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Full text of "Die Grossschmetterlinge der Erde : eine systematische Bearbeitung der bis jetzt bekannten Grossschmetterlinge"

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DIE 

GROSS-SCHMETTERLINGE 

DER  ERDE 


EINE  SYSTEMATISCHE  BEARBEITUNG  DER  BIS 
JETZT  BEKANNTEN  GROSS-SCHMETTERLINGE 

IN  VERBINDUNG  MIT  NAMHAFTEN  FACHMÄNNERN 

HERAUSGEGEBEN  VON 

Prof.  Dr.  ADALBERT  SEITZ 


I.  ABTEILUNG  - 

II,  ABTEILUNG  - 

V 

-  PALAEARKTISCHE  FAUNA  —  BAND  1—4. 

-  EXOTISCHE  FAUNA  —  BAND  5  —  16 

5.  BAND 

> 


ALFRED  KERNEN  VERLAG  S'I  UTTGART 

1924 


DIE 

AMERIKANISCHEN 
TAG EA ET ER 


MIT  203  TAFELN 


TEXT- BAND 


V 


ALFRED  KERNEN  VERLAG  STUTTGART 

1924 


Alle  Rechte,  besonders  die  der  Uebersetzung. 
Vorbehalten. 

Printed  in  Grermany. 

Cop3/right  1924  by  Alfred  Kernen,  Verlag,  Stuttgart. 


Druck  von  H.  Laupp  jr,  Tübingen. 


V  orwort 


Die  erste  Etappe  der  „Groß-Schmetterlinge  der  Erde“,  die  Bearbeitung  der  palaearktischen  Fauna, 
konnte  noch  im  Jahre  1914  beendet  werden.  Erst  heute  steht  die  zweite  große  Abteilung,  enthaltend  die 
exotischen  Tagfalter,  im  Abschluß.  Auf  458  Tafeln  konnten  die  gesamten  Tagfalter  der  indo¬ 
australischen,  amerikanischen  und  ätliiopischen  Tagschmetterlinge  zur  Abbildung  gebracht  werden,  insoweit 
diese  nicht  entbehrlich  oder  unerreichbar  war. 

Der  vorliegende  fünfte  Band,  den  ich  hiermit  der  Oeffentlichkeit  übergebe,  faßt  die  Rhopalocera 
und  G  r  y  p  o  c  e  r  a  von  g  a  n  z  A  m  e  r  i  k  a  zusammen,  in  einer  Abgrenzung,  für  die  auf  S.  3  (der  Einlei¬ 
tung)  eine  Begründung  versucht  ist.  Für  diejenigen,  denen  diese  aus  faunistischen  Motiven  nicht  ausreichend 
erscheinen  sollte,  — ■  und  Bedenken  hierin  sind  nicht  unberechtigt  —  sei  dazu  bemerkt,  daß  zur  finanziellen 
Sicherung  so  kostspieliger  Unternehmen,  wie  die  Herstellung  der ,,  Groß-Schmetterlinge“,  praktischen  Erwägungen 
mitunter  der  Vorrang  vor  theoretischen  gelassen  werden  muß.  Die  Beschränkung  des  Interesses  oder  wenigstens 
der  Sammlungen  vieler  Reflektanten  auf  speziell  amerikanische  Formen  schien  dem  Herausgeber  so  verbreitet 
zu  sein,  daß  er  geglaubt  hat,  den  Völkern  des  Weltteils,  der  das  Hauptkontingent  der  Abnehmer  der  ent¬ 
sprechenden  Bände  stellen  dürfte,  besondere  Rücksicht  schuldig  zu  sein. 

Diese  Pflicht  schien  dem  Herausgeber  um  so  ernster,  als  gerade  in  der  letzten  Zeit  die  Unterstützung, 
die  dem  Werk  aus  Ameril^a  zuteil  wurde,  eine  besonders  dankenswerte  war.  Neben  vielen  Zuschriften  aus 
Brasilien,  Argentinien,  Columbien  und  Paraguay  an  den  Herausgeber  und  die  Bearbeiter  der  einschlägigen 
Faltergruppen,  die  mehrfach  schon  im  Text  Erwähmmg  fanden,  muß  noch  mit  besonderem  Dank  der  regen  Hilfe 
der  Vereinigten  Staaten  von  Nord-Amerika  und  von  Mexilco  gedacht  werden.  Besonders  der  selbstlosen  Mit¬ 
arbeit  der  Herren  Roberto  Mtjeller  und  Prof.  Carlos  Hoffmann  in  Mexilio  (City),  der  Herren  W.  Schafs 
und  H.  G.  Dyar  in  Washington  ist  es  zu  danken,  wenn  eine  große  Anzahl  seitheriger  Lücken  ausgefüllt  und 
frühere  Irrtümer  beseitigt  werden  konnten.  Durch  die  Güte  einer  weiteren  Anzahl  hervorragender  Kenner 
der  nordamerikanischen  Fauna  wie  Barnes,  BenjajVUN,  Boll,  Snyder  usw.  — ■  z.  T.  ist  ilirer  Namen  schon 
im  ersten  Teil  des  Werkes  dankbar  gedacht  —  konnten  Abbildungen  von  Exemplaren  gebracht  werden,  die 
ohne  die  gütige  Kontrolle  der  Besitzer  solcher  Seltenheiten  oder  gar  Unika  nie  möglich  gewesen  wären. 

Aller  namentlich  zu  gedenken,  die  den  Herausgeber  bei  seiner  gigantischen  Arbeit  mit  Rat  und  Tat  unter¬ 
stützten,  liegt  wohl  weder  in  deren  Absicht,  noch  im  Interesse  des  Gesamtwerks;  aber  ihnen  an  dieser  Stelle 
aufrichtigen  Dank  für  ihre  Bemühungen  zu  sagen,  ist  für  uns  eine  Pflicht,  deren  Erfüllung  wir  als  Bedürfnis 
empfinden. 

Das  ungeheiire  Material,  zu  dem  wir  zur  Hersteilung  ehier  einigermaßen  befriedigenden  Bearbeitung 
der  Lepidopteren  Amerikas  Zugang  suchen  mußten,  war  nur  zu  einem  Teil  auf  dem  Kontinent  von  Europa 
einzusehen.  Am  meisten  war  noch  die  Fauna  von  C  a  n  a  d  a  u  n  d  den  Vereinigten  Staaten  in 
europäischen,  besonders  deutschen,  Museen  vertreten.  Hier  setzte  gaiiz  besonders  die  eben  erwähnte  Hilfe 
der  Entomologen  der  Union  ein;  auch  ist  die  Literatur  über  die  Fauna  Nord-Ameriljas  schon  so  reichhaltig, 
daß  mit  üirer  Zuhilfenahme  ein  ungefähres  Bild,  besonders  über  die  amerikanischen  Tagfalter,  gewonnen 
werden  konnte.  Unter  ausgiebiger  Benutzung  der  Werke  von  Abbot  und  Smith,  Scudder,  den  beiden  Edwards, 
Holland,  Wright  u.  a.  mit  z.  T.  sehr  guten  Abbildungen  und  mit  der  oben  erwähnten  freundlichen  Unter¬ 
stützung  nordamerilcanischer  Sammler,  glauben  wir  soviel  zusammengetragen  zu  haben,  als  für  den  kiu’zen 
Abriß,  auf  den  sich  ein  so  umfassendes  Werk  beschränken  muß,  erforderlich  war. 

Hinsichtlich  Mexikos  versetzte  die  schon  erwähnte  freundliche  Hilfe  der  Herren  R.  Mueller  und 
C.  Hoffmann  uns  in  die  angenehme  Lage,  Neuheiten  und  Seltenheiten  zu  studieren,  über  welche  an  anderer 
Stelle  sonst  kaum  Aufschluß  zu  erhalten  gewesen  wäre.  Herr  Prof.  Dr.  M.  Draudt  in  Darmstadt,  dessen  Kol¬ 
lektion  mexikanischer  Lepidopteren  wohl  nirgends  in  Europa  an  Reichhaltigkeit  erreicht  wird,  hat  unter  Zu¬ 
grundelegung  dieses  Materials  die  Bearbeitung  der  Lycaenidae  und  der  Grypocera  selbst  durchgefülirt  und 
dadurch  für  die  Erforschung  dieser  ziemlich  lückenhaften  Gebiete  einen  ganz  besonderen  Dienst  geleistet ; 
konnte  er  doch  über  100  neubeschriebene  amerikanische  Tagfalter  fast  sämtlich  im  Bilde  bringen. 

Z  e  n  t  r  a  1  -  A  m  e  r  i  k  a  ,  durch  die  rühmlichst  bekannte  ,,Biologia“  von  Salvin  und  Godman  und 
nachmals  durch  W.  Schaus’  Schriften  besser  bekannt  wie  die  meisten  südamerikanischen  Tropenländer,  konnte 


VI 


VORWORT. 


vielfach  nach  dem  Material  von  A.  H.  Fassl  und  der  reichen  RiBBESchen  Ausbeute  vom  Chiriqui,  die  uns  die 
Firma  Dr.  Staudinger  und  Bang-Haas  in  dankenswerter  Weise  zugänglich  machte,  bearbeitet  werden.  Aber 
schon  zu  dieser  Fauna  — ■  vielleicht  abgesehen  von  Costa-Rica  ■ — •  kann  bemerkt  werden,  daß  noch  zahlreiche 
Distrikte  erst  mangelhaft  erforscht  sind  und  vielleicht  schon  in  nächster  Zeit  eine  umfangreiche  Erweiterung 
unserer  Kenntnis  in  Aussicht  steht. 

lieber  Columbien  und  den  Amazonas,  bzw.  dessen  Nebenflüsse,  geben  uns  die  Sammlungen 
A.  H.  Fasses  guten  Aufschluß.  Manche  Tafeln,  wie  z.  B.  die  Agrias  auf  Taf.  113  B,  sind  fast  gänzlich  nach 
Neuheiten  aus  der  FASSLschen  Sammlung  hergestellt,  die  er  in  den  ungesunden  Wäldern  des  tropischen  Süd- 
Amerikas  erbeutete  und  die  er  mit  dem  Leben  bezahlte,  als  er  kürzlich  dem  mörderischen  Klima  erlag.  Daß  er 
in  den  Nachträgen  gerade  zu  diesem  Band  der  Welt  ein  bleibendes  Andenken  hinterließ,  ist  uns  eine  ganz 
besondere  Genugtuung. 

Aus  Brasilien  und  dem  Westen  S  ü  d  -  A  m  e  r  i  k  a  s  lagen  gleichfalls  reiche  Sammlungen 
vor.  Die  GARLEPPschen  Ausbeuten  aus  Peru  lieferten  besonders  reiches  Material.  In  Bolivien  hat  gleichfalls 
Fasse  zwar  nicht  sehr  lange,  aber  sehr  gründlich  gesammelt  und  uns  sein  reiches  Material  zur  Verfügung  ge¬ 
stellt.  Für  die  anstoßenden  Teile  Argentiniens  rvurde  der  Ausbeute  Jose  Steinbachs  manches  gute 
Objekt  entnommen,  während  im  Süden  dieses  Landes  und  in  Uruguay  der  Herausgeber  selbst  manche  Beob¬ 
achtung  machen  konnte.  Das  gleiche  gilt  von  Brasilien,  wo  besonders  in  Bahia  der  Unterzeichnete  Heraus¬ 
geber  ein  ansehnliches  Material  zusammenbrachte,  und  von  wo  die  meisten  biologischen  Notizen  stammen, 
die  dem  Texte  eingestreut  werden  konnten.  Von  großem  Werte  waren  für  diese  südamerikanischen  Gebiete  die 
Zusendungen  der  Herrn  Zikan  und  Arp  in  Brasilien. 

Außerdem  haben  sich  sowohl  die  Bearbeiter,  wie  auch  der  Herausgeber  bemüht,  die  Spezial- 
s  a  m  m  1  u  n  g  e  n  sowie  die  großen  Museen  für  ihre  Studien  heranzuziehen.  Auch  den  Leitern  oder  Besitzern 
dieser  sei  hier  nochmals  Dank  abgestattet,  insoweit  dies  nicht  schon  im  Geleitwort  zu  den  Bänden  des  ersten 
Teils  geschehen  ist.  Durch  ihre  Güte  konnte  die  CouRVOisiERsche  Lycaeniden- Sammlung  eingesehen  werden 
und  Herr  Abee  in  Leipzig  hatte  die  Güte,  manche  seiner  Hesperiden  zur  Vergleichung  einzusenden.  Wenn 
ich  hier  erwähne,  daß  z.  B.  Lord  Rothschied  mir  die  Durcharbeitung  von  25  000  Eryciniden  des  Tring- 
Museums  erlaubte,  so  kann  man  ermessen,  von  wie  großer  Wichtigkeit  solche  Unterstützung  bei  Abfassung 
der  einzelnen  Kapitel  gewesen  ist. 

Daß  im  Abschluß  des  Bandes,  den  ich  heute  der  Oeffentlichkeit  übergebe,  eine  Verzögerung  von  einem 
vollen  Jahrzehnt  entstanden  is'^,  wird  niemand  wundern,  der  sich  daran  erinnert,  wie  gerade  das  Geburtsland 
des  Werkes  im  Mittelpunlit  der  furchtbaren  Erschütterungen  stand,  denen  die  Welt  in  diesem  Dezennium 
ausgesetzt  war.  Vielmehr  ist  zu  verwundern,  und  in  erster  Linie  der  Langmut  der  Abnehmer  zu  daidien,  wenn 
ein  wissenschaftliches  Werk  von  der  Art  des  vorliegenden  diese  Schicksalsschläge  ohne  anderweite  Schädigungen 
überdauern  konnte. 

Ich  kann  diesen  Band  nicht  herauslassen,  ohne  neben  den  Bearbeitern  der  einzelnen  Tagfalter- 
Familien  auch  dem  Verleger  nachdrücklich  st  zu  danken  für  die  ungeheuren  Opfer,  die  gerade  in  so  schwieriger 
Zeit  die  programmäßige  Fortführung  eines  solchen  Werkes  erheischte.  Sein  aufrichtiges  Bestreben  ist  es  ge¬ 
wesen,  in  enger  Arbeitsgemeinschaft  mit  dem  Herausgeber  die  durch  die  unglückseligen  Ereignisse  des  letzten 
Jahrzehntes  über  die  Maßen  beanspruchte  Geduld  der  Freunde  des  Werkes  zu  belohnen  und  den  Zeitpunkt 
zu  erreichen,  wo  der  amerikanische  Tagfalterband  fertig  in  die  Welt  geht  und  die  Tagfalter  der  indischen  und 
afrilvanischen  Fauna  am  Abschluß  stehen. 

In  dem,  was  über  die  Form  der  Abfassung  zu  sagen  wäre,  darf  wohl  auf  die  Geleitsworte  zu  den  Bänden 
des  Palaearktenteils  verwiesen  werden.  Bezüglich  der  Stellung  des  Herausgebers  gegenüber  den  sogenannten 
,, internationalen  Nomenklaturregeln“  hat  sich  nichts  geändert.  Als  ein  in  allen  Einzelheiten  maßgebender 
Gesetzeskodex  müssen  sie  zwar  in  der  Zoologischen  Welt  als  abgelehnt  gelten  und  die  Entomologie  ist  nicht 
berechtigt,  hierin  eine  Sonderstellung  einzunehmen.  Das  schließt  nicht  aus,  daß  der  größte  Teil  dieser 
Regeln,  insbesondere  insoweit  sie  nur  eine  präzise  Fassung  längst  üblicher  und  nirgends  beanstandeter  Ge¬ 
bräuche  darstellen,  nützlich  und  darum  auch  in  den  ,,Groß-Schmetterlingen“  durchgehends  angewandt  sind. 
Ihre  Zurückweisung  als  maßgebendes  Gesetzbuch  ist  allgemein  wohl  nur  insofern  erfolgt,  als  sie  ihre  Hauptauf¬ 
gabe,  Schaffung  der  Stabilität  in  der  Nomenklatur,  nicht  nur  nicht  erfüllten,  sondern 
sogar  mehrfach  gestört  haben,  indem  immer  wieder  Ausgrabungen  und  Umdeutungen  alter  Namen  neue 
Widersprüche  in  die  gesamte  vorhandene  Literatur  bringen  mußten.  Diesem  meist  auf  der  zu  straff  ge¬ 
nommenen  Auslegung  des  Prioritätsprinzips  beruhenden  Mißstand  haben  wir  das  Werk  als  ein  Gebrauchsbuch 
tunlichst  zu  entziehen  getrachtet,  im  übrigen  aber  den  einzelnen  Bearbeitern  in  der  Anwendung  der  gebräuch¬ 
lichen  Nomenklaturgesetze  keinen  Zwang  auferlegt. 

Es  scheint,  daß  viele  Entomologen  in  den  ,, Großschmetterlingen“  die  gegebene  Gelegenheit  erblickt 
haben,  die  Behandlung  der  Lepidopterologie  auf  eine  wissenschaftlichere  Basis  zu  stellen.  Dieser  Ansicht 
konnte  sich  der  Herausgeber  sowohl  aus  ideellen  wie  aus  praktischen  Gründen  nicht  anschließen.  Jeder 
bearbeitende  Fachmann  pflegt  als  die  wissenschaftlich  wertvollsten  diejenigen  Methoden  und  Maximen  anzu¬ 
sehen,  mittelst  deren  er  zu  seinen  wichtigsten  Resultaten  gelangt  ist.  Auf  diesem  Wege  die  vom  Heraus¬ 
geber  angestrebte  Einheitlichkeit  des  Gesamt werks  zu  erreichen,  scheint  unmöglich.  Fast  in  jedem  Kapitel 


VORWORT. 


\'IL 


würde  dann  hinsichtlich  der  Behandlungsweise  ein  andres  Moment  im  Vordergrund  gestanden  haben.  Zuflom 
bedarf  jede  vorgenommene  Umwälzimg  einer  Begründung,  deren  Einreihung  das  W'erk  in  seinein  umfassenden 
Programm  ungleichmäßig,  unhandlich  und  inhaltlich  undauerhaft,  jedenfalls  aber  für  die  ^Mehrheit  der 
Benützer,  die  zu  fünfundneunzig  Prozent  keine  Fachgelehrten  sind,  unsympathischer  gemacht  haben  würde. 
Der  Herausgeber  hat  sich  darum  bei  den  Bearbeitern  darum  bemüht,  daß  sie  auf  Spezialist ische  Exkurse, 
mögen  diese  in  Monographien  noch  so  wertvoll  sein,  tunlichst  verzichteten. 

Aiich  im  5.  Band  zeigt,  wie  bei  den  Bänden  der  vorigen  Abteilung,  eine  flüchtige  Durchsicht  schon, 
daß  die  textliche  Bearbeitung  wesentlich  als  Ergänzung  der  Tafeln  gedacht  ist.  Außer  biologischen  Anmer¬ 
kungen  enthält  sie  zumeist  Hinweise  auf  feinere  Unterscheidungsmerkmale  von  den  nächsten  Verw'andtcn. 
Wo  bei  besonders  bunten  und  kenntlich  gezeichneten  Arten  {Perisama,  Catagraynma,  Anaea  usw.)  ein  Erkennen 
nach  dem  Bilde  ohne  Gefahr  von  Irrtümern  unschwer  möglich  ist,  konnte  der  Text  auf  ganz  wenige  Worte 
über  Synonymie  und  Vaterland  beschränkt  werden;  umgekehrt  war  bei  gewissen,  kompliziert  gezeichneten 
Lycaeniden  oder  Hesperiden  öfters  eine  etwas  umständliche  Kennzeichnung  erwünscht.  Immerhin  ist  diese 
möglich  gewesen,  ohne  daß  die  für  die  Handlichkeit  eines  Bandes  maximale  Zahl  von  etwa  1000  Seiten  und 
200  Tafeln  nennenswert  überschritten  wurde. 

Im  Text  sind  im  ganzen  15  000  Namen  erklärend  behandelt  und  durch  ca.  9000  Figuren  auf  den  Tafeln 
illustriert.  Daß  alle  Figuren  fehlerlos  oder  gar  Kunstwerke  sein  sollten,  wird  kein  billig  Denkender  verlangen 
oder  auch  nur  erwarten.  Wenn  sich  aber  in  den  späteren  Tafeln  des  Bandes  mehr  Verfehlungen,  als  in  den 
früheren  Tafeln  bemerkbar  machen  sollten,  so  bitten  wir  die  ungeheuren  Schwierigkeiten  in  Betracht  ziehen  zu 
wollen,  die  Krieg  und  Revolution  gerade  für  technische  Betriebe  zu  schaffen  pflegen. 

Aber  auch  für  denjenigen  Teil  des  Bandes,  der  noch  vor  dem  Krieg  erschien,  bitten  wir  um  Milde  in 
der  Beurteilung,  wie  sie  auch  die  Kritik  für  den  ersten  Teil  hat  walten  lassen.  In  erster  Linie  soll  das  Werk 
zur  Orientierung  dienen,  zur  raschen  Erkennung  und  Einschätzung  von  Material,  von  Reiseausbeuten,  Samm¬ 
lungen,  Zenturien,  Einzelfängen  usw.  Zur  Erreichung  dieses  Zwecks  sollen  die  Figuren  kenntlich  und  natur¬ 
getreu,  aber  sie  brauchen  nicht  künstlerisch  hochstehend  zu  sein.  Deshalb  ist  auch  in  denjenigen  Fällen,  wo 
Kopien  aus  alten,  technisch  unvollkommenen  Werken  als  einzige  Vorlage  dienten,  die  Verantwortung  unserer 
Abbildung  für  Richtigkeit  des  Bildes  nicht  ausdrücklich  abgelehnt  worden.  Die  Kenner  der  alten  Werke  —  und 
für  monographische  Arbeiten  einzelner  Gruppen  werden  ja  nur  solche  in  Betracht  kommen  —  dürften  auf  den 
ersten  Blick  herausfinden,  welche  Bilder  nach  Hewitson,  nach  Gramer  oder  Hübner  gefertigt  sind,  so  daß 
es  überflüssig  schien,  lange  Listen  über  die  jeweilige  Herkunft  der  Originale  oder  Vorlagen  beizugeben. 

Nur  im  allgemeinen  sei  angegeben,  daß  die  Bilder  der  Papilio  und  der  Erycinidae  fast  sämtlich  nach 
Exemplaren  des  Tring-Museums,  die  Pieridae  und  viele  N ymphalidae  nach  solchen  aus  der  Sammlung  des 
Herrn  J.  Röber  in  Dresden,  die  Morphidae,  Brassolidae,  Prepona,  Ageronia  sämtlich  aus  der  Sammlung 
Fruhstoreer,  die  Lycaeniden  nach  den  Sammlungen  Fasse,  Staudinger-Bang-Haas  und  des  Heraus¬ 
gebers  gefertigt  sind.  Die  mexikanischen  Formen  entstammen  zumeist  Vorlagen  des  Herrn  Dr.  Draudt,  viele 
Satyi’iden  den  jetzt  in  Berlin  befindlichen  Sammlungen  Staudinger  und  Weymer. 

Von  besonderer  Wichtigkeit  scheint  mir  noch  die  Angabe,  daß  sehr  viele  Hesperiden-Bilder  dem  Werke 
von  Carl  Plötz  entnommen  sind.  Dieses  Werk,  von  dem  sich  ein  großer  Teil  zur  Zeit  (bis  zu  seiner  Veräuße¬ 
rung)  im  Besitze  des  Herausgebers  befindet,  ist  zwar  in  seinen  Tafelbänden  (von  denen  etwa  20  vorliegen) 
niemals  erschienen,  aber  ohne  Einsicht  dieser  Tafeln  sind  die  zahlreichen,  von  Plötz  herausgegebenen 
Veröffentlichungen  unmöglich  richtig  zu  deuten.  Wir  haben  darum  von  den  uns  strittig  erscheinenden  Ai’ten 
—  größtenteils  Hesperiden  —  einige  Hundert  im  fünften,  neunten  und  dreizehnten  Band  kopieren  lassen  und 
es  ist  durch  die  Vergleichung  dieser  Originalbilder  möglich  gewesen,  manchen  Irrtum  und  Zweifel  aus  der  Wissen¬ 
schaft  zu  entfernen.  Wiewohl  das  PLÖTZsche  Werk  niemals  im  Buchhandel  käuflich  war,  hat  es  doch  wenigstens 
teilweise  fast  allen  arbeitenden  Lepidopterologen  Vorgelegen;  Hewitson,  Godman,  Mabille  usw.  haben 
danach  gearbeitet  und  darauf  verwiesen.  Viele  Abbildungen,  besonders  solche  der  über  1500  Tafeln  mit  Hesperi- 
denbildern  (die  6  Bände  des  Teils  XX)  sind  durch  Swinhoe,  Mabille  u.  a.  in  Kopien  herausgegeben  worden. 
So  haben  auch  wir  das  PLÖTZ-Werk  als  ein  unersetzliches  Quellenwerk  zitiert  und  diejenigen  Arten,  die  sich 
nach  den  unübertrefflichen  Abbildungen  ohne  weiteres  erkennen  lassen,  nicht  neu  benannt,  sondern  als  ge¬ 
nügend  gekennzeichnet  und  als  hinreichend  durch  Kopien  verbreitet  übernommen. 

Was  den  T  e  x  t  b  a  n  d  betrifft,  so  mrd3  hier  gesagt  werden,  daß  der  Herausgeber  nur  für  die  deutsche 
Ausgabe  verantwortlich  ist.  Auf  die  beiden  andern  Ausgaben  stand  ihm  ein  Einfluß  nicht  zu.  Die  französische 
Ausgabe  ist  mir  überhaupt,  insoweit  sie  nach  1914  erschienen  ist,  gänzlich  unbekannt;  ich  habe  niemals  ein 
Exemplar  davon  gesehen.  - —  Wirkliche  Vollständigkeit  konnte  natürlich  nur  bis  zu  dem  Zeitpunkt  angestrebt 
werden,  wo  die  verheerende  Wirkung  des  Weltkriegs  noch  nicht  den  wissenschaftlichen  Connex  der  Völker 
untereinander  unterbrochen  hatte.  Weitere  Vervollständigung  muß  den  Supplementheften  und  einem  Zeit¬ 
punkt  aufgespart  bleiben,  wo  die  zerrissenen  Fäden  des  wissenschaftlichen  Verkehrs  der  Völker  untereinander 
wieder  geknüpft  sind. 

Leider  ließen  sich  auch  in  diesem  Bande  störende  Differenzen  zwischen  den  Benennungen  im  Text 
und  auf  den  Tafeln  nicht  vermeiden.  Da  die  Technik  eine  ganz  gleichzeitige  Inangriffnahme  von  Beschrei- 

ö  o  o  ö 

bung  und  Illustration,  die  sich  oft  auf  das  gleiche  Exemplar  stützen,  nicht  gestattet,  so  fand  sich  mitunter 


VIII 


VORWORT. 


erst  nach  Fertigstellung  der  Tafeln,  daß  die  abgebildeten  Exemplare  besser  einen  andern,  meist  neuen  Namen 
verdienten,  der  ihnen  im  Text  noch  gegeben  werden  konnte,  während  die  Tafeln  schon  ausgegeben  waren. 
Diesen  Uebelstand  bitten  wir  daher  als  eine  Folge  des  xinaufhaltsamen  Fortschritts  unsrer  Kenntnisse  hin¬ 
zunehmen. 

So  geht  denn  der  fünfte  Band,  wie  sein  Vorgänger,  hinaus  mit  der  einzigen  Aufgabe,  als  Gebrauchs¬ 
werk  allen  Vertretern  und  Freunden  der  Lepidopterologie  Dienste  zu  leisten.  So  wenig,  wie  bei  den  Bänden 
des  ersten  Teils  hat  der  Herausgeber  danach  gestrebt,  ein  Prachtwerk  mit  möglichst  vielen  Ueberraschungen, 
mit  verbesserten  Systemen  und  unerwarteten  Neuheiten  ins  Leben  zu  rufen.  Eine  systematisch  gegliederte, 
in  gleichbleibendem  Schema  durchgeführte  Bearbeitung  der  amerikanischen  Tagfalterwelt,  von  Spezialisten  zu 
einem  Ganzen  organisch  verbunden,  mit  kurzer  Skizzierung  von  Lebensweise  und  Entwickelungszuständen, 
aber  mit  tunlichster  Berücksichtigung  von  Variationsrichtung,  von  Faunistik  und  Synonymie,  das  ist  die  Auf¬ 
gabe,  die  das  Werk  sich  gestellt  hat,  und  wenn  aus  seinem  Inhalt  die  Hingabe  erkannt  wird,  mit  der  Bearbeiter, 
wie  auch  Herausgeber  und  Verlag  sich  diesem  Vorhaben  gewidmet  haben,  so  wird  diese  Anerkennung  ihr 
schönster  Lohn  sein. 

Darmstadt  im  Mai  1924. 


Dr.  Adalbert  Seitz. 


Bekanntmachung. 


- <o - 

Nachdem  nunmehr  der  palaearktische  Teil  des  Seitz’schen 
Werkes  bis  auf  wenige  Lieferungen  erschienen  ist,  haben 
wir  uns  entschlossen,  für  die  noch  ausstehenden  Lieferungen, 
das  System  ,,von  durchschnittlich  je  1  Bogen  Text  und  2  Tafeln“ 
im  Interesse  schnelleren  Erscheinens  fallen  zu  lassen, 
und  werden  die  Lieferungen  dieses  Teils  den  Umständen  nach, 
in  frei-zusammengestellten  Heften  erscheinen ,  die  manch¬ 
mal  nur  Bogen,  manchmal  nur  Tafeln  enthalten. 

Stuttgart,  7.  April  1914. 


Der  Herausgeber.  —  Der  Verlag. 


« 


Die 


Groß=Schmetterlinge 

der  Erde 


Eine  systematische  Bearbeitung  ~  : 

der  bis  jetzt  bekannten  Großschmetterlinge 

In  Verbindung  mit  namhaftesten  Fachmännern  herausgegeben 

von 

- Dr,  Adalbert  Seitz  = 

Direktor  des  zoologischen  Gartens  zu  Frankfurt  a.  M.;  correspondierendes, 
arbeitendes  und  ordentliches  Mitglied  vieler  wissenschaftlicher  Gesellschaften 


STUTTGART 

FRITZ  LEHMANN  VERLAG 
1907 


Alle  Rechte  Vorbehalten. 


.  II.  ABTEILUNG:  . 

Die 

Exotischen  Qroßschmetterlinge 


? 


i‘ 


- V.  BAND: - 

Die  Großschmetterlinge 

- des  — - 

Amerikanischen  Faunengebietes 


V 


1 


Alle  Rechte  Vorbehalten. 


Einleitung. 


Der  Riesenkontinent  von  Amerika,  der  sich  vom  ewigen  Eise  der  arktischen  Polarregion  an  weiter 
als  irgend  ein  anderer  Kontinent  nach  Süden  erstreckt,  ist  mehr  als  jeder  andere  Länderkomplex  der  Erde 
geeignet,  eine  unerschöpfliche  Menge  der  abwechslungsreichsten  Tiergestalten  zu  zeitigen.  Das  nach  dem 
Atlantischen  Ozean  hin  fast  überall  otfene  Land  lässt  die  meerfeuchten  ().stwinde  bis  weit  in  das  Innere  des 
Kontinents  befruchtende  Regen  tragen  und  so  entwickelt  sich  denn  ein  vielseitig  und  fein  verzweigtes  Netz 
von  Wasseradern,  die  in  Gemeinschaft  mit  den  verschiedenen  den  jeweiligen  Zonen  entsprechenden  Klimaten 
und  Wärmeverhältnissen  eine  an  Mannigfaltigkeit  geradezu  einzig  dastehende  Vegetation  ins  Dasein  rufen. 

Aus  der  zirkumpolar  verbreiteten  arktischen  Fauna  sich  heraus  entwickelnd,  nimmt  vom  südlichen 
Canada  bis  Texas  die  gesamte  Fauna  einen  der  europäischen  und  zentral-asiatischen  Tierwelt  genäherten  Charakter 
an.  Nicht  allein  dass  die  im  gemässigten  Nord -Amerika  dominierenden  Tiere  grösstenteils  Grupjien  an¬ 
gehören,  die  auch  in  der  gemässigten  Zone  der  alten  Welt  eine  Hauptrolle  spielen,  auch  die  geographische 
Verteilung  zeigt  hier  noch  die  auffallendsten  Analogien.  Unter  den  Lepidoi)teren  sind  hüben  wie  drüben 
Arrjijniiis,  Mel/faea,  IVo/c.s'.sn,  Apatimi ,  Arctiiden  und  Catocalen  führende  Gestalten,  und  als  einziger  durch¬ 
schlagender  Unterschied  drängt  sich  schon  bei  obertlächlicher  Betrachtung  das  Ühei'wiegen  der  H esperiden 
in  Amerika  gegen  das  Vorherrschen  der  Satyi-iden  in  der  alten  Welt  auf.  Aber  die  Gesamtsumme  der 
zu  beobachtenden  Foi'inen  ist  auf  beiden  Halbkugeln  im  gemässigten  Norden  fast  die  gleiche  und  die  Hälfte 
der  östlichen  gemässigten  Ländermasse,  die  an  Grösse  etwa  der  gesamten  westlichen  entspricht,  enthält 
ungefähr  die  gleiche  Zahl  von  Lepido2)teren  wie  diese,  nämlich  ca.  ()'/2  Tausend  Formen. 

Das  ändeii  sich,  sobald  wir,  dem  amerikanischen  Süden  zustrebend,  die  warme  Zone  erreichen.  Fast 
mit  einem  Schlage  ist  jede  Älmtichkeit  mit  der  alten  Welt  verschwunden.  Die  sonderl)aren  und  hoch- 
charakteristischen  Formen  der  ilorpho,  ItJioiitia,  Meliiiaea  nnd  die  ('nAnia  und  Glatwojiis,  die  Pericopis 

und  ('ijllipmln,  die  wunderlichen  Formen  der  neotropischen  Eryciniden,  die  geschwänzten  H esperiden  etc. 
haben  in  der  alten  Welt  nicht  ihresgleichen,  kaum  entfernte  Ähnlichkeiten.  Sie  geben  der  süd-amerikanischen 
Fauna  ein  so  eigenes,  auch  dem  kühleren  Nord -Amerika  (nördlich  \'on  Mexico)  fremdes  Gei)räge,  dass  wir 
die  Falterfauna  von  Süd -Amerika  wohl  als  die  eigenartigste  der  Erde  bezeichnen  können.  Welches  ihre 
hauptsächlichsten  Eigenheiten  sind,  ist  schon  in  der  Einleitung  dieses  Werkes  angedeutet  uml  soll  unten 
noch  näher  ausgeführt  werden. 

Wenn  wir  trotzdem  eine  eigentliche  Trennung  zwischen  der  nord-  und  süd  -  amerikanischen  Fauna 
nicht  in  der  Art  vornehmen,  wie  sie  die  seitherige  Zoogeographie  in  der  Scheidung  der  neoti'o])ischen  von 
dei’  nearktischen  Fauna  gekannt  hat,  so  begründen  wir  dies  <lamit,  dass  die  Basis  für  eine  scharfe 
Grenze  in  eben  der  Weise  fehlt,  wie  zwischen  dem  indischen  und  dem  australischen  Faunengebiet.  M’ie 
dort  die  von  Wallack  gezogene  Grenze  für  die  Schmetterlinge  keine  Gültigkeit  hat,  so  lassen  uns  auch  in 
Amerika  die  sonst  anwendl)aren  Abteilungsinlnzipien  der  Faunengebiete  im  Stich.  Vergleichen  wir  beispiels¬ 
weise  die  Verhältnisse  Amerikas  mit  dem  viel  konniakteren  Afrika:  Südlich  der  Sahara  gibt  es  keine 
hiichloe,  keine  Aporni,  keine  Procris,  keine  echte  'Aipiaena,  keine  IVon'.ss«,  keine  Pdvanjf,  keine  Oi'iKxpjna, 
kurzum  es  tehlen  gerade  alle  die  Arten,  die  in  Nord -Afrika  die  häutigst  vorkommenden,  man  möchte  sagen 
autdringlichsten  Vertreter  tler  Schmetterlingswelt  sind.  Dafür  gibt  es  im  Norden  keine  Etiphacdra ,  keine 
('ipiiotlioc  oder  Puripphene,  es  fehlen  sämtliche  im  übrigen  Afrika  verbreiteten  Papilio-  und  Pierideii-Ciruppen ; 
die  für  das  ganze  tropische  Afrika  so  charakteristischen  AniaiivE  suchen  wir  vergebens  etc. 

Eine  solch  unüberwindliche  Barriere,  wie  sie  die  in  ihrem  trostlosen  Innern  vegetationslose  Sahara 
bildet,  fehlt  in  Amerika.  So  sehen  wir  die  sonst  durchaus  süd -amerikanischen  Neotrojhden  in  Californien. 
die  Helicomiis  in  F’lorida  nach  Norden  vordilngen  und  die  Arpi/iiiiis,  (Alids,  i'atocida  etc.  auf  den  Anden¬ 
höhen  nach  Süden  streiten;  die  beiden  Faunen  greifen  mit  einem  Wort  so  ineinander  über,  dass  wir  gar 
keine  Grenze  einer  gekünstelten  vorziehen;  und  wir  tun  dies  um  so  lieber,  als  diesen  theoretischen 
Erwägungen  sich  eine  Reihe  praktischer  Gründe  anschliesst. 


4 


Einleitung.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


Unter  den  Eigenschaften  der  amerikanischen  Schmetterlingsfauna,  die  im  Süden  des  Gebietes  am 
lebhaftesten  hervorstechen,  nennen  wir  den  Artenreichtum.  Früher  sagte  man,  dass  der  amerikanische 
Doppelkontinent  allein  etwa  ebensoviel  verschiedene  Schmetterlingsarten  enthalte  als  die  gesamte  übrige 
Erde.  Dieser  Vergleich  hatte  so  lange  Giltigkeit,  so  lange  man  nicht  alle  die  zahlreichen  Lokalformen 
gewisser  malayischer  und  indo  -  chinesischer  Falter  unterscheiden  gelernt  hatte,  die  eine  einzige  Species  auf 
allen  jenen  grösseren  und  kleineren  Eilanden  des  malayischen  Archipels  in  ähnlichem,  aber  doch  nach  der 
Lokalität  konstant  verschiedenem  Gewände  erscheinen  lassen.  Seitdem  aber  die  altweltlichen  Arten  in  eine 
so  grosse  Zahl  von  Rassen  oder  Lokalvarietäten ,  von  Subspecies,  Regen-  und  Trockenzeitformen,  Hoch¬ 
gebirgsbewohner  und  Formen  der  Ebene  zerspalten  worden  sind,  hat  das  kompakte  und  vielfach  ohne  aus¬ 
gesprochene  Regenzeit  gleichmässig  temperierte  Süd -Amerika  von  seinem  Übergewicht  stark  eingehüsst. 

Wenn  man  nun  bedenkt,  dass  jeder  Schmetterling,  v/elcher  Art  er  auch  angehören  möge,  in  Amerika 
von  Ganada  bis  nach  dem  Kap  Hoorn  tliegen  könnte,  ohne  ein  direktes,  unühersteigliches  Hindernis  anzutreffen, 
weder  eine  so  scharf  abschliessende  Wüste,  wie  sie  Nord-  von  Mittel-  und  Süd-Afrika,  noch  ein  Meer,  wie 
es  Australien  von  Indien  trennt,  so  ist  es  nicht  leicht  verständlich,  wie  wir  Gastnien,  Neotropiden,  Hesperiden 
oder  Gatagrammen  in  fast  jedem  amerikanischen  Distrikt  in  eigenen,  meist  durch  keinerlei  Ühergangsformen 
miteinander  verbundenen  Foi-men  antreffen.  Hierin  otfeidmrt  sich  doch  eine  schöpferische  Produktionskraft 
von  einer  ungewöhnlichen,  keinem  andern  Lande  in  gleicher  Weise  zukommenden  Ergiebigkeit. 

Verschwenderische  Ausstattung  ihrer  S chmetterli n gs arten  mit  grellen  und  leuch¬ 
tenden  Farben  ist  die  zweite  Haupteigentümlichkeit  der  amerikanischen  Fauna.  Es  gibt  auch  in 
Indien  und  dem  tropischen  Afrika  l)unte  Arten  genug,  das  soll  nicht  ausser  acht  gelassen  sein;  aber 
während  die  alte  Welt  allerorts  neben  den  bunten  und  reich  verzierten  Formen  auch  Heere  von  fahlen, 
w'eissen  und  neutral -braun  gefärbten  Formen  hervorbringt,  glitzert  und  flimmert  es  auf  manchen  Flug¬ 
plätzen  der  Süd  -  amerikanischen  Wälder  bald  von  kleinen,  gold-  und  silbergezierten  Syntomiden,  bald  von 
weithin  azurblau  leuchtenden  Riesenfaltern.  Ein  Anjopterou  anreipciDfis  mit  unten  reingoldenen  Flügeln, 
eine  so  reiche.  Silherverzierung  wie  Dioiic  moiicta ,  eine  so  leuchtend  blaue  Grundfarbe  wde  Morjtho  cypris 
hat  kein  Falter  der  alten  Welt  aufzuweisen.  Dabei  sind  auch  diejenigen  Farben,  die  nicht  schon  an  sich 
durch  metallischen  oder  seideartigen  Glanz  hervortreten ,  in  einer  überaus  vornehmen  und  gefälligen  Weise 
angebracht.  Vielfach  sind  es  auf  tiefschwarzem  Grunde  stehende  hochrote,  orangefarbene  oder  hlaugrüne 
Längsflecke  oder  Bänder,  die  in  ruhigen  Mustern  mehr  gediegene  und  satte  Farhenfülle  als  protzige  Überladung 
zu  verraten  scheinen.  So  unruhig  bunt  lietupfte  Formen  wie  die  Papilio  ur/ui»m//oii-Gruppe,  wie  die  XeiirosifpiKt 
und  die  CatphisKs  sind  in  Amerika  selten.  Eine  tiefgefärbte,  aber  fast  stets  nur  einfarbige  Prachtbinde 
genügt,  um  die  Kpicalia,  die  Phlorippc  und  Prepona,  die  Pal/icorc  und  Adclpha  zu  den  schönsten  Erscheinungen 
zu  machen,  die  ein  unverdorbener  Geschmack  ersinnen  kann. 

ln  einer  ganz  besonders  und  eigenartig  modifizierten  Weise  tritt  in  Amerika  die  Erscheinung  der 
Mimicry  auf,  die  in  der  Einleitung  zum  ersten  Teil  unsei'es  Werkes  eingehend  besprochen  wmrden  ist.  Es 
gibt  in  Süd-Amerika  manche  oft  räumlich  enghegienzte  Lokalitäten,  an  denen  fast  sämtliche  dem  Besucher 
in  Anzahl  vorfliegenden  Schmetterlingsarten  ein  und  dasselbe  Kleid  tragen,  gleichgültig,  ob  es  Tag-  oder 
Nachtfalter,  ob  es  plumpe  Segler,  unheholfene  Weisslinge  oder  scheue  Nymphaliden  sind.  In  Golumbien 
kann  man  eine  Anzahl  ganz  gleich  gefärbter  und  gezeichneter  Schmetterlinge  um  einen  blühenden  Busch 
fliegen  sehen,  die  vier  ganz  verschiedenen  Gru})pen  angehören.  Sie  sind  alle  schwarz  mit  scharlachroter 
Schrägbinde  auf  den  Vtlgln.  Dabei  ist  der  eine  ein  Weissling  (Pvrcnte  leticodi'osyntc),  der  zweite  ein  Heli- 
conier  ( ffeliconiiift  mrlpoincin'},  der  dritte  ein  Segelfälter  (Papilio  ciiferpiniis)  und  der  vierte  eine  Art  Eisfalter 
(A(lelj)ho  iftifi).  In  bestimmten  Distrikten  Süd-Brasiliens  sind  eine  gell)e  Vflglhinde  und  zackige  Längsstreifen 
auf  hraungelhem  Grunde  das  allgemeine  Moliv,  welches  Weisslinge  (Pcvhyhriü,  l)isnioy}>1ua),  Danaiden  ('/w/corccL, 
Heliconier  ( llc/icoiiiits  narcaca),  ja  seihst  Nachtfalter  (('licfoi/e)  tragen.  Ich  habe  an  anderer  Stelle  von  einer 
Neigung  gewisser  Gegenden  gesprochen,  ihre  Bewohner  zu  uniformieren  und  wenn  es  auch  in  Indien 
und  besonders  in  Afrika  nicht  an  verwandten  Erscheinungen  fehlt,  so  fällen  sie  dort  hei  weitem  nicht  so  in 
die  Augen  wie  in  Amerika. 

Wie  die  heutige  Säugetierfäuna  von  Süd-Ameilka  sämtlicher  gigantischer  Formen  entbehrt,  so  halten 
sich  auch  die  dortigen  Falter  in  der  Mehrzahl  hinsichtlich  ihrer  Grösse  in  mittleren  Grenzen.  Nur  hei  den 
Galigo,  den  Morpho,  einigen  Sphingiden  und  der  Riesen-Noctuide  Thysaiiia  cKp-ippina  gehen  die  Formen  ins 
Gewaltige;  für  die  ungeheuren  Attacus,  die  besonders  im  weiblichen  Geschlecht  ungeschlachten  Oynifhoptcra 
fehlt  eine  richtige  Parallele.  Und  wie  in  der  Grösse,  so  zeigt  sicli  auch  in  der  Form  nicht  die  Neigung 
zum  Grotesken,  Unverständlichen,  wie  dies  hei  den  altweltlichen  Faunen  bezüglich  vieler  Formen, 
wie  liepiodycioi,  Seyiciiixs,  iJyuyjpi  antimac/ms  etc.  auffällt.  Über  die  Bildung  von  Hflglschwänzen  hei  sonst  in 
der  Regel  ungeschwänzten  Familien  (XympliaHdae ,  Eyyrii/idac ,  Ucspcyidac)  kommt  es  in  Amerika  bezüglich 
der  Erzeugung  barocker  Gestalten  selten  hinaus. 

Zu  diesen  schwer  erklärlichen  Eigenheiten  dei-  amerikanischen  Fauna  treten  noch  einige  andere, 
deren  Ursachen  klarer  liegen.  Für  eine  grosse  Anzahl  von  Distrikten,  besonders  des  südlichen  Amerika, 
besteht  keine  eigentliche  Trocken-  und  Regenzeit,  ln  der  Gegend  von  Rio  de  daneiro  sind  fä.st  an  jedem 
Tag  des  Jahres  Niederschläge  möglich  und  die  regenlosen  Perioden  sind  sowohl  in  ihrer  Dauer  wie  auch 


Einleitung.  Von  Dr.  A.  Skitz. 


in  hezng  auf  die  Zeit  ihres  Auftretens  variabel.  tSo  honimt  es  d(jrt ,  wie  wir  schon  kniz  erwähnten,  nicld 
in  der  ausgesprochenen  Weise  zur  Bildung  von  Saisondimorphismen  wie  an  vielen  Slidlen  dei-  alten 
Welt,  wo  die  Witterungsverhältnisse  genau  geregelt  und  Kegen  wie  Sonnenhitze  an  gewisse  .Monate  g(-- 
hunden  sind. 

Der  Polymorphismus  erscheint  auch  in  anderer  Hinsicht,  nämlich  in  seinen  lokalen  Heziehuniren 
nicht  im  gleichen  Grade  ausgehildet  zu  sein  wie  in  der  alten  Welt.  Obwohl  wii'  heim  Vap'ilUi  /i/sifhoKs  ■/..  \’>. 
das  auch  bei  vielen  Indiern  konstatierte  Verhalten  wahi-nehmen,  dass  er  in  den  verschiedenen  Gehrenden 
den  jeweils  dort  vorkommenden  Aristolochienfalter  nachahmt,  z.  B.  in  Süd-ßinsilien  als  J\  jwiujxjiiitts  den  dort 
tliegenden  P.  j>errliehi(s,  in  Rio  de  Janeiro  in  der  Form  hjPilboua  den  dort  vorkommenden  P.  (((janiK  kojiierl, 
so  fehlen  doch  in  Amerika  zweifellos  die  Fälle,  in  denen,  wie  hei  P.  tncmuon  in  Indien,  etwa  JO  verschiedene 
Weibchen  zu  einer  nahezu  konstanten  Männchenform  gehören. 

Durch  die  Eigenart  der  Vegetationsverhältnisse  erklärt  sich  leicht  die  Erscheinung,  dass  in  Amerika 
der  Reichtum  an  Lepidojjteren  scharf  lokalisiert  erscheint.  Wie  die  altweltlichen  Steppen,  so 
sind  auch  die  Prärien  von  Nord-  und  die  Pampas  von  Süd -Amerika  nicht  imstande,  einen  grossen  Formen¬ 
reichtum  oder  auch  nur  eine  mässige  Anzahl  imposanter  oder  eleganter  Arten  hervorzubringen.  Darum 
sehen  wir  die  Morplio,  die  grösseren  Nymphaliden,  die  ('nstnia  etc.  ziemlich  unvermittelt  aus  der  Gegend 
verschwinden,  sobald  wir  die  grosse  süd-  und  zentral -amerikanische  Waldregion  verlassen.  Darum  aucti 
bleiben  die  waldarmen  oder  entwaldeten  west -indischen  Inseln  hinsichtlich  ihrer  Falterfauna  so  weit  hinter 
dem  benachbarten  Festlande  zurück,  während  umgekehrt  die  ost  -  indischen  Archi])ele  ganz  besonders  reich 
an  Schmetterlingsarten  sind. 

Sehr  überrascht  denjenigen,  der  den  amerikanischen  Kontinent  an  verschiedenen  Stellen  besucht, 
die  grosse  Ähnlichkeit  der  nördlichen  und  südlichen  Distrikte,  die  doch  durch  eine  beiden  vollständig 
unähnliche,  gewaltige  Ländermasse  voneinander  geschieden  sind.  Die  argentinischen  Pampas  beherbergen 
ganz  analoge,  ja  mehrfach  die  gleichen  Falter  wie  die  Union,  die  dem  ganzen  dazwischenliegenden  neo- 
tropischen  Urwaldgebiete  fehlen.  Fast  mit  dem  Breitegrad,  auf  dem  uns  die  letzte  Morpho  verlässt,  beginnen 
im  Norden  wie  im  Süden  die  Coliax,  die  Pi/irwieis  carijc,  die  Dciopeia  uns  zu  umflattern.  Die  Euptoieta  ihnurui 
kommt  in  kaum  verschiedenen  Formen  in  den  Vereinigten  Staaten  wie  in  Uruguay  vor,  während  sie  im 
dazwischenliegenden  tropischen  Süd-Amerika  vollständig  fehlt  bezwv  durch  die  stark  verschiedene  Pujit. 
hef/esia  vertreten  wird.  Eine  analoge  Erscheinung  fehlt  im  Osten:  die  in  Süd -Afrika  zahlreichen  Acraca 
verschwinden  im  Tropengürtel  und  tauchen  diesseits  der  Sahara  nicht  wieder  auf;  die  Anjijiiiih,  die  in 
Amerika  nach  Überspringen  der  Tropen  in  Chile  und  Argentinien  wieder  erscheinen,  verschwinden  im  Osten 
an  der  südlichen  Tropengrenze  auf  Nimmerwiedersehen;  weder  Süd -Afrika  noch  das  südliche  Australien 
beherbergt  Arten  dieser  im  Norden  so  reich  vertretenen  Nymphalidengruppe.  Umgekehrt  erscheinen  die  in 
Süd -Afrika  so  reich  vertretenen  Predig,  die  Aiuaxris  etc.  im  afrikanischen  oder  europäischen  Norden  nicht 
wieder  und  von  andern  dem  vSüden  der  alten  Welt  eigenen  Gattungen  wde  Teracnhix  und  ('haraxcs  hat  sich 
kaum  eine  Art  von  Hunderten  von  der  einen  gemässigten  Zone  über  die  Tropen  hinaus  in  die  andere 
verbreiten  können. 

Die  Rolle,  welche  die  einzelnen  Schmetterlingsfamilien  in  der  amerikanischen  Fauna  spielen,  ergibt 
sich  leicht  aus  dem  speziellen  Teil ;  es  sei  daher  hier  nur  auf  einige  Punkte  aufmerksam  gemacht ,  die  sich 
aus  einer  Parallele  der  neuweltlichen  mit  der  altweltlichen  Fauna  ergeben. 

Die  Papilio  sind  im  gemässigten  Norden  Amerikas  denen  der  gieichtemperierten  alten  Welt  über¬ 
legen.  San  Francisco,  St.  Louis  oder  Washington  haben  2 — 3  mal  soviel  Papilio -Arten  wie  Sjianien,  Algerien 
oder  Klein -Asien,  wogegen  die  Parnassius,  so  formenreich  sie  in  der  alten  Welt  sind,  in  der  neuen  nur 
Avenige,  gewissermassen  versprengte  Nebenformen  haben. 

Die  Pieriden  mögen  sich  beiderseits  des  Atlantikus  ziemlich  gleichaidig  verhalten,  besonders  seit 
dem  in  den  letzten  Jahrzehnten  Verschleppungen  stattgefunden  haben. 

Die  Danaiden  zeigen  ein  überaus  gleichartiges  Verhalten.  In  einer  einzigen  Art  den  40"  nördlicher 
Breite  überschreitend,  wächst  ihre  Zahl  in  den  Tro])en  zu  einer  dominierenden  Menge  an  und  die  Anzahl 
der  vielfach  einander  sehr  nahestehenden  Formen  dürfte  auf  der  östlichen  und  westlichen  Hemisphäre  fast 
genau  gleich  sein,  wenn  wir  die  gleich  zu  erwähnenden  Neotropiden  hier  mit  einrechnen. 

Die  Satyriden  aber  treten  in  der  gemässigten  Zone  der  neuen  Welt  gegen  die  der  alten  bedeutend 
zurück,  ln  den  Tropen,  wo  die  Batyriden  ohnedies  an  Wichtigkeit  verlieren  und  mehr  hinter  andern  Gruppen 
verschwinden,  verliert  sich  dieser  Gegensatz  mehr. 

\  orzüglich  entwickelt  sind  in  Amerika  die  den  Danais  verwandten  Ithomiidae,  die  man  geradezu 
als  Neotropiden,  von  ihrem  charakteristischem  Vorkommen  in  dem  neotropischen  Gebiete,  bezeichnet  hat. 
Schon  die  ersten  Forscher,  welche  mit  ausreichenden  ("berblick  in  Süd -Amerika  beobachteten,  wie  B.vte^ 
und  Wallace,  erstaunten  über  die  ungeheure  Individuenzahl  sowohl  wie  über  die  iMenge  von  Arten,  die 
einander  selbst  in  kleinen  und  beschränkten  Lokalitäten  ablösten;  Bates  wundert  sich  sogar,  wie  es  den 
einander  vielfach  täuschend  ähnlichen  Arten  gelinge,  sich  bei  dem  Suchen  des  andern  Geschlechts  zur  Be¬ 
gattung  zurechtzutinden.  Haase  stellt  dieser  artenreichen  Gruppe  die  ebenso  formen  arme  Gattung 


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Einleitung.  Von  Dr.  A.  Seitz. 

Ilaiiiadri/a^  der  alten  Welt  gegenüber  aus  morphologischen  Gründen,  während  der  biologische  Standpunkt 
einen  Vergleich  mit  Euploea  näher  legt. 

Die  Nymphaliden,  als  eine  der  universellsten  Gruppen,  behaupten  auf  beiden  Hemisphären  eine 
hervorragende  Stellung.  Es  lässt  sich  schwer  sagen,  auf  welchem  Kontinent  ihr  Übergewicht  über  gewisse 
andere  Rhopalocerenfamilien  ein  augenfälligeres  ist.  Die  Nymphaliden  sind  es,  welche  die  meisten  beiden 
Hemisphären  gemeinsamen  Formen  enthalten.  Vancssit  ((utio-pa ,  Pi/ramcis  cardui  und  atalanta ,  Polij(jonia 
c-albnm,  Arfiijimia  iridaris,  frei  ja,  frujga,  dnifklca  etc.  verbinden  die  amerikanischen  mit  der  östlichen  Fauna 
und  bilden  gewissermassen  eine  Brücke. 

Die  Eryciniden  der  alten  Welt  fallen  ungeheuer  ab  gegen  die  Formenfülle  und  Mannigfaltigkeit, 
die  diese  Familie  in  Amerika  erreicht.  Auf  wenig  über  100  Arten  der  östlichen  kommen  über  1000  der 
westlichen  Halbkugel  und  dabei  steht  der  ziemlich  einförmigen  Gestaltung  der  Arten  der  alten  Welt 
eine  sehr  vielseitige  Gestaltungsweise  auf  der  neuen  gegenüber.  Nicht  nur  eine  IMenge  von  originellen 
Formen  iDiingt  Amerika  in  dieser  Familie  hervor,  sondern  es  ist  auch  reich  an  Nachahmungen,  in  denen 
Eryciniden  x4ngehörige  der  Nymphaliden,  Ithomien,  ja  selbst  geschützte  Heteroceren  kopieren.  So  ahmt 
Thcmonc  pak  eine  Medtaiiifis,  Themonc  j)occi/a  eine  Phtjciodes,  die  rthomeia  und  Compsofheria  ahmen  Neotropiden 
nach,  Lgropferijx  olivia  gleicht  im  Fluge  einer  ganz  gleichgefärbten  Calodesvia  und  die  kleinen,  beim  Fliegen 
lebhaft  schwirrenden  dgnuafia  gleichen,  wenn  sie  rasch  dahergesaust  kommen,  eher  Fliegen  als  Schmetter¬ 
lingen  überhau])!. 

Die  Lycaeniden  zeigen  im  nearktischen  Norden  noch  viele  der  Gattung  Lgcaena  angehörige  oder 
nahestehende  Formen;  je  weiter  man  nach  Süden  kommt,  desto  mehr  treten,  analog  der  alten  Welt, 
7V/cc/«- artige  Formen  auf.  An  Grösse  und  Glanz  ü))ertreffen  diese  neotropischen  Formen  vielfach  noch  die 
indischen  Arhopcda. 

Die  interessantesten  amei’ikanischen  Gruppen  bilden  unstreitig  die  Hesperiden,  die  an  manchen 
Plätzen  Süd-x4merikas  in  solchem  Formen-  und  Individuenreichtum  auftreten,  dass  sie  tlort  das  gesamte 
übrige  Schmetterlingsheer  an  Mannigfaltigkeit  und  Häufigkeit  übertreffen.  Die  langrüsseligen  Arten  scheinen 
für  manche  Pflanzen  die  einzigen  Befruchter  zu  sein,  und  das  Bild  weissblühender,  dicht  mit  schwarzen 
h'antis  überdeckter  Büsche  steht  jedem,  der  in  Süd-x4merika  gesammelt,  in  bleibender  Erinnerung. 

Unter  den  Heteroceren  treten  die  Zygaeniden  entschieden  zurück  hinter  den  äusserst  reich  ent¬ 
wickelten  und  oft  verschwenderisch  mit  Metallfarben  ausgestatteten  Syntomiden.  Hier  öffnet  sich  der 
Mimicry  ein  weites  Feld.  In  den  wunderbarsten  Verkleidungen  treffen  wir  solche,  gemeinhin  noch  als 
'Glaucopiden«  bezeichnet en  Nachtfalterchen,  von  denen  manche  Raubwanzen,  andere  Käfer,  die  meisten 
aber  Hymenopteren  kopieren.  Die  stärksten  Hautflügler  der  Erde,  die  Pepsin -Arten,  die  Vogelspinnen 
durch  ihren  Stich  verwunden  und  als  Nahrung  für  ihre  Brut  eintragen,  werden  A'on  überaus  zahlreichen 
Syntomiden -Allen  kopiert.  Unter  dem  Namen  »Älarimbondo«  ist  diese  Wegwespe  wegen  ihres  fürchterlichen 
Stachels  in  Amerika  von  Mensch  und  Tier  gefürchtet  und  so  könnte  man  tatsächlich  kein  geeigneteres 
.Modell  für  Schutzverkleidungen  erfinden.  Ganze  Syntomiden-Gattungen,  wie  die  Macrucneme ,  kopieren  fast 
ausschliesslich  solche  Riesenwespen. 

Gewissermassen  eine  4^erbindungsbrücke  zwischen  Nachtfaltern  und  Hesperiden  stellen  die  Castnien 
dar.  Die  echten  Castnien,  wie  die  Gattungen  Casfida,  (lazera  etc.,  sind  absolut  auf  Amerika  beschränkt  und 
zwar  auf  dessen  tropischen  und  subtropischen  Teil,  ln  ihnen  sehen  wir  Nachtfalter  mit  durchaus  tagfalter- 
artigeni  Benehmen,  die  nicht  nur,  wie  viele  Tagtlieger,  die  in  der  Sonne  stehenden  Blumen  besangen, 
sondern  auch  von  einer  auf  einer  Buschspitze  etablierten  Warte  aus  die  Umgebung  beobachten,  Feinde  ver¬ 
treiben,  mit  ihresgleichen  sjüelen  und  ihren  vorübereilenden  4Veibchen  auflauern. 

Die  Arctiiden  hal)en  im  Norden  der  neuen  Welt  viele  den  altweltlichen  ähnliche  Gestalten,  ja 
zahlreiche  Gattungen  und  manche  Arten,  wie  Airtia  caja,  Parasoida  phudayitus,  Phrugiiiatohia  fidiginosa,  sind, 
ohne  zu  den  holarktischen  Polarbewohnern  zu  gehören ,  Imiden  Hemisjthären  gemeinsam.  Erst  weiter  nach 
Süden  treten  dann  die  spezifisch  amerikanischen  Formen  in  grösserer  Zaiü  auf,  die  nach  völlig  anderem 
Typ  gebaut  und  gefärbt  erscheinen;  so  die  Ecpaidheria  und  lla/csidofd,  die  l)esonders  in  Zentral -Amerika 
zur  Entfaltung  gelangen,  und  die  sonderbaren  Pidnstra,  deren  Raupe  eine  aquate  Lebensweise  führt.  Wenn 
abei’  auch  die  apartesten  Bärenformen  in  den  Tropen  leben ,  die  buntesten  und  am  schönsten  gezeichneten 
treffen  wir  im  gemässigten  Nord -Amerika,  so  die  Apaiitesis,  Phdi/prcpla,  Ihqjloa  etc. 

Die  Lithosiiden,  die  in  Amerika  ebenso  wie  in  der  Alten  Welt  meist  durch  kleinere  Formen 
vertreten  sind,  finden  sich,  besonders  im  tropischen  Süd-Amei’ika,  vielfach  in  sehr  bunten  und  tagmunteren 
x4rten.  In  Nord-Amerika  selbst  in  kaum  50  Foi'inen  vorkommend,  scheinen  sie  ihre  Hauptentfaltung  in 
den  wärmergelegenen  Andentälern  zu  erfahren,  ebenso  wie  sich  im  Osten  die  Hänge  des  Himalaya  als  be¬ 
sonders  günstig  für  die  Entwicklung  dieser  Familie  erwiesen  haben.  Beiden  Hemisphären  gemeinsame 
Lithosiiden -Arten  sind  nicht  bekannt;  ja  kaum  Gattungen,  wenn  wii'  nach  Hamcson  (entgegen  Kiimy  und 
DyxVR)  die  Utetheisa  aus  der  Familie  der  Lithosiiden  entfernen  wollten. 

Die  Lipariden  Amerikas  treten  ganz  bedeutend  hinter  denen  der  Ost  weit  zurück,  insofern  man  dieser 
Familie  die  seitherige  Zusammensetzung  belassen  will.  Oeneria  dispar,  die  »gypsy-moth«,  hat  als  eingeschleppt 
zu  gelten,  wogegen  die  im  altweltlichen  Westen  verbreitete  Orygja  anidpia,  die  weit  nach  Norden  geht,  als 


Kinleil  1111^'.  Von  Dr.  y\.  Si'j  i’/. 


heiiniscli  aiizuselien  ist.  Wir  nehmen  dies  an,  ohwold  die  lel/dere  Art  auf  den  eiiropäisclien  Sta|)el|)liit/.cii 
(besonders  Haml)urg)  liäulig  ist  und  die  Idaupe  sich  mit  Vorliel)e  an  Wai’enhallen  vei'S])innl ,  an  die  das  im- 
mohile  Weil)chen  auch  die  Eier  ahlegt,  so  dass  alljährlich  zahllose  Verschlef)pungen  nach  allen  Wind- 
richlungen  wahrscheinlich  sind.  In  der  Gattung  Gijnarphora  stellen  die  la'pariden  l’ür  Amerika  die  Alten 
d.  (/}-o(‘iil((ii(/ic(i  und  rossii,  die  am  weitesten  von  allen  Heteroceren  —  vielleicht  \'on  allen  Schmetterlingen  — 
nach  Norden  reichen. 

Die  Limacodiden ,  mit  sonst  ganz  universeller  Verhreitung,  erreichen  in  Süd-  und  Zentral- 
Amerika  eine  sehr  reiche  Entfaltung  und  entwickeln,  wenn  auch  meist  kleine,  doch  elegant  gezeichnete 
Formen,  viele  davon  mit  Seide-  oder  Metallglanz  auf  den  Flügeln.  Vom  gemässigten  Noid -Amerika  kennen 
wir  gegen  50  Formen,  das  ist  etwa  '/jo  aller  Iiekannten  Arten.  Aus  ganz  Amerika  sind  etwa  dreimal  soviel 
Limacodiden  bekannt,  also  über  '/a  aller  l)ekannten  Formen.  Auffallend  ist,  dass  der  nördliche  "IVdl  von 
Amerika  eine  weit  grössere  Anzahl  von  Formen  beherbergt  als  dei'  jialäai’ktische  Norden,  dei'  in  \ielen 
Distrikten  sehr  arm  an  Limacodiden  ist;  kommen  doch  im  gesamten  Euro])a  nui'  zwei  Siiecies,  d.  h.  weniger 
als  */2 bekannten  Aiden,  vor. 

Die  Psychiden,  wie  diese  Familie  noch  heute  zusammengesetzt  ist,  bilden  keine  homogene  Familie. 
Die  Sackbildung  der  Raujien  und  die  regressive  Methamorphose  der  Weibclien  sind  Ivonvergenzerscheinungen, 
die  mehrfach  für  den  Ausdruck  einer  Verwandtschaft  genommen  wurden,  ln  Amerika  s])ielen  die  Psychiden 
nur  eine  geringe  Rolle;  nur  15  V"  der  l)ekannten  200  Formen  bewohnen  den  westlichen  Kontineid  und  auf 
das  gemässigte  Nord -Amerika  entfallen  davon  nur  etwa  ein  Dutzend  Arten. 

Man  möchte  es  sonderbar  linden,  dass  eine  Familie,  deren  Angehörige  im  weiblichen  Gescldecht 
samt  und  sonders  immoliil  sind,  eine  so  ungeheure  Veiiireitung  haben  kann  wie  die  Psychiden,  die  selbst 
auf  den  entlegensten  Inseln,  wie  Neu -Seeland,  Teneriffa  etc.,  noch  vertreten  sind,  mehrfach  sogar  durch 
charakteristische  Arten.  Man  darf  aber  nicht  vergessen,  dass  ihre  Raupen  äusserst  mobil  und  widerstands¬ 
fähig  und  viele,  wenn  nicht  alle  Arten  parthenogenetisch ,  d.  h.  ohne  vorausgegangene  Begattung  fort- 
ptlanzungsfähig  sind.  Nichts  wäre  verkehrter,  als  vom  Vorkommen  der  Psychiden  an  beiden  Küsten  des 
Atlantikus  auf  einen  versunkenen  Weltteil  schliessen  zu  wollen.  Fine  Flierschleppung  von  Amerika  nach 
der  Alten  Welt  und  umgekehrt  kann  sehr  wohl  durch  Treibholz  erfolgt  sein.  Ich  habe  aus  dem  Silberstrom 
schwimmende  Aste  aufgetischt,  an  denen  sich  zahlreiche  Säcke  von  Oikeficiis  phifeiinis,  teils  gesunde  Raupen, 
teils  lebende  Puppen  enthaltend,  angesponnen  hatten.  Fs  scheint,  dass  die  Raupen  den  Sack  wasserdicht 
zu  schliessen  vermögen.  Ich  fand  grosse  Ps^'chidensäeke  an  der  Küste  von  Nmih- Shore  im  Hafen  von 
Sydne}^  in  Australien  an  Felsen  angesponnen,  über  die  bei  der  Flut  jede  Welle  hinwegieckte :  sie  enthielten 
unbeschädigte  Raupen.  So  ist  die  Verschlep])ung  durch  Treibholz  durchaus  nicht  unwahrscheinlich,  ja  es 
drohen  den  Tieren  für  diese  beschweijiche  und  lange  Flossreise  nicht  einmal  sonderlich  viele  Gefahren. 
Hungern  können  die  Psychidenrauj)en  sehr  lange  und  geht  dies  gar  nicht  mehr,  so  ist  ihnen  jedes  Futter 
recht.  Die  Raupen  von  Ainicia  fi-hreffa,  die  ich  in  Nord-Afrika  in  Anzahl  von  einem  dürren  Wüstenkraute 
almahm,  fütterte  ich  in  Europa  mit  Birnenschalen  bis  zur  Verpupjmng;  und  da  zur  Weiterverbreilung  der 
Psychidenspecies  die  Verschlep])ung  eines  einzigen  weiblichen  Individuums  genügt,  so  sollte  man  sich  viel¬ 
mehr  wundern,  dass  keine  Psychiden -Arten  kosmopolitisch  sind,  ja,  dass  sich  keine  S])ecies  innerhalb  dieser 
Familie  findet,  die  Amerika  mit  der  paläarktischen  Fauna  gemeinsam  hat. 

Die  Lasiocampiden  sind  im  ganzen  noch  zu  ungenügend  bekannt ,  um  schon  ein  abschliessendes 
Lh’teil  über  ihre  Verteilung  zu  gewinnen.  Sicher  ist  Amerika  mit  über  einem  Drittel  der  800  — 1000  e.xi- 
.stierenden  Formen  beteiligt.  Bei  der  gewaltigen  Zahl  van  Arten,  die  jetzt  schon  aus  Süd -Amerika  bekaind 
i.st,  muss  man  annehmen,  dass  die  genaue  Durchforschung  Inner -Brasiliens  noch  viel  zu  Tage  fördert,  ln 
ihrer  heutigen  Zusammensetzung  ist  die  Gruppe  auch  nicht  homogen,  so  dass  eine  Durcharbeitung  besonders 
der  neotropischen  Formen  manche  Änderung  erwarten  lässt.  Wie  die  Familie  sich  heute  zusammensetzt, 
besitzt  Amerika  zahlreiche  ganz  besonders  interessante  Formen.  Die  durch  höckerartig  gestellte  Haare  merk¬ 
würdig  gestalteten  Raupen  der  Gattung  Meyalopyye  sind  wegen  der  äusserst  entzündlichen  Wirkung  dieser 
Haare  in  Amerika  gefürchtet.  Bei  einer  Dame,  die  in  meine  Behandlung  kam,  war  infolge  Verbrennung 
durch  die  Haare  einer  MeyaIopyye-B.?M\)e  Schwellung  des  Arms  und  der  Brustseite  mit  mehrtägigem  fdeber 
entstanden,  also  eine  Wirkung,  die  selbst  die  der  2Vnan//n/o^ajcn-Haare  an  Intensität  übertriftt.  Mitunter  findet 
sich  ein  ungewöhnlich  ausgesprochener  Sexualdimor])hismus  in  dieser  Familie,  so  bei  Ilcliconisd  jxiyeiistcrhf'ri. 
deren  Weibchen  lange  als  Dirphia  coiftora  bekannt  war.  Wie  in  der  Alten  Welt,  so  sind  auch  iii  der  Neuen 
Welt  manche  Lasiocampiden  ökonomisch  wichtig. 

Die  Saturniden,  im  ganzen  etwas  über  400  Arten,  entfallen  zu  fast  genau  gleichen  Teilen  auf 
die  Neue  wie  aut  die  Alte  Welt.  Gerade  bei  dieser  prächtigen  Gruppe  dokumentiert  sich  der  relative  Reichtum 
Amerikas,  das  bezüglich  seiner  Saturnidenzahl  die  ungeheiu'en  Ländermassen  von  Asien  und  Afrika  zusannnen- 
genommen  erreicht.  Wie  sich  die  beiden  Hemis])hären  zu  dieser  Familie  verhalten,  können  wir  der  Tat¬ 
sache  entnehmen,  dass  sechs  Bewohnern  des  gesamten  Furojm  etwa  40  Formen  aus  dem  gemässigten 
Nord -Amerika  gegenüberstehen.  Auch  den  den  Saturniden  nahestehenden  Gei'atocamjiiden,  die  mit 
ca.  50  Formen  ganz  allein  auf  Amerika  entfallen,  stehen  im  Osten  nur  die  Brahmaeideii  mit  kaum  mehr 


S  Einleitung.  Von  Dr.  A.  SniTZ. 

als  einem  Dutzend  Formen  gegenüber:  dagegen  stellt  Amerika  in  Bezug  auf  die  echten  Bombyciden  etwas 
hinter  der  alten  Welt  zurück. 

Die  amerikanischen  Sphingiden  verhalten  sich  ihrer  Zahl  nach  zu  denen  der  alten  Welt  wie  3  :  5, 
es  kommen  nämlich  von  den  etwa  1000  bekannten  Formen  370  in  der  Neuen  Welt  vor.  Die  gründlichen 
Fntersuchungen  von  v.  RoTHscirini)  und  .Iohdan  orientieren  uns  gerade  über  die  Verbreitung  dieser  Familie 
sehr  genau.  Besonders  reich  ist  Amerika  an  gigantischen  Schwärmern,  wie  Pachi/Iia,  Coci/tius^  P}wJu>i,  Pseudo- 
sp/nn.f  etc.  Bei  der  grossen  Flugfähigkeit  der  meisten  Sidiingiden  sollte  man  erwarten ,  dass  eine  ganze 
Anzahl  Angehöriger  dieser  Gruppe  beiden  Hemisjihären  gemeinsam  wäre,  was  indessen  nicht  der  Fall  ist; 
nur  ganz  wenige  Arten,  wie  Ce/erio  UnmUt  und  gulhi ,  treten  auf  beiden  Halbkugeln  ohne  grössere  Ab¬ 
weichungen  voneinander  auf. 

ln  den  Notodontiden  haben  wir  in  ihrer  jetzigen  Zusammensetzung  noch  immer  eine  Sammel- 
gru]ipe  zu  erlilicken  und  eine  morphologische,  bis  in  die  feineren  anatomischen  Details  durchgeführte  Durch¬ 
arbeitung*)  wird  sicher  Änderungen,  mindestens  die  Auflösung  in  mehrere  natürliche  Gruppen  bringen.  Fs 
hat  daher  wenig  Wert,  festzustellen,  wie  viele  der  über  GOO  jetzt  zu  den  Notodontiden  gestellten  Arten  der 
wesllichen  Halbkugel  zukommen.  Es  sind  bei  weitem  die  meisten;  die  Gattungen  Posema  mit  grasgrünen 
Vordertlügeln,  Xf/sfalfir  mit  eulenartigem  Habitus,  die  nord-amerikanischen  Dafnna,  die  Ueterocampa  u.  a.  sind 
artenreiche  Genera,  die  auch  durch  Individuenreichtum  auf  dem  West-Kontinent  eine  hervorragende  Rolle  spielen. 

Bei  den  Noctuiden  zeigt  sich  drüben  das  gleiche  Verhalten  wie  in  der  alten  Welt,  besonders 
wie  es  bei  den  jialäarktischen  Noctuiden  (Bd.  TH,  p.  11)  charakterisiert  ist:  im  Süden  mein’  Tageulen,  im 
Norden  düster  gefärbte  Tagschläfer  (ManirPra,  Acronicfd ,  Ägrofh,  Hadena  etc.),  ausserdem  aber  im  Norden 
Ausbreitung  der  Catocalen ,  leise  schlafender  Nachtflieger,  die  zwar  für  den  Ruhezustand  vorzüglich  an¬ 
gepasst  sind ,  unter  den  grauen  Vordertlügeln  sowie  auf  der  Unterseite  aber  ihre  Buntheit  bewahrt  haben. 
In  den  Tropen  Amerikas  treten  zwar  die  Eulen  der  Zahl  nach  zurück,  da  nur  wenige  Gru])]ien,  wie  Hgldaea, 
Lajdiggnid ,  Prodniia  u.  a. ,  eine  zeitweise  Massenentwicklung  zeigen;  dabei  entwickeln  die  west -tropischen 
Noctuiden  aber  mehrfach  gigantische  Formen,  wie  die  Prebiis  und  vor  allem  'Phgsania  agnpjiijta ,  die  von 
allen  bekannten  Schmetterlingen  die  grösste  S])annweite  erreicht. 

Die  Geometriden  zeigen  eine  sehr  gleichmässige  Verbreitung  durch  die  ganze  Welt.  Ihr  relativ 
schwacher  Flug  macht  sie  auf  Inseln  unsicher  und  auf  kleineren,  sturmgepeitschten  Eilanden  in  ihrer  Fort- 
])tlanzung  behindert  und  gefährdet.  Diese  allgemeine  Regel  gilt  auch  für  Amerika,  ebenso  die,  dass  die 
zumeist  düsteren  und  fahlen  fArben  der  gemässigten  Himmelsstriche  in  den  wärmeren  durch  bunte  und  oft 
schön  gezeichnete  Färbungen  abgelöst  werden.  Da  viele  Arten  weit  nach  Norden  gehen,  Avar  die  Möglichkeit 
einer  Kommunikation  der  beiden  Halbkugeln  bezüglich  ihrer  S])annerfauna  gegeben  und  Avenn  AA-ir  auch 
Aveit  Aveniger  gemeinsame  Geometriden  als  Noctuidenformen  haben,  so  bilden  sich  doch  mehrere  Arten,  wie 
EiigoNin  tiii/g)iarl<(  (tdidaria),  Ugdria  UHddUdn,  Änugoga  pidoerartu  etc.,  hüben  Avie  drüben  ohne  Avesentliche 
AbAveichungen. 

Unter  den  grösseren  Geometriden  sind  vornehmlich  die  Gattungen  Azd'ma,  Clgda,  Oxgdia,  Prochoprodes 
und  Sa/iiifodes  in  Amerika  ausgebildet.  Sie  lehnen  sich  hinsichtlich  ihres  Habitus  AÜelfach  an  dort  lebende 
Formen  anderer  Gruppen  an,  ohne  dass  sich  eine  Tendenz  zur  Mimicry  zeigte.  Metallfarben  kommen,  ebenso 
AAÜe  auf  der  östlicben  Flemisidiäre,  bei  den  amerikanischen  Geometriden  nur  ganz  ausnahmsAveise  zur  Ent- 
Avickluug  ( Oplithrdiiiojdiora)]  dagegen  treten  uns  in  den  mit  bunten  Bändern  auf  scliAA'arzem  Grunde  gezierten 
Srordg/iff,  Np/o,  Sainpda  etc.  echt  amerikanische  Färbungs-  und  Zeicbnungsmotive  entgegen. 

Dies  Aväre  in  grossen  Zügen  ein  Amrgleichendes  Bild  der  amerikanischen  Fauna  und  der  der  x41ten 
Welt.  Wir  Avollen  nicht  unerwähnt  lassen,  dass  manche  Grupjien,  Avie  die  Cgiid>idar,  in  Amerika  gar  nicht 
vertreten  sind:  andere,  Avie  die  Ny ctemeriden,  sind  es  nur  mit  Avenigeu  Formen,  die  wohl  besser  einer 
andern  Gruppe  angefügt  Averden.  Dann  aber  muss  es  Avundernehmen ,  dass  die  Gattung  Prauid ,  aus 'dem 
tropischen  Amerika,  ihre  nächsten  Vei’Avandten  in  Südost -Afrika  hat;  solche  XArhältnisse  gehören  zu  den 
noch  überreich  vorhandenen  zoogeographischen  Rätseln. 


*)  Wie  sie  von  Packarh  für  üie  norüamerikanischen  Arten  angestellt  wurde. 


TAGFALTER 


V 


o 


i 

1 


•  ^  s 


Diurna,  Tagfalter. 

Mit  Ausnahme  der  neotropischen  Brassoliden  sind  sämtliche  Tagfalter  Amerikas  tagmuntere  Insekten. 
Selbst  die  düster  gefärbten  Satyridengattungen  und  die  farblosen  Haefera  und  ffhowia  tliegen ,  wenn  auch 
im  dämmernden  Waldesschatten,  doch  bei  Tage.  Für  die  Färbung  der  oft  pi’ächtigen  Tagfalterflügel  gilt 
ganz  besonders,  was  in  der  Einleitung  über  das  Kolorit  und  die  Zeichnungsmotive  der  neuweltlichen  I'alter 
gesagt  ist.  Trotz  des  sehr  beträchtlichen  Reichtums  an  echten  Rhopalocera  tritt  in  Amerika  deren  Ül)er- 
gewicht  über  die  zweite  Gru])pe  der  Diurna,  die  Grypocera,  nicht  in  dem  iMasse  in  die  Erscheinung  wie 
in  der  alten  Welt. 


A.  Rhopalocera,  eigentliche  Tagfalter. 

Die  Unterschiede  von  den  Gnjpocera  sind  in  Bd.  I,  p.  7,  angegeben.  Die  Verbreitung  der  Rhopa- 
loceren  in  Amerika  reicht  von  Grönland  bis  zum  Cap  Hoorn.  Die  südlich  von  diesem  gelegenen  Inseln 
scheinen  Tagfalter  nicht  mehr  zu  beherbergen.  Diese  selbst  erreichen  in  der  amerikanischen,  den  Satyriden 
nahestehenden  Gattung  Morpho  eine  hohe  Entwickelungsstufe;  auch  unter  den  Xymphaliden  finden  wir  in 
den  Agrias  sichtlich  moderne  Eormen,  nnd  unter  den  Dhomiiden  die  ausgesprochensten  Beispiele  von  Xach- 
ahmung. 


1.  Abteilung:  Papilioililia,  seglerartige  Falter. 

Die  Papilionina  erreichen  in  Amerika  nicht  die  hervorragende  Ausbildung  wie  in  der  alten  Welt, 
beispielsweise  in  den  indo-anstralischen  Ornithoptera.  Die  grösste  amerikanische  Papilionide  ist  Pap.  houieyui<, 
ein  Inselbewohner.  Die  auf  der  nördlichen  Osthemisphäre  ziemlich  stark  ausgebildete  Gattung  Pan/assian 
tritt  in  Amerika  zurück.  Die  Pieriden  sind  in  ihrem  Verhalten  denen  der  alten  Welt  ähnlich  und  dringen, 
wie  dort,  weit  in  das  Xord-Polargel)iet  vor.  (Seitz.) 

1.  Familie:  Papilionidae,  Segelfalter. 

Taster  klein,  dicht  am  Kopfe  liegend,  selten  lang  und  vorstehend  {Teinopalpus ,  Xord-Indien).  Fhlr 
der  Struktur  der  Segmente  nach  in  3  Typen  auftretend:  die  feinen  Sinneshärchen  unten  und  seitlich  fast 
gleichmässig  über  den  ju'oximalen  Teil  jedes  Segmentes  verteilt,  oder  es  l)efindet  sich  an  jeder  Seite  eine 
Grube,  die  mit  Sinneshärchen  besetzt  ist  (an  Xym])haliden  erinnernd),  oder  es  ist  nur  eine  Reihe  solcher 
Gruben  vorhanden  (an  Pieriden  erinnernd);  die  Oberseite  beschuppt  oder  nackt.  Mesothorax  sehr  kräftig, 
das  Sternum  mit  dem  Episternum  vollständig  verwachsen,  die  Xaht  (wie  bei  Pieriden)  äusserlich  ganz  fehlend. 
Vorderbeine  vollkommen  entwickelt;  Vtibie  mit  Sporn  an  der  Unterseite;  Klaue  einfach,  sehr  selten  wie 
bei  Pieriden  gespalten*);  Afterklaue  und  Pulvillns  fehlen.  Zelle  beidei'  Flügel  geschlossen;  im  Vtlgl  die 
2.  Zellschlussader  (zwischen  der  1.  und  2.  Radiale)  die  längste,  die  2.  Radiale  von  der  unteren  Zellecke 
abzweigend,  die  3.  Schlussader  in  oder  fast  in  der  Verlängerung  der  iMediane,  daher  4  Adern  von 
der  Hinterseite  der  Zelle  entspringend,  obere  Innenrandsader  oft  als  eine  kurze,  nahe  der  Wurzel  von  der 
Mediane  abzweigende  Querader  vorhanden,  3.  Innenrandsader  frei  in  den  Hrd  mündend,  kurz:  Htlgl  mit  Prä- 
costalader  und  einer  Innenrandsader.  —  Ei  rund  oder  abgetlacht ,  ohne  stark  hervortretende  Skulptur.  — 
Rp  vor  der  ersten  Häutung  mit  Reihen  borstentragender  Warzen,  die  in  den  späteren  Stadien  verschwinden 


)  In  einer  Leptocircus- Art. 


12 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


columbus. 


ascanius. 


oder  durch  fleischig-e  Zapfen  oder  harte  Dornen  ersetzt  werden;  im  Nacken  eine  hervorstülpbare,  fleischige, 
gell)  oder  rot  gefärbte  Gabel,  die  einen  Duft  absondert  und  zur  Verteidigung  ausgestreckt  wird  (das  Osma- 
teriuni);  freilebend,  doch  biegen  einige  Arten  den  Blattrand  um,  so  dass  eine  Art  Tunnel  entsteht,  in  dem 
die  Raupe  sich  verbirgt;  manche  Raupen  sind  gesellig.  —  Puppe  am  Hlbsende  und  durch  einen  den  Thorax 
und  die  Flügelscheiden  umspannenden  Faden  befestigt,  oder  in  einem  losen  Gespinste  an  der  Erde  oder 
unter  der  Erdobertläche  liegend ;  drei  frei  bewegliche  Hlbsgelenke. 

Die  Familie  ist  kosmopolitisch,  aber  nur  wenige  Formen  überschreiten  den  Polarkreis.  Ausser  Afrika, 
wo  die  Aristolochienfalter  fehlen  (nur  Madagaskar  hat  eine  Art) ,  sind  die  Tropen  durch  die  reiche  Ent¬ 
wickelung  dieser  Gruppe  und  der  Segelfalter  charakterisiert,  während  die  gemässigte  Zone  beider  Hemisphären 
in  PartHK-isiiis  einen  Typus  besitzt,  der  nicht  in  den  eigentlichen  Tropen  vertreten  ist;  die  in  Guerrero,  West- 
Mexiko,  einheimische  ßa ron/a  hveviconik  ist  die  südlichste  an  Paruassiu^  erinnernde  Form. 

Während  es  in  der  alten  Welt  eine  ganze  Anzahl  Gattungen  neben  der  grossen  Sammelgattung 
l'api/io  gibt,  gehören  alle  amerikanischen  Formen  der  Papilioniden  zu  nur  4  Gattungen:  Papilio,  Enryades, 
Pdriiansiiis  und  Baro)iiu. 


1.  Gattung:  Papilio,  Schwalhenscliwänze. 

Vtlgl  stets  mit  Mediansporn  (1.  Submediane),  wenigstens  eine  der  Zellschlussadern  längs  gestellt; 
Htlgl  mit  Präcostalzelle.  Alle  Arten  haben  eine  Gürtelpuppe.  Die  sogenannte  Gattung  Papilio  zerfällt  in 
3  Abteilungen,  die  in  den  Rpn,  Ppn  und  Faltern  scharf  voneinander  getrennt  sind.  Diese  natürliche  Klassi- 
bkation  wurde  schon  185(1  von  Horsrield  begründet,  aljer  von  späteren  Autoren  (Erich  Haase  ausgenommen) 
nicht  erkannt.  Die  zählebigen  Formen  der  ersten  Gruppe,  die  Aristolochienfalter,  haben  einen  scharfen 
Duft  und  werden  vielfach  von  Arten  der  andern  beiden  Abteilungen  nachgeahmt,  und  die  Modelle  und  Nach¬ 
ahmer  infolge  diese)'  Ähnlichkeit  von  manchen  Autoren  fälschlich  als  miteinander  nahe  verwandt  angesehen. 

A.  Aristolochienfalter. 

Fhh'  unlieschuppt,  unten  beiderseits  mit  einer  Grube  auf  jedem  Segment.  Die  äussere  ventrale 
Dornenreihe  der  Tarsen  nicht  von  den  dorsalen  Dornen  durch  eine  dornlose  Längsvertiefung  getrennt.  — 
Rp  auf  Aiistolochia,  selten  auf  verwandten  Ptlanzen;  dicht  mit  ganz  kurzen  Härchen  bedeckt,  sammetartig, 
nur  der  Kopf,  die  Pi'othoi’acalplatte  und  die  Füsse  glänzend;  jedes  Segment  )nit  einem  Kranz  von  fleischigen 
Warzen,  die  Härchen,  aber  keine  klüftige  Dornen  tragen;  die  vordersten  Warzen  oft  verlängert.  —  Rücken 
der  Pp  eingebogen,  Flügelscheiden  weit  abstehend;  auf  dem  Hlb  dorsal  jederseits  eine  Reihe  Höcker  oder 
Lappen,  welche  oft  eine  fast  ununtei'brochene  Leiste  bilden.  —  Tropische  Tiere,  in  Nord-Amerika  durch 
2  Arten  ( P.  philoior  und  P.  pulydaviaii)  vertreten. 

Die  amerikanischen  Aristolochienfalter  zerfallen  in  2  scharf  charakterisieite  Unterallteilungen. 

Sektion  A. 

Körper  mit  roten  Flecken.  Gruben  der  Fhlr  sehr  deutlich;  Präcostalzelle  distal  eiweitert,  Hflglzelle  mehr 
oder  weniger  zugespitzt.  —  Hierher  gehören  die  meisten  Formen.  Die  Arten  sind  fast  alle  Waldtiere;  manche 
finden  sich  nur  im  Schatten  des  AValdes.  Man  trifft  die  Falter  auf  Waldlilössen ,  an  Waldrändern  und  Flussufern, 
wo  sie  Blumen  besuchen  oder  auf  feuchtem  Sande  saugen.  Die  cf  cf  sind  zum  Teil  gute  Flieger,  während  die 
meist  langsam  und  schwerfällig  sind.  Manche  der  Arten  sind  Sumiifbewohner,  andere  finden  sich  nur  an  trockenen, 
sandigen  Stellen  der  Wälder. 

Ascanius-Gruppe. 

Die  Arten  der  «.scr/ Gruppe ,  mit  der  wir  beginnen,  haben  einen  Spatelschwanz,  cf  imd  ?  sind  einander 
ähnlich.  Das  cf  trägt  auf  dem  Htlgl  eine  mit  weisser  Wolle  bekleidete  Hrdsfalte. 

P.  columbus  H.-Scit.  (=  gundlachiamis  Fhlr.;  grotei  Blake)  (la).  Der  bunteste  amerikanische  Papilio, 

der  an  den  glänzend  lilauen  Binden  des  Vtlgls  zu  ei'kennen  ist.  —  Die  dunkel  aschgraue  Raupe  ist  längs¬ 

gestreift:  der  Kopf  und  die  Thoracalfüsse  sind  schwai’z;  die  schwarzen  Längsstreifen  sind  zum  Teil  weiss 
gerandet;  die  vorderen  und  hinteren  Segmente  ti'agen  lange,  spitze  Zajifen,  die  zum  Teil  weiss  sind.  — 
Fliegt  auf  Cuba  und  findet  sich  nicht  selten  in  dem  gebii’gigen  östlichen  Teile  der  Insel,  besonders  in  der 
Nähe  der  Küste,  wo  man  den  Falter  an  Blumen  und  zuweilen  auch  an  Wasserpfützen  saugend  antrifft. 

P.  ascanius  tV.  ( 1  a).  Ein  breites  weisses  Band  durchzieht  beide  Flügel;  auf  dem  Htlgl  ist  es 
mehr  oder  ininder  rot.  —  Die  Rp  ist  blass-braun  und  trägt  s])itze  Zapfen  auf  allen  Ringen.  —  Der  Falter, 
welche)'  bis  jetzt  nur  i)i  der  Provinz  Rio  de  Janeiro  l)eobachtet  ist,  fliegt  in  der  Nähe  Rios  über  Sü))ipfe)), 

wohi))  )na))  il))n  nur  schwe)'  u))d  oft  im  Wassei'  watend  folgen  kau)) ;  nur  a))  solchen  Plätze))  wächst  die 

der  Rp  zur  Nahrung  dienende  Aristolochien-A)t.  Nach  einer  Milteilung  des  Herr))  L.  Arp  in  Rio  de  Ja)iei)'0 
ist  der  Falter  i))  diesen  Süjnpfen  keineswegs  selten,  entfernt  sich  aber  n))r  a)]s))ahn)sweise  davo)),  und  h) 
dieser  Unzugänglichkeit  seines  Aufenthaltsortes  liegt  der  G)’)n)d,  waru)n  gute  Exe)nplare  i))  de)i  Sa))))))lungen 
nicht  häubg  sind.  Rp  Oktober  l)is  April. 


r^APFLrO.  Von  Dr.  K.  -J(jrdan. 


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P.  agavus  Dmri/.  (Ib).  Der  rote  Analfleck  des  Htlsls  sein-  gross,  Z-förniig.  Das  abgekiii-zlc  \\-ei,-,sc  af^avu-.. 
Band  des  llligls  ist  etwas  veränderlich.  Trotzdem  der  Falter  recid  liäulig  ist,  selbsi  in  den  Därb-n  in  dm- 
Nähe  Kios,  besonders  an  t'encliten,  schattigen  Plätzen,  sind  wir  iibei-  die  (■i'slen  Stände  noch  nichl  nnb-i-- 
richtet.  Das  Tier  Ijesucht  Blumen  und  ist  leicht  zu  fangen.  —  Minus  (teraes  südwärls  bis  Bio  Biamh-  do 
Sul,  westlich  bis  Paraguay  und  den  anstossenden  GePieten  Argentiniens ;  nicht  bis  au  den  Fuss  der  Anden  geh(-nd. 

P.  proneus  Uhn.  (=  phryneus  l.uc.)  ( I  b).  Beide  Flügel  mit  schmalem,  weissem  Bande,  die  i’olen  proni-us. 
Submarginaltlecke  des  Htlgls  gerade  oder  schwach  gebogen;  Analtleck  nicht  V-förmig.  —  Minus  Geraes  bi.^ 

Parana;  bei  Rio  nur  im  Orgelgebirge. 

P.  chamissonia.  Beide  Flügel  mit  weissem  Bande,  das  auf  dem  Htlgl  abgeküi-zt  i.st:  Zelltleck 
des  Htlgls  nicht  Aveiter  wurzelwärts  als  bis  zur  2.  Mediane  reichend;  roter  Analtleck  V-förmig.  -  Die  Bp 
ist  bräunlich  schwarz  und  trägt  ein  weisses  Schrägband,  das  seitlich  vom  b.  Ringe  bis  zürn  Zapfen  des  7. 
reicht.  Die  Puppenruhe  dauert  drei  Wochen.  Dei-  Falter  ist  sehr  häufig  und  gehört  zu  den  am  frühesten 
im  Frühling  erscheinenden  Schmetterlingen  (August).  Es  tliegen  vom  August  bis  April  wenigstens  di-ei 
Generationen.  -  diodorus  Hopff.  (=  campeiro  Foett.)  (11))  hat  vollständig  weisse  Fransen.  Die  Weite  des  diodoms. 
Aveissen  Bandes  ist  veränderlich.  Minus  Geraes;  im  Innern  von  Säo  Paulo;  Goyaz:  Bahia.  —  Die  von 
Eschscholtz  beschriebene  Forni  chamissonia  (=  ascalus  (dodt.;  echedorus  enrydorus  Luc)  bildet  sich  chamissonia. 

bei  Petropolis,  in  Säo  Paulo,  Parana  und  S.  Catharina.  Bei  Rio  sellist  fehlt  das  Tier.  In  dieser  Form  sind 

die  Fransen  Avenigstens  an  den  Aderspitzen  scliAvarz.  Als  all.  bunichus  Hin.  kann  man  die  Exemplare  bunichus. 

mit  breitem  Aveissem  Htlglbande  bezeichnen:  solche  kommen  liesonders  häutig  in  Säo  Paulo  und  im  Urgel- 
gebirge  vor. 

P.  perrhebus.  Flügel  ganz  ohne  Band.  —  Die  Rp  lelit  auf  Aristolochia  ciliata  und  trägt  auf 
allen  Segmenten  zum  Teil  Aveisse,  zum  Teil  gelbe  Zapfen;  ein  Schrägband  auf  dem  6.  und  7.  Ringe  ist 
gelb.  Wir  kennen  zAvei  geographische  Formen  dieser  Art.  —  In  Brasilien,  von  Säo  Paulo  bis  Bio  Grande 
do  Sul,  in  Paraguay  und  in  den  Nachbargebieten  von  Argentinien  biegt  eine  dunkle  Form,  bei  Avelcher  der 
Kopf,  die  Taster  und  die  Submarginaltlecke  der  Oberseite  des  Htlgls  deutlich  rot  sind;  dies  ist  perrhebus  perrhebus. 
Boisd.  (la).  —  Die  Form  von  Buenos  Aires,  der  Provinz  Entre  Rios,  und  Uruguay  ist  damocrates  Gueu.  Sie  damocrates. 

ist  viel  blasser;  der  Kopf  und  die  Taster  sind  scliAvarz  und  die  Submarginaltlecke  der  Oberseite  des  Htlgls 

sind  nicht  lebhaft  rot.  Der  Falter  ist  besonders  häubg  in  der  Nähe  der  Flüsse. 

P.  phalaecus  Hew.  (Ib).  Der  einzige  Aristolochientälter  mit  SpatelscliAvanz,  der  bis  jetzt  in  tropisch  phalaecus. 
Amerika  zwischen  Costa  Rica  und  Paraguay  gefunden  ist.  Der  Körper  ist  sehr  Avollig.  l)as  Aveisse  Band, 
das  beide  Flügel  durchzieht,  ist  von  scliAvarzen  Adern  durchschnitten.  —  Östliches  Ecuador. 

P.  photinus  Douhl.  (Id).  Oberseite  blau  glänzend,  besonders  l)eim  cd.  Flügel  ohne  Band;  photimis. 

mit  ZAvei  Reihen  roter  Flecke.  —  Mexiko  bis  Costa  Rica;  ein  häufiger  Falter. 

P.  alopius  Godni.  u.  Scdv.  Flecke  des  Htlgls  kleiner  als  bei  P.  photinus,  Avenigstens  teihveise  Aveiss,  alopins. 
die  der  innern  Reihe  sehr  klein,  zum  Teil  fehlend.  —  West-Mexiko;  Nicaragua. 

P.  dares  Ilnv.  (Id).  Nur  ein  ?  bekannt,  das  sich  im  Brit.  Museum  (coli.  Heavitsox)  befindet,  dares. 
Schwanz  kurz.  Vbgl  mit  kleinem,  Aveissem  Fleck  auf  der  Scheibe;  Htlgl  mit  zAvei  Reihen  roter  Flecke,  die 
grösser  als  bei  pIiotiitHs  sind.  —  Nicaragua. 

P.  montezuma  IVesfiv.  (la).  Vbgl  ohne  Binde.  Htlgl  mit  einer  Reihe  roter  Submarginaltlecke.  —  monteziuna. 
Mexiko  bis  Nicaragua;  eine  der  häufigsten  Arten. 

Aeneas-Gruppe. 

Die  folgenden  Formen,  Avelche  Aveisse  Randbecke  tragen,  fassen  Avir  zu  dev  i/ry/cvos- Gruppe  zusammen.  Die 
Arten  sind  zum  Teil  scliAver  zu  unterscheiden,  zumal  cd  und  ?  häutig  sehr  A'erschieden  sind.  Über  die  früheren  Stände 
ist  sehr  AA’enig  l)ekannt.  Viele  der  Arten  sind  BeAA'ohner  sumpfiger  Wälder,  avo  die  Rj)  an  Aristolocliien  leben.  In¬ 
folge  der  Unzugänglichkeit  dieser  Wälder  sind  eine  ganze  Anzahl  Fornien  noch  sehr  selten  in  den  Sammlungen,  und 
geAAÜss  gibt  es  noch  Arten,  die  dem  Netz  bis  jetzt  entgangen  sind.  Dnftorgan  des  cd  meist  mit  Aveisser  Wolle, 
seltener  scliAvarz  beschuppt. 

P.  hahneli  Btgr.  (1  c).  Einer  der  inerkAvürdigsten  amerikanischen  Pupdios  und  Avohl  die  beste  Ent-  hahueli. 
deckung  des  erfolgreichen  Sammlers,  nach  dem  die  Art  benannt  ist.  GescliAvänzt.  Vbgl  mit  drei  gelb¬ 
grauen  Binden  oder  Feldern;  Htlgl  mit  eltenso  gefärbtem  Felde,  das  den  grösseren  Teil  des  Flügels  ein¬ 
nimmt.  —  Massauary,  bei  Maues,  Amazonenstrom.  Das  Sammeln  im  Amazonenstromgebiet,  von  Para  bis  an  den 
Fuss  der  Anden,  scheint  heutzutage  scliAvieriger  zu  sein  als  früher.  Zavui-  bringt  dei-  Dam})fei'  den  Sammler 
von  Ort  zu  Oi’t,  aber  in  der  Nähe  der  grösseren  Ansiedlungen  gibt  es  nicht  mehr  A'iel  für  ihn  zu  suchen, 
auch  ist  der  Unterhalt  ausserordentlich  kostspielig  geworden.  Und  einen  zum  Wohnen  geeigneten  Platz  in 
Waldesnähe  zu  finden  und  gegen  arge  Diebereien  gesichert  zu  sein,  ist  schAvierig,  und  der  Sammlei’  ist  in 


14 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


triopas. 

mithras. 


chabrias. 


coeliis. 


qiiadratüs. 

spoliatiis. 


pizarro. 


steinbachi. 


klagest. 


aeneas. 

specularis. 

dido. 

marchis. 

Uhus. 

damis. 

pyromelas. 

eiicharia. 

locris. 


dieser  Beziehung  sehr  vom  Zufall  abhängig.  —  P.  kahneli  ist  nicht  wiederentdeckt  worden ;  aber  so  manche 
Amazonasfalter  sind  nur  durch  wenige  Stücke  in  den  Sammlungen  vertreten,  dass  anzunehmen  ist,  dass 
die  eigentlichen  Flugplätze  dieser  Tiere  noch  nicht  bekannt  sind. 

P.  triopas.  Vtlgl  mit  zwei  Binden.  Htlgl  klein,  an  die  altweltlichen  Troides  {=  Ornithoptera) 
erinnernd.  Die  Form  vom  untern  Amazonenstrom  und  holländisch  und  französisch  Guiana  ist  die  häufigere 
in  den  Sammlungen;  dies  ist  triopas  Godf.  (1  c).  —  Die  Form  von  Britisch  Guiana,  welche  mithras  Grose- 
Siiiitli  heisst,  hat  kleinere  und  blässere  Flecke.  —  Wie  die  verwandten  Arten  ein  Waldtier.  Das  ?  fliegt 
langsam  in  der  Nähe  des  Bodens,  während  das  cf  einen  schnelleren  Flug  hat  und  sich  meist  in  beträcht¬ 
licher  Hohe  aufhält. 

P.  chabrias  Heir.  (Ic).  Der  Vtlgl  trägt  hei  cf  und  ?  eine  Reihe  Submarginaltlecke,  die  aber  beim  ? 
oft  fehlen.  Das  Jlittelfeld  des  Flllgls  steht  etwas  weiter  nach  aussen  als  hei  P.  friupas,  der  Zellfleck  ist 
daher  kleiner.  —  Oberer  Amazonenstrom,  von  Ega  bis  Ecuador  und  Peru.  Bis  jetzt  ist  in  dem  grossen 
Gebiete  zwischen  Oliidos  und  Ega  weder  diese  noch  die  vorige  Art  gefunden. 

P.  coelus  Boisd.  (cf  =  vercingetorix  Oberih.)  (Id).  Vllgl  mit  an  den  Rändern  verwaschenem, 
weissem  Fleck,  der  die  Zellspitze  ausfiillt  und  sich  auch  auf  die  Scheibe  ausdehnt.  Htlgl  mit  rotem  Bande 
auf  der  Scheibe,  beim  cf  aus  vier,  heim  ?  aus  sechs  Flecken  bestehend.  —  Französisch  Guiana,  das  cf  in 
Obekthür’s  Sammlung,  ein  ?  im  Pariser  Museum. 

P.  quadratus.  Vtlgl  lang;  Htlgl  hei  cf  und  ?  mit  gelbweissem  Fleckenbande  auf  der  Scheibe  dicht 
an  der  Zelle  und  auf  der  Unterseite  ausserdem  mit  rotem  Fleck  am  Hinterwinkel.  —  ln  der  namen- 
typischen  Form,  quadratus  Sfgr.  (2b),  von  der  nur  ein  cf  bekannt  ist,  trägt  der  Vtlgl  einen  weissgelben 
Fleck  vor  der  2.  Mediane.  Das  Exemplar  wurde  bei  Manicore  am  Rio  Madeira  erbeutet.  —  spoliatus  Stgy. 
hat  weder  beim  cf  noch  lieim  ?  einen  Fleck  auf  dem  Vtlgl.  Ohei'er  Amazonenstrom;  ziemlich  selten,  bei 
Iquitos,  Pel)as,  S.  Paulo  de  Olivenca  und  andern  Plätzen. 

P.  pizarro  Stgy.  (Ic).  Hlb  beim  cf  ganz  schwarz,  beim  ?  mit  rotem  Fleck  vor  der  Spitze  auf  der 
Unterseite.  Vtlgl  ohne  Flecke,  auch  nicht  in  den  Fransen.  Htlgl  mit  weissgelbem  Felde,  das  beim  cf  aus 
drei  oder  vier,  beim  ?  aus  drei  bis  sechs  Flecken  besteht.  —  Oberer  Amazonenstrom. 

P.  steinbachi  Pofhsrh.  (2a).  Diese  hübsche  Art  wurde  neuerdings  von  J.  Steinhach  im  östlichen 
Teile  Boliviens  entdeckt.  Vtlgl  heim  cf  und  ?  mit  grossem  weissem  Fleck  vor  dem  Hinterrd ;  Htlgl  mit 
rotem  Bande.  —  Santa  Cruz  de  la  Sierra,  zwischen  Ende  Februar  und  -luni;  auch  von  Ma])iri  erhalten. 

P.  klagesi  Ehrni.  (2a).  Das  cf  dieses  eigentümlichen  kleinen  Pap'dio  ist  nicht  bekannt;  nur  vier  $? 
sind  gefunden  worden.  Die  Hinterecke  der  Zelle  des  Vtlgls  ist  ganz  abgerundet;  weder  der  V-  noch  der 
Htlgl  hat  deutliche  Fransentlecke.  Vtlgl  mit  weisser  Binde  Aor  dem  Hinterrd;  Htlgl  mit  rotem  Flecken¬ 
bande.  Hlb  ganz  schwarz,  auch  an  der  Spitze.  -  Suapure,  am  Caura,  Orinoco,  im  Februar  und  März  1899 
von  S.  (M.  IvLACiES  und  dessen  Bruder  gefunden.  Vielleicht  gehört  der  Falter  in  die  A/.srty/rAr-Gruppe. 

P.  aeneas.  Taster  schwarz,  Avie  l)ei  den  vorhergehenden  Arten.  Hlb  beim  ?  mit  kleinem  rotem 
Fleck  unten  vor  der  Spitze.  Geschlechter  sehr  Amrschieden.  cf  mit  grünem  Vtlgltleck;  Htlgl  mit  rotem, 
nicht  opalisierendem  Mittelfelde,  das  Avurzehvärts  nicht  Aveiter  als  bis  zur  Zellmitte  geht.  Beim  ?  ist  der 
Vtlgl  entAveder  ganz  schAvarz  oder  er  trägt  einen  oder  mehrere  weisse,  an  den  Rändern  verwaschene  Flecke.  — 
Guiana;  oberer  (Jrinoco;  x4mazonenstrom  von  Para  autwärts;  Ostabliänge  der  Anden  von  Peru  und  Bolivia. 
(Mehrere  geogra[dhsche  Formen.  Ein  Waldtier,  ül)er  dessen  frühere  Stände  keine  Beobachtungen  A'orliegen.  — 
aeneas  L.  (=  gargasus ///uo ;  aeneides  Esp.;  bochus  Lac.)  (2  b)  beAvohnt  die  drei  Guianas.  Der  grüne  Fleck 
des  cf  steht  von  der  Zelle  entfernt  und  ist  geAvöhnlich  breiter  vor  als  hinter  der  Innenrandsader.  Das  ? 
tritt  in  zAvei  Formen  auf:  ?-f.  specularis  //.  a.  J.  trägt  auf  dem  Vtlgl  einen  grossen  Aveissen  Fleck  vor  der 
1.  Mediane  und  geAvölmlieh  mehrere  kleine,  von  denen  einer  in  der  Zelle  steht.  Bei  der  zAveiten  Form,  ?-f. 
dido  11.  a.  .7. ,  ist  der  Vtlgl  ohne  Aveisse  Flecke.  —  marcius  IPai.  (2b)  ist  die  Subspecies  vom  unteren 
Amazonenstroni.  Das  cf  gleicht  dem  aeneas -cL,  der  vorletzte  rote  Fleck  auf  der  Unterseite  des  Flllgls  ist 
aber  grösser.  Wir  kennen  nur  eine  Form  des  ?;  liei  dieser  reicht  der  Aveisse  Fleck  des  Vtlgls  geAvöhnlich 
l)is  zur  2.  Mediane  und  es  stehen  die  mittleren  roten  Flecke  des  Htlgls  dicht  zusammen.  —  linus  P.  n.  J. 
vom  mittleren  Amazonenstrom  (Santarem,  Obidos,  Massauary)  Avar  Bates  unbekannt.  Die  roten  F'lecke  der 
Lhiterseite  des  Htlgls  des  cf  sind  blasser  als  bei  den  vorigen  Subspecies  und  stehen  dichter  zusammen  und 
näher  an  der  Zelle.  Beim  ?  sind  die  roten  Flecke  zu  einem  nicht  unterbrochenen  Bande  vereinigt.  — 
damis  P.  a.  J.  beAAmhnt  das  östliche  Peru.  Der  grüne  Fleck  des  cf  ist  grösser  als  bei  den  A'orhergehenden 
Formen  und  die  Flecke  der  Unterseite  des  Htlgls  sind  rötlich  Aveiss.  Das  ?  tritt  in  zwei  Formen  auf:  ?-f. 
pyromelas  P.  a.  J.  (2b)  hat  ganz  scliAvarze  Vtlgl;  die  roten  Flecke  des  Htlgls  sind  zu  einem  Baude  zu- 
sannnengetlossen.  Bei  ?-f.  eucharia  P.  u.  J.  trägt  der  Vtlgl  ein  grosses  Aveisses  Feld  mit  verwaschenen 
Rändern.  —  locris  P.  /o  J.  ist  im  cf  der  vorigen  Sul)species  ähnlich,  aber  die  roten  Flecke  des  Htlgls  sind 
grösser.  Das  ?  hat  immer  ein  Aveisses  Feld  auf  dem  Vtlgl;  die  roten  Flecke  des  Htlgls  sind  voneinander 


PAPIIjIO.  Von  Dl'.  K.  .loKDAN. 


getrennt,  der  Fleck  vor  der  I.  Mediane  der  grösste,  tlolivien.  -  bolivar  Heiv.  (2ii)  hewolnit  d(oi  (jl)(-icn  holivur. 
Amazonenstrom  und  den  Orinoco.  Das  rote  Feld  des  Hflgls  des  cf  isl  klein  and  ist  auf  der  Fideiseite 
weissgelb.  Vtlgl  des  ?  schwarz,  mit  weissen  Fransenllecken ;  Illlgl  mil  weissgelhem  l^’elde. 

P.  dardanus  Fahr.  (—  tros  Fahr.]  o])leus  Godt)  (2  c).  (lescliwänzl.  Vllgl  heim  cf  mil  grünem  durdu/ai.. 
Fleck  vor  dem  llrd;  das  rote  Feld  des  Hllgls  nicht  opalisiei'end.  ?  aut  dem  Vllgl  mit  weissem  Felde,  df'ssen 
Känder  verwaschen  sind.  —  Eine  rein  hrasilianische  Art,  die  his  jetzt  nur  aus  der  Pi'ovinz  Wio  de  daneiro 
hekannt  ist. 

P.  orellana  Hew.  (2  c).  Die  schönste  Art  der  «eneßs-Gruppe.  Vtlgl  heim  cf  und  ?  schwarz,  hläulich  ondlana. 
in  Seitenansicht,  mit  weissen  Fransenllecken.  Fltlgl  heim  cf  mit  sehr  grossem  rotem  Felde,  das  nicht  opalisiert, 
heim  ?  mit  hreitem  rotem  Bande.  —  Oherer  Amazonenstrom,  von  Kga  his  [(juitos. 

P.  sesostris.  Vtlgl  heim  cf  mit  sehr  grossem  grünem  Felde,  das  die  Zelle  berührt;  lltlgl.  entweder 
schwarz  oder  mit  einem  roten  Fleck  vor  dem  Flrd.  Vtlgl  des  ?  mit  wenigstens  zwei  weissen  Flecken; 
das  rote  Band  des  Hllgls  gewöhnlich  breit.  Duftorgan  des  cf  mit  weisser  Wolle,  ausser  an  der  Wurzel,  die 
schwarz  ist.  Mexiko  his  zum  Amazonenstrom,  in  drei  Suhs])ecies.  —  Die  nördliche  Form  ist  zestos  Graij  zestos. 

(2  d).  Sie  trägt  heim  cf  immer  einen  roten  Fleck  auf  dem  Htlgl.  Beim  ?  ist  das  Band  der  Hllglohei'seite 

lebhaft  rot.  Süd-Mexiko  bis  Costa  Rica.  —  tarquinius  Boisd.  findet  sich  von  Panama  his  Ecuador  und  tarquitiius. 

Nord -Venezuela.  Auf  der  Oberseite  ti'ägt  der  Htlgl  des  cf  meist  einen  roten  Fleck  wie  hei  zefitos,  aber  das 

Band  der  Unterseite  steht  mehr  schräg.  Beim  ?  ist  der  zweite  weisse  Fleck  des  Vtlgls  etwas  grössei'  als 

hei  zestos  und  das  Band  der  Htlglunterseite  steht  der  Zelle  nähei'.  —  sesostris  Cr.  (?  =  tullus  Cr.)  (2  d)  sesostris. 

hat  sehr  selten  einen  roten  Fleck  auf  der  Oberseite  des  Hllgls  des  cf  und  die  Flecke  der  Unterseite  stehen 

etwas  mehr  auswärts.  Beim  ?  sind  die  beiden  weissen  Flecke  des  Vtlgls  weit  von  der  Zelle  getrenrd.  — 

Orinoco ;  Guiana ;  Para  his  Peru ;  Bolivien  ;  Goyaz. 

Dieser  Falter  ist  ein  guter  Flieger,  der  nie  den  Wald  zu  verlassen  scheint. 

P.  childrenae.  Das  grüne  Feld  des  cf  ist  grösser  als  hei  P.  sesostris  und  bedeckt  auch  einen  Teil 
der  Zelle.  Beim  ?  findet  sich  vor  der  Spitze  des  Vtlgls  eine  (juerreihe  von  Flecken,  sowie  hinten  auf  der 
Scheibe  2  Flecke.  In  2  Sul)species  von  Guatemala  his  Ecuador  verbreitet.  --  childrenae  Gray  (3  a),  ist  die  diildrenae. 
zentral-amerikanische  Form,  die  sich  von  Guatemala  his  Panama  findet.  Vllgl  des  cf  mit  weissem  Fleck  vor 
der  Spitze.  Band  des  Hllgls  des  ?  lebhaft  rot.  —  oedippus  Luc.  hat  beim  cf  keinen  weissen  Fleck  vor  der  oedippus. 
Spitze  des  Vtlgls  oder  nur  ein  sehr  kleines  Fleckchen.  Beim  ?  ist  das  Band  des  Htlgls  an  der  Innenseite 
etwas  gelblich  rot.  Columbien  und  Ecuador. 

P.  erlaces.  Taster  stets  schwarz.  Fransen  beider  Flügel  weiss  getleckt.  Vllgl  des  cf  mit  grau¬ 
grünem  Fleck  vor  dem  Hrd ;  Htlgl  mit  drei  roten,  stark  o])alisierenden  Flecken.  Beim  ?  der  Hand  des  8.  Hinter- 
leibsringes  ringsum  rot;  Vllgl  mit  grossem  Zelltleck  und  2  oder  3  Discaltlecken.  Ecuador  bis  Bolivien.  — 
lacydes  llcw.  (?  ^  equestris  Oherth.)  (3b)  hat  beim  cf  selten  einen  weissen  Fleck  auf  dem  Vtlgl;  die  Flecke  lacydes. 
auf  der  Unterseite  des  Htlgls  klein,  fast  ganz  weiss.  Beim  ?  der  Zelltleck  des  Vtlgls  gross;  Binde  des  Htlgls 
weiss.  Im  östlichen  Ecuador.  —  xanthias  li.  u.  (3  b).  Vtlgl  des  cf  fast  immer  mit  einem  oder  zwei  weissen  xanthias. 
Flecken;  Flecke  der  Unterseite  des  Htlgls  von  weiss  bis  rot  variierend.  Zelltleck  des  ?  dreieckig,  zweiter 
Discaltleck  grösser  als  der  erste;  Band  des  Hllgls  blass-gelb.  Nordost-Peru,  südwärts  bis  Huänuco.  —  erlaces  erlaces. 

Gray  (3  a)  ist  die  südlichste  Form.  Sie  bewohnt  Südost-Peru,  Bolivien  und  Nord-Argentinien.  Vtlgl  l)eim  cf 
selten  ohne  grosse  weisse  Flecke;  fltlgl  unten  mit  5—7  roten  Flecken.  Vtlgl  des  ?  ausser  dem  Zelltleck 
gewöhnlich  mit  3  weissen  Flecken;  Band  des  Htlgls  rot. 

P.  burchellanus  Wesfw.  (=  socama  Schaus).  Geschlechter  einander  ähnlich.  Taster  schwarz.  \Tlgl  burchellamis. 
schwarz,  nur  mit  Fransenllecken.  Htlgl  mit  einer  Reihe  getrennter  roter  Discaltlecke.  Ähnelt  dem  P.  pan- 
t/ionus  Cr.  (3b),  der  aber  rote  Randtlecke  hat.  —  Im  Innern  Brasiliens:  Farinhapodre,  Goyaz;  selten  in 
den  Sammlungen.  Auf  Taf.  3  ist  aus  Versehen  ein  Exemplar  des  pauthonus  als  harchellaaus  abgebildet. 

P.  drucei  Btlr.  (?  =  opalinus  Btlr.)  (3  b).  Taster  gewöhnlich  schwarz,  zuweilen  rot.  Vtlgl  beim  cf  drucei. 
mit  grünem  Fleck,  der  getrennt  von  der  Zelle  steht;  beim  ?  einfarbig,  aber  die  Fransen  getleckt.  Htlgl 
beim  cf  mit  3,  selten  4  opalisierenden  Flecken;  beim  ?  mit  einem  aus  5 — 7  Flecken  zusammengesetzten 
Bande,  das  zuweilen  ziemlich  stark  opalisiert.  Achter  Hlbsring  des  ?  ringsum  rot  gerandet.  —  Oberer 
und  mittlerer  Amazonenstrom  und  die  östlichen  Abhänge  der  Anden  von  Ecuador  bis  Bolivien. 

P.  cutorina  Styr.  ($  =  maze]jpa  Grose-Sadth)  (3c).  Taster  rot.  Vtlgl  des  cf  mit  grünem  Fleck;  cutorina. 
beim  ?  ohne  Fleck,  die  Fransen  weiss  getleckt.  Htlgl  beim  cf  mit  zwei  dicht  zusammenstehenden  roten  Flecken 
auf  der  Oberseite,  die  Flecke  der  Unterseite  gelblich-weiss ;  beim  ?  trägt  der  Flügel  auf  beiden  Seiten  ein 
gelblich- weisses  Band;  2.  und  3.  Radiale  dicht  zusammen,  die  (hierader  zwischen  ihnen  nicht  schräg.  — 

Oberer  Amazonenstrom  und  Andenabhänge  von  Ecuador  und  Peru. 

P.  phosphorus.  Taster  i’ot.  Vtlgl  aussen  etwas  durchscheinend,  cf  mit  schmutzig-grünem  Fleck: 

Htlgl  ziemlich  stark  gezähnt,  die  roten  Flecke  von  der  Zelle  entfernt  stehend;  Schienen  bedornt,  nicht  verdickt. 


16 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Joedan. 


?  mit  grau-gTünem  Felde  auf  dem  Vtlgl  vor  dem  Hrd,  was  sonst  bei  keinem  andern  $  von  Aristolochien- 
faltern  vorkommt,  (iolumbien;  Guiana ;  unterer  Amazonenstroni ;  Ost-Peru;  vielleicht  weiter  verbreitet.  Eine 
phosplionis.  seltene  Art;  wahrscheinlich  ein  Sumpfbewohner,  welcher  der  Beobachtung  entgeht.  Zwei  Subspecies:  —  phos- 
phorus  Bafcs  (3  c)  findet  sich  in  Britisch  Guiana  und  am  unteren  Amazonenstrom.  Der  grüne  Fleck  des 
\hlgis  des  cf  ist  schmal  und  steht  von  der  Zelle  getrennt.  Beim  ?  trägt  der  Vflgl  eine  Reihe  von  4  weissen 
g/vn/Vu/us.  Flecken  in  dem  grau-grünen  Felde  (immer O-  —  gratianus  Hew.  (3  c)  bewohnt  Columbien  und  Ost-Peru. 

Der  grüne  Fleck  des  Ytlgls  l:)eim  cf  viel  l)reiter  als  bei  der  vorigen  Form;  Htlgl  mit  nur  3,  selten  4  roten 

Flecken,  die  Reihe  nicht  gelmgen.  Vtlgl  des  ?  mit  2  weissen  Flecken;  die  hinteren  Flecke  des  Hflgls  gross. 

P.  vertumnus.  Taster  rot.  Vflgl  beim  cf  mit  grünem  Fleck;  beim  ?  einfarbig  oder  weiss  gefleckt, 
llflgl  des  o  mit  dreieckigem  rotem  Felde,  das  aus  3  oder  4  Flecken  besteht,  von  denen  der  hintere  gewöhn¬ 
lich  der  längste  ist;  beim  $  mit  breitem  rotem  Bande,  aus  5  —  7  Flecken  bestehend,  von  denen  die  liinteren 
vier  mehr  oder  minder  vollständig  Zusammenhängen.  Eine  der  häufigsten  Arten,  die  in  Wäldern  oft  an 
feuchten  Stellen  am  Rande  von  Bächen  sitzend  angetroffen  wird.  Von  Columbien  bis  Bolivien,  Guiana  und 
viiracares.  Para  verlu'eitet;  al)er  noch  nicht  in  Venezuela  und  dem  eigentlichen  Brasilien  gefunden.*)  —  yuracares 
Jl.  H.  J.  ist  die  bolivianische  Sul)species.  Nur  das  cf  ist  bekannt.  Der  grüne  Fleck  berührt  die  Zelle  und 
schliesst  wenigstens  einen  weissen  Fleck  ein.  Hflgl  mit  4  roten  Flecken,  von  denen  die  vorderen  zwei  ge¬ 
trennt  stehen;  5  kleine  Flecke  auf  der  Unterseite.  Von  J.  Stein  hach  in  der  Zeit  von  Januar  bis  April 
aiitummis.  gefunden.  —  autumnus  Sfi/r.  (3d.)  cf:  Der  grüne  Fleck  grösser  als  vorhin:  Htlgl  mit  3  roten  Flecken; 

4  kleine  rote  Flecke  auf  der  Unterseite.  ?:  Vtlgl  mit  sehr  grossem  gelblichem  Felde,  Zelltleck  besonders 
bogot<7!ms.  gross.  Ost-Peru:  Chancliamayo ;  jedenfalls  weiter  südwärts  verbreitet.  —  bogotanus  F/dr.  Uns  nur  das 
cf  bekannt.  Vflgl  ohne  weissen  Fleck;  Htlgl.  mit  ziemlich  grossem  rotem  Felde,  die  Flecke  der  Unterseite 
(liceros.  klein.  Rio  Palcazu  nordwärts  bis  »Bogota«.  —  diceros  Grai/  (— -  cixius  Oratj ;  o”  =  cutora  Gray),  cf:  Vtlgl 

gewöhnlich  ohne  weisse  Flecke  im  grünen  Felde;  wenn  vorhanden,  so  sind  sie  quer  und  etwas  schief  ge¬ 

richtet;  rotes  Feld  des  Htlgls  kleiner  als  bei  den  vorigen  Formen,  die  Flecke  der  Unterseite  dagegen  meist 
gi'össer.  ?:  Vtlgl.  mit  kreideweissem  Felde,  das  aus  2 — 4  Flecken  besteht,  selten  nur  ein  Doppeltleck  vor- 
vertiimtms.  handen.  Para  bis  Iquitos.  —  vertumnus  Cr.  (3  c)  unterscheidet  sich  beim  cf  von  allen  anderen  Formen 
dieser  Art  durch  ilie  kurzhaarigen  Mittel-  und  Hinterschienen.  Das  ?  wie  bei  der  Amazonenstromform,  oder 
der  Vtlgl  nur  mit  einem  weissen  Fleck,  der  zuweilen  nur  angedeutef  ist.  Guiana. 

P.  lycimenes.  cf:  Etwas  kleiner  als  vertHmnas,  das  rote  Feld  des  Htlgls  weniger  dreieckig,  der 
letzte  Fleck  desselben  kleiner.  ?:  Vtlgl  an  der  Sjiitze  schwach  durchsichtig;  die  Flecke  etwas  gelblich,  nicht 
rein  weiss,  der  Zelltleck  gewöhnlich  gross  und  ipier  über  die  Zelle  ausgedehnt;  Band  des  Htlgls  weniger 
lebhaft  rot  als  bei  1\  veriaumm.  Schienen  des  cf  nicht  verdickt.  Guatemala  bis  Ecuador,  in  mehreren  Sub- 
lycimenes.  s])ecies.  —  lycimcues  Boisd.  ist  die  zentral-amerikanische  Form.  Vtlgl  mit  grossem  grünem  Fleck,  der  fast 
stets  wenigstens  einen  weissen  Fleck  einschliesst;  oft  ein  Fleck  in  der  Zelle;  Htlgl  mit  4 — 6  roten  Flecken. 
Beim  ?  der  gelblich-weisse  Fleck  voi‘  der  1.  Mediane  viel  grösser  als  der  vorhergehende  Fleck;  Band  des 
Htlgls  breit,  fast  immer  einfarbig  lebhaft  rot.  Guatemala  bis  Panama;  auch  auf  den  kleinen  Inseln  an  der 
erythrus.  Westküste  der  Re])ublik  Panama.  —  erythrus  B.  n.  J.  (3d).  cf:  Der  grüne  Fleck  breitei-  als  bei  voriger 
Form,  Ins  zum  Hinterrande  des  Flügels  reichend.  ?:  Der  Fleck  vor  der  1.  Mediane  des  Vtlgl  grösser  als 
bei  der  vorigen  Form;  das  Band  des  Htlgls  blasser.  Zentral-  und  Ost-Columbien  und  Nord -Venezuela.  — 
paralhis.  paralius  B.  u.  J.  (4  a).  Klein,  cf:  Vtlgl  mit  rundem  gelb-weissem  Fleck  vor  der  2.  Mediane;  Band  des  Htlgls 
kurz  und  schmal.  $:  Fleck  des  Vtlgls  reiner  weiss  als  bei  den  ??  der  vorigen  Subspecies,  der  Zelltleck 
reduziert;  der  Fleck  vor  der  2.  Mediane  der  grösste;  Band  des  Htlgls  fast  gerade.  West-Ecuador. 

P.  erithalion.  cf:  Schienen  nicht  verdickt.  Htlgl.  ohne  deutlichen  roten  Fleck  hinter  der  2.  Mediane 
auf  der  Oberseite.  ?:  Der  Fleck  vor  der  1.  Mediane  des  Vtlgls  kleiner  als  der  vorhergehende  Fleck;  Htlgl- 
zeiixis.  band  breit  und  an  der  Innenseite  blass.  Costa  Rica  bis  Nord -Venezuela.  —  zeuxis  Iaic.  {=  i-hameses  Doabl.; 
rhesus  Ko//.]  rhamases  F/dr.]  abilius  F/dr.]  rhamses  Boisd.)  (4a).  cf:  Das  grüne  Feld  vorne  stark  ver¬ 
schmälert,  vor  der  2.  Mediane  einen  grossen  weissen  Fleck  einschliessend;  Htlgl  mit  2  oder  3  kleinen  roten 
Flecken.  ?:  Der  hintere  Fleck  des  Vtlgls  grösser  als  der  vorhergehende.  Nord -Venezuela  und  Ostseite  der 
erithalion.  Cordillere  von  Bogota.  —  erithalion  Bois</.  (4a)  von  Zentral-Colombien  (Rio  Magdalena)  hat  beim  cf  selten 
einen  weissen  Fleck  auf  dem  Vtlgl,  der  vor  der  1.  Mediane  oder  zwischen  den  Radialen  steht.  ?:  Der  Fleck 
vor  der  1.  Mediane  kleiner  als  der  vorhergehende;  meist  einige  kleine  Flecke  ausserhalb  des  Zellschlusses. 
cauca.  -  -  cauca  (J/jert/t.  cf:  Das  grüne  Fehl  des  Vtlgls  fehlend  oder  nur  angedeutet.  ?:  Binde  des  Htlgls  schmal, 
gelingen,  von  der  Zelle  entfernt  stehend.  Caucatal.  —  sadyattes  Drace  (4a).  cf:  Das  grüne  Feld  sehr 
veränderlich,  gewöhnlich  reduziert,  oft  fehlend;  alle  Exem]ilare  mit  wenigstens  einem  weissen  Fleck,  der 
vor  oder  hinter  der  3.  Radiale  steht,  oft  ein  grüner  Fleck  in  der  Zelle.  ?:  Binde  des  Htlgls  fast  einfarbig- 
lebhaft  rot.  Costa  Rica  bis  Panama. 

*)  Faunistiscli  ver.stelien  wir  unter  Brasilien  rteii  östlichen  Teil  des  Kontinents  von  der  Provinz  Goyaz  und  Pernani- 
buco  bis  Rio  Grande  do  Sul.  ln  diesem  Gebiete  treffen  wir  eine  Fauna ,  die  von  der  des  übrigen  Süd-Amerika  in  mancher 
Beziehung-  recht  verschieden  ist. 


PAPTTjID.  Von  Dr.  K.  JoTtoAN. 


17 


P.  polyzelus.  cf?:  Vflgl  olme  grünes  Feld,  selten  mit  einem  weissen  Fleckchen  beim  cf;  Band 
des  Hflgls  schmal,  näher  am  Rande  als  an  der  Zelle  stehend.  Mexiko  bis  Honduras;  häufig.  —  Bei  polyzelus  polyzelus. 
Fldr.  (=  candezei  Borre)  (4a)  von  Ost-  und  Süd-Mexiko,  Guatemala  und  Honduras,  sind  <lie  Schienen  des  cf 
nicht  verdickt  und  gleichen  denen  des  ?.  —  Bei  trichopus  B.  u. ./.  von  West-Mexiko  sind  die  Schienen  des  trichopus. 
cf  verdickt  und  fein  behaart,  ebenso  das  l.  Tarsenglied;  die  Binde  des  flllgls  ist  im  ganzen  breitei’ als  vorhin. 

P.  iphidamas.  cf:  Schienen  und  I.  Tarsenglied  verdickt  und  fein  behaart.  ?:  Vllgl  aussen  weniger 
tiefschwarz  als  bei  P.  erithalion.  Mexiko  bis  Ecuador  und  Nord-Venezuela.  Eine  häulige  Art,  die  nicht  leicht 
von  P.  eritliaHon  und  P.  lycimenes  zu  unterscheiden  ist  und  daher  vielfach  mi(  ihnen  verwechselt  wird, 
iphidamas  F.  (=  panares  Gray\  achelous  Plopf.]  incandescens  BÜr.)  ist  die  zentral-amerikanische  Porm.  iphidamas. 
cf:  Vflgl  aussen  nicht  durchsichtig;  das  grüne  Feld  gewöhnlich  reduziert,  immer  einen  oder  zwei  weisse 
Flecke  einschliessend;  oft  ein  weisser  Fleck  in  der  Zelle;  Band  des  Hflgls  allmählich  nach  hinten  erweitert, 
ein  schmaler  Fleck  hinter  der  2.  Mediane.  ?:  Zellfleck  des  Vflgls  gross,  gewölndich  einige  Fleckchen  aussen 
vom  Zellschlusse;  der  Fleck  vor  der  1.  Mediane  kleiner  als  der  vorhergehende,  oder  wurzelwärts  schief  ab¬ 
geschnitten;  Binde  des  Hflgls  fast  einfarbig  lel)haft  rot,  ihr  Innenrand  einfach  gebogen.  Süd-Mexiko  bis 
Panama.  —  phalias  P.v.J.  (4  b).  cf:  Das  grüne  Feld  hinten  am  weitesten,  bis  zum  Hrde  reichend;  phalias. 

mit  drei  von  der  Zelle  getrennt  stehenden  roten  Flecken.  ?:  Vflgl  aussen  schwach  durchsichtig;  Zellfleck 
sehr  gross;  der  Fleck  vor  der  1.  Mediane  viel  grosser  als  der  vorhergehende;  Binde  des  Hflgls  sehr  breit, 
an  der  Innenseite  blass.  Columbien:  Magdalenatal  und  Gordillere  von  Bogota.  —  elatos  P.u.J.  cf:  elatos. 

grüne  Feld  kleiner  als  bei  voriger  Subspecies;  Hflgl  mit  3  kleinen  roten  Flecken.  Caucatal.  — ■  calogyna  calogyna. 
P.u.J.  (4b).  cf:  Vflgl  aussen  etwas  dichter  beschuppt  als  bei  phalias  und  dalos,  gewöhnlich  ein  weissei' 

Fleck  vor  der  2.  Mediane;  Hflgl.  mit  3  kleinen,  dicht  zusammenstehenden  Flecken.  ?:  Der  Fleck  vor  der 
1.  Mediane  des  Vflgls  grösser  als  der  vorhergehende  Fleck;  Binde  des  Hflgls  lehhaft  rot,  ilir  frd  gewöhnlich 
weiss.  West-Ecuador  und  W^estküste  von  Columbien.  —  teneates  P.  u.J.  cf:  Das  grüne  Fehl  schmal,  von  teneates. 
der  Zelle  getrennt,  gewöhnlich  einen  oder  zwei  weisse  Flecke  einschliessend.  ?  nicht  mit  Sicherheit  bekannt. 

Nord -Venezuela  und  Nord-Columbien. 

P.  anchises.  Spitze  des  Vflgls  deuflich,  wenn  auch  schwach,  durchsichfig.  cf:  Schienen  und 
1.  Tarsensegment  verdickt  und  fein  behaart;  Hflgl  stark  blau  schillernd.  ?:  Der  Fleck  vor  der  1.  Mediane 
des  Vflgls  grösser  als  der  vorhergehende  Fleck.  Columbien  bis  Süd-Brasilien  und  Paraguay.  Die  schwarz¬ 
braune  Rp  trägt  auf  dem  ersten  und  dem  vorletzten  Ringe  zwei  Rückenflecke  und  auf  den  Thoraxringen 
und  den  zwei  vorletzfen  Hlbsringen  je  einen  Seitenfleck;  auf  dem  6.  und  7.  Segmenfe  findet  sich  ein  schräges 
Seitenband,  das  zuweilen  in  Flecke  aufgelöst  ist.  Die  Rückenhöcker  der  P])  sind  ziemlich  klein,  dreikantig.  — 
alyattes  Fldr.  (4b,  c).  cf:  Das  grüne  Feld  von  der  Zelle  getrennt,  wenigstens  einen  weissen  Fleck  ein-  alyattes. 
schliessend ,  der  vor  der  2.  Mediane  steht,  viele  Exemplare  mit  einem  zweiten  Fleck  vor  dei’  1.  Mediane; 
letzter  Fleck  auf  der  Unterseite  des  Hflgls  grösser  als  bei  P.  iphidamas  phalias.  ?:  Zelllleck  schmal;  Binde 
des  Hflgls  das  Zellende  einnehmend,  schwarzer  Aussenrd  breiter  als  bei  iphidamas.  Columbien,  im 
Magdalenatal  und  wahrscheinlich  an  beiden  Seiten  der  Cordillera  von  Bogota.  —  serapis  Boisd.  d':  Das  serapis. 
grüne  F'eld  sehr  schmal  und  lang,  hinten  nur  wenig  breiter  als  vorne;  Binde  des  Htlgls  aus  wenigstens  fünf 
Flecken  bestehend.  ?:  Zellfleck  gross,  fast  dreieckig,  der  Fleck  vor  der  1.  Mediane  sehr  gross  und  das 
Band  des  Hflgls  sehr  breit.  Nord  -  Columbien.  Die  Verbreitung  von  serapis  und  alyattes  ist  nur  sehr  un¬ 
vollständig  hekannt.  —  osyris  Fldr.  (—  xenares  Fldr.;  toxaris  Fldr.;  severus  Fldr.)  (4d).  cf:  Das  grüne  osyris. 

Feld  des  Vflgls  und  die  Binde  des  Hflgls  breiter  als  bei  serapis.  ?:  Der  Zellfleck  gewöhnlich  (juer  über  die 
Zelle  hinüberreichend;  die  Binde  des  Hflgls  innen  sehr  wenig  blasser  als  aussen.  Venezuela.  —  cymochles  cymochles. 
Doubl.  {—  anacharsis  Fldr.).  cf:  Vflgl  mit  einem  bis  drei  weissen  Flecken;  Hflgl  mit  drei,  selten  vier  roten 
Flecken.  ?:  Flecke  des  Vflgls  reiner  weiss  als  bei  den  vorhergehenden  Subspecies;  Zelltleck  klein:  Band  des 
Hflgls  fast  einfarbig  rot,  in  der  Mitte  am  weitesten.  Trinidad,  Paria-Halbinsel,  und  Orinoco.  —  anchises  L.  anchises. 

{—  telmosis  Bates ;  toxaris  Fldr.)  (4  c).  cf:  Grünes  Feld  schmal,  zuweilen  fehlend;  Hflgl  stärker  gezähnt 
als  bei  den  andern  Formen,  die  roten  Flecke  gewöhnlich  weit  getrennt.  ?:  Vflgl  ohne  Zellfleck  oder  nur  mit 
Zellstrich,  oft  ohne  alle  Flecke;  Hflgl  mit  einer  Reihe  von  sechs  oder  sieben  roten,  voneinander  getrennten  Flecken. 

Holländisch  und  Französisch  Guiana.  —  thelios  Gray  {=  hierocles  Gray ;  aglaope  Gray  [])artim])  (5  a).  cf:  Das  thelios. 
grüne  Feld  dreieckig,  einen  oder  zwei  ziemlich  grosse  weisse  Flecke  einschliessend:  Hflgl  mit  drei  oder  vier 
roten  Flecken,  von  denen  der  vor  der  2.  Mediane  stehende  der  grösste  ist.  ?:  Vflgl  mit  wenigstens  zwei 
weissen  Flecken ,  der  vor  der  2.  Mediane  stehende  der  grösste ;  Hflgl  mit  sieben  oder  acht  getrennten 
Flecken.  Unterer  Amazonenstrom ,  von  Pani  bis  Santarem ;  findet  sieh  an  trockenen ,  sandigen  Stellen  des 
Waldes,  nicht  im  Sumpfe.  —  etias  P.  u.  J.  cf:  Taster  zuweilen  fast  ohne  rote  Schuppen:  Hflgl  ohne  roten  etias. 

Fleck  vor  der  1.  Radiale  oder  dieser  Fleck  sehr  klein.  ?:  Flecke  des  Vflgls  rein  weiss,  Zelltleck  sehr  klein, 
zwei  grosse  Flecke  vor  und  hinter  der  1.  Mediäne.  Ost  -  Bolivien ,  von  J.  Steinbacie  im  Dezember,  Januar 
und  April -Mai  gefunden.  —  orbignyanus  Imc.  (4  c).  Das  rote  Band  des  Hflgls  ist  beim  cf  gleichmässig  orbignyamis. 
gebogen  und  wird  nach  vorne  allmählich  schmäler;  der  Vflgl  trägt  wenigstens  einen  grossen  weissen  Fleck. 

Beim  ?  ein  Fleck  in  der  Zelle  des  Vflgls  und  wenigstens  zwei  auf  der  Scheibe:  Hflgl  mit  Band  von  der 
Subcostale  zum  Hinterrd.  Paraguay ;  nördlicher  Teil  von  Entre  Rios ;  Matto  Grosso ;  Goyaz.  —  foetterlei  foetterlei. 

V  3 


18 


PAPILTO.  Von  Dr.  K.  Joet.an. 


R.  u.  J.  (4  c).  Weisse  Flecke  de.s  Vtlgis  bei  cP  und  ?  sehr  gross  und  das  Band  des  Hllgls  sehr  breit.  Tm 
Innern  der  Provinz  Säo  Paulo. 

hedae.  P.  hedae  Foett.  (5a).  Nur  ein  ?  bekannt;  Taster  rot,  ein  sehr  breites,  an  den  Rändern  vei’wischtes, 

gelblich  weisses  Band  auf  dem  Vtlgl;  Htlgl  grösstenteils  blassrot,  nach  der  Wurzel  zu  weisslich,  die  Rand- 
tlecke  schwach  gelblich.  Icarahy,  bei  Rio  de  Janeiro. 

nephalion.  P.  nephalion  GocU.  (cP  =  osymanduas  Hhn.,  proteus  Boisd.,  stilbon  KoU.,  haemon  Fldr.)  (4d,  2  d). 

Randzahn  an  der  3.  Radiale  des  Htlgls  mehr  vorspringend  als  bei  B.  anchises  L.  Vtlgl  bei  cP  und  ?  mit  zwei 
oder  drei  grossen  weissen  Flecken.  Htlgl  beim  cP  oben  mit  drei  roten  Flecken  und  gewöhnlich  einem 
vierten,  der  getrennt  von  ihnen  steht;  beim  ?  mit  einem  Bande  von  fünf  Flecken  und  häufig  einem  sechsten 
oder  seilest  siebenten  (sehr  kleinen)  Fleck.  —  Die  Rp  ist  braunschwarz  mit  gelbem  Längsstreif  an  den 
Seiten.  Der  Falter  ist  nicht  selten  und  findet  sich  im  eigentlichen  Brasilien  südwärts  bis  Rio  Grande  do 
Sul,  ebenso  wie  in  Matto  Grosso,  Paraguay  und  den  angrenzenden  Distrikten  Argentiniens.  Ein  Waldtier. 

Lysander-  Gruppe. 

Die  folgenden  Arten,  welche  die  li/sander-Gruppe  bilden,  haben  rote  statt  weisse  Saumflecke.  Die  Hinter¬ 
schienen  der  cP5^  sind  stets  geschwollen  und  feinhaarig.  Die  Taster  sind  schwarz.  Die  Arten  kommen  mit  denen 

der  ««-«ccs-Gruppe  zusammen  vor  und  sind  zum  Teil  sehr  liäufig.  Die  roten  Flecke  des  Hflgls  haben  keinen  Opalglanz. 

P.  panthonus.  Vtlgl  bei  cP  und  ¥  schwarz,  mit  rötlichen  Saumtleckchen ;  Htlgl  mit  regelmässig 
gebogener  Reihe  getrennter  roter  Flecke.  Duftwolle  weiss.  Guiana  und  Brasilien ,  in  zwei  Sul)species.  — 

mima.  numa  Boisd.  (—  jaguarae  Foett.)  von  Brasilien  (Säo  Paulo  und  iMinas  Geraes)  hat  kleine,  weit  getrennte 

panthonus.  Flecke.  —  In  panthonus  6V.  (31),  5  a)  von  den  drei  Guianas  sind  die  Flecke  des  Htlgls  etwas  grösser.  Diese 
Form  findet  sich  gewiss  auch  an  der  Noi'dseite  des  unteren  Amazonas. 

aglaope.  p.  aglaopc  Grai/.  cP:  Vtlgl  mit  blaugrünem  Bande,  das  wenigstens  einen  grossen  weissen 

Fleck  trägt,  der  vor  der  2.  Mediane  steht;  Htlgl  mit  vier,  von  der  Zelle  getrennten  Flecken.  Das  ¥  tritt  in 
lysimachiis.  zwei  Formen  auf:  ¥-f.  lysimachus  Honr.  hat  auf  dem  Vtlgl  eine  grade  Reihe  von  drei  Flecken;  ¥-f.  callicles 
callicles.  ßdfpg  besitzt  auf  dem  Vtlgl  einen  grossen  Fleck  hinter  der  1.  Mediane,  einen  kleineren  davor  und  einen 
Strich  in  der  Zelle.  —  Diese  Art  ist  ziemlich  selten;  sie  ist  his  Jetzt  am  unteren  Amazonenstrom,  im  Südosten 
eiiristeiis.  Perus,  und  im  östlichen  Bolivien  angetroffen  worden.  —  Ckamee  hat  als  euristeus  ein  Tier  aus  Surinam  ab¬ 
gebildet,  das  vielleicht  auch  hierher  gehört;  das  Bild  ist  aber  zu  schlecht,  um  mit  Sicherheit  auf  irgend 
eine  Art  bezogen  werden  zu  können.  Ob  cP  von  klae/esi  Flmn.'' 

lysander.  p.  lysander  Cr.  (=  phrynichus  Mdr.).  cP  mit  weisser  Duftwolle  in  der  Falte  des  Hflgls.  Aussenrd 

des  Vtlgis  beim  ¥  gerundet ;  die  letzten  beiden  roten  Flecke  des  Htlgls  getrennt,  schief  zueinander  stehend ; 
parsodes.  ¥-f.  parsodes  Gray  (=  sonoria  Gray)  hat  ein  grosses  weisses  Feld  auf  dem  Vtlgl,  das  aus  mehreren  Flecken 
arbates.  besteht;  l)ei  der  ¥-f.  arbates  StoIJ  (=  anaximenes  Fldr.)  ti'ägt  der  Vtlgl  nur  einen  weissen  Fleck,  während 
brissonhis.  bei  der  ¥-f.  brissonius  Gray  (5  b)  der  Vtlgl  ohne  weisse  Flecke  ist.  Als  ab.  bari  Oberth.  ist  ein  cP  mit  gelben 
bnri.  statt  roten  Htlgltlecken  beschrieben.  —  Diese  Art  ist  vom  ganzen  Amazonenstrom,  Ost-Peru  und  Ost-Ecuador, 
sowie  von  Guiana  und  Bogota  bekannt ;  sie  ist  bis  jetzt  noch  nicht  in  Bolivien  und  dem  eigentlichen 
Brasilien  gefunden  worden. 

P.  echemon  ähnelt  der  vorigen  Art;  der  Vtlgl  ist  aber  schmäler,  sein  Aussensaum  beim  cP  ein¬ 
gebogen,  l)eim  ¥  grade,  die  Vtlglzelle  ist  an  der  Spitze  schmäler,  die  3.  Radiale  des  Hflgls  steht  gewöhnlich 
viel  näher  an  der  2.  Radiale  als  an  der  1.  Mediane  und  die  Htlgltälte  des  cP  trägt  keine  weisse  Wolle.  Am 
unteren  und  mittleren  Amazonenstrom  und  in  Guiana.  Zwei  Subs])ecies.  —  Hübner’s  Bilder  passen  auf  die 
echemon.  Form  vom  Amazonenstrom:  Beim  cP  echemon  Hbn.  {=  eclielus  Hbn.)  ist  das  blaugrüne  Band  des  Vtlgis 
ergeteles.  schmal  und  steht,  wie  das  weisse  Band  des  ¥,  von  der  Zelle  getrennt.  Von  Para  bis  Santareni.  —  ergeteles 
Gray  (=  eche])hron  Bates ;  echion  Bates ;  polyphron  Fldr.)  hat  Ijeim  cP  ein  breiteres  blaugrünes  Band  und 
beim  ¥  berührt  der  weisse  Fleck,  welcher  voi'  der  2.  Mediane  steht,  die  Zelle,  oder  der  Vtlgl  ist  ohne  Fleck: 
pisander.  ¥-f.  ergetelcs  Gray  ist  die  Form  des  ¥  mit  weissem  Felde;  bei  ¥-f.  pisander  Fldr.  sind  die  weissen  Flecke 
nur  durch  ein  paar  weisse  Schu])pen  angedeutet.  Von  Obidos  t)is  zum  Rio  Negro,  Nordseite  des  Amazonas; 
Guiana.  —  Während  P.  lysander  ein  Sinnpfbewohner  ist  und  schwerfällig  an  den  feuchtesten  Stellen  im  Waldes¬ 
schatten  fliegt,  zieht  P.  echemon  trockenere  Lokalitäten  im  Walde  vor  und  man  findet  den  Falter  oft  an 
den  Blüten,  welche  auf  den  schmalen  Waldptäden  von  Bäumen  lierabhängen. 

P.  neophilus.  Beim  cP  ist  die  Htlglzelle  auf  der  Oberseite  bis  nahe  zur  Wurzel  rot.  Bei  beiden  Ge- 
schlechtein  zweigt  die  2.  Mediane  des  Htlgls  auf  gleicher  Höhe  mit  der  Subcostale  ab.  Columbien  bis  Para¬ 
guay  und  Süd-Brasilien,  aber  nicht  von  Rio  de  Janeiro  bi.s  Pernambuco,  wo  sich  P.  zacyntkns  findet.  — 
eiuybates.  eurybates  Gray  (=  euphales  Gray)  (5  c).  cP  mit  grossen  weissen  Flecken  auf  dem  Vtlgl ;  die  roten  Flecke 
des  Htlgls  wurzelwärts  nicht  schwärzlich,  mit  Ausnahme  des  ersten  und  letzten,  die  mittleren  auf  der  Untei’- 
seite  die  Zelle  berührend.  ¥  mit  2  weissen  Flecken  zwischen  der  3.  Radiale  und  2.  Mediane,  selten  die  Flecke 
nur  angedeutet;  das  rote  Band  des  Htlgls  breit.  Säo  Paulo  und  Matto  Grosso:  Paraguay  (Übergang  zur 


PAPILIC).  Von  l)r.  I\.  .InitDAN.  Pt 

nächsten  Form).  -  consus  li.n.J.  cf:  Das  grüne  Feld  zwisclien  (l(!r  2.  Mediane  länger  als  hreit,  (h-r  ucisse  consns. 
Fleck  vor  der  2.  Mediane  gerundet,  gewölndich  kleiner  als  der  vorhergehende  Fleck;  aut  dem  llllgl  sind 
der  Zelltleck  und  die  der  Zelle  zunächst  liegenden  Teile  der  Discaltlecke  schwärzlich  rot;  die  Fle.cke  aut 
der  Unterseite  kleiner  als  bei  eurnhate.H.  Beim  ?  sind  die  weissen  Flecke  gross;  das  Band  des  llflgls  ist 
gewöhnlich  von  der  Zelle  getrennt.  Ost-Bolivien.  —  olivenclus  I>((tea  (5  c.).  Weisse  k’lecke  des  Vllgls  bei  olivencitts. 

(S'  und  ?  klein  oder  undeutlich;  die  roten  Flecke  des  Htlgls  beim  cf  oben  lang,  unten  klein.  Bei  der  2-ab. 

anaximenes  Fldr.  sind  die  Htlgltlecke  sehr  lang.  Ost-Peru  bis  zur  Oordillere  von  Bogota,  und  am  Airiazonen-  anaximenc^. 

ström  abwärts  bis  zum  Rio  Negro.  —  ecbolius  R.  n.  ./.  cf:  Der  grüne  Fleck  hinter  der  2.  Mediane  des  ecbolius. 

Vtlgls  etwa  so  lang  als  breit,  der  weisse  Fleck  vor  dieser  Ader  deutlich  und  (juer  wie  der  vorhergehende 

Fleck;  die  roten  Flecke  des  Htlgls  kürzer  als  bei  olivenchis.  Beim  ¥  trägt  der  Vtlgl  einen  grossen  wei.ssen 

Fleck  vor  der  2.  Mediane  und  einen  zweiten  vor  der  1.  Mediane,  der  Aussenrd  dieser  Mecke  fast  parallel 

mit  dem  Aussensaum  des  Flügels.  Unterer  Amazonenstrom,  aufwärts  bis  Obidos.  —  neophilus  Hhn.  {—  gar-  neophihis. 

gasus  Hbn.  [partim],  aeneides  /Ap.  [partim]),  die  zuerst  beschriebene  Form,  bewohnt  Guiana.  cf;  Das  grüne 

Feld  ist  breiter  und  die  roten  Flecke  der  Htlglnnterseite  kleiner  als  beim  cf  von  ecbolin.s.  Beim  ¥  fehlen  die 

weissen  Flecke  auf  dem  Vtlgl  oder  sie  sind  klein,  selten  sind  sie  gross;  der  dritte  Fleck  des  Htlgls  länger 

als  die  andern,  die  Flecke  auf  der  Oberseite  weiter  vom  Saume  entfernt  als  bei  oU.venciiis.  —  parianus  R.  k.  J.  parianus. 

von  Trinidad,  Guniana  und  dem  Orinoco.  Das  grüne  Feld  des  cf  hinter  der  2.  Mediane  länger  als  breit,  drei 

weisse  Flecke  einschliessend ;  die  Flecke  der  Htlglnnterseite  blasser  als  bei  der  bolivianischen  F orm,  welcher 

parianus  nahe  kommt,  der  vor  der  1.  Mediane  liegende  Fleck  dicht  an  der  Zelle  stehend.  Beim  ¥  ist  das 

Band  des  Htlgls  etwas  mehr  als  bei  den  anderen  Subspecies  gebogen;  die  schmalen  mittleren  Flecke  stehen 

oben  und  unten  dicht  an  der  Zelle. 

P.  zacynthus.  Band  des  Vtlgls  beim  cf  grün-blau.  Die  Flecke  der  Unterseite  des  Htlgls  des  ¥ 
blasser  als  bei  P.  neophiJus.  Brasilien,  von  Rio  de  Janeiro  nordwärts,  in  zwei  geogra])hischen  Formen.  In 
feuchten,  mit  Gebüsch  bewachsenen  Lokalitäten,  nicht  selten.  Die  Rp  ist  graubraun  und  trägt  einen  gelben 
Seitenstreif.  —  Die  Form  aus  der  Provinz  Rio  de  Janeiro,  zacynthus  F.  (5b),  findet  sich  in  der  Umgebung  zacynthus. 
der  Stadt  Rio,  aber  viel  seltener  als  F.  nephalion.  Der  Vtlgl  ist  an  der  Spitze  nicht  durchscheinend ;  beim  ¥ 
hat  die  Vüglzelle  einen  Fleck.  —  Die  nördliche  Form,  von  Pernambuco,  Bahia  und  dem  Rio  Tapajos,  ist 
polymetus  Godt.  (5  c).  Der  Vtlgl  ist  an  der  Spitze  durchscheinend  und  in  der  Zelle  findet  sich  beim  ¥  polymetus. 
kein  oder  nur  ein  sehr  kleiner  Fleck. 

P.  arcas.  Beim  cf  ist  die  Zelle  des  Htlgls  oben  von  etwa  der  Mitte  ab  rot;  beim  ¥  trägt  der  Vtlgl 
einen  grossen  weissen  Fleck  quer  über  die  Zelle.  Mexiko  bis  Guiana  und  Columbien,  nicht  weiter  südlich 
gefunden.  —  mylotes  Bates  (=  docimus  Graij ;  caleli  Reak.;  tonila  Rcak.;  alcamedes  Fldr.;  aristomenes  wj'/oto. 
Pldr.)  (5  d).  cf:  Der  grüne  Fleck  vor  der  1.  Mediane  lang  und  gewöhnlich  einen  weissen  Fleck  einschliessend; 
die  Zelle  meist  auch  mit  weissem  oder  grünem  Fleck,  kein  grüner  Strich  am  Hrd.  Das  Band  des  Htlgls 

beim  ¥  von  der  Zelle  getrennt  und  auf  beiden  Seiten  lebhaft  rot.  Mexiko  bis  Costa  Rica;  sehr  häufig  im 

Flachlande.  —  mycale  Godm.  u.  Sa/v.  von  Panama  und  den  kleinen  Inseln  an  der  pazifischen  Küste  dieser  mycale. 
Republik  bildet  einen  Übergang  von  der  vorigen  zur  nächsten  Form.  Beim  cf  ist  das  grüne  Feld  vor  der 
2.  Mediane  immer  gross ;  der  Zelltleck  des  Htlgls  und  die  angrenzenden  Teile  der  Discaltlecke  sind  gebräunt. 

Das  Band  des  Htlgls  des  ¥  ist  lebhaft  rot  und  steht  gewöhnlich  dicht  an  der  Zelle.  —  arriphus  Boisd.  arriphus. 
Der  Vtlgl  des  cf  trägt  fast  immer  einen  grünen  Fleck  auch  vor  der  1.  Mediane;  Htlgl  mit  Zelltleck  auf  der 

Oberseite,  das  Band  zuweilen  blass  und  schmal:  cf  al).  agathokles  KoJI.  Beim  ¥  ist  das  Band  des  Htlgls  agathokles. 

blassrot  und  nimmt  auch  die  Zellspitze  ein.  Columbien,  vom  Rio  Magdalena  und  Rio  Meta;  häufig  in  »Bo¬ 
gota«  Sammlungen.  —  antheas  R.  u.  J.  Das  grüne  Band  des  cf  verkleinert,  kein  Fleck  vor  der  I.  Mediane;  antheas. 
das  Band  des  Htlgls  gewöhnlich  sehr  blass,  beim  ¥  gleichfalls  blasser  als  bei  arriphus  und  meist  kürzer. 

Caucatal.  —  arcas  Cr.  (cf  =  eurimedes  Cr.)  von  Venezuela  und  Guiana.  Das  rote  Band  des  Htlgs  ist  arcas. 
bei  cf  und  ¥  breiter  als  bei  den  anderen  Subspecies;  beim  cf  ist  die  Zellspitze  des  Htlgls  auch  unten  rot 
und  beim  ¥  ist  der  Zelltleck  viel  grösser  als  bei  arriphus. 

P.  timias.  cf  und  ¥  mit  zwei  grossen  weissen  Flecken  auf  dem  Vtlgl,  beim  cf  in  dem  grünen  Felde 
stehend;  roter  Zelltleck  des  Htlgls  beim  cf  gross;  ¥  mit  ziemlich  kleinem  Zelltleck  oder  ohne  Zelltleck.  West- 
Ecuador,  von  Guayaquil  aufwärts.  In  diesem  Distrikte  finden  sich  viele  nöi'dliche  Arten,  die  in  Ost-Ecuador 
und  Peru  fehlen.  —  Ghay’s  timias  (5  d),  dessen  ¥  von  Hewitson  bimaculatus  genannt  wurde,  findet  sich  in  der  timias. 
Umgebung  von  Guayaquil  und  den  Nachbardistrikten.  Die  Zelle  des  Vtlgls  trägt  beim  cf  keinen  deutlichen 
grünen  Fleck;  der  erste  Fleck  auf  der  Unterseite  des  Htlgls  ist  wenigstens  so  gross  wie  der  letzte.  Beim  ¥ 
ist  gleichfalls  kein  deutlicher  Zelltleck  auf  dem  Vtlgl  vorhanden  und  die  Discaltlecke  sind  klein.  —  potone  potone. 

It.  H.  J.  hat  bei  cf  und  ¥  einen  deutlichen  Zelltleck  auf  dem  Vtlgl.  Paramba  und  Ambato,  in  höheren  Lagen 
als  die  vorige  Form,  von  Rosenberg  in  3500  Fuss  Höhe  gefangen. 

Sektion  B. 

Die  nun  folgenden  Aristoloclüenfalter  sind  von  den  vorhergehenden  Gruppen  sehr  A^erschieden.  Der  Körper 
ist  nie  lebhaft  rot  gefleckt,  auch  tragen  die  Flügel  nie  lebhaft  rote  Flecke  oder  Binden.  Die  Fhlr  haben  keine 
tiefe  Sinnesgruben,  und  ihr  Endseginent  ist  sehr  kurz.  Die  Hflglzelle  ist  an  der  Spitze  gerundet  und  ihr  Hinter- 


20 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jokdan. 


Winkel  ist  wenigstens  so  gross  als  der  Vorderwinkel.  Das  Duftorgan  des  Hflgls  des  cf  ist  nie  wollig  und  die  Schienen 
sind  nie  verdickt.  —  Die  Rp  trägt  am  ersten  Brustringe  stark  verlängerte  fleischige  Anhängsel  und  die  Rücken¬ 
höcker  der  Pp  sind  schmal,  seitlich  zusammengedrückt  und  ziemlich  hoch. 

Polydamas-Gruppe. 

In  ihrer  Lebensweise  weicht  diese  poh/damas-Gx\\\}\ie.  gleichfalls  wesentlich  von  den  Rotfleckfaltern  ab.  Es 
sind  Tiere  des  offenen  Geländes,  die  selten  im  Waldesschatten  angetroffen  werden.  Die  cf  cf,  welche  schnelle  Flieger 
sind,  sitzen  gern  auf  nassem  Sande  oder  Schlamm  und  saugen  die  Feuchtigkeit  auf,  während  die  mancher  Arten 
häufiger  Blumen  besuchen. 

P.  philenor  ist  ein  allbekannter  nord-amerikanischer  Falter,  der  sich  durch  einen  lebhaft  grün  oder 
blau  glänzenden  Aussenteil  der  Hllglunterseite  auszeichnet.  Seine  ursprüngliche  Heimat  waren  zweifellos 
die  südlichen  Atlantischen  Staaten,  von  wo  aus  sich  das  Tier  nach  Mexiko  und  im  Westen  wieder  nordwärts 
bis  ins  nördliche  Gahfornien  ausgebreitet  hat.  Im  zentralen  Teile  der  Vereinigten  Staaten,  von  Colorado 
nordwärts,  fehlt  der  Falter;  er  geht  dagegen  im  Osten  bis  nach  dem  südlichen  Ganada,  wo  er  von  Zeit  zu 
Zeit  als  Zuwanderer  angetroffen  wird.  Seine  Verbreitung  nordwärts,  in  die  Gegenden,  wo  die  ursprüngliche 
Nährptlanze  (Aristolochia  serpentai'ia)  fehlt,  ist  durch  den  Anbau  als  Zierpflanze  von  Aristolochia  sipho  er- 
orsna.  möglicht.  —  orsua  Godm.  u.  Salv.  ist  eine  kleine,  schwanzlose  Form  von  den  Tres  Marias -Inseln  mit  stark 
philenor.  glänzendem  Htlgl.  —  philenor  L.  {=  astijious  Dmry)  (6  a)  bewohnt  die  Vereinigten  Staaten  und  Mexiko. 

Der  Falter  variiert  geograj)hisch  nur  wenig,  doch  sind  manche  der  mexikanischen  Exemplare  schwanzlos,  was 
acauda.  m  Nord -Amerika  nicht  vorzukommen  scheint.  Diese  ab.  mex.  acauda  Oherfh.  {=  nezahualcoyotl  Idtreck.-, 
wasrmithi.  corbis  Godrn.  n.  HaJv.)  kommt  mit  gewöhnlichen  Exemplaren  zusammen  vor.  Als  ab.  wasmuthi  Weekn  ist 
eine  Farlienvarietät  beschrieben,  die  an  die  berühmte  ab.  cadmvleyi  von  P.  pohjxenes  Fahr,  erinnert.  Die  Rand- 
tlecke  sind  in  dieser  Aberration  zu  einem  breiten  Bande  vergrössert.  Individuen  ohne  Submarginaltlecke 
obsoleta.  auf  dei-  Oberseite  sind  ab.  obsoleta  FJirm.  Der  Ealter  hat  in  den  Südstaaten  mehrere  Generationen.  Die 
Frühjahrsstücke  sind  im  allgenieinen  mehr  rauhhaarig  als  die  Sommerstücke,  Der  Schmetterling  ist  sehr 
häufig  und  schAvärmt  in  grossen  iMengen  um  blühende  Bäume,  oder  saugt  an  den  Blüten  niedriger  Pflanzen 
oder  an  Wegpfützen.  Beim  Saugen  und  Gehen  sind  tlie  Flügel  in  zitternder  Bewegung  wie  bei  den  ver¬ 
wandten  Arten. 

devilliers.  P.  devilliers  Godf.  (6a).  Bisher  mit  Sicherheit  nui'  von  Guba  bekannt; ‘die  älteren  Autoren  gaben 

auch  Florida  als  Vaterland  an,  was  vielleicht  auf  einem  Irrtum  beruht.  Geschwänzt.  Vtlgl  mit  einer  Sub¬ 
marginalreihe  kleiner  Flecke  ;  Htlgl  oben  mit  Submai'ginalbinde  und  unten  mit  einem  oder  mehreren  Silbei'flecken. 

zetes.  P.  zetes  Weatir.  (6o)  trägt  auf  der  Oberseite  beider  Flügel  ein  gelbliches  Band  und  auf  der  Unter¬ 

seite  des  Hflgls  ein  Silbeihand.  Haiti;  nur  wenige  Stücke  in  den  Sammlungen. 

Die  nun  .  folgenden  Arten  sind  alle  ungeschwänzt.  Sie  erinnern  zum  Teil  in  der  Flügelform  etwas 
an  die  orientalischen  sogenannten  OrnitJioptera. 

streckerianiis.  P.  streckerianus  Honr.  (—  mathani  Oherfh.)  (6  a)  isl  ein  Tier  der  offenen  trockenen  Gegenden  Nord- 

Perus.  l)ie  Körperflecke  sind  grünlichgelb.  Vflgl  ohne  Band;  die  Binde  des  Hflgls  sehr  verändeilich ,  beim 
?  opalisierend. 

ardiidamas.  P.  archidamas  Boisd.  bias  Kirhy,  ex  Ifof/er)  (6  b).  Die  Körperflecke  rötlich.  Oberseite  beider 

Flügel  mit  Fleckenbinde;  Htlgl  unten  grösstenteils  schmutzig  weiss.  Ghile;  in  den  offenen  Küstendistrikten, 
das  ganze  .lahr  hindurch.  Die  früheren  Stände  sind  denen  von  /'.  pohid,amas  ganz  ähnlich. 

P.  polydamas.  Die  Körperflecke  rötlich;  Oberseite  beider  Flügel  mit  Fleckenbinde;  Unterseite  des 
Hflgls  schwarzbraun,  mit  roten  oder  gelbroten  Submarginaltlecken.  Von  Virginien  bis  Argentinien  ver¬ 
breitet;  auf  dem  Kontinente  geograpbisch  nur  wenig  variierend,  dagegen  auf  den  grossen  und  kleinen 
Antillen  auf  fast  jeder  Insel  verschieden  ausgebildet.  Einer  der  häufigsten  PapU.ior  auf  dem  Koniinente;  ein 
Tier  des  kultivierten  Bodens,  das  den  Ansiedler  überall  begleitet;  es  findet  sich  besonders  häufig,  wo  der 
für  Kultui’  gereinigte  Boden  wieder  vernachlässigt  worden  ist.  —  Die  Rp  variiert  von  braungelb  bis  dunkel 
schwarzbiaun ;  die  Warzen  sind  lang,  in  dunklen  Exemplaren  lot.  Die  Pp  ist  stark  gebogen  und  trägt 
vincentins.  drei  hohe,  zusammengedrückte  Höcker  auf  dem  Hlb;  das  Thoraxhorn  ist  lang.  —  vincentius  P.u.d.  Ober¬ 
seite  ähnlich  der  kontinentalen  Form;  Unterseite  des  Hflgls  mit  weisslichem  Gostalwisch;  Submarginaltlecke 
hicianns.  gross.  St.  Vincent.  —  lucianus  P.  n.  ./.  Das  Band  der  Oberseite  breit;  Htlgl  unten  mit  Gostalwisch  an 
.xenodamas.  der  Wui’zel;  Sulanarginaltlecke  gross.  Sfa.  Lucia.  —  xenodamas  lihv.  {=  celniones  Dahn.;  eurydamas 
Kirhy,  ex  Roger).  Band  der  Oberseite  des  Hflgls  breit,  dicht  an  der  Zelle  stehend;  Fltlgl Unterseite  an  der 
Wurzel  mit  grossem,  bläulich  grauem  Fleck  und  Gostalwisch.  Martinique;  früher  irrtümlich  als  Bewohner 
dominiciis.  Brasiliens  angegeben.  —  dominicus  P.  u.  J.  Die  hinteren  Flecke  der  Vtlgloberseite  kleiner  als  bei  xeno¬ 
damas ;  Band  des  Hflgls  gebogen.  Hllglunterseite  mit  Gostalwisch,  aber  ohne  grossen  Pdeck  dahinter. 
neodamas.  Dominica.  —  neodamas  Luc.  Die  oberen  Flecke  der  Vflglbinde  fehlend  oder  klein,  die  hinteren  Flecke 
antiqmis.  weiter  vom  Rande  entfernt  als  bei  den  vorigen  Formen.  Hflglband  fast  grade.  Guadeloupe.  —  antiquus 
U.  u.  Der  nächsten  Form  ähnlich;  die  vier  vordem  Flecke  der  Vflglbinde  klein;  Htlglbinde  schmäler 


PAIMLIO.  Von  I^r.  K.  ,loni)AN. 


21 


als  bei  der  nächsten  Subsi)ecies;  Snbrnarginal decke  der  Hflglunterseite  gross,  gelblich  i'ot.  Antigua.  — 

thyamus  h\  u.  J.  Ähnlich  pohfdamm ;  Subinarginaltlecke  der  lidglunterseil(^  viel  mehr  gelblich  und  gröss(-r  ihynmiis. 

als  bei  der  kontinentalen  Subspecies.  St.  Thomas.  —  lucayus  IL  u.  J.  Untei'seite  blasser  als  in  l\  polpdatnux ;  hicayu^. 

der  weisse  Quersti'ich  am  Analwinkel  des  Htlgls  wenigstens  bis  iibei'  die  2.  Atediane  liinausreichend;  di(i 

roten  Subinarginaltlecke  wie  in  der  kontinentalen  Form,  aber  grösser.  Bahama- Inseln.  —  polydamas  L.  p()/ydamr/^. 

(6b)  ist  die  kontinentale  Form,  welche  sich  von  Georgien  bis  Argentinien  tindet.  Aiudi  Cidia  wird  von  ihr 

bewohnt,  aber  gewöhnlich  zeichnen  sich  die  Guba- Stücke  tlurcli  tiefer  schwarzes  Bandfeld  dei'  1  Idglunlei'- 

seite  aus.  Das  Band  der  Oberseite  variiert  sehr  in  Breite.  Die  Subinarginaltlecke  der  llllglunterseite  sind 

immer  dünn  und  rot.  —  polycrates  Hopf).  {=  hypodamas  Gum.)  unterscheidet  sich  von  der  vorigen  Form  pulycratcs. 

in  der  Zeichnung  oben  hauptsächlich  durch  die  mehr  distale  Stellung  des  vor  der  2.  Mediane  des  llllgls 

liegenden  Flecks  und  unten  durch  die  grossen  Silberüecke,  welche  an  einigen  der  roten  Flecke  stehen.  Die 

Flarpe  des  cf  hat  nur  eine  Zinke  statt  der  zwei  aller  vorhei'gehenden  Formen.  Haiti  und  wahrscheinlich 

Porto  Rico.  —  jamaicensis  R.  u.  J.  ist  polycrates  ganz  ähnlich,  aber  die  Subinarginaltlecke  dei-  Htlglunter-  jamaicensis. 

Seite  grösser  und  die  mit  ihnen  verbundenen  Silberüecke  kleiner.  Jamaica. 

P.  philetas  Hew.  (6b).  Hlb  beim  cf  oben  gelbweiss.  Htlgl  unten  grünlich  gelb,  mit  roten  Siib-  phHetas. 
marginaltlecken.  Süd-Ecuador  und  Nord-Peru. 

P.  madyes.  Der  vorigen  Art  ähnlich;  Submargiiialflecke  der  llllglunterseite  gelb.  Die  Duft¬ 
schuppen  bei  den  geographischen  Formen  verschieden,  was  auch  bei  einigen  der  anderen  Arten  Aqv  polydaiuas- 
Gruppe  der  Fall  ist.  Peru  und  Bolivien.  —  plinius  Weym.  von  Nord -Peru.  Vtlgl  oben  mit  vier  kleinen  pHnhis. 
Flecken.  Htlgl  unten  ockergelb  (verfärlit?) ;  Submarginaltlecke  klein.  Nur  ein  Stück  bekannt;  von  Stübel 
zwischen  Moyabamba  und  Chachapoyas  gefunden.  —  chlorodamas  Gueu.  (=  rnarsyas  Styr.)  die  häutigste  düorodanws. 
Form  in  den  Sammlungen.  Fleckenbinden  der  Oberseite  breit,  auf  dem  Vtlgl  weiss  (cf cf,  ??)  oder  gell)  (cf cf). 

In  Huänuco  und  Junm,  Ost-Peru.  -  crispus  R.  u.J.  Flecke  der  Oberseite  viel  kleiner  als  bei  chlorodamas.  crispas. 
Südost-Peru.  —  madyes  Doubl.  Htlghmterseite  auf  den  Adern  schwarz  gestreift.  Bolivien.  —  tucumanus  madyes. 

R.  u.  J.  (6a),  wie  madyes,  aber  die  Spitze  des  Vtlgls  unten  nicht  gelb  überwaschen;  Hügl  unten  rauch-  tucumanus. 

braun.  Tucuman. 

P.  polystictus  (=  protodamas  and.).  Vtlgl  oben  mit  drei  bis  sieben  Submarginaltlecken ;  Htlgl  mit 
zwei  Fleckenreihen.  Hlb  beim  cf  oben  gelblich  weiss.  Brasilien,  Argentinien  und  Paraguay.  —  Kp  ähnlich 
der  von  P.  polydamas ;  Warzen  kürzer,  nie  rot.  Thoraxhorn  der  Pp  lang,  etwas  nach  vorn  gelehnt,  Rücken 
der  Pp  hinter  dem  Horn  mehr  oder  minder  ausgedehnt  gelb.  Die  Rp  lebt  in  der  Jugend  gesellig.  Der 

häufige  EMlter  fliegt  an  lichten  Stellen  im  Walde  und  an  Waldrändern  und  saugt  besonders  gern  an  den 

Blüten  von  Lantanen.  Die  Nährpflanze  der  Rp  wächsf  im  Waldesschatten  und  an  Flussufern.  —  Bei  janira  janira. 

E.  u.  J.  sind  die  Flecke  der  Oberseite  gross.  Rio  de  Janeiro;  Minas  Geraes.  —  In  polystictus  Btlr.  (6b)  polystictus. 
sind  die  Flecke  kleiner  und  verschwinden  zuweilen  teilweise.  Säo  Paulo  bis  Rio  Grande  do  Sul;  Paraguay; 
Argentinien. 

P.  eracon  Godm.  u.  Scdr.  (6  c).  Vtlgl  mit  submarginaler  Fleckenreihe.  Hügl  mit  gleichniässig  ge-  eracon. 
krümmter  Fleckenbinde,  weiche  etwa  in  der  Alitte  zwischen  Zelle  und  Aussenrd  steht.  Unterseite  des  Htlgls 
mit  roten  sulunarginalen  Flecken,  an  deren  Aussenseite  je  ein  gelblich  weisser  Tüpfel  steht.  West-Mexiko, 
bis  jetzt  nur  von  Golima  und  aus  der  Provinz  Guerrero  bekannt. 

P.  belus.  Vtlgl  oben  beim  cf  ohne  weisse  Flecke;  Hügl  mit  einem  bis  sieben  weissen  Flecken  auf 
der  Scheibe,  von  denen  der  erste  immer  gross  ist;  beim  ?  ist  der  Vtlgl  fast  wie  beim  cf  oder  er  trägt  ein 
grosses  blassgelbes  Fehl.  Hügl  unten  bei  cf  und  ?  mit  weissen  Tüpfeln  aussen  von  den  roten  Submarginal- 
üeckeii.  Das  cf  wird  von  Bates  ein  schneller  und  kühner  Flieger  genannt;  das  ?  mit  gelbem  Felde  auf 
dem  Vtlgl  fand  er  am  Wahlesrande  an  Blumen.  Die  ??  werden,  wie  auch  bei  den  folgenden  Arten,  viel 
seltener  als  die  cf  cf  gefangen.  —  chalceus  R.  u.  J.  aus  der  Provinz  Guerrero,  West-Mexiko,  hat  auf  dem  chalceus. 
Htlgl  ein  fast  grades  Band  und  auf  der  Unterseite  findet  sich  vor  dem  Subcostalast  ein  roter  Bubmargiiial- 
tleck,  der  bei  den  andern  8ubs])ecies  fehlt.  —  varus  Koll.  cf:  Htlgl  mit  einem  nach  hinten  an  Breite  ab-  vanis. 
nehmenden  Fleckenbande.  Das  ?  tritt  in  zwei  Formen  auf.  Die  häuüge  Form  ist  ?-f.  latinus  Fldr.,  sie  ist  latinus. 
dem  cf  ähnlich,  aber  der  Vtlgl  trägt  einige  Subinarginaltlecke  und  der  erste  Fleck  des  Hüglbandes  ist  etwa 
so  gross  wie  der  zweite.  Die  sehr  seltene  Form  mit  grossem  gelblichem  Felde  auf  dem  Vtlgl,  die  Zellspitze 
und  die  angrenzenden  Teile  der  Scheibe  einnehmend,  ist  ?-f.  varus  Koll.  Von  Guatemala  bis  Nordost- 
Ecuador  und  Nord-Venezuela  verbreitet;  das  cf  häuüg  in  Bogota-Sammlungen.  —  belus  CV.  (6c)  ist  die  Form,  belus. 
welche  Guiana,  Amazonien,  Ost -Peru  und  Goyaz  bewohnt.  Beim  cf  trägt  der  Hügl  gewöhnlich  nur  ein 
weisses  Feld,  doch  finden  sich  Exemplare,  die  eine  Reihe  kleiner  Flecke  auf  der  Scheibe  haben.  Vom  $ 
sind  zwei  Formen  bekannt:  ?-f.  belus  Cr.  {=  caburi  Kaye)  ist  dem  cf  ähnlich  und  hat  auf  dem  Htlgl 
entweder  nur  einen  Fleck  oder  eine  volle  Reihe;  in  ab.  amulius  Esp.  sind  die  Flecke  der  Finterseite  des  amulius. 
Flügls  gelb  (nur  von  Esper’s  und  Martyn’s  Bildern  bekannt).  Die  zweite  Varietät  des  ?  ist  ?-f.  amazonis  amazonis. 

R.  u.  J.  (6  c);  sie  trägt  ein  gelbes  Fehl  auf  dem  Vtlgl  wie  die  ?-f.  varus  der  Subspecies  varus  Koll.  —  belemus  helemus. 
Bates  von  der  Südseite  des  untern  Amazonas  hat  ein  grades  Band  auf  dem  Hügl;  nur  die  dem  cf  ähnliche 


22 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


cochabamha.  Form  des  ?  ist  bekannt.  —  cochabamba  Weeks.  cd:  Hflgl  gewöhnlich  mit  einer  breiten  graden  Flecken¬ 
binde;  zuweilen  die  hintern  fünf  Flecke  klein,  sehr  selten  fehlend.  Duftscliuppen  wie  bei  der  mexikanischen 
Subspecies  kurz.  Das  ?  ist  nicht  bekannt.  Südost-Peru;  Bolivien. 

P.  laodamas.  Der  vorigen  Art  ähnlich.  Htlgl  oben  mit  breiter  Fleckenbinde ;  die  roten  Submarginal- 
tlecke  der  Unterseite  dünn,  nicht  von  weissen  Tüpfeln  begleitet.  Das  ?  ist  dem  cd  ähnlich,  aber  auf  dem 
procas.  Htlgl  sind  die  mittleren  Flecke  gross,  während  der  erste  Fleck  klein  ist.  Mexiko  bis  Columbien.  —  procas 
Go(im.  i(..  Salv.  cd:  Das  Htlglbaiid  steht  gewöhnlich  an  der  Zelle  oder  kreuzt  die  Spitze  derselben,  selten 
iopas.  ist  es  von  der  Zelle  getrennt  (al*.  iopas  Godm.  u.  8alv.).  ?:  Htlglbinde  gewöhnlich  die  Zellspitze  mit  ein- 
copanae.  nehmend.  West -Mexiko,  aus  den  Provinzen  Michoacan,  Jalisco  und  Guerrero  bekannt.  —  copanae  Heak. 
(-  chrysodamas  Bafes).  Htlglbinde  bei  cd  und  ?  von  der  Zelle  getrennt;  die  roten  Submarginaltlecke  der 
Htlglunterseite  dünner  als  bei  procas.  Duftschuppen  länger  als  bei  voriger  Form.  Ost-Mexiko  bis  Honduras.  — 
rhipidiiis.  rhipidius  B.  H.  J.  Htlgl  bei  cd  und  ?  mit  sehr  grossem  grünlich  weissem  Mittelfelde,  das  die  Zelle  beim  cd 
laodamas.  fast  bis  zur  Wurzel,  beim  ¥  bis  zum  ersten  Viertel  ausfüht.  Costa  Rica.  —  laodamas  Fldr.  (6d)  ist  die 
best  bekannte  Form,  die  sehr  häuhg  in  Bogota- Sammlungen  ist;  man  kennt  sie  von  der  Westküste,  dem 
.Magdalenatal  und  der  Cordillere  von  Bogota.  Der  erste  Fleck  des  Htlglbandes  ist  sehr  gross  und  reicht 
fast  bis  zur  Wurzel;  er  berührt  die  Zelle  wie  die  nächsten  zwei  oder  drei  Flecke.  Das  ¥  ist  nicht  bekannt. 

lycidas.  p.  lycidas  Cr.  (=  erymanthus  Cr.)  (6d)  ist  leicht  an  dem  weissen  Streifen  zu  erkennen,  der  auf 

dei'  Oberseite  des  Htlgls  vor  dem  Hinterrd  steht;  dieser  Streif  ist  beim  ¥  küi’zer  als  beim  cd.  —  Guatemala 
bis  Bolivien  und  Parä.  Scheint  geographisch  nicht  zu  variieren.  Es  ist  nur  eine  Form  des  ¥  bekannt. 
Das  cd  hndet  sich  häuhg  am  Rande  von  Wasserläufen.  Wie  die  verwandten  Arten  umfliegen  die  Falter 
erst  ein  paarmal  die  Stelle,  wo  sie  sich  zum  Trinken  niederlassen  wollen,  als  ol:)  sie  sich  von  der  Ab¬ 
wesenheit  von  Feinden  überzeugen  wollten ;  sie  sitzen  aber  ziemlich  fest,  wenn  sie  begonnen  haben,  zu  saugen. 

crassas.  p.  crassus  Cr.  (6d).  Eine  sehr  langtlügelige  Art,  welche  von  Costa  Rica  bis  Rio  de  Janeiro  ver¬ 

breitet  ist.  Vtlgl  mit  weissen  Wischen  in  und  hinter  der  Zelle;  Htlgl  )nit  grossem  weissem  Costalfelde,  das 
lepidas.  beim  cd  bis  zur  Wurzel  reicht.  In  der  cd-f.  lepidus  Fldr.  fehlen  die  weissen  Wische  auf  der  Oberseite  des 
Vtlgls.  Die  schwarzbraune  (jedenfalls  in  der  Grundfarbe  veränderliche)  Rp  ist  ungetleckt.  Der  Thoracal- 
höcker  der  Pp  ist  sehr  hoch  und  an  der  Spitze  geteilt. 

B.  Rinnenfalter. 

Hiei'her  gehört  der  grösste  Teil  der  Schwalbenschwanzarten.  ObMmhl  die  Formen  sehr  verschieden¬ 
artigen  Entwicklungsrichtungen  gefolgt  sind  und  vielfach  im  äusseren  Aussehen  nicht  die  geringste  Ähnlich¬ 
keit  miteinander  bewahrt  haben,  steht  dies  auf  den  ersten  Blick  recht  bunte  Gemisch  von  Arten  doch  den 
beiden  andern  Abteilungen  der  Schwalbenschwänze,  nämlich  den  Aristolochienfältern  und  den  Segelfaltern, 
scharf  charakterisiert  gegenüber.  Die  Segmente  der  unbeschuppten  Fldr  sind  an  der  Wurzel  etwas  verengt 
und  tragen  die  feinen  Sinneshärchen  entweder  über  die  Ventraltläche  fast  gleichmässig  verteilt  oder  in  zwei 
grossen,  seitlichen,  nicht  eingedrückten  F'eldern.  Die  Tarsen  sind  gleichfalls  nicht  beschuppt;  die  Stacheln 
der  Rückentläche  der  Glieder  sind  von  den  Ventralstacheln  durch  einen  stachellosen,  eingedrückten,  seitlichen 
Längsstreif  getrennt.  Der  Abdominalrand  des  Httlgs  ist  bei  beiden  Geschlechtern  nach  unten  gebogen,  eine 
Rinne  bildend;  ein  Duftorgan  fehlt  auf  dem  Httlg.  Die  Schienen  sind  beim  cd  nie  verdickt,  noch  feinhaarig. 
—  Die  Raupe  ist  entweder  glatt,  ohne  Höcker,  oder  die  Tuberkel  sind  hart  und  dornartig,  nicht  fleischig. 
Der  dritte  und  vierte  Thoraxring  sind  vergrössert,  so  dass  die  Rp  nach  vorn  und  hinten  verjüngt  erscheint.  Viele 
der  Raupen  tragen  auf  dem  Thorax  an  beiden  Seiten  eine  Art  Augentleck  und  auf  der  Mitte  des  Körpers 
einen  Satteltleck.  Als  Nahrung  dieneir  Pflanzen  sehr  vieler  Familien,  zum  Teil  Kräuter  (Umbelliferen,  Gonr- 
positen  u.  s.  w.),  aber  noch  öfter  die  Blätter  von  Bäumen.  —  Die  Puppe  ist  lederartig  gerunzelt  und  ähnelt 
oft  einem  Stück  Holz.  Der  Kopf  ist  in  zwei  Höcker  ausgezogen  oder  abgestutzt,  und  der  Thorax  trägt 
ein  gewöhnlich  ziemlich  kurzes  Horn.  Die  Flügelscheiden  sind  viel  weniger  muschelförmig  erweitert  als 
bei  den  Aristolochienfältern  und  die  Höcker  auf  dem  Hinterleibe,  wenn  überhaupt  vorhanden,  sind  ganz  niedrig. 

Die  Rinnenfalter  finden  sich  in  allen  tropischen  und  gemässigten  Gegenden  (Neu-Seeland  ausge¬ 
nommen)  und  gehen  nordwärts  mit  einer  Art  bis  in  die  arktische  Zone.  Sie  sind  daher  die  am  weitesten 
verbreitete  Abteilung  der  Schwalbenschwänze.  In  ihren  Gewohnheiten  weichen  sie  ebenso  sehr  voneinander 
ab  wie  in  ihrem  Kleide.  Die  meisten  Arten  sind  gute  Flieger,  die,  wenn  erschreckt,  in  rasendem  Fluge 
davoneilen.  Sie  sind  fast  alle  Blütenbesucher,  besonders  die  cfcf,  und  .sitzen  gerne  auf  feuchtem  Sande 
oder  Schlamme.  Hier  zeigt  sich  ihr  von  dem  der  Aristolochienfalter  verschiedenes  Wesen,  indem  sie  sich 
nicht  in  dichten  Klumpen  zusammendrängen,  sondern  einzeln  aussen  von  dem  aus  Pieriden  und  Segelfaltern 
gebildeten  Haufen  herumsitzen,  immer  zu  schneller  Flucht  l)ereit.  Sehr  viele  der  Rinnentalter  tragen  das 
Kleid  anderer  Schmetterlinge,  ln  Amerika  dienen  Dauaiden,  Heliconiden,  Pieriden  und  besonders  Aristolochien¬ 
falter  als  Vorbild,  ln  manchen  Fällen  ist  nur  das  ¥,  oder  eine  der  ¥-Formen  mimetisch.  Unter  den  ameri¬ 
kanischen  Rinnenfaltern  finden  wir  eine  Anzald  kräftig  gebauter  Arten,  deren  Gostalrand  des  Vdtlgs  gesägt 
ist.  Wir  finden  etwas  Ähnliches  bei  den  cfcf  der  indo-australischen  Pieridengattung  Frio)ieris,  und  lief  den 


PAI’TrjfO.  Von  T)r.  K.  .Iohdan. 


2:5 

Nyni]ihali(lengat1  linken  Clidraxes,  Eu/xpis,  h'iurwfhr  und  PaUn,  welche  alle  altwelllicli  sind.  Die  Ziilirielutijr 
der  (lostalränder  dieser  Schmetterlinge  ist  wohl  eine  Begleiterscheiiiung  dei'  Versläi'knng  des  l’andes.  weh-h 
letztere  im  Znsammeidiang  mit  der  Erwerbung  eines  schnellen  Ehiges  sieht. 

Geschlechtlicher  Dimorphismus  ist  uider  den  llinnentaltern  sein'  häufig;  in  der  Hegel  ähnelt  eine 
?-Eorm  dem  cf,  während  die  andere  mimetisch  ist.  Scharf  ausges])i'ochener  zeitlicher  Dimoiphisrnus  ist  hei 
den  amerikanischen  Rinnenfaltern  nicht  beobachtet,  doch  sind  bei  den  y)aar  noT'd-amerikanischen  Eormen, 
die  hieber  gehören,  die  aus  überwinterten  Ppn  kommenden  Falter  im  allgemeinen  kleiner  und  haben  slärkere 
Behaarung  als  die  Sommerstiicke,  auch  zeigen  sie  geringe  Abweichungen  in  der  Zeichnung.  Der  'frimoi- 
phismus  bei  beiden  Geschlechtern  von  F.  ])(»liixenes  und  F.  bairdi  ist  sehr  beitierkenswert. 


Machaon- Gruppe, 

Die  Arten  der  machaov-(j:x\\])\)e  haben  Ringelraupen,  die  auf  Umbelliferen ,  zum  Teil  auch  auf  Aide- 
misia,  leben. 

P.  polyxenes.  Fllb  schwarz,  gelb  getüpfelt,  Taster  gelb.  Die  hinteren  gelben  Flecke  der  Discal- 
binde  des  Vtlgls  weit  von  der  Zelle  entfernt,  zuweilen  die  Discalbinde  fehlend.  Geographisch  und  individuell 
sehr  veränderlich.  Die  früheren  Stände  denen  von  P.  machaon  ganz  ähnlich.  Die  Formen  von  Nord-  und 
Zentral -Amerika  fliegen  wie  P.  machaon  in  angebauten  Gegenden,  auf  Wiesen  und  mit  blühenden  Futter¬ 
kräutern,  besonders  Klee,  bestellten  Feldern,  in  geringer  Hohe  über  dem  Boden  hin.  Die  süd-amerikanischen 
Formen  kommen  nur  in  beträchtlicher  Höhenlage  vor.  Wir  haben  hier  dieselbe  Erscheinung,  welche  wir 
in  Asien  an  P.  machaon  beobachten,  der  südlich  vom  Himalaya,  in  Nordwest- Indien,  Sikkim  und  Birma 
gleicldalls  ein  Hochgebirgstier  ist.  —  americus  KoU.  (=  sadalus  Luc.)  tritt  in  zwei  Varietäten  auf.  Bei  der  americns. 
Form  melasina  P.  u.  J.  (8  a)  ist  das  gellie  Band  der  Flügel  stark  verschmälert,  zuweilen  zu  kleinen  Fleck-  melasina. 
eben  reduciert ,  während  bei  dem  eigentlichen  americus  KoU.  das  Band  breit  ist,  besonders  auf  dem  Htlgl; 
nicht  selten  ist  das  blassgelbe  Feld  der  Unterseite  des  Htlgls  bis  zur  Wurzel  ausgebreitet.  Die  schwarze 
Form  lebt  besonders  im  Gaucatal  in  Columbien,  findet  sich  aber  auch  sonstwo  mit  der  gewöhnlichen  Form 
zusammen.  Venezuela,  Columbien,  Ecuador  und  Nord-Peru,  nur  in  beträchtlicher  Höhe  vorkommend,  bis  zu 
etwa  3000  m  gefunden.  —  stabilis  P.  u.  J.  der  gewöhnlichen  americus  Form  ganz  ähnlich,  immer  mit  breitem  stahilis. 
gelbem  Bande,  der  letzte  Fleck  des  Bandes  auf  dem  Vtlgl  kürzer  als  bei  americus,  das  Band  auf  der  Unter¬ 
seite  des  Htlgls  wurzelwärts  scharf  begrenzt.  Costa  Rica  bis  Panama,  häufig  in  einer  Höhe  von  etwa  1000 
bis  1300  m.  —  asterius  Cr.  (=  asterias  F.)  ist  ein  in  manchen  Gegenden  sehr  veränderlicher,  in  andern 
Distrikten  ziemlich  konstanter  Falter.  Es  ist  das  cf  viel  variabeler  als  das  ?.  Wir  unterscheiden  drei 
Hauptformen  des  cf,  die  durch  Zwischenstufen  verbunden  sind  und  in  vielen  Gebieten  alle  drei  Vorkommen, 
cf-f.  asterius  Cr.  trägt  eine  Fleckenbinde,  welche  die  Spitze  der  Hflglzelle  kreuzt.  Exemplare  mit  fast  asterius. 
reinweissen  Flecken  auf  der  Oberseite  sind  ab.  semialba  Ehrm.  Die  cf-f.  asterius  findet  sich  von  Keu-  semialba. 
England  bis  Süd-Mexiko.  Die  zweite  Varietät  ist  cf-f.  curvifascia  Skinn.  von  Mexiko  und  Guatemala;  bei  curvifasda. 
dieser  steht  das  Band  des  Htlgls  ausserhalb  der  Zelle  und  ist  fast  gleicbmässig  gebogen.  Die  auffälligste 
FMrm  ist  die  cf-f.  ampliata  Mm.  (=  asterioides  Peak.),  in  welcher  die  Binde  in  kleine  Flecke  aufgelöst  ampliata. 
ist,  welche  auf  dem  Vtlgl  oft  zum  Teil  fehlen.  Diese  schwarze  Form  ist  häufig  in  West-Mexiko,  tliegt  aber 
einzeln  auch  in  Ost-Mexiko,  auch  ist  ein  Exemplar  in  Colorado  gezogen.  Das  ?  von  asterius  ist  viel 

weniger  veränderlich.  V on  beiden  Geschlechtern  sind  ein  paar  auffällige  Aberrationen  benannt  worden ; 

bei  ab.  calverleyi  Grote  die  Submarginaltlecke  sehr  stark  vergrößert  und  zu  einer  breiten  Binde  zu-  calverleyi. 
sammengeflossen ;  bei  ab.  alunata  Skinn.  u.  Aar.  sind  die  Submarginaltlecke  des  Htlgls  dagegen  ganz  klein  o/unata. 
und  bläulich.  —  polyxenes  F.  (8  a).  Das  ?  ähnelt  dem  cf,  die  Binde  des  Htlgls  im  ganzen  etwas  breiter  polyxenes. 
als  bei  cf-f.  asterius.  Cuba.  —  brevicauda  Saund.  {=  niediocauda  Eimer).  Geschlechter  einander  ähnlich,  brevicauda. 
Flügel  breit  und  kurz,  Aussensaum  des  Vtlgls  etwas  gerundet.  Bewohnt  Neufundland,  Anticosti  und  die  an 
den  Unterlauf  und  die  Mündung  des  St.  Lorenz-Stroms  angrenzenden  Gebiete;  Juni  bis  August;  die  Raupe 
auf  Petersilie  und  andern  Umbelliferen  in  der  Nähe  der  Küste  und  des  Stromes. 

P.  bairdi  Edic.  Entweder  P.  machaon  ähnlich,  aber  das  Analauge  mit  schwarzer  Pupille,  oder 

F.  polyxenes  ähnlich,  oder  in  der  Zeichnung  zwischen  beiden  stehend.  Diese  3  Formen,  welche  in  Colorado 
zusammen  Vorkommen,  sind:  f.  oregonia  Ediv.  (=  brucei  PV/;r.)  (8a),  »^flc/nmn-ähnlicb,  von  Colorado,  Oregon,  oregonia. 
Washington-Territory ,  West-Canada  und  Britisch  Columbien  bekannt.  Die  zweite  Form,  welche  man  aus 
Utah,  Colorado  und  Arizona  kennt,  ist  f.  hollandi  Edir.]  der  Hlb  ist  wr/r/mo/^-ähnlich,  während  die  Flügel  hoHandi. 
denen  der  folgenden  Form  gleichen.  Bei  f.  bairdi  Edu\  {=  utahensis  Streck.)  (8  a),  welche  in  Arizona,  Colorado  bairdi. 
und  Utah  gefunden  wird,  ist  der  schwarze  Hlb  getüpfelt.  Die  Zusammengehörigkeit  der  drei  Formen  ist 
durch  Zucht  nachgewiesen.  Solcher  nicht  zeitlicher  Trimorphismus  in  beiden  Geschlechtern  ist  selten.  Der 
Falter  tliegt  in  Colorado  mit  P.  polyxenes  asterius  zusammen  und  in  Oregon  und  weiter  nördlich  mit  P. 
zelicaon.  die  Tiere  sind  aber  unabhängig  voneinander.  Während  die  Rpn  der  verwandten  Arten  Umbelliferen 
fressen,  leben  die  von  P.  bairdi  auf  einer  Gomposite  (Artemisia):  die  Raupen  aller  dieser  Falter  sind  ein¬ 
ander  sehr  ähnlich. 


24 


PAPITjIO.  Von  Dr.  K.  Joedan. 


?iitra.  P.  nitra  Edw.  (8  b).  Flügel  kürzer  als  bei  P.  bairdi ;  der  f.  ha'irdi  sehr  ähnlich ;  vielleicht  nur  eine 

nördliche  Subspecies.  —  Von  Montana  und  West-Canada  bekannt;  im  Gebirge  im  Juni  und  Juli. 

zelicaon.  P.  zelicaOH  Luc.  (=  zolicaon  Boisd.)  (8  b).  Das  gelbe  Discalfeld  hinter  der  2.  Mediane  des  Vflgls 

dicht  an  die  Zelle  gehend;  Unterseite  des  Hlbs  schwarz,  mit  oder  ohne  Andeutung  von  gelben  Linien.  — 
Ein  an  der  Westküste  häutiges  Tiei’,  das  bis  in  das  Flachland  hinabsteigt.  Von  Arizona  nordwärts  bis 
coloro.  Alaska  und  ostwärts  bis  Colorado.  Bis  zu  3000  m  Höhe  gefunden.  Die  Rp  auf  Umbelliferen.  Die  ab.  coloro 
Wriglif  ist  auf  ein  altes,  dunkelgelb  gefärbtes  Stück  basiert. 

P.  indra.  Thorax  oben  vorne  mit  gelblicher  Seitenlinie.  Flecke  der  Flügel  weissgelb,  viel  blasser 
als  bei  den  verwandten  Arten  ;  die  Grösse  der  Flecke  ziemlich  verändei’lich.  —  Ein  westliches  Gebirgstier, 
das  schwer  zu  fangen  ist;  es  findet  sich  bis  zu  3500  m  Höhe  und  bewohnt  vorzugsweise  felsiges  Gelände, 
wo  sich  der  Falter  an  den  Felsblöcken  sonnt.  Er  besucht  keine  Blumen  und  ist  ein  scheuer,  schneller 
Fliegei’.  Über  die  früheren  Stände  sind  keine  genügenden  Beobachtungen  gemacht.  Die  Rp  lebt  nach 
Edwaeds  auf  Artemisia.  Es  giebt  zwei  Sulispecies.  —  Die  nördliche  Form  mit  kurzem  Schwanz  ist  die 
indra.  eigentliche  indra  Beah.  (8  b);  sie  findet  sich  in  Colorado,  Nevada,  Utah  und  dem  nördlichen  Californien.  — 
per^amiis.  Die  in  den  Küstengebirgen  Süd-Califormens  bei  600  bis  1000m  Höhe  fliegende  Form  ist  pergamus  Edw.] 
sie  zeichnet  sich  durch  lange  Schwänze  aus. 

aliosko.  P.  machaon.  Diese  paläarktische  Art  ist  in  Amerika  durch  die  Subspezies  aliaska  Scudd.  (—  joannisi 

Vrrifi/)  (8  b)  vertreten.  Das  schwarze  Htlglband  ist  breiter  als  bei  der  geographisch  zunächst  wohnenden 
Subspecies  kamtscJ/adadiw.  ln  Alaska,  an  der  Mündung  des  Yukon-Flusses  und  an  anderen  Flüssen,  sowie  in 
der  Nähe  von  Seen,  wahrscheinlich  überall  im  Flachlande,  wo  Umbelliferen  wachsen,  ist  aliaska  im  Juli  und 
August  recht  häufig.  Das  Tier  ist  aber  noch  selten  in  eurojiäischen  Sammlungen.  Ostwärts  findet  sich 
aliaska  bis  zur  Hudson-Bai. 

Thoas-Gruppe. 

Die  hier  folgenden  Arten  der  /Aocs- Gruppe  haben  alle  einen  Spatelscliwanz.  Die  Rini  tragen  einen  Sattel- 
tleck  vor  der  Mitte  und  einen  grossen  Seiten  wisch  auf  den  letzten  Segmenten. 

P.  thoas.  Der  Spatelschwanz  trägt  einen  gelben  Fleck  in  der  Mitte.  IJie  Art  findet  sich  von  Texas  und 
den  west-indischen  Inseln  südwärts  bis  Buenos-Aires,  fehlt  aber  den  kleinen  Antillen.  Sie  ist  überall  häufig 
und  tliegt  im  offenen  Gelände,  in  Gärten  und  Anpflanzungen.  Der  fhoas  ist  ein  sehr  kühner  Flieger,  der  oft 
mcloniüs.  hoch  in  die  Lüfte  steigt.  Die  Rp  lebt  auf  Piperaceen  und  Citrus.  —  melonius  B.  u. ist  die  Subspecies  von 
Jamaika ;  sie  hat  keinen  Zelllleck  auf  der  Oberseite  des  Vtlgls.  Die  rotgelben  Flecke  auf  der  Unterseite  des 
oviedo.  lltlgls  sind  sehr  gross.  —  oviedo  Gundl.  (—  epithoas  Oherth.)  findet  sich  auf  Cuba.  Die  Oberseite  des  Vtlgl 
und  besonders  al)er  die  Unterseite  sind  mebr  ausgedehnt  gelb  und  haben  auch  einen  tieferen  Ton  als  bei 
aiitocles.  den  andern  Subspecies.  —  autocles  B.  u.  von  Texas  bis  Nicaragua  vorkommend,  ist  ohne  Zellfleck;  die 
nraices.  gelben  Felder  sind  blass.  —  nealces  B.  u.  ist  von  Nicaragua  bis  Nord-West-Ecuador  und  ostwärts  bis 
Trinidad  und  dem  unteren  Orinoco  verbreitet.  Der  Vtlgl  hat  immer  einen  Zelltleck;  der  gelbe  Ton  ist  etwas 
tiefer  als  bei  autocles.,  aber  weniger  tief  als  bei  der  nächsten  Subspecies;  sehr  häutig  in  Bogotä-Sammlungen. 
—  thoas  L.  kommt  von  den  Guianas  und  dem  unteren  Amazonas.  Tief  gelb;  Vtlgl  mit  Zelltleck,  der  erste  vor 
cinyras.  der  Flügelspitze  stehende  Fleck  gewöhnlich  klein.  —  cinyras  Men.  ist  eine  Riesenform,  welche  den  mittleren 
und  oberen  Amazonenstrom  und  die  östlicben  Abhänge  von  Ecuador,  Peru  und  Bolivien  bewohnt;  die  Submar- 
brasiliensis.  ginaltlecke  des  Vtlgls  fehlen  fast  immer.  —  brasiliensis  B.  u.  J.,  (7  a),  von  Brasilien,  Paraguay  und  Nord- 
Argentinien,  ist  oft  noch  grösser  als  chujras]  der  Zelltleck  des  Vtlgls  fehlt  oder  ist  klein,  der  erste  Fleck 
thoantiades.  vor  der  Flügelspitze  ist  meistens  gross  und  in  eine  S|)itze  ausgezogen.  —  thoantiades  Burm.  findet  sich  in 
.Argentinien,  besondes  in  der  Provinz  Buenos  Aires.  Es  ist  eine  kleine  Form,  mit  gewöhnlich  schmalem, 
blassgelbem  Bande. 

homothoas.  P.  homothoas  B.  1(.  .7.  (7  c).  Schwanz  kürzer  und  an  der  Spitze  mehr  gerundet  als  bei  den  flioas- 

Formen  aus  dem  nördlichen  Süd-Amerika;  kein  Zelltleck  im  Vtlgl.  Genitalien  ganz  verschieden  von  den 
Ui’ganen  von  P.  thoas ]  statt  des  langen  Analhakens  von  thoas  ist  eine  kurze  Galml  vorhanden,  deren  Ziid^en 
nach  links  und  rechts  gebogen  sind;  Harpe  breit,  gerundet.  Orinoco,  Columbien,  Insel  Marguerita  an  der 
venezuelanischen  Küste. 

crcsphontes.  P.  cresphontcs  Cr.  (7  a).  Gewöhnlich  für  eine  schwach  verschiedene  Varietät  von  P.  thoas  gehalten. 

Kein  Zelltleck  auf  dem  Vdtlgl;  der  fünfte  Discalfleck  weiter  vorspringend  als  der  sechste.  Haftklappeii  des 
cf  oben  getrennt,  der  Analhaken  ganz  kurz,  der  untere  Teil  des  Analsegments  gleichfalls  ganz  verschieden 
von  dem  des  P.thoas]  Harpe  breit,  gerundet.  Ein  iin  östlichen  Nord- Amerika  gemeiner  Ealter,  der  bis  nach 
Costa  Rica  im  Süden  und  dem  südlichen  Canada  im  Norden  vorkommt ;  das  Tier  ist  aber  ein  Wanderer, 
der  in  den  nördlichen  Gebieten  nur  hin  und  wieder  vorkommt.  Westwärts  geht  er  in  den  Vereinigten 
Staaten  nicht  über  die  Mississi])pi-Ebene  hinaus,  ausser  in  den  Süd-Staaten.  Seine  eigenlliche  Heimat  sind 
die  an  den  Golf  von  Mexiko  grenzenden  Gebiete.  Er  findet  sich  auch  auf  Cuba. 


I’APILK).  Von  Dr.  K.  Johdan. 


25 

P.  paeon.  cP  und  S  wie  hei  den  voiiiergeheiiden  Arten  einandei'  iilndich.  Sciiwanz  (jhne  g(-lheii 
Fleck  an  der  Spilze,  der  hinter  dein  Scliwanze  stehende  Kandtleck  gross.  Die  Itp  aut  l’astiimca  sativa  und 
jedenfalls  andern  Unihelliferen,  ähnlich  Vogeldung;  Thoi'ax  stark  geschwollen;  hei  hiasseren  tlxemplaren  die 
Zeichnungen,  welche  denen  der  fhoas-  und  rres]}/iOH.ief;-\i[m  gleichen,  kaum  sichthar.  Die  l^p,  welche  etwa 
drei  Wochen  ruht,  ist  von  derselheu  Form,  wie  hei  den  vorigen  Arten.  —  Bei  thrason  PVdr.,  von  (Jolumhicui  thrason. 
und  Nord- Venezuela,  ist  der  hinter  dem  Schwänze  stehende  Randtleck  sehr  lang,  his  etwa  zum  driltcn  Viertel 
des  Schwanzes  reichend.  —  paeon  Bohd.  (7c)  ist  die  südliche  Form,  hei  der  jenei'  Bandtlec.k  nur  his  zm- paeun. 

Mitte  des  Schwanzes  reicht;  die  schwarze  Randlinie  der  lltlglunterseite  hi-eit,  zwischen  den  Adern  stark 
gehogen.  Ecuador,  Peru  und  Bolivien;  wurde  früher  (wohl  irrtümlich)  als  indhile  vorkommend  angegehen. 

P.  caiguanabus  Poei/  (=  numicus  Hopjf.)  (8c).  Ein  Tier,  das  durch  die  Verkümmerung  der  gelhen  cai^natuibus 
Discalhäiider  und  die  Vergrosserung  der  Suhmai'giiialtlecke  ein  eigenartiges  Aussehen  hekommen  hal.  —  Nur 
auf  Cuha,  ziemlich  selten,  im  östlichen  Teile  der  Insel  häuhger  als  im  Westen. 

P.  aristor  Godl.  (8d).  Von  Haiti;  das  einzige  hekannte  Stück  (die  Namentype  Gouart’s,  welche  im  aristor. 
Pariser  Museum  war,  scheint  zerstört  zu  sein)  wurde  hei  Port-au-Prince  gefangen;  es  hetindet  sich  in  der 
grossen  Sammlung  von  Mons.  Ghakles  Ouertbür.  Vtlgl  mit  zwei  gelhen  Fleckenreihen;  die  Discalreihe 
gebogen,  nicht  his  zum  Hrd  reichend,  die  Aussenreihe  vollständig;  Htlgl  mit  einer  Reihe  gellier  Flecke. 

Vtlgl  unten  mit  geli)em  Fleck  in  der  Zelle. 

P.  aristodemus.  Flügel  ähnlich  wie  hei  P.  fhoas  gezeichnet;  Zelle  des  Vtlgls  unten  ganz  gelh: 

Schwanz  oben  schwarz,  unten  mit  gelbem  Mittelwisch.  Cuba,  Flaiti  und  Porto  Rico ;  zwei  Subspecies.  — 
temenes  Godt.  (7c)  ist  die  Form  von  Cuba;  das  gelbe  Diskalband  ist  breit  und  der  Vtlgl  trägt  5  bis  7  Sub-  temenes. 
raarginaltleke.  —  Bei  aristodemus  Esp.  (=  daphnis  Gray,  cresphontinus  Kirhij),  von  Haiti  und  Porto  Rico,  aristodemus. 
ist  das  Diskalband  des  Vtlgls  schmal  und  die  Reihe  von  4  Submarginaltlecken  ist  stark  gebogen. 

P.  andraemon.  Ein  fast  gerades  gelbes  Band  von  der  Spitze  des  Vtlgls  zur  Mitte  des  Hrds  des 
Htlgls,  ein  Querfeld  in  der  Vtlglzelle  und  ein  kurzes  Costalband  ausserhalb  dei'  Zelle.  Htlgl  stark  gezähnt; 

Schwanz  mit  Mitteltleck.  Die  Rp  lebt  auf  Citrus  und  Ruta;  der  zweite  und  dritte  Ring  haben  ein  blasses 
Querhand  und  die  olivenhraunen  Segmente  5  his  7  sind  an  den  Seiten  weiss  gefleckt,  das  10.  und  11.  Seg¬ 
ment  tragen  auch  weisse  Flecke.  —  Auf  Guha  findet  sich  andraemon  Hhn.  (8  h),  der  auf  der  ftherseite  des  andraemon. 
Vtlgls  keine  deutlichen  Suhmarginaltlecke  trägt.  —  bonhotei  Sharpe  ist  die  Form  von  den  Bahamas,  mit  bonhotei. 
blassen  Zeichnungen  und  deutlichen  Submarginaltlecken  auf  der  Oberseite  des  Vtlgls.  —  tailori  //.  u.  ./.,  tailori. 
von  Gross-Ka3'man,  hat  keinen  deutlichen  gelben  Zelltleck  auf  dem  Vtlgl. 

P.  machaonides  Esp.  (=lycoraeus  Godi)  (9  a)  nimmt  auf  Haiti  die  Stelle  der  vorigen  Art  ein,  die  madiaonides 

auf  Haiti  fehlt.  Das  Discalband  des  Vtlgls  ist  unterbrochen,  der  hintere  Teil  hängt  mit  dem  Zelltleck 

zusammen,  eine  Schrägbinde  bildend.  Über  die  Lebensweise  dieses  schönen  Tieres  ist  nichts  bekannt.  Die 
Negerrepubliken  S.  Domingo  und  Haiti  sind  dem  weissen  Sammler  so  gut  wie  verschlossen. 

P.  thersites  E'.  (9  a  ?)  ähnelt  dem  bekannten  P.  hjcophron  Efm.  Beim  cP  ist  die  gelbe  Binde  des  thersites. 

Vtlgls  sehr  !)reit  und  der  Zelltleck  sehr  gross.  Beim  ?  trägt  der  Vtlgl  ein  gelbes  gebogenes  Band.  —  Jamaica. 

Die  R])  der  von  P.  h/cophron  gleichend. 

P.  ornythion  Boisd.  (7b).  Vtlgl  ohne  Zelltleck;  Discalband  schmal;  Vtlgl  unten  mit  einer  Reihe  ornythion. 
schmaler  Flecke  zwischen  der  Discalbinde  und  den  Submarginaltlecken.  —  Yucatan,  West- Mexiko  und 
Guatemala. 

P.  lycophron.  Submarginaltlecke  des  Htlgls  oben  und  unten  gross,  Htlgl  unten  zwischen  Zelle  und 
Aussenrd  mit  einer  Reihe  stark  gebogener  rötlich  gelber  Monde.  Das  ?  tfitl  in  vielen  Gegenden  in  zwei 
Formen  auf;  es  ist  dem  cT  stets  unähnlich.  Die  Rp,  welche  auf  Citrus  lebt,  ist  braun  marmoriert;  die  gelben 
Seitentlecke  sind  gross.  Mexiko  bis  Argentinien  und  Süd-Brasilien ;  mehrere  Subspecies ;  soll  auch  auf  Santa 
Lucia  Vorkommen.  —  Bei  pallas  Gray  hat  das  cP  ein  in  Flecke  aufgelöstes  Diskalband;  die  Submarginal-  pallas. 

Hecke  des  Vtlgls  sind  deutlich.  Beim  ?  fehlt  der  erste  oder  die  beiden  ersten  Submarginaltlecke;  Schwanz  hippomedon. 

kurz;  Htlgl  mit  drei  Fleckenreihen.  Mexiko  bis  Costa  Rica.  —  hippomedon  iVrfr.  (=  theophron  A/t/r.).  Eine 
kleine  Form  mit  gerundetem  Htlgl;  Submarginaltlecke  des  Htlgls  klein;  Schwanz  kurz.  ?  nicht  bekannt. 

Columbien  und  Nord-Venezuela.  phanias  B.  n..  J.  Älndich  dei'  folgenden  Subspecies;  beim  ?  das  Band  phanias. 

des  Vtlgls  von  breiten  schwarzen  Adern  unterbrochen ;  Submarginaltlecke  des  Htlgls  oben  und  des  Vtlgls 
unten  kleiner.  ?  mit  stark  gezähntem  Htlgl,  Schwanz  schmal,  nicht  löffelförmig ;  Submarginaltlecke  des 

Htlgls  näher  am  Rande  als  bei  der  folgenden  Form.  Ost-Ecuador  bis  Bolivien  und  Goyaz.  —  lycophron  lycophron. 

Plhn.  (=  astyalus  Godt.-,  mentor  Dahn.)  (8d)  ist  die  Form  von  Brasilien,  Paraguay  und  Argentinien,  die  häutigste 
von  allen.  Beim  cP  sind  die  das  Band  des  Vtlgls  durchschneidenden  Adern  dünn  schwarz  und  die  Submar¬ 
ginaltlecke  der  LInterseite  gewöhnlich  sehr  gross.  Das  ?  in  ZAvei  Formen:  ?-f.  oebalus  Boisd.  ist  hinten  oebalns. 
auf  dem  Vtlgl  und  von  der  Wurzel  bis  zur  Scheibe  des  Htlgls  graugelb;  ?-f.  pirithous  Boisd.  (8d)  hat  schwarz-  pirithous. 
braune  Oberseite,  die  eine  Reihe  gelber  Submarginaltlecke  trägt. 

V 


4 


26 


PAPILTO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


P.  androgeus.  Wie  bei  voriger  Art  sind  die  Geschlechter  verschieden  und  das  ?  tritt  in  manchen 
Gegenden  in  zwei  Formen  anf.  Schwanz  schmal,  spitz.  Htlgl  olmn  mit  dünnen  bläulichen  Suhmarginal- 
monden,  unten  mit  einer  regelmässigen  Reihe  rötlichgelher  Monde  zwischen  Zelle  und  Aussenrd.  —  Rp  auf 
Citrus;  sie  ist  der  von  P.  lycophron  ähnlich;  die  Pp  trägt  wie  bei  jener  Art  auf  der  Oberseite  des  Hlb  zwei 
Keihen  kleiner  Höcker.  Der  Falter  ist  häutig  im  offenen  Gelände,  in  Gärten  und  an  Waldrändern.  West- 
epidaiirus.  Indien  und  Mexiko  südwärts  bis  Paraguay  und  Süd-Brasilien.  —  epidaurus  Godm.  h.  Scdv.  kommt  auf  Cuba, 

Haiti  und  Santa  Lucia  vor  und  bewohnt  ausserdem  Zentral -Amerika  von  Mexiko  bis  Panama,  cf:  das 

gelbe  Feld  sehr  breit;  ?:  Vtlgl  mit  Andentungen  einer  gelben  Binde  aussen  von  der  Zelle;  graublaue  Be- 

androgeus.  schuppung  des  Htlgls  dicht.  —  androgeus  Cr.  (—  policaon  Cr.)  (10a).  cf;  das  gelbe  Feld  weniger  blass 

als  bei  der  folgenden  Subspecies.  ?  in  zwei  Formen;  ?-f.  androgeus  Cr.  (lOa)  trägt  auf  dem  Vtlgl  zwei  grosse 
piranthus.  gelbe  Felder,  zuweilen  ausserdem  einen  kleinen  Fleck;  bei  ?-f.  piranthus  Cr.  fehlen  diese  Flecke  oder  sind 
nur  angedeutet,  die  metallische  Beschuppung  des  Htlgls  ist  nicht  dicht  und  erstreckt  sich  bis  in  die  Zelle. 
laodociis.  Von  Columbien  bis  Bolivien,  Matto  Grosso  und  Parä.  —  laodocus  F.  (10  a)  bewohnt  das  eigentliche  Bra¬ 
silien,  südwärts  bis  Parana.  Das  gelbe  Fehl  des  cf  ist  blass,  die  vor  dem  Zellende  stehenden  Fleckchen 
sind  klein  und  fehlen  oft  ganz.  Nur  eine  ? -Form  bekannt;  diese  ähnelt  der  ?-f.  aiidrofiens  der  vorigen 
Subspecies,  aber  der  obere  gelbe  Fleck  ist  kleiner  als  der  zweite. 


Glaucus-Gruppe. 

Die  nun  folgenden  Arten  dei-  r/;a(?c/rs-Grup])e ,  mit  Ausnahme  des  P.  pihimnns ,  halben  eine  stark  unsym¬ 
metrische  breite  Hilglzelle.  Der  Hlb  ist  längsstreifig,  nicht  getüpfelt.  Auf  dem  Vflgl  ist  das  Randband  mit  dem 
5.  Querbande  durcli  einen  costalen  .,Hakentleck“  verbunden,  während  auf  dem  geschwänzten  Htlgl  ein  am  Hrde 
entlang  laufendes  Band  mit  dem  Mittelbande  ein  grosses  V  tiildet.  Die  Rp  trägt  auf  dem  3.  Thoraxringe  jederseits 
einen  Ocellus  und  auf  dem  4.  Ringe  eine  dorsale  schwarze  Querlinie,  welche  jedoch  dem  p/lnvinus  fehlt.  Die  Eier 
werden  einzeln  auf  Blätter  abgelegt.  Die  Rp  spinnt  auf  der  Oberseite  eines  Blattes  ein  Seidenkissen,  auf  dem  sie 
ruht.  Die  Ränder  des  Blattes  werden  durch  die  Seidenfäden  mehr  oder  weniger  zusammengebogen.  —  Die  Arten 
bewohnen  Nord-Amerika  und  Mexiko:  sie  sind  Tiere  des  offenen  Landes. 

P.  glaucus.  Der  subapikale  Hakeutleck  des  Vtlgls  ist  in  der  Mitte  gelb,  an  den  Rändern  schwarz  ; 
Htlgl  unten  proximal  von  der  schwarzen  Postdiscallinie  mehr  oder  weniger  orange.  Das  ?  tritt  in  zwei 
Formen  auf,  mit  Ausnahme  der  nördlichen  Gegenden.  Rp  polyphag,  besonders  oft  auf  Rosaceen,  Linde, 
Birke,  Esche  u.s.w.,  im  Norden  eine  Generation,  in  den  Mittelstaaten  zwei  und  im  Süden  drei  Generationen. 
Der  Falter  ist  sehr  häufig;  er  besucht  Blumen  und  saugt  auch  gerne  an  faulenden  oder  stark  riechenden 
Substanzen.  Der  auf  und  abschwebende  Flug  ist  ziemlich  schnell  und  wenn  das  Tier  erschreckt  die  Flucht 
ergreift,  rast  es  mit  kräftigen  Flügelschlägen  in  unregelmässigem  Zickzackfluge  davon.  Zwei  geographische 
canadensis.  Rassen.  —  canadensis  P.  u.  J.  ist  eine  kleine  Form  mit  breitem  schwarzem  Hrdsbande  auf  dem  Htlgl;  die 
gelben  Submarginalflecke  der  Unterseite  des  Vtlgls  bilden  eine  zusammenhängende  Linie.  Von  Neu-Fundland 
bis  Alaska  und  südwärts  bis  Neu-England.  —  glaucus  L.  (cf  =  turnus  L.,  antilochus  L.,  australis  Mayn.).  Der 
schwarze  Abdominalrd  des  Htlgls  schmäler  als  der  gelbe  Zwischenraum  zwischen  demselben  und  der  Zelle: 
das  3.  schwarze  Band  des  Vtlgls  im  ganzen  kürzer  als  bei  der  nördlichen  Form.  Das  ?  ist  dimorph.  Zwischen- 
tiiniüs.  stufen  sind  selten.  Das  dem  cf  ähnliche  ?  ist  ?-f.  turnus  (91));  bei  der  zweiten  Form  ist  die  Grundfarbe 
glaucus.  braunschwarz  und  die  Bänder  treten  daher  nur  sehr  schwach  hervor;  ?-f.  glaucus  (9a).  Vom  südlichen 
Neu-England  bis  Florida  und  der  Mississippi-Ebene,  cfcf  mit  ausgedehnten  unregelmässigen  schwarzen 
fletcheri.  Zeichnungen  sind  ab.  fletcheri  Kemp. 

rutiilus.  P.  rutulus  Luc.  (9b).  Vtlgl  spitzer  als  bei  glaucus,  der  Hakentleck  viel  weniger  gelb  beschuppt; 

Htlgl  ohne  Orangetlecke  proximal  von  der  schwarzen  Postdiscallinie.  Harpe  des  cf  mit  einfachem  Dorsal- 
ammoni.  haken  und  der  Apex  der  Harpe  dorsal  vom  Apicalstachel  nicht  gerundet,  ab.  ammoni  Behrens  ist  aut 
arizoneusis.  dunkelgelbe  (gelb  gewordene?)  Stücke  aus  Nevada  gegründet  und  ab.  arizonensis  Edw.  bezieht  sich  auf 
Exemplare  mit  breiten  schwarzen  Bändern.  —  Die  Rp  lebt  auf  Weiden,  sie  ist  der  von  glaucus  ganz  ähnlich, 
der  Thoraxtleck  ist  aber  mehr  länglich.  Der  Falter  ist  ein  Tier  der  Westseite  des  Kontinents,  wo  er  sich 
von  Britisch-Golumbien  bis  Arizona  und  Colorado  findet.  Er  ist  dort  ebenso  häufig  wie  glaucus  im  Osten 
und  hauptsächlich  ein  Tier  niederer  Lagen,  obwohl  er  auch  im  Gebirge  vorkommt. 

daunus.  P.  dauuus  Boisd.  (=  multicaudata  Kirby)  (9  c).  Phn  in  der  Ansdehnung  der  schwarzen  Bänder, 

sowie  in  Grösse  individuell  recht  verändeilicher  Falter.  Htlgl  stärker  gezähnt  als  bei  den  vorhergehenden 
Arten.  Der  hinter  dem  Schwänze  stehende  Zahn  fast  immer  zu  einem  zweiten  kurzen,  spitzen  Schwänze 
verlängert.  Der  Hakentleck  des  Vtlgls  ist  die  Mitte  entlang  immer  gelb  beschuppt,  die  Bänder  sind  schmäler 
als  bei  rxdidus ,  das  4.  schwarze  Band  des  Vtlgls  ist  schmäler  als  das  apicale  gelbe  Zellfeld.  Südliche 
Exemplare  sind  im  ganzen  grösser  als  nördliche.  —  Rp  auf  Rosaceen,  der  von  glaucus  sehr  ähnlich.  Der 
Psalter  kommt  von  Britisch-Golumbien  und  Alberta  südwärts  bis  Guatemala  vor:  er  ist  ein  Tier  der  gebii’gigen 
und  steppenartigen  Gegenden,  das  in  unermüdlichem  schnellem  Fluge  dahineilt,  ohne  sich  an  Blumen  auf¬ 
zuhalten. 


I’APJIjIC).  Von  Di'.  K.  Jordan. 


■11 

P.  eurymedon  Luc.  (—  lewisi  Kirhi/,  ai'izorieusis  WrUjId)  (‘Je).  Grundfarbe  lilasser  als  hei  den  ver-  ('itrymrUon. 
wandten  Formen,  die  schwarzen  IFnden  l)reit;  der  Jlakentleck  des  Vllgls  weder  oben  noch  unten  <relblicliwoi.v-. 
ausgefüllt.  Dorsalhaken  der  Harpe  des  cf  kürzer  als  bei  den  verwandten  Arten.  Exemplare,  bei  denen 
das  Randband  des  Vtlgls  in  der  Mitte  etwa  so  breit  wie  das  gelblichweisse  1  liscalfeld  ist,  finden  sich  zuweilen 
im  Hochgebirge,  sie  sind  f.-mont.  albanus  Fldr.  —  Rp  auf  Rhamnus  californica:  der  3.  und  4.  Ring  oben  nlbanus. 
mit  Ringfleckchen,  das  schwarz  und  gelbe  dorsale  Querband  hinten  auf  dem  4.  Hinge  ziemlich  bi-eit. 

Ein  häutiges  Gebirgstier,  welches  von  13ritisch-Golund)ien  bis  Colorado  verbreitet  ist.  Der  Falter  besucht 
Blumen,  besonders  Disteln  und  Minze  und  saugt  oft  in  Gesellschaften  an  Pfützen.  Sein  Flug  ist  schnell 
und  gewandt. 

P.  alexiares.  Ein  breitbandiger  amerikanischer  Falter.  Der  Distalrand  des  Vtlgls  ist  grade  oder  sehr 
schwach  konkav;  der  Hakentleck  auf  der  Unterseite  gelblich  ausgefüllt  und  diese  gelbliche  Beschu];)i)ung  mit 
der  grauen  oder  gelblichen  Linie  verbunden,  welche  in  dem  schwarzen  postdiscalen  Bande  liegt.  Auf  der 
Scheibe  des  Htlgls  unten  mehr  oder  weniger  grosse  orangefarbene  Wische.  Frühere  Stände  nicht  bekannt, 
östliches  Mexiko;  zwei  Subspecies.  —  garcia  Ä.  u.  J.  f9b).  Gelbliches  apicales  Zellfeld  etwa  so  breit  wie  garda. 
das  an  seiner  Distalseite  stehende  schwarze  Band.  Das  schwarze  Randband  in  der  Mitte  nicht  breiter  als 
das  gelbe  Diskalband;  die  gelben  Submarginaltlecke  der  Vtlglunterseite  schmal,  mehr  oder  weniger  deutlich 
voneinander  getrennt.  Monterey,  Prov.  ÄRievo  Leon.  —  alexiares  Hopff.  Die  gelben  Felder  mehr  oder  alexiares. 
weniger  schwärzlich  bestäubt,  die  schwarzen  Binden  breiter  als  bei  garcia,  die  hinteren  gelben  Submarginal¬ 
tlecke  fehlen  auf  der  Oberseite  des  Vtlgls,  während  die  Submarginaltlecke  auf  der  Unterseite  ein  ziemlich 
breites  zusammenhängendes  Band  bilden.  Cuesta  de  Misantla  in  Vera  Cruz. 

P.  pilumnus  Boisd.  (9  c).  Eine  weniger  spezialisierte  Form  als  die  vorhergehenden.  Zelle  des  pilummis. 
Htlgl.  fast  symmetrisch,  Tibien  und  Tarsen  blassgrünlich.  Htlgl  oben  mit  2  scharf  begrenzten  Orangetlecken : 
der  proximale  Schenkel  des  grossen  V  des  Htlgls  auf  der  Unterseite  durch  graue  Ausfüllung  längsgeteilt. 

—  Die  Rp  erinnert  an  die  von  troilus.  Der  Falter  findet  sich  auf  den  offenen,  hochliegenden  Savannen 
von  Arizona  und  Neu-i\Iexiko,  südwärts  bis  Guatemala. 

Die  beiden  folgenden  Arten,  troilus  und  pulameAes,  sind  wie  die  vorhergehenden  Formen  nearktisch 
und  bilden  den  Übergang  zu  der  mimetrischen  anchisiades-GrvippQ,  mit  welcher  sie  in  den  früheren  Ständen 
und  in  der  Struktur  ziemlich  nahe  Übereinkommen. 

P.  troilus.  Schwarz ;  Brust  und  Hlb  mit  gelblichen  Fleckchen ;  beide  Figl  mit  einer  Reihe  Submar- 
ginalüecken,  die  des  Vtlgls  beim  ?  kleiner  als  beim  cf;  Htlgl  mit  bläulich  graugrünem  Discalfelde.  Lunten 
trägt  der  Htlgl  eine  discale  und  eine  submarginale  Reihe  orangefarbener  Flecke  und  distal  von  der  Discal- 
reihe  grosse  metallisch  blaue  Flecke.  Die  Rp  hat  einen  grossen  Ocellus  jederzeit  auf  dem  3.  Thoraxsegmente 
und  grosse  blinde  Flecke  auf  dem  4.  Sie  lebt  auf  der  Oberseite  eines  Blattes  in  einer  Röhre,  die  dadurch 
entsteht,  dass  der  Blattrand  so  stark  der  Mittelrippe  zugebogen  wird,  dass  er  dicht  auf  die  Blattobertläche 
zu  liegen  kommt.  Sie  findet  sich  mei.st  auf  Sassafras  und  Benzoin,  Lauraceen,  lebt  aber  auch  an  andern 
Ptlanzen,  wie  Magnolia,  Prunus,  Pirus  etc.  Überwintert  als  Puppe.  Zwei  Generationen.  Der  Falter  schwebt 
gewöhnlich  nur  einige  Fuss  hoch  über  dem  Boden,  in  gewandtem  Fluge  nach  Blumen  suchend,  an  denen 
er  saugt.  —  Ganada  bis  Florida  und  Texas.  —  Bei  troilus  L.  (=  ilioneus  Abb.  u.  Smith)  (8c)  sind  die  Sub-  troilus. 
marginaltlecke  der  Oberseite  des  Htlgls  bläulich  graugrün.  Ganada  bis  Georgien  und  Texas,  westwärts  bis 
an  den  Fuss  des  Felsengebirges.  Bei  ab.  radiatus  Streck,  sind  die  Submarginaltlecke  des  Htlgls  auf  der  radiatus. 
Oberseite  zu  Längsstreifen  vergrössert.  Es  kommen  auch  Exemplare  vor,  bei  denen  die  Submarginaltlecke 
beider  Figl  bis  an  den  Aussenrd  reichen.  —  texanus  FJirm.  hat  auf  beiden  Flgln  grössere  Submarginaltlecke  texanus. 
als  die  vorige  Subspecies;  viele  Exemplare  tragen  auf  der  Unterseite  ein  blasses  Subbasalband.  Elorida;  Texas (U. 

P.  palamedes.  Ehlr  braun ;  Tibien  und  Tarsen  grün ;  Hlb  gelb  gestreift.  Zeichnungen  der  Oberseite 
der  Flügel  blassgelb ;  ausser  den  Randtlecken  2  Fleckenreihen  auf  dem  Vtlgl,  die  discale  Reihe  costalwärts  ver¬ 
doppelt;  auf  dem  Htlgl  ein  Discalband  und  eine  Reihe  Submarginaltlecke,  ausserdem  sind,  besonders  beim  ?, 
blaue  Flecke  aussen  vom  Discalband  vorhanden.  Unten  trägt  der  Htlgl  ein  schmales  Subbasalband  und  die 
Discalbinde  ist  gezähnt  und  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  orange  wie  die  Submarginaltlecke.  Die  Rp  ist  der 
von  troibus  sehr  ähnlich  und  hat  dieselben  Lebensgewohnheiten.  Auf  Magnolia.  Der  Falter  ist  in  Florida 
im  Frühjahr  häufig.  Von  Virginia  südAvärts  bis  ins  nordöstliche  Mexiko  verbreitet.  Das  $  ist  mehr  bräun¬ 
lich  schwarz  als  das  cf.  —  palamedes  Drury  (=  chalcas  F.,  chalcus  F.,  tlavomaculatus  Goeze).  Die  Discal-  palamedes. 

flecke  des  Vtlgls  sind  gross,  die  Zelle  trägt  fast  immer  einen  Fleck.  Virginia  bis  Süd-Florida  und  Texas, 

doch  auch  schon  in  Nebraska  gefunden.  —  leontis  B.  u.  J.  (8  c).  Eine  kleine  Form  mit  A'erkleinerten  Dis-  leontis. 

caltlecken;  Vtlgl.  ohne  Zelltleck  auf  der  Oberseite  oder  nur  mit  einem  ganz  schmalen  Strich.  iMonterey, 

Provinz  Nuevo  Leon,  Mexiko.  (Auf  Taf.  8  der  Name  irrtümlich  leontia  gedruckt.) 

Anchisiades-Gruppe. 

Bei  den  Arten  der  unchisiades-G-rwppei  ist  das  Pronotum  und  die  Brust  wenigstens  teilweise  rot  oder  gelb¬ 
rot  gefleckt.  Der  Hlb  ist  schwarz  und  trägt  ausser  einem  basalen  Seitenfleck  oder  -strich  keine  helle  Zeichnungen. 

Die  Vflglzelle  ist  unten  nicht  gelb  gestreift  und  der  Htlgl  trägt  keine  blaue  Flecke.  Die  Rpn,  soweit  bekannt,  sind 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


hell  marmoriert;  die  helle  Farbe  bildet  vor  der  Mitte,  besonders  seitlich,  einen  grossen  unregelmässigen  Fleck; 
jederseits  eine  subdorsale  Reihe  Höcker.  Die  Rpn  sind  glänzend  und  erinnern  oberflächlich  an  die  Larven  von 
Jllattwespen ;  sie  ruhen  in  grösserer  Zahl  zusammen  auf  Blättern  oder  am  Stamm  und  -werden  meistens  an  Citrus 
gefunden.  Pj)  einem  kurzen,  al)gebrochenen  Aste  ähnlich ;  der  Thoraxhöcker  nicht  hoch. 

P.  hyppason  Cr.  (=  hippason (101),  c).  Ungescliwänzt.  Pj-onotum  rötlich  gefleckt.  Htlgl  unten 
mit  rotem  ßasaltleck  hinter  der  Zelle.  Snbcostale  de-s  Htlgis  viel  mehr  proximal  als  die  2.  Mediane, 
/n'ppu.w«.  Geschlechter  voneinander  verschieden,  jedes  in  sich  veränderlich,  cd  -  f.  -  hyppason  Cr.  (=  hippasonides 
pfiiion.  (lror.e-Sinit]i)  hat  ein  breites,  meist  abgekürztes  Hand  auf  dem  Vtlgl.  Bei  cd-f.  ptilion  /L  J.  ist  das  Vtlglband 
amosis.  .schmal  und  .steht  weiter  von  der  Zelle  entfernt.  Das  ?  tritt  gleichfalls  in  2  Hauptformen  auf;  ?-f.  amosis  Cr. 
paraensis.  hat  schwarze  Vtlgl,  auf  denen  sich  kaum  eine  Spur  von  weissen  Discaltlecken  zeigt.  Bei  ?-f.  paraensis 

dagegen  trägt  der  Vllgl  einen  oder  mehrere  weisse  oder  gelblich  weisse  Flecke.  Diese  Formen  kommen 
zusammen  vor,  wenn  auch  nicht  überall.  —  Guiana  bis  Para,  den  Amazonenstrom  aufwärts  bis  Peru  und  süd¬ 
wärts  bis  Süd-Ost-Bolivien;  nicht  vom  eigentlichen  Brasilien,  Ecuador,  Venezuela  und  Columbien  bekannt. 
Der  Falter  findet  sich  an  den  Rändern  feuchter  Wälder  und  hat  einen  schnellen  Flug. 

P.  pelaus.  Mit  Spatelschwanz,  cd  und  ?  einander  ähnlich,  aber  die  Zeichnungen  beim  ?  etwas  ver- 
grössert  und  auf  dem  Htlgl  zahlreicher  als  beim  cd.  Schwarz,  Vtlgl  mit  weissem  (juerband  von  der  Costa 
zum  Analwinkel;  Htlgl  mit  vollständiger  ($)  oder  unvollständiger  (cd)  Reihe  von  blassroten  Submarginal- 
tlecken;  unten  sind  gewöhnlich  auch  kleine  Discaltlecke  vorhanden,  die  zuweilen  beim?  auch  obenauftreten. 
pelaus.  West-Indien.  —  pelaus  Fl  (=  ornotägus  ICek/em.-,  peleus  Cn/r/.)  (7  b)  hat  ein  verhältnismässig  breites  weisses 
Vtlglband,  das  oben  wenigstens  beim  ?  auch  die  Spitze  der  Zelle  eimiimmt.  Jamaica  und  Cuba;  vielleicht 
imerius.  gehören  auch  die  Exemplare  von  Porto-Rico  hieher.  —  Bei  imerius  Gocif.  (=  augias  Mm.)  ist  das  Vtlglband 
vorne  schmäler,  dagegen  der  letzte  Fleck  desselben  im  Ganzen  breiter  als  bei  der  vorigen  Form,  auch  sind 
die  Htlgltlecke  kleiner.  Haiti. 

o.xynius.  P.  oxyuius  Ilühn.  (=  augustus  Rof.sr/.)  (10b).  Dem  pelaus  ähnlich,  aber  das  Vtlglband  nur  angedeutet; 

die  Rdtlecke  beider  Flg  gross.  —  Nur  von  Cuba  bekannt.  Rp  auf  Xanthoxylum,  ruht  bei  Tage  in  Gesell¬ 
schaften  am  Stamme  und  an  Zweigen. 

epenetiis.  P.  epeuetus  Heiv.  (10b).  Ungeschwänzt;  das  ?  blasser  als  das  cF;  Yflgl  ungetleckt,  ausser  am  Saume; 

Htlgl  mit  grossen  gelblichweissen  Saumtlecken  und  beim  ?  gewöhnlich  auch  einigen  roten  Discaltleckchen. 
—  Vom  westlichen  Ecuador,  nicht  von  der  Ostseite  der  Anden  bekannt.  Haensch  fand  die  Rpn  im  Juni 
zahlreich  auf  Citrus. 

chiansiades.  P.  chiausiades  Wesfir.  {=  chinsiades  Kirhi/)  (lOd).  Auf  der  Oberseite  des  Vtlgls  vor  dem  Hrd  ein 

grosser  gelblichrweisser  Fleck;  auf  dem  Htlgl  hinten  einige  rote  Diskal-  und  Submarginaltlecke,  die  Flecke 
der  beiden  Reihen  voneinander  getrennt;  der  Zahn  der  3.  Radiale  zu  einem  kurzen  spitzen  Schwänze  ver¬ 
längert.  Das  ?  und  die  früheren  Stände  nicht  bekannt,  —  Ostabhänge  der  Anden  von  Ecuador  und  Peru, 
gleichfalls  am  oberen  Amazonenstrom. 

pharnaces.  P.  phamaces  Douhl.  {=  phanostratus  Godin.  u.  Galv.,  polycharmus  iicl.)  (10  c).  Mehr  oder  weniger 

deutlich  geschwänzt,  Htlgl  mit  2  getrennten  Reihen  roter  Flecke,  die  proximalen  Flecke  beim  cf  oft  sehr 
klein.  Mexiko,  vom  Atlantischen  bis  zum  Pacißschen  Ozean  verbreitet. 

erostratus.  P.  erostratus  Wesfw.  (=  herostratus  F7r/r.;  ?=  rhetus  Graij)  (10c).  Wie  die  vorige  Art,  aber  beim 

cf  die  Flecke  der  Htlgloberseite  gelbhchweiss.  Beim  ?  die  Flecke  auch  oben  rot,  grösser  als  beim  ?  von 
pharnaces,  die  Rdtlecke  beider  Figl  auch  etwas  grösser  als  bei  der  vorhergehenden  Art.  Schwanz  lang  und 
schmal.  —  Guerrero  in  West-Mexiko  (wo  auch  pharnaces  vorkommt),  Guatemala  und  Britisch-Honduras.  Am 
häuhgsten  im  Hügellande  bei  ca.  5000  Fuss  Höhe. 

rogeri.  P.  rogeri  Boise! .  Vtlgl  von  der  Zells])itze  ab  aufgehellt,  das  dunkle  Wurzelfeld  aussen  gerundet; 

Htlgl  mit  Andeutung  eines  Schwänzchens;  einige  rote  Flecke  auf  der  Scheibe,  in  zwei  getrennten  Reihen 
stehend,  beim  cf  die  proximalen  Flecke  ganz  klein,  gewöhnlich  nur  eben  angedeutet ;  beim  ?  alle  Flecke 
grösser  als  beim  cf.  Rp  nicht  bekannt.  —  Yucatan  und  Britisch  Honduras. 

P.  anchisiades.  Eine  weitverbreitete  variabele  Art.  Htlgl  hinten  etwas  verlängert,  daher  mehr  oder 
weniger  dreieckig;  der  Schwanz  fehlt  oder  ist  nur  etwas  länger  als  die  übrigen  Rdzälme,  doch  beim  ?  zuweilen 
so  lang  und  spitz  wie  bei  den  folgenden  Arten.  Die  roten  Flecke  der  beiden  Reihen  des  Htlgis  auf  der 
Oberseite  teilweise  zusammenhängend,  oder  wenigstens  zwei  Paare  ganz  nahe  zusannnenstehend.  Rp  aul 
Citrus,  oft  zu  hunderten  zusammen  an  den  Stämmen  sitzend.  Ein  sehr  häufiger  Falter,  der  gerne  an  feuchten 
idaeiis.  Stellen  der  Flussufer  saugt ;  kein  Waldtier.  —  idaeus  F’.  (=  pandion  Flelr.-,  pandonius  S7^r.).  Vtlgl  gewölnd ich 
mit  einem  deutlichen  weissen  Fleck  am  Zellende  oben  und  unten  oder  nur  unten.  Zentral-Amerika,  von 
anchisiades.  Mexiko  bis  Panama.  —  anchisiades  Esp.  (=  anchises  L.  partim;  theramenes  Flelr.',  pompeius  Kirhij)  (lOd). 

Sehr  variabel.  Vtlgl  mit  zwei  weissen  Flecken  vom  l.  Medianaste  rückwärts,  entweder  auf  beiden  Seiten  oder  nur 


r^APIIJO.  Von  Dl’.  K.  .loROAX. 


unten,  auf  der  Unterseite  oft  auch  ein  selten  o])en  auftretender  Fleck  vor  der  I.. Mediane  und  zuweilen  eim-i- 
vor  der  d.  Itadiale.  Bei  anderen  Exemplaren  fehlen  oben  die  weissen  Fleadve;  der  Vtlj^l  ist  von  dei-  W'nrzf-I 
bis  zum  Apex  der  Zelle  dunkel  und  dann  aufgehellt,  und  trägt  unten  eine  i{('ihe  weissei’  l-’lecke.  Von 
Columbien  liis  Para  und  Bolivien.  —  capys  ///m.  (=  evandei’ AVr//.)  (lOc).  Vtlgl  ohne  weisse  Flecke  aiii’  der  "V" 
Oberseite;  die  Scheibe  aufgehellt,  das  dunkle  proximale  Fehl  abgerundet;  auf  der  IJnterseile  eine  Beihe  weiss(-r 
Flecke,  von  denen  einer  in  der  Zelle  steht.  Ost-Bolivien,  Nord-Argentinien,  Paraguay  und  Brasilien. 

P.  isidorus.  Vtlgl  auf  der  Unterseite  entweder  ohne  weissen  Zelltleck,  oder  der  Fleck  klein,  nicht 
([uer  durch  die  Zelle  reichend,  lltlgl  hinten  kürzer  als  hei  a/u-Z/is/at/rs,  der  Schwanz  kurz,  schmal;  der  letzte 
Submarginaltleck  mehr  distal  als  die  vor  ihm  stehende  grosse  Makel.  Die  Harpe  des  cd  nicht  gezähnelt. 

Hp  nicht  bekannt.  Panama  bis  Bolivien;  ein  Andenfalter.  —  chironis  A'.  n.  ./.  Vtlgl  oben  mit  2  weissen  chimnis. 
Flecken  zwischen  der  2.  Radiale  und  2.  .Mediane  und  einem  kleinen  Zelllleck;  die  Flecke  unten  viel  grösser,  der 
Fleck  zwischen  der  3.  Radiale  und  1.  IMediane  der  grösste.  Chiriipii.  —  brises  A.  u.  •/.  Vtlgl  oben  ohne  briscs. 
Flecke,  unten  mit  2  oder  3  Flecken,  aber  ohne  Zelltleck.  ln  Bogota-Sammlungen,  wahrscheinlich  aus  dem 
Magdalena-  und  Gaucatale.  —  flavescens  Oherfh.  Die  weissen  Flecke  der  Vtlglunterseite  vei’kleinert.  Der  fiavescens. 
zwischen  der  2.  und  3.  Radiale  des  Htlgls  stehende  Fleck  gewöhnlich  oben  oder  unten  oder  auf  beiden 
Seiten  weiss.  Ostseite  der  Anden  von  Columbien,  Ecuador  und  Nord-Peru.  —  isidorus  Douhl.  tlOd).  isidorus. 

weisse  Makelfeld  der  Vtlglunterseite  dringt  gewöhnlich  bis  in  die  Zelle  vor  und  ist  auch  oben  oft  angedeutet; 
die  roten  Flecke  des  Fltlgls  im  ganzen  grösser  als  bei  rottleckigen  Exemplaren  von  flavescens,  die  beiden 
zwischen  der  2.  Radiale  und  2.  Mediane  stehenden  Flecke  auch  auf  der  Oberseite  getrennt.  Ostabhänge  der 
Anden  von  Bolivien  und  Peru,  nordwärts  bis  Huänuco. 

P.  rhodostictus.  Unterscheidet  sich  von  isidorus  hauptsächlich  dadurch,  dass  der  weisse  Zelltleck 
des  Vtlgls  wenigstens  unten  (juer  über  die  Zelle  reicht,  dass  die  Flecke  der  Htlgloberseite  paarweise  zu  3,  seltener 
2  grossen  jMakeln  zusammengetlossen  sind  und  dass  die  Harpe  des  cd  fast  symmetrisch  ist.  Costa  Rica  bis 
Ecuador.  Rp  nicht  bekannt.  —  rhodostictus  Biifl.  u.  Bruce  (IPd),  von  Costa  Rica  und  Chiri(|ui,  hat  einen  rhodostictus. 
schmalen  Zelllleck  und  von  den  Discaltlecken  ist  der  vor  der  3.  Radiale  stehende  Fleck  der  grösste  oder  der 
am  deutlichsten  ausgebildete.  —  pacificus  B.  u.  J.  Der  Discaltleck  zwischen  der  3.  Radiale  und  1 .  Mediane  pacificus. 
ist  grösser  als  der  vorhergehende;  der  Zelltleck  gross.  West  -  Columbien  und  West-Ecuador.  —  nymphius 
B.  71.  J.  Vtlgl  auf  der  Oberseite  ohne  Zelltleck,  der  Fleck  zwischen  der  3.  Radiale  und  t.  Mediane  auf  der 
Unterseite  grösser  als  der  vorhergehende.  Zentral-  und  Ost-Columbien,  nicht  selten  in  Bogota-Sammlungen. 

Die  Flecke  des  Htlgls  sind  zuweilen  weisslich. 


Torquatus-Gruppe. 

Bei  den  Arten  der  i'cir^iif/^Rs-Gruppe  ist  der  Taster  gelb;  die  Brust  ist  gleichfalls  gelb  oder  wenigstens  gelb 
gefleckt  und  der  Hll)  hat  zuni  mindesten  eine  gelbe  Seitenlinie.  Beide  Geschlechter  sind  geschwänzt,  doch  ist  der 
Schrvanz  beim  ?  zuweilen  kurz  und  spitz.  In  Farbe  sind  die  cf  cf  und  ??  stets  verschieden;  im  ganzen  sind  die  ?? 
mehr  schwarz,  die  cf  cf  mehr  gelb.  Die  Rpn  sind  in  Färbung  Vogeldung  ähnlich  und  tragen  4  Reihen  ziemlich 
hoher  Höckerchen.  Der  Thoraxhöcker  der  Pji  ist  gross. 

P.  himeros.  Beide  Flügel  mit  gelbem  Bande,  das  beim  cf  breiter  als  beim  ?  ist;  Schwanz  mit 
gelbem  Apikaltleck ;  Subrnarginaltlecke  des  Htlgls  beim  cf  gelb,  beim  ?  bis  auf  die  vorderen  2  rot.  Brasilien; 
eine  ziemlich  seltene  Art.  —  baia  B.  n.  J.  Die  gelben  Zeichnungen  verkleinert  bezw.  verschmälert.  Bahia, 

—  himeros  Hopff.  {=  mentor  Boisd.  von  Dcdrn.,  herodotus  Oberfh.).  Das  gelbe  Band  berührt  auf  dem  Vtlg 
die  Spitze  der  Zelle  und  ist  breiter  als  das  schwarze  Saumfeld.  Älinas  Geraes;  Rio  de  Janeiro. 

P.  lamarchei  8fgr.  (11  a).  Nur  das  cf  bekannt.  Das  gelbe  Band  schmäler  als  bei  himeros,  Vtlgl  lamardxei. 
ohne  gelben  Fleck  distal  von  der  Vorderecke  der  Zelle;  Htlgl  sehr  stark  gezähnt,  Schwanz  ohne  gelben 
Fleck  an  der  Spitze.  Harpe  kurz  und  gerundet,  während  sie  bei  himeros  lang  und  zugespitzt  ist.  —  lui 
nördlichen  Argentinien  und  Bolivien,  nicht  selten. 

P.  hectorides  Esp.  (=  torquatinus  Esp.,  pandrosus  Godf.,  chirodamas  Hübn)  (tla).  Beim  cf  ist  das 
Band  noch  schmäler  als  bei  lamarchei.  Htlgl  mit  roten  Flecken  auf  der  Scheibe.  Beim  ?  fehlt  das  Band 
oder  ist  weiss;  es  biegt  vorne  auf  dem  Vtlgl  der  Costa  zu  und  reicht  auf  dem  Htlgl  nicht  bis  zum  xVb- 
dominalrande ;  die  Subrnarginaltlecke  des  Htlgls  sind  rot  und  schmal.  Das  ?  tritt  in  drei  Hauptfornien  auf: 

?-f.  hectorides  Esp.  (=  mecentius ;  argentus  Gray)  (11a)  trägt  ein  weisses  Band  auf  beiden  Flügeln :  hectorides. 
bei  ?-f.  catamelas  B.  u.  J.  ist  das  Band  auf  dem  Htlgl  ausgebildet,  aber  auf  dem  Vtlgl  nur  angedeutet;  catamelas. 
bei  ?-f.  melania  Oherfh.  ist  es  auf  beiden  Flügeln  schwach  angedeutet  oder  fehlt  ganz.  Diese  Formen  melania. 
kommen  zusammen  vor.  —  Rp  auf  Citrus  und  Piperaceen,  sie  ruhen  in  Gesellschaften  auf  der  Oberseite 
von  Blättern.  Der  Falter  ist  häufig.  Er  ist  ein  gewandter  Flieger,  der  sich  besonders  an  Waldrändern  und 
in  der  Nähe  von  Gebüsch  findet.  Brasilien  und  Paraguay. 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Joroan. 


P.  garleppl.  cf  dem  tonpudun  ähnlich,  aber  das  gelbe  Band  breiter  und  der  Randzahn  der  1.  Mediane 
des  Hllgls  länger ;  vor  dem  roten  Analtleck  des  Htlgls  stehen  2  oder  3  aus  gelblichen  und  bläulichen  Schuppen 
zusammengesetzte  Fleckchen ;  auf  der  Unterseite  ist  der  hintere  an  der  2.  Mediane  stehende  Fleck  der  Discal- 
reihe  sehr  klein  nnd  bläulich.  Das  Analtergit  ist  lang  und  schlank ;  Harpe  in  eine  lange  Spitze  ausgezogen 
und  am  Ventralrande  mit  einem  langen  spitzen  Fortsatz  versehen.  Das  ?  ist  nicht  bekannt.  Ost-Bolivien 
garlcppi  und  -Peru  und  der  obere  Amazonenstrom  sind  die  Heimat  des  Falters.  Zwei  Subspecies.  —  garleppi  Strjr. 
interniptns.  Band  des  Vtlgls  nicht  unterbrochen.  Bolivien.  —  interruptus  Utgr.  (11b).  Band  des  Vtlgls  unterbrochen. 
Oberer  Amazonas  und  Ost-Peru. 

torqiiatns.  P.  torquatus.  cf:  das  Band  des  Vtlgs  ist  zwischen  der  2.  und  3.  Radiale  unterbrochen,  selten 

linde!  sich  ein  gelber,  die  Lücke  fast  ausfiillender  Fleck;  auf  der  Unterseite  des  Htlgls  eine  Reihe  roter 
Discaltlecke,  von  denen  der  letzte  proximal  vom  letzten  Submarginaltleck  steht.  Das  ?  sehr  verschieden 
vom  ö^,  gewissen  mit  ihm  zusammen  vorkommenden  Aristolochienfaltern  ähnelnd;  Flügel  braunschwarz,  mit 
oder  ohne  weisse  Makeln  auf  dem  Vtlgl;  Htlgl  oben  mit  2  Reihen  roter  Flecke,  die  proximale  Reihe  un¬ 
vollständig,  einige  der  Flecke  paarweise  zu  2  oder  3  grossen  Makeln  zusammengetlossen.  Das  Analtergit 
des  cf  spatelförmig;  die  Harpe  breit,  gezähnelt.  Rp  glänzend,  wie  lackiert  (was  auch  bei  allen  ver¬ 
wandten  Arten  der  Fall  ist),  hell  marmoriert,  mit  unregelmässigem  hellem  Felde  vor  der  Mitte:  Vogel¬ 
dung-Farbe.  Der  Falter  findet  sich  im  Walde  und  in  der  Nähe  desselben;  das  ?  ist  ein  echtes  Waldtier, 
wie  die  Aristolochientalter,  deren  Kleid  es  trägt,  während  die  cfcf  sich  mehr  auf  offenen,  sonnigen  Stellen 
tummeln.  Mexiko  bis  Brasilien,  nicht  aus  dem  gemässigten  Teile  Süd -Amerikas  (Süd- Brasilien ,  Argen- 
tolus.  tinien)  bekannt.  —  tolus  Godm.  u.  Salr.  cf:  Band  des  Vtlgls  schmal,  der  oberste  Fleck  lang,  der  2.  kurz. 
?:  Vtlgl  ohne  weisse  Discaltlecke;  Htlgl  mit  2  getrennten  Reihen  roter  Flecke.  Schwanz  bei  cf  und?  lang 
tolmides.  und  spatelförmig.  Mexiko,  augenscheinlich  selten.  —  tolmides  Godm.  u.  Salv.  cf :  Band  breiter  als  bei  tolus, 
Schwanz  schmäler,  keine  oder  nur  ganz  kleine  Flecke  vor  der  Vorderecke  der  Vtlglzelle.  ?  nicht  bekannt. 
oniiamiis.  Chiriciui  und  Insel  Sevilla;  gleichfalls  selten  in  den  Sammlungen.  —  orchamus  Boisd.  cf:  die  Fleckchen  vor 
der  Vorderecke  der  Vtlglzelle  klein,  der  erste  lange  Fleck  des  gelben  Bandes  so  lang  wie,  oder  etwas 
länger  als  der  2.,  die  Submarginaltlecke  des  Htlgls  gewöhnlich  sehr  deutlich.  ?  mit  einem  weissen  Fleck 
([uer  über  die  Zelle  des  Vtlgls  und  einem  anderen  Fleck  vor  der  ersten  Mediane,  sowie  gewöhnlich  auch  einem 
Fleck  vor  der  3.  Radiale  und  einem  undeutlichen  Fleck  hinter  der  1.  Mediane;  4  — (1  grosse  rote  Flecke  auf 
lepfalea.  dem  Htlg,  Zelle  mit  Fleck,  Schwanz  kurz,  nicht  spatelförmig.  Columbien;  Nord-Venezuela.  —  leptalea  if.  «. /. 
cf:  gelbes  Band  des  Vtlgls  schmäler  als  das  schwarze  Randfeld,  schmäler  als  bei  allen  anderen  Formen 
dieser  Species;  die  Fleckchen  vor  der  Zellspitze  klein;  die  Submarginaltlecke  des  Htlgls  deutlich,  der  Apex 
der  Zelle  auf  der  Unterseite  bis  zum  Ursprung  des  1.  Medianastes  sch-warz  ;  Schwanz  spatelförmig.  ?  ähnlich 
dem  von  orchamus,  der  weisse  Fleck  zwischen  dem  2.  und  3.  Radialaste  des  Vtlgls  und  der  Zelltleck  kleiner. 
torquatus.  West-Ecuador.  —  torquatus  Or.  (=  pelaus  F.)  (11b).  cf:  die  Fleckchen  vor  der  Zellspitze  des  Vtlgs  meist 
grösser  als  bei  den  anderen  Formen,  die  l)eiden  Subapicaltlecke  des  Bandes  breit,  der  1.  kürzer  als  der  2., 

das  Band  wenigstens  um  die  Hälfte  breiter  als  das  schwarze  Saumfeld;  die  Submarginaltlecke  des  Htlgls 

gewöhnlich  durch  schwai’ze  Beschuppung  stark  verdunkelt.  Das  ?  sehr  variabel ;  der  Schwanz  immer 
theras.  schlank,  häufig  kurz;  5  Hauptformen:  ?-f.  theras  //.  u.J.,  Vtlgl  mit  Zelltleck,  der  aber  nicht  quer  über  die 
caiidius.  Zelle  reicld,  und  einem  oder  mehreren  Flecken  auf  der  Scheibe;  ?-f.  caudius  Hbn.  hat  keinen  Zelltleck, 
aber  mehrere  Discaltlecke,  von  denen  der  zwischen  dem  1.  und  2.  Medianaste  gelegene  Fleck  der  grösste 
patros.  ist;  ?-f.  patros  Grag  (11b)  hat  keine  weisse  Flecke  auf  dem  Vtlgl,  die  Makeln  des  Htlgls  sind  rot;  ?-f.  flavida 
flavida.  Oherth.  {=  tlava  Ilaase)  gleicht  patros,  aber  die  Makeln  des  Htlgls  sind  gelbweiss;  ?-f.  cleolas  B.  u.  J.  hat 
cleolas.  keine  Flecke  auf  dem  Vtlgl,  aber  auf  der  Unterseite  desselben  ein  gelblichweisses  submarginales  Flecken¬ 
band.  Diese  verschiedenen  Formen  des  ?  kommen  nur  zum  Teil  zusammen  vor,  vom  oberen  Amazonas 
sind  die  4  ersteren  bekannt,  die  5.  Form,  welche  wir  aus  Bolivien  hal)en,  mag  sich  aber  dort  auch  finden. 
Ost-  und  8üd -Venezuela,  Guiana,  Amazonien  und  die  Ostabhänge  der  Anden  von  Ecuador,  Peru  und  Boli- 
polybiiis.  vien.  —  polybius  »S'M’om.s.  (?  =  tros  Uhu.,  trqjanus  Boisd.)  (11b)  bewohnt  Brasilien,  Matto  Grosso  und  Para¬ 
guay.  Beim  cf  sind  die  Fleckchen  vor  der  Zellspitze  des  Vtlgls  kleiji  und  die  Submarginaltlecke  der  Unter¬ 
seite  ziemlich  gross;  auf  dem  Htlgl  ist  die  Zelle  unten  ganz  oder  fa.st  ganz  gelb;  der  Schwanz  breit.  Das 

?  tritt  nur  in  einer  Form  auf;  Vtlgl  mit  Fleck  in  der  Zelle  und  einer  grossen  Makel  zwischen  der  1.  und 

2.  Mediane;  Schwanz  spatelförmig,  mit  abgerundeter  Spitze. 

tasso.  P.  tasso  S?(7r.  (11a).  cf:  Band  des  Vtlgls  abgekürzt,  der  Subapicalteil  fehlend.  ?  mit  breitem  weissem 

Bande,  das  auf  dem  Vtlgl  am  3.  Radialast  beginnt  und  bis  zum  Hrde  des  Htlgls  reicht;  die  Zelle  des  Vtlgls 
unten  mit  einigen  gelben  Strichen;  der  Schwanz  nicht  spatelförmig.  —  Nur  ein  paar  alte  Stücke  bekannt, 
die  wahrscheinlich  aus  Brasilien  stammen. 

peleides.  P.  peleides  Esp.  Vielleicht  ein  Artefakt;  nur  aus  Jablonsky’s  Bilde  bekannt;  ob  vielleicht  ein  nicht 

wiedergefundener  westindischer  Vertreter  von  torquatus?  cf:  Vtlgl  mit  einem  fast  gleichhreiten  gelben  Flecken¬ 
bande  das  vorne  zur  Costa  umbiegt;  Htlgl  mit  gelben  Submarginal  Hecken,  der  letzte  der  Reihe,  sowie  ein 
proximal  davon  am  Hrde  stehender  Fleck  rot;  Schwanz  spatelförnug. 


PAPILIO.  Von  Dl’.  K.  Jordan. 


:J1 


Zagreus-Gruppe. 

Die  inin  noch  übrigen  Rinnenfalter  sind  kräftig  geliante  Tiere  mit  .starkem  Vilglgeäder.  Die  Stirn  i.it  ent¬ 
weder  ganz  schwarz  oder  trägt  einen  gelben  Mittelstrich ,  nie  einen  gellien  Seitenstricli  am  Auge  entlang-.  In  der 
mimetischen  ^agmts-Grnppe  sind  die  Fhlr  lang,  gelb,  schwach  kolbig;  die  Stirn  hat  einen  gidben  M  ittelst  i  ich  ,  dii- 
Brust  ist  schräg  gelb  gestreift,  der  Hll)  ist  grösstenteils  gelb,  der  Costalrand  des  Vflgls  ist  nicht  gezähnt,  die  Zeih- 
des  Vtigls  ist  breit  und  der  Htlgl  ist  gerundet,  ungescliwänzt.  Die  Arten  ähneln  7V///emt-Sj)ecies ,  sind  abm-  vic) 
kräftiger  gebaut.  Die  früheren  Stände  sind  nnbekannt.  Die  ??  sind  in  den  Sammlnngen  sidir  selten;  sie  sind  den 
cTcf  ähnlich. 

P.  zagreus  Doubl.  (Hc).  Die  Flecke  des  Vflgls  orange,  die  äusseren  gelb;  Uflgl  orange,  ein  einen  zaureus. 
gelben  Submarginalfleck  einscliliessendes  Saumband,  ein  basales  Subcostalfeld,  eine  IMakel  in  der  Zellspitze, 
sowie  mehrere  Flecke  auf  der  Scheibe  schwarz.  —  Venezuela  und  Columbien,  südwärts  bis  Ijolivien,  am 
Amazonas  bis  nach  Ega  hinuntergehend;  individuell,  aber  nicht  deutlich  geographisch,  variierend. 

P.  ascolius.  Htlgl  ohne  schwarze  Flecke  in  der  Zelle  und  auf  der  Scheibe.  Ghiriqui  bis  West- 
Ecuador,  in  Columbien  mit  der  vorigen  Art  zusammen  vorkommend.  Geogra])hisch  und  individuell  variabel. 

—  zalates  Godm.  u.  Salr.  ist  die  nördlichste  Eonn.  Das  Zellfeld  des  Vtigls  ist  schwarz  bestäubt,  der  subapicale  zuiates. 
Zellfleck  ist  schmal,  die  Discaltlecke  sind  kurz,  das  Saumfeld  des  Htlgls  schmäler  als  bei  den  andern  Formen 
und  der  Htlgl  unten  tiefer  orange.  Re])ubhk  Panama,  aii  verschiedenen  Lokalitäten  gefunden.  —  daguanus  liaguunus. 
11.  u.  .).  Die  Zelltlecke  des  Vtigls  wie  bei  zahde»,  dagegen  die  Discaltlecke  wie  bei  ascolius,  der  Discalfleck 
zwischen  1.  und  2.  Radialast  viel  kürzer  als  der  dahinter  stehende;  Htlgl  Idass,  viel  weniger  orange  als  bei 
ascolius,  der  schwarze  Basalwisch  breit,  in  die  Zelle  eintretend,  hinter  diesem  Wisch  auf  der  Scheibe  ein 
grosser  schwarzer  Fleck.  West-Columbien,  am  Rio  Dagna.  —  ascolius  Fldr.  (llc).  Das  basale  Feld  der 
Zelle  des  Vtigls  stets  rein  blassgelb,  zwischen  dem  3.  Radial-  und  1.  Medianast  zwei  Flecke  dicht  an  der  Zelle: 

Zelle  des  Htlgls  und  die  an  die  Zelle  grenzenden  Teile  der  Scheibe  orange.  Magdalenatal  und  Gordillere 

von  Bogota.  —  rosenbergi  Druce.  Der  subapicale  Zelltleck  des  Vtigls  gross,  der  Discaltleck  zwischen  1.  und  rosenber^i. 

2.  Radialast  gewöhnlich  klein,  zuweilen  fehlend,  selten  gross,  die  folgenden  Discaltlecke  im  Ganzen  länger 

als  bei  den  vorhergehenden  Formen,  während  die  hintern  Submarginaltlecke  kleiner  sind;  der  Htlgl  meistens 

sehr  blass,  doch  zuweilen  mehr  orange  als  die  blässesten  Stücke  von  ascolius.  West-Ecuador,  von  Rosenbero 

in  Höhen  von  1000  bis  3500  Fuss  gefunden. 

P.  bachus.  Das  orange  Feld  des  Htlgls  der  vorigen  Arten  ist  hier  nur  durch  ein  schmales  ver¬ 
änderliches  Band  vertreten,  unten  sind  jedoch  auch  die  Adern  oft  mehr  oder  weniger  gelblich.  Das  ?  ist  nicht 
bekannt.  Colund)ien  bis  Bolivien.  Zwei  Subspecies.  —  bachus  Fldr.  (llc).  Die  gelben  Flecke  des  Vtigls 
oben  und  unten  ganz  blass,  der  proximale  Zelltleck  und  die  hintern  Discaltlecke  allein  etwas  orange.  Colum¬ 
bien;  von  Dr.  Büegee  bei  Beginn  der  Regenzeit  in  der  Gordillere  von  Bogatä  gefunden;  selten  in  den 
Sammlungen.  —  chrysomelus  11.  u.  J.  Der  Vtlgl  oben  und  unten  von  der  Wurzel  bis  auf  die  Scheibe  orange,  chrysomelns. 
am  Costalrande  mehr  oder  weniger  blassgelb.  Peru  und  Bolivien,  nicht  selten.  Aus  Ecuador  ist  uns  noch 
kein  Exemplar  von  bachus  bekannt  geworden. 


Scamander-Gruppe. 

Zu  der  .sr«»Hu»fA/’-Gruppe  gehören  hGlanichus,  scamander,  hirchalli  und  xauthopleura.  Die  Stirn  ist  schwarz 
und  der  sonst  schwarze  Taster  trägt  einen  weissen  Punktfleck.  Der  Costalrand  des  Vflgls  ist  schwach  gezähnt, 
besonders  nahe  der  Wurzel,  die  Zähnelung  wird  aber  erst  deutlich,  wenn  man  den  Rand  entschupjF.  Die  Rp  ist 
nur  von  scamander  bekannt;  erwachsen  ist  sie  unten  schwarzbraun,  sonst  grün,  und  trägt  auf  dem  3.  Thoraxsegmente 
vorne  und  hinten  ein  Querband,  sowie  auf  dem  Abdomen  zw-ei  Schrägliänder ,  die  geAvöhnlich  auf  dem  Rücken  zu 
einer  X-Zeichnung  zusammenfliessen.  Die  junge  Rp  dagegen  ist  braun  nnd  hat  auf  dem  mittleren  und  den  letzten 
Segmenten  je  ein  grosses  granes  Feld.  Die  Pp  ist  grün  oder  braungrau;  sie  ist  unten  am  Stamme,  gewöhnlich  dicht 
über  der  Erde,  befestigt.  Auf  Magnolia,  Canella  und  Citrus. 

P.  hellanichus  i/e?c.  (1 1  (1).  Die  gelben  Flecke  der  Oberseite  des  Figls  sind  gross.  Das  Tier  erinnert  hellatüdnis. 
oberflächlich  an  machaon,  mit  dem  es  aber  nicht  näher  vei-wandt  ist.  Die  Zeichnung  der  Unterseite  sowie 

die  Struktur  beweisen,  dass  hellanichus  der  südliche  Vertreter  des  scamander  ist.  Die  Zelle  trägt  auch  auf 

der  Oberseite  einen  gelben  Fleck,  der  auf  dem  Vtlgl  zuweilen  sehr  klein,  auf  dem  Htlgl  immer  gross  ist. 

Die  Flecke  der  Diskalbinde  haben  fast  alle  rötliche  Spitzen.  ?  dem  cd  ganz  älndich.  —  Urugua}'  und  die 

angrenzenden  Gebiete  Argentiniens  und  Brasiliens,  besonders  in  der  Nähe  der  Flüsse  sowde  auf  den  Inseln 
in  der  Mündung  des  La  Plata. 

P.  scamander.  Zelle  des  Vtigls  ohne  Fleck,  Htlglzelle  zuw'eilen  mit  kleinem  Fleck;  ein  blassgelbes. 
gel)ogenes,  in  Flecke  aufgelöstes  Discalband  auf  beiden  Flgln.  cd  und  ?  einander  sehr  ähnlich.  Rp  und  Pp 
vergl.  oben.  Brasilien,  häufig  im  Hügellande,  wenn  auch  nicht  überall.  Drei  geographische  Formen,  die 
vollständig  ineinander  übergehen.  —  grayi  Boisd.  Das  submarginale  Fleckenband  des  Vtigls  gleichmässig  grayi. 
gebogen,  das  Discalband  hinten  am  breitesten,  die  roten  discalen  Flecke  der  Htlglunterseite  vom  Discalbande 
getrennt.  Bahia  bis  Parana.  —  eurymander  Hopff'.  Die  ersten  2  oder  3  Submarginaltlecke  des  Vtigls  eiuymander. 


32 


PAPTLTO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


mehr  proximal  als  die  andern  Flecke  dieser  Reihe,  die  Submarginalflecke  des  Hügls  teilweise  blassgelb; 
das  Wurzelfehl  der  Htlglunterseite  blass,  oft  teilweise  gelblich,  die  roten  discalen  Flecke  klein  oder  fehlend. 
scamander.  Santa  Clatarina  und  die  angrenzenden  Gebiete  von  Rio  Grande  do  Sul.  —  scamander  Rom/,  (lld).  Discal- 
band  der  Oberseite  gelber;  Unterseite  des  FRlgls  blassgelb,  mit  scbwarzen  Adern  und  ohne  rote  discale  Flecke. 
111b  an  den  Seiten  blassgelb.  Rio  Grand  do  Sul. 

P.  birchalli.  cf  Körper  schwarz,  Haftklappe  gewöhnlich  mit  blassgelbem  Fleck.  Vflgl  oben  mit 
2  Reiben  Flecken  vor  dem  Saume;  die  vorderen  Flecke  der  proximalen  Reihe  mehr  oder  weniger  undeutlich  ; 
Htlgl  mit  lu’eitem  Discalbande  und  einer  Reihe  Submarginaltlecke ;  die  Zeichnungen  grösstenteils  grünlich; 
Zahn  des  3.  Radialastes  nur  wenig  mehr  vors[)ringend  als  die  andern  Rdzähne.  Unten  trägt  der  Vtlgl  einen 
Zelltleck,  eine  schiefe  Reihe  Discaltlecke  und  eine  vorne  abgekürzte  Reilie  Submarginaltlecke;  auf  dem  Htlgl 
findet  sich  eine  discale  und  eine  submarginale  Reihe  roter  Flecke,  die  mittleren  discalen  Flecke  klein,  der  letzte 
gross  und  gelblich  weiss.  Beim  ?  sind  die  Zeichnungen  der  Oberseite  mehr  bläulich  und  das  Discalband  des 
Htlgls  ist  sehr  breit.  Panama  und  Columbien ;  soll  nach  Druce  auch  in  Nord-Argentinien  Vorkommen,  was  uns 
godniani.  zweifelhaft  erscheint.  —  godmani  //.  ii.  ./.  Die  letzten  Flecke  des  Discalbandes  der  Htlgloberseite  undeut¬ 
lich  und  das  Band  in  der  Mitte  breiter  als  das  schwarze  Saumfeld.  Panama:  Ghiriqui  und  Bugaba.  — 

birchalli.  birchalH  Hew.  (lld).  Das  Discalband  der  Htlgloberseite  scbmäler  als  bei  godmani,  und  die  letzten  beiden 
Flecken  desselben  deutlich.  Columbien :  Magdalena-  und  Caucatal. 

xant/w-  P.  xanthopleura  (iodm.  u.  Salr.  (12c).  Seiten  des  Hlbs  gelb;  Htlglunterseite  ohne  Discalband,  die 

pieiira.  voten  Submarginaltlecke  gross.  Das  ?  in  zwei  Formen:  ?-f.  xanthopleura  ist  dem  cf  ähnlich,  während  ?-f. 
diaphora.  diaphora  Sb/r.  ein  gi'osses  blassgelbes  Fehl  auf  der  01)erseite  des  Vtlgls  trägt.  —  Oberer  Amazonas. 


Homerus-Gruppe. 

Alle  folgenden  Rinnenfalter  zeichnen  sich  durch  einen  beim  cf  kräftig,  beim  ?  schwäclier  gezähnten  Costal- 
rand  des  Vtlgls  aus.  Der  schwarze  Hit)  ist  nie  gefleckt,  doch  ist  die  Unterseite  desselben  l)ei  einigen  Formen  gelb¬ 
lich  olivenbraun.  Die  Phh'  sind  kurz  und  die  Stirn  breit.  Die  Falter  sind  wie  die  vorhergehenden  Arten  Waldtiere, 
die  im  Gebirge,  besonders  in  mittleren  Höhen,  Vorkommen. 

P.  victorinus.  Eine  zentral-amerikanische,  von  Mexiko  bis  Costa  Rica  vorkommende  Art.  cf :  zwei 
Reihen  blassgelber  Flecke  auf  der  Oberseite,  zwischen  diesen  Reihen  bläulich  graue  Flecke,  die  besonders 
auf  dem  Htlgl  deutlich  sind.  Htlgl  unten  mit  einer  fast  geraden  Reihe  roter,  schwarz  gesäumter  Discaltlecke 
und  einer  Reihe  halbmondförmiger  Sul)marginalflecke;  Zahn  des  3.  Radialastes  nur  ganz  wenig  verlängert. 
Rp  oben  grün,  unten  grau,  vorne  mit  zwei  grauen,  getüpfelten,  dorsalen  (Juerbändern ;  Abdomen  seitlich  grau, 
morelins,  dorsal  mit  2  Winkeltlecken.  Zwei  Generationen.  —  morelius  R.  u. ./.  Discaltlecke  des  Vtlgls  klein  odei-  fehlend, 
victorinus.  kein  Zelltleck  auf  der  Unterseite.  West-Mexiko.  —  victorinus  Donhf.  (lld).  cf:  Discalreihe  des  Vtlgls  aus 
wenigstens  3  Flecken  bestehend;  gewöhnlich  eine  Reihe  postdiscaler  bläulich  grauer  Nebelflecke  vorhanden. 
Discaltlecke  der  Htlgloberseite  grösser  als  die  Submarginaltlecke.  Das  ?  in  zwei  Formen:  ?-f.  victorinus 
Iionbl  (=  helleri  FIdr.)  ist  dem  cd  ähnlicb,  die  Flecke  der  Oberseite,  besonders  des  Htlgls,  sind  aber  meist 
amphissns.  grösser;  bei  ?-f.  amphissus  trägt  der  Htlgl  ein  nach  hinten  sehr  verbreitertes  bläuliches  oder  grünliches 

vnineratns.  Discalband.  Ost-Mexiko  bis  Nio.^i^gua.  —  vulneratus  Btlr.  Die  Discaltlecke  der  Oberseite  beider  Figl 
grösser  als  bei  den  beiden  vorigen  Subspecies ;  Htlgl  ohne  bläuliche  Flecke  distal  von  der  Discalreihe.  Costa 
Rica,  nur  ein  cf  bekannt  (in  coli.  F.  Ducane  Godman). 

cephalns.  P.  cephalus  Gochn.  n.  SaJv.  cf:  geschwänzt,  zwei  Reihen  Flecke  auf  der  Oberseite  des  V'tlgls,  die 

Submarginalreihe  gleichmässig  gebogen.  Htlglunterseite  mit  bläulichen  Halbmonden  an  der  Aussenseite  der 
Discaltlecke.  —  Chiriqni,  ein  cf  in  coli.  Staitdinoek  ;  vielleicbt  nur  ein  geschwänztes  Exemplar  von  P.  deotas 
ari'lujtas  (die  Genitalien  sollten  verglichen  werden!). 

P.  cleotas.  Vflgl  oben  mit  einer  submarginalen,  vorne  zum  Costalrande  biegenden  Fleckenreihe,  und 
einer  Diskalreihe  grösserer  Makeln  von  der  Hinterecke  der  Zelle  schräg  nach  hinten,  häufig  ein  Fleck  in 
der  Zelle;  Htlgl  mit  Discalband  und  sSubmarginaltleken.  Htlgiunterseite  mit  einer  Reihe  roter  Discaltlecke, 
die  nach  innen  mehr  oder  weniger  blassgelb  sind,  der  letzte  Fleck  immer  blassgelb.  Das  ?  in  zwei  Formen, 
die  eine  dem  cf  ähnlich,  die  andei'e  mit  breitem,  innen  verwischtem,  Ifläulichem  oder  grünlichem  Bande.  \’ou 
Costa  Rica  bis  Süd-Brasilien  verbreitet,  aber  nicht  bekannt  von  Bolivien  bis  Ecuador,  noch  von  Guiana, 
dem  Oiinoco  oder  dem  Amazonas;  wird  in  diesen  Gebieten  durch  P.  aristens  vertreten.  —  archytas  Hojjfj'. 
(cf  =  laetitia  Btlr.).  6^:  der  Zelltleck  und  die  mittleren  Discaltlecke  des  Vtlgls  kleiner  als  bei  der  nächsten 
archytas.  Form.  Beim  dimorphen  ?  ist  ?-f.  archytas  Hop^f.  dem  cf  ähnlich,  während  ?-f.  panthias  P.  n.  J.  auf  der 
panthias.  Oberseite  bläuliche  oder  grünliche  Zeichnungen  hat.  Costa  Rica;  Panama;  Insel  Brava  an  der  Westküste 
phaeton.  von  Panama.  —  phaetOU  Rcca.s-  (=  phaeton  Doubl.)  (13a)  bewohnt  Golnmbien.  cf:  die  Zeichnung  der  Über¬ 
seite  ist  sehr  veränderlich.  Der  Zelltleck  des  Vtlgls  gewöhnlich  schräger  als  bei  archytas,  zuweilen  fehlend 
clearchns.  (ab.  clearchus  FIdr.),  und  die  vorderen  Submarginaltlecke  grösser  als  die  hinteren;  Schwanz  deutlich;  Harpe 
am  Dorsalrand  gezälmelt,  mit  einem  stark  einwärts  gebogenen  A])icalhaken,  die  dorsale  Ziidce  der  Gabel  kurz. 


PAI^JIjK).  Von  J)r.  K.  .Iokdan. 


^53 


Die  ?-f.  phaeton  Luc.  ist  dem  cd  ähnlich.  Die  zweite  Foi'm,  ?-f‘.  syndemis  nov..,  hat  ein  l)i'eite.s  bläuliches  syndemis. 
Band  auf  dem  Htlgl ;  die  Discaltlecke  der  Oberseite  des  Vllgls  sind  bläulich,  die  mittleren  nur  angedeutet, 
die  der  Unterseite  sind  nur  durch  ein  paar  unbestimmte  Fleckchen  vertreten;  Hllgl  oben  mit  aussen  con¬ 
vexen  bläulichen  Halbmonden  aussen  von  der  Discalbinde;  Discalband  der  Unterseite  reduziert,  aus  kleinen, 
schwarz  gerandeten  roten  Flecken  bestehend;  Schwanz  lang;  ein  Exemplar  von  »Bogota«  im  Museum  1'rixo. 

coroebus  FJdr.  cd:  der  Zelltleck  der  Vtlgloberseite  fehlt,  oder  er  ist  mehr  oder'  wenigei“  deutlich,  aber  verwischt  coroebus. 
(ab.  philocleon  Fk/r.):  der  Discaltleck  zwischen  dem  3.  Radial-  und  1.  Medianast  gewöhnlich  mehr  nach  innen  phiiocleon. 
stehend  als  bei  phaefon,  die  Submarginaltlecke  kleiner;  auf  dem  Htlgl  das  Discalband  in  Flecke  aufgelöst ;  der  3.  und 
4.  Fleck  verkleinert ;  die  Bezahnung  der  Harpe  regelmässiger  und  der  dorsale  Fortsatz  länger  als  bei  jdiaeloit. 

Die  dem  cd  ähnliche  Form  des  ?  ist  ?-f.  dione  U.  u.  ;  bei  der  zweiten  Form,  der  ?-f.  coroebus  Fldr.,  sind  dione. 
die  Zeichnungen  der  Oberseite  bläulich  und  das  Discalband  der  Htlgloberseite  ist  nach  hinten  stark  erweitert, 
auch  sind  die  Discaltlecke  der  Htlglunterseite  verkleinert.  Ostseite  der  Oordillera  von  Bogota;  nördliches  Vene¬ 
zuela.  —  cleotas  Gmij  (=  lycortas  Fldr.).  cd;  Discalband  der  Vtlgloberseite  schräger  als  bei  den  anderen  cleotas. 
Subspecies;  zwischen  der  Zelle  und  den  Submarginaltlecken  eine  Reihe  bläulich  grauer  Nebeldecke;  Harpe 
in  eine  zweizinkige  Gabel  endigend,  deren  Zinken  gerade  und  ungefähr  gleichlang  sind.  Beim  ?  ist  der 
mediane  Vaginallappen  kurz,  der  seitliche  schmal  und  spitz;  die  beiden  Farbenvarietäten  sind:  ?-f.  cleotas 
Gray,  dem  cd  ähnlich,  und  ?-f.  adaea  R.  n.  bei  der  beide  Figl  oben  eine  discale  und  eine  postdiscale  adaea. 

Reihe  bläulicher  Makeln  tragen.  Brasilien,  von  der  Provinz  Rio  de  Janeiro  (Petropolis)  bis  Rio  Grande  do 
Sul;  nach  Boisduval  auch  in  Uruguay,  die  Angabe  erscheint  aber  uns  zweifelhaft. 

P.  aristeus.  Zellfleck  des  Vllgs  sehr  gross,  die  Discaltlecke  zwischen  dem  3.  Radial-  und  2.  Medianast 
sehr  lang,  mit  dem  Zellflecke  ein  grosses  blassgelbes  Feld  bildend.  Das  ?  ähnelt  dem  cd,  oder  die  Zeich¬ 
nungen  der  Oberseite  bläulich  und  das  Discalband  des  Htlgls  breit;  beide  Formen  auf  der  Unterseite  mit 
grossem,  mehr  oder  weniger  deutlich  blassgelbem  Zellfelde.  Süd-Amerika  und  Panama.  —  aristeus  Cr.  (cd  aristeus. 
bari  Oherth.).  cd ;  der  Zelltleck  des  Vtlgls  rhombisch,  der  vor  dem  3.  Radialaste  stehende  Discaltleck  lang,  der 
nächste  reicht  fast  bis  zur  Submarginalreihe,  der  dritte  schmal,  undeutlich;  Discalband  der  Htlgloberseite 
nur  hinten  deutlich.  Nur  eine  Form  des  ?  bekannt  (Grajier’s  Figur);  Vtlgl  mit  langen,  undeutlichen,  grau¬ 
blauen  Längswischen  und  Htlgl  mit  sehr  breitem  bläulichem  Bande.  Französisch-  und  Holländisch-Guiana; 

1  cd  in  coli.  Charles  Oberthür.  —  ctesiades  R.  u.  J.  Zellfeld  des  Vtlgls  länglich,  fast  die  Wurzel  er-  ctesiades. 
reichend,  zwei  grosse  lange  Discaltlecke,  sowie  ein  lang-dreieckiger  Fleck  hinter  der  2.  IMediane  und  der 
Zelle;  Discaltlecke  der  Htlglunterseite  klein,  rot.  Oberer  Amazonenstroni.  —  desmias /f.  m.  J.  Zelltleck  kürzer 
und  schmäler  als  in  ctesiades,  in  der  Zellspitze  ein  kleiner  Fleck,  ein  zweiter  distal  von  derselben.  Zwei 
grosse  Discaltlecke  und  hinter  der  Wurzel  der  2.  Mediane  ein  Fleck,  der  kleiner  als  bei  ctesiades  ist;  Htlgl 
wie  bei  bitias.  Provinz  Sao  Paulo,  Brasilien;  1  cd  in  coli.  F.  Dücaxe  Goujian.  —  bitias  Godt.  (—  eurotas  bitias. 
Fldr.,  ctesias  Fldr.,  lacordairei  Borre)  (13a).  cd;  Zelltleck  des  Vtlgls  mehr  quer  als  bei  den  vorigen  Sub¬ 
species;  Discalband  des  Htlgls  nie  vollständig,  nur  angedeutet,  oder  in  der  Mitte  unterbrochen.  ?  dichro- 
raatisch:  $-f.  bitias  Godt.  gleicht  dem  cd;  ?-f.  therapes  R.  u.  J.  ist  der  ?-f.  aristeus  ähnlich,  die  bläulichen  therapes. 
Streifen  des  Vtlgls  sind  aber  kürzer  und  das  Band  des  Htlgs  ist  schmäler,  auch  ist  der  Zelltleck  der  Vtlglunter- 
seite  teilweise  blassgelb.  An  der  Ostseite  der  Anden  von  Ecuador  und  Peru  häufig;  Oberlauf  des  RioNegro; 

Bogota  und  Chiriqui ;  die  letzten  beiden  Fundorte  erscheinen  uns  zweifelhaft.  —  vilcanotus  R.u.J.  cd;  Zell-  vilcanotus. 
fleck  des  Vtlgls  und  Gostalfleck  des  Htlgls  bräunlichgelb.  Ahlcanota,  Süd-Peru.  —  coelebs  R.  u.  J.  Zelltleck  coelebs. 
des  Vflgs  schmal,  qoer,  der  Discaltleck  zwischen  dem  1.  und  2.  Medianast  schmal,  dreieckig,  die  Zelle  nicht  er¬ 
reichend,  die  Submarginaltlecke  gross,  zwischen  ihnen  und  der  Zelle  graublaue  Nebelflecke;  Htlgl  mit  breitem 
blassgelbem  Discalbande,  Submarginaltlecke  gross,  blassgelb.  Unten  der  Zelltleck  des  Vtlgls  kleiner  als  bei 
bitias  und  lenaeus.  Nordwest-Peru  und  das  nördliche  Zentral-Peru  (Tambillo,  Chachapoyas),  sowie  Südwest- 
Ecuador.  —  lenaeus  Doubl.  Zelltleck  des  Vtlgls  quer,  nicht  so  schräg  wie  bei  bitias,  ein  Discaltleck  vor  der  lenaeus. 

3.  Radiale,  der  Discaltleck  binter  der  1.  Mediane  proximal  verschmälert  und  verkürzt;  Discalband  des  Htlgls 
vollständig,  oder  schmal  unterbrochen.  Ziemlich  häufig  in  Südost-Peru  und  Ost-Bolivien,  das  ?  nicht  bekannt 
oder  wenigstens  nicht  beschrieben. 

P.  judicael  (13  b).  cf:  Zelltleck  des  Vtlgls  schmal,  ([uer  und  wie  die  4  Discaltlecke  braungelb  ; 

Htlgl  stark  gezähnt,  geschwänzt.  Zelltleck  der  Vflglunterseite  gross,  braungelb,  die  Submarginaltlecke  klein: 
Discalband  des  Htlgls  schmutzig  weiss,  nach  aussen  orange-rot.  —  Nur  1  cf  in  coli.  Oberthür,  von  Huambas, 
Amazonas,  Nord-Peru. 

P.  garamas.  cf ;  beide  Flügel  auf  der  Oberseite  mit  einem  blassgelben  Discalbande  und  einer  Reihe 
submarginaler  Flecke ;  Saum  des  Htlgls  stark  gezähnt,  mit  Spatelschwanz ;  Discalband  der  Htlglunterseite 
distal  bräunlich  orange.  Das  ?  dem  cf  ähnlich,  oder  es  fehlt  das  gelbe  Discalband  und  der  Htlgl  trägt  sehr 
stark  gebogene,  mehr  oder  weniger  rötliche,  discale  Halbmonde.  Zentral-Amerika.  —  abderus  Fopff'.  (12  b).  abdenis. 
cf:  Vtlgl  mit  4  Submarginaltlecken,  oft  mit  Andeutung  eines  5.;  das  Discalband  des  Htlgls  tritt  in  die  Zelle 
ein,  die  Submarginaltlecke  feblen;  die  orange-roten  Zähne  des  Discalltandes  der  Htlglunterseite  auf  beiden 
Seiten  der  Adern  gleichlang,  kürzer  als  bei  der  folgenden  Subspecies.  Die  eine  Form  des  ?  dem  cf  ähnlich, 
aber  die  Submarginaltlecke  der  Htlgloberseite  oft  angedeutet  und  die  Zähne  des  Discalbandes  auch  oben 

V 


34 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


amerias.  rötlichgelb:  ¥-f.  abderus  Hopff.^  bei  der  zweiten  Form,  ?-f.  amerias  R.  u.  J.  (12b),  trägt  der  Vtlgl  ausser 
den  Submarginalflecken  eine  Reihe  discaler  braungrauer  Nebeltlecke,  die  roten  Halbmonde  des  Hflgls  sehr 
garamas.  gross.  Vera  Cruz  in  Ost-Mexiko.  —  garamas  Hbn.  (cd  =  asclepius  Hbn.,  cincinnatus  Boisd.,  concinnatus 
Grmj).  cd;  Submarginalflecke  der  Htlgloberseite  deutlich :  die  gelbroten  Zähne  des  Discalbandes  der  Hflglunter- 
seite  weniger  lang  als  bei  abderus,  der  vor  der  Ader  hegende  Teil  jedes  Zahns  kürzer  als  der  hinter  der 
amisa.  Ader  liegende.  Unterseite  des  Vtigls  ohne  braungraue  discale  Nebelflecke.  Die  ?-f.  amisa  R.  n.  J.  ist  dem 
cd  ähnlich,  unterscheidet  sich  also  von?-f.  abderus  in  der  Färbung  hauptsächlich  durch  die  deutlichen  Submarginal- 
tlecke  der  Htlgloberseite ;  ?-f.  garamas  Hbu.  ist  der  ?-f.  ammas  ähnlich,  die  discalen  Nebelflecke  der  Vflglober- 
seite  sind  aber  mondförmig,  die  Discalmonde  des  Htlgls  sind  kürzer,  die  blauen  Flecke  grösser  und  die  Sub- 
marginaltlecke  dünner  als  bei  ?-f.  amerias.  Beide  Geschlechter  grösser  als  die  ost- mexikanische  Subspeciee. 
baroni.  West-Mexiko :  Guadalajara,  Guernavaca,  Oaxaca.  —  baroni  R.  u, Vflgl  mit  5  Submarginalflecken,  der  5.  Fleck 
dem  Saume  viel  näher  als  der  4.;  Submarginaltlecke  des  Htlgls  angedeutet,  das  Discalband  tritt  in  die  Zelle 
ein;  auf  der  Unterseite  des  Vflgls  die  Submarginallinie  an  der  2.  Radiale  unterbrochen,  da  der  hinter  dieser 
Ader  hegende  Teil  der  Linie  dem  Saume  näher  steht  als  der  breitere  vordere  Teil  der  Linie.  Die  dorsale 
electryon.  Zinke  der  Gabel  der  Harpe  viel  kürzer  als  die  ventrale.  Guerrero,  1  cf  im  Tring  Museum.  —  electryon 
Rates,  cf;  der  Zelltleck  des  Discalbandes  des  Vtlgs  costalwärts  verschmälert;  keine  Submarginaltlecke  auf 
der  Oberseite  des  Htlgls.  Unten  ist  das  Band  des  Vflgls  auf  der  Scheibe  stark  gezähnt  und  es  sind  keine 
Nebeltlecke  distal  von  diesem  Bande  vorhanden;  obere  Zinke  der  Harpe  nach  unten  gebogen.  Das  ?  nicht 
syedra.  bekannt.  Guatemala  und  (?)  Honduras.  —  syedra  Godm.  u.  Sah.  Zelltleck  des  Vtigls  vorne  und  hinten 
gleichbreit;  5  bis  7  Submarginaltlecke  auf  dem  Vtlgl,  der  3.  der  grösste;  Discalband  des  Hflgls  stärker  ge¬ 
zähnt  als  bei  electryon,  distal  von  demselben  grosse  blaue  Flecke;  keine  Submarginaltlecke.  Unten  das  Api- 
calfeld  des  Vtigls  und  das  Wurzelfeld  des  Htlgls  blassbraun  (wie  bei  baroni) ,  der  gelbrote  Rand  des 
Discalbandes  des  Htlgls  tiefer  gefärbt  als  bei  electri/on  und  zwischen  den  Adern  breiter.  Das  ?  dem  cf 
ähnlich;  das  Discalband  der  Htlgloberseite  distal  teilweise  gelbrot.  Die  obere  Zinke  der  Harpe  des  cf  zu 
einem  Zahn  reduziert,  die  ventrale  Zinke  lang.  Costa  Rica  und  Chiriqui.  Eine  grosse  Form. 

homeriis.  P.  homcrus  F.  (12a).  Der  vorigen  Art  ähnlich;  das  Discalband  des  Vtigls  um  die  Zellspitze  herum 

bis  zum  Costalrande  fortgesetzt,  der  Zelltleck  zuweilen  isoliert;  Discalband  der  Htlglunterseite  nicht  gezähnt, 
braun,  sein  proximaler  Rand  gelblichweiss,  proximal  von  den  roten  Submarginaltlecken  grosse  schwarze 
Flecke.  —  Rj)  auf  Thespesea,  oben  grün,  unten  braun,  ähnlich  wie  die  von  scamander  gezeichnet.  Thorax- 
Horn  der  Pp  kurz.  Der  Falter  ist  im  Innern  Jamaicas  augenscheinlich  an  gewissen  Plätzen  nicht  selten, 
aber  schwer  zu  fangen,  da  er  hoch  über  dem  Boden  fliegt.  Soll  nach  Aaron  auch  auf  S.  Domingo  Vor¬ 
kommen. 

P.  warscewiczi.  Hlb  unten  wollig,  bräunlichgelblich  wie  die  Brust.  Vflgl  ohne  Zellfleck,  2  fast 
parallele  Reihen  Flecke  zwischen  Zelle  und  Saum;  Htlgl  mit  Discalband  und  Submarginaltlecken,  geschwänzt. 
Lhiten  ist  das  Apicalfeld  des  Vtigls  und  der  Htlgl  blassbraun  (alles  was  sichtbar  ist,  wenn  der  Schmetterling 
die  Flügel  zusammengeschlagen  hält) ;  Zelle  des  Vtigls  mit  weissem  oder  gell)em  Fleck :  Htlgl  mit  gezähntem 
ielskii.  Discalbande.  Das  ?  uns  nicht  bekannt.  Ecuador  bis  Bolivien;  ein  Gebirgstier.  —  jelskii  Oherth.  Discal- 
tlecke  des  Vtigls  nicht  scharf  umschrieben,  ebenso  das  Discalband  des  Htlgls.  Discalflecke  der  Vflglunter- 
seite  gross  und  braun,  das  Saumfeld  vor  der  Mitte  stark  erweitert ;  der  braune  postdiscale  Fleck  zwischen  der 
3.  Radiale  und  1.  Mediane  grösser  als  bei  den  anderen  Formen,  der  Submarginalfleck  zwischen  der  1.  und 
2.  Mediane  in  der  Mitte  orange.  Die  beiden  Zinken  der  Harpe  (cfj  grade,  die  obere  viel  länger  als  die 
mercedes.  untere.  Süd-Ecuador,  Nord-  und  Nordwest-Peru.  —  mercedes  R,  n.  J.  Discaltlecke  des  Vtigls  im  Ganzen 
grösser  als  bei  jelskii,  die  blauen  Flecke  des  Htlgls  breiter,  das  braune  Saumfeld  der  Htlglunterseite  vor  der 
i\litte  schmäler,  Submarginaltleck  zwischen  der  1.  und  2.  Mediane  des  Htlgls  unten  nicht  orange.  Die  beiden 
Zinken  der  Harpe  (cf)  grade ,  gewöhnlich  gleichlang  oder  der  untere  etwas  kürzer  als  der  obere.  Ost- 
warscewiczi.  Peru:  Huanuco  und  Junin.  —  warscewiczi  Hopfj.  (=  soratensis  (fodw.  ».  SVhr.)  (12  b).  Discaltlecke  des  Vtigls 
viel  kleiner  als  die  Submarginaltlecke;  Discalband  des  Htlgls  in  Flecke  aufgelöst,  oft  nur  angedeutet,  auf 
der  Unterseite  oft  in  die  Zelle  eintretend  und  wie  die  Submarginaltlecke  oft  braun.  Die  obere  Zinke  der 
Harpe  (cf)  stark  gebogen.  Südost-Peru  und  Bolivien. 

P.  cacicus.  Vtlgl  mit  unterbrochenem  Discalbande,  einem  variabelen  Zelltleck,  der  selten  fehlt, 
einer  Reihe  bläulichgrauer  Postdiscal-  und  einer  Reihe  gelblichweisser  Submarginaltlecke,  die  letzten  oder  der 
letzte  der  Submarginaltlecke  mehr  oder  weniger  orange;  auf  dem  Htlgl  ein  centrales  gelblichweisses  Band, 
eine  postdiscale  Reihe  blauer  und  eine  submarginale  Reihe  gelblichweisser  Flecke.  Das  ?  tritt  in  3  Formen 
cacicus.  auf.  Venezuela,  Columbien,  Ecuador  und  Ost-Peru.  —  cacicus  Luc.  (12  c).  cf;  der  Zelltleck  des  Vtigls,  w'enn 
vorhanden,  mehr  oder  weniger  quer.  Die  3  Formen  des  ?  sind:  ?-f.  cacicus  Luc.,  dem  cf  ähnlich;  ?-f. 
zaddachi.  zaddachi  Dewitz,  Discalband  des  Vtigls  nicht  unterbrochen  und  wie  der  grosse  Zelltleck  bräunlich  orange, 
nais.  Htlgl  ohne  Discalband  auf  der  Oberseite;  ?-f.  nais  R.  u.  J.  wie  ?-f.  zaddachi,  aber  die  Zeichnungen  des 
inca.  Vtigls  weiss.  Merida  in  Venezuela,  Columbien  und  Ecuador.  —  inca  R.  u.  J.  Der  Zelltleck  des  Vflgls  viel 
schräger  als  bei  der  vorigen  Subspecies,  mit  der  Mediane  einen  spitzen  Winkel  bildend ;  Discalband  des  Htlgls 
aussen  convex,  hinten  stark  verschmälert,  der  Schwanz  schmal,  nicht  spatelförmig.  Chanchamayo. 


I’AIMIjIO.  Von  l)r.  I\.  .Iokoan. 


:ir, 


P.  euterpinus  Godm.  u.  Halv.  (l‘2c).  Schwanzlos;  Zeichnungen  der  ()i)erseife  gelhrol.  iJas  V  dein  r  ciürrpinw 
ähnlich,  etwas  blasser  und  grösser.  —  Von  West-Coluinbien  bis  Nord-Peru.  Der  Falter  ist  ein  (vergrösserte.sj 
Abbild  der  Pieriden-Gattung  Pereiite.  Gewöhnlich  wird  das  d'ier  für  nahe  nnt  zuffrcui^  verwandt  angeseheui, 
gehört  aber  der  Struktur  und  Zeichnung  nach  in  die  Ao//i,cr«s-Gru])[)e  neben  aicicns.  Der  Falter  ist  in  den 
Sammlungen  noch  immer  selten. 


C.  Segelfalter. 

Fhlr  stärker  kolbig  als  bei  den  Aristolochien-  und  Rinnenfaltern,  auf  der  Oberseite  beschuppt,  aber 
die  Schuppen  fallen  wie  die  der  Tilden  und  Tarsen  leicht  ab,  die  feinen  Sinneshärchen  sind  ähnlich  wie  bei  den 
Rinnenfaltern  verteilt.  Die  dorsalen  Stacheln  der  Tarsen  sind  von  den  ventralen  durch  einen  stachellosen, 
etwas  eingedrückten  Zwischenraum  getrennt.  Die  Figl  sind  bei  den  meisten  Arten  dünn  beschuppt,  die 
Schuppen  vielfach  zu  feinen  Haaren  umgewandelt;  die  blauen  oder  grünen  Rinden  vieler  Arten  der  östlichen 
Halbkugel  auf  der  Oberseite  nur  fein  behaart,  das  Pigment  in  der  Figlhaut  hegend,  auch  bei  den  ameri¬ 
kanischen  Segelfaltern  ist  die  Figlhaut  wenigstens  an  der  Wurzel  grün,  mit  Ausnahme  der  dunklen  mime¬ 
tischen  Arten.  Bei  einem  grossen  Teile  der  Falter  verschmelzen  der  I.  oder  1.  und  2.  Subcostalast  des  Ytlgls 
nach  aussen  hin  mit  der  Gostale;  die  Htlglzelle  ist  meist  schmal  und  ihrVrd  zwischen  der  Subcostale  und  der 
1.  Radiale  eingebogen.  Der  Abdominalrd  des  Htlgls  ist  beim  cf  erweitert  und  gewöhnlich  umgeschlageh ; 
in  dieser  Falte  hegt  ein  Duftorgan,  das  selten  verkümmert  ist;  die  Duttschuppen  sind  zuweilen  bei  nahe- 
verwandten  Arten  recht  verschieden;  das  Organ  variiert  aber  auch  geograjihisch.  Der  Apicalrd  des  8.  ab¬ 
dominalen  Dorsalsegments  des  cf,  der  nach  Wegnahme  der  Genitalien  sichtbar  wird,  ist  glatt  beschupjit, 
die  kleinen  Schuppen  stehen  nach  oben  gerichtet;  ausser  bei  den  Segelfaltern  findet  sich  dieser  Charakter 
bei  keinem  amerikanischen  Papilio;  das  10.  Dorsalsegment  der  cf  cf  der  amerikanischen  Segelfalter  ist  gleich¬ 
falls  charakteristisch;  dieser  anale  Fortsatz  ist  durch  zwei  schmale  Einschnitte  a])ical  in  drei  Teile  geteilt, 
nur  bei  P.  celadon  ist  der  Fortsatz  infolge  der  Verkümmerung  der  beiden  Seitenteile  einfach.  —  Die  Rp  ist 
leider  nur  von  sehr  wenigen  Arten  bekannt.  Das  3.  Thoracalsegment  derselben  ist  wie  bei  den  Rpn  der 
Rinnenfalter  geschwollen ;  die  Thoracalsegmente  und  der  Analring  tragen  dorsal  oft  kurze  Dornen,  auch  finden 
sich  gewöhnlich  Spuren  von  Höckern  auf  den  andern  Ringen ;  die  Zeichnung  besteht  aus  Punkttlecken, 
Querlinien  oder  kurzen  Längsstreifen,  Augentlecke  und  Schrägbänder  fehlen.  —  Die  Pp  ist  mehr  glatt  als 
bei  den  andern  Papilios,  der  Kopf  und  Thorax  sind  nicht  oder  nur  schwach  nach  oben  gebogeir,  der  Thorax¬ 
höcker  ist  hoch  und  vierkantig,  der  Seitenkiel  desselben  bildet  die  Verlängenrng  des  erhabenen  Randes  der 
Htlglscheide ;  der  Hlb  hat  zwei  dorsale  Kiele,  die  sich  vorne  und  hinten  einander  nähern;  das  Analsegraent 
ist  länger  als  breit.  —  Die  Falter  sind  zum  grossen  Teile  langüügehge  Tiere  mit  dreieckigem  Htlgl.  Die 
langschwänzigen  Formen  ei'innern  mit  ausgebreiteten  Flgln  an  einen  Pajiierdrachen.  Die  Segelfalter  sind 
gewandte  Flieger.  Wenn  auch  die  mimetischen  Formen  gewöhnlich  den  langsamen  Flug  ihrer  Vorbilder 
(Aristolochienfalter,  Pieriden,  Danaiden  etc.)  nachahmen,  so  zeigen  sie  doch  grosse  Gewandtheit  und  Schnellig¬ 
keit,  wenn  sie  erschreckt  die  Flucht  ergreifen.  Die  cf  cf  versammeln  sich  oft  in  grossen  Mengen  an  feuchten 
Stellen,  am  Rande  von  Flüssen,  Seen,  Pfützen  etc.,  wo  sie  unter  zitternder  Bewegung  der  halbotfenen  Figl 
saugen,  auch  besuchen  sie  Blumen.  Die  Segelfalter  sind  Tiere  der  offenen  sonnigen  Teile  der  waldigen 
Gegenden,  der  Waldlichtungen  und  Waldränder.  Allerdings  trifft  dies  mehr  für  die  cf  cf  als  die??  zu; 
letztere  werden,  wenigstens  von  vielen  Arten,  nur  selten  vom  Sammler  erbeutet,  weil  sie  andere  Lebens¬ 
gewohnheiten  haben,  sich  im  Busch  und  Walde  aufhalten  und  sich  nicht  unter  die  Scharen  der  Wasser 
aufsaugenden  cf  cf  begeben ;  von  manchen  recht  häufigen  Formen  sind  die  ??  überhaupt  noch  nicht  bekannt. 
Die  Segelfalter  gehen  weniger  weit  nach  Norden  als  die  Rinnenfalter. 


Lysithous-Gruppe. 

Die  Arten  der  ///s/VioMS-Gruppe  sind  durch  rote  Wurzelflecke  auf  der  Unterseite  der  Flügel  gekennzeichnet. 

Diese  den  Aristolochienfaltern  im  Aussehen  ähnlichen  Formen  hat  Haasi;  richtig  als  zu  den  Segelfaltern  gehörig 
erkannt;  alle  anderen  Autoren  haben  sie  fälschlich  unter  die  Aristolochien-  und  Rinnenfaltei’  versetzt.  Die  bunten 
Rpn  sind  längsstreifig  und  tragen  einen  V-förmigen  Sattelfleck  vor  der  Mitte;  der  Thorax  ist  gefleckt.  Die  Pp  i^t 
kurz ;  das  Abdomen  in  der  Mitte  geschwollen.  Die  Arten  finden  sich  von  Mexiko  bis  Argentinien. 

P.  pausanias.  Ein  Abbild  des  He/icoiniis  chjtia  L.  Nach  Bates  hat  der  Falter  zwar  den  segelnden 
und  kreisenden  Fing  der  Heliconier,  ist  aber  nicht  wie  die  Heliconier  ein  Tier  des  Waldesschattens,  sondern 
findet  sich  an  den  schlammigen  Rändern  der  Flüsse  und  Seen  oder  nmtliegt  die  Wipfel  hoher  Bäume.  Figl 
oben  grünblau,  mit  grossem  blassgelbem  Felde  auf  dem  Vtlgl,  Htlgl  kurz,  oft  abgestutzt.  Das  Duftorgan 
fehlt  dem  cf.  Das  ?  gleicht  dem  cf.  Von  Costa  Rica  bis  ins  nördliche  Brasilien  (Goyaz).  —  prasinus  prosimis. 
P.  u.  J.  Figl  oben  stark  metallisch ;  Discalllecke  des  Vllgls  länger  als  bei  der  folgenden  Form,  die  weissen 
Submarginaltlecke  des  Hügls  sehr  klein,  die  vorderen  nur  angedeutet,  die  roten  Basaltlecke  der  Unterseite 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Joedan. 


cleombrotus.  kleiner  als  bei  den  übrigen  Subspecies.  Costa  Rica.  —  cleombrotus  Streck,  von  West-Columbien  und  wahr¬ 
scheinlich  Panama;  wie  hQ\  prasinu!<  der  Vtlgl  ohne  blasses  Apicalfeld;  Costalfeld  der  Vtlgloberseite  fast  schwarz, 
bei  prasinus  fast  so  metallisch  grün  wie  die  Scheibe;  Unterseite  des  Htlgls  ohne  blasse  (gelbgrüne  oder  röt- 
pausanias.  liehe)  Streifen  zwischen  den  Adern.  —  pausanias  Hew.  (=  hermolaus  Guen.)  (12  a).  Spitze  des  Vtlgls  mit 
grossem  grauem  Felde;  Unterseite  des  Htlgls  zwischen  den  Adern  mit  blassen  Streifen,  die  bis  an  die  Sub- 
marginaltlecke  gehen.  Zentral-Columbien  bis  Bolivien,  Orinoco,  Amazonas  und  Goyaz. 

microdamas.  P.  microdamas  Burm.  (12  a).  Ein  gelbliches  Band  vom  Costalrande  des  Vtlgls  zum  Analwinkel  des 

Htlgls;  Unterseite  ohne  rote  Basalflecke  auf  den  Vtlgl,  mit  4  Fleken  auf  dem  Htlgl.  ?  dem  cf  ähnlich.  — 
Paraguay,  nördliches  Argentinien,  Caraga  in  Brasilien;  ein  Falter  des  Flachlandes. 

P.  protodamas  Godf.  (=  hyperion  jFfd//.)  Vtlgl.  mit  gelblichem  Felde,  das  aus  drei  grossen  Makeln 
besteht,  oder  mit  1  oder  2  Reihen  Flecken;  Hflgl  mit  gelblich  graublauem  Bande;  Vtlgl  unten  ohne,  Htlgl 
mit  3  Wurzeltlecken.  Das  Duftorgan  des  cf  fehlt.  Rp  schwmrz,  mit  grauen  und  weissen  ,  teihveise  gelben 
Streifen,  der  Thorax  weiss  und  gelb  getüpfelt.  Thoraxhorn  der  Pp  ziemlich  dünn.  Zw’ei  individuelle  Formen 
protodamas.  des  Falters  sind  bekannt :  l)ei  f.  protodamas  Godf.  trägt  der  Vtlgl  zwei  Reihen  Flecke,  von  denen  die  oberen 
dwridamas.  mehr  oder  weniger  zusammentliessen ;  bei  f.  choridamas  Boisd.  (13b)  hat  der  Vtlgl  einen  sehr  grossen  Zellfleck 
und  zwei  gleichfalls  grosse  Discalmakeln.  —  Der  Falter  ist  rein  brasilianisch;  er  findet  sich  von  Minas  Geraes 
bis  Rio  Grande  do  Sul,  die  f.  choridamas  scheint  aber  nicht  so  weit  südlich  zu  gehen,  uns  ist  sie  nur  aus 
den  Provinzen  Rio  de  Janeiro  und  Minas  Geraes  bekannt. 

P.  phaon /iotsrf.  Der  vorigen  Art  ähnlich;  die  Flecke  auf  Brust  und  Hlb  rot,  die  letzten  Hlbssegmente 
mit  roten  Seitentlecken.  Sehr  veränderlich.  Flecke  der  Vtlgloberseite  bläulich  gelbgrau  oder  reiner  w'eiss- 
gelb ;  Discalband  des  Htlgls  graublau,  selten  rot.  Unterseite  ohne  deutliche  Zellstreifen,  Vtlgl  ohne,  Htlgl 
mit  3  Basaltlecken.  Beim  cf  Duftschuppen  vorhanden.  Mexiko  bis  West-Ecuador  und  Venezuela.  Folgende 
.xenardius.  Formen  sind  als  Arten  beschrieben  wmrden:  ab.  loc.  xenarchus  Hew..,  Htlgl  mit  breitem  rotem  Bande;  ab. 
eridamas.  loc.  eridamas  Beak.,  das  rote  Band  des  Htlgls  schmal,  die  dasselbe  zusammensetzenden  Flecke  getrennt, 
phaon.  diese  beiden  Formen  nur  aus  Ost-  und  Süd-Mexiko  bekannt;  ab.  phaon  Boisd.  (13b),  Vtlgl  mit  Submarginal- 
ulopos.  Hecken,  abei-  ohne  Discaltlecke,  das  Band  des  Htlgls  tritt  eben  in  die  Zellspitze  ein;  ab.  ulopos  Gray 
(=  immarginatus  Oherth.),  Vtlgl  ohne  Flecke  oder  nur  mit  Spuren  derselbe^i,  das  Band  des  Htlgls  breit,  mehr 
therodamas.  weniger  weit  in  die  Zelle  eintretend;  ab.  therodamas  B'ldr.,  mit  Discal-  und  Submarginaltlecken 

metaphaon.  auf  dem  Vtlgl  und  schmalem,  von  der  Zelle  getrennt  verlaufendem  Bande  auf  dem  Htlgl;  ab.  metaphaon 
BaÜ.  hat  auf  dem  Htlgl  ein  sehr  grosses,  einen  guten  Teil  der  Zelle  einnehmendes,  blaugraues  Discalfeld ; 
pharax.  bei  ab.  pharax  Godm.  n.  Solr.  trägt  der  Htlgl  einen  roten  Analtleck  und  das  Discalband  steht  von  der  Zelle 
getrennt.  Alle  diese  Formen  sind  durch  Übergänge  miteinander  verbunden. 

P.  euryleon.  Die  Flecke  der  Brust  und  des  Hlbs  rot,  die  letzten  Hlbsringe  mit  roten  Seitentlecken.  Vtlgl 
oben  mit  gelblich  grauem  Felde  vor  dem  Hrd,  Htlgl  mit  rotem  Discalfelde  oder -bande.  Unten  der  Vtlgl  ohne, 
der  Htlgl  mit  3  roten  Wurzeltlecken,  der  in  der  Zelle  stehende  Fleck  aber  häufig  nur  angedeutet  oder  ganz  fehlend, 
das  Discalband  kleiner  als  oben,  blassrot.  ?  dem  cf  ähnlich  oder  von  demselben  verschieden;  im  letzteren 
Falle  Vtlgl  mit  Zellfleck  und  zwei  Discaltlecken,  alle  weiss,  an  pausanias  und  protodamas  f.  choridamas  erinnernd. 
cliisocidis.  Duftorgan  des  cf  gewöhnlich  vorhanden.  Costa  Rica  bis  Ecuador.  —  clusoculis  Butl.  (13c).  Discalfeld  des 
Vtlgls  weissgrau;  das  rote  Band  des  Htlgls  breit,  immer  in  die  Zelle  eintretend.  ?  dem  cf  ähnlich,  das  rote 
pithonhis.  Band  des  Htlgls  etwms  breiter.  Costa  Rica;  Chiriqui.  —  pithonius  B.  v.  J.  cf;  Vtlgl  mit  kleinem  oder 
grossem  grauem  Fleck;  Htlgl  mit  3  bis  5  roten  Discaltlecken,  die  roten  Submarginaltlecke  der  Htlglunterseite 
sehr  klein  oder  nur  angedeutet.  ?  mit  grossem  Zelltleck  auf  dem  Vtlgl  und  2  grossen  Discaltlecken.  West- 
euryleon.  Columbien  und  Caucatal.  —  euryleon  Bern.  (13c).  cf;  Htlgl  oben  gewöhnlich  mit  4  dicht  an  der  Zelle  stehenden 
Flecken  und  zw^ei  kleinen,  weniger  deutlichen  vor  dem  Abdominalrande;  die  Discaltlecke  auf  der  Unterseite 
blassrot.  ?:  der  Zelltleck  des  Vtlgls  vorne  verschmälert,  das  Band  des  Htlgls  in  die  Zelle  eintretend. 
haensdü.  Magdalenatal,  Cordillere  von  Bogota.  —  haenschi  B.  n.  ./.  cf :  Vtlglfeld  heller  grau  als  bei  euryleon.  aus 
zw'ei  Flecken  bestehend,  der  vordere  Fleck  nach  aussen  vorgezogen ;  Htlgl  mit  kleinem,  selten  fehlendem 
Zelltleck  und  3  bis  5  dicht  an  der  Zelle  stehenden  Flecken;  unten  trägt  der  Vtlgl  einen  grossen  weissen 
Fleck  zwischen  dem  1.  und  2.  Medianast,  dahinter  einen  grauen  Fleck;  Htlgl  mit  3  blassroten  Flecken,  der  1.  und  2. 
an  der  Zelle  stehend,  ein  4.  tdeck  oft  angedeutet.  ?:  die  Zelhnakel  des  Vtlgls  reicht  nicht  quer  über  die  Zelle; 
Band  des  Htlgls  von  der  1.  Radiale  zum  Abdominalrand  laufend,  in  die  Zelle  eintretend,  hinter  der  Zelle  proximal 
weisslich,  wie  beim  ?  des  Aristolochienfalters  P.  iphidamas  caloyyna.  cf  mit  Duftorgan.  Im  westlichen  Ecuador. 
anatmns.  —  auatmus  B.  u.  J.  cf:  das  graue  Feld  des  Vtlgls  vom  Hrd  costalwärts  bis  an  den  2.  Medianast  oder  darüi)er 
hinaus  reichend,  oft  ein  grauer  Strich  in  der  Zelle;  Htlgl  mit  3  roten  Flecken,  die  von  der  Zelle  getrennt 
stehen,  oft  der  3.  Fleck  allein  deutlich;  unten  der  Vtlgl  ohne  wmissen  Fleck  und  die  Discaltlecke  des  Htlgls 
gewöhnlich  grau.  ?  nicht  bekannt.  Dem  cf  fehlt  das  Duftorgan.  Ost-Ecuador. 

hipparchiis.  P.  hipparchus  Styr.  (13  d).  cf:  Vtlgl  mit  einer  Reihe  grauer  Submarginaltlecke;  Htlgl  mit  blass¬ 

rötlichem,  vom  1.  Radialast  bis  zum  Abdominalrande  laufendem  Discalbande.  ?  nicht  bekannt.  Caucatal, 
Columbien. 


PAIMLIO.  Von  I)r.  K.  .Ioiidan. 


'M 

P.  harmodius.  &  und  ?  verschieden.  Die  Flecke  nuf  Ko])f,  Drust.  und  Hüften  f^elhlichweiss.  : 

Vügl  apical  etwas  durchsichtig,  vor  dem  llrde  ein  weisses  Feld  von  variaheler  Ausdelinung,  al)er  nie  Ins  zur 
3.  Radiale  reichend;  Htlgl  mit  einem  Bande  roter  Discalflecke.  Unten  die  Zelle  beider  Flügel  schwarz  gestreift, 

Vtlgl  mit  rotem  costalem  Wurzeltleck,  Htlgl  mit  3  Wurzelllecken.  Beim  ?  der  Htlgl  dem  des  ähnlich, 
oder  das  Fleckenband  weiss  oder  gelb;  der  Vtlgl  entweder  ohne  Flecke,  oder  mit  weisser  Zellmakel  und 
zwei  grossen  Discalmakeln.  Columbien  bis  Bolivien;  ein  Andenfalter,  der  in  den  östlichen  Tälern  von 
Ecuador,  Peru  und  Bolivien  recht  häutig  ist.  Rp  nicht  bekannt.  —  isus  Ohnih.  (=  aristogilon  Sff/r.).  cf;  das  /,svm. 
weisse  Feld  des  Vtlgls  gross,  vom  Hrde  bis  zur  2.  Mediane  oder  darüber  hinaus  reichend;  Discalband  aus  ö  odei- 
7  weissgekernten  Flecken  bestehend.  ?  unbekannt.  Caucatal,  Columbien.  —  halex  /f.  u.  ./.  Vtlgl  wie  bei  halex. 
der  vorigen  Subspecies;  Htlgl  mit  5  roten  Discaltlecken.  ?  auf  dem  Vtlgl  mit  weissem  Felde  von  der  tk  Itadiale 
bis  zur  2.  Mediane  und  einem  kleinen  Zelltleck;  Htlgl  mit  5  blassroten  Discaltlecken.  Columbien;  in  Bogota- 
Sammlungen.  —  xeniades  Jlew.  cf;  der  weisse  Fleck  des  Vtlgls  sehr  variabel,  immer  den  Hitl  des  Figls  ei  -  xeniade.s. 
reichend,  gewöhnlich  an  der  Costalseite  ausgerandet,  auf  der  Unterseite  immer  klein;  Htlgl  mit  3—5  Discal¬ 
tlecken,  die  oben  rot,  selten  in  der  Mitte  weisslich,  und  unten  immer  rötlichweiss  mit  lotem  Distab'ande  sind. 

?  dichromatisch :  ?-f.  androna  h*.  u.  J.  (13d)  mit  ganz  geringer  grauer  Bescluippung  in  und  hintei'  der  Zelle  androna. 
des  Vtlgls  und  5  roten  Discaltlecken  auf  dem  Htlgl;  die  zweite  Form,  ?-f.  Virginia  Kirhij,  ist  dem  ?  von  Virginia. 

P.  erlaces  lacydes  sehr  ähnlich,  Vtlgl  mit  grossem  weissem  Zelltleck  und  zwei  grossen  Discalmakeln,  Band 
des  Htlgls  weiss,  mit  schwach  roten  Rändern.  Es  findet  sich  xeniades  in  Ecuador  und  West-Columbien.  — 
imaus  R.  u.  J.  (14a).  Vom  cf  der  folgenden  Subspecies  nicht  konstant  verschieden,  Vtlgl  oben  meist  mit  imans. 
weissem  Strich  am  Hrd,  unten  ist  der  weisse  Fleck  gewöhnlich  kleiner  als  bei  harmodius  Poubi.  ?  wie  die  ?-f. 

Virginia,  aber  der  Zelltleck  vorne  verschmälert,  der  vordere  Discaltleck  verkleinert  und  das  Band  des  Htlgls 
oben  gelb,  unten  fast  weiss.  Ostabhänge  der  Anden  von  Nord- und  Zentral-Peru.  —  harmodius ( I3cj.  harmodius. 
cf;  Vtlgl  oben  und  unten  immer  mit  grossem  weissem  Fleck,  der  den  Hrd  nicht  ganz  erreicht.  ?:  der  weisse 
Zelltleck  reicht  nicht  quer  durch  die  Zelle;  drei  Discalflecke ,  der  1.  klein,  der  2.  so  lang  wie  der  3.;  Htlgl 
mit  roten  Discaltlecken,  die  grösser  als  beim  cf  sind.  Siid-Ost-Peru  (vom  Chanchamayo  südwärts)  und  Bolivien. 

Die  cf  cf  häutig,  vom  ?  nur  1  Stück  bekannt  (in  coli.  Chakles  Oberthür). 

P.  trapeza  R.  u.  J.  (13c).  Vtlgl  in  der  Mitte  schmäler  als  bei  harmodius,  der  Hrd  küi'zer,  am  Hrd  trapeza. 
ein  weisser  Fleck,  der  nicht  bis  zur  2.  Mediane  reicht;  Htlgl  dreieckig,  scharf  gezähnt,  mit  2  -  4  roten  Flecken 
vom  Hrd  vorwärts,  der  hinterste  Fleck  am  grössten.  Unten  ist  der  weisse  Hrdstleck  des  Vtlgls  länger  als 
bei  allen  Formen  von  harmodius.  ?  unbekannt.  —  Ost-Ecuador  und  Nordost-Peru. 

P.  xynias  Hew.  (13c).  Vtlgl  mit  grossem  blassgrünem  Felde  am  Hrd;  Htlgl  scharf  gezähnt,  mit  .\ynias. 
kurzem  schmalem  Schwanz  und  hinten  einigen  roten  Discaltlecken.  Unten  hat  der  Vtlgl  einen  weissen, 
sehr  schwach  grünen  Hrdtleck,  der  kleiner  als  der  Fleck  der  Oberseite  ist.  Keine  Duftschuppen.  ?  nicht 
bekannt.  —  Ostabhänge  der  Anden  von  Bolivien  und  Peru. 

P.  ariarathes.  Wieder  eine  weitverbreitete  und  sehr  variabele  Art,  die  stärker  bedornte  Schienen 
und  eine  schmälere  Htlglzelle  hat  als  die  verwandten  Species.  Flecke  auf  Kopf  und  Brust  gelblichgrau. 

Vtlgl  unten  mit  2  roten  Basaltlecken,  der  Htlgl  mit  3.  Beim  cf  der  Vtlgl  gewöhnlich  mit  grauweissem  oder 
gelblichem  Bande  oder  Felde  vom  Hrd  costalwärts;  Htlgl  mit  roten  Discaltlecken,  von  denen  oft  nur  der  am 
Abdominalrande  stehende  deutlich  ist.  ?  fast  immer  mit  weissen  Discaltlecken  auf  dem  Vtlgl.  Duftschuppen 
des  cf  vorhanden.  Rp  unbekannt.  Columbien  bis  Bolivien,  ostwärts  bis  Para  und  Goyaz  verbreitet.  Der 
Falter  ist  individuell  und  geographisch  veränderlich;  die  ¥¥  ähneln  den  ??  von  Aristolochienfaltern  und 
nehmen  in  den  verschiedenen  Gegenden  deren  gleichfalls  variabeles  Kleid  an.  Die  Formen  gehen  alle  in¬ 
einander  über.  Wir  unterscheiden  6  geographische  Formen,  ob  mit  Recht  müssen  weitere  Untersuchungen 
an  einem  grösseren  Materiale  als  das,  was  wir  gesehen  haben,  lehren.  Der  Falter  tliegt  nach  Batls  mit 
grosser  Schnelligkeit  an  sonnigen  Plätzen  in  der  Nähe  von  Ptlanzungen ;  er  ist  keine  Seltenheit,  wird  aber 
nicht  in  grosser  Menge  gefangen.  —  ariarathes  A’sp.  {=  acestes  Boisd.)  (14a).  cf:  Vtlgl  vom  Hrd  bis  zur  ariarathes. 
2.  Mediane  mit  ziemlich  grossem  weissem  Fleck,  der  unten  fast  so  gross  wie  oben  ist;  auf  dem  Htlgl  4  bis 
6  getrennte  Discaltlecke,  die  voneinander  und  von  der  Zelle  getrennt  stehen.  ?  mit  5  oder  6  roten  Discal¬ 
tlecken  auf  dem  Htlgl,  drei  derselben  lang,  bis  an  oder  fast  an  die  Zelle  reichend;  bei  ?-f.  ariarathes  Esp. 
trägt  der  Vtlgl  1  bis  3  weisse  Discaltlecke  und  oft  einen  schmalen  Zelltleck ;  bei  ?-f.  eumelea  R.  u.  J.  sind  diese  eumelea. 
weissen  Flecke  nur  angedeutet.  Französisch  und  Holländisch  Guiana.  —  menes  /f.  cf;  Vtlgl  mit  Aveissem 
Bande,  das  vom  Hrd  bis  an  den  1.  oder  2.  Medianast  reicht,  der  hinterste  Fleck  oft  klein  oder  fehlend,  der 
vor  der  2.  Mediane  stehende  Fleck  4—6  mm  lang,  auch  unten  immer  vorhanden;  Htlgl  mit  3  oder  4  roten 
Flecken  in  der  Mitte  zwischen  Zelle  und  Saum.  ?  mit  grossem  Discaltleck  von  der  3.  Radiale  bis  zur  1.  Mediane 
und  einem  kleineren  hinter  der  letzteren,  zuweilen  auch  mit  Andeutungen  von  Flecken  vor  der  3.  Radiale 
und  in  der  Zelle;  5  oder  6  Discaltlecke  auf  dem  Htlgl,  von  der  Zelle  entfernt  stehend.  Britisch  Guiana.  — 
evagoras  Grag  (13d).  cf;  Vtlgl  mit  schmalem  Bande,  das  an  der  3.  Radiale  etwa  in  der  Mitte  zwischen  evagoras. 
Zelle  und  Aussenrd  oder  näher  an  der  Zelle  steht ;  unten  ist  das  Band  durch  2  oder  3  deutliche  Flecke 
vertreten;  Discaltleck  des  Htlgls  teilweise  nahe  an  der  Zelle,  das  Band  mehr  als  bei  den  anderen  Formen 
gebogen.  ?  mit  3  weissen  oder  gelblichen  Discaltlecken  und  einem  ziemlich  grossen  Zelltleck  auf  dem 


38 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Joedan. 


Vtlgl;  die  Apicalhälfte  oder  zwei  F’iinftel  der  Hflglzelle  sowie  6  grosse  Discalflecke  rot,  Abdominalrand  wenigstens 
mctagenes.  teilweise  rot.  Venezuela.  —  metagenes  li.  u.  J.  cf;  Vtlgl  gewöhnlich  mit  einem  Band,  das  vom  Hrd  bis 
über  die  3.  Radiale  hinaus  reicht  und  auf  der  Unterseite  nur  eben  angedeutet  ist;  Hflgl  mit  4  oder  5  von 
der  Zelle  getrennt  stehenden  Flecken.  ?;  Vtlgl  mit  dem  langen  weissen  Discalbande,  das  auch  den  ?? 
der  Parä-Aristolochienfalter  P.  anchises  thelios  und  P.  aglaope  eigen  ist;  dies  Band  besteht  aus  2  grossen 
Flecken,  vor  und  hinter  denen  je  ein  kleinerer  steht;  Hflgl  mit  6  roten  Flecken,  von  denen  3  die  Zelle 

gayi.  berühren.  Para.  —  gayi  Lucas.  cf?  sehr  variabel;  3  Hauptformen:  f.  anargus  P.  «.  J.  (13d),  Vtlgl  ohne 

anargns.  Band  oder  Flecke;  f.  cyamon  Grag  (=  charoba  liirhg)  (13d),  cf  auf  dem  Vtlgl  mit  schmalem  Bande,  das 
cyamon.  ganzen  etwas  mehr  nach  aussen  gerückt  ist  als  beim  cf  von  evagoras,  ?  mit  schmalem,  undeutlichem  Vflgl- 
bande,  mit  Zellfleck  auf  dem  Hflgl,  zuweilen  die  Htlgltlecke  gelblichweiss ;  bei  f.  gayi  Luc.  (=  aristagoras  Fldr., 
arianus  Sfaud.)  hat  das  cf  auf  dem  Vtlgl  einen  mehr  oder  weniger  viereckigen  Hrdtleck,  während  das  ?  1  oder 
2  grosse  Discaltlecke,  gewöhnlich  auch  einen  kleinen  dritten  Fleck  und  oft  noch  einen  Zellfleck  besitzt. 
Diese  verschiedenen  Formen  sind  nicht  geographisch  voneinander  getrennt.  Von  Columbien  bis  Bolivien  und 
leiictra.  den  Amazonenstrom  abwärts  bis  Manäos  verl)reitet.  —  leuctra  P.  n.  J.  cf:  Vtlgl  mit  rein  weissem,  fast 

gleichbreitem  Felde,  das  vmm  Hrd  bis  zur  1.  Mediane  reicht,  ol)en  etwa  6  mm  breit,  und  auf  der  Unterseite 

nur  wenig  schmäler  ist;  Hflgl  mit  6  langen  roten  Discaltlecken,  die  mittleren  3  die  Zelle  berührend.  Goyaz, 
Brasilien. 

Uns.  P.  ilus  F.  (=  hostilius  Fldr.,  guaco  Stgr.)  (14a).  cf?:  Unterseite  ohne  rote  Wurzeltlecke  auf  dem 

Vtlgl,  mit  4  roten  Basalflecken  auf  dem  Htlgl.  Vtlgl  mit  oder  ohne  Wisch  in  der  Zellspitze,  auf  der  Scheibe 
mit  2  oder  3  weissen  Flecken,  der  hintere,  hinter  der  2.  Medine  liegend,  der  grösste.  Nord-Venezuela, 
nördliches  Columbien,  Panama;  selten  in  den  Sammlungen. 

P.  branchus  DoydV.  Kopf  und  Brust  mit  roten  Tüpfeln,  ein  Fleck  auf  der  Vorderhüfte  weiss.  Flügel 
undurchsichtig;  Vtlgl  mit  oder  ohne  weisse  Flecke;  Hflgl  mit  breitem  rotem  Discalbande.  Unterseite  ohne 
rote  Basaltlecke  auf  dem  Vtlgl,  mit  4  solchen  Flecken  auf  dem  Hflgl.  cf  und  ?  einander  ähnlich.  Bei  der 
branchiis.  f.  bratichus  Doubl.  (14b)  trägt  der  Vtlgl  ein  variabeles  weisses  zentrales  Feld,  das  bei  f.  belephantes  Godm. 
belephantes.  Safr.  fehlt.  —  Mexiko  bis  Costa  Rica. 

belesis.  P.  belesis  Bntes  (14b).  Der  vorigen  Art  ähnlich,  Htlgl  mit  einem  dem  Saume  parallelen  Bande 

von  6  bis  7  roten  Flecken,  die  dem  Saume  näher  als  der  Zelle  stehen.  Vtlgl  bei  f.  belesis  Butes  ohne 
hephaestion.  weissen  Fleck,  bei  f.  hephaestion  Fldr.  mit  einem  Fleck  zwischen  der  2.  und  3.  Radiale  und  zuweilen  der 
Andeutung  eines  zweiten  Flecks  hinter  der  3.  Radiale.  —  Mexiko  bis  Nicaragua. 

P.  thymbraeus.  Die  Fleckchen  auf  Kopf  und  Brust  graugelb,  oft  schwach  rötlich.  Oberseite  der 
Flügel  schwach  aber  doch  deutlich  metallisch  blau  oder  grün;  Vtlgl  ohne  Zeichnungen,  aber  mit  weissen 
Fransen;  Htlgl  mit  dünnem  Schwanz  und  1  oder,  2  Reihen  Flecke  zwischen  Zelle  und  Saum.  Unterseite  mit 
rotem  costalem  Wurzelfleck  auf  dem  Vtlgl  und  4  Basaltlecken  auf  dem  Hflgl.  Rp  auf  Chirimoya ;  der  Thorax 
blau  und  gelb  getüpfelt;  vom  4.  Ringe  ab  weiss  und  schwarz  gestreift,  die  weissen  Streifen  mit  gelben  und 
blauen  Fleckchen,  Seiten  vom  5.  Segmente  ab  blau,  gelb  getüpfelt.  Pp  grün,  wie  bei  den  verwandten  Arten 
an  der  Basis  des  Abdomens  eingeschnürt  erscheinend.  Der  Falter  fliegt  im  offenen  Lande  das  ganze  Jahr 
thymbraeus.  hindurch  und  ist  in  Höhen  von  50(i)  bis  1560  m  ziemlich  häutig.  —  thymbraeus  Boisd.  (14b)  ist  von  Ost- 
aconophos.  Mexiko  bis  Honduras  verbreitet.  Der  Htlgl  trägt  beim  cf  und  ?  2  Reihen  roter  Flecke.  —  Bei  aconophos 
Grag  hat  der  Htlgl  nur  eine  Reihe  roter  Flecke,  die  Discalreihe  ist  verschwunden.  Zentral-  und  West-Mexiko. 

P.  lysithous.  Eine  polychromatische  Art.  Die  verschiedenen  individuellen  Formen  sind  mit  einer 
Ausnahme  ursprünglich  als  Arten  beschrieben  und  bis  in  die  Neuzeit  als  solche  angesehen  worden.  Die 
Formen  sind  durch  Zwischenstufen  miteinander  verbunden,  auch  ist  die  Zusammengehörigkeit  von  3  der 
Varietäten  (pomponius,  rurik,  Igsithous)  durch  Zucht  erwiesen.  Unterseite  des  Vtlgls  mit  2  roten  Basaltlecken, 
Hflgl  mit  3;  alle  Formen  mit  Schwanz.  Rp  auf  Anona,  bei  Tage  auf  der  Oberseite  eines  Blattes  an  der 
Mittelrippe  ruhend,  an  niederen  Zweigen  oder  Wurzeltrieben,  bei  Petropolis  das  ganze  Jahr  hindurch  ausser 
im  Juni  und  Juli  (Mitte  der  Trockenzeit) ;  schwarz  mit  gelben  Längsstreifen  und  weissgelbem  Sattelfleck. 
Die  Pp  wie  bei  den  verwandten  Arten  grün  mit  gell)em  Seitenstrich.  Brasilien  und  östliches  Paraguay.  Die 
platydesma.  Hauptformen,  welche  nicht  alle  überall  zusammen  Vorkommen,  sind  folgende:  f.  platydesma  At  «o  ,/.  (=  harri- 
sianus  auct)  (14b),  das  weisse  Band  des  Vtlgls  sehr  breit,  über  die  Zelle  bis  zum  Gostalrande  fortgesetzt; 
harrisianus.  f.  harrisianus  Sicains.  (=  Claudius  Boisd.,  athous  Fldr.),  das  weisse  Band  des  Vtlgls  hinten  breit,  vorne  stark 
verschmälert,  nicht  in  die  Zelle  eintretend,  der  Teil  von  der  Hinterecke  der  Zelle  bis  zum  Gostalrande  schmal 
oedipus.  oder  fehlend,  wie  bei  voriger  Form  die  hinteren  Submarginalflecke  des  Hflgls  gross;  f.  oedipus  U/cir.  (=  seba- 
lysithous.  stianus  Oherth.)  (14a),  Vtlgl  mit  Doppeltleck  von  der  1.  Mediane  rückwärts,  Htlgl  ohne  weisses  Band,  die 
brevi-  4  hinteren  Submarginalflecke  gross:  f.  lysithous  Hübn.  (14a),  Vtlglband  schmal,  oft  abgekürzt  (ab.  brevifas- 
extendatus  Wegm),  Htlgl  mit  kleinen  Submarginalflecken,  das  Discalband  gewöhnlich  nur  bis  zur  1.  Mediane  reichend, 

nirik  zuweilen  länger  und  mehr  distal  (ab.  extendatus  Wegni.)-,  f.  rurik  Fschsch.  (=  rurikia  ö/.  in  tab.,  laius  Boisd.), 
pomponiiis.  Vtlglband  verkürzt,  Hflgl  ohne  weisses  Band,  die  4  hinteren  Submarginaltlecke  ziemlich  gross;  f.  pomponius 
eupatorion.  Hopff'.,  Vtlglband  angedeutet  oder  wie  das  Htlglband  ganz  tehlend;  f.  eupatorion  Luc.,  beide  Htlgl  ohne 


I^AIMLK).  Von  Dl'.  Iv.  Johdan. 


Discalband,  Vflgl  mit  gelblichem  Saumbamle  und  die  Samrdlecke  de.s  llllgis  vergi'ös.sei'l  fwalirsclieinlich 
Aberration,  nur  die  l\ype  bekannt,  in  coli.  CnARnns  (JumiaiiüR). 

P.  asius  F.  (=  astyagas  Drimj,  manlius  Fcrtij)  (I4d).  Ein  ziemlich  liäuhger  Kaller  Ilrasiliens.  von  a:;iu:.. 

Bahia  bis  Rio  Grande  do  Sul  und  westwärts  bis  ins  östliche  Paraguay  verbreitet.  Ein  breites,  auf  dem  Vflgl 
costalwärts  verschmälertes  Band,  am  Gostalrande  des  Vtlgls  nach  aussen  von  der  Zelle  beginnend  und  vor  dem 
Abdominalrande  des  Htlgls  aufhörend;  Hflgl  dreieckig,  lang  geschwänzt.  Auf  der  Enterseite  trägt  der  lltlgl 
4  rote  Basaltlecke,  von  denen  2  am  Gostalrande  stehen,  ausserdem  stehen  vor  dem  Abdonhnalrande  ein  rotei' 

Streif  und  in  der  Nähe  des  Analwinkels  3  rote  Flecke.  Das  ?  dem  cf  ähnlich,  sehr  selten  in  Sammlungen. 

Die  Rp  uns  nicht  bekannt. 

Marcellus-Gruppe. 

In  der  inn>'ri'4//AS-Griip2)e  findet  sich  anf  der  Unterseite  des  Htlgls  eine  vom  Gostalrande  in  der  Richtung 
des  Analwinkels  verlaufende  rote  Linie,  die  wenigstens  am  Gostalrande  auf  beiden  Seiten  schwai'z  gesäumt  ist. 

Die  Arten  haben  gebänderte  Flügel,  und  der  dreieckige  Hfigl  ist  geschwänzt.  Die  1.  Sulx'ostale  des  Vtlgls  ist  frei, 
bei  einer  Art  {hfllerophon)  fehlt  sie  ganz. 

P.  marcellus  Cr.  (—  ajax  auct.)  (14c).  Der  gemeine  Asimina  -  Segelfalter  Nord- Amerikas.  Fhh' 
braungelb;  Tibien  und  Tarsen  grün;  Vtlgl  mit  8  griinhchweissen  Binden,  die  grüne  Farbe  in  der  Flügel¬ 
membran;  die  rote  Linie  der  Htlglunterseite  innen  weiss  gerandet.  Duftschu])pen  des  cf  lang.  Die  Rj) 
mit  6  feinen  schwarzen  (luerlinien  auf  jedem  Ringe,  die  Linien  gewöhidich  teilweise  zusammengetlossen. 

Die  Stirnhöcker  der  Pp  divergierend,  Thoraxhorn  senkrecht,  der  Seitenkiel  bis  zum  Gremaster  fortgesetzt, 
micht  unterbrochen.  Futterptlanzen :  Asimina,  besonders  A.  triloba,  auch  Ericaceen  und  Lauraceen.  Dieser  Falter 
ist  eins  der  klassischen  Beispiele  von  zeitlich  variierenden  Schmetterlingen.  Bei  den  Exemplaren,  die  als  Pp 
ein-  oder  zweimal  überwintern,  sind  die  Haare  der  Stirn  lang,  während  sie  bei  den  aus  nicht-überwinterten 
Ppn  schlüpfenden  Faltern  kurz  sind.  Die  Hauptformen  sind:  forma  hib.  marcellus  Cr.  (=  walshi  Kdw.),  (\\q  marcellus. 
Frühjahrsform  mit  breiten  weissen  Bändern,  zuweilen  treten  rote  Discaltlecke  auf  der  Oberseite  des  Htlgls 
auf  (ab.  abboti  Edw.)\  forma  hib.  loc.  floridensis  Holl,  ist  die  Frühjahrsform  aus  Florida,  die  breitere  schwarze  abboti. 
Binden  als  marcellus  besitzt:  forma  hib.  telamonides  Fldr.  (14c)  ist  die  spätere  Frühjahrsform,  die  den  Übergang  floridensis. 
in  die  Sommerform  bildet,  Vtlgl  etwas  länger  als  bei  f.  hib.  marcellus,  die  schwarzen  Binden  breiter,  die  i^lomomdes. 
Fransen  des  Schwanzes  ausgedehnter  weiss;  forma  aest.  lecontei  11.  n.  J.  {=  marcellus  auct.  non  Cramer),  gross,  lecontei. 
die  schwarzen  Binden  breit.  —  P.  marcellus  kommt  vom  südlichen  Ganada  bis  Florida  und  Texas  und  west¬ 
lich  bis  in  die  Prairiedistrikte  der  Mississippiebene  vor.  Sehr  häutig  wo  Pawpawbäume  Vorkommen.  Der 
Flug  der  Sommerstücke  ist  eleganter  als  der  der  Frühjahrsexemplare.  Der  Falter  Avandeif  oft  in  ziemlicher 
Menge,  in  schnellem  Fluge  nahe  dem  Boden  nordwärts  ziehend.  Er  ist  in  den  nördlichen  Gebieten  seines 
Vorkommens  eben  nur  ein  Zuzügler,  kein  ständiger  Bewohner. 

P.  marcellinus  Doubl.  (=  sinon  F.  non  Poda)  (14c).  Vtlgl  mit  Idassgrünen  Binden  und  einer  Reihe  marcellinus. 
Submarginaltlecke ;  Hflgl  mit  schwarzem  Submedianbande,  das  bis  zum  schwarzen  Saume  reicht:  die  rote 
Linie  der  Htlglunterseite  breit,  bis  zum  braunen  Saume  reichend.  Duftschuppen  des  cf  lang.  —  Jamaica. 

P.  celadon  Lucas  {=  sinon  God.  non  Poda)  (14c).  Der  vorigen  Aid  ähnlich,  aber  auf  dem  Vtlgl  celadon. 
hängt  das  blassgrüne  Discalband  mit  dem  3.  und  4.  blassgrünen  Zellbande  zusammen,  nicht  mit  dem  4.  und  5. ; 
die  rote  Linie  der  Htlglunterseite  dünn,  kürzer  als  bei  marcellinus.  Das  Analtergit  des  cf  ist  nicht  geteilt, 
da  die  Seitenzinken  fehlen.  —  Guba:  vielleicht  auch  in  Florida. 

P.  zonaria  Btlr.  (=  sinon  F.  non  Poda  (14c).  Die  blassen  Binden  schmal;  die  4.  und  5.  blassgrüne  zonaria. 
Zellbinde  des  Vtlgls  mit  dem  Discalbande  zusammenhängend,  schmal,  voneinander  getrennt.  —  Haiti. 

P.  philolaus  Boisd.  (14d).  Fhlr  schwarz:  das  7.  blassgrüne  Band  des  Vtlgls  nur  durch  einen  Fleck  philolaus. 
vertreten;  Hflgl  hinten  mit  2  roten  Flecken ;  auf  der  Unterseite  die  rote  Linie  des  Htlgls  auf  beiden  Seiten 
schwarz  gerandet,  vorne  wellig.  Duftschuppen  des  cf  kurz,  breit,  unregelmässig,  in  eine  Anzahl  Fäden  aus¬ 
gezogen.  Das  ?  in  2  Formen:  ?-f.  philolaus  RoL'(/.  dem  cf  ähnlich,  die  Unterseite  blasser;  ?-f.  niger  Eimer  niger. 

(=  nigrescens  Eimer,  felicis  Frühst.)  (14d),  die  blassgrauen  Binden  der  Flügelhaut  schwarz  beschuppt,  die 
Hügel  daher  schwarz  mit  schwachen  Spuren  der  Binden.  —  Rp  nicht  bekannt.  Der  Falter  häufig  von  Mexiko 
bis  Nicaragua,  in  niedrigen  Lagen,  oft  in  Mengen  am  Rande  von  Flüssen  auf  dem  Sande  sitzend. 

P.  xanticles  Bates  (=  plaesiolaus  Stgr.)  (1Gb).  Die  blassen  Binden  gelb,  das  7.  Band  des  Vtlgls 
mit  dem  breiten  Discalbande  zusammenbängend,  nicht  wie  bei  philolaus  durch  einen  einzigen  Fleck  ersetzt. 

Zwei  Formen,  die  dem  cf  ähnliche,  welche  zweifellos  existiert,  ist  aber  unseres  Wissens  noch  nicht  auf¬ 
gefunden;  die  zweite  Form,  ?-f.  philenora  Haase  (=  sheba  P.  n.  J.),  ist  schwarz,  mit  Ausnahme  der  gelben  phllenora. 
Submarginal-  und  der  roten  Analtlecke.  Duftschup]Ten  des  cf  wie  bei  philolaus.  —  Panama  und  am  Fuss 
der  Santa  Marta  in  Nord-Golumbien. 

P.  oberthueri  li.  u.J.  (14d).  Dem  philolaus  ähnlich,  die  blassen  Binden  breiter,  das  weisse  Discalfeld  oberthueri. 
an  der  2.  Mediane  ungetähr  l‘/2mal  so  breit  wie  das  schwarze  Saumfeld:  Hflgl  schmäler  als  bei  philolaus,  das 


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l’APILIO.  Von  Dr.  K.  Jokdan. 


schwarze  Mittelhand  reicht  mir  bis  an  die  Zelle;  letztere  weniger  als  bei  philolaus  zugespitzt.  Die  Duft¬ 
schuppen  des  cf  länger.  Das  ?  nicht  bekannt.  —  San  Pedro  Sula,  Honduras  (in  coli.  Charles  OiiERTHtTR). 
Unsere  Abbildung  ist  zu  klein. 

arcesilaiis.  P.  arcesllaus  Lucas  (=  anaxilaus  I^ldr.)  (14d).  Fhlr  schwarz;  Vtlgl  mit  6  grünlichen  Binden  und 

einer  Reihe  Suhmarginaltlecke,  das  6.  Band  kurz,  von  dem  grünlichen  Discalfehle  getrennt.  Duftschuppen 
des  cf  lang.  —  Nord-Venezuela  und  Columbien. 

P.  epidaus.  Fldr  schwarz ;  Flügel  weiss,  halhdurchsichtig,  aussen  fast  glasig.  Das  2.  schwarze  Band 
des  Vtlgls  erreicht  den  Hrd  aussen  von  der  Mitte  und  das  Discocellularband  ist  bis  zur  2.  Mediane  oder  bis 
epidaus.  zum  Hinterwinkel  des  Flügels  fortgesetzt.  Rp  nicht  bekannt.  Mexiko  bis  Honduras.  —  epidaus  Doubl . 
(15  c).  Das  2.  schwarze  Band  des  Vtlgls  nicht  über  halb  so  breit  als  der  helle  Zwischenraum  zwischen  dem 
2.  und  3.  Bande,  gewöhnlich  schmäler:  das  5.  Band  nicht  weit  über  die  2.  Mediane  hinausreichend,  nicht  bis 
an  das  Saumband  reichend:  der  hintere  Teil  des  Mittelhandes  des  Htlgls,  auf  der  Oberseite,  dünn  oder  nur 
angedeutet.  Von  Ost-Mexiko  bis  Nicaragua,  von  wo  neuerdings  Exemplare  dieser  Form  gekommen  sind.  — 
tepicus.  tepicus  B.  u.  J.  1.  und  2.  Band  des  Vtlgls  breiter  als  bei  der  vorhergehenden  Form,  5.  Band  hinten  mit  der  Rand¬ 
binde  vereinigt;  Htlgl  länger  und  der  Costalrand  kürzer  als  beiden  anderen  Formen.  West-Mexiko:  Provinz 
fetiochionis.  Jalisco.  —  feuochionis  (iodm.  u.  Salv.  5.  Band  des  Vtlgls  bis  zum  Hinterwinkel  verlängert,  Htlgl  viel  mehr 
ausgedehnt  schwarz  als  bei  den  vorigen  Subspecies.  Südwestliches  Mexiko :  Oaxaca,  Guerrero. 

bellerophon.  P.  bellerophou  Dcdm.  (=  coresilaus  Godt.,  swainsonius  Swains.)  (15  a).  Der  einzige  Papilio ,  dem 

die  1.  Subcostale  des  Vtlgls  fehlt.  Vtlgl  halbdurchsichtig,  mit  4  schwarzen  Binden.  ?  dem  cf  ähnlich,  mit 
etwas  l)reiteren  Htlgln.  Duftorgan  des  cf  wollig.  -  Brasilien:  Minas  Geraes,  Parana,  Santa  Gatharina, 
ziemlich  selten. 


Protesilaus-Gruppe. 

Die  Arten  der  nun  folgenden  j;/'w/e.9//c»s-Gruppe  sind  mit  Ausnalnne  von  npesdnus  sclnver  voneinander 
ohne  Zuhilfenahme  der  Genitalien  der  Falter  zu  unterscheiden.  Die  i'ote  Linie  der  Htiglunterseite  ist  nur  an  einer 
Seite  schwarz  gerandet.  Diese  weissen ,  schwarz  gebänderten  Falter  gehören  zum  Teil  zu  den  häutigsten  Papilios 
Südamerikas,  aber  nur  die  o^cf,  die  dagegen  sind  sehr  selten  in  den  Sammlungen.  Die  cfcf  sitzen  oft  in  dichten 
blassen  auf  feuchtem  Sande  oder  Schlamme.  Die  Rp  ist  mit  Sicherheit  nur  von  einer  der  Arten  bekannt  (  P.  sfe/io- 
drs)UHs)\  sie  ist  grün,  dorsal  schwarz  gefleckt  und  quer  gebändert,  zuweilen  fehlen  die  schwarzen  Zeichnungen  bis 
auf  eine  Querlinie  des  Prothoi'ax.  Das  Rückenhorn  der  Pp  ist  sehr  lang.  Die  Falter  sind  tro])isch. 

P.  agesilaus.  Leicht  daran  zu  erkennen ,  dass  die  rote  Linie  des  Htlgls  nach  aussen  schwarz 
gerandet  ist.  Von  Mexiko  bis  Bolivien  und  Goyaz  in  Brasilien  verbreitet,  noch  nicht  aus  Nicaragua  und 
fortis.  Costa  Rica  bekannt,  wo  das  Tier  aber  gewiss  vorkommt.  -  fortis  B.  u.  J.  von  Südwest-Mexiko :  Guerrero, 
Atoyac,  Oaxaca.  Die  schwarzen  Binden  l)reit,  Lund  2.  Band  des  Vtlgls  etwa  "/s  so  breit  wie  der  Zwischen¬ 
raum,  beide  bis  zum  Hrd  fortgesetzt,  oder  das  2.  Band  wenigstens  über  die  2.  Irdsader  hinausreichend;  das 
weisse  Submarginalband  nicht  breiter  als  das  schwarze  postdiscale  Band,  letzteres  nicht  von  einer  blassen  Linie 
neosilaus.  längsgeteilt;  Abdominalrand  des  Htlgls  schwarz,  die  beiden  roten  Analtlecke  schwarz  umzogen.  —  neosilaus 
Ilopff'.  Die  schwarzen  Binden  schmäler  als  bei  foriis,  das  1.  und  2.  Band  des  Vtlgls  höchstens  halb  so  breit 
als  der  weisse  Zwischenraum,  das  durchsichtige  Submarginalband  breiter  als  die  schwarze  Postdiscalbinde : 
Abdominalrand  des  Htlgls  teilweise  weiss,  die  roten  Analtlecke  vorne  breit  weiss  gerandet,  viel  weniger  breit 
eimeri.  schwarz  umzogen  als  bei  /o/YA.  Ost-Mexiko,  Guatemala,  Britisch-Honduras,  Honduras.  —  eimeri  B.  u.  J. 
Das  durchsichtige  Submarginall)and  des  Vtlgls  zwischen  der  4.  und  5.  Subcostale  höchstens  so  breit  als  die 
schwarze  postdiscale  Binde,  welche  an  seiner  inneren  Seite  steht.  West-Columbien,  oberes  Cauca-Tal  und 
agesilaus.  Panama.  — •  agesilaus  Guer.  (=  conon  llew.,  se[)tenilineatus  Eimer)  (15c).  Postdiscalband  der  Vtlgloberseite 
ohne  helle  Mittellinie,  schmäler  als  die  costale  Hälfte  des  durchsichtigen  Submarginalbandes;  subbasales  Band 
des  Htlgls  auf  der  Oberseite  nur  durch  einen  dünnen  auf  der  2.  Mediane  stehenden  Strich  vertreten,  ln  Grösse 
autosilaus.  sehr  veränderlich.  Zentral-  und  Ost-Columbien,  Nord-Wnezuela.  —  autosilaus  Bates.  Postdiscalband  des 
Vtlgls  durch  einen  blassen  Streif  längsgeteilt;  subbasales  Band  des  Htlgls  auf  der  Oberseite  voihanden. 
Orinoco,  Guiana,  Amazonenstrom,  Goyaz,  die  Ostabhänge  der  Anden  von  Ecuador  bis  Bolivien,  sowie  Paraguay, 
noch  nicht  vom  südöstlichen  Brasilien  bekannt ;  wie  die  vorige  Subspecies  sehr  häufig. 

P.  glaucolaus.  Um  diese  und  die  folgenden  Arten  sicher  zu  unterscheiden,  ist  es  nötig,  Exemplare 
aus  derselben  Gegend  miteinander  zu  vergleichen  und  eventuell  die  Sexualorgane  mit  in  Betracht  zu  ziehen. 
Bei  f/hntcolam  ist  das  schwarze  Postdiscalband  des  Vtlgls  weit  von  der  Hinterecke  der  Zelle  getrennt,  oder 
es  sind  die  Zähne  des  Htlgls  sehr  stumpf  und  die  hinteren  Suljinarginaltlecke  bräunlich  überzogen.  Duft- 
schup})en  des  cf  so  lang  wie  bei  protesdaus;  die  Harpe  tiügt  am  Dorsalrande  einen  sehr  hohen  Zahn  und  der 
Zentral-  sowie  der  Ventralfortsatz  sind  kurz,  letzterer  den  Unterrand  der  Haftklappe  nicht  erreichend.  Von 
Panama  bis  Guiana,  oberer  Amazonas,  südwärts  bis  Matto  Grosso,  uns  noch  nicht  aus  Südost-Peru,  Bolivien, 
Paraguay,  dem  eigentlichen  Brasilien  und  unterem  Amazonas  bekannt.  Nur  cfcf  in  den  Sammlungen.  Eine 
glaucolaus.  häufige  Art.  Rp  nicht  bekannt.  —  glaucolaus  ßcdes  (15a).  Grüidich ;  Band  1  und  2  des  Vtlgls  nicht  über 


Ausgeyeben  16.  IX.  07. 


PAPIIjK).  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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die  2.  Innenrandsadei'  hinaus  reicliend,  Band  6  2  bis  3  nun  von  dei-  llinterecke  der  Zelle  eidJej-nt,  vor  dei' 

2.  Radiale  nicht  verschmälert,  das  durchsichtige  Suhmarginalhand  am  5.  Suhcostalast  wenigstens  doppelt 
breit  als  das  schwarze  Saumband.  Panama,  Columbien,  mit  Ausnahme  der  Provinz  Cauca,  \'ielleicht  rucJi 
in  Nord-Venezuela.  —  melaenus  H.u.J.  Die  schwarzen  Binden  breiter  als  hei  der  vorigen  l-'orm.  der  diire}).  meUienus. 
sichtige  submarginale  Zwischenraum  des  Vtlgls  am  o.  Suhcostalast  gewöhnlich  nur  wenig  oder  gar  nielji 
breiter  als  das  Randhand,  in  einzelnen  Stücken  jedoch  viel  breiter,  in  welchem  Palle  aber  der  Zwischenraum 
zwischen  Binde  5  und  6  entsprechend  verschmälert  ist.  West-Columhien,  oberes  Caucatal.  —  leucas  A'.  ’c  •/.  /eaca:,. 
Flügel  nur  wurzelwärts  deutlich  grün;  Postdiscalband  des  Vtlgls  nahe  der  Hinterecke  der  Zelle  und  ge¬ 
wöhnlich  vor  der  2.  Radiale  verschmälert.  Htlgl  stumpfer  gezähnt  als  hei  pratesilaus,  die  Suhmarginaltleckc 
gebräunt,  Band  2  des  Vflgs  von  der  Zelle  ab  oben  schmäler  als  unten ,  die  Seiten  der  Stirn  weiss.  Die 
Harpe  des  leucan  stumpfer  als  bei  glaucolaus,  der  Dorsalzahn  schmäler  und  der  Zenti'alfoifsatz  längei’. 

Orinoco,  Guiana,  Amazonas,  Ost-Ecuador,  Ost-Peru,  Matto  Grosso;  häutig. 

P.  molops.  Das  1.  und  2.  schwarze  Band  des  Vtlgls  breit  und  beide  oder  wenigstens  eins  derselben  bis  zum 
Hrd  reichend,  das  4.  Band  gewöhnlich  ganz  durch  die  Zelle  gehend.  Der  gezähnte,  abwärts  gebogene  Dorsal¬ 
rand  der  Harpe  gerundet-erweitert.  ?  unbekannt.  Tropisches  Süd-Amerika,  weit  vei'breitet,  aber  nur  einzeln 
unter  den  weissen  Faltern  dieser  Grupjm.  —  molops  R.  u.  ,J.  Fhlr  braungelb;  der  schwarze  Seitenstreif  wo/o/«, 
des  Hlbs  so  breit  wie  der  an  seiner  Dorsalseite  liegende  gelbweisse  Streif;  1.  und  2.  Band  des  Vtlgs  breit, 
das  1.  den  Hrd  nicht  erreichend,  die  anderen  Binden  gleichfalls  lu’eit,  besonders  ist  die  6.  breiter  als  bei  allen 
anderen  Formen  der  pro/csf/öRs-Gruppe,  da  sie  w'enigstens  so  breit  wie  der  Zwischenraum  zwischen  Band  ö 
und  6  ist;  dies  6.  Band  dicht  an  der  Hinterecke  der  Zelle.  Dorsalrand  der  Har])e  plötzlich  erweitert.  Nordwest- 
Ecuador  und  West-Columbien.  —  hetaerius  R.  u..J.  (15b).  Von  der  vorigen  Form  leicht  durch  die  dünneren  hetaerius. 
schwarzen  Binden  zu  unterscheiden;  er  sieht  den  mit  hetaerius  zusammen  vorkommenden  protesilaus-Y ormew 
zum  Verwechseln  ähnlich,  ist  jedoch  viel  kleiner  als  der  columbische  protesüaus  und  hat  einen  viel  w^eniger 
scharf  gezähnten  Htlgl.  Seiten  der  Stirn  stets  weiss;  1.  und  2.  Band  des  Vtlgls  bis  zum  Hrd  reichend,  oder 
das  2.  Band  ganz  wenig  abgekürzt;  der  weisse  Submarginalmond  zwuschen  der  1.  und  2.  Radiale  des  Htlgls 
schmäler  als  der  entsprechende  Marginalmond;  der  Zwischenraum  des  subbasalen  und  medianen  Bandes  der 
Htlglunterseite  länger  als  bei  profesilaus.  Harpe  etwas  von  der  Harpe  des  molops  verschieden,  Dorsal-  und 
Ventralrand  mehr  gezähnelt,  der  Ventralfortsatz  länger  und  dem  Ventralrande  der  Haftklappe  zugekrümmt. 

Guiana,  Amazonas,  Columbien  und  Ecuador  (Westseite  ausgenommen),  Peru  und  Bolivien.  —  megalurus  R.  u.  .7.  megahmis. 
Fhlr  schwarz  wie  beim  brasilianischen  Stirn  seitlich  w'eiss;  die  weisse  subdorsale  Linie  des  Hlbs 

dünn;  1.  und  2.  Vflglband  erreichen  den  Hrd,  6.  Band  von  der  Zellecke  getrennt;  die  schwarzen  Zeichnungen 
des  Htlgls  etwas  mehr  ausgedehnt  als  bei  hetaerius.,  der  rote  Analtleck  länger;  Schwmnz  lang  und  breit. 

Dorsalrand  der  Harpe  weniger  als  bei  den  andern  wm^ojrs-Formen  erweitert.  Brasilien:  Leopoldina,  aber 
wahrscheinlich  weiter  verbreitet. 

P.  protesüaus.  Submarginalflecke  des  Htlgls  weiss,  selten  schwach  gelblich,  Htlgl  stäiker  als  bei 
glaucolaus  gezähnt,  die  Binden  1  und  2  des  Vtlgls  im  ganzen  kürzer  als  bei  molops.  Stirn  zuweilen  ganz 
braunschwarz.  Die  Duftschuppen  sehr  lang  und  dünn.  Der  Dorsalrand  der  Harpe  umgebogen,  flach  auf 
der  Harpe  liegend,  stark  gezähnt.  Rp  nicht  bekannt.  Mexiko  bis  Süd-Brasilien.  —  penthesilaus  Ftdr.  penthesilaus. 
Gross;  Dorsalstreif  des  Hlbs  sehr  schmal;  Band  1  des  Vtlgls  bis  an  den  2.  Submedianast,  Band  2  ein  wenig 
darüber  hinausgehend;  Band  4  kurz,  dreieckig,  selten  bis  zur  2.  Zellfalte  reichend;  Band  6  von  der  Zell¬ 
ecke  getrennt,  vor  der  2.  Radiale  etwas  verschmälert,  hinten  fast  immer  vom  Saumbande  getrennt;  roter 
Analtleck  des  Htlgls  gross,  Randzähne  zum  Teil  stark  vorspringend,  Fransen  weiss,  ausser  an  den  Ader- 
spitzen.  Apex  der  Harpe  zugespitzt,  Dorsalrand  gerundet.  Mexiko,  die  einzige  Form  dieser  Grupi)e,  die 
so  weit  nördlich  vorkommt;  sie  findet  sich  in  Vera  Gruz,  Yucatan,  Atoyac,  Oaxaca  etc.  im  Waldgebiete 
und  geht  im  Süden  vollständig  in  die  nächste  Form  über.  —  macrosüaus  Gray  von  Guatemala,  Britisch  macrosilaus. 
Honduras,  Honduras  und  Nicaragua.  Band  1  und  2  des  Vtlgls  schmal,  4  fehlt  oder  ist  nur  durch  einen 
Gostaltleck  vertreten,  '6  an  der  2.  Radiale  etwas  gewinkelt  und  costalwärts  verschmälert,  hinten  mit  dem 
Saumbande  verbunden;  letzteres  weniger  scharf  begrenzt  und  etwas  blasser  als  bei  penthesilaus,  durch¬ 
sichtiges  Submarginalband  mit  Haarschuppen;  roter  Analtleck  des  Htlgls  schmäler  als  bei  penthesilaus.  Spitze 
der  Harpe  abgestutzt,  Zentralfortsatz  kürzer  als  bei  der  mexikanischen  Form,  spatelförmig,  an  der  Spitze 
stark  gezähnt,  Ventralfortsatz  den  Unterrand  der  Haftklappe  nicht  erreichend,  nach  hinten  gebogen.  — 
leucones  R.  u.  ,T.  Schwarze  Dorsallinie  des  Hlbs  fehlend  oder  dünn;  Band  1  des  Vtlgls  dünn,  2  bis  zum  lencones. 
Hrd  oder  nahe  an  denselben  gehend ,  die  Zwischenräume  zwischen  1  bis  3  an  der  Mediane  von  gleicher 
Breite;  die  weissen  Marginal-  und  Submarginaltlecke  des  Htlgls  gross,  der  Saum  nur  an  den  äussersten  Spitzen 
der  Adern  schwarz,  aber  die  Fransen  von  der  Costa  bis  zur  2.  Radiale  teilweise  schcvarz;  roter  Analtleck 
gross.  Harpe  ähnlich  der  des  macrosilaus,  einige  der  Zähne  des  Ventralrandes  vergrössert,  Ventralfortsatz 
ungezähnt,  den  L^nterrand  der  Haftklappe  nicht  erreichend,  die  Zähne  des  spatelförmigen  Zentralfortsatzes 
mehr  oder  weniger  dorsal  gerichtet.  Manaure,  am  Fusse  der  Santa  Marta  in  Nord-Columbien ;  wahrscheinlich 
bewohnt  diese  Form  die  Nordküste  Columbiens.  —  dariensis  R.  u.  ,1.  Dorsallinie  des  Hlbs  breit,  der  Saum  dariensis. 
des  Htlgls  zwischen  Costa  und  1.  Radiale  ganz  oder  fast  ganz  schwarz.  Der  erweiterte  Teil  des  Dorsal- 
V 


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PAPILIO.  Von  Dr.  K.  Jobdak. 


randes  der  Harpe  distal  mit  dreieckigem  Zahn,  Ventralfortsatz  von  der  Wurzel  bis  zur  Spitze  gezähnelt. 
Dem  archesilmis  sehr  ähnlich,  Vtlgl  an  der  Wurzel  breiter  grün,  die  schwarzen  Bänder  etwas  dünner,  Band  1 
nicht  über  den  2.  Submedianast  hinausgehend,  4  selten  bis  zur  2.  Zellfaite  reichend;  Htlg  weniger  stark  als 
bei  archesilaus  gezähnt,  das  Subbasalband  der  Vllglunterseite  schmäler.  Flügel  des  ?  schwach  gelblich, 
besonders  die  Analgegend  des  Htlgls.  Costa  Rica,  Panama  und  die  Inseln  an  der  Westküste  Panamas.  • — 
archesilaus.  archesilaus  Fldr.  (=  rubrocinctus  Eimer  partim)  (15a).  Im  ganzen  bedeutend  grösser  als  protesilaus ,  Hflgl 
stärker  gezähnt,  der  Apex  der  Zelle  des  Htlgls  unten  mehr  oder  weniger  rot  gerandet.  Columbien,  West- 
protesilaiis.  Ecuador,  und  Nord- Venezuela.  —  protesilaus  L.  (15  c).  Band  1  und  2  des  Vtlgls  reichen  gewöhnhch  über 
den  2.  Submedianast  hinaus,  4  geht  meist  bis  über  die  Mitte  der  Zelle  hinaus  und  erreicht  zuweilen  den 
Hrd  der  Zelle,  das  durchsichtige  Submarginalband  trägt  wenigstens  im  Costaldrittel  bräunliche  Schuppen; 
Hflgl  stärker  gezähnt  als  bei  glaucolaus  leucas.  Stirn  bei  Exemplaren  aus  den  Anden  oft  ganz  braunschwarz. 
Dorsalrand  der  Harpe  in  einen  Zahn  erweitert,  der  bei  Exemplaren  aus  den  Anden  zuweilen  fehlt.  Orinoco, 
nigricornis.  Guiana,  Amazonas  von  Parti  aufwärts,  Ost-Abhänge  der  Anden  von  Ecuador,  Peru  und  Bolivien.  —  nigri- 
cornis  Stgr.  (=  leilus  Swains.  partim).  Fhlr  gewöhnlich  schwarz;  Stirn  braunschwarz,  an  den  Seiten  nicht 
weiss.  Dorsalband  der  Harj^e  mit  grossem  Zahn.  Ost-Paraguay  und  Brasilien. 

he/ios.  P.  helios  E.  u.  J.  (i5b).  Fhlr  und  Stirn  wie  bei  nigricornis  braunschwarz.  Flügel  gelblich;  Vtlgl 

durchsichtig;  Htlgl  schärfer  gezähnt  als  ])ei  nigricornis,  das  schwarze  Postdiscalband  gerade,  hinten  nicht  wie 
bei  den  proics/ZuM-s-Formen  unterbrochen,  die  Älarginal-  und  submarginalen  Flecke  gelblich.  Unterseite  gelber 
als  Oberseite;  die  rote  Linie  des  Htlgls  an  der  Aussenseite  weiss  gerandet.  Dorsalrand  der  Harpe  nicht  in 
einen  grossen  Zahn  erweitert,  der  4pex  der  Harpe  zugespitzt,  Ventralfortsatz  ungezähnt.  —  Brasilien,  uns 
nur  aus  Parana  bekannt. 

orthosilaus.  P.  orthosilaus  Wcym.  (16  c).  Fhlr  gelbbraun,  nicht  schwarz.  Stirn  an  den  Seiten  gelblich  weiss. 

Vtlgl  durchsichtig;  Htlgl  stark  gezähnt,  auch  oben  mit  einem  Zentralbande,  das  Postdiscalband  und  der 
schwarze  Saum  zu  einem  breiten  Randbande  zusammengetlossen,  die  gelblichen  Marginal-  und  Submarginal¬ 
monde  klein.  —  Paraguay  und  Goyaz  in  Brasilien;  selten,  unseres  Wissens  bis  jetzt  nur  3  cfcf  bekannt. 

earis  P.  earis  R.u.J.  (16a).  Fhlr  dunkel  gelbbraun.  Stirn  an  den  Seiten  gelblich.  Flügel  schwach  gelb¬ 

lich,  unten  schwach  rötlich;  Binden  schmal,  4.  Band  des  Vtlgls  zu  einem  Fleckchen  reduziert,  6.  Band  dicht 
an  der  Hinterecke  der  Zelle;  die  gelblichen  Marginal-  und  Submarginaltlecke  des  Htlgls  schmal,  olien  und 
unten  kleiner  als  beim  namentypischen  ‘protesilaus  \  Htlgl  unten  mit  pfeilförmiger  langer  schwarzer  Makel 
vor  dem  Abdominalrande,  diese  Makel  bei  protesilaus  reduziert.  Dorsalrand  der  Harpe  schwach  erweitert, 
Ventralfoi'tsatz  ungezähnt,  den  Unterrand  der  Haftklappe  nicht  erreichend,  Zentralfortsatz  kurz,  breit,  spatel¬ 
förmig,  stark  gezähnt.  ?  nicht  bekannt.  —  Östliches  Ecuador,  wahrscheinlich  weiter  verbreitet. 

stenodesnius.  P.  stetiodesmus  E.  u.  J.  (15b).  Fhlr  schwarz.  Stirn  seitlich  weiss.  Vtlgl  distal  durchsichtig,  die 

Binden  dünn,  Zwischenraum  von  Band  1  und  2  halbnochmal  so  breit  als  der  von  Band  2  und  3 ;  Htlgl  länger 
als  bei  protesilaus  und  pentliesüaus,  gewöhnlich  schwach  gelblich,  stark  gezähnt,  Zentralband  der  Unterseite 
etwas  gebogen,  der  Zellspitze  näher  stehend  als  bei  protesilaus  und  telesilaus.  Dorsalrand  der  Harpe  nicht 
erweitert.  Rp  und  Pp  vergl.  Seite  40.  —  Paraguay;  Brasilien,  von  Petropolis  bis  Blumenau;  eine  häutige 
Art,  gewöhnlich  mit  protesilaus  und  telesilaus  verwechselt. 

P.  telesilaus.  Körper  und  Flügel  gelblich;  Fhlr  l)raungelb,  Stirn  an  den  Seiten  weiss;  Sub-  und 
iMarginaltlecke  des  Htlgls  gelb.  Dorsalrand  der  Harpe  schwach  oder  gar  nicht  erweitert;  Zentralfortsatz 
entweder  einfach  oder  ventral  an  der  Basis  gezähnt.  Duftschuppen  kürzer  und  breiter  als  bei  den  anderen 
Arten  dieser  Gruppe,  mit  Ausnahme  des  agesilaus.  Rp  nicht  mit  Sicherheit  bekannt.  Panama  bis  Süd- 
Brasilien;  die  cfcf  sehr  häufig,  oft  mit  protesilaus,  agesilaus,  glaucolaus,  etc.,  zusammen  auf  feuchtem  Sande 
dolius.  oder  Schlamme  sitzend.  —  dolius  E.  u.  J.  Band  1  des  Vtlgls  nicht  bis  zum  Hrd  verlängert;  Saum  des 
Htlgls  vorne  ausgedehnter  weiss  als  bei  der  nächsten  Subspecies;  Subbasalband  der  Hllglunterseite  nicht  in 
die  Basalzelle  eintretend.  Dorsalrand  der  Harpe  nur  sehr  spärlich  gezähnt,  kaum  erweitert,  Zentralfortsatz 
telesilaus.  v^entral  an  der  Wurzel  nicht  gezähnt.  Panama  und  Westküste  von  Columbien.  —  telesilaus  Ildr.  (16a). 

Band  1  des  Vtlgls  an  der  3.  Submediane  entlang  fortgesetzt ;  Subbasalband  der  Hllglunterseite  tritt  in  die  Basal¬ 
zelle  ein.  Dorsalrand  der  Harpe  erweitert,  gezähnt,  Zentralfortsatz  mit  gezähnten!  Kamm  ventral  der  Wurzel. 
Zentral- Columbien  bis  Guiana  und  Para,  südwärts  bis  Bolivien,  Paraguay  und  Rio  Grande  do  Sul  verbreitet. 

Thyastes-Gruppe. 

Bei  den  Arten  der  dichtschipjpigen  ///j^cs/rÄ-Grupjie  hat  der  Hflgl  auf  der  Unterseite  ein  rotes  oder  braun¬ 
gelbes  Band,  das  ungefähr  ])arallel  mit  dem  Aussenrande  verläuft  und  am  Costalrande  hinter  der  Mitte  beginnt. 
Bei  allen  Arten  läuft  die  1.  Subcostale  in  die  Costale,  was  bei  den  vorhergehenden  Grup])en  nicht  vorkommLv 

P.  marchandi.  Htlgl  unten  mit  braungelbem  Discalbande.  Zeichnungen  der  Oberseite  gelb,  beide 
Flügel  mit  gelbem  Discalfelde  und  Submarginaltlecken,  das  Feld  des  Vtlgls  costalwärts  durch  mehrere  Flecke 
mardiandi.  fortgesetzt.  Rp  nicht  bekannt.  Mexiko  bis  West-Ecuador.  —  marchandi  Boisd.  (16b).  Das  braungelbe 


PAPILIO.  Von  Dr.  K.  JcniDAN. 


48 

Discalband  der  Hflglunterseite  vorne  gewöhnlich  gebogen.  Discalfeld  der  Ober.seile  beider  Flügel  tief  diinkf-lgelb. 

Mexiko  bis  Honduras,  im  Hügellanile,  in  Guatemala  bis  zu  25(K)  Fuss  häutig.  panamensis  Ohrrll,.  Hie  pamwu-nds. 
gelbe  Farbe  im  ganzen  blasser  als  bei  der  nördlichen  Form,  zuweilen  blassgelb,  die  Submarginalflecke  zwi.'Cht  n 
2.  Radiale  und  2.  Mediane  des  Htlgls  grösser,  das  Discalfeld  des  Vtlgls  an  den  Adern  tiefer  eingekerbf.  (  iosta 
Rica  bis  West-Ecuador. 

P.  thyastes.  Vtlgl  mit  vollständigem  oder  unterbrochenem  gelbem  Discalbande  und  Htlgl  mit  grossem 
gelbem  Discalfelde;  Unterseite  des  Htlgls  mit  roter  Discallinie.  Ecuador  bis  Bolivien;  Brasilien.  -  thyastinus 
Oberth.  Die  Submarginaltlecke  zwischen  2.  und  3.  Radiale  des  Vtlgls  vom  entsprechenden  Discalilek  getrennt, 

Discalband  gewöhnlich  an  der  3.  Radiale  unterbrochen,  der  1.  Submarginaltleck  fehlt  oder  ist  klein.  (Jst- 
abhänge  der  Anden  von  Nord-Ecuador  bis  Zentral-Peru,  oberer  Amazonenstrom.  —  zoros  H.  //.  ■!.  Wie  zoros. 
vorher:  der  1.  Submarginaltleck  des  Vtlgls  scharf  umschrieben;  der  Discaltleck  zwischen  3.  Radiale  und 
1.  Mediane  distal  gewöhnlich  abgestutzt,  die  obere  Ecke  nicht  abgerundet.  Südost-Peru  und  Bolivien.  -- 
thyastes  Drunj  (=  diaphorus  Hbn.)  (161)).  Blasser  gelb  als  die  Anden-Formen ;  Discalband  des  Vtlgls  nicht  thyastes. 
oder  nur  sehr  schwach  unterbrochen,  der  Submarginaltleck  zwischen  2.  und  3.  Radiale  ganz  dicht  am  Discal¬ 
tleck  oder  mit  ihm  teilweise  verschmolzen;  das  schwarze  Discalfeld  des  Htlgls  tritt  nicht  in  die  Zelle  ein. 

Südliches  Brasilien,  nur  von  Saö  Paulo  bis  Rio  Grande  do  Sul  bekannt. 

P.  dioxippus  Heu'.  (t6c).  Flügel  auf  der  Oberseite  mit  gemeinsamem  grüngelbem,  dreieckigem  Fehle;  dioxippus. 
Vtlgl  mit  Resten  von  Gostalbinden ;  Htlgl  mit  2  roten  Flecken  am  Analwinkel.  —  Sehr  häufig  in  Bogotä- 
Sarnmlungen;  Täler  der  Flüsse  Gauca,  Magdalena  und  Meta,  in  mittleren  Höhen.  ?  nicht  bekannt. 

P.  iacandones.  Das  Discalfeld  des  Vtlgls  reicht  costalwärts  bis  an  die  untere  Zellecke  oder  darüber 
hinaus.  Guatemala  bis  Bolivien.  ?  nicht  bekannt.  —  Iacandones  Bates  von  Guatemala  und  Panama.  Vtlgl  Iacandones. 
mit  4  dünnen  Submarginaltleken,  Discalfeld  nach  vorne  über  die  2.  Radiale  hinausreichend.  —  diores  It.  u.  J.  diores. 
(16b).  Vtlgl  breiter,  mit  5  Submarginaltlecken,  die  grösser  als  bei  der  vorigen  Subs])ecies  sind,  Discalband 
nicht  über  die  2.  Radiale  hinausreichend,  der  hintere  Subapicaltleck  der  Zelle  viel  kleiner  als  bei  Iacandones. 

Ostabhänge  der  Anden  von  Ecuador,  Peru  und  Bolivien. 

P.  calliste.  Binden  und  Flecke  der  Flügel  blassgelb  oder  grünlich  gelb,  ähnlich  wie  l)ei  dioxippus 
angeordnet;  Submarginalreihe  des  Vtlgls  gebogen;  Htlgl  mit  2,  selten  3  roten  Flecken,  und  mit  2  sehr  grossen 
grünlich  gelben  Marginalflecken  von  der  2.  Radiale  bis  zur  1.  Mediane;  Unterseite  des  Htlgls  mit  blassem 
Saumbande.  ?  uns  nicht  bekannt.  Mexiko  bis  Gosta  Rica.  —  calliste  Bates  {—  lorzae  Boisd.)  (16  bj.  Die  calliste. 
beiden  äusseren  Zellbinden  des  Vtlgls  deutlich  ausgebildet,  auch  die  drittletzte  mehr  oder  weniger  angedeutet, 
das  Discalfeld  an  der  Zelle  vor  der  2.  Mediane  ausgerandet.  Westliches  Mexiko,  Guatemala  und  Britisch- 
Honduras.  —  olbius  R.  ii.  J.  Gi'össer  als  die  vorige  Form;  auch  die  äusseren  Zellbänder  des  Vtlgls  in  der  olbius. 

Mitte  schwarz  überzogen;  Discalfeld  breiter,  daher  das  schwarze  Saumfehl  auf  beiden  Flügeln  schmäler  als 
bei  calliste-,  Submarginallinie  der  Vflglunt ersehe  von  der  1.  Mediane  ab  nur  angedeutet.  Gosta  Rica. 

P.  leucaspis.  Stirn  ganz  braunschwarz;  Hlb  unten  gelblich;  die  Flügel  mit  gemeinsamem,  drei¬ 
eckigem,  grüngelbem  Felde;  das  braune  Saumfeld  mit  schwärzlichen  Linien  parallel  zum  Saume.  ?  nicht 
bekannt.  Golumbien  bis  Bolivien;  ein  recht  häutiger  Andenfalter.  —  lamis  R.  u.  ./.  Die  hinteren  Zelltleke  lamis. 
des  Vtlgls  gross,  auch  unten  sehr  deutlich.  Golumbien.  —  leucaspis  Godi.  (16c).  Die  Zelltlecke  des  Vtlgls  leucaspis. 
kleiner,  unten  gewöhnlich  eben  angedeutet,  die  beiden  äusseren  hinteren  Zelltlecke  weiter  voneinander 
entfernt.  Ostabhänge  der  Anden  von  Ecuador  bis  Bolivien. 

Dolicaon-Gruppe. 

Die  hier  folgenden  7  Papilios  bilden  die  dolicaoii-Gmm^e.  Bei  diesen  Arten  ist  auf  der  Unterseite  des 
Htlgls  keine  rote  oder  gelbe  Binde  vorhanden.  Es  ist  bei  einigen  Arten  nur  die  1.  Subcostale  des  Vtlgls  distal  mit 
der  Costale  vereinigt,  während  bei  anderen  auch  die  2.  Subcostale  mit  der  Costale  in  Verbindung  tritt. 

P.  serville.  Vtlgl  mit  breitem  schwarzem  Zellbande,  das  schräg  vom  Gostalrande  zum  Saumfelde  läuft 
und  sich  mit  demselben  vereinigt.  Im  Vtlgl  die  1.  und  2.  Subcostale  nach  aussen  mit  der  Gostale  vereinigt, 
die  2.  Subcostale  selten  frei.  ?  nicht  bekannt.  Nord-Venezuela,  Golumbien  bis  Bolivien.  Häubg.  —  acritus  acritus. 

R.  ii.  J.  Die  Flecke  auf  Kopf  und  Brust  klein,  ebenso  der  gelbliche  Seitenstreif  des  Hlbs  reduziert,  die 
Zeichnungen  zuweilen  fehlend;  Zelle  des  Htlgls  gewöhnlich  ohne  schwärzliche  Streifen.  Nord-Venezuela, 

Ost-  und  Zentral-Golumbien.  — ■  serville  Godt.  (=  servillei  Boisd.,  boliviana  Weeks)  (16cj.  Die  Flecke  auf  serville. 
Brust  und  Kopf  stets  vorhanden,  Hlb  an  jeder  Seite  mit  2  gelblichen  Streifen,  von  denen  der  obere  breit 
ist;  Zellstreifen  des  Vtlgls  deutlich,  das  Subapicalfeld  der  Zelle  immer  braun  schattiert;  die  blassen  )Makeln 
vor  dem  Saume  des  Htlgls,  auf  der  Unterseite,  deutlicher  als  bei  acritus.  West-Golumbien  und  Ecuador  bis 
Bolivien. 

P.  columbus  Koll.  (=  hippodamus  Fldr.,  burtoni  Reak.)  (16c).  Mit  sercille  sehr  nahe  verwandt;  columbus. 
das  schmale  grüne  Gostalband  des  Vtlgls  schräger  als  bei  serville,  Saumfeld  der  Vtigluntei’seite  mehr  purpur- 
weiss,  die  schwärzlichen  Linien  in  demselben  und  der  gelbliche  Streif  auf  der  Unterseite  der  Abdominalfalte 


44 


PAPILIO;  EURYADES.  Von  Dr.  K.  Joedan. 


des  Hflgls  weniger  deutlich  als  bei  servüle-,  das  schwarze  Aussenfeid  des  Hflgls  berührt  zuweilen  die  Zelle, 
fulva.  dringt  aber  nicht  in  dieselbe  ein.  Individuen  mit  gelblichem  statt  tiefrotem  Analfleck  sind  ab.  fulva  Oberth. 

$  dem  cd  ähnlich.  Gordillere  von  Bogota  bis  zur  West-Küste  Columbiens,  Nordwest-Ecuador;  häufig,  ein 
?  in  coli.  H.  J.  Adams. 

P.  orabilis.  Kolbe  des  Fhlrs  schwarz ;  das  schwarze  Mittelband  des  Vtlgls  geht  nicht  bis  zum  Saum¬ 
felde,  Htlgl  mit  langem  rotem  Analtleck,  der  bis  an  die  2.  Mediane  reicht.  ?  nicht  bekannt.  Guatemala  bis 
orabilis.  West-Columbien.  —  orabilis  ButJ.  Das  schräge  Discalband  des  Hflgls  oben  nicht  angedeutet.  Costa  Rica, 
isocharis.  Panama  und  (fraglich)  Guatemala.  —  isocharis  B.  u.  J.  (17a).  Zentralband  des  Vtlgls  stets  bis  an  die 
2.  Mediane  reichend;  das  schwarze  Saumfeld  des  Hflgls  breiter  als  bei  orabilis,  mit  einem  schräg  nach  vorne 
gerichteten  Sporn,  der  dem  hinteren  Teile  der  Discalbinde  der  Unterseite  entspricht.  West-Columbien. 

saivini.  P.  salvini  Bates  (17b).  Die  schwarzen  Binden  sehr  reduziert,  ein  schmales  Band  in  der  Mitte  der 

Zelle,  nicht  über  die  Mediane  hinausgehend;  Unterseite  glänzend  weiss;  Htlgl  mit  schwarzbraunem  Discal- 
bande,  das  fast  gerade  vom  Costalrande  zum  roten  Analtleck  läuft.  1.  und  2.  Subcostale  des  Vtlgls  nach 
aussen  mit  der  Costale  vereinigt.  ?  und  Rp  nicht  bekannt.  —  Guatemala,  Britisch-Honduras  und  (fraglich) 
Yucatan;  die  meisten  in  den  Sammlungen  enthaltenen  Exemplare  stammen  aus  den  Wäldern  im  nörd¬ 
lichen  Vera  Paz,  Guatemala. 

caliias.  P.  callias  B.  u.  J.  (=  columbus  Heiv.  non  Kollar)  (17a).  Das  kurze  Zellband  des  Vflgls  viel  breiter 

als  bei  salvini,  das  Discocellularband  auch  kurz  und  breit,  sich  an  der  Hinterecke  der  Zelle  mit  dem  Saumfelde 
vereinigend;  Htlgl  kürzer  als  bei  den  vorhergehenden  Arten;  der  vor  dem  dünnen  Schwänze  stehende  Rand¬ 
zahn  verlängei’t,  dünn.  Htlgl  unten  mit  schwarzem  Discalbande,  das  sich  an  der  Zellspitze  in  zwei  Aste 
teilt;  dies  Band  beim  ?  mehr  nach  aussen,  ganz  nahe  am  Saumfelde  stehend,  mit  dem  es  fast  verschmolzen 
ist.  —  Ost-Ecuador,  Peru,  Amazonas. 

P.  dolicaon.  Kopf  und  Brust  schwarz,  weiss  punktiert.  Schwarzes  Zellband  des  Vtlgls  schräg  wie 
bei  callias,  aber  noch  breiter  als  bei  dieser  Art,  zwischen  Zelle  und  A2)ex  des  Flügels  ein  Fleckenband. 
Htlgl  gerundet,  mit  dünnem  Schwänze,  unten  mit  gegal)eltem  Discalbande,  der  proximale  Ast  der  Gabel 
zum  Abdominalrande  laufend.  Die  1.  Subcostale  mit  der  Gostalader  vereinigt,  2.  Subcostale  frei  wie  bei  ca/Kus- 
liebriis.  Rp  nicht  bekannt.  Columbien  bis  Paraguay  und  Südost-Brasilien.  —  hebrus  B.  u.  J.  Das  weisse  Subapical- 
feld  der  Vtlglzelle  costalwärts  verschmälert;  Htlgl  stärker  als  bei  den  andern  Subspecips  gerundet.  Unter¬ 
seite  beider  Flügel  purpurn;  das  Discalfeld  des  Vtlgls  durch  breite  schwarze  Aderstreifen  in  Flecke  zerlegt; 
deileon.  Htlgl  gelblich.  Columbien:  Magdalenatal  und  Cordillere  von  Bogota.  —  deileon  Fldr.  (17a).  Saumband 
der  Htlglunterseite  von  der  1.  Radiale  ab  schmal,  an  der  2.  Radiale  nur  1 — 2  mm  breit,  der  innere  Ast  des 
Discalbandes  durchquert  die  Zelle  grade  am  Ursprung  der  2.  Mediane,  der  grünweisse  Apicalfleck  der  Zelle 
viel  grösser  als  der  costalwärts  vor  ihm  stehende  Fleck.  Ost-Ecuador  bis  Bolivien  und  Matto  Grosso  und  den 
Amazonas  abwärts  l)is  Para;  nach  Feldee  auch  von  »Bogota«,  doch  mögen  seine  Exemplare  von  der  Ostseite 
tromes.  der  Gordillere  von  Bogota  oder  von  Nordost -Ecuador  sein.  —  tromes  B.  u.  J.  Grünweisses  Sifijapicalfeld 
der  Vtlglzelle  oben  sehr  schwach  schwärzlich  schattiert;  Saumband  des  Hflgls  breit,  die  am  Apex  der  Zelle 
stehenden  grünweissen  Flecke  zwischen  1.  und  3.  Radiale  klein.  Saumband  der  Vtlglunterseite  von  der 
1.  Radiale  ab  nur  etwa  1  mm  breit;  der  innere  Ast  des  Discalbandes  des  Hflgls  etwas  distal  von  der  Ur¬ 
sprungszelle  der  2.  Mediane  stehend,  grünweisser  Apicalfleck  der  Zelle  höchstens  so  lang  wie  der  davor 
dolicaon.  zwischen  dem  2.  Subcostal-  und  t.  Radialast  stehende  Fleck.  Nord- Venezuela.  —  dolicaon  Cr.  Saumband 
der  Vtlglunterseite  an  der  2.  Radiale  beim  &  3 — 5  mm  breit,  beim  ?  etwas  schmäler;  innerer  Rand  des  Saum¬ 
feldes  der  Htlgioberseite  von  der  Zelle  entfernt  verlaufend;  innerer  Arm  des  Discalbandes  der  Htlglunterseite 
wie  bei  tromes  nach  aussen  von  der  Ursprungszelle  des  2.  Medianastes;  der  braungelbe  Postdiscaltleck  zwischen 
dem  2.  Subcostal-  und  1.  Radialaste  quer  zu  den  Adern  stehend.  Orinoco;  Guiana.  —  deicoon  Fldr.  Die 
weissen  Subapicaltlecke  des  Vtlgls  gross;  das  schwarze  Saumfeld  des  Hflgls  schmäler  als  bei  den  anderen 
Formen.  Paraguay;  Brasilien,  von  Rio  Grande  do  Sul  bis  Goyaz. 

iphitas.  P.  iphitas  Hbn.  {—  dolicaon  Godt.  non  Gramer)  (17a).  Dem  dolicaon  ähnlich;  gelb,  das  schwarze 

Saumfeld  des  Vtlgls  hinten  schmäler;  das  schräge  Discalband  des  Hflgls  auf  der  Oberseite  vom  schwarzen 
Saumfelde  ab  bis  Avenigstens  zum  2.  Subcostalaste  vorhanden.  ?  uns  nicht  bekannt.  —  Brasilien,  im  Hügel¬ 
lande:  Espiritu  Santo,  Orgel-Gebirge  in  der  Provinz  Rio  de  Janeiro,  Pernambuco. 

2.  Gattung:  Burm. 

Stirn  kurz  behaart.  Schenkel  nackt,  nicht  wollig,  mit- einigen  Borsten  Amrsehen;  Tarsen  kurz.  Fhlr 
mit  starker  Kolbe  und  an  jeder  Seite  einer  Reihe  Sinnesgruben.  Stiel  der  Subcostalgabel  des  Vtlgls  so  lang 
Avie  der  hintere  Gabelast  (=  5.  Subcostalast) ,  1.  Radiale  vor  der  Mitte  des  Zellschlusses;  Basalzelle  des 
Hflgls  gross,  2.  Subcostalast  Aveit  aussen ,  ungetähr  auf  gleicher  Höhe  mit  der  2.  Mediane  von  der  Zelle  ab- 
zAveigend,  Apex  der  Zelle  gerundet,  die  Hinterecke  stumpf.  Die  zAveiteiligen  Haftklappen  des  cf  nicht  ganz 
zusammenschliessend ;  das  ?  nach  der  Copulation  mit  sog.  Legetasche.  Rp  auf  Aristolochia,  und  ebenso  Avie 


BARONIA.  Von  Dr.  K.  Jordan.  —  PARNA>SSIUS.  Von  H.  Stiched. 


A-r> 


die  Pp  ganz  wie  bei  den  Aristolochienf altern  aus  der  Verwandtschaft  des  Papilio  pcrrheJncH  geformt  und  ge¬ 
färbt.  Bei  diesen  Aristolochienfaltern  finden  wir  ancb  sclion  eine  rudimentäre  begetasche;  l)ei  Knriia(lt;.<  ist 
dieselbe  gross,  zweiflügelig.  —  Diese  Gattung  ist  auf  das  Gebiet  des  Rio  Parana  (mit  seinen  Nebenflüssen; 
beschränkt:  Argentinien  und  Paraguay;  2  Arten,  die  beide  sexuell  dimorph  sind. 

E.  duponcheli  Lnc.  (17b).  Geschwänzt;  cf  sammetschwarz,  mit  gelbem  Bande  grosser  .Makeln  in  daponfhelL 
der  Mitte  und  auf  dem  Pltlgl  ausserdem  2  Reihen  roter  Flecke,  von  denen  die  submai'ginaien  oben  nui’ 
mehr  oder  weniger  angedeutet  sind.  ?  gelbbraun,  distal  und  in  der  Zelle  des  Vtlgls  schwarz,  das  Flecken- 
band  oben  nur  durch  2  Subcostalmakeln,  die  auf  dem  Vtlgl  stehen,  angedeutet;  die  roten  Flecke  des  llilgls 
oben  grellrot;  Untei’seite  grösstenteils  graugelb.  —  Von  Buenos  Aires  nordwärts,  am  häufigsten  im  Xord- 
westen  Argentiniens. 

E.  corethrus  Boisd.  (17b,  c).  Ungeschwänzt,  cf  viel  blasser  als  bei  duponcheli^  halbdurchsichtig;  corethrus. 
Hllgl  auch  oben  ausserhalb  der  roten  Discaltlecke  mit  einem  Bande  gelber  Flecke.  ?  gleichfalls  blasser  als 
bei  der  vorigen  Art,  der  Saum  schmäler  schwarz,  die  ganz  blassroten  Submarginaltlecke  des  Hllgls  gross, 
dagegen  die  Discalreihe  durch  schwarze  Flecke  ersetzt,  nur  der  letzte  immer,  oft  auch  der  erste  und  zu¬ 
weilen  noch  die  nächsten  zwei  rötlichgrau  gekernt.  —  Nicht  ganz  so  häufig  wie  vorige  Aid  und  nicht  so 
weit  verbreitet;  mehr  in  der  Nähe  des  Rio  Parana  und  Rio  Paraguay. 

3.  Gattung:  Baroiiia  Salv. 

Fhlr  kurz,  mit  breiter  Kolbe.  Beine  gleichfalls  sehr  kurz,  Schenkel  langhaarig,  vor  der  Spitze  mit 
einigen  Stachelborsten,  Tibien  rauhborstig;  1.  Tarsensegment  etwa  so  lang  wie  die  Schiene;  der  Sporn 
der  Vorderschiene  bis  zu  ^ji  der  Tibie  reichend.  Vtlgl  ziemlich  schmal,  1.  und  2.  Subcostale  dicht  zusammen, 
die  1.  mit  der  Gostale  und  teilweise  auch  mit  der  2.  Subcostale  verschmelzend,  die  3.  fehlt,  4.  und  b.  ziem¬ 
lich  lang  gestielt;  1.  Radiale  von  der  Zelle  ausgehend,  Flrd  der  Zelle  fast  gerade,  kein  Mediansporn;  Htlgl 
gerundet,  mit  grosser  Basalzelle,  die  1.  Subcostale,  welche  dieselbe  aussen  schliesst,  sehr  schwach;  Prä- 
costale  gegabelt,  2.  Subcostale  weit  mehr  nach  aussen  von  der  Zelle  abzweigend  als  die  2.  Mediane.  Schuppen 
der  Flügel  abgerundet.  —  Die  einzige  bekannte  Art  gehört  in  die  Nähe  von  Farnassius.  Guerrero,  West-Mexiko. 

B.  brevicornis  Sah.  (17  c).  Herr  0.  T.  Baron  entdeckte  dies  eigenartige  Tier  in  der  Nähe  &qv  brevicornis. 
neuerdings  durch  Erdbeben  zerstörten  Stadt  Ghilpancingo ,  wo  die  Falter  im  Juni  und  Juli  in  4500  Fuss 
Höhe  flogen.  Er  erbeutete  nur  5  Exemplare,  die  sich  in  den  Sammlungen  von  Godman,  Rothschild  und 
der  Galifornia  Academy  befinden.  Schwärzlichbraun,  mit  blassgellien  Zeichnungen;  unten  sind  alle  Flecke 
des  Hllgls  sowie  die  apicalen  und  submarginalen  Flecke  des  Vtlgls  silberweiss.  ?  etwas  grösser  als  das  cf, 
die  hellen  Zeichnungen  ausgedehnter. 

4.  Gattung:  Parnat^Hiiis  Latr. 

Wegen  der  allgemeinen  Gharaktere  wird  auf  die  Ausführungen  in  Pars  I,  Bd.  1,  Seite  19  verwiesen. 

Ein  besonderes  Gattungsmerkmal  ist  das  Eehlen  der  Hrdsader  im  Htlgl  und  der  bei  der  Gattung  Fapilio  s.  sfr. 
vorhandenen  Querader  zwischen  Mediana  und  Submediana  nahe  der  Wurzel  des  Vtlgls.  Ein  auffälliger 
Gharakter  ist  im  übrigen  die  bei  Euryades  erwähnte  Legetasche  (Abdominaltasche,  poche  cornee,  pouch)  der 
begatteten  Weibchen,  die  sich  sonst  nur  noch  bei  Avenigen  verwandten  Gattungen  in  ähnlicher  Weise  vorfindet, 
nämlich  bei  Eurycus  Boisd.,  Liiehdorfia  Criiy.,  auch  vereinzelt  innerhalb  der  Gattung  Fapilio  (bei  F.  proneus 
llhn.)  (Jordan)  und  bei  der  ganzen  Familie  der  Acraeiden  vorkommt.  Dem  Wesen  dieses  Anhängsels  sind 
eingehende  Beobachtungen  und  Untersuchungen  gewidmet.  Es  ist  nicht  ein  Organ  des  Körpers,  sondern 
ein  Produkt  des  Tieres  selbst  und  entsteht  bei  der  Gopulation  der  Geschlechter  in  der  Weise,  dass  das  cf 
ein  äusserst  schnell  erstarrendes  Sekret  aus  einer  im  Leibesende  liegenden  Drüse  absondert,  Avelches  im 
Augenblick  des  Austritts  mit  Hilfe  eines  besonderen  membranösen  Organes  (Peraplast)  in  eine  bestimmte 
Form  gebracht  und  an  das  Abdomen  des  ¥  angeheftet  wird  (Siebold,  Thomson,  Scuddee).  Dieses  Produkt 
ist  also  ein  von  den  Gopulationsorganen  unabhängiges  Gebilde,  dessen  Form  aber  von  der  eigentümlichen 
Gestaltung  jener  abzuhängen  scheint,  und  daher  als  ein  ausgezeichnetes  Hilfsmittel  zur  Unterscheidung  der 
Arten  und  zur  Bildung  von  Verwandtschaftskreisen  aufzufassen  ist.  Über  den  Zweck  des  eigentümlichen 
Gebildes  ist  nichts  Sicheres  bekannt.  Man  sollte  annehmen,  dass  dasselbe  irgend  eine  Rolle  bei  der  Eiablage 
spiele,  dementgegen  steht  aber  die  Beobachtung  Thomson’s  bei  einer  Zucht  von  Farnassius  apollo  L.  im  In- 
sektarium  des  zoologischen  Gartens  zu  London;  derselbe  ist  der  Ansicht,  dass  die  Tasche  nach  der  Gopu¬ 
lation  ohne  jede  Nutzanwendung  sei.  Der  Umstand,  dass  ¥¥  von  Parnassews- Arten  gefangen  worden  sind, 
in  deren  Tasche  man  ein  loses  Ei  fand,  lässt  die  Vermutung  zu,  dass  das  Tier  dieses  so  lange  mit  sich 
führe,  bis  es  einen  geeigneten  Platz  zur  Ablage  gefunden  hat. 

Die  Pamassräs-Formen  sind  Bewohner  des  Gebirges  in  der  nördlichen  gemässigten  Zone,  sie  fehlen 
in  den  Tropen,  Subtropen  und  in  der  südlichen  gemässigten  Zone  Amerikas  gänzlich,  selbst  in  denjenigen 


46 


PARNASSIÜS.  Von  H.  Stichel. 


Höhenlagen  der  Gordillere,  welche  ihren  sonstigen  Lebensbedingungen  genügen  würden.  Ihr  Verbreitungs¬ 
gebiet  ist  auf  einen  westlichen  Streifen  Nord- Amerikas  beschränkt,  als  Südgrenze  ist  etwa  der  35.*^  nörd¬ 
licher  Breite  anzunehinen,  im  Osten  bildet  der  Hauptzug  des  Felsengebirges  die  Grenzlinie,  während  sie 
nördlich  in  Alaska  bis  zum  Polarkreis  Vordringen;  im  Gebirge  steigen  sie  bis  gegen  4000  m  (14  000'  engl.)  auf. 

Amerika  beherbergt  Vertreter  von  nur  zwei  nach  der  Abdominaltasche  sachlich  zu  trennenden  Gruppen, 
von  denen  F.  thor,  clodiiis  und  ihre  Nebenformen  zur  paläarktischen  C/mvA-s-Gruppe  mit  weisslicher,  lang¬ 
gestreckter,  blasenartiger  Tasche  zu  rechnen  sind,  während  die  smintheus-Fonnen  zur  «poZZo-Gruppe  mit 
kleiner,  dunkelbrauner,  blattartig  zugespitzter  und  unten  gekielter  Tasche  gehören. 

P.  eversmanni  Mm.  (Bd.  1,  10  g)  wird  in  Alaska  durch  eine  Form  mit  verschmälerten  Binden  vertreten, 
thor.  auf  welche  der  nach  dem  ?  aufgestellte  Name  thor  II.  Edw.  anzuwenden  ist.  Grundfarbe  des  cf  gelb  wie  bei  der 
asiatischen  Form,  Zeichnung  des  Vflgls  mit  derjenigen  des  ?  von  P.  cJodius  ziemlich  übereinstimmend,  aber  die 
Binden  und  Flecke  schmaler  und  die  ausserhalb  der  Zelle  liegende  Discalbinde  etwas  weiter  von  jener  ab¬ 
gerückt,  weniger  unregelmässig  und  schärfer  begrenzt ;  der  Hflgl  ohne  submarginale  Halbmonde ,  nur  nahe 
dem  Discus  2  unbestimmte  Wischllecke,  das  Wurzel-  und  Hrdfeld  schwärzlich,  2  rot  gefüllte  Augenflecke 
an  den  gewöhnlichen  Stellen,  der  hintere  mit  einem  schwarzen  Anallleck  durch  eine  schmale  bindenartige 
Schattierung  vereinigt.  ?  weisslich  mit  verbreiterten  Binden,  im  Hflgl  der  Analfleck  doppelt  rot  gekernt, 
die  Verbindung  desselben  mit  der  hinteren  Ocelle  breiter,  nahe  dem  Aussenrde  eine  Reihe  scharfer  schwarzer 
Mondflecke.  Nur  in  3  Exemplaren  (1  cf,  2  ??)  bekannt:  Am  Oberlauf  des  Yukon-Flusses,  Juni. 

clodiiis.  P.  clodius  Men.  (17  d)  ist  mit  eversmanni  sehr  nahe  verwandt.  Grundfarbe  weiss,  nur  beim  ?  die 

ausserhalb  der  Zelle  liegende  kurze  Gostalbinde  mit  dem  Hrdtleck  durch  eine  unregelmässige  Staubbinde 
vereinigt,  die  glasige  Submarginalbinde  des  Vtlgls  scharf  aber  schmal,  das  cf  mit  kleinen,  das  ?  mit  grösseren, 
halbmondförmigen  Submarginaltl ecken  auf  dem  Hflgl;  bei  letzterem  der  Analtleck  meistens  rot  gekernt. 
Küstengebiet  von  Oregon  und  Galifornien,  südlich  bis  etwa  San  Francisco.  Die  Biologie  ist  noch  unbekannt. 
Als  Futterpflanze  wird  Viola  vermutet,  vielleicht  auch  Sedum  und  möglicherweise  Vaccinium  oder  Rubus 
(dewberry)  (Wright).  Wird  häufig  (noch  in  neueren  Werken)  mit  dem  spezifisch  verschiedenen  F.  darius 
Eversm.  aus  Asien  verwechselt  oder  dieser  Name  findet  auf  die  Gebirgsform  der  Art  (s.  weiter  unten)  An¬ 
wendung.  —  Eine  unter  der  Stammform  vorkommende  Aberration  mit  gelblichen  anstatt  roten  Analtlecken 
a/taunis.  ist  ab.  altaurus  Di/ar.  Im  nördlich  anschliessenden  Gebiet  fliegt  eine  durchschnittlich  grössere  Rasse  mit 
stark  verbreiterter  Marginalzeichnung  des  Vtlgls.  Saum-  und  Submarginalbinde  sind  zu  einem  breiten  Streifen 
claudiarms.  vereinigt,  durch  dessen  Mitte  nur  eine  Reihe  kleiner  weisser  Halbmonde  zieht.  Diese  Form  ist  als  clau- 
dianus  Stich.  (17c)  eingeführt  worden.  Bei  dem?  ist  die  schwarze  Bindenzeichnung  weniger  intensiv  aber 
breiter,  die  Verbindung  von  Gostaltleck  und  Hrdtleck  nur  als  schmaler  Streif  schattiert,  im  Hflgl  sehr  grosse 
Marginalmondtlecke,  der  Analtleck  ohne  roten  Kern.  Washington  (Territ.);  Insel  Vancouver,  Typen  No.  27  918 
bis  27  921  im  Kgl.  Zool.  Museum  Berlin.  Es  gibt  Übergänge  zur  typischen  Form.  Vom  Gebiet  der  Haupt- 
halditr.  form  nach  Osten  im  Gebirge  aufsteigend  findet  sich  baldur  FL  W.FMw.  (17  e).  Dieser  ist  ausgezeichnet  durch 
reduzierte  und  weniger  scharfe  Zeichnung.  Beim  cf  fehlt  im  Vtlgi  meistens  der  Hrdtleck  und  im  Hflgl  der 
Analfleck ;  die  hintere  Ocelle  ist  in  der  Regel  verkleinert ;  das  ?  entbehrt  der  submarginalen  Mondflecke  auf 
dem  Hflgl,  der  Analfleck  ist  selten  rot  gekernt,  in  lieiden  Geschlechtern  die  weisse  Bestäubung  sehr  dünn, 
etwas  durchscheinend.  Sierra  Nevada,  etwa  vom  Emigrant-  bis  Truckee-Pass ,  auch  aus  dem  Wahsatch- 
Gebirge  (Utah)  gemeldet.  Variiert  ziemlich  stark  und  bildet  einerseits  Ül)ergänge  zur  Küstenform,  anderer¬ 
seits  tritt  eine  weitere  Reduzierung  der  Zeichnung  ein.  Nicht  selten  sind  Exemplare  mit  punktartig  ver- 
liisca.  kleinertem  hinterem  Augentleck:  ab.  lusca  Stich.  (17  e)  oder  solche,  bei  denen  beide  Ocellen  nur  rudimentär 
menetriesii.  erhalten  sind:  ab  menetriesü  IL  Edw.  (17 e).  Vereinzelt  hingegen  tritt  ab.  lorquini  Oberth.  auf,  welcher  die 
lorqiiim.  Augenflecke  gänzlich  fehlen.  Beim  Typus  dieser  Form  sind  im  übrigen  auch  alle  schwarzen  Zeichnungen 
ausgelöscht  bis  auf  zwei  schmale  längliche  Flecke  in  der  Mitte  und  am  Ende  der  Zelle  des  Vtlgls  und  etwas 
gallatiniis.  schwärzliche  Bestäubung  am  Hrd  des  Hflgls.  —  Eine  weitere  Rasse  aus  Montana,  gallatinus  Stich.,  zeichnet 
sich  dadurch  aus,  dass  beim  cf  die  Bindenzeichnung  im  allgemeinen  schwach  ausge])rägt  ist,  dagegen  tritt 
eine  vollkommene  Discalbinde  ausserhalb  der  Zelle,  ähnlich  wie  lief  dem  ?  der  typischen  Form,  auf;  Hflgl 
ohne  Analfleck  und  mit  kleinen  Ocellen;  das  ?  ist  stärker  gezeichnet,  teilweise  schwärzlich  überstäubt,  der 
Vtlgi  mit  breiter  Submarginalbinde,  im  Hflgl  die  submarginalen  Mondtlecke  und  der  Analtleck  kräftig  ent¬ 
wickelt.  Gallatin  county  (Elrood). 

smintheus.  P.  smintheus  Doubl,  ist  ein  amerikanischer  Vertreter  des  asiatischen  Jh  phoebusF.  Grundfarbe  kreide- 

weiss,  Vtlgi  mit  den  der  apio/Zo-Gruppe  eigentümlichen  schwarzen  Flecken,  bei  der  typischen  Form  im  Vtlgi 
eine  unvollkommene  Submarginalbinde,  die  Gostaltlecke  schwach  rot  gekernt,  der  glasige  Saum  am  Aussenrd 
schmal,  häufig  nur  bis  zur  Hälfte  des  Flügels  reichend,  von  weissen  Saumfleckchen  unterbrochen,  die  weissen 
Fransen  an  den  Aderenden  schwarz  gescheckt;  Hflgl  mit  2  kleinen  rot  gefüllten  Ocellen,  Hrdtleck  in  der 
Regel  schwach  angedeutet.  ?  in  der  Regel  etwas  grösser,  Vtlgi  mit  grösseren,  rot  gefüllten  Gostaltlecken, 
starkem  Hrdtleck  und  breiterem  Saum,  Hflgl  mit  grösseren  Augenflecken,  1 — 2  rot  gefüllten  Analflecken  und 
einer  Reihe  von  submarginalen  Halbmondtlecken.  Ausserordentlich  variabel  in  Grösse  und  Zeichnung,  beim 


FAKNASSIUS.  Von  W.  .Stich  kl. 


47 


(f  die  Submarginalbinde  des  Vtlgls  manchmal  stärker  entwickelt,  der  glasige  .Saum  in  sehr  verschiedenei 
Weise  angelegt,  die  weissen  Stellen  darin  bald  schwächer,  bald  stärker  ausgeprägt,  im  Mrdfelde  mitunter' 
ein  stärkeres  schwarzes  Fleckchen,  die  Gostaltlecke  auch  ganz  schwarz,  i'eichlicher  rot  oder  weisslich  gekei'nt: 
auf  dem  Hllgl  der  Analtleck  in  einzelnen  Fällen  deullichei'  und  nahe  dem  Hände  zuweilen  einige  scliwäi'z- 
tiche  Fleckchen.  Bei  den  ??,  namentlich  solchen  aus  höher  gelegenen  Gegenden,  ist  reichere  schwarzo 
Zeichnung  und  teilweise  Verdunkelung  der  weissen  Grundfarbe  eine  nicht  seltene  Erscheinung,  auch  kommen 
öfters  in  beiden  Geschlechtern  Individuen  mit  gelblichen  anstatt  roten  Augenflecken  vor,  die  gewöhnlich 
mit  hehrii  (s.  weiter  unten)  bezeichnet  werden.  Dieser  Name  muss  aber  für  die  westliche  Rasse  der  Ai-t 
voi-behalten  Irleiben.  Stücke  ohne  Rot  auf  der  Oberseite,  bei  denen  also  auch  die  (Reellen  des  Htlgls  zu 
schwarzen  Flecken  reduziert  sind,  werden  gewöhnlich  als  sedakovii  Mm.  bezeichnet.  Dies  ist  jedoch  eine 
asiatische  Form  von  P.  phoebus  F.  und  ist  der  Name  durch  ab.  mendica  Htich.  ersetzt  worden.  mendka. 

Das  Ei  ist  halbkugelig,  auf  der  Höhe  etwas  eingedrückt,  die  Oberfläche  dicht  gekörnt,  die  Farbe 
elfenbeinweiss  mit  einem  schwachen  grünlichen  Ton.  Entwicklung  verschieden,  einige  Eier  ergeben  die 
Rpn  in  demselben  Jahre,  andere  überwintern.  Die  junge  Rp  ist  nahezu  zylindrisch,  von  schwarzer  Farbe, 
der  Kör])er  mit  kleinen  behaarten  Warzen  bedeckt.  Erwachsen  erreicht  sie  eine  Länge  von  23 — 28  mm 
(0,9  — 1,1  inch.),  die  Grundfarbe  ist  dann  schwarzbraun,  an  der  Unterseite  und  den  Beinen  braun,  der 
Körper  ist  mit  kurzen  straffen  Haaren  bedeckt  und  mit  4  Reihen  gelber,  zuweilen  weisser  Flecke  gezeichnet, 
das  Tier  besitzt  eine  gabelförmige,  ausstülpbare  gelbliche  Drüse  im  Nacken;  der  Kopf  ist  breit,  mit  ein¬ 
gedrückter  Naht,  von  schwarzer  Farlie.  Pp  zylindrisch,  gedrungen,  etwa  15  mm  (0,6  inch.)  lang,  die  Ober¬ 
seite  fein  granuliert,  von  gelbbrauner  Farbe  mit  grünlichem  Schein.  Wenn  die  Rp  zur  Verpupjiung  schreitet, 
zieht  sie  ein  Blatt  oder  mehrere  Blätter  durch  einige  Spinnfäden  zu  einer  Art  Kokon  zusammen,  es  wurden 
aber  auch  Ppn  am  Boden  unter  Holzstückchen  ohne  Spur  eines  Gespinstes  gefunden.  Dauer  der  Pupjien- 
ruhe  unbekannt.  Die  Flugzeit  der  Falter  währt  vom  Mai  bis  September,  scheint  aber  von  der  Witterung 
und  sonstigen  klimatischen  Eintlüssen  abzuhängen  und  ist  die  hauptsächliche  Erscheinungszeit  der  Monat 
Juli  (CouRTis).  Die  Eiablage  scheint  regellos  und  unbekümmert  der  Umgebung  zu  geschehen  und  bleibt 
es  der  ausschlüpfenden  Rp  überlassen,  ihre  Nahrungsptlanze  zu  finden;  es  wurde  beobachtet,  dass  die  Eier 
einzeln  an  Gras-  oder  andere  Ptlanzenstengel  (Gompositen,  Artemisia  etc.),  ja  selbst  an  Steine  oder  sogar 
auf  dem  Erdboden,  aber  immer  nahe  diesem,  abgelegt  werden.  Über  die  Futterpflanze  sind  verschiedene 
Ansichten  kundgegeben,  so  wurde  u.  a.  Gastelleia  integra  als  solche  vermutet  (Bruce)  und  auch  Saxifraga 
in  Frage  gezogen,  dann  aber  Sedum  stenopetalum  als  die  wahre  Nährpflanze  bezeichnet  (id.);  W.  H.  Edwards 
erzog  die  Rpn  mit  Sedum  ternatum,  sie  nahmen  aber  auch  andere  Sedum -Arten  an.  Bei  Nacht  leben  sie 
verborgen  in  Schlupfwinkeln  an  der  Erde  und  kommen  erst  mit  dem  Sonnenschein  hervor,  sie  sind  häufig 
mit  Schmarotzern  (Tachinen)  behaftet.  Die  Falter  sind  an  ihren  Flugplätzen  häufig,  aber  nicht  allein  wegen 
natürlicher  Hindernisse  der  Bodenformation,  sondern  auch  wegen  ihres  heftigen  und  hohen  Flugs  schwer  zu 
fangen.  Frischen  männlichen  Tieren  haftet  namentlich  zur  Zeit  der  Paarung  ein  eigentümlicher,  strenger 
und  unangenehmer  Geruch  an,  der  an  Mäuse  erinnert  (W.  H.  Edwards,  Weight,  Reakirt,  Fruiistoreer  u.  a.). 

Heimat  der  typischen  Rasse:  Felsengebirge  in  Wyoming  und  Colorado. 

Die  Art  ist  sehr  unbeständig,  nach  der  Erfahrung  bei  der  europäischen  und  asiatischen  .Species  ist 
Rassenbildung  in  gewissen  begrenzten  Lokalitäten  aber  mit  höchster  Wahrscheinlichkeit  anzunehmen.  Diese 
Rassen  greifen  indessen  ineinander  über  und  in  dem  Fluggebiet  der  einen  finden  sich  Invididuen  mit  Merkmalen 
der  anderen  Formen  und  umgekehrt,  so  dass  die  bei  den  folgenden  Formen  angeführten  Charaktere  nur  für  die 
Allgemeinheit  anzuwenden  sind.  In  zweifelhaften  Fällen  muss  die  Heimat  des  Tieres  den  Ausschlag  für  die 
Zugehörigkeit  geben.  Als  hermodur  IT.  Edw.  wird  gewöhnlich  nur  eine  stark  verdunkelte  Form  des  ?  bezeichnet,  hennodar. 
Das  Original  ist  aus  südlicherer  Gegend  des  Fluggebietes  angegeben,  cücf'  (17  e)  dortiger  Gegend  sind  vor¬ 
wiegend  dadurch  abweichend,  dass  der  glasige  Saum  des  Vtlgls  nicht  durch  weisse  Flecke  am  Rande  unter¬ 
brochen  ist,  die  Submarginalbinde  ist  nur  ganz  schwach' vorhanden ,  auch  sind  die  Gostaltlecke  mitunter 
stark  reduziert;  ??  kommen  in  mehr  oder  weniger  verdunkelter  Form  vor.  Der  Name  kann  auf  die  Gesamt¬ 
heit  der  südlichen  Rasse  Anwendung  finden.  Süd-Colorado,  nördl.  Neu-Mexiko.  —  Bei  sayii  TU  IL  Edw.  sayii. 

(17  d)  sind  die  cf  cf  gewöhnlich  grösser,  mit  grösseren  tiefroten  Ocellen  und  nähern  sich  sonst  dem  asiatischen 
intermedius  Men.,  bei  den  ??  ist  in  der  Regel  eine  reichere  Bestreuung  mit  schwarzen  .Schuppen  bemerkbar, 
so  dass  dieselben  hierin  mit  den  ??  der  vorigen  Form  harmonieren ;  die  Gostaltlecke  des  Vtlgls  sind  gross 
und  ganz  rot  ausgefüllt,  der  glasige  Saum  breit,  nur  durch  eine  Reihe  von  Kappenflecken  von  der  Sub¬ 
marginalbinde  getrennt,  die  submarginalen  Halbmonde  des  Hflgls  besonders  kräftig  und  zu  einer  breiten 
Binde  zusammengetlossen.  Montana,  Judith  Mountains.  —  Aus  dem  nach  Norden  anschliessenden  Bereich 
des  Felsengebirges  ist  eine  kleinere  Form  als  nanus  Neumoeg.  beschrieben.  Diese  ähnelt  im  Typus  der  ab.  namis. 
mendica,  beim  cf  fehlt  auf  der  Oberseite  jegliches  Rot  in  beiden  Flügeln,  der  grössere  Teil  des  Aussenrds 
ist  glasartig  grau,  im  Hflgl  ist  nur  das  Hinterrdfeld  schwärzlich  und  im  Discus  steht  statt  der  Ocelle  ein 
schwarzer  Fleck.  Das  ?  ist  dem  von  hermodur  ähnlich,  dunkel  bestäubt  mit  2  rot  gefüllten  Gostaltlecken, 

Hflgl  mit  glasgrauem  Saum,  die  roten  Ocellen  mit  weisser  Pu2)i]le,  alle  schwarzen  Zeichnungen  lebhaft. 

Britisch  Columbia  und  Montana.  —  Im  Westen  vertritt  behrii  W.  H.  Ediv.  {il  d)  die  Art,  eine  ziemlich  behrii. 
grosse  Form,  bei  welcher  das  cf  im  allgemeinen  etwas  gestrecktere  Vtlgl  hat,  die  Submarginalbinde  ist  vorn 


48 


UrJjeschreibungs-Nachweis  der  amerikanischen  Papilioniden. 


durch  scharfe  schwarze  Kappentlecke  markiert,  die  sich  nach  hinten  verlieren,  \on  den  Gostaltlecken  der 
vordere  gewöhnlich  rötlich  gekernt,  der  glasige  Saum  ist  auf  die  vordere  Hälfte  beschränkt,  verschmälert 
und  durch  die  weissen  Randtlecke  so  weit  eingeschränkt,  dass  er  nur  als  eine  Reihe  schwärzlicher  Keilflecke 
erhalten  ist;  Augentlecke  des  Htlgls  klein.  Als  besonderes  Charakteristikum  ist  die  rotgelbe  Verfärbung  der 
Ocellen  und  Auftreten  kleiner  Submarginaltlecke  im  Htlgi  angegeben,  diese  Merkmale  sind  aber  nicht 
konstant.  Die  ??  tragen  im  Vtlgl  in  der  Regel  stark  rot  gefüllte  Gostalflecke,  eine  kräftige  Submarginal¬ 
binde,  sind  im  Discus  mehr  oder  weniger  schwärzlich  bestäubt,  auf  dem  Htlgi  sind  die  submarginalen  Mond- 
tlecke  bindenartig  vertlossen  und  am  Rande  selbst  stehen  graue  Saumtlecke.  Der  Eindruck  im  grossen  und 
ganzen  wie  saijU  ?  oder  ein  helleres  hermoclxr  $.  Galifornien  (Sierra-Nevada),  Utah.  Eine  der  ab.  mendica 
niger.  entsprechende  Zustandsform  dieser  Lokalvarietät  ist  ab.  niger  Wrighf ;  dieselbe  trägt  auf  dem  Vtlgl  nur 
zwei  schwarze  Zelltlecke,  einen  kümmerlichen  Gostalfleck,  Spuren  einer  Submarginalbinde,  der  Aussenrd 
entbehrt  eines  glasigen  Saumes,  beide  Ocellen  des  Htlgls  sind  zu  schwarzen  Punkten  reduziert.  Summit, 
magnus.  Süd-Galifornieii ,  2600  m.  —  Eine  andere  grosse  Form  der  Art  ist  magnus  Wright,  sie  unterscheidet  sich 
von  hetrü  nur  unbedeutend  dadurch,  dass  die  Submarginalbinde  des  Vflgls  fast  vollständig,  aber  weniger 
scharf  aufgetragen  ist,  auch  ist  der  Glassaum  breiter,  bis  zum  Hinterwinkel  ausgedehnt  und  weniger  durch 
weisse  Saumtlecke  eingeschränkt;  Htlgi  bei  dem  Original  ohne  Anal-  und  Saumtlecke,  der  vordere  Augen- 
tleck  sehr  klein,  der  hintere  auch  nur  massig  gross,  dieser  mit  weisser  Pupille,  jener  ganz  rot;  ?  mit  reich 
rot  gefüllten  Gostaltlecken  und  rot  gekerntem  Hinterrdtleck  -des  Vtlgls,  im  Discus  schwärzliche  Schattierung, 
Saum  breit  glasig  grau;  Ocellen  des  Htlgls  gross,  die  hintere  mit  weisser  Pupille,  Submarginalbinde  nicht 
allzu  kräftig,  aber  am  Rande  selbst  glasige  ßesäumung.  Enderby,  Brit.  Golumbia.  —  Der  nördlichste  Ver- 
apricatus  \yq\q\'  der  Art  ist  apricatus  Stich.  (17  d);  ausgezeichnet  durch  rundlichen  Flügelschnitt  und  sehr  starke 
schwarze  Fleckbildung;  im  Vtlgl  die  Gostalllecke  zu  einer  kurzen  Binde  umgestaltet,  in  welcher  vorn  ein 
fast  quadratischer  roter  Fleck  liegt;  Submarginall)inde  scharf  markiert,  im  Hinterrdfelde  ein  grosser  schwarzer 
Fleck;  auf  dem  Hflgl  das  Hinterrdfeld  breit  schwarz,  ein  kleiner  Analtleck,  die  Ocellen  gross  und  tiefrot 
gefüllt ,  in  der  hinteren  einige  weisse  Stäubchen.  ?  in  der  Zeichnung  dem  cd  ähnlich ,  etwas  schwärzlich 
überstäubt,  Submarginalbinde  des  Vtlgls  und  der  glasige  Saum  breiter  und  vollständig,  Htlgi  mit  breiter 
Submarginalbinde  und  schwärzlich  glasigem  Saum.  Im  allgemeinen  den  ??  der  asiatischen  jo/mcZ)»s- Formen 
sehr  ähnlich.  —  Insel  Kadiak  (Alaska). 

Von  älteren  Autoren  (Moimis,  Boisduval)  wird  P.  nomion  Finch,  d.  IV.  aus  dem  Felsengebirge  und 
Galifornien  verzeichnet,  nach  neueren  Angaben  (Dvae,  Wkight)  soll  die  Art  in  Alaska  Vorkommen.  Eine 
sichere  Bestätigung  dieser  Angaben  fehlt  indessen,  und  es  scheint,  namentlich  bezüglich  der  Angaben  älteren 
Datums,  eine  Verwechslung  mit  einer  Form  von  sminthem  vorzuliegen. 


Alphabetisches  Verzeichnis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibung  der  unter  den  amerikanischen  Papilioniden  aufgeführten  Formen. 

*  bedeutet,  dass  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 


abboti  Pap.  Mimdf.  Canad.  Entomol.  XV,  p.  87. 

abderus  Pap.  Hopff.  Nene  Scbmett.  II,  p.  1.  * 

acauda  Pap.  Oberth.  Et  d’Ent.  iV,  p.  98. 

aconophos  Pap.  Gray.  Cat.  Lep.  Ins.  Br.  Mns.  I,  p.  fiS.  * 

acritus  Pap.  R.  &  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  73.5. 

adaea  Pap.  R.  &  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  640. 

aeneas  Pap.  L.  Mns.  Ulr.,  p.  197. 

agathokles  Pap.  Roll.  Denksclir.  Akad.  Wien.  fMatli.)  I,  p.  352. 
agavus  Pap.  Dniry.  111.  Ex.  Ins.  III,  p.  11.  * 
agesilaus  Pap.  Giier.  &  Perdi.  Gen.  Ins.  Lep.  T.  I.  * 
aglaope  Pap.  Gray.  Cat.  Lep.  Ins.  Br.  Mus.  I,  p.  55.  * 
albanus  Pap.  Fldr.  Verb.  Zool.-bot.  G.  Wien  XIV,  p.  314. 
alexiares  Pap.  Hopff.  Stett.  Zt.  XXVII,  p.  31. 
aliasca  Pap.  Sciidd.  Proc.  Bost.  Nat.  H.  Soc.  XII,  p.  407. 
alopius  Pap.  Gray.  Cat.  Lep.  Ins.  Br.  Mns.  I,  p  58. 
altaurus  Parn.  Dyar.  Bullet.  U.  S.  Nat.  Mus.,  Vol.  52,  p.  I.' 
alunata  Pap.  Skinn.  &  Aar.  Canad.  Entom.  XXI,  p.  126. 
alyattes  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  73. 
amazonius  Pap.  R.  &.  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  531. 
amerias  Pap.  R.  &  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  646. 
americus  Pap.  Koll.  Denksclir.  Akad.  Wien  (Math.)  I,  in  354. 
atnisa  Pap.  R.  &  J.  Novit.  Zool.  XIll,  p.  647. 
ammoni  Pap.  Behrens.  Canad.  Entom.  XIX,  p.  199. 
amosis  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  III,  p.  139.  * 
amphissus  Pap.  Hopff.  Stett.  Zt.  XXVII,  p.  27. 
ampliata  Pap.  Men.  Ennm.  Corp.  aniin.  Mns.  Petr.  Lep.  II,  p.  99. 
amulius  Pap.  Esp.  Ausl.  Scbmett.,  p.  81.  * 
anargus  Pap.  R.  &  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  674. 
anatmus  Pap.  R.  &  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  666.  * 


anaximenes  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  VI,  p.  64. 

anchises  Pap.  L.  Mns.  Ulr.,  p.  191. 

anchisiades  Pap.  Esp.  Ausl.  Scbmett.,  p.  53.  * 

andraemon  Pap.  Hbn.  Samml.  Exot.  Scbmett.  II,  Tat.  98.  * 

androgeus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  I,  p.  24  * 

androna  Pap.  R.  &  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  668.  * 

antheas  Pap.  R.  &  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  .506. 

antiquus  Pap.  R.  &  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  523. 

apricatus  Parn.  Stich.  Berlin.  Ent.  Zeitscbr.,  Vol.  51,  p.  87.  * 

arbates  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  IV,  p.  198.  * 

arcas  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  IV,  p.  174.  * 

arcesilaus  Pap.  Luc.  Kev.  Zool.,  p.  131.  * 

archesilaus  Pap.  Fldr.  Verb.  Zool.-bot.  G.  Wien  XIV,  ]).  301. 

archidamas  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  P-  321. 

archytas  Pap.  Hopff.  Stett.  Zt.  XXVII,  p.  28. 

ariarathes  Pap.  Esp.  Ausl.  Scbmett.,  p.  57.  * 

aristeus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  IV,  p.  139.  * 

aristodemus  Pap.  Esp.  Mag.  Neu.  Ausl.  Ins.,  p.  8.  * 

aristor  Pap.  Godt.  Enc.  Metb.  IX,  p.  60. 

arizonensis  Pap.  Edw.  Papilio  III,  p.  4. 

arriphus  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  393. 

ascanius  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  I,  p.  20.  * 

ascolius  Pap.  Fldr.  Verb.  Zool.-bot.  G.  Wüen  XIV,  p.  312. 

asius  Pap.  F.  Spec.  Ins.  II,  p.  5. 

astomis  Pap.  Esp.  Ausl.  Scbmett.,  p.  248.  * 

autocles  Pap.  R.  &  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  557. 

autosilaus  Pap.  Bates.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  V,  p.  348. 

autumnus  Pap.  Stgr.  Iris  .XI,  p.  142. 


Ausgegeben  25.  V.  Of<. 


Urbeschreibungs-Nacliweis  der  amerikanisclien  Papilionideri. 


49 


bachus  Pap.  ridr.  Verli.  Zool.-l)ot.  G.  Wien  XiV,  ]>.  S\‘2. 
baia  Pap.  R.  ii.  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  (il4. 
bairdi  Pap.  Bdw.  Pioc.  Ent.  Soc.  Phil.  VI,  p.  200. 
baldur  Parn.  Bdw.  Trans.  Ainer.  Ent.  Soc.  VI,  p.  12. 
bari  Pa|).  Oberth.  Et.  (I’Ent.  IV,  p.  72.  * 
baroni  Pap.  R.  ii.  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  047. 
behrii  Parn.  Bdw.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  III,  p.  10. 
belemus  Pap.  Bates.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  V,  p.  228. 
belephantes  Pap.  Godni.  ii.  Salv.  Biol.  Centr.  Am.  II,  p.  208.  * 
belesis  Pap.  Bates.  Ent.  Mon.  Mag.  I,  p.  1. 
bellerophon  Pap.  Dahn.  Ann.  Entorn.  1823,  p.  37. 
belus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  II,  p.  23  * 

birschalli  Pap.  Blew.  Trans.  Entom.  Soc.  Loinl.  (3)  I,  p.  517. 
bitias  Pap.  Godt.  Enc.  Metli.  IX,  p.  39. 
bogotanus  Pap.  Bldr.  Verh.  Zool. -bot.  G.  Wien  XIV,  [>.  292. 
bolivar  Pap.  Blew.  Trans.  Entom.  Soc.  Lond.  (2)  I,  p.  97.  * 
bonhotei  Pap.  Sharpe.  Prnc.  Zool.  Soc.  Lond.  1900,  p.  201.  * 
branchus  Pap.  Doubl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  XVIII,  p.  373. 
brasiliensis  Pap.  R.  u.  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  500. 
brevicauda  Pap.  Saund.,  Pack. ’s  gnide  Ins.,  p.  278. 
brevicornis  Rar.  Trans.  Eni.  Soc.  Lond.  1893,  p.  331. 
brevifasciatus  Pap.  Weym.  Stett.  Zg.  LV,  p.  312. 
brises  Pap.  R.  u.  J.  Novit.  Zool.  XIII,  p.  010. 
brissonius  Pap.  BIbn.  Verz.  bek.  Sclimett,  p.  87. 
bunichus  Pap.  Btbn.  Sammlg.  Exot.  Schrnett.  II,  Tal.  103. 
burchellanus  Pap.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1872,  p.  101.  * 

cacicus  Pap.  Luc.  Guer.  Rev.  Zool.  (2)  IV,  p.  132. 
caiguanabus  Pap.  Poey,  Mem.  Hist.  Nat.  Cub.  I,  p.  442.  * 
callias  Pap.  /?.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  739. 
calicles  Pap.  Bates,  Ti’ans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  V,  p.  301. 
calliste  Pap.  Bates,  Ent.  month.  Mag.  I,  p.  3. 
calogyna  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII.  p.  481.  * 
calverleyi  Pap.  Grote,  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  II,  p.  441.  * 
canadensis  Pap.  BB.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  580. 
capys  Pap.  Btbn.  Sammlg.  Exot.  Schrnett.  I. 
catamelas  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  010. 
cauca  Pap.  Oberth.,  Et.  d’Ent.  IV,  p.  84. 
caudius  Pap.  Btbn.  Samml.  Ex.  Schm.  I.  * 
celadon  Pap.  Luc.,  Rev.  Zool.  (2)  IV,  p.  130. 
cephalus  Pap.  Godtn.  u  Salv.  Biolog.  Rhop.  II,  ]i.  235.  * 
chabrias  Paj).  Btew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  II,  p.  23. 
chalceus  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  529. 
chamissonia  Pap.  Bschsch.  Kotzeb.  Reise  III,  p.  203.  * 
chiansiades  Pap.  Westw.,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  XXX,  p.  101.  * 
childrenae  Pap.  Gray,  Griff.  An.  Kingd.  XV,  p.  073.  * 
chironis  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  [i.  010. 
chlorodomas  Pap.  Guen.  Mem.  Soc.  Phys.  Geneve  22,  p.  309.  * 
choridamas  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lej).  I,  p.  318. 
chrysomelus  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  028. 
cinyras  Pap.  Mai.  En.  corp.  Mns.  Petr.  Lep.  1.  Sni)pl.,  p.  08.  * 
claudianus  Parn.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  fase.  58,  p.  15. 
clearchus  Pap.  Bldr.  Verh.  Zool.-bot.  G.  Wien  XIV,  p.  312. 
cleolas  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  021. 
cleombrotos  Pap.  Streck.  Proc.  Ac.  Nat.  Sc.  Phil.  37,  p.  175. 
cleotas  Pap.  Gray.  Griff.  An.  Kingd.  XV,  p.  073.  * 
clodius  Parn.  Men.  Cat.  Lep.  Pet.  I,  p.  73. 
clusoculis  Pap.  Btlr.  Gist.  Ent.  I,  p.  85. 
cochabamba  Pap.  Weeks,  Canad.  Ent.  33,  p.  265. 
coelebs  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  043.  * 
coelus  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p  289. 
coloro  Pap.  Wright,  Butt.  West.  Coast,  p.  86.  * 
columbus  Pap.  H.-Schäff.  Cor.  Zool.  min.  Ver.  Regensb.  16,  ji.  141. 
columbus  Pap.  Roll.  Denkschr.  Ak.  Wiss.  Wien,  Math.  CI.  I, 
p.  351.  * 

consus  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  499. 
copanae  Pap.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  II,  p.  141. 
corethrus  Enry.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  314. 
coroebus  Pap.  Bldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  75. 
crassus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  II,  p.  23.  * 
cresphontes  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  II,  p.  106.  * 
crispus  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  525.  * 
ctesiades  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  642. 
curvifascia  Pap.  Skinn.  Ent.  News  XIII,  p.  183. 
cutorina  Pap.  Stgr.  Iris  XI,  p.  139. 
cyamon  Pap.  Gray.  Cat.  Lep.  Brit.  Mns.  I,  p.  00.  * 
cymochles  Pap.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  14,  p.  410. 

daguanus  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool  XIII,  p.  025. 

damis  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  456. 

damokrates  Pap.  Guen.  Mem.  Soc.  Phys.  Geneve  22,  p.  371.  * 

dardanus  Pap.  B.  Ent.  Syst.  III  1.,  p.  10. 

dares  Pap.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3;  V,  p.  501. 

dariensis  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  710. 

V 


daunus  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lej).  1,  ]j.  :{42. 
deileon  Pa|).  l-'ldr.  Verh.  Zool.-bot.  G.  Wien  74,  p.  30ij. 
devilliers  Pap.  Godt.  Mem.  Soc.  Linn.  Paiis  II,  Lep.  ' 
diaphora  Pap.  Stgr.  Iris  4,  j).  03. 
diceros  Pap.  Gray,  Cat.  Lej).  Brit.  Mns.  I,  p.  48. 
diodorus  Pap.  Hopff.  Stell.  Zg.  27,  p.  23. 
dione  Pap.  A*.  ii.  ./.  Nov.  Zool.  XIII,  j).  039. 
diores  Pa[).  BB.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  731. 
dioxippus  Pap.  Hew.  Ex.  Butt.  I.  * 
dolicaon  Pap.  Cr.  Pap.  Ex.  1,  'l’af.  17.  * 
dolius  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  .Zool.  XIII,  p.  721. 
dominicus  Pap.  R.  u.  ,/.  Nov.  Zool.  XIII,  ji.  519.  ’ 
drucei  Pap.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  131. 
duponcheli  Enry.  Luc.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  1839,  p.  91. 
dysmias  Paj).  R.  u  Nov.  Zool.  XIII,  p.  042. 

earis  Pap.  R.  u.  ./.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  723.  ^ 

ecbolius  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  500. 

echemon  Pap.  Hbn.  Samml.  Ex.  Schm.  1.  * 

eimeri  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  705. 

elatos  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  481. 

electryon  Pap.  Bates,  Ent.  month.  Mag.  I,  p.  3. 

epenetus  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

epidaurus  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Biolog.  Lep.  II,  p.  224.  * 

epidaus  Pap.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Üiurn.  I,  p.  15.  " 

eracon  Pap.  Godtn.  u.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1897,  p.  248. 

ergeteles  Pap.  Gray,  Cat.  Lep.  Brit.  Mns.  I,  p.  52.  * 

eridamas  Pap.  Reak.  Proc.  Ac.  Nat.  Phil.  18,  p.  248. 

eritlialion  Pap.  Boisd.  Si>ec.  Gen.  Lej).  I,  ji.  295. 

erlaces  Pap.  Gray,  Gat.  Lep.  Brit.  Mns.  I,  jj.  49.  * 

erostratus  Pap.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  V,  [j.  30.  * 

erythrus  Pap.  BL.  u.  ,/.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  474.  * 

etias  Pap.  R.  u.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  486.  * 

eucharia  Pap.  BL.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  450.  * 

eumelea  Pap.  BL.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  672. 

eupatrion  Pap.  Luc.  Cast.  Voy.  Am.  Sud.  Zool.  III.  * 

eurysteus  Pap.  Moscht.  Verh.  Zool.-bot.  G.  Wien  32,  p.  304. 

eurybates  Pap.  Gray,  Cat.  Lep.  Brit.  Mus.  I,  p.  51.  * 

euryleon  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  I.  * 

eurymander  Pa}).  Hopff.  Stett.  Zg.  27,  p.  29. 

eurymedon  Pap.  Luc.  Rev.  Zool.  (2)  4,  p.  140. 

euterpinus  Pap.  Godtn.  u.  Salv.  Ann.  Blag.  Nat.  Hist.  (4)  II,  p.  150. 

evagoras  Pap.  Gray,  Cat.  Lep.  Brit.  Mus.  I,  p.  01.  * 

extendatus  Pap.  Weym.  Stett.  Zg.  55,  p.  312. 

fenochionis  Pap.  Godtn.  u.  Salv.  Ann.  Blag.  Nat.  H.  (4i  11,  !>.  150. 

flavescens  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  IV,  p.  79. 

flavida  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  115. 

fletcheri  Pap.  Kemp.  Entom.  News  11,  p.  481. 

floridensis  Paii.  Holl.  Butt.  Book,  ]n  307.  * 

foetterlei  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  487. 

fortis  Pap.  BL.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  ji.  704. 

fulva  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  74. 

gallatinus  Parn.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  fase.  58.  p.  15. 

garamas  Pap.  Hbn.  Samml.  Ex.  Schrnett.  III.  * 

garcia  Paji.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  592. 

garleppi  Pap.  Stgr.  Iris  V,  p.  427. 

gayi  Pap.  Luc.  Rev.  Zool.,  p.  193. 

glaucolaus  Paii.  Bates.  Ent.  month.  Blag.  I,  ji.  4. 

glaucus  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (Ed.  X),  p.  460. 

godmani  Pap.  BL.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  032. 

gratianus  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

grayi  Pap.  Boisd.  Sjiec.  Gen.  Lep.  I,  p.  303. 

haenschi  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  065. 
hahneli  Pap.  Stgr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  39o.  * 
halex  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  067. 
harmodius  Pap.  Dbl.  Ann.  Blag.  Nat.  H.  18,  p.  374. 
harrisianus  Pap.  Swains.  Zool.-Ill.  III,  Ent.  II.  * 
hebrus  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  741. 
hectorides  Pap.  Bsp.  Blag.  ausl.  Ins.  I,  p.  5. 
hedae  Pap.  Boett.  Rev.  BIus.  Paul.  V,  p.  020.  * 

Helios  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  720. 

hellanichus  Pap.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

hephaestion  Pap.  Bldr.  Verh.  Zool.-bot.  G.  Wien  14,  p.  298. 

hermodur  Parn.  Bdw.,  Papilio  I,  p.  4. 

hetaerius  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  711.  * 

himeros  Pap.  Hopff.  Stett.  Zg.  27,  p.  26. 

hipparchus  Pap.  Stgr.  Exot.  Tagf.  I,  p.  20.  * 

hippason  Pap.  Hbn.  Verz.  bek.  Schrnett.,  p.  87. 

hippomedon  Pap.  Bldr.  Wien.  Ent.  Blon.  IIl,  p.  393. 

hollandi  Pap.  Bdw.  Butt.  N.-Amer.  24,  p.  50. 


50 


UrlDesclireibungs-Nachweis  der  amerikanischen  Papilioniden. 


homerus  Pap.  F.  Ent.  Syst.  III.  1,  p.  29. 
homothoas  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  561. 
hyppason  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  I,  p.  46.  * 

idaeus  Pap.  F.  Ent.  Syst.  III.  1,  p.  16. 

ilus  Pap.  F.  Ent.  Syst.  III.  1,  p.  17. 

imaus  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  668.  * 

imerius  Pap.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  69. 

inca  Pap.  R.  ii  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  653. 

indra  Pap.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  6,  p.  123. 

interruptus  Pap.  Stgr.  Iris  V,  p.  427. 

iopas  Pap.  Godni  ii.  Salv  Trans.  Ent  Soc.  Lond.  1897,  p.  248. 

iphidainas  Pap.  F.  Ent.  Syst.  Ilt.  1,  p.  17. 

iphitas  Pap.  Mlvi.  Saniml.  Exot.  Sclimett.  II.  * 

isidorus  Pap.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  H.  18,  p.  375. 

isocharis  Pap.  R.  it.J.  Nov.  Zool.  XllI,  p.  738. 

isus  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  81. 

jamaicensis  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  522. 
janira  Pap.  R.  it.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  527. 
jelskii  Pap.  Oberth.  Et.,  d’Eid.  6,  p.  113.  * 
judicael  Pap.  Oberth.  Et.  d'Ent.  12,  p.  3.  * 

klagesi  Pap.  Ehrm.  Entom.  News  XV,  p.  215. 

lacandones  Pap.  Bates.  Ent.  montli.  Mag.  1,  p.  4. 
lacydes  Pap.  Hew.  E(pi.  Lep.  1,  p.  1. 
lamarchei  Pap.  Stgr.  Iris  V,  p.  428. 
lamis  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  733. 
laodamas  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  III,  p.  393.  * 
latinus  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  72. 
lecontei  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  690. 
lenaeus  Pap.  Dbl.  ii.  Hew.  Gen.  Diurn.  1,  p.  16.  ^ 
leontis  Pap.  R.  u-  J.  Nov.  Zool.  XllI,  p.  599. 
lepidus  Pap.  Fldr.  Wien.  ent.  Mon.  V,  p.  72. 
leptalea  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  620.  * 
leucas  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XllI,  p.  709.  * 
leucaspis  Pap.  Godt.  Enc.  Metli.  9,  p.  55. 
leucones  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  715. 
leuctra  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  674.  * 
linus  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  456.  * 
locris  Pap.  R.  ii  J.  Nov.,  Zool.  XIII,  p.  457.  * 
lorquini  Parn.  Oberth.  Et.  d’Ent.  14,  p.  7.  * 
lucayus  Pap.  R.  n.  J.  Nov.  Zool.  Xlll,  p.  521. 
lucianus  Pap.  /Z  ii.  J  Nov.  Zool.  XIII,  p.  518.  * 
lycidas  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  II,  p.  25.  * 
lycimenes  Pap.  Boisd.  Gons.  Lep.  Qnatem.,  p.  7. 
lycophron  Pap.  Hbn.  Saninil.  Exot.  Schniett.  II.  * 
lysander  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  I,  p.  46.  * 

Ij  simachus  Pap.  Honr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  32,  p.  251.  * 
lysithous  Pap.  Hbn.  Saniml.  Exot.  Sclimett.  II.  * 

machaonides  Pap.  Fsp.  Ausländ.  Sclimett.,  p.  191.  * 
macrosilaus  Pap.  Gray.  Cat.  Lep.  Brit.  Mns.  I,  p.  34. 
madyes  Pap.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  II.  18,  p.  375. 
niagnus  Parn.  Wright.  Butt.  West  Coast  U.  S.,  p.  80.  * 
marcellinus  Pap.  Dbl.  List  Lep.  Brit  Mus.  I,  p.  8. 
marcellus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  II,  p.  4.  * 
marchandi  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  1,  p.  350. 
marcius  Pap.  Hbn.  Samml.  Exot.  Sclimett.  1.  * 
megalurus  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  712.  * 
melaenus  Pap.  R.  n.  J.  Nov.  Zool.  Xlll,  p.  709.  * 
melania  Pap.  Oberth.  Et  d’Ent.  4,  p.  78.  * 
melasina  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  542. 
melonius  Pap.  R.  n.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  556.  * 
mendica  Parn.  Stich.,  Gen.  Insect.  l'asc.  58,  p.  2(). 
menes  Pap.  /Z  n.  J.  Nov.  Zool.  Xlll,  p.  672.  * 
menetriesi  Parn.  Edw.  Proc.  Cal.  Ac.  Sei  7.  p.  164. 
mercedes  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  651. 
metagenes  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  673. 
nietaphaon  Pap.  Btlr.  Trams.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  ji.  434. 
microdamas  Pap.  Burm.  Descr.  Pep.  Arg.  V.  Lep.,  p.  63.  * 
mithras  Paii.  Grose-Smith.  Hhop.  Ex.  111.  * 
molops  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  710.  * 
montezuma  Pap.  Westw.  Are.  Ent.  1,  p.  67.  * 
morelius  Pap.  R.  n.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  635. 
mycale  Paii.  Godm.  u.  Salv.  Biolog.  Hho]).  11,  p.  199.  * 
mylotes  Pap.  Bates.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  V,  ji.  346. 

nais  Pap.  R.  a.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  ]i.  653. 
nanus  Parn.  Neiimoeg.  Entom.  Amer.  6,  |i.  61. 
nealces  Pap.  R.  n.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  558. 
neodamas  Pap.  Luc.  Rev.  Zool.  (2)  4,  p.  193.  * 


neophilus  Pap.  Hbn.  Verz.  bek.  Sclimett.,  p.  87. 
neosilaus  Pap.  Hopff.  Stett.  Zg.  27,  p.  26. 
nephalion  Pap.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  37. 
niger  Pap.  Eimer,  Artbilcl.  Schmett.,  p.  214. 
niger  Parn.  Wright,  Butt.  West  Coast  U.  S.,  }).  79.  * 
nigricornis  Pap.  Stgr.  Exot.  Tagf.  I,  p.  17. 
nitra  Pap.  Edw.,  Paiiilio,  III,  p.  158. 
numa  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  289. 
nymphius  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  612.  * 

oberthueri  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  696.  * 

obsoleta  Pap.  Ehrni.  Canad.  Entom.  32,  p.  348. 

oebalus  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  360. 

oedippus  Pap.  Luc.  Castein.  Voy.  Amer.  Sud.  Ent.,  p.  197. 

oedipus  Pap.  Fldr.  Verh.  Zool.-bot.  G.  Wien.  14,  p.  299. 

olbius  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  732. 

olivencius  Pap.  Bates.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  V,  p.  345. 

orabilis  Pap.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  84. 

orbignyanus  Pap.  Lyc.  Rev.  Zool.  (2)  4,  p.  192.  * 

orchamus  Pap.  Boisd.  Spec.  Grä.  Lep.  I,  p.  300. 

oregonia  Pap.  Edw.  Butt.  N.  Amer.  II.  * 

orellana  Pap.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  II,  p.  23.  * 

ornythion  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  354. 

orsua  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  H.  (6)  III,  p.  358 

orthosilaus  Pap.  Weym.  Entom.  Nachr.  25,  p.  195. 

osyris  Pap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  74. 

oviedo  Pap.  Gundl.  Poey  Rep.  Nat.  Cub.  I,  p.  279. 

oxynius  Pap.  Hbn.  Saml.  Exot.  Schmett.  III.  * 

pacificus  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  612.  * 

paeon  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  356. 

palamedes  Pap.  Drury.  III.  Ex.  Ent.  I,  p.  36.  * 

pallas  Pap.  Gray,  Cat.  Lep.  Brit.  Mus.  I,  p.  39.  * 

panamensis  Pap.  Oberth.  Et.  d’Ent.  4,  p.  75. 

panthias  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  638.  * 

panthonus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  III,  p.  1,54.  * 

paraensis  Pap.  Bates.  Journ.  Ent.  I,  p.  225. 

paralius  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool,  XIII,  p.  474.  * 

parianus  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.,  XIII,  p.  502. 

parsodes  Pap.  Bates.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  V,  p.  344. 

patros  Pap.  Gray,  Cat.  Lep.  Brit.  Mus.  I,  p.  43.  * 

pausanias  Pap.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2),  p.  22.  * 

pelaus  Pap.  F.  Syst.  Ent.  Lep.,  p.  444. 

peleides  Pap.  Esp.  Ausl.  Schmett.,  p.  150.  * 

penthesilaus  Pap.  Fldr.  Verh.  Zool.-bot.  G.  Wien.  14,  p.  301 

pergamus  Pap.  Edw.  Proc.  Col.  Ac.  Sei.  V,  p.  423. 

perrhebus  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  305. 

phaeton  Pap.  Luc.  Gastein.  Voy.  Amer.  Sud.  Lep.,  p.  197.  * 

phalaecus  Pap.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  32. 

phalias  l’ap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  Xlll,  p.  480. 

phanias  Pap.  /Z  u.  J.  Nov.  Zool.  Xlll,  p.  .575. 

phaon  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  319. 

pharax  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Biolog.  Rhop.  II,  p.  211.  * 

pharnaces  Pap.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  II.  18,  p.  374. 

philenor  Pap.  L.  Mant.,  p.  535. 

philetas  Pap.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  31. 

philocleon  Pap.  Fldr.  Verh.  Zool.-bot.  G.  Wien.  14,  p.  313. 

pbilolaus  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  256. 

pliosphorus  Paj).  Bates.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  V,  p.  342 

photinus  Pap.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  II.  14,  p.  415. 

pilumnus  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  340. 

piranthus  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  III,  p.  18.  * 

pirithous  Pa]).  Boisd.  S]iec.  Gen.  Lej).  1,  p.  358. 

pisander  Pap.  Fldr.  Verh.  Zool.-bot.  G.  Wien.  14,  p.  295. 

pithonius  Pap.  R.  u  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  665.  * 

pizarro  Pap.  Stgr.  Exot.  Tagt'.,  p.  18.  * 

platydesma  Pap.  /Z  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  679. 

plinius  Pap.  Weym,  Stilb.  Reisen  Lep.,  ]).  73.  * 

polybius  Pa]).  Swains.  Zool.  111.  Ent.  II.  * 

polycrates  Pap.  Hopff.  .Stett.  Ilg.  27,  j).  24. 

polydamas  Pap.  L.  .Syst.  Nat.  (Ed.  X),  p.  460. 

polymetus  Pa]).  Godt.  Enc.  Meth.  9,  ]).  35. 

polystictus  Pap.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  ]i.  435. 

polyxenes  Pap.  F.  Syst.  Ent.,  p.  444. 

polyzelus  Pap.  Fldr.  Verh.  Zool.-bot.  G.  AVien.  14.  ]).  293. 

pompeius  Pa]).  Hbn.  Naturf.  Schmett.  II,  p.  48.  * 

pomponius  Pap.  Hopff.  Stell.  Zg.  27,  ]).  25, 

potone  Pap,  R.  u.  J.  Nov,  Zool.  Xlll,  ]i,  508, 

prasinus  Pap.  /?.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  6.58. 

procas  Pap.  Godm.  u.  Salv.  Biolog.  Rhop.  II,  ]).  203.  * 

proneus  Pa]).  Hbn.  Sand.  Exot.  Schmett.,  Zulz.,  p.  25.  * 

protesilaus  Pap.  L.  Syst.  Nat.  (Ed.  X),  p.  463. 

protodamas  Pap.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  40. 


Urheschreihun^s-Nacli weis  der  ainerikani.sclieii  l’af)ilionideri. 


r.l 


ptilion  Pap.  R.  u.  .1.  Nov.  Zool.  XIII,  )).  (i02. 
pyromelas  Pa]).  R.  n.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  45(1. 

quadratus  Paj).  Stgr.  Iris  111,  ]).  5;37.  * 

radiatus  Pap.  Streck.  Lep.  Plio]).  Ulst.  .Sui)])!.  III,  p.  17. 
rliipidius  Pa]).  R.  ii.  ,/.  Nov.  Zool.  XIIII,  ]).  .53.4.  * 
rhodostictus  Pa]).  Bttr.  ii.  Driice.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874, 
]).  .364. 

rogeri  Pap.  Boisd.  S])ec.  Gen.  Lej).  I,  p.  1178. 
rosenbergi  Pap.  Dnice.  Ann.  Jlag.  Nat.  II.  (7)  12,  ]).  221. 
rurik  Pa]).  Eschsch.  Kotzel).  Heise  III,  ]).  202. 
rutulus  Pap.  Luc.  Ger.  Hev.  Zool.  (2)  4.  j).  158. 

sadyattes  Pap.  Dnice.  Ent.  inontli.  Mag.  11,  p.  .36. 
salvini  Pap.  Bates.  Ent.  inontli.  Mag.  1,  ]).  4. 
sayii  Parn.  Edw.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  II,  ]).  78. 
scamander  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Lt^p.  1,  ]).  363. 
serapis  Pap.  Boisd.  Spec.  Gen.  Le]).  I,  ]).  2!»8. 
serville  Pap.  Godt.  Enc.  Bleth.  9.  Su])])l.,  p.  809. 
sesostris  Pap.  Cr.  Pap.  Exot.  III,  ]).  34.  * 
smintheus  Parn.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Dinrn.  4.  * 
specularis  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  ]).  457. 
spoliatus  Pap.  Stgr.  Iris  11,  p.  138. 
stabilis  Pap.  Fi.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  542. 
steinbachi  Pap.  Rotfisch.,  Entoinol.  1905,  p.  125. 
stenodesmus  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p,  722.  * 
streckerianus  Pap.  Honr.  Herl.  Ent.  Zeitschr.  28,  p.  395.  * 
syedra  Pap.  Godm.  ii.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  I.  1878,  ]).  271. 
syndemis  Pap.  Jord.  Seitz  Gross-Schniett.  5,  ]).  33. 

tailori  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  .571. 

tarquinius  Paj).  Boisd.  Spec.  Gen.  Lep.  I,  p.  296. 

tasso  Pap.  Stgr.  Exot.  Tagt.  I,  ]).  19.  * 

telamonides  Pap.  Etdr.  Verh.  Zool. -bot.  G.  Wien.  14.  ]).  303. 

telesilaus  Pap.  Eldr.  Verb.  Zool.-bot.  G.  Wien.  14,  p.  301. 

temenes  Pap.  Godt.  Enc.  M(?tli.  9,  p.  63. 

teneates  Pap.  R.  u.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  482. 

tepicus  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  700. 

texanus  Pap.  Ehrm.  Canad.  Entoin.  32,  ]).  348. 

thelios  Pap.  Gray.  Cat.  Lep.  Hrit.  BIus.  I,  p.  52.  * 

therapes  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  643. 

theras  Paj).  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  621. 

therodamas  Pap.  Etdr.  Verh.  Zool.-bot.  G.  Wien.  14,  p.  299. 

thersites  Pap.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  1,  p.  97. 

thoantiades  Pap.  Biirm.  Descr.  Rep.  Arg.  V.  Lep.,  p.  59.  * 

thoas  Pap.  L.  Mant.,  p.  536. 

thor  Parn.  Edw.  Pa])ilio  1,  p.  4. 

thrason  Pap.  Etdr.  Verb.  Zool.-bot.  G.  Wien.  14.  p.  309. 


thyamus  Pap.  R.  it.  ,/.  Nov.  Zof)l.  .Xlll,  ]).  523, 
thyasles  Pap.  Driiry.  III., Ex.  Ins.  III,  ]>.  17. 

Ihyastiniis  Pa]).  Ohertti.  IG.  d’Eiit.  4,  ]).  75. 
thymbraeus  P;»]).  Boisd.  S])ec.  Gen  Lt]).  I,  ]).  302. 
timias  Pa]).  Gray.  Cat.  Le]).  Hrit.  Mus.  I,  ])  5(). 
tolmldcs  l’a]).  Godtn.  tt.  Saiv.  Hiolog.  Hho]).  II,  ]).  229. 
toliis  Pa]).  Godm.  n.  Salv.  Hiolog.  Hho)).  li,  ji.  22S. 
torquatus  Pa]).  Cr.  Pa]).  Exot.  II,  j).  123..  * 
trapeza  Pa]).  R.  ti.  ./.  Nov.  Zool.  .XIII,  p.  ()()9.  " 
trichopus  J'a]).  Fi.  it.  J.  Nov.  Zool.  .Xlll,  ]>.  179. 
triopas  Pa]).  Godt.  Enc.  Meth.  9,  ]).  .3.3. 
troiius  Pa]).  /..  Sy.st.  Nat.  (Ed.  X),  ]>.  459. 
troines  Pa]).  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  .Xlll,  p-  742. 
tucumanus  Pa]).  Fi.  tt.  J.  Nov.  Zool.  Xlll,  j).  52(>. 
turnus  Pa]).  L.  Syst.  Nat.  (Ed.  .XTI).  ]>.  751. 

ulopos  Pa]).  Cray.  Cat.  Lej).  Hrit.  Mus.  1,  ]).  69. 

varus  Pa]).  Kolt.  Denkschr.  Ak.  Wiss.  Wien,  Math.  1,  354. 
vertumnus  Pa]).  Cr.  Paj).  Exot.  111,  ]).  32.  * 

victoriniis  Pa]).  FJbl.  Ann.  Mag.  Nat.  II.  14,  ]).  418. 

vilcanotus  Pap.  Fi.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  ]).  643. 

vincentius  Pa]).  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  Xlll,  p.  517.  * 

Virginia  Paj).  Krb.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  j).  352. 
vulneratus  Paj).  Bttr.  Cist.  Ent.  I,  j).  85. 

warscewiczi  Paj).  Hopff.  Stett.  Zg.  27,  p.  29. 
wasmuthi  Paj).  Weeks.  .lourn.  N.-York  Ent.  Soc.  G.,  j).  82.  * 

xanthias  Paj).  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  464.  * 

xanthopleura  Pap.  Godm.  ii.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  11.  (4)  II,  j).  150. 

xanticles  Pap.  Bates.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  18(33,  p.  241.  * 

xenarchus  Pap.  Hew.  Exot.  Hutt.  II.  * 

xeniades  Pap.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  5,  p.  561. 

xenodamas  Pap.  Hbii.  Sainl.  Exot.  Sclnn.  II.  * 

xynias  Pap.  Hew.  Ent.  inonth.  Mag.  12,  p.  153. 

yuracares  Paj).  R.  tt.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  469. 

zacynthus  Paj).  E.  Ent.  Syst.  III.  1,  p.  15. 
zaddacbi  Pap.  Dewitz,  Mitt.  Äliinchen.  Ent.  Ver.  I,  p.  85.  * 
zagreus  Paj).  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  H.  19,  p.  174. 
zalates  Pap.  Godm.  ii.  Salv.  Hiolog.  Rho]).  II,  p.  ti33.  * 
zelicaon  Pap.  Luc.  Guer.  Rev.  Zool.  f2)  4,  p.  136. 
zestos  Pap.  Gray.  Cat.  Lej).  Hrit.  Mus.  1,  j).  47.  * 
zetes  Pap.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  V,  j).  .36.  * 
zeuxis  Paj).  Luc.  Guer.  Rev.  Zool.  (2)  4,  p.  190. 
zonaria  Paj).  Btlr.  Cat.  Dinrn.  Lej).  Descr.  Fahr.,  j).  240. 
zoros  Pap.  R.  ii.  J.  Nov.  Zool.  XIII,  p.  729. 


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PIKRIDAE.  Vot)  J.  RöJiEii. 


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2.  Familie:  Pieridae,  Weisslinge. 

Im  Vergleich  mit  den  iit)rigen  Faunengeljieten  zeigt  Amerika  einen  grossen  Iteiclilnm  an  (laltimgen. 
Von  (len  in  diesem  Gebiete  vertretenen  etwa  4-0  Rieriden-Gattnngen  li:d)en  28  in  anderen  Gebieten  keine  Ver¬ 
treter,  während  von  den  23  paläarktisehen  Gattungen  nur  12,  von  den  14  indoaustralisclien  Gailungen  nur  4 
und  von  den  13  afrikanischen  Gattungen  ebenfalls  nur  4  in  anderen  Faunengehieten  nicht  vertreten  sind. 
Die  amerikanische  Fieridenfauna  hat  sonach  einen  ausgeju'ägten  besonderen  Ghai'akter,  um  so  mehr,  als  einige 
der  endemischen  Gattungen  sehr  artenreich  sind  und  die  Arten  zum  grossen  Teile  Individuenreichfum  zeigen. 
Von  diesen  28  amerikanischen  Gattungen  ist  nur  eine  (Neop/idsito  auf  Nordamerika  (als  dessen  Südgrenze 
den  Wendekreis  angenommen)  beschränkt,  ti'ägt  aber  gleichfalls  das  Kleid  palä-  und  nearktischer  Familien¬ 
genossen,  während  die  übrigen  27  Gattungen  in  Südamerika  heimisch  sind,  von  diesen  wieder  3  Gallungen 
ausschliesslich  das  Hochgebirge  bewohnen,  1  Gattung  (Täfoclü/a)  hauptsächlich  auf  den  südlichsten  Teil  des 
Kontinents  angewiesen  ist  und  2  Gattungen  (t^phaeidxioiid  und  Kvaitlid)  Inselbewohner  sind.  Nordamerika  ist 
relativ  arm  an  Pieriden-Arten ,  weil  es  nur  etwa  50,  das  paläarktische  Gebiet  dagegen  etwa  dreimal  so  viel 
Arten  beherbergt.  Sämtliche  Gattungen,  die  in  Nordamerika  vertreten,  aber  doch  diesem  Gebiete  nicht  eigen¬ 
tümlich  sind,  finden  sich  bis  auf  eine  (Naflidlis)  auch  im  paläarktisehen  Gebiete. 

Wenn  auch  die  grosse  Mehrzahl  der  amerikanischen  Arten  den  nur  mittelgrossen  Sclmietterlingen 
angehört,  so  zeigen  doch  auch  die  Gattungen  (■atopsilkt,  Aiiii/ntlna  und  Go^irptt'nj.r  Arten,  die  in  der  Grösse 
den  grössten  Familiengenossen  aus  anderen  Gebieten  nicht  nachstehen.  Erreichen  die  amerikanischen  Pieriden 
auch  nicht  in  grosser  Artenzahl  namentlich  die  indoaustralischen  Familenverwandten  an  Schönheit  der  Flügel¬ 
färbung,  so  mangelt  es  doch  auch  nicht  dem  amerikanischen  Gebiete  an  hervorragend  schönen  Formen. 

Während  die  übrigen  Faunengehiete  Pieriden-Arten,  die  als  sogen.  Nachahmer  gelten,  nur  in  geringer 
Anzahl  aufzuweisen  haben  (die  Pu/'c/vn/e-Arten) ,  besitzt  davon  das  tropische  und  subtropische  Amerika 
eine  grosse  Menge,  die  melireren  Gattungen  angehören,  so  z.  B.  zahlreiche  Arten  aus  den  Gattungen  l)is- 
morphia,  Pereiife  und  Arclioidaa,  die  in  beiden  Geschlechtern  sogen.  Mimicry  zeigen,  während  hei  der  Gattung 
Perrlipbris  lediglich  die  ??  einiger  Arten  die  bezeichnete  Kongruenz  aufweisen,  die  cTcf  aber  nur  einiger  Arten 
auf  der  Unterseite  Anklänge  an  geschützte  Arten  aus  anderen  Familien  haben.  Aber  nicht  nur  diese,  sondern 
auch  Arten  aus  den  Gattungen  PierP,  TdtoehUu,  JJPiiKnphia,  Perente,  Uespevoeharir,  Apjtids,  Terias,  CatopsiUa, 
Etiehloe,  Anthochdris  etc.  zeigen  auffälligen  Geschlechtsdimorphismus.  Zeitformen  treten  in  Nordamerika  in 
ähnlicher  Weise  wie  im  paläarktisehen  Gebiete  auf,  dagegen  sind  solche  im  tropischen  Teile  Amerikas  wegen 
des  Mangels  des  Jahreszeitenwechsels  so  gut  wie  ausgeschlossen.  Scharf  begrenzte  Lokalformen  konnten 
sich  bei  der  geographischen  Beschaffenheit  des  Gebiets  nur  in  geringer  Anzahl  entAvickeln,  dagegen  zeigen 
die  Hochgebirge  Südamerikas  eine  eigene  Fauna,  während  das  grosse  vSteppengebiet  im  südlichsten  Teile 
ausser  einigen  endemischen  auch  Formen  mit  dem  südlichen  Nordamerika  gemeinsam  hat. 

Die  meisten  amerikanischen  Pieriden  sind  keine  seltenen,  vielfach  sogar  sehr  häufige  Erscheinungen, 
wenn  sie  auch  gegenüber  dem  Arten-  und  Individuenreichtum  anderer  Schmetterlingsfamilien  nicht  so  sehr 
in  die  Augen  fallen,  wie  im  paläarktisehen  Gebiete.  Vielfach  sind  grosse  Schwärme  verschiedener  Arten  be¬ 
obachtet  worden,  sell)st  solcher,  die  nicht  überall  häufig  auftreten.  So  wurde  u.  a.  Anfang  Oktober  1874 
auf  den  Bermuda- Inseln  ein  ausserordentlich  grosser  Schwarm  von  Terias  lisa  beobachtet,  von  welchem 
Tausende  von  Individuen  den  Vögeln  zum  Oj)fer  fielen;  die  kleinen  Schmetterlinge  zogen  westlich  weiter 
und  hatten  bis  zum  nächsten  Ruhepunkte  (Kap  Hatteras)  etwa  600  englische  Meilen  zurückzulegen.  Einige 
Weisslingsarten  werden  durch  massenhaftes  Auftreten  als  Rp  sowohl  in  Nord-  als  auch  im  tropischen  Amerika 
den  Feld-  und  Garten-Kulturpflanzen  schädlicli,  auch  hat  der  Norden  der  Vereinigten  Staaten  in  XcopJiasid 
iHenapia  einen  gefährlichen  Schädling  der  Nadelwäldei',  und  Pieris  rapoe,  die  um  1860  in  Nordamerika  ein¬ 
geschleppt  worden  ist,  hat  sich  dermassen  verbreitet,  dass  sie  in  Nordamerika  noch  grösseren  Schaden  als  in 
ihrer  ursprünglichen  Heimat,  dem  paläarktisehen  Gebiete,  anrichtet. 

Im  allgemeinen  sind  die  Pieriden  mittelgrosse,  in  einzelnen  Arten  aber  grosse  Schmetterlinge. 
Dei'  Grundcharakter  der  Zeichnung  besteht  in  weisser  Färbung  mit  dunklen,  schwärzlichen  Streifen  und 
Flecken;  doch  gibt  es  namentlich  unter  den  Exoten  auch  eine  grosse  Anzahl  Arten,  die  an  Flügelgrösse  und 
Farbenpracht  mit  den  schönsten  Formen  aus  anderen  Schmetterlingsfamilien  wetteifern.  Bei  diesen  bunten 
Arten  ist  der  Kontrast  zwischen  Ober-  und  Unterseite  sehr  auffallend.  Während  ein  grosser  Teil  der  Arten 
dem  Familien-Zeichnungscharakter  (weiss-schwarz)  im  allgemeinen  entspricht,  finden  sich  unter  den  tropischen 
Arten  viele  mit  gelber,  blauer,  roter  oder  schwarzer  Grundfärbung  der  Oberseite,  andererseits  solche  mit 
weisser  Ober-,  aber  bunter  Unterseite.  So  verleugnen  die  südamerikanischen  Perente-AYten  mit  schwarzer 
Grundfärbung  und  roter  Vtlgllunde  ober-  und  unterseits  ihre  Zugehörigkeit  zu  den  Weisslingen  vollständig, 
und  Archoiüas  eritias  und  Verwandte  ähneln  den  Arten  der  ue/ice.s  -  Gruppe  der  südamerikanischen  Papilio. 
Der  Geschlechtsdimorphismus  ist  bei  vielen  Arten  aus  allen  Faunengebieten  gut  entwickelt,  der  Saison¬ 
dimorphismus  naturgemäss  nur  bei  denjenigen  Arten,  die  in  Gebieten  mit  scharfem  Jahreszeitenwechsel  leben. 


54 


PIERTDAE.  Von  J.  Röbek. 


Phlr  von  verschiedener  Länge,  z.  B.  bei  Lejitirlia  ziemliclt  kurz,  bei  der  südamerikanischen  Gattung 
Lepfopliohia  dagegen  sehr  lang,  die  Kolbe  deutlich  abgesetzt  oder  albnäbbcb  verdickt.  Vorderbeine  normal 
ausgebildet,  daher  gebraucbsfähig ,  mit  zweispaltigen  Klauen.  Sauger  gut  ausgebildet.  Die  Schmetterlinge 
saugen  an  Blumen  und  feuchten  Stellen  des  Erdbodens.  Taster  gut  entwickelt,  doch  von  verschiedener  Aus¬ 
bildung.  Sekundäre  männliche  Gescblechtscbaraktere  (Duftorgane)  kommen  bei  den  Arten  mehrerer  Gattungen 
vor,  so  z.  B.  bei  Colias  als  Scbuppennäpfe  auf  den  Htlgln,  bei  CatopaUia  als  breite  Flächen  dicken  Schuppen¬ 
belags,  bei  Äppias  (T(tchi/ris)  als  Pinsel  an  der  L^nterseite  des  Hlbes,  bei  Dismorpbia  als  grosse  kreidige 
Scbuppentlecke  auf  der  Unterseite  der  Vtlgl,  die  durch  Reiben  mit  dem  stark  erweiterten  Vorderteile  der  Hflgl 
zur  Duftabgabe  erregt  werden.  Andere  Arten  (z.  B.  Pievit  hrassiate  und  Verwandte)  besitzen  »Federbusch¬ 
schuppen«  (Aurivillius),  die  über  den  grössten  Teil  der  Flügel  verbreitet  sind  und  anscheinend  die  Ursache 
des  Zurückdrängens  der  dunklen  Zeiebnungsteile  bei  den  edef  bilden  und  noch  andere  Arten  (z.  B.  Pieris 
hiin/ae  aus  Südamerika)  breite  Streifen  dicker  kreidiger  Schuppen  entlang  den  Rippen. 

Die  Pieriden  sind  —  wie  die  meisten  JPiopalocera  —  sonneliebende  Tiere,  dringen  aber  gleichwohl 
in  Gemeinschaft  weniger  anderer  Tagschmetterlinge  (meist  Satyiiden)  in  die  arktischen,  antarktischen  und 
alpinen  Regionen  vor,  ohne  an  Feurigkeit  der  Färbung  gegenüber  Gattungsgenossen  aus  wärmeren  Gebieten 
einzubüssen.  Die  hohen  Gebirge  Südamerikas  und  die  südöstliche  Grenze  des  paläarktiseben  Gebiets  besitzen 
sogar  je  zwei  ihnen  völlig  eigentümbebe  Gattungen,  nämlich  erstere  Plmlia  mit  etwa  sechs  Arten  und 
Ämlhia  mit  einer  ( 'o//V/.s  -  ähnlichen  Art  und  letztere  Mesapia  und  Baltia,  von  denen  die  letztgenannte  mit 
l'hul'ut  sehr  nabe  verwandt  ist. 

Die  Weisslinge  sind  in  der  Regel  mittelmässigc  Flieger,  können  aber  auch  ungewöhnlich  schnell 
{Appias)  oder  so  langsam  tliegen,  dass  sie  mit  der  Hand  im  Fluge  ergriffen  werden  können  (Leucldia}.  Sie 
treten  in  einer  oder  mehreren  Generationen  auf. 

Die  geistigen  Eigenschaften  sind  bei  den  Weisslingen  offenbar  sehr  verschieden,  denn  während  z.  B. 
Pievi^i  brassicae  und  die  Uo/ios- Arten  befähigt  sind.  Gefahren  (die  ihnen  durch  den  Sammler  drohen)  sehr 
rasch  zu  erkennen,  ist  dies  bei  anderen  Arten  (Pieris  napi  und  rdpae)  viel  weniger  zu  beobachten. 

Die  schon  erwähnten  Schwärme  und  Wanderungen  von  Schmetterlingen  sind  als  Hochzeitszüge 
gedeutet  worden;  namentlich  Gatopsilien  und  Pieris  brassicae  wurden  als  Veranstalter  solcher  Züge  festgestellt. 

Die  Eier  sind  länglich,  werden  in  stehender  Lage  einzeln  oder  truppweise,  mitunter  in  grosser 
Anzahl,  an  der  Unterseite  der  Nahrungsblätter  abgesetzt  und  zeigen  verschiedene  Färbung. 

Die  Raupen  sind  voji  walzenförmiger  Gestalt,  meist  grüner  oder  grünlicher  Grundfärbung  mit  lichten 
Längsstreifen  und  kurzen  Härchen ;  solche  mit  dorneniörmigen  oder  ähnlichen  Hautanhängen  sind  noch  nicht 
beobachtet  worden.  Die  den  Papilioniden  -  Raupen  eigentümliche  Nackengabel,  welche  diesen  Tieren  durch 
Verbreitung  eines  widrigen  Dufts  Schutz  vor  feindlichen  Nachstellungen  gewähren  soll,  besitzen  die  Weisslings- 
Raupen  nicht,  auch  ist  nicht  festgestellt  worden,  dass  sie  durch  die  Nahrungsaufnahme  giftige  oder  doch 
widrige  Eigenschaften  —  wie  viele  Pa])ilioniden- Raupen  —  erwerben,  gleichwohl  sind  sie  für  Vögel  nicht 
nur  ungeniessbar ,  sondern  es  ist  auch  beobachtet  worden,  dass  Hühner,  die  mit  solchen  Raupen  gefüttert 
worden  waren ,  verendeten ,  offenbar  infolge  eines  im  Raupenkörper  enthaltenen  Giftes.  Sie  leben  auf  ver¬ 
schiedenen  Strauch-  und  krautartigen,  sowie  niederen  Ptlanzen,  wie  Papilionaceen,  Mimoseen,  Gruciferen  und 
Gapparideen. 

Die  Pp  ist  an  Ptlanzen  usw.  in  aufrechter  oder  hängender  Stellung  mit  dem  Hlb  angesponnen  und 
wird  in  dieser  Stellung  durch  einen  Gürtel  gehalten.  Einige,  wie  die  stiefelförmigen  Ppn  der  Anfhocharis- 
Arten,  besitzen  eine  auffällige  Gestalt;  im  allgemeinen  zeigen  die  Pieriden-Puppen  wenig  Verschiedenheiten. 
Die  Pp  der  paläarktiseben  Zer/ris  eupbevie  —  und  vermutlich  nicht  nur  der  anderen  paläarktischen  Art 
{7j.  faiisfi),  sondern  auch  der  nordamerikanischen  Z.  olijripia  —  ruht  in  einem  ziemlich  dichten  Gespinste, 
besitzt  aber  noch  einen  Rest  des  Gürtelfadens.  Dieser  an  die  »Bomhyciden«  erinnernde  Gharakter  ist  viel  aus¬ 
geprägter  hei  der  mexikanischen  Eucheira  socialis.  Die  Rpn  dieser  Art  leben  gesellig  und  ziehen  nachts 
in  Prozession  auf  Nahrung  aus.  Das  gemeinsame  Puppengespinst  hängt  heutelförmig  von  einem  Aste  herunter  ; 
in  ihm  sind  die  Puppen  mit  dem  Kopfe  nach  unten  befestigt  (J.  Aleman). 

Die  Weisslinge  überwintern  zum  Teile  als  Pp ,  zum  Teile  als  Rp  oder  auch  —  wie  z.  B.  die  palä* 
arktischen  GouejAerijx-Arien  —  als  Schmetterling. 

Im  paläarktischen  und  nordamerikanischen  Gebiete  dominieren  die  Weisslinge  durch  grosse 
Individuenzahl,  in  den  Tropen  werden  sie  mehr  zurückgedrängt.  Einige  Weisslinge  bewohnen  ein  sehr  aus¬ 
gedehntes  Gebiet,  so  kommen  z.  B.  Pieris  nipae  und  napi  im  ganzen  paläai'ktischen  und  im  nordamerikanischen 
Gebiete,  Beleuuis  ineseniinu  im  südlichen  paläarktischen,  indischen  und  afrikanischen  Gebiete  vor. 

Obwohl  —  wie  bereits  erwähnt  —  eine  Giftühertragung  durch  die  Nahrungsptlanzen  der  Rpn  nicht 
vorzuliegen  scheint,  werden  die  Schmetterlinge  von  den  Vögeln  ganz  wenig  verfolgt,  scheinen  demnach  un¬ 
geniessbar  oder  doch  den  Vögeln  wenig  begehrenswert  zu  sein. 

Es  sind  mehrere  fossile  Pieriden  gefunden  worden,  die  in  der  Grösse  von  den  jetzt  lebenden  Arten 
nicht  abweichen. 


NEOPHASIA;  EUCHEIliA;  TATOCIfll.A.  Von  ,). 


oo 


].  Gattung:  IVeopliasisi  Hehr.,  ]]auinwciss]ing(‘. 

Diese  Gattung  ist  mit  der  paläarktisclien  Aporia  Uhu.  nahe  verwandt.  Sie  uiderscheidet  sicli  liaupt- 
sächlich  durcli  die  Richtung  der  Präcostale,  die  nicht  gerade,  sondern  leicht  nach  innen  gel)ogen  ist,  die 
längeren  und  scldankeren  Palpen  und  die  mit  einer  deutlicher  abgesetzten  Kolhe  versehenen  Fhlr.  Die  Goslale 
der  Vtlgl  reicht  nur  wenig  über  die  Mitte  des  Vrds,  die  Subcostale  ist  vierästig  mit  zwei  vXsten  vor  dem 
Schlüsse  der  Mittelzelle,  der  dritte  und  vierte  Ast  bilden  eine  kurze  Gabel  und  der  dritte  Ast  mündet  in  die 
Flügelspitze.  Die  obere  Radiale  ist  fast  zur  Hälfte  mit  der  Subcostale  verwachsen,  daher  fehlt  die  obere 
Fdiscocellulare.  Die  mittlere  und  untere  Discocellulare  sind  etwa  gleichlang,  erstere  ist  nach  innen  gebogen, 
letztere  gerade  und  schliesst  im  Rüge  des  dritten  Medianasts  die  Mittelzelle  spitzwinkelig.  Die  Mittelzelle 
der  V-  wie  der  Fltlgl  ist  ziemlich  schmal.  Die  obere  und  mittlere  Discocellulare  der  Htlgl  sind  etwa  gleicb- 
lang,  bilden  zusammen  eine  fast  gerade  Linie,  die  untere  Discocellulare  ist  länger,  schwächer  und  trifft 
den  dritten  Medianast  im  Buge,  ln  diese  Gattung  gehören  zwei  lediglich  nordamerikanische  Arten. 

N.  menapia  Ftdr.  {=  tau  Scuchler,  ninonia  B.)  (18  a)  ist  ober-  und  unterseits  weiss,  dünn  he-  menapia. 
schuppt,  daher  etwas  durchsichtig,  die  Vtlgl  haben  schwarze  Zeichnung  auf  dem  A])ex  und  der  vorderen 
Hälfte  des  Aussenrds  mit  weissen  Subapicalflecken ,  der  Vrd  ist  bis  zum  Schlüsse  der  Mittelzelle  breit¬ 
schwarz,  ebenso  der  Mittelzellschluss,  der  übrige  Teil  des  Vrds  schmal  schwarz.  Htlgl  fast  zeichnungslos. 

Auf  der  gleichgezeichneten  Unterseite  der  Vtlgl  sind  die  schwarzen  Zeichnungen  fahler,  die  Rippen  der  un¬ 
rein  weissen  Htlgl  schwarz,  auch  ist  eine  gleichfarbige  schmale  Submarginalbinde  vorhanden.  Das  ?  hat 
oberseits  fahler  schwarze  Zeichnung,  etwas  Submarginalzeichnung  und  mitunter  unterseits  am  Aussenrd  der 
Htlgl  rote  Fleckchen.  —  Ei  flaschenförmig,  an  den  Seiten  ausgekehlt.  R|)  erwachsen  etwa  25  mm  (1  inch) 
lang,  Kopf  zylindrisch,  Hlb  in  zwei  kurze  Schwänze  endigend,  dunkelgrün  mit  einem  l)reiten  weissen 
Bande  an  jeder  Seite  und  einem  schmalen  weissen  Bande  auf  dem  Rücken,  Bauchfüsse  schwarz,  Vorderlieine 
grünlichgelb.  Pp  dunkelgrün,  weiss  gestreift,  ähnlich  den  Go//rt.s’-Ppn,  aber  etwas  schlanker.  Rp  auf  ver¬ 
schiedenen  Nadelbäumen,  mitunter  durch  ihre  Menge  grossen  Schaden  anrichtend.  Im  Nordwesten  der  Ver¬ 
einigten  Staaten. 

N.  terlooii  Behr  {—  epyaxa  Bo/intj,  Archonias  lyceas  Skinner)  (18  a)  ist  in  der  Zeichnung  ([er  terlooü. 
menapia  sehr  ähnlich,  jedoch  die  schwarze  Zeichnung  ausgebreiteter;  das  cf  liat  weisse,  das  ?  rotbraune 
Grundfärbung.  Die  Rp  lebt  in  gemeinschaftlichem  Gespinste  auf  Arbutus.  Kalifornien.  —  N.  princetonia  princetonia. 
Baliuf/  aus  Illinois  ist  wahrscheinlich  nur  eine  Form  der  terlooii.  Beim  cf  sind  die  Htlgl  beiderseits  am 
Rande  blassrot  übergossen,  das  ?  ist  auf  der  Unterseite  tiefer  rot  als  oberseits  und  die  Rippen  sind  breiter 
schwarz  gerandet  als  bei  menapia-’^.  —  Ob  diese  Art  in  diese  Gattung  gehört,  konnte  mangels  Materials 
von  mir  nicht  mit  Sicherheit  festgestellt  werden,  die  mit  menapia  fast  übereinstimmende  Zeichnung  spricht 
aber  für  ihre  Zugehörigkeit  zu  Xeuphasia. 


2.  Gattniig:  Siielieira  Westu\ 

Obwohl  diese  Gattung  von  der  vorhergehenden  im  Rippenbaue  wesentlich  verschieden  ist,  wird  sie 
doch  durch  die  Biologie  der  Larve  in  diese  Verrvandtschaft  verwiesen.  Die  Rpn  leben  auch  gemeinschaftlich 
in  einem  Gespinste,  ziehen  nachts  in  Prozession  auf  Nahrung  aus  und  verpuppen  sich  im  Rpn-Gespinste 
mit  dem  Kopfe  nach  unten.  Die  Subcostalis  der  Vtlgl  ist  völlig  frei,  daher  wird  die  Mittelzelle  durch  drei 
Discocellularen  geschlossen.  Die  Mittelzelle  ist  sehr  schmal  und  lang.  Nur  eine  Art. 

E.  socialis  IBesfir.  (t8a)  aus  Mexiko  ist  ein  rauchgrauer  Schmetterling  mit  weisser  Fleckenmittel-  socialis. 
binde;  <tas  cf  hat  ausserdem  deutlichere  submarginale  weisse  Flecke  auf  der  Ober-  und  Unterseite  aller  Flügel. 


3.  Gattung:  Tatoeliilii  Btlr. 

Diese  fast  auf  den  südlichen  Teil  Süd -Amerikas  beschränkte  Gattung  ist  mit  dei’  folgenden  Gattung 
Bieris  nahe  verwandt;  sie  unterscheidet  sich  von  dieser  durch  die  kürzere  mittlere  Discocellularis  und  die 
fast  gerade  untere  Discocellularis  der  Vtlgl,  hau])tsächlich  aber  durch  das  eiuheitliche  Gepräge  der  Zeich¬ 
nung.  Die  Arten  dieser  Gattung  scheinen  nur  in  einer  Generation  aufzntreten.  Die  Schmetterlinge  tliegen 
vom  November  bis  zum  April. 

T.  volxemi  Capr.  (=  achamantis  Berp)  (18  a).  01)er-  und  Unterseite  des  cf  weiss  mit  grossem  vol.xemi. 
schwarzen  Fleck  am  Schlüsse  der  ATlghnittelzelle  und  geringen  schwärzlichen  Zeichnungen  an  der  Vtlgl- 
spitze  ober-  und  unterseits.  ?  ähnlich  dem  ?  von  theodiee  Bl.,  jedoch  die  Randzeiclnmngen  etwas  schmäler, 
dagegen  die  Submarginalzeichnungen  etwas  breiter,  auch  in  der  Mittelzelle  der  Htlgl  ein  schwarzer  Streifen. 
Argentinien. 


56 


TATOGHILA.  Von  J.  R()ber. 


autodice. 


metcedis. 

theodice. 

gynuiodice. 


nrgyrodice. 

microdice. 

macrodice. 

sterodice. 

arctodice. 

pyrrhomma. 


xanthodice. 

demodice. 


T.  autodice  IJbn.  (—  demodice  Stgr.)  (I8b)  aus  dem  südlichsten  Teile  Brasiliens  (Rio  Grande  do 
Sul),  Argentinien,  Uruguay,  Chile  und  Bolivia  (3—4000  m)  unterscheidet  sich  von  der  folgenden  Art  haupt¬ 
sächlich  durch  die  gelhrote  Einfassung  der  Augen ;  Zeichnung  und  Färbung  sind  unterseits  kräftiger.  — 
Die  von  Prof.  Dr.  Seitz  in  Buenos  Aires  gefundene  Pp  ist  etwas  kleiner  als  die  Pp  von  Pieris  hrassicae, 
gelblich,  mit  vielen  dunklen  Punkttleckchen,  die  Luftlöcher  erscheinen  als  grössere  dunkle  Flecke,  wie  der¬ 
gleichen  auch  am  Rücken  stehen,  die  Flügelscheiden  sind  weiss,  am  Mittelzellschlusse  der  Yflgl  mit  einem 
grossen  dunklen  Flecke,  ebensolchen  grösseren  Flecken  am  Aussenrd  und  zahlreichen  dunklen  Punkt¬ 
tleckchen  auf  dem  übrigen  Flügelteile,  die  Scheiden  der  Beine,  Palpen  und  Augen,  sowie  der  Thorax  sind 
gleichfalls  dunkel  (schwarzbraun).  Der  Schmetterling  kam  am  22.  Februar  aus.  Die  Rp  scheint  noch  nicht 
Ijekannt  zu  sein. 

T.  mercedis  Psrhsch.  {—  polydice  Bl.,  autodice  KU'hg,  autodice  Ehr.)  (18b)  aus  Chile  unterscheidet 
sich  von  axfodice  ausser  durch  die  vorstehend  angegebenen  Charaktere  durch  reiner  weisse  Obei’seite,  die 
schwach  gezeichnete  FTnterseite  und  den  steten  Mangel  der  Fllipsenzeichnung  anl  Vrd  der  Htlglunterseite. 
Die  ??  haben  einen  mehr  oder  minder  entwickelten  streifenförmigen  schwarzen  Fleck  am  Ird  der  Vtlgl- 
oberseite. 

T.  theodice  B.  {—  blanchardii  Bilr.)  (18c)  aus  Patagonien,  Peru  und  Chile  ist  oberseits  im  männ¬ 
lichen  Geschlechte  rahmweiss,  im  weiblichen  Geschlechte,  namentlich  auf  den  Hflgln,  lichtgelb;  sie  ist  di(‘ 
am  meisten  gezeichnete  Art  der  Gattung.  —  gymnodice  ^Igr.  aus  Punta  Arenas  (Feuerland)  ist  vermutlich 
Lokalform.  Grundfärbung  des  rf  reimveiss,  die  schwarzen  Zeichnungen  etwas  schmäler,  Unterseite  der  Htlgl 
ohne  safraiigelbe  Streifen,  nur  der  Basalteil  des  Vrds  schwefelgelb  und  ein  gleichgefärbter  Streifen  am  Vrd- 
wiidvcl.  Das  ?  hat  gleichfalls  schmälere,  aber  schärfei’e  schwarze  Zeichnungen,  die  Pfeiltlecke  sind  auf  allen 
Flügeln  schärfer  und  zusammenhängend.  —  Rp :  Kopf  grau  und  bedeckt  mit  sehr  feinen  und  kurzen  Haaren, 
Leib  grau  mit  breiten  gelben  Subdorsallinien,  einer  seitlichen  Reihe  orangeroter  Fleckchen  und  mit  erhöhten 
schwaizen  Pünktchen,  die  spärlich  über  den  ganzen  Leib  zerstreut  sind,  deren  jedes  ein  sehr  kurzes  und 
feines  Haar  trägt,  Bauchfüsse  und  Unterseite  des  Leibes  düster  grünlichgelb  mit  kleinen  schwarzen  Flecken, 
Vorderbeine  schwarz.  Futter] )tlanze :  Tropeolum.  Rp  Ende  November  erwachsen  (A.  G.  Butler).  Fliegt 
Amm  Dezember  bis  April. 

T.  argyrodice  Stgr.  (I8c)  ist  nur  im  weiblichen  Geschlechte  bekannt.  Die  Art  ist  gut  charakteri¬ 
siert  durch  die  graue  Grundfärbung  und  die  scharf  begrenzten  tränenförmigen  gelben  Flecke  der  Unterseite. 
Südküste  des  Feuerlands  (Uschuaia). 

T.  microdice  Bl.  (—  xanthodice  Mab.)  aus  Chile  und  Patagonien  ist  kleiner  und  weniger  gezeichnet, 
auch  unterseits  tählei’  gefärbt  als  macrodice  S'h/r.  (18  c,  d)  aus  Bolivien.  Von  letzterer  unterscheidet  sich 
Sterodice  Stgr.  von  der  Üstküste  Feuerlands  durch  völligen  Mangel  gelber  Zeichnung  auf  der  Unterseite, 
auch  ist  die  weisse,  in  der  Basalhälfte  stark  glänzende  Oberseite  des  cf  fast  zeichnungslos.  Das  ?  hat  auf 
der  Oberseite  keine  Spur  gelber  Färbung,  während  die  Zeichnung  ähnlich  Avie  bei  dem  microdice-^  ist.  — 
In  Columbia  und  Ecuador  kommt  arctodice  Stgr.  Amr.  Diese  Form  ist  sehr  stark  scliAvarz  gezeichnet, 
namentlich  im  Aveiblichen  Geschlechte;  die  Oberseite  der  ??  ist  vorherrschend  braunscliAvarz  (mit  gelben 
Flecken). 

T.  pyrrhomma  spec.  nor.  (18  d)  von  Peru  (Huancabamba,  3000  m)  darf  Avegen  mehrerer  belang¬ 
reicher  Unterschiede  als  eigene  Art  gelten.  Die  Augen  sind  breit  (breiter  als  bei  mdodice)  feurig  rotgell) 
gerandet,  der  scliAvarze  Streifen  am  Vrd  der  Vtlgloberseite  reicht  bis  zur  FlügelAvurzel,  der  scliAvarze  Fleck 
am  Schlüsse  der  Mittelzelle  ist  bedeutend  kleiner,  die  scliAvarzen  Marginal-  und  Submarginalzeichnungen 
sind  geringer  entAvickelt,  letztere  fast  quadratisch,  die  Oberseite  der  Htlgl  völlig  ungezeichnet  und  stark 
gelblich  infolge  Durchscheinens  der  gelben  Färbung  der  Unterseite.  Auf  letzterer  sind  die  Rippen  breiter 
weiss,  ihre  Umsäumung  breiter  grauschAvarz  als  bei  microdice,  die  untere  Discocellularis  der  Htlgl  ohne 
Aveissen  Fleck,  der  grauschAvarze  Streifen  in  der  Mittelzelle  sehr  schmal  und  nach  aussen  gegabelt,  ausser 
dem  sehr  scharf  begrenzten  und  breiteren  safrangelben  Streifen  am  Vrd  ist  auch  ein  solcher  zAvischen  der 
Submediane  und  dem  ersten  Medianaste  vorhanden.  Die  Unterseite  der  Vtlgl  ist  Aveiss ,  die  Rippen  sind 
sehr  fein  scliAvarz,  die  in  der  Flügels])itze  scharf  weiss  und  sehr  schmal  schwarz  gerandet,  der  scluvarze 
Fleck  am  Schlüsse  dei'  Mittelzelle  ist  klein,  die  scliAvefelgelbe  Färbung  der  Flügelspitze  reicht  bis  zum 
zAveiten  Medianaste  und  Submarginalzeichnungen  fehlen  auf  den  V-  und  Hllgln  völlig.  ?  unbekannt. 

T.  xanthodice  Lac.  (18d)  von  Venezuela,  Columbia,  Ecuador,  Peru,  BoliAuen  und  Argentinien  unter¬ 
scheidet  sich  von  microdice  und  arggrodice  namentlich  auf  der  Unterseite  durch  die  safrangelben  Streifen 
zAvischen  den  Rip])en  der  Htlgl,  von  microdice  auch  durch  den  Mangel  des  Aveissen  Flecks  am  Schlüsse  der 
iMittelzelle  auf  der  Unterseite  der  Htlgl.  Unterseits  hat  die  Vflglspitze  safrangelbe  Streifen  und  die  vorderen 
Ri])pen  sind  bis  zum  Schlüsse  der  Mittelzelle  scharf  sclnvarz  gerandet. 

T.  demodice  P>1.  aus  Chile,  Süd-Patagonien  und  Feuerland  ist  von  der  folgend  beschriebenen  Form 
durch  den  Mangel  der  Pfeiltlecke  auf  der  Unterseite  aller  Flügel  verschieden.  Bemerkt  muss  Averden,  dass 


Ausgeyehcn  26.  IX.  08. 


PIEI{IS.  Von  J.  Roükil 


57 


nach  der  ungenügenden  Beschreibung  BnANCiiAKD’s  dei'  Name  (l(.niio(Hre  nicht,  mit  Siclierlieit  f'iii’  diese  Art 
angevvendet  werden  kann.  Stücke,  die  mit  dieser  Beschreibung  üljei'einstimmen ,  sind  mir  niclit  zu  Gesiclit 
gekommen.  Blancuahd’s  Beschreibung  lautet  in  Ül)ersetzung;  «Flügel  des  cf  oben  weiss,  des  ?  gelb- 
schwärzlich,  in  beiden  Geschlechtern  Marginaltlecke ,  eine  Reihe  Pfeiltlecke  und  eine  schwarze  Discoidal- 
halbbinde;  unten  Vtlgl  am  Apex  gelblich,  Htlgl  total  gelb,  Adeni  schwarz  gei'andet,  goldgelbe  IJnien  — 

20  —  21  Linien».  —  Von  dieser  vermeintlichen  demodice  unterscheidet  sich  sagittata  fovm.  nov.,  spec.  'novJ'f  sapitiata. 
(18  e)  aus  Peru  (Huancabainba,  3000  m)  durch  die  aus  der  Abbildung  ersichtliche  Zeichnung  der  Htlgl, 
ferner  durch  den  Besitz  von  vier  submarginalen  schwarzen  Pfeiltlecken  der  Vtlglunterseite,  sowie  durch 
Zeichnung  und  Färbung  der  Htlglunterseite.  Letztere  hat  hellgelbe  Grundfärbung,  die  Ri[)pen  selbst  sind 
sehr  schmal  licht,  aber  etwa  ebenso  breit  wie  bei  orthodice  schwärzlich  gerandet,  ein  gleicher  Streifei;  steht 
in  der  Mittelzelle,  die  am  Schlüsse  kein  weisses  Fleckchen  zeigt,  zwischen  sämtlichen  Rippen  sind  safran¬ 
gelbe  Streifen  und  am  Aussenrd  vier  sehr  spitze  schwärzliche  Pfeiltlecke;  am  Aussenrd  steht  eine  fast  un¬ 
unterbrochene  feine  schwarze  Saumlinie,  wie  sie  bei  keiner  anderen  Art  dieser  Gattung  vorkommt.  Unter¬ 
seite  der  Vtlgl  weiss,  Rippen  nach  dem  Rande  zu  breiter  werdend  schwarz,  die  Schlussrippen  der  Mittel¬ 
zelle  nicht  breit  schwarz  gesäumt,  vier  submarginale  Pfeilflecke,  Flügelspitze  leichtgelb.  ?  unbekannt. 

T.  Stigmadice  Stgr.  aus  Bolivia  (Gocapata,  3500  m)  unterscheidet  sich  von  der  abgebildeten  immacuhda  stigmadice. 
durch  viel  breiteren  schwarzen  Fleck  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  und  den  Besitz  von  4—5  schwarzen  drei¬ 
eckigen  Submarginaltlecken  auf  den  Vflgln  und  2 — 5  dergleichen  auf  den  Htlgln,  sowie  schwefelgelbe 
Färbung  der  Htlgl.  Bei  immaculata  form.  nov.  (18  e)  aus  der  Provinz  Tucuman  in  Argentinien  fehlen  ober-  immaculata. 
und  untersei ts  die  Submarginalzeichnungen  vollständig;  die  Unterseite  der  Vtlgl  ist  weiss  mit  gelben 
Streifchen  in  der  Spitze,  die  Rippen  sind  fein  schwarz,  die  schwarze  Färbung  der  Schlussrippe  der  Mittel¬ 
zelle  ist  nicht  verbreitert;  die  Htlgl  sind  weissgelblich  mit  hochgelben,  scharf  begtenzten  schmalen  Streifen 
zwischen  sämtlichen  Rippen  und  am  Vrd,  die  Rippen  selbst  sind  sehr  fein  licht  und  schmal  grauschwarz 
gerandet,  ein  gleicher,  am  äusseren  Ende  undeutlich  gegabelter  Streifen  steht  in  der  Mittelzelle,  die  Schluss¬ 
rippe  der  Mittelzelle  ist  licht  wie  die  Grundfärbung.  ?  gelblich,  Adern  ziemlich  breit  dunkel,  mit  submarginalen 
Pfeiltlecken  auf  den  Vtlgln  und  deutlicheren  dergleichen  auf  den  Htlgln. 

T.  orthodice  Wegm.  (I8e)  aus  dem  Hochgebirge  von  Bolivia  hat  weisse  Oberseite  mit  den  aus  der  orthodice. 
Abbildung  ersichtlichen  Zeichnuugen.  Unterseite  der  Vtlgl  weiss  mit  gelblichem  Apex,  in  dem  die  weissen 
Rippen  dunkel  gesäumt  sind.  Unterseite  der  Htlgl  schwefelgelb,  die  Rippen  breit  weiss,  dunkel  gesäumt, 
safrangelbe  Streifen  am  V-  und  Ird,  sowie  in  der  Mittelzelle,  die  gleichfalls  einen  schwärzlichen  Streifen 
besitzt.  ?  unbekannt. 


4.  Gattung:  Pieris  Hchrlc. 

Diese  über  die  ganze  Erde  verbreitete  Gattung  gilt  als  der  typische  Vertreter  der  F’amilie.  Die 
Subcostale  der  Vtlgl  ist  vierästig  mit  2  Ästen  vor  dem  Schlüsse  der  Mittelzelle,  der  dritte  Ast  ist  sehr  kurz 
und  mündet  kurz  vor  der  Flügelspitze  in  den  Vrd,  die  Mittelzelle  ist  gross,  nicht  allzubreit  und  wird  durch 
2  Discocellularen  geschlossen;  die  obere  Discocellulare  fällt  aus,  weil  die  obere  Radiale  eine  ziemliche  Strecke 
mit  der  Subcostale  verwachsen  ist.  Die  Präcostale  der  Htlgl  trennt  sich  fast  rechtwinkelig  von  der  Gostale 
und  ist  an  ihrem  spitzen  Ende  nach  aussen  gebogen.  Der  Vrd  der  Vtlgl  ist  glatt,  die  Fhlr  haben  im  all¬ 
gemeinen  eine  deutliche  Kolbe,  sind  meist  mittel-,  bei  einigen  Arten  sehr  lang,  die  Palpen  ragen  meist 
über  den  Kopf  und  sind  an  der  Vorderseite  dicht  mit  steifen  Haaren  besetzt,  das  Endglied  ist  so  lang  oder 
länger  als  das  Mittelglied,  schlank  und  zugespitzt,  das  Mittelglied  ist  wenig  kürzer  als  das  schwach  gebogene 
Basalglied.  Die  Rpn  sind  walzenförmig,  sehr  kurz  behaart  und  haben  lichte  Längsstreifen.  Pp  mässig 
schlank,  mit  stumpfer  Kopfspitze  und  mehreren  Höckerchmi  auf  dem  Rücken,  mitunter  die  Flügelscheiden 
etwas  länger  vorgezogen.  Die  hierzu  gehörigen  Arten  haben  wohl  sämmtlich  mindestens  zwei  Generationen, 
von  denen  in  den  gemässigten  Zonen  eine  als  Pp  überwintert. 

P.  monuste  L.  (=  hippomonuste  Hbn.,  feronia  Stph.,  phileta  F.,  albusta  Sepp.)  kommt  in  mehreren  monuste. 
Formen  vom  südlichen  Nord-Amerika  (den  Golfstaaten)  bis  Argentinien,  auch  in  den  Gebirgen  des  Westens, 
vor.  Als  Typus  der  Art  dürfte  die  Form  aus  Surinam  zu  betrachten  sein.  —  orseis  Godt.  (18e,  f)  aus  den  orseis. 
südlichen  Staaten  Brasiliens  hat  breiteren  schwarzen  Rand  mit  weissen  Apicaltlecken ,  das  ?  meist  gelbliche 
Grundfärbung,  namentlich  auf  den  Htlgln,  auf  letzteren  auch  ziemlich  grosse  zugespitzte  schwarze  Rand- 
tlecke.  —  cleomes  Bsd.  aus  dem  südlichen  Nord-Amerika  ist  etwas  kleiner  und  weniger  schwarz  gezeichnet,  cleomes. 
—  Virginia  Godt.  (=  ?  eubotea  Godt.?)  ist  die  Antillenform.  —  Von  evonina  Bsd.  von  Cuba  sind  3  Formen  Virginia. 
beschrieben:  evonina  mit  grünlichweisser  Färbung  des  cf,  Saumzeichnung  schmal,  rötlichbraun;  Unterseite  evonina. 
am  Vflglapex  bleich  und  unrein  ockergelb,  Htlgl  ebenso,  ohne  Fleckenzeichnung.  —  valei  Bsd.  Oberseite  valei. 
weiss,  Randzeichnnng  schmal,  schwarz  und  gezähnt;  Unterseite  der  Vtlgl  bräunlich,  der  Htlgl  weisslich, 
bleich  ockergelb.  —  joppe  Bsd..,  kleiner  als  monuste,  oben  trübweiss,  Saumzeichnung  dunkelbraun,  am  Zellende  joppe. 
ein  schwarzer  Fleck.  —  automate  Burm.  aus  Argentinien  hat  nur  geringe  schwärzliche  Zeichnung  an  der  automate. 
Spitze  und  dem  Aussenrd  der  Vtlgl.  —  suasa  Bsd.  aus  Chile ,  Peru  und  Bolivia  hat  etwas  mehr  schwarze  suasa. 

V  8 


58 


PI  ERLS.  Von  J.  Röber. 


Zeichnung  als  aufoniafe.  Rp  violett  mit  zitrongelben  Längsbänclern ,  Kopf,  Füsse  und  Unterseite  grünlich¬ 
gelb.  Pp  blassgelblich  mit  schwärzlichen  Pünktchen ,  auf  der  Mitte  des  Rückens  ein  Höckerchen.  Lebt 
auf  Gleome  pentaphylla  sowie  anderen  verwandten  Ptlanzen  und  fügt  den  Feld-  und  Gartenkulturgewächsen 
denselben  Schaden  zu  wie  im  paläarktischen  Gebiet  hrasdcae  und  rapac. 

sevata.  P.  sevata  Flür.  (18f)  aus  Golombia,  Venezuela  und  Zentral-Amerika  ist  der  monusie  ähnlich,  unter¬ 

scheidet  sich  jedoch  durch  breiten  Duftschuppenbelag  entlang  fast  sämtlicher  Längsrippen  der  Vflgl  und 
auch  zweier  Rippen  der  Hflgl.  Die  Unterseite  des  c/'  ist  gelblichweiss ,  die  Vtlglspitze  etwas  dunkler  gelb, 
tibnrtia.  der  Vrd  der  Utlgl  schmal  ockergelb  gesäumt.  —  Bei  tiburtia  Frühst,  aus  Guatemala  ist  der  schwarze 
Apicaltleck  fast  völlig  geschwunden  und  der  schwarze  Mittelfleck  verkleinert ,  Apex  der  Vflglunt ersehe 
gelblichweiss,  Flflglunterseite  mit  lebhafterem,  rosa  statt  gelblichem  Glanze,  Rippen  nicht  schwarz  angelaufen, 
timotina.  —  timotina  Frühst,  aus  Peru  ist  grösser,  )nit  breiterem  und  ausgedehnterem,  tief  gezähntem  schwarzen 
Saume,  grösserem  schwarzen  Mitteldecke,  Unterseite  dunkler,  Mitteldeck  schärfer  und  die  Rippen  deutlicher 
amptüssa.  braun  bezogen.  —  amphissa  Frühst,  aus  Bolivien  ist  kleiner  als  tihurtia ,  Oberseite  gelblichweiss,  völlig 
zeichnungslos,  nur  der  Vrd  der  Vflgl  leicht  ])raun  angetlogen,  ohne  Mitteldeck,  Unterseite  der  Vflgl  weiss 
mit  gelblicher  Spitze  und  braunem  Mitteldecke,  Htlgl  eintönig  bleich  gelblichweiss  mit  orangefarbenem 
Basaltlecke. 

sincera.  P.  siiicera  Wejini.  (18f)  aus  Ecuador  (Guayaquil)  ist  oberseits  grünlichweiss  mit  schwarzer  Apical- 

und  Aussenrdszeichnung  der  Vdgl,  sowie  sehr  geringen  schwarzen  Saumzeichnungen  der  Hflgl.  Die  Unter¬ 
seite  ist  lichter  und  bis  auf  einen  gelben  Streifen  am  Vrd  der  Htlgl  zeichnungslos. 

biiniae.  P.  butiiae  Uhn.  (=  endeis  Godt.)  fl9a)  ist  der  Riese  der  amerikanischen  Pieris-krien.  Von  dieser 

aasia.  in  den  Zentralprovinzen  Brasiliens  voiLommenden  Form  unterscheidet  sich  ausia  Bsd.  aus  den  südlicheren 

Provinzen  Brasiliens  durch  etwas  reichlichere  Entwicklung  der  schwarzen  Zeichnung,  die  mitunter  bei  beiden 
nisella.  Geschlechtern  auch  in  der  Mitte  und  am  Aussenrd  der  Htlglunterseite  auftritt ;  zu  ab.  rusella  Frühst,  ge- 
digentia.  hören  $$,  denen  die  schwarze  Vdglbinde  fehlt  (Bahia,  Espiritu  Santo).  —  ab.  $  digentia  Frühst,  aus  Bahia 
sabella.  zeichnet  sich  durch  besonders  breite  schwarze  Vtlglbinde  aus.  —  sabella  Frühst.  {=  ausia  Stgr.)  vom  oberen 
pharetia.  Amazonas  hat  völlig  zeichnungslose  Htlglunterseite.  —  pharetia  Frühst,  aus  Peru  ist  grösser,  der  Apicaltleck 
der  Vflglunterseite  ist  verblichen,  die  Htlglunterseite  nur  mit  Spuren  einer  braunen  Querbinde  oder  selbst 
imperator.  ohne  diese.  —  imperator  Kirhy  vom  oberen  Amazonas  ist  die  am  meisten  dunkel  gezeichnete  Form;  bei 

ihr  hat  das  ?  auch  auf  der  Oberseite  der  Htlgl  reichliche  schwarze  Zeichnung  und  auf  der  Oberseite  der 

Vflgl  eine  den  halben  Vrd  und  den  Schluss  der  Mittelzelle  einnehmende  gebogene  schwarze  Binde.  — 
phaloe.  phaloe  Godt.  vom  ol)eren  Amazonas  ist  kleiner  und  weniger  gezeichnet  als  hnperator.  —  diana  Fldr.  aus 

diana.  Golombia  hat  verwaschene  schwarze  Spitzen-  und  Aussenrdszeichnung.  —  sublineata  Scham.  (19  a)  aus 

subhneata.  unterscheidet  sich  hauptsächlich  durch  die  stark  gelb  gefärbte  Unterseite  der  Hflgl.  —  Alle  hunlac- 

Formen  haben  einen  noch  breiteren  Duftschuppenbelag  an  den  Rippen  als  sevata. 

amaryliis.  P.  amaryllis  F.  (19  a)  von  Jamaica  unterscheidet  sich  yon  josephu  durch  »Milchkaffee«-Färbung.  — • 

joscpha.  josepha  Godm.  a.Sah.  (19  a)  aus  Mexiko  und  Zentral-Amerika,  von  Herrn  L.  Hartmann  in  Würzburg  jedoch 
auch  in  Texas  entdeckt,  ist  der  vorigen  Art  zwar  nahe  verwandt,  aber  doch  wohl  als  besondere  Art  zu 
betrachten  Avegeii  der  besonderen  Gestalt  des  cT  und  des  Zeichnungsstils  des  ?.  Auf  der  Unterseite  sind 
ausser  dem  schwarzen  (Mitteltleck  der  Vflgl  nur  noch  ganz  geringe  dunkle  Zeichnungen  in  der  Älitte  der 
gervasia.  Flügel  vorhanden.  —  ab.  gervasia  Frühst,  ist  eine  weibliche  Form  mit  weisslicher,  graugelb  beschuppter 
Josepfiina.  Unterseite.  —  josephina  Godt.  ist  die  Form  von  San  Domingo.  —  protasia  Frühst,  aus  Honduras  und  Nica- 
protasia^  ragua  liat  viel  kleineren  schwarzen  Mittelfleck.  —  krugii  Deu\  aus  Portorico  ist  kleiner,  der  Aussem’d  der 
b'ugii.  Ypg^  mehr  geschweift,  die  schwarzen  Flecke  sind  fast  völlig  geschwunden. 

menacte.  P.  menacte  Bsd.  (19  b)  aus  dem  südlichen  Brasilien  und  Paraguay  ist  oberseits  weiss  mit  geringer, 

mitunter  fehlender  dunkler  Beschuppung  an  der  Vtlgls])itze.  Das  ?  hat  viel  mehr  dunkle  Zeichnung.  Die 
Unterseite  ist  gelblichweiss  mit  mehr  oder  weniger,  mitunter  fehlender  schwärzlicher  Beschuppung  entlang 
der  Rippen  der  Htlgl. 

nicijerariim.  P.  cruciferarum  Bsd.  (=:  casta  A5/.,  marginalis  Scitdd.)  (18f)  aus  Galifornien  ist  oberseits  einfach 

gelblichweiss,  unterseits  stärker  gelb  mit  ockergelbem  Streifen  am  Vrd  und  schmaler  dunkler  Besäumimg 
der  Ri])pen  der  Hflgl. 

rapae.  P.  rapae  L.  (19  b)  ist  ungefähr  1860  in  Ganada  eingeschleppt  worden  und  hat  sich  seitdem  bis  zur 

Hudson-Bai  und  bis  Süd-Texas  ausgebreitet.  Die  Rpn  verursachen  alljährlich  grossen  Schaden.  —  ab. 
novangliae.  novangliac  Scudd.  ist  eine  schwefelgelbe  Form.  —  Rp  mattgrün,  sammetartig,  auf  dem  Rücken  mit  einer 
feinen  gelben  Längslinie,  an  der  Seite  bleicher  mit  einem  schmalen  gelben  Streifen,  in  dem  die  schwarzen 
Luftlöcher  stehen ,  Bauch  gelbgrün ,  Kopf  bräunlichgrün ,  20 — 30  mm  lang.  Lebt  an  Kohlarten ,  Reseda, 
Kresse  etc.  Eier  bimförmig  init  Längsleisten  und  (Juerfalten,  werden  einzeln  aljgelegt.  Pp  gelb,  grünlich¬ 
grau  oder  bräunlich  mit  3  gelben  Streifen. 


IMKHIS.  Von  .1.  KoiiKi!. 


r,U 

P.  napi  /v.  ist  zwar  aucli  über  ganz  Nord-Amerika  veibreitet,  daselbsl  al)ei’  viel  scdlener  als  ini  ndpL 
jialäarktischen  Gebiete.  Die  SoinmerCorm  iKipi  unlerscbeidet  sieb  von  der  briihlingst'orm  oleracea  Uorris  oleraccu. 
dureb  reichlichere  dunkle  Zeichnung-,  namenthcli  aueb  aui'  der  Unter-seite,  während  im  ftegfmsatze 
hierzu  im  paläarktischen  Ge])iete  die  Frühlingsform  die  mehr  gezeiebneie  Form  ist;  ab.  virginiensis  ll'lir .  virginienAs. 

(I9b)  ist  von  olcraccd  dadurch  verschieden,  dass  sie  auf  der  Oberseite  dei-  Vllgl  einen  verwasebenen  dunklen 

Spitzentleck  besitzt  und  auf  der  Unterseite  der  Mllgl  eidlang  der  ilijipen  zart,  aber  breil  dunkel  tieseliiqipf 

ist,  es  kommen  aber  auch  Stücke  vor,  die  liis  auf  die  feinen  weissen  Kijipen  vollständig  verdunkeile  lltlgl- 

unterseite  ha])en;  solche  Stücke,  haben  auch  breiten  grauen  Rijipensaum  auf  der  Untei'seile  der  Vtlglspitze; 
ab.  pallida  t^endd.  ist  olier-  und  unterseits  reiner  weiss,  nur  das  ?  bat  einen  kleinen  schwarzen  Fleck  au\'  pol Uda. 

der  Oberseite  der  Vtlgl.  —  Die  alpine  und  nordische  Form  bryoniae  Ochs.,  die  ausser  in  einigen  "feilen  bryoniac. 

des  paläarktischen  Gebiets  auch  in  Alaska  vorkommt,  hat  beim  ?  gelbliche  Grundfärbung  der  Oberseite  und 
ziemlich  breiten  dunklen  Saum  der  Ri|)pen.  Diese  Form  ist  bedeutend  lichter  als  die  iialäarktische  Form 
gleichen  Namens.  —  acadia  Kdiv.  ist  eine  grosse  Form,  die  in  Färbung  und  Zeichnung  zwischen  jxdJido  acadia. 
und  hrijo)dae  steht.  —  frigida  Heudd.  aus  Labrador  ist  eine  weissere  Form  und  hulda  Ixhr.  (Ibbj  aus  Alaska  frigida. 
ist  der  frigida  ähnlich,  aber  viel  kleiner.  —  castoria  lieak.  {—  resedae  l'.Hd.)  aus  Californien  ist  eine  wenig 
gezeichnete  Form.  Rp  bräunlichgrün,  an  den  Seiten  heller,  mit  weissen  Wärzchen,  schwarzen  Pünktchen 
und  einem  gelben  Seitenstreifen,  über  dem  die  schwarzen,  rotgelb  gesäumten  Luftlöcher  stehen,  Kopf  grau¬ 
grün;  29 — 30  mm  lang,  auf  denselben  Pflanzen  wie  rapae.  Pp  grünlichgelb  mit  schwarzen  Flecken,  Punkten 
und  gelblichem  Saum  der  Flügelscheiden.  Eier  bimförmig,  werden  ebenfalls  einzeln  abgelegt. 

P.  protodice  Bsd.  (19c),  von  Kanada  bis  nach  Guatemala  verbreitet,  bat  weisse  Grimdfärbung,  profodice. 

grossen,  weiss  geteilten  Mitteltleck  und  im  cf  geringere,  im  ?  stärkere  marginale  und  submarginale  Flecken¬ 

zeichnung  der  Vtlgl.  Die  Oberseite  der  lltlgl  ist  beim  cf  fast  zeichnungslos,  beim  ?  ausser  schwarzen 
Randtlecken  mit  submarginalen  Zackenzeichnungen.  Die  Unterseite  ist  in  beiden  Geschlechtern  viel  blasser 
gezeichnet.  —  Bei  der  Winterform  vernalis  luhv.  ist  der  cf  kleiner  und  weniger  gezeichnet  als  })rofodic(‘-(f ,  vernalis. 
das  ?  dagegen  von  protodice-^  kaum  verschieden.  —  Rp  im  ersten  Stadium  einförmig  orangegelb,  Kopf 
schwarz,  im  letzten  Stadium  Kopf  hell  sti'ohfarbig,  hintere  Hälfte  hell  ])urpurfarbig,  auf  jeder  Seite  ein  gold¬ 
gelber  Fleck,  der  ganze  Kopf  schwarzbraun  gesprenkelt,  Augen  purpurn,  breit  schwarz  eingefasst.  Leib 
abwechselnd  glänzend  goldgelb  und  dunkel  grünlichpurpurn,  manchmal  mit  gleichmässigem ,  in  anderen 
Fällen  mit  ungleich  breitem  schwarzen  Bande.  Die  gell)e  Färbung  der  Rückenseiten  und  des  stigmatalen 
Bandes  geht  auf  dem  infrastigmatalen  Band  in  Purpur  über.  Unten  trüb  hellgrün  mit  rötlichem  Schein. 

Auf  dem  ganzen  Leibe  grössere  und  kleinere  schwarze  Flecke,  die  jeder  ein  kurzes  schwarzes  Haar  tragen, 
auch  zahlreiche  kleine  behaarte  Warzen  (nach  Glyzerinpräpai-at).  Pp  licht  bläulichgrau,  an  den  Hlbsringen 
schwach  gelblich  übergossen,  ein  matter  breiter  gelblicher  Seitenstreifen  am  Hlbe,  suprastigmatale  Leisten 
gelb  gerandet.  Kopf  mit  zerstreuten  kleinen  schwärzlichen  Flecken,  Flügelscheiden  mit  schwachen  dunkel¬ 
braunen  Zeichen,  Rippen  mit  einzelnen  deutlichen  schwarzen  Fleckchen  gezeichnet,  ein  schwarzer  Fleck  auf 
dem  Basalhöckerchen ,  Fhlrglieder  meist  in  derselben  Weise  gezeichnet.  Die  Imftlöcher  haben  dieselbe 
Färbung  wie  der  Leib.  Rp  auf  Brassica  oleracea,  Leihdium  virginicum  und  anderen  Gruciferen. 

P.  occidentalis  lleak.  (19  c)  aus  dem  Berglande  des  Westens  der  Vereinigten  Staaten  hat  wxoBx  occidentalis. 
und  zusammenhängendere  dunkle  Zeichnung  als  profodice  und  die  Unterseite,  namentlich  der  Htlgl,  ist  stark 
grün  gezeichnet.  —  occidcnlalis  wird  von  Scuddek  als  die  (nur  im  W"esten  vorkommende?)  dritte  Generation 
der  protodice  betrachtet.  Demnach  scheinen  ihre  ersten  Stände  von  denen  der  ’jirofodice  nicht  abzinveichen. 

P.  sisymbrii  Bsd.  (19  c)  aus  den  Vereinigten  Staaten  ist  kleiner  als  orcidcidalis,  die  schwarzen  Rand-  sisymbrii. 
Zeichnungen  sind  schärfer  begrenzt  und  von  den  lichten,  im  übrigen  Flügelteile  aber  scharf  dunklen  Rippen 
geteilt.  Die  Unterseite  der  Htlgl  hat  schwarzgrüne,  eigenartig  zerrissene  Zeichnungen.  Das  ?  ist  dem  cf 
ganz  ähnlich.  —  Ei  lang,  schmal,  kegelförmig,  Grundtläche  und  Spitze  abgeplattet  und  eingedrückt,  mit 
Längsfurchen,  Zwischenräume  ausgehöhlt  und  durch  zahlreiche  Streifen  gekreuzt,  Färl)ung  erst  lichtgelb, 
kurz  vor  dem  Schlüpfen  rot.  Erwachsene  Rj)  etwa  22  mm  lang,  Z3dindrisch,  ^’on  der  IMitte  nach  vorn  und 
hinten  raässig  verjüngt,  licht  gelb,  kreuzweise  mit  schwarzen  Streifen,  jeder  Abschnitt  zeiUveise  gefaltet 
und  in  diesem  Falle  auf  dem  Rücken  kleine  gelbe  Höcker  von  unregelmässiger  Grösse,  jeder  in  ein  feines 
Härchen  ausgehend;  auf  allen  Abschnitten  hinter  dem  2.  und  einschliesslich  des  12.  sind  2  Streifen.  Die 
Rp  ändert  stark  ab.  Entwicklungszeit  vom  Ei  bis  zur  Pp  im  April-Mai  33  Tage,  im  Mai-Juni  30  Tage. 

Pp  zylindrisch,  am  Kopfe  schmal,  an  den  Seiten  ausgehöhlt,  ein  kurzer  dicker  Vorsprung  zwischen  den 
Augen,  Mittelrücken  vorstehend,  gerundet,  ein  Avenig  gekielt,  gefolgt  von  einer  Aushöhlung  so  tief  als  der 
Älittelrücken  hoch  ist,  die  aber  nicht  gleichmässig  gerundet,  sondern  eher  eckig  ist,  auf  jeder  Seite  des 
Kückens  und  der  vorderen  Hlbsringe  sind  schwache  und  eckige,  unbedeutende  Erhöhungen,  die  vordersten 
am  deutlichsten;  Färbung  dunkelbraun,  die  ganze.  Oberseite,  ausgenommen  die  Flügelhüllen,  unregelmässig 
mit  Körnchen  bedeckt  (Pp  ist  bei  Edwabds,  Buttertlies  of  North  America,  frei  hängend  abgebihlet). 

P.  beckeri  Ediv.  (19  c)  aus  den  Vereinigten  Staaten  ist  den  Buchlor -Arten  ähnlich.  Ober-  und 
Unterseite  weiss,  auf  der  Oberseite  der  Vtlgl  ein  grosser,  weiss  geteilter  scliAvarzer  (MittelÜeck  und  kleinere 


60 


PIERIS.  Von  J.  Röber. 


venosa. 

itaticayae. 

aripa. 

balidia. 

elodia. 

elodina. 

eleiisis. 

helena. 

pylotis. 

Olympia. 

tovaria. 

snb- 

jlavescens. 

mariiga. 

gina. 

philoma. 

eiithemia. 

penfhica. 


und  undeutliche  Marginal-  und  Sulimarginaltlecke.  Unterseite  mit  grossem  schwarzen  Mitteltleck  und  zwei 
submarginalen  schwarzen  Flecken,  sowie  grünlichen  Zeichnungen  an  der  Vtlglspitze  und  am  Aussenrde,  in 
der  Mitte  und  an  der  Wurzel  der  Htlgl,  Rippen  zum  grossen  Teile  gelb.  Rp  erwachsen  etwa  31  mm,  Fär¬ 
bung  grünlichweiss,  stark  grau  marmoriert  oder  gesprenkelt  und  mit  einem  sehr  deutlichen  orangefarbenen 
Gürtel  zwischen  den  Segmenten,  jedes  Segment  mit  16 — 18  pechschwarzen  Tuberkeln,  die  in  schwarze 
Borsten  endigen,  Kopf  gelb.  Pp  im  allgemeinen  wie  die  von  protodice,  aber  weniger  geeckt;  die  Stirn 
endigt  in  eine  stumpfe  Spitze,  das  Kopfteil  ist  gerundet,  mit  unebener  Obertläche,  die  Rückenseite  des 
Thorax  ist  dunkel  graubraun,  die  Erhöhung  oberhalb  der  Flügelscheiden,  die  protodice  besitzt,  fehlt  bei 
heckeri,  der  Rest  ist  grau,  auf  den  Flügelscheiden  und  dem  Rücken  der  ersten  zwei  Hlbssegmente  fast  weiss: 
ein  heller  stigmataler  Streifen  zieht  sich  vom  Flügelrande  nach  der  Hlbsspitze,  zwischen  Thorax  und  Hlb 
sind  in  dorsaler  Stellung  4  schwarze  Fleckchen.  Dauer  des  Puppenstadiums  15  Tage.  Lebt  auf  Gruciferen. 
Die  erste  Generation  tliegt  im  April,  die  zweite  von  Ende  Juni  ab  3 — 4  Wochen  lang.  Zwischen  den 
Schmetterlingen  beider  Generationen  haben  keine  Unterschiede  festgestellt  werden  können. 

P.  venosa  Hcudd.  (19  c)  aus  Kalifornien  ist  oberseits  weiss  mit  schwarz  beschuppten  Ripjien  im 
vorderen  Teile  der  A'tlgl  und  schwarzen  Punkten  an  den  Rippenenden  auf  den  Htlgln,  sowie  einem  schwarzen 
Fleck  auf  den  Vflgln  zwischen  dem  2.  und  3.  Medianaste,  auf  der  gelblichweissen  Unterseite  sind  alle 
Rippen  ziemlich  breit  und  sehr  dunkel  gesäumt,  die  Rippen  selbst  aber  licht. 

P.  itaticayae  Foetf.  {19d)  aus  Brasilien  ist  oberseits  weiss  mit  gelben  Zwischenrippenstreifen  und 
schwarzer  Apicalzeichnung  der  Vtlgl  und  geringer  schwarzer  Saumzeichnung  der  Htlgl.  Die  Unterseite  der 
Vtlgl  ist  weiss,  am  Vorder-  und  Aussenrd  gelb,  die  Htlgl  sind  dunkler  gelb  und  die  Rippen  dunkel  gesäumt. 

P.  aripa  Bsd.  (19  d)  aus  Venezuela  hat  gelblichweisse  Oberseite  mit  schwarzer  Apical-  und  Aussenrds- 
zeichnung,  die  Unterseite  ist  etwas  lichter  mit  schwarzem  Mitteltleck  der  Htlgl,  auf  der  Vtlglspitze  scheint 
die  schwarze  Zeichnung  der  Oberseite  durch.  —  balidia  Bsd.  aus  Brasilien  ist  überhaupt  und  namentlich  auf 
der  Unterseite  der  Htlgl  gelber.  —  elodia  Bsd.  aus  Mexiko  ist  nicht  wesentlich  verschieden.  Am  richtigsten 
würde  es  sein,  alle  drei  Formen  zusammenzuziehen.  P.  aripa  kommt  von  Mexiko  bis  Süd-Brasilien  vor,  ist 
nirgends  selten  und  variiert  etwas.  Die  ??  haben  gelblichere  Grundfärbung;  vermutlich  ist  balidia,  die  ich 
nur  aus  der  Abbildung  kenne,  ein  aripa-'i.  —  elodina  Stgr.  i.  1.  aus  Bolivia  ist  grösser  und  unterseits  fast 
rein  weiss. 

P.  eleusis  Tmc.  (19  d)  von  Columbia  und  Venezuela  unterscheidet  sich  von  elodia  durch  spitzere 
Vtlgl,  lu’eitere  Apical-  und  Aussenrdszeichnung,  sowie  durch  schwarze  Zeichnung  in  der  Mittelzelle  der  Vtlgl- 
oberseite.  Das  ?  hat  gelbliche  Htlgloberseite  und  breitere  schwarze  Zeichnung  in  der  Mittelzelle  der  Htlgl.  — 
Helena  Luc.  aus  Ecuador  hat  schmäleren  schwarzen  Saum,  weniger  schwarze  Bestäubung  am  Vrd  und 
lichtere,  fast  weisse,  Unterseite. 

P.  pylotis  Godt.  (t9d)  aus  Brasilien  ist  oberseits  weiss  mit  breiter  schwarzer  Apical-  und  Aussenrds¬ 
zeichnung,  sowie  schwarzem  Mitteltlecke  der  Vtlgl,  die  Htlgl  haben  am  Saume  schwarze  Flecke,  sind  jedoch 
nicht  selten  völlig  weiss.  Die  Unterseite  ist  ähnlich  der  Oberseite,  aber  der  Aussenrd  der  Vtlgl  ist  hellgrau, 
die  Htlgl  haben  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  einen  schwarzen  und  an  der  Flügelwurzel  einen  ockergelben 
Fleck.  Das  ?  unterscheidet  sich  nur  durch  gelblichen  Ton  der  Htlglunterseite. 

P.  Olympia  Fldr.  (19  e)  aus  Venezuela,  Golombia  und  Peru  hat  weisse  Grundfärbung  mit  schwarzer 
Aussenrdszeichnung  und  kleinem  schwarzen  Mitteltleck  der  Vtlgl,  die  Unterseite  ist  silberweiss  mit  schwarzen 
Suhmarginalzeichnungen  der  Vtlgl  und  feinen  schwarzen  Rippen  der  Htlgl. 

P.  tovaria  Fldr.  (19  e)  aus  Golumbia  und  Venezuela  unterscheidet  sich  von  ohjmpia  durch  wenig 
veränderte  Aussenrdszeichnung  und  den  Mangel  des  schwarzen  Älitteltlecks  der  Vtlgl.  Das  ?  hat  breitere, 
aber  blässere  Randzeichnungen  und  gelbliche  Htlgloberseite.  —  subflavescens  Kirhg  aus  Ecuador  hat  unter¬ 
seits  gelbliche  Htlgl  und  schwefelgelbe  Vtlglspitze.  —  maruga  Frühst,  aus  Ecuador  ist  grösser  als  tovaria, 
viel  breiter  schwarz  umrandet,  die  Unterseite  der  Vtlgl  in  der  Mittelzelle  dunkler  und  die  Zwischennerven- 
streifen  sind  schärfer.  —  gina  Frühst,  aus  Peru  ist  grösser  als  maruga,  Vtlgl  spitzer,  der  schwarze  Aussenrd 
wesentlich  breiter,  innen  tiefer  eingekerbt,  Flügelwurzel  weniger  schwarz  besclnn)pt,  unterseits  die  schwarze 
Vtlglbinde  breiter. 

P.  philoma  Flem.  (I9e)  aus  dem  Hochgebirge  Ecuadors  und  Perus  ist  oberseits  weiss  mit  sehr 
breiten  schwarzen  Rändern  und  weissem  Subapicaltlecke  der  Vtlgl.  Die  Unterseite  der  Htlgl  und  die  Spitze 
der  Vtlgl  sind  silberweiss  mit  scharfen,  feinen  schwarzen  Rippen  und  Zwischenrippenstreifen,  die  Vtlgl  haben 
ausserdem  die  der  Oberseite  entsprechende  Submarginalzeichnung. 

P.  euthemia  Fldr.  (19e)  aus  Golumbia  und  Venezuela  unterscheidet  sich  von  philoma  durch  viel 
schmälere  schwarze  Zeichnungen;  die  Htlgl  sind  bis  auf  einen  schmalen  schwarzen  Rand  weiss. 

P.  penthica  Roll.  (19e)  aus  Golumbia  ist  auch  Aar  philouia  ähnlich,  etwas  grösser,  weniger  schwarz 
gezeichnet,  die  Htlgl  sind  in  der  hinteren  Hälfte  blau,  die  Unterseite  der  Htlgl  hat  ausser  den  nur  sehr 


IMEHIS.  Voi)  .). 


01 


feinen,  viel  weniger  auffälligen  schwarzen  Kippen  mir  Spuren  der  scliwarzen  Zwisclieiirippenslreifeii  am 
Aussenrd,  dagegen  einen  ziemlich  grossen  schwarzen  Eieck  am  Schlüsse  der  Millelzelle.  —  Stamnata  Lm-.  sidinnain 
aus  Venezuela  ist  etwas  kleiner,  aber  sonst  wenig  von  prulhiai  verschieden.  -  messala  I'nihsl.  aus  l'eru  messalti. 
hat  spitzere  Vtlgi,  unterseits  ist  die  Vtlghnittelzelle  breiter  schwarz  bezogen  und  die  suhapicale  schwarze 
Querbinde  ist  etwas  schmäler.  —  basiliola  t'ruhst.  aus  Kolivia  ist  kleiner  und  heller,  der  weisse  Suhapical-  basiliola. 
deck  der  Vtlgi  breiter,  der  schwarze  Saum  der  iltlgl  wesentlich  schmäler  und  das  Analfehl  der  lldgloher- 
seite  fast  ohne  blaugraue  Beschuppung. 

P.  subargentea  Btlr.  (19  e)  aus  Peru  hat  fast  schwarze  Oberseite  inil  weissgelhlicher  Zeichnung. 

Die  Unterseite  der  Vtlgi  ist  der  Oberseite  ähnlich,  nur  ist  die  Eliigelspitze  bläulich  statt  schwarz.  Die 
Unterseite  der  Htlgl  ist  bläulich  mit  silberigem  Glanze,  die  Flügelmitte  weisslich,  am  Vrd  ein  gelber 
Streifen  und  die  Rippen  und  Zwischenrippenstreifen  sind  schmal  schwarz.  —  lia  I'rtthsL  aus  Boli\ia  ist  Hn. 
grösser  und  hat  weniger  schwarze  Zeichnung. 

P.  caesia  Ltu-,  aus  Ecuador  unterscheidet  sich  von  tenuicornis  BUr.  h.  Dnwe  (19f)  aus  Zentral-  rccsm 
Amerika  durch  schmälere  schwarze  Aussenränder  und  den  fast  völligen  Mangel  der  schwefelgelben  Fm- 
Schuppung  an  der  Spitze  der  Vtlglimterseite.  Das  ?  ist  bis  auf  die  weissen  Median-  und  Apicalzeichnungen 
der  Vtlgi  und  die  gelbliche  Mitte  der  Hflgl  schwarzbraun,  hat  auch  auf  der  Unterseite  der  Iltlgl  eine  breite 
graubraune  Submarginalbinde.  —  seniicaesia  Fldr.  aus  Columbia  ist  eine  kleine  Form  mit  schmäleren,  fahl  scmkaesia. 
schwarzbraunen  Rändern  und  unreinem  Blau  der  Oberseite.  —  phanokia  Brnhsf.  (=  seniicaesia  Fldr.?)  aus  phanokia. 
Columbia,  von  der  nur  ??  bekannt  sind,  ist  grösser  als  caesia  und  hat  auf  allen  Flügeln  viel  breiteren 
schwarzen  Rand  ober-  und  unterseits. 

P.  cinerea  lieiv.  (19  f)  aus  Ecuador  hat  weisse  Oberseite  der  Vtlgi  mit  schwarzer  Apicalhälfte,  in  cinerea. 
der  ein  weisser  Subapicaltleck  steht,  die  Htlgl  sind  beim  cf  blau  und  beim  ?  schwarz  mit  geihweissem  Vrd. 

Die  Unterseite  ist  ganz  ähnlich,  nur  stehen  schwefelgelbe  Fleckchen  an  der  Spitze  der  Y-  und  Htlgl,  ein 
gleicher  Streifen  am  Vrd  und  ockergelbe  Fleckchen  an  der  Wurzel  der  Htlgl.  Das  $  ist  fahler  gefärbt, 
die  Fleckchen  an  den  Flügelspitzen  und  der  Streiten  am  Vrd  der  Htlgl  auf  der  Unterseite  der  Htlgl  sind 
weiss  statt  gelb.  —  litana  Frühst,  aus  Bolivia  ist  kleiner,  der  schwarze  Saum  schmäler,  die  Unterseite  der  lifana. 

Vflgl  reiner  weiss,  die  der  Htlgl  bleicher  gelb.  —  menthe  Ho-pff.  ist  die  wenig  verschiedene  Form  aus  Fern,  menthe. 

P.  mandela  Fidr.  (20a)  ist  der  älteste  Name  für  eine,  namentlich  im  weihlichen  Geschlechte  formen-  mandela. 
reiche  Art.  P.  inandcJa  ist  die  Form  aus  Venezuela  mit  mässig  breiter  schwarzer  Apicalzeichnung,  in  der 
ein  grösserer  und  mehrere  sehr  kleine  weisse  Subapicaltleckchen  stehen,  und  sehr  schmalem  schwarzen 
Aussenrd  der  Htlgl.  Die  Unterseite  der  Htlgl  ist  lichter  als  bei  der  besser  liekannten  locasta  aus  Columbia. 

?  dem  cf  ähnlicher  als  die  ??  der  übrigen  Formen,  durch  breiteren  schwarzen  Rand  und  gelblichen  Ton 

des  übrigen  Teils  der  Htlgl  vom  cf  verschieden.  —  apicalis  Btlr.  vom  oberen  Amazonas,  aus  Fern,  Columbia  apica/is. 

und  Ecuador  ist  in  beiden  Geschlechtern  grösser,  beim  cf  der  schwarze  Apicalsaum  innen  schärfer  geeckt, 

der  Aussenrd  hinten  deutlich  schmäler,  der  obere  weisse  Subapicaltleck  grösser,  der  Aussenrd  der  Htlgl  in 

der  hinteren  Hälfte  breiter,  die  Unterseite  lichter;  das  ?  ist  ähnlich  dem  iiaindelaY,  der  innere  Teil  der  Htlgl 

bis  zum  Ende  der  Mittelzelle  graubraun,  die  Unterseite  der  Vtlgi  nicht  schwefelgelb  an  der  Flügelwurzel, 

die  Htlgl  haben  mehr  rote  Färbung,  die  braunen  Teile  sind  mehr  kaffeebraun  und  die  Submarginalflecke  grösser. 

—  noctipennis  Bttr.  —  Drace  (20a)  aus  Costarica  und  Ghiihjui  hat  im  männlichen  Geschlecht  einen  noctipennis. 
etwas  breiteren  schwarzen  Aussenrd  aller  Flügel  als  inandcla.  Die  Unterseite  der  Htlgl  ist  etwas  dunkler 
und  die  gelben  Saumtlecke  sind  schärfer  und  tiefer  gelb.  Das  ?  hat  gelblichere  Vtlgloberseite  mit  schwarzem 
Spitzendi’ittel,  in  dem  ein  gelblicher  Subapicaltleck  steht,  die  Flügelwurzel  ist  gelblich  graubraun,  die  Htlgl 
sind  schwarzbraun  mit  zwei  subapicalen  gelben  Fleckcheu.  —  locusta  Fidr.  (20a)  aus  Columbia  ist  im  locusta. 
männlichen  Geschlechte  von  nocf/pcnnis  kaum  verschieden,  das  ?  dagegen  hat  tief  purpurbraune  Färbung 
des  äusseren  Drittels  der  Vorder-  und  der  ganzen  Htlgl;  ein  Aveisses  Subapicaltleckchen  der  Vtlgi  ist  mitunter 
vorhanden.  Die  weisse  Färbung  des  mittleren  Teils  der  Vtlgi  ist  rötlich  abgetönt.  Die  Unterseite  der  Htlgl 
ist  dunkler  und  die  gelben  Submarginalflecke  sind  undeutlicher.  —  rubecula  Frühst.  (20  b)  aus  Fern  hat  nibccula. 
beim  cf  drei  deutliche  subapicale  Aveisse  Flecke,  die  schAvarze  Apical-  und  Aussenrdszeichnung  reicht  nur 
bis  zum  ersten  Medianaste,  die  Hflgl  sind  breiter  scliAvarz  gesäumt  und  die  Unterseite  der  Htlgl  ist  sehr 
hell,  mit  viel  gelber  Zeichnung  und  zinnoherroten  Strahlen  an  der  FlügelAvurzel.  Das  ?  hat  eine  scliAvarze 
Mittellängsbinde  von  der  Mittelzelle  bis  zum  Aussenrd  der  Vtlgi.  —  xanthomelas  suhsp.  nor.  aus  Ecuador  xanthomelas. 
(Coca)  ist  im  Aveiblichen  Geschlechte  der  rnhecala  ähnlich,  die  Htlgl  haben  stark  gelbliche  Grundfärbung, 
die  auch  auf  dem  basalen  Teile  der  Vtlgi  vorhanden  ist,  auch  sind  die  Htlgl  viel  mehr  verdunkelt,  die 
scliAvarze  Mittellängsbinde  der  Vtlgi  ist  kürzer  und  schmäler,  die  Unterseite  der  Htlgl  ist  viel  dunkler  und 
die  zinnoberroten  und  gelben  Strahlen  sind  länger  und  kräftiger.  —  pallida  sabsp.  nor.  aus  Bolivia  (Yungas  paiiida. 
de  la  Pas,  1000  m)  hat  geringeren,  ziemlich  geradlinig  begrenzten  sclnvarzen  Apicalteil  der  Vtlgloberseite 
und  breiten ,  verAvaschenen  scliAvarzen  Aussenrd  der  Htlgl.  Die  Unterseite ,  namentlich  der  Htlgl ,  ist  sehr 
licht  und  nur  verscliAvommen  gezeichnet.  —  tithoreides  Bllr.  (20  b)  aus  Ecuador  (Balzabamba)  hat  heim  cf  tithoreides. 
breiten  scliAvarzen  Saum  der  V-  und  Htlgl,  letztere  haben  eine  Reihe  Aveisser  Submarginaltleckchen,  Unter- 


62 


LEPTOPHOBIA.  Von  J.  Röbek. 


Seite  dunkel,  gell)e  Zeichnungen  verdunkelt,  die  roten  Wurzelzeichnungen  und  gelben  Fleckchen  reduziert. 
?  mit  gelber  Längsmittelbinde  der  V-  und  Hllgl,  einer  weissen  Quermittelbinde  und  submarginalen  weissen 
cocana.  Flecken  auf  V-  und  Hflgln.  —  cocana  Frühst,  aus  Fcuador  ist  oberseits  von  rnhecnla  nur  durch  schmäleren 
schwarzen  Aussenrd  der  Hflgl  verschieden.  Die  Unterseite  der  Hflgl  hat  weisse  statt  rötliche  Grundfärbung, 
permagna.  scharfe  dunkle  Zeichnung  und  die  gelbe  und  rote  Zeichnung  sehr  reduziert.  ?  unbekannt.  —  permagna 
Frühst,  aus  Peru  (Chanchamayo)  ist  ähnlich  der  cocana,  die  roten  Wurzelflecke  auf  der  Unterseite  der  Hflgl 
molione.  sind  vergrössert,  auch  die  Submai'ginalflecke  grösser  und  weisslichgelb.  —  molione  Frühst,  aus  Paraguay 
ist  die  südlichste  und  am  wenigsten  gezeichnete  Unterart;  sie  ist  kleiner  als  ruheciila  und  hat  viel  schmäleren, 
lichter  gi-auschwarzen  Saum  der  Hllgl,  der  sich  nach  innen  in  feine  blaugraue  Schuppen  auf  löst;  die  hell¬ 
graue  Unterseite  der  Htlgl.  erinnert  durch  die  feinen  gelben  Zwischennervenstreifen  an  viardi. 

viardi.  P.  viardi  F)sd.  {—  habra  Doubl.)  (20b)  aus  Honduras  ist  beim  cf  oberseits  weiss  mit  schwarzer,  weiss 

getleckter  Spitzen-  und  Aussenrdszeichnung  und  grossem  schwarzen  Mitteltleck  der  Vflgl,  der  jedoch  mit¬ 
unter  fehlt,  und  vollständig  weissen  Htlgln.  Untei’seite  der  Hflgl  ähnlich  der  mandela,  aber  viel  lichter  und 
die  lichtgelben  Submarginaltlecke  von  der  Mitte  des  Aussenrds  nach  dem  Ird  zu  mit  dem  Flügelrand  diver¬ 
gierend,  Zeichnung  der  Unterseite  der  Vtlgl  wie  oberseits,  nur  viel  bleicher.  ?  oberseits  und  auf  der  Unter¬ 
seite  der  Vtlgl  schwarzbraun  mit  lebhaft  gelben  Binden  und  Flecken,  Unterseite  der  Hflgl  wie  beim  cf,  nur 
laogore.  dunkler.  —  laogore  Godni.  aus  Mexiko  und  Guatemala  ist  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  lichter  gezeichnet 
und  hat  daselbst  keine  schwefelgelben  Zeichnungen. 


5.  Gattung:  l^eptopliobia  Btlr. 

Diese  Gattung  kann  nicht  in  den  vom  Autor  gezogenen  weiten  Grenzen  aufrecht  gehalten  werden, 
wohl  aber  nach  den  Charakteren ,  die  der  Gattungstypus  eleone  D.-H.  besitzt ,  wonach  nur  wmnige  statt  der 
von  BurLEE,  angenommenen  15  Arten  kongenerisch  sind.  Die  Hauptcharaktere  dieser  Gattung  bestehen  in 
der  Bildung  der  Präcostale,  die  nach  innen  gebogen  ist,  und, in  der  geringen  Länge  der  mittlern  Disco- 
cellulare  der  Htlgl,  die  kaum  ’/i  so  lang  als  die  schwach  gebogene  und  weniger  schief  stehende  untere 
Discocellulare  ist.  Die  Subcostale  ist  vierästig  mit  zwei  Ästen  vor  dem  Schlüsse  der  Mittelzelle,  die  obere 
Radiale  ist  fast  zur  Hälfte  mit  der  Subcostale  verwachsen.  Die  langen  Fhlr  (bis  zu  ‘‘‘js  des  Vflglrandes 
reichend)  sind  für  die  Leptophohia-KYiQw  nicht  charakteristisch,  sondern  kommen  auch  bei  einigen  Pieris- 
Arten  vor. 

eteone.  L.  eleone  (—  suadella  FIdr.)  (20  c)  von  Columbia  und  Venezuela  hat  zugespitzte  Vflgl  und 

im  Hinterwinkel  vorgezogene  Htlgl.  Das  cf  ist  oberseits  zitrongelb  mit  breitem  schwarzen  Aussenrd  und 
schmal  schwarz  gerandetem  Ird  der  Vtlgl  und  gleicher  Färbung  des  vorderen  grösseren  Teils  der  Mittelzelle. 
Das  ?  ist  auf  den  Htlgln  licht  gelb,  auf  den  Vflgln  fast  weiss,  aber  wie  das  cf  gezeichnet,  es  kommen 
ochracea.  jedoch  auch  ??  mit  licld  ockergelben  Vorder-  und  zitrongelben  Hflgln  vor:  ab.  ochracea  form.  nov.  Die 
Unterseite  der  Htlgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  sind  gelblichweiss ,  perlmutterglänzend,  die  Vtlgl  sonst  licht 
gelb,  die  Hflgl  haben  zwei  schwarze  Fleckchen  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  und  kleine  schwarze  Rand- 
doiiblcdoyi.  flecke.  —  Bei  doubledayi  Ftgr.  i.  I.  aus  Bolivia  ist  der  Zahn  im  schwarzen  Aussenrd  kürzer  und  die  Unter- 
hica.  Seite  der  Vtlgl  tiefer  gelb.  —  luca  Frühst,  aus  Bolivia  und  Ecuador  hat  schmäleren  schwarzen  Aussenrd 

conica.  und  keinen  schwarzen  Saum  am  Ird.  —  conica  Frühst,  aus  Columbia  ist  eine  Aberrativform  der  eleone,  bei 
eiiremoides.  der  der  Zahn  im  schwarzen  Aussenrd  verlängert  ist.  —  euremoides  ist  von  Feithstorfer  diejenige  Form 
benannt  worden,  die  nur  apicalwärts  schwarz  gesäumt  und  bei  der  die  Mittelzelle  nur  am  Vrd  leicht 
schwarz  beschuppt  ist.  —  Die  Schmetterlinge  fliegen  auf  Feldern  und  im  Gebüsch  und  lassen  sich  gern 
vom  Winde  treiben. 

snüthi.  L.  smithi  Kirh//  (20  c)  aus  Bolivia  und  Peru  (3000  m)  hat  dieselbe  Flügelgestalt  wde  eleone,  ist  im  cf 

oberseits  zitrongelb,  im  ?  licht  orangegelb,  die  Aussenrdszeichnungen  sind  viel  schmäler  und  die  Mittelzelle 
ist  nicht  schwarz  gefärbt.  Die  Unterseite  ist  grünlicher  als  bei  eleone  und  die  schwarzen  Saumtleckchen  fehlen. 

eiicosma.  L.  eucosma  Frsch.  (20c)  aus  Peru  ist  grösser  als  smithi,  hat  gleichfalls  gelbe  Oberseite  mit 

schwarzer  Vtlgl -Apicalzeichnung,  die  Unterseite  ist  viel  lichter  und  hat  schwarze  Pünktchen  an  den  Rippen 
am  Aussenrd  der  Hflgl.  —  Diese  Art  ist  mir  nur  aus  der  Abbildung  bekannt ,  weshall)  ich  nicht  mit  Be¬ 
stimmtheit  anzugeben  vermag,  ob  sie  in  diese  Gattung  gehört. 

pinara.  L.  pinara  Fldr.  (20c)  aus  Columbia  (und  Peru?)  (3000  m)  hat  die  aus  der  Abbildung  ersichtliche 

eigentümliche  Gestalt.  Oberseite  weiss  mit  schwarzer  Apical-  und  Aussenrdszeichnung,  schwarzem  Mittel- 
tlecke  der  Vtlgl  und  geringen  Spuren  schwarzer  Färbung  am  Innenwinkel  der  Hflgl.  Unterseite  weiss,  am 
Schlüsse  der  Mittelzelle  jedes  Flügels  ein  schwarzer  Fleck,  sowie  schwarze  Randfleckchen  auf  den  Htlgln, 
oiantheia.  letztei'C  und  Spitze  der  Vflgl  glänzend.  —  oiantheia  Frühst,  aus  Peru  ist  kleiner  und  hat  schmäleren 
schwarzen  Saum  aller  Flügel,  kleineren  Mittelfleck  der  Vflgl  und  rein  weisse  Spitze  der  Vtlglunterseite. 


ITAHAI.I.IA.  Von  ,1.  IJöüK)!. 


L.  nephthis  JIopU'.  (20c)  aus  dem  Gehirg'e  Perus  (OOOO  m)  und  Pnüviens  vveicid,  \'on  d(n'  (jeslnll  ncphlhis. 
der  Fieris-kviQW  nicht  erheblich  ab.  Die  Oberseite  ist  weiss,  die  Vilgl  liahen  ziemlich  hreile  scliwarze 
Spitzen-  und  Ausseni’dszeichnung,  sowie  schwarze  Färbung  in  der  vordei’en  Hälfte  dei'  .Mittelzelle  und  die 
Fltlgl  schmalen  schwarzen  Rand.  Die  Unterseite  ist  weiss,  auf  den  flllgln  etwas  glänzend,  die  Vtlgl  haben 
die  Zeichnung  wie  oberseits,  aber  etwas  reduziert,  die  Spitze  ist  licht,  die  IKlgl  haben  einen  kleinen 
schwarzen  Mitteldeck,  sowie  am  hinteren  Teile  des  Aussenrds  einige  sehr  kleine  schwarze  Saumtlecke.  — 
aymara  Frühst,  ist  eine  Aberrativform  mit  ganz  schmalem  schwarzen  Ausseni'd  der  llllgl  und  u)d.eibrochener  aymara. 
Subapicalbinde  des  Vtlgl. 

L.  erinna  Fopff'.  (20 d)  aus  Peru  ist  mir  gleichfalls  nur  aus  der  Abbildung  bekannt,  weshalb  crinna 
mir  ihre  generische  Stellung  nicht  sicher  ist.  Die  Oberseite  ist  schwach  gelblichwei.ss  mit  ziemlich  breiter 
schwarzer  Apical-  und  Aussenrdszeichnung  und  grossem  schwarzen  Mitteldecke  dei-  Vtlgl,  Htlgl  mit  nui' 
sehr  geringen  schwarzen  Saumzeichnungen.  Unterseite  ähnlich,  nur  mit  l)läulicher  statt  schwarzer  A))ical- 
und  Aussenrdszeichnung  der  Vtlgl;  Htlgl  am  Aussenrd  mit  schwarzen  Pünktchen.  Das  ?  ist  ober-  und 
unterseits  gelber  und  hat  fahlere  und  etwas  reichlichere  schwarze  Zeichnung,  namentlich  auch  Submarginal¬ 
zeichnung  am  Aussenrd  der  Vtlgl. 

L.  cinnia  Frithsf.  (20 d)  aus  Ecuador  hat  weisse  Oberseite  mit  ziemlich  breiter  schwarzer  Apical-  cinnia. 
und  Aussenrdszeichnung,  schwarzem  Mitteldeck  und  schwarzem  Vrd  der  Vtlgl  sowie  unterbrochener  schwarzer 
Saumlinie  der  Htlgl.  Die  Unterseite  ist  weiss  mit  schwarzem  Mitteldecke  der  Vtlgl  und  stark  silberigem 
Glanze  auf  dem  ganzen  Htlgl  und  an  der  Spitze  der  Vtlgl.  ?  unbekannt.  —  falledra  Fridisl.  aus  Golumbia  falledra. 
hat  breiteren  schwarzen  Gostalsaum  der  Vtlgl,  namentlich  im  äusseren  Teile  der  Mittelzelle  und  breiteren 
schwarzen  Aussenrd. 


6.  Gattung:  Itaballia  Kmje. 

Der  Charakter  dieser  Gattung  liegt  in  der  Bildung  der  Präcostale,  die  nicht  wie  bei  Pieris  recht - 
winkelig  zur  Gostale  steht,  sondern  stark  gebogen  ist  und  in  ihrem  distalen  Teile  fast  ]jarallel  zur  Gostale 
verläuft;  sonst  hat  sie  keine  Strukturunterschiede  gegen  Pieris.  Von  Perrhijhris,  mit  der  sie  bis  vor  kurzer 
Zeit  vereinigt  war,  unterscheidet  sie  sich  durch  die  vierästige  Subcostale. 

I.  demophile  L.  (=  molphea  Cr)  (20 e),  von  Golumbia  bis  Paraguay  vorkommend,  ist  im  cf  ober-  demophile. 
seits  weiss  mit  schwarzem  Apex  und  halber  schwarzer  Subapicalbinde,  Htlgl  sehr  schmal  schwarz  gesäumt, 

Unterseite  der  Vtlgl  weiss,  wie  oberseits  gezeichnet,  aber  die  Subapicalbinde  bis  zum  Vrd  reichend,  Htlgl 
gelblich  mit  sehr  breitem  schwarzbraunen  Rande.  ?  ober-  und  unterseits  gelblich,  die  Subapicalbinde  auch 
oberseits  bis  zum  Vrd  reichend  und  breiter.  Vorder-  und  Aussenrd  der  Htlgl  breit  grauschwarz.  — 
calydonia  Bsd.  aus  Zentral -Amerika  und  Venezuela  ist  etwas  kleiner,  weniger  schwarz  gezeichnet  und  die  calydonia. 
Unterseite  der  Htlgl  ohne  jede  dunkle  Zeichnung.  —  amathonte  Cr.  ist  eine  sehr  dunkle  (vielleicht  Regen-  amathonte. 
zeit-)  Form  des  ?.  —  charopus  Frühst,  vom  Rio  Waupes  unterscheidet  sich  durch  schmalen  schwarzen  diaropus. 
Gostalrand  der  Vtlgl  und  geringere  Entwicklung  der  Subapicaltlecke,  Aussenrd  der  Htlgl  massig  breit 
schwarz  beschuppt,  Rippen  schwarz  angelaufen,  unterseits  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  und  der  Aussenrd 
der  Htlgl  schmäler.  —  niphates  Frühst,  hat  stark  verschmälerte  schwarze  Flecke,  Htlgl  mit  ganz  schmaler  niphntes 
Antemarginallinie,  Unterseite  der  Vtlgl  gleichfalls  weniger  schwnrz  gezeichnet,  Htlgl  verwaschen  braun- 
schwarz  gesäumt.  Para.  —  nimietes  FruJist.  aus  Bahia  ist  von  demophile  durch  schmälere  und  schärfer  nimietes. 
umschriebene  gelbliche  Querbinden  der  Vtlgl  verschieden,  Unterseite  mit  längerer  Subapicalbinde.  — 
hübneri  Frühst,  aus  Rio  de  Janeiro  ist  der  amathonte  ähnlich.  —  niseias  Frahst.  aus  Paraguay  ist  ähnlich  habneri. 
der  calydonia:  klein,  Aussenrd  der  Oberseite  breiter,  Zeichnung  sonst  wde  bei  charopus,  Unterseite  ähnlich  niseias. 
niphates,  schwarzer  Saum  aber  bis  zum  Innenwinkel  laufend,  Htlgl  mit  einer  gieichmässig  ziemlich  breiten 
vollständigen  Binde,  die  nach  innen  scharf  abgesetzt  ist.  —  minthe  Frühst,  aus  Ecuador  ist  wesentlich  minthe. 
kleiner  als  charopus,  die  Flügel  sind  rundlicher,  Oberseite  der  V^flgl  mit  ausgedehntem  schw'arzen  Apical- 
tleck,  Htlgl  jedoch  schmäler  schwarz  umrandet  und  im  Analwinkel  mit  schmalem,  dicht  beschupptem  Felde, 
Htlglunterseite  rein  weiss,  der  schwarze  Aussenrd  schmäler;  ?  oberseits  mit  sehr  breiten  weissen  Feldern, 
die  Basis  der  Mittelzelle  gelblich  und  grau  beschuppt,  Htlgl  vorherrschend  weiss,  der  sclnvarze  Aussenrd 
tief  eingekerbt.  —  lucania  Frühst,  aus  Peru  ist  annähernd  so  gross  wie  niseias,  Apicaltlecke  der  Vtlgl  hicania. 
schmäler  als  bei  minthe,  Htlgl  weniger  ausgedehnt  schwarz  beschuppt;  ?  mit  licht  ockergelber  Grundfärbung, 
schwarzer  Aussenrd  der  Htlgl  wenig  eingekerbt,  analwärts  sehr  breit,  unterseits  Saum  aller  Flügel  braun, 
die  Grundfärbung  verwaschen  ockergelb.  —  mustica  Fndist.  aus  Bolivien  ist  der  hübneri  sehr  ähnlich,  aber  mnstica. 
unterseits  das  weisse  Mittelfeld  der  Htlgl  ausgedehnter;  ?  verschieden  von  lucaui<(  durch  die  bleich  und 
verwaschen  gelbliche  Grundfärbung,  Unterseite  der  Vtlgl  w^eisslich,  nach  dem  Rande  zu  gelblich,  iMittelzelle 
gelblich  angelaufen,  Aussenrd  der  Htlgl  verloschen  und  im  Mittelteile  stark  verschmälert. 

I.  pandosia  Hew.  (20  d)  aus  Venezuela  ist  ober-  und  unterseits  weiss  mit  sclnvarzen  Rändern  und  pamiosia. 
oberseits  schwarzer  Flügelbasis,  auf  der  Unterseite  der  Htlgl  mit  rotgelben  Fleckchen  im  dunklen  Aussenrd.  — 


G4 


PERKHYIIRLS.  Von  J.  Rüber. 


leptalina.  leptalina  Bak'ü  (=  pisonis  »S7//r.)  ist  die  Form  vom  olDeren  Amazonas.  —  sabata  Fruhat.  ans  Columbia  ist 
sabata.  kleiner  als  p<(nf/üsi(t,  hat  ein  verwaschenes  Ouerband  am  Zellschluss  und  tiefer  eingeschnittenen  schwarzen 
Saum,  die  Unterseite  ist  gelblich,  die  weissen  Flecke  der  Vtlgl  sind  kleiner  und  die  schwarzen  Binden 
Ophelia,  schärfer.  —  Ophelia  Fruhst.  aus  Peru  (Oktober)  zeigt  stärkere  Entwicklung  der  schwarzen  Zeichnung, 
grössere  weisse  Flecke  auf  der  Unterseite  der  Vtlgl  und  intensiver  rote  Binde  auf  der  Unterseite  der  Hflgl.  — 
liidovlca.  ludovica  Fr/ihsf.  ist  die  Trockenzeitform  der  Ophelia;  sie  ist  Avesentlich  kleiner  und  hat  schmälere  Subanal¬ 
binden  der  Hflgl  (Februar). 

marana.  I.  marana  Doubl.  (20 d)  aus  Ecuador  ist  der  Pos/a  ähnlich,  hat  aber  oberseits  breitere  schwarze 

Ränder  und  auf  der  Unterseite  der  Vtlgl  eine  schwarze  Subapicalbinde  sowie  auf  der  Unterseite  der  Hflgl 
eine  gleiche  Mittelbinde,  die  im  basalen  Teile  durch  eine  rotgelbe  Binde  geteilt  wird,  das  oberseits  gelblich- 
weisse,  unterseits  stärker  gelbe  ?  hat  auf  der  Oberseite  der  Vtlgl  eine  schw^arze  Subapicalbinde  und  über¬ 
haupt  breitere  schwarze  Ränder. 

pisonis.  1.  pisonis  Heir.  (20  d)  aus  Columbia  und  Peru  unterscheidet  sich  von  ki^aha  Fealc.  aus  Honduras 

kifaha.  Padm-ch,  dass  ober-  und  unterseits  die  scbwairze  Suliapicalbinde  vollständig  ist.  Beide  Formen  haben  unter¬ 
seits  am  Rande  der  Vtlgl  weisse  Fleckchen  und  am  Aussenrd  der  Hflgl  eine  rotgelbe  Fleckenlnnde. 


7.  CTattnng’;  I^errliybris  lihn. 

Diese  Gattung  unterscheidet  sich  von  Pieris  durch  die  nur  dreiästige  Subcostale,  weitere  scharfe 
Strukturunterschiede  sind  nicht  vorhanden ,  doch  wird  sie  gut  charakterisiert  durch  den  bei  den  cf  cf  nur 
unterseits,  bei  den  ??  aber  beiderseits  stark  ausgebildeten  Heliconiden-artigen  Zeichnungsstil,  der  vermuten 
lässt,  dass  sie  einem  anderen  Entwicklungsstamme  angehört  als  die  P/em-Arten.  Dem  Beispiele  Kaye’s 
folgend,  trennten  wir  die  Arten  mit  vierästiger  Subcostale,  die  sich  auch  äusserlich,  namentlich  durch  nur 
gei’iugen  Geschlechtsdimorphismus,  von  Perrhybris  gut  unterscheiden,  mit  der  vorigen  Gattung  Itaballia  ab. 

lypera.  P.  lypera  Koll.  (20 e)  aus  Columbia  (und  Zentral -Amerika?)  hat  im  männlichen  Geschlechte  weisse 

Oljerseite  mit  schwarzem  Spitzenteile  der  Vtlgl  und  breitem  schwarzen  Aussenrd  der  Hflgl,  Unterseite  der 
Vtlgl  wie  die  Oberseite,  Hflgl  gelb  mit  breitem  schwarzen  Rande,  gleicher  Längsbinde  im  vorderen  Teile, 
in  der  eine  vom  Trd  ausgehende  kurze  rote  Binde  steht,  und  sclnvarzem  Vrdsstreifen.  ?  ober-  und  unter¬ 
seits  schwarz,  auf  beiden  Seiten  gleichgezeichnet,  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  wie  beim  cf  eine  rote  Halb- 
paravicin  i.  binde.  —  paravicinü  Frühst,  aus  Ecuador  (Balzabamba)  hat  längere  und  schmälere  Flügel,  schwurzer  Saum 
wesentlich  schmäler,  auf  der  Unterseite  der  Vtlgl  ist  die  Zelle  heller,  der  Apicalfleck  etwms  verkleinert,  auf 
der  Unterseite  der  Hflgl  der  Rand  in  der  hinteren  Hälfte  schmäler,  Subbasalbinde  wmiss  und  von  spitzer 
Gestalt,  Medianfeld  wurzelwärts  hellgelb,  nach  aussen  w-eiss  statt  dunkelgelb. 

pyrrha.  P.  pyrrha  F.  (=  iphigenia  Schuh)  ist  von  Zentral -Amerika  bis  Süd-Brasilien  (Säo  Paulo)  und 

vom  Osten  bis  zum  oberen  Amazonas  verbreitet.  Die  Obei'seite  der  cfcf  bietet  das  Bild  eines  typischen 
Weisslings,  Avährend  die  ??  heliconiden-ähnlich  sind.  Die  sogen.  Stammform  pyrrha  kommt  in  Surinam  vor, 
dipitata.  von  der  sich  digitata  l'ruhst.  aus  Espiritu  Santo  im  männlichen  Geschlechte  durch  weniger  breiten  sclnvarzen 
Saum  der  fltlgl  und  im  weiblichen  Geschlechte  durch  ununterbrochene  gelbe  Binde  der  Vtlgl  unterscheidet. 
pnndora.  Die  cfcf  der  pandora  form.  nor.  (20 e,  f)  aus  Rio  de  .Janeiro  und  Säo  Paulo  haben  bis  auf  eine  schwmrze 
Saumlinie  vollständig  weisse  Hflgl  und  reduzierte  schwarze  Zeichnung  der  Vtlgl,  die  ??  eine  stark  zei’- 
eieidias.  rissene  lichtgelbe,  häufig  lichtschwefelgellje  Binde  der  Vtlgl.  —  eieidias  Hbu.  ist  vermutlich  eine  Zeitform 
aus  Surinam  mit  vollständig  weissen  Htlgln  im  männlichen  Geschlecht  und  sehr  schmaler  sclnvarzer  Mittel- 
liicasi.  Ijinde  der  Hflgl  beim  ?.  —  lucasi  Frühst,  aus  Cayenne  ist  eine  ?-Form  mit  sehr  breiter  gelber  Vtlglbinde 
painela.  und  fast  ungezähnter  roter  Mittelbinde  der  Hflgl.  —  pamela  Cr.  ist  eine  ?-Form  mit  sehr  entwickelten 
omazonica.  sclnvarzen  Zeichnungen  der  Hflgl.  —  amazonica  Fruhst.  (=  pyrrha  Styr.)  vom  oberen  Amazonas  hat  im 

männlichen  Geschlechte  schmalen  schwarzen  Rand  der  Hflgl  und  das  ?  mässig  gezackte,  oberseits  rote, 

incisn.  unterseits  gelbe  Binde  der  Hflgl.  —  incisa  Fruhst.  aus  Bahia  ist  beim  cf  auf  den  Htlgln  breiter  als  ama- 

zouica  gerandet,  beim  ?  die  stark  zerteilte  gelbe  Binde  der  Vtlgl  in  der  Nähe  der  Flügehvurzel  breit 

malenka.  schwarz  gerandet  und  die  rote  Binde  der  Fltlgl  in  feine  Spitzen  auslaufend.  —  malenka  Fhctr.  aus  Venezuela 
und  Columbia  hat  beim  cf  völlig  wmisse  Hflgloberseite  und  wenig  und  blass  gezeichnete  LTnterseite,  das  ? 
hat  schmälere  Flügel,  zwmi  bis  fast  an  den  Flügelrand  reichende  rotbraune  Binden  und  nur  kleine  sub- 
osfrolenkn.  apicale  Flecke,  während  ostrolenka  Styr.  aus  Chiriqui  und  Panama  beim  cf  unterseits  fast  zeichnungslos 
bogotaua.  ist  und  die  ??  unterseits  viel  dunkler  als  malenka-^  sind.  —  bogotana  Btlr.  {=  Mylothris  bogotana  Btlr.) 

aus  Santa  Fe  de  Bogota  ist  im  weiblichen  Geschlechte  ähnlich  der  malenha ;  die  gelbbraunen  Mittelflecke 
der  Vtlgl  und  die  etwas  kürzeren  submedianen  Längsstreifen  sind  an  den  Rändern  schwefelgelb;  über  und 
gut  getrennt  von  ihnen  sind  zwei  gelbe,  schräg  gestellte  Flecke  und  über  der  IMittelzelle  drei  längliche 
Flecke  von  derselben  Färbung  in  der  schrägen  Subapicalreihe  anstatt  der  vierteiligen  Binde  bei  malenka.  — 
glessaria.  glessaria  Fruhst.  aus  Ecuador  (Napa  und  (Joca)  ist  beim  cf  oberseits  kräftig  sclnvarz,  aber  mässig  breit, 


Aui^gegehen  2ß.  XI.  08. 


auf  der  LJnferseite  der  Htlgl  sehr  hi-eit  und  kräl'lig  schwarz  gezeicliiicl  ,  das  ?  ist  auf  der  Oberseite  d(U' 

Vtlgl  ini  inneren  Zweidrittel  schön  rotbraun,  wenig,  aber  kräftig  sctiwarz  gezeictinet ,  die  aucti  den  ganzen 
distalen  Teil  des  Feldes  zwischen  den  t)eiden  ersten  Meitianästen  austutiende  geii)e  thnde  setir  Ijreit  und 
lebliaft  gefäiht,  die  Fltlgl  sind  düster  rotbraun  mit  breiten  und  kräftigen  schwarzen  Zeictinungen.  Die  L’iilei- 
seite  der  Vtlgl  ist  ebenso  wie  die  Oberseite  gezeictinet,  nur  etwas  fahler  gefäiht,  itie  Unterseite  der  itftgl 
ist  fast  schwarzbraun  und  hat  mir  drei  schmale  ziegelrote  läingsliinden  und  am  vorderen  'feil  des  Aussen- 
rands  drei  grosse  (nicht  tlammenförmige)  lichtere  Flecke.  -  flammula  .suhs]).  nov.  aus  l'eru  tObancharnayoj  fiammnla. 
ist  eine  grosse  Form,  beim  cö  am  Aussenrd  der  Htlgl  fast  zeichnungslos,  aucli  uidei'seits  viel  weniger  ge¬ 
zeichnet  als  glessaria,  hat  aber  ziemlich  viel  scliwefelgelbe  Zeichnung  am  Aussen-  und  Ird  der  Htlgl,  auch 

etwas  solche  am  Aussenrd  der  Vtlgl.  Das  ?  hat  auf  der  Oberseite  wenig  und  stark  gelb  gemischte  rot- 
liraune  Färbung,  die  vier  am  Aussenrd  der  Htlgl  stehenden  tlammenförmigen  Zacken  sind  lichter  (gelber) 
als  der  innere  Teil  gefärbt  und  die  schwarzen  Zeichnungen  sind  stark  reduziert,  an  der  Hasis  (vor  der  Sub- 
costale)  steht  ein  auffälliger  gelber  Fleck,  die  gelbe  Binde  auf  den  Vtlgln  ist  schmal  und  stark  gezackt 
und  die  schwarzen  Zeichnungen  sind  niässig  entwickelt.  Die  Unterseite  der  Htlgl  ist  eigentümlich  grau¬ 
gelb,  die  schwarzen  Zeichnungen  am  Aussenrd  sind  im  Gegensatz  zu  den  übrigen  schwarzen  Zeichnungen 
sehr  fahl.  —  fruhstorferi  form.  nov.  aus  Panama  ist  eine  ?-Form  mit  fast  schwarzen  Vtlgln.  --  -  carmenta  fnihstorferi. 
Fruhd.  aus  Peru  ist  vermutlich  die  Trockenzeitform  der  flammula  ;  sie  ist  bedeutend  kleiner  und  weniger  carmenta. 
gezeichnet.  —  austriana  Frühst,  aus  Bolivien  ist  auf  den  Vtlgln  wie  glessaria  gezeichnet,  die  Htlgl  haben  austriana. 

sehr  schmalen  schwai’zen  Saum.  ¥  oberseits  mit  lichter  und  lebhafter  gelben  Binden  und  Flecken  als 

carmenta,  Saum  der  Htlgl  etwas  breiter,  Unterseite  der  Vtlgl  mit  mehr  gellien  Flecken,  die  Unterseite  der 
Htlgl  gelber  und  die  rote  Mittelbinde  deutlicher.  —  Die  cfcf  dieser  Art  lieben,  wie  die  meisten  Pieriden, 
feuchte  Bodenstellen,  die  ¥¥  den  Wald. 

P.  flava  Oberth.  (20f)  aus  den  Provinzen  Leopoldina,  Espiritu  Santo  und  Bahia  wird  als  besondere  flava. 

Art  zu  gelten  haben.  Das  cT  ist  ober-  und  unterseits  gelb  mit  schwarzem  Apex  der  Vtlgl,  dem  der  zahn¬ 
förmige  Vorsprung  zwischen  dem  2.  und  3.  Medianaste,  den  alle  lygrrha-Fovmm  besitzen,  fehlt,  das  ¥  hat 
eine  beiderseits  scharf  begrenzte  Vtlglbinde  und  eine  gleichfalls  gelbe,  aber  gesättigtere  Mittelbinde  der  Htlgl. 

P.  lorena  Hew.  (20 f)  von  Ecuador  und  Columbia  ist  im  männlichen  Geschlecht  ober-  und  unter-  lorena. 
seits  weiss  mit  schwarzen  Binden ,  die  Unterseite  der  Htlgl  hat  ausser  den  aus  der  Abbildung  ersicht¬ 
lichen  schwarzen  Zeichnungen  der  Oberseite  auch  eine  von  der  Flügelwurzel  bis  zur  Flügelmitte  reichende 
schwarze  Mittelbinde,  die  durch  einen  roten  Streifen  der  Länge  nach  geteilt  ist  und  einen  schwarzen  Streifen 
am  Vrde.  Das  sehr  verschieden  gefärbte  und  gezeichnete  ¥  ist  unterseits  ähnlich  wie  oberseits  gezeichnet. 

—  jumena  Frühst,  von  Ecuador  unterscheidet  sich  durch  viel  schmälere  weisse  Subapicalbinde ,  deren  jnmena. 
schwarze  Begrenzung  viel  ausgedehnter  ist;  auf  der  Unterseite  ist  die  rote  Binde  verkleinert  und  ihre 
schwarze  Umrandung  verbreitert.  —  luteifera  Frühst,  von  Peru  (Ghanchamayo)  zeigt  beim  cf  die  weisse  luteifera. 
Subapicalbinde  nach  unten  zu  spitz  auslaufend,  so  dass  ein  keilförmiger  statt  rechteckiger  Fleck  entstanden 
ist,  Olierseite  gelblich  .statt  weiss,  Unterseite  der  Htlgl  in  der  Saum-  und  Wurzelregion  ausgedehnt  gelblich 
gefärlit.  —  peruncta  Frühst,  aus  Bolivia  (Yungas  de  la  Paz)  hat  breitere  schwarze  Binden  und  der  weisse  penmcta. 
subapicale  Quertleck  ist  gleichmässiger  und  schmäler,  die  Unterseite  der  Htlgl  ist  ausgedehnter  schwarz 
umrandet  als  bei  luteifera  und  die  Subapicalbinde  viel  lichter  rot. 


8.  Gattung:  Pereiite  H.-Schäff. 

Die  Arten  dieser  Gattung  weichen  in  der  äusseren  Erscheinung  von  dem  allgemeinen  Pieriden- 
Typus  weit  ab ;  entfernte  Ähnlichkeit  haben  sie  im  Zeichnungsstile  mit  gewissen  Heliconiern ,  doch  haben 
sie  ganz  andere  Flügelgestalt;  unter  den  Iheriden  stehen  sie  mit  Archonias  völlig  isoliert,  ln  der  Rippen¬ 
bildung  stimmen  sie  mit  Leoclonta  überein:  di(',  Subcostale  ist  dreiästig  mit  einem  Aste  vor  dem  Schlüsse 
der  Mittelzelle,  der  2.  und  3.  Ast  bilden  eine  mässig  lange  Gabel,  die  Präcostale  ist  schwach  nach  innen 
gebogen.  Die  Gattung  hat  ihre  Heimat  etwa  zwischen  dem  20"  n.  Br.  und  30"  südl.  Br. 

P.  autodyca  ßsd.  (21a)  aus  der  brasilianischen  Provinz  Rio  de  Janeiro  ist  im  cf  oben  schwarz,  an  antodyca. 
der  Spitze  und  auf  dem  hinteren  Teile  der  Vtlgl  sowie  auf  den  Htlgln  mit  Ausnahme  des  Aussenrds  grau 
beschuppt,  in  der  Mitte  der  Vtlgl  scheint  die  rote  Binde  der  Unterseite  verschwommen  durch.  Das  ¥  ist 
nur  auf  dem  Wurzelteile  der  Vorder-  und  Htlgl  grau  bescbupiit  und  trägt  auf  der  Mitte  der  Vtlgl  eine 
breite  ziegelrote  Querbinde,  die  durch  die  schwarzen  Rippen  geteilt  wird.  Die  dunkle  Unterseite  zeigt  am 
Vrd  der  Htlgl  einen  grossen  tropfenförmigen  dunkel  schwefelgelben  Fleck  und  zwei  rote  Flecke  an  der 
Wurzel;  beim  cf  ist  die  rote  Binde  der  Vtlgt  im  vorderen  Teile  verschmälert,  ausserdem  hat  das  cf  auf 
dem  mittlern  hinteren  Teile  der  Vtlgl  eine  weissrote  Längsbinde.  —  bardela  Frühst,  aus  Rio  Grande  do  bardela. 
Sul,  die  nach  der  Beschreibung  kleiner,  oberseits  dunkler  und  deshalb  weniger  grau  und  rosa  beschuppt, 
auch  auf  der  Unterseite  der  Vtlgl  auf  der  roten  (Juerbinde  costalwärts  weisslich  statt  rosa  etc.  sein  soll, 
lässt  sich  nach  meinem  Materiale  von  autodgca  kaum  trennen,  dagegen  verdient  eine  ¥-Aberrativform  aus 

V  !» 


PEREUTE.  Von  J.  Röbek. 


Ofi 

rosa.  Rio  Grande  clo  Sul  mit  sehr  blassroter  Binde  als  ab.  rosa  form.  nov.  besondere  Benennung.  —  paula 
panla.  snbsp.  nov.  aus  der  Provinz  Säo  Paulo  ist  in  beiden  Geschlechtern  oberseits  viel  reichlicher  grau  beschuppt, 
auch  am  Saume  der  Hflgl  stehen  bei  beiden  Geschlechtern  grosse  Flecke  grauer  Schuppen ,  die  Grund¬ 
färbung  der  ??  ist  nicht  rein  schwarz,  sondern  schwarzlrraun  und  die  Unterseite  viel  lichter  sowohl  in  der 
Grundfärbung  als  auch  in  der  Färbung  der  roten  Binde. 

swainsoni.  p.  swainsoni  Gray  (21a)  aus  Parana,  Santa  Catharina  und  Säo  Paulo  unterscheidet  sich  von 

autodyca  durch  grössere  Gestalt,  ol)erseits  deutlichere  Querbinde  der  Vflgl  und  durch  Verschiedenheit  der 
grauen  Bestäubung,  die  auf  den  Ird  der  Vflgl  und  die  basale  Hälfte  der  Hflgl  beschränkt  ist,  und  ferner 
durch  einen  gelben  Fleck  am  Vrd  der  Hflgl.  Auf  der  Unterseite  fehlt  den  d'd'  die  bei  den  aiäorhjca-d'd' 
vorhandene  rote  Mittelbinde  auf  dem  hinteren  Teile  der  Vflgl.  Beide  Arten  fliegen  in  Rio  Grande  do  Sul 
und  Säo  Paulo  nebeneinander.  —  Nach  Stücken  aus  Rio  Grande  do  Sul  und  Santa  Catharina  hat  Feuhstoefek 
phalera.  die  subsp.  phalera  (21b)  aufgestellt,  ich  vermag  jedoch  mit  Ausnahme  der  dunkleren  Färbung  der  Unter¬ 
seite  die  von  ihm  angegebenen  Charaktere  nicht  zu  bestätigen. 

Cheops.  P.  Cheops  8t(jr.  (21b)  aus  Chiriqui  hat  bläulichschwarze  Oberseite  mit  geringem  Glanze,  das  cf  hat 

eine  Mittelbinde  aus  gelben  Schuppen,  eine  gleiche  im  vorderen  Teile  der  Mittelzelle  und  spärliche  gelbe 
Schuppen  am  Ird  der  Vtlgl  und  auf  dem  Wurzelteile  der  Hflgl.  Auf  der  lichteren  (schwarzbraunen)  Unter¬ 
seite  ist  die  gelbe  VÜglbinde  viel  breiter  und  deutlicher,  am  Vrd  der  Hflgl  steht  eine  gelbe  Binde  und  an 
der  Flügelwurzel  befinden  sich  zwei  rote  Flecke.  Das  ?  hat  eine  breite  rote  Binde  und  gelben  Vrd  auf  der 
Oberseite  der  Vflgl.  Beide  Geschlechter  haben  gelbe  Fhlr. 

charops.  P.  charops  Bsd.  (21b),  von  Mexiko  bis  Panama  (Chiriqui)  vorkommend,  unterscheidet  sich  von  den 

übrigen  Formen  dieser  Art  durch  reichliche  grauweisse  (cf)  bezw.  rötliche  (?)  Bestäubung  am  Aussenrd  der 
Vtlgl.  Die  Mittelbinde  der  Vflgl  ist  unterseits  leuchtend  gelb  (cf)  bezw.  rot  (?).  Beide  Geschlechter  haben 
auf  der  Unterseite  der  Fltlgl  am  Vrd  einen  langen  gelben  Streifen  und  ein  kleines  gelbes  Streifchen  an  der 
subvarians.  Flügelwurzel.  —  subvarians  Stgr.  i.  /.  aus  Columbia  hat  im  cf  weniger  graue  Beschuppung  auf  der  Ober¬ 
seite,  die  Mittelbinde  der  Unterseite  ist  aber  statt  gelb  zum  'grössten  Teile  trübrot.  Dem  ?  fehlt  die  sub- 
colambica.  marginale  rote  Bestäubung  auf  der  Oberseite  <ler  Vflgl.  —  columbica  Frühst,  aus  Columbia  unterscheidet 
sich  durch  allgemeine  Reduktion  der  grauen  Bestäubung,  die  jedoch  deutlicher  in  der  Mittelzelle  auftritt; 
am  Zellenschlusse  stehen  gelbe  Flecke;  Mittelbinde  der  Vflglunterseite  gelb.  Diese  Form  scheint  nur  eine 
caiica.  cf-Aberration  der  cauca  subsp.  nov.  aus  dem  Cauca-Tale  im  nördlichen  Columbia  zu  sein.  Bei  dieser  ist 
beim  cf  die  graue  Bestäubung  allenthalben  gleichmässig  reduziert,  die  im  grösseren  äusseren  Teile  rote  statt 
gelbe  Mittelbinde  scheint  auf  der  Oberseite  durch.  Die  ??  haben  eine  sehr  breite  lichtrote  Binde  auf  beiden 
peniviamis.  Seiten  der  Vflgl.  • —  peruvianus  Stgr.  i.  I.  aus  Peru  hat  eine  breite  lichtgelbe  Mittelbinde  auf  der  01)erseite 
der  Vtlgl  und  deutliche  graue  Beschuppung  auf  dem  Apicalteile  und  Ird  der  Vflgl;  die  Hflgl  sind  wenig- 
grau  beschuppt.  Die  Unterseite  der  Vtlgl  hat  eine  scharfe,  schwefelgelbe  Mittelbinde.  ?  unbekannt.  • — 
meridana.  meridana  Frühst,  aus  dem  nördlichen  Venezuela  hat  stark  verdunkelte  Oberseite  ohne  graue  Schuppen  in 
und  hinter  der  Mittelzelle  und  auf  dem  äusseren  Teile  der  Htigl,  äusserer  Teil  der  Mittelbinde  auf  der 
praemeri-  Unterseite  der  Vtlgl  rot.  Unter  dieser  Form  tritt  auf  ab.  praemeridana  Frühst.,  die  eine  völlig  gelbe 
dana.  Binde  der  Vflglunterseite  besitzt.  —  Diese  Art  hat  weisse  Fhlr. 

leiicodrosime.  P.  leucodrosime  Kott.  (21c).  Mit  dieser  Art  aus  Columbia  beginnt  die  Reihe  derjenigen  Arten,  die 

auch  im  männlichen  Geschlechte  eine  rote  Binde  auf  der  Oberseite  der  Vtlgl  haben.  Grundfärbung  schwarz, 
innere  Hälfte  der  Hflgl  und  der  basale  Teil  des  Irds  der  Vtlgl  blauweiss  beschuppt,  sowie  Rücken  und 
Körper  weiss  behaart.  Die  rote  Binde  der  Vtlgloberseite  endet  an  der  Subcostale  und  ist  nicht  wurzelwärts 
verlängert.  Die  Unterseite  ist  schwarzbraun,  die  Rippen  und  Zwischenrippenstreifen  sind  schwarz,  an  der 
reducfa.  Wurzel  der  Hflgl  stehen  zwei  rote  Fleckchen.  Fhlr  weiss.  —  ab.  reducta  form.  nov.  sind  Stücke  mit  stark 
bellatrix.  reduzierter  roter  Binde.  —  Bei  bellatrix  Frühst,  aus  Peru  ist  die  rote  Vtlglbinde  saumwärts  nicht  ver¬ 
schmälert  und  lichter,  dagegen  die  t)lau weisse  Beschuppung  auf  dem  inneren  Teile  der  Flügel  reduziert, 
beryiiina.  Unterseite  etwas  dunkler.  —  beryllina  Fndist.  aus  Ecuador  hat  schmälere  und  tiefrote  Vtlglbinde.  — 
latona.  latona  Btlr.  aus  Venezuela  hat  auf  der  01)erseite  der  Vtlgl  statt  der  roten  Binde  nur  einen  roten  Fleck  am 
Ende  der  Mittelzelle.  Unter  dieser  Form  kommen  auch  Stücke  mit  völlig  schwarzen  Vtlgln  vor:  ab. 
imicolor.  unicolor  form.  nov. 

callinira.  P.  calHnira  Stgr.  (21  c)  aus  Peru  hat  schwarze  Fhlr.  Die  Oberseite  ist  wie  bei  leucodrosime  blau¬ 

weiss  beschuppt,  die  Vtlglbinde  gleichmässig  l)reit  und  in  der  Mittelzelle  ein  Stück  wurzelwärts  fortgesetzt, 
die  basale  Hälfte  des  Vrds  ist  fein,  aber  scharf  gelb,  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  fehlen  die  roten  Wurzel- 
miisia.  decke.  —  ab.  musia  Frühst,  aus  Nord-  und  Mittel- Peru  ist  grösser,  die  rote  Binde  nach  beiden  Seiten  stark 
Sabrina,  verschmälert  und  abgerundet.  —  Sabrina  Frühst,  aus  Columbia  hat  wesentlich  schmälere  rote  Vtlglbinde 
und  reichlichere  blaue  Beschuppung  an  der  Flügelwurzel,  am  Vrd  der  Vtlgl  ist  die  rote  Binde  gelblich  ge- 
numatia.  färbt.  —  HUmatia  Frühst,  aus  Bolivia  ist  kleiner  und  bleicher,  die  rote  Binde  breiter,  oberseits  in  der  Mitte 
reichlicher  schwarz  beschuppt. 


AKCliONlAS.  Von  .1.  ROher. 


07 


P.  callinice  Fldr.  (2lc)  aus  Venezuela,  Goluinhia  und  Süd-Peru  hat  .S(di\vai'zc  Phli’.  J)i(i  cuHinice. 

Oberseite  ist  schwarzbraun,  die  bläuliche  Beschuppung  nimmt  die  volle  Wurzelhälfte  der  llllgl  ein,  fclill 

aber  auf  den  Vflgln  vollständig.  Die  lichtrote  Mittelbinde  der  Vflgl  ist  hinter  dem  Schlüsse  der  Mittelzeih- 

nur  durch  ein  kleines  Fleckchen  vertreten,  aussen  abgerundet  und  ei'reictd  nicht  den  Aussenrd.  Die  l'nter- 
seite  ist  wie  bei  cAÜlinira,  jedoch  viel  lichter.  Der  Schmetterling  (liegt  auf  Waldwegen  und  saugt  gern  an 
feuchten  Bodenstellen. 

P.  telthusa  Hew.  (21c)  aus  Peru  und  Ecuador  weicht  von  den  vorhergehenden  Arten  stark  ab.  telthusu. 
Fhlr  weiss.  Oberseite  schwarz  mit  subapicaler  gelblicher  Fleckenbinde,  submarginalen  lichten  Fleckchen, 
bläulichweissem  Irdsteile  der  Vflgl  und  blau  beschupptem  Wurzelteile  der  Htlgl,  die  auch  bläuliche  Saum¬ 
fleckchen  zeigen.  Die  Unterseite  ist  schwarz,  die  Vflgl  haben  die  Zeichnung  der  Oberseite  und  die  llflgl 
am  Vrd  ein  gelbes  Streifchen  sowie  drei  rote  Wurzelflecke.  —  magna  nov.  vom  unteren  Amazonas  magna. 

(Obidos)  ist  grösser,  das  lichte  Feld  am  Ird  der  Vtlgl  ist  kleiner  und  völlig  blau  beschuppt,  die  blauen 
Flecke  am  Aussenrd  der  Htlgl  sind  grösser,  die  Unterseite  ist  dunkler  und  der  gelbe  Streifen  am  Vrd  der 
Htlgl  sehr  klein.  —  boliviana  suhap.  nov.  aus  Bolivia  hat  breitere  und  stärker  gelbe  Subapicalbinde  der  boliviana. 
Vtlgl  ober-  und  unterseits.  Das  lichte  Feld  am  Ird  der  Vflgl  ist  ober-  und  unterseits  grösser  und  nur  an 
den  Rändern  blau  beschuppt,  die  blauen  Flecke  am  Aussenrd  der  Htlgl  sind  kleiner,  die  Unterseite  ist 

etwas  lichter  (mehr  braun)  und  der  gelbe  Streifen  am  Vrd  der  Htlgl  länger  und  breiter. 


9.  Gattung:  Areliouias  Ubn. 

Die  Charaktere  dieser  Gattung  sind  ziemlich  unsicher,  das  beste  Kriterium  für  die  Gattungs¬ 

zugehörigkeit  bildet  die  äussere  Erscheinung  der  Schmetterlinge.  Die  Subcostale  ist  vierästig,  der  2.  Ast 
entspringt  erst  nach  dem  Schlüsse  der  Mittelzelle  und  der  3.  und  4.  Ast  bilden  eine  kurze  Gabel  in  der 

Flügelspitze;  doch  ist  dieser  Charakter  auch  bei  ein  und  derselben  Art  nicht  konstant.  Es  wird  sich 

empfehlen,  lediglich  die  sog.  Papilio-  nachahmenden  fereus-aidigen  Formen  in  dieser  Gattung  zu  vereinigen. 

A.  tereas  Godt.  {—  iulus  Hbn.,  $  =  marcius  Ilbn).  Als  die  sog.  typische  Form  sind  die  aus  tereas. 

Rio  de  Janeiro  und  Espiritu  Santo  stammenden  Stücke  zu  betrachten.  Sie  lässt  sich  kaum  trennen  von 
uniplaga  Frühst.  (21  d)  aus  Rio  Grande  do  Sul  und  Säo  Paulo.  Diese  Form  soll  nur  einen  weissen  Mittel-  uniplaga. 
fleck  der  Vflgl  haben,  was  indes  nach  dem  mir  vorliegenden  Materiale  nur  auf  ein  Stück  aus  Santa  Gatha- 
rina  zutrifft;  die  übrigen  acht  Stücke  aus  Santa  Gatharina  und  Säo  Paulo  haben  drei  Mitteltlecke,  von 
denen  einer  in  der  Mittelzelle  steht.  Das  ?  hat  immer  etwas  mehr  weisse  Zeichnung  auf  den  Vtlgln  und 
kräftigeres  und  mehr  Rot  auf  den  Hflgln.  —  critias  Fldr.  (21  d)  aus  Venezuela  und  Columbia  ist  bezüglich  critias. 
der  weissen  Zeichnung  auf  den  Vflgln  sehr  veränderlich,  die  rote  Zeichnung  der  Htlgl  ist  ausgebreiteter 
und  von  tieferem  Tone  als  bei  tereas.  Zu  ab.  hades  Fndist.  gehören  Stücke  mit  völlig  schwarzer  Vtlgl-  bades. 
Oberseite  und  zu  ab.  nigripennis  Btlr.  völlig  schwarze  Stücke.  —  approximata  Ptlr.  ist  die  Form  aus  ^^^ppf-Q^lmata 
Zentral -Amerika.  —  papilionides  Frühst,  aus  Honduras  hat  etwas  veränderte  weisse  Flecke  auf  den  Vflgln  papiUonidss. 
und  drei  intensiv  karminrote  Flecke  auf  den  Hflgln;  unterseits  sind  die  Vtlglflecke  gelblich.  —  regillus  regillus. 
Frühst,  aus  Ecuador  ist  kleiner  als  tereas,  die  Vflgl  haben  zwei  untereinander  stehende  weisse  Flecke, 
die  Htlgl  drei  kleine  mattrote,  an  den  Rändern  aufgehellte  Flecke.  —  archidona  Frühst,  aus  Ecuador  archidona. 
(Balzabamba)  hat  völlig  schwarze  Vtlgl  oder  doch  nur  wenig  weisse  Zeichnung  und  auf  den  Hflgln  ober¬ 
und  unterseits  gelbliche  oder  weisse  statt  roter  Flecke.  —  rosacea  Btlr.  aus  Ecuador  (Quito)  und  Columbia  rosacea. 

hat  hellrote  Flecke  auf  der  Oberseite  der  Htlgl.  —  »In  Santa  Gatharina  beginnt  tereas  Anfang  September  zu 

fliegen  als  einer  der  ersten  Frühlingsboten  und  belebt  in  wasserreichen  Tälern  fast  alle  süssduftenden 
Blütensträucher  mit  ihrer  ruhig-schönen  Erscheinung  und  ihrem  zarten  Farbenkleide«  (Fruhstorfee). 

A.  bellona  Cr.  (—  ?  erycinia  Cr.,  brassolis  F.,  braselis  Godt.)  aus  Guyana  gilt  zwar  für  eigene  Art,  bellona. 
ist  aber  doch  wohl  auch  eine  tereas-Y ovm ,  die  im  gebirgigen  Westen  ausserordentlich  abändert.  G.  bellona 
ist  nur  wenig  verschieden  von  negrina  Fldr.  vom  Rionegro.  Das  efl  ist  oberseits  schwarz  mit  grossen  hell-  negrina. 
gelben  Vflglflecken  und  roten  Strahlen  auf  der  Unterseite  der  Htlgl,  während  beim  ?  auch  die  Oberseite  der 
Htlgl  zum  grös.sten  Teile  rot  ist.  —  cutila  Frühst.  (21  d)  aus  Ecuador  hat  grosse  gelbe  Vtlglflecke  und  drei  cntila. 
rote  Strahlen  auf  der  Oberseite  der  Htlgl.  —  phaloreia  Fndist.  aus  Peru  hat  schwarze  Oberseite  mit  kleinen  phaloreia. 
gelben  Vflglflecken.  —  hyrnetho  Fndist.  (2  t  d)  aus  Bolivien  hat  rundlichere  Flügel  als  die  vorgenannten  /p'r/;c/‘/zo. 

Formen,  die  Vtlglflecke  sind  etwas  lichter  gelb  und  wenig  grösser,  die  Oberseite  der  Htlgl  ist  schwarz,  aber 

die  Unterseite  mit  schmalen  roten  Strahlen,  gelbem  Vrdsstreifen  und  gelben  Saumflecken.  Beim  ?  sind  die 
Htlgl  oberseits  zum  grössten  Teile  rot.  —  Sabrina  Fndist.  aus  Argentinien  (.^)  hat  sehr  intensiv  gelbe  Vtlgl-  sabrina. 
flecke,  von  denen  der  in  der  Mittelzelle  gebogene  sehr  gross  ist;  die  Unterseite  der  Htlgl  ist  ähnlich  wie 
bei  hyrnetho,  die  gelben  Saumflecke  sind  sehr  klein.  Baron  G.  vox  Blessen  beobachtete  diese  Art  in  grosser 
Anzahl  und  beiden  Geschlechtern  in  einem  Gebüsch,  so  dass  anzunehmen  ist,  die  Schmetterlinge  seien  in 
diesem  Gebüsch  geschlüpft;  hieraus  würde  ferner  zu  schliessen  sein,  dass  die  Rp  gesellig  lebt.  Die 
Schmetterlinge  setzen  sich  gern  auf  Blätter. 


08 


( IHAK(_)NIAS ;  APPIAH.  Von  J.  Röbee. 


pharuakia.  A.  phamakia  Frühst.  (=  archoniaoides  Stgr.  i.  l.)  ("21  ej  aus  Peru  ist  von  sämtlichen  vorbezeichneteu 

.lr(7?ouu/s-Foruieu  sehr  verschieden,  und  wahrscheinlich  eigene  Art.  Die  Oberseite  ist  schwarzbraun  mit  gelben 
\'tlgltlecken  wie  nnterseits,  die  Hflgl  sind  völlig  ungezeichnet.  ?  im  mittleren  Teile  der  A'tlgl  ober-  und  unter- 
seits  ziegelrot. 


10.  Gattung:  Cliarouias  Höb. 

Aus  dem  bei  Arckonias  angegebenen  Grunde  ist  es  erforderlich,  die  nachgenannten  Arten  zu  einer 
l)esonderen  Gattung  zu  vereinigen,  ln  der  Rippenbildung  ist  ein  geringer  Unterschied  gegen  Archonias 
vorhanden,  weil  die  beiden  Discocellularen  der  Vtlgl  gleichlang  sind  und  die  obere  Discocellularis  der  Hflgl 
l)edeutend  kürzer  ist  als  die  beiden  andei-en  Discocellularen  sind.  Die  Palpen  sind  etwas  länger  und 
kräftiger  als  bei  Archonias.  Hauptsächlich  ist  die  äussere  Erscheinung  für  die  Gattungszugehörigkeit 
massgebend. 

eiirytele.  Ch.  curytcle  Heiv.  (21  e)  aus  Ecuador  und  Columbia  hat  braune  Färl)ung  des  inneren  und  schwarze 

Färbung  des  äusseren  Flügelteils,  in  letzterem  stehen  gelbe  Flecke;  Stücke  mit  weissen  Flecken  können  als 
ribimaciilota.  ab.  albimaculata  form.  noi\  bezeichnet  werden.  Die  Unterseite  ist  der  Oberseite  ganz  ähnlich,  doch  stehen 
lyceas.  am  Aussenrd  der  Hflgl  ziemlich  grosse  weisse  Snbmarginalflecke.  —  Bei  lyceas  Godm.  u.  Scdv.  aus  Panama 
(Bugaba)  ist  von  der  braunen  Fäihung  der  Vtlgloberseite  nur  ein  streifenförmiger  Fleck  am  Ird  vorhanden, 
dismorphitis.  die  Unterseite  der  Vtlgl  ist  völlig  schwarz.  —  dismorphitis  Btlr.  aus  Chiriqui  hat  völlig  schwarze  Vtlgl 
dismorphina.  mit  lichtgelben  Flecken  und  lichter  braunen  Hügln.  —  dismorphina  Stgr.  i.  1.  aus  Columbia  hat  gleichfalls 
nigrescens.  völlig  und  sehr  dinüvle  A^tlgl  mit  grösseren ,  tiefgelben  Flecken  und  düsterbraunen  Hflgln.  —  nigrescens 
Godm.  U:  Scdv.  aus  Guatemala  ist  eine  noch  weiter  verdunkelte  Form.  —  Die  ??  sind  nur  etwas  grösser, 
sonst  nicht  verschieden. 

theano.  Ch.  theano  B.  (21  e)  aus  Brasilien  (z.  B.  Säo  Paulo)  ist  schwarz  mit  weisslichen  streifenförmigen 

Flecken.  Das  ?  hat  statt  weisser  Zeichnung  dnnkelgelbe  dergleichen  im  inneren  und  schwefelgelbe  im 
äusseren  Flügelteile.  Die  Unterseite  ist  ähnlich,  doch  reichlicher  gezeichnet,  die  Htlgl  sind  gelb  mit 
schwarzen  Rip])en  und  schwarzem  Aussenrd,  in  dem  weisse  Flecke  stehen. 


11.  Gattung:  AppiaH  Ubn. 

Im  Geäder  stimmt  diese  Gattung  völlig  mit  Pieris  überein ,  die  cf  cf  haben  aber  einen  besonderen 
Charakter,  nämlich  zwei  steife  Haarbüschel  (sekundäres  Geschlechtsorgan)  an  den  Afterklap[)en  an  der 
Unterseite  des  Hlbs ;  die  ??  sind  durch  die  eigentümliche  Färbung  der  Unterseite,  die  bei  matter  Zeichnung 
einen  geringen  Perlmntterglanz  besitzt,  von  den  Pier/s-??  leicht  zu  unterscheiden.  Die  Gattung  ist  in  Indien 
durch  zahlreiche  znm  Teil  schön  gefärbte,  auch  in  Afrika  durch  einige  Arten  vertreten,  tritt  in  Amerika 
jedoch  nur  in  einer  sichere]i  Art  auf,  die  Ins  vor  kurzer  Zeit  zur  GBfiung  BajAonoura  gerechnet  wurde.  Wie 
schon  der  von  Wallace  gegebene  synonyme  Gattungsname  Tachyris  andeutet,  sind  die  Angehörigen  dieser 
Gattung  ausserordentlich  tlinke  Tiere.  Nach  den  Beobachtungen  von  Dr.  A.  Seitz  werden  die  Appias 
(speziell  drusdla)  an  Fluggewandtheit  unter  den  Tagschmetterlingen  nur  von  den  Angehörigen  der  Hesperiden- 
gattung  SpcdJdlepia  erreicht;  in  wenigen  Sekunden  legen  sie  grosse  Strecken  zurück.  Sie  tliegen  nicht  nur 
reissend  schnell,  sondern  besorgen  auch  das  Geschäft  der  Nahrungsaufnahme  aus  Blumen  in  grösster  Eile. 
Nur  zur  Aufnahme  von  Wasser  aus  feuchtem  Boden,  wobei  diese  Tiere  mitunter  und  zwar  hauptsächlich 
Männchen,  in  grossen  Schwärmen  dicht  aneinander  sitzen,  gönnen  sie  sich  Zeit  und  betreiben  diese  Tätigkeit 
augenscheinlich  als  Liebhaberei. 

drnsilla.  A.  drusilla  Cr.  (=  ilaire  Godt.,  margarita  Hhn.,  albunea  Dahn.)  (21  f)  ist  vom  südlichen  Florida  bis 

Süd-Brasilien  verbreitet  und  häutig.  Das  cf  ist  oberseits  weiss  mit  geringer  schwärzlicher  Apicalzeichnung 
der  Vtlgl,  mitunter  völlig  zeichnungslos,  nnterseits  gelblichweiss  ohne  Zeichnung,  nur  mit  einem  gelben 
Streifchen  am  Ah’d  der  Htlgl.  Das  ?  ist  oberseits  auf  den  Vflgln  weiss,  auf  den  Hflgln  gelblich  und  hat 
breite  schwarze  Ränder,  nnterseits  weiss  mit  rötlichem  Schein  und  sehr  schwach  entwickelten,  der  Oberseite 
ähnlichen  Zeichnungen  sowie  gelber  Bestänbung  an  <ler  Wurzel  sämtlicher  Flügel,  namentlich  der  Vtlgl 
Das  von  W.  ,1.  HoLJiAND  in  seinem  Buttertly  Book  auf  Tafel  XXXV  als  ?  abgelhldete  Stück  ist  der  Flügel¬ 
gestalt  nach  ein  cf  mit  stark  gell)licher  Überseite  und  stärker  entwickelter  schwarzer  Zeichnnng  am  Apex 
holiandi.  und  Wurzelteile  der  Vtlgl;  diese  Form  verdieiü  besondere  Benennung  als  ah.  nur.  hollandi.  —  janeira 
janeira.  Bönnhcgh.,  bisher  mir  im  botanischen  Garten  zu  Rio  de  Janeiro  beobachtet,  hat  auch  im  männlichen  Ge- 
schlechte  gelbe  Färbung  an  der  Wurzel  auf  der  Unterseite  der  Flügel;  v.  Bönxinghausen  hält  sie  für  eigne 
poeyi.  Art.  —  poeyi  Bfir.  von  den  Antillen  ist  beim  cf  oberseits  zeichnungslos,  nnterseits  etwas  gelblicher;  das  ? 
hat  stärker  gelbe  Grundfärbung  und  geringere  Randzeichmmg  der  Htlgloberseite,  die  Lhilerseite  ist  gleich¬ 
falls  gelber  als  bei  drusda  ?. 


CATIIAEMIA;  I.EüDONTA:  CATASTUri’A.  Von  .).  I.’r.iono 


12.  (Tattiuig-:  Catliaciiiia  lUm. 

Die  hierzu  gehörigen  Kornieii  waren  bis  voi'  kurzei'  Zeil  niil  Hesfxruchatis  vereinigt,  l-iAini,.  (iuo-n; 
liat  aber  für  sie  die  Gattung  ('nnizza  errichtet.  Diesen'  Name  muss  Jedoch  dem  älteren  I  lüii.NKidschen  .Namen 
weichen.  Zwar  besteht  in  der  Ri})penbildung  nur  der  Unterschied,  dass  die  obere  Discocellulare  allei-  Flügel 
bei  Hesperocliarh  gewinkelt  ist  und  eine  kurze  rücklaufende  Kippe  hat,  hei  ('allmemia  dagegen  diese 
Kippen  nur  sehr  wenig  gel)ügen  sind  und  rücklaufende  Kippen  fehlen,  doch  begründet  die  grosse  \'er- 
schiedenheit  des  Zeichnnngsstils  und  aucli  dei'  Flügelgestait  die  generische  Selbständigkeit. 

C.  hirlanda  Sfoll,  vermutlich  aus  Surinam,  unterscheidet  sich  von  der  besser  bekannten  ninguida ///>/««</(/. 
Frühst.  {=  hirlanda  Stgr.)  (21  f)  aus  Pei'u  durch  breiteren  schwarzen  Saum  aller  Flügel.  -  --  Obnubila  I-'ruhsi.  ninguidu. 
aus  Süd-Pern  hat  fast  schwarze  Htlgl,  so  dass  nui'  die  Mittelzelte  und  eirnge  postmediane  Plecke  weiss 
bleiben.  —  fulvinota  Bflr.  aus  Rio  de  Janeiro  ist  oben  vollständig  weiss  bis  auf  den  gelblichen  Wurzelteil  fnivinutu. 
der  Flügel  und  den  schwarzen  Vrd  der  Vtlgl,  die  Unterseite  ist  ganz  ähnlich  wie  bei  hirlanda,  nur  hat  sie 
statt  einer  roten  eine  rotgelbe  Kandbinde  der  Hflgl.  -  -  praeclara  Frühst,  aus  Fspiritu  Santo  ist  im  cf  auf  praeclam. 
der  Oberseite  der  Vtlgl  schon  hellgelb,  auf  den  Htlgln  zitrongell)  mit  leicht  durchscheinender  roter  Binde 
der  Unterseite,  Vtlgl  mit  breitem  schwarzen  Saume,  der  sich  am  1.  Medianaste  mit  einer  vom  Vrd  aus¬ 
gehenden  schwarzen  Binde  vereinigt,  Htlgl  mit  schmalem  schwarzen  Rande,  Unterseite  ähnlich  &ev  hirl((nd((, 
der  schwarze  Apicaltleck  nicht  mit  der  sul)a])icalen  Binde  zusammeidiängend,  sondern  durch  eine  gelbe 
Binde  getrennt.  Beim  ?  ist  der  schwarze  Rand  aller  Flügel  breiter.  —  apicalis  Frühst,  aus  Ecuador  hält  apicalis. 

die  Mitte  zwischen  ninguida  und  obnubila.  —  helvia  ladr.  (21fj,  angeblich  aus  Mexiko  (?),  mir  nur  in  helvia. 

Stücken  aus  Columbia  vorliegend,  allgemein  als  besondere  Art  geltend,  ist  ni.  E.  auch  eine  hirlanda-Yovm, 
weil  mir  Stücke  vorliegen,  die  unverkennbar  eine  Mittelform  bilden.  Dieser  Form  fehlt  die  rote  Randbinde 
der  Htlglunterseite,  doch  haben  die  meisten  Stücke  S]niren  von  ihr.  Die  Aberrativform,  die  auf  der  Ober¬ 
seite  der  Vtlgl  lichtgelb  angetlogen  und  auf  der  Unterseite  der  Vtlgl  auf  der  ganzen  Fläche  gelb  gefärbt 
ist,  hat  Frithstorfer  ab.  serda  benannt ;  es  kommen  jedoch  auch  Übergangsformen  vor.  serda. 

13.  Gattung:  l^eodouta  Btlr. 

Die  Arten  dieser  Gattung  waien  früher  mit  Pereute  vereinigt.  Obwohl  beide  Gattungen  in  der 

Rippenbildung  und  ihren  Organen  keinen  wesentlichen  Untei schied  besitzen,  werden  sie  doch  durch  die 
äussere  Erscheinung  scharf  getrennt.  Ein  zweifellos  beachtenswerter  Charakter  liegt  aber  auch  in  der 

Bildung  der  Analklappen  der  efef,  die  bei  Leodonta  viel  kleiner  als  bei  Pereute  sind.  Es  sind  bisher  sieben 
Formen  beschrieben  worden,  die  sämtlich  als  besondere  Arten  betrachtet  wurden,  ich  vermag  in  ihnen 
jedoch  nur  zwei  Arten,  deren  eine  Lokalformen  bildet,  zu  erkennen.  —  Die  Schmetterlinge  tliegen  auf 
Waldwegen  und  saugen  gern  an  feuchten  Bodenstellen. 

L.  dysoni  Doubl.  (21  e)  aus  Venezuela  ist  diejenige  Form,  die  auf  der  Oberseite  am  meisten  weiss  dysoni. 
gezeichnet  ist,  die  Htlgl  sind  weiss  mit  verwaschenen  gelben  Flecken  an  der  Wurzel  und  breitem  schwarzen 
Aussenrd,  der  etwa  '/-t  3er  Flügelfläche  einninnnt,  am  Saume  stehen  grössere  weisse  Flecke,  die  Alittelbinde 
auf  der  Unterseite  der  Htlgl  ist  weiss  mit  je  einem  gelben  Strich  in  jeder  Zelle,  auch  im  übrigen  Teile  ist 
die  Htlglunterseite  lichter  als  bei  den  übrigen  Formen.  —  zenobina  Dopff'  (21  e)  aus  Peru  und  Bolivien  hat  zetwbina. 
breiteren  schwarzen  Aussenrd  der  Htlgloberseite  und  dunkleren  Aussen-  und  WTirzelteil  der  Htlglunterseite.  — 
intermedia  subsp.  nov.  aus  dem  nördlichen  Columbie])  (Canca-Tal)  ist  kleiner,  der  schwarze  Aussenrd  der  intemiedia. 
Hflgl  ist  etwas  schmäler  als  bei  zenobina  und  der  Wurzelteil  verdunkelt,  die  Mittell)inde  auf  der  Unterseite 
der  Hflgl  ist  breiter,  gelb  und  nur  die  Rippen  sind  sehr  schmal  weisslich,  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  steht 
in  der  Mittelzelle  am  Ursprünge  des  2.  Medianastes  ein  weissei'  Fleck ,  der  auch  unterseits  viel  grösser  als 
bei  den  vorgenannten  Formen  ist.  —  Bei  chiriquensis  Stgr.  aus  Chiriqui  reicht  die  schwarze  Aussenrds-  düriquensis. 
hinde  der  Hflgl  bis  an  den  Schluss  der  Mittelzelle  und  am  Saume  stehen  grössere  weisse  Flecke,  die  weisse 
Mittelbinde  der  Vflgl  ist  schmäler.  —  zenobia  Fldr.  aus  Columbia  ist  eine  kleinere  Form  mit  gelblicher  zenobia. 
Mittelbinde  der  Oberseite,  der  WTirzelteil  der  Htlgl  ist  schwarz,  die  lichte  Mittelbinde  auf  der  Unterseite  der 
Htlgl  schmäler  und  in  der  Mitte  unterbrochen.  —  Bei  tagaste  Fldr.  (21  f)  aus  Peru  und  Ecuador  ist  die /cgas/c. 
Oberseite  grösstenteils  weiss,  die  Htlgl  haben  nnr  einen  schwarzen  Rand.  —  marginata  Schaus  aus  Venezuela  marginata. 
(Merida)  hat  die  Vtlgl  zur  Hälfte  weiss,  2  Reihen  weisser  Subapicaltleckchen,  die  Htlgl  aber  ähnlich  wie  dgsoni. 

L.  tellane  Hew.  (22a)  aus  Columbia  ist  oberseits  gelb  mit  breiten  schwarzen  Rändern,  in  denen  tellane. 
gelbe  Flecke  stehen,  der  innere  Teil  der  Htlglunterseite  ist  gelb,  der  Wurzelteil  graubraun. 

14.  Gattung:  Clafastiefa  Btlr. 

Der  einzige,  scheinbar  sichere  Geäder-Unterschied  dieser  Gattung  gegenüber  Archonias  besteht  darin, 
dass  der  zweite  Suhcostalast  entweder  unmittelbar  am,  oder  kurz  vor  oder  nach  dem  Schlüsse  der  Alittel- 
zelle  sich  abzweigt.  Die  äussere  Erscheinung  der  Angehörigen  dieser  Gattung  gegenülier  Archonias  ist  der- 


70 


CATASTIGTA.  Von  J.  Röbek. 


not/ia. 


corcyra. 


staiidingeri. 


pieris. 


innuba. 

eiirigania. 

straminea. 


theresa. 


tümbice. 

bryson. 

sinapina. 


pinava. 


vapina. 


colla. 


artig  verschieden,  dass  ihre  generische  Abtrennung  völlig  l)erechtigt  erscheint.  Obwohl  die  Cafrcsfr/c/«- Arten 
ein  ziemlich  einheitliches  Gepräge  aufweisen,  bilden  sie  doch  verschiedene  Gruppen,  die  jedoch  meist  durch 
Übergänge  verbunden  sind.  Die  Gattung  verbreitet  sich  von  Mexiko  bis  Süd-Brasilien,  hat  jedoch  ihre 
eigentliche  Heimat  in  den  Gebirgen  des  Westens.  Die  Arten  ändern  zweifellos  lokal  erheblich  ab,  ob  sie 
auch  Zeitformen  bilden,  ist  noch  nicht  festgestellt.  —  Die  cfcf  der  CV/h^sOcb^-Arten  haben  nach  Paul  Hahxel 
die  Gewmhnheit,  sich  am  Flussufer  auf  vom  Wasser  bespülte  und  von  der  Sonne  beschienene  Steine  zu 
setzen  und  mit  solcher  Gier  zu  trinken,  dass  ihnen  das  Wasser  in  kurzen  Zwischenräumen  tropfenweise 
durch  den  After  wdeder  entfällt.  Nicht  selten  werden  sie  vom  Wasser  wmggespült,  was  ihnen  indessen  nicht 
das  mindeste  schadet,  denn  unmittelbar  darauf  erheben  sie  sich  gleich  einem  Wasservogel  aus  den  Wellen, 
um  sich  von  neuem  an  den  das  belebende  Nass  spendenden  Stein  anzusetzen. 

C.  notha  Luc.  (22  a)  aus  Venezuela  ist  oberseits  weiss  mit  schwarzer  Apical-  und  Aussenrands- 
zeichnung,  der  folgenden  Art  sehr  ähnlich,  imterseits  mit  weissen  Vflgln,  deren  Spitze  rötlichgrau,  mit 
gelben  Streifchen,  Htlgl  verwaschen  rötlich  weiss  mit  gelben  Streifen  in  den  Feldern,  deutlichen  dreieckigen 
gelben  Saumtlecken  und  rotem  Wurzeltlecke. 

C.  corcyra  Fldr.  (22a)  aus  Venezuela  und  ßolivia  ist  oberseits  der  vorigen  sehr  ähnlich,  nur 
schlagen  auf  den  Htlgln  die  dunklen  Zeichnungen  der  Unterseite  durch.  Unterseite  der  Vflgl  weiss  mit 
schwarzer  Spitze ,  in  der  gelbe  Streifen  stehen ,  Htlgl  gelb  mit  schwarzbraunen ,  weiss  gerundeten  Rippen, 
schwarzbrauner  gezackter  Mittelbinde  und  marginalen  Anfängen  einer  Kappenfleckenbinde.  Letztere  ist  bei 
staudingeri  Btlr.  aus  Ost-Peru  vollständig  ausgebildet.  Bei  dieser  Form  ist  die  Unterseite  der  Htlgl  viel 
lichter  gelb  und  die  schwarze  Spitzenzeichnung  der  Vtlgl  reicht  nur  bis  zum  zweiten  Medianaste.  Das  ? 
hat  verbreiterte  schwarzbraune  Spitzenzeichnung  der  Vtlgl  und  schwarzbraune  Flecke  am  Aussenrande  der 
Htlgloberseite. 

C.  pieris  Uopff.  (22  a)  aus  Peru  ist  oberseits  wmiss  mit  schwarzer  Apical-  und  Subapicalzeichnung 
der  Vtlgl  sowie  schwarzer  Saumlinie  der  Htlgl.  Die  Unterseite  ist  w'eiss  mit  bräunlichen  und  gelben  Zeich¬ 
nungen  auf  der  Vtlglspitze.  Die  Hflglunterseite  ist  wmiss,  hat  Kappenlinienzeichnung  am  Saum  und  in  der 
Mitte  sowie  gleichgefärbte  Zeichnungen  an  der  Flügelwurzel,  daselbst  auch  einen  dunkelroten  Fleck;  jedes 
Flügelfeld  hat  einen  gelben  Längsstreifen.  —  innuba  Sigr.  i.  I.  aus  Bolivien  hat  ober-  und  imterseits  gelbe 
Grundfärbung. 

C.  eurigania  Heir.  aus  Ecuador  ist  jedentalls  nur  eine  Lokalform  der  straminea  Btlr.  (22  a)  aus 
Peru;  letztere  unterscheidet  sich  durch  tiefer  gelbe  Grundfärbung,  den  Besitz  dreier  subapicaler  gelber 
IHecke  auf  den  Vtlgln  und  etwas  veränderte  Zeichnung  am  Htlglsaume.  Die  Unterseite  hat  die  typische 
Gatasticten-Zeichnung. 

C.  theresa  Btlr.  (22  a)  aus  Ghiriqui  hat  ausgebogten  Aussenrd  der  Vtlgl.  Die  Grundfärbung  ist 
dunkelbraun  und  die  gelben  Zeichnungen  sind  schmäler  als  l)ei  eurhjanid.  Die  Unterseite  ist  ähnlich,  doch 
tritt  die  gelbe  Färbung  zugunsten  mattglänzender,  rötlichbläulicher  Färbung  zurück. 

C.  nimbice  Bsd.  (22b)  aus  Mexiko  hat  beim  cf  strohgelbe,  beim  ?  ockergelbe  Zeichnungen  der 
Oberseite.  —  bryson  Stgr.  i.  l.  (22  b)  aus  Ghiritjui  und  Guatemala  hat  verbreiterte  gellie  Zeichnungen  der 

Oberseite,  die  Unterseite  ist  etwas  lichter,  namentlich  an  der  Flügelwurzel. 

C.  sinapina  Btlr.  aus  Peru  ähnelt  auf  der  Oberseite  der  nimbice,  doch  ist  die  gelbe  Mittelbinde 
durch  die  Rippen  deutlicher  geteilt  und  die  sie  bildenden  Flecke  sind  kleiner,  die  submarginalen  Flecke  der 
Vtlgl  und  die  Randtlecke  der  Htlgl  sind  grösser,  Htlgl  am  Analwinkel  verlängert;  Unterseite  völlig  ein¬ 
förmig,  Grundfärbung  senfgelb  und  die  Rippen  und  Zeichnungen  purpurbraun.  Mir  nur  aus  der  Be¬ 
schreibung  bekannt. 

C.  pinava  JJbl.  (22  b)  aus  Bolivia  und  Peru  ist  oberseits  der  vorigen  Art  ähnlich,  hat  aber  schmälere 
gelbe  Zeichnungen  und  rundere  Flügelgestalt.  Die  Zeichnung  der  Htlglunterseite  ist  mit  mehr  glänzendem 
Weiss  durchsetzt,  daher  klarer.  Das  ?  hat  oberseits  viel  licliter  gelbe,  fast  weisse  Zeichnungen. 

C.  vapina  Btlr.  aus  Ecuador  steht  zunächst  der  j)i na m,  der  sie  auf  der  Oberseite  sehr  ähnlich  ist. 

Alle  hellen  Zeichnungen  sind  lichter,  mehr  sandgell),  ausser  denen  am  Assenrd,  die  iveisser  sind.  Auf  der 
Unterseite  sind  Färbung  und  Zeichnung  sehr  ähnlich  der  philothea,  aber  alle  lichten  Felder  sind  grösser  und 
schärfer,  die  Grundfärbung  der  Vtlgl  ist  hellchamois,  der  Htlgl  })erlweiss,  verwaschen  sclnvefelgelb  auf  der 
inneren  Hälfte,  die  weissen  Randzeichnungen  sind  wie  bei  manco,  Spitze  und  Aussenrd  der  Vtlgl  ähnlich 
gefärbt.  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

C.  colla  Dhl.  (22b)  aus  Bolivia  und  Peru  hat  oberseits  schwarzbraune  Grundfärbung  mit  tiefgelber 
Flecken-Mittelbinde  und  einer  submarginalen  Reihe  gelber  Pünktchen  der  Vtlgl,  breiterer  gelber  Mittelbinde 
und  einiger  gelber  Saumtlecke  der  Htlgl.  Die  Unterseite  ist  sehr  bunt  durch  ihre  silberweissen ,  scliwefel- 


Cy\'rASTIC:'ry\.  Von  .1.  Kr.iiKK. 


und  orangegelben  sowie  bräunlichen  und  scliwurzen  Flecke,  deren  vXiiordnung  aus  dei'  Abbildung  ersiclil lieb 
ist.  —  jacinta  Btlr.  (221))  aus  Bolivia  (Zeitform?)  hat  viel  mehr  gelbe  Zeichnung  auf  der  Obei'seite.  l)ie  jacinta. 
Unterseite  ist  durch  den  fast  völligen  Mangel  der  silherweissen  Zeichnungen  weniger  bunt.  —  plesseni  plesseni. 
subsp.  710V.,  von  Baron  G.  v.  Pjokssen  in  Ecuador  (Bahos)  entdeckt,  ist  etwas  kleiner  als  coUa,  hat  oberseiks 
lichter  gelbe  Mittelbinden  und  deutlichere  Suhmarginaltlecke ;  unterseils  ist  alle  gelbe  Zeichnung  gleichfalls 
lichter  und  die  Grundfärbung  der  Htlgl  reiner  weiss,  ohne  rötlichen  Schein. 

C.  chelidonis  JBopff'.  (22  c)  aus  Bolivia  hat  breitere  und  deutlichere  gelbe  Zeichnungen  f/ielidonis. 
philomene  Step',  i.  l.  aus  Bolivia  (Zeitform?).  Die  Flnterseite  ist  bei  beiden  Formen  ganz  ähnlich,  nui'  huiplülomenr. 
chelido7iis  auf  den  Vflgln  mehr  gelbe  Zeichnung,  namentlich  in  der  Mitte.  —  Die  kleine  Form  aus  Ecuador 
mit  schärferen  gelben  Zeichnungen  kann  als  aequatorialis  form.  nov.  abgetrennt  werden.  torialis. 

C.  hopfferi  Stgr.  i.  I.  {=  pinava  Btlr.,  nec  Uhl.)  (22c)  aus  Bolivia  ist  viel  kleiner  als  die  vorige  hopfferi. 
Art,  gleichwohl  sind  die  submarginalen  gelben  Flecke  viel  grösser,  auch  haben  Vorder-  und  Htlgl  gelbe 
Saumtleckchen.  Auf  der  Unterseite  der  Htlgl  sind  die  Mittelbinden -Zeichnungen  von  den  Saumflecken 
durch  eine  scharfbegrenzte  Binde  silberweisser  herzförmiger  Flecke  getrennt,  die  gelben  Zeichnungen  sind 
nicht  orange,  sondern  schwefelgelb.  —  Als  forma  obscurior  Stgr.  i.  l.  sind  Stücke  mit  verdüsterter  Dber-  obscurior. 
seife  im  Verkehre. 

C.  teutanis  Hem.  (22  c)  aus  Peru  und  Ecuador  raachf  mit  ihrer  Oberseite  den  Eindruck  einer  kleinen  teutanis. 
Parero7na.  Oberseite  weiss ,  auf  dem  basalen  Teile  der  Vorder-  und  den  ganzen  Hflgln  infolge  Durch- 
scheinens  der  dunklen  Färbung  der  Unterseite  bläulichweiss,  die  Spitzenhälfte  der  Vtlgl  schwarz  mit  sub- 
apicalen  und  submarginalen  bläulichweissen  Streifchen,  die  Htlgl  mit  ziemlich  breitem,  tiefeingekerbtem 
schwarzen  Aussenrd.  Unterseite  mit  Ausnahme  des  mittlern  Teils  der  Vtlgl  braunschwarz  mit  geringen 
gelben  Marginal-  und  Submarginal-Zeichnungen  und  zwei  dunkelroten  Wurzeltlecken  der  Htlgl. 

C.  ctemene  Hnv.  (22  c)  aus  Ecuador  hat  verlängerte  Vflglspitze.  Oberseite  weiss  mit  schwarz-  ctemene. 
braunem  Spitzen-  und  Wurzelteile  und  schwarzbraunen  Saumtlecken  der  Vtlgl ;  in  der  dunklen  Vflglspitze 
stehen  geringe  weisse  Subapicaltleckchen.  Die  Unterseite  der  Vtlgl  ist  weiss,  die  der  Htlgl  bläulichbraun 
mit  verschwommenen  Gatasticten-Zeichnungen. 

C.  prioneris  Hop>ff.  (22  c)  aus  Peru  ist  oberseits  weiss  mit  schwarzbraunen  Zeichnungen  am  Rande  prioneris. 
und  an  der  Wurzel.  Unterseite  weiss  mit  bläulichbrauner  und  schwefelgelber  Gatasticten  -  Zeichnung  und 
zwei  roten  Hflglwurzeltlecken.  ?  hat  viel  breitere  Randzeichnungen,  namentlich  auf  den  Hflgln.  — 
caucana  subsp.  nov.  vom  Gauca  in  Golumbien  unterscheidet  sich  durch  den  Mangel  der  submarginalen  caucana. 
weissen  Flecke  der  Vtlgl  und  geringe  schwarze  Zeichnung  am  Saume  der  Htlgl.  Die  Unterseite  ist  bleicher. 

Die  ??  haben  oberseits  am  Schlüsse  der  Vtlgl  mittelzelle  grössere  weisse  Flecke  als  prmierisP-^. 

C.  sisamnus  F.  aus  Peru  hat  schwarze  Oberseite,  eine  breite  weisse  Mittelbinde  und  weisse  sisamnus. 
Marginal-  und  Submarginalpunkte  und  -Flecke.  Die  Unterseite  ist  der  Oberseite  entsprechend  gezeichnet, 
Mittelbinde  gelblichweiss  mit  gelben  Streifchen,  Saum-  und  Wurzelfeld  schwarzbraun  mit  marginalen  und 
submarginalen  gelben  Fleckchen  und  zwei  roten  Wurzeltlecken  auf  den  Hflgln.  —  telasco  Luc.  aus  Ghiriqui  telasco. 
hat  auf  den  Hflgln  schmäleren  schwarzen  Saum  und  die  weissen  Submarginalflecke  der  Vtlgl  sind  grösser, 
die  Mittelbinde  der  Vtlgl  ist  schmäler  und  die  Unterseite  etwas  lichter.  —  pitana  Fldr.  (22  c)  aus  Golumbien  pitana. 
hat  noch  breitere,  scharfbegrenzte  Mittelbinde,  die  beim  cf  weiss,  beim  ?  weiss  oder  gelblich  ist;  ??  mit 
zitrongelber  Mittelbinde  und  ebensolchen  Flecken  werden  als  foryn.  nov.  ?  flava  bezeichnet.  flava. 

C.  bithys  Hbn.  (22  d)  kommt  von  Mexiko  bis  Süd -Brasilien  vor.  Oberseite  schwarzbraun  mit /'/V/ivs- 
schmaler  weisslicher  Fleckenmittelbinde,  marginalen  und  submarginalen  weissen  Fleckchen;  mitunter  fehlt 
die  eine  oder  andere  Reihe.  Unterseite  mit  gelben  Streifchen  in  der  weissen  Mittelbinde  der  Htlgl,  Saum¬ 
teil  rötlich  schwarzbraun  mit  ]narginalen  und  submarginalen  gelben ,  schwarz  eingefassten  F'leckchen. 

?  nicht  verschieden. 

C.  troezene  Fldr.  (22  d)  aus  Golumbien  hat  schwarzbraune  Oberseite  mit  weisser,  dunkel  bestäubter  troezene. 
Fleckenmittelbinde,  deutlichen  Submarginal-  und  —  auf  den  Vflgln  mitunter  fehlenden  —  undeutlichen,  auf 
den  Hflgln  zwar  kleinen,  aber  deutlichen  Saumtleckchen.  Unterseite  mit  viel  schwefelgelber  Zeichnung. 

C.  troezenides  Stgr.  i.  1.  (22  d)  aus  Golumbien  ist  unterseits  der  troezene  zwar  sehr  ähnlich,  hat  troezenides. 
aber  weniger  gelbe  Zeichnung  und  breitere  schwarzbraune  Randzeichnung.  Clberseite  durch  die  zum 
grössten  Teile  weissen  Htlgl  ziemlich  verschieden.  Ini  Gegensätze  zu  den  Hflgln  zeigen  die  Vtlgl  weniger 
weisse  Zeichnung  als  troezene. 

C.  hebra  Luc.  (22 d)  aus  Golumbien  ist  oberseits  der  troezenides  ähnlich,  der  schwarze  Rand  der  hebra. 

Htlgl  ist  aber  breiter  und  zackig  ausgebuchtet,  die  Unterseite  jedoch  ziemlich  verschiedeir  durch  den  Mangel 
scharfer  Gatasticten  -  Zeichnung.  Die  Htlglunterseite  ist  rötlichbraun  mit  lichter  Submarginal-  und  Mittel¬ 
binde,  deutlichen  dreieckigen  schwefelgelben  Saunr-,  länglichen  schwefelgellren  Submarginaltlecken  und 
schwefelgelben  Streifchen  im  inneren  Flügelteile. 


7^2 


CATASTICITA.  Von  J.  Robek. 


stngosa.  C.  strigosa  Bflr.  aus  Peru  ist  in  Gestalt,  Grösse  und  allgemeiner  Ansicht  wie  hebra,  tief  oliven¬ 

braun,  das  letzte  Drittel  der  Alittelzelle  der  Vtlgl  zeigt  spärliche  schwefelgelbe  Schuppen,  die  Mittelzelle  ist 
eingefasst  von  einer  Reihe  länglicher,  zugespitzter  schw'efelgelbhrauner  Strahlen,  der  äussere  Teil  der  ersten 
sechs  dieser  Strahlen  ist  durch  die  Grundfärhung  geteilt,  Htlgl  schwefelgelbbraun,  aber  die  Rippen  und  der 
Aussenrd  olivenbraun,  drei  verlängerte  hellgelbe  Flecke  begrenzen  den  2. — 4.  Zwischennervenstreifen.  Unter¬ 
seite  ähnlich  der  cteniene,  aber  der  gelbe  Fleck  auf  den  Vtlgln  durch  die  breit  braun  gerundeten  Rippen  in 
schmale  Streifen  zerlegt.  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

crowleyi.  C.  crowleyi  Btlr.  aus  Venezuela  (Monte  Sierra  und  Gulata)  ist  der  strigosa  ähnlich.  Oberseite 

dunkel  purpurbraun  mit  weisslich  aschgrauen  Feldern  und  Flecken,  der  Aussenrd  der  Htlgl  und  die  Rippen 
sind  scharf  hervorgehoben;  ein  orangegelber  Fleck  an  jeder  Seite  des  Halses;  Unterseite  fast  wie  bei 
(ictinotis,  aber  die  Hflgl  von  heller  rötlichbrauner  Färbung,  ohne  scharfen  Mittelgürtel,  die  gelben  Flecke 
nur  von  dunkelbraunen  Zeichen  gesäumt.  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

semiramis.  C.  semiramis  Luc.  (22  d)  aus  Columbien  ist  oben  unscheinbar  grauschwarz  mit  verschwommenen 

gelblichweissen  Submarginal-  und  Mitteltlecken ,  unten  aber  prächtig  gezeichnet.  Die  Hflgl  zeichnen  sich 
durch  reichliche  schwefelgelbe  Zeichnung,  die  auf  den  Vtlgln  verblas.st  ist,  scharfe  schwarze  und  schnee- 
weisse  Zeichnung  aus. 

uiobe.  C.  niobe  Stgr.  i.  l.  (22  d)  aus  Bolivia  ist  oberseits  schwarzln’aun  mit  undeutlichen  gelblichen  Sub¬ 

marginal-  und  Mitteltlecken  der  Vtlgl  und  lichter  Subl^asalbinde  der  Htlgl.  Die  Grundfärbung  der  Hflgl- 
unterseite  ist  ein  lichtes  Schwefelgelb,  auf  dem  sich  die  schwarzen  und  die  dunkel  schwefelgelben,  schwarz- 
gerandeten  Zeichnungen  gut  abheben.  Die  Vtlgl  haben  schwarzbraune  Grundfärbung  mit  lichten  Saum-, 
Submarginal-  und  Mitteltlecken,  die  im  vorderen  Teile  schwefelgelb,  im  hinteren  Teile  weiss  sind. 

siiasa.  C.  suasa  Stgr.  i.  /.  (22 e)  aus  Bolivia  hat  sehr  dunkle,  schwarzbraune  Oberseite  mit  verwischten 

weisslichen  Submarginal-  und  Mittelflecken.  Die  FTnterseite  der  Hflgl  ist  durch  silberweisse ,  schwefelgelbe, 
rötlichbraune  und  schwarzbraune  Zeichnung  sehr  bunt.  Die  Vtlglunterseite  hat  schwarzbraune  Grundfärbung 
und  weisse  Submarginal-  und  Mitteltlecke,  sowie  kleine,  weisse,  vorn  gelbe  längliche  Saumfleckchen.  — 

siiasella.  suasella  subsp.  no'V.  aus  Peru  ist  oberseits  viel  lichter  (gelblichgrau)  und  hat  unterseits  viel  weniger  scharfe 
Zeichnung;  die  lichten  Zeichnungen  der  Vtlglunterseite  sii^d  gelblich  und  in  der  Mitte  viel  ausgebreiteter. 

modesta.  C.  modcsta  Luc.  (22  e)  aus  Peru  hat  graubraune  Oberseite  mit  geringen  verschwommenen  lichten 

Submarginal-  und  Mittelzeichnungen.  Die  Unterseite  der  Vtlgl  ist  gelblich  mit  braunen  und  dunkelgelben 
Randzeichnungen,  die  Unterseite  der  Htlgl  ist  rötlichbraun  mit  verschwommener  silberweisser  Submarginal- 

actinotis.  und  Mittellnnde  und  dunkelgelben  Zeichnungen.  —  actinotis  Btlr.  (22  e  ?)  aus  Costa  Rica  und  Chiricpn  hat 
oberseits  ausgebreitetere  gelbliche  Zeichnung  und  dunkler  gefärbte  Unterseite.  Das  ?  ist  oberseits  schwarz¬ 
braun  mit  gelbem  Discus  der  Vtlgl,  dei’  von  den  dunklen  Rippen  durchschnitten  'wird;  dieselbe  Zeichnung 
ist  auf  der  Unterseite. 

manco.  C.  manco  Dhl.  (-—  incerta  Bogn.)  (22  ej  aus  Bolivia  hat  schwarzbraune  Oberseite  mit  aschgrauen 

Submarginal-  und  Mittelzeichnungen  der  Vtlgl  und  gleichen  Marginal-  und  Submarginalzeichnungen  sowie 
gleichgefärbter  Wurzel  der  Htlgl.  Die  Cnterseite  der  Htlgl  ist  silberweiss  mit  schmalen  schwarzen  und 
breiten  schwefelgelben  Zeichnungen.  Die  Grundfärhung  der  Vtlglunterseite  ist  unrein  weiss  mit  einer  Saum¬ 
kappenlinie  ,  die  im  vorderen  Teile  scharf  und  schwarz ;  im  hinteren  Teile  unscharf  und  schwarzbraun  ist, 
schwarzbrauner  Submarginalbinde  und  gleichem,  licht  gestreiftem  Basalteile;  in  der  Flügelspitze  stehen 
phiiothea.  schwefelgelbe  Flecke.  —  philothea  Fldr.  aus  Columbia  ist  oberseits  etwas  gelblicher,  auf  der  Unterseite  der 
philoscia.  Hflgl  weniger  gelb,  aber  stärker  schwarz  gezeichnet.  —  philoscia  Lldr.  aus  Venezuela  ist  auf  der  ganzen 
Oberseite  und  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  noch  mehr  gelblich;  kann  von  phdothra  kaum  getrennt  werden. 

anaitis.  C.  anaitis  Hcw.  (22  e)  aus  Ecuador  hat  aschgraugelbliche  Oberseite  mit  schwarzbraunen  Rändern 

und  submarginalen  lichten  Fleckchen.  Die  Unterseite  ist  silberweiss  mit  schwefelgellien ,  schwarzen  und 
bräunlichen  Zeichnungen. 

rediicta.  C.  reducta  Bttr.  aus  Ecuador  ist  ol)erseits  wie  anaitis,  aber  viel  kleiner  und  alle  Flecke  tler  Ober¬ 

seite  sind  ockergelb,  unregelmässig  mit  Purpurbraun,  die  Rippen  sind  viel  breiter  schwärzlich,  die  Htlgl 
haben  eine  Reihe  kleiner  weisser  Randflecke,  das  Fleckenband  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  ist  heller  ocker- 
holiviana.  gelb  und  die  Vflgl  sind  mehr  falkenartig.  —  boliviana  Btlr.  unterscheidet  sich  durch  hell  ockerfarbene 
Flecke  auf  der  Oberseite,  die  kaum  dunkle  Beimischung  zeigt.  -  -  Mir  nur  aus  der  Beschreil)ung  bekannt. 

sordida.  C.  SOrdida  Bflr.  aus  Bolivia  hat  die  allgemeine  Färbung  der  anaitis,  ist  aber  weniger  gelb,  der 

Fleck  am  Zellende  und  die  Flecke  der  Mittelreihe  der  Vflgl  nächst  dem  Vrde  sind  kleiner.  Hflglaussenrd 
schwärzlich,  fast  die  Hälfte  der  Flügel  einnehmend  und  von  Flecken  der  Grundfärlning  durchquert.  Lhiter- 
seits  sind  alle  hellen  Zeichen  reduziert  und  die  braunen  Felder  viel  breiter,  die  hellen  Bänder  sind  rahm¬ 
farbig,  nicht  reinweiss,  und  die  gelben  Streifen  und  Flecke  von  tieferer  Färbung. 


Ausgegehen  16.  II.  09. 


CATASTIGTA.  Von  ,).  Röbrr 


7B 


C.  flisa  ll.-Hchäff.  (22 e)  aus  Columbia  bat  scliwarbraune  Oberseite  mit  weisser  Fleckenmittelbinde, ///.vö. 
submarginalen  und  sehr  kleinen  marginalen  weissen  Flecken;  beim  ?  ist  das  Analt'eld  der  Ullgl  gelb.  Oie 
Unterseite  ist  schwarzbraun  mit  einer  weissen  Fleckenmittelbinde,  in  der  auf  den  llllgln  gelbe  Flecke  sieben, 
sowie  den  Randllecken  wie  oberseits,  doch  sind  diese  weissgelb. 

C.  chrysolopha  KoU.  (=  xe(|ue  Menge!)  (22 f)  aus  Ecuador  hat  schwarze  Oberseite,  auf  den  Vllgln  chrysolopha. 
eine  weisse  Fleckenmittelbinde  und  verschwommene  submarginale  weisse  Fleckchen,  die  Illlgl  haben  eine 
in  der  Mitte  hellockergelbe ,  vorn  weisse  Mittelbinde  und  gleichfalls  verschwommene  weisse  Subrnarginal- 
tleckchen.  Die  Unterseite  der  Htlgl  ist  gelblichweiss  mit  schwefelgelben  und  schwarzen  Zeichnungen.  Das 
$  hat  rundere  Flügel,  ist  ober-  und  unterseits  bleicher  und  hat  auf  den  Htlgln  auch  lichte  Fleckchen. 

C.  apaturina  Bür.  (22 f)  aus  Ecuador  ist  der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  hat  aber  kleinere  weisse  apaturina. 
Flecke  und  auf  den  Htlgln  eine  schmälere  und  hellgelbe  Mittelbinde.  Die  Unterseite  der  Htlgl  hat  fast 
schneeweisse  Grundfärbung  sowie  aschgraue  Submarginalzeichnung  und  mehr  schwarze  Mittelzeichnung. 

C.  toca  Dbl.  (22f)  aus  ßolivia  und  Golumlna  hat  schwarze  Oberseite  mit  weisser  Fleckenmittelbinde  toca. 
und  verschwommenen  weissen  Submarginalflecken.  Unterseite  der  Htlgl  weiss  mit  schwarzer  Saurakappen- 
und  Medianpfeilfleckenbinde  sowie  schwarzen  Wurzelzeichnungen;  in  jedem  Felde  steht  ein  schwefelgelber 
Strich.  Unterseite  der  Vtlgl  schwarz  mit  Aveisser  Submarginal-  und  Mittelbinde  sowie  gelben  Saumtlecken. 

—  detrita  form.  nov.  vom  oberen  Amazonas  ist  ober-  und  unterseits  viel  bleicher.  detrita. 

C.  scaeva  Stgr.  i.  l.  (22f)  von  Peru.  Oberseite  dunkelbraun  mit  gelber  oder  gelblicher  Flecken-  scaeva. 
mittelbinde  und  gleichen  Submarginaltlecken,  Unterseite  fahler  gelb  als  bei  toca  mit  bräunlicher  und  nament¬ 
lich  auf  den  Htlgln  etwas  veränderter  Zeichnung;  die  Kappenlinie  am  Rande  setzt  sich  aus  spitzen  Drei¬ 
ecken  zusammen. 

C.  tomyris  Fldr.  (22  f)  aus  Columbien  und  Venezuela  ist  oberseits  der  toca  ähnlich,  aber  grösser,  tomyris. 
Oberseite  schwarz  mit  weisser  Fleckenmittelbinde  und  weissen  Submarginalfleckchen  der  Vtlgl,  Htlgl  mit 
gelblicher  Mittelbinde.  Unterseite  der  Vtlgl  schwarz  mit  sidDinarginaler  und  medianer  Fleckenbinde  und 
gelben  Saumtlecken.  Htlgl  lichtgelb  nut  schwarzen  Kappenlinienzeichnungen  am  Saume,  schwarzen  Mittel¬ 
und  Wurzelflecken  und  schwefelgelbem  Streifen  in  jedem  Flügelfelde.  ?  nicht  verschieden.  —  tamina  tarnina. 
Stgr.  i.  J.  aus  Bolivia  hat  oberseits  breitere  Mittelbinde  der  Vorder-  und  Htlgl  und  auf  der  Unterseite  der 
Htlgl  rötlichbläuliche  Färbung  am  Saume  und  am  Wurzelfelde  sowie  reinweisse  Grundfärbung. 

C.  cora  Luc.  (=  zancle  Fldr.)  (22  f,  g)  aus  Venezuela  und  Peru  ist  oberseits  dunkelgrau  mit  margi-  cora. 
naler  und  submarginaler  schwarzer  Binde.  Die  Unterseite  der  Vtlgl  hat  submarginale  und  mediane  weisse 
Fleckenbinde  mit  gelben  Fleckchen  und  gelbweisse  Saumtlecke.  Die  Unterseite  der  Htlgl  ist  verworren 
weiss,  gelb,  schwarz,  braun  und  bläulich  gezeichnet. 

C.  uricoecheae  Fldr.  (22  f)  aus  Columbien,  eine  der  schönsten  Arten  der  Gattung,  ist  aut  uricoedieae. 

Oberseite  der  Vtlgl  der  cora  sehr  ähnlich,  hat  aber  dunkelrote  Htlgl  mit  schwarzem  Saum  und  ebensolcher 

Fleckenmittelbinde.  Auch  die  Unterseite  ist  derjenigen  der  cora  sehr  ähnlich,  doch  viel  lichter. 

C.  cinerea  Btlr.,  Fundort  unbekannt.  Vtlgl  oben  aschgrau,  Vrd  und  Rippen  breitschwarz,  äusseres  cinerea. 

Viertel  der  Flügel  eingenommen  durch  einen  breiten  schwarzen  Rand ,  in  dem  sich  eine  Reihe  Aveisslich- 

grüner  Flecke  und  eine  Reihe  kleiner  weisser  Saumtleckchen  befinden,  Basalhälfte  der  Htlgl  aschgrau,  un¬ 
regelmässig  schwarz  beschuppt,  äussere  Hälfte  schwarz  mit  einer  Reihe  weisslichgrauer  Flecke  und  einer 
Reihe  kleiner  schwefelgelber  Saumtlecke.  Körper  schwärzlich,  Palpen  mit  zwei  weissen  Seitenlinien,  Hals 
mit  einem  kleinen  gelben  Fleck  an  jeder  Seite.  Unterseite  sehr  ähnlich  der  der  uricoecheae,  aber  die  grauen 
Felder  mehr  schieferfarbig,  die  gelben  Zeichen  tiefer  in  Färbung,  alle  hellen  Zeichnungen  schärfer  und 
diejenigen  auf  den  Vflgln  breiter.  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

C.  vulnerata  Btlr.  aus  Ecuador  ist  ähnlich  der  uricoecheae ,  aber  auch  das  Wurzelfeld  der  Vtlgl  ist  vnlnerata. 
rot,  die  Mittelbinde  schmäler,  das  Rot  der  Htlgl  beschränkter  und  grauer,  die  IMitteltlecke  sind  kleiner, 
heller  rot  und  verwaschen,  der  Ird  ist  weisslich.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Zeichnungen  schärfer,  die 
gelben  Zeichen  glänzender,  der  graue  Mittelgürtel  der  Htlgl  hat  eine  ziemlich  gerade  innere  Begrenzung 
und  ist  deswegen  breiter,  der  ihn  Ijegrenzende  weisse  und  gelbe  Gürtel  sind  schmäler,  die  Randtlecke 
breiter,  etwas  weniger  gewinkelt.  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

C.  tricolor  Btlr.  aus  Ecuador  ist  auch  ähnlich  der  uricoecheae ,  aber  alle  Flecke  der  Vtlgloberseite  trkolor. 
sind  glänzend  zitrongelb,  die  Scharlachzeichnung  der  Htlgl  ist  weniger  l)rillant  in  Färbung,  der  Fleck  nach 
der  Flügelwurzel  zu  mehr  reduziert ,  eine  Reihe  gelber  Randtlecke  vorhanden.  Auf  der  Unterseite  sind  die 
weissen  und  gelben  Zeichnungen  so  sehr  reduziert,  dass  die  Grundfärbung  grau  erscheint. 

C.  paradoxa  Stgr.  i.  l.  (22  g)  aus  Peru  ist  gleichfalls  eine  sehr  schöne  Art.  Oberseite  glänzend  parado.xa, 
schwarz  mit  lichtgelben  Submarginal-  und  Mittelflecken  der  Vtlgl  und  hochgelber  IMittelbinde  soAvie  gleichen 
Submarginaltlecken  der  Htlgl.  Unterseite  der  Vtlgl  scliAvarz  mit  submarginaler  und  medianer  Aveisser  Flecken- 
U  10 


74 


(:An\4STI(;TA.  Von  J.  Hobek. 


binde  und  gelben  Sauintleckehen.  Unterseite  der  Htlgl  w  eiss  mit  schwarzer  8aum-  und  Kap[)enlinie,  schwarzen 
Mittelpfeilflecken  und  gleicher  Zeichnung  auf  dem  Wui-zelfelde,  alle  schwarzen  Zeichnungen  hell  ockergelb 
eingefasst  und  solche  Streifchen  in  allen  Flügelfeldern. 

teutila.  C.  teutila  IM.  (=  sebennica  Luc.)  122  g).  Geschlechter  ziemlich  verschieden.  Oberseite  glänzend 

blauschwarz,  cf  mit  schmaler  weisser,  dunkel  bestreuter  Mittelbinde  und  gleichen  Submarginal-  und  Saum- 
t)  eck  eben,  beim  ?  die  Mittelbinde  mindestens  doppelt  so  breit  und  dunkelgelb.  Unterseite  grauschwarz, 
Vflgl  mit  der  Zeichnung  wie  oben  und  gelben  Saumtleckchen,  Htlgl  mit  gelben,  weissen  und  schwarzen  Flecken. 

marcapita.  C.  marcapita  Thiemr  i.  1.  (22  g)  aus  Bolivia  hat  schwarze  Oberseite  der  ^  tlg]  mit  keilförmigem 

gelben  Mittelfleck  und  gelben  Submarginaltlecken ,  Hflgloberseite  gelb  mit  schwarzer  Saumkappenlinie, 
schwärzlichen,  verschwommenen  Mitteltlecken  und  schmalschwarzen  Rippen.  Unterseite  gelb  mit  schwarzer 
Saumkappenlinie  auf  Vorder-  und  Hflgln,  schwarzer  Submarginalbinde  und  schwärzlichem  AVurzelteile  der 
Adtgl,  schwarzen  Pfeiltlecken  und  schwarzen  Zeichnungen  auf  dem  Wurzelteile  der'  Htlgl. 

dam.  C.  Clara  q)cc.  uoc.  (22g)  aus  Ecuador  hat  lichtgelbe  Oberseite  der  Vtlgl  mit  breitem,  glänzend 

schwarzem  Rande,  in  dem  eine  Reihe  submarginaler  hellgelber  Flecke  und  zwei  gleiche  Flecke  am  Vrd  am 
Schlüsse  der  Mittelzelle  stehen.  Hflgloberseite  licht  schwefelgelb,  stark  gezackt,  die  Zacken  schwarz  ge- 
randet  und  die  Rippen  schmal  schwarz,  Wurzelteil  aller  Flügel  gleichfalls  schwarz.  Unterseite  der  Vflgl 
weiss  mit  marginalen  und  submarginalen  schwarzen  Zackenzeichnungen,  in  der  Spitze  gelbe  Fleckchen,  der 
Schluss  der  Mittelzelle  und  Wurzelteil  schwarz.  Htlgl  gelb  mit  schmalen  schwarzen  Saum-,  Mitte-  und 
Wurzelfeldzeichnungen,  alle  Rippen  schmal  schwarz. 

eximia.  C.  eximia  spcc.  ii.of.  (22  g)  aus  Bolivia  ist  der  vorigen  Art  ähnlich,  aber  kleiner,  Htlgl  ebenfalls,  wenn 

auch  nicht  so  stark,  gezackt.  Oberseite  auf  allen  Flügeln  mit  grösserem  schwarzen  Wurzelfelde,  A’flgl 
lichtgelb  mit  marginaler  und  submarginaler  schwarzer  Binde  sowie  schwarzem  Mitteltlecke,  Htlgl  tiefer  gelb 
mit  schwarzer  Saumzackenbinde  und  submarginalen  schwarzen  Flecken.  Unterseite  der  Vtlgl  gelber,  der 
Htlgl  lichter,  letztere  mit  weniger  tief  gezackten  schwarzen  Zeichnungen,  gleichfalls  alle  Rippen  schmal  schwarz. 

radiata  C.  radiata  KoU.  aus  Columbia  ist  ähnlich  der  nimbirc,  aber  gelber,  die  Unterseite  der  Htlgt  hat  viel 

rote  Zeichnung  und  in  der  Mitte  der  Htlgl  zwei  weisse  Flecke. 

emeris.  C.  emeris  BM.  Grösse  und  Gestalt  wie  lihnbice.  Vtlgl  weissgelb  mit  schwärzlichem,  innen  ge¬ 

zähntem  Rande,  die  Spitze  gleichmässig  schwärzlich,  ein  gleichfarbiger,  kleiner  Strich  am  Schlüsse  der 
Mittelzelle,  vereinigt  mit  einem  grösseren  Flecke  an  der  Flügelspitze.  Htlgl  ockergelb,  Aussenrd  mit  einer 
Reihe  kleiner  keilförmiger  schwarzer  Flecke  entlang  der  Rippen.  Unterseite  der  Vtlgl  wie  die  Oberseite, 
doch  am  Rande  eine  Reihe  gelber  Flecke.  Unterseite  der  Htlgl  schwärzlich  mit  einer  Reihe  gelber  Rand- 
Hecke  und  zehn  bis  elf  weissen,  gelb  bezeichneten  Flecken,  deren  grösster  die  ganze  Mittelzelle  ausfüllt,  ein 
grosser  blutroter  Fleck  an  der  Flügelwurzel.  Chile  oder  Brasilien.  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 
Die  beiden  vorgenannten  Arten  dürften  hinter  nimbice  einzureihen  sein. 

susinna.  C.  susiana  Llopff'.  unterscheidet  sich  von  chdif/onis  durch  länge}-e,  schmälere  Vtlgl,  die  vollkommen 

die  Ge.stalt  von  nimbirc  haben,  ferner  durch  die  weisse  Färbung  aller  bei  chclidonis  ockergelben  Flecke  und 
Binden,  sowie  durch  die  Form  der  Discalbinde.  Letztere  ist  bei  sudana  bedeutend  verschmälert,  besonders 
im  Vflgl,  wo  sie  nur  halb  so  breit  als  bei  chclidonis  und  mehr  in  Flecke  zerlegt  ist,  Aveil  ilie  Adern  ver¬ 
breitert  sind.  Ihre  weisse  Farbe,  die  im  Vtlgl  durch  schwarze  Atome  verdüstert  ist,  hat  im  Htlgl  einen 
leichten  Stich  ins  Gell)liche.  Die  bei  chclidonis  nur  angedeuteten  Randpunkte  am  Ende  der  Zellenfalten 
sind  hier  in  deutliche  kleine  weisse  Dreieckchen  verwandelt,  dagegen  ist  das  weisse  Fleckchen  in  der  Mittel¬ 
zelle  äusserst  unbedeutend  und  undeutlich.  -  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt:  würde  hinter  cheli- 
donis  zu  stellen  sein. 

alma.  C.  alma  Hopff'.  aus  Bolivia  ist  auf  der  Oberseite  den  übrigen  Arten  ziemlich  unähnlich.  Sie  zeichnet 

sich  durch  ihre  gelblichweisse  Grundfärbung,  durch  die  tiefschwarz  gefärbten  Adern  aller  Flügel,  durch  den 
breit  schwarz  angelegten  Gostalrand  der  oberen  Flügel,  der  den  grössten  Teil  der  Mittelzelle  und  der  Flügel¬ 
basis  ausfüllt,  und  durch  den  an  der  Flügelspitze  breiten,  nach  unten  abnehmenden,  innen  durch  eine  scharfe 
und  gerade  herablaufende  Linie  begrenzten  Aussensaum  der  Vflgl  aus,  der  in  seiner  ganzen  Länge  mit 
feinen,  pfeilförmigen,  gell)lich  weissen  Fleckchen  geziert  ist,  während  der  ziemlich  breite  schwarze  Aussenrd  der 
Htlgl  zwischen  den  Adern  meist  gelblichweisse  Punkte  zeigt,  die  Unterseite  der  Htlgl  gleicht  der  von  felasco  und 
pituna  FIdr.,  ist  aber  viel  mehr  verwaschen  und  undeutlich.  -  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt.  Dürfte 
ihren  Platz  hinter  sisnmnus  haben. 

snadela.  C.  suadela  Idopff'.  aus  Bolivia  hat  breitere  Vtlgl  als  .snasa,  die  Grundfärbung  der  Oberseite  ist 

dunkler,  die  Fleckenmittelbinde  zu  verschwindenden  Fleckchen  reduziert,  die  Submarginalflecke  sind  sein- 
klein,  punktförmig,  aber  scharf,  auf  den  Htlgln  ist  die  Mittelbinde  völlig  erloschen,  die  Submarginalflecke 
sind  sehr  klein  und  undeutlich.  Die  Lhiterseite  hat  ^•erkleinerte  weisse  Flecke  und  weniger  gelbe  Zeichnung. 
Ist  hinter  suasa  einzureihen. 


I  )APT()N(,)UUA.  \  on  J.  Köbek. 


15.  Gattung:  l>2iptoiioiii:’a  litlr. 

Uie  Angehörigen  dieser  Gattung  ähneln  den  ÄppuiH,  einen  so  gj'ossen  Geschlechtsdirrioi  jtliismus,  wie 
diese,  zeigen  indessen  die  IhiptonoKra-kviQn  nicht.  Der  den  Appia^-d'd'  eigene  sekundäre  Geschlechfs- 
charakter  (Haarbüschel  an  der  Unterseite  des  Hlhs)  mangelt  den  Daplononra-d'd' .  In  der  Hippenbildung 
stimmt  diese  Gattung  mit  U/cr/.s  überein  bis  auf  die  Bildung  der  Hräcostale,  die  nach  innen  gebogen  ist. 

Diese  Gattung  ist  auf  das  tropische  Amerika  beschränkt.  In  neuerer  Zeit  ist  der  Name  AhAde  Sirainn.  fiii' 
diese  Gattung  gebraucht  worden,  es  dürfte  aber  angebi-acht  sein,  den  eingebürgerten  Namen  />up/oj/o/ov/ 
weiter  zu  führen.  IleIiochroina  Btlr.  scheint  hierher  zu  gehören.  Die  Daptonoiira- Arten  neigen  ausser¬ 
ordentlich  zur  Bildung  von  Lokal-  und  Aberrativ-,  auch  Zeitformen,  doch  ist  es  sehr  schwierig,  sowohl  die 
einzelnen  Formen  als  auch  die  Arten  richtig  zu  begrenzen.  Die  stellenweise  häufigen  Schmetterlinge  lieben 
den  Schatten  des  Waldes,  sammeln  sich  gern  am  Wasser  und  haben  einen  langsamen,  sanften  Flug.  Sie 
tliegen  hauptsächlich  im  Dezember  bis  .lanuar,  einzeln  den  ganzen  Sommer  hindurch. 

D.  lycimnia  Cr.  (=  tlippantha  F.)  (23  a)  stammt  vermutlich  aus  Surinam,  die  Form  aus  Venezuela,  lycimnia. 
von  der  ein  Stück  abgebildet  worden  ist ,  wird  nicht  wesentlich  verschieden  sein.  Oberseite  weiss  mit 
schwarzem  Apical-  und  Aussenrd  der  Vtlgl  und  ebensolchem  schmalen  der  Hflgl:  mitunter  ein  schwarzer 
Fleck  in  der  Mitte  des  Vrds  der  Vtlgl.  Unterseite  gelb  mit  breiteren  schwarzljraunen  Aussenrdn  und  einem 
schwarzbraunen  Fleck  am  Vrd  der  Vtlgl  am  Schlüsse  der  Mittelzelle;  Grundfärbung  gelb,  auf  dem  hinteren 
Teile  der  Vtlgl  lichter.  —  hart!  Btlr.  aus  Trinidad  ist  kleiner  als  enrnwnia  Fldr.,  hat  mehr  konkaven  harti. 

Aussenrd  der  Vtlgl,  den  Aussenrd  der  Vtlgl  etwas  schmäler,  hauptsächlich  hinter  dem  2.  Medianaste;  die 
Htlgl  schw^efelgelb,  der  dunkelbraune  Aussenrd  ist  sehr  schmal;  Grundfärbung  der  Unterseite  glänzend 

kanariengelb,  der  Basalteil  tieforange.  Das  ?  ist  wenig  verschieden.  —  phazania  Frühst,  aus  Bahia  steht  phazania. 
zwischen  hjcimnia  und  pantoporia  Hbn.  —  pantoporia  IJbn.  aus  Süd-Brasilien  ist  eine  sehr  variable  Form;  pantoporia. 
sie  hat  gelb  bestreuten  Aussenrd  der  Htlgl  oder  auch  nur  eine  schmale  schwarze  Saumlinie.  Unter  ihr 
tinden  sich:  forma  ¥  fiora  B'ruhst.  (23d)  mit  beiderseits  dunkelgelber  Grundfärbung,  breiteren  Flügelrändern /tor«. 
und  grösseren  gelben  Flecken  im  Saume  der  Htlgloberseite ;  forma  -  cf'  pertho  Frühst,  mit  reinweissen  perttw. 
Vorder-  und  dunkel  zitrongelben,  hochrot  gesäumten  Hflgln.  —  limnoria  Godt.  bildet  den  Übergang  zu  timnoria. 
pantoporia  Hbn.  (aus  Espiritu  Santo  und  Rio  de  Janeiro),  die  wiederum  nur  wenig  verschieden  ist  von 
petronia  Frühst,  aus  Santa  Gatharina,  Theresopolis  und  vom  Rio  Gapivary.  Oberseite  der  Vtlgl  schwach  petronia. 
gelblichweiss  mit  schmaler  schwarzer  Spitzen-  und  Aussenrdszeichnung,  die  Htlgl  licht  schwefelgelb  mit 
sehr  schmalem  schwarzen  Rande.  Unterseite  tiefer  gelb  mit  breiterem  dunkelbraunen  Aussenrd  und  gleich¬ 
farbigem  Vrdsmitteltlecke  der  Vtlgl;  wie  immer  ist  der  hintere  Teil  der  Vtlgl  viel  lichter,  fast  weiss.  Unter 
ihr  kommt  vor  forma  ¥  daulia  Frnhst.  mit  weisser  anstatt  hellgelber  Vtlgloberseite.  —  paulista  Frühst,  aus  dautia. 

Säo  Paulo  hat  breitere  schwmrze  Apical-  und  Aussenrdszeichnung  der  Vtlgü  reinw^eisse  Oberseite  sowie 

strohgelbe  Färbung  der  Unterseite.  Es  kommen  jedoch  auch  cf  cf  mit  schön  zitrongelber  Htlgloberseite  und 
fast  ebenso,  aber  tiefer  gelber  Unterseite  vor:  paula  form.  nov.  (23a).  Die  ¥¥  ändern  gleichfalls  ab;  sollen 
die  fast  weissen  ¥¥  zu  jniidista  gezogen  werden ,  so  müssen  die  stark  gelbgefärbten  ¥¥  mit  breiteren 
schwarzen  Zeichnungen  als  pxinJm-’F^  gelten.  —  gargaphia  Frühst,  aus  Rio  Grande  do  Sul  ist  kleiner  dXs  petronia,  gargaphia. 
hat  beim  cf  kaum  sichtbaren,  beim  ¥  nur  eUva  1  mm  breiten  schwarzbraunen  Saum  der  Htlgl  und  schmälere 
Zeichnung  an  der  Spitze  und  am  Aussenrd  der  Vtlgl.  Unterseite  beim  cf  weisslichgelb,  beim  ¥  bleich  strohfarbig: 
ist  selten.  Unter  ihr  tritt  auf :  forma  amarella  Frühst.,  in  beiden  Geschlechtern  völlig  gelb,  auch  das  cf  mit  amarelta. 
schwarzem  Zelltlecke  der  Vtlgl.  —  calymnia  Fldr.  {=  leucadia  Fldr.)  A  om  Rio  Negro  ist  gelb  und  hat  ober-  caiymnia. 
und  unterseits  breiten  Saum  aller  Elügel  und  im  schwarzen  Eaum  der  Htlgl  4  gelbe  Flecke  ;  forma  theodora  theodora. 
Frühst.,  die  Regenzeitform,  ist  schöner  gelb,  hat  noch  breitere  dunkle  Ränder,  ist  auf  der  Wurzelhälfte  der 
Htlgloberseite  hellgelb  angelaufen  und  die  Unterseite,  mit  Ausnahme  der  hinteren  Hälfte  der  Vtlgl,  ist  fast 
kanariengelb  gefärbt.  —  marica  Frühst.  (=  leucadia  Fhjr.)  vom  oberen  Amazonas  hat  sehr  breiten  Apicalsaum  marica. 
und  mehr  oder  minder  gelbliche  Grundfärbung  sowie  sehr  schmalen  Saum  der  Htlgl.  Von  ihr  unterscheidet  sich 
forma  moesia  Frühst,  durch  stark  verbreiterten  Saum  aller  Flügel.  —  eurymnia  Fldr.  aus  Golumbia  i.st  oberseits  moesia. 
meist  mit  wurzehvärts  fast  geradlinigem  Apicaltleck  und  sehr  schmalem  schwmrzen  Saume  der  Htlgl.  Die  Lhiter- 
sehe  ist  schwefelgelb.  Die  Trockenzeitform  asta  Frühst,  hat  schmäleren  und  tief  eingekerbten  Apicaltleck  asta. 
der  Vtlgl,  gelbliche  anstatt  w’eisse  Oberseite  und  fahl  ockergelbe  L'nterseite.  —  aelia  Fldr.  aus  Ecuador  und  aetia. 
Golumbia  hat  weisse  Oberseite  mit  ziemlich  breitem,  innen  ungleich  begrenztem  Apicaltleck  und  sehr  schmalem 
schwarzen  Rande  der  Htlgl.  Die  Unterseite  ist  grünlichgelblich  mit  auffälligem  ockergelben  Basaltleck  dei-  Htlgl. 

—  hübneri  Btlr.  (23  d)  aus  Brasilien  (Leopoldina)  ist  kleiner  als  limnoria,  der  sclnvarze  Apicalrand  schmäler,  innen  hübneri. 
i’egelmässig  gezähnt,  die  Htlgl  sind  glänzend  schwefelgelb  mit  breitem  orangefarbigen,  schw’arz  eingefasstem 
Aussenrde.  Das  ¥  ist  gleichfalls  kleiner  als  limnoria,  der  Mitteltleck  hängt  mitunter  durch  einen  Streifen  mit 
dem  Aussenrde  zusammen,  die  Htlgl  wie  beim  cf,  nur  der  orangegelbe  Aussenrd  breiter.  napona  Frnhst.  napona. 
aus  Ecuador  (Rio  Napo)  ist  grösser  als  a(dia,  Aussenrd  aller  Flügel  breiter,  jener  der  Htlgl  wie  bei  moesia, 
von  der  Unterseite  durchscheinend,  beim  cf  der  Apicalteil  der  Vtlglunterseite  hellgelb  wie  die  Htlgl.  beim  ¥ 


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UAPTONOüRA.  Von  J.  Röbee. 


die  Vtlgl  vei'wascheu  hellgelblich,  die  Hflgl  schwefelgelb,  der  schwarze  Saum  mit  fünf  kanariengelben  ver- 
pistoria.  waschenen  Flecken,  Unterseite  der  Vtlgl  schwefelgelb,  der  Hflgl  kanariengelb.  —  forma  cf  pistoria  Frühst. 
vom  Rio  Napo  (Ecuador)  hat  noch  breiteren  Saum  aller  Flügel  und  reimveisse  Unterseite.  —  Bei  forma  cT 
latilimhata.  latiUmbata  Bfir.  aus  Ecuador  ist  der  Saum  aller  Flügel  breit  und  braun.  —  hypoxantha  sHb$2J.  nor.  von 
iiypoxantha.  ist  kleiner,  hat  schmälere  schwarze  Ränder  und  gelbe  Flügelunterseite.  palaestra  Hopff'.  aus  Peru 

palaestra.  (-pQ^uzo)  hat  tiefschwarzen,  innen  regelmässig  begrenzten  Aj)icalteil,  schmalen,  mitunter  äusserst  schmalen 
schwarzen  Rand,  reinweisse  Oberseite  und  sehr  lichtgelbe  Unterseite  mit  breiterem  Saume  der  Htlgl.  Unter 
pedrosina.  ihr  kommt  forma  pedrosina  Btlr.  mit  völlig  weisser  Unterseite  voi'.  —  maeotis  Frühst,  aus  Peru  hat 
maeotis.  schmäleren  Flügelschnitt.  Oberseite  bei  beiden  Geschlechtern  völlig  weiss,  cf  mit  schräggestelltem  schwarzen 
Apicalflecke,  der  bis  zum  1.  Medianaste  reicht,  ?  mit  rechteckigem  schwarzen  Mittelflecke  der  Vflgl,  Unter- 
iphigenia.  seite  hellockergelb.  Unter  ihnen  kommen  folgende  Aberrativ-Formen  vor:  iphigenia  Frühst,  mit  breiterem, 
tief  schwarzem  Apicalfleck ,  Flügel  beiderseits  rein  weiss,  cf  mit  fadendünnem  schwarzen  Saume,  der  sich 
an  den  Mittelrippen  zu  Fleckchen  erweitert,  ?  mit  breitem  schwarzen  Zellschlusse  der  Vtlgl  und  breiterem, 
mit  fünf  weissen  Punkten  l)esetztem  Saume  der  Hflgl,  Unterseite  mit  grauschwarzem  Saum  aller  Flügel 
velia.  velia  Fruhst.  aus  Tara])oto  hat  die  Gestalt  wie  maeotis,  cf  oberseits  reiner  weiss  mit  ebenso  breitem  tief-; 
schwarzen  Aussenrde  der  Ober-  und  Unterseite  aller  Flügel  wie  iphigenia,  Unterseite  der  Vtlgl  rein  weiss 
radiata.  niit  Ausnahme  des  Subapicalfelds,  Hflglolierseite  schön  lichtgelb;  radiata  Fr/ihsf.  aus  Tarapoto  hat  leicht  ab¬ 
gerundete  Vflglspitze,  Oberseite  beim  cf  gelblichweiss ,  Saum  massig  breit,  Hflgloberseite  gelblich,  Saum 
niyrtis.  braun,  nach  innen  in  feine  Strahlen  längs  der  Rippen  verlaufend.  —  myrtis  Fruhst.  {=  lycimnia  Stgr.)  aus 
Süd-Peru  (Guzco)  hat  weisse  Oberseite,  schmalen  schwarzen  Apicalteil  und  auch  schmalen  schwarzen  Rand 
donata.  der  Hflgl,  Unferseite  der  Hflgl  zitrongelb,  Rand  graubraun.  —  donata  Fruhst.  aus  Bolivien  (Coroico)  erinnert 
an  jieruvia na  Luc.  Oberseite  weiss,  Htlgl  besonders  am  Innenwinkel  leicht  hellgelb  angetlogen;  Unterseite 
ähnlich  maeotis,  Unterseite  der  Htlgl  und  (wie  gewöhnlich)  der  Vrd  der  Vflgl  kanariengelb,  Apicalfleck 
schmal,  schwarzbraun,  nach  innen  stark  gewellt,  schwarzer  Zellfleck  nach  hinfen  spitz,  Hflgl  mit  sehr 
schmaler  schwarzer  Saumlinie,  die  nur  an  den  Rippen  die  Gestalt  spitzer  Zähnchen  annimmt;  vermutlich 
bianca.  Trockenzeitform.  —  forma  bianca  Fruhst.  aus  Bolivia  (Yungas  de  la  Paz)  ist  oberseits  völlig  weiss  ohne 
jeden  gelblichen  Anflug,  mit  ausgedehntem  tiefschwarzen  Apicalfleck  und  kaum  1  mm  breitem  Hflglsaum, 
Unterseite  rein  weiss  mit  bleich  gelblicher  Subapicalregion  und  leicht  gelbem  Anflug  der  vorderen  Hflgl- 

pseiido-  hälfte;  Saum  grau,  jener  der  Hflgl  etwa  2  mm  breit,  Zellfleck  deutlich.  —  pseudoniyrtis  Fruhst.  aus  Yungas 
myrtis. 

Paz  erinnert  an  maeotis  und  in  der  Flügelgestalt  an  aetia  und  myrtis,  differiert  indes  von  myrtis  durch 
etwas  ausgedehnteren  schwarzen  Saum  aller  Flügel  und  den  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  braunen  anstatt 
monica.  schwarzen  Apicalflfleck.  —  monica  Fruhst.  aus  Bolivia  erinnert  durch  den  sehr  verbreiterten  Apicalsaum  der 
Vflgl  und  die  im  mittleren  Teile  bauchig  hervortretenden  Hflgl  an  iphigenia;  die  matt  kreideweissen  Hflgl 
haben  einen  etwa  2  mm  breiten  hellgelben  Saum,  der  mit  einigen  schwarzen  Flecken  besetzt  ist.  Unterseite 
leucadia.  mit  braunem  Saum  und  dreieckigem  Fleck  am  Zellapex  der  Vflgl,  im  übrigen  verwaschen  strohgelb.  —  leu- 
cadia  FieJr.  (23  a)  vom  Rio  N.egro  und  aus  Bolivia  ist  oberseits  weiss  mit  mässig  breitem  schwarzen  Spitzen¬ 
flecke  der  Vflgl  und  sehr  schmalem  Saume  der  Hflgl;  der  schwarze  Mifteltleck  der  Vflgl  scheint  oberseits 
etwas  durch;  Unterseite  der  Vflgl  licht  schwefelgelb,  am  Vrde  dunkler,  Hflgl  licht  ockergelb,  der  schmale 
Saum  der  Hflgl,  der  Spifzen-  und  längliche  Mittelfleck  sowie  der  Vrd  der  Vflgl  sind  grauschwarz. 

peruviana.  D.  peruviana  Luc.  (23a)  aus  Peru  (Pozuzo),  bis  10000  Fuss  hoch  vorkommend,  hat  weisse  Ober¬ 

seite,  schmalen,  scharf  gezackteii  Apicalfleck  der  Vflgl  und  sehr  schmalen  scharfen  Saum  der  Hflgl;  Unterseite 
weissgelb  mit  schwachem  Glanze,  scharf  schwarzen  Rippen  der  Hflgl,  verwaschenem  Spitzenfleck  und  eben- 
yolanda.  solchem  (Miftelzellschluss  der  Vflgl.  —  Forma  yolanda  Fruhst.  aus  Peru  (Chanchamayo)  ist  klein,  hat  grösseren 
galatia.  schwarzen  Spitzenfleck  und  strohgelbe  Hflghmterseite.  —  galatia  Fruhst.  aus  Bolivia  hat  gelbliche  Oberseite, 
verkleinerten  schwarzen  xUpicaltleck  und  bis  auf  die  schwarzen  Rippen  der  Htlgl  fast  zeichnungslose  Unter- 
regnidas.  seite,  nur  die  Vflglspitze  ist  grau  angehaucht.  —  regnidas  Fruhst.  {23  c)  aus  Ecuador  zeigt  ausgedehnteren 
schwarzen  Apicalsaum  der  Vflgl,  der  jedoch  schwächer  gezähnt  ist.  ?  orangegelb. 

laria.  D.  laria  Fidr.  ist  die  nur  wenig  verschiedene  columbische  Form  der  louisella  Frühst.  (23  a)  aus 

lomsella.  Beide,  wie  auch  die  folgende  bolivianische,  sind  vermutlich  nur  Formen  der  peruviana.  Bei  louisella 

ist  die  Oberseite  rein  weiss,  der  nicht  sehr  breite  Apicaltleck  der  Vflgl  und  der  scharfe  und  sehr  schmale 
Saum  der  Hflgl  sind  tiefschwarz;  die  Unterseite  der  Vflgl  ist  gelblichweiss  mit  grauschwax’zem  Apicalfleck, 
die  Hflgl  sind  etwas  dunkler  gelblich  mit  ockergelbem  Wurzeltlecke,  grauschwarzer  Saumlinie  und  schwarzer 
boliviana.  Färbung  des  äusseren  Teils  der  Rippen.  —  boliviana  Beruhst,  aus  Bolivia  hat  noch  rundere  Flügel  als  louisella, 
wenig  schmäleren  und  stärker  gezähnten  Apicaltleck,  Htlgl  mit  kaum  erkennbarem  schwai’zen  Saume,  Grund¬ 
färbung  rein  weiss,  Unterseite  mit  heller  graubraunem  Ajricalllecke.  Hflgl  mit  schmaler  schwarzer  Saumlinie 
und  leicht  schwarz  bereiftem  äusseren  Teile  der  Rij)})en. 

polyhymnia.  D.  polyhymnia  Hr/r.  (=  phaenna  Frühst.)  (23  b)  aus  Columbia  hat  zitrongelbe  Oberseite  mit  breiten 

schwarzen  Ränderm,  der  Schluss  der  Vflglmittelzelle  ist  leicht  schwarz  angetlogen,  Unterseite  tiefer  gelb  mit 
breiteren  grauschwarzen  Rändern,  in  denen  verwaschene  gelbe  Flecke  stehen,  grauschwarzem,  ziemlich 
breitem  Zellschluss  und  gleichem  Vrd  der  Vflgl  sowie  ockergelbem  Wurzeltlecke  der  Hflgl. 


MATH  AN  lA.  Von  ,).  1-iönEK. 


/  / 

D.  isandra  Bsd.  (251))  aus  Mexiko  ist  oberseits  unrein  weiss  niil  gerin^^en  grauschwarzen  Saum-  /iwrtr/ra 
zeiclinungen  der  Vtlgl.  Unterseite  der  Htlgl  licht  ockergelb  mit  tiefer  ockergelbem  Hasaltlecke,  Vflgl  etwas 
lichter,  im  hinteren  Teile  fast  weiss  mit  grauer  Beschuppung  des  Mittelzellschlusses;  ?  hell  orangegelb. 

Die  Honduras-Form  hat  Fkiuistorfee^  kleta  benannt.  Ihre  ??  sind  oberseits  bleich  gelblichweiss,  unterseits  kleta. 
entweder  hell  kanarien-  oder  ockei'gelb. 

D.  florinda  Bilr.  (—  chiricana  SV///-.)  (23  b)  aus  Veragua  und  (lhiri(jui  hat  etwas  dunkler  gelbe  florirula. 
Grundfärbung  als  ])oli/li//i)inia,  sehr  schmale  schwarze  Apical-  und  Aussenrdszeichnung  der  Vtlgl  und  schwarze 
Saumlinie  der  Htlgl.  Die  Unterseite  ist  tiefer  gelb  mit  breiterem  schwarzen  Saume  dei-  Vllgl,  in  dem  gelbe 
Flecke  stehen,  gleicher  schwarzer  Saumbinde  der  Htlgl  und  ebensolchem  Zellschlusse  der  Vtlgl.  Das  Weib¬ 
chen  hat  breitere  Randzeichnungen  und  beiderseits  ockergelbe  Htlgl.  —  monstrosa  BUr.  (=  j/anarnensis  SV///-.)  monstrosa. 
aus  Veragua  und  Panama  hat  beim  cf  weisse  Oberseite  der  Vtlgl,  beim  ?  etwas  ockergelbe  Htlgl.  Rp  nach 
H.  Ribbe  der  von  Gonrpterijx  rhontrti  äludich,  lebt  auf  dem  Kalabassenbaume.  anceps  SV///-,  aus  Ghiricjui  hat  aiiceps. 
beim  cf  nur  am  Innenwinkel  gelblichen  Antlug,  sonst  weisse  Htlgl;  das  ?  hat  mattgelbe  Htlgl.  —  chagris  SV///-,  chagris. 
von  San  Juan  am  Rio  Chagres  hat  weisse  Unterseite  der  Vtlgl  mit  gelbem  Vrd,  das  ?  hat  grössere  gelbe 
Flecke  im  schwarzen  Aussenrde  der  Htlgl. 

D.  limbata  K;/.  aus  Ecuador  ist  im  weiblichen  Geschleckte  weiss,  an  der  Flglwurzel  und  am  Vrde  Umbata. 
der  Vtlgl  aschgrau,  der  braune  Aussenrd  reicht  bis  zuin  Hinterwinkel,  Vtlgl  mit  schmalem,  aschgrauem  Rande: 

Unterseite  weiss,  ungetleckt,  Htlgl  etwas  gelblich.  Fhlrkolbe  gelb  gefleckt,  cf  unbekannt. 

D.  leucanthe  Fhlr.  aus  Ecuador  und  Columbia  unterscheidet  sich  von  inaequalis  Btlr.  aus  Bolivia  leucanthe. 
und  Peru  durch  bedeutendere  Grösse.  Der  Aussenrd  dei-  Vtlgl  ist  bei  humpnüh  gerader,  der  schwarze  A))ical-  inaequalis. 
rand  schmäler  und  innen  gezähnt,  nur  die  Fransen  (nicht  auch  der  Rand)  der  Htlgl  sind  schwärzlich,  cf  oben 
weiss,  ?  glänzend  orange,  am  Vrd  und  in  der  Zelle  der  Vtlgl  kanariengelb,  unterseits  sind  das  Apicalfeld 
der  Vtlgl  und  die  ganzen  Htlgl  ockergelb,  das  ?  ist  unterseits  crocusgelb. 

D.  salacia  Goch.  (=  vecticlusa  Btlr.)  (23  c,  d)  aus  Mexiko  ist  oberseits  weiss  mit  schmalem  schwarzen  salacia. 
Apicalrde  der  Vtlgl  und  gleicher  Saundinie  der  Htlgl,  am  Vrde  der  Vtlgl  steht  ein  subaj/icaler  schwarzer 
Fleck,  die  Zeichnungen  der  Fnterseite  scheinen  etwas  durch.  Die  Unterseite  der  Htlgl  ist  gelb  mit  braunem 
Aussenrd  und  einer  gleichfarbigen  Mittelbinde,  die  vom  Vrd  aus  sich  verjüngend  l/is  über  den  1.  Mediana.st 
hinaus  sich  erstreckt,  die  Vflgl  sind  weiss,  haben  ockergelbes  Wurzelfeld,  einen  grossen  subapicalen  gelben 
Fleck ,  der  von  der  braunen  Apicalzeichnung  und  innen  von  einem  wischförmigen  Flecke  begi-enzt  wird, 
und  braunen  Mittelzellschluss.  Das  ?  hat  gedrungenere  Gestalt,  bleichere  Grundfärbung  ober-  und  unterseits 
und  entwickeltere  braune  Zeichnungen  (mir  nur  aus  Abbildungen  bekannt).  —  cubana  Frühst,  aus  Guba  ist  cubana. 
oberseits  reiner  weiss,  auf  der  Unterseite  der  Htlgl  reiner  gell),  hat  auf  den  Vtlgln  geringere,  dagegen  am 
Aussenrde  der  Htlgl,  namentlich  oberseits,  etwas  breitere  schwarzbraune  Zeichnung  beim  ?. 

D.  idiotica  Btlr.  (23c)  (Fundort  unbekannt),  für  die  Butler  die  Gattung  Ileliochroina  errichtet  hat  idiotica. 
und  die  mir  nur  aus  der  Abbildung  bekannt  ist,  gehört  vei-mutlich  in  diese  Gattung  (nicht  zu  Hesperocharis). 

Oberseite  der  Vllgl  zitrongelb,  der  Htlgl  orangegelb,  Unterseite  bis  auf  den  gelben  hinteren  Teil  der  Vtlgl 
gleichfalls  orangegelb ;  ausser  zwei  bräunlichen  Fleckchen  am  Vrd  auf  der  Unterseite  der-  Htlgl  ist  keine 
Zeichnung  vorhanden;  Körper  schwärzlich. 


16.  Gattung:  Ifatliania  oherth. 

Diese  Gattung  unterscheidet  sich  nicht  irrrr  durch  ihre  eigentürrrliche  Flügelgestalt,  sorrderrr  auch  inr 
Geäder  genügeird  von  Pieris  und  Daptonouru.  Der  2.  Subcostalast  entsjn-ingt  nicht  wie  bei  Dajdonoura  am 
Zellschlrrsse,  sorrderrr  weit  nach  ihm,  nicht  urrweit  der  Flügelspitze;  von  Pieris  uirterscheidet  sich  }[athania  ausser 
drrrch  die  nur  vierästige  Subcostalis  durcli  die  Richtung  der  nach  inrreir  gebogeneir  Präcostalis,  die  Palpen  sind 
auffällig  buschig  behaart.  Die  Schmetterlinge  Iraberr  irreist  ehre  blattähnliche  Untei'seite.  .Sie  scheiiren 
lediglich  Bewohirer  entweder  des  Hochgebirgs  oder  doch  voir  Erdstrichen  nrit  gemässigtem  Klima  des  west¬ 
lichen  Südamerikas  zu  sein. 

M.  leucothea  Molina  gayi  Blaiich.)  (23b l  aus  tllrile  ist  den  />rt///o//o///-u-Arten  nur-h  anr  ähnlichsten,  leucothea. 
Die  Oberseite  ist  reirr  weiss,  die  Uirterseite  gelblich  weiss  irrit  stärker  gelblicher  Vtlglspitze  und  mehr  oder 
weiriger  rrnarrffälliger  drrnkler  wolkiger  Zeichnung  der-  Htlgl.  1  )iese  Art  stinrmt  zwar-  mit  den  übi-igen  Arten 
in  der  Rippenbildung  urrd  Flügelgestalt  iriclrt  völlig  ülrerein,  dürfte  aber-  doch,  wenn  nicht  die  Err-ichturrg 
einer  besonderen  Gattung  erfolgen  soll,  am  besten  in  diese  Gattuirg  zu  stellen  sein.  Es  ist  möglich,  dass 
unter  dem  Nameir  leucothea  zwei  Arten  verborgen  siird ;  mein  Material  ist  jedoch  zur-  Klärung  dieser-  Frage 
ungenügend. 

M.  agasicies  Hew.  (23b)  arrs  Bolivia  irird  Peru  ist  ober-seits  zitrorrgelb  nrit  grauer  Vtlglspitze,  die  agasicles. 
Unterseite  der  Htlgl  und  der  Spitze  der  Vflgl  sind  graugrün  gesper-bert,  drrrch  die  iMitte  der  Htlgl  geht  — 
ähnlich  wie  bei  den  indischerr  Heboiiioia- Arten  —  ein  deutlicher  Streifen,  der  Vrd  der-  Htlgl  ist  etwas  dunkler, 
der  grössere  Teil  der  Vtlglunterseite  ist  uirreirr  gell)  urrd  die  Ri[)pen  sind  deutlich  sichtbar. 


7S 


HESPERÜCHARLS.  Ydii  .1.  Rubek. 


gaiijoni.  M.  gaujoni  Füiij.  {—  agasicles  HcicF)  aus  dem  westlichen  Ecuador  (Lojaj  ist  ebenso  gross  wie 

esfher ,  in  (lestalt  der  Dccpf.  idiotka  ähnlich,  die  Gestalt  der  Vflgl  aber  mehr  tälkenartig,  Hflgl  am  Aussen- 
winkel  etwas  verlängert.  Oberseite  hell  zitrongelb,  Vflglspitze  hell  braungrün.  Unterseite  der  Ytlgl  wie 
ol)en,  aber  l)lässer,  Spitze  weissgelb  marmoriert.  Unterseite  der  Htlgl  olivenfarbig,  nach  vorn  sehr  ver¬ 
dunkelt  und  marmoriert  wie  die  Vflglspitze;  sie  haben  eine  transversale,  gelblich  olivenfarbige  Uängslinie. 
Zwischen  den  3  Mittelri])pen  sind  stark  verdunkelte  schräge  Uinien,  die  dem  Htlgl  das  Aussehen  eines  Blattes 
geben.  Hir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

aiireo-  M.  aureomaculata  Dogn.  (23  d)  aus  dem  westlichen  Ecuador  (Uoja)  ist  der  gaujoni  ähnlich,  aber  die  Htlgl 

mnculata.  sind  im  Analwinkel  abgerundet.  Oberseite  hell  zitrongelb,  die  Vflglspitze  olivenbraun,  sehr  ähnlich  wie  bei 
gaujoni.  Unterseite  der  Vtlgl  gleichmässig  zitrongelb,  die  Spitze  wie  oberseits,  aber  fast  die  ganze  Mittel¬ 
zelle  ist  von  einem  orangegelben  Fleck  eingenommen,  der  sich  entlang  des  Costalrands  hinzieht  und  Strahlen 
zwischen  die  anliegenden  Rippen  sendet.  Unterseite  der  Htlgl  gelb,  fein  mit  olivenfarbigen  x4tomen 
bepudert,  stärker  am  Vrd,  und  vier  gellhichen  Submarginalpunkten.  —  Ein  mir  vorliegendes  cT  aus  Nordost- 
Peru  (Huancabamba)  entspricht  dieser  Beschreibung,  ein  anderes  cf  aus  Hillapani  ist  oberseits  sehr  licht¬ 
gelb,  fast  Aveiss,  auch  unterseits  viel  weisslicher,  der  orangegelbe  Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Vtlgl  eüvas 
kleiner  und  die  gelben  Zwischennervenstreifen  sind  im  vorderen  Teile  des  Flügels  schmäler,  im  hinteren 
paiiida.  Teile  fehlen  sie  ganz:  pallida  nov.  (23 d). 

esther.  M.  esther  O&e/Y/o  {—  aureomaculata  Dogn.Y)  (23b)  aus  Bolivia  ist,  namentlich  auf  dem  inneren  Teile 

der  Vtlgl,  tiefer  gelb  als  agasicles,  die  Spitze  der  Vtlgl  hat  noch  Aveniger  graue  Zeichnung.  Die  Unterseite 
der  Htlgl  ist  graugrünlich,  am  Vrde  dunkler,  durch  die  Mitte  der  Htlgl  von  der  Wurzel  bis  übei'  die  Mittel¬ 
zelle  zieht  ein  undeutlicher  gelblicher  Streifen;  ZAvischen  den  Medianästen  stehen  vier  gelbliche  Submarginal- 
punkle.  Der  vordere  innere  Teil  der  Vtlgl  Unterseite  ist  orangegelb,  der  Rest  lichtgelb. 


17.  Gattung:  lIe$!»peroeliari$$  H.-Sc/iäfj. 

Diese  Gattung  verbreitet  sich  von  Mexiko  bis  Süd-Brasilien.  Es  sind  einläch  Aveisse  oder  gelbliche 
Tiere  mit  meist  geringer  Zeichnung  der  Oberseite  und  charakteristischer  modifizierter  Kappenlinienzeichnung 
auf  der  Unterseite.  Von  den  vier  Subcostalästen  zweigt  sich  nur  der  erste  A'or  dem  Schlüsse  der  Mittel¬ 
zelle  ah,  der  zAveite  näher  der  Flügelsjjitze,  der  dritte  und  vierte  Ast  bilden  in  der  Flügelspitze  eine  kurze 
Gabel.  Beide  Radialen  verlaufen  frei ,  die  obere  Discocellulare  ist  aber  sehr  klein.  Der  Vrd  der  Htlgl  ist 
etAvas  geschAveift,  die  Präcostale  nach  innen  gebogen.  Die  llesperocharis  sind  lebhafte  Tierchen,  die  im 
brennendsten  Sonnenschein  (ZAvischen  10  und  I  Uhr)  tliegen,  datier  iliren  Gattungsnamen  schwerlich  verdienen. 

antipator.  H.  antipator  Ih'uee.  ( )L'erseite  aller  Flügel  rein  Aveiss,  Htlgl  sehr  laug.  Unterseite  der  Vtlgl  Aveiss. 

Wurzel,  Adern  und  Spitze  mit  gelblichen  Schuppen  gefleckt;  Htlgl  gelblichweiss  mit  dunklen  Rippen.  Nahe 
verAvandt  der  leucania  BsiL,  aber  verschieden  \’on  ihr  durch  die  verlängerten  Htlgl,  Aveissere  Färbung  und 
völligen  Mangel  von  Zeichnung  auf  der  Unterseite.  Vera  Paz.  —  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

leucania.  H.  leucania  Bsd.  Gestalt  Avie  ilaire  (drusiHa-d' ),  Flügel  runder.  Oberseite  ohne  Flecke,  grünlich- 

Aveiss  Avie  (Bdopsili«  florella  und  pijranllie.  Unterseite  der  Vtlgl  von  gleicher  Färbung,  dei'  Saum  breit  gelb¬ 
lich.  Unterseite  der  Htlgl  vorn  grünlichgelb,  in  der  Mitte  mehr  grau,  Avenig  hervortretende  schräge,  ge¬ 
bogene,  geschAAungene  Zeichnungen  am  Aussenrde,  unterbrochen  durch  die  Rippen.  Brasilien.  —  Mir  nur 
aus  der  Beschreiljung  bekannt. 

catasticta.  H.  catasticta  spec.  nor.  (23e)  aus  Säo  Paulo  ist  durch  ilii'  Äusseres  mit  den  Cutasiirta-kxiQM  nahe 

vei’AAandt.  Oberseite  der  \dlgl  bleich  seliAvefelgelb,  der  Htlgl  licht  ockergelb.  Die  Vflgl  haben  einen  ziemlich 
breiten  schwarzen  Aussenrd ,  in  dem  gelbliche  Subapicaltleckchen  stehen,  soAvie  einen  sehr  unregelmässigen 
schAvarzen  Fleck  am  Schlüsse  dei'  ifiittelzelle  und  einen  ebensolchen  Vrdstreifen,  die  Htlgl  halben  scliAvarze 
dreieckige  Saumtlecke.  Unterseite  der  Vtlgl  gelblichAveiss  mit  scliAvarzen  und  gelben  Saumtlecken,  Grund¬ 
färbung  der  Htlgl  Aveiss  mit  scliAvarzen  dreieckigen  Saumtlecken.  einer  gleichgefärbten  submarginalen 
Kappenlinienbinde,  grossem  undeutlichen  scliAAarzen  Fleck  in  der  Nähe  deslrds;  in  allen  Flügelfeldern  .stehen 
gelbe  Flecke,  an  der  Flügelwurzel  ein  roter  Fleck. 

nera.  H.  nera  lleu\  (23 e)  aus  Ecuador  und  Bolivia  i.st  oberseits  Aveiss,  an  iler  Wurzel  der  Htlgl  gelblich 

und  an  der  S])itze  der  Vtlgl  grauscliAvarz.  Unterseite  der  Vtlgl  Aveiss,  Spitze  blasser  grau  als  oberseits  und 
gelblich,  Grundfärbung  der  Htlgl  Aveiss  mit  verschAvommenen  grauschAvärzlichen  Marginal-,  Submarginal- 
und  Mitteltlecken  soAvie  gelben  Strichen  in  den  Htlglfeldern  und  orangegelbem  Wurzeltleck.  —  Die  etAvas 
boliviana.  kleinere  und  unterseits  sehr’^schAvach  gezeichnete  boliviana  fonn.  nor.  aus  BoliA  ien  scheint  eine  Zeitform  zu 
nereis.  sein.  —  nereis  Fhlr.  (23f)  aus  Columbia  hat  in  Streifen  aufgelöste  A])icalzeichnung  der  Vtlgloberseite 
amazonica.  und  etAvas  lichtere  Htlghmterseite.  -  amazonica  Frühst,  vom  oberen  Amazonas  hat  breitere  scliAvarze 
Apicalzeichnung  der  Vtlgl  und  ziemlich  breiten  scliAvarzeu  Saum  der  Htlgl.  Die  Unterseite  ist  Aveiss  mit 


LEl'(  IIDIA.  \A)n  .1.  r>öni':ii. 


71) 


grauschwarzen  Zeichnungen  und  schaideni  orangegelhen  VVurzelHecke ;  von  ihr  unlersc-heidel  sicli  flavescens  flovusrms. 
lorni.  nov.  (23 e)  (Aberrativ-  oder  Zeitform  V)  iinterseits  durch  grosse  licldgelbe  Flecke  in  allen  Zellen  der  Mflgl 
und  gelbliche  Streifen  am  inneren  Teile  der  dunklen  Vtlglspitze.  —  nilios  l^'nihsf.  vom  Rio  Waujtcs  hat  ni/ios. 
breiteren  gezackten  Saum  der  Htlgl  sowie  dunklere  und  breitere  Zeichnung  der  Hllglunterseite,  wodurch  sie 
sich  von  der  weniger  gezeichneten  nymphaea  Mö^ch/.  aus  Surinam  untei’scheidet.  flaveola  h-nhsl.  aus  nymphaea. 
Ecuador  ist  ober-  und  unterseits  schön  dunkelgelb,  Vtlgls])i1ze  iinterseits  mit  vei'wasclienen  gelblichen 
Eiecken.  aphaia  Friihst.  vom  Rio  Waupes  ist  eine  Form  der  ni/ios  mit  hellgelber  tltlgloberseite.  —  aida  aphaia. 
Fruhsi.  aus  Peru  ist  kleiner  als  die  vorgenannten  Formen  und  hat  gelbe  Htlgloberseiie.  Fntei-  ihr  kommt 
minla  Fruhsi.  aus  dem  südlichen  Peru  als  vermutliche  Trockenzeitform  \'or.  Oberseite  weiss,  Htlgl  ohne  wnn'a- 
schwarzen  Saum.  -  nirvana  Frühst,  aus  Rolivia  hat  reinweisse  Oberseite  mit  nur  massig  lireitern  schwarzen  nirvana. 
Spitzentleck,  Unterseite  fast  reinweiss  mit  völlig  verwischten  Schwarzzeichnungen,  nur  die  Vtlglspitze  aus¬ 
gedehnt  hellgrau  bezogen  und  einige  Reste  schwmrzer  Flecke  am  Vrd  und  Aussenrd  der  Htlgl,  wo  sieb  auch 
noch  einige  Spuren  der  Zwischenaderstreifen  erhalten  haben.  Zu  ihr  gehört  als  Regenzeitform  vitha  vit/ja. 
Fruhsi.,  ähnlich  der  nmazonica,  nur  die  Htlgl  mit  schmälerem  schwarzen  Saume,  sonst  völlig  weiss  mit 
geringem  ockerfarbenen  Wurzelantlug.  Untei'seite  an  der  Vtlglspitze  breit  grauschwarz  mit  grossen  weiss- 
lichen  Spitzen,  Unterseite  der  Htlgl  mit  dichter  grauschwarzer  Netzzeichmmg  und  breit  grau  nmrandetei' 

Spitze  der  Mittelzelle;  ohne  orangefarbene  Zwischenaderstreifen. 

H.  costaricensis  Boies  (23f)  aus  Costa  Flica  und  Ghiriqui  ist  oberseits  weiss  mit  sehr  geringer  costan'censis. 
dunkler  Zeichnung  der  Vtlglspitze.  Unterseite  der  Htlgl-  und  der  Vtlglspitze  unschön  lichtgelb  mil  undeut¬ 
lichen  dunklen  Zeichnungen,  Ripjien  zart  dunkel,  hinterer  Teil  der  Vtlgl  weiss. 

H.  nerei'na  i7op^'.  (23 f)  aus  Peru  und  Bolivia  ist  oberseits  gelblichweiss  mit  schwärzlicher  Zeichnung  «cm/m. 
in  der  Vtlglspitze  und  lichtgelben  Zwischenaderstreifen.  Die  Unterseite  der  Vtlgl  hat  gelbe  Spitze  mit 
dunklen  Zeichnungen  und  viel  deutlicheren  gelben  Streifen  ;  letztere  sind  auf  den  Htlgln  noch  ausgejirägter, 
ausserdem  haben  die  Htlgl  schwärzliche  Saumtlecke,  eine  submarginale  Kappenlinie  und  schwarze  Adern, 
elea  Fruhsi.  aus  Bolivia  und  F’eru  hat  ober-  und  unterseits  dunkler  gelbe  Grundfärbung.  phainia  Fruhsi.  elea. 
aus  Peru  ist  eine  Nebenform  der  nere'inn  mit  weisser  Oberseite  und  zarten  orangefarbenen  Zwischenader- 
streifen  unterseits.  Bei  chloris  l'orw.  nor.  aus  Bolivia  (Coroico)  ist  die  Oberseite  zart  gi'iinlich  gelbweiss  cMoris. 
und  die  schwarze  Vflglspitzenzeichnung  ist  in  einzelne  Fleckchen  autgelöst.  Die  ITiterseite  ist  reiner  weiss 
und  die  dunkle  und  gelbe  Zeichnung  weniger  scharf. 

H.  anguitia  Godi.  (23f)  aus  Süd-Brasilien  rRio  de  .laneiro,  Säo  Raulo,  Santa  Cathariiia,  Rio  grande  anguitin. 
do  Sul)  ist  oberseits  weiss,  mitunter  (namentlich  im  weiblichen  Geschlechte)  gelblichweiss,  und  ivenig  oder 
fast  gar  nicht  an  der  Spitze  und  am  Aussenrd  der  Vtll  schwarz  gezeichnet.  Die  Unterseite  der  Htlgl  und 
Spitze  der  Vtlgl  ist  gelblich,  der  übrige  Teil  der  Vtlgl  weiss.  auf  den  Htlgln  und  auf  der  Vtlglsjiitze  ist 
schwärzliche  Hakenzeichnung.  Die  Färbung  sowohl  als  auch  die  Zeichnung  der  Unterseite  sind  etwas  vei- 
änderlich.  Die  ??  haben  rundere  Flügel  und  meist  noch  geringere  Zeichnung.  Es  scheinen  Zeitformen 
vorzukommen,  die  sich  jedoch  nur  wenig  unterscheiden. 

H.  catogramma  Koil.  aus  Columbia  ist  mil  oip/uitio  verwandt,  grösser;  Htlgl  stumpf  gezähnt.  Ober-  catogramma. 
Seite  weiss  mit  einem  Stich  ins  Gelbliche,  .Vussenrd  und  .Apex  schwarz  geile c kt ;  Htlgl  ungetleckt.  Unter¬ 
seite  mit  blass  safrangelber  Schuppenzeichnung  der  Vtlgl  wie  oben,  nur  sind  hier  die  Flecke  in  feine  Striche 
verwandelt,  Htlglrippen  schwarz,  dem  Aussenrde  parallel  eine  Zickzacklinie.  —  Mir  nur  aus  der  Beschreibung 
bekannt. 

H.  erota  Luc.  (23  e)  kommt  an  denselben  Orten  wie  (oniuitia  vor.  Sie  ist  etwas  grösser,  mehr  ge-  eroia. 
zeichnet  und  hat  als  Merkmal  auf  der  Unterseite  der  Htlgl  an  der  unteren  Discocellulare  einen  wurzelwärts 
gerichteten  kurzen  breiten  schwarzen  Strich. 

H.  marchalii  unterscheidet  sich  von  den  vorhergehenden  Arten  durch  etwas  verlängerte  und  ge¬ 
zackte  Hflgl;  auch  der  Aussrd  der  Vtlgl  ist  nicht  glatt  wie  bei  den  anderen  Arten.  —  marchalii  Guer.  mardialü. 
(23f)  aus  Columbia  und  V^enezuela  ist  oberseits  sclnvach  gelblicliAveiss  mit  marginalen  und  submarginalen 
spitzen  schwarzen  Fleckchen  der  Vtlgl  und  einer  an  den  Rippenenden  etwas  verdickten  schwarzen  Saum¬ 
linie  der  Hflgl.  Die  Unterseite  ist  ganz  ähnlich  der  vorigen  Art  gezeichnet,  doch  fehlt  der  schwarze  Strich 
an  der  unteren  Discocellulare.  —  coloe  Frühst,  aus  Peru  und  Bolivia  hat  bleich  schwefelgelbe  Oberseite  und  coloe. 
tiefer  gezähnte  Htlgl.  -  sulphurescens  fonn.  nor.  aus  West-Columbia  (Gauca-Tal)  hat  licht  schwefelgelbe  sulphii- 
Oberseite  und  etwas  dunkler  gelbe  Unterseite.  —  masonia  Frühst,  aus  Ecuador  hat  dunkel  schwefelgelbe  ''^scens. 
Oberseite  und  »spitzere«  (mehr  nach  hinten  verlängerte?)  Htlgl.  Fliegt  im  April  und  wieder  im  Oktober. 

18.  Gattung:  Ijeueidia  Bhl. 

Diese  Gattung  enthält  die  kleinsten  Weisslingsformen  und  ist  auf  das  tropische  Amerika  beschränkt, 
denn  die  Angabe,  dass  auch  eine  Art  {impura  Th//.)  auf  der  Insel  Timor  im  Indischen  Ozean  vorkomme, 
ist  jedenfalls  unzutreffend.  Die  Ueucidien  haben  ein  äusserst  geringes  Flugvermögen,  denn  sie  fliegen 


so 


TER I AS.  Von  J.  Röber 


brepfios. 


pygmaea. 

exigiia. 


e/viiia. 


SO  langsam ,  dass  sie  mit  der  Hand  aus  der  Luft  gegriffen  werden  können.  Die  Ursache  dieser  geringen 
Fluggeschwindigkeit  liegt  vermutlich  —  abgesehen  von  der  Schwächlichkeit  des  Körpers  —  in  der  Flügel¬ 
gestalt;  die  Vtlgl  sind  so  sehr  abgerundet,  dass  von  einer  Flügelspitze  nicht  gesprochen  werden  kann.  In 
der  Struktur  ist  diese  Gattung  mehr  mit  der  auch  im  Äusseren  ähnlichen  Ponfia  aus  Indien  und  Afrika  ver¬ 
wandt.  Die  Fühler  sind  der  ganzen  Länge  nach  beschuppt  und  allmählich  zu  einer  kleinen  Kolbe  verdickt. 
Die  Subcostalis  ist  vierästig,  der  erste  Ast  weit  vor  dem  Zellende,  der  zweite  bald  nach  demselben  ab- 
gezweigt,  der  dritte  und  vierte  Ast  bilden  eine  kurze  Gabel.  Die  obere  Radiale  ist  zur  Hälfte  mit  der  Sub- 
costale  verwachsen,  daher  fehlt  die  obere  Discocellulare.  Die  Hflgl  haben  einen  fast  geraden,  nur  ganz 
schwach  ausgebuchteten  Vrd,  die  einfache  Präcostale  ist  nach  innen  gebogen  und  Subcostale  und  obere 
Radiale  haben  einen  gemeinsamen  Stiel.  Es  ist  fraglich,  ob  die  als  eigene  Arten  aufgefassten  Formen 
wirklich  selbstständige  Arten  oder  nur  Formen  einer  oder  zweier  Arten  sind. 

L.  brephos  Ubn.  (=  leucoma  Hufes?},  (24f)  von  Venezuela  bis  Süd-Brasilien  (Säo  Paulo)  vor- 
konunend,  ist  weiss  mit  ganz  schwacher  gelblicher  Tönung,  mitunter  ist  am  vorderen  Teile  der  Vtlgl  eine 
feine  schwärzliche  Saumlinie.  Die  Unterseite  ist  Aveiss. 

L.  pygmaea  J’ritfir.  (‘24f)  ans  Binsilien  (Rio  de  Janeiro,  Säo  Paulo  usw.)  ist  ober-  und  unterseits 
gelblichweiss  mit  schmalem  scwärzlichen  Saume  der  \Tlgloberseite. 

L.  exigua  Pfiff ir.  (d4f)  aus  Venezuela  und  der  brasilianischen  ProAinz  Rio  de  Janeiro  (Gorcovado 
und  Leopoldina)  ist  grösser,  gelt)  und  hat  bedeutend  breiteren,  sich  bis  zum  InneuAvinkel  hinziehenden 
schwarzen  Saum  der  Vtlgl. 

L.  elvina  (rodf.  (—  impura  Ih//.)  (24 fj  aus  Brasilien  (z.  B.  Säo  Ihmlo)  hat  scliAvach  gelblichweisse 
( Ibei'seite  und  stärker  gelbe  Untei'seite  soAvie  ziendich  breiten  schA\  arzen  Saum  der  Vflgloberseite.  IMeine 
Stücke  dieser  Art  stimmen  mit  dei'  Besclii-eibung  und  Abliilduug  der  angeblich  auf  Timor  heimischen  impiiru 
A'öllig  überein. 

I!).  Gattung:  Terias  Simins. 

Diese  Gattung,  die  auf  der  östlichen  Halbkugel  nur  Avenig  über  die  Länder  ZAAÜschen  den  Wende- 
ki-eisen  hinausgeht,  kommt  in  Amerika  auch  Aveiter  nördlich  vor,  da  einige  Arten  bis  zur  Südgrenze  von 
Ganada  Aordringen.  Die  Terias  sind  ZAvar  meist  nur  kleine  Arten,  tragen  aber  durch  ihren  Arten-  und 
IndiAdduenreichtum  zum  Gharakter  der  Fauna  bei.  Ihre  FluggCAvandtheit  ist  sehr  A’erschieden;  Avährend  die 
Arten  mit  spitzem  Vorderteil  der  Vtlgl  (z.  B.  (jwidfucliia)  gute  Flieger  sind,  übertretfen  die  rundflügeligen 
Arten  (z.  B.  ulhuJu)  kaum  die  ijciicidiu-k\iQ\\.  Mit  dieser  Gattung  beginnt  die  Reihe  derjenigen  Pieriden,  die 
F.  Schatz  unter  dem  Gru])pennamen  Dryaden«  zusammenfasst,  das  sind  Weisslinge  mit  kurzen,  kräftigen, 
meist  kolbenlosen  Fhlni,  die  nur  ganz  allmählicli  gegen  das  Ende  verdickt  sind  und  nur  selten  eine  deutlich 
abgesetzte  Kolbe  haben.  Die  VVrm.s-Arten  sind  meist  kleine,  nur  in  Ausnahmefällen  mittelgrosse,  Aveisse, 
gelbe  oder  orangefarbene  Schmetterlinge.  Der  Ko])f  ist  eingezogen  und  die  aa  enig  vorstehenden  Augen  sind 
nackt,  die  Palpen  mässig  lang  und  seitlich  zusammengedrückt  mit  grossem  gebogenen  Wurzelgliede,  kurzem  ei¬ 
förmigen  Mittelglied  und  kleinem  zugespitzten  Fndgliede.  Die  Fhlr  sind  zart,  mit  allmählich  \-erdickter, 
mehr  oder  Aveniger  deutlicher  Kolbe.  Die  Subcostale  ist  vierästig,  mit  zwei  Ästen  vor  dem  Zellende,  die 
obere  Radiale  ist  teilweise  mit  der  Subcostale  verwachsen,  daher  die  obere  Discocellulare  fehlend.  Die  Htlgl 
sind  abgerundet  oder  scliAvanzähnlich  verlängert.  Auf  die  Stellung  der  oberen  Radiale  der  Hflgl  hat 
Bütler  die  Gattungen  Sphamo(/oiiu  (mit  edrica  Pbl.  als  Typus)  und  Hijfisifia  (mit  pfoferpia  F.  als  Typus) 
gegründet.  Der  Ursprung  dieser  Rippe  ist  jedoch  ziemlich  Avechselnd;  entAveder  entspringt  sie  aus  der 
Mittelzelle  oder  am  Ursprünge  der  Subcostalis  oder  auch  hat  sie  mit  letzterer  einen  gemeinsamen  Stiel.  Da 
aber  zAvischen  diesen  Stellungen  allerhand  Übergänge  Vorkommen,  so  ist  die  Stellung  der  oberen  Radiale 
nicht  als  Gattungscharakter  brauchbar.  —  Die  Rpn  sind  schlank,  kurz  und  weich  behaart  und  meist  grün 
gefärbt.  Die  Ppn  sind  etwas  gebogen,  seitlich  schwach  zusammengedrückt,  auf  dem  Rücken  gekielt,  ohne 
Seitendornen  und  nach  dem  Kopfende  zugespitzt.  —  Die  7Vr/(/.s-Arten  bevorzugen  lichte  Plätze  mit  niedrigem 
Gebüsch  und  feuchte  Stellen,  an  denen  sie  sich  oft  in  grosser  Anzahl  eintinden,  mitunter  bilden  sie  grosse 
ScliAvärme,  die  oft  grosse  Strecken,  selbst  über  das  Meer,  wandernd  zurücklegen.  Sie  treten  Avohl  aus¬ 
nahmslos  in  mindestens  zAvei  Generationen  auf,  die  im  Äusseren  mitunter  sehr  Amrschieden  sind,  doch  ist 
erst  bei  Avenigen  exotischen  Arten  die  Zusammengehörigkeit  der  Zeitformen  festgestellt.  ZAveifellos  bilden 
sie  auch  Lokalformen,  doch  ist  auch  hierüber  nur  Avenig  Zuverlässiges  bekannt  geworden.  —  Es  sind  eine 
grosse  Anzahl  7V)vV/.s!- Arten  aufgestellt  Avorden,  die  sich  aber  sehr  Avahrscheinlich  mit  den  nachstehend  be¬ 
sprochenen  Arten  vereinigen  lassen.  Vielfach  sind  abAveichende  Individuen,  auch  kaum  aufrecht  zu  haltende 
Lokalformen  als  besondere  Arten  beschrieben  Avorden.  Auf  die  Feststellung  aller  dieser  belanglosen  Formen 
kann  hier  nicht  eingegangen  Averden,  es  Avürde  dies  vielmehr  Aufgabe  einer  monographischen  Bearbeitung 
der  Gattung  sein  müssen.  Füj'  das  grosse  afrikanische  Gebiet  nimmt  Ghr.  Aurivillls  nur  acht  (darunter 
zwei  fragliche)  Arten  an;  Avenn  im  folgenden  43  Arten  in  SB  Formen  behandelt  Averden,  so  ist  jedenfalls 
keine  Hauptform  unberücksichtigt  gelassen  Avorden. 


Aiisgegehen  l!K  11.  Ol). 


TERTAS.  Von  ,1.  Röi3Er. 


81 


T.  gundlachia  Pooj  (24a)  von  Cuba,  Mexiko,  Texas  und  Arizona  hat,  ziemlicli  scharf  zugespitzte 
Vtlg]  und  schwanzartig  verlängerte  Htlgl.  Oberseite  orangegelb  mit  scharfern  breiten  Vrd  und  schmälerem 
und  weniger  scharfem  Aussenrde  der  Vtlgl.  Unterseite  fahler  orangegelb,  auf  den  llflgln  mit  bräunlichen 
Flecken  und  rötlichgelbei'  Bestäidrung. 

T.  longicauda  Bates  (24a)  von  Kalifornien  hat  spitzer  ausgezogene  fltlgl.  Die  Oberseite  ist  lichter  lonf'icauda. 
‘^'^^^orangegelb  und  der  schwarze  Rand  der  Vtlgl  wesentlich  anders  als  bei  gviulldchia  gestaltet.  Die  Crund- 
färbung  der  Unterseite  ist  etwas  lichter,  die  Zeichnung  aber  nicht  anders  als  bei  (inndldchlo. 

T.  proterpia  B'.  (24a)  von  den  Antillen  und  dem  nördlichen  Süd-Amerika  (Mexiko  bis  Venezuelaj  proteripa. 
hat  schwach  geeckte  Htlgl  und  weniger  s])itze  Vtlgl  als  die  vorige  Art.  Oberseite  etwas  dunkler  orangegelb 
als  gundlachia,  beim  ?  gelblicher,  bei  diesem  auch  die  schwarze  Spitzenzeichnung  etwas  breiter.  Unterseite 
der  Vtlgl  licht  orangegelb,  der  Htlgl  gelb  mit  geringer  und  undeutlicher  Fleckenzeichnung. 

T.  nicippe  Cr.  (24a)  kommt  von  Neu-England  bis  in  den  nördlichen  Teil  Brasiliens  und  auf  den  nicippe. 
Antillen  vor.  Grundfärbung  der  Oberseite  ganz  ähnlich  der  -proferpia ,  doch  ist  nicippe  durch  die  breiten 
dunklen  Ränder  ausgezeichnet.  Das  ?  hat  fahlere  Grundfärbung,  mitunter  kommen  gelbe  Stücke  vor: 
ab.  flava  JIoll.;  die  Unterseite  ist  gelb,  gering  bräunlich  bestreut,  auf  den  Htlgln  auch  mit  grösseren  rot-  flava. 
braunen  Flecken.  —  Über  die  ersten  Stände  ist  erst  wenig  bekamrt  geworden ;  die  Rp  lebt  auf  Ca.'^sia  und 
anderen  Leguminosen. 

T.  mexicana  BdL  (=  boisduvaliana  Fldr.)  (24a)  aus  Mexiko,  Arizona  und  Texas  ist  oberseits  weiss,  mexicana. 
auf  der  vorderen  Hälfte  der  Htlgl  schwefelgelb  und  hat  sehr  breite,  tief  ausgebuchtete  schwarze  Ränder. 

Die  Unterseite  der  Vtlgl  ist  weiss  mit  gelbem  Rande,  die  der  Htlgl  schwefelgelb  mit  bräunlichen  Zeichnungen 

in  der  Mitte  und  am  Vrde.  —  Bei  bogotana  BBh.  aus  Columbia  fehlt  die  gelbe  Färbung  auf  dem  vorderen  bogotana. 

Teile  der  Htlgl. 

T.  gratiosa  Db/.-Ilen-.  (24b)  aus  Venezuela  (mir  aus  Honduras  bekannt)  hat  schwefelgelbe 
Oberseite  der  Vtlgl,  weisse  Htlgl  und  am  Vorderwinkel  einen  grossen  licht  orangegelben  Fleck  und  bi’eite 
schwarzbraune  Ränder.  Die  Unterseite  ist  gleichmässig  gelb  mit  einem  kleinen  schwarzen  Fleck  am  Schlüsse 
der  Mittelzelle  und  geringen,  undeutlichen  bräunlichen  Zeichnungen  am  Aussenrde.  —  ingrata  FId)-.  (=  gratiosa  ingrata. 
Reak.)  aus  Mexiko  und  Zentral-Amerika  hat  gelbe  Hilgloberseite  und  noch  breitere  dunkle  Ränder. 

T.  arbela  Hhn.  (24  b)  aus  Süd -Brasilien  ist  oberseits  dunkelschwefelgelb  mit  ziemlich  breitem  arbela. 
schwarzen  Rand  auf  den  Vflgln  und  schmälerem  Rande  der  Htlgl;  letzterer  ändert  ziemlich  ab  und  fehlt 
ganz  dem  ?,  das  auch  bleichere  Grundfärbung  hat.  Unterseite  gelb  mit  mehr  oder  weniger  entwickelten 
rotbraunen  Rand-  und  Mittezeichnungen.  —  gaugamela  F'ldr.  aus  Columbia  und  iMexiko  hat  tiefer  gelbe  gaugamela. 
Grundfärbung,  breiteren  und  dunkleren  Saum  der  Vtlgl  und  unterseits  mehr,  aber  kleinere  rotbraune  Flecke.  — 
boliviensis  Slgi-.  i.  1.  aus  Bolivia  hat  einen  grossen  licht  orangegelben  Fleck  am  Vorderwinkel  der  Htlgl  und  boliviensis. 
breiteren  gezackten  Aussenrd  der  letzteren;  das  ?  ist  bleicher  und  mehr  gezeichnet.  —  fabiola  Fldr.  fobiola. 
Venezuela  hat  schmale  schwarze  Ränder  und  licht  orangegelbe  Htlgloberseite,  sowie  weniger  spitz  aus¬ 
gezogene  Hflgl.  —  chloe  FVf/r.  aus  Columbia  hat  breiteren  schwarzen  Rand  der  Vtlgl,  weniger  orangegelb  chloe. 
angetlogene  aber  scharf  spitz  ausgezogene  Htlgl.  —  damaris  Fldr.  (—  mexicana  Bsd.,  damarina  Btgr)  damaris. 
aus  Mexiko  und  Arizona  hat  tief  gelbe  Färbung  der  Vtlgl  und  licht  orangegelbe  Htlgl  sowie  scharf  be¬ 
grenzten  schwarzen  Aussenrd  der  Htlgl.  Unterseite  der  Htlgl  strohgelb  mit  grösseren  und  kleinen  bräun¬ 
lichen  Fleckchen.  —  pomponia  aus  Peru  ist  gross,  leuchtend  gelb,  hat  stark  gezackten  schwarzen /’o/«/7o/n'a. 

Saum  der  Vtlgl  und  sehr  schmalen  Saum  der  Htlgl.  —  salome  Fldr.  aus  Ecuador  ist  der  pomponia  sehr  ähn-  salome. 
lieh,  aber  kleiner  und  hat  stärker  orangegelb  angetlogene  Htlgl.  —  limoneus  Ildr.  aus  Venezuela  unter-  limoneus. 
scheidet  sich  durch  längere  Flügel,  spitzer  geeckte  Htlgl, 'lichtere  Färbung  der  Oberseite,  breiteren,  tiefer 
ausgeschnittenen  Saum  der  Vtlgl  und  schmälere,  kürzere  Berandung  der  Htlgl.  —  theodes  F'ldr.  aus  Vene-  theodes. 
zuela  ist  vermutlich  nichts  andei’es,  als  das  ?  der  constuntia.  —  Auch  theona  Idd)’.,  nach  einem  ?  beschrieben,  theona. 
scheint  nur  ein  etwas  abweichendes  weibliches  Stück  zu  sein. 

T.  ectriva  Bür.  Oben  sehr  ähnlich  der  salome,  aber  die  Flügel  länger;  Vtlgl  mit  breiterem  dunkel-  ectriva. 
braunen  Aussenrde,  seine  Unregelmässigkeiten  weniger  ausgesprochen,  Htlglecke  weniger  hervortretend; 

Unterseite  ähnlich  der  von  conslanfia.  Ecuador  f'Archidona).  —  Ist  der  Typus  von  Butceu’s  Gattung  Sphaenogona. 

Mir  nur  aus  der  Beschrei])ung  bekannt. 

T.  sybaris  JJopff.  aus  Peru  (Chanchamayo)  ist  sehr  gross,  im  weililichen  Geschlechte  schwefelgelb,  sybaris. 
mit  breitem  schwarzen  Aussenrd  der  Vtlgl,  der  innen  viermal  ausgebuchtet  ist.  Htlgl  geeckt,  am  Vrde 
weisslich,  im  Vorderwinkel  schwarz  gefleckt.  Vtlgl  unten  mit  schwarzem  Vrdstreifen,  Flügelspitze  rötlich. 

Htlgl  rotbraun  marmoriert,  am  Vorderwinkel  ein  grosser  rotbrauner  .Schuppenfleck  und  von  der  Mittelzelle 
ausgehend  ein  rötlicher  Streifen. 

T.  xanthochlora  Koll.  (24  b)  aus  Columbia  und  Ghiriqui  hat  nur  schwach  geeckte  Hflgl.  Oberseite  xanthodilora 
schwetelgelb  mit  schwarzbraunem  Aussenrde  der  Vtlgl,  auf  den  Htlgln  in  manchen  Fällen  eine  schwarze 

V 


11 


TERTAS.  Von  J.  Ruber. 


Constantia. 

gradiiata. 

westwoodi. 

citrina. 

reticulata. 

niarmorata 

doris. 

deva. 

cinlensis. 

hahneli. 

leuce. 

dina. 

athalia. 

calceolaria. 

hecabeoides. 

aesiope. 

jaegeri. 

thymetiis. 


S‘J 

Saumlinie.  ?  viel  ])leiclier  gelb.  Unterseite  gleiclnnässig  gelb  mit  geringen  bräunlichen  Zeichnungen  auf 
den  Hflgln.  —  Constantia  Fldr.  aus  Venezuela  ist  in  beiden  Geschlechtern  bleicher  gelb  und  hat  etwas 
reduzierten  schwarzen  Saum  der  Vflgl.  Die  Unterseite  der  Hflgl  hat  grössere  und  mehr  rötliche  Flecke  und 
dunkelrosenroten  Saum  der  Vtlglspitze. 

T.  graduata  Btlr.  Vtlgl  oben  safrangell),  Wurzel  schwärzlich,  Aussenrd  ziemlich  hreit  und  unregel¬ 
mässig  schwarz,  mehr  als  bei  constanlia,  aber  die  Unregelmässigkeiten  weniger  hervortretend ;  Hflgl  auf  der 
Abdominalhälfte  Aveiss,  S})itzenhälfte  safrangelb,  am  Apex  goldgell);  Aussenrd  mit  deutlichem  schwarzen 
Saume.  Peru.  —  Mir  nur  aus  der  Reschreibung  bekannt. 

T.  westwoodi  Bsd.  (24b)  aus  Mexiko,  Costa  Rica,  Texas  und  Arizona  ist  oberseits  zitrongelb  mit 
orangegelbem  Antluge  am  Aussenrde  der  Htlgl,  oder  auch  völlig  orangegelb.  Der  dunkelbraune  gezähnte 
Rand  der  Vtlgl  ist  mässig  l)reit,  der  Htlglsaum  sehr  schmal  oder  nur  angedeutet.  Die  Unterseite  ist  gelb 
mit  geringem  orangegelben  Antluge  an  den  Aussenrändern  und  zwei  schAvarzen  Punkten  am  Schlüsse  der 
Htlglmittelzelle ;  mitunter  zeigen  die  Htlgl  geringe  und  undeutliche  orangegelbe  Zeichnung.  —  citrina  Foep 
von  Cuba  ist  eine  kleine  Form  mit  stark  orangegelber  Färbung  am  Aussenrde  der  Htlgl. 

T.  reticulata  Btlr.  (24  b)  aus  Peru  ist  eine  ansehnliche  Erscheinung,  eine  der  grössten  Arten  der 
Gattung.  Die  Oberseite  ist  kanariengelb  mit  scliAvarzbrauner  Vtlglspitze  und  scliAvarzen  Pünktcheii  am  Saume 
der  Htlgl  an  den  Rippenende)i.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  etwas  fahler  als  die  Oberseite,  am  Vrd  und 
Aussenrd  etAvas  dunkler  und  hat  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  einen  sclnvai’zen  Fleck.  Die  Htlgl  haben  dunkel¬ 
gelbe  Grundtärbung  und  dichte  i'otl)raime  Netzzeichnung,  aucli  einige  grössere  Flecke  gleicher  Färbung.  - 
marmorata  Fonj.  aus  Ecuador  bat  unterseits  Avenigei'  deutliche  Netzzeichnung. 

T.  doris  t^tgr.  i.  l.  (24  b)  aus  Bolivia  ist  vielleicht  nur  eine  gigantische  Form  der  folgenden  Art. 
Sie  hat  lebhaft  gelbe  Oberseite  mit  breiter  schAvarzbrauner  A])icalzeichnung.  Die  Unterseite  ist  el)enso  leb- 
liaft  gelb,  hat  roten  Apicalsaum  der  Vtlgl  und  einige  grössere  rotbraune  Flecke  auf  den  Htlgln. 

T.  deva  Do/dd.  (24c)  aus  Siid-lfrasihen,  Uruguay  und  Argentinien  ist  oberseits  bleicher  gelb  als  vorige 
Art  und  hat  schmälere  Apicalzeichnnng.  Die  Aveniger  lebhaft  gelbe  Unterseite  hat  auf  den  Htlgln  viel  mehr  rot¬ 
braune  Fleckenzeichnung.  chilensis  Bln.nch.  aus  Chile  ist  kleiner  als  deou  und  hat  innen  gerade  begrenzten 
Apicaltleck.  Sie  fliegt  in  zAvei  Generationen:  im  November  und  Avieder  Februar  bis  April.  Die  Rp  lebt  auf 
Gassia.  —  hahneli  Ftf/r.  vom  oberen  Amazonas  ist  etAvas  grösser  als  deva  und  die  scliAvarze  Saumzeichnung 
der  Vtlgl  reicht  fast  bis  zum  InnenAvinkel. 

T.  leuce  Bsd.  (24c)  aus  Süd-Brasilien  und  Uruguay  ist  von  drra  verschieden  durch  die  schmälere, 
aber  längere  Apical-  und  Anssenrdszeichnung  der  Vligl  und  gesättigter  gelbe  Grundfärbung.  Die  Unterseite 
hat  keine  rotbraune,  sondern  nur  mitunter  geringe  schAvärzliche  Zeichnung  der  Hflgl. 

T.  dina  Bsd.  Oberseife  schön  chromgell),  orange  am  Rande  der  Hflgl.  Die  Vtlgl  haben  einen 
geraden  sclnvarzen  Aussenrd,  der  sich  in  den  luneuAvinkel  und  an  den  Vrd  hinziehf.  Die  Hflgl  haben  mehr 
als  gewöhnlich  einen  schmalen  scliAvarzen  Saum  vor  den  Fransen.  Unterseite  dei'  Vflgl  schön  gelb  - mit 
einem  kleinen  schAvarzen  Mittelfleck,  Unferseife  der  Hflgl  gleichmässig  scliön  gelb  mit  einem  schAvärzlichen 
Punkte  nahe  der  Flngehvurzel,  zAvei  kleinen  scliAvärzlichen  Mitteltlecken,  dann  einer  schrägen  Reihe  unregel¬ 
mässiger  bräunlicher  Schu])penllecke.  ?  etAvas  grösser,  mit  breiterem  Rande.  Cuba,  geAvöhnlich.  —  athalia 
F'ldr.  aus  Columbien  ist  grösser,  Costalrand  dei'  Hflgl  mehr  konvex. 

T.  calceolaria  Btlr.  =  Jtrncr.  cf  oben  gesätfigter  gelb  als  dina,  scliAvarzer  Saum  fast  gescliAvunden, 
beim  ?  das  schAvarze  Apicalfeld  fast  Avie  bei  dem.  dreieckig,  Hflgl  mit  einem  goldgelben  Apicaltleck.  Honduras. 

T.  hecabeoides  Men.  (24  c)  von  Haiti  ist  der  ausserordentlich  variablen  indischen  heenhe  L.  so  ähnlich, 
dass  sich  nach  der  Abbildung  Meneteie's  kaum  Trennungsmerkmale  finden  lassen.  Oberseite  gelb  mit 
breitem,  tief  ausgebuchtetem  Aussenrd  der  Vflgl  und  schmalem  sclmarzen  Rand  der  Hflgl.  Unterseite  gelb 
mit  schAvärzlichen  Zeichnungen. 

T.  aesiope  Men.  (24  c)  hat  ganz  ähnlich  gezeichnete  Vflgl  wie  die  vorige  Art,  aber  die  Hflgl  haben 
anstatt  des  sclnvarzen  Saumes  nur  schwarze  Punkte  an  den  Rip])enenden.  Die  gelbe  Unterseite  zeigt  un¬ 
regelmässig  rotbraune  Flecke.  —  Haiti. 

T.  jaegeri  ISfen.  (24c)  aus  Haiti  ist  ganz  ähnlich  der  indischen  und  japanischen  laetu  Bsd.  Ober¬ 
seite  gelb  mit  breitem,  am  ersten  Medianaste  scharf  abgeschnittenem  scliAvarzen  Spitzen-  nnd  Aussenrdsaum, 
Unterseite  grau  mit  dunkleren  Zeichnungen,  innerer  Teil  der  Vflgl  gell). 

T.  thymetus  F.  {=  perimede  Pritf/r.)  (24c,  d)  aus  Süd- Brasilien  (angeblich  auch  von  Haiti)  ist  ober¬ 
seits  der  lence  sehr  ähnlich,  nur  etAvas  lichter  gelb,  und  hat  am  Saum  der  Hflgl  bräunliche  Flecke,  unfer- 
scheidet  sich  jedoch  scharf  durch  den  Zeichnungssfil  dei’  Unterseife.  Diese  ist  gelb  mit  geringen  schAvärz¬ 
lichen  Zeichnungen  in  der  Mitte  der  Hflgl  und  je  einem  grossen  bräunlichen  Fleck  an  der  S])ifze  der  Vflgl 
und  am  Aussenrd  der  Hflgl. 


n.^EKiAS.  Von  J.  Köeek. 


SH 


T.  Stygma /isr/.  (24d)  Glrösse  und  Gestalt  wie /uvV////'«.  Oberseite  zitrongelh,  die  Vllgl  mit  einem  breiten  siyi^ma. 
dreieckigen  schwarzen  Fleck,  der  sicli  etwas  am  Vrd  fortsetzt  und  bis  zum  Innenwinkel  reichl.  l'nterseife 
der  Vtlgl  gelb,  mit  dem  Bande  wie  oberseits,  das  aber  hier  hell  rostbraun  und  ein  wenig  rötlich  ist.  Fnler- 
seite  der  Htlgl  ockergelb,  mit  zwei  braunen  Punkten  am  Vrd  der  Mittel  zelle,  gefolgt  von  einer  Keihe  brauner, 
unterbrochener  Zickzackzeichnnngen ,  ein  grosser  rostbrauner  Fleck  am  Aussenwitdcel  wie  bei  lixx ,  aber 
grösser.  Peru.  --  stygmula  Bsd.  von  Cuba  ist  ganz  ähnlich,  hat  nur  auf  der  Unterseite  kleinere  Flocke.  — ■  styi>muia. 
nisella  A7f/r.  aus  Süd-Brasilien  (Rio)  ist  auf  ein  einziges  weibliches  Stück  gegründet,  dessen  1  lauptunteischied  nisclla. 
die  schwefelgelbe  Färbung  der  Oberseite  zu  sein  scheint.  Mir  nur  aus  den  Beschreibungen  bekannt. 

T.  neda  Godt.  (24d)  aus  Guiaua,  Venezuela  und  Nicaragua  ist  lebhaft  zitrongelb  mit  schwarz-  neda. 
braunem  Spitzenteile  der  Vtlgl;  am  Saume  der  Fltlgl  stehen  schwarze  Punkte.  Uiderseite  gelb  mit  sehi'  ge¬ 
ringen  schwärzlichen  Zeichnungen  der  Htlgl.  tenella  Bsd.  aus  Brasilien  (Bahia,  Santa  Gatharina,  Sao 
Paulo)  ist  oberseits  lichter  gelb  und  hat  zusammenliängendeu  schmalen  schwarzen  Saum  der  Htlgl.  Auch 
die  Unterseite  ist  lichter  gelb.  —  circumcincta  B/des  vom  Amazonas,  venustula  Sh/r.  aus  Ghiri(jui  und  circumcincta. 
nelphe  Fldr.  von  Mexiko  sowie  mehrere  andere  sind  so  wenig  abweichende  Foi’inen,  dass  sichere  Charaktere  venustula. 
für  sie  nicht  angegeben  werden  können.  nelphe. 

T.  nise  Cr.  (24  d)  aus  Surinam  und  Dominica  ist  der  neda  auch  sehr  äluilich,  hat  aber  schmäleren  nise. 
schwarzen  Saum  aller  Flügel  uud  auffällig  licht  gefärbte  Htlgl.  Die  Unterseite  ist  lichtei‘  gelb,  die  Zeichnung 
nicht  v^erschieden. 

T.  venusta  Bsd.  Ähnlich  der  nise,  aber  kleiner,  der  Rand  der  Vtlgl  innen  weniger  gezähnt,  Rand  venusta. 
der  Htlgl  reduziert  auf  einige  schwarze  Saumpunkte.  Unterseite  hellgelblich  auf  allen  Fdügeln .  auch  bei 
beiden  Geschlechtern,  in  der  Mitte  der  Htlgl  ein  oder  zwei  kleine  schwärzliche  Punkte  wie  bei  nise  und 
tenella,  und  eine  Reihe  deutlicher  schräger  bräunlicher  Flecke.  Jamaika,  Columbien. 

T.  musa  F.  (=  gentilis  Bsd.).  Grösse  der  vennsfa,  Oberseite  weiss,  Vtlgl  mit  einem  breiten,  innen  musa. 
leicht  ausgebuchteten  schwarzen  Rande,  Flügelwurzel  grau  bestäubt.  Htlgl  mit  schön  zitrongelbem,  von  den 
Fransen  getrenntem  Rande,  Fransen  weiss  mit  kleinen  schwarzen  Flecken.  Unterseite  weisslich,  aussen  leicht 
gelb,  Wurzel  der  Vtlgl  zitrougell),  in  der  Mitte  der  Htlgl  zwei  sehr  kleine  schwarze  Punkte.  Süd-Amerika. 

T.  limbia  Fldr.  (24  d)  aus  Venezuela  hat  lebhaft  kanariengelbe  Vtlgl  und  fast  Aveisse,  am  Saum  limbia. 
etwas  stärker  schwefelgelbe  Htlgl.  Der  schwarzbraune  Saum  der  Vtlgl  ist  ziemlich  breit,  innen  gezähnt,  der 
schwarze  Saum  der  Htlgl  schmal.  Die  Unterseite  der  Vtlgl  ist  gelb,  zeichmmgslos,  die  Unterseite  der  Htlgl 
sein'  lichtgelb,  an  den  Rändern  etwas  tiefer  gelb,  mit  zAvei  schwai'zen  Punkten  am  Schlüsse  der  iMittelzelle. 

Das  ?  hat  bleich  schwefelgelbe  Oberseite,  keinen  dunklen  Saum  der  Htlgl,  die  Unterseite  ist  gelber  und  die 
Htlgl  hal)en  schwärzliche  Fleckenzeichnung. 

T.  lisa  Bsd  .-Lee.  (=  smilax  Godt.)  (24 d)  kommt  von  Neu-Fngland  bis  Honduras  \  oi',  ist  auch  auf  lisa. 
den  Antillen  und  den  Bermuda-Inseln  gefunden  worden.  Die  Oberseite  ist  lebhaft  gelb  mit  ziemlich  breiten 
schwarzbraunen  Rändern  und  einem  schwarzen  Punkt  am  Schlüsse  der  Vtlglmittelzelle.  Die  Unterseite  ist 
etwas  lichter  gelb  mit  rötlichem  Saum,  einem  gleichen  grösseren  Fleck  am  A'orderwinkel  der  Htlgl,  zwei 
schwarzen  Pünktchen  am  Schlüsse  der  Htlglmittelzelle,  einem  gleichen  am  Schlüsse  der  Vtlglmittelzelle  und 
undeutlichen  schwärzlichen  Flecken  auf  den  Hflglii.  Das  ?  ist  bleicher  gelb  und  hat  breitere  dunkle 
Ränder,  die  sich  auf  dem  hinteren  Teile  der  Fltlgi  in  Flecke  auflösen,  die  Unterseite  ist  dunkler  gelb  und 
etwas  mehr  gezeichnet  als  beim  cT.  Oljwohl  diese  Art  .stellenweise  sehr  häufig  ist  (vgl.  die  Mitteilung  über 
Massenwanderung  in  der  Einleitung),  sind  die  ersten  Stände  noch  sehr  ungenügend  bekannt.  Rp  grün  mit 
je  zwei  weisslichen  Seitenstreifen,  Kopf  gelblich.  Pp  dunkelgrün,  schlank,  Brustteil  hervortretend.  Die  Rp 
lebt  auf  Cassia  und  Klee.  —  euterpe  JAT.  aus  Nicaragua  hat  breiteren  schwarzen  Saum  aller  Flügel.  euterpe. 

T.  delia  Cr.  (—  demoditas  //O/.,  daira  Godt.)  (24  d)  aus  den  Golf-Staaten  Nord-Amerikas  ist  ober-  delia. 
seits  gelb  mit  breiter  schwarzer  S]utzenzeichnung  und  einem  ])reiten  schwarzen  Irdstreifen  der  Vtlgl,  sowie 
einem  grossen  schwarzen  Fleck  im  Vorderwinkel  der  Htlgl.  Die  Unterseite  ist  sandbraun  mit  Ausnahme 
des  gelben  inneren  Teils  der  Vtlgl,  die  Htlgl  haben  geringe  dunkle  Fleckenzeichnung.  —  lydia  Fldr.  aus  lydia. 
Venezuela  hat  kürzere  breitere  Flügel,  stum])fere  Vflglspitze  uud  minder  bogigen  Aussenrd  der  Vtlgl,  breiteren, 
innen  tiefer  gewölbten  Endsaum  und  bedeutend  schmälere  Inneid)inde  der  Vtlgl  und  fast  doppelt  breiteren 
Saum  der  Htlgl. 

T.  jucunda  Bsd.-Lec.  {—  ebriola  Foey,  albina  Foey)  (24  e)  aus  den  Golfstaaten  Nord-Amerikas  unter-  jucunda. 
scheidet  sich  von  delia  durch  längere  Saumbinde  der  Htlgl  und  die  lichtere,  graue  bis  Aveisse.  fast  un¬ 
gezeichnete  Unterseite,  —  lemnia  Fldr.  aus  Bahia  unterscheidet  sich  nicht  nur  durch  deu  breiteren  Endsaum  lemnia. 
der  Vflgl,  den  grösseren,  mit  den  übrigen  Randtlecken  verbundenen  Spitzentleck  der  Htlgl  und  die  ganz 
verschiedene,  glänzend  Aveisse,  sparsam  rotbraun  bestäul)te  Ihderseite,  sondern  auch  durch  die  grössere  Läimt* 
aller  Flügel. 


84 


TERIAS.  Von  J.  Röber. 


pei  sistens. 


hyona. 


pyro. 


eleathea. 

plataea. 


vitellina. 

eugenia. 

ciibaria. 

palrnyra. 

phoenicia. 

elathides. 

sidotiia. 

ella. 

tegea. 

mediitina. 

priddyi. 


mycale. 


smilacinn. 


albiiln. 

marginella. 

sinoe. 


dejlorata. 


T.  persistens  Btlr.-Druce.  Verwandt  der  delia  und  eugenia,  Oberseite  gelb,  Vrd  und  Wurzel  breit 
ascdigrau,  Spitze  und  Aussenrd  breit  schwarzbraun,  eine  schwarzbraune,  aussen  goldgelb  eingefasste  Irds- 
binde;  Hflgl  mit  schwarzbraunein  Apicalfleck,  Unterseite  wie  bei  delia.  Honduras? 

T.  hyona  d/0/.  (24  0)  aus  San  Domingo  ist  im  männlichen  Geschlecht  oberseits  schön  orangegelb  mit 
auf  den  Vflgln  massig  breitem,  auf  den  Hflgln  schmalem  und  innen  scharf  begrenztem  schwarzen  Rande. 
Das  ?  hat  viel  fahlere  Oberseite.  Unterseits  sind  beide  Geschlechter  fast  gleich;  Vflgl  in  der  Vitte  orange¬ 
gelb,  am  Saum  und  auf  dem  Wurzelteile  gelb,  mit  einer  subapicalen  Reihe  schwarzer  Fleckchen,  Fransen 
rötlich;  Htlgl  gelb  mit  einigen  schwärzlichen  Punkten  nahe  der  Wurzel,  einigen  rotbraunen  Fleckchen  im 
Vorderwinkel,  an  den  sich  eine  nach  dem  Irde  ziehende  schmale  Binde  rotbrauner  Flecke  zieht  und  sehr 
undeutlichen  rotbraunen  Submarginaltleckchen. 

T.  ^yro  Gudt.  Gestalt  und  Grösse  wie  htjuna.  Oberseite  der  Vtlgl  leldiaft  orangegelb,  an  der  Wurzel 
leicht  schwärzlich.  Die  Vtlgl  mit  einem  schwarzen ,  innen  gekerbten  Rande.  Die  Htlgl  am  Saume  leicht 
schwärzlich  bestäubt.  Unterseite  der  Vtlgl  lichter  als  oben,  mit  einem  schwarzen  Punkt  in  der  Mitte  und 
einem  dunklen  Apicaltleck.  Unterseite  der  Htlgl  hellgelb,  mit  einem  orangegelben  Mitteltleck,  einigen  bräun¬ 
lichen  Schuppen  und  einem  sehr  grossen  runden  rostbraunen  Fleck  im  Vorder  winkel  sowie  einer  Reihe  kleiner 
schwai’zer  Saumpunkte.  Antillen  oder  Süd-Amerika. 

T.  eleathea  ('r.  aus  Surinam  ist  nur  unwesentlich  verschieden  von  plataea  Fldr.  (24  e)  aus  Süd- 
Brasilien  (Sao  Paulo,  Santa  Catharina,  Rio  grande  do  Sul).  Letztere  hat  gelbe  Vtlgl  und  weisse  Hflgl,  breiten 
Rand  der  Vtlgl  und  schmäleren  Rand  der  Htlgl,  auch  einen  schwarzen  Streifen  am  Irde  der  Vtlgl,  der  hinten 
orangegelb  eingefasst  ist.  Die  Unterseite  ist  ziemlich  variabel,  weisslich  bis  grau,  vorderer  Teil  der  Vflgl 
gelb,  meist  nur  mit  schwarzen  Punkten  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  aller  Flügel,  nicht  selten  mit  etwas 
dunkler  Zeichnung.  Das  ?  hat  gelbe  oder  doch  gelbliche  Grundfärbung  der  Htlgloberseite ;  ihm  fehlt  der 
schwarze  und  orangegelbe  Streifen  am  Irde  der  Vtlgl.  Die  Unterseite  ist  meist  dunkler  und  mehr  gezeichnet. 
Auch  diese  Art  bildet  eine  Anzahl  Lokalformen,  die  fast  sämtlich  als  eigene  Arten  beschrieben  worden  sind, 
so  vitellina  Fldr.  von  Venezuela  und  Honduras  mit  weiss  beschupptem  Irdsstreifen  und  völlig  zeichnungs¬ 
loser  LTnterseite;  --  eugenia  TU«//.  (=  rhodia  Fldr.)  aus  Venezuela,  Columbia  und  St.  Josef  mit  sehr  dunkel¬ 
gelben  Vtlgln  und  scharfem  und  breiterem  orangegelben  Irdsstreifen;  —  cubana  IL- Schliff',  aus  Cuba  mit 
breitem  schwarzen  Saume  der  Htlgl;  palmyra  Foeg  (=  lydia  Fldr.)  aus  Cuba  und  den  Golfstaaten,  bei  der 
der  schwarze  Saum  der  Htlgl  auf  einen  Fleck  im  Vorderwinkel  reduziert  ist.  —  phoenicia  Fldr.  aus 
Columbia  und  Ecuador  hat  bis  zur  Flügelwurzel  reichenden  orangegelben  Irdsstreifen  und  ziemlich  breiten 
Saum  der  Htlgl.  —  elathides  Sfgr.  aus  Venezuela  ist  grösser  und  hat  keinen  orangegelben  Irdstreifen ;  das 
?  ist  unterseits  dunkler.  --  Alle  diese  Formen  können  kaum  auseinander  gehalten  werden.  Erheblich  ver¬ 
schieden  sind  dagegen:  sidonia  Fldr.  aus  Mexiko,  bei  der  der  schwarze  Irdstreifen  mit  dem  schwarzen 
Aussenrde  zusammengetlossen  ist  und  die  Htlgl  sehr  breiten  schwarzen  Saum  haben;  —  ella  form.  nor.  aus 
Ecuador  hat  keinen  orangegelben  Irdstreifen,  auch  ist  der  schwarze  Irdstreifen  mit  dem  schwarzen  Aussenrde 
zusammengetlossen  und  die  Htlgl  haben  einen  breiten ,  innen  scharf  begrenzten  schwarzen  Saum.  —  tegea 
Fldr.  aus  Columbia  ist  grösser  als  rifellina ,  breittlügeliger  und  durch  die  grössere  Breite  der  Irdsbinde  der 
Vtlgl  und  des  Saumes  der  Htlgl  zu  erkennen.  —  medutina  Fldr.  aus  Venezuela  hat  schmälere  Flügel,  die 
Vflgl  sind  mehr  gestreckt  und  die  Hflgl  kürzer. 

T.  priddyi  Lnthg  von  Haiti  unterscheidet  sich  von  elathea  durch  gelbe  Htlgl-Oberseite,  kürzere 
dunkle  Aussenrdsbinde  der  Vflgl  und  den  Mangel  des  gelben  Streifens  am  Ird  der  Vtlgl  sowie  des  dunklen 
Saumes  der  Htlgl,  der  nur  durch  Saumtlecke  vertreten  ist. 

T.  mycale  Fldr.  (24 e)  aus  Brasilien  (Bahia,  Sao  Paulo)  ist  der  elathea  sehr  ähnlich.  Der  dunkle 
Saum  ist  breiter  und  im  Innenwinkel  der  Vtlgl  zusammengetlossen,  auch  der  Saum  der  Htlgl  ist  Hel  breiter. 
Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  weniger  gelb,  sonst  nicht  verschieden. 

T.  smilacina  Fhh-.  aus  Columbj^  ist  nach  einem  ?  beschrieben  worden.  Uberseite  hell  schwefelgelb 
mit  schwarzbraunem  Aussenrde,  Hflgl  mit  schwarzen  Saumpunkten.  Unterseite  glänzend  weiss,  am  Zell- 
schlusse  ein  halbmondförmiger  Fleck,  eine  subapicale  rotbraune  Fleckenbinde,  schwarzer  Punkt  am  Vrd  in 
der  Nähe  der  Vflglspitze;  Htlgl  mit  Flecken  am  Zellschlusse,  einer  submarginalen  Fleckenbinde  und  schwarzen 
Saumpunkten. 

T.  albula  Cr.  aus  Surinam  wird  kaum  wesentlich  verschieden  sein  von  marginella  Fldr.  (24  e)  aus 
Venezuela.  Diese  ist  oberseits  weiss  und  hat  mässig  breiten  schwarzen  Rand  aller  Flügel.  Die  Unterseite 
ist  weiss,  völlig  zeichnungslos.  —  sinoe  Godt.  (=  cassiae  Sepp,  nise  Hhn.)  aus  Süd-Brasilien  hat  mehr  oder 
minder  breiten  Aussenrd  der  Vtlgl  und  völlig  weisse  Flügel.  Die  Unterseite  ist  Aveiss  oder  auch  gelblich. 
Das  ?  hat  schmäleren  und  kürzeren  Saum  der  Vflgl  und  auf  der  LTnterseite  der  Htlgl  etwas  dunkle  Zeichnung. 

T.  deflorata  Koll.  aus  Columbia  ist  ähnlich  der  albula.  Oberseite  weiss,  Vtlgl  mit  gelblichem  An¬ 
fluge,  Apex  schwarz,  innen  unregelmässig  begrenzt,  am  Aussenrde  der  Hflgl  drei  bis  vier  sclnvärzliche  Striche. 
Unterseite  der  Vflgl  an  der  Wurzel  zitrongelb,  am  Apex  schwach  rostbräunlich  bestäubt.  Die  Hflgl  haben 


GATOFSILIA.  Von  .).  Köjser. 


Hö 

kaum  merklichen  geU)en  Antlug  und  vor  dem  Aussenrde  einen  aus  bräunlichen  Atomen  bestehendfm  Sli’icli, 
der  jedoch  sehr  schwach  hervortritt.  —  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

T.  agave  tV.  (=  jodutta  phiale  (iodi.,  mana  Ihd.)  (24fj  aus  Surinam  lial  sehr  al)gerundete  agavc 

und  schmale  Vflgl.  Oberseite  weiss  mit  schwarzer  Zeiclinung  der  Vllg]s})itze  und  schwärzlicher  Bestäuliun^ 
der  Vtlglwurzel.  Unterseite  auf  dem  inneren  Teile  aller  Flügel  weiss,  im  übrigen  gelb,  mit  einem  scliwarzen 
Punkt  am  Schlüsse  der  Htllnhttelzelle  und  geringen  schwärzlichen  Zeichnungen  auf  den  llllgin. 

T.  messalina  F.  Gestalt  und  Grösse  wie  rubel.  Oberseite  weiss,  Aussenrd  der  Vilgl  und  ein  Band-  messalina. 
heck  der  Htlgl  schwarz.  Unterseite  gelb,  mit  einem  braunen  Flecke  an  der  Vtlglspitze ,  einem  Bandtlecke 
und  schwarzen  Schuppen  auf  den  Htlgln.  —  Jamaika. 

T.  gnathene  BkI.  Gestalt  und  Grösse  der  dlbnla.  Oberseite  weiss  mit  sehr  leichtem  gi'ünlichen  An-  gnathcnc. 
tluge,  schwarzem  Aussenrd,  der  an  der  Spitze  ziemlich  stark  verbreitert  ist  und  im  Analwinkel  der  lltlgl 
endigt.  Unterseite  der  Vtlgl  weiss,  an  der  Basis  und  an  der  Spitze  zitrongelb,  eine  Längsreihe  rötlicher 
Flecke  am  Irde,  ein  schwärzlicher  Fleck  an  der  Spitze,  ein  suba])icaler  violetter  Fleck.  Unterseite  der  Htlgl 
gelblich,  mit  einem  kleinen  hell  rostbraunen  mondtörmigen  Fleck  am  Bande  der  Mittelzelle,  ein  tief  rost¬ 
brauner  und  ein  tief  rotbrauner,  weniger  scharf  begrenzter  Fleck  am  hinteren  Rande  der  Mittelzelle.  — 

Yukatan  und  Cuba. 

T.  phiale  Cr.  (24f)  aus  dem  östlichen  Teile  des  tropischen  Süd- Amerika  ist  weiss  mit  schwarzem  phiale. 
Bande  der  Vtlgl  und  schmalem  schwarzen  Saume  der  Hllgl,  vor  dem  eine  lichtgelbe  Binde  steht.  Die  Unter¬ 
seite  ist  licht  gelb  und  bis  auf  zwei  schwarze  Punkte  am  Schlüsse  der  Htlglmittelzelle  fast  zeichnungslos. 

—  Columbia  Fldr.  (  —  ])hiahna  SV//r.  /.  /.)  aus  Columbia  und  Bolivia  hat  etwas  schmäleren,  innen  fast  gerad-  columbia. 
linigen  Saum  der  Vtlgl  und  geringer  entwickelten  schwarzen  Saum  dei-  Htlgl.  —  Ob  paula  /'o;vn.  nor.  aus  paiila. 

Sao  Paulo  eigene  Art  oder  Form  (vielleicht  Zeitform)  der  phude  ist,  vermag  ich  nach  den  beiden  mir  vor¬ 
liegenden  männlichen  Stücken  nicht  zu  sagen.  Der  schwarze  Vtlglsaum  reicld  nur  bis  zum  ersten  Median¬ 
aste,  der  schwarze  Saum  der  Htlgl  ist  in  Pünktchen  aufgelöst  und  die  Unterseite  der  Htlgl  ist  dunkelgelb. 

Hat  zwei  kräftige  schwarze  Punkte  am  Schlüsse  der  IMittelzelle  und  reichliche  graubraune  Fleckenzeichnung. 

Die  Spitze  der  Vtlgl  ist  gleichfalls  dunkelgelb. 

20.  Gattung:  Catopisilia  Ubu. 

Diese  Gattung  hat  etwa  dasselbe  Verbreitungsgebiet  wie  Terias.  Im  Gebirge  scheint  keine  Art  über 
2000  m  hoch  zu  gehen.  Die  hierher  gehörigen  Arten  sind  Schmetterlinge  meist  ansehnlicher  Grösse  und 
schöner,  mitunter  her^'orragender  Färbung.  Der  kräftige  Körperbau  und  die  rasche  Flugl)ewegungen  för¬ 
dernde  Gestalt  der  Flügel  machen  die  Tiere  zu  besonders  guten  Fliegern.  \'on  dieser  Fähigkeit  machen 
sie  auch  Gebrauch  zu  weiten  Wanderungen,  an  der  sich  mitunter  ausserordentlich  grosse  Schwärme  beteiligen, 
deren  Vorbeillug  oft  stundenlang  dauert.  Auch  sonst  treten  die  gewölndichen  Arten  in  grossen  Schwärmen 
auf,  beleben  die  feuchten  Flussufer  und  tragen  zum  Charakter  der  Fauna  ihrer  Heimat  wesentlich  bei.  Die 
Ccdojmlia-d'd'  sind  nicht  nur  eifrige  W'assertrinker .  sondern  werden  auch  vom  Scliweiss  mul  den  tlüssigen 
Entleerungen  der  Menschen  angelockt,  Avie  Dr.  Fn.  Ohaus  während  seiner  Beisen  in  Süd-Amei-ika  feststellte. 

Dieser  Forscher  beobachtete  auch  Cntoy^s/hn-Schwärme  an  den  gestrandeten  Kadavern  von  Fischen.  Die  ?? 
halten  sich  hauptsächlich  im  Walde  auf  und  hesuchen  Blumen,  auf  denen  selbstverständlich  auch  cfcf  zu 
treffen  sind,  wenn  sie  die  Gemeinschaft  der  ??  suchen.  —  Der  ziemlich  grosse  Kopf  liat  vorstehende  nackte 
Augen,  die  Palpen  ragen  nur  wenig  über  den  Kopf,  die  Fhlr  sind  kurz  und  verhältnismässig  zart,  ohne 
deutliche  Kolbe,  mit  abgestumpfter  oder  eingekerbter  Spitze.  Subcostale  vierästig,  der  erste  Ast  nach  der 
Hälfte  der  Entfernung  zwischen  Wurzel  und  Schluss  iler  Mittelzelle,  der  zweite  Ast  kurz  vor  dem  Zellschluss 
abgezweigt,  der  vierte  Ast  in  den  xVussenrd  mündend,  die  obere  Radiale  mit  der  Subcostale  verwachsen, 
die  mittlere  Discocellulare  kleiner  als  die  nach  innen  gebogene  untere  Discocellulare.  Htlgl  gerundet,  bei 
einigen  Arten  an  der  Submediana  schwanzartig  verlängert.  Die  Präcostale  ist  knopfförmig.  Die  Bpn  haben 
die  gewöhnliche  Form  der  Pieridenrpn,  gekörnelte  Haut,  sind  grau  oder  grün  und  haben  einen  lichten  Seiten¬ 
längsstreifen;  sie  leben  auf  Cassia.  Die  Ppn  sind  ziemlich  verschieden  gestaltet;  sie  werden,  soweit  sie  be¬ 
kannt  sind,  bei  den  betreffenden  Arten  beschrieben  werden.  -  Entgegen  der  tieptlogenheit  rechne  ich  (mit 
A.  G.  Butler)  menippe  zur  folgenden  Gattung,  die  sich  im  Geäder  nur  durch  eine  unwesentliche  Abweichung 
unterscheidet,  Avährend  in  den  übrigen  Charakteren  menijtjte  mit  (Cmepter>/x  übereinstimmt.  --  Diese  Gattung 
enthält  einige  Arten ,  die  bezüglich  der  Schönheit  als  der  Gipfel  der  Entwicklung  unter  den  Pieriden  be¬ 
trachtet  werden  müssen. 

C.  eubule  L.  marcellina  CV.)  (25a)  kommt  von  Xeu-England  bis  Argentinien,  auch  -duf  enbule. 

den  Antillen  vor.  Oberseite  beim  cf  zitrongelb,  lichter  an  den  Anssenrändern ,  und  mit  schwarzer  Saum¬ 
linie.  Unterseite  etwas  fahler  gelb  mit  je  einer  silberigen,  rotbraun  begrenzten  »Acht«  auf  jedem  Flügel 
am  Schlüsse  der  jMittelzelle ,  scliAvarzer  Saumlinie  und  unregelmässigen  dunklen  Zeichnungen  auf  allen 
Flügeln.  Das  ?  ist  etwas  fahler  gelb,  hat  auf  allen  Flügeln  eine  Reihe  Saumtlecke,  einen  grossen  scliwarzen 
Mittelfleck  der  Vflgl  und  mitunter  mehr  oder  weniger  dunkelbraune  Zeichnung.  Die  Unterseite  ist  tiefer 


86 


GATOPSILIA.  Von  J.  Rüber. 


sennae.  gelb  und  mehr  gezeichnet  als  beim  cf.  —  sennae  L.  {  —  yamana  Beak.)  ist  eine  unterseits  tiefer  gelb  ge- 

drya.  färbte  und  mehr  gezeichnete  Form,  bei  der  das?  fahl  orangegelbe  Oberseite  besitzt.  —  drya  F.  (amphitrite  Blanch.) 

aus  Peru,  Chile,  Cuba  und  Haiti  ist  eine  kleine,  schwach  gezeichnete  Form.  —  mbide  fliegt  im  Juni  und 
wieder  September  bis  Oktober,  drya  im  November  bis  Dezember  und  März  bis  April.  Das  cf  hat  als  Duft¬ 
organ  auf  der  Oberseite  der  Htlgl  in  der  Nähe  des  Vrds  einen  Schuppenuapf,  über  dem  der  erweiterte 

weiche  Ird  der  Vflgl  ziu'  Erregung  des  Dufts  hinwegstreicht  und  ihn  durch  einen  (in  eine  Hautfalte  zurück¬ 

ziehbaren)  Pinsel  zerstreut. 

cipris.  C.  cipris  F.  (=  bracteolata  £//r.)  (25  c)  aus  Brasilien  und  Peru  hat  in  beiden  Geschlechtern  schwanz¬ 

artig  verlängerte  Htlgl.  Das  cf  ist  sehr  licht  orangegelb,  der  breite,  mit  kreidigen  Duftschuppen  dicht  be¬ 
deckte  Aussenrd  der  Vtlgi  und  bedeutend  schmälere  Aussenrd  der  Htlgl  lichter;  ausser  kleinen  Saumflecken 
der  Vtlgi  hat  die  Oberseite  keine  Zeichnung.  Die  Unterseite  ist  dunkler  gelb  mit  einer  silberigen  Acht  auf 
allen  Flügeln  und  mehr  oder  weniger  dunkler  Zeichnung.  Die  Unterseite  ist  sehr  veränderlich.  Das  ?  ist 
zitrongelb  und  hat  einen  grossen  schwarzen  Mitteltleck  der  Vtlgi,  die  Unterseite  ist  grünlicher  als  beim  cf.  — 
neocypris.  neocypris  Hbn.  aus  denselben  Orten  ist  in  l)eiden  Geschlechtern  oberseits  orangegelb  an  den  Rändern  an- 
urigata.  geflogen,  ist  auch  unterseits  dunkler  gefärbl.  Wahrscheinlich  Zeitform.  —  irrigata  Btlr.  aus  Brasilien  ist 
virgo.  eine  ober-  wie  unterseits  stärker  gezeichnete  weibliche  Aberrativform.  —  virgo  BÜr.  aus  Gentral-Amerika 
ist  stärkei'  gezeichnet,  hat  in  beiden  Geschlechtern  schwarze  Saumllecke,  auch  das  cf  einen  grossen 
schwarzen  Mitteltleck  der  Vtlgi,  und  das  ?  hat  weisse  Oberseite  mit  schmalem  roten  Saume. 

nirina.  C.  rurina  B'ldr.  (25b)  aus  Venezuela,  Columbien,  Ecuador  und  Peru  kommt  anscheinend  nur  in 

Höhe  von  1000 — 2000  m  vor.  Die  Vtlgi  sind  l)eim  cf  bis  auf  den  fast  die  Hälfte  des  Flügels  einnehmenden 
zitrongelben  Duftschu])peusaum  orangegelb,  die  Htlgl  zitrongelb  mit  breitem,  licht  orangegelbem  Saume,  am 
Saume  aller  Flügel  stehen  kleine  schwarzbraune  Flecke.  Die  Unterseite  ist  gelb  mit  einem  silberigen 
Doppeltleck  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  jedes  Flügels  und  mein-  oder  weniger  schwarzbrauner  Zeichnung. 
Das  ?  ist  sehr  veränderlich,  von  hochgelber  bis  fast  weisser  Grundfärbung,  stärkerer  Saumzeichnung  und 
einem  grossen  schwarzbraunen  Mitteldecke  dei-  Vtlgi  sowie  grossen  roten  Saumtlecken  oder  breitem  roten 
Saume  der  Htlgl.  Die  Unterseite  hat  fahlere  Grundfärbung  und  mehr,  oft  zu  grossen  Flecken  vereinigte 
intennedia.  rotbraune  Zeichnung.  -  intermedia  Bür.  ist  die  zentralamerikanische  Form;  ihr  fehlt  die  orangegelbe 
Färbung  des  cf  auf  den  Vtlgln  fast  völlig  und  das  ?  hat  weissliche  Grundfärbung. 

phUea.  C.  philea  L.  (=:  argante  /kb/r,  corday  Jlb//.,  aricye  Cr.,  melanippe  Cr.,  lollia  et  aricia  Gudt.)  (25c), 

von  Texas  bis  Süd-Bi-asilien  verbreitet,  stellenweise  sehr  häutig,  auch  in  Illinois  als  Zugvogel  beobachtet, 
ist  eine  der  schönsten  Arten  dieser  Gattung.  Die  Oberseite  ist  beim  cf  schön  kanariengelb  mit  einem 
grossen  orangegelben  Mitteldecke  der  Vtlgi  und  breitem  orangegelben  Saume  der  Htlgl.  Die  Unterseite  ist 
fahl  gelb  mit  silberigem  Mittedoppeltleck  und  bräunlichen  Zeichnungen.  Die  sekundären  Männchen¬ 
auszeichnungen  bestehen  in  einem  Duftschuppennapfe  auf  der  Oberseite  der  Htlgl,  der  mit  einem  an  der 
Unterseite  des  Irds  der  Vtlgi  betiudlichen  Pinsel  korrespondiert,  und  einem  mässig  breiten,  durch  die  Färbung 
nur  wenig  abstechenden  Duftschu])pensaum  auf  der  Oberseite  aller  Flügel.  Das  ?  ist  weniger  brillant  gelb, 
ihm  fehlt  der  grosse  orangegelbe  Mitteldeck  der  Vtlgi,  es  hat  aber  einen  grossen  schwarzbraunen  JMitteltleck 
und  marginale,  submarginale  und  costale  Fleckenzeichnung  der  Vdgl,  sowie  auch  dunkle  Saundlecke  der 
thalestris.  Htlgl.  Die  Grundfärbung  der  Unterseite  ist  röter  als  beim  cf.  —  thalestris  Id.  (=  hübneri  Frühst.)  von  den 
Antillen,  angeblich  auch  von  Chile  (?),  hat  beim  cf  einen  grösseren  orangegelben  Mitteltleck,  auch  einen 
grossen  schwarzbraunen  Fleck  am  Mittelzellschlusse  der  Vtlgi.  Die  Unterseite  ist  viel  mehr  gezeichnet  und 
zeigt  am  Aussenrde  der  Htlgl  grosse  rotbraune  Flecke.  Das  ?  ist  ober-  und  unterseits  ^  iel  mehr  rot  gefärbt 
und  viel  stärker  gezeichnet,  namentlich  auch  auf  der  Unterseite,  die  auf  den  Hdgln  breiten  rotbraunen  Saum 
und  einen  grossen  gleichgetärbten  Mitteltleck  zeigen.  —  Pp  gleichmässig  kahnförmig,  Rücken  stark  einwärts 
gebogen,  Kopfteil  in  eine  lange  Spitze  auslaufend. 

avellaneda.  C.  avellaneda  li.-Sch.  (25  d)  von  Cuba  ist  zweifellos  die  schönste  Art  der  Gattung.  Beim  cf  ist 

die  Grundfärbung  der  Oberseite  der  Vtlgi  kanariengelb,  ein  breiter  Rand  ockergelb,  der  Saum  schmal  rot, 
der  mittlere  und  hintere  Teil  des  Flügels  ist  prachtvoll  karminrot,  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  steht  ein  roter 
Fleck  mit  schwarzem  Kern.  Die  Htlgl  sind  weniger  feurig  karminrot,  in  der  Mittelzelle  gelblichrot,  der  an 
der  Subcostale  liegende  lange  Duftschuppentleck  ist  weiss,  der  Saum  ziemlich  breit  ockergelb.  Die  Unter¬ 
seite  ist  rotgelb  mit  weissem  Doppeltleck  in  der  Mitte  jedes  Flügels  und  zusammenhängenden  submarginalen 
schwarzbraunen  Flecken.  Das  ?  hat  kanariengelbe  Oberseite  der  Vtlgi  mit  rotem  Saum  und  marginalen  und 
submarginalen  rotbraunen  Flecken  sowie  einen  gleichgefärbten  grossen  Fleck  am  Schlüsse  der  Mittelzelle, 
der  Wurzelteil  der  Vtlgi  ist  rot  gesprenkelt.  Die  Htlgl  sind  gelblichrot,  am  Vrde  hellrosa,  mit  marginalen 
und  submarginalen  rotbraunen  Flecken.  Die  Unterseite  hat  dunkelgelbe  Grundfärbung,  der  breite  Aussenrd 
ist  blaurot  mit  roten  Schu])pen,  der  schmale  Saum  gelb ;  der  breite  blaurote  Saum  ist  innen  von  schwarzen 
halbmondtörmigen  Flecken  eingefasst  und  an  diesen  sowie  an  der  Flügelwurzel  steht  dunkelrote  Färbung, 
am  Schlüsse  der  Mittelzelle  jedes  Flügels  stehen  (auf  den  Vtlgln  fünf,  auf  den  Htlgln  zwei)  weisse,  schwarz 
soistdia.  eingefasste  Flecke.  —  solstitia  Bflr.  (25 d).  angeblich  aus  Chile,  wahrscheinlich  aber  eine  Aberrativform 


(lATOPSII.lA.  Von  ,1.  l.’öüKK. 


H7 


der  arellaneda  und  daher  auch  auf  Cul)a  heiniiscli,  iintcrsclieidel  sicli  von  letzterer  durch  schniiileren  und 
innen  geradliniger  begrenzten  ockergelben  Saum  dei'  Obei'seile  und  wurzelwäi'ts  i'ediizierle  karmini’ote 
Flecke  der  Vtlgl.  —  Unter  der  Voraussetzung,  dass  die  Fundoiisangabe  »dbile«  richtig  sei,  hält  IkjTiant 
wegen  einiger  kleiner  Verschiedenheiten  in  der  Flaarbekleidung  des  l\öry)ers  solsHfiu  für’  eigene  Art. 

C.  editha  BfJr.  (26a)  aus  Haiti  liat  beim  cf  zitrongelbe,  zeichnungslose  Oberseite,  die  Fntei'seite  isl  editha. 
dunkelgelb  mit  zwei  weissen,  schwarzbraun  umzogenen  Flecken  am  Scblusse  dei' I  lllglmittelzelle  und  sonstigei¬ 
geringer  schwarzlirauner  Fleckenzeichnung.  Das  ?  hat  rötlichgelbe  Oberseite,  nanienilicb  dei  lltlgl,  mit 
grossem  schwarzen  Mitteltlecke  der  Vtlgl  und  marginalen  und  submarginalen  scliwarzbiaunen  Flecken  der 
Vtlgl,  sowie  kleinen  schwarzbraunen  Saumtlecken  der  Htlgl ,  die  Unterseite  ist  von  der  des  cf  kaum  ver¬ 
schieden.  —  fornax  Bür.  aus  Chile  (?)  halte  ich  für  eine  ?-Form  der  ('(iilha.  Die  Oberseite  hat  viel  mthr  fornax. 
Rot,  namentlich  eine  breite  dunkelrote  Saumbinde  der  Htlgl,  und  die  Unterseite,  deren  innere  Hälfte  gelb 
ist,  hat  viel  mehr  rote  Zeichnungen. 

C.  argante  f.  (—  larra  U. ,  cnidia  Godt.)  (25  a)  ist  von  den  nordamerikanischen  Colfstaaten  bis  ar^ante. 
Paraguay  verbreitet  und  sehr  häufig.  Das  cf  ist  oberseits  fahl  orangegeli)  und  bis  auf  die  schwarzen  Saum- 
tlecke  zeichnungslos.  Der  ziemlich  schmale  Duftscbuppensaum  tritt  wenig  hervor,  wie  mehrere  andere  Arten 
hat  auch  diese  Art  ein  weiteres  Duftorgan,  bestehend  aus  einem  Schupjiennapfe  auf  der  Oberseite  der 
Htlgl,  der  mit  einem  an  der  Unterseite  des  Irds  der  Vtlgl  stehenden  Streupinsel  in  Verbindung  steht.  Die 
Unterseite  ist  gelb  mit  zahlreichen  bräunlichen  Zeichnungen  und  mitunter  weissen  Flecken  am  Mittelzell- 
schlusse.  Das  ?  hat  ähnliche  Grundtarbung  der  Oberseite,  aber  mehr  schwarze  Saumzeichnung,  auch  einen 
solchen  Mitteltleck  der  Vtlgl.  Die  Unterseite  ist  stärker  dunkel  gezeichnet.  —  1  )ie  Pp  hat  auffällig  auf¬ 
getriebenen  Brustteil,  der  Kopf  läuft  in  eine  Spitze  aus,  am  Thorax  ist  eine  scharfkantige  Erhöhung  und 
an  den  Seiten  läuft  eine  leistenähnliche  Erhöhung.  —  hersilia  Cr.  ist  eine  stärker  gezeichnete  Foi'in.  Das  cf  hersilia. 
hat  anstatt  der  Saumflecke  der  Vflgl  eine  schmale,  schwarze  Saumbinde  und  das  ?  mehr  und  grössere 
schwarze  Flecke.  Auch  die  Unterseite  ist  mehr  gezeichnet.  rorata  BÜr.  aus  Haiti  ist  eine  grosse  Form,  rorata. 
Das  cf  hat  auffällig  gelbe  Saumbinde  und  das  ?  bei  fast  weisser  Grundfärbung  viel  schwarze  Flecken¬ 
zeichnung  sowie  rote  Sperberzeichnung  auf  der  Oberseite.  Auch  die  Unterseite  zeigt  beim  ?  zu  Binden  ver¬ 
einigte  rotbraune  Flecke.  —  minuscula  Bilr.,  angeblich  aus  Havanna,  mir  aus  Rio  grande  do  Sul  xor-  minuscula. 
liegend,  ist  eine  Zwergform  der  arganie,  kaum  halb  so  gross  wie  diese.  —  agarithe  Bnd.  aus  Texas  a^ahY/ic. 
{argante'^),  Panama,  Venezuela,  Haiti  und  Brasilien  müsste  nach  der  von  Butler  gegebenen  Abliildung 
der  Pp  als  eine  besondere  Art  betrachtet  werden.  Butler’s  Angabe  ist  aber  irrig;  er  hat,  Avofür  mir  der 
unanfechtbare  Beweis  vorliegt,  die  Pp  von  pltüea  abgebildet.  Der  Schmetterling  ist  im  männlichen  Ge- 
schlechte  der  argante  ähnlich,  hat  aber  stark  abgesetzten,  ungleich  breiten  hellen  Saum  und  gelbe  Färbung 
des  vorderen  Teils  der  Htlgl.  Die  Unterseite  zeigt  ausser  anderer  Zeichnnng  auf  den  Vtlgln  eine  von  der 
Flügelspitze  nach  dem  Irde  laufende  rotbraune  Fleckenbinde.  Das  ?  ist  oberseits  rötlichgelb,  hat  am  Schlüsse 
der  Vllglmittelzelle  einen  grossen  oraugegelben  Fleck,  in  dem  der  sclnvarze  Mitteltleck  stellt.  Die  Unterseite 
ist  der  des  cf  ähnlich,  aber  stärker  gezeichnet.  floridensis  Neiiniögra  i.l.  aus  Florida  ist  im  männlichen  floridensis. 
Geschlecht  oberseits  völlig  zeichnnngslos ,  der  Rand  wenig  lichter  als  der  innere  Flügelteil,  dagegen  unter- 
seits  ziemlich  kräftig  gezeichnet,  namentlich  ist  die  von  der  Vtlglspitze  nach  dem  Irde  laufende  Binde  rot¬ 
brauner  Flecke  auffällig.  Das  ?  ist  obei'seits  fast  ebenso  gleichmässig,  nur  etwas  lichter  orangegelb  gefärbt 
Avie  das  cf  und  hat  ausser  geringer  bräunlicher  Zeichnung  an  und  in  der  Nähe  der  A'tlglspitze  und  des  sehr 
undeutlichen  kleinen  dunklen  Mitteltlecks  der  Vtlgl  keinerlei  Zeichnung. 

C.  trite /..  (25b)  aus  dem  tropischen  Amerika  hat  gelbe  Oberseite  mit  schwarzem  Saume  der  Vtlgl,  trite. 
der  lieim  ?  etAvas  breiter  ist.  Der  Duftschuppensaum  ist  sehr  schmal  und  unauffällig,  der  Duftapparat  auf 
dem  inneren  Teile  der  Flügel  ist  Avie  bei  den  vorbeschrielienen  x4rten.  Die  Unterseite  ist  grünlichgelb,  am 
Rande  lichter,  und  hat  ausser  geringer  submarginaler  Zeichnung  der  Htlgl  auf  allen  Flügeln  eine  nur  dieser 
Art  eigentümliche  schwärzliche  Schräglunde.  Das  ?  hat  unterseits  lichtere  Grundfärbung. 


C.  statira  Vr.  (26  c)  kommt  in  ganz  Süd-xAmerika  sehr  häubg  vor.  Die  äussere  mit  Duftschupyien  statira. 
belegte  Flügelhälfte  ist  auffällig  lichter  als  der  zitrongelbe  innere  Flügelteil.  Ausser  einem  schmalen  scliAA’arzen 
Saume  hat  die  Oberseite  keine  Zeichnung.  Das  ?  hat  breiteren  scliAvarzen  Saum,  auch  scliAvarzen  Mitteltleck 
der  Vtlgl.  Die  Unterseite  hat  geringe  dunkle  Zeichnung.  —  wallacei  Iddr.  vom  Rio  negro  und  von  Peru  wallacei. 
hat  gleichmässig  gelbe  Oberseite  und  sehr  lichte  Aussenhälfte  der  Lhiterseite. 


C.  boisduvalii  VJdr.  (26c)  von  Golumbien  und  Gentral-xAmerika  ist  sahnefarbig,  auf  dem  Wurzel-  boisduvalii. 
teile  .stärker  gelb,  mit  schmalem  scliAvarzen  Apicalsaume.  Die  Unterseite  ist  lichtgelb,  völlig  zeichnungslos. 

C.  jada  Bür.  (261))  aus  Guatemala  hat  beim  cf  die  innere  Flügelhälfte  ockergelb,  die  äussere  zitron- ./ärfu. 
gelb,  keine  Zeichnung,  die  Unterseite  ist  rötlichgelb,  auf  der  äusseren  Hälfte  lichter.  Das  $  ist  oberseits 
gelb  mit  scliAvarzem  gezackten  Saume  und  rundem  scliAvarzen  Mitteltleck  soAvie  emer  subapicalen  Reihe  von 
vier  ockergelben  Fleckchen.  Die  Unterseite  ist  bläulicliAveiss  mit  rötlichen  Marginal-  und  Alittelzeichnungen.  — 
jaresia  Bür.  aus  Peru  ist  nur  im  Aveiblichen  Geschlechte  bekannt.  .Ähnlich  dem  argante-'^  ist  es  oraiigegelb  Jaresia. 


SS 


(^t)NEPTERYX.  Von  ,).  Röbek. 


mit  sclnvarzem  .Mitteltlecke ,  hat  a])er  auf  allen  Flügeln  zusammenhängende  schwarze  Saumzeichnung.  Die 
rnterseite  ist  etwas  rötlichgelber  als  hei  jada,  in  der  Zeichnung  dieser  fast  gleich. 

gadartiana.  C.  godartiana  Sirains.  (=  orbis  Bsd.)  (26  b)  aus  Haiti  und  Porto  Rico  hat  die  Oberseite  der  Vflgl 

zur  Hälfte  weiss  und  zur  anderen  Hälfte  gelb;  die  äussere  weisse  Hälfte  hat  schmalen  gelben  Saum.  Der 
innere  Teil  der  Hflgl  ist  rütlichgelb,  an  der  Aussengrenze  grünlich,  ein  breiter  Rand  ist  weiss.  Die  Unter¬ 
seite  der  Vtlgl  ist  im  vorderen  Teile  gelblich  mit  dunklen  Submarginalzeichnungen,  im  hinteren  Teile  weiss- 
lich.  Der  innere  Teil  der  Htlglunterseite  ist  rötlichweiss,  die  Ränder,  namentlich  breit  der  Aussenrd,  sind 
grünlich ;  ausser  zwei  weissen  Flecken  am  Mittelzellschluss  und  wenigen  schwärzlichen  Submarginal¬ 
zeichnungen  sind  keine  Zeichnungen  vorhanden.  Das  ¥  hat  unschön  rötlichgelbe  Oberseite  mit  zusammen¬ 
hängenden  schwarzen  Randzeichnungen,  grossem  schwarzen  Mittelfleck  und  einem  kleinen  hakenförmigen 
Submarginaltleck  der  Vtlgl.  Die  Hflgl  haben  grössere  unzusammenhängende  schwarze  Saumtlecke.  Die  Unter¬ 
seite  ist  im  inneren  Teile  rötlichgell),  im  äusseren  Teile  fast  weiss  mit  rötlichen  Saumzeichnungen,  schwärz¬ 
lichen  Submarginalzeichnungen,  grossem  rötlichen  Mitteltlecke  der  Vflgl  und  zwei  weissen,  bräunlich  um- 
ne/eis.  zogenen  Mitteltlecken  der  Hflgl.  —  neleis  Bsd.  von  Cuba,  Mexiko  und  Guatemala  hat  weniger  auffällig 
lichten  Aussenteil  der  Oberseite  und  die  auf  der  inneren  Hälfte  gelbliche,  auf  der  äusseren  Hälfte  weiss- 
liche  Unterseite  ist  zeichnungslos.  Das  ¥  ist  oberseits  viel  lichter,  mehr  gelblich  und  hat  weniger  schwarze 
butleri.  Zeichnung,  die  Unterseite  lichtere  Grundtärbung.  —  butleri  Hcudd.  aus  Mexiko  (Tehuantepec)  ist  offen¬ 
bar  nur  eine  weibliche  Aberrativform  von  hell  chamoisfarbener  Oberseite  und  etwas  schwarzbrauner  Zeich- 
hartonia.  nung.  -  hartonia  Bdr.  von  Jamaica  ist  beim  cf  oberseits  der  godartiana  sehr  ähnlich,  nur  fehlt  die  grünliche 
Tingierung;  die  Unterseite  ist  ganz  ähnlich  der  nelris.,  doch  hat  sie  etwas  dunkle  Zeichnung.  Das  ¥  ist  dem 
neleis-^  ähnlich,  hat  aber  keine  zusammenhängende  Randzeichnung  der  Vtlgloberseite.  Auf  der  Unterseite 
sind  die  Vflgl  gelber,  die  Hflgl  röflicher,  auch  rveniger  gezeichnef. 

orbis.  C.  orbis  Borg  (26 a)  von  Haiti  und  Cuba  i.st  auf  der  Oberseite  beim  cf  sehr  eigentümlich  ge¬ 

zeichnet.  Die  beim  ¥  auf  die  ganze  ( )berseite  verbreitete  orangegelbe  Färbung  zeigt  sich  beim  cf  nur  in 
einem  grossen  kreisrunden  Fleck  in  der  Nähe  der  Flügelwurzel.  Die  Aussenhälfte  der  Vflgl  ist  weiss,  der 
übrige  Teil  gelb.  Die  Mflgl  sind  gelb  mit  breitem  weissen  Aussenrde.  Die  Unterseite  ist  rötlichgelb  mit 
einem  weissen,  rötlich  umzogenen  Mitteltleck  auf  jedem  Flügel,  rötlicher  Saumlinie  und  rotbraunen  Sub- 
marginalzeichnungen.  Das  oberseits  völlig  oiangegelbe  ¥  hat  schwarze  Marginal-  und  Submarginaltlecke 
sowie  einen  viereckigen  schwarzen  Mitteltleck.  Die  Unterseite  ist  stärker  rotbraun  gezeichnet  als  beim  cf. 
Die  Pp  ist  verhältnismässig  schlank,  ohne  auffällige  Bildungen,  der  Kopfteil  in  eine  kurze  Spitze  verlängert.  — 
Rp  {\ix{  B(dnria)ia  pidriirrrinia,  grün  mit  gelbem  Rauche,  alle  Einschnitte  hell  grüngelb.  Pp  grün,  kahnförmig, 
Extremitäten  rosenrot  und  Ri])pen  gelb  (Boisduval). 


21.  Gattung:  GoMepteryx  Leach. 

Die  wenigen  Arten  dieser  Gattung  würden  besser  unter  dem  (Jattungsnamen  Amgxdhia  Sa-ains.  ver¬ 
einigt,  da  sie  nicht  nur  durch  ihre  riesige  Grösse  von  den  altweltlichen  Gonejdergx-Avten  differieren,  sondern 
auch  Strukturmerkmale  besitzen,  die  sie  von  Gonejdergx  gut  trennen.  Der'  vierte  Subcostalast  mündet  nicht 
in  den  Vrd,  wie  bei  den  echten  Gonepfergx-Avten,  sondern  in  die  viel  mehr  vorgezogene  Flügelspitze.  Nach 
E.  Reuteu  stimmen  die  amerikanischen  Arten  in  der  Struktur  des  Wurzelglieds  der  Palpen  überein,  dif¬ 
ferieren  hierin  jedoch  mit  den  echten  (Tonepfergx-Arten.  Die  hierher  gehörigen  Arten  können  wegen  ihrer 
Flügelgestalt  nicht  verkannt  werden,  ein  weiteres  gemeinsames  IMerkmal  besitzen  sie  darin,  dass  auf  der  Unter¬ 
seite  der  Htlgl  die  Subcostale  besonders  entwickelt,  auch  durch  eigene  Färl)ung  hervorgehoben  erscheint. 
Die  sekundären  Männchencharaktere  stimmen  mit  Cafopsilia  überein,  sind  aber  noch  mehr  entwickelt,  da  der 
grössere  Teil  der  Flügel  auf  der  Oberseite  mit  kreidigen  Duftschuppen  bedeckt  ist.  auch  das  Duftorgan  am 
\’rd  der  Htlgl  sich  in  Gestalt  einer  langen  und  breiten  Drüse  zeigt.  Eine  Art  i.st  von  Mexiko  bis  Paraguay 
\erl)reitet,  die  beiden  anderen  Arten  haben  beschränkteres  Verbreitungsgebiet.  —  Übei-  die  ersten  Stände 
scheint  noch  nichts  bekannt  geworden  zu  sein. 

menippe.  Q.  mcnippe  Uhn.  {=  teachiana  Godt.)  (26  g)  scheint  im  ganzen  tropischen  Amerika  vorzukommen, 

auch  höhere  Berge  nicht  zu  scheuen.  Sie  übertriftt  die  hervorragendste  indische  Pieride  llehomoia  glaacq^pe 
sowohl  an  Grösse,  als  auch  an  Schönheit.  Die  Oberseite  ist  lichtgelb,  mitunter  etwas  dunkler,  das  Spitzen¬ 
drittel  der  ATlgl  ist  prächtig  orangegelb,  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  steht  ein  grosser  viereckiger  braunroter 
Fleck,  vor  ihm  mitunter  auch  ein  kleinerer,  sonst  gleicher  Fleck.  Der  schwarzbraune  Saum  ist  in  sehr  ver¬ 
schiedenem  Grade  entwickelt;  die  meisten  Stücke  zeigen  ihn  so,  wie  unsere  Al)l)ildung  zeigt,  nicht  selten 
ist  er  reduziert  auf  Randtlecke.  die  nur  durch  eine  Saumlinie  niiteinander  verbunden  sind,  selten  fehlt  er 

calypso.  völlig:  ah.  calypSO  form.  noc.  Die  Htlgl  haben  nur  selten  schAvärzliche  Saumtlecke.  Die  Grundfärbung  der 
Unterseite  ist  gleichfalls  ziemlich  variabel,  von  grünlichweiss  bis  gelb,  mit  mehr  oder  minder  scharfen  lichten, 
etwas  opalisierenden  Zeichnungen ;  immer  vorhanden  ist  auf  allen  Flügeln  ein  länglicher  mehrfach  geteilter 
rötlicher  Mitteltleck  und  eine  mehr  oder  minder  vollständige  Reihe  schwarzer  Submarginalpunkte:  die  Sub- 


Ansgegehen  20.  III.  Ol). 


KKICOGONIA;  TERIOCOLIAS.  Von  ,1.  RiMinii. 


89 


costale  der  Hflgl  hebt  sich  durch  besondere  Färbung  hervor.  Das  ?  unterscheidet  sich  durch  etwas  fahleren 
Ton  des  orangegelben  Flecks,  auch  hat  es  mehr  schwärzliche  Flecke  am  Saume  der  llllgl.  Selten  kommen 
Stücke  vor,  denen  der  orangegelbe  Fleck  völlig  fehlt;  ah.  thetis  lärm.  nov.  —  Nach  2  Stücken  von  Columbia  thetis. 
hat  Fkuiistorfeh  die  Untei’art  metioche  aufgestellt;  sie  soll  sich  durch  dunklere,  sattere  und  gleichmässiger  metioche. 
gelbe  Grundfärhung ,  höhere  und  schmälere  Flügel,  bedeutendere  Grösse,  grössere,  lichtere  und  mehr  ge¬ 
teilte  Mitteldecke  der  Unterseite  charakterisieren. 

G.  clorinde  Godt.  {—  swainsonia  Swains.,  godarti  Partij,  maerula  Hhn.)  (24- g)  ist  von  Mexiko  bis  clorinde. 
Paraguay  vei’breitet,  in  der  Grösse  äusserst  variabel,  hat  weisse  Oberseite  mit  schwach  grünlichem  Scheine, 
der  grosse  Mitteldeck  ist  entweder  orange-  oder  schwefelgelb,  auf  jedem  Flügel  befindet  sich  ein  kleiner 
schwarzer,  rotgelb  eingefasster  Mitteldeck.  Die  Unterseite  ist  grünlich  mit  weisser  Sperberzeichnung  und 
einem  wenig  hervortretenden  rötlichen  Mitteldeck  auf  jedem  Flügel.  Das  ?  unterscheidet  sich  durch  viel  ge¬ 
ringere  Entwicklung  des  gelben  Mitteldecks  und  grössere,  auch  viel  breiter  rotgelb  umzogene  Mitteldecke.  — 
nivifera  Frühst,  aus  Zentral- Amerika  soll  sich  durch  schneeweisse  Oberseite,  dunklere,  mehr  orangegelbe  nivifera. 
Mitteldecke  und  gelblich  marmorierte  Unterseite  auszeichnen. 

G.  maerula  F.  (24g)  ist  von  Mexiko  bis  Süd-Peru  verbreitet,  scheint  aber  dem  Osten  des  Gebiets  maenda. 
zu  fehlen.  Die  Oberseite  ist  zitrongelb  und  hat  ausser  dem  schwarzhraunen  Mitteldeck  und  etwa  einigen 
schwarzen  Saumpunkten  keine  Zeichnung.  Das  Duftorgan  auf  den  Hdgln  ist  lichter.  Die  Unterseite  ist 
grünlich  mit  lichter  Sperberzeichnung  und  einem  weissen ,  rötlich  umzogenen  Mitteldeck  auf  jedem  Flügel : 
die  Subcostale  der  Htlgl  tritt  deutlich  hervor.  Die  ??  sind  meist  weisslich  und  haben  einen  grösseren  orange¬ 
gelben  Mitteldeck  auf  den  Hdgln.  Seltener  ist  eine  kanariengelbe  ?-Form;  ab.  flava  form.  nov.  —  Zu  lacor-  flava. 
dairei  Bsd.  (=  ecclipsis  Cr.)  sind  solche  Stücke  zu  rechnen,  die  eine  einfach  gelbe  ungesperberte  Unter-  lacordairei. 
Seite  haben.. —  gueneeana  Rsc?.  ist  noch  weniger  verschieden;  Stücke  mit  deutlichen  schwarzen  Saumdecken  gneneeana. 
wären  hierher  zu  rechnen. 


22.  Gattung;  Kricog^onia  lieak. 

Diese  Gattung  hat  ihre  Heimat  vom  südlichen  Nord-Amerika  bis  Venezuela,  auch  auf  den  Antillen 
ist  sie  zu  Hause.  Abgesehen  von  der  viel  geringeren  Grösse  und  der  Flügelgestalt  hat  sie  gegen  Gonepteryx 
nur  den  Unterschied,  dass  ihre  langen  Palpen  weit  über  den  Kopf  reichen.  In  der  Rippenbildung  ist  kein 
Unterschied.  Die  ersten  Stände  sind  noch  unbekannt. 

K.  lyside  Godt.  kommt  von  Texas  und  Kalifornien  bis  Venezuela  vor.  Die  Oberseite  ist  weiss,  der  lyside. 
innere  Teil  der  Hdgl  gelblich  angedogen,  der  Wurzelteil  aller  Flügel  gelb,  die  Unterseite  bis  auf  den  fast 
weissen  hinteren  Teil  der  Vdgl  schwach  gelb,  zeichnungslos,  nur  mitunter  auf  den  Hflgln  ein  schwarzer 
Mitteldeck.  Das  ?  hat  weniger  gelbe  Färbung  an  der  Flügelwurzel  und  verdunkelte  Vtlglspitze.  —  terissa  Luc.  terissa. 

(=  lyside  Hbn)  (26  d)  ist  eine  Aberrativform,  die  sich  durch  ein  schwarzes  Streifchen  am  Vrd  der  Htlgl  aus¬ 
zeichnet.  —  xanthophila  form.  nov.  (26  d)  aus  Guatemala  ist  eine  (nur  im  weiblichen  Geschlechte?)  völlig  gelbe  .xanthophila. 
Form.  Die  Unterseite  der  Htlgl  ist  von  der  der  Vdgl  abstechend  licht  —  castalia  F".  ist  die  Form  von  castalia. 
Jamaica.  Sie  hat  an  der  Flügelwurzel  nur  Spuren  gelber  Färbung,  auch  die  Unterseite,  namentlich  der  Vdgl, 
ist  noch  weniger  gelb. 

K.  fantasia  Btlr.  (26 d)  aus  Nicaragua  hat  im  weiblichen  Geschlechte  grünlichweisse  Oberseite,  am  fantasia. 
Vrd  der  Vdgl  einen  dunkel  schwefelgelben  Basalstreifen  und  hellbraune  Apical-  und  Aussenrdszeichnung, 
die  Hflgl  sind  hell  schwefelgelb.  Die  Unterseite  der  Vdgl  hat  glänzend  schwefelgelbe  Färbung  der  Wurzel¬ 
hälfte,  der  übrige  Teil  des  Flügels  ist  hell  schwefelgelb,  Htlgl  wie  oben,  auf  der  Wurzelhälfte  dunkler 
schwefelgelb.  Ist  wahrscheinlich  auch  nur  eine  Aberrativform  der  lyside;  mir  liegt  ein  ganz  ähnliches  Stück 
aus  Cuha  vor. 


23.  Gattung:  Teriocolias  Böb. 

Es  ist  nicht  angängig ,  atinas  Hetv.  in  der  Gattung  Terias  zu  belassen ,  weil  sie  viel  weniger  mit 
dieser  als  mit  Colias  verwandt  ist.  Von  dieser  unterscheidet  sie  sich  dadurch,  dass  der  vierte  Subcostalast 
nicht  in  den  Aussenrd,  sondern  direkt  in  die  Flügelspitze  mündet  und  durch  das  Fehlen  der  unteren  Disco¬ 
cellulare  der  Vflgl;  die  untere  Radiale  entspringt  direkt  aus  der  Subcostale.  Eine  weitere  Eigentümlichkeit 
dieser  Gattung  ist  die  Bekleidung  der  Wurzelhälfte  der  Fühler  mit  langen,  haarähnlichen,  ziemlich  anliegenden 
Schuppen,  so  dass  der  Fühler  schon  bei  nur  geringer  Vergrösserung  den  Eindruck  eines  Heterocerenfühlers 
macht.  Unter  den  Eryciniden  kommen  ähnliche  Bildungen  vor,  auch  bei  den  amerikanischen  Gonepteryx  und 
Catopsilien,  nicht  aber,  soviel  ich  feststellen  konnte,  bei  Terias.  Auch  biologische  Gründe  sprechen  gegen 
die  nähere  Verwandtschaft  mit  Terias:  atinas  fliegt  nämlich  im  Hochgebirge,  wo  Terias- Äxten  nicht  mehr 
Vorkommen. 

T.  atinas  Hew.  (26  d)  aus  Bolivia  ist  oberseits  gesättigt  schwefelgelb  mit  kleinem  schwarzen  Fleck  atinas. 
am  Schlüsse  der  Vflglmittelzelle,  der  Wurzelteil  aller  Flügel  ist  schwarz,  am  Aussenrd  und  Vrd  der  VÜgl  in 

V  12 


90 


GÜLIAS.  Von  J.  Röbee. 


der  Nähe  der  Spitze  stehen  dunkle  Fleckchen  bezw.  Punkte.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  schwefelgelb  mit 
rötlichem  Saum  und  dunklen  Saumtleckchen  sowie  zM^ei  schwarzen  Punkten  am  Schlüsse  der  Mittelzelle,  die 
Htlglunterseite  ist  gelb,  dicht  bräunlich  bestäubt  und  mit  rotbraunen  Flecken  am  Vrd  und  in  der  Mitte  sowie 
pacis.  zwei  schwärzlichen  Punkten  am  Schlüsse  der  Mittelzelle.  Das  ?  hat  lichtere  Grundfärbung.  —  pacis  Stgr.  i.  I 
(26  d)  aus  Peru  (3300  m)  ist  oberseits  noch  etwas  gesättigter  gelb,  unterseits  ist  der  rötliche  Saum  der  Vtlgl 
plesseni.  breiter  und  die  Hflgl  sind  dunkler  braunrot  bestäubt.  —  plesseni  mbsp.  nov.  aus  dem  Ghanchamayo  (Peru) 
wurde  von  Baron  G.  von  Plessen  am  26.  März  1906  auf  dem  Wege  von  Aroya  nach  La  Merced  auf  dem  Ost- 
abhange  der  Anden  erbeutet,  wo  die  Art  in  Gemeinschaft  mit  Colias  euxanthe  auf  Lupinenfeldern  flog.  Sie 
ist  ober-  und  imterseits  schwefelgelb,  hat  unterseits  keinen  besonders  gefärbten  Saum  der  Vflgl  und  ausser 
der  schwefelgelben  Grundtärbung  und  den  schwärzlichbraunen  Flecken  der  Hflgl  zeigt  sich  nur  geringe 
schwärzliche  Bestäubung. 


24,  Gattung:  Colias  F. 

Dem  amerikanischen  Gebiete  müssen  etwa  drei  Viertel  so  viel  Arten  zugesprochen  werden  als  dem 
paläarktischen  Gebiete,  wenn  der  Artbegriff  nicht  allzu  kritisch  angewendet  wird.  Bei  schärferer  Sichtung 
werden  jedoch  kaum  mehr  als  zwanzig  amerikanische  Arten  sich  feststellen  lassen,  also  etwa  die  Hälfte  der 
Artenzahl,  die  das  paläarktische  Gebiet  beherbergt.  In  Anbetracht  des  ungeheuren  Gebiets  ist  dies  scheinbar 
eine  Artenarmut  Amerikas,  die  j'edoch  erklärt  wird,  wenn  man  berücksichtigt,  dass  die  Uo/ü/s-Arten  zum 
grossen  Teile  Gebirgsbewohner  sind,  und  das  amerikanische  Gebiet  eigentlich  nur  einen,  wenn  auch  un¬ 
geheuren  Gebirgsstock  aufweist.  Die  Zerklüftung  Zentral -Asiens  in  eine  Anzahl  selbständiger  Gebirgs- 
stöcke  hat  offenbar  die  Entstehung  von  C’o/i«s-Arten  sehr  begünstigt.  Dieser  Vorteil  fehlt  dem  amerikanischen 
Gebiete.  Weiter  ist  dagegen  der  Umstand  zu  beachten,  dass  Amerika  im  südlichsten  Teile  einige,  zum 
Teile  hervorragende  Arten  besitzt,  für  die  die  östliche  Halbkugel  mangels  äquivalenter  Länder  keinen  Ersatz 
zu  bieten  vermag. 

Die  Gattung  Colias  charakterisiert  sich  unverkennbar  durch  die  äussere  Erscheinung;  mag  die  Art 
aus  dem  höchsten  Norden  oder  aus  dem  fernsten  Süden  sein ,  so  ist  sie  doch  sofort  als  eine  Colias  zu  er¬ 
kennen.  In  der  Rippenbildung  hat  sie  als  Merkmal  den  völligen  Mangel  der  Präcostalis,  womit  die  Gattung 
nur  mit  der  äusserlich  sehr  verschiedenen  Terias  übereinstimmt.  Die  Schmetterlinge  haben  meist  Mittel¬ 
grösse,  einige  Arten  sind  zu  den  grösseren  Faltern  zu  zählen.  Fhlr  ziemlich  kurz  mit  allmählich  verdickter, 
aber  deutlicher  Kolbe.  Spitze  der  Vtlgl  abgerundet,  Vflgl  mit  vier  Subcostalästen ,  von  denen  der  erste 
weit  vor  dem  Schlüsse  der  iMittelzelle  entspringt;  die  obere  Radiale  entspringt  aus  der  Subcostale,  daher 
fehlt  die  obere  Discocellulare. 

Die  Gattung  hat  ihr  Haiq)tverbreitungsgehiet  in  Zentral -Asien ,  wo  die  meisten  Arten  ihre  Heimat 
haben.  Sie  ist  fast  ausschliesslich  auf  Gebiete  mit  gemässigtem  Klima  beschränkt.  In  Nord-Amerika,  in 
den  Gebirgen  des  tropischen  Süd -Amerika  und  in  den  Ebenen  des  südlichen  Teils  von  Süd -Amerika  kommen, 
wie  schon  gesagt,  eine  grössere  Anzahl,  in  Afrika  nur  zwei  Arten  (Lokalformen  paläarktischer  Arten),  in 
Indo -Australien  aber  kommt,  abgesehen  vom  Himalaya  und  den  mit  diesem  zusammenhängenden  Nilgiri- 
bergen,  keine  Art  vor.  Einige  Arten  dringen  weit  nach  Norden  (so  C.  bootJiii  bis  zum  75.  Breitengrade) 
und  im  Feuerlande  kommt  eine  der  schönsten  und  grössten  Arten  (imperinlis)  vor.  Einige  Arten  treten  in 
zwei  Generationen ,  aber  wohl  die  meisten  in  nur  einer  Generation  auf.  Der  Geschlechtsdimorphismus  ist 
bei  den  meisten  Arten  gut  entwickelt,  auch  der  Dimor])hismus  der  ??,  die  vielfach  in  einer  blassen  und 
einer  hochgelben  oder  orangefaiRenen  Form  auftreten.  Die  Schmetterlinge  sind  rasche  und  ausdauernde 
Flieger.  Die  d'd'  vieler  Arten  besitzen  als  sekundär-sexuelle  ikuszeichnung  am  Vrd  der  Htlgloberseite  eine 
mehr  oder  weniger  scharf  begrenzte  kleine  Scheibe  kreidig-dicker  Schuppen  («Älehltleck»).  —  Ei  zylindrisch, 
schwach  gerippt.  Rp  lang,  fast  durchgehends  gleich  dick,  sehr  kurz  behaart;  sie  überwintern,  leben 
meist  an  Klee  und  verwandten  Pflanzen,  die  im  Norden  heimischen  Arten  meist  an  Vaccinium.  Pp  mit 
einer  Kopfspitze  und  erhahener,  schneidig  scharfer  Rückenseite  der  Brust;  wie  die  meisten  Pieriden-Ppn 
stehen  sie  aufrecht,  sind  am  Gremaster  in  ein  seidiges  Polster  eingehakt  und  werden  durch  einen  weiten 
schlaffen  Gürtelfaden  aufrecht  gehalten. 

palaeno.  C.  palaeno  L.  (=  philomene  Hbn.,  la])j)onica  SU/r.,  werdandi  ll.-Schäff'.)  (27  a).  Aus  der  Samm¬ 

lung  des  Herrn  Leopoeu  Haktmann  in  Würzburg  (dem  ich  für  leihweise  Überlassung  seines  Materials  an 
nordamerikanischen  Pieriden  zu  Danke  verpflichtet  bin)  liegt  mir  ein  cT  aus  Kanada  vor.  Es  ist  oberseits 
von  deutschen  Stücken  (earopome  Esp.)  nicht  zu  unterscheiden,  auf  der  Unterseite  aber  viel  gelber;  die 
Färbung  der  Hflgl  kommt  derjenigen  der  ??  der  earopome  nahe.  —  An  der  Hudson -Bai  und  in  Alaska 
pelidneides.  kommt  pelidnei’des  Stgr.  vor,  die  sich  nach  Stauuinoer  von  palaeno  dadurch  unterscheidet,  dass  der  Mittel¬ 
fleck  der  Htlglunterseite  nicht  weiss,  sondern  wie  bei  pelidne  rötlich  gefärbt  ist;  pelidne  ändert  hierin  aber 
häufig  ab,  doch  ist  bei  dieser  Art  dieser  Mittelfleck  immer  viel  kleiner  als  bei  palaeno.  -  Rp  meergrün, 
samtartig,  mit  feinen  schwarzen  Punkten,  an  den  Seiten  ein  hochgelber,  unten  schwarz  gesäumter  Längs¬ 
streifen,  unter  dem  die  weissen,  schwarz  gerandeten  Luftlöcher  stehen,  Bauch  und  Bauchfüsse  mattgrün, 
Brustfüsse  gelblich,  Kopf  grün;  auf  Sumpfheidelbeere  (Vaccinium  uliginosum).  Pp  grünlich  gelb  mit  stark 


COr.IAS.  Von  .1.  Röbkr. 


gewölbtem  Rücken.  Im  paläaiktischen  Gebiete  fliegt  der  Sclmietlerling  von  Rnde  .luni  bi.s  Mitte  Augu.st 
auf  Moorl)octen. 

C.  pelidne  Bsd.  {=  antliyale  5/r/r.)  (;27  aj  aus  Labrador  und  dem  l)orealen  Noj’d-Amerika  ist  tileicliei-  palidne. 
gelb  als  palaeno,  hat  auch  schmäleren  und  weniger  duid<len  Aussenrd,  die  Unterseite  ist  gleichfalls  viel 
bleicher,  auf  den  Hllgln  grünlich,  die  Mitteltlecke  der  Unterseite  sind  kleiner,  desgleichen  die  der  Obei'seile, 
letztere  oft  fehlend.  Das  ¥  ist  oberseits  gelblich  weiss  mit  nur  schmalem,  innen  verwaschenem  dunklen 
Rande  der  Vflgl.  —  labradorensis  Scuddcr  lässt  sich  kaum  trennen.  Das  cf  hat  schmäleren  Aussenrd,  der  labra- 
durch  Streifchen  der  Grundfärbung  fast  in  Flecke  aufgelöst  ist,  und  das  ¥  hat  keinen  dunklen  Aussern-d.  —  dorensis. 
ab.  moeschleri  Gr.-Gvsh.  ist  dunkler  gelb,  fast  orangegelb  gefärbt.  —  In  Di’.  SrAunrNOKK’s  Sammlung  be-  moesdilnri. 
finden  sich  Stücke,  die  als  Bastarde  von  jielidne  und  nasfes  gelten  können;  Oberseite  grünlich  gelb,  Rippen 
schwarzbraun,  der  dunkle  Rand  scharf.  Diese  Form  könnte  standfussi  benannt  werden.  —  iiGidne  ist  keine  standfussi. 
konstante  Form,  ändert  anderseits  aber  auch  nicht  sehr  ab,  so  dass  für  skinneri  Banies  keine  zutreffenden  skinneri. 
Merkmale  angegeben  werden  ‘können.  —  chippewa  Kdir.  vom  Mackenzie  River  (Britisch  Nord-Amerikaj  chippewa. 
scheint  eine  Zwischenform  von  pelidne  und  palaeno  zu  sein;  Stbeokek  hält  sie  für  eine  ])alueno~Fo\'\\\.\  sie  ist 
eine  schwer  deutbare  Aberrativform.  Das  ¥  ist  mehr  einem  palaeno-^,  als  einem  pelidn.c-^  ähnlich. 

C.  philodice  Godf.  (=  dorippe  Godt.,  palaeno  Cr.,  europome  Sfeph.)  (27a),  the  Common  Sulphur,  p/n'/oü/rc. 
auch  Pfützenschmetterling  genannt,  verbreitet  sich  von  Neu -England  bis  Florida  und  westlich  bis  in  die 
Rocky  Mountains.  Diese  Ai't  ist  sehr  häufig,  tritt  öfter  in  Schwärmen  auf  und  beleiht  Wegränder  und  Klee¬ 
felder.  Sie  ändert  nur  etwas  in  der  Breite  des  schwarzen  Randes  ab.  Weisse  ¥¥  werden  als  ab.  alba  Stf/r.  i.  l.  alba. 
bezeichnet.  —  ab.  anthyale  Hbn.  ist  eine  Form  mit  schmalen  dunklen  Rändern.  —  ln  Guatemala  kommt  anthyale. 
guatemalena  Sf(jr.  i.  l.  vor,  eine  tiefer  gelb  gefärbte  Form  mit  etwas  breiterem  dunklen  Rande  der  Ober-  guatemalena. 
Seite.  Die  Unterseite  ist  etwas  stärker  dunkel  gezeichnet.  —  Ei  hellgelb  bis  rot,  schillernd.  R])  schlank, 
grün,  mit  lichtgrünen  Längsstreifen ;  lebt  an  Klee.  Pp  hellgrün. 

C.  chrysomelas  Hennj  Edw.  (27  a,  b)  aus  dem  Küstengebiet  Nord-Kaliforniens  ist  grösser  und  im  dirysomelas. 
männlichen  Geschlechte  glänzender  gefärbt,  auch  breiter  dunkel  gerandet  als  philodice.  Die  Unterseite  ist 
düster  orange,  hellgelb  in  der  Mitte  der  Vtlgl.  Das  ¥  ist  viel  lichter  gelb  und  hat  in  dem  breiten  Aussenrde 
der  Vtlgl  grössere,  aber  verschwommene  gelbe  Flecke.  Die  Unterseite  ist  hellgelb. 

C.  hageni  Edtc.  (27b)  aus  Ganada  hat,  namentlich  im  männlichen  Geschlechte,  schmale  und  zw-  hngeni. 
gespitzte  Vtlgl.  Die  Oberseite  ist  beim  cf  schön  gelb,  der  schwarze  Aussenrd  der  Vtlgl  im  Gegensätze  zu 
anderen  ähnlichen  Arten  im  Innenwinkel  am  breitesten.  Die  Grundfärbung  der  Unterseite  ist  nur  wenig 
von  der  Oberseite  verschieden.  Das  ¥  ist  graugelb,  liat  breiteren  grauschwarzen  Aussenrd,  in  dem  grössere 
gelbe  Flecke  stehen,  die  Unterseite  ist  graugelb. 

C.  alexandra  Eehv.  (27  b)  (the  Alexandra  Sulphur)  aus  Colorado  ist  im  männlichen  Geschlechte  alexandra. 
oberseits  der  philodice  ähnlich,  hat  aber  glänzendere  gelbe  Grundfärbung  mit  orangegelbem  Antluge,  nament¬ 
lich  der  Hflgl.  Die  Unterseite  ist  jedoch,  und  zwar  in  beiden  Geschlechtern,  sehr  verschieden,  nämlich 
silbergrau  auf  den  Htlgln  mit  silberigem  Mitteltleck.  Das  ¥  ist  licht  gelb ,  hat  geringen  oder  gar  keinen 
dunklen  Saum  der  Vtlgl,  aber  schwarzen  Mittelfleck  und  mitunter  orangegelben  Anflug. 

C.  edwardsii  Edic.  (27  b)  aus  Virginien  hat  zitrongelbe,  orange  gemischte  Färbung  der  Oberseite  edwardsü. 
und  schmale  dunkle  Ränder.  Die  Unterseite  ist  elienso  eintönig  wie  bei  (dexandra,  aber  gelb,  auf  den  Htlgln 
schwarz  bestreut,  der  Saum  ist  rötlich.  Vermutlich  eine  Form  der  (dexandra. 

C.  harfordi  II.  Edir.  aus  Kalifornien  hat  lichteres  Gelb  der  Oberseite,  schmäleren,  von  den  gelben  harfordi. 
Rippen  durchschnittenen  dunklen  Saum  der  Oberseite,  ist  unterseits  noch  weniger  gezeichnet,  im  weiblichen 
Geschlechte  schmäleren ,  innen  gezackten  Saum  und  den  -Anfang  einer  Submarginalfleckenbinde  der  Vtlgl 
zeigend  als  die  auch  in  Kalifornien  vorkommende  barbara  II.  Edtr.  ('27  b,  c).  Der  zitrongelbe  cf  hat  schmale  barbara. 
dunkle  Aussenränder ,  das  fast  schwefelgelbe  ¥  nur  verschwommenen  Aussenrd  der  Vorderfigl.  Die  Unter¬ 
seite  ist  der  von  philodice  ähnlich. 

C.  boothii  Carl.  (27  c)  aus  dem  borealen  Amerika  (Boothia  felix),  bis  zum  75.  Breitengrade  xor-  boothii. 
kommend,  scheint  sehr  selten  zu  sein.  Die  Zeichnung  ist  zwischen  den  Geschlechtern  nicht  so  sehr  verschie¬ 
den,  wie  dies  bei  den  ähnlichen  Arten  der  Fall  ist.  Das  cf  besitzt  ausser  dem  dunklen  Aussenrde  auf  den 
Vtlgln  eine  fast  vollständige  Submai'ginalbinde  und  auf  den  Htlgln  die  Anfänge  einer  solchen.  Die  Unter¬ 
seite  ist,  namentlich  beim  cf,  stark  grünlich.  —  Bei  ab.  chione  Carl,  fehlt  (ähnlich  wie  bei  der  paläark-  ddone. 
tischen  nastes  ab.  insignafa ,  Bd.  I,  Taf.  25  c)  der  dunkle  Aussenrd  der  Vtlgl.  —  Fliegt  von  (Mitte  Juli  bis 
(Mitte  August  und  sitzt  gern  an  Blüten  von  Oxytropis  arctica  und  campestris  (Curtis). 

C.  interior  Sendd.  (=  occidentalis  Bcndd.,  emilia  Edtc.,  astraea  Edir.)  (27c)  aus  8üd-Canada  und  müT/o/-. 
den  Rocky  Mountains  (the  Pink-edged  Sulphur)  ist  der  philodice  sehr  ähnlich,  aber  die  dunklen  Aussenränder 
sind  viel  schmäler  und  die  gelbe  Grundfärbung  verläuft  strahlenförmig  in  sie,  die  Fransen  sind  rosenrot. 

Auf  der  Unterseite  sind  die  Vtlglspitze  und  der  vordere  Teil  der  Hflgl  rostig  orangegelb.  Das  ¥  hat  fast 
weisse  Oberseite  und  breiteren,  al)er  verschwommenen  Aussenrd  der  Vordertlügel. 


92 


GOLIAS.  Von  J.  Röbek. 


sciidderi. 


nastes. 


rossii. 

heia. 

rnorna. 

streckeri. 

behri. 


imperialis. 


vautieri. 


nitilans. 

canninghami. 

mimiscnla. 

meadi. 


elis. 


C.  scudderi  Reak.  (27  c)  (=  Scuoder’s  Sulphurj  aus  Colorado,  Utah,  Montana  und  Britisch  Columbia 
hat  breiteren,  aber  grau  bestreuten,  dunklen  Aussenrd.  Das  ?  ist  gewöhnlich  weiss,  sehr  selten  gelbhch  und 
hat  nur  Spuren  dunkler  Berandung.  Die  Unterseite  des  cf  ist  gelb,  auf  der  Spitze  und  dem  Aussenrde  der 
Vflgl  sowie  auf  den  Htlgln,  namentlich  dem  Vdrrande  graugrün  bestäubt.  Der  silberige  Mitteltleck  der  Hflgl 
ist  rötlich  umzogen.  Rp  auf  Heidelbeere  und  Weide.  Edwaed’s  Züchtungsversuch  war  ergebnislos,  weil  die 
Räupchen  während  des  Winters  eingingen.  —  Der  Schmetterling  fliegt  im  Juli  in  Höhe  von  9000  Fuss. 

C.  nastes  Bsd.  (27  d)  (the  Arctic  Sulphuri  aus  Labrador,  Grönland,  Alaska  und  den  Rocky  Moun¬ 
tains  in  Britisch  Columbia  ist  düster  graugrün  mit  grauschwarzen  Rändern  und  roten  Fransen.  Das  ?  ist 
gelblicher  und  hat  deutlichere  gelbliche  submarginale  Flecke  der  V-  und  Hflgl.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist 
unrein  weisslich,  grünlichgelb  beschuppt,  die  rosenroten  Fransen  sind  auffällig,  die  Hflgl  sind  gelblichgrtin, 
am  Rande  lichter,  der  weisse  Mitteilleck  ist  rot  eingefasst  und  an  ihm  steht  nach  aussen  ein  roter  wisch¬ 
förmiger  Fleck,  die  rosenroten  Fransen  sind  breiter  als  auf  den  Vflgln.  Das  ?  hat  eine  etwas  lichtere  Unter¬ 
seite  und  auf  den  Vflgln  einige  submarginale  schwarze  Fleckchen.  —  rossii  Gn.  aus  Boothia  felix  hat  beim 
cf  goldgelbe  Mitte  der  Vtlgloberseite,  das  ?  ist  weiss.  —  Strecker,  moma  Strecker  und  streckeri  Gr.-Grsh. 
von  der  Hudson-Bay  sind  Aberrativformen,  die  sich  nicht  genau  fixieren  lassen,  weil  die  Art  in  Amerika 
ebenso  stark  wie  in  Lappland  {icerdundi)  abändert. 

C.  behri  Edw.  (27  d)  aus  den  Gebirgen  im  Westen  Nordamerikas,  hauptsächlich  Kaliforniens,  ist  eine 
ganz  abweichende  Art.  Das  cf  ist  oberseits  gelblichgrün,  dicht  und  regelmässig  schwärzlich  bepudert,  mit 
auffälligem  gelblichen  Mittelfleck  der  Hflgl.  Der  dunkle  Aussenrd  ist  auf  den  Vflgln  undeutlich,  auf  den 
Htlgln  aber  scharf  begrenzt.  Die  Fransen  sind  beim  cf  gelblich,  beim  ?  rosenrot.  Die  Unterseite  ist  beim 
cf  grüngrau,  der  Mitteltleck  ist  auf  den  Vflgln  undeutlich,  auf  den  Htlgln  aber,  wie  oberseits,  auffällig,  der 
Vrd  der  Hflgl  ist  rot.  Das  ?  hat  dunklere  LTnterseite  und  rote  Fransen. 

C.  imperialis  Btlr.  (27  d)  aus  dem  Feuerlande  (Port  Famine)  ist  in  beiden  Geschlechtern  so  eigen¬ 
artig  gezeichnet,  dass  eine  Verwechselung  mit  anderen  bekannten  Arten  ausgeschlossen  ist.  Oberseite  beim 
cf  tief  orangerot  mit  breitem,  das  reichliche  Drittel  des  Vtlgls  einnehmendem  und  schmälerem  Aussenrde  der 
Hflgl,  V-  und  Hflgl  mit  grossem  schwarzen  Mittelfleck,  Innenrd  der  Hflgl  gelb,  Unterseite  grünlichgelb,  Mitte 
der  Vflgl  orange  mit  schwarzem,  licht  gekerntem  Mitteltleck  und  schwarzen  submarginalen  Zeichnungen  und 
gleichen  am  Tnnenrde,  Hflgl  mit  orangerotem  Mittteltleck  und  undeutlichen  orangegelben  Flecken  um  den 
Schluss  der  Mittelzelle.  ?  weniger  lebhaft  orange  mit  breiteren  Saumzeichnungen,  in  denen  orangerote  Flecke 
stehen,  Grimdfärbung  der  LTnterseite  viel  grünlicher  als  beim  cf,  aber  mit  denselben  Zeichnungen.  Der 
Fundort  dieser  Art  ist  noch  nicht  mit  Sicherheit  festgestellt,  aber  wahrscheinlich  richtig  angegeben. 

C.  vautieri  Guer.  (27  e)  aus  Chile  ist  beim  cf  oberseits  orangerot  mit  breitem  schwarzbraunen  Rand 
und  gleichem.  Mitt eltleck  der  Vflgl,  der  gleichgefärbte  Rand  der  Hflgl  ist  viel  schmäler  und  verjüngt  sich 
rasch  nach  dem  Innenwinkel  zu ;  die  Hflgl  haben  einen  kleineren ,  undeutlichen  dunklen  Mittellleck.  Die 
Unterseite  der  Vflgl  ist  orangerot,  an  den  Rändern  und  namentlich  der  Spitze  gelblich,  und  hat  einen 
schwarzen  Mitteltleck  und  eine  submarginale  Reihe  schwarzer,  nach  hinten  grösser  werdender  Flecke.  Die 
Unterseite  der  Hflgl  ist  gelb,  in  der  Mitte  schwach  orange,  der  rötliche  Mittelfleck  ist  licht  gekernt,  ein 
rötlicher  wischförmiger  Fleck  steht  an  der  Flglwurzel  und  ausserdem  haben  die  Htlgl  eine  Reihe  submargi¬ 
naler  rötlicher  Fleckchen;  der  Innenrand  ist  grünlich.  Das  ?  hat  oberseits  gelblichweisse  Grundfärbung, 
breitere  dunkle  Ränder  auf  allen  Flügeln  und  submarginale  lichte  Flecke.  Die  Grundfärbung  der  Unterseite 
der  Vflgl  ist  unrein  weiss,  der  Htlgl  gelblich.  —  ab.  rutilans  Bsd.  sind  cf  cf  mit  breiterem  dunklen  Rande. 

C.  cunninghami  Btlr.  (27  e)  aus  Ecuador  ist  nur  im  männlichen  Geschlechte  bekannt.  Ähnlich  der 
vautieri,  aber  grösser.  Apikal-  und  Aussenrdssaum  schmäler,  Fransen  orangegelb.  Unterseite  von  derjenigen 
von  vautieri  wenig  verschieden,  die  rötlichen  Flecke  der  Htlgl  grösser,  die  schwarzen  Flecke  der  Vflgl  da¬ 
gegen  kleiner,  Fransen  rosenrot. 

C.  minuscula  Btlr.  (27  d)  aus  Ecuador  ist  augenscheinlich  nichts  anderes  als  eine  »Miniatur- Ausgabe« 
Aqv  ciDnmujhauii.  Das  ?  hat  weisse  Grundfärbung,  ist  dem  vautieri-^  ähnlich,  hat  auf  der  Oberseite  der  Htlgl 
weniger  Saumzeichnung,  ist  dagegen  auf  der  Unterseite,  namentlich  der  FItIgl,  stärker  gezeichnet. 

C.  meadi  Edw.  (27  d)  aus  dem  Gebirge  Colorados  hat  orangerote  Grundfärbung  und  fast  gleich- 
mässig  breiten,  licht  bestreuten  dunklen  Aussenrand.  Beim  cf  ist  der  Mitteltleck  der  Vflgl  nur  angedeutet, 
beim  ?  deutlich,  licht  gekernt.  Letzteres  hat  kleine  gelbliche  Flecke  im  dunklen  Saume.  Die  Unterseite  ist 
stark  gelb ,  in  der  Mitte  der  Vflgl  orangerot  mit  auffälligem  weissen ,  rot  umzogenen  Mitteltleck  der  Htlgl, 
weniger  auffälligem  dunklen  Mitteltleck  der  Vflgl  und  rosenroten  Fransen.  Bei  dieser  Art  scheinen  keine 
weissen  ??  vorzukommen.  —  Rp  auf  Klee,  von  der  c//s-Rp  nicht  verschieden.  Pp  gestaltet  wie  die  von 
philodice,  Färbung  grüngelb,  Bauchseite  lebhafter  als  Rückenseite,  Kopfvorsprung  gelb,  eine  dunkle  Rücken¬ 
mittellinie,  weissliche  Fleckchen  am  ganzen  Körper,  Flügelhüllen  gekörnelt.  —  Fliegt  im  Juli. 

C.  elis  Strecker  (Stkeckee’s  Sulphur)  (27  f  )  aus  den  westlichen  Gebirgen  Nord- Amerikas  (Rock}^ 
Mountains)  hat  leuchtend  orangerote  Grundfärbung  und  viel  schmäleren  dunklen  Saum  als  lueadi.  Das  ?  hat 


(lOLlAS.  Von  .1.  Röbkh. 


9P> 

bleichere  Grundfär])ung  und  viel  mehr  gelbe  Submargirialzeichnung.  Die  Unterseile  ist  duicli  dunkle  De- 
schuppung  düsterer.  Nach  H.  Steeckeb  kommen  auch  weisse  ??  vor.  —  Die  Käupchen  kommen  Knde  duli 
aus  den  Eiern,  in  der  Gefangenschaft  verpuppen  sich  die  Rpn  Mitte  April.  Die  erwachsene  Hf)  ist  dunkel¬ 
gelbgrün,  auf  dem  Rücken  etwas  lichter  als  an  den  Seiten,  dicht  bedeckt  mit  kurzen  schwarzen  Haaren,  die 
auf  Wärzchen  stehen,  deren  jedes  weisslich  umringt  ist,  auf  jedem  Ringe  ein  mitunter  fehlende)’  schwarzer 
Fleck,  über  den  Füssen  ein  weisser  Streifen,  Kopf  lichtgrün.  Pp  wie  die  meadi-V]). 

C.  eurytheme  Bsd.  (=  amphidusa  Bsd.)  (27fj  ist  von  Ganada  bis  nach  Mexiko  und  von  Osten  bis  eurytheme. 
Westen  verbreitet;  hoch  in  die  Berge  scheint  die  Art  nicht  zu  gehen.  Sie  ist  ausserordentlich  veränderlich.  — 
hecate  Weels  ist  scheinbar  etwas  spitztlügeliger,  die  Rippen  in  der  Vtlglspitze  sind  weniger  auffallend  gelb,  hecate. 
die  Grundfärbung  ist  etwas  tiefer  orangerot.  Die  ab.  ?  alba  Weeks  ist  von  der  gleichartigen  ei(rjftheiiie-Y ovm  alba. 
ab.  albina  (=  cdha  Stgr.  i.  /.)  durch  schärfer  begrenzte  und  mehr  abgerundete  weisse  Flecke  im  dunklen  albina. 
Aussenrande  verschieden.  keewaydin  Kdw.  ist  die  Winterform  mit  bleicherer  Grundfäi’bung  in  beiden  keewaydin. 
Geschlechtei’n ;  das  cd  hat  öfters  einen  schmäleren  dunklen  Saum.  —  Die  Sommerform  eriphyle  Bdir.  {-21^)  eriphyle. 
hat  gelbe  Grundfärbung  und  ist  oberseits  lediglich  durch  die  gelben  Rii)pen  in  der  Vtlglspitze  von  philodke 
zu  unterscheiden.  —  Den  Eindruck  einer  besonderen  Art  macht  ariadne  FaIw.  ('27  f)  durch  die  lokalisierte  ariadne. 
Verteilung  der  gelben  und  der  orangeroten  Färbung  und  den  schmalen  Aussenrd.  —  californiana  Mkn.  aus  californiana. 
Neu-Kalifornien  wird  vom  Autor  mit  der  europäischen  edusa  verglichen;  in  dei’  Beschreibung  ist  kein  be¬ 
stimmtes  Unterscheidungsmerkmal  angegeben ;  die  Unterseite  ist  angeblich  wie  bei  inijrinidone.  —  dLUiummWs  autnmnalis. 
Cock.  ist  der  eriphyle  ähnlich,  aber  kleiner,  mit  schmäleren  Rändern,  die  Hügl  sind  mehr  graugrün.  Fliegt 
im  Flerbste  und  Frühjahr.  —  Erwachsene  Rp  mit  dunkel  samtgrünem  Rücken,  auf  jeder  Seite  eine  schmale 
weisse  Linie,  auf  der  unregelmässige  glänzend  zinnoberrote  Flecke  stehen,  von  denen  einige  orangegelb 
beschattet  sind.  Unterseite  grün.  Pp  grün  mit  einer  stigmatalen  gelben  Linie,  über  der  auf  jedem  Ringe 
ein  brauner  Punkt  steht,  ein  subdorsaler  brauner  Fleck,  der  am  Rande  der  Flügelscheiden  beginnt  und  zwei 
oder  drei  Ringe  einnimmt.  Ei  grünlichweiss,  durchsichtig,  spitz  an  dem  einen  und  stumpf  am  anderen  Ende, 
längsgerippt,  mit  schrägen  Streifen  dazwischen. 

C.  christina  Edir.  (27  f,  g)  vom  Slave  River  ist  bei  licht  orangeroter  Grundfärbung  auffällig  durch  diristina. 
den  gelben  Basalteil  aller  Flügel.  Die  Unterseite  ist  bis  auf  die  Mittelflecke  zeichnungslos.  Das  ?  ist  fast 
weiss,  hat  nur  geringe  dunkle  Bestäubung  am  Saume  der  Vflgl  und  schwarzen,  weiss  gekernten  Mittelfleck 
der  Vflgl. 

C.  lesbia  F.  verbreitet  sich  von  Süd -Brasilien  (Rio  Grande  do  Sul)  südlich  und  westlich  bis  in  die  ksbia. 
hohen  Berge.  Stücke  aus  Süd  -  Brasilien ,  Uruguay  und  Argentinien  sind  so  wenig  verschieden,  dass  sie 
nicht  getrennt  werden  können.  Diese  Form  ist  im  männlichen  Geschlechte  dunkel  orangegelb,  Stücke  mit 
violettem  Schiller  sind  nicht  selten ;  der  schwarzbraune  Aussenrd  ist  innen  unscharf  beg)’enzt.  Die  Unter¬ 
seite  ist  mit  Ausnahme  der  rötlichen  Mitte  der  Vflgl  lebhaft  gelb  mit  der  gewöhnlichen  Co/ins- Zeichnung. 

Die  Grundfärbung  der  Oberseite  der  ??  ist  sehr  veränderlich;  orangegelb,  gelb,  gelblich  oder  weiss  mit 
grauer  Bestäubung;  auch  grünlich  graue  Stücke  kommen  vor.  Die  weisse  ?-For)n  hat  den  Namen  ab. 
heliceoides  Capr.  Wahrscheinlich  kommt  der  Form  aus  Süd-Brasilien,  Uruguay  und  Argentinien  der  Name  helkeoides. 
pyrrhothea  Hl,n.  (27  g)  zu ,  während  die  blässeren  Stücke  aus  Patagonien  als  die  echte  lesbia  zu  gelten  pyrrhothea. 
haben.  —  andina  Styr.  aus  Bolivia  (3000  —  4000  m)  ist  schwärzlich  bestreut  und  hat  einen  grösseren  röt-  (indina. 
liehen  Wurzeltleck  auf  der  Unterseite  der  Flllgi.  —  arena  Styr.  aus  Feuerland  (Punta  Arenas)  hat  schmälere 
Vflgl  und  spitzere  Vtlglspitze,  licht  orangegelbe  Oberseite  und  breitere  dunkle  Ränder.  —  antarctlca  Styr.  antarctica. 
aus  Feuerland  ist  eine  weisse  ?-Form  mit  ungetlecktem  Aussenrd.  —  puna  Frühst,  aus  Peru  (Puno,  12  500 
Fuss  hoch)  hat  rundere,  dichter  und  dunkler  beschuppte  Flügel  und  schmäleren  dunklen  Saum  der  Htlgl.  — 

Fliegt  von  November  bis  Januar.  Gh.  Darwin  beobachtete'  in  Patagonien  einen  grossen  Schwarm  dieser 
Schmetterlinge. 

C.  heda  Lef.  (=  boothii  Bsd.,  groenlandica  Bühl,  glacialis  Mc  Lachl.,  heia  Strecker)  (27  g)  kommt  in  heda. 
Grönland  vor  und  verbreitet  sich  daselbst  bis  zum  82.  Breitengrade.  Von  der  paläarktischen  Form  siditelma 
Anriv.  unterscheidet  sie  sich  durch  düstere,  unscheinbarere  Grundfärbung;  die  Unterseite  hat  denselben 
Gharakter.  —  pallida  Skinner  u.  Menyel  ist  eine  lichtere  Form.  pallida. 

C.  dinora  Ky.  (27g)  aus  Ecuador  (12000  — 16000  Fuss)  ist  orangegelb  mit  verwaschenem,  mässig  dinora. 
breitem  dunklen  Aussenrd  der  Vflgl;  die  Fltlgl  haben  eine  submarginale  Reihe  dunkler,  unscheinbarer 
Fleckchen.  Die  Unterseite  ist  auf  den  Vflgln  etwas  lichter,  auf  den  Htlgln  etwas  dunkler  als  die  Oberseite, 
der  Mitteltleck  ist  weiss,  klein  und  rötlich  umzogen.  Das  ?  hat  zitrongelbe  Grundfärbung  und  gelbe  Flecke 
im  dunklen  Saume  der  Vflgl.  —  alticola  (rodm.  u.  Salv.  aus  Peru  (3000  m)  ist  grösser,  hat  etwas  blauen  alticola. 
Schiller,  dunkleren  und  breiteren  Saum  der  Vflgl,  auch  schmalen  Saum  der  Htlgl,  deutlichere  Mitteltlecke, 
schärfer  gelbe  Färbung  des  Basalteils  aller  Flügel  und  etwas  lichtere,  aber  stärker  gezeichnete  Unterseite. 

C.  flaveola  Bl.  (27  h)  aus  Ghile  und  Bolivia  (Gebirge)  ist  bleich  orangegelb  beim  ?,  in  dem  ziemlich  flaveola. 
breiten  dunklen  Aussenrd  der  Vllgl  stehen  vier  grosse  subapicale  gelblichweisse  Flecke,  die  Unterseite  hat 


94 


MEGAxXÜSTOMA.  Von  J.  Rübee. 


saturata. 

eiixanthe. 

alba. 

diniera. 


curvdice. 


cesonia. 

cesonides. 

cerbera. 

rosea. 

central- 

americana. 

bernardino. 

philippa. 


cynops. 

helena. 


therapis. 


matt  scliwefelgelbe  Grundfärbimg.  Gesättigter  orangegelb  gefärbte  weibliche  Stücke  sind  häufig  und  ver¬ 
dienen  die  Bezeichnung  ab.  saturata.  —  euxanthe  Fldr.  (=  Scalidoneura  hermina  Btlr.)  (27  h)  aus  Peru 
ist  wenig  verschieden.  Die  Oberseite  ist  gesättigter  gefärbt  und  die  Unterseite  kräftiger  gezeichnet. 
Weisse  ??  gelten  als  ab.  alba  Stgr.  i.  I. 

C.  dimera  DbL-Hew.  ervthrogramma  Koll.)  (27  li)  ist  gleichfalls  ein  in  Columbia,  Peru,  Ekuador  etc. 
heimisches  Gebirgstier  und  anscheinend  wenig  veränderlich.  Die  Oberseite  der  Vflgl  ist  orangegelb,  die  der 
Htlgl  zitrongelb.  Der  dunkle  Rand  der  Vflgl  ist  mässig  breit,  der  dunkle  Rand  der  Htlgl  etwas  veränderlich, 
mitunter  fehlt  er  völlig  wie  auch  der  schwarze  Mitteltleck  der  ARlgl.  Die  Unterseite  ist  schwefelgelb  und 
hat  eine  Reibe  rötlicher  Submarginaltlecke,  einen  wischförmigen  Fleck  an  der  Flügelwurzel  und  einen 
weissen,  rot  umzogenen  Mitteltleck  der  Htlgl.  Das  ?  ist  ober-  und  unterseits  gelblichweiss. 

25.  Gattung:  Megauostonia  Beak 

Die  Arten  dieser  Gattung  waren  früher  mit  CoUas  vereinigt.  Aber  abgesehen  von  Verschiedenheiten 
im  Geäder  sind  die  Jfega nosfo)iia- Arien  schon  im  Äusseren  durch  die  scharf  zugespitzten  Vflgl  charakterisiert. 
Die  ?$  haben  ein  wegen  seiner  raschen  Vergänglichkeit  nur  an  frischen  Stücken  wahrnehmbares  Organ, 
nämlich  an  den  Tarsen  der  Mittel-  und  Hinterfüsse  zarte,  membranöse  dreigliedrige  Gebilde,  die  von  ihrem 
Entdecker  Reakiet  Eupronichien  genannt  worden  sind.  Ihr  Zweck  ist  nicht  bekannt.  Ausserdem  unter¬ 
scheidet  sich  MegoiiostoiiiK  durch  die  anhanglosen  Klauen  gut  von  den  übrigen  Pieriden.  Die  Rpn  leben  auf 
Leguminosen. 

M.  eurydice  R.sr/.  (=  ?  lorquini  Bsd.,  wosnesenskii  Men.)  (26fj  (das  kalifornische  Hundegesicht)  aus 
Kalifornien  hat  im  männlichen  Geschlecht  einen  bei  Piei-iden  nur  selten  auftretenden  prächtigen  Schiller  der 
Oberseite.  Mitunter  haben  auch  die  Htlgl  einen  schmalen  schwarzen  Saum.  Das  ?  ist  einfarbig  gelb  mit 
grossem  schwarzen  Mittelflecke  der  Vtlgl  und  rötlichen  Saumflecken.  Die  Zeichnung  der  Unterseite  ist  bei 
])eiden  Geschlechtern  völlig  Co/Zus-artig.  Die  R})  lebt  auf  Amorpha  californica.  Ei  spindelförmig,  in  der 
IMitte  dick,  in  eine  abgerundete  Spitze  auslaufend,  mit  Längsrippen.  Erwachsene  Raupe  zylindrisch,  vom  3. 
bis  11.  Ringe  gleichmässig  dick,  dicht  mit  kleinen  schwarzen  Warzen  l)edeckt,  auf  denen  je  ein  sehr  feines 
schwarzes  Haar  steht,  vom  3.  bis  11.  Ring  ein  schmales  weisses  Band  über  den  Füssen,  über  diesem  Band 
auf  dem  3.  und  4.  Ringe,  in  der  Mitte  jedes  Rings,  ist  ein  glasiger,  halbkugliger  Anhang,  schwarz  mit  pur¬ 
purnem  Reflex;  an  den  übrigen  Ringen  wird  dieses  Gebilde  nur  mitunter  gefunden.  Färbung  düster  grün, 
Unterseite  blaugrün,  desgleichen  die  Füsse;  Kopf  rund,  am  Scheitel  nur  wenig  niedergedrückt,  stark  bedeckt 
mit  feinen  schwarzen  Punkten,  von  denen  jeder  ein  kurzes  schwarzes  Haar  trägt.  Sechs  Tage  nach  Been¬ 
digung  der  Nahrungsaufnahme  tritt  die  Verpuppung  ein.  Pp  seitlich  zusammengedrückt,  der  Thorax  auf 
der  Bauchseite  hervorstehend  und  eine  schmale  Erhöhung  bildend,  Hlb  zugespitzt,  kegelförmig,  Mittelrücken 
weniger  hervorstehend  als  bei  eurytheine  und  phdodice,  niedrig,  gerundet,  mit  einem  niederen  Kiel,  auf  den 
eine  unbedeutende  ikusbuchtung  folgt.  Kopfteil  apfelgrün,  ein  weisser  Streifen  an  den  Seiten  des  Hlbs. 
Dauer  der  Puppenruhe  neun  bis  zehn  Tage. 

M.  cesonia  Sfcdl  (=  sesonia  Mnrt.,  caroliniana  Fel.)  (26f)  (das  südliche  Hundegesicht)  ist  von  den 
Vereinigten  Staaten  Nord-Amerikas  bis  Argentinien  verbreitet.  Das  ?  hat  reduzierte  Randzeiclmung,  stets 
fehlt  ihm  schwarze  Zeichnung  am  Aussenrde  der  Htlgl.  —  cesonides  Ftgr.  aus  Bolivia  (3500  m)  ist  kleiner, 
hat  schmäleren  schwarzen  Saum ,  auch  fehlt  ihr  die  schwarze  Bestäubung  an  der  Flügelwurzel  fast  gänz¬ 
lich.  —  cerbera  Fldr.  aus  Venezuela  hat  auf  der  Unterseite  der  Htlgl  rote  Längsstreifen  (ist  jedenfalls  nur 
Aberrativform).  —  rosea  Stgr.  i.  /.  aus  Golorado  hat  statt  des  schwarzen  Rands  der  Htlgl  schwarze  Streifchen. 
—  centralamericana  Stgr.  i  I.  hat  sehr  breiten  schwarzen  Rand  auch  der  Htlgl  und  auf  letzteren  vor  dem 
schwarzen  Saum  orangegelbe  Flecke.  —  bernardino  Edir.  ist  nur  eine  kleine  Form. 

M.  philippa  F.  (26  e)  aus  Bolivia  hat  beim  cf  abgerundete  Vtlglspitze,  beim  ?  dagegen  ist  sie  ziemlich 
spitz.  Tn  der  Zeichnung  ist  kein  stichhaltiger  Unterschied. 

M.  cynops  Bt/r.  (26 e)  aus  Haiti  hat  bei  beiden  Geschlechtern  abgerundete  Vtlglspitze.  Das  cf  hat 
breiten  schwarzen  Rand,  beim  ?  ist  dieser  in  Flecke  aufgelöst. 

M.  helena  Be<(L-.  (26  e)  aus  Bolivia  hat,  namentlich  im  weiblichen  Geschlechte,  sehr  spitz  ausgezogene 
Vtlgl.  Das  cf  hat  auf  den  leicht  orangegelben  Hflgln  keinen  schwarzen  Rand,  beim  ?  sind  die  Htlgl  gleich¬ 
falls  zeichnungslos  bis  auf  den  gelben  Mittelfleck  und  auf  den  Vflgln  ist  der  schwarze  Rand  in  Flecke  auf¬ 
gelöst.  Die  Unterseite  hat  bei  beiden  Geschlechtern  ziemlich  viel  rote  Zeichnung. 

M.  therapis  F/dr.  (26f)  aus  Venezuela  und  Kalifornien  hat  scharf  zugespitzte  Vtlgl.  Das  cf  ist 
zitrongelb,  das  ?  licht  schwefelgelb.  Beide  haben  stark  reduzierte  Aussenrdszeichnung  und  auf  der  Unter¬ 
seite  viel  rote  Zeichnung. 

Sehr  wahrscheinlich  hat  die  Gattung  Mcganosiuma  nur  zwei  Arten,  etirgdice  und  eesorda ;  alle  übrigen 
vorbezeichneten  Formen  vermag  ich  nur  für  Aberrativ-  bezw.  geringe  Lokalformen  der  cesonia  zu  halten. 


NATHALIS;  EUGHLOK;  ANTHOGHAHIS.  Von  .1.  Höhki!. 


95 


Gattung';  l^athaÜH  AW. 

Diese  Gattung  umfasst  nur  zwei  kleine  Arten,  deren  äussere  Erscheinung  sclion  eine  Verwechslung 
mit  anderen  Gattungen  nicht  aufkommen  lässt.  Die  Fhlr  haben  auffällig  knopftörrnige  Kolben.  Die  Palpen 
sind  mehr  behaart  als  beschuppt  und  die  Subcostale  hat  di'ei  Äste,  von  denen  zwei  vor  dem  Miltelzell- 
schluss  abgezweigt  sind. 

N.  jole  Ihd.)  (=  felicia  l’oeij)  (27h)  aus  den  Südstaaten  Nord-Amerikas,  Mexiko,  Golurnhien  und  yo/c. 

Cuba  ist  zitrongelb  mit  schwarzer  Vtlglspitze  und  schwarzem  Irdsstreiten  der  Vtlgl ,  auch  am  Vi'd  dei'  Htlgl 
steht  ein  langer  schwarzer  Fleck.  Das  ?  hat  fahl  orangerote  Oberseite  der  Htlgl.  —  ah.  Irene  FUch  (27  h)  irene. 
ist  eine  ?-Form  mit  stärker  orangegelben  und  stärker  schwarz  gezeichneten  Ptflgln.  —  luteolus  Heak.  aus  Inteolns. 
Honduras  ist  eine  stark  dunkelgezeichnete  und  mehr  orangegelb  gefärbte  Form. 

N.  plauta  Dhl.-Hetc.  (27  h)  aus  Venezuela  und  Columbien  hat  gelbe  Oberseite,  sehr  breiten  schwarzen  plaiita. 
Aussenrd  der  Vtlgl  und  einen  grossen  orangegelben  Fleck  am  Vorderteile  der  Htlgl.  Unterseite  der  Vtlgl 
in  der  Mitte  orangegelb,  am  Rande  grünlichgelb,  der  Htlgl  grünlich,  am  Rande  gelb.  Das  ?  hat  fast  schwarze 
Oberseite  der  Vtlgl. 

27.  Gattung:  £ucllloe  Hbn. 

Von  dieser  im  paläarktischen  Gebiete  durch  neun  Aiteji  vertretenen  Gattung  linden  sich  im  ameri¬ 
kanischen  Gebiete  drei  Arten.  Flür  und  Palpen  sind  wie  bei  der  folgenden  Gattung  Anthocltaris  gebildet. 

Von  den  fünf  Subcostalästen  entspringt  nur  einer  vor  dem  Schlüsse  der  Mittelzelle.  Die  obere  Radiale  ist 
fast  Vs  mit  der  Subcostale  verwachsen.  —  Ei  spindeltörmig,  seitlich  mit  Höckerchen.  Rp  schlank  mit  kleinem 
Kopfe.  Pp  nach  beiden  Enden  zugespitzt,  nur  wenig  an  der  Brust  erhöht. 

E.  ausonides  Luc.  (28a)  ist  von  Colorado  bis  Kalifornien  verbreitet,  auch  auf  der  Insel  Vancouver  ausonides. 
vorkommend.  Oberseite  weiss  mit  schwarzem  Mitteltleck  und  grauschwarzen  Apical-  und  Subapicalzeich- 
nungen  der  Vtlgl.  Unterseite  weiss  mit  schwarzem  Mitteldeck  der  Vtlgl  und  gelbgrüner  »Petersilien«-Zeich- 
nung  auf  den  Htlgln  und  der  Spitze  der  Vügl.  —  Rp  auf  Cruciferen,  zylindrisch  schlank,  Kopf  klein,  rund, 
grün,  schwarzgefleckt,  Körper  vollständig  bedeckt  mit  schwarzen  Körnchen,  deren  jedes  ein  kurzes  Haar 
trägt,  der  Länge  nach  mit  drei  bleifarbigen  Streifen  bezeichnet  und  zwar  ein  dorsaler  und  je  ein  seitlicher, 
die  Zwischenräume  gelb,  die  Seitenstreifen  unten  mit  weiss  bis  gelb  eingefasst;  Bauchfüsse  grünlichgelb, 

Kopffüsse  schwarz.  Pp  schlank,  zylindrisch,  am  dicksten  in  der  Mitte,  gleichmässig  zugespitzt,  graubraun 
gefärbt  und  mit  feinen  dunklen  Längsstreifen  bedeckt. 

E.  creusa  DhJ.^Hu-.  (28  a)  aus  den  Rocky  Mountains  ist  der  vorigen  Art  ähnlich,  doch  ist  der  schwarze  creusa. 
Mittelfleck  der  Vtlgl  gross  und  viereckig.  Die  Zeichnung  der  Unterseite  ist  grasgrün  und  die  lichten  Flecke 
der  Htlgl  sind  silberweiss.  Von  den  ersten  Ständen  ist  fast  nichts  bekannt. 

E.  hyantis  Edu:.  (28  a)  aus  Kalifornien  ist  oberseits  der  creusa  sehr  ähnlich,  aber  auf  der  Unterseite  hyantis. 
der  Htlgl  mehr  gelbgrün  und  hat  nur  weisse,  aber  nicht  glänzende  Flecke  daselbst. 

28.  Gattung:  Authocharl^  Brd 

Diese  Gattung  ist  in  Amerika  durch  vier  Arten  vertreten.  Von  der  vorhergehenden  Gattung  unter¬ 
scheidet  sie  sich  dadurch,  dass  zwei  Subcostaläste  vor  dem  Schlüsse  der  Mittelzelle  abgezweigt  sind.  Die 
obere  Radiale  ist  nur  wenig  mit  der  Subcostale  \’erwachsen.  Rpn  schlank,  nach  beiden  Enden  verjüngt, 
weich  behaart.  Ppn  kahnförmig  mit  stark  vorgezogener  Brust  (»Stiefelchen«-Foi’m),  an  beiden  Enden  in  eine 
Spitze  vorgezogen,  am  Rücken  schwach  gekielt. 

A.  Sara  L;<c.  (=:  ilora.  Wrighf)  (28  a)  ist  über  die  ganzen  Vereinigten  Staaten  von  Nord-Amerika  scra. 
verbreitet.  Oberseite  weiss  mit  grossem  orangeroten  Apikalfleck,  der  aussen  und  innen  schwarz  eingefasst 
ist.  Htlgl  weiss.  —  ab.  reakirtii  Edu-,  (28  a)  untei‘scheidet  sich  von  sara  durch  den  Besitz  schwarzer  Punkte  reakirtii. 
am  Saume  der  Htlgl.  sara-^  hat  schwach  gelbliche  Oberseite  und  kleineren  und  blässeren  Orangetleck.  — 
ab.  Stella  Edu\  hat  im  männlichen  Geschlechte  weniger  schwarzen  Rand  um  den  Orangetleck,  auch  isi  stella. 
dieser  selbst  kleiner  und  blässer;  das  ?  hat  gelbe  Oberseite.  —  ab.  Julia  Edir.  (28a)  unterscheidet  sich  von  sara  Julia. 
dadurch ,  dass  die  innere  schwarze  Begrenzung  des  Orangellecks  unterl)rochen  ist  und  die  Htlgl  grössere 
schwarze  Saumtlecke  haben.  —  Erste  Stände  un))ekannt. 

A.  thoosa  Scudd.  (28  a)  aus  Kalifornien  (die  mir  nur  aus  der  Abbildung  bekannt  ist)  zeigt  in  der  fhoosa. 
Zeichnung  keinen  Geschlechtsunterschied,  nur  ist  die  Grundfärbung  des  cf  ober-  und  unterseits  weiss,  die 
des  ?  gelblich.  Ist  wohl  kaum  eigene  Art,  sondern  eine  grosse,  kräftig  gezeichnete  Form  der  sara. 

A.  cethura  Eldr.  {=  angelina  Bsd.,  cooperi  Beltr)  (28  b)  aus  Kalifornien  hat  im  männlichen  Ge-  cethura. 
schlechte  etwas  ausgeschweiften  Aussenrd  der  Vtlgl.  Oberseite  weiss  mit  geringem  Orangetleck,  sehr  ge¬ 
ringen  dunklen  Apicalzeichnungen  und  schwarzem  Mittelfleck.  ?  mit  stärkeren  schwarzen  Zeichnungen.  — 


96 


MIDEA;  ZEGRI8;  EROESSA.  Von  J.  Röbee. 


morrisoni.  ab.  morrisoni  E(hi\  hat  grösseren  und  dunkleren  Orangefleck,  auch  mehr  schwarze  Apikalzeichnung.  —  Für 
diese  Art  hat  Gkote  die  Gattung  TefracJwris  errichtet. 

pitiia.  A.  pima  Er/ir.  (28a)  aus  Arizona  fliegt  Mitte  März.  Oberseite  in  beiden  Geschlechtern  gelb,  der 

orangegelbe  Subapicaltleck  ist  mitunter  von  der  schwarzen  Apicalzeichnung  zum  Teile  verdrängt.  Unter¬ 
seite  der  Htlgl  gelbgrün  und  weiss  gezeichnet. 

29.  Gattung;  Midea  H.-Schäff'. 

Der  Hauptcharakter  dieser  Gattung  liegt  in  der  Flügelgestalt,  die  Vflgl  sind  etwas  sichelförmig  ge¬ 
schweift.  Das  Geäder  ist  von  Anthocharis  kaum  verschieden.  Es  ist  daher  lediglich  Ansichtssache,  ob  die 
folgend  besprochenen  Arten  Anthocharis  zugezählt  oder  in  eigener  Gattung  vereinigt  werden  sollen. 

genutia.  M.  genutia  E.  (=  midea  Hhn.^  riierminieri  (lodt.)  (the  Falcate  Orange-tip)  (28  b)  kommt  in  den  ganzen 

A'ereinigten  Staaten  Nord-Amerikas  vor  und  tritt  im  Norden  in  einer  Generation,  im  Süden  in  zwei  Gene¬ 
rationen  auf.  Oberseite  in  beiden  Geschlechtern  weiss  mit  schwarzem  Mitteltleck  und  schwarzen  Apical- 
zeichnungen,  das  cf  mit  orangegelbem  Fleck  in  der  Vtlglspitze.  Unterseite  weiss  mit  graugrünen  Zeich¬ 
nungen  auf  den  Htlgln  und  der  Vtlglspitze.  —  Ei  lang,  schmal,  am  dicksten  in  der  Mitte,  mässig  gebogen 
nach  der  (Jrundtläche  zu,  letztere  breit  und  abgeflacht,  nach  der  Spitze  zu  rasch  an  Dicke  abnehmend,  so- 
dass  die  obere  Hälfte  kegelförmig  ist,  die  Spitze  gedrückt,  die  Micropyle  umrundet  von  kleinen,  unregel¬ 
mässigen  sechseckigen  Zellen,  vertikal  gerippt,  die  Zahl  der  Rippen  etwa  t6,  von  denen  die  Hälfte  die  ein¬ 
gedrückte  Spitze  erreicht,  die  anderen  nicht  weit  von  der  Spitze  endigen,  die  Zwischenräume  durch  zahl¬ 
reiche  feine  Furchen  ausgefüllt.  Färbung  gelbgrün.  Dauer  des  Eistadiums  vier  Tage.  Erwachsene  Rp 
zylindrisch,  schlank,  Kopf  hreit ,  Färhung  dunkelgelbgrün,  glänzend,  Unterseite,  Bauch-  und  Vorderfüsse 
lichter,  ein  gelbes  Band  in  der  Mitte  des  Rückens  vom  2.  bis  13.  Ringe,  ein  breites  weisses  Band  über  den 
Füssen,  Oberseite  geschmückt  mit  sechs  Längsreihen  glänzend  schwarzer  Warzen,  jede  mit  einem  kurzen 
schwarzen  Haare,  das  am  Ende  dicker  ist.  Pp  schlank,  Hlb  lang,  rund  und  zugespitzt,  Kopf  mit  einem 
zugespitzten  Anhang,  auf  der  Bauchseite  des  Thorax  ein  fast  dreieckiger,  seitlich  zusammengedrückter  Buckel, 
der  durch  die  Flügelscheide  verdeckt  wird;  Färbung  gewöhnlich  hell  gelbbraun  mit  einem  rötlichen  Schein 
und  dunkler  am  Mittelrücken,  die  Kopfverlängerung  braun,  die  Flügelscheiden  mehr  oder  weniger  schwarz 
gefleckt  und  gestreift,  am  Hlbsrücken  eine  Reihe  schwarzer  Fleckchen,  zwei  bis  vier  auf  jedem  Ring,  und 
eine  subdorsale  Reihe  von  Fleckchen  oder  Punkten. 

limonea.  M.  limonea  Btlr.  (28b)  aus  Mexiko  ist  viel  grösser  als  genutia,  hat  gelbe  01)erseite  der  Htlgl,  auch 

die  Vtlgl  sind  nicht  rein  weiss  wie  bei  genutia.  Die  Zeichnung  der  Vtlglspitze  ist  von  der  der  genutia  ziem¬ 
lich  verschieden. 

lanceolata.  M.  lanceolata  [jUc.  (Boisduvau’s  Älarble)  (28b)  ist  von  Nord-Kalifornien  bis  Alaska  verbreitet,  aber 

selten.  Die  Oberseite  ist  weiss  mit  schwarzem  Mitteltleck  und  geringen  schwärzlichen  Apicalzeichnungen, 
die  beim  ?  vermehrt  sind.  Die  Unterseite  ist  braun  gesprenkelt,  namentlich  die  Rippen  sind  deutlich  braun 
beschuppt.  Rp  grün,  an  den  Seiten  hellblau  und  weiss  gestreift,  auch  mit  kleinen  schwarzen  Punkten,  jeder 
mit  einer  kurzen  schwarzen  Borste;  sie  lebt  auf  Turritis. 

30.  Gattung:  ZegT’is  Ehr. 

Die  paläarktischen  Arten  dieser  Gattung  zeichnen  sich  durch  ihre  Entwicklungsgeschichte  aus.  Die 
Rjm  verpuppen  sich  nicht  wie  die  meisten  anderen  Pieriden  frei,  sondern  in  einem  Gespinste,  in  dem  der 
Rest  des  Gürtelfadens  noch  vorhanden  ist.  Da  die  Rp  der  einzigen  amerikanischen  Art  noch  nicht  bekannt 
ist,  so  lässt  sich  auch  nicht  mit  Sicherheit  ihre  generische  Zugehörigkeit  feststellen.  Der  Rippenbildung  und 
Zeichnung  der  Unterseite  nach  gehört  aber  otgrnpia  zur  Gattung  Zegris. 

Olympia.  Z.  Olympia  Echr.  (28  b)  aus  Texas  ist  oberseits  weiss,  hat  grossen  schwarzen  Mittelfleck  und  geringe, 

schattenhafte  Apikalzeichnungen.  Die  Unterseite  hat  die  aus  der  Abbildung  ersichtlichen  Zeichnungen,  die 
rosa,  bei  ab.  rosa  Edw.  etwas  verringert  sind. 

31.  Gattung:  Dhl. 

Diese  Gattung  ist  der  paläarktischen  und  nordamerikanischen  Euchloc  und  Anthocharis  nahe  ver¬ 
wandt,  bei  ihr  verlaufen  jedoch  beide  Radialen  der  Vtlgl  frei  und  daher  ist  die  Mittelzelle  durch  drei  Disco¬ 
cellularen  geschlossen.  Die  Vtlgl  haben  leicht  gewellten  Aussenrd  und  fünfästige  Subcostalis ,  die  beiden 
ersten  Subcostaläste  sind  vor  dem  Zellende  abgezweigt,  der  dritte  entspringt  weit  nach  ihm.  Die  Präcostale 
ist  nach  innen  gerichtet.  Die  Pal})en  sind  sehr  schlank ,  vorderseits  lang  behaart.  Die  einzige  Art  dieser 
Gattung  hat  ihre  Heimat  in  den  Hochgebirgen  Chiles. 

diilensis.  E.  chllensis  Guer.  (28 c)  hat  weisse  Grundfärl)ung  der  Oberseite,  schwarze  Apikalhälfte  der  Vflgl, 

in  der  ein  grosser  orangeroter  Fleck  steht.  Die  Htlgl  haben  eine  Reihe  schwarzer  Saum-  und  Submarginal- 


Ausgegehen  26.  IV.  06. 


ANDINA;  PHULIA.  Von  Höiuok. 


97 


flecke;  letztere  sind  beim  ?  grösser  und  hakenförmig,  auch  ist  beim  ?  der  orangerote  Submarginaltleck 
schmäler  und  in  der  Vtlglspitze  stehen  zwei  weisse  Flecke.  Unterseits  ist  die  Grundfärbung  der  Htlgl  beim 
cf  weiss,  beim  ?  lichtgelb;  die  in  der  Mitte  der  Htlgl  .stehenden  schwarzen  Flecke  sind  beim  cf  deutlicher 
rostgelb  gerandet.  Scheint  selten  und  lokal  vorzukommen. 


32.  Gattung:  Aiiclilia  Stgr. 

Diese  laur  eine  Art  enthaltende  Gattung  hat  ihre  Heimat  im  Gebirge  Boliviens  an  der  Grenze  der 
tierischen  Daseinsmöglichkeit.  In  Höhe  von  etwa  5800  m  wurde  der  Schmetterling  von  G.  Garlevp  ent¬ 
deckt.  Die  Oberseite  der  Art  gewäbrt  das  Bild  einer  bleichgefärbten  CoUas ,  auch  die  Unterseite  ist  Colias- 
ähnlich,  die  Bildung  der  Rippen  und  Fhlr  zeigt  jedoch,  dass  sie  mit  dieser  nicht  sehr  nahe  verwandt  ist. 

Die  Fhlr  haben  deutlich  knopfförmige  Keulen ,  die  untere  Radiale  der  Vflgl  entspringt  direkt  aus  der  Sub- 
costale,  weshalb  obere  und  mittle  Discocellulare  fehlen;  die  obere  Radiale  entspringt  erst  weit  nach  Schluss 
der  Mittelzelle.  Die  Htlgl  haben  eine  wohlgebildete,  nach  innen  gerichtete  Präcostale. 

A.  huanaco  Stgr.  (28c)  ist  beim  cf  oberseits  weiss,  das  kleinere  ?  gelblich,  die  Wurzel  schwärz-  huanaco. 
lieh  angetlogen,  die  Vflgl  haben  eine  Marginal-  und  eine  kürzere  Submarginalbinde  sowie  grossen  schwarzen 
Mittelfleck,  Htlgl  zeichnungslos.  Unterseite  der  Vflgl  weiss  bezw.  gelblich,  Vrd  und  Flügelspitze  grau  be¬ 
stäubt,  mit  kleineren  Subapikaltlecken  und  kleinerem  Mitteltleck.  Unterseite  der  Htlgl  dunkelgrau,  mehr  oder 
minder  gelbbräunlich  bestäubt,  mit  einem  lichten  Mittelflecke  und  einer  Reihe  nicht  sehr  deutlicher  schwärz¬ 
licher  Submarginalflecke.  —  Gaelepp  sagt:  »sie  fliegt  nur  auf  den  höchsten  Spitzen  der  Kordilleren,  in  den 
wüstesten  Geröllfeldern  und  Felsenwüsten ;  ich  verstehe  noch  viel  weniger,  wie  sie  dazu  kommt,  sich  in  der¬ 
gleichen  Einöden  und  Wüsten  zu  verirren,  und  wie  sie  dort  nur  existieren  kann,  wo  sie  zuweilen  täglich 
von  Schnee  und  Eis  bedeckt  sein  muss,  wo  faktisch  keine  Vegetation  mehr  existiert,  und  wo  nur  der  Kondor 
seine  Kreise  zieht.«  In  diesen  Höhen  herrscht  unaufhörlich  ein  sturmaiiiger  Wind,  so  dass  das  Tier  nur 
in  den  kurzen  Windpausen  Gelegenheit  zum  Fliegen  hat.  Wurde  im  Februar  gefangen. 

33.  Gattung-:  Pliulia  H.-Schäff. 

Die  biologischen  Verhältnisse  dieser  Gattung  sind  fast  die  nämlichen  wie  die  der  Andina,  nur  dringen 
die  Phulia-Kvi&Li  nicht  bis  auf  die  Bergspitzen  vor,  sondern  halten  sich  in  Höhe  von  4000  bis  5000  m.  Sie 
fliegen  zu  derselben  Zeit  wie  Andina.  — ■  Während  bei  Andina  der  zweite  Subcostalast  am  Schlüsse  der 
Mittelzelle  sich  abzweigt,  entspringt  er  bei  Phidia  meist  vor  dem  Zellende,  mitunter  am  Zellschlusse  {nysias), 
dagegen  ist  die  untere  Radiale  immer,  wenn  auch  mitunter  nur  ein  kurzes  Stück  {nynipha),  mit  der  Sub- 
costale  verwachsen;  die  Mittelzelle  wird  daher  lediglich  von  der  unteren  Discocellulare  geschlossen.  Die 
Arten  sind  einander  sehr  ähnlich.  Der  nächste  Verwandte  dieser  und  der  vorigen  Gattung  ist  Baltia  aus 
den  höchsten  Bergen  des  paläarktischen  Gebiets. 

P.  nymphula  BL,  Stgr.  (28c)  ist  nach  Stücken  aus  Chile  beschrieben  worden,  Staudinger  identifi-  nymphula. 
ziert  jedoch  eine  Art  aus  Bolivia  (die  als  nymphula  abgebildete)  mit  ihr.  Blanchaed’s  Abbildung  scheint 
nicht  genau  zu  sein;  solange  nicht  chilenische  Stücke  verglichen  werden  können,  bleibt  es  ungewiss,  ob  die 
abgebildete  Form  die  echte  nymphula  ist.  Sie  gehört  zu  den  grösseren  Arten  der  Gattung. 

P.  nympha  Stgr.  (28c,  d)  aus  Bolivia  ist  die  grösste  Art  der  Gattung  und  hat  auch  sowohl  ober-  wie  nympha. 
unterseits  die  meiste  Zeichnung.  Auffällig  ist,  namentlich  beim  cf,  der  wurzelwärts  verlängerte  schwarze 
Mittelfleck  der  Oberseite  der  Vflgl. 

P.  nymphaea  Stgr.  (nymphula  Weym.,  nymphula  Stgr.)  (28  d)  aus  Bolivia  (Illimani  und  Cocapota)  nymphaea. 
hat  ober-  und  unterseits  ziemlich  reduzierte  schwarze  Zeichnung.  Das  ?  hat  ausser  vermehrter  schwarzer 
Zeichnung  der  Vflgl  auch  ziemlich  grosse,  keilförmige  schwarze  Flecke  auf  der  Oberseite  der  Htlgl. 

P.  illimani  Weym.  (28  d)  aus  Bolivia  (Illimani  und  Cocapota)  hat  etwas  stärker  schwarze  Apical-,  illimani. 
dagegen  keine  Subapicalzeichnung,  auch  fehlt  ihr  der  schwarze  Mitteltleck.  Die  Unterseite  der  Vflgl  hat  an 
der  Spitze  nur  graugelbe  Bestäubung,  aber  keine  schwarze  Zeichnung. 

P.  nymphagoga  Stgr.  i.  l.  (28 d)  aus  Bolivia  (Cocapota)  ist  eine  der  kleinsten  Arten,  hat  auf  den  nymphagoga. 
Vtlgln  ziemlich  viel  schwarze  Zeichnung,  auch  schwarzen  Mittelfleck,  aber  beim  cf  völlig  zeichnungslose 
Htlgl.  Das  ?  hat  auf  den  Vtlgln  mehr  schwarze  Zeichnung  (die  Marginaltleckenreihe  reicht  bis  an  den  Innen¬ 
winkel)  und  die  Htlgl  haben  ziemlich  grosse  schwarze  Saumtlecke,  auch  kleine  Submarginaltlecke ,  und  sind 
auch  sonst  etwas  dunkel  beschuppt.  Die  Unterseite  ist  namentlich  in  der  Vtlglspitze  mehr  schwarz  ge¬ 
zeichnet  als  die  anderen  kleinen  Arten. 

P.  nysias  Weym.  (28  e)  aus  Bolivia  (Illimani  und  Cocapota)  unterscheidet  sich  sofort  durch  die  Unter-  nysias. 

Seite  der  Htlgl,  die  (ähnlich  wie  Andina  huanaco)  grau  mit  schwarzen  Flecken  ist.  Die  ??  sind  lebhaft 

V  13 


98 


PSEUDOPIERIS;  DISMORPHIA.  Von  J.  Röber. 


schwefelgelb  und  haben  mehr  schwarze  Zeichnung,  auch  auf  den  Hflgln  schwarze  Saumfleckchen  und  die 
Rippen  der  Vflgl  sind  schwarz  bestäubt. 

nysiella.  P.  nysiella  St(jr.  i.l.  (28  d)  aus  Bolivia  (Gillutincara,  3000  m),  von  Gaelepp  im  Januar  1896  gefangen, 

ist  die  kleinste  Art,  hat  breitere  Vflgl.  Oberseite  weiss,  Hflgl  ungezeichnet,  A’tlgl  mit  scharf  getrennten 
schwarzen  Saumfleckchen,  drei  grösseren  schwarzen  Subapikaltlecken  und  sehr  kleinem  schwarzen  Mittel¬ 
flecke.  Unterseite  ähnlich  der  von  nysias,  aber  Hflgl  lichter  grau,  mit  viel  gelblichen  Schuppen,  Vflgl  mit 
sehr  undeutlichen  subapicalen  Fleckchen,  Mitteltleck  der  Vflgl  fehlend.  ?  noch  unbekannt. 

34.  Gattung;  Pseudopieris  G.  cf  S. 

Mit  dieser  Gattung  beginnt  eine  kleine  Gruppe  von  Gattungen,  die  nur  mit  Unsicherheit  zu  den 
Pieriden  gezählt  und  doch  noch  weniger  einer  anderen  Familie  zugesellt  werden  können.  Besonders  die 
Stellung  der  letzten  Gattung  Styx  ist  sehr  zweifelhaft.  Fsei(do2)teris  war  früher  mit  Dismorphia  vereinigt,  ist 
aber  mit  Recht  abgetrennt  worden.  Ist  auch  im  Geäder  kein  durchgreifender  Unterschied  Amrhanden,  so 
bieten  doch  die  viel  mehr  pieridenartige  äussere  Gestalt,  ferner  die  Form  der  nur  kurzen  Fhlr,  die  durchaus 
nicht  die  Heliconius  oder  den  Ithomiiden  eigene  Länge  besitzen,  wie  auch  der  Mangel  von  auffälligem  Ge¬ 
schlechtsdimorphismus  genügend  Gattungscharaktere.  —  Nach  den  Beobachtungen  des  Herrn  Rich.  Haensoh 
unterscheiden  sich  die  PseHdopierifs-Formen  in  ihrem  Wesen  von  den  P/er/s-artigen  Dismorphien  nicht. 

P.  nehemia  ist  von  Mexiko  bis  Süd-Brasilien  verbreitet,  kommt  auch  im  gebirgigen  Westen  vor. 
nehemia.  Oberseite  in  beiden  Geschlechtern  weiss  mit  schwarzem  Rande  der  Vtlgl.  Dieser  ist  bei  nehemia  Bsd. 

{—  cydno  Dbl.-Hew.)  (28 e)  sehr  schmal,  nur  ausnahmsweise  etwas  breiter.  Nicht  viel  breiter  ist  er  bei 
viridula.  viridula  Fldr.  aus  Columbia,  die  aber  schwach  grünliche  Oberseite  besitzt.  In  der  Vflglspitze  viel  breiter 
aequatorialis.  ist  dieser  Saum  bei  aequatorlalis  Fldr.  von  Ecuador.  Die  Unterseite  ist  bei  allen  diesen  Formen  weiss 
auf  den  Vtlgln,  gelblich  auf  den  Hflgln  und  auf  der  Vflglspitze.  Ein  schwärzlicher  Fleck  am  Schlüsse  der 
Htlgl-Mittelzelle  fehlt  mitunter  bei  nehemia,  bei  den  übrigen  Formen  scheinbar  stets. 

penia.  Ob  P.  penia  Hopff.  (28 e)  aus  Peru  eigene  Art  ist,  muss  ich  dahingestellt  sein  lassen.  Bei  dieser 

Form  ist  der  schwarze  Apicalsaum  noch  breiter  als  bei  aequatorialis,  ausserdem  aber  der  Saum  in  der  Mitte 
des  Aussenrds  stark  erweitert.  Da  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  sich  kein  schwärz¬ 
licher  Fleck  befindet,  so  hielt  Hopeeer  penia  für  eigene  Art.  Das  Vorhandensein  oder  Fehlen  dieses  Flecks 
kann  aber  nach  dem  bei  nehemia  Gesagten  nicht  als  spezifisches  Kriterium  gelten. 

35.  Gattung:  ]>iSBiiorpliia  Hbn. 

Diese  Gattung  ist  von  den  Südstaaten  Nord-Amerikas  bis  Süd-Brasilien  und  von  Osten  bis  Westen 
verbreitet,  besonders  in  den  westlichen  Gebirgen  entwickelt,  die  meisten  Arten  haben  aber  kein  grosses  Ver¬ 
breitungsgebiet.  Alle  Arten  weichen  im  Äusseren  sowohl  wie  im  Rippenhaue  so  erheblich  von  den  Familien¬ 
genossen  ab,  dass  sie  nicht  ohne  weiteres  als  »Weisslinge«  zu  erkennen  sind.  Sie  vertreten  zweifellos  einen 
andern  Zweig  des  Pieridenstamms.  Ihre  nächsten  Verwandten  sind  —  abgesehen  von  Pseudopieris  —  die 
paläarktische  Leptidia  und  vielleicht  Pseudopontia  aus  West- Afrika.  Ein  grosser  Teil  der  Arten  ist  den  durch 
schlechten  Geruch  und  Geschmack  geschützten  Ithomiiden,  Acraen  {Actinote)  und  Heliconiiden  ähnlich,  doch 
sind  Fälle  täuschender  Ähnlichkeit  nicht  häufig.  Mitunter  ist  nur  das  weibliche  Geschlecht  sogen.  Nach¬ 
ahmer.  Der  Geschlechtsdimorphismus  ist  bei  vielen  Ärten  so  gross,  dass  die  Zusammengehörigkeit  nur 
schwer  festgestellt  werden  kann.  —  Von  Butler  wurde  nicht  nur  die  HüBXER’sche  Gattung  Enantia  (mit 
melite  als  Typus)  beibehalten,  sondern  auch  eine  weitere  Gattung,  Moschoneura  (mit  methymna  als  Typus)  auf¬ 
gestellt.  Da  weder  eine  Notwendigkeit  zu  solcher  Teilung  vorhanden  ist,  noch  die  für  diese  Gattungen  auf¬ 
gestellten  Charaktere  stichhaltig  sind,  wird  an  dieser  Stellung  die  Gattung  (die  auch  unter  dem  Namen 
Leptalis  Dahn,  bekannt  ist)  in  dem  hergebrachten  Umfange  beibehalten.  —  Herrn  Rich.  Haexsch,  der 
während  seiner  Reisen  in  Süd-Ämerika,  besonders  in  Ecuador,  Beobachtungen  gemacht  hat,  verdanke  ich 
die  folgenden  biologischen  Mitteilungen;  Rpn  und  Ppn  sind  ihm  nicht  bekannt  geworden.  Die  Ithomiiden- 
ähnlichen  Ärten,  wie  orise,  theonoe  etc.  lieben,  wie  die  Ithomiiden,  den  Schatten  des  Hochwaldes,  während 
die  lebhafter  gefärbten,  praxinoe ,  astyocha ,  auch  lichtere  Stellen  des  Waldes  aufsuchen.  Die  cTcf  letzterer 
halten  beim  Fluge  die  Flügel  so,  dass  der  grosse  lichte  Duftschuppentleck  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  ver¬ 
deckt  ist,  so  dass  sie,  wie  ihre  ??,  von  den  ähnlich  gezeichneten  Mechanifis  nicht  zu  unterscheiden  sind. 
Formen  wie  nemesis,  critomedia ,  leonora  etc.  lieben  kleine  Lichtungen  im  Wald  und  setzen  sich  gern  mit 
ausgebreiteten  Flügeln  auf  die  Spitzen  sonnenbeschienener  Sträucher.  Die  zeitweisse  häufigen  gelben  und 
weissen  Formen,  wie  niedora,  limnorina,  Pseudopneris  nehemia.  etc.,  finden  sich  zu  Anfang  resp.  Ende  der  Regen¬ 
zeit  oft  zahlreich  auf  duftenden  Doldenblüten  an  Weg-  und  Waldrändern  ein;  sie  unterscheiden  sich  nicht 
merklich  von  den  echten  Pieriden.  Die  mimetischen  Formen  sind  in  der  Lebensweise  kaum  von  den  ähnlichen 
Ithomiiden  zu  unterscheiden;  sie  finden  sich  an  denselben  Örtlichkeiten  wie  jene  ein,  doch  fliegen  sie  nicht 


DfSMOUPIIIA.  Von  J.  Üöbf.i!. 


U‘) 

in  Gemeinschaft  mit  diesen.  Dagegen  korrespondiert  ihre  Färbung  regelmässig  mit  den  liokalforrnen  der 
Ithorniiden,  was  sich  besonders  bei  den  /heoiioi'-Fovmen  sehr  schön  zeigt. 

D.  cretacea  S.  ei  K.  (28 e)  ans  Süd-Brasilien  (Es])irito  Santo)  hat  weisse  ()l)erseite,  breiten  schwarzen  cretacea. 

Apex,  der,  namentlich  beim  ?,  im  hinteren  Teile  stark  ausgebuchtet  ist.  Die  Hilgl  habeji  geringen  schwarzen 

Saum.  Die  Unterseite  ist  gelblichweiss ,  die  Vtlgl  sind  l)eini  cT  ungezeichnet,  beim  ?  mit  einer  schwarzen 
Subapicalbinde  und  einem  schwarzen  Fleck  in  der  Nähe  des  Innenwinkels,  die  Hilgl  haben  2  schwarzgraue 
Querbinden,  von  denen  eine  in  der  Mitte,  die  andere  in  der  Nähe  des  Vrds  steht. 

D.  isodrita  Bsd.  (28 e),  angeblich  aus  Brasilien,  mir  nach  einem  ?  aus  Columbien  bekannt,  ist  von  isodrita. 

cretacea  kaum  spezifisch  verschieden.  Der  schwarze  Apicalsaum  ist  nur  wenig  anders  als  bei  cretacea,  hat 

aber  ein  kleines  weisses  Subapicaltleckchen,  die  Htlgl  sind  vollständig  ungezeichnet.  Die  Unterseite  ist  gelber 
und  die  schwarze  Snbapicalbinde  der  Vtlgl  zu  einem  unscharf  begrenzten  Flecke  reduziert. 

D.  flavia  Fldr.  {II.-HcJiäf}'.  i.  l.)  aus  Venezuela  ist  der  isodrita  ähnlich,  soll  aber  kürzere  Flügel  \ini\  flavia. 
schmälere  Mittelzelle  haben.  Mir  unbekannt. 

D.  psamathe  F.  (28 f),  angeblich  aus  Guiana  und  Para,  mir  nur  aus  Süd-Brasilien  (Säo  Paulo  und  psamathe. 

Santa  Gatharina)  bekannt,  hat  im  schwarzen  Apex  der  Vtlgl  einen  grossen  weissen  Fleck.  Die  ??  haben 

meist  stark  gelbe  Htlgl.  Die  Unterseite  der  Htlgl  und  die  Vtlglspitze  sind  licht  ockergelb,  die  Htlgl  haben 
2  grauschwarze  Querbinden,  bei  den  cTcT  fehlt  mitunter  der  schwarze  Subapicaltleck  der  Vtlgl. 

D.  acutipennis  Btlr.  aus  Trinidad,  mir  in  einem  cf  aus  Columbien  vorliegend,  unterscheidet  sich  acutipennis. 
von  psamathe  nur  durch  lichter  gelbe  Unterseite.  —  Verschiedener  ist  disjuncta  form.  nov.  (28f)  aus  Rio  disjuncta. 

grande  do  Sul  dadurch,  dass  bei  ihr  der  innere  Teil  des  schwarzen  Apicaltlecks  aufgelö.st  und  die  Unter¬ 

seite  ebenso  gelb  wie  bei  p>samedhe  ist  (Zeitform  der  psamathe?). 

D.  mercenaria  Ftdr.  (28f)  stammt  aus  Venezuela,  mir  liegen  Stücke  aus  Peru  vor;  ob  diese  von  mercenaria. 
Venezuela-Stücken  verschieden  sind,  vermag  ich  nicht  anzugeben.  Sie  hat  im  männlichen  Geschlecht  etwas 
schmälere  Vtlgl  und  einen  anders  begrenzten  Saum  des  schwarzen  Apicaltlecks,  ist  aber  sonst,  namentlich 
im  weiblichen  Geschlecht,  von  cretacea  nicht  verschieden. 

D.  licinia  Cr.  (=  galanthis  Bates,  phronima  F.)  (28f)  vom  oberen  Amazonas  (Peru)  unterscheidet  licinia. 
sich  von  mercenaria  durch  andere  Gestalt  der  inneren  Begrenzung  des  schwarzen  Apicaltlecks.  Die  Unter¬ 
seite  ist  etwas  lichter  gelb. 

D.  aphrodite  Fldr.  aus  Brasilien  ist  oben  kreideweiss,  Aussenrd  schwarzbraun  mit  weissem  Flecke,  aphrodite. 

Htlgl  einfarbig.  Unterseite  der  Vflgl  beim  cf  in  der  Mitte  schwefelgelb,  Vrd  und  Flügelwurzel  krokusgelb, 

schwärzliche  Fleckchen  am  Vrde,  ?  einfarbig,  Vrd  und  Hrd  ockergelb,  schwarzbraune  Apicalbinde,  Htlgl 
beim  cf  ockergelb,  beim  ?  viel  heller,  beide  unten  mit  bräunlichen  Streifen.  Mir  unbekannt. 

D.  marlon  G.n.S.  (28  g)  aus  Zentral-Amerika  und  Süd-Brasilien  (Santa  Gatharina)  ist  der  psamcdhe  marion. 
ähnlich,  hat  aber,  abgesehen  von  den  Zeichniingsverschiedenheiten ,  andere  Gestalt  sowohl  der  V-  wie  der 
Htlgl.  Die  Unterseite  der  Vtlgl  ist  weniger  kräftig  gezeichnet. 

D.  thermesia  Godt.  (28g)  aus  Brasilien  (Sfio  Paulo)  hat  im  männlichen  Geschlechte  sehr  schmale  thermesia. 
Vflgl.  Dem  ?  fehlt  der  längliche  schwarze  Mitteltleck  der  Vflgl.  Die  Unterseite  ist  perlweiss  mit  dunklen 
Schuppentlecken ,  das  ¥  hat  auch  schwarze  Subapicalzeichnung  der  Vtlgl,  die  dem  cf  fehlt.  —  thermesina  thermesina. 
Hop>ff.  aus  Peru  hat  mehr  schwarze  Zeichnung. 

D.  limnorina  Fldr.  (28  g)  aus  Brasilien  (Minas  Geraes)  hat  eigentümliche  Flügelgestalt.  Die  Flügel  limnorina. 

sind  beim  ¥  völlig,  beim  cf  in  der  hinteren  Hälfte  lichtgelb.  Die  Unterseite  hat  bei  beiden  Geschlechtern, 

aber  beim  cf  weniger,  schwarze  Submarginalzeichnung  der-  Vtlgl. 

D.  dilis  Bsd.  aus  Brasilien  ist  der  licina  ähnlich,  hat  aber  auf  den  Vtlglu  schmälere  und  kürzere  dilis. 
schwarze  Zeichnung.  Unterseite  wie  bei  licinia.  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

D.  theugenis  l)hJ.  {=  colon  Weijm.)  (28  h)  aus  Bolivien  und  Peru  hat  gesättigt  schwefelgelbe  Ober-  thengenis. 
Seite  mit  breiter  schwarzer  Apicalzeichnung  und  schwarzem  MittelÜeck  der  Vflgl  sowie  schwarzem  Rande 
der  Htlgl.  Die  Unterseite  ist  bis  auf  den  weissen  hinteren  Teil  der  Vtlgl  schwefelgelb,  die  Vflgl  haben  einen 
schwarzen  Saumtleck  in  der  Mitte  des  Aussenrds  und  die  Htlgl  3  schwärzliche  Querbinden.  ¥  mir  unbekannt. 

D.  mellte  L.  (28  h)  aus  Süd-Brasilien  (Santa  Gatharina  und  Rio  grande  do  Sul)  hat  kanariengelbe  melite. 
Oberseite  mit  schwarzer  Saum-  und  Mittezeichnung.  Die  Unterseite  ist  wie  bei  den  verwandten  Arten  gelb 
mit  2  schwärzlichen  Querbinden  der  Htlgl.  Die  ¥¥  haben  ])reitere  Vflgl  und  viel  lichter  gelbe  Grundfärbung, 
nicht  selten  sind  fast  weisse  Stücke:  ab.  alba  form.  nov.  —  jethys  B.sd.  (=  melite  Koll)  (»the  Mime«  der  alba. 

Nord- Amerikaner)  kommt  in  Mexiko,  wahrscheinlich  aber  auch  südlicher  vor.  Diese  Form  hat  vermehrte 
dunkle  Zeichnung,  so  einen  Streifen  von  der  Wurzel  bis  zum  Innenwinkel  der  Vtlgl. 

D.  Cornelia  Fldr.  (28h)  aus  Mexiko  hat  ockergelbe  Oberseite  mit  schwarzbraunen  Zeichnungen  der  Cornelia 
Vflgl  und  gleichgefärbtem,  unregelmässigem  Saume  der  Htlgl.  Die  Unterseite  ist  mit  Ausnahme  des  weiss- 


100 


DISMORPHIA.  Von  J.  Röber. 


amalia. 

mirandola. 

caiica. 

carthesis. 

idonia. 

zaela. 

arcadia. 

crisia. 

medora. 

medorina. 

medorilla. 

proserpina. 

demeter. 

othoe. 

zathoe. 

lelex. 

pimpla. 

pallidula. 

lysis. 


liehen  hinteren  Teils  der  Vflgl  ockergelb  mit  bräunlichen  Flecken  und  Fleckchen  auf  den  Hflgln.  —  amalia 
Htgr.  (28h)  aus  Ghiriqui  und  Columbien  hat  viel  weniger  dunkle  Zeichnung  der  Vflgl,  namentlich  fehlt  der 
breite  Mittelstreifen  völlig  und  die  Htlgl  haben  gleichmässig  breiten  dunklen  Saum.  Die  Grundfärbung  ist 
ober-  und  unterseits  lichter. 

D.  mirandola  Heic.  (29  a)  aus  Ecuador  und  Columbien  hat  schwarze  Oberseite  der  Vflgl  mit  gelben 
Zeichnungen.  Die  Htlgl  sind  auf  dem  vorderen  Teile  (Duftfleck)  lehmgelb,  auf  dem  hinteren  Teile  schwefel¬ 
gelb  und  haben  schwarze  Zeichnung.  Das  ?  hat  auf  den  Vflgln  mehr  und  lichter  gelbe  Zeichnung,  die  Hflgl 
sind  licht  schwefelgelb  mit  schwarzem  Saume.  Die  Unterseite  ist  bei  beiden  Geschlechtern  lichtgelb  mit 
silberweissen  Flecken  und  dunkler  Bestäubung.  —  cauca  form.  nov.  aus  West-Columbien  (Cauca-Tal)  hat 
beim  cT  zusammenhängende  gelbe  Mittelbinde  der  Vflgl,  mehr  reduziertes  lehmgelbes  Dufffeld  der  Hflgl,  auch 
fehlt  ihm  die  gelbe  Zeichnung  in  der  Nähe  der  Vtlglwurzel. 

D.  carthesis  Hew.  (29a)  aus  Ecuador  ist  der  miranduhi  ähnlich,  hat  aber  grössere  Subapicalflecke 
der  Vflgl,  keine  gelbe  Zeichnung  in  der  Nähe  der  Hflglwurzel,  aber  einen  grösseren  gelben  Fleck  ain  Irde. 

Die  Hflgl  haben  eine  schmälere  gelbe  Mittelbinde  und  viel  breiteren  schwarzen  Saum.  Die  Unterseite  hat 

auf  den  Hflgln  eine  breite  gelbe  Mittelbinde  und  breiten  schwarzen  Saum,  in  dem  rötlichweisse  Submarginal¬ 
flecke  stehen. 

D,  idonia  Hew.  aus  Ecuador  hat  ähnlich  der  carthesis  gezeichnete  Vflgl,  doch  fehlt  der  gelbe  Fleck 
am  Irde.  Die  gelbe  Mittelbinde  der  Hflgl  hat  schrägere  Lage.  Die  Unterseite  ist  völlig  verschieden:  die 
grauschwärzlichen  Hflgl  liaben  zwei  gelbe  Mittelquerbinden  und  einige  gelbe  Saumfleckchen. 

D.  zaela  Heiv.  (29  a,  b)  aus  Columbien  und  Ecuador  hat  auf  den  schwarzhraunen  Vflgln  beim  cT 
chromgelbe  Mittel-  und  Subapicalflecke.  Ein  grosser  Teil  der  Hflgl  wird  vom  grauen,  seidig  glänzenden 
Duftfelde  eingenommen,  der  hintere  Teil  dieser  Flügel  ist  innen  gelb,  aussen  Chromgelb,  der  Saum  schwarz¬ 
braun.  Das  ?  hat  licht  gelbe  Zeichnung  der  Vflgl  und  licht  schwefelgelbe  Hflgl  mit  breitem  schwarzen 
Rande.  Die  Unterseite  ist  bei  beiden  Geschlechtern  weiss  und  graubraun  marmoriert. 

D.  arcadia  Fldr.  (29  b)  aus  Columbien  ist  der  vorigen  Art  ähnlich,  hat  aber  in  beiden  Geschlechtern 
licht  kanariengelbe  Zeichnung.  Auf  den  Hflgln  hat  das  cf  eine  und  das  ?  zwei  gelbe  Binden.  Die  Unter¬ 
seite  ist  ähnlich  der  von  zaela,  doch  viel  gelber. 

D.  crisia  Dru.  aus  »Brasilien«  hat  ungefähr  dieselbe  Gestalt  wie  arcadia,  auch  ähnliche  Zeichnung. 

Der  Ird  der  Vflgl  ist  weisslich,  beim  $  sind  die  Mittelflecke  kleiner.  —  Mir  nur  aus  der  Beschreibung 

Boisuuval’s  bekannt. 

D.  medora  Dbl.  (?  =  casta  Koll.)  (29  b)  aus  Columbien  und  Venezuela  hat  auch  einen  gelben  Fleck 
am  Irde  der  Vflgl;  auf  dem  grauen,  seidig  glänzenden  Duftfelde  der  Hflgl  ist  ein  scharf  begrenzter, 
eiförmiger  grauer  Duftschuppenfleck.  Das  ?  hat  viel  breitere  gelbe  Zeichnungen.  —  medoriiia  Hew.  aus 
Bolivia  hat  drei  grössere  gelbe  Subapicalflecke  der  Vflgl  und  der  hintere  gelbe  Fleck  der  Mittelbinde  ist 
von  den  übrigen  Flecken  getrennt.  Die  gelbe  Binde  der  Hflgl  ist  im  vorderen  Teile  orangegelb.  — 
medorilla  Heic.  aus  Ekuador  und  Peru  hat  kleinere  gelbe  Flecke  der  Vflgl  und  schmälere  gelbe  Binde 
der  Hflgl. 

D.  proserpina  5.  u.  K.  aus  Roraima  hat  ober-  und  unterseits  viel  lichtere,  fast  weisse  Zeichnung 
als  demeter  form.  uov.  (29b)  aus  Columbien  und  Venezuela,  auch  hat  letztere  auf  dem  Duftschuppenfelde 
der  Hflgl  keinen  besonderen,  scharf  begrenzten  Duftschuppenfleck  wie  iwoserpina  (besondere  Art?);  pro¬ 
serpina  kenne  ich  nur  aus  den  Abbildungen  und  Beschreibungen.  Die  Unterseite  ist  bei  demeter  viel  gelber, 
aber  nicht  anders  als  bei  piroserpiina  gezeichnet. 

D.  othoe  Hew.  (29  c)  aus  Ekuador  und  Columbien  hat  oherseits  schwarzbraune  Färbung  mit  gelb¬ 
lichen  Zeichnungen.  Beim  ?  sind  die  Zeichnungen  Aveisslicher  und  vergrössert.  Die  Unterseite  ist  fahl  gelb 
mit  schwärzlichen  Schuppenzeichnungen. 

D.  zathoe  Hew.  aus  Columbien  ist  der  othoe  ähnlich,  die  Mittelflecke  sind  aber  kleiner  und  gelber 
und  der  Subapicalfleck  ist  grösser  und  weiss,  auch  die  Hflglbinde  ist  schärfer  gelb. 

D.  lelex  Hew.  aus  Ekuador  ist  etAvas  grösser  als  zathoe,  hat  fahler  gelbe  Zeichnungen,  die  Mittel¬ 
flecke  der  Vflgl  sind  grösser,  dagegen  statt  des  einen  grossen  Aveissen  Subapicalflecks  zAvei  kleine  gelbliche 
Flecke  vorhanden.  Die  Hflgl  sind  gelb  und  haben  nur  im  vorderen  Teile  innen  ausgezackten  scliAvarzen  Saum. 

D.  pimpla  Hopf.  (29  c)  aus  Bolivia  hat  anders  gestellte  gelbe  Subapicalflecke,  auch  gelbe  Be¬ 
stäubung  an  der  Vflglwurzel.  Die  Hflgl  haben  den  hinteren  Teil  schmäler,  aber  gleichmässig  gesäumt. 

D.  pallidula  Btlr.  (29  c)  aus  Costa  Rica  und  Ghiriqui  hat  weisse  Zeichnungen  und  einen  grossen, 
grauen,  oblongen  Duftschuppenfleck  auf  den  Hflgln. 

D.  lysis  Hew.  (29  c)  aus  Ekuador  hat  vergrösserte  weisse  Zeichnungen ,  keine  Subapicalflecke  und 
das  ?  hat  auf  den  Vflgln  eine  vom  Vorder-  bis  zum  Irde  reichende  breite  weisse  Mittelbinde.  Die  Unter- 


DLSMORIMIIA.  Von  .1.  Hobkh. 


101 


Seite  hat  perlweisse  Flecke  und  viel  graugell)e  Schupi)enzeicliiiung.  —  periiana  /Vnv//.  nor.  aus  Peru  isf  peruana. 
etwas  kleiner,  fahler  schwarz  und  unterseits  grau  statt  gell)  l)eschuj)pt. 

D.  foedora  Luc.  (20 d)  aus  Venezuela  und  Peru  hat  weisse  Oberseite  mit  i)i’eitern,  schwarzem  Apex  foedora. 
und  zwei  Subbasalstreifen,  deren  hinterer  mit  dem  Saume  des  Aussenrds  zusammenfliesst;  die  litlgl  haben 
massig  breiten  schwarzen  Saum.  Das  ?  hat  auf  den  Vtlgln  weniger  schwarze  Zeicl)nung,  dagegen  ist  fast 
die  ganze  hintere  Hälfte  der  Htlg]  durch  den  schwarzen  Saum  eingenommen.  Heide  Geschlechter  haben 
weisse  Subajjicaltleckchen.  Die  Unterseite  ist  weiss  mit  unregelmässigen  dunklen  Zeichnungen.  Das  ?  liat 
mehr  und  dunklere  Zeichnung. 

D.  virgO  Bates  (29  d)  aus  Guatemala  und  Ghiriqui  liat  schwarze  Oberseite  mit  weis.ser  Zeichnung;  virgo. 
beim  cf  ist  der  die  ganze  vordere  Hälfte  der  Htlgl  einnehmende  Dufttleck  glänzend  grauweiss;  das  ?  hat 
auf  den  Hflgln  eine  breite  weisse  Mittelbinde.  -  lubina  BfJr.  aus  Costa  Rica  zeichnet  sich  dadurch  aus,  luhina. 
dass  der  weisse  Mitteltleck  durch  schwarze  Adern  geteilt  ist.  —  lunina  Btlr.  aus  Costa  Rica  ist  im  weih-  innina. 
liehen  Geschlechte  von  virgo  dadurch  verschieden,  dass  die  Htlgloberseite  am  Irde  grünlich  ist. 

D.  lua  Beu'.  (29  d,  e)  aus  Columbien,  Ekuador  und  Peru  hat  sehr  schmale  Vorder-  und  breite  Htlgl.  hm. 
Oberseite  schwarzbraun  mit  gelben  Flecken ,  vordere  Hälfte  der  Htlgl  beim  cf  weissgelb.  ?  mit  gelben 
Binden  und  Flecken  auf  den  Vtlgln  und  gelben,  breit  schwarzbraun  gerandeten  Htlgln.  Unterseite  gelb  mit 
schwärzlichen  Binden  auf  den  Htlgln,  das  ?  auf  den  Vtlgln  auch  mit  subapicaler  und  medianer  schwmrzer  Binde. 

D.  lycosura  llew.  aus  Peru  hat  fast  schwarze  Vtlgl  mit  einem  grossen  lichtgelben  Fleck  in  der  lycosura. 
Mitte  und  zwei  kleinen  subapicalen  gelben  Flecken,  Htlgl  grauschwarz  mit  fast  weissem  Duftfelde  auf  dem 
vorderen  Teile.  Unterseite  grauschwarz  mit  grossen  gelben  Flecken  in  der  Mitte  der  Htlgl,  auch  einigen 
roten  Flecken  an  der  Wurzel  der  letzteren,  am  Vrde  der  Vtlgl  drei  kleine  gelbe  Flecke.  Mir  nur  aus  der 
Abbildung  bekannt. 

D.  leonora  Beu-.  (29  e)  aus  Ekuador  hat  einen  kleineren  gelben  Fleck  in  der  Mitte  des  Hrds  der /eonora. 
Vtlgl  als  hjeosura,  aber  noch  mehrere  kleine  gelbe  Flecke.  Die  Htlgl  sind  schwarzgrau,  auf  dem  grau- 
weissen,  seidig  glänzenden  Duft-  (Reibe-)  Felde  der  Htlgl  steht  ein  ziemlich  scharf  begrenzter  gelber  Duft¬ 
schuppenfleck,  der  Ird  der  Htlgl  ist  breit  graublau.  Sehr  verschieden  ist  das  ?:  weiss  mit  breiten  schwarzen 
Rändern,  einer  schwarzen  Binde  in  der  Mittelzelle  der  Vtlgl  und  drei  weissen  Subapicaltleckchen.  Unter¬ 
seite  perlweiss  mit  gelben  Zwischenrippenstreifen  beim  cf,  während  das  ?  mehr  der  Oberseite  entsprechende 
schwärzliche  Zeichnung  besitzt. 

D.  niepelti  lUc//?«. ,  die  zur  nächsten  Form  hiniiberleitet,  unterscheidet  sich  von  leu-gi  dadurch,  niepelti, 
der  Keilfleck  hinter  der  Gostamitte  des  cf  zu  einein  Strich  reduziert ,  der  weissliche  Irdstleck  des  Vtlgls  so 
vergrössert,  ist,  dass, er  noch  über  die  Mediane  bis  in  die  Zelle  hineinreicht;  aus  Equador. 

D.  lewyi  Luc.  (=  nasua  Fldr.,  ?  kadenii  FIdr.)  (29 e)  aus  Venezuela,  Columbien  und  Ekuador  hat  lewyi. 
schwarze  Oberseite  mit  subapicalen  und  postmedianen  gelben  Flecken  sowie  weisslichem  Streifen  am  Irde 
der  Vtlgl.  Die  Htlgl  sind  schwarzbraun,  das  Duftschuppenfeld  ist  gelblich,  der  breite  gelbe  Ird  wird  von 
den  schwarzen  Rippen  in  Felder  geteilt.  Das  ?  ist  gelblichweiss  mit  breiten  schwarzen  Rändern.  Unterseite 
perlweiss  mit  gelben  Zeichnungen  auf  dem  hinteren  Teile  und  bräunlichen  Zeichnungen  auf  dem  vorderen 
Teile  der  Htlgl.  Beim  ?  sind  diese  Zeichnungen  schwarzbraun,  auch  haben  die  Vtlgl  snbapicale  schwarz- 
braune  Zeichnung  und  solche  in  der  Mittelzelle.  —  boliviensis  Stgr.  i.  1.  aus  Bolivia  und  Peru  hat  grössere  boliviensis. 
snbapicale  und  postmediane  gelbe  Flecke  der  Vtlgl,  doch  fehlt  ihr  der  lichte  Streifen  am  Irde  der  Vtlgl; 
die  gelbe  Zeichnung  auf  dem  hinteren  Teile  der  Htlgl  ist  etwas  lichter. 

D.  schausii  Dogn.  aus  Ekuador  (Loja)  ist  im  weiblichen  Geschlecht  ähnlich  dem  leu-yi-^.  Oberseite  schausii. 
schwarzgrau  mit  drei  weissen  Subapicaltlecken  und  einem ,  weissen  Fleckchen  am  Vrde  am  Schlüsse  der 
Mittelzelle,  Wurzelteil  der  Vtlgl  weiss,  Oberseite  der  Htlgl  schwarzgrau,  vorderer  Teil  bläulichweiss,  Unter¬ 
seite  der  Vtlgl  ähnlich  der  Oberseite,  aber  die  Subapicaltlecke  lichtgelb,  Htlgl  schwarz  mit  gelbem  Vrde, 
einem  gelben  Streifchen  in  der  Mittelzelle  und  drei  roten  Wurzeltlecken. 

D.  critomedia  Bbu.  (=  crisia  Fldr.)  (29  e,  f)  aus  Venezuela,  Columbien  und  Brasilien  (?)  hat  auf  critomedia. 
den  schwarzen  Vtlgln  eine  stark  gebogene  breite  weisse  Mittelbinde,  die  beim  ?  durch  einen  breiten  schwarzen 
Streifen  geteilt  ist.  Die  Htlgl  sind  weiss  mit  schwarzen  Rändern.  Unterseite  weiss  mit  dunklen  Zeichnungen. 

D.  euryope  Luc.  (29f)  aus  Mexiko  ist  oberseits  schwarz  mit  gelblich weisser  Mittelbinde  der  Vtlgl.  euryope. 
Der  grosse  Reibefleck  der  Htlgl  ist  licht  bläulich,  der  Duftschuppenileck  auf  ihm  weiss,  vom  Irde  bis  in  die 
Mitte  der  Htlgl  verläuft  eine  gelbe,  durch  die  schwarzen  Rippen  in  Felder  geteilte  Binde.  Mir  nur  aus  der 
Abbildung  bekannt. 

D.  ines  spec.  nov.  (29 f)  aus  Ekuador  ist  der  euryope  ziemlich  ähnlich.  Die  Mittelbinde  ist  viel  ines. 
schmäler  und  schneeweiss,  am  Irde  der  Vflgl  steht  ein  gelbes  Schuppenstreifchen.  Das  $  hat  schwefelgelbe, 
breit  schwarzbraun  gerandete  Htlgl.  Die  Unterseite  hat  matten  Glanz,  ist  grauschwarz  und  hat  weisse  Flecke. 

D.  lygdamis  Bew.  (29  f)  aus  Ekuador  hat  schwarze  Oberseite  mit  bläulichen  Zeichnungen.  Die  lygdamis. 
Unterseite  ähnelt  viel  mehr  der  einer  Ccdasticta  als  einer  Bismorphia.  Mir  nur  aus  der  Abbildung  bekannt. 


102 


DISMOKPHIA.  Von  J.  Röbek. 


hyposticta.  D.  hyposticta  Fldr.  aus  Venezuela  und  Columbien  hat  im  weiblichen  Geschleclite  gelbe  Oberseite 

mit  breitem,  schwarzbraunem  Saume,  unterbrochener  Mittelbinde  und  3 — 4  weissen  Subapicalfleckchen  der 
Vtlgl,  die  gelbe  Grundfärbung  der  Hflgl  zieht  sich  zwischen  dem  3.  Medianaste  und  der  unteren  Radiale 
zahnförmig  in  den  dunklen  Aussenrd.  Unterseite  der  Vtlgl  ähnlich  der  Oberseite,  bleicher,  mit  gelben 
Randtlecken,  Htlgl  schwarzbraun  mit  vielen  grossen  gelben  Flecken.  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

hippotas.  D.  hippotas  Hew.  (29  g)  aus  Ekuador  hat  schwarzbraune  Oberseite  mit  weissen  Flecken.  Das  ?  ist 

dem  cf  ganz  ähnlich.  Unterseite  unrein  weiss  mit  gelblichen  Schuppentlecken.  Das  ?  hat  auch  schwarze 
Zeichnungen  auf  den  Vflgln. 

teresa.  D.  teresa  Hciv.  {=  praxidice  lletv.)  (29  g)  aus  Ekuador  hat  schwarzblaue,  etwas  glänzende  Oberseite 

mit  weissen  Flecken.  Das  cf  hat  ausser  dem  lehmgelben  Dufttlecke  am  Vrde  der  Hflgl  einen  grossen 
«Brandfleck»  auf  der  Oberseite  in  der  Mitte  der  Vtlgl.  Das  ?  ist  dem  cf  ganz  ähnlich.  Unterseite  der  von 
hippotas  ähnlich. 


praxidice. 


D.  praxidice  Ueir.  aus  Ekuador  hat  gerundetere  Vtlgl  als  teresa,  etwas  dunklere  Unterseite,  sonst 


nemesis. 


viridifascia. 


cmerascens. 


nielia. 


acraeoides. 

mimetica. 

laninda. 


spio. 

ciibana. 

lysianax. 

tricolor. 


keine  stichhaltigen  Unterschiede. 

D.  nemesis  Latr.  (—  atthis  Dbl.)  (29  g)  aus  Mexiko,  Venezuela,  Columbien,  Ekuador,  Peru  usw.  hat 

dunkelbraune  Oberseite  der  Vtlgl  mit  gelben  Fleckchen,  die  vordere  Hälfte  der  Hflgl  (Duftfeld)  ist  glänzend 

grau,  der  hintere  Flügelteil  gelb.  Das  ?  ist  sehr  verschieden:  weiss  oder  gelblich  mit  schwarzen  Zeichnungen, 
die  Hflgl  haben  nur  schmalen  dunklen  Saum.  Die  Unterseite  ist  grau  mit  lichteren  und  gelben  Flecken.  — 
viridifascia  Btlr.  aus  Costa  Rica  hat  kleinere,  linienförmige  gelbe  Flecke  und  auf  den  Htlgln  eine  licht 
grünliche  Binde.  ?  mit  hellbraunem  Rande. 

D.  cinerascens  Sahi  (29g,  30a)  aus  Costa  Rica  und  Chiihph  ist  oberseits  schwarz,  hat  auf  den 
Vtlgln  weisse  Flecke  und  die  Htlgl  haben  vor  dem  schwarzen  Saume  eine  graublaue,  keilförmige  Binde. 
Das  ?  hat  schwarze  Htlgl  mit  einer  breiten  weissen  Mittelbinde.  Die  Unterseite  ist  ähnlich  der  der  nemesis. 

G.  melia  Godt.  (30  a)  aus  Brasilien  (Santa  Catharina  und  Säo  Paulo)  hat  schwarze  Oberseite  der 

Vtlgl  mit  gelber  Zeichnung  und  gelbe  Pltlgl  mit  schwarzen  Zeichnungen.  Das  ?  ist  ein  sog.  Acraen- Nach¬ 

ahmer,  der  Äcraea  (Actinote)  thalia  und  bezw.  anteas  ziemlich  ähnlich;  diese  (brasilianische)  Form  ist  die 
acraeoides  Hew.  (30  a),  die  andere  Form  mimetica  Stgr.  aus  Cayenne  hat  gelbere  Grundfärbung,  ist  in  der 
Zeichnung  aber  nicht  verschieden. 

D.  larunda  Ueic.  (30  a)  aus  Ekuador  ist  zu  den  F/ehrondw-Nachahmern  zu  zählen.  Oberseite  schwarz 
mit  gelber  Mittelbinde  und  gelben  Submarginaltlecken  sowie  grossem,  rotem  Wurzelflecke  der  Vflgl  und 
ähnlich  gezeichneten  Htlgln.  Der  innere  Teil  der  Htlgl  ist  unterseits  rot,  der  breite  schwarze  Saum  hat 
weisse  Fleckchen  und  am  Aussenrde  steht  eine  gelbe  Submarginalbinde. 

D.  spio  Godt.  (30  a)  von  den  Antillen  hat  in  beiden  Geschlechtern  scharf  sichelförmig  ausgezogene 


Vtlgl. 


Beim  ?  sind  die  beim  cf  gelbroten  Zeichnungen  schwefelgelb. 


amphione. 

arsinoe. 

astynomides. 

arsinoides. 

praxinoe. 

discrepans. 

meridionalis. 

amphithea. 


D.  cubana  H.-Sch.  (30  b)  von  Kuba  hat  nur  mässig  spitz  ausgezogene  Vtlgl  und  ist  ähnlich  Avie  spio 
gezeichnet  und  gefärbt. 

D.  lysianax  Heiv.  (30  b)  vom  oberen  Amazonas  hat  völlig  gerundete  Vtlgl.  Nur  das  ?  ist  bekannt, 
das  sich  vom  cubana-d'  durch  das  Fehlen  der  subapicalen  gelben  Vtlgltlecke  und  ferner  dadurch  unter¬ 
scheidet,  dass  die  gelbe  Mittelbinde  sich  in  einem  schmalen  Streifen  am  Vrde  bis  zur  Flügelwurzel  erstreckt. 

D.  tricolor  5.  n.  K.  (30  b)  ist  dem  Heliconius  vicinns  Men.  ähnlich.  Nur  das  ?  ist  bekannt.  Ober¬ 
seite  scliAvarz,  Vtlgl  mit  einer  breiten  gelben  Mittelbinde  und  rotem  Irdsstreifen,  Hflgl  mit  roter  Mittelbinde 
und  einem  submarginalen  gelbroten  Fleck  am  Aussenrde.  Unterseite  ähnlich,  doch  die  rote  Färbung  auf 
den  Htlgln  auf  Streifchen  reduziert,  und  Aveisse  Submarginaltlecke.  Heimat  noch  unbekannt. 

D.  amphione  Cr.  (30  b,  c)  aus  Guiana  hat  oberflächliche  Ähnlichkeit  mit  gCAvissen  Formen  des 
Heliconius  erato.  —  arsinoe  Fldr.  aus  Columbien  unterscheidet  sich  durch  grösseres  und  schneeweisses 
Duftschuppenfeld  der  Hflgl;  der  Ird  der  Vtlgl  ist  rotbraun  und  zAvischen  Submediana  und  Medianstamm 
steht  im  Rotbraun  ein  schAvarzes  Streifchen.  —  Bei  astynomides  SUjr.  i.  l.  aus  Venezuela  fehlt  dieses 
schAvarze  Streifchen  und  der  Ird  sell)st  ist  sehr  schmal  braunrot  und  die  von  arsinoe  sonst  nicht  ver¬ 
schiedenen  Htlgl  haben  einen  rotbraunen  Ird.  —  arsinoides  St<jr.  ans  Chiriqui  hat  die  Htlgl  Avie  astynomides, 
aber  die  gelben  Flecke  der  Mittelreihe  sind  kleiner,  voneinander  AAmit  getrennt  und  der  Ird  der  Vtlgl  ist 
breit  schwarz.  —  praxinoe  Dbl.  aus  Mexiko  ist  von  arsinoides  dadurch  verschieden,  dass  das  Aveisse  Duft¬ 
schuppenfeld  der  Hflgl  zackig  in  den  scliAvarzen  Saum  verläuft  und  die  Färbung  der  rotbraunen  Zeichnung 
lichter  ist.  —  discrepans  Btlr.  (30  c)  aus  Columbien  und  Ekuador  hat  statt  der  gelben  Mittelbinde  der 
Vflgl  nur  kleine  gelbe  Fleckchen.  —  meridionalis  form.  nor.  aus  Bolivia  hat  nur  zAvei  gelbe  Subapicalllecke 
der  Vtlgl  und  eine  in  der  Mitte  unterbrochene,  aber  breite,  mit  der  reduzierten  rotbraunen  Zeichnung  nicht 
zusammenstossende  gelbe  Mittelbinde.  —  amphithea  Fldr.  aus  Mexiko  ist  grösser  als  amphione,  hat  grössere 
und  breitere,  mehr  sichelförmige  Vtlgl.  Mir  unbekannt,  vermutlich  von  praxvioe  nicht  verschieden.  — 


DISMOHIMIIA.  Von  .1.  lir.iuoii. 


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egaena  Bates  aus  Ega  ist  im  weibliclieu  Gesclileclite  sehr  dunkel  rotbraun,  hat  viel  gelbe  Mittel-  und  Sub-  ef^aena. 
apicalzeichnung  und  ist  der  Meclumilis  fohjmnlu  egannais  Bates  sehr  ähnlich.  —  rhomboidea  lUlr.  aus  Xanta  rhomhoidea. 
(vermutlich  Ost -Peru)  (oder  Nauta,  oberer  Amazonas  f)  ist  die  grösste  Form.  Ihr  fehlen  die  gelben  Sub- 
apicaltlecke  völlig,  die  rotbraune  Zeichnung  ist  sehr  entwickelt  und  reicht  im  hinteren  Peile  dei'  Vllgl  bis 
zum  Flügelsaume,  die  gelbe  Mittelbinde  ist  nur  durch  einige  Fleckchen  am  Vrde  vertreten.  Das  ?  hat  rot¬ 
braune  Fltlgl  mit  schwarzen  keilförmigen  Saumtlecken ,  die  gelbe  Mittelbinde  ist  sehr  breit  und  i'eicht  fast 
bis  zum  Innenwinkel.  Ist  vielleicht  eigne  Art.  Mir  niu-  aus  dei'  Abbildung  bekannt. 

D.  laia  Godt.  Gestalt  und  Grösse  wie  auephioiie.  Vtlgl  schwarz  mit  3  rotbraunen  Flecken :  einen  laia. 
langen  in  der  Mittelzelle,  den  zweiten  am  Trde  und  der  dritte,  kleine  kreisförmige  ist  gegen  die  Flügelmitte 
gestellt  und  manchmal  mit  dem  ersten  vereinigt;  die  Aussenhälfte  ist  überdies  durch  einen  gelben,  band¬ 
förmigen,  durch  die  Rippen  geteilten  Fleck  bezeichnet.  Oberseite  der  Htlgl  breit  glänzend  weiss  entlang 
des  Vrds,  dann  rotbraun  mit  schwarzem  gezackten,  ziemlich  breiten  Rande.  Unterseite  der  Vtlgl  glänzend 
weiss,  an  der  Spitze  gelb  gerändert,  die  übrige  Zeichnung  wie  oben,  aber  grösser,  Unterseite  der  Htlgl 
bräunlich  mit  mehreren  helleren  Stellen,  die  Spitze  rötlich  gerandet,  eine  Reihe  gelber,  ziemlich  grosser 
Randflecke,  und  2  kleine  Flecke  von  derselben  Färbung  gegen  den  Aussenrd  (beim  Aussenwinkel).  Surinam, 

Cayenne.  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

D.  astynome  Dahn.  (~  polymela  lihn)  (30  c)  aus  Brasilien  (Santa  Gatharina)  ist  der  anqjluone  sehr  astynome. 
ähnlich,  aber  doch  wohl  eigene  Art.  Statt  einer  Reihe  gelber  Subapicaltlecke  hat  ashjnome  nur  einen  solchen 
Fleck,  selten  noch  einen  Punkt  davor,  und  dieser  steht  näher  der  Flügelspitze  als  bei  amphione  die  Flecken¬ 
reihe.  Der  Ird  der  Vtlgl  ist  stets  breit  schwarz.  Die  Unterseite  ist  wesentlich  verschieden.  —  astyocha  Hbn.  astyocha. 
aus  Rio  grande  do  Sul  und  Säo  Paulo  unterscheidet  sich  dadurch,  dass  der  gelbe  Vtlglspitzentleck  unmittelbar 
am  Flügelrande  steht  und  durch  lichtere,  geringer  gezeichnete  Unterseite. 

D.  dejone  Hew.  (30  c)  aus  Zentral-Amerika  hat  schwarze  Oberseite  der  Vtlgl  mit  weissen  Flecken,  dejone. 
vordere  Hälfte  der  Htlgl  (Duftfleck)  licht  grau,  glänzend,  hinterer  Teil  der  Htlgl  rotbraun  mit  schwarzem 
Rande.  Unterseite  der  Htlgl  graubraun  mit  einer  Querreihe  gelber  Flecke  in  der  F^lügelmitte  und  einigen 
anderen  gelben  Flecken  und  Fleckchen.  ?  mir  unbekannt. 

D.  sororna  Btlr.  (30  d)  aus  Costa  Rica  und  Chiriqui  ist  eine  grosse  Art.  Das  cT  hat  schwarze  sororna. 
Vtlgl  mit  gelblichen  Apical-,  Subapical-  und  Mittelflecken,  der  grössere  vordere  Teil  der  Htlgl  (Duftfleck) 
ist  lichtgrau,  seidig  glänzend ,  der  hintere  Teil  ist  rotbraun ,  schwarz  gerandet.  Das  ?  ähnelt  den  Lycorea- 
Arten;  es  hat  schwarze  Vtlgl  mit  denselben  Fleckenreihen  wie  das  cf,  ausserdem  eine  rotliraiine  Querbinde 
auf  der  inneren  Hälfte  der  Vtlgl,  die  Htlgl  sind  rotbraun,  haben  schwmrzen  Saum  und  einige  gelbe  Saum¬ 
fleckchen.  Die  Unterseite  ähnelt  der  Oberseite.  —  hagaresa  Btlr.  aus  Costa  Rica  ist  vermutlich  nichts  anderes,  hagaresa. 
als  eine  weniger  gezeichnete  Form  der  sororna  (Zeitform?). 

D.  cordillera  Fldr.  (30  d)  aus  Columbien  und  Chiriqui  wird  von  Butler  von  der  sororna  zwar  cordillera. 
spezifisch  getrennt,  scheint  aber  doch  nur  als  Zeitform  zur  sororna  zu  gehören.  Die  gelben  Flecke  der 
Vtlgl  sind  grösser,  beim  cf  ist  der  hintere  Teil  der  Htlgl  gelb  und  auch  das  ?  hat  lichtere  Zeichnung,  so 
sind  die  Htlgl  fast  gelb.  Die  Unterseite  ist  entsprechend  der  Oberseite  gezeichnet  und  gefärbt. 

D.  orise  Bsd.  (30 e)  aus  Guiana  und  Bolivia,  vermutlich  aber  auch  anderwärts  vorkommend,  ist,,  omc. 
namentlich  im  weiblichen  Geschlechte,  der  Thyridia  psidii  L.  und  confusa  Btlr.  sehr  ähnlich.  Die  vollkommen 
durchsichtigen  Flügel  haben  schwarzen  Rand  und  schwarze  Mittelbinde,  die  aber  beim  cf  wegen  des  Duft¬ 
flecks  auf  dem  vorderen  Teile  der  Hflgl  nur  bis  zur  Mitte  reicht. 

D.  rhetes  Hew.  aus  Columbien  unterscheidet  sich  von  hewitsoni  Kirhy  (30  e,  f)  aus  Ecuador  nur  rhetes. 
dadurch,  dass  die  lichten  Flecke  auf  dem  äusseren  Teile  der  Vtlgl  und  auf  den  Htlgln  nicht  bläulich,  sondern  hewitsoni. 
weiss  (glasig)  sind.  Diese  Art  hat  allgemeine  Ähnlichkeit  mit  verschiedenen  grösseren  Ithomiiden. 

D.  theonoe  Hew.  (30  e)  aus  Ecuador  ist  der  Ithonüa  ftora  Cr.  sehr  ähnlich.  Sie  ist  durchsichtig  und  theonoe. 
hat  schwarze  Ränder  und  Zeichnungen.  —  melanoe  Bates  vom  oberen  Amazonas  hat  breitere  schwarze  melanoe. 
Ränder  und  Binden;  sie  wird  von  Bates  als  Nachahmer  der  Ithornia  oneya  Hinr.  betrachtet. 

D.  siloe  llew.  (30  e)  aus  Columbien  hat  die  hintere  Hälfte  der  Hflgl  rotbraun  gefärbt.  Sie  hat  im  siloe. 
allgemeinen  das  Kleid  einer  Ithomüde,  ist  aber  keiner  Art  besonders  ähnlich. 

D.  theucharila  DU.  (30f)  aus  Venezuela  zeigt  auch  allgemeine  Ithomiiden-Ähnlichkeit.  Das  ?  hat  theudiarila. 
völlig  braune  Hflgl  mit  schwarzen  Zeichnungen  und  breiter  gelber  Wurzelbinde  der  Vflgl.  —  nella  Btlr.  aus  nella. 
Columbien  ist  nur  dadurch  verschieden,  dass  die  Flecke  der  Mittelreihe  nicht  gelb,  sondern  durchsichtig 
weiss  sind. 

D.  lysinoe  Hew.  (30  d)  vom  oberen  Amazonas  ist  der  siloe  ähnlich,  hat  aber  im  männlichen  Geschlechte  lysinoe. 
nur  eine  breite  gelbe  Randbinde,  die  vorn  durch  eine  schwarze  Binde  eingefasst  wird. 

D.  lysinoides  Stgr.  (30 f)  aus  West-Columbien  (Cauca-Tal)  ist  nur  im  weiblichen  Geschlecht  bekannt,  lysinoides. 
Sie  ist  der  lysiooe  sehr  ähnlich,  hat  aber  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  eine  vollständige  Reihe  weisser 
Saumflecke. 


104 


STYX.  Von  J.  Röbek. 


erythroe.  D.  erythroc  Butes  (30f)  vom  Amazonas  (St.  Paulo)  ist  der  Hypoleria  aureliana,  aureola  u.  a.  ziemlich 

ähnlich.  Sie  ändert  ziemlich  ab,  weil  der  rotgelbe  Apicalfleck  mitunter  in  mehrere  Flecke  geteilt  oder  auch 
ein  rotgelber  Fleck  in  der  Nähe  des  Innenwinkels  vorhanden  ist. 

batesi.  D.  batesi  spec.  nor.  (=  lysinoe  var.  Heiv.)  (30  vom  Amazonas  hat  nicht  nur  auf  den  Vflgln  sehr 

viel  rotgelbe  Zeichnung,  sondern  auch  eine  sehr  breite  rotgelbe  Binde  auf  den  Hflgln.  Die  durchsichtigen 
Flügelteile  haben  bläuliche  Färbung. 

leuconoe.  D.  leuconoe  Bates  vom  Amazonenstrom  (St.  Paulo)  hat  einen  grösseren  rotgelben  Subapicalfleck  und 

melanoides.  gelbliche  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Letztere  fehlt  der  melanoides  form.  nov.  (30f,  g)  aus  Ecuador  (Coca) 
völlig,  auch  hat  sie  kleinere  durchsichtige  Flecke  der  Vflgl  und  etwas  breiteren  schwarzen  »Saum  der  Hflgl. 
Diese  Art  ist  der  Bhomia  ida  und  ilerdhvt  sehr  ähnlich. 

fortiinata.  D.  fortunata  Luc.  (30g),  von  Mexiko  bis  Ghiriqui  verbreitet,  hat  allgemeinen  Ithomiiden-Habitus, 

jedoch  ohne  besondere  Ähnlichkeit  mit  einer  bestimmten  Art.  Die  durchsichtigen  Flügel  haben  schwarze 
Ränder  und  Binden.  Das  ?  hat  eine  weissliche  durchsichtige  Subapicalbinde,  das  cf  dafür  einige  völlig 
ithomiella.  glasige  Flecke.  —  Ob  ithomiella  form.  nov.  (30  g)  aus  Ecuador  (Balzabamba)  Form  der  fortunata  oder  eigene 
Art  ist,  vermag  ich  mangels  genügenden  Materials  nicht  zu  beurteilen.  Das  cf  unterscheidet  sich  von  for- 
iunata-<S'd'  dadurch,  dass  der  glasige  Mitteltleck  der  Vtlgl  breiter  aber  kürzer  ist  und  hinter  ihm  noch  ein 
kleiner  glasiger  Fleck  steht.  »Sehr  verschieden  ist  das  ?  gegenüber  den  fortunata-'^.,  wie  aus  der  Abbildung 
ersichtlich.  Unterseits  hat  das  cf  grössere  weisse  Saumflecke,  auch  das  ?  hat  vollständige  Reihen  grösserer 
und  runderer  weisser  Saumflecke,  während  fortu)iata-2  nur  auf  der  Spitze  der  Vtlgl  3  weisse  Punkte  hat. 

antherize.  D.  antherize  LTew.  (29  h)  aus  Mexiko  ist  im  männlichen  Geschlechte  dem  fortunata-^  ähnlich,  es  hat 

ausser  einer  breiten  weissen  Subapicalbinde  keine  lichte  Zeichnung  auf  dem  äusseren  Teile  der  Vflgl.  Auf 
argodüoe.  der  Unterseite  der  Hflgl  befindet  sich  ein  grosser  weisser  Apicalfleck.  —  Bei  argochloe  Bcdes  von  Ega 
sind  die  Ränder  der  weissen  Vflglbinde  zerrissen,  die  Hflgl  verdunkelt  und  mit  einer  submarginalen  schmalen 
lichten  Binde. 

avonia.  D.  avonia  ILew.  (29  h)  aus  Ecuador  (Quito  und  Balzabamba)  hat  halbdurchsichtige  gelbe  Zeichnungen, 

pallida.  während  pallida  jorm.  nov.  (Zeitform?)  aus  Ecuador  (Paramba  und  Ghimbo)  viel  lichtere,  im  äusseren  Flügel¬ 
teile  völlig  weisse,  glasige  Zeichnungen  hat.  Die  Lbiterseite  ist  der  Oberseite  ähnlich,  doch  führen  alle 
Flügel  am  Aussenrde  eine  Reihe  weisser  Flecke. 

pinthaeas.  D.  pinthaeus  L.  (=  eumelia  Cr.,  vocula  Cr.)  (29h)  aus  Guinea,  vom  Amazonas  usw.  hat  gelbe 

Oberseite  mit  schwarzen  Zeichnungen;  beim  ?  steht  auch  am  Vrde  der  Hflgl  ein  schwarzer  Streifen.  Die 
Unterseite  ist  ähnlich  der  Oberseite,  hat  aber  weisse  Saumtleckchen  und  auf  den  Hflgln  eine  rotbraune  Sub- 
amelina.  marginalbinde.  Die  Art  ähnelt  etwas  der  Ithomiiden-Gattung  Aeria  Ilbn.  —  amelina  Hopff.  (29  h)  aus  Peru 
hat  schmälere  schwarze  Binden  und  daher  grössere  gelbe  Flügelfelder,  auch  ist  die  rotbraune  Saumbinde 
ela.  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  schmäler.  —  ela  Heic.  aus  Ecuador  hat  noch  gelbliche  Submarginalfleckehen 
am  Ird  der  Hflgl  und  die  Submarginalbinde  der  Hllglunterseite  ist  gelb  statt  rotbraun. 

ithomia.  D.  ithomia  Heu\  (29  h)  aus  Ecuador  ist  dem  pinthaeus  ähnlich,  aber  durch  Teilung  der  postmedianen 

gelben  Binde  sind  auf  den  Vtlgln  4  gelbe  Felder  entstanden,  auch  hat  der  Aussenrd  aller  Flügel  eine  voll¬ 
ständige  Reihe  weisser  Flecke. 

methyrnna.  D.  methymna  Godt.  (30  g)  aus  Brasilien  (Minas  Geraes)  ist  oberseits  das  getreue  Ebenbild  der  mit 

ihr  zusammen  fliegenden  Heterosais  fiazoria  Godt.  (36  d).  Unterseits  sind  beide  Arten  dadurch  verschieden, 
dass  methymna  weisse  Saumtlecke  auf  allen  Flügeln  und  auf  den  Hflgln  eine  verloschene  rotbraune  Sub¬ 
marginalbinde  besitzt. 


36.  Gattung:  Styx  Styr. 

Wie  schon  gesagt,  ist  die  systematische  »Stellung  dieser  sonderbaren  Gattung  durchaus  unsicher. 
Die  von  anderer  Seite  ausgesprochene  Vermutung,  Styx  inferiudis  sei  das  ?  einer  Erycinide,  ist  jedoch  un¬ 
zutreffend,  weil  von  inferiudis  auch  das  cf  bekannt  ist.  Die  äussere  Erscheinung  dieses  Tiers  ist  Pieriden- 
artig,  ähnlich  der  in  Bd.  I,  Taf.  19  b  abgebildeten  Jhividina  alticola.  Das  Geäder  der  Vtlgl  zeigt  keine  auf¬ 
fälligen  Abweichungen,  dagegen  ist  die  Rippenbildung  am  Vrd  der  Hflgl  gewissen  Rhomiiden  nicht  unähnlich. 
Tn  der  Bildung  der  Palpen  und  Beine  zeigt  die  Gattung  grosse  Ähnlichkeit  mit  den  Eryciniden. 

infenialis.  S.  infemalis  Siyr.  (30 g)  aus  dem  südöstlichen  Peru  (Ghanchamayo)  ist  in  beiden  Geschlechtern  durch¬ 

scheinend  grauschwarz  mit  lichterem  Mittelteile  der  Flügel.  Von  dieser  Art  sind  erst  wenige  Stücke  bekannt 
geworden,  weshalb  sie  sehr  selten  zu  sein  oder  doch  nur  an  wenigen  engbegrenzten  Orten  vorzukommen  scheint. 


Ausgegehen  21.  V.  09. 


Nachträge  und  Berichtigungen.  Von  J.  Röber. 


105 


Nachträge  und  Berichtigungen. 

Zu  Seite  57 :  lies  evonima  statt  evonimi.. 

Pieris  elodia  forma  deserta  Frühst,  aus  Ecuador  hat  auf  der  Unterseite  bleich  strohgelbe  Vtlglspitze  deserta. 
und  ebensolche  Färbung  der  Htlglobertläclie. 

Zu  Seite  60:  eleusis  gehört  zur  Gattung  Leptophobia.  Als  ich  die  Gattungen  Pieris  und  Leptophobia 
bearbeitete,  war  mir  eleusis  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

Zu  Seite  62:  Leptophobia  gonzaga  Frühst,  aus  Ecuador  (Papalacta),  Mitte  Januar  von  K.  Haenscii  gonzaga. 
erbeutet,  ist  etwas  grösser  als  eleone,  Hflgl  elliptischer,  Grundfärbung  weiss,  Vtlgl  ähnlich  jenen  von  phiura, 
die  Gostale  ausgedehnter  braungrün,  der  Analrand  bis  fast  zur  Flügelmitte  schwärzlich  überpudert.  Dei- 
schwarze  Distalsaum  der  Vtlgl  am  Hrd  proximal  gleichfalls  bis  zur  Flügelmitte  vordringend,  sonst  nament¬ 
lich  in  der  proximalen,  medianen  Ausbuchtung  fast  von  ebensolchen  Konturen  wie  hei  piuura.  Am  Zell¬ 
apex  der  Vtlgl  fehlt  die  schwarze  Abschlussbinde.  Htlgl  mit  schwarz  angelaufener  Basalpartie;  Distalsaum 
gelblich  mit  einigen  schwarzen  Punkten  an  der  Ausmündung  der  Adern.  Unterseite:  Vtlgl  weisslich;  Distal¬ 
saum,  soweit  der  schwarze  Rand  der  Oberseite  durchschimmert,  matt  gelblich  bezogen.  Hflgl  gelblichweiss, 
leicht  glänzend  mit  schwarzem  kleinen  Dreieckstleck  am  Zellende  und  gelblich  gefärbtem  Basalteile.  ?  Ober¬ 
seite:  Vtlgl  ringsum  breit  braunschwarz  umrandet,  so  dass  die  weisse  Grundfarbe  zu  einem  pilzartig  ge¬ 
formten  Discaltleck  reduziert  wird.  Hflgl  gelblicb ,  Gostal-  und  Analregion  von  einer  dünnen  schwarzen 
Linie  begrenzt;  die  Medianpartie  mit  je  2  schwarzen  Punkten  besetzt.  Unterseite  wie  beim  cf.  Fransen 
bei  beiden  Geschlechtern  gelblich.  —  Mir  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt. 

Lept.  eleusis  moilitica  Frühst,  aus  Peru  (Huancabamba)  hat  spitzere  Vtlgl  und  rundlichere  Htlgl  als  mollitica. 
helena.  Oberseite  reiner  weiss,  bei  der  Regenform  wesentlich  breiter  schwarz  umrandet  als  bei  helena.  Gostal- 
partie  der  Vtlgl  dunkler,  mehr  gelb  statt  weiss.  Die  Trockenform  erscheint  schmäler,  j'edoch  tiefer  schwarz 
besäumt  als  die  dry-season-Form  der  helena. 

Zu  Seite  64:  Perrh.  pijrrha  alethina  Btlr.  aus  Gosta  Rica  ist  im  weiblichen  Geschlechte  ähnlich  dem  alethina. 
malenka-2',  die  Subapicaltlecke  fehlen,  die  Flecke  der  Mittelbinde  sind  scharf  gelb,  die  schwarzen  Flecke 
der  vorderen  Binde  grösser  und  deutlich,  die  schwarze  Mittelbinde  der  Htlgl  fehlt.  —  Aberrativform  ? 

Zu  Seite  65 :  lies  antodyca  statt  autodyca. 

Zu  Seite  67:  Archon,  nigripennis  hat  schwarze  Vtlgl  und  einen  kleinen  roten  Fleck  auf  den  Htlgln; 
hades  Frühst,  scheint  damit  synonym  zu  sein.  —  Bei  rosacea  sind  die  drei  weissen  Vtlgltlecke  klein  und  gut 
getrennt,  die  Htlgl  haben  zwei  ovale  tief  rosenrote  Flecke.  —  approxiniata  hat  den  rosenroten  Fleck  der 
Htlgl  näher  am  Aussenrde,  er  ist  breiter,  einförmiger  in  Färbung  und  durch  drei  Rippen  geteilt.  Der  gelbe 
Fleck  auf  der  Unterseite  ist  viel  kleiner.  Gefunden  im  Polochic-Tale. 

Zu  Seite  68:  Appias  peregrina  form.  nov.  (26  c)  aus  Kuba  halte  ich  für  eine  Form  der  janeira  Bönningh.  peregrina. 
Letztere  betrachtete  ich  bisher  für  eine  Aberrativform  der  drusilla,  weil  der  Autor  über  die  sehr  abweichende 
Gestalt  nichts  bemerkt.  An  dieser  Stelle  die  Gestalt  näher  zu  beschreiben,  erübrigt  sieb  angesichts  der  Abbildung. 

Von  peregrina  liegen  mir  zwei  cf  cf  vor;  bei  diesen  ist  die  Oberseite  nicht  glänzend  weiss,  sondern  nament¬ 
lich  auf  den  Htlgln  stark  gelblich,  der  innere  Teil  des  Vrds  der  Vtlgl  ist  stärker  geschwärzt  als  bei  dru¬ 
silla  und  der  schwarze  Saum  der  Vtlgl  ist  nicht  bis  zum  Innenwinkel,  sondern  kaum  bis  zum  1.  Medianaste 
ausgedehnt.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Wurzelhälfte  der  Mittelzelle  der  Vtlgl  gelb,  auch  die  Hflgl  haben 
einen  subanalen  gelblichen  Streifen  von  der  Flügelwurzel  bis  zum  Saume.  —  Es  ist  somit  die  Existenz 
zweier  amerikanischer  -Arten  festgestellt. 

Zu  Seite  7 1 :  lies  teutamis  {=  epimene  Ffeiv.)  statt  teutanis.  Das  $  ist  oberseits  schwarz  und  hat  auf 
den  Vflgln  eine  breite  rote  Mittelbinde,  wodurch  es  Ähnlichkeit  mit  den  rotbindigen  Feliconius -Axiexi  er¬ 
hält.  —  Statt  troezene  Fldr.  lies:  affinis  Pöb.  spec.  nor.  (22  d).  —  Catasticta  troezene  Fldr.  aus  Golumbien  affinis. 
ist  oberseits  gelb,  ähnlich  der  eximia  (22g),  aber  die  Flügel  sind  glattrandig,  die  gelben  Mittelzeichnungen  troezene. 
breiter  und  nach  vorn  mehr  verjüngt,  in  der  Mittelzelle  ist  ein  kommaförmiger  gelber  Fleck,  Htlgl  mit  viel 
breiteren  und  nicht  spitz  verlaufenden  schwarzen  Randzeichnungen.  Unterseite  der  tomyris  ähnlich,  aber 
die  weissen  Mittelzeichnungen  der  Vtlgl  sind  doppelt  so  breit  und  die  dunklen  Mittelzeichnungen  der  Htlgl 
viel  breiter  und  an  den  Rippen  nach  aussen  spitz  verlaufend. 

Zu  Seite  72:  Catasticta  incerta  iJogn.  aus  Ekuador  (Loja)  ist  mit  manco  doch  nicht  identisch;  sie  incerta. 
ist,  wenn  nicht  eigene  Art,  so  doch  gute  Lokalform  der  manco.  Die  Oberseite  ist  gelber,  hat  viel  weniger 
schwarze  Zeichnung  und  grosse  weisse  Saumtlecke.  Die  Grundfärbung  der  Unterseite  der  Vtlgl  ist  viel 
gelber,  statt  der  grauen  dreieckigen  Saumtleckchen  bei  manco  hat  incerta  runde  bezw.  viereckige  gelbe 
Flecke,  die  Htlgl  haben  mehr  schwarze  Zeichnung  und  tiefer  gelbe  Flecke. 

Zu  Seite  74:  Catasticta  poujadei  IJogn.  aus  Ekuador  (Loja)  ist  der  clara  (22  g)  ähnlich,  aber  kleiner,  poujadei. 
die  Oberseite  der  Hflgl  ist  fast  gleich,  aber  die  Vtlgl  haben  grössere,  zum  Teile  halbmondförmige  gelbe 

V  14 


jaliscana- 

graphites. 

para/iensis. 

crocea. 


sinoides- 

portoricensis. 

nigrocincta. 

ribbei. 


106  Urbeschreibungs-Nachweis  der  amerikanischen  Pieriden. 

Flecke  und  die  weissen,  strichförmigen  Apicaltlecke  fehlen,  der  schwarze  Saum  ist  schmäler.  In  der  Flügel¬ 
form  stimmt  sie  mehr  mit  eximia  (22  g)  überein. 

Zu  Seite  78:  Von  Hesperocharis  jaliscana  Schaus  aus  Mexiko  (Guadalajara)  ist  das  cf  weiss,  das  ? 
zitronfarben,  beide  mit  schwarzer  Spitzen-  und  Aussenrdszeichnung  bis  zum  dritten  Medianaste.  Htlgl  unten 
schön  gelb  mit  einem  roten  Fleck  an  der  Flügelwurzel,  einem  schwarzen  Fleck  hinter  der  Mittelzelle  und 
einer  Reihe  rauchgrauer  winkeliger  Flecke  am  Vrde  und  Vorderwinkel.  Ähnlich  der  Heqj.  crocea. 

Hesperocharis  graphites  Bates  aus  Guatemala  ist  gross,  gelb  mit  schwarzen  Marginal-  und  weniger 
scharfen  schwarzen  Submarginalzeichnungen,  schwarzem  Mittelfleck  der  Vtlgl,  Unterseite  mit  viel  zerrissener 
schwarzer  Zeichnung  und  ockergelber  Mittelzelle  der  Vtlgl. 

Hesperocharis  paranensis  Schaus  aus  Parana  (Gastro)  ist  weiss  mit  zartem  grünlichen  Scheine, 
äussere  Hälfte  des  Vrds  schmal  schwarz,  kleine  dreieckige  schwarze  Flecke  in  der  Flügelspitze  und  am 
Aussenrde  der  Vflgl.  Unterseite  der  Vtlgl  weisslich,  Spitze  und  Vrd  gelblich,  einige  kleine  schwarze  Saum- 
tlecke.  Htlgl  unten  gelblich,  ein  schwarzer  Punkt  an  der  Wurzel,  eine  antimediane,  mediane  und  post¬ 
mediane  unregelmässige  und  gewinkelte  schwarze  Linie,  die  von  den  Rippen  unterbrochen  wird,  kleine 
schwarze  Flecke  am  Saume  zwischen  den  Rippen.  Eine  kleine  Art. 

Hesperoch.  (?)  crocea  Bates  aus  Costa  Rica  und  Mexiko  ist  oberseits  schwefelgelb  beim  cf,  tief- 
kanariengelb  beim  $,  bei  beiden  Geschlechtern  mit  geringer  dunkler  Zeichnung  an  der  Vtlglspitze.  Die 
Unterseite  ist  mit  Ausnahme  des  lichteren  hinteren  Teils  der  Vtlgl  ockergelb  und  hat  am  Vrde  der  Htlgl 
zwei  schwärzliche  Flecke  und  einen  gleichen  Fleck  am  Ursprünge  des  1.  Medianastes  der  Htlgl.  —  Abgesehen 
von  dem  sehr  abweiclienden  Äusseren,  das  gut  mit  idiotica  Btlr.  harmoniert,  unterscheidet  sich  crocea  von 
Hesperocharis  auch  etwas  in  der  Rippenbildung  insofern,  als  beim  cf  die  obere  Discocellulare  der  Vflgl  fehlt 
und  beim  ?  sehr  klein  ist  und  die  andern  beiden  Discocellularen  der  Vtlgl  sehr  ungleich  lang  (untere  Disco- 
cellulare  länger)  sind.  Es  scheint  mir  nunmehr,  nachdem  ich  Stücke  untersuchen  konnte,  die  mit  idiotica 
sehr  wahrscheinlich  kongenerisch  sind,  die  Gattung  lleliochroDia  Btlr.  berechtigt  zu  sein.  In  der  Gestalt  ähneln 
die  Arten  dieser  Gattung  sehr  den  Daptonoura-kvien ,  doch  sind  die  Htlgl  am  Innenwinkel  mehr  verlängert, 
während  sie  in  der  Rippenbildung  den  Hesperocharis- kxiew  viel  näher  stehen. 

Zu  Seite  81 :  Terias  sinoides  Capr.  aus  Rio  de  Janeiro  (Itaipu)  ist  vermutlich  eine  kleine  Form  der 
phkde.  Oberseite  weiss ,  schwach  gelblich ,  schwarzer  Saum  der  Vflgl  kürzer  und  schmäler  als  bei  phiale. 
Htlgl  ungezeichnet.  Unterseite  mit  Ausnahme  des  hinteren  Teils  der  Vflgl  stärker  gelb  als  oberseits,  in  der 
Mitte  der  Htlgl  einige  schwärzliche  Fleckchen. 

Terias  citrina  portoricensis  Dew.  von  Portorico  ist  kleiner  und  lichter  als  die  Cuba-Form,  die 
violetten  Flecke  der  Unterseite  sind  mehr  fleischfarbig. 

Terias  nigrocincta  Dogn.  aus  Ekuador  (Loja)  ist  ähnlich  der  plataea,  hat  aber  lichtere  Vflgl  und 
gleichgefärbte  Htlgl.  Der  schwarze  Saum  des  Irds  der  Vtlgl  stösst  mit  dem  Saume  des  Aussenrds  zu¬ 
sammen,  der  orangegelbe  Streifen  am  Irde  fehlt.  Die  Htlgl  haben  grosse,  nach  innen  spitz  verlaufende, 
gut  getrennte  schwarze  Saumflecke.  Die  gelbliche  Unterseite  hat  auf  den  Hflgln  bräunliche  Flecke  und 
dunkle  Schuppen. 

Dismorphia  ribbei  Godrn.  u.  Salv.  aus  Panama  ist  ähnlich  ([er  fortunata,  aber  die  Subapicalbinde  der 
Vtlgl  ist  geteilt,  auch  ist  ein  kleiner  weisser  Apicaltleck  vorhanden.  —  Ob  eigene  Art? 


Alphabetisches  Verzeichnis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  unter  den  amerikanischen  Pieriden  aufgeführten  Formen. 

*  bedeutet,  dass  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 


acadica  Pier.  Edw.  Pap.  I,  p.  87. 

acraeoides  Dism.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (II)  Vol.  I,  p.  99.  * 

actinotis  Gatast.  Btlr.  Gist.  Ent.  I,  p.  80. 

acutipennis  Dism.  Btlr.  Entomolog.  1896,  p.  26. 

aelia  Dapt.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V.,  p.  82. 

aequatorialis  Pseudop.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V.,  p.  7.6. 

aequatorialis  Gatast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  71. 

aesiope  Ter.  Men.  Gat.  Mus.  Petr.  Lep.  I,  p.  8.5.  * 

affinis  Gatast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  105.  * 

agaslcles  Math.  Hew.  Boliv.  Butt.,  p.  3. 

agave  Ter.  Cr.  Pap.  Exot.  I.  * 

agarithe  Gatops.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  ji.  623. 

aida  Hesp.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  148. 

alba  Gol.  Weeks.  lllustr.  of  hitherto  imlig.  Lepid,  p.  6.  * 


alba  Gol.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  94. 
alba  Gol.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  91. 
alba  Dism.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  99. 
albimaculata  Ghar.  Röb.  Seitz  Gross-Sclimett.  5,  p.  68. 
albina  Gol.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  93. 
albula  Ter.  Cr.  Pap.  Exot.  I.  * 
alethina  Perrh.  Btlr.  Gist.  Ent.  I,  p.  81. 
alexandra  Gol.  Fdw.  Proc.  Ent.  Soc.  Philad.  II,  p.  15.  * 
alma  Gatast.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  330. 
alticola  Gol.  Godm.  u.  Salv.  Equator,  p.  107. 
amalia  Dism.  Stgr.  Exot.  Schmett.,  p.  25.  * 
amarella  Dapt.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  271. 
amaryllis  Pier.  F.  Ent.  Syst.  III.  1,  p.  189. 
amathonte  Itab.  Cr.  Pap.  Ex.  II.  * 


Urbeschreihungs-Naclnveis  dei’  aineiikaiiischen  Pierideri. 


107 


amazonica  Ilesp.  Fnthst.  Slett.  Zg.  1907,  p.  202. 

amazonica  Perrh.  Fnilist.  Slett.  Zg.  1907,  p.  278. 

amelina  Disin.  Jfopff.  Stett.  Zg.  1874,  j).  382. 

amphione  Dism.  Cr.  Pap.  Exot.  III.  * 

amphissa  Pier.  Frühst.  Soc.  Ent.  20,  p.  139. 

amphithea  Dism.  Fldr.  Novara  Lep.  I,  p.  113. 

anaitis  Catast.  New.  Equat.  Lep.,  p.  3. 

anceps  Dapt.  Stgr.  Verli.  zool.-bot.  Ges.  Wien  25,  p.  9. 

andina  Col.  Stgr.  Iris  VII,  p.  04. 

anguitia  Ilesp.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  140. 

antarctica  Col.  Stgr.  Hamb.  Magalh.  Sammelreise  Lei)id.,  p.  23. 

antherize  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

anthyale  Col.  Flbn.  Zutr.  * 

antipator  Hesp.  Druce.  Cist.  Ent.  1,  [>.  285. 

antodyca  Per.  Bsd.  S})ec.  Gen.  I,  p.  407. 

apaturina  Catast.  Btlr.  Entomol.  34,  p.  302. 

aphaia  Ilesp.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  148. 

aphrodite  Dism.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  139. 

apicalis  Cath.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  132. 

apicalis  Pier.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  1898,  p.  20. 

approximata  Arch.  Btlr.  Cist.  Ent.  1,  p.  174. 

arbela  Ter.  Ftbn.  Zutr.  * 

arcadia  Dism.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  VI,  p.  410. 
archidona  Arcb.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  110. 
arctodice  Tat.  Stgr.  Hamb.  Magalh.  Samrnelr.  Hamb.  1899,  p.  19. 
arena  Col.  Stgr.  Hamb.  Magalh.  Samrnelr.  Lepid.,  p.  23. 
argante  Catops.  F.  Sj'st.  Ent.,  p.  470. 
argyrodice  Tat.  Stgr.  Hamb.  Magalh.  Samrnelr.,  p.  14. 
ariadne  Col.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  1870,  j).  11. 
aripa  Pier.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  528. 
arsinoe  Dism.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  143.  * 
arsinoides  Dism.  Stgr.  Exot.  Schmett ,  p.  25.  * 
asta  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  178. 
astynome  Dism.  Daltn.  Anal.  Ent.,  p.  39. 
astynomides  Dism.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  102. 
astyocha  Dism.  Flbn.  Zutr.  * 
athalia  Ter.  Fldr.  Novara  II,  p.  208. 
atinas  Terioc.  Hew.  Boliv.  Butt.,  p.  4. 
aureomaculata  Math.  Dogn.  Le  Natural.  1887,  p.  68. 
ausia  Pier.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  531. 
ausonides  Euchl.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  340. 
austriana  Perrh.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  131. 
autodice  Tat.  Hbn.  Samml.  exot.  Schmett.  (1816 — 1836). 
automate  Pier.  Burm.  Descr.  Argentin.  5,  p.  35. 
autumnalis  Col.  CocF.  West-Amer.  Scientist  4,  p.  42. 
avellaneda  Catops.  H.-Schäff.  Corresp.-Blatt  Regensb.  XVIII, 
p.  169. 

avonia  Dism.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (III)  Vol.  V,  p.  563. 
aymara  Lept.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  22,  p.  59. 


beckeri  Pier.  Edw.  Butt.  N.-Amer.  I.  * 
balidia  Pier.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  529. 
barbara  Col.  H.  Edw.  Proc.  Calif.  Acad.  VI. 
bardela  Per.  Eruhst.  Soc.  ent.  22,  p.  115. 
basiliola  Pier.  Eruhst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  22,  [i.  59. 
batesi  Dism.  Röb.  Seitz  Gross-Sclimett.  5,  p.  103.  * 
bebrii  Col.  Edw.  Proc  Ent.  Soc.  Philad.  VI,  p.  201. 
bellatrix  Per.  Eruhst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  284. 
bellona  Arch.  Cr.  Pap.  Exot.  I.  * 
bernardino  Megan.  Edw.  Butt.  N.-Amer.  3,  p.  71. 
beryllina  Per.  Eruhst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  284. 
bianca  Dapt.  Eruhst.  Soc.  Ent.  22,  p.  179. 
bithys  Catast.  Hbn.  Zutr.  * 

bogotana  Perrh.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1898,  p.  294. 
bogotana  Ter.  Eldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  84. 
boisduvalii  Catops.  Eldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,^^  p.  6»..  , 

boliviana  Catast.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (6)  17,  p.  54. 
boliviana  Dapt.  Eruhst.  Soc.  Ent.  22,  p.  186. 
boliviana  Hesp.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  78. 
boliviana  Per.  Röb.  Gross-Schmett.  5,  p.  67. 
boliviensis  Dism.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  101. 
boliviensis  Ter.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  81. 
boothii  Col.  Curt.  Ross,  2 "4  Voyage,  App.  Nat.  Hist.,  p.  65. 
brevos  Leuc.  Hbn.  Samml.  Exot.  Schmett.  * 
bryoniae  P.  0.  Schmett.  Eur.  I,  2,  p.  151. 
bryson  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  70.  *  | 

buniae  P.  Hbn.  Samml.  Exot.  Schmett.  *  .a 

butleri  Catops.  Scudd.  Proc.  Bost.  Soc.  XVI|^p.  20^ 

caesia  Pier.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  299. 
calceolaria  Ter.  Btlr.-Drus.  Cist.  Ent.  I,  p.  110. 
californiana  Col.  Men.  Cat.  JIus.  Petr.  Lej).  I,  p.  80. 
callinice  Per.  Eldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  79. 


callinira  Per.  Stgr.  Exot.  Schmett.,  p.  24. 

calydonia  Hab.  lisd.  Spec.  Gen.  I.  p.  438. 

calymnia  Da|il.  Lldr.  Wien.  Ent.  Mon.  VI,  [i.  67. 

calypso  Gon.  Röb.  Seitz  Gros.s-Schrnetl.  5,  ji.  88. 

carmenta  Perrh.  /-'ruhst.  Soc.  Ent.  22,  p.  131. 

carthesis  Dism.  Hew.  'Frans.  Ent.  Soc.  Lond.  1809,  fi.  71. 

castalia  Eric.  F.  Ent.  Syst.  JH  1,  )).  188. 

catasticta  Hes)).  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  78.  * 

catogramma  Hesp.  Roll.  Denkschr.  Akad.  Wiss.  Wien,  .Math. 

Nat.  CI.  I,  [).  .301. 

cauca  Dism.  L^öb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  99. 

cauca  Per.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  00. 

caucana  Catast.  LLöb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  ji.  71. 

centralamericana  Megan.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  94. 

cerbera  Megan.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  83. 

cesonia  Megan.  Stolt.  Suppl.  Crarn.  * 

cesonides  Megan.  Stgr.  Iris  VII 1,  p.  03. 

cetliura  Anth.  Fldr.  Reis.  Nov.  Lep.  II,  p.  182.  * 

chagris  Dapt.  Stgr.  Verh.  zool.-))ot.  Ges  Wien  25,  p.  95. 

charops  Per.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  407.  * 

charopus  Itab.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  274. 

chelidonis  Catast.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  330. 

Cheops  Per.  Stgr.  Exot.  Schmett.,  p.  23. 

chilensis  Ero.  Guer.  Voyage  Co([.,  t.  15  f.  1.  * 

chilensis  Ter.  Bl.  Gay  Faun.  Chil.  VII,  p.  17.  * 

chione  Col.  Curt.  Ross  2n4  Voyage,  Ap|i.  Nat.  Hist.,  yi.  00.  * 

chippewa  Col.  Edw.  Proc.  Ent.  Soc.  Philad.  II,  j).  80. 

chiriquensis  Leod.  Stgr.  Exot.  Schmett.,  p.  23.  * 

chloe  Ter.  Eldr.  Novara  Lep.  II,  p.  199. 

chloris  Hesp.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  ji.  79. 

christina  Col.  Edw.  Proc.  Ent.  Soc.  Philad.  II,  p.  79. 

chrysomelas  Col.  Henry  Edw.  Proc.  Calif.  Acad.  VI. 

chrysolopha  Catast.  Roll.  Denkschr.  Akad.  Wisss.  Wien, 

Math.  Nat.  CI.  I,  p.  359.  * 

cinerascens  Dism.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  VII,  p.  415. 
cinerea  Catast.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  Vol.  20,  p.  367. 
cinerea  Pier.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (III)  Vol.  5,  j).  .563. 
cinnia  Lept.  Eruhst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  22,  p.  59. 
cipris  Catops.  E.  Ent.  Syst.  HI  1,  p.  212. 
circumcincta  Ter.  Bates.  .lourn.  Ent.  I,  p.  241. 
citrina  Ter.  Poly.  Mem.  Cuba.  * 

Clara  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  74.  * 
cleomes  Pier.  Bsd.-Lec.  Lep.  Amer.  Sept.,  p.  43.  * 
clorinde  Gon.  Godt.  Enc.  Meth.  IX.  Suppl.,  p.  813. 
cocana  P.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  132. 
colla  Catast.  Dbt.  Ann.  Nat.  Hist.  XIX,  p.  388. 
coloe  Hesp.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  147. 
columbica  Per.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  283. 

Columbia  Ter.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  80. 
conica  Lept.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  1907,  [>.  232. 
Constantia  Ter.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  200. 
cora  Catast.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  197. 
corcyra  Catast.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  III,  p.  327. 
cordillera  Dism.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  VI,  p.  409. 

Cornelia  Dism.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  140. 

costaricensis  Hesp.  Bates.  Ent.  Month.  Mag.  III,  p.  49. 

cretacea  Dism.  Stn.-Ry.  Rhopal.  exot.  II,  p.  14.  * 

creusa  Euchl.  Dbl.-Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

crisia  Dism.  Dru.  Illustr.  Exot.  Ent.  III.  * 

critias  Arch.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  III,  p.  327. 

critomedia  Dism.  Hbn.  Zutr.  Exot.  Scmett.  * 

crocea  Flesp.  Bates.  Ent.  Month.  Mag.  III,  p.  49. 

crowleyi  Gatast.  Btlr.  Entomolog.  34,  p.  302. 

cruciferarum  Pier.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  519. 

ctemene  Catast.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  3. 

cubana  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  171. 

cubana  Dism.  H.-Schäff.  Corrbl.-Reg.  10,  p.  120. 

cubana  'Fer.  H.-Schäff.  Corrbl.  Regensb.  10,  p.  106. 

cunninghami  Col.  Btlr.  'Frans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881.  p.  358.  * 

cutila  Arch.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  110. 

cynops  ]\Iegan.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  171. 


damaris  'Fer.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  200. 
daulia  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  172. 
deflorata  Ter.  Roll.  Denkschr.  Akad.  Wiss.  Wien.  Math. 
Nat.  CI.  1.  p.  363. 

deione  Dism.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  VI,  p.  68. 

delia  Ter.  Cr.  Pap.  Exot.  III.  * 

demeter  Dism.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  100.  * 

demodice  'Fat.  BL  Gay,  Faun.  Chil.  VH,  p.  13. 

demophile  Itab.  L.  Syst.  Nat.  1.  2,  p.  761. 

deserta  Pier.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  1907,  p.  305. 

detrita  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  73. 


108 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  amerikanischen  Pieriden. 


deva  Ter.  Dbl.  Gen.  Diurn-Lep.,  p.  78.  ] 

diana  P.  Fldr.  Wien.  Ent.  Man.  V,  p.  81.  ' 

digentia  P.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  15.5. 

digitata  Perrh.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  278. 

dilis  Dism.  Bsd.  Spec.  Grä.  I,  p.  427. 

dimera  Col.  Dbl.-Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

dina  Per.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  666. 

dinora  Col.  Kg.  Trans.  Ent. -Soc.  Lond.  1881,  p.  .358. 

discrepans  Dism.  Btlr.  Entomolog.  1896,  p.  26. 

disjuncta  Dism.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  99.  * 

dismorphina  Char.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  68. 

dismorphites  Char.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  80. 

donata  Dapt.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  266. 

doris  Ter.  Röb.  Seitz.  Gross-Schmett.  5,  p.  82.  * 

doubl edayi  Lept.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  62. 

drusilla  App.  Cr.  Pap.  Exot.  II.  * 

drya  Catops.  F.  Spec.  Gen.  I,  p.  616. 

dysoni  Leod.  Dbt.  Ann.  Nat.  Hist.  XIX,  p.  385. 

ectriva  Ter.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  175. 

editha  Catops.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  10. 

edwardsii  Col.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  1870,  p.  11. 

egaena  Dism.  Bates.  .Jomn.  Ent.  I,  p.  230. 

eieidias  Perrh.  Hbn.  Samml.  Exot.  Schmett.  * 

ela  Dism.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  82. 

elathea  Ter.  Cr.  Pap.  Exot.  II.  * 

elathides  Ter.  Stgr.  Exot.  Schmett.,  p.  28.  * 

elea  Ilesp.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  148. 

eleone  Lept.  Dbl.-Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

eleusis  Lept.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  331. 

elis  Col.  Sreck.  Proc.  Acad.  Nat.  Sc.  Philad.  1885,  p.  24. 

ella  Ter.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  84. 

elodia  Pier.  Bsd.  Spec  Gen.  I,  p.  529. 

elodina  Pier.  Röb.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  60. 

elvina  Leuc.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  138. 

emeris  Catast.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  408. 

erinna  Lept.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  335. 

eriphyle  Col.  Fdw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  V,  p.  202. 

erota  Hesp.  Lac.  Rev.  Zool.  1852,  p.  329. 

erythroe  Dism.  Bates.  Journ.  Ent.  I,  p.  232. 

esther  Math.  Oberth.  Bull.  Ann.  .Soc.  ent.  France  1890,  p.  XX. 

eubule  Catops.  L.  Syst.  Nat.  1.  2,  p.  764. 

eucosma  Lept.  Ersch.  Trud.  Russk.  VIII.  t.  3  f.  1.  * 

eugenia  Ter.  Wallengr.  Wien.  Ent.  Mon.  IV,  p.  33. 

euremoides  Lept.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  1907,  p.  232. 

eurigania  Catast.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  78. 

eurydice  Meg.  Bsd.  Bull.  Soc.  Ent.  France  1855,  p.  .52. 

eurymnia  Dapt.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  170. 

euryope  Dism.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  297. 

eurytele  Char.  Hew.  Exot.  Butt.  I  Eut.  u.  Leptalis.  * 

eurytheme  Col.  Bsd.  Ann.  Soc.  Ent.  France  1852,  p.  286. 

euterpe  Ter.  Men.  Bull.  Moscou  1832,  p.  299. 

euthemia  Pier.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  80. 

euxanthe  Col.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  196. 

evonima  Pier.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  493. 

exigua  Leuc.  Prittw.  Stett.  Zg.  1865,  p.  133. 

eximia  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  74.  * 

fabiola  Ter.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  85. 

falledra  Lept.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  22,  p.  59. 

fantasia  Kric.  Bslr,  Trans.  Ent.  Soc.  1871,  p.  170.  * 

fiora  Dapt.  Frühst.  Stett.  Ent.  Zeitg.  1907,  p.  268. 

flammula  Perrh.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  65. 

flava  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  71. 

flava  Gon.  Röb.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  89. 

flava  Perrh.  Oberth.  Et.  d’Ent.  20,  p.  4.  * 

flava  Ter.  Holl.  Butt.  Book,  p.  296.  * 

flaveola  Col.  H.-Gay.  Faun.  Chil.  VII,  p.  19.  * 

flaveola  Hesp.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  148. 

flavescens  Hesp.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  79.  *  ' 

flavia  Dism.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  76.  , 

flisa  Catast.  H.-Schäff.  Lep.  exot.  f.  93,  94.  i 

floridensis  Catops.  Röb.  Seitz  Gros.s-Schmett.  5,  p.  87.  ; 

florinda  Dapt.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  XV,  p.  224.  ' 

foedora  Dism.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  298. 

fornax  Catops.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1871,  p.  170.  ' 

fortunata  Dism.  Luc.  Ann.  Soc.  Ent.  France  1854,  p.  55.  * 

frigida  P.  Scudd.  Proc.  Bost.  Nat.  Hist.  Soc.  VIII,  p.  181.  t 

fruhstorferi  Perrh.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  65. 

fulvinota  Cath.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  VIII,  p.  284. 

galatia  Dapt.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  272.  | 

gargaphia  Dapt.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  270.  i 


gaugamela  Ter.  Fldr.  Novara  Lep.,  p.  199.  * 

gaujoni  Math.  Dogn.  Le  Natural.  1887,  p.  189. 

genutia  Mid.  F.  Ent.  Syst.  III.  1,  p.  193. 

gervasia  P.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  13. 

gina  P.  Frühst.  Soc.  ent.  20.  III,  p.  58. 

glessaria  Perrh.  Frühst.  Soc.  Ent.  22.  p.  124. 

gnathene  Per.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  680. 

godartiana  Catops.  Swains.  Zool.  Illustr.  I.  * 

gonzaga  Lept.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  1907,  p.  305. 

graduata  Ter.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  174. 

graphites  Hesj).  Bat.,  Ent.  Mo.  Mag.  1,  p.  32. 

gratiosa  Ter.  Dbl.-Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

guatemalena  Col  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  91. 

gueneeana  Gon.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  601. 

gundlachia  Ter.  Poly.  Mem.  Cuba,  p.  246.  * 

gymnodice  Tat.  Stgr.  Hamb.  Magalh.  Sammelr.  Lep.,  p.  13. 

Hades  Arch.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  282. 

hagaresa  Dism.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  82. 

hageni  Col.  Edw.  Canad.  Entomol.  Vol.  19,  p.  218. 

habneli  Ter.  Stgr.  Exot.  Schmett.,  p.  28.  * 

hartfordii  Col.  H.Edw.  Proc.  Calif.  Acad.  VI. 

harti  Dapt.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  1896,  p.  348. 

bartonia  Catops.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  10. 

hebra  Catast.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  196. 

hecabeoides  Ter.  Men.  Cat.  Blus.  Petrop.  Lep.  I,  p.  85.  * 

hecate  Col.  Weeks.  Illustr.  of  hitherto  unfig.  Lepid. 

heda  Col.  Lef.  Ann.  Soc.  Ent.  France  1836,  p.  383.  * 

heia  Col.  Streck.  Bull.  Brookl.  Ent.  Soc.  III,  p.  .33. 

helena  Blegan.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Philad.  II,  p.  358. 

helena  Lept.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  332. 

heliceoides  Col.  Capr.  Ann.  Ent.  Belgique  XVII,  p.  12. 

helvia  Cath.  Latr.  Humh.  Bonpl.  Obs.  Zool.  II,  p.  12.  * 

hersilia  Catops.  Cr.  Pap.  Exot.  11.  * 

hewitsoni  Dism.  Ky.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  3.55. 

hippotas  Dism.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  XII,  p.  10. 

hirlanda  Cath.  Stoll.  Suppl.  Cram.  * 

hollandi  App.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  68. 

hopfferi  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  71.  * 

huanaco  And.  Stgr.  Iris  VII,  p.  56.  * 

hübneri  Dapt.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  XVII,  p.  .347. 

hübneri  Itab.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  275. 

hulda  P.  Edw.  Trans.  Amer.  Soc.  II,  p.  370. 

hyantis  Euchl.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  III,  p.  205. 

hyona  Ter.  Men.  Bull.  Moscou  1832,  p.  301. 

hyposticta  Dism.  Eldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  77. 

hypoxantha  Dapt.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  76. 

hyrnetho  Arch.  Eruhst.  Soc.  Ent.  22,  p.  116. 

idiotica  Dapt.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  15. 
idonia  Dism.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  5. 

illimani  Phul.  Weym.  Weymer  &  Maassen,  Lep.  ges.  v.  Stübel. 
p.  125.  * 

Immaculata  Tat.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  57. 
Imperator  P.  Ky.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  357. 
imperialis  Col.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  250.  * 
inaequalis  Dapt.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  27,  p.  347. 
incerta  Catast.  Dogn.  Le  Natural.  1887,  p.  189. 
incisa  Perrh.  Eruhst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  278. 

Ines  Dism.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  101.  * 
infernalis  Styx.  Stgr.  Verh.  zool. -bot.  Ges.  Wien  25,  p.  93. 
ingrata  Ter.  Eldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1869,  p.  465. 
innuba  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  70. 
interior  Col.  Scudd.  Proc.  Bost.  Nat.  Hist.  Soc.  IX,  p.  108. 
intermedia  Catop.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  81. 
intermedia  Leod.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  69. 
iole  Nath.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  589. 
iphigenia  Dapt.  Eruhst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  266. 

Irene  Nath.  Eitch.  Trans.  N.-York  State  Agric.  Soc.  1856,  p.  485. 
Irrlgata  Catops.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  9. 
Itaticayae  P.  Eoett.  Revista  Mus.  Paulista  V,  p.  624. 

Isandra  Dapt.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  490. 

Isodrita  Dism.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  426. 

Ithomla  Dism.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (III)  5,  p.  562. 
ithomlella  Dism.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  104.  * 

jacinta  Catast.  Btlr.  Entomol.  34,  p.  302. 
jada  Catops.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  11. 
jaegerl  Ter.  Men.  Cat.  Mus.  Petrop.  Lep.  I,  p.  84.  * 
jallscana  Hesp.  Schaus.  Ent.  News  IX  (1898),  p.  21.5. 
janelra  App.  Bönningh.  Verh.  Ver.  naturw.  Unterh.  Hamburg 
1896,  p.  30. 

jaresla  Catops.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1871,  p.  171. 


Urbesclireibungs-Nachweis  der  amerikanischen  Pieriden. 


109 


jethis  Dism.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  423. 

joppe  P.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  49.5. 

josepha  P.  Godm.  ii.Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (IV)  2,  (i.  150. 

josephina  P.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  158. 

jucunda  Ter.  Bsd.-Lec.  Lep.  Ainer.  Sept.,  p.  52.  * 

Julia  Anth.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  IV,  p.  51. 
jumena  Perrh.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  279. 

keewaydin  Col.  Edw.  Butt.  N.-Amer.  Col.,  t.  4. 
kicaha  Itab.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Pliilad.  II,  p.  349. 
kleta  Dapt.  Frühst.  Stett.  Zg.  1807,  j).  273. 
krugii  Pier.  Dem.  Stett.  Zg.  1877,  p.  2.35.  * 

labradorensis  Col.  Scitdd.  Proc.  Bost.  Nat.  Hist.  Soc.  IX,  p.  107. 

lacordairei  Gon.  Bsd.  Spec.  Gen.  1,  p.  500. 

laia  Dism.  Cr.  Pap.  Exot.  III,  t.  232  C  D. 

lanceolata  Mid.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  338. 

laogore  Pier.  Godm.  ii.  Salv.  Biol.  C.  Amer.  2,  p.  184. 

laria  Dapt.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  171. 

larunda  Dism.  Hew.  Ecpiat.  Lep.,  p.  4. 

latilimbata  Dapt.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  18,  p.  247. 

latona  Per.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  13. 

lelex  Dism.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  5. 

lemnia  Ter.  Bsd.-Lec.  Reise  Nov.  Lep.  II,  p.  205. 

leptalina  Itab.  Bates.  Journ.  Ent.  I,  p.  237. 

lesbia  Col.  F.  Syst.  Ent.,  p.  477. 

leonora  Dism.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  7. 

lewyi  Dism.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p  295. 

leucadia  Dapt.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  VI,  p.  67. 

leucania  Hesp.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  493. 

leucanthe  Dapt.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  82. 

leuce  Ter.  Bsd.  Spec.  Gen.  j,  p.  659. 

leucodrosime  Per.  Koll.  Denkschr.  Akad.  Wiss.  Wien.  Math. 

Nat.  CI.  I,  p.  358.  * 

leuconoe  Dism.  Bates.  Journ.  Ent.  I,  p.  232. 

leucothea  Math.  Molina.  Hist.  Chili  I,  p.  115. 

lia  Pier.  Frühst.  Soc.  Ent.  23,  p.  58. 

licinia  Dism.  Cr.  Pap.  Exot.  II.  * 

limbata  Dapt.  Ky.  Ann.  Nat.  Hist.  1887,  p.  351. 

limbia  Ter.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  85. 

limnoria  Dapt.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  144. 

limnorina  Dism.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  139. 

limonea  Mid.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1871,  p.  172. 

limoneus  Ter.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  84. 

lisa  Ter.  Bsd.-Lec.  Lep.  Amer.  Sept.,  p.  53.  * 

litana  Pier.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  1907,  p.  231. 

locusta  Pier.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  81. 

longicauda  Ter.  Bates.  Ent.  Month.  Mag.  I,  p.  32. 

lorena  Perrh.  Hew.  Exot.  Butt.  I  Pier.  * 

lua  Dism.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  5. 

lubina  Dism.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  83. 

luca  Le2)t.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  1907,  p.  232. 

lucania  Itab.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  ]).  123. 

lucasi  Perrh.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  278. 

ludovica  Itab.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  1907,  p.  287. 

luisella  Dapt.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  ji.  272. 

lupina  Dism.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  111. 

luteifera  Perrh.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907.  p.  279. 

luteolus  Nath.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Philad.  11,  ]).  350. 

lyceas  Char.  Godm.  u.  Salv.  Biol.  C.  Amer.  2,  i).  123. 

lycosura  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  II  Lept.  * 

lycimnia  Dapt.  Cr,  Pap.  Exot.  II.  * 

lydia  Ter.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  87. 

lygdamis  Dism.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  7. 

lypera  Perrh.  Koll.  Denkschr.  Akad.  Wiss.  Wien,  Math.  Nat. 

CI.  I,  p.  361.  * 

lysianax  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  II,  Lept.  * 
lyside  Kric.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  98. 
lysinoe  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  I  Eut.  u.  Lept.  * 
lysinoides  Dism.  Stgr.  Exot.  Schmett.,  p.  25.  * 
lysis  Dism.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  6. 

macrodice  Tat.  Stgr.  Hamb.  Magalh.  Sammelr.  Lepid.,  p.  21. 

maeotis  Dapt.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  265. 

maerula  Gon.  F.  Syst.  Ent.,  p.  479. 

magna  Per.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  67. 

malenka  Perrh.  Hew.  Exot.  Butt.  I  Pier.  * 

manco  Catast.  Dbl.  Ann.  Nat.  Hist.  (II)  Vol.  1,  p.  121. 

mandela  Pier.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  80. 

marana  Itab.  Dbl.  Ann.  Nat.  Hist.  XIV,  p.  421. 

marcapita  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  74.  * 

marchalii  Hesp.  Guer.  Icon.  Regne  Anim.  Ins.,  p.  468. 

marginata  Leod.  Sdiaus.  Proc.  U.  St.  Mus.  24,  p.  423. 


marginella  Ter.  Fldr.  Wien.  Eni.  Mon.  V,  p.  97. 

marica  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  j).  172. 

marion  Dism.  Godm.  ii.  Salv.  Biol.  centr.  arner.  II,  [i.  184. 

marmorata  Ter.  Dogn.  Le  Natural.  IX,  p.  189. 

maruga  Pier.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschi'.  1907,  )).  231. 

masonia  Hesp.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  147. 

meadi  Col.  Fdw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  III,  ji.  257. 

medora  Dism.  LJbl.  Ann.  Nat.  Hist.  XIV,  p.  420. 

medorilla  Dism.  Hew.  Equat.  Leji.,  p.  81. 

medorina  Dism.  LIew.  Ent.  Mo.  Mag.  12,  p.  9. 

medutina  Ter.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  97. 

melanoe  Dism.  Bates.  Journ.  Ent.  I,  p.  232. 

melanoides  Dism.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  103.  * 

melia  Dism.  Godt.  Enc.  Meth.  IX  Suppl.,  p.  814. 

melite  Dism.  L.  Syst.  Nat.  1,  2,  p.  755. 

menacte  Pier.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  517. 

menapia  Neoph.  Fldr.  Waen.  Ent.  Mon.  III,  fi.  271. 

menippe  Gon.  Hbn.  Samml.  Exot.  Schmett.  * 

menthe  Pier.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  335. 

mercenaria  Dism.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  76. 

inercedis  Tat.  Eschsch.  Kotzeh.  Reise  III,  p.  215.  * 

meridana  Per.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  283. 

meridionalis  Dism.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  102. 

messala  Pier.  Frühst.  Soc.  Ent.  23,  p.  58. 

messalina  Ter.  F.  Mant.  Ins.  II,  p.  22. 

methymna  Dism.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  156. 

metioche  Gon.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  293. 

mexicana  Ter.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  655. 

microdice  Tat.  Bl.  Gay  Faun.  Chil.  VII,  p.  14. 

mimetica  Dism.  Stgr.  Exot.  Schmett.,  p.  25.  * 

minia  Hesp.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  148. 

minthe  Itab.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  123. 

minnuscula  Catops.  Btlr.  Ci.st.  Ent.  I,  p.  16. 

minuscula  Col.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  358.  * 

mirandola  Dism.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  XIV,  p.  180. 

modesta  Catast.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  292. 

moeschleri  Col.  Gr.-Grsh.  Hör.  27,  p.  .379. 

moesia  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  172. 

molione  Pier.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  22,  p.  59. 

mollitica  Lept.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  1907,  p.  305. 

moma  Col.  Streck.  Bull  Brookl.  Ent.  Soc.  III. 

monica  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  ji.  179. 

monstrosa  Dapt.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  XV,  p.  225. 

monuste  Pier.  L.  Mus.  Ulr.,  p.  237. 

morrisoni  Anth.  Edw.  Pap.  I,  p.  143. 

musa  Ter.  F.  Ent.  Syst.  III  1,  p.  195. 

musia  Per.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  115. 

mustica  Itab.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  123. 

mycale  Ter.  Fldr,  Novara  Lep.  II,  p.  204 

myrtis  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  179. 

napi  Pier.  L.  Faun.  Suec.,  p.  271. 
napona  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  178. 
nastes  Col.  Bsd.  Icones,  t.  87.  * 
neda  Ter.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  135. 
negrina  Arch.  Fldr.  Wien.  Ent.  Älon.  VI,  p.  57. 
nehemia  Pseudop.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  528. 
neleis  Catops.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  629. 
nella  Dism.  Btlr.  Entomologist  29,  p.  26. 
nelphe  Ter.  Fldr.  Verh.  zool. -bot.  Ges.  Wien  1869,  p.  456. 
nemesis  Dism.  Latr.  Humb.  Bonpl.  Obs.  Zool.  II.  p.  78.  * 
neocypris  Catops.  Hbn.  Samml.  Exot.  Schmett.  * 
nephthis  Lept.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  334. 
nera  Hesp.  Hew.  Exot.  Butt.  I  Pier.  * 
nerei'na  Hesp.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  336. 
nereis  Hesp.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  146. 
nicippe  Ter.  Cr.  Pap.  Exot.  III.  * 
niepelti  Dism.  Weym.  Iris  1909,  p.  25. 
nigrescens  Char.  Godm.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (IV) 
Vol.  II,  p.  149. 

nigripennis  Arch.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  174. 

nigrocincta  Ter.  Dogn,  Le  Natural.  1889,  p.  134. 

nilios  Hesp.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  261. 

nimbice  Catast.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  409. 

nimietes  Itab.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  275. 

ninguida  Cath.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  260. 

niobe  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  72.  * 

niphates  Itab.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  275. 

nirvana  Hesp.  Frühst.  Soc.  Ent.  72,  p.  1.54. 

nise  Ter.  Cr.  Pap.  Exot.  I.  * 

niseias  Itab.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  275. 

nisella  Ter.  Fldr.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien.  12,  p.  474. 

nivifera  Gon.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  294. 

noctipennis  Pier.  Btlr.-Druce.  Cist.  Ent.  I,  p.  111. 


110 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  amerikanischen  Pieriden. 


notha  Catast.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  195. 
novangliae  Pier.  Scudd.  Bull.  Soc.  Ent.  France.  III,  p.  57. 
numatia  Per.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  Ilö. 
nympha  Phul.  Stgr.  Iris  VII,  p.  46.  * 

nymphaea  Hesp.  Nöschl.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien.  26,  p.  296.* 
nymphaea  Phul.  Stgr.  Iris.  VII,  p.  49.  * 
nymphagoga  Phul.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  97.  * 
nymphula  Phul.  Bl.-Gay.  Faun.  Chil.  VII,  p.  14.  * 
nysias  Phul.  Weym.  Weymer  &  Maassen,  Lepid.  ges.  von 
Stühel,  p.  125.  * 

nysiella  Phul.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  98.  * 

obnubila  Cath.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  260. 
obscurior  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  71. 
occidentalis  Pier.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Philacl.  II,  p.  349. 
ocbracea  Lept.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  62. 
oiantheia  Lept.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  1907,  ]>.  232. 
oleracea  Pier.  Flatris.  New  Engl.  Farmer  VIII,  p.  402. 
Olympia  Pier.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  80. 

Olympia  Zegr.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  III,  p.  266. 
Ophelia  Itab.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  1907,  p.  287. 
orbis  Catops.  Pvey.  Cent.  Lep. 
orise  Dism.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  415. 
orseis  Pier.  Godt.  Ent.  Meth.  IX,  p.  141. 
orthodice  Tat.  Weym.  Weymer  &  Maassen,  Lepid.  ges.  von 
Stübel,  p.  124.  * 

ostrolenka  Perrh.  Stgr.  Exot.  Schmett.,  p.  36. 

othoe  Dism.  Flew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (III)  5,  p.  562. 

pacis  Terioc.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  90.  * 
palaeno  Col.  L.  Faun.  Suec.,  p.  272. 
palaestra  Dapt.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  334. 
pallida  Col.  Skinner  &  Menget.  Proc.  Acad.  Nat.  Sc.  Philad. 
1892,  p.  156. 

pallida  Dism.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  104. 

pallida  Math.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  78.  * 

pallida  Pier.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  61. 

pallida  Pier.  Scudd.  Proc.  Bost.  Nat.  Hist.  Soc.  VIII,  p.  183. 

pallidula  Dism.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  363. 

palmyra  Ter.  Posy.  Mein.  Cuba.  * 

pamela  Perrh.  Cr.  Papil.  Exot.  IV.  * 

pandora  Perrh.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  64.  * 

pandosia  Itab.  Hew.  Exot.  Butt.  I.  Pier.  * 

pantoporia  Dapt.  Ftbu.  Samml.  Exot.  Schmett.  * 

papilionides  Arch.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  282. 

paradoxa  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  73.  * 

paranensis  Hesp.  Sdiaus.  Ent.  News  IX  (1898),  p.  215. 

paravicinii  Perrh.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  131. 

paula  Dapt.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  75.  * 

paula  Per.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  66. 

paula  Ter.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  85. 

paulista  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  172. 

pedrosina  Dapt.  Btlr.  Proc.  Ent.  Soc.  Lond.  1877,  p.  144. 

pelidne  Col.  Bsd.  Icon.  * 

pelidnei'des  Col.  Stgr.  Stgr.  &  Rebel,  Gatal.  Lep.  pal.,  p.  15. 
penia  Pseudop.  Flopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  334. 
penthica  Pier.  Roll.  Denkschr.  Akad.  Wiss.  Wien,  Math. 

Nat.  CI.  I,  p.  360.  * 

peregrina  Ajip.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  105.  * 
permagna  Pier.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  133. 
persistens  Ter.  Btlr.-Druce.  Cist.  Ent.  I,  p.  110. 
pertbo  Dapt.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  269. 
peruana  Dism.  Röb.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  100. 
peruncta  Perrh.  Frühst.  Ent.  Zeitschr.  Stuttg.  22,  p.  59. 
peruviana  Dapt.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  327. 
peruvianus  Per.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  66. 
petronia  Dapt.  Frühst,  Stett.  Zg.  1907,  p.  270. 
pbainia  Hesp.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  147. 
pbalera  Per.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  115. 
phaloe  Pier.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  156. 
phaloreia  Arch.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  116. 
phanokia  Pier.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  1907,  p.  231. 
pharetia  Pier.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  155. 
pharnakia  Arch.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  116. 
phazania  Dapt.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  267. 
phiale  Ter.  Cr.  Papil.  Exot.  I.  * 
philea  Catops.  L.  Syst.  Nat.  1.  2,  p.  764. 
philippa  Megan.  F.  Syst.  Ent.  III  1,  p.  211. 
philodice  Col.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  100. 
pbiloma  Pier.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  79. 
philomene  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  71. 
philoscia  Catast.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  78. 
philothea  Catast.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  151. 


phoenicia  Ter.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  205. 

pieris  Catast.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p  332. 

pima  Anth.  Edw.  Can.  Entom.  20,  p.  158. 

pimpla  Dism.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  .333. 

pinara  Lept.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  179. 

pinava  Catast.  Dbl.  Ann.  Nat.  Hist.  XIX,  p.  389. 

pinthaeus  Dism.  L.  Mus.  Ulr.,  p.  258. 

pisonis  Itab.  Hew.  Exot.  Butt.  I.  Pier.  * 

pistoria  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  178. 

pitana  Catast.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  157.  * 

plataea  Ter.  Fldr.  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien  XII,  p.  478. 

plauta  Nath.  Dbl.-Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

plesseni  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  71. 

plesseni  Terioc.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  90. 

poeyi  App.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1872,  p.  49. 

polyhymnia  Dapt.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  170. 

pomponia  Ter.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  3.36. 

Dortoricensis  Ter.  Dew.  Stett.  Zg.  1877,  p.  237. 

poujadei  Catast.  Dogn.  Le  Natural.  1887,  p.  188. 

praeclara  Cath.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  260. 

praemeridana  Per.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  283. 

praxidice  Dism.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  153. 

praxinoe  Dism.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  XIV,  p.  419. 

priddyi  Ter.  Lathy,  Ent.  Mo.  Mag.  (2)  9,  p.  223. 

princetoria  Neoph.  Poling.  Canad.  Entomol.  32,  p.  358. 

prioneris  Catast.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  331. 

proserpina  Dism.  Sni.  &  Ky.  Rhopal.  exot.  II.  * 

proterpia  Ter.  F.  Syst.  Ent.,  p.  478. 

protodice  Pier.  Bsd.-Lec.  Lep.  Amer.  Sept.,  p.  45.  * 

protasia  Pier.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  179. 

psamatbe  Dism.  F.  Syst.  Ent.  III.  1,  p.  207. 

pseudomyrtis  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  179. 

puna  Col.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  284. 

pygmaea  Leuc.  Prittw.  Stett.  Zg.  1865,  p.  133. 

pylotis  Pier.  Godt.  Ent.  Meth.  IX,  p.  158. 

pyro  Ter.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  137. 

pyrrha  Perrh.  F.  Syst.  Ent.,  p.  464. 

pyrrhomma  Tat.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  56.  * 

pyrrhothea  Col.  Hbn.  Samml.  Exot.  Schmett.  * 

radiata  Catast.  Roll.  Denkschr.  Akad.  Wiss.  Wien  Math.  Nat. 

CI.  I,  p.  359.  * 

radiata  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  179. 
rapae  Pier.  L.  Faun.  Suec.,  p.  270. 

reakirtii  Anth.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  1869,  p.  368. 
reducta  Catast.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  17,  p.  54. 
reducta  Per.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  66. 
regillus  Arch.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  282. 
regnidas  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  186. 
reticulata  Ter.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871,  p.  539. 
rhetes  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  II  Lep.  * 
rhomboidea  Dism.  Btlr.  Entomolog.  1896,  p.  26. 
ribbei  Dism.  Godm.  u.  Salv.  Biol.  C.  Amer.  2,  p.  178. 
rorata  Catops.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (IV)  4,  p.  202. 
rosa  Per.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  66. 
rosa  Zegr.  Edw.  Pap.  II,  p.  45. 
rosacea  Arch.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  174. 
rosea  Megan.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  94. 
rossii  Col.  Gu.  Ann.  Soc.  Ent.  France  1864.  p.  99. 
rubecula  Pier.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  280. 
rurina  Catops.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  82. 
rusella  Pier.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  155. 
rutilans  Col.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  642.  * 

sabata  Itab.  Frühst.  Int.  Ent.  Zeitschr.  1907,  p.  287. 
sabella  Pier.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  155. 
sabrina  Arch.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  116. 
sabrina  Per.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  115. 
sagittata  Tat.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  57.  * 
salacia  Dapt.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  144. 
salome  Ter.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  84. 

Sara  Anth.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  339. 
saturata  Col.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  94. 
scaeva  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  73.  * 
schausii  Dism.  Dogn.  Le  Natural.  1891,  p.  85. 
scudderi  Col.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Philad.  IV,  p.  217. 
semicaesia  Pier.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  176. 
semiramis  Catast.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  291. 
sennae  Catops.  L.  Syst.  Nat.  I  2,  p.  764. 
serda  Cath.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  132. 
sevata  Pier.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  81. 
sidonia  Ter.  Fldr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  1869,  p.  465. 
siloe  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  II  Lept.  * 


Urbeschreil)un<^s-Nacliweis  der  aiiierikanisclieu  Pierideti. 


sinapina  Catast.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  ((5)  17,  p.  .54. 
sincera  Pier.  Weym.  Weymer  &  Maassen  Lep.  ges.  a.  StüJiel 
R.,  p.  123.  * 

sinoe  Ter.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  138. 

sinoides  Ter.  Capr.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  XVII  (1874),  p.  13.  * 

sisamnus  Catast.  F.  Syst.  Ent.  III  1,  p.  44. 

sisymbrii  Pier.  Bsd.  Ann.  Soc.  Ent.  France  1852,  p.  284. 

skinneri  Col.  Barnes.  Canad.  Entoniol.  29,  p.  41. 

smilacina  Ter  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  208. 

smithi  Lept  Ky,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  357. 

socialis  Encli.  Westw.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1,  p-  44. 

solstitia  Catops.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (IV)  4,  (n  203. 

sordida  Catast.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (0)  20,  j).  368. 

sororna  Dism.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  82. 

spio  Dism.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  167. 

stamnata  Pier.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  330. 

standfussi  Col.  Röb.  Seitz  Gross-Schinett.  5,  p.  91. 

statira  Catops.  Cr.  Papil.  Exot.  II.  * 

staudingeri  Catast.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  20,  p.  369. 
stella  Anth.  Edw.  Canad.  Ent.  11,  p.  87. 
sterodice  Tat.  Stgr.  Hamb.  Magalh.  Sammelr.  Lep.,  p.  18. 
stigmadice  Tat.  Stgr.  Iris  7,  p.  62. 

straminea  Catast.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  17,  p.  54. 
streckeri  Col.  Gr.-Grsh.  Hör.  29,  p.  290. 
strigosa  Catast.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  17,  p.  54. 
stygma  Ter.  Bsd.  Spec.  Gen.  1,  p.  661. 
stygmula  Ter.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  661. 
suadela  Catast.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  329. 
suasa  Pier.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  549. 
suasa  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  72.  * 
suasella  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  72. 
subargentea  Pier.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  2,  p.  15. 

subflavescens  Pier.  Ky.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p,  362. 

sublineata  Pier.  Sdiaiis.  Proc.  U.  S.  Nat.  Mus.,  Vol.  24  (1902), 

11.  423. 

subvarians  Per.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  66. 
sulphurescens  Hesp.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  79. 
susiana  Catast.  Flopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  331. 
swainsoni  Per.  Gray.  Griff.  An.  Kingd.  XV,  p.  674.  * 
sybaris  Ter.  Flopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  337. 

tagaste  Leod.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  III,  p.  396.  * 

tamina  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  73. 

tegea  Ter.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  203. 

telasco  Catast.  Luc.  Rev.  Zool.  1^52,  p.  290. 

tellane  Leod.  Hew.  Exot.  Butt.  II  Eut.  * 

telthusa  Per.  Hew.  Exot.  Butt.  II  Eut.  * 

tenella  Ter.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  657. 

tenuicornis  Pier.  Btlr.-Druce.  Cist.  Ent.  I,  p.  110. 

tereas  Arch.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  38. 

teresa  Dism.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  8. 

terissa  Kric.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  429. 

terlooii  Neoph.  Behr.  Trans.  Amer.  Ent  Soc.  1869,  p.  304. 

teutamis  Catast.  Hew.  Exot.  Butt.  II  Eut.  * 

teutila  Catast.  Dbl.  Ann.  Nat.  Hist.  19,  p.  386. 

thalestris  Catops.  III.  Mag.  I,  p.  205. 

theano  Char.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  411. 

theodes  Ter.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  85. 

theodice  Tat.  Bsd.  Voyage  Astrol.  Lep.,  p.  51. 

theodora  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  172. 

theona  Ter.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  202. 


theonoe  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  1  Eut.  u.  Lept.  * 

therapis  Megan.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon  V,  p.  83. 

tlieresa  Catast.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1874,  p.  358. 

thermesia  Dism.  Godt.  Enc.  M6th.  IX,  p.  164. 

thermesina  Dism.  Hopff.  Stett.  Zg.  1874,  p.  .333. 

thetis  Gon.  Röb.  Seitz  Gro.ss-Schmett.  5,  p.  89. 

tbeucharila  Dism.  Dbl.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  Hl)  ),  p.  123. 

llieugenis  Dism.  Dbl.  Ann.  Nat.  Hist.  (11)  I,  p.  124. 

tboosa  Anth.  Scudd.  Bull.  U.  S.  Geol.  Surv.  IV,  p.  257. 

thymetus  Ter.  F.  Mant.  Ins.  II,  p.  30. 

tiburtia  Pier.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  1.39. 

timotina  Pier.  F/uhst.  Soc.  Ent.  22,  p.  139. 

tithoreides  Pier.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  2,  p.  18. 

toca  Gatast.  Dbl.  Ann.  Nat.  Hist.  19,  p.  387. 

tomyris  Gatast.  Fldr.  Novara  Lep.  II,  p.  148.  * 

tovaria  Pier.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  80. 

tricolor  Catast.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (H)  20,  p.  368. 

tricolor  Dism.  Sru.  u.  Ky.  Rhopal.  exot.  II.  * 

trite  Catops.  L.  Mus.  Ulr.,  p.  248. 

troezene  Catast.  Fldr.  Novara  Lep.  11,  p.  154.  * 

troezenides  Catast.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  71.  * 

unicolor  Per.  Röb.  Seitz  Gros.s-Schmett.  5,  p.  66. 
uniplaga  Arch.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  281. 
uricoecheae  Catast.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  78. 

valei  Pier.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  494. 

vapina  Catast.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  20,  p.  367. 

vautieri  Col.  Guer.  Voyage  Coqu.  * 

velia  Dapt.  Frühst.  Soc.  Ent.  22,  p.  179. 

venosa  Pier.  Scudd.  Proc.  Bost.  Nat.  Hist.  Soc.  VHI,  p.  182. 

venusta  Ter.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  6.58. 

venustula  Ter.  Stgr.  Verh.  zool.-bot.  Ges.  Wien  25,  p.  93. 

vernalis  Pier.  Edw.  Proc.  Ent.  Soc.  Philad.  II,  p.  501. 

viardi  Pier.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  439. 

Virginia  Pier.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  141. 

virginiensis  Pier.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  1870,  p.  13. 

virgo  Catops.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  9. 

virgo  Dism.  Bates.  Ent.  Month.  Mag.  I,  p.  5. 

viridifascia  Dism.  Btlr.  Cist.  Ent.  I,  p.  83. 

viridula  Pseudop.  Eldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  75. 

vitellina  Ter.  Eldr.  Wien.  Ent.  Mon.  V,  p.  86. 

vitha  Hesp.  Eruhst.  Soc.  Ent.  22,  p.  154. 

volxemi  Tat.  Capr.  Ann  Soc.  Ent.  Big.  XVII  (1874),  p.  11.  * 

vulnerata  Catast.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  20,  p.  368. 

wallacei  Catops.  Eldr.  Wien.  Ent.  Mon.  VT,  p.  68. 
westwoodi  Ter.  Bsd.  Spec.  Gen.  I,  p.  666. 

xanthochlora  Ter.  Koll.  Denkschr.  Akad.  Wiss.  Wien,  Math. 
Nat.  CI.  I,  p.  363. 

xanthodice  Tat.  Luc.  Rev.  Zool.  1852,  p.  337. 
xanthomelas  P.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  61. 
xanthophila  Kric.  Röb.  Seitz  Gross-Schmett.  5,  p.  89. 

yolanda  Dapt.  Eruhst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  272. 

zaela  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  II  Lept.  * 
zathoe  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  II  Lept.  * 
zenobia  Leod.  Eldr.  Novara  Lep.  II,  p.  146.  * 
zenobina  Leod.  Hopff.  Stett.  Zg.  1869,  p.  429. 


% 


I 


Ausgegehen  13.  K.  Oi). 


DANAIS.  Von  R.  MAKNscif. 


•  ) 
• ) 


3.  Familie:  Danaidae. 

über  die  Merkmale  dieser  Familie  ist  im  paläarktischen  Teil  des  Werkes  (Bd.  1  ,  j).  75)  näheres 
mitgeteilt.  Von  den  Pieriden  unterschieden  besonders  durch  die  verkümmerten  Vorderbeine;  von  den  lleli- 
coniern,  Nymphaliden  und  Satyriden  durch  die  an  der  Basis  zweispaltige  Submediane  der  Vtlgl.  Die  h’hlr 
sind  dünn  ohne  deutliche  Keule.  Htlglzelle  lang  und  geschlossen.  In  Amerika  sind  die  eigentlichen  Danaiden 
nur  durch  einige  Arten  der  Gattung  Danais  vertreten,  welche  der  Untergruppe  Anosia  angehören  und  meist 
in  grosser  Individuenzahl  auf  unbewaldetem  Terrain  (besonders  in  Nord-Amerika)  anzutretfen  sind.  Dagegen 
hat  sich  in  Südamerika  eine  äusserlich  recht  verschiedene  Unterfamilie,  die  Jthomiinae,  mit  zahlreichen 
Gattungen  und  hunderten  von  Arten  entwickelt,  die  an  den  Quelltlüssen  des  Amazonas,  in  den  Tälern  der 
Anden,  am  häufigsten  sind,  vereinzelt  aber  bis  Argentinien  und  Nord-Amerika  verkommen.  Eine  dritte  kleine 
Gruppe,  die  Lycoreinae ,  bildet  den  Übergang  zwischen  den  beiden  vorgenannten  Subfamilien  und  vereinigt 
Merkmale  von  beiden  in  sich.  Ihre  Vertreter  bewohnen  am  zahlreichsten  den  mittleren  Teil  Amerikas. 


1.  Unterfamilie:  Danainae. 

Flügel  breit;  Hll)  kurz.  Der  Duftapparat  der  cf  cf  besteht  aus  schuppenartigen  Bildungen  oder  Taschen 
auf  den  Hflgln.  Die  Vorderfüsse  der  ??  sind  kurz,  am  Ende  keulenförmig. 


1.  Gattung:  Haiiai^  Latr. 

Kräftige,  meist  gelbbraune  Falter  mit  dunklen  Flügelrändern  und  weisslichen  Punkten.  Es  sind 
ausdauernde  Flieger,  welche  freies  Terrain  lieben  und  mit  der  Kultur  immer  weiter  in  die  Urwälder  Vor¬ 
dringen,  sobald  erst  einige  Lichtungen  entstanden  sind,  wo  die  Futterpflanzen  der  Rpn,  Asclepias-Arten,  sich 
einnisten  können.  Die  Rpn  sind  lebhaft  gefärbt,  quergestreift  und  mit  häutigen  Anhängseln  versehen.  Ppn 
glockenförmig  mit  Goldleisten  oder  -Punkten. 

A.  Archippus-Gruppe. 

Rpn  mit  2  Paar  fleischiger  Anhänge.  Zelle  der  Hflgl  lang,  cf  mit  verhältnismässig  kleinem  Duftfleck. 

D.  archippus  Fahr.  {=  plexippus  L.)  (Bd.  1,  Taf.  28  c).  Leib  schwarzbraun,  zottig,  mit  weisslichen  archippus. 
Punkten  und  Strichen.  Flügel  oben  braungelb  mit  dunklen  Adern  und  Rändern;  am  Aussenrd  mit  einer 
Doppelreihe  weisslicher  Fleckchen.  Über  dem  Zellende  der  Vflgl  ein  schwarzbrauner  Wfisch  mit  mehreren 
gebräunten  weisslichen  Flecken.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Hflgl  gelblich,  die  Adern  breiter  gerändert 
und  die  weissen  Randflecken  grösser.  —  Von  Nicaragua  südlich  kommt  eine  Lokalform  vor,  die  ich  nigrippus  nigrippus. 
form.  nov.  nenne.  Bei  derselben  ist  der  ganze  Apex  der  Vflgl  bis  in  das  Zellende  hinein  schwarzbraun 
und  die  Flecken  sind  rein  weiss.  Diese  Form  findet  sich  besonders  auch  im  nördlichen  Südamerika.  — 

Als  fumosus  bezeichnet  Hulst  eine  Form  von  archippus  mit  dunkelschwarzbrauner  Grundfarbe.  —  fumosus. 
Rp  gelblich  mit  schwarzen  Querstreifen  und  hat  auf  dem  3.  und  11.  Segment  je  1  Paar  fleischiger 
Anhängsel.  Sie  lebt  auf  Asclepias  curassavica  und  braucht  ca.  3  Wochen  zur  Entwicklung.  Durch  ihren 
strengen,  ekelhaften  Geruch  ist  sie  gegen  Vertilgung  geschützt.  Pp  hellgrün,  durchscheinend,  mit  goldigen 
Punkten.  In  Nord-Amerika  hat  archippus  bis  zu  4  Generationen.  Die  Schmetterlinge  der  ersten  erscheinen 
Ende  Mai.  Zuweilen  treten  sie  in  grossen  Schwärmen  auf.  In  Amerika  ist  die  Art  von  Ganada  bis  Paraguay 
zu  finden.  Die  typische  nordamerikanische  Form  reicht  jedoch  südlich  nur  bis  Mittelamerika. 

D.  erippus  Cr.  (31a)  steht  archippus  sehr  nahe,  unterscheidet  sich  jedoch  stets  durch  das  Fehlen  erippus. 
des  schwarzbraunen  Irdes  der  Vflgl.  Ferner  sind  die  Adern  der  Hflgl  auf  der  Unterseite  breit  weiss  ein¬ 
gefasst.  Rp  gelblich  mit  schwarzem  Kopf  und  Querstreifen.  Auf  dem  2.  und  11.  Segment  je  2  Anhängsel; 
die  vorderen  werden  als  Fhlr  benutzt.  Pp  beerenförmig,  bei  Segment  6  am  stärksten,  durchscheinend  weiss¬ 
grün  mit  goldglänzenden  Punkten.  Die  Heimat  von  erippus  ist  Brasilien,  von  dort  hat  er  sich  nach  Süden 
bis  Patagonien  (Berg)  und  nach  Norden  bis  Zentral-Amerika  und  den  westindischen  Inseln  ausgebreitet. 

D.  cleophile  Godt.  Die  kleinste  Art  Amerikas;  sie  unterscheidet  sich  von  allen  anderen  Formen  cleophile. 
durch  die  gelblichen,  statt  weissen,  Rand-  und  Apicalfleckn.  Der  Apex  der  Vflgl  ist  breit  schwarz.  Diese 
schöne  und  seltene  Art  findet  sich  nur  auf  den  Avestindischen  Inseln,  besonders  Haiti,  Kuba  und  Jamaica. 

B.  Gilippus  Gruppe. 

Rpn  mit  3  Paar  fleischiger  Anhänge.  Zelle  der  Hflgl  kurz,  cf  mit  verhältnismässig  grossem  Duftfleck. 

D.  gilippus  Cr.  (=  vincetoxici  manuja  Ersch.)  (31a).  Ähnlich  erippus,  aber  kleiner  und  o\mQ  gilippus. 

die  schwarze  Querbinde  im  Apex  der  Vflgl.  Zwischen  den  Medianästen  der  Vflgl  innerhalb  des  scliAvarzen 
Randes  noch  4  grössere,  AA'eisse  Flecken.  Ferner  steht  eine  Anzahl  weisser  Flecken  am  Zellende  der  Hflgl. 

V  ln 


114 


DANAIS.  Von  R.  Haensch. 


Adern  im  Discus  der  Hflglunterseite  nur  schmal  weiss  gesäumt.  Hlb  bräunlich.  —  Südamerika,  besonders 
uivosus.  an  der  Küste  bei  Rio  de  Janeiro,  aber  auch  in  Bolivien.  —  nivosus  Godm.  n.  Sah\  (=  hermippus  Druce), 
eine  Form  von  gilipjms,  hat  viel  blässere  Flügelfärbung  und  sehr  grosse,  weisse  Flecken:  besonders  am 
Ende  der  Hflglzelle;  die  Heimat  ist  das  nördliche  Peru. 

plexanre.  D.  plexaure  Godt.  Diese  kleine  Art  ist  dem  gilippus  sehr  ähnlich;  jedoch  ist  die  innere  Reihe 

weisser  Flecke,  zwischen  den  Medianästen  der  Vflgl,  besonders  auf  der  Unterseite,  stets  grösser.  Alsdann 
hat  plexaure  auf  den  Hflgln  noch  eine  Reihe  weisser  Flecke  zwischen  dem  schwarzen  Aussenrd  und  dem 
Zellende.  Ferner  ist  die  Htlglunterseite  bei  plexaure  stets  graubraun,  von  derjenigeii  der  Vflgl  verschieden, 
bei  gilippus  dagegen  rotbraun,  p)lexaure  findet  sich  im  südlichen  Brasilien  und  in  Argentinien.  Rp  an 
Asclepias  curassavica;  der  von  erippus  sehr  ähnlich,  aber  mit  einem  weiteren  Paar  Scheindornen  auf  Segment  5. 
Auch  die  Zeichnung  der  von  erippus  ähnlich;  die  helle  Grundfarbe  ist  durch  Zunahme  des  Schwarz  bis  auf 
2  lebhaft  gelbe  Querbinden  fast  völlig  verdrängt.  Scheindornen  schwarz,  an  der  Basis  lebhaft  rot.  Pp  eben¬ 
falls  der  erippus-V\)  ähnlich. 

berenice.  D.  bcrenice  Cr.  (=  erippus  gilippus  Smith)  (31a)  hat  die  Grösse  von  gilippus.  Dunkelbraun, 

die  Adern  wenig  hervortretend.  Die  weissen  Flecken  der  Vflgl  sind  klein ;  auf  der  Hflgloberseite  fehlen  sie 
fast  ganz.  Adern  der  Hflglunterseite  im  Discus  breiter  weiss  gesäumt.  Die  Doppelreihe  weisser  Rand- 
fleckchen  ist  meistens  unvollständig.  Vom  Süden  der  Union  und  West-Indien  bis  Süd-Brasilien.  —  Als 
strigosa.  strigosa  beschreibt  Bates  eine  Form  aus  Guatemala  von  etwas  hellerer  Färbung,  bei  der  die  Adern, 
besonders  der  Htlgl  auf  der  Oberseite  grau  bestäubt  sind.  Diese  Form  tindet  sich  auch  in  Mexiko  und 
thersippus.  Texas.  —  ab.  thersippus  Bat.  von  Panama  ist  nach  Gooman  und  Salvin  eine  aussergewöhnliche  Form  von 
hermippus.  herenice.  Sie  hat  dunkelrötlichbraune,  matte  Grundfarbe  und  dunkelbraune  Aussenränder  der  Flügel.  —  her¬ 
mippus  Fldr.  (31a).  Diese  Form  steht  nahe  herenice,  ist  jedoch  durch  die  auffallend  helle,  graubraune 
Färbung  und  stark  grauweisse  Bestäubung  im  Discus  leicht  zu  kennen.  Auch  hat  sie  besonders  grosse, 
weisse  Flecken  im  Vflgl.  Die  Heimat  ist  Columbien.  Rp  von  herenice  auf  Asclepias  curassavica  und  am- 
plexicaulis.  Sie  ist  weisslich-violett  mit  rotbraunen  (Juerstrichen  und  gelben  Einschnitten,  sowie  einer  gelben 
Seitenlinie.  Auf  dem  2.,  5.  und  11.  Segment  steht  je  1  Paar  Anhängsel.  Pp  grünlich  mit  schwarzgelber 
(tuerlinie  am  Bauch  und  goldigen  Punkten.  Sie  ist  mehr  länglich,  ohne  die  scharfe  Bauchkante,  wie  bei 
archippus.  Verwandlung  im  Juni.  Die  Schmetterlinge  fliegen  zahlreich  an  sonnigen  Stellen  bis  zu  einer 
Höhe  von  6000  Fuss. 

jamaicensis.  D.  jamaiccnsis  Bat.  Zeichnung  wie  herenice.  Färbung  blass  gelbbraun  mit  braunen  Rändern.  Die 

Adern  der  Htlgl  grau  gerandet,  wie  bei  strigosa.  Kleiner  als  here)iice.  Sie  ist  einmal  in  grosser  Anzahl  von 
Jamaica  gebracht  worden.  Rp  schwarz  und  weiss  quer  gestreift,  auf  dem  Rücken  mit  kurzem,  gelben 
Band  an  jedem  Segment  und  gelben  Flecken  an  den  Enden  der  weissen  Streifen  über  den  Füssen.  Auf 
dem  2.,  5.  und  11.  Segment  steht  je  1  Paar  roter  Anhängsel,  das  erste  am  längsten.  Die  Pp  ist  hellgrün 
mit  kleinen,  schwarzen  Pünktchen  und  goldigen  Flecken. 

eresimns.  D.  eresimus  Cr.  (31  b;.  Unterscheidet  sich  von  allen  vorhergehenden  durch  die  verhältnismässig 

kleine  Zelle  der  Htlgl,  sowie  durch  das  Fehlen  der  schwarzen  und  weissen  Umrandung  auf  der  Htlglunterseite. 
Dagegen  hat  sie  hier  neben  dem  dunkelbraunen  Aussenrd  noch  eine  hellere  breite  Binde  und  zwischen 
dieser  und  dem  Zellende  noch  eine  zweite,  gewellte,  mit  der  ersteren  an  den  Enden  zusammenhängend. 
Die  Färbung  der  Oberseite  ist  bräunlich,  an  der  Basis  aller  Flügel  dunkler  und  am  Aussenrd  schwarzbraun. 
Der  schwarzbraune  Vrd  der  Vflgl  erweitert  sich  hinter  dem  Zellende  zu  einem  Dreieck,  dessen  Spitze  den 
gegenüberliegenden  Aussenrd  berührt,  ähnlich  wie  bei  erippus-,  desgl.  sind  auch  die  weissen  Rand-  und 
Apicalflecken  vorhanden.  Der  Hinterleib  hat  die  Farbe  der  Flügel.  Cramee  beschrieb  die  Art  aus  Surinam ; 
sie  kommt  aber  auch  in  anderen  Teilen  des  nördlichen  Süd-Amerika  vor;  so  in  Columbien,  Peru  und  am 
xanthippus.  Amazonas,  jedoch  nirgends  sehr  häufig.  Besucht  gerne  die  Ufer  der  Flüsse.  —  xanthippus  Fldr.  von 
Brasilien  soll  der  vorigen  am  nächsten  stehen  und  sich  durch  hellere  Färbung  unterscheiden,  während  der 
schwärzliche  Saum  der  Htlgl  breiter  ist  und  die  lichten  Flecken  auf  der  Unterseite  derselben  fehlen.  — 
ergimis.  erginus  Godm.  u.  Salv.  Diese  Form  soll  gleichfalls  eresimus  nahe  stehen  und  sich  durch  dunklere  Färbung 
der  Flügel  und  deutlichere  weisse  Flecken  auszeichnen.  Der  Apex  der  Vflgl  ist  fast  schwarz  und  der  Discus 
der  Htlgl  merklich  heller.  Die  Heimat  ist  das  nördliche  Peru. 

cleothera.  D.  cleothera  Godt.  (31b).  Steht  eresimus  sehr  nahe,  unterscheidet  sich  jedoch  besonders  durch  die 

Unterseite  der  Htlgl,  deren  schwärzliche  Adern,  wie  bei  den  meisten  anderen  Arten,  weiss  gerändert  sind. 
Dagegen  hat  cleothera  auch  die  beiden  helleren  Binden  daselbst  wie  eresimus,  und  zwar  ist  die  innere  noch 
dunkler  und  daher  deutlicher.  Die  Erweiterung  des  schwarzen  Vrds  der  Vflgl  reicht  nur  bis  zum  Zell¬ 
schluss.  Die  Htlgl  haben  auf  der  Oberseite  meistens  eine  Doppelreihe  weisser  Randflecken.  Godart  gibt 
(irrigerweise)  als  Heimat  von  cleothera  die  Insel  Timor  an;  sie  kommt  in  Mexiko,  Zentral- Amerika  und  auf 
den  Antillen  vor;  nach  Doublebat  auch  in  Venezuela. 


L\  C(.)1^EA.  Von  H.  IIamnscii. 


1  lö 


2.  Unterfamilie:  Lycorei'nae, 

Flügel  länglich.  Hlb  über  den  Analvvinkel  der  Hflgl  liinausragend;  nach  hinten  kolbig  verdickt.  Fhlr  bi.s 
zum  Zellende  reichenfl.  Klauen  mit  Anhängseln.  cT  mit  2  Ilaarbüscheln  am  Illl)sende,  welche  eingezogen  werden 
können.  Die  Arten  der  beiden  hierher  gehörigen  Gattungen  leben  ausschliesslich  im  neotropischen  Faunengebiet. 

Sie  finden  sich  an  lichten  Stellen  des  Urwaldes.  Ihr  Flug  ist  unregelmässig.  Die  Rpn  sind  denen  der  Jjunain(t<- 
ähnlich;  sie  sollen  auf  Solaneen  leben. 

2.  Gattung;  liycorea  Ohl.  u.  Hew. 

Grosse,  stattliche,  bunte  Schmetterlinge  von  meist  gelbbrauner  Grundfarbe  mit  schwärzlichen 
Rändern  und  Strichen,  sowie  gelblichen  Binden  und  Flecken,  nebst  weissen  Kandpunkten.  Die  Arten  haben 
alle  dieselbe  Zeichnungs-Anlage,  die  sich  auch  bei  vielen  Gattungen  der  Ithominae  wiederholt  und  die  ich 
daher  hier  gleich  im  allgemeinen  beschreiben  und  später  kurz  als  »Ly  cor  een- Habitus«  bezeichnen  will. 

Als  Muster  diene  die  Tafel  31c  abgebildete  Lycorea  Jutlia  Hbn.  Die  Grundfarbe  ist  meist  ein  eigenartiges 
rötliches  Gelbbraun.  Die  Apicalhälfte  der  Vtlgl  ist  schwarzbraun  mit  einer  aus  gelben  Flecken  gebildeten 
Schrägbinde,  die  über  das  Zellende  geht,  und  mit  einem  oder  mehreren  gelben  Subapicahlecken.  Von  dem 
schwarzbraunen  Apicalteil  ziehen  noch  3  strichformige  Ausläufer  nach  der  Wurzel;  einer  über  die  Mediane, 
die  andern  über  den  Vorder-  und  Hrd.  Über  den  Discus  der  Hflgl  zieht  eine  längliche  bindenartige,  nach 
der  WTirzel  hin  offene,  schwärzliche  Schleife  am  Vrd  nach  dem  Apex  und  dann  zurück  zum  Ird.  Der 
von  dieser  eingeschlossene  längliche  Fleck  ist  bei  einer  Anzahl  aus  gewissen  Gegenden  stammender  Alten 
oft  gelb.  Der  Aussenrd  der  Hflgl  ist  schwarzbraun  und  hat  meist  oben  und  unten  eine  Reihe  weisser  Sub¬ 
marginalpunkte.  Dies  Farbenmuster  lässt  sich  bei  den  meisten  Lycoreen  und  vielen  Ithomiinen  wieder¬ 
erkennen,  wenn  auch  die  Zeichnung  öfter  etwas  verzerrt  ist,  das  Gelb  durch  Braun  ersetzt  wird  oder 
wenn  das  Schwarz  bisweilen  fast  den  ganzen  Hflgl  ausfüllt. 

Die  Lycoreen  sind  nur  matte  Flieger,  Avelche  die  W^egränder  und  lichten  Stellen  bevorzugen  und 
gerne  blühende  Gesträucher  aufsuchen,  wo  man  sie,  wenn  sie  an  den  Blüten  hängen,  von  den  ähnlichen 
Melinaea  und  Mechanifis  oft  kaum  unterscheiden  kann. 

Über  die  Rpn  ist  leider  noch  wenig  bekannt.  Boisduval  erwähnt,  dass  sie  fleischige,  biegsame 
Anhängsel  haben,  welche  paarig  auf  einigen  Ringen  angeordnet  sind,  sowie  dass  sie  denen  der  wirklichen 
Danaiden  ähnlich  sind  und  gleichfalls  auf  Asclepiadeen  leben.  Nach  Guppy  sind  sie  wenigstens  zum  Teil 
denen  von  Tithorea  ähnlich,  mit  nur  1  Paar  Anhängsel  auf  dem  2.  Segment  und  leben  auch  auf  Cacao  und 
einer  dem  Kaulschuck  ähnlichen  Pflanze. 

L.  eva  F.  Zeichnung  wie  bei  der  abgebildeten  Form  concolor  (Taf.  3fc),  jedoch  haben  die  Vflgl  eva. 
über  den  Zellschluss  die  typische,  gelbe  Schrägbinde,  welche  am  Vrd  einen  schwärzlichen  Fleck  einschliesst. 

Bei  eca  und  ihren  Nebenformen  ist  die  Zelle  der  Hflgl  nur  kurz ,  indem  die  Schenkel  der  unteren  und 
mittleren  Discocellulare  nur  einen  sehr  stumpfen  Winkel  bilden.  Diese  Form  findet  sich  im  nordöstlichen 
Südamerika,  besonders  Guiana.  —  Die  abgebildete  Lokalform  concolor  Stgr.  (31c)  unterscheidet  sich  von  der  concolor. 
typischen  Form  durch  das  Fehlen  der  gelben  Schrägbinde  im  Vflgl,  wie  dies  auch  bei  vielen  Ithomiinen 
verkommt,  z.  B.  IJirsutis  melanina,  Melinaea  chincha,  Ceratinia  hkolora,  Mechanifis  (Jeceptus  etc.  Alle  diese  Formen 
finden  sich,  wie  concolor,  an  den  östlichen  Ausläufern  der  Anden,  in  Peru  und  Ecuador.  —  pasinuntia  Cr.  pasimmtia. 
Die  zuerst  beschriebene  Form  dieser  Art  unterscbeidet  sich  von  era  dadurch,  dass  der  dunkle  Aussenrd  mit 
der  hinteren  Hälfte  der  Bindenschleife  zu  einem  grossen  Flecken  verschmolzen  ist,  wie  bei  der  abgebildeten 
Ceres.  Findet  sich  an  denselben  Lokalitäten  wie  eva,  und  es  kommen  auch  Übergänge  vor. 

L.  Ceres  Cr.  (31  c)  ist  von  der  ähnlichen  pasinuntia  schon  durch  die  längere  Zelle  der  Htlgl  unterschieden,  ceres. 
Ferner  ist  die  gelbe  Schrägbinde  der  Vflgl  am  Vrd  nur  halb  so  breit  und  schliesst  dort  keinen  schwarzen 
Fleck  ein;  auch  besteht  keine  Verbindung  zwischen  der  Binde  und  dem  4.  Subapicaltleck.  Diese  Form 
kommt  besonders  aus  Guiana.  —  Als  fasciata  form.  nov.  bezeichne  ich  die  Abänderung  mit  typischem  fasciata. 
Aycorecn-Habitus.  Bei  ihr  sind,  entsprechend  eva,  auf  den  Hflgln  die  Schleife  und  der  Aussenrd  durch  die 
gelbbraune  Grundfarbe  gefrennf.  Scheint  besonders  im  nordwestlichen  Süd-Amerika  vorzukommen.  — 
demeter  Fklr.  ist  eine  dunkelbraune  Lokalform  von  Kuba  und  Haiti.  Sie  hat  eine  gelbe  Flecken-Schräg-  demeter. 
binde  wie  halia  und  3-4  gelbe  Subapicalflecken.  Eine  ähnliche  dunkle  Form  von  fasciata  findet  sich  am 
unteren  Amazonas  bei  Manaos.  —  Die  Rp  von  ceres  ist  nach  Guppy  weisslich  mit  schwarzem  Kopf  und 
schwarzen  Segmenten  nebst  schrägen,  anschliessenden  hakenföimigen  Flecken.  Auf  dem  2.  Segment  steht  ein 
Paar  beweglicher,  langer  Anhängsel.  Bei  der  ausgewachsenen  Rp  ist  die  Färbung  vom  4.  Segment  ab 
gelb.  —  Das  Ei  ist  konisch,  abgeflacht,  gelblich,  mit  zahlreichen  zellenartigen  Eindrücken.  Das  Räupchen 
schlüpft  etwa  in  5  Tagen  aus. 

L.  cleobaea  God.  (31b).  Bei  dieser  Art  ist  die  gelbe  Schrägbinde  der  Vtlgl  in  3  Flecken  aufgelöst,  cleobaea. 
zuweilen  ist  auch  der  Discus  der  Hflgl  gelblich.  Sie  wurde  von  den  Antillen  beschrieben,  findet  sich  aber 
auch  zahlreich  im  nordwestlichen  Süd-Amerika  bis  Bolivien.  In  Zentral-Amerika ,  besonders  Honduras, 
erscheint  sie  meistens  in  der  Form  atergatis  Dhl.  u.  Heu  .,  bei  welcher  die  gelben  Subapicahlecken  der  Vtlgl  atergatis. 


116 


ITUNA.  Von  R.  HaExNSCh. 


pales. 

cinnamomea. 


halia. 

referrens. 

discreta. 


lamirus. 

fenestrata. 

decolorata. 

albescens. 

phenarete. 

lanassa. 

ilione. 


sein-  gross  sind  und  der  4.  derselben  mit  dem  mittleren  Fleck  der  Schrägbinde  zusammentliesst.  —  pales  Fldr. 
vom  oberen  Amazonas  hat  sehr  kleine,  gelbe  Flecken  und  Makeln  im  schwärzlichen  Apicalteil  der  Vflgl,  und 
der  sonst  gelbe  Fleck  am  Zellende  hat  die  gelbbraune  Grundfarbe  angenommen.  —  cinnamomea  Weyin.  ist 
eine  interessante,  seltene  Form  vom  oberen  Amazonas  mit  mahagonibrauner  Grundfarbe.  Die  Zeichnung  ist 
ähnlich  wie  bei  atergatis,  aber  die  gelben  Subapicalflecken  der  Vflgl  sind  sehr  gross  und  reichen  vom  Apex 
bis  zu  dem  schwarzen  Fleck  am  Zellende,  der  etwas  grösser  ist  als  bei  eva.  Es  scheinen  sowohl  von  era  als 
auch  von  aterguiis  einander  ganz  ähnliche,  dunkelrotbraune  Formen  vorzukommen.  Erstere  sind  an  der 
kurz  gescblossenen  Htlgl-Zelle  und  den  sehr  grossen,  gelben  Subapicalflecken  der  Vflgl  kennflich;  bei  letzteren 
ist  die  Zelle  länger,  die  Subapicalflecken  sind  kleiner  und  die  Färbung  ist  minder  rötlich. 

L.  halia  Ilbn.  (31c).  Diese  südbrasilianische  Art  unterscheidet  sich  von  allen  bisherigen  durch  nur 
3  Subapicalflecken  im  Vflgl  und  durch  den  gelben  Längsfleck  im  Discus  der  Hflgl.  Dieser  bindenartige 
Fleck  ist  für  viele  südbrasilianische  Arten  der  Ithomiinen  und  Heliconier  charakteristisch ,  welche  der 
L.  halia  sehr  ähnlich  sehen,  wie  IJirs.  pseudethra  Btl.,  Mel.  ethra  God.,  Mech.  nessaea  Hbn.,  Cerat.  eitrganassa^ 
lleliconins  narcaea  God.  etc.,  die  fast  alle  die  Flugplätze  mit  der  halia  gemeinsam  haben.  —  Als  ab.  referrens 
ab.  nor.  bezeichne  ich  eine  Form,  bei  welcher  dieser  Bindenfleck  die  gewöhnliche  gelbbraune  Grundfarbe 
zeigf.  —  Eine  weitere  Form,  bei  der  die  gelbe  Schrägbinde  der  Vflgl  in  3  Flecken  aufgelöst  ist,  wie  bei 
cleobaea,  nenne  ich  discreta  form.  nov.  Hier  nimmt  der  gelbe  Fleck  der  Hflgl  auch  meistens  eine  bräunliche 
Färbung  an. 

3,  Gattung;  Ituna  Dbl.  u.  Ileu'. 

Meist  grössere,  ansehnliche  Falter  mit  durchsichtigen,  dunkel  geränderten  Flügeln.  Die  Formen 
stehen  sich  alle  ziemlich  nahe.  Zelle  der  Hflgl  fast  gerade  geschlossen,  cf  mit  2  ausstülpbaren  Haar¬ 
pinseln  am  After,  wie  bei  Lgcorea.  Äusserlich  sehen  die  Arten  entsprechenden  Formen  von  Ohjras,  Thyridia  etc. 
sehr  ähnlich.  Es  sind  vorzugsweise  Gebirgstiere.  Sie  finden  sich  von  Zentral-Amerika  bis  Süd-Brasilien. 
Die  Rpn  sind  nach  Boisduval  denen  von  Lycorea  in  Gestalt  und  Lebensweise  ähnlich. 

I.  lamirus  Latr.  (=  completa  Stgr.)  (31  c).  Bei  typischen  Stücken  ist  das  Basaldrittel  der  Vflgl 
schwarzbraun.  Es  kommen  jedoch  häufiger  Exemplare  vor,  die  an  der  Basis  ein  grosses,  halbdurchsichfiges 
Dreieck  haben,  welches  off  noch  über  die  Mediane  hinaus  mit  dem  Fleck  zwischen  den  Medianästen  in  Ver¬ 
bindung  steht.  Diese  Form  bezeichne  ich  als  ab.  fenestrata  ab.  nov.  Beide  Formen  variieren  in  der  Ausdehnung 
der  gelbbraunen  Färbung  am  Aussenrd  der  Hflgl,  welche  zuweilen  den  ganzen  Discus  überzieht.  Sie  finden 
sich  an  den  östlichen  Abhängen  der  Anden  von  Columbien  und  Ecuador.  —  An  den  westlichen  Abhängen 
der  Anden  von  Ecuador  findet  sich  eine  Lokalform,  die  sich  durch  das  Fehlen  der  gelbbraunen  Färbung 
merklich  unterscheidet  und  die  ich  decolorata  form.  nov.  benenne.  Die  dunkle  Bindenzeichnung  ist  sonst 
ähnlich  wie  bei  fenestrata,  aber  schwächer,  besonders  fehlt  die  dunkle  Subapicalbinde  der  Vflgl.  Dagegen 
ist  der  Analwinkel  der  Hflgl  viel  breiter  schwärzlich.  —  In  Zentral-Amerika  kommt  die  der  fenestrata 
ähnliche  Form  albescens  Bist.  vor.  Bei  ihr  sind  die  Glasflecken  der  Vflgl  schmal  und  länglich,  sowie, 
besonders  in  der  Basalhälffe ,  gelbbräunlich  gefärbt ,  ebenso  die  Hflgl  bis  auf  die  dunkeln  Ränder  und  die 
Radialadern.  —  Die  Pp  von  lamirus  isf  länglich ,  mit  stumpfer  Spitze ,  bräunlich  mit  Längsreihen  dunkler 
Doppelflecken.  Die  Schmetterlinge  schweben  gerne  an  lichten  Stellen  einige  Meter  über  dem  Erdboden  im 
Sonnenschein  umher  und  die  cfcf  saugen  in  der  Mittagshitze  an  feuchten  Stellen  der  Wege  und  Flussufer. 

I.  phenarete  Dbl.  u.  Hew.  (31  d)  von  Peru  und  Bolivien  ist  durchsichtig  gelblich  und  sieht  der 
decolorata  sehr  ähnlich.  Die  Ränder  und  Binden  sind  jedoch  viel  schärfer  begrenzt,  die  Hflgl  am  Aussenrd 
schärfer  gezackf,  und  nur  die  Fhlrkeule  ist  gelblich.  —  lanassa  Godm.  u.  Salr.  ist  eine  Form  von  phenarete 
mit  gelbbraunem  Ird  der  Vflgl  und  ebensolchem  Analwinkel  der  Hflgl. 

1.  ilione  Cr.  (31  d)  von  Süd-Brasilien  ist  die  kleinste  Art  von  Ttuna  und  der  phenarete  recht  ähnlich. 
Bei  ihr  ist  die  gelbe  Fhlrkeule  noch  viel  kürzer.  Die  Flügelfärbung  ist  lebhafter  gelb,  die  Binde  über  dem 
Zellschluss  der  Vflgl  ist  breiter,  und  auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder  und  Binden  zum  Teil  weiss  gesäumt. 

3.  Unterfamilie:  Ithomiinae. 

Diese  auch  unter  den  Namen  Neotropiden,  Mechanitides  l)ekannte  Gruppe  ist  bei  weitem  die  formenreichste 
der  Danai'den  in  Amerika.  Sie  enthält  über  'Aio  aller  Formen  und  ist  ebenso  wie  die  Lycurelnue  auf  Amerika 
beschränkt.  Äusserlich  erinnern  viele  Arten  einerseits  an  die  Lycoreinen,  andererseits  tin  die  Heliconier,  unter¬ 
scheiden  sich  jedoch  durch  das  Geäder,  die  langen,  dünnen  Fhlr  und  beim  cT  sehr  leicht  durch  die  Haarpinsel  am 
Vrd  der  Hflgl,  welche  sich  bei  den  Lycoreinen  am  After  befinden  und  den  Heliconiern  überhaupt  fehlen. 

Uber  die  Entwicklungsstadien  ist  leider  noch  sehr  wenig  bekannt.  Die  Rpn  sind  meist  walzenförmig  mit 
kurzen  Warzen,  bei  einigen  Gattungen  mit  langen  Anhängseln  auf  dem  2.  Segment.  Sie  sollen  meist  auf  Solaneen 
leben.  Die  Ppn  sind,  im  Gegensatz  zu  den  langen,  dünnen  Leibern  der  Schmetterlinge,  meist  kurz  und  bauchig. 
Sie  haben  oft  prachtvoll  spiegelnde,  metallisch  glänzende  Flächen,  deren  Glanz  jedoch  nach  dem  Tode  der  Pp  erlischt. 

Die  Falter  hal)en  meistens  einen  langgestreckten  Leib,  glasige  Flügel  und  lange  Fhlr.  In  der  Färbung  der 
Flügel  herrscht  neben  der  glasig-farblosen,  hauptsächlich  eine  rötlich  gelbbraune  Tönung  vor,  vereint  mit  schwärz¬ 
lichen,  gelben  und  weissen  Zeichnungen,  der  sogenannte  „Lycoreen-Habitus“.  Blaue,  rote  oder  grüne  Färbung 


OLYliAS;  EirriiKSIS.  Von  I».  llAKNsrii. 


kommt  fast  gar  nicht  vor.  Ents])reclien(l  dei'  leljliafteren  oder  farblosen  Zeicl)nnng  l)(!vorzngen  die  einzelnen  (li  njjpen 
mehr  lichtere  Stellen  oder  den  dichten,  dunklen  Urwald.  Ihr  klug  ist  meist  unregelniä.ssig  und  träge,  ln  wald¬ 
losem,  offenem  Terrain  halten  sich  nur  wenige  Formen  vorübergehend  auf. 

Das  Verbreitungsgebiet  der  Ithomiinen  umfasst  das  ganze  tropische  und  subtropische  Amerika.  Einzelne 
Arten  finden  sich  noch  in  Kalifornien  und  in  Argentinien.  Ebenso  werden  die  Gebirge  bis  zu  Höhen  von  bOOO  m 
von  ihnen  bewohnt.  Die  meisten  Arten  finden  sich  jedoch  unter  dem  Äquator  in  den  Tälern  der  Anden,  ln  iVlengen 
treten  besonders  Arten  der  Gattungen  Mecfianif/s ,  Cerafiiiia  und  der  kleinen  durchsichtigen  Ithomiinae  auf.  Imter 
ihnen  finden  sich  vereinzelt  Exemplare  ähnlicher,  seltener  Arten  der  Gattung  J^apeof/cnas. 

Manche  Arten  haben  ein  weites  Verbreitungsgebiet  und  finden  sich,  wenn  auch  mit  kleinen  Abänderungen, 
fast  überall;  andere  wieder  bevorzugen  ausschliesslich  bestimmte  Gebirgstäler.  Auch  kann  man  von  einzelnen, 
seltenen  Arten  bisweilen  täglich  an  bestimmten  Lokalitäten  einige  Exemplare  fangen,  trotzdem  sich  die  Art  in 
weiterem  Umkreis  sonst  nicht  lindet. 


4.  Gattung ;  Olyras  u.  Hcw. 

Die  wenigen  Arten  dieser  Gattung  enthalten  grössere,  hall)  durchsichtige,  meist  seltene  Schmetter¬ 
linge.  Von  den  ähnlichen  Formen  anderer  Gattungen  sind  sie  an  dem,  besonders  beim  cf  stark  ausgebuchteten 
Ird  der  Vflgl  und  den  am  Vrd  entsprechend  gebogenen,  breiten  Htlgln  unterscheidbar.  Die  cTcf  haben  am 
Vrd  der  Htlgl  2  Haarpinsel.  —  Es  sind  Gebirgstiere,  die  gerne  an  lichten  Stellen  meist  in  beträchtlicher 
Höhe  über  dem  Boden  umherschweben. 

O.  montagui  Bür.  (31  d).  Vtlgl  dunkelbraun,  in  der  Aussenhälfte  mit  unregelmässigen,  glasigen 
Flecken.  Htlgl  rötlichbraun  mit  dunklem  Aussenrd  und  glasigem  Fleck  am  Apex,  welcher  sich  auf  der 
Unterseite  bindenartig  nach  dem  Ird  hinzieht  (bei  manchen  Exemplaren  auch  schon  auf  der  Oberseite).  Die 
ziemlich  seltene  Art  fliegt  an  den  östlichen  Abhängen  der  Anden  von  Columbien  und  Ecuador;  sie  ähnelt 
ausser  der  Buna  lamirus  auch  Dirceiina  ohjras  und  Napeoiienes  excelsa,  die  an  denselben  Lokalitäten  Vor¬ 
kommen,  aber  letztere  sind  merklich  kleiner.  —  sticheli  Usch,  aus  dem  östlichen  Peru  ist  der  vorigen  sehr  sticheli. 
ähnlich,  aber  durch  ein  grosses  rotl)raunes  Dreieck  an  der  Basis  der  Vtlgl  ausgezeichnet.  Auch  ist  der 
dunkle  Aussenrd  der  Htlgl  breiter  und  die  weissen  Punkte  der  Unterseite  sind  grösser.  —  staudingeri  staudingeri. 
Godm.  u.  Sah.  (=  centralamericana  Stgr.  i.  1.)  von  Zentral -Amerika  ist  der  vorigen  ähnlich,  hat  aber  nur 
einen  gelbbraunen  Strich  an  der  Mediane  der  Vtlgl  und  kleinere  gelbliche  Glasflecke.  Die  Färbung  der  Htlgl 
ist  gelbbraun.  Im  Apex  derselben  steht  auf  der  Oberseite  nur  ein  kleiner,  durchsichtiger  Fleck. 

O.  crathis  DU.  u.  Heir.  von  Venezuela  ist  der  vorigen  ähnlich,  aber  auch  der  folgenden.  Der  crathis. 
längliche  Fleck  an  der  Basis  der  Vtlgl  ist  breiter,  aber  hell  gelbbraun.  Die  Glasflecken  sind  kleiner  und 
bräunlich.  Die  Hflgl  sind  hell  gelbbraun  mit  breitem,  dunklem  Rand  und  2  undeutlichen  Glasflecken.  — 
theon  Bates  (31  d).  Von  Zentral -Amerika ;  hier  sind  die  Glastlecken  grösser,  desgleichen  der  gelbbraune 
Fleck  an  der  Basis  der  Vflgl.  Hflgl  einfarbig  gelbbraun  mit  schmälerem,  dunklen  Aussenrd  und  hellerem 
Discaltleck  auf  der  Unterseite. 

O.  praestans  Godm.  u.  Salv.  (31  e)  erinnert  an  die  etwas  grössere  Buna  phenarete.  Die  Vflgl  sind  glasig  praestans. 
mit  dunklen  Rändern  und  Schrägbinden.  Die  Htlgl  durchsichtig  gelblich  mit  dunklem  Vorder-  und  Aussenrd. 

Auf  der  Unterseite  stehen  an  den  Aussenrdn  weisse  Doppelpunkte  und  am  Vrd  der  Hflgl  3  weisse  Punkte. 

Die  Heimat  ist  das  nordöstliche  Columbien.  —  insignis  Sah.  von  Zentral -Amerika  hat  am  Analwinkel  der  äisignis. 
Htlgl  noch  rotbraune  Färbung  und  auf  der  Unterseite  am  Vrd  nur  1  weissen  Punkt. 

O.  translucens  Ileiv.  aus  dem  westlichen  Ecuador  ist  die  kleinste  und  seltenste  Art.  Sie  ist  fast  transhicens. 
glashell,  nur  an  der  Basis  schwach  gelblich,  mit  dunklen  Rändern  und  einer  Querbinde  über  den  Zellschluss 
der  Vflgl  bis  zum  Aussenrd.  Auf  der  Unterseite  stehen  an  den  Aussenrdn  kleine  weisse  Punkte. 


5.  Gattung:  DU.  u.  lleiv. 

Auch  hierher  gehören  nur  wenige  Formen,  von  ähnlicher  Grösse  und  Färbung  wie  die  Ohjras,  aber 
ohne  die  stark  gebuchteten  Ränder.  Sie  leben  ebenfalls  in  den  Gebirgen,  von  Peru  bis  Zentral -xAmerika. 

E.  hypereia  Dhl.  u.  Hew.,  die  zuerst  beschriebene  Form  und  Type  der  Gattung,  sieht  der  abgebildeten  hypereia. 
Üieope  (31  e)  ähnlich.  Sie  ist  etwas  grösser,  hat  breitere,  dunkle  Ränder  und  Binden,  sowie  die  Basis  der 
Vtlgl  und  den  ganzen  Discus  der  Htlgl  rötlich  gelbbraun.  Sie  fliegt  in  den  Gebirgen  von  Venezuela.  — 
hyspa  Godm.  u.  Salv.  (=  antioquensis  Stfp\)  ist  eine  Lokalform  von  hijpereia  aus  Ecuador  und  Columbien,  hyspa. 
die  sich  durch  viel  schwächere  rotbraune  Färbung,  besonders  im  Discus  der  Vtlgl,  auszeichnet.  —  imitatrix  imitatri.x. 
Stgr.  (31  e)  sieht  den  Thgridia-  und  durchsichtigen  Äprotopos-kvlQw  ähnlich.  Sie  steht  aber  der  vorigen 
sehr  nahe  und  unterscheidet  sich  hauptsächlich  durch  das  Fehlen  der  rotbraunen  Färbung  auf  allen  Flügeln, 
sowie  durch  die  schwärzliche  Querbinde  über  die  Mitte  der  Hflgl.  Sie  findet  sich  an  den  östlichen  Abhängen 
der  Anden  von  Peru  und  Ecuador.  —  theope  Godm.  u.  Sah.  (—  dilucida  Stgr.)  (31  e).  Es  ist  die  zentral-  theope. 
amerikanische  Form  von  hgpereia  aus  Costa  Rica.  Sie  unterscheidet  sich  besonders  durch  die  blässeren  Ränder 
und  den  schmäleren  Aussenrd  der  Htlgl,  welcher  innen  gelbbraun  gesäumt  ist. 


118 


ATHESIS;  THYRIDIA;  TITHOREA.  Von  R.  Haensch. 


clcarista. 


acrisione. 


detryllidas. 


demyliis. 

hewitsoni. 


oligyrtis. 


co/ifiisa. 


psamathc. 


ciirvifascia. 


themisto. 


megisto. 


singularis. 


6.  Gattung:  AtliesiH  IM.  k.  Hew. 

Die  Arten  dieser  Gattung  sind  denen  der  vorigen  ähnlich,  aber  meist  bedeutend  kleiner.  Sie  unter¬ 
scheiden  sich  durch  die  gewinkelte  untere  Discocellulare  und  die  lange  Zelle  der  Hflgl.  Alles  sind  Gebirgs- 
tiere  aus  dem  nordwestlichen  Süd -Amerika. 

A.  clearista  T)bJ.  u.  Heic.  (Sie)  aus  Venezuela  hat  glasige  Flügel  mit  dunklen  Rändern  und  zwei 
Schrägbinden  über  den  Zellschluss  und  über  die  Zellmitte  der  Vtlgl.  Ein  Strich  neben  der  Mediane  der  Vflgl 
und  die  Adern  im  Discus  der  Hflgl  sind  gelbbraun.  Die  langen  Fhlr  sind  schwarz. 

A.  acrisione  lleiv.,  eine  schöne,  aber  seltene  Art  von  Ecuador,  ist  bedeutend  grösser;  der  Apex  der 
Vtlgl  gelbbraun  gerändert.  Über  das  Zellende  der  Htlgl  zieht  eine  schwarze  Binde  zum  Innenwinkel,  welche 
zum  Teil  mit  dem  Aussenrd  zusammentliesst.  In  letzterem  stehen  auch  oben  grosse,  weisse  Submarginal-Punkte. 

A.  dercyllidas  Heic.  (32a).  Die  Flügel  erscheinen  wie  von  grünlichem  Glase;  besonders  auf  der 
Unterseite  sind  die  Glasüecken  stärker  grün  gerändert.  Die  dunklen  Ränder  und  Binden  sind  aut  der  Ober¬ 
seite  zum  Teil  gelbbraun  eingefasst.  Auf  der  Unterseite  sind  sie  gelbbraun  mit  dunklen  Säumen.  Durch 
die  Zeichnung  und  grünliche  Färbung  erinnert  die  Art  an  Colaenis  diclo ;  sie  fliegt  in  Columbien  und  Ecuador.  — 
Als  demylus  bezeichnen  Godwan  und  Salvin  eine  Form  aus  dem  südlichen  Ecuador  mit  ganz  schmalen 
Rändern  und  Binden. 

A.  hewitsoni  Srka.  Diese  Art  wurde  von  Hewitson  als  cf  zu  dercißlidcis  abgebildet,  aber  von 
Shnka  als  eigene  Art  erkannt.  Sie  unterscheidet  sich  durch  die  bräunliche  Tönung  der  Glastlecken  und 
die  schmäleren  Ränder  und  Binden  aller  Flügel.  In  der  Schrägbinde  über  dem  Zellende  der  Vflgl  steht 
nach  dem  Aussenrd  zu  noch  ein  länglicher  Glasfleck. 

A.  oligyrtis  Hen\  ist  eine  weitere,  der  dercijIUdas  ähnliche  Form  von  Ecuador.  Sie  soll  eine  un¬ 
deutliche  Binde  zwischen  den  Discoidal -Adern  vor  dem  Aussenrd  der  Vflgl,  sowie  .3  weisse  Punkte  am  Vrd 
haben;  ferner  eine  schwarze  Binde  vom  Apex  der  Hflgl  nach  dem  1.  Medianast. 

7.  Gattung:  Tliyridisi  Hbn. 

In  diese  von  Doubleday  und  Hewitson  als  Methona  bezeichnete  Gattung  gehören  nur  w'enige 
grössere  Arten  mit  durchsichtigen,  schwarz  gezeichneten  Flügeln  und  dünnen,  schwarzen,  mit  stärkerer, 
gelber  Keule  versehenen  Fhlrn.  Die  Zelle  der  Hflgl  ist  klein  und  fast  rechtwinklig  zur  Mediane  geschlossen. 
Die  Arten  gehören  meistens  der  Ebene  an  und  finden  sich  Amn  Guiana  bis  Argentinien  und  westlich  bis 
zum  oberen  Amazonas. 

Th.  confusa  Bdr.  (—  psidii  Cr.)  (32  a).  Diese  Art  wurde  seit  Gramer  lange  Zeit  für  die  ähnliche 
psidii  Linne’s  gehalten,  die  aber  einer  ganz  anderen  Gattung  angehört.  Letztere  (Taf.  34c)  ist,  ausser  im 
Geäder,  leicht  an  den  kleinen  rötlichen  Punkten  an_  der  Basis  der  Vflgl  zu  erkennen,  confusa  hat  durch¬ 
sichtig  gelbliche  Flügel  mit  schwarzen  Rändern  und  über  dem  Zellschluss  aller  Flügel  je  eine  Querbinde, 
sowie  einen  (Querstrich  durch  die  Vflglzelle.  Sie  findet  sich  am  unteren  und  oberen  Amazonas,  sowie  in 
Guiana ,  an  schattigen  Stellen  der  Flussufer.  —  psamathe  Godm.  u.  Sale,  aus  dem  östlichen  Ecuador  und 
Peru  ist  eine  Lokalform  mit  schmalen  Binden  und  Rändern.  Nach  Godman*  und  Salvin  entspricht  dieser 
Form  auch  eine  Form  von  I>ismoypliia  cjrise,  deren  ?  der  Th.  confusa  sehr  ähnlich  sieht  und  die  an  den 
Lokalitäten,  wo  psaniafhe  vorkommt,  ebenfalls  schmälere  Binden  und  Ränder  haben  soll.  —  curvifascia 
Weyni.  von  Ecuador  und  dem  oberen  Amazonas  ist  eine  Form,  bei  welcher  sich  das  Schwarz  an  der  Wurzel 
der  Hflgl  bis  über  die  Abzweigung  des  1.  Medianasfes  hinaus  ausdehnf. 

Th.  themisto  Hbn.  (32  a).  Von  der  ähnlichen  confusa  durch  das  Fehlen  der  breiten  (Querbinde  über 
den  Zellschluss  der  Hflgl  zu  unterscheiden.  Die  Rp  lebt  nach  W.  Müller  auf  Brunfelsia-Arten.  Sie  ist 
tief  sammetschwarz  mit  orangefarbenen  Ringen.  Die  Pp  ist  gestreckt,  unbeweglich,  weissgelb  mit  schmalen 
orangefarbenen  Querbinden  und  schwarzen  Streifen  und  Flecken.  Die  Art  lebt  im  mittleren  und  südlichen 
Brasilien  bis  Argentinien.  —  Als  megisto  beschreibt  Felder  eine  Form  der  .vorigen  aus  Bahia,  welche 
grösser  sein  und  die  Flügeladern  weniger  schwarz  gesäumt  halien  soll.  Dagegen  ist  die  Mittelbinde  der 
Vflgl  viel  breiter  und  der  Saum  der  Hflgl  unregelmässig. 

Th.  singularis  Styr.,  ebenfalls  aus  Bahia,  ist  kleiner  als  themisto  und  hat  den  Innensaum  der  Hflgl 
am  2.  Medianast  nicht  gezähnt,  dagegen  auf  der  Unterseite  weiss  eingefasst.  Der  Vrd  der  Hflglunterseite 
ist  an  der  Basis  breit  gelb  und  über  der  Präcostalrippe  nicht  schwarz  unterbrochen. 

8.  Gattung:  Titliorea  IM.  u.  Heic. 

Unter  dieser  Gattung  wurden  bisher  2  ganz  verschiedene  Gruppen  zusammengefasst  und  ich  sehe 
mich  genötigt,  die  zweite  Gruppe  unter  dem  Namen  Hirsutis  nachstehend  abzutrennen.  Die  Hauptunter¬ 
schiede  sind  folgende:  Bei  Tithorca  sind  die  Augen  behaart,  die  Tibia  der  Mittel-  und  Hinterbeine  ist  viel 


MIKSLII'FS.  Von  H.  Harnscii. 


I  10 

länger  als  der  Femur.  Die  cf  cf  haben  nur  1  Haarbüschel  am  Vrd  der  Htlgl.  Bei  IlirsHlls  sind  die  Augen 
kahl:  Tibia  der  Mittel-  und  Hinterbeine  ist  nicht  viel  länger  als  der  Femur  und  die  cf  cf  haben  2  Haarbüschel. 

Die  Arten  der  Gattung  Tifhorea  haben  kurze  breite  Flügel  von  schwarzer  Grundfarbe.  Sie  sehen  den 
übrigen  Ithomiinen  gar  nicht  ähnlich  und  erinnern  durch  die  Flügelform  an  die  Dtaials-Arien.  Sie  bewohnen 
das  nordwestliche  Süd-Amerika  bis  Panama. 

T.  humboldti  La/r.  1=  tlavomaculata  SV^r.)  (32  a).  Ein  stattlicher,  sarnmetschwarzei'  Schmetterling  mit  Immboldti. 
gelber  Fleckenbinde  über  V-  und  Htlgl  und  gelben  Subapicaltlecken  der  Vtlgl.  Auf  der  Unterseite  haben 
die  Vtlgl  an  der  Basis  noch  gelbliche  Striche  und  dahinter  einen  Doppeltleck.  Die  Hllgl  haben  unten  an 
der  Basis  einen  gelblichen  Strich  und  eine  weitere  Schrägbinde,  sowie  ausserhalb  der  Zelle  einen  braunen 
Fleck.  Ferner  führen  beide  Flügelpaare  eine  Reihe  weisser  Submarginal-Flecken.  Aus  dem  Gaucatal  in 
Columbien,  nach  Latreille  auch  vom  Amazonas  (?)  —  Als  albomaculata  Ihch.  bezeichnete  ich  eine  Form,  albo- 
bei  welcher  die  Flecken  auf  dem  Vtlgl  weiss  sind.  Sie  scheint  häufiger  zu  sein  als  die  typische  luiniholdfi  'naculata. 
und  findet  sich  an  den  östlichen  Abhängen  von  Ecuador  und  Columbien  in  Höhen  von  ca.  1500  m. 

T.  cassandina  Syka.  aus  Ecuador  ist  eine  kleinere  Art,  ähnlich  der  (dhoitincuUda.  Die  gelben  Flecken  cassandina. 
der  Htlgl  sind  sehr  klein,  dagegen  ist  der  braune  Fleck  auf  der  Unterseite  am  Zellende  sehr  gross.  Die 
Submarginaltlecken  der  Unterseite  sind  bläulich-weiss.  Die  Art  erinnert  an  den  HrHronins  casmndva  FIdr. 

T.  bomplandi  Guer.  (32  b)  ist  die  häufigste  Art  der  Gattung.  Auf  der  Oberseite  haben  die  Vtlgl  bomplandi. 
ausser  den  Flecken  von  cdbomaadata  noch  den  weissen  Strich  und  Doppeltleck  der  Unterseite.  Die  Htlgl 
sind  wie  bei  der  (von  der  Oberseite  abgebildeten)  pavonii  gezeichnet,  nur  entsprechend  grösser.  Kommt  fiieist 
aus  Columbien,  aber  auch  von  Bolivien.  —  descandollesi  SU/r.  aus  dem  Caucatal  in  Columbien  ist  eine  descandollesL 
Form,  bei  der  alle  sonst  weissen  Flecken  der  Oberseite  gelb  sind.  —  latreillei  Stgr  ebenfalls  aus  dem  Caucatal  latreiiiei. 
hat  die  gelben  Fecken  wie  descandollesi ,  aber  die  Binde  der  Htlgl  ist  viel  breiter  und  dahinter  folgt  noch 
eine  weitere  gelbe  Fleckenbinde  fast  wie  bei  Irmnholdtn.  Auf  der  Unterseite  ist  der  braune  Fleck  am  Zell¬ 
schluss  viel  kleiner,  setzt  sich  aber  noch  durch  2  kleinere  Flecken  fort. 

T.  regalls  Stich.  (=  dagua  Stgr.  i.  1.)  ist  auf  der  Oberseite  der  bomplandi  sehr  ähnlich,  nur  sind  die  regalis. 
weissen  Flecken  am  Zellschluss  der  Vtlgl  merklich  grösser.  Auf  der  Unterseite  dagegen  ist  die  Grundfarbe 
vorherrschend  bräunlich,  bis  auf  den  Discus  der  Vtlgl  und  die  Einfassung  der  weissen  Elecken  und  Punkte. 

Die  Art  stammt  vom  Rio  Dagua  in  Columbien. 

T.  pavonii  Btlr.  (32  b)  ist  die  kleinste  Art  der  Gattung  und  auf  der  Oljerseite  ähnlich  bomplandi.  pavonn. 
Strich  und  Doppeltleck  an  der  Basis  der  Vtlgl  sind  gelblich.  Auf  der  Unterseite  sind  auch  die  Flecken  am 
Zellende  der  Vtlgl  zum  Teil  gelblich  und  auf  den  Htlgln  befinden  sich  2  vollständige,  braune  Fleckenreihen 
zwischen  den  weissen  Punktreihen  und  der  Schrägbinde.  Butler  beschreibt  die  Art  aus  Panama  und  ver¬ 
gleicht  sie  dem  ähnlichen  Heliconius  peruvianus.  Sie  findet  sich  aber  auch  im  westlichen  Ecuador  und  Peru, 
sowie  in  Bolivien.  In  Ecuador  fliegt  sie  mit  dem  täuschend  ähnlichen  IJeliconins  cdthis  an  den  gleichen 
Lokalitäten. 

T.  tamasea  Heir.  aus  Columbien  hat  einige  Ähnlichkeit  mit  descandollesi,  aber  es  fehlen  auf  den  tamasea. 
Vtlgln  die  gelben  Flecke  an  der  Wurzel  und  am  Zellende;  ferner  ist  die  gelbe  Binde  der  Htlgl  schmäler  und 
abgekürzt.  Auf  der  Unterseite  haben  alle  Flügel  weissliche  Randpunkte.  Die  Vtlgl  haben  ein  l)räunliches 
Band  über  der  Mediane  und  2  ebensolche  Flecken  nahe  dem  Apex.  Die  Htlgl  haben  noch  2  bräunliche 
Bänder  an  der  Basis  und  im  Discus  vor  den  gelben  Flecken.  —  Bei  einer  Aberration  von  dersell)en  Loka¬ 
lität  ist  die  Binde  der  Htlgl  zu  2  Flecken  reduziert,  von  denen  der  äussere  zum  Teil  bräunlich  ist.  Auf 
der  Unterseite  ist  fast  der  ganze  Discus  der  V-  und  Htlgl  bräunlich.  —  Eine  weitere  Form,  die  ich  lugubris  lugubris. 
form.  nov.  nenne,  hat  auf  der  Oberseite  einfarbig  schwarzl)raune  Flügel,  nur  die  winzigen,  weissen  Doppel¬ 
pünktchen  im  Aussensaum  aller  Flügel  sind  noch  geblieben.  Auf  der  Unterseite  sind  noch  eine  braune 
Subapicalbinde  der  Vtlgl  und  Submarginalbinde  der  Htlgl  vorhanden.  Die  Form  stammt  gleichfalls  ans 
Columbien. 

9.  Gattung:  gen.  noc. 

Die  Unterschiede  dieser  Gattung  sind  bereits  bei  Tithorca  angegeben.  Man  kann  bei  derselben  noch 
2  grössere  Gruppen  unterscheiden,  nämlich :  a)  Flügel  kurz  und  breit,  Schulterdecken  schwarzbraun,  b)  Flügel 
länglich,  Schulterdecken  rotbraun.  Die  Arten  der  ersten  Gruppe  erinnern  durch  ihre  Flügelform  an  die  Dana'is- 
und  -Arten ;  die  der  2.  Gruppe  haben  ausgesprochenen  „L//(’orcc/P‘ -Habitus.  Die  Arten  verbreiten 

sich  über  das  ganze  neotropische  Gebiet  bis  nach  Mexiko  und  Süd-Brasilien.  Sie  finden  sich  meist  einzeln 
an  Waldrändern  oder  mit  den  im  Aussehen  mit  ihnen  korrespondierenden  j\IrHn<(ea-,  Mechanitis-  und  Ceraiinia- 
Arten  an  blühenden  Sträuchern. 

a)  Schulter  decken  schwarz  braun. 

H.  pinthias  Godm.  n.  Sedv.  (32  b).  Ein  stattlicher  Falter  mit  breiten  Flügeln.  Vtlgl  schwarzbraun  mit  pintfdos. 

12  unregelmässigen,  gelben  Flecken.  Htlgl  rotbraun  mit  dunklem  Vorder-  und  Aussenrd.  Auf  der  LTiter- 


120 


HIRvSüTIS.  Von  R.  Haensch. 


Seite  der  Htlgl  führt  noch  eine  dunkle  Schräghinde  vom  Apex  zum  Ird,  am  Anfang  derselben  steht  ein 
grosserer,  gelber  Fleck.  Alle  Flügel  haben  unten  weisse  Aussenrd-Punkte.  Diese  Form  findet  sich  be¬ 
sonders  in  Panama  und  Costa  Rica. 

tanicina.  H.  tarricina  Hew.  von  Columbien  steht  der  vorigen  nahe,  hat  jedoch  am  Apex  der  Htlgl  3  grössere, 

hecalesina.  gelbe  Flecke.  —  hecalesina  F'/f/r.  (32  c)  ebenfalls  aus  Columbien,  hat  dem  dunklen  Aussenrd  der  Htlgl  nach 
innen  eine  vollständige,  aus  grossen,  gelben  Flecken  bestehende  Binde.  Ferner  ist  der  ganze  Vrd  bis  zur 
parola.  Mediane  dunkelbraun.  —  Als  parola  bezeichnen  Godman  und  Salvin  eine  Form  vom  Caucatal,  bei  welcher 
der  Vrd  der  Htlgl  nur  schmal  dunkel  ist,  so  dass  der  dunkle  Fleck  am  A2)ex  deutlich  hervortritt.  —  Als 
obsciirata.  ab.  obscurata  ah.  nov.  benenne  ich  dagegen  eine  Aberration  von  Columbien,  bei  welcher  fast  die  ganzen 
Htlgl,  bis  auf  einen  Fleck  am  Innenwinkel  schwarzbraun  werden. 

honita.  H.  botiita  lisch,  vertritt  die  Gruppe  im  östlichen  Ecuador.  Bei  derselben  steht  auf  den 

Htlgln  zwischen  Apex  und  Zellschluss  ein  abgerundeter  schwärzlicher  Fleck  und  auf  der  Unterseite  ausser¬ 
dem  noch  im  Discus  2  weitere  Flecken,  welche  mit  dem  Subapicaltleck  eine  Schräghinde  darstellen. 

duenna.  H.  duenna  Bat.  aus  Guatemala  und  Honduras  unterscheidet  sich  von  den  vorhergehenden  auffällig 

durch  eine  schwärzliche  Schräghinde  vom  Apex  der  Htlgl  Ins  nahe  zur  Mitte  des  Irdes,  sowie  durch  einen 
rötlichen,  länglichen  Fleck  an  der  Basis  der  Vtlgl.  Ferner  ist  der  Halskragen  rotbraun.  Bates  fand  die 
monosticta.  Art  nur  auf  dem  Tafel-Hochland  von  Duenas  in  Guatemala.  —  monosticta  Godm.  u.  Scdv.  von  Panama  und 
Costa  Rica  soll  sich  von  duenna  durch  das  Fehlen  der  dunklen  Binde  auf  der  Oberseite  der  Htlgl  unterscheiden, 
dagegen  auf  der  Unterseite  eine  Fleckenlnnde  haben. 

irene.  H.  Irene  Drarij  von  Jamaica  ist  eine  der  tcni'kina  ähnliche  Form  mit  nur  2  gelben  Flecken  am  Apex 

der  Htlgl  und  2  dunklen  Flecken  ausserhalb  der  Zelle,  sowie  rotbraunem  Fleck  an  der  Basis  der  Vtlgl.  — 
iimbratilis.  umbratilis  Bat.  von  Panama  unterscheidet  sich  von  der  vorigen  durch  das  Fehlen  des  rotbraunen  Fleckens 
an  der  Basis  der  Vtlgl,  sowie  der  gelben  Flecken  am  Apex  der  Htlgl.  Die  Fhlr  sind  bräunlich,  an  der 
WTirzel  schwärzlich. 

helicaon.  H.  helicaon  Godm.  u.  Sah.  hat  grössere,  gelbe  Flecken  auf  den  Vtlgl  und  2  rotbraune  Längsflecken 

an  der  Basis.  Die  Htlgl  sind  schmäler  gesäumt  und  haben  keinen  dunklen  Fleck  am  Discus.  Die  Heimat 
ist  Costa  Rica. 

tagarma.  H.  tagarma  IIen\  aus  Bolivien  ist  eine  seltene  Art  mit  etwas  schmäleren  Flügeln,  grösseren  gelben 

Flecken  und  grossem,  rotbraunen  Fleck  an  der  Basis  der  Vtlgl.  Die  Hflgl  sind  hell  rötlich  gelbbraun  mit 
schmälerem,  dunklem  Rand  und  gelber  Fleckenschrägbinde  hinter  dem  Zellschluß.  —  Bei  der  Lokalform 
anachoreta.  anachoreta  Thienie  von  Peru  ist  die  gelbe  Schrägbinde  kürzer  und  breiter,  und  hinter  dem  Zellschluss  der 
Hflgl  steht  ein  länglicher  schwarzer  Fleck.  Die  Fühler  sind  schwarz.  Halskragen  rotbraun. 

bj  S chu Iter de<cken  rotbraun. 

hippothoiis.  H.  hippothous  Godm.  u.  Sah.  (32  c).  Diese  Art  bildet  den  Übergang  zwischen  den  beiden  Gruppen. 

Die  Schulterdecken  sind  noch  dunkler  braun;  die  Htlgl  breit,  aber  schon  mit  Flecken-Längsbinde  und  die 
Fühler  ausser  der  Basis  gelbbraun.  Von  irene  Drumj  unterscheidet  sich  die  Art  durch  die  beiden  rotbraunen 
Längsflecken  an  der  Basis  der  Vflgl  und  die  bindenartigen  Flecken  im  Discus  der  Hflgl. 

hermias.  H.  hermias  Godm.  n.  Sah.  Zeichnung  wie  die  abgebildete  neitha  llpfr.  Färbung  auf  der  Basalhälfte 

der  Vtlgl  und  den  Htlgln  lebhaft  rotbraun.  Die  Binde  und  Flecken  im  Apex  gelb.  Die  schwarze  Zeichnung 
neitha.  der  Hflgl  ist  schmäler.  Es  ist  dies  die  Form  aus  dem  östlichen  Ecuador,  während  neitha  Ilpfr.  (32c)  aus 
dem  östlichen  Peru  sich  durch  die  gelbliche  Grundfarbe  aller  Flügel,  besonders  auf  der  Unterseite,  aus- 

egaensis.  zeichnet.  —  egaensis  Btlr.  vom  oberen  Amazonas  unterscheidet  sich  von  der  vorigen  durch  die  rostige  Grund- 
melanina.  färbung  aller  Flügel  und  durch  die  sehr  kleinen  weißen  Randpunkte  der  Unterseite.  —  melanina  lisch,  ist 
eine  Form  von  egainsis,  ebenfalls  vom  oberen  Amazonas.  Sie  zeichnet  sich  durch  das  Fehlen  der  gelben 
Färbung  aus  und  wurde  bereits  bei  Lycorea  aoncolor  erwähnt.  —  Während  hermias  und  die  verwandten 
Formen  alle  eine  sjiiessförmige  Zeichnung  hinter  dem  Zellende  der  Vtlgl  nach  dem  Aussenrd  zu  haben,  ist  bei 

hermina:  H.  hermina  Usch.  (32  c)  die  gelbe  Schrägbinde  der  Vflgl  in  etwa  10  kleinere  Flecken  aufgelöst.  Es 

ist  eine  Form  von  hermias  von  den  östlichen  Ausläufern  der  Anden  am  Napo-Fluss  in  Ecuador.  —  Eine 

napona.  weitere  Form  von  denselben  Lokalitäten,  napona  Hsch.,  zeichnet  sich  durch  schmalen  Aussenrd  der  Htlgl 
und  das  Fehlen  der  schwärzlichen  Fleckenbinde  auf  denselben  aus. 

bnumea.  H.  brunnea  lisch,  aus  dem  östlichen  Peru  sieht  durch  das  Fehlen  der  gelben  Färbung  der  melanina 

oberflächlich  ähnlich.  Durch  die  Zeichnung  steht  sie  jedoch  napona  nahe.  Sie  hat  ebenfalls  schmale  Aussen- 
ränder  im  Hflgl  und  die  dunkle  Fleckenbinde  ist  nur  schwach  angedeutet. 

pseudonyma.  H.  pseudonyma  Stgr.  hat  ähnliche  Zeichnung  wie  hermias.  Sie  ist  an  den  meist  nur  3  isolierten, 

schwärzlichen  Flecken  im  Discus  der  Hflgl  zu  erkennen.  Die  gelbe  Schräghinde  der  Vflgl  schliesst  am 


Ausgegehen  26.  V.  09. 


A^mYiri’iS.  Von  H.  IfAicNscir. 


121 


Zellende  nur  einen  kleineren,  dunklen  Fleck  ein  und  endet  am  Aussenrd  in  eine  mehr  speerförmige  Spilze. 

Diese  Art  findet  sich  in  Bolivien,  Paraguay  und  Argentinien.  —  Aus  dem  südlichen  Brasilien  kommt  die 
ähnliche  pseudelhra  BtJr.  (32 d),  welche  sich  durch  die  charakteristische,  geihe  kängsbinde  dei’  Htlgl  'axxv,- pscndcUira. 
zeichnet  und  bereits  bei  Ljicorca  li«lla  erwähnt  wurde.  —  Als  assimilis  l/^rh.  beschrieb  ich  die  Form  von  assimilis. 
psemlonijma  ohne  gelbe  Färbung,  woduixdi  sie  der  melanina  und  hrannoa  ähnlich  sieht.  assiiHi/iii  ist  jedoch 
an  den  3  isolierten  Flecken  im  Discus  der  tlllgl  leicht  zu  erkennen.  Sie  findet  sich,  wie  die  ähnlichen 
Formen,  am  oberen  Amazonas.  — •  Mit  lateflava  foriii.  nov.  bezeichne  ich  noch  eine  Form  von  j)sm<l()uijina  lateflava. 
mit  sehr  breiter,  gelber  Schrägbihde  der  Vtlgl;  dieselbe  verjüngt  sich  erst  dicht  am  Aussenrd  plötzlich  zu 
kleiner,  abgerundeter  Spitze.  In  derselben  stehen  außer  dem  Fleck  am  Zellende  noch  2  kleine,  dunkle 
Punkte  vor  dem  Aussenrd.  Diese  Form  stammt  aus  Sta.  Cruz  in  Süd-Bolivien. 

H.  Harmonia  Cr.  (32  d).  Bei  den  typischen  Stücken  dieser  Art  aus  Guiana  ist  die  dunkle  Längs-  harmonia. 
binde  der  Hflgl  mit  dem  dunklen  Aussenrd  zu  einem  grossen  Fleck  verschmolzen,  wie  bei  Ijijcorcu  ct'res  und 
vielen  Ifhomiinen.  Die  Vtlgl  sind,  besonders  beim  cf,  zugespitzt.  Die  gelbe  Schrägbinde  ist  dreispifzig.  — 

Die  Form  mit  gewöhnlicliem  Lycoreen-Habitus  und  getrennten  Binden  ist  mopsa  F.  Bei  ihr  ist  die  Flecken-  mopsa. 

binde  der  FIflgl  nach  dem  Ird  zu  verjüngt ;  die  Grundfarbe  rotbraun.  Sie  findet  sich  in  Guiana  und 

am  unteren  Amazonas.  —  Eine  Lokalform  mit  hell  gelbbrauner  Grundfärbung  von  den  Antillen  und  Trinidad 

wurde  von  Godart  als  megara  {—  flavescens  Krb.)  bezeichnet.  —  Die  Raupe  dieser  Form  ist  nach  Guppy  megara. 

schwarz  mit  weissen  Tupfen  und  2  beweglichen,  langen,  fühlerartigen  Anhängseln  auf  dem  2.  Segment.  Sie 
frisst  am  Tage  an  Echites  sp.  Die  Eier  sind  ähnlich  wie  von  Lycorea  ceres,  gelblich  mit  zahlreichen  Ein¬ 
drücken  und  werden  einzeln  an  die  Unterseite  der  Blätter  gelegt. 

H.  cuparina  Bat.  ist  mir  unl)ekannt.  Sie  muß  nach  der  Beschreibung  der  folgenden  Art  ifariu)  cnparina. 
nahestehen,  da  die  gelbe  Schrägbinde  der  Vtlgl  stumpf  endigen  soll.  Bates  vergleicht  sie  mit  der  gewöhn¬ 
lichen  Form  vom  Amazonas  und  bemerkt,  daß  sie  nur  an  dem  südlichen  Zufluß  Tapajos  des  mittleren 
Amazonas  zu  finden  sei. 

Bei  den  nun  folgenden  Formen  tritt  die  Zus23itzung  der  Längsbinde  der  Htlgl  nach  innen  noch  deutlicher  hervor. 

H.  salvadoris  Styr.  Diese  grosse  Art  sieht  hippothous  ähnlich.  Sie  findet  sich  auch  in  Zentral-  salvadons. 
Amerika  (San  Salvador,  Honduras),  hat  al)er  hellere,  gelbbraune  Grundfärbung  und  grössere  gelbe  Flecken. 

Durch  die  keilförmige  Binde  der  Htlgl  steht  sie  den  folgenden  Formen  nahe. 

H.  furia  Styr.  (32  d)  ist  von  den  ähnlichen  Arten  an  der  am  Aussenrd  stum})f  endigenden,  gelben  furia. 
Schrägbinde  der  Vllgl  und  der  nach  innen  zuges2)itzten  Läiigsbinde  der  Htlgl  zu  erkennen.  Sie  fliegt  in 
Venezuela  und  Columbien.  —  Bei  furina  Godm.  u.  Sah.  sind  die  Schrägbinden  der  Vtlgl  in  kleine,  gelb- /nrüm. 
liehe  Flecken  aufgelöst.  Sie  ist  häufiger  und  weiter  verbreitet  als  die  typische  /«r/«,  denn  sie  kommt  ausser 
in  Columbien  und  Venezuela  auch  im  westlichen  Ecuador  und  in  Süd-Bolivien  vor.  — ■  flacilla  Godm.  u.  Sah\  fiadlla. 
aus  dem  Caucatal  in  Columbien  unterscheidet  sich  von  der  vorigen  durch  3  gelbe  Flecken  am  Apex  der 
Htlgl,  welche  schwarz  umrandet  sind;  auch  ist  die  Basis  der  Vtlgl  breiter  schwärzlich  und  die  bräunlichen 
Strichtlecke  daselbst  sind  entsprechend  kleiner. 

10.  Gattung:  Atliyrtis  Fldr. 

In  Grösse  und  Zeichnung  sind  die  Arten  dieser  Gattung  denen  von  Melinaea  sehr  ähnlich,  unter¬ 
scheiden  sich  aber  sogleich  durch  die  kürzeren  Fhlr  und  durch  die  gewinkelte  untere  Discocellulare  der 
Htlgl.  (Bei  der  Abbild,  von  Ath.  mechanitis,  T.  33  a,  ist  das  Geäder  undeutlich). 

Die  wenigen  Formen  dieser  Gattung  sind  alle  sehr  selten  und  finden  sich  nur  an  den  östlichen  Ab¬ 
hängen  der  Anden  von  Columbien  bis  Peru. 

A.  mechanitis  Fldr.  (33  a)  hat  die  Zeichnung  fast  wie  Mechanitis  doryssus,  ist  aber  bedeutend  grösser  medianitis. 
und  an  der  gewinkelten  unteren  Discocellulare  der  Htlgl  zu  erkennen.  Die  Basis  der  Vllgl  und  die  Htlgl 
sind  rotbraun ;  erstere  mit  schwärzlicher  Apicalhälfte  und  3  gelben  Fleckenbinden ,  letztere  mit  gelber  und 
schwarzer  Fleckenbinde,  sowie  dunklem  Aussenrd.  Alle  Flügel  mit  kleinen,  weissen  Aussenrdpunkten.  —  Bei 
der  Lokalform  oberthüri  Srka.  aus  Ecuador  fehlt  die  gelbe  Längsbinde  der  Htlgl,  und  die  Binden  der  Vtlgl  oberthüri. 
sind  kleiner.  —  Bei  salvini  Srk-a.  aus  dem  östlichen  Peru  ist  die  rotbraune  Färbung  matter  und  reicht  salvini. 
auf  den  Vtlgln  bis  über  den  Zellschluss  hinaus.  Apex  und  Aussenrd  sind  schwarzbraun  mit  gelblicher  Sub- 
apicalbinde.  Am  Zellende  und  in  der  Zellmitte  steht  je  ein  schwarzer  Fleck.  Die  Htlgl  haben  eine  Mittel¬ 
reihe  von  5 — 6  schwarzen  Flecken  und  schmalen,  dunklen  Aussenrd.  —  Bei  einer  Lokalform  vom  oberen 
Amazonas,  die  ich  als  amanga  form.  nov.  bezeichne,  ist  die  ganze  Apicalhälfte  der  Vtlgl  schwarzbraun.  In  amanga. 
derselben  steht  ausser  der  gelblichen,  sehr  schmalen  Subapicalbinde  noch  eine  bräunliche  neben  dem  Zell¬ 
ende.  Von  den  beiden  schwarzen  Flecken  bei  salvini  ist  der  äussere  in  der  dunklen  Ajjicalhälfte  verschwunden. 

A.  distincta  lisch.  Ähnlich  der  mechanitis.  Die  Subai^ikalbinde  der  Vtlgl  ist  klein,  die  niittlere  ist  distincta. 
nach  innen  gebogen  und  schliesst  einen  grossen  schwarzen  Fleck  am  Zellende  ein ;  die  innere  besteht  nur 

V  .  16 


122 


MELINAEA.  Von  R.  Haensch. 


in  einem  Fleck  in  der  Zelle.  Die  Hflgl  haben  auf  der  Unterseite  am  Zellende  einen  grossen,  gelben  Fleck, 
welcher  nacli  oben  schwach  durchscheint.  Columbien. 

11.  Gattung;  Melinaea  Bbn. 

Diese  Gattung  enthält  zahlreiche,  stattliche  Arten  von  ziemlich  gleicher  Grösse  und  meist  rotbrauner 
Gi'undfarbe.  Sie  sind  an  den  langen,  gelblichen  Fhlrn  und  der  langen  Zelle  der  Htlgl,  mit  scheinbar 
4ästiger  Mediane  zu  kennen.  Von  den  oft  sehr  ähnlichen  Mechamüs-kview  sind  die  MeJinaeen  durch  die 
normalen  Vorderfiisse  zu  unterscheiden,  welche  bei  Mechcmitk-d'd^  zu  einem  Knopf  verkümmert  sind  und  die 
bei  den  ??  4gliedrige  Tarsen  haben.  Fernei'  hat  Mechanitis  viel  kürzere  Fhlr.  Die  den  Melinaea  gleichfalls  oft 
äusserst  ähnlichen  IleUcunius-kxiQw  erkennt  man  an  der  kleinen  Htlgl-Zelle  und  dem  Fehlen  der  Haarpinsel 
bei  den  ckd'.  Die  ilAVhmcn -Arten  sind  über  das  ganze  neotropische  Gebiet  von  Mexiko  bis  Argentinien  ver¬ 
breitet,  treten  aber  meist  nicht  sehr  zahlreich  auf,  sondern  finden  sich  vereinzelt  in  Gesellschaft  der  korre¬ 
spondierenden  Mechanitis-  und  (Vrm'/mV/- Arten.  Die  cfcf  haben  2  Paar  Haarbüschel,  von  denen  das  erste  (an 
der  Basis)  pinselförmig,  das  2.  (am  Zellende)  breit  kammartig  ist. 

zaneka.  M.  zaneka  Bth-,  (=  dora  Streck.)  (32  e).  Diese  schöne,  grosse  Art  ist  durch  das  Fehlen  der  dunklen 

Längsbinde  im  Discus  der  Htlgl  von  den  meisten  anderen  Formen  verschieden.  Die  Vflgl  zeigen  den 
Lycoreen-Habitus ,  aber  ohne  die  gelben  Subapicalllecken.  Der  dunkle  Aussenrd  der  Htlgl  ist  schmal  und 
nur  an  der  Apicalhälfte  vorhanden.  Die  Art  findet  sich  nur  im  östlichen  Ecuador,  meistens  im  Halbdunkel 
maciitosa  des  Urwaldes  auf  Gebüsch.  —  Bei  der  ab.  maculosa  Usch,  ist  die  Grundfarbe  dunkler  rotbraun.  Die 
Htlgl  führen  noch  eine  oder  zwei  unvollständige,  dunkle  Längsbinden,  ähnlich  wie  bei  inenophilns.  —  Bei 
discinrens.  einer  weiteren,  interessanten  Aberration,  die  ich  ab.  discurrens  ab.  nov.  benenne,  ist  die  Grundfai’be  eben¬ 
falls  dunkler.  Am  Aussenrd  der  Htlgl  stehen  grosse,  dindeelbraune  Zacken  und  zwischen  Zellende  und  Apex 
verläuft  eine  dunkle  Zickzacklinie  vom  Vorder-  bis  zum  Aussenrd. 

tncnophiliis.  M.  meuophilus  llew.  (=  ishka  Btl.)  (32 e).  Eine  verbreitete  Art;  sie  ist  kleiner  als  zaneka,  hat 

eine  breitere,  gezackte  Schrägbinde  der  Vtlgl  und  auf  den  Htlgln  2  schwärzliche  Flecken-Längslhnden.  Sie 
cocana.  findet  sich  in  den  östlichen  Anden  von  Columbien  bis  Peru.  —  Bei  der  Lokal  form  cocana  lisch,  vom 
oberen  Napo  in  Ecuador  sind  die  beiden  Binden  der  Htlgl  zu  einem  grossen  Fleck  verschmolzen,  in  welchem 
maeniiis.  die  Adern  noch  fein  bräunlich  bleiben.  —  Bei  der  Lokalform  maenius  Heiv.  ist  die  Grundfarbe  dunkel  rot¬ 
braun  und  die  schwarzen  Binden  und  Makeln  sind  sehr  gross,  teilweise  zusammentliessend.  Vom  oberen 
tarapotensis.  Amazonas  fTeffe).  —  Als  tarapotensis  form.  nov.  {Bane/.-Jf.  i.  /.)  benenne  ich  eine  andere  Form  mit  matter 
Grundfarbe  von  Tarapoto  am  oberen  Amazonas,  liier  ist  die  Schrägbinde  der  Vtlgl  schmäler;  die  dunklen 
Binden  der  Htlgl  sind  grösser  und  zertliessend.  Auf  der  Unterseite  fehlt  den  Htlgln  die  dunkle  Zeichnung  am 
cbincha.  Vrd  und  im  Discus.  —  chincha  Druce  ist  eine  Form  von  menopltUus ,  welcher  die  gelbe  Schrägbinde  der 
Vtlgl  fehlt;  sie  ist  bereits  bei  Lycorea  concolor  mit  den  ähnlichen  Formen  genannt  worden.  Sie  stammt 
wie  jene  aus  dem  östlichen  Peru  und  hat  die  schwarzen  Makeln  genau  wie  mcnophilns. 

mcssenina.  M.  messenina  FUtr.  hat  das  Aussehen  von  Mechanitis  messenoides  Fhlr.  (33 f),  die  Vtlgl  ähnlich  menophihis, 

die  Htlgl  sind  jedoch  schwarzbraun  bis  auf  einen  rotlu'aunen  Subapicaltleck.  Jm  östlichen  Columbien  und 
mottione.  Ecuador.  —  mothone  Hew.  (=  cydippe  Sa/r.)  (32 e).  Hier  fehlt  die  gelbe  Schrägbinde.  Die  Färbung  erscbeint 
dadurch  einfach  schwarzbraun  init  breiter  rotbrauner  Schrägbinde  und  schwarzen  Flecken  darin.  Eine  ganz 
gleiche  Zeichnung  haben  aus  anderen  Gattungen  noch:  Mechanitis  cleceptns,  Gerat inia  bicolora  und  semifulva, 
llyposcada  ftdlax,  sowie  Heliconins  aristiona  und  deren  Abarten,  mothone  findet  sich  an  den  östlichen  Ab¬ 
hängen  der  Anden  von  Columbien  bis  Peru  und  Bolivien  in  etwas  abweichenden  Formen. 

Die  bisher  bes])rochenen  Arten  von  Melinaea  hatten  sämtlich  einen  breiten  schwarzen  Ajjex  der  Vflgl.  Die 
nun  folgenden  Formen  haben  alle  eine  gell)e  oder  bräunliche  Subapical-Fleckenbinde. 

marsaeiis.  M.  marsaeus  lleiv.  vom  Amazonas  ist  ähnlich  nienophilns,  hat  aber  eine  schmälere,  gebogene  gelbe 

Schrägbinde,  welche  nach  innen  hinter  der  Mitte  noch  einen  Sporn  hat.  l.)ie  schwarzen  Flecken  am  Zell¬ 
ende  und  im  Basalteil  sind  zusammengefügt.  Im  schwarzen  Apicalteil  stehen  3  längliche,  rottiraune  Flecken. 

divisa.  M.  divisa  Stf/r.  ist  der  vorigen  in  der  Zeichnung  ähnlich.  Die  gelbe  Schrägl)inde  ist  jedoch  durch 

rotbraune  Grundfarbe  verdrängt.  Ferner  steht  im  Apex  eine  gelbe  Fleckenbinde.  —  Bei  der  zuerst  be- 
tucifer.  scliriebeiien  lucifer  Bcd.  (33  a)  sind  die  beiden  Längsbinden  der  Htlgl  verschmolzen.  Beide  Formen  finden 
sich  am  oberen  Amazonas. 

flavosignata.  M.  flavosignata  Stgr.  (=:  egesta  Godm.  n.  Sah.)  hat  eine  bi-eitere  gelbe  Schrägbinde  als  menophihis 

lücetas.  und  eine  gelbe  Fleckenbinde  im  A]jex.  Die  Heimat  ist  Colundiien  und  Ost- Peru.  —  Bei  hicetas  Godm. 
n.  Sah.  (32  e)  ist  die  gelbe  Schrägbinde  durch  die  rotbraune  Grundfarbe  verdrängt.  Es  kommen  jedoch 
Exemplare  wie  das  abgebildete  vor,  bei  denen  noch  etwas  gelbe  Färbung  am  Vrd  zu  sehen  ist.  —  Bei 
magnifica.  magnifica  Usch,  sind  auch  die  Sulmpicaltlecken  vollständig  rotbraun  geworden.  —  Orestes  Sah.  soll  dem 
Orestes,  lucifer  ähnlich  sein,  ohne  die  gelben  Flecken  am  Vrd  ui\d  im  Apex  der  Vtlgl.  Die  Htlgl  sind  wie  bei 


MEIjINAEA.  Von  R.  IlAKNSCir. 


123 


hicetns.  —  phasiana  Bl/r.  (33a)  unterscheidet  sich  von  »Kignilicit  durch  den  roihraiinen ,  schwarz  ^esäutnleii  p/iasicina. 
Apex.  Sie  sieht  der  MechmütiH  mazaetis  sehr  iihnlicli.  Alle  diese  Fornien  stannnen  vorn  ohei-eit  Aniazonas, 
aus  dem  östlichen  Peru.  —  macaria  Godm.  u.  Halv.  hat  die  Vllgt  wie  lurr  sitrd  die  beiden  läng-  macaria. 

liehen  Flecken  an  der  Basis  bedeutend  grösser.  Die  lltlgl  haben  einen  grossen  schwai-zen  Fleck  wie  liirif'i- 
und  messeninu.  Aus  dem  nordösilichen  Columbien. 

M.  mneme  L.  (=  crameri  Godin.  u.  Solo.)  (33  a)  hat  ebeufalls  einen  schwai'zbraunen  Fleck  aut  den  mneme. 
Hflgln,  derselbe  reicht  jedoch  bis  zum  Vrd,  die  Basis  und  ein  SubapicaKleck  bleiben  rotbraun.  Die  Schräg¬ 
binde  der  Vtlgl  ist  schmäler  und  in  der  Mitte  gezackt;  die  Flecken  an  der  Basis  sind  abgerundet.  Fliegt 
nur  in  Guiana  und  am  untej’en  Amazonas. 

M.  mediatrix  Weijm.  (33  b),  eine  äusserlich  ganz  ähnliche,  aber  scharf  zu  trennende  Art,  lebt  dagegen  mediatrix. 
sowohl  am  oberen  und  unteren  Amazonas,  wie  in  Guiana.  Die  Vtlgl  haben  an  der  Basis  einen  zu¬ 
gespitzten  Doppeltleck,  die  Htlgl  am  Vrd  eine  rotbraune  Binde.  Ferner  ist  der  Hrd  der  Vtlgl  breit  schwarz, 
bei  mneme  nicht.  —  Bei  der  Form  mauensis  Weijm.  ist  der  schwarze  Fleck  der  lltlgl  in  2  Binden  auf-  mauensis. 
gelöst.  —  Bei  einer  weiteren  Form,  die  ich  ab.  anina  ah.  nov.  nenne,  ist  die  gelbe  Schrägbinde  der  Vtlgl  anina. 
in  2  kleine  Flecken  aufgelöst:  einer  am  Zellende,  der  andere,  längliche,  in  der  schwarzen  Apicalhälfte  am 
Aussenrd.  Aus  Britisch  Guiana. 

M.  satevis  Dhl.  u.  Hew.  (33  b)  hat  die  Zeichnung  auf  den  Vtlgln  wie  mneme,  die  Grundfarbe  ist  satevis. 
jedoch  eigentümlich  weinrot,  wie  sie  sonst  nur  noch  bei  wenigen  Formen,  Avie  McHnaea  madeira  und  Vera- 
thiia  viola  vorkommt.  Die  Htlgl  sind  weinrot  mit  dunklem  Aussenrd  und  dem  Ansatz  zu  einer  Längsbinde 
im  Apex,  die  auf  der  Unterseite  deutlicher  auftritt.  Auf  der  Unterseite  haben  die  Aussenränder  wie  bei 
mneme  kleine,  weisse  Randpunkte.  Bolivien. 

M.  maelus  Ilew.  {—  pardalis  Bat.)  hat  Zeichnung  und  Färbung  wie  eydon  Godm.  n.  S<dv.  (33b),  unter-  maehis. 
scheidet  sich  aber  durch  eine  gelbe  Schrägbinde  über  dem  Zellende  der  Vtlgl  bis  nahe  zum  Aussenrd,  Avelche 
bei  eydon  fehlt.  Eine  ganz  ähnliche  Zeichnung  wiederholt  sich  bei  Cerafinia  ca.daneu  und  anasia^ia.  Alle 
diese  Arten  tliegen  am  oberen  Amazonas.  —  Hewitson  beschreibt  bei  maelus  noch  eine  Form,  welche  er  für 
eine  Varietät  hält,  die  aber  einer  ganz  anderen  Art  angehört.  Ich  benenne  dieselbe  als 

M.  manga  spec.  nov.  Sie  hat  eine  hellere,  rotbraune  Grundfarbe,  einen  dunklen  Apex  der  Vtlgl  mit  manga. 
rotbraunen  und  2  ganz  kleinen,  gelben  Flecken.  Die  Basalhälfte  und  die  Htlgl  sind  wie  bei  marsaeus,  nur 
ist  die  Mittelbinde  kräftiger  und  keilförmig.  Vom  Amazonas. 

M.  madeira  {Stejr.  i.  1.)  (33  b)  hat  eine  gelbe  Schrägbinde  wie  maelus,  dieselbe  verbreitert  sich  aber  madeira.  - 
bis  in  die  Zelle  und  bis  zum  1.  Medianast.  Die  Grundfarbe  ist  weinrot,  der  Apex  dunkel.  Die  Mittelbinde 
der  Htlgl  besteht  aus  3  grösseren  und  1  kleinen,  länglichen  Flecken.  Diese  Form  vom  oberen  Amazonas 
(Manicore)  scheint  häufiger  zu  sein  als  maelus  und  eydon. 

M.  maeonis  Hew.  vom  oberen  Napo  in  Ecuador  hat  eine  Zeichnung  ähnlich  wie  maelus,  aber  die  maconis. 
ganze  Apicalhälfte  der  Vtlgl  ist  schwarzbraun,  ausser  der  schmalen  Schrägbinde  und  den  3  grossen  Subapical- 
tlecken.  Die  Htlgl  haben  dunklen  Aussenrd  und  eine  gebogene  Fleckenbinde,  die  am  Apex  mit  dem  dunklen 
Vrd  verbunden  ist.  —  Am  Ucayali  in  Peru  kommt  eine  nahe  Form  vor,  die  ich  als  zamora  fo^un.  nov.  {Bang-H.  i.  1.)  zamora. 
bezeichne.  Hier  ist  die  Grundfarbe  viel  heller,  l)esonders  vor  der  Flügelmitte  und  die  Htlgl  sind  durch 
eine  hell  gelbbraune  Längsbinde  zwisclien  dem  Vrd  und  der  dunklen  Mittelbinde  ausgezeichnet.  Der 
Aussenrd  ist  nur  ganz  schmal  dunkel  gesäumt. 

M.  mnemopsis  Berg  (=  boliviana  Bfgr.  i.  1.)  (33  d).  -Diese  Art  hat  nur  den  Anfang  der  gelldichen  mnemopsis. 
und  dunklen  Binden  von  zamora  am  Apex  der  Htlgl.  Der  Aussenrd  ist  breit  schwärzlich  gesäumt,  uiiten 
mit  deutlichen,  weissen  Punkten.  Auf  den  Vtlgln  ist  die  gelbe  Mittelbinde  in  2  Flecken  getrennt.  Diese 
grosse  Form  kommt  aus  Peru  und  Bolivien. 

M.  scylax  BaU.  (=  ribbei  Weym)  (33  c)  aus  Costa  Rica  hat  einfarbig  gelbbraune  Htlgl  mit  schmalem,  scylax. 
dunklen  Aussenrd.  Die  Vtlgl  haben  die  gewöhnliche  Binden-  und  Flecken-Zeichnung  mit  grossen,  schwarzen 
Flecken  im  Discus. 

M.  Ulis  Bhl.  u.  Hew.  von  Venezuela  und  imitata  Bat.  (=  tachypetis  Fldr.)  (33  c)  von  Zentral-  Ulis. 
Amerika  und  Mexiko  stehen  sich  beide  sehr  nahe.  Bei  lUis  ist  die  Mittelj3inde  der  Vtlgl  zusammenhängend  imitata. 
und  bräunlich:  bei  imitata  ist  sie  gelb  und  geteilt.  Ferner  ist  bei  Ulis  der  mittlere  Subapicaltleck  viel 
grösser.  —  In  der  Gattung  Ceratinia  gibt  es  gleichfalls  2  sehr  ähnliche  Formen  aus  Zentral-Amerika  und 
Venezuela:  dionaea  und  fraferna,  ebenso  sind  der  Heliconius  telchinia  und  verwandte  Formen  den  beiden 
MeUnaeen  täuschend  ähnlich. 

M.  ethra  Godt.  {=  phasis  Fldr.)  (33  d).  Diese  für  Süd-Brasilien  typische  Art  ist  sogleich  an  der  ethra. 
gelben  Längsbinde  der  Htlgl  und  dem  isolierten  gelben  Subapicaltleck  der  Vtlgl  zu  erkennen.  Sie  wurde 
bereits  bei  Lycorea  lialia  mit  den  ähnlichen  Formen  genannt.  Besonders  ähnlich  sieht  ihr  noch  der  Heli¬ 
conius  narcaea  {=  eucrate)  der  mit  ihr  zusammen  fiiegt. 


124 


xMEGHANlTIS.  Von  R.  Haensch. 


thcra.  Eine  ähnliche  Zeichnung  hat  auch  die  kleine  M.  thera  FIdr.,  welche  aber  der  mnasias  New.  (3yd) 

mnasias.  jiäher  steht,  tltcra  hat  Grösse  und  Zeichnung  wie  mnasias,  jedoch  einen  grossen,  weissen  >Suba])icalfleck  im 
Vflgl  und  kleine,  weisse  Randpunkte.  Ferner  eine  gelbe  Längsbinde  im  Htlgl  wie  cihra.  Die  typischen 
Stücke  von  mnasias  vom  Amazonas  haben  weisse  Randpunkte  und  im  Zellende  und  vor  der  Schrägbinde 
noch  2  grössere,  gellte  Flecken.  Bei  dem  allgebildeten  Exemjüar  aus  Britisch  Guiana  fehlen  diese  Flecke 
tecta.  und  die  Randtlecken  sind  gelb.  Ich  benenne  daher  diese  Lokalform  als  tecta  form.  nov. 

equicola.  M.  equicola  Cr.  sieht  der  33  e  abgebildeten  Mcchanitis  eqnicohndes  sehr  ähnlich.  Die  schwarzen 

Flecken  am  Zellende  der  Vtlgl  und  am  Aussenrd  bilden  eine  Binde  und  vor  derselben  steht  noch  eine  gelbe 
Schrägbinde.  Der  schwarze  Fleck  zwischen  den  Medianästen  im  Discus  fehlt.  Auf  den  flflgln  sind  die 
Älittelbinde  und  der  sehr  breite  Aussenrd  am  Innenwinkel  verschmolzen. 

idae.  M.  idae  FIdr.  (33  c)  ist  eine  ganz  isoliert  stehende  Art  aus  Columbien  und  Ecuador.  Die  gelben 

Apicaltlecken  sind  wie  bei  mneme ,  dagegen  ist  die  gelbe  Schrägbinde  verkürzt  und  nach  der  Basis  zu  ver¬ 
breitert.  Die  Htlgl  fallen  durch  das  Fehlen  der  Längsbinde  und  den  sehr  breiten,  dunklen  Aussenrd  auf. 
Auf  der  Unterseite  haben  alle  Flügel  kleine,  weisse  Aussenrdpunkte.  Das  abgebildete  Exemplar  ist  aus 
Columbien;  die  Ecuador-Stücke  unterscheiden  sich  durch  geringere  Grösse  und  sclmräleren,  nach  innen 
scharf  begrenzten  Aussenrd  der  Htlgl.  Eine  ähnliche  Zeichnung  wie  idae  haben  Geratinia  philetaera  und 
Jfeliconins  clara. 

paraiya.  M.  paraiya  lieak.  (33  c).  Zwischen  der  gelben  Subapical-  und  Mittelbinde  stehen  noch  2  Flecken  in 

der  schwarzen  Apicalhälfte  der  VtLd  und  in  der  Zelle  zwei  schwarze  Flecken.  Die  Htlgl  haben  dunklen 

Aussenrd  und  eine  Fleckenbinde.  Diese  häufige  Art  findet  sich  sowohl  in  Guiana  und  am  iVmazonas,  als 
auch  in  Mittel-  und  Süd-Brasilien;  sehr  ähnlich  ist  ihr  Mcchanitis  macrinns,  und  auch  der  JJeJiconius  meta- 
egina.  phorus.  —  Bei  der  verwandten  egina  Cr.  sind  die  mittleren  Flecken  der  Htlgl-Binde  mit  dem  Aussenrd 
zu  einem  grossen  Fleck  verschmolzen.  Im  Vtlgl  steht  zwischen  den  mittleren,  gelben  Flecken  noch  ein 
dritter.  Diese  Form  tliegt  besonders  in  Guiana  und  am  mittleren  Amazonas. 

messntis.  M.  messatis (33  d)  bildet  mit  den  beiden  folgenden  Formen  eine  kleine  Gruppe  für  sich,  welche 

dem  Heliconius  ismenius  sehr  ähnlich  sieht.  Auffällig  sind  besonders  die  zahlreichen,  weissen  Flecken  der 

Vtlgl.  Die  Mittelbinde  der  Htlgl  ist  nur  in  der  A])icalhälfte  entwickelt,  messafis  findet  sich  in  Columbien, 
paraltelis.  während  die  nahe  parallelis  Btlr.  in  Panama  tliegt.  Letztere  hat  eine  vollsländige  Längsbinde  im  Htlgl.  — 
dodona.  dodona  H-]>fr.  von  Bolivien  hat  im  Vtlgl  ausser  den  Randpunkten  gelbe,  statt  weisser  Flecken.  Der  Hrd  der 
Vtlgl  ist  schwarz,  die  Binde  der  Htlgl  vollständig. 

12.  Gattung:  Meclaaiiitis  Fcdor. 

Die  Unterschiede  dieser  Gattung  von  den  oft  sehr  ähnlichen  Melinaea  sind  bereits  dort  angeführt. 
Die  Arten  sind  durchweg  kleiner,  haben  lange,  schmale  Flügel  und  kürzere  Fühler.  In  der  Färbung  und 
Zeichnung  ist  der  Lycoreen-Habitus  vorherrscheiid. 

Die  Verbreitung  dieser  Gattung  ist  eine  sehr  große;  es  finden  sich  Arten  von  Kalifornien  bis  Argen¬ 
tinien  fast  überall;  besonders  in  den  Urwäldern  der  Ebene  erreichen  manche  Formen  zeitweise  eine  un¬ 
geheure  Individuenanzahl,  welche  sonst  nur  noch  gewisse,  farblose  Ithomien  aufweisen  können.  Es  sind 
dann  an  bestimmten  Stellen  die  Büsche  förmlich  damit  übersät.  In  der  Farbenänderung  leistet  Mcchanitis 
gleichfalls  alles  IMügliche.  Die  meisten  Formen  vaiiieren  so  stark,  daß  man  fast  eine  ununterbrochene  Reihe 
von  Übergängen  zwischen  allen  Arten  aufstellen  kann.  Bei  manchen  Exemplaren  ist  es  oft  schwer,  sie  unter 
bestimmte  Arten  einzureihen,  und  es  scheint  bisweilen  Fortpüanzung  zwischen  nahen  Formen  stattzufinden. 

polymnia.  M.  polymiiia  L.  (33 e).  Typisclie  Exemplare  dieser  sehr  variablen  Art,  mit  kleinem  Subapicaltleck 

und  grosser,  gelber  Mittelbinde  der  Vflgl,  finden  sich  besonders  in  Guiana  und  am  unteren  Amazonas.  Die 
beiden  schwarzen  Flecken  am  Zellende  fließen  meist  zusammen.  Die  Miftelbinde  der  Htlgl  ist  breit  und 
diimbo-  gezackt.  —  chimborazona  Bat.  ist  eine  Lokalform  vom  Westabhang  der  Anden  in  Ecuador,  mit  am  Vrd 
razona.  Vflgl  sehr  breiter,  gelber  Mittelbinde,  welche  sich  hinter  der  Zelle  plötzlich  strichförmig  verengt.  Die  cfcV 
haben  im  Htlgl  eine  sehr  breite,  schwarze  Mittelbinde;  bei  den  ??  ist  dieselbe  jedoch  nur  am  Apex  vor- 
casabranca.  handen.  —  casabranca  lisch,  ist  die  Lokalform  vom  mittleren  und  südlichen  Brasilien,  die  an  der  charak¬ 
teristischen,  gelben  Längsbinde  im  Htlgl  leicht  zu  erkennen  ist.  Ferner  fehlt  l)ei  ihr  der  gelbe  Subapicaltleck 
im  Vflgl  und  der  Doppeltleck  am  Zellende  ist  am  Vrd  verbreitert.  Die  Mittell)inde  der  Hllgl  ist  schmal. 
cancaensis.  —  Als  caucaensls  form.  nor.  bezeichne  ich  die  Form  aus  dem  Caucatal  in  Columbien.  Dieselbe  zeichnet 
sich  durch  dunkel  braunrote  Grundfarbe,  grossen,  gelben  Bindentleck  und  kleine,  schwarze  Flecken  am  Zell¬ 
ende  der  Vtlgl  aus.  Der  schwarze  Fleck  in  der  Zelle  ist  in  eine  Spitze  ausgezogen.  Die  breite  Mittel¬ 
binde  der  Htlgl  ist  beim  cf  fast  ungezackt. 

cquicoloides.  M.  equicoloides  Godm.  u.  Salr.  (33  e).  Diese  und  die  folgende  Form  unlerscheiden  sich  von  allen 

übrigen  durch  bedeutendere  Grösse  und  kräftigere  Gestalt.  Die  Zeichnung  ist  aber  der  von  donjssus  ähnlich. 


RIECH  AN  rris.  Von  R.  Harnscii. 


Auffällig  sind  2  schwarze,  isolierte  Flecken  am  Vrd  der  Hllgl.  Wiilirend  die  Form  ojHiroloidt'.H  vom  oberen 
Amazonas  im  Hilgl  die  gewöhnliche  Zeichnung  mit  schwarzer,  gezackter  Längshimle  und  el)(msoIchem 
Aussenrd  hat,  sind  hei  der  verwandten  sylvanoides  (iofhu.  k,.  H(Uv.  aus  Guiana  beide  Rinden  am  Ird  ver-  sylvunoiiLs. 
schmolzen.  Letztere  Form  soll  dem  ileliconiiis  sijloaiia  ähneln. 

M.  pannifera  Bür.  plagifera  Ulgr.)  (33e).  Hier  sind  die  Rfitlelhimle  und  der  Aussenrd  der  lltlgl.  pannijcni. 
zu  einem  sclnvarzen  Fleck  verschmolzen,  wie  hei  McliiKtea  rocana.  Der  Vi’d  und  Apex  hieihen  rothrauii. 

Die  gell)e  Schräghinde  der  Vflgl  ist  schmäler  als  hei  pohjnui.ia,  am  Apex  dersell)en  steht  meistens  ein  gelb¬ 
licher  Fleck.  Diese  Form  fliegt  sowohl  am  Amazonas,  als  auch  in  Cuiana  und  Venezuela. 

Bei  M,  messenoides"  Ftdr.  (33  f)  nimmt  der  schwarze  Fleck  der  Hilgl  auch  noch  den  ganzen  Vrd  messeno/dcs. 
ein,  ferner  ist  auch  noch  die  Basis  der  Vtlgl  schwarz,  dagegen  fehlt  der  gelbe  Suhajticaltleck.  Diese  Art 
entspricht  genau  der  Melinaca  tnesseiiina.  Am  Ostahhang  der  Anden,  von  Columbien  bis  Peru.  —  Fbenso  wie 
von  der  Melinaea  gibt  es  auch  von  der  Mechanitis  eine  Form  ohne  die  gelbe  Schrägbinde  der  Vtlgl,  nämlich 
deceptus  Bür.  (—  mothone  Sah.}.  Diesell)e  ist  der  MeJinaca  moüwne  täuschend  ähnlich.  Sie  lebt  am  oberen  Amazonas  deccptns. 
in  Ecuador,  Peru  und  Bolivien.  Es  finden  sich  aber  auch  Übergänge  zu  der  vorigen  Form,  bei  denen  gt  ll)- 
liche  Färbung  am  Zellschluss  der  Vtlgl  vorhanden  ist.  —  Bei  meterus  Ifeiv.,  auch  vom  oberen  Amazonas,  metcrus. 
einer  Form,  die  sonst  eine  Zeichnung  wie  deceplas  hat,  stehen  am  Aussenrd  der  Vtlgl  nocli  2  runde  geilie 
Flecken.  —  Bei  nigroapicalis  Usch,  sind  die  Basis  der  Vtlgl  und  der  Vrd  der  Hligl  rotbraun.  Bei  manchen  nigroapicalis. 
Exemplaren  sind  die  Mittelbinde  der  Htlgl  und  der  Aussenrd  vollständig  getrennt.  --  mazacus  Ucw.  (34a)  mazaeiis. 
hat  ausserdem  noch  einen  rotbraunen  Wisch  im  Apex  der  Vtlgl.  —  Bei  phasianita  Usch,  wird  dieser  Sub-  phasianita. 
apicalfleck  sehr  gross,  und  die  schwarze  Zeichnung  im  Apex  ti'itt  bedeutend  zurück,  so  dass  diese  Form  das 
Aussehen  von  Meluiaea  phasiana  bekommt.  Sie  tindet  sich  wie  mazacus  am  oberen  Amazonas  und  seinen 
Nebenflüssen  in  Peru  und  Ecuador.  —  lucifera  lisch,  bildet  wieder  einen  Übergang  zu  den  Formen  mit  lucifcra. 
gelber  Schrägbinde  und  Subapicaltleck.  Die  Zeichnung  ist  wie  bei  phasiaaifa, ,  aber  der  Suba])icalileck  und 
die  Schrägbinde  sind  gelb,  mit  bräunlichem  Saum.  Diese,  an  dem  auffallend  grossen,  gelben  Subapicaltleck 
kenntliche  Form  findet  sich  ebenfalls  am  oberen  Amazonas  in  Peru. 

tVJ.  visenda  Bür.  hat  eine  schmälere,  gelbe  Schrägbinde  im  Vflgl,  welche  nicht  bis  in  das  Zellende  visenda. 
hinein  reicht;  dagegen  breitere,  schwarze  Binden  am  Tnnenrand  der  Vflgl  und  im  Discus  der  Hflgl,  sowie 
schmalen  Aussenrand  der  Hflgl.  Sie  fliegt  am  unteren  Amazonas  und  Tapajos. 

M.  fallax  Idlr.  aus  Columbien  hat  ebenfalls  eine  schmälere,  gelbe  Schrägbinde  und  kleine,  schwarze /«//«x- 
Flecken  am  Zellschluss  der  Vflgl,  wie  messenoides  F/dr.  Der  Vrd  und  Apex  der  Hflgl  sind  rotlDraun.  Die 
schwarze  Mittelbinde  fliesst  mit  dem  Aussenrd  zusammen. 

M.  egaensis  Bür.  (34  a)  von  Ega  am  oberen  Amazonas  hat  dunkel  rotbraune  Grundfarbe.  Die  egacnsis. 
Schrägbinde  ist  schmal  und  stark  gezackt ;  der  gelbe  Subapicaltleck  ist  gross  und  zur  Hälfte  bräunlich. 

Der  schwarze  Fleck  an  der  Basis  ist  gross  und  keilförmig.  Die  Hflgl  haben  breite  Rlittelbinden  und  stark 
gezackten  Aussenrd.  —  obscura  Btlr.  ist  eine  sehr  dunkle  Form  von  egacnsis  mit  breiteren,  schwarzen  ofoa/ra. 
Binden  und  findet  sich  an  derselben  Lokalität.  —  Bei  plagigera  BÜr.  sind  die  schwarzen  Binden  und  plagigcra. 
Makeln  viel  schmäler  als  bei  egacnsis-.  der  Subapicalfleck  ist  kleiner  und  gelb,  wie  die  gestrecktere  Schräg¬ 
binde  der  Vflgl.  Von  Prainha  am  Amazonas. 

M.  truncata  Bür.  gehört  zu  einer  kleinen  Gruppe  mit  kürzeren  Flügeln,  bei  denen  der  Apex  der  tnmcata. 
Hflgl  wie  abgeschnitfen  ist.  Sie  hat  eine  Zeichnung  wie  egaünsis.  Die  Flügel  sind  roll)raun,  der  schwarze 
Strich  am  Innenrd  der  Vflgl  ist  lang.  Im  Apex  der  Vflgl  steht  ein  grosser,  gelber  Fleck  mit  braunen 
Rändern.  Die  Form  variiert  sehr  und  fliegt  mit  egacnsis  und  ohscvra  zusammen  bei  Ega.  —  juntana  lisch,  juntana. 
(34a)  hat  eine  sehr  schmale,  stark  gezackte,  gelbe  Binde  im  Vtlgl,  eine  ebensolche  schwarze  Rlittelbinde 
und  sehr  schmalen  Rand  der  Hilgl.  Die  Grundfarbe  ist  hell  gelbbraun.  Die  Form  fliegt  im  östlichen  Ecuador 
und  Peru,  am  Fuss  der  Anden.  Sie  ist  zeitweise  an  blühenden  Gesträuchen  sehr  häufig.  —  Eine  nahe  Form 
ist  huallaga  Sfgr.  (34  a)  aus  dem  östlichen  Peru.  Durch  das  Fehlen  von  gelb  und  die  geringere  Ausdehnung  huallaga. 
der  schwarzen  Zeichnung  im  Vflgl  hat  dieselbe  jedoch  mehr  Ähnlichkeit  mit  phasianita  und  olivencia.  Sie  ist 
an  dem  schmalen  Saum  der  Hflgl  leicht  zu  kennen.  —  Die  ähnliche  olivencia  Bcd.  hat  breitere,  schwarze  olivencia. 
Binden  und  Makeln,  sowie  am  Zellschluss  der  Vflgl  einen  gelben  Fleck.  Sie  fliegt  ebenfalls  am  oberen 
Amazonas.  —  jurimaguensis  Sigr.  hat  hellere,  rotbraune  Grundfarbe  als  olivencia  und  es  fehlt  ihr  der  gelbe  juri- 
Fleck  am  Zellschluss  der  Vflgl.  Die  Rlittelbinde  der  Htlgl  ist  breit  gezackt  und  zuweilen  mit  dem  breiten  »laguensis. 
Aussenrd  zusammentliessend. 

M.  proceris  Wegm.  Diese  kleine  Art  hat  das  Aussehen  von  juida)ta.  Sie  ist  jedoch  an  dem  proceris. 
breiteren,  schwarzen  Aussenrd  der  Hflgl  und  an  dem  stumpf  endigenden,  schwarzen  Strich  am  Ird  der  Vflgl 
zu  erkennen.  Von  Tonantins  am  oberen  Amazonas. 

Mit  M.  doryssus  Bat.  (33 f)  gelangen  wir  nun  zu  einer  Gruppe  von  Formen,  die  sich  durch  lange,  doryssus. 
schmale  Flügel  auszeichnen  und  meist  in  Zentral-Amerika  oder  dem  angrenzenden  nürdwestlichen  Süd- 


126 


MEGHANITLS.  Von  R.  Haensch. 


Amerika  zu  Hause  sind.  Die  Zeichnung  ist  meist  eine  gleiche,  wie  bei  den  bisherigen  Formen;  nämlich  auf 
den  Vtlgln  hat  (/oyi/nsHs  in  der  schwarzen  Apicalhälfte  der  Vllgl  eine  gewellte,  gelbe  Schrägbinde  und  einen 
Subapicalfleck.  Die  Basalhälfte  der  Vllgl  und  die  Hllgl  sind  rotbraun;  erstere  mit  2  schwarzen  Flecken 
und  schwarzen  Rändern,  letztere  mit  schmaler  Mittelbinde  und  Aussenrd.  ln  Zentral-Amerika ,  von  Costa 
iitenaia.  Rica  bis  Hondui’as.  —  Als  utenaia  bezeichnete  Reakirt  eine  Form  von  Honduras,  bei  welcher  die  schwarze 
vcritabiiis.  Schrägbinde  der  Vllgl  in  2  Flecken  aufgelöst  ist.  —  veritabiüs  Btlr.  ist  die  Form  aus  Columbien  und 
Venezuela,  mit  schmalen  Flügeln.  Hier  ist  nur  die  Fhlrkeule  gelbbraun,  bei  dorijssus  nur  die  Basis  dunkel. 
satiirata.  Die  Grundfarbe  der  Flügel  ist  dunkler.  Diese  Form  fliegt  auch  auf  Trinidad.  —  saturata  Godm.  u.  Salv. 

ist  eine  ähnliche,  grössere  Form  von  Mexico  mit  sehr  schmalen,  gelben  Binden  im  Vllgl,  breiterem,  schwarzem 
labotas.  Apex  und  grossen  Basalllecken.  —  labotas  Bist,  ist  eine  sehr  helle  Form  aus  Costa  Rica  vom  Vulkan  Ghiriqui 
mit  gelber  Färbung  am  Zellende  der  Vllgl  und  zum  Teil  auch  an  der  Basis  der  Hllgl.  Auffällig  ist  be¬ 
sonders  das  ?  dieser  Lokalform,  bei  dem  die  schwarze  Mittelbinde  der  Hllgl  nur  am  Apex  angedeutet  ist, 
zuweilen  auch  ganz  fehlt. 

lycidice.  M.  lycidice  Bat.  (34  a).  Kleiner  als  donjsms.  Die  Vllgl  schwarz  mit  3  gelben  Schrägbinden,  sowie 

roll)rauner  Basis  und  2  solchen  Flecken  am  Innenwinkel.  Die  Hllgl  haben  breitere,  schwarze  Mittelbinde 
und  davor  eine  undeutliche,  gelbe  Längsbinde.  Beim  ?  ist  die  schwarze  Binde  nach  innen  unvollständig. 
eiirydice.  ln  Zentral-Amerika,  von  Costa  Rica  bis  Honduras.  —  eurydice  Hsch.  ist  eine  ähnliche  Form  aus  Peru. 
Die  schwarze  Zeichnung  im  Discus  der  Vllgl  tritt  zurück.  Der  gelbe  Subapicallleck  ist  bindenartig  verlängert. 
Das  Mittelband  ist  schmäler  und  stärker  gezackt.  Die  Hllgl  haben  eine  breite,  gelbe  Längsbinde  und  beim  ?  ist  auch 
die  schwarze  Fleckenbinde  vollständig.  Fhlr  gelbbraun  mit  dunkler  Basis,  bei  hjcidkc  dunkel  mit  gelblicher 
doryssides.  Keule.  —  doryssides  Sfgr.  ist  der  vorigen  sehr  ähnlich,  sie  hat  aber  keine  gelbe  Längsbinde  im  Hllgl 
ovata.  und  die  Flecken  im  Discus  der  Vllgl  sind  bräunlichgelb.  —  ovata  l>kt.  von  Costa  Rica  hat  breitere  und 
rundlichere  Flügel  als  lycidice.  Die  Fleckenbinden  der  Vllgl  sind  schmäler.  Die  schwarze  Längsbinde  der 
isthmia.  Hllgl  ist  nur  im  Apex  vorhanden  und  die  gelbe  Zeichnung  davor  fehlt  ganz.  —  Bei  isthmia  Bat.  (34  b) 
von  Panama  und  Costa  Rica  nimmt  die  schwarze  Färbung  fast  den  ganzen  Vflgl  ein.  Die  gelbe  Mittel¬ 
binde  ist  in  2  Flecken  aufgelöst.  Die  schwarze  Mitteibinde  der  Hllgl  ist  sehr  breit;  Gelb  fehlt.  Beim  ? 
ist  die  Mittelbinde  nur  durch  einen  Flecli  vor  dem  Apex  angedeutet.  —  Bei  einer  Form  von  Honduras, 
arcana.  die  ich  als  arcana  form.  nor.  bezeichne,  haben  die  Hllgl  eine  breite,  gelbe  Längsbinde  und  auch  beim  ?  eine 
californica.  vollständige,  schwarze  Binde  dahinter.  —  californica  Beah'.  Bei  dieser  Form  aus  Kalifornien  soll  der  gelbe 
Fleck  im  Zellschluss  der  Vllgl  viel  schmäler  sein  als  bei  isthmia-,  hinter  dem  Zellende  führt  eine  gelbe 
Binde  vom  Vorder-  zum  Hrd. 

mantineus.  M.  mantiiieus  Bfew.  (34c)  ist  eine  von  den  bisherigen  Formen  sehr  abweichende  Art,  welche  sich 

durch  fast  gänzliches  Fehlen  von  rotbraun  auszeichnet,  auch  aut  den  Hllgln,  und  durch  das  Fehlen  des 
gelben  Subapicallleckes  im  Vllgl.  Die  Vllgl  haben  nur  einen  rotbraunen  Fleck  am  Innenwinkel  und  die 
Hllgl  eine  feine,  rotbraune  Strichlinie  vor  dem  Aussenrd.  Ausser  der  gelben  Mittellinie  haben  die  Vllgl 
noch  2  gelbe  Flecken  und  einen  Strich  über  der  Mediane.  Die  Hllgl  haben  eine  gelbe  Längsbinde.  Diese 
interessante  Art,  die  an  den  lleliconms  nattereri  erinnert,  findet  sich  nur  am  Westabhang  der  Anden  in 
Ecuador,  ist  dort  aber  nicht  selten. 

franis.  M.  franis  Beak.  (33 f)  und  die  beiden  folgenden  Formen  sind  nahe  Verwandte  der  polymnia  caucaensis. 

Die  Grundfarbe  von  franis  ist  rötlich  gelbbraun.  Der  große,  gelbe  Miltellleck  bei  caucai'nsis  ist  hier  durch 
eine  schwarze  Fleckenbinde  in  2  Teile  getrennt,  von  denen  der  innere  teilweise  gelbbraune  Färbung  an- 
peniana  nimmt.  —  Bei  der  Form  peruana  Wi-ym.  ist  die  Mittelbinde  der  Vllgl  mit  dem  Aussenrd  verschmolzen; 

es  bleibt  daher  nur  noch  eine  nach  dem  Apex  zugespitzte  Längsbinde  von  der  gelbbraunen  Grundfarbe  in 
menapis.  dem  sonst  schwarzbraunen  Flügel  übrig.  —  Bei  der  Form  menapis  Hew.  (33  f)  nimmt  die  schwarze  Färbung 
noch  weiter  überliand,  so  dass  oft  nur  2  kleine,  rotbraune  Flecken  an  der  Basis  der  Vllgl  und  Hllgl  übrig 
bleiben.  Zwischen  den  3  Formen  kommen  fast  alle  Übergänge  vor.  Dieselben  finden  sich  in  Columbien, 
besonders  im  Caucatal. 

elisa.  M.  elisa  Guer.  hat  ähnliche  Vllgl  wie  isthmia-,  die  beiden  gelben  Flecken  am  Zellende  der  Vllgl 

(die  Überreste  der  Schrägbinde)  sind  hier  noch  weiter  reduziert  und  stehen  nahe  dem  V-  resp.  Aussenrd. 
Dagegen  sind  die  beiden  Flecke  im  Discus  vergrössert.  Die  Zickzackbinde  der  Hllgl  und  die  Aussenrdbinde 
menecies.  sind  schmal.  Am  oberen  Amazonas  und  seinen  Nebenllüssen  in  Ecuador,  Peru  und  Bolivien.  —  menecles 
llcw.  ist  eine  Form  vom  Amazonas  mit  kleinen,  gelben  Flecken  im  Vllgl  und  einem  kleinen  i’otbraunen 
Fleck  unter  dem  gelben,  nahe  dem  Innenwinkel.  Die  Hllgl  haben  nur  den  Ansatz  zur  Mittelbinde  im  Apical- 
ocona.  teil.  —  Bei  ocona  Bruce.  (=  vilcanota  Bäh.)  (34  b)  ist  die  Grundfarbe  beim  cf  heller  gelbbraun.  Die 
gelben  Flecken  und  der  Vrd  der  Hllgl  sind  halb  durchsichtig.  Zwischen  tlen  beiden  länglichen,  gelben  Flecken 
am  Zellende  und  Aussenrd  steht  noch  ein  länglicher,  gelber  Doppeltleck,  so  dass  hier  die  übliche  Schräg¬ 
binde  wiederhei'gestellt  wird.  Die  typischen  Stücke  kommen  vom  oberen  Amazonas  aus  Peru.  Am  oberen 
Napo  in  Ecuador  hat  die  Form  das  Aussehen  von  elisa,  nur  dass  im  Vllgl  noch  der  gelbe  Doppellleck  von 
ocuna  steht. 


APIJOTOPOS;  GAI.LITHOÄHA.  Von  IP  IIaensgii. 


127 


Bei  den  nun  folgenden  Formen  haben  sich  die  beiden  inneren,  gell)en  Flecken  der  Vflgl  zu  einer  breiten 
Schrägbinde  vereint;  die  mittlere  Binde  ist  nur  noch  durch  einige  Punlcte  angedeutet  oder  fehlt  schliesslich  ganz. 

M.  macriniis  Ihw.  {—  ?  mimerianus  Fldr.)  (34b)  hat  als  Reste  der  Zellende-.ScJn'äghinde  rneislens  macrinus. 
noch  3  längliche,  gelbe  Flecken  im  schwarzen  A])icalteil  der  Vtlgl.  Zwisclien  der  Mediane  und  deren  er.slem 
Ast  steht  gewöhnlich  noch  ein  dreieckiger,  schwarzer  Fleck,  besonders  beim  &.  Dieses  hat  ferner  im  Discus 
der  Hllgloberseite  eine  schwarze  Längsbinde,  welche  auf  der  Unterseite  und  beim  ?  nur  am  Apex  an¬ 
gedeutet  ist,  oder  die  schwai'ze  Binde  fehlt  unten  auch  gänzlich.  Diese  Art  sieht  dem  IlelironiKs  inrtu- 
idionis'  täuschend  ähnlich,’  mit  dem  sie  auch  zusammen  vorkommt.  Die  Exemplare  aus  Uolumbien 
zeichnen  sich  durch  grosse  schwarze  Flecken  im  Basalteil  der  Vilgl  und  breite,  schwarze  Längsbinde  der 
Htlgl  aus;  diejenigen  aus  Panama  und  Costa  Rica  haben  schmälere  Flügel,  Flecken  und  Binden.  Die  Ecuador- 
stUcke  hingegen  haben  eine  lebhaft  gelbe  Scbrägbinde  und  kleine,  gelbe  Flecken  im  Vtlgl;  meist  fehlt  ihnen 
der  schwarze  Fleck  an  der  Mediane. 

M.  nessaea  Hhn.  (34b)  unterscheidet  sich  von  macrinus  durch  die  gelbe  Längsbinde  im  Ilflgl  und  nessaea. 
die  beiden  gelben  Punkte  am  Zellende  und  Aussenrd  der  Vtlgl.  Die  Art  tindet  sich  besonders  im  mitt¬ 
leren  Brasilien  sehr  häufig.  —  sulphurescens  Usch,  von  Bahia  in  Brasilien  bildet  den  Übergang  zu  der  sul- 
folgenden  Art.  Sie  unterscheidet  sich  von  nessaea  durch  das  Fehlen  der  beiden  gelben  Mittelpuid<te;  von  p/aircscens. 
hjsimnia  durch  den  gelben,  statt  weissen  Subapicaltleck.  —  lysimnia  F.  (34  b)  wird  von  nessaea  durch  lysimnia. 
den  weissen  Subapicaltleck  und  das  Fehlen  der  gelben  Mittelpunkte  im  Vtlgl  unterschieden.  —  Bei  der  ab. 
albescens  Hsch.  tritt  am  Aussenrd  der  Vtlgl  noch  ein  weisser,  dreieckiger  Fleck  auf  und  an  der  Unterseite  albcsccns. 
umgibt  den  Subapicaltleck  noch  eine  weisse  Fleckenbinde,  welche  nach  oben  durchscheint.  —  Die  Rpn  von 
lysimnia  sind  blaugrau  mit  weissen  Warzen  und  schwarzen  Stigmen.  Pp  glänzend  goldgelb,  an  der  Bauch¬ 
seite  silberglänzend,  mit  schwarzen  Punkten  und  Linien.  —  lysimnia  gehört  mit  zu  den  häufigsten  Mecluaiitis- 
Arten  und  tliegt  besonders  in  Mittel-  und  Süd-Brasilien. 

13.  Gattung:  Ax>rotopos  Krh. 

Von  den  sehr  ähnlichen  Thyridia-kriQw  unterscheidet  sich  Ajjrofopos  el)ensü  wie  Mcchanifis  von  Meli- 
naea  durch  die  verkümmerten  Vorderfüsse,  von  Mechanifis  durch  die  kürzere  Zelle.  Äusserlich  sind  die  Arten 
dieser  Gattung  an  1 — 2  rotbraunen  Punkten  an  der  Basis  der  Vflgl  zu  erkennen. 

Die  wenigen  Arten  haben  meistens  eine  grosse  Verbreitung,  sind  aber  fast  überall  nur  vereinzelt 
anzut  reffen. 

A.  melantho  Bat.  (34  c).  Diese  zenfralamerikanische  Art  unterscheidet  sich  von  allen  anderen  durch  melantho. 
die  intensive  Färbung  der  Flügel.  Die  üblichen  Glastlecken  der  Vtlgl  werden  fast  ganz  durch  schwarz  ver¬ 
deckt.  Die  Htlgl  sind  dunkel  rotbraun  mit  schwarzem  Aussenrd  und  Fleck  am  Zellende.  —  Bei  einer 
Form  vom  Vulkan  Ghiriqui,  die  ich  als  randolis  form.  nor.  bezeichne,  ist  der  ganze  Apex  der  Htlgl  l)is  zum  randolis. 
Zellende  schwarzbraun,  ausser  einem  kleinen  rot])raunen  Strich. 

A.  aedesia  Fhl.  n.  Hew.  (34  c)  hat  dieselbe  Zeichnungsanlage  wie  melantho,  aber  die  Glastlecken  der  aedesia. 
Vflgl  sind  viel  grösser  und  besonders  an  der  Basis  gelbbraun  gefärbt.  Der  Discus  der  Htlgl  ist  ebenfalls 
hell  gelbbraun ,  nicht  so  rotbraun  wie  in  der  Abbildung.  Der  schwarze  Fleck  am  Zellende  der  Htlgl  ist 
mit  dem  Vrd  verbunden.  Besonders  in  Golumbien  und  Venezuela. 

A.  ceto  Fldr.  {=  colombiana  Godm.  u.  S(di\).  Diese  seltene  Art  hat  die  Zeichnung  wie  psidii,  da-  ceto. 
gegen  eine  bräunliche  Färbung  ähnlich  aedesia.  Golumbien. 

A.  psidii  L.  (34  c).  Die  Ähnlichkeit  dieser  Art  mit  Thyridia  confitsa  wurde  bereits  dort  erwähnt,  psidii. 

Sie  findet  sich  sowohl  in  Guiana  und  am  unteren  Amazonas,  als  auch  am  oberen,  bis  in  die  Anden  von 
Peru  und  Ecuador.  Exemplare  aus  den  erstgenannten  Gegenden  haben  breitere,  schwarze  Ränder  und 
Binden;  die  von  Ecuador  und  Peru  wurden  von  Felder  als  ino  bezeichnet.  ino. 

A.  hippodamia  F.  {=  pytho  Fldr)  aus  dem  mittleren  und  südlichen  Brasilien  ist  eine  sehr  ähn-  hippodamia. 
liehe,  kleinere  Art  mit  breiteren  Bändern  auf  den  Vtlgln  und  schmäleren  auf  den  Htlgln.  —  pallida  Gudm.  pallida. 
u.  Sah.  ist  eine  Form  mit  bräunlich  gefärbten  Glastlecken,  ähnlich  ceto;  im  mittleren  Brasilien. 

14.  Gattung:  Callitliomisa.  Bates. 

Bei  den  Arten  dieser  Gattung  ist  die  untere  Discocellulare  nicht  gewinkelt,  dagegen  die  mittlere. 

Die  Zelle  ist  lang  und  reicht  fast  bis  zum  Flügelrand.  Es  sind  meist  mittelgrosse  Arten,  die  besomlers  im 
nordwestlichen  Süd-Amerika,  sowie  in  Zentral -Amerika  Vorkommen. 

C.  hezia  Hew.  (36  b)  hat  sehr  breite  Flügel  und  erinnert  in  der  Zeichnung  sehr  an  Hirsutis  jnidhias.  hezia. 

Es  kommen  hier,  wie  dort,  auch  die  entsprechenden  Abarten  vor,  indem  auf  den  Htlgln  eine  gelbe  Flecken¬ 
binde  auftritt.  hezia  ist  die  bäufigste  Form,  aus  Zentral-Amerika,  mit  schwarzbraunen,  gelbgefleckten  Vtlgln 


128 


GERATIN  lA.  Von  R.  Haenscii. 


hedila. 

tridactyla. 

phagesia. 

megaleas. 

sdiiilzi. 

alexirrlioe. 

zeiixippe. 

thornax. 

bütes. 

philomela. 

infiiscata. 

hydra. 

heronilla. 

panamensis. 

procne. 

villula. 


polymnides. 

menans. 


und  rotbraunen,  am  Apex  dunkeln  Hflgln.  —  hedila  Godm.  u.  Srdv.  ist  eine  Form  aus  Guatemala  mit 
gi'össeren,  zum  Teil  zusammenfliessenden,  gelben  Flecken  im  Vflgl.  Auf  den  Hflgln  ist  die  schwarze  Zeich¬ 
nung  breiter  und  nimmt  fast  die  Hälfte  der  Flügel  ein.  —  Bei  tridactyla  J>eu\  (36  b)  aus  Columbien  er¬ 
scheint  hinter  dem  Zellschluss  der  Htlgl  eine  gelbe  Fleckenbinde,  ganz  ähnlich  wie  bei  Hirsutis  heccdesma, 
und  die  Hflglbasis  ist  schwarzbraun. 

C.  phagesia  Hew.  (36a)  aus  Ecuador  hat  ähnliche  Zeichnung;  an  der  Basis  der  Vflgl  befindet  sich 
ein  rotbrauner  Streifen,  und  die  Flecken  sind  grösser  und  schmutzig  weiss.  Im  Htlgl  ist  die  Partie  vor  dem 
Apex  durchscheinend  weisslich. 

C.  megaleas  Godm.  u.  Sah.  von  Panama  soll  im  Vflgl  eine  rotbraune  Basis,  6  gelbe  Submarginal- 
tlecken  und  eine  gelbe  Schrägbinde  haben.  Die  Htlgl  sind  rotbraun  mit  schmalem,  schwarzen  Aussenrd. 

C.  schulzi  Ihch.  (36  b)  vom  unteren  Amazonas  hat  grosse,  gelbe  Flecke  im  Vflgl  und  ein  rotbraunes 
Basaldrittel.  Die  Htlgl  haben  eine  mittlere  Flecken-Längsbinde  und  schwarze  Randzacken  mit  gelben  Punkten. 
Beim  cf  ist  die  vordere  Flälfte  der  Htlgl  durchsichtig  gelblich,  beim  ?  rotbraun.  —  Bei  alexirrhoe  Bafes 
vom  oberen  Amazonas,  bei  St.  Paulo,  ist  die  Grundfarbe  dunkler  rotbraun.  Die  Htlgl  sind  nicht  gelblich 
durchscheinend  und  die  Randpunkte  sind  weiss.  —  zeuxippe  Bates  von  dem  Amazonas-Nebenfluss  Gupari 
hat  an  der  Basis  der  Vtlgl  breite,  schwarze  Ränder.  Der  Apex  ist  dunkelbraun  mit  3  gelblichen  Flecken 
und  rotbraunen  Rändern.  —  thornax  Bates  vom  oberen  Amazonas,  bei  Tabatinga,  hat  schwärzlichen 
Apex  mit  4  gelblichen  Flecken  und  6  bräunlichen  Randtlecken.  Htlgl  ohne  schwarze  Zacken  am  Aussenrd.  — 
butes  Godm.  u.  Salv.  vom  unteren  Napo  in  Ecuador  soll  der  vorigen  ähnlich  sein,  aber  im  Apex  der 
Vtlgl  gelbliche  Flecke  haben,  sowie  einen  breiten,  gezackten,  schwarzen  Aussenrd  der  Htlgl.  —  philomela 
Godm.  u.  Salo.  aus  Golumbien  soll  wieder  der  zeuxippe  nahestehen,  aber  schmälere  Vtlgl  haben,  während 
die  Htlgl  halbdurchsichtig  sind  mit  schwarzem  Apex.  Die  schwarze  Fleckenbinde  steht  dem  unteren 
Zellende  näher.  —  Die  5  letzten  Formen  gehen  alle  mehr  oder  weniger  ineinander  über,  da  die  Lokal¬ 
formen  noch  in  der  Entwicklung  zu  sein  scheinen ,  so  dass  es  sehr  schwer  ist ,  die  Übergangsstücke  bei 
den  einzelnen  Formen  unterzubringen.  —  Am  Ucayali  in  Peru  kommt  noch  eine  eigenartige  Form  vor,  die 
ich  als  infuscata  form.  nov.  bezeichne.  Hier,  sind  die  Vtlgl  gelbbraun  mit  dunklen  Rändern  und  darin 
stehen  ausser  dem  schwarzen  Mitteltleck  in  der  Zelle  noch  ein  rundlicher  Fleck  im  Zellende  und  3 — 4  läng¬ 
liche  Flecken  im  Apicaldrittel.  Die  Htlgl  haben  2  Fleckenbinden,  im  Discus  und  am  Analwinkel.  Diese  Form 
erinnert  an  Hjiposcada,  rezia. 

C.  hydra  Fldr.  (=  valera  Stf/r.)  von  Venezuela,  hat  schwärzliche  Vtlgl  mit  3  gelben  Fleckenbinden 
und  bräunlicher  Basis.  Die  Hllgl  sind  rotbraun  mit  dunklem  Aussenrd.  —  Bei  der  etwas  grösseren  beronilla 
lleir.  (36  c)  von  Golumbien  und  Ecuador  fehlt  die  mittlere  Fleckenbinde  und  die  innere  ist  nicht  durch 
einen  dreieckigen,  schwarzen  Fleck  geteilt,  wie  bei  hydra.  —  Die  nahe  panamensis  Godm.  v.  Salv.  aus 
Panama  hat  ein  breites,  gelbes  Schrägband,  in  welchem  mehrere  rundliche,  schwarze  Flecken  stehen.  Die 
Htlgl  sind  am  Apex  und  Aussenrd  breit  schwarz. 

C.  procne  Godm.  u.  Salv.  aus  Golumbien  soll  einen  schwarzen  Apex  der  Vtlgl  bis  zum  Zellende 
haben  und  eine  breite,  gelbe  Schrägbinde,  welche  durch  einen  rotbraunen  Streifen  über  dem  2.  Medianast 
getrennt  wird. 

C.  villula  Tdeiv.  (36  c).  Diese  interessante  Art  hat  genau  die  Zeichnung  und  Färbung  wie  gewisse 
Geratinien,  z.  B.  praxilla  und  ocna ;  sie  ist  aber  an  der  gewinkelten,  mittleren  Discocellulare,  resp.  un- 
gewinkelten  unteren,  zu  erkennen.  Auf  der  Unterseite  haben  die  Htlgl  einen  weissen  Doppeltleck,  am  Vrd 
nahe  der  Mitte  und  6  weisse  Aussenrdpunkte.  Golumbien. 


15.  Gattung-:  (leratiiiisi  Uhu. 

Diese  Gattung  enthält  zahlreiche,  meist  mittelgrosse  Arten  von  recht  verschiedenem  Aussehen.  Sie 
ist  an  der  besonders  l)eim  cf  sehr  langen  Zelle  der  Vtlgl  mit  gewiidcelter  unterer  Discocellulare  kenntlich, 
doch  finden  sich  selbst  bei  Exemplaren  derselben  Art  Abweichungen  im  Geäder.  Die  Arten  dieser  Gattung 
finden  sich  von  Mexiko  bis  Brasilien  und  Argentinien.  Manche  Formen  der  Ebene  sind  zeitweise  sehr 
häufig,  während  andere  aus  den  Tälern  der  Anden  ganz  lokal  und  selten  sind.  Die  Flügel -Zeichnung  und 
-Färbung  ist  bei  CeraHnia  sehr  mannigfaltig.  Wenn  auch  der  Lycoreen-Habitus  vorherrscht,  so  gibt  es  doch 
auch  manche  Formen  mit  glasigen,  oder  anders  gezeichneten,  Flügeln,  so  dass  sich  fast  zu  allen  Zeichnungen, 
die  bei  andern  Ithomiinen-Gattungen  Vorkommen,  Ähnlichkeiten  finden  lassen. 

C.  polymnides  Jlsch.  Die  Zeichnung  ist  ähnlich  wie  bei  Mechavitis  polymuia,  mit  breiter,  gelber 
iMittelbinde,  ohne  Subapicaltleck  der  Vflgl  und  2  schwarzbraunen  Zickzackbinden  im  Discus  und  am  Anal¬ 
winkel  der  Htlgl.  Ober-  und  Unterseite  sind  ohne  Auss8nrd[)unkte.  Im  mittleren  Golumbien.  —  Bei 
menans  Usch,  von  denselben  Lokalitäten  haben  die  Vtlgl  noch  6  gelbe  Aussenrdpunkte,  welche  im  Apex 
am  grössten  sind.  Beim  cf  ist  der  Vrd  der  Htlgl  heller,  durchscheinend. 


Ausgegeheu.  Hl  .  V.  09, 


CKRATINIA.  Von  K.  IIaknsoii.  \-2U 

C.  amica  Weijm.  aus  (k)luinl)ien  und  Ecuadoi'  ist  eine  ähnliche  Art,  wie  /)o///>/onV/c.s-,  hat  jedoch  irn  umica. 
Discus  der  Htlgl  nur  3  schwai'ze  Punkte  und  schmalen  Aussenrd.  Die  gelbe  Schräghinde  der  \'llgl  ist  nur 
halb  so  Ijreit.  —  Die  ähnliche  baana  Drure  aus  Peru  soll  sich  unter  anderem  durch  weisse  Itandpunkte  auf'  huana. 
der  Unterseite  unterscheiden,  welche  bei  amica  fehlen. 

C.  mansuetus  IfeuK  vom  oberen  Amazonas  hat  eine  ähnliche  Zeichnung  wie  die  folgende  tHochia^i.  rnunsuetus. 

Die  Flügel  sind  kürzer  und  rundlicher.  Die  Vtlgl  haben  am  Aussenrd  nocli  3  gelbe  Puid<te  und  die  Htlgl 

im  Discus  4  schwarze  Flecken,  während  der  schmale  Aussensaum  am  Innenwinkel  stark  gezackt  ist.  Pei 
Exemi)laren  aus  Peru  fehlen  die  gelben  Punkte  im  Vtlgl.  —  moebiusi  Usch.  (34 dj  hat  eine  breite,  gelbe  moebiusi. 

Schräghinde  im  Vtlgl.  Am  Innenwiidvel  der  Htlgl  steht  ein  grosser,  schwarzer  Bindenileck  und  am  Zell¬ 

ende  noch  2  isolierte  Flecken. 

C.  honesta  U^e/ini.  (34 d)  ist  eine  ähnliche  Art  mit  anders  geformte!'  Schräghinde  und  nhgei'undetem,  honesta. 
schwarzem  Fleck  im  Htlgl.  Von  den  beiden  schwarzen  Flecken  am  Zellende  der  Vtlgl  ist  hier  der  am 
Vrd  der  grössere,  bei  nioehiusi  ist  es  umgekehrt.  Diese  Art  tliegt  an  den  östlichen  Abhängen  der  Anden 
von  Ecuador,  während  die  Lokalform  bicolora  lisch.,  welcher  die  gelbe  Schräghinde  fehlt,  noch  weiter  öst-  bicolora. 
lieh  am  oberen  Rio  Napo  vorkommt.  Letztere  ähnelt,  ausser  den  grösseren  McJinaca  mothonc  und  Mechanifis 
deceptus,  noch  besonders  der  thjposcada  fallux  und  der  Ceratinia  scmifulra.  fcdla.r  erkennt  man  gleich  an  den 
langen,  schwarzen  Fühlern  und  der  kurzen  Htlgl-Zelle;  semifalca,  ausser  geringerer  Grösse,  an  der  dunklen 
Basis  der  Vtlgl  und  nur  2  schwarzen  Flecken  am  Zellende. 

C.  mamercus  Hew.  ist  ähnlich  mnnsaetm ,  aber  kleiner,  mit  breiterer,  kurzer,  nach  aussen  ge-  mamercus. 
wölhter,  gelber  Schräghinde.  Die  schwarze  Mittelbinde  der  Htlgl,  und  der  am  Innenwinkel  breite  Ausseni'd 
sind  am  Ird  vereint  Bei  einigen  Exemplaren  sind  Mittelbinde  und  Aussenrd  zu  einem  grossen  Fleck  ver¬ 
schmolzen.  Fliegt  an  den  östlichen  Ausläufern  der  Anden  von  Ecuador.  —  Von  dort  kommt  auch  die  ähnliche 
aemilia  llea'.  mit  schmälerer  Schräghinde  und  gelben  Randllecken  im  Apex  der  Vtlgl.  Am  Innenwinkel  der  aemilia. 
Htlgl  steht  ein,  nach  aussen  geteilter,  schwarzer  Fleck. 

C.  manaos  Bcd.  ist  ähnlich  mamercus  und  ro/cena.  Gelbe  Binde  der  Vtlgl  in  die  Zelle  hineinreichend,  manaos. 
Htlgl  mit  2  schwarzen  Fleckenbinden.  Vom  unteren  Rio  Negro.  -  rowena  Hem.  ist  eine  kleinere  Form  rowena. 
aus  Columbien  mit  schmaler,  gelber  Schrägbinde,  Doppeltleck  am  Zellende,  langem  Keiltleck  und  breitem 
Strich  an  der  Basis  der  Vtlgl.,  sowie  grossem  Doppeltleck  am  Innenwinkel  der  Htlgl.  —  Bei  der  gleichgrossen 
achaea  Heic.  aus  dem  östlichen  Ecuador  ist  die  Schrägbinde  in  2  Flecken  am  Zellende  und  Innenwinkel  achaea. 
der  Vtlgl  geteilt.  Die  Htlgl  sind  grösstenteils,  samt  dem  Vrd.,  schwarzbraun,  nur  der  Apex  ist  rotbraun.  — 
semifulva  Hedv.  (34 d)  wurde  bereits  bei  bicolora  erwähnt.  Es  ist  die  Lokalform  von  achaea  oder  einer  nahen  semifuiva. 
Art  ohne  die  gelbe  Schrägbinde  im  Vtlgl.  Sie  findet  sich,  wie  alle  ähnlichen  Formen,  im  östlichen  Peru 
und  Ecuador,  zusammen  mit  occulta  lisch.,  welche  noch  3  gelbe  Flecke  im  Apex  der  Vtlgl  hat  und  auf  der  occaita. 
Unterseite  weisse  Aussenrandpunkte. 

C.  apollinis  Stgr.  (34 d)  steht  der  aemilia  nahe,  hat  grössere,  gelbe  Subapicaltlecken  im  Vtlgl  und  apollinis. 
einen  grossen,  schwarzen  Fleck  am  Innenwinkel  dei’  Htlgl.  Sie  tliegt  am  oberen  Amazonas  bei  hpiitos. 

C.  Viola  lisch.  (34 e)  hat  eine  nach  aussen  gela])pte,  gelbe  Schrägbinde  ini  Vtlgl,  dunklen  Aussenrd  viola. 

und  Fleck  am  Zellende  der  Htlgl.  Die  Grundfarbe  ist  dunkel  braunrot.  Sie  tliegt  am  oberen  Amazonas, 

zusammen  mit  den  ähnlich  gefärbten  Melinaea  satevis  und  ■mfideira.  —  Bei  der  Lokalform  boliviensis  Hsch.  boliviensis. 
ist  die  Grundfarbe  heller  rotbraun ;  die  Htlgl  haben  eine  dunkle  Mittelbinde  und  breiteren  Aussenrd.  — 
herbita  II  'epm.  von  Surinam  hat  eine  ähnliche  gelbe  Schrägbinde,  und  im  Htlgl  dunkle  Mittelbinde  und  Aussenrd.  herbita. 

Bei  C.  catilla  Hem.  (34  e)  ist  der  Apex  breit  schwarz  bis  zum  Zellende,  erst  dann  folgt  nach  innen  catilla. 
die  gelbe  Schrägbinde.  Der  breite,  schwarze  Aussenrd  der  Htlgl  ist  am  Ai)ex  mit  der  Mittelbinde  vereint. 

Die  Grundfarbe  ist  dunkel  rotbraun.  Bolivien. 

C.  cantobrica  llem.  (34  e)  hat  gelbe  Flecken  im  Apex  und  Aussenrd  der  Vtlgl,  sowie  eine  gebogene,  cantobrica. 
gelbe  Fleckenbinde.  Der  Aussenrd  der  Htlgl  ist  schmäler.  Die  Grundfarbe  ist  rotbraun.  Die  Heimat  ist 
Bolivien.  —  Bei  der  kleineren  paniina  Hseh.  ist  der  gelbe  Fleck  schmäler  und  auch  innen  schwarz  ein-  pamina. 
gefasst.  Die  gelben  Randinmkte  fehlen.  Diese  Form  kommt  aus  dem  Grenzgebiet  von  Peru  und  Bolivien. 

C.  pyrippe  lljifr.  aus  Peru  ist  eine  Form  mit  breiter,  gelber  Schrägbinde  im  Vtlgl  und  schmaler  strich-  pyrippe. 

artiger  Längsbinde  im  Htlgl.  -  Bei  tenna  lisch.  (34e)  ist  die  Schrägbinde  dagegen  schmal,  der  dunkle  tenna. 

Aussenrd  der  Htlgl  breiter.  Östliches  Ecuador.  —  Bei  der  gleichgrossen  napona  Tisch,  ist  die  Schräghinde  napona. 
der  Vtlgl.  in  2  Flecken  aufgelöst;  die  beiden  schwarzen  Basaltlecken  sind  grösser;  die  Aussenränder  haben 
gelbe  Randpunkte.  —  Der  ab.  calva  Usch.,  die  ebenfalls  am  oberen  Napo  tliegt,  fehlt  die  schwarze  Längs-  caiva. 
binde  im  Discus  der  Htlgl.  Beim  cf  ist  das  vordere  Drittel  der  Htlgl  halb  durchsichtig. 

C.  nina  lisch,  ist  grösser  als  napona  und  hat  eine  vollständige,  gewellte  Schräglhnde  im  Vtlgl;  ferner  nina. 
neben  dem  Ende  der  Mediane  2  gelbe  Flecken.  Bolivien.  —  Bei  callanga  Hsch.  (34  e)  haben  die  gelbe  callanya. 

V  17 


GERATINIA.  Von  R.  Haenscii. 


30 


ninonia. 


bari. 


Sclu’ägJ)inde  und  die  Flecken  am  Zellende  die  rotbraune  Grundfarbe  angenommen.  Bisweilen  erscheint, 
besonders  auf  der  Unterseite,  im  Apex  der  Vtlgl  noch  eine  weitere,  rotbraune  Schrägbinde.  Diese  Form  findet 
sich  an  der  Grenze  von  Peru  und  Bolivien  bei  Yungas. 

fencstella.  C.  fenestella  Uew.  (34  e)  ist  eine  ähnliche  Form  wie  nina,  mit  gelber  Schrägbinde  und  breiterer 

intennedia.  Längsbinde  im  Htlgl;  aus  Venezuela.  —  intermedia  Jitlr.  vom  östlichen  Columbien  und  Ecuador  hat  die 
Schrägbinde  wie  fenei^tcUa  ■,  oben  gelbe,  unten  weisse  Randpunkte.  Htlgl  mit  verkürzter  Längsbinde.  — 
peruviana.  Bei  peruviana  aus  Peru  sind  die  Htlgl  am  Vrd  beim  cf  durchscheinend  gelblich,  beim  $  sind  die  Rand- 

hemimelas.  Hecken  unten  gelb.  —  Bei  der  Form  hemimelas  Stgr.  vom  Chanchamayo  sind  der  Aussenrd  und  die  Längs¬ 
binde  der  Htlgl  zu  einem  Fleck  verschmolzen.  —  Die  zentralamerikanische  Form  von  fenestella  aus  Gosta- 
valora.  Hica,  welche  ich  valora  form.  nov.  nenne,  ist  grösser  und  hat  sehr  grosse,  längliche,  gelbe  Flecken  im  Apex 
der  Vtlgl.  Auf  der  Oberseite  der  Htlgl  fehlen  die  weissen  Randtlecken. 

C.  ninonia  Hbn.  (34 f)  ist  eine  kleinere  Art  und  kommt  in  typischen  Exemplaren  besonders  aus 
Guiana  und  vom  unteren  Amazonas.  Der  Discus  aller  Flügel  ist  beim  cf  durchscheinend,  aber  auf  den 
Htlgln  mehr  bräunlich  als  in  der  Abbildung.  Die  gelbe  Schrägbinde  der  Vtlgl  ist  sehr  breit.  Die  gelben 
Randpunkte  sind  bei  dieser  und  den  folgenden  Formen  ziemlich  gross.  Als  bari  beschreibt  Bates  eine 
Form  vom  Tocantins  und  Tapajos,  welche  schmälere  Htlgl  haben  soll  und  blässere,  gelbe  Flecken.  —  Bei 
completa.  Jer  grösseren  completa  Ihch.  (34 f)  vom  oberen  Amazonas  ist  die  gelbe  Schrägbinde  nur  halb  so  breit  und 
maciiiafa.  reicht  nicht  in  die  Zelle  hinein.  —  Bei  der  Form  maculata  }Isch.  vom  unteren  Amazonas  ist  die  Binde  in  2  gelbe 
iatefasciafa.  Flecken  geteilt.  Diese  grosse  Lokalform  hat  sehr  breite  Flügel  und  grosse  gelbe  Randpunkte.  —  Bei  latefasciata 
IfsrJi.  sind  die  schwarzen  Flecken  am  Zellende  der  Vtlgl  klein,  die  gelbe  Schrägbinde  daher  sehr  breit.  Sie 
phiHdas.  tliegt  am  oberen  Amazonas,  während  die  ähnliche  philidas  Goclm.  v.  Salr.  in  Golumbien  zu  Hause  ist. 
Letztere  hat  eine  viel  breitere,  schwarze  Mittelbinde  im  Htlgl  und  auf  der  Oberseite  der  Htlgl  keine  gelben 
Randpunkte.  , 

Die  sehr  ähnliche  C.  mutilla  Hew.  (34  f)  von  Britisch  Guiana  hat  eine  blassgelbliche  Schrägbinde 
und  nach  dem  Apex  zu  noch  einen  rotbraunen  Fleck.  Die  Längsbinde  der  Htlgl  ist  meist  sehr  l)reit.  — 
Bei  ab.  pellucida  Hsch.  bilden  die  schwarzen  Flecken  am  Zellende  und  Aussenrd  der  Vtlgl  eine  breite 
Binde;  die  Längsbinde  im  Htlgl  ist  dagegen  schmäler.  Diese  Form  tliegt  mit  der  vorigen  zusammen. 

Eine  ähnliche  Art  aus  Venezuela,  die  ich  C.  vallina  spec.  nor.  nenne,  ist  grösser  und  hat  sehr  breite 
Flügel.  Die  Längsbinde  der  Htlgl  ist  schmal  und  sehr  Aveit  nach  aussen  gerückt,  so  dass  die  halb  durch¬ 
sichtige  Discaltläche  sehr  gross  wird. 

C.  granadensis  lisch,  steht  ziemlich  isoliert,  erinnert  nur  etwas  an  philidas.  Die  gelbe  Schrägbinde 
ist  sehr  l)reit,  darin  stehen  am  Zellende  die  beiden,  hier  sehr  kleinen,  schwarzen  Flecken,  während  der 
dritte  im  Zellende  sehr  lang  und  keilförmig  ist.  Am  Apex  und  Aussenrd  stehen  je  2  weisse  Punkte.  Die 
Htlgl  sind  wie  bei  philidas,  mit  schmälerer,  schwarzer  Längsbinde.  Im  mittleren  Golumbien. 

C.  maenas  {Bang-H.  i.  l.)  (34f)  hat  eine  Zeichnung  etwa  wie  latefasciata ,  al)er  die  gelbe  Schräg¬ 
binde  im  Vtlgl  und  die  gelben  Randpunkte  fehlen.  Sie  lliegt  mit  den  ähnlich  gefärbten  Formen  aus 
anderen  Gattungen  am  oberen  Amazonas. 

C.  antonia  Heiv.  (34g)  hat  eine  gelbbraune  Grundfarbe  und  abAveichende,  gelbe  Fleckenbinde.  Die 
gelben  Randpunkte  sind  sehr  gross,  aber  im  Apex  der  Vtlgl  am  kleinsten.  —  Bei  der  ähnlichen  antonina  Stgr. 
vom  oberen  Amazonas  ist  es  umgekehrt,  dort  sind  die  Randpunkte  im  Apex  am  grössten,  auch  ist  hier  die 
Fleckenbinde  viel  kleiner,  nach  innen  scliAvarz  begrenzt,  antonia  aus  dem  Avestlichen  Ecuador  unterscheidet 
sich  auch  noch  durch  die  Längsbinde  im  Htlgl,  deren  Flecken  am  Apex  am  grössten  sind. 

C.  fimbria  Hew.  aus  Golumbien  hat  eine  breite,  gelbe  Schrägbinde  im  Vtlgl,  Avelche  durch  eine 


mutilla. 

pellucida. 

vallina. 

granadensis. 


maenas. 


antonia. 

antonina. 


fimbria. 


nemea. 


philetaera. 


schAvarze  Fleckenbinde  geteilt  Avird,  so  dass  am  Innenwinkel  ein  grosser,  gelber  Fleck  steht.  Die  Rand¬ 
punkte  aller  Flügel  sind  Aveiss.  —  Bei  der  ähnlichen  nemea  Weijm.  (34g),  auch  Amn  Golumbien,  ist  die 
gelbe  Binde  schmäler  und  anders  gestaltet.  Die  Htlgl  sind  nicht  durchsichtig,  Avie  bei  fimbria. 

C.  philetaera  Hew.  (34 f)  ist  an  dem  grossen,  gelben  Mitteldeck  der  Vtlgl  und  breitem,  scliAvarzem 
Aussenrd  der  Htlgl  kenntlich.  Im  Aussenrd  der  Vtlgl  und  meist  auch  der  Htlgl  stehen  gelbe  Punkte,  darunter 
2  grössere  im  Apex  der  Vtlgl.  Die  Heimat  dieser  leicht  kenntlichen  Art,  Avelche  Melinäea  idae  ähnlich  sieht, 
ist  Golumbien. 

leprienri.  C.  Icprieuri  Feisth.  von  Gayenne  hat  ähnliche,  auch  am  Vrd  sclnvarze  Htlgl  und  Aveisse  Randpunkte. 

Der  gelbe  Mitteldeck  ist  nach  aussen  abgerundet;  die  scliAvarzen  Zellend-Flecken  sind  mit  dem  Fleck  an 
der  Mediane  rechtwinkelig  verbunden. 

ignorata.  Ähnliche  Zeichnung  hat  C.  ignorata  Hsch.  (34 f),  aber  im  Vtlgl  gelbe  Randpunkte,  und  die  Htlgl 

sind  rotbraun  mit  schwarzem ,  gelbpunktiertem  Aussenrd  und  scliAvarzer  Längsbinde.  Diese  Art  tliegt  am 
michaelisi.  oberen  Amazonas.  —  Bei  der  Lokalform  michaelisi  Hsch.  vom  unteren  Amazonas  Avird  der  gelbe  Fleck 
noch  durch  eine  sclnvarze  Schrägbinde  vom  Zellschluss  zum  Innenwinkel  geteilt. 


CEHA^riNlA.  Von  K.  IIaonscii. 


I I 


C.  Cornelia  (jiicr.  aus  l’)Olivieii  hat  eine  schmale,  ji^elhe  Schräjj^liinde  im  und  in  dem  hiedeii,  conwliu. 

schwarzen  Anssenrd  der  Htlgl  4  gelbe  Flecken,  sowie  am  Apex  einen  schwai’zen  Kleck.  •  Ihn  der  ähn¬ 
lichen  sellana  Jhch.  ist  die  Schrägbinde  in  2  Flecken  geteilt;  die  initiieren  Handflecken  fehlen  im  Vdlgl.  .sc//«««. 
Der  Anssenrd  der  Htlgl  ist  nach  innen  zackig  verbreitert. 


C.  fulminans  Btlr.  (34g)  hat  eine  schmale,  nach  aussen  stark  gewinkelte,  gelbe  Schräghinde.  I )er /,////,/>, «/«v. 
schwarze  Fleck  am  Zellende  ist  nach  innen  gegabelt.  Die  Htlgl  haben  schmalen  Aussensaum  und  eine 
Längsbinde  von  3  schwarzen  Flecken  im  Discus.  Die  Grundfarbe  ist  hell  gelbbraun.  Diese  Form  aus 
Columbien  wird  im  östlichen  Ecuador  durch  die  dunkel  rotliraune  satura  Ihrh.  vertreten.  Hei  derselben  natura. 
fehlt  die  gelbe  Färbung  im  Zellende  der  Vtlgl  und  am  Apex  der  Htlgl. 


C.  angelina  Hsch.  (34g)  vom  Ucayali  (Nebentluss  des  oberen  Amazonas)  hat  eine  Zeichnungsanlage  angelina. 
wie  fulminans.  Es  fehlen  aber  die  gelbe  Schrägbinde  und  die  Aussenrdspunkte.  Der  A])ex  ist  schmäler 
schwarz,  dagegen  ist  die  Fleckenbinde  im  Discus  der  Htlgl  viel  breiter,  zum  Teil  mit  dem  gezackten 
Anssenrd  zusammentliessend. 


Bei  einer  kleineren  Art  C.  soror  Srka.,  die  der  Melinaea  lacifer  täuschend  ähnlich  sieht,  fehlt  eben-  soror. 
falls  die  Schrägbinde.  Der  Apex  der  Vtlgl  ist  aber  breiter  schwarz  und  die  gelben  Flecken  darin  sind  zu 
einem  grossen  verschmolzen.  Im  Htlgl  bilden  Längsbinde  und  Anssenrd  einen  grossen,  sclnvarzen  Fleck,  wie 
bei  Melinaea  liidfer.  Diese  interessante  Art  stammt  aus  Pebas  am  oberen  Amazonas. 

Von  C.  acceptabilis  Weels  aus  Bolivien  war  die  Beschreibung  leider  nicht  zu  erhalten.  acceptabilis. 

Die  grosse,  breitflügelige  C.  anastasia  Bat.  hat  eine  Zeichnung  wie  die  abgebildete  anastasina  anastasia. 

Stijr.  (35a),  aber  hinter  dem  Zellende  der  Vtlgl  noch  eine  gelbe  Zickzackbinde,  ähnlich  wie  fulminans,  und  anastasina. 

7  gelbe  Randpunkte,  anastasia  tliegt  in  den  feuchten  Urwäldern  bei  Ega  am  oberen  Amazonas,  während 
anastasina  weiter  herauf  am  Fuss  der  Anden  in  Peru  vorkommt.  —  castanea  Btlr.  vom  Rio  Juruä  ist  eine  castanea. 
dunklere  Form  von  anastasia,  bei  welcher  die  gelbe  Schrägbinde  bis  zum  Hinterwinkel  der  Vtlgl  reicht.  — 

Diese  3  Formen  sehen  den  Melinaea  niailus  (pardalis  Bat.)  resp.  ojdon  sehr  ähnlich. 

C.  porsenna  Srka.  (=  amabilis  Btgr.)  ist  in  Grösse  und  Zeichnung  der  anastasina  ähnlich.  Die  porsenna. 
gelben  Apicaltlecke  im  Vtlgl  sind  viel  grösser  und  nach  innen  schwarz  begrenzt.  Auf  den  Htlgln  sind  die 
Mittelbinde  und  der  Anssenrd  zu  einem  grossen  Fleck  vereint.  —  Diese  Form  fliegt  wie  die  ähnliche  soror 
am  oberen  Amazonas  bei  Pebas. 

Bei  C.  fluonia  Hew.  und  den  verwandten  Formen  ist  die  vordere  Hälfte  der  gelben  Schrägl)inde  fiuonia. 
der  Vtlgl  nach  aussen  gebogen,  wie  in  der  Abbildung  von  berna  (34g)  ersichtlich,  fluonia  hat  eine  vier¬ 
ästige,  gelbe  Fleckenbinde,  welche  bis  in  die  Zelle  und  nahe  zum  Ird  reicht.  Der  schwarze  Doppelfleck 

am  Zellende  hat  entsprechend  auch  einen  gebogenen  Zapfen  nach  dem  Apex  zu,  ähnlich  wie  (34g). 

Die  Htlgl  sind  wie  bei  berna.  fmnia  fliegt  am  oberen  Amazonas,  während  die  Lokalform  berna  Hsch.  (34g)  benia. 
vom  oberen  Napo  in  Ecuador  stammt.  Letztere  hat  statt  der  grossen  Fleckenbinde  im  Vtlgl  nur  2  läng¬ 
liche,  gelbe  Flecken  in  dem  schwarzen  Apicalteil. 

C.  pardalina  Hpfr.  hat  eine  gelbe  Schrägbinde  im  Vtlgl.  Die  abgebildete  Aberration  (34g)  wurde  panialina. - 

von  Druce  als  tigrina  beschrieben.  Bei  letzterer  ist  von  der  Binde  nur  noch  ein  gelber  Fleck  am  Zell-  tigrina. 
Schluss  übrig.  Sonst  ist  die  Zeichnung  und  Färbung  bei  beiden  Formen  gleich.  Im  Apex  der  Vtlgl  sind 
von  der  schwarzen  Färbung  bei  fluonia  nur  noch  Randtlecken  übrig  geblieben,  während  im  Htlgl  die 
schwarze  Mittelbinde  und  der  Aussenrd  verbreitert  sind.  Die  Art  hat  Ähnlichkeit  mit  anastasia  und  Melinaea 
mallus  resp.  deren  Lokalformen.  —  Beide  Formen  fliegen  am  oberen  Amazonas  in  Peru;  tigrina  dürfte 
jedoch  weiter  hinauf  Vorkommen.  —  pantherina  Stgr.,  ebenfalls  vom  oberen  Amazonas,  ist  eine  Mittelform  panthcrina. 
zwischen  fluonia  und  piardalina,  bei  welcher  im  Apex  der  Vtlgl  bereits  rotbraune  Flecken  erscheinen.  Die 
schwarze  Mittelbinde  der  Htlgl  ist  wie  bei  fluonia. 

C.  thea  Ile/r.  erinnert  an  catilla  (34  e),  der  gelbe  Mitteltleck  ist  jedoch  rundlicher  und  reicht  nicht  theu. 
so  weit  zum  Hinterwinkel.  Bei  einer  kleineren  Form,  die  Staudinger  als  theatina  (i.  1.)  (35  a)  bezeichnete,  theatina. 
ist  der  gelbe  Fleck  ebenfalls  rundlicher  als  in  der  Abbildung.  Diese  Form  ist  jedoch  bedeutend  kleiner, 
hat  hellere  Grundfarbe  und  am  Zellende  der  Vtlgl  stehen  nur  2  kleine,  schwarze  Flecken,  während  bei 
thea  ein  grosser,  schwarzer  Fleck  in  den  gelben  hineinreicht  und  mit  dem  schwarzen  V-  und  Aussenrd  in 
Verbindung  steht.  Die  Htlgl  haben  bei  beiden  Formen  schwarzen  Aussenrd  und  Mittelbinde,  die  am  Apex 
bisweilen  einander  berühren.  Sie  fliegen  am  oberen  Amazonas  und  seinen  Nebenflüssen. 

C.  xanthostola  Bat.  (35a)  steht  ganz  isoliert.  Die  Htlgl  sind  viel  kürzer  als  die  Vtlgl,  Avas  in  Mv  xanthostola. 
Abbildung  nicht  recht  hervortritt.  Die  Art  erinnert  dadurch  an  manche  Napeogenes-kview.  xAuffallend  ist 
ferner  das  Fehlen  der  Mittelbinde  auf  der  Hflgloberseite,  Avie  es  auch  bei  Mechanitis  macrinus  der  Fall  ist.  — 

Bei  einer  Aberration,  die  ich  als  desmora  lisch,  beschrieb,  fehlt  der  schAvarze  Fleck  an  der  Basis  der  Ytlglober-  desmora. 


132 


CERATINIA.  Von  R.  Haensch. 


Seite  und  die  sclnvarze  Begrenzung  an  der  Innenseite  des  gelben  Fleckes  ist  viel  schmäler.  Beide  Formen 
tliegen  am  mittleren  Amazonas. 

dionaea.  C.  dionaea  Ih'iv.  kenne  ich  in  typischen  Stücken  nur  aus  Zentral -Amerika  (Honduras,  Guatemala), 

fratcnia.  dagegen  kommt  in  Venezuela  eine  Lokalform  vor,  die  ich  als  fraterna  form.  nov.  (35a)  bezeichne.  Bei 
dionaea  befindet  sich  neben  der  gelben  Schrägbinde  nach  innen  noch  ein  grösserer,  gelber  Fleck,  welcher 
mit  dem  rotbraunen  Basalteil  in  Verbindung  steht.  Bei  fraterna  findet  sich  dort  nur  ein  kleiner  Fleck, 
welcher  meist  mit  der  Schrägfiinde  zusammenhängt,  dagegen  nach  innen  schwarz  begrenzt  ist.  Ferner  ist 
bei  fraterna  die  gelbe  Zeichnung  bräunlich  und  die  Aussenrdspunkte  sind  kleiner.  Bei  den  Mechanitis  gibt 
/impida.  es  2  korrespondierende  Formen:  dort/smis  von  Zentral -Amerika  und  veritahilis  aus  Venezuela.  —  limpida 
Hseh.  ist  eine  eigenartige  Form  von  fraterna,  bei  der  die  gelben  Binden  und  Flecken  sehr  breit  und  durch¬ 
sichtig  sind;  ebenso  gefärbt  ist  auch  ein  Streifen  am  Vrd  der  Hflgl.  Diese  interessante  Lokalform  erinnert 
an  Mechanitis  franis  und  tliegt  wie  jene  im  Gaucatal  in  Golumhien. 

mergelena.  Bei  C.  mergelena  Hew.  (35  a)  aus  Columbien  ist  die  Mittelbinde  der  Htlgl  zu  einem  schwarzen 

Fleck  am  Apex  reduziert,  welcher  mit  dem  breiten  schwarzen  Aussenrd  verbunden  ist.  An  der  Basis  der 
Vügl  entsteht  noch  eine  innere,  gelbe  Schrägbinde,  die  durch  einen  grossen,  dreieckigen,  schwarzen  Fleck 
megalopolis.  geteilt  wird.  —  Bei  megalopolis  Fldr.,  ebenfalls  aus  Columbien,  fehlt  dieser  schwarze  Fleck,  so  dass  eine 
breite,  gelbe  Schrägbinde  entsteht  wie  bei  Mechanitis  macrinns.  Die  gell)en  Flecken  am  Zellende  sind  da¬ 
gegen  klein,  ebenso  die  weissen  Randpunkte  im  Htlgl. 

callispila.  C.  calHspila  Bat.  (35  a)  von  Costa  Rica  hat  schwarzljraune  Vtlgl  mit  zahlreichen  gelben  Flecken 

und  rotbrauner  Basis.  Die  Hflgl  sind  rotbraun  mit  dunklem  Saum,  schwärzlichem  Apex  und  Fleck  am  Zell- 
cleis.  ende.  —  Bei  cleis  Bat.  von  Panama  sind  die  gelben  Flecken  im  Discus  der  Vtlgl  viel  kleiner.  Der 
Aussenrd  der  Hflgl  und  der  Fleck  am  Zellende  sind  zu  einem  grossen  Fleck  im  Apicaldrittel  verschmolzen.  — 
mylassa.  Als  mylassa  beschreibt  Deuce  noch  eine  Form  von  Veragua  mit  breitem,  schwarzem  Apex  und  Aussenrd 
leucania.  der  Htlgl,  die  aber  nicht  mit  dem  Fleck  am  Zellschluss  zusammenfliessen.  --  leucania  Bat.  von  Panama  ist 
eine  ähnliche  Art  wie  catlispila,  hat  aber  weisse  Flecken  im  Vtlgl,  die  am  Zellende  eine  Schrägbinde  bilden. 
Die  Htlgl  haben  dunklen  Aussenrd  und  eine  schmale  Längsbinde. 

deciimana.  C.  decumana  Godni.  u.  Salv.  (=  centralis  Stgr.)  (35  b).  Diese  schone,  grosse  Art  und  besonders  die 

excelsa.  Lokalform  excelsa  Fldr.  erinnern  an  die  ähnlichen  Buna  lamirus  und  Oltjras  montaeiui.  Die  Zeichnung  ist 
ähnlich  wie  bei  callispila;  die  gell)en  Flecken  sind  grösser  und  durchsichtig.  Auf  den  Hflgln  fehlt  der  Fleck 
am  Zellende.  Bei  decumana  ist  die  Basis  der  Vtlgl  schwarzhraun ,  während  exceUa  über  der  Mediane  einen 
rotbraunen  Streifen  hat.  Ferner  sind  die  Hflgl  auf  der  Oberseite  von  decumana  im  Discus  gleichmässig  rot¬ 
braun,  bei  excelsa  zieht  vom  Apex  zum  Ird  eine  durchsichtige  Schrägbinde,  decumana  fliegt  in  Panama  und 
Costa  Rica,  während  excelsa  aus  Columbien  kommt.  —  Sticheu  stellte  für  diese  l)eiden  Formen  die  Gattung 
Oreogenes  aiif,  aber  die  Merkmale  im  Geäder  sind  nicht  konstant. 

vallonia.  Mit  C.  vallonia  llew.  (35b)  kommen  wir  nunmehr  zu  einer  Gruppe,  die  sich  durch  je  eine  breite, 

durchsichtige  Binde  im  V-  und  Htlgl  auszeichnet.  Die  Formen  sind  alle  im  östlichen  Süd-Amerika,  be¬ 
sonders  Brasilien,  zu  Hause.  Bei  vallonia  ist  die  gelbe  Schrägbinde  der  Vtlgl  hall)bogenförmig.  In  der  Zelle 
steht  ein  dreieckiger,  schwarzer  Fleck.  Die  Binde  der  Htlgl  ist  durchsichtig  rotbraun.  Die  Fhlr  sind  gelblich, 
mit  dunkler  Wurzel.  Die  Art  findet  sich  am  unteren  Amaz(mas  und  in  Guiana.  -  Bei  der  etwas  grösseren 
daeta.  daeta  Bsd.  und  den  folgenden  fVrmen  ist  die  Binde  der  Htlgl  gelb,  Fhlr  dunkel  mit  gelber  Keule.  Der 
Apex  der  Vtlgl  ist  bei  daeta  breit  schwarz  mit  3  giösseren,  weissen  Punkten.  Am  Hinterwinkel  steht  ein 
eitryanassa.  rotbrauner  Fleck,  während  bei  der  sehr  ähnlichen,  grösseren  euryanassa  B'ldr.  (35b)  diese  Ecke  schwarz 
ist.  Letztere  Form  hat  sehr  zarte,  durchsichtige  Färbung,  auch  im  Apex  der  Vtlgl.  Die  schwarze  Schräg¬ 
binde  vor  dem  Zellende  der  Vtlgl  ist  nach  hinten  breit  und  zackig,  bei  dai'ta  nach  hinten  verjüngt. 
Schliesslich  ist  bei  duL'ta  und  den  folgenden  Formen  die  Basis  der  Htlglunterseite  gelb,  bei  eurganassa  aber 
rotbraun.  Beide  Arten  kommen  zusammen  im  mittleren  und  südlichen  Brasilien  in  dichtem  Urwald  zahlreich 
vor.  —  Rp  und  Pp  von  eurganassa  sind  nach  Seitz  gedrungen.  Die  Pp  ist  abgerundet,  gelbbraun,  an  den 
daetina.  Flügeln  dunkler,  ül)erall  mit  kleinen,  schwarzen  Wellen  geziert.  —  daetina  Wegm.  ist  eine  sehr  seltene  Form 
von  daeta  mit  dunkel  mahagoni-brauner  Grundfarbe  und  breiten,  schwarzen  Binden  und  Rändern.  Ausser 
evanescens.  den  beiden  gelben  Binden  steht  noch  im  Zellschluss  der  Vtlgl  ein  gell)er  Fleck.  —  Als  evanescens  (=  melphis 
Uhu)  bezeichne  ich  eine  ganz  helle,  durchsichtige  Form  von  daeta.  Ausser  der  sehr  breiten,  hellgelben  Binde 
der  Htlgl  ist  auch  der  ganze  Discus  der  Vtlgl  durchsichtig  gelblich.  Die  rotbraune  Färbung  beschränkt  sich 
auf  die  Basis  und  einen  Fleck  am  Hinterwinkel  der  Vtlgl,  sowie  einen  schmalen  Streifen  ani  Aussenrd  der 
laptiria.  Hflgl.  —  laphria  Dhl.  (35b)  ist  eine  weitere,  sehr  ähnliche  Art  aus  dem  mittleren  Brasilien.  Grösse  und 
Zeichnung  wie  daeta,  aber  nicht  durchsichtig.  Die  weissen  Flecken  im  Apex  der  Vtlgl  kleiner.  Über  dem 
Ende  der  Mediane  noch  ein  schwarzer  Strich.  Die  Eier  von  laphria  werden  in  Haufen  an  die  Blätter  einer 
Solanee  gelegt.  Die  Räupchen  sind  gelbbraun  mit  dunklem  Kopf;  s])äter  haben  sie  3  dunkle  Rückenstreifen, 
welche  durch  (juerlinien  verbunden  sind.  Die  P[)  ist  kurz  und  gedrungen  mit  metallglänzenden  Flächen  an 
den  Seiten.  Die  Puppenruhe  dauert  ca.  1 1  Tage. 


CKKA'riNIA.  Von  IV  IIaknkch. 


Die  mir  in  Natur  unbekannte  C.  melphis  DoV.  von  den  Antillen  soll  schwarze  Vllj^l  haben  niil  melphis. 
blass  g'elbroten  Bändern  und  S  weissen  Puidcten  im  Apex.  Die  llllgl  sind  gelbrot  mit  scliwaizem  V-  und 
Aussenrd,  sowie  einer  Mittelbinde,  welche  nicht  bis  zum  Aussenrd  reicht. 

Als  Co  mysotis  apec.  nov.  benenne  ich  eine  der  eraiiesrens  ähnliche  Art  aus  Venezuela  mit  kürzeren  myaotis. 
Flügeln,  welcher  die  rotbraune  Färbung  bis  auf  den  Fleck  am  llinterwiid<el  fehlt.  Der  lird  der  Vtlgl  ist 
bis  zur  Mediane  breit  schwärzlich.  Alle  Flügel  haben  weisse  Kandpuidde. 

C.  fiammetta  lleiv.  ist  eine  eigenai’tige,  seltene  Art  aus  Süd-Brasilien  von  der  (Irösse  und  Zeichnung  fidmnirtta. 
der  laphria.  Auf  den  Vtlglii  reicht  die  rotbraune  Färbung  nur  von  der  Basis  bis  '/s  der  Flügellünge,  da¬ 
hinter  folgen  apical  vor  der  gelblichen  Binde  noch  2  durchsichtige  Flecken.  Auf  den  lltlgln  fehlt  das  Bot- 
braun  sogar  gänzlich;  dieselben  sind  durchsichtig  gelblich,  mit  breitem,  schwarzem  Aussenrd  und  kleinen, 
weissen  Randpunkten. 

Von  C.  metella  Hpfr.  (35  b,  c)  (=  alexia  Urure)  aus  dem  östlichen  Peru  hat  das  cf  durchsichtig  metella. 
gelbliche  Flügel  mit  schwarzen  Rändern  und  Halbbinde  am  Zellende  der  Vtlgl.  Die  Basis  der  Vtlgl  und 
die  innere  Hälfte  der  Htlgl  sind  rötlich  gelbbraun  gefärbt.  Alle  Flügel  haben  kleine,  wei.sse  Aussenrds- 
punkte.  Beim  ?  sind  die  Flügel  fast  undurchsichtig,  viel  lebhafter  gefärbt,  mit  breiteren,  schwarzen  Rän¬ 
dern.  Der  Discus  der  Htlgl  ist  rotbraun.  —  Bei  der  ähnlichen  oulita  Hew.  ist  die  Basis  der  Vtlgl  schwärz-  onlita. 
lieh,  und  die  schwarzen  Ränder  sind  breiter.  Sie  findet  sieb  weiter  südlich  an  der  Grenze  von  Peru  und 
Bolivien.  —  trimaculata  Weijw.  ist  eine  Form  aus  Columbien  mit  sehr  breitem,  schwarzem  V-  und  Aussenrd  trimaciüata. 
der  Htlgl,  so  dass  beim  ?  nur  ein  kleinerer,  gelbroter  Fleck  am  Innenwinkel  steht. 

Das  cf  von  C.  norella  Reu\  hat  eine  tief  schwarze  Basalhälfte  der  Vtlgl,  in  welcher  am  Zellende  noch  ein  norclla. 
gelber  Fleck  steht.  Beim?  ist  der  ganze  Vtlgl  schwarz  bis  auf  die  gelben  Flecken  im  Discus  und  weissen  Randpunkte. 

Die  Form  findet  sich  nur  in  den  Tälern  der  Anden  von  Ecuador,  südöstlich  von  Guenca.  —  Bei  der  verwandten 
norellana  Usch.,  aus  dem  oberen  Tal  des  Napo  in  Ecuador,  ist  die  Basis  der  Htlgl  nicht  gelblich  und  die  norellana. 
rötliche  Färbung  reicht  nur  bis  zum  Zellende.  Der  Teil  zwischen  diesem  und  dem  breiten  Aussenrd  ist 

durchsichtig  schwärzlich.  Diese  seltene  Form  findet  sich  an  lichten  .Stellen  des  Urwaldes,  wo  sie  gerne 

mehrere  Meter  über  dem  Boden  um  einzelne  Bäume  schwebt  oder  auf  vorspringenden  Zweigen  sitzt.  — 
nora  Rsch.  ist  eine  andere,  nahe  Form  aus  Peru.  Hier  sind  die  Vtlgl  wie  bei  norcUnna,  die  Basis  durch-  nora. 
scheinend.  Der  schwarze  Fleck  am  Zellende  steht  isoliert.  Die  Htlgl  sind  nur  am  Innenwinkel  rötlich, 
wie  bei  liirida  (35  c),  die  äussere  Hälfte  ist  durchsichtig  gelblich. 

C.  lurida  Bfir.  (35c)  ist  wie  nora  gezeichnet,  hat  aber  statt  der  gelben  Färbung  im  Discus  der  /un'da. 

Vflgl  und  am  Zellende  der  Htlgl  weisse  Bestäubung;  auch  die  Unterseite  des  Illbs  ist  weisslich,  bei  den 
bisherigen  Formen  gelb.  —  Die  kleinere  tricolor  Salr.  hat  ähnliche  Zeichnung  wie  oidifa  Ra-.,  a])er  auch  ^r/ro/o/'. 
weisse,  statt  gelber  Färbung.  Beim  ?  steht  am  Zellende  der  Htlgl  ein  länglicher,  weisser  Wisch.  —  Während 
bei  tricolor  der  schwarze  Fleck  am  Zellende  der  Vtlgl  mit  dem  Vrd  breit  verbunden  ist,  steht  bei  einer 
sonst  sehr  ähnlichen  Form,  die  ich  Hörens  form.  nov.  nenne,  über  dem  Zellende  nur  ein  schmaler,  isolierter  florens. 
Strich.  —  Die  letzten  drei  Formen  finden  sich  in  dem  Grenzgebiet  von  Peru  und  Bolivien. 

Bei  den  nun  folgenden  Arten  sind  die  Flügel  fast  ganz  glasig. 

Einige,  wie  die  abgebildete  C.  ocna  IL-Schäff.  (35  c),  haben  noch  einen  kleinen  gelbroten  Fleck  am  or««. 
Analwinkel  der  Htlgl.  Die  Basis  derselben  ist  gelblich.  Diese  Art  fliegt  vereinzelt  im  östlichen  Columbien 
und  Ecuador.  —  adelinda  Re/r.  aus  Ecuador  ist  eine  ganz  ähnliche  Form,  mit  l)reiteren,  schwarzen  Aussenrdn,  adclinda. 
ohne  weisse  Randpunkte  auf  der  Oberseite. 

Auch  C.  praxilla  Reir.  ist  eine  nahe,  etwas  grössere  Art  aus  dem  östlichen  Ecuador,  ohne  gelbe  praxilla. 
Färbung  am  Analwinkel  der  Htlgl.  Im  Gegensatz  zu  ocna  und  den  meisten  verwandten  Formen  haben 

prarilla,  coeno  etc.  schwarze  Fhlr  und  einen  weissen  Fleck  an  der  Basis  der  Htlglunterseite,  jene  einen 

gelben  Strich  und  gelbe  Fhlrkeule. 

C.  guttata  Weym.  ist  eine  Form  von  coeno  Ren-.  (35 d).  Sie  hat  noch  einen  rotgelben  Fleck  am  guttata. 

Analwinkel  der  Htlgl.  coeno  selbst,  aus  Columbien  und  Venezuela,  hat  die  Basalhälfte  der  Htlgl  gelb  be-  >^0010. 

stäubt.  Beim  cf  sind  die  schwarzen  Aussenränder  schmäler.  —  ab.  latilimbata  Wcijm.  ist  eine  Form  von  latilimbata. 
coeno  mit  l)reiten,  schwarzen  Rändern  und  grossen,  weissen  Randpunkten,  aus  Columbien. 

Bei  C.  frater  Salv.  aus  Peru  sind  die  Flügel  weissheb  bestäubt,  und  am  Analwinkel  steht  ein  fratcr. 
kleinerer  gelber  Wisch. 

Bei  C.  cana  Rsch.  aus  Golundiien  sind  die  Flügel  auch  weisslich  bestäubt,  der  gelbe  Wisch  fehlt,  cana. 
Dagegen  zieht  eine  schwärzliche  Binde  über  die  Zellmitte  der  Vtlgl. 

C.  Statilla  Heu\  (35  c)  unterscheidet  sich  von  der  sehr  ähnlichen  frater  durch  gelbe  Fhlrkeule  und  statilla. 
gelbe  Unterseite  des  Hlbs,  welche  bei  frater  grau  ist.  Das  Zellende  der  Vtlgl  ist  ungezeichnet,  während 
bei  atagalpa  Rsch.  über  dem  Zellende  der  Vtlgl  ein  schwärzlicher  Bindenstrich  steht.  Beide  Formen  atagalpa. 
stammen  aus  dem  östlichen  Peru. 


134 


HETEKOSCADA;  NAPEOGENES.  Von  R.  Haen«ch. 


antea. 


ciipompe. 


gazoria. 


fenella. 


peridia. 

hemimelaena. 


iquitensis. 


amara. 


tolosa. 


olyrina. 


larina. 


aethra. 


diiessa. 


C.  antea  Ilen'.  (35(1)  aus  Ecuador,  die  grösste  Art  der  Gattung,  hat  farblose  Flügel  mit  breiten, 
schwarzen  Rändern  und  kleinen,  weissen  Aussenrdjunikten.  Die  Fhlrkeule,  Basis  der  Hflgl-  und  Hlbsunter- 
seite  sind  gelb.  Am  hohen  üfer  des  oberen  Pastaza  fand  sich  diese  interessante  Art  unter  mächtigen  Laub¬ 
bäumen  ziemlich  häufig,  zusammen  mit  den  sehr  ähnlichen  N((peorjenes  (jJycera  und  lycora ,  Ithomia  linda, 
Hypola'ia  coenhia,  Threnodes  coeno'ides  etc. 

Die  letzte  Art  dieser  formenreichen  Gattung  C.  eupompe  Geyer  (=  phlysto  FIdr.)  (35  d),  aus  Süd- 
Brasilien,  steht  ganz  isoliert,  erinnert  vielmehr  an  gewisse  Arten  der  Gattungen  Napeogenes,  Ithomia  und 
Gtenmymia.  Die  Flügel  sind  kurz,  durchsichtig  gelblich,  mit  schwarzen  Rändern  und  Halbbinde  über  dem 
Zellende  der  Vllgl;  auf  der  Unterseite  mit  rotbraunen  Fleckecnreihen  und  weisslichen  Doppelflecken.  Fhlr 
schwarz,  llalskiagen  rotbraun.  —  Rp  nach  W.  Müluer  ziemlich  durchscheinend,  oben  graugrün,  Kopf  gelb, 
später  schwarz.  Pp  durchscheinend  grün,  mit  goldglänzenden  Linien  und  schwarzen  Flecken. 

16.  Gattung:  Heteroseacla  Schatz. 

Diese  Gattung  enthält  nur  2  kleine,  gelbliche  Formen,  ^velche  in  Brasilien  Vorkommen.  Die  mittlere 
Discocellulare  der  Htlgl  ist  schwach  nach  innen  gebogen,  die  obere  ist  beim  cf  lang. 

H.  gazoria  Go(t.  (=  yanina  Ileiv.)  (36  d).  Diese  zierliche,  kleine  Art  hat  viel  Ähnlichkeit  mit  Ptcronymia 
hemijoodhe  Der  Halskragen  ist  rotbraun,  der  Hlb  unten  gelb.  Die  Flügel  sind  bis  über  das  Zellende 

hinaus  gelb  bestäubt  und  dunkel  gesäumt. 

Die  etwas  grössere  H.  fenella  Tlcir.  hat  breitere  Ränder  ,  eine  breite  Halbbinde  über  das  Zellende 
der  Vtlgl  und  einen  rotgelben  Fleck  an  der  Basis  derselben.  Sie  sieht  Napcogcacs  xanthonc  sehr  ähnlich.  — 
Beide  Arten  leben  in  Mittel-Brasilien. 

17.  Gattung:  ISTapeogeiies  Bat. 

In  dieser  formenreichen  Gattung  befinden  sich  viele  Arten,  deren  Zeichnnng  und  Färbung  bei  ge¬ 
wissen  Ithomien  wiederkehrt,  so  dass  man  dieselben  nur  an  dem  Geäder  erkennen  kann.  Alle  Napeogenes 
sind  an  den  ungewinkelten  Discocellularen,  der  langen  Zelle  und  der  scheinbar  5  ästigen  Mediane  im  Htlgl 
von  den  ähnlichen  Arten  anderer  Gattungen  zu  unterscheiden.  —  Die  Arten  finden  sich  über  das  ganze 
neotropische  Gebiet  verstreut,  meistens  mit  den  korrespondierenden  Arten  anderer  Gattungen  vermischt,  sind 
dann  aber  gewöhnlich  selten,  während  die  lebensfähigeren  Ithomien  sehr  zahlreich  angetroffen  werden. 

N.  peridia  Hca\  (35  d)  aus  Columbien  hat  eine  Zeichnung  wie  Cidlithomia  tridactyla  und  llirsatis 
hecalesiiur,  die  Htlgl  sind  jedoch  noch  dui'ch  grosse,  gelbe  Aussenrdspunkte  ausgezeichnet.  —  Bei  hemimelaena 
Godm.  u.  G(dv.  von  Panama  sind  die  gelben  Flecken  am  Zellende  der  Vtlgl  zu  einem  grossen  vereint, 
ähnlich  wie  bei  iqaitejisis  (35  d).  Die  gelben  Fleckpn  am  Apex  und  Aussenrd  der  Htlgl  sind  dagegen  sehr 
klein  und  die  Apicalhälfte  daher  viel  stärker  schwarz  gefärbt. 

N.  iquitensis  Stgr.  (35 d)  vom  oberen  Amazonas  hat  in  der  schwarzen  Apicalhälfte  der  Vtlgl  eine 
breite,  gebogene,  gelbe  Binde;  in  der  rotbraunen  Basalhälfte  2  schwarze  Flecken  und  auf  den  rotbraunen 
Htlgln  eine  schwarze  Fleckenbinde  und  gezackten  Aussenrd. 

N.  amara  Godm.  (35 d)  aus  Zentral -Amerika  ist  kleiner  als  peridia  und  hat  im  Apicalteil  der  Vtlgl 
weniger,  aber  gi’össere,  gelbe  Flecken,  sowie  an  der  Basis  einen  rotbraunen  Flecken.  Die  Rand])unkte  sind 
kleiner  und  weiss.  Am  Apex  der  Htlgl  stehen  2  undeutliche,  gelbliche  Flecken.  —  Bei  der  etwas  grösseren 
tolosa  IIea\  (35e)  ist  die  Grundfarbe  der  Htlgl  und  die  Basis  der  Vtlgl  heller  gelbbraun.  Die  gelben  Flecken 
der  Vllgl  sind  grösser,  der  Aussenrd  der  Htlgl  schmäler,  tolosa  bewohnt  Mexiko  und  das  nördliche  Zentral- 
Amerika. 

Die  interessante  und  seltene  N.  olyrina  Usch.  (35  e)  aus  Bolivien  erinnert  an  Ceratinia  excelsa  und 
Olyras  moidagai.  Die  schwarzen  Vtlgl  haben  grosse,  weissliche  Glastlecken,  die  rotbraunen  Htlgl  sind  ausser 
der  breiten,  dunklen  Randbinde  noch  mit  einer  glasigen  Schrägbinde  in  der  Apicalhälfte  versehen,  wie 
bei  excelsa. 

N.  larina  llea'.  (35  e)  aus  dem  östlichen  Goluml)ien  hat  weisse  Vtlgltlecken;  von  den  Randtlecken 
sind  die  im  Apex  grösser;  die  Basis  der  Vtlgl  ist  rotbrann.  Im  Discus  der  Htlgl  stehen  3  isolierte,  schw-arze 
Flecken.  Selir  ähnlich  ist  Ithomia  caadesceiis. 

N.  aethra  Tfeir.  (35 e)  vom  oberen  Napo  in  Ecuador  hat  grössere,  Inndenartige,  gelbe  Flecken  im 
Discus  der  Vtlgl  und  undeutliche  gelbe  Randpunkte.  Die  Htlgl  sind  dunkel  gesäumt,  mit  4  schwarzen 
Flecken  im  Discus. 

N.  duessa  1lea\  (35  e)  ist  an  der  kastanienbraunen  Grundfarbe  und  den  beiden  schwarzen  Halblnnden 
am  A[)ex  der  Htlgl  kenntlich.  Die  Vtlgl  haben  einen  gelben  Mitteltleck  mit  schwarzem  Puidvt  und  duidvel- 
braune  Basis.  Diese  eigentümliche  Art  tliegt  am  oberen  Amazonas  in  Peru  und  Ecuador. 


NAIM^](XiKNHjS.  Von  I«.  1 1  AKNscii. 


IXi  N.  quadrilis  Ihch.  vom  nl)eren  Napo  ist  die  ( jlruii(lfarl)e  gelbbraun  und  der  gelbe  ,Miltellle(d<  qnadrilis. 
der  Vtigl  ist  zur  Schrägbiude  verlängert.  In  den  dunkel  gesäumten  Illlgbi  sttdd  am  Imienwinkel  ein  gi'osser, 
schwarzbrauner  Fleck.  ^ 

Die  folgenden  5  Formen  stehen  einander  alle  sehr  nahe;  sie  haben  die  gewölndiche  (Irundfarlie  mit 
schwarzer  Apicalhälfte  und  schwarzem  Zelltleck  der  Vtigl,  sowie  dunkler  Zackeiu'andbinde  dei-  llllgl  und  H  —  .ö 
schwarzen  Flecken  im  Discus.  —  N.  terastis  //«■//.  (35 e)  hat  eine  gelbe  Mittel-  und  Subapicalbinde  der  Vtigl.  —  tcrastis. 

Es  ist  die  Form  des  unteren  Amazonas,  während  bei  zurippa  Unr.  aus  Bolivien  die  Mittelbinde  in  — 3  Flecken  zurippa. 
zerteilt  ist.  —  otaxes  welche,  wie  die  beiden  folgenden,  in  Peru  vorkommt,  bat  eine  blasse,  gelbliche  otaxes. 

Mittelbinde  und  im  A])ex  2  eljensolche  Punkte.  —  pyrrho  Driicr  hat  noch  die  gelbe  Suba])icalbitide,  dagegen  pyrrho. 
fehlt  die  Mittelbinde.  —  P>ei  deucalion  lisch,  feldt  auch  die  Subapicalbinde  Ins  auf  2  gelbe  Punkte.  üencaiion. 

Die  mir  in  Natur  unbekannte  N.  hygla  (Sothn.  aus  Surinam  soll  das  Aussehen  von  Mcrhnnith  hygiu. 
'polt/miiiu  haben. 

N.  Stella  Ilea'.  (35  f).  Bei  dieser  kleinen  Art  und  ihren  Lokalformen  aus  dem  östlichen  Columbien  und  stella. 
Ecuador  wird  die  schwärzliche  Färlmng  in  der  Aussenhälfte  aller  Flügel  durch  die  gelblichen  Glastlecken 
fast  ganz  verdrängt.  Eine  ganz  gleiche  Zeichnung  hat  <  '((l/o/eria  johtiit,  welche  nur  an  dem  Geäder  zu  unter¬ 
scheiden  ist.  —  Bei  der  etwas  grosseren  glabra  (lodiii.  von  Columbien  sind  die  Flügel  noch  mehr  durchsichtig  glabra. 
und  die  Randpunkte  gelb.  Der  Ird  der  Vtigl  ist  schwarz.  -  aster  (ro(h)i.  aus  Ecuador  hat  dunklere  Flügel  astcr. 
und  kleinere  Randpunkte.  Bei  der  ähnlichen  decora  (loihii.  sind  die  Ränder  aller  Flügel  viel  breiter.  Die  decora. 
Vtigl  haben  einen  dunklen  Strich  durch  die  Zelle. 

N.  larilla  IFeir.  (35 f)  aus  Ecuador  hat  glasige  Flügel  mit  gezackten,  dunklen  Aussenrändern  und  je  lari/la. 
einem  Fleck  am  Zellende  aller  Flügel.  Beim  ?  sind  die  Flügel  breiter,  der  Rand  der  Vtigl  rotl)raun  und 
die  weissen  Randtlecken  im  Htlgl  viel  grösser.  Diese  seltene  Art  erinnert  an  \'el<nin/sl(i  panhdis  und  I)ismenitis 
theiidelindci ,  mit  denen  sie  in  Bergwäldern  bis  zu  Flöhen  von  2500  m  vorkommt. 

N.  cranto  Fldr.  (35  f)  aus  Columbien  hat  dunkelbraune  Ränder  und  Flalbbinde  über  dem  Zellende  cranto. 
der  Vtigl.  Die  Basis  der  Vtigl  und  die  Htlgl  sind  gelb  bestäubt.  —  Die  ähnliche  paedaretus  Godm.  u.  Sale,  paedaretus. 
aus  Costa  Rica  ist  lebhafter  gefärbt  und  hat  gelbbraune  Flügeladern,  sowie  am  Apex  und  dem  dunklen  Vrd 
der  Vtigl  noch  2  längliche,  gelbe  Flecken.  Beim  ?  ist  die  Basis  der  Vtigl  dunkel  und  die  Htlgl  sind  gelbbraun. 

Bei  der  kleineren  N.  harbona  Heiv.  (35f)  aus  Ffeuador  sind  die  Flügel  farblos  mit  schwarzen,  unten  harbona. 
rotbraunen  Rändern  und  undeutlichen,  weissen  Randjnmkten. 

N.  apulia  Hew.  (35  f)  aus  Columbien  hat  eine  Zeichnung  wie  Cerathiia  oaia ,  mit  rotbraunem  Fleck  apuiia. 
am  Innenwinkel  der  Htlgl.  —  Bei  der  etwas  grösseren  nausica  Weym.  aus  Ecuador  ist  der  Aussenrd  der  Vtigl  nausica. 
breiter,  der  Ird  schmäler.  Der  rotgelbe  Fleck  am  Innenwinkel  reicht  nicht  bis  zur  Basis. 

N.  lycora  lletr.  (35 gj  ist  eine  ähnliche  Art  wie  apulia,  aus  dem  östlichen  Ecuador,  es  fehlt  jedoch  lycora. 
die  rotgelbe  Färbung  am  Innenwinkel  der  Htlgl;  die  Basis  der  letzteren  ist  schwach  gelblich.  Ferner  ist 
die  Fhlrkeule  gelb. 

N.  glycera  Godm.  (35g)  sieht  der  Ceraiinia  anfea  täuschend  ähnlich,  ist  aber  etwas  kleiner  und  der 
Hlb  ist  unten  grauweiss,  bei  anfea  lebhaft  gelb.  Sie  tliegt  mit  den  ähnlichen  Formen  zusammen  am  oberen 
Pastaza  in  Fdcuador. 

N.  eunomia  Godm.  aus  Peru  entspricht  der  ähnlichen  Ceratinia  frafer  von  dort.  Die  schwarzen  eunomia. 
Ränder  sind  schmäler,  die  Basis  der  Htlgl  ist  gelblich. 

N.  flossina  Btlr.  (35  g)  aus  dem  östlichen  Columbien  und  Ecuador  hat  durchsichtige  Flügel  mit  flossina. 
schmalen,  dunklen  Rändern  und  an  der  Basis  aller  Flügel  gelbliche  Färbung.  —  Eine  ganz  ähnliche  Form 
ist  hypsaea  Siyr.  vom  Caucatal  in  Columbien.  Bei  ihr  sind  die  Adern  am  Zellende  der  Vtigl  nicht  hypsaea. 
dunkel  gesäumt,  und  die  Färbung  an  der  Basis  ist  schwächer.  Die  beiden  letzten  Formen  erinnern  an 
Episcada  paradoxa  und  andere  ähnliche  Ithomien. 

Die  nun  folgenden ,  meist  kleineren  Arten  haben  eine  dunkle  Schrägbinde  über  das  Zellende  der 
Vtigl.  N.  ithra  Heir.  vom  unteren  Amazonas  und  potaronus  Kaye  (35 f)  aus  Britisch  Guiana  haben  eine  ithra. 
nach  hinten  gegabelte,  dunkle  Schrägbinde  und  weisslichen  Wisch.  Bei  dhra  sind  die  F^lügel  schwach  rötlich,  potaronus. 
die  Ränder  schmal,  dunkelbraun,  an  der  Basis  der  Vtigl  und  im  Aussenrd  der  Htlgl  gelbrot.  pofarontts  hat 
farblose  Flügel  mit  breiteren,  dunklen  Rändern  und  rotbraunen  Flecken  im  Aussenrd.  der  Htlgl. 

N.  cyrianassa  Vhl.  u.  Hew.  (35  g)  vom  Amazonas  und  Columbien  ist  kenntlich  an  dem  Zacken  cyrianassa. 
der  schwarzen  Schrägbinde  nach  dem  Apex  zu.  Entsprechend  ist  daher  auch  die  gelbe  Schrägbinde  aus¬ 
gebuchtet.  Die  Htlgl  haben  eine  breite,  dunkel  begrenzte,  gelbrote  Submarginal-Randbinde.  —  Bei  ercilla  era'lla. 

Hew.  vom  oberen  Amazonas  ist  die  Subapicalbinde  der  Vtigl  weiss  und  in  Flecken  geteilt.  —  Die  mir  in 
Natur  unbekannte  glycon  Godin.  soll  ähnlich  cyrianassa  jiEm ,  aber  mit  einem  dreieckigen,  schwarzen  Fleck 


NAPEOGENES.  Von  R.  Haenscii. 


adiilta. 

dilutata. 


inachia. 

inoles. 

tiinantina. 

adelphe. 

pheranthes. 

pyrois. 

corena. 


laniia. 

galinthias. 

rhezia. 

xanthone. 

richardi. 

leptalina. 

crispina. 

benigna. 

sulplitirina. 

osinia. 

azeka. 

gracilis. 

ptero- 

nymiensis. 

elva. 

pharo. 


1 3() 

in  der  Zelle  der  Vflgl.  —  adulta  lisch,  und  dilutata  Hsch.  sind  Lokalf'ormen  von  cyrianassa  aus  Britisch 
Guiana.  udnhi«  ist  grösser  und  lebhafter  getärbt.  Die  Basis  der  Vtlgl  ist  bis  nahe  zum  Zellende  rotbraun. 
Im  Apex  steht  eine  Reihe  rotbrauner  Punkte.  Die  rotbraune  Binde  der  Htlgl  ist  breit  schwarzbraun  gerändert. 
(Uhdata  hat  schmälere  Flügel  und  gelbbraune  Grundfarbe,  welche  sich  l)is  über  das  Zellende  der  Vtlgl 
ausdehnt  und  auch  den  Aussenrd  säumt. 

N.  inachia  Hew.  (35g)  ist  der  cyrianassa  sehr  ähnlich,  es  fehlt  aber  der  Zacken  am  Zellende  der 
Vtlgl,  welche  an  der  Basis  durchsichtiger  gelblich  sind.  Die  Fhlr  sind  dunkel.  —  Bei  der  Lokalform  moles 
Usch,  aus  Britisch  Guiana  sind  alle  dunklen  Ränder  und  Säume  breiter.  Der  Discus  der  Htlgl  ist  gelblich. 
Die  Flügel  sind  kurz  und  breit.  —  tunantina  Bat.  vom  oberen  Amazonas  soll  der  cyrianassa  ähnlich  sein, 
aber  mit  ovalem  Subapicaltleck  der  Vtlgl,  so  dass  die  schwarze  Schrägbinde  am  Zellende  in  gleicher  Breite 
bis  zum  Aussenrd  reicht.  —  adelphe  Bat.  vom  unteren  Amazonas  soll  gleichfalls  cyrianassa  sehr  ähnlich 
sein,  mit  undurchsichtigeren  Flügeln.  Apicaltleck  der  Vtlgl  fast  gleichbreit.  Die  schwarze  Sclirägbinde  all¬ 
mählich  verjüngt. 

N.  pheranthes  Bat.  vom  oberen  Amazonas  soll  ähnlich  inachia  sein,  aber  mit  schwarzem  Halskragen 
und  Schulterdecken,  welche  bei  den  anderen  Formen  rotbraun  sind. 

N.  pyrois  Bat.  vom  unteren  Amazonas  ist  ebenfalls  der  inachia  ähnlich,  hat  aber  im  Vtlgl  kein  Gelb¬ 
braun.  Ferner  ist  die  vordere  Hälfte  der  Htlgl  gelblich. 

N.  corena  Hea\  (36b)  vom-  oberen  Amazonas,  sowie  dem  östlichen  Peru  und  Ecuador,  ist  an  der 
breiten,  gelbbraunen  Subapicalbinde  der  Vtlgl  kenntlich,  welche  ganz  ähnlich  auch  l)ei  Arten  anderer 
Gattungen  verkommt,  z.  B. :  Disniurphia  erythroty  Leucothyris  ilerdina ,  tahderda,  Jlypoleria  sarepta  und 
anderen. 

N.  lamia  ifc/c.  hat  das  Aussehen  von  Scuda  ethica  (36  d),  ist  aber  merklich  grösser  und  hat  grössere, 
Aveisse  Randpunkte,  besonders  im  Htlgl,  sowie  eine  ungegabelte  Binde  über  dem  Zellende  der  letzteren. 

Eine  ähnliche  Form  ist  N.  galinthias  llpfr.  aus  Bolivien,  bei  welcher  die  dunkle  Zeichnung  über 
dem  Zellende  der  Htlgl  fehlt. 

N.  rhezia  llhn.  erinnert  an  Cerafinia  Japhria,  es  fehlen  aber  der  sclnvarze  Fleck  in  der  Zelle  der 
Vtlgl  und  die  weissen  Randpunkte  auf  der  Oljerseite.  Die  Art  findet  sich  in  Brasilien. 

Bei  N.  xanthone  Bat.  (=  yanetta  Hcar.)  (36b)  aus  dem  südlichen  Brasilien,  fehlt  die  rotbraune  Fär¬ 
bung  auf  allen  Flügeln  bis  auf  2  Striche  an  der  Basis  der  Vtlgl.  —  Die  ab.  richardi  Frühst,  aus  Mittel- 
Brasilien  hat  dagegen  stärkere  rotl)raune  Zeichnung  an  der  Basis  dei-  Vtlgl  und  im  Aussenrd  der  Htlgl. 

N.  leptalina  FIdr.  aus  Mittel-Brasilien  hat  ähnliche  Zeichnung  wie  xanthone  aber  ohne  rotbraun  an 
der  Basis  der  Htlgl.  Sie  erinnert  an  Disinorphia  methynina. 

N.  crispina  lfea\  aus  Columbien  hat  eine  rötliche  Basis  der  Vtlgl  und  am  Vrd  in  halber  Zelllänge 
einen  dunklen  Fleck.  Der  schwarze  Aussenid  ist  nach  innen  über  den  Adern  gezackt. 

Bei  N.  benigna  Ideyrn.  von  Columbien  steht  über  der  Mediane  der  Vtlgl  ein  rötlicher  Strich  und 
die  Hall)binde  über  den  Zellschluss  ist  an  der  Mediane  breit. 

N.  sulphurina  Bat.  {=  chinia  H.-Schäff'.,  pozziana  Oherth.)  (36  a)  ist  eine  gelbliche,  dnnkel  geränderte 
Art  vom  Amazonas  und  Brasilien,  kenntlich  an  dem  schwarzen  Strich  über  die  Mediane  an  der  Basis  der 
Vtlgl  und  2  weissen  Punkten  im  Apex  derselben,  sowie  an  den  schwarzen  Fühlern. 

N.  osuna  Hew.  aus  Bolivien  hat  breite,  schwarze  Ränder  und  ausser  der  Schrägbinde  über  das  Zell¬ 
ende  der  Vflgl  auch  eine  unterbrochene  Binde  über  das  der  Htlgl,  sowie  eine  Binde  durch  die  Zelle  der  Vtlgl. 
—  Bei  azeka  Hew.  (35g)  ist  die  Zeichnung  ähnlich,  aber  zarter.  Die  Binden  durch  die  Zelle  der  Vtlgl- 
und  über  das  Ende  der  Htlglzelle  sind  hier  nur  durch  das  Fehlen  der  gelben  Bestäubung  angedeutet  (was 
in  der  Abbildung  wenig  hervortritt);  auch  ist  die  Sebrägbinde  am  Zellende  der  Vtlgl  von  der  Mitte  an  ganz 
schmal.  Columbien  und  Ecuador.  --  gracilis  Usch,  aus  Bolivien  ist  der  vorigen  ähnlich,  mit  schmäleren 
Rändern  und  breiterer  Halbbinde  über  das  Zellende  der  Vtlgl,  soAvie  ohne  die  Binden  durch  die  Zellmitte  und 
über  das  Ende  der  Htlglzelle. 

N.  pteronymiensls  Usch,  aus  Columbien  hat  farblose  Vtlgl  und  gelb  bestäubte  Htlgl  mit  dunklen, 
unten  gelbbraun  gefleckten  Rändern  und  ebensolcher  Halbbinde  über  das  Zellende  der  Vtlgl.  Fhlr  dunkel 
mit  gelbbrauner  Keule.  Apex  der  Vtlgl  und  Aussenrd  der  Htlgl  auf  der  Unterseite  mit  Aveissen  Randjmnkten. 

Die  mir  in  Natur  unbekannte  N.  elva  Godm.  aus  Columbien  soll  durchsichtige  Flügel  haben  mit 
scliAvürzlichen,  unten  rötlichen  Rändern. 

N.  pharo  Ftdr.  (36  b)  vom  oberen  Amazonas  ist  eine  häutigere  Aif  mit  gelblichen  Glasfehlern  und 
breiten,  sclnvarzen  Rändern,  Aveicbe  unten  gelblu’aune  Streifen  haben.  Die  Schrägbinde  der  Vtlgl  ist  allmäh- 


Ausgcgehen  31.  V.  00. 


SAIS;  SdADA.  Von  1».  IImonscii. 


lieh  zuj2^espitzi.  Die  Fhir  sind  schwarz.  Bei  der  ähnlichen  avila  Ilsi-It.  aus  dem  ösilichen  l^lcuador  ist  die  avila. 
Fühlerkeule  gelbhi'aun,  die  Flügel  sind  schmäler  und  die  Vllgl  haben  unten  7  weisse  Ivandllecken,  bei  pharo 
nur  3 — 4  Apicaltlecken.  —  crocodes  Bai.  vom  oberen  Amazonas  unterscheidet  sich  von  den  vorigen  durch  crorades. 
schwarzen  Halskragen  und  Schulterdecken,  welche  dort  i'otbraun  sind. 

N.  thira  Heir.  aus  Peru  hat  Grösse  und  Zeichnung  wie  sylphis  Bun-,  (30 a)  aus  Bolivien,  jedoch  im  ihira. 
Aussenrd  der  Htlgl  einen  rotgelben  Streifen.  Auf  der  Unterseite  haben  beide  Formen  gelbbraune,  dunkel  sy/p/iLs. 
gesäumte  Bänder  und  2  weisse  Punkte  im  Apex. 

Die  ähnliche  N.  verticilla  Uew.  (36a)  hat  über  den  Zellschluss  der  Vllgl  nur  eine  dunkle  Halbbinde  verticilla. 
und  nach  dem  Apex  zu  einen  kleineren,  weissen  Wisch.  -  Ebenso  ist  auch  sodalis  Ihch.  gezeichnet,  welche  sodalis. 
mit  der  vorigen  im  Grenzgebiet  von  Peru  und  Bolivien  vorkonnnt.  Letztere  hat  jedoch  eine  gelbe  Basis 
am  Vrd  der  Htlgl-LInterseite,  während  dieselbe  bei  verlicilla,  wie  die  übrigen  Bänder,  gelbbraun  gefärbt  ist. 

18.  Gattung:  Hbn. 

Diese  kleine  Gattung  enthält  nur  wenige,  kaum  nhttelgrosse  Formen,  die  sieb  alle  sehr  nahe  stehen 
und  im  nördlichen  Süd-Amerika  Vorkommen,  aber  meistens  nicht  häuhg  sind.  Kenntlich  sind  die  Arten  an 
der  langen  Zelle  der  Htlgl  mit  scliwach  gewinkelter  mittlerer  Discocellulare  und  an  den  stark  verkümmerten 
Vorderfussen  der  cf  cf. 

S.  paraensls  Usch.  (36c)  vom  unteren  Amazonas  hat  gelbbraune  Grundfarbe;  Apex  und  2  Flecken  paraensis. 
am  Zellende  der  Vllgl,  sowie  Aussenrd  und  Mittelbinde  der  Htlgl  schwarzbraun.  Vllgl  mit  breiter,  gelber 
Schrägbinde.  —  badia  Usch.  (=  mosellina  87//r.  i.  1.)  vom  oberen  Amazonas  ist  eine  grössere  Lokalform  mit  badia. 
kastanienbrauner  Grundfarbe  und  kleinerer  gelber  Schrägbinde.  —  camariensis  lisch,  aus  Britisch  Guiana  camariensis. 
hat  hell  gelbbraune  Grundfarbe,  einen  grossen  rotbraunen  Fleck  im  A])ex  der  Vtlgl  und  eine  gelbe  Längsbinde  an 
der  Mediane  der  Htlgl.  —  rosalia  Cr.,  die  älteste  Form,  von  Surinam,  hat  keinen  schwarzbraunen  xVpex,  rosalia. 
derselbe  ist  gleich  der  gelbbraunen  Grundfarl)e.  Sonst  steht  dieselbe  der  parai'nsis  nahe.  —  Bei  der  grösseren 
virchovi  Deiv.  ist  der  Apex  der  Vflgl  schwarzbraun  und  die  gelbe  Schrägbinde  sehr  schmal  und  gezackt.  — •  virchovi. 
Gleichfalls  aus  Venezuela  stammt  mosella  Hew.  (36  c),  welche  einen  rotln-aunen  Fleck  am  Apex  der  Vtlgl  bat,  mosella. 
während  die  Mittelbinde  der  Htlgl  fast  ganz  fehlt.  " 

S.  promissa  Wepm.  und  zitella  Heic.  (36  c)  balien  breitere  Flügel  und  einen  gelbbraunen  Apex  der /a-owma. 
Vtlgl  mit  schwarzbraunen  Bandzacken ,  ähnlich  wie  Cerafinia  pardalina.  Die  Flecken  der  Mittelbinde  und  zUr/Za. 
die  Aussenrdzacken  der  Htlgl  tliessen  paarig  zu  schwarzen  Streifen  zusammen ,  so  dass  dazwischen  noch 
Striche  der  gelbbraunen  Grundfarbe  stehenbleiben.  Beide  Formen  tliegen  am  oberen  Amazonas ,  und  hat 
promissa  eine  grosse,  breite,  gelbe  Schrägbinde,  wie  paraensis,  während  diese  bei  zitella  schmal  und  kurz  ist. 

19.  Gattung:  ^eada  Krb. 

Die  Gattung  umfasst  nur  einige  zarte,  gelb  und  schwarze  Formen,  die  sich  fast  alle  sehr  ähnlich 
sehen  und  meist  in  der  Nähe  des  Äquators  Vorkommen.  Die  stark  verkümmerten  Vorderfüsse  der  efef  hat 
sie  mit  der  vorigen  Gattung  und  den  ihr  auch  äusserlich  ähnlichen  Äeria  gemein.  Kenntlich  ist  sie  besonders 
an  der  langen  oberen  Discocellulare,  welche  gewissermassen  einen  Ast  der  Subcostale  bildet.  —  An  Grösse 
bleiben  einige  Formen  selbst  noch  hinter  den  eigentlichen  Ithomiinen  zurück  und  sind  somit  die  kleinsten  der 
ganzen  Familie. 

Die  8'c«r/«-Arten  halten  sich  gerne  im  dichten  Gestrüpp  des  LTrwalds,  an  feuchten  Stellen  nahe  dem 
Boden  auf  und  kommen  nur  bei  trübem  Wetter  auf  Lichtunge)i,  wo  man  sie  an  kleinen,  weissen  Stern¬ 
blüten  saugend  findet. 

Die  seltene  S.  zemira  Uew.  (36 d)  aus  Ecuador  ist  die  einzige  Art,  welche  ausser  sehr  breitei-,  zemira. 
schwarzer  Zeichnung  noch  einen  rotbraunen  Doppelfleck  am  Hinterwinkel  der  Vtlgl  hat. 

S.  kusa  IJeiv.  hat  etwas  schmälere  Bänder,  sie  weicht  von  der  gewöhnlichen  Zeichnung  dadurch  kaso. 
ab,  dass  durch  Zusammentli essen  der  Schrägbinde  und  des  Irds  der  Vflgl  ein  gelber  Fleck  am  Hinterwinkel 
al)getrennt  wird.  Sie  tliegt,  wie  die  kleinere  ethica  Uew.  (36  d)  in  Ecuador.  Bei  letzterer  wird  durch  eine  ethica. 
schwärzliche  (luerbinde  über  das  Zellende  der  Htlgl  am  Apex  derselben  ein  gelber  Fleck  al)getrennt,  wie 
es  ganz  ähnlich  auch  bei  Napeopenes  lamia  und  Ifhomia  derasa  von  denselben  Lokalitäten  der  Fall  ist.  — 
excellens  Srka.  ist  eine  Lokalform  aus  Ecuador,  bei  welcher  die  schwarzen  Aussenränder  fast  ganz  ver-  excellens. 
schwinden,  indem  die  Randpuidcte  sehr  gross  und  gelb  werden.  —  quotidiana  Usch,  vom  mittleren  Xapo  in  quotidiana. 
Ecuador  steht  der  ethica  nahe;  es  fehlt  ihr  aber  die  charakteristische  Querbinde  im  Htlgl. 

S.  zibia  Uetv.  ist  eine  ähnliche  Art  aus  Columbien  und  Ecuador  mit  spitzerem  Apex  der  Vtlgl  und  2 il> tu. 
rotbraunem  Halskragen.  —  xanthina  Bat.  (36 d)  ist  eine  ähnliche  Form  mit  l)reiteren,  tiefer  schwarz  gefärbten  xanthitui. 
Rändern  und  leldiaftem  Gelb.  Es  ist  die  einzige  zentralamerikanische  Form;  aus  Panama  und  Costa  Rica. 

V  18 


138 


DIRGENNA.  Von  H.  Haensch. 


amplificata. 

philemon. 

theaphia. 

batesi. 

majiisciila. 

reckia. 

ortygia. 


kliigi. 

düriqiiensis. 


relata. 

olyras. 


lonera. 


jemina. 


bairdi. 

eiichytma. 


visina. 

Sana. 


man  ca. 
steinlieili. 


—  amplificata  lisch,  aus  dem  östlichen  Columbien  ist  grösser  mit  breiten,  schwärzlichen  Rändern  und 
grösseren,  weissen  Randpunkten,  besonders  am  Apex  der  Vtlgl. 

S.  philemon  Fidr.  aus  Venezuela  soll  der  reckia  IJhn.  ähnlich  sein,  aber  rotbraunen  tialskragen 
und  >Schulterdecken  haben. 

S.  theaphia  Bat.  (3Gd)  vom  unteren  Amazonas  ist  die  kleinste  Art  der  Gattung  und  auch  der  ganzen 
Familie.  Es  kommen  Exemplare  von  weniger  als  30  mm  Flügelspannung  vor.  Sie  hat  sehr  zarte,  gelbliche 
Flügel  und  eine  gerade,  schwai’ze  Schrägbinde  am  Ende  der  Vtlglzelle.  —  batesi  Usch.,  eine  Lokalform  vom 
oberen  Amazonas  bis  Ecuador,  ist  grösser,  lel)hafter  gefärbt,  mit  breiteren  schwarzen  Rändern.  —  majusculaÄsr/n 
ist  eine  grössere  Form  aus  Britisch  Guiana.  Sie  hat  breite,  tiefschwarze  Ränder,  dagegen  sehr  kleine,  weisse 
Randpunkte.  Auf  der  Unterseite  steht  im  Aussenrd  nahe  dem  Innenwinkel  ein  rotbrauner  Strich. 

S.  reckia  Tlhn.  aus  dem  nördlichen  Brasilien  ist  eine  kleinere  Art  und  an  dem  Fehlen  der  weissen 
Randpunkte  auf  der  Oberseite  kenntlich.  Die  gell)e  Grundfarbe  ist  nur  wenig  durchsichtig. 

Bei  S.  ortygia  Drace  (=;  garleppi  Sh/r.  i.  1.)  aus  Peru  fehlen  die  weissen  Randpunkte  ebenfalls; 
.sie  ist  al)er  bedeutend  grösser  mit  sehr  langen  zugespitzten  Flügeln.  Die  dunklen  Ränder  sind  besonders 
beim  cd  sehr  durchscheinend;  der  Ird  der  Vtlgl  sehr  breit. 

20.  Gattung:  DU.  u.  Hew. 

Hiermit  beginnt  die  Gruppe  der  eigentlichen  Ithomien,  bei  Avelchen  die  untere  Discocellulare  der 
lltlgl  mit  der 'Mediane  einen  scharfen  Winkel  bildet,  so  dass  die  Zelle  dort  nur  kurz  ist. 

Bei  Dircciuia  sind  die  Palpen  stark  behaart,  die  Zelle  der  Htlgl  ist  kurz.  Die  Vorderfüsse  der  ?? 
sind  viergliederig.  Es  gehören  hierher  meist  ansehnliche  Arten  mit  durchsichtigen  Flügeln  und  halblangen 
Fühlern.  Von  Mexiko  bis  Argentinien  finden  sich  fast  überall  Formen  dieser  Gattung;  sie  sind  meistens 
nicht  selten  und  einige,  Avie  klu(/i  aus  Zentral-Amerika  und  dero  aus  Brasilien  gehören  zu  den  häufigsten 
Schmetterlingen  der  Iietretfenden  Gegenden. 

D.  klugi  Uhu.  (36  e  d',  ?).  Das  d  hat  längere  Htlgl  und  zartere  Färbung,  Avas  in  der  Abbildung 
nicht  genügend  hervortritt:  die  Htlgl  sind  beim  d  gelblich,  nur  am  Innemvinkel  gelbbraun,  nicht  rotbraun, 
beim?  gleichmässig  gelbbraun.  Von  den  typischen  Stücken  aus  Mexiko,  Honduras  etc.  unterscheiden  sich 
Exemplare  vom  Vulkan  Chiriqui  in  Costa  Rica,  die  ich  daher  als  chiriquensis  fonn.  nov.  bezeichne,  durch 
lebhaftere  Färbung,  soAvie  durch  viel  breiteren  Fleck  in  der  Zelle  der  Vtlgl.  Beim  d  ist  der  Aussenrd  der 
Htlgl  neben  dem  dunklen  Saum  breit  rotbraun  gefärbt  und  nach  innen  deutlich  von  dem  durchsichtigen 
Basalteil  begrenzt. 

D.  relata  Btlr.  a.  Dracc  aus  Costa  Rica  hat  eine  schAvärzliche  Basis  der  Vtlgl,  schAvärzlichen  Apex 
der  Htlgl  und  eine  breite,  glasige  Schrägbinde  im  Htlgl,  besonders  beim  ?.  —  olyras  Fldr.  (36 e)  ist  eine 
ganz  ähnliche,  grössere  und  viel  lebhafter  gefärbte  Form  aus  Columbien,  Avelche  durch  die,  in  der  Abbildung 
nicht  sichtbare,  glasige  Schrägbinde  der  Htlgl,  besonders  auf  der  Unterseite,  und  sonstige  Zeichnung  an 
Oli/ras  monfagai  und  Ceratinia  excelsa  erinnert.  Beim  ?  sind  die  Glastlecken  der  Vtlgl  und  die  Schrägbinde 
der  Htlgl  gelb  gefärbt.  -  -  lonera  Btlr.  n.  Dracc  ist  eine  Aveitere,  ähnliche  Form  aus  Costa  Rica  mit  scliAvärz- 
lichem  Fleck  an  der  Mediane  der  Vtlgl  und  schAvärzlichen  Adern.  Der  Discus  der  Htlgl  ist  farblos.  Der 
Hlb  ist  unten  scliAvarzbraun,  nicht  gelb  Avie  bei  oti/ras. 

D.  jemina  Ubn.  (36  e  d,  ?)  hat  einen  dunklen  Fleck  in  der  Mitte  der  Vtlglzelle  und  rotbraunen  Trd 
und  Mediane.  Die  Htlgl  sind  beim  d  am  Ird  schAvärzlich ,  beim  ?  mit  Flecken  über  den  dunklen  Median¬ 
ästen.  Die  Art  ändert  ziemlich  ab,  indem  die  Grundfarbe  von  scliAvachem  Rotbraun  bis  Gelb  Avechselt;  sie 
findet  sich  in  Columbien  und  Venezuela,  soll  aber  auch  in  Nicaragua  (=jambe  DU.  u.  Ilew.)  Vorkommen.  — 
bairdi  Beak.  soll  der  jemina  ähnlich  sein,  mit  schwarzem  Ird  der  Vtlgl.  Die  Basalhälfte  der  Htlgl  ist 
ockerfarben,  die  äussere  Hälfte  schwärzlich  mit  sch Avarzen  Adern.  —  euchytma  I'Idr.  (36  f  d,  ?)  hat  kürzere 
Flügel  und  rotbraunen  Ird  der  Vtlgl.  Über  die  Zelle  zieht  eine  gegabelte,  scliAvarze  Schrägbinde  und  durch 
die  Zelle  eine  Halbbinde.  Die  Htlgl  haben  breiten  Aussenrd.  Die  Grundfarbe  derselben  ist  gelblich  mit 
rotbraunen  Adern,  ln  Columbien  und  Venezuela;  häufig. 

D.  visina  Usch.  (36  f)  aus  dem  östlichen  Ecuador  hat  fast  farblose  Flügel  mit  ganz  scliAvachen,  Aveiss- 
lichen  Tupfen,  ähnlich  Avie  bei  oli/ras.  Die  Mediane  der  Vtlgl  ist  breit  rotbraun  gefärl)t. 

D.  suna  Usch,  aus  dem  Avestlichen  Ecuador  ist  eine  ganz  ähnliche,  kleinere  Art,  bei  der  nur  die 
Fühlerkeule  gelbbraun  ist.  Der  Fleck  in  der  Vtlglzelle  ist  strichartig,  Avie  bei  marica.  Beim  ?  ist  auch  die 
Subcostale  der  Vtlgl  rotbraun,  soAvie  die  Adern  im  Discus  der  Htlgl. 

D.  marica  Ftdr.  (36  f  cf,  ?)  von  Venezuela  und  steinheili  Stgr.  aus  Columbien  sind  zAvei  einander 
nahestehende  Formen  mit  scluvarzen  Firn.  Bei  marica  sind  die  Tupfen  am  Zellende  und  Apex  gelblich, 
bei  stei)di(dti  Aveisslich. 


KI’JTI H >J\I I A.  Von  1».  IIaknsgii. 


D.  mantura  lleir.  (SOg)  ist  an  der  hreiten  l^jinde  über  das  Zellende  dei'  Vllgl  zum  yXussenrd  kennt-  mantnra. 
licli.  Sie  erinnert  dadurch  an  einige  Tlnjridid  und  Ih)livien. 

D.  loreta  Usch.  (d6g)  aus  Ecuador  ist  eine  ähidiche,  gritssere  Art,  ohne  die  Ihnde  im  lltlgl.  torcia. 

D.  xanthophane  Upfr.  aus  Peru  hat  schmälere,  dunkle  Pänder  und  lehhatt  scdiwefelgelh  gelachte  xantliopluine. 
Adern  im  Discus  der  Htlgl,  sowie  eine  gelhe  Basis  auf  der  Unterseite  derselhen. 

D.  dero  Uhn.  celtina  Ihirm.)  (3()g  cd,  ?)  ist  etwas  kleiner,  mit  kurzer,  gelhliclier  Eühlerkeule.  dero. 

Die  Binde  üher  die  Zellmitte  der  Vtlgl  ist  etwas  gebogen.  Beim  ?  sind  die  Bänder  und  Binden  breiter.  Im 
südlichen  Brasilien  bis  Paraguay  und  Argentiiden ;  sehr  häutig.  —  rhoeo  /'Vdr.  ist  eine  verwandte  Form  aus  rhoeo. 
dem  nördlichen  Brasilien,  mit  ockergelber  Färbung,  auch  der  Adern,  besonders  im  lltlgl. 

D.  hugia  Hchaiis  von  Bolivien  soll  gell)graue  Flügel  mit  braunen  Adern  und  Bändern  haben,  i\\b  hugia. 

am  Ende  der  Adern  am  breitesten  sind;  mit  gelben  Flecken  am  Zellende  und  Aussenrd. 

D.  honrathi  Srka.  (30 g)  ist  eine  seltene  Art  vom  Cbancharnayo  in  Peru,  mit  zarten,  schwärzlichen  honraihi. 
Rändern,  ohne  Fleck  durch  die  Zelle  der  Vtlgl;  mit  grösseren,  weisslichen  Punkten  am  Apex  dei'  lltlgl. 

D.  vandona  Hsch.  (37a)  erinnert  mit  dem  rotbraunen  Wisch  am  Innenwinkel  der  lltlgl  an  die  ähn-  vandona. 
liehen  Arten  von  CeratUtia ,  Napcofienf's  etc.  Die  Flügel  sind  sonst  färlilos  bis  auf  die  gelbliche  Basis  der 

Htlgl;  die  dunklen  Bänder  scharf  begrenzt.  Sie  tliegt  mit  der  ab.  Immaculata  Usch,  zusammen,  welcher  dei'  immacidata. 

rotbraune  Wisch  am  Innemvinkel  fehlt,  in  den  östlichen  Anden  von  Ecuador  am  oberen  Pastazatluss. 

D.  lorica  Wepni.  aus  Guiana  ist  eine  kleinere,  farblose  Art  mit  schmalen,  braunen  Rändern,  ohne  /or/r«. 

Binde  über  das  Zellende  der  Vtlgl. 

Die  schöne  D.  varina  IJe/r.  (37  a)  aus  den  östlichen  Anden  in  Ecuador  ist  eine  lebhaft  gefärbte,  uflV/iß. 
isoliert  stehende,  seltene  Art.  Die  Basis  der  Vtlgl  und  die  Htlgl  sind  zart  rotbraun;  der  Apex  der  Vtlgl 
schwarz;  über  dem  Zellende  eine  breite  gelbe  Fleckenbinde  mit  3  dnnklen  Flecken:  alles  halb  durchsichtig. 

—  Bei  der  ab.  partita  Usch,  ist  die  gelbe  Schrägbinde  durch  eine  schwarze  Binde  über  das  Zellende  in  partita. 
einzelne  Flecken  aufgelöst. 

D.  pulcheria  Heu-,  aus  Ecuador  hat  die  Htlgl  und  Basis  der  Vtlgl  orange  gefärbt.  Der  grössere  pulcheria. 

Teil  der  Vtlgl  ist  schwärzlich  mit  gelben  Flecken  in  und  hinter  der  Zelle. 

D.  euteles  Ersch.  aus  Cayenne  ist  mir  nicht  bekannt.  euteles. 

D.  lenea  Cr.  (?  =  melanida  UV.)  (37  a  cf,  ?)  aus  dem  nordöstlichen  Süd-Amerika  hat  im  Htlgl  eine  leuea. 
eigenartige,  schwärzliche  Längsbinde,  die  am  Apex  unterbrochen  ist.  Zwischen  derselben  und  dem  dunklen 
Aussenrd  ist  die  Färbung  rotbraun,  nach  innen  beim  cU  gelblich,  beim  $  rötlich.  Die  Vtlgl  haben  eine  gelbe 
Schrägbinde;  die  Basis  ist  rotbraun,  Apex  und  Zellende  sind  schwarz.  —  elvira  Wcijm.  ist  eine  ganz  c/ik/v?. 
ähnliche  Form,  bei  welcher  die  schwarze  und  die  rotbraune  Binde  vollständig  den  A])ex  umziehen. 

D.  methonella  Weym.  (37  a)  hat  gelbliche  Flügel  mit  schwarzen  Rändern  und  Halbbinde  über  dem  rncthonclla. 
Zellende  der  Vtlgl.  Hinter  dem  Zellende  der  Vtlgl  und  im  Discus  der  Htlgl  sind  die  Adern  zum  Teil 
gelbbraun  gefärbt.  Beim  ?  sind  die  Ränder  viel  breiter  und  in  der  Zelle  der  Vtlgl  steht  an  der  IMediane 
ein  dreieckiger  Fleck.  Sie  tliegt  im  südlichen  Brasilien  und  Paraguay.  —  xantho  Fhlr.  aus  dem  mittleren  .xantho. 
Brasilien  ist  eine  ähnliche  Form  mit  gelbbraunem  Fleck  in  der  Zelle  der  Vtlgl,  gelbbraunen  Adern  im  Htlgl 
und  stärkerer  gelber  Bestäubung.  —  Rp  nach  W.  MlnmEU  an  Solanum;  der  Körper  ist  zylindrisch,  ohne 
Anhänge,  grünlich,  der  Ko])f  sehr  gross.  Die  Pp  ist  kurz,  an  der  Banchseite  weit  vorgewölbt,  durch¬ 
scheinend  grün,  der  grössere  Teil  goldig  glänzend.  —  Ähnlich  der  jcaiifho  soll  auch  D.  hulda  Fldr.  aus  ha/da. 
Venezuela  sein,  jedoch  grösser,  mit  schmälerem  Subapicaltleck  der  Vtlgl  und  ohne  gelbbraun  in  der  Zelle. 

Bei  D,  obfuscata  Btlr.  vom  oberen  Amazonas  ist  die  Basis  der  Vtlgl  schwarz.  Die  Flecken  am  obfnscata. 
Aussenrd  gelblich.  Htlgl  nahe  der  Basis  des  Irds  mit  grossem,  durchsichtig  bräunlichem  Fleck  und  2  kleineren 
am  Apex. 

D.  zelie  CriK'r.  aus  Bolivien  soll  der  dero  verwandt  sein ,  mit  schwarzen  Rändern  und  Binde  über  zelie. 
das  Zellende.  Adern  an  der  Basis  der  Htlgl  gelb  gefärbt. 

D.  epidero  Bat.  vom  Amazonas  hat  auf  den  Htlgln  vom  Vrd  zum  Aussenrd  eine  schwarze  (luer-  epidero. 
binde,  wie  Thyridia  confusa ;  in  der  Zelle  der  Vtlgl  steht  an  der  Mediane  ein  dreieckiger,  schwarzer  Fleck. 

—  Bei  der  ab.  signata  {Sfyr.  i.l.)  ah.  nor.  (37b)  treten  im  sclnvarzen  Aussenrd  der  fltlgl,  zuweilen  auch  an  signata. 
der  Basis  der  Vtlgl,  rotbraune  Flecken  auf. 

21.  Gattung:  Spithoiiiia  Codru.u.Salr. 

Dieselbe  umfasst  nur  wenige  Formen,  die  früher  bei  Dircotna  standen.  Die  Arten  sind  besonders 
an  den  kürzer  behaarten  Palpen,  den  ögliederigen  Tarsen  der  ??,  sowie  an  dem  Vorhandensein  der  oberen 
Discocellulare  im  Htlgl  kenntlich.  Äusserlich  ähneln  sie  einigen  Arten  von  (hdldhomia,  Idhomia  und  Calloleria. 

Ihr  Verbreitungsgebiet  beschränkt  sich  auf  das  norcKvestliche  Süd-Amerika  und  Panama. 


140 


TTHOMIA.  Von  R.  Haensch. 


agrippina.  E.  agrippina  Hen-.  {=  callipero  Bat. ,  ?  balboa  Bat.)  bat  die  Grösse  der  abgebildeten  aIj)ho.  Basis 

der  Vtigl  lind  die  Htlgl  rotbraun,  letztere  mit  breitem,  dunklem  Rand.  Vtlgl  mit  2  gelben  Schrägbinden  über 
das  Zellende  und  am  Apex,  sowie  einem  Fleck  zwischen  denselben  am  Aussenrd.  Der  Rest  der  Apicalhälfte 
ist  scliwärzlich,  nebst  einem  Fleck  in  der  Zelle.  Die  Art  fliegt  in  Columbien  und  Panama.  —  Bei  einer 
fiimantis.  Form  aus  Golumliien,  die  ich  fumantis  form.  nov.  benenne,  ist  der  dunkle  Rand  der  Htlgl  nach  innen  tlecken- 
artig,  unregelmässig,  bis  fast  zur  Zelle  verbreitert.  Die  Grundfarbe  ist  dunkler.  Die  weissen  Randtlecken 
der  Unterseite  sind  sehr  gross. 

aipho.  E.  alpho  Fhlr.  (37b)  hat  halbdurchsichtige  Flügel  mit  verschwommener,  gelbbrauner  Färbung  und 

ähnlicher  Zeichnung  wie  agripplno.  —  Bei  einer  Form,  die  wie  alpho  gleichfalls  aus  Venezuela  stammt, 
steht  im  Htlgl  eine  Mittelbinde,  die  sich  aus  3  eckigen,  dunklen  Flecken  zusammensetzt.  Ich  nenne  diese 
tiikita.  Form  nikita  form.  nov. 


22.  Gattung:  Ithoiiiia  h/bn. 

Unter  diesem  Namen  wurden  früher  die  meisten  kleinen,  durchsichtigen  Formen  der  Familie  ziisarnmen- 
gefasst.  Jetzt  verstehen  wir  darunter  eine  kleinere,  aber  immerhin  noch  zahlreiche  Gruppe,  deren  bestes 
Kennzeichen  der  grosse,  ovale  Dufttleck  der  cf  cf  und  die  lange  Zelle  der  Htlgl  mit  gewinkelter  unterer 
Discocellulare  sind.  Auffällig  sind  bei  manchen  cf  cf,  z.  B.  hf/ala  (37  c),  die  grossen  breiten  Vtlgl  und  kleinen 
Htlgl;  bei  letzteren  ist  der  Vrd  durch  den  Duttrfeck  stark  nacJi  vorn  gewölbt.  Beim  ?  ist  die  Hflglzelle 
ziemlich  gerade  abgeschnitten,  mit  rücklaufender  Ader.  Der  Farben-  und  Formenreichtum  in  dieser  Gattung 
ist  recht  gross,  es  kommen  sowohl  buntgefärlite  Arten  vor,  welche  gewissen  Ccrafinia  und  Napeogmcs  sehr 
ähnlich  sehen,  als  auch  unscheinliare,  farblose,  die  in  den  folgenden  Gattungen  Nachahmer  finden.  Das 
Verbreitungsgebiet  der  Gattung  ist  entsprechend  auch  ein  sehr  grosses  und  umfasst  das  ganze  neotropische 
Gebiet.  Die  meisten  Vertreter  stellt  jedoch,  wie  auch  bei  anderen  Gattungen,  das  nordwestliche  Süd-Amerika. 

heraldica.  I.  heraldica  Bai.  (37  b)  von  Costa  Rica  hat  schwarzbraune  Vtlgl  mit  rotlirauner  Basis,  3  gelblichen 

Fleckenschrägbinden  und  weisslichen  Subapicalpunkten.  Die  Htlgl  sind  rotbraun  mit  dunklem  iVussenrd.  — 
plaginota.  plaginota  Btlr.  a.  Druce  (37b)  i.st  eine  ähnliche,  grösser  und  lebhafter  gefärbte  Art  aus  derselben  Gegend- 
Bei  ihr  sind  die  gelben  Subapical-  und  Randpunkte  stärker  entwdckelt;  von  den  Schrägbinden  ist  aber  nur 
die  äussere  und  die  Hälfte  der  mittleren  in  der  Zelle  gelb.  Die  Basis  der  Vtlgl  ist  breiter  rotbraun. 

celemia.  Bei  I.  celemia  Heiv.  (37  c)  aus  Columbien  sind  die  Schrägbinden  in  kleinere  Flecken  aufgelöst.  Der 

lurida.  Aussenrd  der  Htlgl  ist  breiter  und  in  demselben  stehen  gelbe  Punkte.  —  lurida  Ihch.  ist  eine  Uokalform 
der  vorigen  aus  dem  Gaucatal  in  Columbien  mit  sehr  grossen ,  bindenartigen  Flecken  im  Discus  der  Vtlgl 
candescens.  und  grossen  Punkten  im  Apex  der  Vtlgl  und  Aussenrd  dei'  Htlgl.  —  candescens  Bhrh.  ist  eine  Form  von 
splendens.  celemia  aus  Columbien  und  Venezuela  mit  weissen  , -statt  gelben  Flecken  und  Punkten.  —  splendens  Usch. 
ist  wie  candescens  gefärbt,  aber  mit  sehr  grossen,  weissen  Flecken  und  Punkten,  entsprechend  lurida. 

iphianassa.  I.  iphianassa  Dhl.  u.  Ileir.  psi  eine  etwas  kleinere,  sehr  variable  Art,  von  der  anaphissa  (37  cj, 

panamensis  (37  c)  und  andere  nur  Lokalformen  darstellen,  iphianassa  aus  Venezuela  repräsentiert  am  besten 
den  »Lycoreen-Habitus«  und  von  ihr  lassen  sich  die  andern  Formen  ableiten.  Die  Zeichnungsanlage  ist  Avie 
bei  anaphissa,  jedoch  Basis  der  Vtlgl  und  die  Htlgl  gelbliraun.  Letztere  mit  gewelltem  Aussenrd  und  schwarz¬ 
brauner,  am  Apex  umgebogener  Längsbinde.  Das  Basalfeld  ist,  besonders  beim  cf,  heller  gelblich,  halb- 
durchsichtig,  am  Zellende  mit  dunklem  Punkt.  Die  Vtlgl  haben  eine  undeutliche,  gelbbraune  IMittelbinde 
und  eine  gelbe  Subapicalbinde:  zwischen  beiden  steht  am  Aussenrd  ein  rundlicher,  gelblicher  Fleck.  Der 
Rest  des  Apex  und  2  Flecken  im  Basalteil  sind  sclnvarzbraun ;  A]iex  mit  2  oder  mehr  weisslichen  Rand- 
anaphissa.  punkten.  —  Bei  aiiaphissa  H.-Schäff.  {=  pejiita  Oberih)  (37  c)  aus  Columbien  sind  der  Aussenrd  der  Htlgl 
und  die  Mittelbinde  zu  einem  breiten,  schwarzen  Aussenrd  vereint;  auch  die  Apicalhälfte  der  Vtlgl  ist  breiter 
panamensis.  sclnvarz  mit  grösseren,  weissen  Randpunkten.  —  panamensis  Bai.  (37c)  von  Panama  hat  einen  noch  A’iel 
breiteren,  dunklen  Aussenrd  der  Htlgl;  derselbe  reicht  bis  zum  Zellende.  Die  gelbe  Subapicalbinde  der 
Vtlgl  ist  bis  auf  4  kleine  Fleckchen  ganz  verschAvunden.  Diese  Form  erinnert  sehr  an  Mechanitis  macrinus.  — 
lycaste.  lycastc  F.  ist  eine  sehr  ähnliche  Form  von  Kansas  in  Nord-Amerika  mit  noch  stärkerer  schwarzer  Zeichnung. 
negrita.  —  Auch  ncgrita  Beak.  aus  Kalifornien  ist  eine  nahe  Form,  bei  Avelcher  der  sclnvarze  Mitteltleck  der  Vtlgl 
boucardi.  vergrössert  ist  und  zur  Hälfte  auf  V-  und  Htlgl  steht.  —  Bei  boucardi  Druce  von  Panama  fehlt  die  gelbe 
Mittelbinde  der  Vtlgl.  Die  ganze  Basalhälfte  ist  gelbbraun  mit  grossem,  scliAvarzem  Mitteltleck.  Der  breite 
piimensis.  Aussenrd  der  Htlgl  und  ein  Fleck  am  Zellende  sind  scliAvarz.  —  Als  pumensis  bezeichnet  Reakirt  eine 
Form  A'on  iphianassa ,  aus  Venezuela,  mit  grösseren  scliAvarzen  Flecken  und  rotbraunem  Basalteil,  ohne  die 
gelbe  Mittelbinde.  Der  gelbliche  Fleck  am  Aussenrd  ist  sehr  klein.  Die  Vtlgl  haben  3  Aveisse  Punkte  am 
Aussenrd. 

phanessa.  I.  phanessa  H.-Schäff.  und  alienassa  Usch.  (37  d)  aus  Columbien  haben  durchsichtig  gelbliche  Flügel. 

alienassa.  jdiauessa  hat  breiten,  gelbbraunen  Submarginal-Aussenrd  Mer  Htlgl  und  in  der  Zelle  der  Vtlgl  einen  isolierten, 


l'rH()MIA.  IJ.  I  1  AlvNSCH. 


dreieckigen  Fleck.  Fei  (il/rita^sd  ist  der  Aussenid  dei'  lltlgl  scliwar/hraiin  nid  ndhrannein  Meidvenslricli, 
lind  ül)er  der  Zellinitte  der  Vtlgl  stellt  eine  dunkle  llalliinnde. 

I.  cleora  Ueir.  {—  chiinborazana  h’cak.,  s[)ruceana  Jla/.)  (d7  c  cd,  au.s  dem  wesiliclien  Fcuadoi’ r/ro/v/. 
wui'de  mit  den  beiden  vorigen  oft  verwechselt.  Sie  ist  jedoch  an  dem  langen,  zugespitzten ,  schwarzen 
Fleck  in  der  Zelle  der  Vtlgl  sogleich  kenntlich.  Itagegen  variiert  die  i'olhi’aune  h’äi'hung  liei  ihr  sehr  stark. 

Es  gibt  cf  cd,  denen  dieselbe  fast  ganz  fehlt,  und  ??,  hei  denen  die  Fasalhidfte  der  \'llgl  und  der  llil,i,d  last 
ganz  rotbraun  sind. 

I,  epona  /feie.  (37 d)  hat  dui'chsichtig  raiiclihraune  Flügel  mit  dunkleren  Itämlern;  llalhhinde  über  c/;o/;a. 
dem  Vflglzellende,  nebst  Mitteltleck  in  der  Zelle.  Feim  ?  ist  der  Aussenid  dei'  llllgl  lireiter,  mit  weiss- 
liclien  Punkten.  Die  Art  lelit  in  den  Fergen  des  östlichen  Ecuador  in  lliihen  von  I.ÖOO — 3()(K)  iMeler  zu¬ 
sammen  mit  der  ähnlichen  hcirifsoiii. 

I.  xenos  l/dt.  (37  d)  ist  eine  ähnliche  Art  mit  schmäleren  Flügeln  aus  (losta  lüca.  Die  Vtlgl  haben  xeiios. 
schwach  gelliliche  Wische  und  eine  dunkle  Haihhinde  durch  die  Zellmitte.  Der  Aussensaum  der  lltlgl  heim 
cf  ist  sehr  schmal.  Fei  dem  seltenen  ?  sind  die  Ränder  und  Makeln  breiter,  an  der  Mediane  der  Vtlgl  und 
den  Htlgln  innen  rotliraun. 

I.  ulla  Hcir.  {=  radata  fJ^ei/iti.)  (37  e)  ist  auch  eine  ähnliche  Art  aus  Columbien,  alier  mit  eigenartigem 
Geäder.  Foisdüval  bildete  für  dieselbe  die  Gattung  Tagi/ris.  Die  Vtlgl  sind  sehr  breit;  die  Discocellularen 
schliessen  die  Zelle  bogenförmig  und  ti'etfen  mit  dem  sehr  kleinen,  dritten  Medianalischnitt  in  spitzem  Winkel 
zusammen.  Der  Duftlleck  dei'  lltlgl  endet  mit  einem  Hals  am  Zellende,  ähnlich  wie  bei  /////lu/rr/h-Arten. 
nihi  hat  hinter  der  Zellendbinde  der  Vtlgl  einen  gelblichen  Wisch  und  eine  gelbliraime  Siibcostale.  Feim 
?  sind  die  Ränder  breiter  und  es  steht  auch  eine  Halbbinde  über  dem  Zellende  der  lltlgl.  --  Dasselbe  Ge¬ 
äder  hat  dimidiata  Sfgr.  aus  dem  Caiicatal  und  dem  östlichen  Ecuador.  Diese  Art  hat  schwach  rauchbraune  dimidiaia. 
Flügel  mit  braunen  Rändern,  aber  ohne  Halbbinde  über  das  Zellende  und  ohne  gelben  Wisch. 

Eine  ähnliche  Art  ist  auch  I.  mira  Sigr.  vom  Amazonas,  alier  mit  anderem  Geäder,  rotlirauner  niü-a. 
Siibcostale  und  kleinem  Fleck  am  Zellende  der  Vtlgl. 

1.  peruana  Sah\  (—  aliendrothi  Ifpfr.)  (37  d)  hat  durchsichtige,  gelbliche  Flügel  mit  breiten,  schwarzen  pernana. 
Rändern  und  Hallibinden  über  dem  Zellende  und  durch  die  Zelle  der  Vtlgl.  Sie  tliegt  am  Chanchamayo  im 
östlichen  Peru. 

I.  linda  llcw.  (37  d)  aus  Ecuador  hat  genau  das  Aussehen  von  Ccndiiüu  mifcit  und  Napeogencs  ghjccya,  linda. 
mit  Avelchen  sie  auch  zusammen  tliegt.  Sie  ist  etwas  kleiner  und  das  cf  durch  den  breiten  Vrd  der  Htlgl  auffällig. 

—  theuda  Heu.,  ebenfalls  aus  Ecuador,  ist  eine  ganz  ähnliche  Art  mit  etwas  gelblichen  Flügeln  und  schwarzen  themia. 
Fhlrn,  während  bei  der  typischen  litida  die  Fhlrkeiile  gelblich  ist. 

1.  nigrimargo  BUr.  aus  Ecuador  steht  der  vorigen  nahe,  hat  aber  am  Anahvinkel  der  Htlgl  einen  nign'margo. 
rotbraunen  Fleck  und  bat  daher  grosse  Ähnlichkeit  mit  Cerafiiila  (idcliin/ii  und  anderen  Formen. 

1.  lagusa  //cc.  aus  Columbien  und  1.  hymettia  S'h/r.  (37  d)  vom  Caiicatal  erinnern  sehr  an  gewisse  A7/-  /agusa. 
peogeiies-Avten.  Das  Geäder  der  cf  cf  entspricht  durch  die  lange  lltlglzelle  mit  nur  schwach  nach  innen  ge- 
bogener  unterer  Discocellulare  fast  genau  dem  jener  Gattung.  Die  Formen  sind  jedoch  an  dem  Dufttleck 
der  efef  und  der  rücklaufenden  Ader  beim  ?  sicher  zu  erkennen.  Fei  lugitüii  cT  ist  das  Itasaldrittel  der  Vtlgl 
schwarzbraun  mit  länglichem,  gelbbraunem  Fleck  und  bi'eiter  Halbliinde  am  Zellende.  Feim  ?  sind  die 
dunklen  Ränder  an  der  Fasis  schmäler,  dagegen  am  Apex  und  am  Aussenrd  der  Htlgl  breiter,  hgmettia 
hat  farblose  Flügel,  lireiten  Ird  der  Vtlgl  und  gellibraunen  Strich  an  der  Mediane;  ferner  eine  Halbbinde 
am  Zellende  und  beim  H  schmale,  beim  ?  breite,  dunkle  Ränder  aller  Flügel. 

Die  schöne  I.  ellara  llcir.  (37  e)  aus  Folivien  hat  farblose  Flügel  mit  breit  schwarzen  Rändern  und  tV/u/vi. 
Makeln  am  Zellende  und  in  der  Zelle  der  Vtlgl,  sowie  grosse,  durchsichtige  Randtlecken.  Auf  der  Unter¬ 
seite  ist  die  Zeichnung  grösstenteils  bi-aiinrot.  Die  Fhlr  haben  gelbbraune  Keule.  —  Die  sehr  ähnliche 
eleonora  Jlsch.  aus  dem  Grenzgebiet  von  Peru  und  Folivien  hat  schmälere  Aiissenränder,  ohne  die  durch-  elconora. 
sichtigen  Randtlecken,  dagegen  am  Vrd  der  Vtlgl  den  Ansatz  einer  Subajiicalbinde,  sowie  schwarze  Fhlr. 

—  Fei  einer  Aberration,  die  ich  ab.  beata  ah-  iwr.  nenne,  steht  am  Innenwinkel  der  Htlgloberseite  im 
Aussenrd  ein  grosser,  gelblirauner  Fleck.  —  avella  Heir.  (?  =  cesleria  Ilctr.)  (37  e)  von  Golumlhen  ist  eine  ähn-  avcl/a. 
liehe,  kleinere  Art  mit  rotbrauner  Subcostale  der  Vtlgl  und  ohne  die  dunkle  Färlnmg  in  der  Zelle  der  Htlgl. 

Das  cf  hat  bedeutend  schmälere  Ränder  und  Makeln  als  das  abgebildete  ?. 

Von  I.  hyala  Iletv.  (37e)  ist  das  cf  durch  die  breiten  Vtlgl  und  kleinen  Htlgl  auffällig.  Die  Flügel  hyala. 
sind  schwach  rauchbraun  mit  dunklen  Rändern  und  2  Halbbinden  dui'ch  die  Zelle  und  am  Zellende.  Die 
Fasis  der  Htlgl  ist  unten  gelb.  Feim  ?  haben  die  Flügel  die  gewöhnliche  Form,  etwa  wie  bei  diasia. 

I.  diasia  Heiv.  (37 f)  ist  eine  ähnlich  gezeichnete  Art,  ohne  die  auffälligen  Vtlgl  der  efef,  mit  bläu-  diasia. 
lieh  schimmernden  und  schwarz  geränderten  Flügeln.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder  bei  dieser  Art 
ausnahmsAveise  auch  schwarz  bis  auf  den  Vrd  der  Htlgl,  Avelcher  braun  und  an  der  Fasis  gelb  ist. 


ossiina. 

hippocrenis. 

morcna. 

aelia. 

jiiciinda. 

ga/ata. 

patilla. 

leila. 

terra. 

tcrrana. 

vitlcana. 


de  rasa. 

travella. 

salapia. 

drymo. 

napho. 

pellücida. 

agnosia. 

pseiido- 

agalla. 

oenanthe. 

salcata. 


142  ITHOMIA.  Von  K.  Haensch. 

Als  I.  ossuna  spec.  uov.  l)ezeichne  ich  eine  interessante  Art  aus  Columbien,  welche  in  der  Zeichnung 
und  Färbung  der  vorigen  Art  ähnlich  ist,  bis  auf  den  Aussenrd  der  Vtlgl.  Derselbe  ist  vor  dem  Innen¬ 
winkel  stark  verbreitert  und  rotbraun. 

L  hippocrenis  Bat.  aus  dem  südlichen  Zentral-Amerika  ist  der  diasia  ähnlich,  hat  aber  einen  viel 
breiteren  Fleck  am  Zellende  der  Vtlgl,  nebst  einem  weissen  Wisch,  sorvie  auf  der  Unterseite  rotbraune  Ränder. 

—  morena  HscJt.  ist  eine  weitere  ähnliche  Form  aus  dem  westlichen  Ecuador.  Die  Flügel  sind  farblos;  die 
Zeichnung  wie  bei  diasia,  mir  ist  die  Halbbinde  in  der  Zelle,  reduziert,  und  die  Ränder  sind  unten  rotbraun 
mit  dunklen  Säumen. 

1.  aelia  Betv.  (=  centromaculata  Wetpu.)  (37  g)  hat  weisslich  bestäubte  Vtlgl  mit  dunklen  Rändern 
und  Adern,  sowie  lireitem  Band  über  das  Ende  der  Vllglzelle.  Die  Hflgl  sind  hell  rotbraun  mit  dunklem 
V-  und  Aussenrd.  Diese  seltene  Art  tliegt  im  östlichen  Columbien. 

1.  jucunda  Godm.  u.  Salo.  von  Panama  hat  ähnliche  Vtlgl,  aber  farblose  Htlgl  mit  breitem,  schwarz- 
braunem  Aussenrd  und  rotbraunem  Fleck  darin,  in  der  Nähe  des  Innenwinkels.  Die  Art  erinnert  dadurch 
an  ossuna  und  unterscheidet  sich  durch  das  Fehlen  der  Halbbinde  in  der  Zelle  der  Vtlgl.  — -  Auch  galata 
Ifeir.  von  Columbien  ist  ähnlich,  mit  schmälerer  Binde  am  Zellende  der  Vtlgl  und  schmälerem,  gelbbraunem, 
dunkel  gesäumtem  Aussenrd  der  Htlgl. 

I.  patilla  Ifcir.  (=  psyche  Bat.)  (37  f)  aus  Zentral-Amerika  hat  eine  schwarzbraune  Apicalhälfte  der 
Vtlgl  mit  grossem,  weisslichem  Subapicalfleck;  die  Basis  und  die  Htlgl  sind  farblos  mit  dunklen,  rotbraunen 
Rändern.  —  leila  Hciv.  aus  Mexiko  ist  grösser,  mit  lireiteren  Binden  und  Makeln,  sowde  ’weissen  Punkten 
im  Apex  der  Vtlgl  und  am  Aussenrd  der  Htlgl. 

I.  terra  lleiv.  (37 f),  sowie  terrana  Bsch.  und  eine  dritte  Form,  die  ich  vulcana  form.  noc.  nenne, 
sind  an  den  breit  dunkel  gesäumten  Adern  am  Zellende  der  Htlgl  zu  erkennen,  terra  ist  eine  der  ver¬ 
breitetsten  und  häutigsten  Ithomien;  sie  findet  sich  im  nordwestlichen  Süd-Amerika,  von  Columbien  und 
Venezuela  bis  Bolivien.  Die  Flügel  sind  durchsichtig,  bläulich  schimmernd,  mit  dreieckigem,  schwarzem 
Fleck  am  Zellende  der  Vtlgl  und  weissem  Fleckchen  daneben  am  Vi'd.  Die  oben  schwarzen  Ränder 
sind  unten  rotbraun,  dunkel  gesäumt.  Während  terra  im  östlichen  Teil  der  Anden  in  Ecuador  vorkommt, 
findet  sich  im  Westen  die  kleinere  terrana.  Die  Flügel  sind  bei  dieser  Form  farblos,  mit  breiteren  Rändern 
und  grossem,  weissem  Wisch  am  Apex  der  Vtlgl.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Färbung  der  Ränder  gelbbraun. 
vulcana  aus  Costa  Rica  hat  die  Färbung  wie  terrana,  mit  schmäleren,  schwarzgrauen  Rändern  und  kleinerem, 
weissem  Wisch.  In  der  Grösse  hält  sie  die  Mitte  zwischen  terra  und  terrana.  Auf  der  Unterseite  sind  die 
Ränder  gelbbraun  mit  feinem,  dunklem  Saum.  Der  Dufttleck  des  cf  ist  bei  vulcana  gelbbraun,  bei  den  beiden 
anderen  Formen  schwarzbraun. 

I.  derasa  Betv.  (=  mellilla  Wcijm.,  soligena  IFcy/»,)  (37  f)  hat  dunkel  beschattete  Adern  am  Zell¬ 
ende  der  Htlgl,  wie  die  ganz  ähnlichen  Napeofiencs  lamia  und  Scada  ethica ,  Avelche  Arten  gleichfalls 
gelb  bestäubte  Flügel  haben,  derasa  wairde  von  Hewitson  aus  Nicaragua  beschrieben.  Ich  finde  aber  keinen 
Unterschied  zwischen  ihr  und  der  als  soligena  von  Weymee  aus  dem  östlichen  Eenador  beschriebenen  Form. 

—  Von  dort  kommt  auch  travella  lisch.,  welche  der  vorigen  ähnlich  ist;  doch  fehlt  ihr  die  dunkle  Zeich¬ 
nung  am  Zellende  der  Htlgl  und  die  Binde  am  Zellende  der  Vtlgl  ist  l)reiter.  —  salapia  Beu\  (37  f)  hat 
schwächer  gelb  bestäubte  Flügel  mit  breiteren,  schwarzen  Rändern,  ohne  weisse  Punkte  im  Analrd  und  mit 
rotbrauner  Mittellinie  in  den  Rändern  der  Unterseite. 

1.  drymo  Bhn.  (=  diaphana  Cr.,  phono  Geger)  (37g  cd,  ?)  ist  eine  kleine,  unscheinbare,  in 
Brasilien  häufige  Art,  mit  farblosen,  dunkel  geränderten  Flügeln  und  'breiter  Halbbinde  über  dem  Zellende 
der  Vtlgl.  Am  Vrd  folgt  ein  kleiner,  weisser  Fleck.  Beim  ?  sind  die  Ränder  etwas  breiter  und  über  dem 
Zellende  der  Htlgl  steht  ein  dreieckiger,  dunkler  Fleck.  —  napho  H.-Schdff.  (=  phono  lleiv.  p,,  naxo  Oberth.) 
von  Columbien  ist  eine  sehr  ähnliche  Foim  mit  schwach  rauchbraunen  Flügeln  und  ohne  den  Fleck  am 
Zellschluss  der  Htlgl  in  beiden  Geschlechtern.  —  Anch  pellücida  JVegm.  ist  eine  sehr  ähnliche  Art  mit 
längerer  Schrägbinde  am  Zellende  der  Vtlgl.  Sie  soll  sowohl  auf  Trinidad,  wie  in  Brasilien  Vorkommen. 

I.  agnosia  Betv.  (37  f)  von  Columbien  und  Venezuela  bis  Peru  ist  eine  häufige  Art  mit  ähnlicher 
Zeichnung  wie  die  vorigen,  aber  an  dem  grossen,  weissen  Wisch  am  Zellende  der  Vtlgl  kenntlich. 

I.  pseudo-agalla  Beb.  (37g)  aus  dem  westlichen  Ecuador  hat  rauchl)raune  Flügel  mit  dunklen  Rändern; 
gelben  Fleck  am  Zellende  und  gelbbraune  Mediane  der  Vtlgl. 

I.  oenanthe  Wegm.  (37  g)  hat  spitzere  Vtlgl  mit  bräunlichen,  auf  der  Unterseite  lebhaft  gelbbraunen 
Rändern.  Die  Halbbinde  am  Zellende  der  Vtlgl  ist  zugespitzt.  Sie  tliegt  im  Caucatal  Columbiens  und 
steht  der  terra  nahe. 

I.  salcata  Schaus  aus  Columbien  soll  durchsichtige,  weissliche  Flügel  haben,  mit  schwarzbraunen 
Adern  und  Rändern.  Vtlgl  am  Zellende  und  Vrd  spärlich  weiss  lieschuppt.  Auf  der  Unterseite  sind  die 


(IAIjL(  )1jKI{1A.  Von  I!,  1 1  Ai'iNscii. 


1  Ui 

Ränder  hell  rotliclibraun ,  dunkel  gesäumt;  Vllgl  mit  3  weissen  Apicaltlecken.  llllg!  am  Vrd  gelldicli,  am 
Aussenrd  mit  kleinen,  weissen  Punkten. 

Während  die  dunkle  Scliräglnnde  der  Vilgl  bei  den  bisher  behandelten  Können  mehr  oder  weniger  deutlicli 
gegabelt  war,  ist  sie  bei  den  folgenden,  sonst  ähidichen  Aiden  einfach,  nach  hinten  verjüngt. 

L  amarilla  /fsrh.  (37g)  hat  sehr  ähnliche  Zeichnung  und  Färbung  wie  Iravella,  aber  die  Sclirägbiiide  (tmarilla. 
der  Vtlgl  ist  nach  hinten  allmählich  zugespitzt.  Sie  fliegt  nul  jener  am  oberen  Napo. 

I.  aquinia  llpfr.  aus  Peru  ist  sehr  ähnlich  sulapia,  aber  mit  einfacher  Sclirägbiiide.  Der  3.  Median-  aqninia. 
ast  ist  nicht  dunkel  gefärbt. 

I.  ardea  Jhnr.  (38  a)  ist  der  ((cinnsia  sehr  ähnlich,  mit  bis  zum  Aussenrd  verlängerter  Schrägbinde  im  aniea. 

Yllßj.  Sie  variiert  sehr  in  der  Grösse  und  fliegt  in  Bolivien. 

L  drogheda  und  hamlini  11  Vr/rs  von  Venezuela  sind  mir  nicht  bekannt. 

23.  Gattung-:  Callol  Cl*icl  (iodm,  u.  S(i/r. 

Hierher  gehören  eine  Anzahl  kleinerer  BMrmen,  die  sich  fast  alle  ziemlich  nahestehen  und  meist 
eine  rotbraune  Grundfarbe  haben,  mit  gelber  Schrägbinde  im  Vtlgl.  Das  Geäder  der  d’cf  zeigt  im  Htlgl 
zwischen  Gostale  und  Snbcostale  auf  der  Unterseite  eine  erhabene  Leiste,  sowie  eine  nndentlich  gewinkelte 
untere  Discocellnlare  mit  sehr  langem  unterem  und  sehr  kurzem  oberem  Schenkel,  so  dass  dieselbe  fast 
imgewinkelt  erscheint;  ferner  mit  rncklanfender  Ader  als  Fortsetzung  der  unteren  Radiale.  Beim  ?  ist  das 
Geäder  ganz  ähnlich,  bis  auf  die  erhabene  Leiste. 

Das  Verbreitungsgebiet  erstreckt  sich  auf  das  nördliche  Süd-Amerika  und  die  Landenge  von  Panama 
bis  Costa  Rica. 

C.  dorilla  Bat.  (38  a)  von  Panama  und  Costa  Rica  hat  zwischen  der  rotbraunen  Basis  und  dem  doriila. 
schwarzbraunen  Apex  eine  unregelmässige,  gelbe  Schrägldude,  welche  mit  einem  am  Ird  stehenden,  gelben 
Fleck  zusammenhängt.  Der  dreieckige,  dunkle  Fleck  in  der  Zellmitte  ist  meist  nur  undeutlich;  dagegen  sind 
die  beiden  am  Zellende  sehr  gross  und  zusammenhängend.  Im  Apex  stehen  ein  grosser  und  ein  kleinerer, 
gelber  Fleck,  sowie  am  Aussenrd  mehrere  gelbe  Punkte.  Die  Htlgl  sind  rotbraun  mit  dunklem  Aussenrd 
und  Fleck  am  Zellende.  —  Die  sehr  ähnliche  azara  H<ai\  (38  a)  aus  dem  östlichen  Ecuador  und  Columbien  azara. 
hat  lichtere,  schmälere  Flügel.  Die  beiden  Flecken  am  Zellende  sind  kleiner  als  bei  donUa,  so  dass  die 
gelbe  Schrägbinde  am  Vrd  breiter  ist.  Von  den  gelben  Punkten  am  Aussenrd  ist  hier  nur  einer  vorhanden. 

Der  Aussenrd  der  Htlgl  ist  breiter.  —  tutia  Ifeio.  (.38  a)  hat  noch  durchsichtigere  Flügel  mit  schmälerer,  tutia. 
gelber  Schrägbinde  und  kleineren  Apicaltlecken;  zwischen  beiden  erscheint  noch  ein  grosser,  durchsichtiger, 
gelblicher  Subapicaltleck.  Die  Htlgl  haben  schmalen  Aussenrd  und  eine  deutliche  Längsbinde.  Diese  Form 
fliegt  in  Venezuela  und  Costa  Rica.  —  tosca  Schaus  aus  Columbien  ist  eine  Lokalform  mit  gelbem  Apex  tosca. 
der  Vtlgl  und  gelber  Färbung  zwischen  der  Mittelbinde  der  Htlgl  und  dem  Aussenrd.  —  chanchamaya  lisch,  chanchamaya. 
hat  ähnliche  Zeichnung  wie  tutia,  ohne  die  gelben  Flecken  im  Apex  der  Vtlgl.,  mit  kräftigerer,  schwarzer 
Fleckenbinde  im  Discus  der  Htlgl  und  gelblicher  Färbung  zwdschen  derselben  und  dem  Vrd.  Sie  fliegt  am 
Chanchamayo  in  Peru. 

Bei  der  typischen  C.  hopfferi  Weym.  fehlt  die  gelbe  Schrägbinde  im  Vtlgl,  das  abgebildete  Stück  hopfferi. 
stellt  eine  Lokalform  dar,  die  ich  als  onoma  fanu.  nov.  (38a)  bezeichne.  Beide  Formen  fliegen  am  oberen  onoma. 
Amazonas;  sie  sind  an  der  rotbraunen  Färbung  des  grossen  Subapicalfleckes  der  Vtlgl  kenntlich  und  ähneln 
den  Ceratinia  pardcdis  resp.  tigrina.  Die  Zeichnung  ist  sonst  ähnlich  wie  bei  chanchaniaga.  Der  Aussenrd  der 
Htlgl  löst  sich,  besonders  bei  hopfferi,  in  einzelne  Flecken  auf. 

C.  poecila  Bat.  (38a)  ist  eine  häufigere,  verbreitete  Art  von  Columbien,  Ecuador  und  dem  oberen />om7a. 
Amazonas.  Sie  hat  eine  breite,  nach  aussen  gezackte,  gelbe  Schrägbinde  und  am  Zellende  2  isolierte, 
rundliche,  schwarze  Flecken.  —  callichroma  nannte  Staudinger  eine  Form  von  poccda  aus  Ecuador  mit  ccilUchromo. 
schmaler,  gelber  Binde.  —  Bei  poecilana  lisch,  aus  dem  östlichen  Ecuador  ist  die  Mittelbinde  der  Htlgl  poecitana. 
mit  dem  Aussenrd  zu  einem  grossen,  schwärzlichen  Fleck  verschmolzen.  —  Bei  azarlna  Wegm.,  auch  aus  azarina. 
Ecuador,  steht  ein  grosser,  schwarzer  Fleck  im  Discus  der  Fltlgl,  der  Ins  zur  Basis  reicht.  —  nigronascens  nigronascens. 
lisch,  vom  oberen  Amazonas  hat  schw-arze  Htlgl  bis  auf  den  Apex,  der  rotbraun  geldieben  ist. 

C.  selenides  Wegm.  (.38  a),  vom  oberen  Amazonas,  hat  eine  in  der  (Mitte,  nach  dem  x4pex  zu,  verbreiterte  selenides. 
gelbe  Schrägbinde,  welche  auch  innen  von  Sclnvarz  begrenzt  ist.  Die  breite  Mittelbinde  der  Htlgl  ist 
zusammenhängend. 

C.  porrecta  lisch,  aus  Bolivien  hat  längere,  schmälere  Flügel;  schmale,  gelbe  Schrägbinde,  ähnlich  porrecta. 
tutia,  und  grosse,  schwärzliche  Flecken  am  Zellende.  Die  Htlgl  haben  3-4  pfeilspitzenförmige  Flecke  im 
Discus.  Rn  schwärzlichen  Apex  der  Vtlgl  steht  ein  hellerer,  bisweilen  gelbbrauner  Wisch. 

C.  robusta  lisch,  aus  Bolivien  hat  die  Grösse  von  dorilla.  Die  schmale,  gelbe  Schrägbinde  ist  in  robusta. 

2  Flecken  aufgelöst.  Die  Htlgl  sind  schmal,  dunkel  gesäumt.  —  Bei  fuscens  Usch,  ist  die  Schrägbinde  auch  fuscens. 


144 


HYPUSCADA.  Von  K.  Haexscii. 


in  2  Flecken  aufgelöst,  aber  die  Färbung  clerselljen  ist  wie  die  Grundfarbe:  durchsichtig,  schwach  rotbraun. 
Die  Htlgl  haben  3  pfeilspitzenförmige  Flecken  im  Discus  und  schmalen,  innen  gezackten  Aussensaum. 

singii/dris.  C.  singularis  L’el>.  ist  eine  Form  aus  dem  westlichen  Ecuador  mit  schmalen,  zarten  Flügeln.  Die 

gelbe  Schrägbinde  ist  schmal,  nach  dem  Apex  zu  ungezackt,  nach  der  Basis  zu  mit  einem  Ansatz  versehen. 
Die  Mittelbinde  der  Vflgl  ist  breit,  schattenhaft.  Die  Fhlr  sind  dunkel  mit  bräunlicher  Keule. 

melanoptcra.  C.  melanoptera  Ifeir.  aus  Ecuador  ist  eine  eigentümliche  Eorm  mit  schwärzlichen  Elügeln,  deren 

Zellen  gelblichbi'ann  durchscheinen,  ebenso  3  grössere  Flecken  am  Aussenrd  der  Vflgl.  Auf  der  Unterseite 
stehen  am  Aussenrd  der  Fttlgl  viereckige,  rötliche  Flecken.  Es  scheint  eine  melanistische  Aberration  zu  sein. 

nisc.  C.  nise  Gr.  (?  =  selene  Cr.)  (38  b  cö,  ?)  hat  eine  bis  zum  Innenwinkel  reichende,  gelbliche,  breite  Schräg¬ 

binde  im  Vflgl,  die  am  Innenwinkel  stark  ausgezackt  ist.  Die  Grnndfarl)e  ist  beim  cf  schwach  rotbraun, 
beim  ?  dunkel  braunrot.  Die  Htlgl  haben  eine  schmale  Mittelbinde,  die  mit  dem  AY'd  eine  Schleife  bildet 
und  beim  cf  eine  durchsichtige,  helle  Längsbinde  abschliesst.  nise  fliegt  am  unteren  Amazonas,  sowie  in 
peniensis.  Guyana  nnd  Venezuela.  —  peruensis  lisch.  (38b)  ist  eine  ähnliche  Form  vom  oberen  Amazonas,  aus  Peru. 

Die  Grundfarbe  ist  hell  rotbraun,  in  beiden  Geschlechtern,  mit  durchsichtiger  Längsbinde  an  der  Basis  der 
Htlgl.  Die  gelbe  Schrägbinde  der  Vflgl  ist  noch  breiter,  undurchsichtig,  mit  kleinen,  dunklen  Flecken  am 
csprieiia.  Zellende.  Der  dunkle  Fleck  in  der  Zelle  ist  sehr  schwach.  —  espriella  ITctc.  aus  Ecuador  ist  eine  stärker  gefärbte 
larapotis.  F'orni  mit  dunklem  Apex  der  Vflgl,  ohne  die  durchsichtige  Längsbinde  im  Hflgl.  —  Als  tarapotis  form.  nov. 

bezeichne  ich  eine  Form  vom  unteren  Amazonas,  welcher  die  gelbe  Schrägbinde  bis  auf  einen  undeutlichen 
Fleck  am  Vrd  fast  ganz  fehlt.  Die  Färbung  ist  wie  bei  esjn'iella  lebhaft  rotbraun  bis  zum  Apex. 

radiosa.  Bei  C.  radiosa  Usch,  aus  dem  östlichen  Ecuador  ist  die  Apicalhälfte  der  Vflgl  schwärzlich,  mit 

strahlenförmiger,  gelber  Fleckenbinde.  Der  dunkle  Fleck  an  der  Basis  ist  länglich  zugespitzt.  Die  Hflgl 
haben  eine  Fleckenmittelbinde  nnd  gezackten,  dunklen  Aussenrd. 

cayaiia.  C.  cayana  Salr.  (38b)  ans  Gniana  hat  im  schwärzlichen  A[)ex  ein  eigenartig  geformtes,  gelbes 

Schrägband  mit  anschliessendem  IHeck  am  Innenwinkel  Der  Fleck  in  der  Zelle  fehlt.  Die  Htlgl  haben  eine 
breite  Älittelbinde  und  alle  Flügel  weissliche  Randpunkte. 
io/aia.  C.  jolaia  Ucir.  (381))  ans  Columbien  hat  das  Aussehen  von  Napeocienes  stella.  Im  Discus  der  Vflgl 

steht  eine  Anzahl  gelber  Flecke,  und  im  Aussenrd  aller  Flügel  grosse,  gelbe  Randpunkte;  in  der  Vtlglzelle 
ein  schwarzer,  abgerundeter  Fleck  und  am  Apex  der  Htlgl  der  Anfang  einer  Mittelbinde.  —  Bei  der  ab. 
convcnieiis.  conveniCHS  Usch,  sind  die  Flecken  im  Vflgl  zu  einer  gewinkelten  Binde  am  Zellende  vereint. 

dato.  C.  doto  Uhu.  (38b)  vom  unteren  Amazonas  ist  eine  recht  abweichende  Art  mit  glashellen  Flügeln; 

die  Ränder  und  der  Zellschluss  der  Vtlgl  sind  dunkel  gesäumt.  Die  Mediane  der  Vflgl  nnd  eine  breite 
Submarginalbinde  der  Htlgl  sind  gelbbraun. 

24.  Gattung:  Hyposcatla  Godm.  u.  Sah-. 

Die  Abgrenzung  dieser  Gattung  von  der  folgenden  Lcncofhijris  ist  nicht  recht  durchführbar,  da  die 
Charaktere  allmählich  ineinander  übergehen.  Auch  wei'den  dadurch  eine  Anzahl  Formen,  die  einander 
nahestehen,  wie  Uerdina  und  ina,  in  zwei  verschiedenen  Gattungen  imtergebracht.  Ich  lasse  daher  in  dieser 
Gattung  nur  die  Formen,  welche  der  typischen  Art  nahestehen  und  führe  die  anderen  bei  den  ähnlichen 
Formen  von  Leiicothi/ris  auf. 

Uyposcada  ist  an  den  langen,  dünnen  Fhlrn  nnd  der  kurzen  Zelte  der  Htlgl  kenntlich.  Gostale  und 
Subcostale  verlaufen  entfernt  voneinander.  Obere  und  mittlere  Discocellulare  der  Htlgl  sind  kurz  und  fast 
gleich  lang.  Es  sind  mittelgrosse  Falter  von  meist  rotbranner  Grundfarbe,  xlie  an  manche  Arten  von  Cerutinia 
erinnern.  Sie  finden  sich  besonders  im  nordwestlichen  Süd -Amerika,  einige  auch  in  Zentral -Amerika  und 
sind  meistens  nicht  häutig. 

adelphina.  H.  adelpliina  Bat.  (38  c)  aus  Columbien  und  Panama  hat  eine  breite,  rotbraune  Basis  der  Vtlgl  und 

rotbraune  Htlgl  mit  breitem,  schwarzem  Aussenrd.  Der  Rest  der  Vtlgl  ist  schwarz  mit  einer  grösseren  An¬ 
zahl  weisser  Flecken.  Auch  am  A])ex  der  Htlgl  stehen  2  —  3  weisse  Punkte.  Auf  der  Unterseite  ist  die 
virginiana.  Zeichnung  entsprechend  der  Oberseite.  —  virginiana  lleir.  von  Mexiko  nnd  dem  nördlichen  Zentral-Amerika 
hat  schmälere  Flügel.  Die  rotbraune  Färbung  der  Vtlgl  reicht  bis  nahe  zum  Zellende  und  die  beiden 
weissen  Flecken  daselbst  sind  klein  nnd  rundlich.  Besonders  bemerkenswert  ist  die  Unterseite,  die  auch  im 
evanides.  ganzen  Apex  der  Vtlgl  braun  gefärbt  ist.  -  Bei  einer  dritten  Form  von  Costa  Rica,  die  ich  evanides 
lor)it.  nov.  nenne,  ist  die  Grundfarbe  der  Vflgl  bis  auf  zwei  rotbraune  Striche  an  der  Basis  schwarzbraun,  ebenso 
unterseits.  Die  Flügel  sind  schmal  wie  bei  vircjiniana,  die  weissen  Flecken  wie  bei  adelphina. 

consobrina.  H.  COHSObrina  Godni.  n.  Sidv.  (38  c)  ist  der  vorigen  ähnlich,  mit  grösseren,  gelblichen  Flecken,  ohne 

die  beiden  im  Zellende  der  Vtlgl.  Sie  tliegt  im  westlichen  Ecuador,  am  Fass  der  Anden. 

andiiaia  H.  anchiala  Uen\  vom  oberen  Amazonas  bis  Peru  und  Ecuador  hat  kleinei-e  weisse  Flecken  in  der 

schwarzen  A])icalhälfte  und  einen  schwarzen  Strich  an  der  Mediane  der  Vtlgl,  sowie  schwarze  Hllglränder 
und  eine  breite,  tleckenartige  Mittelbinde  im  Discus. 


Ausgegehen  30.  VII.  09. 


LEUCOTHYRIS.  Von  JE  IIaknsch. 


145 


H.  abida  Tlew.  aus  Columbien  ist  ähnlich,  etwas  kleiner,  ohne  schwarzen  Strich  über  die  Mediane  ahiäa. 
der  Vtlgl,  mit  schmälerer  Mittelhinde  im  Htlgl.  Alle  Flügel  haben  kleine,  weisse  Randpunkte. 

H.  kezia  Hew.  vom  oberen  Amazonas  hat  eine  Zeichnung  wie  anclnala.  Es  stehen  aber  im  Aj)ex  kezia. 
der  Vtlgl  nur  noch  drei  weisse  Flecken,  die  übrigen  sind  durch  eine  unregelmässige,  gelbbraune  Ihnde  am 
Zellende  ersetzt  worden.  —  Bei  rezia  HscJt.  (38c)  ist  auch  der  ganze  Apex  der  Vtlgl  gelbbraun  bis  auf  die  rezia. 
drei  undeutlichen,  weisslichen  Flecken,  an  welche  je  ein  schwarzer,  länglicher  Fleck  anschliesst.  Diese  Form 
tliegt  am  Ucayali. 

H.  fallax  Stgr.  (38  c)  ist  eine  interessante  Art  vom  Chanchamayo  in  Peru ,  w'elche  durch  die  fallax. 
schwarzen,  breit  rotbraun  gebänderten  Flügel  den  Cercdinia  bkolora  und  semifulva ,  sowie  den  grosseren 
Mechanitis  deceiytus  und  Melinaea  mofhone  sehr  ähnlich  sieht.  Ausser  am  Geäder  ist  sie  jedoch  schon  an  den 
langen,  dünnen,  schwarzen  Fhlrn  und  den  anders  gestellten,  schwarzen  Flecken  am  Zellende  und  in  der 
Vflglzelle  kenntlich. 

H.  aesion  Godm.  ii.  Sah.  von  Panama  ist  der  ahlda  ähnlich,  kleiner,  ohne  die  weissen  Randpunkte  aesion. 
und  ohne  die  Mittelbinde  im  Hflgl. 

H.  illinissa  Hew.  vom  oberen  Amazonas  ist  ähnlich  der  vorigen,  mit  grösseren,  weissen  Flecken  illinissa. 
und  noch  einem  weiteren  in  der  Vtlglzelle.  Die  rotbraunen  Htlgl  haben  ausser  dem  dunklen  Saum  noch 
eine,  entsprechend  dem  Aussenrd  gebogene,  schwarze  Submarginalbinde. 

Bei  H.  similia  H.-Schäff.  (38 d)  ist  auch  die  ganze  Basis  der  Vorder-  wie  der  Htlgl  schwarzbraun:  similia. 
auf  letzteren  bleibt  nur  noch  eine  gelbbraune  Submarginalbinde  am  Aussenrd. 

25.  Gattung:  I^eiicotliyris  Bsd. 

Diese  Gattung  ist  vorläufig  noch  ziemlich  umfangreich  und  dürfte  besser  in  einige  Untergattungen 
zerlegt  werden.  Ausserhch  unterscheidet  man  schon  zwei  Hau2)tgruppen:  die  erste  hat  kürzere,  abgerundete 
Flügel  mit  breiten,  weisslichen  Binden,  öfter  auch  mit  rotbrauner  Färbung,  besonders  am  Apex  der  Vtlgl. 

Die  zweite  liat  spitzeren  Apex  und  eigentümliche,  weissliche  Fleckenzeichnung,  besonders  am  Apex  und 
am  Aussenrd  der  Vtlgl,  ohne  bräunliche  Färbung.  Im  Geäder  schwanken  jedoch  beide  Gruppen  von  der 
typischen,  kurzen  - Htlglzelle  und  langen,  dünnen  Fhlrn  bis  zur  langen  Zelle  und  kürzeren,  mit 

deutlicher  Keule  versehenen  Fhlrn.  Bei  typischen  Leucotlujris  sollen  Costale  und  Subcostale  der  Htlgl  nahe 
zusammen  verlaufen.  Die  Zelle  der  Htlgl  ist  beim  cd  vorne  länger  wie  hinten ;  mittlei'e  Discocellulare  länger 
als  die  obere. 

Bei  der  grossen  Anzahl  der  hierher  gehörenden  Formen  ist  es  wohl  erklärlich,  dass  sich  im  ganzen 
neotropischen  Gebiet  Vertreter  der  Gattung  finden;  den  grössten  Formenreichtum  bieten  jedoch,  wie  von 
den  meisten  Ithomiinen,  die  östlichen  Abhänge  der  Anden  von  Columbien  bis  Bolivien.  Das  Verbreitungs¬ 
gebiet  der  einzelnen  Formen  ist  meist  ein  sehr  kleines.  Fast  jedes  grössere  Flusstal  hat  seine  bestimmten 
Lokalfornien,  die  dort  bisweilen  in  grossen  Mengen  auftreten,  aber  einige  hundert  Meter  bergauf-  oder  abwärts, 
sowie  etwa  10  Meilen  seitwärts  nicht  mehr  angetrotfen  werden. 

Dadurch  bleiben  manche  Formen  dieser  und  anderer  Gattungen  jahrzehntelang  grosse  Seltenheiten, 
bis  die  engbegrenzten  Fundorte  wieder  einmal  von  einem  Sammler  aufgesucht  werden,  der  die  lange  Ver¬ 
missten  dann  in  Menge  mitbringt. 

I  L.  ida  Hsch.  (38  d)  vom  oberen  Napo  in  Ecuador  hat  schw'arze  Flügel  mit  milchigen  Glasflecken /rfa. 

I  und  einer  rotbraunen  Submarginalbinde  auf  allen  Flügeln.  Letztere  ist  im  Apex  der  Vtlgl  sehr  breit,  wie 

es  bei  einer  grösseren  Anzahl  ähnlicher  Formen  vorkommt.  Kenntlich  ist  ida  besonders  an  den  beiden 
j  weissen  Punkten  im  Apex  der  Vtlgl,  ausserdem  haben  die  Vtlgl  noch  vier  weisse  Flecken  und  ein  Dreieck 
I  an  der  Basis.  Die  Htlgl  haben  eine  grosse,  weissliche  Discal- Längsbinde.  Beim  cf  sind  die  Flecken  und 

'  die  Binde  kleiner.  —  idina  lisch,  ist  eine  kleinere  Lokalfonn  vom  oberen  Amazonas  mit  undeutlichen  idina. 

Punkten  im  Apex  der  Vtlgl  und  breiterer,  hell  rotbrauner  Apicalbinde.  Auch  auf  den  Htlgln  ist  die  rot¬ 
braune  Submarginall)inde  heller  und  breiter.  —  kena  Ilew.  aus  dem  östlichen  Ecuador  ist  bedeutend  kleiner  kena. 
als  ida.  Die  beiden  Glastlecken  am  Apex  der  Vtlgl  tliessen  zusammen  und  werden  vollständig  von  der  rot¬ 
braunen  Subapicalbinde  eingeschlossen.  Am  Zellende  bilden  drei  Glastlecken  eine  Schrägbinde  und  auch  die 
drei  übrigen  Flecken  sind  grösser.  —  Bei  L.  ilerdinoides  Stgr.  (38  d)  fehlen  die  beiden  Glastlecken  am  Apex,  ilerdinoides. 
dagegen  stehen  zwei  am  Zellende.  Die  rotbraune  Subapicalbinde  der  Vtlgl  ist  breiter.  —  Eine  weitere 
ähnliche  Form,  die  ich  lerda  form.  nov.  nenne,  unterscheidet  sich  von  der  vorigen  durch  nur  einen  Fleck  lerda. 
am  Ende  der  Vflglzelle,  dagegen  tritt  an  der  inneren  Zellecke  im  Discus  ein  anderer  auf.  Diese  Formen 
I  fliegen  am  oberen  Amazonas,  dürften  aber  jede  in  einer  bestimmten  Gegend  Vorkommen. 

Während  die  bisherigen  Formen  noch  eine  kürzere  Zelle  haben,  wie  Hijposcada,  ist  bei  den  folgenden, 
j  sonst  sehr  ähnlichen  Formen  bereits  die  mittlere  Discocellulare  der  Vtlgl,  und  damit  auch  die  Zelle,  vorne 
j  merklich  länger. 


V 


19 


146 


LEUGOTHYRIS.  Von  R.  Haknsch. 


ilerdina. 

lerida. 

lerdina. 

liibilerda. 

Herda. 

sexmacnlata. 

confliiens. 

Iota. 

escura. 

praemona. 

agarista. 

janarilla. 

priscilla. 

gunilla. 

tigilla. 

assirnilis. 

zelica. 

pagasa. 

aegle. 

za  rep  ha. 

dolabella. 

brisotis. 


L.  ilerdina  Heir.  (38  d),  die  als  Typus  der  Gattung  Leucofhi/ris  gilt,  unterscheidet  sich  äusserlich 
von  ilerdindides  durch  das  Fehlen  der  beiden  Glastlecken  am  Ende  der  Vflglzelle. 

L.  lerida  Krh.  ist  eine  Art  ähnlich  lena,  al)er  ohne  die  beiden  Apical- Glasflecken,  ^ie  fliegt  am 
unteren  Napo. 

L.  lerdina  Stgr.  (38  d)  von  Pebas  am  oberen  Amazonas  ist  kleiner  als  ilerdina.  Bei  ihr  sind  die 
beiden  Glasflecken  im  Zellende  und  am  Hinferwinkel  der  Vflgl  zu  einer  breifen  Schrägbinde  vereinf. 

L.  lubilerda  Hsch.  voni  ösllichen  Columbien  ist  eine  ähnlich  gezeichnete  Art,  aber  sogleich  an  den 
durchsichtigen  Glasflecken  zu  erkennen,  welche  bei  den  anderen  Formen  milchig  besfäubt  sind. 

L.  ilerda  Hew.,  auch  vom  ösflichen  Columbien,  isf  eine  Form  wie  ilerdina.,  ohne  den  Glasfleck  in 
der  rotbraunen  Binde. 

Bei  den  nun  folgenden  Formen  ist  die  rotbraune  Su))apicalbinde  der  Vflgl  viel  schmäler. 

L.  sexmaculata  Ihch.  (38 d),  vom  oberen  Xapo  in  Ecuador,  hat  6  Glastlecken  im  Vflgl,  und  zwar 
ausser  den  beiden  in  der  Zelle:  einen  am  Zellende,  einen  am  Hinterwinkel  und  2  kleinere  am  Aussenrd.  —  Bei 
confluens  Hsch.  vom  Napo  sind  es  nur  5  Flecken,  und  bei  Iota  Heu\  (38 e)  nur  noch  4.  Letztere  Form  kommt 
am  Fuss  der  ösflichen  Anden  in  Ecuador  vor.  Sie  hat  eine  nach  hinten  gegalmlte,  dunkle  Schrägbinde 
am  Zellende,  welche  bei  confluens  noch  mit  dem  Ird  verbunden  ist,  so  dass  bei  dieser  ein  weiterer  Glasfleck 
abgetrennt  wird.  —  escura  Hsch.  ist  eine  verdunkelte  Form  von  Iota,  ohne  die  rotbraune  Zeichnung  auf  der 
Oberseite,  ferner  auf  der  Lbrterseite  mit  braunroter,  statt  gelbroter  Färbung.  Die  weissliche  Bestäubung  der 
Glastlecken  ist  schwächer.  —  Eine  der  escura  nahestehende  Form  vom  oberen  Amazonas,  die  ich  praemona 
form.  nor.  nenne,  unterscheidet  sich  durch  viel  breitere,  schwarze  Ränder  und  Binden.  Besonders  der  Vrd 
und  Aussenrd  der  Hflgl  sind  stark  verbreitert  und  lassen  im  Discus  nur  noch  eine  am  Ird  breitere,  glasige 
Längsbinde  übrig,  wie  bei  epichanne  (38  e). 

L.  agarista  F/fb’.  (38  e).  Die  rotlnmune  Färbung  ist  meist  viel  heller  als  in  der  Abbildung.  Kenntlich 
ist  diese  Form  an  den  beiden  grossen,  zusammenhängenden  Glasflecken  im  Apex  der  Vflgl.  Sie  fliegt  am 
oberen  Rio  Negro  und  oberen  Rio  Napo.  —  janarilla  Uew.  ist  eine  ganz  ähnliche  Form  aus  dem  östlichen 
Ecuador  und  Peru  ,  ohne  die  rotbraune  Färbung  auf  der  Oberseite ,  imd  ohne  die  weissliche  Bestäubung  im 
Discus  der  Htlgl. 

L.  priscilla  Hetr.  (38 f)  und  gunilla  Be/r.  beide  vom  oberen  Amazonas  (Rio  Juruä,  Fonte  Boa)  sind 
2  seltenere,  lebhafter  gefärbte  Formen,  mit  rotbraunen  Htlgl.  jrrisci da  hui  ausser  dem  dunklen  Aussenrd  im 
Hflgln  noch  eine  Submarginal-Aussenrd-Binde.  Bei  (junida  ist  nur  der  Ansatz  zu  dieser  Binde  im  x4pex  vor¬ 
handen.  priscilla  hat  in  den  dunkelbraunen  Vtlgln  4  Glasflecken  und  ein  Basaldreieck;  bei  gunilla  fehlt  der 
Glasfleck  am  Hinterwinkel,  die  Basis  ist  breiter  und  rotbraun  gefärbt. 

L.  tigilla  Wegin.  (38 e)  ist  eine  grössere  Art  aus  dem  östlichen  Ecuador  von  ähnlichem  Aussehen  wie 
Iota,  aber  ohne  die  Gabelung  der  Schrägl)inde  und  mit  Ijreiteren  Flügeln. 

L.  assirnilis  Hsch.  ist  eine  sehr  ähnliche  Art  aus  derselben  Gegend,  etwas  kleiner,  ohne  den  weissen  • 
Fleck  am  Vrd  und  Zellende  der  Vflgl.  Auch  sonst  ist  die  Zeichnung  beider  Formen  etwas  verschieden. 
Besonders  sind  dieselben  al)er  am  Geäder  zu  erkennen.  Die  mittlere  Discocellulare  der  Hflgl  ist  bei  assirnilis 
bedeutend  grösser  und  dadurch  die  Zelle  viel  länger. 

L.  zelica  Heu:.  (38 f)  aus  den  westlichen  Anden  von  Ecuador  ist*  an  der  gelblichen  Färbung  aller 
Flügel  kenntlich.  Die  Zeichnung  der  sonst  sclnvärzlichen  Apicalhälfte  der  Vflgl  besteht  in  zwei  Subapical- 
punkten  und  zwei  grösseren  weisslichen  Flecken  am  Zellende  und  Hinterwinkel.  Die  Hflgl  sind  sehr  breit 
schwarz  gerändert.  —  Eine  ähnliche  Form  i,st  pagasa  Druce  aus  Panama  und  Costa  Rica.  Die  Hflgl  sind 
wde  bei  zelica,  al)er  die  Vflgl  haben  eine  In’eite  Binde  durch  die  Zelle.  Die  Subapicalflecken  sind  grösser. 

L.  aegle  F.  (=^  hippodamia  Heu.)  (38f).  Die  Flügel  sind  fast  glashell  mit  dunklen  Rändern.  Im 
Vflgl  entstehen  durch  Schrägbinden  eine  Anzahl  Glastlecken,  und  zwar  ausser  den  beiden  in  der  Zelle:  je 
einer  am  Zellende  und  Hinterwinkel,  sowde  2  kleinere  und  1  —  2  Punkte  am  Aussenrd.  Den  Aussenrd  der 
Hflgl  durchziehf  ein  rotbrauner  Streifen.  Die  Art  fliegt  mit  der  ähnlichen,  folgenden  Form  in  Guiana.  — 
zarepha  Heu-.  (38f)  hat  am  Zellende  der  Vflgl  eine  bindenartige  Fleckenreihe  Ins  zum  Flinterwinkel  und 
2  Glasflecken  im  Apex.  Auf  der  Unterseife  fehlen  die  weissen  Randpunkte.  Guiana. 

L.  dolabella  Hew.  (38 e)  von  Bolivien  hat  eine  breite,  rveisse  Schrägbinde  am  Zellende  der  Vflgl 
und  einen  Doppelfleck  am  Apex;  durch  die  Zelle  zieht  eine  unvollständige,  dunkle  Sclirägbinde.  Die  Glas¬ 
tlecken  und  der  Discus  der  Htlgl  sind  weiss  liestänbt.  —  Als  brisotis  form.  nov.  bezeichne  ich  eine  andere 
Form,  ebenfalls  aus  Bolivien,  mit  schmaler,  weisser  Schrägbinde  im  Vflgl,  besonders  am  Zellende.  Der 
dunkle  Aussenrd  der  Hflgl  ist  nach  innen  stark  verbreitert. 


IjKUCH  )T1  I\'K1S.  Von  1!.  IIakn'sch. 


147 


L.  flexibilis  spec.  nov.  nenne  ich  eine  der  dolahrlhi  älinliclie  Aii  ans  dein  nöi'dlichen  Peru.  Sie  ist  jlexibihs. 
kleiner  und  hat  eine  schmälere,  in  der  Mitte  eingeschnürte,  weissliche  Schräghinde.  Am  1  linterwinkel  der 
Vtlgi  steht  ein  länglicher  Glasfleck,  wie  \)^\  crh})inilU(^  von  welche)'  sich //ex//</7/.s  schon  diu'ch  den  Doppeltleck 
im  Apex  unterscheidet.  —  Ans  Bolivien  kommt  noch  eine  sehr  älndiche  Form,  die  ich  virina  jonH.  mtr.  virina. 
nenne.  Sie  hat  eine  weisse  Schräghinde  wie  dohihella,  aber  die  ühi'igen  Glastlecken  sind  farblos,  nicht  weiss 
bestäubt.  Am  Hinterwiidcel  der  Vtlgi  steht  ein  Glastleck  wie  hei  Jlexihdis,  ahei-  die  schwai'ze  Scln'äghinde 
über  dem  Zellende  ist  von  der  Mediane  an  ganz  schmal,  strichförmig. 

L.  perspicua  ßtl.  (38 e)  ist  <\e,v  janardla  recht  ähnlich,  bedeutend  grösser;  mit  Suhajiicalhinde ,  statt  perspicua. 
des  Doppelflecks,  sowie  birniörmigem  Fleck  am  Hinterwinkel  dei-  Vtlgi.  Sie  fliegt  mit  den  verwandten 
onega  und  epicharme  am  oberen  Amazonas.  —  onega  Fldr.  hat  eine  breitere,  weisse  Sclirägbinde  i)n  Vtlgi  onega. 
und  die  Hflgl  sind  schwarz  mit  einer  sclnnalen,  gebogenen  Glashinde  hinter  der  IMitte,  die  am  Ird  dunkel 
beschattet  ist.  —  Bei  epicharme  Fldr.  (38 e)  ist  die  Glasbinde  der  Htlgl  breiter,  keilfönnig,  am  Ird  epicharme. 
am  breitesten. 

L.  amazona  Hsch.  vom  oberen  Amazonas  ist  den  vorigen  ähnlich,  mit  gleichmässig  lireiter  Schräg-  amazona. 
binde  im  Vtlgi,  ohne  den  Glastleck  am  Hinterwinkel.  —  Eine  weitere  ähnliche  Form,  die  ich  ramona  form,  ramona. 
nov.  nenne,  hat,  bis  auf  die  weisse  Schrägbinde,  farblose  Glastlecken,  und  zwar  ist  der  am  Hinterwinkel 
länglich  viereckig.  Die  Mittelbinde  der  Htlgl  ist  in  der  Mitte  am  schmälsten,  indem  der  l)reite  Vrd  am 

2.  Medianast  eine  Ecke  liildet.  Sie  fliegt  bei  Sara-yacu  am  Ucayali. 

L.  crispinilla  Hpfr.  (38e)  aus  dem  östlichen  Peru  unterscheidet  sich  von  der  voiigen  durch  weiss-  crispiniiia. 
liehe  Bestäubung  und  schmalen  schwarzen  Vrd  der  Htlgl,  welcher  die  Zelle  frei  lässt. 

Eine  der  vorigen  sehr  ähnliche  Art,  die  ich  als  L.  enania  spec.  nov.  bezeichne,  fliegt  auch  in  Peru,  enania. 

Sie  ist  merklich  kleiner  und  hat  anderes  Geäder,  sowie  schmälere  Ränder  und  Binden.  Auffällig  ist  besonders 
der  schwarze  Strich  über  die  Zelle  der  Vtlgi,  welcher  hier  in  der  Verlängerung  des  1.  Medianastes  steht,  während 
er  bei  crispinilla  näher  der  Basis  liegt. 

L.  didymaea  Hew.  von  Bolivien  hat  eine  Zeichnung  wie  virina,  ohne  den  Doppelfleck  im  Apex  der  didymaea. 
Vtlgi.  Sie  ist  an  der  schwarzen  Schräghinde  über  das  Zellende  der  Vtlgi  kenntlich,  welche  von  der  Mediane 
bis  zum  Aussenrd  einen  Strich  bildet,  sowie  an  dem  schmalen,  gleichmässig  breiten  Aussenrd  der  Htlgl. 

Bei  den  nun  folgenden  Formen  fehlt  der  bindenartige  Strich  durch  die  Zelle  der  Vtlgi. 

L.  borilis  spec.  nov.  So  bezeichne  ich  eine  der  didymaea  ähnliche  Art  von  Pozuzo  in  Süd-Peru  mit  borilis. 
weiss  bestäubten  Flügeln,  ohne  den  Strich  in  der  Zelle.  Der  Aussenrd  der  Htlgl  ist  viel  breiter. 

L.  synnova  Hew.  (38  f).  Diese  schöne  und  seltene  Art  unterscheidet  sich  durch  die  orange  Färbung  sy/zwu«. 
(bei  der  Abbildung  ist  dieselbe  zu  dunkel)  recht  auffällig  von  den  sonst  ähnlich  gezeichneten  Arten ,  wie 
ramona  etc.  Nach  Bates  fliegt  sie  nur  ain  Nordufer  des  oberen  Amazonas  bei  Tunantins. 

L.  quintina  Fldr  (38 f)  soll  aus  Venezuela  stammen,  ich  kenne  sie  nur  aus  Bolivien  und  Peru.  Sie  qmntina. 

hat  weiss  bestäubte  Flügel  mit  schwarzen  Rändern  und  einer  Schrägbinde  am  Ende  der  Vllglzelle,  welche 
nach  hinten  allmählich  verjüngt  ist.  —  Die  sehr  ähnliche  alexina  Hew.  von  Peru  und  Bolivien  hat  farblose  alexina. 
Flügel,  nur  die  Subapicalbinde  der  Vtlgi  ist  weiss  bestäubt.  Die  Zeichnung  erinnert  sehr  an  Ithomia  ardea, 
die  sich  aber  durch  das  Geäder  unterscheidet. 

Hier  folgt  zunächst  noch  eine  kleine  Gruppe  mit  breiten,  abgerundeten  Flügeln  und  schwarzem 
Strich  durch  die  Vllglzelle,  von  denen  L.  astraea  Cr.  (391))  oft  verkannt  wird.  Die  typische  Form  kommt  - 

aus  Guiana.  Sie  hat  eine  breite,  schwarze  Schrägbinde  im  Vtlgi,  die  sich  erst  kurz  vor  dem  Aussenrd  gabelt; 

ferner  ganz  schwach  rotbraune  Färbung  im  Aussenrd  der  Htlgl.  —  thimei  Oherth.  {—  tlora  Hew.  Exot.  Btfl.  thimei. 

f.  68)  vom  Rio  Magdalena  in  Columbien  ist  ganz  ähnlich  gezeichnet,  hat  aber  kein  Rotbraun  auf  der 
Oberseite  und  unten  nur  an  der  Wurzel.  Ferner  ist  der  Aussenrd  der  Htlgl  schmäler  und  gleichmässig  breit. 

—  tlora  Cr.  von  Cayenne  und  Surinam  ist  eine  grössere  Form  mit  breiten  Rändern  und  Binden,  sowie  rot-  flora. 
brauner  Zeichnung  im  Aussenrd  der  Htlgl.  Am  Aussenrd  der  Vtlgi  werden  durch  die  Aste  des  Schrägbandes 
2  deutliche,  weisse  Flecken  abgetrennt.  —  Am  unteren  Amazonas  fliegt  eine  kleinere  Form  von  astraea 
mit  rundlichem  Apex  der  Vtlgi,  die  ich  als  antaxis  form.  nov.  bezeichne.  Sie  hat  einen  hell  rotbraunen,  antaxis. 
dunkel  gesäumten  Aussenrd  der  Htlgl  und  einen  solchen  Fleck  am  Hinterwinkel  der  Vtlgi. 

Eine  äusserst  ähnliche  Art  vom  mittleren  Amazonas,  die  ich  L.  stradopsis  spec.  nov.  nenne,  hat  stradopsis. 
anderes  Geäder  und  spitzeren  Apex  der  Vtlgi.  Der  obere  Schenkel  der  unteren,  sowie  die  mittlere  Discocel¬ 
lulare  sind  länger.  Die  Schrägbinde  der  A^tlgl  ist  ziemlich  allmählich  über  dem  2.  (Medianast  verjüngt,  der 

3.  ist  nicht  verdickt. 

Bei  L.  egra  Hew.  (39  b)  ist  die  schwarze  Schräghinde  der  Vtlgi  sehr  breit,  verläuft  auf  dem  3.  Die-  egra.  — ' 
dianast  und  ist  andererseits  mit  dem  schwarzen  Ird  verbunden.  Die  Art  fliegt  am  Amazonas. 


148 


J.EUGOTHYRTS.  Von  R.  Haensch. 


aqiiata. 

serdolis. 


siisiana. 

siisanna. 

cyrene. 

radina. 

attalia. 

attalita. 

taliata. 

solida. 

completa. 

orestilla. 

valida. 

fasciata. 

deronda. 

derondina. 

cytharista. 


L.  aquata  Weijw.  (391))  aus  Brasilien  ist  der  astniea  ähnlich,  mit  schmäleren  Rändern  und  Binden. 
Die  Schrägbinde  am  Zellende  reicht  nur  wenig  über  die  innere  Ecke  hinaus.  Der  schwarze  Strich  über  die 
Zellmitte  soll  bei  typischen  Stücken  gleich  breit  sein.  Es  finden  sich  jedoch  viele  Exemplare,  bei  denen  er 
keilförmig  ist.  —  Bei  einer  anderen  Art,  die  ich 

L.  serdolis  spec.  nov.  nenne,  verläuft  eine  keilförmige  Schrägbinde  vom  Zellende  über  den  3.  Medianast, 
und  die  Glastlecken  sind  weiss  bestäubt.  Sonst  ist  die  Zeichnung  wie  bei  astraea.  Diese  Form  fliegt  am 
oberen  Amazonas. 

Hier  beginnt  die  2.  HauptgTiippe  von  Leycothyris  mit  länglichen,  farljlosen  Flügeln,  welche  zarte,  weissliche 
Flecken  tragen.  Von  diesen  ist  besonders  einer  zwischen  dem  ‘J.  und  3.  Medianast  der  Vflgl  am  Aussenrd  für  die 
Gruppe  charakteristisch,  da  er  so  nahe  dem  Aussensaum  steht,  dass  der  dunkle  Aussenrd  hier  stets  verschmälert  ist. 
2  ähnliche  w'eissliche  Flecken  stehen  noch  am  A])ex  der  Vflgl.  Das  Geäder  der  Hflgl  ist  auch  bei  dieser  Gruppe 
sehr  verschieden.  Es  finden  sieh  sowohl  Arten  mit  typischem  Hyposcada-Ge'AA&r,  als  auch  sehr  viele,  bei  denen  die 
Zelle  noch  bedeutend  länger  als  bei  typischen  Leycothyris-KrtQn  ist. 

L.  susiana  Fldv  (38  g).  Diese  schöne,  seltene  Art  aus  den  östlichen  Anden  von  Columbien  und 
Ecuador  hat  schwarze  Flügel  mit_  mehreren  Reihen  weisser  Glasflecken.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Färbung 
vorwiegend  rotbraun.  Die  Vflgl  haben  an  der  Basis  einen  länglichen  Fleck,  darauf  folgen  2  Reihen  weisser 

Flecken  vor  und  hinter  dem  Zellende,  sowie  3  Subapicalflecken  und  einige  weisse  Randpunkte.  Die  Hflgl 

zeigen  im  Discus  eine  zusammenhängende,  weisse  Flecken-Schrägbinde  und  grosse,  weisse  Doppel-Randpunkte. 
—  susanna  idtgr  ist  eine  ganz  ähnliche  Form  aus  Columbien  mit  kleineren,  weissen  Flecken  und  Punkten, 
aber  einer  breiteren,  gelblichen  Schrägbinde  der  Hflgl. 

L.  cyrene  Latr.  ist  eine  ähnliche  Art  Avie  siisicwa,  vom  oberen  Amazonas  und  Peru.  Die  Stellung 
der  Glastlecken  ist  etwas  anders.  Es  fehlt  der  mittlere  Fleck  der  ersten  Reihe  und  die  Binde  der  Hflgl  ist 
am  Ird  erweitert.  —  Eine  nahe  Form  aus  Columbien,  die  ich  radina  form.  noo.  nenne,  hat  im  Zellende  der 
Vflgl  einen  Doppelfleck  und  dahinter  3  Glasflecken.  Die  Schrägbinde  der  Hflgl  erweitert  sich  am  frd  bis 
zur  Basis.  —  Napeogenes  domidnca  Heiv.  von  Bolivien  sieht  den  hier  besprochenen  Lcucotlujris-Yovvaew  sehr 
ähnlich,  gehört  jedoch,  wde  ich  erst  nachträglich  an  typischen  Exemplaren  feststellen  konnte,  zur  Gattung 
Xapeogenes.  Sie  hat  ein  grosses  Basal-Glasfeld  im  Vflgl  und  vom  Zellende  bis  zum  Hinterwinkel  eine  am  Vrd 
geteilte,  breite  Fleckenbinde.  Die  Htlgl  tragen  eine  breite,  glasige  Längsbinde.  Vgl.  Nachträge,  p.  165. 

L.  attalia  Heir.  (38  g)  hat  einen  schwarzen  Fleck  in  der  Zelle  der  Vflgl  und  zaldreiche  Glastlecken 
in  der  Apicalhälfte.  Die  Art  fliegt  in  Bolivien  und  Peru.  —  attalita  Hsch.  ist  eine  viel  kleinere  Form  aus 

Bolivien.  Die  Glastlecken  haben  stark  milchige  Färbung  und  auf  der  Unterseite  ist  die  gelbbraune  Färbung 

Amn  (fttalia  hier  graubraun. 

L.  taliata  Heu'.  vmii  Peru  hat  grössere,  zusammenhängende  Glastlecken  im  Discus  der  Vflgl  und  eine 
sehr  breite  Glasbinde  im  Hflgl,  soAvie  grössere  Randpunkte  auf  allen  Flügeln. 

L.  solida  JVegm.  (38g).  Hier  ist  in  der  Discal-Fleckenbinde  der  Vtlgl  der  Glastleck  zAAÜschen  dem 
2.  und  3.  Medianast  der  längste  (bei  taliata  ist  es  derjenige  zwischen  dem  1.  und  2.  Ast).  Die  grossen  Rand¬ 
punkte  fehlen  fast  ganz.  Auf  den  Hflgln  ist  die  Glasbinde  in  der  .Mitte  schmäler.  —  Bei  der  ab.  completa  lisch., 
Avelche  mit  der  Stammform  im  östlichen  Ecuador  fliegt,  ist  der  Vrd  der  Htlgl  bis  über  die  Zelle  hinaus 
schAAmrz,  so  dass  die  Glasbinde  viel  schmäler  Avird. 

L.  orestilla  Ileiv.  (38  g)  ist  die  grösste  Art  der  eigentlichen  Ithominen.  Die  Zeichnung  ist  ähnlich  Avie 
bei  solida,  mit  viel  grösseren  Glastlecken.  Der  dritte  Apicaltleck  am  V]’d  fehlt.  Sie  fliegt  in  den  östlichen 
Anden  von  Goluml)ien  und  Ecuador  in  dichten  BergAväldern  nahe  der  Baumgrenze  in  Höhen  bis  zu  3000  m. 

L.  valida  Hsch.  aus  dem  Grenzgebiet  von  Peru  und  Bolivien  hat  die  Grösse  A'on  susiana  und  sieht 
completa  ähnlich,  ohne  die  Aveissen  Randflecken  auf  der  Oberseite.  Der  kleine,  Aveisse  Punkt  zAvischen  Zell¬ 
ende  und  A])ex  steht  in  Richtung  der  beiden  anderen  Subapicalflecken  und  die  Glastlecken  am  Hinter- 
Avinkel  sind  grösser. 

L.  fasciata  Hsch.  vom  oljeren  Pastaza  in  Ecuador  ist  kleiner,  mit  schmalem,  schwarzem  Vrd  der 
Hflgl  und  Fleck  über  dem  Zellende.  Sie  hat  in  dem  Glasfehl  der  Hflgl  eine  milchige  Schrägbinde,  Avährend 
bei  solida,  der  sie  sonst  ähnlich  sield,  der  ganze  Discus  milchig  gefärbt  ist. 

L.  deronda  Hcn\  (39  a)  von  Peru  und  Bolivien  ist  durch  die  gelblich  getönten  Vtlgl  von  den  ähnlichen 
Formen  zu  unterscheiden,  ln  der  Zeichnung  ist  sie  den  bisherigen  Formen  ähnlich,  aber  der  Apex  ist  viel 
schmäler  scliAvarz,  so  dass  die  beiden  Apical-Glasflecken  nach  innen  nicht  begrenzt  Averden.  —  Als  derondina 
(Stgr.  i.  l.)  geht  eine  viel  kleinere,  sonst  äusserst  ähnliche  Form  aus  Bolivien  mit  elAvas  anderem  Geäder. 
Bei  ihr  fehlt  der  zweite  gelbe  Fleck  am  Vrd  der  Vflgl-Überseite.  Der  Fleck  in  der  Zelle  ist  schmäler  und 
beim  ?  fehlt  der  scliAvarze  Fleck  in  dem  Winkel,  Avelchen  die  Mediane  mit  ihrem  1.  Ast  bildet. 

L.  cytharista  Ileir.  aus  Peru  dürfte  auch  hierher  gehören.  Sie  hat  die  Grösse  von  deronda,  gelbliche 
Vflgl  mit  gezacktem  Aussenrd  und  gebogener  Halbbinde  über  das  Zellende.  Die  Hflgl  haben  bläulich-Aveissen 
Schein  und  breiten,  nach  innen  stark  gezackten  Aussenrd  mit  grossen,  Aveissen  Punkten. 


LEU(:0T11YKIS.  Von  H.  Haknscji. 


14!) 


Unter  dein  Namen  L.  athalina  (38g)  liracdde  Staudingeu  nielirere  ähnliche  Formen  zusammen,  athalina. 
Ich  betrachte  als  typische  Exemplare  nach  der  Ahhildung  STAUinxciKß’s  solche  aus  Bolivien,  deren  $  eine 
dunkle  Zeichnung  über  der  Zelle  der  Htlgl  führt.  Die  Vtlgl  sind  denen  von  calid«  ähnlich,  aber  es  fehlt 
der  zweite  weisse  Punkt  am  Vrd  nahe  dem  A})ex.  —  Die  ähnliche  Form  aus  (lolumhien  nenne  ich  tremona  tremona. 
form.  nov.  Dem  ?  fehlt  die  dunkle  Zeichnung  auf  der  Mediane  der  Htlgl,  und  das  Veihindung.sdi'eieck 
zwischen  dem  Zellende  und  Ird.  Die  Halbhinde  am  Zellende  ist  am  3.  IMedianast  in  eine  Spitze  ausgezogen. 

—  banjana  lisch,  ist  die  Form  aus  dem  östlichen  Ecuador,  die  dort  in  Höhen  von  2 — öOOO  m  voikommt.  banjana. 

Bei  ihr  sind  die  beiden  Apical-Glastlecken  innen  nicht  schwarz  eingefasst.  Die  Halbhinde  am  Zellende  ist 

wie  bei  cdhalitia,  aber  heim  ?  fehlt  die  dunkle  Zeichnung  auf  der  iMediane  der  Htlgl.  Auf  der  Unterseite  ist 

die  Färbung  braunrot,  bei  tremoiw  ist  sie  am  hellsten:  gelbbraun.  —  santineza  lisch,  ist  eine  kleinere  Form  sanüneza. 

aus  Ecuador;  sie  tliegt  in  Höhen  von  1000  — 1500  m.  Der  Fleck  in  der  Vtlgl-Zelle  ist  heim  cf  keiltörmig, 

heim  ?  breiter,  mit  abgestumpfter  Spitze. 

L.  tabera (30  a),  aus  den  östlichen  Anden  von  Ecuador,  hat  schmale  Halhhinden  über  dem  tabera. 
Zellende  der  Vtlgl  und  in  der  Zellmitte.  Der  Aussenrd  der  Htlgl  ist  sehr  breit  schwarz  gerändet.  Auf  der 
Unterseite  haben  die  Ränder  dunkel  braunrote  Zeichnung.  —  Bei  der  ab.  maerenda  lisch,  ist  der  Apex  der  maerenda. 
Vtlgl  breit  schwarz  mit  zwei  Glastlecken  darin.  Die  Htlgl  haben  die  Aussenhälfte  und  den  Apex  schwarz. 

Die  nun  folgenden  Formen  haben  einen  schmäleren  Aussenrd  im  Hflgi. 

L.  makrena  Hew.  (39  a)  aus  Venezuela  und  Columbien  unterscheidet  sich  von  den  ähnlichen  Formen,  makrena. 
wie  santineza  etc.,  durch  den  viel  schmäleren  Aussenrd  der  Htlgl.  Die  Halblnnde  am  Zellende  der  Vtlgl  ist 
breit,  der  Strich  in  der  Zellmitte  schmal.  —  makrenita  Hscli.  (39  a)  ist  bedeutend  kleiner,  sie  tliegt  im  öst-  makrenita. 
liehen  Ecuador.  Die  Zeichnung  ist,  ähnlich  Avie  bei  makrena,  hinter  dem  Zellende  der  Vtlgl  steht  eine  weisse 
Fleckenbinde. 

L.  baizana  lisch.,  gleichfalls  aus  den  östlichen  Anden  von  Ecuador,  ist  an  der  rauchbraunen  Färbung  baizana. 
und  den  langen,  schmalen  Flügeln  sogleieli  kenntlich.  Die  Zeichnung  ist  ähnlich  Avie  bei  makrena.  Der 
dunkelbraune  Aussenrd  der  Htlgl  ist  nach  innen  an  den  Adern  gezackt. 

L,  quadrata  lisch.  (39  a)  aus  dem  Avestlichen  Ecuador  ist  kleiner  als  die  vorigen  und  an  den  breiten  quadrata. 
Flügeln  soAvie  2  Glastlecken  im  Apex  der  Vtlgl  kenntlich.  Die  Flügel  schimmern  bläulicliAveiss. 

L,  amalda  Hew.  (39  b)  aus  Columbien  hat  eine  ganz  ähnliche  Zeichnung,  ist  aber  durch  die  rotbraune  amalda. 
Färbung  in  der  äusseren  Hälfte  der  Htlgl  auffällig  verschieden.  Sie  tliegt  mit  der  sehr  ähnliche)!  Pseudoscada 
lavinia  zusammen,  ist  aber  an  dem  dunklen  Strich  in  der  Zelle  der  Vtlgl  leicht  zu  erkennen.  -  amaldina  amaldina. 
{Stgr.  i.  1.)  ist  eine  kleinere,  scliAvächer  gezeichnete  Form,  ebenfalls  aus  Columbien.  Bei  ihr  sind  die  Htlgl 
glashell  bis  auf  einen  gelbbraunen  Aussenrd. 

L.  modesta  Hsch.  aus  dem  Avestlichen  Ecuador  und  Columbien  hat  ähnliche  Zeichnung  Avie  (jnadreda.  modesta. 
Der  Apex  der  Vtlgl  ist  abgerundet;  die  Hall)binde  am  Zellende  ist  kurz,  dreieckig;  der  dunkle  Aussenrd 
der  Htlgl  schmal. 

L,  bioculata  Hsch.  aus  Bolivien  ist  ebenfalls  eine  ähnliche  Form  Avie  makrenita ;  mit  2  Glastlecken  bioculata. 
nn  Apex  der  Vtlgl  und  undeutlichem  Strich  i)i  der  Zelle.  Unten  sind  die  Ränder  gelbbraun,  mit  nur  je 
2  Aveissen  Punkten  im  Apex  aller  Flügel. 

L.  epimakrena  lisch,  aus  Bolivien  hat  Grösse  und  Zeichnung  älndich  AA’ie  makrena.  Sie  ist  an  dem  epimakrena. 
nach  innen  an  den  Adern  gezackten  Aussenrd  der  Htlgl  und  einem  dunklen  Fleck  am  Zellende  kenntlich. 

Die  Flügel  sind  länglich;  der  Fleck  in  der  Zellmitte  der  Vfll  keilförmig. 

L,  zea  Hew.  (39b)  ist  eine  der  Avenigen,  aber  eigenartigen  Ithomiinen,  die  in  IMexiko  voi’konnnen.  zea. 

Sie  tällt  durch  die  braunroten  Ränder  auf,  soAA-ie  durch  nur  einen  Glastleck  im  Apex  der  Vtlgl.  —  vicina  Salv.  vicina. 
ist  eine  ähnliche  Form,  auch 'mit  braunroten  Rändern,  aus  Costa  Rica.  Sie  ist  kleiner:  die  Ränder  im  Apex 
der  Vtlgl  sind  schmäler.  Der  Fleck  am  Zellende  ist  dreieckig;  der  Strich  in  der  Zellmitte  schmäler. 

L.  caucana  Stgr.  (39  b)  aus  dem  Caucatal  in  Columbien  hat  schmälere  Ränder  und  .Alakeln  als  cancana. 
makrena.  Der  scliAvarze  Strich  in  der  Zellmitte  dei’  Vtlgl  fehlt  oft  ganz. 

L.  phemonoe  Dbld.  u.  Hew.  {=  morphenoe  H.-Schäff.)  (39  b)  aus  Venezuela  und  Columbien  hat  ab-  phemonoe. 
gerundete  Flügel  mit  schmalen  Rändern  und  schmalem  Strich  in  der  Zelle  der  Vtlgl.  Die  Subcostale  der¬ 
selben  ist  i’otbraun;  die  Aveisslichen  Wische  am  Apex  und  Aussenrd  sind  undeutlich.  —  burchelli  Sand,  vom  burdudli. 
Rio  Tocantins  soll  der  vorigen  Art  nahe  stehen ,  sich  aber  durch  breitere  Ränder  und  Makeln  auszeichnen. 

Besonders  ist  auch  die  dunkle  Schrägbinde  über  das  Zellende  der  Vtlgl  hinaus  verlängert  und  setzt  sich 
dann  noch  als  deutlicher  Streifen  auf  dem  2.  Medianast  bis  zum  Aussenrd  fort. 

L.  rubescens  Btlr.  u.  Druce  (39c)  aus  Costa  Rica  hat  zum  Teil  rotbraune  Ränder,  ähnlich  vicina.  rnbescens. 
aber  einen  breiten,  scliAvarzbraimen  Apex  der  Vtlgl,  soAvie  eine  Ijreite,  Aveisse  Sehräs-binde. 


150 


EPLSCADA.  Von  R.  Haexsch. 


itielegans. 

fiiinata. 

manora. 

sarilis. 

graciella. 

victorina. 

padilla. 

paiila. 

estella. 

siibosa. 

ferra. 

thyridiana. 


salvinia. 

riifocincta. 

claiisina. 

striposis. 


Die  nun  folgenden  Donnen  haben  keinen  dunklen  Strich  in  der  Zelle  der  Yflgl. 

L.  inelegans  JJeir.  aus  Ecuador  hat  die  Grösse  von  susiana,  glasige  Flügel  mit  dunklen,  nach  innen, 
besonders  im  Htlgi,  stark  gezackten  Aussenrändern.  Über  dem  Zellende  der  Vflgl  steht  eine  Hall^hinde, 
mit  Ansatz  über  dem  3.  Medianast.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder  rotbraun  mit  weissen  Aussenrd- 
Doppeltlecken. 

L.  fumata  lisch,  aus  dem  Gaucatal  hat  die  Grösse  von  uiakreiüfa ,  schmale  Ränder  um  die  schwach 
rauchbraunen  Flügel,  sowie  schmale  Halbbinde  am  Zellende  der  Ytlgl.  Unten  sind  die  Ränder  hell  gelbbraun. 

L.  manora  Schaas.  aus  Mittel-Brasilien  soll  durchsichtige,  bläulich  weisse  Flügel  haben  mit  schwärz¬ 
lichen  Rändern  und  Adern.  Im  Apex  der  Ytlgl  ein  Glastleck,  am  Zellende  ein  weisslicher  Wisch. 

Als  L.  sarilis  spec.  nov.  bezeichne  ich  eine  Form  vom  oberen  Amazonas,  ähnlich  (jmciella,  mit  2  Glas- 
tlecken  im  schwarzen  Apex  der  Ytlgl.  Die  Halbbinde  am  Zellende  hat  eine  Spitze  über  dem  3.  Medianast; 
der  ganze  2.  Ast  ist  breit  schwarz. 

L.  graciella  Oherth.  (=  victorina  (39  c)  vom  oberen  Amazonas  und  victorina  Gucy.  aus  Yenezuela 

und  Columbien  sehen  sich  beide  sehr  ähnlich.  Sie  haben  l)reiten,  schwarzen  Apex  der  Yflgl  und  breite, 
weisse  Schrägbinde  am  Zellende.  Bei  graciella  werden  die  Adern  in  der  weissen  Schrägbinde  völlig  ver¬ 
deckt,  während  bei  victorina  die  äusserste  Ader  und  die  Hälfte  der  zweiten  schwarz  erscheinen.  —  padilla  Heic. 
aus  dem  w'estlichen  Ecuador  ist  auch  ganz  ähnlich,  mit  breiterer,  w^eisser  Schrägbinde,  welche  bis  zum 
Hinterwinkel  reicht,  so  dass  auch  der  2.  Medianast  -weiss  bestäubt  ist.  —  paula  Wegen,  von  Zentral-Amerika 
ist  ebenfalls  ähnlich,  mit  schmaler,  weisser  Schrägbinde,  breitem,  fast  viereckigem,  schwarzem  Eieck  am 
Zellende  und  rotbraunem  Vrd,  sowde  ebensolchem  Fleck  am  Hinterwinkel  der  Ytlgl  und  Aussenrd  der  Htlgi. 

Lo  estella  llca\  (39c)  aus  dem  östlichen  Ecuador  ist  eine  kleine  Art  mit  breitem,  schwarzem  Apex 
der  Ytlgl  und  Aussenrd  der  Htlgi,  letzterer  mit  rotbraunem  Streifen,  sowie  mit  breiter,  weisser  Schrägbinde 
im  Ytlgl.  Auf  der  Unterseite  haben  die  dunklen  Ränder  gelbbraune  Mittelstreifen.  —  In  Bolivien  kommt 
eine  ähnliche  Form  vor,  die  ich  subosa  form.  nor.  nenne.  Sie  hat  eine  schmälere,  weisse  Schrägbinde  und 
schmäleren  Aussenrd  der  Htlgi.  Ferner  ist  der  ganze  Discus  der  letzteren  Aveisslich,  samt  den  Adern;  bei 
estella  nur  am  Apex,  der  Rest  ist  farblos  mit  scliAvarzen  Adern. 

Zum  Schluss  führe  ich  hier  noch  2  neue  Formen  an,  die  von  den  bisherigen  recht  abweichend  sind,  aber 
dem  Geäder  nach  am  besten  zu  Lencotligris  passen. 

L.  ferra  spec.  nor.  (39  d)  erinnert  durch  die  Zeichnung  sehr  an  Tligridia-,  Aprotopos-  und  Di rcemia- Arten. 
Die  Flügel  sind  fast  farblos  mit  dunkelbraunen  Rändern  und  je  einer  (luerbinde  über  dem  Zellende  aller 
Flügel.  In  der  Mitte  des  Aussenrdes  der  Htlgi  stehen  3  weisse  Punkte.  Die  Fhlr  haben  gelbliche  Keule. 
Auf  der  Unterseite  haben  alle  Aussenränder  bis  zum  Aj)ex  weisse  Randpunkte.  Aus  dem  südlichen  Peru.  — 
thyridiana  form.  nor.  ist  eine  ähnliche,  grössere  Form  aus  Bolivien  mit  schwarzen  Rändern  und  Binden  und 
einem  dreieckigen  Fleck  in  der  Zelle  der  Ytlgl.  Sonst  ist  die  Zeichnung  wie  bei  der  vorigen.  Auf  der 
Unterseite  steht  hinter  der  Basis  der  Htlgi  ein  gelblicher  Strich. 

26.  Gattung':  I^piseacla  Godm.  a.  Salr. 

Auch  dies  ist  nur  eine  Hilfsgattung,  deren  Charaktere  nicht  scharf  begrenzt  sind.  Es  soll  hier 
eigentlich  die  obere  Discocelhdare  der  Htlgi  beim  cd  ganz  fehlen ,  aber  meistens  ist  sie  noch  scliAvach  A'or- 
handen.  Immerhin  ist  der  Habitus  der  zu  Episcada  gerechneten  x4rten  von  dem  der  Gattung  Lencotligris 
sehr  verschieden  und  nähert  sich  vielmehr  dem  der  folgenden  Gattung  Pterongmia.  Die  untere  Discocellulare 
erscheint  bei  Episcada  immer  sehr  deutlich  geAvinkelt,  während  bei  Leucothgris  der  vordere  Schenkel  in  dem 
dunklen  Vrdstreifen  verschwindet.  Die  Zelle  der  Htlgi  ist  bei  typischen  Arten  vorne  und  hinten  fast  gleich  lang. 

Die  Arten  von  Episcada  sind  meistens  nicht  leicht  als  solche  zu  erkennen ,  da  sie  gewissen  Arten 
von  Pterongmia  äusserlich  sehr  ähnlich  sehen.  Xur  die  eded  sind  an  der  oberen  Discocellulare  und  Radiale  der 
Htlgi  sicherer  zu  unterscheiden.  Die  wenigen  A]ten  von  Episcada  ßnden  sich  über  das  ganze  neotropische 
Gebiet  verstreut  und  gehören  meistens  nicht  zu  den  hänfigsten. 

E.  salvinia  Bat.  (39  d)  aus  Guatemala  hat  zarte,  fast  farblose  Flügel  mit  schmalen,  braunen  Rändern 
und  Halbbinde  am  Zellende  der  Vtlgl,  nebst  weissem  Fleck  am  Yrd.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder 
heller  gelbbraun.  —  rufocincta  Salv.  aus  Mexiko  ist  eine  ähnliche  Form  mit  gelbbraunen  Rändern,  schwärz¬ 
lichem  Strich  am  Ird  der  Ytlgl  und  ohne  weissen  Wisch  am  Zellende. 

E.  clausina  llew.  (39  d)  von  Bolivien  hat  dunkelbraune  Ränder  und  Halbbinde  mit  gelbem  Fleck  am 
Zellende.  Der  Yrd  der  Htlgi  ist  unten  gelb.  Die  Subcostale  der  Ytlgl  ist  rotbraun;  beim  ?  auch  der  Ird.  — 
In  (Mittel-Brasilien  kommt  eine  sehr  ähnliche  Form  vor,  die  ich  striposis  form.  nor.  nenne.  Sie  hat  im  Zell¬ 
ende  der  Ytlgl  und  im  Htlgi  noch  gelbe  Bestäubung.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder  dunkler  rotbraun 
mit  schwärzlichen  Säumen. 


EI’ISCADA.  Von  l>.  Hakxscii. 


E.  carcinia  HcJiaxs  aus  Süd -Brasilien  soll  farblose  Flügel  mit  sclnnalen  Bändern  haben  und  einen  carcinia. 
weisseil  Fleck  hinter  der  Zelle  am  Vrd  der  Vtlgl.  —  Bei  pasena  Schans  aus  Mittel-Brasilien  soll  dei-  Leib  pasena. 
unten  grau  sein;  die  durchsichtigen  Flügel  mit  sehr  schmalen,  braunen  Bändern.  Vtlgl  mit  schmalem  Striidi 
am  Zellende  und  einem  durchsichtigen  Strich  am  Vrd.  Htlgl  am  Apex  der  Unterseite  mit  1  —  2  weissen  Punkten. 

E.  mira  Hetv,  (=  segesta  lUe/y/n.)  (39  d)  aus  dem  östlichen  Ecuador  hat  eine  sehr  hreite,  gelbe  Halb-  mira. 
binde  am  Zellende  der  Vtlgl  und  ist  sonst  ähnlich  der  dausina. 

E.  hymenaea  Friffw.  (39  e)  aus  Mittel-Brasilien  hat  bräunliche  Bänder  und  Halhbinde  am  'AeWende  hymenaen. 
der  Vtlgl  nebst  einem  weisslichen  Wisch.  Glashelle  Flecken  stehen  am  Ausseiird  der  Vtlgl  und  Htlgl.  Auf 
der  Unterseite  sind  die  Ränder  heller.  —  hymen  IfscJi.  (39  e)  aus  dem  südlichen  Bolivien  ist  kleiner  mit  hymen. 
breiteren  Rändern  und  Halbbinde  am  Zellende,  sowie  gelber  Schrägbinde.  Subcostale  an  der  Basis  rotbraun. 

Gell)  bestäubt  sind  die  Mediane,  das  Endstück  der  Zelle,  der  Hinterwinkel  der  Vtlgl,  sowie  die  untere  Radiale 
der  Htlgl  und  ein  Streifen  am  Vrd  der  Unterseite. 

E.  sulphurea  lisch,  aus  dem  Grenzgebiet  von  Peru  und  Bolivien  hat  längere  Flügel,  breitere,  gelbe  sulphurea. 
Schrägbinde  und  breitere,  dunkelbraune  Ränder.  Die  gelbe  Bestäubung  dehnt  sich  üher  die  Vtlglzelle  und 
den  grössten  Teil  der  Htlgl  aus;  fehlt  dagegen  auf  der  Unterseite  am  Vrd  der  Htlgl. 

E.  sao  llbn.  (39  d)  aus  Brasilien  hat  breitere,  dunkle  Ränder  und  gelben  Wisch  am  Zellende  der 
Vtlgl.  Basis  der  Htlglunterseite  gell)braun ,  xAussenrd  mit  4  weissen  Halbmonden.  —  obscurata  F.  ist  nach  obscnrata. 
Butler  eine  dunkle  Form  der  vorigen. 

E.  sylpha  Fisch.  (39  e)  aus  Venezuela  hat  Ähnlichkeit  mit  Miraleria  sijli'ella,  ist  aber  kleiner  und  hat  sylpha. 
anderes  Geäder.  Die  Flügel  sind  glashell  mit  hräunlichen  Rändern;  am  V-  und  Ird  der  Vtlgl  mit  gelbbraun, 
desgleichen  am  Innenwinkel  der  Htlgl.  Am  Zellende  der  Vtlgl  mit  gelbem  Wisch. 

E.  polita  IVei/iii.  (39  e)  hat  viel  Ähnlichkeit  mit  Fferon.  miaijaletta.  Die  Flügel  sind  dunkel  beschattet  polita. 
mit  dunkelbraunen  Rändern.  Der  Ird  und  die  Subcostale  der  Vtlgl,  sowie  die  Adern  im  Discus  der  Htlgl 
sind  gelbbraun.  Ausser  dem  gelben  Fleck  am  Zellende  haben  alle  Flügel  noch  gelhliche  Wische  am  Aussenrd 
und  im  Zellende,  polita  tliegt  mit  Fteronymia  aletta  zusammen  in  Goluml)ien. 

E.  cabenis  Hsch.  ist  etwas  grösser,  mit  farblosen  Flügeln,  dunkelbraunen  Rändern  und  weisser  Halb-  cabenis. 
binde  hintei'  der  braunen  am  Zellende.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder  gelbbraun,  dunkel  gesäumt, 
mit  1 — 2  weissen  Punkten  im  Apex  aller  Flügel.  Sie  tliegt  wie  die  ähnliche  helena  Hsch.  im  östlichen  helena. 
Columbien.  Letztere  ist  noch  grösser,  mit  schmäleren  Rändern,  dreieckigem  Fleck  am  Zellende  der  Vtlgl 
und  breiterer,  weisser  Halbbinde. 

E.  sidonia  lisch,  aus  dem  südlichen  Peru  hat  spitzere  Flügel;  Htlglzelle  mit  langem  rücklaufendem  sidonia. 
Ast.  Der  weisse  Wisch  am  Zellende  der  Vtlgl  ist  nur  am  Vrd  und  ül)er  den  Radialen  deutlich.  Auf  der 
Unterseite  sind  die  Ränder  tief  ockerfarben,  ohne  weisse  Punkte  im  Apex. 

E,  cora  (Baurj-ll.  i.  I.)  aus  Bolivia  ist  grösser  als  die  ähnliche  ticidella  lleir.  (39  e)  aus  dem  östlichen  cora. 
Ecuador.  Die  Flügel  sind  bei  cora  schwach  bräunlich;  hinter  dem  Zellende  der  Vtlgl,  am  Aussenrd  und 
am  Innenwinkel  der  Htlgl  gelblich.  Über  dem  Zellende  der  Vtlgl  steht  ein  hixdter,  brauner  Keiltleck;  bei 
ticidella  (39  e)  ist  hier  nur  eine  ganz  schmale,  dunkle  Zeichnung  und  dahinter  ein  weisslicher  WTsch.  Auf  der 
Unterseite  sind  die  Ränder  bei  cora  hell  gelbbraun,  bei  ticidella  bi'äimlich  mit  weissen  Punkten  im  Apex  der 
Vtlgl  und  am  Aussenrd  der  Htlgl. 

E.  canilla  liew.  (=  canaletta  Sty)'.)  (39  c)  hat  längliche  Flügel  mit  gelber  Bestäubung,  ausser  im  Apex,  canilla. 
Die  Ränder  sind  dunkelbraun;  beim  ?,  besonders  im  Htlgl,  viel  breiter.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder 
braunrot,  dunkel  gesäumt;  an  der  Basis  der  Htlgl  gelb;  im  Apex  der  Vtlgl  und  am  Aussenrd  der  Htlgl  mit 
weissen  Doppelflecken. 

E.  perasippa  Iletr.  (39  e)  ist  eine  sehr  grosse,  wenig  gezeichnete  Art  aus  Ecuador  und  Columbien. 

Die  Flügel  sind  gelblich,  glasig  mit  schmalen,  braunen  Räirdern  und  Strich  über  dem  Zellende  der  ^Tlgl. 

Die  Subcostale  der  Vtlgl  und  die  Unterseite  der  Ränder  sind  gelbl>raun. 

E.  dirama  F/^r/n  (39  f)  aus  Bolivien  ist  kleiner,  mit  breiterem  Strich  am  Zellende  und  gelbem  Fleck  dirama. 
dahinter.  Der  Vrd  der  Htlgl  ist  auf  der  Unterseite  gelb.  —  alidella  Heir.  aus  Columbien  ist  eine  sehr  aiidella. 
ähnliche  Form,  welche -auch  der  Fteronymia  alida  sehr  ähnlich  sieht.  Hewitsox  bemerkte  schon,  dass  ein 
Unterschied  zwischen  den  l)eiden  letzteren  im  Geäder  besteht,  welcher  auch  für  andere  Arten  von  Episcada 
\md  Fteronymia  konstant  zu  sein  scheint;  bei  alida  ist  der  untere  Schenkel  der  unteren  Discocellulare  der 
\'tlgl  länger,  bei  alidella  ist  es  der  obere,  alidella  hat  breite  Flügel  mit  dunklen  Rändern  und  breiter, 
gelber  Halbhinde  am  Zellende  der  Vtlgl.  Beim  ?  stehen  noch  mehrere  gelbe  Wische  am  Aussenrd. 

E.  scantüla  Heic.  aus  dem  östlichen  Ecuador  und  Columbien  hat  ähnliche  Flügelform  wie  dirama,  scamilla. 
weissen  Fleck  am  Zellende  der  Vfla;!  und  weisse  Wische  an  den  Aussenrändern. 

O 


152 


PTERONYMIA.  Von  R.  Haeksch. 


paradoxa. 

praestigiosa. 

lohüsa. 

philoclea. 

miuida. 


latilla. 

albicans. 

nigricans. 

barilla. 

picta. 

notilla. 

olyrilla. 

donella. 

donata. 

fulvirnat  go. 


E.  paradoxa  Stgr.  aus  dem  Caucatal,  ist  eine  grosse  Art  mit  farl)losen  Flügeln  und  schmalen  Säumen, 
nur  der  Y-  und  Ird  der  AYlgi  haben  breite  Ränder,  das  Zellende  ist  ohne  Zeichnung.  Ähnliche  Arten  sind 
Kapcogenes  fosshia  (35  g)  und  Hipnenitis  qninta. 

E.  praestigiosa  Hsch.  sieht  der  Dismenifls  cleonica  (41  e)  sehr  ähnlich,  ist  aber  schon  an  der  spitz 
gewinkelten  unteren  Discocellulare  der  Htlgl  zu  kennen.  Die  ARlgl  sind  leicht  beschattet,  die  Htlgl  gelblich 
getönt;  mit  weissen  Wischen  am  Zellende  der  Vtlgl  und  den  Aussenrändern.  Das  Zellende  der  Vtlgl  ist 
beim  cf  sehr  schmal,  beim  ?  breit  braun  gefärbt.  Die  Aussenränder  sind  an  den  Adern  nach  innen  in  Spitzen 
ausgezogen.  —  Eine  ähnliche,  kleinere  Art  aus  Columbien,  die  ich  lobusa  spec.  nov.  nenne,  hat  am  Zellende 
einen  gelblichen  Wisch,  schwächer  gezackte  Aussenränder,  schmälere  Zeichnung  am  Zellende  und  am  Aussenrd 
der  Htlgl;  auf  der  Unterseite  grosse,  weisse  Doppelflecken,  die  bei  praestigiosa  ganz  fehlen. 

Die  hier  noch  folgende  E.  philoclea  Heic.  (39  d)  aus  dem  südlichen  Brasilien  hat  schon  ganz  das 
Aussehen  von  Pf  erongmia- Arten,  aber  noch  eine  deutliche  obere  Discocellulare  und  Radiale  im  Htlgl  der  cf  cf. 
Sie  hat  gell)liche  Flügel  mit  schwarzen  Rändern,  Halbbinde  über  dem  Zellende  und  gelblichen  Wisch  da¬ 
neben.  Im  Discus  der  Htlgl  sind  die  Adern  auch  gelblich.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder  dunkel 
braunrot,  mit  weissen  Doppeltlecken  am  Aussenrd  der  Htlgl  und  Apex  der  Vtlgl.  Der  Vrd  der  Htlgl  ist 
gelblich  mit  rötlichem  Fleck  an  der  Wurzel.  Die  Art  erinnert  an  Cerafinia  eupompe  (35  d),  mit  der  sie  zusammen 
vorkommt.  —  munda  Wegm.  ist  eine  Form  mit  breiteren  Rändern  und  Verbindungsstrich  zwischen  der 
Halbl)inde  und  dem  Trd  der  Vtlgl. 


27.  Gattung:  Pteroiiyillia  Btl.  H.  Bruce. 

Zu  dieser  Gattung  sollen  nur  Arten  gehören,  welchen  die  obere  Discocellulare  im  Htlgl  fehlt  und 
bei  deren  cfcf  die  obere  Radiale  wenigstens  zum  grössten  Teil  mit  der  Subcostale  verwachsen  ist.  Hat  man 
aber  nur  wei])liche  Exemplare,  so  ist  es  oft  schwer  zu  entscheiden,  ob  die  ])etretfende  Art  zu  Pterongmia 
oder  Episcada  gehört,  denn  auch  äusserlich  sehen  sich  Formen  beider  Gattungen  oft  recht  ähnlich.  Charak¬ 
teristische,  äusserliche  Merkmale,  wie  l)ei  Leucoihgris,  gibt  es  für  die  ganze  Gattung  nicht.  Am  häufigsten 
kommt  noch  eine  Zeichnung  vor,  wie.  sie  zerliiia  (39  g)  darstellt;  doch  gibt  es  auch  buntgefärbte  Arten,  wie 
hdilla ,  welche  an  Episcada  erinnern.  Die  zu  Pterongmia  gehörenden  Formen  sind  ziemlich  zahlreich.  Sie 
treten  oft  in  Anzahl  auf,  sind  ]neistens  weiter  verbreitet  und  daher  nicht  selten.  Einige  kommen  sogar  in 
grossen  (Mengen  vor,  wie  zcrlina,  simplex,  artena,  euritea.  Die  grösste  Anzahl  von  Arten  l^eherbergen  die  Anden 
von  Bolivien  ])is  Columbien. 

P.  latilla  JPeu'.  (39  f)  aus  Venezuela  und  Columbien  hat  durchsichtig  gelbliche  Flügel  mit  gelbbrauner 
Bestäu])ung,  besonders  an  der  Basis  der  Vtlgl  und  am  Innenwinkel  der  Htlgl.  Die  Apicalhälfte  der  Vtlgl  ist 
schwärzlich  mit  2  gelben  Fleckenbinden.  Schwärzlich  sind  noch  die  Ränder  aller  Flügel  und  ein  Fleck  in 
der  Zelle  der  Vtlgl.  —  Bei  der  ah.  albicans  lisch,  werden  die  gelben  Fleckenbinden  weisslich  und  das  Zell¬ 
ende  der  Vtlgl  und  iApicaldrittel  der  Htlgl  sind  gelb  bestäubt.  —  Bei  der  ab.  nigricans  Hsch.  sind  der  Fleck 
in  der  Zelle,  der  V-  und  Innenrd,  sowie  das  Zellende  der  Vtlgl  und  ein  Band  über  der  Mediane  breit 
schwarzbraun;  sie  tliegt  in  Columbien. 

P.  barilla  Hsch.  ist  eine  ähnliche  Form  wie  latilla;  aus  dem  westlichen  Ecuador.  Sie  hat  zartere 
Färbung,  kleinere  gelbliche  Tupfen,  eine  rotbraune  Basis  des  Innenrds  der  Vtlgl,  schwach  rötliche  Färbung 
im  Htlgl  und  viel  kleinere,  weisse  Randpunkte  im  Aussenrd  der  Htlglunterselte. 

P.  picta  Salr.  aus  Columbien  hat  schwärzliche  Vtlgl,  die  Basis  der  Zelle  ist  braun,  die  Mitte  gelb, 
über  dem  Ende  steht  ein  schwarzer  Fleck.  In  der  Aussenhälfte  stehen  2  gelbe  Fleckenbinden  aus  4  und  5 
Flecken.  Die  Htlgl  sind  gelb  mit  breitem,  schwarzem  Aussenrd  und  In’aunem  Strich  am  Innenwinkel. 

P.  notilla  Btlr.  u.  Bruce  (39 f  cf,  ?).  Das  cf  hat  eine  ähnliche,  aber  viel  blässere  Zeichnung  als 
hdilla,  auch  fehlt  der  dunkle  Fleck  in  der  Zelle.  Beim  ?  ist  die  Färbung  viel  lelihafter;  die  Zelle  dunkel 
beschattet  und  die  Htlgl  einfarbig  rotbraun.  Es  ist  dies  die  zentralamerikanische  Form  der  Gruppe  aus 
Costa  Rica.  Sie  hat  schwarze  Fhlr,  welche  bei  den  Ijisherigen  Formen  eine  gelbliche  Keule  hatten.  — 
olyrilla  Btlr.  u.  Bruce  gleichfalls  aus  Costa  Rica,  erinnert  durch  die  glasige  Längsbinde  im  Htlgl  an  die 
ähnliche  Bircenua  olgras  und  unterscheidet  sich  hauptsächlich  hierdurcli  von  der  vorigen  Form. 

P.  donella  Fldr.  aus  Columhien  hat  ein  rotbraunes  Basaldrittel  im  Vtlgl  und  eine  anders  geformte 
Halbbinde  am  Zellende.  Die  Htlgl  sind  wie  bei  notilla  ?  gleichmässig  rotbraun  mit  breiterem ,  dunklem 
Aussenrd. 

P.  donata  (Bang-H.  i.  l.)  ist  eine  kleinere  Form  von  Panama  und  Costa  Rica  mit  lichterer  Färbung 
und  sehr  breiter,  gewinkelter,  gell)er  Vtlglbinde,  welche  vom  Vorderrd  ül)er  das  Zellende  zum  Innenrd  reicht. 
Sonst  ist  die  Zeichnung  ähnlich  wie  l)ei  donella. 

P.  fulvimargo  Btlr.  u.  Bruce  aus  Costa  Rica  soll  ähnlich  Episcada  obscurata  und  Bircenna  olgras  (36  e) 
sein.  Die  Vtlgl  sind  durchsichtig  mit  schwachen,  gelblichen  Fleckenbinden  am  Zellende  und  Aussenrd,  sowie  mit 


Aiisgi'ffehcn  30.  VII.  00. 


PTERONYMIA.  Von  R.  Haensch. 


1 53 

schwärzlicher  Halbbinde  am  Zellende.  Die  Hflgl  haben  dunkle  Ränder,  sowie  eine  rotbraune  Subrnarginal- 
binde  und  rotbraune  Adern,  cf  und  ?  sind  fast  gleich  gefärbt. 

P.  fulvescens  Godm.  u.  Salo.  aus  Costa  Rica  soll  latiUa  und  fulcimarijo  äbnlich  sein.  Die  obere  Radiale  fulvescens. 
der  Hflgl  fehlt  ganz.  Die  Fhlrkeule  ist  gelb. 

P.  splendida  Hsch.  aus  dem  östlichen  Columbien,  von  welcher  mir  nur  das  ?  bekannt  ist,  hat  ähnliche  splendida. 
Vtlgl  wie  notilla  ?,  mit  breiteren,  schwarzen  Rändern  und  dunklem  Fleck  in  der  Zellmitte.  Die  Htlgl  sind 
schwach  gelbbraun,  am  Apex  mit  gelbem  Fleck  und  sehr  breitem,  schwarzem  Aussenrd.  Die  Fhlrkeule  ist 
gelbbraun. 

P.  dispar  lisch.  (39  f)  hat  durchsichtig  gelbliche  Flügel  mit  schwarzen  Rändern  und  Halbbinde  am  dispar. 
Zellende,  welche  unten  bräunlich  durchsetzt  sind.  Fhlrkeule  gelbbraun.  Beim  ?  sind  Subcostale  und  Mediane 
der  Vtlgl,  sowie  die  Adern  im  Discus  der  Htlgl  gelbbraun.  Die  Art  tliegt  in  Columbien  und  Venezuela. 

P.  alinda  Fldr.  aus  Ahnezuela  soll  in  der  Zeichnung  sehr  an  donella  erinnern.  Vtlgl  in  der  Zelle  alinda. 
gelbbraun,  Subcostale  und  (Mediane  rotbraun,  die  übrigen  Ränder  schwarzbraun.  In  dem  schwärzlichen 
Apicalteil  2  gelbliche  Fleckenbinden.  Htlgl  gelbbraun  bestäubt,  mit  rotbraunen  Adern  und  breitem,  bräun¬ 
lichem  Aussenrd. 

P.  veia  (39  g)  aus  Venezuela  und  Columbien  hat  eine  breite  ,  gelbe  Schrägbinde  am  Zellende  veia. 
der  Vtlgl  und  gelbbraune  Ränder  auf  der  Unterseite  mit  grossen,  weissen  Halbmonden.  Beim  ?  sind  die 
Ränder  breiter  und  am  Ende  der  Vtlgl-Mediane  steht  ein  dunkler  Fleck.  —  Bei  der  ab.  brunnea  (Stgr.  i.  /.)  bmnnea. 
sind  Subcostale  und  Mediane  der  Vtlgl,  sowie  die  Adern  im  Discus  der  Htlgl  gelbbraun.  Die  gelbe  Schräg¬ 
binde  ist  noch  breiter  und  lebhafter  gefärbt. 

P.  zerlina  Hem.  (39g)  (—  arinia  U-Schäff.)  hat  Ijlaugrau  schimmernde,  glasige  Flügel  mit  breiten,  zerlina. 
dunkelbraunen  Rändern;  nur  der  Vorderrd  der  Vtlgl  ist  rotbraun.  An  der  dunklen  Zellend-Binde  und  am 
Aussenrd  der  Vtlgl  stehen  Aveissliche  Wische.  In  den  rotbraunen  Rändern  der  Unterseite  stehen  am  Apex 
der  Vtlgl  einfache,  und  am  Aussenrd  der  Htlgl  doppelte,  weisse  Punkte.  Beim  ?  besteht  eine  Verbindung 
ZAvischen  dem  Innenrd  und  der  Halbbinde  im  Vtlgl  durch  ein  dunkles  Dreieck.  —  Bei  einer  Lokalform  aus 
dem  südlichen  Peru,  die  ich  tamina  fonn.  noo.  nenne,  ist  die  Fhlrkeule  gelbbraun.  Die  Basalhälfte  der  Zelle  tamina. 
ist  dunkel  beschattet;  die  Apicalhälfte  der  Vtlgl  ist  gelblich  und  der  Discus  der  Htlgl  schimmert  bläulich- 
weiss.  Auf  der  Unterseite  sind  die  weissen  Punkte  viel  kleiner.  —  hara  Ucn\  ist  eine  Lokalform  von  zerlina  aus  hara. 
Ecuador  mit  Aveisslichen  Wischen  hinter  dem  Zellende  und  am  Aussenrd  der  Vtlgl.  Die  Subcostale  ist  rotbraun. 

P.  lincera  H-Scluiff'.  (39g)  hat  durchsichtig  gelbbraune  Flügel,  mit  gelblichen  Wischen  am  Zellende  lincera. 
und  Aussenrd  der  Vtlgl.  Subcostale  und  (Mediane  sind  hell  rotbraun.  Sonst  ist  die  Zeichnung  ähnlich  Avie 
bei  zerlina.  Östliches  Ecuador  und  Columlhen.  —  alina  {Stgr.  i.  l.)  ist  eine  ähnliche  Form  Avie  zerlina.,  aus  alina. 
Bolivien,  mit  rotbraunen,  dunkel  gesäumten  Rändern  auf  der  Oberseite,  hell  gelbbraun  auf  der  Unterseite; 
mit  gelblichen  Wischen  im  Zellende,  hinter  der  Zelle,  am  Aussenrd  der  Vtlgl  und  am  Apex  der  Htlgl.  Beim 
?  sind  die  Ränder  entsprechend  breiter. 

P.  pronuba  Hew.  aus  dem  Avestlichen  Ecuador  hat  farblose  Flügel  mit  scliAvarzen  Rändern  und  schwarz-  pronuba. 
Aveisser  Halbbinde  am  Zellschluss.  Subcostale  und  Mediane  sind  an  der  Basis  rotbraun.  Beim  ?  sind  sowohl 
die  Ränder,  als  die  Aveisse  Halbbinde  viel  breiter. 

Bei  P.  tu  CU  na  Reh.  (39  g)  vom  oberen  Amazonas  sind  die  dunkel  geränderten  Flügel  mit  zahlreichen,  tucnna. 
gelblichen  Tupfen  versehen  und  zAvar  im  und  hinter  dem  Zellende,  am  Aussenrd  und  HinterAvinkel  der  Vtlgl, 
sowie  im  Discus  der  Htlgl.  Die  schwarzen  Fhlr  haben  gelbbraune  Keule.  —  tanampaya  (Stgr.  i.  /.)  aus  tanampaya. 
Bolivien  hat  schmälere  Flügel.  Bei  ihr  sind  die  ganze  Zelle  der  Vtlgl  und  der  Discus  der  Htlgl  gelb  bestäubt. 

Die  Ränder  sind  unten  dunkel  rotbraun,  bei  lucuna  gelbbraun.  —  bueya  (Bang-II.  i.  l.)  ist  der  vorigen  sehr  bueya. 
ähnlich,  aber  mit  rotbrauner  Subcostale  und  rotbraunen  Rändern  auf  der  Unterseite.  Sie  fliegt  ebenfalls  in  Bolivien. 

P.  zabina  Hew.  (40b)  aus  Columbien  und  Ecuador  hat  breitere  Flügel  mit  kleineren,  gelblichen 
Tupfen  am  Zellende  und  Aussenrd  der  V-  und  Htlgl.  Fhlr  scliAvarz;  Subcostale  und  ein  schmaler  Irdstreifen 
sind  rotbraun.  —  Bei  der  ab.  brunneata  lisch,  sind  auch  die  Mediane  und  die  Adern  im  Discus  aller  brunneata. 
Flügel  rotbraun.  Am  Ende  der  Vtlglzelle  steht  eine  gelbe  Halbbinde. 

P.  huamba  spec.  noc.  nenne  ich  eine  der  lincera  ähnliche,  kleine  Form,  auch  aus  den  östlichen  Anden  huamba. 
von  Ecuador,  mit  schAvach  gelldichen  Flügeln  und  schAvach  gelbbraunen  Wischen  am  Zellende  und  Aussenrd 
der  Vtlgl.  Die  Ränder  sind  scliAvarzgrau ,  nur  die  Subcostale  der  Vtlgl  schAvach  gelbbraun.  Die  Aveissen 
Doppelflecken  am  Aussenrd  der  Htlgl  sind  sehr  gross.  —  oneida  Hew.  (39  g)  aus  Columbien  und  Ecuador  oneida. 
ist  etwas  grösser,  mit  lebhafter  gefärbten  Flügeln.  Der  Aussenrd  der  Htlgl  ist,  besonders  beim  ?,  nach  innen 
gezackt.  Im  Discus  der  Vtlgl  am  Zellende  steht  ein  dunkler,  isolierter  Fleck.  Die  Subcostale  ist  breit  gelbbraun. 

P.  inania  Hsch.  ist  eine  ähnliche,  grössere  Art  mit  breiteren  Flügeln  und  tief  scliAvarzbraunen  Rändern,  inania. 
Hinter  dem  Zellende  folgt  am  Vrd  ein  länglicher,  gelbbrauner  Fleck.  Auf  der  Unterseite  stehen  im  Aussenrd 
-  V  20 


154 


PTEKOXYMIA.  Von  K.  Hakxsch. 


serrata. 

teresita. 

evonia. 

sidmona. 

suesa. 

thabena. 

stantis. 

aegineta. 

cleobulina. 

denticulata. 

dispaena. 

alida. 

calgiria. 

tigranes. 

tirnagenes. 

alcmena. 

adina. 

eulyra. 

apuleia. 


der  Htlgl  zahlreiche,  rundliche,  weisse  Flecken.  Diese  Art  stammt,  wie  die  vorige,  aus  dem  Grenzgebiet  des 
östlichen  Ecuador  und  Columliien. 

P.  serrata  Ihch.  hat  noch  grossere  und  breitere,  schwach  gelbliche  Flügel  mit  stark  gezackten  Aussen- 
rändern.  Die  Halbbinde  am  Ende  der  Vllgizelle  ist  nach  innen  erweitert.  Auf  der  Unterseite  stehen 
zwischen  den  weissen  Doppelflecken  viereckige,  gelhbraune ,  ,  dunkel  gesäumte  Flecken  am  Aussensaum  der 
Htlgl.  Die  Art  fliegt  mit  Dismenitis  thendelinda  (41  d)  und  anderen,  ähnlichen  Formen  in  den  Bergwäldern 
des  östlichen  Kordilleren-Kammes  von  Ecuador  in  Höhen  von  2 — 3000  ra. 

P.  teresita  Heu:.  (40  a,  b)  aus  dem  westlichen  Ecuador  hat  hreite,  beim  cf  fast  farblose  Flügel  mit 
schmalen,  dunklen  Rändern.  Beim  ?  sind  die  Flügel  gelblich  bestäubt,  besonders  die  Htlgl.  Letztere  haben 
viel  breiteren  Aussenrd  als  beim  cf.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder  dunkel  rotbraun,  mit  weissen 
Punkten  im  Apex  der  Vtlgl  und  am  Aussenrd  der  Htlgl. 

Bei  P.  evonia  Hsch.  aus  Columljien,  mit  kürzeren  Flgln,  hat  das?  gelbbraune  Färbung,  besonders 
in  der  Zelle  und  am  Ende  der  (Mediane  der  Vtlgl.,  sowie  am  Innensaum  des  V-  und  Aussenrandes  und  auf 
den  Adern  im  Discus  der  Htlgl.  Die  Fhlr  sind  schwarz.  Der  Aussenrd  der  Htlgl  sehr  breit  schwarz. 

P.  suimona  Heu'.  aus  Ecuador  soll  ähnlich  teresita  sein,  mit  schmäleren  Rändern  und  schwarzen 
Fhlrn.  Basis  der  Vtlgl  und  die  Htlgl  sind  rothraun  bestäubt.  Auf  der  Unterseite  steht  im  Apex  jedes 
Flügels  ein  weisser  Fleck  und  die  Basis  der  Htlgl  ist  gelb. 

P.  suesa  Tleiv.  aus  Ecuador  hat  durchsichtige,  gelblich  schimmernde  Flügel  mit  schmalen,  braunen 

Rändern  und  Halbbinde  über  dem  Zellende  der  Vtlgl.  Die  Fhlrkeule  ist  gell)braun.  Auf  der  Unterseite 

sind  die  Ränder  gelbbraun,  im  x4pex  der  Vtlgl  mit  2  weissen  Punkten  und  am  Aussenrd  der  Htlgl  mit  einer 
Reihe  von  Doppelpunkten. 

P.  thabena  Heir.  (40  a)  vom  östlichen  Kamm  der  Anden  in  Ecuador  hat  bi’eite,  durchsichtige  Flügel, 

die  vorderen  gelblich,  die  hinteren  Idäulich  schimmernd.  Leider  sind  von  dieser  und  den  folgenden,  ähn¬ 

lichen  Formen  nur  ??  Iiekannt ,  so  dass  sich  die  Gattung  nicht  genau  feststellen  lässt.  Die  Zeichnung  er¬ 
innert  an  Formen  wie  zertiiia.  Von  den  Rändern  ist  besonders  der  äussere  der  Htlgl  sehr  lireit,  und  auf 
der  L^nterseite,  wo  er  rotbi’aun  gefärbt  ist,  mit  grossen  weisslichen  Doppelpunkten  versehen.  Die  Fhlr 
haben  gelbbraune  Keulen.  —  Eine  Lokalform  ans  Bolivien,  die  ich  stantis  —  form.  nov.  nenne,  ist  durch 
eine  schmale,  schwarze  Hall)binde  am  Zellende  der  Htlgl  auffällig.  —  Aus  Ecuador  kommt  noch  eine  ähn¬ 
liche  Form,  aegineta  Heir.  Sie  hat  einen  stark  nach  innen  gezackten  Aussenrd  der  Htlgl  und  eine  nach 
innen  erweiterte  Halbbinde  am  Zellende  der  Vtlgl.  —  Auch  cleobnlina  Jfeir.  aus  Bolivien  dürfte  hierher 
gehören.  Sie  hat  Htlgl  Avie  thabena,  aber  in  der  Zelle  der  Vtlgl  noch  eine  schAvarze  Strichbinde,  soAvie 
am  scliAvarzen  Aussenrd  einen  Ansatz  in  der  Richtung  auf  die  etAvas  verlängerte  Halbbinde  am  Zellende. 

P.  denticulata  lisch.  (40  b)  aus  Bolivien  hat  scliAvarze  Ränder  und  Halbhinde  am  Zellende  der 
Vtlgl;  die  Aussenränder  sind  nach  innen  gezackt.  Die  Fhlrkeule  ist  gellÜAraun.  —  Bei  dispaena  Hem.  (40a), 
aus  derselben  Gegend,  sind  die  Ränder  braun ;  Subcostale  der  Vtlgl  rötlich ;  Fhlr  scliAvarz.  Beim  ?  sind  die 
Ränder  breiter  und  teilweise  rotbraun. 

P.  alida  Hem.  (40a)  aus  Venezuela  hat  schmälere  Ränder  und  hinter  der  gleichmässig  breiten  Halb¬ 
binde  am  Zellende  eine  breite,  gelbe  Hall)binde.  Sie  sieht  der  Episcacla  aJidetJa  sehr  ähnlich. 

P.  calgiria  Schaus  (?  =  dircennoides  Step-,  i.  l.)  aus  Bolivien  soll  durchsichtig  gelbliche  Flügel  haben, 
mit  schmalen,  dunkelbraunen  Rändern  und  Adern,  soAAÜe  gekrümmter  Halbbinde  am  Zellende  der  Vtlgl; 
dahinter  stehen  am  Vrd,  soAvie  am  Aussenrd  gelbliche  Flecken;  desgl.  an  der  Basis  und  im  Zellende  der 
Vtlgl.  Der  Aussenrd  der  Htlgl  ist  am  2.  jMedianast  und  im  Apex  am  breitesten.  Fhlrkeule  gelbbraun. 

P.  tigranes  Godm.  u.  Satv.  (40  b)  aus  Central-Amerika  hat  farblose  Flügel  mit  schmalen,  beim  ?  etAvas 
breiteren,  dunklen  Rändern;  im  Vtlgl  rotbraune  Subcostale,  soAvie  eine  breite  dunkle  und  Aveisse  Halbbinde 
am  Zellende.  —  tirnagenes  Godm.  a.  Sale,  aus  Mexico,  in  Höhen  bis  etAva  2000  m,  unterscheidet  sich  A'on 
der  vorigen  durch  rotbraune  Ränder,  nur  der  Innenrand  der  Vtlgl  ist  scliAvärzlich.  Die  Halbbinde  am  Zellende  ist 
viel  kleiner.  —  alcmena  Godm.  a.  Salv.  aus  Guatemala  ist  etAvas  kleiner,  mit  breiteren,  rötlichen  Rändern. 
Die  dunkle  und  die  Aveisse  Halbbinde  am  Zellende  sind  grösser  und  schräger  gestellt. 

P.  adina  Hem.  aus  Venezuela  ist  eine  ähnliche  Art  Avie  tipranes,  ohne  rotbraune  Subcostale  und  mit 
länglichem,  Aveissem  Fleck  am  Vrd  der  Vtlgl.  Der  Vrd  der  Htlgl  ist  stark  gebogen,  die  mittlere  Discocellulare 
sehr  lang  und  gekrümmt. 

P.  eulyra  F/dr.  aus  Venezuela  soll  der  Episcada  edidella  ähnlich  sein,  aber  viel  kleiner,  mit  AA^eissen 
submarginalen  Flecken  auf  der  Unterseite. 

P.  apuleia  Heiv.  (40  a)  (??  =  santanella  Hsch.)  aus  dem  östlichen  Ecuador,  hat  Auel  Ähnlichkeit  mit 
Miraleria  sylvella  (40  e),  ist  aber  schon  an  der  stark  geAvinkelten  unteren  Discocellulare  der  Htlgl  zu  kennen.  Die 


1'TP]H()NY.M1A.  Von  H.  Haknsch. 


1 55 

Kändev  sind,  bis  auf  den  gell)l)raunen  Vrd  der  Vtlgl,  sclnnal  dunkelbraun;  die  Ilalbbinde  am  Zellende  dei' 

Vflgl  ist  etwas  gekrümmt  und  zugespitzt. 

P.  granica  Ileir.  ist  eine  ähnliche  Art,  auch  aus  Ecuador;  aber  ihr  fehlt  die  Ilalbbinde  am  Zellende,  granica. 
Auf  der  Unterseite  ist  die  Basis  des  Vrds  der  Htlgl  gelb,  und  im  Apex  hat  jeder  Flügel  2  wei.ssliche  Funkte. 

P.  ticida  lleu\  (40 e)  aus  dem  östlichen  Ecuador  hat  schmale  Flügel  mit  schwarzen  Händern;  an  der  ticida. 
Basis  aller  Flügel  gelbliche  Bestäul.)ung.  Sie  sieht  der  Episcada  ficidcdla  (39  e)  sehr  ähnlich.  Auf  der  Unterseite 
sind  die  Ränder  aber  schwmrz,  nur  die  Basis  der  Htlgl  ist  gelb.  Im  Apex  der  Vtlgl  stehen  3,  am  Aussenrd 
der  Htlgl  5  längliche,  weisse  Punkte.  —  yungava  Hscli  ist  eine  ähnliche  Form  aus  Bolivien.  Die  yungava. 

sind  bräunlich;  Subcostale  der  Vtlgl  rotbraun,  auf  der  Unterseite  gelbbraun  mit  nur  einem  weissen  Punkt 
im  Apex  der  Htlgl. 

P.  Starkei  Stgr.  aus  Venezuela  hat  breitere  Flügel  und  ausser  den  gewöhnlichen,  dunklen  Rändern  stärket. 
und  der  Halbbinde  am  Zellende  noch  eine  undeutliche  Strichlnnde  in  der  Zelle  der  Vtlgl.  Diese  Form 
dürfte  sonst  der  adina  nahe  stehen.  —  Eine  der  zahhui  und  stärket  ähnliche  Form  aus  dem  westlichen 
Ecuador,  die  ich  semonis  foruK  nov.  nenne,  hat  breite,  glasige  Flügel  mit  schmalen,  dunklen  Rändern  und  semonis. 
rotbrauner  Sulmostale,  sowie  dunkle  Hall)binde  und  weisslichen  Fleck  am  Vrd  der  Vtlgl.  Auf  der  Unterseite 
stehen  in  dem  dunklen  Aussensaum  der  gelbbraunen  Ränder  ganz  winzige,  w'eissliche  Pünktchen. 

P.  ladra  Stgr.  aus  Ecuador  hat  ähnliche  Flügelform  wie  ticida.  Die  Ränder  sind  oben  braun,  unten  ladra. 
gelbbraun  bis  auf  den  gelblichen  Vrd  der  Htlgl.  Das  Zellende  der  Vtlgl  ist  ungezeichnet. 

P.  minna  Behaus  aus  Bolivien  soll  durchsichtige  Flügel  von  55  mm  Spannweite  haben;  mit  schmalen,  minna. 
dunklen  Rändern  und  einem  gelben  Strich  am  Vrd  der  Vflgl,  welcher  eich  in  einem  Wisch  am  Zellende 
fortsetzt.  Auch  am  Aussenrd  stehen  gelbliche  Wische.  Die  Subcostale  der  Vtlgl  ist  rotbraun.  Auf  den 
Hflgln  sind  die  Zelle  und  der  Ird  gelblich  bestäubt.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder  rotbraun ,  im 
Aussenrd  der  Htlgl  mit  3  weissen,  dunkel  geränderten  Fleckeir. 

P.  ilsia  Behaus,  auch  aus  Bolivien,  soll  kleiner  sein,  mit  breiter,  brauner  und  weisser  Halbbinde  am  ilsia. 
Zellende  der  Vflgl;  Apex  breit  braun. 

P.  medellina  Hsch.  (40  e)  aus  Venezuela  und  Columbien  ist  eine  kleinere  Art  mit  ziemlich  gleich-  medellina. 
massig  breiten,  dunklen  Rändern  und  dreieckiger  Halbbinde  nel)st  weissem  Fleck  am  Zellende  der  Vtlgl. 

Im  Basalteil  zeigen  alle  Flügel  gelbliche  Bestäubung.  —  ozia  Eeu'.  ist  eine  sehr  ähnliche  Art  aus  Ecuador  ozia. 
mit  gelblicher  Fhlrkeule. 

P.  antisao  Bat.  (40  d)  vom  oberen  xVmazonas  bat  eine  schwefelgelbe  Schrägbinde  am  Zellende  der  antisao.  — 
Vflgl  bis  zum  Aussenrd.  Beim  cf  sind  die  (Mediane  und  Subcostale  der  Vtlgl  nur  schwach  gelbbraun,  bei 
?  sehr  breit;  hier  sind  auch  die  Adern  im  Discus  der  Htlgl,  sowie  ein  mehr  oder  weniger  breiter  Streifen 
»  im  dunklen  Aussenrd  gelbbraun. 

P.  Simplex  Balv.  (40b)  von  Costa  Rica  und  Panama  hat  zarte  Flügel  mit  schmalen,  braunen  Rändern;  simplex. 
gelbbraune  Subcostale  und  weissen  Fleck  an  der  schmalen  Halbbinde  der  Vtlgl.  Auf  der  Unterseite  sind 
die  Ränder  gelbbraun  mit  undeutlichen  Punkten  am  Apex.  Beim  ?  sind  die  Ränder  breiter,  Halbbinde  und 
weisser  Fleck  grösser.  Vor  den  Aussenrändern  stehen  weissliche  Tupfen. 

P.  nepiscada  Usch,  aus  dem  südlichen  Peru  ist  eine  ähnliche,  kleinere  Art,  die  an  Formen  von  uepiscada. 
Episcada  erinnert.  Subcostale  und  (Mediane  der  Vtlgl  sind  breit  gelbbraun.  Der  Fleck  am  Zellende  ist 
gelblich.  Auf  der  Unterseite  ist  am  Vrd  der  Htlgl  ein  länglicher,  gelbbrauner  Fleck  durch  schwefelgelbe 
Umrandung  abgetrennt  und  im  Apex  aller  Flügel  stehen  gelbe  Punkte. 

P.  sylvo  Hhn.  aus  Guiana,  Venezuela  und  Brasilien  ist  eine  unscheinbare  Art,  ähnlich  edissa,  mit  sy/vo. 
keilförmigem  dunklem  Fleck  am  Zellende  der  Vtlgl  und  weissem  Fleck  am  Vrd,  sowie  Strich  über  dem 
Ende  der  oberen  Discocellnlare  und  weisslichem  Wisch  in  der  Ecke  des  Hinterwinkels.  —  carlia  Behaus  carlia. 
aus  (\Iittel-Brasilien  dürfte,  wenn  nicht  dieselbe,  so  doch  eine  sehr  ähnliche  Form  sein. 

P.  hemixanthe  Eldr.  (40  d),  aus  (Mittel-Brasilien,  hat  die  innere  Hälfte  aller  Flügel  stark  gelb  bestäubt,  hemixanthe 
Sie  sieht  dadurch  der  kleineren  euritea  God.  (=  eudema)  (40  d)  aus  derselben  Gegend  ähnlich.  Letztere  Art  euriteo. 
hat  jedoch  dunkle  Bänder  über  das  Zellende  und  den  Ird  der  Vtlgl,  welche  bei  heudxanthe  fehlen;  diese  hat 
dagegen  auf  der  Unterseite  an  der  Basis  der  Fltlgl  einen  grossen,  rötlichen  Punkt. 

P.  COtyttO  Guer.  (40c)  aus  Zentral-Amerika  und  (Mexiko  hat  einen  breiten,  schwarzbraunen  Apex  cotytto. 
der  Vflgl,  sowie  eine  breite  Halbbinde  am  Zellende,  nel)st  einer  weissen  Schrägbinde,  die  sich  bis  zum 
Aussenrd  hinzieht.  Die  Subcostale  ist  rotbraun.  —  parva  Balv.  aus  Gosta  Rica  ist  kleiner  als  cotytto.  mit 
schmälerem,  schwarzem  Apex  der  Vflgl. 

P.  fizella  Bsd.  aus  Guatemala  soll  sehr  ähnlich  der  Bhoruia  agnosia  ( 37  ft  sein,  mit  nach  dem  Apex  zu  fizella. 
erweitertem  Rand  der  Vflgl  und  quadratischem  Fleck  am  Zellende.  Das  weisse  Schrägband  reicht  bis 
zum  Aussenrd. 


156 


PTEROXYMIA.  Von  R.  Haensch. 


artena. 

oliinba. 

derama. 

afrania. 

apia. 

asopo. 

asellia. 

aselliata. 

alissa. 

alissana. 

vestilla. 

ucaya. 

sparsa. 

laura. 

aletta. 

agalla. 

alope. 

Ulla. 

pritnula. 


P,  artena  Heu-.  (40c)  soll  aus  Mexiko  stammen,  es  findet  sich  aber  auch  eine  gleiche  Form  häufig 
in  den  östlichen  Anden  von  Columbien  bis  Peru,  artena  hat  Grösse  und  Aussehen  etwa  wie  tigranes  und 
adina.  Die  schwarze  Halbbinde  am  Zellende  der  Vflgl  ist  nach  innen  gegabelt,  die  weisse  schliesst  am 
dritten  Medianast  ab.  Im  Apex  der  unten  rotbraunen  Ränder  stehen  im  Vflgl  2,  im  Hflgl  1  weisser  Punkt. 
—  olimba  lisch,  aus  dem  südlichen  Peru  unterscheidet  sich  durch  eine  gelbe  Basis  der  Htlgl-Unterseite  und 
gelben  Bauch  des  Hlbs,  welcher  bei  artena  grau  ist. 

P.  derama  lisch.,  auch  aus  dem  Grenzgebiet  von  Peru  und  Bolivien,  erinnert  an  Pseudoscada  scdonina 
(41  b).  Die  Flügel  sind  glashell  mit  schmalen  Rändern.  Über  dem  Zellende  der  Vflgl  liegt  ein  keilförmiger 
schwarzer  Fleck  und  nach  dem  Apex  zu  eine  zarte,  gelbweisse  Halbbinde,  mit  dem  3.  Medianast  abschneidend. 
Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder  braunrot  mit  3  weisslichen  Punkten  im  Apex  der  Vflgl. 

P.  afrania  Hpfr.  aus  Bolivien  sieht  der  Mircdnia  sglveUa  (40 e)  und  Episcada  sahnnia  (39  d)  ähnlich, 
ohne  die  rotbraune  Färbung  dei’  Subcostale  und  Mediane  der  Vflgl.  Die  schmalen,'  schwarzen  Ränder  sind 
im  Apex  und  am  Ird  der  Vtlgl  am  breitesten.  Neben  der  schmalen,  gleichmässigen,  schwarzen  Zellendbinde 
steht  eine  ebenso  schmale  weisse. 

P.  apia  Fldr.  aus  Columbien  ist  ähnlich  tigranes,  mit  schmalen  Rändern  und  zugespitzter,  dunkler 
Halbbinde  am  Zellende  der  Vflgl,  sowie  breiter,  weisser  daneben.  Subcostale  rotbraun.  Auf  der  Unterseite 
ist  der  Vrd  der  Htlgl  an  der  Basis  gelblich. 

P.  asopo  FJdr.  aus  Venezuela  und  Columbien  ist  kleiner  als  artena.  Die  Halbbinde  am  Zellende 
der  Vflgl  ist  dreieckig;  der  weisse  Wisch  daneben  verhältnismässig  breiter.  Auf  der  Unterseite  stehen  im 
Apex  der  Vtlgl  3  weissliche  Flecken,  der  Htlgl  2,  sowie  3  undeutliche  am  Aussenrd.  —  asellia  Hpfr. 
(=  andreas  Weels)  (40  c)  von  Peru  und  Bolivien  ist  eine  ähnliche  Form  mit  am  Vrd  breiterem,  dreieckigem 
Zellendtleck,  welcher  unten  nicht  schwärzlich,  'sondern  rostbraun  gefärbt  ist.  Ferner  fehlen  die  weissen 
Randtlecken  und  der  2.  Medianast  der  Vtlgl  ist  dunkel  gesäumt.  —  Bei  aselliata  Hsch.  aus  Ecuador  ist  die 
w-eisse  Schrägbinde  der  Vtlgl  breiter  und  reicht  zum  2.  Medianast;  auch  der  weisse  Wisch  am  Hinterwinkel 
ist  grösser  und  beim  ?  mit  der  Schrägbinde  vereint. 

P.  alissa  Ilew.  (40  c)  aus  dem  westlichen  Ecuador  hat  eine  etwas  gekrümmte  Halbbinde  am  Ende 
der  Vflglzelle  und  einen  kleinen,  weissen,  schwarz  gesäumten  Fleck  am  Vrd.  Der  Apex  der  Vtlgl  ist  stärker 
gerundet.  —  Bei  alissana  lisch,  haben  die  Vtlgl  auch  eine  breite  weisse  Schrägbinde,  welche  aber  halb¬ 
durchsichtig  ist  und  nicht  am  2.  iMedianast  scharf  begrenzt  wird,  wie  bei  der  ähnlichen  aselliata.  Sie  fliegt 
gleichfalls  im  westlichen  Ecuador. 

P.  vestilla  llen'.  vom  oberen  Amazonas  hat  breitere,  dunkle  Ränder;  die  dunkle  Schrägbinde  am 
Zellende  setzt  sich  über  den  2.  Medianast  bis  zum  Aussenrd  fort.  Dahinter  folgt,  nach  dem  Apex  zu, 
eine  gelbe  Schrägbinde.  Gelbe  Bestäubung  zeigt  sich  ferner  noch  im  Zellende  und  am  Hinterwinkel  der 
Vtlgl,  sowe  in  der  vorderen  Hälfte  der  Htlgl.  —  Bei  ucaya  Hsch.  vom  Ucayali-Fluss  ist  die  gelbe  Schräg¬ 
binde  weisslich.  —  sparsa  Hsch.  ist  eine  andere  Form  von  vestilla,  vom  oberen  Napo  in  Ecuador.  Bei  ihr 
ist  die  gelbe  Bestäubung  der  Flügel  viel  stärker,  besonders  im  ganzen  Htlgl,  wo  auch  die  Adern  stark  gelb 
hervortreten. 

P.  laura  Istgr.  (40  d)  aus  Columbien  ist  eine  der  wenigen,  lebhafter  gefärbten,  kleinen  Arten.  Sie  hat 
ähnliche  Färbung  wie  Hgpoleria  vanilia  (AOg)  und  Pseudoscada  lavinia  (41b).  Die  Halbbinde  am  Zellende  ist 
nach  dem  Apex  zu  etwas  ausgebuchtet  und  schliesst  einen  weissen  Wisch  ein.  In  dem  dunkel  beschatteten 
Apicalteil  der  Vflgl  stehen  am  Aussenrd  und  im  Discus  noch  eine  Anzahl  weisslicher  Tupfen.  Die  Htlgl  sind, 
besonders  am  Aussenrd,  rotbraun  gefärbt  (beim  ?  stärker)  und  an  der  Apicalhälfte  dunkel  gerändert. 

P.  aletta  Hetr.  und  agalla  (J-odni.  u.  Sah.  (40  d)  sind  2  recht  ähnliche  Formen,  erstere  aus  Columbien, 
und  Venezuela,  letztere  von  Panama  und  Costa  Rica,  agalla  hat  eine  scharf  begrenzte,  gelbe  Schrägbinde 
am  Zellende  der  Vtlgl  und  rundliclie  Flecken  vor  dem  Aussenrd.  Bei  cdetta  besteht  die  Schrägbinde  aus 
undeutlichen  Flecken ,  zwischen  denen  die  untere  Radiale  dunkel  bleibt.  Auf  den  gelbbraunen  Htlgln  sind 
bei  agalla  die  Adern  lebhaft  rotbraun,  l)ei  aletta  in  der  äusseren  Hälfte  schwärzlich.  Beide  Formen  haben 
einen  breiten,  rotbraunen  Ird  der  Vtlgl,  während  bei  einer  dritten  Form  alope  Godni.  n.  Sah.  von  Panama 

und  Venezuela,  die  sonst  ähnlich  cdetta  sein  soll,  der  Ird  schAvärzlich  bleibt.  Eine  diesen  drei  Formen  ähn- 

» 

liehe  Art  ist  auch  Episcada  polita  (39  e). 

P.  lilla  Hetv.  (40  c)  hat  ausser  einer  gelben  Schrägbinde  noch  gelbe  Bestäubung  in  der  Zelle  der 
Vflgl  und  der  Costalhälfte  der  Hflgl,  sowie  gelbe  Tupfen  am  Aussenrd  der  Vflgl.  Auf  der  Unterseite  sind 
die  Ränder  braun  mit  gelbbrauner  Zeichnung,  nur  die  Basis  der  Hflgl  ist  rötlich-gelbbraun.  Im  Apex  der 
Vflgl  stehen  unten  4  weisse  Punkte,  im  Aussenrd  der  Hflgl  5  längliche  Doppelpunkte.  Im  westlichen  Ecuador 
am  Fuss  der  Anden. 

P.  primula  Bat.  vom  oberen  Amazonas  ist  eine  ähnliche  Ai't  wie  vestilla;  die  dunkle  Schrägbinde 
am  Zellende  gabelt  sich  über  dem  2.  und  3.  Medianast.  Die  glasigen  Stellen  der  V-  und  Htlgl  sind  grössten- 


MIHALEHIA;  AEKIA.  Von  H.  Haenscii. 


1 57 

teils  gelb  bestäubt.  Die  Aussenränder  sind  breit  scliwärzlicli-braun,  im  Apex  der  Vtlgl  und  in  der  .Mitte  des 
Aussenrds  der  Htlgl  am  breitesten;  auf  der  Unterseite  sind  sie  hellbraun  durchzogen,  an  dei’  llasis  und  am 
Innenwinkel  der  Htlgl  gelbbraun.  —  tenuis  Hsch.  (40c)  von  Golumljien  ist  eine  ähnliche  Form  mit  zai'ten  tenuis. 
Flügeln.  Zwischen  dem  2.  und  3.  Medianast  der  Vtlgl  steht  noch  ein  dreieckiger  gelber  Fleck.  Die  gelb¬ 
liche  Schrägbinde  ist  bogenförmig.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder  l)lasser  und  im  Aussenrd  dei'  Htlgl 
stehen  keine  weissen  Punkte  wie  bei  primula. 

P.  auricula  Hsch.  (40c),  auch  aus  dem  östlichen  Columbien,  ist  grösser,  mit  In’eiteren  schwai’zen  auricu/a. 
Rändern.  Der  Innensaum  des  Aussenrds  der  Htlgl  ist  fast  gerade,  nicht  parallel  dem  Aussensaum.  Auf 
der  Unterseite  sind  die  Ränder  dunkel,  ausser  am  Ende  der  Vtlglzelle  und  am  V-  und  Aussenrd  der  Htlgl, 
wo  sie  gelbbraun  gefärbt  sind. 

P.  glauca  Hsch.  aus  dem  westlichen  Ecuador  erinnert  an  Leucothyris  cjundrcda,  es  fehlen  aber  die  giauca. 
Glastlecken  im  Apex  der  Vflgl.  Die  Flügel  haben  einen  stark  blau-weissen  Schimmer.  Die  Schrägbinde 
am  Zellende  ist  über  den  Medianästen  gegabelt.  Am  Vrd  steht  nur  ein  kleiner,  weisslicher  Fleck.  Auf 
der  Unterseite  sind  die  Ränder  rotbraun,  dunkel  gesäumt;  im  Apex  der  Vtlgl  mit  4  weissen  Punkten,  im 
Apex  und  Aussenrd  der  Htlgl  mit  5. 

28.  Gattung:  Miraleria  Hsch. 

Hierher  gehören  nur  wenige  Formen,  welche  an  der  gerade  abgeschlossenen  Hflgl-Zelle  kenntlich 
sind.  Die  untere  und  mittlere  Discocellulare  sind  gleichlang,  schwach  gekrümmt  und  schliessen  die  Zelle 
allein ,  während  die  obere  Discocellulare  samt  der  oberen  Radiale  beim  cV  fehlen.  Das  cf  hat  einen 
länglichen  Duftfleck,  welcher,  wie  bei  Hypoleria,  nicht  nach  aussen  geschlossen  ist.  —  Die  bekannten,  un¬ 
scheinbaren,  mittelgrossen  Formen  finden  sich  nur  im  nordwestlichen  Süd-Amerika ;  sie  sind  dort  nicht  selten. 

M.  cymothoe  Hew.  (40  e)  von  Venezuela  und  Columbien  hat  farblose  Flügel  mit  braunen  Rändern,  cymothoe. 
von  denen  die  äusseren  nach  innen  gezackt  sind.  Die  Subcostale  der  Vtlgl  ist  rotbraun;  der  Vrd  der  Hflgl 
und  alle  Ränder  der  Unterseite  sind  gelbbraun.  Neben  der  braunen  Halbbinde  der  Afilgl  steht  ein  weissliches 
Band  und  im  Apex  aller  Flügel  auf  der  Unterseite  je  2  weissliche  Punkte.  —  Bei  der  ab.  flavomaculata  Hsch.  flavo- 
aus  Venezuela  ist  das  Band  am  Zellende  gelb,  desgl.  die  Punkte  der  Unterseite.  maculata. 

M.  sylvella  Hew.  (40  e)  aus  dem  westlichen  Ecuador  sieht  der  kleineren  Episcada  sylpha  (39  e)  sehr  ähn-  sylvella. 
lieh.  Das  cf  hat  ausser  der  rotbraunen  Subcostale,  noch  einen  breiten  Strich  an  der  Mediane  der  Vflgl  und 
zum  Teil  auch  einen  rötlich-ln-aunen  Aussenrd  der  Htlgl.  Die  Zellend-Halbbinde  ist  nach  innen  schmäler 
und  daneben  steht  nur  ein  kleiner,  weisser  Fleck  am  Vrd.  Bei  den  ?  ?  fehlt  die  rotbraune  Färbung  der 
Oberseite,  nur  die  Subcostale  der  Vtlgl  ist  schwach  rotbraun.  —  Bei  der  ab.  ornata  Hsch.  haben  die  Vtlgl  ornata. 
eine  breite,  weisse  Halbbinde,  welche  sich  beim  ?  bisweilen  bis  zum  Aussenrd  schwächer  fortsetzt. 


29.  Gattung; 


Aeria  Hbn. 


Hiermit  beginnt  die  Gruppe  von  Gattungen,  bei  denen  die  untere  Discocellulare  beim  cf  ungewinkelt 
ist  und  einen  spitzen  Winkel  mit  der  Mediane  der  Hflgl  bildet.  Bei  Aeria  cf  ist  die  untere  Discocellulare 
leicht  gewellt;  die  mittlere  etwas  kürzer  als  die  lange  obere;  beim  ?  ist  die  untere  gewinkelt,  die  obere 
fehlt,  indem  die  obere  Radiale  von  der  Subcostale  abzweigt.  Die  cf  cf  einiger  Formen  haben  am  Zellende 
der  Vtlgl  auf  der  Oberseite  einen  grösseren  Fleck  von  dicht  gehäuften,  glänzend  braunen  Schuppen.  Die 
wenigen,  bekannten  Formen  stehen  sich  alle  recht  nahe  und  erinnern  durch  ihre  gelb-schwarze  Färbung 
an  Arten  von  Scada.  Sie  finden  sich  meistens  im  nördlichen  Süd-  sowie  in  Zentral -Amerika,  und  sind  an 
lichteren  Waldstellen  nicht  selten. 

A.  eurimedia  Cr.  {—  aegle  Hbn.j  indola  DU.  ii..  Hew.)  (40f).  Typische  Stücke  dieser  Art  finden  eurimedia. 
sich  nur  in  Guiana  und  am  unteren  Amazonas.  Sie  haben  einen  grossen,  halbovalen,  gelben  Subapicalfleck 
im  Vtlgl,  sowie  breite,  schwarze  Schrägbinde  und  Ränder,  welche  nur  einen  länglichen,  gelben  Fleck  an  der  Basis 
übrig  lassen.  —  Bei  der  Form  negricola  Fldr.  vom  oberen  Amazonas  ist  der  Subapicalfleck  länger  und  das  gelbe  negricola. 
Basalstück  ist  breiter  und  dreieckig.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder  bei  beiden  Formen  mit  Rotbraun 
durchsetzt.  —  pacifica  Godm.  n.  Salv.  ist  die  Form  aus  dem  nördlichen  Zentral -Amerika.  Bei  ihr  ist  die  pacifica. 
schwarze  Zeichnung  sehr  breit,  sodass  an  der  Basis  der  A^tlgl  und  im  Discus  der  Hflgl  nur  schmale,  gelbe 
Streifen  übrig  bleiben.  Die  Subapicalbinde  der  Vflgl  ist  sehr  gross  und  wie  die  übrige  gelbe  Zeichnung 
dunkler  gefärbt,  als  bei  eurimedia.  Die  Unterseite  ist,  wie  dort,  mit  Rotbraun  durchsetzt,  —  agna  Godm.  agna. 
u.  Sah.  (40 f)  ist  die  Form  aus  dem  südlichen  Zentral -Amerika,  sowie  Columbien  und  Venezuela.  Sie  ist 
besonders  an  dem  Mangel  der  rotbraunen  Färbung  auf  der  Unterseite  kenntlich.  Die  Zeichnung  und  Färbung 
ist  sonst  der  vorigen  ähnlich,  mit  etwas  breiteren,  gelben  Binden  an  der  Basis  der  ATlgl  und  im  Htlgl.  — 
palmara  Hsch.  ist  eine  Form  aus  dem  westlichen  Ecuador.  Sie  unterscheidet  sich  von  agna  durch  schmälere,  palmara. 
gelbe  Subapicalbinde  und  breiteres  Basaldreieck  im  Vtlgl.  —  ab.  sisenna  Weym.  ist  eine  Form  der  vorigen,  sisenna. 


158 


VELAMYSTA.  Von  K.  Haensch. 


l)ei  welcher  die  gelbe  Sul)apicalbinde  der  Vflgl  in  2 — 3  gelbe,  kleine  Flecken  aufgelöst  ist.  Sie  findet  sich 
neben  der  Hau])tform  in  Ecuador. 

elara.  A.  elara  Hem.  ist  eine  kleinere,  zarte  Art  vom  oberen  Amazonas,  mit  nach  innen  gebuchteter,  gelber 

Subapicall)inde  und  schmälerem  Aussenrd  der  Htlgl.  Auf  der  Unterseite  zeigt  sich  die  rotbraune  Färbung 
elarina.  besonders  am  Hinterwinkel  der  Vtlgl  und  Innenwinkel  der  Htlgl.  —  elarina  Oherth.  vom  unteren  Amazonas 
ist  etwas  grösser,  mit  schmalen  Flügeln  und  lebhafterer  Färbung.  Als  besonderes  i\lerkmal  hat  diese  Form 
am  Zellende  der  Htlgl  ein,  vom  Vrd  ausgehendes,  schwarzes  Dreieck. 

e/odifia.  A.  elodina  aus  Venezuela  hat  blassgelbe  Färbung  und  eine  schmale,  schwarze  Schrägbinde 

über  dem  Zellende  der  Vtlgl,  ebenso  sind  auch  der  Vrd  und  Ird  der  Vtlgl,  sowie  der  Vrd  der  Htlgl  schmal 
Kenntlich  ist  elodina  besonders  an  dem  schmalen,  gelblichen  Vrd  der  Htlgl-Unterseite. 

olena.  A.  olena  Weym.  (40g),  die  einzige  Art  aus  dem  mittleren  Brasilien,  unterscheidet  sich  von  den  bis¬ 

herigen  durch  das  Fehlen  der  rveissen  Randpunkte  auf  der  Unterseite.  Sie  ist  nur  klein,  hat  zarte,  schwärzliche 
Färbung  mit  schmaler,  gelber  Subapicalbinde  im  Vtlgl  und  Längsbinde  im  Htlgl.  Das  gelbe  Basaldreieck 
im  vtlgl  ist  dagegen  breit. 

30.  Gattung:  Velauiysta  Hsch 

Unter  diesem  Namen  fasse  ich  eine  kleine  Gruppe  von  Arten  zusammen,  die  sich  von  Hypoleria 
durch  das  Fehlen  des  länglichen  Dnfttleckes  in  der  Mitte  des  Vrds  beim  cd  unterscheidet.  Gostale  und 
Subcostale  gehen  bei  dieser  Gattung  allmählich  auseinander  und  rücken  erst  hinter  einem,  in  Höhe  des  Zell¬ 
endes  stehenden,  undeutlichen  Dufttleck  wieder  nahe  zusammen,  um  dann,  nochmals  sich  trennend,  bogen¬ 
förmig  den  Rand  des  Flügels  zn  eri’eichen.  Der  Dufttleck  wird  meist  durch  einen  weisslichen,  eckigen 
Fleck  auf  der  Unterseite  markiert  und  auf  der  Oberseite  von  einem  am  Zellende  entspringenden  Haarpinsel 
bedeckt.  Beim  ?  sind  Gostale  und  Snbcostale  zur  Hälfte  verwachsen,  die  obere  Discocellulare  fehlt  und  die 
untere  ist  meist  gewinkelt,  beim  cY  dagegen  nicht.  Es  gehören  hierher  nur  einige  seltenere,  mittelgrosse 
Formen,  die  in  der  Zeichnung  an  Arten  von  LeiieofJiyris  und  Dismenitis  erinnern.  Sie  tinden  sich  anscheinend 
nur  in  hochgelegenen  Bergwäldern  der  östlichen  Anden  von  Ecuador  bis  Bolivien. 

cnicifera.  V.  crucifera  //r/r.  (40 f)  aus  Ecuador  ist  den  Dismenitis  fheudelinda  (4t  d)  und  V.  pardalis  ähnlich,  doch 

etwas  kleiner.  Die  Vtlgl  sind  hellbraun  beschattet,  mit  weisslichen  Tupfen,  dunklen  Säumen  und  einem 
braunen,  unregelmässigen  Fleck  am  Vtlgl-Zellende  versehen.  Die  Htlgl  haben  bläulichen  Schein  und  eigen¬ 
artige,  breite,  schwarzbraune  Färbung  am  Aussenrd,  worin  grosse,  weissliche  Aussenrdtlecken  stehen.  Der 
Vrd  der  Htlgl  ist  bis  zum  A])ex  schwärzlich  mit  keilförmigem  Fleck  am  Zellende.  Beim  cf  ist  die  Färbung 
im  ganzen  etwas  schwächer,  als  l»ei  dem  abgebildeten  $. 

torqiiatilla.  V,  torquatilla  Heir.  (40f,  als  peninna)  und  peninna  Hea\,  beide  aus  Bolivien,  sehen  sich  sehr  ähn- 

pemnna.  p^gg  j^p  gjg  zunächst  für  eine  Alt  hielt.  Erst  nachdem  mir  ein  Exemplar  der  richtigen  peninna  zu 

Gesicht  bekommen,  halie  ich  meinen  Irrtum  bemerkt  und  es  scheint  mir  nun,  als  -wenn  beide  sogar  zu  ver¬ 
schiedenen  Gattungen  gehören.  Das  abgebildete  Exemplar  ist  ein  ?  von  tonpadilla  (nicht  peninna)  \  beim 
cf  ist  die  dunkle  Zeichnung  schwächer,  besonders  im  Discus  der  Vtlgl;  und  auf  den  Htlgln  ist  die  Mittelbinde 
nur  am  Apex  angedeulet.  Auf  der  Unterseite  sind  alle  Ränder  rostbraun.  —  Bei  pennina  ist  die  sonst  ähnliche 
Zeichnung  im  ganzen  schwächer  und  lieller  bräunlich.  Beim  ?  steht  die  Schrägbinde  der  Htlgl  näher  dem  Aussenrd. 

pardalis.  V.  pardalis  Halv.  (40  e)  dürfte  auch  am  besten  bei  dieser  Gattung  stehen.  Das  Geäder  scheint  ziem¬ 
lich  zu  variieren,  da  ich  ein  cf  mit  gewinkelter  mittlerer  Discocellulare  der  Htlgl  besitze,  wde  es  etwa 

Callifhomia  hat,  während  diese  Ader  bei  anderen  Exemjdaren  ungewickelt  ist.  Äusserlicli  erinnert  diese 
ziemlich  seltene  Art  an  Dismenitis  tltendelind((  (4t  d),  mit  welcher  sie  in  den  höchsten  Bergwäldern  der  Anden  in 
Ecuador  vorkommt.  Zu  kennen  ist  sie  an  der  dunklen  Schrägbinde  am  Zellende  der  Htlgl  und  den  Flecken 
zwischen  Zellende  und  Apex  der  Vtlgl.  Beim  ?  haben  die  Htlgl  dieselbe  bräunliche  Färbung  Avie  die  Vtlgl. 

pnpilia.  V.  pupilla  llea\  (40 f)  aus  Bolivien,  ist  kleiner,  mit  ähnlicher  Zeichnung  und  helleren  Rändern,  be¬ 
sonders  am  Vrd  der  Vtlgl,  welcher  rötlich  ist.  Die  Hall)binde  am  Zellende  und  der  Fleck  in  der  Zelle  der 

Vtlgl  sind  schmäler.  Die  dunkle  Zeichnung  im  Apex  der  Htlgl  ist  beim  cf  nur  sehr  schwach.  Das  ?  dürfte 
dispersa.  ähnlich  wie  dispersa  anssehen,  wenn  dies  nicht  etwa  das  ?  von  pnpilia  ist.  —  dispersa  W'eym.  von  Bolivien 
hat  ganz  ähnliche  Zeichnung,  wie  das  ?  von  tor(piatitla.  Die  dunkeln  Makeln  am  Apex  und  zwischen  Zelle 
circilla.  und  Aussenrd  der  Vtlgl  sind  schwächer.  —  Eine  ähnliche,  etwas  grössere  Form  ist  auch  cyrcilla  lleu'.  aus 
Bolivien.  Die  Flügel  haben  gelblichen  Schein  und  ähnliche  Zeichnung  der  Vtlgl  wie  crucifera^  aber  mit 
gelbrotem  Vrd  und  gelbem  Fleck  am  Zellende.  Die  Htlgl  haben  beim  ?  einen  nach  innen  gezackten, 
dunklen  Aussenrd,  mit  2  Aveissen  Punkten  am  Apex  und  einer  Halbbinde  am  Zellende. 

anomala.  V.  anomala  Sfyr.  aus  dem  Gaucatal  hat  fast  ungezeichnete  Flügel  nnd  erinnert  an  Episcada  canilla 

(39  c)  und  paradoxa.  Die  cf  cf  haben  jedoch  den  charakteristischen,  Aveissen  Fleck  am  Vrd  der  Htlglunterseite. 
Die  Flügel  haben  einen  scliAvach  gelbgrünen  Schein,  ohne  Aveitere  Zeichnung.  Der  Vrd  und  Ird  der  Vtlgl 
sind  l)raun,  die  Aussenränder  nur  ganz  fein  dunkel  gesäumt. 


IIVLMJLEIv'lA.  Von  l{.  Hakxsch. 


ir/.i 


31.  Gattung:  ll^poleria  dodm.  n.  Hah-. 

Die  &&  sind  an  dem  länglichen,  ovalen  Dufitleck  am  Vrd  der  Hllgl  kenntlich  und  an  der  ungewinkelfen 
unteren  Discocellulare,  welche  mit  der  Mediane  einen  s])itzen  Winkel  bildet,  nach  innen  gekriimnd  und  an 
der  unteren  Radiale  meist  verkümmert  ist.  Beim  ?  sind  Gostale  und  Suhcostale  zur  Hälfte  verwachsen,  sonst 
ist  das  Geäder  wie  beim  cd. 

Die  hierher  gehörenden  Formen  haben  meist  einen  gerundeten  Apex  der  Vtlgl  und  i-undliche  Mllgl. 

Ausser  solchen  mit  farblosen  Flügeln  gehören  auch  bunt  gefäiiite  Arten  hierher,  s])eziell  eine  Gruppe  mit 
rotbrauner  Binde  im  Apex  der  Vtlgl,  wie  sie  bei  Leucotltyris  Vorkommen  und  auch  bei  PseKc/osctida  zu  tinden 
sind.  Mit  letzterer  Gattung  haben  auch  sonst  manche  Formen  Ähnlichkeit,  so  dass  es  oft  nicht  leicht  ist, 

??  der  beiden  Gattungen  zu  unterscheiden. 

Auch  bei  dieser,  nicht  sehr  zahlreichen  Gattung  stellt  das  östliche  Andengebiet  die  grösste  Artenzahl, 
doch  finden  sich  auch  einige  Formen  bis  Süd-Brasilien  und  in  Zentral-Amerika. 

H.  vanilia  ll.-ScJiäff'.  (40  g)  aus  Clolumbien  ist  der  kleineren  Pscudoscada  larinid  (41b)  sehr  ähnlich.  Die  vanilia. 
Vtlgl  sind  dunkel  beschattet ,  mit  schwarzen  Rändern  und  2  Schrägbinden  am  Zellende  und  vor  dem  Apex. 

Von  den  dunkel  gezeichneten  Adern  wird  der  Zwischenraum  in  eine  Anzahl  weisslicher  Flecken  getrennt. 

Die  Htlgl  sind  rostl)raun,  mit  breitem  Saum  am  A])ex;  beim  ?  mit  gellibraunem,  innen  dunkelbraunem  Vrd, 
beim  cf  am  Vrd  durchsichtig.  —  libera  Godm.  v.  Pah.  ist  eine  Lokalform  der  vorigen  aus  Zentral-Amerika  libera. 
(Panama,  Costa  Rica).  Sie  hat  stärker  markierte,  dmdde  iMakeln  und  lebhaftere,  rotbraune  Färbung  im  Htlgl.  — 
fumosa  Godm.  u.  Sah-,  von  Panama  ist  eine  Form  der  vorigen  mit  verdunkelten  Apicaltlecken  und  dreieckigem  fnmosa. 
Fleck  in  der  Zelle  der  Vtlgl. 

H.  hyalinus  F.  aus  Brasilien  ist  eine  zweifelhafte  Form  und  mir  in  Natur  unbekannt.  Nach  Butlee  hyalimis. 
soll  es  eine  Form  ähnlich  raidlia  sein,  mit  durchsichtigen  Vtlghi  und  schwarzen  Rändern,  sowie  einer  Flecken¬ 
binde  im  Apex.  Htlgl  i’otbraim  mit  schmalem,  schwarzem  Saum. 

H,  fausta  Styr.,  vom  oberen  Amazonas,  ist  eine  kleinere  Art  mit  bräunlichen  Htlgln  und  Basis  (]ev  fausta. 
Vtlgl.  Über  dem  Zellende  der  Vtlgl  steht  eine  breite,  dunkle  Halbbinde,  die  sich  auf  den  Medianästen  teilt. 

Im  Zellende  und  am  Aussenrd  stehen  weissliche  Wische. 

H.  alema  Heir.  von  Columbien  hat  nach  der  Abbildung  bei  Hewitsox  durchsichtig-gelbliche  Flügel  alenna. 
mit  dunklen  Rändern  und  schmalem  Band  über  dem  Zellende  der  Vtlgl;  vor  dem  Aussenrd  der  letzteren 
mit  weisslichen  Tupfen.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Bänder  rötlich,  ausser  dem  schwärzlichen  Vrd  der  Htlgl. 

H.  ina  Heiv.  aus  Ecuador  ist  eine  ähnliche  xArt  mit  einer  Reihe  submarginaler  weisslicher  Tupfen  ina. 
am  Aussenrd  der  Vtlgl  und  ohne  Zeichnung  über  dem  Zellende.  Der  Ird  der  Htlgl  ist  breit  rötlich-gelbln'aun. 

Die  Art  erinnert  hierdurch  an  Napeoyenes  apuJia  (35  f). 

H.  ocalea  TJhl.  n.  Jieir.  (41  g)  aus  Venezuela,  Trinidad  und  Columbien,  hat  hell  gelbbraune  Flügel  ocalea. 
mit  dunklen  Rändern  und  einer  Schrägbinde  über  dem  Zellende  der  Vtlgl,  welche  sich  noch  über  dem 
3.  Medianast  fortsetzt.  Die  Mediane  der  Vtlgl  und  die  Adern  der  Htlgl  sind  gelbbraun.  Die  Fleckenbinde 
der  Vtlgl  ist  gelblich.  —  Die  weissen,  längs  gerippten  Eier  werden  nach  Guppy  einzeln  ca.  2  Fuss  über 
dem  Boden  angeheftet.  Die  Rpn  kiiechen  nach  5  Tagen  airs.  Sie  sind  durchsichtig,  grün,  mit  weisslichem 
Kopf  und  brauchen  9  Tage  bis  zur  Verpuppung. 

H.  gephira  Hew.  (41  g)  aus  Columbien  und  dem  angrenzenden  Zentral-Amerika  ist  eine  ähnliche  gephira. 

Art  mit  breiteren  Rändern;  im  Apex  der  Vtlgl  und  am  Aussenrd  der  Htlgl  mit  weisslichen  Flecken.  Ferner 
sind  die  Adern  in  der  äusseren  Hälfte  aller  Flügel  schwarz. 

Die  folgenden  Formen  haben  eine  breite,  gellu’ote  Snbapicalt)inde  im  Vtlgl  und  ähneln  dadurch  den  ebenso 
gezeichneten  Formen  von  Leiieothyris-  und  Napeogenes,  sowie  auch  gewissen  Eryciniden. 

H.  chrysodonia  Bat.  vom  oberen  Amazonas  hat  fast  die  Grösse  von  aureliana  Bat.  (=  trombona  chrysodonia. 
Srka)  (41  a)  aus  derselben  Gegend.  Bei  ersterer  ist  die  gelbrote  Färbung  nach  innen  halb  durchsichtig.  Der  '»'«’/ü?/?«. 

2.  und  3.  Mediana.st  der  Vtlgl  sind  nur  schmal  dunkel  gesäumt.  Bei  aarcliana  ist  die  gelbrote  Binde  breiter 
und  das  Ende  der  (Mediane,  sowie  ihre  Äste  sind  breit  dunkelbraun  gesäumt,  so  dass  zwischen  den  Ästen 
nur  2  kleinere  Glasllecken  übrig  bleiben.  Ferner  sind  bei  ihr  auch  die  Basis  der  V-  und  Htlgl  dunkel 
beschattet.  Die  Fhlr  sind  bei  beiden  Arten  schwarz,  während  sie  liei  karschi  HscJi.,  welche  Form  sonst  der  karsdu. 
chrysodonia  sehr  ähnlich  sieht,  und  am  ol)eren  Napo  in  Ecuador  tliegt,  eine  gelbbraune  Keule  haben.  Bei 
karschi  reicht  die  gelbrote  Subapicalbinde  nur  bis  zum  3.  Medianast.  —  Eine  ähnliche  Form  ist  auch  cidonia  cidonia. 
Hew.  aus  Columbien.  Bei  ihr  sind  die  Fhlr  schwarz  und  zwischen  den  (Medianästen  stehen  2  grössere  farb¬ 
lose  Glasfehler.  Die  Htlgl  haben  eine  gelbrote  Submarginal-Aussenrdbinde. 

H.  orolina  Hew.  (40  g),  am  oberen  Amazonas  bis  zum  Fuss  der  Anden  in  Peru  und  Ecuador  vor-  orolina. 
kommend,  ist  eine  kleinere,  zarte  Art  mit  fast  farblosen  Flügeln  und  gelbroter  Subapicalbinde.  —  Bei  der 


160 


PSEUDUSCADA.  Von  K.  Haensch. 


oculata. 

sediisa. 

oncidia. 

tenera. 

qiiadrona. 

cymo. 

indecora. 

garleppi. 

fand  na. 
oriana. 

Virginia. 

xenophis. 

coenina. 

adornata. 

veronica. 

oreas. 

proxirna. 

mir  za. 

riffarthi. 

cassotis. 

rhene. 

cajona. 


gleich  grossen  oculata  Hsch.  vom  oberen  Napo  steht  zwischen  dem  Zellende  und  der  hier  schmäleren  Binde 
noch  ein  rundlicher  Glasfleck.  —  Eine  der  ondcda  ähnlich  gezeichnete,  aber  grössere  Form  vom  Ucayali, 
die  ich  sedusa  form.  iiov.  nenne,  hat  am  Zellende  der  Vtlgl  einen  weissen  Wisch  und  vor  dem  Aussenrd 
3  weissliche  Tupfen.  Die  glasigen  Teile  aller  Flügel  sind  schwach  bräunlich  beschattet. 

H.  oncidia  Baf.  vom  oberen  Amazonas  hat  ähnliche  Zeichnung  wie  oroUnct  ]  sie  ist  etwas  kleiner  und 
hat  weissliche  Bestäubung  im  Zellende  und  vor  dem  Aussenrd  der  Vflgl,  sowie  im  Discus  der  Hflgl.  —  Eine 
ganz  nahe  Form  ist  tenera  Sr/ik((  von  Pebas,  welche  zwischen  den  Medianästen  der  Vflgl  3  weisse  Tupfen 
hat,  währeiid  davon  bei  oncidia  nur  2  vorhanden  sein  sollen.  —  Bei  einer  weiteren  Form  von  Yurimaguas, 
am  oberen  Amazonas,  Avelche  ich  quadrona  form.  nov.  nenne,  ist  die  gelbrote  Binde  nur  sehr  schmal,  und 
zwischen  derselben  und  dem  breiten  Zellendband  der  Vtlgl  steht  noch  ein  weiterer  weisslicher  Wisch. 

H.  cymo  Hhn.  (=  galita  Heirk)  (41a)  hat  über  dem  Zellende  der  Vflgl  eine  dunkle  Halbbinde  und 
anschliessend  einen  weissen  Wisch.  Der  Aussenrd  der  Hflgl  isf  rotbraun,  mit  dunklen  Säumen.  Auf  der 
Unterseite  sind  die  Aussenrdr  nebst  dem  Vrd  der  Hflgl  hell  rotbraun  mit  dunklen  Säumen.  —  Bei  der  Form 
indecora  Hsch.  (=  sylphis  Kaije)  aus  Britisch  Guiana  fehlt  die  rotbraune  Färbung  im  Aussenrd  der  Hflgl. 
Am  Aussenrd  der  Vflgl  stehen  weisse  Tupfen,  und  die  Ränder  der  Unterseite  sind  gelbbraun. 

H.  garleppi  Bhch.  ist  der  vorigen  ähnlich,  mit  schmälerem,  weissem  Wisch  am  Zellende  und  ohne 
die  weisslichen  Tupfen  am  Apex  der  Vflgl. 

H.  famina  Hsch.  (41a)  aus  Peru  hat  stärker  weiss  bestäubte  Flügel  und  einen  eckigen,  rauchbraunen 
Flecken  in  der  Zelle  der  Vflgl.  Auf  der  Unterseite  sind  die  dunklen  Ränder  mit  gelbbraun  durchsetzt.  — 
Bei  oriana  Heic.  vom  oberen  Amazonas  sind  der  Vrd  und  Aussenrd  der  Hflgl  viel  breiter  und  lassen  im 
Discus  nur  eine  glasige  Längsbinde  übrig,  ganz  ähnlich  wie  bei  Leucofhi/ris  0)iega. 

H.  Virginia  Hew.  (40g)  hat  rauchbraune  Flügel  mit  lu’eiten,  dunklen  Rändern  und  breitem  Apex 
der  Vflgl.  Über  der  Zelle  der  letzteren  steht  eine  keilförmige  Schrägbinde  und  nach  dem  Apex  zu  eine 
breite,  segmentförmige,  weisse  Binde. 

Als  H.  xenophis  spec.  nov.  bezeichne  ich  eine  isoliert  stehende  Art  vom  Rio  Ucayali,  mit  länglichen, 
gelb  bestäubten  Flügeln,  welche  an  Idpiscada  canilla  (39  c)  erinnert.  Die  Vflgl  haben  vor  und  hinter  dem  Zell¬ 
ende  schwache,  gelbliche  Fleckenbinden,  über  dem  Zellende  eine  dunkle,  zugespifzte  Halbbinde,  sowie  dunkle 
Ränder.  Der  grösste  Teil  der  Hflgl  ist  gelb  bestäubt.  Sie  haben  gleichfalls  dunkle  Ränder.  Auf  der 
Unterseite  sind  alle  Ränder  rotbraun,  dunkel  gesäumt,  ohne  weisse  Randpunkte. 

H,  coenina  lleiv.  (40g)  ist  durch  den  zugespitzten  Apex  der  Vflgl  und  das  ungezeichnete  Zellende 
recht  abweichend  von  den  meisten  übrigen  Formen.  Die  Flügel  sind  grau  bestäubt  mit  ziemlich  gleichmässigen, 
schwarzen  Rändern.  Letztere  sind  auch  auf  der  Unterseite  schwarz.  —  Bei  der  ab.  adornata  Hsch.  haben  die 
Ränder  auf  der  Unterseite,  besonders  an  der  Basis  und  dem  Analwinkel  der  Hflgl  lebhaft  rotbraune  Färbung. 

H.  veronica  Weym.  von  Columbien  ist  grösser  als  coenina;  die  Aussenrdr  sind  nach  innen  gezackt. 
Über  dem  Zellende  der  Vflgl  steht  ein  schwarzes  Dreieck  und  am  Analwinkel  der  Hflgl  ein  rostfarbener, 
länglicher  Fleck.  Die  Art  hat  das  Aussehen  von  Pferonyinia  thabena  und  fncima. 

H.  oreas  Weym.  (41a)  aus  dem  südlichen  Brasilien  hat  breite,  bläulichweiss  schimmernde  Flügel  mit 
dunklen  Rändern  und  auf  den  Vflgln  am  Aussenrd  weissliche  Tupfen.  Die  Halbbinde  am  Zellende  ist 
besonders  beim  ?  breit.  —  Eine  nahe  Form  ist  proxima  Weym.,  ebenfalls  von  Süd-Brasilien.  Hier  sind  die 
Flügel  farblos,  die  Ränder  oben  graubraun  und  unten  gelbbraun.  Bei  oreas  sind  die  Ränder  unten  rotbraun. 

H.  mirza  Hem.  (41a)  (=  lavinia  Blem.  p.,  ryphaeno  Oberth.)  aus  dem  westlichen  Ecuador  hat  eine 
schmälere  Halbbinde  im  Vflgl  und  weissliche  Tupfen  am  Zellende  und  Aussenrd,  von  denen  diejenigen  vor 
dem  Apex  nach  innen  durch  eine  schwache  Schrägbinde  begrenzt  werden.  —  Eine  ähnliche,  kräftigere 
Zeichnung  hat  auch  riffarthi  Hsch.  aus  Ecuador.  Hier  sind  die  Vflgl  aber  noch  durch  eine  breite,  weisse 
Halbbinde  zwischen  Zellschluss  und  Apex  ausgezeichnet. 

H.  cassotis  Bat.  aus  Guatemala  und  rhene  Godm.  u.  Scdv.  (41a)  von  Panama  sind  sich  sehr  ähnlich. 
Bei  cassotis  ist  die  Halbbinde  über  das  Zellende  der  Vflgl  innen  gegabelt,  bei  rhene  zugespitzt.  Ferner  soll  be 
rhene  die  Zelle  der  Hflgl  viel  länger  sein,  dagegen  die  untere  Radiale  sehr  kurz.  —  cajona  Hsch.  aus  dem 
südöstlichen  Peru  ist  auch  eine  ähnliche  Form  mit  breiterem,  schwarzem  Apex  der  Vflgl  und  ohne  rötliche  Subcostale. 

32.  Gattung:  Pseiicloiseada  Godm.  u.  Scdv. 

Diese  Gattung  unterscheidet  sich  von  Hypoleria  durch  das  Fehlen  des  länglichen  Duftfleckes  beim  cf.  Bei 
ihr  sind  Gostale  und  Subcostale  fast  vollständig  verwachsen.  Die  Trennung  der  beiden  Gattungen  ist  jedoch 
nicht  genau  durchzuführen,  da  bei  manchen  Arten  noch  eine  längliche  Erhöhung,  sowie  eine  undeutliche 
Gostale  den  Übergang  andeuten.  Andererseits  zeigt  sich  auch  eine  Verwandtschaft  von  Pseudoscada  zu 
Hymenitis,  so  dass  die  Zugehörigkeit  mancher  Arten  zweifelhaft  ist. 


Ansger/ehcn  2.  II.  lOK). 


I)1S]\[KNITIS.  Vom  li.  1 1 A KNSOii. 


Es  rechnen  zu  Psendoscada  eine  Aiizalil  kleiner  Ai'len ,  von  denen  einijj;e  auch  äusserlich  h'orinen 
von  Hypoleria  sehr  ähnlich  sehen.  Die  meisten  Arten  beherbergt  das  (juellge])iet  des  Amazonas,  sowie 
Brasilien,  während  von  Zentral -Amerika  nur  aus  dem  südlichen  Teil  wenige  Arten  bekannt  sind. 

P.  lavinia  Pleiv.  {—  saturata  Slyr.)  (41  h)  aus  dem  östlichen  Gohimhien  hat  viel  Ähnlichkeit  mit  laviniu. 
Hypoleria  ranilia,  ist  a!)er  kleiner  und  die  Flügeltbrm  ist  eine  andere,  wie  auch  das  Geäder.  —  Eine  nahe 

Form  ist  troetschi  Styr.  aiis  Costa  Rica.  Bei  ihr  ist  die  Basis  der  Vtlgl  farblos  und  die  Htlgl  haben  nur  troetschi. 

am  dunklen  Aussenrd  einen  breiten,  rotgelhen  Streifen.  Der  Rest  dei-  Iltlgl  ist  farldos. 

P.  florula  Hew.  von  Cayenne  hat  eine  Zeichnung  wie  die  ahgehildete  Lokalform  exornata  Hsch.  (41  bj  flonda. 
aus  Britisch  Guiana.  Es  fehlt  ihr  jedoch  die  rotbraune  Färbung  im  Aussenrd  der  Hflgl,  welche  exornata  exornata. 
auszeichnet.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder  bei  beiden  Formen  gell)hraun.  exornata  ähnelt  dem  gleich¬ 
falls  in  Britisch  Guiana  fliegenden  Napeoyenes  potaromis  (35  f),  sowie  Hypoleria  cymo  (41a). 

P.  egla  Hew.  vom  oberen  Napo  und  die  beiden  folgenden  Formen  haben  grosse  Älndichkeit  mit  egla. 

Hypoleria  onculia  und  ihren  Verwandten,  s,o\\'\q  mii  Napeogenes  cor ena  hat  eine  bi’eite,  gelbrote  Suh- 

apicalbinde  im  Vtlgl  und  am  Hinterrvinkel  2  abgetrennte,  rundliche  Glastlecken  zwischen  den  IMedianästen.  — 

Bei  aureola  Bat.  (41b)  ist  die  gelhrote  Binde  noch  breiter,  so  dass  am  Hinterwinkel  nur  ein  grösserer  Glas-  aureola. 
fleck  übrig  bleibt.  Diese  Form  fliegt  am  oberen  Amazonas.  —  Bei  sarepta  Hew.  vom  Rio  Negro  wird  die  sarepta. 
gelbrote  Binde  innen  von  einem  breiten,  braunen  Streifen  l)egrenzt,  welcher  vom  Zellende  über  den 
2.  Medianast  zum  Hinterwinkel  reicht,  wie  bei  Napeogenes  corena. 

P.  utilla  Hew.  (=  pusio  Gochn.  u.  Salv.)  (41  b)  aus  dem  westlichen  Columbien  und  Ecuador  erinnert  utilla. 
an  Hypoleria  mirza  (41a),  ist  aber  bedeutend  kleiner,  auch  sind  die  weisslichen  Tupfen  im  Apex  der  Vtlgl 
nicht  nach  innen  dunkel  eingefasst. 

P.  seba  Hew.  aus  dem  östlichen  Ecuador  hat  l)reitere  Aussenränder  und  keine  weissen  Tupfen  am  seba. 
Aussenrd  der  Vtlgl,  dagegen  eine  schwache,  weisse  Flecken-Schrägbinde  am  Zellende.  —  Eine  ähnliche 
Form  ist  timna  Hew.  (41c)  aus  Venezuela  und  den  östlichen  Anden  von  Ecuador  bis  Bolivien.  Hier  ist  die  timna. 
weisse  Schrägbinde  kräftiger,  und  auch  die  kreuzenden  Adern  sind  darin  weiss  bestäubt.  —  Eine  weitere, 
ähnliche  Form  ist  arzalia  Hew.  (41b)  aus  Bolivien  mit  breiterem,  schwarzem  Apex,  breiterer  Halbbinde  am  arzalia. 
Zellende  der  Vtlgl  und  breiterer,  bogenförmiger,  weisser  Schrägbinde. 

P.  adasa  Hew.  (41c)  aus  dem  südlichen  Brasilien  ist  grösser  als  die  vorigen,  hat  nur  einen  weiss-  adasa. 
liehen  Fleck  am  Zellende  und  weissliche  Tupfen  am  Aussenrd  der  Vtlgl.  —  Eine  ähnliche  Form  ist 

acilla  BIeu\,  aber  kleiner,  mit  zugespitzter  Halbbinde  am  Zellende  und  schmalen  Aussenrändern.  —  acilla. 

jessica  Hew.  hat  die  Grösse  von  adasa,  aber  eine  zugespitzte  Halblhnde  rvie  acilla.  Von  letzterer  unter-  Jessica. 

scheidet  sie  sich  noch  im  Geäder  der  Hflgl,  indem  die  untere  Discocellulare  einen  sehr  spitzen  Winkel  mit 

der  Mediane  bildet  und  nach  innen  von  der  mittleren  Discocellulare  ausmündet,  bei  acdla  dagegen  ausser¬ 
halb  derselben.  —  Eine  vierte,  ähnliche  Form  ist  erruca  Hew.  mit  stärker  gezackten  Aussenrändern  über  ernica. 
den  Adern  und  weisser  Halbl)inde  neben  dem  Zellende  der  Vtlgl.  Sie  soll  sich  vor  adas((  noch  durch 
elegantere  Form  auszeichnen  und  das  Zellende  der  Vtlgl  soll  fast  quer  zur  Flügellänge  stehen.  —  Alle 
vier  Formen  stammen  aus  dem  südlichen  Brasilien  und  sind  nicht  leicht  zu  unterscheiden.  Sie  dürften  auch 
zu  verschiedenen  Gattungen  gehören,  was  sich  nur  nach  den/Fypen  sicher  entscheiden  lässt. 

Es  folgt  nunmehr  noch  eine  Grui)pe  von  Formen,  deren  sich  durch  spitzeren  A^iex  der  Vflgl  auszeichnen 

Bei  P.  fallens  Hsch.  (41  c)  aus  Mittel-Brasilien  ist  die  Basalhälfte  aller  Flügel  gelb  bestäubt,  besonders  fallens. 
beim  ?,  welches  durch  die  breiteren  Aussenränder  der  Fteronymia.  ewritea  (40 d)  sehr  ähnlich  sieht.  Die  Halbbinde 
über  das  Zellende  der  Vtlgl  ist  stark  zugespitzt.  Die  Basis  der  Htlgl-Unterseite  ist  rotbraun,  bei  euritea  gelb. 

P.  salonina  Hew.  (41  b)  aus  Bolivien  hat  farblose  Flügel  mit  dunkelbraunen  Rändern  und  Halbbinde  sakmina. 
über  dem  Vflgl-Zellende  sowie  eine  gelbliche  Schrägbinde  nach  dem  Apex  zu.  —  Eine  ganz  ähnliche  Form, 

mit  etwas  breiteren  Rändern  fliegt  auch  in  Paraguay.  —  Als  trepotis  jonn.  nor.  bezeichne  ich  eine  Form  trepotis. 

Avie  salonina  mit  weisser,  statt  gelber  Schrägbinde  im  Vtlgl.  Sie  fliegt  ebenfalls  in  Bolivien.  —  subtilis  Hsch.  snbtilis. 
aus  dem  östlichen  Ecuador  unterscheidet  sich  von  salonina  durch  gelbliche  Bestäubung  der  Flügel  und 
schwächere  Halbbinde  über  das  Zellende  der  Vtlgl. 

P.  emyra  Hsch.  aus  Mittel-Brasilien  ist  eine  ähnliche  Form  wie  arzalia.  Dei’  schwarze  xVpex  der  emyra. 

Vflgl  und  das  Dreieck  übei'  dem  Zellende  sind  breiter.  Der  3.  Medianast  bleibt  scliAvarz  in  der  Aveissen 

Schrägbinde.  Der  Aussenrd  der  Htlgl  ist  schmäler. 

33.  Gattung;  Disiiienitis  Hsch. 

Die  Arten  dieser  Gattung  waren  früher  mit  denen  A’on  Hynienitis  vereint.  Bei  den  cf’cf’  ist  die 
untere  Radiale  der  Hflgl  vollständig  ausgebildet,  die  Zelle  daher  geschlossen.  Beim  $  ist  die  obere  Radiale 
zum  Teil  mit  der  Subcostale  vei’Avachsen,  die  untere  Radiale  ist  deutlich  vorhanden;  die  untere  Discocellu¬ 
lare  ist  geAvinkelt,  mit  kurzem  oberem  Schenkel  und  rücklaufendem  Ast. 

V 


21 


DIS.AIENITIS.  Von  K.  Haensch. 


zavaleta. 

amaretta. 

matronalis. 

telesilla. 

goiuissa. 

petersi. 

zygio. 

sosmiga. 

dircenna. 

pittheis. 

barretti. 

diiilia. 

nepos. 

theiidelinda. 

hennana. 

zalmimna . 

cleomella. 


IG‘2 


Es  gehören  hierher  meist  .stattliche,  zinn  Teil  bunt  gefärbte  Arten,  deren  Heimat  liesonders  das 
Hochgebirge  der  östlichen  Anden  in  der  Nähe  des  Äcjuators  ist.  Einige  Arten  fliegen  auch  in  den  Gebirgen 
von  Central-Amerika. 

D.  zavaleta  IIen\  (4t  c)  aus  Golumliien  und  Peru  hat  gelb  bestäubte  Flügel,  eine  Querbinde  in  der 
Zelle  der  Vtlgl  und  breiten,  schwarzen  Aussenrd  der  Htlghmit  weissen  Punkten.  Die  äussere  Hälfte  der 
Fhlr  ist  gelblich.  -  Bei  der  Form  amaretta  Hsch.  aus  dem  östlichen  Ecuador  fehlt  die  Querbinde  durch 
die  Zelle  der  Vtlgl,  dagegen  ist  das  Basaldrittel  der  Zelle  dunkel  beschattet.  Der  Aussenrd  der  Hflgl  ist 
schmäler,  und  die  weissen  t^unkte  sind  kleinei-.  Beim  ?  ist  die  Basis  der  Hilgl  breit  schwarz  gefärbt.  — 
matronalis  WeijnL  von  Ecuador  und  dem  oberen  Amazonas  ist  eine  Form  von  zavaleia,  bei  welcher  die 
weissen  Randjmnkte ,  oben  wie  unten ,  gänzlich  fehlen.  —  telesilla  Ilev'.  aus  dem  westlichen  Ecuador  hat 
ein  ähnliches  cf’  wie  aniarfdia ,  mit  schwächerer  gelber  Bestäubung  und  ohne  die  dunkle  Halbbinde  über 
dem  Zellende  der  Vtlgl.  Der  Aussenrd  der  Hflgl  ist  breitei-  mit  sehr  kleinen,  weissen  Punkten.  Beim  ? 
ist  der  Aussenrd  der  Htlgl  von  dopjielter  Breite ,  besonders  ist  dasselbe  durch  einen  grossen ,  rotgelben 
belecken  am  Jrd  der  Htlgl  kenntlich. 

D.  gonussa  Jleiv.  (41c,  d,  cf,  $)  aus  Golundrien  ist  etwas  grösser  als  die  vorige  Art.  Das  cf  ist  ähn¬ 
lich  wie  das  ?  von  zavaleta  gezeichnet.  Die  Halbbinde  am  Zellende  der  Vtlgl  ist  breiter  und  diese  haben 
auch  auf  der  Oberseife  weisse  Rand])unkte.  Beim  ?  ist  die  schwarze  Zeichnung  viel  breiter  und'  die  beim  cf 
gelbe  Bestäubung  ist  hier  rotbraun.  Die  weissen  Randpunkte  der  Hflgl  sind  viel  grösser.  —  petersi  Iden-., 
auch  aus  Golumbien,  ist  eii^e  Form  der  vorigen,  bei  welcher  die  rotbraune  Färbung  im  Vtlgl  und  am  Apex 
der  Htlgl  lebhaft  gelb  wird. 

D.  zygia  Godm.  u.  Satv.  (41  d)  aus  Gosta  Rica  ist  eine  der  c/oiui.asa  ähnliche  Art.  Beim  cf  ist  neben 
der  Querbinde  in  der  Zelle  auch  die  ganze  Basis  der  Vtlgl  dunkel  beschattet.  Die  gelblichen  Flecken  um 
das  Ende  der  Zelle  sind  grösser  und  bindenartig  zusammenhängend.  Der  Discus  der  Hflgl  ist  nebst  den 
Adern  bräunlichgelb ,  besonders  am  Ird.  Beim  ?  ist  der  Ird  der  Vtlgl  bis  zur  Mediane  in  der  Mitte  rot¬ 
braun,  ferner  der  ganze  Discus  der  Htlgl.  Dei’  schwarze  Aussenrd  ist  schmäler,  als  bei  gotuissa  und  nicht 
an  den  Adern  nach  innen  gezackt.  —  sosunga  Beak.  ist  eine  Form  aus  Honduras  mit  breiterer,  gelber 
Schrägbmde  der  Vtlgl  und  breit  schwärzlichem  Ajiex  der  Htlgl.  Beim  cf  ist  daher  nur  die  Basalhälfte  der 
Htlgl  rotbraun. 

D.  dircenna  Ftdr.  (41c)  erinnert  sehr  an  gewisse  Arten  der  Gattung  Dircenna,  wie  epidero  etc.,  ist 
jedoch  an  dem  Geäder  der  Htlgl  kenntlich.  Die  Vtlgl  haben  2  schmale  Halbl)inden  über  das  Zellende  und 
durch  die  Mitte  der  Zelle.  Die  Htlgl  haben  am  Flinterwinkel  eine  zackenartige  Erweiterung  des  schwarzen 
Aussenrandes  und  beim  ?  über  dem  Zellende  einen  rundlichen  schwarzen  Fleck.  Diese  interessante  Art  fliegt 
in  den  östlichen  Anden  von  Golumbien  bis  Bolivien.  —  pittheis  Weym.  aus  Golumbien  ist  eine  ähnliche 
Form,  ohne  die  Bindenzeichnung  im  Hflgl  und  mit  glashellen  Vtlgln.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Ränder 
gelbbraun,  am  Apex  und  Aussenrd  der  Htlgl  mit  je  1  weissen  Punkt.  —  barretti  Dan.  ist  auch  eine  ähnliche 
Form  aus  Peru,  ohne  die  Binden  in  der  Zelle  der  Vtlgl  und  am  Zellende  und  Aussenrd  der  Htlgl.  Im 
scliAvarzen  Aussenrd  der  Htlgl  stehen  oben  4  weisse  Punkte. 

D.  duilia  Dlew.  (41  d)  ist  eine  der  grössten  und  schönsten  Arten  der  ganzen  Familie.  Auf  den  bläu- 
lich-weiss  bestäubten  Flügeln  Averden  durch  auffallendes  Sonnenlicht  die  herrlichsten  F’arbentöne  hervor¬ 
gerufen.  Auf  den  Vtlgln  sind  die  Adern  und  Ränder  dunkelbraun  gesäumt,  nur  binter  dem  Zellende  am 
Vrd  steht  ein  gelbroter  Streifen.  Die  Htlgl  haben  einen  breiten  dunkelbraunen  Vrd  und  einen  breiten  rot¬ 
braunen  Innensaum  bis  zum  l.  Medianast.  daiUa  fliegt  in  den  östlichen  Anden  von  Golumbien  bis  Bolivien 
und  ist  an  gCAvissen  Stellen  nicht  selten.  Eine  täuschend  ähnliche  Art  ist  die  kleinere  Hi/nienifis  atphesiboea  (41  f). 
—  Ähnlich  ist  auch  nepOS  Weijm.  lora  Stgr.)  aus  Golumbien.  Bei  ihr  ist  der  Strich  am  Vrd  der  Vtlgl 
nur  halb  so  lang  und  gelbbraun.  Der  Vrd  der  Htlgl  ist  viel  schmäler  dunkel  eingefasst.  Der  Ird  ist  eben¬ 
falls  schmäler  und  dunkelbraun,  nur  an  der  Wurzel  rötlich.  Ausserdem  ist  das  Geäder  auch  etAvas  anders. 

D.  theudelinda  Heu-.  (41  d)  aus  den  östlichen  Anden  von  Golumbien  bis  Peru  hat  grosse  Ähnlichkeit 
mit  Velaingsta  pardidis  (40  e).  Es  fehlt  ihr  aber  die  l)indenartige  Zeichnung  am  Apex  der  V-  und  Hflgl,  dagegen 
steht  über  dem  Zellende  der  Htlgl  ein  dunkler  Fleck.  Die  Zeichnung  ist  in  beiden  Geschlechtern  ziemlich 
gleich.  —  hermana  Hsch.  aus  Ecuador  ist  eine  sehr  ähnliche  Form.  Beim  cf  sind  die  Gostale  und  Sub- 
costale  der  Htlgl  bis  zum  Zellende  verAvachsen;  es  ist  nur  ein  Haarpinsel  vorhanden,  die  obere  Radiale 
fehlt.  Die  dunklen  Flecken  am  Zellende  der  V-  und  Htlgl  sind  kleiner.  Die  weissen  Randpunkte  der  Htlgl 
sind  dreieckig.  —  zaimunna  Hea'.  aus  Ecuador  und  Peru  ist  ebenfalls  eine  ähnliche  Art  mit  schmäleren 
Rändern,  schmaler  Zeichnung  über  dem  Zellende  der  Vtlgl  und  ohne  Fleck  über  dem  der  Fltlgl  beim  cf. 

D.  cleomella  Hen\  aus  Bolivien  ist  gleichfalls  ähnlich  theudetinda ,  aber  auffällig  durch  die 
gelbliche  Fühlerkeule.  Der  Vrd  der  Vtlgl  ist  nicht  gelbbraun.  Alle  Flügel  haben  gelben  Schein.  Die 
Zeichnung  ist  etAvas  anders  als  bei  fheudelinda.  Der  Aussenrd  der  ATlgl  ist  zAvischen  den  Zacken  breiter 
scliAvarz  gesäumt.  Die  Aveissen  Randpunkte  der  Htlgl  sind  kleiner.  Die  Flecken  über  dem  Zellende  aller 
Flügel  schmäler,  bindenartig. 


HYMENIT1S.  Von  H.  Haknsch. 


103 


D.  crinippa  Heiv.  (41  d)  aus  Bolivien  hat  braune,  gezackte  Aussenränder  und  ausser  dei’  llail)binde  rrinippa. 
der  Vtlgl  einen  Fleck  in  der  Zelle,  sowie  gell)liche  Tupfen  am  Zellende  und  vor  den  Ausseiiriindern. 

Eine  ähnliche,  etwas  kleinere  Art,  die  ich  als  D.  lauta  apec.  nov.  bezeichne,  unterscheide!  sich  be-  Umta. 
sonders  durch  das  Fehlen  des  Bindentlecks  in  der  Zelle  der  Vtlgl.  Sie  liat  viel  Ähnlichkeit  mit  H/pnenilis 
timbrosa,  von  der  sie  sich,  ausser  in  der  Grösse,  schon  durch  das  verschiedene  Geäder  unterscheiden  lässt. 

Beim  ?  fehlen  auf  der  Unterseite  der  Htlg]  im  Apex  die  2  weissen  Punkte  von  umhrosa. 

Bei  D.  cleonica  Hew.  (41  e)  aus  dem  östlichen  Columbien  und  Ecuador  ist  die  Zeichnung  ähnlicli,  cleonica. 
ohne  den  Fleck  in  der  Zelle  der  Vtlgl  und  mit  gelblicher  Färbung  der  Basalhälfte  der  Htlgl,  sowie  einem 
weissen  Fleck  am  Zellende  der  Vtlgl.  -  panthyale  Fhlr.  aus  Columbien  ist  ähnlich  der  vorigen  ,  ohne  die  panthyalc. 
gelhliche  Färbung  der  Htlgl  und  mit  rotbrauner  Subcostale  und  Mediane  der  Vtlgl. 

D.  hewitsoni  Hsck.  (41  e)  aus  dem  östlichen  Ecuador  hat  gelbbraun  schimmernde,  durchsichtige /zctoAo///. 
Flügel  mit  feinen,  dunkleren  Säumen,  ohne  weitere  Zeichnung.  Subcostale  und  Ird  der  Vtlgl  sind  hellbraun. 

34.  Gattmig:  HyiiieiiiiiH  Ebn. 

In  dieser  Gattung  ist  die  untere  Discocellulare  des  cT  ungewinkelt  und  nach  dem  Vrd  zn  verküm¬ 
mert,  die  Zelle  daher  offen.  Der  Hauptunterschied  von  Dismenitis  zeigt  sich  l)ei  den  ??.  Dort  ist  die  obere 
Radiale  der  Htlgl  mit  der  Subcostale  zur  Hälfte  verwachsen ,  bei  Hijmoiifis  ist  sie  mit  der  unteren  Radiale 
halb  verwachsen.  Es  fehlt  daher  hier  die  mittlere  Discocellulare. 

Zu  Hymenitis  gehören  meistens  niittelgrosse,  unscheinbare  Formen,  die  mit  gewissen  Arten  von  Leuco- 
thyris  und  Pteronymia  Ähnlichkeit  haben,  aber  an  der  ungewinkelten,  leicht  gebogenen  unteren  Discocellulare 
der  Htlgl  kenntlich  sind,  welche  die  Zelle  fast  allein  schliesst.  Einige  grössere  Arten  erinnern  durch 
Zeichnung  und  Färbung  an  Formen  von  Velamysta  und  Dismenitis.  Auch  von  dieser  ziemlich  artenreichen 
Gattung  beherbergt  das  nordwestliche  Süd-Amerika  die  meisten  Arten,  doch  haben  auch  Zentral -Amerika 
und  Mexiko  einige  charakteristische  Formen. 

H.  albinotata  Bür.  (41  g)  von  Columbien  erinnert  durch  die  dunkle  Zeichnung  der  Eltlgl  an  Vela-  albinotata. 
niysta  crucifera  (40f)  und  torquatilla  (40f);  die  Vtlgl  sind  denen  von  Dismenitis  yonussu  (4ic,  d)  ähnlich.  Die 
Färbung  ist  gelblich,  an  der  Basis  aller  Flügel  rotbraun.  Auffällig  sind  die  beiden  weissen  Punkte  im  Apex 
der  Vtlgl.  —  kedema  Hew.  aus  Venezuela  ist  eine  ähnliche,  kleinere  Form  mit  schwächerer,  blasser  Färbung  kedema. 
und  undeutlicher  Bindenzeichnung  am  Aussenrd  der  Htlgl.  —  furina  Godni.  u.  Salv.  ist  eine  Form  von  albi-  furina. 
notata  aus  Panama  mit  dunkler  Basis  der  Vtlglzelle,  hellerer  Basis  der  Htlgl  und  schwächerer  schwarzer 
Zeichnung  am  Aussenrd  der  Htlgl. 

H.  andromica  /4e?r.'(41f)  aus  Venezuela,  Columbien  und  dem  westlichen  Ecuador  gehört  mit  ihren  amiromica. 
Unterarten  zu  den  häutigsten  und  verbreitesten  Lokalformen.  Bei  der  typischen  andromica  haben  die  farblosen 
Flügel  einen  schwachen,  rauchbraunen  Antlug  und  schwarzbraune  Rändei’  und  Makeln.  Neben  der  zugespitzten 
Halbbinde  der  Vtlgl  zieht  eine  breite,  gewellte,  weisse  Schrägbinde  vom  Vrd  zum  Aussenrd.  Im  x4pex  stehen 
2  weissliche  Glastlecken,  welche  beim  ?  von  dem  breiter  schwarzen  Apex  vollständig  eingeschlossen  sind.  — 

Als  dromica  bezeichnete  Staudingee  (i.  I.)  eine  kleinere  Form  aus  Columbien  mit  schmalen  Rändern,  dronüca. 
schwacher  Halbbinde  und  schmaler,  weisser  Schrägbinde  am  Z'ellende  der  Vtlgl.  —  andania  Ilpfr.  (=  Ivrina  andania. 
titgr.i.l.)  ist  eine  Form  aus  dem  östlichen  Ecuador,  Peru  und  Bolivien  mit  glasigen,  schwarz  geränderten 
Flügeln  und  unterbrochener,  weisser  Schrägbinde  der  Vtlgl.  Der  Apex  der  Vtlgl  ist  schmäler  schwarz  und 
heim  ?  sind  die  Glastlecken  nicht  innen  schwarz  begrenzt.  —  lyra  Salr.  ist  die  Form  aus  Zentral-xkmerika  lyra. 
(Guatemala,  Costa  Rica).  Sie  unterscheidet  sich  von  andania  durch  eine  gleichbreite,  nicht  zugespitzte  Halb¬ 
binde  und  eine  schmälere,  weisse  Fleckenschräglhnde  der  Vtlgl.  Der  schwarze  Zacken  am  Vrd  als  Begren¬ 
zung  der  sul)apicalen  Glastlecken  fehlt. 

H.  nero  Eea\  (41  e)  aus  Zentral-Amerika,  von  Costa  Rica  bis  Mexiko  ist  der  vorigen  ähnlich,  grösser,  nero. 
mit  breiteren  Rändern  und  Makeln.  Die  Subcostale  der  Vtlgl  und  die  Aussenränder  sind  teilweise  rotbraun. 

Auf  der  Unterseite  der  Vtlgl  fehlen  die  2  weissen  Punkte  von  lyra  im  Apex. 

H.  oto  Hew.  (41  e)  aus  Honduras  und  Guatemala  hat  breiten,  schwarzen  Apex  der  Vtlgl  und  eine  oro. 
hreite  Halbbinde  am  Zellende  nebst  weisser  Schrägbinde.  Die  Snlicostale  der  Vtlgl  und  der  Aussenrd  der 
Hflgl  sind  teilweise  rotbraun. 

H.  morgane  Hbn.-G.  (41  e)  aus  Mexiko  und  Honduras  ist  durch  die  rostbraunen  Ränder  auffällig,  morgane. 
Hinter  der  unregelmässigen  Halbljinde  am  Zellende  der  Vtlgl  zieht  eine  undeutliche  schmale,  weisse  Flecken- 
hinde  vom  Vrd  zum  Aussenrd.  —  Bei  moschion  Godm.  aus  Mexiko  sollen  der  rostbraune  Apex  und  die  nwsdüon. 
Halbbinde  über  das  Zellende  der  Vtlgl  schmäler  sein;  die  weissen  Flecken  bilden  kein  deutliches  Band;  die 
Genitalien  der  d’d'  sind  anders  als  bei  moryane  gestaltet. 

H,  annetta  Guer.  aus  Mexiko  und  Zentral-Amerika  ist  kleiner  als  moryane,  mit  schmäleren,  dunkel-  annctta. 
braunen  Rändern  und  Halbbinde  der  Vtlgl.  Vom  Zellende  zum  Aussenrd  der  Vtlgl  führt  eine  Reihe  weisser 


164 


HYMENITIS.  Von  R.  Haensch. 


nerina. 

polissena. 

iinibrana. 

diaphaniis. 

cubana. 

alphesiboea. 

ortygia. 

cnigma. 
lunbrosa. 
es  lila. 

depauperata. 

sappho. 

ganineri. 

libethris. 

dercetis. 

ochretis. 

lydia. 

qiiinta. 


Flecken,  deren  Richtung  mit  der  dunklen  HallDbinde  nicht  parallel  ist,  ähnlich  wie  bei  Pteronymia  simplex 
(40  b).  Ausserdem  stehen  noch  2  Aveisse  Tupfen  im  Apex  und  einer  am  Hinterwinkel. 

H,  nerina  Hsch.  aus  Columbien  hat  die  Grösse  von  andromicu  und  ähnliche  Zeichnung  Avie  nero  (41  e). 
Die  Aveisse  Schrägl)inde  der  Vtlgl  ist  in  Flecke  aufgelöst.  Die  Ränder  sind  hraungrau  oben  und  hellbraun 
unten,  mit  2  Aveissen  Punkten  im  Apex  der  Vtlgl  und  einem  in  dem  der  Htlgl. 

H.  polissena  Pleic.  aus  dem  Avestlichen  Ecuador  sieht  einer  Form  aus  Costa  Rica  sehr  ähnlich,  die 
ich  umbrana  forni.  nov.  (41  f)  nenne.  Beide  hal)en  glashelle  Flügel  mit  schmalen,  schAvarzen  Rändern  und 
zugespitzter  Halbbinde  am  Zellende  der  Vtlgl,  soAAÜe  Aveisse  Tupfen  am  Zellende  und  Aussenrd  der  Vtlgl.  umbrana 
hat  noch  Aveisse  Tupfen  am  Apex  der  V-  und  Htlgl,  poUsseiia  dagegen  nur  2  Aveisse  Punkte  im  rotbraunen 
Apex  der  Vtlglunterseite.  Bei  umbrana  ist  der  Hlb  unten  Aveisslich,  bei  polissena  gelblich.  Bei  den  ??  sind 
die  Ränder  und  Halbbinden,  soAvie  die  Aveissen  Flecken  breiter. 

H.  diaphanus  Bruce  {■=  unzerina  Hbst)  von  den  Antillen  (Jamaica),  die  auch  in  Texas  Vorkommen 
soll,  ist  eine  ähnliche  Art  mit  schmalem  Aussenrd  der  Vtlgl  und  feinem  Saum  der  Htlgl.  Die  Halbbinde  am 
Zellende  der  Vtlgl  ist  gleichmässig  breit. 

H.  cubana  H.-Sckäff.  von  Cuba  hat  ähnliche  Zeichnung  Avie  oio,  aber  sehr  schmale  Flügel  und  schmälere 
Ränder.  Die  Halbbinde  der  Vtlgl  ist  in  der  Mitte  eingeschnürt  und  an  der  Mediane  gegabelt.  Die  Aveisse 
Schrägbinde  ist  schmäler  als  bei  oto. 

H.  alphesiboea  Heu\  (41  f),  aus  dem  östlichen  Ecuador,  ist  das  verkleinerte  Ebenbild  von  iJismenifis 
duilia  (41  d)  und  ausser  in  der  Grösse  nur  an  dem  verschiedenen  Geäder  sicher  zu  erkennen.  Beim  ?  ist  die 
obere  Radiale  der  Htlgl  mit  der  unteren  zur  Hälfte  vei'Avachsen,  bei  duilia  mit  der  Subcostale. 

H.  ortygia  Weym.  (41  f),  ebenfalls  vom  Ostabhang  der  Anden  in  Ecuador,  steht  in  gleichem  Ver¬ 
hältnis  zu  Dismcnitis  cleonica  (41  e).  ln  der  Abbildung  des  cf  treten  die  Aveissen  Tupfen  am  Zellende  und 
Aussenrd  der  Vtlgl  zu  Avenig  hervor,  Avelche  beim  ?  viel  stärker  sind. 

H.  enigma  Hsch.  (41  f),  aus  Bolivien,  hat  gelbbraunen  Vrd  der  Vtlgl  und  dunkelbraune,  gezackte 
Aussenrdr,  sowie  gelbliche  Wische  am  Zellende  der  Vtlgl  und  \or  den  Aussenrdrn.  Auf  der  Unterseite 
sind  alle  Ränder  ockerfarben.  —  Eine  ähnliche  Form  ist  umbrosa  Hsch.  aus  dem  Hochgebirge  der  östlichen 
Andenkette  in  Ecuador.  Bei  ihr  sind  die  Ränder  schmäler,  die  gelben  Wische  undeutlicher  und  im  Vtlgl 
ist  nur  die  Subcostale  gelbbraun.  Beim  cö  ist  das  Zellende  der  Vtlgl  ungezeichnet.  —  esula  He^v.  von 
Golumbien  ist  der  vorigen  ähnlich;  die  Ränder  sind  noch  schmäler,  die  gelben  Wische  fehlen,  dagegen  sind 
die  Htlgl  am  Innemvinkel  gelblich  gefärbt.  Ferner  ist  auch  beim  ?  das  Zellende  der  Vtlgl  ungezeichnet. 

—  Eine  ähnliche  Form  Avie  enUjma  dürfte  die  mir  in  Natur  unbekannte  depauperata  Psd.  aus  Guatemala 

sein.  Sie  soll  auch  Ähnlichkeit  mit  zalmunna  haben  und  sich  durch  schmäleren  Aussenrd  der  Htlgl  und 
Fehlen  der  Aveissen  Flecken  von  ihr  unterscheiden. 

Eine  Art  von  der  Grösse  der  vorigen  aus  Bolivien,  die  ich  als  H.  sappho  (Bany-H.  i.  /.)  erhielt,  hat 
farldose  Flügel  mit  schAvarzbraunen  Rändern,  von  denen  die  äusseren  über  den  Adern  gezackt  sind.  Neben 
der  unregelmässigen  Hallibinde  am  Zellende  der  Vtlgl  steht  am  Vrd  ein  Aveisser  Fleck,  und  am  Aussenrd 
aller  Flügel  befinden  sich  kleine  Aveissliche  Wische.  Unten  sind  die  Ränder  gesättigt  rotbraun,  an  der  Basis 
der  Htlgl  gelbbraun. 

H.  gardneri  ll'ecks,  aus  BoliAuen,  ist  eine  ähnliche  Form  AAue  piftheis,  ohne  die  Binde  in  der  Zelle 
der  Vtlgl.  Der  Vrd  der  Vtlgl  ist  rotbraun  bis  zum  Zellende.  Am  Zellende  der  Vtlgl  und  vor  den  Aussenrändern 
stehen  Aveisse  Wische. 

H.  libethris  F/dr.  (41  f)  von  Goluml)ien  bis  Peru  und  eine  Anzahl  ähnlicher  Formen  zeichnen  sich 

durch  eine  lebhafte,  gelbe  Schrägbinde  im  Vtlgl  aus.  Von  der  sehr  ähnlichen  dercetis  Dbl.  u.  Heiv.  aus  Vene¬ 

zuela,  Golumbien  und  Ecuador  unterscheidet  sich  libethris  durch  die  gestreckteren  Vtlgl  und  den  kürzeren 
Innensaum  der  Htlgl.  Fernei-  ist  bei  ihr  die  Basis  der  Htlglunterseite  gelb.  ochretis  Hsch.  aus  Colum- 
liien  bis  Bolivien  hat  Grösse  und  Flügelform  wie  dercetis.  Die  Schrägbinde  der  Vtlgl  ist  in  2  gelbbraune 
Flecken  autgelöst.  Im  Apex  der  Vtlgl  und  Htlgl  stehen  noch  2 — d  gelbliche  Wische.  Die  Basis  der  Htlgl¬ 
unterseite  ist  gelb,  dagegen  fehlen  die  Aveissen  Punkte  im  Apex  der  Vtlgl. 

H.  lydia  Weym.  aus  Ecuador  hat  einen  hreiten,  gelbliraunen  Vrd  der  Vtlgl  und  erinnert  dadurch  an 
Pteronymia  apuleia  (40  a),  soAvie  an  Hymenitis  eniyma  (41  f).  Die  Zeichnung  ist  Avie  bei  ochretis,  mit  kleineren, 
undeutlichen,  gelhlichen  Wischen. 

H.  quinta  Btyr.  aus  dem  Gaucatal  in  Golumlnen  gehört  zu  den  Ithomiinen  mit  ganz  ungezeichneten 
klügeln  und  erinnert  an  die  sehr  ähnliche  Kpiscada  paradoxa ,  mit  Avelcher  sie  auch  die  Grösse  gemeinsam 
hat,  soAvie  an  \'elamysta  anomala,  Napeoyenes  hypsaea,  Tthomia  dimidiafn  und  andere  Formen  mit  ungezeichneten, 
farblosen  oder  gelblichen  Flügeln,  (pduta  ist  von  den  ähnlichen  Arten  anderer  Gattungen  an  der  grossen, 
ungeAvinkelten  unteren  Discocellulare  der  Htlgl  kenntlich,  Avelche  die  Zelle  fast  allein  schliesst. 


HETEKOSAIS.  Von  R.  Haexsch. 


Nachträge. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  arnerik.  f)anaiden.  165 


35.  rTattung:  Heterosais  Godm.  v.  Salr. 

Bei  dieser  letzten  Gattung  der  Tthomiinen  ist  die  Htlglzelle  der  (fcf  offen,  indem  die  mittlere  Gisco- 
cellulare  und  obere  Radiale  fehlen.  Die  Subcostale  ist  stark  entwickelt  und  in  der  Mitte  gebogen.  Die  untere 
Discocellulare  ist  nach  innen  gerichtet  und  bildet  mit  der  unteren  Radiale  einen  .spitzen  Winkel,  über  dessen 
Spitze  hinaus  ein  Ast  in  die  offene  Zelle  verläuft.  Beim  ?  ist  die  Zelle  geschlossen,  indem  die  untere  Disco¬ 
cellulare  gewinkelt  erscheint  und  bis  an  die  obere  Discocellulare  reicht.  Mittlere  Discocellulare  und  obere 
Radiale  fehlen  auch  hier. 

Die  Arten  dieser  Gattung  sind  wenig  zahlreich.  Sie  finden  sich  meistens  im  nordwestlichen  Süd- 
Amerika  und  den  angrenzenden  Gebieten  Zentral-Amerikas.  Es  sind  meist  unscheinbare  Formen  von  rnässiger 
Grösse,  die  mit  den  ähnlichen  Arten  anderer  Gattungen  im  Geljüsch  des  Urwaldes  zn  finden  sind. 

H.  nephele  Bat.  vom  oberen  Amazonas,  und  gedera  Hew.  (41g)  aus  dem  östlichen  Ecuador  und  fiej/tie/L-, 
Columbien  sind  zAvei  sehr  ähnliche  Formen.  Beide  haben  glasige,  bläulich  schimmernde  Flügel  mit  scliwarz- 
braunen  Rändern  und  Halbbinde  der  Vtlgl  nebst  weissem  Fleck  am  Zellende,  sowie  2  weisslichen  Wischen 
am  Hinterwinkel  der  Vtlgl.  gedera  hat  ausserdem  2  weissliche  Wische  im  A])ex  der  Vtlgl  und  auf  der  gedera. 
Unterseite  derselben  im  Aussenrd  noch  2  weisse  Punkte,  sowie  im  Aussenrd  der  Htlgl  eine  Reihe  dunkel 
geränderter,  weisser  Punkte.  —  edessa  Heu\  (41g)  ist  eine  ähnliche  Form  aus  dem  südlichen  Brasilien  mit  edessa. 
kleinerem,  weissem  Fleck  am  Zellende  derVtlgl,  gelbbraunen  Rändern  auf  der  Unterseite,  nebst  heller  Basis  derHtlgl. 

H.  pallidula  Hsch.  aus  dem  westlichen  Ecuador  hat  gelblich  scheinende  Flügel  mit  gelbbrauner  palUdala. 
Subcostale  und  breitem  Streifen  über  der  Mediane  der  Vtlgl.  Die  übrigen  Ränder  sind  dunkelbraun,  nur 
der  Aussenrd  der  Htlgl  ist  teilweise  mit  Gelbbraun  durchsetzt.  Am  Zellende  der  Vtlgl  und  den  Anssenrdn 
stehen  gelbliche  Tupfen.  Beim  ?  ist  nur  die  Subcostale  der  Vtlgl  gelbbraun,  die  übrigen  Ränder  sind  braun. 

H.  giulia  Heiv.  (41g)  von  Columbien  und  Venezuela  hat  ein  ähnliches  d'  wie  pallidula.,  mit  breiter,  g/idia. 
gelbbrauner  Subcostale  und  stärkeren,  gelblichen  Tupfen.  Das  ?  ist  ganz  ähnlich,  aber  lebhafter  gezeichnet, 
mit  breiteren  Rändern,  gelber  Schrägbinde  der  Vtlgl  und  grossen,  gelblichen  Tupfen  am  Aussenrd. 

H.  cadra  Godni.  u.  Salv.  von  Panama  soll  nephele  und  giulia  ähnlich  sein.  Die  Flügel  sind  farblos,  cadra. 
Die  dunkle  Halbbinde  der  Vtlgl  ist  nach  innen  breiter,  die  Nebenbinde  ist  weiss,  der  Ird  gelbbraun. 


Nachträge. 

Napeogenes  domiduca  Heir.  steht  einigen  Leucothgris  sehr  nahe,  so  der  Leuc.  cgrene ;  genaueres  [aX  donüduca. 
unter  dieser,  p.  148,  angegeben;  aus  Bolivien. 


Alphabetisches  Verzeichnis 

zum  Nachweis  der  Urljeschreibungen  der  unter  den  amerikanischen  Danaiden  aufgeführten  Formen. 

*  bedeutet,  dass  die  Form  an  der  z.itierten  Stelle  auch  ahgebildet  ist. 


abida  Hyposc.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

acceptabilis  Cer.  Weeks,  Proc.  New  Eiigld.  Zool.  Club  3,  j).  1. 

achaea  Cer.  Hew.  Eijuat.  Lep.,  p.  14. 

acilla  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

acrisione  Ath.  Hew.  E(fuat.  Lep.,  p.  12. 

adosa  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

adelinda  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

adelpbe  Nap.  Bat.  Trans.  Tdnn.  Soc-  Lond.  22,  p.  .534. 

adelphina  Hyposc.  Bat.  Ent.  IMonth.  Mag.  3.  ji.  .52. 

adina  Pter.  Gew.  Exot.  Butt.  1.  * 

adornata  Hypol.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  203. 

adulta  Nap.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  .50,  p.  157. 

aedesia  Apr.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  iJiurn.  Lep.  * 

aegineta  Pter.  Hew.  E([uat.  Lep.,  p.  17. 

aegle  Leuc.  F.  Gen.  Ins.  p.  255. 

aelia  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

aemilia  Cer.  Hew.  E([uat.  Lep.,  ]i.  15. 

aesion  Flyposc.  Godm.  u.  Salv.  Ann.  IMag.  Nat.  Hist,  {ö)  2,  p.  258. 

aethna  Nap.  Hew.  E([uat.  Lep.,  p.  15. 

afrania  Pter.  Hpffr.  .Stett.  Zg.  1874,  p.  341. 

agalla  Pter.  Godm.  u.  Salv.  Biol  Cenir.-Am.  Bhop.,  p.  47. 

agarista  Leuc.  Fldr.  Wien.  Ent.  ]\Ion.  3,  p.  77. 

agna  Aer.  Godm.  u.  Salv.  Biol.  Centr.-.4mer.  Hhop..  ]i.  15. 

agnosia  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 


agrippina  Epith.  Hew.  Exot.  Butt.  3.  * 

albescens  It.  Bist.  Proc.  Ent.  Soc.  Lond.  1873,  ]>.  XI. 

albescens  IMech.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  14s. 

albicans  Pter.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  ji.  173. 

albinotata  Hvm.  Btlr.  Cist.  Entomol.  1,  p.  153. 

albomaculata  Tith.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  48.  p.  130. 

alcmena  Pter.  Godm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877.  p.  31. 

alema  Hypol.  Hew.  Exot.  Butt  2.  * 

aletta  Pter.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

alexina  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

alexirrhoe  Call.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  522. 

alida  Pter.  Hew.  Exot.  Butt  1.  * 

alidella  Episc.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

alienassa  Ith.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  133. 

alina  Pter.  Hsdi.  .Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  153. 

alinda  Pter.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  332. 

alissa  Pter.  Hew.  Etjuat.  Lep.,  ]>.  22. 

alissana  Pter.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  48.  p.  201. 

alope  Pter.  Godm.  ii.  Salv.  Biol.  C.entr.-Amer.  Pdiop.,  p.  43. 

alphesiboea  Hym.  Hew.  ILpuit.  Lep.,  p.  17. 

alpho  Epith.  Fldr.  Novara  Lep.  .3.  ji.  359. 

amalda  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

amaldina  Leuc.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5.  p.  149. 

amanga  Athvrt.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  121. 


16fi  Ui’beschreil)ungs-Nacliweis  der  amerikanischen  Danaiden. 


amara  Xn]).  üodtn.  Ann.  ilug.  Xat.  Hist.  1898,  B,  p.  158. 

amaretta  Distii.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  ‘101. 

amarilla  Ith.  Hsch.  Beil.  Ent.  Zschr.  48,  p.  184.  * 

amazona  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  .50,  p.  168.  * 

amica  Cer.  Weym.  Stett.  Zg.  45,  p.  10.  * 

amplificata  Scacla  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  .50,  p.  162.  * 

anachoreta  Hirs.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zschr.  1902,  p.  282. 

anaphissa  Ith.  H.-Schäff.  Prodrom.  Syst.  Lep  1,  p.  49. 

anastasia  Ger.  Bat.  Trans  Lion.  Soc.  Bond.  23,  p.  526. 

anastasina  Ger.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  60. 

anchiola  Ilyposc.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

andania  Ilym.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  jj.  341. 

andromica  Hym.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

angelina  Ger.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  154.  * 

anina  Mel.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  123. 

annetta  Ilym.  GuH.  Reg.  Anim.  Ins.,  p.  470. 

anomala  Vel.  Stgr.  Exot.  Tagt'.  1,  p.  69.  * 

antaxis  Leuc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5.  ji.  147. 

antea  Cer.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  20. 

antisao  Pter.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  544. 

antonia  Cer.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  14. 

antonina  Cer.  Stgr.  Exot.  Tagt'.  1,  p.  59.  * 

apia  Pter.  Flitr.  Novara  Lep.  3,  ji.  364. 

appolinis  Cer.  Stgr.  Exot.  Tagt'.  1.  ii.  60.  * 

apuleia  Pter.  Hew,  Exot.  Butt.  4.  * 

apulia  Na]i.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

aquinia  Ith.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  339. 

arcana  Mech.  Hsch.  Seitz.  Gross-Schmett.  5,  p.  126. 

archippus  Dan.  F.  Ent.  Syst.  III.  1,  ji.  49. 

ardea  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

artena  Pter.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

arzalia  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

asopo  Pter.  Ftdr.  Novara  Le)).  3,  )>.  363. 

asellia  Pter.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  )>.  340. 

aselliata  Pter.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  ))  201. 

assimilis  Hirs.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  .50,  p.  143. 

assimilis  Leuc.  Hsch.  Berl,  Ent.  Zschr.  48,  p.  191. 

aster  Na]).  Godnt.  Ann.  Alag.  Nat.  Hist.  1899.  3,  p.  155. 

astraea  Leuc.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  )).  33.  * 

atagaipa  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  )).  156. 

atergatis  Lyc.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

athalina  Leuc.  Stgr.  Exot.  Tagt'.  1,  p.  66.  * 

attalia  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

attalita  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50.  ]).  168. 

aureliana  Hy])ol.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  ]).  547. 

aureola  Pseudosc.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  )).  546. 

auricula  Pter.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  174.  * 

avella  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

avila  Nap.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  176. 

azara  Callol.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

azarina  Callol.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  ]).  303.  * 

azeka  Nap.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

baana  Cer.  Hew.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  207. 
badia  Sais  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  161. 
bairdii  Dirc.  Reak.  Proc.  Acad.  Nat.  Sei.  Phil.  1868,  ]).  89. 
baizana  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  192. 
banjana  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  193. 
barii  Ger.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  524. 
barilla  Pter.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  197.  * 
barretti  Dism.  Dannat,  Entomolog.  33,  p.  299. 
batesi  Scada  Hsch.  Berl.  Ent  Ztsclir.  48,  ]).  177. 
beata  Ith.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  141. 
benigna  Nap.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  295.  * 
berenice  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  III,  p.  22.  * 
berna  Ger.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  172. 
bicolora  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  }).  168. 
bioculata  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  169.  * 
boliviensis  Cer.  Fisch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50.  ]).  150. 
bomplandi  Tith.  Giier.  Regne  Anim.  Ins.,  )).  472. 
bonita  Hirs.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  ]).  161. 
borilis  Leuc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  ]3.  147. 
boucardi  Ith.  Driice,  Ent.  Month.  Alag.  12,  p.  126. 
brunnea  Hirs.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  144. 
brunnea  Pter.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  )).  153. 
brunneata  Pter.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  153. 
brisotis  Leuc.  Hsch.  Seitz.  Gross-Schmett.  5,  )).  146. 
bueya  Pter.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  jn  153. 
burchelli  Leuc.  Sand.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1904,  13,  )).  315.  * 
butes  Call.  Godm.  ii.  Sa/v.  Ti  ans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  )).  110, 

cabenis  Episc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  5o,  p.  171.  * 
cadra  Het.  Godm.  ii.  Sa/v.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  j).  259. 


cajona  Hyi)ol.  Hsch,  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  178. 
calgiria  Pter.  Schaus,  Proc.  ün.  St.  Mus.  24,  p.  .385. 
Californica  Mech.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  5,  p.  223. 
callanga  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  150. 
callichroma  Callol.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  58. 
callispila  Cer.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  3,  p.  85. 
calva  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  169. 
camariensis  Sais  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  161.  * 
cana  Cer.  Hsch,  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  157.  * 
candescens  Ith.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  )).  16.3. 
canilla  Cer.  Hew,  Exot.  Butt.  5.  * 
cantobrica  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 
carcinia  Episc.  Schaus,  Proc.  Un.  St.  Mus.  24,  p.  .384. 
carlia  Pter.  Schaus,  Proc.  Un.  St.  Mus.  24,  p.  385. 
casabranca  Mech.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  jd.  145. 
cassandina  Tith.  Srk.,  Berl.  Ent.  Zschr.  29,  p.  129. 
cassotis  Hypol.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  35. 
castanea  Cer.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1877,  p.  169.  * 
catilla  E)jisc.  Hew.  Exot.  Butt.  5. 

caucaensis  Mech.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  124. 
caucana  Leuc.  Stgr.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  ]3.  169. 
cayana  Callol.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  4,  ]).  167. 
celemia  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 
ceres  Lyc.  Cr.  Pap.  Exot.  1.  p.  141.  * 
ceto  Apr.  Fldr.  Novara  Lep.  III,  p.  353. 
chanchamaya  Callol.  Hsch,  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  )).  165.  * 
chimborazana  Mech.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  33. 
chincha  Mel.  Druce,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond  1876,  p.  211.  * 
chiriquensis  Dirc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  138. 
chrysodonia  Hypol.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  2.3,  p.  .546.  * 
cidonia  Hypol.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 
cinnamomea  Lyc.  Weym.  Stett.  Zg.  45,  p.  7.  * 

Clara  Cler.  Hew.  Exot.  Butt.  1. 
clausina  E))isc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 
clearista  Ath.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Le)).  * 
cleis  Cer.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  I,  p.  33. 
cleobaea  Lyc.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  222. 
cleobulina  Pter.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 
cleomeHa  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 
cleonica  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 
cleophile  Dan.  Godt.  Enc.  Aleth.  IX,  )).  185. 
cleora  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 
cleothera  Dan.  Godt,  Enc.  IMeth.  IX,  )r  185. 
cocana  Mel.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  161. 
coenina  Hypol.  Hew.  E()uat.  Lep.,  p.  20. 
coeno  Cer.  Hew.  Gen.  Diurn.  Le)).  * 
completa  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  )).  192. 
concolor  Lyc.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  55.  * 
confluens  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  43,  p.  190. 
confusa  Thyr.  Btlr.  Cist.  Entomol.  I,  p.  151. 
consobrina  Hyposc.  Godm.  u.  Salv.  Biol.  Gentral-Am.  Butt., 
p.  23. 

conveniens  Callol.  Fisch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  167. 
cora  Ejrisc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  )).  151. 
corena  Na)).  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

Cornelia  Cer.  Giier.  Regne  Anim.  Ins.,  p.  472. 
cotytto  Pter.  Guer.  Regne  Anim.  Ins.,  )).  471. 
cranto  Nap.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  )).  .365.  * 
crathes  Ol.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 
crinippa  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 
crispina  Nap.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 
crispinilla  Leuc.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  340 
crocotes  Nap.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  )).  536. 
crucifera  Vel.  Hew.  E()uat.  Le)).  )).  84. 

cubana  Hym.  H.-Schäff.  Corresp. -Blatt.  Zool.  Älin.  V.  Regenshg. 

16,  p.  118.  ' 

cuparina  Hirs.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  552. 

curvifascia  Tliyr.  Weym.  Stett.  Zg.  45.  p.  8.  * 

eydon  Mel.  Godm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879.  p.  151. 

cymo  Hy))ol.  Hbn.  Smlg.  Exot.  Schinett.  * 

cymothoe  Alir.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

cyrene  Leuc.  Latr.  Ilumh.  Boinpl.  OI)s.  Zool.  1,  )).  249.  * 

cyrianassa  Na]).  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

cyrcilla  Vel.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

cytharista  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

daeta  Cer.  Bsd.  Spec.  Gen.  Ins.  1.  * 
daetina  Cer.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  289.  * 
deceptus  Mech.  Btlr.  Cist.  Entomol.  1,  )).  154. 
decolorata  It.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  116. 
decora  Na]).  Godm.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  1899,  .'t,  p.  156. 
decuniana  Cer.  Godm.  u.  Salv.  Biol.  Central-Am.  Butt.,  p.  23. 
demeter  Lyc.  I'ldr.  Novara  Lep.  II,  p.  352. 


L'rbeschreibuiig's-Nacliwei.s  der  ainenkanisclieii  I  )aiiai(len. 


•  ',7 


demylus  Ath.  Godm.  ii.  Salv.  Proc.  Znol.  Soc.  Lond.  J87!),  p.  150. 

denticulata  Pter.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Z.sclir.  50,  ji.  175. 

depauperata  Hym.  Bsd.  Lep.  Quatein.,  )).  M. 

derama  Pter.  ffsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  [i.  175.  * 

derasa  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

dercetis  Hym.  Dbl.  a.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

dercyllidas  Ath.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  2,  p.  248.  * 

dero  Dirc.  Hhn.  Zutr.  Exot.  Sclimett.  * 

deronda  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

derondina  Leuc.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schniett.  5,  p.  148. 

descondollesi  Tith.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  72. 

desmora  Cer.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  155. 

deucalion  Nap.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  160. 

diaphanus  Hym.  Driice,  111.  Exot.  Ent.  II.  * 

diasia  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

didymaea  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

dilutata  Nap.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  .50,  p.  157. 

dimidiata  Ith.  Stgr.  Exot.  Tagt'.  1,  p.  70. 

dionaea  Ger.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

dirama  Episc.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  172.  * 

dircenna  Dism.  Fldr.  Novara  Lep.  .3,  p.  360.  * 

discreta  Lyc.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  116. 

discurrens  Mel.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  122. 

dispaena  Pter.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

dispar  Pter.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  173.  * 

dispersa  Vel.  Weyni.  Stüb.  Keise,  p.  106. 

distincta  Athyrt.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  144. 

divisa  Mel.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  71. 

dodona  Mel.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  344. 

dolabella  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

domiduca  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

donata  Pter.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  152. 

dorella  Pter.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  361.  * 

dorilla  Callol.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  35. 

doryssides  Mech.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  62.  * 

doryssus  Mech.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  I,  p.  33. 

doto  Callol.  Hbn.  Sammlg.  Exot.  Schmett.  * 

dromica  Hym.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  163. 

drymo  Ith.  Hbn.  Verz.  bek.  Schmett.,  p.  9. 

duenna  Hirs.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  III,  p.  86. 

duessa  Nap.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

duilia  Dism.  Hew.  Trans  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  2,  p.  247.  * 


edessa  Het.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

egaensis  Hirs.  Btlr.  Cist.  Entomol.  1,  p.  155. 

egaensis  Mech.  Btlr.  Cist.  Entomol.  2,  p.  150. 

egina  Mel.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  p.  144.  * 

egla  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

egra  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

elarina  Aer.  Obertli.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  8,  p.  153. 

eleonora  Ith.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  .50,  p.  164. 

elisa  Mech.  Guer.  flegne  Anim.  Ins.,  p.  472. 

ellara  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

elodina  Aer.  Slgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  70. 

elva  Nap.  Godm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1899  (3),  p.  156. 

elvira  Dirc.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  296.  * 

emyra  Pseudosc.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  177. 

enania  Leuc.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  147. 

enigma  Hym.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  179.  * 

epicharme  Leuc.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  77. 

epidero  Dirc.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  521. 

epimakrena  Leuc.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  169.  * 

epona  Ith.  Hew.  Ecpiat.  Lep.,  p.  19. 

equicola  Mel.  Cr.  Pap.  Exot.  IV,  p.  17.  * 

equicoloides  Mech.  Godm.  ii.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond. 

1898,  p.  109. 

ercilla  Nap.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

eresimus  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  II,  p.  121.  * 

erginus  Dan.  Godm.ii.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1897  (2),  p.241. 

erippus  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  I.,  p.  4.  * 

erruca  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

escura  Leuc.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  190. 

espriella  Callol.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

estrella  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

esula  Hym.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

ethica  Scada  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

ethna  Mel.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  221. 

euchytma  Dirc.  Fldr.  Novara  Lep.  2,  p.  .357. 

eulyra  Pter.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  363. 

eunomia  Nap.  Godm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1899  (3),  p.  158. 

eupompe  Cer.  Hbn.-Gr.  Zutr.  Exot.  Schmett.  * 

eurimedia  Cer.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  p.  43.  * 

euritea  Pter.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  p.  157.  * 


euryanassa  Cer.  I'ldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  |i.  lol. 
eurydice  Mech.  Hsdi.  Beil.  Ent.  Zschr.  50,  p.  117. 
euteles  Dirc.  Frsdi.  'rrud.  Kussk.  8.  * 
eva  Lyc.  F.  Ent.  Syst.  111.,  1,  p.  162. 
evanescens  Ger.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  ji.  132. 
evanides  Hyposc.  Flsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  144. 
evonia  Pter.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  176.  * 
excellens  Scada  Srk.  Berl.  Ent.  Zschr.  29,  p.  128.  * 
excelsa  Cer.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  415. 
exornata  Pseudosc.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  ]i.  177. 

fallax  Hyposc.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  68.  * 

fallax  Mech.  Btlr.  Cist.  Entomol.  1,  p.  1.54. 

fallens  Pseudosc.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zsclir.  50,  jn  176.  * 

famina  Hypol.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  178. 

fasciata  Leuc.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  58,  p.  194. 

fasciata  Lyc.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  115. 

fausta  Hypol.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  87.  * 

fenella  Ileterosc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

fenestella  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

fenestrata  It.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  116. 

ferra  Leuc.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  150. 

fiametta  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

fimbria  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

fizella  Pter.  Bsd.  Lep.  Quat.  p.  34. 

flacilla  Hirs.  Godm.  ii.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  105. 

flavomaculata  Mir.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Ztschr.  48,  p.  211. 

flavosignata  Mel.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  71. 

flexibilis  Leuc.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  146. 

flora  Leuc.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  p.  112.  * 

florens  Cer.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  133. 

florula  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

flossina  Nap.  Btlr.  Lepid.  Exot.,  p.  141.  * 

fluonia  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  I.  * 

franis  Mech.  Reak.  Proc.  Acad.  Nat.  Soc.  Phil.  1868,  p.  9U. 
frater  Cer.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  163. 
fraterna  Ger.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  132.  * 
fulminans  Cer.  Btlr.  Cist.  Entomolog.  1,  p.  152. 
fulvescens  Pter.  Godm.  ii.  Salv.  Biol.  Centr.-Am.  Pdiop  .  p.  46. 
fulvimargo  Pter.  Btlr.  u.  Druce.  Cist.  Entomol.  1,  p.  97. 
fumantis  Epith.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  140. 
fumata  Leuc.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  170. 
fumosa  Hypol.  Godm.  n.  Salv.  Biol.  Centr.  Am.  Rhop.,  ]>.  53. 
fumosus  Dan.  Halst.  Ent.  Am.  II  (1886),  p.  182. 
furia  Hirs.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  73. 

furina  Hirs.  Godm.  u.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  105. 
furina  Hym.  Godm.  ii.  Salv.  Biol.  Centr.  Am.  Rhop.,  p.  59.  * 
fuscens  Callol.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  166. 

galata  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

galinthias  Nap.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  344. 

gardneri  Hym.  Weeks,  Proc.  New.  Engl.  Zool.  Cluli.  3,  p.  9. 

garleppi  Hypol.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  178. 

gazoria  Heterosc.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  214. 

gedera-  Het.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

gephyra  Hypol.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

gilippus  Dan.  Cr.  Pap.  Exot.  I,  p.  4L  * 

giulia  Het.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

glabra  Nap.  Godm.  Ann.  iilag  Nat.  Hist.  1899.  3,  p.  156. 

glauca  Pter.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  201.  * 

glycera  Nap.  Godm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1899  (3),  p.  156. 

glycon  Nap.  Godm.  Ann.  Nat.  Hist.  1899,  3,  ]i.  158. 

gonussa  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

graciella  Leuc.  Obertli.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  p5)  8,  p.  156. 

gracilis  Nap.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  .50,  p.  160.  * 

granadensis  Cer.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  154. 

granica  Pter.  Hew.  Ecpiat.  Lep.,  p.  87. 

gunilla  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

guttata  Cer.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  293. 

halia  Lyc.  Hbn.  Sammlg.  Exot.  Schmett.  * 

hara  Pter.  Hew.  Ecpiat.  Lep.,  p.  88. 

harbona  Nap.  Hew.  Ecpiat.  Lep.,  p.  18. 

harmonia  Hirs.  Cr.  Pap,  Exot.  2,  p.  142.  * 

hecalesina  Hirs.  Fldr.  Novara  Lep.  III,  p.  352. 

hedila  Call.  Godm.  ii.  Salv.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhop.,  p.  32. 

helena  Episc.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  .50,  p.  171. 

helicaon  Hirs.  Godm.  u.  Salv.  Biol  Centr.-Amer.  Rhop.,  p.  10. 

hemimelaena  Nap.  Godm.  ii.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond. 

1877,  p.  60. 

hemimelas  Ger.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  59.  * 
hemixanthe  Pter.  Fldr.  Novara  Lep.  3.  p.  363.  * 
heraldica  Ith.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  3.  p.  52. 


168 


L’i'l)esclii'ei!)uii,^.s-Nacli\veis  der  ainerikanisclien  1  Jaiiaiden. 


lierbita  Cer.  Weyni.  F3erl.  Knt.  Zschr.  44,  p.  291.  * 
hermana  Disiii.  Hsch.  Beil.  Knt.  Zsclir.  48,  p.  209. 
hermias  Hins.  Godm.  u.  Saiv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898.p.  lOii. 
hermina  Hirs.  Hsch.  Beil.  Ent.  Zschr.  48,  p.  162, 
hermippus  Dan.  Fldr.  Novara  Le]).  II,  p.  348. 
hewitsoni  Disin.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zsclir.  48,  ]).  208. 
hewitsoni  Ath.  Srk.  Flerl.  Ent.  Zschr.  29,  p.  121. 
hezia  Call.  Hew.  Exot.  Butt.  I.  * 

hicetas  l\Iel.  Godm.  ii.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  ji,  1.50. 

hippocrenis  Ilh.  Bat.  Ent.  illontli.  Mag.  3,  p.  51. 

hippodamia  Apr.  F.  Syst.  Ent.,  p.  461. 

hippothous  Hirs.  Godm.  ii.  Salv.  Biol.  Ceiitr.-Ainer.  Bhop..  p.  11. 

honesta  Cer.  Weym.  Stell.  Zg.  45,  ]).  9. 

honrathi  Dirc.  Srk.  Berl.  Ent.  Zschr.  29,  p.  125.  * 

hopfferi  Callol.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  .404. 

huallaga  Mech.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  62.  * 

huainba  Pter.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  153. 

hugia  Dirc.  Schans,  Proc.  Un.  St.  Mus.  24,  ]).  383. 

hulda  Dirc.  Fldr.  Novara  3,  ji.  356. 

humboldti  Tith.  Latr.  Hiirnb.  Bompl.  Ohs.  Zool.  1,  ji.  194.  * 

hyala  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

hyalinus  Hvpol.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  ]i.  185. 

hydra  Call.  Fldr.  Novara  Leji.  III,  p.  356. 

hygia  Nap.  Godm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1899,  3,  p.  1.57. 

hymen  Episc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  ji.  170. 

hymenaea  Episc.  Prittw.  Stett.  Zg.  1865.  p.  136. 

hymettia  Ith.  Stgr.  Exot.  Tagt'.  1,  ]).  63. 

hypereia  Eutr.  Dbl.  ii.  Hew.  Gen.  Diuru.  Lep.  * 

hyppa  Eutr.  Godm.  ii.Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  p.  150. 

hypsaea  Nap.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  63. 

ida  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  188.  * 
idae  Mel.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  414. 
idina  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  167. 
ignorata  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  151.  * 
ilerda  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 
ilerdina  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 
ilerdinoides  Leuc.  Stgr.  Exot.  Tag!'.,  p.  65.  * 
ilione  It.  Cr.  Pa]).  Exot.  1,  p.  42.  * 
illinissa  Hyposc.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 
ilsia  Pter.  Schans,  Proc.  Un.  St.  Mus.  24,  p.  385. 

Immaculata  Dirc.  Hsch.,  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  j).  179. 

imitata  l\Iel.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  I,  p.  55. 

imitatrix  Eutr.  Stgr.  Verh.  zool. -bot.  Ges.  Wien  15,  j).  96. 

Ina  Hy])ol.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

inachia  Naj).  Hew.  Exot.  Butt.  1.  *. 

inania  Pter.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  197. 

indecora  Hypol.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  177. 

inelegans  Leuc.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  84. 

infuscata  Call.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  128. 

Ino  Apr.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  75. 
insignis  Ol.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  IV,  j).  163. 
intermedia  Cer.  Btlr.  Cist.  Entomolog.  1,  p.  152. 
iphianassa  Itli.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 
iquitensis  Nap.  Stgr.  Exot.  Tagt'.  1,  p.  63.  * 

Irene  Hirs.  Drnry,  111.  Exot.  Ent.  III.  * 

Isthmla  iMecli.  Bat.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1863,  ji.  247. 

Ithra  Na]).  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

jamalcensls  Dan.  Bat.  Ent.  Month.  3Iag.  I,  ]).  ,32. 
janarllla  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  3.  * 
jemlna  Dirc.  Hbn.  Zutr.  Plxot.  Schmett.  * 
jesslca  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 
jolala  Callol.  Hew.  Exot.  Butt.  I.  * 

jucunda  Ith.  Godm.  ii.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  258, 
juntana  Mech.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  ]).  167. 
jurlmaguensls  Mech.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p  62. 

karschl  Hypol.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  ]).  2(>4.  * 

kedema  Hym.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

kena  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

kezla  Hyposc.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

klug!  Dirc.  FIbn.  Zutr.  Exot.  Schmett.  * 

kusa  Scada  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

labotas  Mech.  Dist.  Proc.  Ent.  Soc.  Loml.  1876,  ]).  XI. 

ladra  Pter.  Stgr.  Plxot.  Tagf.  1,  p.  69.  * 

lagusa  Ith.  Hew.  Exot.  Butl.  1.  * 

lamla  Nap.  Hew.  Equat.  Lep.,  p  21. 

lamlrus  It.  Latr.  Iluml).  Bompl.  Obs.  Zool.  II,  p.  126.  * 

lanassa  It.  Godm.  u.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc  Lond.  1897,  p.  242. 

laphrla  Cer.  Dbl.-Hew.  Gen.  Diurn.  Lej).,  p.  127. 

larllla  Na]).  Hew.  E([uat.  Lep.,  p.  85. 


larlna  Naj).  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

latefasclata  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  153. 

lateflava  Hirs.  Hsch.  Seitz,  Gi’oss-Schmett.  5,  p.  121. 

latlllmbata  Cer.  Weym.  Stüb.  Reise,  p.  105.  * 

latllla  Pter.  Hew.  Exot  Butt.  1.  * 

latrelllel  Tith.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  72. 

laura  Pter.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1.  p.  67. 

lauta  Dism.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  163. 

lavlnla  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

lella  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

lenea  Dirc.  Cr.,  Baj).  Exot.  3.  * 

leprleurl  Cer.  Feistli.  Ann.  Ent.  Soc.  Ph’.  4,  p.  631.  * 

leptallna  Nap.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  367.  * 

lerda  Leuc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  145. 

lerdlna  Leuc.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p  65. 

lerlda  Leuc.  Ky.  Ent.  Month.  Mag.  15,  ]).  153. 

leucania  Cer.  Bat.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1863,  p.  246.  * 

ilbera  Hypol.  Godm.  ii.  Salv.  Biol.  Centr.  Am.  Rhop.,  p.  53.  * 

llbethrls  Hym.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  365.  * 

lllls  l\Iel.  Dbl.  ii.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

lilla  Pter.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

llmplda  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  155. 

llncera  Pter.  H.-Schäff.  Prodr.  Syst.  Lep.  1,  j).  48. 

llnda  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

lobusa  Episc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  j).  152. 

lonera  Dirc.  Btlr.  u.  Dnice,  Cist.  Entomol.  1,  p.  95. 

loreta  Dirc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  179. 

lorlca  Dirc.  Weym.  Stett.  Zg.  1875.  p.  370.  * 

Iota  L  euc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

lubllerda  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  ]).  168. 

luclfer  Mel.  Bat.  Trans,  Ent.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  551. 

luclfera  Mech.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  146.  * 

lugubrls  Tith.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  119. 

lurida  Cer.  Btlr.  Cist.  Entomol.  1,  ]).  151. 

lurlda  Ith.  tisch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  163. 

lycaste  Ith.  F.  Ent.  Syst.  III  (Ip  j).  161. 

lycldlce  Mech.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  ji.  33. 

lycona  Nap.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  79. 

lydla  Hym.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  309.  * 

lyra  Hym.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  4.  p.  169. 

lyslmnla  Mech.  F,  Ent.  Syst.  III,  1,  p.  161. 


macarla  Mel.  Godm.  n.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  ]).  107. 

macrlnus  Mech.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

maculata  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  153. 

maculosa  Mel.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  163. 

madelra  Mel.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  ]).  123.  * 

maelus  Mel.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

maenas  Cer.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  130. 

maenlus  Mel.  Hew.  I'lxot.  Butt.  1.  * 

maeonls  Mel.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  11. 

maerenda  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  192. 

magnlflca  Mel.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  145. 

majuscula  Scada  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  162. 

makrena  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  I.  * 

makrenita  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  ]).  192.  * 

mamercus  Cer.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  6,  p.  97. 

manaos  Cer.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  526. 

manora  Leuc.  Schans,  Proc.  Un.  St.  Mus.  24,  ]).  383. 

mansuetus  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

mantlneus  Mech.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

mantura  Dirc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

marlca  Dirc.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  358. 

marsaeus  Mel.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

matronalls  Dism.  Weym.  Stett.  Zg.  45,  j).  18.  * 

mauensls  Mel.  Weym.  Stett.  Zg.  51,  p.  282. 

mauga  Mel.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  ]).  123. 

mazaeus  Mech.  Hew.  Exot.  Butt  11.  * 

mechanltls  .Vthyrt.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  VI,  ]).  413. 

medelllna  Pter.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  176.  * 

medlatrlx  Mel.  Weym.  Stett.  Zg.  51,  p.  282. 

megaleas  Call.  Godm.  n.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  111. 

megalopolls  Cer.  Fldr.  Novara  Lep.  III,  p.  360.  * 

megara  Hirs.  Godt.  Enc.  Meth.  IX,  p.  223. 

meglsto  d’hyr.  Fldr.  Wien.  Ent.  j\Ion.  IV,  ]).  103. 

melanlna  Hirs.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  143. 

meianoptera  Callol.  Hew.  Equat.  Lej).,  ]i.  83. 

melantho  Aj)!-.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  3,  ]).  50. 

melphls  Cer.  Godt.  Enc.  Meth.  9,  p.  218. 

menans  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  [v  149. 

menapls  Mech.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

menecles  Mech.  Hew.  Exot.  Butt.  11.  * 

menophllus  Mel.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 


Ausgegebeii  25.  IV.  1910. 


Uvljeschreil)unLgs-Nach\veis  der  anieirkaiiischeii  üanaiden. 


mergelena  Cer.  Hew.  Exot  Butt.  1,  * 

messatis  Mel.  Hew.  Exot.  Butt.  I.  * 

messenina  Mel.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  3,56.  * 

messenoides  Mecb.  Fldr.  Novara  3,  p.  356. 

metella  Cer.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  ji.  346. 

meterus  Mech.  Hew.  Exot.  Butt.  11.  * 

methonella  Dirc.  Weym.  Stett.  Zg.  1875,  j).  373.  * 

michaelisi  Cer.  Hsdi.  Beil.  Ent.  Zsclir.  50,  p.  152. 

minna  Pter.  Sdiaus,  Proc.  Un.  St.  Mus.  24,  p.  384. 

mira  Ith.  Sfgr.  Exot.  Tagt'.  1,  p.  70. 

mira  Episc.  Hew.  Ecpiat.  Lep.,  p.  88. 

mirza  Hypol.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  22. 

mnasias  Mel.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

mneme  Mel.  L.  Syst.  Nat.  1  (2),  p.  756. 

mnemopsis  Mel.  Berg,  An.  Mus.  Buen.  Air.  5,  p.  234. 

modesta  Leuc.  Hsdi.  Beil.  Ent.  Zsclir.  48,  p.  195. 

moebiusi  Cer.  Hsdi.  Beil.  Ent.  Zsclii-.  48,  p.  169.  * 

moles  Nap.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  157.  * 

monostictaPIirs.  Godm.ii.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1897,  p.243. 

montagui  Ol.  Bür.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  490. 

mopsa  Hirs.  F.  S})ec.  Ins.  2,  p.  27. 

morena  Ith.  Flsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  182. 

morgane  llym.  Hbn.-G.  Zutr.  Exot.  Schinett.  * 

moschion  Hym.  Godrn.  Biol.  Centr.  Am.  Rhop.  2,  p.  649. 

mosella  Sais  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

mothone  Mel.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

munda  Pter.  Weym.  Stett.  Zg.  1875,  p.  372.  * 

mutilla  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

mylassa  Cer.  Driice,  Ent.  Moiith.  Mag.  12,  p.  126. 

mysotis  Cer.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  133. 

napho  Ith.  H. -Schaff.  Prodrom.  Syst.  Lep.  1,  p.  48. 
napona  Cer.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  171. 
napona  Hirs.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  162. 
nausica  Nap.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  293.  * 
negricola  Cer.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  76. 
negrita  Ith.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  5,  p.  218. 
neitha  Hirs.  Hpfr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  377. 
nemea  Cer.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  290.  * 
nephele  Het.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  548. 
nepiscada  Pter.  Hsch:  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  175.  * 
nepos  Disin.  Weym.  Stett.  Zg.  1875,  p.  177.  * 
nerina  Hym.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  179.  * 
nero  Hym.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 
nesaea  Mech.  Hbri.  Sammlg.  Exot.  Schmett.  * 
nigricans  Pter.  Hsch.  Berl.  Zschr.  50,  p.  173. 
nigrimargo  Ith.  Btlr.  Cist.  Entoinol.  1,  p.  153. 
nigrippus  Dan.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  113. 
nigroapicalis  Mech.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  146. 
nigronascens  Callol.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  165. 
nikita  Epith.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  140. 
nina  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  150. 
ninonia  Cer.  Hbti.  Sammlg.  Exot.  Schmett.  * 
nise  Callol.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  p.  66.  * 

nivosusDan.  Godm.u.Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1897  (2),  p.241. 

nora  Cer.  Hsch.  Berl.  Zschr.  56,  p.  155. 

norella  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  11.  * 

norellana  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  173. 

notilla  Pter.  Btlr.  ii.  Druce.  Cist.  Entomol.  I,  p.  96. 

oberthuri  Athyrt.  Srk.  Berl.  Ent.  Zschr.  29,  p.  129.  * 

obfuscata  Dirc.  Btlr.  Cist.  Entomol.  1,  p.  151. 

obscura  Mech.  Btlr.  Cist.  Entomol.  2,  p.  150. 

obscurata  Hirs.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  120. 

obscuratus  Episc.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  p.  185. 

ocalea  Hypol.  Dbl.  ii.  Hew.  Gen.  Diiun.  Lep.  * 

occulta  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  170. 

ochretis  Hym.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  211. 

ocna  Cer.  H. -Schaff.  Prodom  Syst.  Lep.  I,  p.  49. 

ocona  Mech.  Druce,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  208. 

oculata  Hypol.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  204.  * 

oenanthe  Ith.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  301.  * 

olena  Cer.  Weym.  Stett.  Zg.  1875,  p.  376.  * 

oligyrtis  Ath.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  83. 

olimba  Pter.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  174.  * 

olivencia  Mech.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  531.  * 

olyras  Dirc.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  358.  * 

olyrilla  Pter.  Btlr.  u.  Druce.  Cist.  Entomol.  1,  p.  96. 

olyrina  Nap.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  158. 

oncidia  Hypol.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  546. 

onega  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

oneida  Pter.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

onoma  Callol.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  143. 

V 


oreas  Hypol.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  312.  * 

Orestes  Mel.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (4),  7,  p.  412. 

orestilla  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

oriana  Hy]iol.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

ornata  Mir.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  212. 

orotina  Hypol.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

ortygia  Scada  Druce,  Proc.  Zool.  Soc.  Lornl.  1876,  |).  208. 

ortygia  Hyrn.  Weym  Stüh.  Reise,  |i.  107.  * 

osuna  Nap.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

ossuna  Ith.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  142. 

otaxes  Nap.  Godrn.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1899,  3,  p.  157. 

oto  Hym.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

oulite  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

ovata  Mech.  Dist.  Proc  Ent.  Soc.  Lond.  1876,  j).  XII. 

ozia  Pter.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  *. 


pacifica  Aer.  Godrn.  u.  Salv.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhop.,  ji.  16. 
padilla  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  3.  * 

paedaretus  Nap.  Godrn.  u.Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5),  2,  p. 257. 

pagasa  Leuc.  Druce,  Ent.  Month.  Mag.  12,  p.  126. 

pales  Lyc.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  VI,  p.  75. 

pallida  Apr.  Godrn.  u.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  109. 

pallidula  Het.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  212. 

palmara  Aer.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  202. 

pamina  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  150. 

panamensis  Call.  Godrn.  u.Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5),  2,  p.  2.57. 

panamensis  Ith.  Bat.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1863,  p.  244.  * 

pannifera  Mech.  Btlr.  Cist.  Entom.  2,  p.  150. 

pantherina  Cer.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  60.  * 

panthyale  Dism.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  414. 

paradoxa  Episc.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  69.  * 

paraensis  Sais  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  161. 

parallelis  Mel.  Btlr.  Cist.  Entomol.  1,  p.  155. 

parasippa  Episc.  Hew.  E(juat.  Lep.,  p.  85. 

paraiya  Mel.  Reak.  Proc.  Acad.  Phil.  1866,  p.  242. 

pardalina  Cer.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  343, 

pardalis  Vel.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (4),  4,  p.  164. 

parola  Hirs.  Godrn.  u.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  106. 

partita  Dirc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  180. 

parva  Pter.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (4),  4,  p.  168. 

pasena  Episc.  Schaus,  Proc.  ün.  St.  Mus.  24,  p.  384. 

pasinuntia  Lyc.  Cr.  Pap.  Exot.  IV,  p.  55.  * 

patilla  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

paula  Leuc.  Weym.  Stett.  Zg.  45,  p.  14.  * 

pavonii  Tith.  Btlr.  Cist.  Entomol.  1,  p.  156. 

pellucida  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  .50,  p.  154. 

pellucida  Ith.  Weym.  Stett.  Zg.  1875,  p.  374.  * 

pennina  Vel.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

peridia  Nap.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

perspicua  Leuc.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1877,  p.  107. 

peruana  Ith.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (4),  4,  p.  166. 

peruana  Mech.  Weym.  Stett.  Zg.  1879,  p.  419. 

peruensis  Callol.  Hsch.  Berl  Ent.  Zschr.  50,  p.  167. 

peruviana  Cer.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  59. 

petersi  Dism.  Dew.  Mitth.  Münch.  Ent.  Ver.  1,  p.  86.  * 

phagesia  Call.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  16. 

phanessa  Ith.  H. -Schaff.  Prodrom.  Syst.  Lep.  I,  p.  49. 

pharo  Nap.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  7,  p.  76. 

phasiana  Mel.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  489. 

phasianita  Mech.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  146.  * 

philetaera  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

phemonoe  Leuc.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

phenarete  Ith.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

pberantes  Nap.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  536. 

phüemon  Scada  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  367. 

philidas  Cer.  Godrn.  ii.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  1880,  p.  127.  * 

philoclea  Episc.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

philomelaCall.  Godrn.  u.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  111. 

picta  Pter.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  166. 

pinthias  Hirs.  Godrn.  ii.  Salv.  .4nn.  Mag.  Nat.  Hist.  (5i  2,  ji.  259. 

pittheis  Dism.  Weym.  Stüb.  Reise,  p.  106.  * 

plagigera  Mech.  Btlr.  Cist.  Entomol.  2,  p.  150. 

plaginota  Ith.  Btlr.  u.  Druce.  Cist.  Entomol.  1,  p.  95. 

plexaure  Dan.  Godt.  Enc.  Meth.  LX,  p.  184. 

poecila  Callol.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  540. 

poecilana  Callol.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  186. 

poHssena  Hym.  Hew.  Exot.  Butt  3.  * 

polita  Episc.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  306.  * 

polymnia  Mech.  L.  Mus.  Ulric.,  p.  224. 

polymnides  Cer.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  148. 

porrecta  Callol.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  166. 

porsenna  Cer.  Srk.  Berl.  Ent.  Zschr.  29,  p.  122.  * 

potaronus  Nap.  Kaye.  Entom.  Rec.  17,  p.  120. 


22 


170 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  amerikanischen  Danaiden. 


praemona  Leuc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Sclimett.  5,  p.  146. 
praestans  01.  Godm.  n.  Salv,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1897,  p.  240. 
praesligiosa  Episc.  Hnsdi,  Berl.  Ent.  Zsclir.  48,  p.  196. 
praxilla  Cer.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  ]).  55. 
primula  Pter.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  545. 
priscilla  Lene.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 
proceris  Mecli.  Weym.  Stelt.  Zg.  45,  p.  12.  * 
proene  Call.  Godm.  u.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  110. 
promissa  Sais  Weym.  Stelt.  Zg.  45,  p.  11.  * 
pronuba  Pter.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  156. 
proxima  Hypol.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  314. 
psamathe  Tliyr.  Godm. n. Salv.  Ti'ans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.l08. 
pseudethra  Hirs.  Btlr.  Cist.  Entoniol.  1,  p.  155. 
pseudoagalla  Ith.  Reb.  Beil.  Ent.  Zschr.  46,  p.  291.  * 
pseudonyma  Hirs.  Stgr.  Iris  1894,  p.  65.  * 
psidii  Apr.  L.  Mus.  Lllric.,  p.  228. 

pteronymiensis  Nap.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  ]i.  IßO.  * 
pulcheria  Dirc.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  154. 
pumensis  Ith.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  5,  p.  218. 
pupilla  Vel.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 
pyrippe  Cer.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  342. 
pyrois  Nap.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  534. 
pyrrho  Nap.  Dnice,  Proc.  Zool.  Soc.  1876,  p.  209.  * 

quadrata  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  195. 
quadrilis  Nap.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  174.  * 
quadrona  Hypol.  Hsch.  Seitz,  Gross-Sclnnett.  5,  p.  160. 
quinta  Hym.  Stgr.  Exot.  Tagt'.  1,  p.  70. 
quintina  Leuc.  Fldr.  Novara  Lep.  3,  p.  361.  * 
quotidiana  Scada  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  ji.  177. 

radina  Leuc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  148. 

radiosa  Callol.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  in  187.  * 

ramona  Leuc.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  [i.  147. 

randplis  Apr.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  127. 

reckia  Scada  Hbn.  Smlg.  Exot.  Schmett.  * 

referrens  Lyc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  116. 

regalis  Tith.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  180. 

relata  Dirc.  Btlr.  u.  Driice,  Cist.  Entoniol.  1,  p.  95. 

rezia  Hyposc.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  167.  * 

rhene  Hypol.  Godm.  u.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  259. 

rhezia  Nap.  Hbn.  Smlg.  Exot.  Schmett.  * 

rhoeo  Dirc.  Fldr.  Wien.  Ent.  BIou.  4,  p.  102. 

riffarthi  Hypol.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  in  179.  * 

robusta  Callol.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  166.  * 

rosalia  Sais  Cr.  Pap.  Exot.  3,  p.  89. 

rowena  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

rubescens  Leuc.  Btlr.  ii.  Drnce,  Cist.  Entoniol.  1,  p.  ‘97. 

rufocincta  Episc.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  4,  ji.  167. 

salapia  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

salcata  Ith.  Schaiis,  Proc.  Um  St.  Mus.  24,  p.  386. 

salonina  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  1. 

salvini  Athyrt.  Srk.  .  Berl.  Ent.  Zschr.  29,  p.  129.  * 

salvinia  Episc.  Bat.  Ent.  Mon.  Mag.  1,  p.  34. 

santineza  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  192.  * 

sao  Episc.  Hbn.  Zutr.  Exot.  Schmett.  * 

sappho  Hym.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  164. 

sarepta  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

sarilis  Leuc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  150. 

satevis  Mel.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  * 

satura  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  172. 

saturata  Mech.  Godm.  u.  Salv.  Biol.  Centr.  Am.  Bhop.  2,  ]n  642. 

scantilla  Episc.  Hew.  Eipiat.  Lep.,  p.  86. 

schuizi  Call.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  150.  * 

scylax  Mel.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  7,  p.  412. .  . 

seba  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

sedusa  Hypol.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  160. 

selenides  Callol.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p  302.  * 

sellana  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  152. 

semifulva  Cer.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  163. 

semonis  Pter.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  155. 

serdolis  Leuc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  148. 

serrata  Pter.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  198. 

sexmaculata  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent,  Zschr.  84,  p.  190.  * 

sidonia  Episc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zsclir.  50,  p.  172. 

signata  Dirc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  139. 

simiiia  Ityposc.  Ff.-Schäff.  Prodrom.  Syst.  Lejn  1,  p.  49. 

Simplex  Pter.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (A")  4,  pi.  168. 

singularis  Callol.  Reb.  Berl.  Ent.  Zschr.  46,  p.  292.  * 

singularis  Tliyr.  Stgr.  Exot.  Tagt'.,  p.  56.  * 

sisenna  Cer.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  298.  * 


sodalis  Nap.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  160. 
solida  Leuc.  Weym.  Stett.  Zg.  45,  p.  15.  * 
soror  Cer.  Srk.  Berl.  Ent.  Zschr.  29,  p.  124. 
sosunga  Dism.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  5,  p.  217. 
sparsa  Pter.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  200. 
splendens  Ith.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zsch.  50,  p.  163. 
splendida  Pter.  Hsch.  Berl.  Ent,  Zschr.  50,  p.  173.  * 
stantis  Pter.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  154. 
starke!  Pter.  Stgr.  Exot.  Tagt'.  1,  p.  68.  * 
statilla  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

staudingeri  01.  Godm.  ii.  Salv.  Trans  Ent.  Soc.  Lond.  1897,  p.  242. 

steinheili  Dirc,  Stgr.  Exot.  Tagt’.  1,  p  58.  * 

steila  Nap.  Hew.  Exot.  Bult.  I.  * 

sticheli  01.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  142. 

stradopsis  Leuc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  147. 

strigosa  Dan.  Bat.  Ent.  IMonth.  Mag.  I,  p.  32. 

striposis  Episc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  150. 

subosa  Leuc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  15(). 

subüHs  Pseudosc.  Hsdi.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  203.  * 

suesa  Pter.  Hew.  Eejuat.  Lep.,  p.  87. 

sulmona  Pter.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  86. 

sulphurea  Episc.  Hsch.  Beil.  Ent.  Zschr.  50,  p.  171. 

sulphurescens  Mech.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  148. 

sulphurina  Nap.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  534. 

suna  Dirc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  179. 

susanna  Leuc.  Stgr.  Exot.  Tagt'.  1,  p.  72. 

susiana  Leuc.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  416. 

sylpha  Episc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  171.  * 

sylphis  Nap.  Guer.  Begne  Anim.  Ins.,  p.  471. 

sylvanoides  Mech.  Godm.  ii.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond; 

1898,  p.  110. 

sylvella  Mir.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 
sylvo  Pter.  Hbn.  Zutr.  Exot.  Schmett.  * 

•synnova  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 


tabera  Leuc.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  19. 

taliata  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

tamnia  Pter.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  153. 

tamasta  Tith.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

tanampaya  Pter.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  153. 

larapotensis  Mel.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  122. 

tarapotis  Callol.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  144. 

tarricina  Hirs.  Hew.  Exot.  Butt.  II.  * 

tecta  Mel.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  124. 

telesilla  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  3.  * 

tenera  Hypol.  Srka.  Berl.  Ent.  Zschr.  29,  p.  128.  * 

tenna  Cer.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48.  in  171. 

tenuis  Pter.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  174. 

terastes  Nap.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  158. 

teresita  Pter.  Hew.  Exot.  Butt.  3.  * 

terra  Itli.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

terrana  Ith.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  183. 

thabena  Pter.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  18. 

thea  Cer.  Hew.  Exot.  Butt.  I.  * 

theaphia  Scada  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  529. 

theatina  Cer.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  j).  131.  * 

themisto  Thyr.  Hbn.  Zutr.  Exot.  Schmett.  * 

theon  01.  Bat.  Ent.  Jlonth.  Mag.  3,  }).  50. 

theope  Eutr.  Godm.  ii.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  60. 

thera  Mel.  Fldr.  Novara  Lep.  111,  p.  354. 

thersippus  Dan.  Bat.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1863,  p.  243. 

theuda  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

theiidelinda  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

thimei  Leuc.  Oberth.  Bull.  Soc.  Ent.  Fr.  1878,  p.  VHI. 

thornaca  Call.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  523. 

thyra  Nap.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

thyridiana  Leuc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  150. 

ticida  Pter.  Hew.  E([uat.  Lep.,  p.  21. 

ticidella  Episc.  Hew.  Eciunt.  Lep.,  ]).  21. 

tigilla  Leuc.  Weym.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  305.  * 

tigranes  Pter.  Godm.  ii.  Salv.  Biol.  Centr.-.4mer.  Rhoj).,  p.  42. 

tigrina  Cer.  Drnce.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  2o7.  * 

timagenes  Pter.  Godm.  n.  Salv.  Ann.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  352. 

timna  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

togarma  Hirs.  Hew.  Boliv.  Butt ,  p.  4. 

tolosa  Nap.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

torquatilla  'Vel.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

tosea  Callol.  Schaus.  Proc.  Un.  St.  BIus.  24,  p.  386. 

translucens  01.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  9,  p.  83. 

travella  Ith.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  148. 

tremona  Leuc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  149. 

trepotis  Pseudosc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  161. 

tricolor  Cer.  Salv.  Anu.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  164. 


rrbesehi'eihunss-Niicliwei.s  det'  aiiiei'ik.uiischeii  1  )aiiai(ien. 


171 


tridactyla  Call.  Uew.  Mitt.  Müiich.  Ciit.  Ver.  1,  p.  H(i.  * 
trimaculata  Ger.  Weym.  Stäb.  Reise,  p.  105.  * 
troetschi  Pseudosc.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  ]>.  67.  * 
truncata  Mecli.  Btlr.  Gist.  Enloniol.  2,  p.  150. 
tucuna  Pter.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  liOnd.  2.3,  p.  514. 
tunantina  Nap.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  534. 
tutia  Gallol.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

ucaya  Pter.  Hsch.  Beil.  Ent.  Zsclir.  50,  p.  174. 
ulla  Ith.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

umbrana  Hyrn.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  164. 
umbratilis  fürs.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  3,  p.  86. 
umbrosa  Hym.  Hsch.  Beil.  Ent.  Zsclir.  48,  p.  21a.* 
utenaia  Mech.  Reak.  Proc.  Acad.  Nat.  Sei.  Phil.  1866,  p.  241. 
utilla  Pseudosc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

valida  Leuc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zsclir.  50,  p.  168. 

vallina  Ger.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  130. 

vallonia  Ger.  Hew.  Exot.  Butt.  I.  * 

valora  Ger.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  130. 

vandona  Dirc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zsclir.  48,  p.  179.  * 

vanilia  Hypol.  H. -Schaff.  Prodrom.  Syst.  Lep.  1,  p.  47. 

varina  Dirc.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  6,  p.  97. 

veia  Pter.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

veritabilis  Mech.  Btlr.  Gist.  Entomol.  1,  p.  155. 

veronica  Hypol.  Weym.  Berl.  Ent.  Zsclir.  44,  p.  311.  * 

verticilla  Naji.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

vestilla  Pter.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

vicini  Leuc.  Salv.  Anii.  Nat  Hist.  (4)  4,  p.  165. 

victorina  Leuc.  GuH.  Regn.  Anim.  Ins.  p.  470. 

villula  Gail.  Hew.  Exot.  Butt.  11.  * 

Viola  Ger.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  149. 

Virginia  Hypol.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 


virginiana  llyiiosc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 
virina  I.euc.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  147. 

,  virschovi  Sais  Dew.  Mitth.  Münch.  Ent.  Ver.  1,  p.  87.  * 

;  visenda  Mech.  Btlr.  Gist.  Entomol.  2,  p.  150. 

visina  Dirc.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  178.  * 
vulcana  Ith.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  142. 

xantliina  Scada  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  3,  p.  52. 
xanthippus  Dan.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  [i.  100. 
xantho  Dirc.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  ji.  101. 
xanthopliane  Dirc.  Hpffr.  Stell.  Zg.  1874,  p.  338. 
xanthostola  Ger.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  525. 
xanthone  Nap.  Bat.  'I'rans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  )>.  537. 
xenopliis  Hypol.  Hsdi.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  160. 

,  xenos  Ith.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  3,  p.  50. 

yungava  Pter.  Hsch.  Berl.  Ent.  Zschr.  50,  p.  175. 

zabina  Pier.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 
zalmunna  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 
zamona  Mel.  Hsch.  Seitz,  Gross-Schmett.  5,  p.  123. 
zaneka  Mel.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  490. 
zarepha  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

I  zavaletta  Dism.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

1  zea  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 
zelica  Leuc.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 
zelie  Dirc.  Guer.  Regne  Anim  Ins.,  p.  470. 
zemira  Scada  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 
zerlina  Pter.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 
zeuxippe  Gail.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  523. 
zibia  Scada  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 
i  zitella  Sais  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 
zurippa  Nap.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 

I  zygia  Dism.  Godrn.  a.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877  p.61. 


SATYRJDAE.  Von  G.  Weymek. 


4.  Familie:  Satyridae. 

Diese  sowohl  an  Gattungen  wie  an  Arten  reiche  Familie  ist  nicht  allein  im  vollkommenen  Insekt, 
sondern  auch  als  Raupe  und  Puppe  durch  verschiedene  Merkmale  gut  charakterisieit,  so  dass  solche  in  allen 
Stadien  leicht  als  Satyriden  erkannt  werden  können. 

Ein  Hauptkennzeichen  der  Sclimetterlinge  sind  die  an  der  Wurzel  angeschwollenen  Rip[)en  der  Vtlgl. 
In  den  meisten  Fällen  ist  es  die  Gostahippe  allein,  welclie  diese  Ijlasentormige  Verdickung  zeigt,  in  \'ielen 
Fällen  tritt  die  Mediana  hinzu,  bei  einzelnen  Gattungen  aber  auch  noch  die  Sul)mediana,  z.  B.  bei  Orra:iinoinii, 
Coenonijmpha  und  in  geringerem  Masse  bei  Fierelia.  Die  ersten  drei  Gattungen  Callitaera,  llaetera  und  Fu-rclla 
haben  die  Submediana  der  Vtlgl,  abgesehen  von  der  obenerwähnten  blasenförmigen  Verdickung,  noch  ausser¬ 
dem  wurzelwärts  gegabelt  und  vermitteln  auf  diese  Weise  den  Übergang  zu  den  Ithomiiden,  welcher  auch 
durch  die  teilweise  dünne,  haarförmige  ßeschuppung  und  die  Durchsichtigkeit  der  Flügel  angedeutet  ist. 
Von  den  Subcostalästen  entspringen  meistens  2  vor  und  die  übrigen  hinter  dem  Zellende  der  Vtlgl,  ihehrere 
Gattungen  weichen  aber  hiervon  ab,  indem  der  2.  Subcostalast  erst  am  Ende  der  Zelle  oder  dahinter  ent¬ 
springt.  Die  Mittelzellen  beider  Flügel  sind  bei  allen  Satyriden  geschlossen,  auch  mündet  die  Unterdisco¬ 
cellularrippe  der  Htlgl  bei  fast  allen  Gattungen  in  den  Bogen  des  oberen  Medianastes,  nur  bei  zwei  der 
ersten  Gattungen,  bei  llaetera  und  Pierelia,  ist  dies  nicht  der  Fall.  Bei  llaetera  treffen  sich  die  Unterdisco- 
cellularis  und  die  Mediana  am  Ursprung  des  mittleren  Medianastes,  bei  der  Gattung  Pierella  dagegen  zwischen 
dem  Ursprung  des  mittleren  und  demjenigen  des  untern  Medianastes. 

Die  Gestalt  der  Flügel  ist  ziemlich  verschieden.  Bald  sind  beide  Flügel  gerundet,  bald  sind  es  nur 
die  Vtlgl  allein,  während  der  Saum  der  Htlgl  gewellt  oder  gezähnt  erscheint.  Vielfach  zeigen  auch  die 
Vtlgl  Ecken  auf  einer  der  Radialen, «.zuweilen  ist  die  Spitze  dieser  Flügel  sichelförmig  gebogen  oder  der 
Vrd  selbst  ist  in  eine  scharfe  Spitze  vorgezogen.  Ferner  treten  schärfere  Ecken  und  Spitzen  an  den  drei 
Medianästen  und  an  der  Submediana  der  Htlgl  auf  oder  es  ist  der  untere  Medianast  in  einen  ziemlich  langen 
Schwanz  verlängert  {Gorades  und  Bia). 

Der  Ird  der  Vtlgl  ist  bei  dem  grössten  Teil  der  Arten  gerade  oder  weicht  nur  wenig  von  der  ge¬ 
raden  Linie  ab,  nur  bei  den  cdcT  der  Gattung  Antirrhaea  und  bei  einer  Caerois-Kxi  ist  er  weit  nach  hinten 
gebogen,  so  dass  der  vordere  Teil  der  Htlgl  davon  bedeckt  wird.  In  dieser  Erweiterung  liegt  auf  der  Unter¬ 
seite  zwischen  Mediana  und  Submediana  das  sogenannte  Duftorgan,  aus  einer  gebogenen  Reihe  dicht  an¬ 
einander  anschliessender,  steifer  Haare  bestehend,  die  öfter  einen  Halbkreis  oder  eine  keilförmig  zugespitzte 
Ellipse  bilden  und  ihre  gekräuselten  Spitzen  gegeneinander  neigen.  Ausser  der  Gattung  Antirrhaea  findet 
sich  das  Duftorgan  nur  noch  bei  den  cdcf  der  Gurrms-Arten.  Bei  einer  Art  dieser  letztgenannten  Gattung 
liegt  dassell)e  jedoch  dicht  am  Innenwinkel  der  Unterseite  der  Vtlgl,  so  dass  es  nicht  von  den  Hflgln  bedeckt 
wird.  Haarschöpfe  finden  sich  noch  bei  der  Gattung  Bia  auf  der  Oberseite  der  Htlgl,  kleinere  Haarpinsel 
bei  einzelnen  Euptychien.  Vielleicht  sind  auch  diese  als  Duftorgane  anzusehen,  da  sie  nur  bei  den  cfcT 
Vorkommen. 

Der  grösste  Teil  der  Satyriden-Arten  ist  oberseits  eintönig  dunkelbraun  gefärbt,  so  dass  die  Zeich¬ 
nung  nur  auf  die  Unterseite  beschränkt  ist.  Dahin  gehören  die  meisten  Arten  der  Gattungen  Taygetir, 
Euptycliia ,  Lymanopoda,  Pedaliodes  und  Pronoplüla.  Alle  diese  Gattungen  weisen  aber  daneben  eine  Anzahl 
solcher  Arten  auf,  die  auch  auf  der  Oberseite  lebhaft  gefärbt  sind  und  schöne  in  die  Augen  fallende  Zeich¬ 
nungen  haben.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Augenzeichnung  in  mannigfacher  Weise  vertreten,  so  dass  hier 
reiche  Abwechslung  herrscht.  Verschiedene  Arten  haben  auch  unterseits  grössere  oder  kleinere  Silbertlecken 
oder  solche  Streifen  und  Punkte.  Einige  chilenische  Arten  besitzen  oberseits  ganz  silberfarbige  Flügel. 

Die  Fhlr  der  Satyriden  sind  meist  zart  und  dünn,  dabei  ziemlich  kurz,  denn  sie  erreichen  nicht  die 
halbe  Länge  der  Vtlgl.  Der  Schaft  geht  ganz  allmählich  in  die  wenig  verdickte  Kolbe  über,  nur  wenige 
Gattungen  haben  eine  kurze,  breite  Kolbe.  Die  Palpen  sind  gewöhnlich  dicht  und  stark  behaart,  zuweilen 
sind  auch  die  Augen  behaart,  die  Vorderbeine  bei  beiden  Geschlechtern  verkümmert. 

Die  Eier  der  amerikanischen  Satyriden  haben,  soweit  sie  bekannt  sind,  eine  ziemlich  kugelförmige 
Gestalt  oder  stellen  ein  Kugelsegment  vor,  dessen  Seiten  gerippt  oder  durch  erhabene  Querleisten  in  regel¬ 
mässige  Felder  geteilt  sind. 

Die  Rpn  sind  spindelförmig,  in  der  Mitte  dicker,  nach  beiden  Enden  verjüngt,  doch  ist  der  Kopt 
bei  mehreren  Arten  dicker  als  die  vordem  Glieder,  auch  zuweilen  oben  mit  2  kurzen,  stumpfen  Hörnern, 
bei  andern  auch  an  den  Seiten  mit  konischen  Erhebungen,  auf  welchen  kurze  Borstenhaare  stehen,  besetzt. 
Der  glatte  oder  feinkörnige,  dornenlose  Körper  läuft  am  hinteren  Ende  in  2  Spitzen  aus,  die  meist  geradeaus 
stehen,  zuweilen  aber  auch  etwas  in  die  Höhe  gebogen  sind.  Die  Farbe  ist  meistens  grün,  es  sind  aber 
auch  Längsstreifen  in  verschiedenen  Farben  vorhanden.  Sie  leben  an  Gräsern,  Schilf,  Band)usarten,  Zuckerrohr 
und  Palmen,  halten  sich  am  Tage  verborgen  und  kommen  mit  Eintritt  der  Dunkelheit  hervor,  um  ihrer 
Nahrung  nachzugehen. 


174 


GALLITAERA.  Von  G.  Weymer. 


menander. 


pireta. 


aiirora. 


Die  Ppn  sind  verhältnismässig’  kurz  und  dick,  ohne  auffallend  vorspringende  Kanten.  Sie  sind  ent¬ 
weder  am  Schwanzende  aiifgehängt  oder  liegen  frei  an  der  Erde  oder  unter  Steinen  verboi’gen. 

Viele  der  tropischen  Satyriden  sind  Dämmerungsfalter,  d.  h.  sie  sitzen  tagsüber  still  und  tliegen  früh 
morgens  und  abends  in  der  Dämmerung  mit  unstetem,  zum  Teil  hüpfenden  Flug  im  Walde  oder  im  Ge¬ 
büsch  nahe  am  Boden  umher.  Dahin  gehören  die  dunkelgefäiTten  Taijyetis-  und  Euptijchia-KriQw.  Tagsüber 
trifft  man  dann  einzelne  Taygcdis  im  dichten  Hochwald  mit  geschlossenen  Flügeln  am  Boden  sitzend  an, 
wo  sie  dann  von  dem  trockenen  Laube  fast  gar  nicht  unterschieden  werden  können  und  erst  nach  dem  Auf- 
tliegen  bemerkt  werden.  Herr  Haenscu,  der  die  Güte  hatte,  mir  diese  Bemerkungen  über  die  Lebensweise 
der  Satyriden  initzuteilen  und  dem  ich  dafür  zu  grossem  Dank  verptlichtet  bin,  hat  beobachtet,  dass  sich 
Exemplare  bei  der  Verfolgung  tlacli  auf  den  mit  troeknem  Laube  liedeckten  Boden  legten  und  dann  nur 
durch  Aufscheuchen  entdeckt  werden  konnten.  Die  durchsichtigen  CaUitaera-  und  Haetera-kvi^n,  sowie  die 
ihnen  verwandten  Pierella  finden  sich  stets  im  dunklen  Hochwald  meist  einzeln  in  der  Nähe  des  Bodens, 
mit  Vorlielm  al)er  auch  auf  schmalen  Fusssteigen.  Beim  Herannahen  erlieben  sie  sich  in  der  Entfernung  von 
einigen  Schritten,  tliegen  dicht  am  Boden  den  Steig  entlang,  um  sich  bald  wieder  niederzulassen  und  dann 
dem  Verfolger  von  neuem  vorauszulliegen.  So  kann  man  die  zarten  Tierchen  oft  eine  ganze  Strecke  ver¬ 
folgen,  bis  sie,  den  Steig  verlassend,  sich  seitwärts  im  Walde  verlieren.  Am  wenigsten  lichtscheu  sind  die 
Gattungen  Oxeoschistun,  Tjusioijliila,  Pedaliodes  und  Corudes,  also  im  allgemeinen  die  lebhafter  gefärbten  Formen. 
Vielfach  sind  dies  Gebirgsl)ewohner,  die  in  Höhen  über  2000  m  Vorkommen.  Man  trifft  sie  dort  gesellig  am 
Wege  umhergaukelnd  oder  am  Boden  an  Vieh-Exkrementen  und  andern  Eäulnisstoffen  saugend,  jedoch  stets 
in  der  Nähe  von  Gebüsch,  wohin  sie  bei  Gefahr  tlüchten.  Die  C'or«r/e'.s-Arten  sind  dann,  da  sie  mit  ge¬ 
schlossenen  Flügeln  nach  Art  der  Kallima  an  den  Zw-eigen  sitzen,  nicht  leicht  zu  erkennen. 

Die  Satyriden  sind  in  Amerika  vom  äussersten  Süden  (Feuerland)  bis  in  die  arktischen  Regionen 
des  hohen  Nordens  verbreitet.  Feuerland  l)ehei'bergt  noch  eine  Krehia  und  eine  Co^Diosatyrus,  während  in 
den  nördlichen  Regionen  ebenfalls  noch  Vertreter  der  Gattung  Krehia,  dann  aber  auch  aus  den  Gattungen 
Coenoniimpha,  Scdyrodes  und  Oeneis  Vorkommen,  Im  Hochgebirge  Süd-Amerikas  steigen  die  Satyriden  bis  an 
die  Schneegrenze  hinauf  und  finden  wir  daher  in  Golumbien,  Ecuador,  Peru  und  Bolivien  in  Höhen  von 
über  4000  m  noch  einzelne  Vertreter  aus  den  Gattungen  Pedaliodes,  Pjiiianopoda,  Pseudomaniola  und  Co.smo- 
sati/rns.  Unter  diesen  Gebirgsbewohnern  gibt  es  manche  Arten,  die  sehr  lokal  sind  und  nur  einen  kleinen 
Verbreitungsbezirk  besitzen.  Bei  genauerer  Durchforschung  solcher  abgelegenen,  l)isher  wenig  untersuchten 
Gegenden  linden  sich  daher  noch  immer  neue  Formen. 


1.  Gattung:  CaUitaera  Bdr. 

Zarte  Falter  mit  dünnem  Lei)),  durchsichtigen,  wenig  beschup])ten,  gerundeten  Flügeln,  kleinen, 
spärlich  behaarten  Palpen,  dünnen,  nach  vorne  nur  wenig  verdickten  Fhlrn.  Die  Gostalrippe  der  Vtlgl  ist 
an  der  Wurzel  stark  aufgeblasen,  die  Mediana  dagegen  nur  wenig,  die  Submediana  ist  wurzelwärts  gegabelt. 
Zwei  Subcostaläste  zweigen  vor  dem  Zellende  ab,  die  obere  Discocellularrippe  fehlt.  In  den  Htlgln  entspringen 
bei  dieser  und  den  2  folgenden  Gattungen  die  Gostalrippe  und  die  Subcostalrippe  nahe  nebeneinander  aus 
der  Wurzel.  Die  Unterdiscocellularis  mündet  in  den  Ursprung  des  obern  Medianastes.  —  Die  Arten  sind 
über  das  tropische  Süd-  und  Zentral-Amerika  verljreitet.  Sie  tliegen  langsam  und  niedrig  in  den  ersten 
Morgenstunden  im  dunklen  Hochwalde.  (Mehrere  der  Arten  sind  einander  sehr  ähnlich  und  alle  haben  fast 
gleiche  Grösse. 

C.  menander  Driirij.  {--  andromeda  F.  [/T.])  (42a).  Vtlgl  mit  schmal  bräunlich  bestäubten  Rändern 
und  2  feinen  braunen  (luerlinien,  die  eine  durch  die  Mitte  der  Mittelzelle,  die  andere  über  die  Schlussrippen 
ziehend,  lieide  aber  vom  Vorder-  zum  Irde  reichend.  Auf  den  Htlgln  nahe  am  Saum  und  Vorderwinkel  ein 
rundes,  schwarzes  ikuge  mit  einem  gellien  und  einem  braunen  Ring  umgeben  und  mit  weisser  Pupille,  die 
aber  nicht  in  der  Mitte,  sondern  am  äusseren  Rande  des  schwarzen  Kerns  liegt.  Die  innere  Ouerlinie  der 
Vtlgl  setzt  sich  undeutlich  auf  den  Htlgln  fort,  die  äussere  ist  etwas  breiter  bindenartig,  bildet  auf  dem 
vorderen  i\Iedianast  einen  nach  aussen  gerichteten  spitzen  Winkel  und  geht  dann  zum  Irde.  Der  hintere 
Teil  des  Aussenrdes  ist  schmal  bräunlich  eingefasst  und  der  Raum  zwischen  ihm  und  der  eben  erwähnten 
Binde  ist  lebhaft  rosenrot  gefärbt,  besonders  beim  cT.  —  Zentral-Amerika.  Golumbien. 

C.  pireta  Cr.  (42  a)  ist  der  vorigen  Art  sehr  älndich  und  unterscheidet  sich  von  derselben  haupt¬ 
sächlich  dadurch,  dass  sich  in  der  hintern  Flügelhälfte  der  Htlgl  neben  dem  braunen  Aussenrdstreifen  noch 
ein  brauner  Bubmarginalstreifen  zeigt,  der  bei  menanda  nicht  vorhanden  ist.  Alle  drei  Streifen,  der  (Marginal- 
streifen,  der  Submarginalstreifen  und  der  äussere  (Mittelstreifen  sind  von  der  lebhaft  rosenroten  Färbung  über¬ 
deckt.  Vom  obern  Amazonenstrom,  Fcuador. 

C.  aurora  Pldr.  ist  eine  der  vorigen  Art  ähnliche  Form,  welche  nach  der  Originalbeschreibung  im 
hintern  Teil  der  Hflgl  nicht  pur])urfarbig,  sondern  blass  lilafar))ig  gezeichnet  und  ockergelb  bestäubt  ist, 
auch  verlängei'te  Augen  auf  den  Flügeln  hat.  Hiermit  stimmt  die  Abbildung  der  aurora  im  Staudingek- 


IIAETERA.  Von  G.  W’v.ymku. 


175 


sehen  Exotenwevk  Tafel  77  nicht  iiherein.  Diese  Eigur  hetraclile  ich  vielmehr  als  zur  iolgenden  (mrorina 
gehörig;  anrora  Fl(h\  kommt  in  Colomhia  und  Nord-Brasilien  vor.  —  aurorina  foru).  vov.  (=  aurora  SIf/r.  aurorina. 
nee  Fklr.)  (42a).  Mit  diesem  Namen  helege  ich  die  dei' ('r.  ähnliche  f’orm,  hei  der  si(di  die  lehliaft 
rosen-  oder  purpiu'rote  Farbe  der  llllgl  vom  Aussenrd  bis  in  die  Mittelzelle  ausdehnt  und  beinahe  die  Elügel- 
wurzel  erreicht.  Aus  Columbien  und  vom  Über-Amazonas. 

C.  pellucida  Bflr.  (42b)  ist  eine  der  menaiider  J)ntrij  ähnliche  Arl ,  bei  dei'  die  rosai'ote  Itestäubung 
ganz  fehlt.  Die  braune  Marginalbinde  und  die  gleichfarbige  Submai'ginalbiiide  der  Ittlgl  sind  dui’cb  kurze 
braune  Streifen,  die  längs  der  Rip])en  liegen,  miteinander  verbunden.  Neben  dem  Auge  liegen  vor  dem 
Rande  2  weisse  Punkte.  Cayenne. 

C.  philis  Cr.  {('issa  Hhi.)  (42  b).  Der  vorigen  Art  ganz  ähidicli,  hat  aber  die  braunen  Maiginal-  und  philis. 
Submarginalstreifen  der  Htlgl  etwas  schmäler  und  den  vor  diesen  Sti-eifen  liegenden  Mittelraum  mit  violett- 
blauem  Staube  übergossen,  der  indessen  so  dünn  aufgeti'agen  ist,  dass  der  Flügel  durchsichtig  bleibt,  jedoch 
in  gewisser  Richtung  einen  sehr  deuttichen  blauen  Wiederschein  erzeugt.  Surinam.  —  harpalyce  Fif/r.  ist  harpalyce. 
wohl  nur  eine  Lokalform  der  vorigen,  Avelche  den  blauen  Schiller  längs  den  iMedianästen  besonders  deullicb 
hat,  und  welche  ausser  dem  Auge  am  vordem  Teil  des  Aussenrdes  noch  ein  kleines  Auge  mit  gelbem  Ring 
zwischen  dem  mittleren  und  hinteren  Medianast  l)esitzt.  Vom  obern  Araazonenstrom. 

C.  esmeralda  Dhl.  (Der  ältere  Name  andronieda  F.  kann  für  diese  Aid  nicht  angewandt  werden,  esmeralda. 
weil  Fabeicius  unter  diesem  Namen  mehrere  Arten  miteinander  vermengt  hat.)  Den  vorigen  Arten  ähnlich, 
doch  fehlt  der  blaue  Schein  im  Mittelfelde  der  Htlgl.  Statt  dessen  ist  der  hintere  Teil  des  Ansseni'des  bläu¬ 
lich  violett  gefärbt  und  zu  jeder  Seite  des  hintern  Medianastes  liegt  in  diesem  Rande  ein  rotgelber  Ring 
mit  weissem  Kern.  Das  Auge  im  vordem  Teil  des  Aussenrdes  ist  wie  bei  den  anderen  Arten.  Zwischen 
diesem  und  den  beiden  hintern  ikugen  stehen  2  weisse  runde  Flecken.  Para.  —  Als  bandusia  S^gr.  ist  bandusia. 
eine  esmeredda-Fovm  beschrieben,  bei  welcher  statt  der  beiden  Analaugen  der  Htlgl  zwei  rötlichweisse  Flecke 
in  einem  grossen  cyanblauen  Fleck  stehen.  Von  Rio  Manes,  einem  Nebenarm  des  untern  Amazonenstroms. 

C.  pyropina  Salv.  n.  Godni.  (42  b).  Vtlgl  zeichnungslos.  Htlgl  am  Analwinkel  mit  breitem,  bräunlich  pveopum. 
violettem  Aussenrd,  der  sich  bis  in  die  untere  Radiale  erstreckt.  Darin  liegen  3  msenrote  Flecke  und  dicht 
am  Saume  ein  gleichfarlhger  schmaler  Streifen.  Das  Auge  im  vordem  Teil  des  Aussenrdes  ist  wie  bei  den 
verwandten  Arten,  hinter  demselben  ein  weisser  Punkt.  Aus  Bolivien  und  Ost-Peru. 

C.  polita  Heil'.  (42b).  Die  einzige  Art  der  Gattung,  welche  auf  den  lltlgln  keine  rote  oder  blaue  polita. 
Färbung  zeigt.  Die  Flügel  sind  kürzer  und  breiter  als  bei  den  andern  Arten.  Vorder-  und  Aussenrd  der 
Vtlgl  sind  schmal  l)raun,  2  halbe  und  2  ganze  braune  schmale  Querstreifen  ziehen  durch  die  Vtlgl,  während 
die  Hflgl  nur  eine  Marginalbinde  und  eine  Subraarginalbinde  haben,  von  welchen  die  letztere  stark  gewinkelt 
ist.  Das  Auge  im  vorderen  Teil  des  Aussenrdes  wie  l)ei  den  andern  Arten.  Von  Nicaragua,  Ghiri([ui  in 
Panama,  Costa  Rica,  Columbien,  selten. 

2  Gattung:  Maetera  F. 

Die  Falter  sind  durchschnittlich  etwas  grösser  als  die  der  Gattung  (dUifaera ,  doch  sind  die  Flügel 
ebenso  zart  und  durchsichtig  wie  dort,  auch  ist  die  Submediana  der  Vtlgl  am  Grunde  gegabelt.  Die  Costal- 
rippe  der  Vtlgl  ist  aber  weniger  stark  aufgeblasen.  Der  Plauptunterschied  liegt  indessen  in  der  Btelhmg  der 
Unterdiscocellularis  der  Htlgl.  Diese  mündet  in  den  üi-sprung  des  mittleren  Medianastes.  Die  3  Disco- 
cellularen  stehen  steil  übereinander  und  In'lden  fast  eine  gerade  Linie,  und  das  Ende  der  Mittelzelle  ist 
spitzwinkelig. 

H.  piera  L.  (?  =  anacardii  F.  nec  L.)  (42c).  Vtlgl  glashell,  ohne  Zeichnung,  nur  mit  schmalem,  piera. 
hräunlichen  Vorder-  und  Aussenrd.  Htlgl  in  und  hinter  der  Mitte  fein  ockergelb  bestäulü,  mit  einem  feinen, 
bräunlichen,  in  der  Mitte  stark  gewinkelten  Querstreifen,  dessen  hinterer  Teil  beim  ?  deutlicher  und  duidvler 
ist  und  mit  bräunlichem  Aussenrde,  der  in  der  Mitte  etwas  stumpfwinkelig  vortritt.  Vor  dem  Saume  vorne 
ein  grösseres,  hinten  ein  kleineres  schwarzes  Auge,  ersteres  mit  schiefliegender,  letzteres  mit  in  der  (Mitte 
liegender  weisser  Pupille.  Beide  Augen  haben  ockergelbe  Iris  und  braunen  Ring;  zwischen  den  Augen 
2  weisse  Punkte.  In  Guyana  und'  am  ganzen  Amazonastrom  häufig.  In  Brasilien  bis  nach  dem  Süden  ver¬ 
breitet.  In  den  Gordillerenwäldern  Columbiens  in  1200 — 2500  m  Höhe  häutig.  Flug  sehr  langsam.  Das  Ei 
ist  kugelrund,  an  der  Basis  etwas  abgetlacht,  glatt,  glänzend  weiss.  —  diaphana  Luc.  (hymenaea  Fhhd  ist  diaphana. 
eine  Form  von  piera,  bei  der  der  ockergelbe  Staub  auf  den  lltlgln  fehlt  und  die  braunen  Zeichnungen  deut¬ 
licher  hervortreten.  Bahia.  —  negra  Fldr.  ist  eine  andere  grössere  Form  von  piera,  bei  der  der  l)raune  negra. 
Submarginalstreifen  beim  cf  verloschen  und  der  Marginalstreifen  vom  Rande  entfernter  liegt.  Beim  ?  sind 
beide  Streifen  schmäler  und  der  innere  mehr  gebogen  als  bei  der  Stammform.  Rio  Negro.  —  unocellata  unocellata. 
form.  nov.  (42c),  eine  bisher  unbeschriebene  Lokalform  der  p/e/'u,  besitzt  auf  den  lltlgln  nur  das  kleinere 
Auge  vor  dem  Analwinkel.  Das  andere  grössere  Auge  am  Voirlerwinkel  fehlt  oder  ist  nur  durch  einen 
schwarzen  Punkt  angedeutet.  Die  bräunliche  Submarginalbinde  ist  nur  in  der  hintern  Flügelhälfte  deutlich 


176 


PIERELLA.  Von  G.  Weymee. 


und  der  Raum  zwischen  ilir  und  dem  bräunlichen  Saume  ist  am  Analwinkel  ockergelb  bestäubt.  Auf  der 
Unterseite  ist  die  Iris  des  Auges  nicht  rotgelb,  sondern  schwefelgelb  und  doppelt  so  breit,  der  schwarze 
Kern  dagegen  viel  kleiner  als  oben.  Aus  Bolivien. 

maclean-  H.  maclcannania  Bat.  (=  diaphana  Rh/-,  n.  Bruce  nec  Luc.)  (42  c),  eine  etwas  grössere  ähnliche  Art 

nama.  jy,p-  72 — SO  mm  Flügelspannung,  die  sich  dadurch  auszeichnet,  dass  die  hintere  Hälfte  der  Hflgl  zwischen 
Saum  und  Submarginalst.reif  beim  ?  rosarot  gefärbt  ist.  Beim  cö  ist  diese  rosarote  Färbung  nur  in  dem 
stumpf  vorspringenden  Winkel  in  der  Mitte  des  Aussenrdes  vorhanden.  Der  braune  Submarginalstreif  ist 
meist  breiter  und  deutlicher  als  bei  inera,  die  Augentlecke  wechseln  in  der  Grösse,  sie  können  beim  ?  bis 
zu  5  mm  Durchmesser  haben.  Der  ockergelbe  Staub  im  glashellen  Teil  der  Hflgl  fehlt.  Panama  und  Costa  Rica. 

hypaesia.  H.  hypaesia  Heil'.  (42c)  ist  eine  leicht  kenntliche  Art,  bei  der  sich  die  breite  dunkelbraune  Sub¬ 

marginalbinde  der  Htlgl  mit  dem  gleichfarbigen  Aussenrd  vereinigt,  so  dass  eine  4 — 7  mm  breite  Randbinde 
entsteht,  in  der  in  jeder  Zelle  ein  durchsichtiger  Glastleck  liegt.  Auf  den  Vtlgln  zieht  ein  schmaler  dunkel- 
branner  Staubstreifen  von  der  Schlussri[)pe  zum  Irde.  Oberseits  sind  die  Augen  der  Htlgl  nicht  zu  erkennen, 
dagegen  unterseits  deutlich  und  zwar  eins  zwischen  den  2  Radialen,  das  andere  dicht  neben  dem  mittleren 
Medianast.  Beide  sind  schwarz  mit  bräunlichgelbem  Ring  und  weisser  Pupille.  Bei  vielen  Exemplaren  ist 
die  Submarginalbinde  von  einer  Reihe  bräunlichgelber  Halbmonde  durchzogen.  Häutig  in  Columbien,  Ecuador, 
Peru  und  Boli\'ien  in  Höhen  von  1000 — 2200  mm. 

3.  Gattung:  I*ierella  Westw. 

Die  Gestalt  der  Vtlgl  ist  derjenigen  der  vorigen  Gattungen  ähnlich,  die  der  Hflgl  aber  verschieden. 
Der  Aussenrd  dieser  Flügel  ist  l/ei  den  meisten  Arten  wellenförmig  gebogen,  bei  einigen  tritt  er  auf  dem 
vordem  xMedianast  stumpfwinkelig  vor,  bei  dracouiis  ist  pr  in  eine  Spitze  ausgezogen.  Wenn  die  Flügel 
auch  dichter  besclnp/pt  sind,  als  bei  Callitnera  und  Hactera,  so  ist  die  Beschuppnng  doch  lange  nicht  so 
dicht,  wie  bei  den  folgenden  Gattungen.  Die  Flügel  sind  daher  bei  allen  R/c/-c/G-Arten  noch  in  gewissem 
Grade  durchscheinend,  w'enn  auch  nicht  durchsichtig.  Das  Hauptkennzeichen  der  Gattung  bildet  auch  hier 
die  Stellung  der  Unterdiscocellularis  der  Htlgl.  Diesell/e  erreicht  die  Mediana  zwischen  dem  Ursprung  des 
mittleren  und  dem  des  hintern  Medianastes,  also  zwischen  IM'  und  Mh  Die  Gostalrippe  und  die  Subcostal- 
rippe  der  Htlgl  entspringen  an  der  Wurzel  getrennt.  Die  Submediana  der  Vtlgl  ist  an  der  Wurzel  zwei¬ 
spaltig.  Die  cfcA  haben  auf  der  Oberseite  der  Htlgl  in  der  Mitte  des  Irdes  einen  kleinen  2 — 2'/2  mm  messenden, 
länglichrunden ,  kahlen  oder  mit  tiefer  liegenden  Schuppen  bekleideten  Fleck.  Bei  den  meisten  Arten  ist 
dieser  Fleck  hetlgefärbt,  bei  einigen  mit  dunklem  Mittelpunkt,  bei  astyoche  ist  er  aber  dunkelbraun,  so  dass 
er  hier  leicht  übersehen  wird.  Nur  bei  hortono  ist  er  gross,  10  mm  lang,  3  mm  breit  und  hell  ockergelb 
gefärbt.  Die  Grösse  der  Arten  wechselt  zwischen  55  und  75  mm  Flügelspannung.  Der  Verbreitungsbezirk 
der  Pierella-ABen  erstreckt  sich  ül/er  das  ganze  tropische  Amerika,  einzelne  Arten  gehen  südlich  bis  Süd- 
Brasilien  und  nördlich  bis  Mexico. 

a)  Mit  heller,  dunkel  eingefasster  Querbinde  auf  der  Unterseite  beider  Flügel. 

nereis.  P=  iiereis  Itrury  (42 d).  cf  62  mm,  ?  bis  72  mm  Flügelspannung.  Über  die  graubraunen,  durch¬ 

scheinenden  Flügel  zieht  eine  gerade,  trübweisse,  braun  eingefasste  Binde,  die  sich  in  der  Mitte  der  Hflgl 
zu  einem  grossen,  reinweissen  Fleck  erweitert.  Die  äussere  Hälfte  der  Htlgl  ist  rotgelb  mit  2  schwarzen,  weiss¬ 
gekernten  x4ugen  und  3  weissen  Flecken.  Aussenrd  dunkler  braun.  Das  ?  hat  1  bis  3  weisse  Punkte  vor 
der  Spitze  der  ATlgl.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Grundfarbe  heller,  das  Rotgelb  ist  durch  Grau  getrübt, 
die  weisse  Binde  setzt  sich  in  gerader  Richtung  bis  an  den  Ird  der  Htlgl  fort,  der  braune  Aussenrd  fehlt, 
die  Augen  sind  nur  ganz  klein  und  im  Wurzelfelde  jedes  Flügels  zeigt  sich  eine  braune,  kürzere  oder 
längere  Linie.  Süd-Brasilien,  Rio  de  Janeiro.  Häufig. 

helvina.  P.  hclvina  Ileiv.  (42  d)  steht  in  der  Zeichnungsanlage  der  vorigen  Art  nahe,  wenn  auch  nicht  in 

der  Färbung.  Grundfarbe  dunkelbraun,  helle  Binde  der  Vtlgl  bräunlich  bestäubt,  die  braune  Einfassung 
breiter,  ln  der  Mittelzelle  stehen  2  braune  (Juerlinien,  deren  innere  sich  bis  zum  Irde  fortsetzt,  eine  dritte 
kurze  liegt  auf  der  Schlussrippe,  vor  der  Spitze  ein  runder  schwarzer  Fleck  in  hellem  Umkreise  mit  2  weissen 
Punkten  darunter  und  einem  darüber.  Das  Wurzelfeld  der  Htlgl  ist  bis  über  ein  Drittel  der  Flügellänge 
braun,  nach  aussen  ziemlich  gradlinig  begrenzt.  Dann  folgt  ein  grosses,  dreieckiges,  carminrotes  Feld, 
das  vom  Vrde  bis  beinahe  an  den  Ird  und  auch  nahe  an  den  Aussemd  reicht.  Letzterer  ist  schwarzbraun, 
am  Vorderwinkel  mit  einem  schwarzen  Auge  mit  weisser  Pupille,  einem  weissen  Punkte  darüber  am  Vrd 
und  einem  gleichen  Punkt  darunter  im  roten  Felde.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vtlgl  wie  oben,  nur 
heller.  Auf  den  ebenfalls  helleren  Htlgln  laufen  im  Wurzelfelde  drei  braune,  gerade,  j/arallele  Linien  vom 
Vorder-  zum  Irde.  Unmittelbar  hinter  der  dritten  Linie  folgt  eine  ebenfalls  den  ganzen  Flügel  durchquerende 
rötlichgraue  Binde,  die  in  der  Mitte  beinahe  doppelt  so  breit  ist,  als  am  Vorder-  und  Irde  und  an  der  äussern 
Seite  von  einer  4.  braunen  Linie  eingefasst  ist.  Aussenrd  braun,  das  Auge  kleiner  als  oben  und  mit  ocker¬ 
gelbem  Ringe,  ein  weisser  Punkt  vor,  zwei  desgleichen  hinter  dem  Auge.  Muzo  (Goluml/ien). 


Ausgegeben  21.  VI.  1910. 


PIERELLA.  Von  G.  Weymeh. 


177 


P.  incanescens  Godm.  u.  Sah.  (42(1)  imtersc-lieidet  sich  von  hehiud  nur  dadurch,  dass  die  innere  incanescens. 
Grenze  des  roten  Feldes  der  Hllgl  2  bis  3  mm  hinter  dem  Ende  der  Mittelzelle  herläuft,  während  sie  hei 
iielvina  gerade  über  das  Ende  dieser  Zelle  geht.  Die  rote  Färbung  ist  mehr  nach  aussen  und  hinten  gei'ückt 
und  umschliesst  zwei  weisse  Punkte;  der  braune  Aussenrd  ist  schmäler,  ln  Zentral-Amerika  verbreitet: 

Ghontales  in  Nicaragua;  Irazu  und  Santa  Clara  Valley  in  Gosta-Kica;  Ghiibiui,  Ghepo  und  Bugaba  in 
Panama.  Am  letztem  Orte  häutig  gefunden.  —  ocreata  Sah.  u.  Godm.  ist  eine  andere  Form  von  kehina,  ocreata. 
bei  der  das  rote  Feld  der  Htlgl  sehr  reduziert  ist.  Der  vordere  Teil  desselben  ist  bis  an  die  Mediana 
durch  einen  grossen,  weissen,  länglich-viereckigen  Fleck  ersetzt  und  der  weisse  Punkt  unterlialb  des 
schwarzen  Auges  ist  etwas  grösser.  Der  braune  Aussenrd  ist  so  breit  wie  bei  Judvina.  Diese  Form  hat 
ein  kleines  begrenztes  Fluggebiet  in  Panama  und  wurde  dort  bei  Galobre  und  Lion  Hill  gefunden.  Sie  ist 
in  den  Sammlungen  noch  sehr  selten.  —  Bei  hymettia  Stgr.  (42  d),  einer  weitern  Form  von  helvina,  ist  hymettia. 
das  rote  Feld  der  Htlgl  durch  Zuriicktreten  vom  Irde  und  durch  Spaltung  noch  melir  reduziert.  Es  besteht 
beim  abgebildeten  (f  aus  3  Teilen,  einem  in  der  Flügelmitte  liegenden  Fleck  von  12  mm  Länge  und  6  mm 
Breite,  einem  in  Zelle  4  liegenden  kleinen  runden  Fleck  und  einem  darunter  in  Zelle  3  liegenden  roten 
Punkt.  Beim  ?  sind  alle  3  Teile  miteinander  zu  einem  grossem  Fleck  verbunden.  Auf  der  Mitte  des  Vrdes 
liegt  ein  weisser  Fleck,  der  jedoch  nur  halb  so  gross  ist,  als  bei  ocreata,  da  er  nur  bis  an  Rippe  6  reicht. 

Die  Grundfarbe  dieser  Form  ist  ober-  und  unterseits  dunkelbraun,  fast  schwarzbraun.  Vom  Rio  Dagua  und 
Rio  San  Juan  in  West-Golumbien.  Flugzeit  im  August. 

P.  astyoche  Erichs.  (=  larymna  DU.)  (42 e).  Grundfarbe  braun,  2  parallele,  gerade,  dunkelbraune  astyodie. 
Querlinien  laufen  hinter  der  Mitte  durch  beide  Flügel  vom  Vrde  zum  Irde.  Sie  schliessen  oberseits  keine 
hellere  Binde  ein.  Dieselbe  ist  nur  auf  der  Unterseite  vorhanden,  indem  hier  der  Raum  zwischen  den  Linien 
weisslichgrau  ausgefüllt  ist.  Vflgl  noch  mit  2  weitern  dunkelbraunen  Linien  in  der  Mittelzelle,  einer  dritten 
auf  der  Schlussrippe,  die  Htlgl  mit  einer  solchen  Linie  in  der  Mittelzelle.  Zwei  schwarze  Augen  mit  weisser 
Pupille  und  gelber  Iris  in  Zelle  5  und  6  nahe  am  Saume  der  Htlgl.  Etwas  weiter  vom  Saume  entfernt  in 
Zelle  2,  3  und  4  drei  runde  weisse  Fleckchen  mit  verloschener  dunkler  Einfassung.  Dieselben  Zeichnungen 
sind  auf  der  Unterseite,  nur  ist  die  Grundfarbe  etwas  heller.  Von  Guyana  und  dem  Amazonenstrom.  — 
lucia  Wegm.  (Stett.  Ztg.  1885,  p.  285)  (—  astyoche  var.  albomaculata  SUjr.:  Exot.  Tagf  p.  219,  Taf.  77,  1887)  luda. 

(42 e)  ist  eine  Form  von  asfi/oche,  bei  der  sich  statt  der  2  untern  weissen  Fleckchen  der  Htlgl  ein  grosser, 
weisser,  dem  Saum  aufsitzender  Flecken  zeigt,  im  übrigen  aber  der  astyoche  ganz  ähnlich  ist.  Von  Pebas 
am  obern  Amazonenstrom. 

P.  lena  L.  (42 e).  Die  Vtlgl  gleichen  beiderseits  der  astyoche,  die  Htlgl  zeigen  aber  in  der  äussern  lena. 
Flügelhälfte  4  Reihen  blauer,  meist  weiss  gekernter  Flecke,  von  denen  die  dem  Saum  zunächst  liegende 
Reihe  etwas  verloschen  ist.  Zwischen  der  2.  und  3.  Reihe  nahe  dem  Vrde  2  schwarze  Augen  mit  weissen 
Pupillen.  Beim  ?  ist  die  Wurzelhäifte  der  Htlgl  mit  blauem  Schiller  bedeckt.  Auch  die  Unterseite  der  Htlgl 
ist  der  von  astyoche  ähnlich,  nur  sind  die  Augentlecke  grösser,  mehr  nach  innen  gerückt  und  der  innere  Teil 
des  Aussenrds  ist  dunkelbraun.  —  Surinam,  Guyana,  Amazonenstrom,  Rio  de  Janeiro  im  nordöstlichen  Teil 
des  Staates.  —  brasiliensis  Fldr.  ist  eine  unbedeutende  Lokalform  von  lena,  bei  der  die  Grundfarbe  der  Htlgl  brasiliensis. 
mehr  bleigrau  ist  und  die  bläulichvveissen  Flecke  durch  schmutzigweisse  ersetzt  sind.  Vom  Rio  Negro  und 
Amazonenstrom.  —  glaucolena  Stgr.  i.  1.  (42 e)  ist  eine  Lokalform,  bei  der  die  blauen  Flecke  der  Htlgl  giaucolena. 
etwas  grösser  sind  und  keine  weissen  Mittelpunkte  haben.  Nur  die  dem  Vrd  zunächst  liegenden  Flecke 
zeigen  an  den  Seiten  etwas  Weiss.  Vom  Mapiri.  —  amalia  Weym.  (Stett.  Zg.  1885,  p.  285)  (=  leucospila  Stgr.:  amaiia. 
Exot.  p.  220,  1887)  (42  e)  ist  eine  Form,  die  Hewitson  schon  im  2.  Bande  seiner  Exot.  Buttertlies  als  Varietät 
dieser  Art  abbildet.  Bei  ihr  sind  die  bläulichweissen  Flecke  der  ersten  und  zweiten  Reihe  im  hintern  Teil 
der  Htlgl  zu  einem  grossen  weissen  Fleck  zusammengeflossen,  im  vordem  Flügelteil  fehlen  die  Flecke  dieser 
2  Reihen.  Die  4.  Reihe  dicht  am  Saume  besteht  aus  runden,  reinweissen  Flecken,  statt  der  langgestreckten, 
bläulichweissen  der  typischen  lena.  Auch  auf  der  Oberseite  der  Vtlgl  zeigt  sich  im  weiblichen  Geschlecht 
eine  deutliche  weisse  Binde.  Von  Pebas  am  obern  Amazonenstrom. 

P.  dracontis  IGhn.  (?  =  hyalinus  Gmel.)  (43  a)  ist  in  der  Zeichnungsanlage  der  lena  sehr  ähnlich,  dracontis. 
doch  haben  die  Htlgl  eine  andere  Gestalt.  Der  Aussenrd  ist  auf  dem  vordem  Medianast  in  eine  weit  vor¬ 
stehende  Ecke  ausgezogen.  Dadurch  bildet  diese  Art  einen  Übergang  zur  Gattung  Antirrhaea.  Die  3  Reihen 
blauer  Flecke  auf  den  Htlgln  sind  lebhafter  gefärbt  als  bei  lena,  die  4.  Reihe  am  Saum  fehlt.  Von  Surinam 
und  dem  Amazonenstrom.  —  extincta  Stgr.  i.  l.  Eine  Form,  bei  der  die  helle  Binde  auf  der  Unterseite  e.xtincta. 
der  Vflgl  zum  grössten  Teil  fehlt,  nur  der  Teil  dieser  Binde  vom  Irde  bis  an  den  hintern  Medianast  ist  vor¬ 
handen.  Auf  den  Htlgln  ist  die  halbe  Binde  der  dracontis  in  2  Teile  geteilt  und  das  hintere  Auge  äusserst 
klein.  Vom  Manicori. 

b)  Ohne  helle  Binde,  dagegen  mit  drei  geraden,  fast  parallel  laufenden,  dunklen  Linien  auf  der  Unter¬ 
seite  beider  Flügel. 

P.  luna  E.  {—  pallida  Sah.  u.  Godm.)  (43  a).  Beide  Flügel  graubraun,  die  Htlgl  in  der  hintern  Hälfte  luna. 
etwas  dunkler,  alle  mit  3  feinen,  braunen,  fast  geraden  Querlinien,  wmvon  die  der  Wurzel  zunächstliegende 

V  23 


178 


PIERELLA.  Von  G.  Weymer. 


auf  den  Htigln  ziemlich  verloschen  ist.  Am  Vorderwinkel  der  HÜgl  zwei  schwarze,  runde  Flecke,  von  denen 
der  vordere  einen  seitwärts  gerückten  weissen  Ivern  hat,  der  andere  aber  blind  und  kleiner  ist.  Auf  der  helleren, 
fein  braun  gestrichelten  Unterseite  sind  die  Querlinien  deutlicher  als  oben,  zwischen  der  2.  und  3.  zeigt  sich 
auf  den  Vtlgln  noch  eine  vierte,  die  nur  bis  an  den  vordern  Medianast  reicht.  Das  Auge  der  Hflgl  ist 
kleiner,  der  schwarze  Fleck  fehlt.  Im  Saumfelde  stehen  auf  jedem  Flügel  4  weisse  Punkte.  Bei  den  cf  cf 
entsteht  auf  der  Oberseite  unter  gewissem  Einfall  des  Lichtes  ein  lebhaft  grüner  Schiller,  beim  ?  ist  das 
heracles.  Saumfeld  dunkler.  Nicaragua,  Costa  Rica,  Panama,  Columbien,  Guyana.  —  heracles  Bsd.  (=  rubecula 
Balv.  u.  Godm).  Fine  nördliche  Form  mit  demselben  grünen  Schiller  auf  den  Vtlgln  beim  cf,  aber  durch  die 
rotlichbraune  Färbung  des  Mittelfeldes  der  Htlgloberseite  verschieden.  Diese  Färbung  geht  an  ihren  Rändern 
allmählich  in  die  dunkelbraune  Grundfarbe  über.  Der  Aussenrd  ist  5  bis  6  mm  breit  dunkelbraun.  Die 
2  schwarzen  Augen  am  VorderAvinkel  stehen  an  der  Grenze  beider  Farben  und  haben  oft  weisse  Pupillen. 
lesbia.  Von  Mexiko  und  Guatemala.  —  lesbia  SYy>'.  (43  a)  halte  ich  für  eine  südliche  Form  von  lima,  die  der  heracles 
naliesteht.  Das  Mittelfehl  der  Htlgl  ist  aber  mehr  rotgelb  gefärbt  und  weiter  nach  aussen  gerückt  als  das 
rotlichbraune  Feld  der  heracles.  Der  dunkelbraune  Aussenrd  ist  nur  1  —  mm  breit  und  ziemlich  scharf 
begrenzt.  Von  den  2  schwarzen,  runden  Flecken  am  Vorderwinkel  ist  nur  der  oljere  mit  weisser  Pupille 
versehen.  Unterseite  wie  bei  luna  und  heracles.  Von  Bucay  in  Ecuador  und  vom  Rio  San  Juan  in 
West-Columbien. 

rhea.  P.  rhea  F.  (43a)  steht  der  luna  nahe,  hat  dieselbe  Zeichnung  und  den  grünen  Schiller  der 

Vflgl,  die  Grundfarbe  ist  aber  mehr  gelblichl)raun,  die  Htlgl  etwas  dunkler  als  die  Vügl.  Ei’stere  mit  einer 
Reihe  von  5  schwarzen  Augen  mit  weissen  Pupillen,  von  denen  die  3  hintern  etwas  kleiner  sind  und  das 
letzte  oft  sehr  undeutlich  ist.  Auf  der  Unterseite  sind  die  braunen  Linien  wie  bei  luna,  doch  fehlt  das  Auge 
am  Vorderwinkel  der  Htlgl,  dagegen  ist  die  Punktreihe  (2  oder  3  auf  den  Vtlgln,  5  auf  den  Htigln)  sehr 
deutlich.  Vom  Amazonenstrom,  Rio  de  Janeiro. 

larnia.  P.  lainia  Srdz.  (=  dyndimene  Cr.)  (43  a)  ist  der  rhea  ähnlich,  der  grüne  Schiller  ist  bei  den  o^cf  auf 

den  Vtlgln  ebenfalls  vorhanden,  die  Htlgl  haben  aber  einen  stahlblauen  Glanz,  der  bei  rhea  fehlt;  die 
5  schwarzen  Augentlecke  sind  alle  gleich  gross  und  deutlich,  der  weisse  Punkt  darin  etwas  stärker.  Von 
Cayenne,  Surinam,  Columbien. 

chalybaea.  P.  chalybaea  Godm.  wurde  beschrieben  als  der  lamia  ähnlich,  aber  dadurch  verschieden,  dass  mehr 

als  die  Wurzelhälfte  der  Htlgl  in  beiden  Geschlechtern  stahlblau  übergossen  ist,  dass  die  schwarzen  Ringe 
um  die  weissen  Punkte  fast  oder  ganz  fehlen,  dass  der  Aussenrd  dieser  Flügel  sehr  breit  verdunkelt  ist, 
und  dass  die  2  Mittellinien  undeutlich  sind.  Von  Ghapada  in  Brasilien. 

hyceia.  P.  hyceta  Hcw.  (43b).  Eine  schöne  Art.  Die  Vtlgl  sind  in  Färbung  und  Zeichnung  den  vorigen 

Arten  ähnlich,  zeigen  auch  bei  den  cfcf  in  gewisser  Richtung  den  grünen  Schiller,  die  Htlgl  haben  dagegen 
rötlich  ockergelbe  Grundfarbe,  nur  Wurzel  und  Vrd  stimmen  mit  den  Vtlgln  überein.  Von  den  3  braunen 
Linien  beider  Flügel  bildet  die  mittlere  auf  den  Htigln  ungefähr  die  undeutliche  Grenze  beider  Farben.  Vier, 
selten  5,  runde  schwarze  Hecke  bilden  eine  submarginale  Reihe;  von  ihnen  hat  nur  der  vorderste  eine 
weisse  Pupille,  der  2.  ist  der  grösste.  Zwischen  dem  2.  und  3.  schiebt  sich  zuweilen  (wie  bei  dem  ab¬ 
gebildeten  ?-Exemi)lar)  ein  fünfter  Fleck  ein.  Auf  dem  Saume  der  Htlgl  stehen  braune  Dreiecke.  Auf  der 
Unterseite  ist  die  Grundfarbe  auf  beiden  Flügeln  gelblichgrau,  fein  braun  gemasert,  die  braunen  geraden 
Linien  treten  deutlich  hervor,  die  schwarzen  Flecke  sind  viel  kleiner  als  oben,  und  haben  hier  bei  den  ?? 
weisse  Pupillen,  zuweilen  auch  bei  den  cfcf.  Vom  obern  Amazonenstrom,  Guzco  in  Peru  (3000  m),  Bolivien.  — 
latona.  latona  Fldr.  ist  eine  Form  von  hyceta,  bei  der  das  Mittelfeld  dei-  Htlgl  gesättigt  rotgelb  und  der  Aussenrd 
schwärzlich  ist,  auch  sind  die  zwei  untern  schwarzen  Flecke  grösser  und  haben  feine  weisse  Pupillen.  Beim 
?  sind  alle  Flecken  grösser  und  mit  weissen  Pupillen  versehen.  Die  Unterseite  ist  wie  bei  hyceta,  die  vordern 
ceryce.  Flecke  der  Htlgl  sind  aber  kleiner  und  Aveiss  gekernt.  Von  Bogota  (Columbien).  —  ceryce  Heiv.  (43  b), 
ebenfalls  eine  Form  von  hyceta,  bei  der  aber  das  Mittelfeld  der  Htlgl  rotbraun  gefärbt  ist,  und  der  schwarz¬ 
braune  Aussenrd  eine  Breite  von  8  bis  10  mm  hat.  In  dem  letztem  stehen  bei  den  cfcf  4,  bei  den  ??  5 
schwarze  Augen  mit  weissen  Pupillen.  Auch  die  Grundfarbe  der  Vtlgl  ist  dunkler  als  bei  hyceta,  die 
dunkelbraunen  Linien  treten  daher  weniger  hervor,  wie  dies  auch  auf  den  Htigln  der  Fall  ist.  Das  cf 
hat  denselben  grünen  Schiller  in  der  Mitte  der  Vtlgl  Avie  hyceta,  AAmhrend  das  ?  vor  der  Spitze  dieser 
Flügel  3  Aveisse  Punkte  besitzt.  Die  Unterseite  ist  graubraun,  im  Saumfelde  dunkler,  mit  3  ziemlich  ge¬ 
raden,  braunen  Linien  auf  beiden  Flügeln,  mit  4  oder  5  Aveissen  Punkten  statt  der  Augen  auf  den  Htigln 
und  einigen  gleichen  Punkten  an  der  Spitze  der  Vflgl.  An  der  Wurzel  der  Vtlgl  ein  schAvarzer  Punkt,  an 
derjenigen  der  Htlgl  2  oder  3  desgleichen.  Von  Pintuc  in  Ecuador  (800 — 1000  m),  Ghanchamayo  in  Peru 
und  Bolivien. 

c)  Mit  drei  fast  geraden,  parallelen  dunklen  Linien  nur  auf  der  Unterseite  der  Hflgl.  Auf  der  Ober¬ 
seite  mit  blauem  Fleck  auf  jedem  Flügel. 

hortona.  P.  hortona  Ueic.  (43  b).  Grundfarbe  dunkel  schwarzblau.  Der  blaue  Fleck  der  Vtlgl  ist  länglich 

gestaltet,  von  wechselnder  Grösse,  3 — 4  mm  breit  und  6 — 12  mm  lang  und  liegt  auf  der  Schlussrippe  der 


ANTlilRHAEA.  Von  G.  Wliymmr. 


179 


Mittelzelle.  Derjenige  der  Htlgl  ist  viel  grösser,  beinahe  rund,  hat  IO  — Id  nun  ini  Dui'olnnesser  und  delnd, 
sich  bis  in  die  Nähe  des  Vrdes  aus.  Am  Ird  der  lltlgl  belindet  sich  l)ei  den  c/cf  ein  10  12  mm  langei' 

Fleck  von  hellockergelben,  ])lattgedriickten  Schuppen.  Unterseite  gelblichgrau,  auf  den  Vllgln  mit  2  vorne 
und  hinten  divergierenden,  in  der  Mitte  zusammenstossenden  braunen  Linien  und  in  der  Mittelzelle  mit  einer 
kurzen,  schrägen  Linie,  sowie  3  schwarzen  Puiditen  neben  derselben.  Auf  den  llflgln  stehen  wmi'zelwärts 
von  den  3  fast  geraden  parallelen  Querlinien  3  schwarze  Punkte  und  vor  dem  Aussenrde  5  solcher  Punkte 
in  einer  Reihe.  Amazonenstrom  und  Ecuador.  —  hortensia  Fhlr.  ist  eine  Lokalfoi  in,  die  sich  durch  schmälere  Hortensia. 
Flügel,  kleinere  blaue  Flecken  auf  den  Vllgln  und  weniger  gerundete,  vom  Aussenrde  mehr  entfernte 
Flecken  auf  den  Htlgln  unterscheidet.  Vom  Rio  Negro. 

4.  Gattung:  Aiitirrliaeji  Uhu. 

Mittelgrosse  und  grosse  Schmetterlinge  von  65 — 105  mm  Flügelspannung,  meistens  sind  dieselben 
dunkel  gefärbt,  nur  einige  haben  blaue,  weisse  oder  rotgelbe  Zeichnungen.  Die  Palpen  sind  dicht  mit 
steifen  Haaren  besetzt,  die  Fhlr  dünn,  gegen  das  Ende  verdickt,  ohne  deutliche  Kolbe.  Bei  den  meisten 
Arten  sind  die  Rippen  der  Vflgl  nicht  aufgeblasen,  nur  bei  archaea  ist  die  Gostalrippe  etwas  verdickt  und 
bei  heia  deutlich  angeschwollen.  In  den  Htlgln  entspringt  die  Gostalrippe  nicht  wie  bei  den  vorhergehenden 
Gattungen  direkt  aus  der  Wurzel,  sondern  mit  der  Subcostalis  auf  gemeinschaftlichem  kurzem  Stiele.  Bei 
dem  Trennungspunkte  entspringt  auch  die  Präcostalis.  Dies  ist  bei  allen  folgenden  Satyriden-Gattungen 
ebenfalls  der  Fall.  Das  Hauptkennzeichen  der  Gattung  Antinhaea  besteht  in  dem  Duftorgan,  einem  Kranz 
von  Haaren,  den  die  cf  cf  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  zwischen  Mediana  und  Submediana  besitzen.  Derselbe 
ist  bei  den  einzelnen  Arten  an  Grösse,  Gestalt  und  in  der  Lage  verschieden,  meist  wurzelwärts  zuges])itzt, 
nach  vorne  und  aussen  gerundet.  Die  3 — 4  mm  langen  glänzenden  Haare  neigen  sich  mit  ihren  Spitzen 
gegeneinander.  Bei  den  meisten  Arten  tritt  das  Duftorgan  vor  dem  Vrde  der  Htlgl  hervor,  bei  einzelnen, 
z.  B.  geryon^  bleibt  es  selbst  bei  hoher  Flügelspannung  von  den  Htlgln  verdeckt.  Infolge  dieses  Haarkranzes 
ist  die  Zelle  Ib  zwischen  Mediana  und  Submediana  sehr  breit,  bis  zu  12  mm  breit,  und  die  Submediana, 
sowie  der  Ird  halbkreisförmig  nach  hinten  gebogen.  Beim  weiblichen  Geschlecht  fehlt  das  Duftorgan  und 
sind  die  Submediana  und  Ird  der  Vflgl  gerade.  Die  Schmetterlinge  sind  von  Guatemala  bis  nach  Südbrasilien 
durch  Zentral-  und  Süd-Amerika  verbreitet. 

a)  Bei  den  fcf  entspringen  Subcostalis  und  Oberradiale  der  Htlgl  nahe  beisammen,  doch  getrennt  aus 
dem  Vrd  der  Mittelzelle,  beide  laufen  etwas  konvergierend  eine  kurze  Strecke  nel)eneinander  und  divergieren 
dann  stark.  Die  Oberdiscocellularis  ist  daher  kurz  und  erreicht  nur  Ve  bis  Vr  der  Länge  der  Mittehlisco- 
cellularis.  Der  Ird  der  cfcfl-Vflgl  weicht  2 — 4  mm  von  der  geraden  Linie  ab.  Bei  den  divergieren  Sub¬ 
costalis  und  Oberradiale  gleich  vom  LTrsprunge  an.  Spitze  der  Vflgl  gerundet.  Hflgl  mit  stumpfer  Ecke  auf 
der  mittleren  oder  vordem  Mediana  {Anchiphlebia  Btlr.). 

A.  archaea  Hbn.  {=  girondius  Gofff.)  (43  d).  Auf  diese  Art  wurde  die  Q-AAmg,  Antirrhaea  gegründet,  ardiaea. 
Das  ?  ist  dem  abgebildeten  cf  ganz  älinlich,  nur  hat  es  den  Ird  der  Vflgl  gerade.  Auf  der  gelbbraun  und 
weiss  gestrichelten  Unterseite  sind  statt  der  Augen  nur  kleine  weisse  Punkte  vorhanden.  Der  Duftapparat 
der  cf  cf  bildet  einen  dicht  über  der  Submediana  liegenden  Halbkreis  von  gelbbraunen,  dicht  nebeneinander 
liegenden,  3—4  mm  langen  Haaren,  die  nach  vorne  gerichtet  sind  und  mit  der  Spitze  gegeneinander  neigen. 

Die  Länge  dieses  Haarkranzes  beträgt  10 — 11  mm.  Dem  Duftorgan  gegenüber  liegt  auf  der  Oberseite  der 
Vflgl  ein  eiförmiger  Fleck  von  platt  niedergedrückten  Schuppen,  der  dem  Grunde  gleich  gefärbt  ist,  daher 
leicht  übersehen  werden  kann.  Nach  Wilh.  Müllek,  der  die  junge  Rp  aus  dem  Ei  erhalten  hat,  aber  nicht 
erziehen  konnte,  weil  sie  die  vorgelegten  Gräser  etc.  nicht  anrühi'te,  ist  das  Ei  halbkugelig ,  die  Oberfläche 
durch  erhabene  Leisten  in  regelmässige  sechsseitige  Felder  geteilt.  Der  Körper  der  Rp  ist  iiach  dem  Aus¬ 
schlüpfen  3,8  mm  lang,  die  Schwanzgabel  mit  Endborste  2,7  mm,  also  verhältnismässig  sehr  lang.  Kopf 
gross,  schwarz,  runzlich,  mit  Borsten  besetzt,  oben  mit  einem  zweiteiligen  Fortsatz.  Körj)er  dünner  als  der 
Kopf,  weiss  mit  rotbraunem  Vorderrücken,  und  bräunlichen  oder  rötlichen  Rücken-  und  Seitenlinien.  Die 
Schwanzgabel  ist  schwarz.  In  Brasilien  weit  vei’breitet:  Bahia,  Espezito  Santo,  Santa  Gatharina,  Rio  Janeiro. 

A.  taygetina  BtJr.  Der  vorigen  Art  ähnlich,  nur  etwas  kleiner,  mit  nur  2  kleinern  Augen  auf  den  taygetina. 
Vflgln,  deren  Pupillen  nach  aussen  gerückt  sind  und  die  in  ockergelber  Binde  stehen.  Zuweilen  steht 
am  Vrde  noch  ein  drittes  ganz  kleines  Auge.  Gi’imdfarhe  braungrau  ;  Htlgl  in  der  äussern  Hältte  dunkel¬ 
braun  mit  2  bis  4  kleinen  hellblauen  oder  hellvioletten  Flecken.  Unten  hell  ockergelb,  zuweilen  rosarötlich 
mit  2  bi’aunen,  an  der  Gosta  der  Vflgl  divergierenden  Mittellinien,  deren  äussere  distal  weiss  gerandet  ist, 
mit  einer  undeutlichen,  welligen,  braunen  Submarginallinie  und  5  weissen  Punkten  auf  beiden  Flügeln  in 
winkeliger  Reihe.  Von  Massauary,  Teffe,  Goary  und  Pebas  am  Amazonenstrom.  Selten. 

A.  heia  Fldr.  (43  b).  Oberseite  dunkelbraun.  Die  Vflgl  haben  vor  der  Spitze  2  weisse  Flecke  mit  heia. 
blauem  Ringe  und  in  der  hintern  Flügelhälfte  3  blaue  Flecke,  von  denen  die  2  ersten  weisse  Pupillen  haben. 

Alle  5  Flecke  stehen  in  einer  Reihe.  In  der  Umgebung  dieser  Flecke  ist  die  dunkelbraune  Grundtarbe  blau- 


180 


ANTIRRHAEA.  Von  G.  Weymee. 


ornata. 


geryon. 


geryonides. 


schillernd.  IRlgl  ohne  Zeichnung.  Die  Unterseite  ist  grauhraiin,  fein  dunkelbraun  gemasert  und  hat  einen 
schwachen,  violetten  Widerschein.  Das  Dnftorgan  dieser  Art  hat  die  Gestalt  einer  Ellipse,  die  an  einer 
Seite  zugespitzt  ist.  Diese  Spitze  liegt  wurzelwärts  in  dem  Winkel  der  Sidunediana.  Das  Duftorgan  ist 
13  mm  lang  und  6  mm  breit.  Die  ziemlich  steifen  Haare  stehen  dicht  nebeneinander  am  Rande  und  sind 
radienförmig  nach  innen  gerichtet,  so  dass  sich  ihre  Spitzen  über  der  iMitte  der  Ellipse  berühren.  Nur  die 
Wurzelhälfte  des  Vorderrandes  dieser  Ellipse  ist  frei  von  diesen  Haaren.  Die  Haare  selbst  sind  4  mm  lang, 
hell  gelhlichhraun ,  an  der  Spitze  dunkler  braun.  Dem  Duftorgan  gegenüber  liegt  auf  der  Oberseite  der 
Vtlgl  ein  keilförmiger  Fleck  plattgedrückter  Schuppen.  Vom  oberen  Amazonenstrom,  Ecuador  und  Peru.  Selten. 

A.  ornata  Bt/r.  Spannweite  75  mm,  also  etwas  grösser  als  heia.  Veilfarbig  braun.  Vtlgl  mit  einer 
Reihe  von  4  grossen,  zusammenhängenden,  runden,  scliwarzen  Augen  mit  ziemlich  grossen  weissen  Pupillen 
und  ockerfarhiger  Umgebung.  Htlgl  mit  einer  gebogenen  zusammenhängenden  Reihe  von  5  grossen  eiförmigen 
blauen  Augen,  die  feine  weisse  Pupillen  haben  und  in  dicken,  schwarzen  Ringen  stehen.  Die  Umgebung 
dieser  Reihe  ist  ebenfalls  ockergelb  gefärbt.  Die  Unterseite  ist  ockergelb,  fein  braun  gestrichelt.  Die  stumpf 
vorspringende  Ecke  der  Htlgl  liegt  auf  dem  vordem  Medianstast.  Es  ist  nur  das  ?  bekannt.  Cayenne.  Selten. 

b)  Subcostalis  und  Oberradiale  der  Htlgl  entspringen  bei  beiden  Geschleclitern  w'eit  getrennt  und 
gehen  divergierend  auseinander.  01)erdiscoc.ellularis  hat  die  halbe  Länge  der  Mitteldiscocellularis.  Ird  der 
Vtlgl  l)ei  den  cf  cf  nur  2 — 3  mm  von  der  geraden  Linie  abweichend,  bei  den  ganz  gerade.  Spitze  der  Vtlgl 
rechtwinkelig.  Htlgl  auf  der  vorderen  IMediana  in  eine  Si)itze  auslaufend,  auf  der  mittleren  und  hintern  Mediana 
stumpf  eckig. 

A.  geryon  F/dr.  (43c).  Spannweite  85  mm.  Der  Aussenrd  der  Vtlgl  ist  fast  gerade,  die  grösste 
Ausbiegung  des  Irds  des  cf  liegt  etwas  vor  der  Älitte  und  beträgt  nur  2  mm,  beim  ?  ist  der  Ird  der  Vtlgl 
gerade.  Grundfarbe  braun.  Drei  grosse,  5—6  mm  messende  schwarze  Augen  mit  1  mm  grossen  weissen 
Pupillen  und  bräunlich  ockergelbem  Umkreis  stehen  auf  jedem  Elügel,  die  der  Htlgl  in  gebogener  Reihe. 
Beim  ?  messen  die  Augen  8 — 9  mm.  Die  Unterseite  ist  bräunlich  ockergelb ,  überall  fein  braun  gestrichelt, 
mit  brauner  Mittelbinde  auf  beiden  Flügeln,  zwei  braunen  Halbbinden  in  der  Mittelzelle  der  Vtlgl,  einer 
solchen  Halbbinde  vor  der  Mittelbinde  der  Htlgl  und  braunem  Aussenrd.  An  Stelle  der  Augen  stehen  auf 
den  Vtlgln  drei  weisse  Punkte  und  auf  den  Htlgln  zwei  weisse  und  ein  schwarzer  Punkt.  Ferner  ist  noch 
ein  schAvarzer  Punkt  an  der  Wurzel  der  Htlgl  vorhanden.  —  Das  Duftorgan  ist  nur  10  mm  lang,  liegt  4  mm 
von  der  Whirzel  entfernt  und  besteht  aus  einer  der  Suhmediana  aufsitzenden  Reihe  von  gelbbraunen,  3  mm 
langen ,  an  ihrer  Spitze  dunkelbraunen  Haaren.  Es  erreicht  nicht  ganz  die  Mitte  des  Irds  und  ist  daher 
selbst  bei  sehr  hoher  Flügelspannung  durch  die  Htlgl  verdeckt.  —  Dem  Duftorgan  gegenüber  liegt  auf  der 
Oberseite  der  Vtlgl  auch  hier  ein  bimförmiger  Fleck  von  niedergedrückten  Schuppen ,  der  7  mm  lang  und 
5  mm  breit  ist,  jedoch  leicht  ühersehen  werden  kann.  Ferner  ist  eine  kleine,  kahle,  Amn  Schuppen  ent- 
blösste  Stelle  am  Vrd  der  Htlgloberseite  als  das  sogenannte  Reibefeld  zu  eiwähnen.  —  Die  früheren  Stände 
dieser  Art  sind  von  Fasse  in  Columhien  beol)achtet  Avorden :  Das  Ei  ist  halbkugelig,  AAmiss,  nicht  glänzend; 
die  Basis  etAvas  eingebuchtet.  Grösse  Avie  Harj>tjia  vinula.  Die  Rp  sieht  fast  Avie  eine  Bomb.  nensfria-R])  aus, 
ist  ähnlich  hunt  und  detailliert  gezeichnet,  jedoch  mit  divergierenden  Rückenlinien.  Der  sehr  grosse  Kopf 
ist  gelblichgrün,  der  Körper  nach  hinten  verjüngt  und  in  eine  lange  SchAvanzgabel  endigend.  Die  Pp  ist 
etwas  gedrungener,  sonst  ähnlich  einer  grossen  Fyrani.  aialanfa-R]).  Es  kommen  solche  Amn  grüner  und 
hrauner  Farbe  vor,  ohne  dass  dadurch  das  künftige  Geschlecht  bedingt  Avird.  Futter{)tlanze  der  Rp  eine 
Palmenart.  Golumbianische  West-Kordillere  und  zwar:  Carmen  1800  m,  Rio  Agnatal  1800  m  vom  November 
bis  Januar,  St.  Antonio  2000  m  im  April  in  dichtem,  dunklem  UrAvald  auf  der  Kammhöhe.  Hnamboya  in 
Ecuador  (1200 — 2200  m). 

A.  geryonides  Weijm.  (43  c).  Der  vorigen  Art  ähnlich,  die  Grundfarbe  ist  aber  dunkel  olivbraun, 
die  äussere  Hälfte  der  Vtlgl  und  die  Htlgl  besonders  dunkel.  Die  Augen  sind  grösser,  beim  cf  messen  sie 
auf  dem  Vtlgl  8 — 9  mm  im  Durchmesser,  auf  dem  Htlgl  5—6  mm.  Die  Pupillen  derselben  sind  ebenfalls 
grösser  (2—272  nnn)  und  bläuliclnveiss  gefärbt.  Die  rotgelbe  Einfassung  der  Augen  von  geryon  fehlt  hier 
ganz.  Die  Unterseite  ist  ebenfalls  dunkler  als  bei  geryon.  Die  Aveissen  Punkte  auf  den  Vtlgln  sind  etAvas 
grösser  und  statt  des  scliAvarzen  Punktes  zwischen  dem  mittleren  und  hinteren  Medianast  der  Htlgl  ist  ein 
kleiner  schwarzer  Ring  mit  Aveisser  Pupille  vorhanden.  Ein  Hau})tunterschied  liegt  in  dem  Duftorgan.  Das¬ 
selbe  ist  viel  grösser  als  bei  geryon,  es  bedeckt  eine  keilförmige,  proximal  zugespitzte,  distal  abgerundete 
Fläche  von  18  mm  Länge,  deren  grösste  Breite  6  mm  beträgt.  Selbst  bei  nicht  hoher  Flügelspannung  liegt 
daher  der  äussere  Teil  des  Duftorgans  frei  und  nur  die  innern  ^/4  sind  Amm  Htlgl  bedeckt.  Die  in  zwmi 
Längsreihen  geordneten  Haare  stossen  in  der  distalen  Ahrundung  zusammen,  biegen  sich  gegeneinander  und 
berühren  sich  mit  ihren  Spitzen.  Der  dem  Duftorgan  gegenüber  auf  der  Oberseite  der  Vtlgl  liegende  Fleck 
niedergedrückter  Schuppen  hat  ähnliche  Gestalt  AAÜe  bei  goryon  und  ist  deutlich  sichtbar.  Das  ?  erreicht 
eine  Flügelspannung  his  zu  90  mm.  Die  Augen  auf  den  Flügeln  sind  noch  grösser  als  heim  cf,  sie  messen 
auf  den  Vflgln  10  — 12  mm,  auf  den  Htlgln  7 — 10  mm.  Die  bläulichweissen  Pupillen  derselben  erreichen 
eine  Grösse  von  2 — 3  mm.  Auf  den  Htlgln  zeigt  sich  noch  ein  4.  kleineres  Auge,  das  bei  den  zwei  mir 
vorliegenden  ??  eine  verschiedene  Stellung  einnimmt.  Bei  dem  Ecuador -Exemplar  liegt  es  zwischen  der 


ANTIKHIIAEA.  Von  G.  Wkymkh. 


]S1 

Uiiterradiale  und  dein  obern  Äledianast,  liei  dem  eolumbianischen  Exemplar  aller  iialie  am  Vrd.  Auch  ist 
die  Gi'undfarlie  liei  letzterem  dunkler  als  bei  jenem,  doch  sind  beide  an  den  p;rossen  bläulidiweissen  Eupillen 
leicht  von  genjon  zu  unterscheiden.  Ecuador  (Sarayaku  und  Makas);  Columbien  (Mio  d'oche  am  (^tuindiu 
2200  m  im  September  und  Canon  del  Tolima  1700  m  im  Dezember). 

c)  Spitze  der  Vügi  wie  abgesclmitten ,  der  Aussenrd  tritt  auf  der  oljern  Radiale  stumjifwinkelig  vor. 

Der  Ird  der  Vflgl  bei  den  cf  cf  4 — 6  mm  von  der  geraden  Linie  aliweicliend.  Das  übrige  wie  bei  li. 

A.  phasiane  BUr.  (43  c).  Grösse  etwa  den  vorigen  Arten  gleich,  auch  in  der  Zeichnung  ähnlich, 
die  Spitze  der  Vtlgl  ist  aber  wie  abgeschnitten,  so  dass  der  Aussenrd  unterhalb  der  Sjiilze  eine  stumjife 
Ecke  bildet.  Der  Ird  der  Vtlgl  weicht  beim  cf  4  mm  von  der  geraden  Linie  ab;  Grundfarbe  rötlichbraun. 

Vtlgl  mit  3  grossen  Aveissgekernteu  Augen,  von  denen  das  vordere  2  Puiiillen  hat  (die  eine  nahe  am  Rande). 

Htlgl  mit  4  runden  schwarzen  Flecken  an  Stelle  der  Augen.  Auf  beiden  Flügeln  sind  die  Augen  und 
Flecke  bräunlich  rotgelb  eingefasst.  Die  Unterseite  ist  der  von  genjon  fast  gleich,  doch  ist  die  Grundfarbe 
rötlichbraun,  der  Aussenrd  ist  nicht  dunkler  eingefasst  und  vor  demselben  treten  auf  jedem  Flügel  4  weisse 
Flecke,  die  der  Lage  der  Pupillen  und  Flecke  der  Oberseite  entsprechen,  deutlich  hervor.  In  der  Färbung 
und  Zeichnung  sind  die  Geschlechter  nicht  verschieden.  Venezuela  (Maracaibo);  Peru  (Chanchamayo). 

A.  pterocopha  Salv.  u.  Godm.  Die  Gestalt  der  Flügel  und  die  Zeichnungsanlage  der  Unterseite  ist  pterocopha. 
der  von  phasiane  ganz  ähnlich.  Die  Oberseite  ist  aber  weit  verschieden  und  viel  lebhafter  und  schöner 
gefärbt.  Auch  zeigen  beide  Geschlechter  oberseits  wenig  Übereinstimmung  in  der  Zeichnung,  cf  95  mm 
Flügelspannung.  Der  Ird  der  Vtlgl  ist  stärker  nach  aussen  gebogen  als  bei  phasiana,  er  weicht  6  mm  von 
der  geraden  Linie  ab.  Vtlgl  oben  dunkelbrann  mit  3  grauen  Punkten  in  Zelle  3,  5  und  6  und  mit  einem 
eiförmigen  Fleck  niedergedrückter  Schuppen  dicht  über  der  weit  nach  hinten  gebogenen  Submediana.  Htlgl 
mit  einem  grossen,  orangegelben,  hufeisenförmigen  Fleck  am  Vorderwinkel,  einem  grossen,  20  mm  langen, 
blauen  Fleck  am  Analwinkel ,  der  die  äussere  Hälfte  des  Irds  bis  an  den  hintern  Medianast  fast  ganz  ein¬ 
nimmt,  und  mit  2  kleinern  blauen  Flecken  in  Zelle  2  und  3,  wovon  der  letztere  nur  punktförmig  ist.  Die 
Unterseite  ist  der  von  geryon  und  phasiane  ähnlich,  gelblichbraun,  fein  dunkelbraun  gestrichelt,  mit  brauner, 
etwas  gebogener  Mittelbinde  auf  beiden  klügeln,  2  desgleichen  Halbbinden  auf  den  Vtlgln  in  der  iMittelzelle 
und  einer  braunen  Wurzelbinde  auf  den  Vtlgln,  die  sich  nach  hinten  in  mehrere  Teile  teilt.  Alle  diese 
Binden  sind  an  der  äussern  Seite  von  lilafarbigen  Streifen  begleitet,  die  sich  in  die  Grundfarbe  verlieren. 

Im  Saumfeld  auf  jedem  Flügel  3  weisse  Punkte.  ?  100  mm  Flügelspannung.  Der  Ird  der  Vtlgl  ist  nicht 
gerade  wie  bei  den  andern  Äntirrhaea-kYiQn,  sondern  etwas  nach  aussen  gebogen,  doch  beträgt  die  x4us- 
biegung  nur  3  mm,  also  nur  die  Hälfte  des  cf.  Grundfarbe  dunkelbraun;  Vtlgl  hinter  der  Mitte  mit  einer 
lilafarbigen  Querbinde,  die,  sich  allmählich  verjüngend,  vom  Vrd  zum  Ird  zieht,  in  Zelle  4  unterbrochen  ist 
und  auf  welcher  in  Zelle  2,  3,  5  und  6  weisse  Punkte  stehen.  Die  Htlgl  haben  die  vordere  Hälfte  des 
Aussenrds  11—12  mm  breit  rotgelb  gefärbt  mit  einem  braunen  Submarginalstreifen.  Vom  vordem  Medianast 
ab  ist  der  Aussenrd  bis  zum  Analwinkel  nur  4  mm  breit  rotgelb.  In  Zelle  3  liegt  ein  grösserer,  in  Zelle  5 
ein  kleinerer  lilafarbiger  Fleck,  ersterer  auf  l)raunem,  letzterer  auf  rotgelbem  Grunde,  beide  mit  weissein 
Kern.  Costa  Rica,  Panama  (Santa  Fe,  Galobre).  Sehr  selten. 

cl)  Spitze  der  Vflgl  gerundet,  Ird  der  Vflgl  bei  den  cf  cf  so  stark  nach  hinten  gebogen,  dass  er  7  bis 

10  mm  von  der  geraden  Linie  alnveicht.  Htlgl  auf  dem  vordem  Medianast  in  eine  Spitze  ausgezogen,  auf  dem 

hintern  stumpfeckig. 

A.  philoctetes  L.  (morna  F.)  (43  c).  Vtlgl  einfarbig  braun  mit  einem  weissen  Punkt  vor  der  philoctetes. 
Spitze.  Der  von  der  Grundfarbe  nicht  verschiedene  Fleck  plattgedrückter  Schuppen  ist  gross,  eiförmig, 

12  mm  lang,  7  mm  breit  und  tritt  ziemlich  deutlich  hervor.  Htlgl  braun,  am  Vrd  heller,  nach  aussen  und 
hinten  dunkler,  ein  blauer  Fleck  am  Analwinkel,  daneben  folgen  2  grosse  desgleichen,  eiförmige,  die  einen 

dicken  schwarzen  Kern  haben,  dann  ein  blauer  Punkt  in  Zelle  4  und  zwei  Yveisse  Punkte  in  Zelle  5  und  6. 

Auf  der  Unterseite  sind  die  Vtlgl  graubraun  mit  2  geraden  braunen  Querlinien  in  der  i\littelzelle,  mit  einem 
geraden  weissen  Streifen  hinter  der  Mitte,  der  nur  auf  Rippe  2  umbiegt  und  vor  dem  Duftorgan  endigt. 

Zu  beiden  Seiten  dieses  Streifens  ist  die  Grundfarbe  etwas  dunkler.  Das  Duftorgan  ist  kreisrund,  die  am 
Rande  des  Kreises  stehenden  Haare  sind  nach  der  Mitte  desselben  gerichtet  und  berühren  sich  mit  den 
Spitzen.  Selbst  bei  wenig  hoher  Spannung  liegt  der  vordere  Teil  desselben  frei.  Durch  die  Mitte  der 
Htlgl  zieht  eine  15  mm  breite  dunkelbraune  Binde  vom  Vrd  zum  Ird,  im  Saumfelde  in  Zelle  2  und  3  zwei 
schwarze,  hellbraun  eingefasste  Flecke  und  in  Zelle  4,  5  und  6  je  ein  weisser  Punkt.  Eine  braune  Wellen¬ 
linie  vor  dem  Saum.  Guyana,  unterer  Amazonenstrom,  Tapajos.  —  scoparia  Btlr.  ist  von  philoctetes  nur  scoparia. 
dadurch  verschieden ,  dass  die  Vflgl  oberseits  eine  heller  braune  Grundfarbe  haben ,  welche  die  Zeichnung 
der  Unterseite  deutlich  durchscheinen  lässt  und  dass  auf  den  Hllgln  wurzelwärts  von  der  blauen  Flecken¬ 
binde  der  philoctetes  noch  eine  zweite  aus  4  Flecken  bestehende  Binde  vorhanden  ist.  Auf  der  Unterseite 
der  Htlgl  vereinigen  sich  die  2  dunklen  Flecke  im  Saumfelde  beinahe  mit  der  braunen  Mittelbinde.  Be¬ 
schrieben  nach  einem  Exemplar  in  der  frühem  KADEN’schen  Sammlung,  jetzt  in  Kolk  Druce,  dessen  Fund¬ 
ort  nicht  bekannt  ist. 


182 


ANTIKRHAEA.  Von  G.  Weymek. 


phiiaretes.  A.  philarctcs  Fhlr.  (43  d).  Die  Vflgl  sind  auf  beiden  Seiten  denen  von  philoctetes  ganz  ähnlich, 

auch  der  Dnftapparat  ist  geradeso  gestaltet,  die  Htlgl  sind  jedoch  weit  verschieden.  Sie  haben  beim  cf 

2  blaue  runde  Flecke  von  4  mm  Durchmesser  in  Zelle  2  und  3  und  einen  gleichfarbigen  Punkt  in  Zelle  5, 
in  welchem  ein  feiner  weisser  Kern  steht.  Zuweilen  liegt  noch  ein  4.  Fleck  zwischen  ihnen.  Beim  ?  ist 
dies  -wohl  immer  der  Fall.  Auf  der  Unterseite  setzt  sich  die  weisse  Binde  der  Vtlgl  in  ziemlich  gerader 
Richtung  üher  die  Hügl  fort  bis  dicht  an  den  Ird  in  der  Nähe  des  Analwinkels.  Auf  ihr  liegt  in  Zelle  2 
ein  kleiner  runder  schwarzer  Fleck  und  neben  ihr  an  der  äussern  Seite  in  Zelle  3  ein  ähnlicher,  grösserer 
Fleck  in  weisser  Umgebung.  An  der  Wurzel  der  Htlgl  3  braune  Fleckchen.  Von  Bogota  in  Columbien 

philopoemen.  und  von  Pebas  am  obern  Amazonenstrom.  —  philopoemeti  Fldr.  Grösser  als  phiiaretes,  das  ?  erreicht 
bis  zn  100  mm  Flügelspannung.  Grundfarbe  braun,  Vflgl  hinter  der  Mitte  eine  gerade  weisse  Binde,  vor 
der  Flügelspitze  2  weisse  Punkte,  eine  braune  Submargiuallinie ,  hinter  welcher  der  Rand  rötlich  ist.  Die 
Htlgl  in  der  äussern  Hälfte  schwärzlich  mit  violettem  Schein  und  6  eiförmigen,  glänzend  blauen  Flecken 
zwischen  der  hintern  Mediana  und  dem  Vrd,  mit  rötlichen,  zuweilen  weissgetleckten  Halbmonden  auf  dem 
Saume.  Die  Unterseite  ist  der  von  phiiaretes  ähnlich,  die  Wurzelhälfte  der  Vtlgl  ist  aber  bedeutend  heller, 
die  weisse  Binde  ist  auf  beiden  Flügeln  breiter,  anf  den  Htlgln  erreicht  dieselbe  aber  nur  die  Submediana, 
avemiis.  nicht  den  Ird.  Von  Villeta  in  der  bogotanischen  Kordillere.  1500  m.  Selten.  —  avernus  Fpff’.  (43  d).  Der 
philapoewen  ähnlich,  doch  etwas  kleiner:  cf  78  —  85  mm,  ?  90  mm  Flügelspannung.  Der  Ird  der  Vtlgl  ist 
beim  cf  stärker  nach  aussen  gebogen.  Die  Abweichung  von  der  geraden  Linie  beträgt  10  mm.  Vtlgl 

beim  cf  einfarbig  braun  mit  nur  einem  weisseu  Punkt  vor  der  Flügelspitze,  beim  ?  ausserdem  mit  einem 
schmalen,  auf  den  Rippen  unterbrochenen  trübweissen  Querstreifen  hinter  der  Mitte.  Die  Htlgl  haben  in 
beiden  Geschlechtern  3  grosse,  lebhaft  blaue  oder  violettblaue  Flecken  zwischen  der  Submediana  und  den 

3  Medianästen,  welche  die  Breite  der  Zellen  fast  ganz  ausfüllen  und  8  — 11  mm  lang  sind.  Der  grösste 

liegt  dem  Irde  zunächst.  Beim  ?  folgen  in  der  vordem  Flügelhälfte  noch  2  oder  3  kleine  blaue  Flecken, 
beim  cf  nur  einer  zwischen  den  Radialen,  der  einen  weissen  Mittelpunkt  hat.  Die  Unterseite  ist  der  von 

phiiaretes  ganz  gleich,  das  Duftorgan  ebenfalls.  Durch  den  'grossen  blauen  Fleck  zwischen  der  Submediana 

und  dem  hintern  Medianast  auf  der  Überseite  der  Htlgl  ist  diese  Form  sofort  von  den  verwandten  zu  unter¬ 
scheiden.  Peru  (Ghanchamayo),  Fcuador  (Macas  und  Saiayaku). 

miltiades.  A.  miltiades  F.  (=  casta  Bates,  lindigii  Fldr.)  (43  d).  80  —  90  mm  Flügelspannung.  Vllgl  beim  cf 

braun  mit  I  oder  2  weissen  Punkten  vor  der  Spitze.  Diese  sind  beim  ?  etwas  grösser  und  besitzt  dies 

ausserdem  eine  schmale  weisse  Binde,  welche  vom  Vrde  zum  Irde  geht.  Htlgl  braun,  beim  cf  mit 
einem  nnregelmässigen  weissen  Fleck  zwischen  den  Medianästen,  der  sich  nach  hinten  in  eine  Spitze  ver¬ 
längert.  Beim  ?  hat  dieser  Fleck  eine  sichelförmige  Gestalt  und  liegen  vor  und  hinter  ihm  noch  mehrere 
kleine  Flecke,  auch  stehen  auf  dem  Saume  zwischen  den  Rippen  wmisse  Halbmonde.  Die  Unterseite  ist  der 
der  vorigen  Arten  ganz  ähnlich ,  nur  ist  die  weisse  Binde  auf  den  Htlgln  zwischen  den  Medianästen  etwas 
erweitert,  so  dass  hier  ein  weisser  Fleck  entsteht,  der  demjenigen  der  Oberseite  ähnlich  ist.  In  demselben 
liegen  2  runde  schwarze  Flecke,  von  denen  der  eine  zuweilen  nur  punktförmig  ist.  An  der  Wurzel  drei 
braune  Punkte.  Das  Duftorgan  ist  Avie  bei  den  vorigen  Arten.  Von  Guatemala,  Nicaragua,  Costa -Rica, 
rnnrcna.  Panama,  Columbien  (Muzo).  —  murena  SVyr.  ist  eine  Lokalform  von  miltiades,  die  sich  durch  geringere 
Grösse  (70  mm  Flügelspannung)  und  dadurch  unterscheidet,  dass  der  weisse  Fleck  der  Htlgl  durch  den 
mittleren  Medianast  in  zwei  Teile  geteilt  ist,  so  dass  nur  die  weisse  Einfassung  der  daneben  liegenden 
schwarzen  Flecke  übrig  geblieben  ist.  Auch  scheinen  die  weissen  Binden  der  Unterseite  nach  oben  etwas 
durch,  die  Wurzel  der  Htlgl  ist  oberseits  hellbraun  und  am  Vorderwinkel  derselben  Flügel  stehen  2  graue 
Punkte.  Auf  der  Unterseite  ist  der  äussere  Teil  des  Wurzelfeldes  heller  braun  gefärbt,  die  weisse  Binde 
ist  auf  den  Vtlgln  um  ein  Gei'inges  l)reiter,  doch  fehlt  die  Erweiterung  dieser  Binde  auf  den  Htlgln  zwischen 
den  Medianästen  fast  ganz ,  während  der  an  dieser  Stelle  liegende  schwai'ze  Fdeck  stark  vergrössert  ist. 
tomasia.  Von  Massauary  am  Rio  Manes  (unterer  Amazonenstrom).  —  tomasia  Btlr.  (43  d).  Flügelspannung  80  bis 
95  mm,  ist  eine  den  beiden  vorigen  ähnliche  Form,  bei  der  der  weisse  Fleck  der  Htlgl  oberseits  zwischen 
den  Medianästen  ganz  verschwunden ,  dafür  aber  zuweilen  ein  kleiner  weisser  Punkt  in  Zelle  5  vorhanden 
ist.  Der  Vrd  der  Htlgl  ist  hellgrau,  wie  bei  allen  verwandten  Formen,  und  vor  der  Spitze  der  Vtlgl  stehen 
2  Aveisse  Punkte.  Auf  der  Unterseite  ist  der  weisse  Streif  auf  den  Vtlgln  viel  schmäler  als  bei  miltiades, 
auf  den  Htlgln  fehlt  er  bis  an  den  vordem  Medianast  ganz.  Dann  folgt  in  Zelle  3  ein  3  mm  messender 
Aveisser  Fleck,  der  von  einem  scliAvarzen  lunden  Fleck  fast  ganz  ausgefüllt  Avii-d.  ZAvischen  dem  mittlern 
Medianast  und  dem  Irde  ist  der  weisse  Streifen  vorhanden,  aber  ganz  schmal  und  mehrmals  unterbrochen.  Das 
.Alittelfeld  der  Htlgl  ist  unten  dunkler  wie  Saum-  und  Wurzelfeld.  Von  Panama  (Chiriqui,  Bugaba,  Veragua). 

Anmerkung.  Ob  die  von  Kirby  in  seinem  Katalog  aufgefiihrie  Antirrhaea  hifascintus  Gmelin  wirklich  zur  Gattung 
Antirrhaea  oder  überhauif  zur  amerikanischen  Fauna  gehört,  erscheint  fraglich,  da  sich  ersteres  aus  der  Beschreibung  nicht  er¬ 
kennen  lässt  und  ein  genaueres  Vaterland  dem  Autor  nicht  bekannt  war.  Die  Art  ist  nur  als  aussereuropäisch  bezeichnet,  kann 
also  ebensogut  zur  indischen  oder  afrikanischen  Fauna  gehören.  Das  Original  der  Beschreibung  befand  sich  im  Äluseum  Leskeanum, 
ein  weiteres  Exemplar  ist  nicht  bekannt  geworden.  Nach  dieser  Beschreibung  sollen  die  geeckten  Flügel  oben  braun  sein  und 
die  Unterseite  grau  mit  2  gemeinschaftlichen  braunen  Streifen  und  einer  breiten  grauen  gemeinschaftlichen,  hinten  gezähnten 
Binde,  in  welcher  auf  den  Vtlgln  auf  braunem  Grunde  5,  auf  den  Htlgln  (3  Augen  mit  weisser  Puiiille  und  gelber  Iris  stehen. 
Von  den  Augen  der  Vtlgl  sind  die  mittleren  grösser.  Vorkommen  ausserhalb  Europa.  (Gmelin  Syst.  Nat.) 


SrNARLSTA:  CAEKOTS.  Von  G.  Wkymkr. 


ISB 


5.  Gattung;  ^inarinta  Weyvu 

Die  Kennzeichen  dieser  Gattung  sind  der  im  männlichen  Geschlecht  fehlende  llaarkranz  zwischen 
Mediana  und  Suhmediana  auf  der  Unterseite  der  Vtlgl  und  die  nur  an  der  Wurzel  knieförmig  gebogene, 
sonst  fast  geradlinig  verlaufende  Suhmediana  dersell)en  Flügel,  die  erst  in  dem  abgerundeten  Innenwinkel 
den  Saum  erreicht,  während  sie  l)ei  Antirrhaed  einen  mehr  oder  minder  grossen  Dogen  beschreibt  und  weit 
vor  dem  Innenwinkel  in  den  Ird  mündet.  Der  Ird  dieser  Flügel  ist  ebenfalls  wenig  nach  hinten  gebogen, 
der  Aussenrd  bildet  eine  gerade  Linie  umt  die  Flügelspitze  einen  rechten  Winkel.  Der  Saum  der  tltlgl 
tritt  auf  dem  vordem  Medianast  in  eine  nach  aussen  gerichtete  Spitze  vor,  auf  den  übrigen  Hippen  ist  er 
nur  wellenförmig.  Die  einzige  Art  dieser  Gattung  hat  ein  sehr  düsteres  Aussehen  und  ist  eine  Flnldeckung 
der  neuesten  Zeit. 

S.  adoptiva  Weijin.  (44  a).  Flügelspannung  82  mm.  Die  Gestalt  der  Flügel  ist  die  von  A.  <j<n'ij(M  adoptiva. 
Fhlr.  (f,  die  Grundfarbe  aber  noch  dunkler  braun  als  bei  A.  geri/onides  Weipn.,  fast  schwarzbraun  und  überall 
gleichmässig  dunkel.  Auf  den  Vtlgln  liegen  in  Zelle  2,  3  und  5  drei  schwarze  Augen  mit  weissen  Puj)illen, 
das  obere  misst  5  mm,  die  beiden  untern  nur  3  mm  im  Durchmesser;  auf  den  Htlgln  in  denselben  Zellen 
drei  schwarze,  pupillenlose  Flecke,  der  vordere  und  hintere  rund,  5  mm  im  Durchmesser,  der  mittlere 
eiförmig  und  etwas  grösser  (6  zu  8  mm).  Diese  Flecke  treten  aus  der  dunklen  Grundfarbe  wenig  hervor, 
zuweilen  haben  die  zwei  hintern  feine,  kaum  sichtbare,  weissgraue  Pupillen.  Der  Saum  beider  Flügel  ist 
fein  rotbraun  eingefasst,  die  Fransenspitzen  weiss.  Die  Unterseite  ist  dunkelbraun  mit  vielen  feinen,  bläulich- 
weissen  Punkten  bedeckt,  welche  meist  aus  einzelnen  Schuppen  bestehen  und  sich  am  Vrde  der  Vtlgl  zu 
einigen  weissen  Flecken  verdichten.  Nach  aussen  verliert  sich  diese  Bestäubung,  so  dass  der  Rand  einfarbig 
braun  erscheint.  An  Stelle  der  Augen  der  Oberseite  stehen  auf  den  Vtlgln  drei  ockergelbe  Punkte,  der 
vordere  etwas  grösser,  und  auf  den  Htlgln  an  Stelle  des  mittlern  Flecks  ein  bläulichweisses  Fleckchen.  Von 
Fassl  in  der  columbianischen  West-Kordillere  entdeckt.  Das  ?  dieser  Art  ist  noch  nicht  bekannt. 


6.  Gattung:  Caerois  Hbn. 

Auch  diese  Gattung  ist  dadurch  ausgezeichnet,  dass  sie  beim  männlichen  Geschlecht  ein  Duftorgan 
am  Irde  der  Vtlgl  auf  der  Unterseite  besitzt,  ausserdem  ist  auf  der  Oberseite  der  Htlgl  in  der  Mitte  der 
Submediana  ein  Haarbusch  vorhanden,  der  aus  einer  Reihe  von  braunen  Haaren  besteht.  Die  männlichen 
Vorderfüsse  sind  sehr  verkümmert,  die  Palpen  ziemlich  lang,  mit  dünnem,  gebogenem  Mittelgliede,  nach 
vorn  dicht  beschuppt.  Die  Rippen  sind  nicht  aufgeblasen.  Beim  cf  zweigt  sich  auf  den  Vtlgln  nur  ein 
Subcostalast  vor  dem  Zellende  ab.  Die  Fltlgl  laufen  auf  dem  vordem  IMedianast  in  einen  Schwanz  aus,  auf 
der  Submediana  zeigen  sie  eine  stumpfe  Ecke.  Die  übrigen  Rippen  treten  auf  dem  Saume  nicht  vor. 

Grosse  Schmetterlinge  von  80 — 90  mm  Flügelspannung,  deren  Heimat  Zentral-  und  das  nördliche  Süd- 
Amerika  ist. 

C.  chorinaeus  F.  (=  arcesilaus  Sulz.)  (44  a).  Der  Vrd  der  Vtlgl  ist  au  der  Spitze  stark  nach  diorinaeus. 

hinten  zurückgebogen,  die  Spitze  selbst  breit  gerundet,  der  Aussenrd  unter  der  Spitze  tief  ausgeschnitten, 

der  Innenwinkel  abgerundet,  der  Ird  etwas  vortretend.  Grundfarbe  braun  mit  breiter  rotgelber  Schrägbinde, 
ohne  Augen,  nur  mit  einem  weissen  Punkt  vor  der  Spitze.  'Der  Aussenrd  der  Htlgl  ist  2—4  mm  breit  rot¬ 
gelb  eingefasst ,  die  braune  auf  dem  vordem  Medianast  stehende  Spitze  tritt  horizontal  nach  aussen  vor. 

Die  bräunlich  ockergelbe  Unterseite  ist  fein  dunkelbraun  gestrichelt ,  mit  drei  braunen ,  fast  geraden  und 
parallelen  Querlinien  auf  den  Vtlgln,  wovon  die  mittlere  nur  bis  an  die  Mediana  reicht,  die  Htlgl  mit  zwei 
in  der  gleichen  Richtung  laufenden  Linien,  die  vom  Vrde  bis  hinter  die  Füügelniitte  ziehen,  und  einer  dritten 
geraden,  die  den  Vorderwinkel  mit  dem  Analwinkel  verbindet.  Das  Duftorgan  der  cf  cf  liegt  dicht  am  Innen¬ 
winkel  auf  der  Unterseite  der  Vtlgl,  so  dass  es  vom  Htlgl  nicht  bedeckt  wird,  ist  12  mm  lang,  von  welchen 

8  mm  auf  den  Innen-  und  4  mm  auf  den  Ausseni’d  fallen.  Die  nach  vom  gerichteten  Haare  dieses  Duft¬ 

organs  sind  3  mm  lang,  dunkelbraun.  Ein  kleiner  brauner  Haarbusch  ist  ausserdem  auf  der  Oberseite  der 
Htlgl  nahe  am  Irde.  —  Die  Rp  und  Pp  dieser  Art  hat  Stoul  im  Supplementband  zum  CRAWER’schen 
Exotenwerk,  Taf.  VI,  Fig.  1  und  ta,  abgebildet.  Die  Rp  hat  am  hintern  Ende  des  Körpers  zwei  Spitzen 
von  aussergewöhnlicher  Länge.  Der  Körper  der  Rp  ist  60  mm  lang,  die  Spitzen  messen  30  min,  erreichen 
also  die  halbe  Länge  des  Körpers,  stehen  geradeaus  nach  hinten  und  sind  mit  feinen  Härchen  besetzt, 
während  die  Rp  selbst  nackt  ist.  Der  Kopf  ist  verhältnismässig  gross,  rotbraun  mit  gelben  Rändern  und 
Streifen,  die  Fresswerkzeuge  schwarz.  Der  Körper  trägt  keine  Erhöhungen,  ist  vorn  und  hinten  5  mm,  in 
der  Mitte  7 — 8  mm  dick  und  sehr  bunt  gezeichnet.  Grundfarbe  rötlichviolett,  Bauch  und  Beine  gelb;  auf 
dem  Rücken  ein  gelber  Längsstreifen,  der  in  der  Mitte  jeden  Ringes  breit,  in  den  Einschnitten  aber  schmal 
ist,  so  dass  langgezogene  Vierecke  entstehen,  auf  denen  dunkler  gelbe  und  schwärzliche  Zeichnungen  liegen 
und  die  an  jeder  Seite  des  Rückens  von  mehreren  rotbraunen  und  gellien  Wellenlinien  eingefasst  sind. 

Die  Pp  ist  eine  Hänge -Pp,  etwa  22  mm  lang,  9  mm  dick,  ihr  Hlb  ist  sehr  gekrümmt.  Sie  zeigt  keine 


184 


TISTPHONE;  ENODIA.  Von  G.  Weymee. 


gerdnidtus. 


hercyna. 


maculata. 


scharfkantigen  Erhöhungen,  sondern  nur  auf  der  Mitte  des  Rückens  eine  flache  rundliche  Erhebung.  Flügel¬ 
scheiden  und  Bauchseite  sind  einfarbig  hell  bräunlichgrau,  der  Rücken  hat  dagegen  eine  gelblichbraune 
Farbe  und  ist  mit  vielen  kleinen  schwarzen  Querstrichen  und  Flecken  dicht  besetzt.  Die  Nahrungsptlanze 
der  Rp  ist  das  Zuckerrohr.  Der  Schmetterling  erscheint  in  1 1  Tagen  aus  der  Pp.  Er  kommt  in  Guyana 
und  dem  ganzen  Amazonengebiet  vor. 

C.  gerdrudtus  F.  (=  gertrudtus  Godm.  u.  8uh.,  vespertilio  Thieme)  (44  a).  Der  Vrd  der  Vtlgl  ist 
nicht  so  weit  nach  hinten  zurückgebogen  wie  bei  der  vorigen  Art  und  läuft  in  eine  ziemlich  scharf  vor¬ 
tretende  Spitze  aus,  doch  ist  der  Aussenrd  nur  wenig  einwärts  gekrümmt.  Grundfarbe  braun  mit  dunkel¬ 
violettem  Schiller  von  der  Wurzel  bis  über  die  Flügelmitte.  Vor  der  Spitze  der  Vtlgl  ein  grosses  schwarzes 
Auge  mit  weisser  Pupille,  nach  innen  von  einem  rotgelben  Halbmond  eingefasst,  darunter  ein  rotgelber 
Fleck.  Beim  abgebildeten  ?  liegt,  dem  Irde  etwas  näher,  noch  ein  zweites  kleineres,  gleichgefärbtes  Auge 
mit  vollständigem,  rotgelbem  Ringe.  Dieses  zweite  Auge  fehlt  beim’  cf.  Auf  den  Hflgln  erstreckt  sich  der 
dunkelviolette  Schiller  bis  nahe  an  den  Aussenrd.  Die  Zeichnung  der  Unterseite  ist  der  von  chorinacus  sehr 
ähnlich.  Die  braunen  (Juerstreifen  gehen  an  der  innern  Seite  verloschen  in  die  Grundfarbe  über,  an  der 
äussern  Seite  sind  sie  heller  eingefasst.  Das  Duftorgan  liegt  nicht  am  Innenwinkel  wie  bei  der  vorigen 
Art,  sondern  viel  weiter  wurzelwärts  am  Irde.  Es  beginnt  8  mm  von  der  Flügelwurzel  entfernt,  hat  eine 
Länge  von  18  — 19  mm  und  endigt  5  mm  vor  dem  Innenwinkel.  Es  besteht  nur  aus  einer  Reihe  von  steifen 
aneinander  schliessenden  Haaren,  die  sich  nach  vorne  richten,  6 — 7  mm  lang,  an  ihrer  Spitze  etwas  ge¬ 
kräuselt  und  gelblichbraun  von  Farlje  sind.  Die  Submediana  wird  durch  diese  Haare  bedeckt  und  mündet 
am  Ende  des  Duftorgans  in  den  weit  nach  hinten  gebogenen  Ird.  Auch  bei  dieser  Art  liegt  auf  der  Mitte 
der  Submediana  nahe  am  Irde  der  Oberseite  der  Htlgl  eine  kleine  kurze  Haarquaste.  Von  Panama  (Lion 
Hill),  Gosta-Rica  (Santa  Clara  Valley),  Ecuador  (Balzabamba),  Columbien.  —  Da  Butler  das  Bild  dieser 
Art,  welches  sich  unter  den  nicht  publizierten  Abbildungen  von  Jones  befindet  und  von  Fabricius  s.  Z.  bei 
Beschreibung  der  Art  benutzt  wurde,  mit  dem  Exemplar  in  Salvin’s  Sammlung  verglichen  und  in  Überein¬ 
stimmung  gefunden  hat  (vergl.  Butler,  Gatal.  of  Diurnal  Lepid.  described  by  Fabricius,  p.  9),  so  nehme 
ich  keinen  Anstand,  den  Namen  gerdradtua  Fahr,  beizubehalten. 

7.  Gattung:  TiHi{>]ioiie  Hbn. 

Vtlgl  mit  gerundeter  Spitze,  der  Aussenrd  schwach  wellig,  an  den  Htlgin  stärker  wellig.  Die  Unter- 
discocellularis  ist  an  beiden  Flügeln  mindestens  doppelt  solang  als  die  Mittel-  und  Oberdiscocellularis.  Die 
Palpen  sind  dicht  Iieschuppt,  die  Fhlr  mit  undeutlicher  und  schwach  verdickter  Kolbe.  Die  Klauen  der 
Mittel-  und  Hinterfüsse  sind  zweispaltig.  Mittelgrosse  und  ziemlich  grosse  braune  Schmetterlinge  mit  weisser 
Fleckenlnnde  auf  den  Vflgln  und  einer  Augenreihe  auf  der  Untei'seite  der  Htlgl.  Ilir  Verbreitungsbezirk 
erstreckt  sich  von  Mexiko  bis  Süd-Brasilien. 

T.  hercyna  Hin.  {—  anosia  Godt.)  (44b).  Braun,  in  der  äussern  Flügelhälfte  dunkler,  mit  einer 
Reihe  grosser  weisser  Flecke  durch  die  Mitte  und  einem  kleinen  Fleck  vor  der  Spitze  der  Vtlgl ,  sowie 
einigen  gleichen  Flecken  am  Rande  der  Htlgl.  Costale,  Mediana  und  Submediana  der  Vtlgl  sind  an  der  Wurzel 
etwas  verdickt.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Grundfarbe  etwas  heller,  bräunlichgrau,  die  weissen  Flecke  wie 
oben,  die  Htlgl  mit  mehreren  dunkelbraunen,  sehr  zackigen  Linien,  hinter  der  IMitte  mit  einer  gebogenen 
Reihe  von  6  grossen,  runden,  weissgekernten  Augen,  von  denen  die  2  vordem  schwarze,  das  3.,  4.  und  5. 
graubraune  Iris  haben,  das  letzte  aber  doppelt  schwarzgekernt  ist.  Alle  Augen  sind  von  einem  gelblich¬ 
grauen  und  aussen  von  einem  dunkelbraunen  Ring  eingefasst.  Die  Sjntze  der  Vtlgl  ist  unten  ebenfalls 
bräunlichgrau  mit  einem  Auge,  welches  wie  das  vordere  der  Htlgl  gefärbt  ist.  Vaterland:  Süd-Brasilien 
(Provinz  Santa  Catharina,  Provinz  Parana,  Rio  de  Janeiro  in  einzelnen  Jahren  in  grosser  Anzahl),  Mexiko. 

T.  maculata  dfyff.  (44b).  Der  vorigen  Art  ähnlich,  doch  bedeutend  kleiner,  die  Grundfarbe  etwas 
heller,  die  weissen  Flecke  auf  den  Vflgln  haben  ober-  und  unterseits  viel  geringere  Grösse,  stehen  isoliert 
und  bilden  eine  mehr  nach  aussen  geschwungene  Reihe.  Auf  den  Htlgin  fehlen  sie  ganz.  Die  Unterseite 
der  Htlgl  ist  viel  heller  als  bei  Jiercgna,  sonst  in  der  Zeichnung  gleich.  Vaterland:  Mexiko,  Guatenmla, 
Nicaragua,  Gosta-Rica,  Panama,  Columbien,  Venezuela,  Bolivien,  Süd-Brasilien  (Rio  Grande  do  Sul). 

Anmerkung.  Die  von  Burmeister  beschriebene  Tisiphone  lyssa  ist  =  Pedaliodes  (Pronophdu)  porina  Uew. 


8.  Gattung:  Knodia  Hbn. 

Schmetterlinge  etwas  unter  Mittelgrösse.  Die  Gostalrippe  dei’  Vtlgl  ist  an  der  Wurzel  nicht  stark, 
aber  doch  etwas  angeschwollen,  die  Oberdiscocellularis  ist  sehr  kurz,  die  Mitteldiscocellularis  bleibt  noch 
unter  der  halben  Länge  der  Unterdiscocellularis.  In  den  Hflgln  erreicht  die  Gostalrippe  nicht  den  Vorder¬ 
winkel.  Der  Aussenrd  ist  auf  den  Vflgln  schwach  wellig,  unter  der  Mitte  etwas  einwärts  gebogen,  auf  den 
Htlgin  stärker  Avellig  mit  einem  stum})f  vorspringenden  Zahn  auf  dem  vordem  Medianast.  •  Fhlr  sind  hell 


Atisgegehcn  SO.  XI.  lOlO. 


TAYGKTIS.  Von  G.  Wi  vmkih. 


185 


und  dunkel  geringelt,  mit  nicht  aJ)gesetzter,  aber  doch  deullich  verdickter  dunkler  Koll)e  und  heller  Spitze. 

Palpen  lang  nnd  dünn,  an  der  Vorderseite  dicht  behaart.  Augen  behaart.  Vorderbeine  bei  cf  und  ?  sehr 
verkümmert.  Die  Gattung  besteht  aus  zwei  nordamerikanischen  Arten ,  wovon  die  eine  längere  Zeit  als 
Varietät  der  andern  betrachtet  wurde,  bis  Skinner  sie  als  besondei'e  Art  beschrieb.  Die  andere,  die  bekannte 
portlandia  wurde  von  Westwoob  zur  Gattung  Dehk  (=  Lethe  ///>.),  von  Kirby  mit  ?  zur  Gattung  l<Mptyrhi)i 
gestellt.  Dyar  führt  in  seinem  Katalog  den  HüBNER’schen  Namen  Lnoc/ia  dafür  ein.  Der  Kippen veilauf  dei- 
Falter  stimmt  mit  der  indischen  Gattung  JjefJie  überein,  die  Gastalt  der  Rp  ist  abei'  schon  dadurcli  ver¬ 
schieden,  dass  der  Kopf  bei  Lethe  ein  Horn,  bei  Enodia  zwei  Horner  trägt. 

E.  portlandia  E.  (=  androniacha  Htm.)  (44b).  Flügelspannung  48—51  mm.  Die  auf  der  Oberseite  portlandia. 
pupillenlosen  schwarzen,  bräunlichgelb  eingefassten  Flecke  haben  auf  der  Unterseite  meistens  weisse  Pupillen 
und  einen  dunkelbraunen  zweiten  Ring  als  Einfassung;  auch  ist  ihre  Zahl  um  eins  vermehrt,  indem  am  After¬ 
winkel  der  Htlgl  ein  kleines  Doppelauge  hinzugetreten  ist.  Im  Wurzelfehle  auf  beiden  Flügeln  eine  etwas 
gebogene  braune  Linie,  eine  zweite  stark  zackige  desgleichen  durch  die  Flügelmitte,  eine  schmale  braune 
Submarginalbinde  und  zwei  feine  braune  Saumlinien,  zwischen  welchen  der  Raum  ockergelb  ausgefüllt  ist.  — 

Die  Rp  ist  schlank,  von  der  Mitte  aus  nach  hinten  spitz  zulaufend,  grün,  mit  einer  roten  Rücken-  und 
dunkelgrünen  Seitenlinie.  Der  Kopf  ist  zweiteilig,  jede  Hälfte  trägt  ein  kurzes  konisches  Horn;  der  letzte 
Leibesring  mit  zwei  nach  hinten  gerichteten  Spitzen.  Auf  Gräsern.  Die  Pp  auf  dem  Rücken  konvex ,  auf 
der  Bauchseite  konkav,  mit  einer  stumpfen  Erhöhung  auf  dem  Thorax,  hellgrün.  Der  Ealter  ist  in  den 
Vereinigten  Staaten  von  der  Ostküste  bis  an  das  Felsengebirge  und  von  Maine  im  Norden  bis  an  den  Golf 
von  Mexiko  im  Süden  verbreitet. 

E.  creola  Skinner.  Der  vorigen  ähnlich,  doch  grösser,  cf  und  ?  57  mm  Flügelspannung.  Vflgl  beim  creola. 
cT  mehr  in  die  Länge  gezogen,  am  Vrde  mehr  konvex,  am  Anssenrde  mehr  konkav  gekrümmt.  Grundfarbe 
dunkler  graubraun,  die  schwarzen  Flecke  auf  den  Vflgln  nicht  braungelb  eingefasst,  zu  beiden  Seiten  der 
Rippen  stehen  auf  den  Vflgln  lange  pelzartige  dunkelbraune  Flecke,  die  proximal  miteinander  veibunden, 
distal  zugespitzt  sind.  Auf  den  Hflgln  sind  die  schwarzen  Flecke  unter  sich  gleich  gross.  Beim  ?  ist  die 
braungelbe  Einfassung  der  schwarzen  Flecke  breiter  als  bei  porilandia.  Kommt  längs  des  Golfes  von  Florida 
bis  Mexiko  vor.  Selten.  Da  mir  creola  nicht  in  natura  vorliegt,  so  lasse  ich  die  Frage,  ob  es  gute  Art 
oder  nur  Lokalform  von  portlandia  ist,  unentschieden. 

9.  Gattung;  Taygetis  Hhn. 

Diese  Gattung  enthält  grosse  und  mittelgrosse  Schmetterlinge,  auch  einige  unter  Mittelgrösse.  Die 
grössten  Arten  messen  95  — 100  mm,  die  kleinsten  48  —  50  mm.  Die  Augen  sind  nackt;  die  Palpen  stark 
und  borstig  behaart.  Fhlr  dünn  mit  schwach  verdickter  Endkolbe.  Die  Gostal-  und  die  Medianrippe  der 
Vflgl  sind  an  der  Wurzel  aufgeblasen.  Zwei  Subcostaläste  der  Vflgl  entspringen  vor  dem  Ende  der  Mittel¬ 
zelle  und  zwei  dahinter.  Die  Oberdiscocellularis  ist  ziemlich  kurz,  viel  kürzer  als  die  Mitteldiscocellularis, 
diese  und  die  Unterdiscocellularis  sind  gleich  lang.  In  den  Hflgln  ist  die  Oberdiscocellularis  fast  ebensolang 
als  die  Mitteldiscocellularis,  dagegen  die  Unterdiscocellularis  meist  etwas  länger.  Die  Vflgl  sind  entweder 
glattrandig,  wobei  die  Spitze  sowohl  gerundet  als  auch  vorgezogen  sein  kann,  oder  ihre  Spitze  ist  wie  ab¬ 
geschnitten,  indem  dann  auf  der  obern  Radiale  eine  stumpfe  Ecke  entsteht.  Die  Htlgl  sind  mehr  oder 
weniger  stark  gezähnt,  bei  vielen  Arten  erstreckt  sich  die  Zähnung  auf  den  ganzen  Aussenrd,  bei  andern 
nur  auf  den  hintern  Teil  desselben.  Meist  liegt  dann  der  am  stärksten  vorspringende  Zahn  auf  Mediane  2, 
bei  einzelnen  Arten  aber  auch  auf  Mediane  3.  Mit  wenigen  Ausnahmen  ist  die  Oberseite  einfarbig  braun¬ 
gefärbt.  Die^  wenigen  bekannten  Rpn  leben  an  Bambusarten.  Der  Verbreitungsbezirk  erstreckt  sich  über 
das  ganze  tropische  Amerika,  nördlich  bis  Mexiko  und  südlich  bis  Süd-Brasilien. 

T.  mermeria  Cr.  (44  c).  Die  grösste  Art  der  Gattung  und  sehr  veränderlich  in  der  Gestalt  der  menneria. 
Flügel  und  der  Zeichnung  der  Unterseite.  Die  Stammform  hat  eine  rechtvviiikelige  Spitze  der  Vflgl,  die 
zuweilen  etwas  gerundet  ist.  Der  Aussenrd  der  Vflgl  ist  glattrandig,  der  der  Htlgl  wellig  gebogen  mit 
stumpfen  Ecken.  Oberseite  einfarbig  olivenbraun.  Fransen  bald  ebenso,  bald  bräunlichweiss  gefärbt.  Die 
Unterseite  ist  sehr  veränderlich,  meistens  ist  sie  graubraun  mit  einer  weisslichgrauen  schmalen,  geraden 
Mittelbinde  durch  beide  Flügel.  Hinter  derselben  eine  Reihe  von  5  —  6  dunklen  Augen  auf  jedem  Flügel, 
wovon  aber  oft  nur  die  weissen  Pupillen  zu  sehen  sind.  Manchmal  fehlt  auch  die  hellere  Binde,  besonders 
auf  den  Vflgln,  oder  sie  ist  nur  durch  einen  helleren  Schatten  angedeutet,  vor  dem  sich  dann  eine  breite 
dunkelbraune  Mittelbinde  durch  beide  Flügel  zieht.  Die  Art  hat  eine  weite  Verbreitung  und  ist  stellen¬ 
weise  nicht  selten.  Mexiko,  Guatemala,  Honduras,  Nicaragua,  Costa- Rica,  Peru,  Ecuador,  Amazonenstrom, 

Bolivien,  Britisch  Guyana,  Surinam,  Brasilien.  Der  Schmetterling  fliegt  in  der  Tiefebene  im  Schatten  der 
Wälder  nahe  am  Boden  und  ist  von  dem  trockenen  abgefallenen  Laube,  auf  das  er  sich  mit  Vorliebe 
setzt,  schwer  zu  unterscheiden.  —  crameri  (Stgr.  i.  l.)  form.  nor.  (44  c)  ist  eine  Form  von  mermeria,  bei  der  crameri. 
die  Unterseite  beider  Flügel  grösstenteils  rötlich  ockergelb  gefärbt  ist  und  die  Augen  der  Vflgl  zum  Teil 
viel  grösser  und  ebenfalls  ockergelb  gefärbt  sind,  manchmal  sind  es  auch  die  der  Htlgl.  Von  iMexiko, 

V  24 


186 


TAYGETIS.  Von  G.  Weymer. 

tenebrosiis.  Süd-Brasilien.  —  tenebrosus  Blanch.  (44  c)  ebenfalls  eine  Form  der  mernieria,  bei  welcher  die  Vllgl  am 
Vrde  in  eine  mehrere  Millimeter  lange  feine  Spitze  ausgezogen  und  die  Augenflecke  der  Unterseite  der  Vflgl 
meist  nur  klein  sind.  Die  Hflgl  haben  unten  vor  der  Mitte  eine  10  mm  breite  hell  bräunlichgelbe  oder  hell 
bräunlichgraue  mit  feinen,  dunkelbraunen  Punkten  bestreute  Binde.  Diese  Form  kommt  in  Mexiko,  in 
Hondura  und  andern  Ländern  Zentral -Amerikas ,  am  Amazonenstrom  (Ega),  in  Ecuador,  Surinam  und  Süd- 
excavata.  Brasilien  (Blumen au)  vor.  —  excavata  Btlr.  (44  c),  eine  weitere  Form  von  mermeria,  zeichnet  sich  dadurch 
aus,  dass  der  hintere  Teil  der  Hflgl  zwischen  den  Kippen  1  b  und  3  am  Aussenrde  ziemlich  tief  ausgeschnitten 
ist.  Die  Vflgl  sind  am  Vrde  ebenfalls  in  eine  lange  Spitze  ausgezogen.  Von  Honduras  und  von  Columbien. 

Anmerkung.  Ob  die  Rp,  welclie  Stoll  im  Supplementband  zu  Gramer,  Uitl.  Kapellen,  Taf.  7,  Fig.  1,  abbildet, 
wirklich  zu  memieria  Cr.  gehört,  erscheint  mir  etwas  fraglich,  da  ihre  Gestalt  nicht  derjenigen  der  bekannten  Satyriden - Rpn 
entspricht  und  auch  die  Nahrungspflanze  dieser  Rp  (der  Orangebaum)  eine  Verwechslung  vermuten  lässt.  Sonst  sind  nur 
Gräser,  Bambus  und  Zuckerrohr  als  Nahrung  für  die  Satyriden-Rpn  bekannt.  Die  abgebildete  Rp  ist  42  mm  lang,  7  mm  dick; 
auf  dem  Rücken  rotbraun  mit  weissem,  zackigem  Längsstreif  und  mit  sieben  langen,  rot  und  weiss  gefärbten,  behaarten  Dornen; 
an  den  Seiten  stehen  weisse  Haare,  welche  die  Füsse  bedecken.  Am  Schwanzende  zwei  Quasten,  die  ebenfalls  rot  und  weiss 
behaart  sind.  Der  Kopf  ist  dreieckig,  schwarz  und  weiss  behaart.  An  seiner  Vorderseite  stehen  zwei  weisse  Streifen,  die  seit¬ 
wärts  von  den  weissen  Mundteilen  bis  zur  Stirn  hinaufziehen  und  sich  über  derselben  in  einer  Spitze  vereinigen.  Nahrung: 
Orangebaum.  Die  Chrysahde  ist  perpendikulär  aufgehängt,  30  mm  lang,  12  mm  dick,  mit  zwei  kurzen  Spitzen  am  Kopfe,  grün 
von  Farbe  und  ergibt  den  Falter  in  14  Tagen.  Weitere  Forschungen  müssen  entscheiden,  ob  das  SxoLi.’sche  Bild  wirklich  die 
mermeria-l\\i  vorstellt. 

armillata.  T.  armillata  Bf/r.  steht  zwischen  mermeria^  und  ypthima.  Etwas  kleiner  als  erstere.  Die  Flügel¬ 

spannung  beträgt  90 — 95  mm.  Der  Vflgl  läuft  in  eine  Spitze  aus,  welche  nicht  so  lang  vorgezogen  ist  wie 
bei  tenebrosus  und  exceimta.  Die  Hflgl  sind  auf  den  Rippen  1  b  bis  4  in  spitze  Zähne  ausgezogen.  Oberseite 
olivbraun,  der  Rand  etwas  dunkler,  die  Fransen  heller.  Der  Hauptunterschied  gegen  mermeria  liegt  in  der 
Stellung  der  Mittelbinde  auf  der  Unterseite  der  Hflgl.  Diese  Binde  ist  iiicbt  gerade  wie  bei  mermeria ,  son¬ 
dern  gekrümmt  und  verläuft  mit  dem  Aussenrd  parallel.  Die  Augen  auf  Iteiden  Flügeln  sind  viel  kleiner 
jimna.  und  diejenigen  der  Vflgl  stehen  in  fast  gerader  Reihe.  Von  Columbien,  Ecuador,  Bolivien.  —  jimna  BtJr. 
(44  d)  ist  eine  Form  von  armlUatu,  die  sieb  nur  durch  hellere  Färbung  der  Unterseite,  durch  weniger  winkelig 
gebogene,  deutlicher  hervortretende  Querbinde  unterscheidet.  Von  Panama,  Thauropolis. 

larua.  T.  larua  Fldr.  (46  a).  Etwas  kleiner  als  armillata  (80—  85  mm  Flügelspannung).  Oberseite  einfarbig 

dunkel  olivbraun ,  die  Spitze  der  Vflgl  etwas  vorgezogen.  Die  Zähne  der  Hflgl  treten  etwas  wenigei’  vor 
als  bei  armillata.  Die  Unterseite  stahlartig  schwarzgrau  bestäubt,  besonders  die  Hflgl,  welche  einen  schwachen 
Glanz  zeigen.  Die  Querlhnden  sind  sehr  schmal,  verlaufen  aber  ebenso  gekrümmt  wie  bei  armillata.  Von 
Columbien  (Bogota)  und  von  Paraguay.  Die  Abbildung  erfolgte  nach  der  FELDER’schen  Tjq^e  im  Museum  Tring. 

ypthima.  T.  ypthima  Hbn.  (=  chelys  Burm.)  (44  d).  Vflgl  mit  scharfer  Spitze,  unterhalb  derselben  am  Aussenrde 

etwas  eingebogen.  Hflgl  mit  spitzen  Zähnen  auf  den  Rippen  1  b  bis  4.  Oberseite  olivenbraun,  mit  ca.  3  mm 
breitem  dunkelbraunem  Saume.  Fransen  gelblichgrau.  Die  Unterseite  ist  sehr  veränderlich,  bei  der  Stamm¬ 
form  bräunlicbgelb ,  fein  braun  marmoriert,  auf  den  Vflgln  mit  2  lilafarbigen  Querbinden,  zwischen  und 
hinter  denen  die  Grundfarbe  oft  dunkelbraun  wird.  Auf  den  Hflgln  zwei  dunklere,  etwas  gebogene  zackige 
(Juerbinden  und  eine  Reihe  weisslicher  Punkte,  die  von  braunen  Ringen  umgeben  sind.  Von  diesen  tritt 
derjenige,  welcher  in  Zelle  2  liegt,  oft  als  deutlicher  weisser  Fleck  hervor.  Es  treten  Abänderungen  in  den 
verschiedensten  Formen  auf.  Die  Querlinien  werden  breiter,  vereinigen  sich  zu  braunen  Flecken,  und  diese 
wieder  zu  braunen  Längsstreifen.  In  Süd  -  Brasilien  verbreitet,  Prov.  Rio  de  Janeiro  (Petropolis) ,  Prov. 

Ophelia.  St.  Catharina  (Joinville ,  Blumenau) ,  Prov.  Rio  Grande  do  Sul  (Porto  Alegre) ,  Paraguay.  —  Ophelia  Btlr. 
(44 d)  ist  eine  ypthima-F orm  mit  fast  einfarbiger,  bräunlich  ockergelber  Unterseite  der  Hflgl  mit  etwas 
hellerer,  doch  undeutlicher  Mittelbinde  und  kleinen  schwarzen  Punkten  in  gelben  Ringen.  Von  Joinville.  — 
xantippe.  xantippe  Btlr.  (44  d)  bat  fast  ganz  braune  Unterseite  der  Hflgl  mit  einem  grossen  rötlichgelben  Felde  am 
semibrunnea.  Vorderwinkel  und  einem  gleichfarbigen  Flerk  in  der  Mitte.  Von  Blumenau.  —  semibrunnea  form.  mr.  (44 d) 
ist  eine  weitere  Form  von  ypthima  mit  gelblichgrauen ,  braun  bestäubten  Hflgln ,  welche  eine  abgekürzte 
braune  Wurzelbinde  und  eine  vom  Vorder-  zum  Irde  reichende  braune  Mittelbinde  haben.  Ausserdem  ist 
der  ganze  Aussenrd  bis  nahe  an  diese  Binde  breit  dunkelbraun  gefärbt,  so  dass  nur  zwischen  beiden  ein 
schmaler,  teilweise  unterbrochener  Streifen  der  Gi'undfarbe  übrig  bleibt.  Von  Blumenau.  —  Das  Ei  und  die 
ersten  4  Stadien  der  Rp  der  Stammform  ypdhima  wurden  von  Müller  beschrieben.  Das  Ei,  welches  vom 
Falter  an  die  Unterseite  der  Bambusblätter  gelegt  wird,  ist  kugelig,  durch  flache  Kanten  in  sechsseitige 
Fehler  geteilt.  Die  Rp  ist  im  ersten  Stadium  5 — 8  mm  lang.  Kopf  hellbraun,  runzlicb,  mit  2  an  der  Spitze 
geteilten  Hörnern  und  3  konischen  Erhebungen  an  jeder  Seite,  welche  alle  mit  je  einem  steifen,  kolbigen 
Borstenhaare  versehen  sind.  Die  Hörner  sind  an  der  Basis  weisslich,  an  der  Spitze  schwarzbraun.  Der 
Körper  ist  viel  schmaler  als  der  Kopf,  weisslichgrün,  die  mittleren  Ringe  etwas  verdickt,  mit  einzelnen 
kurzen,  fein  geknöpften  Borstenhaaren  besetzt.  Die  Schwanzgabel  am  Ende  ist  kurz.  Im  2.  Stadium  ist 
der  ganze  Kopf  mit  kleinen  borstentragenden  Wärzchen  besetzt,  vorne  stehen  2  braune  parallele  Bogen, 
von  denen  der  innere  bei  spätem  Häutungen  verschwindet,  ferner  zeigen  sich  am  Körper  ein  weisser  Rücken- 
und  ein,  später  zwei  weisse  Seitenstreifen.  Im  3.  und  4.  Stadium  werden  die  seitlichen  Spitzen  des  Kopfes 
immer  kürzer,  während  die  obern  Spitzen  der  Hörner  bestehen  bleiben.  Im  4.  Stadium  ist  der  Kopf  blass- 


^I’AYGETIS.  Von  G.  Weymkr. 


187 


grau,  braun  gerandet.  Zwischen  den  Hörnern  liegt  ein  schwarzhrauner  Fleck,  der  sich  nacli  hinten  ver¬ 
schmälert  und  in  den  dunkelgrauen  Rückeiistreif  ül)ergeht.  Dieser  ist  abwechselnd  schmal  und  l)reit  uml 
bildet  mit  den  vorne  gelbgrünen,  hinten  orangegelben  Subdorsalstreifen  und  den  grünen  und  weissen  Seiten¬ 
streiten  eine  sehr  komplizierte  Zeichnung.  Weiter  konnte  Müller  die  mit  Bambusblättern  ernährten  l>])n 
nicht  beobachten,  da  er  inzwischen  abreisen  musste.  Über  die  erwachsene  ypthima-Mi)  teilt  mir  indessen 
Herr  Schmalz  in  Joinville  mit ,  dass  sie  grün  gefärbt  sei  und  einen  breiten  graugelben  Längsstreifen  auf 
dem  Rücken  habe,  welcher  gelbbraun  begrenzt  ist.  Der  Kopf  ist  braungelb,  mit  zwei  seitlichen  hornartigen 
Fortsätzen,  welche  fein  gedornt  sind.  Das  Hinterende  ist  lang  gegabelt,  die  Gabelenden  grauwollig  behaaii 
und  aufgerollt.  Die  Rp  nährt  sich  von  Grissimma,  einer  Bambusart.  Eine  Beschi-eibung  der  I’p  erhielt  ich 
noch  nicht;  dagegen  bemerkt  Herr  Schmalz  über  den  Falter,  dass  er  fast  nur  im  Waldesdunkel  nahe  dem 
Boden  angetrotfen  wird,  auch  kommt  er  zuweilen  nachts  in  die  Häuser.  Im  Dezember  1887  flogen  die 
Falter  in  der  Dämmerung  zu  Hunderten  von  Süden  nach  Norden  aus  einer  Waldgegend  zur  andern,  niedrig 
über  den  Boden  dahin.  Seitdem  wurden  sie  nur  einzeln  gesehen. 

T.  rectifascia  Weym.  (45a).  Die  Spitze  der  Vtlgl  ist  nicht  oder  nur  sehr  wenig  vorgezogen,  auch  rectifascia. 
die  Zähne  der  Hflgl  sind  viel  stumpfer  als  bei  ypthima.  Oberseite  einfarbig  braun.  Die  Unterseite  ist 
ebenso  variable  wie  bei  ypthima,  doch  ist  sie  von  dieser  sofort  durch  die  gerade  weisslichgelbe  oder  bräun¬ 
lich  bestäubte  Mittelbinde  der  Hflgl  zu  unterscheiden.  Diese  Binde  ist  an  der  proximalen  Seite  von  einer 
geraden,  dunkelbraunen  Linie  oder  einem  solchen  schmalen  Streifen  begrenzt.  Im  Saumfelde  jedes  Flügels 
5  kleine  braune,  weissgekernte  Augen,  von  denen  das  hintere  der  Hflgl  etwas  grösser  als  die  übrigen  ist. 

Der  braune  Fleck  am  Vorderwinkel  fehlt  bei  andern  Stücken.  Süd-Brasilien  (Blumenau).  —  Stigma  Weym.  stigma. 
ist  eine  Form  von  rectifascia,  bei  der  die  gerade  helle  Binde  der  Unterseite  der  Hflgl  grau  bestäubt  ist,  an 
Stelle  des  Auges  in  Zelle  5  hegt  ein  2  bis  3  mm  grosser  weisser  Fleck  und  statt  des  Auges  in  Zelle  6  ein 
weisser  Punkt.  Ebenfalls  von  Blumenau.  —  Bei  latifascia  Weym.  (45  a)  nimmt  die  ockergelb  gefärbte  Binde  der  tatifasda. 
Hflglunterseite  nach  vorne  allmählich  an  Breite  zu,  nur  dicht  am  Vrde  wird  sie  wieder  etwas  schmäler,  der  vordere 
Augenfleck  liegt  in  dieser  Binde,  der  2.  auf  der  Grenze  zwischen  Binde  und  Saumfeld.  Aus  der  Prov.  St.  Gatha- 
rina  (Brasilien).  —  Eine  bisher  unbeschriebene  einfach  gezeichnete  Form  von  rectifascia  nenne  ich  servius  servius. 

(46  c).  Sie  ist  bedeutend  kleiner  (Flügelspannung  53  mm),  die  Zähne  am  Rande  der  Hflgl  treten  viel  weniger 
hervor,  so  dass  sie  in  der  Gestalt  den  kleinern  Taygetis-kxiQn  kerea  und  penelea  ähnlich  ist,  doch  hat  die 

gerade,  bräunlichweisse,  DA  mm  breite  Mittelbinde  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  dieselbe  Lage  wie  bei  recti¬ 
fascia,  und  ist  wie  dort  innen  scharf,  nach  aussen  verwaschen  begrenzt.  Statt  der  kleinen  Augen  stehen 

auf  beiden  Flügeln  weisse  Punkte,  nur  der  letzte  Punkt  der  Hflgl  ist  von  einem  schwarzen  Ring  umgeben. 

Im  übrigen  ist  die  Grundfarbe  der  Unterseite  einfarbig  graubraun  mit  sehr  undeutlicher  dunkelbrauner  Mar¬ 
morierung  an  den  Flügelrändern  und  doppelter  dunkelbrauner  Sauralinie.  Die  Oberseite  ist  einfarbig  dunkel¬ 
braun,  wie  die  Stammform.  Aus  der  Provinz  Minas  Geraes  (Brasilien). 

T.  nympha  Btlr.  Gestalt  von  ypthima.  Die  Hflgl  etwas  weniger  stark  gezähnt.  Oberseite  oliven-  nympha. 
braun ,  am  Rande  etwas  rötlich  gefärbt ,  mit  schwärzlicher  Submarginallinie.  Die  Unterseite  gleicht  in  der 
Zeichnung  der  virgilia,  indem  die  zweite  Querlinie  auf  beiden  Flügeln  fast  ganz  gerade  verläuft  und  nur 
auf  den  Hflgln  bei  Rippe  2  einen  kleinen  Winkel  macht.  Die  Submarginallinie  ist  aber  viel  stärker  gezähnt, 
weil  in  jeder  Zelle  2  Zähne  stehen.  Die  Grundfarbe  ist  rosenrot  gemischt,  beim  ?  blasser,  der  Saum  ist 
bis  an  die  Submarginallinie  dunkler.  Vor  derselben  liegen  auf  hellerem  Grunde  auf  den  Vtlgln  4,  auf  den 
Hflgln  5  Augen.  Sie  bestehen  aus  feinen  braunen,  2 — 4  mm  messenden  Ringen  mit  dunklen  Punkten  in 
der  Mitte,  die  teilweise  weissen  Kern  haben.  Das  dritte  und  vierte  Auge  der  Hflgl  sind  grösser  als  die 
übrigen.  Honduras,  Nicaragua,  Guatemala. 

T.  virgilia  Gr.  (rebecca  F.)  (45  a).  Vtlgl  an  der  Spitze  nicht  vortretend,  Hflgl  in  der  vorderen  Hälfte  virgilia. 
glatt ,  in  der  hinteren  Hälfte  wellig  gerandet ,  nur  auf  Rippe  4  mit  stumpfer  Spitze.  Oberseite  einfarbig 
braun.  Unterseite  bräunlichgrau  mit  2  geraden,  parallelen  braunen  Querlinien,  auf  der  Schlussrippe  jeden 
Flügels  ein  kurzer  brauner  Strich,  eine  feine  zackige  Submarginallinie,  vor  welcher  auf  den  Vtlgln  5,  auf 
den  Hflgln  6  weisse  Punkte  stehen.  Am  Saum  geht  die  Grundfarbe  allmählich  in  Braun  über.  Eine  weit¬ 
verbreitete  und  häufige  Art.  Mexiko,  Guatemala;  Nicaragua,  Gosta  Rica;  Panama,  Golumbien,  Guyana  bis 
nach  Süd-Brasilien  (Rio  de  Janeiro  und  Joinville).  —  rufomarginata  Stgr.  (46a)  ist  eine  Form,  welche  so-  rufo- 
wohl  im  Norden  wie  im  Süden  zwischen  der  Stammform  virgilia  in  beiden  Geschlechtern  vorkommt.  Sie  marginata. 
ist  kenntlich  an  dem  3 — 4  mm  breiten  rötlichbraunen  Aussenrd  der  hintern  Hälfte  der  Oberseite  der  Hflgl. 

Auch  ist  die  Unterseite  mehr  hellrötlich  braun  gefärbt.  Die  Rp  dieser  Form  wurde  von  Schmalz  in  Join¬ 
ville  erzogen.  Sie  ist  grün  mit  gelben  Längsstreifen,  mit  einem  aufgerollten  Gabelschwänzchen.  Die  ganze 
Rp  ist  fein  behaart.  Sie  lebt  an  Bambus.  Die  Pp  ist  grün,  eiförmig,  freihängend.  Die  Ppnruhe  dauerte 
18  Tage.  Der  F" alter  fliegt  Anfang  Dezember.  —  erubescens  Btlr,  (46  b),  eine  weitere  Forai  von  virgilia,  embescens. 
ist  oberseits  einfarbig  braun,  unterseits  rosarötlich  gefärbt,  am  Ird  der  Vtlgl  olivenbraun,  die  Wurzel  der 
Hflgl  rostfarbig,  mit  einer  dunkelrostbraunen  Mittelbinde  durch  beide  Flügel,  mit  einem  grossen  ovalen  rost¬ 
farbigen  Fleck  am  Zellenende  der  Vtlgl  und  einem  gleichen  in  der  Mittelzelle  der  Hflgl.  Von  Golumbien 
(Rio  Dagua,  Bogota). 


188 


TAYGETIS.  Von  G.  Wevmee. 


chrysogone. 


acuta. 


celia. 

keneza. 

haenschi. 


iincinata. 


angulosa. 


andromeda. 


T.  chrysogone  Ubd.-Hetv.  (45  a)  ist  eine  grosse  Art  von  80—90  mm  Flügelspannung.  Die  Gestalt  der 
Flügel  ist  der  von  virgilia  ähnlich,  die  Hflgl  haben  aber  auf  den  Rippen  1  b  bis  4  scharfe  Ecken,  besonders 
der  Zahn  auf  Rippe  4  tritt  stärker  vor  als  die  übrigen.  Der  ganze  Rand  der  Hflgl  ist  von  einer  breiten, 
bräunlich  ockergelben  Binde  eingefasst,  die  nach  innen  stark  gezackt  ist  und  vom  Vorderwinkel  bis  zum 
Innenwinkel  reicht.  Unterseite  hell  rötlichbraun  mit  2  geraden  parallelen  braunen  Querlinien  durch  beide 
Flügel  wie  bei  virgilia.  An  der  Aussenseite  der  2.  Querlinie  ein  weisslicher  Schattenstreif.  Im  Saumfelde 
eine  Reihe  weisser  Punkte  in  undeutlichen  Ringen  und  eine  braune  Zackenlinie.  Von  Columbien  (Bogota, 
Carmen),  Venezuela  und  Peru.  Das  Ei  ist  nach  Fassl  fast  doppelt  so  gross  als  ein  Pap.  machron-PA.,  weiss, 
kugelrund  und  ganz  mit  feinen  Poren  besetzt  wie  ein  Corades-YA. 

T.  acuta  spec.  nov.  (45b)  steht  der  virgilia  in  der  Zeichnung  nahe,  die  Gestalt  ist  aber  eine  andere. 
Die  Vflgl  sind  am  Vrde,  die  Hflgl  am  Irde  viel  länger  als  bei  virgilia,  während  der  Ird  der  Vtlgl  und  der 
Vrd  der  Hflgl  die  gleiche  Länge  wie  virgilia  haben.  Der  Aussenrd  der  Vflgl  steht  infolgedessen  viel 
schräger.  Rippe  1  b  (die  Submediane)  der  Hflgl  läuft  in  eine  scharf  vortretende  Spitze  aus.  Noch  schärfer 
ist  die  Spitze  auf  Rippe  4.  Dagegen  tritt  der  Saum  auf  den  übrigen  Rippen  nicht  vor,  sondern  ist  nur 
schwach  wellig  gebogen.  Oberseite  einfarbig  braun.  Unterseite  gelblich  graubraun  mit  2  geraden  braunen 
Linien  wie  bei  virgilia,  doch  läuft  die  äussere  Linie  mehr  mit  dem  Aussenrd  parallel.  Sie  ist  am  Vrd  der 
Vtlgl  11,  am  Ird  9  mm  vom  Rande  entfernt,  während  die  Entfernung  bei  virgilia  14  und  7  mm  beträgt. 
Auch  auf  den  Htlgln  läuft  diese  Linie  grösstenteils  mit  dem  Saume  parallel.  Von  Espirito  Santo  (Brasilien). 

T.  celia  Cr.  (45  a).  Der  Aussenrd  der  Vflgl  bildet  auf  Rippe  5  eine  stumpfe  Ecke.  Die  Hflgl  sind 
nicht  allein  in  der  hinteren  Hälfte,  sondern  auch  in  der  vorderen  Hälfte  gezähnt,  der  Zahn  auf  Rippe  4  ist 
stärker  als  die  übrigen.  Oberseite  einfarbig  braun.  Unterseite  gelblich  graubraun,  auf  den  Htlgln  mit  einem 
etwas  violetten  Ton,  mit  3  stark  gebogenen  braunen  Streifen  und  teilweise  braunem  Saum.  Auf  dem  dritten 
Streifen  stehen  auf  jedem  Flügel  5  dunkelbraune  -Augen  mit  weissen  Pupillen  und  braungelben  Ringen.  Von 
Surinam,  Brasilien,  Panama  (Veragua).  —  keneza  Btlr.  (45b)  ist  eine  Form  von  celia,  die  sich  nur  durch 
weniger  hervortretende  Augenflecke  und  einen  ockergelben  Flecken  auf  der  Mitte  der  Hflglunterseite  unter¬ 
scheidet.  Von  Nicaragua,  Panama;  Columbien,  Ecuador,  Guyana;  Brasilien  (St.  Gatharina).  —  haenschi 
form.  nov.  (45b)  ist  eine  neue  bedeutend  grössere  Foi’m  von  celia.  Flügelspannung  cf  71  mm,  ?  85  mm. 
Die  Flügel  mit  stärker  hervortretenden  Spitzen.  Oben  braun ,  die  Fransen  zwischen  den  Rippen  weisslich. 
Auf  der  Unterseite  ist  die  Mittelbinde  der  Hflgl  fast  gerade  und  nach  aussen  durch  eine  dunkelbraune  Linie 
scharf  begrenzt.  Der  Saum  beider  Flügel  ist  beim  cf  breit  dunkelbraun  eingefasst,  beim  ?  ist  dagegen  die 
ganze  Unterseite  heller  graubraun  gefärbt  und  nur  die  Grenzlinie  der  Binden  dunkelbraun.  Die  dunkel¬ 
braunen  Ringe  der  Augenflecke  treten  daher  beim  ?  deutlicher  hervor  als  beim  cf.  Die  Pupille  des  Auges 
in  Zelle  2  der  Hflgl  ist  viel  grösser  als  die  übrigen.  In  Bolivien  von  Haensch  gesammelt  und  ihm  zu 
Ehren  1  enannt.  Columbien  (Rio  Vitaco). 

T.  uncinata  Weym.  (45  b)  hat  Gestalt  und  Grösse  von  celia  Cr.  Oben  braun  mit  etwa  3  mm  breitem, 
dunkelbraunen  Aussenrde,  der  äusserste  Saum  1  mm  breit  weissgrau,  Fransen  ebenfalls  weissgrau.  Die 
Unterseite  ist  dadurch  charakteristisch  gezeichnet,  dass  aus  der  8  mm  breiten  dunkelbraunen  Mittelbinde  der 
Vflgl,  welche  die  bläulichgraue  Wurzelhälfte  vom  gelblichgrauen  Saumfelde  trennt,  auf  Rippe  4  ein  spitzer  Zahn 
nach  aussen  vortritt,  der  den  hellem  Teil  des  Saumfeldes  in  2  Teile  teilt.  Auf  den  Htlgln  ist  die  braune 
Mittelbinde  mehr  nach  aussen  gerückt  ,  so  dass  sie  bis  nahe  an  die  Augenflecke  herantritt.  Von  Mexiko. 
Die  Art  scheint  selten  zu  sein. 

T.  angulosa  Weym.  (45  b).  Diese  Art  steht  in  bezug  auf  Gestalt  und  Zeichnung  isoliert.  Der  Aussenrd 
der  Vflgl  tritt  in  der  Mitte  bauchig  vor,  der  der  Hflgl  bildet  auf  Rippe  4  einen  rechtwinkeligen  Zahn, 
sonstige  scharfe  Ecken  sind  nicht  vorhanden.  Flügelsjmnnung  68  mm.  Oberseite  graubraun,  bei  der 
Flügellänge  zeigt  sich  am  Vrde  der  Vflgl  ein  nach  aussen  und  hinten  gebogener  gelbgrauer  Streifen,  der 
nur  bis  in  Zelle  3  reicht.  Hflgl  mit  einer  dunkelbx’aunen  Submarginallinie.  Unterseite  gelblichgrau,  bräun¬ 
lich  punktiert,  die  Rippen  dunkler.  Die  Querlinien  fein,  dunkelbraun.  Die  vordere  Querlinie  zieht  auf 
beiden  Flügeln  durch  die  Mittelzelle  bis  an  die  Mediana.  Auf  den  Htlgln  setzt  sich  dieselbe  bis  an  den  Ird 
fort.  Die  2.  Querlinie  bildet  auf  den  Vtlgln  eine  grosses  W,  dessen  Spitzen  auf  den  Rippen  3  und  4  stehen, 
auf  den  Htlgln  bildet  sie  auf  Rippe  4  einen  rechten  Winkel.  Im  Saumfelde  3  weisse  Punkte  auf  den  Vflgln 
und  5  dergleichen  auf  den  Htlgln.  Dann  folgt  eine  feine  gezackte  Submarginallinie.  Brasilien  (Amazonen¬ 
strom,  Petropolis).  Selten. 

T.  andromeda  Cr.  (laches  P\,  fatua  Hbn.).  Flügelspaixnung  68-83  mm.  Der  Saum  der  Vtlgl  bei 
den  cf  cf  auf  Rippe  5  und  6  etwas  stumpfeckig  vortretend,  bei  den  ??  ist  diese  Ecke  nicht  voi’handen,  da 
der  Saum  hier  gleichmässig  gerundet  ist.  Hflgl  auf  allen  Rippen  bei  cf  und  ?  gleichmässig  geeckt.  Oben 
einfarbig  braun,  die  hellere  Binde  der  Unterseite  erscheint  bei  den  ??  nach  oben  schwach  durch.  Unterseite 
bläulichgrau  mit  einer  ziemlich  breiten  Wurzel-  und  einer  sehr  breiten,  dunkelbraunen  Mittelbinde.  Letztere 
ist  nach  aussen  scharf  und  geradlinig  begrenzt,  und  ihr  folgt  eine  weisslichgraue,  gerade,  vom  Vrde  der 
Vflgl  zum  Ird  der  Hflgl  reichende  Binde.  Neben  dieser  liegen  im  Saumfelde  auf  den  Vflgln  5,  auf  den 


"I’AYGKTIS.  Von  G.  Weymkk. 


189 


Hügln  6  gelbbraune  Augen  mit  ockergelbem  und  l)raunem  Ringe  und  weissen  Pu])illen,  nur  das  5.  Auge 
auf  jedem  Flügel  ist  braun  oder  schwarz  gefärbt.  Von  Mexiko,  Guatemala,  Nicaragua,  Costa-Hica,  Panama, 
Columbien,  Venezuela,  Peiu,  Guyana,  Amazonenstrom  bis  nach  Süd-Brasilien  (Rio  de  .laneiro,  Sao  Pauloj 
und  Paraguay.  —  thamyra  Cr,  (45  c)  ist  eine  Form  von  andromeda ,  bei  der  das  Auge  in  Zelle  2  der  Vtlgl  thamyra. 
und  Hflgl  nicht  schwarz,  sondern  mit  den  übrigen  Augen  gleich  gefärbt  ist.  Von  Surinam.  -  marginata  marginalu. 
Htf/r.  unterscheidet  sich  von  der  Stammform  androiiieda  nur  dadurch,  dass  der  äusserste  Saum  aller  Flügel 
neben  den  grauen  Fransen  noch  1  mm  breit  grau  gefärbt  ist.  Sie  kommt  in  Süd- Brasilien  (Provinz  Sao 
Paulo)  und  in  Paraguay  vor.  —  leuctra  Bt/r.  (45  c)  wird  von  Godmen  und  Salvin  auch  zu  a)idroin(‘.ila  ge-  leuctra. 
zogen.  Das  Mittelfeld  beider  Flügel  ist  auf  der  Unterseite  breit  dunkelbraun  gefärbt,  nach  innen  heller 
abschattiert,  nach  aussen  durch  eine  weisse  Binde  scharf  und  geradlinig  begrenzt.  Dahinter  liegen  auf 
weisslichem  Gi’unde  im  Saumfelde  auf  den  Vflgln  5  kleine,  auf  den  Htlgln  4  etwas  grössere  Augen,  von 
denen  das  2.  und  5.  der  Vtlgl,  sowie  das  1.  und  4.  der  Htlgl  schwarz,  die  übrigen  bräunlich  gefärbt  sind, 
alle  aber  gelbe  Ringe  und  weisse  Pupillen  haben.  Zuweilen  tritt  (wie  bei  dem  abgebildeten  Exemplar)  ein 
kleines  5.  Auge  auf  den  Htlgln  hinzu.  Selten.  Buteer  kannte  kein  Vaterland,  das  abgebildete  Exemplar 
ist  von  Terapato  in  Peru.  —  uzza  Btlr.,  eine  weitere  Form  von  andvomeda ,  bei  welcher  auf  der  dunkel-  uzza. 
braunen  Oberseite  der  Vtlgl  2  ockergelbe  Binden  liegen,  die  eine  hinter  der  Mitte,  die  andere  vor  dem 
Rande,  letztere  ist  nach  innen  braun  gerandet.  Auf  der  Untei’seite  ist  das  Wurzelfeld  bis  zur  Mitte  beider 
Flügel  hell  bläulichgrau,  hier  allmählich  in  die  schmale  dunkelbraune  Mittelbinde  übergehend.  Letztere  ist 
nach  aussen  nicht  ganz  gerade,  doch  scharflinig  begrenzt.  Daran  stösst  zunächst  die  weissgelbe  Binde  des 
Saumfeldes,  und  dann  folgt  das  fast  ockergelbe,  niu'  in  der  Irdshälfte  der  Htlgl  bläulichgrau  gefärbte  Saumfeld 
mit  6  Augen  auf  jedem  Flügel,  von  welchen  nur  die  beiden  letzten  der  Htlgl  schwarz  mit  rotgelben  Ringen, 
alle  ü!)rigen  ockergelb  gefärbt  sind.  Beschrieben  von  Butler  nach  einem  ?-Exempiar  von  St.  Geronimo  in 
Guatemala,  Coli.  Salvin.  —  elegia  8tgr.  i.  1.  (45  c)  ist  eine  neue,  bisher  unbeschriebene  Form  von  andromeda,  elegia. 
welche  der  uzza  Btlr.  am  nächsten  steht.  Statt  der  beiden  ockergelben  Binden  der  uzza  hat  elegia  nur  eine 
solche,  welche  vom  Vide  der  Vtlgl  bis  über  Rippe  2  dieser  Flügel  hinauszieht  und  bei  gleichmässiger  Abnahme 
vorne  11  mm,  hinten  4  mm  breit  ist.  Die  Hflgl  haben  scharfe  Ecken  auf  allen  Rippen,  sind  einfarbig 
dunkelbraun  mit  einer  feinen  dunkleren  Submarginallinie.  Die  Unterseite  ist  der  von  andromeda  ähnlich, 

Wurzel-  und  Mittelfeld  beider  Flügel  dunkel,  der  innere  Teil  des  Saumfeldes  der  Vtlgl  ist  entsprechend  der 
Oberseite  trüb  ockergelb  gefärbt,  das  2.  Auge  ist  wie  bei  andromeda  etwas  nach  aussen  gerückt.  Die  Htlgl 
haben  hinter  der  Mitte  eine  hell  lilafarbige  gerade  Binde,  von  den  dann  folgenden  6  Angen  ist  das  fünfte 
nicht  dunkler  als  die  übrigen,  sondern  mit  ihnen  gleichgefärbt,  cf  vom  Rio  Songo  (1200  m),  Yungas, 

Bolivien.  Golk  Bang-Haas.  — -  Mit  dem  Namen  asterie  bezeichne  ich  eine  neue  Form  der  andromeda,  bei  der  asterie. 
das  Saumfeld  auf  der  Unterseite  der  Vtlgl  am  Vrde  nur  um  ein  Geringes  breiter  ist  als  am  Irde,  nämlich 
14  gegen  12  mm.  Die  helle  Binde  im  proximalen  Teil  des  Saumfeldes,  welche  ockergelb  gefärbt  und  4  mm 
breit  ist,  steht  daher  viel  steiler  und  setzt  sich  in  derselben  Richtung  auf  den  Htlgln  fort.  Das  übrige 
Saumfeld  ist  bräunlich  ockergelb,  auf  den  Vtlgln  mit  fünf,  auf  den  Htlgln  mit  sechs  Augen,  wovon  das 
erste  der  Vflgl  und  das  erste  und  letzte  der  Htlgl  nur  klein  sind ,  die  übrigen  mit  Ausnahme  des  Auges  in 
Zelle  2  alle  3  mm  im  Durchmesser  messen,  jenes  in  Zelle  2  aber  einen  Durchmesser  von  0  mm  hat,  daher 
durch  seine  Grösse  sofort  in  die  Augen  fällt,  dabei  ist  es  tiefschwarz  gefärlü,  hat  einen  ockergelben  und 
einen  braunen  Ring  und  dicken  weissen  Kern.  Die  übrigen  Augen  sind  alle  gelljbraun  mit  ockergelben  und 
braunen  Ringen.  Die  helle  Binde  der  Unterseite  scheint  auf  der  sonst  einfarbig  braunen  Oberseite  etwas 
durch.  Von  Columbien.  ($;  Coli.  Weymer.)  —  Cleopatra  Fldr.  (45  c)  ist  wohl  auch  noch  als  eine  andromeda-  Cleopatra. 
Form  zu  betrachten,  wenn  auch  die  helle  Unterseite  und  die  oft  sehr  undeutlichen  Augentlecke  ihr  das 
Aussehen  einer  selbständigen  Art  verleihen.  Die  Oberseite  ist  braun,  die  Grundfarbe  der  Unterseite  überall 
hell  lilafarbig.  Die  hellsten  Exemplare  haben  die  (juerbinden  zwischen  Wurzel-  und  Mittelfeld  und  zwischen 
Mittel-  und  Saumfeld  nur  schmal,  die  letztere  Querbinde  ist  aber  gewöhnlich  breiter,  so  dass  sie  die  äussere 
Hälfte  des  Mittelfeldes  braun  ausfüllt,  auf  den  Vflgln  ist  aber  vielfach  das  ganze  (Mittelfeld,  Avenigstens  in 
seiner  vordem  Hälfte  braun.  Die  äussere  Hälfte  des  Saumfeldes  ist  ebenfalls  braun  und  geht  nach  innen 
auf  beiden  Flügeln  in  die  lilafarbige  Grundfarbe  über.  Hier  liegen  auf  den  ATlglii  fünf,  auf  den  Htlgln 
sechs  weisse  Punkte  in  mehr  oder  weniger  deutlichen  Ringen,  welche  letztere  aber  auch  oft  fehlen.  Von 
Brasilien  (Rio  Negro,  Bahia,  Esperito  Santo).  Bei  den  Exemplaren  von  Esperito  Santo  ist  das  Saumfeld  der 
Vflgl  viel  schmäler,  es  misst  vorn  nur  10,  hinten  nur  8  mm. 

T.  xenana  Btlr.  (46b).  Aussenrd  der  Vflgl  gerade,  jedoch  ziemlich  schräge,  die  Spitze  gerundet,  .vc/ra/^u. 
die  Htlgl  schwach  gezähnt.  Oberseite  einfarbig  dunkelbraun ,  die  Spitze  der  Vflgl  etAvas  heller.  Auf  der 
Unterseite  sind  Wurzel  und  Mitte  beider  Flügel  dunkelbraun ,  nach  aussen  von  einer  geraden ,  hellila  ge¬ 
färbten  Linie  eingefasst.  Saumfeld  heller  braun  mit  einer  Reihe  von  fünf  weissen  Punkten  auf  den  Vtlgln 
und  sechs  dergleichen  auf  den  Hflgln,  welche  undeutlich  ockergelb  eingefasst  sind.  Von  Cayenne  und  von 
Pebas  in  Peru.  —  sosis  Upff’r.  (45  d)  ist  der  vorigen  ganz  ähnlich  in  der  Zeichnung,  hat  aber  kürzere  und  sosis.  - 
breitere  Vtlgl,  deren  Aussenrd  steiler  steht.  Auch  sind  die  Htlgl  stärker  gezähnt.  Auf  der  Unterseite  ist 
das  Saumfeld  am  Vrde  der  Vflgl  viel  schmäler,  seine  innere  Begrenzung,  d.  h.  die  hell  lilafarbige,  nach 


190 


TAYGETIS.  Von  G.  Weymer. 


god  nani. 


zippora. 


irlio. 


veliitina. 


hanghaasi. 


purilana. 


saloini. 


tripunctata. 


aussen  verwaschene  Linie  läuft  daher  mit  dem  Aussenrde  fast  parallel,  während  sie  bei  xenana  mit  dem 
Aussenrde  stark  konvergiert.  Auf  der  schwarzbraunen  Wurzelhälfte  der  Htlglunterseite  findet  sich  eine  stark 
gekrümmte  schwarze  (Juerlinie.  Die  weissen  Punkte  im  Saumfelde  sind  sehr  deutlich.  Peru,  Surinam, 
Brasilien  (Esperito  Santo  und  Bahia).  —  godmani  Stgr.  i.  l.  (46b)  ist  der  xenana  ähnlich,  doch  sind  die 
Vtlgl  schmäler,  mehr  in  die  Länge  gezogen  und  der  Aussenrd  in  seiner  Mitte  einwärts  gebogen.  Oberseite 
braun.  Unterseite  bis  über  die  Mitte  hinaus  dunkelbraun,  nach  aussen  geradlinig  begrenzt;  an  der  Wurzel 
nur  wenig  heller,  das  Wurzelfeld  der  Htlgl  von  einem  geraden  dunklen  Querstreif  eingefasst,  im  Saumfelde 
eine  von  vorn  nach  hinten  durchziehende  lilafarbige  Querbinde,  die  auf  den  Vtlgln  vorn  breit  und  hinten 
schmal,  auf  den  Htlgln  aber  umgekehrt  vorn  schmal  und  hinten  breit  ist  und  in  der  auf  jedem  Flügel  fünf 
weisse  Punkte  stehen.  Von  diesen  Punkten  ist  derjenige  in  Zelle  2  der  Htlgl  von  einem  breiten,  schwarzen 
und  einem  feinen  ockergelben  Ring  umgeben,  welcher  27-2  mm  im  Durchmesser  hat.  Von  Chiriqui  und 
vom  Amazonenstrom. 

T.  zippora  Btlr.  Gestalt  und  Grösse  der  (/oclniani.  Oben  braun,  vor  der  Spitze  der  Vtlgl  mit  einem 
grossen  dreieckigen,  gelbgrauen  Fleck,  in  der  Mitte  der  Htlgl  ein  sehr  grosser,  runder,  schwarzer  Fleck,  der 
bis  nahe  an  den  Vrd,  aber  nicht  bis  an  den  Aussen-  und  Ird  reicht.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Wurzel 
beider  Flügel  schwarzbraun,  am  Irde  und  nach  aussen  heller,  mit  zwei  schwarzen  Querlinien,  deren  äussere 
lilafarbig  eingefasst  ist,  Flügelspitze  lilafarbig  bestäubt,  eine  wellige  Submarginallinie  und  der  Saum  selbst 
schwarz.  Vtlgl  mit  fünf,  die  Htlgl  mit  sieben  kleinen,  braunen,  weissgekernten  und  gelbgeringten  Augen, 
von  denen  das  5.  auf  den  Htlgln  grösser  ist  als  die  übrigen.  An  dem  grossen  schwarzen  Fleck  der  Ober¬ 
seite  der  Htlgl  kenntlich.  Gaj^enne.  Selten. 

T.  echo  Cr.  (=  betro  God.).  Oben  braun  mit  grossem,  samtartigem,  schwarzbraunem  Fleck  in  der 
Mitte  und  einer  rotbraunen  verwaschenen  Binde  vor  der  S])itze  der  Vtlgl.  Unten  ist  die  grössere  Wurzel¬ 
hälfte  dunkelbraun,  die  kleinere  Aussenhälfte  heller  braun,  die  Grenze  beider  Farben  bildet  auf  den  Htlgln 
eine  gerade,  auf  den  Vtlgln  eine  etwas  gekrümmte  Linie.  Im  Saumfelde  stehen  auf  den  Vtlgln  fünf,  auf 
den  Htlgln  sechs  weisse  Punkte.  Surinam,  Cayenne,  Amazonenstrom  (Ega).  —  velutina  Gtgr.  (46  a)  ist  eine 
nur  wenig  abweichende  Form  von  echo,  bei  der  der  samtartige  Fleck  der  Vtlgl  tiefer  schwarz  gefärbt,  die 
rotbraune  Binde  aber  mehr  verloschen  ist.  Von  Puerto  Gabello  (Venezuela)  und  Surinam. 

T.  hanghaasi  sjjec.  nov.  (45  d).  Flügelspannung  55  mm,  Vtlgl  an  der  Spitze  rechtwinkelig,  am 
Aussenrde  gerundet,  etwas  bauchig  vortretend.  Htlgl  zwischen  den  Rippen  nur  seicht  ausgeschnitten.  Ober¬ 
seite  einfarbig  braun.  Unterseite  in  dei'  Wurzelhälfte  beider  Flügel  graubraun  mit  einer  fast  geraden  dunkel¬ 
braunen  (tuerlinie.  Vor  der  Schlussrippe  in  der  Mittelzelle  beider  Flügel  ein  verwaschener  ockergelber 
Flecken.  Äussere  Hälfte  der  Flügel  dunkelbraun.  Eine  2 — 3  mm  hieite,  an  den  Rändern  verwaschene  hla- 
farl)ige  Binde  zieht  auf  beiden  Flügeln  von  der  Spitze  des  Vrds  zum  Innenwinkel  und  zwar  auf  den  Vtlgln 
in  einem  nach  innen  gerichteten  Bogen ,  auf  den  Htlgln  in  gerader  Richtung.  An  der  Innern  Seite  dieser 
Binde  auf  jedem  Flügel  fünf  weisse  Punkte,  auf  den  Vtlgln  undeutlich,  auf  den  Htlgln  deutlich,  besonders 
der  Punkt  in  Zelle  2.  Zu  Ehren  des  Herrn  Bano-Haas  in  Dresden  benannt.  Vom  Rio  Songo  (1200  m) 
(Yungas),  Bolivien. 

T.  puritana  iVeeks.  Da  der  Autor  nichts  über  die  Verwandtschaft  mit  andern  Arten,  auch  nichts 
über  die  Gestalt  der  Flügel  sagt,  so  ist  die  ihr  hier  gegebene  Stelle  vielleicht  nicht  die  richtige:  Flügel¬ 
spannung  3  Inches  =  76  mm.  Oberseite  dunkelbraun  mit  Aveissei’  Saumlinie.  Unterseite  viel  heller  braun 
mit  einer  breiten  dunklen  Binde  durch  die  Mitte  beider  Flügel.  Eine  dunkelbraune  Linie  durchkreuzt  die 
Mitte  der  Mittelzelle  der  Vtlgl  und  geht  bis  zum  Ird.  Am  Ende  derselben  Zelle  ein  feiner  brauner  Strich. 
Dann  folgt  die  dunkelbraune,  nach  innen  hell  ahschattierte  Binde,  die  von  der  Gosta  bis  zur  Submediane 
i’eicht  und  nach  aussen  durch  eine  dunkelbraune  Linie  scharf  begrenzt  ist.  Im  hellbraunen  Saumfelde  eine 
dunkelbraune,  zackige  Submarginallinie  und  eine  Reihe  von  sechs  weissen  Punkten,  die  braun  umgehen 
sind,  am  Saume  eine  weisse  Linie.  Auf  den  Htlgln  tritt  die  dunkle  Binde  stärker  hervor.  Ihr  innerer  Rand 
ist  von  einer  dunklen  Linie  begrenzt,  die  8  mm  von  der  Wurzel  entfernt  an  der  Gosta  beginnt  und  zur 
Mitte  des  Irds  zieht.  Die  Linie,  welche  den  äussern  Rand  der  Binde  bildet,  geht  von  der  Mitte  des  Vrds 
über  das  Ende  der  Mittelzelle  nach  dem  Ird,  welchen  sie  8  mm  vor  dem  Analwinkel  erreicht.  Das  Saum¬ 
feld  ist  wie  an  den  Vtlgln,  doch  sind  nur  fünf  weisse  Punkte  vorhanden,  die  aber  deutlicher  hervortreten. 
Bolivien  (Goroico). 

T.  saloini  Gtgr.  (45  d).  Oben  einfarbig  braun,  die  Htlgl  hei  dieser  und  den  folgenden  zwei  Arten 
auf  Rq)pe  Ib  bis  4  kurz,  aber  gleichniässig  geeckt.  Unterseite  rötlich  graubraun,  die  erste  Querlinie  beider 
Flügel  wenig  nach  aussen  gebogen,  dunkelbraun,  das  (Mittelfeld  in  seiner  äussern  Hälfte  breit  dunkelbraun 
ausgefüllt  und  geradlinig  begrenzt,  das  Saumfeld  vorn  breiter  als  hinten,  der  innere  Teil  desselben  lila¬ 
farbig.  Jeder  Flügel  mit  fünf  Augen,  das  letzte  im  Htlgl  schwarz  ausgefüllt,  die  übrigen  gelbbraun,  alle 
mit  weissem  Kern.  Golumbien,  Panama  (Ghiriqui). 

T.  tripunctata  Wegm.  (45  d).  Oben  braun  mit  drei  Aveissen  Flecken  in  gerader  Reihe  untereinander 
auf  den  Vtlgln,  die  helle  Binde  der  Unterseite  scheint  auf  den  Htlgln  oben  etwas  durch.  Unterseite  heller 


TAYGKT[S.  Von  G.  Wj<]vmri(. 


r.»i 


l)raun  mit  schmaler,  kaum  I  mm  l)reiter,  fast  gerader,  weissei’,  nach  aussen  verwascliener  Binde  über  beide 
Flügel  und  fünf  weissen,  liräunlich  eingefassten  Punkten  auf  jedem  Flügel,  sowie  einer  feinzackigen  Sub¬ 
marginallinie.  Das  Saumfeld  der  Vflgl  ist  vorn  und  hinten  gleich  l)reit.  Von  Puerto  Bertoni  und  Nuova 
Germania  (Pai’aguay). 

T.  Sylvia  Bates  i=  nymphosa  Btlr.)  (45  d)  wird  zwar  von  Godman  und  Sauvtn  in  der  Biologin  zu  sylvia. 
(indromeda  gezogen,  zugleich  aber  dabei  bemerkt,  dass  es  die  am  meisten  abweichende  Form  sei,  die  nicht 
allein  in  der  Zeichnung,  sondern  auch  in  der  Gestalt  differiere.  Wegen  der  weissen  Binde  auf  der  Unter¬ 
seite,  die  auf  den  Vflgln  mit  dem  Saum  parallel  läuft,  infolgedessen  das  Saumfeld  also  vom  und  hinten 
gleich  breit  ist  (bei  andromeda  ist  dies  nicht  der  Fall),  betrachte  ich  nißvia  als  gute  Art  und  stelle  sie 
zwischen  tnpuncfafa  und  blanda.  Die  Oberseite  ist  einfarbig  braun.  Auf  der  Unterseite  sind  Wurzel-  und 
Mittelfeld  gleichmässig  hellbraun,  nur  der  äussere  Teil  des  Mittelfeldes  etwas  dunkler.  Die  erste  QueT’liine 
ist  dunkelbraun,  nicht  ganz  gerade.  Die  dann  folgende  gerade  weisse  Binde  ist  auf  den  Vflgln  schmal,  auf 
den  Htlgln  erreicht  sie  allmählich  die  Breite  von  8  mm.  Im  hellbraunen  Saumfelde  liegen  auf  den  Vflgln 
fünf,  auf  den  Htlgln  sechs  kleine  Augen,  von  denen  das  2.  und  5.  der  Htlgl  schwarze,  die  übrigen 
bräunliche  Ringe,  alle  aber  weisse  Pupillen  haben.  Von  Panama,  Ober-Amazonenstrom  und  Bolivien.  — 
blanda  Möschl.  (45  d)  der  vorigen  ähnlich ,  doch  der  Innenwinkel  der  Htlgl  mehr  gerundet.  Oberseite  ein-  hlandn. 

farbig  braun.  Auf  der  Unterseite  ist  die  weisse  Binde  breiter  und  auf  den  Hflgln  etwas  gebogen.  Die 

Augen  etwas  grösser,  das  hintere  der  Vtlgl  undeutlich,  auf  den  Htlgln  fehlt  es  ganz.  Das  2.  und  5.  der 
letztem  Flügel  mit  dickem,  schwarzem,  dann  ockergelbem  und  braunem  Ring  umgeben,  die  übrigen  grau 
und  bräunlich  gering!.  Von  Surinam  und  Peru  (Guzco). 

T.  albinotata  Btlr.  (4()b).  Eine  schöne  Art.  Vflgl  ganzrandig,  Htlgl  mit  gerundeten  Vorsprüngen  albinotatn. 
auf  den  Rippen.  Oberseite  braun,  die  Vflgl  entweder  einfarbig  oder  vor  dem  Rande  mit  sechs  kleinen, 
hlassbraimen ,  undeutlichen  Fleckchen.  Htlgl  am  Rande  etwas  dunkler,  vor  demselben  vier  runde  weisse 
Flecken  in  gerader  Reihe  und  ein  5.  Punkt  am  Innenwinkel.  Die  Fransen  zwischen  den  Zähnen  weiss. 

Unterseite  heller  braun  mit  drei  weisslichgelben  (Juerstreifen  auf  jedem  Flügel,  zwischen  dem  2.  und  8. 
dieser  Streifen  auf  den  Vflgln  vor  der  Spitze  t  —  8  kleine  Augen,  auf  den  Htlgln  sechs  grosse  Augen,  die 

mittleren  rötlichgrau,  die  andern  schwarz,  alle  gelb  geringt  und  mit  weissen  Pupillen  versehen.  Vf)n 

Bolivien,  Süd-Peru  und  Ecuador.  Selten. 

T.  penelea  Cr.  (45  e).  Oben  braun  mit  einer  etwas  helleren  breiten  Submarginalbinde  auf  dem  Vtlgl,  penrlea.  — 
in  dem  3 — 4  dunkelbraune  Flecke  stehen.  Auf  der  Unterseite  zieht  über  die  Mitte  der  Htlgl  von  der  Wurzel 
bis  zum  Aussenrd  eine  hellgelbe  Längsbinde.  In  der  breiten ,  hell  rötlichgrauen  Submarginalbinde  stehen 
auf  dem  Vflgl  2—5,  auf  dem  Htlgl  4 — 5  teils  grosse,  teils  kleine  dunkle  Augen,  die  gelb  geringt  und  weiss 
gekernt  sind.  Verbreitet  und  häufig.  Panama,  Venezuela,  Columbien,  Suriiiam,  Cayenne,  Amazonengebiet 
bis  nach  Süd-Brasilien  (Prov.  St.  Catharina).  —  penelina  S’G/r.  ist  eine  Form  von  penelea,  bei  der  die  hell-  penelina. 
gelbe  Binde  der  Unterseite  fehlt  und  von  der  grauen  Grundfarbe  überdeckt  ist.  Ferner  stehen  am  Vrd  der 
Htlgl  2  grosse  schwarzbraune  Flecke ,  die  die  vorderen  Augen  der  Stammform  ganz  oder  zum  Teil  ülter- 
decken.  Bei  den  noch  vorhandenen  Augen  sind  die  Pupillen  dann  meistens  verschwunden.  Von  St.  Catharina. 

T.  Valentina  Cr.  (=  Debis  marpessa  Heiv.)  (45  e).  Oben  dunkelbraun;  unten  heller  braun  mit  vnlentiun. 
sehr  zackigen,  feinen  dunkellu’aunen  Querlinien,  der  Raum  zwischen  der  zweiten  und  dritten  proximal  hell 
violettgrau ,  distal  weissgrau  ausgefüllt  und  auf  jedem  Flügel  mit  5  Augen  versehen ,  von  denen  die  zwei 
vorderen  und  das  letzte  der  Htlgl  dunkler  als  die  übrigen  sind.  Neben  der  ersten  und  zweiten  Querlinie 
liegen  in  der  Mittelzelle  der  Htlgl  ockergelbe  Fleckchen.  Guatemala,  Nicaragua,  Guyana,  Amazonengebiet.  — 
euptychidia  Btlr.  (45  e)  ist  eine  Form  von  valentina ,  bei  der  die  Grundfarbe  der  Unterseite  viel  heller  ist,  euptychidia. 
die  zackigen  braunen  Querlinien  sehr  verloschen  sind  und  von  den  Augen  nur  1  oder  2  auf  den  Vflgln  und 
2  oder  3  auf  den  Hflgln  deutlich,  die  übrigen  aber  undeutlich  oder  durch  weisse,  etwas  dunkler  umgebene 
Punkte  ersetzt  sind.  Von  Brasilien  (Para,  Esperito  Santo).  —  zimri  Btlr.,  von  Godjian  und  Salvix  zu  valen-  zimri. 
tina  gezogen,  ist  eine  etwas  grössere  Form,  die  sich  dadurch  von  valentina  unterscheidet,  dass  die  Vtlgl  vom 
Aussenrd  unterhalb  der  Spitze  eine  stumpf  vortretende  Ecke  haben,  dass  die  Augen  der  Flügel  nicht  teil¬ 
weise  dunkel  und  teilweise  hell,  sondern  alle  gleichmässig  gelbbraun  gefärbt  sind,  daher  aus  der  violett¬ 
bräunlichen  Grundfarbe  wenig  hervortreten,  und  dass  die  Zahl  der  Augen  auf  jedem  Flügel  6  beträgt.  Im 
übrigen  sind  die  Querlinien  gerade  so  gezackt  wie  bei  vcdentinu.  Von  Chuacus  in  Guatemala.  —  vrazi  Kheil  vrnzi. 
eine  weitere  Form  von  valentina,  bei  der  der  Aussenrd  der  Vflgl  sehr  schwach,  der  der  Htlgl  stärker  gezähnt 
ist,  die  Augen  der  Hflgl  sind  grösser  und  schärfer  gezeichnet,  der  ockergelbe  Fleck  an  der  ersten  (juerlinie 
fehlt,  doch  wechselt  dies  auch  bei  valentina.  Rio  Atabapo  (Venezuela)  und  Rio  Negro  (Brasilien). 

T.  kerea  Btlr.  (45  e).  Eine  der  kleinsten  Arten  (48 — 50  mm  Flügelspannung).  Der  Saum  der  Vtlgl  kerea. 

gerundet,  die  Hflgl  schwach  gezähnt.  Oben  braun  mit  2  dunklen  Linien  am  Saume  und  einer  weisslichen 
Linie  zwischen  denselben ;  letztere  tritt  in  den  Ecken  der  Hflgl  am  deutlichsten  hervor.  Ausserdem  eine 
feine  braune  Submarginallinie.  Unten  gelblichbraun  mit  3  feinen  dunkelbraunen  ( hierlinien ;  die  erste  auf 

den  Vflgln  undeutlich,  auf  den  Hflgln  gezackt,  die  zweite  auf  im  Vtlgl  fast  gerade,  auf  den  Hflgln  in  einem 


192 


AMPHIDECTA.  Von  G.  Weymer. 


inoniata. 


pignerator. 


simplicia. 


reinoldsi. 


cnlliotnma. 


grossen  Bogen  mit  dem  Anssenrd  parallel  laufend,  die  dritte  als  Submarginallinie  kurze  kleine  Bogen  bildend. 
Ausserdem  2  feine  braune  Saumlinien  mit  einer  helleren  Linie  dazwischen.  Hinter  der  zweiten  Querlinie 
5  weisse,  dunkel  eingefasste  Punkte  auf  den  Htlgln,  und  3 — 5  mehr  oder  weniger  undeutliche  kleinere  Punkte 
auf  den  Vflgln.  Guatemala,  Brasilien  (Esperito  Santo),  Paraguay. 

T.  inornata  Fhlr.  (46  c).  Oben  braun  mit  2  dunkleren  Linien  am  Saume.  Unterseite  heller  mit 
2  braunen  Linien  durch  die  Mitte  beider  Flügel,  die  auf  den  Vtlgln  gegen  den  Vrd  divergieren,  die  innere 
bildet  einen  Bogen  in  der  Zelle,  die  äussere  ist  fast  gerade;  auf  den  Hflgln  ist  die  innere  fast  gerade,  während 
die  äussei’e  am  Vrde  auswärts  gebogen  ist  und  in  der  Mitte  2  flache  Bogen  bildet.  Am  Saume  3  braune 
Linien,  wovon  auf  den  Vflgln  die  innere  wellig,  die  beiden  äusseren  gerade,  auf  den  Hflgln  aber  alle  drei 
wellenförmig  sind.  Drei  weisse  Punkte  auf  den  Vflgln  vor  der  Spitze,  die  beiden  unteren  sehr  klein,  fünf 
weisse  Punkte  auf  den  Hflgln  in  Zelle  2 — G.  Columbien  (Bogofa). 

10.  Gattung:  Ampliidecta  BtU-, 

« 

Vflgl  am  Anssenrd  unfer  der  Spitze  mit  einer  stumpfen  Ecke,  Gostalis  und  Mediana  an  der  Wurzel 
stark  aufgeblasen,  Hflgl  am  Vrd  zie)nlich  gerade,  der  Ird  viel  länger  als  der  Vrd,  dabei  deutlich  ausgeschnitten, 
der  Anssenrd  gezähnt,  die  Präcostalrippe  deutlich  gegabelt,  im  übrigen  der  Rippenverlauf  wie  bei  Tai/getis; 
Fhlr  dünn,  mit  kaum  merklich  verdickter  Kolbe.  Augen  nackt;  die  Palpen  über  Kopfeslänge  vorstehend, 
an  den  Seiten  abgeplattet,  die  Haare  nach  unten  eine  scharfe  Kante  bildend.  Der  Typus  der  Gattung  ist 
pigneroior.  Die  beiden  hier  hinzugefugten  Arten  weichen  in  der  Gestalt  der  Vflgl  etwas  ab,  indem  die  stumpfe  Ecke 
am  Aussenrde  nicht  vorhanden  ist,  doch  weisen  die  am  Ird  langgestreckten  Hflgl  und  die  Zeichnungsanlage 
der  Vflgl  auf  eine  Verwandfschaft  m\i  pignerator  hin.  Es  sind  Schmetferlinge  unfer  Miftelgrösse,  die  an  einzelnen 
Stellen  Zentral-  und  Süd-Amerikas  erbeutet  wurden,  in  den  Sammlungen  aber  noch  wenig  verbreitet  sind. 

A.  pignerator  Rf/r.  (46  c).  Flügelspannung  62  mm.  Oben  graubraun,  auf  den  Vflgln  mif  3  weissen  runden 
Flecken,  die  in  ein  Dreieck  gestellf  sind,  und  zwar  steht  einer  zwischen  den  Medianästen  1  und  2,  und  zwei 
zwischen  der  Mediane  3  und  der  untern  Radiale.  Die  Hflgl  ohne  Zeichnung;  die  Saumlinie  an  beiden  Flügeln 
dunkelbraun,  die  Fransen  zwischen  den  Rippen  weisslich.  Vflgl  unten  hellgrau,  der  äussere  Teil  von  der 
Spitze  bis  beinahe  zur  Mitte  des  Vrds  und  bis  zum  Innenwinkel,  sowie  der  Vrd  selbst  bis  an  die  Subcostalis 
sind  fein  dunkelbraun  besprenkelt,  innerhalb  welcher  Färbung  ausser  den  3  weissen  Flecken  der  Oberseite 
noch  ein  vierter  schmaler  weisser  und  neben  demselben  ein  dunkelbrauner  Fleck  liegen.  Hflgl  unten  lila¬ 
farbig,  überall  violett  besprenkelt,  mit  3  aus  braunen  Sprenkeln  bestehenden  zackigen  Querbinden,  eine  vor, 
die  zweite  binter  der  Mitte,  die  dritte  vor  dem  Anssenrd.  Vor  letzterer  eine  Reibe  schwarzer  Punkte  in 
hellen  Ringen.  Die  Art  scheint  indessen,  wie  neuere  Einsendungen  des  Herrn  Fasse  beweisen,  in  Bezug 
auf  Färbung  und  Zeichnung  der  Unterseite  der  Hflgl  sehr  veränderligh  zu  sein.  Ein  bei  Villavicencio  er- 
l)eufetes  Exemplar  hat  die  Unterseite  der  Hflgl  hell  bräunlichgrau  mit  einem  3  —  4  mm  breiten  braunen, 
nichf  scharf  begrenzten  Anssenrd.  Die  ganze  Fläche  ist  sparsam  mit  feinen  biaunen  Strichelchen  besetzt, 
jedoeb  so,  dass  keine  d  nklen  Querbinden  entstehen,  sondern  die  Strichelung  überall  gleicbmässig  verteilt 
ist.  Die  (juerreibe  feiner  schwarzer  Punkte  dicht  vor  dem  braunen  Aussenrd  ist  indessen  deutlich  vorhanden. 
Die  Art  ist  noch  wenig  in  den  Sammlungen  vertreten.  Bai’es  fand  sie  vor  vielen  Jahren  bei  Ega  am 
Amazonenstrom  im  tiefen  Urwalde,  Fasse  in  der  neuesten  Zeit  bei  Villavicencio  in  Ost-Columbien  (450  m) 
im  Monat  April.  —  Mit  dem  Namen  simplicia  form.  nov.  (46  c)  bezeiebne  ich  eine  Form  von  pignerator,  die 
auf  der  Oberseite  dunkel  erdbraun  gefärbt  ist,  und  im  schwarzen,  ganz  matt  blau  schillernden  Apicalteil 
der  Vflgl  4  weisse  Flecken  hat.  Von  Minas  Geraes  (Brasilien). 

A.  reinoldsi  spec.  nov.  (46  c).  Flügelspannung  48  -  50  mm.  Oben  olivbraun,  äussere  Hälfte  der  Vflgl 
dunkelbraun  mit  8  weissen  Flecken,  die  in  zwei  in  der  Mitte  nach  innen  gebogenen  Reihen  stehen.  Am 
Saume  der  Hflgl  eine  doppelte  dunkelbraune  Wellenlinie.  Unterseite  graubraun,  die  8  weissen  Flecke  wie 
oben,  dieselben  stehen  auf  einem  braunem  Felde,  welches  am  Vrd  und  am  Aussenrd  von  der  Grundfarbe 
umschlossen  ist.  Die  Hflgl  haben  etwas  vor  der  Mitte  eine  gerade,  trübweisse  Binde,  dann  eine  gebogene 
Reihe  runder  ockergelber  Flecke,  jeder  derselben  mit  einem  schwarzen  Punkt  oder  kurzem  Strich  in  seiner 
Mitte.  Vor  dem  Rande  eine  dunkelbraune  Zackenlinie,  welche  in  der  Mitte  jeder  Zelle  einen  schwarzen 
Punkt  trägt,  und  zwei  Wellenlinien  dicht  am  Saum.  Das  ?  hat  eine  etwas  hellere,  mehr  gelbliche  Grund¬ 
farbe.  Auf  der  Unterseite  der  Htlgl  sind  die  gelben  Flecke  so  verbreitert,  dass  eine  zusammenhängende 
Binde  entsteht,  in  welcher  neben  den  schwarzen  Punkten  und  Strichen  einige  silberglänzende  Schuppen  ein¬ 
gestreut  sind.  Minas  Geraes,  St.  Catharina  (Brasilien).  Selten. 

A.  calliomma  Fldr.  (46  b).  62  mm.  Oberseite  olivbraun,  das  äussere  Drittel  der  Vflgl  dunkler,  mit 
zwei  nach  aussen  gebogenen  Reihen  von  je  5  bräunlichweissen  Flecken,  von  denen  die  vorderen  etwas  undeutlich 
sind.  Hflgl  mif  einer  submarginalen  Reibe  von  braunen  Flecken.  Auf  der  LTnterseite  sind  die  Vflgl  wie 
oben ,  nur  etwas  beller.  Die  Htlgl  sind  auf  graubraunem  Grunde  dunkelbraun  marmoriert  mit  2  silbernen 
Flecken,  der  eine  in  der  Nähe  der  Flügelwurzel,  der  andere  in  der  Mitte.  Hinter  dem  letzteren  3  dunkel¬ 
braune  Augentlecke  in  ockergelben  Ringen  mit  silberglänzend  weissen  Pupillen,  wovon  der  untere  am  deut¬ 
lichsten  ist.  Von  Columbien  (Bogotanische  Cordillere,  Villavicencio  750  m,  Mai),  Amazonenstrom  (Manaos).  Selten. 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymer. 


i!):{ 


11.  Gattung'.  ]llu|»t,yehia  Hhn. 

Diese  arten-  und  fornienreiche  Gattung  der  Satyriden  ist  keineswegs  in  iliren  Grenzen  genau  })ostimmt, 
da  einzelne  Arten  einen  vollkoininenenUebergang  zur  Gattung  Taygetis  bilden.  Irn  allgemeinen  sind  es  kleine 
bis  mittelgroße  Falter,  nur  wenige  Arten  erreichen  eine  Flügelspannung  bis  nahezu  6  cm,  die  meisten  bleiben 
unter  4  cm.  Die  Hauptkennzeichen  der  Gattung  sind  die  behaarten  Augen,  die  an  der  Wurzel  stark  aufge¬ 
blasene  Costalis  und  Mediana,  sowie  die  etwas  aufgeblasene  Submediana  dtn  Vflgl.  Die  kurze,  nach  außen 
gebogene  Präcostale  der  Hflgl  ist  meist  vor  der  Subcostalis  abgezweigt.  Die  obere  Discocellularrippe  der  Hflgl 
ist  bald  länger,  bald  kürzer.  Die  männlichen  Vorderfüße  sind  zart  und  lang  behaart.  Die  Gestalt  der  Flügel 
ist  meistens  gerundet,  die  Vflgl  haben  eine  wenig  vortretende,  gerundete  Spitze,  ihr  Außenrand  ist  fast  gerade, 
der  Saum  der  Hflgl  ist  meist  wellig  gebogen,  vielfach  vollkommen  rund,  bei  anderen  Arten  stärker  gezähnt,  der 
Ird  dieser  Flügel  ist  zuweilen  etwas  ausgeschnitten.  Allgemeine  charakteristische  Merkmale  bilden  aber  die 
Streifenzeichnung  und  die  Augenreihe  der  Unterseite  beider  Flügel.  Nur  wenige  Arten  haben  statt  der  Augen 
Punkte.  Bei  dem  größten  Teil  der  Euptychien  ist  die  Färbung  braun  oder  graubraun.  Es  gibt  aber  auch  viele, 
die  sich  durch  eine  prachtvolle,  hellblaue  Färbung  ausztichnen  und  die  im  Fluge  für  Lycaeniden  angesehen 
werden  können.  Andere  haben  einen  blauen  lebhaften  Schiller  auf  beiden  Flügeln  oder  einem  Teil  derselben, 
wieder  andere  besitzen  weiße  Grundfarbe.  Von  der  Augenzeichnung  ist  das  Auge  zwischen  Mediana  1  und  2 
der  Hflgl  am  meisten  vorhanden,  und  auch  gewöhnlich  größer  als  die  übrigen  Augen.  Nach  ihm  ist  das  Auge 
zwischen  den  beiden  Radialen  der  Hflgl  am  meisten  entwickelt.  Ist  ein  Auge  oder  sind  mehrere  Augen  auf 
dem  Vflgl  vorhanden,  so  liegt  eins  davon  ebenfalls  zwischen  beiden  Radialen. 

1  Die  Hauptmasse  der  Arten  kommt  im  tropischen  Südamerika  vor.  Einzelne  Arten  gehen  hinab 
bis  nach  Südbrasilien  und  Argentinien ;  aus  Chile  ist  indessen  noch  keine  Art  bekannt.  Nach  Norden 
reicht  ihr  Verbreitungsbezirk  bis  in  die  Vereinigten  Staaten.  Die  dortigen  Autoren  stellen  die  dort 
vorkommenden  7  Arten  zu  den  Gattungen  Neonymjtha  Hbn.  und  Cissvi  Dhl.  Da  diese  Ai'ten 
aber  "ganz  ähnliche  Verwandte  in  Mexiko  und  dem  tropischen  Zentral-  und  Südamerika  haben,  so 
folge  [ich  dem  Vorgänge  Butlers  und  Godman  und  Salvins,  die  diese  Arten  alle  zu  Enytychia  ge¬ 
zogen  haben.  Was  die  vertikale  Verbreitung  der  Euptychien  betrifft,  so  gibt  Prof.  Bürger  in  seinen  ,, Reisen 
eines  Naturforschers  im  tropischen  Südamerika“  an,  daß  sie  nur  in  der  ,,Tierra  caliente“  und  ,,Tierra  templada“, 
in  der  heißen  und  gemäßigten  Region,  also  bis  zu  2000  m  Vorkommen.  Die  große  Mehrzahl  der  Arten  wird 
auf  diese  Regionen  beschränkt  sein,  einige  wenige  Arten  gehen  aber  etwas  höher  und  erreichen  die  Mitte  der 
„Tierra  fria“,  der  kalten  Region,  da  Fasse  die  Arten  necys  God.  und  harmonia  Btlr.  am  Quindiu-Paß  in  Co¬ 
lumbien  in  2500  m  Höhe  beobachtet  hat. 

Die  Lebensweise  der  Euptychien  ist  (nach  briefl.  Mitteilungen  von  Dr.  Seitz)  nicht  ganz  überein¬ 
stimmend.  Die  Angehörigen  der  Äesfowe- Gruppe  sind  unermüdliche,  wenn  auch  keineswegs  schnelle 
Flieger;  man  kann  ihre  fa-st  zu  allen  Tageszeiten,  mehr  einer  Pieris  als  einer  Satyride  gleichend,  in 
geradem  Fluge  längs  der  Waldränder  und  Bambuswände  fliegen  sehen.  Auch  wo  sie  häufig  sind,  wie  z.  B.  in 
Bahia,  woselbst  sie  bis  in  die  Stadt  herein  kommen,  trifft  man  sie  meist  einzehi;  und  Dr.  Seitz,  der  sie 
dort  täglich  beobachtete,  traf  sie  nie  in  größeren  Gesellschaften  wie  die  Arten  der  Aerme^s- Gruppe.  Die  letzteren, 
meist  dunkel  gefärbte  Arten,  sind  entschieden  schattenliebend  nnd  kommen  besonders  in  den  ersten  Vor¬ 
mittagsstunden,  bevor  die  Sonne  in  die  tiefeingeschnittenen  Gebirgstäler  hineinsengt,  in  niedrigem,  an  den  von 
Coenonympha  hero  erinnerndem  Fluge  aus  den  Dickichten  hervorgehüpft,  um  sich  in  kopfreichen  Gruppen  an 
den  Taupfützen  der  Wege  zu  sammeln.  Zwischen  8  und  10  Uhr  kann  man  im  botanischen  Garten  von  Rio 
de  Janeiro  ganze  Schwärme  kleiner  Euptychia  treffen,  die  dort  auf  schattigen  Wegen  um  die  Wasserstellen 
sitzen  und  sich  kaum  verscheuchen  lassen,  indem  sie  bei  Beunruhigung  nur  einige  Kreisflüge  dicht  über 
dem  Erdboden  ausführen,  um  schon  nach  wenigen  Sekunden  wieder  an  die  frühere  Stelle  zurückzukehren. 
Die  größeren  Formen  der  cehafs- Gruppe  leben  mehr  solitär,  meiden  ängstlich  offene  Wege  und  Lichtungen 
die  sie  nur  selten  und  mit  sichthcher  Unruhe  kreuzen;  sie  gleichen  den  /iermes-artigen  Formen  aber  darin,  daß 
sie  wie  jene  die  Flügel  in  der  Ruhe  krampfhaft  geschlossen  halten,  etwa  wie  die  europäischen  Aphantopus , 
von  denen  sie  sich  bei  gleichem  Vaterland  sicher  nur  schwer  im  Fluge  unterscheiden  ließen.  Die  größeren  Ai'¬ 
ten,  von  denen  sich  einige  auch  in  ihrem  Verhalten  sichtlich  an  die  Ta i/öreifs  anschließen,  zeigen  sich  häufiger 
auf  offenen  Stellen  und  lassen  den  Lila-Schimmer  ihrer  Flügeloberseite  in  der  Sonne,  der  die  dunkeln  Arten 
ängstlich  aus  dem  Wege  gehen,  spielen.  Die  himmelblauen  Arten  endlich  der  cep/iws- Gruppe  fliegen  gerade  bei 
hellem  Wetter  ganz  besonders  lebhaft  und  gehören  zu  jenen  zahlreichen  Insekten,  die  den  größeren  Gehölz¬ 
lichtungen  des  tropischen  Amerika  jenen  Reichtum  an  strahlend  blauen  Bewohnern  verleihen,  indem  sie  mit 
Thecla,  Morpho,  Pythonides,  blauschimmernden  Libellen,  Fliegen,  Hymenopteren,  Wanzen  und  Käfern  in  Leb¬ 
haftigkeit  der  Blaufärbung  und  metallischem  Glanze  wetteifern. 

Ueber  die  früheren  Stände  der  Euptychien  ist  wenig  bekannt.  Von  einigen  nordamerikanischen 
Arten  hat  Edwards  die  Beschreibungen  und  Abbildungen  der  Eier,  Raupen  und  Puppen  geliefert,  dagegen 
konnte  Müller,  der  von  einigen  brasilianischen  Arten  Eier  und  kleine  Raupen  erhielt,  keine  bis  zur  ersten 
Häutung  bringen.  Sie  leben  an  Gräsern. 


V 


25 


104 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymer. 


Es  liegt  nicht  in  dem  Rahmen  dieses  Werkes,  eine  monographische  Bearbeitung  der  Gattung  zu  bringen; 
'vir  bringen  nur  eine  Zusammenstellung  des  bisher  Bekannten,  und  richten  uns  hierin  hauptsächlich  nach  den 
Arbeiten  Butlers  mit  einigen  kleinen  Abänderungen.  Die  Typen  der  Felde Rschen  Arten,  welche  Butler  nicht 
ontziffern  konnte,  bringen  wir  in  Abbildungen  nach  Ober-  und  Unterseite,  müssen  dagegen  einige  von  anderen 
Autoren  beschriebene  und  nicht  abgebildete  Arten  an  den  Schluß  verweisen,  da  bei  diesen  ähnliche  oder  ver- 
Avandte  Arten  nicht  angegeben  sind. 


Hesione-Gruppe. 

hcKmvr.  E.  hesione  Sidz.  {=  ocirrhoe  F.,  cissia  Cr.)  (46d).  Oben  weiß  mit  breiter  schwarzer  Spitze  der  Vflgl, 

die  sich  mehr  oder  weniger  am  Außenrd  hinabzieht.  Beim  $  ist  auch  der  Rand  der  Hflgl  schwarz  und  die  Vflgl 
haben  eine  dunkle  Mittelbinde.  Auf  der  Unterseite  wechseln  braune  und  weiße  Querstreifen  miteinander  ab, 
vor  dem  Außenrd  auf  den  Vflgl  3,  auf  den  Hflgl  5  Augen.  Je  nach  den  verschiedenen  Lokalitäten  wechselt  die 
Ausdehnung  der  scluA^arzen  Farbe  der  Oberseite  sehr.  Weit  verbreitet  und  häufig.  Mexiko,  Zentral-Amerika,  Su¬ 
rinam,  Columbien,  Peru,  Bolivien,  Brasilien  bis  nach  St.  Gatharina.  Die  Exemplare  aus  Bolivien  haben  etwas 
suhohftcura.  spitzere  Vflgl,  sonst  sehe  ich  keinen  Unterschied.  —  subobscura  form.  nov.  (46  d)  ist  eine  abAveichende  Form, 
bei  Avelcher  die  Aveißen  Binden  der  Unterseite  bis  auf  die  äußere  durch  bräunlichgraue  Farbe  überdeckt  sind. 
hidia.  Ich  erhielt  diese  Form  von  Paraguay,  sie  kommt  aber  auch  an  einzelnen  Stellen  in  Brasilien  vor.  —  lydia  Cr. 
ist  eine  etwas  größere  Form  (60  mm)  mit  breiten,  gerundeten  Flügeln.  Vflgl  fast  ganz  braun,  nur  die  Wurzel¬ 
hälfte  des  Ird  ist  weiß  bestäubt,  doch  undeutlich  begrenzt.  Die  Hflgl  sind  weiß  mit  3  feinen,  braunen  Saum¬ 
linien  und  2  runden  schwarzen  Flecken  in  Zelle  2  und  5.  Aiif  der  Unterseite  sind  die  braunen  Binden  im  Wur¬ 
zelfelde  viel  schmäler,  die  Aveißen  Binden  dagegen  doppelt  so  breit.  Vflgl  mit  2,  Hflgl  mit  5  Augen,  denen 
riilpHDiia.  der  Stammform  ähnlich.  Surinam.  —  calpurnia  FJdr.  (46  d)  ist  eine  der  lydia  ähnliche  Form,  etAvas  kleiner  als 
diese  (50  mm),  bat  etwas  sclnnälere  und  gestrecktere  Vflgl,  die  am  Außenrd  sehr  seicht  ausgeschnitten  sind. 
Die  braune  Grundfarbe  ist  etwas  holler  als  bei  lydia,  das  Weiß  reicht  auf  den  Vflgl  vom  Ird  bis  an  die  Mediana, 
die  braunen  Streifen  der  Unterseite  scheinen  auf  beiden  Flügeln  nach  oben  durch,  ebenso  die  Augen,  von  de¬ 
nen  aber  auf  den  Vflgl  nur  eins,  auf  dem  Hflgl  nur  3  vorhanden  sind.  Vom  Maroni  in  Cayenne,  Surinam.  — 
h'nioriilfi.  binocula  Bflr.  (46  d),  eine  Av^eitere  Form  von  hesione,  hat  die  Oberseite  beider  Flügel  holl  graidAraun  gefärbt 
mit  2  dunkelbraunen  Binden  durch  die  Mitte  und  breitem,  braunen  Außenrd,  der  über  ein  Drittel  der  Flügel 
einnimmt,  nur  die  Mitte  der  Hflgl  ist  trübweiß  und  in  Zelle  2  liegt  im  dunklen  Außenrand  ein  schAvarzer 
runder,  weiß  eingefaßter  Fleck.  Die  Unterseite  ist  Avie  bei  hesione.  Von  Cayenne. 

meinlevca.  E.  metaleuca  Bsd.  (=  butleri  Bist.)  (46  d)  steht  zwar  der  hesione  Sulz,  nahe,  ich  betrachte  sie  aber  nach 

Godman  u.  Salvin’s  Vorgang  als  gute,  selbständige  Art.  Während  die  hellen  Binden  bei  hesione  und  ihren  ver¬ 
wandten  Formen  auf  der  Unterseite  alle  fast  gleich  breit  sind,  ist  bei  dieser  Art  die  äußere  dieser  Binden  mehr 
als  doppelt  so  breit  als  die  übrigen,  auch  sind  diese  schmälern  Wurzelbinden  meistens  stark  graubraun  bestäubt. 
Ferner  sind  die  Vflgl  des  cj  nicht  so  rund,  sondern  mehr  dreieckig  gestaltet  und  am  Außenrd  etAvas  ausge- 
scliAveift.  Die  Oberseite  der  Vflgl  ist  schwarzbraun  ,  mit  einem  weißen  Dreieck  auf  der  Mitte  des  Ird.  Von  Mexiko, 
iinif/i(i(hi.  Brit.  Honduras,  Guatemala,  Nicaragua,  Costa  Rica,  Panama,  Cohxmbien,  Ecuador.  —  languida  (46  e)  ist 
eine  Form  von  metaleuca,  bei  Avelcher  die  Aveiße  Farbe  auf  den  Vflgl  reduziert,  auf  den  Hflgl  aber  etAA^as  ei’AA’eitert 
ist,  und  in  der  Mitte  des  Außenrd  nahe  an  den  »Saum  heran  tritt.  In  Zelle  2  und  5  liegt  je  ein  schwarzer,  au¬ 
genförmiger,  dem  dunklen  »Sauin  aufsitzender  Fleck.  Die  Unterseite  ist  graubraun  mit  breiter,  AA'eißer  Mittelbinde, 
mit  einein  Auge  auf  dem  Vflgl  in  Zelle  5,  mit  3  Augen  auf  dem  Hflgl  in  Zelle  2,  5  und  6,  alle  scliAvarz  mit  gel- 
l)em  Ring  und  weißer  Pupille.  Zwischen  den  Augen  der  Hflgl  und  unter  dem  Auge  der  Vflgl  liegen  einige  kleine 
runde  »Silberfleckchen.  Celurnbien,  Bolivien. 

hrmUriica.  E.  heiiiileuca  Stgr.,  nur  im  Aveiblichen  Geschlecht  bekannt,  hat  eine  Spannbreite  von  38  mm  und  zeigt 

oberseits  einige  Aehnlichkeit  mit  languida  Btlr.;  doch  ist  die  AA^eiße  Farbe  bis  nahe  an  den  Vrd  der  Vflgl 
ausgedehnt  und  bedeckt  die  Hflgl  ganz,  so  daß  nur  ein  schmaler  scliAAmrzer  Saum  übrig  bleibt  und  die  beiden 
scliAvarzen  runden  Flecke  isoliert  stehen.  Die  Unterseite  ist  ganz  braungrau  mit  2  schmalen  dunkelbraunen 
Qnerstreifen  durch  die  Mitte,  mit  hellgrauem  »Saum,  3  feinen  braunen  »Saumlinien,  1  Auge  auf  den  Vflgl  und 
3  Augen  auf  den  Hflgl.  Das  vordere  Auge  der  letzteren  hat  4  mm  im  Durchmesser,  scliAvarzen  Kern  und  Aveiße 
doppelte  Pupille.  Die  andern  sind  kleiner,  doch  ebenso  gefärbt.  Vom  Rio  »San-Juanin  West-Columbien.  Selten. 

» 

(iiirir/cni.  E.  aufigera  Stgr.  i.  l.  (46  e).  Ist  keiner  sonstigen  Eujdychia  ähnlich;  Grundfarbe  Aveiß;  Vflg- 

Vrd,  »Spitze  Aind  Außenrd  breit  scliAvarzbraun,  vor  der  Spitze  am  breitesten,  Hflgl  mit  schmalem,  gezähntem 
braunen  »Saum.  Die  Zeichnung  der  Unterseite  scheint  nach  oben  durch.  Dieselbe  ist  braun  mit  AA^eißer  Binde 
durch  die  Mitte  beider  Flügel,  die  von  der  unteren  Radiale  der  Vflgl  bis  zum  Ird  der  Hflgl  zieht,  und  an  bei¬ 
den  Enden  spitz  zuläuft.  Auf  den  Hflgl  stehen  auf  rötlich  ockergelbem  Grunde  5  Augen  in  gezackter  Reihe 
und  zwischen  den  3  braunen  »Saumlinien  auf  den  Rippen  kleine  Aveiße  DojipelpuidAte.  Von  Cuzco  in  Peru,  Kolk 
Baxg-H.a.vs.  Selten. 


l<]UrTYCHIA.  Von  G.  Weymkii. 


I  ur> 


Mollina-Gruppo. 

E.  niollina  Hbn.  (40  e).  Oben  Vflgl  weißlichgrau,  am  Vrcl-  und  Außenrd  dunkler  mit  ß  l)i-äun-  inol/nin. 
licheJi  Querstreifen,  vor  der  Spitze  ein  dunkler  Fleck.  Hflgl  weiß  mit  2  dunklen  i-unden  Flecken  in  bi-aumm 
Ringen.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Grundfarbe  reiner  weiß,  die  Querstreifen  daher  deutlicher.  Vflgl  ein  schwar¬ 
zes  Auge  vor  der  Spitze,  mit  braunem  Ring  umgeben,  3  verloschene  Augen  darunter  in  Zelle  2 — 4.  Hflgl  unten 
mit  6  Augen,  die  in  Zelle  2  und  5  groß,  in  Zelle  1  b  und  6  klein,  alle  schwarz  mit  weißen  Pupillen  und  brau¬ 
nen  Ringen,  die  in  Zelle  3  inid  4  verloschen.  Aus  dem  Amazonengebiet  (Para,  Ega),  Nicaragua,  Mexiko.  — 
mollis  Stgr.  ist  nur  eine  Form  dieser,  bei  der  die  Vflgl  nur  ein  oder  zwei  Augen  auf  der  Unterseite  haben,  und  twill'is. 
auch  die  Augen  der  Hflgl  in  der  Zahl  reduziert  und  zum  Teil  viel  kleiner  sind.  Von  Cbiriqui.  —  hilara  Fidr.  hiinni. 
(46  e).  Eine  der  größeren  Formen  von  mollina,  oben  hell  bräunlichgrau  mit  einem  Querstreifen  auf  den 
Vflgl  und  2  auf  den  Hflgl,  die  etwas  dunkler  sind,  mit  einem  Auge  auf  den  Vflgl  und  2  auf  den  Hflgl.  Auf 
der  Unterseite  ist  die  Grundfarbe  noch  heller,  etwas  weißlich,  die  Querstreifen  wie  oben,  im  Mittelfeld  der  Vflgl 
ein  rötlichgelber  verwaschener  Fleck  und  vor  der  Spitze  ein  Auge.  Auf  den  Hflgl  4  kleine  und  1  grofles  Auge. 
Columbien  (Bogota).  — -  westwoodii  Btlr.  (46  e),  eine  weitere  Form  von  mollina,  die  meistens  kleiner  (26 — 33  mm)  >ccsiir„oii 
und  bei  der  die  Grundfarbe  reiner  weiß  ist.  Nur  Vrcl-  und  Außenrd  der  Vflgl  sind  bräunlichgrau.  Die  bräun¬ 
lichen  Binden  sind  schmal  und  die  Augenflecke  undeutlich.  Auf  der  Unterseite  haben  die  Vflgl  nur  3,  die  Hflgl 
alle  6  Augen.  Mexiko,  Guatemala,  Honduras,  Nicaragua,  Costa  Rica,  Panama,  Venezuela,  Colinnbien,  Bo¬ 
livien.  —  jesia  Btlr.  (46  e)  unterscheidet  sich  von  westiooodii  nur  dadurch,  daß  die  braunen  Querstreifen  auf  j'.’.'itn. 
der  Oberseite  ganz  fehlen  oder  nur  schwach  von  unten  durchscheinen  und  daß  die  Spitze  der  Vflgl  nur  4  mm 
breit,  und  Vrd-  sowie  Außenrd  nur  ganz  schmal  braun  gefärbt  sind.  Die  Unterseite  ist  wie  bei  tvestwoodii .  Bo¬ 
livien,  Ecuador. 

E.  meta  S'pec.  nov.  (46  e).  Oben  grardjraun,  auf  jedem  Flügel  ein  großes  weißes  Feld,  das  nuia. 
auf  den  Vflgl  mehr  dem  Ird,  auf  den  Hflgl  mehr  dem  Vrde  genähert  ist.  Die  zwei  ersten  Querstreifen 
convergieren  auf  den  Vflgl  nach  vorne,  auf  den  Hflgl  nach  hinten.  Auf  den  Vflgl  ein  dunkler  Fleck  vor  der 
Spitze,  auf  den  Hflgl  drei  solcher  Flecke  an  Stelle  der  Augen,  hinter  denselben  die  dunkle  Submarginalbinde. 

Auf  der  Unterseite  tritt  eine  4.  Binde  nahe  an  der  Flügelwurzel  hinzu  und  liegen  hier  2  Augen  auf  den  Vflgl 
nahe  an  der  Spitze  und  3  auf  den  Hflgl  in  Zelle  2,  3  und  5,  alle  schwarz  mit  weißen  Pupillen  und  von  4  Rin¬ 
gen  eingefaßt,  nämlich  ockergell),  braun,  weiß  und  außen  wieder  braun.  Das  2.  Auge  der  Vflgl  und  das  mitt¬ 
lere  der  Hflgl  sind  kleiner,  die  andern  sind  größer,  haben  3  mm  im  Durchmesser  und  erstrecken  sich  über  zwei 
Zellen,  so  daß  die  äußern  Ringe  sich  berühren.  Beim  $  ist  noch  ein  kleines  Auge  auf  jedem  Flügel  mehr  vor¬ 
handen,  das  zwischen  den  übrigen  steht.  Von  Marcapata  (Peru). 

E.  fetna  Btlr.  Oben  blaßbraun,  Vflgl  mit  2  gebogenen  rostfarbenen  Streifen  vor  und  in  der  Mitte,  ictna. 
einem  verloschenen  rostfarbenen  Fleck  zwischen  den  Medianen  1  und  2,  vor  der  Spitze  ein  runder  schwarzer 
Fleck  in  ockergelbem  Ring.  Hflgl  mit  einem  rostfarbenen  Mittel-  und  einem  gleichen  Submarginalstreifen 
und  einem  schwarzen  Auge  mit  weißer  Pupille  und  gelbem  Ring.  Unten  hellei,  besonders  im  äußern  Teil  der 
Vflgl  mit  einem  aus  kleinen  braunen  Ringen  bestehenden  Kettenstreif  vor  dem  Außenrd  beider  Flügel.  Vflgl  mit 
einem  nach  innen  gebogenen  Mittel-  und  einem  geraden  rostfarbenen  Wurzelstreifen,  die  sich  beide  in  ziemlich 
gerader  Richtung  auf  den  Hflgl  fortsetzen.  Letztere  haben  5  Augen,  von  denen  das  2.  und  5.  schwarz  sind, 
mit  gelber  Iris  und  braunem  Ring,  die  übrigen  sind  verloschen  rotbraun  gefärbt,  alle  haben  weiß  glänzende  Pu¬ 
pillen.  Auf  den  Vflgl  nur  ein  Auge  wie  oben,  mit  einigen  bräunlichen  Flecken  darunter.  36  mm.  Von 
San  Geronimo  und  Cubilquitz  in  Guatemala,  Amula  und  Cliilpancingo  in  Mexiko.  Selten. 

E.  enyo  Btlr.  Oben  blaßbraun  mit  2  braunen  Mittel-  und  einem  Submarginalstreifen,  einer  Rand-  cmjo. 
linie,  einem  Fleck  vor  der  Spitze  der  Vflgl  und  einem  solchen  am  Afterwinkel  der  Hflgl.  Der  Vorder¬ 
winkel  der  Hflgl  ist  rötlich  gefärbt.  Unten  ockergelb  mit  rotbraunen  Binden  wie  mollina.  Vflgl  mit  4,  die  Hflgl 
mit  6  Augen.  Das  erste  der  Vflgl,  sowie  das  2.  und  5.  der  Hflgl  sind  größer  als  die  übrigen.  Das  6.  Auge  der 
Hflgl  liegt  dicht  am  Außeirrd  und  Saum  der  Zelle  1  c  nebei’  einem  für  diese  Art  charakteristischen  rotbraunen 
Längsstreifen,  der  sich  längs  der  ersten  Mediana  nach  innen  zieht.  35  mm.  Von  Cuenza  (Ecuador).  Selten. 

E.  anacleta  Btlr.  Blaßbraun,  2  dunkle  Binden  durch  die  Mitte,  ein  blindes  Auge  vor  der  Spitze  der  anadda. 
Vflgl,  5  dergleichen  auf  den  Hflgl,  wovon  das  5.  größer  ist  als  die  übrigen.  Die  Submarginallinie  auf  den 
Hflgl  doppelt.  Unten  sehr  hellgrau,  fast  weiß  mit  2  rotbraunen  Binden  in  der  Wurzelhälfte,  dann  folgt  eine 
dritte,  breitere  Binde,  die  nur  auf  den  Hflgl  rotbraun,  auf  den  Vflgl  aber  ockergelb  ist,  dann  2  Avellige  scliAvärz- 
liche  Submarginallinien,  die  am  Analwinkel  der  Hflgl  in  2  orangefarbige  Striche  münden.  Vflgl  mit  einem 
großen  Auge  vor  der  Spitze  mit  blauer  Pupille  und  rotgelbem  Ring,  darunter  2  undeuthche  Augen  und  ein  gro¬ 
ßer  verwaschener  ockergelber  Fleck.  Hflgl  mit  5  Augen,  das  1.,  2.  und  5.  schwarz  mit  blauen  Pupillen,  das 
3.  und  4.  braun  mit  silbernen  Pupillen,  alle  mit  gelber  Iris.  Diese  Augen,  von  denen  die  4  vorderen  klein  sind, 
das  5.  aber  groß  ist,  stehen  in  einer  geraden  Reihe.  33  mm.  Nicaragua  (Chontales),  Panama  (Cbiriqui),  Co¬ 
lumbien  (Bogota).  Selten. 


uiisolala . 


])icc(i. 


rujochiciu . 


(runüisfü. 


saiunius. 


vesia. 


jlda. 


1!)G  EUPTYCHIA.  Von  G.  Wbymer. 

E.  insolata  Bür.  (=  macrophthalma  Stgr.).  Raiichbraun,  schwach  durclisichtig,  im  Discus  heller,  zu¬ 
weilen  weiß,  2  fast  parallele  braune  Mittelbinden  und  2  undeutliche  Submarginallinien  über  beide  Flügel. 
Vflg]  ein  undeutliches  Auge  vor  der  Spitze,  Hflgl  mit  2  schwarzen,  w'eißge kernten  Augen,  eins  am  Vorder¬ 
winkel,  das  andere  größere  am  Innenwinkel.  Unten  weißlich  mit  den  Binden  wie  oben,  und  zwar  die  zwei  in 
der  Mitte  und  eine  an  der  Wurzel  rotbraun,  mit  schwarzer  Submarginallinie.  Vflgl  mit  2  Augen,  eins  vor  der 
Spitze,  schwarz,  weiß  gekernt  mit  rotem  Ring,  das  andere  undeutlich  zwischen  den  Medianadern.  Hflgl  mit 
3  Angen,  davon  2  rot  eingefaßte  vorne,  das  dritte  sehr  große,  braun  eingefaßte  am  Analwinkel.  Von  Nicaragua, 
Gosta-Rica  und  Panama. 

E.  picea  Btlr.  (46  e).  Der  vorigen  Art  ähnlich,  doch  sind  die  Flügel  nicht  durchsichtig,  oben 
braun  mit  4  dunkelbraunen  Binden,  eine  kurze  an  der  Wurzel,  die  2.  nähert  sich  der  3.  am  Vrde 
der  Vflgl,  die  3.  nähert  sich  der  4.  am  Ird  derselben  Flügel.  Ein  schwarzer  Fleck  an  der  Spitze,  die  Hflgl  mit 
2  solcher  Flecke  in  Zelle  2  und  5.  Beim  $  sind  die  Flügel  runder  gestaltet  und  statt  der  Flecke  sind  ziemlich 
große  Augen  mit  ockergelben  Ringen  und  weißen  Pupillen  vorhanden.  Unterseite  hell  violettgrau,  Querbin¬ 
den  deutlicher  als  oben.  Auf  dem  Vflgl  stehen  2  oder  3  Augen,  von  denen  das  vordere  das  größte  ist,  und  das 
mittlere  meist  fehlt.  Auf  den  Hflgl  stehen  gewöhnlich  3  Augen,  zuweilen  4  oder  5.  Von  diesen  ist  das  in  Zelle 
2  liegende  das  größte  und  hat  3  mm  im  Durchmesser,  zuweilen  hat  es  aber  auch  einen  Durchmesser  von  4  bis 
414  mm  und  reicht  dann  natürlich  weit  in  die  amstoßenden  Zellen  hinein.  Zwei  Augen  liegen  am  VorderAvinkel 
in  Zelle  5  und  6,  von  denen  das  in  Zelle  5  in  der  Größe  dem  vorderen  Auge  der  Vflgl  gleicht,  das  andere  klei¬ 
ner  ist.  Treten  noch  weitere  Augen  auf,  so  liegen  diese  in  den  Zellen  3  und  4,  sind  aber  noch  kleiner.  Vom 
Ainazonenstrom  (Ega,  Tapajos),  ferner  von  Peru  und  Surinam.  —  rufocincta  form.  nov.  (46  f)  ist  eine  Form 
von  picea,  etwas  größer,  die  Zeichnung  ganz  ähnlich,  doch  sind  die  beiden  runden  sehwarzbraunen  Flecke  auf 
der  Oberseite  der  Hflgl  zuerst  von  einem  ockergelben,  schmalen  und  dann  von  einem  rotbraunen  breiten  Ring 
umgeben,  so  daß  Augen  von  4  mm  Durchmesser  entstehen.  Auf  der  Unterseite  stehen  auf  den  Vflgl  3  Augen 
(das  vordere  groß),  auf  den  Hflgl  5  Augen  (das  2.  und  3.  größer),  die  teilweise  unter  sich  Zusammenhängen. 
Von  Surinam. 


Saturnus-Gruppe. 

E.  francisca  Btlr.  Oben  violettbraun,  ein  undeutlicher  brauner  Fleck  am  Analwinkel  iind  2  braune 
Randliiiien.  Unten  ockergelb,  zwei  braune,  etwas  na.ch  innen  gebogene  Mittellinien,  eine  Submarginal-  und 
2  Randlinien.  Auf  dem  Vflgl  ein  kleines  Auge  mit  weißer  Pupille,  die  Hflgl  mit  5  Augeii,  das  2.  und  5.  schwarz, 
weißgekernt,  3  mm  im  Durchmesser,  die  übrigen  klein,  und  zwar  das  erste  ebenfalls  schwarz,  das  3.  und  4. 
braun,  alle  mit  ockergelber  Iris  und  braunem  Ring.  Ecuador. 

E.  saturnus  Btlr.  (=  laccine  Fldr.)  (46  f).  Oben  olivbraun,  mit  einer  hellem  Schattenbinde  durch 
die  Mitte  beider  Flügel  und  einem  schwarzen,  weißgekernten  und  bräunlichgelb  umringten  Auge  am  Anal¬ 
winkel  der  Hflgl.  Unten  hellgrau  mit  2  geraden,  braunen  Querlinien  und  einer  nach  hinten  an  Breite  zuneh¬ 
menden  weißen  Binde  durch  die  Mitte  beider  Flügel.  Vflgl  mit  einem  schwmrzen  Auge,  die  Hflgl  niit  5 
Augen,  wmvon  das  3.  und  4.  braun,  die  übrigen  schv/arz  sind,  alle  haben  gelbe  Iris  und  braunen  Ring,  die  4 
ersten  der  Hflgl  mit  doppelter  weißer  Pupille,  die  übrigen  mit  einfacher.  Am  Rande  3  braune  Linien.  Vene¬ 
zuela,  Columbien  (Rio  Agnatal  1800  m  im  November),  Bolivien  (Corvico),  Brasilien. 

E.  vesta  Btlr.  (=  griphe  Fldr.)  (46  f).  Oben  olivbraun,  am  Saum  3  dunklere  Linien,  die  auf  den 
Vflgl  zu sammenge flössen  sind.  Auf  diesen  Flügeln  steht  beim  d*  hi  der  Mitte  der  Zellen  1  b,  2  und  3  zAvischen 
der  Submediana  und  den  3  Medianästen  ein  schmaler  Streifen  dunkelbrauner,  erhabener  Schuppen,  der  auf 
den  Rippen  spitze  Winkel  nach  außen  bildet.  Am  Analwinkel  der  Hflgl  in  Zelle  2  ein  schwarzes  x4uge 
mit  weißer  Doppel-Pupille  imd  rotgelbem  Ring.  Zinveilen  noch  ein  kleines  Auge  daneben  in  Zelle  1  c.  Beim  $ 
fehlen  die  erhabenen  Schuppen  der  Vflgl,  dagegen  sind  auf  den  Hflgl  in  den  Zellen  3 — 5  noch  zwei  oder  drei 
weitere,  ähnliche  Augen  vorhanden,  die  aber  kleiner,  manchmal  verloschen  oder  pupillenlos  sind.  Die  Unter¬ 
seite  ist  bräunlich  gelb  mit  schmaler,  hellgelber  Binde  über  die  Vflgl  und  breiter,  Aveißer  Binde  über  die  Hflgl, 
die  beiderseits  unregelmäßig  begrenzt,  in  der  Mitte  aber  durch  einen  wurzehvärts  gerichteten  breiten  Vorsprung 
stark  erAveitert  ist.  Im  Saumfelde  sind  auf  den  Vflgl  ein,  auf  den  Hflgl  beim  ^  5,  beim  $  6  Augen,  Amn  de¬ 
nen  das  3.  und  4.  der  Hflgl  bräunlichgrau,  die  übrigen  scliAvarz,  alle  aber  ockergelb  und  braun  gelingt  und  do])- 
pelt  weißgekernt  sind.  Venezuela,  Columbien  (Caucatal,  Rio  Agnatal  1800  m  (November),  Rio  Tocha  am  Quin- 
diu-Paß  2100  m  (September). 

E.  fida  spec.  nov.  (46  f).  Der  vesta^  Bull,  ähnlich,  aber  sofort  durch  das  Fehlen  des  erhabenen  Schup¬ 
penstreifens  der  Vflgl  im  männliclien  Geschlecht  zu  unterscheiden.  Auch  fehlt  das  Auge  auf  der  Oberseite 
def  Hflgl  und  die  helle  Binde  der  Unterseite  ist  anders  gestaltet.  Sie  ist  am  Vrd  der  Hflgl  mir  halb 
so  breit  als  bei  vesta,  tritt  in  der  Mittelzelle  nicht  Avurzehvärts  vor,  bildet  dagegen  kleine  proximale 
ErAveiterungen  in  den  Zellen  2  und  5.  Das  d'  hat  unten  6  Augen,  die  2  mittleren  braungrau,  die  übrigen  scliAvarz, 
meist  mit  einfachen  Aveißen  Pupillen.  Auf  den  Vflgl  stehen  unter  dem  Auge  vor  der  Spitze  zAA^ei  undeutliche 
kleinere.  Vom  Songo  und  von  Corvico  in  Bolivien. 


EUL’TYCIIIA.  Von  (J.  Wioaiük. 


I!)7 


E.  transversa  siiec.  nov.  (47  a).  Den  vest<i,  und  jvhi,  ähnlich.  Die  criiahcnen  Sclmi)|K'n  der  (‘i’slei'cn  Inin.^vcr.sn. 
fehlen  liier  ebenfalls,  ancli  steht  kein  Auge  auf  der  Ob'nseite  der  Hflgl.  Von  den  3  dtinkclliraunen  Sauni- 
linien  ist  die  innere  undeutlich  und  mehr  nach  innen  gerückt.  Auf  der  Unterseite  stellen  an  der  iSpitzc  der  Vflgl 
2  schwarze  Augen  mit  Aveißen  Pupillen  und  ockergelben  Ringen.  Das  Sanmfeld  der  Vflgl  ist  hei  dieser  Art 
nicht  heller  gefärbt.  Den  Hauptnnterschied  zeigt  aber  die  Unterseite  der  Hintcrfliigel.  Die  beiden  dunkelbrau¬ 
nen  zackigen  schmalen  Querstreifen  sind  weiter  nach  außen  gerückt;  der  erste  zieht  hinter  der  Mitte  der  Mittcl- 
zolle  über  den  Ursprung  des  ersten  Medianastes  zur  Mitte  des  Irdes  und  bikkit  in  seinem  hintern  Teil  die  innere 
Grenze  der  weißen  Binde.  Der  2.  braune  Querstreif  zieht  über  die  Schlußrijijie  der  Mittelzelle,  indem  er'  rlie 
weiße  Binde  durchschneidet,  dann  die  äußere  Grenze  derselben  liildet  und  sich  am  Innenwinkel  mit  der  dunkel¬ 
braunen  8rdnnarginallinie  vereinigt.  Der  vordere  Teil  der  weißen  Binde  liegt  also  bei  dieser  Art  in  dem  stark 
erweiterten  »Saumfeld.  In  demselben  5  Angon,  denen  der  Vflgl  gleich  gefärbt,  flie  in  Zelle  2  und  5  sind  größer 
als  die  übrigen.  Von  Marcapata.  (Peru).  Selten  am  Rio  Autaca  (24Ü0  ni)  in  Columbien. 

Nossis-Grnppe. 

E.  nossis  Hew.  {=  jaresia  ßtlr).  Oben  braun,  am  Anahvinkel  der  Hflgl  mit  (inmn  sclnvarzen  nos-'iis. 
Auge  mit  rotgelbem  Ring  und  weißer  Dop])elpupille.  Unten  heller  braun,  Vflgl  mit  2  geraden  Mittellinien, 
tinem  doppelt  woißgekernten  Auge  vor  der  Spitze  und  3  braunen  Flecken  darunter,  sowie  3  braunen  Rand¬ 
linien.  Hflgl  mit  2  braunen  Querlinien  in  der  Mitte,  die  erste  gerade,  die  2.  in  ihrem  mittleren  Teile  Avurzel- 
wärts  gebogen.  Gleich  dahinter  folgt  eine  weiße  durchgehende  Binde,  in  ihrer  Mitte  3mal  so  breit  als  A'orn 
und  hinten,  dann  eine  Reihe  von  4-  Augen,  wovon  2  in  Zelle  2  und  5  größer,  die  andern  in  Zolle  3  und  6  klei¬ 
ner  sind,  alle  schwarz  mit  gelber  Iris  und  braAinem  Ring,  nur  die  größern  haben  do])pelte  weiße  Pupillen. 

Ecuador  (Quito).  Diese  Art  hat  einige  Aehnlichkeit  mit  der  oben  beschriebenen  fida,  unterscheidet  sich  aber 
leicht  von  ihr  durch  die  Gestalt  der  Aveißen  Binde  der  Unterseite  clor  Hflgl,  die  an  ihrer  innern  Seite  Avie  ein 
Kreisausschnitt  gleichmäßig  gerundet  ist,  während  solche  bei  fida  stark  zackig  bin  und  hergebogen  ist.  Butler 
stellt  (Journ.  Linn.  Soc.  Zool.  13  p.  117)  seine  jaresia  zu  Eu'pt.  furina  Hew.  EinVergleich  der  Abbildungen 
zeigt  aber  sofort,  daß  beide  Arten  nicht  gleich  sind,  daß  vielmehr  jaresia  zu  nossis  Hew.  gehört. 

E.  clio  ßtgr.  i.  l.  (47  a).  Vflgl  mit  schwach  Avelligem  Außenrd,  Hflgl  stumpf  gezähnt.  Oben  braun,  d'w. 

Hflgl  mit  doppelter  dunkelbrauner  Saum-  und  undeutlicher  breiter  Submarginallinie,  Fransen  hellgrau.  Un¬ 
terseite  ebenfaJls  braun.  Vflgl  bei  der  Länge  ein  schmaler,  gerader,  hoUgrauer  Streifen,  längs  des  Saums 
ein  breiter  gleichfarbiger  Streifen,  von  2  dunkelbraunen  Saumlinien  durchzogen.  Auf  den  Hflgl  zuerst  ein  Avei- 
ßer  Streifen  von  ^/g  des  Vrdes  zur  Mitte  des  Irdes.  Itu  Saumfolde  stehen  2  große  In’äunlichgolbe 
Halbkreise,  deren  Bogen  gegen  die  Binde  gerichtet  sind.  Innerhalb  jedes  Halbkreises  eine  silberglänzende  Bogen¬ 
linie,  welche  Avieder  einen  großen  scliAvarzen  Fleck  mit  bräunlich.gelber  Einfassung  umschließt.  Auf  dem 
dunkelgrauen  Saum  3  schwarze  Wellenlinien.  Von  Marcapata.  Peru.  Eine  schöne  und  seltene  Art.  Kolk 
Bang-Haas. 

E.  albofasciata  Hew.  Größe  der  vorigen.  Oben  rötlichbraun  mit  breiter,  AA^eißer  Mittelbinde  von  der olhojanc'mla . 
Mediana  3  im  Vflgl  bis  nahe  an  den  Ird  der  Hflgl.  Letztere  haben  ein  großes  schwarzes  Auge  am  Anahvinkel 
mit  orangegelbem  Ring  und  Aveißer  Pupille,  soAvie  2  Aveiße  Linien  am  Vorder Avinkel.  Unterseite  etAvas  heller  als 
oben,  die  Aveiße  Binde  reicht  bis  an  den  Vrd  der  Vflgl.  Die  Wurzel  ist  grau,  mit  brauner  Binde,  der  Außenrd  ist 
trübAveiß  mit  3  pa.rallelen  braunen  Linien.  Vflgl  mit  einein  Auge  an  der  Spitze,  Hflgl  mit  6  Augen,  AvoAmn  die 
beiden  mittleren  eiförmig,  braun,  mit  einem  Silberstrich  in  der  Mitte,  die  andern  schAvarz  mit  teihveise  doiipel- 
ten  Pupillen,  alle  aber  mit  rötlichgelben  Ringen  versehen  sind.  Von  Ecuador.  Selten. 

Pronophila-Gruppe. 

E.  pronophila  Bür.  Oben  olivbraun.  Unten  ebenso,  Vflgl  mit  einer  breiten,  etAvas  helleren  Dis-  jn-onophila. 
calbinde,  Avorin  5  kleine  undeutliche  Angen  stehen.  Hflgl  mit  dreieckiger,  Avoißer  Discalbinde,  die  amVorder- 
Avinkel  mit  feiner  Spitze  beginnt,  am  Ird.  dicht  am  Innen Avinkel  in  der  Breite  von  5  mm  endigt.  Hinter  der¬ 
selben  eine  hellbräunliche  Binde  mit  5  kleinen  Augen,  von  denen  das  1.,  3.  und  4.  Aveiß  und  Amn  braunen  und 
breiten  hell  ockergelben  Ringen  eingefaßt,  die  übrigen  2  scliAvarz,  fein  Aveiß  gekernt  und  dunkler  gelb  eingefaßt 
sind.  Das  Wurzelfeld  ist  fein  braun  gestiichelt  mit  2  braunen  Querlinien.  Von  Rio  de  Janeiro.  Kolk  Heavitsox 
im  Brit.  Museum.  Selten. 

E.  ordinata  spec.  nov.  (47  a).  Oben  olivbraun,  am  Saum  etAvas  dunkler  mit  helleren  Fransen,  onlinakt. 
Unten  heller  braun.  Vflgl  mit  undeutlicher  Linie  hinter  der  Mitte,  2  braunen  Linien  Amr  dem  Rande  und  schAA'arz- 
brauner  Saumlinie.  Hflgl  mit  breiter  Aveißer  Binde,  AA'elche  von  der  Mitte  des  Ird  über  die  Schlußrippe  bis  an 
Rippe  6  in  der  Nähe  des  VordeiWAunkels  zieht  und  an  beiden  Seiten  nicht  scharf  begTenzt  ist.  Hinter  ihr  liegt 
eine  orangegelbe  Binde,  die  nur  Amn  Rippe  1  b  bis  in  Zelle  4  reicht.  Auf  derselben  liegen  3  kleine,  lamde  scliAvarze 
Flecke,  die  an  ihrer  innern  Seite  mit  einem  kleinen,  silberglänzenden  Halbmond  bezeichnet  sind.  Ein  sebAvarzer 
Punkt  liegt  noch  in  Zelle  4  am  Ende  der  orangegelben  Binde.  Von  Bolivien  (Kolk  Seitz).  Der  vorigen  Ai’t 


198 


EÜPTYC?I1A.  Von  G.  Wbymer. 


(IslUKI. 


Iiii/tcri 


(iiiihra. 


Uhiritlti . 


hiltdii. 


Vesper. 


(irtiiilla. 


irii/illaid . 


urius. 


ähnlicl),  aber  leicht  von  ihr  zu  untei\scheiden  durch  die  orangegelbe  Binde,  welche  bei  pronopJiila  fehlt,  sowie 
durch  die  Lage  der  weißen  Binde,  welche  bei  pronophila  mehr  nach  außen  gerückt  ist. 

E.  ashna  Hew.  (47  a).  Oben  braun  mit  kleinem  verloschenem  dunkleren  Fleck  am  Analwinkel.  Un¬ 
ten  etAvas  heller.  Vflgl  mit  2  braunen  Quer-  und  3  Randlinien.  Hflgl  eine  braune  Querlinie  an  der  Wurzel, 
eine  weiße  gerade  Binde  von  ^4  Vrdes  zu  des  Irdes  und  3  schwarze,  weißgekernte  Augen  in  Zelle  2, 
5  und  6,  das  erste  davon  mit  doppelter  Pupille  und  alle  rotgelb  eingefaßt.  Zwischen  diesen  Augen  stehen  in 
Zelle  3  und  4  rotggilbe  Ringe  mit  kleinem  undeutlichem  silbernen  Kern.  Das  2  ist  dem  gleich  gezeichnet, 
.  nur  etwas  größer.  Von  Columbien,  Ecuador  und  Peru.  —  butleri  Weym.  (=  ashna  Btlr.)  ist  eine  Form  von 
ashmi,  bei  der  die  Grundfarbe  der  Flügel  oben  gelblich  bra\m  und  unten  gelblich  grau  ist  und  die  rotgelben 
Ringe  der  Zelle  3  und  4  der  Unterseite  der  Hflgl  ebenso  dunkele  und  ebenso  große  Augen  einschließen,  als  in  den 
ülu’igen  Zellen  stehen,  so  daß  eine  Reihe  ziemlich  gleich  gefärbter  Augen  entsteht.  Ecuador.  Der  Karne  butleri 
Bist,  ist  ein  Synonym  von  '»letaleuca  Bsd.  deshalb  kann  der  Name  butleri  Weym.  für  diese  ashua-Yorm  be¬ 
stehen  bleiben.  —  ambra  form.  nov.  (47  a),  steht  der  asJma  Hew.  nahe.  Hflgl  etwas  stärker  gezähnt.  Oben  braun 
mit  3  dunkleren  Saumlinien.  Unten  etwas  heller,  besonders  im  Saumfelde  und  am  Irde  der  Vflgl.  Hflgl  mit  weißer 
Binde,  fast  wie  bei  ashna.  Das  Saumfeld  hinter  dieser  Binde  ist  fast  ganz  rotgelb  gefärbt,  und  An)n  der 
Binde  durch  eine  braune  Linie  getrennt.  Darin  liegt  in  Zelle  2  ein  runder  schwarzer  Fleck  mit  Doppelpupille, 
ein  gleicher  in  Zelle  5,  jedoch  mit  rotgelbem  und  braunem  Ring  umgeben  und  ein  ganz  kleines  ähnliches  Auge 
in  Zelle  6.  Am  Auf.kmrande  außer  den  3  parallelen  Saumlinien  noch  eine  4.  braune  Submarginallinie  als  äußere 
Grenze  des  rotgelben  Saumfelds.  Zwischen  den  beiden  innern  dieser  Linien  eine  Reihe  weißlicher  (9)  oder 
hellgrauer  Flecke  (beim  ^).  Bolivien,  Peru  (Cuzco)  2 — 3000  m. 

Liturata-Gruppe. 

E.  liturata  Btlr.  Oben  blalf  olivbraun,  am  Rande  dunkler,  Fransen  rötlichgrau.  Unten  dunkler, 
mit  vi('len  kurzen  dunkelbraunen  Strichelchen  bedeckt,  an  der  Costa  weißlich  gemischt.  Vflgl  mit  einem  klei¬ 
nen  schAvarzen,  ockergelb  und  braun  umringten,  weiß  gekernten  Auge  vor  der  Spitze,  und  2  ähnlichen,  äußerst 
kleinen  darunter.  Hflgl  auf  der  etAvas  heller  braunen  Discalbinde  5  ebenso  kleine  Augen,  von  denen  nur  das 
2.  und  5.  etwas  deutlicher  sind.  Saumlinie  schwarz.  Vaterland  unbekannt.  Kolk  Heavitson  im  Brit.  Museum. 

E.  luttela  Weeks.  Oben  bronzebraun  mit  etAvas  Glanz,  unten  ebenso,  ohne  Glanz.  Vflgl  ZAAÜschen 
der  dunkelbraunen  Randlinie  und  dem  Saum  an  der  Spitze  graubestäubt,  eine  undeutliche  braune  Submar¬ 
ginallinie,  Ird  grau.  Auf  den  Hflgl  ist  der  Raum  zAviscb.en  den  2  dunkelbraunen  Randlinien  rötlichgelb  gefärbt. 
Ein  kleiner  rötlichgelber  F'leck  mit  schwarzem  Mittelpunkt  am  AnalAvinkel.  29  mm.  Alezuni  in  BoliAÜen. 
Flugzeit  August.  Gleicht  der  liturata  Btlr.,  doch  das  Auge  an  der  Spitze  der  Vflgl  fehlt. 

E.  Vesper  Btlr.  Der  litimita  verwandt.  Oben  olivbraun.  Die  Augen  der  Unterseite  sind  oben 
schwach  zu  erkennen.  Unterseite  kupferfarbig,  braun  marmoriert.  Saumlinie  scliAvarz.  Vflgl  mit  dunkelbrau¬ 
nen  Discal-  und  Submarginallinien,  ein  einzelnes  schwarzes  Auge  unter  der  Spitze  mit  gelbem  Ring  und  Avei- 
ßer  Pupille.  Hflgl  mit  5  ähnlichen  Augen.  Das  2.  und  5.  größer.  Eine  braune  uni’egelmäßige  Discallinie  und 
die  Avinkelige  Submarginallinie  vereinigen  sich  vor  dem  InneiiAvinkel.  Die  Kolbe  der  braunen  Fühler  ist  rost¬ 
farbig.  Vaterland  unbekannt.  35  mm.  Koll.  Heavitson  im  Brit.  Museum. 

E.  armilla  Btlr.  (47  a).  Oben  olivbraun,  nach  Butler  mit  einem  sehr  undeutlichen  Auge  auf 

den  Hflgl  am  Anahvinkel,  das  dem  abgebildeten  Exemplar  fehlt.  Saumlinie  scliAA^arz.  Unterseite  braun  mit 
dunkelbraunen  Discal-,  Submarginal-  und  doppelten  Saumlinien  auf  beiden  Flügeln.  Die  Grundfarbe  ist  außer¬ 
halb  der  Submarginallinie  vor  der  Spitze  der  Vflgl  und  am  Rande  der  Hflgl  etwas  heller.  Ein  scliAvarzes,  Aveiß- 
gekerntes  Auge  mit  ockergelbem  Ring  vor  der  Spitze  der  Vflgl  und  6  ebensolche  Augen  auf  den  Hflgl,  Avelche 
in  der  Größe  wenig  voneinander  ab  weichen.  Aus  den  brasilianischen  Provinzen  Minas  Geraes  und  Matto  Grosso 
(Cuyaba).  Nach  Mitteilungen  von  Herrn  Bang-Haas  gehören  armilla.  und  die  folgende  strigUlata  als  Saison¬ 
formen  einer  Art  zusammen.  Weitere  Beobachtungen  in  dieser  Hinsicht  wären  hier  am  Platze,  da  diese  For¬ 
men  doch  sehr  verschieden  sind.  —  strigillata  form.  nov.  (47  a).  Oben  clivbraun,  das  Mittelfeld  der 

Vflgl  von  der  Subcostalis  bis  zur  Mediana  mit  dichteren  sammetartig  erhabenen  Schuppen  bedeckt,  daher  dunkler 
her  vor  tretend.  Fransen  grau.  Unterseite:  Vflgl  olivbraun,  überall  fein  braun  gestrichelt,  die  Flügelspitze 
bräunlichgrau  gefärbt,  ebenso  der  Anßenrand,  aber  schmäler,  auch  braun  gestrichelt.  2  Saumlinien  und  eine 
Submarginallinie  dunkelbraun.  EtAvas  zurück  eine  4.  braune  Linie,  die  den  Innenrand  nicht  erreicht.  ZAvischen 
den  letztgenannten  Tjinien  2  Aveiße  Punkte  und  darüber  ein  ockergelbes  Auge  mit  Aveißer  Pupille  und  brau¬ 
nem  Ring.  Hflgl  grau,  mit  braun  marmoriert,  Avurzelwärts  dunkler,  am  Außenrand  heller  mit  5  kleinen  rot¬ 
gelben  Augen,  die  weiß  gekernt  und  braun  eingefaßt  sind.  Von  Cuyaba  in  der  Provinz  Matto  Grosso  in  Brasilien. 

E.  arius  spec.  nov.  (47  a).  Der  armilla  ähnlich.  Oben  braun  mit  2  dunkleren  Saumlinien  und 
einer  stark  gezackten  Submarginallinie  auf  beiden  Flügeln.  Hflgl  mit  einem  kleinen  runden  sclnvarzen  Fleck 
in  einem  etwas  heileren  Ringe  am  Analwinkel.  Unterseite  braun,  am  Außenrand  auf  beiden  Flügeln  grau  be¬ 
stäubt.  2  fast  gerade  Querlinien  vor  und  hinter  der  Mitte  auf  beiden  Flügeln,  eine  gezackte  Submarginallinie 


KÜPTY(!H[A.  Von  CI.  Wkymer. 


100 


und  2,  auf  den  Vtlgl  gerade,  auf  den  Hflgl  wellige  Saumlinien.  Auf  den  Htlgl  5  schwarze  Augen  mit  weißen  Pu¬ 
pillen  und  ockergelben  Ringen,  das  2.  und  3.  Auge  kleiner.  Zuweilen  noch  ein  sehr  kleines  Auge  in  Zelle  I  h 
dicht  am  Innenrand  zwischen  den  Mittellinien.  Vom  Mapiri. 

E.  viridicans  spec.  nov.  (47  b).  Oben  olivbraun.  Unten  weit  heller  infolge  der  grünlichgrauen  riririifans. 
Punktierung  aller  Flügel.  Die  dunkelbraunen  Mittellinien,  die  gezackte  Submarginal-  und  flie  2  Saunib’nien 
sind  wie  bei  der  vorigen  Art.  Auf  denVflgln  ein  kleines  Auge  in  Zelle  5,  schwarz  mit  weißer  Pupille  und  gel¬ 
bem  Ring,  ein  undeutliches  noch  kleineres  Ange  in  Zelle  3.  Auf  den  Hflgl  5  deutliche  Angern,  das  3.  und  4.  klein 
und  braun,  die  übrigen  schwarz  mit  gelben  Ringen  und  weißen  Pupillen,  das  3.  bis  5.  mit  Doppelpujülk'n.  37  mm. 

Von  Peru. 

E.  nionahani  Weeks.  Oben  dunkelbraun,  Rand  etwas  heller.  Vflgl  unten  schwarzbraun  mit  grauer  inonahani. 
Saumlinie,  brauner  Submarginallinie,  grauer  Spitze.  Zwischen  den  Medianadern  (Weeks  sagt:  abow  the 
lowest  submedian  nervxile!)  ein  schwarzes  Auge  mit  weißer  Pupille  und  hellbraunem.  Ring.  Darüber  2  kleine 
weiße  Punkte  imd  vor  der  Spitze  ein  kleiner  gell)er  Fleck.  Hflgl  im  proximalen  Teil  schwarzl>raun,  im  distalen 
Teil  helll)raun  mit  Grau  gemischt,  der  Außenrand  etwas  dunkler,  Saumlinie  grau,  eine  Rand-  und  eine  Sul)- 
marginallinie  braun.  Am  Analwinkel  in  Zelle  1  c  ein  kleiner,  gelber  Fleck,  in  Zelle  2  ein  gelbes  Ange  mit 
weißer  Pnpille.  Vom  Innenrand  zieht  noch  eine  dunkelbraune  Linie  bis  zur  Mittelzelle.  Zuweilen  sind  die 
Augen  undeutlich  und  der  Außenrand  weniger  grau.  35  mm.  Von  Alezuni  in  Bolivien.  August. 

E.  therkelsoni  Weeks.  Oben  dunkelbraun,  nach  außen  etAvas  heller.  Unten  ebenso,  Vflgl  mit  hell-  /hrririsoni. 
brauner  Saumlinie,  einer  dunkelbraunen,  zackigen  Randlinie  und  einer  2.  gleichen  Querlinie  hinter  der 
Mitte.  Diese  Linien  sind  auf  den  Vflgl  undeutlich,  auf  den  Hflgl  wiederholen  sich  dieselben  aber  deutlicher 
und  vereinigen  sich  am  Anab.vinkel ;  auch  zeigt  sich  hier  noch  eine  undeutliche  Linie  in  der  Mitte  der  Mittelzelle. 

Augen  und  Punkte  werden  in  der  Originalbeschreibung  dieser  Art  nicht  erwähnt.  38  mm.  Aus  der  Umgegend 
von  Cochabamba  in  Bolivien.  August. 


Ocypete- Gruppe. 

E.  ocypete  F.  (47b).  Oben  braun  mit  2  etwas  dunkleren  Mittelbinden,  einer  doppelten  Saum-  or-!/2)f>/c. 
und  einer  gezackten  Submarginallinie,  ferner  im  Analwinkel  der  Hflgl  ein  schwarzes  Auge  mit  doppelter  weißer 
Pupille  und  gelbem  Ring.  Das  Auge  fehlt  zuweilen.  Unten  hell  bräunlichgrau  mit  3  breiten  braunen  Streifen 
über  beide  Flügel,  wozu  auf  den  Hflgl  ein  kurzer  4.  Streifen  an  der  Wurzel  tritt.  Auf  dem  äußern  Streifen  auf 
den  Vflgl  1  oder  2,  auf  den  Hflgl  5  Augen,  schwarz  mit  gelbem  Ring  und  weißglänzenden  Doppelpupillen,  nur  das 
2.  und  4.  sind  braun.  Surinam,  Para.  —  helle  Cr.  (47  b).  eine  Form  von  ocypete,  hat  auf  der  Oberseite  hdlc. 
dunkelblaugraue  Grundfarbe  mit  bläulichem  Glanze,  schwarzen  Rippen  und  3  schwarzen  Saumlinien,  zwischen 
welchen  die  Grundfarbe  etwas  heller  ist.  Am  Analwinkel  der  Hflgl  das  schwarze  Auge  mit  feiner  weißer  Doppel¬ 
pupille.  Die  Unterseite  ist  der  von  ocypete  ähnlich.  Grundfarbe  bläulich  weißgrau  mit  breiten  braunen  Binden. 

Auf  den  Vflgl  3  Augen,  ein  deutliches  und  2  verloschene,  Hflgl  mit  5  Augen,  alle  mit  doppelten  silbernen  Pu¬ 
pillen  und  gelber  Iris,  das  2.  und  5.  schwarz,  die  übrigen  braun.  Surinam,  Amazonenstrom  (Iquitos).  —  lethra  irthra. 
Möschl.,  ebenfalls  eine  ocypete-Form,  ist  oben  braun;  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  sind  die  Augen  in  Zelle  3  und 
4  mehr  nach  innen  gerückt,  so  daß  die  Ränder  der  ganzen  Augenreihe  wurzehvärts  eine  gerade  Linie  bilden. 

Das  Auge  in  Zelle  6  ist  bedeutend  größer.  Ferner  laufen  bei  lethra  die  beiden  Querstreifen  der  Hflgl  gerade 
in  den  Ird,  während  bei  ocypete  der  äußere  dieser  Streifen  am  Irde  wurzehvärts,  der  innere  etAvas  saum- 
wärts  gebogen  ist.  Aus  dem  Innern  von  Surinam. 

E.  myncea  Cr.  Oben  mit  einem  kleinen  Auge  vor  der  Spitze  der  Vflgl  und  einem  gleichen  am  unjucca. 
Analwinkel  der  Hflgl.  Unten  bräunlichgTau,  im  Wurzelfelde  beider  Flügel  2 gerade  braune  Streifen,  die  sich  am 
Ird  der  Hflgl  beide  wurzelwärts  umbiegen.  Auf  der  3 — 4  mm  breiten  dunkelbraunen  Diskalbinde  stehen  auf 
den  Vflgl  3,  auf  den  Hflgl  5  Augen,  alle  fast  gleich  groß,  2 — 2V2  nim  im  Durchmesser  messend  und  in  gerader 
Reihe  stehend,  alle  scliAvarz  m.it  rotgelbem  Ring  und  blauer  silberglänzender  Doppelpupille.  Am  Rande  ein 
brauner  Submarginalstreifen  und  2  feine  Saunilinien.  43  mm.  Von  Surinam. 

E.  thobici  Capr.,  wird  vom  Autor  als  besondere  Art  neben  myncea  gestellt  und  folgende  Unter-  ihohic'i. 
scbiede  angegeben.  Die  beiden  braunen  Querstreifen  in  der  Wurzelhälfte  der  Unterseite  sind  ge¬ 
krümmt  und  schließen  eine  Binde  ein,  die  etAvas  dunkler  gefärbt  ist,  als  die  übrige  Grundfarbe.  Von  den 
3  großen  Augen  der  Vflgl  der  myncea  ist  das  erste  kaum  zu  erkennen,  und  die  2  andern  fast  ganz  ansge 
löscht.  Von  den  5  Augen  der  Hflgl  sind  das  erste,  zAveite  und  fünfte  sehr  deutlich,  das  letztgenannte  etAvas 
größer,  die  beiden  übiigen  undeutlich.  Alles  übrige  Avie  bei  myncea.  38  mm.  Aus  der  Provinz  Rio  de  Janeiro. 

E.  nerita  Capr.  Vom  Autor  ebenfalls  zur  myncea-Cxappe  gestellt,  Avelcher  Art  die  Flügel  oben  ucrita. 
gleichen,  nur  ist  das  Braun  dunkler.  Im  Mittelfelde  scheinen  die  Querlinien  der  Lhiterseite  durch  und 
auf  den  Hflgl  ist  das  Auge  am  Analwinkel  vorhanden.  Die  Unterseite  ist  viel  heller  gefärbt,  die  beiden  Quer¬ 
binden  endigen  am  Ird  plötzlich,  und  sind  gelbbraun  mit  dunkelbraun  eingefaßt.  Die  aus  Halbmonden  besteh¬ 
ende  Submarginallinie  ist  ebenfalls  gelbbraun  und  mit  dunkelbraun  eingefaßt.  3  beinahe  unsichtbare 


200 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Wbymer. 


Allgen  auf  den  Vflgl  vor  der  Spitze,  dagegen  auf  den  Hflgl  6  deutliche  Augen,  die  beiden  ersten  und  das  fünfte 
groß,  die  übrigen  klein,  das  sechste  ohne  Pupille.  37  mm.  Provinz  Rio  de  Janeiro.  Diese  Art  scheint  zu  einer 
ganz  andern  Gripipe  zu  gehören. 

Iahe.  E.  labe  Bür.  Oben  braun,  die  Vflgl  mit  rundem  schwarzem  Fleck  vor  der  Spitze,  Hflgl  mit 

schwarzem,  rotgelb  geringten  Auge  mit  doppelter  silberner  Pupille,  zwei  braunen  Saumlinien  und  einer  etwas 
erbreiterten,  welligen  Submarginallinie.  Unten  bräunlich  weiß,  2  gerade  rotbraune  Streifen  durch  beide  Flügel, 
im  Discus  der  Vflgl  ein  großer,  rötlichgelber  Fleck,  vor  der  Spitze  ein  schwarzes  Auge,  rotgelb  eingefaßt  mit 
doppeltem,  silbernem  Kern,  auf  den  Hflgl  5  Augen,  davon  2  größer  und  dem  Auge  der  Vflgl  gleich,  die  andern 
kleiner  und  statt  schwarz  braun  gefärbt.  Die  Submarginallinie  ist  doppelt  und  läuft  dicht  am  Analmnkel  der 
Hflgl  in  einen  viereckigen  hellrostroten  Fleck  aus.  Durch  diesen  Fleck  unterscheidet  sich  Iahe  von  der  folgenden 
Form.  43  mm.  Fliegt  in  niedrig  gelegenen  Gegenden  von  Mexiko,  Guatemala,  Honduras,  Nicaragua,  Costa  Rica, 

roaiasa.  Panama  lind  Columbien. — confusa  (47b}  ist  eine  Form  voiGa&e,  die  in  der  Größe  sehr  wechselt  (34 — 46  mm), 
sich  von  Iahe  aber  nur  dadurch  unterscheidet,  daß  der  hellrostrote  Fleck  am  Innenwinkel  auf  der  Unter¬ 
seite  der  Hflgl  nicht  vorhanden  ist,  und  auf  der  Oberseite  derselben  Flügel  sich  in  Zelle  3  bis  5  undeutliche  ver¬ 
loschene  dunkelbraune  Flecke  zeigen.  Ihr  Verbreitungsbezirk  ist  ungefähr  derselbe  ^vie  bei  Iahe,  doch  geht 
confusa  in  Südamerika  weiter  südlich  hinab  bis  nach  Ecuador.  Auch  ist  sie  häufiger  als  labe. 

paiJarJin.  E.  palladla  Bür.  (47  b).  Oben  braun,  2  dunkelbraune  Streifen  in  der  Wurzelhälfte,  2.  Saum-  und 

eine  wellige  Submarginallinie,  ein  Auge  an  der  Spitze  der  Vflgl  und  eins  am  Afterwinkel  der  Hflgl  mit  Dop¬ 
pelpupille.  Unten  weiß,  2  Mittelbinden,  2  Rand-  und  eine  wellige  Submarginallinie  braun,  die  inneren 
Linien  am  Analwinkel  der  Hflgl  breiter  und  gelb.  Vflgl  mit  3  gelb  und  braun  umringten  Augen  vor  der  Spitze, 
einigen  Silberpunkten,  darunter  ein  ziemlich  großer  rotgelber  Fleck.  Hflgl  mit  5  Augen,  das  erste  klein  und 
schwarz,  das  zweite  und  fünfte  groß  und  schwarz,  die  andern  braun,  alle  mit  silbernen  Doppelpupillen,  dann 
noch  ein  kleines  undeutliches  Auge  dicht  am  Innenwinkel.  Vom  Tapajos,  Amazonenstrom,  Anariver. 

terresfris.  E.  tcrrcstris  BÜr.  (47b).  Oben  braun  mit  2  dunkelbraunen  Mittelbinden,  einer  Submarginal-  und  2 

Saumlinien,  am  Analwinkel  der  Hflgl  ein  Auge  mit  weißer  Pupille  und  gelbbraunem  Ring.  Unten  bräun¬ 
lich  grau  mit  2  rotbraunen  Mittelbinden.  Vflgl  mit  dem  gewöhnlichen  Apicalauge  und  2  Silberflecken  darunter. 
Hflgl  mit  5  augenförmigen  Flecken,  der  erste,  zweite  und  fünfte  schwarz  mit  gelbem  Ring  und  doppelter  Silber¬ 
pupille,  der  Silberkern  des  andern  ist  in  die  Länge  gezogen  und  orangegelbeingefaßt.  Surinam,  Amazonenstrom, 
Matto  Grosso  (Cuyaba). 

wntiefa.  E.  moneta  spec.  nov.  (47  b).  Oben  olivbraun,  mit  3  parallelen  Saumlinien  auf  beiden  Flügeln. 

Ein  kleines  schwarzes  Auge  mit  weißer  Pupille  und  rotgelbem  Ring  voi  der  Spitze  der  Vflgl,  ein  etwas  größeres, 
mit  silberner  Doppelpupille  am  Analwinkel  der  Hflgl  und  ein  verloschenes  Auge  ohne  Pupille  mit  braunem  Ring  in 
Zelle  5  derselben  Flügel.  Eine  schwache  Andeutung  einer  dunklen  Binde  geht  über  beide  Flügel.  Unten  wei߬ 
grau,  mit  2  geraden,  parallelen  braunen  Binden  durch  die  Mitte,  die  innere  schmäler,  die  äußere  breiter,  letztere 
an  der  inneren  Seite  etwas  verwaschen.  Vor  der  Spitze  der  Vflgl  ein  schwarzes  x4uge  mit  2  schief  nach  außen 
stehenden  silbernen  Pupillen,  dicht  darüber  2  dicke  Silberflecke  übereinander,  dicht  darunter  4  gleiche 
Silberflecke  in  gerader  Reihe.  Dann  folgt  ein  großer  rotgelber  Fleck.  Auf  den  Hflgl  liegen  zwei  große  schwarze 
Augen  mit  doppelten  (beim  vorderen  Auge  schiefliegenden)  silbernen  Pupillen  und  rotgelben  und  dunkelbraunen 
Ringen.  Zwischen  diesen  Augen  2  große  herzförmige  Silberflecke  und  dicht  am  Vorderrd  noch  2  weitere  Silber¬ 
flecke;  die  denen  der  Vflgl  ähnlich  sind.  Die  Submarginallinie  dieser  Art  hat  eine  Eigentümlichkeit,  die  bei  den 
bisher  erwähnten  Arten  nicht  vorkommt.  Sie  besteht  aus  kleinen  Bogen,  deren  in  jeder  Zelle  2  stehen,  die 
Rundung  nach  außen,  die  Spitzen  nach  innen  gerichtet.  Hierin  ähnelt  die  Art  der  folgenden  penelope.  Von 
Cayenne. 

penelope.  E.  penelope  F.  {=  clarissa  Cr.)  (47  b).  Oben  gelbbraun  mit  2  dunkelbraunen  Mittelbinden,  2  Saum¬ 

linien,  feingezähnter  Submarginallinie,  ein  Auge  auf  dem  Vflgl  vor  der  Spitze,  beim  C  ohne,  beim  $  mit 
silberner  Pupille.  Hflgl  bei  ^  und  $  mit  einem  ähnlichen  Auge  mit  doppelter  silberner  Pupille  am  Anal¬ 
winkel  und  einem  verloschenen  Auge  am  Vorderwinkel.  Auf  der  bräunlichgrauen  Unterseite  ist  die  Art  dadurch 
ausgezeichnet,  daß  die  Submarginallinie  ebensofein  gezähnt  ist  wie  bei  der  vorigen  Art  [moneta)  und  daß  an  der 
inneren  Seite  dieser  Linie  sich  ein  2 — 3  mm  breiter  Streifen  befindet,  auf  dem  eine  Anzahl  einzelner  dunkelbrau¬ 
ner  Schuppen  zerstreut  liegen.  Auf  den  Vflgl  1  Auge,  auf  den  Hflgl  2  Augen  mit  doppelten  silbernen  Pupillen 

pylheas.  und  mehreren  Silberflecken  daneben.  Brasilien,  Araazonenstrom,  Surinam.  — pytheus  ist  eine  der  pene¬ 

lope  ähnliche  Form  mit  nur  einem  hellgelb  umzogenen  Auge  am  Analwinkel  der  Hflgl.  auf  der  Unterseite  der  Vflgl 
geht  die  braune  Discalbinde  bis  nahe  an  den  Ird,  die  Submarginallinie  hat  flachere  Bogen  und  die  braune  Punk¬ 
tierung  fehlt.  Von  Paramaribo  (Surinam). 

shnUi<i.  E.  similis  Bür.  Als  Type  dieser  Art  wird  diejenige  Form  betrachtet,  welche  Godman  und  Salvin  in  der 

Biol.  Centr.  Am.  abbilden,  da  Butler  in  seiner  Origin albeschreibuug  2  Formen  miteinander  vermengt  hat.  40 
m  m.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Grundfarbe  bis  an  die  zweite  Querlinic  hinter  der  Mitte  hellliraun,  Saumfeld  wei߬ 
lich  grau  mit  durchgehender  hellbrauner  Discalliinde,  auf  welcher  in  Zelle  2  der  Hflgl  ein  schwarzes  Auge  mit  gel- 


Ausgegeben  20.  IV.  1911. 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymicr. 


20) 


bem  Ring  und  ein  schwarzer  Fleck  darüber  stehen.  Sonstige  Angen  sind  niclit  zu  erkennen.  Zwei  feine  braune 
Saum-  und  eine  wellige  Submarginallinie.  Von  Mexiko  und  Guatemala  (  ?  Nicaragua).  —  themis  BUr.  ist  eine 
ganz  ähnliche  Form,  bei  der  die  Discalbinde  dei  Hflgl  auf  der  Unterseite  ganz  verloscben  ist,  so  daß  die  Augen, 
und  zwar  4  auf  denVflgl,  5  auf  den  Hflgl  deutlich  liervortretoi.  Dieselben  hal)en  alle  gelbe  Iris  und  dopjjelte 
blaue  Pupillen,  das  zweite  und  fünfte  der  Hflgl  sind  schwarz  und  größer  als  die  übrigen,  außerdem  liegt  ein  sehr 
kleines  sechstes  Auge  dicht  am  Ird  der  Hflgl  neben  der  ersten  Mittelbinde.  Von  den  drei  nebeneinan¬ 
der  liegenden  Saumlinien  ist  die  mittlere  in  der  Nähe  des  Irds  etwas  verdickt.  Mexiko,  Guatemala, 
Honduras,  Nicaiagua,  Panama,  Columbien,  Venezuela,  Trinidad.  —  undina  Btlr.  (47  b),  ist  eine  Form  von  nndlnn. 
similis,  bei  welcher  die  innere  der  beiden  Saumlinien  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  doj)pelt  so  breit  ist,  als 
die  äußere.  Zwischen  beiden  liegt  eine  hellere  Linie.  Die  Sid>marginallinie  ist  etwas  abgetrennt.  Fin  schwar¬ 
zes  Auge  mit  weißer  Do])pelpu])ille  und  gelbem  Ring  in  Zelle  2.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  ist  die  dunkle 
Bestäubung  der  innern  Saumlinie  besonders  in  der  Nähe  des  Innenwinkels  markiert.  Die  braune  Discalbinde  ist 
deutlich  und  zeigt  auf  den  Vflgl  1,  auf  den  Hflgl  5  Augen.  40 — 42  mm.  Von  Mexiko. 

E.  cleophes  Godm.  u.  Snlv.  01)en  graubraun  mit  2  breiten,  braunen  Mittelbinden,  einer  welligen  deojjhcs. 

Submarginal-  und  2  Saumlinien,  einem  schwarzen  Auge  mit  gelbem  Ring  und  weißer  Do])})el])u]jille  vor  der 
Spitze  der  Vflgl,  einem  gleichen  am  Analwinkel  der  Hflgl  und  einem  runden  rotgelben  Fleck  zwischen  Mediana  ) 
und  2  im  Discus  der  Vflgl.  Unten  ist  das  Wurzeifeld  hellgrau  mit  2  rötlicligrauen  Querlinien;  Sanmfeld  fast 
weiß  mit  denselben  Augen  und  dem  rotgelben  Fleck  wie  oben,  doch  liegt  noch  ein  gleiches  Auge  auf  den  Hflgl 
in  Zelle  5.  Zwischen  und  neben  den  Augen  noch  Silberpunkte.  38nnn.  Mexiko  (Acaguizotla,  Tierra  Colo- 
rada  und  Dos  Caminos  in  Guerrero). 

E.  castrensis  Sdums  (47c).  Steht  der  undina  nahe.  $  oben  braun  mit  2  Saumlinien,  einer  Sub-  rastrensis. 

marginallinie  und  2  Mittellinien,  von  denen  die  innere  auch  fehlen  kajin.  Hflgl  mit  einem  schwarzen  Punkt  am 

Vorderwinkel,  2  Augen  am  Analwinkel,  schwarz  mit  weißer  Pupille  und  gelbem  Ring,  das  größere  vor  Rippe 
2,  das  kleinere  hinter  Rippe  2.  Unten  bräunlich  rehfarl)ig,  die  Linien  dunkler  als  oben,  Vflgl  mit  einem 
Auge  und  mehreren  braunen  Ringen,  welche  einzelne  gelbe  Schuppen  enthalten.  Hflgl  im  Discus  weißlich  mit 
2  größeren  Augen  in  Zelle  2  und  5,  drei  kleineren  in  Zelle  1  c,  3  und  6,  sowie  zwei  dicht  und  schräge  neben¬ 
einander  liegenden  in  Zelle  4.  Das  G  ist  dunkler,  der  schwarze  Punkt  am  Vorderrd  der  Hflgl-Oberseite  fehlt. 

Auf  der  Unterseite  haben  die  Vllgl  nur  einen  schwarzen  Punkt  in  Zelle  5  und  auf  den  Hflgl  stehen  statt  der  Augen 
in  Zelle  3  und  4  lilafarbige  Flecke  in  brauner  Einfassung.  Von  Brasilien,  St.  Leopoldina  und  Castro  (Parana). 

E.  usitata  Btlr.  (47  e).  Oben  braun  mit  einer  dunklen,  geraden  Linie  hinter  der  Mitte  und  3  Rand-  usUafn. 
linien.  Vflgl  beim  ohne,  beim  2  mit  einem  kleinen  Auge  vor  der  Spitze,  Hflgl  mit  2  Augen,  schwarz 
mit  gelbem  Ring  und  doppelter  weißer  Pupille,  das  größere  in  Zelle  2,  das  kleinere  in  Zelle  3.  Unterseite  heller 
als  oben,  mit  2  Querlinien  durch  die  Mitte,  die  Vflgl  mit  Silberpunkten  unter  dem  Auge,  Hflgl  mit  5  Augen, 
die  2  ersten  und  das  letzte  schwarz  mit  doppelter,  weißer  Pupille  (nur  die  des  zweiten  ist  einfach),  die  andern 
bräunlichgrau  mit  silbernem  Keim,  alle  aber  in  ockergelben  und  aidlen  braunen  Ringen  stehend.  Venezuela. 

—  pieria  Bür.  ist  eine  Form  von  usitata,  welche  auf  der  Oberseite  nur  ein  Auge  am  Analwinkel  der  Hflgl  hat,  ineria. 
und  bei  der  die  Mittellinien  auf  beiden  Flügelseiten  vor  dem  Irde  der  Hflgl  stark  wurzelwärts  umgebogen 
sind.  Von  Mexiko,  Guatemala,  Honduras,  Nicaragua,  Costa  Rica,  Panama.  —  pompilia  FMr.  (47  c),  eine  w’eitere  ponipilin. 
Form  von  usitata,  die  Godman  und  Salvin  in  der  Biol.  Centr.  Amer.  für  synonym  von  pieria  erklären, 
weicht  jedoch  nach  unserer  von  dem  Typus  in  der  RoTHSCiiiLD’schen  Sammlung  gefertigten  Abbildung 
dadurch  von  pieria  ab,  daß  die  Mittellinie  der  Hflgl  auf  beiden  Seiten  gerade  in  den  Ird  verläuft,  auch  zeigt 
diese  Abbildung  am  .Vrd  der  Hflgl  auf  der  Oberseite  2  Augen,  welche  Butler  in  seiner  Besebreibung  d-E*!’  pieria 
nicht  erwähnt.  Von  Columbien  und  Mexiko.  —  thelete  Snell.  ist  ebenfalls  eine  Form  von  usitata,  die  auf  fhelefe. 
der  Unterseite  ganz  der  Stammforni  gleicht,  nur  fehlen  die  Silberpunkte  unter  dem  Auge  der  Vflgl.  Oberseits 
sieht  thelete  unserer  Abbildung  der  'pompilia  Fldr.  zum  Verwechseln  ähnlich,  indem  sie  außer  dem  Analauge 
dieselben  2  Augen  am  Vordeinvinkel  der  Hflgl  besitzt,  wie  diese,  niir  etwas  größer.  Von  der  Insel  Curagao. 

E.  austera  Btlr.  Oben  Vflgl  olivbraun,  mit  einem  schwarzen  Auge  mit  silberner  Doppelpu])ille  ausicra. 
und  gelbem  Ring  vor  der  Spitze.  Hflgl  mit  2  gleichen  Augen  am  Analwinkel,  das  äußere  größer;  in  der  Mitte 
eine  braune  gebogene  Binde,  auf  dem  Rande  eine  bräunlichgelbe  Saumlinie.  Unten  grau,  vor  der  Mitte  eine 
schmale,  hinter  der  Mitte  eine  breite  gelbbraune  Binde  durch  beide  Flügel.  Dann  folgt  im  Discus  eine  ocker¬ 
gelbe  Binde,  worin  auf  den  Vflgl  ein  Auge  wie  oben,  auf  den  Hflgl  5  Augen  stehen,  das  zw^eite  und  fünfte 
schwarz  mit  weißen  Pupillen  und  gelbem  und  außen  dunkelbraunem  Ring,  die  übrigen  bestehen  aus  Silbertrop¬ 
fen,  die  ockergelb  eingefaßt  sind.  Der  Rand  braun  mit  einer  ockergelben  Saumlinie.  42  mm.  Von  Bogota. 

E.  divergens  Btlr.  (47  c).  Oben  olivbraun  mit  drei  dunklen  Randlinien.  Die  übrigen  Binden  und  divergens. 
die  Augen  dei’  Unterseite  scheinen  nach  oben  schwach  durch.  Unterseite  heller  mit  2  rostfarbigen,  braun  ein¬ 
gefaßten  Mittelbinden,  von  denen  die  äußere  auf  den  Vflgl  am  Ird  stark  nach  außen  gebogen  ist.  Auf  den 
Vflgl  1,  auf  den  Hflgl  5  Augen,  die  zum  Teil  schwarz  nüt  silberner  Doppelpupille,  zum  Teil  silberfarbig  und 
braun  eingefaßt,  alle  aber  von  ockergelben  Ringen  umgeben  sind.  Beim  $  steht  noch  ein  kleines  Auge  in  Zelle  2 
der  Vflgl.  Von  Surinam  und  vom  Rio  Negro.  (Amazonas). 

V 


26 


202 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymer. 


eurytus. 


perij)l>as. 


ocelloidcs. 


biocellata. 


rubricata. 


pellonia. 


leihe. 


arganle. 


maepius. 


E.  eurytus  F.  (=  eurytris  F.,  eurytliris  Godt.,  cymela  Cr.)  (47  c).  Diese  in  Nordamerika  ziemlich  ge¬ 
meine  Art  ist  leicht  kenntlich  an  den  2  Augen,  die  sich  auf  der  Oberseite  beider  Flügel  befinden,  wovon  nur  das 
vordere  der  Hflgl  bei  den  CG  weniger  entwickelt  ist,  und  auch  fehlen  kann.  Beim  $  tritt  zuweilen  auf  den  Hflg 
ein  3.  kleineres  Auge  zwischen  Mediana  und  Submediana  auf.  Auf  der  hellgrauen  Unterseite  stehen  auf  den 
Vflgl  2,  auf  den  Hflgl  4  Augen  mit  doppelten,  silbernen  Pupillen  und  zwischen  ihnen  noch  Silbei’p unkte.  — 
Das  Ei  ist  im  Verhältnis  zu  seiner  Breite  höher  als  das  yow  E  .Cornelius,  welchem  es  sonst  ziemlich  gleicht.  Die 
erwachsene  Raupe  ist  nach  Boisduval  u.  Leconte  grün  mit  5  weißen  Längsstreifen  ( 1  Rückenstreif  und  2  Streifen 
an  jeder  Seite);  nach  Holland  ist  sie  in  ihren  Jugendstadien  gelbbraun  mit  einem  helleren  Seidenstreif  und 
braunen  Luftlöchern.  Sie  lebt  an  Gräsern.  Die  Puppe  ist  hellbraun  mit  2  Reihen  dunkler  Punkte  über  den  Rük- 
ken,  einer  weißen  Linie  an  jeder  Seite  und  weißer  Einfassung  der  Flügelscheiden.  Sie  ist  in  hängender  Stellung 
an  Grasstängehi  befestigt.  Der  Schmetterling  ist  in  Nordamerika  verbreitet  von  Canada  durch  die  Vereinigten 
Staaten  bis  nach  Nebraska,  Kansas  und  Texas. 

E.  periphas  Godt.  (47  c).  Von  eurytus  verschieden  dadurch,  daß  auf  der  Oberseite  beider  Flügel  und  auf 
der  Unterseite  der  Vflgl  je  nur  ein  Auge  steht,  und  zwar  auf  den  Vflgl  vor  der  Spitze,  auf  den  Hflgl  vor  dem 
Analwinkel.  Es  kommen  aber  auch  Exemplare  vor,  bei  denen  auf  den  Hflgl  oben  am  Analvdnkel  noch  ein  2. 
sehr  kleines  Auge  vorhanden  ist.  Unten  stehen  auf  den  Hflgl  3  Augen  und  zwischen  denselben  einige  feine  Sil¬ 
berpunkte.  Die  Pupillen  aller  Augen  sind  viel  kleiner  als  bei  eurytus.  Von  Brasilien  imd  Uruguay. 

E.  ocelloides  Scliaus  (47  c).  Der  vorigen  Art  ähnlich,  doch  bedeutend  kleiner.  Flügel  mehr  gerundet 
und  oben  heller  gefärbt.  Grundfarbe  bräunlichgrau,  die  tiefschwarzen  Augenflecke  treten  daher  deutlicher  her¬ 
vor.  Oben  1  Auge  auf  den  Vflgl  vor  der  Spitze  und  eines  auf  den  Hflgl  vor  dem  Analwinkel,  hier  zuweilen  beim  $ 
zwei.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Art  von  'periylms  sofort  durch  den  Verlauf  der  braunen  Querlinie  hinter  der 
Mitte  beider  Flügel  zu  unterscheiden.  Während  diese  Linie  bei  'periphas  ziemlich  gerade  und  dem  Außenrande 
parallel  verläuft,  ist  sie  bei  ocelloides  mehrmals  gebogen  und  zieht  auf  den  Vflgl  schräg  zum  Innenwinkel.  Ypi- 
sanga.  St.  Paulo,  Castro  in  Parana  (Brasilien). 

E.  biocellata  Godm.  (47d).  Oben  braun  mit  schwarzem,  weißgekernten  Doppelauge  in  rotgelbem  Ringe, 
die  Hflgl  ohne  Augen.  Unten  Vflgl  etwas  heller,  das  Auge  wie  oben,  jedoch  noch  von  2  braunen  Linien  umgeben, 
wovon  sich  die  äußere  in  einem  großen  Bogen  bis  in  die  Nähe  des  Innenwinkels  ausdelmt.  Die  äußere  Hälfte 
der  Hflgl  ist  weißgrau,  und  von  einer  dunkleren  Binde  durchzogen,  welche  auf  den  Rippen  weiß  durchschnitten 
ist.  Von  Bolivien  (Tanampaya)  in  ca.  2000  m  Höhe. 

E.  rubricata  Edw.  Oben  brann,  Vflgl  mit  einem  großen  rostroten  Fleck  zwischen  den  Medianasten, 
und  einem  schwarzen  Auge  mit  rotgelbem  Ringe  und  weißer  Pupille  vor  der  Spitze,  Hflgl  mit  einem  gleichen 
Auge  am  Analwinkel.  Beide  Flügel  mit  3  dunkelbraunen  Saumlinien.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  grau¬ 
braun  und  das  Wurzelfeld  lebhaft  rostrot,  Auge  und  Saumlinien  wie  oben,  ein  roter  Streif  zieht  von  der  Costa 
zum  Innenwinkel,  zwei  blausilberne  Doppelmakeln  stehen  unter  dem  Auge.  Hflgl  mit  einem  braunen,  nach 
innen  hellgrau  gerandeten  Streifen,  der  von  der  Costa  zum  Innenrande  zieht  und  einer  Reihe  von  5  Augen  vor 
dem  Rande,  wovon  das  erste  groß,  die  andern  undentlich,  doch  durch  Silberflecke  angedeutet  sind.  35  mm. 
Von  Texas,  Mexiko  (Nord-Sonora).  Guatemala. 

E.  pellonia  Godm.  Der  rubricata  ähnlich.  Oben  braun  Vflgl  in  der  Mitte  rötlich,  vor  der  Spitze  ein  schwar¬ 
zes  Auge  mit  weißer  Pupille,  rotgelbem  und  außen  dunkelbraunem  Ring,  an  dessen  Peripherie  noch  ein  weißer 
Punkt.  Außerdem  ein  hellbräunlicher  Halbmond  wurzelwärts  vom  Auge  und  daneben  eine  dunkelbraune 
zackige  Querlinie,  die  schräg  nach  außen  zum  Innenwinkel  zieht  und  sich  auch  in  großem  Bogen  durch  die 
ganzen  Hflgl  fortsetzt.  Eine  zackige  Submarginal-  und  2  fortlaufende  Saumlinien  auf  beiden  Flügeln.  Unten 
wie  oben,  doch  fehlt  die  braune  Schräglinie  und  der  Halbmond  auf  den  Vflgl,  dagegen  ist  auf  den  Hflgl  eine  dritte 
zackige  Querlinie  im  Wurzelfeld  vorhanden.  Bei  dieser  Art  stehen  auf  den  Hflgl  oben  und  itnten  keine  Augen. 
42  mm.  Von  Mexiko  (Milpas  und  Ciudad  in  Durango;  Bolanos  in  Jalisco,  Chapala). 

E.  lethe  Btlr.  Oben  dunkelbraun  mit  zwei  Saumlinien,  Hflgl  mit  welliger  Discallinie  und  einem  schwar¬ 
zen  Analauge.  Unten  viel  heller,  nüt  2  dunklen  Mittellinien,  die  innere  winkelig,  die  äußere  wellig;  Saundinien 
wie  oben.  Vflgl  mit  2  Augen  in  Zelle  2  und  5,  die  schwarz,  weißgekernt  und  gelb  umringt  sind.  Hflgl  mit 
2  gleichen  Augen  in  denselben  Zellen  und  noch  2  kleineren  dicht  am  Analwinkel,  außerdem  noch  2  braune 
augenförmige  Punkte  zwischen  den  Augen.  36  mm.  Von  Venezuela. 

E.  argante  Cr.  (=  argulus  Godt.).  Oben  braun  mit  3  dunkelbraun  parallelen  Saumlinien  und  einer 
weißen  Linie  zwischen  den  beiden  äußern  dunklen  Linien.  Auf  der  helleren  Unterseite  ist  diese  weiße  Linie 
silberglänzend,  die  übrigen  Saumlinien  wie  oben,  außerdem  2  braune  Linien  durch  die  Mitte  beider  Flügel, 
auf  den  Hflgl  fast  gerade,  auf  den  Vflgl  nach  vorne  divergierend.  Auf  den  Vflgl  4  Augen  in  gerader,  auf  den  Hflgl 
5  Augen  in  winkeliger  Reihe  mit  teilweise  doppelten  Pupillen.  40  mm.  Von  Surinam. 

E.  maepius  Godt.  (47  d).  Oben  braun  mit  2  Saum-  und  einer  etwas  abgetrennten  zackigen  Submar¬ 
ginallinie.  Auf  den  Hflgl  mit  einer  weißlichen  Linie  zwischen  den  Saumlinien.  Vflgl  nüt  2  dunkelbraunen  Piinkten 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymer 


20 


in  Zelle  2  und  5,  Hflgl  mit  3  Augen,  einem  großen  in  Zelle  2  und  zwei  kleinen  in  Zelle  3  und  5,  alle  schwarz 
mit  gelbem  Ring,  die  2  hinteren  mit  weißen  Pupillen.  Unterseite  heller  mit  2  dunkleren  Linien  durch  die  Mitte. 

Vflgl  mit  4  kleinen  Augen,  Hflgl  mit  5  Augen,  wovon  die  4  hintern  größer  sind,  teils  schwarz,  teils  hraun, 
alle  mit  doppelten  silbernen  Pupillen  und  gelben  Ringen.  ,  Von  Guyana  und  Brasilien. 

E.  erigone  Btlr.  (47  d).  Oben  olivbraun  mit  dunkler  Linie  hinter  der  Mitte  und  3  Randlinien.  Vflgl  crlrjunc. 
ohne  Augen,  Hflgl  dagegen  mit  5  schwarzen,  gelbgeringten  Augen,  wovon  das  4.  gi-oß  und  blaugekernt,  das 
5.  klein  mit  silberner  Pupille,  das  2.  undeutlich  ist.  Unterseite  heller  mit  2  braunen,  am  Ird  der  Hflgl  winke¬ 
lig  gebogenen  Mittellinien  und  3  Randlinien  (die  innere  wellig),  Spitze  der  Vflgl  bräiinlichgelb  mit  einer  braunen 
Binde  und  3  Augen  in  gelben  Ringen  (das  untere  größer  und  mit  2  blauen  Pupillen  versehen),  Hflgl  im  Saum¬ 
feld  grau  mit  brauner  Binde  und  5  Augen  mit  doppelten  silbernen  Pupillen.  Von  Saö  Paulo  in  Brasilien,  Peru.  — 
probata  form.  nov.  (47  d).  Her  erigone  ähnlich,  doch  oberseits  statt  der  Augen  nur  mit  einem  schwarzen  Punkte  am  prohala. 
Analwinkel  der  Hflgl.  Unterseite  stimmt  miterigone  ganz  überein.  VoniMapiri.  —  proba  form.  nov.  (47  d).  Eben-  proba. 
falls  der  erigone  ähnlich.  Auf  der  Oberseite  ist  am  Analwinkel  der  Hfllgl  nur  ein  schwarzes  Auge  mit  rotgelbem 
Ringe  und  doppelter  silberweißer  Pupille  vorhanden.  Auf  der  Unterseite  haben  aber  die  Vflgl  nur  ein  Auge 
und  statt  der  2  untern  Augen  der  erigone  sind  3  kleine  Silberpunkte  vorhanden  .  Die  Silberpupillen  in  den  Augen 
der  Zelle  3  und  4  der  Hflgl  sind  zu  Silberstrichen  verlängert.  Der  äußere  der  beiden  dunkelbraunen  Mittel¬ 
streifen  ist  etwas  breiter  als  bei  erigone.  Peru. 

E.  argyrospila  Bür.  Oben  braun  mit  3  Randlinien,  wovon  die  innere  wellig  ist.  Vflgl  mit  kleinem  an/yrospUa. 
schwarzen  Punkt  am  Innenwinkel,  Hflgl  mit  3  schwarzen  Augen  in  ockergelben  Ringen,  das  mittlere  groß 
und  mit  violett  gefärbter  Pupille.  Unten  gelblichbraun  mit  2  dunkleren  Mittellinien,  von  denen  die  äußere 
in  der  Mitte  der  Hflgl  einen  Zahn  bildet,  mit  3  Randlinien.  Vflgl  mit  4,  Hflgl  mit  5  gelbgeringten  Augen,  teil¬ 
weise  schwarz  mit  silbernen  Doppelpupillen,  teilweise  braun  mit  violett  gefärbten  einfachen  Pitpillen.  38  mm. 

Von  Ega  (Amazonenstrom).  —  nausiaca  Möschl.  Der  argyrospila  ähnlich,  doch  Vflgl  oben  mit  2,  Hflgl  mit  5 — 6  nausiaca. 
Augen,  alle  rotgelb  gelingt,  jedoch  meist  blind,  nur  die  in  Zelle  2  und  3  sind  silbern  gekernt.  Unten  in  der 
Zahl  der  Augen  der  argyrospila.  gleich,  doch  sind  beide  Mittellinien  vor  dem  Ird  der  Hflgl  vairzehvärts 
umgebogen,  und  der  Zahn  der  äußern  Mittellinie  in  der  Mitte  der  Hflgl  fehlt.  Von  Paramaribo  und  dem  Innern 
von  Surinam. 

E.  crantor  F.  ist  eine  für  Amerika  zweifelhafte  Art.  Nach  Fabricius  ist  die  Oberseite  braun,  die  Vflgl  a-antor. 
ungefleckt,  Hflgl  mit  einem  schwarzen  Auge  nüt  doppelter  Pupille.  Unten  heller,  mit  dunkleren  Binden,  Vflgl 
mit  2  Augen,  Hflgl  mit  5,  von  denen  das  1.  und  4.  schwarz  mit  doppelter  Pupille  versehen,  das  3.  und  5. 
blind  sind.  Die  Größe  bezeichnet  Fab Ricnxs  als  gleich  mit  der  indischen  il/yca/e^sw  niineusL.,  welche  44 — 46  mm 
mißt.  Als  Vaterland  gibt  er  Indien  an.  Donovae  bildet  in  seinen  Insects  of  India  unter  dem  Namen  crantor 
eine  Art  ab,  welche  in  bezug  auf  Zahl  der  Augen  mit  Fabrictus  stimmt,  jedoch  nicht  in  bezug  auf  Zah.1  der  Pu¬ 
pillen.  Godart  kopiert  die  Beschreibung  von  Fabricius  und  sagt  dabei:  ,,Aus  Brasilien“.  Westwood  gibt 
in  Genera  Diurnal  Lepid.  als  Vaterland  Brasilien,  Pernambuco  und  Honduras  an  und  bezeichnet  die  Ai’t  als 
im  Brit.  Mus.  vorhanden,  was  nach  Butler  (Proc.  Zool.  Soc.  1866  pag.  467)  niclit  zutrifft.  Godmae  und  Salvie 
betrachten  aber  die  von  Westwood  erwähnten  Honduras-Exemplare  als  zu  E.  labe  Btlr.  gehörig.  Das  Bild  bei 
Doeovae  hat  in  der  Zeichnungsanlage  Aehnlichkeit  mit  der  folgenden  ocnus,  doch  ist  die  Grandfarbe  der  Unter¬ 
seite  bei  crantor  mehr  rostrot. 

E.  ocnus  Btlr.  (47  d).  Oben  braun  mit  3  dunklen  Randlinien,  von  denen  auf  den  Vflgl  nur  die  mittlere,  ocnus. 
auf  den  Hflgl  alle  wellig  gebogen  sind.  Am  Analwinkel  der  Hflgl  eine  schwarze,  rotgelb  eingefaßte  ^lakel.  Lhiten 
heller,  etwas  ins  Violette  ziehend,  mit  2  rötlichbraunen  Mittelbinden,  von  denen  die  innere  an  der  Costa  der 
Vflgl  nach  außen  gerichtet  ist,  3  welligen  Randlinien;  Vflgl  mit  1  bis  3  kleinen  Augen  vor  der  Spitze  auf  lirauner 
Binde,  Hflgl  mit  5  Augen,  das  2.  und  5.  groß  mit  silberner  Dopjielpupille,  das  erste  ebenso,  aber  klein,  die  andern 
rotgelb  mit  dicken  Silbertropfen  bezeichnet,  alle  braun  eingefaßt.  Von  Tapajos  (Amazonenstrom).  —  opima  ophna. 
form.  nov.  (47d)  ist  eine  Form  Yon  ocnus,  die  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  dadurch  verschieden  ist,  daß  das  3.  und 
4.  Auge  statt  des  Silbertropfens  einen  braunen  Kern  in  der  Mitte  haben  und  daß  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  die 
dunkle  Makel  nicht  rotgelb  eingefaßt  ist.  Von  Jurua.  —  pallema  Schaus  ist  eine  weitere  Form  von  ocnus,  pallcma. 
bei  der  auf  der  Oberseite  überhaupt  keine  Augen  und  dunkle  Makeln  vorhanden  sind,  die  aber  untersei ts  der 
Stammform  ganz  gleicht.  Von  Peru. 

E.  eriphule  Btlr.  Oben  braun  ;mit  3  dunkelbraunen  Wellenlinien  am  Rande  und  einem  undeutlichen  criphule. 
Punkt  am  Analwinkel  des  Hflgl.  Unten  heller  mit  einer  dünnen  braunen  Linie  vor  der  jMitte,  einer  breiteren 
hinter  der  Mitte,  welche  nach  außen  breit  hellviolett  eingefaßt  und  am  Ird  der  Hflgl  gewinkelt  ist;  3  scliAvarze 
Randlinien.  Vflgl  ohne,  Hflgl  mit  5  rotgelbgeringten  Augen,  wovon  die  2  ersten  und  das  letzte  schv'arz  und  mit 
silbernen  Pupillen  versehen  sind,  die  anderen  dicke  ovale,  silberne  Kerne  haben.  37  mm.  Von  Pernambuco 
(Brasilien). 

E.  electra  Btlr.  Dunkelbraun  mit  3  schwarzen  Randlinien  und  schwarzem  Analauge  mit  braunem  clcctra. 
Ring  und  blauer  Pupille.  Unten  etwas  heller  mit  denselben  Randlinien.  Vflgl  mit  einer  schrägen  Querlinie 
hinter  der  Mitte  ohne  Augen,  Hflgl  mit  2  Mittellinien  und  5  gelbgeringten  Augen,  die  2  ersten  und  das  letzte 


204 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymer. 


variabiUs. 


urbcaia. 


affinis. 


vcsiigia/a. 


ochracca. 


rcnata. 


disaffccla. 


rcmissu. 


scliwarz,  die  andern  braun,  die  2  ersten  mit  einfachen,  die  3  letzten  mit  doppelten  blauglänzenden  Pupillen. 
Das  $  besitzt  unten  vor  der  Spitze  der  Vflgl  einen  gelben  Punkt  und  darunter  ein  größeres  und  2  kleinere,  ver¬ 
loschene  Angen.  42  mm.  Bahia. 

E.  variabilis  Btlr.  Oben  olivbraun  mit  helleren  Fransen,  2  dunklen  Randlinien  und  einer  etwas  ab¬ 
getrennten,  welligen  Submarginallinie.  Vflgl  mit  verloschener  Binde  hinter  der  Mitte.  Hflgl  mit  2  schwarzen, 
braun  umringten  Augen  vor  dem  Anahvinkel,  das  obere  größere  hat  2,  das  untere  nur  eine  Pupille.  Auf  der 
helleren  Unterseite  sind  die  Vflgl  gegen  die  Spitze  braun  besprenkelt  mit  2  breit  getrennten  Mittellinien.  Die 
3  Randlinien  wie  oben,  ohne  Augen.  Hflgl  etwas  ins  Violette  ziehend,  an  der  Wurzel  braun  bestreut,  mit  2  Mit¬ 
tellinien,  von  denen  die  äußere  in  der  Mitte  einen  Winkel  bildet,  mit  6  ockergelb  geringten  Augen,  von  denen 
das  3.  nndeutlich,  die  übrigen  teils  schwarz,  teils  braun  gefärbt  und  größtenteils  mit  doppelten  Pupillen  versehen 
sind.  Es  kommen  Abänderungen  mit  kleineren  Augen  vor.  45  mm.  Von  Brasilien  (Pernambuco,  Rio  de  Janeiro). 

E.  urbana  Btlr.  (47  e).  Oben  olivbraun,  eine  wellige  Submarginal-  und  2  Randlinien  dunkler,  zwischen 
den  letztem  am  Analwinkel  der  Hflgl  eine  ziegelfarbige  Linie,  danel)en  2  ovale  schwarze  Augen,  das  äußere 
in  Zelle  2  doppelt  so  groß,  als  das  innere,  beide  mit  ziegelfarbigem  Ring  und  silberner  Pupille.  Die  Unterseite 
ist  dunkelbraun  besprenkelt,  die  2  rostfarbenen  Mittellinien  divergieren  gegen  die  Costa  der  Vflgl,  laufen  aber 
auf  den  Hflgl  parallel,  die  innere  macht  auf  den  Vflgl,  die  äußere  auf  den  Hflgl  einen  kurzen  Winkel.  Vflgl 
mit  einem  oder  2  l)linden  Augen,  Hflgl  mit  6  Augen,  von  denen  das  2.  und  die  2  letzten  dunkler  und  größer 
als  die  übrigen,  alle  aber  mit  silbernen  Pupillen  versehen  sind.  Von  Columbien  und  Paraguay. 

E.  affinis  Btlr.  Oben  blaßbraun  mit  3  dunklen  Randlinien,  zwischen  welchen  auf  den  Hflgl  eine  ocker¬ 
gelbe  Linie  liegt.  Ein  schwarzes  blaugekerntes  nnd  gelbgeringtes  Auge  am  Anahvinkel  der  Hflgl.  Unterseite 
ockerfarbig  mit  2  braunen  Mittellinien,  wovon  die 'innere  gerade,  die  äußere  auf  den  Vflgl  am  Vrd  nach  außen 
gebogen  ist,  am  Ird  der  Hflgl  sich  aber  mit  der  teils  winkeligen,  teils  welligen  Submarginallinie  vereinigt. 
Im  Saiimfelde  eine  braune  Binde,  auf  welcher  in  den  Vflgl  3,  in  den  Hflgl  5  Augen  stehen,  von  denen  auf 
den  Vflgl  das  erste,  auf  den  Hflgl  das  1.,  2.  und  5.  schwarz,  die  übrigen  braun,  alle  aber  doppelt  silbergekernt 
nnd  ockergelb  gering!  sind.  42  mm.  Von  Rio  de  Janeiro,  Pernambuco. 

E.  vestigiata  Btlr.  Oben  olivl)raun,  2  Mittel-  und  3  Randlinien  dunkelbraun,  2  sehr  kleine  silberge¬ 
kernte  Augen  am  Analwinkel  der  Hflgl.  Unten  viel  heller  mit  vielen  braunen  Atomen  liestreut,  2  schmalen, 
gelben,  beiderseits  schwarz  eingefaßten,  ziemlich  geraden  Mittelstreifen,  die  nur  am  Ird  der  Hflgl  einen 
Winkel  bilden.  Die  stark  gezackte  Sidjinarginallinie  ist  auf  den  Hflgl  ähnlich  gefärbt,  auf  den  Vflgl  schwarz. 
Vflgl  mit  3  Augen,  das  erste  gelb  gering!  und  silbergekernt  vor  der  Spitze,  die  andern  undeutlich.  Hflgl  mit 
6  Augen,  das  2.  und  5.  schwarz  und  doppelt  silbergekernt,  die  Ijeiden  mittleren  braun  und  silberbestreut,  die 
beiden  äußern  nur  klein,  alle  aber  gelb  und  braun  umringt.  40  mm.  Von  Minas  Geraes. 

E.  ochracea  Btlr.  (47  e).  Oben  einfarbig  olivbrann,  Saum  etwas  dunkler.  Unten  gelblich  braun,  fein 
braun  bestäubt  mit  2  braunen,  vorne  divergierenden  geraden  Mittellinien,  einer  hellockergelben  breiten  und 
einer  bräunlichen  verwaschenen  Binde.  Auf  letzterer  stehen  auf  den  Vflgl  2,  auf  den  Hflgl  6  kleine  schwarze 
angenförmige  Flecke  in  etwas  helleren  Ringen,  von  denen  der  2.  und  5.  fein  weißgekernt  sind.  Von  Ypisanga 
(Brasilien)  Koll.  Lüderwald. 


Renata  "Gruppe. 

E.  renata  Cr.  Oben  In-aun  mit  einem  kleinen,  augenförmigen  Fleck  am  Hinterwinkel  der  Vflgl  in  Zelle  2. 
Unten  ebenfalls  braun,  überall  fein  dunkelbraun  gestrichelt,  mit  2  geraden  dnnkelbraunen  Mittellinien,  einer 
welligen  Sulnnarginal-  und  2  geraden  Saumlinien,  einem  kleinen  Auge  vor  der  Spitze  der  Vflgl  und  4  Angen 
auf  dem  Hflgl,  davon  2  am  Vorderwinkel  in  Zelle  5  und  6  nnd  zwei  am  Innenwinkel  in  Zelle  1  b  und  2.  Das  Auge 
in  Zelle  2  mißt  mm,  das  in  Zelle  5  mißt  21/2  lum  im  Durchmesser,  die  andern  sind  kleiner,  alle  sind  schwarz, 
haben  weiße  Pupillen  (das  in  Zelle  5  doppelte  Pupille)  und  lebhafte  breite  rotgelbe  Ringe.  Von  Surinam.  Diese 
Art  scheint  bisher  verkannt  zu  sein,  denn  die  rewafu-Bilder  in  der  Biol.  Centr.  Amer.  und  in  Staitdinger  Exot. 
Tagf.  stimmen  nicht  mit  der  CRAMER’schen  Abbildung  und  dessen  Text  überein.  Diesen  Bildern  fehlt  das  Auge 
auf  der  Oberseite  der  Vflgl,  dessen  Lage  Cramer  im  Text  ganz  genau  angibt  und  die  Augen  der  weit  helleren  Unter¬ 
seite  sind  viel  kleiner  als  bei  Cramer  und  blaßgell)  gering!.  Ich  behalte  für  diese  von  renata  abzutrennende 
Form  den  Namen  disaffecta  (47  d)  bei.  Sie  hat  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  kein  Auge,  auf  den  Hflgl  dagegen 
ein  deutliches  Auge  mit  rotgelbem  Ring  \md  weißer  Pupille.  Die  LTnterseite  ist  viel  heller  als  oben,  besonders 
im  Saumfeld.  Die  Zahl  der  viel  kleineren  und  blaßgelb  geringten  Augen  Avechselt  von  3  bis  6.  Das  erste  und  die 
beiden  mittleren  sind  oft  sehr  undeutlich  oder  fehlen  ganz.  Guatemala,  Nicaragua,  Costa  Rica,  Panama,  Cohim- 
bien,  Venezuela,  Amazonas.  — remissa  form.  nov.  (47e)  ist  eine  Form  der  vorigen,  bei  der  das  Auge  auf  der  Ober¬ 
seite  am  Analwinkel  der  Hflgl  ein  doppelte  weiße  Pupille  hat.  Auf  der  Unterseite  divergieren  die  beiden  etwas 
breiteren  Mittelstreifen  gegen  den  Vrd  der  Vflgl,  auf  den  Hflgl  laufen  sie  parallel,  biegen  aber  am  Ird 
nach  innen  nm  und  bilden  hier  2  Zacken.  Vflgl  mit  einem  A])icalauge,  scliAvarz  mit  rotgelbem  Ring  und  Aveißem 
Kern.  Hflgl  mit  6  Augen,  die  2  ersten  und  2  letzten  sind  ebenso,  nur  ist  das  erste  braun  statt  scliAAmrz,  die  2 


P]UPTYCHIA.  Von  CI.  Wjcymjor. 


205 


mittleren  gelblich  braun.  Von  CÜiiriqui.  —  peloria  Fldr.  (47  e)  ist  eine  weitere  Korni  von  ren/ila,  bei  (l.(‘r  dej'  ei'ste  pitorw. 
Querstreifen  der  Vflgl  auf  der  Unterseite  stark  gebogen  und  der  andere  nach  innen  gell)li(4).  braun  beschäl tcd 
ist.  Nach  der  FELDER’schen  Diagnose  haben  die  Hflgl  unten  6  Augen,  wovon  das  erste  und  dic^  beiden  initiieren 
sehr  undevitlich  sind.  Die  Abbildung  ist  nach  einem  der  FELDER’schen  Tyjien  angefertigt  und  zeigt  nur  3  Augen. 

Venezuela. 

E.  niythra  Stgr.  i.  l.  (47  e).  Oben  olivbraun  mit  einer  etwas  abgetrennten  welligen  Submarginal-  und  inylhm. 

2  braunen  Saumlinien,  zwischen  den  letzteren  auf  den  Hflgl  eine  weibliche  Linie  und  am  Analwinkel  ein  kleines 
schwarzes  Auge  mit  weißer  Pupille  und  rotgelbem  Ring.  Unten  l)räunlichgrau,  fein  braun  gesjirenkelt,  mit 
2  geraden  parallelen  Mittellinien  und  im  helleren  Saumfelde  eine  firaune  Binde,  auf  welcher  auf  den  Vflgl 
etwas  verloschene,  auf  den  Hflgl  5  kleine  Augen  stehen.  Die  2  ersten  und  das  letzte  der  Hflgl  sind  schwarz, 
die  übrigen  braun,  alle  mit  doppelter  trübweißer  Pupille  und  mit  ockergelben  und  aid.len  braunen  Ringen  um¬ 
geben.  Von  Bolivien. 

E.  abretia  Capr.  (46f).  Oben  hell  olivbraun.  Die  helle  gerade  Binde  der  Unterseite  scheint  nach  oben  aijrdia. 
etwas  durch,  ebenso  sind  die  3  Saunilinien  sichtbar.  Unten  steht  vor  der  Mitte  eine  l^raune,  winkelige  Linie 
und  im  Saumfeld  der  Hflgl  eine  Reihe  von  6  feinen  schwarzen  Punkten,  von  denen  der  vorderste  eine  äußerst 
feine  weiße  Pupille  hat.  Brasilien  (Valen^-a,  Petropolis).  Flugzeit  September. 

E.  angularis  Bür.  (47  e).  Weicht  durch  die  Gestalt  der  Flügel  etwas  ab.  Die  Spitze  der  Vflgl  ist  ge-  anyularvi. 
stumpft.  Die  Hflgl  sind  auf  der  Submecliana  und  Mediana  1  und  2  geeckt,  der  Ird  etwas  ausgeschnitten. 

Oben  olivbraun,  Randlinien  und  Anaffleck  sehr  undeutlich.  Unterseite  gelldichgrau,  fein  dunkelbraun  ge¬ 
sprenkelt,  mit  2  geraden  rötlichbraunen  Mittellinien,  einer  großzackigen  Sid)marginallinie  und  2  Randlinien 
auf  beiden  Flügeln.  Vflgl  mit  5  kaum  sichtbaren,  weißen,  braun  eingefaßten  Punkten  (zuweilen  in  gelben  Ringenj. 

Auf  den  Hflgl  ödergleichen  kleine  äugen  förmige  Flecke  oder  Punkte,  wovon  der  1.,  3.  und  4.  kaum  sichtbar, 
die  andern  deutlich  schwarz  und  gelb  geringt  sind,  der  5.  ist  etwas  größer  und  hat  2  Pupillen.  Minas  Geraes 
{Bür.)  Estayao  Raiz  da  Serra  (Estado  Saö  Paulo);  Dezember  (Lüderwald). 

E.  punctata  spec.  nov.  (47  e).  In  der  Gestalt  der  Flügel  der  vorigen  Art  ganz  gleich,  die  Unterseite  punctata. 
ist  jedoch,  ganz  anders  gezeichnet.  01)eu  olivbraun,  Vflgl  ohne  Randlinien,  nur  die  Fransen  etwas  heller.  Hflgl 
mit  2  Randlinien,  die  äußere  undeutlich,  die  innere  dunkler  und  deutlich,  mit  einer  verloschenen,  aus  großen 
Bogen  bestehenden  Subinarginallinie.  Unterseite  gelblichgrau,  schwach  dunkler  besprenkelt.  Eine  feine  braune 
Zackenlinie  läuft  durch  die  Mittelzelle  beider  Flügel  mit  einzelnen  dunkleren  Punkten  auf  den  Rippen,  in  der 
äußeren Flügelhälfte  2  breite  helle  parallele  Streifen,  der  innere  gelblich,  der  äußere  weißlichgelb.  Auf  der  innern 
Seite  des  ersten  Streifens  stellt  auf  den  Rippen  eine  Reihe  feiner  schwarzer  Punkte,  die  durch  nach  innen  ge¬ 
richtete  braune  Bogen  miteinander  verbunden  sind.  Eine  gleiche  Punktreihe  liegt  an  der  äußern  Seite  des 
äußern  Streifens,  auf  welcher  die  nach  außen  gerichteten  Bogen  der  Submarginallinie  stehen.  Diese  Bogen 
tragen  in  der  Mitte  der  Zellen  ebenfalls  schwarze  Punkte.  Zwei  weitere  Punktreiheii,  (die  4.  und  5.)  liegen  auf 
den  fast  geraden,  nur  ini  hintern  Teil  der  Hflgl  welligen  Saiimlinien.  Ein  einzelner  schwarzer  Punkt  mit  Aveißer 
Pupille  liegt  noch  in  Zelle  2  zwischen  den  2  helleren  Streifen.  Von  Minas  Geraes  (Brasilien)  Kolk  Weyaier. 

E.  straminea  Bür.  Vflgl  etwas  länger,  der  Vorclerwinkel  daher  sjützer  als  bei  den  verwandten  Arten,  straminea. 
Der  Außenrd  der  Hflgl  bildet  auf  Rippe  3  einen  stumpfen  Winkel.  Olien  olivbraun,  in  geAAÜsser  Richtung  kupfer¬ 
farbig  mit  2  braunen  Saumlinien,  einer  welligen  Submarginallinie  und  einem  undeutlichen  Analauge.  PTuten 
ockerfarbig,  fein  braun  bestäubt,  im  Discus  blaß  rosenrot,  2  weit  getrennte  braune  Mittellinien,  die  äußere 
proximal  gelblichbraun  gerandet,  Saumlinien  wie  oben,  zAvischen  denselben  eine  gelbe  Linie.  Im  DiscAis  eine 
braune  Binde,  worauf  auf  den  Vflgl  1,  auf  den  Hflgl  4  Augen  (2  am  Vorder-  und  2  am  HinterAvinkel) 
stehen,  alle  mit  gelbem  Ring  und  weißglänzender,  teihveise  doppelter  Pupille.  50  mm.  Von  Minas  Geraes 
(Brasilien). 

E.  celmis  Godt.  (47  f).  Oben  braun  mit  2  dunkelbraunen  und  einer  äußern  schwarzen  Linie  am  Saum,  cchnis. 
zwischen  welchen  der  Grund  etAvas  heller  ist,  mit  einem,  kleinen  gelbgeringten  Auge  am  Anahvinkel,  beim  q 
ohne,  beim  $  mit  Pupille.  Unten  bräunlichgrau  fein  braun  gesprenkelt,  mit  2  Avinkeligen  dunkleren  Linien  durch 
die  Mitte  und  den  3  Saumlinien  wie  oben,  mit  lAuge  auf  den  Vflgl,  und  5  oder  6  auf  den  Hflgl,  alle  klein,  das  2. 
und  3.  der  Hflgl,  meist  verloschen,  die  übrigen  scbAvarz  mit  gelbem  Ring  und  feinen  AA'eißen,  meist  doppelten  Pu¬ 
pillen.  Von  Brasilien,  Argentinien,  Paraguay.  Häufig.  Die  Art  variiert  in  bezug  auf  Zahl  der  Augen  und  deren 
Deutlichkeit,  auch  die  Größe  wechselt  von  34 — 44  mm.  —  melchiades  BÜr.  ist  eine  Form  der  celmis,  bei  der  auf  mdclüaäcs. 
den  Hflgl  oben  2  Augen  am  AnahA'inkel  vorhanden  sind,  von  denen  das  vordere  3mal  größer  ist  als  das  hintere. 

Auf  der  Unterseite  sind  5  kleine  Augen  auf  den  Vflgl,  davon  das  2.  etwas  größer,  und  ö  auf  denHflgln,  unter  denen 
das  2.  und  5.  die  größten  sind  und  das  3.  aus  2  schräg  nebeneinandergestellten  AiAgen  besteht.  Von  Cordoba.  — 
bonariensis  Burm  (47  f)  ist  eine  weitere  Form  von  celmis,  die  auf  der  Oberseite  Aveder  Augen  noch  Punkte  honaricnsis. 
und  auf  der  Unterseite  statt  der  Augen  nur  braune  Ringe  hat.  Von  Buenos  x4ires. 

E.  grimon  Godt.  (47  f).  Oben  olivbraun  mit  Avelliger  Submarginal-  und  2  dunkelbraunen  Saumlinien,  grimon. 
ZAAÜschen  den  letzteren  auf  den  Hflgl  eine  Aveißlichgraue  Linie.  Unten  hellbräunlich  grau,  fein  braimpAinktiert 


206 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymer. 


plironius. 

aoiicnis. 


pacon. 


marmorata. 

crncsfina. 


amhigua. 

modcsfa. 

h  uehneri. 
hencdicta. 


mit  2  zackigen  dunkleren  Linien  durch  die  Mitte  und.  den  3  Randlinien  wie  oben.  Vflgl  mit  3  Augen,  mrr  das 
vordere  deutlich,  die  andern  verloschen,  Hflgl  mit  5  Augen,  die  2  ersten  und  das  letzte  schwarz  mit  doppelter 
weißer  Pupille,  die  andern  bestehen  nur  aus  braunen  Ringen  mit  ockergelbem  Kern.  Von  Brasilien. 

E.  phronius  Oodt.  (47  f).  Oben  graubraun,  mit  undeutlichen  dunkleren  Saumlinien  und  solcher  Sub- 
inarginallinie,  auch  einem  undeutlichen  dunklen  Punkt  aan  Analwinkel  der  Hflgl.  Unten  gelblichgrau,  überall 
fein  braun  punktiert  mit  2  gezackten  dunkleren  Querlinien  durch  die  Mitte,  auf  welchen  auf  jeder  Rippe  ein 
dunkelbrauner  Punkt  steht.  Im  etwas  helleren  Saumfelde  stehen  auf  den  Vflgl  1 — 4,  auf  den  Hflgl  4 — 5  weiße 
Punkte.  Zuweilen  sind  einige  dieser  Punkte  doppelt  oder  zeigen  unvollkommene  Ansätze  zu  dunklen  Ringen. 
St.  Catharina  (Brasilien). 

E.  acmenis  Hhn.  (51  b).  Oben  schwarzgrau.  Unten  mehr  bräunlichgrau,  mit  dunkelbraunen  Punkten 
bestreut.  Die  dunkelbraunen  Mittellinien  sind,  auf  den  Vflgl  ziemlich  gerade,  auf  den  Hflgl  stark  wellig  und  dem 
Außenrande  parallel  laufend.  Das  von  ihnen  eingeschlossene  Mittelfeld  ist  auf  den  Hflgl  dunkelbraun.  Das 
Saumfeld  wird  gegen  den  Außenrd  allmählich  dunkler,  zeigt  aber  keine  Augen  oder  Punkte.  Die  Fransen  hell- 
bräunlich.  Das  Vaterland  dieser  Art  ist  unbekannt,  denn  der  von  Hübner  angegebene  Ort  des  Vorkommens 
(Baltimore)  ist  unrichtig.  Sie  gleicht  der  vorhergehenden  Art  'phronius,  doch  ist  die  Mittelbinde  bei  acmenis 
viel  stärker  gekrümmt  und  die  weißen  Punkte  im  Saumfelde,  sowie  die  dunkelbraunen  Punkte  auf  den  Mittel¬ 
linien  fehlen. 


Paeon- Gruppe. 

E.  paeon  GocU.  (51  b).  Rand  der  Hflgl  -stumpf  gezähnt,  beim  ^  stärker,  beim  $  schwächer.  Oben 
graubraun,  mit  einer  welligen  Submarginal-  und  2  Saunilinien,  dunkelbraixn.  Von  den  letzteren  ist  die  innere 
nach  innen  erweitert  und  bildet  auf  den  Hflgl  halbmondförmige  Flecke  zwdschen  den  Rippen.  Eine  wellig  ge¬ 
bogene  weißliche  Linie  zwischen  diesen  Saumlinien.  Am  Analwinkel  der  Hflgl  ein  kleiner  runder  dunkelbrauner 
Fleck,  der  beim  $  größer,  beim  G  kleiner  ist  oder  fehlt.  Unten  sind  auf  den  Vflgl  außer  den  Linien  der  Oberseite 
noch  2  gerade  Mittellinien  und  ein  kleines  Auge  vor  der  Spitze.  Die  Hflgl  sind  in  der  Wurzelhälfte  und  am 
Vrd  bräunlichgrau  oder  bräunlichgelb,  nach  hinten  allmählich  dunkler  werdend,  überall  dunkelbraun 
marmoriert.  Zwei  dunkelbraune  stark  zackige  Querstreifen  laufen  vom  Vorder-  bis  zum  Ird.  Im  Saum¬ 
felde  4  kleine  schwarze  Augen  mit  doppelter  weißer  Pupille,  davon  2  am  Vorder-  und  2  am  Innenwinkel. 
Rio  de  Janeiro  und  St.  Catharina.  —  marmorata  Btlr.  (47f)  ist  eine  Form  von  paeon,  bei  der  die  Unterseite  viel 
heller  ist  und  die  dunkelbraune  hintere  Hälfte  der  Hflgl  der  Stammform  auf  einen  dunklen  Fleck  am  Außenrd 
beschränkt  ist.  Alles  andere  ist  wie  dort,  die  Querlinien  treten  daher  deutlicher  hervor.  Rio  de  Janeiro, 
St.  Catharina,  Rio  Grande  do  Sul. 

E.  ernestina  spec.  nov.  (47  f).  Der  paeon  ähnlich,  doch  ist  die  Gestalt  runder,  der  Saum  nur  wenig  wellig, 
nicht  gezähnt  und  oberseits  außer  dem  Analfleck  der  Hflgl  ein  schwarzer  runder  Fleck  vor  der  Spitze  der  Vflgl 
vorhanden,  den  paeon  nicht  hat.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  der  2.  Querstreif  nicht  gerade,  sondern  nach 
außen  gebogen  und  stehen  hier  3  Augen,  ein  schwarzes  mit  gelber  Iris  und  weißer  Pupille  vor  der  Spitze,  und 
2  kleinere  darunter,  bestehend  aus  braunen  Ringen  mit  doppelten,  eiförmigen,  silbernen  Kernen.  Auf  den  Hflgl 
sind  die  Querstreifen  breiter,  der  zweite  ist  nach  vorn  gegabelt  und  hinter  ihm  stehen  5  Augen,  wovon  die  in 
Zelle  2,  5  und  6  schwarz  sind  mit  weißer  Pupille,  gelber  Iris  und  braunem  Ring,  während  die  in  Zelle  3  und  4 
bloß  aixs  braunen  Ringen  mit  doppeltem  eiförmigen  silbernen  Kern  bestehen.  Von  Esperito  Santo  (Brasilien). 

Hermes -Gruppe. 

E.  ambigua  Btlr.  (48  a).  Oben  braun  mit  3  undeutlichen  Saumlinien,  wovon  die  innere  gezähnt  ist. 
Hflgl  mit  ockei’gelber  Randlinie.  Unten  heller,  die  erste  Querlinie  unregelmäßig,  die  zweite  am  Ird  der 
Hflgl  umgebogen,  die  Randlinien  wie  oben.  Beide  Flügel  mit  5  Augen,  welche  braune  Ringe  und  meistens 
doppelte  silberne  Pupillen  haben  und  auf  den  Hflgl  in  winkeliger  Reihe  stehen.  Von  Rio  de  Janeiro.  —  modesta 
Btlr.  Der  vorigen  ähnlich,  etwas  größer,  oben  braun,  von  den  3  Saumlinien  ist  die  innere  wellig.  Unten  bräun¬ 
lichgrau  mit  2  schrägen,  doch  ziemlich  geraden,  rotbraunen  Mittellinien.  Die  Saximlinien  wie  oben.  Vflgl 
mit  3  ockergelbgeringten  Augen,  wovon  das  erste  sill)erne  Doppelpupille  hat.  Hflgl  mit  5  Augen,  die  rotgelbe 
Ringe  und  teils  einfache,  teils  doppelte  silberne  Pupille  haben.  Von  Para  und  Cametä  (Amazonenstrom).  — 
huebneri  Btlr.  ist  oben  der  ambigna,  ganz  gleich,  unten  ist  die  Grundfarbe  an  der  Wurzel  mehr  bräunlich,  an 
der  Spitze  mehr  grau,  am  Hrd  ockerfarbig.  Die  Mittelquerlinien  sind  rotbraun  und  die  erste  ist  fast 
gerade.  Auf  den  Hflgl  steht  ein  6.  kleines  Auge  am  Auahvinkel.  Para.  —  benedicta  Btlr.  ist  der  huebneri  ähnlich, 
unterscheidet  sich  aber  durch  größere  Augen  auf  der  Unterseite,  deren  Zahl  Butler  für  die  Hflgl  mit  6  angibt, 
die  teils  schwarz,  teils  braun  sind,  die  4  mittleren  doppelte  weiße  Pupille,  alle  aber  gelbe  Iris  und  äußeren  braunen 
Ring  haben,  und  das  2.  und  5.  die  andern  an  Größe  übertreffen  (in  der  BuTLERschen  Abbildung  fehlt  das 
6.  Auge  am  Ird).  Auf  den  Vflgl  ein  gleiches  Auge  vor  der  Spitze  und  2  verloschene  darunter.  Die  Mittel¬ 
binden  sind  kastanienbraun  und  divergieren  nach  vorne  etwas.  Von  Sarayacu  (Ecuador). 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymkr. 


207 


E.  galesus  Oodt.  Oben  brann,  nngefleckt.  Unten  ebenfalls  braun,  mit  3  dunkelbraunen  (^uei’linien,  (jaUnuH. 

2  durch  die  Mitte,  1  vor  dem  Rande.  Die  äußere  Mittellinie  an  der  distalen  Seite  violettgrau  angelegt.  Die 
Randlinie  ist  wellig  gebogen  und  vor  derselben  steht  aid'  den  Hflgl  eine  Reihe  von  5  schwarzen  Punkten. 

Von  Brasilien.  Ob  der  von  Butler  (im  Journ.  Linn.  Soc.  Zool.  Vol.  13  Taf.  12  Pig.  12)  abgebildete  Falter  wirk¬ 
lich  zu  dieser  Art  gehört,  erscheint  fraglich,  da  die  Hflgl  eine  Reihe  von  5  hellgekernten  Augen  statt  der  Punkt¬ 
reihe  führen. 

E.  melobosis  Capr.  (46f).  Oben  braun  mit  einer  dunkelbraunen  Mittellinie  auf  den  Vflgl  und  3  Rand-  riKflohosin 
linien  auf  beiden  Flügeln.  Auf  der  etwas  helleren  Unterseite  ziehen  2  Querlinien  durch  beide  Flügel,  die  erste 
stark  gebogen,  die  zweite  auf  den  Vflgl  wellig,  zwischen  beiden  ist  die  Grundfarbe  dunkler.  Im  Saumfeldc 
auf  den  Vflgl  4,  auf  den  Hflgl  6  kleine  Augen,  schwarz  mit  glänzend  weißer  Pupille  und  gelblichbrauner  Iris. 

Von  Chapeo  d’Uvas  (Minas  Geraes).  Flugzeit  November. 

E.  umbrosa  Btlr.  Oben  nach  der  Diagnose  des  Autors  giüinlichgrau  (seine  Abbildung  ist  aber  mehr  umhrosa. 
blau  als  grün)  mit  2  grauen  Saumlinien  auf  den  Hflgl.  Fransen  und  Körper  braun.  Unten  heller,  weiß  bestäubt, 
mit  2  durchlaufenden  Mittelstreifen,  3  braunen  Randlinien,  Vflgl  mit  einem  kleinen  schwarzen  Auge  vor  der 
Spitze;  Hflgl  mit  5  gelbgeringten  Augen,  das  2.  und  5.  schwarz  mit  weißen  Pupillen,  die  übrigen  braun.  Von 
Ecuador. 

E.  undulata  Bth'.  (48  a).  Oben  braun.  Unten  heller,  grau  bestäubt,  die  2  Mittellinien  auf  den  Vflgl  nndulata. 
weitergetrennt,  hinten  stark  gezähnt,  die  Submarginallinien  gezackt,  die  andern  Randlinien  fast  gerade.  Vflgl 
mit  4  sehr  undeutlichen,  Hflgl  mit  6  deutlichen  kleinen  Augen,  das  2.,  4.  und  5.  führen  schwarzen  Mittelpunkt. 

Von  Para. 

E.  mitchelli  French.  Größe  der  vorigen  Art.  Oben  braun.  Unten  mit  undeutlichen  Mittel-  und  Saum-  mitchelli 
linien,  Vflgl  mit  4,  Hflgl  mit  6  Augen  in  gerader  Reihe,  die  etwas  weiter  vom  Saum  entfernt  stehen  als  bei  den 
verwandten  Arten.  Diese  Augen  sind  schwarz,  mit  gelben  Ringen  und  blauen  Pupillen.  Im  Staate  New-Jersey 
beim  Lake  Hopatcong  und  im  Staate  Michigan  gefunden. 

E.  maimoune  Btlr.  Dunkelolivbraun.  Hflgl  in  der  hintern  Hälfte  mit  schwarzer  Submarginallinie,  mahnoune. 
Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  mit  ockergelben  Schuppen  bestreut,  die  Mittelstreifen  ziemlich  breit,  diver¬ 
gieren  gegen  die  Costa  der  Vflgl,  außerdem  liegt  auf  der  Schlußrippe  dieser  Flügel  ein  brauner  Strich.  Die  Vflgl 
haben  5  Augen  mit  hellgelben  Ringen,  meist  ohne  Pupillen,  die  Hflgl  6  ziemlich  große  Augen  (das  2.  mißt  4  mm 
im  Durchmesser)  mit  rotgelben  und  äußeren  braunen  Ringen,  die  zum  Teil  die  Srdjmarginallinie  berühren, 
und  größtenteils  mit  silbernen  Pupillen.  Von  Pebas  am  obern  Amazonenstrom  (Peru);  Costa  Rica. 

E.  camerta  Cr.  Oben  braun.  Vflgl  vor  der  Spitze  ein  kleines  Auge  mit  gelbem  Ring  und  silberner  Pu-  camerfa. 
pille.  Unten  Vflgl  mit  4,  Hflgl  mit  6  ähnlichen  Augen  von  gleicher  Größe,  alle  mit  Silberpupillen,  beide  Flügel 
mit  2  braunen,  parallelen,  auf  den  Hflgl  gekrümmten  Mittel-  und  mit  3  Saumlinien.  Von  Surinam.  Godman  rmd 
Salvin  vereinigen  zwar  diese  Art  mit  hermes,  sosyhms  und  fallax,  erwähnen  aber  in  ihrer  Diagnose  das  silberge¬ 
kernte  Auge  der  Oberseite  nicht,  das  Stoll  im  4.  Bande  des  CRAMERschen  Werkes  deutlich  beschreibt.  Ich 
betrachte  deshalb  camerta  als  besondere  Art. 

E.  hermes  F.  (=  sosybius  F.,  canthe  Föw.,  nana  TföscM.)  (48  a).  Oben  einfarbig  braun,  ungefleckt.  Vflgl  7(eraes. 
unten  mit  3 — 5  Augen,  wovon  manchmal  nur  das  2.  deutlich  ist  und  die  andern  mehr  oder  weniger  verloschen  sind. 

Hflgl  mit  6  Augen,  die  2  mittleren  undeutlich,  die  übrigen  schwarz  mit  bräunlichgelben  Ringen,  manchmal  alle 
deutlich.  Die  Art  variiert  sehr  und  hat  einen  weiten  Verbreitungsbezirk  von  New-Jersey  in  den  Vereinigten 
Staaten  durch  Mexiko,  Zentral- Amerika,  Columbien,  Surinam  bis  nach  Süd-Brasilien,  kommt  aber  überall  in 
verschiedenen  Formen  vor.  FABRicrus  hat  in  der  Beschreibung  von  herm,es  verschiedene  Arten  miteinander 
verwechselt,  da  aber  Butler  in  den  Proc.  Zool.  Soc.  1866  angibt,  er  habe  den  Typus  von  hermes  verglichen, 
und  ihn  mit  cantlie  Hbn.  übereinstimmend  gefunden,  da  er  ferner  im  Ent.  Monthly  Mag.  1870  pag.  251  sosy- 
bius  F.  für  synonym  mit  hermes  erklärt,  so  ist  der  letztere  Name  für  die  Stammform  anzunehmen.  —  Die  Jugend¬ 
stände  sind  von  Edwards  ausführlich  beschrieben  worden.  Das  Ei  ist  halboval,  an  der  Basis  abgeplattet, 
an  den  Seiten  mit  leichten  Vertiefungen  ;  grünlichweiß.  Die  junge  Raupe  schlüpft  4  Tage  nach  der  Eiablage  aus, 
ist  weiß,  fein  behaart,  nach  der  ersten  Häutung  hellgrün,  über  den  Rücken  mit  einem  dunklen  grünen  breiten 
Längsstreif  und  schmälern  Seitenstreifen;  zwischen  diesen  Streifen  stehen  Reihen  weißer  Knöpfchen.  Kopf  ziem¬ 
lich  groß,  Schwanzspitze  gegabelt.  Die  Rp  häutet  sich  viermal.  Nach  der  letzten  Häutung  ist  sie  smaragdgrün 
mit  mehreren  gelben  Seitenstreifen.  Kopf  mit  erhabenen  feinen  gelben  Punkten  besetzt.  An  Gras.  Die 
Pp  ist  eine  Hänge-Puppe,  kurz  und  dick,  am  Kopfende  stumpf,  grim,  am  Hinterteile  gelbgrün  mit  einigen  schwar¬ 
zen  Punkten  und  einem  braunen  Streif.  Der  Falter  erscheint  in  14  Tagen.  In  Mexiko  hat  er  nach  Edwards 
2  Generationen.  —  fallax  FMr.  (=  atalanta  Btlr)  (48a)  ist  eine  Form  von  hermes,  bei  der  die  Mittellinien  auf  der  iallax. 
Unterseite  der  Vflgl  gegen  den  Ird  konvergieren  und  auf  den  Hflgl  stark  winkelig  gebogen  sind.  Die  Zahl  der 
Augen  (3 — 5  auf  den  Vflgl,  6  auf  den  Hflgl)  stimmt  mit  hermes  überein.  Vom  Rio  Negro,  Venezuela,  Para.  — • 
pimpla  Fldr.  ist  eine  ebenfalls  hierher  gehörige  Form,  die  sich  von  fallax  nur  dadiarch  unterscheidet,  daß  die  pimpla. 
braunen  Mittellinien  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  gegen  den  Ird  nicht  konvergieren,  sondern  divergieren. 


208 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weyaier. 


narapa.  die  Zahl  der  Augen  ist  gleich.  Von  Rio  Negro.  (Amazonas).  — narapa /Sc/irms  ist  eine  weitere  Form  von  hermes, 
bei  der  die  äußere  Mittellinie  der  Unterseite  der  Vflgl  distal  weiß  beschattet  ist,  und  welche  4  Augen  auf  den 
Vflgl  und  5  auf  den  Hflgl  hat.  Von  Castro  in  Parana  (Brasilien). 

poUi/s.  E.  poltys  Prittiv.  (48  a).  Oben  graubraun  mit  2  dunklen  Mittellinien  und  einem  kurzen  Querstrich 

auf  den  Schlußrippen  der  Mittelzelle,  einer  welligen  Submarginal-  und  2  Saumlinien,  von  welchen  sich  die  letz¬ 
teren  3  und  die  innere  der  Mittellinien  auch  auf  den  Hflgl  fortsetzen.  Zwischen  den  Saumlinien  ist  die  Grund¬ 
farbe  heller.  Ein  oder  zwei  schwarze  gelb  geringte  Flecke  am  Analwinkel.  Auf  der  grauen  Uirterseite  sind  die 
Mittellinien  doppelt  und  die  äußere  an  der  äußern  Seite  von  einem  bräunlichen  Streifen  begleitet,  der  sich  von 
der  Costa  der  Vflgl  bis  zur  Mitte  der  Hflgl  erstreckt.  Dahinter  6  sehr  kleine  Augen.  Von  Rio  de  Janeiro  (Corco- 
himilinea.  vado)  niid  voii  Rio  Grande  do  Sul.  —  binalinea  Btlr.  (48  a)  ist  eine  Form  von  poltys,  die  sich  nur  durch  das  Fehlen 
des  dunklen  Mittelschattens  an  der  äußern  Seite  der  2.  Mittellinie  unterscheidet.  Von  Venezuela  und  Brasilien 
(Pernambuco). 

eous.  E.  eous  Bür.  (48  a).  Oben  olivbraun  mit  einem  gelbgeringten  Punkt  am  Analwinkel  der  Hflgl  und  3 

dunklen  Saumlinien.  Unten  hellgrau,  die  Querlinien  sehr  fein,  winkelig,  am  Vrd  der  Vflgl  wurzelwärts  gebogen, 
die  äußere  in  der  Mitte  der  Hflgl  nach  außen  gebogen.  Vor  der  Spitze  der  Vflgl  3  oder  4  weiße  Punkte,  teilweise 
dunkel  umgeben,  Hflgl  mit  5  schwarzen,  kleinen  Augen,  wovon  nur  das  2.  und  5.  etwa  1 — 1(4  mm  messen,  das 

3.  und  4.  undeutlich  sind;  alle  aber  weiße  Pupille  haben.  Von  Brasilien  (Para,  Esperito  Santo),  Paraguay. — 
zcrcäatha.  zcrcdatha  Bür.  (48  a)  ist  eine  Form  von  eous,  bei  der  alle  Augen  auf  der  Unterseite  sehr  klein  und  punktförmig 

sind.  Von  Rio  de  Janeiro. 

soter.  E.  soter  Bür.  Aidlenrd  der  Vflgl  fast  gerade,  der  der  Hflgl  wellig  gebogen,  der  Ird  der  Hflgl  vor  dem 

Analwinkel  ausgeschnitten.  Oben  olivbraun,  ein  schwarzer  Fleck  auf  der  Querader  der  Vflgl,  eine  gerade  Quer¬ 
linie  hinter  der  Mitte,  eine  gezackte  Submarginallinie  und  2  Saunilinien  braun,  zwischen  den  letztem  eine 
ziegelfarbige  Linie.  Hflgl  mit  2  kleinen  Augen  am  Analwinkel.  Unterseite  rötlichbraun,  dunkelbraim  besprenkelt, 
mit  einer  breiten  dunkleren  Binde,  welche  von  der  Mitte  des  Vrds  der  Vflgl  zur  Mitte  des  Irds  der  Hflgl  zieht 
und  an  jeder  Seite  von  einer  braunen  Linie  eingefaßt  ist.  Vflgl  mit  einem  kleinen  silbergekernten  Auge  vor  der 
Spitze,  Hflgl  mit  6  kleinen  Augen  in  unregelmäßiger  Reihe,  das  2.  und  5.  mit  silbernen  Doppelpupillen,  das 

4.  undeutlich.  Neu  Freiburg  (Brasilien). 


Phares  -  Guppe. 

phares.  E.  phares  Godt.  (48  b).  Oben  gelblichbraun  mit  einer  braunen  Linie  hinter  der  Älitte  und  3  braunen 

Randlinien,  auf  den  Vflgl  beim  d'  iwit  einem  Auge  vor  der  Spitze,  beim  $  mit  2  oder  mehr  Augen,  Hflgl  mit 
5  oder  6  Augen  bei  beiden  Geschlechtern,  wovon  das  2.  und  5.  groß,  schwarz  mit  doppelter  weißer  Pupille  und 
rotgelbem  Ringe  versehen,  die  übrigen  meist  verloschen  und  undeutlich  sind.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl 
rötlichgelb  mit  gelblichgrauem  Saumfeld,  die  Hflgl  gelblichgrau  mit  2  braunen  mehr  oder  weniger  gekrümmten 
Mittellinien,  die  Augen  deutlicher  wie  oben  und  alle  mit  weißen,  zuweilen  silberglänzenden  Pupillen.  Argentinien 
(Entrerios,  Cordoba),  Süd-Brasilien,  Venezuela.  Niclit  selten.  Variiert  in  der  Zahl  der  Augenflecke  auf  der 
Oberseite,  es  kommen  Exemplare  vor,  die  oberseits  auf  den  Vflgl  gar  keine  Angen  haben  und  andere,  welche 
simriacus.  auf  den  Hflgl  nur  2  zeigen.  Eine  ähnliche  Form  hat  Burmeister  unter  dem  Namen  spartaeus  beschrieben 
und  abgebildet.  Sie  hat  ein  Auge  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  und  2  auf  den  Hflgl.  Letztere  haben  auf  der  Unter¬ 
seite  6,  die  Vflgl  3  verhältnismäßig  sehr  kleine  Augen,  da  die  zwei  größten  davon  wenig  über  1  mm  messen. 
Sie  sind  alle  schwarz  mit  gelbem  Ring  und  weißen,  zum  Teil  doppelten  Pupillen.  Burmeister  hat  nur  das  $ 
phnrethi.  beschriehen,  welches  40  mm  FlügeLspannung  hat.  Von  Entrerios.  —  pharella  Bür.  (48  a)  eine  kleinere  Form  von 
phares,  die  nur  28  mm  Flügelspannung  hat.  Oben  einfarbig  olivbraun  ohne  Augen.  Unten  Vflgl  ockergelb, 
Außenrd  grau  mit  3  ockergelb  geringten  Augen  mit  violettgefärbten  Pupillen.  Hflgl  grau,  die  Mittellinien 
fast  gerade,  hinter  der  äußern  ein  weißlicher  Streifen,  mit  4  gelb  geringten  Augen  in  Zelle  2 — 5,  die  2  äußern 
pharnacfs.  schwarz  mit  weißen  Pupillen,  die  andern  braun  mit  violettgefärbten  Pupillen.  Von  Rio  de  Janeiro.  —  phar- 
naces  form.  nov.  (48  b)  ist  eine  weitere  Form  von  phares,  bei  der  die  braunen  Streifen  in  der  Wurzelhälfte  der 
Hflgl -Unterseite  stark  gezackt  und  dunkler  gefärbt  sind,  auch  ist  die  Mittellinie  auf  der  Unterseite  der  Vflgl 
nicht  gerade,  sondern  bildet  einen  großen  Bogen  nach  außen.  Von  Süd-Brasilien. 

innoceniia.  E.  innoceiitia  Fldr.  (48  b).  Eine  der  kleinsten  Arten.  Oben  einfarbig  braun.  Unten  ebenfalls  braun 

mit  2  etwas  gebogenen  Querlinien  vor  und  hinter  der  Mitte,  hinter  der  2.  auf  den  Hflgl  ein  heller  Streifen,  im 
Saumfelde  auf  den  Vflgl  3  oder  4,  auf  den  Hflgl  5  oder  6  Augen,  mit  weißen  Pupillen  und  gelben  und  braunen 
Ringen.  Von  Venezuela. 

mmnJm.  E.  numilia  Fldr.  (48  b).  Oben  hellbraun,  Vflgl  mit  gerader  dunkler  Querlinie  hinter  der  Mitte,  Hflgl 

mit  2  solcher  Linien  und  2  deutlichen  Augen  am  Analwinkel  und  3  undeutlichen  darüber.  Unten  gelblichgrau¬ 
braun  mit  2  ziemlich  geraden  Mittellinien,  5  verloschenen  Augen  auf  den  Vflgl  und  6  deutlichen  auf  den  Hflgl 
mit  gelben  und  braunen  Ringen  und  weißen  Pupillen,  das  5.  etwas  gi'ößer  mit  doppelter  Pupille.  Von  Muzo 
nordwestlich  von  Bogota  (Columbien). 


A'usgegchen  20.  VIT.  1011. 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymee 


200 


Harmonia- Gruppe. 

E.  gulnare  Btlr.  (48  b).  Oben  einfarbig  braun.  Unten  ebenfalls  braun,  nur  am  Ird  der  Vflgl  etwas  hellei-  gulnan'. 
mit  2  dunkelbraunen  Mittellinien,  auf  den  Vflgl  fast  gerade,  auf  den  Hflgl  etwas  gebogen.  Die  »Submarginal linic 
zeichnet  sich  dadurch  aus,  daß  sie  in  jeder  Zelle  auf  beiden  Flügeln  2  kleine  Dogen  bildet,  während  hG  den 
meisten  Arten  in  jeder  Zelle  nur  1  Bogen  liegt.  Tn  der  Zahl  der  Augen  und  Punkte  differieren  die  beiden  bisher 
erschienenen  Abbildungen  dieser  Art,  trotzdem  sie  nach  demselben  Exemplar  gefertigt  sind.  Butleii  bildet  auf 
den  Vflgl  5  Augen  und  2  Punkte  darüber,  auf  den  Hflgl  6  Augen  ab,  während  Godman  und  »Salvin  nur  ein  Auge 
auf  den  Vflgl  und  5  Augen  auf  den  Hflgl  abbilden.  Allen  Augen  fehlen  die  gelben  Dinge.  Das  uns  vorliegende 
hier  abgebildete  Exemplar  hat  auf  den  Vflgl  3  weiße  Punkte,  von  denen  der  mittlere  fein  schwarz  eingefaßt 
ist,  auf  den  Hflgl  5  augenförmige  runde  schwarze  Flecken,  wovon  nur  der  1.,  2.  und  5.  weiße  Pupillen  haben. 

Das  BuTLERsche  Exemplar  stammte  von  Panama  (Koll.  Salvin),  das  hier  abgebildete  vonMapiri  (Ivoll.  Baxg- 
H  aas).  »Staudinger  hatte  es  civica  i.  l.  genannt. 

E.  jovita  Fldr.  (47  f).  Oben  einfarbig  braun.  Innenwinkel  der  Hflgl  stumpf  vorgezogen.  Unten  mit  2  jovitu. 
fast  geraden  dunkleren  Mittellinien,  die  2.  ist  vor  dem  Ird  der  Hflgl  wurzelwärts  umgebogen,  hinter  derselben 
ein,  besonders  auf  den  Hflgl  viel  hellerer  »Streifen  und  auf  den  Vflgl  3 — 4,  auf  den  Hflgl  5  Augen,  wovon  auf  den 
Vflgl  die  hintern,  auf  den  Hflgl  das  3.  und  4.  verloschen  sind.  Von  Columbien  (Bogota,  Rio  Agna-Tal).  »September. 

E.  harmonia  Btlr.  (48  b).  Oben  ebenfalls  einfarbig  braun.  Unterseite  der  Vflgl  bräunlichgrau,  der  Hflgl  hurnumia. 
hellgrau,  so  daß  die  wellig  gebogenen  Querlinien  deutlich  hervortreten.  Vflgl  mit  4,  Hflgl  mit  5  oder  6  Augen, 
von  den  ersteren  nur  das  2.,  von  den  andern  nur  die  2  ersten  und  2  letzten  deutlich.  Von  Ecuador  (Quito)  und 
Columbien  (Mont  Quindiu,  2100  m).  Oktober. 

E.phineus  Dtb’.  (  =  eugeniaPkZ?’.)  (48  b).  Oben  einfarbig  braun,  unten  viel  dunkler  als  harmonia,  die  Mittel-  ptiineus. 
streifen  breiter.  Vflgl  mit  nur  einem  Auge.  Hflgl  mit  6  Augen,  von  denen  auch  diejenigen  in  Zelle  3  und  4  deutlich  her¬ 
vortreten,  da  sie  alle  weiße,  teilweise  Doppelpupillen  haben.  Von  Cuzco  in  Peru,  vom  »Songo  in  Bolivien  und 
von  Venezuela. 

E.  calixta  Btlr.  {=  cucullixta  Stgr.  i.l.)  (48  c).  Oben  dunkel  olivbraun.  Unten  heller,  die  Mittel-  calixta. 
streifen  auf  den  Vflgl  fast  gerade,  nach  vorne  divergierend,  auf  den  Hflgl  der  äußere  2mal  gebogen  und  vor  dem 
Ird  gewinkelt.  Vflgl  mit  5  Augen  mit  »Silberpujiillen  und  gelben  Ringen,  das  2.  größer,  das  3.  und  4.  klein,  Hflgl 
mit  6  gleichen  Augen,  das  2.  ist  mit  dem  3.  verbunden,  das  1.,  3.  und  4.  sind  klein,  das  2.  groß.  Von  Bogota. — 
cucullina  form.  nov.  (48  c)  ist  eine  Form  von  calixta,  bei  der  die  Augen  der  Hflgl-Unterseite  alle  fast  gleich  cucuUina. 
groß  sind,  nur  das  erste  und  letzte  sind  kleiner  und  der  schwarze  Ring  des  2.  ist  etwas  breiter.  Von  Choco  (Co¬ 
lumbien). 

E.  alcinoeEZdr.  (48  c).  Oben  einfarbig  braun.  Unten  graubraun,  die  Mittellinien  fast  gerade.  Vflgl  mit  4,  aldnor. 
Hflgl  mit  5  Augen  in  etwas  winkeliger  Reihe,  von  denen  das  erste  auf  den  Vflgl,  das  2.  und  5.  auf  den  Hflgl 
größer  sind.  Von  Columbien  und  Venezuela.  Unsre  Abbildung  nach  dem  FELDERschen  Tyjms  im  Tring.  Museum. 

E.  yphthima  Fldr.  (48  c).  Flügel  ziemlich  gerundet,  oben  braun  mit  einem  Auge  am  Analwinkel.  Unten  yphihima. 
ist  das  Saumfeld  der  Hflgl  heller  als  die  übrige  Grundfarbe  und  die  Submarginallinie  verläuft  hier  fast  ebenso 
geradlinig  wie  die  Saumlinien.  Vflgl  mit  einem  oder  mehreren  undeutlichen  Augen,  Hflgl  mit  5  gleich  großen  Augen 
mit  doppelten  weißen  Pupillen.  Das  $  hat  auf  der  Oberseite  noch  2  schwarze  blinde  Flecken  auf  jedem  Flügel. 

Von  Bahia  und  von  Bolivien.  Abbildung  nach  einem  der  FELDERschen  Typen.  —  pacta  form.  nov.  (48  d)  ist  eine  pacta. 
Form  von  yphthima,  die  sich  durch  den  etwas  gewellten  »Saum  der  Hflgl,  durch  größere  und  in  der  Anzahl  ver¬ 
mehrte  Augen  der  Unterseite  unterscheidet.  Auch  sind  die  Pupillen  in  diesen  Augen  einfach,  aber  viel  größer, 
und  zum  Teil  silberglänzend.  Die  Vflgl  haben  4,  die  Hflgl  6  Augen,  von  denen  das  2.  und  5.  größer  sind 
als  die  übrigen.  Von  Cuyaba  in  Matto  Grosso,  (Brasilien).  Koll.  Bang-Haas. 

E.  nebulosa  Btlr.  (48  d).  Oben  olivbraun,  ohne  Augen,  nur  mit  den  3  »Saumlinien.  Unten  wenig  heller,  nebulosa. 
die  Mittellinien  auf  den  Vflgl  ziemlich  gerade,  auf  den  Hflgl  feinzackiger,  jene  mit  einem  kleinen,  diese  mit 
5  Augen,  alle  weiß  gekernt  und  gelb  gelingt,  das  2.  und  5.  groß  und  schwarz,  die  übrigen  braun.  Von  Venezuela, 

Peru,  Bolivien. 

E.  perfuscata  Btlr.  (48  d).  Oben  ebenfalls  einfarbig  olivbraun  nur  mit  den  3  dunkleren  Saumlinien,  periuscata. 
Unten  etwas  heller  und  etwas  violett  gefärbt,  die  Mittellinien  fast  gerade,  nur  die  äußere  am  Ird  der  Hflgl  wurzel¬ 
wärts  umgebogen.  Saumfeld  etwas  heller,  auf  den  Vflgl  4,  auf  den  Hflgl  5  Augen,  teils  braun,  teils  schwarz, 
teils  mit  einer,  teils  mit  2  Pupillen.  Von  Para  und  Espirito  »Santo  (Brasilien). 

E.  sylvina  Fldr.  (48  c).  Auf  der  braunen  Oberseite  liegt  die  Submarginallinie  etwas  weiter  von  den  sylvina. 
Saumlinien  entfernt  als  gewöhnlich.  Unten  etwas  violett  bestäubt,  die  Querlinien  sehr  fein,  die  »Submarginal- 
linie  wie  oben,  stark  gezackt,  die  Vflgl  mit  einem,  die  Hflgl  mit  5  kleinen  Augen,  das  3.  und  4.  undeutlich.  Von 
Bahia  (Brasilien)  und  Cuzco  in  Peru.  Abbildung  nach  Felder’s  Type. 

E.  numeria  Fldr.  (=  historie »S7gr.  i.  l.)  (48c).  Eine  kleineArt.  Oben  braun,  unten  wenig  heller  mit  2  ge-  muneria. 

V  27 


210 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymer. 


raden  feinen  dunkelbrannen  Mittellinien.  Das  Saumfeld  heller  mit  den  3  Saumlinien  und  5  Augen  auf  jedem 
Flügel,  alle  klein  und  von  gleicher  Größe,  alle  gelblich  braun  mit  kleinen  schwarzen,  fein  weißgekernten  Mittel¬ 
punkten  und  außen  mit  braunen  Ringen.  Von  Bahia.  Abbildung  nach  Felder’s  Type. 

ma7msses.  E.  manasses  Fldr.  (48  c).  Oben  braun,  Hflgl  mit  2  schwarzen  Augen  in  rotgelben  Ringen  und  mit 

bleifarbigen  Pupillen,  das  äußere  größer,  ein  drittes  undeutliches  darüber.  Unterseite  bis  an  die  2.  gerade  Querlinie 
dunkel,  Saumfeld  heller,  besonders  auf  den  Hflgl.  Vflgl  ohne,  Hflgl  mit  6  kleinen  Augen  in  winkeliger  Reihe. 
Von  Bahia.  Abbildung  nach  Felder’s  Type. 

vrimas.  E.  mimas  Godm.  (48  d).  Eine  größere  Art.  Der  vorigen  Art  ähnlich,  doch  die  Flügel  breiter  und  der 

Saum  der  Vflgl  weniger  gerundet,  auch  die  Hflgl  etwas  stärker  ausgeschnitten.  Oben  braun  mit  2  Augen  am 
Analwinkel  der  Hflgl,  das  gi’ößere  in  Zelle  2  mit  doppelter  weißer  Pixpille  und  gelbem  Ring,  das  kleinere  in  Zelle 
Ic  mit  einfacher  Pujiille.  Unten  gelblichbraun,  stark  dunkelbraun  besprenkelt;  mit  2  geraden  braunen  Mittel¬ 
linien,  die  ein  dunkleres  Mittelfeld  einfassen.  Im  helleren  Saumfelde  stehen  auf  den  Hflgl  6  Augen,  meist  mit 
Doppelpupillen,  das  3.  ist  etwas  nach  innen  gerückt  und  zuweilen  doppelt.  Von  Corvico  in  Bolivien. 

oreha.  E.  orcba  Btlr.  Größe  der  vorigen  Art,  die  Vflgl  spitzer,  oben  einfarbig  braun,  olme  Augen.  Unten 

etwas  heller,  nach  außen  grau  bestäubt,  die  dunkelbraunen  Mittellinien  der  Vflgl  etwas  gekrümmt,  ebenso 
die  innere  der  Hflgl,  die  äußere  bildet  auf  jeder  Rippe  einen  kurzen  Winkel  und  durchschneidet  das  äußere 
Ende  der  Mittelzelle.  Die  Submarginallinie  bildet  auf  beiden  Flügeln  in  jeder  Zelle  2  kleine  wurzelwärts  offene 
Bogen  (wie  dies  bei  gulnari'  der  Fall  ist).  Auf  jedem  Flügel  5  Augen,  das  l.  2.  und  5.  schwarz  mit  gelber  Iris, 
die  andern  ockergelb,  alle  mit  Aveißen  Pupillen.  Außerdem  stehen  noch  am  AnalAvinkel  der  Hflgl  zwei  sehr  undeut¬ 
liche  Augen  in  Zelle  1  b.  Das  Vaterland  dieser  Art  ist  unbekannt.  Butler  beschrieb  sie  nach  einem  Exemplar 
in  Koll.  Kaden  (jetzt  Mus.  Druce). 

erennta.  E.  ercmita  spec.  nov.  (48  d)  ist  der  oreha  Btlr.  iu  Größe  und  Gestalt  gleich,  in  der  Zeichnungsanlage 

der  Unterseite  zeigen  sich  aber  wesentliche  Unterschiede.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist  dunkler,  weniger 
grau  besjArenkelt.  Die  2.  Querlinie,  durchschneidet  auf  den  Hflgl  nicht  das  Ende  der  Mittelzelle,  sondern  geht 
in  einiger  Entfernung  im  Bogen  ram  diese  Zelle  herum,  indem  sie  in  jeder  Zelle  einen  nach  innen  offenen  Bogen 
bildet.  Die  Submarginallinie  bildet  ebenfalls  in  ihrem  ganzen  Verlauf  auf  beiden  Flügeln  in  jeder  Zelle  nur  einen 
Bogen,  Avährend  sie  bei  oreha  deren  zwei  in  jeder  Zelle  bildet.  Die  Vflgl  haben  4,  die  Hflgl  5  Augen.  Von  Mar- 
capata  in  Peru.  —  (Koll.  Bang-Haas). 

ohscura.  E.  obsctira  Btlr.  Oben  einfarbig  braun,  unten  ebenfalls  braun,  die  Querlinie  hinter  der  Mitte  ist  unre¬ 

gelmäßig  gebogen  und  gezähnt,  am  Ird  der  Hflgl  vereinigt  sie  sich  mit  der  Submarginallinie,  die  in  jeder  Zelle 
nur  einen  Bogen  bildet.  Auf  den  Vflgl  stehen  3  kleine  weiße  Punkte  vor  der  Spitze,  auf  den  Hflg  5  Augen,  wo¬ 
von  das  2.  und  5.  schwurz  mit  gelber  Iris  und  weißer  PujDille,  die  übrigen  ganz  bräunlich  ockergelb  ausgefüllt 
sind  und  eine  nierenförmige  Gestalt  haben.  Von  diesen  hat  nur  das  amVrd  liegende  eine  weiße  Pupille.  Größe 
53  mm.  Von  Bolivien. 


Necys- Gruppe. 

necys.  E.  necys  Godt.{=  vastataR^/r.,  Tayg.  neonympha  Fldr.)  (48d).  Flügel  gerundet.  Oben  einfarbig  braun. 

Unten  fein  dunkler  punktiert,  mit  stark  zackigen  Mittellinien,  solcher  Submarginallinie  und  5  bis  6  feinen 
weißen  Punkten  auf  jedem  Flügel  im  Saumfelde.  Von  Brasilien  (Rio  Grande),  Columbien  (Rio  Agna-Tal,  1600  m, 
rustica.  Quindiu-Paß  2500m).  —  rustica  Btlr.  (  ?=  Tayg.  anophthalma  F/r/r.)  (47  g).  Eine  Form  von  necys,  bei  der  auf 
der  Unterseite  der  Vflgl  neben  dem  vordem  Aveißen  Piinkt  noch  ein  kleiner  Aveißer  Fleck  vorhanden  ist,  die  übri¬ 
gen  weißen  Punkte  fehlen  auf  den  Vflgl,  dagegen  sind  sie  auf  den  Hflgl  vollzählig  vorhanden.  Von  Bolivien  und 
fahiana.  Huamboya  in  Ecuador.  —  fabiana  Btlr.  hat  die  Mittellinien  nicht  zackig,  sondern  nur  schwach  gebogen  und 
der  Aveiße  Fleck  am  Vrd,  den  rustica  hat,  fehlt  hier.  Von  Macahe  im  Staate  Rio  de  Janeiro. 

polyphcmus.  E.  polyphenius  Btlr.  (47  g).  Oben  einfarbig  braun,  unten  Avenig  heller,  die  äußere  Mittellinie  ist  auf 

den  Vflgl  2mal,  auf  den  Hflgl  mehrmals  AAÜnkelig  nach  innen  gebogen.  Vflgl  mit  3  kleinen  Aveißen  Punkten 
vor  der  Spitze;  Hflgl  mit  4  oder  5  äußerst  kleinen  und  einem  größern  deutlichen  schAvarzen  Auge  A^or  dem 
Anahvinkel,  letzteres  und  einige  der  ersteren  mit  weißen  Pupillen.  Von  Columbien  (Bogota,  Carmen),  BoliAÜen. — 
cyclops.  cy clops  Btlr .  {—  umbracea  Btlr.)  (47g)  ist  eine  Form  von  'poly'pliemus,  bei  der  auf  der  Unterseite  die  äußere  Mit¬ 
tellinie  auf  den  Vflgl  nicht  geAAÜnkelt  ist,  sondern  nur  einen  scliAvachen  Bogen  bildet.  Auch  auf  den  Hflgl 
setzen  sich  die  einzelnen  kleinen  Bogen  dieser  Linie  mehr  in  gerader  Richtung  fort.  Der  scIiaa' arze  Ring  des 
Auges  in  Zelle  2  der  Hflgl  ist  sehr  breit.  Von  Panama,  Costa  Rica,  Peru,  Ecuador. 

quanüus.  E.  quantius  Godt.  {=  morima,  Sclams)  (4:7 g).  Oben  einfarbig  braun.  Unten  ebenfalls  braun,  mit  2  dimk- 

leren  fast  geraden  parallelen  Querlinien  durch  die  Mitte  beider  Flügel,  die  ein  etAvas  violettgrau  bestäubtes  Mittel¬ 
feld  einschließen.  Submargiiaallinie  auf  beiden  Flügeln  stark  Avellig,  der  Saum  violettgrau  bestäiibt.  6  feine 
gelblichAveiße  Punkte  auf  den  Hflgl  und  4 — 5  auf  den  Vflgl,  letztere  noch  etAvas  feiner.  Von  Süd-Brasilien  (Pa- 


EÜPTYCHIA.  Von  G.  Weymbr. 


21i 


rana).  —  stelligera  Btlr.  ist  eine  Form  von  quantius,  bei  der  der  vordere  weiße  Punkt  auf  dei’  Unterseite  der  slellif/ero. 
Hflgl  etwas  größer  ist.  Von  Parana  und  Esperito  Santo. 

E.  eusebia  Fdlr.  (47  g).  01)en  olivbraun,  mit  dunklerem  Saum.  Unten  im  Saumfeld  lieber.  Von  den  iuHchm. 

Mittellinien  ist  auf  den  Vflgl  nur  die  vordere  Hälfte  der  äußeren  sichtbar,  auf  den  Hflgl  ist  die  innere  Mittel¬ 
linie  fast  gerade,  die  äußere  wellig  gebogen.  Vor  der  Spitze  der  Vflgl  ein  weißer  Punkt  in  dunkler  Umgebung. 

Auf  den  Hflgl  5  oder  6  ähnliche  augenförmige  Punkte.  Die  Submarginallinie  macht  auf  den  Vflgln  flache,  auf 
den  Hflgl  weitere  Bogen.  Von  Columbien  (Bogota),  Antillen  (Kolk  Bang-Haas). 

E.  boliviana  Oodm.  (47  g).  Oben  olivbraun.  Unten  sind  die  Vflgl  ebenso,  mit  breitem  ockergelbem  hoüuiuna. 
Außenrd,  an  dessen  innerer  Seite  2  oder  3  weiße  Punkte  vor  der  Sj^itze  stehen.  Eine  wellige  Submarginallinie 
und  2  gerade  Saumlinien  braun.  Die  Hflgl  sind  in  der  hinteren  Hälfte  stark  weiß  bestäubt,  der  Außenrd  ist  trüb 
ockergelb,  die  Wurzel  braun,  2  sehr  zackige  Mittel-  und  eine  wellige  Submarginallinie  dunkelbraun.  Im  Saum¬ 
feld  eine  Reihe  feiner  weißer  Punkte.  Bolivien  (San  Jacinto,  Corvico). 

E.  griseola  spec.  nov.  (47  g).  Oben  graubraun.  Vorder-  und  Außenrd  dunkler,  Hflgl  heller,  Saumlinien  grlseola. 
undeutlich.  Unterseite  gelblichgrau,  im  Saumfeld  heller,  die  erste  Querlinie  undeutlich,  die  zweite  auf  den  Hflgl 
stärker  gezackt  als  auf  den  Vflgl,  die  Submarginallinie  auf  beiden  Flügeln  gezackt,  die  Saumlinien  auf  den 
Vflgl  gerade,  auf  den  Hflgl  wellig.  Im  Saumfelde  auf  den  Vflgl  5  braune  Flecke,  die  3  mittleren  mit  silbernen 
Pupillen,  Hflgl  mit  5  Augen  mit  silbernen  Pupillen  und  ockergelben  und  braunen  Ringen.  Vom  Mapiri. 

E.  griseldis  spec.  nov.  (48  d)  $.  Der  Außenrd  der  Hflgl  ist  stark  gezähnt,  ihr  Ird  ausgeschnitten.  Oben  griseMis. 
graubraun,  die  äußere  Hälfte  der  Hflgl  heller.  Eine  erste  Querlinie  ist  nicht  zu  erkennen.  Die  2.  Querlinie 
liegt  auf  beiden  Flügeln  etwas  weiter  nach  außen  als  gewöhnlich  und  ist  ziemlich  gerade.  Submarginallinie 
zackig,  2  Saumlinien  dunkel,  ein  schwarzer  Punkt  in  Zelle  2  der  Hflgl.  Unterseite  gelbgrau,  Ird  der  Vflgl  und 
äußere  Hälfte  der  Hflgl  heller,  überall  fein  braun  besprenkelt,  Vflgl  mit  denselben  Querlinien  wie  oben,  Hflgl 
mit  einer  geraden,  ersten  Querlinie,  die  2.  Querlinie  ist  zu  einer  breiten  braunen  Binde  erweitert,  im  hellen  Saum¬ 
felde  3  schwarze  Punkte  mit  teilweise  doppelten  weißen  Pupillen  und  einigen  braunen  Flecken  dazvüschen. 

Von  Espirito  Santo  (Brasilien). 

E.  muscosa  Btlr.  (48  e)  $hat  die  Spitze  der  Vflgl  abgestutzt,  so  daß  am  Außenrande  auf  Rippe  5  ein  stum-  muscosa. 
pfer  und  am  Vrd  ein  rechter  Winkel  entsteht :  Beim  abgebildeten  $  ist  diese  Spitze  sogar  etwas  vorgezogen.  Die  Art 
bildet  daher  einen  Uebergang  zum  Genus  Pindis.  Oben  einfarbig  olivbraun.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl 
heller  braun  und  überall  dunkelbraun  gesprenkelt.  Die  Grundfarbe  der  Hflgl  ist  mehr  bläulichgrau,  ebenfalls 
braun  gesprenkelt,  in  der  Mitte  ein  blaugrauer  Fleck  mit  weniger  Sprenkelung,  hinter  demselben  eine  blaugraue 
breite  Binde  ohne  Sprenkelung;  beim  $  ist  diese  Binde  aber  auch  gesprenkelt.  —  Das  Ei  dieser  Art  ist  nach 
W.  Müller  rund,  zeiclmungslos.  Die  junge  Rp  gleicht  der  von  Taygetis  yphtlmna.  Der  Körper  ist  weißlichgrün 
mit  feinen  Borstenhaaren  besetzt,  der  Kopf  hellbraun,  runzlich,  mit  konischen  Erhöhungen,  auf  Avelchen  kurze 
schwarzbraune  Hörner  mit  Borstenhaaren  stehen.  Die  Raupen  fressen  Gräser,  gingen  aber  vor  der  ersten  Häutung 
zugrunde.  Der  Schmetterling  ist  in  Südbrasilien  verbreitet  (Blumenau,  Joinville,  Saö  Paulo). 

E.  antonoe  Cr.  (48  e).  Eine  der  größeren  Arten.  Oben  braun  mit  2  dunklen  Saumlinien  auf  den  Vflgln  antonoe. 
und  3  auf  denHflgln,  sowie  einem  kleinen,  schwarzen,  eiförmigen  Fleck  in  Zelle  2  der  Hflgl.  Unten  heller  braun, 
mit  2  braunen,  fast  geraden  Mittelstreifen,  3  Augen  auf  den -Vflgln,  nur  das  erste  deutlich,  5  auf  den  Hflgln, 
das  2.  und  5.  groß,  die  andern  kleiner,  alle  auf  rotgelben  Ringen.  Von  Guatemala,  Honduras,  Nicaragua,  Pa¬ 
nama,  Venezuela,  Surinam,  Amazonengebiet.  —  zeba  Btlr.  ist  eine  Form  von  antono  ’,  bei  der  die  Unterseite  ~cha. 
heller  bräunlichgrau  gefärbt  ist,  die  Mittelbinden  etwas  schmäler  sind  und  gegen  den  Analsaum  der  Hflgl  etwas 
konvergieren.  Von  Pebas  in  Peru. 

E.  sabina  Fklr.  (48  e)  ist  der  antonoe  Cr.  etwas  ähnlich,  doch  bedeutend  kleiner.  Die  Oberseite  ist  grau-  sahbia. 
braun  mit  3  verloschenen  Querstreifen,  die  auf  den  Hflgln  breiter  sind,  mit  einem  großen  schwarzen  Auge  mit 
gelbem  und  braunem  Ring  in  Zelle  2  der  Hflgl  vor  dem  Analwinkel  und  2  älmlichen  etAvas  Anrloschenen  Augen 
am  Vorderwinkel  derselben  Flügel :  Die  übrigen  2  Augen  der  Unterseite  scheinen  nach  oben  nur  ganz  A^erloschen 
durch,  die  Unterseite  ist  heller,  mit  einem  Auge  auf  den  Vflgln  und.  5  auf  den  Hflgln.  Aus  dem  Amazonasgebiet 
und  von  Cayenne.  Die  Abbildung  ist  nach  dem  FELDER’schen  Typus  in  Kolk  Rothschild. 

E.  lineata  Godm.  (45  e).  Die  Hflgl  dieser  Art  sind  gestreckter  als  bei  antonoe  und  ihr  Außenrand  ist  in  der  tineata. 
Analhälfte  gezähnt.  Die  Oberseite  ist  einfarbig  braun,  die  Unterseite  etAva.s  heller  braun,  mit  einer  geraden,  1mm 
breiten  gelblichweißen,  scharf  begrenzten  Mittel  binde  und  einer  schmalen  braunen  Aveiß  eingefaßten  Wurzel  linie. 

Auf  dem  breiten  viel  heller  gefärbten  Außenrand  treten  die  zackige  Submarginallinie  und  die  Saumlinie  deut¬ 
lich  hervor.  2  oder  3  kleine  scliAvarze,  weißgekernte  Augen  stehen  auf  jedem  Flügel.  Die  Gestalt,  Breite  und 
Färbung  der  Mittelbinde  Avechselt  sehr.  VonManaure  in  der  Sierra  Nevada,  von  Santa  IMarta  (900  m)  in  Nord- 
Columbien;  Carmen  (1200)  m  in  West-Columbien,  im  August. — Mit  dem  Namen  interrupta  form.  nov.  bezeichne  interrupta. 
ich  eine  Form,  bei  der  die  Mittelbinde  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  nur  am  Vrd  durch  ein  spitzes  AA'eißes  Dreieck 
angedeutet,  im  übrigen  aber  durch  eine  dunkelbraune,  nach  außen  stellen Aveise  AA-eißbeschuppte  Linie  ersetzt  ist. 


212 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Wbymer. 


Auf  den  Hflgln  ist  sie  mehrfach  unterbrochen,  so  daß  sie  nur  an  drei  Stellen,  am  Vrd,  in  der  Flügelmitte  und 
vor  dem  Anahvinkel  als  feine  weiße  Querlinie  sichtbar  bleibt.  Da^gegen  ist  die  der  Flügelwurzel  zunächstliegende 
mdania.  erste Querhnie  auf  beiden  Flügeln  deutlich  weiß  und  distal  braun  eingefaßt.  — ■  nielania  form.  nov.  weicht  noch 
mehr  ab.  Bei  ihr  ist  die  weiße  Mittelbinde  ganz  verschwiuiden  und  an  ihi’er  Stelle  zieht  eine  schwarze  Linie 
durch  die  tief  dunkelbraune  Grundfarbe.  Auch  die  Wurzelquerbinde  ist  sehr  verdunkelt,  so  daß  sie  nur  wenig 
hervortritt.  Die  Augerr  und  der  breite  helle  Außenrand  sind  aber  wie  bei  der  Stairrmart.  Beide  Formen  wrrrden  von 
Fa  SSL  bei  Carmerr  irr  West-Columbien  gefunden  rrnd  zwar  interru'pta  bei  1600  m  Höhe  im  Dezember,  melania  bei 
1200rrrim  Oktober. 

saii/rhia.  E.  satyrina  Bat.  {=-.  Tayg.  cecilia  Bscl.)  (48  e).  Oben  brarrn  mit  einem  schwarzen  weißgekernten,  zu- 

weilerr  sehr  rrnderrtlichen  Arrge  am  Analwirrkel  der  Hflgl.  Urrterr  ebenfalls  braurr  mit  2  parallelen,  fast  geraden, 
drrrrkelbraunerr  Qirerstreiferr  durch  die  Mitte  beider  Flügel,  von  denen  der  innere  an  der  ärrßern  Seite,  dagegen 
der  äußere  arr  der  irrrrerrr  Seite  ockergelb  eirrgefaßt  sirrd.  Der  Arrßerrrand  der  Vflgl  ist  ziemlich  breit,  heller  röt- 
lichbraun  rrrrd  zeigt  vor  der  Spitze  ein  kleines  schwarzes,  weißgekerrrtes  Arrge.  Die  Hflgl  haben  vorne  zwei 
und  hinterr  ein  älirrliches,  etwas  größeres  Arrge.  Die  Art  ärrdert  sehr  ab.  Von  Grratemala,  Costa  Rica,  Panama 
incerta.  rrnd  Mexico.  —  incerta  Btlr.  ist  eirre  Form  der  satyrina,  die  sich  durch  heller  braune  Grrrrrdfarbe  der  Unterseite 
unterscheidet  und  die  liier  arrf  den  Hflgln  5  Augen  hat.  Zrrweilen  sind  das  3.  und  4.  dieser  Augen  klein,  adle  haben 
aber  derrtliche  weiße  Pupillerr.  Auch  stehen  2  weiße  Prrnkte  arrf  den  Vflgln.  Zuweilen  fehlt  auch  die  ockergelbe 
Einfassung  der  braunen  Mittelstreifen.  Ein  $  dieser  Form  hat  arrf  der  Oberseite  der  Vflgl  eine  rötlich  gelbbraune, 
von  der  Grundfarbe  etwas  verschiedene  Binde  rrnd  auf  der  Urrterseite  der  Hflgl  nur  2  Augen  in  Zelle  2  rrnd  5. 

ghjas.  Zwischerr  denselben  liegen  in  Zelle  3  und  4  drei  weiße  Fleckchen.  Von  Costa  Rica.  —  gigas  Btlr.  (48  e)  ist  eine 
ziemlich  große  Form  von  satyrina,  bei  der  die  Vflgl  auf  der  Unterseite  3  Augen,  (ein  größeres  und  2  kleinere), 
die  Hflgl  fürrf  große  Augerr  haberr,  wovotr  das  erste,  zweite  und  letzte  schwarz  sind,  mit  gelber  Iris  rrnd 
weißer  Pupille;  das  dritte  rrrrd  vierte  sind  brarrn  gefärbt,  mit  weißer  Pupille.  Von  Mexico. 

iies.m.  E.  tfessa  Hew.  Größe  der  vorigerr.  Oben  durrkelbrarrrr  mit  schwarzer  Srrbmargirrallinie.  Die  gezährrten 

Hflgl  haberr  im  Arralwinkel  eirr  underrthches  Auge  rrrit  ziegelrotem  Rirrg.  Die  Urrterseite  ist  (rraclr  Hewitson) 
von  der  Wrrrzel  bis  zur  Mitte  brarrrr.  Beide  Flügel  sirrd  vor  der  Mitte  von  eirrer  rotbraurrerr,  rrrrd  auf  der  Mitte 
vorr  eirrer  breiteren,  gleiclrfarbigerr  Birrde  drrrchzogen.  Dairrr  folgt  eirre  breite,  graue  Binde,  arrf  welcher  eirr  brauner 
Streiferr  mit  derr  Arrgen  liegt  rrrrd  zwar  ein  kleirres,  nahe  arr  der  Costa  der  Vflgl  urrd  3  auf  den  Hflgl,  rrämlich 
2  am  Vorder-  und  1  anr  Arralwirrkel.  Alle  Augerr  sirrd  schwarz  mit  rötlicher  Iris,  drrrrkelbraunem  Ring  urrd  weißer 
Pupille.  2  Srrbmarginalstreiferr  rrrrd  der  Rand  rotbraurr.  Der  Streifen  auf  derr  Hflgln  ist  gezährrt  wie  der  Rand.  — 
Mit  dieser  HEWiTSON’scherr  Beschreiburrg  stimmt  die  Abbildrrirg  irr  Butler  Lepid.  Exot.  Taf.  18  Fig.  4  hinsicht¬ 
lich  der  Grrrrrdfarbe  der  Flügel  rrrrd  der  Färbrrrrg  der  Arrgerr  nicht  überein.  Nach  diesem  Bilde  ist  die  Grrrnd- 
farbe  beider  Flügel  überall  hell  rötlichgrarr  oder  fleischfarbig  mit  eirrer  lilafarbigerr  Birrde  hinter  der  Mitte,  währerrd 
die  Wurzelhälfte  der  Flügel  rraclr  Hewitson  brarrn  rrrrd  die  Birrde  grarr  seirr  soll.  Die  Iiäs  der  Augerr  ist  rraclr 
Butler  hellgelb,  Hewitson  rrennt  sie  rötlich  (rrrfous).  Godman  urrd  Salvin  beschreiberr  die  Art  mit  5  Augen 
auf  den  Hflgl,  rvovorr  2  underrtlich  sind.  Vorr  Nicaragua,  Costa  Rica,  Panama  urrd  Ecuador. 

Uhye.  E.  libye  L.  (=  harpyia  Fldr.)  (48 e).  Oben  olivbrarrrr  mit  2  drrrrkelbrarrrren  Saum-  und  eirrer  Submarginal¬ 

linie,  urrterr  viel  heller,  mehr  oder  werriger  ins  lilafarbige  ziehend,  rrrit  2  rostbraurren  geraden  Streiferr,  der  eine 
vor,  der  andere  in  der  Mitte;  der  erstere  geht  auf  beiden  Flügeln  drrrch  die  Mittelzelle,  der  andere  berührt  arrf 
den  Vflgl  die  Mittelzelle  rrur  an  ihrem  hinteren  Winkel,  auf  derr  Hflgln  tritt  er  beim  Ursprurrg  der  Rippe  5  in  die 
Mittelzelle  ein  rrrrd  verläßt  sie  zwischerr  dem  Ursprurrg  der  Rippe  2  und  dem  der  Rippe  3.  Vor  der  Spitze  der 
Vflgl  eirr  kleirres  rurrdes  Auge,  5  eiförmige  Augen  arrf  den  Hflgln,  wovon  das  1.,  2.  und  5.  schrvarz 
mit  seirr  uirderrtlichen  Pupillerr  und  gelbem  ,  arr  der  innererr  Seite  verdickten  Ring ,  die  übrigerr  rrir- 
deutlich.  libye  ist  eine  gemeine,  weitverbreitete  Art.  Guateirrala,  Horrduras,  Nicaraj^ra,  Costa  Rica,  Panama, 
libijoiflea.  Cohrmbieir,  Ecrrador,  Srrrinam,  Brasilierr  (Para,  Pernamlruco,  Bahia,  Rio)  Jamaica.  —  libyoidea  Btlr.  ist  eirre 
Fornr  von  libye,  die  etwas  größer  ist,  deren  Vflgl  an  der  Spitze  mehr  vorgezogerr  rrrrd  deren  Hflgl  weniger  stark 
gezähnt  sirrd.  Arrf  der  Urrterseite  stehen  auf  derrVflghr  vier  deutliche  schwarzbraune  Arrgen  mit  gelben  Rirrgerr 
rrrrd  weißen  Pupillen,  die  arrs  urrregelmäßigen,  weißen  Stäubchen  bestehen,  die  Augerr  der  Hflgl  sirrd  viel  größer 
als  bei  der  Stanrmform,  das  größte  in  Zelle  2  mißt  6  mm  irr  der  Länge  rrnd  4  nrm  irr  der  Breite.  Im  Verlauf 
des  2.  (äußern)  Mittelstreiferrs  sehe  ich  rroclr  einen  Unterschied  gegen  libye,  den  Butler  rricht  erwährrt  hat.  Irr 
der  Abbildrrrrg  der  libyoidea  irr  derr  Proc.  Zool.  Soc.  Lorrd.  1867  pl.  1 1  Fig.  13  durchschireidet  dieser  Streifen  auf  den 
Vflgln  den  untern  Winkel  der  Mittelzelle,  während,  er  bei  /r&ye  diese  Zelle  nrrr  berührt.  Arrf  derrHflghr  tritt  er  zwi¬ 
schen  derrr  Ursjrrung  der  Rippe  4  und  dem  der  Rippe  5,  also  auf  der  Urrterdiscocellularis,  in  die  Mittelzelle  eirr 
urrd  zwischen  Rippe  3  urrd  4  wieder  arrs,  während  bei  libye,  wie  oben  arrgegeben,  der  Eiirtritt  beim  Ursprung 
(jraclUs.  der  Rippe  5  urrd  der  Austritt  zwischen  Rippe  2  rrnd  3  erfolgt.  Vorr  Nicaragua.  — ■  gracüis  form.  nov.  (48  f)  ist  eine 
weitere  Form  vorr  libye,  die  sich  harrptsächlich  dadrrrch  rrrrterscheidet,  daß  die  beiderr  rötlichbraunerr,  geraden 
Älittel streifen  auf  der  Urrterseite  beider  Flügel  mehr  nach  arrßerr  gerückt  sind.  Auf  derr  Vflgiir  bleibt  der  2. ,  äußere 
dieser  Streifen  von  der  Mittelzelle  2  mnr  weit  entfenrt.  Arrf  derr  Hflgl  durchschneidet  er  bei  seirrern  Eintritt 
in  die  Mittelzelle  die  Unterdiscocellularis  rrnd  bei  seinem  Austritt  die  Mediana  beirrr  Ursprrrrrg  der  Rippe  3,  ist 
also  noch  etwas  weiter  nach  außen  gerückt,  als  bei  libyoidea.  Infolge  desseir  ist  das  Sarrmfeld  heigracilis  viel  schrrrä- 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymeb 


213 


1er.  Auf  den  Vflgln  liegt  nur  ein  Auge,  die  5  Augen  der  Hflgl  sind  kleiner,  weniger  eiförmig,  doch  denen  vf)U 
lihye  gleicligefärbt.  Von  Pebas  in  Peru.  Kolk  Bang-Haas. 

Pacarus- Gruppe. 

E.  saundersii  Bür.  Der  Innenwinkel  der  Vflgl  tritt  etwas  stum])fwinkelig  vor.  Oben  bi-aun  mit  2  un- w/e/'A' ■ 
deutlichen  Randlinien.  Phiten  heller  bra\in,  ins  Violette  ziehend,  das  Saumfeld  der  Hi'lgl  bläulichgrün.  Zwei 
braune  Mittellinien,  welche  gegen  die  Costa  der  Vflgl  divergieren,  und  deren  äußere  auf  der  Mitte  der  Hflgl  einen 
kleinen  Winkel  nach  außen  bildet.  Zwei  braune  Randlinien,  Vflgl  ohne  Augen.  Auf  den  Hflgln  5  (zuweilen  0) 
ovale  schwarze  Augen  mit  hellbraunen  und  außen  dunkelbraunen  Ringen  und  silbernen  Pupillen.  Die  3  mitt¬ 
leren  sind  etwas  größer  als  die  übrigen.  Größe  56  mm.  Von  Ega  am  Amazonenstrom  iind  von  Pernaml)Uco. 

E.  niima  Btlr.  Der  vorigen  ähnlich,  doch  viel  kleiner,  nur  37  mm  messend.  Auf  der  Unterseite  haben  mbna. 
die  Vflgl  ein  kleines  Ai;ge  vor  der  Spitze  und  die  Mittellinien  sind  vorne  mehr  genähert;  die  Hflgl  sind  weniger 
violett  gefärbt  und  ihre  Augen  sind  kleiner  und  stehen  näher  am  Rande.  Von  Tapajos. 

E.  fumata  Btlr.  Oben  schwarzbraun,  mit  hellbrauner  Randlinie.  Unten  etwas  heller;  auf  den  Vflgl  ist  fumatn. 
nur  eine  Mittellinie  vorhanden,  die  weder  den  Vrd  noch  den  Ird  berührt ;  auf  den  Hflgl  sind  deren  zwei,  von  denen 
die  äußere  am  Analwinkel  einen  Winkel  bildet  und  sich  mit  der  wellig  gebogenen  Submarginallinie  vereinigt. 
Außerdem  2  dunkelbraune  Saumlinien.  Hflgl  mit  6  herzförmig  gestalteten,  schwarzen  Augen,  welche  ocker¬ 
gelbe  Ringe  und  äußere  dunkelbraune  Ringe  haben  mit  stahlblauen  Punkten  bestreut  sind  und  von  denen  das 
3.,  4.  und  5.  Auge  etwas  größer  als  die  übrigen  sind.  55  mm.  Von  Rio  Grande. 

E.  amalda  spec.  nov.  (48  f).  Diese  neue  Art  ist  unterseits  der  fumata  ähnlich,  doch  oberseits  sehr  ver-  amaWd. 
schieden  und  bedeutend  kleiner  im  Flügelausmaß.  AVurzel-  und  Mittelfeld  der  Vflgl  sind  oben  sammtartig 
dunkelbraun,  Vrd  und  Außenrand  sind  heller  braun.  Diese  hellere  Färbung  beginnt  an  der  Wurzel  des  Vrds 
schmal,  nimmt  nach  außen  an  Breite  allmählich  zu  und  geht  von  der  Spitze  in  der  Breite  von  4  mm  zum  Innen¬ 
winkel  hinab,  hier  wieder  etwas  schmäler  werdend.  An  der  Grenze  gehen  beide  Farben  ineinander  ül)er.  Die  Hflgl 
sind  heller  braun.  Die  Unterseite  ist  dunkel  graubraun  mit  2  Mittel-,  einer  Submarginal-  und  2  Saumlinien  braun . 

Die  Vflgl  haben  keine  Augen,  die  Hflgl  dagegen  5  kleine,  nach  innen  zugespitzte  schwarze  Augen,  die  von  einem 
braimen  Ring  umgeben  sind  und  einen  schief  stehenden,  aus  silbernen  Stäubchen  gebildeten  Kern  haben.  Vom 
Mapiri  (Amazonas)  Kolk  Bang-Haas. 

E.  pacarus  Godt.  Oben  einfarbig  braun.  Unten  ebenso  mit  2  dunkleren  Saumlinien,  die  Hflgl  außerdem  pacarus. 
mit  einer  dunkelbraunen  Mittellinie  und  5  tiefschwarzen  runden  Augen,  welche  eine  aus  silberglänzenden  Stäub¬ 
chen  bestehende  Pupille,  eine  bräunliche  Iris  und  außen  einen  dunkelbraunen  Ring  haben.  x4uf  den  Vflgln 
stehen  keine  Augen.  50  mm.  Von  Brasilien.  Selten,  scheint  in  allen  neueren  Sammlungen  zu  felxlen. 

E.  peculiaris  Btlr.  Oben  braun  mit  einer  helleren  Linie  vor  dem  Rande  und  schwarzbramier  Saumlinie,  peculiaris. 
die  Hflgl  mit  einer  gezackten  Submarginal linie.  Unten  heller,  beide  Flügel  mit  2  dunkelbraunen  Saum-,  einer 
gezackten  Siibmarginal-  und  2  unregelmäßigen  Mittellinien.  Eine  verwaschene  heller  braune  Binde  zieht  durch 
die  Mitte.  Die  Hflgl  haben  2  schwarze,  schräg  gestellte,  weiß  gekernte  Augen  mit  ockergelber  Iris  vor  der  Flügel¬ 
spitze  am  Vrd.  An  diesen  auf  der  Unterseite  isoliert  stehenden  2  Augen  ist  die  Art  leicht  kenntlich.  53  mm. 

Von  Minas  Geraes.  Selten. 

E.  insignis  Btlr.  Oben  braun  mit  2  undeutlichen  Rancllinien,  auf  den  Hflgln  scheint  das  größere  Auge  insiguis. 
der  Unterseite  vor  dem  Analwinkel  nach  oben  durch.  Unten  sind  die  Flügel  heller,  die  Hflgl  im  iMittelfelde 
weißlich;  beide  Flügel  mit  2  braunen  Randlinien,  wovon  die  innere  auf  den  Hflgln  wellig.  Die  letzteren  Flügel 
mit  2  ziemlich  geraden,  parallelen  nur  3  mm  von  einander  entfernten  braunen  Linien  durch  die  iMitte  und 
im  Saumfelde,  in  Zelle  Ic,  2  und  3  mit  drei  schwarzen ,  silbergekernten  A\xgen,  die  auf  gemeinschaftlicher  ocker¬ 
gelber  Umgebung  stehen  und  von  denen  das  mittlere  groß,  die  andern  sehr  klein  sind.  Vaterland  unbekannt. 

Von  Bates  gesammelt. 

E.  erichtho  Btlr.  (=  antonina  Fldr.)  (48  f).  Der  Innenwinkel  der  Hflgl  ist  wie  bei  saundersii  stumpf  vorge-  erichiho. 
zogen.  Oberseite  olivbraun,  die  Vflgl  mit  2,  die  Hflgl  mit  3  dunkelbraunen  Randlinien.  Unten  heller  braun;  die 
Ränder  weißlich  violett  bestäubt,  mit  3  deutlichen  Saum-  und  2  dunkelbraunen  Mittellinien,  außerdem  ein  kurzer 
gleichfarbiger  Strich  auf  der  Schlußrippe  der  Vflgl.  Zwei  kleine  Augen  vor  der  Spitze  der  Vflgl,  zuweilen  noch 
ein  drittes  in  Zelle  2;  Hflgl  mit  6  schwarzen  Augen  mit  dicken  weißglänzenden  Pupillen,  welche  von  4  Ringen 
umgeben  sind,  zuerst  einem  bräunlich  gelben,  dann  einem  schwarzen,  dann  ockergell)  und  außen  Avieder  scliAvarz. 

Das  3.,  4.  und  5.  Auge  sind  gewöhnlich  größer  als  die  übrigen.  Von  Cayenne,  Surinam,  Brasilien  (Rio,  Pernam- 
buco,  Bahia,  Para,  Ega)  Bolivien  (Coroico). 

Batesii- Gruppe. 

E.  batesii  Btlr.  (=  terentia  Fk/r.)  (48g).  Oben  braun,  etwas  lilafarbig  glänzend,  mit  3  undeutlichen  batesii. 
Randlinien  und  grauen  Fransen.  Das  $  am  Anahvinkel  der  Hflgl  mit  einem  schAvarzen  OAmlen  Fleck  mit  Aveißem 


214 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymer. 


Kern  und  einem  hellbräunlichen  Ring.  Unten  hell  lilafarbig  mit  2  rotbraunen  Mittel-  und  einem  kurzen  schrägen 
Wurzelstreifen,  einer  gleichen  Binde  im  Saumfelde,  worauf  die  Augen  stehen,  und  3  Rändlinien.  Auf  denVflgln 
ein  schwarzes  Auge  vor  der  Spitze  mit  ockergelbem  Ring  imd  weißglänzender  Pupille,  und  einige  Silberpunkte 
darunter.  Hflgl  mit  5  Augen  bezw.  augenförmigen  Flecken,  wovon  das  1.,  2.  und  5.  dem  Auge  der  Vflgl  gleichen, 
jedoch  ist  das  2.  und  besonders  das  5.  viel  größer,  während  das  3.  und  4.  nur  aus  rotbraun  eingefaßten  Silber¬ 
flecken  bestehen.  Von  Surinam  und  vom  Tapajos.  An  den  Surinam-Exemplaren  ist  der  Ird  der  Vflgl  auf  der 

analis.  Unterseite  etwas  ockergelb  gefärbt.  —  analis  Godm.  (48 f.)  ist  eine  Form  von  hatesii,  welche  oben  schwach  pui’pur- 
farbig  überzogen  ist  und  am  Analwinkel  der  Hflgl  einen  deutlichen  Flecken  dunkelblauer  Schuppen  hat. 
Die  rotbraunen  Binden  der  Unterseite  sind  breiter  und  scheinen  nach  oben  durch,  sonst  von  hatesii  nicht  ver- 
tersa.  schieden.  Von  Saö  Paulo  und  vom  Tapajos  (Amazonas)  und  von  Pebas  in  Peru.  —  tersaS'igr.  i.  l.  (49  a)  ist  eine  Form 
von  hatesii,  die  auf  der  Oberseite  ganz  ähnlich  ist,  und  nur  auf  der  Unterseite  statt  der  2  oder  3  Silberflecke, 
die  hatesii  und  analis  zwischen  den  Augen  der  Hflgl  haben,  2  weitere,  kleine  braune  Augen  besitzt  mit  grauem 
Kern,  gelber  Iris  und  dunkelbraunem  äußern  Ringe.  Hierzu  tritt  noch  ein  ganz  kleines  schwarzes,  sonst  ähn¬ 
liches  Auge  am  Analwinkel  der  Hflgl,  so  daß  6  Augen  auf  den  Hflgln  vorhanden  sind.  Vaterland  unbekannt. 

thalessa.  Kolk  Bang-Haa  s.  —  thalessa  MöscM.  ist  nach  der  Abbildung  des  Autors  eine  Form  von  hatesii,  die  sich  nur  durch 
ein  kleines  schwarzes  Auge  mit  weißem  Kern,  das  in  Zelle  3  der  FIflgl  zwischen  den  beiden  großen  Augen  liegt, 
unterscheidet.  In  dem  zu  der  Abbildung  gehörigen  Text  wird  dies  Auge  aber  nicht  erwähnt,  die  betreffende 
Zelle  vielmehr  als  augenlos  bezeichnet.  Von  Surinam. 

juani.  E,  juani  Stgr.  (49  a).  Oben  dunkelbraungrau,  nur  das  Analauge  der  Hflgl  scheint  nach  oben  etwas  durch. 

Die  Unterseite  ist  der  von  hatesii  ähnlich,  jedoch  ist  die  Grundfarbe  im  Wurzelfelde  bis  zum  2.  Querstreifen  viel 
dunkler,  und  zwar  bräunlichgrau.  Nur  die  äußer.e  Flügelhälfte  hat  weißlichgraue  Grundfarbe.  Die  2  dunkel¬ 
braunen  Mittelstreifen  sind  breit,  gerade  und  laufen  parallel.  Die  Submarginallinie  ist  ziemlich  breit,  nicht  ge¬ 
zackt,  sondern  fast  gerade  fortlaufend.  Auf  der  breiten  braunen  Binde  im  Saumfelde  stehen  auf  den  Vflgln 
ein  Auge,  auf  den  Hflgln  5  schwarze  Augen,  wovon  das  5.  sehr  groß  und  mit  einfacher  weißer  Pupille  versehen 
ist,  das  1.  und  2.  sind  klein  mit  Doppelpupille,  das  3.  und  4.  führen  in  der  Mitte  längliche  Silberstriche.  Alle 
sind  ockergelb  umrandet.  Vom  Rio  San  Juan  in  West-Columbien. 

iricolor.  E.  tricolor  Heiv.  (49a).  Eine  der  schönsten  Arten  der  Gattung.  Oben  sind  die  Vflgl  braun,  der  Vrd  röt¬ 

lichbraun;  eine  glänzende  blaue  Linie  läuft  mit  dem  hintern  Teil  des  Außenrandes  parallel.  Die  Hflgl  sind  schwarz¬ 
braun  mit  einem  breiten  rotgelben  Vrd  und  einem  glänzendblauen  Streifen  längs  des  Irds  und  längs  des  hintern 
Teils  des  Außenrandes.  Unten  hell  violettgrau  mit  2  breiten  braunen  Mittelstreifen,  einem  schmalen  Schrägs¬ 
treifen  an  der  Wurzel  beider  Flügel,  einer  verwaschenen  breiten  Binde  im  Saumfelde,  worauf  die  Augen  stehen 
und  3  glatten  dem  Saume  parallel  laufenden  Randlinien.  Auf  den  Vflgln  ein  Auge  vor  der  Spitze,  auf  den  Hflgln 

3  Augen  wie  bei  hatesii  in  Zelle  2,  5  und  6,  jedoch  das  erstere  sehr  groß  und  alle  mit  Doppelpupillen  und  zwi¬ 
schen  ihnen  in  Zelle  3  und  4  mehrere  langgezogene  Silberstriche  die  in  2  braunen,  rotgelb  eingefaßten  Ellipsen 

fulgora.  stehen.  Von  Fonteboa,  vom  Tapajos  (Amazonas).  —  fulgora  Btlr.  (49  a)  ist  eine  Form  von  tricolor,  die  sich 
durch  einen  lebhaft  blauschillernden  Streifen  auszeichnet,  der  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  von  der  Wurzel  durch 
die  Mittelzelle  geht,  sich  vor  der  Flügelspitze  in  alle  Zellen  ausbreitet  und  dann  als  schmale  Linie  längs  des 
Außenrandes  bis  zum  Innenwinkel  liinabzieht.  Von  Pebas  in  Peru  und  von  Coca  in  Ecuador. 

nortia.  E.  Hortia  Heiv.  (49  a).  Oben  gelblicliAveiß  mit  braunem  Vrd  der  Vflgl  und  braunem  Außenrand  beider 

Flügel ,  außerdem  scheinen  die  braunen  Binden  der  Unterseite  nach  oben  durch .  Auf  der  weißen  Unterseite  stehen 
2  breite,  parallele,  braune  Mittelstreifen  und  im  Saumfelde  eine  breite,  braune  Binde,  die  auf  denVflgln  keine  Au¬ 
gen  enthält.  Auf  den  Hflgln  anstelle  dieser  Binde  2  kleine  Augen  am  Vorderwinkel,  2  am  Anahvinkel,  (davon  eins 
sehr  groß),  alle  schwarz  mit  weißer  Pupille  und  rotgelben  und  braunen  Ringen  und  zwischen  diesen  in  Zelle  3  und 

4  zwei  bleifarbige  Längsstriche  in  rotgelben  und  braunen  Ellipsen.  Am  Saum  3  braune  Randlinien,  die  aiif  den 
Hflghi  etwas  wellig  sind.  Das  $  ist  oberseits  graubraun,  gegen  den  Saum  dimkler,  die  Mittelstreifen  derUnter- 
seite  scheinen  nach  oben  durch.  Unten  ist  die  Zeichnung  dem  ähnlich,  doch  sind  Wurzel-  und  Mittelfeld  bis  an 
die  2.  etwas  wurzelwärts  gekrümmte  Mittelbinde  fein  braun  bestäidjt,  so  daß  mir  der  distale  Teil  die  helle  Grund¬ 
farbe  behalten  hat.  Die  Augen  und  Silberflecke  sind  aber  wie  beim  G-  Von  Pebas  (Peru)  vom  Tapajos  (Ama- 

nohilis.  zonas)  und  von  Cayenne.  —  nobilis  form.  nov.  (49  a)  ist  eine  2.  Form  des  $  von  nortia,  bei  der  die  äußere  Hälfte 
der  Vflgl  auf  der  Oberseite  hell  weißlichgrau  und  die  Wurzelhälfte,  der  ganze  Vrd,  sowie  2  Saumlinien  braun  ge¬ 
färbt  sind.  Die  helle  Färbung  setzt  sich  auch  auf  den  Hflgln  am  Vorderwinkel  eine  kurze  Strecke  fort,  geht  aber 
dann  allmählich  in  die  braune  Grundfai’be  über.  Auf  der  LTnterseite  ist  der  2.  braune  Mittelstreif  nicht  gekrümmt, 
sondern  gerade  und.  die  helle  Binde  neben  demselben  bedeutend  schmäler.  Die  Augen  sind  wie  bei  der  Stammform. 
moderata.  Von  Tabatüiga  am  Amazonenstroni.  ■ —  moderata  form.,  nov.  (48  g)  ist  eine  weitere  weibliche  Form  Amn  nortia, 
bei  der  die  helle  Binde  der  Unterseite  hinter  der  Mitte  ebenfalls  auf  beiden  Flügeln  ganz  gerade  ist.  Die  Oberseite 
beider  Flügel  ist  aber,  Avie  beim  $  der  typischen  Form,  ganz  braun  gefärbt  und  hat  3  dunkelbraune  Saumlinien. 
Vom  Mapiri  (Bolivien). 

segesta.  E.  segesta  spec.  nov.  (51  b).  G-  Oberseite  ist  einfarbig  braiin  mit  drei  braunen  Saumlinien,  die  auf 

den  Vflgl  undeutlich  sind.  Die  Unterseite  ist  den  $$  von  E.  nortia  ähnlich,  doch  durch  die  andere  Lage 
der  weißen  Mittelbinde  verschieden.  Diese  Binde  hegt  auf  beiden  Flügeln  zwischen  den  beiden  braunen 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymee. 


215 


Binden,  wahrend  sie  bei  7iortia-^  an  der  äußeren  Seite  der  zweiten  braunen  Binde  liegt.  Infolgedessen  ist  das 
Saumfeld  breiter  als  das  Wurzelfeld,  und  zwar  besonders  an  den  Hflgln.  Die  braunen  Binden  sind  breiter  als 
bei  nortia-^,  die  Augen  aber  gerade  wie  dort,  die  ellipsenförmigen  ockergelben  Flecke  mit  je  einem  silberglänzen¬ 
den  Strich  in  der  Mitte  treten  aber  zwischen  den  Augen  deutlich  hervor.  Es  wurde  bisher  nur  das  gefunden. 

Von  Gramal  bei  Muzo  in  Columbien.  (Fasse). 

E.  lesbia.  Stgr.  Oben  hell  bräunlichgrau  mit  3  geraden  braunen  Querstreifen  auf  den  Vf  Igln  und  2  der-  huhia. 
gleichen  auf  den  Hflgln  und  3  braunen  Randlinien  Hflgl  mit  schwarzem  Analauge  mit  doppelter  weißer  Pupille 
und  ockergelbem  breiten  Ring;  vor  demselben  ein  länglicher,  weißer  Fleck  und  gegen  den  Vorderwinkel  3  runde, 
schwarze  Flecke,  von  denen  der  mittlere  der  größere  ist.  Die  Unterseite  ist  fast  ebenso,  nur  steht  ein  kleines 
Auge  vor  der  Spitze  der  Vflgl  und  ein  paar  Silberpunkte  darunter,  auch  steht  an  der  Innern  Seite  des  Anal¬ 
auges  der  Hflgl  ein  großer  ockergelber  Fleck,  am  Vorderwinkel  dieser  Flügel  steht  statt  der  schwarzen  Flecke  ein 
zweites  Auge,  dagegen  fehlt  der  weiße  Längsstrich  der  Oberseite.  41  mm.  Vom  Amazonenstrom  (Massauary, 

Teffe,  Fonteboa). 


Gera-  Gruppe. 

E.  gtraHetv.  Oben  schmAitzig  weiß,  Vflgl  amVrd  und  am  Außenrand  breit  braun,  Hflgl  vor  der  Mitte  gera. 
2brauneLinienund  vor  dem  Rande  2  undeutliche  Augen  mit  dunklen  Mittelpunkten  führend,  beide  Flügel  mit 
2  braunen  Randlinien.  Die  Unterseite  ist  wie  oben,  nur  haben  auch  die  Vflgl  2  braime  Linien  vor  der  JMitte, 
die  Augen  der  Hflgl  sind  rötlich,  haben  schwarze  Kerne  mit  weißen  Pupillen,  an  ihrer  äußern  Seite  liegen  noch 
2  kleinere  Augen  und  zwischen  ihnen  2  ovale  Flecke  mit  einer  Silberlinie  in  der  Mitte.  Das  $  ist  oben  braun,  an 
der  Wurzel  purpurfarbig  mit  einer  weißen  Binde  durch  die  Mitte  vom  Vrd  der  Vflgl  zum  Ird  der  Hflgl.  Die 
Unterseite  ist  graubraun  mit  derselben  weißen  Binde.  Die  Augen  wie  beim  (^.  Vom  Amazonenstrom. 

E.  metagera  Btlr.  Oben  braun,  in  der  Mitte  weißlich,  mit  2  undeiitlichen,  braunen  Mittelbinden  und  3  metagera. 
dunkelbraunen  Randlinien.  Hflgl  mit  einem  dunklen  Fleck  am  Vorderwinkel  und  einem  augenförmigen  Fleck 
am  Analwinkel.  Flügel  unten  heller,  gegen  die  Spitze  rosenröthch,  Binden  wie  oben,  doch  deutlicher.  Hflgl 
mit  6  gelb  eingefaßten  Augen,  wovon  die  2  mittleren  eiförmig  sind  und  ovale  silberne  Kerne  haben,  die  übri¬ 
gen  rund,  schwarz  und  mit  kleinen  silbernen  Pupillen  versehen  sind.  Vom  obern  Amazonenstrom. 

E.  hiemalis  Btlr.  Oben  weiß,  Costa  und  Rand  der  Vflgl  braun,  beide  Flügel  mit  3  braunen  Randlinien,  hiemalis. 
Hflgl  mit  2  bi-aunen  Flecken  am  VordeiAvinkel  und  einem  am  Analwinkel.  Unten  ebenfalls  weiß  mit  2  braunen 
Mittellinien,  die  auf  den  Vflgl  abgekürzt  sind,  und  von  denen  die  äußere  vor  dem  Irde  der  Hflgl  winkelig  ist. 

Vrd  und  Spitze  der  Vflgl  bi’aim,  3  Randlinien  wie  oben,  Hflgl  mit  6  Augen,  teils  rund,  teils  oval,  gerade  wie  bei 
metagera,  nur  daß  sie  rotgelb  eingefaßt  sind.  Vom  Amazonenstrom  und  dessen  Nebenfluß  Rio  Negro. 

E.  julia  Stgr.  i.l.  (48  g).  Oben  drmkel  olivbraun  mit  2  undeutlichen  Rand  Ihnen  auf  den  Hflgln.  Unten  juUa. 
ebenfalls  olivbraun  mit  einem  geraden,  weißen  Mittelstreifen,  der  von  ^2  Vrds  der  Vflgl  zum  Analwinkel 
der  Hflgl  zieht,  und  mit  3  braunen  Randlinien  auf  dem  etwas  helleren  Saum,  von  denen  die  innere  wellig  gebogen 
ist.  Vflgl  vor  der  Spitze  mit  einem  kleinen  schwarzen  Auge  mit  rotgelbem  Ring  und  weißer  Pupille,  Hflgl  mit  5 
Augen,  wovon  das  1.,  2.  und  5.  dem  der  Vflgl  gleich  gefärbt,  doch  (mit  Ausnahme  des  ersten)  größer  sind.  Die 
andern  sind  braun  mit  2  kurzen  weißen  Streifen  in  der  Mitte.  Beim  $  ist  die  Grundfarbe  etwas  heller  braun, 
sonst  ist  es  dem  gleich.  Vom  Songo  in  Bolivien  und  von  Cuzco  in  Peru  in  2 — 3000  m  Höhe.  —  torva /orm.  nov.  torva. 

(48  g)  ist  eine  Form  von  julia,  die  sich  dadurch  unterscheidet,  daß  die  Mittelbinde  der  Unterseite  nicht  Aveiß, 
sondern  stark  mit  Graubraun  bestäubt  ist  und  vor  dem  Analwinkel  der  Hflgl  unter  einem  spitzen  Winkel  AA'urzel- 
wärts  umbiegt.  Am  Quindiu-Paß  in  Columbien  in  2500  m  Höhe  von  Fasse  im  Oktober  gehmden. 

Cluena-  Gruppe. 

E.  cluena  Drury  (=  clueria  F.)  (48  g).  Oben  violettgrau,  nach  außen  dunkler  mit  3  chmkelbraunen  cluena. 
Saumlinien,  Hflgl  mit  einer  zusammenhängenden  Reihe  von  5  dimkelbraunen  Flecken,  von  denen  die  4  hinteren 
lilafarbige  Mittelflecke  haben.  Unten  ganz  lilafarbig  mit  sehr  feinen  braunen  Mittel-  und  SaAimlinien.  Im  Saum¬ 
felde  eine  braune  Schattenbinde,  auf  welcher  auf  den  Vflgln  2  oder  3,  auf  den  Hflgl  5  kleine  x4ugen  stehen,  A’on 
denen  das  erste  der  Vflgl,  das  1.,  2.  und  3.  der  Hflgl  schwarz,  die  andern  braun  sind,  alle  mit  ockergelbem  Ring 
und  weißer  Pupille.  Von  Brasilien  (Rio  de  Janeiro,  Espirito  Santo). 

Byses-  Gruppe. 

E.  byses  Godt.  (49  d).  Oben  beim  G  braun  mit  schwachem  bläulich  violetten  Schiller,  sonst  olme  Zeich-  hyses. 
nung.  Unten  lilafarbig,  überall  fein  braun  gestrichelt.  Am  Saume  geht  diese  Strichelung  allmählich  in  ganz 
braune  Färbung  über.  Dicht  an  dem  Saume  stehen  auf  den  Hflgln  in  Zelle  2  und  5  ZAvei  kleine  schAvarze  Augen 
mit  Aveißer  Pupille  und  gelbem  Ring;  zAvischen  und  vor  diesen  noch  3  Aveiße  Punkte.  Vor  der  Spitze  der  Vflgl 
3 — 4  Aveiße  Punkte.  Das  $  ist  oben  einfarbig  braun  olme  blauen  Schiller,  die  Augen  der  Unterseite  der  Hflgl 


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EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymer. 


sind  aber  viel  größer  als  beim  auch  liegt  noch  ein  ganz  kleines  Auge  vor  der  Spitze  der  Vflgl-Unterseite.  Die 
Größe  der  Augen  variiert  sehr.  Von  Brasilien. 


Lea-  Gruppe. 

lea.  E.  lea  Cr.  (48f.).  Oben  glänzend  blau,  Spitze,  Vrd  und  Außenrand  der  Vflgl  sind  schwarz,  ebenso  der  größte 

Teil  der  Rippen.  Unten  bräunlichgrau,  die  Hflgl  beim  ^  in  der  hintern  Hälfte  glänzend  blau,  beim  $  mehr 
blaugrau.  Beide  Flügel  mit  2  fast  geraden,  parallelen,  dunkelbraunen  Mittelstreifen,  von  denen  der  innere  auf  den 
Vflgln  den  Vrd  und  den  Ird  nicht  erreicht,  und  mit  3  Randlinien.  Vflgl  mit  2  kleinen  Augen  vor  der  Spitze, 
Hflgl  mit  6  schwarzen  Augen  mit  weißer  Pupille,  mit  einem  ockergelben  und  außen  einem  braimen  Ring  umgeben, 
junui.  wovon  nur  das  2.  und  5.  groß,  die  andern  sehr  klein  sind.  Von  Surinam.  —  Junia  Cr.  ist  eine  Form  von  lea,  bei 
der  die  Oberseite  ganz  himmelblau  gefärbt  und  nur  von  einer  schmalen  schwarzen  Saumlinie  eingefaßt  ist.  Auf 
der  Unterseite  der  Vflgl  ist  nur  ein  Auge  vorhanden.  Das  $  hat  die  Ränder  beider  Flügel  braun  gefärbt.  Von 
'pliUippa.  Surinam  und  Brasilien  (Para  und  Bahia).  —  philippa  Btlr.  ist  eine  hieher  gehörige  Form,  bei  der  die  Oberseite 
ganz  braun  ist,  und  nur  die  Hflgl  beim  ^  gegen  die  Spitze  und  beim  $  gegen  die  Wurzel  blaugrau  gefärbt  sind. 
Auch  zeigen  sich  2  undeutliche  braune  Randlinien,  die  gegen  die  Spitze  der  Vflgl  und  auf  den  Hflgln  wellig  sind. 
Die  Unterseite  ist  gerade  wie  bei  junia.  Die  Fühler  sind  oben  braun,  unten  rostfarbig,  gegen  die  Spitze  schwarz 
gebändert,  diese  selbst  weiß.  Von  Fga. 

Cephus-  Gruppe. 

ceplnts.  E.  cephus  F.  ((J  =  lysidice  Cr.,  $  =  doris  Gr.)  (49b).  Das  C  oben  glänzend  himmelblau.  Vflgl  mit 

schwärzlich  grauem  V- und  Außenrd;  ein  gleichgefärbter  Streifen  zieht  von  der  Wurzel  über  die  Mediana  und  ver¬ 
teilt  sich  auf  ihren  Abzweigungen,  auch  sind  alle  Rippen  am  Außenrde  schwärzlichgrau.  Auf  den  Hflgln  sind 
alle  Ränder  ebenso,  nur  der  Ird  etwas  heller.  Die  Unterseite  ist  ebenfalls  himmelblau  mit  braunen  Qirerstreifen 
und  Saumlinien,  einem  Auge  auf  den  Vflgln  und  4  auf  den  Hflgln.  Das  $  ist  oben  einfarbig  gTaubraun,  mit 
bläulich  weißer  Saunrlinie  am  Rande  der  Hflgl.  Die  Unterseite  ist  dem  G  ganz  ähnlich,  nur  sind  die  Augen 
größer.  Diese  schöne  Art  ist  in  Südamerika  weit  verbreitet;  sie  kommt  fast  im  ganzen  Amazonengebiet  vor; 
angcUca.  ferner  in  Surinam,  Columbien  und  Süd-Brasilien  (Rio  de  Janeiro).  —  angelica  Btlr.  ist  eine  Form  von  cejFius, 
die  sich  nur  durch  bedeutendere  Größe  (48  mm),  durch  eine  wellige,  innere  Saumlinie  der  Unterseite  und  ferner 
dadurch  unterscheidet,  daß  hier  die  Querstreifen  auf  den  Vflgln  nur  bis  in  die  Mitte  reichen.  Von  Rio  de  Janeiro. 

parthcnic.  E.  parthenic  s'pec.  nov.  (48  f).  Oben  bläulichgraubraun  mit  2  dunkelbraunen  Saumlinien,  zwischen 

welchen  auf  den  Hflgln  eine  weißliche  Linie  liegt,  sonst  ohne  Zeichnung.  Unten  hell  bläulichgrau  mit  2  schmalen 
Mittelstreifen,  einer  feinen  Submarginallinie  und  2  feinen  Randlinien.  Der  äußere  der  Mittelstreifen  ist  auf  den 
Vflgh)  etwas  nach  innen  gebogen,  infolgedessen  ist  das  Saumfeld  breiter  als  gewöhnlich.  Vflgl  mit  1  Auge,  Hflgl 
mit  6  Augen,  wovon  die  2  mittleren  undeutlich,  das  1.  und  letzte  klein,  die  2  übrigen  etwas  größer  sind.  (38  mm). 
Von  Minas  Geraes.  Diese  Art  erhielt  ich  in  einem  weiblichen  Exemplar  aus  der  TniEME’schen  Sammlung,  und 
zwar  bezeiclmet  als  angelica  $;  da  sie  aber  viel  kleiner  ist  als  angelica  RRd  die  Färbung  und  Zeichnung  ganz 
von  ceplms  abweicht,  so  betrachte  ich  sie  als  besondere  Art. 

(jlaucina.  E.  glauciiia  Bat.  (49  b).  Oben  blaß  blaugrau  ohne  Glanz,  Vflgl  an  der  Spitze,  am  V-  und  Außenrd  grau¬ 

braun,  Rippen  beider  Flügel  uird  die  3  Randlinien  der  Hflgl  ebenfalls  gi'aubraun.  Unten  blaßblau  mit  4  braunen 
Linien  vor  und  hinter  der  Mitte  rmd  2  Saumlinien.  Vflgl  mit  einem,  Hflgl  mit  4  Augen  wie  bei  cephus.  Das  $  ist 
(jlauca.  oben  einfarbig  braun.  Irr  Mexico  und  Guatemala  ziemlich  verbreitet  vom  Tieflande  bis  zu  1500  m  Höhe. — ^  glauca 
Stgr.  i.  l.  (49  b)  ist  eine  weniger  gestreckte  Form  von  gkmcina,  bei  der  die  Vflgl  fast  ganz  graubraun  bestäubt 
sind  rmd  blaue  Färbung  nur  in  der  Nähe  des  Irds  auftritt.  Ein  länglicher,  dünner  beschuppter  Fleck  liegt  auf 
der  Mitte  dieses  Irds.  Die  Hflgl  siird  etwas  lebhafter  blau  als  bei  glaucina,  mit  schwarzem  Vrd  und  3  solchen 
Saumlinien.  Die  Unterseite  ist  ebenfalls  der  glaucina  ähnlich,  hat  aber  5  Augen  aiif  den  Hflgln  in  Zelle  2 — 6, 
davon  zwei  in  Zelle  2  und  5  größer,  schwarz  mit  1  bläiilichweißen  und  1  braunem  Ring,  ohne  Pupille,  die  andern 
klein,  undeutlich,  bestehend  aus  einem  braunen  Ring,  der  von  der  blauen  Grundfarbe  ausgefüllt  ist  und  braunen 
Mittelpimkt  hat.  Das  Auge  in  Zelle  1  c  der  Hflgl  fehlt  also  liier.  Von  Bolivien. 

hrixius.  E.  brixius  Godt.  Oben  bläulichgrau  mit  6  dunkelbraunen  Querstreifen  und  2  Saumlinien.  Unten  ist  die 

Grundfarbe  heller,  die  Streifen  sind  wie  oben;  auf  dem  4.  Streifen  der  Hflgl  stehen  5  Augen,  wovon  das  1.,  2. 
und  letzte  weiße  Iris  haben,  die  andern  beiden  haben  keine  Iris.  Alle  diese  Augen  sind  schwarz  mit  doppelter 
hrixioJa.  Silberpupille.  38  mm.  Von  Brasilien.  — ■  brixiola  Btlr.  ist  eine  etwas  kleinere  Form  von  hrixius,  die  nach  der 
BüTLER’schen  Diagnose  einen  Qnerstreifen  weniger  auf  den  Flügeln  hat.  Das  C  ist  oben  hellgrau,  das  $  hell¬ 
braun,  auf  dem  4.  Streifen  haben  die  Hflgl  2  schwai’ze  undeutliehe  Augen  mit  weißen  Pupillen.  Die  Unterseite 
ist  bläulichweiß,  mit  den  Streifen  wie  oben.  Vor  der  Spitze  der  Vflgl  beim  $  ein  schwarzes  gelbgeringtes  Auge 
mit  silberner  Doppelpupille  und  2  undeutlichen  Augen  darunter  (beim  G  sind  sie  alle  verloschen).  Auf  den  Hflgln 
fünf  ähnliche,  immer  deutliche  Augen,  wovon  das  2.  und  5.  größer  sind,  nur  das  3.  und  4.  sind  ganz  silberfarbig 
und  haben  gelben  Ring.  35  mm.  Von  Para. 


Ansfjeijeben  1.  VIII.  WIJ. 


EUPTYCHIA.  Von  CI.  Weymer. 


217 


E.  aegrota  Btlr.  (49  1)).  Oben  lebhaft  blan;  Vflgl  mit  schwarzem  Jland,  utid  zwei  solclien  .Mittelstreifen;  nfiirnln. 
Hf'lgl  mit  schmalem  Ramie  und  ovalem  Fleck  am  Analwinkel.  Fransen  weiß.  Die  Unterseite  ist  der  von  (■('.phvs 
lind  gkmeina  ähnlich,  doch  ist  die  iSnbmarginallinie  mehr  gezackt,  die  Augen  in  Zelle  2  und  5  flei-  Hflgl  gi-ößei-, 
das  in  Zelle  Ic  fehlt,  dagegen  liegt  in  Zelle  3  und  4  zwischen  den  Augen  je  ein  braumu'  Ring  mit  blauem  Km  ii 
und  auf  den  Vflgln  in  Zelle  3  und  4  ebenfalls  zwei  ähnliche  braune  Ringe  mit  blauem  Kern  und  braunen  .Mittel¬ 
punkten.  Von  Para  und  vom  oberen  Madre  de  Dios  in  Peru. 

E.  aetherialis  Bür.  steht  dev (legrota  oberseits  nahe,  ist  unterseits  aber  sehr  verschieden,  auch  ist  der  Außenrd  (icihi  rhil 
der  Vflgl  nicht  genindet,  sondern  fast  gerade.  Die  Grundfarbe  der  Oberseite  ist  von  demselben  Blau  Avie  bei 
aegrota,  die  innere  der  Mittellinien  ist  verloschen  und  der  schwarze  Analfleck  der  Hflgl  ist  kleiner.  Unten  sind 
die  Flügel  silberblaAi  mit  2  schmalen  rostroten  Mittellinien,  die  vor  dem  Irde  der  Hflgl  geAvinkelt  sind,  einei' 
gleichfarbigen  Submarginalhnie  und  2  dunkelbraunen  8aumlinien.  Vflgl  mit  3  kleinen  Augen  in  Zelle  4 — G, 
das  obere  mit  gelber  Iris,  die  2  andern  undeutlich;  Hflgl  mit  5  Augen,  davon  sind  die  2  ersten  und  das  5.  schw^arz, 
alle  haben  gelbe  Ringe  mit  Aveißen  Pupillen,  beim  2.  und  5.  sind  dieselben  dojipelt.  40  mm.  Von  Sarayaeu, 
Ecuador. 

E.  coelestis  Bür.  (48g).  Oben  blau,  Vflgl-Spitze,  Vrd  und  Außenrd  breit  dunkelbraun  mit  zAvei  abgekürz-  corlrstin. 
ten  Mittelstreifen,  Hflgl  mit  2  Saum-  und  einer  Submarginalhnie  elienfalls  dunkelbraun.  Unten  blau,  2Mittelstrei- 
fen,  eine  auf  den  Vflgln  etAA^as  abgekürzte  Binde  im  Saumfelde,  eine  Submarginalhnie  und  ZAvei  Saumlinien  braun. 

Auf  den  Vflgln  2  Augen  vor  der  Spitze,  scliAvarz  mit  blauem  und  außen  braunem  Ring,  das  untere  nur  klein ; 

Hflgl  mit  5  gleichgefärbten  Augen  in  Zehe  2  bis  6,  das  2.  und  5.  groß,  die  andern  alle  klein.  Das  $  ist  etAvas  größer 
(47  mm)  hat  auch  den  Vrd  der  Hflgl  oben  ziemlich  breit  chnikelbraun  und  am  Anahvinkel  einen  solchen  Punkt. 

Vom  Amazonenstrom  (Ega)  und  vom  Mapiri.  —  mare  Bür.  ist  eine  kleinere  Form  dersell)en,  bei  der  die  Mittel-  auirr. 
streifen  der  Oberseite  beinahe  ganz  verloschen  und  auf  der  Unterseite  die  Augen  kleiner  und  teihveise  un¬ 
deutlich,  auch  die  Binden  schmäler  und  verloschen  sind.  Von  Para. 

E.  caerulea  Btlr.  (49b)  der  coelestis  ähnlich,  oben  glänzend  blau.  Spitze  und  Außenrd  der  Vflgl  breit  chin-  memtca. 
kelbraun,  der  Vrd  längs  der  Costalrippe  schmal  dunkelbraun.  Auf  den  Hflglii  sind  der  VorclerAAdnkel  AUid  2  feine 
Saumlinien  dunkelbraun.  Die  Unterseite  ist  hell  glänzend  blau  mit  5  fast  geraden  braunen  Querlinien  und 
feinen  Saumlinien,  nur  die  2  äußeren  Linien  izn  Hflgl  sind  Avellig.  An  der  äußern  Seite  der  3.  Quei'linie  stehen  auf 
den  Vflgln  ein  Auge  vor  der  Spitze,  auf  den  Hflgln  3  Augen  und  zAvar  2  azir  Vordeiavinkel,  eins  am  Anahvinkel. 

Diese  Augen  sind  sclzAvarz  mit  blauem  Ring  und  außen  nzit  braunem  Ring.  Das  $  ist  etAvas  größer  und  hat  oben 
auf  den  Vflgln  2  braune  Mittelstreifen  und  auf  den  Hflgln  einen  braiuzen  Analfleck.  Von  Maranhäo  (Brasilien) 
und  vom  Mapiri  (Bolivien). 

E.  ziza  Btlr.  ist  der  coelestis  ähzilich.,  doch  etwas  kleiner  und  die  brazme  Grundfarbe  hat  einen  violetten  -i^a. 
Ton.  Die  2  Mittelbinden  der  Vflgl  stehen  näher  zusammen,?  sind  parallel  und  ei’reichen  den  Tz’d;  die  Randbinde 
ist  etwas  schmäler.  Die  Hflgl  liabezi  außer  den  2  Randlinieiz  noch  eiize  Mittellinie.  Unten  hellblau  mit  2  Izrazinen 
Mittelbinden,  2  Randlinicn  und  einem  Auge  auf  den  Vflgln,  soAvie  5  Augen  auf  den  Hflghz,  alle  scliAvarz  zznd  Aveiß 
gelängt,  doch  das  3.  und  4.  undeutlich.  Von  Pebas  in  Peru. 

E.  Urania  Btlr.  ist  ebenfalls  der  coelestis  verAvandt  und  von  gleicher  Größe.  Oben  glänzend  grünlichblau  urania. 
mit  sehr  breitem  braunen  Außenrd,  die  Costa  und  ein  Strich  hinter  der  Zelle  ebenfalls  braun.  Hflgl  mit  2  Izrau- 
nen  Saumlinien.  Unten  mit  4  Querlinien  durch  die  Mitte  und  vor  dem  Rande,  fei'iier  mit  2  Saumlinien,  alle  brazzn. 

Spitze  der  Vflgl  und  Anahvinkel  der  Hflgl  ebenfalls  bräunlich.  Vflgl  mit  einem  undezitlichen  scliAvarzen  Auge 
vor  der  Spitze.  Auf  den  Hflgln  sind  izur  die  2  größeren  Augen  deutlich.  Von  Cametä  bei  Para. 

E.  coelica  Heiv.  Obezz  himmelblau,  Spitze  und  Außeziixl  breit  scliAvarz ;  azif  den  Hflgln  eine  Binde  anz  Vor-  coclicn. 
dciwinkel,  zAvei  Submaigiizallinien  und  die  Fransen  sclzAvarz.  Unten  ebenfalls  himmelblau,  beide  Flügel  mit  2  Strei- 
fezi  vor  der  Mitte,  2  Submarginal linien  und  die  Fransen  dunkelbrauiz.  Vor  der  Spitze  der  Vflgl  eiiz  scliAvarzes 
braunumringtes  Auge.  Am  VorderAvinkel  der  Hflgl  2  solcher  Augen  (das  erste  kleiner),  und  anz  AzzahAäizkel 
eiiz  drittes  Auge.  ZAvisclzezz  ihizeiz  2  braiziz  geschweifte  Riizge.  Voiz  Ecuador.  Heavitson  sagt:  ,, Diese  Ai’t  über- 
tzäfft  aiz  Schözzheit  alle  verwaizdtezz  blazieiz  Arteiz“;  die  folgeizde  divina  ist  aber  izicht  izziizder  sclzöiz. 

E.  divina  Stgr.  i.  l.  (49  c)  d'.  Der  vorigezz  Art  azzf  der  Oberseite  gaizz  ähzzhch;  lebhaft  himzzzelblaiz  izzit  divuia. 
bi’eiter  schAvarzer  Spitze  uizcl  solcheizz  Außezzrd  der  Vflgl,  sclzAvarzem  Voi’derAviizkel  zzzzd  2  sclzAvaz’zeiz  Raizdli- 
izien  der  Hflgl.  Die  Untei’seite  ist  aber  dizrch  die  vezuzzehrte  Zahl  der  Augeiz  uzzd  der  Mittelstreifeiz  A^ersclziedeiz. 

Azzf  deiz  Vflghz  vor  der  Spitze  zAvei  sclzAvarze  Augeiz  izzit  hellblauem  und  außen  braunem  Ring  und  eiizenz  oder  2 
Izrazmen  Flecken  darunter.  Auf  den  Hflghz  5  solcher  gi’oßer  Augen  in  gerader  Reihe  übereinander.  Die  äußeren 
braunen  Ringe  berühren  sich  auf  den  Rippen  und  auf  der  innern  Seite  der  Augeiz  zieht  ein  braiuzer  Streifen  a'Oiz 
Rippe  2  bis  zum  Vrd,  so  daß  3  Mittel  binden  vorhanden  sind.  ZuAveilen  haben  die  vordem  Augen  der  Hflgl  blaue 
Mittelpunkte.  Von  Bolivien. 

E.  lobelia  Btlr.  Oben  himmelblau,  S])itze  und  Außenrd  der  Vflgl  breit  sclzAA'arz,  die  Rijzpen  A'or  dem  lohelia. 


V 


28 


218 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Wbtmer. 


Rande  ebenso,  auch  ein  Strich  auf  der  Schlußrippe  iind  ein  fast  dreieckiger  Ring  hinter  der  Zelle.  Die  Hflgl 
haben  schwarze  Vorderwinkel  und  2  solche  Saumlinien.  Der  Innenwinkel  ist  stärker  vorgezogen  als  bei  den 
verwandten  Arten.  Unten  blau,  mit  einem  Wurzelstrich,  2  Mittellinien,  einer  Diskallinie  und  3  Randlinien, 
alle  schwarz.  Vflgl  mit  einem,  Hflgl  mit  2  ungleich  großen  blinden  schwarzen  Augen  am  Vordervdnkel.  45  mm. 
Von  Ecuador. 

hclios  E.  helios  S'ig'r.  f .  ^.  (49c)(J.  Oben  der  mare  ähnlich,  dunkelblau,  am  Vrd  etwas  heller,  Vflgl  mit  einem 

schwarzen,  geraden  Streifen  über  den  Schluß  der  Mittel  zelle,  der  bis  an  den  ersten  Medianast  reicht.  Außenrd 
2  mm,  Spitze  bis  zu  5  mm  breit  schwarz.  Hflgl  am  Vorderwinkel  schwarz,  mit  3  schwarzen  Randlinien.  Unterseite 
hellblau  mit  rotbraunen,  schwarz  eingefaßten  Querstreifen  und  braunen  Randlinien.  Auf  den  Vflgln  in  Zelle  3  und 
4  zwei  runde  ockergelbe  Flecke  und  darüber  in  Zelle  5  ein  brauner  Ring,  der  ockergelb  ausgefüllt  ist  und 
braunen  Mittelpunkt  hat.  Hflgl  mit  5  Augen,  das  1.,  2.  und  5.  schwarz  mit  weißer  Pupille,  diejenige  des  5.  Auges 
doj)pelt,  alle  mit  ockergelber  Iris  und  äußerem  braunem  Ring;  das  3.  und  4.  bestehen  nur  aus  einem  braunen 
Ring,  der  ockergelb  ausgefüllt  ist.  Vom  Mapiri  in  Bolivien. 

prrihoca.  E.  periboea  Godm.  und  Sah.  (49  c).  Die  Grundfarbe  der  Oberseite  ist  ein  ins  Graue  fallendes  Blau. 

Spitze,  V- und  Außenrd  der  Vflgl  sind  dunkelbraun.  Die  Hflgl  haben  3  dunkelbraune  Randlinien.  Unten  sind  düe 
Flügel  braun  mit  2  dunkelbraunen  Mittellinien,  einer  zackigen  Submarginal linie  und  2  Saumlinien.  Im  Sauni- 
felde  der  Hflgl  stehen  5  Augen,  auf  den  Vflgl  wechselt  ihre  Zahl  von  1 — 4,  oder  sie  fehlen  hier  ganz.  Sie  sind 
klein,  schwarz,  mit  weißen  Pupillen  und  bräunlich  gelbem  Ring.  Eine  leicht  kenntliche  Art.  Von  Columbien 
(Manaure  in  der  Sierra  Nevada  von  Santa  Marta)  (Simons)  und  in  Paime  bei  Muzo  1000  m,  im  Oktober  (Fassl). 

Pilata-  Gruppe. 

Die  (S<S  dieser  Dnuipe  zeichnen  sich  durch  einen  eiförmigen  Fleck  erhaliener  oder  haarförmiger  Schuppen  aus,  der 
auf  der  Mitte  des  Irds  der  Oberseite  der  Vdflgl  liegd. 

ri/cniitcf;.  cyanites  Btlr.  (=  stigmatica  Godm.)  (49  c).  Das  (J  ist  oben  himmelblau,  fast  wie  coelestis,  schwarz 

gestreift  und  gerandet,  doch  die  innere  Linie  der  Vflgl  fehlt,  mit  einem  weißlich  grau  beschuppten  Fleck  am  Ird 
der  Vflgl.  Unten  sind  die  Binden  mehr  rötlich  und  die  Augen  kleiner  als  bei  coelestis,  sonst  wie  dort.  Auch  ist 
cyanites  größer.  Das  $  welches  ich  aus  der  Kolk  Thieme  als  stigmatica  $  erhielt,  ist  vom  ^  sehr  verschieden. 
Es  ist  oben  graubraun,  in  der  Wurzelhälfte  beider  Flügel  mit  einem  sehr  schwachen  bläulichen  Schiller,  mit  2 
Randlinien  auf  den  Vflgln,  3  auf  den  Hflgln,  von  denen  nur  die  äußere  deutlich  ist.  Fransen  grau.  Unterseite 
bläulichgrau,  mit  2  braunen  Linien  durch  die  Mitte,  die  äußere  etwas  wellig,  einer  großzackigen  Submarginal¬ 
linie  und  2  Saumlinien,  letztere  auf  den  Hflgln  wellig  mit  einem  deutlichen  und  mehreren,  (3 — 4)  undeutlichen 
Augen  auf  den  Vflgln  und  6  Augen  auf  den  Hflgln  in  Zelle  Ib  bis  6,  alle  schwarz  mit  weißer  Pupille,  ockergelbem 
Ring  und  bräunlicher  Einfassung,  die  2  äußeren  kleiner,  die  2  mittleren  etwas  verloschen.  Butler  gibt  als  Vater¬ 
land  Brasilien  an,  Godman  erhielt  stigmatica  aus  Entre  Rios  in  Argentinien,  Haensch  fing  beide  Geschlechter 
in  Minas  Geraes. 

inlaia.  E.  pilata  Bib’.  (49  c).  Oben  himmelblau.  Vflgl  mit  dunkelbrauner  Spitze,  Vrd  und  Außenrd  ebenso  und 

mit  graubraunem  Haarpinsel  über  dem  Ird.  Unterseite  lebhaft  und  glänzend  blau  mit  2  geraden  braunen  Mit¬ 
tellinien,  2  Saumlinien  und  einer  etwas  stärkeren  Submarginallinie.  Vflgl  mit  einem  Auge  vor  der  Spitze,  mit  2 
schwarzen  Fleckchen  darunter  und  einem  helleren  darüber.  Hflgl  mit  4  Augen,  2  am  Vorder-  und  2  am  Anal¬ 
winkel,  das  erste  und  das  letzte  klein.  Diese  Augen  bestehen  aus  einem  dicken,  orangegelben  Ring  mit  schief 
stehendem,  schwarzen  Kern  und  einem  äußern  braunen  Ring.  Zwischen  den  Augen  liegen  2  braune  dünne 
Ringe,  die  von  der  blauen  Grundfarbe  ausgefüllt  sind.  Von  Ega  (Teffe)  und  Tabatinga  am  Amazonenstrom. 

ictirra.  E.  tenera  Stgr.  i.  l.  (49  c).  Oben  dunkelblau,  Vflgl  mit  verwaschenem,  breiten,  schwarzen  Außenrd  und 

schwarzen  Rippen.  Auf  der  Mitte  des  Irds  eine  kurze  dunkelbraune  Haarcpiaste.  Hflgl  mit  welligen  dunklen 
Saunilinien.  Ird  grau.  Unten  hellgriinlichblau  mit  2  braunen,  geraden  Mittellinien,  einer  gebogenen  Binde 
im  Saumfelde  und  welligen  Saumlinien.  Vflgl  mit  einem  kleinen  blinden  Auge  vor  der  Spitze  und  darunter  eine 
kurze  braune  Schattenbinde.  Hflgl  mit  5  Augen  von  gleicher  Größe;  dieselben  sind  schwarz  mit  ockergel¬ 
bem  und  außen  braunem  Ring  und  weißen  Pupillen,  das  3.  und  5.  Auge  mit  Doppel pupillen.  Vom  Rio 
Juntas  in  Bolivien. 

pviricillata.  E.  penicillata  Godm.  Oben  grünlichblau  mit  schmalen  braunen  Rändern  und  mit  einem  dichten  Pinsel 

brauner  Haare  über  dem  Ird  der  Vflgl.  Unten  grünlichbraun  mit  2  ziemlich  geraden  Mittellinien,  einer  welligen 
Submarginal-  und  2  Saumlinien,  alle  dunkelbraun.  Vflgl  mit  3  Augen,  das  vordere  etwas  deutlicher;  Hflgl 
mit  5  Augen,  das  2.  und  letzte  größer  als  die  übrigen.  Die  Augen  sind  schwarz  mit  weißen  Pupillen,  mit  gelbem 
und  außen  braunem  Ring.  Das  $  ist  oben  einfarbig  braun,  unten  gerade  wie  das  jedoch  ist  die  Grundfarbe 
hellbraun,  gegen  den  Außenrd  grau.  (38  mm).  Von  Tapajos  (Amazonenstrom). 

E.  scopulata  Godm.  (49d).  (J.  Der  vorigen  Art  ähnlich  mit  einem  ähnlichen  Haarbüschel  auf  den  Vflgln, 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymer. 


210 


doch  ist  die  Oherseite  lieim  niännhchen  Geschlecht  nicht  hian,  sondern  l)rann  mit  (hmkcll))-aiin(‘j)  .Saumlinicii 
und  etwas  helleren  Fransen.  Auf  der  grauen  Unterseite  sind  die  iStreifen  durch  die  Mitte  der  J^’lügel  lji-ciler 
und  rotbraun  gefärbt,  auf  den  Vflgln  sind  2  oder  3,  auf  den  Hflgln  5  Augen  vorhandem,  von  demm,  wie  hei  pnn.i- 
cillata,  das  erste  der  Vflgl,  sowie  das  2.  und  5.  der  Hflgl  größer  und  deutlicher  sind  als  die  übrigen.  Ifas  hdztei-e 
hat  aber  2  Pupillen.  Vom  Mapiri  in  Bolivien  und  vom  oberen  Amazonenstrom. 

Arnaea-Gruppe. 

E.  arnaea  F.  {=  ebusa  Cr.,  aranea  F.)  (49  d).  Oben  braun,  die  größere  hintere  Hälfte  der  Hflgl  mit  arniKii. 
lebhaftem  blauen  Schiller.  Beim  $  erstreckt  sich  dieser  Schiller  über  die  ganzen  Hflgl  und  nimmt  aiich  den  ird 
der  Vflgl  in  Anspruch.  Auch  tritt  beim  $  auf  den  Hflghi  vor  den  2  Saumlinien  noch  eine  gezackte,  dunkelbraune 
Submarginallinie  auf,  die  beim  C  fehlt.  Ferner  sind  die  2  dunkelbraunen  Mittellinien  auf  den  Vflgln  beim  $  etwas 
breiter.  Die  hellbraune  Unterseite  hat  beim  C  ebenfalls  blauen  Schiller,  doch  ist  derselbe  viel  schwächer  als  oben, 
er  erstreckt  sich  aber  zuweilen  an  der  äußern  Seite  des  2.  Mittelstreifens  bis  in  die  Nähe  des  Vrds  der  Vflgl.  Beim 
$  ist  der  Schiller  auf  der  Unterseite  weniger  sichtbar.  Weit  verbreitet  und  ziemlich  häufig.  Nicaragua,  Costa 
Rica,  Panama,  Guyana,  Columbien,  Aniazonengebiet.  ■ —  Godman  und  Salvin  bezweifeln  (in  Biol.  Centr. 
Americana  I  pag.  89)  die  Berechtigung  der  Anwendung  des  Namens  arnaea  fiu  diese  Ard  und  halten  den  Namen 
ehitsa  Cr.  für  richtiger,  weil  Fabricius  selbst  in  seinen  Species  Insectorum  Bd.  II,  pag.  75  die  Eu'ptychia  Im 
Cr.,  (allerdings  mit  einem?)  dazugezogen  hat.  Da  aber  lea  beide  Flügel  oben  blau  gefärbt  hat,  FABRicnjs  aber 
nur  von  blauen  Hflgln  spricht  und  die  Vflgl  braun  beschreibt,  so  bin  ich  der  Meinung,  daßKiRBY  und  Butler 
Recht  haben,  den  Namen  arnaea  für  ebusa  Cr.  anzuwenden. 

E.  sericella  Bah  $  Der  vorigen  ähnlich,  doch  beide  Flügel  oben  blau.  Spitze  undAußem'd  der  Vflgl  breit  >scncdl<i 
dunkelbraun,  der  Vrd  schmal,  mit  2  feinen  braunen  Mittellinien.  Die  Hflgl  haben  braune  Fransen  und  2  solche 
Saumlinien  mit  einer  rötlichen  Linie  zwischen  denselben.  Die  Unterseite  ist  nach  Bates  gelbbraun  (tawny 
brown)  mit  2  dunkelbraunen  Mittellinien,  von  denen  die  äußere  etwas  dicker  und  aiißen  von  einem  hell¬ 
lilagefärbten,  geraden  Streifen  eingefaßt  ist;  am  Saume  2  dunkelbraune  Randlinien.  Vor  denselben  3 — 4  Augen 
auf  den  Vflgln  und  5  auf  den  Hflgln.  Von  den  letztem  sind  das  2.  und  letzte  schwarz  mit  weißer  Pupille  und  gelber 
Iris,  die  übrigen  weiß  mit  gelber  Iris.  Mit  dieser  Bäte s’schen  Beschreibung  der  Unterseite  stimmt  aber  die  Ab¬ 
bildung  in  der  Biologia  Central i-aniericana  in  zwei  Punkten  nicht  überein.  Die  Grundfarbe  ist  in  der  Abbildung 
nicht  gelbbraun,  sondern  dunkelbraim,  so  daß  die  Querlinien  kaum  zu  erkennen  sind,  und  der  von  Bates  ange¬ 
gebene  Unterschied  in  der  Färbung  der  Augen  ist  nicht  zu  erkennen.  Da  die  Art  nur  in  wenigen  Sammlungen 
vertreten  ist  und  mir  nicht  in  natura  vorliegt,  so  kann  ich  nicht  entscheiden,  ob  Bild  oder  Beschreibung  richtig 
ist.  Sehr  selten  in  Mexico  (Orizaba)  und  in  Guatemala  (Vera  Paz  und  Choctum). 

E.  chloris  Cr.  (=  chlorimene  Hbn.,  tolunmia  $  Godt.)  (49  e).  Die  Flügel  dieser  Art  sind  sehr  düim  be-  chlord. 
schuppt,  die  Zeichnungen  der  Unterseite  scheinen  daher  nach  oben  durch.  Die  Oberseite  ist  braixn;  beim  d  hat 
der  Innenwinkel  und  der  Ird  der  Hflgl  blauen  Schiller.  Beim  $  dehnt  sieh  dieser  Schiller,  der  hier  mehr  violett 
ist,  über  die  ganzen  Hflgl  und  den  größten  Teil  der  Vflgl  aus.  Die  Unterseite  ist  bei  beiden  Geschlechtern  glänzend 
violettblau  mit  breiten,  rötlichbi'aunen  Mittelstreifen,  einem  Auge  auf  den  Vflgln  und  5  auf  den  Hflgln,  von 
denen  das  4.  eine  platt  gedrückte  Gestalt  hat  und  seiner  Länge  nach  durch  einen  Silberstreifen  geteilt  ist,  während 
das  3.  wenig  hervortretende  nur  an  seinem  runden  silbernen  Mittelfleck  zu  erkennen  ist.  Die  Ai’t  ist  häufig  in  Suri¬ 
nam,  am  Amazonenstrom  und  in  Bahia.  —  agatha  BiA.  (49e)-ist  eine  Form  von  chloris,  bei  der  der  Außenrd  der  arjatka. 
Vflgl  weniger  ausgeschnitten  ist  und  die  Hflgl  mehr  in  die  Länge  gezogen  sind;  die  bramie  Grundfarbe  ist  dunkler 
und  die  blaue  Färbung  auf  den  Hflgln  weiter  ausgedehnt.  Auf  der  Unterseite  bildet  die  äußere  IMittelbinde  auf 
den  Hflghx  in  der  Mitte  einen  stumpfen  und  am  Ird  einen  spitzen  Winkel.  Die  Augen  sind  gi’ößer.  Das  2.  Auge 
ist  dem  Saume  so  nahe  gerückt,  daß  es  die  Submarginallinie  berührt.  Das  3.  und  4.  Auge  bestehen  aus  lang 
gestreckten,  orangegelben  Ringen  mit  silbernen  Kernen.  Das  $  ist  diümer  beschuppt,  mehr  violett  gefärbt, 
mit  rotbraunen  Rändern;  die  Augen  der  Unterseite  sch.einen  nach  oben  durch.  Unten  sind  die  Mittelbinden 
der  Hflgl  näher  zusammengerückt.  Von  Para.  — ■  Eine  bedeutend  größere  Form  von  45  mm  Spannweite  bezeichne 
ich  mit  dem  Namen  agathina  form.  nov.  Sie  hat  viel  breitere  Flügel,  ist  dicker  und  dichter  beschuppt,  daher  nicht  anaihinn 
durchsichtig.  Oben  dunkelbraun,  der  größte  Teil  der  Hflgl  ist  dunkel  stahlblau  gefärbt,  nur  der  Vrd  ist  ca.  10  mm 
breit  dunkelbraun.  Die  Unterseite  ist  auf  beiden  Flügeln  lebhaft  blau  schillernd,  besonders  in  der  hintern  Hälfte 
der  Hflgl.  Die  Mittelbinden  sind  dunkelbraun  und  verlaufen  auf  den  Hflgln  in  gerader  Richtung,  nur  auf  den 
Vflgln  ist  die  2.  Binde  vor  dem  Ird  etwas  nach  außen  gebogen.  Die  beiden  langgestreckten  x4ugenflecke  der 
agatha  haben  hier  keine  orangegelben,  sondern  braune  Einfassungen.  Von  Macas  in  Ecuador. 

E.  marica  Sfgr.  i.  l.  (49  e).  Die  Flügel  sind  dünn  beschuppt,  oben  braun  mit  dunkel  violettblauem  Schiller,  nuirini. 
der  allmählich  in  den  breiten  braunen  Außenrd  übergeht.  Die  Binden  und  Augen  der  Unterseite  scheinen  nach  oben 
durch.  Unten  hellviolett  mit  bläulichem  Glanze.  Die  Vflgl  mit  3,  die  Hflgl  mit  2  breiten  braunen  Querbinden, 
von  denen  die  äußere  auf  der  Mediana  der  Hflgl  eine  Ecke  und  vor  dem  Irde  einen  spitzen  Winkel  nach  außen 
bildet.  Vflgl  mit  einem,  Hflgl  mit  3  Augen,  alle  schwarz  mit  gelben  und  braunen  Ringen  und  weißen  Pupillen,  das 
hintere  Auge  mit  Doppelpupille.  Zwischen  den  Augen  der  Hflgl  die  gelbbraunen  ellipsenförmigen  Flecke  mit 


220 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymee. 


sill)ernem  Kern  wie  liei  den  verwandten  Arten.  Von  letzteren  ist  niarica  leicht  dadurch  zn  unterscheiden,  daß  die 
beiden  gibßern  Augen  in  Zelle  2  und  5  unter  sich  gleich  groß  sind.  Von  Pebas  am  Amazonenstroin  in  Peru. 

hcrsc.  E.  herse  Gr.  (=  herseis  Oodt.)  (49  e).  Oben  trüb  violett  mit  blauem  Schiller.  Vflgl  mit  braunem  V- 

und  Anßenrd,  letzterer  doppelt  so  breit  als  ersterer,  mit  2  geraden  Mittelstreifen,  3  Randlinien  und  einem  braunen 
runden  Fleck  vor  der  S2:titze.  Auf  den  Hflgln  ist  der  erste  Mittelstreif  gerade,  der  2.  bildet  auf  der  Mediana  einen 
sjutzen,  nach  aul.len  gerichteten  Zahn.  Vor  dem  Anal  winkel  ein  großes,  schwarzes  Auge  mit  gelbem  Ring  und  am 
^mrderwinkel  2  kleinere,  verloschene  Augen.  Unten  ist  die  Grundfarbe  hell  violettgrau,  die  Querstreifen  sindgelb- 
l)raun.  Vflgl  mit  einem  Auge,  Hflgl  mit  3  Augen,  das  vordere  sehr  klein,  das  hintere  groß,  alle  schwarz  mit  rot¬ 
gelbem  und  braunem  Ring,  alle  (auch  das  der  Vflgl)  mit  doppelten  Aveißen  Pupillen.  Zwischen  den  Augen  in  Zelle 
3  nnd  4  zAvei  rotgelbe  Flecke  mit  silbernen  Kernen.  Von  Surinam,  von  Para,  von  Merida  (Venezuela)  und  A^on 
Villavicencia  (Ost-Columbien  [Fasse]). 

caUirhlont^.  E.  calHchloris  Btlr.  Der  herse  ähnlich.  Oben  braun.  Die  Flügel  an  der  Wurzel  durchscheinend,  violett. 

Die  dritte  Binde  der  Vflgl  dem  Rande  genähert,  die  erste  der  Hflgl  Aindentlich,  die  andern  stark  winkelig,  das 
Analange  ist  groß,  schwarz,  gelbgeringt,  die  übrigen  undeutlich.  Die  Unterseite  ist  nach  der  BuTLER’schen 
Abbildung  lila,  nach  seiner  Beschreibung  Aveißlich,  die  Binden  der  Vflgl  Avie  oben.  Auf  den  Hflgln  ist  das  Wurzel¬ 
feld  bis  zur  ersten  Querl)inde  braim  ausgefüllt,  die  2.  Binde  bildet  einen  spitzen  Winkel  nach  außen.  Die  gelben 
Ringe  um  die  Augen  sind  sehr  breit,  so  daß  die  braune  Einfassung  derselben  unterbrochen  ist  und  eine  zusammen¬ 
hängende,  gelbe  Binde  gebildet  Avird,  Avorin  in  Zelle  2  und  5  je  ein  scliAvarzer,  runder  Fleck  mit  silberner  DojajacI- 
]Aupilleund  in  Zelle  3  und  4  je  ein  silberner  8trich  liegen.  Das  Auge  in  Zelle  2  ist  größer,  das  in  Zelle  5  kleiner. 
Das  noch  kleinere  Auge  in  Zelle  6,  das  ebenfalls  scliAvarz  ist  und  DopjAel-Silber-PujAille  hat,  steht  isoliert 
in  gelbem  und  braunem  Ring.  Von  Ega  (am  Amazonenstroin). 

Tolumnia-Gruppe. 

Auf  der  ÜI)er.seite  der  \'f!gl  liegt  Itei  den  am  Ilinterrande  der  iMitlelzelle  ein  schmaler  Duftscliuppenstreifen 
der  sich  dem  Stamm  der  Alediana  an.sclilieljt  und  au.s  haarförmigen  Schuiipen  lie.steht. 

ioliiDuiiu.  E.  tolumilia  Cr.  (49  f).  Oben  dunkelbraun,  die  hintere  Hälfte  der  Hflgl  lebhaft  blau  glänzend.  Der 

Duftschu]A2Aenstreif  der  CG  zeigt  sich  längs  der  Mediana  der  Vflgl  deutlich.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Grundfarbe 
zAvischen  den  Querstreifen  mehr  gelblich  und  nur  die  äußere  Hälfte  der  Hflgl  ist  h.ellbläulichviolett.  Die  Augen 
haben  silberne  Pupillen,  diejenigen  des  letzten  größeren  Auges  sind  dojAjAelt  und  in  die  Länge  gezogen.  Von 
Surinam,  dem  untern  Amazonenstrom  und  von  Bahia. 

cafhariiia.  E.  cathariiia  Stgr.  Vflgl  braun,  bei  den  CG  einem  schmalen  Streifen  haarförmiger  scliAvarzbrauner 

SchipA^Aen  längs  der  Mediana,  sonst  ohne  Zeichnung.  Hflgl  fast  ganz  blau,  nur  der  Vrd  ist  breit,  der  Außenrd,  soAAÜe 
derird.  schmal  braun.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  und  der  vordere  Teil  der  Hflgl  braungran, 
der  Außenrd  beider  Flügel  Aind  derird  der  Hflgl  hellblau.  Vflgl  mit  3,  Hflgl  mit  2  schmalen  braunen  Querstreifen 
Avelche  aiif  den  Hflgln  nach,  hinten  divergieren.  Vor  dem  Ird.  der  Hflgl  bildet  die  äußere  einen  Winkel.  Vflgl 
mit  1,  Hflgl  mit  2  kleinen  Augen  am  VorderAvinkel  nnd  einem  großen  in  Zelle  2,  dazAvischen  die  2  gelben  Ellip¬ 
sen  mit  Silberkernen  Avie  bei  tolumnia.  36  mm.  Von  Jurimaguas  im  oberen  Aniazonengebiet. 

hcwUsonü.  E.  hewitsonii  Bür.  (=  jAolla  Möschl.)  (49  e).  Eine  kleine  aber  schöne  Art.  Braun,  der  DuftsclrnjAiAen- 

streif  des  B  ctAvas  dunkler.  Der  Anßenrd  blaAischillernd,  der  Ird  lebhaft  glänzend  blau.  Hflgl  an  der  Wurzel  Aveißlich., 
nach,  außen  blauschillernd.  Beide  Flügel  mit  weißen  Fransen.  RijAjAe  1  a  der  Hflgl  beim  G  der  Mitte  etAvas 
verdickt.  Unten  Vflgl  lilafarbig,  mit  3  rotbraunen  Querstreifen,  2  geraden  Saumlinien  Auid  einem  Auge  vor  der 
SjAitze.  Hflgl  an  der  Wurzel  lila,  nach  außen  blau  mit  2  Querstreifen,  2  Augen  am  VorderAvinkel  und  einem  sehr 
großen  Analauge;  ZAvischen  den  Augen  2  l)räimlichgelbe  EllijAsen  mit  blansilbernen  Kernen.  Vom  mitern  Ama- 
zonenstroni  (Para).  Butler  erwähnt  eine  Form  vom  obern  Amazonenstroin  (Ega,  jetzt  Teffe)  ohne  sie  zu  be¬ 
nennen,  die  sich  durch,  mehr  grünliche  Grundfarbe  ober-  und  unterseits  unterscheidet,  'polla  ]\[ösclil.  von  Surinam 
halte  ich  ebenfalls  für  eine  hewitsonii,  denn  Abl)ildung  und  Beschreibung  stimmen  fast  ganz  damit  überein. 
Der  einzige  Unterschied  in  der  Abbildung  liegt  in  dem  Fehlen  der  ellijAsenförmigen  Flecke  auf  den  Hflgln. 
Im  Text  erwähnt  solche  MüSCiiler  aber  als  vorhanden,  es  kann  dies  also  nnr  ein  Fehler  in  der  Abbildung  sein. 
Der  2.  Unterschied,  den  ich  finde,  liegt  in  den  Saumlinien  auf  der  Unterseite  der  Vflgl.  Diese  sind  bei  hewit¬ 
sonii  gerade,  Mösciiler  lieschreibt  die  innere  dieser  Linien  als  fein  gezackt.  Nach  der  Alibildung,  die  er  von  seiner 
polla  gibt,  sind  sie  aber  beide  gerade.  Ich  kann  daher  p)olla  nur  für  synonym  von  hewitsonii  erklären. 

Agaya-Gruppe. 

a(ia>ia.  E.  agaya  Btlr.  (=  iris  Flclr.)  (49  g).  Olien  braun  mit  dnnkelbraunem  Schiller,  der  die  Ränder  der  Flügel 

nicht  ganz  erreicht.  In  der  Mitte  der  Hflgl  liegt  am  Ende  der  Mittelzelle  ein  Büschel  brauner  Haare,  in  dessen 
LTmgebung  die  Grundfarbe  dunkler  ist.  Unterseite  violettgran,  Vflgl  mit  3  breiten  brannen  geraden  Querstreifen, 

2  Saunilinien  und  einem  scliAvarzen,  bräunlichgelb  geringten  Auge  vor  der  Spitze.  Hflgl  mit  denselben  Binden, 

3  zackigen  Linien  vor  dem  Saum  und  3  Angen  in  Zelle  2,  3  und  6,  die  alle  DojAjAelpujAillen  haben.  Beim  $  fehlt 


EÜPTYCHIA.  Von  G.  Wmymkr. 


221 


der  Haarbüscliel  und  der  dunkle  Fleck  aid'  der  Oberseite  d(T  Hflgl.  Vom  Amazomuistrom  ('l’aijajos),  Oolumijicu 
(Bogota),  in  den  Llanos  von  Medina  in  Ost-Columbien  (400  ni)  von  Fa.ssl  im  Juni  gelatigcm. 

Doxes-Gruppe. 

E.  doxes  Godb  (=  erycina  Btlr.)  (49  d).  Oben  graubraun  mit  scluvacb.em  Ijläidicbgi-amm  Schein,  tnit  2  \ 

dunkelbraunen  Rand-  und  einer  gleichen  Saumlinie.  Auf  den  Hflgln  stehen  2 — 4  duuk(4braune,  Tunde  l'''lecke 
in  Zelle  1  c,  2,  3  und  5,  die  letztgenannten,  beiden  fehlen  öfter.  Die  Unterseiten  ist  (ntwas  heller,  hat  2  dunkel- 
hraune  Mittellinien,  von  denen  die  äidlere  auf  den  Hflgln  mehr  oder  weniger  stark  gewinkelt  ist.  Vflgl  ohne  Augen , 

Mflgl  mit  5  oder  6  länglich  eiförmigen  Augen,  die  rotgelbe  Iris  und  einen  schwarzen  Kern  liaben,  dessen 
innere  Hälfte  mit  weißen,  silberglänzenden  Schuppen  dicht  bestreid.  ist ;  das  erste  und  das  letzte  Auge  sind  kleiuei- 
als  die  übrigen.  Die  Zahl  der  Augen  wechselt,  Prof.  Seitz  hat  sowohl  Exemplare  mit  6,  als  solche  mit  5  Augen 
an  einer  Stelle  fliegend,  gefangen.  Von  Brasilien  (Espirito  Santo). 

E.  latia  Btlr.  01)en  braun,  Hflgl  mit  ziemlich  großer  ockergelber  Makel  vor  dem  Rande,  4  schwarzen  hiiin. 
Flecken  und  ockergelber  rvelliger  Submarginal linie.  Unten  braun,  der  äußere  Teil  der  Hflgl  weißlieh,  der  Raud 
seihst  braun,  die  Mittellinien  wie  bei  doxes,  doch  weiter  getrennt,  Hflgl  mit  6  großen,  ovalen,  rotgelbgeringten 
Augen,  von  denen  die  2  ersten  und  die  2  letzten  große  schwarze,  an  der  innern  Seite  sill)erbestäid)te  Kerm^, 
die  2  andern  ganz  silberne  ovale  Kerne  haben.  Von  Bahia. 

E.  furina  Heio.  (49  d).  Oben  braun  mit  großem  weißen  Mittelfeld  der  Hflgl,  an  dessen  Rand  schwarze  furUm. 
Flecke  stehen.  Unten  Vflgl  bräunlichgrau,  mit  2  rötlichbraunen  Mittelbinden,  einer  undeiitlichen  gi-aid)raimen 
Binde  im  Saumfelde  mit  einem  Silberfleck  in  der  Mitte  und  3  braunen  Rand-  bezw.  Saumlinien.  Hflgl  weiß  mit 
2  rötlicldiraunen  Mittelbinden.  Im  Saumfelde  reihen  sich  6  rotgelbe,  langgestreckte  Augenflecke  zu  einer  breiten 
Binde  zusammen,  die  in  jeder  Zelle  einen  großen,  nach  außen  schwarzen,  nach  iiuien  silberbestäubten  und  ko 
nisch  zugespitzten  Fleck  einschließen.  Am  Rande  3  Saumlinien.  Vom  Amazonenstroni. 

E.  junoiiia  Btlr.  Die  Vflgl  ziemlich  gestreckt,  oben  briiun,  ungefleckt,  Hflgl  mit  drei  dunkelbraunen  iunonhi. 
Randlinien,  und  zwei  hellen  Linien  dazwischen.  Unten  l)räunlich.gi‘au,  mit  2  braunen  Mittelbinden,  vum  denen 
die  innere  die  Mitte  des  Irds  der  Hflgl  kainn  eiTeicht,  die  äußere  beim  6.  Auge  endigt.  Diese  Augenflecke  sind 
wie  bei  furma,  jedoch  sind  die  beiden  vordem  kleiner.  Von  Tapajos  (Amazonenstrom). 

E.  gemmula  Btlr.  Oben  braun,  die  Hflgl  am  Analwinkel  heller,  mit  1  oder  2  schwarzen  Flecken  und  2  (joiniiulfi. 
schwarzbraunen  oder  rostbraunen  Randlinien.  LTnten  heller  mit  2  schmalen,  rostfarbigen,  weit  getrennten 
Mittelstreifen,  mit  2  winkeligen  Randlinien,  die  auf  den  Vflgln  braun,  auf  den  Hflgln  rostfarbig  sind ;  der  Saum 
selbst  schmal  schwarz.  Hflgl  beim  mit  5,  beim  $  mit  6  Augen,  die  aber  eine  mehr  runde  als  ovale  Gestalt 
haben  und  alle  breit  gelb  gerandet  sind.  Der  Kern  des  2.  und  5.  Auges  ist  außen  schwarz,  innen  grünlich  silber¬ 
farbig,  die  andern  haben  ganz  grünlich  silberfarbige  Kerne.  Rio  de  Janeiro. 

Clorimene-Gruppe. 

E.  cosmophila  Hbn.  ($=  argenteusS'^mms.)  (49f.).  Oben  graubraun.  Der  Aiißenrd dunkler,  vor  dem  Rande  cosmuphila. 
der  Hflgl  ein  verwaschener  l)räunlich  ockergelber  Fleck,  worin  l  oder  2  schwarze  runde  Flecke  mit  oder  ohne 
weißen  Mittelpunkt  stehen.  3  dunkelbraune  Saumlinien.  Unten  viel  heller,  mit  2  weit  getrennten,  feinen  brau¬ 
nen  Mittellinien  und  3  dunkelbraunen  Saumlinien.  Vflgl  im  Saumfelde  mit  einer  braunen  Punktreihe,  die  mit 
feinen  Goldpunkten  bestreut  und  sowohl  proximal  wie  distal  von  einer  braunen  welligen  Linie  eingeschlossen 
sind.  Avif  den  Hflgln  liegt  im  Saumfelde  eine  vorn  schmale,  hinten  breite  ockergelbe  Binde,  auf  Avelcher  6 — S 
goldglänzende  Flecke  zerstreut,  und  in  Zelle  2  ein  schwarzer  Fleck  mit  goldglänzendem  Doppelkern  stehen. 

Brasilien  (Parana,  Bahia). 

E.  clementia  Bür.  Oben  hellolivbraun  mit  verloschener  dunkler  Mittellinie  und  etwas  dunklerem  Rande.  dcmnitSa. 
Hflgl  mit  4  braunen  Discalflecken  und  2  gezackten  Randlinien  auf  einem  helleren  Grunde.  Unten  heller  mit  2 
dunkelbraunen  Alittellinien,  welche  auf  beiden  Flügehi  nach  vorne  divergieren  und  mit  3  dunkel braiinen  Randli¬ 
nien.  Im  Saumfeld  der  Vflgl  stehen  auf  einer  braunen  Binde  eine  Reihe  iindeutlicher  silberbestäubter  augen¬ 
förmiger  Flecke.  Auf  den  Hflgln  ist  der  Discus  schneeweiß  und  von  einer  breiten,  ockerfarbigen,  lu'aun  eingefaßten 
Binde  durchzogen,  welche  3  schwarze  Augen  mit  Silberpupillen  enthält  (2  davon  am  Vorderwinkel  und  eins  am 
Analwinkel).  Zwischen  und  hinter  den  Augen  einige  längliche  Silberflecke.  Vom  Chanchamayo  in  Peru. 

E.  telesphora  Btlr.  (=  telesiphora  Ky.)  (49f.).  Oben  braun  mit  3  dunkleren  Saumlinien,  Hflgl  in  der  Mitte  tclcsphoro. 
etwas  heller,  am  Analwinkel  ein  dunkelbrauner  Fleck.  Unten  gi'aubraun  mit  einer  Reihe  von  schwarzen,  silber¬ 
gekernten  Punkten,  die  in  Gruppen  von  2  oder  3  von  braunen  Ringen  eingefaßt  sind,  welche  alle  wieder  eine 
äußere,  braime  Linie  umschließt.  Hflgl  hellgelblich.,  am  Rande  rötlichgelb  mit  3  schwarzen  Augen  mit  Silberpu¬ 
pillen  wie  bei  der  vorigen  Art,  und  mit  mehreren  Silberpunkten  dazwischen  und  dahinter,  welche  alle  schwarz 
eingefaßt  sind.  Vom  Marcapata  (Peru). 

E.  cloriniene  Stoll.  Oben  braun  mit  hellerem  Saum;  Hflgl  mit  einem  schmalen  und  einem  etA^■as  breiteren,  dorbncnc. 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymeb. 


gezähnten,  blaßgelben  Randstreifen  und  einem  kleinen  augenförniigen  Fleck  am  Anahvinkel.  Unten  heller, 
der  Außenrd  lu'äunlichgelb,  mit  schmalen  IjraunenQuerhnien  und  einem  breiteren  braunen  Streifen,  der  von  einer 
Silberhnie  durchschnitten  ist.  Auf  der  Mitte  der  Hflgl  eine  breite,  hellbraune  Querbinde,  durch  welche  ein 
gelbbrauner  Streifen  zieht.  Das  Saumfeld  ist  bräunlichgelb  mit  4  runden  Silberflecken,  die  in  schwarzen  Ringen 
stehen.  Zwischen  und  hinter  diesen  Ringen  stehen  3  Silberstrahlen,  die  bis  an  den  Saum  reichen.  Der  Saum 
selbst  wird  von  3  scliwarzen  und  2  hellgelben  Linien  eingefaßt.  Von  Surinam.  Selten. 

]i:t<i!ii‘i8.  E.  pagysis  Godt.  (49  f.).  Oben  braun,  Vflgl  ohne  Zeiclunmg,  Hflgl  gegen  den  Analwinkel  weißhch  mit  3 

schwarzen  Punkten,  wovon  der  mittlere  größer  ist.  Die  Vflgl  unten  braun  mit  2  rostfarbenen  Querstreifen 
und  vor  dem  Außenrd  eine  Reihe  silberglänzender  Punkte.  Die  Hflgl  unten  in  der  Wurzellrälfte  grau  mit  denselben 
2  rostfarl)enen  Querstreifen  der  Vflgl,  in  der  äußern  Hälfte  gelblich  mit  7  Silberflecken,  wovon  5  beinahe  runde 
dem  Saume  parallel  geordnet  sind,  die  beiden  andern,  und  besonders  derjenige,  welcher  demirde  zunächst  liegt, 
lang  gestreckt  sind  und  den  zweiten  rostfarbenen.  Streifen  erreichen.  Zwischen  dem  4.  und  5.  dieser  runden  Flecke, 
sieht  man  einen  großen,  ovalen,  schwarzen  Fleck,  welcher  cpiergestellt  und  mit  2  dicken  Silberpunkten  bezeichnet 
ist.  Auf  dem  grauen  Saum  stellen  2  schwärzliche  Wellenlinien.  Von  Brasilien. 

iniiiinii.  E.  hygina  Btlr.  (49  f.).  Blaß  olivbraun.  Hflgl  mit  einem  großen  rotgelben  Discalf  lecken,  der  von  5 

scliwärzlichen  Flecken  umgeben  ist,  von  denen  die  3  kleineren  und  vorderen  ein  Dreieck  bilden.  Unten  wei߬ 
lich.  braun,  die  Querlinien  und  Sillierf lecken  denen  der  vorigen  Arten  ähnlich,  doch  ist  die  2.  Querlinie  auf  den 
Dflgln  sehr  unregelmäßig,  und  das  dahinter  liegende  Saumfeld  von  der  lebhaft  rotgelben  Umgebung  der  Silber¬ 
flecke  fast  ganz  ausgefüllt.  Von  Brasilien  (Joinville). 

8<iir'nii.  Eo  salvinl  (49  f.).  Graubraun,  VflgT  in  der  Wurzelhälfte  heller.  Die  dunklen  Querstreifen  der  Unter¬ 

seite  scheinen  nach  oben  deutlich  durch.  Die  Hflgl  in  der  Mitte  weißlich  mit  2  lainden  schwarzen  Flecken  am 
Vorderwinkel  und  einem  großem  in  Zelle  2,  dazwisclien  zwei  kleinere  näher  am  Saum.  Unten  weiß,  Vflgl  mit  6 
braunen  Querstreifen,  der  erste  schräg,  der  4.  und  6.  sind  vorne  und  h.inten  mit  einander  verbunden,  so  daß  sie 
den  5.  Streif,  auf  welcliem  eine  Reihe  Silberjumkte  ste.hen,  einschließen.  Die  Hflgl  haben  im  Wurzelfelde  3  braune 
gerade  Streifen  und  im  ockergelben,  hinten  braun  eingefaßten  Saumfelde  eine  winkelige  Reihe  von  Silberflecken, 
zum  Teil  in  schwarzen  Ringen.  Von  Panama  und  von  Peru. 

'üoiiis.  E.  itonfs  Heu\  (49  g).  Auf  der  Oberseite  ist  der  Raum  zwischen  den  3  schwarzen  Saumlinien  der  Hflgl 

7'ötlichf)raun,  und  gegen  den  Analwinkel  weiß  ausgefüllt.  Das  große  weiße  Feld  der  Hflgl  ist  auf  der  Unterseite 
durch  2  braune  Querlinien  geteilt,  welche  hier  auch  auf  den  Vflgln  vorhanden  sind.  Im  übrigen  ist  die  Grundfarbe 
unten  graubraun.  Im  Saumfeld  der  Vflgl  stellen  noch  6  parallele  braune  Linien,  die  nach  hinten  etwas  konver¬ 
gieren;  darunter  liefindet  sich  ein  etwas  breiterer  Streifen,  der  eine  Reihe  Silberpmikte  einschließt.  Im  ocker- 
gellien  Saumfeld  der  Hflgl,  das  außen  von  einer  welligen,  innen  von  einer  zacldgen,  braunen  Linie  eingefaßt  ist, 
liegt  am  Analwinkel  ein  über  3  mm  messendes  schwarzes  Auge  mit  dickem  silbernen  Kern,  hinter  demselben  3 
qnudfina.  kleine  mid  vor  demsellien  0  etwas  größere  Silberflecken.  Vom  Amazonenstrom  (Para). — ^  quadriiia  ist  eine 

Form  von  itonis,  bei  der  das  weiße  Feld  der  Hflgl  eine  fast  quadratische  Form  angenommen  hat.  Die  Linien  auf 
der  LTnterseite  der  Vflgl  sind  weiter  getrennt  und  hinten,  nicht  gekrümmt.  Von  Maranham. 

Uhitina.  E.  libitina  Bür.  Oben  braun  mit  einem  dreieckigen,  schwarzen  Mittelfleck  und  2  Randlinien,  Hflgl 

am  Außenrde  heller  mit  3  schwarzen  Randlinien.  Unten  viel  heller.  Vflgl  mit  2  braunen  Mittel-  und  3  Submar¬ 
ginallinien,  dazwischen  eine  weiße  Binde  mit  silbergekernten  Flecken.  Hflgl  mit  2  ockerbraunen  Mittellinien,  der 
äußere  Teil  orange  mit  8  Silberf lecken,  einer  kurzen  weißen,  schwarz  eingefaßten  Binde  und  einem  ebensolchen 
Punkt  vor  dem  Rande,  mit  einem  schwarzen  Fleck  am  Analwinkel,  der  durch  eine  weiße  Linie  geteilt  ist  und 
mit  einem  kleinen ,  schwarz  eingefaßten  Silberfleck  darüber.  43  mm.  Von  Brasilien.  Selten,  nur  in  Kolk  Dbuce. 

Phocioii-Gruppe. 

jiitorioH.  Eo  phocion  F.  (=  areolatus  Fm.-H&ö.,  lielicta /76w.)  (49  g).  Oben  einfarbig  braun.  Auf  der  helleren 

Unterseite  sind  die  mittleren  der  rostfarbigen  Linien  auf  jedem  Flügel  zu  einem  Kreise  geschlossen,  worin  auf 
den  Vflgln  3  oder  4  augenförmige  Flecke  mit  blauer  Pupille  und  gelber  Iris  (zuweilen  undeutlich.),  auf  den  Hflgln 
ß  ähnliche  langgezogene  Flecke  mit  ovaler  Pupille  stehen.  Das  Ei  dieser  Art  ist  gelbgrün;  es  hat  ganz  feine 
rauhe  Oberfläche.  Ep  grün  mit  kaum  erhabenem  Kopfe,  aber  langen  Afterspitzen.  Puppe  stumpf,  gerundet, 
satt  grün,  die  Flügelscheiden  weißlich,  gesäumt.  Die  Rp  lebt  an  Gräsern  und  ist  schwer  zu  züchten.  Gewohn¬ 
heiten  wie  bei  Cornelius.  Der  Schmetterling  ist  in  Nord- Amerika  von  New-Yersey  bis  an  den  Golf  von  Mexiko 
und  bis  Texas  verbreitet. 

cormiius.  E.  comelius  F.  ( =  gemma  Hhn.)  (49  f.).  Oben  graubraun,  Hflgl  am  Außenrde  mit  2  undeutlichen,  schwärz¬ 

lichen  Doppelflecken.  Unterseite  graubraun,  fein  braun  gesprenkelt,  mit  2  undeutlichen,  braimen  Mittellinien. 
Hflgl  mit  4  kleinen,  schwarzen  Doppelflecken  dicht  am  Saum,  mit  kleinen  Silberfleckchen  vor,  neben  und  hinter 
ihnen,  sowie  einem  verwaschenen  violetten,  etwas  silberglänzenden  Fleck  an  ihrer  innern  Seite.  —  Ei  gelb- 
gi'ünlichweiß  mit  rauher  Oberfläche,  ergibt  das  Räupehen  im  April  oder  August  nach  3 — 6  Tagen.  Die  Rp  ist  im 
Sommer  graugelbbraun,  im  Früliling  hellgi’iin  mit  licht  weißlich  gelben  Seiten-  und  Längslinien.  Pp  gelbgrau 


EUPTYCHIA.  Von  G.  Weymer. 


223 


oder  hellblau  grün  mit  leicht  zweispitzigem  Kopfe.  An  Gras.  DieRp  hält  sich  gern  in  d<'r  Nälu;  des  W'assf^rs  auf 
und  ist  daher  an  feuchten  Stellen  vielfach,  recht  häufig,  zuweilen  in  Gesellschaft  voii  hermes.  Die  Art  ist  in  X(u-d- 
Amerika  von  West-Virginien  bis  Mexiko  verbreitet  und  kommt  auch  in  Guatemala  vor. 

E.  argentella  Btlr.  (49  g).  Oben  braun,  der  Saum  etwas  dunkler.  Hflgl  am  Analwinkel  etwas  ausgezogem  //--////. 
und  auf  2  dunklen  Flecken  am  Außenrde  in  Zelle  3  mid  4.  Unten  etwas  b.el  1er.  Vflglmit  drei  dunklen  Querlitiien. 

Hflgl  mit  2  Querlinien,  die  2.  ist  stark  hin  und  her  gebogen,  hinter  ihr  ist  die  Grundfarbe  belku'.  ln  Zelle  3  und 
4  je  ein  schwarzes  Auge  mit  schief  liegender,  aus  zerstreuten  silbernen  Scliupj^en  bestehender  Pupille  und  rot¬ 
gelbem  Ring.  Vor  den  Augen  hegen  in  Zelle  5  und  6  zwei  runde  Silberfiecke  und  lünter  denselben  in  Z(4I(“  1  b 
und  2  ein  S-förmig  gebogener  silberglänzender  Strich.  Vom  Vulkan  CUiiriqui  (Panama).  Von  Guatemala  und 
Costa  Rica.  Die  Exemplare  von  Costa  Rica  haben  einen  gelblichen  Fleck  aiif  den  Hflgln. 

E.  rogersi  Godm.  Der  argeMtella  ähnlich,  die  Hflgl  haben  aber  nur  einen  schwarzen  Fleck  dicht  am  n/f/r/-,-.;. 
Außenrde  in  Zelle  4,  der  einen  hellen  Mittelpunkt  hat.  Der  Analwinkel  ist  stärker  vorgezogen.  Auf  der  braunen 
Unterseite  liegen  3  dunkelbraune  Querlinien  und  zwischen  der  2.  und  3.  derselben  eine  graugelbe  Binde,  die  über 
beide  Flügel  reicht.  Am  Vorderwinke]  der  Hflgl  ein  gi’ößeres  und  ein  kleineres  Auge  und  einige  Silberflecken 
darüber.  Vom  Vulkan  von  Jrazu  in  Costa  Rica. 

E.  philodice  Godm.  Oben  rötlichbraun.  Hflgl  am  Innenwinkel,  wie  die  beiden  vorigen,  stumpf  vorgezogen,  i>liiii>ilirr. 
mit  einem  ockergelben  Streifen  hinter  der  Mitte  und^3  dunkelbraunen  Flecken  vor  dem  Aiißenrd.  Unten  röt¬ 
lichbraun,  mit  3  rostfarbigen  Querlinien.  Zwischen  den  beiden  äußern  dieser  Linien  liegt  eine  gerade,  hellrötlich¬ 
gelbe  Binde,  die  vorne  nicht  weit  vom  Vrd  der  Vflgl  spitz  beginnt  und  vor  dem  Ird  der  Hflgl  stumjjf  endigt. 

Vor  dem  Saume  der  Hflgl  eine  Reihe  von  dunkelbraunen  Flecken,  wovon  die  beiden  mittleren  die  größten  sind, 
und  welche  alle  pfeilförmige  silberne  Pupillen  haben.  Das  $  ist  heller  gefärbt  und  hat  mehr  gerundete  Flügel. 

Von  Costa  Rica  (Vulkan  von  Jrazu). 

E.  nelsoni  Godm.  Oben  hellolivbraun,  der  Außenrd  breit  dunkelbraun,  undeutliche  sclnvarze  Flecke  ein-  nrUnni. 
schließend.  Unten  sind  die  Vflgl  braun  mit  3  dunkleren  Querlinien,  Hflgl  mit  gerader  weißlichgelber  Binde, 
die  vom  Vorder winkel  zum  Innenwinkel  zielit,  einer  braunen  Mittellinie,  vor  der  Mitte  des  Außenrds  2  schwarze 
Augen  mit  pfeilförmigen  Pupillen  und  beiderseits  davon  ähnliche  Silberzeichnungen.  Das  $  ist  gi’ößer,  hat  das 
Mittelfeld  der  Hflgl  oben  fast  ockergelb,  der  dunkle  Außenrd  ist  schmäler  und  die  schwarzen  Submarginal¬ 
flecken  treten  deutlich  hervor.  Auf  der  Unterseite  fehlt  die  helle  Binde  der  Hflgl.  Von  Cerro  de  Zunil  in 
Guatemala.  6000  Fuß  hoch.  | 

E.  clinas  Godm.  Vflgl  an  der  Spitze  abgestutzt,  der  Außenrd  tritt  auf  Rippe  5  stumpfwinkelig  vor  und  ist  cVninx. 
in  seinem  unteren  Teil  konkav.  Hflgl  am  Innenwinkel  spitz  vorgezogen,  am  Außenrde  wellenförmig.  Oben  braun, 

Vflgl  am  V-  mid  Außenrd  dunkelbraun,  Hflgl  mit  3  schwarzen,  runden  Flecken  vor  dem  Außenrde  in  Zelle  3,  4 
und  5.  Unten  heller  rötlichbraun  mit  3  gemeinschaftlichen  Querlinien,  und  zwar  2  Mittel-  und  einer  Sidnnar- 
ginallinie,  Hflgl  mit  2  schwarzen,  gelbgeringten  und  mit  dox)pelten  silbernen  Pupillen  verselunen  Augen  vor  der 
Mitte  des  Außenrds,  mit  2  runden  Silberflecken  am  Analwinkel  und  einem  pfeilförmigen  Silberfleck  zwischen  den 
Medianadern.  Mexico  (Guerrero,  Sierra  Madre  del  Sur).  7 — 8000  Fuß  hoch. 

Pyracnion-Gruppe. 

Die  haben  zwischen  und  hinter  den  Medianadern  einen  dinrklen  Scliuppentleck. 

E.  pyraemon  Btlr.  {G —  Godm.  [Biol.  Cent.  Amer.  Taf.  107,  fig.  11,  12]).  oben  rötlichbraun,  mit  pi/rariDnu. 

dunklerem  Außenrd  und  großem  dunkelbraunem  Schuppenfleck  hinter  der  Mediana  der  Vflgl.  Hflgl  dunkelbraun, 
am  Rande  heller,  mit  2  schwarzen,  rötlichbraun  eingefaßten  Flecken  in  Zelle  3  und  4  nahe  am  Außenrd.  Beim  $ 
haben  die  Vflgl  oben  eine  gerade,  die  Hflgl  eine  wellige  dunkelbraune  Mittellinie,  die  nach  außen  rot  gerandet  ist. 

Hrd  der  Vflgl  und  Vorderwinkel  der  Hflgl  dunkler  braun.  Analwinkel  rötlich  mit  3  schwarzen  Submarginalflecken. 

Die  Unterseite  ist  bei  G  i^i^d  $  gelblichbraun  mit  3  zackigen  Querlinien  auf  den  Vflgln  und  2  dergleichen  auf  den 
Hflgln.  Vor  der  Mitte  des  Außenrds  der  Hflgl  2  schwarze  Augen  in  rotgelben  Ringen  und  mit  silbernen  Doppelpu¬ 
pillen.  Vor  demselben  liegt  ein  grauglänzender  Streifen,  dem  sich  am  Vrde  einige  Silberflecken  und  am  Anal- 
vinkel  eine  Silberlinie  anschließt.  Von  Mexiko,  Guatemala,  Costa  Rica,  Panama.  Das  in  der  Biol.  Centr.  Amer. 
taf.  107  fig.  11  und  12  unter  dem  Namen  hilaria  abgebildete  G  Godman  inr  Text  zu  pyraemon  gezogen  und 
mit  dem  auf  diese  Weise  frei  gewordenen  Namen  hilaria  eine  andere,  die  zweitfolgende  Ai't,  Irelegt. 

E.  pephredo  Godm.  Ist  Cornelius  F.  ähnlich  uird  unterscheidet  sich  von  ihr  hauptsächlich  dadurch,  pephrato. 
daß  die  GS  f'>uf  der  Oberseite  der  Vflgl  einen  dunkelbraunen  Schuppenfleck  haben,  wovon  Cornelius  keine  Spur 
besitzt.  Auch  sind  diese  Flügel  an  der  Spitze  mehr  vorgezogen.  Von  Mexico  (Guerrero  und  Cordova)  und 
aus  den  Zentraltälern  von  Guatemala. 

E.  hilaria  Godm.  S  Oben  blaßbraun,  Vflgl  unterhalb  der  Mediana  durch  den  Sclmppenfleck  streifenförmig  liilm-io. 
dunkler  gezeichnet,  Hflgl  mit  2  schwärzlichen  Flecken  am  Rande,  die  zuweilen  undeutlich  sind.  Unten  heller, 


224 


PINDIS.  Von  G.  Wbymer. 


hotshawi. 


mycalcsoi- 

tlrs. 


hipita. 


riioncca. 


bürg  kl. 


hurasia. 


aqua- 

inistriga. 


l)rann  bestäubt,  Vflgl  mit  3  welligen,  Hflgl  mit  2  rostfarbigen  Linien,  einer  Reihe  Silberflecke  am  Rande  und  2 
schwarze  Do])pelflecken  in  der  Mitte  derselben,  so  wie  einer  ockergelben  Querlinie  vor  ihnen.  Das  $  ist  dem  ^ 
ähnlich,  doch  hat  es  zuweilen  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  zwei,  auf  den  Hflgln  eine  rostfarbige  Linie.  Von  Mexico 
und  Panama. 

E.  henshawi  Edio.  Oben  rötlichljraun,  das  E  dem  dunkelbraunen  Schuppenfleck  der  vorigen  Arten 
hinter  der  Mediana  der  Vflgl.  Der  Außenrd  beider  Flügel  ist  verloschen  dunkler  bestäubt,  in  der  Mitte  des  Außenrds 
der  Hflgl  zwei  schwärzliche  Flecke.  Der  Körper  ist  schwarzbraun.  Die  Unterseite  der  von  E.  Cornelius  ähnlich. 
41  mm.  —  Das  Ei  ist  breiter  als  hoch,  fast  kugelförmig;  an  der  Basis  breit  abgeplattet,  grün  von  Farbe  und  mit 
sehr  feinen,  wenig  erhabenem  Netzwerk  auf  seiner  Oberfläche  versehen.  Ueber  Rp  und  Pp  ist  nichts  bekannt. 
Süd-Colorado  und  Arizona,  in  den  Rocky-Morurtains  verbreitet.  Mexico  (N. Sonora,  Jalisco,  Pinal,  bei  Puebla, 
SOOO  Fuß  hoch  in  einem  Fichtenwalde  sehr  häufig). 

Mycalesoides-Gruppe. 

E.  mycalesoides  Fldr.  (49  g).  Die  gerundeten  Flügel  sind  oben  einfarbig  dunkelbraun.  Die  Unterseite 
ist  fast  ebenso  dunkel,  die  beiden  Mittellinien  machen  große  wellige  Bogen,  die  innere  ist  undeutlich.  Die  3 
Randlinien  sind  nich-t  wellig,  sondern  laufen  dem  glatten  Saum  parallel.  Auf  den  Vflgln  2  Augen  in  Zelle  2 
uird  5,  das  lurtere  doppelt  so  groß,  als  das  vordere.  Sie  sind  schwarz  mit  weißer  Pupille  rmd  gelbem  Ring.  Arrf 
den  Hflgln  4  ebenso  gefärbte  Augen,  davon  2  kleine  in  Zelle  1  c,  das  größte  in  Zelle  2.  Von  Columbien  (Bogota). 
Die  Abbildung  ist  nach  dem  FELDER’schen  Typus  im  Tring-Museum.  Die  von  Felder  als  eine  Pronojyhila  beschrie¬ 
bene  Art  wurde  voir  Thieme  zu  PedaUodes  gestellt.  Nach  unserer  Abbildung  scheint  sie  mir  zu  Etvptycliia  zu 
gehören,  mycalesoides  Smith-Kirby  hat  mit  dieser  Art  nichts  zu  tun. 

Anhang: 

E.  lupita  Reak.  $  Oben  braun  mit  2  schmalen  dunkelbraunen  Randlinien.  Unten  heller  mit  3  Randlinien, 
deren  innere  am  breitesten  ist.  Vflgl  mit  2  braunen  Querstreifen  zwischen  Mitte  und  Wurzel,  einem  kiirzen  Streifen 
dazwischen  und  einem  schwarzen,  hellbraun  umringten  Auge  vor  der  Spitze.  Hflgl  mit  3  braunen  undeiitlichen 
Qiierlinien  durch  die  Mitte  und  verschiedenen  kürzeren  gegen  die  Wurzel,  mit  einem  schwarzen,  gelbbraun  geläng¬ 
ten  Auge  am  Vorderwinkel  und  zwei  gleichen  am  Analwinkel.  Fühler  rostfarbig.  32  mm.  Von  Mexico  (Vera-Cruz 
und  Orizaba). 

E.  moneca  Scherns.  $.  Oben  braun  mit  3  dunklen  Saumlinien  und  einem  Punkt  am  Zellenrande,  die  äußere 
Mittellinie  vor  der  Costa  der  Vflgl  gewinkelt,  auf  den  Hflgln  vor  der  Mitte  einwärts  gebogen,  die  innere  IMittel- 
linie  undeutlich,  2  Augen  vor  dem  Analwinkel,  das  hintere  kleiner.  Unten  heller  braun,  dunkler  gestrichelt, 
die  Linien  alle  deutlich.  Vflgl  ein  kleines  Auge  vor  der  Spitze,  die  Hflgl  mit  6  Augen,  diejenigen  in  Zelle  2 
und  5  mit  silberner  Doppelpiipille,  ein  kleines  ähnliches  in  Zelle  4,  kleinere  Augen  mit  einfachen  Pupillen  in  Zelle 

1  b,  3  und  6.  Beim  sind  die  Augen  kleiner.  29 — 33  mm.  Von  Castro  in  Parana  und  von  Neu-Freiburg. 

E.  burgia  Schaus.  Oben  braun,  mit  schwarzer,  gerader  äußerer  Mittellinie,  die  bis  zum  Analvünkel 
der  Hflgl  reicht  und  mit  3  Randlinien.  Unten  olivbraun,  die  erste  Querlinie  ist  winkelig  und  reicht  nicht  zur 
Costa  der  Vflgl,  die  2.  Querlinie  ist  gerade  und  nach  außen  lilafarbig  begrenzt;  3  feine  Randlinien.  Vflgl  mit  4, 
Hflgl  mit  5  kleinen  Augen.  40  mm.  Von  Neu-Freiburg.  Wird  zur  Gruppe  gehören. 

E.  borasta  Scherns.  Oben  braun  mit  3  Randlinien,  einem  großen  und  einem  kleinen  Auge  am  Anal¬ 
winkel  der  Hflgl  mit  breiten  gelben  Ringen  und  Silberpupillen.  Unten  graubraun,  fein  braun  besprenkelt  mit 

2  braunen  Mittellinien,  von  denen  die  innere  auf  den  Vflgl  nach  außen,  die  äußere  nach  innen  gebogen  ist. 
Distal  von  letzterer  liegt  eine  weiße  Binde,  durch  welche  ein  brainier  Schatten  zieht.  Dieser  geht  auf  den  Hflgl 
bei  Rippe  3  in  ockergelb  ü1)er.  Auf  den  Vflgln  steht  in  diesem  Schatten  ein  undeutliches  Auge,  a\if  den  Hflgln 
am  Vorderwinkel  zwei  schwarze  Augen  mit  gelben  Ringen  und  Siltierpupillen  und  im  ockergelbem  Teil  der 
Binde,  am  Analwinkel,  2  schwarze  Flecke  mit  Silberpupillen.  Am  Rande  3  dunkle  Linien  wie  oben.  Von  Neu- 
Freiburg  (Brasilien). 


12.  Gattung’:  Piaiclis  Fldr. 

Steht  der  Gattung  Teiyejetis  nahe,  die  Augen  sind  aber  nackt,  die  Palpen  vorgestreckt,  bis  zur  Spitze 
struppig  beschuppt,  das  Mittelglied  1 14  aial  so  lang  als  der  Kopf,  spärlich  beborstet,  das  Endglied  ihm  gleich¬ 
förmig,  73  so  lang,  stumpf.  Flügel  breit,  ziemlich  kurz.  Vflgl  an  der  Spitze  in  konkavem  Bogen  abgestutzt.  Hflgl 
am  Innenwinkel  ziemlich  konvex,  der  Saum  im  hintern  Teil  stark  gezähnt.  Die  nur  in  Mexico  und  Guatemala 
vorkommende  Art  wird  von  den  meisten  Autoren  zu  Euptychia  gestellt. 

P.  squamistriga  Fldr.  (=  Eupt.  zabdi  Btlr.)  (50  a).  Oben  braun,  Vflgl  an  der  Spitze  etwas  heller.  Unten 
ebenfalls  heller,  mit  bräxinlicher  Punktierung.  Die  erste  Querlinie  fehlt  auf  den  Vflgln,  die  2.  macht  auf  den  Hflgln 


CYLL0PST8;  ORE881N()MA;  PARAMECERA;  8ATYPA)r)E8.  Voti  0.  Wkymkh. 


225 


einen  stumpfen  Winkel.  Tm  8nnmfelde  der  Hflgl  (5  kleine  Angen,  nur  das  vorletzte  ist  (^twas  größer.  8(‘lten 
in  Guatemala  (Clioctum),  nicht  selten  in  West-  und  Zentral-Mexico. 

Id.  Gattiing':  Clyllopsis  Fldr. 

Ebenfalls  den  Taygeiis-AviQ\\  nahe  stehend,  die  Augen  nackt.  Die  l^al])en  viel  schlanker,  ihr  2.  G-lied 
mehr  als  doppelt  so  lang  als  der  Kopf,  das  Endglied  sjhtz.  Der  Außenrd  der  Vflgl  tritt  unterhalb  der  8j)itze  rund¬ 
lich,  der  jenige  der  Hflgl  auf  Rippe  3  fast  rechtwinkelig  und  am  Analwinkel  stumpfwinkelig  vor.  Im  übrigen  ist 
der  Saum  der  Hflgl  schwach  wellig.  Die  Oberdiscocelhdarrippe  der  Vflgl  felilt  ganz.  Die  Gattung  hat  eine  ähn¬ 
liche  Verbreitung  wie  die  vorige,  und  enthält  ebenfalls  nur  eine,  von  marichen  Autoren  zu  Evptychia  gestellte  Art. 

C.  hedemanni  Fldr.  {=  Eupt.  ithama  Btlr.,  ithamna  Godni.  (in  tab.  Eupt.  vetones  Godtn.)  (50  a).  hcdrinnnni. 
^ :  Oben  braun  mit  einem  kleinen  schwarzen  Fleck  am  Rande  der  Hflgl  obei’halb  der  vors])ringenden  Ecke.  Unten 
heller,  überall  fein  braun  gestrichelt,  mit  2  dunklere]i  Mittelstreifen  auf  beiden  Flügeln  und  einer  Submarginal¬ 
linie  auf  den  Vflgln.  Ein  schwarzes  Auge  mit  doppelter  silberner  Pupille  und  von  einem  h.ellbraunen  und  einem 
dunkelbraunen  Ring  umgeben,  steht  in  Zelle  3  der  Hflgl  dicht  am  Saum.  Daneben  am  Saum  noch  mehrere 
silberne  Doppelpunkte.  Das  $  ist  etwas  größer  und  füh.rt  auf  der  01)erseite  beider  Flügel  eine  rostrote  Linie 
hinter  der  Mitte,  nach  der  Ablnldung  bei  Godman  auch  eine  zweite  gleichgefärbte  Linie  vor  der  Mitte.  Selten. 

Von  Mexico,  Guatemala,  Costa-Rica.  2000 — 7000  Fidl  hoch. 

14.  (rattung':  l^r€\ssiii«iiia  Westw. 

Von  allen  amerikanischen  Satyriden-Gattungen  dadurch  verschieden,  daß  die  Costalrippe  dei’  Vflgl  nicht 
a\ifgeblasen  ist,  dagegen  sind  die  Mediana  iind  die  Submediana  an  der  Wurzel  stark  angeschwollen.  Der  erste 
Medianast  entspringt  gleich  hinter  der  Anschwellung  des  Medianstammes.  Die  Augen  sind  nackt.  Die  Gestalt 
der  Flügel  ist  mehr  breit  als  lang.  Der  Verbreitungsbezirk  ist  das  tropische  westliche  Südamerika. 

0.  typhla  Dbl.u.  Hew.  (50a).  Eine  an  der  breiten,  weißen  Binde  ober-  und  unterseits  leicht  kenntliche  ii/phla. 
Art.  Das  oben  einfarbige  Wurzelfeld  ist  unten  braun  und  weiß  marmoriert.  Der  duiikelbraune  Außenrd  ist  unten 
diirch  einen  dreifarbigen,  auf  den  Hflgln  stark  gezackten  Streifen  seiner  ganzen  Länge  nach  geteilt.  Dieser  Strei¬ 
fen  ist  distal  orange,  proximal  weiß,  beide  Farben  chirch.  eine  schwarze  Linie  getrennt.  Ziemlich  gemein  in  Colum¬ 
bien,  Venezuela,  Ecuador  und  Peru;  selten  in  Costa  Rfca.  —  sorata  Salv.  u.  Godm.  ist  eine  Form  von  typhla,  »orata. 
bei  der  die  weiße  Binde  auf  beiden  Flügeln  schmäler  ist.  Im  Außenrde  steliei^  auf  den  Hflgln  oberseits  weiße 
Halbmonde,  auf  den  Vflgln  eine  weißliche  Linie,  welche  Zeichnungen  bei  typhla.  auch  öfter  angedeutet  sind.  Von 
Bolivien  (Callcan). 


15.  Gattiiiig-:  Paraiiiecera  Bür. 

Costalis  und  Mediana  der  Vflgl  an  der  Wurzel  aufgeblasen,  Vrd  konvex,  Außenrd  leicht  ausgeschnitten, 
Oberdiscocellularis  kurz,  Mitteldiscocellularis  länger  und  schräge  stellend,  hinter  der  Mediana  bei  den  dd  ein 
Fleck  dichter,  kompakter  Schuppen.  Hflgl  an  der  Costa  konvex,  Rand  buchtig,  Ird  am  Analwinkel  ausgesclmit- 
ten.  Augen  etwas  behaart,  Paljien  stark  behaart,  das  Endglied  schlanker  und  mehr  nach  vorn  gerichtet  als  bei 
Euptych.ia.  Fühler  kurz,  die  Keule  bimförmig,  an  der  Unterseite  ausgehöhlt.  Die  einzige  mexikanische  Art 
sieht  der  europäischen  Pararge  7mg era  ähnlich. 

P.  xicaque  (=  Neonympha  epinephele  FWr.)  (50  a).  Rötlichbraun,  Außenrd  und  der  Fleck  hinter  .ricaque. 

der  Mediana  dunkler.  Vflgl  mit  2  oder  3  schwarzen  runden  Flecken,  die  Hflgl  mit  5  dergleichen,  der  Außenrd  der 
Hflgl  ist  am  Analwinkel  rötlich  und  mit  2  dunkelbraunen,  parallelen  Saumlinien  bezeichnet.  Unten  ist  die 
Grundfarbe  mehr  gelblich  mit  2  stark  gezackten  Mittel-,  einer  Submarginal-  und  2  Saumlinien.  Auf  den  Vflgln 
2  oder  3  Augen,  das  vordere  groß,  das  untere  klein,  und  6  Augen  auf  den  Hflgln,  alle  von  ziemlich  gleicher  Größe. 

Das  $  ist  etwas  größer,  sonst  dem  d*  ähnlich,  nur  fehlt  ihm  der  braune  Fleck  hinter  der  Mediana  auf  der  Oberseite. 

Die  Art  war  früher  sehr  selten,  ist  in  der  neueren  Zeit  aber  häufiger  gefunden  worden.  Sie  bewohnt  die  höheren 
Gebirgsgegenden  in  Mexico  (Oaxaca,  Jalapa,  Puebla,  Misantla,  Bolannos,  Maltrata,  Guerrero,  Vera-Cruz  etc.). 

Die  Abbildung  ist  nach  der  FELDEK’schen  Type  im  Miiseiim  Tring  gefertigt. 

16.  Gattung-:  Scudd. 

Nur  die  Costalis  der  Vflgl  ist  etwas  verdickt,  oder  schwach  angeschwollen,  die  2  ersten  Subcostaladern 
entspringen  vor  dem  Ende  der  Zelle,  die  Oberdiscocellularis  fehlt.  Der  Rand  beider  Flügel  ist  gerundet.  Die 
Augen  sind  schwach  behaart,  die  Palpen  schlank,  unten  haarig,  das  3.  Glied  kurz  und  spitz.  Eine  Art  von  Nord- 
Amerika. 

S.  canthus  L.  (=  euridice  Joh.,  cantheus  Godf.  boisduvalii  Harr.)  (50a).  Die  runden  braunen  Flecke  canfhic^. 
der  Oberseite  sind  unten  auf  beiden  Flügeln  durch  eine  Reihe  von  schwarzen,  weißgekernten,  braun  und  gelb- 

V 


29 


226 


COENONYMPHA.  Von  G.  Weymee. 


geringteil  Augen  ersetzt.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist  gelblichgrau  mit  2  braunen  Querlinien  durch  die 
Mitte,  wovon  die  erste  gerade,  die  2.  zackig  ist.  Zwischen  beiden  ein  kurzer  Strich  auf  der  Querader.  Am  Rande 
zwei  gelbe  Saunilinien  und  zwischen  diesen  eine  braune.  —  Das  Ei  ist  glatt,  weißlichglänzend,  an  der  Basis  abge- 
})lattet,  oben  rund.  Die  Rp  sattgi’ün  mit  roten  Kopfspitzen,  gelbem  Seifenstreif  und  lichten  Längslinien.  Die  Pp 
ist  schlanker  als  die  von  Enocl.  portlumlia,  hell  grasgi'iin  mit  gelbem  Saum  der  Eliigelscheiden  und  mit  gelben 
Subdorsal-  und  Laterallinien  des  Abdominalteils.  Ihr  Kopfende  ist  zugespitzt.  Die  Rp  überwintert  und  lebt 
bis  Anfang  Juni  an  Cyperaceen  etc.  Der  Falter  fliegt  im  Juli  auf  feuchten  Grasplätzen  und  ist  in  den  nördlichen 
Peilen  der  vereinigten  Staaten  stellenweise  häufig,  kommt  aber  auch  in  Canada  und  den  höheren  kühlen  Berg¬ 
tälern  von  Carolina  vor. 


17.  Gattiiiig-:  C'oeiaoiiyiiBplia  Hhyi. 

Das  Hauptkennzeichen  dieser  Gattung,  die  nur  kleine  Schmetterlinge  enthält,  ist,  daß  die  Costalis, 
die  Mediana  und  die  Submediana  der  Vflgl  alle  an  der  Wurzel  stark  angeschwollen  sind.  Die  Palpen  sind  dicht 
mit  abstehenden  Haaren  besetzt,  das  Endglied  gerade  vorstehend.  Fühler  kurz,  jedoch  mit  verhältnismäßig 
langer  Kolbe.  Augen  nackt.  Beide  Elgl  am  Außenrd  geimndet.  Die  Arten  dieser  Gattung  sind  über  die  nörd¬ 
liche  gemäßigte  Zone  der  alten  und  der  neuen  Welt  verbreitet,  die  amerikanischen  Arten  kommen  aber  zum 
größten  Teil  nur  in  den  westlichen  Staaten  der  Union  vor.  Ueber  die  altweltlichen  Coenonympha  vgl.  Bd.  1, 
S.  142 — 147,  Taf.  48;  ferner  Bd.  9,  S.  301.  — 

California.  C.  California.  Dbl.  u.  Hew.  (50  a).  Diese  Art  ist  kenntlich  an  der  weißen  zeichnungslosen  Oberseite, 

die  nur  an  der  Wurzel  etwas  schwärzlich  bestäubt  ist.  Die  Unterseite  ist  fein  bräunlich  bestäubt,  besonders  auf 
den  Hflgln  und  zeigt  eine  weißliche,  zackige  Binde  durch,  die  Mitte  und  hinter  derselben  1  Auge  auf  den  Vflgln 
und  3  auf  den  Hflgln.  Das  $  ist  etwas  größer  und  iinten  dunkler  als  der  G-  Uer  Schmetterling  fliegt  in  mehreren 
ijalactmuft.  Generationen  auf  Sand-  und  Grasplätzen  häufig.  —  galactinus  Bscl.  (50b)  ist  die  Winterform  von  California. 

Sie  ist  auf  der  Unterseite  viel  heller  und  die  Augen  vor  dem  Rande  sind  viel  kleiner.  —  Das  Ei  ist  fast  kugelig, 
hell,  sehr  seicht  und  fein  gerippt.  Rp  schlank,  gestreckt,  mit  rundem  Kopfe,  gTÜn  oder  braun,  längsstreifig. 
Pp  gedrungen  kurz,  stumjjf  grün  oder  bräunlich,  die  Elglscheiden  mit  schwarzen  Schrägstreifen  bezeichnet. 
Die  Art  ist  an  der  ganzen  Westküste  der  Vei'einigten  Staaten  verbreitet  von  Vancouvers  Island  bis  nach  Kali- 
ccrcs.  fornien.  —  ceres  BÜr.  (=  eryngii  H.  Edw.)  ist  eine  Form  von  California,  die  oben  blaß  ockergelb  und  deren  Vflgl 
unten  rötlich  gefärbt  sind  mit  hellerer  Wurzel.  Unten  ist  ferner  der  Vrd  der  Vflgl  und  eine  breite  Binde  vor 
der  Spitze  grau,  eine  Querbinde  hinter  der  Mitte  gelblich  rostfarbig,  die  blaßgrauen  Hflgl  haben  bräunliche 
Wurzel,  eine  unregelmäßige  blaßgelbe  Mittelbinde  und  2  schwarze  Punkte  vor  dem  Rande  in  hellgelben  Ringen. 
puUa.  Von  Kalifornien.  —  pulla  H.  Edw.  ist  eine  Form  von  ccdifornia,  mit  ganz  rehfarbiger  Oberseite  mit  schwärzlichem 
Schatten  an  der  Wurzel.  Die  LTnterseite  ist  trübbraun  mit  einem  rötlichen  Ton  in  der  Discalregion.  Die  Zeich¬ 
nungen  treten  wegen  der  dunklen  Grundfarbe  nur  undeutlich  hervor.  Von  San  Mateo,  Kalifornien.  Scheint  eine 
dunkle  Aberration  von  California  zu  sein,  da  dem  Autor  nur  1  Exemplar  bekannt  war. 

ciiw.  C.  elko  Edw.  (50  b).  Oben  ockergelb  mit  weißlichen  Fransen  und  weißlichem  Ird  der  Hflgl.  Wurzel 

etwas  schwärzlich  bestäubt.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  etwas  heller  ockergelb,  Vrd  und  Spitze  fein  braun 
bestäubt,  mit  einer  helleren  Halbbinde.  Hflgl  ganz  fein  braun  bestäubt,  mit  hellgelber  Halbbinde  in  der  Mitte 
anipclos.  des  Vrds.  01)en  und  unten  ohne  Augen  bei  E  ?•  Von  Nevada  und  Washington.  Juni.  —  ampelos  Edw. 

(50  b)  ist  eine  Form  von  elko,  die  sich  durch  etwas  stärkere  braune  Bestäubung  der  LTnterseite  und  aiißerdem 
dadurch  unterscheidet,  daß  die  helle  Binde  der  Unterseite  verlängert  oder  durch  einzelne  Flecke  fortgesetzt 
wird.  Verbreitet  von  Nevada  westwärts  bis  Vancouvers-Island.  —  Das  Ei  ist  konisch,  gelbgrün,  die  Oberfläche 
weniger  gerippt  als  bei  galactinus.  Die  junge  Rp  ist  der  von  galactinus  ähnlich,  mit  nur  kleinen  Unterschieden 
in  der  Färbung,  erwachsen  ist  sie  18  mm  lang,  dunkelgrün,  an  den  Seiten  gelbgrün,  mit  weißen  Höckerchen, 
die  je  ein  kurzes  Haar  tragen,  hinten  mit  2  kurzen  konischen  rötlichen  Schwänzen.  Die  Pp  ist  wde  die  von  ga¬ 
lactinus  geformt,  10  mm  lang,  grün  mit  schwarzen  Streifen  und  Punkten.  Die  Zeit  von  der  Eiablage  bis  zum 
Imago  dauert  im  Sommer  49  Tage.  .r’’ 

ochracea.  C.  ochracea  Edw.  (50  b).  01)en  einfarbig  le1)haft  ockergelb,  mit  stellenweise  schwach  durchscheinenden 

Zeichnungen  der  Unterseite.  Auf  der  rötlichgelben  Unterseite  der  Vflgl  steht  ein  kleines  schwarzes  Auge  mit 
weißer  Pupille  in  hellgelbem  Ringe  vor  der  Spitze,  vor  demselben  eine  hellgelbe  Binde.  Die  gelbliehbraun  bestäub¬ 
ten  Hflgl  zeigen  an  der  Wurzel  2  hellgelbe  Flecke,  in  der  Mitte  eine  hellgelbe,  zacldge  Binde  und  vor  dem'Saum 
einen  oder  zuweilen  mehrere  kleine  augenförmige  schwarze  Punkte  in  hellgelben  Ringen.  Verbreitet  im  Avest- 
lichen  Teil  von  Nord-Amerika  von  Brit.  Columbien  bis  nach  Arizona  und  östlich  bis  Kansas. 

hrenrla.  C.  brcnda  Edw.  Oben  hell  rötlichgelb,  ungefleckt,  unten  etwas  gelber;  die  Vflgl  mit  einer  rötlichen 

Querlinie  hinter  der  Zelle,  vorn  gerade,  liinten  gekrümmt.  Die  Hflgl  haben  eine  ähnliche  Linie,  die  vorne  winke¬ 
lig,  hinten  gekrümmt  ist.  Die  Vflgl  mit  einem  großen  runden  schwarzen  Fleck  vor  der  Spitze  und  einem  Punkt 
zwischen  Medianast  1  und  2.  Die  Hflgl  mit  einer  mehr  oder  weniger  vollständigen  Reihe  kleiner  Punkte.  Das 
$  ist  auf  der  Unterseite  durch  graue  Färbung  verdunkelt,  der  Fleck  vor  der  Spitze  der  Vflgl  liat  eine  weiße  Pu])ille 
und  auf  den  Hflgln  fehlen  einige  Punkte.  Von  Los  Angelos.  brenda  Avird  von  Dyab  als  synonym  von  ochracea, 


NEOMINOIS.  Von  G.  Weymer. 


227 


von  Skinner  dagegen  als  gute  Art  l)etrac])tet ;  da  mir  die  Art  nicht  in  natura  vorliegt,  so  lasse  ich  die  hh-age  uu- 
entschieden.  ■  - 


C.  kodiak  Edw.  ist  oben  hell  gelblichgrau  mit  einer  blaßgelben  Querbinde  hinter  der  Mitte  beider  h’lgl.  koiliak. 
Das  Wurzelfeld  der  Hflgl  ist  mehr  bräunlich  gelbgrau.  Die  Oberseite  gleicht  der  \ on  califor n/i>i  DhL  nur  mtkodvik 
viel  dunkler.  Dasselbe  ist  auf  der  Unterseite  der  Fall.  Von  Alaska.  Sölten.  —  yukonensis  Holl,  ist  als  eine  Form  yi'-k'inciiHi. 
von  kodiak  beschrieben.  Die  Oberseite  der  Vflgl  ist  hell  ockergelb,  der  Außenrd  und  der  Vrd  grau,  eine  weiße?, 
undeutliche  Binde  hinter  der  Mitte;  Hflgl  dunkelgrau,  etwas  gelblich  mit  einer  schmutzig  weißen  unterbroche¬ 
nen  Mittelbinde.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  dunkelockergelb,  zuweilen  kastanienbraun,  vor  der  Spitze 
und  am  Außenrd  in  Grau  übergehend.  Die  weiße  Binde  ist  hier  scharf  ausgeprägt.  Ein  kleines  Auge  mit  weißer 
Pupille  vor  der  Spitze.  Hflgl  schwärzlichgrau,  nach  außen  heller,  mit  scliarfer  weißer  Mittelbinde.  Eine  Augen¬ 
reihe  ist  vor  dem  Rande  schwach  angedeiTtet.  Das  $  ist  etwas  größer  und  durchweg  heller.  Ebenfalls  von  Alaska. 

Juli.  Es  kann  eigene  Art  sein.  ! '  j !  j  j 


C.  paniphiloides  Reak.  Ueber  die  Artrechte  dieses  Falters  sind  die  Autoren  verschiedener  Meinung,  pioitiilnloi 
Einige  halten  ihn  für  gleich  mit  dem  europäischen  pamphüus  L.,  andere  betrachten  ihn  als  verschieden.  Da 
mir  die  Form  nicht  in  natura  vorliegt,  so  kann  ich  darüber  nicht  entscheiden.  Die  ganze  Oberseite  und  die  Un¬ 
terseite  der  Vflgl  sind  derjenigen  von  paviphilus  (Bd.  1  Taf.  48  g)  älmlich.  Die  Hflgl  haben  aber  unten,  nach  der 
Abbildung,  welche  Holland  in  seinem  Butterfly  book  gibt,  keine  giüinlichgraue,  sondern  eine  hellere  mehr 
gelblichgraue  Grundfarbe,  im  Wurzelfelde  stehen  2  hellgelbe  Flecke,  durch  die  Mitte  zieht  eine  zackige  hellgelbe 
Binde  und  vor  dem  Rande  steht  eine  Reihe  von  6  runden  gleichfarbigen  Flecken  mit  schwarzen  Punkten  in 
ihrer  Mitte.  Diese  Punkte  fehlen  zuweilen.  Das  $  ist  größer  als  pamphilus.  Von  Utah  und  Kalifornien. 


C.  iiiornata  Edw.  (50  b).  Oben  bräunlich  ockergelb,  in  der  Mitte  etwas  heller.  Costa  der  Vflgl  und  inornala. 
Außenrd  beider  Figl  grau.  Unten  zeigen  die  Vflgl  ein  deutliches  Axige  und  eine  schmale  weiße  Binde.  Die  Hflgl 
sind  grau  mit  einer  kurzen  zackigen,  weißen  Binde  durch  die  Mitte  und  vor  dem  Saum  eine  rmdeutliche  und 
auf  den  Rippen  unterbrochene  rotgelbe  Binde.  Diese  Art  wird  von  verschiedenen  Autoren  als  eine  Form  der 
europäischen  tiphon  Rott.  (Bd.  1  Taf.  48  h)  betrachtet.  Letztere  hat  aber  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  eine 
Reibe  von  sechs  schwarzen,  weißgekernten  Augen  in  hellgelben  Ringen  imd  wird  also  Holland  wohl  Recht 
haben,  daß  er  inornata  als  besondere  Art  betrachtet.  Von  Montana,  Minnesota,  Britisch  Amerika  und  Neu¬ 
fundland. 

C.  haydeni  Edw.  (50  b).  Eine  der  größern  Arten.  Der  Körper  ist  chinkelbraun,  die  Fühler  schwarz  haydeni. 
und  weiß  gelängt.  Die  Oberseite  ist  braun  mit  einem  ins  Graue  fallenden  Ton.  Die  Fransen  der  Vflgl  sind  etivas 
heller,  die  der  Hflgl  grau.  Die  Oberseite  ist  ohne  Augen.  Die  Unterseite  ist  heller,  gelblichgrau.  Vor  dem  Saum 
beider  Figl  liegt  eine  dicke  Silberlinie,  die  auf  den  Rippen  unterbrochen  ist.  Auf  den  Hflgln  liegt  neben  dieser 
Linie  eine  Reihe  von  6  Augenflecken,  die  nach  hinten  an  Größe  abnehmen,  das  letzte  Auge  ist  zuweilen  sehr  klein 
und  dann  kaum  zu  erkennen.  Diese  Augen  sind  schwarz  mit  rotgelben  Ringen  und  weißen  Pupillen.  Von  Mon¬ 
tana^  Idaho,  Wyoming  und  Colorado. 


18.  Gattung:  Scudd. 

Der  Vrd  und  der  Ird  der  Vflgl  sind  gerade,  der  Außenrd  gerundet.  Der  Vrd  der  Hflgl  bildet  nahe  an  der 
Wurzel  eine  stumpf  vortretende  Ecke.  Die  Costalrippe  der  Vflgl  ist  an  der  Wurzel  stark  angeschwollen,  die 
Mediana  dagegen  nur  etwas  verdickt.  Die  Oberdiscocellularis  der  Vflgl  fehlt.  Die  Fühler  sind  verhältnismäßig 
kurz,  die  Palpen  an  der  Unterseite  sehr  haarig.  Die  beiden  Formen  der  Gattung  kommen  in  den  gebirgigen 
westlichen  Teilen  der  Vereinigten  Staaten  von  Nord-Amerika  vor. 

N.  ridingsii  Edw.  (50  b).  Die  weiße  Flecken  binde  auf  der  graubraunen  Oberseite  variiert  etwas  in  der  ridingsii. 
Breite.  Das  Auge  am  Analwinkel  der  Hflgl  ist  zuweilen  nur  punktförmig  oder  fehlt  ganz.  Auf  der  Unterseite 
ist  die  Wurzelliälfte  beider  Figl  weißlich  und  fein  braun  gestrichelt  mit  2  bramnen,  zackigen  Querbinden  durch 
die  Mitte.  Beim  $  sind  die  Augenflecke  der  Vflgl  auf  der  Oberseite  selir  groß  und.  auch  in  der  Zahl  vermehrt. 

Mir  liegt  ein  $  mit  4  Augen  vor,  die  eine  zusammenhängende  Reihe  bilden,  von  denen  das  obere  4,  das  untere  3  mm 
mißt,  die  übrigen  sind  kleiner.  — Das  Ei  ist  fast  kugelig  weißlich.  Die  Rp  gelbbraun,  hinten  stark  verjüngt, 
mit  kugeligem  Kopfe  und.  dunklen  Schattenlinien.  Pp  stumpf,  ganz  gerundet,  braun,  am  ^Td  d.unkelgrün. 
am  vordem  Luftloch  ein  ganz  kleiner,  stacheliger,  keulenförmiger  Fortsatz.  Sie  liegt  in  einer  Sandhöhle  am 
Erdboden.  Der  Schmetterling  fliegt  in  der  Höhe  von  5 — 7000  Fuß  und  ist  stellenweise  nicht  selten.  In  Colorado 
und  den  westlicher  gelegenen  Staaten.  —  dionysius  Scudd.  (=  ashtaroth  Streck.)  ist  eine  etwas  größere  Form  dioiuj.'iiHs. 
von  ridingsii,  die  sich  durch  hellere,  bräunlichweiße  Färbung  des  äVurzelteils  beider  Figl  und  durch  breitere 
und  hellere  Submarginalbinden  unterscheidet.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Mittelbinde  der  Hflgl  schmäler  und 
schärfer  gezackt  und  die  nach  innen  gerichteten  Zacken  des  braunen  Saumes  ebenfalls  spitzer.  Von  Utah,  Colo¬ 
rado  und  Ai’izona. 


228 


OERCYONIS.  Von  G.  Weymer. 


19.  Gattung'  :  Cerc^yoilis  Speyer.  (=  Satyrus  Westw.  pt.) 

Der  Vrd  der  Vflgl  ist  stärker,  der  Außenrd  schwächer  gerundet,  der  Ird  bei  den  meisten  Arten  ziemlich 
gerade.  Der  Außenrd  der  Hflgl  ist  schwach  wellig,  der  Ird.  derselben  in  seinem  hintern  Teil  etwas  einwärts 
gebogen.  Die  Palpen  sind  lang,  über  Kopfeslänge  vorstehend,  dicht  behaart,  die  Augen  nackt.  Die  Kolbe  der 
Fühler  ist  dünn  und  lang  gestreckt,  nicht  scharf  abgesetzt.  Die  Mittelschienen  sind  kaum  bedornt.  Die  Costalis 
und.  die  Mediana  der  Vflgl  sind,  an  der  Wiirzel  stark  an  geschwollen,  die  Submediana  dagegen  nur  etwas  verdickt, 
ln  den  Vflgl  entsj^ringen  die  2  ersten  Subcostaläste  vor  dem  Zellenende.  Die  Gd  haben  bei  vielen  Arten  auf  der 
Oberseite  hinter  der  Mediana  der  Vflgl  einen  mehr  oder  vveniger  deutlichen  Duftschuppen  streifen.  Es  sind,  zum 
Teil  Schmetterlinge  mittlerer  Größe,  zum  Teil  aber  Ijed.eutend  kleiner.  Ihr  Vaterland  ist  Nordamerika.  Einzelne 
Arten  sind  europäische  Formen  der  Gattung  Satyrus  sehr  ähnlich  und.  werden  daher  von  den  meisten  ameri¬ 
kanischen  Autoren  zu  Satyrus  gestellt. 

■pegala.  C.  pegala  F.  (50  b,  c).  Die  gi'ößte  Art  der  Gattung.  Oben  braun,  mit  breiter  ockergelber  Binde  der 

Vflgl,  worauf  beim  G  uur  ein,  beim  $  zwei  Augen  stehen.  Auf  der  Unterseite  ist  die  braune  Grundfarbe  über¬ 
all  fein  dunkelbraun  gestrichelt,  und  halben  hier  die  Hflgl  6  Augen.  Zuweilen  fehlt  eines  davon.  Der  Sclimet- 
alopc.  terling  fliegt  im  südlichen  Teil  der  Vereinigten  Staaten  nördlich  etwa  bis  Ne.Av  Jersey.  —  alope  F.  (50  c) 
ist  die  am  meisten  in  Nordamerika  verbreitete  Form  der  vorigen.  Sie  ist  etwas  kleiner,  und  hat  in  beiden  Ge¬ 
schlechtern  oben  und.  unten  zwei  Augen  auf  den  Vflgln.  Die  Duftschuppenflecke  der  Oberseite  der  Vflgl  der 
uiarituna.  SS  Zelle  1  a,  1  b  und  2  sind  deutlich.  Die  Zahl  der  Augen  der  Hflgl  wechselt.  —  maritima  Edw.  ist  eine  der 
alope  ähnliche  Form,  t)ei  der  die  Oberseite  dunkler  und.  die  Binde  mehr  orange  gefärbt  ist.  Sie  kommt  in  Long- 
tcxana.  Island  und.  Martha’s  vineyard  vor.  —  texana  Edw.  (=  incana  Edw.),  eine  weitere  hierher  gehörige  Form,  hat 
heller  braune  Grundfarbe  und.  ockerfarbige  Binde.  Die  Flecke  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  sind,  gi’ößer  als  bei 
nephcle.  den  ülwigen.  Vom  äußersten  Süden  der  Vereinigten  Staaten.  —  nephele  Ky.  (50  c)  wurde  lange  für  gute  Art 
gehalten,  ist  aber  jetzt  als  dimorphe  Form  von  alope  bekannt.  Bei  ihr  ist  die  gelbe  Binde  durch  braune  Bestäubung 
sehr  verdunkelt  und  nur  noch  beim  d*  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  als  Binde  zu  erkennen.  Auf  der  Oberseite  des^ 
und  auf  beiden  Seiten  des  $  sind  nur  noch  bräunlichgelbe  Ringe  um  die  schwarzen  Augen  ülu’ig  geblieben.  Es  ist  die 
nördliche  Form  der  Art,  welche  in  Nordamerika  nördlich  von  dem  Breiten-Grade  von  New-York  allgemein  vom  at¬ 
lantischen  bis  zum  stillen  Ozean  gefunden  wird,  südlich  davon  aber  nur  auf  den  Höhen  des  Alteghanigebirges  vor- 
oiyinpus.  kommt.  —  olyiiipus  (50d)  ist  eine  der  nephele  ähnliche  Form,  die  im  männlichen  Geschlecht  etwas  dunkler, 
beim  5  etwas  heller  gefärbt  ist,  und  nur  wenige  Augen  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  hat.  In  den  Staaten  westlich 
arianc.  vom  Mississippi  ist  sie  gemein.  —  ariane  Bsd.  (50c)  ist  eine  kleine  Form,  der  alope  ähnlich,  doch  dunkler.  Bei  ihr 
treten  die  Augen  beiderseits  auf  Ober-  und  Unterseite  der  Figl  deutlich  hervor.  Von  Britisch  Amerika,  Oregon 
hoopis.  und  dem  nordwestlichen  Teil  der  Vereinigten  Staaten.  —  boopis  Behr  (50  d)  eine  hierhergehörende  Form  hat  auf 
der  Oberseite  der  Hflgl  keine,  auf  der  Unterseite  nur  1  oder  2  undeutliche  Augen.  Die  Duftschuppenflecke 
der  SS  zeigen  sich  auf  der  Obei-seite  der  Vflgl  zwischen  dem  2.  Medianast  und.  dem  Ird  deutlich.  Häiifig  an  der 
haroni.  Küste  des  stillen  Ozeans  in  den  Staaten  Washington,  Oregon  und  Nord-Kalifornien.  —  Bei  baroni  Edw.,  die  ich 
auch  als  hierher  gehörige  Form  betrachte,  sind  die  gelben  Ibinge  der  Augen  oberseits  fast  verschwunden,  die 
Fhiterseite  ist  mehr  rötlich  braun  gefärbt,  infolge  dessen  treten  die  Querlinien  in  der  Mitte  deutlich  hervor. 
(jahhi.  —  Auch  gabbä  Edw.  wird,  hierher  als  eine  andere  Form  zu  stellen  sein.  Sie  hat  die  Größe  von  nephele,  das  S  ist 
dnnkel  rötlichbraun,  das  $  blaß  rehfarben.  Unten  ist  die  äid.lere  Flglhälfte  beim  §  l)laßgraubraun,  die  innere 
Hälfte  niir  wenig  dunkler.  Auf  den  Hflgl  stehen  hier  6  schwarze,  weißgekernte  Augen  in  gelben  und  braunen 
Ringen ,  das  2.  und  5.  größer  als  die  übrigen  und  die  3  letzten  in  gerader  Reihe  übereinander.  V on  Oregon  und  Utah. 
Das  Ei  von  alope ’uit  stum]5f  kugelförmig,  el>ensf)  hoch  wie  breit,  oben  stark  gerippt,  die  Oberfläche  mit  Punkt¬ 
grübchen  versehen  und.  von  Farbe  zitrongelb.  Die  Rj)  schlüpft  je  nach  der  Tem])aratur  in  14 — 28  Tagen  aus. 
Die  junge  Rp  ist  rosa,  sie  überwintert  klein,  wird  dann  grünlich  und.  ist  erwachsen  40  mm  lang,  hellgrün,  über 
den  Rücken  weißlich,  mit  hellgelbem,  dunkel  angelegten  Seitenstreif  und  weißlicher,  dunkel  l)eschatteter  Sub- 
dorsallinie.  Sie  lebt  an  Grasarten.  Pp  blaugrün,  fein  weiß  gezeichnet.  Die  Falter  fliegen  im  Juli  und.  August 
in  lichten  Wäldern  und.  auf  Grasplätzen  stellenweise  sehr  gemein  und.  besiAchen  mit  Vorliebe  die  Blüten  von  Spi- 
raea  tomentosa. 

meudi.  C.  meadi  Edw.  (50  d)  ist  eine  kleinere  selbständige  gute  Art,  kenntlich  an  dem  rötlichgelben  Mittel¬ 

felde  der  Vflgl  auf  der  Unterseite.  Der  S  isf  oben  dunkelbraun  mit  2  schwarzen  Augen  in  breiten  rotgelben  Ringen 
auf  den  Vflgln  in  Zelle  2  und  5,  von  denen  nur  das  vordere  eine  weiße  Pupille  hat.  Die  Umgebung  dieser  Augen 
ist  öfter  mehr  oder  weniger  stark  rotgelb  bestäul)t,  besonders  der  Raum  zwischen  ihnen.  Auf  den  Hflgln  steht 
oben  nur  ein  Auge.  Beim.  $  stehen  die  Angen  der  Vflgln  oben  auf  einer  rot-  oder  ockergelben  Binde,  welche 
sich,  wnrzelwärts  bis  in  die  Mittelzelle  ausdehnt,  dabei  allmählich  in  die  braune  Grundfarbe  übergehend.  —  Das 
Ei  ist  an  den  Seiten  stark  gerip]it,  oben  punktiert,  rosa  gefärl)t.  Die  Rp  ist  grün,  schlank  mit  rimdem  Kopfe, 
hellen  Längslinien  über  den  Rücken  und  gelljer  Lateral-  und  Subdorsallinie.  Sie  lebt  an  Gras.  Pp  stiimpf  ge¬ 
rundet,  hellgrün.  Der  Schmetterling  fliegt  im  Juli  und  August,  ziemlich  lokal,  aber  stellenweise  gemein,  er 
besucht  gern  Compositen,  besonders  eine  Senecio-Art.  Vaterland;  Colorado,  Montana,  Utah  und  Ai’izona. 


CERCYONIS.  Von  G.  Weymek. 


229 


C.  oetus  Bsd.  (50  e).  üben  graubrann,  die  Spitze  der  Vflgl  lielk'r,  |tran.s(n)  grau,  2  l)raun(^  Saimilinien;  oc-O/.s-, 
die  Vtigl  mit  2  kleinen  runden  scliwai'zgrauen  Flecken  in  gelbbraunen  Ringen,  beim  J“  init  braiimmi  Duftscbuppen- 
streif.  Unten  gelblicbgraii,  die  Wurzelhälfte  fein  braun  gesti'iclu^lt,  Vflgl  mit  2  schvvai-zbraunen  Augen  mit 
ockergelbem  Ring  und  weißer  Pupille.  Uas  vordere  Auge  ist  selir  gi'oß,  erstreckt  sieb  übei'  9  Zellen,  das  bintei'e 
ist  kleiner.  Beide  Figl  mit  2  braunen  Saum-  und  einer  Submarginallinie.  Von  Nord-Kalifornien. 

C.  charon  Edw.  (50  d).  Oben  braun,  Vflgl  beim  E  ^  oder  2  schwarzen  P''lecken  oluu^  Ringe,  \yE\m  ikdron. 

^  heller  mit  2  augenförmigen  Flecken  in  ockei’gelben  Ringen.  Der  dunkelbraune  Duftsc])U})])enfl(>ck  des 
erstreckt  sich  bis  in  Zelle  3.  Auf  der  Unterseite  stehen  bei  d'  ond  ^  statt  der  schwarzen  Flecke  Augen  mit 
gelben  Ringen  und  weißen  Pupillen.  Beide  Figl  sind  unten  braun,  überall  fein  dunkelbraun  gestrichelt,  Hflgl 
mit  dunkelbrauner,  zackiger  Mittellinie  und  mit  einer  Reihe  mehr  oder  weniger  deutlicher  kleiner  schwarzer, 
weißgekernter  Augen. —  Ei,  Rp  und  Pp  sind  fast  genau  wie  bei  meadi.  Die  Längslinien  der  R})  sind  häufig  reiner 
weiß,  die  P])  zuweilen  schwarzbraun  oder  schwarzgrün.  Der  Falter  fliegt  niedrig  über  dem  Boden  auf  Gras¬ 
plätzen  und  besucht  besonders  Com])ositen.  Flugzeit  Juni  bis  August.  Vaterland:  das  westliche  Nordamerika, 
von  Britisch-Colnmbia  bis  nach  Neu-Mexiko.  —  sylvestris  Edw.  (=  ph.ocus  Ediv.)  ist  nach  FToeland  eine  Form  atjlvc.'ilns. 
von  charon,  bei  der  die  Augenfleckc  der  Unterseite  der  Hflgl  undentlicl).  sind.  (Kirby  hat  in  seinem  Katalog 
sylvestris  Edw.  als  ältesten  Namen  für  oetas  Bsd.  angegeben).  Das  mit  dem  Namen  sylvestris  auf  Taf.  50  J 
bezeichnete  Bild  gehört  zu  stlienele. 

C.  paulus  Edw.  (50  d).  Auf  der  Oberseite  der  charon  ähnlich,  unten  aber  immer  mit  2  Augen  auf  den  pmdus. 
Vflgln  bei  und  $.  Auch  haben  die  Hflgl  ein  oder  2  augenälmliche  Flecke  auf  der  Oberseite.  Auf  der  Unterseite 
sind  die  Hflgl  im  äußern  Drittel  grau,  fein  dunkelbraun  gestrichelt,  nach  innen  durch,  eine  dunkelbraune,  zackige 
Linie  begrenzt.  In  diesem  Saumfelde  stehen  5 — 6  schwarze  Augen  mit  weißen  Pupillen  und  gelben  und  braunen 
Ringen.  Von  Kalifornien  und  Nevada. 

C.  stheiiele  Bsd.  (50 e,  auch  gehört  die  auf  Taf.  50  d  irrtümlich  sylvestris  genannte  Form  hierher).  Oben  sthenele. 
braun  mit  2  schwarzen  runden  Flecken  auf  den  Vflgln,  von  denen  beim  (J  nur  der  obere  weiß  gekernt  ist,  beim 
$  aber  beide  weiße  Pupillen  iind  bräunlichgelbe  Ringe  haben.  Die  Art  ist  kenntlich  an  der  breiten  zackigen 
dunklen  Mittelbinde  auf  der  Unterseite  der  Hflgl,  welche  an  2  Stellen  stark  eingeschnürt  und  sowohl  nach  innen, 
wie  besonders  nach  außen  breit  weißlichgrau  eingefaßt  ist.  Im  Saumfelde  eine  Reihe  Augen,  die  zuweilen  undeut¬ 
lich  werden.  Von  Kalifornien. 

C.  wheeleri  Edw.  (hoffmani  Streck.).  Der  ne'phele  ähnlich,  doch  größer,  besonders  das  $.  Grundfarbe  ivheelcri. 
braun.  Die  Vflgl  haben  oben  3  Augen.  Das  Apicalauge  ist  doppelt,  und  besteht  aus  einem  gi'ößeren  Auge  in 
Zelle  5  und  einem  kleinen  in  Zelle  4.  Beide  sind  von  einem  gemeinschaftlichen  schmalen  hellgelben  Ring  um¬ 
geben.  Beim  $  stehen  diese  Augen  auf  einer  breiten  hellen  braunen  Binde,  auch  hat  letzteres  oben  auf  den  Hflgl 
2  Augen  vor  dem  Analwinkel.  Die  Unterseite  ist  nicht  braun,  wie  bei  nephele,  sondern  beim  ^  hellgrau, 
beim  $  hellgelblichgrau,  fein  braun  gestrichelt.  Vflgl  mit  einem  zackigen  Mittelstreif  und  3  fast  geraden  Rand¬ 
linien,  alle  braun.  Hflgl  mit  einem  gebrochenen  und  einem  zweiten  zackigen  Mittelstreifen  und  3  welligen  Linien 
am  Rande.  Beim  (J  steht  auf  den  Vflgln  ein  kleines  4.  Auge  in  Zelle  3,  diese  Augen  sind  paarweise  von  2  gelben 
und  außen  von  braunen  Ringen  umgeben.  Beim  $  sind  diese  Ijraunen  Ringe  besonders  groß,  sie  messen  7  mm 
im  Durchmesser.  Auf  den  Hflgln  stehen  unten  6  schwarze  Augen  mit  weißen  Pupillen  in  hellgelben  und  braunen 
Ringen.  Nevada. 

C.  behrii  Grinnell.  Viel  kleiner  als  die  vorige,  nur  43  mm  Spannweite.  Braun,  Vflgl  mit  einem  schwarzen,  behrii. 
weißgekernten,  etwas  heller  braun  umringten  Apicalauge  und  einem  scliwarzen  Fleck  in  Zelle  2,  einer  undeut¬ 
lichen  Submarginal-  und  einer  braunen  Saumlinie.  Hflgl  mit  schwarzem  Analfleck.  Unten  Vflgl  holzl)raun, 
dunkler  marmoriert,  mit  2  schwarzen,  weißgekernten  Augen  mit  einer  braunen  welligen  iMittelbinde,  einer 
breiten  Binde  zwischen  den  Augen  und  dem  Saume  und  2  Randlinien,  ebenfalls  braun.  Die  Hflgl  sind  mehr 
mit  grau  gemischt.  Eine  breite  Binde  geht  durch  die  Mitte.  Im  Saumfeld  steht  eine  Reihe  von  6  Augen,  wovon 
das  2.  und  5.  groß,  die  übrigen  klein  sind.  Das  3.  Auge  hat  keine  Pupille,  die  übrigen  sind  alle  Aveiß  gekernt. 

Die  breite  Binde  hinter  den  Augen  und  die  2  Randlinien  sind  wie  an  den  Vflghi.  Das  $  mißt  46  mm  iind  ist 
vom  nur  dadurch  verschieden,  daß  die  schwarze  Flecken  der  Oberseite  alle  Aveiß  gekernt  sind.  Vom  Tamal])ais 
einem  Berge  in  Marin  County  an  der  Bay  von  Sn.  Francisco  in  Kalifornien.  In  der  Sammhmg  der  Kaliforni¬ 
schen  Academy  der  Wissenschaften.  Von  Behr  gesammelt. 

C.  glaucope  Fldr.  (=  friedenreichi  Stgr.)  (50  d).  Oben  braun  mit  einer  breiten  rotgelben  Binde  auf  glaiaope. 
beiden  Flgln,  Avorin  auf  den  Vflgln  ein  Doppelauge  vor  der  Spitze  und  ein  einfaches  Auge  in  Zelle  2,  auf  den  Hflgln 
zuAveileii  ein  schwarzer  Punkt  in  Zelle  2  stehen.  Die  Unterseite  ist  heller  und  dunkelbraun  gestrichelt,  auf  den 
Vflghi  mit  derselben  Binde  und  gleichen  Augen  Avie  oben,  auf  den  Hflgln,  aber  mit  einem  schmalen,  ockergelben, 
fast  geraden  Streifen,  der  von  der  Mitte  des  Vrds  bis  in  die  Nähe  des  InnenAvinkels  geht.  Hinter  der  letzten 
liegen  am  Vrd  2  dunkelbraune  Flecke.  Brasilien  (Prov.  St.  Catharina  und  Parana.  —  bönninghauseni  Foetterle  hönning- 
(50e)  ist  nur  eine  Form  von  glaucope,  bei  der  die  äußere  Hälfte  der  Hflgl  auf  der  LTnterseite  nicht  dAinkelbraun  bauseni. 
gestrichelt  ist  und  der  hellgelbe  Mittelstreifen  sich  nach  außen  eiuveitert.  Von  Itatiaya. 


230 


OENEIS.  Von  G.  Weymbr. 


(ßistavi. 


ncradcnsis. 


uhiita. 


iiiacoioii. 


ivalidu. 


C.  gustavi  St(p\  (=  Satyrns  G.  aut.)  ist  vielleicht  hier  aufzunehmen.  Oben  d.unkelrauchbraun  mit 
langen,  licht  lu’aunen  Fleckstreifen  vor  dem  Rande,  worin  ein  schwarzer  Augenfieck  vor  der  Spitze  und  1  oder  2 
kleinen  über  dem  Innenwinkel  der  Vflgl  und  auch  auf  den  Hflgln  einige  schwarze  Flecke  stehen.  Die  hell  und 
dunkelgrau  gemischten  Fransen  sind  schwarz  gescheckt.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  teils  schwärz¬ 
lich.,  teils  bräunlichgi’au  oder  lichtgrau  mit  4  strichartigen,  kurzen,  gelbbraunen  Längsstreifen.  Das  Auge  in 
dem  obern  dieser  Streifen  ist  größer  als  auf  der  Oberseite.  Die  Hflgl  sind  unten  schinutziggrau  und  haben  scharf 
hellgrau  hervortretende  Rippen.  Die  gelbbraunen  Längsstreifen  der  Oberseite  sind  hier  nur  sehr  kurz.  Auf  der 
Hochebene  von  Bolivien  in  4000  in  von  Gust.  Garlepp  entdeckt. 


20.  Gattung- :  Hhn. 

Das  Hau{)tkenu Zeichen  dieser  Gattung  ist,  daß  keine  Rippe  geschwollen,  sondern  nur  die  Costalis  der 
Vflgl  an  der  Wurzel  stark  verdickt  ist.  Im  übrigen  ist  der  Ripjienverlauf  dem  der  vorigen  Gattimg  gleich. 
Der  Vrd  der  Vflgl  ist  ziemlich  gerade,  die  Mittelzelle  schmal  und  gestreckt,  die  Spitze  vorgezogen,  der  Außenrd 
steht  daher  ziemlich  schräge.  Die  d'G  mehrerer  Arten  haben  hinter  der  Mediana  der  Vflgl  auf  der  Oberseite 
einen  Duftschujipenstreifen.  Die  Palpen  sind  lang  und  borstig  behaart,  die  Fühler  kurz,  mit  allmählich  verdickter 
Kolbe.  Es  sind  mittelgroße  und  unter  Mittelgröße  stehende  Schmetterlinge,  von  gelber,  gelbbrauner  oder  grau- 
l)rauner  Farbe,  die  fast  alle  eine  hell  und  dunkel  marmorierte  Unterseite  der  Hflgl  haben,  auf  der  eine  dunkle 
Mittelbinde  steht.  Ihr  Verbreitungsl)ezirk  umfaßt  die  arktische  Zone  und  die  höhern  Gebirge  der  gemäßigten 
Zone  der  nördlichen  Erdhälfte,  sowohl  der  alten,  als  der  neuen  Welt.  Einige  Arten  sind  beiden  gemeinschaft¬ 
lich..  lieber  die  altweltlichen  Oeneis  vgl.  Bd.  1  S.  117 — 121,  Taf.  40;  ferner  Bd.  9  S.  311. 

0.  nevadensis  FWr.  {=  gigas  Bür.,  californica  R.syZ.)  (50  e).  Die  schönste  und  größte  Art  der  Gattung. 
Kenntlich  an  der  rötlich  ockergell)en  Grundfarbe  beider  Figl.  Der  Duftschuppenstreif  der  (JG  ist  sehr  deutlich. 
Im  männlichen  Geschlecht  sind  entweder  I  oder  2  Augen  auf  den  Vfigln  beiderseits  vorhanden.  Das  zweite 
Auge  steht  in  Zelle  2.  Bei  den  $9  kommen  gewöhnlicl'.  2  Augen  vor,  zuweilen  aber  auch.  3.  Das  dritte  Auge 
steht  in  Zelle  3.  Von  Kalifornien,  Oregon,  Washington  und  der  Vancouvers-Insel.  Von  2000  bis  7000  Fuß  Höhe. 
—  iduna  Edw.  (50  f)  ist  eine  Form  der  gigns,  die  noch,  etwas  größer  und  heller  gefärbt  ist.  Die  ockergelbe  Grmid- 
farbe  ist  besonders  a\if  den  Hflgln  viel  heller,  ebenso  auf  der  Unterseite  der  Vflgl.  Die  braune  Strichelung  auf  der 
Unterseite  der  Hflgl  ist  viel  feiner,  so  daß  die  weiße  Grundfarbe  hier  viel  stärker  hervortritt.  Die  braunen 
Zackenlinien  sind  dünner  und  der  Außenrd  schmäler.  Aus  der  Küstengegend,  des  nördlichen  Kaliforniens.  —  Das 
Ei  ist  unregelmäßig  und.  flach  gerip])t,  l)laß  geringelt.  Es  schlü])ft  nach.  9 — 10  Tagen  aus.  Die  Rp  ist  rosig- 
ockergelb,  mit  dunkler  Rückenlinie  und  ebensolchen  Subdorsalstreifen,  zwischen  beiden  lichtere  Längslinien. 
An  Gras.  Ueber  die  Pp  ist  nichts  bekannt,  da  Edwards  die  Rpn  nicht  zur  Verwandlung  brachte. 

0.  niacouni  Eda\  Diese  interessante  Art  ist  der  nevadensis  Fldr.  in  Größe,  Färbung  imd  Zeichnung 
ganz  ähnlich,  untersch.eid.et  sich,  aber  von  ihr  sofort  durcli  vollkommenes  Fehlen  des  großen  braunen  Duftschuppen- 
Flecks  auf  der  Oberseite  der  männlichen  Vflgl,  ferner  durch  das  Vorhandensein  einer  breiten  dunkelbraunen 
Mittelbinde  auf  der  LInterseite  der  Hflgl.  Diese  Art  ist  bisher  nur  an  2  Stellen  in  Nordamerika  gefunden  Avorden 
und  zwar  ziemlich,  häufig  bei  Nepigon  an  der  Nordküste  des  obern  Sees  in  Canada  von  Ende  Juni  bis  Mitte 
Juli  auf  offenen,  vom  feuchten  Walde  umgebenen  Grasplätzen  in  der  Nähe  des  Flusses  gleichen  Namens.  Die 
zweite  Stelle,  wo  die  Art  von  Macoitn  gefunden  wurde,  ist  Morley  Alberta,  am  östlichen  Fciße  des  Felsenge¬ 
birges.  —  Die  von  Holland  abgebildete  R]i  ist  35  mm  lang.  Der  Kopf  ist  rund,  mit  4  senkrechten  sch.AA^arzen 
Linien,  der  Körper  hat  auf  dem  Rücken  mehrere  schmale  dunkle  Längslinien,  an  jeder  Seite  einen  breiten  Sub- 
dorsalstreifen  und  über  den  Füßen  einen  dunklen,  darüber  einen  hellen  Seitenstreifen.  Sie  lebt  an  Gras. 

0.  chryxus  Dbl.  u.  Hew.  (=  calais  Scudd.  (50  f).  Der  nevadensis  ähnlich,  doch,  kleiner,  die  Vflgl  etAA'as 
s])itzer,  ihr  Vrd  hell  und  dunkel  marmoriert,  der  Außenrd.  besteht  beim  G  nur  aus  einer  schmalen  braunen  Saum¬ 
linie,  der  Duftsc-hup})enfleck  bräunlichgrau.  Vflgl  l)ei  G  nnd  9  mit  2  Augen  und.  einem  kleinen  scliAA^arzen  Pun.kt 
zwischen  denselben,  Hflgl  mit  einem  solchen  Analpunkt.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Vorderhälfte  der  Vflgl 
fein  braun  gestrichelt,  ebenso  die  ganzen  Hflgl,  auf  AA^elchen  2  zackige  Streifen  ein  breites  dunkles  Mittelfeld  ein¬ 
fassen.  —  Das  Ei  ist  weißlich,  die  Rp  graubraun  mit  dunklen  Schattenlinien,  die  Pp  ist  gerundet,  vorne  scliAvarz- 
braun,  hinten  gelblich.  Der  Schmetterling  ist  im  nordamorikanischen  Felsengebirge  AA^eit  verbreitet  von  Colo¬ 
rado,  Avo  er  9000  bis  12000  Fuß  hoch,  fliegt,  bis  ziir  Kanadischen  Provinz  Alberta,  avo  seine  Flugplätze  in  Höhen 
von  4000  bis  7000  Fuß  liegen.  Seine  Flugzeit  ist  Ende  Juni  und  im  Juli.  Calais  Scudd.,  die  vom  Autor  als 
von  der  Hudsons-Bay  stammend,  beschrieben  ist,  Avird.  jetzt  allgemein  als  synonym  von  chryxus  betrachtet. 

0.  ivalida  Mead.  (50  f).  Diese  Art  ist  leicht  kenntlich  an  der  bräunlichgrauen  Farbe  der  Vflgl  und  an 
den  weißlichgrauen  Hflghi.  Eine  Reihe  weißgrauer  Flecke  liegt  vor  dem  Außenrd  der  Vflgl,  mit  einem  kleinen 
Auge  vor  der  Spitze.  Auch  die  Unterseite  ist  fast  ganz  weißgraAi.  Der  Vrd.  der  Vflgl  ist  bis  an  die  Subcostalis 
braun  punktiert,  dann  im  vorderen  Teil  der  Mittelzelle  braun  marmoriert,  einige  braune  Striche  gehen  bis  an 


0ENEI8.  Von  G.  WEYivnm. 


231 


die  Mediana.  Die  Hflgl  sind  braun  gestrichelt  und  marmoriert  mit  ähnliclien  Linien  wie  bei  rhriixitfi.  Die  Art 
scheint  nur  in  der  Sierra-Nevada  von  Kalifornien  vorzukommen,  besonders  beim  Vaboe-tSee.  Nach  Edwaujjs 
ist  das  Ei  kenntlich  an  den  etwas  verbogenen  Rippen  seiner  Oberfläche.  Ueber  Rp  und  Pp  ist  nichts  bekannt. 

0.  liorna  Thlg.  {—  hilda  Quens.,  celaeno  Hhn.)  (Bd.  1,  Taf.  40c).  Von  dieser  ])aläarktischen  Art  unr-  nonui. 
den  nach  Edwards  3  Exemplare  in  Nord-Alaska  gefunden,  von  denen  Staudinger  ein  ihm  gesandtes  Stück 
als  wahrscheinliche  dunkle  Varietät  von  norna  bestimmt  hatte,  da  die  Beschaffenheit  des  Exem|)lars  ihm  einigen 
Zweifel  ließ,  norna  hat  auf  braunem  Giamde  eine  breite  bräunlichgelbo  sidunarginale  Binde  über  Ixüde  Elgl, 
worin  1  oder  mehrei'e  Augen  stehen.  Die  Unterseite  ist  der  von  chryxus  ziemlich,  ähnlich,  doch,  die  Mitei l)ind(‘ 
der  Hflgl  stärker  gezackt  und  dunkler.  Weitere  Beobachtungen  über  das  Vorkommen  dieser  Art  in  Amerika 
wären  also  erwünscht.  Vgl.  Bd.  1,  S.  119. 

0.  jutta  Hhn.  balder  H.  ScJiäff.,  (50  f).  Die  submarginale  ockergelbe  Fleckenreihe  dieser  eben- 
falls  paläarktischen  Art  besteht  auf  den  Vflgl  Ijeim  d'  aus  kleinen  runden,  beim  $  aus  größeren  eiförmigen 
Flecken,  die  Zahl  der  darin  befindlichen  schwarzen  Punkte  wechselt  von  1 — 4  auf  den  Vflgln  uncl  von  1 — 2 
auf  den  Hflgln.  Unterseits  sind  die  ganzen  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  grau,  mit  braun  marmoriert,  erstere 
mit  einer  grünlichbraunen,  zackigen  Binde.  —  Das  Ei  hat  an  seiner  Oberfläche  unregelmäßige,  zmn  Teil 
gabelige  Längsripj)en.  Die  Rp  ist  hellgelbgrau  mit  ockerfarl)igen  Längsstreifen  iind  schwarzen  Punkt-  iind 
Strichpunktreihen  auf  dem  Rücken  und  in  den  Seiten.  An  Gras  z.  B.  (in  Amerika)  an  luncus  articidata.  Die  Pj) 
ist  weißgrau,  am  Hlbsende  ockergelb.  Während  Holmgren  sagt,  daß  sich  jutta  (in  Europa)  an  Kieferstämme 
setzt,  sitzt  sie  nach  Fyles  in  Amerika  stets  auf  dem  Erdboden.  Wenn  verfolgt,  läßt  sie  sich  ins  Gras  fallen. 

Die  Flugzeit  ist  der  Juni.  In  Nord-Amerika  kommt  die  Art  in  Maine,  Neu-Schottland  und  den  Ländern  an  der 
Hudsons-Bay  vor.  Außerdem  ist  sie  in  Nord-Europa  und  Nord-Asien  zu  Hause.  —  alaskensis  Holland  ist  eine  alasltcnsvi. 
Form  von  jutta,  bei  der  die  Figl  dünner  beschiip])t  und  durchsichtiger,  sowie  die  Flecke  der  Oberseite  undeut¬ 
licher  sind.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Figl  gleichmäßig  mit  kleinen  Flecken  und  Strichen  bezeichnet,  so  daß 
auf  den  Hflgln  keine  Spur  der  dunkleren  Binde  der  jutta  zu  erkennen  ist.  Von  Alaska.  Juni  inid  Juli. 

0.  uhleri  Reak.  (50  f).  Oben  rötlich  gelbbraun  mit  dunklen  Rippen  und  schmalem  braunen  Saum,  uh^ni. 
Vflgl  mit  einem  Auge  vor  der  Spitze  und  zuweilen  mit  1  oder  2  schwarzen  Punkten  darunter.  .Auf  den  Hflgl 
ein  oder  mehrere  schwarze  Punkte.  Unten  sind  der  Vrd  der  Vflgl  iind  die  ganzen  Hflgl  bräunlich  weiß  mit  vielen 
braunen  Querstrichen,  die  sich  zu  mehreren  schmalen  Querstreifen  gruppieren;  auf  den  Vflgln  stehen  hier  1  bis  4 
schwarze  Flecke  mit  teilweise  weißen  Pupillen,  auf  den  Hflgln  eine  Reihe  undetitlicher  Punkte.  —  Das  Ei  ist  kalk¬ 
weiß,  es  hat  19 — 20  Längsriefen  und  einen  punktierten  Scheitel.  Es  schlüpft  in  ca.  10  Tagen  aus.  Die  erwacli- 
sene  Rp  ist  ca.  einen  Zoll  lang,  gedrungen,  gelbbraun  mit  grauem  Rücken  und  lichten  Längslinien.  Sie  verwandelt 
sich  frei,  zwischen  Grashalmen  nahe  am  Boden  liegend,  in  eine  ockergelbe,  am  Rücken  dunklere  Pp.  Der  Falter 
fliegt  vom  Ende  Mai  bis  in  den  Juli  in  Colorado.  —  varuna  Edwards  (50f),  von  demselben  als  l)esondere  Art  be-  vnruna. 
schrieben,  wird  von  den  meisten  Autoren  als  nördliche  Form  von  uhleri  betrachtet,  von  einigen  sogar  als  synonym 
derselben  angesehen.  Sie  ist  kleiner,  in  der  Färbung  etwas  trüber,  der  braune  Außenrd  ist  breiter.  Auf  der  Unter¬ 
seite  der  FIflgl  ist  zuweilen  eine  dunkelbraune  Binde  vor  der  Mitte.  Die  Zahl  der  Augenflecke  wechselt  aber  ebenso 
wie  bei  uhleri,  da  mir  Morrison  s.  Z.  unter  mehreren  varuna  aus  Montana  ein  Exemplar  mit  5  solcher  Flecke 
auf  beiden  Seiten  der  Hflgl  eingesandt  hat.  —  Nach  Edwards  ist  das  Ei  kalkweiß  und  hat  18 — 20  zum  Teil  unvoll¬ 
ständigen  Rippen.  Die  Rp  variiert  von  weißgrün  bis  schmutzig  gelbbraun,  ist  über  den  Rücken  heller,  mit  3 
Reihen  schwarzer  Strichpunktreihen  und  schiefergrauem  Subdörsalstreif.  Die  Pp  ist  ockergelb,  die  Figlscheiden 
heller  gelbgrün.  Die  Rp  verpuppt  sich  in  einer  Art  von  Sandcocon.  Von  Montana,  Nord-Dacota  und  den  an¬ 
grenzenden  Teilen  von  Canada.  —  Die  vorstehenden  Notizen  über  die  Rp,  Pp  und  ihre  Verwandlungsweise 
stimmen  wenig  mit  einander  überein.  Man  sollte  darnach  in  beiden  Formen  2  getrennte  Arten  vermuten.  Wei¬ 
tere  Beobachtungen  wären  also  zur  Aufklärung  wünschenswert. 

0.  alberta  Elwes  (50  g).  Oben  Vflgl  graubraun,  beim  $  stark  ockergelb  bestäubt,  mit  einer  ockergelben  alberla. 
Submarginalbinde,  worin  1 — 3  schwarze  Flecke  oder  Augen  stehen.  Hflgl,  die  Binde  deutlicher  mit  1  Augen¬ 
fleck  und  1  oder  2  Punkten.  Unten  sind  die  Vflgl  hellbraungrau,  gegen  die  Spitze  Aveißlich,  vor  derselben  eine 
kurze  dunkle  Querbinde.  Hflgl  ebenso  mit  einer  breiten  dunkleren  unregelmäßigen  Querbinde  durch  die  IMitte, 
die  an  den  Rändern  dunkel  eingefaßt  ist.  —  Die  Rp  ist  dunkelolivgrün  oder  grünlich  schieferfarben  mit  AA'enig 
helleren  Längsstreifen,  über  den  Rücken  zuweilen  braun.  Die  Pp  ist  graugrün  mit  dunklem  Vrd.  Der  Falter 
fliegt  an  steinigen,  trockenen  Hängen,  wo  er  sich  auf  die  kahle  Erde  setzt.  Er  wurde  bei  Galgary  in  der  ProAÜnz 
Alberta  (Canada)  entdeckt.  Er  fliegt  Mitte  Mai. 

0.  taygete  Hhn.  (=  bootes  Bsd.)  (50g).  Oben  braun,  die  bräunlich  ockergelbe  submarginale  Binde  taygcte. 
ist  beim  nur  auf  den  Hflgln  vorhanden  und  hat  in  beiden  Geschlechtern  keine  scliAAuirzen  Flecke.  Lhiten 
in  Färbung  und  Zeichnung  der  abgebildeten  alberta  ähnlich,  doch  ist  der  vordere  Teil  der  dunklen  IMittelbinde 
der  Hflgl  stark  nach,  außen  gebogen  und  ihr  mittlerer  Teil  AAUirzehvärts  spitzAvinklig  ausgeschnitten.  Von  Labrador. 

0.  subhyalina  Gurt.  (=  crambis  En*.,  also  Möschl:,  oeno  Bsd.,  assimilis  Btlr.  (50  g).  Schmutzig  ocker-  siihhiiaUna 
gelb  bis  dunkelbraun,  meist  mit  verloschener  zimmetbrauner  oder  ockergelber  Binde  und  ockergelben  Flecken 


232 


ARGYROPHORUS.  Von  G.  Weymer. 


in  den  Zellen.  Vflgl  ohne  oder  mit  1 — 2  schwarzen,  teilweise  weißgekernten  Augen,  Hflgl  ohne  Augen.  Hflgl 
unten  ockergelb,  grau  und  schwarzbraun  marmoriert.  Mittelbinde  dunkler,  beiderseits  durch  lichtgraue,  zu¬ 
weilen  verdunkelte  Bänder  begrenzt.  Rippen  nicht  weiß  bestäubt.  Zuweilen  ist  aber  auch  die  Marmorierung 
der  Hflgl  so  verdunkelt,  daß  eine  Mittelbinde  nicht  zu  erkennen  ist  {assimilis  Btlr.).  —  Das  Ei  ist  demjenigen 
von  jutta  ähnlich,  doch,  sind  die  Rij^pen  auf  seiner  Oberfläche  feiner.  Die  Rp  ist  ockerfarbig  grau,  mit  dunkleren 
und  helleren  Längsstreifen  und  schwarzen  Fleck enreihen.  Vaterland:  Neufuiidland,  Labrador,  Alaska.  Kommt 
auch  in  Nord-Asien  vor  (vgl.  hierüber  Bd.  1,  p.  120,  Taf.  40f.,  unter  „cramhis“) . 

scmidca.  0.  semidea  Say.  (50  g).  Das  ^  ist  oben  einfarbig  graubraun,  das  $  dunkelbraun  mit  dunklerer  Saum¬ 

linie,  gescheckten  Fransen  und  kleinen  diinkelbraimen  Flecken  am  Rande  der  Hflgl.  Der  Körper  ist  schwarz¬ 
braun,  die  Kolbe  der  Fühler  rotbraiin.  Die  Vflgl  sind  unten  bräunlichgrau,  gegen  die  Spitze  dunkelbraun  imd 
weißgrau  marmoriert.  Die  Hflgl  sind  unten  im  Wurzel-  und  Mittelfeld  braun  und  dunkelbraun  marmoriert, 
nur  das  Saumfeld  ist  weißgrau  und  braun  marmoriert,  am  Saume  dunkler  fleckig.  —  Das  Ei  ist  ziemlich  unregel¬ 
mäßig  geri])pt,  sei  den  glänzend,  grauweiß.  Die  Rp  hellgrün  oder  gelbbraun  mit  dunklen  Querschatten  auf  je¬ 
dem  Segmente  und  schwärzlichen  Punktreihen  an  den  Seiten  imd  auf  dem  Rücken.  Pp  schwarzbraun  mit 
gell)l)raunem  Hlb.  Der  Falter  fliegt  auf  felsigen  Bergen  stellenweise  zahlreich,  so  auf  dem  Gipfel  des  IMount- 
Washington  in  New-Hampshire,  ferner  in  Colorado  und  in  Labrador. 

brvcri.  0.  bfucei  Ediv.  (50  g)  steht  der  semidea  nahe.  Sie  ist  aber  viel  dünner  beschuppt  und  daher  halbdurch¬ 

sichtig.  01)en  wie  semidea,  auch  die  Unterseite  der  Vflgl  ist  wie  dort.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  aber  viel 
heller,  das  Wurzelfeld  hat  eine  weißgraue  Grmidfarbe,  die  Mittelbinde  tritt  deutlich  hervor  und  die  dieselbe 
einfassenden  braunen  Linien  sind  amVrd  nach  auswärts  gel)ogen  (was  bei  semidea  nicht  der  Fall  ist).  —  Die  Rp 
ist  ockergelb,  bräunlich  schattiert  mit  dimkleren  Punktreihen.  Pp  stumpf  mit  abgestutzter  Kopfhülle  (ähnlich 
wie  bei  semidea  und  uhleri,  aber  weniger  als  bei  jutta).  Der  Falter  fliegt  an  grasigen  Abhängen  a\if  Bergen  von 
Ende  Juni  bis  August,  lokal.  (Nicht  auf  felsigen  Berggipfeln  wie  semidea.)  Er  wird  in  Colorado  zwischen  12  bis 
14  000  Fuß  Höhe,  in  der  kanadischen  Provinz  Alberta  bei  8  bis  9000  Fuß  Höhe  gefunden. 

hcani.  0.  beani  Elwes.  Ebenfalls  der  semidea  ähnlich  und  dünn  beschuppt.  Oben  einfa.rbig  hellrauchbraun, 

der  Vrd  sehr  schmal  hellgrau  und  schwarz  bestäubt.  Der  Duftschuppenstreif  der  undeutlich.  Unten  sind 
die  Vflgl  wie  oben,  doch  der  Vrd  schmal  und  die  S])itze  breit  hellgrau,  mit  dunkelbraun  bestäubt.  Die  Hflgl 
sind  hellgrau,  dicht  mit  schwarzbraun  bestäubt  ohne  Andeutung  irgend  einer  Binde.  Fransen  gescheckt.  Die 
Palpen  sind  ganz  schwarz.  Beim  sind  die  Hintertibien  verdickt  und  an  der  Spitze  nach  innen  gebogen.  Auf 
felsigen  Gipfeln  bei  Laggan  in  der  kanadischen  Provinz  Alberta  in  8000 — 9000  Fuß  Höhe  gefunden. 

katahfJm.  0.  katahdiil  Neivkoinh  (50  g).  Oben  dunkelbraun,  das  äußere  Drittel  der  Figl  gelblichbraun  mit  schwar¬ 

zer  Saumlinie  und  hell-  und  dunkelbraun  gescheckten  Fransen.  Ein  kleiner  schwarzer,  weißgekernter  Fleck 
vor  der  Spitze  der  Vflgl.  Zuweilen  sind  3  oder  4  solclier  Flecke  auf  den  Vflgln  vorlianden,  zuweilen  fehlen  auch 
alle.  Der  Duftschupjjenfleck  ist  schwach  sichtbar.  Unten  sind  die  Vflgl  wie  oben,  doch  blasser,  Costa  und  vSpitze 
braun  ])unktiert.  Die  Hflgl  haben  unten  eine  braune  unregelmäßige  Binde  durch  die  Mitte,  die  zuerst  schwarz, 
dann  gi’au  eingefaßt  ist.  Das  $  hat  die  gelbbraune  Färbung  des  Außenrds  auf  der  Oberseite  deutlicher  aus¬ 
geprägt  und  gewöhnlich  2  oder  3  Augenflecke.  Auch  stehen  bei  ihm  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  eine  Reihe 
von  5  weißlichen  Flecken  vor  dem  Außenrd.  Der  Falter  fliegt  auf  dem  Mont  Katahdin  in  Maine  in  einer  Höhe 
von  4250 — 5000  Fuß,  Ende  Juni. 

(Iniirrt.  0.  daura  Streck,  ist  nach  einem  einzelnen  Exemplar  l)eschrieben,  das  von  Morrison  am  Mont  Graham 

in  Arizona  gefangen  wurde.  Es  ist  der  siliirischen  f^dla  Eversm.  (vgl.  Bd.  1,  S.  119,  Taf.  40  d)  ähnlich,  hat 
weißlich  ockergelbe  Grundfarbe  (wie  ivalida,  [50  fj)  mit  einer  braunen  winkeligen  Mittellinie  und  3  kleinen 
schwarzen  Flecken,  der  obere  mit  Pupille  auf  den  Vflgln.  Die  Hflgl  am  Rande  lireit  heller  mid  mit  schwarzem 
Punkt  in  Zelle  2.  Fransen  gescheckt.  Unten  sind  die  Hflgl  fast  weiß,  sehr  fein  und  schwach  marmoriert,  mit 
einer  etwas  dunkleren,  scharf  begrenzten  Mittelbinde.  Von  Arizona. 

21.  Gattung':  Arg'yroplioriis  Bla.nch. 

Diese  Gattung  ist  leicht  kenntlich  an  dem  dichten  Silberglanz,  der  die  Figl  oben  und  unten,  oder  wenig¬ 
stens  die  Oberseite  der  Vflgl  fast  ganz  bedeckt.  Die  Costalis  und  die  Mediana  sind  an  der  Wurzel  stark  auf¬ 
geblasen.  Die  Oberdiscocellulai'is  der  Hflgl  ist  ziemlich  kurz.  Die  Figl  sind  breiter  und  weniger  gestreckt  als  bei 
Oeneis,  ihr  Außenrd  mehr  gerundet,  die  Palpen  sind  weniger  behaart.  Die  Fühler  haben  eine  verhältnismäßig 
kurze  und  dicke  Kolbe.  Wenn  auch  die  Schmetterlinge  die  mittlere  Größe  noch  nicht  erreichen,  so  gehört 
doch  die  erste  Art  zu  den  auffallendsten  Erscheinungen  der  amerikanischen  Fauna. 

argenfcns.  A.  argeiltcus  Blanch.  (51  a).  Oben  ganz  glänzend  silberweiß  olnie  Zeichnung,  Fransen  braun,  Körper 

braim,  weiß  behaart.  Vflgl  unten  ebenfalls  silberglänzend  weiß,  die  Mittelzelle  rötlichgelb  bestäubt,  mit  einem 
schwarzen,  kleinen  runden  Fleck  vor  der  Spitze,  der  beim  $  weiß  gekernt  ist.  Der  Ird  grau,  Fransen  braun. 
Hflgl  silberweiß,  Wurzelhälfte  bräunlich  weiß  bestäubt,  mit  braunen  Flecken  dazwischen,  doch  so,  daß  alle 


COSMOSATYRUS.  Von  G.  Weymer. 


AusgegeTjen  30.  11.  1911. 


2r.i 


Rippen  weißglänzend  bleiben.  Hinter  der  Mitte  eine  Reihe  brauner  Flecke,  vor  dem  Saume  eine!  Reilu;  biauuer 
Halbmonde.  Das  Vaterland  i.st  Chile,  wo  der  Falter  in  den  Cordillereu  der  Zentral-J’rovinzen  und  an  der  argenti¬ 
nischen  Grenze  im  Januar  und  Februar  stellenweise  liäufig  fliegt,  jedoch,  wegen  seines  schnellen  Fluges  sclrwei’ 
zu  fangen  ist.  Nur  in  der  Morgenfrühe  gelingt  der  Fang  leichter.  Die  Höliengrenze  wird  zwischen  ßOOü  und  70üü 
Fuß  angegeben. 

A.  lamna  Thieme  (51  a).  Viel  kleiner  als  die  vorige.  ,  Vflgl  oben  glänzend  silberweiß  mit  ziemlicli  brei-  innrna. 
tem  braunschwarzen  Außenrd,  der  an  der  Spitze  6 — 8  mm,  am  Innenwinkel  2  mm  breit  ist.  Fi-ansen  lang  und. 
braun.  Hflgl  ganz  braun,  gegen  die  Wurzel  etwas  heller.  Unten  braun,  die  Spitze  der  Vflgl  und  die  Hflgl  ganz 
mit  grauweißen  Atomen  bestreut  und  zwischen  den  Ri])pen  mit  weißen  Längslinien  versehen,  auf  welchen 
auf  den  Vf  Igln  zwei  schwarze  Punkte  und  auf  den  Hflgln  eine  Reihe  von  5  solcher  Punkte  stehen.  Wurzel  wäi'ts 
davon  auf  den  Hflgln  noch,  mehrere  Reihen  kleiner  Punkte.  Von  Bolivien.  —  Eine  Lokalform  dieser  Art  belege 
ich  mit  dem  Namen  angusta/orm.  wow.  Statt  des  breiten  braunen  AußenrdsderVflgl  ist  hier  nur  eine  schmale  braune  angunia. 
Saumlinie  und  vor  derselben  eine  zweite  nur  in  der  vordem  Figlhälfte  deutliche  Linie  vorhanden.  An  der  Flgl- 
spitze  bezw.  am  Vrd  liegt  ein  schmales  braunes  Dreieck,  dessen  kürzere  Seite  nur  2  mm  des  Außenrds  ein¬ 
nimmt.  Unterhalb  dieses  Dreiecks  liegen  auf  silberweißem  Grunde  3  braune  Punkte  ca.  4  mm  vom  Außenrd 
entfernt.  Die  sonst  braunen  Fransen  sind  an  der  Figlspitze  weiß  gefleckt.  Auf  der  Unterseite  haben  beide  Figl 
eine  scharf  hervortretende  weiße  Saumlinie,  die  Rippen  der  Hflgl  sind  ebenfalls  weiß,  itnd  die  dunklen  Punkt¬ 
reihen  sehr  deutlich.  Ebenfalls  von  Bolivien. 


22.  Gattung’ :  C'Osiiiosatyriis  Fldr. 

Kolbe  der  Fühler  dünn,  ziemlich  ausgeschnitten.  Palpen  dünn,  doppelt  so  lang  als  der  Kopf,  die  Ober- 
discocellularis  der  Vflgl  ist  kurz.  Außenrd  gerundet,  derjenige  der  Hflgl  schwach  wellig.  Diese  Gattung  wurde 
von  Felder  auf  leptoneurodes  gegründet  und  später  von  Elwes  erweitert. 

C.  leptoneurodes  Fldr.  (=  antarctica  Reed,  germainii  Reed  [Tafelerklärung]),  üben  braun,  Vflgl  beim  Icptoneuro- 
^  in  der  Mitte  etwas  rostrot  bestäubt,  bei  beiden  Geschlechtern  eine  submarginale  verloschene  sclimale  rost- 
rote  Binde  auf  den  Hflgln.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  graubraun,  mit  rotbraunem  Wurzel-  und  Mittel¬ 
feld,  mit  einem  runden  schwarzen  Auge  mit  doppelter  weißer  Pupille  und  mit  gelbem  Ring  vor  der  Spitze.  Die 
Hflgl  sind  bis  über  die  Mitte  olivbraun,  dann  folgt  eine  zackige  weißgelbe  Binde  und  im  Saumfelde  eine  Reihe 
von  5  Augen,  von  denen  die  in  Zelle  2,  5  und  6  schwarz  sind,  mit  weißer  Pupille  und  gelbem  und  braunem  Ring, 
die  übrigen  in  Zelle  3  und  4  sind  weiß  mit  schwarzem  Ring.  Am  Saume  liegt  ein  schmaler  weißer  Streifen,  der 
di;rch  die  dunklen  Rippen  in  Flecke  geteilt  ist.  Der  Schmetterling  fliegt  ziemlich  häufig  in  den  Gebirgen  Chiles 
in  Höhen  von  3000  bis  5000  Fuß.  Flugzeit  Ende  Januar  und  Februar.  —  plumbeola  Bflr.  ist  eine  Lokalform  )>himbcohi. 
von  leptoneurodes,  die  sich  nur  durch  eine  braune,  2mal  gebogene  Linie  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  unterscheidet, 
welche  das  rotbraune  Mittelfeld  einfaßt.  Von  Port  Famine  an  der  Magellanstraße.  —  duseni  Stgr.  ist  eine  der  du.sem. 
plumbeola  ganz  ähnliche  Form,  deren  Unterschiede  nach  Elwes  äußerst  gering  sind,  und  die  am  Rio-Aysen  in 
Süd-Chile  gefangen  wurde. 

C.  chüiensis  Guerin  (=  reedii  Btlr.)  (51  a).  Die  Oberseite  ist  beim  (J  einfarbig  braun,  die  Framsen  chiliemis. 
weißgrau,  beim  $  steht  vor  der  Spitze  der  Vflgl  ein  runder  schwarzer  Fleck  und  in  der  Lhngebung  desselben 
4  bis  6  kleine  rotgelbe  Flecke.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  bis  über  die  Mitte  hinaus  dunkelrotgelb,  der 
Außenrd  ist  breit  grau,  der  schwarze  Fleck  ist  ockergelb  umgeben,  Hflgl  graubraun  mit  dunkelbraun  und  weiß 
marmoriert.  Der  Schmetterling  ist  in  Chile  gemein  vom  November  bis  Dezember  und  geht  von  der  Küste  bis  zu 
Höhen  von  4000  Fuß.  —  monticolens  Btlr.  ist  eine  Form  von  cliiliensis,  die  sich  hauptsächlich  durch  eine  Reihe  monticolcux. 
von  6  schwarzen,  weißlich  umringten  Flecken  unterscheidet,  die  auf  einer  breiten,  bräunlichweißen  Submargi¬ 
nalbinde  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  in  den  Zellen  1  b  bis  6  stehen.  Auch  liegen  hier  auf  dem  Außei^rd  zwischen 
den  ganz  weißen  Rippen  große  dunkelbraune  Flecke.  Der  Falter  ist  in  den  höheren  Gebirgsgegenden  Chiles 
z\vischen  4500  bis  6000  Fuß  hoch  auf  steinigen  Grasplätzen  zu  finden,  Avegen  seines  schnellen  Fluges  aber  sclnver 
zu  fangen.  —  wüliamsianus  Btlr.  (=  Oeneis  antarcticus  Mab.  [nach  Elwes])  ist  eine  kleine  hierher  gehörende  uülUamsia- 
Form,  bei  der  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  die  Mittelbinde  stark  nach  außen  gekrümmt  ist.  Die  dann  folgende 
helle  Binde  ist  breiter  und  statt  der  Augenflecke  der  monticolens  stehen  hier  5  schwarze,  teihveise  undeutliche 
Punkte  in  einer  Reihe.  Von  Port  Famine  an  der  Magellanstraße  {antarcticus  Mab.  AA’urde  bei  Santa  Cruz, 
einem  Hafen  an  der  Ostküste  von  Patagonien  in  50  Grad  südl.  Breite  gefiuiden).  —  morania  Berg  ist  eine  der  moranhi. 
wüliamsianus  ähnliche  Form,  die  auf  der  Lhiterseite  der  Vflgl  ein  deutlich  weißgekerntes  Auge,  und  auf  den 
Hflgl  statt  der  schAvarzen  Punktreihe  2  scliAvarze,  weißgekernte  Augen  in  hellgelben  Ringen  hat.  Die  Oberseite 
ist  einfarbig  braun.  Sie  Avurde  im  Innern  von  Patagonien  an  den  QAiellen  des  Rio  Santa  Cruz  gefangen.  — 

Mit  dem  Namen  sajama  form.  nov.  (50  g)  belege  ich  eine  ähnliche  Form  aus  Bolivien,  die  AÜelleicht  die  nördliche  sniama. 
Vertreterin  der  chilenischen  cliiliensis-monticolens  ist.  Die  Oberseite  ist  braun,  vor  dem  Außenrd  eine  breite 
hellockergelbe  Fleckenbinde,  die  sich  auf  den  Vflgln  aus  6,  auf  den  Hflgln  aus  4  Flecken  zusammensetzt.  Die 
vorderen  3  Flecke  der  Vflgl  sind  lang  und  schmal,  im  zAveiten  steht  ein  scliAvarzer  Fleck,  der  4.  und  5.  sind  breiter 
und  lang,  der  6.  zAvar  auch  breit,  aber  kurz.  Die  4  Flecke  der  Hflgl  sind  Avurzelwärts  zugespitzt,  nach  außen 

V  30 


234 


TETRAPHLEBIA;  FAUNULA.  Von  G.  Weymer. 


breit.  Unten  sind  die  Vflgl  bräunlich  rotgelb,  mit  einem  schwarzen  Fleck  vor  der  Spitze,  der  auf  einem  hell¬ 
gelben  Strahl  steht.  Die  Hflgl  sind  unten  denen  von  ivilliamsianus  ähnlich,  doch,  ist  die  breite  Mittelbinde  der¬ 
selben  gespalten  und  in  2  Binden  geteilt,  von  denen  die  äußere  saumwärts  auf  den  Rippen  stark  gezähnt  ist. 
Vaterland:  Sajama  in  Bolivien.  Diese  von  Stübel  gesammelte  Form  habe  ich  bei  der  Bearbeitung  der  Stübel- 
schen  Ausbeute  s.  Z.  für  die  älmliche  monticolens  gehalten. 

miJcsi.  C.  milesi  Weehs.  Oben  braun,  mit  einer  hellbraunen  Binde  vor  dem  dunkleren  Rande,  zuweilen  auch 

proximal  dunkel  eingefaßt.  Vor  der  Spitze  der  Vflgl  2  schwarze  weißgekernte  Augen  mit  gelbem  Ring  dicht  unter¬ 
einander,  ein  ähnliches  kleineres  Auge  darunter.  Hflgl  mit  schwarzer  Submarginallinie,  olme  Augen.  Die 
Augen  auf  den  Vflgln  fehlen  zuweilen,  dann  steht  nur  ein  schwarzer  Fleck  vor  der  Spitze.  Die  Unterseite  ist 
dunkelbraun  mit  schwachem  goldigen  Glanz.  Zwei  dunkle  Linien  ziehen  über  beide  Figl,  die  eine  in  der  Mitte, 
die  andere  vor  dem  Außenrd.  In  der  Wurzelhälfte  der  Vflgl  sind  hier  keine  Zeichnungen.  Auf  den  Hflgln  sind 
alle  Rippen  weiß,  zwischen  den  2  Linien  steht  eine  Reihe  von  4  bis  5  länglichen,  weißen  Flecken,  und  ihre  Wurzel¬ 
hälfte  ist  von  kurzen,  dunklen  Querstrichen  ganz  bedeckt.  Von  Sicasica  in  Bolivien. 

quies.  C.  quies  Berg.  Oben  braun  mit  einer  breiten  rotgelben  Binde  über  beide  Figl  bis  zum  Anahvinkel 

reichend,  Avelche  auf  den  Vflgl  nach  außen  und  nach,  innen  dunkel  eingefaßt  ist,  vor  der  Flglspitze  ein  Doppel¬ 
auge  und  in  Zelle  2  ein  einfaches  Auge  führt.  Die  Mitte  des  Vflgls  ist  ebenfalls  rotgelb  bestäubt.  Hflgl  ohne  Augen, 
hinten  sind  die  Vflgl  wie  oben,  die  rotgelbe  Binde  nach  innen  etwas  heller.  Hflgl  dimkelgrau,  braun  gestrichelt, 
mit  einer  breiten  weißlichen  Binde  durch  die  Mitte.  Der  Saum  der  Hflgl  ist  etwas  gezähnt.  Das  ^  ist  dem  ^ 
ähnlich,  doch,  ist  die  Färbung  heller  und  die  Zeichnung  schwächer.  Von  Patagonien  und  dem  südlichen  Teil 

plana,  von  Argentinien.  —  Mit  dem  Namen  plana  form.  nov.  (51  a)  belege  ich.  eine  auf  der  Unterseite  ziemlich  damit 
übereinstimmende  Form,  bei  der  die  2  Augen  auf  der  Oberseite  in  ockergelben  Ringen  stehen,  das  untere  keine 
weiße  Pupille  hat  und  in  der  Mitte  des  Figls  eine  Reihe  von  4  kleinen  rotbraunen  Flecken  liegt.  In  der  vordem 
Hälfte  der  Hflgl  liegt  eine  undeutliche  rotbraune  Binde.  Auf  der  Unterseite  unterscheidet  sich  diese  Form 
von  quies  dadurch,  daß  die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  rötliclibraun  ist,  und  hier  2  braune  Winkelzeichen  in  der  ]\Rttel- 
zelle  liegen.  Aidlerdem  ist  der  Saum  der  Hflgl  fast  ganz  glatt,  während  er  bei  quies  gezähnt  ist.  Von  Uruguay. 

sfaüa.  C.  statia  S'pec.  nov.  (51  a).  Oben  einfarlüg  braun,  fleckenlos.  Unterseite  graubraun,  das  Wurzelfeld 

der  Vflgl  bis  über  die  Mitte  hinaus  rotbraun,  vor  der  Spitze  ein  rundes  schwarzes  Auge  mit  2  weißen  Pupillen 
und  einem  undeutlichen  gelblichen  Ringe.  Hflgl  mit  2  stark  gebogenen,  zackigen  dunkelbraunen  Querlinien 
durch  die  Mitte,  die  aus  lauter  Halbmonden  bestehen.  Die  Grundfarbe  ist  bis  an  die  2.  Querlinie  graubraun, 
das  Saumfeld  heller  gra\i,  in  demselben  stehen  2  braune  Flecke  in  braunen  länglichen  Ringen  in  Zelle  2  und  5, 
eine  rotbraune,  zackige  Submarginallinie  und  eine  schwarze  Saumlinie.  Von  Chile. 

2d.  Gattung’:  Teiraj>hlel>ia  Fldr. 

In  den  Vflgln  entspringt  der  2.  Subcostalast  hinter  dem  Ende  der  Mittelzelle,  die  obere  Discocellular¬ 
ader  ist  kurz,  die  mittlere  doppelt  so  lang  als  die  untere;  die  Mittelzellen  springen  am  unteren  Ende  sehr  vor. 
Die  Kolbe  der  Fühler  ist  dünn,  die  Palpen  kurz  und  dünn  behaart.  Der  Außenrd  der  Hflgl  gerundet. 

gerinainii  germaiilii  Fldr.  Sat.  promaucana  Reed.).  Dunkelbraun,  hinter  der  Mitte  beider  Figl  rötlich¬ 

braun  bestäubt,  auf  den  Hflgln  schwächer  als  auf  den  Vflgln.  Unten  sind  Wurzel,  Vrd  und  Ardlenrd  der  Vflgl 
braun,  das  Mittelfeld  rotbraun  mit  brauner  Mittelbinde.  Vor  der  S]iitze  ein  großes  schwarzes  Ange  mit  doppel¬ 
ter  weißer  Pujjille  und  rotgelbem  Ring.  Die  Hflgl  unten  ebenfalls  braun  mit  einer  breiten  weißen,  dem  Außenrd 
parallel  laiifenden  Binde  hinter  der  Figlmitte.  Diese  Binde  ist  nach  innen  scharf  begrenzt,  nach  außen  verwaschen. 
Bei  Chillan  und  im  Villacura-Tal  in  Chile  in  Höhen  von  30b() — 4000  Fuß  selten  gefunden.  Nach  Reed  ist  der 
Falter  in  den  Zentral-Provinzen  von  Chile  nicht  selten. 

24.  Gattung':  Fldr. 

Der  vorigen  Gattung  ganz  ähnlich  gestaltet,  doch  sind  die  Palpen  lang  behaart  und  der  2.  Subcostal¬ 
ast  der  Vflgl  entspringt  viel  weiter  von  der  Mittelzelle  entfernt. 

lencoglene.  F.  leucogleiie  Fldr.  Oben  braun,  die  Vflgl  beim  erhabenen  diinklen  Schuppen  im  Discus,  vor 

dem  Außenrd  rostfarbig  bestäubt.  Lhiten  nur  wenig  heller,  vor  der  Spitze  der  Vflgl  ein  schwarzes  Auge  mit 
dicker  weißer  Pupille  und  2  dunklen  Querlinien,  die  sich  auf  Medianast  2  vereinigen  und  hier  rostfarbig  bestäubt 
sind.  Die  Hflgl  braun  und  verloschen  rostfarbig  gefleckt.  Diese  Art  wurde  nur  auf  hohen  Bergen  in  Chile  selten 
gefunden  und  zwar  auf  der  Cordillere  bei  Condes  in  der  Nähe  von  Santiago  zwischen  6  imd  10  000  Fuß  hoch, 
ferner  auf  dem  Paß  von  Lolco  nach  Loncpümay  in  8000  Fuß  Höhe.  Flugzeit  Januar. 

■■^lelligera.  F.  stclligera  Bllr.  Oben  braun.  Vflgl  mit  rostfarl:)igen  Strahlen  in  Zelle  2 — 4.  Hflgl  mit  drei  gleichen 

zugespitzten  Flecken  in  denselben  Zellen.  Fransen  dunkelgrau.  Unten  sind  die  Vflgl  in  der  Wurzelhälfte  rost¬ 
farbig,  in  der  Außenhälfte,  sowie  amVrdundIrd  braun,  fein  dunkel  gestrichelt.  Vor  der  Spitze  ein  ziemlich  großes 
schwarzes  Auge  mit  doppelter  weißer  Pupille  und  gelbem  Ring.  Hflgl  unten  braun,  fein  dunkel  gestrichelt, 


NKOSATYRUS;  NEOM/l^NAS.  Von  0.  Weymer. 


eine  schwarze,  zackige  Linie  hinter  der  Zelle.  Hinter  dieser  Linie  ist  die  (Irundfai-he  lädier  mit  weißen  Ringen 
und  einer  gebogenen  Reihe  von  7  schneeweißen  Flecken  in  schwarzen  Ringen.  Fliegt  hoch  im  (Jel)ij'g(i  ir)  tlliile 
und  Argentinien  (4 — 7000  Fuß  hoch.  Chillan,  Loico,  [^uhnari,  Quillen,  Ht.  Mart.in.) 

F.  Johanna  spec.  nov.  (51  a).  Oben  braun.  Vflgl  beim  $  mit  einem  Doppelauge  vor  der  S[)itz(“  mit  johainni. 
ockergelbem  Ring  und  2  weißen  Pu]>illen,  ferner  ein  kleines  blindes  Auge  in  Zelle  2,  amdi  mit  gelbem  Ring.  Htigl 
oben  ohne  Augen.  Unten  Vflgl  etwas  heller  als  oben.  Die  Augen  der  Vflgl  stehen  auf  einer  In-eiten,  etwas  ludlei-en 
Subinarginalbinde,  die  sich  auch  auf  die  Hflgl  fortsetzt  und,  ])roximal  von  einer  winkeligen,  distal  auf  den  Vflgln 
von  einer  geraden  fortlaufenden,  auf  den  Hflghi  aus  Halbmonden  bestehenden  braunen  Linie  eingefaßt  ist. 

In  dieser  Binde  stehen  auf  den  Hflgln  5  weiße  Punkte.  Von  Catarnarca  in  Argentinien. 

25.  Gattung’:  WUgr. 

Fühler  mit  allmählich,  verdickter  l)irnförniiger  Kolbe.  Costalis  und  Mediana  an  der  Wbirzel  aufgeblasen. 

Von  den  Subcostalästen  laufen  drei  in  den  Vrd,  zwei  in  den  Außenrd.  Die  mittlere  Discocellularafler  ist  knie¬ 
förmig. 

N.  ambiorix  WUgr.  (=  minimus  BUr.)  (51  c).  Oben  braun.  Unten  heller,  Vflgl  mit  rotgelbem  Discus  a)nhiorix. 
und  Do])pelauge  vor  der  Spitze,  Hflgl  mit  einer  Reihe  von  0  weißen  Punkten,  wovon  2  augenfürmig  sind..  Häufig 
in  Chile  bis  nach  der  argentinischen  Grenze  in  Höhen  von  .3000  bis  0000  Fuß.  Flugzeit  Dezember  bis  Februar. 
niinimMS  Btlr.  halte  ich  nach  der  Beschreibung  und  Abbildung  für  ein  kleines  Exemplar  von  ambiorix. 

N.  Simplex  Btlr.  (Argyro]“)henga  s.)  gehört  nach  Elwes  hierher.  Oben  einfarbig  braun.  Unten  sind  die  shnplex. 
Vflgl  ziegelfarbig  orange,  mit  dunklem  Vrd  und  Außenrd,  sowie  blaßbraunem  Ird;  ein  großes  schwarzes  Auge 
vor  der  Spitze  mit  2  kleinen  weißen  Pupillen  und  weißem  Ring.  Hflgl  blaßbraun  mit  einem  kleinen  orange¬ 
farbenen  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  einem  kleinen  mondförmigen  Fleck  zwischen  den  Radialen.  Die  Art  vairde 
gefunden  bei  Chillan  in  Chile  voiiEdmonds  im  März  und  an  der  Straße  von  Loico  nach  Loncpximay  von  Elwes 
im  Januar. 

N.  vesagus  (---- ochreivittatus  Oben  braun,  Vflgl  mit  einem  großen  rotgelben  Fleck  zwischen  vesagus. 

den  Radialen.  Hflgl  einfarbig  braun,  oder  mit  3  rotgelben  Flecken  zwischen  den  Medianadern.  Vflgl  unten 
rostfarbig  mit  l)raunen  Rändern  und  einem  großen,  schwarzen  runden  Auge  mit  2  weißen  Pupillen  und  rotgell)er 
Iris.  Hflgl  braun  mit  ockerfarbiger  Binde  durch  die  Mitte.  Chile.  —  pusilla  Fldr.  ( Honioeonympha  ]).  pusilla. 

=  violaceus  Btlr.)  ist  eine  Form  von  vesagus,  die  sich  durch  eine  Reihe  weißgelber  Punkte  auf  der  Unterseite 
der  Hflgl  unterscheidet.  Nach  Elwes  gehören  boisduvalii  Blanch.  {b\c)\md  hahni  Mab.  walu’scheinlich  hierzu. 

N.  reedii  Bür.  (51  c).  Oben  olivenbraun  mit  kupferfarln’gem  Glanz  und  dunklem  Rand.  Unten  sind  reedii. 
die  Vflgl  ziegelfarbig  rotgelb,  ein  kleines  schwarzes,  weißgekerntes  Aiige  vor  der  S])itze  mit  orangefarbigem  Ring. 

Hflgl  braun,  in  der  Mitte  mit  einer  hellviolettgrauen  Binde,  welche  sich  am  Vrd  ausbreitet,  der  Außenrd  braun 
gestreift,  der  Basalteil  des  Irds  schwärzlich.  Von  Chile.  —  fuscescens  Btlr.  ist  eine  Form  von  reedii,  kleiner,  fuscesccns. 
die  Vflgl  sind  unten  rauchbraun,  mit  einem  schwarzen  Punkt  statt  des  Auges.  Von  La  Union  in  Valdivia. 

N.  humilis  Fldr.  (=^  Stygnus  h.)  (51  f).  Oben  braun,  ungefleckt.  Unten  heller,  Vflgl  mit  2  kleinen  humilis. 
schwarzen,  weißgekernten  Augen  zwischen  den  Radialen  und  dem  3.  Medianast,  Hflgl  mit  4  weißlichgell)en  Punkten 
im  Saumfelde.  Chile.  Gemein  in.  Wäldern  bei  Valdivia  nach  Edmonds,  selten  l)ei  Quillen  und  am  Alumine- 
See  nach  Elwes. 


26.  Gattung::  ]^eoiiisa,eiias  WUgr. 

Fühler  mit  spindelförmiger  Kolbe.  Palpen  den  Kopf  weit  überragend,  unten  lang  behaart.  Figl  ganz- 
randig,  die  Hflgl  gerundet.  In  den  Vflgln  sind  die  Costalis  und  die  Mediana  an  der  Wurzel  aufgeblasen.  Haupt¬ 
sächlich  von  Epinephele  durch  den  fehlenden  .Duftschuppenfleck  der  männlichen  Vflgl  verschieden. 

'  fl  N.  servilia  WUgr.  ($=  decorata  Btlr.)  (51  c).  Braun,  Vflgl  mit  einer  rotgelben  Binde  hinter  der  Mitte,  scrvilia. 
das  Mittelfeld  selbst  auch  etwas  rotgelb  bestäul)t,  ein  schwarzer  lainder  Fleck  vor  der  Spitze.  Hflgl  mit  schmalem 
rotgelbem  Submarginalstreifen,  der  beim  in  Flecken  aufgelöst  ist.  Unten  sind  die  Vflgl  fast  ganz  rotgelb 
mit  großem  Doppelauge  vor  der  S])itze.  Auf  den  Hflgln  ist  die  Mittelbinde  nach  außen  silberweiß  eingefaßt. 

Nicht  selten  bei  Valparaiso  und  anderen  Gegenden  in  Chile  im  Februar  und  März. 

N,  coenonyniphina  Btlr.  ist  oben  der  Epin.  pales  ähnlich,  doch  ohne  den  Duftschupi)enfleck.  Vflgl  rocnomjm- 
unten  ziegelfarbig  mit  braunen  Rändern  und  einem  Apicalauge.  Hflgl  in  der  Wurzelhälfte  dunkelbraun,  Ijegrenzt  pidna. 
von  einer  winkeligen  gelben  Linie,  Discus  gelblich  mit  einem  scliAvarzen,  weißgekernten  Analauge.  Saum  braun 
mit  dunkler  zackiger  Submarginallinie.  Das  $  ist  größer,  der  DisciTS  aller  Figl  oben  rostfarbig;  auf  der  Unter¬ 
seite  fehlt  das  Auge  der  Hflgl.  Selten  in  |Valparaiso.  Dezember  und  Januar. 

N.  fractifascia  Btlr.  Oben  braun  mit  einem  rotgelben  Fleck  in  der  Mitte  der  Vflgl  und  einem  schwarzen  fractifascia. 


236 


EPINEPHELE.  Von  G.  Weymer. 


ivalleii- 

grenii. 


itwniata. 


cdniondsii. 


reticidcda. 


tencdia. 


limonlas. 


drtjas. 


edmondsii 


nionachus. 


Eleck  in  einer  kurzen  rotgelben  Binde  vor  der  Spitze.  Hflgl  ebenfalls  mit  kurzer  Binde,  worin  am  AnahGnkel 
ein  schwarzer  Fleck.  Unten  haben  die  ziegelfarbigen  Hflgl  eine  braune  Binde  mit  dunklen  Rändern,  welche 
in  der  Mitte  gewinkelt  und  breit  unterbrochen  ist.  Im  Saumfelde  2  schwarze  Flecke  am  Vorderwinkel  und  2 
zwischen  den  Medianadern.  Selten  in  den  Wäldern  bei  Bad  Chillan  in  Chile. 

N.  wallengrenii  Btlr.  Dunkelbraun,  mit  schwarzem  Spitzenfleck.  Vflgl  unten  gelbbraun  mit  hellgelber 
Binde  und  schwarzem,  weißgekernten  Augenfleck  vor  der  S])itze.  Die  hintern  zwei  Drittel  der  Hflgl  sind  rauch¬ 
braun,  durch  eine  rötlichgelbe  Binde  geteilt.  Discus  heller,  mit  weißen  Rippen,  Saum  braun.  In  Wäldern  unter¬ 
halb  Chillan  in  Chile. 

N,  inornata  Elwes.  Duidcelbraun,  mit  einem  rötlichen  Schein  gegen  die  Wurzel  beider  Figl,  auch  zeigt 
sich  beim  $  ein  großer  schwarzbrauner  Fleck  vor  der  Spitze  der  Vflgl  in  rotbraunem  rmdeutlichen  Ringe.  Auf 
der  Unterseite  sind  die  Vflgl  bräiuilich  rotgelb  mit  gelbbraunem  Vrd  \md  Außenrd.  Vor  der  Spitze  ein  Doppel¬ 
auge  in  gell)em  Ringe.  Die  Hflgl  einfarbig  gelbbraun.  In  den  Bahos  von  Caucpienes  in  Chile  im  März. 

N.  edmondsii  Btlr.  (Argyrophenga  e.).  Oben  glänzend  dunkelbraun.  Vflgl  in  der  Mittelzelle  rostrot, 
ein  schwarzer  Fleck  vor  der  Spitze.  Der  Discus  der  Hflgl  größtenteils  hellrostfarl)ig  mit  3  bimförmigen  schwarzen 
Strichen.  Anf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  ziegelfarbig  orange  mit  graubraunem  Außenrd  und  schwarzem  Auge 
vor  dem  Apex  in  gelbem  Ring.  Hflgl  olivbraun,  ein  breiter  schwefelgelber  Längsstreifen  geht  von  der  Wurzel 
(hirch  die  Mittelzelle  zum  Außenrd.  6  abgekürzte  gelbe  Längsstreifen  laufen  über  die  Rippen,  davon  2  vor  und 
4  hinter  dem  ersterwähnten  Streifen.  Der  Costalrand  ist  ebenfalls  gelblich,  der  Ird  und  der  Außenrd  grau.  Selten, 
nur  1  Exemplar  im  Brit.  Museum,  welches  von  Edmonds  in  den  Wäldern  unterhalb  Chillan  in  Chile  gefangen 
Avurde. 

N.  reticulata  Weym.  {5\q).  üben  braun.  Vflgl  mit  3  kleinen  rotgelben  Flecken  in  Zelle  2,  4  und  Sund 
vier  weißen  Punkten  vor  denselben  in  einer  Reihe.  Auf  dem  Hflgl  eine  rotgelbe  aus  5  Flecken  bestehender  Binde 
die  zum  Teil  einen  schwarzen  Punkt  führen.  Der  letzte  Fleck  am  Ird  hat  2  Punkte.  Beide  Figl  mit  Aveißer, 
auf  den  Rippen  unterbrochener  Saunilinie.  Fransen  braun.  Wie  aus  der  Abbikhmg  hervorgeht  ist  die  Unter¬ 
seite  sehr  charakteristisch  gezeichnet.  Vaterland  unbekannt,  vermutlich  Süd-Amerika.  Koll.  Weymer. 

N.  tenedia  Weym.  (51c).  Oben  braun.  Anf  den  Vflgln  bedeckt  ein  großer  rotgelber  Fleck  die  Mittel¬ 
zelle.  Ein  großer  scliAvarzer  Fleck  in  ockergelbem  Ring  liegt  vor  der  Spitze,  zuweilen  zeigt  derselbe  2  Aveiße 
Pupillen,  ein  kleiner  ockergelber  Fleck  mit  schwarzem  Mittelpunkt  in  Zelle  2,  und  einige  rotgelbe  Punkte  daneben. 
Die  Hflgl  mit  einer  kurzen  rotgelben  Binde  in  Zelle  4  bis  6.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Wurzelhälfte  der  Vflgl 
ganz  rt)tgelb,  der  schwarze  Fleck  vor  der  Spitze  hat  2  Aveiße  Pupillen,  ihr  Außenrd  ist  brännlichgrau,  ebenso 
die  ganzen  Hflgl.  Von  Süd-Brasilien. 

27,  Gattung':  EpiiieplteltGHöw. 

Die  Fühler  haben  eine  längliche,  allmählich  verdickte  Kolbe.  Costalis  und  Mediana  der  Vflgl  sind  stark 
aufgeblasen  und  2  Subcostaläste  entspringen  vor  dem  Zellenende.  Der  Ird  der  Hflgl  ist  vor  dem  InnenAAinkel 
mehr  oder  weniger  ausgeschnitten  und  bei  den  meisten  Arten  mehr  in  die  Länge  gestreckt.  Die  d'c?  haben  auf 
den  Vflgl  einen  Duftschuppenstreifen.  Die  meisten  Arten  dieser  Gattung  gehören  der  paläarktischen  Fauna  an. 
Vgl.  Bd.  1,  S.  137 — 142,  Taf.  46,  47.  Einige  kommen  in  Ost-Indien  vor.  Vgl.  hierzu  Magiiola,  Bd.  9,  S.  306. 
Die  amerikanischen  Ai’ten  lel)en  nur  in  Chile  und  den  angrenzenden  Gebieten. 

E.  linionias  Phil.  (=  janiroides  Bhinch.  [nicht  H .-Schäff .\  =  blanchardii  Ky.)  (51c).  Oben  bi-aun.  Vflgl 
mit  rostrotem  3.1ittelfeld,  das  beim  durch  den  dunkelbraunen  Duftsch.u]Apenfleck  geteilt  ist.  Beim  $  ist  die 
FärbAing  mehr  rotgelb  und  ein  scliAvarzer  Apicalfleck  vorhanden.  Die  Unterseite  ist  heller  mit  deutlichem 
Apicalauge.  In  Chile  verbreitet  und  häufig.  Da  der  Name  janiroides  bereits  von  Herrich-Schäfeer  für'  eine 
Epine'phele  aus  Algier  vergeben  Avar,  so  kann  er  für  diese  chilenische  Art  nicht  gebraucht  AA'erden,  und  batte 
deshalb  Kirby  den  Namen  blanchardii  gewählt.  Da  aber  die  Beschreibung  von  linionias  Phil,  auf  diese  Art 
paßt,  so  hat  der  letztere  Name  dafür  einzutreten.  —  dryas  Fldr.  (51  c),  deren  Ablnldung  nach  der  FELDER’schen 
TjqAe  im  Tring-Museum  gefertigt  ist,  Aveicht  nur  Avenig  von  linionias  ab.  Von  Chile. 

E.  edmondsii  Btlr.  Oben  glänzend  braun.  Auf  den  Vflgln  sind  Wurzel  Aind  Binde  vor  dem  Außenrd 
rotgelb,  durch  die  Mitte  eine  Reihe  von  6  graubraunen  Flecken,  vor  der  Spitze  ein  scliAvarzer  Fleck.  Hflgl  mit 
rotgelliem  Fleck  vor  dem  Vrd.  Anf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  rotgelb  mit  grauen,  scliAvarz  gestrichelten 
Rändern  und  einem  Ajiicalauge  mit  doppelter  Pupille.  Hflgl  unten  graubraun,  fein  schwarz  gestrichelt  mit  einer 
etwas  dunkleren,  nach  außen  scliAvarz  eingefaßten  Mittelbinde,  neben  AA^elcher  am  Vrd  einige  AA’-eiße  Schuppen 
liegen.  Von  Chillan  an  den  Abhängen  der  Cordillere  (Chile).  Selten. 

E.  monachus  Blanch.  (=-  valdiviae  Fldr.,  lugubris  Btlr.,  luctuosus  Eeed)  (51  d).  Oben  einfarbig  braun 
mit  braun  und  Aveiß  gescheckten  Fransen  und  einem  undentlichen  scliAvarzen  Fleck  vor  der  Spitze  der  Vflgl. 
Unten  sind  die  Vflgl  größtenteils  rötlichbraun,  mit  einem  blinden  Auge;  die  Hflgl  braun,  dunkelbraun  ge- 


EKEBJA.  Von  G.  Weymer. 


237 


strichelt,  mit  einer  sclirägen  Reihe  weißer  Pvuikte.  Tn  den  chileniscOien  Gebirgen  sehr  häufig.  Die  Ahf>ilduiig 
ist  nach  der  FEEDER’schen  Type  von  valdivi(t,e  gefertigt. 

E.  COCtei  Gner.  tragicus  Reed.)  (51  d).  Oben  braun,  etwas  rostrot  bestäid)t  und  itiit  einiger)  solch.en  ruc/ri. 
Eiecken  am  Analwinkel  der  H.flgl.  Das  $  hat  den  größern  Wurzelteil  roströtlich  gefäi'bt  und  ein  Auge  vor  der 
Spitze  mit  doppelter  Ihipille.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  bei  J  und  $  rotgelb  mit  einem  gleichen  Auge, 
der  Außenrd.  und  die  Hflgl  heller  braun,  letztere  mit  hellerer  Binde  hinter  der  Mitte.  In  den  chikujischen  G(‘- 
birgen  nach.  Elwes  stellenweise  liäufig. 

E.  tristis  G«eV.  Etwas  größer  als  coctef.  Nach  der  Abbildung  in  ,,Voyage  (Jocpiille“  oben  einfarbig  dunkel-  Irisli'i. 
gelbbraun  mit  lichteren  Adern  und  einem  blaßgelben  kleinen  j'unden  hdeck  am  Zellenende  der  V'flgl.  Auf  der 
nicht  abgebilcleten  Unterseite  soll  nach  der  GuERix’schen  Beschreibung  auf  den  Hflgln  eine  gelblichvveiße 
Ijinie  sein,  die  sich  nach,  vorne  in  einen  großen  gleichfarbigen  Fleck  verlängert.  Nach  Elwes  ist  die  Ai't  in  Chile 
stellenweise  häufig.  —  pales  Phil.  (51  d).  Vielleicht  eine  h^'orm  der  vorigen.  Oben  graubraun  mit  2  rotgelben  pa[e.‘i. 
Fleckchen  am  Rande  der  Hflgl.  Unten  Vflgl  rotgelb,  Vrd  und  Ird  schnial  gelbgrau,  Aidlenrd  breit  gelbgrau, 
ein  großes  Auge  mit  I)üp])elpupille  vor  der  Spitze.  Hflgl  gell)grau  mit  hellerem  Rande.  Chile  (Valdivia). 

E.  flora  Phil.  (=  Pedal,  oaxes  Btlr.,  Stibomorpha  tristis  ßtlr.  (51  d)).  Oben  braun  mit  1  oder  2  rot-  jlom, 
braunen  Flecken,  die  aber  auch  fehlen  können.  Fransen  gelb  und  braun  gescheckt.  Unten :  Vflgl  rotgelb  und  braun 
gefleckt,  ihr  Vrd  schwarz  und  weiß  marmoriert.  Hflgl  dimkelbraun  marmoriert,  mit  einem  gelben  Fleck  in  der 
Mitte,  einer  welligen  weißen  Querbinde  und  einem  weißen  Fleck  am  Vrd.  Provinz  Valdivia  (Chile).  Philippi 
hat  die  Art  als  eine  Satyrus-Avt  beschrieben,  Butler  zuerst  als  Pedaliodes,  dann  als  8tihow,orpha.  Wegen  der 
an  der  Wurzel  angeschwollenen  Mediana  stelle  ich  sie  hierher. 

E.  nycteropus  Reed.  (51  d).  Oben  braun,  beim  ^  mit  dunkel braimem  Duftschiq^penfleck,  beim  9  mit  ttJ/rtcropus. 
dunkelrotgelbem  Mittelfleck  der  Vflgl.  Auf  den  Hflgln  einige  rotgelbe  Submarginalflecke.  Unten  Vflgl  rotgelb, 

Außenrd  breit,  Vrd  schmal  graubraun,  ein  rundes  Apicalauge  mit  2  weißen  Ihipillen  in  ockergelbem  Ringe. 

Hflgl  graubraun  mit  einem  zackigen,  weißen  Mittelstreifen.  In  der  Mitte  des  helleren  Saumfeldes  2  hellgelbe 
Flecke.  Von  flo7-a  Btlr.,  mit  der  sie  einige  Aehnlichkeit  hat,  auch  verschieden  durch  die  nicht  gezähnten  V- 
und  Hflgl,  sowie  durch  die  mein’  vorgezogene  Spitze  der  Vflgl.  Selten,  die  Art  scheint  auf  die  Ivüstenregion 
von  Zentral-Chi le  l)eschränkt  zu  sein. 

E.  poliozona  FWr.  (51  d).  Oben  einfarbig  braun.  Unten  bräunlich  rotgelb  mit  graubraunen  Rändern  nodo^ona. 
der  Vflgl,  einem  blinden  Apicalauge,  Hflgl  mit  einer  hei  lilafarbigen  Sul)marginall)inde.  Auf  derselben  in  Zelle 
2  und  5  je  ein  schwarzer  Ihuikt.  Chile. 

E.  gyrtone  Berg.  Oben  braun,  das  mit  einem  Dopi)elauge  vor  der  Spitze  und  ohne  Augen  auf  den  gyrtone 
Hflgln.  Beim  $  noch  ein  2.  kleines  Auge  auf  den  Vflgln  in  Zelle  2  und  fünf  solcher  Augen  auf  den  Hflgln.  Unten 
gelblichgrau,  mit  einer  helleren,  auf  den  Hfgln  zum  Teil  weißen  Binde  vor  dem  Außenrd,  auf  welcher  die  schwarzen, 
weißgekernten  und  gelbgeringten  Augen  stehen  und  zwar  beim  8  -  Vflgln  und  4  auf  den  Hflgln,  beim 

$  3  auf  den  Vflgln  und  5  auf  den  Hflgln.  Das  erste  Auge  der  Vflgl  ist  größer  und  hat  2  Pupillen.  Die  Binde  ist 
proximal  wie  distal  durch  eine  diinkle  Linie  eingefaßt.  39 — 45  mm.  Im  Süden  der  Provinz  Buenos  Aires  (Sierra 
Tandil)  gefunden. 

E.  imbrialis  Weeks.  Oben  bronzebraun.  Auf  den  Vflgln  läuft  eine  zackige  dunkelbraune  Linie  von  der  iitibrialis. 
Spitze  zur  Submediana  und  von  da  zurück,  den  Schluß  der  Mittelzelle  berührend,  zur  Mitte  des  Vrd.s.  In  dem 
so  gebildeten  Dreieck  liegt  vor  der  Spitze  ein  schwarzes  Doppelauge  mit  2  silbernen  Pujjillen  und  hellbraunem 
Ringe.  Die  Hflgl  haben  eine  feine  dunkelbraime  Submarginallinie  und  nur  zuweilen  ein  kleines  Auge  mit  einfacher 
Pupille  am  Analwinkel.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  wie  oben,  nur  viel  heller,  das  Auge  ist  größer  und  hat  gelblich¬ 
weißen  Ring.  Die  Spitze  ist  gi-au  bestäubt.  Die  Hflgl  sind  unten  grau,  stark  brami  bestäubt,  mit  einer  breiten 
grauen,  an  der  innern  Seite  braun  eingefaßten  Binde  vor  dem  Aixßenrd.  Zuweilen  ist  eine  Reihe  braxiner  Flecke 
in  der  Mitte  vorhanden.  Die  Art  scheint  also  sehr  variabel  zu  sein.  Von  Bolivien,  Alezunidistrikt. 

28.  Gattung’:  Krebia  Dalm. 

Nur  die  Costalis  der  Vflgl  ist  an  der  Wurzel  stark  aufgeblasen.  Von  den  Subcostalästen  entspringen 
gewöhnlich  2  vor  dem  Zellenende,  zuweilen  nur  einer.  Der  4.  Sucostalast  mündet  in  die  Spitze  des  Vflgls.  Die 
Fühler  haben  eine  deutlich  verlängerte  Kolbe.  Die  Palpen  sind  vorne  mit  langen,  steifen,  oben  mit  kürzeren 
Haaren  besetzt.  Der  Außenrd  beider  Figl  ist  gerundet.  Die  Erebien  sind  meist  kleine,  kaunx  die  mittlere  Größe 
erreichende,  dunkelbraun  gefärbte  Schmetterlinge.  Ihr  Verbreitungsbezirk  umfaßt  das  ganze  paläarktische 
und  nearktische  Gebiet.  Es  sind  meistens  Gebirgstiere,  Avelche  die  alpinen  Regionen  Europas,  Asiens  und  Ameri¬ 
kas  bewohnen.  Nur  wenige  Arten  gehen  in  die  Hügelregion  hinab.  Im  Vergleich  gegen  das  paläarktische  Gelxiet 
ist  die  Zahl  der  amerikanischen  Arten  gering.  Ueber  Gewohnheiten  und  Lebensweise  der  Erebia  vergl.  ferner 
Bd.  1,  S.  94  und  95. 


238 


EREBIA.  Von  G.  Weymbr. 


(liscohlaJis.  E.  discoidalis  Ky.  (51  e).  Oben  dunkelbraun,  die  äußere  Hälfte  der  Vflgl  rotbraun,  beide  Farben  gehen 

ineinander  über,  mit  verloschenem  schwarzen  Auge  mit  weißlicher  Pupille  vor  der  Spitze.  Unten  sind  die  Vflgl 
rotbraun  mit  dunkelbraun  gestrichelten  Rändern.  Hflgl  in  der  Wurzelhälfte  braun,  Außenhälfte  grau,  überall 
dunkler  gestrichelt.  Von  der  Hudsons-Bai.  Kommt  auch  in  Sibirien  vor,  vergl.  Bd.  l,  S.  111. 

fasciaia.  E.  fasciata  Btlr.  (Bd.  1.  Taf.  35  e).  Oben  braun,  Vflgl  nach  außen  rotbraun  wie  discoidalis.  Unten  sind 

die  Vflgl  rostfarbig,  an  der  Spitze  weißlich,  mit  3  l)raunen  Binden,  nämlich  einer  Wurzel-,  einer  Mittel-  und  einer 
Saumbinde.  Die  Mittelbinde  ist  wellig  und  an  der  Costa  breiter,  alle  rostfarbig  eingefaßt.  Hflgl  weißlichgrau, 
mit  3  gleichen,  aber  rotbi’aun  gefärbten  Binden,  von  denen  die  mittlere  beiderseits  gezähnt  ist.  51 — 58  mm. 
Vaterland:  arktisches  Nord- Amerika,  Ost-Sibirien.  Vergl.  Bd.  1,  S.  103. 

rots^ii.  E.  rossii  Chirt.  Dunkelbraun,  mit  etwas  helleren  Fransen.  Vflgl  mit  rotbraunem  Fleck  vor  der  Spitze, 

worin  2  schwarze  Punkte  stehen.  ZuAveilen  darunter  noch  2  solche  kleinere  Flecke,  mit  je  einem  schwarzen 
Punkt.  Auf  dem  Hflgl  zuweilen  im  Saumfelde  drei  solcher  Flecke  mit  verloschenen  Punkten.  Unten  sind  die  Vflgl 
rotbraun  mit  dunkelbraunen  Rändern  und  zuweilen  weißgekernten  Augenflecken.  Hflgl  dunkelbraun  und  wei߬ 
grau  bestäubt  mit  verloschener  dunklerer  Mittelbinde,  vor  der  Schlußrippe  ein  weißer  Fleck  und  dahinter  vor 
dem  Außenrd  2  oder  3  weiße  Punkte.  Vaterland:  arktisches  Nord- Amerika  und  Sibirien.  Vergl.  Bd.  1,  S.  109. 

mancinus.  E.  Thuh.  maiicinus  D5/.  (51  e).  Oben  braun.  Vflgl  mit  einer  rotbraunen  Binde  vor  dem  Außenrd, 

die  aus  4  dicht  aneinander  gerückten  Flecken  besteht.  In  Jedem  Fleck  liegt  ein  schwarzer,  meist  weißgekernter 
Punkt.  Fransen  l)raun  und  weiß  gescheckt.  Hflgl  einfarbig  braun.  Unten  etwas  heller,  die  Spitze  der  Vflgl 
und  der  Außenrd  der  Hflgl  grau  bestäubt.  Die  Binde  der  Vflgl  ist  in  4  einzehie  rotgelbe  Flecke  aufgelöst,  nur  die 
2  vordem  hängen  noch  zusammen,  die  schwarzen  Flecke  darin  sind  gi’ößer  als  oben.  Der  Schmetterling  wird 
in  den  Gebirgen  von  Alaska  und  Britisch-Columbia  gefunden.  Ueber  die  Stammform  disa  vergl.  Bd.  1,  S.  109, 
Taf.  37  h. 

vidicri.  E,  vidleri  Edw.  Diese  Art  steht  der  sibirischen  sedakovii  Ev.  (vergl.  Bd.  1,  S.  105,  Taf.  37  e)  nahe 

und  gleicht  ihr  m  Größe,  Farbe  und  Zeichnung;  doch  ist  nach  Elwbs  der  Unterschied  in  den  Genitalien 
so  groß,  daß  an  ein  Zusammengehören  beider  Arten  nicht  zu  denken  ist.  Die  Binde  der  Oberseite  der  Vflgl  ist 
gellüich  braim  und  zieht  in  gerader  Richtung  durch  den  Figl,  indem  sie  drei  kleine  dunkelbraune  Augen  einschließt, 
von  denen  die  2  oberen  weiße  Pupillen  haben.  Die  Binde  der  Hflgl  ist  kürzer  als  bei  sedakovii,  sie  reicht  bloß 
bis  zur  Figlmitte  und  enthält  nur  2  braune  Flecken,  von  denen  der  obere  sehr  klein  ist.  Auf  der  Unterseite  reicht 
die  Binde  der  Vflgl  nicht  bis  an  die  Costa  imd  diejenige  der  Hflgl  ist  derjenigen  von  aethio'ps  (Bd.  1,  Taf.  37 e) 
oder  sedakovii  sehr  ähnlich.  Gefunden  in  den  Bergen  über  dem  Seton-See  bei  Lilloet  am  Fraser-Fluß  m  Bri- 
tisch-Columbien  von  Capt.  Vidler.  Kommt  auch  in  Washington  vor  (nach  Dyar). 

caUkts.  E.  callias  Edw.  (51  f).  Oben  braun  mit  einem  rotbraunen  Fleck  vor  der  Spitze  der  Vflgl,  worin  2 

schwarze,  weißgekernte  Augen  stehen.  Unten  sind  die  Vflgl  rotbraun  mit  grauem  Vrd  und  Außenrd  und  den 
gleichen  Augen  wie  oben.  Hflgl  grau,  fein  braun  gestrichelt,  mit  mehreren  dmiklen  Querstreifen.  Häufig  auf 
hohen  Bergen  in  Colorado  und  Neu-Mexico.  Es  ist  die  amerikanische  Form  des  paläarktischen  tyndarus  Esp. 
(Vergl.  Bd.  1  S.  113,  Taf.  37  i). 

epipsodca.  E.  cpipsodea  (=  rhodia  Fdw.)  (51  e).  Oben  braun  mit  4  oder  5  schwarzen,  weißgekernten  Augen 

auf  den  Vflgln  und  3  oder  4  gleichen  auf  den  Hflgln,  alle  in  breiter  rotbrauner  Umgebung.  Unten  sind  die  Augen 
gerade  so  vde  oben  und.  die  Hflgl  haben  eine  breite,  gebogene,  schwärzliche  Mittelbinde.  —  Das  Ei  ist  suboval, 
kalkweiß.  Die  Rp  gedrungen,  walzig,  mit  rundem  Kopf,  von  Farbe  matt  gelbgrim;  die  Pp  ist  bräunlich  weiß, 
braun  gefleckt.  Die  Entwicklung  erfolgt  in  10  Tagen.  Der  Schmetterling  ist  in  den  Bergen  von  Britisch-Columbia 
gemein,  sein  Verbreitungsbezirk  geht  von  Neu-Mexiko  im  Süden,  wo  er  in  hochgelegenen  Gegenden  fliegt,  bis 

hrucei.  nach  Alaska  im  Norden.  —  brucei  Ehv.  (=  sineocellata  Skhm.)  ist  eine  Form  von  epipsodea,  die  kleiner  ist, 
bei  der  die  ,4ugen  fehlen,  und  die  rotbraune  Fleckenbinde  fast  verloschen  ist.  Sie  kommt  auf  hohen  Berg¬ 
gipfeln  in  Colorado  in  12  000  Fuß  Höhe  vor. 

Sofia.  E.  Sofia  Streck.  ($  =  ethela  Edw.  (51  e).  Oben  dunkell)raun,  Vflgl  mit  einer  glattrandigen ,  submargi¬ 

nalen  Binde  von  6  rotbraunen  Flecken,  Hflgl  mit  5  ähnlichen  Flecken,  von  denen  die  2  letzten  mehr  isoliert 
stehen.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  in  der  Mitte  rotbraun,  die  Binde  ist  wie  oben,  doch  sind  die  3  vorderen 
Flecke  hellgelb,  die  3  hinteren  rotgelb.  Die  Hflgl  haben  in  der  Mittelzelle  einen  weißen  Fleck  und  am  Vorder¬ 
winkel  3  weißliche  Flecke,  darunter  2  weiße  Punkte.  Der  Schmetterling  ist  noch  selten  in  den  Sammlungen 
und  wurde  gefunden  bei  Fort  Churchill  in  Britisch  Amerika,  im  Yellow-stone  Nationalpark  und  einigen  andern 
alaskensis.  Lokalitäten  in  Colorado.  —  alaskensis  Ho//,  ist  eine  Form  der  sofia,  die  weniger  Flecken  auf  den  Flgln  hat.  Die 
Vflgl  zeigen  beiderseits  nur  3,  die  Hflgl  auf  der  Unterseite  nur  2  Flecke.  Bei  Eagle-City  und  am  American  Creek 
in  Alaska  im  Juh  gefangen. 

youngi.  E.  youHgi  Holl.  Oben  sammetartig  dunkelbraun,  Vflgl  mit  einer  kurzen,  aus  rotbraunen  Flecken  ge¬ 

bildeten  Submarginalbinde.  Jeder  Fleck  enthält  einen  schwarzen  Punkt.  Die  Hflgl  haben  eine  ähnliche  Reihe 
Flecken,  die  aber  mehr  isoliert  stehen.  Die  Unterseite  ist  blasser.  Auf  den  Vflghi  ist  die  Binde  noch  etwas 


MANEREBIA;  IDIONEURA;  PSEUDOMANrOEA.  Von  0.  Weymer.  2.% 

mehr  zusammengeflossen  wie  oben.  Durch  die  Mitte  der  Hflgl  zieht  eine  l)ix‘ite,  krumme,  dunkle,  an  beiden 
Seiten  schwarz  eingefaßte  Binde,  dieser  folgt  eine  graue  und  am  Aidfenrd  eine  dunkelbraune  Binder.  Die  schwar¬ 
zen  Punkte  der  Oberseite  sind  hier  nur  schwach  arigedeutet.  Das  $  ist  oberseits  etwas  heller  als  das  rj,  untei- 
seits  aber  etwas  schärfer  gezeichnet.  33 — 35  mm.  Von  Alaska. 

E.  magdalena  Streck.  (51  e).  Ober-  und  Unterseite  beider  Figl  ist  einfarbig  schwarzbrann,  ohm*  Flecken  iii(i(jd/j.lena 
und  Zeichnung.  Wurde  bisher  nur  in  Colorado  in  einer  Höhe  von  10  bis  14  000  Fid.?  gefunden. 

E.  patagonica  Mah.  (51  e).  Oben  dunkelbraun  mit  einer  bräunlichroten  Submarginalbinde  auf  beiden  pnUnjfunra 
Flgln,  die  aber  die  Vorder-  und  die  Innenränder  nicht  erreicht.  Unten  sind  die  Vflgl  rotbraun  mit  schwarzen 
Rippen  und  einem  kleinen  schwarzen,  weißgekernten  Auge  vor  der  Spitze.  Hflgl  braun,  dunkelbraun  gestii- 
chelt,  durch  die  Mitte  eine  dunkelbraune  gezähnte  Linie,  die  distal  von  einer  schmalen,  hellbi’äunlichen 
Binde  begleitet  ist;  zwei  schwarze,  weiß  gekernte  Augen  in  Zelle  2  und  3.  Von  Patagonien. 

29.  Gattung-:  Maiiereliia  Stgr. 

Fühler  dünner  und  kürzer  als  bei  Erehia,  ihre  Kolbe  wenig  verdickt  und  kaum  löffelförmig  ausgehöhlt. 

Figl  oben  zeichnungslos.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  steht  entweder  ein  Auge  oberhalb  des  Analwinkels  oder 
es  liegen  weiße  Punkte  vor  dem  Außenrd.  Die  Hflgl  haben  eine  gebogene  dunkle  Querlinie  im  Basalteil  und  2 
andere  gewellte  oder  gezackte  vor  dem  A\d,lenrd,  mit  hellen  Punkten  oder  kleinen  Augenflecken  dazwischen. 

Von  Bolivien  und  Peru. 

M.  cyclopina  Stgr.  (=  Lyman.  varola  (51  f).  Oben  eintönig  schwarzbraun,  unten  etwas  heller,  die  cuclopina. 

Spitze  der  Vflgl  lichtgrau  bestreut,  mit  einem  schwarzen,  weißgekeruten  und  bräunlich  umrandeten  Augenfleck  in 
Zelle  2  und  zuweilen  einem  kleinern  Auge  darüber  oder  darunter ;  ferner  mit  2  oder  3  weißen  Punkten  vor  der  Spitze, 
einer  gezackten  dunklen  Querlinie  vor  dem  Rande  und  einer  iindeutlichen  Linie  vor  den  Augen.  Hflgl  braungrau, 
am  Rande  grau  bestreut  mit  3  dunklen  Querlinien,  einem  größern,  gelbumringten  Augenfleck  und  einem  kleinern 
gleichen  darunter  vor  dem  Analwinkel.  Gegen  den  Vorderwinkel  1 — 3  weiße  Punkte.  Von  Peru  und  Bolivien. 

—  Ob  cyclopella  Stgr.  (51  f)  eine  Zeitform  der  vorigen,  oder  eine  verschiedene  Art  ist,  steht  noch  nicht  fest,  ryclopella. 
Sie  unterscheidet  sich  dadurch,  daß  die  2.  und  3.  Querlinie  der  Hflgl-Unterseite  näher  zusammenstehen  und  der 
Augenfleck  fast  ganz  gelb  erscheint.  Von  Bolivien.  Ebenso  unsicher  erscheinen  die  Artrechte  von  cyclops  Stgr.,  eyclops, 
bei  der  die  Hflgl  auf  der  Unterseite  am  Außenrd  nicht  grau  bestreut  sind,  und  die  sich  ferner  durch  eine  starke 
Einschnürung  der  Binde  zwischen  der  2.  und  3.  Querlinie  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  von  den  übrigen  Formen 
unterscheidet.  Aus  dem  südlichen  Bolivien  (Bueyes). 

M.  typhlops  Stgr.  Oben  dunkel  schwarzbraun.  Unten  bräunlicher  mit  2  schwach  gezackten,  dunkel-  typhlops. 
braunen  Querlinien  vor  dem  Außenrd  aller  Figl,  zwischen  denen  weiße  Punkte  stehen.  Die  Zahl  dieser  Punkte 
wechselt  auf  den  Vflgln  von  3  bis  7,  auf  den  Hflgln  von  2  bis  5.  34 — 35  mm.  Aus  der  Provinz  Yungas  in  Bolivien. 

—  thyphlopsellaxS^gr.  ist  einePorm  der  vorigen,  die  sich  nur  durch  ihre  Kleinheit  (28 — 29  mm)  und  dadurch  iinter-  thyphlop-^ 

scheidet,  daß  die  Unterseite,  besonders  die  der  Hflgl  viel  lichter  grau  angeflogen  ist.  Von  Tanampaya  in  Bolivien.  c 

39.  Gattiiiig-:  [cli4»iieiii*a  Fldr. 

Die  Figl  ziemlich  lang  gestreckt,  ihr  Außenrd  gerundet,  nur  die  Costalrippe  ist  an  der  Wurzel  aufgeblasen, 
die  mittlere  Discocellularrippe  der  Vflgl  ist  gerade,  die  untere- nach  innen  gewinkelt,  in  den  Hflgln  bilden  diese 
genannten  Rippen  fast  eine  gerade  Linie.  Die  Augen  sind  nackt.  Nur  eine  columbische  Art. 

1.  erebioides  Fldr.  (51  f).  Die  braune  Farbe  der  Oberseite  wird  gegen  die  Figlwurzel  chmkler.  Die  Fransen  erebioides. 
sind  grau.  Auf  den  Hflgln  stehen  oben  in  den  Zellen  3  bis  5  drei  deutliche  schwarze,  weißgekernte  Augen  in  rot¬ 
gelben  Ringen.  Die  Unterseite  ist  etwas  heller  braun.  Durch  die  Mitte  beider  Figl  geht  eine  dunkell)raune 
gezackte  Querlinie  und  vor  dem  Saum  stehen  2  glatte  Linien.  Auf  den  Hflgln  in  Zelle  2  bis  4  drei  weiße  kurze 
Längsstriche,  die  nach  außen  und  innen  zugespitzt  sind.  Von  Bogota  (Columlüen)  2500  m.  Mit  dem  Namen 
moderata  [form,  nov.)  belege  ich  eine  Form  von  erehioides,  die  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  niir  eiiiAnge  nnd  zAvar  moderaia. 
in  Zelle  3  hat,  nnd  bei  der  auf  der  Unterseite  die  weißen  Längsstriche  ganz  fehlen.  Von  Bogota. 

31.  Gattiino’:  Pseiiflomaiiiola  Weijm. 

Die  Costalis  der  Vflgl  ist  stark,  die  Mediana  schwächer  aufgeblasen;  der  2.  Ast  der  Subcostalis  entspringt 
weit  hinter  dem  Ende  der  Mittelzelle,  die  mittlere  Discocellularrippe  der  A'flgl  ist  halbkreisförmig  nach  innen 
gebogen,  die  untere  fast  gerade.  In  den  Hflgln  ist  die  mittlere  Discocellularis  schwach  nach  innen  gebogen. 

Die  Palpen  sind  stark  nnd  lang  behaart,  die  Fühler  kurz,  mit  scharf  abgesetzter,  breiter,  schaufelförmiger  Kolbe. 

Die  beiden  Arten  fliegen  in  großen  Höhen  im  bolivianischen  Hochlande. 

P.  euripides  Weym.  (51  f).  Oben  hellbraun,  nach  außen  mit  grünlichem  Schiller.  Auf  den  Vflghi  eine  curipides. 
breite  ockerfarbige  Binde,  worin  vor  der  Spitze  2  braune  Flecken  und  darunter  zuweilen  noch  2  solcher  Punkte 


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CALISTO.  Von  G.  Weymbr. 


stehen.  Die  Hflgl  haben  3  große  rotgelbe  Flecke  in  Zelle  2 — 4.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Grundfarbe  dunkler 
braun,  ohne  Schiller,  die  Binde  ist  rotgelb,  die  2  großem  schwarzen  Flecke  sind  weißgekernt,  miteinander  ver¬ 
bunden  und  von  einem  breiten  hellgelben  Ring  umgeben.  Die  Hflgl  sind  dunkelbraun  gesprenkelt  mit  breitem, 
helleren  Außenrd,  der  ein  Drittel  des  Figls  einnimmt.  Eine  dunkelbraune  Linie  trennt  beide  Farben.  Vor  dem 
Saum  in  Zelle  2  ein  dunkelbraimer  weißgekernter  Fleck.  Bei  Portaguelo  de  Corocoro  und  bei  Sicasica  in  3600 
bis  4600  m  Höhe.  (Von  Stübel  gesammelt). 

eleaics.  P.  clcatcs  Weyni.  Oben  braun,  zwei  kleine  rotgelbe  Flecke  liegen  auf  jedem  Figl  in  Zelle  2  und  3 

nicht  Aveit  vom  Saum,  auf  den  Vf Ighi  deutlich,  auf  den  Hflghi  undeutlicher.  Unten  ebenfalls  braun.  Vflgl  mit 
schwarzem  Aveißgekernten  Auge  vor  der  Spitze,  das  von  einem  hellbraimen  Ring  umgeben  ist,  der  sich  nach 
hinten  bis  in  Zelle  3  verlängert.  Die  Hflgl  haben  einen  gelblichbraunen  Außenrd,  der  ein  Viertel  des  Figls 
einnimmt,  und  durch  den  eine  Reihe  brauner  Halbmonde  zieht.  Es  Avurde  nur  ein  Exemplar  bei  Tacora  in 
Bolivien  von  Stübel  gesammelt,  das  sich  jetzt  im  Königl.  Zool.  Museum  in  Berlin  befindet. 

32.  Gattung’:  Cal  ist«  Hbn. 

Diese  Gattung  unterscheidet  sich  von  allen  amerikanischen  Satyriden- Gattungen  dadurch,  daß  bei  ihr 
alle  Aeste  der  Subcostalis  der  Vflgl  nach  dem  Ende  der  Mittelzelle  abzAveigen.  Die  Costalis  und  die  Mediana 
der  Vflgl  sind  stark  aufgeblasen.  Die  Mittel-Discocellularis  der  Vflgl  bildet  einen  rechten  Winkel,  dessen  hinterer 
Schenkel  AA^eit  nach  außen  reicht,  infolgedessen  ist  die  Mittelzelle  hinten  viel  länger  als  vorne.  Der  Ird  der  Hflgl 
ist  vor  dem  Innen Avinkel  mehr  oder  weniger  tief  ausgeschnitten.  Bei  den  meisten  Arten  haben  die  GG  oben  einen 
seidenartigen  Duftschuppenfleck.  Die  Schmetterlinge  sind  meist  klein  oder  unter  Mittelgröße.  Sie  beAvohnen 
die  Antillen,  nur  eine  Art  soll  aiif  dem  Festlande  von  Amerika  gefunden  sein,  doch  bedarf  dies  Avohl  noch  Aveiterer 
Bestätigung. 

zangls.  C.  zangis  F.  (=  agnes  CV.)  (51  f).  Oben  braun,  Vflgl  bei  den  GG  einem  großen,  runden,  sammet¬ 

artigen,  dunkelbraunen  Duftschuppenfleck  in  der  Mitte.  Die  Hflgl  sind  in  der  hintern  Hälfte  rötlichbraun 
mit  einem  kleinen  schwarzen  Fleck  am  Analwinkel.  Auf  der  braunen  Unterseite  liegt  auf  den  Vf  Igln  ein  großes 
Auge  vor  der  Spitze  nahe  am  Vrd.  Dasselbe  ist  schwarz  mit  ockergelbem  Ring  und  doppelter  Aveißer  Pupille. 
Auf  den  Hflgln  ein  viel  kleineres  Auge  vor  dem  AnalAvinkel.  Die  äußere  Hälfte  der  Hflgl  ist  heller  braun.  Der 
Schmetterling  ist  auf  Jamaica  gemein,  soAvohl  in  der  Ebene  Avie  im  Gebirge,  avo  er  bis  zu  6000  Fuß  hoch  fliegt. 
Ein  Exemplar  Avurde  nach  Lathy  in  Demerara  in  Britisch- Guyana  gefangen.  Die  Aveiteren  Vaterlandsangaben 
,,Pensylvanien“  in  Oramer  (Uitl.  Kap.)  und  ,, Carolina“  in  Godart  (Encyclopedie)  und  in  Kirby’s  Katalog  müs¬ 
sen  Avohl  auf  Irrtum  beruhen,  da  Holland  und  Dyar  in  ihren  Werken,  die  Art  nicht  aufführen. 

niüjUa.  C.  nubila  Lathy  (51  f)  ist  der  vorigen  Art  ganz  ähnlich,  unterscheidet  sich  aber  von  ihr  dadurch,  daß 

der  sammetartige  Duftschuppenfieck  der  GiJ  fohlt.  Die  Oberseite  ist  ganz  schwärzlichbraun,  nach  außen  blasser, 
ein  sclmarzer  Fleck  liegt  am  Analwinkel  der  Hflgl.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Mittelzelle  der  Vflgl  lebhaft  rotbraun, 
die  Hflgl  sind  ebenfalls  rotbraun,  am  AnalAAÜnkel  orange  gefärbt,  mit  einem  größern  Auge  in  Zelle  2,  das  orange 
eingefaßt  ist,  und  einigen  weißen  Fleckchen  daneben.  Das  $  ist  nicht  bekannt.  Von  Porto  Rico. 

archehates.  C.  archcbatcs  Men.  Oben  kupferbraun,  ein  sammetartiger  Fleck  reicht  A^om  Ird  bis  zur  Mittelzelle 

der  Vflgl.  Unten  braun.  Vflgl  mit  scliAvarzem,  Aveißgekernten,  gelbgeringten  Auge,  Hflgl  mit  hellgelber  Binde 
durch  die  Mitte,  die  sich  am  Ird  erweitert.  Hinter  derselben  ein  Auge,  das  dem  der  Vflgl  gleich  ist,  und  zAA^ei 
Aveiße  Punkte  daneben.  Von  Haiti.  Sehr  selten.  Kur  in  der  Sammlung  von  Godman  und  Salvin,  soAvie  im  Peters¬ 
burger  Museum. 

pulchelta.  C.  pulchella  Lathy  (51  g).  Oben  dunkelbraun,  beim  G  mit  dem  sammetartigen  Fleck  auf  den  Vflgln 

wie  bei  den  andern  Arten  und  einem  schwarzen,  hellgelb  eingefaßten  Fleck  am  Analwinkel.  Das  $  hat  auf  den 
Hflghi  ein  großes,  orangebraunes  Feld  im  hintern  Teil  des  Außenrds  vor  dem  AnahAÜnkel,  Avelches  von  einer 
dunkelbraunen  Linie  durchzogen  ist.  Die  Unterseite  ist  der  von  zangis  und  nubila  ähnlich,  doch  ist  die  Wurzel¬ 
hälfte  der  Hflgl  fast  ganz  rötlich  orange  gefärbt,  vor  dem  Auge  der  Hflgl  liegen  3  Av^eiße  Punkte  in  einer  Reihe 
über  einander  und  hinter  dieser  eine  Reihe  rotgelber  Flecke.  Auf  den  Vflgln  ist  die  2.  AA'eiße  Pupille  des  Auges 

tencbrosa.  Avurzelwärts  gerückt  und  liegt  in  dem  gelben  Ring.  Von  Haiti.  —  tenebrosa  Lathy  ist  eine  Aveibliche  Form  von 
pulchella,  bei  Avelcher  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  das  große  orangel)raune  Feld  vor  dem  AnalAvinkel  fehlt.  Eben¬ 
falls  von  Haiti. 

hcrophile.  C.  hcrophile  Hbn.  (51  f).  Oben  braun,  beim  mit  einem  dunklen  sammetartigen  Fleck  auf  den  Vflgln. 

Unten  graubraun  mit  2  welligen  Mittel-  und  2  fein  gezackten,  breiten  Submarginallinien,  einem  rotgelben  Drei¬ 
eck  an  der  Wurzel  der  Vflgl,  mit  einem  großen  Auge  auf  den  Vflgln  und  einem  etAvas  kleineren  Auge  auf  den  Hflgln 
und  vor  letzterem  eine  Reihe  von  4  Aveißen  Punkten.  Von  Cuba. 

hy.siu,s.  C.  hysius  Goclt.  Die  kleinste  Art  der  Gattung,  sie  hat  niir  24  bis  28  mm  Figlspannung.  Oben  dimkelbraun, 

bei  den  cJG  mit  großem,  sammetartigen,  schwärzlichen  Fleck  auf  den  Vflgln.  Unten  braiui,  Vflgl  ockergelb  ge¬ 
sprenkelt,  mit  ziegelrot  ausgefüllter  Mittelzelle,  einer  braunen,  distal  gelb  gerandeten  Mittellinie,  2  Submarginal- 


Aiit^/iefjüüen  AO.  1.  lUlA. 


.STEROMA;  PS h]ü DOS'I'I^ROM A.  Von  (S  WioyMicii. 


211 


linien  und  einem  großen  gelbgeringten  Apicalange  mit  Doppel-Pupille.  Hflgl  ln•atln,  dicht  ockergeih  hes]>renkelt. 

Außer  den  3  Querlinien  der  Vtlgl  ist  noch  eine  weitere  Querlinie  in  dei'  Nähe  der  Wurzel  vorhanden.  Pin  kleines 
Auge  in  Zelle  2  und  darüber  zwei  weiße  Punkte.  Von  Haiti.  Nach  einem  Pxemplar  inKoll.  Staudinoku  auch  auf 
Jamaica  vorkommend.  —  confusa  Lathy  (=.=  lysius  il/e/o)  (51  g)  ist  eine  Form  von  hyuiufi,  die  sich,  oben  daduieh  ronfma. 
xmterscheidet,  daß  am  Analwinkel  der  Hflgl  ein  kleiner  ockergelber  Fleck  liegt.  Auf  dei‘  Unterseit(i  geht  die  gella; 

Querlinie  vor  dem  Auge  der  Vflgl  nur  l)is  an  Rippe  2.  Die  beiden  lu'annen  Querlinien  vor  und  in  der  .Mitten 
der  Hflgl  sind  nach  außen  deutlich  weiß  eingefaßt,  die  beiden  braunen  Submarginallinien  endigen  am  Analwinkcl 
in  einen  schwarzen  Fleck  und  der  Raum  zwischen  ihnen  ist  im  hintern  Flglteil  weiß  ansgefüllt.  Auch  ist  das 
Auge  der  Hflgl  etwas  größer  als  bei  hysius.  Von  Haiti. 

33.  Gattung-:  ^teF<»iiaa  Westw. 

Eine  an  der  Gestalt  der  Figl  leicht  kenntliche  Gattung.  Der  Außenrd  der  Vflgl  ist  schwach,  derjenige 
der  Hflgl  aber  zwischen  den  Rippen  stark  ausgeschnitten.  Unterhalb  der  Spitze  der  Vflgl  tritt  der  Außenrd 
stumpf  vor.  Der  Ird  der  Hflgl  ist  vor  dem  Innenwinkel  tief  ausgeschnitten,  so  daß  der  Innenwinkel  selbst  lappig 
hervortritt.  Der  Vrd  der  Hflgl  ist  in  seiner  Mitte  ebenfalls  tief  ausgeschnitten  und  bildet  dann  bei  %  seiner 
Länge  einen  breit  und  rund  vortretenden  Zahn,  der  vom  Ird  der  Vflgl  bedeckt  ist.  Die  Costalis  und  die 
Mediana  der  Vflgl  sind  an  der  Wurzel  stark,  die  Submediana  etwas  weniger  stark  aufgeblasen.  Ein  Subcostalast 
entspringt  vor  dem  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  Das  3'  hat  auf  denVflgln  einen  sammetartigen  Duftschup¬ 
penfleck.  Die  Falter  fliegen  in  den  Hochgebirgen  des  tropischen  Amerika. 

S.  superba  Btlr.  (51g).  Oben  schwarzbraun,  am  Rande  rötlich,  das  B  einem  großen,  seidenartigen  superba. 
Duftschuppenfleck  in  der  Mitte  der  Vflgl.  Unten  sind  die  Vflgl  kupferbrann  glänzend,  an  der  Spitze  dunkelbraun 
marmoriert.  Ebenso  marmoriert  sind  die  ganzen  Hflgl.  An  der  Costa  und  in  der  Mitte  der  Hflgl  liegt  je  ein 
Silberfleck  und  vor  dem  Außenrd  eine  Reihe  von  ockergelben  Punkten.  Von  Bolivien,  Peru. 

S.  bega  Westw.  Der  vorigen  Art  ähnlich,  doch  sind  die  Figl  kürzer,  die  Gestalt  daher  gedrungener,  beyu. 

Oben  dunkelbraun.  Unten  sind  die  Vflgl  heller,  einfarbig  braun,  nur  die  Spitze  ist  schwarz  und  weiß  gesprenkelt. 

Auf  den  hell-  nnd  dunkelbraun  marmorierten  Hflgl  stehen  silberweiße  Punkte  und  Flecken  zerstreut.  Von  Vene¬ 
zuela,  Columbien  und  Bolivien.  —  andensis  Fk/r.  (51  g)  ist  eine  Form  von  hega,  bei  der  auf  derUnterseite  der  Hflgl  andensis. 
die  2  kurzen,  silbernen  Streifen  an  der  Costa  den  Buchstaben  V  bilden.  Von  Bogota  (Columbien).  —  modesta  modesta. 
form.  nov.  (51  g)  ist  eine  etwas  kleinere  Form,  bei  der  die  silberweiße  Punktierung  und  Zeichnung  der  Unterseite 
der  Hflgl  fast  ganz  fehlt.  Nur  ein  silberglänzender  Punkt  in  Zelle  2  und  ein  silbernes  kleines  Winkelzeichen 
in  Zelle  3  sind  noch  vorhanden.  Der  Zahn  am  Vrd  der  Hflgl  ist  wie  bei  den  andern  Formen.  Von  Yungas  de 
la  Paz,  1000  m  (Bolivien). 

S.  zibia  Btlr.  Oben  braun  mit  dunklem  Rande,  die  Hflgl  im  Saumfeld  rötlich,  am  Analwinkel  weiß-  zibia. 
bestäubt.  Unten  sind  die  Vflgl  heller,  mit  einem  gelben  Strich  vor  der  Spitze,  die  Costa  gelb  und  braun  mar¬ 
moriert.  Hflgl  schwarz,  braun  und  rostfarbig  marmoriert,  der  Apicalteil  ockergelb  mit  2  rostfarbigen  Flecken, 
ein  Silberfleck  vor  der  Spitze  und  die  Flecke  an  der  Costa  wie  bei  hega,  zwei  schwarze,  mit  Silber  eingefaßte 
Flecke  vor  dem  Außenrd.  Spann-Breite  42  mm.  Von  Venezuela. 

34.  Gattung’:  lösend osteroma  nov. 

Diese  neue  Gattung  bildet  den  Uebergang  von  Steroma  zxx Steremnia.  Wie  bei  letzterer  fehlt  ihr  der  breite 
stumpfe  Zahn,  den  Steroma  am  Vrd  der  Hflgl  bei  Ag  seiner  Länge  besitzt,  die  übrigen  Zähne  des  Außenrds  der 
Hflgl  treten  aber  gerade  so  weit  vor,  wie  bei  Steroma.  Der  erste  Zahn  am  Vorderwinkel  ist  etwas  stärker  als  die 
übrigen,  und  bildet  auf  dem  Vorderwinkel  eine  fast  rechtwinkelige  Ecke.  Der  Ird  der  Hflgl  ist  ebenso  ausgeschnit¬ 
ten  wie  bei  Steroma,  aiicli  bildet  der  Außenrd  der  Vflgl  dieselbe  stumpf  vorspringende  Ecke  unterhalb  der  Spitze 
wie  dort.  Der  Duftschuppenfleck  ist  meistens  ebenfalls  vorhanden. 

P.  pronophila  Fldr.  (Steroma  p.)  (51  g).  Oben  braun,  der  Saum  und  der  Duftschuppenfleck  hinter  jironopkUa. 
der  Mediana  der  Vflgl  dunkler;  die  Spitze  der  Fransen  zwischen  den  Rippen  weißlich.  Unten  Vflgl  gelblich- 
braun,  Spitze  der  Vflgl  und  die  ganzen  Hflgl  dunkelbraun  marmoriert.  Letztere  mit  einem  weißen  Fleck  am  Vrd, 
einer  Reihe  von  6  weißen  Punkten  vor  dem  Außenrd  und  einem  hellbraunen  Fleck  am  Analwinkel.  Das  $ 
ist  dem  gleich  gezeichnet,  nur  fehlt  der  Duftschuppenfleck.  Columbien  (Bogota),  2800  m,  Cipacpie  in  der 
Ost-Cordillere  3000  m,  am  Quindiu-Paß  3800  m  hoch  von  Fassl  gefunden.  —  umbracina  Btlr.  ist  eine  Form  umhracina. 
der  'pronophila,  oben  olivbraun,  Vflgl  im  Spitzendrittel  etwas  heller,  die  Fransen  abwechselnd  sch\^'arz  und  gelb¬ 
braun.  Unten  fast  wie  oben,  Hflgl  an  der  Spitze  graubraun,  mit  einer  submarginalen,  welligen,  unterbrochenen 
dunkelbraunen  Linie.  Breite  40  mm.  Von  Pei’u. 

P.  monachella  spec.  7iov.  ( Thieine  i.  h)  (52 a).  Oben  dunkelbraun,  in  der  Mitte  dunkler,  am  Außenrd  heller,  moxachdla. 
Fransen  dunkelbrann  und  weiß  gescheckt.  Unten  Vflgl  in  der  Wurzelhälfte  rötlichbraun,  nach  außen  heller. 

Saum  mm  breit,  fein  dunkelbraun  gestrichelt  und  vor  der  Spitze  weiß  gepudert.  Hflgl  dunkelolivbraun, 


V 


31 


agraulis. 


polyd-o. 


rugilas. 


■inisclla. 


pairohas. 


irltonia. 


242  STEREMNIA;  GYROCHEILUS;  ELINA.  Von  G.  Weymer. 

scliwarz  marmoriert  und  gefleckt,  Saumfeld  heller  mit  einer  olivbraunen,  stark  gezackten  Suhmarginalbinde, 
einer  Aveißen  Punktreihe  vor  derselben,  und  einigen  weißlichgelben  Flecken  nnd  Strichen  am  Vrd  und  am  Anal- 
winkel.  Der  Außenrd  ist  ganz  dunkelbraun.  Von  Huancabamba  3000  m  hoch  in  Nord-Peru. 

P.  agraulis  spec.  nov.  (51  f).  Oben  rötlichbraiui,  etwas  glänzend,  an  der  Wurzel  etwas  dunkler.  Vflgl 
mit  3  Aveißen  Punkten  vor  dem  Außenrd  in  Zelle  3,  4  und  5.  Fransen  Aveiß,  auf  den  Rippen  schAvarz  gefleckt. 
Hflgl  mit  4  AA^eißen  Punkten  in  Zelle  2  bis  5.  Saumlinien  dunkelbraun,  Fransen  einfarbig  braun.  Unten  Vflgl 
braun,  Spitze  und  Außenrd  Aveiß,  mit  dunkelbraun  gesprenkelt.  Die  Aveißen  Punkte  der  Oberseite  sind  eben¬ 
falls  vorhanden.  Hflgl  dunkelgrau,  mit  Aveiß  und  schwarz  marmoriert,  am  Vrd  2  zerissene  Aveiße  Flecke,  am  Ird 
2  graue  dreieckige  Flecke,  vor  dem  Außenrd  eine  Reihe  weißer  Punkte  in  schwarzen  Ringen.  Fransen  braun. 
Von  monachella,  durch  das  Fehlen  des  dunkelbraunen  Schuppenflecks  auf  der  Mitte  der  Vflgl. -Oberseite,  durch 
andere  Gestaltung  der  Zeichnung  der  Hflgl-Unterseite,  namentlich  durch  den  fehlenden  dunkelschwarzgrauen 
Außenrd  verschieden.  Auch  sind  die  Einschnitte  am  Saum  tiefer  und  die  Zähne  spitzer.  Von  Bolivien. 

35.  Gattung’:  Stereamiia  Thieme. 

Lei  dieser  Gattung  fehlt  nicht  allein  der  Zalm  hinter  der  Mitte  des  Vrds  der  Hflgl,  den  Steroma  besitzt, 
sondern  auch  der  am  Vordenvinkel  selbst  liegende  Zalm,  der  bei  Pseudosterorna  rechtwinkelig  Amrspringt.  Der 
etAvas  konvex  v<jrtretende  Vrd  der  Hflgl  geht  daher  in  fast  glatter  Rundung  in  den  Außenrd  über.  Der  Aiissclmitt 
des  Irds  ist  niclit  so  tief,  und  die  Zähne  des  Außenrds  treten  weniger  vor  als  bei  den  beiden  vorigen  Gattungen. 

S.  polyxo  Godm.  u.  Salv.  Oben  braun,  beim  einfarbig,  beim  $  mit  einer  verloschenen,  rötlichbraunen 
SAd)marginalbinde  auf  beiden  Flgln.  Unten  Vflgl  braun  mit  gelblichbrauner  Spitze.  Hflgl  gelblichbraun,  drmkel- 
Iji’aun  gestrichelt,  mit  einer  gelbliclien  Binde  vor  der  Mitte,  die  sich,  nach  vorne  verbreitert  und  in  2  Teile  spaltet. 
I^or  dem  Aid.lenrd  eine  gleichfarbige,  breite  Binde,  die  in  der  hinteren  Figlhälfte  mit  2  Zacken  Aveit  nach  iiuien 
vortritt  lAiid  so  den  Buchstaben  W  bildet.  In  der  Sierra  Nevada  von  Santa  Marta  (Columbien)  gesammelt 
von  Simons  und  Tetens. 

S.  rugilas  Thieme  (52  a).  Oben  braun;  auf  dem  Vflgl  vor  der  Außenrdsmitte  ein  etwas  rötlicher  Schein. 
Unten  Vflgl  rötlichbraun  mit  grauer  Spitze,  Hflgl  scliAvarzbraun,  hellmarmoriert,  mit  undeutlicher  Aveißer  Mit¬ 
tellinie,  die  aus  einem  Aveißen  Costalfleck  entspringt,  mit  weißer  Punktreihe  vor  dem  etAvas  helleren  Außenrd. 
Columbien,  Callegos  am  Quindiu-Paß  in  3000  ni  Höhe  (Fasse). 

S.  misella  Thieme  (52  a).  Oben  olivbraun,  gegen  den  Rand  etwas  lieber,  das  (J  Schuppenfleck. 
Fransen  beider  Figl  braun  und  Aveiß  gescheckt.  Unten  dunkelbraun,  am  Außenrd.  der  Hflgl  und  an  der  Spitze 
der  Vflgl  etAvas  heller  mid  fein  dunkel  gestrichelt,  mit  einer  undeutlichen  Submarginallinie.  Die  Zälme  der  Hflgl 
treten  nur  wenig  vor.  Von  Huancabamba  in  Nord-Peru. 

36.  Gattiuig’:  twyroelieiliis  Btlr. 

Die  Costa  der  Vflgl  ist  stark  gekrümmt,  der  Außenrd  wenig  Avellig,  derjenige  der  Hflgl  gezähnt,  der  Ird 
der  Hflgl  ziemlich  stark  ausgesclmitten.  Die  Costalrippe  der  Vflgl  ist  ziemlich  stark  angeschAvollen.  Von  den 
Sidicostalästen  der  Vflgl  entspringt  der  erste  vor  dem  Zelleneude,  der  2.  gerade  am  vordem  Ende  der  Zelle, 
die  übrigen  dahinter.  Die  mittlere  Discocellularrippe  ist  in  beiden  Flgln  Avinkelig  nach  innen  gerichtet,  infolge¬ 
dessen  ist  der  hintere  Teil  der  Mittelzelle  länger  als  der  vordere.  Es  sind  mittelgroße,  dunkelbraune  Schmetterlinge, 
deren  Vaterland  Mexico  und  das  angrenzende  Arizona  ist. 

G.  patrobas  Hew.  (52  b).  Oben  dunkelbraun,  Vflgl  mit  4  Aveißen  Punkten  in  einer  Reihe,  Fransen 
scliAvarz  und  Aveiß  gescheckt.  Hflgl  mit  einer  breiten  rotbraunen  Submarginalbinde,  an  deren  innerem  Rande 
2  Aveiße  Punkte  in  Zelle  2  und  3  stehen,  und  mit  einem  schmalen,  etwas  verloschenen,  rotbraunen  Streifen 
zAvischen  dieser  Binde  und  dem  Saum.  Unten  sind  die  Figl  noch  dunkler  braun  als  oben.  Auf  den  Vflglii  ist  die 
Spitze  Aveiß  gepudert,  und  die  Aveißen  Punkte  stehen  in  scliAvarzen  Ringen.  Auf  den  Hflgln  ist  der  Außenrd  breit 
bläulichgrau,  rotgelb  und  braun  marmoriert,  an  der  innern  Seite  desselben  steht  eine  Reihe  Aveißgelber  Flecke, 
an  der  äußern  Seite  mehrere  liraune  und  dazAAÜschen  rotgelbe  Linien.  Im  Hochland  von  Mexico  (Oaxaca,  Nord- 
Sonora,  Durangocity,  Jalapa.  —  tritonia  Edw.  ist  eine  Form  von  pairohas,  die  sich  nur  durch  dunklere  Oberseite, 
verdüsterte  rotbraune  Binde  der  Hflgl  und  das  Felden  der  Aveißen  Punkte  in  dieser  Binde  unterscheidet. 
Auf  den  Vflghi  stehen  zuweilen  oben  und  unten  nur  3  weiße  Punkte  statt  4.  Von  Arizona  und  Nord-Mexico. 

37.  Gattung’:  Blanch. 

Bei  dieser  Gattung  entspringen  2  Subcostaläste  vor  dem  Ende  der  Mittelzelle  der  Vflgl,  die  übrigen 
dahinter.  Die  Costalis  und  die  Mediana  derselben  Figl  sind  an  der  Wurzel  aufgeblasen.  Der  Außenrd  der  Vflgl 
ist  Avellig,  derjenige  der  Hflgl  stark  gezähnt  und  ihr  Ird  ausgeschnitten.  Die  Gattung  umfaßt  mittelgroße 
und  kleine  Schmetterlinge,  die  in  Chile  und  den  angrenzenden  und  benachbarten  Ländern  A^orkommen. 


KTRONA.  Von  G.  Wioymi^r. 


‘J'ifi 

E.  lefebvrei  Guer.  (~-  nioJitrolü  Feisth.)  (52))).  ül)en  Ijraim  niit  eiiu'r  rotln'aiineii  8nl)niarginal))inde.  l/^frhrrel. 
die  stellenweise  stark  eingesclxnürt  ist  und  auf  den  Vflgln  durch  die  lu’aunen  Rippen  unterfu-oclien  ist.  Vor  dei- 
Vflgl-Spitze  stehen  axif  dieser  Binde  ockergelbe  Längsstrahlen  und  2  dunkel l)raune  Flecke,  hhu  l>raune)-  kleiner 
Fleck  in  Zelle  2  kann  auch  oft  fehlen,  ebenso  der  braune  Fleck  in  Zelle  2  der  Hflgl.  .Das  Wurzel-  und  Mittelfehl 
ist  stark  rotbraun  bestäubt.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  bis  an  die  Subniarginal binde  rostbraun,  die  Binde 
ist  ockergelb,  nach  vorne  weiß,  die  3  dunklen  Flecke  sind  schwarz  und  haben  weiße  rii{)illeu.  Der  Außenrd 
ist  braun.  Durch  die  Mitte  der  Hflgl  zieht  eine  zackige,  dunkelbraune  Binde,  die  wurzelwärts  verschwommen, 
saumwärts  meist  scharf  begrenzt  ist.  Dieser  folgt  eine  grauweiße,  braunbesprenkelte  Submarginal  binde  und  dann 
der  dunkelbraune  Außenrd.  Das  $  ist  bedeutend  größer,  es  hat  eine  Spannweite  von  70  mm.  Die  Wurzelhälfte 
beider  Figl  ist  fast  ganz  rotbraun  gefärbt,  der  vordere  dunkle  Fleck  ist  weiß  gekernt  und  die  Unterseite  ist  heller 
als  beim  (J.  —  Die  Rp  ist  hellbraun  mit  schwarzen  Längslinien.  Kopf  groß,  mit  2  schwarzen  Linien  und  einer 
hellen  Spirallinie,  die  unten  schwarz  eingefaßt  ist,  der  Rücken  ist  etwas  dunkler  braun,  der  Schwanz  2  spitzig. 

Sie  ist  im  Oktober  erwachsen  iind  lebt  an  ,,Coligne“  (Chusquea  sp.  ?).  Die  Pp  ist  hellbraun  mit  einigen  schwarzen 
Strichen  und  Flecken.  Der  Schmetterling  erscheint  im  November  und  Dezember  und  ist  in  Chile  stellenweise 
häufig,  doch  mehr  in  der  Ebene  als  im  Gebirge.  Er  kommt  auch  in  Argentinien  und  Uruguay  vor. 

E.  vanessoides  Blanch.  (52  b).  Der  vorigen  Art  ähnlich,  doch  etwas  kleiner.  Die  Hflgl  sind  gestreckter  vanessoides. 
und  weniger  gezähnt.  Die  Binde  ist  heller  gefärbt  und.  die  dunkelbraunen  Flecke  in  Zelle  2  beider  Figl  fehlen 
oberseits  auf  beiden  Flgln  und.  unten  auf  den  Vflgln.  Die  dunkelbraunen  Flecke  vor  der  Spitze  der  Vflgl  haben 
beiderseits  keine  weißen  Pupillen.  Durch  die  Mitte  der  hell-  und  dunkelbraun  marmorierten  Hflgl  zieht  ein 
weißer,  gebogener,  auf  Rippe  5  unterbrochener  Streifen.  Hinter  demselben  eine  Submarginalbinde,  die  etwas 
heller  als  die  Grundfarbe  ist,  und  in  welcher  in  Zelle  2  ein  dunkelbrauner  Fleck  mit  rotgelbem  Ring  steht. 

Von  Valdivia  in  Chile,  wo  sie  nicht  selten  ist. 

E.  calvertii  Ehv.  Eine  kleine  Art  mit  geradem  Außenrd  der  Vflgl.  Das  d'  oben  dunkelbraun,  mit  2  ver-  calvertii. 
loschenen,  kleinen,  rotbraunen,  Submarginalflecken  in  Zelle  2  und  3  beider  Figl.  Unten  sind  die  Vflgl  braun, 
an  der  Wurzel  dunkelrotgelb  bis  zur  Mitte,  mit  einer  breiten,  geraden,  rotgelben  Submarginalbinde,  worin  vor 
der  Spitze  ein  schwarzer  runder  Fleck  mit  ockergelbem  Ring  steht.  Die  Hflgl  sind  hell-  und  dunkelbraun,  mar¬ 
moriert,  mit  einem  großen,  weißen  Fleck  am  Vorderwinkel,  der  stark  braun  besprenkelt  ist;  eine  Reihe  weißer 
Punkte  liegt  vor  dem  Außenrd.  Beim  $  ist  die  Zahl  der  rotbraunen  Flecke  auf  der  Oberseite  vermehrt,  auf  den 
Vflgln  stehen  in  diesen  Flecken  braune  Punkte  und  das  Auge  der  Unterseite  scheint  nach  oben  durch.  Auf  der 
Unterseite  der  Hflgl  bildet  der  Aveiße  Fleck  am  Vorderwinkel  den  Anfang  einer  ockergelben,  braun  gesprenkelter 
Binde,  die  sich  bis  an  den  Ird  fortsetzt.  Der  Außenrd  der  Hflgl  ist  beim  $  nur  schwach  Avellig.  Das  E 
auf  der  Oberseite  der  Vflgl  einezr  Fleck  sammetartiger  Schuppen.  Nicht  selten  in  einem  Walde  unterhalb  der 
Baiios  von  Chillan  in  Chile  im  Monat  Dezember.  Auch  am  Quillen-See  in  Argentinien  gefunden  (Elwes). 

E.  nemyrioides  Bkmch.  (=  nemyroides  Reed,  neomyrioides  Elw.)  (52b).  Der  Außenrd  der  Vflgl  tritt  nemt/rioi- 
unterhalb  der  Spitze  in  einem  stumpfen  Winkel  vor,  beim  etwas  mehr  als  beim  $.  Im  übrigen  ist  der  Falter 
dem  vorigen  sehr  älmlich,  auch  hat  das  denselben  Fleck  sammetartiger  dunkelbrauner  Schuppen  in  der  Mitte 
der  Vflgl.  Hinter  diesem  Fleck  ist  die  Grundfarbe  stark  rotbraun  gemischt.  Die  (abgebildete)  Unterseite  ist  in 
der  Zeichnung  der  von  calvertii  sehr  ähnlich,  nur  ist  der  v/eiße  Fleck  am  Vrd  der  Hflgl  bei  nemyrioides  reiner 
weiß,  und  setzt  sich  als  zackige  weiße  Linie  bis  zum  Innenwinkel  fort.  Beim  ^  tritt  die  rotgelbe  Binde  der  Lhiter- 
seite  der  Vflgl  auch  auf  der  Oberseite  in  derselben  Breite  auf  und  umsclzließt  hier  ebenfalls  einen  scliAvarzen 
runden  Apicalfleck.  Auch  haben  die  Hflgl  beim  $  auf  der  Oberseite  eine  submarginale  Reihe  kleiner  rotgelber 
Flecke  und  auf  der  Unterseite  ist  der  weiße  Fleck  am  Vrd  viel  größer.  Von  Chile,  bei  Bad  Chillan  und  in  Val¬ 
divia  (nach  Edmonds),  bei  San  Ignacio  und  Port  Biest  (nach  Elwes).  Nicht  gemein  in  den  Zentral-Provinzen, 
dagegen  Aveniger  selten  in  Valdivia  (nach  Reed).  Flugzeit  Januar  bis  März. 

38.  Gattung’:  Jßteoiia  Westw. 

Die  Gestalt  der  Figl  ist  imgefähr  dieselbe  wie  bei  Elina,  der  Außenrd  der  Vflgl  ist  AA^ellig  und  hat  unter¬ 
halb  der  Spitze  eine  stumpfe  Ecke,  derjenige  der  Hflgl  ist  gezähnt,  jedoch  ist  der  Ird  der  letzteren  nicht  aus¬ 
geschnitten.  Nur  die  Costalis  der  Vflgl  ist  aufgeblasen,  die  andern  Rippen  sind  normal.  Von  den  Subcostal- 
ästen  der  Vflgl  entspringen  beim  $  2  vor  dem  Ende  der  Mittelzelle,  die  übrigen  dahinter;  beim  ^  dagegen  nur 
einer  vor  dem  Zellende,  während  der  2.  gerade  am  Ende  der  Zelle  abzweigt.  Die  Schmetterlüige  beAA'ohnen 
Süd-Brasilien. 

E.  tisiphone  Bsd.  (Euterpe  t.)  (52  a).  Oben  dunkelbraun  mit  einer  Reihe  gelblicliAA^eißer  Flecke  über  beide  tisiplwne. 
Figl,  die  den  größten  Teil  der  Hflgl  bedecken,  auf  den  Vflgln  aber  bei  den  oben  größtenteils  verloschen  sind. 

Einzelne  haben  oberseits  ganz  schAvarzbraune  Vflgl.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Grundfarbe  heller,  die  Rippen 
sind  schwarz,  und  zwischen  ihnen  stehen  schwarze  Längsstrahlen  und  kurze  AA^eiße  Längsstriche.  Die  Flecken¬ 
binde  ist  rein  weiß  und  geht  auch  bei  den  E  zum  Vrd  der  Vflgl.  Die  einzehien  Flecke  sind  kleiner,  ihre  An¬ 
zahl  ist  aber  bei  und  $  größer  als  oben.  Der  Schmetterling  ist  in  Süd-Brasilien  verbreitet  A^on  Rio  de  Janeiro 


244 


ZABIRNIA;  SABATOGA;  LYMANOPODA.  Von  G.  Weymer. 


bis  nach  Rio  Grande  do  Siil,  kommt  aber  auch  (nach  Staudinger)  in  Columbien  vor.  Boisduval  hatte  inseinen 
,,Species  general“  Chile  als  Vaterland  angegeben.  Butler  rmd  Elwes  erwähnen  die  Art  aber  in  ihren  Verzeich¬ 
nissen  der  chilenischen  Schmetterlinge  nicht,  und  Reed  sagt  in  seinen  Mariposas  chilenas  ausdrücklich,  daß  die 
i-iilpeciila.  Art  nicht  chilenisch  sei.  —  vulpecula  Weijni.  (52  a)  ist  eine  weibliche  Form  von  tisiflione,  bei  der  die  Flecken¬ 
binde  oberseits  nicht  gelblich  weiß,  sondern  rostfarbig  rötlichbraun  ist.  Auch  die  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  rötlich¬ 
braun.  Nur  einige  kleinere  Flecken  vor  der  Spitze  der  Vflgl  sind  hellgelb  geblieben.  Die  Unterseite  ist  ganz 
bräunlich  ockergelb,  welche  Farbe  alle  weißen  Flecken  und  Strahlen  absorbiert  hat,  nur  die  schwarzen  Rippen, 
Flecke_^und^Längsstrahlen  zwischen  den  Rippen  sind  noch  vorhanden.  Von  Rio  Grande  do  Sul. 

cupoUs.  E.  eupoüs  Hew.  (52  a,  b).  Vflgl  oben  braun  mit  rotgelben  Längsstreifen  an  der  Wurzel,  mit  emer 

schwefelgelben  Binde  hinter  der  Mitte  und  einem  gleichen  Fleck  vor  der  Sjjitze.  Hflgl  rotgelb  mit  breitem  brau¬ 
nem  Außenrd.  Unten  wie  oben,  nur  heller,  die  Spitze  der  Vflgl  mit  schwarzen  Längslinien,  die  Hflgl  mit  weißen, 
schwarz  eingefaßten  Längsstrahlen  zwischen  den  Rippen  im  Saumfelde.  Von  Rio  de  Janeiro  und  Esperito 
flava.  Santo.  —  Mit  dem  Namen  flava  form.  nov.  bezeichne  ich  eine  Form  von  eiqJoUs,  bei  der  die  rotgelbe  Farbe  dei 
Vflgl  oben  imd  unten  durch  Schwefelgelbersetzt  ist,  die  Hflgl  sind  größtenteils  zitrongelb,  von  der  rotgelben  Farbe 
der  eupolis  ist  hier  nur  ein  ca.  4  mm  breiter  Streifen  neben  dem  braimen  Außenrd  noch  vorhanden.  Unten 
reicht  die  zitronengelbe  Grundfarbe  der  Hflgl  bis  dicht  an  den  Saum,  da  der  braune  Außenrd  fehlt,  die 
schwarzen  Linien  und  Rippen,  sowie  die  weißen,  schwarz  eingefaßten  Längsstrahlen  sind  aber  wie  bei  eupolis.  Von 
Esperito  Santo. 

39.  Gattung-:  Hew. 

Größe  und  Gestalt  von  Catagramma.  Kopf  klein.  Augen  nackt.  Palpen  lang  und  dünn,  2mal  so  lang 
als  der  Kopf,  mit  langen  Haaren  bedeckt.  Fühler  unter  halber  Länge  der  Vflgl,  mit  langer  Kolbe.  Vflgl;  Vrd 
und  Außenrd  konvex.  Ird  gerade.  Die  an  der  Wurzel  stark  angeschwollene  Costalis  reicht  bis  zur  Mitte  des 
Vrds.  Zwei  Subcostaläste  entspringen  vor  dem  Ende  der  Zelle,  welche  etwas  länger  als  der  halbe  Figl  ist.  Die 
obere  Discocellularis  ist  kurz,  die  mittlere  bildet  einen  Winkel  nach  innen.  Der  Außenrd  der  Hflgl  ist  halb¬ 
kreisförmig,  die  Mittelzelle  ist  kürzer  als  der  halbe  Figl. 

zigomala.  Z.  zigomala  Heiv.  Oben  dunkelbraun.  Wurzelhälfte  der  Vflgl  rötlich  orange  mit  schwarzen  Rippen. 

hinten  wie  oben,  jedoch  heller  braun  und  sind  in  der  äußeren  Hälfte  der  Vflgl,  sowie  in  den  ganzen  Hflgln  alle 
Rippen  und  Linien  zwischen  den  Rippen  schwarz  gefärbt,  auf  den  Vflgln  liegen  2  ockergelbe  Flecke  am  Vrd 
hinter  der  Mitte  und  ein  runder  schwarzer  Fleck  zwischen  der  1.  und  2.  Mechanader.  Die  Hflgl  haben  lünter  der 
Mitte  eine  undeutliche,  mit  dem  Außenrd  parallel  laufende  Binde,  welche  etwas  heller  als  die  Grundfarbe  ist. 
54  mm.  Von  Jima  in  Ecuador.  Koll.  Hewitson  (Brit.  Mus.). 

40.  Gattung-:  ^al>atog;a  Stgr. 

Sj)itze  der  Vflgl  vorgezogen,  jedoch  nicht  zugespitzt,  sondern  abgerundet,  der  Innenwinkel  dagegen 
sehr  flach  geruirdet,  der  Vrd  fast  gerade,  infolgedessen  ist  der  Vflgl  verhältnismäßig  schmal.  Nur  ein  Subcostal- 
ast  entspringt  vor  dem  Ende  der  Zelle,  Subcostalast  4  läuft  unmittelbar  vor  der  Flglspitze  in  den  Vrd.  Hflgl 
in  der  Mitte  des  Außenrds  mit  einer  stumpf  vortretenden  Ecke.  Im  übrigen  ist  das  Geäder  dieser  Figl  dem 
der  Gattung  Idioneura  ähnlich;  die  Mittelzelle  ist  nach  aiißen  gerade  so  gerundet  wie  dort.  Palpen  lang  und  lang 
behaart.  Fühler  dünn  mit  kurzer,  stark  verdickter  Kolbe.  Augen  nackt. 

mirabüis.  S.  mirabilis  Stgr.  Vflgl  braunschwarz  mit  einem  großen,  durchscheinenden,  weißen  Irdsflecken  und 

einem  kleinen,  länglichen  Subapicalflecken.  Hflgl  weißlich,  am  Ird,  an  der  Wurzel  und  am  Vrd  dicht  dunkelbraun¬ 
grau  bestäubt,  nur  che  Apicalhälfte  ist  rein  weiß,  mit  einer  Reihe  schwarzer  Punkte  (die  aber  auch  fehlen  kann). 
Unten  sind  die  Vflgl  schmutzig  weiß,  mit  einem  rotbraunen  oder  mattgelbbraunen  Apicalteil.  Hflgl  braun, 
gegen  den  Ird  grau,  am  Medianstamm,  an  den  drei  Medianästen  und  an  der  untern  Radiale  stehen  silberglänzende 
►Streifen,  che  zum  Teil  braun  begrenzt  sind.  5  schwarze  Punkte  zwischen  den  Rippen.  Die  Art  ist  nur  in  2  Exem¬ 
plaren  bekannt,  die  sich  in  der  Koll.  Staudinger  (jetzt  im  Zool.  Museum  in  Berlin)  befinden.  Sie  stammen  aus 
der  Sammlung  Thalenhorst  in  Hamburg  und  tragen  die  Vaterlandsangabe :  Sabatoga  in  Columbien. 

41.  Gattung-:  Ijyiiisiiiofxxla  Weshv. 

Palpen  lang,  mit  langen,  steifen,  abstehenden  Haaren  besetzt,  nur  der  Rücken  derselben  und  das 
Endglied  sind  kurz  behaart.  Fühler  mit  allmählich  verdickter  Kolbe.  Ein  besonderes  Kennzeichen  der  Gattung 
ist,  daß  die  männlichen  Vorderfüße  sehr  stark  verkümmert  sind.  Augen  schwach  behaart.  In  den  Vflgln  ist  die 
Costalis  an  der  Wurzel  aufgeblasen,  die  Mediana  nur  schwach  verdickt,  während  che  Submechana  keine  Anschwel¬ 
lung  zeigt.  Zwei  Subcostaläste  entspringen  vor  dem  Zellende,  der  4.  Subcostalast  mündet  in  den  Vrd  vor  der 
Flglspitze.  Die  obere  Discocellularis  ist  kurz,  che  mittlere  und  die  untere  sind  bei  den  einzelnen  Arten  verschieden. 
Bald  bildet  die  mittlere,  bald  die  untere  einen  nach  innen  gerichteten  Winkel,  aus  welchem  ein  in  die  Zelle 


LYMANOI’ODA.  Von  (I.  VVeymkr. 


245 


hiiieinragendes  Aestclien  entspringt.  Zuweilen  liegt  dieses  Aestchen  ader  auch  an  der  Stelle,  wo  die  beiden  Kijjpen 
Zusammenstößen,  so  daß  es  eine  Fortsetzung  der  iinteren  Radiale  bildet.  Die  Ht'lgl  verschiedener  Ai'ten  zeigen 
ein  gleiches  rücklantendes  Aestchen,  dessen  Lage  aber  ebenso  wechselt  wie  bei  den  Vflgln.  -  -  Die  Lymanopoden 
sind  kleine,  bis  beinahe  mittelgroße  Schmetterlinge,  deren  Figlgestalt  meistens  gerundet  ist.  Nur  die  Sf)itze  der 
Vflgl  ist  bei  mehreren  Arten  fast  rechtwinklig,  bei  einzelnen  sogar  zugespitzt.  Anflere  haben  in  dei-  Mitte 
des  Aid.lenrds  der  Htlgl  eine  stumpfe  Ecke,  bei  noch  anderen  liegt  diese  stumpfe  Ecke  am  Analwinkel  dei-  Hflgl. 

Die  Oberseite  ist  meistens  einfarbig  braun,  nur  wenige  haben  weiße  oder  glänzend  blaue  Grundfarbe.  Viel¬ 
fach  stehen  weiße  Punkte  in  einer  geschwungenen  Reihe  aut  beiden  Flgln,  zuweilen  sind  dieselben  durcli  Augen 
ersetzt.  Einzelne  Arten  haben  a\if  der  U)iterseite  der  Hl'lgl  silberglänzende  Flecken  oder  Binckui.  Das  Hau])t- 
standcpiartier  dieser  Gattung  bilden  die  Anden  des  tropischen  westlichen  Amerika,  wo  sie  voji  Gosta  Pica 
bis  Peru  verbreitet  ist. 

Oberseite  weiß. 

L.  lactea  Hew.  Weiß,  Wurzel  dunkler  bestäubt,  Vflgl:  Vrd  undAußenrd  rötlich,  ein  schwarzer  8ub-  lacfm. 
marginalstreif,  ferner  ein  Fleck  in  der  Mitte  des  Vrds,  ein  großer  viereckiger  Fleck  an  der  Spitze  und  ein  kleiner, 
runder,  weißgekernter  Fleck  zwischen  dem  2.  und  3.  Medianast,  alle  schwarz.  Aut  den  Htlgln  sind  die  Ri])]jen 
gegen  den  Außenrd  schwarz  ;  2  sch  warze  Punkte  in  Zelle  4  und  5  iind  einer  in  Zelle  1  c.  Unten  weiß,  die  Ränder 
der  Vflgl  und  die  ganzen  Hflgl  hellgelb.  Die  Flecken  der  Vflgl  sind  zum  Teil  undeutlich.  Die  Hflgl  sind  von  2 
schrägen  rotbraunen  Binden  durchzogen,  auf  der  untern  dieser  Binden  stehen  3  schwarze  Piinkte,  ein  gleicher 
Punkt  am  Vorder  Winkel  und  3  weitere  Punkte  in  der  hinteren  Figlhälfte.  Spannweite  40  mm.  Von  Columbien. 

L.  galactea  Stgr.  (52  c).  Schwach  glänzend  weiß.  Vflgl  mit  schmalem  schwarzen  Vrd  \ind  breitem  schwär-  galadea. 
zen  Außenrd,  welcher  nach  hinten  nur  wenig  an  Breite  abnimmt  und  bis  an  den  ersten  Medianast  reicht.  In 
demselben  stehen  mehrere  weiße  Punkte.  Hflgl  mit  schwarzem  Fleck  am  vordem  Teil  des  Außenrds.  Auf 
der  Unterseite  ist  die  Außenrdbinde  kürzer  und  ihre  äußere  Hälfte  ist  bräunlich.  Die  weißen  Punkte  sind  hier 
schwarz  eingefaßt.  Die  Hflgl  sind  unten  von  3  braunen  Querstreifen  diirchzogen,  welche  auf  der  Oberseite 
schwach  durchscheinen.  Von  Cillutincara  (Provinz  Yungas,  Bolivien).  Von  Garlbpp  gesammelt. 

L.  eubagioides  Bür.  Der  vorigen  ähnlich.  Weiß,  an  der  Wurzel  schwärzlichgrün,  Costa,  Apex  und  euhcußoides. 
Außenrd  der  Vflgl  sind  schmal  rostfarbig,  der  Raum  vor  der  Spitze  von  der  Costa  bis  zum  ersten  Medianast 
ist  schwarz.  Ebenso  gefärbt  sind  die  äiißere  Hälfte  der  Mittelzelle  und  2  Flecke  in  den  Zellen  2  und  3.  Tn 
dem  schwarzen  Spitzenraum  liegen  ein  halbkreisförmiger  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle,  eine  schräge  Binde 
in  der  Mitte  zwischen  Zelle  und  Spitze,  sowie  4  kleine  Punkte  vor  der  Spitze,  alle  weißgefärbt.  Unten  Aveiß,  die 
Vflgl  mit  rotbraunem,  weißgeflecktem  Discus;  Costa,  Spitze  und  Außenrd  blaß  ockergelb.  Zwei  dunkle 
Flecke  in  Zelle  2  und  3,  der  obere  Aveißgekernt  und  ockergelb  gelängt.  Hflgl  schmutzig  Aveiß,  braunbestäubt 
mit  einer  Anzahl  brauner  Schrägstriche  im  Wurzelfekle  und  7  schwarzen  Punkten  im  Saumfelde.  43  mm. 

Von  Peru. 

L.  nivea  Stgr.  (52  c).  Vflgl  Aveiß,  Vrd  schmal  scliAvarz,  Außenrd  vorne  breit,  hinten  schmal  scliAvarz,  nivea. 
vier  Aveiße  Punkte  in  gebogener  Reihe  vor  der  Spitze,  ein  schwarzer  Fleck  auf  der  Schlußrippe.  Hflgl  AA'eiß, 
nur  che  Wurzel  grau  bestäubt.  Unten  sind  Vrd  und  Spitze  der  Vflgl  gelbhch  grau  bestäubt.  Von  Ecuador 
( Quito).  —  melia  form.,  nov.  (52  c)  ist  eine  Form  von  nivea,  bei  der  der  scliAvarze  Fleck  auf  der  Schlußrippe  der  Vflgl  vielia. 
mit  dem  schAvarzen  Außenrd  zusammenhängt,  so  daß  die  äußere  Hälfte  der  Vflgl  bis  zur  J\Rtte  des  Vrds  und  bis 
zum  InneiiAvinkel  schwarz  gefärbt  und  nur  durch  einen  größeren  und  2  oder  3  kleine  Aveiße  Flecke  unterbrochen 
ist.  Die  Hflgl  sind  an  der  Wurzel  dunkler  bestäubt.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  stehen  vor  der  Spitze  3  braune 
Punkte  an  denjenigen  Stellen,  avo  nivea  die  Aveißen  Punkte  hat  und  ein  4.  brauner  Punkt  in  Zelle  3.  Bei  dem 
$  sind  auf  der  Unterseite  die  Spitze  der  Vflgl  und  die  ganzen  Hflgl  hellgeiblich  grau  bestäubt.  Am  Quindiu- 
Paß  in  Columbien  in  3800  ni  Höhe  in  den  Monaten  September  bis  November  Amn  Fassl  gesammelt.  —  soror-  sororcuki. 
cula  Thieme  ist  eine  Aveitere  Form  der  nivea,  bei  welcher  die  Zeichnungen  der  Oberseite  nicht  scliAvarz,  sondern 
lebhaft  rostbraun,  nur  in  dem  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  und  im  Außenrd  etwas  verdunkelt,  und  im  schmalen 
Saum  des  Vrds  rostgelb  gefärbt  sind.  Von  Ecuador,  Umgegend  des  Chimborazzo.  (Haensch). 

L.  huüana  Weym.  (52  c).  Die  A\''eiße  Grundfarbe  der  Oberseite  ist  in  der  Wurzelhälfte  der  Vflgl  durch  inäiana. 
dunkelbraunen  Staub  sehr  verdunkelt.  Die  Spitzenhälfte  ist  schAvarzbraun  und  reicht  bis  in  che  IMittelzelle 
und  bis  an  den  InnenAvinkel,  nach  innen  mehrere  vorspringencle  Ecken  bildend.  Darin  liegt  in  den  Zellen  4  bis 
6  eine  trübweiße  Fleckenbinde.  In  der  IMitte  der  Zelle  2  hegt  auf  AA'eißem  Grunde  ein  dunkelbrauner  Fleck. 

Die  Hflgl  sind  fast  ganz  mit  braunem  Staube  bedeckt,  so  daß  nur  in  der  Mitte  etAvas  von  der  AA'eißen  Grundfarbe 
übrig  bleibt.  Das  Wurzelfelcl  ist  Aveiß  behaart.  Eine  Reihe  brauner  Punkte  vor  dem  Rande.  Auf  der  Unterseite 
sind  Vrd,  Sjhtze  und  Außenrd  der  Vflgl  bräunlich  ockergelb,  ein  brauner  Fleck  auf  der  Schlußrippe  und  2  kleine 
Flecke  darunter.  Hflgl  bräunlich  ockergelb  mit  der  gleichen  Punktreihe  AAÜe  oben.  Auf  dem  Paranio  des  Huila 
in  Columbien  in  4000  m  Höhe  von  Stübel  gesammelt.  —  tolinia  form.  nov.  (52  c)  ist  eine  Form  Amn  huilana,  toVuna. 
bei  der  die  Vflgl  Aveniger  dunkel  bestäubt  sind,  so  daß  in  der  Mitte  ein  großes,  AA’eißes  Feld  hegt,  das  A'om  Vrd  der 
Mittelzelle  bis  zum  Innenwinkel  reicht.  Der  runde  dunkelbraune  Fleck  in  Zelle  2  ist  AAÜe  bei  Jniilana.  Die  dunkle 
Bestäubicng  der  ganzen  Hflgl  ist  dagegen  so  stark,  daß  eine  blaiilichgraue  Färbung  entsteht,  che  nur  durch 


palumha. 


sami  US. 


raeruleata. 


cinna. 


marianna. 


lahda. 


246  LYMANOPOBA.  Von  G.  Weymer. 

einen  weißen  Längsstrahl  unterbrochen  ist.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  wie  bei  kuilana,  diejenige  der  Hflgl 
ist  hellbräunlichgelb  mit  demselben  weißen  Längsstrahl  wie  auf  der  Oberseite,  nur  ist  derselbe  nach  liinten 
dunkelbraun  eingefaßt.  Die  Punktreihe  wie  oben.  Auf  dem  Paramo  des  Tolima  in  Columbien,  4200  ni  hoch, 
im  Januar  von  Fasse  gefunden. 

L.  palumba  Thienie.  Etwas  kleiner  als  die  vorigen  Formen.  Weiße  Vflgl  mit  schwarzbrauner  Spitze, 
Vrd  und  Außenrd.  Der  dunkle  Vrd  umfaßt  die  ganze  Mittelzelle,  zieht  breit  zur  Spitze  und  dann  am  Außenrd 
ohne  Zacken  an  der  inneren  Seite  schräg  rückwärts  bis  beinahe  zum  Innenwinkel  hinab.  An  der  Flglwurzel 
ist  dieser  Rand  glänzend  schiefergrün,  vor  der  Spitze  rostfarbig,  im  übrigen  schwarzbraun.  Ein  weißer  Fleck 
am  Ende  der  Mittelzelle,  ein  etwas  größerer  darüber  und  3  bis  4  weiße  Punkte  vor  der  Spitze.  Hflgl  ganz  weiß, 
an  der  Wurzel  schiefergrün  schillernd.  Die  Unterseite  ist  weißlichgelb,  wolkig  rostbraun  bestäubt,  mit  einem 
rostbraunen  Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl.  Von  Bolivien  (Provinz  Yungas  de  la  Paz). 

Oberseite  blau. 

L.  samius  Dbl.  (52  c).  Die  schönste  Art  der  Gattung.  Oben  glänzend  blau  mit  schwarzbraunem  Außemvl, 
der  vom  Vrd  der  Vflgl  bis  zum  Innenwinkel  der  Hflgl  allmählich  an  Breite  abnimmt,  und  auf  den  Vflgln  blau¬ 
glänzende  Flecke  und  weiße  Punkte  einschließt.  Neben  dem  Rande  stehen  auf  den  Hflgl  eine  Reihe  schwarzer 
Punkte.  Auf  der  lebhaft  ockergelben  Unterseite  zeigen  sich  auf  den  Vflgln  3  oder  4  kleine  schwarze  Augen 
mit  weißen  Pupillen  und  einige  weiße  Punkte  vor  der  Spitze,  welche  in  ihrer  Lage  den  weißen  Punkten  der  Ober¬ 
seite  entsprechen.  Auf  den  Hflgln  stehen  eine  gebogene  Reihe  schwarzer  Punkte,  und  eine  braune,  zackige 
Submarginallinie.  Zwei  bräunliche  Querstreifen ‘ziehen  von  der  Wurzelhälfte  des  Irds  zur  Spitze.  Das  2  ist 
oben  heller  blau  gefärbt  und  hat  weniger  Glanz.  Der  Ird  der  Hflgl  ist  bis  an  die  Mediana  bräunlichgrau  bestäubt. 
Zuweilen  geht  die  blaue  Farbe  in  ein  zartes  Rot  über.  Nach  Fassl’s  Beobachtungen  ist  das  Ei  fast  so  groß 
wie  dasjenige  von  Pa/p.  macliaon,  aber  bimförmig,  oben  breiter  als  unten,  in  der  Mitte  etwas  eingezogen,  rötlich- 
graxi,  seidenglänzend,  mit  dünnen  Längsrippen,  die  oben  in  eine  dunkle  Erhöhung  auslaufen.  Als  Futterpflanze 
für  che  noch  unbekannte  Rp  kommt  wahrscheinlich  das  wilde  Bergzuckerrohr  (Chusque)  in  Betracht,  in  dessen 
Nähe  Fasse  den  Schmetterling  meistens  fing.  Bogota  (Columbien)  auf  den  Randbergen  der  Hochebene,  2800 
bis  3200  m  hoch.  Wegen  seines  schnellen  Fluges  ist  der  Falter  schwer  zu  erhaschen. 

L.  caeruleata  Godm.  u.  Salv.  Oben  der  vorigen  Art  ähnlich,  doch  unten  ganz  verschieden.  Der  schwarze 
Außenrd  der  glänzend  blauen  Oberseite  ist  etwas  breiter,  die  blauglänzenden  Flecke  in  demselben  fehlen,  nur 
die  weißen  Punkte  sind  oberseits  vorhanden.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  an  der  Wurzel  braun,  das  Älittel- 
feld  ist  breit  schwarz  mit  blauen  Flecken  und  weißen  Punkten,  die  Spitze  und  der  Außenrd  sind  hellockergelb. 
Die  Hflgl  sind  ganz  ockergelb,  an  der  Wurzel  bräunlich  bestäubt,  mit  2  bräunlichen  Querstreifen  in  der  Wurzel¬ 
hälfte,  einer  braunen,  zackigen  Submarginallinie  und  einer  Reihe  von  7  dunkelbraunen  Punkten.  Von  der  Sierra 
Nevada  von  Santa  Marta  in  Columbien  (Simons). 

Oberseite  braun. 

L.  cinna  Godm.  u.  Salv.  Oben  braun,  Vflgl  mit  einer  gebogenen  Reihe  von  6  weißen  Punkten.  Hflgl 
mit  blauer  Wurzel,  welche  Farbe  sich  längs  des  Irds  bis  zum  Analwinkel  hinzieht.  Unten  sind  die  Vflgl  rötlich¬ 
braun,  am  Außenrd  heller.  Die  weißen  Punkte  sind  wie  oben,  doch  stehen  alle  in  schwarzen  Ringen  und  auf 
der  Schlußrippe  liegt  eine  helle,  schwarz  eingefaßte  Makel.  Die  Hflgl  sind  etwas  heller  rötlichbraun,  und  haben 
hinter  der  Mitte  eine  Reihe  von  runden  braunen,  verloschenen  Flecken  mit  weißen  Mittelpunkten.  Vor  und  hinter 
dieser  Fleckenreihe  je  eine  gezackte  braune  Querlinie.  Von  Guatemala,  San  Lucas  Toliman  in  der  Nähe  des 
Sees  von  Atitlan  5000  Fuß  hoch  von  Champion  gefangen.  Es  existiert  nur  1  Exemplar  in  der  Kollektion  von 
Godman  und  Saevin. 

L.  marianna  Stgr.  (52  d).  Oben  schwarzbraun.  Vflgl  mit  3  weißen  Punkten  vor  der  Spitze,  Hflgl  mit 
großem,  goldgrünen  Irdsfleck.  Unten  sind  die  Vflgl  kastanienbraun,  mit  bräunlichgelber  Spitze,  vor  der  3 
weiße  Punkte  stehen,  mit  2  schwarzen,  weißgekernten  Augen  zwischen  den  Medianästen.  Hflgl  unten  braun¬ 
gelb  mit  2  braunen  und  2  weißgrauen  Querbinden,  sowie  4  bis  5  schwarzen,  weißgekernten  Punkten.  Aus  den 
Gebirgen  von  Merida  (Venezuela). 

L.  labda  Hew.  (52  d)  Oben  einfarbig  dunltelbraun.  Unten  rötlichbraun.  Vflgl  mit  5  silberweißen 
Punkten  in  gebrochener  Reihe  vor  dem  Aidlenrde,  die  hinteren  2  in  schwarzen  Ringen.  Hflgl  mit  2  Querreihen 
von  Silberflecken  und  mehreren  kleinen  Silberflecken  und  Punkten  dazwischen  und  am  Analwinkel.  Das  von 
Fasse  aufgefundene  $  ist  vom  sehr  verschieden.  Es  hat  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  5  weiße  Punkte,  wovon 
3  vor  der  Spitze  nahe  am  Außenrd  und  2  weiter  vom  Saum  entfernt,  zwischen  den  Medianästen  liegen.  Die  Hflgl 
sind  einfarbig  braun.  Unten  sind  die  Vflgl  gelblichbraun  bis  zu  zwei  Drittel  ihrer  Länge,  der  Außenrd  ist  ocker¬ 
gelb.  Statt  2  stehen  lüer  3  Augen  vor  dem  Innenwinkel.  Die  weißen  Punkte  vor  der  Spitze  sind  größer  als  beim 
d'.  Die  Hflgl  haben  keine  Spur  von  Silberflecken.  Sie  sind  gelblich  weißgrau,  mit  hellbräunlichgelb  bestäubter 
Wurzel  und  2  gleichfarbigen  Querstreifen,  wovon  der  eine  dicht  hinter  der  Mittelzelle,  der  andere  vor  dem 


J.YMANOI'ODA.  Von  (^.  Wicymick. 


247 


Außenrd  liegt.  Vaterland  Cohunbien  und  Ecuador.  Das  $  wurde  voji  Fassl  aut  d(un  (^uijidiu-Paß  l)ei  Ma'diiu 
in  2500  ni  Höhe  gefunden. 

L.  lebbaea  Fldr.  (52  d)  ist  der  vorigen  Art  etwas  ähnlich,  doch  sind  die  Vflgl  s])itz(>r  und  der  Außenrd  Ichljacu. 
derselben  fast  gerade.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Hflgl  und  die  Spitze  der  Vflgl  nicht  rotbraun  ,  sondern  bräunlich 
ockergelb.  Die  Silberflecke  der  Hflgl  sind  in  der  Zahl  sehr  reduziert.  Von  der  ersteji  silbernen  Querbinde  ist 
nur  der  große  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle  vorhanden.  Die  4  Flecke  der  2.  Querbinde  sind  kleiner,  besojiders 
der  hintere  Fleck  ist  iindeutlich.  Von  den  übrigen  Si literpunkten  fehlen  auch  mehrere.  Von  Bogota  (Columbien)- 
Die  Abbildung  ist  nach  der  FELDEß’schen  Type  im  Museum  Tring  gemacht. 

L.  ferruginosa  Btlr.  Der  labda  ähnlich,  die  Spitze  der  Vflgl  ist  aber  mehr  abgerundet  und  der  frd  kürzer,  fcrrmjinom 
Der  Außenrd  der  Hflgl  ist  im  mittleren  Teil  etwas  vorgezogen.  Oben  braun,  Vflgl  mit  einem  weißen  Punkt 
vor  der  Spitze  und  einem  gleichen  iniDiscus.  Auf  fler  Unterseite  der  Hflgl  sind  alle  größeren  Discalflecke  nicht 
silberglänzend,  wie  bei  labda,  sondern  orangefarbig,  nur  der  Fleck  vor  der  Schlußrippe  ist  gelblich  silberfarbig. 

Von  Bolivien.  —  translucida  Stgr.  i.  1.  ist  eine  Form  von  ferruginosa  bei  der  die  rötlichgelbeji  Fleckeidtinden  irmislucid/i 
der  Unterseite  auch  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  schwach  durchscheinen.  Aid'  den  Vflgln  liegt  oben  vor  der 
Spitze  ebenfalls  eine  kurze  verloschene  rotgelbe  Binde,  und  neben  derselben  nach  innen  1,  nach  außen  5  weiß(‘ 

Punkte.  Unten  ist  die  äußere  Hälfte  der  Vflgl  lebhaft  ockergelb  mit  2  schwarzen,  weißgekernten  Augen  zwischen 
den  Medianästen.  Von  Bolivien.  —  liyagnis  form.  nov.  (52  d)  ist  eine  weitere  Form  von  ferruginosa,  mit  ?> — 4  hyoijni^i. 
weißen  Punkten  vor  der  Spitze  und  im  Saumfeld  auf  der  dunkelbraunen  Oberseite  der  Vflgl.  Unten  sind  die  Vflgl 
in  der  Wurzelhälfte  hellbraun,  nach  autlen  ockergell),  mit  2  dunkelbraunen,  weißgekernten  Augen  und  2  braunen 
Flecken  hinter  denselben  zwischen  den  Medianästen  und  mit  mehreren  weißen  Flecken  und  Piinkte  vor  der 
Spitze.  Die  Hflgl  sind  hellockergelb,  fein  braun  bestäubt,  mit  mehreren  braunen  Flecken  )ind  zerrissenen  Quer- 
l)inden.  Am  hinteren  Ende  der  Mittelzelle  liegt  der  silberglänzende  Fleck,  den  alle  ferrugino,sa-Yorm(t\\  haben. 

Bolivien.  —  raiia  form.  nov.  {Thierne  i.  1.)  (52  d).  Ebenfalls  eine  ferruginosa, -Form.,  die  auf  der  rötlich  Infamien  Unter-  runa. 

Seite  derVflgl  durch  eine  breite  dunkelbraiine  Submarginalbinde  charakterisiert  ist,  worin  2  weiße  Punkte  zAvischen 
den  Mechanästen  stehen.  Ein  weißer  Wisch  liegt  vor  der  Spitze  und  daneben  3  weitle  Punkte  nahe  am  Saum. 

Die  Hflgl  haben  ebenfalls  rotbraune  Grundfarbe  mrd  3  dunkelrotbraune  Querstreifen  zwischen  der  IMitte  und 
dem  Saum.  Fünf  weiße  Punkte  in  gebogener  Reihe  und  der  Silberfleck  am  Ende  der  Zelle  treten  deutlich  her¬ 
vor.  Von  Huancabamba  in  Nord-Peru. 'j 

L.  Jonius  Westio.  (52  e).  Die  Vflglspitze  bildet  eijien  rechten  Winkel.  Oben  braun  mit  4  weißen  Punkten  jonius. 
in  Zelle  3  bis  6,  wovon  die  2  mittleren  dem  Saum  am  nächsten  stehen.  Fransen  grau.  Unten  sind  Wurzel,  Vrd 
und  Außenrd  der  Vflgl  bräunlich  ockergelb,  die  Mitte  rotbraun,  nach  aid.len  dunkler,  mit  5  weißen  Punkten. 

Die  Hflgl  sind  unten  bräunlich  rotgelb  mit  3  zackigen,  schrägen,  braunen  liinien  und  einer  Reihe  schwarzer 
Punkte.  Das  $  ist  oben  mehr  rötlichbraun,  die  Hflgl  sind  am  Ird  fein  rötlichgelb  gesäumt.  Die  Vflgl  haben  auf 
beiden  Seiten  5  weiße  Punkte.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Spitze  der  Vflgl  und  die  ganzen  Hflgl  hellgelblich¬ 
grau.  Statt  der  Zackenlinien  des  (J  stehen  beim  $  verloschene  bräunliche  Staubbinden.  Von  Chipaque  in  der 
Oolumbischen  Ost-Cordillere  (3000  m),  wo  auch  das  $  von  Fasse  gefunden  wurde.  Flugzeit  April. 

L.  excisa  spec.  nov.  (52  f).  Der  Außenrd  der  Vflgl  ist  uirter  der  Spitze  seicht  ausgeschnitten,  die  Spitze  e.rcisa. 
tritt  deshalb  scharf  vor,  besonders  beim  $.  Oben  braun,  Vflgl  mit  5  weißen  Punkten,  die  in  stark  gescliAvungener 
Reihe  stehen.  Hflgl  ohne  Zeichnung.  Unten  sind  die  Vflgl  rotbraun;  vor  dem  Außenrd  eine  schwarzbraune 
Binde,  worauf  5  oder  6  weiße  Punkte  stehen.  Hflgl  olivbraunmit  3  dunkelbraunen,  fast  wagerecht  verlaufenden 
Streifen  und  einer  schwarzen  Punktreihe  zwischen  dem  2.  und  3.  dieser  Streifen.  Beim  bedeutend  größern  $ 
tritt  der  Außenrd  des  Vflgls  in  der  Mitte  gerundet  vor.  Die  Grundfarbe  desselben  ist  oben  rötlichbraun,  die 
Punkte  Avie  beim  (J.  Die  Hflgl  haben  den  Trd  lf4  mm  breit  rostbraun  gefärbt.  Die  Fransen  sind  graubraun. 

Unten  sind  die  Vflgl  hellrotbraun  mit  dunkelbraunen  Flecken  Aind  Binden.  Die  AA-eißen  Punl^te  AAÜe  beim  q. 

Die  Hflgl  einfarbig  gelbbraun  mit  einem  schmalen  braunen  Schrägstreifen  durch  die  Mitte.  Cohimbien  ( Quindiu- 
Paß"3500 — 3800  m,  Monte  Socorro  3600  m).  Von  Fasse  entdeckt.  Flugzeit  Juli  und  September. 

L.  obsoleta  Westiv.  (=  larunda  Hop//.)  (52  e).  Die  Hflgl  haben  in  der  Mitte  desAußenrds  eine  stumpfe  ohsolefa. 
Ecke.  Oben  braun  mit  2  weißen  Punkten  übereinander  vor  der  Spitze  der  Vflgl.  Unten  ebenfalls  braun  mit 
denselben  2  weißen  Punkten  und  darunter  2  schwarze  Augen  mit  weißen  Pupillen,  Avovon  das  Amrdere  nach  innen 
steht.  Hflgl  rötlichbraun,  mit  2  lilafarbigen  Querbinden,  die  teihveise  durch  rostrote  Färbung  unterbrochen 
sind,  überall  fein  braun  bestäubt  mit  einer  stark  gebogenen  Reihe  von  5  bis  7  Aveißen,  oft  scliAvarz  eingefaßten 
Punkten.  Das  $  dieser  Art  kommt  in  2  verschiedenen  Formen  vor,  che  nicht  allein  in  der  Zeichnung,  sondern 
auch  in  der  Gestalt  verschieden  sind,  eine,  welche  dem  ganz  ähnlich  ist,  und  die  andern,  che  der  gortyna  nahe 
steht.  Die  erste  Form  (52  e)  hat  den  Außenrd  der  Vflgl  stärker  gerundet,  die  Hflgl  haben  aber  che  gleiche,  stumpfe 
Ecke  Avie  das  (J.  Auf  den  Vflgln  stehen  oben  vier  weiße  Punkte,  zwei  davon  in  Zelle  4  und  5  nahe  am  Saume 
und  zwei  in  Zelle  2  und  3  mehr  nach  innen.  Der  vordere  Punkt  ist  etwas  größer  und  durchsichtig.  Auf  der  Unter¬ 
seite  der  Vflgl  sind  che  2  Augen  AAÜe  beim  jedoch  breit  rotgelb  eingefaßt  und  die  hellen  Binden  der  Hflgl  sind 
breiter  und  rötlich  graubraun  gefärbt.  Diese  Form  AAOirde  von  Fasse  am  Quindiu-Paß,  2500  m  hoch,  in  West- 


LYMANOPODA.  Von  G.  Weymkk. 


(/orlij^ioidcs. 


(jorlyna 


levana. 


apieidata. 


curüUinca. 


aliis. 


Icaeiia. 


24  S 

Columbien  im  September  get'angeji.  Die  andere  Form  des  welche  ich  als  gortynoides  form.  nov.  bezeichne, 
wurde  von  Thibme  bereits  in  der  Berliner  Entom.  Zeitschr.  Bd.  50,  Seite  70  kurz  erwähnt.  Sie  ist  der  Lym. 
gortyna  ähnlich,  aber  kleiner,  Spannweite  50mm,  hat  keine  runden,  sondern  am  Saume  wellig  gebogene  oder 
stumpfeckige  Hflgl  und  die  Augenreihe  der  Hflgl  ist  auf  der  Unterseite  nicht  vorhanden.  Thieme  besaß  chese 
Form  aus  Bogota,  Merida  und  Bolivien.  Nun  hat  Fasse  in  der  Columbischen  Ost-Cordillere  auch  diese  2.  Form 
des  $  zwischen  von  ohsoleta-lfirundn  fliegend  angetroffen.  Diese  $$  haben  dieselben  stark  welligen  Hflgl, 
welche  Thieme  ei’Avähnt,  ihnen  fehlen  aber  die  Augen  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  n  ich  t,  sondern  sind  in  den 
Zellen  1  c  bis  5  vorhanden  (in  Zelle  1  c  stehen  zwei  Augen),  zwar  zum  Teil  klein,  jedoch  diejenigen  der  Zelle  2 
und  3  deutlich,  alle  aller  mit  weißen  Pupillen.  Die  Oberseite  ist  dunkelbraun.  Vflgl  mit  2  großen,  rotgelb  um¬ 
ringten,  weißgekernten  Augen  zwischen  den  Medianästen  und  zuweilen  einem  etwas  kleineren  blinden  Auge 
darunter  im  Innenwinkel.  Zwei  sehr  kleine  undeutliche  Augen  vor  der  Spitze.  Auf  den  Hflgln  stehen  5  schwarze, 
runde  Flecke  in  rotgelben  Ringen  in  gebogener  Reihe,  nur  der  hintere  davon  hat  eine  weiße  Pupille.  Die  Grund¬ 
farbe  der  Unterseite  ist  gelblichgraubraun,  fein  dunkelbraun  gestrichelt,  gegen  die  Wurzel  dunkler.  Vflgl  mit 
den  Zeichnungen  der  Olierseite,  nur  die  Einfassung  der  Augen  heller.  Hflgl  hinsichtlich  der  Augen  variabel, 
wie  oben  bereits  angegeben,  obsoleta  (larunda)  kommt  in  Columbien,  Venezuela,  Peru  und  Bolivien  vor.  —  Daß 
ich  den  Namen  obsoleta  für  diese  in  Deutschland  unter  dem  Namen  larunda  Hoq)ff.  bekannte  ilrt  verwende, 
hat  folgende  Gründe :  HoPFFERsagt  am  Schluß  seiner  Beschreibung  (Stettin.  Ent.  Zeit.  1874,  pag.  361);  ,, Unter¬ 
scheidet  sich  von  allen  mir  bekannten  Arten  durch  die  deutlich  geeckten  Hflgl“.  Dabei  hat  er  übersehen,  daß 
die  in  den  ,, Genera  Diurnal  Lepidoptera“  nach  der  Oberseite  abgebildete  obsoleta  gerade  diese  Ecken  hat  und  auch 
in  der  Gestalt  der  Vflgl,  sovüe  Färbung  und  Zeichnung  mit  larunda  übereinstimmt.  Leider  wurde  von  den  Autoren 
des  genannten  Werkes  weder  eine  Beschreibung“  noch  eine  Abbildung  der  Unterseite  geliefert.  Der  Güte  des 
Herrn  Kirby  in  London  verdanke  ich  aber  eine  nach  den  Ty]ren  im  Brit.  Museum  gefertigte  Besclneibung 
der  Unterseite  von  obsoleta,  welche  vollkommen  mit  larunda-,^  übereinstimmt.  i  !%'  fU’  . 

L.  gortyna  JVeym.  (53  a).  Von  dieser  Art  ist  nur  das  $  bekannt,  Avelches  der  2.  Form  des  $  von  obsoleta 
{larunda)  und  dem  $  von  albocincta,  ähnlich  ist.  Jedoch  ist  es  größer  als  beide.  Die  braune  Grundfarbe  der  Ober¬ 
seite  ist  nach  außen  heller.  Auf  den  Vflgln  stehen  5  Augen,  von  denen  das  3.  und  4.  mehr  nach  innen  liegen 
und  viel  größer  als  die  übrigen  sind.  Die  Hflgl  haben  eine  nach  innen  gebogene  Reihe  von  5  kleinen  weißgekernten 
Augen.  Auf  der  LTnterseite  sind  die  Figl  bis  zur  Wurzel  fein  dunkelbraun  gestrichelt,  die  Augen  beider  Figl 
sind  Avie  oben,  nur  die  2  größern  der  Vflgl  sind  ockergelb  eingefaßt  und  das  kleinere  am  Innenwinkel  fehlt.  Die 
Hflgl  haben  eine  etAvas  hellere  Sidmiarginalbinde.  Von  Paramo  de  Guasco  (2500  m)  Columbien.  (Stübel.) 

L.  levana  Godm.  (51  b).  Vflgl  spitz,  jedoch  ohne  scharfe  Spitze,  Außenrd  fast  gerade.  Oberseite  dunkel- 
lu’aun,  beide  Figl  mit  einem  kleinen  schwarzen  Auge  mit  Aveißer  Pupille  in  Zelle  2  und  ein  oder  zAvei  AA^eiße  Punkte 
darüber.  Unten  Vflgl  AAÜe  oben,  jedoch  Außenrd  rostfarbig,  vorne  breit,  hinten  schmal.  Hflgl  ebenfalls  rost¬ 
farbig  mit  einer  stark  gezähnten  ockergelben  Binde.  Chapmero  bei  Bogota.  2800  m.  (Fasse.)  Flugzeit  Sep- 
tendrer. 

L.  apiculata  Fldr.  (53  a  auf  der  Tafel  in  apiciculata  verdruckt).  Gestalt  der  vorigen  Art,  doch 
die  Spitze  der  Vflgl  etwas  schärfer  und  der  Außenrd  unterhalb  der  Spitze  seicht  ausgeschnitten.  Oben  dunkel¬ 
braun,  nach  außen  etwas  heller,  ohne  Zeichnung.  Unten  ebenfalls  dunkelbraun;  Vflgl  mit  einer  feinen  gezackten 
dunkelbraunen  Submarginallinie,  die  nach  außen  bis  zum  Saum  grau,  an  der  innern  Seite  breit  gelblich  bestäubt 
ist.  Daneben  eine  Reihe  weißer  Punkte.  Hflgl  mit  breitem,  graidiraunem  Außenrd,  an  dessen  innerer  Seite 
ebenfalls  eine  Aveiße  Punktreihe  steht  und  der  ebenfalls  von  einer  dunkelbraunen  zackigen  Submarginallinie 
durchzogen  ist.  In  der  Mitte  der  Hflgl  eine  Reihe  gelblichbrauner  Flecke.  Columbien  (Bogota  [Lindig],  Boqueron 
von  Cipacpie  in  der  Columbischen  Ost-Cordillere  3200  m,  Flugzeit  Januar  (Fasse).  Mit  dem  Namen  curvilinea 
form.  nov.  belege  ich  eine  Form  von  apiculata,  die  aid'  der  Unterseite  der  Hflgl  anstatt  der  gelblichbraunen  Flecken¬ 
reihe  eine  etwas  nach  außen  gebogene  Aveiße  Linie  hat.  Dieselbe  zieht  durch  den  ganzen  Figl  von  -fs  des  Vrds 
bis  zu  ^/s  des  Irds.  Boqueron  von  Cipaque  3200  m.  Columb.  Ost-Cordillere  (Fasse). 

L.  altis  Weym.  (52  f).  Die  Spitze  der  Vflgl  ist  rechtAvinklig,  die  Hflgl  sind  auf  Rippe  4  etwas  stumpf- 
Avinkelig  vorgezogen  und  ihr  Saum  ist  etwas  wellig.  Oben  braun;  die  Wurzelhälfte  beider  Figl  mit  etAvas  heller¬ 
braunem  Schein.  Unten  hellerbraun.  Die  Spitze  der  Vflgl  nimmt  ein  rotbraunes  Dreieck  ein,  an  dessen  innerem 
Rande  mehrere  Aveiße  Punkte  stehen.  ZAvischen  den  Medianästen  2  scliAvarze,  Aveißgekernte  Augen  in  rotgelber 
Umgebung.  Durch  die  Mitte  der  Hflgl  zieht  eine  gerade,  an  den  Rändern  unregelmäßig  begrenzte,  AA^eiße  Binde 
vom  Vrd  zum  Ird.  Avelch.e  die  Spitze  der  Mittelzelle  einschließt.  Hinter  derselben  eine  Reihe  AA^eißer  Punkte. 
Columbien  (Paramo  de  Aponte  2800  m)  (Stübee)  Ecuador. 

L.  leaena  Heiv.  (52  f).  Oben  dunkelbraun;  nach  außen  rötlichbraun.  Unten  Vflgl  ebenso  mit  einer 
submarginalen  Reihe  Aveißer  Punkte.  Hflgl  braun  mit  einer  geraden  hellgelben  Binde  durch  die  Mitte  und  einer 
weißen  Punktreihe  dahinter.  Außenrd  grau  bestäubt.  Das  $  unterscheidet  sich  vom  nur  dadurch,  daß  es 
einen  kleinen  dreieckigen,  Aveißen  Fleck  auf  der  Oberseite  am  VorderAvinkel  der  Hflgl  besitzt,  der  den  Anfang 
der  hellen  Binde  der  Unterseite  markiert.  Columbien,  Ostabhang  der  Cordillere  von  Bogota  2000 — 2500  m. 


Aitsi/egehcii  1.  ///.  l'.HA. 


J.YMANOPODA.  Voji  G.  Weymkk. 


2V.) 

Parano  de  Aponte  2800  jn  (Stübel),  Quindiu-Paß  ;}800  ni  (Fasse),  Ecuador:  Quito  (Stübee).  lanassa  FIdr.  lanauHn. 
(52  f)  ist  eine  Form  von  leaena,  die  etwas  l)reitere  Figl  liat  und  hei  der  auf  der  Ujiterseito  heickn'  Figl  die  weißcji 
Punkte  fehlen,  aucli  die  liellgelhe  Binde  schmäler  ist.  Vor  dem  Rande  fler  Vflgl  liegt  auf  dei-  Ihiterseite  eijie 
l)raune  Zackenlinie.  Bogota.  —  satura  form.  nov.  (52  f).  Ebenfalls  eijie  Form  der  Ipjiena,  Ikü  der  aut  der  Unterseit«'  >«ihini. 
der  hintere  weiße  Punkt  der  Vflgl,  sowie  die  beiden  vordem  ujul  clie  lieideii  hinterii  Ihinkte  dei'  Hflgl  durch 
Augen  ersetzt  sind.  Diese  Augen  sind  schwarz  mit  weißen  Pupillen  und  gelben  RingejE  Vor  dem  Außenrd 
eine  dunkelbraune  Zackenlinie.  Zuweilen  sind  die  Augen  sehr  klein  und  undeutlich.  Cuzco,  2 — 2000  m  (Peru) 
Quindiu-Paß,  2400  m  (Columbien,  Fasse). 

L.  lisa  «pec.  nov.  (52  f).  Eine  leicht  kenntliche  Art.  Oben  braun  mit  einer  rotgelben  Binde  hinter  der  /iw. 

Mitte  der  Hflgl,  welche  in  der  vorderen  Hälfte  schmal  und  verloschen  ist,  in  der  hinteren  Hälfte  allmählich 
an  Breite  zunimmt  und  sich  am  Iniienwinkel  längs  des  Baumes  ausbreitet.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl 
einfarbig  dunkelbraun;  die  Hflgl  ebenfalls  dunkelbraun  mit  einer  geraden,  hellrötlichgelben  Binde,  die  an  der¬ 
selben  Stelle  liegt  wie  oben,  vorne  1  mm,  hinten  2  mm  l)reit,  beiderseits  scharf  begrenzt  tind  an  ihrer  inneren 
Seite  von  einer  weißen  Linie  eingefaßt  ist.  Hinter  derselben  2  feine,  weiße  Punkte  in  Zelle  2  und  3,  und  vor  dem 
Saum  eine  braune  Wellenlinie.  Südost-Peru. 

L.  albocincta  Hew.  (52  c).  $■.  Oben  einfarbig  braun.  Unten  rötlichbraun,  Vflgl  mit  1  oder  2,  selten  3  ulhocinda. 
weißen  Punkten,  die  aber  auch  ganz  fehlen  können.  Hflgl  fein  dunkelbraun  gestrichelt  mit  einer  ziemlich  geraden 
weißen  Binde,  die  durch  die  braunen  Rippen  unterbrochen  ist.  Das  sehr  verschiedene  $  (52  c)  wurde  von  Fa.s.se 
aufgefunden.  Es  ist  der  gortyna  und  gortynoides  ähnlich  und  zeichnet  sich  durch  ehe  großen  schwarzen  Augen 
mit  weißen  Pupillen  und  rotgelben  Ringen  auf  der  Olterseite  der  Vflgl  aus,  die  zwischen  den  Medianästen  liegem 
Darüber  stehen  in  Zelle  4  und  5  näher  am  Saume  2  kleine  schwarze  Ringe  mit  weißem  Kern.  Hflgl  zeichnungslos. 

Unten  sind  die  Vflgl  braun,  Vrd  und  Außenrd  bräunlichgrau,  dunkelbraun  gesprenkelt,  die  großen  Augen  wie 
oben;  statt  der  kleinen  Augen  stehen  weiße  Punkte.  Hflgl  bräunlichgrau,  dunkelbraun  gesprenkelt,  mit  hellerer 
Submarginalbinde.  Vom  Rio  Vitaco,  2500  m,  West-Cordillere  (Columbien). 

'  L.  alboniaculata  Hew.  (52  g).  Oben  braun.  Unten  rötlichlu’aun,  Vflgl  mit  einer  geraden  Reihe  weißer  alhomacu- 
Punkte,  Hflgl  mit  einer  gebogenen  Reihe  von  7  fast  runden,  weißen  Flecken.  Zuweilen  erscheinen  auch  auf  der 
Oberseite  der  Vflgl  eiiüge  Aveiße  Punkte.  Columbien,  Rio  Pongo  in  Bolivien.  —  affineola  Stgr.  i.  1.  (52  g)  ist  eine  affineola. 
Form  von  alboniaculntd,  bei  der  die  drei  ersten  weißen  Flecke  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  ziemlich  groß,  die  übri¬ 
gen  4  aber  sehr  klein  und  punktförmig  sind,  infolgedessen  scheint  die  Reihe  viel  stärker  gebogen  zu  sein.  Manch¬ 
mal  ist  auch  der  erste  und  der  dritte  Fleck  sehr  klein.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  stehen  die  2  lünteren 
weißen  Punkte  in  schwarzen  Ringen  und  sind  etwas  nach  innen  gerückt.  Auf  der  Oberseite  liegen  auf  den 
Vflgln  3  weiße  Punkte,  auf  den  Hflgln  ein  solcher  Punkt.  Cuzco  in  Peru,  Bolivien.  —  apulia  Hopff.,  eine  weitere  apidia. 
Form  rmn  albomaculata,  unterscheidet  sich  durch  die  in  gerader  Ijinie  durch  den  Discus  der  Unterseite  der  Hflgl 
ziehende,  perlschnurförmige  Gesta.lt  der  weißen  Fleckenbinde.  Die  einzelnen  Flecke  sind  rund,  von  gleicher 
Größe  und  ziemlich  dicht  aneinander  gereiht.  Auf  der  Oberseite  der  Vflgl  stehen  3  submarginale  rotgelbe  Flecke 
und  auf  den  Hflgln  ein  gleicher  sid^apicaler  Fleck.  Von  Bolivien. 

L.  maso  Godm.  hat  eine  abweichende  Gestalt.  Die  Spitze  der  Vflgl  ist  gestutzt,  der  Außenrd  tritt  mmo. 
daher  stumpfwinkelig  vor,  derjenige  der  Hflgl  ist  gezähnt  und  bildet  auf  dem  3.  Medianast  einen  rechten 
Winkel.  Die  Oberseite  ist  einfarbig  braun.  Unten  ebenfalls  braun,  Spitze  der  Vflgl  und  Ird  der  Hflgl  lila  bestäubt. 

Vflgl  mit  einer  fast  geraden  submarginalen  Reihe  von  0  weißen  Punkten.  Hflgl  mit  einer  nach  außen  gebogenen 
Reihe  von  6 — 7  Aveißen  Flecken,  welche  gelbe  Mittelpunkte  haben.  48  mm.  Von  Columbien  (Frontino  in  An- 
tiocpiia). 

L.  villarresi  Dogn.  hat  einen  abgerundeten  Außenrd  der  Vflgl.  Derjenige  der  Hflgl  ist  etAvas  wellig  viUarred. 
mit  stumpfer  Ecke  am  Innenwinkel.  Die  Oberseite  ist  einfarbig  braun,  die  Unterseite  ebenfalls  braun,  am 
Außenrd  heller,  mit  einer  kurzen  Reihe  von  2 — 3  AA^eißen  Flecken  nicht  Aveit  von  der  Spitze,  nahe  am  Vrd.  48  mm. 

Von  Loja  in  Ecuador. 

L.  euopis  Godm.  u.  Salv.  Außenrd  beider  Figl  gerundet,  c^-.  Oben  braAin.  Vflgl  mit  5  scliAA'arzen,  Aveiß-  cuopU. 
gekernten  Augen  in  gebogener  Reihe  vor  dem  Außenrd.  Hflgl  in  der  iMitte  mit  einer  Reihe  von  5  seliAvarzen 
Flecken  ohne  Pupillen.  Unten  rostfarl)ig,  die  Augen  der  Vflgl  sind  Avie  oben  und  stehen  in  einer  ockergelben, 
dunkelbraun  eingefaßten  Binde.  Auf  den  Hflgln  ist  statt  der  Flecke  eine  Reihe  kleiner  Augen  vorhanden.  Beim 
$  stehen  che  Augen  der  Vflgl  oberseits  auf  einer  breiten,  stark  gebogenen,  ockergelben  Submarginalbinde.  Die 
äußere  Hälfte  der  Hflgl  ist  ganz  ockergelb,  nur  ein  schmaler  Außen-  und  Ird,  soAA'ie  die  Fleckenreihe  sind  braun. 

Die  Unterseite  ist  beim  $  hellbräunlich  ockergelb,  gegen  die  Wurzel  dunkler;  die  Zeichnung  der  Vflgl  ist  A\-ie 
beim  die  Hflgl  führen  mir  eine  braune  Punktreihe.  Am  Vidkan  A^on  Irazu  und  Cache  in  Costa  Rica  A'on 
Rogers  gefunden.  Selten. 

L.  panacea  Hew.  (52  g).  Oben  einfarbig  braun.  Unten  rötlichbraun,  Rand  der  Vflgl  und  die  ganzen  panacca. 
Hflgl  dunkelbraun  geAA^ellt.  Vflgl  mit  2  schAvarzen,  Aveißgekernten  Augen  und  einem  Aveißen  Punkt  darüber. 


V 


32 


250 


PEDALlODEiS.  Von  G.  Weymek. 


Hflgl  mit  einer  Reihe  von  kleinen,  schwarzen  Punkten,  welche  teilweise  weiße  Pupillen  haben.  Das  $  ist  oben 
rötlichbraun,  nacli  außen  blasser,  mit  4  Augen,  die  hellrötliche  Ringe  und  weiße  Pupillen  haben  und  von  denen 
i'ciuisut.  die  2  vor  der  Spitze  stehenden  kleiner  sind.  Von  Ecuador  (Huamboya,  Riobamba).  —  venusia  Hopff.  (52  g) 
ist  eine  pandcea-FoYiw,  bei  vvelclier  die  weißen  Punkte  der  Unterseite  in  der  Zahl  vermehrt  und  silberglänzend 
marica.  sind.  Die  scliwarzen  Punkte  der  Hflgl  haben  alle  silberweiße  Pupillen.  Von  Peru.  —  marica  Stgr.  (53  a),  eben¬ 
falls  eine  Form  von  panacea,  unterscheidet  sich  dadurch,  daß  auch  das  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  2  deutliche 
schwarze  Augen  zwischen  den  Aesten  der  Mediana  hat,  und  zuAveilen  auch  auf  den  Hflgln  oben  einzelne  Augen 
caucamt.  erscheinen.  Cuzco  (Peru).  ^  caucana  form.  nov.  (52g)  eine  weitere  panacea-Form,  hat  sowohl  auf  der  Ober¬ 
seite  als  auf  der  Unterseite  3  weiße  Punkte  in  schräger  Reihe  vor  der  Spitze  der  Vflgl.  Auf  der  Unterseite  ist 
die  Spitze  l)is  an  diese  Piinkte  lebhaft  hell  rostbraun  gefärbt,  welche  ParlAe  sich  längs  des  Außenrandes  bis  zum 
Innenwinkel  fortsetzt.  Der  übrige  Teil  der  Vflgl  ist  dunkel  schwarzbraun  mit  2  oder  3  weißen  Punkten  in 
Zelle  1  1),  2  und  3.  Die  Hflgl  sind  dunkel  rostbraun  mit  einer  gebogenen  Reihe  von  4  oder  5  verloschenen 
schwarzen  Punkten  mit  weißen  Pnpillen.  Cauca-Tal  (Columbien). 

cilhitinarca.  L.  cillutinarca  spec.  nov.  {Stgr.  i.  l.)  (53a).  Oben  einfarbig  rötlichbraun,  nach  außen  etAvas  heller.  Un¬ 

ten  ebenso  mit  einer  dem  Saume  parallel  laufenden  Reihe  von  4  bis  5  Aveißen  Punkten  aiif  jedem  Elgl,  die  zum 
Teil  in  feinen  schwarzen  Ringen  stehen.  Eine  feine,  dunkelbraune  Zackenlinie  steht  auf  beiden  Elgln  nahe  am 
Saum.  Vom  Mapiri  (Bolivien). 

vcnom.  L.  venosa  Btlr.  (52  g).  Oben  braiin.  -Vflgl  in  der  Mitte  des  Außenrds  veiloschen  bräunlich  rotgelb 

bestäubt.  Unten  stehen  an  dieser  Stelle  3  rotgelbe  Flecke.  Die  Hflgl  sind  unten  etAvas  heller  braun  mit  dunkel¬ 
braunen  Ri])pen.  Peru,  Bolivien. 

acmeida.  L.  acraeida  Btlr.  (Trophonina  a.  RÖb.)  (52  g).  Oben  rötlichbraun  mit  einer  Reihe  von  6  rotgelben 

Flecken  vor  dem  Außenrd  der  Vflgl,  die  nach  hinten  kleine]'  werden  und  sich  dem  Saume  mehr  nähern.  Unten 
ist  die  Grundfarbe  der  Vflgl  etsvas  heller  braun,  die  rotgelbe  Fleckenbinde  ist  wie  oben,  der  Raum  zvAUSchen 
dieser  Binde  und  dem  A]]ßenrd  ist  gelbbraun  und  von  den  dunkelbraunen  Rippen  und  Längslinien  zwischen 
den  Rippen  durchzogen.  Die  gelbbraune  Farbe  setzt  sich  längs  des  Vrds  bis  znr  Wurzel  fort.  Die  Hflgl  sind  unten 
ganz  gelbbraun  mit  dunkelbraunen  Rippen  und  solchen  Längslinien  zAAuschen  den  Rippen.  Die  Zeichnung  der 
Unterseite  ahmt  die  Acraeen-Zeichnung  nach.  Beim  dimorphen  $  ist  die  Wurzelhälfte  der  Vflgl  blaßrötlich, 
diejenige  der  Hflgl  l)leiglänzend,  in  der  äußern  Hälfte  sind  beide  Figl  gelbbraun.  Auf  den  Vflgln  liegen  2  rot¬ 
gelbe  Längsstriche  vor  der  Spitze.  Die  beiden  Farben  der  Hflgl  gehen  allmählich  ineinander  über.  Die  Unter- 
nmVia.  Seite  ist  blasser  und  ohne  Bleiglanz.  Ecuailor  (Riobamba,  Huamboya)  Peru,  Bolivien.  —  malia  Godm.  (=  mar- 
gi]ialis  Stgr.  i.  I.)  (35  a)  ist  eine  Form  von  acraeida,  bei  AA^elcher  auch  die  Hflgl  auf  der  Oberseite  eine  Reihe  von 
rotgelben  Flecken  Amr  dem  Außenrd  haben.  Peru  (Rio  Colorado,  Pozuzo). 

Anmerkung;  Lymanopnda  varcjla  Schaus  vgl.  Älanerebia  cyclopina  Stgr.  (S.  23U). 

42.  Gattung';  Btlr. 

Line  artenreiche  Gattung,  die  sich  durch  mehr  oder  weniger  wellig  oder  eckig  geformte  Vflgl  und  Hflgl 
kennzeiclmet.  Nur  die  Costalrippe  der  Vflgl  ist  an  der  Wurzel  aufgeblasen,  die  Mediana  und  die  Submediana 
sind  dagegen  nicht  angeschwollen.  Es  entspringen  2  Subcostaläste  vor  dem  Zellenende  der  Vflgl.  Das  rück- 
laufende  Aestchen  ist  in  beiden  Flgln  nicht  vorhanden,  oder  nur  schwach  angedeutet.  Die  Augen  sind  stark 
behaart  und  die  ziemlich  langen  Palpen  dicht  mit  steifen  Haaren  besetzt.  Fühler  ohne  deutlich  abgesetzte 
Kolbe,  gegen  die  S])itze  allmählich  verdickt.  Das  Hauptquartier  der  Gattung  ist  die  Hochcordillere  von  Co¬ 
lumbien  bis  Bolivien,  von  wo  sich  einzelne  Arten  einerseits  bis  Mexico,  andererseits  bis  Brasilien  verbreitet 
haben.  Sie  vertreten  in.  diesen  Gegenden  die  Erehien  der  gemäßigten  Zone.  Hoch  über  der  IValdregion  tummeln 
sie  sich  dort,  oft  in  großer  Anzahl  zusammen,  auf  feuchten  Wegstellen.  Aimher,  fliegen  aber  bei  einer  Störung 
nicht  auf,  sondern  suchen  sich  zAvischen  den  Stengeln  der  dicht  daneben,  stehenden  Pflanzen,  zu  A'^erbergen.  Eine 
sehr  große  Zahl  der  hier  aufgeführten  Formen  sind  bei  Heavitson  und  andern  Autoren,  als  Pronophila  aufge- 
führt,  daher  ist  diese  Gattung  bei  der  Synonymie  genau  zu  vergleichen. 

Poesia-  Gruppe. 

pocaia.  P.  poesia  Hew.  (53  b).  Die  Vflgl  sind,  Avie  bei  den  meisten  Arten  dieser  Grujipe,  an  der  Spitze  stumpf 

abgeschnitten.  Die  Oberseite  ist  einfarbig  dunkelbraun.  Auf  der  Unterseite  liegt  vor  der  Spitze  der  Vflgl  ein 
hellgraner,  fein,  braun  punktierter  Fleck,  auf  denHflghr  ein  kleiner,  Aveil,ler  Fleck  am  Vrd  und  ein  solcher  Punkt 
am  Anahvinkel.  Das  $  ist  unten  heller.  Fs  hat  eine  hellbraune  verloschene  Submargin.all)inde  arif  den  Vflgln 
und  eine  deutliche  gleiche  Binde,  aid'  den  Hflgln,  die  dunkelbraun  marmoriert  ist  und  in  AA'elcher  einige  Aveiße 
phaiiaraca.  Punkte  liegen. — Eine  ZAveiteForm  des  $  ist  phanaraeaHe(r.  (=  pharanaea  IVrAwe)  (53  b,  auf  der  Tafel  irrtüm¬ 
lich  als  pelinaea  bezeichnet).  Sie  ist  von  der  Stammform  dadurch  verschieden,  daß  auf  der  Unterseite  der 
Vflgl  hl  der  Mitte  der  Submarginalbin.de  neben  den  weißen  Punkten  mehrere  kastanienrote  Flecke  hinterein- 


PEDALTODES.  Von  CL  Weymer. 


2r,i 


ander  liegen.  Colnmbien  (Salto  de  Te(|nendan.e  |  Stübei.],  Qnindiu-Pass,  R.io  Vitaco  [P^'assl]).  Ecuadoi’ (  Euatn- 
boya  [Stübel]). 

P.  japhleta  Btlr.  {=  (J  ])olenu)n  Am.)  (53  b,  aid'  der  Tafel  indümlicb  als  p]um(ir<t,e.(t,  l)ezeic}met)  ist  juphlihi. 
vorigen  Art  ziemlich  ähnlich,  nnterscheidet  sieb  aber  durch  den  großen,  dreieckigen,  weißen  Fleck  am  Ird  auf 
der  Unterseite  der  Hflgl.  Das  $  dieser  Art  besitzt  auch  die  rostroten  Flecke  vor  dei‘  Mitte  des  Außen.rds  auf  der 
Unterseite  derVflgl,  welche  bei  pfumarded,  vorhanden  sind  und  beim  d*  fehlen,  und  wui’de  ein.  solches  von  Ob. 

Smith  als. /lo/emo«  beschrieben.  Merida  (Venezuela). 

P.  pelitiaea  Heiv.  (=  apicalis  Stgr)  (53  b,  auf  der  Tafel  irrtümlich  als  p/.p/iJeid  bezeichnet).  Die  dunkel- /""/'/(«on 
braune  Oberseite  zeigt  vor  der  Spitze  der  Vflgl  2  weiße  Flecke  und  einige  weil.le  Stäubchen,  voi’  und  hintei'  den¬ 
selben.  Auf  der  Unterseite  sind  diese  Flecke  zu  einer  Binde  erweitert,  die  sich  bis  zur  Mitte  des  Aid.)enrds  fort¬ 
setzt.  Die  Hflgl  zeigen  unten  eine  gebogene  Reihe  kleiner  weißer  Staubfleckchen  und  einige  weiße  fhinkte 
dazwischen.  Bolivien  (San  Jacinto,  Loco-Tal,  Gorvico  und  SauAntonio).  Der  weitere  von  Thjeme  nach  dem 
Museum  "l''ring  angegebene  Fundort  ,,St.  Domingo“  ist  noch  zweifelhaft. 

P.  hewitsoni  Stgr.  (53b).  Die  Oberseite  ist  schwarzbraun  mit  braun-  und  weißgeschcckten  Fransen,  hnriisoni. 
Unten,  sind  die  Vflgl  bis  über  die  Mitte  hinaus  rotbraun.  Hinter  der  Mitte  des  Vrdes  liegt  ein.  schwarzbrauner 
Fleck,  der  sich  zuweilen  als  dunkle  Binde  bis  zum  Ird  fortsetzt;  der  Außenrd  ist  dunkelbraun,  vor  dem  Apex 
liegt  ein  weißgrauer  Fleck.  Die  graubraunen  Hflgl  sind  dunkelbraun  marmoriert  und  gebändert.  An  der  Costa 
liegen.  2  weiße  Flecke  und  in  Zelle  2  ein  weißer  Punkt..  Von.  Bolivien  (Yungas  de  la  Paz,  Loco-Tal,  San  Antonio). 

—  Ob  priniera  Weeks  eine  Form  von  hewitsoni  oder  eigene  Art  ist,  kann,  ich  nicht  entscheiden,  da  mir  kein  Exem-  iiriinrrri. 
plar  und  auch  die  Abbildung  nicht  vorlag.  Nach  der  TuiEME’schen  Beschreibung  haben,  die  Hflgl  auf  der  U^nter- 
seite  ein.  sillierweißes  Analfeld  und  2  ungleich  große  Silberpunkte ;  von  letzteren  ist  bei  hewitsoni  nur  einer 
vorhanden  und  ersteres  fehlt.  Die  übrigen  Zeichnungen  stimmen  überein.  Von  Bolivien. 

P.  perisades  Hew.  (53  b).  Die  Art  ist  kenntlich  an  der  fast  ganz  .kastanienroten  Unterseite  der  Vflgl  perisades. 
und  dem  Halbkreis  silberweißer  Flecke  auf  der  Unterseite  der  Hflgl.  Die  Olierseite  ist  einfarbig  braun.  Bolivien 
(Gorvico,  Yungas  de  la  Paz). 

P.  ilüniania  Stgr.  (53  c).  Oben  braunschwarz  mit  etwas  heller  gescheckten  Fransen.  Unten  sind  die  Utininnia. 
Vflgl  denen  der  perisades  ähnlich,  haben,  aber  vor  der  S])itze  mehrere  weiße  Fleckchen.  Die  braunen  Hflgl 
sind  silbergrau  marmoriert  und  gebändert,  mit  einer  weißen  Punktreihe  und  etwas  dunklerem  Außenrd.  Am 
Illimani  400()  m  hoch  in  Bolivien  von  Gaklepp  in  nur  1  Exemplar  gefangen.  Kolk  Staudixger  im  zool.  iMu- 
seum  in  Berlin. 

P.  phrasicla  Hew.  (=  perperna  Fldr.,  labulla  Thieme,  phrasicles  Kirhy)  (53  c).  Oben  einseitig  dunkel-  phrasicla. 
braun.  Auf  der  LTn.terseite  ist  die  Art  leicht  zu  erkennen  an  dem  runden  weißen  Fleck,  der  in  Zelle  4  der  dunkel¬ 
braun  marmorierten  Hflgl  liegt  und  etwas  wurzelwärts  aus  der  Reihe  der  übrigen  weißen  Punkte  hervortritt. 

Beim  liegen  zuweilen  am  Vrd  beider  Figl  Andeutungen,  eines  weißlichgelben.  Flecks.  Das  $  (53  c)  hat  diese 
Flecken  größer  und  deutlicher.  Außerdem  ist  bei  ihm  die  sidmiarginale  Binde  beider  Figl  heller  als  beim  S- 
so  daß  sie  viel  deutlicher  hervortritt.  Weit  verbreitet,  Golu.mbien  (Rio  Vitaco  und  Ost-Gordillere),  Ecuador, 

Peru  (Oroya),  Bolivien.  Nach  einer  im  Tring-Museum  gefertigten  Aljliildung  ist  Pronophila  perperna  Fldr.  = 
phrasicla  Hew.  Infolgedessen  ist  der  Name  labulla  Thieme  einzuziehen.  —  galaxias  Thieme  ist  eine  Form  von  (jala.ruts. 
phrasicla,  bei  der  die  Gostalflecke  auf  der  Unterseite  beider  Figl  groß  und  schneeweiß  sind.  Von  Peru  (Oroya 
und  Gallanga)  und  Bolivien  (Rio  Songo). 

P.  leucocheilos  Godm.  u.  Salv.  Bei  dieser  Art  ist  die  Spitze  der  Vflgl  nicht  schräg  allgeschnitten,  sondern  Icucnchcilos. 
stumpf  winkelig  und  der  Aul.lenrd  ist  gerundet.  Aid'  der  dunkelbraunen  Oberseite  liegt  vor  dem  Aidlenrd  eine 
Reihe  von  weißen  Flecken,  die  vom  Vrd.  zum  Ird.  ziehen,  dabei  an  Größe  allmählich  abnehmen  und  nur  durch 
die  breiten  braunen  Rippen  von.  einander  getrennt  sind,  hinten  sind  die  Vflgl  dunkelbraun,  mit  einem  gi’oßen, 
weißlichen.  Dreieck  vor  der  Spitze  und  einem  rotbraunen  Längsstreifen,  der  sich  von  der  Wurzel  bis  beinahe 
zum  Außenrd  zieht.  Die  Hflgl  sind  grau  und  braun  marmoriert,  mit  2  weißen  Flecken  an  der  CYsta  und  2  weißen 
Punkten  am  Analwinkel.  Die  schöne  und  seltene  Art  wurde  nur  in.  der  Sierra  Nevada  von  Santa  3Iarta  in  Go- 
lumbien  von.  Simons  gefunden  und  befindet  sich  im  Museum  Godman  u.  Salvin. 

P.  plautius  Sm.  Oben  olivbraun,  mit  einem  bräunlichweißen.  Fleck  am  Vrd  vor  der  Sjiitze  der  Vflgl.  }>taufiii.-^. 
Unten  sind  die  Vflgl  wie  oben,  jedoch  die  Grundfarbe  dunkler  und  der  weiße  Fleck  größer.  Längs  des  Außenrdes 
zieht  sich  ein  schmaler,  weißlich  gesprenkelter  Streifen  hinab.  Die  Hflgl  sind  gelbbraun,  dunkelbraun  mar¬ 
moriert,  mit  einem  großen  hellgelbbraunen  Felde  zwischen  den  Aesten  der  Mediana  und  mehreren  gleichfarbigen 
kleinen  Flecken  vor  dem  Vorderwinkel  und  im  Wurzelfelde.  Am  Vrd  hinter  der  IMitte  ein  weißer  Fleck.  Ein 
weißer  Punkt  in  Zelle  2.  Von  Bolivien. 

P.  puma  Thieme  (53  c).  Oben  einfarbig  dunkelbraun.  Tinten  sind  die  Vflgl  in  der  Wurzelliälfte  ka-  puma. 
stanienrot,  der  Außenrd  braun  mit  4  weißen  Punkten,  in  einer  Reihe  vor  der  Spitze.  Die  Hflgl  sind  eigenartig 


252 


PEDALIODES.  Von  G.  Weymer. 


gezeiclinet.  Sie  sind  von  bräunlichgrauer  Grundfarbe  und  mit  einer  großen  Anzahl  kleiner  schwärzlicher  Tupfen 
bezeichnet,  deren,  jeder  eine  annähernd  nierentörmige,  jedoch  undeutliche  Figur  bildet  und  die  in.  Querreihen 
geordnet  sind.  Tn.  der  Mitte  der  Costa  eine  silberweiße  Makel,  vor  der  Spitze  einige  weiße  Stäubchen  und  am 
Analw'inkel  ein  weißer  Punkt.  Von  Bolivien.  Koll.  Staudinger  im  Zool.  Museum  in  Berlin. 


Proerna-  Gruppe. 

procrna.  P.  proema  Heiv.  (53  c).  Die  älteste  beschriebene  Art  aus  dieser  meist  zeichnungslosen  Ginippe.  Der 

Außenrd  der  Vflgl  ist  gerundet,  derjenige  der  Hflgl  wellig.  Oben  einfarbig  braun.  Auf  der  Unterseite  sind  die 
Vflgl  stellenweise  etwas  rötlich,  die  Spitze  derselben  und  die  ganzen  Hflgl  grau.marnioriePc,  letztere  mit  einem 
weißen  Punkt  am  Vorderwdnkel  und  einem  gleichen  am  Analwinkel.  Columbien  (Llanos  de  San  Martm);  Ecuador 

■phram.  (CeiTo  Pidulagua,  Huamboya).  Bolivien.  —  phrasa  Stn.  u.  Ky.  (53d)  ist  eine  Form  von  proerna,  bei  der  der 
hintere  der  2  weißen  Punkte  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  größer  und  deutlicher  ist.  Die  rötliche  Bestäubung 
fehlt,  dagegen  liegt  vor  der  Spitze  der  Vflgl  und  in  der  Mitte  der  Hflgl  etwas  graue  Bestäubung.  Auch  auf  der 

ohscura.  Oberseite  ist  die  Costa  der  Vflgl  und  der  Vorderwinkel  der  Hflgl  grau,  marmoriert.  Von.  Bolivien.  —  obscura 
Sni.  u.  Ky.  (>=  pronoe  Stgr.)  ist  eine  der  phrasa  ähnliche  Form,  bei  der  die  braune  Oberseite  gegen  den 
Außenrd  etwas  heller  gefärbt  ist  und  die  Einschnitte  am  Saume  weißlich  sind.  Die  2  ungleich  großen  Punkte 
auf  der  Unterseite  der  Hflgl  sind  wie  bei  phrasa,  gegen  den  Vrd  beider  Figl  stehen  aber  bei  ohscura  oft  noch 
einige  feine,  w^eiße  Punkte.  Zuweilen  tritt  auch  im  Discus  der  Vflgl  oder  am  Analwmkel  der  Hflgl  etwas  röt- 
phrasina.  liehe  Färbung  auf.  Bolivien.  —  phrasina  Stgr.  ist  nur  eine  Lokalform  von  ohscura,  bei  der  die  weißen  Punkte 
vor  dem  Außenrd  der  Vflgl  auf  der  Unterseite  sehr  deutlich  sind.  Von  Yungas  in  Bolivien. 

exfoiiiiia.  P.  exanima  Ersch.  scheint  mir  in.  diese  Gruppe  zu  gehören.  Thiemb  führt  die  Art  zwar  in  der  Gattung 

Prono phiki  auf,  wohin  sie  ERSOHOrr  gestellt  hatte,  aber  die  Publikation  Erschoffs  war  Herrn  Thieme  sehier 
Zeit  nicht  zugänglich.  Durch  die  Güte  des  Herrn.  Ivirby  hatte  ich  früher  einmal  Gelegenheit,  diese  Publikation 
einzusehen  und  konnte  mir  Notizen  und  Skizzen  daraus  machen.  Aus  denselben  ersehe  ich,  daß  exanima  eine 
Pedaliodes  aus  der  Nähe  von  -phrasa  und  dort  folgendermaßen  beschrieben  ist:  Spannbreite  55  mm,  Vflgl  ganz- 
randig,  Hflgl  schwach  gezähnt.  Beide  Figl  oben  einfarbig  braun.  Unten  ebenfalls  braun,  die  Hflgl  mit  ziemlich 
breitem,  etwas  hellerem  Außenrd,  in  welchem  in  Zelle  2,  etwa  3  mm  vom  Saume  entfernt,  ein  deutlicher  weißer 
Punkt  liegt.  Weitere  Punkte  sind  nach  der  Diagnose  und  nach  der  Abbildung  Erschoffs,  welche  ein  Weibchen 
vorstellt,  nicht  vorhanden.  Fundort:  Pumamarca  in  Peru. 

fwmaria.  P.  fumaria  Th'ienie  (53  c).  Oberseite  beider  Figl  und  Unterseite  der  Vflgl  wie  bei  -proerna.  Auf  der  Unter¬ 

seite  der  Hflgl  liegt  eine  aus  grauweißen  Atomen  gebildete  Halbbinde,  die  vom  Ird  bis  beinahe  zur  Flglmitte 
zieht  und  nach  innen  zugespitzt  ist.  Bei  den  ist  diese  Binde  oft  kaum  angedeutet,  bei  den  $$  dagegen  sehr 
deutlich.  Venezuela  (Merida). 

sunpJa.  P.  simpla  Thie-nie  (53  d).  Eine  der  kleinsten  und  schlichtesten  Arten.  Der  Außenrd  der  Vflgl  ziemlich 

gerade,  der  der  Hflgl  wellig.  Oben  dunkelbraun,  im  distalen  Drittel  allmählich  etwas  heller  abgetönt,  in  der 
IMitte  der  Vflgl  ein  undeutlich  begrenzter  dunkler  Duftschuppenfleck.  Unten  ist  die  Fäi’bung  lichter  braun, 
fast  ohne  dunkle  Marmorierung.  Ein  winziger  weißer  Punkt  in  Zelle  2  der  Hflgl  ist  kaum  zu  erkennen  und  fehlt 
l)ei  den  peruanischen  Exemplaren  ganz.  Ecuador  (Banos),  Peru  (Huancabamba,  Guzco). 

enijiiisd.  P.  empusa  Fldr.  (=  dryas  Stgr.  -i.  l.)  (53  d).  Oben  einfarbig  braun,  Fransen  an  den  Vflgln  braun  und 

weiß,  an  den  Hflgln  braun  und  hellbraun  gescheckt.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  vor  der  Spitze  hellbraun 
gesprenkelt,  an  der  Costa  ein  weißer  Fleck  und  vier  weiße  Punkte  in  den  Zellen  2  bis  5  in  gerader  Reihe.  Hflgl 
überall  fein  braun  gestrichelt,  ein  weißer  gebogener  Fleck  am  Vrd  und  zwei  weiße  Punkte  in  Zelle  2  und  3.  Aus 
der  Umgegend  von  Bogota  und  Muzo  in  Columbia  und  Cuzco  (Peru). 

-poelica.  P«  poetica  Stgr.  (53  d)  sieht  zwar  der  empusa  sehr  ähnlich,  und  kann  nach  Thieme  als  bolivianische 

Wiederholung  derselben  angesehen  werden,  indessen  sind  die  Vflgl  an.  der  Spitze  mehr  gerundet  und  es  fehlen 
auf  der  Unterseite  der  Vflgl  die  Punktreihe  und  der  Costalfleck,  dagegen  stehen,  dicht  am  Vrd  4  feine  weiße 
Punkte  in  ziemlich  gleicher  Entfernung  von  einander  und  darunter  einige  zerstreute  Aveil.le  Stäubchen.  Die 
Hflgl  sind  unten  überall  mit  kleinen  weißen  Stäubchen  bestreut,  besonders  am  Außenrd.  Der  w'eiße  Costalfleck 
am  Vrd  dieser  Figl  ist  größer  als  bei  enipusa  und  durch  die  Subcostalrippe  in.  2  Teile  geteilt.  ])ie  Fransen  sind 
an  beiden  Flgln  oben  und  unten  einfarbig  braun,  nicht  gescheckt.  Ich  betrachte  poetica  daher  als  gute  Art. 
e.vuJ.  Von  Cocajiata  in  Bolivien.  —  exul  Thieme  (53 e),  eine  Form  von.  poetica,  bei  der  der  dunkelbraune  Duftschuppen¬ 
fleck  der  Oberseite  der  Vflgl  sich  vom  Ird  bis  an  die  Figlwurzel  ausdehnt,  und  die  feine  Aveißliche  Bestäubung 
auf  der  Unterseite  der  Hflgl  und  am  Vrd  der  Vflgl  fehlt.  Der  Aveiße  Costalfleck  am  Vrd  der  Hflgl  ist  kleiner. 
Die  Fransen  sind  braun  Avie  bei  -poetica.  Die  am  weitesten  nach  Süden  vorkommende  Form.  Rio  de  Janeiro. 

naevia.  P.  tiaevia  Thieme  gleicht  oben  der  -proerna,  ist  dunkelbraun  mit  schmalem  S c hupp enf leck.  Lbiten  et- 


]^ET)AU0I)E8.  Voji  G.  VVKyMKR. 


253 


was  heller.  Die  Vflgl  haben  hier  4  weiße  Punkte  an  der  Costa  wie  bei  poetica,  von  deneii.  der  zweite,  v(jn  der 
Spitze  aus  gei’echnet,  sich  zii  einem  Fleckchen  erweitert.  Vor  fler  Mitte  des  Außenrdes  ein  niclit  großer  kastanien¬ 
roter  scharfbegrenzter  Keilfleck.  Hflgl  rostbraun,  wenig  gewölkt,  mit  einer  undeutlichen  dunklen.  Discalbinde. 
einem  sehr  kleinen,  verloschen  grauen  Costalfleck  und  einem  weiften  Punkt  am  Analwin.kel.  Von  St.  Im-z  iji 
Ecuador. 

P.  auraria  Thieme  (53  f).  Oberseite  braun  mit  sehr  großem,  bis  an  den  Vrd  und  Ird  ausgedehnten,  gerad- 
linig  begrenzten  Schuppenfleck.  Unten  heller  braun,  am  Vrd  dunkelbraun  und  goldgelb  gemasert,  mit  silber¬ 
weißen  Schuppen  gemischt.  Fransen  braun  und  weiß  gescheckt.  Die  Hflgl  unten  braun  und  scliwarzbraun 
marmoriert,  mit  einer  Reihe  weißer  Sulnnarginalpuidvte  und  einem  lebhaft  goldgelben.  Costalflecke,  wie  er  sonst 
nur  bei  p'illantias  Hew.  wieder  vorkommt.  Von  Vilcanota  in  Peru.  2  d'd'  j”  Roll.  St.audinger  im  Zool. 
Museum  in  Berlin. 


Prosa-  Gruppe. 

P.  prosa  8tgr.  (=  phrasina  8m.)  (53  f).  Oben  du.n.kel  schwarzbraun.,  der  Duftschuppeiifleck  reicht  nur /»ro-w. 
bis  in  das  untere  Ende  der  Mittelzelle.  Auf  der  braunen  Unterseite  haben  beide  Figl  eine  breite  hellerbraun'i' 
Submarginalbinde,  durch  dei’en  Mitte  eine  weiße  Punktreihe  zieht.  Der  Punkt  in  Zelle  2  der  Hflgl  ist  größer 
als  die  übrigen.  Am  Vrd  derselben  Figl  ein  weißer  Costalfleck  und  am  Ird  zuweilen  ein  verloschener,  rotbrauner 
Fleck.  Von  Bolivien  (Loco-Tal,  San  Jacinto,  Yungas  de  la  Paz).  —  phrasiclea  Am.  (53  d)  ist  eine  Form  von  prosa,  i>lini‘iirlrii. 
die  sich  hauptsächlich  durch  das  Fehlen  des  weißen  Costalflecks  auf  der  Unterseite  der  Hflgl,  durch  das  Vor¬ 
handensein  eines  deutlichen  rostroten  Flecks  am  Ird  derselben  Figl  und  durch  eiu.e  graue  Binde  in  der  Mittel¬ 
zelle  der  Vflgl  unterscheidet.  Von  Bolivien.  —  phrasis  8m.  (53  e)  ist  eine  weitere  Form  von  prosa.,  bei  der  die  pAra.si.s. 
Verdunkelung  noch  weiter  vorgeschritten  ist.  Die  Wurzelhälfte  l)eider  Figl  ist  ganz  dunkelbraun  rmd  die  Sub¬ 
marginalbinde  nur  noch  in  ihrem  äußeren  Teile  zu.  erken.nen,  nur  die  weißen  Punkte  treten  deutlich  hervor. 

Von  Bolivien. 

P.  pheretiades  8m.  u.  Ky.  (=  subtangula  8tgr)  (53  f).  Diese  Art  ist  kenntlich  an  dem  schneeweißen  iihn-fHadcs. 
Apicalfleck  auf  der  Unterseite  der  Vflgl,  unter  welchem  ein  bräunlich  rotgelber  Fleck  liegt.  Die  Oberseite  ist 
dunkelbraun,  in  der  Mitte  der  Vflgl  mit  sammetartigem  Duftschup])enfleck,  nach  außen  heller.  Der  weiße  Fleck 
der  Unterseite  schlägt  nach  oben  durch,  aber  in  hellbrauner  Farbe.  —  Bei  der  Form  suffumata  8tgr.  ist  dieser  .mjfumatu. 
Fleck  auf  der  Oberseite  trübweiß  und  etwas  braun  bestäubt.  Der  rotgelbe  Fleck  der  Unterseite  hängt  öfter 
mit  dem  weißen  Spitzenfleck  zusammen.  Bolivien  1500 — 3000  m. 

P.  emma  8tgr.  Eine  schöne  Art,  die  auf  der  braunen  Oberseite  4  weiße  eiförmige  Flecke  vor  dem  Außenrd  emma 
der  Vflgl  hat,  die  von  vorne  nach  hinten  an  Größe  abnehmen,  nur  der  3.  ist  etwas  kleiner  als  der  4.  Auf  der 
Unterseite  stehen  die  2  hinteren  weißen  Flecke  in  breiten  schwarzen  Ringen,  sonst  sind  sie  wie  oben.  Die  Hflgl 
sind  unten  wie  bei  pheretiades.  Vom  Rio  Songo  (Prov.  Yungas  de  la  Paz  in  Bolivien). 

P.  panthides  Heiv.  ( =  panthius  Ky.)  (53  f).  Oberseite  einfarbig  braun.  Unten  sind  die  Vflgl  in  der  Wurzel-  parthidcs. 
hälfte  rotbraun,  nach  außen  braun  und  dunkelbraun  marmoriert  und  mit  2  dunklen  Querbinden.  Hflgl  hell-  imd 
dunkelbraun  marmoriert  und  mit  einer  dunkleren  Binde  durch  die  Mitte,  einer  Reihe  solcher  Flecke  vor  dem 
Rande  und  2  oder  3  weißen  Punkten.  Bolivien  (Yungas  de  la  Paz,  Oocopata). 


Perperna-  Gruppe. 

P.  perperna  Hew.  (=  Pronoph.  satyroides  Fldr.)  (53  c).  Oben  dunkelbraun,  nach  außen  etwas  heller,  perperna. 
das  $  mit  einem  schwarzen,  weiß  gekernten  Auge  in  Z<:"lle  2  der  Vflgl,  das  beim  8  gew'öhnlich  durch  einen  schwar¬ 
zen  runden  Fleck  ersetzt  ist,  zuweilen  aber  auch  ganz  fehlen  kann.  In  einzelnen  Fällen,  hat  dieser  Fleck  aber 
auch  bei  dem  8  eine  weiße  Pupille.  Auf  der  Unterseite  ist  das  Auge  immer  groß  und  deutlich  weiß  gekernt, 
ein  zweites  Auge  liegt  in  Zelle  2  der  Hflgl  und  noch  ein  weißer  runder  Fleck  vor  der  Spitze  der  Vflgl.  Diese  Augen 
und  Punkte  stehen  beim  $  auf  einer  gelblichgrauen,  zuweileji  etwas  rötlich  gefärbten,  braun  gestrichelten  Sub¬ 
marginalbinde.  Beim  8  ist  diese  Binde  weniger  deutlich.  Costa  Rica,  Panama  (Chiricpii),  Columbien  (Cauca-Tal, 

Carmen  1600  ni),  Venezuela  (Caracas).  —  petroniusAm.  ist  eine  Form  von  perperna,  die  sich  durch  bedeutendere  i>cironin.-.\ 
Größe  des  $  (65  mm  Spannbreite)  auszeichnet.  Die  Spitze  der  Vflgl  ist  etwas  mehr  vorgezogen,  im  übrigen 
ist  die  Gestalt  geradeso  wie  bei  perperna,  auch  die  etwas  vortretende  Ecke  auf  dem  3.  IMedianast  der  Hflgl  ist 
vorhanden.  Die  Oberseite  beider  Figl  ist  sammetartig  dunkelbraun,  das  äußere  Drittel  der  Vflgl  ist  etwas  heller. 

Das  Auge  der  perperna  fehlt  oben.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Submarginalbinde  beider  Figl  breiter  und  deut¬ 
licher.  An  der  innei’en  Seite  dieser  Binde  liegt  am  Vrd  der  Vflgl  ein  bräunlich  weißes  Dreieck  und  am^  rd  der 
Hflgl  em  gleichfarbiger  Fleck.  Das  Auge  auf  jedem  Flügel  und  der  weiße  PuirlR  m  Zelle  5  der  ^  flgl  sind  wie  bei 
perperna.  Das  Männchen  ist  noch  unbeschrieben.  Von  Valdevia  in  Columbien.  Roll.  Grose-Smith. 


254 


PEDALI0DE8.  Von  G.  Weymer. 


Pisonia-  Gruppe. 

pisoHia.  P.  pisonia  Heiv.  (53  f).  Oben  einfarbig  brann,  gegen  den.  Sanm  heller.  Unten  heller  braun,  fein  dunkel 

marmoriert,  hinter  der  Mitte  mit  einem  dunkelbraunen,  winkeligen  Querstreif,  an  welchen  sich  nach  außen 
die  etwas  hellere  8ubmarginalbinde  anschließt,  mit  einer  mehr  oder  minder  deutlichen  weißen  Punktreihe  auf 
beiden  Elgln.  Der  Punkt  in  Zelle  2  der  Hflgl  ist  schwarz  eingefaßt.  Das  $  ist  oben  heller  braun  und  hat  auf 
inini'is.  den  Vflgln  eine  dunkelbraune  Binde.  ■ —  manis  Fhh'.  (53  e)  ist  eine  Form  von  pisonia,  die  sich  durch  geringere 
Größe  und  einen  rostroten  Ird  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  unterscheidet.  Diese  Färbung  dehnt  sich  mehr  oder 
weniger  weit  nach  innen  aus.  Auch  sind  die  Vflgl  weniger  gestreckt  und  ihr  Außenrd  etwas  mehr  gerundet 
als  bei  pisonia.  Das  $  von  manis  ist  ebenfalls  vom  durch  hellere  Färbung  auf  beiden  Seiten  verschieden. 
Beide  Formen  kommen  in  hohen  Gebirgen  von  Venezuela,  Columbien,  Ecuador,  Peru  und  Bolivien  vor.  — 
(h'jrcfn.  dejecta  ßafes  (=  lithochaleis  ßflr.)  (54  a)  ist  ebenfalls  eine  Form  von  pisonia,  die  sich  durch  rostbraunen 
Schimmer  zwischen  den  Medianen  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  unterscheidet.  Von  Costa-Rica,  Guatemala, 
fironn-  Panama.  —  circumducta  Thieme,  eine  weitere  hierher  gehörige  Form,  der  dejecta  sehr  nahe  stehend,  hat  auf  der 
ihirta.  beider  Figl  eine  breite  submarginale  Binde  von  glänzend  hellolivbrauner  Farbe.  Der  Schuppenfleck 

aid'  den  Vflgln  ist  nicht  so  groß  als  bei  dejecta,  und  mehr  in  Strahlen  aufgeteilt.  Diese  Form  ist  die  am  weitesten 
nach  Norden  vorgeschobene  von.  allen  PedaUodes.  Ihr  Vaterland  ist  Mexico.  Koll.  Staudixger  (früher  Sommer), 
jetzt  Zool.  Museum  Berlin. 

nwnnria.  P.  niarsfieja  Thieme  (=  Pronoph.  pisonia  Heic.  var.,  Pedal,  manis  Ky.)  ist  von.  pisonia  dadurch  verschie¬ 

den,  daß  sie  auf  der  Oberseite  einfarbig  braun,  also  nach  außen  nicht  heller  ist,  und  auf  der  Unterseite  der  Hflgl 
einen  weißen  Costalfleck  hat.  Die  submarginale  Binde  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  nur  nach  innen  deutlich, 
nach  außen  ist  sie  verloschen.  Von  Venezuela.  Die  Vaterlandsangabe  ,, Columbien“  ist  unsicher.  Der  Falter 
findet  sieh  nur  in  älteren  Sammlungen  und  ist  seit  50  Jahren  nicht  wieder  gefunden  worden. 

innponia.  P.  pompoflia  Heu\  Gestalt  von  pnsonin..  Oben  olivbraun.  Vflgl  mit  einer  hellgoldbraunen  Submarginal¬ 

binde  von  mäßiger  Breite,  dis  nach  innen  ziemlich  scharf  begrenzt  ist.  Die  Unterseite  ist  graubraun,  meist 
dunkell)raun  gewellt,  beide  Figl  mit  einer  schwarzbraun  eingefaßten  Submarginalbinde,  die  auf  dem  Vflgl 
hellholzfarben,  auf  den  Hflgln  hellgraubraun  gefärbt  und  stark  dunkelbraun  bes'jU’enkelt  ist.  Von  Ecuador 
(Pishcourco  und  Santa  Inez). 

Panyasis-  Gruppe. 

nnmssls.  P.  amussis  Thieme  (54  a).  Diese  Art  ist  kenntlich  an  der  fast  geradlinig  verlaufenden  Costa  der  Hflgl, 

deren  Apex  scharf  rechtwinkelig  hervortritt  in  einer  Weise,  wie  das  sonst  bei  keiner  PedaUodes  vorkommt.  Im 
übrigen  ist  der  Rand  beider  Figl  stumpf  gezähnt,  mit  eüier  etwas  vortretenden  Ecke  unterhalb  der  Spitze 
der  Vflgl.  Oben  einfarbig  braun,  die  Spitze  der  Fransen  in  den  Einschnitten  weiß.  Unten  sind  die  Vflgl  oliv¬ 
braun  mit  breiter,  etwas  hellerer  Siibmarginalbinde,  worauf  eine  weiße  Punktreihe  steht  und  mit  brauner  \i.nd 
weiß  marmorierter  Spitze.  Die  Hflgl  sind  unten  hell  und  dunkelbraun  marmoriert,  mit  mehreren  Reiheji  dunkel¬ 
brauner  Flecke,  2  weißen  Cos  talflecken,  und  einer  Reihe  weißer  Punkte.  Columbien  (Provinz  Cauca). 

phanias.  P.  phanias  Heu'.  (54  a).  Oben  einfarbig  braun,  vor  dem  Außenrd  etwas  heller.  Unten  mit 

dunkelbraunen  Querlinien.,  dunkler  Strichelung  und  hellerer  Submargüialbinde  auf  beiden  Flgln.  Die  $$ 
sind  zuweilen  sehr  groß  (vergl.  Taf.  54  a).  Die  ersten  Stände  sind  von  W.  Müller  beschrieben.  Die  erwach¬ 
sene  Rp  ist  beinahe  3)4  cm  lang,  in  der  Mitte  verdickt  und  endigt  in  2  kurzen  Schwanzspitzen.  Der  Kopf  hat 
eine  viereckige,  braune,  schwarz  eingefaßte  Vorderfläche,  die  Wangen  sind  dunkelgrau,  die  Rückseite  hellgrau, 
auf  dem  Scheitel  stehen  2  kurze,  stumjife,  konische  Hörner.  Der  Körper  ist  hellgrau  mit  graugrünen  Seiten¬ 
streifen  und  außerdem  auf  den.  ersten  3  Ringen  mit  einem  dunkleren.  Längsstreifen..  Ueber  den  Stigmen  stehen 
nach  hinten  aufsteigende  Linien.  Die  Rp  lebt  an  Barnims  und  hängt  sich  zur  Verwandlung  frei  auf.  Die  Pp 
ist  matt  weiß  und  hellgrau  gefärbt.  Sie  hat  mehrere  stumpfwinkelige  Ecken  und  Kanten  in.  der  Mitte  und  2 
mäßig  lange  Hörner.  Der  Schmetterling  ist  in  Südbrasilien,  in  den  Provinzen  Minas-Geraes  und  Parana  ver- 

f/mniiJata.  breitet  und  kommt  auch  in  Paraguay  vor. —  granulata  ßtlr.  ist  eine  große  Form  von  phanias,  bei  der  auf  der 
Unterseite  beider  Figl  das  Mittelfeld  dunkelbraun  marmoriert  und  distal  gleichmäßig  zackig  begrenzt  ist.  In¬ 
folgedessen  ist  die  helle  Submarginalbinde  auf  beiden  Flgln  am  Ird  nicht  l)reiter  als  am  Vrd.  Von  Clolumbien 
■<;Upa.  (Bogota).  —  silpa  Thieme,  eine  kleine  Form  von  phanias,  hat  den.  Apex  der  Vflgl  etwas  spitzer  und  den  Außenrd 
gerader.  Auf  der  Unterseite  liegen,  in.  der  Mittelzelle  der  Vflgl  zwei  dunklere  Querstreifen.  Auf  den  Hflghi 
zieht  eine  dunkle  Mittelbin.de  von.  der  Mitte  des  Vrds  zur  Mitte  des  Irds,  indem  sie  sich  in.  der  Flglmitte  weit 
n.acli  aiißen  biegt.  Von.  Bolivien  (Illimani,  Yungas  de  la  Paz),  Peru  (Limbani),  Ecuador  (Huamboya). 

panyasis.  P.  pasiyasis  Heic.  (54  a).  Oben,  rotbraun.  Vflgl  mit  einigen  weißen  Punkten  am  Vrd  vor  der  fast  recht¬ 

winkelig  abgeschnittenen  Spitze.  Fransen  braun  und  weiß  gescheckt.  Unten  sind  die  Vflgl  ebenfalls  rotbraun, 
am  Vrd  und  vor  der  Spitze  dunkelbraun  und  grau  marmoriert.  Die  Hflgl  sind  überall  hell  und  dunkel  marmo¬ 
riert,  zwei  dunkle  zackige  Querbinden  treten  besonders  hervor;  die  eine  vor,  die  andere  hinter  der  Mitte.  An 


PI^DALIODES.  Von  (I.  WicYMnin 


der  äußern.  Seite  dieser  Bin.den.  liegt  je  eine  Reilie  viereckiger  weißgeJßer  Flecke,  die  vordem  dieser  Flecke  stellen, 
diclit  am  Vrd.  Von.  Merida  (Venezuela)  und  Bogota  (Columbien).  —  mara  Thie'tne  ist  eine  Form  von  prai marn. 
bei  welcher  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  die  liolzgelbe  Linie  hinter  der  Mitte  felilt  und  durch  bi'onzegelbe  d’iipfen 
ersetzt  ist,  die  mit  dem  Außenrd  parallel  gestellt  sind.  Die  Hflgl  sind  stellenweise  etwas  ku])fei’rot  gefärbt.  Von 
Bolivien  (Yungas  de  la  Paz). 

P.  drymaea  Hew.  (=  Daedalma  d.,  angularis  Btlr.)  (54  a).  Die  Oberseite  ist  dunkelbraun,  im  äußei-eu  <iriiiii(ii<i. 
Drittel  der  Figl  allmählich  in  helles  Braun  übergehend.  Die  Fransen  braun  und  hellbraim.  gescheckt.  Aut  der 
Unterseite  ist  die  Spitze  der  Vflgl  stark,  weiß  piudctiert,  vor  derselben,  eijie  ähnlich  gelbliche  Linie  wie  bei  pmty- 
asis.  Die  Marmorierung  der  Hflgl  ist  viel  dunkler  als  bei  panyasis  und  gruppiert  sich  zu  dunklen  QueT'binflen. 

Zwischen  denselben  liegt  an.  der  Costa  ein  weißlicher  Fleck,  der  sich  als  gerader  hellbrauner  Streifen  bis  in  die 
Flglmitte  fortsetzt  und  hier  in.  der  Marmorierung  verschwindet.  An.  diesem  Streifen,  ist  die  Art  leicht  zu  er¬ 
kennen.  Das  9  ist  dem  d'  gleich.  Hewitson  gibt  Columbien  als  Vaterland  an,  wo  sie  auch  Fasse  in.  der  neueren 
Zeit  am  Cipacpie  und  am  Quindiu-Paß  in  3000  m  Höhe  in.  beiden  Geschlechtern  fand.  Fs  ist  dies  insofern 
interessant,  weil  Thieme  das  Vorkommen,  in.  ,,New  Granada“  d.  h.  Columbien,  bezweifelte.  Sonst  kommt  die  Art 
in  Bolivien  (Yungas  de  la  Paz)  und  in  Peru  (Agualani)  vor.  —  rahab  Thieme,  die  peruanische  Form  der  dry-  rahuh. 
maea,  ist  etwas  größer  als  diese,  hat  weniger  gezähnte  Figl  und  der  Außenrd  der  Vflgl  ist  weniger  vorgezogen. 

Die  Oberseite  ist  einfarbig  bronzebraun,  nach  außen,  nicht  heller.  Unten  sind  die  Figl  heller  braun,  mit  rost¬ 
roter  Spitze  und  grauen  Atomen,  am  Vrd.  Die  Zeichnungsanlage  der  Hflgl  ist  wie  bei  dryttiaea,  jedoch  durch 
rostbraun  verdunkelt.  Ein  kleiner  Fleck  an  der  Costa  und  ein  größerer  am  Vorderwinkel  sind  deutlich  heller. 

Peru  (Chaliabamba,  3300  m). 

P.  tomentosa  spec.  nov.  (54b).  'Größe  von  drißunea,  die  Spitze  der  Vflgl  etw'as  mehr  vorgezogen,  Saum  tomodum. 
der  Hflgl  wellig.  Oben  schwarzbraun.,  die  Fransen  zwischen  den.  Rippen  heller  braun.  Unten  olivbraun,  am 
Vrd  der  Vflgl  liegen  vor  der  Spitze  mehrere  kleine  weißbepuderte  Fleckchen.  Hflgl  überall  fein  dunkelbraun 
gestrichelt,  mit  '2  undeutlichen  braunen  Zackenlinien,  vor  und  hinter  der  Mitte.  Der  Ird  und  der  Außenrd  sind 
bis  in  die  Nähe  des  Vorderwinkels  mit  feinem  weißlichgrauen  Puder  bestreut,  wie  wenn  Schimmel  auf  den.  Flgln. 
läge.  In  Zelle  2  und  3  je  ein,  weißer  Punkt.  Von  Bogota.  2800  m.  Von  Fasse  aufgefunden. 

P.  muscosa  Thieme  (54  b).  Oben  braun  mit  großem,  dunkleren  Sclmppenfleck  auf  den  Vflgln  und  einem  »niscom. 
weißliche]!  Fleck,  auf  der  Costa  der  Hflgl.  Unten  sind  die  Vflgl  olivbraun  mit  einer  gelbbraunen.  Submarginal¬ 
binde,  die  sich  vorne  wurzeiwärts  biegt.  Vor  der  Spitze  ein  weiß  fjestäubtes  Dreieck,  und  3  Aveiße  Punkte.  Hflgl 
der  panyasis  ähnlich,  hell-  und  dunkelbraun  marmoriert,  dazwischen  im  vorderen.  Teil  stark  weiß  betupft,  so  daß 
im  Wurzelteil  2  hellere  Binden,  und  vor  dem  Vorderwünkel  eine  hellere  Halbbinde  entstehen.  Bolivien  (Yungas 
de  la  Paz,  Corvico,  San  Antonio),  Columbie]!  (Alto  de  las  Ances  2200  m.  Fasse). 

P.  jephtha  Thieme  (54  b),  der  muscosa  in.  der  Zeicluiungsanlage  gleichend,  jedoch  die  Vflgl  nicht  gerun-  jcphtlia. 
det,  sondern  an  der  Spitze  einen  fast  spitzen  Winkel  bildend,  ihr  Außenrd  nicht  vorgezogen,  sondern  euie  fast 
gerade  Linie  bildend;  dabei  aber  deutlich  und  scharf  gezähnt.  01)en  einfarbig  braun.  Auf  der  Unterseite  der 
Vflgl  ist  die  Spitze  nicht  rein,  weiß  gefleckt,  soixdern  grau  ]!un.ktiert  und  eine  Reihe  gleichfarbiger  Punkte  steht 
längs  des  oberen  Teils  des  Vrds.  Durch  die  dunkel  marmorierten  Hflgl  ziehen  2  deutliche,  Aveiße,  zackig  gerun¬ 
dete  Schrägbinden.,  die  eine  von  der  Mitte  des  Innenrdes  in  gerader  Richtung  zur  Mitte  der  Costa,  die  andere 
als  Halbbinde  vom  Innenwinkel  bis  an  den  3.  Medianast.  Aus  der  Küstencordillere  von  Columbien  (Provinz 
Antioquia). 

P.  niveonota  Btlr.  Oben  pechschwarz.  LTnten  Vflgl  rostfarbig  mit  brauner  Costa  und  einem  viereckigen  nicconota. 
braunen  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle,  dahinter  ein  kegelförmiger  gelber  Fleck,  eine  graue  sidniiarginale  Binde 
mit  3  weißen  Punkten.  Außenrd  breit  braun.  Hflgl  olivbraun  mit  schwarzen  und  silbergrauen  Piuikten  l)e- 
streut,  durch  die  Mitte  eine  silbergraue  Binde,  die  am  Ird  weiß  wird,  ein  silbergrauer  Fleck  am  Vorderwinkel, 
mehrere  kleine  von  gleicher  Farbe  vor  dem  Außenrd  und  dazwischen  eine  Reihe  Silbeqmukte.  Von  Huasam- 
pilla  in  Peru  (3000  m)  (Whiteey).  Nur  im  British  Museum. 

Pammenes-  Gruppe. 

P.  pammenes  Hew.  (54  b)  ist  kenntlich  an  der  rötlich  zimmetlu’aunen  Färbung  der  Oberseite  in  der  ixumncnes. 
äußern  Hälfte  beider  Figl.  Der  Außenrd  im  Vflgl  ist  gerundet,  die  Fransen  braun  und  weiß  gescheekt.  Die 
Unterseite  ist  der  Oberseite  ähnlich,  jedoch  heller.  An  der  Costa  der  Vflgl  hinter  der  IMitte  ein  Iiellbrau.ner 
Fleck  und  vor  der  Spitze  3  weiße  Punkte.  Hflgl  rotbraun  mit  einer  breiten,  zackig  begrenzten  hellrotbraunen, 
dunkelbraun  gestrichelten  Submarginalbinde,  worin  eine  weiße  Punktreihe  in  scliAVarzen  Ringen  steht.  In  der 
Mitte  der  Costa  ein  schmaler  weißlicher  Fleck.  Bolivien  (Rio  Chaco,  Rio  TanampaAur,  San  Antonio).  —  gar-  ;/arlcptji 
leppi  Thieme  ist  die  Höhenform  von  pammenes,  bei  der  die  Submarghialbinde  auf  der  Unterseite  undeutlich 
ist  und  die  darin  liegenden  Augen  undeutlich  sind  oder  ganz  fehlen.  Von  Cillutincara  (3000  m)  und  anderen 
hohen  Gebirgslagen  in  Yungas  de  la  Paz  (Bolivien). 


256 


PEDALIODES.  Von  (I.  Weymer. 


aiilidla.  P.  antulla  Thieme,  hat  die  äußerste  Spitze  der  Vflgl  nicht  gerundet,  sondern  etwas  vorgezogen.  Die 

Oberseite  ist  einfarbig  dunkelbraun,  der  Schuppenileck  reicht  nicht  bis  in  die  Mittelzelle.  Unten:  Vflgl  dunkel¬ 
graubraun,  nur  in  der  vorderen  äußeren  Hälfte  etwas  heller  mit  3  weißen  Punkten  vor  der  Spitze.  Hflgl  dunk.el- 
rotbrann,  die  untere  Hälfte  des  Irds  und  Außenrds  kastanienrot.  Hinter  der  Mitte  eine  deutliche  hellere  Discal- 
linie,  am  Vorderwinkel  ein  silberweißer  Haken  und  ein  Silberpunkt  daimnter,  und  in  der  Mitte  der  Costa  ein 
2.  Silber2)unkt.  Das  $  ist  blasser  gezeichnet.  Limbani  in  Ober-Peru. 

dnuVis.  P.  daulis  Thieme  (54b).  Vflgl  mit  ziemlich  scharfer  Spitze,  oben  eüifarbig  braun,  der  Schuppenfleck 

klein,  und  dreieckig.  Unten  heller  lu’aun;  die  dunkle  Wiirzelhälfte  der  Vflgl  ist  vom  äußeren  Teile  durch  ehre 
helle  Linie  getrennt,  die  nicht  ganz  bis  an  den  Ird  reicht.  Unter  der  Spitze  4  weiße  Punkte.  Auf  den  Hflgln 
ist  die  Discallinie  etwas  geschwungen  und  geht  vom  Vrd  zum  Ird.  Eine  Reihe  weißer  Punkte  vor  dem  Außenrd, 
von  denen  der  vordere  fleckartig  erweitert  ist.  Noch  ein  weißer  Punkt  hinter  der  Mitte  der  Costa.  Von  Callanga 
in  der  Prov.  Cuzco  in  Peru. 

imt'Kathc^.  P.  patizathes  Heu\  (=  palizethes  Ky.)  (54  c).  Obeji  einfarbig  dunkelbraun.  Unten  etwas  heller  braun 

marmoriert,  mit  ehier  rötlichbraunen  Submarginalbinde  der  Vflgl.  Die  Hflgl  mit  einem  weißen  Costalfleck, 
der  mit  feiner  Spitze  am  Vrd  hängt.  Von  Ecuador  (Buckley),  Quindiu-Paß  in  Cohindjia  2800  m  (Fasse). 

pacoiiides.  P.  paeoilides //eu’.  (=  Pron.  porciai/eu’.  auf  Hewitson’s  Tafel)  steht  der  vorigen  Art  nahe,  hat  aber  keine 

gestiimpften  Vflgl.  Die  Oberseite  ist  rötlichbraun,  in  der  Mitte  der  Vflgl  am  dunkelsten.  Die  Lhrterseite  ist 
rötlichbraun,  die  Hflgl  dunkel  besprenkelt.  Sowohl  die  Vflgl,  als  auch  die  Hflgl  haben  einen  Costalfleck,  beide 
sind  aber  sehr  klein  iind  trülrvveiß.  Ein  schmutzig  weißes  schmales  Streifchen  zieht  von  dem  3.  Medianast  bis 

costipxnc-  mm  Ird  in  der  Nähe  des  Innenwinkels,  woraii  die  Art  kenntlich  ist.  Von  Ecuador.  —  costipunctata  /orm.  nov. 
tata.  (54  c)  halte  ich  für  die  columbische  Form  der  pneonides.  Sie  ist  oben  tief  schwarzbraun,  nur  der  Außenrd  der 
Vflgl  ist  ca.  3  mm  breit  etwas  heller.  Die  Costalfleckchen  der  Unterseite  bestehen  auf  beiden  Flgln  nur  aus 
wenigen  weißen  Schu])pen,  a\ich  die  feine  weiße  Querliuie  im  hinteren  Teil  der  Hflgl  wird  auis  weit  getrennten 
einzelnen  Schuppen  gebildet.  Fransen,  dunkelbraun.  Von  simmias,  mit  der  sie  auch  einige  Aehnlichkeit  hat, 
durch  den  Mangel  jeder  rostroten  Färbung  verschieden.  Vom  Monte  del  Eden,  Ibague,  Columbien,  2700  m. 
Dezember.  (Fasse). 

P.  pallantias  Heiv.  ist  oben  rötlichbraun,  in  der  Mitte  der  Vflgl  am  dunkelsten.  Unten  rötlichbraun 
und  dunkelbraun  gestrichelt.  Costalfleck  groß,  derjenige  der  Vflgl  4  mm  lang,  dreieckig,  derjenige  der  Hflgl 
10  mm  lang,  in  seiner  Mitte  winkelig  nach  innen  gel)ogen,  rötlichgelb.  Von  Ecuador. 

uuifunnis.  P*  uniformis  spec.  nov.  (54c).  Vflgl  an  der  Spitze  rechtwinkelig.  Oben  dunkel  rötlichbraun,  Fransen 

in  der  vorderen.  Hälfte  der  Vflgl  zwischen  den  Rippen  mit  weißlichen  Spitzen,  sonst  braun.  Auf  der  ebenso  ge¬ 
färbten  Unterseite  ist  nur  die  S]nir  eines  kleinen,  etwas  helleren  braunen  Costalflecks  bei  des  Vrdes  an  beiden 
Flgln  zu  erkennen.  Außerdem  ein  brÜTinlich  weißer  Punkt  in  Zelle  2  der  Hflgl.  Die  weißen  Fransenspitzen 
der  Vflgl  wie  oben.  Von  Bolivien. 


Phanoclea-  Gruppe. 

phauoclca.  P-  phanoclea  Hetr.  Die  Arten  dieser  Gruppe  zeichnen  sich  durch  die  langgestreckten  Hflgl  aus.  pha- 

noclea  ist  oben  braun,  gegen  den.  Analwinkel  der  Hflgl  rotbraun.  Unten  sind  die  Vflgl  braun  mit  einer  kurzen 
weißen  Binde  an  der  Costa,  Hflgl  gelbbraun,  dunkelbraun  gestrichelt,  mit  einer  durchgehenden,  holzgelben, 
geraden  Mittelbinde  und  einer  Reihe  von  4  schwarzen,  weiß  gekernten  Punkten.  Ecuador. 

porcia.  P-  porcia  Hew.  (=  Pron.  paeonides  auf  der  HEWiTSON’schen  Tafel)  (54  c).  Kenntlich  an  der  hellgelben 

Halbbinde  am  Vorderwinkel  der  Hflgl  auf  der  Unterseite.  Die  Olierseite  ist  einfarbig  braun.  Ecuador  (Bltck- 
albuüa.  eeyO,  Columbien  (Monte  Socorro  und  Quindiu-Paß,  3500  m.  Fasse).  —  albutia  Thieme  ist  eine  Form  von 
porcia,  die  etwas  größer  ist  und  l)ei  der  die  helle  Halbbinde  auf  der  LTnterseite  der  Hflgl  doppelt  so  breit  und 
nicht  hellgelb,  sondern  rein  AVeiß  gefärbt  ist.  Auch  der  Costalfleck  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  reinweiß. 
Von  Peru. 

pldhioüs.  P.  phthiotisi/e(c.  ist  kenntlich  an  dem  dreiteiligen  weißen  Costalfleck  aiif  der  Unterseite  der  Hflgl.  Die 

Vflgl  haben  einen,  kleinen  Costalfleck,  welcher  auch  auf  der  Oberseite  angedeutet  ist.  Ini  übrigen  ist  die  Färbung 
braun.  Ecuador. 

sbnm'ias.  P.  simmias  Thieme  (54  c).  Oben  einfarbig  braun.  Unten  wenig  heller,  gegen,  die  S]>itze  der  Vflgl  und 

am  Analwinkel  der  Hflgl  meistens  rostfarbig.  Vflgl  mit  undeutlichem  Costalfleck.  Die  Q,uerl)inde  hinter  der 
Mitte  der  Hflgl  ist  ebenfalls  manchmal  sehr  \indentlich,  el)enso  die  hellen  Punkte  im  Discns.  Von  Bolivien 
(Yungas  de  la  Paz). 

Piletlia-  Gruppe. 

P.  piletha  Hin.  (  =  pedacia  Styr.)  (54  c  d).  Kenntlich  an  der  weißen,  vorne  s])itz  zulaufenden  Halbbinde 


pileiha. 


IMilDAJjlOl)  1^]S.  V'oii  (I.  VViiYMi'JH. 


207 


Aasf)e(jebcii  15.  III.  l'Jl'I. 

der  Hflgl-Uiiterseite.  Die  Oberseite  ist  eii),farl)ig  rötlicbbrauji,.  Beim  ^  i«t  die  liii)tei'e  Hälft (>  des  Au(.ieiii-des  der 
Hflgl  schärfer  uiul  si)itzer  gezähnt.  Veneziiela,  (Jolundjien.,  Paraguay.  pedacia  //e/e.  ist  eine*  Portii  vuui  pcihirhi. 
piletha,  t)ei  der  die  weiße  Hall)binde  der  Hflgl-Ujiterseite  am  Ird  etwas  breitei'  ist  und  dureli  (‘ine  gesehwmngejie 
Reihe  kleiner  weißer  Flecke  mit  dem  (Jostalfleck  verlninden  ist.  Feuador. 

P.  prytanis  Hew.  hat  die  Ha)bl>inde  der  selir  dunklen  Hflgl  auf  einen  seliief  viereckig(‘n,  weißen  Fleck  prijiniii.s. 
am  Inneinvinkel  reduziert.  Die  Costal flecke  sind  sein-  undeutlich.  Die  Oberseite  ist  dunkelbi'aun,  nui-  iji.  den 
Einschnitten  am  stark  gezälin.ten  Rande  der  Vflgl  weiß  gefleckt.  Vejiezuela,  Oolumbien.  -  -  phoenissa  Ih  ir.  /ä/erz/i.s-.v'/. 
(54  d)  ist  vielleicht  eine  Form  der  vorigen.  Sie  unterscheidet  sich  nur  dadurch,  daß  dei'  Saum  der  Vflgl  nicht 
gezähnt,  sondern  mir  schwach  willig  ist.  Columbien. 

P.  pliazania  Sin.  (54  d)  ist  dadurch  kenntlich,  daß  die  weiße  Halbbinde  der  Hflgl  vom  Ii’d  in  gerader ///Kcv/azVz. 
Richtung  bis  zwischen  die  Radialen  läuft,  dabei  an  Breite  allmählich  abnimiut  und  in  feiner  S])itze  endigt. 

Ecuador.  —  cestia  Thieine  ist  wohl  nur  eine  Form  von  pluizania.  Die  Halbbinde  der  Hflgl  hat  fast- die  gleiche  cc.slia. 
Gestalt,  ist  aber  nicht  weiß,  sondern  schwefelgelb  gefärbt.  Columbia. 


Tena-  Gruppe. 

P.  tena  Hew.  (54  d).  Die  Arten  dieser  Gruppe  lialien  länger  gestreckte  Figl,  tena  ist  kenntlich  an  der 
Reihe  von  4,  beim  $  5  weißen  Flecken  auf  der  Oberseite  der  Vflgl,  die  lieim  $  größer,  beim  kleiner  sind. 

Beim  $  stehen  außerhalb  dieser  Reihe  noch  ein  oder  zwei  weiße  Punkte  vor  dem  Apex  der  Vflgl,  und  eine  Reihe 
von  4  solchen  Punkten  auf  beiden  Seiten  der  Hflgl.  Letztere  treten  zuweilen  auch  bei  den  auf  der  Ober¬ 
seite  auf.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  fehlen  die  weißen  Flecke  zuweilen  teilweise.  —  Thte.ue  l)etrachtet  die 
folgende  großfleckige  Art  pasicles  als  von  tena.  Dabei  hat  er  übersehen,  daß  Hewitsox  selbst  im  5.  Bande 
seiner  ,,Exot.  Butt.“  sagt,  die  GG  von  tena  hätten  kleinere,  weiße  Flecke  als  das  von  ihm  abgebildete  $.  iMir 
lagen  s.  Z.  aus  der  SxÜBEL’schen  Ausbeute  B)  Exemplare  von  tena  vor,  darunter  9  welche  alle  kleinere 
weiße  Flecke  hatten,  als  die  Hewitson’scIic  Abbildung.  Eins  davon  ist  auf  unserer  Tafel  abgebildet.  Ich  bin 
daher  genötigt,  pasicles  als  besondere  Art  zu  betrachten,  tena  fliegt  im  Hochgebirge  von  Ecuador  an  der  Schnee¬ 
grenze  (Paramo  de  Cuvilche  3800  m,  Antisuna  4300  m). 

P.  pasicles  Hew.  Oben  braun,  der  Außenrd  etwas  mehr  gerundet  als  bei  tena.  Vflgl  mit  3  hellgelben  pasicles. 
Flecken  hinter  der  Mitte,  der  vorderste  groß,  6  mm  lang,  durch  eine  Ri])jie  in  2  Teile  geteilt,  die  lieiden  andern 
klein,  besonders  der  untere.  Auf  der  Unterseite  fehlen  die  2  kleinen  Flecke  und  steht  hier  am  Rande  eine  scliAV'arze 
Submarginallinie.  Ecuador  (Alatillo). 

P.  reissi  Weym.  (54  d).  Die  auf  der  Oberseite  undeutliche  Punktreihe  hinter  dem  Costalfleck  der  Vflgl  relssi. 
tritt  unten  deutlicher  hervor.  Die  Hflgl  sind  unten  heller  braun,  und  fein  dunkelliraun  marmoriert.  Das  von 
Fasse  auf  dem  Monte  Tolima  gefundene  $  unterscheidet  sich  vom  nur  dadurch,  daß  die  dunkelbraune  iMar- 
morierung  der  Unterseite  der  Hflgl  wegen  der  helleren  Grundfarbe  stärker  hervortritt  und  vor  dem  Außenrd 
eine  bräunlich  graue,  distal  stark  gezackte  Submarginalbinde  liegt.  Der  Costalfleck  am  Vrd  dieser  Figl  ist  unten 
bräunlich  bestäubt.  Auf  den  Päramos  des  Tolima,  des  Moras,  des  Huila.  3600 — 4206  m  (Stübee,  Fasse). 

P.  albonotata  Godm..  (54  d).  Der  weiße  Fleck  der  Figl  fehlt  auf  der  Unterseite.  Die  Hflgl  haben  unten  niboiioUitn. 
2  weißlich':'  zackige  Querstreifen,  die  stark  braun  liestreut  sind.  Ini  Saumfehh'  eine  Reihe  weißer  Pfeilspitz«:'!!. 
von  denen  die  2  vorderen  größer  und  deutlicher  sind.  Venezuela  (Merida). 

P.  albopunctata  Weym.  (54  e).  Die  Unterseite  ist  der  abgebildeten  Olierseite  gleich.  Die  Zahl  der  Punkte  atbupunc- 
wechselt  auf  den  Hfgln  von  I — 4.  Beim  ^  haben  die  Hflgl  unten  eine  breite,  gelblichliraune  Submarginallnnde, 
worin  die  weißen  Punkte  in  dunklen  Ringen  stehen.  Peru  (Cruz  de  Celendin,  Päramo  zwischen  Marahon  und 
Utcubamba)  3000 — 3600  m;  Bolivien  ( Quimtachata,  Tiahuanaco)  4200  m.  —  flavopunctata  Stgr.  ist  eine  Form  ilavopHnc- 
von  albopunctata,  die  strohgelbe  statt  weiße  Punkte  hat.  Von  Bolivien. 

P.  perita  Hew.  Größe  der  vorigen.  Dben  einfarbig  liraun.  nur  die  Fransen  der  Vflgl  weiß  gefleckt.  Pui-  peritu. 
teil  Vflgl  mit  grau  marmorierten  Rändern  und  einer  Reihe  von  4  weißen  Punkten.  Hflgl  mit  breiter,  grau¬ 
gelber  Submarginalbinde,  worauf  5  weiße  Punkte  in  schwarzen  Ringen  stehen.  Ecuador. 

P.  nebris  Thieme  (54  e)  ist  leicht  kenntlich  an  der  kurzen,  geraden,  honiggelben  Binde  hinter  der  Vlitte  itehris. 
der  Oberseite  der  Hflgl.  Unten  ist  diese  Binde  Aveißlichgell)  und  stehen  zwdschen  ihr  und  dem  Saume  4  weiße 
Punkte  in  schwarzen  Ringen.  Zuweilen  liegt  auf  der  Unterseite  im  Vflgl  auch  eine  Querreihe  von  4  rötlich¬ 
gelben  Fleckchen  und  hinter  derselben  eine  Reihe  weißer  Punkte.  Die  ersteren  zeigen  sich  zuweilen  auch  auf 
der  Oberseite.  Das  $  ist  in  der  Zeichnung  vom  nicht  verschieden.  —  Das  Ei  ist  nach  Easse  kugelrund,  behi- 
gelb,  glänzend  und  ganz  mit  feinen  Poren  liedeckt.  Derselbe  fand  den  Schmetterling  an  verschiedenen  Stellen 
in  der  Columbischen  Ost-Cordillere  selten  unter  3300  m  Höhe  und  vermutet,  daß  die  von  Thieaie  aus  der  Stae'- 
DiNGER’schen  Sammlung  lieschriebenen  Tyjien  auch  dort  gefangen  sind. 


V 


33 


258 


PEDALIUDE.S.  Von  G.  Wisymer. 


cuipctnis.  P.  empetrus  Thie-me  (54  e).  Üben  gelbbraun  mit  einer  sub marginalen  Reibe  weißer  Punkte,  (be  auf  dem 

Vflgl  größer,  anf  den  Hflgln  kleiner  sind.  Fransen  dunkelbraun  und  weiß  gescheckt.  Der  Falter  scheint  in  den 
Sammlungen  selten  zu  sein.  Venezuela  (Merida). 

Polusca-  Gruppe. 

pancis.  P.  paness  Hetv.  (54  e).  01)en  einfarbig  braun.  Die  rostrote  Binde  der  Unterseite  steigt  vom  Innen¬ 

winkel  der  Hflgl  Ins  zii  “/^  der  Flgll)reite  aid',  sich  allmählich  zuspitzend.  Hinter  derselben  eine  weiße  Punkt- 
iiP'o.  reihe.  Peru:  Bolivien,  Columbien.  —  Bei  derPorm  tyro  Thie'tae  (=  paneis  Heia,  pt.)  (54f)  ist  die  rostrote  Binde 
der  Unterseite  viel  k.üi'zer  und  nimmt  bloß  der  Plglbreite  ein.  Am  Anahvinkel  nur  ein.  weißer  Punkt.  Die 
phcres.  Spitze  der  Vflgl  ist  gestutzt  und  bildet  daher  einen  rechten  Winkel.  Peru.  —  pheres  Thieme  (54  f)  ist  eine  weitere 
Form,  bei  der  die  Spitze  der  Vflgl  nicht  gestutzt  ist,  sondern  der  Außenrd  eine  gerade  fortlaufende  Linie  bil¬ 
det,  aiich  der  weiße  Punkt  am  Analwinkel  fehlt.  Die  rostrote  Binde  hat  ungefähr  gleiche  Ausdehnung  wie 
bei  tyro.  Peru,  Bolivien. 

pkiloidv.  P.  philoilis  Heur  (54  e)  ist  eine  der  pnneis  älmliche  Art  mit  gestutzter  Spitze  der  Vflgl.  Die  rotgelbe 

Binde  der  Hflgl-Unterseite  ist  ebenso  lang  wie  bei  pnneis,  hinter  ihr  liegt  eine  hellbraune,  distal  sehr  gezackte 
Submarginalbinde,  worauf  eine  Reihe  von  5  schwarzen  Augen  mit  dicken  weißen  Pupillen  steht.  Ecuador,  Peru. 

pherdla>i.  P.  pheretias  Hew.  (54  f)  ist  kenntlich  an  dem  weißen,  länglichen  Gostalfleck  der  Hflgl-Unterseite.  Der 

rotgelbe  Analfleck  ist  ziemlich  klein.  Die  Oberseite  ist  einfarbig  schwarzbraun.  Das  $  wurde  von  Fassl  am 
Quindiu-Paß  in  Columbien  in  2  verschiedenen  Formen  gefunden.  Die  eine  ist  dem  ähnlich,  und  von  demselben 
nur  dadurch  unterschieden,  daß  auf  der  Unterseite  beider  Figl  eine  l)reite,  graidjraune  Sub  marginalbinde  vor¬ 
handen  ist,  die  auf  den  Hflgl  bis  an  den  weißen  Costalfleck  und  an  den  rostroten  Irdsfleck.  reicht  und  dunkel- 
(p-iacold.  In’aun  marmoriert  ist.  Die  andere  weibliche  Form  (Taf.  54  f),  für  welche  ich  nachträglich  den  Namen  griseola 
jorni.  nov.  vorschlage,  unterscheidet  sich  dadurch,  daß  die  Grundfarbe  der  ganzen  Hflgl-Unterseite  gelblich 
graubraun  und  überall  fein  dunkelbraun  gestrichelt  ist,  so  daß  der  Costal-  und  der  Analfleck  nahezu  versclnvun- 
den  sind.  Vom  Quindiu-Paß  (Fassl). 

fcrmtUi.s.  P.  ferratilis  Btlr.  (=  morenoi  Dogn.)  (54  f).  Oben  dunkelbraun,  unten  heller  braun  und  dunkelbraun 

marmoriert,  die  Hflgl  mit  breit  rostfarbigem  Ird,  von  dem  ein.  viereckiger  hellrostroter  Analfleck  aufsteigt. 
uncus,  Peru,  Ecuador,  Bolivien,  Columbien.  —  uncus  Tldetne  ist  eine  Form  von  ferratilis,  bei  der  die  rostrote  Färbung 
der  Hflgl-Unterseite  auf  einen  schmalen  Saum  beschränlR  ist,  und  die  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  4  weiße 
Punlcte  hat.  Von  Tucuman  in  Nord- Argentinien. 

zoippus.  P.  zoippus  Druce.  Eine  kleine  Art  von  46  mm  Spannweite,  oben,  braxin  mit  rotbraunem  Ird  und  Anal- 

winkel  der  Hflgl.  Unterseite  ebenso,  die  Hflgl  mit  einigen  undeutlichen  weißen.  Flecken  vor  dem  Außenrd 
und  einer  dunkelbraunen  Sultmarginallinie.  Peru. 

polKdca.  P.  polusca  Heiv.  (54f).  Oben  dunkelbraun  mit  schmalem  rotbraunen  Saum  am  Imienwmkel.  Auf  der 

Unterseite  kenntlich  an.  den  2  su.banalen  Aveißen.  Punkten  hinter  der  rotbi’aunen  Submarginalbinde  der  Hflgl, 
Avelche  mehr  oder  weniger  hoch  aufsteigt.  Die  typische  größere  polusca  kommt  sowohl  in  Columbien  (wo  Fassl 
poUa.  sie  am  Mont  Socorro  in  3500  m  Höhe  fing)  Avie  in.  Peru  und  Bolivien  vor.  —  polla  Thieme  (=  polusca  Heu'.  pt.) 
ist  eine  kleinere  Form  von  polusca,  bei  der  die  rostrote  Binde  der  Hflgl  aid'  der  Unterseite  bis  hinter  die  Mittel¬ 
zelle  aufsteigt.  Der  Innenwinkel  ist  viel  heller  gelblichrosti’ot.  Das  $  ist  vom  nicht  verschieden..  Von  Co- 
fojlcus.  lumbien  (Quindiu-Paß,  3800m,  Fassl).  —  syleus  Thieme,  eine  AVeitere  Form  von.  polusca,  bei  der  die  rostrote 
Farl)e  auf  der  Unterseite  nur  auf  die  QAierbinde  der  Hflgl  beschränkt,  also  am  InneuAvinkel  und  im  sonstigen 
distalen.  Teile  beider  Figl  keine  rostrote  Farbe  vorhanden  ist.  Von  Limbani  in  Peru. 

asconia.  P.  asconia  Thieme  ist  eine  der  polusca  ähnliche  Art.  Die  Querbinde  hinter  der  Mitte  der  Hflgl  auf  der 

Unterseite  besteht  nur  aus  einem  viereckigen,  orangegelben.  Fleck  am  Ird  und  3  kleinen  honiggelben  Flecken 
hinter  der  Flglmitte.  Ein  Aveißer  Punkt  ZAvischen  den  Medianästen  1  und  2.  Das  $  ist  oben  blaßbraun  mit 
rostrotem  Rand  am  Analwinkel.  Die  Unterseite  der  Vflgl  zeigt  eüien  blassen  Costalfleck.  Von  Banos  in  Ecua¬ 
dor  (Haejslsch). 

puusiu  P,  pausia  Hew.  (=  loca  Stgr.,  lora  8}n.  u.  Ky.).  Oben  dunkelbraun,  nach  außen,  rötlichbraun. 

Unten  ebenso,  Vflgl  mit  2  oder  3  sehr  kleinen  Aveißen  PAinkten  vor  der  Spitze,  Hflgl  mit  einer  schmalen, 
hellrostroten  Halbbinde,  die  sich  mit  einer  Reihe  A^on.  4  Aveißen  Punkten  kreuzt.  BoliAÜen  (Yungas  de  la  Paz). 
lucipard.  —  lucipara  form.,  nov.  (55  a)  ist  eine  Form  von  pausia,  bei  der  die  Oberseite  nach  außen  nicht  rötlich,  sondern 
nur  heller  braun,  gefärbt  ist.  Auf  der  Unterseite  fehlen  die  Aveißen  Punkte  der  Vflgl  und  die  Hflgl  zeigen  nur 
huccara.  2  solcher  Punkte.  Vom  Quindiu-Paß,  2500  m,  Columbien  (Fassl).  —  baccara  Thieme  ist  eine  Form  von  pausia, 
die  auf  den  Vflgln  unten  eine  breite  hellbraune,  innen  fein  AVeiß  Ivegrenzte  Submarginalbinde  hat.  Die  Quer¬ 
binde  der  Hflgl  ist  doppelt  so  bi’eit  als  bei  pausia  und  nur  in  ihrem  hinteren  Teil  rostrot  gefärbt.  Aus  der  Co- 
lunibischen  Provinz  Antiocpiia  (Kalbreyer). 


PEDALIODES.  Von  CP  Weymer. 


2r>u 


P.  coca  6^f,gr.  (55  a)  ist  eine  der  ‘pausia  verwandte  Art,  die  l’unktreihe  l)estelit  al)er  aus  (i  I'iuikleji,  (jjid  (om. 
hat  eine  andere  Lage.  Von  Cüca])ata  in.  Bolivien  ((tARLEpr). 

P.  entella  Thierue.  Der  8aiim  der  Vflgl  ist  unter  dem  A])ex  ausgeschnitteji.  ()l)en  eijifaihig  dunkel-  cnUUn. 
braun  mit  grauen  Fransen.  Unten;  Vflgl  hellbraun  mit  njstbrauner  8})itze.  Hflgl  dimkelrotbraun,  mit  liellrost- 
farbiger  Marmorierung,  einer  vom  ird  aufsteigenden  rostfarbenen  Binde  rmd  gleichen  Flecken  hinter  derselben 
zwischen  den  Medianästen.  Eine  Reihe  kleiner  schwarzer,  weißgekernter  Punkte  hat  dieselbe  Lage  wie  bei 
coca.  Banos  in  Ecuador  (Haensch). 

P.  pfoculeja  Tliieme  hat  den  8aum  unter  der  Vflglspitze  el)enso  ausgeschnitten,  wie  entella.  CJl)en.  ein-  iirooiir.ja. 
farbig  braun.  Unten  heller.  Vflgl  mit  weißlichem  Costalfleck  und  rostbraunen  8])itzen.  Hflgl  braun  mit  hell¬ 
rostbraunem,  wurzelwärts  gelblichen  Flecken  und  einer  langdreieckigen,  verloschejien,  liellgelben  Halbbinde 
zwischen  Ird  und  Figlmitte.  Eine  Reihe  schwärzlicher,  weiß  gekernter  Punkte  vor  dem  Außeni'd.  Von  Urcos 
in  Peru  (Garlepp).  Museum  Tring. 

P.  tucca  Thienie  (55  a).  Oben  einfarbig  dunkelbraun  mit  breitem  8chuppenfleck.  Auf  der  Unterseite  turcd. 
wird  auf  beiden  Flgln  eine  kastanienrote  8ubmarginalbinde  mehr  oder  weniger  deutlich  durch  zusammen¬ 
fließende  Flecke  gebildet.  Daneben  eine  Reihe  weißer  Punkte.  Die  Abbildung  ist  nach  eiimm  Exemjdar  der 
TiiiEME’schen  8ammhing  gefertigt..  Aus  der  Umgegend  des  Illimani  in  Bolivien.  —  luperca  Thierne  ist  eine  luprrcn. 
Form  von  tucca,  bei  der  der  8chuppenfleck  auf  der  Oberseite  halb  so  breit  ist.  Die  Grundfarbe  der  Unterseite 
der  Vflgl  ist  nicht  hellbraini,  sondern  dunkelf)raun  und  die  kastanienrotc  Biji.de  ist  nicht  vorhanden.  8anta 
Inez  in  Ecuador. 


Pactyes-  Gruppe. 

P.  cledonia  Tkieme  (551)).  Oben  glänzend  braun,  die  rostrote  Querbinde  der  LTnterseite  der  Hflgl  ist  clutonid. 
nach  vorne  gelb  bestäubt  und  in  Flecke  aufgelöst.  Ein  weißer  Punkt  liegt  in  Zelle  2.  Von  Vhingas  de  la  Paz 
und  Cillatincara  (Bolivien). 

P.  antonia  Stgr.  (55  a).  Die  breite,  mit  einem  Nebenast  versehen^^  Binde  der  Oberseite  der  Hflgl  ist  antonid. 
in  derselben  Gestalt  auf  der  Unterseite  vorhanden,  aber  hier  hellockergelb  gefärbt.  8an  Antonio  und  Gillatin- 
cara  (Bolivien),  Chiri-Mayo  (8üdost-Peru).  —  anina  Stgr.  ist  eine  Form  von  antonia,  bei  der  von  der  Binde  cniina. 
der  Hflgl  auf  der  Oberseite  nur  ein  kurzer  hellgrauer  Fleck  an  der  Costa  sichtbar  und  auf  der  Unterseite  der 
Seitenast  dieser  Bmde  viel  kürzer  ist.  Loco-Tal  in  Bolivien.  —  quincedis  Thienie  (55  b),  die  reicher  geschmückte  qnhicrdis. 
Peru-Form  von  antonia  ist  von  dieser  durch  den  großen  weißen,  viereckigen  Fleck  verschieden,  der  auf  beiden 
Seiten  der  Vflgl  liegt.  Die  Binde  der  Hflgl  ist  oben  lebhaft  schwefelgell)  mit  seidenartigem  Goldglanz,  unten 
wie  l)ei  antonia.  Callanga  in  Peru.  —  exsanguis  Thienie  ist  eine  weitere  hierher  gehörige  Form,  di':'  sich  von  c.cfsaiuju'is. 
quincedis  dadurch  unterscheidet,  daß  sämtliche  Zeichnungen  schneeweiß  snid.  Callanga  in  Peru. 

P.  pactyes  Hew.  Oben  braun.  Vflgl  mit  braun  und  weiß  gescheckten  Fransen,  Hflgl  mit  einer  undeut-  padycs. 
liehen  rötlich  holzgelben  Mittelbinde,  die  von  der  Unterseite  her  durchschlägt.  Unten  ist  sie  orange  gefärbt 
und  etwas  winkelig.  Ein  weißer  Punkt  in  Zelle  2.  Bolivien.  —  auristriga  Thienie  ist  eine  Form  von  pactyes,  aurislriga. 
die  oberseits  emfarbig  dunkelbraun  ist  und  unten  auf  den  Vflgln  ein^'n.  deutlichen  Costalwisch  zeigt.  Die  Binde 
der  Hflgl  ist  schmal  und  hell  safrangelb.  Huancabamba  in  Nord-Peru.  —  serra  Thienie,  bei  der  die  gelbe  Binde  serm. 
auf  Rippe  2  einen  kurzen  Dorn  nach  außen  bildet  und  stilla  Thienie,  bei  welcher  diese  Bijide  in  einzelne  Flecke  sfUla. 
aufgelöst  ist,  sind  Formen  von  auristriga  von  demselben  Fundort.  —  spifia  jorni.  nov.  (55  b)  ist  einf'  weiter  hier-  spinn. 
her  gehörige  Form,  die  oberseits  einfarbig  schwarzbraun  ist  rnid  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  einen  deutlichen 
weißlichen  Costalfleck  zeigt,  der  sich  als  rötlich  braune  Binde  bis  zum  Ird  fortsetzt.  Durch  die  IMitte  der  Hflgl 
zieht  eine  vorne  weiß,  hinten  ockergelb  gefärbte  Bin.de,  die  in  Zelle  6  eine  spitz“  Ecke  nach  inn^n,  iij  Zelle  4 
eine  Ecke  nach  außen  bildet.  Außerdem  zieht  der  letztem  Ecke  gegenüber  ein  weißer  8trich  oder  Zahn  längs 
der  Mediana  bis  in  die  Mittelzelle.  In  dem  etwas  helleren  8aumfelde  eine  Reihe  von  5  weißen,  schu'arz  eingefa߬ 
ten  Punkten,  beim  $  (55  b)  zeigt  sich  aiich  eine  solche  Punktreihe  auf  den  Vflgbi.  Aju  Quindiu-Paß  in  Colum¬ 
bien  (3800  m)  im  8e2)tember  von  Fasse  gefunden. 

P.  chrysotaenia  Hopff.  (55  b),  eine  der  pactyes  ähnliche  Art,  ist  an  der  braun  gemaserteii  Unterseite  chryso- 
der  Hflgl  zu  erkennen,  durch  welche  eine  goldgelbe  Binde  vom  Analwinkel  um  die  IMittelzelle  herum  zur  Costa 
zieht,  welche  hinten  breit,  in  der  vorderen  Hälfte  aber  nur  ganz  schmal  ist  und  hier  mehrere  Winkel  bildet. 

Von  Peru  (Chanchamayo  und  Huancabamba).  —  fassli  form.  nov.  (55  b),  eine  der  vorigen  ähnlich“  Form,  hat  fn.'isli. 
weniger  welligen  Außenrd  der  Vflgl,  die  Grundfarbe  der  Unterseite  ist  nicht  marnioriert,  sondern  dunkelbraun. 

Die  Hflgl  haben  einen  weißen,  zweiteiligen  Costalfleck  und  eine  vom  Innenwinkel  aufsteigend?,  nach  vorn“ 
verjüngte  und  nach  auswärts  gebogene  Halbbinde,  sowde  eüi  paar  weißliche  Punkte  zwischen  der  8pitze 
dieser  Binde  und  dem  Costalfleck.  Vom  Monte  Socorro,  3400  in,  Columbien,  Juli  (Fasse).  Zu  Ehren  des  Ent¬ 
deckers  benannt. 


PEDALIODES.  Von  G.  Weymer 


2  GO 


Pencestas-  Gruppe. 

pcHccfitas.  P.  peucestas  Heir.  (55  c).  Oben  dunkell)raun;  Vflg!  mit  gleicher  weißer  Binde  wie  unten.  Das  $  ist 

dem  ganz  älinlich,  nur  ist  die  l)reite  8ubmarginalbinde  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  viel  heller  weißlich  grau. 
0()lumV)ien  ( Quindiu-Paß,  8alto  de  Teqiientama),  Peru,  Ecuador  (Banos),  stellenweise  häufig. 

P.  porina  Hew.  (=  Tisiphone  lyssa  Bimn.)  (55  c).  Durch  kürzere  weiße  Binde  auf  Ober-  und  Unter¬ 
seite,  sowie  das  Fehlen  der  weißen  Flecke  auf  der  Hflgl-Unterseite  von  der  vorigen  Art  verschieden.  Ecuador 
jiiihiepolls.  (Banos,  Huamboya),  Bolivien  (RioPongo,  Yungas  de  laPaz),  Nord- Argentinien  (Tucuman).  —  palaepoHs  He^v. 

ist  eine  Form  von  porina,  bei  der  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  an  jeder  Seite  der  weißen  Binde  ein  kleines,  schwar- 
cordenn.  zes,  weißgekerntes  Auge  steht.  Von  Bolivien  und  Limbani  in  Peru.  —  corderoi  Dogn.  (55  c)  ist  eme  weitere 
Form  von  porina,  bei  der  die  hellbräunlichgrane  Submarginalbinde  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  breiter  ist 
und  sich  auch  auf  der  Oberseite  als  gelblichbraune  verwaschene  Binde  zeigt.  Von  Loja  und  Macas  in  Ecuador. 

por'nna.  P.  poriiTia  S)n.  {=  porrima  Stgr.)  (55  c).  Die  weiße  Binde  der  Vflgl  reicht  bis  in  Zelle  2  hinein,  was  bei 

den  3  vorigen  Formen  nicht  der  Fall  ist.  Ferner  kenntlich  an  den  3  bis  5  weißgelben  Punkten  auf  der  Unter¬ 
seite  der  Hflgl,  von  denen  der  mittlere  etwas  größer  ist.  Bolivien. 

patldidis.  P.  pallantis  Heiv.  (55  c).  Die  weiße  Binde  nimmt  den  obern  Teil  der  Mittelzelle  ein  und  reicht  bis  nahe 

an  den  Ird.  Der  Saum  tler  Hflgl  ist  stumpfeckig.  Das  $  ist  etwas  größer  und  hat  die  Vflgl  unterhalb  der  Spitze 
konkav  ausgeschnitten.  Oolumlüen  (Monte  Socorro,  3500  m).  Nord-Peru  (Huancabamba). 

pylas.  P.  pylas  Heiv.  (=  pilas  Hew.  in  tabula)  (55  c).  Die  2  weißen  Flecke  (1er  Vflgl  erscheinen  auch  auf  der 

Knlplaga.  Oberseite.  Die  Hflgl  sind  dagegen  oben  einfarbig  dunkelbraun.  Columbien  (Bogota).  —  Bei  der  Form  uni- 
panna.  plaga  Thieiiie  fehlt  der  kleine  weiße  Fleck  am  Vrd  der  Vflgl.  Columbien.  —  parma  Thieme  ist  eine  ganz  ähn¬ 
liche  Form,  bei  der  der  kleine  Fleck  ebenfalls  fehlt,  der  große  Fleck  aber  etwas  mehr  vom  Aidlenrd  und  vom 
Ird  entfernt  und  der  Costa  mehr  genähert  ist.  Auf  der  Unterseite  ist  dieser  Fleck  etwas  größer  und  faßt  einen 
Teil  der  Mittelzelle  mit  in  sich.  VoJi  der  Küstencordillere  in  Columbien  (Kalbreyer). 

phiicdrn.  P.  phacdra  Hew.  Oben  braun  mit  einer  lebhaft  primelgelben  Binde  über  die  Vflgl  und  einem  großen 

gleichfarbigen  Fleck  in  der  Mitte  der  Hflgl.  Auf  der  Unterseite  ist  die  gelbe  Binde  der  Vflgl  breiter  als  oben, 
mchilcuca.  und  der  Fleck  der  Hflgl  nach  vorne  und  hinten  zu  einer  durchgehenden  Binde  verlängert.  —  melaleuca  Weym. 

(=  Pronoph.  palades  Hew.)  (55  d)  ist  eine  Form  von  phaedra,  bei  der  alle  gelben  Zeichnungen  milchweiß  gefärbt 
sind.  Zwischen  beiden  Formen  existieren  Uebergänge.  Der  Name  Pron.  palades  Hew.  kann,  für  diese  Form 
nicht  bestehen  bleiben,  da  er  selbst  schon  früher  eine  andere  Art  unter  dem  Namen  Pronophila  palades  beschrie- 
ti'ipliocsuci.  ben  hatte  (die  jetzige  Lasiophila  palades).  —  niphoessa  Thievie  (55  d)  eine  andere  Form  der  phaedra,  bei  der  die 
Binde  der  Vflgl  kreideweiß  gefärbt,  etwas  l)reiter  ist  und  den  äußern  Teil  der  Mittelzelle  einnimmt.  Der  weiße 
Fleck  der  Oberseite  der  Hflgl  ist  in  beiden  Formen  bis  zum  Ird  verlängert.  Vom  Quindiu-Paß  in  Columbien, 
3500  m  (Thieme  und  Fasse). 


Plotina-  Gruppe. 

pldiina.  P.  plotina  Hew.  (55  d).  Kenntlich  an  dem  großen,  rotgelben  Fleck  vor  dem  Innenwinkel  der  Hflgl- 

Oberseite.  Unten  ist  dieser  Fleck  ockergelb,  braun  marmoriert  und  aus  ibm  steigt  ein  gerader  ockergelber  Streifen 
raphn.  zur  Radiale  2  em]jor,  wo  distal  neben  demselben  ein  weißer  Punkt  liegt.  Venezuela.  —  rapha  Btlr.  (=  plotinella 
S'/H.)  (55  d)  ist  eine  Form  von  plothat,  bei  der  der  rotgelbe  Fleck  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  kleiner  und  kürzer 
ist.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  ist  der  ockergellie  Streifen  in  hallmiondförmige  Flecke  aufgelöst  und  vom 
phdrnnspcs.  Ende  des  Streifens  zieht  eine  Reihe  weißer  Punkte  zum  Vrd.  Venezuela.  —  Bei  der  Form  pharnaspes  Hew. 

(55  d)  sind  die  einzelnen  Flecke  der  gelben  Binde  der  Hflgl  nicht  halbmondförmig,  sondern  länglich  viereckig, 
von  der  Punktreihe  ist  nur  ein  Punkt  vorhanden  und  vor  dem  Außenrd  der  Vflgl  liegt  unten  eine  breite  hell- 
rötlichbraime  Binde.  Venezuela,  Ubala  (Columbien,  Ost-Cordillere).  Fasse. 

cocipid.  P.  cocytia  Fldr.  {=  phaesana  Hen\  [in  tabula])  (55  d).  Oben  einfarbig  dunkelbraun.  Auf  der  Unterseite 

der  Hflgl  liegt  zwischen  der  schmalen,  geraden,  ockergelben  Binde  und  dem  Außenrd  eine  gebogene  Reihe 
graubrauner  Flecke.  Oft  ist  die  gellie  Binde  in  kleine,  mehr  oder  weniger  weit  von  einander  getrennte  Flecke 
unterbrochen.  Bei  einem  von  Fasse  erbeuteten  ^  (55  d)  sind  die  einzelne)!  Flecke  proximal  zugespitzt.  Die 
Abbildung  des  ist  nach  der  FEEDER’schen  Tyjie  im  Museum  Tring  gefertigt.  —  Das  Ei  ist  kugelrund,  milch¬ 
weiß,  etwas  durchscheinend.  Die  Oberfläche  ist  glatt  und  glänzend.  Aus  der  Hocheliene  von  Bogota,  2600 
bis  3200  m. 

Jiopfferi.  p.  hopfferi  Stgr.  (55  e).  Die  breit  rotgelbe  Binde  dei'  Hflgl  ist  auf  der  Unterseite  stark  mit  Dunkelbraun 

tijrrheus.  tiesprenkelt  und  reicht  bis  an  den  Vorderwinkel.  Von  Cuzco  und  Huancabamba  in  Peru.  —  tyrrheus  Godm. 

u.  Salv.  ist  wohl  nur  eine  Form  der  hopfferi  Stgr .  Die  rotgelbe  Sidnnarginalbinde  der  Hflgl  ist  kürzer,  sie  reicht 
nur  vom  Ird  bis  zur  Figlhälfte.  Auf  der  Unterseite  ist  sie  ockergelb,  etwas  länger  als  oben  und  nach  vorne  zu- 
ges])itzt.  Sierra  Nevada  von  Santa  Martha  (Columbien).  Simons. 


l’EDALrODES.  Voii  Weymer. 


2G1 


Parepa-  Gruppe. 

P.  parepa  Hew.  (55  e).  Kenntlich  an  der  schmalen,  rotgelhen  Eleckenhinde  auf  dw'  Oljcrseite  l)eider 
Figl.  Unten  sind  die  Vflgl  gerade  wie  oben,  nur  die  Spitze  ist  grau  marmoriert.  Ebenso  tnarmoriei’t  ist  die 
äußere  Hälfte  der  Hflgl.  Das  dunkelbraune  Wurzelfeld  bildet  in  der  Mitte  einen  rechten  Wi/ikel.  Vh)n  Ecuadoi- 
(Huigera,  Guishapa,  Loja).  —  milvia  TJiieme  ist  wahrscheinlich  die  ])eruanische  Form  von  pare/m.  Die  rot-  mUrm. 
gelbe  Binde  ist  auf  den  vorderen  Teil  der  Vflgl  beschränkt  und  fehlt  auf  dem  Hflgl  ganz.  Auf  der  graubraunen, 
äußeren  Hälfte  der  Unterseite  der  Hflgl  treten  2  schwarze  Augen  deutlich  hervor.  Von  (Jhosico  in  Peru  (S50  m). 

Es  existiert  nur  ein  weil)iiches  Exemplar  im  Museum  Tring. 

P.  phaea  He^v.  Eine  bräunlich  rotgelbe  Binde  zieht  hinter  der  Mitte  über  beide  Figl,  die  auf  dem  Vflgl  phnea. 
in  eiförmige  Flecke  geteilt  ist.  Beim  $  sind  die  Binden  breiter  und  auf  den  Vflgl  nicht  geteilt.  Die  Unterseite 
ist  der  der  abgebildeten  ochrotuenia  ähnlich,  doch  sind  die  Binden  schmäler.  Ocanna  iji  Columbien.  -  ochro-  mlmßidruhi. 
taenia  Fldr.  (55  e)  ist  eine  Form  von  phaea,  bei  der  die  Binde  der  Oberseite  nicht  geteilt,  beim  $  l)reiter  (ü  mm 
breit)  und  mehr  ockergelb  gefärbt  ist.  Von  Bogota  (Columbien).  —  fuscata  Fldr.  (55  e),  eine  weitere  hierher  fiisctita. 
gehörige  Form,  hat  die  breite  Binde  der  Oberseite  stark  mit  Rauchbraun  überzogen,  so  daß  ilire  Rändei’  ver¬ 
waschen  sind.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Binde  dagegen  nicht  ockergelb,  sondern  mehr  rotgelb  gefärbt.  Von 
Bogota  (Muzo),  Paramo  de  Gnasco.  —  Bei  amafania  Thieine,  einer  andern  phaea-Form,  steht  die  rotgelbe  Binde  (imapDiia. 
dem  Rande  näher  und  läuft  überall  mit  ihm  parallel.  Sie  ist  an  ihren  Rändern  glattrandig,  nirgendwo  unter¬ 
brochen  und  nicht  gewüikelt,  bloß  in  der  Mitte  der  Hflgl  etwas  bauchig  erweitert.  Unten  ist  die  Bin.de  hell 
ockergelb  und  ein.  weißer  Fleck  liegt  an  der  Costa  der  Hflgl,  sowie  ein  gleicher  am  Analwinkel.  Von  Callanga 
(Prov.  Cuzco)  in  Peru.  Kolk  Staudinger  im  Kgl.  Museum  in  Berlin. 

P.  alusana  Hew.  Die  rotgelbe  Binde  liegt  etwas  hinter  der  Mitte.  Sie  ist  in  der  Mitte  der  Vflgl  am  fiJmcma. 
breitesten,  am  Ird  derselben  Figl  am  schmälsten;  auf  der  Radiale  1  der  Hflgl  ist  sie  auf  der  01)erseite  iinter- 
brochen,  auf  der  Unterseite  bildet  sie  an  dieser  Stelle  einen  rechten  Winkel.  Auch  liegen  hier  im  Saumfelde 
der  Hflgl  ockergelbe  Flecke  und  eine  weiße  Punktreihe.  Von.  Alusana  in  Ecuador  (Kolk  Hewitsox.  Brit.  Mus.). 

P.  praxia  Hew.  Oben  braun  mit  einer  rotbraunen,  dem  Saume  parallel  laufenden  Binde  auf  den  Vflglir  pm.riii. 
hinter  der  Mitte,  und  einem  solchen  Costalfleck  auf  dem  Hflgl.  Auf  der  Unterseite  ist  diese  Binde  auf  den  Vflghi 
nach  hinten,  viel  breiter  und  ihr  Anfang  am  Vrd  ist  weiß  gefärbt.  Ein  rotbrauner  Fleck  liegt  in  der  iMittelzelle. 

Von  Jima  in  Ecuador. 

P.  thiemei  Stgr.  (55  f).  Die  dunkel  rotgelbe  Binde,  welche  vom  Vrd  der  Vflgl  zum  Ird  der  Hflgl  zieht,  ihiemd. 
ist  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  et  was  heller,  auf  den  Hflgln  al)er  ockergelb  mit  braunen  Sprenkeln  bedeckt.  Beim  $ 
ist  die  Binde  unten  um  ein  Drittel  breiter  als  beim  Vom  Quindiu-Paß  in  Clolumbien  (3800  m)  Thieme,  Fasse. 

P.  peruda  Heio.  Oben  braun  mit  einer  breiten,  geraden  rotgelben  Binde,  hinter  der  iMitte,  die  am  Vrd  pcruda. 
der  Vflgl  und  am  Ird  der  Hflgl  zuges])itzt  ist.  Unten  ist  die  Binde  noch  breiter  als  oben,  auf  den  Vflgln  rotgell), 
auf  den  Hflgln  beinahe  weiß  und  etwas  bräunlich  marmoriert.  Der  Saum  beider  Figl  ist  grau  bestäubt.  Ama- 
zonenstroni.  Kolk  Brit.  Mus. 

P.  symmachus  Godm..  u.  Salv.  01)en  dunkelbi’aun  mit  einer  3  mm  breiten,  dunkel  rotgelben  Binde,  summachns. 
die  nahe  am  Saume  und  parallel  mit  demselben  über  beide  Figl  läuft.  Unten  ist  die  Bmde  auf  den  Vflgln  breiter 
und  heller  rotgelb  gefärbt.  Auf  den  Hflgln  nehmen  2  ockergelbe  Streifen  die  Stelle  der  Binde  ein.  Sierra  Nevada, 
von  Santa  Maria  in  Columbien. 

P.  ornata  Sm,.  (=  phaeaca  Stgr.)  (55  t).  Die  rotgelbe  Binde  der  Vflgl  ist  auf  der  Unterseite  ebenso  ornala. 
nach  innen  gebogen,  wie  oben.  Die  Hflgl  haben  unten  eine  ockergelbe  Querbinde,  die  auf  der  untern  Radiale 
einen  rechten  Wünkel  bildet.  Hinter  ihr  steht  eine  weiße  Punktreihe  in  braunen  Ringen.  Merida  (Venezuela). 

P.  phaeina  Stgr.  (=  Pronoph.  phaea  var.  Hew.)  (51  b).  Auf  den  Vflgln  ist  eine  Binde  nur  sehr  schwach  phaeimt. 
angedeutet,  auf  den  Hflgln  ist  sie  aber  lebhaft  rotgelb  und  nimmt  fast  die  halbe  Flügelbreite  ein.  Auf  der  Unter¬ 
seite  ist  diese  Binde  auf  den  Hflgln  hellockergelb,  nach  innen  gerade,  nach  anßen  zackig  begrenzt:  fein  braun 
besprenkelt,  mit  einer  Reihe  weißer,  braun  eingefaßter  Punkte.  Pacho  (3000  m)  in  der  Columb.  Ost-Cordillere 
(Fasse);  Zentral-Cordillere  von  Columbien  (Thieme). 

P.  pelinna  Hew.  (55  e).  Kenntlich  an  der  schräggestellten,  jedoch  geraden  Binde  der  Vflgl.  Die  Binde  prVuaut. 
der  Hflgl  ist  vorne  eingeschnürt,  und  bildet  in  der  iMitte  2  nach  außen  gericlitete  Zacken.  Die  Farbe  der  Binden 
ist  lebhaft  ockergelb.  Unten  sind  die  Binden  ebenso,  nur  viel  heller  gefärbt.  Ecuador  (Rosario,  Villagonies, 

Macas). 

P.  parrhoebia  Hew.  Kenntlich  an  der  ins  Rosenrote  übergehenden  Farbe  der  Binde,  welche  auf  den  pan-ltoebia. 
Vflgln  zwei,  auf  den  Hflghi  einen  Winkel  nach  außen  bildet,  und  an  ihrer  innern  Seite  ganz  unregelmäßig  zackig 
begrenzt  ist.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  wie  oben,  auf  den  Hflgln  ist  cbe  Binde  in  mehrere  hellbraune 
Flecke  aufgelöst.  Von  Galgalan  in  Ecuador. 


262 


PEDALIODES.  Von  G.  Weymeb. 


phhitia. 

philotera. 

pltoetiiciisa. 


pln/scon. 

erelha. 

cremera. 

pra  a'iihca. 

trinria. 

pJiila. 

philacms. 

panddles. 

pamplios. 

napaea. 

juha. 


P.  phintia  Hew.  Die  Oberseite  ist  derjenigen  der  vorigen  Art  älmlich.  Ebenso  die  Unterseite  der  Vflgl, 
nur  haben  letztere  unten  einen  kleinen,  hellbrauiren  Fleck  in  der  Mittelzelle  und  die  Spitze  ist  breit  hellbraun, 
mit  schwarz  marmoriert.  .Die  Hiigl  halben,  unten  eine  gerade,  weiße  Binde  vor  der  Mitte  und  eine  hellbraune  Bmde 
hinter  der  Mitte,  welche  innen  weiß  gerandet  ist.  Ein  schwarzer,  weiß  gekernter  Fleck  liegt  vorne  in  dieser 
Binde  und  2  desgleichen  vor  dem  Außenrd.  Von  Jima  in  Ecuador. 

P.  philotera  Hew.  (55  e).  Die  dunkelrotgelbe  Binde  bildet  auf  dezi  Hflgln  einen  spitzen  Winkel.  Auf 
der  Unterseite  sind  die  braunen  Hflgl  durch  2  ockergelbe  parallele  Streifen,  die  vom  gleichfarlngen  Vrd  ausgehen, 
quergeteilt,  so  daß  proximal  ein  spitzes  dunkles  Dreieck  und  in  der  Mitte  ein  langes  Viereck  entstehen.  Colum¬ 
bien  (Paramo  de  Guasco  3000  m  (Stübel),  Quindiu-Paß  3500  m  (Fasse). 

P.  phoenicusa  Hew.  Eine  der  größten  Arten  der  Gattung,  sie  hat  70  mm  Spannweite.  Die  Vflgl  smd 
gespitzt,  der  Außenrd  gezähnt.  Braun.  Vflgl  mit  einer  nach  außen  gebogenen  rotgelben  Querbinde  hinter 
der  Mitte.  Hflgl  nur  mit  einem  rotgelben  Fleck  am  Vrd.  Unten  sind  die  Vflgl  wie  oben,  nur  liegt  noch  ein  rot¬ 
gelber  Fleck  in  der  Mittelzelle  zind  ein  grazier  Fleck  an  der  Spitze.  Die  Hflgl  sind  unten  grau  und  braun  mar¬ 
moriert  niit  einer  breiten,  helleren,  zackigen  Submarginalbinde,  worauf  eine  Reihe  weißer,  schwarz  eingefaßter 
Pnnkte  steht.  Ecuador.  Sehr  selten.  Nur  in  Koll.  Hewitson  (Brit.  Mus.). 

Physcoa-  Gruppe. 

P.  physcoa  Hew.  Oben  brazin  mit  einem  großen,  eiförmigen,  rotgelbem  Fleck  über  dem  Innenwmkel 
der  Vflgl,  der  schräg  nach  vorne  anfsteigt.  Unten  ist  die  äußere  Hälfte  beider  Flügel  grau  und  braun  marmoriert, 
der  rotgelbe  Fleck  wie  oben.  Von  Bolivien  (Yungas  de  la  Paz,  Corvico).  —  marulla  Tliieme  (56  a)  ist  eine  Form 
von  ^)liyscoa,  bei  der  der  rotgelbe  Fleck  nicht  schräge,  sondern  steil  aufsteigt,  also  dem  Außenrd  fast  parallel 
läuft.  Von  Chanchamayo  in  Peru. 

P.  ereiba  Fldr.  (=  Pron.  pasicrates  Hew.)  (55  f).  Kenntlich  an  der  rotbraunen,  breiten  Subniargmal- 
binde  auf  Izeiden  Seiten  der  dunkelbraunen  Vflgl.  Abbildung  nach  der  FELDER’schen  Type  im  Musexzm  Tring. 
Bogota  (Findig),  La  Vega,  Columb.  Ost-Cordillere  2200  m  (Fasse).  —  cremera  Godm.  u.Salv.  (cremona  ist  irr¬ 
tümliche  Benennung  auf  der  Tafel  in  der ,, Biologin  centrali-americana“)  ist  eine  Form  von  ereiba  Fldr.  bei  der  die 
mehr  rotgelb  gefärbte  Binde  am  Vrd  wurzelwärts  gekrümmt  ist.  Auf  der  Unterseite  steht  in  dieser  Binde  zwischen 
dem  ersten  und  zweiten  Medianast  ein  kleines  schwarzes,  weiß  gekerntes  Auge.  Auf  den  Hflgln  sind  die  2  letzten 
augenförznigen  Punkte  der  submarginalen  Reihe  vor  dem  Analwinkel  größer  und  deutlicher.  Vom  Vulkan  Irazu 
in  Costa-Rica. 

P.  praxithea  Hew.  (56  a).  Eine  schöne  und  große  Art.  Die  rotgelbe  Binde  ist  auch  auf  der  FTnterseite 
der  Vflgl  vorhanden.  Die  Hflgl  sind  unten  braun  und  dunkelbraun  gestrichelt  mit  einer  weißlich  gemaserten 
Querbinde  hinter  der  Mitte.  Bolivien,  Ecuador  (St.  Rosario,  Villagomes). 

P.  triaria  Godm.  u.  Salv.  (56  a)  steht  der  praxithea  nahe,  ist  aber  kleiner  und  der  rotgelbe  Rand  der 
Hflgl  reicht  bis  über  die  Mitte  hinaus.  Unten  ist  die  rotgelbe  Binde  der  Vflgl  breiter  als  oben,  und  vor  der  Spitze 
der  Vflgl,  sowie  vor  dem  Außenrd  der  Hflgl  steht  je  eine  Reihe  weißer  Punkte.  Vom  Vulkan  Irazu  in  Costa-Rica. 

P.  phila  Hew.  (55  f).  Noch  etwas  kleiner  als  die  vorige,  doch  ebenfalls  der  praxithea  ähnlich.  Die  Binde 
reicht  auf  den  Hflgln  mir  Ins  an  Medianast  3.  Die  Hflgl  sind  unten  überall  gleichmäßig  hell-  und  dunkelbraun 
marmoriert,  nur  mit  ockergelblichem  Vorderwinkel.  Bolivien  (Yungas  de  la  Paz),  Peru  (Callanga).  —  philae- 
nis  Thievie  ist  eine  Form  von  phila,  bei  der  die  Binde  der  Vflgl  gerade  verläuft  und  oberhalb  des  AußeiiAvinkels 
den  Außenrd  erreicht.  Von  den  rotgelben  Flecken  am  Vorderwinkel  der  Hflgl  ist  nur  eine  verloschene  ocker¬ 
gelbe  Submarginallmie  übrig  geblieben.  Auf  der  Unterseite  liegt  an  der  Spitze  der  Vflgl  ein  weißes  Dreieck. 
Von  Banos  in  Ecuador. 

P.  pandates  He«’.  Oben  braun  mit  einer  breiten  ockerfarbigen  Randbinde,  welche  sich  in  der  vordem 
Hälfte  der  Vflgl  in  Flecke  auflöst,  in  der  hintern  Hälfte  dieser  Figl  und  in  den  Hflgln  ganz  nahe  am  Saum  liegt, 
so  daß  nur  ein  schmaler  lirauner  Rand  übrig  bleibt.  Auf  der  Unterseite  hat  die  Binde  dieselbe  Lage  und  Farbe 
wie  oben,  beide  Figl  sind  aber  dicht  dunkelbraun  gestrichelt.  Beim  $  ist  die  Binde  blaßgelb  und  fast  doppelt 
so  breit  als  beim  Bolivien  (Yungas  de  la  Paz,  Corvico,  Rio  Suapi,  Rio  Songo).  —  paniphos  Thieme  (56  a) 
wird  wohl  nur  als  eine  Form  von  pandates  zu  betrachten  sein,  bei  der  die  Binde  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  ganz 
fehlt,  auf  der  Unterseite  aber  kaum  ein  Unterschied  zu  finden  ist.  Von  Yungas  de  la  Paz  in  Bolivien. 

P.  napaea  Bntes  gleicht  auf  der  Oberseite  der  Form  paniphos,  unten  ist  sie  aber  verschieden.  Hier 
zieht  eine  scharfgerandete,  submarginale  Binde  durch  beide  Figl,  auf  den  Vflgln  grau,  auf  den  Hflgln  gelblich 
mit  einem  gekernten  Auge  zwischen  dem  ersten  und  zweiten  Medianast.  Guatemala. 

Juba-  Gruppe. 

P.  juba  Stgr.  (=  cyrene  A?n.  ti.  Ky.)  (56  b).  Oben  braun,  hinter  der  Mitte  beider  Figl  mit  einer  Reihe 


KIll^yi’IMS.  Von  0.  WlOYRJIOH. 


gell)lic]iljraujier  oder  dunkel  kastauienroter  Flecke,  die  auf  dem  duuklei).  (Inmde  wenig  liervoitril t  um)  aid  deji 
Hflgln  gewinkelt  und  abgekürzt  ist.  Die  Unterseite,  ist  gelbl)raun.  gemasert.  Die  Din.de  der  Hflgl  ist  liier  ocker¬ 
gelb  und  reicht  mit  einem  großen  Fleck  bis  an  den.  Ird.  Feuador.  —  triquetra  Tkienie  ist  eine  Form  von  juha, 
tlie  aid'  der  Unterseite  der  Hflgl  im  obern  Teil  des  Diseus  auf  hellem  Grunde  ein.  dun.kell)raun.es  Dreieck  bat. 
Ecuador. 

4d.  Gattung':  Kreiris  Thieme. 

Die  Vflgl  sind  lireiter  und  kürzer  als  liei  der  Gattung  Pedidiodes,  ihr  Autlenrd  ist  mehr  gerundet,  wäh¬ 
rend  derjenige  der  Hflgl  schwach  wellig  ist.  Das  Hauptkennzeichen  der  Gattung  liegt  in  der  Gestaltung  des 
Irds  der  Hflgl,  welcher  vor  dem  Analwinkel  einen  deiitlichen  Ausschnitt  zeigt.  An.  den  bräunlich  gelben  Füh¬ 
lern  sind  die  einzelnen.  Glieder  an  ihrem  obern.  Ende  etwas  verdickt,  und  bilden  dadurch  deutliche  Rin.ge.  Ihn 
Schaft  ist  kurz  und  endigt  in  einer  schwarzen  gestumpften  Spitze.  Es  sind  meist  dunkelbraune  Schmetterlinge 
unter  Mittelgröße  mit  Augenflecken  oder  bleiglänzenden  Linien,  auf  der  Unterseite  der  Hflgl.  Sie  kommen  in 
den  Gebirgen  des  tropischen  Süd-  und  Zentral-Amerika  vor. 

E.  decorata  Fldr.  (=  Fron,  catargyrea  Stgr.,  phyllalia  Styr.)  (56  b).  üben  einfarbig  dunkelbraun,  nacli 
aul.len  etwas  heller.  Unten,  an  der  sehr  komjdizierten  Zeiclmun.g,  welche  die  Abbildimg  deutlich  wiedergibt, 
leicht  zu  erkennen.  Von  Bogota  und  An.tiocpda  in.  Columbien.  —  mariona  Weeks  (=  Pedal,  m.)  ist  eine  Form 
von.  decoratu,  bei  der  die  dunkelbraune  Submarginallinie  aid'  der  Unterseite  der  Vflgl  nach  innen,  fein  ziegelrot 
eingefaßt  und  die  Zeiclmun.g  der  Hflgl  mehr  gelblich  übergossen  ist.  Die  rotgelbe  Einfassung  der  Augen  ist 
nicht  breit,  sondern  nur  schmal.  Bogota. 

E.  porphyria  Fldr.  (56  b).  Oben  einfarbig  braun.  Unten,  haben  die  Hflgl  eine  gerade  rotgelbe  Mittellinie, 
die  proximal  lila  begrenzt  ist.  Hinter  der  Reihe  kleiner  Augen.  2  lilafarbige  Wellenstreifen  am  Rande.  Abbil¬ 
dung  nach  der  FELDER’schen  Tjqie  im  Museum  Tring.  Venezuela. 

E.  ocellifera  Fldr.  (56  c).  Oben  braun,  die  Hflgl  mit  kleinem  Sid^analäugelchen,  der  Analwinkel  graii 
und  ein  wenig  rostgelb  bestäubt.  Aid'  der  Unterseite  der  Hflgl  zieht  vor  den  Augen  ein.  nach  innen  rotgelber, 
nach  außen  ockergelber,  vorne  zuges^htzter  Streifen  vom  Ird  zur  Figlmitte.  Abbildung  nach  einer  der  T}qien 
im  Museum  Tring.  Columbien. 

E.  encycia  Fldr.  (56  e).  Oben  einfarbig  braun.  Die  Hflgl  sind  unten  im  inneren.  Teil  ockerig-rehfarben 
angeflogen,  die  Augen  sind  größer  als  bei  ocellifera,  der  Raum  hinter  denselben  liis  zu  den  Submarginallinien 
ist  bleiglänzend  ausgefüllt.  Abbildung  nach  der  FELDER’schen.  Type  im  Museum  Tring.  Venezuela. 

E.  calisto  Fldr.  (56  b).  Oben  dunkelbraun,  nach  außen  etwas  heller.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  sind 
die  Augen  sowohl  Wurzel-  wie  saumwärts  breit  bleiglänzend  eingefaßt  und  mitten  zwischen  den  Submarginal¬ 
linien.  liegt  eine  bleiglänzende  Linie.  Bogota  und  Veja  in  der  Columbischen  Ost-Cordillere. 

E.  oculata  Fldr.  (56  d).  Die  Hflgl  oben  mit  kleinem  rostgelb  bestäubten  Subanalauge.  Uiden  sind  die 
Figl  wie  bei  encycld,  jedoch  die  Hflgl  nicht  mit  bleiglänzen.der,  sondern  violettgrauer  Randzone;  der  iimere 
Streif  rotgelb,  nach  innen  schwarzbraun  begrenzt.  Die  Augen  sind  blaßgelbbraun  umgeben.  Abbildung  nach 
der  Ty])e  im  Museum  Tring.  —  Bogota. 

E.  apuleja  Fldr.  (56  b).  Oben  braun,  am  Analwinkel  der  Hflgl  rotgelb,  welche  Färbung  das  hintere 
Drittel  des  A’vßenrds  und  Irds  einnimmt.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  steigt  eine  ockergelbe,  vorne  in  Rotgelb 
übergehende  Bmde  bis  zur  Flglmitte  auf,  nach  vorne  schmäler  werdend.  Der  Analwinkel  ist  rotbraun.  Die 
Augen,  sind  sehr  klein.  Venezuela.  —  -  phyllalia  Hew.  ist  eine  Form  von  apulejn,  bei  der  in.  dem  rotgelben  Anal¬ 
fleck.  auf  der  Oberseite  2  kleine  schwarze  Flecke  mit  weißen  Pupillen  liegen.  Ecuador. 

E.  hulda.  Btlr.  u.  Druce  (56  c).  Oben  braun,  am  Analwinkel  etwas  rötlich,  mit  dunkler  Submarginal- 
linie.  Unten  Vflgl  mit  3  Querlin.ien  zAvischen  Mitte  und  Sanm.  Das  Analdrittel  der  Hflgl  ist  rostfarbig,  von 
einem  unterbrochenen,  gelben.  Streifen  durchschnitten  und  mit  2  Augen  vor  denP^ Analwinkel.  Nach  der  ,,Bio- 
logia  centrali  americana“  beschrieb  Butler  diese  Art  nach  einem  zerbrochenen  Exemplar  in  Kolk  Druce.  Die 
Diagnose  und  Abbildung  Godmans  u.  Salvins  im  genannten  Wrk  stimmen  daher  iven.ig  mit  der  ursprünglichen 
Beschreibung.  Costa  Rica.  Die  Art  scheint  aber  weiter  verbreitet  zu  sein,  denn  das  hier  abgeliildete  Exemplar  aus 
Kolk  Weymer,  welches  mit  der  erwälurten  Abbildung  übereinstimmt,  ist  von.  Ecuador. 

E.  subpunctata  Svi.u.Ky.  Braun.  Vflgl  unten  mit  2  dunklen  Querlinien  in.  der  Mitte  und  2  A^or  dem 
Rande.  Hflgl  an  der  Wurzel  dunkelbraun,  in  der  Mitte  etwas  rötlich,  dann  ein  rostfarbiger  Zickzackstreifen, 
beiderseits  dunkelbraun  eingefaßt  und  eine  graubraune  Binde  mit  6  kleinen  scliAA^arzen  Aveißgekörnten  Augen. 
Am  Saume  2  rostfarbige  Randlinien.  Von  Bolivien.  —  umbrina  form.  nov.  (56  c)  steht  der  subpunctata  nahe, 
ist  aber  von  ihr  verschieden  durch  2  Analaugen  auf  der  Oberseite  der  Hflgl,  das  eine  in  Zelle  1  c  nahe  am  Saum, 
das  andere  in  Zelle  2  etAvas  vA^eiter  vom  Saum  entfernt,  beide  scliAVarz  mit  hellbraunem  Rüig  und  Aveißer  Pupille. 
Im  übrigen  ist  die  Oberseite  dunkelbraun,  am  Rande  etAvas  heller  mit  feiner  zackiger  dunklerer  Submarginal- 


l/'ifjin.'tru. 


dccoraia. 


innriomi. 


porphurkt. 


ocellifera. 


cncycla. 


calisto. 


oculata. 


apuleja. 


ph  yllulia. 


hulda. 


suh  punc¬ 
tata. 

unihri)ia. 


sxhnifes- 

cens. 

ruhricarhi. 

och  reu. 


ciria. 

diductu. 

pisciita. 

proai/Diua. 

dircinpta. 

orbilia. 

pludactslu. 

regia. 


2G4  LAiSJOPHfLA.  Von  G.  VVjiYMEK. 

liiüe  auf  beiden  Flglu  und  2  tSaumlinien,  die  auf  den  Vflgln  gerade,  auf  den  Hflgln  Avinkelig  sind.  Auf  der  Unter¬ 
seite  zieht  eine  gelblichgraiie  Binde  vom  Ird  bis  in  die  Flglmitte,  sich  hier  allmählich  in.  die  Grundfarbe  verlie¬ 
rend.  Der  rostfarbige,  schwarz  eingefaßte  Zackenstreit  mündet  dicht  am  Innenwinkel,  während  er  bei  sub- 
puncUita  3  mm  innerhalb  am  Ird  mündet.  Die  dann,  folgende  dunkelgraue  Binde,  worauf  die  Augen  stehen, 
ist  nach  außen  hell  abschattiert.  Voii  diesen  Augen  sind  die  4  vorderen  etwas  verloschen.  Am  Monte  Tolima 
in  3200  m  Höhe  in  Columbien  im  Januar  von  Fassl  gefunden. 

E.  subrufescens  Sm.  u.  Ky.  (5(5  c).  OI)en  einfarbig  braun.  Unten:  Hflgl  in.  der  äußeren  Hälfte  ganz 
rötlichbraun.,  mit  dunklen.  Querbinden  hinter  der  Mitte  und  vor  dem  Saume  und  dazwischen,  einer  Reihe  kleiner 
schwarzer  Augen  mit  weißen.  Pupillen.  Costa  Rica.  Von.  Monte  Socorro  3600  m.  Columbien.  (Fassl). 

E.  rubricaria  Thietne.  (J  klein.  Oben,  braun.  Hflgl  mit  dünner,  honiggelber  Saumlin.ie  und  einem  kleinen. 
Analauge.  Das  $  hat  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  außer  einer  lichteren,  vorne  breiter,  hinten,  schmäler,  deut¬ 
lich  al)gesetzten.  Submarginalbin.de  eine  undeutliche  blaßrötliche  Linie,  die  Hflgl  aber  zwei  blaßrötliche  Linien, 
davon,  eine  discal,  die  andere  sidjmarginal  und  auf  jedem  Figl  eine  honiggelbe  Saumlin.ie.  Unten  sind  bei  beiden. 
Geschlechtern  auf  den  Vflgln  eine,  aid'  den  Hflgln.  zwei  Bleiglanzlinien.  vor  dem  Saume  und  auf  den  Hflgln 
6  kleine  Augen.  Columbien.  Berliner  Museum. 

E.  ochrea  Thieme.  OI)en  dunkelbraun,  mit  rötlichem  Glanze.  Finten  Vflgl  heller  mit  3  dun.klen  Quer- 
und  einer  gelben  Saumlin.ie.  Hflgl  an.  der  Wurzel  und  am  Vrd  dunkler,  am  Analteil  bräunlich  ockergelb  mit 
4  rotbraunen  Querlinien,  wovon  eine  an.  der  Wurzel,  die  zweite  im  Föiscus  vor  den  Augen,  die  dritte  und  vierte 
vor  dem  Saume  liegen.  Die  Augenrein.e  l)esteht  aus  5  bis  6  kleinen  schwarzen,  weißgekernten  Ocellen.  Eine 
ockergelbe  dreieckige  Binde  steigt  vom  Ird  zum  Discus  auf,  wo  sie  sich  in  3  kleine  Flecke  auflöst.  Ecuador; 
Miiseum  Berlin.  (Haensch). 


44.  Gattuiio':  l^asio|>hila  Fldr. 

I\o])f  klein,  dicht  behaart,  mit  eijiem  nach  vorn,  gerichteten  Haarbüschel,  Augen  behaart,  Palpen,  gerade 
vorgestreckt,  3mal  so  lang  als  der  Kopf,  das  erste  Glied  kurz,  das  zweite  lang,  das  dritte  mit  stumpfer,  dicht 
behaarter  Spitze;  Fühler  kurz  und  dünn.  Die  Costalis  der  Vflgl  ist  an  der  FV^urzel  aufgeblasen,  die  Mediana 
und  Sidemediana  sind  nur  etwas  verdickt.  Zwei  Subcostaläste  en.tspriiegen  vor  dem  Zellende.  Das  Hauptkenn¬ 
zeichen  der  Gattung  bestellt  darin,  daß  der  Vrd  der  Hflgl  ausgeschnitten  ist,  welcher  Ausschnitt  sich  von.  der 
W'urzel  bis  zu  %  der  Länge  des  Vrdes  erstreckt,  ein.  Kennzeichen,  welches  nur  bei  Daednhna  wiederkehrt,  welche 
Gattung  aber  sonst  verschieden  ist.  Die  Hflgl  sind  gezähnt  und  haben  2  Schwanzspitzen,  von.  denen  die  innere 
kürzer  ist  als  die  äußere.  Die  Mitteldiscocellularis  beider  Figl  bildet  einen  Winkel  nach  innen,  aus  welchem 
ein.  rücklaufendes  Aestchen  entspringt.  In  der  Zeichnung  der  Unterseite  der  Hflgl  sind  die  Arten  alle  sehr  ähn¬ 
lich.  Der  Verbreitungsbezirk,  der  Gattung  umfaßt  die  Länder  zwischen  Venezuela  und  Nord-Argentinien, 
wo  sie  in.  den  Hochgebirgen,  zinveilen  gesellig  anzutreffen  sind. 

L.  cirta  Fldr.  (=  Pronoph.  praeneste  Flew.  pt.)  (56  e).  Die  größte  und  schönste  Art  der  Gattung,  kennt¬ 
lich  an  dem  großen  milchweißen  Fleck  der  Hflgl.  Die  doppelte  Reihe  rostroter  Flecke  vor  dem  Außenrd  beider 
Figl  tritt  bei  manchen  Exemplaren  deutlicher  hervor  als  in  der  Abbildung.  Die  Unterseite  ist  derjenigen  der 
abgebildeten  persepoHs  (56  c)  ähnlich,  nur  ist  das  Wurzelfeld  der  Vflgl  bis  über  die  Mitte  hinaus  braun.  Von 
Peru  (Rio  Sonchi  2360  m  [Stübel],  CJhanchamayo,  Rioja,  Huancabamba).  —  diducta  Thieine  ist  eine  Form 
von  cirt(h,  bei  der  die  rostroten  Flecke  der  Oberseite  der  Vflgl  nach  innen  bis  an  die  Zelle  verlängert  sind,  die  2 
untersten  sogar  sich  mit  dem  roströtlich  gefärbten  Wurzelteil  verbinden.  Von.  Huan.cabamba  in  Nord-Peru. 

L.  piscina.  Thietne  (56  d).  Die  Unterseite  der  Vflgl  gleicht  der  abgebildeten.  Oberseite  vollkommen, 
nur  ist  die  rotbraune  Grundfarbe  etwas  heller.  Die  FTnterseite  der  Hflgl  gleicht  derjenigen  der  abgebildeten 
phnFiesid  (56  d),  der  weiße  Fleck  ist  also  nicht  vorhanden.  Cuzco  (Peru). 

L,  prosymna  Heiv.  Die  weiße  Binde  der  Vflgl  ist  oben  und  unten  vorhanden  und  reicht  nicht  ganz 
bis  an  den.  2.  Medianast.  Auf  der  grau  oder  braun  marmorierten  FTnterseite  steht  eine  gezac.kte  Reihe  kleiner 
gelblich-Aveißer  F'lec.k.e.  Gohimbien,  Ost-AI)hang  der  Bogota-Gordillere,  2000 — 2500  m,  8id)ida  del  Tesari,  2300 
bis  2500  m  (Stübel),  Qidndiu-Paß  2800  m  (Fasse).  —  dirempta  Thieme  (55  f)  ist  eine  Form  Amn  prosymna, 
deren  Unterschiede  kaum  nennenswert  shid.  Die  weiße  Binde  ist  etAvas  schmäler  unAl  ihr  unterster  F'leck  ist 
durch  Einschnürung  etAvas  abgetrennt.  Von  Ecuador.  —  Bei  der  Form  orbilia  Thieme  sind  die  kastanienroten 
Zeichnungen  der  Oberseite  durch  eine  braune  Farlje  ersetzt,  die  etAvas  heller  ist,  als  die  sonstige  Grundfarbe. 
Columbien. 

L.  ptialaesia  Hew.  (56  d)  wurde  von  Heavjtson  ziierst  als  von  prosymna  beschrieben,  später  aber  von 
ihm  selbst  als  besondere  Art  erkannt.  Oben  l)raun  mit  breiter  rötlichbrauner  Wurzel.  Vflgl  mit  breiter,  rot¬ 
gelber,  nach  hinten  rostrot  gefärbter  8ubmarginal binde,  w^elche  nach  aidfen  glatt,  nach  innen  etwas  uneben  ge- 
ranflet  ist  und  sich  in.  3  kleineren  Flecken  auf  dem  Vorderwinkel  der  Hflgl  fortsetzt.  Ecuador.  —  regia  Stgr.  (56  d) 
kann  wohl  als  Form  von  phulaesia  betrachtet  AVet'den.  Die  sidjinarginale  Binde  der  Vflgl  ist  beiderseits  nach 


ÄusfjegehcH.  22.  IV.  1!)12. 


LASIOPHTLA.  Von  G.  Wkymeh. 


205 


außen  etwas  gezackt,  nach  innen  stäi’ker  winkelig  hegrenzt  und  mehr  kastanienbraun  gel'ärht.  Die  Flecke 
am  Vorderwinkel  der  Hflgl  sind  größer  nnd  setzen  sich  his  iiher  die  Mitte  des  Außeni-ds  foi't.  Von  Bolivien,  mal 
Peru.  —  confusa  Stgr.  (5()  d)  eine  weitere  hierher  gehörige  Form,  ist  kleijier  als  die  ßeidcn.  voj’igen.  Die  Zeichnung 
der  Oberseite  ist  oben  besonders  auf  den  Hflgln  verschieden,  und  die  Grmulfarbe  in  der  Basalhälfte  heller  braun. 

Von  Ecuador. 

L.  persepoHs  Hew.  (50  e).  Kenntlich  an  der  auf  der  Ober-  und  Uiiterseite  stai'k  gezackten  du nk(‘I braunen  jicr^ipolis. 
Mittelbinde,  welche  die  kastanienrote  >STd)marginal binde  auf  dem  2.  Medianast  der  Vflgl  miterbrieiit.  Der 
Basalteil  beider  Figl  ist  bis  zum  Innenwinkel  kastanienbraun,  gefärbt.  Ecuador. 

L.  hewitsonia  Btlr.  Oben  kastanienliraun,  die  äußere  Hälfte  beider  Figl  dmdvel braun  mit  2  Reihen  hcwU.v)nio.. 
kastanienbrauner  Flecke,  wovon,  die  äuLlei’e  auf  den  Vflgln  nicht  bis  zur  8])itze  reicht.  .Die  Unterseite  ist  wie 
diejenige  von  phalaesia.  Bolivien.  — 'iieda  Thieme  ist  wohl  als  eine  Form  von  heiiütsonid,  zu  betrachten,  bei  der  n<:<h. 
die  beiden  Fleckenreihen  goldig  kastanienrot  gefärbt  sind  und  beide  bis  an  den  Vrd  der  Vflgl  reichen.  Auch 
sind  die  einzehien  Flecke  schmäler  und  länger  und  die  dunkelbraune  Grundfarbe  reicht  am  Vrd  der  Vflgl  etwas 
Weiter  wurzelwärts.  Von  Limbani  in  Peru. 

L.  circe  Fklr.  {—  Prono])h.  ])raeneste  Hew.)  (50  e)  hat  den  dunkelbraunen  Außenrd  schmäler  als  bei  circc. 
hewitsonid  und  mir  von  einer  Reilie  kastanienroter  Flecke  durchzogen.  Die  Unterseite  ist  diui  verwaiulten 
Arten  ähnlich  und  hat  eine  Reihe  weißer  Punkte  im  Discus  der  Hflgl.  Das  $  ist  vom  nur  durch  helhu-e  rot¬ 
braune  Färbung  olier-  und  unterseits  verschieden.  Columbien  (Bogota  und  Ost-Cordillere).  —  cnephas  Thietne  cncjjhas. 
ist  eine  Form  von  circe,  bei  der  der  äußere  Teil  beider  Figl  ganz  verdunkelt  ist,  so  daß  alle  i'otbraunen  Flecke 
kaum  zu  erkennen  sind.  Von  Salento  (Columbische  Gentralcordillere). 

L.  palades  Hew.  (57  a).  ist  eine  der  circe  ähnliche  Art,  die  sich  durch  dunklere,  dabei  aber  lebhaftere  palades. 
braunrote  Grundfarbe  und  durch  kleinere,  heller  goldbraun  gefärbte  und  anders  gestellte  Flecke  im  Außenrd 
unterscheidet.  Der  Fleck,  in  Zelle  2  der  Vflgl  ist  lang,  zweiteilig,  der  innere  Teil  weit  nach  innen  gerückt,  auch 
der  vordere  Fleck  ist  wnrzelwärts  gerückt.  Unten  sind  die  Vflgl  braunrot  mit  rotgelber  Fleckenreihe.  Von  Ecua¬ 
dor.  Selten. 

L.  Zarathustra  Thieme.  Figl  lireit,  Vflgl  an  der  Spitze  etwas  gestutzt.  Der  äußere  Schwanz  der  Hflgl  zaruthusira. 
breit  und  spatelförmig.  Alle  Zeichnung  sehr  undeutlich,  das  Kastanienrot  der  Wurzel  und  der  Flecken  ist  vom 
schwarzbraunen  Außenrd  kaum  zu  unterscheiden.  Die  Flecken  der  Vflgl  sind  groß  und  breit,  und  laufen  proxi¬ 
mal  in  den  Wurzelteil  über.  Etwas  deutlicher  ist  ein  dreieckiger  Fleck  unter  der  Spitze.  Die  Flecken  der  Hflgl 
sind  ähnlich  wie  bei  circe.  Von  Papallacta  am  Ohimliorazzo. 

L.  behemoth  Thieme  hat  die  Gestalt  von  zarntJmstrn,  doch  fehlt  der  innere  Schwanz  der  Hflgl.  Zeich-  bchemofh. 
nung  und  Färbung  ist  dagegen  der  circe  Fldr.  äluilich.  Vor  dem  Außenrd  nur  eine  Fleckenreihe,  die  nicht  in  den 
Basalteil  übergeht.  Nur  der  Fleck  in  Zelle  2  der  Vflgl  ist  größer  und  mit  einem  kleinen  braunen  Fleck  versehen. 

Dieser  Fleck,  sowie  der  Costalfleck  der  Vflgl  und  2  Flecke  in  Zelle  4  und  5  der  Hflgl  sind  leuchtend  hellrot  ge¬ 
färbt.  Columbien.  Selten.  Koll.  Maassen  im  Zoolog.  Museum  Berlüi. 

L.  parthyene  Hew.  Oben  dunkelbraun  mit  rotbrauner  Submarginalbüide,  die  auf  den  Vflgl  schmal  parthyene. 
ist  und  vor  der  Spitze  einen  schwarzen  Fleck  hat.  Vor  derselben  dicht  an  der  Costa  ein  weißer  Fleck.  Auf  den 
Hflgln  ist  diese  Binde  breiter  und  führt  5  schwarze  Flecke.  Unten  sind  die  Vflgl  an  der  Wurzel  rotbraun,  die 
Binde  ist  rotgelb,  der  weiße  Fleck  etwas  größer.  Die  Hflgl  sind  unter  den  verwandten  Arten  ähnlich.  Galgalan 
in  Ecuador. 

L.  zapatoza  Westw.  (56  e).  Die  kleinste  und  zuerst  ])ublizierte  Art  der  Gattung.  Die  Flecke  im  braunen  zapaioza. 
Außenrd  der  Vflgl  sind  gelblicher  gefärbt  als  der  rotbraune  Basalteil.  Auf  der  Unterseite  ist  fast  die  ganze 
Spitze  gelblich  und  die  Hflgl  führen  eine  gerade  Reihe  von  4  weißen  kleinen  Flecken.  Venezuela. 

L.  sombra  Thieme  (57  a)  steht  der  zapatoza  nahe,  ist  aber  durch  bedeutendere  Größe  und  dunklere  Fär-  .'^ombra. 
bung  so  verschieden,  daß  sie  wohl  als  gute  Art  betrachtet  werden  kann.  Olien  dunkel  kastanienbraun,  Spitze 
der  Vflgl  breit,  Außenrd  schmal  schwarzbraun.  Die  Randflecken  nur  wenig  heller  als  der  Basalteil.  Unten  sind 
die  Vflgl  etwas  heller  ols  oben,  die  Spitze  grau  und  braun  marmoriert.  Elienso  marmoriert  sind  Wurzel  und 
Ird  der  Hflgl;  der  distale  Teil  ist  größtenteils  braun  ausgefüllt  mit  einer  Reihe  von  4  weißen  Flecken.  Cordillere 
von  Bogota,  Columbien. 

L.  orbifera  Btlr.  (57  a).  Oben  lebhaft  braunrot.  Vflgl  mit  breitem  schwarzbraunem  Außenrd,  der  l)is  orbijera. 
an  die  Mittelzelle  reicht,  mit  5  ziemlich  großen,  lebhaft  braunroten  Flecken  in  gebogener  Reihe.  Die  Hflgl  mit 
schmalem  Rand  und  5  braunen  Flecken  vor  demselben.  Unterseite  wie  bei  zapatoza.  Bolivien.  —  intercepta  inicrccpia. 
Thieme  ist  eine  Form  von  orbifera,  bei  der  der  braunrote  Fleck  in  Zelle  2  der  Vflgl  fehlt  und  auf  dem  Hflgl  die 
3  vordem  schwarz  braunen  Flecke  mit  dem  Außenrd  zusammengeflossen  sind.  Von  Banos  in  Ecuador.  —  Bei 
der  Form  munda  Thieme  ist  die  Grundfarbe  leuchtender  kastanienrot,  der  dunkle  Außenrd  ist  schmäler  und  munda. 
der  rote  Fleck  in  Zelle  2  fehlt  ebenso  wie  bei  intercepta.  Huancabamba  (Peru)  3000  m.  —  pura  Thieme,  eine  pura. 

V  34 


266 


DAEDALMA;  POLYMASTUS.  Von  G.  Weymer. 


weitere  hieriier  gehörige  Eorin,  zeichnet  sich  durch  fast  goldrot  crsclieinende  Kastanieiifarbe  aus.  Die  Zeich¬ 
nungen  sind  beinahe  scliwarz  und  scharf  gerandet.  Die  Fleckenreihe  im  Außenrd  der  Vflgl  ist  durch  eine  zu- 
sam meldlängende  submarginale  Binde  von  besonders  leuchtender  Färbung  ersetzt.  Von  Tucuman  in  Xord- 
scrnipariilu.  Argentinien.  ■ —  Bei  semipartita  forvt,.  nov.  (57  a)  ist  der  dunkelbraune  Außenrd  beider  Figl  so  breit,  daß  die 
Grenze  gegen  die  hellliraunrote  Basalhälfte  durch  die  Flglmitte  zieht  und  der  Falter  dadurch  der  Megahim 
hermione  sehr  ähnlich  wird.  Auf  dem  Rande  liegen  auf  den  Vflgln  nur  2  kleine  hellbraunrote  Fleckchen  und 
vorne  ein  kurzer  Strich,  auf  den  Hflgln  eine  gleichfarbige  Linie.  Die  Unterseite  ist  wde  bei  orhifera,  doch  die 
hellen  Flecke  im  Außenrd  der  Vflgl  sehr  klein.  Von  Manaure. 

ciris.  L.  ciris  Thieme  (56  e)  der  zapatoza  ähnlich.  Die  Vflgl  ziemlich  kurz  mit  fast  rechtwmkeliger  Spitze. 

Der  Schweif  der  Hflgl  ist  abgestumpft.  ])ie  kastanienbraune  Grundfarbe  ist  sehr  verdunkelt  und  geht  in  die 
Farbe  des  breiten  Außenrdes  ül)er.  In  letzterem  eine  kastanienl)raune  Fleckenreihe.  Die  submarginale  schwarz¬ 
braune  Fleckenreihe  der  Hflgl  hängt  teilweise  mit  dem  Außenrd  zusammen.  Von  Ecuador  und  Columbien. 

45.  GattiiiiiH’:  l>ae<laliiia  Hew. 

Kopf  und  Augen  sind  behaart.  Die  Palpen  stehen  lang  vor.  In  den  Vflgln  entsj)ringen  2  Subcostal- 
äste  vor  dem  Zellende.  Die  Spitze  dieser  Figl  ist  schräg  abgeschnitten,  dei'  Außenrd  bildet  auf  der  obern  Radiale 
eine  rechtwinkelige  Ecke  und  ist  unterhalb  derselben  etwas  ausgeschnitten.  Der  erste  untl  der  zweite  Median¬ 
ast  der  Hflgl  endigen  in  2  gerade  vorstehende,  stum])fe  Schwänze,  welche  nicht  die  zottige  Behaarung  der 
folgenden  Gattung  tragen.  Die  Costa  der  Hflgl  ist  stark  ausgeschnitten.  Die  wenigen  Arten  sind  sich  sehr  ähn¬ 
lich  und  bewmhnen  die  Cordilleren  von  Venezuela  bis  Bolivien,  wm  sie  in  besonders  hohen  Lagen  oberhalb  der 
Grenze  des  Bauimvuchses  einzeln  und  selten  umherfliegen. 

di)ii((s.  D.  dinias  Hew.  (=  boliviana  Sfgr.)  (56  f  Ober-  und  Unterseite,  51  b  $).  Die  von  Hewitson  aus  Colum¬ 

bien  beschriebene  und  abgebildete  Form  ist  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  nicht  völlig  dunkel,  vde  Staudinger 
(Iris  X  Seite  1.39)  angibt,  sondern  hat  denselben  rotgelben  Flecken  wie  auf  der  Oberseite,  denn  Hewitson  sagt 
im  Text  zu  der  df/rüt.s-Tafel  im  2.  Bande  seiner  Exotic  Butterflies,  daß  die  Unterseite  der  Vflgl  ,,wie  oben“  sei 
und  gibt  nur  Unterschiede  an,  welche  die  S])itze  der  Vflgl  und  die  Hflgl  betreffen.  Das  ist  also  dieselbe  Form, 
welche  Staudinger  aus  Bolivien  erhielt  und  holivüuia  nennt.  Letzterer  Name  hat  also  einzugehen.  Die  ur¬ 
sprüngliche  dörü/.s-Form  mit  dem  rotgelben  Fleck  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  wurde  von  Fasse  in  beiden  Ge¬ 
schlechtern  in  der  Columbischen  Ost-Cordillere  bei  Pacho  (2200  m)  und  am  Monte  Tolima  (3200  m)  gefangen.  Sie 
ist  über  Peru  bis  nach  Bolivien  verbreitet.  Da  die  Form  mit  der  dunklen  Unterseite  der  Vflgl  jetzt  namenlos 
oenotria.  Rt,  SO  schlage  ich  den  Namen  oenotria  form.  nov.  (56  f)  dafür  vor.  Auf  der  Oberseite  l)leibt  hier  der  rotgelbe 
Fleck  weiter  von  der  Costa  entfernt,  als  bei  der  tv])ischen  dinias.  oenotria  kommt  bei  Bogota  vor.  Bei  einer 
rhovihoidea.  Mittelform,  die  zAvischen  dinias  und  oenotria  steht,  und  die  ich  rhoniboidea  foryn.  nov.  (56  f)  nenne,  hat  der 
rotgelbe  Fleck  eine  schief  viereckige  Gestalt  und  reicht  nur  mit  seiner  kurzen  innern  Ecke  in  tlie  Mittelzelle 
hinein.  Von  Bolivien. 

inconspicua.  D.  iticoiispicua  Btlr.  Gi’öße  und  Gestalt  von  dinias,  nur  die  Schwänze  der  Hflgl  etwas  länger  und 

dünner.  Oben  braun  mit  einigen  Wölkungen,  sonst  ohne  Zeichnung.  Unten  sind  die  Vflgl  grau  mit  einer  braunen 
Binde  hinter  der  Mitte.  Die  Hflgl  stimmen  unten  völlig  mit  der  Zeichnung  und  Färbung  von  dinias  überein. 
Das  $  ist  noch  uid^ekannt.  Von  Quito  und  Papallacta  am  Chimborazo.  Selten. 

drusUln.  D.  drusilla  Hew.  Gestalt  von  dinias,  nur  kleiner.  Oben  braun  mit  weißgescheckten  Fransen.  An  der 

Costa  der  Vflgl  vor  der  Spitze  4  feine  weiße  Striche.  Unten  sind  die  Vflgl  liraun  mit  einem  gelbgrauen  Fleck 
in  der  Zelle  und  einer  solchen  Binde  vordem  Außenrd,  worin  eine  Reihe  schwarzer  Punkte  stehen.  Vor  der  Spitze 
ein  lüaugrauer  Fleck.  Hflgl  unten  denen  von  dinias  ähnlich.  Das  $  ist  noch  nicht  bekannt.  Columlüen. 

dora.  D.  dora  Btgr.  (56  f).  Oben  fast  ganz  dunkelbraun,  nur  die  Spitzen  der  Fransen  sind  zwischen  den  Ripjien 

w'eiß.  LTnten  Vflgl  braun  mit  marmorierter  S])itze,  Hflgl  denen  von  dinias  ähnlich.  Das  $  erscheint  in  2  etwas 
verschiedenen  Formen,  die  eine  hat  eine  bräunlich  ockergelbe  Sidimarginalbinde  auf  der  Oberseite  beider  Figl, 
worin  dunkelbraune  Flecke  stehen,  l)ei  der  andern  ist  diese  Binde  sehr  verdüstert  und  tritt  aus  der  dunklen 
Grundfarbe  Avenig  hervor.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl,  die  etwas  an  die  jAaläarktische  Vanessa  urticae  erinnert, 
ist  diese  Binde  aber  l)ei  beiden  Formen  deutlich.  Aus  der  Umgegend  von  Bogota  2800 — 3200  m  (Fasse). 

palacio.  D.  palacio  Dogn.  Größe  der  vorigen  Art.  Oben  braun.  Vflgl  mit  einer  weißen  Querliinde  durch  die  Mitte 

und  weißen  Fleckchen  vor  der  S])itze,  Hflgl  mit  einer  Reihe  kleiner  weißer  Flecke  vom  Vrd  bis  zur  Mitte.  Unten 
sind  die  Vflgl  wie  oben,  doch  die  Grundfarbe  heller,  und  die  Spitze  mehr  wuiß  gefleckt,  Hflgl  denen  von  dinias 
ähnlich,  doch  mit  schärferer  Zackenlinie  und  kastanienroten  Flecken  am  Rande.  Das  $  ist  nicht  bekannt.  Loja 
(Ecuador). 


46.  Gattung':  l*ol.yiiiastiis  Thieme. 

Der  Vrd  der  gestreckten  Vflgl  ist  ziemlich  gerade,  der  vordere  Teil  des  Außenrds  ist  in  3  mehr  oder  Ave- 


TIIIEMKIA.  Von  (j.  Wiovaiioji. 


2fi7 


niger  scharfen  Spitzen  vorgezogen,  unterhalb  der  ol)eren  Radiale  ist  er  stark  ausgeschnitten.  l)ie  Schwänze 
und  Ecken  der  Hflgl  sind  hei  den  einzelnen  Arten  verschieden  gestaltet.  Das  Hau|)tkennzeiclien  der  (fattung 
besteht  darin,  daI3  die  Costa  der  Hflgl,  welche  ebenso  ausgeschnitten  ist,  wie  bei  Daedalnia,  an  der  W'urzel 
einen  nach  vorne  gerichteten,  gerundeten  Vors])rung  bildet.  .Der  Raum  zwischen  dem  ersten  Medianast  und  dem 
Ird  aiif  der  Unterseite  der  Hflgl  ist  mit  einzelnen  langen  Haaren  besetzt,  die  auf  den  Venen  wurzeln  und  sieb 
an  die  Figlfläche  anlehnen  (wenigstens  bei  gebreiteten  Tieren).  Auch  zeigen  die  Schwanzspitzen  und  di(!  vor¬ 
springenden  Ecken  der  Hflgl  zottige  Bewimperung.  Am  Innenwitikel  liegen  2  S})itzen  neben  einamler.  Die 
Arten  kommen  in  den  Cordilleren  des  tropischen  Südamerika  von  Columbien  bis  Ifolivien  vor,  gehören  aber 
zu  den  größten  Seltenheiten.  I)ie  $$  sind  von  der  Mehrzahl  der  Arten  noch  nicht  bekannt.  Die  meisten  Formen 
wurden  als  Daedahtia  lieschrieben. 

P.  doraete  Hew.  (57  a).  Auf  der  Unterseite  sind  die  hellen  Flecke  der  Vflgl  größer  als  oben  mul  lila 
gefärbt,  zwischen  ihnen  steht  eine  Augenreihe  und  zwei  lilafarbige  Längsstreifen  umgeben  die  Mittelzelle.  Die 
Hflgl  haben  auf  oliveidn’aunem  Grunde  eine  große  Zahl  winkeliger  Silberflecke  und  dazwischen  eine  Reihe 
von  8  Augen.  Columbien  ( Quindiu-Paß  3500  m,  Mont  Serrate  bei  Bogota  3200  in  Fassl).  Peru  (Huancabamba 
3000  m  [Thieme]). 

P.  gideon  Thieme  hat  die  Gestalt  der  doraete,  die  Oberseite  ist  aber  holzfarbig  braun,  mit  2  Reihen  f/idmn. 
hellerer  (nicht  weißer)  langer  Flecke,  zwischen  welchen  eine  Reihe  dunkelbrauner  runder  Flecke  steht,  die  sich 
auch  auf  den  Hflgln  fortsetzen.  Die  Unterseite  ist  beinahe  wie  doraete.  Von  Cushi  in  Peru.  —  antissa  Thieme  anfissa. 
ist  eine  Form  von  gideon,  bei  welcher  die  langen  hellbraunen  Flecke  der  Vflgl  breiter  ausgezogen  und  an  den 
Enden  weißlich  eingefaßt  sind.  Von  Huancabamba  in  Nord-Peru.  —  enipeas  Thieme,  von  demselben  als  enipeus. 
besondere  Art  beschrieben,  ist  vielleicht  nur  eine  kleinere  Form  von  gideon,  liei  der  die  mittleren  Zähne  der  Hflgl 
kürzer  sind  und  die  ganze  Oberseite  düsterer  gefärbt  ist.  Die  langen  Flecke  der  Vflgl  treten  weniger  hervor, 
sind  aber  mit  trübweißen  Tupfen,  die  neben  den  dunklen  Kugelflecken  liegen,  bezeichnet.  Unterseite  wie  gideon 
und  doraete.  Von  Cillutincara  und  Rio  Songo  in  Bolivien. 

P.  dorinde  Fldr.  (57  b).  Diese  und  die  folgende  Art  haben  auf  beiden  Seiten  der  Vflgl  nur  eine  Flecken-  dorinde. 
reihe.  Die  Hflgl  führen  aber  2  Reihen  Flecke.  Diese  sind  weißlich  gelb.  Die  Grundfarbe  der  Oberseite  ist  licht 
braiin,  beim  abgebildeten  $  aus  dem  Berliner  Museum  heller  und  gelblicher  als  beim  (^.  Selten.  Columbien 
(Cauca),  Ecuador. 

P.  emilia  Btlr.  (57  b)  ist  der  vorigen  Art  ziemlich  ähnlich,  zeichnet  sich  aber  dadurch  aus,  daß  die  emUia. 
äußere  Hälfte  der  Hflgl  auf  der  Unterseite  hellgraii  gefärbt  ist  und  die  Augenreihe  undeutlich  ist.  Die  Wurzel¬ 
hälfte  dieser  Figl  ist  nicht  dunkelgrün,  wie  bei  dorinde,  sondern  dunkelgrau  mit  großen  Silberflecken.  Am  Quindiu- 
Paß  in  2700  m  Höhe  von  Fasse  gefunden. 

P.  whitelyi  Druce  (57  b  und  $).  Aid’  der  Oberseite  erscheint  bei  dem  eine  zweite  Reihe  undeut-  whitehji. 
Heller  weißgelber  Flecke  vor  dem  Saume  der  Vflgl.  Das  $  hat  oben  gelblich  braune  Grundfarbe  und  ockergelbe 
Fleckenreihen.  Peru,  Bolivien,  (Chaco,  San  Antonio,  Rio  Songo),  Ecuador  (Banos). 


47.  Gattung':  Tliieiiieia  gen.  nov. 

An  die  Spitze  der  folgenden  Gattung  Catargynnis  RÖb.  hat  Thieme  2  Arten  gestellt,  die  durch  ihre  Ge¬ 
stalt  von  den  übrigen  Arten  der  Gattung  sehr  abweichen.  Sie  haben  auf  den  ersten  beiden  iMedianästen  der 
Hflgl  lange  und  gerade  ScliAvänze,  ähnlich  wie  Daedalnia,  auch  ist  der  Außenrd  der  Vflgl  in  seiner  Mitte  stark 
ausgeschnitten.  Auf  Grund  dieser  Unterschiede  erlaube  ich  mir  für  dieselben  eine  neue  Gattung  zu  errichten, 
die  ich  zu  Ehren  des  leider  zu  früh  verstorbenen  Satyridenforschers  Prof.  Thieme  benennen  möchte.  Zu  Dae- 
dalma  können  diese  Arten  nicht  gestellt  iverden,  weil  ihnen  der  konkave  Ausschnitt  am  Vrd  der  Hflgl  fehlt, 
dieser  viemehr  flach  gerundet  ist.  Die  erste  Art  ivurde  als  Pronophila,  die  zweite  als  Catargynnis  beschrieben. 

T.  phoronea  Dbl.  u.  Hem.  Der  Außenrd  der  Vflgl  steht  auf  der  oberen  Radiale  stumpfwinkelig  vor.  phoronca. 
Oben  einfarbig  dunkelbraun,  nur  die  Fransen  breit  braun  und  weiß  gescheckt.  Die  Gestalt  ist  der  abgebildeten 
ortruda  ganz  ähnlich,  nur  stehen  die  beiden  Schwänze  nicht  parallel  wie  dort,  sondern  nach  außen  etwas  ausein¬ 
ander  gerichtet.  Das  $  ist  oben  blasser  braun  mit  einem  wischartigen,  weißen  Gostalfleck  der  Vflgl.  Unten 
sind  die  Vflgl  braun,  an  der  Spitze  weiß,  rötlich,  gelblich  und  purpurgrau  marmoriert,  die  Fransen  wie  oben. 

Hflgl  rötlich  schokoladenfarbig,  in  der  Mitte  dunkler,  wurzelwärts  mit  weißlicher  Binde,  saumwärts  eine  Reihe 
von  6  braunen  Flecken  mit  weißen  Ringen,  die  })urpurgrau  umgeben  sind.  Venezuela.  In  den  Sammlungen 
sehr  selten,  nur  im  Brit.  Museum  und  $  und  im  Berliner  Museum  1  $  (Kolk  Statjdinger). 

T.  ortruda  Thieme  (57  c  $  Ober- und  Unterseite).  DaS(^  ist  oben  einfarbig  braun,  und  gleicht  auch  auf  ortruda. 
der  Unterseite  dem  von  phoronea.  Das  $  ist  aber  sehr  verschieden.  Es  hat  auf  beiden  Seiten  der  Vflgl  eine 
breite,  ockergelbe  Binde,  die  sich  oberseits  noch  auf  dem  vorderen  Teil  der  Hflgl  fortsetzt.  Von  Bolivien  (Rio 
Songo  und  Cillutincara,  3000  m).  Selten. 


268 


GATARGYNNI8.  Von  G.  Weymer. 


ghjas. 


rogersi. 


phaselis. 


argyrUis. 


’pholoe. 


mirahilis. 


loxo. 


ilsa. 


gerUnda. 


lielche. 


asuha. 


48.  Gattung;  Catarg'y Ullis  Röb. 

Nachdem  die  2  geschwänzten  Arten,  die  Thieme  zu  dieser  Gattung  gestellt  hatte,  ausgeschieden  sind 
(vergl.  die  vorige  Gattung  Thiemeia)  lassen  sich  die  übrigen  wie  folgt  charakterisieren.  Augen  stark  behaart. 
Palpen  lang  vorstehend,  anliegend  behaart,  das  Endglied  spitz.  Fühler  mit  dünner  langer  Kolbe.  Vflgl  gestreckt, 
der  Außenrd  ziemlich  gerade  oder  in  seiner  Mitte  seicht  ausgeschnitten,  Hflgl  wellig,  selten  stärker  gezähnt, 
ziiweilen  im  Analteil  etwas  vorgezogen.  In  den  Vflgln  entspringen  2  Subcostaläste  vor  dem  Zellende.  Die 
Mitteldiscocelhdaris  bildet  in  beiden  Elgln  einen  Winkel  nach  innen,  aus  welchem  ein  rücklaufendes  Aestchen 
entspringt.  Viele  Arten  haben  auf  der  Unterseite  Reihen  von  silbernen  Flecken,  besonders  auf  den  Hflgln, 
oder  silberglänzende  Binden.  Die  Arten  kommen  im  Hochgebirge  von  Guatemala  bis  Bolivien,  nur  eine  in  Süd- 
Bi'asilien  vor.  8ie  sind  meistens  in  den  Sammlungen  sehr  selten.  Mehrere  Arten  wuirden  als  Oxeoschistus, 
einige  auch  als  Prono phihi  oder  Daedolnui  beschrieben. 

C.  gigas  God'tn.  u.  Salv.  (57  c  Ober-  und  $  Unterseite).  Die  größte  Art  der  Gattung,  ausgezeichnet 
durch  die  breite  rotgelbe  Randbinde  der  Hflgl  und  durch  die  silbernen  Fleckenreihen  auf  der  Unterseite  beider 
Figl,  die  beim  abgebildeten  $  größer  sind  als  beim  (J.  Aus  den  Hochgebirgen  von  Guatemala  (Accytuno,  Purula, 
Pansamala).  Sehr  selten. 

C.  rogersi  Godm.  u.  S(Uv.  Oben  braun  mit  einer  breiten  rotgelben,  submarginalen  Fleckenbinde  auf  den 
Vflgln,  wmrauf  mehrere  runde  braune  Flecke  stehen.  Hflgl  oben  ohne  Zeichnung.  Unten  sind  die  Vflgl  wde  oben, 
die  Hflgl  dagegen  denen  der  folgenden  phaselis  ähnlich,  sie  haben  mehrere  Reihen  Silberflecken  und  dazwdschen 
eine  Reihe  schwarzer  Augen  mit  ockergelben  Pupillen  und  Ringen.  Von  Irazu  in  Costa-Rica  und  Chiricpii 
in  Panama. 

C.  phaselis  Hew.  Oben  einfarbig  dunkelbraun,  unten  wie  die  auf  Taf.  57  c  abgebildete  Form  argyritis, 
nur  mit  dem  Unterschiede,  daß  die  Grundfarbe  der  Hflgl-Unterseite  nicht  dunkelbraun,  sondern  rotbraun  ist. 
Auch  die  Spitze  der  Vflgl  ist  rotbraun  mit  einigen  weißen  Flecken.  Das  $  ist  etwas  größer.  Von  Venezuela 
und  Columbien.  — argyritis  Thietne  (57c)  ist  die  dunkle,  bolivianische  Form  von  phaselis,  bei  welcher  die  Grund¬ 
farbe  der  Unterseite  der  Hflgl  nicht  rostrot,  sondern  dunkelbraun  ist  und  die  silbernen  Flecken  größer  und 
deutlicher  sind.  Von  Bolivien  und  Peru. 

C.  pholoe  Stgr.  (=  Oxeoschistus  phalsi  Gr.  8m.)  (57  d  01)er-  und  Unterseite).  Kenntlich  an  der  sub¬ 
marginalen  Reihe  rotgelber  Flecke  aid'  den  Vflgln.  Finten  sind  die  Silberflecke  viel  kleiner  als  bei  der  vorigen 
Art.  Von  Columbien  (Cauca). 

C.  mirabilis  Btlr.  Gestalt  von  Mygona  prochyfa,  doch  Vflgl  kürzer.  Oben  dunkelbraun  mit  grünem 
Schiller  und  schwarzen,  schwefelgelb  gescheckten  Fransen.  Unten  haben  die  dunkelbraunen  Vflgl  eine  sclnvarze, 
w^eiß  begrenzte  Linie  vor  dem  Saum,  daneben  3  schwarze,  lüinde  Augen,  einen  doppelten,  weißen  Subcostal- 
flecken  und  einige  augenförmige  Flecken  im  Discus.  Auf  deii  olivlmaunen  Hflgln  fassen  2  verloschene  Silber¬ 
binden  eine  dunkle,  zackige  Mittelbinde  ein,  dahinter  eine  Reihe  voji  8  schwarzen,  weiß  gekernten  Augen  mit 
gelber  Iris.  Huasam])illa  (Peru).  Selten.  Ein  Brit.  Miiseum. 

C.  loxo  Dogn.  (=  Prono])h.  sagartia  Gr. -8m.,  Daedalma  bronza  W eelcs)  (47  d).  Die  Art  zeichnet  sich 
durch  die  im  Analteil  vorgestreckten  Hflgl  aus.  Die  Oberseite  ist  einfarbig  glänzend  bronzebraun.  Auf  der  Lbiter- 
seite  treten  die  silberglänzenden  Binden  nur  wenig  hervor.  Von  Columbien  (Bogota,  Zipapura). 

C.  ilsa  Thieme  (47  e)  hat  Aveniger  gestreckte  Figl  als  loxo,  die  Zeichnungen  der  Unterseite  sind  viel 
deutlicher  und  die  Silberstreifen  beim  ^  lebhafter.  Das  ^  ist  oben  einfarbig  dunkelbraun,  das  $  mehr  oliv- 
braun.  Der  Zahn  auf  dem  ersten  Medianast  der  Hflgl  tritt  beim  $  Aveniger  hervor,  als  beim  abgebildeten  q. 
Außerdem  hat  das  $  auf  der  Untei’seite  der  Vflgl  die  Sill)erbinde  in  der  Mitte  unterbrochen  und  die  Silberzeich¬ 
nungen  der  Hflgl  etAvas  verdüstert.  Selten.  Columbien  (Cauca,  [Kolk  Staudinger],  Rio  Vitaca  2500  m  [Kolk 
Fasse]). 

C.  gerlinda  Thieme.  Der  vorigen  ähnlich,  doch  haben  die  Figl  eine  kürzere  und  rundere  Gestalt.  Oben 
einfarbig  braun  mit  Avenig  Glanz.  Unten  Vflgl  mattbraun  mit  3  kleinen  Augen  vor  der  Spitze  und  undeut¬ 
lichen  helleren  Randflecken,  die  Hflgl  führen  ein  silberdurchlenchtetes  Hellbraun,  mit  dunkelbrauner  Mvirzel, 
stark  zackiger,  in  der  Mitte  unterbrochener  Mittelbinde,  einer  deutlichen  Augenreihe  und  einer  dunklen,  nach 
innen  stark  gezackten  Saumbinde.  Bolivien  (Yungas  de  la  Paz,  Loco-Tal,  San  Jacinto,  Cillutincara). 

C.  helche  TMeme  (57  d  Ober-  und  Unterseite).  Vflgl  am  Außenrd  auf  der  obern  Radiale  stumpf  vor¬ 
tretend.  Die  Zeichnungsanlage  der  Unterseite  ist  der  von  gerlinda  sehr  ähnlich,  doch  ist  hier  helche  sofort  an 
dem  kastaniem’oten  Wurzelfeld  der  Vflgl  zu  unterscheiden.  Das  Vaterland  ist  ebenfalls  Bolivien  (San  Antonio, 
Cillutincara).  Selten.  2  Exemplare  und  $  in  Kolk  Staudinger  (König!.  Museum  Berlin). 

C.  asuba  Thieme.  Oben  braun  mit  starkem  Kupferglanz.  Auf  den  Vflgln  zeigt  sich  ein  düsterer  großer 
Schuppenfleck,  der  sich  längs  der  Rippen  strahlenförmig  ausbreitet.  Die  Hflgl  sind  scliAvächer  gezähnt.  Auf 


MYGONA;  J‘ROi;OSCfS.  Von  (I.  WrcYMicii. 


201) 


der  Unterseite  liegt  zwischen  den  Medianästen  der  Vilgl  ein  kastanienroter  Flecken,  woran  die  Art  zu  erkcnne)i 
ist.  Von  den  .3  silbernen  Querstreifen  der  Hflgl-Unterseite  ist  der  ])roxinial  liegeiuh^  scliniitgerade.  Ifolivien 
(Yungas  de  la  Paz).  Selten,  nur  ein  <5'  befand  sieb  in  der  TniEME’schen  Sainndung. 

C.  mena  Gr.-Sm..  (5S  a).  Oben  einfarbig  l)raun,  mit  Bronze-Glanz.  Unten  sind  die  Silberzeiclinungen  mnid. 
an  der  Spitze  der  Vflgl  und  die  Silber-Binden  der  Hflgl  dnreb  bi'annen  Staub  sehr  verdüstert.  Meistens  liegt 
hier  auf  den  Vflgln  zwischen  dem  2.  und  3.  Medianast  ein  orangegelbes  Fleckchen,  das  dem  abgebildeten  Fxeni- 
plar  fehlte.  Bolivien  (Yungas  de  la  Paz,  San  Jacinto,  San  Antonio,  Gillutincara). 

C.  clethra  Thieme.  Der  vorigen  äbidicb,  doch  kleiner.  Oben  bronzebraun  glänzend.  Unten  Vflgl  dflhm. 
glanzlos,  dunkelbraun,  nur  die  S])itze  etwas  silberglänzend.  Ein  kastaiiienroter  kleiner  Fleck  zwischen  dem 
2.  und  3.  Medianast.  Hflgl  unten  ebenfalls  dunkelbraun,  nur  die  vordere  Hälfte  etwas  silberglänzend.  Vo)i 
Querbinden  zeigt  sich  keine  Spur,  dagegen  sind  alle  Ri])pen  schwarz  und  alle  Zellen  ihrer  ganzeji  Länge  nach 
durch  eine  schwarze  Linie  halbiert,  so  daß  eine  den  Actinote-Arten  ähnliche  Zeichnung  entsteht.  An  der  Wurzel 
liegen  einige  rote  Fleckchen.  Von  Peru  (Villanota  und  Chanchamayo).  2  Exemplare  in  Kolk  Staudingek 
(Königl.  Museum  Berlin). 

C.  schreineri  Foetterle  {=  lemur  Thie'tne)  (58  a).  Oben  gelblich  blaßbraun  mit  2  Reihen  hellockergelber  Nrln-cinrri. 
Flecke  und  dunkelgraid)i’auner  Wurzel.  Die  Hflgl  sind  im  analen  Teil  rötlich  gesäumt.  Die  Unterseite  ist  der 
Oberseite  ähnlich  gezeichnet,  nur  haben  die  Flecken  aid'  den  Hflgln  einen  matten  Silberschein  und  in  der  Wurzel¬ 
hälfte  dieser  Figl  steht  eine  teilweise  in  Flecke  aufgelöste  Silberl)inde.  Die  Grundfarbe  der  Hflgl  ist  unten 
gelblichbraun,  fein  dunkelbraun  gestrichelt.  Petro[)olis  (Süd-Brasilien). 

49.  Gattiino':  Thieme. 

Der  Vrd  der  Vflgl  ist  lang,  der  vordere  Teil  derselben  nach  außen  vorgezogen,  und  der  Außenrd  daher 
unterhalb  der  obern  Radiale  ansgeschnitten.  Die  Hflgl  sind  stark  gezähnt,  der  Zahn  auf  dem  2.  Medianast 
ist  breiter  und  stärker  als  die  übrigen,  tritt  aber  nicht  schwanzartig  vor.  Die  Costa  der  Hflgl  ist  nicht  ausgeschnit¬ 
ten,  sondern  glatt  und  gerundet,  ln  der  Zeichnungsanlage  der  Unterseite  hal)en  die  Arten  große  Aehnlichkeit. 

Auf  den  Hflgln  sind  ein  brillenartiger  weißer  Fleck  und  3  in  Triangel  gestellte  Punkte  fast  immer  und  auf  den 
Vflgln  drei  kastanienrote  oder  hellbraune  Punkte  meistens  vorhanden.  Die  Arten  sind  als  Pronophila  bezw. 
Oxeoschist'us  beschrieben. 

M.  prochyta  Hew.  (=  Oxeoschistus  erebus  Gr.-Sm.)  (57  e).  Oben  einfarbig  dunkelbraun,  nur  Wurzel  prochyfa. 
und  Apicalteil  der  Vflgl  etwas  heller.  Das  $  hat  einen  undeutlichen,  etwas  heller  braunen  Costalfleck  und 
zuweilen  zwischen  den  Medianästen  der  Vflgl  2  rötlichgrane  Flecke.  Bolivien  (Yungas  de  la  Paz).  —  chyprota  chyprola. 
Gr.-Sm.  (57  e)  kann  wohl  als  die  ])eruanische  Form  von  procliytd  betrachtet  werden.  Sie  ist  etwas  kleiner,  auf 
der  Unterseite,  ganz  ähnlich  gezeichnet,  nur  mehr  rotbraun  gefärbt.  Auf  der  Oberseite  ist  der  Wurzelteil  der  Figl 
ganz  rotbraun,  der  äußere  Teil  rotbraun  gefleckt.  Von  Peru.  (Cuzco,  Gallaiiga,  Vilcanota). 

M.  thammi  Stgr.  (57  e  Ober-  und  Unterseite).  Der  vorigen  Art  ähnlich,  doch  die  Hflgl  oben  fast  ganz  thammi. 
kastanienrot  gefärbt,  mit  3  schwarzen  Flecken  vor  dem  Rande.  Die  Unterseite  sehr  Inint.  Peru  (Chanchamayo, 

Cushi,  Huancabamba). 

M.  poeania  Heiv.  Oben  sind  die  Vflgl  einfarbig  braun,  den  analen  Teil  der  braunen  Hflgl  nimmt  ein  poeania. 
braunrotes  Feld  ein,  das  bis  in  die  Figlmitte  reicht  und  von  einer  braunen  sidimarginalen  Linie  durchzogen 
ist.  Die  Unterseite  ist  den  vorhergehenden  Arten  ganz  älmlich.  Von  Ecuador.  Selten. 

M.  irmina  Dbl.  (58  a).  Kenntlich  an  dem  großen  weißen  Fleck  der  Hflgl  auf  der  sonst  dunkelbrannen  imiina. 
Oberseite.  Die  Unterseite  ist  der  von  prochyta  sehr  ähnlich,  nur  die  Spitze  der  Vflgl  und  der  Vorderwinkel 
der  Hflgl  sind  heller  graubraun  marmoriert.  Beim  $  ist  der  8auni  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  schmal  In-aunrot, 
ein  ebenso  gefärbter  Fleck  liegt  vor  der  Spitze  iind  2  undeutliche  Flecke  zwischen  den  IMedianästen  der  Vflgl. 
Venezuela  (Merida),  Columbien  (Bogota,  Rio  Vitaco). 

50.  Gattmio':  Thieme. 

Diese  Gattung  zeichnet  sich  durch  die  sichelförmige  weit  nach  hinten  zurückgebogene  Stutze  der  Vflgl 
aus.  Die  Costa  der  Hflgl  ist  konkav  ausgeschnitten.  Der  Anßenrd  dieser  Figl  ist  gezähnt  und  bildet  auf  dem 
2.  Medianast  einen  kurzen  Schwanz.  Nur  eine  colnmbische  Art,  die  Hewitson  als  eine  PronophiJa  bekannt 
machte. 

P.  propylea  Hew.  (58  b).  Unten  sind  die  Vflgl  braun,  mit  rotbrauner  Wurzel  imd  Spitze  und  3  bräun-  propylca. 
lieh  gelben  Flecken  vor  dem  Außenrd.  Hflgl  unten  gelblichl^raun  mit  brauner  Mittelbinde  und  braunem  Rande, 
worin  eine  Reihe  weißlichgelber  Flecke  und  Punkte  steht.  Colnmbien.  Die  Art  ist  sehr  selten.  Thieme  hat 
sie  nicht  in  natura  gesehen.  Fasse  fing  ein  Exemplar  in  der  Umgebung  von  Muzo  2000  m  hoch. 


270 


DRUCINA;  BrORISTE.  Von  G.  Weymer. 


51.  Gattuiig’:  Dniciiia  Bttr. 

Vt'lgl  schmal  und  in  die  Länge  gezogen,  ihre  Spitze  weniger  nacli  liinten  gebogen  als  bei  Prohoscis,  nnd, 
mit  Ausnahme  von  orsedice,  abgerundet,  der  Außenrd  seicht  ausgeschnitten,  doch  glattrandig,  derjenige  der  Hfllg 
schwach  wellig  oder  glattrandig.  Die  Pal])en  sind  lang  und  gerade  vorgestreckt,  das  Endglied  derselben  hat 
fast  die  halbe  Länge  des  Mittelgliedes. 

h’onata.  D.  leonata  Bür.  (58  a,  b).  Das  $  ist  etwas  größer  als  das  beiderseits  abgebildete  d,  hat  den  Apical- 

teil  der  Vflgl  auf  der  Oberseite  etwas  heller  gefärbt  iind  einige  milchweiße  Flecke  liegen  im  Discus.  Auf  den 
Hflgln  setzen  sich  die  rostfarbigen  Streifen  weiter  fort  imd  zwischen  ihnen  stehen  hinter  der  Zelle  3  verloschene 
weiße  Strahlen.  Costa  Rica  (Irazu  und  Rio  Sucio),  Panama  (Vulkan  von  Chiricpii). 

chaiirpioui.  D.  chanipioni  Godm.  n.  Sadv.  Etwas  grölüer  als  die  vorige  Art.  Oben  schwarzbraun.  Vflgl  mit  einer 

submarginalen  Reilie  von  5  0  kleinen  ockergelben  Flecken,  Hflgl  mit  6  lebhaft  blauen  eiförmigen  Flecken  in 
gebogener  Reihe,  wovon  5  groß  (5 — 10  mm  lang)  und  der  letzte  am  Analwinkel  klein  ist.  Unten  sind  die  Vflgl 
l)raun  mit  grau  marmorierter  S])itze  und  4  weißen  Flecken,  die  Hflgl  grau  und  braun  marmoriert  mit  braunen 
Flecken  und  undeutlicher  dop])elter  Augenreihe.  Eine  schöne  und  seltene  Art.  Von  Champion  in  Guatemala 
(Cerro  Zunti)  entdeckt,  Kolk  Godman  und  Salvin. 

vcnemta.  D.  vciierata  Bür.  (58b,  c).  Butler  und  Staitdinger  haben  diese  Art  zur  Gattung  Pronophila  gestellt. 

Wenn  auch  die  Vflgl  nicht  so  scharf  ges]>itzt  sind,  wie  die  ülirigen  Dr  ucina- Arten,  so  scheint  mir  doch  die  schmale, 
lang  gestreckte  Gestalt  der  Vflgl  mit  ihrem  schräg  stehenden  Aid,lenrd  mehr  auf  die  Gattung  Drucina  hinzuweisen, 
wozu  sie  Thieme  gestellt  hat.  Ich  folge  daher  dessen  Anordnung.  Das  $  ist  von  dem  nach  Ober-  und  Unterseite 
abgebildeten  d'  dadurch  verschieden,  daß  der  helle  Fleck  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  nicht  weiß,  sondern  bräun¬ 
lichgrau  gefärbt  ist,  also  wenig  aus  der  Grundfarbe  hervortritt,  dagegen  ist  die  Zackenlinie  vor  dem  Analwinkel 
deutlich  weiß.  Peru,  Bolivien  (San  Antonio  und  Cillutincara). 

orsedice.  D.  orscdice  Heiv.  Die  Vflgl  sind  sjiitz,  jedoch  ist  diese  Spitze  nicht  nach  hinten  zurückgebogen.  Oben 

rotliraun.  Beide  Figl  mit  einem  roten  Fleck  in  der  Mittelzelle,  mit  2  Reihen  roter  Flecke  hinter  der  Mitte,  welche 
auf  den  Vflgln  klein,  auf  den  Hflgln  groß  sind.  Hflgl  auch  noch  mit  einigen  roten  Randflecken.  Unten  Vflgl  röt¬ 
lich,-  mit  einem  lilaßbraunen  Fleck  vor  der  Spitze  und  einigen  roten  Flecken  zwischen  den  Medianadern,  Avorauf 
eine  Reihe  von  4  schwarzen,  meist  weißgekernten  Augen  steht.  Hflgl  blaßbraun,  eine  rotbraune  Binde  vor  der 
Mitte,  dann  eine  Reihe  von  5  rotbraunen  Flecken  mit  weißen  Pupillen.  Spannweite  275  ongk  Zoll  (71  mm). 
astoreth.  Ecuador  Peru  (Huancabamba).  —  astoreth  Thieme  ist  eine  Form  von  orsedice,  bei  welcher  die  Vflgl  oben  ein¬ 
farbig  braun  sind  und  den  Hflgln  die  roten  Randflecken  fehlen.  Spannweite  00  mm.  Bolivien  (Yungas  de  la 
violacea.  Paz).  —  violacca  form.  nov.  (auf  Taf.  58  b  irrtümlich  als  orsedice  bezeichnet)  scheint  eine  der  orsedice  nahe 
stehende  Form  oder  besondere  Art  zu  sein.  Sie  zeichnet  sich  durch  die  bräunlich  violette  Grundfarbe  beider 
Figl  aus.  Alle  Ränder  und  alle  Rippen  sind  dunkelbraun  eingefaßt;  der  Vrd  der  Vflgl  und  der  Außenrd  der  Hflgl 
sind  außerdem  schmal  violettliraun  eingefal.lt.  Die  sidnnarginale  Fleckenreihe  ist  auf  der  Unterseite  hell  gekernt. 
Von  Macas  in  Ecuador.  Kolk  Niepelt. 


52.  Gattiino-:  l>ioi*isie  Thieme. 

Die  Arten  dieser  Gattung,  welche  früher  wegen  ihrer  gleichen  Gestalt  zu  Oxeoschistus  BÜr.  gestellt 
wurden,  hat  Thieme  davon  abgetrennt,  da  sie  alle  unter  sich  eine  gewisse  Aehnlichkeit  haben.  Diese  besteht 
darin,  daß  auf  der  Oberseite  grol.le  weiße  oder  hellgelbe  Flecke,  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  eine  Aveißgelbe 
Discalbinde  mit  einer  submargiiialen  Augenreihe  vorhanden  sind. 

tnuropoJis.  D.  tauropolis  Dhl.  u.  Hew.  {  =  laetifica  H'd.)  (58c).  Kenntlich  an  dem  großen,  scharf  gezackten,  gelblich¬ 

weißen  Fleck  der  Hflgl,  welclier  sich  unten  als  schmaler  Streif  bis  znm  Innenwinkel  verlängert  und  eine  Augen¬ 
reihe  einschließt,  auch  liegt  unten  noch  eine  weiße  Linie  an  der  Wurzel.  Die  Flecke  der  Vflgl  sind  auf  beiden 
cothoH.  Seiten  gleich.  Von  Mexico  über  Guatemala  bis  Nicaragua  verbreitet.  —  cothon  Salv.  ist  eine  etwas  abweichende 
Form  von  Uiuropolis.  Sie  hat  auf  den  Vflgln  3  weißgelbe  Flecke  mehr  (2  vor  der  S^iitze,  1  im  Discus),  der  Fleck 
auf  den  Hflgln  ist  größer  und  unten  ist  die  Binde,  welche  durch  die  Mittel  zelle  der  Hflgl  geht,  viel  breiter  und 
nimmt  einen  größern  Raum  der  Zelle  in  Anspruch.  Von  Costa  Rica  und  Panama. 

cothonides.  D.  cothotiides  Gr.  8m.  (58  d).  Kenntlich  an  dem  breiten,  ziegelfarbig  rotgelben  Mittelfelde  der  Hflgl, 

das  gegen  den  Ird  in  Rotbraun  übergeht.  3  kleine  schwarze  Augen  mit  weißen  Pupillen  in  der  Nähe  des  Anal¬ 
winkels.  Die  Unterseite  ist  von  derjenigen  von  cothon  nicht  auffallend  verschieden.  Das  $  ist  dem  J  ganz  gleich 
gezeichnet.  Costa  Rica  (Carthago),  Panama  (Chiricpd). 

leiicospilos.  D.  leucospilos  Stgr.  (58  c).  Vflgl  olien  fast  einfarliig  dunkelbraun,  die  Zeichnung  der  abgebildeten  Unter¬ 

seite  schlägt  nur  sehr  undeutlich  durch.  Hflgl  oben  mit  grol,lem  unregelmäßigem  weifiem  Fleck  in  der  Mitte. 
pugil.  Peru,  Ecuador.  —  pugil  Thieme  (58  c)  ist  eine  Form  von  leiicospilos,  bei  der  auf  dem  etwas  größeren  weißen 
Fleck  der  Hflgl  oberseits  ein  runder  dunkelbrauner  Fleck  liegt,  an  dessen  Stelle  auf  der  Unterseite  ein  neu  hinzu- 


CHKIMAS;  OXEOSCH I STUS.  Von  (I.  Whymer. 


271 


gekoinintvncs  fünftes  Auge  stellt.  Beim  $  sind  die  Zeielniungen  d('i'  LJntm’siüU^  auch  auf  der  Oberseite  vorhanden 
lind  ist  auch  auf  den  flflgln  der  weide  Fleck  Ins  zur  (Josta  verlängert.  Von  Bolivien  (llliinani  und  Yungas  de  la 
Paz). 


5B.  (lattiing':  C'lic^iiiiits  Thievte. 

Spitze  der  Vflgl  reeld  winkelig,  Band  der  Hflgl  schwach  wellig.  Oben  mit  grotlem,  giüblich  oder  blänlich- 
weidem  schwach  glänzendem  Fleck  auf  den  Hflgln.  Unten  fast  zeichnnngslos,  rotbraun.  Xnr  eiiu'  als  (Jxeo- 
schistus  publizierte  Art. 

Ch.  opalinus  Stgr.  (58  d).  Der  grode  silbergraue  Fleck  der  Hflgl  schillert  in  verschiedenen  ojKilnnisi. 
Farben.  Je  nach  dem  Einfall  des  Lichtes  glänzt  er  goldgelb  oder  hellblau.  Die  Unterseite  ist  ganz  rotbraun 
mit  wenig  dunkleren  Ibändern.  Hflgl  mit  dunkelliraunen  Querlinien,  einem  gelben  Mittelpunkt  und  einer  gelben 
suhmarginalen  Punktreihe.  Venezuela.  —  spoliatus  Stgr.  (58  d)  ist  eine  Form  von  opidiii.m,  bei  welcher  die 
gelben  Punkte  der  Hflgl-Unterseite  ganz  fehlen  und  der  Fleck  der  Oberseite  weniger  weid  gefärbt  ist.  Eben¬ 
falls  von  Venezuela. 

54.  (iattung:  4lxiu».sc‘lii.stiis  Btlr. 

Nachdem  die  Arten  der  vorstehenden  Gattungen  Mggoii.a,  Prohoscis,  Dioristn  und  Clteitnas,  widehe 
Butler  mit  Oxeoschistus  vereinigt  hatte,  ausgeschiedeii  sind,  enthält  diese  Gattung  nur  noch  unter  sich  ganz 
ähnliche  Arten,  die  in  folgendeiV  Punkten  übereinstimmen  :  Die  Palpen  sind  dünn  behaart,  ihr  Endglied  ist 
zugespitzt  und  ragt  etwa  um  eine  Kopfeslänge  vor.  Die  Spitze  der  Vflgl  ist  gerundet  und  tritt  nicht  nach  auden 
vor.  Der  Saum  der  Hflgl  ist  mehr  oder  weniger  stark  gewellt.  U>ie  meisten  Arten  haben  oben  eine  breite,  ziegel¬ 
farbig  rotgellie  Submarginalbinde,  Avorin  eine  Reihe  schwarzer  Eiecke  steht.  Sie  kommen  in  den  Hochgebirgen 
von  Guatemala  bis  Bolivien  vor. 

0.  pronax  Ilew.  (58  d).  Die  Binde  ist  oben  am  Vrd  der  Vflgl  wurzelwärts  umgeliogen,  woran  die  Art  ])rinia.r. 
zu  erkennen  ist.  Unten  sind  die  Vflgl  Avie  oben,  doch  die  Binde  a.m  Vrd  Avnüdlich,  die  Hflgl  rotbraun  mit  2  Reihen 
gelblich  Aveider  Flecke  vor  dem  Rande,  die  durch  die  scluvarzen  Rijipen  halbiert  sind.  DazAvischen  einige  sehr 
kleine  Augen.  Peru  und  Bolivien. 

0.  duplex  Godm.  (58  d).  Die  Binde  ist  auf  den  Hflgln  nach  auden  scharf  gezähnt  und  am  Saume  steht  duplc.r. 
eine  Reihe  rotgelber  Halbmonde.  Die  auf  der  Binde  stehenden  scliAvarzbraunen  Flecke  sind  sehr  grod.  Auf 
der  Unterseite  ist  die  Spitze  der  Vflgl  rostfarbig,  die  Binde  vorne  weid.  Auf  den  rotbraunen  Hflgln  ist  die  Binde 
an  beiden  Seiten  Aveid  eingeiädt,  eine  Aw^ide  Linie  liegt  im  Wurzelfelde  und  die  sclnvarzen  Flecke  haben  Aveide 
Pupillen.  Bolivien,  Peru. 

0.  Simplex  Pdlr.  (58  e).  Die  Binde  ist  vorne  schmal  und  hinten  breit  und  dehnt  sich  am  Ird  der  Hflgl  .simplcx. 
bis  an  den  Saum  aus.  Die  dunklen  Flecke  sind  kaum  halb  so  grod  als  bei  duplex.  Die  Abbildung  der  Unterseite 
(Taf.  58  e)  stellt  ein  $  vor.  Beim  Et  der  weide  Mittelstreif  der  Hflgl  nur  halb  so  breit.  —  I)as  Ei  hat  nach 
Fasse  die  Gröde  eines  Satyrus  (irGeG-Eies,  ist  kugelig  und  hat  eine  peiimutterartig  glänzende  Oberfläche.  Die 
Art  ist  in  Golumbien  verbreitet.  Fasse  fand  sie  schon  bei  1200  ni,  aber  auch  noch  in  Höhen  von  2500  m.  Nach 
Godman  kommt  sie  auch  in  Ecuador  vor. 

0.  puerta  Westw.  (58  e)  unterscheidet  sich  von  simplex  dadurch,  dad  die  rotgelbe  Binde  nach  A'orne  pKcrUi. 
weniger  an  Breite  abnimmt,  auf  den  Hflgl  aber  nicht  bis  an  den  Saum  herantritt.  Dagegen  reicht  der  braune 
Audenrd  bis  zum  AnalAvinkel.  .Die  Zahl  und  die  Gröde  der  liraunen  Elecke  variiert.  Heavitson  gibt  die  Zahl 
der  Vflgl-Flecke  auf  4,  der  Hflgl-  auf  7  an,  bei  dem  abgebildeten  Exemplar  sind  davon  nur  AA'eihge  Amrliaiiden. 

Unten  sind  die  braunen  Flecke  auf  den  Vflglii  sehr  klein,  die  Hflgl  denen  von  siuigdex  ähnlich.  Golumbien, 
Venezuela,  Costa  Rica.  —  submaculatus  Btlr.  (58  e)  ist  eine  Form  von  puerUp  bei  der  die  rotgelbe  Binde  auf  .suhiiKindd- 
den  Hflgln  besonders  breit  ist  und  sich  Avie  bei  sitnplex  bis  zum  Anahvinkel  ausdehnt,  auf  den  Vflgln  aber  sehr 
schmal  Avird  und  sich  vorne  in  kleine  Flecke  auflöst.  Statt  der  liraunen  Flecken  zeigen  sich  auf  den  Hflgln 
nur  ein  Paar  Punkte  am  Anahvinkel,  auf  den  Vflgln  fehlen  sie  ganz.  Unten  ist  der  proximale  Teil  der  ^  flgl 
sehr  dunkel.  Von  Costa  Rica.  —  pervius  T/cfewe  ist  eine  der  subiuaculatus  ähnliche  Form,  die  beträchtlich  grötler  pariius. 
ist  und  deren  Binde  auf  den  Vflgln  breiter  und  nicht  in  Flecke  aufgelöst  ist.  Aus  der  Pro\’'inz  Cauca  in  Colum¬ 
bien. 

0.  isolda  Thieme  ist  an  der  dunkel  mahagoniroten  Binde  zu  erkennen,  Avelche  diesellie  Gestalt  Avie  bei  ä-oW«. 
puerta  hat,  also  den  Außenrd  der  Hflgl  nicht  berührt.  Die  auf  dieser  Binde  liegenden  Fleeke  sind  sehr  klein 
oder  fehlen,  besonders  auf  den  Vflgln.  Die  Unterseite  ist  der  \mn  puerta  ähnlich,  doch  ilie  Zeichnungen  matter, 
die  Augen  kleiner  und  nicht  gelb  eingefaßt.  Beim  $  ist  die  Färbung  der  Oberseite  etAV'as  heller.  Ecuador  (iMirador), 
(Haensch). 


272 


PR(3N0PHILA.  Von  G.  Weymer. 


protogenui . 

curyphilc. 

/lilarii.s. 


fhiunifhv^. 

intcrcidoiia. 

(Jcvcrm. 

uss(()'hitd- 

don. 

ihck'hc. 

ohscura. 

lhelchi)i<(. 

hrcnnuts. 


0.  protogenia  Hew.  (59  a).  Die  le])]iaft  rotgelbe  Binde  der  Oberseite  ist  auf  den  Hflgln  besonders  breit 
und  flie  braune  Fleckenreihe  darin  ist  vollzälilig.  Unten  fehlt  auf  den  Hflgln  die  Wurzelquerlinie,  woran  die 
Art  kenntlich  ist.  Goluinbien,  Ecuador,  Peru,  Bolivien. 

0.  euryphile  Bür.  (=  eurqdiyle)  (59  a.  Oberseite.  Die  Bezeichnung  U  auf  der  Tafel  ist  unrichtig). 
Kenntlich  an  der  hellgelben  Farbe  der  Binde,  welche  nur  auf  der  Oberseite  in  ihrem  distalen  Teile  etwas  ins 
Botgelbe,  auf  der  Unterseite  aber  ins  Weiße  übergeht  und  auf  den  Vflgln  ganz  in  Flecke  aufgelüst  ist.  Unten 
haben  die  Vflgl  4  Augen  und  vor  der  8]ntze  mehrere  weiße  Flecke,  die  Hflgl  im  proximalen  Teil  einige  helle 
Zeichnungen  und  nach  außen  eine  Reihe  von  Augen.  Von  Costa  Rica  (Irazu),  Panama  (Chiriqui). 

O.  liilarus  Bdt.  Statt  der  Binde  sind  hier  auf  der  Oberseite  2  Reihen  kleiner,  unregelmäßig  gestellter, 
rotgelber  Flecke  auf  l)eiden  Flgln  vorhanden.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  sind  die  Flecke  weiß  und  zum  Teil 
})aarweise  miteinander  verbunden.  Zwischen  ihnen  liegen  schwarze,  rotgelb  eingefaßte  Flecke.  Auf  den  braunen 
Hflgln  sind  alle  Rippen  weiß,  2  schwefelgelbe  Querbinden  ziehen  durch  die  Mitte,  wodurch  eine  gitterförmige 
Zeichnung  entsteht.  Eine  weiße  Zackenlinie  liegt  noch  am  Rande.  Guatemala  (Vulcan  von  Fuego,  Cerro  Zunil, 
Purida).  Mexico  (Xantipa  und  Omilteme  in  Guerrero). 

55.  Gattung':  Pi*oii4»|>lill2i  Westw. 

Von  der  großen  Zahl  der  von  Westwood,  Hewitsün,  Felder  und  Andern  abgebildeten  und  beschrie¬ 
benen  Proiio phiJd- Art^n  werden,  infolge  der  von  Butler  vorgenommenen  Aufteilung,  nur  noch  wenige  als 
in  diese  Gattung  gehörig  betrachtet,  und  zwar  nur  diejenigen,  welche  den  zwei  ersten  von  Westwood  aufge¬ 
führten  Arten  (thelebe  und  conlillerd)  in  Gestalt  und  Zeichnung  ähnlich  sind.  Der  größte  Teil  der  übrigen  bildet 
die  jetzige  Gattung  Peddliodes  Btlr.  (Seite  250).  Die  Prono plüld,- Arien  (im  engeren  Sinne)  haben  breite  Figl, 
die  Hflgl  sind  fast  kreisrund  mit  mehr  oder  weniger  welligem  Saum,  der  Ird  der  Vflgl  ist  verhältnismäßig  lang, 
ihr  Äußernd  steht  daher  steil,  nicht  schräg,  und  ist  fast  gerade.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  haben  fast  alle 
eine  Reihe  schwarzer  Augen  mit  blauen  Pu])illen;  die  Oberseite  ist  schwarzbraun,  teils  einfarbig,  teils  mit 
weißen,  !)räunlichroten  oder  graubraunen  Flecken  vor  der  S})itze  der  Vflgl.  Es  sind  meisteiis  ziemlich  große 
Schmetterlinge,  die  der  hochandinen  Fauna  von  Zentral-Amerika  bis  Bolivien  angehören. 

P.  timanthes  Sidv.  (59  a  Ober-  und  FTnterseite).  Die  schwarzen  Flecke,  welche  oben  auf  den  bräunlich- 
roten,  langen  Ellipsen  stehen,  führen  auf  der  Unterseite  blaue  Pupillen.  Von  Costa  Rica  (Irazu),  Panama 
(Chiriqui).  —  intercidona  Thienie  (59  a)  kann  vielleicht  als  eine  Form  von  tiniduthes  betrachtet  werden,  bei 
der  die  innere  Hälfte  der  Elli])scn  fehlt,  mit  Ausnahme  der  vorderen,  und  diese  Flecke  leuchtend  goldbraun 
gefärbt  sind.  Zuweilen  liegt  zwischen  dem  2.  und  3.  Medianast  noch  ein  roter  Fleck.  Von  Ecuador.  (Santa  Inez). 

P.  deverra  Thione  liat  vor  dem  Außenrd  der  Vflgl  eine  Reihe  hell  rötlicher  Flecke,  von  denen  die  vor¬ 
deren  etwas  größer  sind.  Die  Unterseite  gleicht  der  von  Proii.  thelebe  (59  b),  besonders  die  Hflgl.  Auf  den  Vflgln 
ist  die  Fleckejibinde  weiter  bis  zum  Ird  fortgesetzt,  ist  al»er  nicht  weiß,  sondern  hat  die  hellrötlichbraune  Farbe 
der  Oberseite.  Von  Ecuador. 

P.  assarhaddon  Thiente  (=  rosenbergi  L(dhji)  (59  b).  Oben  sclnvarzbraun,  an  der  Wurzel  etwas  heller, 
die  Vflgl  mit  derselben  weißen  Fleckenbinde  wie  auf  der  abgebildeten  Unterseite.  Hflgl  nur  mit  weißen  Fransen¬ 
spitzen  zwischen  den  Rip])en.  Ecuador  (Santa  Lucia).  (Haensch). 

P.  thelebe  Dbl.  u.  Heiv.  (59  b)ist  die  bekannteste  Art  der  Gattung.  Die  weißen  Flecke  der  Oberseite  vari¬ 
ieren  an  Zahl,  Größe  und  Umriss.  Exemplare  aus  Peru  und  Bolivien  sind  reichlicher  weiß  gefleckt,  als  die 
aus  mehr  nördlich  gelegenen  Gegenden.  Das  ^  bat  viel  blässere  braune  Grundfarbe  der  Oberseite  und  die  Hflgl 
sind  stärker  gezähnt.  Venezuela,  Columbien,  Ecuador,  Peru,  Bolivien.  —  obscura  Btlr.  ist  wahrscheinlich  eine 
thelebe-Yorm.  Nach  der  BuTLER’schen  Diagnose  ist  die  Färbung  der  Oberseite  wie  bei  thelebe.  Man  muß  also 
annehnien,  daß  die  Oberseite  weiße  Flecke  auf  den  Vflgln  hat.  Die  Unterseite,  welche  Butler  abbildet,  zeigt 
aber  keine  solche  Flecke,  nur  die  Flglspitze  ist  weißlich.  Die  4  schwarzen  Augen  mit  hellblauen  Pupillen  liegen 
im  Discus  in  gerader  Reihe  auf  dunklem  Grunde.  Die  Hflgl  sind  unten  fast  gerade  so,  wie  unsere  Abbildung 
von  thelebe  Taf.  59b.  Venezuela.  2  Exemplare  im  Brit.  Museum.  —  thelebina  Thieme  (59  b),  eine  weitei’e  Form 
von  thelebe,  etw^as  kleiner  und  mit  kleineren  weißen  Flecken,  nur  der  vmrdere  hat  tlieselbe  Länge  vvde  bei  thelebe 
und  führt  oben  an  seinem  innern  Ende  einen  schwarzen  Punkt.  Die  Hflgl  sind  glattrandig.  Auf  der  L^nterseite 
sind  die  Augen  und  die  roten  Punkte  undeutlich,  ebenso  undeutlich  ist  die  Zeichnung  der  Hflgl.  Columbien 
(Rio  Dagua),  Peru  (Chanchamayo),  Bolivien  (Yungas  de  la  Paz). 

P.  brennus  Thienie  (59  c  Ober-  und  Unterseite).  Die  fahlbraune  Fleckenreihe  der  Oberseite  ist  zuvv-eilen 
schmutzigvv'^eil.l  oder  rötlich;  zuweilen  erscheint  oben  auch  an  der  proximalen  Seite  des  vorderen  dieser  Flecke 
noch  ein  rotgelbes  Fleckchen.  Beim  $  ist  die  Grundfarbe  nicht  so  tief  sclnvuirzbraun  wie  beim  ‘^^e  Augen¬ 
reihe  der  LTnterseite  zeigt  sich  daher  zuweilen  beim  $  auch  auf  der  Oberseite,  wie  dies  l)ei  einem  der  von  Fasse 
gefundenen  Exemplare  der  Fall  war.  Bisher  nur  im  westlichen  Columbien  gefunden,  im  Cauca-Tal  von  H.vhnel, 
Popayan  und  Rio  Dagua  von  Kalbreyer,  Rio  Agnatal  von  Fasse. 


ÄHsr/ei/eben  15.  V.  1912. 


CORADES.  Von  (I.  Weymer. 


273 


P.  orclius  Hew.  (=  orcus  ßUr.)  (5!)  c).  Oben  (hnikeHn’.nin  mit  vi(n'  kic'inoii  gruucn  EIccdvcn  vor  der  iS})ilz(:  orduM. 
der  Vflgl.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Art  daran  kenntlicli,  dal.)  nudirei'e  weiße  l^’lc'cke  vor  d(‘r  Spitze  und  ein 
rotgelber  Fleck  in  der  Mitte  der  Vflgl  stehen  und  am  Analwinkel  der  lü'lgl  auf  weißem  (frunde  (‘ine  feine  s(d)warze 
Zackenlinie  liegt.  Columbien. 

P.  cordillera  Weslw.  (5!>c).  Oben  braun,  Hflgl  und  Apex  der  Vflgl  mit  scliwach(‘m  rötlielibrauneni  Clanze.  ronl'illcra. 
Die  schöne  Art  ist  kenntlich  an  der  kastmiienroten  VVurzelhälfte  der  Unterseite  der  Vflgl.  Von  Bolivien. 

P.  orcus  Ldtr.  (—  orchamus  (rodl.,  porsenna  Hew.)  (bO  a).  Oben  einfarbig  dunkelbraun,  nur  di(>  Spitze  orni.s. 
der  Vflgl  etwas  lichter.  Dei'  Saum  der  Hflgl  ist  schwach  wellig.  Das  etwas  größere  $  (Spannweite  7S  mm) 
ist  etwas  heller  braun  und  hat  oben  auf  den  Vflgln  4  schwarze  runde  Flecke,  die  in  ihrer  Lage  dcji  Augen  der 
Unterseite  entsprechen.  Diese  Flecke  stehen  in  einem  gelblich  braunen  Hofe.  Statt  der  graidu'aunen  Färbung 
des  ist  beim  ^  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  hellrötlichbraune  C-rundfarbe  vorhanden,  ebenso  am  Äußernd  der 
Vflgl.  Die  dunklen  Zeichnungen  haben  alle  dunkelrotbraune  Färbung.  Columbien.  Fasse  fing  die  Art  in  beiden 
Geschlechtern  am  Alto  de  los  Ances  in  2200  m  Höhe  und  am  Quindiu-Paß  (2000  ni).  —  locuples  7V/.feme  ist  lomple-'i. 
eine  Form  von  orcus,  bei  der  anf  der  Unterseite  der  Vflgl  ein  zweites  rotgell)es  Fleckchen  in  der  Nähe  der  Costa 
liegt.  Auf  der  Oberseite  ist  die  heller  braune  Spitze  durch  einen  braunen  Saum  vom  Außenrd  zurückgedrängt. 

Von  Bolivien.  —  nepete  Thieuie,  eine  weitere  Form  von  orcus,  welche  auf  der  Oberseite  eine  hellgelbbraune  ncpck. 
Fleckenbinde  mit  leichtem  Goldglanz  hat,  die  von  der  Costa  l)is  Mediana  2  reicht  und  sich  auch  auf  der  Unter¬ 
seite  als  bräunlich  weißes  Feld  markiert.  Sonst  ist  die  Unterseite  nicht  von  orcus  verschieden.  Von  Peru  (Chan- 
ehamayo).  ■ —  Eine  dritte  Form  ist  parallela  Thieme.  Bei  ihr  stehen  die  4  Augen  der  Vflgl -Unterseite  in  gerader  pcrallcla. 
Linie  untereinander,  mit  dem  Außenrd  parallel  und  sind  unter  sich  gleich  groß,  auch  ist  das  vorletzte  Auge 
beiderseits  rot  eingefaßt.  Von  Venezuela  (Valencia). 

P.  variabilis  Btlr.  ist  der  orcus  Latr.  {porsenna  Hew.)  verwandt.  Oben  mit  grünem  und  rötlichem  Bronze-  varmbilis. 
glanz,  ohne  weiße  Flecken,  aber  mit  3  dunklen  Flecken  am  A])ex  der  Vflgl  und  2  oder  3  ähnlichen  Flecken  am 
Analwinkel  der  Hflgl.  Unten  fehlt  der  rotgelbe  Fleck  der  Vflgl,  die  Hflgl  sind  weißlicher,  die  Binden  an  der 
Wurzel  und  in  der  Mitte  dunkler,  mit  8  weißgekex’iiten  und  helleijigefaßteji  Augen,  und  einem  breiten  braunen 
Rande,  der  innen  lilafarbig  eingefaßt  ist.  Von  Peru. 

P.  epidipnis  Thieme  (60  a).  Olxen  einfarbig  braun.  Unten  der  orchus  Heio.  ähnlich,  doch  ist  die  Grund-  epidipnls. 
färbe  der  Hflgl  überall  hellgrau  ohne  Weiß,  nur  zeigt  sich  in  gewisser  Richtung  ein  leichter  Silberglanz.  Die 
Mittelbinde  ist  fast  gerade.  Von  Merida  in  Venezuela. 

P.  lucumo  Thietne.  Eine  große  Art.  Der  Vrd  der  Vflgl  ist  etwas  länger,  der  Außenrd  steht  daher  schräger  lucumo. 
als  bei  den  andern  Arten.  Hflgl  stark  gezähnt,  ihr  Außenrd  in  der  Mitte  etwas  vorgezogen.  Oben  dunkelbraun, 
vor  der  Spitze  etwas  heller.  Unten  der  orchus  Hew.  ähnlich,  doch  ohne  den  rotgelben  Fleck  der  Vflgl.  Auf  den 
Hflgln  ist  die  dunkle  Mittel  binde  am  Vrd  beiderseits  weiß  eingefaßt;  am  Ird  liegt  hinter  derselben  ein  großer 
weißer  Fleck.  Von  Vilcanota  in  Peru.  Kolk  Staudinger  im  Kgl.  Museum  in  Berlin. 

P.  colocasia  Thieme  ist  eine  der  vorigen  ähnliche,  oben  einfarbig  braune  Art  und  unterscheidet  sich  colocasia. 
von  ihr  dadurch,  daß  die  Mittelbinde  der  Hflgl  auf  der  Unterseite  breiter  ist,  auf  silbernem  Grunde  scharf  be¬ 
grenzt  steht,  wurzelwärts  umgebogen  ist  und  den  Ird  nicht  erreicht.  Der  obere  Teil  des  Außenrdes  dieser  Figl 
ist  breit  rostfarbig  eingefaßt.  Von  Rioja  in  Peru.  Kolk  Staüdinger  im  Kgl.  Museum  in  Berlin. 

56.  Gattung';  Dbl.  u.  Hew. 

Die  Arten  dieser  Gattung  sind  auf  den  ersten  Blick  an  der  gestreckten  Gestalt  der  Hflgl  zu  erkennen, 
deren  Analrand  in  fast  schnurgerader  Linie  in  einen  langen  Schwanz  ausläuft,  der  vom  ersten  Medianast  ge¬ 
bildet  wird.  Infolgedessen  sind  die  Irdszellen  sehr  schmal.  Nur  bei  einzelnen  Arten  ist  der  Schwanz  kürzer.  Der 
Außenrd  der  Vflgl  ist  glattrandig  oder  gerundet,  derjenige  der  Hflgl  ebenfalls  glatt  oder  schwach  wellig.  Die 
Costalrippe  der  Vflgl  ist  an  der  Wurzel  angeschwollen.  Zwei  Subcostaläste  entspringen  vor  dem  Ende  der  Zelle 
der  Vflgl.  Die  Mitteldiscocellularis  bildet  auf  beiden  Flgln  einen  Winkel  nach  innen,  aus  dem  ein  zurücklaufendes 
Aestchen  entspringt.  Die  ziemlich  langen  Palpen  und  die  Augen  sind  fein  behaart.  Es  sind  mittelgroße  Falter 
mit  einfarbig  schwarzbraimer  oder  teilweise  rotbrauner  oder  gelbbrauner  Oberseite,  auf  der  zuweilen  gelbe 
oder  weiße  Flecke  stehen.  Die  Unterseite  ist  öfter  hell  und  dunkel  marmoriert,  in  welcher  Färbung  dann  die 
Hflgl  mit  der  Spitze  der  Vflgl  übereinstimmen.  Zuweilen  sind  silberglänzende  Streifen  vorhanden.  Ihr  Verbrei¬ 
tungsbezirk  umfaßt  die  Anden  von  Venezuela  bis  Bolivien,  mir  eine  Art  kommt  noch  in  Nord-Argentinien  vor. 

Üeber  die  vertikale  Verbreitung  lauten  die  Angaben  verschieden.  Die  Höhe,  in  welcher  Goraife^-Arten  fliegen, 
gibt  Bürger  in  seinen  ,, Reisen  eines  Naturforschers“  auf  500  m  bis  2800  m  an,  während  nach  Thieme  ihr  Vorkom¬ 
men  nur  auf  besonders  hohe  Lagen  beschränkt  ist  und  Fasse  den  niedrigsten  Fundort  auf  1400  m,  den  höchsten 
auf  über  3500  m  angibt.  Sie  fliegen  stets  einzeln  und  sind  nicht  häufig. 

C.  pannonia  Hew.  (=  ichthya  H.  Schaff,  $  —  fhiminalis  Btlr.).  Oben  einfarbig  braun.  Unten  Vflgl  braun  pannonia. 

V  35 


274 


CORADES.  Von  G.  Weymek. 


]iloa.s. 


doin'nia. 


(mjcrddiu. 


utckunu. 


cybcle. 

soniploia. 

fjisciplaga. 


vicdeha. 

coh(»ibi)ia. 


sarcba. 


chironc. 


idcuHi. 


l  ripunctata. 


mit  Silbei'striclielchen  an  der  8j)itze  und  3  roten  Flecken  im  Discus.  Hflgl  ganz  silbergestrichelt,  mit  einer 
breiten  gelben  Binde  durch  die  Mitte.  Als  $  von  ■pcinnonia  kann  wohl  fluminalis  Btlr.  l)etrachtet  werden.  Auf 
der  braunen  Oberseite  liegen  2  weihe  Flecke  an  der  Costa  und  3  rotgelbe  zwischen  bezw.  neben  den  Medianästen. 
Hflgl  mit  3  rostfarbigen  Strichen  zwischen  den  Adern.  Unten  haben  die  Vflgl  blässere  Flecke.  Hflgl  ockergelb, 
ku])ferbraun  gestrichelt,  mit  kupferbrauner  Mitteh  und  Randbinde.  Venezuela.  Butler  gibt  das  Vaterland 
seiner  flumimilis  nicht  an.  —  ploas  Thieme  (59  d)  ist  die  columbische  Form  von  pnnnonia.  Bei  ihr  sind  die  3 
rotbraunen  Flecke  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  sehr  verdunkelt  und  kaum  sichtbar,  die  Hflgl  haben  statt  der 
breiten  gelben  eine  grausilberne  Binde,  die  aber  stark  von  braunen  Strichelchen  überdeckt  ist.  Das  von  Fasse 
gefundene  $  unterscheidet  sich  vom  ^  durch  2  kleine  bräunlich-weiße  Fleckchen  auf  der  braunen  Oberseite 
amVrd  liegend,  das  eine  9,  das  andere  17  mm  von  der  Spitze  entfernt,  letzteres  zweiteilig.  Spitze  und  Außenrd 
sind  breit  heller  gefärlrt.  Die  Unterseite  ist  dem  gleich  gefärbt,  nur  ist  die  weiße  Farbe  etwas  stärker 
aufgetragen.  —  Eine  2.  Form  des  $  (domina  form,  nov.)  (59  d)  hat  außer  den  2  etwas  deutlicheren  weißen  Flecken 
auf  der  Oberseite  der  Vflgl  noch  eine  Reihe  von  4  rotgelben  und  auf  den  Hflgln  eine  Reihe  von  rotbraunen 
Flecken,  sowie  darunter  einen  rotbraunen  Streifen,  der  bis  vor  die  Schwanzspitze  zieht.  Auch  ist  der  Außenrd 
schmal  rotbraun  eingefaßt.  Die  Unterseite  ist  der  erstem  weiblichen  Form  ähnlich.  Columbien  (Alto  de  las 
Cruces)  2400  m,  West-Cordillere.  Das  Ei  von  ploas  ist  nach  Fasse  etwas  größer  als  das  Ei  von  Pap.  machaon, 
l.)ombenförmig,  beinweiß,  an  der  Basis  glatt,  sonst  mit  vielen  Poren  versehen. 

C.  argentata  Btlr.  (=  pannonia  Heiv.  part.)  (59  d).  Oben  braun,  nach  aid.len  heller.  Unten  Vflgl  mit  3 
goldbraunen  Flecken.  Hflgl  mit  dunklem  Wurzel-  und  Mittelfeld,  welche  vorn  durch  eine  kurze  Silberlinie  ge¬ 
trennt  und  außen  von  einer  etwas  gebogenen  Silberlinie  eingefaßt  sind.  Von  Bolivien. 

C.  nielania  Stgr.  Die  Schwänze  sind  etwas  kürzer,  die  Oberseite  einfarbig  glänzend  bronzel)raun.  Auf 
der  dunkelbraunen  Unterseite  haben  die  Vflgl  ein  weil.lliches  Fleckchen  zwischen  dem  ersten  und  zweiten  Median¬ 
ast,  das  zuweilen  fehlen  kann.  Die  Hflgl  sind  ganz  mit  feinen,  kurzen,  silbernen  Querstrichen  überzogen,  so  daß 
die  dunkle  Mittelbinde  kaum  zu  erkennen  ist.  Bolivien. 

C.  cybele  Btlr.  (OOb).  Oben  einfarbig  schwarzbraum  Unten  ist  die  Art  kenntlich  an  dem  goldbraunen, 
hammerähnlichen  Fleck  der  Vflgl.  Columbien.  —  seniiplena  Thieaie  ist  eine  Form,  bei  der  auf  der  Unterseite 
der  Vflgl  die  hintere  Hälfte  der  Zelle  längs  der  Mediana  goldbraun  ausgefüllt  ist.  Peru.  —  fusciplaga  ß/b'.  ist 
wohl  eine  weitere  Form  der  cybele,  bei  der  an  Stelle  des  goldbraunen  Hammerflecks  ein  kleines  hellbraunes 
Fleckchen  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  steht.  Nach  Butler  ist  die  Oberseite  der  von  sweha  ähnlich.  Von  Peru. 

C.  niedeba  Hew.  (60  a)  hat  kürzere  Schwänze  und  beim  einfarbig  braune  Oberseite.  Auf  der  Unter¬ 
seite  kenntlich  an  dem  rotgelben  Längsstreifen  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl  und  einigen  gleichen  Flecken  dahinter 
im  Discus.  I>as  9  hat  aid'  der  Oberseite  eine  Reihe  kleiner,  verloschener,  rötlicher  Flecke  auf  den  Vflgln  und 
auch  einige  solche  Flecke  im  Discus  der  Hflgl.  Von  Columbien  bis  Bolivien.  —  colunibina  Stgr.  (60  b)  ist  eine 
n/edebu-Form,  bei  der  an  Stelle  des  rotgelben  Längsstreifens  der  Unterseite  nur  ein  kleiner  Fleck  steht.  Kommt 
nicht  allein  in  Columbien,  sondern  auch  in  Bolivien  unter  der  Stammform  vor. 

C.  sareba//eu’.  (=  melusina  Stgr.  i.  I.)  (60b)  ist  kenntlich  an  der  bräunlich  gelben  Wurzelhälfte  der  Vflgl 
aid'  der  Unterseite.  Auf  der  dunkelbraunen  Oberseite  zeigt  sich  anf  den  Vflgln  eine  undeutliche  submarginale 
Reihe  etwas  hellerer  Flecke.  Von  Bolivien. 

C.  chirone  Hew.  (9  =  laminata  ß//r.)  ((^  60a  Unterseite,  auf  der  Tafel  irrtümlich  als  bezeichnet, 

9  59  (1  Oberseite).  Das  S  ist  oben  einfarbig  braun.  Unten  von  uleitui  dadurch  verschieden,  daß  in  der  hintern 
Hälfte  der  Vflgl  nur  2,  l)ei  aber  3  hellgelbe  Flecke  liegen,  und  daß  auf  den  Hflgln  die  helle  Binde  zwischen 

Wurzel  und  Mitte  nur  bis  an  die  Mediana  reicht,  während  sie  bei  ulema  bis  nahe  an  die  SchwanzAvurzel  läuft. 
Das  9  (laminata  Btlr.)  hat  oben  eine  submarginale  Reihe  gelbbrauner  Flecke  auf  den  Vflgln,  die  sich  im  vorderen 
Teil  der  Hflgl  zu  einer  breitem  Halbbinde  vereinigen.  Unten  ist  die  Zeichnung  dem  abgebildeten  S  ähnlich, 
nur  stehen  am  Innenwinkel  der  Vflgl  3  größere,  ockergell)e  Flecke  an  Stelle  der  2  beim  S-  Hflgl  sind  im 
Whirzel-  und  Mittelfelde  heller  marmoriert  und  statt  des  ockergelben  Streifens  im  Innern  der  silbeinveißen 
Binde  liegt  hier  ein  braun  und  weiß  marmorierter  Streifen.  Beide  Geschlechter  dieser  bislier  in  den  Sammlungen 
wenig  verbreiteten  Art  wurden  von  Fasse  auf  dem  Monte  Socorro  in  3500  m  Höhe  (Columbien)  im  Juli  gefunden. 

C.  ulema  Hew.  (59d  Unterseite,  auf  der  Tafel  irrtümlich  als  chirone  S  bezeichnet).  Nach  Hewitson 
ist  die  Oberseite  einfarbig  Ijraun,  das  hier  al)gebildete  Exemplar  ist  ebenfalls  braun,  hat  aber  überall  rotbraunen 
Glanz  ohne  Spur  einer  Binde.  Die  Exemplare  mit  deutlicher  heller  Submarginalbinde,  welche  Thieme  erwähnt, 
bilden  also  Uebergänge  zur  Form  tripunctata.  Unten  der  chirone  ähnlich,  die  Unterschiede  sind  oben  bei  chirone 
angegeben.  Das  9  hat  auf  der  Oberseite  eine  submarginale  Reihe  von  rotbraunen  Flecken  auf  den  Vflgln,  eine 
solche  schmale  zusammenhängende  Binde  auf  den  Hflgln.  Aid'  der  Unterseite  liegen  4  rotgelbe  Flecke  im  hintern 
Teil  der  Vflgl,  auf  den  Hflgln  ist  die  erste  Binde  vorn  weiß,  hinten  mit  braunen  Schuppen  bestreut,  daher  un¬ 
deutlich,  die  äußere  Binde  ist  hellockergelb,  wurzelwärts  weiß  eingefaßt  und  auf  ihr  stehen  3  feine  schwarze 
Punkte.  Von  Bolivien  und  Peru  (Huancabamba,  Limbani).  ■ —  tripunctata  Weyrn.  ist  eine  Form  von  ulema 


]>ANAI«mM  Von  G.  Weymkr. 


Z  I  :> 


Hew.,  bei  der  sich  ira  männlichen  Geschleclit  eine  Reihe  l)räunlichrotgell)er  Flecke  auf  der  fiherseite  fler  V'tigl 
vomVrd  zum  Ird  zieht  und  sich  als  zusammenhängende,  vorn  breite,  liinteji  s])itz  zulaul'ende  Binde  l)is  zum  Innen¬ 
winkel  der  Hflgl  fortsetzt.  3  runde,  kleine  schwarze  Flecke  stehen  im  voi-dern  Veil  dei’  HUgl  auf  die.ser  Binde. 

Die  Unterseite  ist  der  von  vletii.n  ähnlich,  doch  sind  die  Binden  viel  reiner  weiß  gefärbt  und  breiter.  Rei’u  (Ruente 
de  8igsi  im  Tal  des  Rio  Sonchi  2500  m,  Juni  [Stübel]). 

C.  albomaculata  Sfgr.  (60  a).  Kenntlich  an  dem  trübweißen,  2-  oder  Jteiligen  Apiealfleek  der  Oberseite 
der  Vflgl.  Unten  der  phxts  ähnlich.  Das  $  ist  etwas  größei'  als  das  und  hat  eiium  kleinen  weißen  Fleck 
an  der  Costa  mehr.  Unten  sind  die.  S])itze  und  der  Außenrd  der  Vflgl  stärker  silberweiß  bezeichnet  als  beim  r^. 

Bolivien  und  Nord-Peru. 

C.  cistene  Ilew.  (60  b).  Oben  braun  mit  6  kleinen  goldbraunen  Flecken  in  stark  geschwungener  Reihe  cMrn^’. 
auf  den  Vflgln,  und  undeiitlichen  Flecken  auf  den  Hilgln,  die  kaum  aus  der  Gnmdfarbe  hervortreten.  Unten 
ist  die  Art  kenntlich  an  der  aid'fallenden  Gestalt  der  braunen  Mittelbinde  der  Hflgl  (vgl.  Abbildung).  Bolivien. 

—  dymantis  Thieme  (=  callij)olis  Stgr.)  ist  eine  Form  von  cistene,  bei  der  auch  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  (Ii/hkihUs. 

2  oder  3  kleine  goldbraune  Flecke  auftreten.  Von  Venezuela,  Columbien  und  Ecuador.  —  Bei  der  Foim 
generosa  TJiieme  (=  peruviana  Stgr.)  (60  b)  sind  die  goldbraunen  Flecke  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  größer  (ji’neroxi. 
und  über  die  Hflgl  läuft  eine  aus  zusammenlüOigenden,  goldlu’aunen  Flecken  bestehende  Halbbinde.  Vü)!!  Peru. 

C.  enyo  Heic.  (=  auriga  H.-Schäff.)  (60  c)  zeiclmet]  sich  durch  die  fast  ganz  goldbraune  Oberseite  myo. 
der  Hflgl  aus,  welche  Färbung  sich  auch  über  die  Wurzel  der  Vflgl  erstreckt.  Die  Unterseite  ist  der  von  atnio 
(vergl.  Abbildung  Taf.  60  c)  in  der  Zeichnung  älndich,  nur  sind  die  8pitzeji  der  Vflgl  und  die  ganzen  Hflgl 
hell  weißgrau  gefärbt,  und  die  2  Mittelstreifen  der  Hflgl  ganz  schmal  braun  und  aid.fen  weiß  eingefaßt.  Aus  den 
Bergen  von  Caracas  in  Venezuela.  Diese  Form  ist  meistens  nur  noch  in  älteren  Sammlungen  vertreten.  J)ie 
in  der  neueren  Zeit  fälschlich  unter  dem  Namen  enyo  in  den  Sammlungen  verbreitete  columl)ische  Form  ist  viel 
dunkler  und  trägt  den  Namen  almo  Thieme  (60  c).  Die  Hflgl  sind  oben  dunkelbraun,  nach  außen  kastanien-  atmo. 
rotbraun,  unten  dunkel  graubraun  marmoriert.  Das  ebenfalls  abgebildete  $  hat  auf  den  Hflgln  eine  goldbraune 
Submarginalbinde  und  auf  der  Unterseite  ist  der  größte  iTeil  des  Außenrds  beider  Figl  breit  goldbraun 
gefärbt.  Columbien,  Ecuador,  Peru,  Bolivien. 

C.  chelonis  Heiv.  (60  d).  Der  vorigen  ähnlich,  aber  auf  den  Vflgln  stehen  nur  3  größere  Flecke.  Unten  chclonm. 
sind  die  2  Apicalflecken  weiß.  Beim  $  hängen  diese  Apicalflecken  oben  zusammen  und  ist  der  hintere  Fleck 
zwischen  den  Medianadern  3  mal  so  groß  als  beim  (^.  Columbien  ( Quindiu  Paß  und  Canon  del  Tolima  2500  m) 

(Fasse).  —  rubeta  Thieme,  eine  Form  von  chelonis,  hat  mehr  gerundete  Hflgl  und  kürzere  Schwänze,  auf  den  ruheta. 
etwas  breiteren  Vflgln  steht  zuweilen  ein  4ter  kleiner  goldbrauner  Fleck  am  Ird.  Von  Merida  in  Venezuela. 

—  Die  Form  lactefusa  Thieme  hat  die  Unterseite  der  Hflgl  ganz  milchweiß  gefärbt,  nur  eine  dünne  braune  Linie  lurtcfKsa. 
zieht  mitten  durch  den  Figl.  Von  Ecuador. 

C.  iduna  Hew.  (60  d,  irrtümlich  als  marginalis  liezeichnet).  Die  Vflgl  sind  der  chelonis  ähnlich,  die  3  uluna. 
Flecke  sind  aber  nicht  goldl)raun,  sondern  weiß.  Im  vordei'en  Teil  der  Hflgl  liegt  ein  großer  lebhaft  rotgelber 
oder  goldbrauner  Fleck,  der  den  Aidlenrd  nicht  erreicht.  Von  Bolivien.  Bei  der  Form  marginalis  Btlr.  (mar-  nuirqimüis. 
ginata  Ky.)  erreicht  der  goldbranne  Discalfleck  den  Außenrd.  Von  Peru  (Huancabamba  und  Cushi). 

C.  peruviana  Btlr.  (60  d)  wurde  früher  als  Varietät  von'  idnna  betrachtet.  Nach  Thieme  ist  es  besondere  peruviana. 
Art.  Der  weiße  Fleck  zwischen  den  Medianästen  der  Vflgl  ist  nicht  zweiteilig  wie  bei  iduna,  sondern  besteht 
nur  aus  einem  Fleck  zwischen  dem  ersten  und  zweiten  Medianast.  Die  Hflgl  sind  am  Analwinkel  länger  ge¬ 
streckt  als  bei  idmia  und  im  Discus  fast  ganz  lebhaft  rötlich  goldbraun  gefärbt.  Der  Außenrd  ist  nur  schmal, 
der  Ird  breit  dunkelbraun.  Von  Eenador  und  der  Küstencordillere  von  Columbien. 

C.  procellaria  Thieme  ist  die  kleinste  Art  der  Gattung  und  der  iduna  ähnlich,  doch  sind  die  Vflgl  kürzer,  procellaria. 
die  Hflgl  mehr  gerundet  und  der  Schwanz  viel  kürzer.  Der  weil.le  Fleck  zwischen  den  Medianästen  der  Vflgl 
ist  zweiteilig  wie  bei  iduna.  Die  2  weil.len  Apicalflecke  wie  dort.  Hflgl  dunkelbraun  mit  rostfarbigem  Suli- 
marginalfleck  im  Vorderwinkel,  der  sich  nach  hinten  in  die  Grundfarbe  verliert.  Vom  Aconquija-Hochgebirge 
bei  Tucuman  in  Nord- Argentinien. 


57.  Gattung-:  l*aiia-i*C‘li€‘  Thieme. 

Diese  Gattung  kann  als  ein  Verbindungsglied  zwischen  den  Gattungen  Corndes  nnd  Polymastus  an¬ 
gesehen  werden.  Der  erste  Medianast  der  Hflgl  läuft,  ebenso  wie  bei  Corades,  in  eine  weit  vortretende  S])itze 
aus  und  der  Ird  dieser  Figl  ist  ebenso  gerade  wie  dort.  Andererseits  trennen  sie  der  gerade  Vrd  und  der  eckige 
Außenrd  der  Vflgl,  sowie  die  scharf  und  spitz  gezähnten  Hflgl  weit  von  Corades  und  bringen  sie  Polymastus 
näher.  Doch  durch  die  dreieckige,  am  Ird  spitz  ausgezogene  Gestalt  der  Hflgl  unterscheiden  sie  sich  leicht 
"fow  Polymastus- Arien,  welche  breitere,  kiu'zere  nnd  am  Ird  gerundete  Hflgl  haben.  DieCostalis  der  Vflgl  ist  nur 
schwach  angeschwollen.  Die  3  seltenen  Arten  sind  in  den  Hochgebirgen  von  Bolivien  und  Peru  zu  Hau.se. 


270 


BIA.  Von  Ct.  Wbymee. 


tricordatvs.  P.  tricordatus  Hew.  {Cordcles  t.)  Vflgi  mit  2  feinen  Spitzen  am  vorderen  Teil  des  Außenrds,  der  hintere 

Teil  desselben  stumpf  gezähnt,  ebenso  der  vordere  Teil  der  Hflgl,  nur  die  3  Medianäste  der  Hflgl  haben  lange 

Spitzen,  worunter  diejenige  auf  dem  ersten  Medianast  am  weitesten  nach  hinten  vorsteht.  Oben  braun,  nach 
axd3en  heller,  die  Ränder  dunkelbraun,  Vflgl  mit  weißem  Costalfleck,  Hflgl  mit  einer  submarginalen  Reihe 
von  schwarzen  Rlecken.  Unten  Vflgl  rotbraun,  hellgelb  gestrichelt,  Spitze  der  Vflgl  und  Hflgl  dunkelbraun, 
weiß  gestrichelt.  Letztere  mit  verschiedenen  weißen  Flecken,  mit  schwarzem  Rand  und  solcher  Submarginal¬ 
binde.  Von  Majxii'i  und  vom  Ilimani  in  Bolivien. 

caUipoiis.  P.  callipolis  (Corades  c.)  (60  d).  Die  Zähne  des  Außenrds  sind  nicht  so  spitz  als  bei  tricordatus. 

Oben  braun  mit  dunklem  Rande.  Vflgl  mit  einer  heller  braunen  Submarginalbinde,  die  jxroximal  von  einem 

ähnlichen  dunkelbraunen  Zackenstreif  eingefaßt  wird,  wie  ihn  die  AbbikUmg  der  Unterseite  in  der  Mitte  der 
Vflgl  zeigt.  Von  Bolivien.  (Ilimani).  Wegen  calli^iolis  Stgr.  vgl.  oben  S.  275  bei  C.  dyniantis. 

aiifortas.  P.  anfortas  Thieuie  ist  größer  als  callipolis,  die  Sjxitze  der  Hflgl  ist  länger.  ,Die^ Grundfarbe  der  Ober¬ 

seite  ist  cederholzbraun.  Wiirzelfeld  xmd  Außenrd  beider  Figl  sind  dunkelbraun.  Hinter  der  Figlmitte  liegt  eme 
Reihe  dunkelbrauner  Flecke,  die  auf  den  Vflgln  länglich,  auf  den  Hflgln  rund  sind.  Außerdexn  auf  den  Vflgln 
2  längliche  Flecke  in  der  Mittelzelle  und  2  runde  vor  der  Spitze.  Unten  sind  die  Vflgl  txraun  mit  silberbrauner 
Submarginalfleckenbinde,  die  proximal  zackig  begrenzt  ist.  Hflgl  unten  mit  brauner  Discalbinde,  vor  derselben 
eine  silberne  Halbbinde  und  nach  außen  eine  teils  silberne,  teils  braxm  bestäidxte  Submarginalbinde.  Von 
Cuzco  in  Peru.  Selten. 

58.  Gattiiiig' :  Bia  Hüb7i. 

Eine  isoliert  stehende  Gattung,  die  verschiedene  Eigentümlichkeiten  besitzt.  Palpen  mäßig  lang, 
mit  dünner  Behaarung,  das  Endglied  dünn  und  spitz.  Augen  nackt.  Die  Vflgl  haben  gerundeten  Vrd  und 
Außenrd.  Die  Hflgl  sind  am  Innenwinkel  in  eine  weit  nach  hinten  vortretende  Spitze  ausgezogen,  welche  auf 
dem  ersten  Medianast  steht.  In  den  Vflgln  ist  die  Gostalrippe  an  der  Wurzel  stark  aufgeblasen,  die  Mediana 
und  Sxdjmediana  dagegen  weniger  angeschwollen.  Die  Mittelzelle  der  Vflgl  ist  an  ihrem  hinteren  Rande  länger 
als  an  ihrem  vordem  Rande.  Axif  den  Hflgln  stehen  bei  den  zwei  Haarschöpfe  (Duftorgane).  Einer  davon 
liegt  in  der  Irdsfalte,  ist  aus  ca.  3  mm  langen  ockergelben  Haai’en  gebildet,  die  aufgerichtet,  auseinanderge¬ 
spreizt  und  wieder  eingezogen  werden  können.  .Der  andere,  am  Vrd  der  Mittelzelle  gelegene,  besteht  aus  kurzen, 
aufrechtstehenden,  dunkelbraunen  Schuppen,  die  von  langen  heller  braunen  und  gelblichgrauen,  glattanlie¬ 
genden  Haaren  teilweise  überdeckt  werden.  Das  Vaterland  ist  Surinam  und  das  ganze  Amazonenstromgebiet 
bis  nach  Peru. 

aciorion.  B.  actorioil  L.  (60  e).  Der  lebhaft  blauschillernde  Fleck  am  Ird  der  Vflgl  der  wechselt  in  der  Größe, 

bei  einzelnen  Exemplaren  vom  obern  Amazonenstrom  nimmt  er  fast  den  ganzen  AxUJenrd  ein,  bei  andern  ist 
er  sehr  klein  oder  verschwindet  ganz.  Beim  $  ist  dagegen  die  ganze  Wurzelhälfte  der  Vflgl  bis  in  die  Nähe  des 
Vrds  lebhaft  blau  schillernd.  Die  rotbraune  Unterseite  ist  fast  ganz  mit  feinen  hell-  oder  gelblichbraxinen  Wellen¬ 
linien  dicht  bedeckt.  Unterhalb  der  Vflglspitze  liegt  dicht  am  Aid.lenrd  ein  kleines,  schwarzes  Auge  mit  blauer 
decaeridea.  Pnj)ille.  Von  Cayenne,  Para  und  dem  ganzen  Amazonengebiet.  — Die  Form  decaerulea  Stgr.  i.  l.  (60 e)  zeigt 
keine  Sjxur  von  blauem  Schiller,  dagegen  ist  die  bräunlich  gelbe  Binde  etwas  Ixreiter.  Sie  kommt  zwischen  der 
atalanta.  Stammform  vor.  —  atalanta  Rehei  (60  e)  hat  dagegen  auf  den  Hflgln  einen  sehr  lebhaften  dunkelblauen  Schil¬ 
ler,  der  die  hintere  Figlhälfte  fast  ganz  einnimmt.  Die  Vflgl  sind  ohne  Schiller  und  die  bräunlichgelbe  Binde 
ist  sehr  schmal.  Die  Unterseite  wie  bei  actorion.  Peru. 

N  a  c  h  t  r  ä  g-  e  u  ii  d  H  e  r  i  c  h  t  i  g'  ii  ii  g'  e  n 
zu  den  amerikanischen  Satyriden. 

iheodori.  Zu  Seite  182.  Antirrhaea  theodori  Frühst,  ist  eine  nur  im  weiblichen  Geschlecht  beschriebene  Form 

von  philaretes,  bei  der  statt  der  4  blauen  Flecke,  die  philaretes  $  aid'  der  Oljerseite  der  Hflgl  hat,  deren  nur  2 
vorhanden  sind,  die  blaßgrau  gefärlxt  sind.  Die  Unterseite  ist  gerade  wie  Ixei  philaretes.  Vom  olxern  Waupes 
apoxyo-  (Nord-Brasilien).  —  A.  apoxyomenes  Frühst,  steht  der  avernns  Hpjfr.  nahe,  ist  aber  größer,  hat  breitere  gelb- 
rnenes.  Binden  auf  den  Vflgln  und  ausgedehntere  Blaufleckxing  der  Hflgl.  Von  Bolivien. 

Zu  Seite  183.  Sinarista  adoptiva  Weym.  Das  $  dieser  Art  hat  Fassl  ebenfalls  in  der  Columbischen 
West-Cordillere  und  zwar  im  Rio  Aguaca-Tal  Ixei  2000  m  Höhe  aufgefxinden.  Es  ist  nur  wenig  größer  als  das  J, 
hat  aber,  entsprechend  dexi  $$  von  Ant.  geryon  und  geryonides,  breitere  Figl,  so  daß  der  Vorderwinkel  der  Hflgl 
gestumpft  rechtwinkelig  erscheint.  Die  Schwanzspitze  richtet  sich  mehr  nach  außen.  Die  Grundfarbe  ist  etwas 
heller  braun,  die  Augenflecke  der  Vflgl  sind  größer,  haben  dickere  weiße  Pupillen  und  sind  von  verloschenen, 
rotbraunen  Ringen  eingefaßt.  Am  Vrd  steht  mxch  ein  viertes,  kleines  Auge  mit  Pu|xille.  Die  Unterseite  ist  rotbraun 
mit  einer  breiten,  dunkelbraun  gestricheltexi  Binde  durch  die  Mitte  beider  Figl.  Lxr  Saumfelde  4  weiße  Punkte 
auf  den  Vflgln  und  einer  auf  den  Hflgln. 

Bei  Caerois  chorinaeus  F.  ist  das  $  •'-■a.  3  cm  größer  als  das  —  protonoe  Frühst,  ist  eine  Form  von 


protonoe. 


Urbesolireil)uiigs-Naoh\veis  der  anierikaniselien  Satyi'ideii . 


chorinaeus,  die  auch  ini  männlichen  Geschleclit  größer  und  sowohl  oben  wie  unten  viel  dunkler  als  die  Stanini- 
form  ist.  Peru. 

Zu  Seite  184.  Tisiphone  hyrnethra  Frw/w/.  (Manatai'ia  hercina  h.),  eine  Form  von  hnryva.,  hat  dieweiÜ- 
gelbe  Pleckenbinde  der  Vflgl  so  erweitert,  daß  sie  beinahe  ein  iOrittel  des  Figls  einnimmt  und  di(‘  vordere  Hälfte 
der  Mittelzelle  bedeckt.  Die  Unterseite  ist  heller  als  bei  der  Stammform  und  hat  mehr  als  doppelt  so  breit (r 
weißliche  Flecke,  die  nur  zum  Teil  isoliert  stehen.  Von  Peru  und  Bolivien. 

Zu  Seite  188.  Taygetis  weymeri  Dmudt  ist  vor  androineda  einzureihen,  mit  der'  die  Uestalt  der  Hflgl 
stimmt,  während  die  kürzeren  Vflgl  denjenigen  von  sosis  Hpffr.  gleichgestaltet  sind.  Oben  olivbraun.  Vflgl 
mit  einem  undeutlichen  braunen  Streifen  hinter  der  Mitte,  und  beide  Figl  mit  einem  2'/.,  mm  biviten  dunkel¬ 
braunen  Außenrd,  vor  dem  Saum  eine  weiße  Linie,  die  Fransen  breit,  weißgrau  mit  braunen  Punkten  auf  den 
Rippenenden.  Die  Unterseite  hat  Aehnlichkeit  mit  kenezi,  und  imcmatd,,  doch  i.st  die  dunkle  Binde  vor  der  Mitte 
beider  Figl  kaum  angedeutet,  und  die  Binde  hinter  der  Mitte  hat  keine  scharfe  Ecke.  Augen  sind  auf  flen  Vflgln 
kaum  zu  ei’kennen,  auf  den  Hflgln  sind  sie  deutlich,  aber  sehr  klein  und  stehen  meistens  frei,  während  sie  bei 
kenezm  alle  auf  braunen  Flecken  liegen.  An  den  nicht  geeckten  Vflgln  ist  die  Art  aber  leicht  zu  erkennen.  Von 
Guerrero  in  West-Mexico.  Flugzeit  August  und  Se])tpmber. 


ZU 

Seite  1 92 

Zeile 

18  V.  u. 

.statt  reinoldsi  spec.  nov.  lies; 

reynoldsi  Sh 

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„  20.9 

4  V.  u. 

,,  honarievsis  ,, 

honeierensis. 

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21  V.  u. 

,,  sparfaen.s  ,, 

.spartdCHs. 

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„  219 

18  V.  o. 

,,  sericella 

.serireella. 

)  1 

,,  220 

.9  V.  u. 

,,  (U/aya 

ayayd. 

5  5 

„  2.34 

1 1 

6  V.  o. 

,,  milesi  ,, 

tiile.si. 

Al|)lial)(*tiscli(‘s  Ycrzdclmis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibungem  der  unter  den  amerikanischen  Satyriden  aufgeführten  Formen. 

*  ficdeutet,  daß  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  auch  abgehildet  i.st. 


abretiii  Eu.  Capr.  Ann.  Ent.  Soe.  llelg.  17,  p.  31.  * 
acinenis  Eu.  Hhn.  Zutr.  Sndg.  Exot.  Schniett.  * 
arraeida  Lym.  Bllr.  Oatal.  Satyr.  Br.  Mus.,  p.  171.  * 
artori(»ii  Bia.  L.  Sy.st.  Nat.  1  (2),  p.  7!tl. 
acuta  Tayg.  Weym.  Seitz,  (Jroß-Seluuett.  .5,  ]>.  ISS.  * 
adoptiva  Siti.  Weym.  Erdom.  Zeits(du'.  Praidcf.  23,  p.  Ißt. 
acgrota  Eu.  Bilr.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  IStiß,  j).  1S2. 
aetherialis  Eu.  BtW.  .Tourn.  linn.  Soc.  (Zool.)  13,  |i.  I2ß.  * 
affüieola  Lyni.  Weym.  Seitz,  Groß-Selimett.  o,  ]i.  249.  * 
affinis  Eu.  Bilr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  ISlSß,  ]>.  4ß!).  * 
agatha  Eu.  Bilr.  Proc.  Zool.  Soc.  fjond.  ISßß,  ]>.  492.  * 
agathina  Eu.  Weyin.  Seitz,  Groß-Schnrett.  .5,  [t.  219. 
agraulis  Pseudo.st.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  242.  * 
alaskcnsis  Erel».  Holl.  Entoiii.  News.  11,  p.  387. 
alaskensis  Oen.  Holl.  Entomol.  New.s  11,  p.  389. 
alberta  Oen.  Hlw.  Tran.s.  Ent.  Soc.  Lond.  1893,  j).  467. 
albiiiotata  Tayg.  Bür.  Ann.  Nat.  llist.  (3)  20,  p.  217. 
albopunctata  Ped.  Weym.  Stübels  Reise,  i>.  110.  * 
alboeincta  Lym.  Hew.  .lourn.  Entom.  1,  p.  157.  * 
albot'asciata  Eu.  Hew.  Eciuat.  Lep.,  ]>.  36. 
alboinaculata  Cor.  Sfyr.  Exot,  'tagt.,  ]>.  2.36.  * 
albomaculata  Lym.  Hew.  .lourn.  Entom.  1,  )).  158.  * 
albonotata  Ped.  Godm.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  ItlOS,  p.  189.  * 
albutia  Ped.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitsclir.  50,  p.  91.  * 
aleiiioe  Eu.  Fldr.  Novara,  Lep.  (3),  p.  477. 
ahno  Cor.  Thieme,  Berk  Ent.  Zeits(4ir.  51,  ji.  223. 
alope  Cerc.  F.  Ent.  Syst.  (3)  1,  ]>.  229. 
altis  Lym.  Weym.  Stübels  Reise,  ]>.  109.  * 
aliisaiia  Ped.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  6,  j).  68. 
amafaiiia  Ped.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeit.sclir.  50,  j).  122.  * 
anialda  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]).  213.  * 
anialia  Pier.  Weym.  Stett.  Zg.  1885,  ]>.  285. 
aiiibigua  Eu.  Bilr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  ]>.  472.  * 
ainbiurix  Neos.  Wallyr.  Wien.  Ent.  iMon.  4,  p.  36. 
ainbra  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  198.  * 
ampelos  Coen.  Fdw.  Bult.  N.  Amer.  Taf.  25. 
amussis  Ped.  T/iieme,  .Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  p.  78.  * 


auacleta  Eu.  Bilr.  .Tourn,  Linn.  Soc.  (Zool.)  13,  p.  123.  * 

aiialis  Eu.  Godm.  Tran.s.  Ent.  Soc.  Eond.  1905,  p.  185.  * 

aitdcnsis  Sterom.  Fldr.  Novai'a  Lep.  (3),  p.  475. 

aiidruincda  Tayg.  Cr.  Pap.  Exot.  1.  * 

anturtas  Pan,  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeit.sclir.  51,  |>.  23(1.  * 

aiig(dica  Eu.  Bllr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1871,  p.  121. 

angularis  Eu.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1867.  ]i.  106.  * 

aiigiilusa  d'ayg.  Weym.  li'is  20,  ]>.  9. 

aiigusta  Arg.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  233. 

aniiia  Ped.  Slgr.  lri.s  10,  p.  12S. 

antissa  Pol.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51.  p.  111. 
antonoc  Eu.  Cr.  Pai).  Exot.  1,  Tat'.  60.  * 
autonia  Ped.  Slgr.  Iris  10,  p.  127.  * 
aiitulla  Ped.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50.  )).  86.  * 
apiculata  Iw'u.  Fldr.  Novara  l^ep.  (3),  ]>.  474. 
apoxynmenes  Ant.  Frühst.  Ent.  Rundsch.  29,  p.  31. 
apuleja  Eretr.  Fldr.  Novara  Leji.  (3).  p.  471. 
apulia  Lym.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874.  ji.  362. 
archaea  Ant.  Hbn.  Smlg.  Exot.  Schniett.  * 
archcbates  Cal.  d/en.  Bull.  Mose.  1832,  p.  313. 
argentata  Cor.  Bür.  Catal.  Satyr.  Br.  51  us..  p.  106. 
argaute  Eu.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Taf.  204.  * 
argciitclla  Eu.  Bilr.  u.  Drnce,  Cistul.  Ent.  1.  p.  98. 
argcntcus  Arg.  Blatich.  Gay,  Faun.  Chil.  7,  p.  30. 
argyritis  Cat.  Thieme,  Beid.  Ent.  Zeitschr.  51.  p.  152. 
argyrospila  Eu.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  467. 
ariane  Cerc.  Bsd.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  1852,  p.  307. 
arius  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]i.  198.  * 
arniilla  Eu.  Bilr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  18()7,  p.  108.  * 
armillata  Tayg.  Bilr.  Catal.  Satyr.  Br.  Mus.,  ii.  8.  * 
ariiaea  Eu.  /<’.  Gen.  Insecd.,  p.  260. 
asliiia  Eu.  Heir.  Eipiat.  Le)).,  ii.  36. 

assarhaddun  Pron.  Thieme,  llerl.  Ent.  Zeitschi'.  51.  p.  196.  * 
asiiba  Cat.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51.  p.  157.  * 
asterie  Tayg.  Weym.  Seitz,  Croß-Schmett.  5,  ji.  189. 
astoretli  Druc.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51.  (i.  169.  * 
astyoche  Pier.  Erichs.  Schomburgk  Reis.  3,  p.  599. 


hyrneih  in. 


weymeri. 


278 


Urbeschreihungs-Nachweis  der  amerikanischen  Satyriden. 


atalaiita  IJia,  Rbl.  Verh.  Zool.  bot.  Ge.s.  Wien  1906,  p.  224. 
auriff(*ra  Eu.  Weyni.  Seitz,  Groß-Schiuett.  5,  )).  194.  * 
aiiristrifja  Ped.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitsohr.  .50.  p.  111.  * 
aiirora  Callit.  Fldr.  Wien.  Ent.  ^Mon.  6.  ]i.  175. 
aiiraria  Ped.  Thionc.  Berl.  Ent.  Zeitsohr.  50,  p.  64.  * 
aui'oriiia  ('allit.  \Ve>/i>>.  Seitz,  Groß-Schniett.  5,  ]>.  175.  * 
austora  l^n.  Bfir.  Pi'oc.  Zool.  S(ic.  Eond.  1866,  p.  46  t,  * 
avernus  Ant.  H pffr.  Stett.  Zg.  1874,  |).  .359. 
ayaya  En.  Bür.  Proo.  Zool.  Soo.  Lond.  1866,  j).  492.  * 

baiidiisia  Callit.  Sigr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  219. 

baiighaasi  Tayg.  Wey))t.  Seitz.  Groß-Sohinett.  5,  p.  190.  * 

baroiii  Gero.  Edio.  t'anad.  Entoin.  12,  j).  91. 

batesii  En.  Bür.  Proo.  Zool.  Soo.  Eond.  1866,  )).  493.  * 

boani  Oen.  Ehr.  Proo.  Ent.  Soo.  Eond.  1839,  ]>.  176. 

bega  Steroni.  Wcstiv.  Gen.  Dinrn.  I^ep.  Tat'.  66.  * 

bolieinntli  Eas.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitsohi'.  57,  ]>.  125. 

bolirii  (lero.  G'ritui.  Entoin.  News  16,  p.  33. 

benedicta  Pin.  Bür.  .lonrn.  Einn.  Soc.  (Zool.)  13,  ]).  124.  * 

binalinea  En.  Bür.  Proo.  Zool.  Soo.  Eond.  1866,  p.  475.  * 

binocula  En.  Bür.  Ijep.  Exot.  1.  * 

bincellata  En.  6'or/in.  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1905,  p.  187.  * 
blanda  Tayg.  Äföschl.  Verh.  Zool.  hot.  Ges.  Wien  26,  p.  325.  * 
boeiiningliatisoui  Gero.  Eoeü.  Rev.  Mns.  Panlista  5,  p.  632.  * 
boliviaiia  En.  Oodiii.  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1905,  j).  187.  * 
bnnaöreiisis  En.  Biin».  Descr.  Rej).  Argent.  5,  p.  212,  'Pah.  8.  * 
bonpis  Gero.  Behr,  Proo.  Galif.  Ac.  Sei.  3,  ]).  161. 
bnrasta  Pin.  Schnu.<f,  Proc.  PTn.  St.  IMns.  24.  p.  389. 
brasiliensis  Pier.  Fldr.  Wien.  Entoin.  Mon.  6,  p.  125. 
bronda  CUien.  Ediv.  Trans.  Ainer.  Ent.  Soc.  1869. 
breiiiiiis  Pron.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51,  p.  199. 
brixiola  En.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1866.  ]>.  483.  * 
brixiiis  Pin.  Godl.  Plncycl.  Meth.  9,  p.  496. 
brucei  Ereh.  Ehv.  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1889,  |i.  326. 
bnicei  Oen.  Edw.  Ganad.  Entoin.  23,  j).  33. 
biirgia  En.  Schaus,  Proo.  En.  St.  .Mns.  24,  ]i.  388. 
biitleri  En.  Weym.  Stiihel’s  Reise,  p.  61. 
byses  En.  Godi.  Enoycl.  PI4th.  9,  j).  496. 

caerulea  Pin.  Bür.  Eep.  Exot.  1.  Tat.  3.  * 

caeriileata  Evni.  Godm.  n.  SaJv.  Trans.  Ent.  So(\  Ijond.  1880, 
p.  129.  *  ' 

ealifnrniea  Goen.  DhJ.  n.  Here.  Gen.  Dinrn.  Tjej).  2.  ji.  398. 
ealistn  Eretr.  Fldr.  Novara  I./eii.  (3),  p.  472. 
ealixta  En.  Bür.  .lonrn.  Einn.  Soc.  13,  p.  125.  * 
callias  Plreh.  Editi.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  3,  p.  274. 
ealliehloris  En.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1866,  j).  490.  * 
eallininnia  Ainiih.  Fldr.  Wien.  Pint.  IVIon.  6,  p.  426. 
eallipnlis  Pan.  Herr.  Boliv.  Butt.,  |».  11. 
ealpiirnia  En.  Fldr.  Novara  Eep.  2,  jn  484. 
ealvertii  El.  Ehr.  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1903,  ji.  275.  * 
«■ainerta  En.  Cr.  ]‘ai>.  Exot.  IV.  Tat.  295.  * 
eaiitlius  Sat.  G.  Syst.  Nat..  (Xll),  ]>.  768. 
eastrensis  En.  Schttiis,  Proc.  En.  St.  IMns.  24,  p.  387. 
eatliariiia  En.  Btgr.  Exot.  Tagt.  1,  i».  225.  * 
eaueana  Eym.  IVeyttr.  Seitz.  Groß-Schinett.  5,  ]i.  250.  * 
eelia  Tayg.  Cr.  Pap.  Exot.  3.  * 
eeliiiis  En.  Godl.  Encycl.  IMeth.  9,  j).  489. 
cejiluis  Eu.  F.  Syst.  Entom.,  p.  528. 
eeres  Goen.  Bür.  Pint.  Mon.  Wag.  3,  j).  78. 
ceryee  Pier.  Herr.  Boliv.  Butt.,  p.  10. 
eestia  Ped.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  p.  94.  * 
chalybea  Pier.  Godm.  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1905,  p.  185. 
eliainpioni  Drnc.  Godttt.  n.  Btilv.  Biol.  Gentr.  Amer.  Eeji.  1, 
p.  113.  * 

cliarnn  CVm'o.  Edir.  Trans.  Amer.  Ent.  Soo.  4.  ]>.  69. 

cheinnis  Gor.  Herr.  Exot.  Butt.  3  (Gor.  1).  * 

ehilieusis  Gosm.  Girer.  Voy.  (loipiille,  2,  Tat.  16.  * 

chirnne  (!or.  Herr.  Plxot.  Butt.  3,  j).  71.  * 

chlnris  En.  Cr.  Pap.  Exot.  IV.  4’af.  293.  * 

elinrinaeus  Caer.  F.  Syst.  Entom.,  p.  484. 

elirysngniie  Tayg.  Dhl.  n.  Herr.  Gen.  Dinrn,  Eep.  * 

ehrysntaenia  Ped.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  (i.  361. 

ehryxus  Oen.  [)hl.  n.  Herr.  Gen.  Dinrn.  Eep.  2,  ]>.  383. 

ehyprnta  IMyg.  Gr.  Hm.  Rhop.  Exot.  2,  Ox.  1.  * 

eilliitinarea  Eym.  Weyttr.  Seitz,  Groß-Sidimett.  5,  p.  250.  * 

ciniia  Eym.  Godrrr.  n.  Solv.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (6)  3,  ]>.  353. 

eiree  Eas.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  3,  ]i.  326. 

eireuinducta  Ped.  Thietttc,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  p.  74.  * 

eiris  Eas.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitscln'.  51,  p.  131.  * 

oii'ta  Eas.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  3,  |i.  326.  * 

cistene  Gor.  Heir.  Exot.  Bntt.  3,  Gor.  1.  * 

eledniiia  Ped.  Thiettte,  Berl.  Pint.  Zeitschr.  50,  p.  109.  * 

cleiiieiitia  En.  Bür.  .Tonrn,  Einn.  Soc.  (Zool.)  13,  p.  128.  * 


Cleopatra  Tayg.  Fldr.  Wien.  Plntorn.  IMon.  6,  p.  176. 
cleopbes  En.  Godm.  n.  Sale.  Ann.  IMag.  Nat.  Ilist.  (6)  3,  p.  352. 
clethra  C'at.  Thieme,  Berl.  Ent.  Mon.  51,  ]i.  159.  * 
cliiias  En.  Godm.  n.  8alv.  Ann.  IMag.  Nat.  Ilist.  (6)  3,  p.  352. 
Clio  Pin.  Weyrrt.  Seitz  Groß-Schmett.  5,  p.  197.  * 
clorimene  En.  Sfoll,  Pap.  Exot.  Snpjil.  * 
cliiena  En.  Drury,  III.  Exot.  Ent.  III.  Tat.  7.  * 
ciiephas  Eas.  Thieme,  Berl.  Pint.  Zeitschr.  51,  ]>.  123. 

COca  Ped.  BIgr.  Iris  7,  p.  73. 

coctei  Epin.  Gner.  Voy.  Gocjnille  2,  p.  281. 

cocytia  Ped.  Füdr.  Novara  Eej).  (3),  p.  468. 

coelestis  En.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1866,  p.  484.  * 

coelica  En.  Herr.  Eqnat.  Eep.,  p.  35. 

coenonympliiiia  Neom.  Bür.  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1881, 
]).  454.  * 

colocasia  Pron.  Thierrre,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51,  p.  206.  * 
coluinbina  Gor.  Stgr.  Iris  7,  ]>.  77. 

coiifiisa  Cal.  Laüirj,  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1899,  p.  227.  * 
coiifiisa  En.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  j).  225.  * 
coiifiisa  Eas.  Stgr.  Iris  10,  [i.  137. 

corderoi  Ped.  Bogri.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  37,  j).  367. 
cordillera  Pron.  Wentir.  Gen.  Dinrn.  Ee|)..  p.  358.  * 

Cornelius  Eu.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  p.  220. 
cosinopliila  En.  Hbtt.  Zntr.  Smlg.  Exot.  Schmett.  * 
costipunctata  Ped.  Weyrrt.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  j).  256.  * 
cothoii  Dior.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (4)  7,  j».  113. 
cothouides  Dior.  Gr.-Strt.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (6)  18.  yi.  241. 
erauieri  Tayg.  Weyrrt.  Seitz,  Groß-Sclimett.  5.  j).  185.  * 
crantor  En.  F.  Pint.  Syst.  3(1),  p.  158. 

creinera  Ped.  Godttt.  n.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1878, 
p.  267. 

creida  Enod.  Skiiitt.  Entom.  News  8,  p.  236. 
cuculliua  En.  Weyrrt.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  j).  209.  * 
curvilinea  Eym.  Weyrrt.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  248. 
cyauites  En.  Bür.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (4)  8,  ]).  282. 
cybele  Cor.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1866,  ji.  40.  * 
cyclopella  Man.  Stgr.  Iris  10,  ]>.  141. 
cyclopina  Man.  Stgr.  Iris  10,  p.  139.  * 
cyclops  En.  Bür.  .lonrn.  Einn.  Soc.  (Zool.)  13,  p.  126.  * 
cyclops  Man.  Stgr.  Iris  10,  p.  142. 

daulis  Ped.  Thiettte,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  ]i.  87.  * 
daura  Oen.  Streck.  Ganad.  Ent.  26,  jr.  225. 
decaerulea  Bia,  Weyrrt.  Seitz,  Groß-Schmett.  5.  ]i.  276.  * 
decurata  Eretr.  Ftdr.  Novara  Eep.  (3),  ji.  470.  * 
dejecla  Ped.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1.  j).  179. 
deverra  Pron.  Thiettte,  Berl.  Ent.  Zeitsohr.  51.  ]>.  195.  * 
diaphaua  Ilaet.  Luc.  Sagra’s  Ilist.  Guha,  Ins.,  j».  587. 
diducta  Eas.  Thiettte,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51,  |),  115. 
diiiias  Daed.  Herr.  Plxot.  Butt.  2.  * 

dionysius  Neomin.  Settdd.  Bull.  En.  vSt.  Geol.  Snrv.  4.  p.  254. 

direiupta  Eas.  Thiettte,  Berl.  Ent.  Zeitsclir.  51,  p.  118. 

disafl’ecta  En.  Bür.  Proo.  Zool.  Soc.  Eond.  1871,  p.  336. 

discoidalis  Ereh.  Ky.  Faun.  Bor.  Amer.  4.  j).  298.  * 

divergciis  En.  Bür.  Proc.  Zool.  Soo.  Eond.  1866,  ]).  464.  * 

divina  En.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  217.  * 

douiiua  Gor.  Weyttt.  Seitz.  Groß-Schmett.  5,  ]).  274.  * 

dora  Dae<l.  Stgr.  Iris  1897,  ]>.  138.  * 

doraele  Pol.  Herr.  Exot.  Butt.  2  Daed.  1.  * 

doiindc  Pol.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  ]>.  427. 

dnxes  En.  Godt.  Enoycl.  Möth.  9,  ]>.  193. 

dracuiitis  Pier.  Hhn.  Verz.  hek.  Schmett.  p.  53. 

drusilla  Daed.  Herr.  Plxot.  Bntt.  2.  Daed.  1.  * 

dryniaca  Ped.  Herr.  Exot.  Butt.  2,  Daed.  1.  * 

dryas  Eiiin.  Fldr.  Novara  Eep.  (3),  p.  492. 

duplex  Ox.  Godttt.  Trans.  Pint.  Soo.  Eond.  1905,  p.  189.  * 

dyiuaiitis  Gor.  Thiettte.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51.  p.  220. 

echo  Tayg.  Cr.  Pa]).  Exot.  I .  * 

ediuoiidsii  Epin.  Bür.  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1881,  p.  457.  * 

editioudsii  Neom.  Bttr.  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1881,  P-  457.  * 

eleates  Psendoman.  Weyttt.  Sthhels  Reise  108.  * 

electra  En.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soo.  IjoiuI.  1866,  p.  468.  * 

elegia  Tayg.  Weyttt.  Seitz.  Groß-Schmett.  5,  p.  189.  * 

eiku  Goen.  FJdrr.  Ganad.  Entom.  13,  p.  57. 

eiuilia  Pol.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1866,  |>.  40.  * 

eiuiua  Ped.  Stgr.  Iris  10,  p.  135.  * 

empusa  Pe<l.  Ftdr.  Novara  l^ep.  (3).  ]i.  468. 

eucycla  Eretr.  Fldr,  Novara  Eej).  (3),  ]>.  472. 

enipeus  Pol.  Thiettte,  Berl.  Ent.  Zeitschi'.  51,  p.  143.  * 

eiitella  Ped.  Thietttc,  Berl.  Ent.  Zeitsohr.  50,  j).  106.  * 

eiiyo  Gor.  Herr,  l’roo.  Zool.  Soc.  Eond.  1848,  ji.  117.  * 

eiiyn  En.  Btlr.  Pioc.  Zool.  Soc.  Eond.  1866,  ]i.  480.  * 

euus  Eu.  Btlr.  Proi'.  Zool.  Soc.  Eond.  1866,  p,  477, 


,  4 
‘  1 


Urbesclireibimgs-Nacliwcis  der  aiiierikjinisclieii  Salyriden. 


27!» 


opidipiiis  l’i'oii.  Thiciiir,  IJerl.  Zcitscdir.  51,  |>.  201. 

epi|»so(l(“ii  Krel).  /illr.  (7üal.  Hatyr.  Br.  Mus.,  [i.  80. 
('rohMMdrs  Idion.  Fldr.  Novara.  Ijcp.  (2),  p.  171. 

(‘reiba  I’ed.  Fldr.  Novara  l^rp.  (2),  p.  Kü). 

(M’(Mnita  lüu.  Wcyiii.  Seilz,  (iroß-Sduuetl .  5,  p.  210.  * 
orichtho  Eu.  Htlr.  Piaa:.  Zool.  S<)(^  Lutid.  1800,  p.  501.  * 
rrij^oiia  Ku.  ßllr.  l’roo.  Zuol.  Soc.  Loiid.  1800,  p.  100.  * 
eriphiilo  Eu.  ßtlr.  l’roc.  Zool.  S(>(\  Loiid.  1800,  p.  408.  * 
(M■|l('stilla  Eu.  H>iy"o  Weitz,  tJrol.i-Scdiiuett.  5,  p.  200.  * 
(»nilu‘scens  Tayg.  Bf  Ir  Calal.  Satyr.  Br.  .Mus.,  p.  10. 
esincralda  C'aliit.  l>hl.  Aiiu.  Nat.  Bist.  10  (1815),  p.  200. 
oiibagiuides  T^yiu.  Btlr.  Aun.  'Mag.  Nat.  Hist.  (-1)  12,  j).  220. 
euopis  Ijyni-.  Oodm.  u.  Salv.  Bruc.  Zool.  Soc.  Eoud.  1878,  p.  200. 
oiipulis  Eteon.  Hcu\  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  (2)  2,  |).  217.  * 
(uiptychidia  Tayg.  Bfir.  Cat.  Sat.  Bi'.  Mus.  p.  13.  * 
eiii’ipidrs  Bseudoman.  Wcyi».  Stübcls  lieis(3  108.  * 

(“iirypliile  fix.  Bflr.  Clstul.  Entoiu.  1,  p.  72. 
ciirytus  Eu.  F.  Syst.  Ent.,  p.  187. 

eusebia  Eu.  Bflr.  Journ.  länn.  Soc.  (Zool.)  12,  p.  120.  * 
exaiiiiiia  Ped.  Ersch.  Trud.  Bussk.  8,  Taf.  2.  * 
exravata  Tayg.  Bffr.  Catal.  Satyr.  Br.  LMus.,  p.  8.  * 
cxcisa  Eym.  Wey)n.  Seitz,  Grol.i-Schmett.  5,  p.  217.  * 
exsanguis  Ped.  Tfiietnc,  Beil.  Eid.  Zeitsclu'.  50,  p  110. 
extiiicia  Pier.  Weyiii.  Seitz.  (TroB-Stdnnett.  5,  p.  177. 
exul  Ped.  Thicme,  Beil.  Entoin.  Zeitschi'.  50,  ji.  03.  * 

fabiana  Eu.  Bür. 

fallax  Eu.  Fldr.  Wien.  Ent.  iMon.  6,  ]>.  177. 

taseiata  Erel).  Bür.  Ckital.  Satyr.  Br.  ]Mus.,  j).  02. 

fassli  Ped.  Weyin.  Seitz,  CTroß-Schmett.  5,  p.  250.  * 

ferriigiiiosa  Lyni.  Bffr.  Catal.  Satyr.  Br.  Mus.,  p.  100.  * 

fetiia  Eu.  Bür.  Ent.  ülonth.  iMag.  0,  j).  250.  * 

tida  Eu.  Weyui.  Seitz,  GroB-Sclunett.  5,  p.  100.  * 

flava  Eteon.  Wey)n.  Seitz,  Groß-Schiuett.  5,  j).  211. 

flavupunctata  Ped.  Sfgr.  Iris  7,  p.  73. 

tlora  E)nn.  PhU.  An.  Univ.  (liile,  1850,  p.  1000. 

fraetifasda  Neoni.  Bür.  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1881,  p.  155.  * 

fraiicisea  Eu.  Bür.  Lep.  Exot.  1  Tat.  18.  * 

fiilgura  Eu.  Bffr.  I.iep.  Exot.  1  Taf.  3.  * 

fiiinaria  Ped.  TMenie,  Berl.  Eid.  Zeitsdir.  50,  ]>.  00.  * 

funiata  Eu.  Bür.  l’roc.  Zool.  Soc.  Ijond.  1807,  p.  100.  * 

furina  Eu.  Hew.  Exot.  Butt.  111.  Euj)!.  1.  * 

fuscata  Ped.  Ffdr.  Novara  Lep.  (3),  p.  167. 

fusceseens  Neos.  Bür.  Trans.  Ent.  Soc.  Ijond.  1881,  |).  185. 

fuseiplaga  Cor.  Bffr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (1)  12,  p.  221. 

gabbi  Cerc.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  3,  p.  102. 
galactea  Eym.  Btyr.  Iris  10,  p.  117.  * 
galaetiuus  Coen.  Bad.  Aun.  Soc.  Eid.  Ed'.  1852,  ]>.  300. 
galaxias  Ped.  Thicme.  Berl.  Ent.  Zeitsdir.  50,  ji.  50. 
galesus  Eu.  (lodt.  Encycl.  Meth.  0,  p.  106. 
garleppi  Ped.  Thicme.  Berl.  Erd.  Zeitschr.  50.  j).  85. 
geiiima  Eu.  lihn.  Zutr.  Snilg.  Eixot.  Schmett.  * 
geiiimula  Ein.  BÜr.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1860,  p.  105. 
geuerosa  Cor.  Thicme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51,  p.  210. 
gera  Eu.  Herv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  2  (0).  p.  130. 
gerdrudtus  Caer.  F.  Eintom.  Syst.  (2)  1,  p.  72. 
gerlinda  Cat.  Thicme.  Berl.  Ent.  ZeitsiLr.  51.  jr.  156.  * 
geriiiainii  Tetr.  F'fdr.  Novara  Eep.  (2),  p.  488. 
geryun  Ant.  Efdr.  Wien.  Ent.  IMon.  6,  p.  120. 
geryoiiides  Ant.  Weyi».  Entoni.  Zeitschr.  Erankf.  23,  j).  163. 
gigas  Cat.  (fud»i.  u.  Saht.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1877,  j).  62. 
gigas  Eu.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Lmul.  1866,  ]).  186. 
gideou  Pol.  Thicme.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51,  j).  111.  * 
glauea  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Sclundt.  5,  j).  210.  * 
glaiidiia  En.  But.  Ent.  Month.  iMag.  1,  p.  202. 
glaueulena  Pier.  Wrym.  Journ.  Linn.  Soc.  (Zool.)  12,  p.  126.  * 
glaiUMtpe  Cerc.  Ffdr.  Novai'a  Eej).  (2),  p.  li»3. 
gudiiiaiii  Tayg.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]>.  100.  * 
gortyna  Eym.  Weyin.  Stütrels  Reise,  }>.  100.  * 
goi'tyiioides  Lyin.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  218. 
gradlis  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ji.  212.  * 
graiiulata  Ped.  BÜr.  Catal.  Satyr.  Br.  Mus.,  jr.  173.  * 
griiiioii  Eu.  Godt.  Encycl.  Mdh.  0,  ]>.  100. 
grisddis  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  211.  * 
griseola  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  211.  * 
gulnare  Eu.  B/(r.  Erd.  Month.  Jlag.  6,  p.  250.  * 
giistavi  Cerc.  Styr.  Iris  10,  p.  353. 

gyrtone  Epin.  Berg,  Descr.  Rep.  Argeid.  5,  p.  208.  * 

liaensdii  Tayg.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]).  188.  * 
liarnioiiia  Eu.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  178.  * 
liarpalyce  Callit.  Bür.  l*roc.  Zool.  Soc.  Eond.  1866,  p.  12.  * 
haydeni  Coen.  Edw.  Rep.  llayd.  Expl,  Surv.  Mont.  1872,  p.  167. 


luMhunaniii  (lyll.  I<'ltlr.  V^cih.  Zool.  Bot.  Ges.  Wien.  1800,  p.  171. 
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hdios  Ein.  Wei/m.  Seitz,  Groß-SchmdE  5,  p.  218.  * 
helle  Eu.  Cr.  Pap.  Exot.  III,  Tal.  10  1.  * 
lidviiia  Pier.  I/eir.  Exot.  Putt.  2  * 
lieniileiiea  Ehr.  Sfgr.  Exot.  'ragl.  1,  p-  221.  * 
lu'iisliawi  Ehr.  Ediv.  'Frans.  Auum'.  Entom.  Soc.  5,  p.  205. 
lu'i'ades  Piei'.  B.vd.  Ec|).  Guatemal.,  j).  01. 
lu'reyna  'Fis.  Ill>n.  Smlg.  Exot.  Schmdt.  * 
lu'i'iiu's  Eu.  F.  Sy.st.  Erd.,  j).  187. 
hei'()|diih‘  Cal.  IB>n.  Zuti'.  Smlg.  Exot.  Schiudt.  * 
lierse  Eu.  Cr.  Pap.  Exd.  1,  'Faf.  10.  * 
liesione  Eu.  *S'u/,r.  Geschieht.  Ins.,  p.  III.  * 
liewitsnni  Ped.  Sfgr.  Iris  10,  |i.  120.  * 
heuilsuiiia  Eas.  /illr.  Catal.  Satyr'.  Br.  '.Mus.,  p.  182.  * 
lievvitsniiii  Eu.  BÜr.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1800,  p.  101.  * 
[  liienialis  Elu.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1800,  p.  101. 
hilara  Ehr.  Ffdr.  Novara  Eep.  (2),  )>.  185. 

Iiilai'ia  Ehr.  Godm.  Biol.  Centi'.  Amer.  2,  p.  058. 

Iiilariis  Ox.  Baf.  Ent.  'Month.  .Mag.  1.  p.  178. 

Iiupfferi  Ped.  Sin.  Rhopal.  Exot.,  p.  10.  * 
lioi'teiisia  l’ier.  F'ldr.  Wien.  Eint.  '.Mon.  0.  ji.  121. 
hortuna  Pier',  llerv.  'Frans.  Eint.  Soc.  Eond.  (2)  2,  p.  2  10.  * 
hiiebnei'i  Eu.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1800,  |).  172.  * 
htiilaiia  lym.  Wey)ti.  Stühels  Reise,  p.  100.  * 

Iitilda  Eretr.  BÜr.  u.  Bruce,  Cistul.  Entom.  1,  p.  00. 

Iitiinilis  Neos.  Fldr.  Novara  Eep.  (3),  p.  180. 
liyeela  Pier.  Heiv.  Exot.  Butt.  2.  * 

hyagiiis  lym.  M'eym.  Seitz.  Groß-Schmett.  5.  p.  217.  * 

hygina  Elu.  Bür.  'Frans.  Einn.  Soc.  (Zoid. )  12,  ]>.  127.  * 

liyniettia  Pier.  Sfgr.  Elxot.  'Fagf.  1.  )>.  220.  * 

liypaesia  Had.  Heu\  'Frans.  Ent.  vSoc.  Eond.  (2)  2,  p.  217.  * 

liyrnelhia  'Fis.  Frühst.  Ent.  Runds  eh.  20.  p.  21. 

hysins  Cal.  (todl.  Encycl.  Meth.  9,  p.  525. 

idiiiia  Cor.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  HLst.  (2)  0.  p.  127. 

idiiiia  Oeii.  Edw.  Butt.  N.  Amer.  2  (Chion.  1).  * 

illiiiiania  Ped.  Sfgr.  Iris  10,  ]).  120. 

ilsa  Cat.  Thiemc,  Berl.  Eint.  Zeitschr.  51.  p.  155.  * 

itnbrialis  E]>in.  irccA.S',  Proc.  New  Eliigl.  Zool.  Cluh  2.  |i.  8E 

iiieaiieseeiis  Piei'.  Godm.  u.  Safe.  Ih'oc.  Zool.  Soc.  Eond.  1877. 

p.  61. 

ineerta  Elu.  Bür.  u.  Bruce,  Cistul.  Eintom.  1,  p.  08. 
iiicoiispieiia  Daed.  Bür.  Eint.  iMoidh.  Mag.  3.  ii.  77. 
j  iiiiiueentia  Elu.  Ffdr.  Novai'a  Eep.  (3).  p.  181. 
j  iiiornata  Coen.  Edu\  Proc.  Ae.  Nat.  Sei.  Phil.  1801,  i'.  103. 

[  iiiornata  Neoiu.  Efw.  'Frans.  Eint.  Soc.  Eond.  1003,  ]>.  278.  * 
inornata  Tayg.  Ffdr.  Novara  Eep.  3,  p.  160. 
insignis  Eu.  BÜr.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1800.  ]>.  501.  * 
insolata  Elu.  BÜr.  u.  Bruce,  Ci.stal.  Eintom.  1.  p.  00. 
interce|i1a  Eas.  Thicme,  Berl.  Eint.  Zeitschr.  51.  p.  120. 
intei'cidona  Pron.  Thieme,  Berl.  Eint.  'Zeitschr.  51,  p.  POE 
interi'uiita  Elu.  ]Vey)u.  Seitz,  Groß-Schniett.  5,  p.  211. 
ii’iiiiiia  IMyg.  Bld.  Gen.  Diurn.  IjC]).  'Fli.  00.  * 
isolda  Ox.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51.  p.  183.  * 
itonis  Elu.  Heio.  Exot.  Butt.  III.  Eupt.  1.  * 
ivalida  Oen.  Mead,  Canad.  Entom.  10,  p.  100. 

japlileta  Peil.  BÜr.  Cistul.  Eintom.  1,  p.  22. 
je|ihtlia  Ped.  Thieuie,  Bei'l.  Eint.  Zeitschi'.  50.  p.  81.  * 
jesia  Eu.  Bür.  Eep.  Elxot.  1,  Taf.  E  * 
jiiniia  'Fayg.  BÜr.  Ee]).  Elxot.  1.  * 

jolianna  Faun.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5.  ]i.  225.  * 

jnniiis  Ijym.  TPes/ic.  Gen.  Diurn.  Eep.,  ]>.  101. 

jovita  Eu.  h'fdr.  Novara  Le|>.  (2).  p.  177. 

jnani  Eu.  Sfgr.  Exot.  'Tagf.  1,  p.  220.  * 

jiiba  Ped.  Sfgr.  Exot.  Tagt.  1.  p.  223.  * 

Julia  Eu.  ircyw.  Seitz,  Groß-Scluuett.  5,  p.  215.  * 
junia  Eu.  Cr.  Pap.  Exot.  IV.  Taf.  202.  * 
jiiiKinia  Eu.  Bffr.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1806,  p.  105.  * 
Jutta  Oen.  nb)i.  Smlg.  Eur.  Schmett.  * 

katahdiu  Oen.  NeuE.  Eintom.  News  12.  ]>.  206. 
keueza  'Tayg.  BÜr.  Ijcp.  Exot.  1.  * 
kerea  'Fayg.  Bür.  Eei».  Elxot.  1,  'Faf.  1.  * 
kodiak  Coen.  Edu\  'Frans.  Am.  Ent.  vSoc.  2.  p.  275. 

labda  Eym.  Hc^r.  .lourii.  Entom.  1,  p.  157.  * 
labe  Eu.  BÜr.  Ent.  IMonth.  Mag.  6,  p.  250.  * 
lactea  Eym.  Flcw.  .lourn.  Entomoh  1.  )>.  107.  * 
lactefusa  Cor.  Thieuie,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51.  p.  223. 
laiiiia  Pier.  Sutz.  tleschichte  Ins.  Taf.  18.  * 
lauiiia  Arg.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  40.  i>.  160. 
lanassa  Eym.  Fldr.  Novara  Lep.  (3),  p.  474. 


280 


Urbeschreibiings-Nachweis  der  amerikanischen  Satyriden. 


lan^iiida  I<]u.  BUr.  Anii.  ^lag.  Nat.  Tlist.  (1)  8,  p.  282. 

lariia  Tayg.  FIdr.  Ndvara  Ijep.  (3),  ji.  Kili. 

latia  Ku.  Btlr.  l’roc.  YahA.  Soc.  LoikI.  I8<j(),  ]>.  1!)().  * 

latit'ascia  Tayg.  Wct/nt.  Iris  20,  p.  M. 

latona  Pier.  Fldr.  Novara  Ijej).  (3),  j).  450. 

!ea  Pu.  Pap.  Pixot.  II,  Taf.  151.  * 

IcatMia  I4ynx.  Ifcw.  Jourii.  Eiitoiu.  1,  p.  150.  * 
l(‘hbaoa  Pyiu.  Fldr.  Ncjva.i'a.  Ia'Ii.  (3),  p.  173. 
lefohvrei  El.  (liier.  N'oy.  ('(xpiille  2,  p.  281. 
lena  Pier.  L.  Sysl.  Nat.  (1)  2,  ji.  781. 
lf‘Oiiala  Drui;.  Bllr.  ('istul.  Eiitoiii.  4,  p.  72. 
leptonourudes  Oosiu..  Fldr.  Nuvara  Ee)).  (3),  p.  105. 
lesbia  Eu.  Sh/r.  Kxut.  Tagt.  1,  |i.  220.  * 
lesbia  Pier.  Sh/r.  Exot.  Tagt.  1.  p.  210. 
letlu“  Eu.  BUr.  Proe.  Zool.  8oe.  Eond.  1800,  p.  405. 

I('thra  Eu.  Alim'lil.  Vei'h.  Zool.  Bot.  Ges.  Wien.  32,  p.  320. 
huicuclieilos  Ped.  (lodiii.  ii.  Sadv.  Ti'aus.  lÜiiE  8oc.  IjoiuI.  1881, 

p.  120.  * 

l(uu‘(tgl(uu^  Fmin.  Fldr.  No\ara,  Eep.  (3),  )).  488. 

l(Micus|»ilos  Dior.  Sh/r.  \"erli.  Zool.  Bot.  Ges.  Wien.  14,  p.  108. 

lonclra  'Payg.  Bllr.  t’istid.  Eutoiu.  1,  p.  10. 

levaiia  Eyiu.  (lodiii.  'Praus.  Pliit.  Soc.  Ijoud.  1005,  [i.  188.  * 

libitiiia  Plu.  Btlr.  Ctstul.  Eutiuu.  1,  p.  21. 

libye  Eu.  /..  Sy.st.  Nat.  1  (2),  p.  772. 

libyuidea  Eu.  Bllr.  l^roc.  Zool.  Soc.  Eoiid.  1800,  j).  187. 

liinunias  Ejiiu.  F/iil.  Eiim.  Plutoiu.  11,  p.  208. 

liiuuila  Eu.  Cliidni.  ii.  Sule.  Trans.  Eut.  Soc.  Eoud.  1880,  i>.  128.* 

üsa  Ijyiii.  Md-i/iii.  Seit/.,  Grol.l-Scluuett.  5,  p.  240.  * 

liturata  Eu.  Bdr.  Proc.  Zool.  Soc.  Eoud.  1807,  p.  107.  * 

liibtdia  Eu.  Btlr.  Eep.  Exot.  1,  'Paf.  18.  * 


locuples  1 

’rixu. 

.  Thieme.  Berl. 

Eid. 

Zeitschr. 

51, 

p- 

203. 

loxo  Cat. 

Dogn.  Ee  Natui'aliste  1801,  i 

».  13 

2. 

Incia  Fier 

.  IE 

eym.  Stett.  Zg 

.  188.5 

•  1'- 

285. 

liKUimo  F 

r(»u. 

Thieme,  Berl. 

Eut. 

Zeit; 

sehr. 

51, 

p- 

205.  * 

In  na  Fier. 

F. 

Eut.  Syst.  (3) 

E  1». 

109. 

hij»erea  F 

e<l. 

Thieme,  Berl. 

Eut. 

Zeitsidir. 

50, 

p. 

107. 

ln[»ita  Eu. 

Be 

ak.  Froi».  Ac.  Nat.  S 

■ci.  I 

»hil. 

1800 

^  p 

.  331. 

luttela  Eu 

.  11 

'ecks,  4’raus.  A 

m.er.  1 

iiit. 

37, 

p- 

350. 

lydia  Eu. 

Cr. 

Pap».  Exot.  2, 

Taf. 

148. 

* 

maclcannania 

Haet.  But.  Ei 

d.  Mo 

iidh. 

Mag.  1, 

p- 

180. 

maconni  Oeu. 

Edle.  Caiiad. 

Eutoii 

»..  17 

.  P- 

71. 

macnlata 

Tis. 

Hpljr.  Stett. 

Zg.  b 

874. 

1».  3 

00. 

nia(‘j»iiis  Eu.  Godt.  Eiicy«  I.  Meth.  0,  p.  100. 
iiiagdaleiia  Erel).  Streck.  Brookl.  Eut.  Soc.  3,  p.  25. 
inaiiiioiine  Eu.  Btlr.  Eut.  iNlouth.  Mag.  0,  p.  251.  * 
malia  Eym.  Godiii.  4'rans.  Eid.  Soc.  Eoud.  1005,  p.  18S. 
inaiiasses  Eu.  Fldr.  Norara  IjO]).  (3).  p.  470. 
inaiu'iiius  Erel».  f>hl.  Geu.  Diuru.  Ijej».,  j».  380.  * 
iiianis  Ped.  Fldr.  Novara  Eep.  (3).  ]».  400. 
inaiiiieja  Ped.  Thleine.  Berl.  Eut.  Zeitschr.  50,  j».  70. 
iiiara  l^ed.  Thieme,  Berl.  Eutoiu.  Zeitsdir.  50.  p.  81  *. 
mare  Eu.  Bür.  Eep».  Exot.  1,  Taf.  3.  * 

iiiargiiialis  Cor.  Bür.  Auu.  'Mag.  Nat.  Hist.  (4)  12,  p.  224. 

niargiiiata  Tayg.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  235.  * 

inariaiina  Eyui.  Stgr.  Iris  10,  p.  140.  * 

luarica  Eu.  We/jm.  Seitz,  Groß-Scluaett.  5,  ]>.  210.  * 

luarica  Eyu»..  Weyni.  Seitz,  Groß-Scluuett.  5,  p».  250.  * 

iiiariona  Eretr.  IPceAs,  Proc.  Ni  Engl.  Zool.  Clul»,  3,  ji.  10. 

maritima  Cerc.  Edu\  Canad.  Entom.  12,  j».  23. 

marmorata  Eu.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Eoud.  1800,  j».  471.  * 

masa  Eym.  (lodiii.  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1905,  p.  188.  * 

meadi  Cerc.  Edw.  Trans.  Ani.er.  Ent.  Soc.  4,  j».  70. 

medeba  (^or.  Heiv.  Ann.  'Mag.  Nat.  Hist.  (2)  0,  p».  430.  * 

melaleufa  Ped.  Wei/in.  Stübels  Reise,  p.  41. 

melania  Cor.  Stgr.  Iris  7,  px.  70. 

melania  Eu.  Weyiu.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p».  212. 

imdcluades  Plu.  Btlr.  .Tourn.  Einn.  Soc.  (Zool. )  13,  p>.  125.  * 

iiu'lia  Eyia.  Weyui.  Seitz,  Groß-Schiuett.  5,  pi.  215.  * 

melobosis  Eu.  Capr.  Ann.  Soc.  Ent.  Beige,  17,  p».  30.  * 

mena  Cat.  Gr.-S»i.  Rhop.  Exot.  2,  p».  1.  * 

menander  Callit.  Drury,  111.  Exot.  Ent.  III,  Taf.  38.  * 

mermeria  Tayg.  Cr.  Pap».  Exot.  1.  * 

meta  Eu.  Weym.  Seitz.  Groß-Schmett.  5.  p».  105.  * 

metagera  Eu.  Bür.  Proc.  Zool  Soc.  Eond.  1800,  p».  401. 

metaleuca  Eu.  Bsd.  Eep».  Guatemal.,  p».  (»3. 

miltiades  Aut.  F.  Eutoiu.  Syst.  3  (1),  p:>.  00. 

milvia  Ped.  Thieme.  Berl.  Eut.  Zeitsohr.  50,  p».  120.  * 

mima  Eu.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Eoml.  1800,  p».  500.  * 

mimas  Eu.  Godm.  Trans.  Eid.  vSoc.  Eoud.  1905,  p».  187.  * 

mirabilis  Cat.  Bür.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  12,  p».  222. 

mirabilis  Sab.  Stgr.  Iris  10,  S.  143.  * 

misGla  Stereiuu.  Thieme.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  px.  138.  * 
mitcdielli  Eu.  French,  Canad.  Entoiuol.  21,  px.  25. 


moderata  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  px.  214.  * 
muderata  Itliou.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p».  239. 
imidesta  Eu.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  liond.  1800,  p».  473. 
iimdesta  Sterom.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p».  241.  * 
molliiia  Eu.  Hbii.  Zutr.  Siiilg.  Exot.  Schmett.  * 
mollis  Plu.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  px.  224.  * 
nmiiachella  Pseudost.  Weym.  Seitz.  Groß-Schmett.  5,  p».  241.  * 
iimiiachus  Epiin.  Blunch.  Gay’s  E'aun.  chil.  7,  p».  35. 
monahaiii  Eu.  WeGcs,  Proc.  New.  Engl.  Zool.  Clul»  2.  p>.  103. 
moiu'ca  Eu.  Schaun,  l’roc.  Uu.  St.  Mus.  24,  px.  388. 
momda  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-vSchmett.  5,  p>.  200.  * 
moiiticolens  Cosm.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  IjOiuI.  1881,  px.  484.  * 
muraiiia  Cosm.  Berg.  Descr.  Rep».  Arg.  5,  px.  201.  * 
miinda  Eas.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51,  p>.  130. 
miirena  Aut.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  px.  220.  * 
muscosa  Ped.  Thieme,  Berl.  Pint.  Zeitschr.  50,  p>.  83.  * 
musensa  Eu.  Btlr.  Cistul.  Entom.  1,  px.  20. 
mycalesuides  Eu.  Fldr.  Novara  Eepx.  (3),  p>.  473. 
myncea  Eu.  Cr.  Pap».  Exot.  4,  Taf.  293.  * 
mythra  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p>.  205  *. 

iiaov'ia  Ped.  Thieme,  Berl.  Entom.  Zeitschr.  50,  px.  04.  * 

napaea  Ped.  Bat.  Ent.  Mouth.  Mag.  1,  px.  179. 

narapa  Eu.  Sehau.s,  Proc.  Un.  St.  Mus.  21,  px.  388. 

nausiaca  Evi.  Mö.schl.  Verh.  Zool.  Bot.  Ges.  Wien,  32,  p».  320.  * 

iiebi'is  Ped.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  px.  98.  * 

iiebulosa  Eu.  Bür.  Proc.  Zool.  Sxxc.  Eond.  1800,  p>.  479. 

iiecys  Eu.  Godt.  Encycl.  Meth.  9,  px.  511. 

iioda  Eas.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51,  px.  121.  * 

negra  Haet.  Fldr.  Wien.  Pint.  Mou.  0,  px.  170. 

mdsoni  Piu.  Godm.  ii.  Salv.  Biol.  Ctentr.  Amer.  Rhop».,  px.  91. 

iiemyri(»ides  El.  Blaiich.  Gay,  Faun.  Chil.  7.  px.  33. 

neppte  Pron.  Thieme,  Berl.  Pint.  Zeitschr.  51,  px.  202. 

nephelo  Cerc.  Ky.  Faun.  Bor.  Amer.  4,  p».  297. 

iiereis  Pier.  Drury,  111.  Exot.  Eut.  111,  Taf.  35.  * 

iierita  Eu.  Ca/ir.  Auu.  Soc.  Ent.  Belg.  25,  p».  102. 

uevadensis  Oeu.  Fldr.  Novara  Eep».  (3),  px.  89. 

niplioessa  Ped.  Thieme,  Berl.  Eut.  Zeitschr.  50,  p».  110.  * 

nivea  Eym.  Stgr.  Exot.  Tagf.  px.  232.  * 

niveoiKxta  Ped.  Btlr.  Auu.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  12,  p».  221. 

nobilis  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p».  214.  * 

iioriia  Gen.  Thnhg.  Diss.  Eut.  Ins.  Suec.  2,  px.  36. 

mxrtia  Piu.  Hcw.  Exot.  Butt.  III.  Eupxt.  1.  * 

nossis  Eu.  Hexe.  Exot.  Butt.  III,  Eupxt.  1.  * 

nubila  C!al.  Lathy,  Trans.  Ent.  Soc.  Ecxud.  1899,  p».  223.  * 

numeria  Eu.  Fldr.  Novara  Eepx.  (3),  px.  478. 

numilia  Eu.  Fldr.  Novara  Eepx.  (3),  px.  478. 

nympha  Tayg.  Btlr.  Catal.  Satyr.  Bi'.  Mxis.,  p».  9.  * 

«xbseura  Eu.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Eoud.  1860,  px.  487. 
nbscura  Ped.  Sm.  u.  Ky.  Rhopxal.  Exxxt.  (Ped.  2).  * 
obsciira  Pron.  Btlr.  Catal.  Satju-.  Br.  Mus.,  px.  184.  * 
obsoleta  Eym.  IFastte.,  ZPxZ.  «. /Cew».  Geu.  Diurn.  Eep».  Tf.  07.  * 
oceliifera  Eretr.  Fldr.  Novara  Eepx.  (3),  p».  471. 
ocelloides  Eu.  Schaws,  Proc.  Un.  St.  Mus.  24,  p».  387. 
(xehracea  Coen.  Edw.  Proc.  Ac.  Nat.  Sei.  l’hil.  1801,  px.  103. 
ochracea  Eu.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1807,  px.  107.  * 
oehrea  Piretr.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  px.  135.  * 
ochrotaeiiia  Ped.  Ftdr.  Novara  Eepx.  (3),  p».  407. 
ociiHS  Eu.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Eond.  1800,  p».  467. 
oereata  Pier.  Sulw  u.  Godm.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  2,  p».  143. 
oculata  Eretr.  Fldr.  Novara  Eepx.  (3),  px.  472. 

(»cypete  Eu.  F'.  Gen.  Ins.  Mant.,  p».  200. 

oenntria  Daed.  Weym.  Seitz,  Groß-vSchmett.  5,  p».  200.  * 

oetus  Cerc.  Bsd.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  12,  px.  03. 

Olympus  Ceri».  Ediv.  Bxrtt.  N.  Amer.  Taf.  20,  Fg.  9.  * 
opalinus  Cheim.  Stgr.  Iris  10,  px.  145.  * 

Ophelia  Tayg.  Btlr.  Cistid.  Eidom.  1,  p».  18. 

opima  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  px.  203.  * 

orbifera  Eas.  Bür.  Catal.  Satyr.  Br.  j\his.,  px.  182.  * 

orbilia  Eas.  Thieme.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51,  px.  118. 

orchus  Pron.  Heie.  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  (3)  1,  px.  10. 

oreus  Pron.  Latr.  Humb.  Bonpxl.  Obs.  Zool.  2,  px.  72.  * 

ordinala  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p».  197.  * 

oreba  Eu.  Btlr.  Cistul.  Entom.  1,  px.  19. 

oniata  Ant.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  5,  px.  302. 

ornata  Ped.  Sm.  u.  Ky.  Rhopxal.  Exot.,  px.  10.  * 

orsedice  Druc.  Heiv.  Ent.  Month.  Mag.  14,  px.  227. 

ortriida  Thiem.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51,  px.  151.  * 

pacarus  Eu.  Godt.  Encycl.  M4th.  9,  px.  495. 

[»acta  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  px.  209.  * 
pactyes  Fed.  Hew.  Exot.  Butt.  5  (Pron.  8).  * 
paeon  Eu.  Godt.  Encycl.  MMh.  9,  p.  490. 


Urbeschi-eibuiigs-Nacliweis  der  amerikaiiisciicji  Satyridcri. 


2SI 


paroiiidos  Ped.  Ucvo.  Exot.  Putt.  .5  (Proii.  ti).  * 
pasyris  P]u.  (UxH.  Eiic.ycl.  jVI4th.  t),  p.  491. 
palaci<»  Daed.  hotjn.  Le  Natural.  1S9I,  p.  12.'). 

]»ala(l<)S  Itias.  llew.  E.xot.  Putt.  .5,  Pron.  (i.  * 
palacpolis  Ped.  Hew.  Ent.  ÖVlonth.  Mag.  14,  |).  227. 
palantias  Ped.  Hew.  Exot.  Putt.  ^  (Pron.  8).  * 
pales  E])in.  Phil.  lann.  Entom.  14,  p.  2(58. 

|)alla(lia  Eu.  ßflr.  Pj'oc.  ZooI.  So(^  Eond.  18()(),  p.  1. 
pallantis  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  I,  p.  5.  * 
palleitia  Eu.  .8'c/(«u.s,  Proe.  ITn.  >St.  Mus.  24,  p.  389. 
paliiniba  Lytu.  Thieme,  Perl.  Ent.  Zeitselir.  19,  p.  Itil. 
paminencs  Ped.  Hew.  Exot.  Putt.  .5  (Pron.  8).  * 
paiu]))iiloi(lcs  Coen.  Peak.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  (i.  p.  14(i. 
pampliOS  Ped.  Thie^ne,  Perl.  Ent.  Zeitschr.  50,  p.  129. 
paiiacea  l^ym.  Hew.  Equat.  Lej).,  j».  35. 
pandates  Ped.  Hetv.  Exot.  Putt.  5  (Pron.  8).  * 
paiinoiiia  Cor.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  llist.  (2)  (i,  p.  438.  * 
panoflea  Ped.  Hew.  Exot.  Putt.  5  (Pron.  8).  * 

|»aiitliides  l’ed.  Hew.  Exot.  Butt.  5  (Pron.  9)  *. 
paiiyasis  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soe.  Lond.  (3)  I,  p.  7.  * 
parallela  Pron.  Thioiie,  Perl.  Ent.  Zeitsehr.  51,  p.  203. 
parepa  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  ]>.  2.  * 
parina  Ped.  Thieme,  Perl.  Ent.  Zeitschi'.  50,  ]>.  115. 
parrlioebia  Ped.  Hew.  Putt.  Exot.  5  (I’ron.  7).  * 
pai'lhcnie  Eu.  Weyin.  Seitz,  Grol.i-Schinett.  5,  )).  210.  * 
pai'thyene  Las.  Hew.  Exot.  Putt.  5,  (Pron.  0,)  ji.  120.  * 
pasiclps  Ped.  Hew.  Exot.  Putt.  5  (Pron.  7).  * 
patagonica  Ereb.  Mah.  Pull.  Soc.  Philoin.  (7)  9,  p.  55. 
patlzatlies  Ped.  Hew.  Exot.  Putt.  5  (Pron.  8).  * 
pati'obas  Gyr.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  10.  * 
paulus  Cerc.  Edw.  Canad.  Entom.  11,  p.  50. 
peculiaris  Eu.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1871,  p.  124. 
pedacia  Ped.  Heu\  Exot.  Putt.  4  (Pron.  4).  * 
pegala  Cerc.  F.  Syst.  Ent.,  j).  491. 
pelinaca  Ped.  Hciv.  Entom.  Month.  .Mag.  14,  p.  227. 
pclinna  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  |i.  157. 
pellonia  Eu.  Godm.  Piol.  Centr.  Amer.  2,  p.  055.  * 
pellucida  Callit.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1800,  !>.  41.  * 
peloria  Eu.  Fldr.  Novara  Le]).  (3),  j).  479. 
penelca  Tayg.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  Tat.  101.  * 
peiieliiia  Tayg.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  230. 
penelope  Eu.  F.  Syst.  Entom.,  p.  493. 

pcnicillata  Eu.  Godm.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1905,  j).  ISO.  ^ 
pephredn  Eu.  Godm.  Piol.  Ceidr.  Amer.  2,  p.  057. 
perfuseata  Eu.  Btlr.  Catal.  Satyr.  Er.  iVlus.,  p.  18. 

|K‘rib(»ea  Eu.  F.  Ent.  Syst.  III  (1),  p.  234. 

periphas  Eu.  Godl.  Encycl.  Meth.  9,  p.  495. 

perita  Ped.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Pron.  4).  * 

perperna  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  10. 

persepolis  Las.  Hew.  Exot.  Putt.  5.  (Pron.  0.)  * 

penida  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  3.  * 

peruviana  Cor.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  12,  p.  224. 

pervius  Ox.  Thieme,  Perl.  Ent.  Zeitschr.  51,  p.  185. 

petronius  Ped.  Sot.  Rhopal.  Exot.  3,  p.  19.  * 

peucestas  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  ]>•  4.  '' 

pliaea  Ped.  Heiv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1.  j).  3.  * 

phaedra  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  158. 

phaeina  Ped.  Sigr.  Iris  10,  p.  124. 

phalaesia  Las.  Hew.  Exot.  Putt.  4,  (Pron.  3.)  * 

phanaraea  Ped.  Hew.  Exot.  Pidt.  4  (Pron.  3).  * 

phanias  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  0.  * 

pharella  Eu.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1806,  p.  478.  * 

pliares  Eu.  Godl.  Encycl.  Mdth.  9,  j).  491. 

liharnaces  Eu.  Weym,  Seitz,  Groß-vSchmett.  5,  p.  208.  * 

pharnaspes  Ped.  Hew.  Exot.  Putt.  5  (Pron.  8).  * 

lihaselis  Cat.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  j).  14.  * 

phasione  Ant.  Btlr.  Cistul.  Entomol.  1,  p.  22. 

phazania  Ped.  Bm.  Rhopal.  Exot.,  p.  10.  * 

pheretiades  Ped.  Sm.  u.  Ky.  Rhopal.  Exot.  (Peil.  2).  * 

phila  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  4.  * 

philaenis  Ped.  Thieme,  Perl.  Ent.  Zeitschr.  50,  ]>.  127. 

philaretes  Ant.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  0,  |>.  424. 

philippa  Eu.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1800,  p.  485. 

Iihilis  Callit.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  Tat.  387.  * 
phiioctetes  Ant.  L.  Mus.  LIr.,  p.  219. 

phihidice  Eu.  Godm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  Soc.  IjoiuI.  1878, 
p.  264. 

philopoeinen  Ant.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  0,  p.  425. 

philotera  Ped.  Hew.  Exot.  Putt.  4  (Pron.  3).  * 

phiiieus  Eu.  Bilr.  l’roc.  Zool.  Soc.  Lond.  1806,  j).  178.  * 

phintia  Ped.  Hew.  Equat.  I^e]).,  p.  91. 

phocion  Eu.  F.  Siiec.  Ins.  11,  ]>.  138. 

phuenieusa  Ped.  Hew.  Exot.  Putt.  4  (Pron.  3).  * 

phoenissa  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  7.  ^ 

V 


pliolue  Cat.  Stgr.  Lxoi.  Tagt.  I,  p.  231.  * 

pliuruiiea  'rhiem.  Hbt.  ii.  Hew.  Gen.  Diiirn.  Lcp.  'I'af.  00.  * 

phraNa  Ped.  Sm.  k.  Ky.  Rhopal.  I'lxol.  (I’cdal.  2).  * 

plirasicia  Red.  Hew.  Lxot.  Pult.  5  (Rron.  8).  * 

phrasiclea  Red.  Sm.  Rhopal.  Exot.,  p.  17.  * 

phrasiiia  Red.  Sm.  Rhopal.  Lxot.,  j).  18.  * 

phrasis  Red.  Stii.  Rhopal.  Exot.,  |).  18.  * 

phronius  Eu.  Godl.  Lncycl.  iVldth.  9,  p.  190. 

phtliiotis  Red.  Heie.  Exot.  Putt.  5  (Rron.  8).  * 

pliyllalia  Eretr.  Hew.  Exot.  Putt.  1.  Ri'on.  1.  * 

physcoa  Red.  Hew.  'Prans.  Lnt.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  5.  * 

|)icea  hin.  Btlr.  Rroc.  Zool.  Soe.  Lond.  1800,  p.  181.  * 

piera  Ilaet.  />.  'Alus.  Ihr.,  p.  220. 

picM'ia  Lu.  Btlr.  Rroc.  Zool.  Soc.  Lond.  1X00,  p.  10;i.  * 
pigiKM'ator  Am|»h.  Btlr.  Ann.  Nat.  llist.  3.  20,  p.  109. 
pilata  Eu.  Btlr.  Rroc.  Zool.  Soc.  Lond.  1800,  p.  1X3.  * 
piletha  Red.  Hew.  Trans.  Eid.  Soc.  Lond.  (3)  1.  p.  7.  * 
liiinpla  Eu.  Fldr.  Wien.  Eid.  iVlon.  0,  p.  177. 
pireta  t'allit.  Cr.  Rap.  Exot.  1,  Tat.  315.  * 
pisciiia  Las.  Thieme,  Perl.  Eid.  Zeitschr.  51,  p.  117. 
pisonia  Red.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  fjond.  (3)  1,  p.  0.  * 
plana  C'osm.  Wey)n.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  231.  * 
ptautius  Red.  Sm.  Rhopal.  Exot.,  )>.  19.  * 
phias  Clor.  Thieme,  Perl.  Ent.  Zeitschr.  51,  p.  212. 
plotina  Red.  Hcuk  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  1.  * 
pliiiiibeola  tlosm.  Btlr.  (latal.  Satyr.  Pr.  Mus.,  p.  95.  * 

!  poeania  Myg.  Hew.  Trans.  Ent.  »Soc.  Lond  1870,  p  158. 

poesia  Red.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  |).  0.  * 

;  puetica  Red.  Sfgr.  Iris  7,  p.  73. 
puliozoiia  Epiii.  Fldr.  Novara  Lej).  (3),  p.  493. 
polita  (lallit.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  18()9.  p.  31. 
pultys  Eu.  Prittw.  Stett.  Zg.  18(55.  p.  311. 
polypheinus  Eu.  Btlr.  Rroc.  Zool.  Soc.  Lond.  1800,  p.  188. 
|)ulyxo  iSteremn.  Godm.  u.  Saiv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1880, 
p.  129.  * 

ponipilia  Eu.  Fldr.  Novara  Lep.  (3).  |i.  481. 
ponipunia  Red.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  33. 
purcia  Ped.  Hew.  Eipiat.  Leji.,  p.  34. 
poriina  Red.  S)ii.  ii.  Ky.  Rhopal.  exot.  (Pedal.  2).  * 
i  pui’ina  Red.  Heu\  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  ]).  1.  * 

!  poi'phyria  Eretr.  Bddr.  Novara  Lep.  (3).  ]».  470. 
porilaiidia  Enod.  F.  Spec.  Insect.  (2),  ]».  82. 
praxia  Red.  Hew.  Plquat.  Lep.,  p.  90. 

praxithea  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1870,  p.  157. 
priiiiera  Ped.  IReeA-s',  Proc.  New  Engl.  Zool.  Club  2. 

Iiroba  Eu.  Weym.  Seitz  Groß-Schmett.  5,  p.  203.  * 
probata  Eu.  Weyoi.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  203.  * 
procellaria  Clor.  Thieme,  Perl.  Ent.  Zeitschr.  51.  p.  227.  * 
proohyta  iMyg.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1.  p.  13.  * 
prnciiie.ja  Ped.  Thieme,  Perl.  Ent.  Zeitschr.  50,  |i.  57.  * 
prnerna  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lonc  .  (3)  1.  p.  9.  * 
pronax  Ox.  Heiv.  Exot.  Putt.  2  Rron.  2.  * 
pniiiophila  Eu.  Bilr.  Proc.  Zool.  Soc.  IjOiuI.  1807,  p.  107. 
proiiO|i)iila  Rseudost.  Fldr.  Novara  Lep.  (3).  )).  475. 
pi'opylea  Prob.  Hew.  Exot.  Butt.  2  Rron.  1.  * 
prnsa  Ped.  Sigr.  Iris.  7,  p.  73. 
prosynina  Las.  Heu\  Exot.  Butt.  2.  p.  79.  * 
protogviiia  Ox.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  13.  * 
protoime  Claer.  Fridisi.  Ent.  Rundsch.  29  p.  31. 
prytanis  Ped.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  |).  7.  * 
pterocopha  Ant.  Sale.  ii.  Godm.  Ann.  Nat.  llist.  (4)  2.  |i.  143. 
jnierta  Ox.  irc.sRe.  Gen.  Diurn.  Lep..  ji.  358.  * 
pugil  Dior,  'riiicmc.  Perl.  Ent.  Zeitschr.  51,']'.  174.  * 
piilchella  Cal.  Latin/,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1899,  p.  225.  * 
piilla  ('(oen.  H.  Edw.  Papilio  1,  p.  51. 

|)iiina  Ped.  Thieine.  Perl.  Ent.  Zeitschr.  50,  p.  58.  * 
piinctaia  Eu.  IVeym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  205.  * 
piira  Las.  Thieme,  Perl.  Ent.  Zeitschr.  51,  p.  130. 
piiritana  Tayg.  IPccAs,  Proc.  New  Engl.  Zool.  Chd)  3.  p.  2. 
piisilla  Neos.  Fldr.  Novara,  Lep.  (3),  p.  487. 
pylas  Ped.  Heir.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1.  p.  4.  * 
pyraeiimn  Eu.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1800.  p.  499. 
pyi'opiiia  Ciallit.  Salv.  u.  Godm.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  2,  p.  111. 
pytheus  Eu.  Möschl.  Verb.  Zool.  bot.  Ges.  Aden  32  p.  319.  * 

(juantius  Eu.  Godl.  Encycl.  Meth.  9,  p.  487. 

qiiios  Cosm.  Berg,  Descr.  Rei>.  Argent.  5.  p.  205.  Tab.  8.  * 

(jiiincedis  Ped.  Thieme,  Perl.  Ent.  Zeitschr.  50,  ]).  110.  * 

rahab  Ped.  Thieme,  Perl.  Ent.  Zeitschr.  50.  p.  82.  * 
raiia  Lym.  irc^wi.  Seitz,  Clroß-Schmett.  5,  p.  247.  * 
rajdia  Ped.  BUr.  Cistul.  Entom.  1,  p.  24. 
rectifaseia  Tayg.  Weyai.  Iris  20,  p.  12.  * 

i'oedii  Neos.  Btlr.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  p.  1881,  403. 

36 


282 


Urbeschreibiiiigs-Nacli’weis  der  amerikanischen  Satyriden. 


iTyia  Las.  Sigr.  Iris  10,  p.  13<3.  * 

reissi  Fecl.  Wey  in.  Stübels  Reise,  p.  110.  * 

remissa  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Sehiiiett.  5,  p.  204.  * 

renata  Eu.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  Taf.  326. 

rotloiilata  Neom.  Wcyin.  Iris  20,  p.  5. 

reyiioldsi  Am])li.  Sharpe.  Proc.  Zool.  Soe.  Lond.  1890,  j).  567.  * 
rliea  Pier.  F.  .Syst.  Emoiu.,  p.  467. 

rhoiuboidea  Daed.  .Seitz,  Groß-.Scluuett.  5,  p.  5t)6.  * 

ridiiiffSii  Neouür.  PJdir.  Pioc.  Eut.  .Soc.  Phil.  4,  p.  201. 
rofiersi  Cat.  Codm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  .Soc.  Lond.  1878,  p.  267. 
rotfersi  Eu.  Codm.  u.  Salv.  Proc.  Zool.  .Soc.  Ijond.  1878,  p.  265. 
russii  Ereh.  Ciirf.  Ross,  .Second.  Voy.  NWPass.,  Ai)p.,  j).  67. 
nibeta  Cor.  Thieme.  Herl.  Ent.  Zeitschr.  51.  !>.  223. 
nibricarea  Eretr.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  p.  134.  * 
nibricata  Eu.  Edic.  Trans.  Ainer.  Ent.  .Soc.  3.  p.  212. 
riifucincta  Eu.  Weym.  .Seitz,  Groß-.Schmett.  5,  ]).  196.  * 
riirumars'iiiata  d’ayg.  Styr.  Exot.  Tagt.  p.  235.  * 
riigilus  Stereiun.  Thieme,  Rerl.  Ent.  Zeitschi'.  50,  p.  137. 
nislica  Eu.  Htlr.  Catal.  Satyr.  Br.  Mus.,  )i.  32.  * 

sabina  Eu.  Fldr.  Xovara  Lep.  (3),  ji.  483. 
sajaina  Cosm.  ]]'eym.  Seitz,  Groß-Schinett.  5,  p.  233.  * 
salviiii  Eu.  Bfir.  Proc.  Zool.  So<t.  Lond.  LS6(),  p.  498.  * 
salvini  Tayg.  Styr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  236. 
sainiiis  Lym.  Dbl.  Gen.  Diurn.  Lep.  PI.  67.  * 
sareba  Cor.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  2  {<>),  p.  439.  * 
satiira  Lym.  \]"eym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ji.  24th  * 
satiirmis  Eu.  BtJr.  [’ro(\  Zool.  .Soc.  Lond.  1866,  |i.  479.  * 
satyrina  Eu.  Baf.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  179. 
saiiiidersii  Eu.  Bflr.  Proc.  Zool.  .Soc.  Lond.  1866,  p.  500.  * 
schroineri  Cat.  Foeit.  Hev.  Mus.  PauUsta  5.  p.  634.  * 
scn[iaria  Ant.  Bür.  Cistul.  Entoni.  1.  p.  22. 
scnpulata  Eu.  Codm.  'Prans.  Ent.  Soc.  Lond.  1905,  ii.  186.  * 
segesta  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-iSchmett.  5,  ]i.  214.  * 
siMiiibruniiea  Tayg.  Weym.  .Seitz,  Gioß-.Schinett.  5,  ]>.  186.  * 
S(“inidea  Oen.  Say.  Auiei'.  Entom.  3.  Taf.  50.  * 
seniipartita  Ifas.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  266.  * 
semiplena  (’oi'.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51,  ]i.  214.  * 
sorlceella  Eu.  Bcd.  Ent.  Month.  Mag.  1.  p.  202. 
siM'ra  Ped.  Thieme.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  p.  111. 
siM’vilia  Xeoni.  Wcdlyr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  36. 
scrviiis  Tayg.  Weym.  Seitz.  Groß-.Schmett.  5,  ]>.  187.  * 
silpa  Ped.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  p.  80.  * 
siinilis  Eu.  Bür.  l’roc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  ]>.  463. 
siniinias  Ped.  Thieme.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  ]i.  90.  * 
sinipla  Ped.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  p.  62.  * 
Simplex  Xeos.  Bür.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  458.  * 
Simplex  Ox.  Bür.  Catal.  Satyr.  Br.  Mus.,  j).  180.  * 
simplieia  Anpih.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  192.  * 
Sofia  Ereh.  Streek.  Brookl.  Ent.  Soc.  3,  j).  35. 
sombra  Las.  Ttiiemc,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51,  ]>.  128. 
sorata  Gres.  Salv.  n.  (,'odm.  Ann.  .Mag.  X’^at.  llist.  (4)  2,  p.  144. 
sororeula  Lym.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  49,  p.  161. 
sosis  Tayg.  Hpifr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  359. 
soter  Eu.  Bür.  .Toui'n.  Linn.  Soc.  (Zool.)  13,  p.  124.  * 
spai'taeiis  Eu.  Barm.  Descr.  Re|>.  Argent.  5,  ]i.  214.  * 
spiiia  Ped.  irc//»(.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  259.  * 
spoliatus  Cheim.  Styr.  Iris  10,  p.  145. 

squamistriga  Pind.  Ftdr.  Verh.  Zool.  Bot.  Ges.  Wien  1869, 
]).  475. 

slatia  Cosm.  Weym.  Seitz.  Groß-Schmett.  5.  p.  23  t.  * 
stelligera  Eu.  Bür.  Trans.  Ent.  Soc.  I^ond.  1874,  j).  121. 
stelligera  Eaun.  Bttr.  'Pi'ans.  Ent.  Soc.  Lond.  1881,  p.  457.  * 
stheiiele  (lerc.  Bsd.  Ann.  Soc.  Ent.  Er.  (2)  10,  ]i.  308. 
stigma  Tayg.  Weym.  Iris  20.  j).  14. 
stilla  Ped.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  )).  111. 
straminea  Eu.  BÜr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1867,  p.  106.  * 
strigillata  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]i.  198.  * 
siibhyalina  Oen.  Curt.  Ross,  Second  Voy.  N.  W.  Ihiss.  A|>p., 
p.‘6S. 

submaeulatus  Ox.  Bttr.  u.  Druee,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond. 
1874,  1».  338. 

siibobseura  Eu.  Weym.  Seitz.  Groß-Schmett.  5,  ji.  194.  * 
siibpunctata  Eretr.  Sm.  n.  Ky.  Rho])al.  Exot.,  p.  12.  * 
siilirufeseeiis  Eretr.  Sm.  a.  Ky.  Rhopal.  Exot.,  p.  12.  * 
suffumata  Ped.  Styr.  Iris  10,  |).  130. 
superba  Sterom.  Bttr.  ('atal.  Satyr.  Br.  (Mus.,  j).  172. 
sylvestris  Cerc.  Edw.  Proc.  Ac.  Nat.  Sei.  t^hil.  1861,  ji.  162. 
Sylvia  Tayg.  Bat.  Ent.  Month.  .Mag.  3,  j).  153. 
sylvina  Eu.  Fldr.  Xovara  Leq).  (3),  ]>.  478. 
symmaclms  Ped.  Codm.  u.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond. 
1880.  p.  130.  * 

taui'opolis  Dior.  Dbl.  n.  Ilciv.  Gen.  Diurn.  Lej).  Th.  66.  * 
taygete  Oen.  Hbn.  Sudg.  Exot.  Schmett.  3.  * 


taygetina  Ant.  Bür.  Catal.  Satyr.  Br.  IMus.,  p.  107.  * 

telesphora  Eu.  Bür.  Journ.  Linn.  Soc.  (Zool.)  13,  p.  127.  * 

tena  Ped.  He\o.  Exot.  Butt.  5  (Pron.  7).  * 

tenebrosa  Cal.  Lafhy,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1899,  p.  225.  * 

teiiebrosus  Tayg.  Blanch.  Voyage  d’Orh.,  p.  222.  * 

teiiedia  Xieom.  Weym.  Iris  20,  p.  7. 

tenera  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-vSchmett.  5,  p.  218.  * 

terrestris  Eu.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  jj.  462.  * 

tersa  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  214.  * 

texana  Cerc.  Edw.  Canad.  Entom.  12,  p.  23. 

tlialessa  Eu.  Möschl.  Verh.  Zool.  hot.  Ges.  Wien,  26.  p.  124.  * 

tliammi  Myg.  Styr.  Verh.  Zool.  Bot.  Ges.  Wien  25,  j).  107. 

thamyra  Tayg.  Cr.  Pap.  Exot.  3.  * 

thelebc  Pron.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lej).  Th.  60.  * 
tlielebina  Pron.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  51,  p.  198. 
Itielete  Eu.  Sneü.  Tijdschr.  Entom.  30,  p.  18.  * 
tliemis  Eu.  Bttr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1867,  p.  104.  * 
theodori  Ant.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  ji.  125.  * 
therkelsoni  Eu.  Weeks,  Proc.  N^ew  Engld.  Zool.  Cluh,  2.  ji.  104. 
thiemei  Ped.  Styr.  Iris  10  ,  p.  126. 
tliobiei  Eu.  Capr.  Ann.  Ent.  Soc.  Belg.  25.  p.  102. 
tiessa  Eu.  Hew.  Equat.  Lep.,  p.  37. 

timaiithes  Pron.  Salv.  Ann.  Mag.  Xat.  Hist.  (4)  7,  p.  412. 
tisiphone  Eteon.  Bsd.  Spec.  Gen.  .1.,  p.  411. 
tolima  Lym.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5.  p.  245.  * 
toliimnia  Eu.  Cr.  Pap.  Exot.  If,  Taf.  130.  * 
tomasia  Ant.  BÜr.  Ann.  iMag.  Xat.  Hist.  (4)  15,  p.  222. 
tomentnsa  Ped.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  255. 
torva  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]».  215.  * 
translueida  Lym.  Weym.  Seitz,  Groß- »Schmett.  5,  p.  247. 
transversa  Eu.  Weym.  »Seitz.  Groß-Schmett.  5,  p.  197.  * 
triaria  Ped.  Codm.  a.  Salv.  Proc.  Zool.  »Soc.  Loml.  1878, 
1>.  266. 

tricolnr  Ehi.  Heu'.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (2)  6,  p.  440. 
Irienrdatus  Pan.  Hew.  Boliv.  Butt.,  j).  10. 
tri|»imctata  Cor.  Weym.  Stül).  Reise,  ]>.  111.  * 
tripunctata  Tayg.  Weym.  Iris  20,  p.  11. 

Iriqiietra  Ped.  Thieme.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  p.  130. 

tristis  Epin.  Cuer.  Voy.  Cotpiille,  Tf.  15.  * 

tritoiiia  Gyr.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  »Soc.  5.  p.  18. 

tucca  Ped.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  j».  107.  * 

typhla  Ores.  Westw.  Dhl.-Hew.  Gen.  Diurn.  l.iep.,  Tat'.  62.  * 

typblops  iMan.  Styr.  Iris  10,  ]>.  142. 

typhlopsella  iMan.  Styr.  Iris  10.  p.  143. 

tyrrheus  Ped.  Codm.  n.  Salv.  Trans.  Ent.  »Soc.  Lond.  1880, 
■  p.  130. 

iibleri  Oen.  Bcak.  Proc.  Ent.  »Soc'.  Phil.  6,  p.  143. 
iilema  Cor.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (2)  6.  p.  438.  * 
iimbraciiia  Pseudost.  Bür.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  12 
]..  221. 

iimbrina  Eretr.  Weym.  »Seitz,  Groß-»Schmett.  5.  ji.  263.  * 
nmbrosa  Eu.  Btlr.  Lej).  Exot.  1,  Taf.  18.  * 
iincinata  Tayg.  Weym.  Iris  20,  j).  14. 
iiiidina  Eu.  Bttr.  Ent.  Month.  Mag.  6.  p.  252. 
iindiilata  Eu.  Bür.  Proc.  Zool.  »Soc.  Lond.  1866.  p.  475.  * 
iiiiiformis  Peil.  Weym.  »Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  256.  * 
iiiiiplaga  Ped.  Thieme,  Berl.  Ent.  Zeitschr.  50,  )>.  111. 
iiimeellata  Haet.  Weym.  Seitz,  Groß-»Schmett.  5,  p.  175.  * 
Urania  Eu.  Btlr.  Proc.  Zool.  »Soc.  Eond.,  ji.  484.  * 
nrbana  Eu.  Btlr.  .lourn.  Linn.  »Soc.  Lond.  (Zool.)  13.  |i.  124  * 
usitata  Eu.  Bür.  Proc.  Zool.  »Soc.  Lond.  1866,  p.  463.  * 

nzza  Tayg.  Bür.  l^ep.  Exot.  1.  * 

Valentina  Tayg.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Taf.  242.  * 
vanessoides  El.  Blanch.  Gay.  Eaun.  Chil.  7,  )i.  28.  * 
variabilis  Lu.  Bttr.  Proc.  Zool.  Soc.  l,ond.  1869,  p.  169.  * 
variabilis  Pron.  Bttr.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  12,  p.  223. 
varnna  Oen.  Edw.  Canad.  Entomol.  14. 
velntina  Tayg,  Styr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  236.  * 
venerata  Druc.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  12,  ji.  223. 
venosa  Lym.  Bür.  Catal  Satyr.  Br.  IMus.  p.  171.  * 
venusia  Lym.  Hpffr.  »Stett.  Zg.  1874,  p.  361. 
vesagus  Neos.  Dbl.  Gen.  Diurn.  Lep.  5,  64.  * 
vesjier  Eu.  Bttr.  Proc.  Zool.  »Soc.  Lond.  1867,  ji.  168.  * 
vesta  Eu.  Btlr.  Proc.  Zool.  »Soc.  Lond.  1866,  ]>.  479.  * 
vestigata  Eu.  Bttr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1867,  j).  105.  * 
viiUeri  Ereh.  Ediv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1898,  p.  195. 
villarresi  Lym.  Doyn.  l^e  Natural.  (2)  1,  j).  173.  * 
vinlacea  Druc.  Weym.  »Seitz,  Groß-Schmett.  5,  j).  270.  * 
virgilia  Tayg.  Cr.  Pap.  Exot.  1.  * 

viridicans  Eu.  Weym.  Seitz,  Groß- »Schmett.  5,  p.  199.  * 

vrazi  Tayg.  Kheil,  Iris  9,  p.  151. 

vulpecnla  Eteon,  Weym.  Stett.  Zg.  55,  p.  323. 


Url)eschreil)iings-N<acluveis  der  amerikatiiscdioi)  Saiyriden. 


28 :{ 


vvallenffrenü  Neom.  BUr.  Trans.  Ent.  Soc.  Ijond.  ISSl,  p.  t.5().  * 
westwoodi  En.  Btlr.  Eroc.  Zool.  Soc.  Ijond.  I8(i(),  p.  ISI. 
weynieri  Tayg.  Draudt,  Faun.  Exot.  1,  p.  01. 
vvheeleri  Cerc.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  t,  ]i.  31.'}. 
whitclyi  Fol.  Druce,  Froc.  Zool.  Soc.  Lond.  1870,  ]>.  215.  * 
willianisiaiius  Oosin.  Btlr.  Catal.  Satyr.  Er.  .M’u.s.,  p.  15!».  * 

Xanthippe  Tayg.  Bür.  Oatal.  Fahr.,  p.  II. 
xenana  Tayg.  Bür.  Lej).  Exot.  1.  * 

xicaque  Farani.  lleak.  Froc.  Ac.  Nat.  Scü.  Fhil.  1800,  ]>.  330. 

youngi  Ereh.  Holt.  Entom.  News,  11,  ji.  388. 
yiikonensis  Coen.  Hoü.  Entom.  News,  11,  p.  880. 


yplilhiina  Eu.  h'ldr.  Novai'a,  Eep.  (3),  p.  181. 
yplhiina  'l’ayg.  IHtn.  Sin  lg.  l*Nol.  Schinctl.  * 

zangis  Cal.  F.  .Syst.  lOnt.  p.  180. 

zapatnza  Las.  Wefsim.  (len.  Diniai.  Lep.,  p.  358. 

Zarathustra  Las.  'I'hirtnc,  lierl.  I'hd .  Zeilschr.  .51,  p.  121.  * 

zeba  h]u.  Bür.  Lep.  Exot.  1.  * 

zeredalha  Eu.  Bür.  Ijej).  Exot.  1.  'Paf.  1.  * 

zibia  .Sterom.  Bür.  Clistul.  lOntom.  1,  p.  23. 

zigoinala  Zah.  Hew.  Eipiat.  Lep.,  ii.  !t2. 

ziinri  Tayg.  Bür.  Lep.  l'lxot.  I.  * 

zi|>|><ina  Tayg.  Bür.  Lej).  l'lxot.  1.  * 

ziza  Eu.  Bür.  Le|).  Exot.  1.  Tat.  4.  * 


l^RA8S0LTr>yE.  Von  H.  FmnrsTORK'EK. 


285 


5.  Familie:  Brassolidae. 

Die  zu  dieser  Unteral)teilung  der  Nym])haliden  (ini  weitesten  Sinne)  gehörigen  tJcJiera  bewolnnui  aus¬ 
schließlich  das  neotropisclie  Faunengebiet.  Vertreter  der  Familie  fehlen,  vollständig  in  der  äthio])isehen  Hegion, 
dagegen  stehen  sie  in  überraschend  engem  verwandtschaftlichem  Verhältnis  zn  den  indo-australischen  Ama- 
thusiiden,  die  man  früher  jjMoqDhiden  der  alten  Welt“  genannt  hat,  welche  indessen  richtiger  als  ,,  Ifrassoliden 
der  alten  Welt“  aufgefaßt  würden.  In  der  Tat  besitzen  Amathusiiden.  und  Brassoliflen  so  viel  Cfemeinsames, 
daß  es  wohl  nur  eine  Frage  der  Zeit  sein  wird,  sie  vereinigt  zu  sehen,  und  ihre  Extreme  nähern  sich  wie  ihre 
indischen  Verwandten  einerseits  den  Satyriden  (O-poptera),  andere  dagegen  vermitteln  den  Uebergang  zu  den 
Nymphaliden  (Narope).  —  In  der  Anatomie  der  Klammerorgane  schließen  sie  sich  viel  ejiger  an  die  Satyriden 
als  an  die  neotropischen  Morphiden  an,  mit  denen  sie  früher  vereinigt  waren.  An  die  Satyriflen  erinnert  be¬ 
sonders  die  schlanke,  gezähnte  Valve  und  der  spitze  Uncns  (Opsfp/nmes)  mit  seinen  zierlichen  lateralen  Spangen, 
während  der  Unciis  einer  Gattung  (Dynastor)  schon  eher  an  die  Moi‘])hiden  gemahnt.  Aber  was  immer  wir  auch 
zum  Vergleich  heranziehen,  die  Merkmale  sind  fluktuierend;  so  auch  die  stark  entwickelte  Praecostale, 
auf  welche  Dr.  Schatz  seinerzeit  so  großen  Wert  legte,  deren  Anfänge  wir  ja  bei  den  Moiphiden  wieder 
antreffen  und  die  andererseits  bei  der  Brassolidengattung  Caligo  zu  verschwinden  beginnt,  immerhin  lassen 
sich  die  Brassoliden  von  den  Morphiden  bestimmt  absondern  durch  die  stets  geschlossene  Zelle  der  Hflgl,  wo¬ 
durch  sie  sich  zugleich  auch  von  den  Amathusiiden  unterscheiden,  bei  denen  Zellschluß  nur  ausnahmsw^eise 
oder  nur  rudimentär  vorhanden  ist. 

Die  Beziehungen  der  Brassoliden  zu  den  Nachbarfamilien  sind  verschiedener  Art.  Von  den  Nyrnpha- 
liden  in  engerem  Sinne,  auf  welche  ihre  Fühler  und  das  Vflglgeäder  hin w^eisen,  trennen  sie  die  Augenzeichnung 
der  Flgl-Unterseite ;  die  Palpen,  und  vor  allem  die  ganz  anders  geartete  Raupe,  die  sie  mehr  in  Beziehung  zu  den 
Satyriden  bringen.  Von  den  Morpho,  mit  denen  sie  früher  zusammengebracht  wurden,  separiert  sie  vor  allem 
die  langgestreekte,  pelzlose,  an  Monocotyledonen  lebende  Rp,  die  mit  den  kurzen,  wolligen,  an  Dicotyledonen 
fressenden  Morpho-Kpn  keine  Aehnlichkeit  hat.  Von  den  ihnen  durch  die  Raupen  form  genäherten  Satyriden.  trennt 
die  Brassoliden.  vor  allem  die  Riesenform  (Caligo),  die  Dickleibigkeit  (5mssofe)  und  die  Struktur  des  Rbuter'- 
schen  Palpenflecks;  auch  sind  die  Vflgladern  an  der  Wurzel  nicht  aufgeblasen. 

Allen  Brassoliden  gemeinsam  sind  prächtig  ausgebildete  Augenflecke  auf  der  fein  gestrichelten  Unter¬ 
seite,  die  am  prägnantesten  bei  den  Caligo  entwickelt  sind.  Nur  bei  der  Gattung  Na.rope  ist  dieses  (Uiarakteri- 
stikum  undeutlich,  die  Augen  fehlen  ganz  oder  sind  zn  Punkten  reduziert. 

Mit  Ausnahme  einer  Gattung  (Narope)  umfassen  die  Brassoliden  fast  nur  Arten,  die  entweder  ül)er  das 
Mittelmaß  emporragen  oder  ül)erhaupt  die  Riesen  unter  den  Tagfaltern  Süd- Amerikas  darstellen. 

Die  Färbung  ist  in  der  Regel  trül)e,  eintönig  und  verschwommen,  nicht  selten  mit  Idau  und  l)laugrün 
irisierendem  Glanz,  nur  wenige  Arten  haben  eine  lebhaft  und  grell  genuisterte,  aber  keine  eine  reichere  Zeich¬ 
nung.  Dennoch  zählen  einige  Arten  der  Gattung  Caligo  zu  den.  gesuchtesten  Schaustücken  der  Sammlungen, 
und  der  Anblick  eines  wundervoll  blau  abgetönten.  Caligo  beltrao  oder  des  amethystfarbenen  Caligo  atreiis  mit 
ihren  gelben  Schmnckbinden  zählen  zn  den  schönsten  Erinnerungen  eines  Tropenreisenden.  Sie  bilden  ein  Cßia- 
rakteristikum  der  Landschaft,  wenn,  die  sonnenlüsternen  Morpho  längst  ihren.  Flug  eingestellt  haben  und  sie 
als  Vorboten  der  Nacht  ihre  Verstecke  verlassen,  um  am  Rande. des  immergrünen  Waldes  gleich  isolierten  Schild¬ 
wachen.  Posto  zu  fassen.  Noch  mehr  als  die  Amathusiiden  bevorzugen  die  Brassoliden  das  Dämmerlicht  des  feucht¬ 
heißen.  Urwaldes ;  nur  einige  Opsiphanes  lieben  es,  gelegentlich  und  selbst  in  den  Mittagsstunden  im  trockenen 
Uirterholz  (Capoeira)  nach  den.  sogenannten  ,, Waldschänken“  zu  suchen,  wo  sie  sich  am  ausfließenden  Saft 
der  Sträucher  gütlich  tun. 

Eine  Gattung  (Dasyophthahna)  läßt  sich  am  besten  mit  indischen  Elymnias  oder  Zeuxidia  vergleichen, 
indem  ihre  Angehörigen  in  den  vorgerückten  Tagesstiinden  znm  Vorschein  kommen,  einigemal  unstet  auf- 
und  abfliegen,  ihre  blau-  oder  grünlichschillernde  Oberseite  dem  Beschauer  einen  Moment  zukehren,  dann 
aher  wieder  träge  und  geheimnisvoll  im  Waldesdunkel  verschwinden.  iMit  den  Zeuxidia  haben,  sie  auch  eine 
Vorliebe  für  ülierreife  Bananen  gemeinsam,  mit  denen  sie  in  Anzahl  angelockt  werden  können.  Sie  sitzen  dann 
einer  lebendigen.  Tz’aul)e  gleich  in.  Gesellschaft  von  Caligo  beltrao,  oder  Eryphanis  reevesi  um  die  aufgehängten 
Früchte,  und  zwar  meist  an  der  Unterseite  derselben  mit  geschlossenen  Flgln,  die  üzellen  dem  Beschauer  zuge¬ 
wendet.  Nähert  man  sich  ihnen,  beginnen  sie  unruhig  mit  den  Flgln  zu  schlagen,  um  dann  zu  entschwinden.  Auch 
d\Q  Caligo  sind  trotz  ihrer  Größe  in  ilmen  Tages  verstecken  schwer  z\i  erkennen,  wenn  sie,  zufällig  aufgescheiicht. 
sich  ganz  nahe  dem  Erdboden,  entweder  auf  cbesen  sell)st  oder  an  Baumstämme  sich  verbergend  nieder¬ 
setzen,  weil  die  eigentümlich  gesprenkelte  und  netzartig  gestrichelte  Rückseite,  die  sich  leicht  dem  Bilde  des 
Stammes  einfügt  und  anpaßt,  ihnen  trotz  ihrer  großen  ,,Eulenangen“  einen  vollkommenen  Schutz  geAvährt. 

Wie  alle  echten  Waldbewohner  gehen  die  Brassoliden  kaum  über  die  eigentliche  dichteste  Vegetationszone 
hinaus.  Die  Caligo  und  ihre  nächsten  Verwandten  überschreiten  nirgends  Seehöhen  über  10()(t  m.  ln  ihrer  geogra¬ 
phischen  Ausdehnung  schließen  sie  sich  vollkommen  den  Morphiden  an,  üidem  sie  nordwärts  nicht  über  Mexiko, 
im  Süden  nicht  über  Rio  Grande  do  Sul  und  Paraguay  hinaus  Vorkommen.  Das  Hauptzentrum  ihrer  ^  erbrei- 


BEAS80LIS.  Von  H.  Frithstorfer. 


28  ß 

tung  sind  die  ästlichen  Abliänge  der  Anden,  insbesonders  die  Region  der  Quellflüsse  des  Amazonas  sowie  Co¬ 
lumbien,  aus  welchem  allein  30  Arten  bekannt  sind,  also  nur  vier  weniger  wie  aus  dem  gesamten  Brasilien. 
Ecuador  hat  Jiocli  28,  Guayana  Iß,  Centralamerü^a  17  Hpecies. 

Das  Ei  der  Brassoliden  ist  kugelig,  mehr  oder  weniger  scharf  gerippt,  gelegentlich  oben  und  unten 
etAvas  abgeflacht  {Eryplianis).  Um  deji  größten  Umfang  läuft  manchmal  ein  schmaler  rotbrauner  Streifen. 

Rp  soAveit  bekannt  in  der  Jugend  gesellig,  später  oft  einsam,  zuweilen  in  Gesellschaftsnestern  an  Ba¬ 
nanen,  Palmen  und  andern,  höheren  Monocotyledonen.  Manche  kommen  m  emer  braunen  und  einer  grünen 
Forju  vor  (Gollmar),  andere  wechseln  die  Farbe  je  nach  dem  Alter.  In  der  Ruhe  sitzen  sie  meist  lang  ausge- 
strcckt  zAvischen  oder  unter  den  riesigen  Blättern  der  Futterpflanze,  bei  Tage  verborgen.  Sie  haben  dabei  den 
unten  breiteren,  etAvas  flachen  Ko])f  mit  dem  Maiüe  voraus  an  die  Unterlage  angeschmiegt.  Der  Kopf  trägt 
am  oberen  Stirnrand  in  der  Ruhe  nach  hinten  gelegte  Dornen  und  dichte  Behaarung  (Pudelkopf).  Ueber  den 
Rücken  führen  an  die  der  Satyriden  erinnernde  Längsstreifen;  zuAVeilen  zeigt  sich  sehr  feine,  ganz  kurze  Be¬ 
haarung,  oft  Wärzchen,  und  bei  Caligo  einfache,  dornartige  Spitzen  und  vereinzelte  Börstchen.  Die  Pp  dick, 
phuu]),  kurz,  kantig,  am  Kopfende  gewölbt,  mit  sehr  dickem  Cremaster,  der  sehr  fest  und  mit  breiter  Fläche 
an  der  Futterpflanze  befestigt  ist,  so  daß  die  Pp  nur  mit  Mühe  losgelöst  AVerden  kann.  Nur  ein  bewegliches 
Gelenk.  Bei  Narope  ist  der  Hlbsteil  der  Pp  an  der  Bauchseite  eingedrückt  und  der  Rücken  trägt  Höcker.  Die 
Farlie  der  Pp  ist  anfangs  grün,  später  erdgrau  oder  bräunlich.  Die  Pp  der  in  Nestern  lebenden  Brassolis 
ist  spinnerartig  und  Aveicht  von  den  andern  Gattungen  beträchtlich  ab. 

Die  DAiftorgane  der  bilden  Fleckenpolster  oder  Mehlflecke  auf  der  Vflgl-Unterseite,  Haarpinsel  im  um¬ 
geschlagenen  Hrd,  Borsten  oder  Haarbüschel  auf  verschiedenen  Stellen  der  Hflgl-Oberseite,  oft  größere  Pinsel  in 
der  Zelle ;  diese  sind  zuweilen  in  Taschen  der  Flglmembran  eingebettet  und  können  ausgestülpt  und  sternförmig 
ausgebreitet  werden.  Kopf  und  Körper  robust,  letzterer  wie  bei  den  Hestien  und  Moi’]3hiden  klein  im  Verhältnis 
zu  den  Flgln.  Augen  groß,  gewölbt,  nackt  oder  l)ehaart;  die  dreigliederigen  Palpen  überragen  ha  den  meisten 
Fällen  den  Kopf,  sind  dicht  beschuppt  und  verschiedenartig  laehaart.  Unteai  sind  die  Palpen  vielfach  dicht 
und  zottig  l)ehaart,  das  2.  Glied  zuweileai  mit  Haarbüscheln.  Der  REUTER’sche  Palpenfleck  (2 — %  cles 
Wurzelgliedes  an  der  Innenfläche  bedeckend,  oval,  am  distalen  Ende  al)gerundet,  die  Anschwellung  bei  deia 
Opsiphanes  an  die  von  Discophora  erinnernd,  fast  den  ganzen  Basaltleck  einnehmend,  bald  mit  größeren,  bald 
mit  kleineren  Kegelschuppen;  diese  dichtstehend,  parallel  geordnet  und  gerade  aufAAÜrts  gerichtet.  Am  distalen 
Ende  des  Palpenflecks  öfters  Gauben,  die  von  den  Kegeln  und  Schuppen  bedeckt  Avei’den. 

GleicliAvie  die  iaidischen  Aiaiathusiiden  und  die  neotropischeia  Morphiden  shid  auch  die  Brassoliden 
klimatischen  und  örtlichen  Ehiflüssen  gegenüber  sehr  empfindlich;  sie  stufen  sich  am  Amazonas  vom  uiatereia 
l)is  zum  oberen  Laufe  gradatina  ab  und  fast  jede  brasilianische  Provinz  hat  ihre  eigene  Opsiphanes-Bsisse,  eiiae 
Tatsache,  auf  Avelche  der  Verfasser  dieser  Zeilen  zuerst  hingewiesen  hat.  Zeitformen  süad  jedoch  mit  Sicherheit 
noch  nicht  laachgeAviesen,  was  mit  der  Erscheinungsweise  der  Falter  im  Zusammenhang  steht,  die  im  allgemeineia 
eine  kurze  Flugzeit  halten,  die  mit  dem  Frühjahr  der  südlichen  Halbkugel  begiiuat  uiad  im  Hochsomiaier  auf¬ 
hört.  GeAvisses  ist  darüber  laur  aus  dem  südlicheaa  Bi’asilien  bekannt,  doch  ist  es  Avahi’scheiialich,  daß  von  einigeia 
Arten  iia  den  reineai  Tropen  Generatioia  auf  Generation  folgt.  Wenn  die  Aaigaben  von  Bönninghausens  zaitref- 
fen,  zerfallen  die  Brassoliden  in  zwei  ungleiche  Artengiuppen :  nämlich  solche  olme  ScliAvanzgabel  der  Rp  (nur 
zAvei  Gattungen,  Brassolis  soAvie  Penetes)  und  solche  mit  geschwänzter  Rp  (alle  übrigen  Genei’a). 

Die  Vorlagen  zu  den  Abbildungen  entstammen  ebenso  Avie  jene  für  die  nachfolgende  Familie  der  Moi’- 
]ahiden  der  Sammlung  Frithstorfer  in  Genf  (Floi'issant).  Einige  Diagnosen  AVurde  dem  bekannten  Werke 
,,Das  Tiei’reich“  der  Akademie  der  Wissenschaften  (Beii’at  Herr  Prof.  Seitz)  mit  freundlicher  Erlaubnis  des 
Diu’rn  Stichel,  welcher  flie  Familie  der  Brassoliden  zuerst  vollständig  bearbeitete,  entnoananen. 

1.  Subfamilie:  Brassolininae. 

Ruau])e  ohne  S  c  h  w  a  n  z  g  a  b  e  1  und  ohne  Kopfhöraier. 

1.  Gattiiiig':  Brassolis  F. 

Diese  Gattung,  nach  der  die  Faanilie  benannt  ist,  bildet  die  alleralaweichendste  von  dem  Habitus  der 
meisten  Brassolinen.  Das  zeigt-  sich  zunächst  in  dem  gedrungenen,  robusten  Körperbau,  einer  fast  an 
Nachtfalter  gemahnenden  Dickleibigkeit,  starken  breiten  Kopf  mit  ganz  kurzen  Palpen,  verlängerter,  vorn 
abgestumpfter  Fühlerkeule,  Avie  sie  älmlich  gebaut  nur  noch  die  Dynastor  besitzen,  breiten  und  harten  Thorax 
und  sehr  dicken  Hlb. 

Die  Avenigen  hierhergehörigen  Arten  sind  mittelgroße,  kräftige  Falter  mit  dunkelgefärbten,  von  einer 
Orangebinde  durchzogenen  Flgln,  die  beim  (J  einen  leicht  konkaven,  beim  $  nach  Außen  konvexen  Außenrd 
haben.  Der  LTncus  nach  Godman  ein  einfacher  Haken,  ohne  latei’ale  Anhängsel ;  VaUe  kurz,  gedrungen,  am 
distalen,  dorsalen  Ende  leicht  gezähnt.  Das  kugelförmige  Ei  hat  flache,  zuweilen  anastomosierende  Längsrippen 
von  etwas  unregelmäßigem  Verlauf.  Die  Rp  walzig,  in  der  Mitte  am  dicksten,  Kopf  ohne  Fortsätze,  unten 
breit,  stark  behaart.  ScliAvanzspitzen  fehlen,  statt  ihrer  befinden  sich  am  Hixl  2  Avarzenartige  Zapfen.  Sie 
leben  gesellig,  oft  zu  Hunderten  in  großen,  sackartigen  Nestern  an  Palmen;  die  P])  kurz  und  gedrungen,  ohne 
starke  Kanten  und  Höcker  am  Oremaster  aufgehängt. 


1)KASS()J^LS.  Voll  II.  L<'Kuiis'i'oiU'’Kn. 


287 


B.  sophorae,  ursjii'iinglich  aus  Guayana  hescJirieheii,  woher  Linnk  seine  Kainenst  ypi*  (‘iiipt'ing.  zei-lällt 
sie  in  vier  benannte  Arealfornien,  die  auf  der  atlantischen  Seite  l)is  Ivio  (Irande  do  Sul,  auf  der  |)acifisclien 
mit  Siclierheit  bis  Peru  verbreitet  sind.  Allen  ist  gemeinsam  eine  breitiy  schräg  gestelltiy  oekm  farbene  Län^.'^- 
binde  derVfIgl  und  eine  beim  zusammenhängende,  beim  $  undeutliciiere,  in  einzelne  Makeln  aufgelöste  Sub¬ 
marginalbinde  der  Hflgl.  Unterseite  heller,  der  Rostfleck  im  Wurzelteil  der  Zelle  (h  iit liclnu’ ;  Zellbinde  beim 
$  in  Flecke  verlaufend.  Hflgl  ohne  Außenrdsbinde,  Aveißlich  ])iinktiert  und  gestrichelt,  lieim  rj'  mit  Itostihak 
im  Wurzelteil  der  Zelle;  Vflgl  mit  einer  Suba])icalozelle,  Hflgl  mit  je  einer  größeren  Ozelle  unter  der  Posta 
und  zwischen  den  hinteren  Medianästen.  —  R])  in  der  Mitte  am  dicksten,  mit  großem  hoin-  und  dornlosin 
Kopfe,  kurzen,  büschelig  geordneten  Rückenhaaren.,  ohne  Schwanzs])itzen,  dagegen  mit  Wärzchen.  An  Pabm-n. 
in  Nestern  aus  dichter  Seide,  die  sich  am  Grunde  der  Wedel  oder  direkt  am  Stammende  unter  dem  Palmendaf'h. 
befinden,  bei  Tag  verborgen.  Pp  glatt,  braun,  hängend.  —  sophorae  L.  (ß-u)  differiertim  männlichen  Geschlecht  sojihomc. 
erheblicli  vom  abgebildeten  $  durch  den  eigentümlichen  Figlschnitt,  besonders  durch  die  noch  rnefir  als  bei 
aM'ijra  (62  a)  am  Gostalrand  konkav  eingebogenen  Vflgl.  Hflgl  analwärts  verschmälert  in  eine  stum]>fe  S|)itze 
ausgezogen,  üeberall  ziemlich  häufig  und  abends  etwa  von  5  Uhr  ab  die  Bananenhaine  in  der  Nähe  mensch¬ 
licher  Siedelungen  nach  Art  der  Sphingiden  umschwirrend.  —  Bei  lurida  Stich,  von  Golumbien  ist  die  Gruml-  luriiln. 
färbe  matter,  die  Vflglbinde  heller,  nach  hinten  lieim  verschmälert,  und  den  Hrd  spitz  l)erührenfl.  Hflgll)ind(“ 
näher  dem  Zellende,  längs  des  hinteren  Medianastes  wischartig  verfließend.  Aid' der  Hflgl-Unterseite  zeigt  sich 
zwischen  dem  vorderen  und  mittleren  ein  dritter  Augenfleck.  —  vulpeculus  S'd'c/i.Körjier  vorn  und  hinten  fuchsig,  rulpccdlus, 
Flügel  blasser  als  bei  typischen  sopAome,  die  Hflglbinde,  am  Vrd.  und  hinten  rötlich  geti’ait,  in  der  Zelle  etwas 
breiter,  dann  gleichbreit  bis  zum  Ird.  Auch  die  Z^'lle  in  ihrem  Basalteil  fuchsrot  tingiert,  so  daß  der  duidde  Mittel¬ 
fleck  sich  abhebt;  ebenso  die  Mediana  schwach  rötlich  bestäubt.  Im  Apicalteil  3  weiße  Fleckchen.  Auf  dem  Hflgl 
ist  die  Ockerbinde  vor  dem  Saum  beträchtlich  breiter  als  bei  typischen  sophorae.  Paraguay,  Argentinien  {<). 

Beim  bisher  unbekannten  $  ist  nach  2  Exemplaren  der  Sammlung  Fruustorfer  die  Vflglzelle  auch  liasalwärts 
etwas  ausgedehnter  und  fahler  ockergelb  bekleidet,  die  Hflglbinde  breiter,  aber  mehr  verloschen.  Vflgl-Lbderseite 
mit  erheblich  reduzierter  Längsbinde;  Hflgl  zarter  ges])renkelt  und  wie  dies  für  Paraguay-Falter  typisch 
ist,  fahl  erdfarben,  lichter  als  bei  Exemplaren  von  nördlicheren  Fundorten.  —  ardens  Stich,  aus  Ecuador  und  ardm.s. 
dem  südlichen  Peru  bekannt  und  vermutlich  auch  noch  in  Bolivien,  vorkommend,  hat  beim  40 — 43,  beim  $ 

49  mm  Vflgllänge.  Hflglbinde  lebhaft  rötlich  ockerfarben,  im  Hinterwinkel  fehl  feurig  rotbraun  ausgeflossen. 

B.  astyra  differiert  von  sophorae  dadurch,  daß  die  Querbinde  des  Vflgls  vorn  am  Zellende  keilförmig 
gespalten,  der  in  der  Zelle  liegende  Teil  verkürzt  oder  von  der  Grundfarbe  durchbrochen  ist.  — Zwei  Territorial¬ 
rassen:  astyra  Godt.  vom  mittleren  Brasilien,  Espiritu  Santo  bis  Santa  Catharina  verbreitet.  Hflgl  nahe  dem 
Distalrand  ohne  odernur  mit  ganz  schwachen  S]juren  eines  Bandes  (Namenstype) ;  manchmal  (bei  Exemplarej)  von 
Santa  Catharina)  jedoch  mit  einer  sehr  deutlichen  Binde  (f.  dimidiata  form.  nov.).  Schwarzbraun,  \d'lgl  mit  it'nnhtuda. 
ockerig  gelbbrauner  Schrägbinde,  die  in  ihrem  Costalteil  gegabelt  und  getrübt  oder  verduukelt  ist.  Während 
der  äidlere  Arm  die  Costa  fast  erreicht,  ist  der  innere  verkürzt  oder  löst  sich  in  l:)i-aune  Flecke  auf.  Hflgl  meist 
einfarbig  oder  mit  nur  verloschenen  Spuren  voji  Außenbinden;  ^  lichter  in  der  Grundfarbe  mit  leicht  hellerer 
Vflglbinde.  —  Ei  kugelförmig  mit  seichten,  oft  ineinanderlaufenden  Längsri])peji ;  Rjui  in  sackföj'inigen  Nestern, 
in  großer  Zahl  zusammen,  braun  mit  lichten  Längslinien.  Man  kann,  wenn  sie  etwas  herangewachsen  sind, 
das  Geräusch  des  Fressens  hören  und  sie  mit  Hilfe  dieses  Geräuschs  auffinden.  Die  Rj)  erAvachsen  bis  S  cm 
lang,  mit  rötlich  gezeichnetem  Kopfe;  die  P])  glatt,  am  Bauch  leicht  eingedrückt,  entweder  dunkellu'aun  mit 
schwarzen,  gelb  gesäumten  Streifen  oder  lebhaft  gelb  mit  lichteren  Streifen  und  Wischen.  —  philocala  Stich,  jihilocata. 
(62  a  als  astyra).  Hflgl  mit  deutlicher,  rosti’oter  Binde  nahe  'dem  Distalrand.  Das  bisher  unbeschriebene  $ 

(Type  in  der  Collection  Frühstorfer  [Genf])  viel  größer  als  das  so phorac-  $  rumlflügelig.  aber  Aum 

erheblicherer  Spannweite.  Zellfleck  auf  die  untere  Partie  vor  dem  Apex  zurückgel)ildet.  Vflgll)inde  analwärts 
stark  verjüngt.  Hflgl  manchmal  mit  völlig  fehlender  rostroter  Submarginalbinde.  Heimat  Rio  Grande  do  Sid. 

Avo  nach  MiABinnE  die  R])  vom  April  bis  November  auf  verschiedenen  Palmen  vorkommt  und  sich  in  einem 
ovalen  Sack  von  30 — 40  cm  Länge  und  10  cm  Breite  aufhält,  der  drei  oder  vier  innere  Abteilungen  umfaßt. 

Darinnen  leben  die  Rpn  Avährend  7 — 8  Monaten,  eine  über  der  andern,  Avie  Sardinen  in  (üner  Büchsc'  und 
manchmal  5 — 600  Stück  zusammen  ge])fercht. — haensclli  SVic/;.  zeigt  die  Vflgll)inde  lebhaft  rostgelb  und  unten  tmomhi. 
keine  Avellige  Au ßenrdslinie.  Von  Ecuador.  —  maritima  Stich,  hat  fahlere  Vflglbinde,  die  nach  außen  Aveniger  nuo-Ulma. 
zerschlissen  ist,  als  l)ei  haenschi ;  Lbiterseite  mit  Avelliger,  stellenweise  versclnvommener  Außenlinie  A'or  dem  Saume ; 
auch  sind  die  Ozellen  unterseits  weniger  lebhaft,  mehr  fahl  und  blind.  Venezuela. 

B.  isthmia  Bates  von  Zentralamerika  und  Columlücn  führt  oben  dunkelbraune  Figl,  die  Vflgl  mit  9  -1  o  mm  ;.s4/oai«. 
breiter,  blaßockergell)er  Schrägbinde  mit  unregelmäßig  begrenzter,  etwas  zackiger  Innenkante,  die  A'on.  der 
Submediana  begrenzt  Avird.  Unten  ist  die  Schrägbinde  bleicher,  nur  hinter  der  Zelle  tlcutlich,  in  der  Zelle  ein 
rundlicher,  brauner  Fleck.  Hflgl  oben  braun,  l)eim  nur  längs  des  hinteren  Medianastes  ein  schmaler  rostfar¬ 
bener  Wisch,  beim  ^  zeichnungslos. 

B.  granadensis  Stich.  (62  a)  steht  der  vorigen  Art  sehr  nahe,  ist  jedoch  et  was  größer.  M'lgl  mit  breiter.  ;/w«aäeasw. 
ockergelber  Schrägbhide,  auf  der  hinteren  Discocellularis  ein  schAvarzbrauner  Fleck.  Hflgl  nur  mit  ganz  A'er- 
loschenen  Spuren  einer  rötlichen  Submarginalbinde,  dagegen  mit  auffallendem,  mehligen  dunlcelgrauen  Fleck 


ornavtcn- 

talis. 


pamithanls. 


darius. 


si  yfjianus. 


288  PENETE8;  DYNASTOK.  Von  11.  Eruhstorfer. 

unter  der  Zelle  zwischen  der  JSidjinediana  und  dem  ersten  Medianast.  Unten  ähnlich  der  isthmia,  aber  die 
Vflglhinde  viel  lu'eiter  und  dunkler.  $  von  dem  der  isthmia  unterschieden  durch  dunklere  Grundfarbe  und 
greller  gefärbte  Vf Iglhinde.  Columbische  Stücke  sind  etwas  größer  als  solche  von  Ecuador.  Columbien  (Muzo  ?); 
Balzapaml)a  in  Ecuador  westlich  der  Anden.  (75(>  m). 

B.  ornamentalis  Stich.  Vtigl  oben  mit  zAvei  eckigen,  gelben,  in  Hammerform  aufeinandergestellten  Flecken 
im  hinteren  Teil  der  Zelle.  Hinter  der  Zelle  eine  ziemlich  breite,  gellje  Querbinde,  die  den  Ird  erreiclit.  Hflgl 
l)is  auf  den  Distalsaum  ockergelb,  vor  dem  Saum  Andeutung  einer  dunkeln  Kap])enlinie.  Die  Färbung  der 
Unterseite  schlägt  deutlich  durcli.  Brasilien  (Para  ?). 

2.  Gattiiiig':  ■•«■leles  Westw. 

Schließt  sich  im  Eärhungscharakter  und  auch  etwas  in  der  Art  des  konkav  ausgeschnittenen  Distal- 
randcs  der  Vflgl  eng  an  Brassolis  an,  so  daß  es  nicht  unwahrscheinlich  sein  dürfte,  daß  die  Rp  jener  von  Brassolis 
nahe  kommt  und  keine  Schwanzgabeln  trägt  wie  dies  v.  Bönninghausen  vermutete.  Die  Gattung  ist  vor 
allem  durch  die  Gestalt  der  Vflgl  ausgezeichnet,  die  in  beiden  Geschlechtern  eine  stark  ausgezogene  Spitze 
und  einen  in.  der  Mitte  tief  ausgenagten  Autlenrd  haben.  Im  Vflgl  wird  die  Zelle  durch  die  drei  in  gleicher  Rich¬ 
tung  liegenden  und  fast  geraden  Discocellularen,  von  denen  die  vordere  nur  wenig  kürzer  als  die  gleichlang 
mittlere  und  hintere  ist,  schief  geschlossen.  Präcostalzelle  der  Hflgl  ziemlich  groß.  Präcostalis  einfach,  nur  an 
der  Spitze  nach  innen  geliogen,  die  Zelle  durch  die  schwach  gebogene  hintere  Discocellulare  ebenfalls  scliief 
geschlossen.  Die  Gattung  ist  monotypisch  und  bewohnt  ausschließlich  Brasilien. 

P.  pamphanis  Westiv.  ((37  b).  oben  tief  dunkelbraun,  mit  großen,  trüb  rostbraunen,  unscharf  ab¬ 
gegrenzten  Flecken  im  Discus  der  Vflgl  und  ebensolchen  mehr  oder  weniger  verloschenen  MTschf lecken  vor 
dem  Apex  aller  Elgl.  Hflgl  mit  dunkleren  Adern,  am  Hrd  grauglänzend;  ein  an  der  Submediana  in  einer  aus¬ 
gedehnten,  schu])penlosen  hornartig  glänzenden  Oberfläche  gelegener  Haarpinsel  schwarzliraun.  —  Type  aus 
Minas  Geraes,  in  meiner  Sammlung  aus  Es]nritu  Santo,  Saö  Paulo,  Parana,  Rio  Grande  do  Sul  und  von  mir 
selbst  in  Sa.  Oatharina  in  wenigen  Exem})laren  erlieutet. 

3.  (iattmig:  Westw. 

Diese  Gattung  ist  noch  mehr  als  die  Brassolis  selbst  ausgezeichnet  durch  die  Massigkeit  des  Körpers, 
besonders  Thorax  und  HU«,  und  die  breiten  Elgl.  Von  den  nahen  Opsiphanes  unterscheidet  sie  sich  hauptsäch¬ 
lich  nur  durch  die  kurzen,  anliegenden  Palpen,  die  kurze  hintere  Discocellulare  der  Vflgl,  die  dem  4.  genäherte 
Abzweigung  des  3.  Subcostalastes  und  die  weitere  Entfernung  des  vorderen  vom  mittleren  Medianaste.  ^  olme 
deutliches  Duttorgan;  die  Augenflecke  der  Unterseite  zu  Punkten  reduziert  oder  ganz  fehlend.  Alle  Elgl  sein’ 
hreit,  die  Vflgl  mit  stark  gekrümmter  Costa,  die  Subcostalis  von.  der  Costalis  schmal  aber  deutlich  getrennt, 
der  Außenrd  etwas  nach  außen  gebauscht,  der  Ird  fast  gerade.  Mediana  und  Submediana  an  der  Wurzel  leicht 
verdickt,  aber  nicht  stark  aufgeblasen,  wie  bei  den  Satyriden.  Hflgl  mit  gleichmäßig  gerundetem  Saume,  run¬ 
dem  Apex  und  ziemlich  geradem  Vrd.  Zelle  mäßig  breit,  von  etwa  ballier  Flgllänge.  —  Valve  basal 
verdickt,  in  der  Mitte  verschmälert,  distal  wiederum  verbreitert,  chitinisiert  und  mit  scharfen  Säge- 
zähnen  besetzt.  Penis  relativ  kurz.  Saccus  nach  hinten  ausgewölbt.  Uncus  auffallend  breit,  an  jenen 
der  Morphiden  gemahnend,  dessen  laterale  Sjiangen  kürzer  und  mehr  als  doppelt  so  kräftig  als  bei  0 psi phanes , 
Valve  nach  vorne  erhelilich  verschmälert,  distal  mit  langen,  ungleichen  Spitzen .  besetzt.  —  Von  den  3 
hierher  gehöi’enden  Arten  ist  der  berühmte  D.  napoleori  unstreitig  eine  der  großartigsten  Erscheinungen  unter 
der  gesamten  Tagschmetterlingswelt.  Das  Verbreitungsgebiet  der  Gattung  dehnt  sich  südlich  bis  Paraguay, 
nördlich  bis  Mexiko  aus. 

D.  darius  stellt  die  exjiansionsfähigste  Sjiecies  des  Genus  dar,  die  von  Guatemala  bis  Bolivien  und  von 
Trinidad  durch  ganz  Venezuela  und  Brasilien  bis  Rio  Grande  do  Sul  überall  anzutreffen  ist,  was  wohl  in  der 
weiten  Verbreitung  der  Nähi'jiflanze  der  Rp  eine  natürliche  Erklärung  findet.  Es  lassen  sich  zwei  Variations¬ 
richtungen  erkennen,  von  welchen  der  andiiüsche  und  rein  tropische  Zweig  große  nahezu  quadratische  Apical- 
makeln  der  Hflgl-Unterseite  aufweist,  während  die  brasilianische  Nebenform  mit  mehr  rundlichen,  ozellenartigeu 
Costahnakeln  besetzt  ist.  Die  bisher  unbeachtete  Paraguayform  gehört  zum  tro])isch  andinischen  Spaltzweig  und 
sonderbarerweise  nicht  zur  brasilianischen.  Neben-  und  Schwesterrasse.  —  stygianus  Btlr.,  ursprünglich  aus 
Costa  Rica  beschrieben,  wird  von  Gohman  und  Salvin  auch  aus  Guatemala,  Nicaragua,  Panama,  Columbien, 
Bcuador  und  Bolivien,  sowie  vom  unteren  Amazonas  registriert  und  in  der  Sammlung  Eruhstorfer  befinden 
sich  2  SS  Honduras,  die  Wittkugel  in  San  Pedro  Sula  aufgefunden  hat.  Vermutlich  ist  damit  auch  die 
Trinidad-Rasse  identisch.  $$  fehlen  mir  aus  den  rein.  tro])ischen.  Gebieten;  aber  nach  dem  Material  an  SS 
meiner  Sammlung  ergeben  sich  alle  die  Differenzen,  welche  Stichel  im  ,, Tierreich“  wie  folgt  schilderte :  ,, Größer, 
mit  schärferen  Eärbungsgegensätzen.  —  S-  Halbliinde  des  Vflgls  voller,  reiner  gelblichweiß,  an  der  vorderen 
Radialis  auffälliger  abgestuft,  so  daß  der  hintere  Teil  weiter  gegen  den  Distalrand  vorgeschoben  ist.  Fleckchen 
iiu  Apex  größer,  meist  zu  einer  kleinen  Binde  verbunden,  die  übrigen  hinter  der  Halblnnde  isoliert  liegenden 


Ausgegehen  15.  V.  1012. 


DYNASTOR.  Von  H.  Fruiistorfkr. 


280 

3  Flecke  groß,  länglich,  distal  ungewiß  zerstäubt.  Zickzackhindc  des  Hflgls  aus  größeren  S])itzl)()geji  ztisaiii- 
mengetügt,  vorn  AVeißlich,  nach  hinten  graugelh  mit  olivfarhcmem  Ton;  Vrd  breit  weißgell) ;  Saum  am  Distal¬ 
rand  schmal,  aber  deutlich  abgesetzt,  vorn  wie  der  Vi'd,  von.  der  Mitte  an  graugelb  gefärbt.  Unterseite  des 
Vflgls  mit  scharf  markiertem,  schwarzem,  länglichem  Vrdfleckchen  unmittelbar  am  A])ex,  die  Ilalbbinde  sein' 
wenig  bemerkbar,  die  drei  isolierten  Flecke  ungewisser  begrenzt,  der  hinterste  mitunter  der  Länge  Jiacb  ge¬ 
spalten.  Vorderer  Augenfleck  des  Hflgls  außerordentlich  breit,  flächenartig,  rechteckig  mit  abgeianideten 
Schmalseiten.  Er  nimmt  fast  ein  Drittel  des  Aderzwischenraumes  oder  mehr  ein.,  berührt  vorn  und  hinten, 
in  ganzer  Breite  Costalis  und  Subcostalis,  ist  an.  diesen  Langseiten  nur  durch  das  Fehlen  der  Strichelung  von. 
der  Grundfarbe  verschieden,  an.  den  Schmalseiten,  aber  dunkelbraun  abschattiert;  sein.  Mittelteil  ist  der  Länge 
nach  etwas  dunkler  und  von  2  Linien  weißer  Pünktchen  durchzogen.  Mittlerer  Augenfleck  in  ähnlicher  W'eise 
ausgebildet,  nur  etwas  kürzer,  dahinter  zuweilen  ein.  weißgekernter  Ringfleck.  Hinterer  Augen.fleck  Avie  bei 
der  typischen  Unterart,  aber  meist  größer  und  schärfer  gezeichnet.  Distalran.d  des  Hflgls  stark  gCAvellt.“  Die 
Surinam-(Jd'  meiner  Sammlung  sind  nicht  identisch  mit  stygianus  Btlr.  aus  Honduras  und  differieren  durch 
etAvas  schmälere  Aveißgelbe  Binde  und  kleinere  Makeln  der  Vflgl,  soAvie  dunklere,  farbensattere  Unterseite.  Xoch 
weniger  aber  sind  sie  analog  der  Figur  von  aiiaxarete  Cr.  (anaxarete  StoU  $),  die  auffallend  kleine  Vflglflecken  anaxardc. 
und  relativ  große  dreieckige  Figuren  auf  den  Hflgln  tragen.  Beim  $,  das  Stoll  abbildet,  ist  die  Schrägbinde 
der  Vflgl  sogar  in  einzelne  kaum  linsengroße  Fleckchen  aufgelöst  und  Aveil  auch  Hübner  ein  derlei  kleingespren- 
keltes  (J  darstellt,  scheinen  eine  Zeit  lang  aus  einer  bestimmten  Gegend  nur  derlei  verfärbte  und  a.bAveichende 
Stücke  nach  Europa  gekommen  zu  sein.  —  mardonius  subsp.  nov.  (62  b)  schließt  sich  durch  die  reduzierte,  ntaräonius. 
fast  gleichmäßig  breite  Binde  der  Vflgl  eng  an  (inaxurete  Cr.  an,  mit  Avelcher  viardonius  auch  die  Form  der  nahezu 
rectangularen  Costalmakel  der  Hflgl-Unterseite  gemeinsam  hat.  Dagegen  verlu’eitert  sich  die  Zickzackbinde 
der  Hflgl-Oberseite  auf  die  doppelte  Ausdehnung  und  die  LTnterseite  ist  entsprechend  dem  Charakter  aller 
Paraguay-Falter  ausgebleicht  oluie  die  puiiAurne  Ueberstäubung  der  anaxarete.  Paraguay,  nach  zwei  $$  in 
Coli.  Fruhstorfer.  —  darius  F.,  aus  Brasilien  beschrieben,  ist  die  in  den  Kabinetten  am  häufigsten  anzutref-  durius. 
fende  Unterart;  beide  Geschlechter  führen  eine  relativ  große  Doppelmakel  der  Hflgl-Oberseite  Amn  grünlich- 
AVeißer  Färbung,  an  welche  sich  schön  gescliAAUingene,  grünliche,  regelmäßige  Spitzbogen  anreihen.  $  mazich- 
mal  enorm  groß.  Espiritu  Santo,  Rio  de  Janeiro,  bis  Santa  Catharina  verbreitet.  —  icterica  Stich.,  aus  Rio  de  ktcrlca. 
Janeiro  bleibt  kleiner  als  die  Hauptform,  die  Binde  und  die  drei  einzeln,  stehenden  Flecke  des  Vflgls  gelb  statt 
AVeißlich.  Zickzackbinde  des  Hflgls  und  ein  schmaler  Saumstreif  am  Distalran.d  im  vorderen  Teil  gelb,  nach 
hinten  schmutzig  grüngelb  gefärbt.  —  Rp  gelbbraun,  später  graulzraun  oder  grün,  längsstreifig,  mit  braunem 
Kopfe,  der  im  Alter  kurze  Hörner  am  Rande  trägt.  Ueber  den.  Rückezi  ziehezz.  duzrkle,  vorn  licht  gekernte  ruzz.d- 
liche  Flecke;  zerstreut  stehezz.  klehre,  borstenführezz.de  Wärzchezi  uzzd  der  Hrd  läuft  izz.  eüze  ScliAvazizgabel  au.s. 

Azi  Brozneliaceen ;  frißt  2  Mozzate.  Pp  hellgrüzi  znit  bräuzzlichezi  Läzigsstreifen.  uzid  duzikehi  Schatten  uzid  Sprezi- 
keln;  gibt  den  Falter  ziach  12  Tagezz.  (W.  Müller).  —  faenius  subsp.  nov.  bcAvohzzt  Rio  Grazzde  do  Sul  uzid  steht  jucnius. 
in.  der  Größe  etwas  hiizter  darius  aus  dezzz  znittleren.  Brasiliezz.  zurück,  fülizJ  etAA'as  kleiziere  Mediazzflecken  der 
Oberseite  der  Vflgl  und  den  Hflgln  fehlezz.  die  großezz.  gelblich  Aveißen  Costahzzakehz,  azz  deren  Stelle  grüzzliche 
Wischflecken  treten,  die  sich  vozi  dezz.  anschließenden  unregelznäßig  gebildetezi  grünlichezz.  Spitzlzogen  nicht 
zzzerklich  uzzterscheiden.  Die  Uziterseite  harzizoziiert  etAVas  znit  jener  von  mardonius ;  sie  zeigt  das  tA^pische  ausge¬ 
bleichte  Colorit  aller  Rio- Grazzde-Falter.  $  nazzzezztlich  izzz  distalezz.  Gebiet  fast  reizi  Aveiß  überpudert.  Alle  Ozellen 
izzz  Verschwinden,  das  Mediazzazzge  den  zzzeisten  Exezzzplarezi  überhaupt  fehlend.  Klamzzierorgazze  izz  der  Gattuzzgs- 
diagnose  beschrieben.  Nach  drei  zAVei  $$  aus  Cazz.delaria  izz  der  Samzzzlung  Fruhstorfer.  Nach  ^Iabilde 
treten  zwei  Generatioziezi  auf.  Die  Rp  ist  grüzz  nzit  zAVei  zifferartigezz  Figurezz  auf  dezzz  Kopf  und  ez’scheint  izzz 
Januar  uzzd  Februar,  uzzd  dazz.zz.  Avieder  izzz  Juli  uzzd  August  auf  Azzanas  uzzd  Waldbaziazien.  Sie  veräzztlert 
sich  izz  eizie  grüzie  Pp  izzz  März  uzzd  April,  soAvie  August  uzzd  Septezzzber  uzzd  liefert  nach  30  bis  60  Tagen  den 
häufigen  und  überall  vorkoziznienden  Falter. 

D.  macrosiris  ist  izn  Gegensatz  zur  vorigen  Art  ungezziein  selten,  zzzczzz  kennt  nur  Avenige  Exemplare 
und  zzzeist  nur  immer  das  eine  Geschlecht.  —  macrosiris  Westw.  staznznt  aus  Cayenne;  sie  ist  oben  scliAA'arz  umcrosiris. 
mit  leicht  violettbrauzzer  Abtözzzzizg,  der  Distalsazzzzz  heller,  Vrd  sclzAvarz  uzzd  AA''eiß  gestrichelt.  Die  distal  a'ozz 
der  Zelle  liegende  Schz’ägbhzde  des  Vflgls  schmal,  Aveißlich,  geschlossezz  bzs  zizzzz  vordereiz  Meditizzast ;  izz  ihrer 
Verläzzgeruzzg  zAvei  isolierte  A\''eißliche  Fleckchezz.  Distal  vozz  der  Schz’ägbinde  zAA'ei  sclzAVarze,  heller  izzzzzogezze, 
von  uzzteiz  dui’chscheiziezzde  Flecke,  izz  dez’ezz  vorderer  Vei’läzzgerzzzzg  ZAVei  halbzzzozzd-  oder  stuzzzpf  pfeilförzzzige 
AVeiße  Fleckchezz  izahe  dezzz  Apex  liegezz.  Hflgl  zzzit  aufgehelltezzz,  gegezz  dezz  Apex  fleckartig  Aveißlich  A'erbrei- 
tertezn  Sauzzz.  —  Vozz  strix  Bat.  (62  b)  zzzit  der  Nazzzezzsty],ze  vozz  Gzzatezzzala,  die  später  aizclz  izz  ^Mexico  bei  Cor-  sM.v. 
doba  A'OZZ  Höge  aufgefzzzzdezz  AVuz’de,  sizzd  bisher  zzur  bekazzzzt.  Nach  eizzezzz  solchezz  azzs  Hozzdizz’as  izz  der 
Kollektiozz  Fruhstorfer  ist  auch  zzzzsez’e  Abbilduzzg  hei’gestellt.  Tief  dzzzzkelbrtzzzzz,  Vrd  der  Vflgl  AA’eiß  gestrichelt 
bis  zu  eizzer  hizzter  der  Zelle  liegezzdezz  Aveißezz  Schrägbizzde,  izz  dereiz  Veziäzzgerizzzg  eizz  läzzglicher  AA'eißer  Fleck 
liegt.  Izzz  Apicalfeld  3  AVeiße  Fleckchezz.  Hflgl  zzzit  Aveißlichezzz  Apex,  sozzst  eizzfarbig  dzzzzkel.  Uzzterseite  sehr 
charakteristisch,  besozzders  azzch  chzrch  die  uzzregehzzäßige  Gestaltzzzzg  der  Azigezz  zAA'ischeiz  der  ^  flglspitze  zzzzd 
der  Schrägbizzde.  —  hannibal  Oizez'i/L  stanzzzzt  fius  Cohzzzzbiezz  uzzd  diffeiäert  dzzz’ch  eizze  prozzzizzezztere  Aveiße  Zozze  hannibal. 
der  Vflgl  von  macrosiris  Westw.,  deren  Type  Oberthür  zzzit  der  BoisnuvAL’schen  Sazzzzzzluzzg  erAvorben  hzzt. 

V  37 


290 


DA8YOPHTHALMA.  Von  H.  Pruhstorfer. 


pharnaccs.  ■ —  phamaces  Stich,  ist  kleiner  als  die  vorige  Unterart.  Die  weiße  Sclirägbinde  der  Oberseite  des  Vflgls  etwas 
breiter,  schärfer  l)egrenzt,  wenngleich  an  der  proximalen  Seite  etwas  zerstäubt,  hinten  stumpf  vor  dem  mitt¬ 
leren  Medianast  endigend  und  nicht  wie  bei  inncrosiris  strix  gegen  den  Distalrand  liin  auslaufend.  Der  hinten 
anschließende  einzelne  Fleck  sehr  verkleinert.  Hflgl  mit  schmalerer  weißer  Besäumung.  Auf  der  Unterseite 
die  Querstricbelung  alleiithalben  gröber,  im  Vflgl  rotbraun;  sie  verliert  sich  hmter  der  Zelle  und  im  Distal¬ 
feld,  im  Submedianzwischenraum  l)efindet  sich  nur  eine  undeutliche  Schattierung.  In  der  Zelle  des  Hflgls 
und  hinter  derselben  ist  die  erwähnte  Strichelung  zu  schmalen  Streifen  verbreitert  und  stellenweise  netzartig 
verzweigt,  die  Gi'undfarbe  des  Figls  fast  rostrot  statt  gelblich.  Der  länglich  verzerrte  Augenfleck  im  Vrdfeld 
hell  rotbraun,  weniger  scharf  ausgeprägt,  auch  die  beiden  anderen  augenartigen  Flecke  im  Radial-  und  hinteren 
Medianzwischenraum  nur  \indeutlich.  Saum  am  Distalrand  schmal  grünlich.  Nur  1  (J  aus  Bolivia  (Coroico, 
Yungas  in  Höhe  von  2000  m)  bekannt. 

napolcon.  D.  napolcoil  Westw.  (62  b)  scheint  eine  archaische,  dem  Aussterben  nahe  Art  zu  sein,  deren  Vorkommen 

ausschließlich  auf  den  Staat  Rio  de  Janeiro  beschränkt  ist  und  sell)st  von  dort  wird  nur  Petropolis  als  Flugort 
bezeichnet ;  von  Zeit  zu  Zeit  gelingt  es  den  ])rächtigen  Falter  aus  Rpn  zu  ziehen.  Die  R]),  obgleich  schon  seit  über 
30  Jahren  bekannt,  ist  noch  nicht  beschrieben.  Sie  lebt  nach  v.  Bönninghausen  auf  einer  Bromeliacee  mit 
ungezälmten  Blättern.  $  erheblich  größer  als  das  abgelüldete  mit  etwas  lichterem  orangefarbenem  Rand¬ 
gebiet  der  Hflgl-Unterseite  Avie  bei  ditrius  F.  Vflgl  aber  mit  scliAVarzem  Medianteil,  Hflgl  durcliAVeg  ockergelb 
mit  lichterer  Ueberjmderung  nahe  der  Basis.  Die  schwarzen  Adern,  treten  ungemein  scharf  und  plastisch  aus 
der  Grundierung  hervor. 

11.  Subfamilie  Caligoninae. 

Rp  mit  S  c  h  Av  a  n  z  g  a  b  e  1  und  mit  Kopf  hörnern. 


4.  Gattung' :  Osis.yopiiihaliiia  Wesho. 

Ein  artenarmes  aber  interessantes  Genus,  das  in.  seiner  Gesamterscheinung  und  auch  in  der  Lebens- 
Aveise  an  die  indischen  Thamnantis,  besonders  lucipor  und  oclana  erinnert.  Nur  eine  Art  {creusa)  hat  ein  düsteres 
Colorit.  Durch  die  dicht  behaarten  Augen  AVeicht  Dasyophthnlma  von  allen  übrigen  Brassoliden  ab.  Struk¬ 
turell  steht  sie  der  Gattung  Caligo  nahe,  doch  ist  die  Präcostalzelle  namentlich  in  Anbetracht  der  geringen 
Köqiergröße  auffallend  lireiter  als  bei  den  Caligonen.  Kopf  und  Körjier  schmächtiger  als  bei  der  vorigen  Gat¬ 
tung.  Fühler  unter  halber  Flgllänge.  Vflgl  dreieckig  mit  gerundetem  InneiiAvinkel,  Hflgl  beim  S  mit 
deutlich  abgesetztem  Apex  und  gewelltem  Saume.  Die  Figl  sind  oben  scliAVarz  oder  ganz  dunkel  braun,  zu- 
Aveilen  lel)haft  blauschillernd,  die  Unterseite  mit  gekernten.  Ozellen.  Das  (J  trägt  auf  der  Hflgloberfläche 
einen.  Did'tfleck  am  unteren  Zellrand.  Die  Dasi/ophthalnia  bewohnen,  gleicliAvie  ihre  indischen  VerAvandten, 
die  Thawnmntis,  ausschliehllich  den  dichten  Wald,  in  Avelchem  sie  sich  stets  nahe  dem  Erdboden  aufhalten  und 
dessen  feuchte  Decke  sie  nur  verlassen,  Avenn  sie  durch  aufgehängte  Bananenköder  angelockt  AVerden.  Eine 
Art  (rusina)  habe  ich  überhaupt  nie  fliegen  sehen;  alle  meine  Exemplare  sind  ausschließlich  dem  Köder  zu 
Amrdanken,  den  sie  gemeinsam  mit  Eryphanis  reevesi,  Prepona-Arten  und  gelegentlich  einem  Morpho  catenarius 
liesuchen.  Vermutlich  haben  sie  alle  nur  eine  Generation.  Nach  meiner  Erinnerung  erscheinen  sie  in  Santa 
Catharina  im  Februar,  sind  Ende  März  nur  noch  in  abgeflogenen  Exemplaren  zu  erbeuten  und  in  den  ersten 
Tagen  des  April  versclnvinden  sie  völlig.  Ueber  die  Jugendstadien  ist  nichts  weiter  bekannt,  als  daß  die  Rp 
auf  Bambus  lebt.  Verbreitung:  das  mittlere  und  südliche  Brasilien. 

creusa.  D.  creusa  zerfällt  in  zu^ei  Arealrassen :  creusa  Hbn.  (62  c),  bisher  ausschließlich  von  Santa  Catharina 

und  Rio  Grande  do  Sul  bekannt,  scheint  sehr  lokal,  aber  an  geeigneten  Stellen  in  großer  Menge  aufzutreten. 
Mein  Sammler,  Julius  Michaelis  und  ich  selbst  erlieuteten  im  Laufe  von  2  Jahren  nahezu  1000  Exemplare 
bei  Theresopolis  soAAÜe  im  Tale  des  Capivary-Plusses.  Bei  Blumenau  scheint  sie  nur  spärlich  aufzutreten  und  in 
Rio  Grande  an  der  Peripherie  ihres  Vorkommens  gehört  creusa  bereits  zu  den  größten  Seltenheiten.  von 
Rio  Grande  besitze  ich  nicht.  Die  Oberseite  ist  scliAvarz,  den  Vflgl  durchzieht  vom  Apex  lüs  zur  Irdsmitte  eine 
beingelbe,  anscliAvellende  Schrägbinde.  Das  $,  AVelches  AAÜr  von  der  LTnterseite  abbilden,  ist  erheblich  größer 
als  der  breitbindiger,  unterseits  bleicher  graugrün.  Oberseite:  Hflgl  nur  mit  zAvei  lüs  drei  gelblichen 
Wischflecken  in  der  Mitte  des  Vrds.  Die  Medianbinde  der  Vflgl  steiler  gestellt,  breiter  als  beim  unreiner, 
mehr  grünlich  gelb,  mit  dem  Costalsaum  durch  eine  transcelhdare  undeutliche  Fleckenreihe  verbunden.  Vor 
dem  Apex  der  Hflglzelle  etAvas  grünliche  Bestäubung.  (J  mit  langem  gelblichen  Haarbüschel  am  basalen  Teil 
der  Hflglzelle.  Flugzeit  Februar  bis  Ajiril.  creusa.  ist  ein  Köderschmetterling  par  excellence  und  kommt  zu  jeder 
Tageszeit  an  aufgehängte  Bananen;  häid'ig  nascht  sie  sogar  noch  Nachts  an  den  süßen,  faiüenden  Früchten 
und  ich  fand  sie  AAÜederholt  als  Avenig  angenehme  Zugalie  in  den  Giftflaschen,  Avelche  zur  Aufnahme  der  an- 
baronesa.  gelockten  Heteroceren  dienten.  —  baronesa  Stich,  ist  eine  von.  meinem  Reisenden  J.  Michaelis  in  Espiritu 
Santo  aufgefundene,  nicht  scharf  differenzierte  Ortsform,  Avelche  vermutlich  auch  in  Rio  de  Janeiro  Amr- 
kommt,  Avo  sie  nach  v.  Bönninghausen  bei  Petropolis  nicht  sehr  selten  auftritt.  cj  von  creusa  zu  unterscheiden 


OPSrPHANES.  Von  H.  Frutistorfer. 


201 


durch  vollkommener  ausgelhldete  gelbliche  Medianhinden  der  Oberseite  beider  Figlpaare.  $  oix'rseit.s  kaum 
zu  unterscheiden,  unterseits  mit  kleineren  regelmäßiger  ovalen  Medianozellen. 

D.  rusina  läßt  sich  in  zwei  Ortsrassen  aid'lösen.  Die  Art  bleibt  überall  selten  und  durch  den  })rächtigen  ruHinn. 
sattblauen  aber  intensiven  »Schiller  der  Basalpartie  der  Vligl  und  der  Medianregion  der  Mtigl  ausgezeichnet, 
rusina  Godt.  (=  delanira  Hew.  $)  ist  bisher  nur  von  Santa  Oatharina  mit  Sicherheit  bekannt.  ^  mit  scliwarzem 
Haaipinsel  nahe  der  Basis  der  Hflgl.  Die  helle  Vflglbinde  verläuft  dem  Außenrd  parallel  und  setzt  sich  in  eine 
gleichgerichtete  durch  den  Hflgl  fort.  —  principesa  Stich,  von  Michaelis  in  Espiritu  Santo  aufgefunden,  scheint  prinrApc-m. 
ziemlich  analog  auch  in  Rio  de  Janeiro  vorzukommen,  wo  sie  am  Corcovado  und  bei  Petropolis  durch  v.  Böx- 
NiNGiLiUSEN  beobachtet  wurde,  der  zugleich  angibt,  daß  die  R])  auf  Bambus  lebt.  Gleicht  ganz  der  typischen 
rusina,  nur  ist  die  helle  Flglbinde  etwas  weniger  breit,  auf  dem  Vflgl  zuweilen  in  der  Mitte  erweitert  und  der 
Blauschiller  der  Hflgl  ausgedehnter.  Unterseite  beider  Geschlechter  durchweg  lichter  als  bei  rusina,  die  fast 
weiße  Medianbinde  ohne  nachgedunkelte  orangefarliene  Begrenzung,  das  Distalgebiet  nicht  grünbraun  wie  bei 
rusina,  sondern  deutlich  in  zwei  Zonen  geteilt,  von  welchen  die  sidmiarginale  rötlichbraun,  ehe  distale  vorherr¬ 
schend  weißlichgrau  schraffiert-  erscheint. 

D.  vertebralis  Btlr.  (62  a)  ist  eine  scharf  abgegrenzte  Species,  die  neben  creusa  in  Espiritu  Santo  von  vcrtehrulis. 
J.  Michaelis  erbeutet  wurde,  wodurch  die  irrige  Fundortsangabe  ,,Para“  seitens  ihres  Autors  ihre  Berichtigung 
erfahren  hat.  Unterseite  wie  bei  creusa  mit  drei  großen  rotbraunen  schwarzgeringelten  Medianozellen,  die  in 
einer  hellgelblichen  Zone  stehen.  Vflglbinde  schmal,  schräg,  aus  Flecken  zusammengesetzt.  Hflgl-Unterseite 
mit  3  Ozellen:  die  1.  in  der  Costa-Mitte,  die  2.  nach  außen  von  der  Zelle,  die  3.  im  hintern  Medianzwischenraum. 

9  größer,  breitflügliger,  matter  gefärbt,  so  daß  die  Unterseiten-striae  durchschlagen.  Die  Vflglbinde  verläuft 
steiler. 

5.  Gattuno-:  Opsipliaiies  Wesiw. 

Von  Caligo  unterschieden  durch  die  spitzeren,  nicht  so  übermäßig  grol.len  Figl,  die  stattliche  Präcostalzelle 
und  den  relativ  kräftigeren  Köi'jier,  von  Brassolis  durch  die  längeren  Palpen.  Kopf  grol.1,  mit  stark  gewölbten 
Augen,  Stirn  kurz,  Palpen  auf  der  Unterseite  dicht  und  borstig  behaart,  vor  der  Stirn  aufgebogen,  den 
Kopf  wenig  überragend.  Fühler  allmählich  verdickt,  von  nahezu  halber  Oostallänge.  Thorax  sehr  breit  und 
kräftig;  Vflgl  meist  ziemlich  sjiitz,  der  Außenrd  gewöhnlich  etwas  konkav  ausgerundet;  Ird  gerade.  Sidicostale 
5-ästig,  Ast  1  und  2  vor,  Ast  3  beträchtlich  hinter  dem  Zellende  entspringend,  vierter  in.  die  Sjntze,  mit  dem 
fünften  kurz  gestielt.  Vflglzelle  lireit  und  kurz.  Hflgl  fast  kreisförmig,  nur  wenig  elliptisch  mit  abgerundetem 
Apex.  Die  Duftorgane  der  SS  sinJ  Haaqiinsel  auf  der  Hflgl-Oberseite,  die  sternförmig  ausgebreitet  werden  kömien. 

Hlb  kräftig,  beim  S  seitlichen  Wülsten.  Klammerorgane  satyroid,  höchst  einfach.  Uncus  leicht  gekrümmt 
mit  2  lateralen  Spangen,  Harjie  äluilich  der  der  eurojiäischen  Karanasa  (=  Satyrus  aus  der  Gruppe, 

Bd.  1  S.  127),  proximal  etwas  erweitert,  in  der  Mitte  verengt,  distal  mit  vorspringender,  ventraler  Sjiitze.  Ei 
nach  W.  Müller  kugelig,  fein  gerippt.  Nach  10  Tagen  erscheint  die  Rp,  jung  braun,  gelb  oder  rot  gestreift 
mit  schwarzem  Kopfe.  Erwachsen  zeigt  der  Kojif  einen  Kranz  nach  hinten  gerichteter  Hörner  und  das  Gesicht 
ist  rotbraun  gestreift.  Köiper  in  der  Mitte  verdickt,  mit  12  Längslinien,  Hinterende  in  eine  Schwanzgabel 
auslaufend.  Die  Rpn  leben  an  Bananen  und  ruhen  auf  der  Unterseite  der  riesigen  Blätter,  längs  deren  Mittelrippe. 

Pp  weniger  gedrungen  als  die  der  vorigen  Gattungen,  grüngelb  mit  braunen  Figlscheidenrändern  und -Streifen,  auf 
den  Figlscheiden  ein  Silberfleck.  Nach  Dr.  Hahnel  verlireiten  einige  Arten  Vanillegeruch.  Sie  halten  sich 
tagsüber  im  niederen  Geäst  und  um  die  Baumstämme  herum  auf,  und  lieben  es,  sich  auf  gefallenen  Früchten 
anzusammeln.  Einige  Arten  lassen  sich  durch  Bananenköder  anlocken.  Die  Species  der  fiutcu- Gruppe  lievor- 
zugen  mehr  das  lichte  Unterholz,  wo  sie  sich  in  den  sogenannten  ,, Waldschänken“  einfinden,  d.  h.  an  Baum¬ 
stämmen  mit  ausquellendem  süßen  oder  gärendem  Saft.  Dr.  Hahnel  traf  sie  auch  schon  beim  IMorgengrauen 
in  der  Nähe  menschlicher  Wohnungen  auf  Unrat,  wo  sie  unruhig  suchend  umherflogen. 

Paarungsorgane  nach  jenen  von  0.  invwrie  remoUatus  Frühst,  beurteilt,  ungemein  satyroid,  kaum  von 
jenen  der  paläarktischen  Eumenis  verschieden.  Uncus  hakenförmig,  nach  unten  leicht  gekrümmt,  zwei  laterale 
Spangen  äußerst  zierlich;  Valve  völlig  regelinäflig  von  einfachster  Bildung,  liasal  etwas  verdickt  aber  nicht  so 
ausgesprochen  wie  beim  Genus  Dynastor,  in  der  Mitte  leicht  eingebuchtet,  das  ventrale  distale  Ende  wie  liei 
Eumenis  cordula  vorgezogen,  das  dorsale  etwas  zurücktretend,  leicht  chitinisiert  mit  zwei  ungleich  großen 
Knötchen  besetzt.  Der  gesamte  ventrale  Teil  der  Valve  lang  behaart.  Penis  sehr  breit,  Saccus  durchaus  nor¬ 
mal,  ziemlich  lang,  sein  proximales  Ende  nicht  merklich  erweitert. 

Vier  Artengruppen,  von  welchen  Opoytera  dem  Genuswert  so  nahe  kommt,  daß  sie  hier  nur  deshalli 
als  Subgenus  behandelt  wird,  weil  ihr  Autor  sie  im  selben  Sinne  auffaßte  und  um  eine  Zersplittening  der  überaus 
homogenen  Gattung  zu  vermeiden.  Catoblepia  dagegen  wird  nur  wegen  der  sekundärsexuellen  i\[erkmale  aufrecht 
erhalten,  weil  konstante  stnikturelle  Differenzen  überhaupt  nicht  vorhanden  sind. 

Präcostalzelle  der  Hflgl  länger  als  breit,  Opoptera. 

Präcostale  der  Hflgl  höher  als  breit,  Opsiphanes. 

Hflglzelle  schmal,  mittlere  und  hintere  Discocellularis  fast  gerade,  Catoblepia. 

Hflglzelle  schmal,  mittlere  und  hintere  Discocellularis  ganz  leicht  gebogen,  Selenophanes. 


292 


OP8IPHANE8.  Von  H.  Fruitstoefer. 


Artengruppe  Opoptera  Aur. 

Die  Arten  dieser  kleinen  interessanten  Gruppe  erinnern  durch  ihre  zarten  dünnen  Figl  ungemein  an 
8atyriden.  Die  Gattung  oder  vielmehrUntergattung,  als  welche  sie  ihr  Autor  einsetzte,  war  mit  OpsijAianes  vereinigt, 
von  der  sie  mit  Recht  wegen  der  breiteren  Präcostalzelle  der  Hflgl  abgetrennt  wurde.  8onst  differiert  OjJopiera 
von  typischen  Opsiphanes  auch  noch  durch  die  auffallend  breite  Zelle  der  Vflgl  und  die  kiu’ze,  distal  relativ  schmale 
Zelle  der  Hflgl.  Die  Präcostalzelle  der  letzteren  ist  länger  als  breit.  Kopf  verhältnismäßig  klein,  mit  stark  gewölb¬ 
ten,  nackten  Augen,  und  buschig  behaarter  8tirn.  8auger  kräftig.  Palpen  unten  borstig  behaart,  den  Koj)f 
wenig  überragend.  Fühler  beträchtlich  länger  als  bei  den  vorigen,  beim  oft  über  halbe  Costa! länge,  am  Fnde 
wenig  verdickt.  Thorax  nicht  so  kräftig  wie  bei  Opsiphanes,  der  ganze  Bau  zuweilen  stark  satyroid;  Vflgl 
mit  gerundetem  Apex  und  großer  und  breiter  Zelle,  die  Ins  in  die  Figlmitte  reicht.  Costalis  und  8ubcostahs 
im  ganzen  Verlauf  getrennt,  letztere  5  ästig,  Ast  1  und  2  vor,  3  hinter  dem  Zellende  abgezweigt,  4  und  5  kurz 
gestielt.  Hflgl  ellipsoid,  mit  leicht  welligem  Außenrd,  hinterer  Medianast  mit  einer  Dufttasche.  Hlb  schlank 
und  ziemlich  lang. 

Ueber  die  Jugendzustände  ist  nichts  bekannt.  Die  Inmgo  sind  mit  einer  Ausnahme  {bassus)  echte  Wald- 
schmetterliiige,  die  mit  mattem  Fluge  sich  nahe  dem  Erdboden  fortbewegen,  ein.  scheues  und  träges  Dasein  im 
Bamlnisdickicht  führen  und  sich  am  liebsten  an  Wasserläufen  entlang  aufhalten.  Man  kann  einige  von  ihnen 
mit  8icherheit  da  antreffen,  wo  aus  Bohrlöchern  von.  Insekten  gährender  8aft  den  Bäumen  des  Unterholzes 
entquillt.  An  solchen  8tellen  sitzen  sie  manchmal  stundenlang  mit  geschlossenen  Flgln,  und  auf  diese  Weise 
ist  cs  aiich  am  leichtesten  ihrer  habhaft  zu  werden.  8ie  sind  sehr  lokal,  und  drei  von  den  sechs  bekannten  8pecies 
bewohnen  das  südliche  Brasilien. 


8  e  ct.  I. 

A])ex  der  Vflgl  geeckt  oder  rund,  Hflgl  der  (J  mit  einem  Haarpinsel  in  der  Zelle  oder  einem  bürstenförmigen 

Haarbusch  an  der  8ubmediana. 

0.  aorsa  erinnert  in  der  geschwänzten  Form  der  Hflgl  an  indische  Lethe  und  Zophoessa  und  ist  oberseits 
ausgezeichnet  durch  sehr  schmale  Binden  und  einen  purpurnen  8chimmer,  der  diese  Binden  an  ihrem  Rand¬ 
gebiet  überzieht.  Bisher  nur  aus  Brasilien  bekannt,  wurde  aorsa  neuerdings  auch  im  Quellgebiet  des  oberen 
aorsa.  Amazonas  entdeckt,  so  daß  jetzt  vier  Ortsrassen,  zu  registrieren  sind ;  aorsa  GWb  (63  a)  deren  Type  vernmtlich  aus 
Rio  de  Janeiro  stammt,  geht  südwärts  bis  Rio  Grande  do  8ul.  8ie  ist  überall  selten.,  und  kann  ich  mich  nicht 
erinnern,  dal.l  sie  sich  an  den  Bananenködern  eingefunden  hat,  die  so  häufig  von  Dasyophthalma,  Caligo,  Ery- 
phanis  reevesi  und  anderen  Opsiphanes-iipecies  besucht  wurden.  8ie  ist  eine  Art  des  Hochwaldes,  dessen  8chat- 
ten  sie  nie  verläßt.  Auch  ist  ihre  Erscheinungszeit  eine  sehr  kurze  (Februar,  März)  und  im  Laufe  eines  Jahres 
trifft  man  wohl  kaum  mehr  als  ein  halbes  Dutzend  Exemplare,  die  wegen  ihrer  zarten  Figl  zumeist  noch  be¬ 
schädigt  sind.  Vflgl  beim  E  ockergell)er  8chrägbinde,  die  hinter  der  Irdsmitte  beginnt  und,  zuweilen 

leicht  unterlu'ochen  bis  zum  Analwinkel  führt.  Im  Apex  weiße  Fleckchen.  Hflgl  mit  deutlichen  Randzeich¬ 
nungen.  Von  den  die  Vflgl-Zelle  durchquerenden,  schmalen  Binden  ist  die  proximal  gelegene  in  der  Regel  trüb  wei߬ 
lich  oder  braun,  in  der  Mitte  unterbrochen,  die  distal  gelegene  vollständig,  von  silberweißer  Farbe,  bis  auf  den 
tiiura.  mittleren  Teil  der  Mediana  reichend.  —  Bei  der  ab.  litura  Fru/wb  aus  Espiritu  Santo  ist  die  Saumzeiclmung  auf  der 
fuscata.  Hflgloberseite  braun  violett  verfärbt.  —  f  uscata  Stich,  hat  die  Gestalt  Avie  bei  der  typischen  Unterart  aber  bedeii- 
tend  kleiner,  Hflgl  mit  kürzeren  Schwanzzipfeln.  E.  Oben  schwarzbraun,  die  Binden  nahe  dem  Apex  und  dem 
Distalrand  des  Vflgls  reichlich  braun  beschattet,  namentlich  im  hinteren  Teil  ganz  verschvAmmmen.  Hflgl  nur 
am  Rande  ganz  undeutliche  lichte  Flecken  zeigend.  Unterseits  ist  die  im  Distalfelde  befindliche  gewünkelte 
helle  Binde  fast  ganz  verschwunden,  erhalten  ist  nur  je  ein  gell)l.ieh-weißes  Fleckchen  am  Vrd  und  im  vorderen 
Winkel  des  hinteren  Medianzwischenraumes,  sowie  etliche  weißliche  Wischfleckchen  an  Stelle  des  vorderen 
Teiles  dieser  Binde.  Submarginallinie  am  Distalrande  und  dementsprechend  die  Begrenzung  der  an  das  Saum¬ 
feld  anschließenden  dunklen  Flglfläche  auffällig  zackig.  Hflgl  bedeutend  dunkler  als  bei  typischen  aorsa,  namentlich 
im  Basal-  und  Hrdfeld,  die  Grundfarbe  dort  reichlich  violett  angeflogen.  Am  Saum  des  Distalrandes  hebt  sich 
an  der  dunkelbraunen  welligen  Linie  eine  Reihe  heller  flacher  Mondflecke  auffällig  von  der  dunkleren  Rand- 
bestäubung  ab.  —  Beim  $  ist  die  Obei’seite  ungewiß  rostrot,  Vflgl  mit  schmaler  licht  ockergelber  Binde,  ähnlich 
derjenigen  der  typischen  Unterart,  an  der  aber  der  von  dem  Scheitel  der  stumpfen  Krümmung  im  Zuge  des 
Distalrandes  nach  vorn  (apicalwärts)  laufende  Zweig  fehlt.  Saumzeichnung  der  Hflgl  schwach,  verloschen, 
hiiara.  im  Analwinkel  ganz  verschwindend.  Vom  oberen  Amazonas  (Manaos).  —  Bei  hilara  Stich,  aus  Ecuador 
und  Peru  ist  die  Grundfarlie  dunkler,  oben  tief  schwarzbraun,  die  Vflgl-Binde  satt  gelb,  im  Analteil  auf  der 
Innenseite  an  den.  Adern  eingekerbt.  Hflgl  oben  einfarbig  dunkel  mit  weißen  Fransen,  die  Fleckenzeichnung 
vor  dem  Außenrd  imdeutlich.  Unterseits  erscheint  die  Querbinde  der  Vflglzelle  in  Flecke  aufgelöst.  Vflgl 
und  das  Wurzelfeld  der  Hflgl  milchweiß  gestrichelt. 

■irsir)pe.  0.  arsippe  hat  2  geographische  Unterarten,  arsippe  Hopff.  Schrägbinde  der  Vflgl  ockerfarben,  fast 

wie  bei  aorsa,  nur  dunkler,  nach  hinten  stark  gewmkelt,  im  übrigen  aber  glatt,  distal  etwas  zerklüftet.  Von 
den  vorderen  drei  Aveißen  Fleckchen  im  Apicalfeld  der  mittlere  etwas  distal  vorgerückt ;  ein  vierter  erscheint 


OPSTPHANRS.  Von  H.  Frutistorfer, 


20:5 

als  kleiner  Halbmond  oder  Bogenstrich  an  der  distalen  Grenze  des  durclischeinenden  Angenfleekes.  Pcim 
ist  der  Distalsauin  des  Hflgls  voJi  etwas  lichterem  Farbton  als  heim  d*-  Nahe  d(‘.m  Vrd  im  Apicall'eld  hilrlet 
sich  außerdem  ein  ockergelber  einzelner  Fleck;  der  schwanzartige  Zipfel  am  mittleren  Medianast  dunkler 
hraim  abgetönt.  Vflgllänge  d'  40 — 41,  $  42  mm.  ÜJiterseite  weniger  bunt  als  bei  aorsa.  Südliches  Peru. 

Sehr  selten,  nur  vom  Ghanchamayo,  gekommen.  —  bracteolata  Stich.  Dunkler  als  die  vorige.  VVFißc  Apicali'lecke  hmi  tiiAnUi. 
des  Vflgls  sehr  kleiii,  Schrägbinde  distal  von  der  Zelle  in  drei  kleine,  isoliert  stehende  Flecke  aufgelöst.  Sub- 
apicalflecke  am  Außenrd  sehr  klein,  schwanzartige  Fortsätze  des  Hflgls  kürzer.  Mittleres  Zellband  der  Vflgl- 
Unterseite  zusammenhängend.  Die  beiden  seidenglänzenden  weißen  Fleckchen  zwischen  den  Medianen  liegen 
wie  Silberflitter  auf  dem  dunklen  Grunde.  Vor  dem  Saume  des  Hflgls  ein  weißlich  aufgehellter  schmaler  Streifen, 
erstereiij  folgend.  1  Bolivien. 

0.  syme  ersetzt  stdcius  im  mittleren  Brasilien  und  gilt  als  eine  ziemlich  seltene  Art ;  von  geringer  Nyme. 
geographischer  Verbreitung.  Zwei  Ortsformen  syme  Hhn.  mit  der  Namenstype  aus  dem  Staate  Rio  de  Janeiro, 
wo  die  Art  am  Corcovado  und  im  Orgelgebirge  l)ei  Petropolis  regelmäl.hg  zu  finden  ist.  Der  vorigen  Art  ähnlich, 
aber  die  gelbe  Schrägbinde  des  Vflgls  stark  reduziert  und  teilweise  in  Fleckchen  aufgelöst;  auf  dem  Hflgl  die 
gelbe  Submarginalfleckenreihe  gleichfalls  geringer.  In  der  Zelle  der  Vflgl  schlägt  die  Zeichnung  der  Unterseite 
nach  oben  durch.  Von  den  Hflglaugen  auf  der  PTnterseite  hat  das  vordere,  in  der  Mitte  unter  der  Costa  ge¬ 
legene,  einen  braunen  Grund,  was  ihm  ein  etwas  blindes  Aussehen  gil»t,  während  das  zwischen  den  Median¬ 
ästen  lebhafter  gefärbt  ist.  Das  $  hat  vor  dem  Hflglsaum  etwas  deutlichere  gelbe  Fleckung  und  auf  dem  Schwarz 
des  Discus  blauen  Schiller.  — fumosaS'^fc/o  (65b,  als  syme  bezeichnet)  zeigt  eine  etwas  dunklere  Grundfarbe  als  Rio  hoxosa. 
de  Janeiro-Exemplare,  namentlich  der  Hflgl  schwärzlich  übergossen  und  die  gelbe  submarginale  Mondreihe  nahe¬ 
zu  obsolet,  nur  durch  helleren  Farbenton  angedeutet  oder  nur  im  vorderen.  Teil  erhalten.  Espiritu  Santo,  von 
meinem  Sammler  Julius  Michaelis  zuerst  gefunden,  ziemlich  selten. 

0.  sulcius  Stgr.  (63a)  stammt  von  Süd-Brasilien,  wo  sie  die  mittelbrasilianische  sy^m  vertritt.  Sie  f^ntciuK. 
gleicht  dieser,  unterscheidet  sich  aber  durch  die  lebhaft  ockergelbe  Vflglbinde,  die  nicht  schmal  und  zackig 
ist  und  vor  dem  Analwinkel  abgekürzt  endet;  diese  ist  vielmehr  breit  und  erreicht  den  Analwinkel.  —  Die  Form 
sodalis  Röb.  von  Säo  Paulo  ist  ober-  und  unterseits,  besonders  im  Innenfeld  der  Figl  stark  gelblich  über-  ^odahA. 
gossen  und  die  Saumzeiehnung  auf  dem  Hflgl  ist  ausgedehnter. 

Sect.  II. 

Vflgl  mit  spitzerem  Apex.  cJ  ohne  eigentliche  Haarjiinsel.  Die  hintere  Mediana  der  Hflgl  entspringt 
unweit  der  Flglwurzel  und  bildet  dicht  hinter  der  Zelle  eine  tiefe  mit  mehlartigen  Staubschuppen  ausgefüllte 
Tasche. 


0.  staudingeri  Godm.  u.  Salv.  (63  b).  Größe  wie  die  vorige;  Oberseite  lebhaft  dunkelbraun,  auch  der  sfaudingrri. 
sonst  häufig  tiefschwarze  Apex  braun.  Vor  ihm  eine  gelbrote,  stellenweise  bräunlich  getrübte  Schrägbindc, 
die  vor  dem  letzten  Drittel  des  Costalsaumes  beginnt,  schräg  nach  der  Außenrdsmitte  zieht,  sich  dann  aber 
abwärts  wendet  und  dem  Saum  parallel  nach  dem  Ird  zieht,  um  an  der  Submediana  ziemlich  spitz  zu  enden. 

Unterseits  haben  die  Hflgl  in  der  Zellmitte  einen  ringförmigen  Schatten.  Das  vordere  Auge  in  der  Costamitte 
ist  das  größere  mit  braunem,  das  zwischen  den  Medianästen  das  kleinere,  mit  schwärzlichem  Grund  und  leb¬ 
hafterer  Zeichnung.  Panama;  sehr  selten,  es  sind  nur  wenige  Exemplare  bekannt;  das  abgebildete  G 
Sammlung  Fruhstorfer  stammt  aus  Costa-Rica.  Ein  $  der  -Sammlung  Staudinger  vom  Chiricpii,  hat  erst 
Stichel  wie  folgt  beschrieben:  ,, Etwas  größer  als  das  Grundfarl)e  der  Oberseite  heller-,  licht  rötlich-braun. 

Binde  des  Vflgls  breiter,  weniger  scharf  gewinkelt,  in  flacher  Krümmung  nach  hinten  verlaufend.  Saum  am 
Distalrande  des  Vflgls  ockergelb  aufgehellt.  Unterseite  wie  beim  G-  Vflgllänge  46  mm.“ 

ATtengruppe  Opsiphanes  Wesfw. 

0.  batea  zählt  zu  den  interessantesten  Arten  der  Gattung;  sie  flehnt  sich  zwar  nur  über  ein  relativ 
beschränktes  Gebiet  aus  und  ihre  Heimat  ist  das  subtropische  Brasilien  mit  dessen  Nachbarländern,  aber  die 
Species  ist  dem  Klima-Einfluß  selbst  geringen  Entfernungen  gegenüber  wenig  widerstandsfähig  und  das  Resultat 
sind  eine  Reihe  von  geographischen  Rassen,  über  die  bereits  eine  lange  Serie  von  x4rtikeln  piddiziert  wurde, 
ohne  daß  jedoch  Klarheit  zu  erzielen  gewesen  wäre.  Der  Verbreitungsherd  für  die  Collectivart  scheint  die  Pro¬ 
vinz  Santa  Catharina  zu  sein,  von  der  wir  bereits  zwei  vikariierende  Species  kennen,  was  wohl  auch  mit  der 
gründlicheren  Erforschung  dieses  Landstriches  zusammenhängt.  Gewiß  ist  nur,  daß  baten  von  Espiritu  Santo 
angefangen  bis  Rio  Grande  do  Sul  vorkommt,  sich  von  Nord  nach  Süd  abstufend  und  je  weiter  nach  Süden 
desto  mehr  an  melanotischem  Kolorit  zunehmend.  Neben  ganz  dunklen  Formen  treten  aber  in  den  beiden 
brasilianischen  Südprovinzen  auch  wieder  Rückschläge  zur  Namenstype  von  hellerem  Habitus  auf.  x\n  Zeit¬ 
formen  zu  denken  ist  nahezu  ausgeschlossen,  weil  die  S])ecies  der  /iu4ru-Gruppe  nach  meinen  Erfahrungen  nur 
eine  Generation  haben,  die  im  Frühjahr  auftritt  und  im  April  und  Mai  wenn  die  kühlen  Nächte  beginnen,  ver¬ 
schwindet.  Untersuchungen  der  Klammerorgane  sind  noch  nicht  ausgeführt ;  diesellien  sollen  in  der  Gattung  nach 
Stichel  auch  zu  keinem  Resultat  führen,  weil  die  Organe  selbst  noch  nicht  genügend  differenziert  sind.  Jugend¬ 
zustände  sind  nicht  bekannt,  und  so  bleibt  die  Verteilung  und  Angliederung  der  einzelnen  Formen  immer  noch 


294 


OPSIPHANES.  Von  H.  Fruhstorfer. 


mehr  eine  Sache  des  Gefühles  und  der  Willkür  als  der  Empirie.  Wenn  hier  nun  wiederum  von  dem  bisher  be¬ 
gangenen  Pfade  abgewichen  wird,  so  geschieht  es  auf  Grund  einer  erfreulichen  Anhäufung  von  Material,  die 
haica.  ich  dem  Zufall  zu  verdanken  habe.  —  batea  i/6«..  (62  c),  der  nomenclatorische  Typus  dürfte  aus  dem  Staate  Rio  de 
Janeiro  stammen,  wenigstens  zeigt  auch  die  ausnahmsweise  nicht  vortreffliche  Figur  Hüb^’Er’s  deren  Hauptmerk¬ 
mal,  den  fast  senkrecht  gestellten  schwarzen  Distalsaum  derVflgl,  welcher  in  der  proximalen  Richtung  (nach  der 
Zelle  zii)  nicht  verbreitert  ist  und  nach  innen  nahezu  scharf  abgeschnitten  verläuft.  Alle  übrigen  Formen  haben 
dagegen  einen  ebenso  oder  noch  weiter  nach  innen  vorgeschobenen  Apicalfleck  wie  unsere  Figur  (61  a  2,  suh- 
sericen),  und  ebensolche  oder  noch  feiner  verteilte  und  zahlreichere  proximale  Einkerbungen.  Auch  führen  alle 
Vikarianten  einen  mehr  oder  weniger  deutlichen  schwarzen  Fleck  am  Zellapex  der  Vflgl,  der  anscheinend  nur 
bei  bntea  von  Rio  de  Janeiro  fehlt.  Hflgl- Oberseite  mit  geringem  rotbraunem  xind  mattschimmerndem  Anflug. 
Unterseite  mit  weiblichen  Partien  in  der  Vflglzelle  und  langer  nach  hinten  spitz  verlaufender,  fast  weißgelber 
as])hcrus.  Medianbinde.  —  aspherus  subsp.  nov.  soll  eine  habituell  größere  Rasse  aus  dem  nördlichsten  bekannten  Fund¬ 
platz,  Espiritu  Santo,  umschreiben,  mit  bereits  etwas  verloschenen  drei  weißgelben  Subapicalmakeln  und  tiefer 
eingezähntem  Distalsaum  der  Vflgl.  cJ  mit  kaum  erkennbarem,  $  ohne  jeden  schwarzen  Zellapexfleck.  Rand¬ 
gebiet  der  Hflgl  beim  $  bis  an  die  Zelle  herantretend,  ohne  Spur  eines  rotbraunen  Anfluges.  Die  weißlichen 
Partien  der  Unterseite  ausgedehnter  als  bei  baten  Hbn.  Sehr  selten,  während  baiea  nach  v.  Böxnixgiiatj seist 
glauhias.  iui  Orgelgebirge  l)ei  Petropolis  gewöhnlich  sein  soll.  —  glaukias  subsp.  nov.  bezeichnet  eine  dem  Namenstj^us 
noch  sehr  nahe  stehende  Ortsform  der  Provinz  S;io  Paulo;  Habitus  kleiner  als  bei  aspherus  und  praegrandis 
(61  a),  aber  merklich  batea  an  Größe  übertreffend.  Subapicalmakeln  dunkler  als  bei  den  vorigen  Rassen,  ocker¬ 
gelb.  Basalgelüet  aller  Figl  satter,  mehr  ins  rotbraune  spielend.  Distalsaum  proximal  ziemlich  regelmäßig, 
aber  nicht  sehr  tief  eingekerbt.  Zellfleck  der  Vflgl  im  Entstehen  begriffen.  Unterseite  in  der  Ozellenform  und 
dem  Gesamtkolorit  kaum  von  batea  abweichend.  Nach  drei  der  Sammlung  Fruhstorfer.  $  unbekannt. 
duhia.  ■ —  dubia  Röb.  stammt  gleichfalls  aus  Sno  Paulo  und  soll  nach  Stichel  eine  habituell  sehr  kleine,  etwas  anormale 
qmuormu.'i.  Bildung  vorstellen,  von  bleicher  Grundfarbe  und  auffällig  aufgehelltem  Distalrand.  —  panormus  Röb.  scheint 
bei  Blumenau  nicht  selten  zu  sein  und  noch  etwas  südlicher  bei  Theresopolis  in  Santa  Catharina  fing  ich  selbst 
zahlreiche  Exemplare  in  den  schon  geschilderten  Waldschäidcen,  die  ich  zweimal  am  Tage  absuchte,  panormus 
differiert  nach  dem  Material  meiner  Sammlung  in  der  Hau])tsache  dadurch  von  baten,  daß  sich  der  schwarze 
Distalsaum  der  Vflgl  Ins  zum  Zellapex  vorschiebt  und  entweder  gar  keinen  oder  nur  einen  sehr  reduzierten 
schmalen  gelbbraunen  Fleck  dort  freiläßt,  der  niemals  den  Clostalrand  erreicht,  während  er  hei  batea  und  Ab¬ 
zweigungen  stets  als  deutliche  scharf  abgeschnittene  transcellulare  Binde  von  der  vorderen  Mediana  bis  zur 
Costalis  durchzieht.  Auf  der  Unterseite  dominiert  eine  schwarze  statt  rotbraune  Schraffierung.  Röber’s  Type, 
die  sich  in  meiner  Sammlung  liefindet,  ist  dadurch  etwas  von  allen  mir  zugänglichen  6a^ea-Exemplaren  ab¬ 
weichend,  daß  sie  aberrativer  und  individueller  Weise  einen  schöngelben  Submarginalpunktfleck  der  Vflgl- 
bcata.  Unterseite  zwischen  der  mittleren  und  hinteren  Mediane  trägt.  —  beata  Frühst.  (61  a  als  subsericea  bezeichnet) 
liewahrt  noch  ganz  deutlich  den  6a;ea-Gharakter  und  differiert  von  panormus  in  der  Hauptsache  durch  einen  breiten 
jiach  aul.5en  rötlich  üljerstäubten  gelben  bindenartigen  Transcelhdarfleck  der  Vflgl?  der  besonders  lieim  ^  schön 
ausgebildet  ist.  Der  schwarze  Distalsaum  der  Hflgl  etwas  schmäler  als  bei  panormus.  Sta.  Catharina,  There¬ 
sopolis  l)is  ca.  1500'  Höhe.  Erscheint  etwa  im  Januar  und  fliegt  bis  März,  bevorzugt  den  Waldrand  oder  das 
sogenannte  Capoeira,  den  krüppeligen,  lichten  Nachwuchs  der  an  Stelle  gefällten  Urwaldes  tritt.  Die 
Falter  lieben  es,  von  dem  süßen  Saft  einiger  Sträucher  zu  naschen,  der  aus  Bohrlöchern  kleiner  Käfer  ausfließt 
und  außer  Schmetterlingen  auch  Unmengen  von  Meliponen,  Lucaniden,  Elateriden  und  manchmal  auch  Gym- 
didijinnoii.  netis  (Cetoniden)  anlockt.  —  didymaon  Fldr.,  dessen  Heimat  von  Stichel  nach  Sta.  Catharina  verlegt  wurde, 
stammt  nach  der  mir  aus  dem  Tring-Museum  vorliegenden  Type,  die  ich  mit  ausreichendem  Material  meiner 
Sammlung  vergleichen  konnte,  mit  nahezu  mathematischer  Gewißheit  aus  Rio  Grande  do  Sid.  Die  Suliapical- 
makeln  der  Vflgl  etwa  wie  liei  batea,  klein,  trüber  gelb  als  bei  panormus  und  beata,  ausscheinend  aber  sehr  variabel, 
beim  $  Avieder  sehr  groß,  fast  weiß.  Das  schwarze  Randgeliiet  derVflgl  sehr  verbreitert,  entweder  gar  keinen 
oder  nur  eine  undeutliche  gelbliche  Transcelhdarl)inde  freilassend,  die  auch  beim  $  mehr  rötlich  verdunkelt 
ist.  Distalsaum  der  Vflgl  manchmal  schmal  (Type)  oder  bis  nahe  an  die  Zelle  reichend.  Hflgl  oberseits  inner¬ 
halb  des  schwarzen  Randgebiets  mit  rostrotem  Anflug.  Unterseite  entgegen  dem  sonstigen  Charakter  der  Rio 
Grande-Fauna  vorwiegend  geschwärzt,  die  Transcellularbinde  der  Vflgl  fadendünn,  Ozellen  der  Hflgl  mit  zarter 
kaum  merklicher  gelblicher  Umringelung,  dagegen  die  nahezu  schwarze  Peri])herie  sehr  verbreitert.  S;io  Joao 
da  Reserva,  Rio  Grande  do  8ul,  3  1  $  Hammlung  Fruhstorfer.  Die  Art  erscheint  Ende  des  Sommers 

mhscriccd.  und  bevorzugt  den  Waldrand  oder  leichtes  Gebüsch  (Mabilde).  —  subsericea  Frühst.,  analog  beata  Frühst,  die 
helle  Form  von  Rio  Grande  do  Sul  von  didymaon  abweichend  durch  eine  breite  gelbe  Transcellularzone  der 
Vflgl.  Kleiner  als  die  übrigen  6aiert,-Formen,  Figl  rundlicher,  auch  beim  ^  kaum  gewellt.  Schwarzer  Distal¬ 
saum  aller  Figl  auffallend  schmal,  proximal  unmerklich  geivellt,  jedoch  liesonders  auf  den  Hflgln  ähnlich  wie 
liei  didymaon  Fldr.  ausgedehnt  dunkel  rostrot  angeflogen.  Hflgl  mit  weichem  Seidenglanz.  Apex  der  Vflgl¬ 
zelle  beim  nur  ganz  leichthin  rotbraun,  beim  $  schwarz  gefleckt.  Unterseite;  Dunkler  als  bei  beata,  Hflgl 
nur  mit  einer  aufgehellten  kurzen  Binde,  welche  nicht  über  die  Zelle  hinausreicht,  alles  übrige  gleichmäßig  rot¬ 
braun  schraffiert.  Ozellen  oblong,  relativ  klein.  Mit  der  Type  hat  subsericea.  sehr  kleine  trübgelbe  Subapical¬ 
makeln  der  Vflgl  gemeinsam,  differiert  aber  unterseits  durch  die  dunklere  Gesamtfärbung  und  die  breite  statt 


OPSIPHANEtS.  Von  H.  ERiniSTouFKii. 


2ur> 


fadendünue  gelbe  Binde  am  Zella])ex  der  Vflgl.  —  praegrandis  FruhM.  ((il  a)  kommt  im  allgemeinen  dei'  n.s-  prorf/nnur'  ■. 
■pherus  nahe,  übertrifft  diese  aber  noch  an  Größe.  Oberseite  mit  einem  nacli  ijiium  tief  eingesehnittcmen 
schwarzen  Distalsaum,  der  sich  jedoch  in  der  Richtung  der  Zelle  kaum  mehr  als  bei  hedUt,  verf)reitert.  Apicalt'leeken 
der  Vflgl  sehr  groß,  hellgelb,  'prdegrnndis  differiert  ferner  noch  in  folgenden  J’unkten  von  ihren  brasilianischen 
Verwandten:  Axdfensaum  aller  Figl  proximal  tiefer  ausgebuchtet,  costalwärts  stark  aufgehellt.  Abdomeji  oben 
heller  braun.  Unterseite:  Distale  Partie  der  Vflgl  breiter,  lichter  gelbgrau  mit  größerer  schwarzer  Ozelle.  Dei’ 
weißgestrichelte  dreieckige  8ul)apicalfleck  ausgedehnter,  die  Transversal  binden  der  Zelle  bell  braun,  llflgl: 

Die  apicalen  Ozellen  länglicher,  die  analen  mit  erweitei'ter  hellbrauner  Peri])herie.  Die  gelbliche  Discalbinde 
hellgelb,  ausgedehnter,  breiter  als  selbst  bei  bdted  hdted  und  bis  zur  Analozelle  auslaufend.  Die  braune  Sub¬ 
marginalbinde  der  Vflgl  apicalwärts  sich  stark  verschmälernd,  Analozellen  der  Hflgl  mit  reicher  hellblauer 
Iris,  die  fast  die  halbe  Zelle  ausfüllt  anstatt  der  kleinen  ,,Lun.ula“  bei  bdted.  Heimat:  Paraguay,  prdegrdudi-s 
kursierte  bislang  unter  der  Bestimmung  ,,dd/y//w?.0R  Fk/r.“  in  den  Sammlungen.  Felder’s  Nachtrag  zu  seiner 
Diagnose:  ,, Unsere  Exemplare  sind  alle  kleine  r  als  bdted  Hhn.,  neben  welchen  sie  vorzukommen  scheinen“, 
enthält  jedoch  bereits  eine  negative  Kritik  dieser  Bestimmung,  und  zugleich  den  Nachweis,  daß  Felder  bereits 
Formen  analog  heatd  bekannt  waren,  die  er  scharfsichtigerweise  von  seinem  didijvidon  absonderte. 

0.  catharinae  Stich.  (=  wilhelminae  Röb.)  bewohnt  ausschließlich  Santa  Catharina  und  ist  zweifellos  rathfirinae. 
die  weitaus  seltenste  der  zwei  oder  drei  in  Frage  kommenden  Arten  der  6afea.-Gru]>pe.  Ihr  spezifischer  Wert 
steht  außer  jeder  Diskussion;  das  Hauptmerkmal  bildet  das  Fehlen  des  Haarpinsels  der  Zelle  der  Hflgl,  die 
rundlichere  Figlform,  das  weitaus  hellste,  nahezu  gelbe  nur  peripherisch  gerötete  Basalfeld  der  Oberseite  aller 
Figl  und  die  bis  zur  Flglmitte  hinein,  rot  oder  schwarz  angelaufenen  Adern,.  Terminalsaum  der  Hflgl  auffallend 
breit  graugelb.  Transcellularfleck  und  Apicalumrahmung  der  Vflgl  analog  bedtd  Frühst.  (61  a).  Apicalmakeln 
der  Vflgl  bei  beiden  Geschlechtern  gleichartig,  sehr  hell,  fast  reinweiß.  Grundfarbe  des  ockergelb,  beide  Figl 
breit  schwarz  eingefaßt,  lichter  grauschwarz  gesäumt.  Der  gelbe  Farbton  bei  der  Berührung  mit  dem  schwarzen 
Distalteil  rostrot  schattiert.  Die  proximale  Begrenzung  des  letzteren  beginnt  unweit  hinter  der  Zelle  an  der 
Costa,  verläuft  parallel  zum  Zellende  bis  zur  vorderen  Mediana,  springt  dann  zwischen,  vorderer  und  mittlerer 
Mediana  wieder  wurzelwärts  vor,  und  tritt  hinter  letzterer  wieder  beträchtlich  gegen  den  Aiißenrd  zurück. 

Die  ganze  Berandung  ist  unscharf  gezackt.  Zellschluß  proximal  bräunlich,  distal  schwärzlich  angelegt.  Im 
schwarzen  Distalteil  eine  Reihe  von  5  weißlichen,  bogenförmig  von  der  Costa  ausgehenden  Flecken,  deren 
unterster  nur  punktartig  ist.  Die  Fleckenreihe  setzt  aus  zwischen  der  hinteren  Radiale  und  vorderen  iMediana. 

Dort  wird  der  betreffende  Fleck  von  dem  von  unten  durchscheinenden  A])icalauge  ersetzt.  Schwarzer  Distal¬ 
teil  des  Hflgls  in  einer  Ausdehnung  wie  bei  0.  didyvidon  Fldr.  Proximale  Begrenzung  ungewiß,  unw^eit  des  Zell¬ 
endes  parallel  zum  Außenrd  verlaufend.  Am  Ird  eine  blanke  Reibefläche  mit  einem  kleinen  Haarpinsel  an  der 
Submediana.  Unterseite  fast  wie  bei  0.  didynidon,  allgemein,  in  etw'as  hellerem  Ton  gehalten.,  ein  bräunliches, 
dunkel  gesäumtes  Band  am  Zellschluß  breiter  als  bei  genannter  Art,  der  proximal  von  den  beiden  Saumlinien 
gelegene,  dunkel  schattierte  Streifen,  entsprechend  dem  schwarzen  Distalteil  der  Oberseite  hinter  der  mittleren 
Mediana  etwas  gegen  den  Außenrd  eingerückt.  Type  vermutlich  aus  Blunienau,  woher  auch  die  von  Röber 
beschriebenen  Exemplare  stammen,  die  mir  zum  Vergleich  vorliegen.  Ich  selbst  fing  cdthdriude  bei  Thereso- 
polis  in  Gesellschaft  von  0.  bdtea  beatd  Frühst,  und  0.  didyvidon  Fldr.  an  denselben  Ausflußstellen  süßer  oder 
gärender  Säfte  im  Unterholz  der  Flußtäler,  aber  viel  s])ärlicher  als  die  genannten  Formen. 

0.  bassus  findet  sich  häufig  in  Gesellschaft  von  0.  bdted  Hbn.  und  didyiiuion  Fldr.,  doch  w'agt  sie  sich 
im  Gegensatz  zu  den.  vorigen  gerade  in  der  größten  Mittagshrtze  auf  sonniges  mit  etw'as  Busch  f)estandenes 
Weideland,  und  trat  ich  einmal  bei  ihrer  Verfolgung  auf  eine  im  Grase  dahin.kriechen.de  2  m  lange  Giftschlange, 
die  vielleicht  auch  auf  die  Falter  Jagd  machte.  Zwei  Arealformen.:  bassus  Fldr.,  von  ihrem  Autor  ohne  nähere  /jcw.'»««. 
Angabe  als  aus  ,, Brasilia  meridionalis“  l)eschrieben ;  Type  vernuitlich  aus  Blumenau  in  Santa  Catharina,  dif¬ 
feriert  oberseits  nur  durch  schmälere  Transcelhdarbinde  der  Vflgl  und  unterseits  durch  erheldich  kleinere  Ozellen 
von  luteipennis  Btlr.  (61  a),  die  nach  einem  mir  vorliegendem  aus  Rio  Grande  do  Sid  oberseits  noch  reich-  iKfcipcnuis. 
lieber  rotbraun  angeflogen  ist  als  die  von  mir  gefangenen  bdssus-(^(^.  Die  Benennung  ist  eine  etwas  willkürliche, 
weil  Butler  seine  luteipennis  ohne  jede  Fundortsangabe  Ijeschrieben  hat.  Der  Name  wurde  von  mir  imr 
auf  die  Rio- Grande-Form  übertragen,  um  ihn  nicht  als  Synonym  verfallen  zu  lassen  und  einen  neuen  einführen 
zu  müssen.  —  Als  oculata  Stich,  wurde  eine  Fehlfärlning  liezeichnet,  welche  zufällig  eine  auch  oberseits  mar-  ocutata. 
kante  Aiialozelle  der  Hflgl  besitzt. 

0.  boisduvalii  Westw.  (62  d)  ist  eine  durch  ihre  lichtgelbe  Färbung  auffallende  Species  von  geringer  hoisduvalii. 
Verbreitung,  von  der  bekannt  ist,  daß  sie  in  der  Dämmerung  erscheint  und  einen  schnellen  uiid  kräftigen  Flug 
hat.  Ursprünglich  aus  Mexico  beschrieben,  geht  sie  süchvärts  nur  l)is  Guatemala  U2ul  Honduras.  Unterseite 
in  gleichem  Farbton  wie  die  abgebildete  Oberseite,  ein  Vrdstreif  verdüstert,  Aveißlich  quergestrichelt,  die  übrige 
Flglfläche  fast  über  und  über  bräunlich  oder  rostrot  gesprenkelt  und  berieselt.  Hflgl  mit  zAA'ei  Ozellen;  die  vor- 
dei’e  eiförmig,  distal  etw'as  abgeflacht,  fein  schwarz  umzogen,  innen  rostbraun  angeflogen  und  mit  einem  weißen 
Bogenstrich  geziert.  Hinterer  Augenfleck  rund,  Kern  gelblich  mit  kleinem  Aveißen  Bogenstrich,  Umriß  sclnvärz- 
lich  überstäubt,  das  ganze  ockerfarben  umringt  und  fein  rostl.)raun  umzogen.  ZAvischen  beiden,  bogenförmig 
angeordnet,  sind  drei  fleckartige  runde  Aufhellungen  in  der  gestrichelten  Fläche  bemerkbar,  A^on  denen  die 
beiden  hinteren  zuweilen  AVeiß  gekernt  sind.  Im  distalen  Saumfeld  bilden  sich  durch  enger  gerückte  Sperberung 


296 


OPSIPHANES.  Von  H.  Fruhstorfee. 


und  tScliattierung  zwei  ziemlich  deutliche  rostlmaune  Wellenbinden.  Der  Saum  selbst  ist  etwas  trüber,  nament¬ 
lich  vorn.  Abdomen  mit  seitlichen  Reibewülsten.  Das  $  größer,  breitflügliger,  mit  bindenartiger  Aufhellung 
hinter  der  Zelle.  Außenrd  der  Vflgl  fast  gerade. 

0.  cassiae  bewohnt  das  tropische  Südamerika  von  Columbien  bis  Bolivien  und  von  Guayana  bis  Rio 
de  Janeiro  und  Santa  Catharina.  Ueberall  häufig,  soweit  ihre  Nahrungspflanze,  die  eßbare  Banane,  angepflanzt 
wird,  von  deren  Blättern  die  hellgrüne  Rp  lebt.  Die  Art  dürfte  das  ganze  Jahr  über  fliegen,  und  aus  Surinam 
sind  Exemplare  bekannt,  die  vielleicht  einer  Trockenzeitform  angehören.  Die  einzelnen  Spaltrassen  sind  nicht 
sehr  scharf  geschieden;  bei  den  mittelbrasilianischeu.  Rassen  läßt  sich  nicht  mit  Sicherheit  konstatieren,  ob 
cassiae.  sie  aus  geographischen  oder  nur  klimatischen  Einwirkungen  resultieren.  —  cassiae  L.  stammt  aus  Surinam, 
ist  aber  anscheinend  bis  zum  östlichen  Columbien  verbreitet.  Vflgl  von  einer  analwärts  viel  mehr  als  bei  lu- 
cnllus  (61  a)  verschmälerten  gelblichen  Binde;  Hflgl  mit  einer  kurzen  gelblichen  Randbinde  vom  Apex  bis 
etwa  zum  vorderen  Medianast,  von  da  an  verschmälert  und  meist  nur  als  rötlicher  Schatten  fortgesetzt.  Unter¬ 
seite  der  Hflgl  mit  einem  sehr  großen,  manchmal  distal  ausgezogenen,  beinahe  retortenförmigen  Apicalauge 
und  einer  kleinen,  rundlichen  gelb  umringelten  Analozelle.  Zwischen  beiden  gelegentlich  noch  blinde  Nebenaugen. 
cassicahts.  —  cassiculus  Stich,  ist  eine  kleinere  Form,  vielleicht  aus  der  Trockenzeit.  Das  S  liat  etwas  verschmälerte  Vflgl- 
binde,  die  hinten  von  den  Medianadern  scharf  geschnitten  wird  und  Neigung  zeigt,  sich  dort  in  Flecke  aufzu¬ 
lösen,  und  die  an  der  Begrenzung  beiderseits  tief  eingekerbt  ist.  Hflgl  einfarbig  dunkelbraun,  höchstens  im  Apex 
ein  oder  zwei  ganz  verschwommene  und  kaum  bemerkbare  schmale  Wischfleckchen.  $  etwas  größer,  Vflgl- 
binde  proximal  an  der  Zelle  nur  wenig  herausgerückt,  hinten  an  den  Medianästen  stark  gekerbt,  die  Adern  selbst 
tlort  zuweilen  braun  bestäubt.  Hflgl  nur  mit  einigen  fahl  ockergelben  Apicalfleckchen  oder  dem  kurzen  Ansatz 
2i.sc(u/o-  einer  zackigen  Randbinde  ohne  abgerückte  Fortsetzung.  —  pseudocassiae  Frühst.  S '■  Vflgllänge  42  mm. 
cassiae.  Diese  merkwürdige,  kleine  Rasse  bildet  eine  Transition  von  cassiae  zu  tamariridi,  indem  sie  auf  den 
Vflgln  eine  ebenso  breite,  kompakte  dunkel  ockerfarbene  Binde  trägt  wie  cassiae  decentius  Frühst,  und  völlig 
zeichnungslose,  einfarbige  Hflgl  wie  taniarhidi.  Auf  der  Unterseite  hält  pseudocassiae  in  Zeichnung  und  Ko- 
padiciis.  lorit  etwa  die  Mitte  zwischen  tauavriudi  und  xiphos.  Manaos.  —  pudicus  Frühst.  l)ewohnt  Bahia.  Transversal¬ 
binde  der  Vflgl  hellgelblich  von.  der  Costa  bis  in  den  Analwinkel  fast  gleich  breit  bleibend  und  erheblich  aus¬ 
gedehnter  als  bei  cassiae  L.  Hflgl  mit  einer  schmalen,  lichtgelben,  kurzen  Admarginalbinde,  die  an  der  vorderen 
Mediane  aufhört.  $  mit  kaum  merklichen,  rotbraunem  Anflug  der  Hflgl.  Unterseite:  Bleichgrau,  ehe  gelbliche 
Schrägbinde  durchzieht  fast  in  gleichmäßigem  Kolorit  den  ganzen  Vflgl.  Hflgl-Ozellen,  auch  die  analen,  sein- 
groß.  Diese  Subspecies  mit  evidentem  Trockenzeit-Charakter  ist  vermutlich  aus  einer  ursprünglichen 
Trockenzeitform  hervorgegangen,  ähidich  den  jetzt  auch  bereits  zu  Subspecies  konsolidierten  Ost- Java-Formen. 
Es  ist  ziemlich  gewiß,  daß  in  den  übrigen  Nordprovinzen  Brasiliens  mit  z.  T.  noch  sterileren  Bodenverhältnissen  und 
noch  längeren  regenlosen  Perioden  als  sie  in  Bahia  herrschen,  noch  mehr  s])ezialisierte  cassm-Rassen  Vorkommen. 
dcccniius.  — decentius  Fr-w/esb  vermittelt  den  Uebergang  von  pudicus  zur  mittel-  und  südbrasilianischen  Arealform  lucullus. 

Binden  wie  bei  pudicus,  jedoch  dunkel  orangefarben.  Unterseite:  Ockerfarbene  Binde  der  Vflgl  kurz,  breit 
vom  Analwinkel  aus  nur  bis  zur  mittleren  Mediane  reichend  an  der  hinteren  Mediane  tief  von  der  sclnvarzen 
lucullus.  Basalfärbung  eingekerbt.  Minas  Geraes.  —  lucullus  Frühst.  (61  a)  differiert  von  allen  nördlichen  Rassen  durch 
die  erhel)lich  verdunkelte  Unterseite,  auf  welcher  namentlich  auf  den  Hflgln  alle  weißlichen  und  gelblichen  Partien 
deutlicher  hervortreten.  Die  Schraffierung  erscheint  fast  tiefschwarz  und  der  purpurne  Anflug  gewinnt  an  Aus¬ 
dehnung  und  Intensität.!^  :  Vflgll)inde  dunkelockerfarl)en,  costalwärts  sehr  breit,  proximal  sehr  unregelmäßig,  d.  h. 
tief  eingekerbt, sich  analwärts  ebenso  verschmälernd  wie  Hübner’s  Fig.  I.,  Taf.  74.  Admarginalbinde  der  Hflgl  im 
Gegensatz  zu  pudicus  wnd  decentius  gering  entwickelt  nur  aus  2 — 3  diffusen  Makeln  bestehend.  $  Transversalbinde 
der  Vflgl  sehr  vergrößert,  breiter  und  bleicher  als  bei  typischen  cassiae,  nach  innen  unregelmäßig  verlaufend. 
Admarginalbinde  des  $  sehr  breit  und  lang,  stets  bis  zur  mittleren  Mediana  hellgelb  bleibend  iind  deutlich  ver¬ 
laufend.  Analfeld  rotbraun  angeflogen.  Unterseite:  Gelbliche  Analbinde  der  Vflgl  recht  schmal,  obsolet.  Binde 
sehr  breit,  bis  zur  zweiten  Mediana  hellgelb,  dann  etwas  mit  rötlichen  Schuppen  bedeckt,  sich  bis  zum  Oostalraud 
hinziehend  und  allmählich  verbleichend.  Ozellen  der  Hflgl  sehr  groß.  Der  Falter  ist  bei  Rio  gemein  in  Bananen- 
gru])pen  ,  von  deren  Blättern  die  hellgrüne  Rp  lebt.  Espiritu  Santo,  Rio  de  Janeiro,  Sao  Paulo  und  besonders  häiifig 
caslaucus.  auch  noch  bei  Blumenau  in  Santa  Catharina,  in  Paraguay  jedoch  sehr  selten  auftretend.  —  castaneus  Stich.  Ober¬ 
seite  sehr  dunkel ;  Schrägbinde  bis  zum  unteren  Medianast  ziisammenhängend,  dann  in  Wischen  endend ;  Hflgl  ein 
farl)ig.  Unterseite  sehr  lebhaft,  mit  großen  Augen.  $  größer,  fast  wie  typische  cassiae,  aber  die  Zeichnung  am  Hflgl- 
saum  undeutlich.  Zuweilen  kommen  Stücke  mit  stark  aufgehellter  und  verkürzter  Vflglbinde  vor,  die  dadurch 
rubirjalus.  an  taumrindi  erinnern.  Zentral-Amerika  und  Columlnen.  —  rubigatus  Stich.  Vflgl  des  ^  etwas  breiter,  Apex 
weniger  spitz,  die  Binde  im  allgemeinen  wie  bei  der  typischen  Unterart  zuweilen  etwas  verbreitert,  hinten 
voll  bis  zum  En.dzipfel,  oder  dieser  teilweise  verwischt.  Hflgl  mit  etlichen  Apicalfleckchen,  die  sich  zuweilen 
sehr  undeutlich  als  verwaschen  rostrote,  halbmondförmige  Flecke  in.  kurzem  Al)stand  vom  Flglrand  fortsetzen. 
Hinterwinkel  hinter  der  Zelle  mehr  oder  weniger  dunkel  rostrot  angeflogen..  Sonst  Avie  typische  cassiae;  die 
strophios.  Form  zeigt  zu  dieser  alle  Uebergänge.  Von  Coca  in  Ecuador.  —  strophios  Frühst.  Hflglbinde  meist  vom  Saume 
etwas  entfernt,  bis  fast  oder  ganz  zum  Afterwinkel  verlängert,  ähnlich  wie  beim  typischen  cassia^-^.  Gleich¬ 
falls  durch  Uebergänge  mit  den  Nachbarformen  verbunden.  Coroico  iiA  Bolivien. 
zelotes.  0.  zelotes  zerfällt  in  2  Ortsrassen:  zelotes  Ileiv.  von  Columbien.  oben  dunkelbraun,  Vflgl  mit  ockergelber 


Aui^gegehm  l.~>.  V.  l'.)12. 


OP8TPHANE8.  Von  H.  FRTjnSTORi<’roR. 


297 


Schrägl)incle ;  diese  von  mäßiger  Breite,  an  der  Innejrseite  rechtwinklig  iiach  liinteji  gekrümmt,  dicht  vordem 
Medianast  in  einem  Zi})fel  endend.  Im  Apicalfeld  3  weiße  Fleckclien.  $  njd)ekan.nt.  -  -  zelus  Slick.  Oeslalt  wie  zduH. 

0.  cassiae,  aber  etwas  größer,  der  Apex  des  Vflgls  spitz.  Oberseite  dunkelbraun.,  jejiseits  der  Zelle  des  \dlgls 
eine  scharf  gewinkelte  Binde  in  der  Anlage  wie  bei  der  t}qhschen  Unterart,  aber  breiter,  vollrandiger,  hijiten 
unweit  des  Distalrandes  direkt  vor  der  8nbmediana  zngespitzt  auslaid'end.  Diese  Binde  ist  bei  tyjjischen 
zelotes  an  der  Innenseite  rechtwinklig,  hier  nni'  stumpf  gebogen,  ihre  eigentümliche  Lage  aber  ein  charakteri¬ 
stisches  und  unverkennbares  Unterscheidungsmerkmal  gegen  0.  cassiue.  Ebenso  unverkennbar  s])ezifisch  ver¬ 
schieden  gegen  diese  Art  ist  die  Unterseite.  Sie  zeigt  im  Vflgl  ein  graubraunes  Wurzel-  und  Zellfeld  mit  eiji- 
fachen,  welligen,  zu  eigenartigen  Figuren  angeordneten  Querlinien,  im  Distalfelde  vorn  eine  dreieckige  Zone  mit 
sehr  feiner  Querstrichelung.  Der  Hflgl  besitzt  einen  starken  violetten  Toji  und  ganz  feine  Berieselung  mit 
schwärzlichen  Wellenlinien  und  weißlicher  Abtönung.  Duftorgane  wie  bei  0.  cassiae.  Typus;  1  in  Kolk 
Staudinger.  Panama:  Chiriqui. 

0.  tamarindi  geht  nordwärts  Ins  Mexico,  sonst  deckt  sich  ihr  Verbreitungsgebiet  mit  jenem  von  0.  cas¬ 
siae,  nur  sind  die  in  Frage  kommenden  geographischen  Spaltzweige  erheblicher  differenziert,  so  daß  manche 
Form  der  andinischen  Bngion  sich  weiter  vom  Namenstypus  entfernt.  Die  Synonymie  der  Nebenrassen  ist 
noch  nicht  genügend  geklärt,  weil  weder  die  früheren  Autoren  noch  Stichel  uiifl  ich  selbst  beachteten,  daß 
tamarindi  Fldr.  (=  xiphos  Frühst.)  (61  b)  aus  Venezuela  stammt,  und  so  kommt  es,  daß  eine  erheblich  von  tamarindi. 
tamarindi  abweichende  nördlichere  Rasse,  die  heute  als  sikyon  suhsp.  nov.  bezeichnet  wird,  und  die  wir  61  b  sikgon. 
noch  unter  dem  alten  Namen  tamarindi  darstellen,  als  tamarindi  zirkuliert  und  als  solche  auch  von  Godman 
und  Salvin  in  der  berühmten  Biologia  Centrali-Americana  abgebildet  wurde.  LTnsere  Figur  des  $  ist  insofex'n  unvoll¬ 
ständig,  als^yersäumt  wurde,  den  fehlenden  Hrd  zu  ergänzen,  des  weiteren  kommt  ein  ausgedehnter  rotbrauner 
Anfing  der  Hflgl-Oberseite  nicht  zum  Ausdruck.  Beim  ist  die  Oberseite  der  Figl  dunkelbraun,  cler  Saum 
vorn  graubraun.  Vflglbinde  schmutzig  xveiß,  im  hinteren  Verlauf  mitunter  bräunlich,  vorn  bis  zum  mittleren 
Medianast  geschlossen  in  annähernd  gleicher  Breite,  an  den  Adern  beiderseits  etwas  eingekerbt,  sodann  einge¬ 
schnürt  oder  von  der  genannten  Ader  und  der  Submediana  schmal  unterbrochen,  also  zuletzt  in  zwei  Flecke 
aufgelöst,  deren  hinterer  sich  als  länglicher,  gekrümmter  Zi])fel  dicht  am  Figlrand  dem  Hinterwinkel  anlegt. 

Hflgl  mit  schmutzig  weißer  oder  bräunlicher,  manchmal  fleckartiger  Aufhellung  im  Apex  und  von  da  ab  mit 
einer  trüb  rostroten,  hinten  verwaschenen  schmalen  Wellen-  oder  Bogenlnnde  nahe  dem  Rande.  Analfeld 
hinter  der  Zelle,  etwa  zwischen  Submediana  und  dem  vorderen  Medianast,  mehr  oder  weniger  kräftig  rostrot 
angeflogen.  Vorderer  Augenfleck  der  Unterseite  eiförmig,  schräg  gestellt,  distal  schräg  abgeflacht,  nur  schmal 
schwarzbraun  umzogen.  $  größer,  breitflügliger,  Apex  stumjifer.  Vflglbinde  bis  auf  den  hinteren  Zipfel 
weißlich,  breiter  und  voller.  Aufhellung  im  Apex  des  Hflgls  deutlicher,  fast  bindenartig  erweitert,  die  anschlie¬ 
ßende  Wellenlinie  nahe  dem  Rande  besser  ausgebildet.  d'-Ty^ie  aus  Tepic,  West-Mexico.  Type  des  $  von  San  Pedro 
Sula,  Honduras,  in  der  Sammlung  Fruhstoreer.  Durch  Godman  wird  sikyon  auch  noch  registriert  von  Orizaba 
und  anderen  Orten  in  Mexico  und  als  durch  ganz  Zentralamerika  bis  Columbien  verbreitet  bezeichnet.  —  kleist-  Jdeistkcnes. 
henes  Frühst,  bildet  die  farbenprächtige  Fortsetzung  von  sikyon,  von  welcher  kleisthenes  unterschieden  ist 
durch  intensiver  samtbraunen  Anflug  der  Basalregion  der  Vflgl  und  den  dunkel  kastanienlirannen  Discalteil 
der  Hflgl.  Die  Vflgl  tragen  dann  noch  eine  komjiaktere,  fast  gleichmäßig  breite,  lichter  gelbe  Transversalbinde 
und  die  Hflgl  führen  einen  ansehnlichen  vorne  hell  goldgelben  nach  hinten  rötlich  überzogenen  Terminalsaum. 

Unterseite  fahler,  verwaschener  als  l)ei  sikyon,  mehr  braungelb  statt  grauschwarz.  Die  gelbliche  Sulianalbinde 
der  Vflgl  markanter,  ausgedehnter,  prononzierter  in  der  Färbiuig.  Analozelle  der  Hflgl  mit  hellbraunem  Vorhof. 

Auf  dem  Weg  zum  Quindiu-Paß,  West-Columbien  in  etwa  1560  m  Höhe  im  September  gesammelt.  —  cherocles  cheroclcs. 
Frühst,  schließt  sich  eng  an  typische  tamarindi  Fldr .  von  Venezuela  an,  wie  wir  dies  so  häufig  bei  Arten  des  östlichen 
Columbiens  beobachten,  doch  ist  cherocles  scharf  von  der  Namenstyiie  geschieden  durch  das  Auftreten  einer  deut¬ 
lichen,  mäßig  breiten  und  auch  nur  kurzen  Saumbinde  der  Hflgl,  die  von  rötlich  ockergelber  Farbe  sich  von  der 
vorderen  Radiale  bis  zur  vorderen  Mediana  erstreckt.  Die  Querbinde  der  Vflgl  ist  schmäler,  satterockergelb,  an 
der  mittleren  Mediana  stark  verjüngt,  der  anschließende  jedoch  gut  isolierte  Fleck  mehr  keilförmig;  Unterseite 
dunkler  als  bei  Venezuela-Stücken,  die  anale  Binde  ansehnlicher,  etwas  steiler  aufgerichtet.  Oberer  Rio  N  egro, 
Ost-Columbien  aus  800  m  von  A.  H.  Fas.sl  entdeckt.  $  mit  heller  ockergelber  Querbinde  der  Vflgl.  Hflgl 
mit  ansehnlichem  ockerfarbenem  Distalsaum  der  bis  zur  vorderen  Mediana  bandartig,  von  da  ab  als  siditermi- 
nale  Wellenlinie  bis  zum  Analwinkel  durchzieht.  Hflgl  jenseits  der  Zelle  mit  einer  dunklen  rostroten  Region. 

—  corrosus  Stich.,  in  drei  Exemplaren  in  meiner  Sammlung,  hat  eine  etwas  schmälere  Vflglbinde  als  die  abge-  corrosns. 
bildete  xiphos., von  schmutzig  weißer  bis  bleichbräunlicher  Färbung,  nach  hinten  häufig  verkürzt  und  verjimgt. 

Hflgl  einfarbig  kastanienbraun.  $  nur  unerheblich  von  sikyon-^  differenziert.  Ecuador,  nicht  sehr  selten.  — 
forma  spadix  Stich,  hat  die  Binde  des  Vflgls  schmal,  teilweise  aufgelöst,  bräunlich  statt  weißgelb.  Einzeln  unter  spadi.r. 
der  Stammform.  Balzapamba,  Ecuador,  im  Juli.  —  incolumis  Stich.  Die  Figl  breiter.  Die  Schrägbinde  der  incolumis. 
Vflgl  in  der  Zelle  durch  zahnartiges  Einspringen  der  Grundfarbe  verschmälert,  ähnlich  wie  bei  qidteria,  aber 
beim  (J  kreideweiß  und  gegen  den  Analwiiüiel  stärker  verschmälert  und  zipifelartig  an  der  Submediana.  endend, 
beim  ^  leicht  gelblich  getönt.  Auch  auf  der  Unterseite  ist  die  Vflglbinde  rein  Aveiß;  vorderes  Hflglauge  kleiner 
als  bei  bogotanus.  In  meiner  Sammlung  aus  Pozzuzo,  Peru,  Bolivien.  —  terenzius  subsp.  nov.  Avird  basiert  fcrcnzins. 
auf  die  Abbildung  eines  Avelche  Staudinger  in  den  Exotischen  Tagfaltern  1888  Taf.  72  gibt  und  das  aus  Santa 
V  38 


0P8IPHANES.  Von  H.  Fruhstorfek 


2!)8 

Catharina  stammt,  wo  Br.  Fritz  Müller  auch  die  in  der  Gattungsdiagnose  erwälnite  Rp  gefunden  hat.  Das 
$  entfernt  sicli  von  sikyon-^,  dem  es  sein’  nahe  kommt,  durch  die  bereits  an  der  hinteren  Mediane  abschließende 
weiße  Medianbinde  der  Vflgl,  deren  Unterseite  costalwärts  weniger,  analwärts  ausgedehnter  weiß  angeflogen 
ist  als  bei  mexikanischen  Exemplaren. 

hGcjoianus.  0.  bogotanus  bewohnt  Columbien.  Falter  sehr  groß,  oberseits  nahezu  samtschwarz  mit  mattem  pur¬ 

purnem  Schimmer.  Transversalbinde  schmäler  als  bei  sikyon  &,\\ü  isolierter  stehenden,  nahezu  weißen  Kom¬ 
ponenten  zusammengesetzt,  die  ihrerseits  sellist  wieder  purpurn  überpudert  erscheinen.  Hflgl  mit  den  auch 
für  tmnarindi  so  charakteristischen  Haarpinseln ;  ein  sehr  breiter,  buschiger  jenseits  der  Präcostalzelle,  ein  etwas 
kleinerer  vor  dem  Apex  der  Zelle  und  ein  dritter  aus  gelblichen  oder  schwärzlichen  Haaren  in  der  blanken  Reibe¬ 
fläche  des  Irdes.  Unterseite  besonders  prächtig,  die  Subapicalpartie  weiß,  Basalregion  damit  scharf  kontra¬ 
stierend,  dunkel  cakaobraun.  Ajiicalozelle  der  Hflgl  ungewöhnlich  groß,  beinahe  an  jene  der  Caligonen  erinnernd. 
Zwei  Arealformen:  bogotarsus  Dist.  Type  vermutlich  aus  Muzo,  weil  die  Art  kaum  über  1000  m  Höhe  hinauf¬ 
gehen  dürfte;  sehr  groß  mit  kühn  vortretendem  Außenrd  aller  Figl.  Vflgl  mit  einer  weißlichen,  peripherisch 
purpurn  eingesäumten  Schrägbinde  aus  unregelmäßigen,  isoliert  und  nicht  untereinander  stehenden  Kom- 
■phraia-  ])onenten  zusammengesetzt.  Unterseite  der  Hflgl  vorherrschend  hellbraun.  —  phrataphernes  Frühst,  wurde 
ph.erncs.  neuerdings  von  Fasse  aufgefunden,  bleibt  in  der  Größe  hinter  dem  nomenklatorischen  Ty|ms  zurück  und  stellt 
ein  melanotisches  Extrem  der  Kollektivspecies  dar;  eine  Erscheinung,  die  sich  bei  0.  quiteria  von  derselben 
Lokalität  wiederholt,  und  die  wir  auch  bei  0.  tmnarindi  beobachten,  von  der  die  bunte  Abzweigung  die  West- 
cordillere  bewohnt  {kleisthenes Frühst .),  während  die  dunkle  {cherocles)  neben  j^hratajdiernes  vorkommt.  mit 
trüb  gelber,  schmaler,  mehr  gleichartiger  Vflglbinde.  Grundfarbe  tiefer  schwarz  als  bei  Muzo-Exemplaren. 
$  mit  relativ  schmalem,  weißem  Tran.sversalband  der  Vflgl  und  einer  deutlichen,  aber  kaum  über  1  mm  breiten 
Randbesäumung  der  Hflgl,  die  vorne  weißlich,  nach  hinten,  gelblich  erscheint  und  an  der  hinteren  Radiale  endet. 
Unterseite  des  (T  mit  gelblicher  statt  weißer  Binde  der  Hflgl,  die  sich  beim  $  mehr  ausdehnt  und  kreideweiß 
ist.  Apicalozelle  der  Hflgl  etwas  kleiner  als  bei  hogotanus,  mehr  quadratisch,  statt  oval.  Die  Schraffierung  der 
Medianpartie  zierlicher  und  auf  dunklerem  Grunde  stehend  als  bei  hogotanus.  Oberer  Rio  Negro,  aus  800  m 
Höhe.  O.  hogotanus  wurde  von  Stichel  als  die  0.  hMnurf/idf-Zweigrasse  des  columbischen  Staates  aufgefaßt. 
Die  Entdeckung  zweier  wirklicher  auch  im  Habitus  tamarindi  gleichkommender  Ortsformen,  von.  denen  eine 
sogar  mit  hogotanus  phrataphernes  an  gleicher  Stelle  zusammenfliegt,  beseitigen  aber  den  letzten  Zweifel  an  dem 
Specieswert  der  durch  ihre  Größe  schon  von  tamarindi  abstechenden  0]isiphanes.  Das  Ei  dieser  schönen 
Brassolide  ist  etwas  größer  als  ein  Sphinx  ligustri-Fi,  länglichrund,  rahmgelb  mit  feinen  Längskerben.  Die  Rp 
kommt  der  bereits  lange  bekannten  tamarindi-'Rp  nahe,  sie  ist  lediglich  lichter  grün  und  hat  2  {tamarindi  1) 
nicht  so  grell  rote  Rückenlinien.  Futter:  Stechpalme.  Der  Kremaster  der  Pp  ist  weit  nach  innen  gebogen  und 
die  Vflglscheiden  stehen  mit  dem  Trd  scharfkantig  hervor,  was  der  Chrysalide  ein  kahn-  oder  besser  gondel- 
förmiges  Aussehen  verleiht;  sie  ist  von  graugrüner  Farbe.  Die  Eiablage  von.  hogotanus  erfolgt  wie  die  der  meisten 
Brassoliden  ohne  Schwierigkeit  auch  in  der  Gefangenschaft  und  ziemlich  reichlich.  Ich  glaube,  daß  in  Zukunft 
bei  Zuchtversuchen,  südamerikanischer  Tagfalter  in  gemäßigteren.  Klimaten  die  Brassoliden  den  Reigen  eröffnen 
dürften.  Denn  nebst  dem  angeführten  Umstande  kommen  noch  zwei  andere  Faktoren  dabei  als  wichtige  Be¬ 
dingungen  in  Betracht.  Das  Futter  (Bananen-  und  Palmenarten)  gedeiht  sehr  wmhl  bei  einiger  Pflege  und 
Fernhaltung  von  Prost  auch  in  sehr  gemäßigtem  Klima,  und  die  Pflanzen  vermehren  sich  in  erster  Linie  nicht  durch 
Samen,  sondern  meist  in  kurzer  Zeit  und  reichlich  durch  Wurzelschößlinge.  Außerdem  findet  die  Copula  der 
Tiere  nicht  wie  bei  den  meisten  anderen  Tagfalterfamilien  bei  Sonnenschein  statt,  sondern  w'ährend  der  Flug¬ 
zeit  der  Falter  in  der  Abend-  und  Morgendämmerung.  (Passe.) 

0.  quiteria  zählt  zu  den  am  weitesten  verbreiteten  Species  der  Gattung  und  man  begegnet  ihr  von 
Zentralamerika  an  bis  Bolivien  und  auf  der  atlantischen  Seite  von  Guayana  bis  Paraguay  und  Santa  Catharina. 
Bei  der  nördlichsten  Rasse  sind  die  Geschlechter  dimorph  und  die  columbischen  Unterarten  entfei’nen  sich 
rpih'iniis.  auffallend  von  der  Namenstype.  Rp  grün  mit  weißen  Punkten  überstreut,  lebt  an  Palmen.  —  quirinusGoib».  aus 
Guatemala  beschrieben,  von  Honduras  in  meiner  Sammlung,  kommt  bis  Panama  vor,  gilt  als  sehr  selten.  ober¬ 
seits  mit  einer  nach  hinten  sich  verlierenden  ockerfarbenen  Binde,  zwei  sehr  großen  weißen  Subapicalniakeln. 
Hflgl  vorherrschend  rotbraun  mit  Spuren  einer  gelben  Binde  zwischen  den  Radialen;  $  mit  weißer  Querbinde 
der  Vflgl,  völlig  kastanienbraunen.  Hflgln,  vor  derem  Terminalrand  drei  rundliche  gelbe  Flecken  zwischen  den 
qiiifcrin.  Radialen  stehen.  —  quiteria  Cr.  (61  b)  ursprünglich  aus  Surinam  beschrieben,  aber  auch  vom  unteren  Ama¬ 
zonas  bekannt,  führt  beim  breitere  ockerfarbene  Vflglbinden  als  quirinus.  Das  $  variiert  nur  unerheblich 
oh'iduims.  in  der  Ausdehnung  der  kurzen  Subcostalbinde  der  Hflgl.  —  obidonus  Frühst.  (62  d),  die  Form  des  mittleren 
Amazonas  differiert  von  guf/enVi  aus  Surinam  in.  folgenden  Punkten:  U  gelbliche  Schrägbinde  der  Vflgl  enger. 
Submarginalbiiide  der  Hflgl  schmäler  und  länger.  9  Halbbinde  der  Vflgl  proximal  und  distal  schärfer 
eingekerbt.  Submarginalbinde  der  Hflgl  schmäler  und  bis  zum  1.  Medianast  schart  ausgeprägt.  Das  Analfeld 
bis  nahe  an  die  Zelle  breit  rotbraun  überzogen.  Obidos,  August,  September.  Coli.  Fruhstorfer.  —  Die 
nnjiasa.  Rasse  des  oberen  Uaupes  kann  als  mylasa  Frühst,  vorgestellt  werden  und  fällt  sofort  auf  durch  die  stark  ver¬ 
breiterte  orangefarbene  Vflglbinde.  Die  gelbliche  Antemarginalbinde  der  Hflgl  ward  im  oberen  Teil 
völlig  obsolet  und  kennzeichnet  sich  durch  nur  noch  3  verloschene  runde  stecknadelkopfgroße  Punkte,  setzt 
sich  aber  unterhalb  der  zweiten  Mediane  als  ein  schwach  schimmernder,  schmaler,  scharf  begrenzter  Streifen 


()1*S1PHAN]^S.  Von  H.  Fruiistorfek. 


■2U<) 

bis  in  den  Anahvinkel  fort,  mylasa  vermittelt  deji  Uebergang  voii  qimeslor  Sl/ioh.,  geiunden  au)  Ostaljliajig 
der  Anden  in  Ecuador,  zni  ohidorms Fnüist.,  und  von  dieser  zum  nomejiolatorisclu'n  Ty])us  von  Surinam.  I)ic 
Hflgl  von  mylasa  erscheinen  rundliclier,  weniger  ausgezackt  als  bei  den  übrigen  r/v/derü/- Formen  und  die  gelb¬ 
liche  Binde  der  Vflgl  wird  schmäler  als  bei  quaestor.  —  augeias  Frühst .  Eine  auffallend  helle  geogra[)hi.sebe  riKi/c'ir/s 
Unterart  ohne  nähere  Verwandte,  am  ehesten  noch  mit  0.  hadius  Stich,  von.  Muzo  zu  vergleichen;  Figlkontur 
aber  noch  ungleicher,  welliger.  Vflglbin.de  breiter  als  bei  hadius,  gelblich,  mit  leichter  Neigung  zu  weißlicher 
Aufhellung.  Basalregion  unmerklicher  rostrot  als  bei  hadius.  Hflgl  etwa  kastanieidjraun,  mit  Ausnahme  eines 
schwarzen  gewellten  Distalsaumes  und  einer  ebensolchen  Transcellularregion.  Von.  der  dostalis  bis  zum  vor¬ 
deren  Medianast  zieht  eine  genau  vertikale  hellockergelbe  aus  drei  Fragmenten  bestehendeBin.de  von  mäßiger 
Breite.  $  im  allgemeinen  wie  das  U)  Shawl  der  Vflgl  weiß  mit  leichtem  Rückschlag  zur  (.Iremefarl)e,  die 
subajucale  Binde  der  Hflgl  zusammenhängend,  breiter  und  fahler  gelb  als  beim  (^.  Hflgl  heller  i’ostbraun,  die 
schwarzen  Gebiete  etwas  verwaschen  und  reduziert.  Unterseite  sich  jener  von  quirinvs  anschließend,  aber 
doch  sofort  zu  trennen  durch  die  ausgedehntere  und  lichtergelbeBin.de  der  Vflgl  der  und  die  iiach  hinten, 
mehr  ausfliessende  der  $9-  Vom  Rio  Aquaca-Tal  der  Westcordillere,  Columbien,  aus  ca.  2000  m  Höhe.  — 
phylas  Fm/isC  Bei  dieser  markanten  Arealform  ist  die  Differenzierung  noch  wmiter  vorgeschritten  als  bei  augeias  i>liijt(i.'i. 
und  man  könnte  auf  Grund  der  Oberseitenzeichnung  versucht  sein,  an  s])ezifische  Trennung  zu  denken,  wenn 
nicht  die  analogen.  Charaktere  der  Unterseite  die  Verwandtschaft  dokumentierten.  oben  sckvvarz.  Die  lud 
augeias  rotbraunen  Partien  in  ein  vornehmes  eigentümliches,  bisher  im  Genus  völlig  unbekanntes  Grauschwarz 
verfärbt,  das  aber  nur  wenig  von  der  tiefschwarzen  Umrahmung  absticht.  Vflglbinde  kürzer  als  bei  augeias, 
an  der  hinteren  Mediana  bereits  abgebrochen,  schmäler  und  dunkelstrohgelb  mit  leichten  peripherischen  graiien 
Trübungen.  Hflg.  nur  mit  zwei  gelblichen  Rudimenten  einer  verschwindenden  Subapicalbin.de.  $  durch  einen 
sehr  breiten,  etwa  cremegelben  Shawl  der  Vflgl  an  0.  hadius-'^  gemahnend,  die  Binde  jedoch  regelmäßiger  und 
in  ihrem  intramedianen  Teil  mehr  ausgedehnt.  Hflgl  mit  drei  markanten,  wenn  auch  hinter  augeias-^  zurück- 
bleibenden  Subapicalmakeln,  die  isoliert  stehen.  Grundkolorit  etwas  verwaschener  als  beim  (J,  gleichartig 
schwarz  mit  mattem  braunen  Reflex,  'phylas  bildet  somit  das  melanotische  Extrem  der  Kollektivspecies,  Avie 
sie  sich  in  Columbien  präsentiert,  doch  ist  ein  Anschluß  an.  die  Amazonas-Rassen  wie  etAva  bei  den  ostcoluni- 
bischen  Eryphanis  nicht  zu  erkennen.  Unterseite  gleichfalls  dunkler  als  l)ei  augeias.  ^  mit  kürzerer  satter  gellmr 
Querbinde  der  Vflgl,  die  sich  beim  $  namentlich  ZAAÜschen  den  Medianen,  erheblich  ausdehnt,  dort  cremefarl)en 
Avird  und  mit  leichtem  Purpurschimmer  überdeckt  erscheint,  al)er  nach  dem  Costalsaum  zu  in  ein  kreidcAveißes, 
zart  scliAvarz  gesprenkeltes  Feld  übergeht.  Hflgl  dunkelgrau,  ohne  discale  und  distale  rötliche  A\d'hellung  Avie 
bei  augeias.  Durch  die  düstere  Unterseite  in  Verbindung  mit  den  stattlichen.  Binden  se])ariert  sich  phylas  auch 
ohne  weiteres  von  quirinus.  Oberer  Rio  Negro,  Ost-Columbien,  800  m.  Von.  A.  H.  Fassl  gesammelt.  Durch 
die  Entdeckung  dieser  beiden  divergierenden  und  hochspezialisierten.  r/«huöi«s-Rassen  AAÜrd  die  interessante 
charakteristische  Produktionsfähigkeit  Columbiens  an  parallelen,  vikariierenden,  aber  dennoch  auffallend  se])a- 
rierten  Species  Aviederum  beleuchtet,  und  zuigleich  der  beis])iellose  Reichtum  dieses  Landes  an  Arten  in  ein 
neues  glänzendes  Licht  gerückt.  Die  Auffindung  dieser  dem  allgemeinen  quirinus-Tlyp\\&  nahestehenden  Arealrassen 
ermöglicht  die  Ausscheidung  von  0.  hadius  Stich,  als  besonderer  Art,  ebenso  Avie  die  Einlieferung  von  zAvei  AA'irk- 
lichen  columbischen  0.  tamarindi-OYtsiovm.en  die  s])ecifische  Rehabilitation  von  0.  hogotanus  Bist,  zur  Folge 
hatte.  —  quaestor  Stich.  Oben  besonders  tief  schwarzbraun,  nur  die  Vflglspitze  schwach  aufgehellt.  Vflglbinde  qumstor. 
nach  außen  stark  erweitert.  Hflgl  nur  mit  Spuren  einer  verloschenen  sidAinarginalen  Binde  rötlicher  Flecken. 

Unterseite  lebhafter  schattiert.  1  ^  aus  Coca,  Ecuador.  —  l>olivianus  Stich,  hat  oben  lichtere  Grundfarbe,  holivianus. 
Binde  dunkler,  rötlich  braun  gefärbt.  Hflgl  mit  deutlicher  Fleckenbinde  vor  dem  Saum.  Der  meri- 
dionalis  am  nächste]i,  aller  durch  die  lireitere,  dunklere  Vflglbinde  zu  unterscheiden.  —  quirinalis  Stgr.  quirinalis. 
Vflglbinde  bein-  bis  ockergell)  oder  fast  weiß,  leicht  braun  überstäubt;  am  Apex  der  Hflgl  oben  2 — 3  Aveißliche 
oder  gelbliche  Flecke,  die  zuweilen  in  eine  rötliche  sidimarginale  Fleckenbinde  übergehen.  Peru,  Ecuador, 

Avestlich  der  Anden  (  ?).  —  philon  Frühst.  (61  c).  Die  bei  ohidonus  eintretenden.  Veränderungen  prononzieren  philon. 
sich  noch  deutlicher  bei  Espiritu  Santo -f/Riier/a  und  charakterisieren  die  schönste  der  bisher  bekannten  geo¬ 
graphischen  Formen.  Die  AbAveichungen  vom  Tyjuis  aus  Surinam  ergeben  sich  aus :  {^)  den  AA'eniger  geAvellten 
Hflgln,  Oberseite  des  Abdomen,  und  die  gesamte  basale  Partie  der  Hflgl  laug  d  u  n  k  e  1  b  r  a  u  n  r  o  t 
behaart,  ähnlich  wde  bei  quirinia,  Godm.  von  Zentral-Amerika.  Submarginalliinde  der  Hflgl  bis  zum  3.  [Medianast 
laufend,  heller  gelbbraun,  schärfer  abgesetzt,  und  im  Analwinkel  breit  dun.kelrot  ausfließend  und  mit  der  roten 
Basalfärbung  verschmelzend.  Unterseite:  Viel  dunkler,  reicher  scliAvarz  schattiert,  besonders  in  der  Vflglzelle. 

Analfeld  und  Distalzone  der  Hflgl  häid'ig  mit  violettem  Hauch.  Der  AAmiße,  leicht  diffuse  Fleck  unter  der  Submediana 
der  Vflgl  reduzierter.  die  gelbliche  Hflglbinde  manchmal  bis  in.  den  AnalAAÜnkel  geschlossen,  mindestens 
zAveimal  so  breit  als  beim  (^,  anahvärts  noch  AAmiter,  prächtig  rotbraiin  auslaufend,  so  daß  der  rote  Hauch  die 
Zelle  erreicht.  Espiritu  Santo,  Rio  de  Janeiro.  Gleichsam  als  Satellit  von  philon  existiert  neben  ihr  auch  eine 
man  möchte  sagen  mimetisch  geformte,  analoge  Rasse  einer  zAveiten  Species,  nämlich  A’on  invirae  Hhn..  die 
durch  die  tief  eingekerbten  und  ungeAvöhnlich  breiten,  gelblichen  Binden  aller  Figl  zugleich  die  markanteste 
aller  wvfrae-Formen  bildet.  —  meridionalis  Stgr.  G  stets  kleiner  als  philon,  mit  AA'eniger  spitzem  Apex  uiul  »icrictlo- 
flacher  ausgeschnittenem  Distalrand  des  Vflgls  als  quiteria.  Schrägbinde  in.  derselben  Form,  et  was  A’eränderlich, 
bald  in  sehr  spitzem,  bald  stumpfem  Zi})fel  endigend.  Ini  distalen  Teil  der  Zelle  zuAA'eilen  ein  gelblicher  ver- 


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OP81PHANES.  Von  H.  Frijhstorfek. 


scliwoinniener  Wischfleck.  Hflgl  am  Distalrand  weniger  zackig,  wenngleich  noch  stark  gewellt  (namentlich  an 
den  Medianästen),  nahe  dem  Distalrand  mit  vollkommen  geschlossener  und  bis  zum  Hinterwinkel  gut  ausge- 
hildeter  Binde,  deren  letzter  Teil  mehr  oder  weniger  rötlich  übergossen  und  etwas  verwaschen  ist;  auch  bildet 
sich  in  dem  nach  vorn  anschließenden  Flglfeld  ein  schwach  rostroter  Anflug.  $  in  der  Regel  etwas  fahler 
in  der  Grundfarbe,  von  Gestalt  der  vorigen  Unterart  und  auf  dem  Vflgl  nicht  wesentlich  verschieden  von  dieser, 
dagegen  dei-  Hflgl  nahe  dem  Distalrand  mit  sehr  breitei-  Binde,  die  vorn  fahl-  bis  rotgelb  ist,  von  der  Mitte  an 
allmählich  in  ein  lebhaftes  Rostrot  übergeht  und  hinten  zu  einer  großen,  ungewiß  begrenzten  und  allmählich 
in  die  Grundfarbe  überleitende  rostrote  Zone  ausfließt.  Bildet  Uel)ergänge  zur  vorigen  Form.  Rp  walzen¬ 
förmig,  in  der  Mitte  verdickt,  grün,  mit  weißen  Punkten  überstreut,  ferner  mit  dunklen,  dorsalen  und  late¬ 
ralen  Linien  und  Streifen  sowie  mit  gelben  Stigmen.  Kopf  gelblich,  braun  gestreift,  mit  rötlichen  Hörnern. 
Hinterende  mit  langer  Schwanzgabel.  Lebt  an  Palmen.  (Nach  Burmeister,  Pavonia  quinteria.)  —  mericUo- 
'iialis  differiert  von  ’philon,  allgesehen  von  ihrer  geringeren  Größe,  insbesondere  durch  breitere  und  fahlergelbe 
Vflglbinde  des  d',  schmäleres,  schärfer  abgesetztes  Band  des  Die  Hflgl  zeigen  eine  lichtere  vordere  Partie 
und  eine  heller  rotliraune  Analregion  als  philon,  auch  ist  das  Gesamtkolorit  der  Unterseite  stets  mehr  verwaschen, 
ausgebleichter,  deren  Submarginalzone  vorherrschend  gelb  und  dadurch  das  Kolorit  fröhlicher  als  bei  nörd¬ 
licheren  Formen.  Die  gelbe  Schrägbinde  der  Vflgl-Unterseite  merklich  schmäler  als  bei  philon,  auch  beim  $. 
Santa  Catharina,  vermutlich  auch  in.  Parana;  in  Rio  Grande  do  Sid  noch  nicht  beobachtet.  In  Säo  Paulo 
und  Paraguay  dagegen  existieren  vermittelnde  LTebergänge  und  die  mir  vorliegenden  Exemplare  schließen  sich 
in  der  satten  Färlmng  der  Lhiterseite  an  philon,  in  der  schmalen  Binde  der  Vflgl-Unterseite  an  m.eridionalis 
an,  und  durch  den  ausgedehnteren  viel  dunkler  kastanienbraunen  Anflug  der  Analregion  der  Hflgl-Oberseite 
orcshios.  differieren  sie  von  beiden.  Wenn  diese  Rasse  konstant  ist,  könnte  sie  als  oresbios  subsp.  nov.  umschrieben  werden. 

hudins.  0.  badius  Stich.  Hflgl  stark  gezackt.  Binde  des  Vflgls  zu  einer  gelblich  Aveißen,  schmalen  Fleckenbinde 

verengt.  Diese  liegt  dicht  an  der  Zelle,  berührt  diese  an  der  hinteren  Ecke,  ist  aber  vorn  bis  zur  Subcostalis 
mehr  oder  AA^eniger  undeutlich  und  zieht  in  gestreckter  Richtung  schräg  bis  nahe  zum  Distalrand  am  hinteren 
.Medianast.  Zuweilen  ist  sie  darüber  hinaus  zu  einem  gekrümmten  Zipfel  am  Hinte rAAunkel  A^erlängert.  Hflgl 
ohne  Fleck  und  Bindenbildung,  dagegen  im  Anal-  und  Wurzelfeld  stark  rostrot  angeflogen.  L^nterseits  sehr 
lebhaft  gezeichnet  und  A^on  der  vorigen  Unterart  nur  durch  die  schmalere  Binde  des  Vflgls  verschieden.  Das 
Insher  unbekannte  $  ist  erheblich  größer  als  der  <^.  Vflgl  AmrAviegend  schAA''arz,  nur  basalAA’'ärts  leichthin  rostrot 
angeflogen  —  die  rein  AV'eiße  Schrägbinde  etAva  dreimal  so  breit  als  beim  S  —  Hflgl  satt  rostrot  mit  schmalem 
schwarzem  Terminalsaum.  ?  sehr  ähnlich  quirinus  Godni.  ?  aber  größer.  Vflglbinde  mehr  zerschnitten,  Hflgl 
oberseits  ohne  die  suliajucalen  Rudimente  einer  gelblichen  Binde.  Der  Aveiße  Shawl  der  LTnterseite  der  Vflgl 
noch  bedeutend  breiter  als  oben,  auch  ausgedehnter  als  bei  quirinus.  hadius  AAUirde  von  Stichel  mit  quiferia 
A^ereinigt.  Die  Auffindung  von  zwei  weiteren  quirinus  näher  verwandten  Rassen  läßt  es  aber  ratsam  erscheinen, 
die  im  cj  Geschlecht  auffallend  differenzierte  Form  zur  Art  zu  erheben.  Flugort  Muzo,  400 — 800  m.  Columbien. 
cumcna.  0.  camena  Stgr.  Dunkelbraun.  Wurzelfeld  fahler  braun,  Apicalzone  scliAvarzbraun.  Distal  A^on  der 

Zelle  verläuft  eine  schmale  ockergelbe  h  leckenlünde,  die  vorn  geschlossen  ist  und  schräg  liegt,  sich  an  der  hin¬ 
teren  Radialis  scharf  geAvinkelt  nach  hinten  richtet  und  in  einzelne,  in  den  Aderzwischenräumen  stehende, 
uni’egelmäßige  Flecke  auflöst.  Sie  endet  in  einem  Doppelfleck  im  Hinterwinkel,  unmittelbar  A^or  der  Sub- 
mediana.  Nalie  dem  Apex  steht  ein  weißes  Doppelfleckchen  und  hinter  ihm  ein  etAvas  größerer  AA'eißer  Fleck, 
Unterseite  fahl  braun  mit  Zickzack-  und  Bogenlinien,  die  dunkler  abgetönte  unregelmäßige  Figuren  bilden. 
Nächst  dem  Apex  die  drei  weißen  Fleckchen  der  Oberseite,  zAvischen  den  Radialen  ein  schAA'arzer,  gelblich  gering- 
ter  und  fein  schwarzbraun  umzogener  Augenfleck.  Distalteld  braun,  hinten  gelblich,  nahe  dem  Flglrand 
mit  zwei  gezackten  Linien,  die  nahe  dem  Hinterwinkel  verscliAv indem  Hflgl  am  Distalrand  stark  geAA’'ellt, 
mit  ockergelben  Mondflecken  und  einer  Reihe  Bogen-  oder  Mondflecke  von  gleicher  Farbe  nahe  dem  Distal¬ 
rand,  soAvie  den  beiden  für  die  Grujipe  eharakteristischen  .Haarpinseln  in  der  Zelle  und  an  der  Submediana. 
Unterseite  fahl  braun.  Vorn,  etwa  hinter  der  Mitte  des  Vrdes.  ein  großer,  eirunder,  schräg  liegender  Augenfleck, 
der  innen  braun  goAAnlkt.  mit  AA-eißem  Bogenstrich  versehen  und  schwarzbraun  umzogen  ist.  Ein  zAA'eiter,  rund¬ 
licher  xLugenfleck  hinter  der  Zelle  nahe  dem  HinterAvinkel  ist  schwarz,  gelblich  überstäubt,  Amrn  A\'eiß  bekränzt, 
gelbbraun  umringt  und  fein  scliAvarzbraun  umzogen.  Vrd  Aveiß  gestrichelt.  Ueber  die  Zelle  zieht  eine  unregel¬ 
mäßige,  braune  Querbinde;  FlglAAurzel  dunkelbraun.  Die  übrige  Flglfläche  dunkelbraun  geAA'ölkt,  gestrichelt 
und  marmoriert.  UiiAveit  des  Distalrandes  bildet  sich  eine  durch  gedrängter  stehende  Strichelung  gebildete, 
bindenartige  Reihe  von  Mondflecken,  die  heller  gegen  den  verdunkelten  Saum  abgesetzt  sind.  9  größer 
als  das  d',  Apex  der  Vflgl  AAnniger  vorspringend ,  Sidiapicahnakeln  reiner  AA^eiß  ,  alle  ockergelben 

Binden,  namentlich  jene  der  Vflgl  auffallend  verbreitert ,  lichter,  Basalregion  und  Zelle  der  \d’lgl  soAA’ie 
die  gesamte  Oberfläche  der  Hflgl  rostrot.  Die  scliAvarze  Submarginalbinde  der  Hflgl  beiderseits  ockergelb  be¬ 
grenzt.  Vflgl  unterseits  mit  breiter  weißlicher,  purpurn  überhauchter  Transcellularregion,  das  Submedian¬ 
gebiet  bis  zur  Basis  breit  ockergelb  gefärbt.  Hflgl  lichter  braun  mit  hellerer  Ozellenperipherie  als  das  d-  Co¬ 
lumbien,  M^est-Cordillere,  Rio  Aguacatal,  ca.  2()0()  m.  Nach  Fasst  ist  das  Ei  in  Größe  und  Gestalt  ähnlich  dem 
Amn  0.  bogotanus  Dist. ;  es  ist  lediglich  mehr  grüngelb  und  Aveniger  durchscheinend ;  die  Längskerben  sind 
scharfkantiger.  Er  fand  mehrmals  auch  die  Eiablage  im  Freien  an  der  Blattunterseite  einer  Palmenart  mit 
meterlangen,  ungefiederten  Wedeln  in  Gruppen  von  4 — 12  Stück  in  1  bis  2  Reihen  regelmäßig  nebeneinander- 


OPSIPHANI^S.  Voji.  II.  Fruiistorkiok. 


;;oi 


gelegt.  Während  hogotanus  mit  CaJigo  epit)i,etheiis  die  tieferen  Gebirg.sregioiu'n  bewntint.  teilt  caniena  seiji  Klug¬ 
gebiet  mit  Ckdigo  oberlhüri  in  den  unwegsamen,  niorastigen  Urwäldern  der  höheren  (fehirgsgegeTiden.  K.vssi, 
beobachtete  einigemale  kurz  nach  8onnemintergang  camena  \'deb|)lätzen,  wie  sie  |)lötzlich  cun  Slück 

am  spärlichen  Rasen  hinrannten,  })ei  einem  Tierexkrement  einen  Moment  mit  hocherhobemm  Fühlern  stille 
hielten,  nnd  darin  mit  dem  Rüssel  gierig  hernmbohrten,  nm  schon  im  nächsten  Moment  wieder  ein  Stück  zu 
laufen  und  dieselbe  eingehende  Untersuchung  zu  wiederholen;  dabei  sind  sie  äid.)erst  scheu  und  fliegen  sellrst 
bei  vorsichtiger  Annäherung  schon  von  weitem  davon.  JJas  sehi'  seltene  und  viel  größere  ?  ist  von  ganz  kasta¬ 
nienbrauner  Grundfarbe  und  dürfte  vielleicht  noch  gar  nicht  bekannt  imd  unbeschrieben  sein  (Fassi,). 

0.  sallei  steht  quirina  nahe  und  zerfällt  in  vier  individuenarme  geographische  Rassen.  —  sallei  Weshc.  sKlid. 
ist  dunkelbraun;  Vflgl  an  der  Basis  leicht  rötlich  überflogen.  Querbinde  bis  zum  vorderen  Medianast  vollständig, 
dort  stark  nach  aidfen  vorgeschoben,  zieht  dann  in  Flecken  weiter;  der  letzte  ist  zipfelartig  gestaltet,  fler  Krüm¬ 
mung  des  .Hiirterwinkels  folgend  gebogen  und  endet  am  Hrd.  Auf  der  Unterseite  füllt  der  einzelne  Fleck  itu 
mittleren  Medianzwischenraum  dessen  ganze  Breite  aus  und  hängt  distal  leicht  mit  der  Querbinde  zusammen. 

Rflgl  mit  ziemlich  breiter,  an  den  Adern  eingekerbter  und  an  der  hinteren  Radialis  stid'enartig  abgesetzter 
äußerer  Binde,  die  vorn  hell  ockergelb  gefärbt  ist,  sich  etwa  vom  vorderen  Medianast  al)  trübt,  gegen  den  Hinter¬ 
winkel  rostrot  wird  und  sich  in  unbestimmter  Begrenzung  nach  vorn  verbreitert.  Venezuela,  (Vjhimbien.  — 
mutatus  Stich.  Vflgllunde  breiter,  etwas  dunkler  rötlich  ockergelb,  in  ganzer  Länge  geschlossen  oder  im  vor-  mulutns. 
deren  Medianzwischenraum  an  der  proximalen  Seite  nur  stumpf  zahnartig  eingeschnürt,  der  verbleibende  Ver¬ 
bindungsfleck  indessen  vorn  in  ganzer  Breite  dem  vorderen  Bindenteil  anliegend,  hinten  vollständig  mit  dem 
folgenden  Bindenfleck  zusammenhängend  oder  nur  durch  die  Ader  getrennt.  Tm  distalen  Teil  der  Zelle  zu¬ 
weilen  ein  verloschener  bräunlicher  Fleck.  Hflgl  nahe  dem  Distalrand  nnt  bedeutend  verschmälerter  Binde, 
die  meistens  schon  am  vorderen  Medianast  aufhört  oder,  wenn  länger,  sich  in  ungewisser  rötlicher  Trübung 
allmählich  in  der  Grundfarbe  verliert  und  schmaler  wird,  anstatt  sich  zu  verbreitern  und  auszufließen.  Der 
Distalrand  etwas  weniger  gezackt.  Ecuador.  —  farrago  Stich,  d  mit  etwas  fahlerer  Grundfarbe,  Wurzelfekl  farnitjo. 
des  Vflgls  trüb  rostrot  angeflogen.  Vflglbinde  wie  bei  der  vorigen  Unterart.  Hflglbiiifle  stark  verbreitert  (aid 
4 — 5  mm),  an  den  Seiten  weniger  eingekei’bt  als  bei  der  typischen  Unterart  und  deutlich  bis  zum  hintei’en 
Medianast  ausgeprägt,  aber  schon  vorher  etwas  rötlich  getrübt,  rostrot  in  ungewisser  Begrenzung  im  Hinter¬ 
winkel  endigend  und  nach  vorn  ausgeflossen,  so  daß  das  Hinterwinkel-  und  Wurzelfeld  des  Figls  vorwiegend 
fahl  rostbraun  erscheint.  Unterseite  matter  gezeiclniet,  namentlich  die  Strichelung  des  Hflgls  weniger  scharf, 
die  Grundfarbe  heller,  weißlich  braun.  Der  einzelne  gelbe  Fleck  im  mittleren  Medianzwischenraum  des  Vflgls 
kleiner,  eirund,  ganz  isoliert,  ein  Merkmal,  welches  indessen  nicht  als  charakteristisch  zii  erachten  ist.  Süd¬ 
liches  Peru,  Bolivien.  —  nicandrus  subsp.  nov.  Entfernt  sich  von  der  vorigen  Rasse  durch  die  erheblich  schma-  nicnndru.'i. 
lere  rotbraune  Binde,  deren  Komponenten  sich  zwischen  den  Medianadern  in  einzelne  halbmondförmige  Flecken 
zerlegen.  Hflgl-Oberseite  kaum  merklich  rostrot  angeflogen.  Unterseite  der  Hflgl  viel  dunkler  braun  mit  pur¬ 
purnem  düsterem  Anflug.  Coroico,  1200  m,  Bolivien. 

0.  invirae  wird  überall  neben  quiteria  angetroffen  und  muß  als  eine  gering  differenzierte  Species  aid- 
gefaßt  werden,  die  in  ihren  südlichen  Ausläufern  kaum  von  den  meridionalen  Rassen  von  quiteria  Cr.  in  ihren 
nördlichen  Spaltformen  wenigstens  auf  der  Unterseite  nicht  von  cossina  Fldr.  zu  trennen  ist.  Doch  dürften 
die  Jugendstadien  entschieden  von  Jenen  der  quiteria  abweichen,  und  nach  Bönninghausen  sind  sie  einfar¬ 
biger  als  jene  von  quiteria,  die  bunte  Streifen  tragen.  Rp  auf  Palmen.  —  relucens  Frühst.  J.  Aehnlich  remoli-  rtiuccu--<. 
atus,  aber  kleiner.  Vflglbinde  breit,  hell  ockerfarben,  stark  gekrümmt  und  in  fast  ungeniinderter  Breite  bis 
über  die  Submediana  hinauslaufend;  ihr  Endfleck  scharf  aufgesetzt,  rundlich  abgeschnitten.  Hflglbinde  vorn 
gelblich,  vom  vorderen  Medianast  an  rostrot  und  deutlich  begrenzt,  bis  zum  Hinterwinkel  reichend,  aber  schmal 
und  distal  gleichmäßig  tief  gekerbt.  Unterseite  beim  Original  mit  breiterer  gelber  Vflglbinde  und  größeren 
Augentlecken  als  die  typische  Unterart;  zwischen  den  Augenflecken  eine  Kette  von  4  weißgrauen  halbmond¬ 
förmigen  Flecken.  Vflgllänge  36  mm.  Honduras  (San  Pedro  Sula).  —  cuspidatus  Stich.  S  ^dlgl  i^iit  sehr  spitzem  cuspicldtua. 
Apex.  Außenrd  sehr  schmal  grau  gesäumt.  Vflglbinde  nur  bis  zum  hinteren  Medianast  vollkommen,  darüber 
hinaus  manchmal  noch  ein  obsoletes  Endfleckchen.  Basalfeld  rötlich  grau.  Hflglbinde  sehr  schmal,  sich  an 
den  Radialen  rostrot  verdüsternd  und  allmählich  verschwindend.  Analfeld  leicht  rötlich  angeflogen.  'Wm 
ATdkan  Chiricpii.  —  invirae  Hbn.  J  mit  schmaler  ATlglbinde,  deren  innerer  Rand  hinter  der  Zelle  gar  nicht  oder  inrh-ac. 
nur  ganz  wenig  zahnartig  vorspringt;  am  mittleren  Medianast  ist  sie  beiderseits  etwas  stufenartig  aligesetzt 
und  am  hinteren  Medianast  ein  wenig  eingeschnürt.  Im  ülirigen  die  Begrenzung  ziemlicli  scharf  und  glatt ; 
der  hintere  Teil  der  Binde  wendet  sich  in  einem  krummen,  zugespitzten  Zipfel  im  Hintervinkel  gegen  den  Hrd 
und  überschreitet  meistens  die  Submediana,  wenn  auch  minder  deutlich  ausgeprägt.  Der  Augenfleck  nahe 
dem  Apex  und  der  vordere  Teil  der  Linien  nahe  dem  Distalrand  der  Unterseite  ziemlich  deutlich  durchschei¬ 
nend.  Die  Binde  nahe  dem  Distalrand  des  Hflgls  schmal,  manchmal  fast  in  eine  Fleckenreihe  aufgelöst  und 
verkürzt,  zuweilen  trübe  rostrot  bis  zum  Hinterwinkel  auslaufend.  $  größer,  fahler:  \  flgl  länglicher,  Saum 
wenig  ausgeschnitten.  Binde  des  VTlgls  fahl  ockergelb,  vorn  heller  als  hinten,  breiter  als  beim  ö,  hinter  der 
Zellecke  deutlich  zahnartig  vorspringend,  an  den  Medianästen  weniger  abgesetzt  oder  eingeschuürt.  Hflgl¬ 
binde  breiter,  aber  meist  trüber,  im  hinteren  Teil  ohne  deutliche  Begrenzung  rötlichliraun  ausgeflossen,  ähnlich 
wie  bei  0.  quiteria  meridionalis.  Von  dieser,  abgesehen  xmn  geringerer  Größe,  insbesondere  durch  den  sanft 


302 


OP'SIPHANES.  Von  H.  Fruhstorfer. 


gewellten  Saum  der  Hflgl,  die  feinere  Strichelung  der  P'nterseite  und  den  spitzeren  Apex  des  Vflgls  zu  unter- 
Icdon.  scheiden.  Guayana,  nördliches  Brasilien,  Venezuela.  —  ledon  suhsp.  nov.  leitet  von  invirae  Hbn.  zu  infermedia 
Stich,  vom  oberen  Amazonas  über  und  entfernt  sich  von  der  Namentype  durch  bedeutendere  Größe  und  dunh- 
lere  Schrägbinde  der  Vflgl,  die  sich  costalwärts  verengt,  nach  hinten  aber  in  eine  ganz  schmale  Spitze  ausläuft. 
i)itcr)iic(lii(.s.  Unterer  Amazonas.  —  intermedius  Stich,  ist  größer,  Vflglbinde  stark  verbreitert,  von  etwas  dunkler  rötlich 
ockerbraunem  Farbton,  proximal  mit  stark  vorspringendem  Zahn,  an  dieser  Stelle  8  mm  breit,  beiderseits 
ohne  oder  mir  mit  geringer  Kerbung  an  den  Adern,  gegen  das  Ende  scharf  verjüngt  und  in  einen  spitzen  Zipfel 
auslaufend.  Die  Binde  ist  dadurch  bis  hinter  der  Submediana  fast  gerade  gestreckt  und  erst  im  letzten  Ader¬ 
feld  etwas  gekrümmt.  Hflglbinde  schmal,  vorn  ungewiß  ockergelb,  fast  in  lose  zusammenhängende  Flecke 
aufgelöst,  gegen  den  Hinterwinkel  rostrot  und  besser  geschlossen,  aber  unsicher  begrenzt.  P'nterseite  lebhafter 
.vtirluiL  gefärbt,  die  Strichelung  aber  fein  und  gleichmäßig.  Oberer  Amazonas.  —  sticheli  Böb.  hat  im  o  die  Vflglbinde 
hell  ockergelb,  nach  hinten  ziemlich  gleichmäßig  verschmälert,  zwischen  dem  vorderen  und  mittleren  Median- 
asfc  eingekerbt;  sie  endet  als  längliches  Fleckchen  vor  der  Submediana.  Hflglbinde  vorn  in  drei  einzelnen  gelb¬ 
lichen  Fleckchen  bemerkbar;  sie  verbreitert  sich  an  der  hinteren  Radialis  zu  trüb  rostroten,  zusammenhän¬ 
genden,  bogenförmigen  Flecken  und  zerfließt  im  Hinterwiirkel.  Etwas  veränderlich  in  der  Zusammensetzung 
der  Hflglbinde  und  Breite  der  Vflglbinde  und  im  allgemeinen  der  typischen  P'^^nterart  sehr  ähnlich.  Das  bis¬ 
her  unbekannte  ?  nähert  sich  maplificatus  Stich,  von  Paraguay;  Vflglbinde  etwas  schmäler,  intramedian  stärker 
proximal  gezähnt,  von  etwas  mehr  rötlichgelber  Färbung.  Auf  den  Hflgln  heben  sich  die  drei  subapicalen  vor¬ 
deren  Komponenten  deutlicher  von  den  hinteren  lebhaft  rostroten  und  analwärts  breiter  ausfließenden  ab. 
Unterseite  dunkler  als  bei  amplificcitus,  sich  mehr  jener  von  remolialus  Frühst,  anschließend,  durch  die  satt  ocker¬ 
gelbe  Analbinde  der  Vflgl.  Columbien,  Type  vermutlich  aus  dem  Cauca-Tale,  beide  Geschlechter  auch  von 
(iiiipllji-  Fassl  am  oberen  Rio  Negro  in  ca.  800  m  Höhe  aufgefunden.  —  amplificatus  Stich,  umschreibt  einen  typischen 
catii^.  ];>araguay-Falter,  habituell  klein,  hinter  /’emoZinb'Ä  zurückbleibend  mit  etwas  lichter  ockergelber  Binde  der  Vflgl, 
enger  und  schärfer  gezacktem  Submarginalband  der  Hflgl,  $  mit  vorherrschend  gelbem  Shaivl  der  Vflgl  und 
fahler,  nach  hinten  nur  unmerklich  rotbrauner  Submarginalzone.  Unterseite  auffallend  bleich.  —  Ozellen 
rcitioliatiiN.  kleiner  als  bei  renioliatus.  Paraguay.  —  remoliatus  Frühst.  ((31  a  cJ;  ?  bla  als  nieridionalis).  S-  Apicalflecbchen 
gelb  anstatt  weiß.  ?.  Apicalf lecken  größer  und  reiner  weiß.  Transversalbinde  beider  Figl  dunkler  ockerfarben, 
schärfer  abgegrenzt  namentlich  im  proximalen  Teile  und  die  Hflglbinde  des  costalwärts  schmaler,  analwärts 
breiter,  dunkler  rostrot.  Distalsaum  der  Hflgl  breiter  schwarz,  Figl  noch  Aveniger  ausgeschnitten.  Unterseite 
dunkler  schraffiert,  Ocellen  größer  als  bei  arn.plificatus.  Rp  auf  Giriva-Blättern,  avo  sie  Avegen  ihrer  grünen 
Farbe  scliAvierig  zu  finden  ist.  Die  Rpn  verpuppen  sich  im  November  oder  Dezember  und  dann  Aiieder  im  Juni. 
Die  Ppn  sind  hellgrün  mit  einem  goldenen  Punkt  auf  jeder  Seite.  Nach  20 — 30  Tagen  schlüpft  der  Falter  aus, 
der  meist  häufig  ist  und  sich  unter  Palmen  versteckt.  J-Tj^pe  aus  Sta.  (Vitharina,  $-Type  aus  Rio  Grande 
do  Sul.  In  letzterer  Provinz  ist  remoliatus  weitaus  die  häufigste  Opsiphanes- Art.  Nach  12  10  9?  der  Samm¬ 

lung  Fruhstorfer  ist  sie  sehr  beständig,  wechselt  nur  unbedeutend  in  der  Größe,  aber  gar  nicht  in  der  Färbung. 
agusthcnfü.  —  agasthcncs  Frühst,  differiert  von  aviplijicatus  Stich,  durch;  beträchtlichere  Größe;  viel  dunldere  Färbung; 

Schrägbinde  der  Vflgl  bei  2  Exemplaren  jenseits  der  Zelle  wie  bei  quiteria  tief  eingebuchtet,  Vflglbinde  hinter 
der  Zelle  besonders  auffällig  zahnartig  gezackt;  Hflglbinde  ziemlich  schmal,  manchmal  fast  perlschnurartig, 
aber  hinten  verbreitert  und  rostrot  verfärbt.  PTnterseite  viel  dunkler,  alle  Ocellen  größer  und  brei- 
rcrfii'us-  ter  schwarz  umringelt.  —  rectifasciata  Fruh.st.  ist  eine  Färbimgs-  und  ZeichnungsabAveichung.  ^Tlglbinde 
cuäa.  schmäler,  dunkler  ockergelb,  fast  geradlinig  verlaufend,  d.  h.  weder  ])roximal  noch  distal  erheblich  eingeschnürt. 
laiujoras.  Peru,  Pozuzo.  —  isagoras  F/’H7?.sb  Entsprechend  der  geographischen  Lage  steht  isagoras  der  amplificatla  Stich, 
näher  ah  agasthenes.  Von  beiden  ist  isagoras  zu  trennen:  Durch  stattlichere,  an  erinnernde,  jiroximal 

tief  eingebuchtete  Schrägbinden  der  Vflgl  und  ausgedehnte,  besonders  costalwärts  stark  erweiterte  Submarginal¬ 
binden  der  Hflgl,  die  analwärts  leichter  rot  erscheinen  als  bei  androsthenes.  Unterseits  sind  die  Vflgl  heller, 
p.sciaJo-  die  Hflgl  dunkler  als  amplijicata,  das  Apicalauge  der  Hflgl  gröl, 3er,  oblonger,  Bolivien,  Cochabamba,  —  pseudo- 
iihtloti.  philon  Ernksb  ((31  d?).  Habituell  etwa  dem  amplificatus  Stich,  a'ou  Paraguay  gkichkommend.  Gelbe  Binde  der 
\  flgl  namentlich  jenseits  der  Zelle  staik  gekrümmt.  Hflglbinde  bis  zur  vorderen  Mediana  hellgelb,  dann  sich 
stark  verbreiternd,  als  dunkelbraune  Fortsetzung,  jedoch  scharf  begrenzt  in  den  Analwinkel  auslaufend.  So- 
Avohl  der  gelbe  als  der  rötliche  Abschnitt  der  Binde  distal  viel  tiefer  eingebuchtet  als  bei  irgend  einer  anderen 
invirae-Form.  ln  der  Vflglzelle  des  9  nahe  dem  Apex  der  Anfang  einer  rötlich  gelben  Makel.  Espiritu  Santo. 

0.  cassina  läßt  sich  unterseits  durch  kein  in  die  Augen  springendes  Merkmal  Amn  0.  invirae  trennen, 
ist  aber  oberseits  leicht  kenntlich  durch  einen  zumeist  komjiletten  nahezu  cpiadra tischen  ockergelben  oder 
rostroten  Fleck  vor  dem  Apex  der  Zelle  der  Vflgl.  cassina-  ist  zugleich  mehr  auf  die  nördliche  Zone  des  ^Tr- 
breitungsgebietes  von  invirae  beschränkt,  sie  geht  auf  der  andinischen  Seite  zAvar  parallel  mit  invirae  und 
quiteria  bis  Bf  livien,  dürfte  aber  an  der  atlantischen  Küste  nicht  über  den  unteren  Amazonas  hinaus  Amrdringen 
und  nach  unseren  jetzigen  Kenntnissen  bereits  im  mittleren  Brasilien  fehlen;  auch  scheint  es,  daß  elas  trockene 
Klima  der  übrigens  so  gut  Avie  unerforschten  l^roAunzen  Piauhy,  CVara  und  Bahia  ihrer  Ausdehnung  im  MTge 
fahricii.  stellt  lind  diese  verhindert.  —  fabricii  B.sd.  (61  d),  bisher  Aum  Guatemala  bis  Panama  bekannt,  AA'iirde  mir  ganz 
neuerdings  auch  aus  Tejiic,  West-Mexico,  zugesandt.  Die  S<S  dieser  Lhiterart  sind  meist  klein  mit  Ainnig  spitzem 
Apex  des  Vflgls,  distale  Begrenzung  der  deutlich  gegabelten  Binde  Avenig  oder  gar  nicht  eingeschnürt.  Bei  den 


OPiSIPHANER.  Von.  H.  Fruiistohfer. 


??  ist  der  proximale  Gabelteil  in  der  Zelle  meist  obsolet,  die  Färbung  der  Zelle  selbst  rostig,  llflgl  mir  im  vor¬ 
deren  Teil  mit  ungewiß  begrenzter  Submarginalbinde,  diese  verschwimmt  zwischen  den  Radialen,  in  Rost¬ 
braun  und  Graurot  übergebend  und  diese  Färbmig  teilt  sich,  vom  Analtoil  ausgehend,  fast  der  ganzen  Flgltläcbe 
mit.  Die  Form  'wiederholt  sich  in  Columbien  und  im  westlichen  Ecuador  mit  geringen  .Vlodil'ilcationen,  die  ; d 
sind  durchschnittlich  etwas  größer  und  lebhafter  gefärbt,  ohne  jedoch  s])ezifiscbe  Trenn imgsmerkmalc  (‘rkcnnen 
zu  lassen.  Die  Verbreitung  der  0.  c.  fabricii  kann  demnach  wie  oben  angegeben  angenommen  werden.  -  cliiri-  chlritiuni- 
quensis scheint  ausschließlich  am  Vulkan  Chiricpii,  Costa  Rica,  vorzukommen.  Von  bedeutender  Größe, 
mit  ziemlich  spitzem  A])ex  und  hinten  stark  konvexem  Distalrand  des  Vflgls.  Binde  des  letzteren  in  ganzer 
Ausdehnung  sehr  breit,  lebhaft  rostgelb,  distale  Begrenzung  wenig  eingeschnürt  und  in  dieser  Hinsicht  n)it 
fahricii  fast  übereinstimmend.  Gabel  deiitlich,  proximaler  Teil  in  der  Zelle  breit,  eng  mit  der  Hauptbinde  zu¬ 
sammengefügt.  Vrd  des  Hflgls  breit  rötlich  bis  zTir  vorderen  Radialis,  namentlich  an  der  Wurzel  und  am  A|)ex. 
Hflglbinde  sehr  breit,  breiter  als  bei  allen  anderen  Formen  der  Art,  vorn  rotgelb,  in  der  Mitte  in  Rostrot  über¬ 
gehend,  gegen  den  Hinterwinkel  verbreitert,  ohne  auszufließen.  Unterseite  besonders  lebhaft.  $  sehr  dunkel 
braun,  Vflglbinde  breit  gelblich,  Gabel  deutlich.  Hflgl  nahe  dem  Distalrand  mit  breiter  Binde,  die  vorji  gelb¬ 
lich,  sodann  rostrot  verbreitert  ist,  im  Analfeld  breit  ausfließt,  ähnlich  wie  bei  invirae  aniplificatus.  —  numa-  tuninilhis. 
tius  subs'p.  710V.  aus  Columbien,  ohne  nähere  Bezeichniing  des  Fundortes  schließt  sich  in  der  Größe  an 
ch.irkpiensis  an,  gleicht  aber  in  der  Gestalt  der  Binden  mehr  der  südlicheren  notcmdus,  differiert  jedoch  von  dieser 
wie  auch  cMripuensis  durch  den  freistehenden  proximalen  Zellfleck  der  Vflgl,  der  an  seinem  distalen  Ende 
ungewöhnlich  hoch  vorgeschoben  ist.  Binde  der  Hflgl  ähnlich  den  breitbändrigen  fabricii,  aber  nach  hinten 
dunkler  rostroi.  Auch  die  Unterseite  viel  satter  dunkler  braun;  Apicalauge  der  Vflgl  ausgedehnter  und  mar¬ 
kanter  braun  umringelt  als  bei  fahricii.  —  periphetes  subsp.  n.ov.  von  rmmaf.ius  schon  durch  ihre  Kleinheit  ah-  i>crii)licics. 
zusondern,  nähert  sich  infolgedessen  sowie  auch  in  der  Art  der  auffällig  verschmälerten  Submarginalbinde 
der  Hflgl,  die  manchmal  bereits  an  der  vorderen  Mediana  völlig  verschwindet,  der  tnerianae  von  Surinam.  IMit 
letzterer  hat  sie  auch  die  sowohl  nach  dem  Costalrand  wie  nach  dem  Analwinkel  zu  erheblich  verjüngte  ocker¬ 
farbene  Transversalbinde  der  Vflgl  gemeinsam.  Columbien.  Näherer  Fundort  unbekannt.  —  cassina  Fldr.  cas.^itia. 
mit  der  Type  im  Tring-Museum,  ist  vom  oberen  Rio  Negro  zuerst  nach  Europa  gekommen.  ^  verhältnismäßig 
groß,  Vflgllänge  42  mm.  Binde  der  Vflgl  breit,  etwa  wie  bei  0.  quiteria.  mmdionalis  Stgr.,  auch  in  der  Form 
dieser  gleichend,  d.  i.  distaler  Saum  ohne  Einschnürung,  gleichmäßig  schräg  gegen  den  Innenwinkel  gerichtet. 
Proximaler  Teil  der  diu’ch  den  Zellscbluß  gebildeten  Gabel  verloschen  und  als  isolierter  Fleck  vorhanden.  Die 
Binde  des  Hflgls  setzt  nächst  dem  Apex  ziemlich  breit  ein,  verschmälert  sich  allmählich  und  geht  in  eine  rost¬ 
rote,  am  Analwinkel  ungewiß  zerfließende  Färbung  über.  —  merianae  Stich,  ist  die  namentlich  in  Guayana  hei-  tacrUmne. 
mische  Form  mit  deutlich  gegabelter  Binde,  das  d  mit  sehr  spitzem  Apex,  reichlich  convex  ausgeschnittenem 
Außenrd  des  Vflgls.  Durch  die  Gestalt  der  gegabelten  8chrägbinde  des  Vflgls  ist  diese  Form  leicht  und  sicher 
von  allen  anderen  unterschieden.  Bei  der  Gabelung  schiebt  sich  die  Binde  proximal  in  der  Regel  bis  in 
den  Winkel  an  dem  Ursprung  der  mittleren  Mediana  vor,  ist  in  der  distalen  Begrenznng  zwischen  mittlerer 
und  vorderer  Mediana  stark  eingedrückt  und  verläuft,  wesentlich  verschmälert,  spitz  und  etwas  gekrümmt 
in  den  Innenwinkel.  Die  Einschnürung  an  der  distalen  Begrenzung  und  die  Verschmälerung  hinter  dieser  Ein¬ 
schnürung  ist  ganz  charakteristisch.  Die  sulnnarginale  Binde  des  Hflgls  ist  mäßig  schmal,  manchmal  völlig 
ausgebildet,  manchmal  nur  bis  zur  Hälfte  oder  darüber,  sie  wird  zwar  gegen  den  Analteil  in  der  Regel  dunkler 
braun,  jedoch  nicht  rostrot.  $  dem  der  vorigen  Form  ähnlich,  aber  kleiner,  weniger  intensiv  gefärbt,  die  sid.)- 
marginale  Binde  des  Hflgls  im  Analteil  nicht  in  dem  Maße  verbreitert  wie  bei  jener,  anch  nicht  sehr  ausfließend. 

—  aequatorialis  Stich,  aus  dem  östlichen  Eenador.  Der  vorigen  ähnlich.  Vflgl  mit  unvollständiger  Gabelung  aeqtiafo- 
der  Binde,  der  in  der  Zelle  liegende  Fleck  hängt  jedoch  hinten,  nur  durch  die  Mediana  geschnitten,  mit  dem  riah.^. 
proximal  vorgeschobenen  Zahn  des  Hau])tteiles  der  Binde  ziisammen.  Die  distale  Begrenzung  letzterer  ver¬ 
läuft  ohne  wesentliche  Einschnürung  und  wie  bei  cassina  cassina.  Die  Hflglbinde  setzf  nächst  dem  Aj)ex  als 
ockergelbe  zusammenhängende  Fleckenreihe  ein,  schließt  sich  am  vorderen  Medianast  und  färbt  sich  dann 
tief  rostrot  ohne  auszufließen;  sie  bleibt  im  ganzen  Verlaid'  annähernd  gleich  schmal,  ihr  hinterer  Teil  ist  bis¬ 
weilen  verschwommen.  $,  mit  beingelber,  im  vorderen  Teil  völlig  weißer  Schrägbinde  des  Vflgls.  Der  in  der 
Zelle  liegende  Teil  der  Gabelung  ist  stets  verkümmert  und  undeutlich.  Hflglbinde  nahe  dem  Saum  vorn  ocker¬ 
gelb,  am  vorderen  Medianast  in  eine  tief  rostrote  oder  rotbraune  Färbung  üliergehehd ;  diese  fließt  im  Hinter¬ 
winkel  nach  vorn  bis  zur  Zelle  aus.  —  notandus  Stick.  Der  vorigen  Unterart  ähnlich,  meist  noch  größer  und  iwiandu.'.'. 
lebhafter  gefärbt;  S-  Hauptstrang  der  Vflgllunde  distal  von  der  Zelle  etwas  verengt,  zerklüftet  nnd  a,n  den 
Adern  strahlenartig  gezähnt.  Hflgl  am  Vrd  weniger  rötlich  aufgehellt,  ein  Streif  vor  der  ganzen  Länge  der  Sub- 
costalis  stets  braun.  Die  Binde  nach  dem  Saum  ziemlich  breit,  vorn  fahler,  hinten  lebhaft  rotbraun.  Wie 
das  der  aequatorialis,  die  Gabelung  der  Vflglbinde  wohl  etwas  schmaler,  der  in  der  Zelle  gelegene  Ast  breiter 
und  voller,  die  distale  Begrenzung  des  Hauptstranges  an  den  Adern  deiitlicher  eingekerbt,  die  Binde  idierhaupt 
etwas  breiter,  so  daß  der  Winkel  am  Ursprung  des  mittleren  Medianastes  gänzlich  ansgefüllt  ist  (soweit  Ver¬ 
gleichsmaterial  ausweist).  Peru.  Der  Uebersicht  halber  rekapituliere  ich  hier  das  Vorkommen  der  drei 
schwierig  zu  trennenden  Arten,  welche  nebeneinander  in  folgenden  Abstufungen  vorkomnn  n: 


304 


OPSIPHANES.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


0.  quiteria  Cr. 

0.  invirae  Hhn. 

0.  cassina  Fldr. 

in  IToiiduifis 

qiürinu.s 

relucens 

fabricii 

,,  f!o.sta-Ri(’a, 

fiuii'imis 

euspiilatus 

chiriquensis 

,,  ColunibiiMi 

üadius 

Sticheli 

nninatius 

,,  Auia.zoiia.s 

j  oüidonus 

interinedius 

inerianae 

1  mylasa 

Guayana 

finiteria 

invirae 

merianae 

,,  ]\rittel-Bi'a.‘iilien 

plülon 

pseudopbilon 

— 

,,  Süd-Brasilien 

nieridionalis 

romoliatus 

— 

Paraguay 

orestiios 

a.inplificatns 

— 

,,  Pei  n 

((nii'inalLs 

a.gasthenes 

notandus 

,,  Bolivien 

bolivianns 

isagoi’as 

1 

Arten-Gruppe  Catoblepia  Sticli. 

Differiert  von  Opsiphanes  in  der  Han])tsache  durch  sekundär  sexuelle  Merkmale,  strukturell  ist  sie  nur 
unerhel)lich  durch  verschmälerte  Zelle  der  Hflgl  differenziert.  Einige  andere  Details  haben  keinerlei  generischen 
Wert  und  der  Anschluß  ist  einei’seits  durch  0.  versitinctn  Stich,  an  0 psiphanes ,  andererseits  durch  0.  amphirhoe 
an  die  Artengru])pe  Selenophanes  Stgr.  vermittelt.  Submediana  proximal  meist  filzig  behaart.  Costalis  und 
Subcostalis  deutlich  schmal  getrennt.  8ubcostalis  5-ästig,  zwei  Aeste  kurz  vor  dem  Zellende,  der  erste  in  einem 
Palle  {C.  amphirhoe)  etwas  weiter  proximalwärts  entspringend,  in  den  Vrd  auslaufend,  dritter  Ast  auf  der  Hälfte 
zwischen  Zellende  und  Apex,  fünfter  Ast  mit  vorigem  eine  Gabel  bildend  und  in  den  Außenrd  auslaufend.  Zelle 
breit,  vordere  Ecke  abgerundet,  vordere  Discocellularis  mäßig  lang,  von  der  mittleren  in  flachem,  basalwärts 
gekrümmtem  Bogen  und  der  hinteren  in  gestreckter  Richtung  schräg  fortgesetzt.  Mediana  an  der  Wurzel  kurz 
blasig  aufgetrieben.  Hflgl  fast  oval,  Apex  al)gerundet.  Costalis  dicht  an  der  Costa,  dieser  folgend.  Präcostal- 
zelle  Irreiter  als  lang,  rhombisch  oder  transversal  rhomboidal.  Zelle  schmal,  etwa  in  halber  Ausdehnung  der 
Plgllänge.  Membran  seitlich  der  hinteren  Mediana  beim  d'  dicht  an  der  Zelle  mehr  oder  weniger  faltig,  letztere 
in  einem  Falle  (C.  amphirhoe)  stark  blasig  aufgetrieben.  Zelle  mit  einem  Haarpinsel  im  hinteren  Teil  oder  einem 
Haarbüschel  im  vorderen  Teil  hinter  der  Subcostalis.  In  allen  Fällen  an  der  Submediana  auf  glatter  Reibe¬ 
fläche  ein  kleinerer  Haarpinsel,  zuweilen  eine  bürstenartige  Haarpartie  in  oder  an  einer  Falte  zwischen  Suh- 
mediana  und  hinterer  Mediana  oder  mit  einem  Streifen  langer  schlichter,  nach  außen  gerichteter  Haare  auf 
einer  stumpf-mehligen  Fläche  zwischen  diesen  Adern.  Hlb  schlank  und  kurz,  in  einem  Falle  (G.  ampjhirhoe) 
rolmster.  beiderseits  mit  einei"  wülstigen  Reibefläche. 


a)  Sectio  Diophthalmi. 

Unterseite  der  Hflgl  mit  zwei  Ocellen. 

a)  m  i  t  e  i  n  ('  m  Haarpinsel  vor  dem  Z  e  1  1  a  p  e  x  d  e  r  Hflgl. 

vcrsUmda.  0-  versitincta  Stich.  (()()  a)  steht  durch  die  auffallend  breite  Zelle  der  Hflgl  im  engsten  Anschluß  an  die 

Arten  der  Artengru])pe  Opsiphanes.  (^.  Kör])er  oben  braun,  Halskragen  und  Stirn  rotbraun,  Palpen  gelbbraun. 
Grundfarbe  der  Figl  dunkelbraun.  Vflgl  mit  einer  gesättigt  ockergelben  post-discalen  Binde,  im  Apex  drei 
verloschene  weiße  Pünktchen.  Hflgl  eintärlüg.  In  der  Zelle,  dicht  an  der  Mediana  ein  langer  Haarpinsel, 
ein  l)ürstenartiger  Haarbüschel  aus  einer  Falte  vor  der  Submediana  hervorragend,  ein  kleiner  Haarpinsel  auf 
einer  schuppeidosen  Reibefläche  hinter  dieser.  Unterseite  braun,  Vflgl  in  der  distalen  Hälfte  weißlich  gestrichelt, 
die  Binde  der  Oberseite  in  lichterem  Farbton  ungewiß  angedeutet.  Zwischen  den  Radialen  ein  schwarzes,  gelb 
gelängtes,  weiß  gekerntes  Apical-Auge.  Nächst  dem  Außensaum  zwei,  diesem  folgende,  unterhalb  des  Auges 
stwas  eingeschwenkte,  schwarze,  leicht  gezackte  submarginale  Linien,  die  proximal  gelegene  in  ganzer  Länge 
leicht  orangegelb  begrenzt.  In  der  Zelle  drei  ungewisse,  transversale  Wellenlinien.  Hflgl  bis  auf  den  graubraunen 
Saum  weiß  gestrichelt.  Vflgllänge  43  mm.  Größer,  braun,  bis  auf  den  Apex  des  Vflgls  zart  violett  über¬ 
gossen,  am  stärksten  an  der  Figlbasis.  Binde  des  Vflgls  breiter,  heller,  proximal  durch  das  Zellende  laufend, 
am  Innenwinkel  etwas  gezipfelt.  Im  schwarzbraunen  Apex  drei  weiße  Fleckchen.  Unterseite  wie  beim  aber 
heller  und  in  gelblichem  Farbton  gehalten.  Vflgllänge  49  mm.  Nur  1  (j',  3  $$  aus  Surinan  und  1  aus  Cayenne 
bekannt. 

ß)  S*  i  f  einem  Haarpinsel  in  der  Zelle  der  Hflgl. 

0.  xanthus  trägt  besonders  auffallende  Haarbürsten  an  der  Submediane  und  einen  Büschel  sehr  langer 
Haare  in  der  Zelle  der  Hflgl.  Drei  gut  differenzierte  Ortsrassen,  von  welchen  l)esonders  die  südlichste  durch 
ihre  Größe  und  den  stahlblauen  Schimmer  der  Oberfläche  der  Hflgl  chai-akterisiert  wird,  xanthus  L.  (63  h). 


.vcniihus. 


Aufifjegeben  15.  V.  1912. 


()PSIPHANP]S.  Von  li.  Fruiistorkicii. 


:{()5 

Diinkelbi’aun,  ganz  leicht  rötlicli  abgetönt.  Binde  des  Vl'lgls  vorn  niu'  von  d(‘n  Adeiii  zorselniitten,  meist, 
aber  von  der  Bmgnng  an  nach  liinten  teilweise  in  lose  zusaminenbängende  Fh^ekc^  aufgelöst,  töne  auffälligere 
Unterbreclunig  tritt  namentlich  am  mittleren  Medianast  auf,  wähnmd  der  hinter;'  'heil  wiedeium  inniger  zu¬ 
sammenhängt.  An  der  ])roximalen  Grenze  erfolgt  im  vorderen  Medianzwisehenraum  eine?  schaj'fe  und  (h'utlicdie 
Winkel bildung,  distal  schie])t  sich  die  Binde  in  einem  rundlichen  Bogen  etwas  gegen  den  Distalrand  vor,  und 
hl  diesem  fleckartigen  Teil  steht  ein  kleiner  weißlicher  Punkt;  die  Binde  endet  zijifelartig  im  Hinterwinkel. 

Hflgl  am  Distalrand  vom  A]i8x  bis  etwa  zum  vorderen  Medianast  schmal  rötlich  ockergelb  gesäumt.  $.  Im 
allgemeinen  blasser  gefärbt.  Vflglbinde  in  der  Regel  an  der  hinteren  Radialis  unterbrochen,  so  daß  sie  in  eine 
kurze,  distal  von  der  Zelle  verlaufende  8chrägbinde  und  in  eine  Reihe  von  3  oder  4  Flecken  nahe  dem  Distal¬ 
rand  zerfällt.  Der  vordere  dieser  Flecke,  im  vorderen  Medianzwisehenraum,  ist  verschwommen  uiul  vorn  durch 
eine  weißlich  braune  Makel  teilweise  ersetzt,  die  hinter  dem  von  unten  durchscheinenden  Augenfleck  steht; 
eine  weniger  deutliche  Aufhellung  ist  in  oder  an  dem  folgenden  Bindenfleck  zu  bemerken.  Hflgl  in  der  Regel 
heller  und  distal  deutlicher  gelblich  gesäumt.  Französisch-  und  Niederländisch-Guayana.  —  soranus  Westw.  aoranm. 
von  Para  bekannt  und  von  Obidas  am  unteren  Amazonas  in  2  Pärchen  in  meiner  Sammlung,  die  J.  Michaelis 
dort  August  und  Ssptemlier  auffand,  differiert  von  xdiithns  durch  breitere  rotbraune  Binden  derVfIgl  und  lichter 
graue  Unterseite  aller  Figl.  -  dohrni  Stich.  (h3b)  der  vorigen  ähnlich,  etwas  größer, Vflglspitze  rundlich,  wenig  her-  dohrni. 
vortretend,  Oberseite  braunviolett,  Hflgl  und  ein  subapicaler  Teil  des  Vflgls  bei  schräger  Beleuchtung  schön  violett 
leuchtend.  Vflgl  mit  winklig  gebogener,  rostgelber  Fleckenbinde,  beginnend  an  der  Costa,  hinter  der  Zelle,  schräg, 
bis  zur  vorderen  Mediana,  dann  nächst  dem  Außenrd  gegen  den  Innenwinkel  laufend,  diesen  berührend.  Im 
Apex  drei  schräg  gestellte  weiße  Fleckchen  und  zwischen  den  Radialen,  in  Fortsetzung  der  Fleckenreihe  vor 
dem  Außenrd  nach  vorn  ein  von  unten  durchscheinendes  schwarzes  Auge.  Hflgl  einfarbig,  am  Saume  stuni])fer 
braun,  ohne  Randbinde.  Unterseite  ebenfalls  xanthus  ähnlich,  gelbbraun,  weißlich  gestrichelt.  Vflgl  mit  ein¬ 
farbigem  Saum,  in  dem  2  mäßig  geAvellte  submarginale  Linien  in  der  Richtung  des  Außenrds  verlaufen.  ZavI- 
schen  den  Radialen  ein  schwarzes,  gelb  geringtes,  von  einem  weißen  Strich  geteiltes  Apicalauge,  vor  demselben 
3  weiße  Apicalfleckcheii  wie  oben.  In  der  Zelle  eine  unregelmäßige  schwarz  umzogene,  dunklere  Querbinde 
und  ebensolche,  zusammenstoßende  Flecke  im  distalen  Teil.  Hflgl  mit  zwei  Ocellen,  eine  hinter  der  iMitte  der 
Costa,  bis  über  die  Subcostalis  reichend,  gelblicii,  schwarz  umzogen,  innen  mit  weißem  Bogenstrich;  die  andere 
zAvischen  hinterer  und  mittlerer  Mediana  im  Analteil  ebenfalls  gelblich,  schwarz  umzogen,  innen  ein  weißer 
Bogenstrich,  das  Ganze  gell»  und  rötlich  gelingt.  Distal  von  der  Präcostalzelle,  anschließend  an  dieselbe,  ein 
halbkreisförmiger  dunkler  Streif,  ein  gewinkelter  Strich  zwischen  diesem  und  der  vorderen  Ocelle.  Vor  dem 
einfarbigen  Saume  eine  durch  abgeschwächte  und  verstärkte  Strichelung  markierte  Reihe  von  Hall)monden, 
beziehungsweise  zwei  solche  bildende  submarginale  Bogenlinien.  Coca,  Ecuador  östlich  der  Anden  auf  ca. 

260  m.  (Type)  Pozzuzo,  Peru,  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  Das  seltene  $  hat  Fassi,  auch  bei  Villa  Vicencio, 
Ost-Columbien,  aufgefunden,  in  ca.  400m  Meereshöhe.  Es  ist  kaum  vom  <S  verschieden,  von  etAvas  gedrungenen 
Figlkonturen,  rundlicheren  Makeln  der  Vflgl  und  einem  schmalen  aber  deutlichen  rotorangegelben  Terminal¬ 
saum  der  Hflgl.  Die  gesamte  Oberfläche  bleicher,  aber  dennoch  merklich  blauviolett  und  im  Gegensatz  zum  d 
auch  auf  den  Vflgln  glänzend.  Unterseite  bleicher,  ausgedehnter  grauweiß. 

0.  orgetorix  ist  eine  ausgezeichnete  Species,  früher  nur  aus  Zentral-Amerika  gekommen,  aber  neuer¬ 
dings  in  einer  distincten  Rasse  auch  in  Ecuador  entdeckt,  so  dal,!  2  geographische  Formen  zu  registrieren  sind: 
orgetorix  Hew.  (64  a  d),  Avird  hauptsächlich  am  Vulkan  Chiriqui  gefunden,  d-  Vflglbinde  breit  und  rein  rötlich  or<jcton.v. 
ockergelb  am  Vrd  weißlich,  dort  schmal  einsetzend,  hinter  der  Subcostalis  stark  einveitert,  schräg  laufend 
bis  zum  vorderen  Medianast  und  von  da  etwas  gcAvinbelt  steiler  nach  hinten  gerichtet.  Im  hinteren  Median¬ 
zwischenraum  liegt  mitunter  noch  ein  kleiner  brauner  Fleck.  Begrenzung  der  Binde  beiderseits,  namentlich 
aber  distal,  unscharf  und  mehr  oder  weniger  zerrissen  oder  gekerlit.  Proximal  die  Winkelung  ziemlich  deutlich, 
distal  weniger  merklich.  Die  Binde  verschmälert  sich  allmählich  und  bildet  im  HinterAvinkel  einen  dem  Flgl- 
rand  anliegenden,  gekrümmten  und  spitzen  Zipfel.  Der  von  unten  durchscheinende  Augenfleck  nahe  dem 
Apex  ist  meist  etwas  weiß  gekernt,  der  Distalsaum  des  Figls  nur  undeutlich  und  schAvach  aufgehellt.  Hflgl 
am  Distalrand  mit  5 — 6  mm  breiter,  rötlich  ockergelber  Binde,  die  am  Vrd  schmal  und  in  fahlerem  Ton  ein¬ 
setzt  und  proximal  ungewiß  begrenzt  ist.  Im  Hinterwinkel  Avird  sie  schmäler,  trüber  und  Amrliert  sich  in  der 
Grundfarbe.  Fransen  braun.  ?.  Vflgl  bis  auf  das  stumpfer  braune  Wurzelfeld  AÜolett  angeflogen,  mit  AA'eiß- 
lich  violetter  Querbinde  distal  von  der  Zelle.  Diese  Binde  setzt  am  Vrd  miAveit  des  Zellendes  ein  und  wird  A'on 
den  braunen  Adern  geschnitten;  ihr  vorderer  Teil  ist  Aveiß,  fleckartig  abgetrennt,  sie  richtet  sich  sodann  schräg 
gegen  den  vorderen  Medianast,  unter  Berührung  der  hinteren  Zellecke,  ist  dort  stumpfAvinklig  gebrochen,  läuft 
etwas  in  proximaler  Richtung  bis  zum  mittleren  Medianast,  dann  schräg  gegen  den  HinterAvinkel  und  endet 
breit  am  Hrd.  Ihre  distale  Berandung  ist  ziemlich  scharf,  die  proximale  dagegen  ungeAviß  zerstäubt.  Distal¬ 
rand  etwas  deutlicher  als  beim  $  rostbraun  gesäumt.  Hflgl  mit  ähnlich  angelegter  goldgelber  Saumbinde  AAie 
das  cj,  diese  aber  viel  breiter,  bis  13  mm,  hinten  ebenfalls  verschmälert,  im  HinterAi  inkel  ungeAviß  rostrot  zer¬ 
stäubt.  Panama,  Nicaragua.  —  magnalis  Stich.,  bewohnt  Ecuador.  Das  d  größer  als  die  vorige  Unterart,  \  flgl  magnatis. 
mehr  gerundet,  Apex  weniger  vortretend.  Binde  des  Vflgls  verschmälert  und  getrübt,  mitunter  gänzlich  rauch- 
braun  überstäubt.  Die  Verschmälerung  wirkt  von  proximaler  Richtung,  so  daß  die  Binde  näher  an  den  Apex 


V 


39 


OP8IPHANE8.  Von  H.  Frltiistokfer 


:ui() 

verschoben  erscheint  xnid  flie  Winkelung  schärfer  hervortritt.  »Sie  verläuft  vorn,  soweit  überhaupt  zu  erkennen, 
vom  Vrd  schräg  gegen  den  von  unten  durchscheinenden  Augenfleck  nahe  dem  Apex  und  von  da  in  stumpfem 
Winkel  gegen  den  Hinterwinkel.  Der  Distalsaum  selbst  ist  deutlicher  aufgehellt,  so  daß  zwischen  ihm  und  der 
Binde  nur  ein  schmaler  Streif  der  Grundfarbe  verbleibt,  der  hinten  ganz  aufhört,  so  daß  dort  die  helle  Zeich¬ 
nung  der  Binde  und  die  des  Saumes  ineinander  verlaufen.  Distalsaum  des  Hflgls  schmaler  und  trüber,  manch¬ 
mal  nur  ganz  undeutlich  aufgehellt.  In  einzelnen  Fällen  tritt  die  Saumbinde  etwas  deutlicher  auf,  alsdann  ist 
ihre  Berandung  stark  gezackt  $  mit  breiterer,  trüb  violetter  und  an  der  Zelle  weniger  gewinkelter  Quer¬ 
binde.  die  vorn  auch  nur  undeutlich  auftritt  und  distal  in  der  ungewiß  zerstäidxten  Berandung  an  den  Adern 
stark  eingekerbt  ist.  Der  Augenfleck  im  Apicalteil  sehr  deutlich  von  der  fahl  schwärzlichen  Grundfarbe  abge¬ 
setzt,  Distalrand  breiter  und  heller  rauchbraun  gesäumt.  Dieser  Saum  ist  stark  gezackt  und  ziemlich  bestimmt 
begrenzt,  am  Hflgl  schmaler  und  bleicher,  fahl  beinfarben. 

rivalis.  0.  rivalis  Niep,  soll  xanfhus  L.  sehr  ähnlich  sein,  habituell  xanthus  dohrtii  Stich,  gleichstehen.  Flügel 

etwas  schlanker  als  bei  dohrni.  Apex  der  Vflgl  fast  sjiitz  ( '?),  Außenrand  mehr  eingebuchtet.  Oberseite  sanimt- 
artig  chokoladenbraun.  Vflgl  mit  drei  Aixicalmakehi,  nach  diesen  ein  durchscheinendes  schwarzes  Auge  und 
in  Aveiterer  Fortsetzung  nach  hinte]i  zwischen  der  hinteren  Radiale  und  der  vorderen  Mediana  ein  AA'eißgelber 
Fleck.  Die  submarginale  Fleckenbinde  nicht  im  stumpfen  Winkel  sondern  in  flachem  Bogen  angelegt.  Sie 
besteht  aus  7  ungleich  großen  meist  jxroximal  zugespitzten  Flecken  von  dunkelrostgelber  Farbe.  Der  Haar- 
{)insel  der  Zelle  hellbraun,  jener  an  der  Submediana  sammtscliAAUxrz.  Unterseite  wie  bei  dohrni,  die  gelb¬ 
braune  Farbe  intensiver,  die  Aveiße  Strichelung  markanter,  die  sclnvarzen  Zeichnungen  kräftiger.  Die  hintere 
Ozelle  soll  eine  bimförmige  Gestalt  zeigen.  Vflgllänge  54 — 55  mm.  Maccas,  Ecuador. 

0.  xanthicles  hat,  Avie  es  der  Name  schon  ausdrückt,  eine  gewisse  Aehnlichkeit  mit  0.  xanthus  L. 
doch  ist  die  Haarbürste  der  Submediana  der  Vflgl  weniger  breit  angelegt  und  mehr  bxischig,  pinselartig. 
.ranthiclcs.  xanthiclcs  Godm.  Dunkelbraun,  die  Binde  desVflgls  läuft  vom  Vrd  in  einiger  Entfernung  distal  Amm  Zellende 
und  })arallel  zu  den  Discocellulares  schräg  bis  zum  vorderen  Medianast,  ist  hinter  diesem  stumpfAxinklig 
nach  hinten  gebogen  uml  endet  unter  allmählicher  Verschmälerung  spitz  nahe  dem  Hinte rAvinkel.  Die  proxi¬ 
male  Berandung  ist  ziemlich  scharf  und  stellenweise  nur  wenig  eingekerbt,  der  stumpfe  Winkel  etAvas  abge¬ 
rundet,  die  distale  Berandung  an  der  hinteren  Radialis  stufenartig  vorgeschoben,  die  Winkelung  schärfer,  sonst 
ebenfalls  in  ziemlich  gleichmäßiger  Richtung  verlaufend.  Hflgl  mit  etlichen  trüb  ockergelben  Apicalf  leck  dien 
oder  dem  Ansatz  einer  Randbinde  am  Apex.  S-  Grundfarbe  der  Flgloberseite  fahl  graubraun,  das  Apical- 
feld  flunkler.  Binde  des  Vorderflügels  breiter,  hell  ockerfarben.  Die  Verbreiterung  geschieht  AmrzugSAveise 
an  der  proximalen  Seite,  so  daß  die  Binde  dem  Zellende  naherückt  und  die  stumpfwinklige  Krümmung  ver¬ 
loren  geht.  Die  Berandung  bildet  hier  nur  einen  flachen  Bogen,  Avährend  sie  distal  genau  denselben  Charak¬ 
ter  aufAveist  Avie  beim  d-  Hflgl  mit  deutlicherer,  fahl  ockergelber  Randbinde,  die  sich  jedoch  bald  hinter  dem 
cypiirissa.  Apex  etAins  von  dem  Saum  entfernt  und  ungeAviß  zerfließt.  Panama.  —  cyparissa  Frühst.  (66  a).  Grund¬ 
farbe  scliAvarzbraun,  Vflgl  mit  den  ülilichen  3  weißen  Ajiicalp unkten  und  einer  dunkel  ockergelben  Binde, 
die  vom  Costalrand  (auf  etwa  7 — 9  mm  Abstand)  distal  von  der  Zelle,  den  Vflgl  durchzieht  und  sich  b?i 
der  oberen  Mediana  dem  Distalsaum  nähert,  den  sie  nirgendwo  völlig  erreicht.  Gegen  die  Submediana  zu 
verschmälert  sich  die  Binde.  Auf  den  Hflgln  setzt  sich  die  Binde  als  mäßig  breiter  Distalsauin  fort,  der  von 
der  Subcostalis  zur  mittleren  Mediane  reicht  und  sich  nach  hinten  allmählich  verjüngt.  Vor  der  oberen 
Zellwand  ein  langer  scliAvarzer  Haarpinsel  (bei  xanthus  ist  dieser  Pinsel  hellgelb,  bei  herecynthia  scliAA'arz  und 
klein,  bei  aniphirhoe  und  orgetorix  fehlt  er  völlig),  ein  noch  längerer,  distal  stark  geAA^ellter  dichterer  Haar¬ 
büschel  aus  einer  Falte  vor  der  Submediana  herausquellend,  und  der  übliche  kleine  graue  Duftbüschel  in  dem 
blanken  Duftbecken  proximal  an  der  Submediana.  Unterseite:  Basalhäfte  der  Vflgl  dunkelbraun,  die  Sub¬ 
marginalregion  Aveiß  schraffiert,  der  Distalsaum  costalwärts  braun,  analwärts  gelblich.  Von  der  scliAAUirzge- 
kerntcn  A])icalocelle  an  durchzieht  den  Flügel  eine  schmale,  scharf  prononcierte,  Adolett-AAniße  Submarginal- 
binde.  Hflgl  mit  einer  breiten,  braunen  schrägen,  den  unteren  Teil  der  Zelle  durchquerenden  Medianbinde. 
Rings  um  die  großen  braun  geiingelten  Analocellen  ein  leicht  kaffeebrauner  ausgedehnter  peripherischer  Vor¬ 
hof;  alles  übrige  mit  Ausnahme  des  grünlich  braunen  Distalsaums  dicht  und  fein  Aveiß  gestrichelt.  ZAvei  scliAA'arze 
gCAvellte  Antemarginallinien  gehen  auf  de]i  Hflgln  von  Subcostalis  bis  Submediana,  auf  den  Vtlgln  Averden  sie 
bereits  A-mr  der  mittleren  Mediane  undeutlich  $  gleichmäßig  scluvarzbraun  die  AA^eißen  A])ical mäkeln  etAvas 
größer  als  beim  d-  Vflglbinde  nahezu  doppelt  so  breit,  nur  costal-  und  anahvärts  mäßig  A^erjüngt,  zAvi- 
schen  der  hinteren  Radialis  und  der  vorderen  Mediana  einen  Aveißen  Punkt  im  distalen  Teil  umschließend.  Rand¬ 
binde  der  Vflgl  com])act,  ockergelb,  })roximal  mit  rötlichem  Schimmer,  scharf  bis  zur  Irdsader  durchgezogen. 
Ihiterseite  reichlicher  weiß  schraffiert  als  beim  d-  Terminalsaum  mit  lebhafter  gelbbrauner  Berandung.  IMuzo, 

betisar.  Columbien  4 — 800  m,  $  von  Fasse  entdeckt.  —  belisar  Stich.  Größer  als  die  typische  Unterart,  Amn  dunklerer 
Grundfarbe.  Binde  des  Vflgls  etwas  breiter,  lebhaft  rötlich  braun;  proximale  Begrenzung  ohne  deutliche 
Winkelbildung  und  bogenförmig  gekrümmt,  distale  Begrenzung  Avie  bei  der  typischen  Unterart.  Hflgl  mit 
einer  5 — 7  mm  breiten,  lebhaft  rötlich  ockergelben  Saumbinde  am  Distalrand,  die  im  Apex  spitz  einsetzt, 
sich  bald  zur  Awllen  Breite  entAvickelt  und  deutlich  bis  nahe  zum  HinterAAhnkel  bleibt,  um  sich  hier  in 
ungeAvisser  Zerstäubung  in  der  Grundfarbe  zu  verlieren;  ihre  proximale  Berandung  ist  etiA'as  bogig.  Sonst 
Avie  die  typische  Unterart.  Vflgllänge  54  mm.  Bolivia  (Prov.  Yungas,  La  Paz). 


()1\S1I>HANRS.  Von  II.  Fhhiistoiii.'rk. 


307 


0.  singularis  Wey'}ii.  cJ  oben  (hinkell)raun,  im  Zellende  inid  dahintei’  etwas  T-ötlieli  g(*tönt.  7\|)ical}'eld  HuKjaldri». 
schwarzbraun.  Im  Aubenteil  der  Zelle  ein  unregelmäbiger,  satt  ockergel})er  Fleck.  Hinter  der  Zelle  läuft  eine 
im  vorderen  Teil  etwas  wurzelwärts  gekrümmte  ockergelbe  Querbinde;  sie  besteht  aus  (i  Flecken,  von  denen 
die  vorderen  drei  enger,  die  hinteren  lose  Zusammenhängen;  atu  vorderen  Medianast  .schiebt  sieh  von  der  Zelle 
her  die  Grundfarbe  als  gerundeter  Zapfen  in  die  Binde  hinein,  so  diib  die.se  tief  ausgehöhlt  ist.  Xahe 
dem  Apex  liegt  ein  hell  ockergelber  verhälttiismäfbg  großer  rundlicher  Fleck.  Hflgl  nahezu  elliftti.seli,  von 
der  Wurzel  aus  braun;  die.se  Färbung  geht  hinter  der  Zelle  allmählich  in  Rostrot  und  schließlich  in  eine  unbe¬ 
stimmte  satt  ockergelbe  Randbinde  über;  vor  der  Subcostalis,  distal  von  der  Fraecostalzelle  und  mdie  dic.ser 
liegt  ein  nach  vorn  gerichteter  ockergelber  Haarbüschel,  im  hinteren  Teil  der  Zelle  und  zwi.sclien  rlieser  und  der 
Submediana  starke  braune  Behaarung  ohne  Pinsel  oder  Büschel bildung  und  auf  einer  blanken  Reibefläclu* 
am  Hrd,  etwa  in  der  Mitte  der  Submediana,  ein  sehr  kleiner  Haarpinsel.  ITnterseite  des  Vflgls  braun,  verschit*- 
denartig  heller  und  dunkler  gewölkt  nnd  schattiert.  In  und  am  Ende  der  Zelle  verworrene  schwarze  Linien, 
die  zwei  bindenähnliche  braune  Flächen  einschließen  und  bedecken;  zwischen  diesen  weißliche  Bestäubung. 

Im  hinteren  Radialzwischenraum  liegt  ein  schwarzer  augenartigtr  Fleck.  Nahe  dem  graubraunen  Distalrand  ver¬ 
laufen  zwei  schwarze  Linien,  beide  verlieren  sich  in  der  Nähe  des  Hinterwinkels  in  der  dort  graugelb  gefärbten  Grund¬ 
fläche.  Der  Apex  ist  etwas  ockergelb,  das  Hrdfeld  rauchbraun.  Auf  der  Submediana,  nahe  der  Flglwurzel 
und  bedeckt  vom  vorderen  Teil  des  Hflgls,  lagert  ein  kleiner  ockerfarbener  länglicher  Duftschuj)])enfleck.  Hflgl 
hellbraun,  das  proximale  Vrdfeld  vor  der  Costalis  etwas  dunkler,  weiß  quergestrichelt,  der  Flglteil  hinter  diesem 
Felde  bis  zur  Mediana  mit  unregelmäßigen  dunklen  Figuren  bedeckt;  distal  im  Anschluß  hieraji  liegt  ein  großer 
rundlicher,  augenartiger  Fleck  von  brauner  Farbe  in  verschiedener  Abschattierung  und  schwarzbraun  gelängt. 

Im  hinteren  Figlfeld  steht  in  einem  hellbraunen  Ringe  ein  zweiter  schwarzer  Augenfleck,  dessen  innere  Sclieibe 
gelblich  über, stäubt  ist  und  einen  weißen  Strich  trägt;  das  Ganze  ist  schwarzbraun  gelängt  und  liegt  in  einem 
braun  violetten  Hof.  Die  übrige  Flglfläclie  schwarzbraun  gestrichelt  und  marmoriert,  das  Distalfeld  erscheint 
eintöniger  braun,  während  das  Mittelfeld  leicht  violett  schimmert;  am  schärfsten  ist  die  Strichelung  im  Hrdfeld. 

Vflgllänge  44  mm.  Guatemala  nur  l  cJ  bekannt. 

0.  amphirhoe  vertritt  die  Artengruppe  Catohlepia  im  mittleren  und  südlichen  Brasilien.  Die  Art  ist 
leicht  kenntlich  an  der  eigentümlich  hellgrau  marmorierten  Unterseite,  auf  der  die  Apicalaugen  Aveit  an  den 
Distalrand  vorgeschoben  sind.  Zwei  gut  getrennte  Arealformen;  amphirhoe  Hhn.,  Namenstype  vermutlich  (unphirhoe 
von  Rio  de  Janeiro,  wo  die  Rp  nach  v.  Bönninghausen  (der  .sie  irrtümlich  als  xanthus  benannte)  auf  stachli¬ 
gen  Palmen  lebt  und  von  meergrüner  Farbe  ist.  Beide  Geschlechter  wesentlich  größer  als  die  abgebildete 
'placita,  die  ockerfarbene  Binde  entsprechend  breiter.  In  Es])iritu  Santo  nicht  sehr  selten.  -  placita  Stich,  (fit  a)  pJacHa. 
ist  stets  kleiner,  die  Vflglbinde  immer  zusammenhängend  und  nicht  wie  bei  amphirhoe  im  vorderen  Intrame¬ 
dianfeld  aufgelöst.  Unterseite  viel  dunkler.  Vflgl  nur  in  der  Zelle  mit  grauen  Aufhellungen.  Hflgl  mit  jironon- 
eierteren  schwarzen  Schuppenaiihäufungen,  die  sich  zn  einer  Art  Submarginalbinde  ansammeln  und  ausbilden. 
Anscheinend  häufig  bei  Blumenau  in  Santa  (Katharina  (8  ö'ö',  2  9  in  der  Kollektion  Fhuiistorfe  u) ;  sehr  selten 
in  Rio  Grande  do  Sul,  wo  mir  aus  Candelaria  nur  2  vorliegen.  Nach  Stichel  scheint  in  Sao  Paulo  eine 
Intermediatform  zu  existieren,  über  welche  Details  noch  nicht  bekannt  sind.  Die  Durchforschung  Brasiliens 
läßt  eben  immer  noch  zu  wünschen  übrig  und  bietet  eine  der  dankbar, sten  Aufgaben  für  die  Zukunft. 

b.  Sektio  Polyophthalmi. 

Unterseite  des  Ilflgls  mit  einer  geljogenen  Reihe  vnn  5 — 6  Ozellen.  oherseits  stet.s  mit  einem  tlaarjiinsel  im  hinteren 
Teil  der  Zelle,  einem  kleineren  hinter  der  ,Suf)mediana  und  einem  InirstenartiKen  Hüschel  zwischen  dieser  und  der  hinteren  .Mediana. 

C.  berecynthia  gleicht  etwas  der  0.  xanthus  L.,  mir  sind  die  Figl  rundlicher  nnd  die  Dnfthaare  an  der 
Submediana  pinselartig  herausgezogen,  nicht  breit  bürstenartig  angelegt.  Mehrere  znm  Teil  sehr  scharf  abgeschie 
dene  geographische  Rassen,  berecynthia  Cr.  Vflglbinde  verschieden  breit,  bei  ganz  typischen  Stücken  nur  bcrccyuthia. 
schmal.  Sie  läuft,  ohne  die  Zelle  zu  berühren,  vom  Vrd  in  schräger  Lage  bis  zum  vorderen  Medianast.  ist  dann 
winklig  nach  hinten  gekrümmt,  dem  Saum  allmählich  genähert  und  endet  schmal  und  in  spitzem  Zipfel  unweit 
des  Analwinkels.  Ihre  innere  Begrenzung  ist  ziemlich  ganzrandig,  nur  am  mittleren  Medianast  eUvas  gekerbt, 
ihr  äußerer  Rand  weniger  scharf,  an  den  Adern  mehr  oder  weniger  eingeschnitten.  Hflgl  mit  vollkommener 
schmaler  oder  teilweise  undeutlicher,  rostroter  Binde  am  Saum  oder  nahe  demselben,  in  ersterem  Falle  in  der 
Regel  nur  hinten  dem  Rande  aufsitzend,  vorn  etwas  abgerückt.  Auf  der  Unterseite  des  Vflgls  die  proximale 
der  unweit  des  Saumes  verlaufenden  Linien  nur  schwach  gekrümmt,  die  distale  ziemlich  nahe  am  Rande  gelegen. 

$  fahler,  Binde  des  Vflgls  breiter,  ihre  proximale  Begrenzung  den  Discocellulares  anliegend,  an  der  hinteren 
Zellecke  zwischen  dem  mittleren  und  vorderen  Medianast  zahnartig  wurzelwärts  Amrtretend,  die  M  inkelung 
weniger  scharf,  aber  an  der  distalen  Begrenzung  als  solche  zu  erkennen.  Hflgl  am  Sanm  mit  vollkommener 
rostroter  Binde,  die  im  vorderen  Teil  etwas  vom  Rande  abgerückt  ist.  Unterseite  Aveniger  lebhaft,  die  Linien 
nahe  dem  Vflglsaum  stärker  gekrümmt.  ZAvei  benannte  Bindenaberrationen:  latitaenia  Frühst.  (64  a).  ^  flgl-  latitacuia 
binde  verbreitert  und  stark  gewinkelt,  der  gelbliche  Saum  des  Hflgls  trübe.  —  velata  Stich.  ^  flglbinde  A’er-  velaia. 
schmälert  und  getrübt,  stellenweise,  mitunter  auch  ganz,  verschwommen  und  undeutlich.  Beim  $  ist  diese  Um- 


308 


OPRTPHANE8.  Von  H.  Frfhstorfee. 


biklung  weniger  auffällig,  die  Binde  aber  fahler  im  Farbton,  mitunter  ebenfalls  verwaschen  und  etwas  getrübt, 
stets  schmaler  als  bei  der  Hauptform;  sie  bleibt  in  der  Regel  etwas  von  dem  Zellende  abgerückt,  seltener 
wird  dieses  am  Ursprung  der  hinteren  Radialis  leicht  berührt.  Hflgl  beim  d'  einfarbig  oder  nur  mit  ver¬ 
loschenen  oder  getrübten  Resten  der  Randbinde;  beim  ?  diese  im  hinteren  Teil  vorhanden,  aber  trübe, 
niidas.  nach  vorn  verloschen  oder  zu  trüben  Fleckchen  umgebildet.  Guayana  und  unterer  Amazonas.  —  midas  Stich. 
Type  aus  Coca  in  Ost-Ecuador.  (^:  Grundfarbe  dunkel  schwarzbraun.  Binde  des  Vflgls  weniger  scharf  gekrümmt 
als  bei  der  typischen  Unterart,  so  zwar,  daß  sie  an  der  proximalen  Grenze  einen  flachen  Bogen,  an  der  distalen 
einen  stumpfen  Winkel  im  vorderen  Medianzvdschenraum  bildet.  Dort  ist  sie  an  den  Adern  nur  wenig  einge¬ 
kerbt,  am  mittleren  Medianast  mitunter  etwas  stärker,  hier  ist  sie  mehr  zerklüftet  und  weniger  scharf  abgesetzt. 
Im  Hflgl  liegt  am  Distalsaum  eine  schmale,  rostgelbe  Binde,  die  hinten  spitz  eingesetzt,  im  Hinterwinkel 
dem  Distalrand  unmittelbar  anliegt  und  dort  am  breitesten,  etwa  4 — 5  mm,  ist,  sich  dann  vom  Rande  um  etwa 
liixuriosd.  dieselbe  Breite  entfernt,  verschmälert  und  in  Flecke  auflöst.  —  luxuriosa  Stich.  S.  Von  dem  vorigen  dadurch 
unterschieden,  daß  die  Binde  des  Hflgls  nur  im  Analwinkel  als  ein  breiter  rostgelber  Fleck  auftritt,  etwa  von 
der  Submediana  bis  zur  vorderen  Mediana.  Der  Außenrd  im  übrigen  einfarbig.  Binde  des  Vflgls  breit,  die 
distale  Begrenzung  etwas  gezackt  imd  winklig,  die  proximale  ebenfalls  an  den  Rippen  eingekerbt,  den  oberen 
Teil  der  Zelle  ausfülleiid.  Ocellen  der  Unterseite  des  Hflgls  groß  und  lebhaft  gezeichnet.  Alle  mit  einem  breiten 
rostgelben  Hof  (Ring)  umgeben,  deren  einer  in  den  anderen  übergeht,  wodurch  eine  geschwungene  Wellen¬ 
binde  entsteht,  in  der  die  Ocellen  liegen.  Vflgllänge  49 — 50  mm.  $  größer  als  das  d,  Grundfarbe  heller.  Binde 
des  Vflgls  beträchtlich  in  den  distalen  Teil  der  Zelle  hineinragend,  und  zwar  so,  daß  dieselbe  von  der  vorderen 
Ecke  bis  zum  Ursprung  der  mittleren  Mediana  rostgelb  ausgefüllt  ist.  Vflgllänge  54  mm.  Columbien  (Miizo?). 
vicencionti.  —  viccncioiia  suhsi).  nov.  gleicht  oberseits  in  der  Anlage  der  Binde  des  Hflgls  etwas  unditaenia,  dagegen  ist 
die  Vflglbinde  wie  bei  luxuriosa.  Stich,  dem  Zellapex  angeschmiegt,  jedoch  distal  noch  etwas  mehr  zerteilt  und 
analwärts  verschmälert.  Vor  der  Zellwand,  genau  an  der  Abzweigung  der  hinteren  Radiale  steht  ein  kreisför¬ 
miger  Fleck,  der  nicht  wie  bei  luxuriosa  breit  ausfließt.  Subterminalbinde  der  Hflgl  satter  rötlich-gelb  als  bei 
unditaenia,  nach  vorne  nicht  in  einzelne  Flecken  aufgelöst  und  analwärts  bis  zum  Außenrd  vorgerückt,  also  etwas 
verbreitert.  Unterseite :  Zelle  rotbraun,  die  Apicalpartie  und  die  gesamte  Submarginalregion  der  Vflgl  aber 
grau  violett,  Hflgl  mit  vier  grün  gekernten  hinteren  und  zwei  rötlich  gefüllten  vorderen  Augen.  Ost  Columbien, 
adjecta.  Villaviceiicio,  400  m,  (Fasse  leg.).  —  adjecta  Stich.  ^  oben  tief  schwarzbraun.  Die  Vflglbinde  berührt  proximal 
die  Discocelhdares  und  ist  stufenweise  sanft  gekrümmt,  nicht  gewinkelt  wie  bei  der  typischen  Unterart,  auch 
etwas  breiter  im  Durchschnitt.  Distale  Saumbinde  des  Hflgls  nach  dem  Hinterwinkel  zu  bedeutend  verbreitert, 
vorn  schmaler,  am  Ajiex  spitz  auslaufend  und  in  der  vorderen  Hälfte  etwas  vom  Flglrand  abgerückt.  Die  Binden 
beider  Figl  lebhaft  rötlich  ockerfarben.  Unterseite,  wie  bei  der  folgenden  Unterart,  lebhaft  gefärbt,  die  distalen 
Augenflecke  mitunter  in  vollständiger  Kette  über  die  ganze  Figlbreite  ausgebildet.  Bolivia,  Amazonas  (in  Ueber- 
herecyn-  gangen).  —  berecynthina  Hopff.  (  =  vercingetorix  Stgr.).  ;  Vflglbinde  nach  der  proximalen  Seite  derart  ver- 
iltina.  })veitert,  daß  die  Winkelbrechimg  vollständig  ausgeglichen  wird  und  die  Begrenzung  in  einen  flachen  Bogen 
übelgeht.  Die  Proximalgrenze  zieht  mitunter  durch  den  distalen  Teil  der  Zelle,  die  Discocellulares  bleiben 
jedoch  braun.  In  diesem  Falle  ist  die  Berandung  an  der  Mediana  eingekerbt  und  vorn  in  der  Zelle  ungewiß 
zerstäubt.  An  der  Distalgrenze  ist  die  Winkelbildung  im  vorderen  Medianzwischenraum  indes  deutlicher. 
Der  hintere  Teil  und  der  Endzipfel  ist  viel  breiter  als  bei  der  ty^üschen  Unterart.  Hflgl  am  Distalrand  mit  voll¬ 
kommen  geschlossener  Binde,  die  spitz  am  Hrd,  ganz  nahe  dem  Hinterwinkel,  einsetzt,  sich  alsbald  zu  einer 
Breite  von  8 — 9  mm  entwickelt,  nach  vorn  unter  allmählicher  Verengerung  vom  Rande  etwas  abrückt  und  ziem¬ 
lich  spitz  im  Apicalfeld  aufhört.  BeiUebergangsstücken  ist  die  Binde  im  hinteren  Teil  schmaler,  die  Verengerung 
l)eträchtlicher  und  der  vordere  Teil  mehr  oder  weniger  in  Flecke  aufgelöst.  Die  Binde  des  Vflgls  breitet 
sich  über  den  distalen  Teil  der  Zelle,  mindestens  über  deren  hintere  Ecke,  aus;  Binde  des  Hflgls  in  ähnlicher 
Anlage  wie  beim  aber  noch  breiter,  bis  zu  12  mm.  Die  Binden  beider  Figl  fahler  im  Farbton  als  beim 
auch  die  braune  Grundfarbe  weniger  tief,  der  Augenfleck  der  Untei’seite  zwischen  den  Radiales  des  Vflgls 
unditaenia.  als  gefüllter  schwarzer  Kreis  stark  nach  oben  durchscheinend.  Peru,  Bolivia.  —  unditaenia  Frühst.  (64  a)  hat 
Hübner  bereits  gekannt  und  als  berec ijnthia  ahgehiidet.  Hübner’s  und  unsere  Figuren  differieren  aber  erheblich 
vom  CRAMER’schen  Namenstypus,  und  zwar:  1)  durch  die  nicht  gekniete  oder  gewinkelte  Vflglbinde,  die  sieh 
in  einem  zierlichen  Halbbogen  ausAvölbt;  2)  die  breiteren  und  intensiver  rotgelben  Binden  aller  Figl;  3)  die  leb¬ 
hafter  rotbraun  getönte  Unterseite.  Diese  drei  Abweichungen  charakterisieren  zugleich  die  bisher  nicht  beachtete 
neue  Lokalform,  deren  Binden  sich  fast  ebenso  verbreitern,  wie  bei  den  typischen  berecynthia  aber  leb¬ 

hafter  gefärbt  und  schärfer  begrenzt  sind.  Exemplare,  bei  denen  der  Distalraum  durchgehend  schwarz  gerandet 
ist,  wie  auf  Hübner’s  Figur,  liegen  mir  nicht  vor.  Bei  meinen  Rio-Jd'  reicht  dieser  Saum  nur  bis  zur  oberen 
Mediane;  dergleichen  und  einige  andere  Abweichungen  sind  natürlich  unerheblich  und  meist  individuell.  Nach 
den  tertiär  sexuellen  Merkmalen  beurteilt,  differiert  unditaenia  vom  Typus  in  vier  Modifikationen:  1)  durch  den 
viel  längeren,  dichteren  Haarki’anz  am  Vflgl-Ird;  2)  den  von  diesem  Haarbesatz  völlig  überdeckten  und  viel 
stärkeren  Duftpinsel  an  der  oberen  Zellwand  der  Hflgl;  3)  den  durchaus  schwarzen  Haarpinsel  der  unteren 
Zellwand  (der  bei  berecynthia  basal  gelb  gefärbt  ist);  4)  den  längeren  Haarbüschel  im  glänzenden  Duftbecken 
der  Submediana.  Coli.  Fruiistorfer,  Type  1  cj  aiis  Rio  de  Janeiro,  nach  Stichel  1  Exemplar  aus  Säo  Paido 
in  der  Sammlung  Staudinger. 


OPSTPHANRS.  Von  H.  Fruiistorfrr. 


0.  generosa  Stich.  Nächst  C.  herecynthns  Cr.  (h’ößer,  gcdi’uiigeiier,  Vflgl  mit  rm  ln-  g(-nui-  <ienero»u. 
detein  Apex.  GruiKlfart)e  sclivvarzhrauii.  Vflgl  mit  drei  kleinen  weißen  ApicaH'leckclien  und  einer  discalen, 
breiten,  gestreckten  goldgelben  Sclirägbinde,  deren  distale  Begrenzung  nächst  der  Zelle,  außerhalb  dieser,  liegt, 
deren  proximale  Begrenzung  durch  letztere  geht,  so  daß  reichlich  ein  Drittel  dei'selben  goldgelb  ausgefüllt  ist. 

Beide  Rtinder  der  Binde,  namentlich  der  distale  ohne  wesentliche  Auszahnungen.  Unterseits  ist.  die  Drundf'ai  be 
hinter  der  Zelle  gelblich,  schwarzbraun  gestrichelt  und  gewölkt,  allmählich  in  einen  trüberen  d’on  übergehend, 
namentlich  im  vorderen  Teil.  Dort,  nahe  dem  Ajrex,  tritt  etwas  weiße  Strichehrng  auf  und  die  drei  weißerr 
Fleckchen  der  Oberseite.  Zwischen  den  Radiales  liegt  ein  rundes,  schwai’zes,  gelblich  irrrrringtes  itnd  schwär-z- 
lich  umzogenes  Auge,  das  innen  mit  weißem  Strich  versehen  ist.  Distales  Saitmf'eld  gegen  dert  gestrichrdtmi 
Flgiteil  in  konkaver  Krümmung  durch  eineii,  namentlich  hinten,  leuchtend  ockergelben  Streif  abgegrenzt.  Ilflgl 
oberseits  einfarbig  braun  bis  auf  den  Hinterwirrkel,  der  goldgelb  gefärbt  ist  inrd  von  dem  sich  nahe  den)  Rande 
der  trüber  gelb  begrenzte  Ansatz  einer  Binde  bis  nahe  zum  vorderen  Medianast  veri'olgerr  läßt.  Oeschlechtscharak- 
ter  wie  bei  der  vorigen  Art,  aber  der  Büschel  vor  der  Mediana  und  der  kleine  Pinsel  auf  der  blarrken  Reibefläche 
an  der  Submediana  fehlen.  Unterseite  gelbbraun,  mit  zwei  schwärzlichen  Linien  in  einem  schtrialert  distalerr 
Saumfeld.  Der  übrige  Flgiteil  braun  gestrichelt  und  gewölkt;  der  Pi'aecostalzelle  anliegend  ein  gelbroter, 
dunkel  umzogener  Fleck,  zwei  ähnliche,  weniger  deutliche  Flecke  in  der  Zelle.  Distal  von  dieser  eine  geschwun¬ 
gene  Reihe  von  6  mehr  oder  weniger  deutlich  augenartig  ausgejrrägten,  runden  Flecken,  von  denen  die  hinteren 
4  oder  5  durch  eine  helle  Umrandung  kettenartig  Zusammenhängen.  Der  vordere,  hinter  der  Mitte  des  Vi'ds 
gelegene  Fleck  rotgelb,  schwarz  umrandet,  innen  mit  weißem  Bogenstrich,  die  beiden  folgejiden  mit  undeut¬ 
licher  Pupille,  die  nächsten  mit  großem  schwarzem,  fast  ganz  grünlichgelb  überstäubtem Kern,  der  vorn  auch 
mehr  oder  weniger  deutlich  mit  einem  weißen  Bogenstrich  bekränzt  ist.  Zwischen  dieser  Fleckenkette  und  den 
distalen  Saumlinien  weißliche  Strichelung,  die  sich  von  dem  rötlich  ockergelben  Giiindton  in  locker  zusamnun- 
hängenden  Spitzbogen  abhebt.  Oestliches  Ecuador,  Peru  (Pebas). 

Arten-Gruppe  Selenophanes  Styr. 

Vordere  und  mittlere  Discocellulare  scharf  rechtwinklig  zai  einander  gestellt.  Costalis  und  Suhcostalis  schmal  aher 
deutlich  getrennt.  Ixdztere  5-ä.stig'.  Zwei  Ae.ste  vor  dem  Zellende,  der  erste  in  eiiuger  Kidlejaumg  lU'oximalwärts  gestellt,  der 
zweite  dicht  vor  der  Zelle,  dritter  Ast  hi  der  Mitte  zwischen  Zelle  und  A])ex  ent.sju'ingend,  alle  drei  in  den  Vrd,  der  vierte  kurz 
vor  dem  Ai)ex  entspringend,  in  letzteren  au.slaufend,  gefolgt  von  dem  fünften  und  mit  diesem  eine  Gabel  bildend.  Zelle  lang, 
nur  mäßig  breit,  distal  beiderseits  rechtwinklig  hegj'enzt.  Vordere  Dis(a)celhdaris  sehr  kurz,  mittlere  von  dieser  scharf  winklig 
in  kurzem  Bogen  ahgezweigt,  sodann  ohne  Absatz  von  der  etwas  längeren  hinteren  Discocellularis  fortgesetzt.  iMediana 
nächst  der  Wurzel  heim  ^  blasig  aufgeti'iehen.  Eine  Art  [H.  cassiope  Cr.)  unten  vor  der  Submediana  iiut  einem  mehligen 
erhabenen  Duftflecdv,  dem  eine  mehlige  Reihefläche  zwischen  Costalis  und  Suhcostalis  auf  der  Oberseite  des  llflgl.s  enls]iricht. 

—  Hflgl  mit  ahgerundetem  Apex  und  meist  ziemlitdi  sjiitzem  Analwinkel,  nur  hei  einer  Art  (S.  joscphun  (todni.  k.  Salv.) 
rundlich;  (J  ohne  offeiv  liegende  ]>insel-  oder  hürstenartige  Haare,  zwischen  Submediana  und  iMediana  al)er  lang  behaart,  hei 
zwei  Arten  oberhalb  Suhcostalis,  tlicht  an  der  Rräcostalzelle  ein  nach  vorti  gerichteter,  von  dem  Ilrd  des  A’flgls  vn*rdeckt(U’ 
Haarbüschel  (C.  supreiiiKS  in.  u.  joi^cphun  Godm.  ii.  Salr.),  eine  Species  (S.  jonep/nin)  mit  einem  fast  dreieckigen,  filzigen  schwar¬ 
zen  Duftfleck  zwischen  der  hinteren  und  mittleren  Mediana,  l’räcostalzelle  sehr  S(4nual,  Rräcostale  ülierragt  diesellie  bedeutend. 

Costa  ]>roximal  stark  gela|)pt.  Zelle  schmal  und  la.ng,  über  die  Hälfte  dei‘  Plügellänge.  Abdomen  ohne  seitliche  Reibedrüsen 
beziehungsweise  Wülste. 

a)  ^  Vflgl  unterseits  mit  filzigem  Duftfleck  vor  der  Sidunediana.  Hflgl  mit  mehliger  Reibefläche  vor  der  Suti- 
costalis  oder  nach  oben  gelichtetem  Haarbüschel  nächst  der  Präcostalzclle. 

0.  cassiope  Cr.  Dunkelbraun,  am  Vrd  nahe  dem  Apex  Ixinahe  schwarz.  Schrägbinde  des  Vflgls  vorn  cassiopc. 
fahl,  dann  licht  rötlich-ockerfarben;  sie  läuft  vom  Vrd  schräg' bis  zum  Hinterwinkel,  wo  sie  einen  stumpfen, 
nach  dem  Hrd  gekrümmten  Zipfel  an  der  Submediana  bildet.  Breite  der  Binde  etwa  8 — 10  mm.  Hflgl  einfarbig, 
zuweilen  mit  etwas  verloschener  gelblichbrauner  Bindenzeichnung  nahe  dem  Saum  oder  unmittelbar  an  ihm. 

Mehlfleck  im  Vrdfeld  graiischwarz.  Größer;  meist  matter,  auch  die  Farbe  der  Vflglbinde  etwas  fahler.  Diese 
jedoch  beträchtlich  breiter,  bis  zu  12  mm,  hinten  stumpfer,  distal  mehr  zerstäubt  und  zerklüftet,  jedoch,  wie 
beim  (J,  in  ganzer  Länge  außerhalb  der  Zelle  verlaufend,  wenn  auch  mit  der  proximalen  Begrenzung  den  Disco¬ 
cellulares  anliegend.  Saum  unter  dem  Apex  mehr  oder  weniger  lebhaft  schmal  gelblich  bestäubt,  diese  Bestäu¬ 
bung  zuweilen  bindenartig  mit  scharfer  Berandung  bis  zum  mittleren  Medianast  ausgebildet  und  dann  allmäh¬ 
lich  in  die  braune  Grundfarbe  übergehend.  Hflgl  gewöhnlich  einfarbig  mit  trübe  bräunlichgelber  Distalrand¬ 
bestäubung  hinter  dem  Apex.  Diese  Bestäubung  wie  im  Vflgl  mitunter  bindenähnlich  ausgebildet,  jedoch 
vor  dem  Hinterwinkel  allmählich  trüber  und  ungewiß  endigend;  zuweilen  tritt  auch  eine  mehr  oder  weniger 
deutliche  wellenförmige  Binde  nahe  dem  Distalrand,  etwa  von  der  Sidicostalis  bis  zum  vorderen  oder  mittleren 
Medianast,  auf  (Uebergänge  zu  am,plior  und  Cassiopeia).  Guayana,  nördliches  Brasilien  (unterer  Amazonas). 

—  Cassiopeia  »Sfg'r.  vom  oberen  Amazonas  und  Peru.  (J:  Vflglbinde  in  der  Regel  nicht  so  breit  wie  l>ei  der  vorigen  cassiopcia. 
Unterart,  proximal  ebenfalls  etwa  ein  Drittel  der  Zelle  ausfüllend,  distal  gleichmäßiger  abgesehrägt.  Ihre 
proximale  Begrenzung  stärker  zerklüftet,  namentlich  an  der  Mediana  und  im  mittleren  Medianzwischenrauni 

tief  eingeschnitten,  auch  die  distale  Berandung  manchmal  mehr  zerrissen.  mit  gleichmäßig  breiter  Binde 
der  Vflgl,  sehr  großem  quadratischem  Fleck  vor  dem  Zellapex.  Hflgl  mit  deutlicher  gelblichgrauer  proximal  tief 
eingekerbter  Randbinde  und  einem  schmalen  rötlichgelben  Submarginalband,  das  sich  zu  der  mittleren  iMediana 
verliert.  Unterseite  dunkler  als  auf  Staudinger’s  Figur  des  ^  in  Exot.  Tagf.  Taf.  71.  Hflgl  nur  costal- 


310 


ERYPHANI8.  Von  H.  Frtthstorfer. 


ampJior.  wärts  leicht  aufgehellt.  Villavicencio,  Ost-Columbien,  400  m.  —  amplior  Stich.  Ein^  Mittelform  zwischen 
cassiope  und  Cassiopeia.  Kleiner  als  letztere.  Binde  der  Vflgl  breiter,  lebhaft  orangegelb,  Ränder  weniger  gezackt. 
»Submarginalbinde  des  Hflgls  schmäler  als  bei  der  vorigen,  aber  deutlich,  wellig  (halbmondförmig)  von  der  Costa 
bis  zur  hinteren  Mediana  vorhanden,  sodann  obsolet,  in  die  Grundfarbe  übergehend.  Vflgllänge  54  mm.  1  ^ 
Columbien.  Diese  Form  tritt  auch  am  unteren  Amazonas  in  ähnlicher  Weise  neben  der  Stammart  als  Aberration 
ihcoijnis.  auf.  l  d  Coll.  Früh STORFE R  von  Obidos.  --  theognis  Frühst,  von  Matto  Grosso,  ist  eine  weitere  Intermediatform 
die  cassiope,  Cassiopeia  und  placentia  verbindet  und  sich  von  allen  durch  lebhafter  rotgelbe  aber  viel  schmälere 
Vflglbinden  unterscheidet.  Die  Hflgl  führen  einen  tie.fschwarz  eingebvichteten  graubraunen  Dislalsaum,  der 
aus  halbmondförmigen  Makeln  besteht  und  eine  deutliche  vorne  etwa  ocker-,  analwärts  rotbraune  Längsbinde. 
ptacciitki.  Unterseite  aufgehellt  wie  bei  Cassiopeia.  —  placentia  suhsp.  nov.  d:  Hält  die  Mitte  zwischen  theognis  und 
cassiopeki  Stgr.,  sich  indessen  mehr  der  Nachbarrasse  aus  Brasilien  anschließend.  Vflglbinde  regelmäßiger,  breiter 
und  von  hellerer  gelblicher  Grundfarbe.  Hflgl  mit  mein  verwaschener  Zeichnung,  namentlich  die  sch-warze  Sub- 
marginalbinde  mehr  aufgelöst,  die  gelbliche  Rostdiscalbänderung  analwärts  heller.  Unterseite  mit  ausgedehnterer 
dunkler  Schattierung  im  Distalgebiet,  mit  prominenteren  schwarzen  Linien.  Coroico  1200  m,  Bolivien. 

andromcitn.  0.  andromcda  Stich.  Bolivien.  Eine  prächtige  Species.  Schrägbinde  des  Vflgls  breitei  als  bei  cassiope, 

feurig  rostgelb,  nach  beiden  Seiten  dunkUr  und  wischartig  in  die  Grundfarbe  einspringend.  Saum  des  Hflgls 
breit,  über  1/3  des  letzteren  feurig  rostgelb,  proximal  dunkler,  allmählich  in  die  Grundfarbe  übergehend.  Nächst 
dem  Außensaum  eine  submarginale  schwarze  Wellenlinie.  Grundfarbe  der  Unterseite  rötlich  braun,  weniger 
weißlich  als  die  der  Amazonas-Form  und  placentia  Frühst. 

0.  supremus  differiert  von  cassiope  durch  die  gerade  verlaufende  Binde  der  Vflgl  von  cassiope.  Zwei  sehr 
supronus.  seltene  Unterarten :  supremus  Stich.  Apex  des  Vflgls  mäßig  vortretend,  Sum  dementsprechend  flach  ausgeschnitten. 

Die  zickzackförmige  Vflglbinde  in  der  Mitte  etwa  8  mm  breit,  vorn  ganzrandig,  hinten  mäßig  spitzig  gezackt  ; 
sie  bildet  in  ihrem  allgemeinen  Verlauf  etwa  zwei  Bogenabschnitte,  einen  vorderen  vom  Vrd  bis  zum  mittleren 
Medianast  und  einen  etwas  flacheren  von  da  bis  zum  Hrd.  An  genannter  Ader  fließt  die  Berandung  proximal  izi  einem 
langen  spitzen  Zacken  gegen  die  Zelle  aus.  Hflglbinde  nahe  dem  Saum  und  im  mittleren  Teil,  von  der  vorderen 
Radialis  bis  zum  vorderen  Medianast,  in  zwei  zusammenhängenden  Spitzbogenflecken  vorhanden.  Vor  und 
hinter  diesen  ist  nur  eine  trübe,  bräunliche,  die  Fortsetzung  der  Binde  andeutende  Bestäubung  bemerkbar. 
dilaius.  Der  Mittelteil  der  Binde  ist  ebenfalls  unsicher  begrenzt  und  leicht  getrübt.  Ecuador.  —  ditatus  Thieme  ist 
etwas  größer,  Apex  des  Vflgls  um  ein  Geringes  weiter  vortretend,  Saum  etwas  tiefer  konkav.  Vflglbinde  ein 
wenig  schmaler,  dagegen  die  lebhaft  rostgelbe  Binde  nahe  dem  Hflglsaum  breiter,  schärfer  ausgeprägt  und 
vollkommen  bis  fast  zum  Hrd  ausgebildet.  Sie  ist  ebenfalls  aus  Spitzbogenflecken  zusammengesetzt;  derart, 
daß  die  Berandung  distal  in  den  Aderzwischenräumen  spitzbogig  hervortritt,  proximal  ebenda  ausgehöhlt 
und  auf  den  Adern  spitz  vorgezogen  ist.  Hflglsaum  gelblichbraun  abgetönt,  heller  und  bestimmter  als  bei  der 
typischen  Unterart.  Südliches  Peru  und  Central  Peru  (Huancabamba  1500  m). 

0.  josephus  besitzt  einen  schwarzen  nahezu  dreieckigen  Duftfleck  zwischen  der  hinteren  und 
der  mittleren  Mediana  der  Vflgl-Oberseite.  Die  Ozellen  der  LTnterseite  sind  im  Gegensatz  zu  0.  cassiope  oval 
oder  rundlich  statt  nieren-  oder  sichelförmig.  Es  sind  nur  wenige  Exemplare  bekannt,  die  sich  auf  zwei  Orts- 
joseplms.  formen  verteilen:  —  josephus  Godm.  u.  Salv.  Apex  der  Vflgl  beim  d  spitz,  fast  sichelartig.  Querbinde  ockergelb, 
hinten  rötlicher,  ihr  innerer  Rand  besonders  im  Analteil  des  Figls  zerrissen.  Vor  dem  Apex  3  w^eiße  Fleckchen. 
Unterseits  sind  die  Linien  vor  dem  Saum  wenig  gewellt  und  wenig  in  der  Mitte  divergierend.  Guatemala.  — 
e.rc)(1ius.  excultus  Stich.  (66  a)  Vflglspitze  etwas  stumpfer.  Binde  breiter,  gesättigter  rötlich  ockergelb,  ihr  innerer  Rand 
w'eniger  eingekerbt  und  zerklüftet;  sie  beginnt  am  Vid  in  weißlich  gelbem  Ton  und  in  einer  Breite  von  7 — 8  mm, 
zieht  unter  Berührung  der  Discocellulares  schräg  bis  zum  vorderen  Medianast;  vor  diesem  ist  sie  distal  zahn¬ 
artig  ausgeflossen,  proximal  etwas  hinter  der  Zelle  vorgeschoben  und  richtet  sich  von  hier  etw'as  steiler  gegen 
den  Anal  Winkel.  Ihr  innerer  Rand  ist  am  mittleren  Medianast  etwas  abgesetzt,  in  den  AderzAvischenräumen 
leicht  eingeschnitten,  der  äußere  an  den  beiden  vorderen  Medianästen  eingekerbt,  \mn  da  \mllrandig.  Die  Binde 
endet  in  einem  wurzelwärts  gerichteten  Zipfel  im  Analwinkel.  Hflgl  einfarbig  oder  mit  einer  schmalen,  gebo¬ 
genen,  verloschen  rostroten  Binde  vor  dem  Saum.  Die  Linien  nahe  dem  Distalrand  der  Vflghinterseite  in  der 
Mitte  etwas  mehr  divergierend  und  stärker  gezackt,  Htlglunterseite  gesättigter  braun.  Columbien. 

lutescente-  0.  lutesccntefasciatus  ist  eine  unsichere  Species  der  Untergattung  Opsiphan.es,  die  hier  nur  erAA'ähnt 

fasciuius.  sie  Kl  RR  A'  in  seinen  ,,Catalogue“  aufgenommen  hat.  In  Gestalt  und  Größe  ähnlich  0.  cassina  cassma-'^; 

Flgl-Oberseite  braun,  oben  und  unten  eine  dem  Saum  parallel  laufende,  breite,  gelbliche  iMittelbindc.  LTnterseite 
rötlich,  die  Binde  gesättigt  gelb. 

6.  Gattiiiio-:  Kr^pliaiiis  Bsd. 

Die  hierunter  vereinigten  Arten  wurden  früher  zu  Caligo  gerechnet,  bis  sie  Boisduval  1874  als 
eigene  Gattung  abtrennte,  obwohl  die  Unterschiede  im  Geäder  wenig  bedeutend  sind,  die  Verschieden¬ 
heit  vielmehr  hauptsächlich  in  einer  andern  Form  der  d-Geschlechtsauszeichnung  besteht.  Eryphanis 
unterscheidet  sich  von  Caligo  äußerlich  durch  den  schwächeren  Körperbau  und  die  meist  feurigere  Flügel- 


I5RYPHANIS.  Von  H.  Fruiistouker. 


:{l  1 

färbung  seiner  Arten.  Tin  Geäder  derVflgl  ist  die  mittlere  Discocellularis  und  die  hintere  weniger  lang  als  bei 
Caligo,  steht  nicht  so  qner,  sondern  verbindet  schief  die  Mediana  am  15.  Aste.  Dasselbe  Verhältnis /,eigt  sich  auch 
in  der  Hflgl-Zelle,  doch  ist  die  Präcostalzelle  ebenso  hlein  wie  bei  (Jnligo.  Die  besitzen  am  Ird  der  llflgl 
einen  auffallend  großen  länglichen  oder  rundlichen,  gelblich  gefärbten,  filzigen  Jfleck,  welcher  ans  langen, 
spatelförniigen  Duftschujipen  besteht.  Außerdem  haben  sie,  wie  Caligo,  ein  glänzendes,  wie  lackiert  er¬ 
scheinendes  Feld  an  der  Submediana,  welches  mit  einer  Drüse  am  Hinterleibe  korresjiondiert;  der  Haar¬ 
pinsel  fehlt  ihnen.  Die  Ivlammerorgane  weisen  mehr  Analogie  mit  Opsvphanes  als  mit  Caligo  auf,  denen  die  Gattung 
sonst  scheinbar  näher  steht.  Tegumen  wie  hai  Opsiphams  und  ({en  8atyriden  mit  einem  hackenformigen  Uncus, 
dem  zwei  seitliche,  ventral  glatte  Spitzen  aufgesetzt  sind.  Die  Valven  lang,  schlank,  dorsal  scharf  gezähnt.  TTas 
Fluggebiet  der  Angehörigen  dieser  Gattung  erstreckt  sich  über  das  nördliche  Südamerika  und  durch  Zentral- 
Amerika  bis  Mexico.  Im  Süden  gehen  sie  wie  die  Vertreter  des  Genus  Opsiphanes  nicht  über  Rio  Grande  do  Sul 
und  Bolivien  hinaus.  — Ei  von  der  Größe  der  Morph iden-Eier,  kugelig,  oben  und  unten  etwas  abgeflacht  und  an 
diesen  Abplattungen  dunkelbraun,  sonst  weißlich  grau.  Um  den  größten  Umfang  läuft  ein  breiter,  tiefdunkel¬ 
brauner  Streifen,  der  aber  an  einer  Seite  nicht  geschlossen  sondern  etwa  V2  breit  offen  Ijleibt.  Rp  auf  ITam- 
bus.  Sie  hält  die  Aftergabel  stets  zusammengedrückt,  so  daß  diese  einem  Sphingidenhorne  nicht  unähnlich 
sieht.  Pp  lang  gestreckt  und  am  Ivo])fe  ebenso  zugespitzt  wie  am  Hinterteile.  Nach  Dr.  Haiinel  bieten  die 
Falter  eine  herrliche  Farbenerscheinung,  wenn  sie  im  Schatten  des  Waldes  ihr  wmndervolles  tiefes  Dnnkelblan 
plötzlich  aufleuchten  lassen.  Nach  meinen  Erfahrungen  in  Santa  CAtharina  sangen  die  Eryphanis  mit  A'or- 
liebe  am  ausfließenden  Saft  der  ITännie  des  PTnterholzes,  an  deren  Stämmen  sie  mit  gefalteten  h'lgln  sitzen, 
und  es  gelingt  auch  gelegentlich,  sie  mit  überreifen  Bananen  anzulocken.  Doch  finden  sie  sich  iiirgendsw'o  in 
Anzahl.  —  Bisher  nur  6  Arten  bekannt,  die  sich  auf  zwei  ungleiche  Gruppen  verteilen,  je  nachdem  sie  auf  dem 
Reibefeld  der  Hflgl  eine  Haarbürste  tragen,  oder  diese  ihnen  fehlt. 

a)  o  h  n  e  Haarpinsel  auf  der  bl  a  n  k  e  n  I  r  d  f  1  ä  c  h  e  der  H  f  I  g  1. 

E.  polyxena  unter  dem  Namen  automedon  Cr.  in  den  Sammlungen  verbreitet,  bewohnt  ganz  Südamerika 
von  Venezuela  bis  Paraguay,  und  Mittel- Amerika  sowie  Columbien  bis  Ecuador  und  Peru,  zerfällt  in  fünf  benannte 
Spaltrassen;  lycomedon  Fldr.  Vflgl  im  Discalteil  beim  S  blauviolett,  Saum  schmutzig  ockergelb,  Binde  ver-  iyco)ncdun. 
waschen;  Hflgl  ganz  dunkelbraun  mit  schmal  gelbbraunem  Saum  und  mattem  lila  Schimmer;  9  matt  braun, 
der  Endteil  der  Zelle  dunkler,  im  dunkelbraunen  Saiunfeld  eine  ziemlich  scharfe  gegabelte  ockerige  Wellen¬ 
binde,  vorn  gegabelt,  aber  der  äußere  Ast  verwaschen.  Vflgl-Discns  matt  graidrlau  glänzend;  in  der  Zelle  zu¬ 
weilen  2  Wischflecke.  Hflgl-Discus  blaugrün  schillernd.  Zentral-Amerika  und  Columbien.  —  polyxena  Mee.rh.  polyxena. 
(64  b  (J,  c  5  als  automedon).  Oben  schwarzbrann :  fast  schwarz,  mit  blauem,  schön  schillerndem  Discalteil 

aller  Figl;  die  Vflgl  oft  vor  dem  Saum  mit  gelblicher,  gegen  die  Costa  gegabelter,  schmaler  Binde.  $  matter, 

Costal-  und  Apicalsaum  gelbbraun,  Basalhälfte  graubraun,  nach  außen  leicht  blangrün,  schillernd.  Venezuela, 

Trinidad,  Guayana,  Nord-  und  Mittel-Brasilien,  südlich  etwa  bis  Rio  de  Janeiro.  —  wardi  Bsd.  ursprünglich  wanli. 
aus  Matto  Grosso  stammend,  von  ihrem  Autor  selbst  aber  zuerst  unter  der  irrigen  Vaterlandsangal)e  ,, Gua¬ 
temala'''  beschrieben,  war  eine  verschollene  Form,  die  ich  erst  im  vorigen  Jahre  in  authentischen  Exemplaren 
aus  Matto  Grosso,  Umgebung  von  Cuyaba  empfing,  wardi  ist  von  automedon  oberseits  zu  unterscheiden  durch 
eine  bereits  leicht  violette  Färbung,  welche  etwas  an  jene  von  lycomedon  anklingt,  und  durch  die  markantere, 
l)laßgelbliche  aber  immer  noch  obsolete  »Submarginalbinde  der  Vflgl  würd  eine  Verbiiidnng  hergestellt  zu  novicia 
von  Ecuador  und  lycomedon  von  Columbien.  Das  ^  ist  durch  eine  ausgedehnte,  nahezu  hellgelbe  Subapical- 
resp.  Transcellularregion  und  zwei  isoliert  stehende  gelbe  Makeln  vor  dem  Aj^ex  der  Zelle  der  Vflgl  ohne  wei¬ 
teres  vom  brasilianischen  polyxena  amphimedon  zu  trennen.  — amphimedon  FWr.  hat  indigoblanen,  sehr  ansge-  cunplü- 
dehnten  Blauglanz  der  Obei’seite,  der  sich  auf  die  verloschene  gelbliche  Binde  vor  dem  Saxnne  erstreckt 
und  auf  den  Hflgln  nur  einen  schmalen  Rand  freiläßt.  Hflglsaum  am  hinteren  Medianast  weniger  stark  ge¬ 
eckt;  $  reichlicher  und  leuchtender  blau.  Hflgl  reiner  blaugrau  im  Basalteil,  dieser  schärfer  abgesetzt.  Nach 
V.  Bönninghausen  recht  selten  an  schattigen  Orten  bei  Rio.  Rp  in  der  Gattnngsdiagnose  beschrieben.  Von 
Blumenau,  Santa  Catharina,  in  meiner  Sammlung,  nach  Stichel  auch  in  Paraguay.  —  novicia  Stich.  Etwas  novlela. 
kleiner  als  lycomedon.  Oben  dunkler  als  diese  Unterart,  vorherrschend  braun,  mit  nur  geringem  violettem 
Anflug  im  mittleren  Felde  des  Vflgls.  Die  Binde  nahe  dem  Distalrand  des  letztei’en  reiner.  Hflgl  deutlich  geeckt, 
schmal  aber  ziemlich  scharf  ockergelb  besäumt.  La  China,  Provinz  Los  Rios,  (Ecuador).  —  tristis  Stgr.  iri^Cw. 

Das  G  von  der  vorhergehenden  LTnterart  durch  bedeutende  Verminderung  des  Blau  auf  dem  Hinterflügel  unter¬ 
schieden.  Diese  Bestäubung  tritt  hier  nur  nalie  dem  Apex  als  kleiner  Fleck  auf,  der  bei  schräg  auffallenden 
Lichtstrahlen  einen  etwas  größeren  Umfang  annimmt.  Südliches  Peru.  —  cheiremon  subsp.  nov.  schließt  sich  chciremon. 
eng  an  wardi  Bsd.  von  Matto  Grosso  an,  wie  dies  bei  bolivianischen  Unterarten  so  häufig  der  Fall  ist,  übertrifft 
jedoch  wardi  an  Größe  und  führt  einen  viel  längeren  gelben  Mehlfleck  der  Analfalte  der  Hflgl.  Das  Blau  der 
Oberseite  ist  lebhafter,  auf  den  Hflgln  schärfer  umgrenzt.  Die  Unterseite  gleicht  mehr  jener  von  lycomedon 
Fldr.  ans  Columbien,  doch  bleibt  die  subbasale  Partie  der  Vflgl  sowie  die  Basalregion  der  Hflgl  silberweiß  statt 
gelblich  resp.  graubraun.  Grundfarbe  im  allgemeinen  auch  sonst  heller,  eher  grau  als  braun  zu  nennen.  Coroico, 

Bolivien,  1200  m.  —  spintharus  Frühst.  Eine  hervorragende  Lokalform  des  östlichen  Columbien,  welche  dort  spiniharus. 


312 


ERYPHANIS.  Von  H.  Frfhstoefer 


(len  lycoincdon  Fidr.  ersetzt  und  sieh  viel  mehr  den  holivianisehen  theiremon  und  toardi  Bsd.  aus  Matto  Grosso  nähert. 
J  mit  nahezu  do})pelt  so  breiter  und  grauer  statt  gelblicher  Submarginalbinde  der  Vflgl  als  bei  lycoinedon,  der 
Schiller  der  Oberfläche  ])rächtig  blau,  nicht  violett;  $  von  polyxena  Mee?'b.-^  abweichend  durch  eine  breitere 
fahler  gelbgraue  Längsbinde  der  Vflgl,  welche  distal  zwei  große  schwarze  Makeln  (Augen)  umschließt.  Apex 
der  Zelle  und  die  gesamte  Circumcellularregion  fahl  gelbgrau  aufgehellt.  Basalpartie  der  Zelle  schwarz  statt 
dunkelblau  wie  bei  autmnedon.  Hflgl  mit  nur  geringer,  glänzend  blauer  Discalregion.  Zelle  grauschwarz,  der 
Distalsaum  bis  nahe  an  die  Zelle  herangerückt,  tiefschwarz.  Unterseite  heller  als  bei  autoniedon.  Zellapex  und 
Mediaiipartie  der  Vflgl,  die  Basal-  und  Medianregion  der  Hflgl  nahezu  weißgrau,  mit  leichter  purpurnem  Anflug. 
Oberer  Rio  Negro,  Ost-Columbien,  800  m,  von  Fasse  entdeckt. 

E.  reevesi  verteilt  sich  im  mittleren  und  südlichen  Brasilien  auf  drei  Spaltrassen.  Im  Habitus  nähert 
sich  reevesi  der  E.  polyxena  aaiphbnedon  Fldr.,  neben  welcher  sie  vorkommt.  3'  von  arnphiniedon  aber  leicht 
zu  trennen  durch  die’ geringere  Größe,  die  dunkel  blauviolette  Grundfarbe  und  das  lebhafter  gelb  aber  schmäler 
gebänderte  $.  reevesi  gilt  als  die  häufigste  der  l)ekannten  S})8cies ;  es  ist  nicht  schwer,  sie  mit  ausgelegten  oder  auf¬ 
gehängten  Früchten  zu  ködern,  und  sie  findet  sich  in  Sta.  Catharina  sowohl  auf  dem  Hochlande  wie  auch  in  den 
heißen  Tälern  an  den  Waldschänken  ein,  wo  sie  oft  stundenlang  an  einer  Stelle  saugen.  Die  Schuppen  der  Ober- 
hciiiifhn)  I.  fläche  sitzen  aber  sehr  lose  und  es  fällt  schwer,  ganz  reine  Exemplare  einzubringen.  —  hemichroa  Btlr.,  aus 
Minas  Geraes  beschrieben,  dürfte  leicht  von  Exemplaren  aus  Rio  de  Janeiro  und  Espiritu  Santo  diffe¬ 
rieren  und  daran  mögen  sich  auch  Exemplare  aus  Bahia  schließen,  die  von  südlicheren  reevesi  durch  ihre 
Kleiidieit  differieren,  sowie  das  etwas  blässere  Violett  der  Oberseite  und  die  vorherrschend  fahl  graubraune 
Unterseite,  die  bei  Bahia-(Jd'  ebenso  ausgebleicht  erscheint  als  sonst  bei  den  südlicheren  der  Kollektivart. 
rccvcul.  —  reevesi  Westiv.  geht  ziemlich  unverändert  von  Espiritu  Santo  bis  Santa  Catharina,  wo  ich  sie  von  Januar 
bis  März  im  dunklen  Wald  antraf.  Vflgl  des  dunkelbraun,  Saum  graugelb;  Außenteil  tief- violett  angeflogen; 
diese  Färbung  ist  vorn  breit,  erstreckt  sich  bis  in  die  hintere,  vorspringende  Ecke  der  Zelle  und  verschmälert 
sich  gegen  den  Hrd;  der  Apex  l)leibt  frei.  Hflgl  ähnlich,  aber  in  noch  ungewisserer  Begrenzung  und  dunkler 
violett  angeflogen.  Bei  schräger  Beleuchtuiig  markiert  sich  hier  das  Blaii  distal  und  hinter  der  Zelle  als  unsicher 
begrenzte«  Mittelfeld,  an  den  Adern  leuchtender  als  in  ihren  Zwischenräumen.  Duftfleck  im  Analfeld  schwam¬ 
mig,  von  einem  schmalen  hellglänzenden  Ring  umgeben,  in  einer  deutlichen,  auf  der  Unterseite  als  erhabene 
Bude  bemerkbaren  Vertiefung  der  Flglmembran  gelegen.  Vflgllänge  53,  $  55  mm.  — Rp  (nach  G.  W. 
Müller)  an  Olyra  latifolia  L.  und  Bambusa;  sie  sitzt  breitgedrückt  und  flach  anliegend  auf  der  Oberseite 
der  Blätter,  j  Körper  in  der  Jugend  gelblich  mit  roten  Rücken-  und  Seitenstreifen,  schlank,  hinten  verjüngt, 
mit  langer  Schwanzgabel,  die  in  der  Ruhestellung  horizontal  zusammengelegt  oder  auseinandergespreizt  auf¬ 
wärts  gerichtet  ist.  Später  grünrot  mit  dunkler  Rückenlinie,  roten,  weißen  und  braunen  Längsstreifen;  im 
erwachsenen  Zustand  das  Rückenfeld  rein  grün,  nach  hinten  und  vorn  verschmälert,  auf  dem  11.  Segment 
spitz  endigend,  fein  braun  gerandet;  Seitenstreifen  l)raun  und  weiß,  am  hinteren  Rand  der  Mittelsegmente 
schwarze  Warzen  (Scheindornen)  von  ansehnlicher  Größe.  Ko])!  groß,  breit,  langgestreckt,  vorn  steil  abfallend, 
annähernd  quadratisch,  mit  3  Paar  kurzen  Hörnern  besetzt;  zuerst  weißlich  mit  braunen  Streifen,  später 
in  der  Mitte  dunkelgrün  mit  weil,len,  braun  gerandeten  Streifen,  die,  von  oben  gesehen,  mit  den  Streifen  des 
Körpers  in  einer  Richtung  laufen.  —  Pp  länger,  ähnlich  einem  zusammengerollten  Alonocotyledonenblatt, 
mit  sehr  langen,  dicht  zusammengelegten  Hörnern,  Kanten  verwischt,  Grundfarbe  schmutzig  braungelb. 

E.  zolvizora  ist  eine  sehr  seltene  Art,  die  von  Columbien  bis  Bolivien  verbreitet  ist  und  von  der  zwei 
zohnzora.  S])altrassen  l)eschri8ben  sind.  zolvlzora  Hew.,  ursprünglich  aus  Bolivien  gekommen,  nordwärts  vielleicht 
bis  Peru  verbreitet.  Oberseite  dunkel-rotbraun  mit  einer  aus  vier  bis  fünf  halbmondförmigen  ockergelben  Flecken 
zusammengesetzten  Binde  der  Vflgl  und  gelblich  lu’aunem  Terminalsaum  der  Hflgl.  Unterseite  braun  mit  einer 
breiten  gelblich-weißen  Subbasal-  und  einer  geknieten,  ebenso  gefärbten  aber  viel  schmäleren  Aledianbinde. 
Sonst  sehr  ähnlich  reevesi,  an  deren  Stelle  die  Species  in  Bolivien  und  der  andinischen  Region  tritt.  Mir  aus  Cor- 
opintus.  sico,  Bolivien,  1200  ni,  bekannt.  —  Opimus  (Sh/r.  bezeichnet  die  nördliche  Abzweigung.  Bei  ihr  ist  die  Vflglbinde 
mehr  zusammenhängend,  etwas  schmaler,  die  Längsstreifen  der  Unterseite  etwas  verbreitert,  mehr  gelblich, 
etwas  schmaler.  Type  aus  Manizales,  dem  Oaucatal  von  Columbien ,  mir  vom  Rio  A(][uacatal,  West- 
Cordillere,  Columbien,  aus  2000  m  vorliegend.  In  Ecuador  und  Peru  lebt  eine  verwandte  Rasse,  die  noch  nicht 
genügend  Ijeachtet  Avurde,  wenngleich  bereits  Staudinger  auf  geringe  Unterschiede  hinweist.  Das  Ei  ist  dem¬ 
jenigen  von  0.  oberthäri  Deyr.  in  Größe  und  Aussehen  ähnlich,  doch  besitzt  es  beiderseits  Avarzenförmig  ver¬ 
laufende  Pole.  Die  Farbe  ist  beimveiß,  erscheint  aber  infolge  einer  aus  der  Legeröhre  abgesonderten  Flüssig¬ 
keit  unregelmäßig  rosarot  getüncht.  Das  seltene  $  erreicht  meist  die  Größe  eines  kleinen  Galigo. 

selcucida.  E.  seleucida  Heiv.,  eine  weitere  seltene  Art,  ist  oberseits  ähnlich  Galigo  illioneus  Gr.  Unterseite  bemer- 

kensAvert  durch  auffallend  große  Ocellen.  (J.  Olien  rostbraun,  vorn  im  Mittelfeld  et.Avas  aufgehellt,  Saumfeld 
breit  dunkelbraun,  der  Rand  selbst  schmal  schmutzig  ockergelb.  Nahe  dem  Saum  mit  einer  AA^ellenförmigen, 
ockergelben,  leicht  rötlichen,  schmalen  Querbinde,  von  der  sich  vorn  in  unsicherem  Zusammenhang  eine  kurze 
stark  gekrümmte  und  geAvinkelte,  etovas  trüber  gefärbte  Nebenbinde  abzAveigt,  die  aller,  ebenso  AAÜe  die  Haupt¬ 
binde,  den  Vrd  nicht  ganz  erreicht.  In  der  Bindengabel  2  scliAvarze  Flecke  und  am  Ende  des  Hauptstranges 


Ausgegeben  15.  V.  1012. 


KRYPHANIS.  Von  H.  FRUJiSTOiiFEii. 


der  Binde  2  kleine  weiße  Tupfen.  Unten  ist  das  Mittelfeld  ßreit  bandartig,  braun,  außen  heller  und  dunklei' 
ockerfarben  a))getönt,  beiderseits  von  weißlichen  »Streifen  gesännit  und  nach  außen  außerdem  von  einer  doppelt 
gebrochenen  schwaiv.braunen  Linie  begrenzt.  Das  distal  folgende  Feld  im  vorderen,  dreieckigen  'Teil  braun, 
weiß  gestrichelt,  hinten  und  außen  mit  zwei  hintereinander  stehenden,  schwarzen,  gelblich  gei'ingten  Augen¬ 
flecken,  vor  denen  ein  weiterer  schwarzer  Fleck  und  zwei  blinde  Augenflecke  nahe  dem  Aj)ex  stehen.  Das  Feld 
distal  von  der  Zelle  reichlich  dunkel  gestrichelt,  durch  eine  dunkle,  ockergelb  oder  weißlich  gesäumte*  W'ellen- 
linie  begrenzt.  »Saumfeld  rostbraun,  ebenfalls  mit  dunkler,  weißlich  begrenzter  Linie  nahe  dem  Flgh'and. 

Hflgl  mit  fahlbraunem  Hrdfeld,  einer  Idanken  Reibefläche  mit  pinselartiger  Behaarung  zwischen  »Submediana 
undHrd-Ader  und  einem  großen  mehlartigen  Duftschuppenfleck  im  Hinterwinkelfeld.  Grundfarbe  sonst  duid<(‘l- 
braun,  in  der  Figlmitte  rötlich  angeflogen,  Distalrand  schmal  rostbraun  gesäumt.  Unterseite  im  Wurzel-  und 
Distalfeld  braun,  reichlich  schwarz  oder  schwarzl)raun  gestrichelt.  Mittelfeld  breit  bandartig,  dunkelbraun 
mit  weißer  Einfassung.  Die  Zone  hinter  den  Augenflecken  mehr  und  weniger  weißlich  gestrichelt.  Im  vorderen 
Teil  des  Mittelfeldes  liegt  auch  ein  großer  dunkelbrauner,  gelblich  geringter  und  weiß  gekernter  Augenfleck. 

Im  distalen  »Saumfeld  markiert  sich  eine  hellbraun  begrenzte  wellige  Linie.  $  unbekannt.  Bolivia. 

b)  m  i  t  b  ü  r  s  t  e  11  a  r  t  i  g  e  m  Ha  a  r  b  ü  s  c  h  e  1  nächst  de  r  »S  ii  b  m  e  d  i  a  n  a  d  e  s  H  f  1  g  Is. 

E.  aesacus  stammt  aus  Mittel- Amerika,  geht  von  Mexico  bis  Cloliimbien  und  verteilt  sich  auf  zwei  Areal¬ 
formen;  aesacus  H.Schäff.  (64  b)  ist  die  kleinere  beider  Unterarten.  :  Vflgl  nahe  dem  »Saum  mit  schwach  ocker-  ucsucus. 
gelher  Querbinde,  deren  Gabelung  vorn  wie  liei  der  vorhergehenden  Art  und  fast  in  demselben  .Maße  wie  bei 
dem  $  der  vorliegenden  Unterart  deutlich  ausgebildet  ist.  Das  Mittelfeld  in  indigoblauem  Ton,  vorn  nur  bis 
zum  vorderen  Medianast  und  bis  zum  Ende  der  Zelle  deutlich  erkennbar,  distal  bis  zur  Querbinde,  die  selbst 
schwach  blau  angeflogen  ist.  Hflgl  hinter  dem  Apex  in  der  Nähe  des  »Saumes  nur  mit  einem  fleckartigen  blauen 
Anflug,  der  in  der  Figlmitte  nach  hinten  bindenartig,  mehr  oder  weniger,  ausfließt.  Der  Figlsaum  ist  fast  ganz 
abgerundet,  am  mittleren  Medianast  nur  mit  kaum  merklicher,  stumpfer  Ecke.  $  blasser,  der  fahl  l)laue  Anflug 
des  Vflgls  in  leicht  violettem  Ton,  ungewiß  begrenzt,  das  Zellende  frei  lassend,  aber  ziemlich  deutlich  vom 
Vrd  bis  schräg  zum  Hrd  breit  bindenartig  ausgebildet.  Hflgl  an  der  Wurzel  ohne  blaue  Bestäubung;  diese  be¬ 
ginnt  erst  in  undeutlichen  »Spuren  nahe  der  Mitte  der  Zelle,  nimmt  allmählich  an  »Schärfe  zu  und  bildet  in  der 
Figlmitte  einen  bis  knapp  über  das  Zellende  reichenden  und  dort  etwas  schärfer  begrenzten  Fleck.  IMexico, 
woher  die  Type  kam,  Guatemala  und  Nicaragua.  Uel)erall  selten.  Aus  Honduras  in  der  »Sammlung  Fruiistor- 
PBR.  —  buboculus  Btlr.  aus  Costa-Rica  beschrieben,  geht  südwärts  bis  Cohimbien.  Größer  als  aesacus,  dnnkler  huboculus. 
gefärbt  und  unterseits  schärfer  gezeichnet.  Ist  nach  Angaben  von  Fasse  eine  der  in  den  columbischen  Anden 
am  höchsten  fliegenden  Brassoliden.  —  juruaiia  suhsp.  nov.  erscheint  rundflügeliger,  ol»erseits  mehr  blau  statt  juruana. 
violett,  die  gelbe  »Suhmarginalbinde  der  Vflgl  ist  schmaler.  Vom  Rio,  Juruä  einem  südlichen  Nebenflüsse  des 
Amazonas  (Type  in  der  Goll.  »Staudinger). 

E.  gerliardi  Weeks.  ist  eine  nur  in  wenigen  Exem])laren  bisher  aufgefundene  »Species,  die  ihr  Autor  ins  gcrhanli. 
Genus  ,,Caligo''  einreihte.  Oberseite  braun,  dunkelblau  angeflogen  mit  Ausnahme  des  Vrdes.  Unterseite  röt¬ 
lich  ockerfarben.  Vrd  der  Hflgl  etwas  abgeflacht,  am  Apex  rund  in  den  stark  gewellten  Saum  übergehend, 
letzterer  am  mittleren  Medianast  leicht  geeckt,  Analwinkel  völlig  al)gerundet,  Wurzelfeld  bis  zur  Mitte  der 
Zelle  stark  behaart.  Oberseite  braun,  in  einem  breiten  »Streifen,  etwa  von  der  Mitte  der  Zelle  bis  nahe  zum 
»Saum,  in  ungewisser  Begrenzung  blau  angeflogen ;  das  Hrdfeld  ungewiß  gelbgrau,  hinten  graublau  glänzend, 
mit  einem  großen  elliptischen  mehlartigen,  weißgelben  Duftfleck,  der  sich  proximal  an  die  Hrdader  anlegt. 
Unterseite  rötlich  ockergelb,  Wurzelfeld  und  die  Zone  hinter  der  Zelle  bis  zum  Distalrand  des  Figls  ziemlich 
gleichmäßig  fein  schwärzlich  gestrichelt.  Eine  Querbinde  in  der  Flghnitte  ungewiß  rotbraun,  außen  unscharf, 
innen  deutlich  durch  einen  silberweißen  Querstreifen  in  Fortsetzung  der  weißen  Vflgllnnde  begrenzt.  Der 
Streifen  endet  hinten  ungewiß  an  dem  durch  eine  Erhebung  angedeuteten  Duftschuppenfleck  der  Olierseite. 

In  der  Zelle,  den  erwähnten  »Streifen  berührend,  liegt  eine  unregelmäßige  Zickzackzeiehnung,  zwei  zugespitzt 
eiförmige  Figuren  folgen  am  Ende  der  Zelle,  und  in  ihrem  vorderen  Endwinkel  erscheint  ein  weißer  Fleck. 

$  noch  unbekannt.  Bolivien,  Ecuador  (»Sarayacu).  —  Bei  pusillus  Stich,  ist  das  S  kleiner  als  bei  der  vorhergehen-  pusillus. 
den  Form;  die  violettblaue  Bestäubung  heller  und  etwas  deutlicher,  auf  Vflgl  und  Hflgl  breiter,  nament¬ 
lich  nach  hinten  und  gegen  den  Apex  des  Vflgls,  sowie  gegen  den  Hflglsaum.  Dieser  an  dem  mittleren  ^Median- 
ast  stumpfer  geeckt,  Vflglspitze  ebenfalls  etwas  stumpfer  und  weniger  vorgezogen.  Paraguay,  Rio  Grande  do 
Sul.  Mabilde  hat  pusilla  einmal  gezogen.  Das  $  legte  in  seinem  Hause  am  1.  November  10  Eier,  aus  welchen 
nach  8  Tagen  Räupehen  von  dunkelgrüner  Farbe  schlüpften  und  sich  in  den  ersten  15  Tagen  häuteten  und 
dies  vier  oder  fünfmal  bis  zum  14.  Januar  wiederholten  und  zum  letzten  Male  am  4.  März.  Ppnndie  dauert 
aber  nur  13  Tage,  während  die  Rpn  manchmal  2,  gelegentlich  auch  4  Monate  lang  fressen.  Die  Pp  gleicht  etwas 
jener  von  Caligo  viartia,  doch  ist  sie  zarter,  mehr  zusammengedrückt,  von  hellerer  Farlie,  leicht  rosa  schimmeiTid 
mit  getrennten  lichten  Makeln.  'Der  Falter  fliegt  in  Rio  Grande  den  ganzen  Sommer  und  Herbst,  bewohnt  den 
Wald  und  Bambus-Distrikt,  ist  aber  nirgends  häufig. 


V 


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314 


CALIGO.  Von  H.  Fruhstorfek. 


7.  Gattung’:  C^ali^’o  Hhn. 

Zn  dieser  Gattung  gehören  die  imposantesten  Formen  der  ganzen  Familie,  welche  in  gleicher  Weise, 
wie  die  Morpliiden  zur  Charakteristik  des  südamerikanischen  Insektenlebens  beitragen,  da  einige  Arten  selbst 
durch  das  ganze  Gel)iet  zu  den  liäufigen  Erscheinnngen  gehören.  Sie  fallen  zudem  nicht  allein  durch  ihre  Riesen¬ 
größe,  die  eigentümliclie,  meist  trübe,  aber  trotzdem  auch  oft  sehr  reiche  Figlfärbung  auf,  sondern  auch  durch 
ihr  Idämmerungsleben,  was  sell)st  auf  den  Laien  nicht  seine  Wirkung  verfehlt.  Strukturell  steht  Cnligo  der  Gattung 
Eryphanis  sehr  nahe  und  hat  mit  dieser  trotz  der  gigantischen  Arten  die  kleine  Präcostalzelle  der  Hflgl  gemein¬ 
sam.  Die  Caligonen  differieren  al)er  von  Eryphanis  durch  die  längere  und  deutlicher  gewinkelte  mittlere  Disco¬ 
cellulare  der  Vflgl,  und  die  Inntere  Discocellulare  ist  steiler,  nicht  nahezu  quergestellt.  Der  für  die  Eryphanis 
so  charakteristische  ovale  Androconienfleck  am  Ird  der  Hflgl  fehlt  den  Cnligo,  doch  führen  sie  gemeinsam  mit 
ihnen  eine  blanke  Reibefläche  nächst  der  Submediana,  die  mit  oder  ohne  Haarpinsel  versehen  sein  kann,  und 
vorne  an  der  Subcostalis  einen  mehr  oder  weniger  deutlichen  Mehlfleck.  Die  Zeichnung  der  Unterseite  präsen¬ 
tiert  sich  bei  den  Cnligo  in  höchster  Vollendung  unter  den  Brassoliden  und  besteht  in  zierlichen  netzartigen 
gesjierberten  Mustern  und  Schraffierungen,  die  in  abwechselnd  hellen  und  dunklen  Tönen  auf  dem  gelblichen 
Grund  verteilt  sind  und  mit  diesem  kontrastieren.  Auf  den  Hflgln  heben  sich  in  wirkungsvoller  Weise  zwei 
große,  prächtig  gezeichnete  Augen  ab,  von  denen  das  obere  oft  hallnnondförmig  ist  und  zwischen  der  Costalis 
und  Subcostalis  steht  das  untere  größere  dagegen  zwischen  den  beiden  ersten  Medianästen  sich  befindet  und  oft 
darüber  hinausragt.  Diese  Augen  haben  in  der  Zeichnung  die  größte  Aehnlichkeit  mit  den  Augen  des  Pfauen¬ 
schwanzes,  nur  daß  diese  in  blanen  Farben  schimmern,  während  heiCnligo  die  Grundfärbung  ein  schönes  Orange¬ 
gelb  ist,  und  die  Abschattierungen  durch  Braun  bis  zum  tiefsten  Sammtschwarz  gehen.  Die  prächtige  Zeich¬ 
nung  der  Rückseite  veranlaßte  auch  Latreille,  der  Gattung  den  viel  charakteristischeren  Namen  Pavonia 
zu  geben,  welcher  leider  aus  Prioritätsrücksichten  hat  weichen  müssen.  —  Augen  nackt  oder  behaart.  Palpen 
ziemlich  groß,  weit  über  den  Kopf  vorragend,  vorderseits  dicht  mit  langen  anliegenden  Haaren  besetzt,  mit 
einem  Haarschopfe  auf  dem  Rücken.  Endglied  zugespitzt.  Fühler  zart  und  dünn,  kaum  Y>  der  Flgllänge  er¬ 
reichend,  nur  allmählich  gegen  das  Ende  verdickt.  Vflgl  mit  starker  Costalader  und  5  ästiger  Subcostale,  deren 
beiden  ersten  Aeste  vor  dem  Zellende  sich  abzweigen,  Ast  3  und  4  aber  nahe  zusammen  fast  in  der  Figlspitze 
stehen.  Zelle  breit  und  groß,  fast  -/z  des  Figls  erreichend,  und  durch  alle  3  gut  ausgebildeten  Discocellularen 
geschlossen.  Obere  Discocellularis  fast  so  lang  als  die  untere.  Rp  schlank,  in  der  Mitte  leicht  aufgewölbt,  Kopf 
mit  zwei  bis  acht  Hörnern,  die  zum  Teil  beborstet  sind.  Hlb  in  zwei  Spitzen  ausgezogen.  Rücken  mit  fünf 
bis  sechs  Scheindornen.  Grundfarbe  weißlich  oder  braun,  häufig  auch  grün,  stets  mit  Seiten-  und  auch  Dorsal¬ 
streifen.  Bevorzugte  Nahrungspflanze  Bananen,  auch  Marantaceen;  Rp  in  der  Regel  auf  der  LTnterseite  der 
Blätter,  vorwiegend  nachts  fressend,  sich  in  reiferem  Stadium  zwischen  dürren  herabhängenden  Blättern  ver¬ 
bergend.  Pp  mäßig  breit,  nach  vorne  und  hinten  ein  wenig  verjüngt.  Rückenkante  meist  stark  vorsprin¬ 
gend.  Färl)ung  gelblich  bis  braun  oder  rötlich,  auf  der  Figlscheide  manchmal  silberglänzende  Flecken.  Ppn- 
ruhe  20 — 25  Tage,  bei  einigen  Arten  jedoch  von  kürzerer  Dauer.  Die  Imagines  bewohnen  ausschließlich  den 
dichten  Wald,  wo  sie  nahe  dem  Erdboden  und  am  liebsten  am  Fuße  der  Urwaldbäuine  sich  aufhalten.  Es  sind 
Däinmerungsfalter,  denen  man  nur  selten  am  Tage  begegnet.  Scheucht  man  sie  aber  dennoch  zufällig  auf, 
so  wissen  sie  sich  sehr  geschickt  im  Dickicht  und  an  .Baumstämmen  mit  gefalteten  Flgln  Declamg  suchend 
und  solche  ausnutzend  zu  verbergen.  Dr.  Hahnel  hat  einmal  beobachtet,  wie  ein  Vogel  einen  Cnligo  eurilochus 
am  Amazonas  verfolgte,  der  Falter  wußte  aber  mit  unglaulüicher  Geschicklichkeit  allen  Schnabelhieben  des 
hart  folgenden  Vogels  auszu weichen,  indem  er  sich  von  einem  Gebüsch  ins  andere  rettete,  bis  schließlich  das 
gehetzte  Wild  im  dichtesten  Gewirr  von  Zweigen  geborgen  war  und  der  ermüdete  Vogel  von  weiterem  Nachsetzen 
abstehen  mußte.  Die  Gewohnheit  der  Cnligo,  sich  mit  Vorliebe  in  der  Nähe  von  solchen  Plätzen  aufzuhalten, 
wo  herabgefallene  Früchte  liegen,  ausnutzend,  kann  man  sie  mit  Bananen  anlocken  und  war  es  mir  manchmal 
vergönnt,  auf  diese  Weise  20 — 25  Exemplare  von  C.  heltrno  an  einem  Tage  zu  erbeuten.  Einige  Arten,  wie  C. 
niartia  besvichen  nässende  Bäume,  an  deren  Ausflußstellen  sic  oft  stundenlang  sitzen.  Gelegentlich  verlassen 
sie  auch  an  besonders  schwülen  Tagen  den  Wald  und  setzen  sich  an  dessen  Saum  oder  sogar  auf  Wege,  und 
am  Capivary-Fluß  in  Santa  Catharina  traf  ich  einmal  ganze  Colonnen  von  C.  heltrno,  die,  wie  Vorposten  verteilt, 
in  langen  Zeilen  aufgereiht  saßen,  einer  nahe  dem  anderen,  so  daß  ich  nicht  wußte,  welchen  zuerst  nehmen.  In 
Columbien  wurde  C.  oileus  Fldr.  auf  Excrenienten  von  Maultieren  angetroffen. 

Wie  alle  großflügeligen  Arten  gehen  die  Caligonen  nirgendwo  über  die  dichteste  Vegetationszone  hin¬ 
aus  und  es  ist  wahrscheinlich,  daß  sie  1000  m  Seehöhe  nicht  überschreiten.  Demzufolge  bevorzugen  sie  den 
trojjischen  Gürtel  mit  wenigen  Ausstrahlungen  ins  subtropische  Gebiet.  Nördlich  dringen  einige  Formen  bis 
Mexico,  südlich  bis  Paraguay  und  Bolivien  vor.  Nach  Gouman  und  Salvin  lassen  sich  auf  Grund  der  Paa¬ 
rungsorgane  zwei  Artengriippen  aussondern.  1)  C.  oileus-  und  eu'riloclms-Gvuppe  mit  der  dorsalen  Schneide 
der  Valve  einfach  gezähnt.  2)  C.  «Ire ws- Gruppe,  Valve  mit  einem  dorsalen,  medialen  Aufsatz,  der  selbst  wie¬ 
der  gezähnt  ist. 

I.  Sect.  Aiiagrai»lii  Stich. 

Hflgl  de.s  ohne  Ilaarpin.sel  auf  der  Itlaiikeii  Reil)efläclie  am  llnl. 


(JALIGO.  Von  H.  FRuri  stohfek. 


:iir, 

C.  oedipus  eine  sehr  seltene,  unscheinbare  tS])ecies,  zerfällt  in  zwei  Arc'al fassen :  oedipus  AV/r/e  .5  Vfl^l 
oben  weißlich,  Vrd  leicht  graubraun  getrül)t,  in  der  Zelle  breit,  nach  außen  verschmälert  und  vor  der  Gabelung 
der  letzten  Subcostaläste  spitz  auslaufend.  .Die  Adern  in  dem  vorderen  Mittelfeld  fein  braun  bestäubt.  Unter 
der  Zelle  ist  ein  leicht  bläulicher  Anflug  bemerkbar.  Die  helle  Binde  hinter  der  Zelle  nach  innen  undeutlich  be¬ 
grenzt,  vorn  durch  einen  beinahe  safrangelben  Wischfleck  verstärkt.  Das  Saumfeld  ziemlich  eintönig  schwarz¬ 
braun,  die  Binde  nahe  dem  Flügelrand  nur  ganz  schwach  angedeutet.  Das  Wurzelfeld  des  Hflgls  graublau  bis 
etwa  zum  Zellende  mit  schräger  Begrenzung  nach  hinten,  dieser  Teil  sowie  das  Hrdfeld  bis  nahe  zum  Anal¬ 
winkel  blau  schillernd.  Flglsaum  stark  gewellt.  ^  größer,  Vrdfeld  tiefer  braun  getrübt,  der  bläuliche  Anflug 
unter  der  Zelle  etwas  reichlicher,  die  helle  Querbinde  hinter  der  Zelle  l)reiter  und  deutlicher,  die  Adern  auf¬ 
fällig  stark  braun  bestäubt,  die  Flecke  im  vorderen  Teil  des  dunkelbraunen  Saumfeldes  deutlich,  die  helle  Binde 
vor  dem  Saum  besser  ausgeprägt,  wellenförmig,  leicht  gezackt.  Das  fjlaue  Wurzelfeld  des  Hflgls  stumpfer, 
seidig  graublau  glänzend,  bei  schräger  Beleiichtung  schillernd,  der  Schiller  indessen  nicht  so  weit  gegen' den 
Hinterwinkel  ausgedehnt  wie  beim  —  nocturna  Stich,  ist  eine  Nebenform,  bei  deren  der  Vflgl  bis  zu  einem  noduma. 
etwas  heller  getönten  Querstreif  hinter  der  Zelle  fast  gleichmäßig  rauchbraun  getrübt  ist,  Blauschimmer  auf 
den  proximalen  Teil  des  Hrdfeldes  beschränkt.  Das  blaue  Wurzelfeld  des  Hflgls  etwas  eingeschränkt.  Vflgl 
des  $  mit  stärkerem  und  reichlicherem  blauen  Schimmer  und  trüber  aber  deutlicher,  zackig  begrenzter  Binde 
nahe  dem  Saum.  Grundfarbe  im  allgemeinen  noch  dunkler  braun.  Es  kommen  Uebergänge  zur  Hauiüform 
vor.  Columbien.  —  fruhstorferi  Stich.  (64c)  ist  im  Geschlecht  durchschnittlich  etwas  kleiner  als  die  vorige;  inihstorferi. 
Vflgl  etwas  mehr  gerundet,  Vrdfeld  heller  bräunlich,  durchscheinend,  aber  breiter  getrübt,  auch  das  Zellende 
ganz  ausfüllend.  Die  verworrenen  Figuren  in  der  Zelle  der  Unterseite  oben  deutlich  erkennl)ar,  die  helle  Quer¬ 
binde  hinter  der  Zelle  deutlicher  abgesetzt,  die  bläuliche  Bestäubung  unter  der  Zelle  etwas  reichlicher  und  bis 
zu  der  von  der  Unterseite  durchscheinenden  inneren  Begrenzung  der  Querbinde  ausgedehnt.  Die  Binde  vor 
dem  Saum  ebenfalls  etwas  besser  ausgeprägt.  Hflgl  gleichmäßig  gerundet,  Saum  nur  ganz  schwach  gewellt. 

Das  blaue  Wurzelfeld  von  oben  gesehen  seidenglänzend,  bei  schräger  Beleuchtung  blauschimmernd  etwa  in 
gleicher  Ausdehnung  wie  bei  dem  typischen  oedipus.  Unterseite  mit  verhältnismäßig  größerem  hinteren 
Augenfleck.  Costalfeld  des  Vflgls  beim  $  ebenfalls  bis  zu  der  hellen  Mittel  binde  getrübt,  stark  durchscheinend, 
der  blaue  Ueberguß  hinter  der  Zelle  deutlicher,  auch  l)is  auf  den  vorderen  Zellteil  aiisgedehnt,  dort  aber  schwä¬ 
cher.  Die  Binde  hinter  der  Zelle  vorn  stark  zackig  gekerbt,  hinten  flach  bogig,  die  Flecke  im  Costalteil  des 
Außenfeldes  sehr  deutlich,  die  Binde  vor  dem  Saum  fast  weißgelb,  stark  zackig  begrenzt,  der  Saum  selbst  fahl 
ockerbraun  aufgehellt.  Das  blaue  Wurzelfeld  des  Hflgls  reicht  distal  bis  über  das  Zellende  hinaus;  von  oben  ge¬ 
sehen  stark  seidenglänzend,  bei  schräger  Beleuchtung  lebhaft  blau  schillernd.  Der  ebenfalls  sehr  wenig  geAvellte 
Hflglsaum  etwas  reichlicher  grauweiß  bestäubt.  Unterseite  wie  l)eim  (J,  nur  die  dunkel  schattierte  Binden¬ 
zeichnung  in  der  Mitte  des  Vflgls  bis  zur  Submediana  verlängert,  und  die  beiden  welligen  oder  zackigen  Binden 
im  Distalfeld  des  Hflgls  sind  sehr  scharf  ausgeprägt.  Honduras,  vermutlich  auch  in  anderen  Teilen  Zentral- 
Amerikas. 

C.  oileus  eine  formenreiche  Species  die  sich  anscheinend  von  den  Anden  aus  bis  Mexico  verbreitet  hat, 
südwärts  Bolivien  erreicht,  aber  auf  der  atlantischen  Seite  anscheinend  über  Venezuela  iiicht  hinausgeht.  Sechs 
bis  sieben  benannte  Spaltzweige,  die  zum  Teil  nicht  sehr  scharf  geschieden  sind.  —  oileus  Fldr.,  die  Namens-  oileus. 
type,  stammt  aus  Venezuela.  Vflgl  beim  <3  fast  bräunlichgrau,  hinten  etwas  heller,  Unterseitenzeichnung 
durchscheinend.  Die  Binde  vor  dem  Saum  verwaschen,  aber  stets  noch  bemerkbar.  Saumfeld  außen  sonst 
fahl  schwarzbraun,  die  dunklen  Flecke  imApicalfeld  deutlicb,  die  helle  Binde  an  den  Adern  wurzehvärts  mehr 
oder  weniger  deutlich  ausgeflossen;  der  Blauschimmer  unter  der  Zelle  schwach  oft  nur  in  schrägem  Lichte 
erkennbar.  $  größer,  Figl  bis  zur  schmalen  Querbinde  rauchbraun,  Wurzelteil  bis  nahe  zur  Costa  und  bis  in 
den  hinteren  Zellteil  leicht  bläulich  überzogen,  etwas  fett  glänzend,  die  übrige  Fläche  wie  beim  3,  aber  die  Binde 
vor  dem  Saume  deutlicher.  Unterseite  mit  mäßig  verbreiterter  weißlicher  Binde  hinter  der  Vflglzelle.  Hflgl 
mit  deutlich  entwickelter  Zackenbinde  im  Außenteil.  Die  submarginalen  Linien  der  ATlgl-Unterseite  bei  3 
wie  ?  gleichmäßig  in  kurzen  Bogen  gezackt.  Venezuela.  —  scamander  Bsd.  hat  etwas  vorgezogenen  Apex,  scamamlcr. 
Costalfeld  bis  zur  Mediana  verdunkelt,  dagegen  das  Analfeld  weißgrau  aufgehellt;  nur  an  der  Wiirzel  schwacher 
blauer  Schimmer.  Querbinde  in  der  Regel  ziemlich  breit,  vorn  enger,  beinweiß,  ganz  schwach  gelb  getönt. 
Unterseitenzeichnung  nach  oben  durchschlagend.  ?  größer,  Figl  gerundeter,  Querbinde,  besonders  unterseits, 
verbreitert,  ihre  Begrenzung  nach  außen  bogig  verlaufend.  Analfeld  bis  zur  Querbinde  etwas  dunkler  und 
reichlicher  blau  übergossen.  Hflglsaum  etwas  weniger  gewellt,  das  Proximalfeld  auch  von  oben  gesehen  etwas 
deutlicher,  aber  fahler  blaugrau.  Auf  der  Unterseite  die  Wellenbinde  hinter  der  Zelle  des  Hflgls  besonders 
scharf  ausgeprägt,  mit  metallisch  schwarzblauem  Glanz,  ln  beiden  Geschlechtern  die  Linien  nahe  dem  Distal¬ 
rand  der  Vflgl-Unterseite  weniger  gleichmäßig  und  in  flacheren  Bogen  verlaufend  als  bei  der  typischen  Unter¬ 
art.  Mittel-Amerika  (Costa  Rica,  Panama  (?),  Mexico  (?),  Guatemala  (?).  —  philademus  Stgr.  aus  der  Provinz  lyliitadonus. 
Antiocj[uia  in  Columbien,  schließt  sich  eng  an  scamander  an  und  ebenso  an  oileus  Fldr.  aus  Venezuela,  ist  aber 
dunkler  als  die  genannten,  Hflgl  oberseits  reicher  grünlich  blau  übergossen,  d  Unterseite  mit  sattem  braunem 
Medianfeld,  $  im  Distalgebiet  kaum  aufgehellt.  Aus  dem  Caucatal  in  der  Collection  Fruhstorfer.  —  phor-  pJiorhus. 
bas  Röb.  ist  etwas  lebhafter  gefärbt,  als  der  typische  oileus,  die  Binde  hinter  der  Zelle  des  ^T'lgls  deswegen 
deutlicher  hervortretend  und  im  allgemeinen  etwas  weniger  zackig  begrenzt;  das  Wurzel-  und  Hrdfeld  etwas 


316 


CALIGO.  Von  H.  Fruhstorfer. 


stärker  blau  angeflogen.  ?  ohne  wahrnehmbare  beständige  Verschiedenheiten  gegen  das  der  vorhergehenden 

■umbratiUs.  Unterart.  Eciiador.  Type  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  —  Bei  umbratilis  AifcÄ.  ist  das  d  oberseits  rauch¬ 
braun  verdunkelt,  der  blaue  Anflug  hinter  der  Zelle  des  Vflgls  nur  schwach,  seltener  etwas  reichlicher  vorhanden. 
Die  Querbinde  distal  von  der  Zelle  ^verwaschen,  mitunter  aber  auch  deutlich  ausgeprägt ;  in  letzterem  Fall 
vorn  schmal,  weißlich,  nach  hinten  etwas  verbreitert,  gelblich  und  an  dem  hinteren  Medianast  endigend.  Die 
Binde  nahe  dem  Distalrand  ebenfalls  mehr  oder  weniger  deutlich  ausgeprägt,  die  dunklen  Flecke  am  Vrd  nahe 
dem  Apex  gut  abgehoben.  Unterseite  sehr  scharf  gezeichnet  und  reichlich  weiß  in  der  Grundfarbe,  namentlich 
phUiiiof!.  im  distalen  Teil  des  Hflgis.  Peru.  —  philinos  Frühst.  (65  a).  d  etwas  kleiner  und  weniger  schlank  als  scarna7ider. 
Vflgl  graubraun,  reichlich  blau  angeflogeu.  Die  gelbe  Region  der  Vflgl  zu  einer  schmalen,  aber  distinkten  Binde 
reduziert.  Grundfarbe  dunkler,  namentlich  auf  den  Vf  Igln.  Die  Hflgl  aber  schmaler  schwarz  umrandet,  dagegen 
mit  breiterem,  beim  d  grauem,  beim  ?  gelblichgrauem  Marginalsaum.  Unterseite:  Die  braune  Discalbinde 
der  Hflgl  schmaler,  die  gelbe  Submarginalzone  breiter  und  heller,  die  discale  Binde  der  Vflgl  erheblich  schmaler. 
Bolivien. 

::eii.rippus.  C.  zeuxippus  Druce  (65  b)  bewohnt  Ecuador.  Unterseite  gleicht  etwas  jener  von  oileus.  Sie  ist  bemer¬ 

kenswert  durch  die  auffallend  helle  Basalgegend  namentlich  der  Hflgl,  die  zart  weiß  gestrichelt  sind.  Die  Ozellen 
stehen  in  einem  hell-kaffeebraunem  Medianfeld,  das  wiederum  von  eiiier  lichtschraffierten  Zone  umgeben  wird. 

placidunvi.?.  C.  placidianus  Stgr.,  ursprünglich  von  Sarayacu  in  Peru  imd  von  S;io  Paulo  de  Olivenca  am  oberen 

Amazonas  beschrieben,  ist  eine  sehr  große  Art,  welche  einen  breiten  ungezeichneten  dunklen  Distalsaum  der 
Vflgl  führt,  vor  dem  eine  unentschieden  gelblich  gefärbte,  nach  außen  ziemlich  scharf  abgesetzte  Binde  sich 
bis  zxir  hinteren  Mediana  hinzieht.  Das  ?  führt  eine  blaugraue  Basalhälfte  der  Vflgl,  die  von  einer  noch  mehr 
verloschenen  gelblich  grauen  Binde  begrenzt  wird.  Unterseite  sehr  ähnlich  jener  von  C.  oileus,  aber  von  dieser 
und  überhaupt  allen  anderen  bekannten  Arten  sofort  zu  trennen  durch  ein  von  der  hinteren  Mediana  an  bis 
zur  vorderen  Mediana  längs  der  Zellwand  hinziehendes,  nach  vorne  verjüngtes  satt-braunes  Feld,  das  sich  auf 
den  Hflgln  wiederholt,  dort  aber  die  ganze  Flglmitte  bedeckt,  nach  innen  scharf  abgeschnitten  ist,  sich  aber  in 
der  Peripherie  der  Analozelle  erheblich  nach  außen  verbreitert.  Zelle  der  Vflgl  mit  zierlichen  schwarzen,  wie 

mk-anK.  fAunrdusxvolken  aussehenden  Zeichnungen  bedeckt.  —  micans  Röh.  umschreibt  eine  leicht  veränderte  Orts¬ 
form,  die  aus  Ecuador  stammt  und  eine  etwas  intensiver  glänzend  blaue  Basalhälfte  der  Hflgl-Oberseite  zeigt. 

hettrao.  C.  bcltrao  III.  (=  demosthenes  Pernj,  inachis  Godt.)  (65  b)  gilt  als  eine  der  farbenprächtigsten  Arten 

des  Genus  und  er  zählt  zu  den  Charakterschmetterhngen  des  mittleren  und  südlichen  Brasiliens.  Tags  über 
halten  sie  sich  im  niederen  Gebüsch  oder  um  die  Baumstämme  der  Urwaldriesen  herum  auf,  wo  sie  sich  nahe 
dem  Boden  verbergen.  Erst  zur  Zeit  der  Abenddämmerung  oder  am  frühen  Morgen,  ehe  das  Tageslicht  die  letzten 
Schatten  der  Nacht  verdrängt  hat,  kommen  sie  für  kurze  Zeit  aus  ihren  Schlupfwinkeln  hervor.  Man  kann 
sie  dann  manchmal  in  Anzahl  am  Wege  sitzen  sehen.  In  Santa  Catharina  im  Tale  des  Oapivary-Flusses  beob¬ 
achtete  ich,  daß  die  Falter  an  scliwü len  Tagen  geradezu  häufig  waren,  und  man  konnte  wahrhaftig  von  ganzen 
Zügen  von  Caligo  sprechen,  deren  Vorposten  am  Waldsaum  aufgereiht  saßen  und  zwar  in  so  kurzen  Abständen, 
daß  man  }neist  nicht  wußte,  welchen  zuerst  nehmen,  heltrao  lassen  sich  außerdem  noch  durch  Bananen  anlocken, 
und  es  war  ein  hübsches  Bild,  an  den  Ködern  die  riesigen  Caligo'’s  in  Gesellschaft  von  Das yophthalnia  creusa, 
Eryphanis  reevesi  und  Prepona  meand.er  gleich  einer  lebenden  Traube  hängen  zu  sehen,  d  unterseits  vorherr¬ 
schend  schön  kaffeebraun  gesprenkelt,  mit  ebensolchem  sehr  breiten  Medianfeld,  das  beide  Figl  durchzieht, 
jenseits  der  Zelle  in  schwarz  übergeht  und  distal  von  einer  weil,llich  und  purpurn  überstäubten  Zone  umgeben 
wird.  Hflgl  mit  haselnußförmiger  Analozelle,  deren  Spitze  nach  hinten  steht,  Ozelle  schön  hellgelb  umzogen. 
Das  $  größer,  Figl  breiter,  rundlicher,  Färbung  matter.  Apex  des  Vflgls  hellockergelb,  nur  nach  innen  etwas 
orange  angehaucht,  der  schmutziggelbe  Saumstreif  breiter,  unter  allmählicher  Verschmälerung  bis  zum  x4nal- 
winkel  ziehend.  Der  weiße  Vrdfleck  im  gelben  Feld  sehr  auffällig,  die  distal  anschließende  schwarze  Bestäubung 
im  Apex  deutlicher,  und  zwar  als  Do])pelfleck  mit  anschließenden  weißen  Pfeil-  oder  Mondflecken  ausgebildet. 
Unterseite  etwas  lichter,  die  bindenartige  braune  Schattierung  in  der  Mitte  des  Vflgls  hinter  dem  letzten  Median¬ 
ast  deutlicher  verlängert;  nächst  dem  Saum  verlaufen  zwei  schwärzliche  parallele  Linien,  die  vorn  etwas  zarter 
bi’äunlich,  mit  weißlicher  und  gelblicher  Begrenzung  versehen  und  sanft  gekrümmt  sind,  hinter  dem  Augenfleck 
nahe  dem  Apex  aber  wurzelwärts  vorspringen  und  dann  in  scharfen  und  großen,  zum  Teil  doppelt  gebrochenen 
Zacken  bis  zum  Analwinkel  laufen.  Auf  dem  Hflgl  die  Bindenzeichnung  hinter  der  Zelle  besser  ausgeprägt, 
der  Saum  breiter  braun  und  mit  einer  zweiten,  der  ersterwähnten  ähnlichen,  aber  weniger  deutlich  ausgepräg¬ 
ten  Zackenbinde.  Abdomen  heller  graublau  behaart.  —  Rp  an  Bananen,  ähnlich  derjenigen  von  C.  eurilochus 
hrasiliensis  in  der  Jugend  grün  mit  länglichen  braunen  Flecken  auf  dem  Rücken  und  einem  weißen  und  braunen 
Seitenstreifen.  Die  Flecke  verschwinden  später,  die  Grundfarbe  wird  daun  grün;  im  erwachsenen  Zustand 
ist  das  Tier  schmutziggrün  bis  gelblichbraun,  unregelmäßig  schwarz  schattiert,  seitlich  mit  einem  rein  weißen, 
beiderseits  schwarz  gerandeten  Streifen  längs  der  Stigmen;  der  Körper  nach  vorn  abfallend  ,  auf  dem  Rücken 
nxit  weichen  Zäpfchen  (Scheindornen),  der  Kopf  mit  acht  kranzartig  angeordneten  Hörnern  besetzt.  —  Puppe 
in  Gestalt  und  Zeichnung  im  allgemeinen  wde  diejenige  von  eitrylochus,  aber  blasser  und  ohne  Borsten  (W.  Mül¬ 
ler).  Das  abgebildete  d'  stammt  aus  Rio  Grande  do  Sul,  wo  heltrao  bereits  sehr  selten  wird.  Auch  bei  Rio 


GALIGO.  Von  H.  FRurrsTORFER. 


.‘n? 


de  Janeiro  ist  die  Art  nicht  mehr  sehr  liäut'ig,  docJi  tritt  er  in  Es])iritu  Santo  ajischeinend  in  grötk-rcr  Anzahl 
auf.  Dortige  Exemplare  sind  weitaus  die  größten,  etwas  lichter  blau,  und  beide  Geschlechter  zeigen  einen 
fahler  gelben  und  ausgedehnteren  Aj)icalfleck  der  Vfgl,  als  meine  Santa-Oatharina-Exetnplai'c.  Auch  erscheint 
die  Basalregion  der  Hfgl-Unterseite  merklich  heller,  und  auch  heim  $  ist  die  distale  Begrenzung  des  braunen 
Medianfeldes  viel  lichter,  man  kann  fast  sagen,  rein  weiß.  Nach  Bürmejster  komnd.  Ix'llrao  auch  in  Argen¬ 
tinien  vor,  dortige  Exem])lare  sind  mir  jedoch  in  natura  unbekannt. 

11.  Sect.  Graphiopliori  Stich. 

riflgl  mit  einejn  kleinen  ITaai'])insel  auf  Manker  Eeiboflädie  an  der  Submediana. 

C.  teucer,  eine  der  unscheinbarsten  Arten  ist  über  das  gesamte  Gebiet  verbreitet,  in  dem  Galigonen  imccr. 
Vorkommen  mit  alleiniger  Ausnahme  von  G?ntralamerika  und  Mexiko,  teucer  ist  geogra])hischen  Einflüssen 
gegenüber  weniger  empfindlich,  als  andere  Arten  der  Gattung  und  zerfällt  demzufolge  nur  in  eine  kleine  Reihe 
von  wenig  scharf  geschiedenen  ürtsformen.  —  Bei  insulanus  Stich,  ist  das  Gostalfeld  des  Vflgls  l)eim  ^  ungewiß  in.siitanus. 
hechtgrau,  nicht  oder  kaum  bräunlich,  die  gelhlichweiße  Querbinde  distal  von  der  Zelle  sehr  schmal  und  trübe, 
die  dreieckige  Hrdzone  graublau  bis  zum  vorderen  Gipfel  ihrer  Ausdehnung,  auch  in  der  Zelle  bis  etwa  zur 
Mitte  ihrer  Breite  ein  ungewisser  graublauer  Anflug.  Das  distale  8aumfeld  schwärzlich,  die  Wellenlinien  nahe 
dem  Rande  nur  ganz  undeutlich  durchscheinend,  und  von  einer  Bindenzeichnung  zwischen  ihnen  nur  geringe 
Spuren  vorhanden.  Das  graublaue,  bei  schräger  Beleuchtung  in  seiner  Distalzone  violettblau  schillernde 
Wurzelfeld  des  Hflgls  bis  nahe  zum  Zellende  ausgedehnt,  die  distale  Figlhälfte  schwärzlich  mit  ganz  feinem 
weißlichem  Saum.  Das  $  größer,  die  Binde  des  Vflgls  etwas  breiter,  vorn  mehr  oder  weniger  dunkel  überstäidjt, 
von  der  hinteren  Zellecke  an  reiner  weißgelb,  hinten  wieder  verschwommen.  Die  blaiie  Bestäubung  des  Hrd- 
feldes  setzt  sich  in  der  Zelle  nach  vorn  fort  und  läßt  nur  einen  schmalen  Vrdstreif  frei.  Die  Binde  nahe  dem 
Distalrand  sehr  schön  und  deutlich  weißlichgelb  ausgeprägt,  die  proximale,  stark  bogige  Begrenziing  sehr  scharf, 
die  distale  weniger  kräftig,  aber  deutlicli  durch  einen  dunkel  bestäubten  Streif  abgesetzt.  Hflgl  mit  verbrei¬ 
tertem,  außen  gleichfalls  schön  schillerndem  Basalfeld.  Dies  reicht  bis  über  das  Zellende  und  zu  der  Hrds- 
ader.  Hflglsaum  etwas  stärker  weißlich  bestäubt  als  beim  (J;  Hlb  mit  bläulichem  Schimmer.  Trinidad.  — 
suzanna  Deyr.  ist  eine  dunkle  Unterart;  Vflgl  vom  Hrd  l)is  nahe  zum  Vrd  und  die  schmale  weißliche  Binde  snzanna. 
hlau  angeflogen.  Marginalfeld  fast  schwarz,  die  sid^marginale  Wellenlinie  wenig  hervortretend,  der  Rand 
selbst  stark  gewellt,  ganz  fein  weißlich  gesäumt.  Hflgl  sammtschwai’z,  Saum  fein  weißlich.  Wurzelfeld  bis 
gegen  das  Zellende  oder  auch  etwas  weiter  und  bis  nahe  zum  Analwinkel  grünlich,  an  der  Grenze  rein  blau  schil¬ 
lernd.  Unterseite  reichlich  und  kräftig  braun  und  schwarzbraun  marmoriert.  Im  hinteren  Medianzwischen¬ 
raum  des  Vflgls  liegt  ein  ziemlich  deutlicher  kleiner  Augenfleck,  eiii  größerer  nahe  dem  Apex.  Der  Ring  um 
den  hinteren  Augenfleck  des  Hflgls  ist  sehr  hellgelb,  fast  weiß,  seitlich  iind  nach  hinten  mehr  gelb,  am  äuße¬ 
ren  Rande  in  Rostgelb  übergehend.  Die  braune  bindenartige  Färbung  zwischeii  dem  vorderen  und  hinteren 
Augenfleck  ist  nur  in  einem  schmalen,  manchmal  ganz  ungewissen,  durch  die  Zelle  ziehenden  Steg  erhalten, 
die  kleinere  eirunde  Makel  distal  von  der  mittleren  Discocellularis  mehr  oder  weniger  deutlich.  Das  ^  ist  von 
breiterer  Figlform,  sonst  ganz  ähnlich.  Im  Vflgl  die  zwischen  den  Saumlinien  nahe  dem  Distalrand  verlaufende 
helle  Binde  und  die  schwarzen  Flecke  nahe  dem  Apex  am  Vrd  deutlicher  ausgeprägt.  Der  Blauschiller  des 
Hflgls  etwas  über  das  Zellende  ausgedehnt.  Auf  der  Unterseite  das  Hrdfeld  des  Vflgls  bis  zur  Submediana 
wie  die  übrige  Flglfläche  gestrichelt,  der  kleine  hintere  Augenfleck  im  Distalfeld  fehlt.  Im  Mittelfeld  des  Hflgls 
die  braune  bindenartige  Schattierung  reichlich  entwickelt,  in  der  Zelle  eine  deutliche  längliche  helle  IMakel. 

Im  großen  und  ganzen  die  Strichelung  und  Marmorierung  auf  der  ganzen  Fläche  beider  Figl  etwas  gröber  und 
dunkler.  In  Uebergängen  zur  typischen  Unterart  ohne  örtliche  Beständigkeit.  Golumlüen.  —  phorkys  suh.sp.  phorki/s. 
nov.  entfernt  sich  von  phoroneus  Frühst,  durch  die  schmälere,  in  einzelne  Komponenten  aiifgelöste  verwaschene 
gelblich  graue  Längsbinde  der  Vflgl,  die  zugleich  auch  von  suzanna  Deyr .  durch  die  isolierteren  Makel  verschieden 
ist.  Unterseite  heller  als  phoroneus,  namentlich  die  Basalpartie  und  der  Außenteil  der  Hflgl.  Goroico.  120om. 

Bolivien.  —  Bei  teucer  L.  ist  das  Gostalfeld  des  Vflgls  breit  graubraun,  Zelle  ebenso,  bis  auf  einen  schmalen  Streif 
in  der  Endhälfte.  Die  braune  Zone  hat  etwa  die  Gestalt  einer  Spindel,  deren  Spitzen  an  der  Figlbasis  und  an  der 
Costa  vor  der  Gabelung  des  4.  und  5.  Subcostalastes  liegen.  Die  Querbinde  hinter  der  Zelle  beginnt  .3 — 4  mm 
weit,  ist  bis  zum  Zellwinkel  deutlich,  dann  nur  außen  schärfer  begrenzt  xind  endet  am  hinteren  IMedianast. 

Im  mittleren  und  hinteren  Medianzwischenraum  bildet  sie  zwei  flache  Bogen.  Das  hellgraue  IMittelfeld  er¬ 
weitert  sich  nach  hinten  und  bildet  ein  langes  spitzwinkliges  Dreieck  lüs  zum  Hrd.  Hinten  verdüstert  sich  der 
Farbton  eine  Wenigkeit,  namentlich  an  der  Flglwurzel,  und  ist  leicht  bläulich  angeflogen.  Das  Saumfeld,  in 
einer  mittleren  Breite  von  18 — 19  mm,  ist  dunkel-  bis  fahl  rauchbraun,  Fransen  und  ein  ganz  feiner  Saumstreif 
schmutzig  weiß,  die  submarginalen  Linien  der  Unterseite  scheinen  durch,  und  zwischen  ihnen  tritt  eine  ganz 
verwaschene,  etwas  hellere,  wellige  Binde  auf,  die  im  Farbton  von  der  äußersten  Randzone  fast  gar  nicht  ab¬ 
sticht  und  von  derselben  nur  durch  die  distal  laufende  Linie  getrennt  wird,  dagegen  nach  innen  deutlicher 
von  der  dunkleren  Mittelfläche  abgesetzt  ist.  Hinten  verschwimmt  die  Randzeichnung  ganz  und  nimmt  die 
Färbung  in  der  ganzen  Breite  des  Saumfeldes  einen  gleichmäßig  dunklen  Ton  an.  Hflgl  schwarzbraun,  die 
Fransen  vom  Apex  bis  nahe  zum  Hinterwinkel  weißlich,  Wurzelfeld  hinter  der  grauen  Vrdzone  graidüau,  bei 


318 


CALI  GO.  Von  H.  Fruhstorfbr. 


scliräger  Beleuchtung  grünlich,  außen  violettblau  schillernd.  Der  Schiller  reicht  in  der  Zelle  etwa  bis  zu  deren 
Mitte,  unter  ihr  bis  auf  zwei  Drittel  der  Länge  des  Hrds  und  verliert  sich  ohne  scharfen  Abschluß  unbestimmt 
in  der  Grundfarbe.  In  der  Vrdzone  des  Hflgls  und  fast  auf  der  ganzen  Fläche  des  Vflgls  die  dunklen  Zleich- 
niuTgen  der  Unterseite  leiclit  durchscheinend.  Unterseite  ziemlich  grob  und  reichlich  marmoriert,  Vflgl  mit 
zwei  Augenflecken.  Das  $  ist  größer,  die  bläuliche  Färbung  unter  der  Vflglzelle  schwächer,  die  helle  Binde 
hinter  der  Zelle  breiter,  die  Welleidiinde  zwischen  den  von  unten  durchscheinenden,  stark  gezackten  Linien 
nahe  dem  Saum  deutlicher  von  den  dunkleren  Grenzfeldern  abgehoben.  Das  Blau  des  Hflgls  weiter  ausgedehnt, 
tiefer  im  Ton,  weniger  grünlich  schillernd.  Im  Gebiet  des  Amazonenstromes  nach  Westen  und  Nordwesten 
(Peru,  Oolumbien)  vordringend,  bildet  die  Form  Uebergänge  zu  C.  teucer  suzanna,  die  lebhafter  gefärbt  sind, 
eine  etwas  dunklere  Vrdzone  des  Vflgls  und  reichlichere  blaue  Bestäubung  der  Hrdfläche  besitzen,  auch  im 
niihiliis.  Hflgl  ein  ausgedehntei’es  blaues  Wurzelfeld  zeigen.  Guayana,  nördliches  Brasilien,  westliches  Peru.  —  nubilus 
Frühst.  (63  c).  Binde  distal  von  der  Zelle  des  Vflgls  völlig  geschwunden,  Grundfarbe  in  der  Zelle  besonders 
dunkel,  ein  matter  blauer  Schimmer  überzieht  fast  gleichmäßig  die  ganze  proximale  Hälfte  beider  i'lgl.  Bri- 
ohiäoiiitfi.  tisch- Guayana.  —  obidonus  Frühst.  Bleicher  als  die  Hauptform.  Das  blaue  Wurzelfeld  des  Hflgls  bis  zum 
Zellende  ausgedehnt,  das  Distal-  und  Hinterwinkelfeld  demzufolge  schmaler  schwarzbraun.  Unterseite  reich¬ 
licher  weiß  marmoriert,  in  der  Zelle  des  Vflgls  lebhafter  weiß  gebändert.  Im  Hflgl  der  hintere  Augenfleck 
mit  verkleinertem  schwarzem  Kern  und  breiterenr  gelbem  Ring,  in  der  Zelle  die  weiße  längliche  Makel  auf  brau¬ 
nem  Grunde  sehr  lebhaft  ausgeprägt,  der  elliptische  Ringfleck  vor  der  mittleren  Discocellularis  dagegen  schwä- 
japctiis.  eher  gefärbt.  Amazonas  (Obidos).  japetus  Stich,  aus  Paraguay  ist  breiter  im  Figlschnitt  als  typische  teucer; 

die  spindelförmige  braune  Vrdzone  derart  verbreitert,  daß  nur  der  äußerste  distale  Zellwinkel  frei  bleibt,  wel¬ 
cher  die  Färbung  der  anstoßenden  Querbinde  annimmt.  Diese  fast  ockergelb,  hinten  etwas  fahler.  Die  hin¬ 
ter  der  Zelle  hegende  dreieckige  graue  Zone,  die  hinter  der  Querbinde  und  in  deren  Fortsetzung  von  dem  dunkel¬ 
braunen  Saumfeld  begrenzt  Avird  '  und  vorn  bis  zum  Ursprung  des  mittleren  Medianastes  reicht,  ist  auf  ihrer 
ganzen  Fläche  bläulich  übergosseiA,  und  auch  noch  ein  schmaler  hinterer  Streif  in  der  Zelle  leicht  blau  ange¬ 
haucht;  diese  Bestäubung  schimmert  bei  schräger  Beleuchtung  schön  himmelblau.  Die  helle  Querbinde  zaaü- 
schen  den  durchscheinenden  bogigen  Linien  nahe  dem  Saum  deutlicher  und  namentlich  innen  sehr  scharf  von 
dem  dunklen  Felde  abgesetzt.  Blaues  Wurzelfeld  des  Hflgls  bis  zum  Zellende  und  nahe  bis  zum  Hinterwinkel 
Amrgrößert,  bei  schräger  Beleuchtung  jjrächtig  violettblau  schillernd.  Der  stark  gewellte  Saum  reichlich  wei߬ 
lich  bestäubt,  namentlich  an  den  einspringenden  Bogen.  Unterseite  im  allgemeinen  mit  etAAms  reichlicher 
hellem  Grunde,  namentlich  die  äußere  Hälfte  des  Hflgls  stark  weißlich  gemischt.  Im  Vflgl  nur  ein  Augenfleck 
nahe  dem  Apex.  $  größer;  der  bläidiche  Anflug  des  Vflgls  teilt  sich  in  etwas  verminderter  Schärfe  fast  der 
ganzen  Zelle  mit.  Die  Binde  hinter  der  Zelle  breiter,  vorn,  in  den  Radialzwischenräumen,  proximal  spitz  keil¬ 
förmig  gezackt.  Die  Binde  nahe  dem  Saum  schmutzig  ockergelb,  deutlicher  abgesetzt,  namentlich  außen 
durch  einen  stärker  schwarzbraun  bestäubten  Streifen  begrenzt.  Hflgl  mit  bedeutend  verbreitertem,  bei  schrä¬ 
ger  Beleuchtung  prächtig  violettblau  und  grünlich  schillerndem  Wurzelfeld.  Dieses  überschreitet  etAvax  um 
6 — 7  mm  das  Zellende  und  erreicht  beinahe  den  Analwinkel.  Unterseite  etAAms  Aveniger  lebhaft  und  gröber 
phornmus.  gezeichnet.  Thorax  und  Abdomen  stark  graublau  bestäubt.  —  phoroneus  Frühst.  Diese  oberseits  stark 
verdunkelte  Lokalform  des  weitverbreiteten  teucer  L.  bildet  einen  Uebergang  von  den  hellen  Formen  des  unte¬ 
ren  Amazonas- Gebiets  zur  dunklen  suzanna  Deyr.  aus  Columbien.  Die  bei  teucer  und  obidonus  Frühst,  über 
ein  Drittel  der  Vflgl  ausgebreitete  hell  gelbliche  Region  ist  auf  eine  ziemlich  scharf  abgegrenzte,  schmale,  dun¬ 
kelgelbe  Binde  reduziert,  die  beim  d'  den  obersten  Zellapex  der  Vflgl  eben  noch  bedeckt.  Beim  ?  ist  diese 
Binde  noch  mehr  verschmälert  und  verläuft  jenseits  der  Zelle,  sich  allmählich  verdunkelnd,  um  schon  Amr 
dem  3.  Medianaste  aufzuhören.  Die  Zelle  der  ist  mit  Ausnahme  der  apicalen  und  Ainteren  Partie,  diejenige 
der  $$  Amllig  Amrdunkelt  und  mit  tiefblauem  Schiller  übergossen.  Die  Hflgl  schimmern  mit  AAisnahme  des 
scliAvarzen  Saums  ebenso  dunkelblau  Avie  euphorhus  Fhlr.  Die  großen  Ocellen  der  Hflgl-Unterseite  charakteri¬ 
siert  eine  braune  Peripherie,  die  AÜel  ausgedehnter  erscheint  als  bei  teucer  und  obidonus.  Jaupes. 

C,  illioneus  kommt  parallel  neben  teucer  vor,  doch  reicht  seine  Verbreitung  an  der  atlantischen  Küste 
etAvas  südlicher  und  man  begegnet  ihm  noch  bei  Rio  de  Janeiro,  wo  er  an  der  Nordseite  der  Bai  bei  Piedade 
nach  Angaben  von  Bönninghausen  vorkommt.  Die  Jugendstadien  sind  im  Gegensatz  tu  teucer  aa'oIiI  bekannt. 
Rp  auf  Bananen.  Nordwärts  geht  illioneus  bis  Panama.  Angaben  wie  Guatemala,  Mexiko  beziehen  sich 
nhrm».  zAveifellos  auf  falsche  Bestimmung  und  Verwechslung  mit  nieninon,  der  dort  überall  häufig  aiiftritt.  —  oberen 
BtJr.  S,  sehr  trüb  gefärbt,  das  Blau  des  Vflgls  im  costalen  und  hinteren  Teil  der  Zelle  sehr  scliAvach  aufgetra¬ 
gen,  der  hintere  Winkel  der  letzteren  ganz  frei,  der  Hchiller  Avenn  auch  scharf,  so  doch  dunkler  getönt.  Quer¬ 
binden  trüb,  manchmal  sogar  undeutlich.  Die  innere  meist  nur  oben  etAvas  deutlicher,  Amn  den  Radialen 
ab  verAA’-aschen,  die  äußere  bogig,  Alie  costalen  Bogen  stärker,  die  analen  AA^eniger  beiderseits  der  Adern  AAUirzel- 
Avärts  ausgeflossen,  und  zAvar  so,  daß  sich  diese  Strahlen  vorn  in  der  Regel  mit  den  kleineren  Bogen  der  inneren 
Binde  vereinigen  und  längliche  Ringflecke  bilden,  in  denen  die  dunkelbraune  Grundfarlie  als  elliptischer, 
manchmal  innen  abgestumpfter  Kern  isoliert  ist.  Diese  Fleckbildung,  die  zAA-ar  in  selteneren  Fällen  auch  bei 
einzelnen  IndiAÜduen  anderer  Unterarten  (namentlich  bei  C.  i.  polyxenus)  Amrkommt,  ist  für  oberon.  im  allge¬ 
meinen  sehr  charakteristisch.  $  blasser,  mit  denselben  Eigentümlichkeiten,  die  Querbinden  des  Vflgls  etAV'as 
praxsiodus.  lichter,  die  Zeichnung  der  Unterseite  stärker  durchscheinend.  Panama.  —  praxsiodus  suhsp.  nov.  liegt  mir 


CAJjIGO.  Von  H.  FrLJJI  STORJj’EK. 


.‘51!) 


in  vier  Exeniplaren  ans  verscltietlenen  Teilen  Peru’s  vor  nnd  schließt  sieh  in  der  (Iröße  -  l)esser  gesagt  Klein¬ 
heit  --  der  Trinidad-Rasse  an  und  differiert  von  der  Namensfonn  durch  lebhafteren,  prächtiger  glänzend(‘n 
Schiller  der  Basalpartie  aller  h'lügel,  die  auch  von  sehr  schmalen  unscheinbaren  Längsbinden  durchzogen  wer¬ 
den.  Dadurch  ist  praxsiodus  auch  ohne  weiteres  von  pampeiro  Frithst.  zu  trennen,  dessen  lebhaft  ockergelbe 
Längsstreifen  stets  auffallen.  Unterseite  im  engsten  Anschluß  an  oheron  Bllr.,  doch  noch  dunkler  schraffiert, 
die  Anaiaugen  sehr  viel  kleiner,  die  weißliche  Bestäubung  im  Median-  und  Snbmarginalgebiet  nahezu  erloschen. 

—  plieidriades  sidjsp.  nov.  etwas  kleiner  als  oheron  Bflr.  von  Columbien,  aber  lebhafter  in  der  Färbung, 
nicht  nur  glänzender  blau,  sondern  auch  mit  ansehnlicherer  gelber  Submarginal  binde  der  Vflgl  geschmückt 
und  damit  auch  pampeiro  Frühst,  voji  Paraguay  übertreffend.  Unterseite  sehr  charakteristisch  durch  die  scharf 
kontrastierenden  Binden,  welche,  abwechselnd  braun  oder  weißlichgrau,  namentlich  den  Hflgl  durchziehen. 

Die  Verteilung  der  bänderartigen  Zonen  wie  bei  oheron,  die  Färbung  aber  mehr  vom  braunen  Tone  der  prax- 
sfofZws-Exemplare,  alle  hellen  Felder  aber  ausgedehnter  als  bei  Peru-(5'cJ.  Dcellen  der  Hflgl  erhel>lich  größer 
als  bei  praxsiodms  mit  viel  hellerer,  nahezi;  weißgelber  Peripherie.  Coroico,  Bolivien,  aus  1200  m  Höhe.  — 
saltus  Kaxje  stets  kleiner  als  polyxemis,  besonders  das  $  mit  mehr  grauverdüsterten  statt  schön  ausgefärb-  ■mthis. 
ten  Vflglbinden.  Ei  (nach  Kaye  und  Guppy)  kugelig,  weißlich,  gleichmäßig  längsgerippt.  —  Junge  Raupe 
weißlich  mit  2  roten  oberen  seitlichen  Dojipelstreifen,  großem,  braunem,  stark  behaartem  Kopf  und  langer, 
verzweigter  Schwanzgabel;  nach  der  1.  Häutung  der  Kopf  schlanker,  rötlich,  mit  verzweigten  Hörnern;  Körper¬ 
oberseite  grün  mit  brauiaem  Streif  und  einer  weißen  oberen  seitlichen  Längslinie,  unter  der  Stigmalinie  weil.) 
und  rötlich  gestreift.  Schwanzgabel  einfach,  auf  dem  6.  Segment  ein  dornartiger  Zapfen.  Nach  der  2.  Häu¬ 
tung  wird  der  Körper  bräi^nlich,  ist  mit  zwei  Rückenzapfen  auf  dem  ß.  und  8.  Segment  besetzt  und  zeigt  je 
einen  oberen  seitlichen  Streifen  und  auf  den  einzelnen  Segmenten  nach  hinten  abfallende  bräunliche  Schräg¬ 
streifen;  Stigmalinien  wie  vorher.  Das  erwachsene  Tier  ist  walzenförmig,  vorn  und  hinten  verjüngt;  Kopf 
breit,  flach,  schräg  nach  vorn  abfallend,  schwarzbraun  gestreift,  mit  2  Paar  kürzeren  und  1  Paar  längeren  Hör¬ 
nern;  die  ersten  Körpersegmente  stark  cpiergefurcht,  auf  dem  Rücken  zwei  kurze  Zapfen:  Grundfarbe 
des  Körpers  schmutzig  weiß,  Rückenstreif  schwärzlich,  vorn  gespalten,  beiderseits  eine  obere  seitliche  dunkle 
Doppellinie,  unter  dieser  ein  grünlicher  Seitenstreif,  von  dem  sich  auf  den  einzelnen  Segmenten  nach  vorn 
aufsteigende  Schrägstreifen  abzweigen,  darunter  ein  rötlichbrauner  Stigmastreif,  der  beiderseits  weiß  eingefaßt 
ist.  Baixchseite  und  Füße  schmutzig  grün,  Gabel  verkürzt.  Ganze  Länge  11.5  mm,  Gabellänge  9  mm.  Trini¬ 
dad;  )St.  Vincent  (British  Museum).  --  polyxenus  Stick.  Querbinden  des  Vflgls  etwas  verbreitert  poty.rcnus. 
und  ganz  besonders  lebhaft  ockergelb,  seltener  etwas  getrübt.  Die  Binde  an  der  Zelle  vorn  etwas  gezackt, 
sodann  fast  gerade,  proximal  nur  wenig  an  den  Adern  eingekerbt.  Die  Binde  nahe  dem  Distalrand  stark  zick¬ 
zackförmig,  vorn  die  einzelnen  Zacken  an  den  Adern  mehr  oder  weniger  proximal  ausgeflossen.  Hflgl- 
saum  vorn  reichlicher,  hinten  schmal  weißlich  bestäubt.  Auf  der  Hflgl-Unterseite  ist  der  hintere  Augenfleck 
meist  besonders  groß  und  breit  weißgelb  geringt.  —  Bei  ilioneus  Cr.  (64  c)  ist  die  Grundfarbe  des  S  allgemei-  ilioncns. 
neu  düster,  aber  die  Figl  schimmern  stark  blau.  Vflglzelle  meist  ganz  blau  übergossen,  costal-  und  saumAvärts 
blasser,  fast  graublau.  Querbinden  ockergelb,  im  Farbton  unbeständig,  meist  nicht  ganz  rein,  manchmal  so¬ 
gar  stark  getrübt,  im  ganzen  beide  schmal,  die  an  der  Zelle  gelegene  vorn  etwas  gezackt,  von  der  unteren  Ra- 
dialis  an  fast  gerade;  ihr  Ende  liegt  am  hinteren  Medianast,  der  hintere  Teil  verwaschen.  Die  submarginale 
Binde  vorn  etwas  bogig,  sodann  höchstens  leicht  gewellt  und  im  allgemeinen  Verlauf  wenig  gekrünxmt.  Auch 
diese  unten  etwas  undeutlicher,  ebenfalls  am  unteren  Medianast  oder  etwas  darüber  hinaus  endigend.  Das 
blaue  Wurzelfeld  des  Hflgls  bis  über  das  Zellende  ausgedehnt  und  beinahe  den  Hinterwinkel  erreichend,  stark 
schillernd,  oben  aber  blasser.  An  der  Subcostalis,  nächst  der  Praecostalzelle,  liegt  ein  stximpfer  schwärzlicher, 
hei  seitlicher  Beleuchtung  etwas  bläulich  schillernder  Duftschuppenfleck,  der  sich  wischartig  der  Zelle  niitteilt. 

Fransen  beider  Figl  weißgelb,  Saum  des  Hflgls  gar  nicht  oder  nur  ganz  schmal  weißlich  bestäubt.  $  Bedeu¬ 
tend  blasser  in  der  Farbe.  Vflgl  weniger  blau  bestäubt,  die  Querbinden  heller,  breiter,  manchmal  stärker 
gezackt  und  gewellt.  Hflgl  mit  breitem,  graubraunem  oder  schmutzig  weißlichem  Vrdfeld,  in  dem  die  Sperbe- 
rung  der  Unterseite  deutlicher  durchschlägt.  Hierdurch  wird  das  blaue  Wurzelfeld  vorn  etwas  eingeschränkt. 

Saum  des  Hflgls  etwas  mehr,  aber  doch  nur  unbedeutend  weißlich  bestäubt.  —  Raupe  derjexiigen  von  C. 
eurilockus  sehr  ähnlich,  aber  kleiner  und  verhältnismäßig  dicker.  Körper  fein  cpiergefurcht.  auf  dem  Rücken 
mit  6  weichen,  dornenartigen  Zapfen,  sonst  mit  kurzen,  straffen  Haaren  besetzt.  Grundfarbe  gelbbraun  mit 
schwarzer  Rückenlinie,  die  sich  vorn  gabelförmig  teilt.  Der  Körper  seitlich  abwechselnd  hell-  und  dunkelbraun 
gestreift  und  an  der  oberen  Hälfte  mit  kurzen  braunen  Schrägstreifen.  Bauchseite  dmdcelbraun.  Kopf  von 
der  Farbe  des  Körpers,  mit  fünf  breiten  dunklen  Streifen.  —  Puppe  gedrungen,  hängend,  am  Scheitel  mit 
schmalem  helmartigem  Kamm,  von  gelblicher  Grundfarbe,  braun  gezeichnet,  mit  zwei  sehr  auffälligen  Silber¬ 
flecken  auf  den  Flügelscheiden.  Guayana,  Brasilien,  Amazonas,  Para,  Rio  de  -Janeiro.  Exemplare  aus  Rio 
de  -Janeiro  fehlen  meiner  Sammlung;  solche  aus  Pernambuco  sind  im  British-Museum.  —  pampeiro  Frühst,  pampeiro. 
ist  kleiner,  heller,  der  Blauschiller  schärfer,  die  blaue  Bestäidmng  auf  dem  Vflgl  aher  etwas  geringer,  so  daß 
der  äußere  Teil  der  Zelle  meist  braun  bleibt.  Querbinden  rein  orangegelb,  die  innere  wenig  bogig  oder  gezackt, 
hinten  etwas  trüber,  die  submarginale  stärker  bogig  und  gezackt.  Saum  stärker  ausgeschnitten,  Hflgl.uium 
auffällig  breit  bogenförmig  gelblichweiß  bestäubt.  Das  grofle  Auge  der  Hflgl-Unterseite  zeigt  Neigung,  sich 
nach  hinten  zu  verlängern.  $  fahler,  die  Vflglbinden  heller,  die  Submarginale  breiter.  Hflglaußcnrd  weiß  ge¬ 
säumt,  in  den  Zwischenräumen  zwischen  den  Adern  breite  gelbweiße  Halbmondflecke.  Paraguay. 


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CALIGO.  Von  H.  Fruiistoefer. 


C.  Prometheus  gleicht  oberseits  etwas  dem  C.  memnon  (65  a),  doch  ist  die  Art  erheblich  größer,  die 
basale  Partie  der  Vflgl  ausgedehnter  bleich  gelblich,  jene  der  Hflgl  reicher  blau  überzogen.  Verbreitungsgebiet 
proutdhcxs.  nach  unserem  derzeitigen  Wissen  nur  Columbien  und  Ecuador,  prometheus  Koll.  Auf  dem  Vflgl  tritt  die 
graue  Bestäubung  im  Gostalfeld  an  und  hinter  dem  Zellende  bis  auf  einen  schmalen  Streifen  zurück,  der  sich 
nur  gegen  das  Ende,  vor  der  Gabelung  des  vierten  und  fünften  Subcostalastes,  um  Weniges  verbreitert.  Hflgl 
bei  schräger  Beleuchtung  mit  intensiv  blauem  Schiller,  an  der  Wurzel  grünlich,  vom  Ende  der  Zelle  bis  zum 
Distalrand  schön  lasurblau;  der  Schimmer  nimmt  nach  vorn  etwas  an  Stärke  ab,  läßt  aber  nur  das  Apicalfeld 
und  einen  A^rdstreifen  frei.  Unterseite  des  AB'lgls  reichlich  gestrichelt;  hinter  und  distal  von  der  Zelle,  von  der 
liinteren  Ecke  derselben  ausgehend,  liegen  zwei  zusammenhängende  schwärzliche,  meist  sehr  deutlich  und 
scharf  ausgeprägte  Bogenflecke,  welche  die  helle  Querbinde  proximal  begrenzen.  Columbien.  Nicaragua  (?). 
cphncHivuü.  —  epimetheus  Fldr.  ist  eine  Tal-Form  aus  dem  östlichen  Columbien.  Etwas  kleiner  als  die  Hauptform,  die  graue 
Bestäubung  am  Vrd  desVflgls  breiter,  dagegen  die  blaue  Färbung  desHflgls  auf  die  proximale  Hälfte  beschränkt, 
bei  schräger  Beleuchtung  weniger  schillernd,  aber  von  oben  gesehen  deutlicher  begrenzt.  Columbien.  Rio 
Acpiaratal,  Wcst-Cordillere,  2000  m.  —  Da^  Ei  ist  fast  so  groß  wie  ein  Saturnia  pyri-Yii,  rund,  an  bei¬ 
den  Polen  etwas  abgeplattet,  die  Seiten  besitzen  Längskerben,  die  wieder  durch  horizontale  Zonen  in  Fächer 
geteilt  sind.  Gegen  die  Basis  zu  lösen  sich  dieselben  in  immer  kleiner  werdende  Punkte  auf  und  endigen  schheß- 
lich  in  eine  glatte  Fläche.  Die  Spitze  des  Eies  wird  durch  eine  warzenförmige  Erhebung  von  brauner  Farbe 
gebildet,  etwas  seitlich  befindet  sich  die  Keimzelle.  Die  Raupe  hat  die  Gestalt  der  im  Schatz  abgebil¬ 
deten  typischen  CaJigo-'Rp.  Sie  ist  braungrau,  am  Rücken  mit  3  helleren  AA^inkelzeichnungen,  deren  Scheitel 
rückwärts  in  die  Mittellinie  verlaufen.  Manche  Stücke  werden  bis  13  cm  lang  und  ergeben  dann  meist  weibliche 
Falter.  —  Ich  fand  die  Rpn  immer  in  kleinen  Gesellschaften  bis  zu  8  Stück  am  unteren  Schäftende  von  Plata- 
nillos  (wilden  Bananen),  oder  in  dürren  Blättern  versteckt,  sie  fressen  nur  des  Nachts  und  kehren  wieder  an 
iliren  alten  Platz  zurück,  wo  sie  meist  dichtgedrängt  nebeneinander  sitzen.  Die  Pjr  ist  jener  von  Cal.  eury- 
lockus  sehr  ähnlich,  mit  einem  silberglänzenden  Schulterfleck  geschmückt.  Die  Pu])penruhe  dauert  4  AA^ochen. 
Bei  der  Zucht  war  das  A^erhältnis  der  beiden  Geschlechter  hinsichtlich  der  Stückzahl  ziemlich  das  gleiche. 
—  anaximandrus  Frühst.  Ersetzt  die  kleinere  Tal-Form  epimetheus  Fldr.  des  östlichen  Columbien  in  der  trans- 
ärus.  andinischen  Region,  ist  von  geringer  habitueller  Größe.  Das  ^  nähert  sich  alias  RÖb.  von  Ecuador,  mit  welchem  das 
anaximandrus-,^  oberseits  völlig  übereinstimmt,  wenn  wir  von  der  proximal  etwas  schärfer  abgesetzten  schwar¬ 
zen  Randbinde  der  Vtlgl  absehen.  Die  Unterseite  aber  weicht  erheblich  ab  durch  das  farbenfreudigere  und  leb¬ 
haft  kontrastierende  Golorit.  Die  submarginale  schwarze  Schraffierung  der  A^flgl  fehlt  nahezu,  die  Ocellen 
tragen  eine  hellrotbraune  statt  nahezu  schwarze  Peripherie.  Hflgl  mit  braunem  statt  beinahe  schwarzem  AMr- 
hof  der  Analozelle,  die  Augen  selbst  kaum  halb  so  breit  schwarz  umzogen.  Die  bei  atlas  deutliche  schwarz 
schraffierte  Submarginalbinde  fehlt;  überhaupt  ist  die  gesamte  Distalregion  der  Hflgl  weißlich  mit  gelblicher 
Berieselung.  Basalpartie  gleichfalls  vorherrschend  weißlich  statt  schwarz.  Im  Gegensatz  zum  auch  ober¬ 
seits  deutlich  modifiziert  und  besonders  dadurch  charakterisiert,  daß  die  gelbliche  Region  sich  als  scharf  ab¬ 
gesetzte  Binde  bis  zum  Costalrand  durchzieht.  Im  Gegensatz  zu  alias  Röb.  von  Ecuador  erscheint  im  allge¬ 
meinen  diese  helle  Flglpartie  allseits  markanter  und  steht  im  scharfen  Kontrast  zur  nach  innen  ungemein  zier¬ 
lich,  deutlich  aber  nicht  tief  wellig  eingeschnittenen  schwarzen  Terminalzone.  Hflgl  etwas  farbensatter,  distal 
schöner  weißlichgelb  ausgefärbt  als  bei  alias.  Unterseite;  Fröhlicher  im  Colorit,  namentlich  die  Distalregion 
vornehmlich  gelb  statt  braunschwarz  schraffiert.  Die  braune  Peripherie  der  Analozelle,  welche  sich  an  den  schwar¬ 
zen  Ring  anschmiegt,  kaum  halb  so  breit,  als  bei  Ecuador-^?.  Die  prächtige  neue  westcolumbische  Form  wurde 
alias,  von  A.  H.  Fassl  am  Oberen  Rio  Negro  entdeckt  und  auf  800  m  Höhe  angetroffen.  —  atlas  Röb.  A^flgl  des  J 
etAvas  schmal,  Apex  spitzer,  Distalrand  beider  Figl  stärker  gewellt  als  bei  der  vorigen,  sonst  auf  der  Oberseite 
dem  epinielheus  ähnlich.  Vrdfeld  des  Vflgls  breit  graubraun,  gegen  das  Ende  der  Zelle  nur  wenig  verschmälert 
und  distal  von  dieser  wieder  bis  zur  mittleren  Discocellularis  verbreitert,  die  blaugraue  AA^urzelbestäubung 
hinter  der  Zelle  dagegen  etwas  verringert.  Unterseits  die  Strichelung  und  sonstige  Zeichnung  spärlicher,  nament¬ 
lich  fehlt  die  dunkle  bogige  Querbinde  hinter  der  Zelle,  oder  sie  ist  nur  schwach  angedeutet  und  die  Fläche  un¬ 
mittelbar  hinter  der  distalen  Hälfte  der  Zelle  und  teilweise  diese  auch  selbst  nur  ganz  fein  goldgelb  berieselt. 
Dementsprechend  die  Oberseite,  auf  der  die  dunklen  Zeichnungen  in  den  AA'eißlichen  Flächen  durchscheinen, 
hinter  der  Zelle  bis  zum  hinteren  Medianast  reiner  w^eiß.  Auf  dem  Hflgl  der  Blauschiller  scliAvächer  und  nur 
Ins  gegen  das  Ende  der  Zelle  und  gegen  den  Hinterwinkel  ausgedehnt.  Am  Saum  mitunter  noch  ein  ganz 
schwacher  bläulicher  Schimmer  stellenweise  wahrnehmbar.  Auf  der  Unterseite  die  Grundfarbe  reichlicher  Aveiß 
bis  bläulich  Aveiß,  die  Strichelung  aber  gröber  und  dunkler,  die  Bogenbinden  nahe  dem  Distalrand  in  der  Regel 
nur  undeutlich  oder  gar  nicht  ausge])rägt,  der  hintere  Augenfleck  meist  etAvas  kleiner  als  bei  der  vorigen.  Ecuador. 

C.  memnon  kann  als  die  nördlichste  Caligo-Form  betrachtet  werden,  die  sich  ausschließlich  in  der 
mittelamerikanischen  und  columbiscli-venezolanischen  Subregion  des  Ga/ff/o-Areals  heimisch  fühlt  und  süd- 
AA^ärts  anscheinend  selbst  nicht  mehr  in  EcAiador  auftritt.  memnon  gilt  als  einer  der  geAA'öhnlichsten  Falter 
von  Mexiko  und  Guatemala  und  er  felilt  in  keiner  Sendung  aus  der  heißen  Zone  von  dort.  Dennoch  aber  fehlen 
memnon.  alle  Nachrichten  über  Jugenrlzustände.  memnon  Fldr.  Unterseite  des  ATlgls  in  der  Zelle  meist  nur  spärlich 
gestrichelt.  Neben  einigen  unregelmäßigen  dunkelbraunen  Zickzack-  und  AAAllenlinien  und  etAvas  bräunlichem 
GeAVÖlk  ist  die  Flügelfläche  fein  rötlichgelb  berieselt,  hinter  der  Zelle  spärlich.  Die  dunkle  Schattenbinde 


Ansijcfjebcn  15.  V.  1U12. 


CALTGO.  Voll.  H.  Fkuiistohkek. 


321 


distal  von  der  Zelle  stets  deutlich,  vom  Zellende  ah  aber  ahgeschvvächt  odc'r  ganz  leidend.  HUgl  im  Wni’zcl- 
feld  grob  weiß  und  dunkelbraun,  im  üistalteld  fein  und  gleichmäßig  bläulich  weißgrau  und  braun  gestj  ichcH . 

Das  Mittelfeld  mit  den  3  Augenflecken  reichlich  braun  in  der  Grundfarbe,  die  längliche  helle  Zellmakel  inde> 
nicht  sehr  auffällig  abgesetzt.  Das  $  ist  größer,  mit  genau  denselben  Zeichnungen,  aber  dk^  Binde  nahe  dem 
Distalrand  des  Vflgls  bedeutend  schärfer  ausgeprägt.  Dieselbe  besteht  aus  einer  Iteihe  inneji  an  den  Adern 
tief  eingekerbter  weißlicher  Bogen,  oder  Halbmondflecke,  ist  außen  weniger  scharf  begrenzt,  aber  t)f)eh  deut¬ 
lich  gegen  den  graubraunen  8aum  abgesetzt.  Im  Costalteil  des  duideelbraunen  Saumfeivdes  stehen  meist  4 
ziemlich  deutliche  schwarze  runde  Flecke  in  den  Aderzwischenräumen  nahe  dem  A|)ex.  (lostalfeld  dej'  Hfigl 
grauweiß  aufgehellt  und  der  Saum  stärker  weißlich  bestäubt.  Unterseite  heller,  die  braunen  Zickzackstiei- 
fen  und  Strichelungen  der  Vflgl  verringert;  die  dunkle  Binde  hinter  der  Zelle  in  der  Regel  schmal,  aber  deut¬ 
lich,  das  hinter  der  Querbinde  folgende  dunklere  Feld  nur  wenig  gestrichelt;  in  ihm  stehen  keilförmige,  lose 
zusammeidiängende  dunkle  Zacken.  Hfigl  gröber  gestrichelt,  das  braune  Mittelfeld  weniger  auffällig,  im  äuße¬ 
ren  Teil  eine  meist  sehr  scharf  hervortretende  bogige  Binde.  Mexiko,  Honduras,  Nicaragua,  Costa-Rica  (  !). 

—  menes  Frühst.  differiert  von  mei/mon  Fldr.  aus  Mexiko  durch  die  dunklere  Grundfärbung  der  Figl,  was  mcnc.s. 
namentlich  in  der  Costalgegend  der  Vflgl  auffällt  und  durch  die  reicher  braune  Beschu])i)ung  der  Flgl-Unter- 
seite  bewirkt  wird.  Die  Hfigl  schillern  reicher  blau,  aber  weniger  intensiv  als  bei  tehmioniws  Fldr.  Die  Unter¬ 
seite  erinnert  durch  eine  schwarze  Discall)inde  der  Vflgl  sehr  an  teucev,  auf  den  Vflgln  stehen  jedoch  größere 
Ocellen  als  bei  memn.on  und  bei  teucer,  auch  ist  das  mittlere  Auge  zwischen  den  Radialen  kräftiger  entwickelt. 

Das  $  differiert  von  nietmion  und  teucer  durch  den  viel  schmäleren,  aber  schärfer  abgesetzten,  schwarzen 
Außensaum  der  Hfigl.  Chiric(ui.  —  diluta  Stich.  Häufigere  Form  der  Unterart  menes.  Beim  ^  sind  die  Vflgl  fast  ilUnki. 
wie  bei  C.  in.  menmon,  Vrdfeld  mitunter  sogar  noch  enger  und  nur  wenig  dunkler  als  die  helle,  rein  weißgelbe 
Grundfarbe,  aber  die  Binde  nahe  dem  Distalrand  wie  bei  der  Hau])tform  ganz  verschwommen.  Auf  dem  Hfigl 
der  Blauschiller  etwas  weiter  ausgedehnt,  aber  nicht  Ins  zum  Distalrand  reichend.  Er  verliert  sich  gewöhnlich 
am  Zellende  und  kurz  vor  dem  Hinterwinkel,  in  allen  Fällen  ist  aber  am  Distalsaum  bei  schräger  Betrach¬ 
tung  ein  leichter  bläulich  violetter  Anflug  bemerkl)ar,  ähnlich  wie  l)ei  C.  idonieneus,  iiut*  nicht  so  stark.  Unter¬ 
seite  verschieden,  gewöhnlich  wie  bei  menes,  aber  auch  noch  Aveniger  gezeichnet,  so  daß  die  Zelle  des  Vflgls 
in  der  Außenhälfte  und  das  anschließende  Feld  hinter  ihr  nur  zart  rötlichgelb  und  Aveiß  berieselt  sind  und  nur  in 
der  hinteren  vorspringenden  Zellecke  etAvas  l)räunliche  Strichelung  auf  tritt.  Die  dunkle  Querbinde  hinter 
der  Zelle  ist  dann  nur  im  vorderen  Teil  erhalten  und  fehlt  von  der  hinteren  Zellecke  an  ganz  oder  bis  auf 
zAvei  leicht  schattierte  Bogen.  Die  proximal  gelegene  der  beiden  Bogenbinden  nahe  dem  Saum  Aviederum 
schärfer  gezackt  als  bei  der  Hauptform.  Hfigl  meist  ziemlich  dunkel  gehalten,  der  hintere  Augenfleck  in  der 
Regel  etwas  verkleinert.  Sonst  ohne  wesentliche  Unterschiede.  Vrdfeld  breiter  graubraun,  in  der  distalen 
Zellhälfte  etwas  eingeschnürt,  also  reichlicher  als  bei  memnon-^  entAvickelt;  die  Binde  nahe  dem  Saum  deut¬ 
licher  abgesetzt  als  beim  aber  weniger  scharf  und  nicht  so  hell  wie  bei  genannter  Unterart.  Blauschiller 
des  Hflgls  etAVa  wie  bei  dem  ^  dieser  Unterart,  sogar  noch  etAvas  beschränkter.  Unterseite  des  Vflgls  in  der 
distalen  Zellhälfte  ziemlich  gleichmäßig  bräunlich  gestrichelt,  die  Zone  hinter  der  Zelle  bis  zum  hinteren 
Medianast  fast  zeichnungslos,  die  dunkle  Querbinde  distal  von  der  Zelle  hier  nur  scluvach  angedeutet.  Hflgl- 
Unterseite  sehr  eng  quergestrichelt,  vorAviegend  in  braunem  Ton,  namentlich  auch  das  Mittelfeld  breit  und  rein 
braun,  die  helle  Zellmakel  sehr  deutlich  abgesetzt.  Die  Augenflecke  groß  und  deutlich,  auch  der  mittlere 
ziemlich  voll  und  fast  rund;  hinter  ihm,  im  Winkel  der  hinteren  Radialis  und  Discocellularis,  zuAveilen  ein 
kleines  rundes  Nebenauge.  Panama  (Chiricqii).  —  peleus  Stich.  (J:  Vflgl  bleich  ockergelb,  Wurzel-  und  Vrd-  pdcus. 
feld  ziemlich  breit  leicht  graid)raun  getrübt,  die  Zeichnungen  der  Unterseite  ziemlich  deutlich  durchschei¬ 
nend.  Distal  von  der  Zelle  eine  im  reinen  Ton  der  Grundfarbe  gehaltene,  schmale  Querl)inde  deutlich  Ins 
zum  hinteren  Medianast  ausgeprägt.  Saumfeld  nahezu  schwarz,  der  Rand  selbst  rauchbraun;  zAA'ischen  den 
von  unten  durchscheinenden  Zackenlinien  eine  verAvaschene  Bogenbinde,  die  nur  vorn  etAvas  lichter  ist.  Hfigl 
mit  sehr  wenig  geAvelltem  Saum,  der  ganz  schmal  Aveißlich  bestäubt  ist.  Blauschiller  schön  indigofarben.  aber 
nur  bis  zum  Zellende  und  bis  kurz  vor  den  Anahvinkel  reichend.  Der  Schiller  geht  allmählich  in  die  tiefsanimet- 
schwarze  Farbe  der  Außenhälfte  über,  die  stellenweise  noch  eUvas  bläulich  schimmert.  Unterseite  scharf 
und  dicht  gestrichelt  und  marmoriert.  Vflgl  unter  dem  kräftig  entAvickelten  vorderen  Augenfleck  zuAveilen 
mit  3  weitei’en,  hintereinander  stehenden,  dunklen  Flecken.  In  der  Zelle  reichliche,  gelbAA'eißliche  Grundfarbe, 
die  helle  Querbinde  hinter  der  Zelle  Avurzehvärts  scharf  abgesetzt.  Hfigl  Avie  bei  der  folgenden  Form;  beim 
Original  steht  vor  dem  mittleren  Ring-  und  Augenfleck  ein  kleineres,  bräunliches,  Aveiß  gekerntes  und  schAA'arz 
umzogenes  Nebenauge,  das  durch  die  vordere  Radialis  von  dem  ersteren  geschieden  ist.  Venezuela  (iMerida). 

—  telamonius  Fldr.  Vflgl  hell  ockei’gelb.  Costalfeld  ziemlich  breit,  aber  nur  leicht  graubraun  verdunkelt,  ietmnonl 
Zeichnung  der  Unterseite  durchscheinend,  die  helle  Binde  hinter  der  Zelle  bis  zauu  hinteren  iMedianast  gut 
kenntlich.  Marginalfeld  braun,  die  Strichelung  der  Unterseite  noch  erkennbar.  Submarginalbinde  sehr  un¬ 
deutlich.  Hfigl  mit  starkem  Blauschiller,  der  von  oben  gesehen  nur  als  graid)laue  Uebergießung  A^on  der  Müir- 

zel  bis  zum  Zellende  und  nahe  zum  Analwinkel  bemerkbar  ist.  Bei  schräger  Beleuchtung  schillert  fast  der 
ganze  Figl  bis  auf  das  Vrdfeld  und  einen  Fleck  im  Apex  tief  indigoblau,  an  der  Wurzel  leicht  grünlich.  Saum 
wellig,  leicht  Aveißlich  bestäidAt.  Unterseite  sehr  reichlich  gestrichelt  und  marmoriert,  AA'ie  bei  der  Form 
menes,  namentlich  die  Zelle  in  ihrem  distalen  Teil  bis  zu  einer  hellen  Endmakel  stark  gcAvölkt  und  gestrichelt. 

V  41 


322 


CALIGO.  Von  H.  Fruiistorfer. 


die  helle  Querbinde  hinter  ihr  durch  die  dunkle  Bogenfleckzeichnung  nach  innen  scharf  begrenzt.  Im  Distal¬ 
feld  manchmal  nur  ein  einziger  Aiigenfleck  nahe  dem  Apex,  der  hintere  schwach  angedeutet  oder  ebenfalls 
deutlich  entwickelt.  Das  dunkle  bandartige  Mittelfeld  des  Hflgls,  in  oder  an  welchem  die  Augenflecke  lie¬ 
gen,  beiderseits  in  der  Regel  deutlich  abgesetzt.  Im  Außenfeld  wenigstens  eine  aus  dichter  stehender  Stri¬ 
chelung  bestehende  scharf  liogige  Binde.  Zuweilen  erscheint  vor  dem  mittleren  Auge  ein  kleines,  hell  gekern¬ 
tes  Nebeirauge  oder  ein  bräunlicher  Fleck.  Ausgesprochene  Höhenform  von  Pacho,  Ost-Gordillere,  2200  m, 
yavo.  Columbien,  westliches  Venezuela.  —  pavo  RÖb.  ist  eine  Tal-Form;  größer  als  telamonius.  Grundfarbe  gesät¬ 
tigt  Safran-  l)is  goldgelb,  die  graubraune  Vrdzone  des  Vflgls  etwas  tiefer  im  Farbton;  Blauschiller  des  Hflgls 
■pavoiiides.  etwas  beschränkter  als  bei  jener.  Columbien,  Venezuela.  —  pavonides  subsp.  nov.  ersetzt  pavo  Röb.  im  östlichen 
Columlnen,  ist  gleichwie  pam  eine  Tal-Form  und  entfernt  sich  von  Hörers  Cotypen  meiner  Sammlung  durch 
das  oberseits  fahlgelbe,  mehr  an  memnon  memnon  gemahnende,  helle  Gebiet  derVflgl  und  den  deutlichen  licht- 
l;)lauen  Schiller  in  der  Submedianzone.  Unterseite  viel  ausgedehnter  mit  gelblichen  und  weißlichen  Partien 
besetzt  und  kleinere  Analozellen  führend  als  westcolumbische  pavo.  Vom  Oberen  Rio  Negro  in  800  m  Höhe  von 
Fasse  gefangen. 

hcUcrojthoH.  C.  bellerophotl  Stich.  (03  c)  ersetzt  meinnon  in  Ecuador.  Die  Unterseite  scheint  nur  unerheblich  von 

mettnion  flifl'erenziert,  ol)erseits  al)er  entfernt  sich  bellerophon  von  seiner  nördlichen  Vikariante  ohne  Aveiteres 
durch  das  satter  gelbe  leicht  grünlich  angehauchte  Basalfeld  aller  Figl  und  das  distal  braune  anstatt  schwarze 
Randgebiet.  Bisher  nur  von  Ecuador  l)ekannt. 

C.  euriloclius  dürfte  die  bekannteste  und  am  meisten  in  den  Sammlungen  verbreitete  Species  der 
Gattung  sein.  Wir  sind  auch  über  ihre  Lebensweise  und  die  VerAvandlung  vollkommen  unterrichtet.^  Rp  auf 
Bananen  und  anderen  Musaceen.  Vorkommen  von  Honduras  bis  Santa  Catharina  und  von  Columbien  bis 
sidanu.s.  Bolivien.  — sulailus  Fra/vs'b  (63c),  die  nördlichste  Abzweigung,  ist  in  Guatemala  und  Honduras  noch  außerordent¬ 
lich  selten,  scheint  aber  nach  Angaben  von  Godman  und  Salvie  in  Nicaragua  bereits  etwas  zahlreicher  auf- 
gaJba.  zutreten.  —  Im  nördlichen  Columbien  tritt  galbaDe;yr.  an  seine  Stelle,  grau,  die  basale  Hälfte  des  Hrdsteil 
im  Vflgl  blaugrau  bestäubt,  etwas  schillernd.  Vor  dem  Randfeld  eine  gelbliche  Binde,  die  vorn  deutlich  und 
gerade,  gegen  den  Hrd  zu  verwaschen  ist.  Saum  der  Vflgl  matt  schmutzig  erdbraun.  Flecke  nahe  dem  Apex 
vorhanden,  aber  schwach  oder  kaum  Aveiß  getupft.  Hflgl  sammtscliAvarz,  fein  AA^eiß  berandet,  die  Basalhälfte 
l)is  zu  der  Zelle  und  des  Irds  blaugrün  schillernd.  Unten  fast  Avde  brasiliensis,  etAA^as  heller  grau  AAÜe  dieser 
und  die  Strichelung  feiner;  im  Vflgl  meist  nur  ein  Augenfleck,  nahe  dem  Apex.  Das  hintere  Hflglauge  sehr 
scharf  aufgesetzt,  die  Umrandung  fast  safrangelb.  $  dunkelgrau,  reich  blau  angeflogen,  die  Unterseitenzeich¬ 
nung  stark  durchschlagend,  die  ganze  Saumzeichnung  zuweilen  verwaschen  und  undeutlich  geAvölkt,  jedenfalls  nicht 
so  deidlich  ausgeprägt  Avie  bei  brasiliensis.  Zentral-Amerika.  Das  ist  dem  der  vorigen  ähnlich,  blasser,  die  Quer- 
l)inde  an  der  Zelle  nur  ganz  scliAvach  von  der  durchscheinenden  Zeichnung  der  Unterseite  angedeutet,  schAA'ächer 
als  l:)ei  sulanus.  Ebenso  ist  die  Binde  nahe  dem  Distalrand  matt  imd  verAvaschen,  nur  im  vorderen  Teil  etAA’'as 
deutlicher  erhalten,  aber  nie  in  gelblichem  Farbton,  sondern  fahl  graubraun  AAÜe  der  Saum.  Hflgl  mit  starker 
Aveißlicher  Bestäul)ung  am  Saiim,  das  Blau  des  Wurzelfeldes  nicht  bis  zum  Zellende  ausgedehnt.  Unterseite 
fast  Avie  bei  der  vorigen,  die  Vflglzelle  etwas  gleichmäßiger  Ijerieselt,  in  der  vorspringenden  Ecke  derselben 
AA^eniger  braunes  Gewölk  und  die  helle  Makel  scliAvächer  markiert.  Hflgl  reichlich  Aveiß  im  Grundton,  die  Stri¬ 
chelung  grob,  namentlich  im  Wurzelfeld.  Der  hintere  Augenfleck  sehr  kräftig  gezeichnet,  sein  Ring  sehr  breit, 
hellockergelb,  an  der  äußeren  Beranclung  orangefarben  abschattiert;  der  braune  Hof  von  geringer  Ausdehnung, 
licht-se])iafarben,  der  zum  vorderen  Augenfleck  ziehende  Querstreif  nicht  immer  voll  ausgebildet.  Binden¬ 
zeichnungen  des  Vflgls  deutlicher,  fast  wie  bei  C ,  eurilocltus  brasiliensis,  aber  nicht  so  scharf  l)egrenzt,  der  blaue 
Anflug  fies  Vflgls  Aveniger  ausgedehnt  und  matter,  namentlich  der  Vrd  breiter  gran.  Die  Charaktere  nicht  ganz  he- 
iiKtrphcus.  stimmt  und  individuell  scliAvankend.  Größe  der  vorigen.  —  morpheus  Ab’c/o  beAAmhnt  Zentral-Columbien,  ist  von 
sehr  düsterem,  monotonem,  dfinkel  lüaugrauem  Kolorit  und  nur  ganz  scliAA^ach  angedeuteter  Sidfmai’ginalbinde. 
Unterseite  grob  gleichmäßig  berieselt,  die  hintere  große  Ozelle  nur  vorne  braun  angelegt.  Nach  Stichel  geht 
pitryasus.  rnorphevs  südAvärts  bis  Ecuador  und  Peru,  dort  sich  mit  livius  Stgr.  vei’einigend.  —  phryasus  Frühst.  Habituell 
sehr  klein,  etAva  der  sulanus  Frühst,  von  Honduras  gleichkommend,  auch  olierseits  im  Colorit  dieser  Rasse 
ähnlich,  doch  leicht  zu  unterscheiden  durch  das  lichtere  mehr  ins  Graue  spielende  Blau  der  Vflgl,  die  zudem 
noch  an  der  Zelhvand  eine  Aveißliche  kurze  Binde  führen.  Hflgl  äid.lerst  charakteristisch  durch  die  verbreiterte 
bis  in  die  Zelle  eindringende  sclnvarze  Distalregion.  In  der  Flghnitte  ein  dunkelblauer  intensiv  glänzender 
Schiller,  der  basahvärts  abnimmt.  Unterseite  ähnlich  sulanus,  Ocelle  der  Hflgl  stattlicher,  heller  und  mar¬ 
kanter  gelb  umzogen,  in  einem  satter  braunen  Vorhof  stehend.  Maracas-Fall,  Insel  Trinidad.  Von  A.  H.  Fasse 
livhis.  gesammelt.  —  livius  Stgr.  Gervöhnl ich  größer  als  die  typische  Form  ;  Vflgl  fahl  graubraun,  noch  blasser  als  bei  der 
typischen  Unterart,  Saumfeld  etAvas  dunkler,  namentlich  im  hinteren  Teil,  dort  bräunlich  oder  fahl  schAA-^ärzlich  ge¬ 
färbt  und  in  ganzer  Breite  durch  eine  ungeAAÜß  gelbliche  Querbinde,  die  vorn  meist  etAA'as  deutlicher  ausgeprägt  ist, 
A^on  dem  übrigen  Flglfeld  geschieden.  Die  Flecke  nahe  dem  Apex  undeutlich  und  verAA'aschen,  Saum  etAvas 
aufgehellt,  vor  ihm  ungeAAusse  Avolkige  Schattierung,  die  von  den  durchscheinenden  Saumlinien  eingeschlossen 
Avird  oder  sich  an  diese  anlehnt.  Der  blaue  Anflug  im  hinteren  Flglteil  ist  sehr  scliAA'ach,  der  grüne  Schiller  am 
Vrd  und  in  der  Zelle  fehlt  gänzlich.  Hflgl  mit  Aveißlichen  Fransen.  Das  blaue  Wurzelfeld  läßt  den  vorderen 


CALEGO.  Von  H.  Fruiistorfbr. 


323 


Zellenteil  frei,  ist  nach  hinten  bis  mir  znr  Hälfte  der  Suhinediaiia  ausgedehnt  und  schiin inert  nur  schwach 
himmelblau.  Unterseite  etwas  eintöniger  und  gleichmäßiger  gestriclielt,  der  Kern  des  Augenfleckes  am  Anal¬ 
winkel  häufig  etwas  verkleinert,  so  daß  dieser  sehr  breit  gelblich  geringt  ist.  Vflgl  fast  rauchbraun,  mit  sehr 
spärlichem  blauem  Anflug.  Die  Flecke  nahe  dem  Ajiex  deutlicher,  schwärzlich,  innen  weiß  betupft;  in  dem 
etwas  verdunkelten  8aumfeld  läuft  nahe  dem  Saum  eine  hellere,  hinten  stark  bogige  Flecken- Querbinde.  Zwi¬ 
schen  ihr  und  dem  wiederum  etwas  aufgehellten  Rande  selbst  liegt  ein  rauchbrauner  Streif,  der  außen  gerade, 
innen  stark  bogig  verläuft.  Eine  eigentliche  Querbinde  hinter  der  Zelle  fehlt,  ihr  Anfang  ist  nur  am  Vrd  durch 
einengelblichen  Wischfleck  angedeutet.  Hflgl  mit  ganz  schwach  blauem  Wurzelfeld;  der  bläuliche  Schein 
dehnt  sich  indes  bis  über  das  Zellende  und  bis  nahe  zum  Hinterwinkel  aus;  vor  der  hinteren  Zellhälfte,  ihr 
Ende  etwas  überschreitend,  und  in  dem  mittleren  Flglfeld  ist  zuweilen  eine  spärliche  ockergelbliche  Bestäubung 
bemerkbar.  Saumfeld  schwarz,  mit  leicht  gelblichweiß  bestäubtem  Rande.  Unterseite  des  Hflgls  nahe  dem 
Saum  mit  zwei  etwas  deutlicheren  Wellenbinden.  Zeichnung  der  Unterseite  im  Vflgl  oben  fast  auf  der  ganzen 
Fläche  durchscheinend.  Westliches  Amazonas,  Peru.  Nach  Dr.  Hahnel  ist  livvus  sehr  lichtscheu  und  hält  sich 
tagsüber  an  dunklen  schattigen  Stellen  verborgen,  möglichst  da,  wo  faulende  Früchte  sie  bei  ihrem  Flug  in 
der  Dämmerung  angelockt  haben.  Aufgejagt  bewegen  sie  sich,  die  Figl  nur  wenig  aufklajijiend  in  sprungartigem 
Fluge  fort  und  gelegentlich  setzen  sie  sich  im  Dunkeln,  aber  dennoch  weithin  sichtbar,  an  einen  herabhängenden 
Lianenstrang.  Die  vollzugekehrte  Breitseite  des  Falters  sieht  dann  mit  dem  großen  gelb  leuchtenden  Augen¬ 
fleck  auf  dem  grau  melierten  Hflgl  imponierend  aus  und  verleiht  dem  Tiere  ein  beinah  kamjiflustiges  Aus¬ 
sehen.  Die  Färbung  ist  aber  durchaus  angemessen  dem  Grau  des  Dämmerlichtes  für  die  kurze  halbe  Stunde, 
in  welcher  livius  früh  und  abends  zum  Vorschein  kommt.  —  caesia  Stich,  ist  aus  Venezuela  beschrieben.  Vflgl  cansia. 
bis  auf  den  ziemlich  intensiv  schwarzen  Außenrdteil  hell  blaugrau  überflogen.  Unterseite  intensiv  gesperbert. 

Um  die  große  Ocelle  der  Hflgl  ein  tief  dunkelbrauner  Hof.  Berieselung  im  allgemeinen  feiner  als  bei  brasiliensis 
Fldr.  — eurilochus  Gr.,  die  typische  Unterart,  ist  ziemlich  selten.  Obei'seite  der  Figl  fahl  grau,  die  Strichelung  >‘urlJoclu(s. 
der  Unterseite  durchscheinend,  zuweilen  mit  leicht  bräunlichem  Ton,  Außenfeld  etwas  dunkler,  vorn  wenig, 
hinten  deutlicher  von  der  übrigen  Fläche  abgehoben,  seltener  leicht  schwärzlich  (Regenzeitform?),  alsdann 
auf  der  Grenze  eine  hellere,  verwaschene,  schmale  Querbinde,  welche  die  hintere  Zellecke  berührt,  vorn  leicht 
gelblich  getönt  ist  und  am  mittleren  Medianast  unbestimmt  endet.  Bei  eintöniger  gefärbten  Exemplaren  ver¬ 
bleibt  hiervon  nur  am  Vrd  vor  der  Gabelung  des  vierten  und  fünften  Subcostalastes  ein  fahlgelbliches  Wisch¬ 
fleckchen.  Die  Fleckchen  nahe  dem  Apex  meist  nur  undeutlich,  ohne  oder  nur  mit  geringer  seitlicher  weißer 
Begrenzung.  Surinam,  Guayana.  —  brasiliensis  Fldr.  erreicht  manchmal  eine  gewaltige  Größe,  doch  scheint  hraftiJiensis. 
er  von  Espiritu  Santo  an  bis  zu  seiner  Südgrenze  (Sta.  Catharina)  nicht  mehr  unter  sich  zu  variieren,  das  will 
sagen,  sich  lokal  abzusondern,  brasiliensis  ist  sofort  kenntlich  durch  die  prominenten  rein  weißen  Subapical- 
makeln  der  Vflgl-Oberseite,  welche  keine  andere  Unterart  in  ähnlicher  Entwicklung  besitzt.  Doch  existieren 
Exemplare,  namentlich  in  Blumenau  und  Espiritu  Santo,  denen  diese  Punkte  entweder  ganz  fehlen  oder  bei 
welchen  sie  nur  angedeutet  sind.  Blumenau-cJG  tragen  unterseits  vielleicht  als  erstes  Anzeichen  der  Rassen¬ 
bildung  reichere  weiße  Sprenkelung  im  Distalgebiet  der  Hflgl.  Dazu  ist  ein  aus  Espiritu  Santo  das  melano- 
tische  Extrem.  Diesem  fehlen  nicht  nur  alle  weißlichen,  sondern  auch  die  gelbbraunen  Strichelchen,  an  deren 
Stelle  eine  mehlige  Ueberpuderung  von  schwärzlichen  feinsten  Schuppen  tritt.  (=  privata  fortn.  nov.).  Im  Sidj-  privata. 
marginalgebiet  beider  Figlpaare  entsteht  eine  markante  Längsbinde  von  schwarzer  Farbe  und  da  sich  auch 
die  Ocellen  verkleinert  und  verdunkelt  haben,  so  ist  man  versucht  zu  glauben,  eine  eigene  Species  vor  sich  zu 
haben.  —  Ei  halbkugelig,  in  der  Mitte  gürtelartig  etwas  erhaben,  nach  unten  heller  und  quer  gefurcht,  an  der 
Unterseite  der  Blätter  angeheftet.  —  Rp  walzenförmig,  vorn  und  hinten  verjüngt.  Kopf  eckig,  nach  vorn  ab¬ 
fallend,  schmutzig  weiß  mit  schwarzen  Linien,  in  der  Jugend  mit  dichten  Borsten,  später  kranzartig  mit  8  Hör- 
nei'n  besetzt.  Köi’per  anfangs  schmutzig  weiß,  bei  älteren  Tieren  grün  mit  dunkler,  vorn  gegabelter  Mittelbinde 
auf  dem  Rücken  und  rotbraunen  Flecken  in  derselben;  erwachsen  ist  die  Rp  schmutzig  graugelb  mit  dunklerer 
gefleckter  Rückenlinie  und  nach  hinten  abfallenden  unregelmäßigen  schwarzen  seitlichen  Schrägstreifen.  Am 
hinteren  Rande  des  5. — 8.  Segmentes  stehen  kurze,  kegelförmige,  weiche  W^arzen  bis  zu  4  mm  Höhe  (Schein¬ 
dornen);  das  Körperende  ist  zu  einer  etwa  9  mm  langen  Schwanzgabel  verlängert.  Körper  bis  12  cm  lang.  So¬ 
lange  die  Rp  grün  ist  (3.  Häutung),  sitzt  sie  an  der  Unterseite  der  Bananen-Blätter  (nach  Sommerfeld  gesellig), 
später  verbirgt  sie  sich  am  Stamme  zwischen  dürren,  herabhängenden  Blättern,  frißt  vorwiegend  Nachts.  — 

Pp  massig,  breit,  nach  hinten  und  vorn  wenig  verjüngt.  Rückenkante  stark  vorspringend,  Flglkante  ebenfalls 
stark,  6. — 10.  Segment  auf  dem  Rücken  mit  kurzen  schwarzen  Borsten  besetzt.  Körper  braunrot,  sclnvarz 
punktiert  mit  schwarzen  Rücken-  und  unteren  Seitenstreifen  und  schwarzen,  nach  hinten  absteigenden, 
seitlichen  Schrägbinden.  Auf  der  Figlscheide  zwei  silberglänzende,  bräunlich  umrandete  Flecke,  das 
Abdomen  nur  mit  einer  allerseits  beweglichen  Segmentverbindung.  Entwicklungsdauer  3 — 4  Wochen. 

Brasilien  (Amazonas  und  südlich  davon),  Argentinien.  —  pallidus  Frühst.  Bolivien  wird  von  einer  eurilochus-  palluhis. 
Rasse  bewohnt,  die  sich  stark  differenziert  hat,  und  für  welche  ich  den  Namen  pallidus  vorschlage.  Diese  hat 
rundlichere  Figl  als  eurilochus  und  livvus  und  die  Vflgl  sind  namentlich  nach  dem  Apex  zu  vollkommen  trans¬ 
parent.  Die  Zelle  ist  nicht  blau,  sondern  gelblich  beschuppt  und  der  ganze  Apicalteil  der  Vflgl  erscheint  hell¬ 
braun,  weil  die  Färbung  der  Unterseite  nach  oben  intensiv  durchschiinmert.  Der  schwarze  Marginalsaum 
tritt  fast  völlig  zurück  und  ist  nur  noch  unterhalb  des  3.  Medianastes  im  Analwinkel  der  Vflgl  bemerklich. 


324 


GALIGO.  Von  H.  Fruhstorfbr. 


Die  Hflgl  dagegen  sind  breiter  schwarzbraun  uinsäumt  und  die  Braunfärbung  reicht  sogar  über  den  Apex  der 
Zelle  hinaus.  Die  Basalhälfte  der  Hflgl  ist  heller,  blaiigrau.  Die  Unterseite  ist  von  eurilocJms  und  livius  durch 
flas  gelblichbraune,  anstatt  grauweiße  Kolorit  sofort  zu  unterscheiden.  Der  Analwinkel  der  Vflgl  ist  nicht 
weißlich,  sondern  dunkelgrau.  Die  Subapicalocelle  der  Vflgl  ist  stark  reduziert,  ebenso  sind  alle  Ocellen  der 
Uflgl  l)edeutend  kleiner  und  nach  außen  schmaler  schwarz  geringelt.  Die  große  Ocelle  der  Hflgl  ist  nicht  rund¬ 
lich,  sondern  platt  eiförmig  und  mehr  katzen-  als  uhuaugenartig.  Bolivien. 

C.  idomeneus  zählt  zu  den  schönsten  Arten  des  Gemis,  steht  habituell  kaum  hinter  eurilocJms  zurück, 
nur  hat  diese  Spezies  schmälere  Figl  imd  ist  noch  mehr  als  eurilocJms  geographischen  Einflüssen  zugänglich. 
Sie  zerfällt  in  eine  Serie  meist  scharf  geschiedener  Lokalrassen,  von  denen  allein  drei  auf  das  mittlere  Brasilien 
entfallen.  Oberseite  dem  'pJiilinos  ähnlich,  Vflgl  jedoch  spitzer,  deren  Submarginalbinde  je  nach  der  Zweigrasse 
verschieden  ausgebildet,  manchmal  rein  weiß  und  markant,  dann  wiederum  verdunkelt  oder  fehlend.  Unter¬ 
seite  mit  namentlich  bei  den  stets  prominenten  weiflen  Feldern  in  der  Zelle  und  einer  prächtigen  Zone  weißer 
Schraffierung  im  Sxd:>marginalgebiet  aller  Figl.  Hflgl  stets  mit  runden,  schön  gelb  umrandeten  Ocellen,  die  in 
idoniencHs.  einem  braunen  oder  gelben  Vorhof  stehen,  idomeneus  L.,  die  Namenstype,  bewohnt  Surinam,  wo  sie  mein 
Reisender  Julius  Michaelis  in  großer  Anzahl  mittels  Bananenköder  erlxeutet  hat.  Alle  mir  vorliegenden  Exem¬ 
plare  führen  eine  scharf  alxgegrenzte  weiße  an  der  hinteren  Mediana  abschließende  Längsbinde  der  Vflgl,  die 
beim  $  erheblich  schwächer  ausgebildet  ist  und  bereits  an  der  mittleren  Mediana  sich  verliert.  $  unterseits 
stets  farbensatter,  monotoner  als  das  auch  im  Distalgebiet  der  Hflgl  vorherrschend  braungelb  schraffiert.  — 
apoUonklds.  apolloilidas  subsp.  nov.  liegt  mir  zur  Zeit  nur  noch  in  2  Exemplaren  von  Obidos  am  mittleren  Amazonas 
vor,  wo  sie  Michaelis  im  August  und  September  gefunden  hat.  leicht  von  ido')n,eneus  aus  Surinam  zu  un¬ 
terscheiden  durch  eine  reiner  weil.le  auf  den  Vflgln  nicht  markant  abgesetzte,  sondern  sich  in  den  Zellapex 
hinein  verbreiternde  und  dort  allmählich  sich  verlierende  Submarginalbinde.  Das  schwarze  Submarginalgebiet 
der  Hflgl  schmäler  als  bei  der  Namenstype,  daher  namentlich  die  Zelle  ausgedehnter  distal  ultramarinblau 
überhaucht.  Lhiterseite  der  Hflgl  ohne  eine  deutlich  erkennbare  braune  Anteterminalregion,  Augen  größer, 
cuphorTjus.  fahler  gelb  umzogen.  —  euphorbusFWr.  war  lange  Zeit  verschollen,  wurde  aber  durch  Dr.  Koch-Grühberg 
wieder  entdeckt  und  neuerdings  gingen  mir  auch  Exemplare  vom  vermutlich  ursprünglichen  Fundplatz, 
vom  columlxischen  Teil  des  oberen  Bio  Negro  zu.  eupJiorlms  bedeutet  eine  farbenarme,  düstere  Areal¬ 
form  mit  verwaschener  Binde  der  Vflgl,  sowie  satterem  und  fast  glanzlosem  Blau  der  Oberfläche.  Unter¬ 
seite  je  nach  der  Lokalität  sehr  veränderlich.  Das  eine  $  ist  vorherrschend  düster  rauchbraun,  mit  nur 
geringfügiger  transcellularer  Aufhellung  der  Hflgl.  Das  $  von  Columbien  (oberer  Rio  Negro)  ist  dagegen  ausge¬ 
zeichnet  durch  eine  breite  bandartige  nahezu  weiße  Medianzone  und  noch  liemerkenswert  durch  submarginale 
Spitzbogen  die  nach  innen  weiß  sind,  sonst  aber  eine  hellbraune  Füllung  zeigen.  Auch  das  columbische  J  ist 
oberseits  stark  verdunkelt,  die  costalwärts  gelbliche  sonst  graue  Längsbinde  der  Vflgl  ebenso  schmal  wie  bei 
stvaionules.  idomenides  FruJist.  Für  die  von  Felde  r  nicht  benannte  Ortsrasse  möchte  ich  den  Namen  stratonides  suhsp.  nov. 
viarsus.  einführen.  --  marsus  SficJt.  ist  eine  Nebenform,  gesättigter  gefärbt  und  reicher  blau  übergossen,  etwa 
wie  bei  der  Form  ettpJiorhus.  Weißliche  Vflglbinde  vei’schmälert ;  Costal-  und  Wurzelfeld  der  Vflgl  von 
vorn  gesehen  grünlich  schimmernd.  Grundfarbe  bis  zum  Zellende  und  dem  schwärzlichen  Marginal- 
felcl  blauviolett,  schwach  grünlich  getönt.  Hflgl  bis  zum  Zellende  schwach  blaugrün  schimmernd,  von  da  tief 
lasurblau  schimmernd,  der  Saum  bleibt  jedoch  ganz  schmal  schwarz  und  ist  namentlich  hinter  dem  x4pex  leicht 
weißlich  bestäubt.  Der  tiefblaue  Schiller  zieht  sich  vorn  bis  dicht  zum  Vrd,  nur  nach  innen  eine  schwärzlich- 
graue  seidenglänzende  Zone  freilassend.  Hrdfeld  schmutziggelb.  Unterseite  mit  der  charakteristischen  grell 
ockergelben  Färbung  des  hinteren  Feldes,  die  sich  selbst  der  Umrandung  des  hinteren  Augenfleckes  mitteilt, 
so  daß  der  Ring  des  Auges  in  dem  gelben  Feld  verschwimmt.  Das  Feld  hinter  der  Zelle  reichlich  weiß  in  der 
Grundfarbe  und  nur  sehr  spärlich  gestrichelt.  Parä,  sonst  auch  in  anderen  Gegenden  neben  der  Hauptform.  — 
ifloincnidcs.  idomcnides  FruJist.  Der  vorigen  Form  ähnlich,  Flügelform  etwas  schmäler,  die  Exemplare  zum  Teil  kleiner, 
Grundfarbe  bisweilen  fahler.  Vflglbinde  beim  J  verschmälert,  in  weißlicher  Färbung  nur  bis  knapp  zum  vorderen 
IMedianast  erkennbar.  Das  blaue  Wurzelfeld  des  Hflgls  verkleinert,  bei  schräger  Beleuchtung  immer  grünlich, 
an  einem  schmalen  distalen  Grenzstreif  tiefblau  schimmernd ;  der  Schiller  reicht  nur  bis  zur  Hälfte  der  Zelle  und  ist 
auch  hinten  von  der  blauen  Färbung  des  Saums  breit  getrennt  oder  aber  längs  des  hinteren  Medianastes  in  tief¬ 
blauem  Ton  bis  zum  Hinterwinkel  ausgeflossen.  Saum  leicht  weißlich  bestäubt;  ?  oben  fast  nur  durch  die 
Einschränkung  des  blauen  Wurzelfeldes  im  Hflgl  unterschieden ;  es  dehnt  sich  hier  nur  etiva  bis  zum  Zellende 
hippolochifs.  aus,  die  weißliche  Binde  des  Vflgls  endet  ungewiß  am  vorderen  Medianast.  Peru.  —  hippolochus  suhsp.  nov. 

Die  weißliche  Längsbinde  der  Vflgl  etwas  schmaler,  schärfer  als  bei  idomenides  von  Peru;  Unterseite  heller,  alle 
weißlichen  Partien  breiter  angelegt,  Submarginalgebiet  der  Hflgl  nahezu  rein  weiß,  fast  ohne  Schraffierung, 
die  bei  idomenides  deutliche  fast  bis  zum  Terminalsaum  ausgedehnte  submarginale  Binde  von  rotbraunen 
Spitzbogen  fehlend.  Ocellen  lichter  gelb  und  dann  breiter  schwarz  umringelt.  Coroico,  1200  m.  Bolivien.  — 
supcrha.  supcrba  Sigr.  Vflglspitze  ziemlich  scharf,  etwas  vortretend.  Grundfarbe  schwärzlich  verdunkelt,  Querbinde 
rein  weiß,  scharf  abgesetzt,  vorn  leicht  bogig,  hinten  zipfelartig  bis  über  den  hinteren  Medianast  hinausreichend. 
Hflgl  bis  zum  Zellende  mit  blaugrauem  Wurzelfeld,  das  bei  schräger  Beleuchtung  grünlich,  an  der  distalen 
Grenze  tiefblau  schimmert;  von  hier  an  ergießt  sich  bei  schräger  Beleuchtung  ein  lasurblauer  Schiller  bis  zum 
Saum,  nur  einen  mehr  oder  weniger  großen  Fleck  am  Apex  freilassend.  Saum  des  Hflgls  stark  zackig  gewellt 


CAUGULO.  Von  H.  Frutistorfer. 


aor 


leicht  und  schmal  weißlich  bestäubt.  Unterseite  greller,  aber  in  derselbeu  Weise  gezeichnet  und  gefärbt  wie  l)ei 
typischen  idomerieus',  der  hintere  Augenfleck  des  Hflgls  verhältnismäßig  klein  und  schitial  geriiigt,  das  Feld 
mit  weißer  Grundfarbe  hinter  der  Zelle  ziemlich  auffällig  von  dem  etwa  ebenso  breiten  bräunlichen  Saumfeld 
ahgesetzt.  Südliches  Peru.  —  praecana  Stich,  ist  eine  Form  der  vorigen.  Gestalt  etwa  wie  bei  tyj)ischen  idoine/iens  iirnet/ina. 
oder  agamemnon  mit  stark  gewelltem  Saum  beider  Figl,  wenig  breitflügliger,  so  groß  wie  snperha.  Oben  heller 
grau,  noch  blasser,  wie  typische  idomenides,  Unterseitenzeichnung  deutlich  durchschlagend.  Vd'lglhinde  schmal, 
etwa  wie  bei  idomeneus,  der  Blauschiller  ausgedehnt,  aber  kaum  mehr  als  bei  idoui.eneus  selbst  und  auf  flem  llflgl 
wenig  leuchtend.  Außenteil  des  Hflgls  schwarzbraun.  Unterseite  etwa  wie  idomencAis ,  aber  alle  dunkeln  IGrtioi 
heller  braun,  Grundfarbe  rötlich-ocker,  die  Doppellinie  vor  dem  Vflglsaum  stärker  zackig.  Auf  dem  Hlgl  die 
hellen  Felder  vor  und  hinter  der  braunen  Mittelbinde  lichter,  Hrd  bis  zur  Submediana  ockergelb,  welche  Färbung 
sich  im  Analfeld  ausbreitet,  und  sich  mit  der  Umrandung  des  hinteren  Auges  vereinigt.  Die  Unterseite  erinnert 
an  rhoetus,  ist  aber  noch  heller  und  gelber.  Süd-Peru.  -  agamemnon  Weym.  ist  die  größte  Rasse.  Vflglspitze  (iißinicinnoH. 
fast  sichelartig,  Saum  darunter  tief  ausgeschnitten,  gewellt.  Grundfarbe  dunkel,  fast  schwarz,  aber  die  Unter- 
seiten-Zeichnungeu  doch  noch  leicht  durchschlagend,  namentlich  in  der  Zelle  und  am  Saum.  Vflglbinde  verbrei¬ 
tert,  rein  weiß,  in  voller  Breite  bis  zum  hinteren  Medianast  laufend,  darüber  hinaus  außen  noch  bis  nahe  zur  Sub¬ 
mediana  weißlich,  innen  bläulich  überstäubt.  Querbinde  vorn  etwas  schmaler,  etwas  zachig,  so  daß  die  zwischen 
den  Adern  liegenden  Abschnitte  als  halbmond-  oder  bogenartige  Flecke  aneinandergereiht  sind.  Nach  hinten 
werden  diese  Bogenflecke  flacher,  die  Binde  wird  geschlossener  und  nur  von  den  Adern  fein  schwärzlich  durch¬ 
schnitten.  Unweit  des  Vrds,  nahe  dem  Apex,  liegt  ein  weißes  Fleckchen,  dem  mitunter  noch  ein  zweites  folgt. 

Hflgl  etwas  verlängert  und  am  Saum  äußerst  scharf  gezackt,  an  den  Adermündungen  fast  zipfelartig  vortretend. 

Wurzelfeld  graublau  bis  gegen  das  Zellende,  bei  schräger  Beleuchtung  grünlich,  außen  blau  schimmernd.  Flgl- 
saum  selbst  leicht  weißlich  bestäubt.  Unterseite  äußerst  lebhaft,  aber  in  derselben  Weise  gezeichnet  wie  bei 
idomeneus.  Die  Querbinde  des  Vflgls  indessen  viel  breiter,  die  dunkel  schattierte  Fortsetzung  der  braunen 
Färbung  im  Mittelfeld  hinter  dem  hinteren  Medianast  besser  bandartig  ausgeprägt,  die  Linien  nahe  dem  Saum 
stärker  gezackt,  die  innere  weißlich  begrenzt  und  gegen  das  anstolfende  bräunliche  Feld  schwarzbraun  abschat¬ 
tiert,  so  daß  sie  den  Eindruck  einer  einzelnen  Linie  verliert  und  einen  bogigen  Grenzstreif  gegen  das  anstoßende 
Figlfeld  bildet.  Hflgl  mit  voller,  durchgehender,  brauner  Mittelbinde ;  der  darin  zum  größeren  Teil  eingeschlossene 
hintere  Augenfleck  aber  kleiner  als  bei  typischen  idomeneus.  Das  Feld  hinter  der  Zelle  durch  die  reichlich  weiß 
begrenzte,  stark  zackige,  bindenartige  Zeichnung  auf  der  Hälfte  der  Fläche  zwischen  dem  Zellende  und  Flglrand 
sehr  auffällig  von  dem  eigentlichen  Saumfeld  abgesetzt;  Grundfarbe  des  letzteren  vorn  kastanienbraun,  hinten 
nur  längs  der  Adern  braun,  sonst  weißlich.  Die  weiße  Makel  inmitten  der  Zelle  scharf  ahgesetzt.  Ecuador  (Huam- 
hoya,  Balzapamba).  rhoetus  Stgr.  Beim  S  ist  die  weiße  Vflglbinde  schmaler  und  kürzer,  nur  höchstens  rhneius. 
bis  zum  2.  Medianast  deutlich;  der  Blauschiller  des  Hflgls  im  Mittelfeld  unterbrochen.  Analfeld  ocker¬ 
gelb,  unterseits  der  ganze  hintere  Flglteil  bis  zum  hinteren  Auge  lebhaft  ocker-  oder  safrangelb;  sonst 
ist  die  Unterseite  lebhafter  gezeichnet  als  beim  typischen  idomeneus ,  besonders  die  Aveißliche  Zellmakel 
meist  scharf  und  die  Quei’binden  der  A^flglzelle  reiner  weißlich  und  schärfer.  $  ebenso,  blasser.  ( iestliches 
Amazonas  und  die  südlich  anschließenden  Gegenden  Brasiliens;  Argenfinien  (  ?).  —  Mir  liegt  rhoetus  auch  aus 
Matto  Grosso  vor  und  zwar  in  einem  das  sich  nur  unerheblich  von  der  Type  Staudingers  entfernt,  welche 
ich  im  Museum  in  Berlin  vor  einem  Jahre  zu  sehen  Gelegenheit  hatte.  Dafür  konnten  zwei  weitere  angren¬ 
zende  geographische  Rassen  abgetrennt  werden:  nämlich  ibykus  Frühst.,  die  mit  der  Matto  Grosso-Form  ihi/hii.'i. 
die  relativ  kleine  Gestalt  und  die  am  Apex  apicalwärts  kaum  vorsjiringenden  Vflgl  gemeinsam  hat.  ibykus 
führt  aber  bereits  einen  matteren  weniger  lelihaften  gelblichen  Anflug  in  der  analen  und  basalen  Region  der 
Hflgl-Unterseite.  Weiße  Binde  der  Vflgl,  gleicht  jener  von  idomeneus  aus  Surinam.  Minas  Geraes,  nach  2  ^ 

$  der  Kollektion  Fruhstorfer.  —  ariphron  Fr  ühst.  Die  weiße  Binde  der  Vflgl  ähnelt  etAva  jener  Amn  e  uphorbus.  ariphmn. 
tritt  aber  bei  den  S  dennoch  etwas  deutlicher  hervor,  ist  sehr  reduziert  lieim  $,  aber  immerhin  noch  etAA  as  Ave- 
niger  getrübt  als  beim  ^  von  euphorbus .  Vflgl  der  SS  lang  aufgezogenem  Apicalteil,  die  Längsbinde,  A^er- 
glichen  mit  ibykus,  trotz  der  bedeutenderen  Größe  kaum  noch  halb  so  breit  angelegt.  LTnterseite  entsjirechem! 
der  geographisch  entfernteren  Lage  der  Heimat  mit  beinah  völlig  verscliAvundenem  gelliem  Basalanflug  der 
Hflgl  und  Avesentlich  verdunkelten  Vflghi.  Espiritu  Santo,  nach  2  SS  ^  $$  meiner  Sammlung. 

C.  menoetius  Stgr.  umschreibt  eine  seltene,  sehr  interessante,  der  idomeneus  jedoch  nahestehende  Species.  mennctix^. 
was  auch  zur  Folge  hatte,  daß  sie  von  dem  Monographen  der  Brassoliden  mit  idomeneus  verAvechselt  und  irr¬ 
tümlich  als  euphorbtts  Fldr.  registriert  Avurde.  Es  existiert  bereits  eine  ausgezeichnete  Abbildung  durch  Stole 
im  vierten  Teile  des  berühmten  CRAMER’schen  Werkes  aus  dem  Jahre  17S2  auf  Tafel  390.  Stoll  allerdings 
beging  schon  den  ersten  Fehler,  Aveil  er  einen  (J  darstellt,  ihn  aber  als  idomeneus-^  au.sgibt.  Staudixger  hat  ganz 
richtig  gesehen  und  sagt  daß  sich  menoetius  von  anderen  Caligo  absondert  durch  die  auffallend  schmalen 
Hflgl.  Oberseite  gleichartig  dunkel  ultramarinblau,  beim  S  ohne  Spur  einer  Binde,  nur  mit  breiter  Amn  der 
Unterseite  matt  durchschimmernder  bleicher  Submarginalzone.  Das  noch  unbeschriebene  $,  Amn  Avelchem  A^ier 
Exemplare  in  meiner  Sammlung  sich  befinden,  ist  rundflügelig,  größer  als  der  S,  lichter  blau  mit  In-äunlich- 
weißer  Submarginalregion  der  Vflgl.  Beide  Geschlechter  mit  kaum  halb  so  ausgedehntem  scliAvarzem  Außen¬ 
saum  der  Hflgl,  als  idomeneus.  Unterseite  kenntlich  an  den  lebhafteren  Farbenkontrasten:  so  durchzieht  beide 
Figl  ein  compacteres  dunkelbraunes  Medianfeld,  in  dem  die  etAvas  größeren  und  deutlicher  scliAvarz  umringelten 


326 


CALI  GO.  Von  H.  Frühstobfee. 


Ozellen  eingelagert  sind.  Vflgl  mit  selir  breitem  schwarzem  Intramedianfleck  jenseits  der  Zellwand  und  wesent¬ 
lich  ausgeprägteren  schwarzen  Zickzackstreifen  in  der  Zelle  selbst.  Beide  Figl  dann  noch  distal  satter  braun 
und  schwärzlich  verbrämt.  Wenn  ich  nun  noch  anführe  daß  auch  die  Medianzone  der  Hflgl  schärfer  abgesetzt 
weißlich  heraustritt  als  bei  idomeneus,  so  sind  alle  jene  Differenzialcharaktere  erwähnt,  die  Stoll’s  Figur  bereits 
arislo-  so  unverkennbar  wiedergibt.  Surinam,  von  Dr.  Hahkel,  auch  bei  Maues  am  untern  Amazonas  gefunden.  —  ari- 
phancs.  stophaiics  suhsp.  nov.  bleibt  in  der  Größe  hinter  menoetius  von  Surinam  zurück  und  ist  oberseits  sofort  kennt¬ 
lich  durch  eine  ziemlich  breite  bis  zur  mittleren  Mediana  hinziehende  gelbliche  an  idomeneus  gemahnende  Längs¬ 
binde.  Die  Binde  selbst  ist  aber  immer  noch  schwächer  als  bei  euphorhus  und  stratonides.  Was  aber  aristophanes 
vor  7n,enoelius  voraus  hat,  ist  das  noch  glänzendere,  reinere  prachtvoll  schillernde  Blau  der  Hflgl.  Unterseite 
leicht  zu  separieren  durch  hellere  graubraune  Submarginalfelder  der  Vflgl  und  eine  bei  menoetius  fehlende  Se¬ 
rie  von  braunen  Spitzbogen.  Coroico,  1200  m,  Bolivien.  Mir  nur  durch  ein  der  Sammlung  Fasse  bekannt. 

C.  atreus  vielleicht  die  größte  Species  der  Gattung  und  zugleich  die  bunteste.  Vflgl  schwarz  mit  einem 
l)lauvioletten  Medianfeld,  das  je  nach  der,  Lokalrasse  von  einem  mehr  oder  weniger  deutlichen,  weißlichen 
Streifen  durchzogen  wird.  Hflgl  mit  breiter  licht-  oder  orangegelber  Binde,  wiederum  je  nach  der  Ortsform 
von  größerer  oder  geringerer  Breite  und  Einkerbung  an  deren  Rändern.  Unterseite  prächtig  rotbraun  mit  gelber 
oder  orangefarbener  Distalregion.  Apicalocelle  der  Hflgl  sehr  groß.  Fünf  gut  separierte  geographische  Ab- 
afreiis.  zweiguiigen ;  atreus  KoU.  Beim  die  blauviolette  Bestäubung  des  Vflgls  von  oben  schwach,  bei  schräger  Beleuch¬ 
tung  etwas  deutlicher  bemerkbar;  darin  eine  helle  Schrägbinde,  die  vorn  nrir  in  dünner  kurzer  weißlichgelber 
Behaarung  und  in  einzelnen  hellen  Schüpjichen  angedeutet  ist,  nach  hinten  allmählich  an  Deutlichkeit  zunimmt 
uiid  etwa  vom  hinteren  Zellwinkel  an  in  leicht  bläulich  überstäubtem  Grauweiß,  das  sich  gegen  den  Analwinkel 
noch  bis  zu  fast  reinem  Weiß  aufhellt,  aufgetragen.  Begrenzung  dieser  Binde  unscharf,  grau  und  bläulich, 
zerstäubt  und  allmählich  in  die  angrenzende  Grundfarbe  übergehend.  Saumfeld  hell  rauchbraun.  In  demselben 
markiert  sich  mitunter  schatteidiaft  ein  leicht  gewellter  dunkler  Streifen,  der  dann  einen  anderen,  heller  getönten, 
bindenartigen  Streifen  vom  Figlsaum  trennt;  der  letztere  Streifen  ist  seinerseits  innen  wiederum  durch  die  ent¬ 
sprechende  schärfer  gezackte  zweite  Saumlinie  der  Unterseite  begrenzt.  Manchmal  fehlt  der  dunkle  Trennungs- 
sti’eifen,  oder  er  ist  sehr  abgeschwächt.  Hflglbinde  hellocker-  bis  safrangelb,  vorn  weißlich,  innen  unscharf 
begrenzt  und  an  den  Adern  und  zwischen  ihnen  leicht  gezähnt.  Die  Binde  endet  etwa  an  der  Mündung  des  hintern 
Medianastes  oder  etwas  vorher.  $  breitflügeliger,  das  Mittelfeld  des  Vflgls  heller  blau  überflogen,  die  Querbinde 
meist  etwas  deutlicher,  die  Randbinde  des  Hflgls  breiter,  fahlockergellp  vorn  stärker  weißlich.  Unterseite 
diotn/sos.  heller,  die  Zeichnungen  etwas  abgeschwächt.  Golnmbia.  —  dionysos  subsp.  nov.  differiert  von  atreus  durch  die 
bis  zum  Costalsaum  der  Vflgl  durchgezogene  und  sich  fast  gleichbleibende  weißliche,  blauviolett  überstäubte 
Binde,  wodurch  sich  dionysos  der  nächsten  Vikariante  ajax  nähert.  Auf  den  Hflgln  bleibt  das  orange  Distal¬ 
feld  dunkler,  erreicht  bereits  den  schwarzen  Außensaum  und  verbreitert  sich  (Uebergang  zu  C.  uranus). 
Unterseite  mit  markanteren  Farl)enkontrasten,  der  weiße  »Streifen  der  Vflgl  schärfer  begrenzt  und  namentlich 
])roximal  geradliniger,  Apicalocelle  der  Vflgl  größer,  Analocelle  des  Hflgls  l)edeutend  kleiner,  Medianfeld 
iiraims.  der  Hflgl  satter  braun,  distal  prominent  schwarz  umrandet.  Chiricpd,  (Coli.  Frühstorfer).  —  ura¬ 
nus  H.-Schäff.  ist  der  nördliche  Re])räsentant  von  atreus  und  streng  genommen  auch  nur  eine  geographische 
Rasse  dieser  weiter  verbreiteten  Art.  Es  scheint  aber  daß  eine  specifische  Trennung  vermöge  der 
rundlicheren  Figlform,  der  Kleinheit  der  Exemplare,  dem  Fehlen  des  schwarzen  Distalsaumes  der  Hflgl, 
sowie  dem  Auftreten  größerer  weißer  Subapicalmakeln  der  Vflgl  denkbar  ist.  Die  Unterseite  dagegen  läßt  sich 
nur  durch  kleinere  Augen  der  Hflgl  von  atreus  absondern.  Mir  liegen  nur  Exemplare  aus  Honduras  vor,  wo 
•uranus  selir  selten  auftritt;  nordwärts  bildet  das  südliche  Mexico  den  Endpunkt  des  Vorkommens  und  nach 
Godman  ist  die  Art  nicht  allzuselten  in  Guatemala,  wo  sie  den  dichten  Wald  bewohnt,  wenn  aufgescheucht 
aja.r.  eine  kurze  Distanz  fliegt  um  sich  dann  an  Baumstämmen  zu  verbergen.  —  ajax  Westw.  hat  die  Vflglbinde 
breiter  und  deutlicher;  diese  beginnt  schon  am  Vrd  weißlichgrau  mit  bhüdicher  Bestäubung,  die  allmählich 
einer  rein  weißen  Färbung  Platz  macht.  Im  mittleren  Medianzwischenraum  ist  die  Binde  in  der  Regel  nur  noch 
schwach  Idau  bestäubt,  die  blauen  »Schuppen  liegen  dort  auf  beiden  Seiten  an  der  Begrenzung  und  verschwinden 
schließlich  ganz.  Hflglbinde  dunkler  safrangellp  bei  schräger  Belichtimg  mit  einem  ganz  schwachen  purpur¬ 
roten  oder  violetten  »Schein,  hinten  auffällig  zipfelartig  gegen  den  Hinterwinkel  gekrümmt.  Venezuela.  — 
drnüna.  dentifia  Druce  hat  die  Hflglbiiide  fast  in  ganzer  Länge  zusammenhängend,  nur  vorn  fleckartig  aufgelöst,  an 
der  ])roximalen  Begrenzung  tief  gezähnt.  Peru,  Ecuador  (Chimbo,  Balzaj)aml)a)  Columbien  (Rio  »San  Juan).- — 
afirsilnus.  agcsilaus  Druce  hat  die  Vflgl  wie  dentina,  aber  die  helle  Querbinde  etwas  deutlicher.  Im  distalen  »Saumfeld 
der  schwärzliche  »Schattenstreif  ebenfalls  deutlicher,  so  daß  der  innen  anschließende  helle  Teil  nahe  dem  Rand 
als  zackige  Binde  abgesetzt  ist.  Hflglbinde  in  fünf  einzelne  Flecke  aufgelöst,  die  etAvas  vom  »Saum  entfernt 
liegen  iind  von  denen  die  hinteren,  mitunter  auch  die  vorderen,  in  leichter  Zerstäubung  locker  Zusammen¬ 
hängen.  Ihre  Färbung  ist  gelblichweiß,  die  der  hinteren  etwas  dunkler.  Die  schwärzliche  Randbestäubung 
zieht  sich  bis  zur  Mündung  des  mittleren  Medianastes  luid  vereinigt  sich  an  den  Adern  mit  der  schwarzbraunen 
Grundfarbe  der  ülnigen  Figlfläche.  Die  vorderen  »Saumflecke  sind  wurzelwärts  in  der  Mitte  herzförmig  ein¬ 
gekerbt,  die  hinteren  länglich.  Fransen  weißlichgelb,  auffällig  vtoi  der  Randbestäubung  abstechend.  Unter¬ 
seite  wie  dentina,  nur  das  hintere  Auge  des  Hflgls  verhältnismäßig  sehr  groß,  das  Saumfeld  in  ganzer  Länge 


NAROPE.  Von  II.  Fruiistoiu'Kr. 


327 


weißlicli  und  schwärzlicli  inarnioriei't  und  gestrichelt,  und  nur  ein  sclnnaler  Streif  nalie  dem  Sainn,  der 
der  Fleckenreihe  der  Oberseite  entsprechend,  ist  eintöniger  weißlicli  gefärbt.  i)ie  Ze.lhnak(‘l  und  dei’  längliche 
Ringfleck  vor  der  mittleren  Discocellularis  sind  deutlich  ausgeprägt.  $  wie  das  abcn-  im  allg(uneinen  bleicher. 

Vielleicht  nur  Zeitform,  da  es  Uebergänge  ziir  vorigen  Unterart  gibt.  Kcuador,  Oohnnbien  (Fal  des  Rio  Oagua). 

C.  arisbe  Hhn.  {65  a)  bewohnt  soweit  bekannt  nur  die  drei  brasilianischen  Staaten  Säo  Paulo,  lfi(j  de 
Janeiro  und  Espiritu  Santo.  Exemplare  aus  ersteren  fehlen  mir,  in  Espiritu  Santo  aber  hat  Mk'h.vej.is  arislx' 
in  geringer  Anzahl  mit  Bananen  angelockt  und  erbeutet.  Die  Rp  lebt  auf  Marantaceen.  Unterseite  vorherrschend 
gelbbraun  mit  einer  namentlich  beim  $  stark  aufgehellten  gelblichen  Medianzone.  Analocellen  auffallend  breit, 
erst  gelblich,  dann  olivenfarben,  endlicU'schwarz  umringelt,  durch  ein  ausgedehntes  deutlich  abgesetztes  brainies 
Feld  mit  einander  verbunden. 

C.  oberthuri  Deyr.  steht  der  arisbe  nahe  und  muß  als  einer  der  schönsten  Oaligonen  angesehen  werden,  ohrrllniri. 
Überseite  der  Vflgl  dunkel  braungrau,  jene  der  Hflgl  braunschwarz,  auf  letzteren  mit  Ausnahme  des  Außensaumes 
violettblau  schillernd.  Auf  der  dunklen  schwarz braxmen  Unterseite  tritt  eine  rein  weiße  Längsbinde  scharf 
heraus.  Ocellen  der  Unterseite  auffallend  klein.  Columbien,  Ecuador,  sehr  selten.  —  phokilides  snhsp.  nov.  iihokUUlrs. 
bewohnt  Peru  (Chanchamayo)  und  differiert  von  columbischen  Exemplaren  durch  eine  verloschenere,  lichter 
gelblichen  Längsstreifen  der  Vflgl.  $  heller,  die  Zeichnung  im  Außenfeld  deutlicher.  Es  liegt  dort  eine  teilweise 
verschwommene  Wellenlinie,  welcher  nach  innen,  nahe  dem  Flglrand,  eine  wellig  und  zackig  begrenzte  Binde 
folgt.  In  deren  vorderem  Teil  liegen  hintereinander  nahe  dem  Apex  drei  schwärzliche,  innen  weiß  begrenzte 
Flecke,  und  diesen  schließen  sich  nach  hinten  zwei  weitere  ungewissere  Schattenflecke  an.  Die  Binde  hinter 
der  Zelle  ist  deutlicher  abgesetzt,  fast  ockergelb,  vorn  verbreitert  und  in  unscharfer  Begrenzung  in  die  Orundfarlx* 
übergehend.  Hflgl  mit  geringerem  blauem  Schimmer,  schwach  violett  übergossen,  die  querlaufende  binden¬ 
artige  Aufhellung  lichter  und  breiter,  namentlich  vorn;  der  Saum  breiter  ockerfarben  bestäubt.  Unterseite 
wie  beim  heller.  Das  Ei  dieser  seltenen  Art  ist  um  die  Hälfte  kleiner  als  ein  epimetheus-YA  und  selbst  kleiner 
als  jenes  von  Opsiphanes  bogotmms.  —  Es  ist  von  wachsgelber  Färbung  mit  Längsrip])en,  Basis  und  Sjütze 
etwas  abgeplattet  und  glatt.  Rp  viel  dunkler  als  die  der  vorigen  Art,  beinahe  schwarz ;  die  Rückenzeichnung 
besteht  aus  mehreren  unregelmäßigen,  lichtbraunen  Flecken;  auch  die  Rücken-(Schein-)Dornen  sind  schwarz 
und  etwas  nach  vorn  gebogen.  Kopfkrone  und  Schwanzgabel  sind  viel  kürzer  als  l)ei  epimetheus.  Das  Futter 
ist  eine  niedere  Palmenart  mit  grundständigen,  ungefiederten  Blättern.  Die  Rp  scheint  meist  jiaarweis  vorzu¬ 
kommen.  oberthüri  beobachtete  Fassl  nur  am  Kamme  der  West-Oordillere  über  2000  m,  Avährend 
obwohl  auch  Gebirgstier,  nur  tiefer  (von  1400  bis  1800  m)  vorkommt,  was  auch  völlig  dem  Standorte  der  Futter¬ 
pflanzen  beider  Arten  entspricht. 

C.  martia  Godt.  (65  b)  tritt  da  auf,  wo  arisbe  verschwindet,  und  ist  bisher  nur  aus  Santa  Catharina  Dutriia. 
und  Rio  Grande  do  Sul  nach  Euro])a  gekommen.  Vermutlich  findet  sich  die  Art  aber  noch  im  Staate  Parana, 
der  leider  nur  xmgenügend  durchsucht  wurde.  Ein  Exem])lar  meiner  Sammlung,  das  ich  durch  Herrn  JuLir-s 
Arp  als  aus  Rio  de  Janeiro  stammend  empfangen  habe,  zeigt  etwas  kleinere  Analocellen  der  Hflgl-Unterseite, 
doch  ist  der  Fundort  nicht  ganz  sicher,  umsomehr  als  Herr  Arp  viel  aus  Santa  Catharina  f)ezogen  hat. 

Von  den  südbrasilianischen  Caligo  ist  inartia  die  seltenste;  sie  tritt  stets  nur  vereinzelt  auf  und  geht  auch  nur 
äußerst  spärlich  an  Fruchtköder.  Man  trifft  sie  aber  mit  großer  Regelmäßigkeit  namentlich  auf  dem  Hochland 
von  Lages  in  der  Nähe  der  Uruguay- Quellen  an  nässenden  Bäumen,  wo  sie  gierig  saugen,  aber  trotzdem  sehr 
scheu  sind,  so  daß  es  nicht  leicht  ist  sie  dort  zu  überraschen.  Die  Rp  wurde  anscheinend  durch  M.\ bilde  zuer.st 
beschrieben.  8ie  ist  durchweg  grün  mit  gelblichen  lateralen  Streifen.  Kojif  mit  zwei  kurzen  Warzen  und  zwei 
langen  beborsteten  Hörnern,  am  Rücken  mit  fünf  Scheindornen,  ganz  feinen  Härchen  und  der  Schwanz  mit  der 
üblichen  Doppelspitze.  Pji  durdeel  havannabraun.  Kopf  leicht  zugespitzt,  Abdomen  lang  ausgezogen,  in  der 
Mitte  verdickt  mit  vier  Querstreifen.  Von  Sejitember  bis  Oktober.  Pupjienruhe  20 — 25  Tage,  q  kleiner 
als  das  abgebildete  $,  ohne  die  transparente  Submarginalbinde  der  Vflgl,  Unterseite  mit  einem  wolkenartig,  n 
schwarz  eingefaßten  Fleck  in  der  Zelle  der  Vflgl,  den  keine  andere  Coligo-Art  in  gleicher  Ausdehnung  besitzt. 

Hinter  der  Zelle  drei  ungleiche  weiße  Intramedianmakeln.  Apicalauge  der  Vflgl  relativ  groß.  Analocelle  der 
Hflgl  ähnlich  wie  bei  arisbe,  schwarz  mit  ausgedehnter  gelber  Peripherie  die  nach  hinten  in  grünlich  übergeht. 

In  der  Zelle  der  Hflgl  ein  länglicher  unregelmäßiger  Fleck,  der  sehr  veränderlich  ist,  bei  jedem  Exenq)lar  anders 
aussieht  und  bei  den  durchweg  etwas  lichteren  d'cj  imd  $$  aus  Rio  Grande  do  Sul  (.leutlicher  ausgebildet  er- 
sclieint,  als  bei  Santa  C'atharina-Exemplaren. 

8.  Gattuiio-;  Westw. 

In  dieser  kleinsten  Brassoliden- Gattung  haben  wir  auch  zugleich  die  liedeutendste  Abweichung  von 
dem  Typus  in  Flglform  und  Geäder  erreicht,  und  die  Arten  gleichen  in  der  Tat  schon  durch  ihre  geringere  Größe, 
die  scharf  zugespitzten  Vflgl  und  die  an  den  Medianen  in  einen  kurzen  Zahn  vorgezogenen  Hflgl,  wie  überhaiqit 
durch  ihre  meist  eintönig  braun  gefärbte  Oberseite  und  die  vollkommen  augenlose,  verschiedenartig  gesjjren- 
kelte  Unterseite  mehr  einer  Anaea,  als  einer  Brassolide;  doch  stehen  alle  übrigen  Bildungen,  wie  Palpen,  Vorder¬ 
füße  und  die  große  Präcostalzelle  in  vollkommenem  Einklänge  mit  den  Familiencharakteren,  wie  denn  aueh 


328 


NAROPE.  Von  H.  Fruhstorfer. 


die  Eiitdeckiuig  der  R])  durch  Er.  W.  Müller  jeden  Zweifel  über  die  Stellung  von  Narojje  gehoben  hat.  Eie 
Narope  unterscheidet  sich  sofort  von  allen  übrigen  Gattungen  durch  die  Ausinündung  des  3.  Subcostalastes 
in  die  Figlspitze  und  die  in  den  Außenrand  unterhalb  der  Spitze  mündende  Gabel  des  4.  und  5.  Astes.  Eiese 
auffällige  Aderstellung  kommt  selbst  unter  den  Satyriden  äußerst  selten  vor  und  ist  mehr  ein  Charakter  der 
Nymphaliden.  Außerdem  zeichnet  sich  Narope  noch  durch  andere  Merkmale  aus.  Eie  Subcostalader  ist  in 
den  einzelnen  Arten  nicht  konstant,  sondern  sowohl  4-  als  5ästig;  der  1.  Ast  ist  entweder  ganz  verkümmert, 
oder  z.  T.  mit  der  Costale  verwachsen.  Eie  obere  Eiscocellularis  ist  kurz,  aber  deutlich  vorhanden;  mittlere 
gerade,  in  gleicher  Richtung  wie  die  gleichlange,  nur  schAvach  gebogene  untere,  welche  die  Zelle  schief  abschließt 
und  die  Medianader  in  etAVas  grö(.lerer  Entfernung  vom  2.  Aste  trifft,  als  dieser  vom  1.  entfernt  ist.  Eie  Sub- 
mediana  der  Vflgl  ist  beim  stark  Avellenförmig  gebogen  und  dies  hängt  mit  dem  Haarbüschel,  AA^elchen  die 
cJG  geschlechtliche  Auszeichnung  auf  der  Rückseite  unterhalb  der  Ader  besitzen,  eng  zusammen;  mit  letz¬ 
terem  korrespondiert  ein  glänzender  Flecken  am  Vrd  der  Oberseite  der  Hflgl.  Eie  Präcostalzelle  ist  außerordent¬ 
lich  groß  und  entwickelt;  die  Präcostalader  einfach,  fast  gerade,  nach  innen  gerichtet.  Eie  Zelle  ist  durch  eine 
ziemlich  kurze  und  gerade  untere  Eiscocellularis  schief  abgeschlossen.  Kopf  groß,  Augen  nackt,  Palpen  flach, 
dicht  beschuppt  und  behaart;  erstes  Glied  kurz,  zweites  etAva  4  mal  so  lang,  Endglied  kiirz,  spitz,  den  Scheitel 
überragend.  Fühler  mäßig  lang  mit  allmählich  verdickter  Keule.  Thorax  kräftig,  dicht  behaart;  Beine  kräftig, 
Hlb  kurz,  spitz.  Vflgl  mit  stark  gebogener  Costa  und  spitzem,  prominenten  Apex.  Außen-  und  Ird  beim  ^ 
fast  gerade,  Analwinkel  scharf.  Eie  Flügelunterseite  trägt  meist  einen  Euftfleck  und  Haarpinsel.  Uncus  mit 
kurzen,  divergierenden,  d.  h.  mit  der  Spitze  nach  außen  gerichteten  Anhängseln.  Valve  einfach  mit  ZAvei  distalen 
starken  Zähnen.  Hflgl  oft  leicht  geeckt.  Vflglzelle  am  Ende  breit,  über  halbflügellang.  In  diese  Gattung  ge¬ 
hören  die  kleinsten  Arten  der  Familie ;  sie  haben  eine  eintönige  Färbung  und  blattartige  Unterseite ;  sie  kom¬ 
men  ans  Licht  und  Averden  auch  nachts  am  Köder  beobachtet.  —  Rp  an  Bambus,  nachts  fressend,  von  allgemei¬ 
nem  Ansehen  der  übrigen  Brassoliden-Rpn.  Ko])f  mit  3  Paar  Hörnern,  Körperende  mit  SchAvanzgabel.  —  Pp 
gedrungen,  ventral  eingedrückt,  mit  stumpfen  Höckern  und  ZAvei  Hörnern  am  Kopf,  hängend,  mit  einer  be- 
Aveglichen  Segmentverbindung.  Süd-  luid  Mittel-Amerika  (von  Paraguay  bis  Guayana  einerseits,  von  Bolivia 
bis  Mexico  andererseits). 

Hflgl  aiu  Außeiu'd  mehr  oder  Aveiiiger  deutlich  vor.sjiringend. 

N.  cyllastros  gilt  als  die  liärd'igste  und  bekannteste  Species  der  Gattung  und  ist  zugleich  die  einzige 

tcisturca.  Art,  Avelche  nordAvärts  über  Columbien  hinausgeht  und  von  der  die  Jugendstadien  bekannt  sind. — Bei  testacea 
Godnt.  u.  Salv.  ist  das  oben  rostrot,  Vflgl  am  Apex,  Hflgl  in  der  Wurzelhälfte  bräunlich  verdunkelt.  Saum  des 
letzteren  Figls  am  mittleren  Medianast  nur  scliAvach  geeckt.  Unterseite  bleich  ockerfarben  mit  zerstreuten 
dunkleren  Fleckchen,  Strichen  und  Schattiei’ungen,  die  weißlichen  Fleckchen  des  Hflgls  scheinen  mit 
Ausnahme  der  vordersten  stets  zu  fehlen.  ^  stärker  geecktem  Hflgl ;  Oberseite  der  Figl  dunkel- 
oder  rauchbraun.  Panama  (Chiriqui).  Sehr  selten,  nur  ein  paar  Exemplare  bisher  aufgefünden.  — 
styyitoi.  stygius  Stgr.  von  PontelAoa  am  oberen  Amazonas  wurde  nach  einem  $  aufgestellt,  das  Er.  Hahnel  einlieferte. 
Gestalt  kleiner  und  das  Gesamtkolorit  noch  dAinkler  als  bei  cyllastros  (62d),  Unterseite  etAVas  Aveißgrau  unter¬ 
mischt.  Hflgl  mit  sieben  gellJichen  Anteterminalpunkten,  von  denen  der  oberste  deutlich  oval  und  sclnvarz 
cylluslrots.  umrandet  erscheint,  Avährend  der  sechste  am  markantesten  ausgebildet  ist.  —  cyllastros  Westw.  (=  cyllene 
Fldr.),  vermutlich  nach  Exemplaren  aus  Rio  de  Janeiro  beschrieben,  ist  oben  beim  erheblich  dunkler  als  das  aus 
Santa  Catharina  stammende  Original  zu  unserer  Abbildung  (ß2d),  und  unterseits  ebenso  bleich  Avie  das  dar¬ 
gestellte  $  aus  »Santa  Catharina ;  ein  Unterschied,  der  auch  von  »Staudinger  in  den  ,, Exotischen  Tagfaltern“ 
1888  j).  218  bereits  erwähnt  Avird.  Ich  fing  im  Laufe  von  zAVei  Jahren  nur  wenige  Exemplare  in  der  Nähe  von 
Theresopolis,  Sta.  Catharina,  und  9?  liegen  mir  von  Blumenau  vor.  Nach  v.  Bönningilvusen  im  tiefen  »Schat¬ 
ten  bei  Rio  de  Janeiro  sehr  selten.  Von  mir  an  Bananenköder  erbeutet.  Eie  Rp  fand  Er.  Wilhelm  IMüller 
bei  Nacht  am  Bambus  fressend,  sie  Avar  liereits  im  fünften  »Stadium  und  hatte  Avenige  Tage  vor  der  Verpu]qiung 
eine  Länge  von  7,5  cm  einschließlich  der  6  mm  langen  ScliAvanzgabel.  Kopf  mit  drei  Paar  schräg  nach  hinten 
gerichteten  Hörnern  halsartig  aligesetzt,  Körper  nach  der  Mitte  zu  verdickt,  sonst  schlank,  die  Hörner  und  die 
»Schwanzgabel  seitlich  komprimiert,  beide  Teile  der  »Schwanzgabel  entspringen  weit  von  einander,  verlaufen 
aber  parallel ;  Kopf  braun  mit  einem  scliAvarzen  Fleck  in  der  Mitte  unter  den  Hörnern,  der  zAvei  Streifen  zur 
Basis  der  Hörner  soAide  zAvei  den  zu  unteren  Ecken  des  Kopfes  entsendet.  Körper  blaßrot  und  graubraun  ge¬ 
mischt.  Eie  blaßrote  Farbe  ist  etwas  unregelmäßig  verteilt  und  bildet  Avellig  gebogene  Linien.  Pp  ziemlich 
gedrungen,  die  hinteren  Segmente  dorsal  gerundet  mit  einer  scliAvachen  Mittelkante,  die  in  drei  Höcker  geteilt 
ist,  aid.lerdem  noch  ZAvei  stumpfe  Höcker  an  der  Figlwurzel  und  zAvei  Hörner.  Eie  Flglkante  ist  undeutlich. 
Eie  Zeichnung  bietet  ein  eigentümliches  Gemisch  von  gelb,  braun  und  sclnvarz;  dazAvischen  finden  sich,  beson¬ 
ders  auf  dem  Rücken,  Aveiße  Flecke. 

cyüurm.  N.  cyllarus  Westw.  (62d)  mit  der  Type  aus  dem  »Staate  Rio  de  Janeiro,  avo  die  Art  im  Orgelgebirge  sehr 

selten  vorkommt.  Michaelis  entdeckte  sie  in  Espiritu  Santo,  ich  selbst  fand  sie  in  Santa  Catharina.  Ein  ^ 
meiner  Sammlung  soll  aus  Rio  Grande  do  »Sid  stammen  und  »Stichel  nennt  »Säo  Paulo  als  Aveiteren  Flugort. 

:  Ko])f  und  Augen  gleichmäßig  rötlichhraun.  Bauch  und  Beine  fahl  ockergelb.  Oberseite  rötlichbraun  in  hel¬ 
lerem  oder  dunklerem  Ton,  Wurzelfeld  und  Apicalzone  etwas  trüber.  Am  Ende  der  Zelle,  an  der  hinteren  Eisco- 


(insgegehen  31.  V.  1912. 


NAROPE.  Von  H.  PRuriSTORFER. 


:fö9 


celhilaris  und  unweit  des  Saumes  zwischen  den  Radiales,  je  ein  kleiner,  scliwarzhi'iumei'  Fleck,  der  letzlgenaunle 
auch  undeutlich  oder  fehlend.  Saum  verdunkelt,  mit  einer  schwärzlichen,  schmalen  und  unscharf  hegrenzten 
Wellenbinde.  Unterseite  blaß  ockergelb,  sehr  buntscheckig,  unregelmäßig  in  dunkleren  und  weißlichen  Farb¬ 
tönen  marmoriert.  Am  Vrd,  in  der  Zelle  und  in  dem  distalen  Saumfeld  dunkel  braun  betupft,  sodann  mit  zwei 
mehr  oder  weniger  deutlich  hervortretenden  flunklen  Querbinden  ;  A.])ex  weißlich  bestäubt,  an  der  Umsehlag¬ 
stelle,  am  Hrd  ein  nach  vorn  gerichteter  heller  Haaiinischel,  der  einen  ovalen  Ouftfleck  bedeckt.  Itflglsaum 
am  zweiten  Medianast  geeckt;  PIglfärbung  wie  die  des  Vtlgls,  am  Zellende  fleckartig  dunkler,  Analfeld  hellei', 
an  der  Oostamitte  ein  Duftfleck.  Unterseite  heller  mit  dunkler  Querbinde  ;  Saumfeld  dunklei'  mit  submarginaler 
Wellenbinde.  Beim  $  ist  die  äußere  Saumhinde  schärfer  abgesetzt,  Gesamtfärbung  etwas  blasser.  Süd-Brasilien 
(Sta.  Catharina,  Säo  Paulo,  Espiritu  Santo). 

N.  sarastro  Stgr.  Kopf  trüb  ockergelb,  Thorax  und  Hlb  oben  rotbraun,  unten,  wie  auch  die  Beine  ocker-  fianiHlro. 
gelb.  Vflgl  mit  Duftfleck  und  Pinsel  wie  bei  der  vorigen  Art;  Figlform  ähnlich,  aber  der  Vflglapex  spitzer, 
mehr  vorgezogen.  Oberseite  rotbraun,  Apex  und  Saum  schwärzlich.  Unterseite  fast  ockerbraun,  dunkler  ge¬ 
fleckt  und  gestrichelt,  besonders  an  der  Costa.  Quer  über  die  Zelle  zwei  diffuse,  dunklere  Bänder.  Ein  drei¬ 
eckiges,  dunkleres  Saumfeld  im  Außendrittel  des  Figls  wird  abgegrenzt  durch  einen  hellen  Streif,  der  aus  dem 
Apex  gegen  die  Irdsmitte  zieht.  Hflgl  einfarbig  mit  sehr  mattem  Submarginalband,  das  amAj^ex  dunkler  ist. 
Unterseite  mit  3  diffusen,  dunkleren  parallelen  Bändern,  die  vom  Vrd  in  leichten  Bogen  zum  Ird  ziehen. 

9  dunkelbraun,  Saum  schmal  rötlichbraun,  Apex  der  Vflgl  stark  vorgezogen;  vom  Vrd  ausgehend  ein  rötlich¬ 
brauner  länglicher  Wischfleck,  der  beutelartig  geformt  ist  und  nahe  dem  Saum  unter  dem  Apex  i'undlich  ab¬ 
geschlossen  ist.  Unterseite  hell-graubraun,  unregelmäßig  gesprenkelt  und  betu])ft.  Im  Apicalfeld  weißliche 
Bestäubung,  von  dort  schräg  nach  dem  Hrd  eine  dunklere,  aid.len  schmutzigweiß  angelegte  Schattenbinde, 
ähnlich  wie  beim  In  der  Gabel  des  4.  und  5.  Subcostalastes  und  unter  letzterem  je  ein  weißes  Fleckchen, 
hinter  ihm  ein  schwärzliches,  leicht  weiß  gekerntes  Fleckchen,  sodann  wiederum  ein  kleiner  weißer  Punkt. 

—  Hflgl  mit  unscharf  begrenztem,  hellerem  Saum.  Derselbe  verbreitert  sich  hinten  und  fließt  an  den  Adern 
nach  vorn  aus.  Unterseite  im  Farbton  des  Vflgls,  unscharf  dunkler  gewölkt,  nächst  der  Mitte  des  Vrds  ein 
dunkler,  von  hellerem  Hof  umgebener  Punkt,  an  den  sich  nach  hinten  eine  dem  Distalrand  folgende  Reihe 
von  Flecken  anschließt,  von  denen  die  beiden  vorderen  nur  als  rundliche  Aufhellungen,  die  nächsten  in  Gestalt 
weißlicher  länglicher  Wische  auftreten.  Columbien,  Rio  Agnacatal  ca.  2000  m.  Oberer  Rio  Negro  ca.  8f)0  m 
von  Fasse  gefangen.  —  disyllus  subsp.  tiov.,  eine  kleinere  Form  vorherrschend  graubra,un  statt  rötlich  ockerfarben,  rU.sgUnü. 
der  Apicalsainn  der  Vflgl  matter  grau  statt  schwarz,  die  Terminalbinde  der  Hflgl  verwaschen,  die  gelldiche 
Aufhellung  in  der  Zelle  und  längs  derCostalis  der  Vflgl  in  lebhafterem  Contrast  zu  der  grauen  Medianpartie. 
Unterseite  dunkler,  reicher  rotbraun  gel)ändert  und  mit  satterem  pur])urnem  Schimmer.  Huancabamba,  1500  m. 

Peru. 

N.  anartes  Hew.  Vflgl  beim  rechtwinklig  dreieckig,  Vrd  gekrümmt,  Apex  rechtAvinkelig,  manchmal  (in(trir><. 
ein  wenig  zipfelartig  ausgezogen,  Distalrand  fast  gerade.  Hrd  gerade,  von  der  Wurzel  aus  am  ersten  Drittel 
etwas  umgeschlagen.  Oberseite  rostbraun  in  hellerer  oder  dunklerer  Abtönung.  Apex  breit  schwärzlich;  Unter¬ 
seite  fahl  ockergelb,  bis  auf  das  Hrdfeld  schwarzbraun  gefleckt  und  gewölkt.  Quer  über  die  Zelle  ziehen  2 
dunkle,  unregelmäßig  begrenzte  Binden.  Vor  dem  Aj)ex  nächst  dem  Vrd  ein  weißes  Fleckchen,  am  Apex  selbst 
weißliche  Uebenstäubung.  An  der  Umschlagstelle  des  Hrds  ein  hellbrauner  Haarbüschel,  der  einen  ovalen  gel¬ 
ben  Duftfleck  deckt.  Hflgl  rauchbraun,  Distalrand  mit  wellenförmiger  Begrenzung,  rostl)raun  aiifgehellt. 
Unterseite  braun,  heller  und  dunkler  gewölkt,  gefleckt  und  berieselt;  eine  dunkle  Binde  von  der  Oostamitte 
schräg  über  die  Zelle  weg  zur  »Submediana.  Im  hinten  zuweilen  dunkel  schattierten  und  weißlich  abgesetzten 
Mittelfeld  eine  geschwungene,  dem  Distalrand  folgende  Fleckenreihe.  Der  Fleck  im  unteren  iMedianzwischen- 
raum  stets  etwas  größer  und  fleutlicher,  meist  von  länglicher  oder  nierenförmiger  Gestalt.  Nächst  dem  eintöni¬ 
ger  braun  gefärbten  8aum  liegt  eine  schwärzliche  Wellenlinie,  der  Rand  selbst  ist  mehr  oder  Aveniger  geAvellt 
und  am  mittleren  Medianast  mehr  oder  minder  stark  geeckt.  Die  Färbung,  namentlich  die  der  Unterseite,  Amn 
Avechselnder  Schärfe,  die  Unterseite  zuAA'eilen  sehr  Inmtscheckig  marmoriert.  BoliAua.  —  syllabus  Stgr.  ist  die  sglhtbxs. 
etwas  größere  Rasse  vom  Chanchamayo  in  Peru. 

IlOgtsaum  beim  ^  vollkommen  abgerundet. 

N.  nesope  Hew.  Vflgl  dreieckig,  Apex  scharf  rechtwinklig,  Saum  vorn  gerade,  hinten  leicht  konvex;  »csopc. 
HinterAvinkel  flach  abgerundet,  Hrd  gerade,  nahe  der  Mitte  schmal  umgeschlagen.  Oberseite  rotbraun,  Wurzel¬ 
feld  hinter  der  Zelle  graubraun,  allmählich  in  sclnvärzliche,  sammetartige  Bestäubung  übergehend;  Unterseite 
rötlichbraun,  dunkler  geAvölkt  und  marmoriert.  Nahe  der  Wurzel  und  über  dem  Zellende  je  eine  dunkelbraune 
Binde,  letztere  am  Vrd  am  lu'eitesten;  im  Vrdfcld  ein  Aveißes  Fleckchen.  Am  Apex  Aveißliche  Bestäubung 
und  nahe  demselben  drei  kleine  scliAvarze  Pinikte.  Hflgl  fast  eirund.  Saum  ohne  merkliche  Ecke,  indes 
der  HinterAvinkel  ziemlich  deutlich  geeckt.  Oberseite  graubraun  mit  leicht  rostroter  Abtönung,  Saum  etAvas 
aufgehellt,  rotbraun;  Vrd  hellbraun,  eine  blanke  Reibefläche  mit  kleinem  gelblichem  Filzfleck  A*or  der  Sub- 
costalis  schAvärzlich.  Unterseite  braun,  nahe  der  Wurzel  dunkler,  Aveiter  hinten  mit  drei  rötlichen  Flecken. 

Vom  Vrd  nach  dem  Analwinkel  läuft  eine  dunkelbraune  Binde,  die  außen  hinter  der  iMitte  AA'eißlich  abgesetzt 

V 


42 


330 


NAROPE.  Von  H.  Frdtistorfee. 


cyUaharus. 


p(mr)icuhis. 


alhopunc- 
1u  m. 


friihftforfcri 


ist,  und  hinter  der  Zelle  eine  geschwungene  Reihe  von  kleinen  schwarzen  Fleckchen,  von  denen  die  hinteren 
beiden,  nächst  dem  Hinterwinkel  gelegenen,  weiß  gekernt  sind.  Ecuador. 

N.  cyllabarus  Westiv.  Apex  des  Vflgls  ziemlich  spitz,  Außenrd  leicht  konvex.  Oberseite  rostbraun 
oder  fuchsrot,  nach  dem  Distalrand  zu  etwas  verdunkelt;  dieser  selbst  fahl  braun,  der  dunkle  Ton  hierdurch 
als  unbestimmte  Binde  abgesetzt.  Vor  dem  vorderen  Medianast  nahe  dem  Distalrand  ein  schwarzer,  weiß 
gekernter  Fleck.  Unterseite  ockergelb,  unscharf  braun  gefleckt  und  marmoriert.  Von  der  Costa  2  diffuse 
Querlhnden  über  die  Zelle;  vom  weißlichen  Apex  gegen  die  Irdsmitte  zieht  schräg  ein  diffuses  Schatten¬ 
hand.  Im  äußeren  Teil  der  Zelle  und  zwischen  den  Radialadern  vor  dem  Außenrd  je  ein  schwarzer  Punkt. 
Hflgl  gleichfalls  rostbraun  mit  deutlich  abgesetzter  dunkler  Submarginalbinde.  Unterseite  fahl  braun,  Costa 
gestrichelt,  in  der  Mitte  des  Costalfeldes  ein  dunkler,  weiß  gekernter  Fleck ;  der  Flglrest  unscharf  gefleckt  und 
dunkler  gezeichnet;  über  die  Flglmitte  eine  diffuse  dunkle  Schrägbinde.  Duftfleck  wie  bei  voriger  Art. 
Cayenne,  Columbien,  Amazonas,  Bolivien. 

N.  panniculus  Stich.  ^ :  Kopf,  Palpen,  Antennen,  Körper  und  Oberseite  der  Figl  rauchbraun,  bei  Stücken 
aus  Bolivia  dunkler,  fast  schwärzlich.  Vflgl  rechtwinklig  dreieckig,  Vrd  gekrümmt,  Apex  scharf,  fast  recht¬ 
winklig  abgesetzt,  Distalrand  ziemlich  gerade;  Hinterwinkel  abgerundet  rechtwinklig,  Hrd  gerade,  etwa  in  der 
Mitte  etwas  nach  unten  umgeschlagen.  Im  hinteren  Teil  des  Mittelfeldes  ein  großer  sammetartiger  rundlicher 
Fleck  von  dunklerem  Grundfarbenton;  derselbe  liegt  proximal  der  Zelle  an,  vorn  berührt  er  mit  der  äidlersten 
Raindung  fast  den  vordei’en  Medianast,  bleilit  distal  etwa  5  mm  vom  Flglrand  ab  und  reicht  hinten  in  unscharfer 
Begrenzung  liis  über  die  Submediana.  Unterseite  heller,  unregelmäßig  gefleckt.  Basis  dunkler  schattiert, 
dann  2  abgekürzte  Schattenbinden  durch  die  Zelle,  im  Apicalfeld  ein  weißes  Fleckchen;  Duftorgan  wie  vorher. 
Hflgl  oben  einfarbig  mit  ovalem,  hellem  Duftfleck.  Unterseite  heller,  leicht  bräunlich  besprenkelt,  mit  un¬ 
scharfer  Schattenbinde  hinter  der  Zelle;  hinter  der  Costamitte  ein  kleiner  weißer  Punkt.  Paraguay,  Bolivia 
(Rio  Yuntas).  1  d'  Matto  Grosso  in  der  Sammlung  Fruhstorfer  ist  kleiner  als  Paraguay-dd»  fahler  grau¬ 
braun,  unterseits  licht  erdfarben,  Hflgl  mit  großer,  lebei’artiger,  breit  weilf  ausgefüllter  Intramedianocelle. 

Hflgl  des  ^  oben  ohne  Duftfleck,  dagegen  niit  kleinem,  teilweise  in  einer  taschenartigen  Palte  verborgenem,  in 
der  Zelle  entspringendem  Haarpinsel. 

N.  albopunctum  Stich.  Kopf  und  Körper  oben  rauchbraun,  unten  weißlich  graubraun.  Figl  oben  dunkel 
rauchbi’aun,  zeichnungslos  bis  auf  einen  kleinen,  rein  weißen  Fleck  im  Apicalfeld  hinter  dem  fünften  Subcostal- 
ast.  nahe  dem  Distalrand.  Unterseite  heller  und  dunkler  braun  marmoriert  und  schattiert.  Vrd  dunkel,  kurz 
weißlich  gestrichelt.  Von  ihm  ausgehend  zwei  dunkle,  unregelmäßig  begrenzte  Querbinden,  eine  über  der  Zelle, 
an  der  Mediana  endigend;  nahe  der  Wurzel  am  Hrd  ein  dünner,  nach  vorn  gerichteter  Haarbüschel  ohne  Duft¬ 
schuppenfleck.  Hflgl  etwa  dreieckig,  mit  konvexen  Seiten.  Vrd  etwas  flacher,  Apex  abgerundet,  Distalrand 
gekrümmt,  leicht  gewellt,  am  vorderen  Medianast  stumpf  geeckt.  Hinterwinkel  stumpf  abgesetzt.  Oberseite 
zeichnungslos,  Hrdzone  spärlicher  beschuppt,  fahl  graubraun,  in  der  Zelle  und  längs  der  Submediana  lange 
braune  Behaarung.  An  der  Zellwand  vor  der  Wurzel  des  hinteren  Medianastes  ein  kleiner,  die  Mediana  über¬ 
ragender  Haarpinsel,  der  teilweise  in  einer  taschenartigen  Falte  an  erstgenannter  Ader  verborgen  ist.  Unter¬ 
seite  bräunlich,  stark  weißlich  berieselt  und  betupft,  namentlich  in  der  proximalen  Hälfte,  die  durch  einen 
vom  distalen  Teil  des  Vrdes  schräg  bis  zum  distalen  Viertel  des  Hrds  ziehenden,  schmalen,  braunen  Streif  scharf 
abgegrenzt  wird.  Im  distalen  Flglteil  eine  geschwungene  Reihe  schwarzbrauner  Punkte  in  lichterer  Umrah¬ 
mung,  etwa  in  der  Mitte  zwischen  Zellende  und  Flglrand;  der  vordere  derselben  zuweilen  weiß  gekernt.  Nächst- 
dem  folgt  eine  ungewiß  ausgeprägte,  dunkle  Fleckenkette  in  derselben  Lage,  sodann  reichlich  weißliche  mar¬ 
morierte  Bestäubung  bis  zum  schmalbraunen  Saum.  Vflgllänge  28  mm.  Peru  (Marcapata). 


Nacliträge 

zu  Seite  293.  Opsijjhanes  fruhstorferi  Reib.  (63a)  reiht  sich  vor  sulcvus  ein.  Oben  schwarzbraun,  die  Vflgl 
mit  weißer,  an  ihrem  unteren  Ende  zerfetzter  Schrägliinde,  die  in  der  Costa-Mitte  beginnt  und  vor  dem 
Außenrd  am  hinteren  Medianast  in  schmalem  Zipfel  endet.  Im  Vflgl-Apex  3  weiße  Fleckchen,  Hflgl  mit 
hellerer,  unregelmäßiger,  breiter  Submarginallinie.  Unterseite  bräunlichgrau,  gleichmäßig  gestrichelt,  mit  2 
größeren  und  dazwischen  2  kleineren  Ocellen.  $  ähnlich,  größer,  die  Apicalflecke  der  Vflgl  und  die  Sub¬ 
marginallinie  der  Hflgl  deutlicher.  Süd-Brasilien;  Sta.  Oatharina,  Lages.  Sehr  lokal;  ich  fand  sie  nur  im 
Quellgebiet  des  Uruguay,  da  wo  Flußläufe  diejenigen  Waldbestände  durchziehen,  welche  sich  in  den  Tal¬ 
senken  der  Camposlandschaft  erhalten  haben.  Die  Falter  fliegen  nahe  dem  Erdboden  und  finden  sich  regel¬ 
mäßig  am  ausfließenden  Saft  kleiner  Bäume  ein,  an  dem  sie  stundenlang  saugen.  Flugzeit  Ende  Dezember 
bis  Februar  und  März. 


Urbcsclu'eibimgs-Naohwcis  der  Brüssel idei i. 


•>  *}  I 


Alpliull)(‘iischcs  Verzciclmis 

ziiiii  Nachweis  der  Uihesclireilniugei).  der  unter  den  Jh'assolideii  aid'gel'iihrteii  hontu'U. 

*  bedeutet,  daü  die  Fui'iii  ati  der  zitierten  Stelle  auch  abgebildet  ist. 


iuljecta  0)18.  Sfich.  Entuiu.  Zeitschr.  Guben  20,  p.  211. 

luujuatnrialis  Ops.  Siicli.  Iler).  Ent.  Zeitsdir.  10,  )>.  517.  * 

arsacus  Er.  H.-Schäff.  Außereur.  Sciuuett.  p.  55.  * 

againeinnon  Cal.  lEe.ynn  Stübel’s  liei.se,  j).  02.  * 

agastlienes  Gps.  Fni'hsf.  Stett.  Zg.  08,  p.  135. 

agesilaus  Cal.  Drucc,  Aivn.  ilag.  Nat.  Itist.  (7)  0,  p.  321. 

ajax  Cal.  lIAsbe.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Eep.  2.  * 

aibopunctiiin  Nar.  Stich.  Ins. -Börse  21,  j).  0. 

anipliiincdon  Er.  Fldr.  Novara,  2  (2)  Lt^p.  p.  451. 

ainphirhoe  Ops.  Hb)i.  Sndg.  Exot.  Sclunett.  2.  * 

ainplificatns  Ops.  Sfich.  Berl.  Entonn  Zeitschr.  40,  p.  514. 

amplinr  Ops.  Stich.  Berl.  Ejit.  Zeits(4ir.  10,  p.  5(11. 

anartes  Nar.  JIcui.  Butt.  Bolivia,  p.  9. 

anaxarete  Dyn.  Cr.  Pap.  Exot.  1.  j).  118.* 

aiulroineda  Ops.  Stich.  Berl.  Entoiu.  Zeitschr.  10,  p.  501. 

aorsa  Ops.  Gorlt.  Enoytd.  M4th.  9,  ]).  447. 

apolloiiidas  C'al.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  j).  322. 

ardoiis  Brass.  Stich.  I)is. -Börse  20,  p.  389. 

arisbe  Cal.  Hbn.  Smlg.  Exot.  Sclun.ett.  2.  * 

aristophanes  Cal.  JS-iihsf.  Seitz.  Groß-Scbiuett.  5,  p.  321. 

arsippo  Ops.  Hpfjr.  Stett.  Zg.  35,  p.  358. 

asphenis  Ops.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scluuett.  5,  [i.  294. 

astyra  Brass.  UorF.  Encycl.  ÄLetli.  9,  p.  457. 

alias  Cal.  liöb.  Soc.  Bntoni.  19,  p.  14(i. 

atreus  Cal.  KoU.  Denkschr.  Akad.  Wien.  1,  p.  350.  * 

badius  Ops.  Stich.  Intern.  E.  Z.  1,  j).  30.  * 

barnncsa  Das.  Stich.  Ins. -Börse  21,  ]i.  21. 

bassus  Ops.  Fldr.  Nova-ra  2  (2)  Lep.  p.  453. 

beata  Ops.  Frühst.  Stett.  Zg.  08,  )).  140. 

belisar  Ojis.  Stich.  Wytsman’s  Gen.  Insect.  20,  p.  20. 

bellerophon  Cal.  Stich.  Ins. -Börse  20,  ]>.  389. 

beltrao  Cal.  Hl.  Mag.  Insect.  1,  p.  199. 

berecyntliia  Ops.  Cr.  Pa]).  Exot.  2,  p.  133.  * 

borecynthnia  Ops.  Hpffr.  Stett.  Zg.  35,  p.  358. 

bngotanus  Ops.  Hist.  Ent.  Montli.  Mag.  1  1,  p.  2o:J. 

bolsduvalii  Ops.  iVestw.  Dl)l.  u.  Ilew.  Gen.  Diurn.  Li‘p.  2.  * 

boliviamis  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  40,  ]>.  512. 

bracteolata  Ojjs.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  40,  p.  490. 

brasiliciisis  Cal.  Fldr.  Verb.  Zool.  Bot.  Ges.  Wien.  12,  p.  470. 

buboculus  Er.  ßtlr.  Cistul.  Entom.  1,  ]>.  74. 

caiiieiia  Ops.  Stgr.  Exot.  Tagt'.  1,  }>.  213.  * 
cassiae  Ops.  L.  Syst.  Nat.’  (X),  ]>.  108. 

(•assiculiis  Ojis.  Stich.  Wytsman’s  Gen.  Insect.  20,  p.  18. 
cassina  Ops.  Ftdr.  Wien.  Ent.  Mon.  0,  j).  122. 
rassiopo  Ops.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  88.  * 

Cassiopeia  Ops.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  211.  * 
eastaiieus  Ops.  Stich.  Wytsman’s  Gen.  Insect.  20,  p.  19. 
eatharinae  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  40,  p.  505. 
cheireiHon  Er.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  |).  310. 
chiriquensis  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  40,  |).  517. 
coiTOSiis  Ops.  Stich.  Wytsman’s  Gen.  Insect.  19,  ]).  19. 
creusa  Das.  Hbn.  Smlg.  Exot.  Schmett.  2.  * 
cuspidatus  Ops.  Stich.  Wytsman’s  Gen.  Insect.  20,  ]>.  21. 
cyllabarus  Nar.  Westiv.  Dhi.  u.  Ilew.  Gen.  Diurn.  I  jep.  2,  ]>.  349. 
cyllanis  Nar.  Westw.  Dhl.  u.  Hew.  Gen.  Diui'n.  Ec]).  2,  ]>.  319. 
cyllasti'os  Nar.  TVestw.  Dhl.  u.  Ilew.  Gen.  Diurn.  Ec]).  2.  * 
cyparissa  Ops.  Frühst.  Intern.  Ent.  Z.  1,  p.  30. 

dariiis  Dyn.  F.  Syst.  Eint.  p.  482. 

deceutius  Ops.  Frühst.  Stett.  Zg.  08,  ]).  130. 

dentuia  Cal.  Druce.  Trans.  Ent.  Soc.  Eond.  1874,  ]).  155. 

didyniaon  Ops.  Fldr.  Novara  2  (2)  Ecp.  j).  453. 

diluta  Cal.  Stich.  Thierr.  25,  p.  182. 

dimidiata  Brass.  Frnhst.  Seitz,  Groß-Sidimett.  5,  p.  2S7. 
dionysos  Cal.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  324. 
disyllus  Nar.  Frühst.  Seitz,  Groß- Sein  nett.  5,  p.  327. 
ditatus  Ops.  Thieme,  Ins. -Börse  19,  [).  339. 
dohnii  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitscdir.  40,  p.  493.  * 
dubia  0])s.  Böb.  Soc.  Entom.  21.  )>.  19. 

cpimctlicus  C1;tI.  Fldr.  Novara  2  (2)  Eo]).  p.  155. 
cupliurbus  Gal.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  0,  ]).  123. 


cui'iluchiis  Cal.  Cr.  Baj).  Exot.  1,  p.  53.  * 
cxulliis  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitsdir.  10.  p.  50:;. 

tabricii  Ops.  Bsd.  Ix“]).  Guatemala,  p.  51. 
faiMiiiis  Dyn.  Frnhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  j).  289. 
farragn  0|)s.  Stich.  Wytsmaii’s  Gen.  Insc-cE  20,  p.  20. 
Inihstorlcri  (hl.  Stich.  Ins. -Börse  21.  p.  21. 
liiinnsa  Oj)s.  Stich.  Berl.  Etd.  Zeitschr.  10,  j).  191. 
liiscata  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  52,  p.  177. 

galba  Cal.  Deyr.  Bev.  Mag.  Zool.  (3)  2.  * 
gcncrosa  Ops.  Stich.  BeiO.  Ent.  Zeitschr.  30,  p.  198.  * 
gerhardi  Er.  Weeks,  Proo.  New-Engl.  Zool.  (’iuh  ]>.  3. 
glaukias  Ops.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  j).  291. 
granadcusis  Brass.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  10.  ]).  521.  * 

haeuschi  Brass.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  10,  ]>.  520.  * 
hannibal  Dyn.  Oberth.  Et.  d’Ent.  0,  ]>.  28. 
hcniichrua  Er.  Btlr.  Cistul.  Entom.  1,  ]>.  3. 

Iiilara  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  40,  p.  489. 
liippuloclius  Cal.  Frnhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  j).  323. 

ict(U’ica  Dyn.  Stich.  Ins. -Börse  21,  p.  21. 
iduiiioncus  Cal.  L.  Syst.  Nat.  (X)  |).  401. 
iduinenidcs  Cal.  Frühst.  Iris  10,  p.  317. 
ilioiUMis  Cal.  Cr.  Pa]).  Exot.  1,  j).  81.  * 
inculuinis  Ojes.  Stich.  Bis. -Börse  21,  ]>.  21. 
iiisulaiius  Cal.  Stich.  Ins. -Börse  21,  je.  21. 
inU'rniedius  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitsdir.  10.  ]).  5i5. 
iiivirae  Ojis.  Htm.  Smlg.  Exot.  Scdimett.  1.  * 
isaguras  Ops.  Frnhst.  Stett.  Zg.  08.  j).  138. 
istliinia  Brass.  Bat.  Ent.  Month.  IMag.  1,  p.  104. 

japetus  Cal.  Stich.  Ins. -Börse  20,  ]>.  389. 

jnseplius  Ops.  (rodin.  Biol.  Centr.  Am.  Bho]).  1,  p.  120.  * 

juriiana  Er.  Frnhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  j).  311. 

kleislhciies  Ops.  Frnhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5.  j).  297. 

latitaenia  Ofis.  Frnhst.  Stett.  Zg.  08,  ]>.  1  15. 
leduii  Ops.  Frnhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  302. 
litura  0])s.  Frnhst.  Stett.  Zg.  08,  j).  141. 
liviiis  Cal.  Stgr.  Elxot.  i’agf.  1,  ]>.  74. 

Iiiciilhis  Ops.  Frnhst.  Stett.  Zg.  (58,  )).  130. 
lurida  Brass.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  10,  p.  520. 
liiteipeiiiiis  Ojis.  Bttr.  ^Prans.  Ent.  Soc.  Eond.  1871,  ]).  125. 
liitesceulefasciatus  Ops.  Ky.  (Ait.  Diurn.  Eej).  p.  710. 
hixunnsa  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  40,  ]).  497. 
lyouinedoii  Er.  Ftdr.  Wien.  Ent.  Mon.  0,  p.  423. 

macrusiris  Dyn.  IFcshc.  Gen.  Diurn.  Eej).  2.  * 
inagnalis  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  40,  p.  490. 
inaritima  Brass.  Stich.  Ins.-Bör.se  20,  ]>.  389. 
inarsus  ((al.  Stich.  Ins. -Börse  21,  ]).  20  1. 
inartia  tial.  Godt.  Ehicycl.  Meth.  9.  j).  150. 
nuMiiiiun  tlal.  Fldr.  Novara  (2)  2,  p.  454. 
iiieiies  Cal.  Frühst.  Ins. -Börse  20,  ]).  413. 
nuMKudius  Cal.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1.  ]>.  215. 
incrianae  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  4().  ]>.  518. 
lueridionalis  Ops.  Stgr.  Exot,  i’agf.  1.  p.  213. 
micans  Cal.  Bbb.  Soc.  Entomol.  18,  p.  140. 
inidas  Ojis.  Stich.  Soc.  Entomol.  23.  ]>.  83. 
inurpluuis  thl.  Stich.  Ins.-Bi’irse  20,  ]).  389. 
luutaliis  (4])s.  Stich.  Berl.  Entom,.  Zeitschr.  40,  j).  514. 
inylasa  Ops.  Frnhst.  Stett.  Zg.  08,  ]>.  133. 

iiapuhMui  Dyn.  lEcshc.  Dhl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  I^c]).  2.  * 

nesnpe  Nar.  Heic.  Ecpiat.  Eiqi.  ]>.  32. 

iiieandnis  Ops.  Frühst.  Seitz.  (iroß-Schmett.  5.  ]).  301. 

nocturna  Cal.  Stich.  Ins.-Bc'>rse  20,  ]>.  389. 

notandus  Ops.  Stich.  Ins. -Börse  21,  ]>.  21. 

novicia  Er.  Stich.  Wytsman's  Gen.  Ins.  20,  p.  32. 

nnbilns  Cal.  Frühst.  Stett.  Zg.  08,  ]).  129. 

nuinalius  Ops.  7’’r«/(sh_Seitz,''_ Groß-Schmett.  5,  [i.  303. 


332 


Urbeschreibuiigs-Nachweis  der  Brassoliden. 


(»beroii  Ca.l.  Bflr.  'rraus.  Hoc.  Loiid.  l.S7e,  p.  4<S,S. 

Cal.  Dcijr.  Kev.  IMag.  Zool.  (2)  22,  p.  20.  * 
obidoniis  C'al.  FruJist.  Hnv.  Eiituiu.  IS,  ji.  14.5. 
obidoiiiis  Ops.  Frühst.  .Stett.  Zg.  (iS,  ]>.  131. 

(K'ulatii  ()i)S.  Stich.  Wyt.siiuui’.s  Gen.  Inseet.  20,  p.  IS. 
ordipus  ('al.  Stich.  In.s.-H()r.se  20,  ]>.  380. 

«dleus  (ial.  Ftrtr.  Wien.  Ent.  IMoji.  5.  p.  111. 
npiiiius  Kl'.  Sti/r.  Exot.  Tagt.  1,  ]>.  217. 

(»resbios  Op.«.  Frühst.  Seitz,  Groß- Sch luett.  5,  ]i.  300. 
nrgetoi'ix  ()]>.s.  Hciv.  Ent.  IMonth.  Mag.  0,  ji.  177. 
nrnamentalis  Bra.s«.  Stich.  Ent.  Zeitsclir.  Gnlien  20,  ji.  200. 

pallidiis  (ial.  Frühst.  In.s.- Börse  21,  ]>.  125. 
paiiiprii'o  Cal.  Frühst.  Soc.  Entoin.  IS.  ]).  115. 
pain])hanis  ]*en.  IKc.S'fn’.  Dhl.  u.  Ilew.  Gen.  Diurn.  Leji.  )>.  347.* 
panniciihis  Xar.  Stich.  In.s. -Börse  21.  p.  0. 
paiiin'inus  (Ijis.  /'oft.  Soc.  Entom.  21,  ji.  20. 

|»av<)  ('a.l.  Röb.  Soc.  Entom.  18,  p.  145. 

pavoiiid(“s  Cal.  Friih.st.  Seitz,  Grnl.i-Schmett.  5,  p.  320. 

|i(‘leus  Cal.  Stich.  Wytsman’s  Gen.  Inseet.  20,  ]i.  37. 

piM'ijilietes  (4ps.  Friihst.  Seitz.  Grol.i-Schiuett.  5.  ]i.  303. 

plianiac(‘s  Dyn.  Stich.  Berl.  Entom.  Zeitsclir.  52,  ji.  174. 

pheidi'iades  Cal.  Frutist.  Seitz,  Grol.l-Schmett.  5,  ]>.  317. 

pliiladeiims  Cal.  Styr.  Exot.  Tagt.  1.  [).  210. 

pliilinos  Cal.  Fnih.st.  Ins. -Börse  20.  ji.  413. 

pliilncala  Brass.  Stich.  Ins.-Bör.se  21.  p.  21. 

pliilun  Ops.  Frühst.  Intei'ii.  E.  Z.  1,  ji.  30.  * 

phokilides  (lal.  Fnihst.  Seitz,  Grol.l-Schmett.  5,  ]i.  325. 

[iliorbas  Cal.  /i’ftft.  Soc.  Entom.  18.  ]).  140. 

phorkys  (ftrl.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  315. 

phoroiUMis  Cal.  Fnihst.  Stett.  Zg.  08.  p.  120. 

phrataplieriies  Ops.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  208. 

pliryasus  Cal.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  322. 

pliylas  Ops.  Friihst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]i.  200. 

plaeeiitia  Ojis.  Fnihst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  30S. 

placidiaiius  Cal.  Sfi/r.  Exot.  Tagt.  1,  p.  210. 

l»lacila  Oj)«.  Stich.  Entom.  Zeitsclir.  Gilben  20,  p.  211. 

pnlyxi'na  Er.  Mccrb.  Ol'hald.  zeldz.  Gew.  * 

pnlyxenus  Cal.  Sticti.  Ins. -Börse  20,  p.  380. 

praecana  Cftil.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  52,  j).  170. 

jiraegrandis .  Ops.  Frühst.  Stett.  Zg.  08,  ji.  1-12. 

praxsiodus  Cal.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  317. 

prineipesa  Das.  Stich.  Ins. -Börse  21.  p.  21. 

privala  Cal.  Fnihst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]i.  321. 

pi'oinetheus  Cal.  Kott.  Denkschr.  Akad.  VVden  1,  p.  357.  * 

pseiidocassiae  Ops.  Fnihst.  Stett.  Zg.  OS,  ]).  140. 

pseiidophilnn  Ojis.  Fnihst.  Intern.  Ent.  Z.  1,  jn  20.  * 

pudietis  Ops.  FniJist.  Stett.  Zg.  08,  p.  13(). 

pusillus  Er.  Sticti.  Ins. -Börse  20,  ]i.  380. 

(juaestor  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  40,  p.  512.  * 
(luirinalis  Ops.  Styr.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  10.  |i.  512. 
quiriiius  0[>s.(ri)iliii.\i.Salr.  Biol.  Centr.  Amer.  Bhop.  1,  ji.  128. 
quiteria  Ops.  Cr.  Bap.  blxot.  4.  p.  40.  * 

reetilasriata  (4i).s.  Fnih.st.  Stett.  Zg.  08.  p.  131. 
reevesi  Er.  lEc.s/«'.  Dhl.  n.  Ilew.  Gen.  Diurn.  Lep.  2.  * 
reluceiis  Ops.  Fruhst.  Stell.  Zg.  OS,  ]>.  130. 
remolialus  Ops.  Fruhst.  Intern.  E.  Z.  1,  p.  20.  * 


rhnetuK  t!al.  Stgr.  Exot.  Schmett.  1,  p.  215. 

riibigatns  Ops.  Stich.  Wytsiuan’s  Gen.  Inseet.  20,  ]i.  19. 

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stratonides  t'al.  Fnih.st.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  322. 
strix  Dyn.  Bat.  Entom.  iMonth.  Mag.  1,  p.  104. 
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stygiaiius  Dyn.  Btlr.  Ci.stul.  Entomol.  1,  p.  73. 
styg'ius  Nar.  Stgr.  Exot.  Schmett.  1,  p.  218.  * 
subserieea  (Ips.  Fnihst.  Stett.  Zg.  08,  p.  141. 
siilanus  Cal.  Fruh.st.  Soc.  Entom.  18,  p.  145. 
siilcius  Ops.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  212. 
siiperba  Cal.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  215. 
snpreiinis  Ops.  Stich.  Wytsman’s  Gen.  Inseid.  20,  p.  29. 
i  suzaniia  tial.  Deyr.  Rev.  .Mag.  Zool.  (2)  23,  p.  275.  * 
syllabus  Nar.  Stgr.  Exot.  Tagf.  p.  218. 
syine  Ops.  Htm.  Siulg.  Exot.  Schmett.  2.  * 

tainariiidi  Oiis.  Fldr.  Wien.  Entom.  dfon.  5,  p.  111. 
telainoniiis  Cal.  Fldr.  Wien.  Entom.  iMon.  0,  p.  422. 
lorenzius  Ops.  Fruhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  297. 
testacea  Nar.  Gudiu.  u.  Sutr.  Ann.  Nat.  lli.st.  (5)  2,  p.  259. 
U'iiee!'  tlal.  7,.  Syst.  Nat.  (X),  p.  404. 
tUeognis  Ops.  Fruhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  310. 
tristis  Er.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  217.  * 

uinbralilis  t'al.  Stich.  Ins. -Börse  20,  p.  389. 
imditaeiiia  Ops.  Fnihst.  Stett.  Zg.  08,  p.  144. 
iiraiius  C'al.  H .-Schaff .  iVußereur.  Schmett.  p.  55.  * 

velata  Ops.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  40,  p.  497. 
vei'sitincta  Ops.  Stick.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  10,  p.  495.  * 
veidebraUs  Das.  Bttr.  C'i.stul.  Entomol.  1,  ]).  2. 
vicenciniia  Ops.  Fnih.st.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  j).  300. 
viilpeculus  Brass.  Stich.  Berl.  Ent.  Zeitschr.  40,  p.  520. 

wai'ili  Er.  B,sd.  Ltp.  Guatemala  p.  58. 

xaiithicles  C)|>s.  Gudm.  u.  Sutr.  Biol.  Centr.  Am.  Bhoii.  1, 
p.  130.  * 

xanthiis  Ops.  L.  Syst.  Nat.  (X),  ]>.  472. 

zidntes  ()[)s.  Hcu\  Exot.  Butt.  5  (Opsiph.  1).  * 
zeliis  Ops.  Stich.  Bei'l.  Ent.  Zeitschr.  52,  p.  171. 
zeiixippus  Cal.  Bruce  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  9,  j).  321. 
zolvizora  Er.  Hcw.  Exot.  Butt.  5  (Bov.  2).  * 


MOUPHIDAE.  Von  II.  Eku ii  stojikick. 


6.  Familie:  Morphidae  ivcvs/n. 

Diese  artenanne  Familie  iiiufal.it  die  liervorragendsteii  Charaktersclimetterlinge  Südamerikas  und  die 
großartigsten  Erscheinungen  in  der  Lepidojiterenwelt,  die  den  Schmetterlingstyjnis  in  einer  Vollendung  zweigen, 
wie  er  nur  noch  von  den  indomalayischen  Ornitliopteren  ühertroffen  wird.  Durch  die  Schönheit  der  Farhc-n 
der  Oberseite  und  die  fast  stets  mit  zierlichen  Augen  versehene  Unterseite  l>ilden  die  Morphidae  rein  äußerlich 
eine  abgeschlossene,  leicht  zu  erkennende  Gruppe.  Die  morjihologische  Abgrenzung  ist  aber  dennoch  keine 
sehr  leichte,  denn  trotz  der  äußerlichen  Differenzierung  existieren  nur  unbestimmte  strukturi'lle  AArschieden- 
heiten  den  Brassoliden,  Satyriden  und  Nymphaliden  gegenüber  und  sic  liilden  vielmehr  eine  Transition  von  den 
Satyriden  zu  den  Nymphaliden,  so  daß  sie  nur  schwer  als  eigene  Familie  zu  halten  sind.  Auch  von  den  mit 
ihnen  früher  vereinigten  indischen  Amathusiiden  sind  sie  im  wesentlichen  nur  durch  ihre  JiChensweise  und 
die  Raupennahrung  abgeschieden.  Allen  Morjihiden  gemeinsam  ist  eine  schwach  entwickelte  Brust,  ein  kurzer 
Hlb  und  eine  äußere rdentlich  große  Flugfähigkeit,  Avelch  letztere  sie  von  den  trägen  Hatyriden.  Amathusiiden 
und  Brassoliden  ohne  weiteres  separiert.  Mit  den  Nymjihaliden  haben  sie  die  Gewohnheit  gemeinsam,  im  hellsten 
Sonnenschein  zu  fliegen,  und  strukturell  die  offene  Zelle  der  Hflgl.  Mit  den  indischen  Amathusiiden  sind  die 
Mor])hiden  zwar  etwas  durch  die  gemeinsame  Rpnform  verAvandt,  doch  Aviederum  durch  die  Art  der  Raujiennahrung 
verschieden,  indem  die  Rp  der  Amathusiiden  Monocotyledonen,  jene  der  ilforp//o’s,  soA\eit  bekannt,  ausschlie߬ 
lich  Dicotyledonen  annehmen.  Von  dem  Gros  der  Amathusiiden  entfernen  sich  die  neotropischen  VerAvandten 
durch  zwei  vor  dem  Zellende  der  Vflgl  entspringende  Subcostaläste,  von  denen  sich  eine  gleichartige  Ihldung 
nur  bei  dem  Taenariden- Genus  Hyantis  als  aberranter  Aderverlauf  wiederfindet.  In  den  Klanimerorgancn  sind 
die  Morphidae  jedoch  herAmrragend  spezialisiert,  und  Avenngleich  die  allgemeine  Anlage  des  Tegumen  an  die 
Satyriden  und  Brassoliden  geniahnt,  differieren  jene  der  Morpho's  doch  durch  die  überaus  massige  und  ])]umpc 
Ausbildung  des  Uncus  und  der  Vahm.  Bei  einigen  Arten  (Morpho  hercvles)  erreicht  der  Uncus  eine  Breite, 
welche  jene  der  Valve  der  übrigen  Familien  sogar  übertrifft  und  auch  bei  den  Nymphaliden  nicht  ihresgleichen 
findet.  Der  robuste  Uucais  wiederholt  sich  erheblich  abgescliAvächt  nur  bei  den  Brassoliden  {Dynastor  darius) ; 
die  Valve  findet  ein  Analogon  bei  den  Papilioniden  {Ornithoptera)  und  den  Hestia.  Ganz  ohne  Beispiel  aber  ist 
die  unförmige  Gestalt  der  lateralen  S]Aangen  des  Uncus.  Vom  Geäder  ist  noch  hervorzAiheben  der  ziemlicli 
gleichartige  Verlauf  der  Discocelhilaren  und  deren  nahezu  identische  Länge  unter  sich.  Durch  die  fast  gerade 
abgeschnittene  mittlere  und  hintere  Discocellulare  wird  zugleich  ein  Gegensatz  der  Morphiden  und  Brassoliden 
angedeutet  gegenüber  den  Amathusiiden,  mit  ihrer  in  der  Regel  tief  eingesenkten,  proximalen,  konkaven  hin¬ 
teren  Discocellulare.  Die  Praecostalzelle  der  Hflgl  kann  deutlich  entAvickelt  sein  {Morplw  ruenelaus),  oder  fehlen 
(M.  catenarins),  im  ersteren  Fall  ist  wiederum  ein  Anklang  vorhanden  an  die  Brassoliden,  im  letzteren  an  die 
Amathusiiden.  Auch  der  Mediansporn  der  Vflgl,  auf  den  Dr.  Schatz  ein  besonderes  GeAvicht  legt,  ist  veränderlich  ; 
entweder  robust,  kurz  und  s])itz  oder  fadendünn  sowie  distal  gekrümmt,  Avie  wir  dies  auch  bei  den  Amathusiiden 
beobachten.  Je  nach  den  Artkomplexen  Avechselt  der  Flächeninhalt  der  Vflglzelle  an  Ausdehnung,  er  ist  erhel)- 
lich  in  der  menelaus-,  geringer  in  der  liecuha-hermles-Qxwppe.  Nach  dem  Umriß  der  Hflgl  unterschieden  Godman 
und  Salvin  1881  zAvei  Unterabteilungen;  a)  mit  gesell Aväaizten  (heeuha-Gruppe)  und  b)  mit  rundlichen  Hflgln 
(cypris-).  Zwischen  beiden  stehen  dann  die  Angehörigen  der  a^öra-Sippe  mit  langausgezogenen,  schmalen  Hflgln. 
Dr.  Schatz  verteilte  die  Angehörigen  der  Gattung  auf  sechs  Unterabteilungen,  je  nach  dem  Färbungscharakter 
der  einzelnen  Arten.  Das  Colorit  der  ca.  40  Species,  die  Avir  kennen,  ist  ja  in  der  Tat  ein  ungeAvöhnlich  A'er- 
änderliches  und  kann  rein  weiß  oder  leuchtend  blau  sein  ;  dazwischen  stehen  die  Mitglieder  der  hercules-heculja- 
Gruppe  mit  allen  Abstufungen  von  hellgelb  zu  dunkelgrün  und  einem  matten  kreidigen  Blau.  Ebenso  hete¬ 
rogen  AA^ie  die  Färbung  erscheint  auch  der  Grad  des  sexuellen  Dimorphismus;  es  existieren  Arten  mit  fast  gleich¬ 
artigen  Geschlechtern  (Inertes,  heeuha,  hercnles)  und  daneben  Species  der  rhetenor-cypris-Gvappe  mit  erstaunlichen 
Färbungskontrasten.  Es  ist  bemerkensAvert,  daß  gerade  diejenigen  Avelche  den  J/orp/m-Charakter  am 

glänzendsten  zur  Schau  tragen  {cypris,  rlietenor)  in  Gemeinschaft  mit  nahezu  häblichen  lehmgelben  oder  ocker¬ 
farbenen  matten  $$  leben,  welche  noch  die  Färbungstendenz  der  Brassoliden  konservieren,  aus  denen  sich  die 
Morphiden  vermutlich  entAvickelt  haben.  Bei  einigen  Species  existieren  aber  auch  hier  ZAvischenstufen. 

Der  an  Glanz  alles  überstrahlende  Effekt  der  beruht  einzig  und  allein  auf  einer  physikalischen  Er¬ 
scheinung  und  wird  nicht  etA\  a  dAircli  einen  körperlichen,  blauen  Farbstoff  hervorgebracht,  der  in  den  Schup}>en 
eingeschlossen  ist,  sondern  durch  Interferenz  der  Lichtstrahlen,  Avelche  die  Ainendlich  dünnen  Lagen  der  Schuppen 
durchlaufen.  Die  Schuppen  selbst  sind  einfach  gelblich  bis  bräunlich,  oder  undurchsichtig  milehAveiß.  dem 
Chlorbad  gegenüber  äußerst  Aviderstandsfähig.  Die  Augen  aller  Morphiden  nackt,  die  Fühler  zart,  allmäldicb 
in  eine  schwache  Kolbe  endend.  Abgesehen  von  einer  Reibefläche  am  basalen  Teil  des  Irds  der  Vflgl  sind  se- 
kui]där-sexuelle  Merkmale  nicht  vorhanden.  Eine  Art  soll  intensiv  nach  ScliAvefel  duften. 

Das  Ei  der  Morphiden  sehr  groß,  bei  einigen  Arten  (menelaus)  bis  2  mm  im  Durchmesser,  halbkugelig, 
nicht  glänzend,  grauweiß  und  wenig  durchscheinend.  Bei  den  Arten  der  achilles -Gruppe  besitzt  es  einen  schmalen 
rotbraunen,  horizontalen  Reifen,  bei  einer  Species  (peleides)  zeigt  es  eine  rauhe  Oberfläche  (Fasst). 


334 


MORPHIDAE.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Die  Rpn  leben  in  Nestern  auf  verschiedenen  Waldbäumen  und  besonders  deren  vSchlingpflanzen,  be¬ 
fehden  sich  aber  untereinander,  und  häuten  sich  etwa  5  mal.  Rp  zylindrisch,  ziemlich  schlank,  in  der  Mitte 
etwas  verdickt,  nach  dem  hinteren  Ende  zu  verjüngt.  Das  letzte  Segment  läuft  in  eine  undeutliche  Schwanz¬ 
gabel  aus.  Der  verhältnismäthg  große  Kopf  besitzt  ein  paar  horizontal  nach  vorne  gerichtete  konische  Fortsätze, 
die  manchmal  nur  rudimentär  vorhanden  sind.  Farbe  stets  lebhaft,  manchmal  bunt,  gelblich  mit  rotbraunen 
Dorsalstreifen  oder  kreuzähnlichen  Figuren,  Rücken  mit  langen  subdorsalen  Borstenbüscheln,  von  denen  die 
mittleren  und  hinteren  auch  bunt  sein  können.  Pp  ähnlich  jener  der  Gattung  Amathusia  aber  mehr  eiförmig. 
Ko]ü'  mit  zwei  Fuberkeln,  Flglscheiden  deutlich  heraus  tretend,  Abdomen  manchmal  gelb  umgürtet ;  Färbung 
grün  oder  gelblich.  Pp  auf  Aestchen  oder  Blättern  mit  dem  Abdomen  befestigt  aber  freihängend.  Puppen¬ 
ruhe  20 — 3t)  Tage. 

Die  Mor])hiden,  besonders  die  völlig  bhuien  bilden  durch  ihre  glänzende  Erscheinung  einCharakteristicuin 
der  sütlanierikanischen  Landschaft.  Sie  fallen  jedem  Naturforscher  auf,  und  ihre  Erwähnung  in  Reisewerken 
kehrt  ebenso  stereotyp  wieder,  wie  etwa  die  Schilderung  des  Papageienflugs  oder  das  zahlreiche  Vorkommen 
der  Kolibris. 

Der  Verfasser  dieser  Zeilen  hatte  die  Freude,  selbst  Morjdiiden  zu  beobachten  in  den  Wäldern  von  Sta. 
Oatharina,  besonders  aber  einem  einsamen  Seitentale  des  Ca23ivary-Flusses,  das  damals  noch  wenig  von  Weißen 
betreten  war.  Ein  kristallener  Wasserfall  bestäubte  dort  das  Wurzelwerk  der  Urwaldriesen  und  schuf  so  einen 
Anziehungsjnmkt  für  Falter  aller  Art.  Ebenso  wie  das  Wild  bestimmte  Fährten  aufsucht,  um  zum  Wasser 
zu  gelangen,  so  kreuzten  dort  auch  täglich  die  Morjjhiden,  zufällige  Lichtungen  aufspürend,  um  der  Cascade 
zuzustreben,  gleichsam  als  suchten  auch  sie  dort  eine  kühlende  Erfrischung,  unter  den  von  dem  Gischt  des  Wassers 
Ijetauten  und  bcAvegten,  leise  säuselnden  Wölbungen  des  hochaufgeschossenen  Bambus.  8ie  kamen  nicht 
schareinveise,  sondern  einzeln,  ruhevoll  herangeschwebt.  Und  wie  gerne  wappnete  man  sich  mit  Geduld,  um 
nach  einigen  Minuten  lautlosen  Harrens  eine  zweite  der  schillernden  Gestalten  zu  erblicken,  die  als  edle  Beute 
dem  durch  Uebung  fast  nie  fehlenden  Netze  verfiel,  sobald  sie  in  dessen  Bereich  sich  wagte. 

Den  magischen  Eindruck,  den  die  Morphiden  bei  den  euroi^äischen  Reisenden  hervorrufen,  scheinen 
auch  die  Kinder  der  Wildnis  von  ihnen  zu  empfangen.  Erzählt  uns  doch  Dr.  Koch  (Archiv  für  Anthropologie, 
Braunschweig  1906,  V,  Heft  4,  p.  295),  daß  Morpho  menelaus  als  beliebtes  Vorbild  zu  Tanzmaskeii  der  Rothäute 
am  oberen  Rio  Negro  und  YajDura-UaujDes  erwählt  wird. 

Die  Gewohnheiten  der  einzelnen  Arten  sind  sehr  verschieden  von  einander.  Einige  8})ecies  Avie  acJiilles, 
deidftmia  bewegen  sich  mit  unstetem  Flug  an  Waldrändern  oder  Fußwegen  entlang,  Avelche  den  Tropenwald 
durchkreuzen  und  setzen  sich  häufig  aid'  Blätter  oder  feuchte  8tellen  am  Erdboden  oder  dem  Flußufer,  auch 
an  herabgefallene  Früchte.  Eine  Art  (catenarius)  bevorzugt  mehr  das  Unterholz,  begibt  sich  sogar  in  die  Nähe 
menschlicher  Wohnungen  und  ließ  sich  durch  aufgehängte  Bananenköder  in  ziemlich  großer  Anzahl  anlocken. 
Die  82)ecies  der  liecnha-,  menelwus-  und  eie «or- Gruppe  aber  scheuen  die  Erdnähe;  sie  verlassen  niemals  den 
Hochwald  und  umziehen  ohne  merklichen  Flügelschlag  die  höchsten  Baumwipfel.  In  Ecuador  wurde  beobachtet, 
tlaß  die  Arten  der  M.  ///.eweiaMS-Grupjje,  welche  ein  kleines  l)ewaldetes  8eitental  herabgeflogen  kamen,  am  Ufer 
eines  breiten  Flusses  stutzten  und  ihren  schattigen  Weg  wieder  zurückflogen,  sich  scheuend  selbst  über  kurze 
freie  8trecken  hiinvegzusetzen  um  das  andere  bewaldete  Ufer  zu  gewinnen. 

Der  Verbreitungsbezirk  der  Morphiden  erstreckt  sich  über  das  ganze  tro[)ische  und  einen  Teil  des  sub- 
tro])ischen  Amerika  von  Mexico  bis  ins  südliche  Brasilien  und  nördliche  Argentinien.  Das  HaiqAtzentrum 
bildet  der  Amazonenstrom,  Ijesonders  dessen  Quellflüsse,  die  den  östlichen  Oordilleren  von  Ecuador  und  Peru 
entströmen.  Auf  den  Antillen  wurde  noch  kein  Morpho  gefunden,  nur  auf  Trinidad,  das  ohnedies  zoogeogra- 
jjhisch  kaum  von  Venezuela  abzusondern  ist.  Ueber  die  vertikale  Verbreitung  sind  zuverlässige  Angaben 
nicht  vorhanden,  doch  ist  es  sicher,  daß  einige  Arten  bis  ca.  2000  m  hinauf  Vorkommen.  Die  al})inen  Regionen 
meiden  die  Morpho  ebenso  wie  die  Hestia  oder  Amatdnisiidne,  weil  sie  schon  durch  ihre  unförmigen  Figl  auf  den 
8chutz  des  Waldes  angcAviesen  sind.  Die  FlugjAeriode  der  Morphiden  ist  im  allgemeinen  eine  sehr  kurze  und 
es  ist  anzunehmen,  daß  sie  abgesehen  von  den  reinen  Tro])cn  ül)erall  aauc  im  südlichen  Brasilien,  aa'O  der  Verfasser 
sie  selbst  beobachten  konnte,  nur  im  tro2)ischen  Hochsommer  aidtreten,  also  der  für  die  Entfaltung  des  8chmet- 
terlingslebens  günstigsten  Zeit.  Da  sie  demnach  nicht  AAÜe  viele  NynpAhaliden  und  Pieriden  das  ganze  Jahr 
über  fliegen,  so  sind  sie  nur  in  ganz  seltenen  Fällen  dem  Einfluß  kontrastierenden  Klimas  unterAvorfen  und 
GenerationsAAmchsel  ist  überhaupt  nur  von  zwei  8])ecies  (perseus  und  portis  Uhn.)  mit  8icherheit  bekannt.  Da¬ 
gegen  unterliegen  fast  alle  Arten  in  hohem  Grade  der  durch  die  geographische  Entfernung  bedingten  Modifizierung 
in  einzelnen  Rassen,  deren  Zugehörigkeit  zur  Gollectivs|)ecies,  namentlich  an  der  PerijAherie  ihres  Vorkommens 
vielfach  angezAveifelt  AA^erden  muß,  und  man  kann  annehmen,  daß  sich  namentlich  im  Amazonas-Gebiet  an  jedem 
bedeutenden  Confluenten  eine  eigene  Lokall'orm  ausl)ildete.  Dieselbe  Erscheinung  AAÜederholt  sich  in  den 
einzelnen  brasilianischen  Provinzen  und  es  ist  erstaunlich,  daß  diese  Tatsache  festzustellen  auuI  zu  erschließen 
mir  Vorbehalten  blieb. 

Die  abgebildeten  ExenpJare  entstammen  der  8ammlung  H.  Fruhstorfer  in  Genf,  in  AAmlcher  auch  die 
Ty])en  der  neuen  hier  beschriel)enen  Formen  entlialten  sind,  soA\mit  nicht  die  8ammluug  des  Zoologischen 
Museums  in  Berlin  als  Quelle  genannt  ist.  Herr  Dr.  K.  Jordan  hatte  die  Freundlichkeit,  einige  Ty2)en  aus  der  8amm- 
lung  Felder  des  Tring-Museums  zur  Ansicht  einzusenden,  mit  deren  Hilfe  einige  namentlich  durch  Dr.  8tau- 


MORPHO.  Von  PT.  l^KuirSTORFK  k. 


DINGKR  verl)reitete,  tiefeingewurzelte  Irrtüiuer  beseitigt  wcu'deji  kountcui.  Ich  sprerdie  hier  llenii  l)r.  .Ioroan 
für  seine  wertvolle  Beihilfe  den  aufrichtigsten  Dank  aus. 


(fattiino':  ]Tf4»r|»li4»  F. 

Zwei  Artengrn]ipen  :  a)  Plflgl  mit  vors])ringendem  schwanzartigem  Ansatz  oder  W(‘llig  ausgel)uchtet . 
Überseite  ohne  Metallschimnier :  Tegumen  mit  ungemein  breiten  Lamellen.  I  j)  li  i  m  e  d  e  i  a  nnm.  nov. 

b)  Plflgl  in  der  Regel  abgerundet  oder  nur  leicht  wellig,  OI)erfläche  (nur  eine  Ausnahme)  mit  pi'äeldigem 
Schiller:  Tegumen  mit  fingerförmigen  Auswüchsen.  .M O  r  p  h  o. 

Artengrup]ie  Iphiniedeia  FrvhM. 

Species  ohne  Metallglanz  auf  der  Oberseite,  die  von  grünlichbraun  bis  zu  weiblich  in  allen  Abstufungen 
variiert.  P)ie  Färbung  sehr  unbeständig,  die  Extreme  manchmal  selbst  nicht  an  eine  bestimmte  Lokalität 
gebunden.  Vordere  Pfiscocellulare  lang,  mittlere  nur  unmerklich  konkav  also  nach  inneji  gebogen,  die  hintere 
gerade  abgeschnitten  und  rechtwinklig  zur  vorderen  Mediana  gestellt.  Zelle  der  Vflgl  auch  am  A])ex  sehr  schmal. 
Uncus  hreit,  laterale  Spangen  auffallend  platt,  Valve  ohne  distale  Sj)itzen.  Die  meisten  Arten  sind  sonnen¬ 
lüstern,  steigen  zu  großer  PTöhe  an  und  umkreisen  ausschließlich  die  üi])fel  hoher  Pfäume. 

M.  Hercules  l)ewohnt  ausschließlich  das  mittlere  und  südliche  Brasilien,  wo  er  sich  voji  Plsjniitu  Santo 
his  Sta.  Catharina  findet  und  von  der  Niederung  lüs  zu  etwa  8 — 1000  m  Höhe  ansteigt.  Pdugzeit  besonders 
der  Monat  März.  Ueber  die  ersten  Stände  verdanke  ich  arisführliche  Mitteilungen  Herrn  Ingenieur  Zikax, 
der  ilf .  hercules  in  Minas  Geraes  aus  Rpn  gezogen  hat  und  dessen  Zuchtbericht  wir  hier  abdrucken : 

,,3I .  hercules  hat  eine  Generation  und  fliegt  im  Februar  und  März.  Seine  Pmer  legt  er  auf  die  Blätfer 
einer  Schlingpflanze  (Cipo)  mit  dicken  harten  Blättern  (älmeln  etwa  denen  des  Kaffeebaumes)  und  gelber 
Frucht.  Dieser  Cipo  wird  ziemlich  dick  und  wächst  bis  in  die  höchsten  Träume.  Wie  mir  scheint,  bevorzugt 
er  mehr  trockenen  Boden  und  die  Gijh'el  der  Berge.  Wenn  noch  klein,  sitzen  die  Rpn  dichtgedrängt  auf  einem 
Blatte,  welches  sie,  sowie  die  Aestchen,  an  denen  sie  zum  Fressen  kriechen,  mit  Gespinst  überziehen.  Ich  fand 
die  Rpn  in  verschieden  großer  Anzahl  von  17  bis  150  Stück;  einmal  sogar  etwa  300  Stück,  doch  scheinen  letztere 
mehr  wie  einem  Gelege  zu  entstammen.  Ich  bemerkte,  daß  der  Falter  seine  Eier  mit  Vorliebe  in  die  herabhängen¬ 
den  Spitzen  des  Cipo  legt,  manchmal  sogar  ganz  niedrig,  etwa  in  Manneshöhe  und  noch  niedriger.  Andere 
fand  ich  wieder  sehr  hoch,  so  daß  Mut  dazu  gehörte,  um  sie  aus  der  schwindelnden  Höhe  herabzuholen.  —  Die 
ersten  Rpn  (150  St.)  wurden  am  30.  Septemljer  1907  gefunden.  Die  meisten  befanden  sich  bei  der  Häutung 
Sie  hatten  eine  Länge  von  etwa  I  ]'■>  cm,  wahrscheinlich  nach  erster  Häutung,  da  sie  zu  Hause  noch  vier  Häu¬ 
tungen  (incl.  der  zum  Vei'puppen)  bestanden.  Am  13.  Oktober  bestanden  die  zwei  ersten  Räupehen  die  zAveite 
Häutung  zu  Hause.  Die  Farbe  der  eingetragenen  Rpn  war  rot,  Körper  behaart,  Dorsallinie  heller,  längs  welclier 
heiderseits  Haarhüschel,  deren  längste  Haare  weiß  sind.  Kopf  groß,  dunkelrot,  fast  schwarz.  Nach  zweiter 
Häutung  im  Hause  Behaarung  dichter  und  länger,  besonders  an  den  Seiten.  Bis  30.  Oktober  waren  bis  auf 
zwölf  alle  gehäutet;  vier  Stück  sind  verendet,  weil  mit  Fliegenmaden  behaftet.  Den  lo.  November  bemerkte 
ich  die  erste  Rp  nach  dritter  Häutung  im  Hause;  ausgangs  November  waren  die  meisten  gehäutet.  Vor  der 
vierten  Häutung,  also  vor  dem  Verpup]>en,  färbt  sich  die  Rp  schmutzig-grün.  Die  erste  derartige  Rp  fand  ich 
den  17.  Dezember  vor  und  die  erste  Pp  am  31 .  Dezem-l)er ;  am  27.  Januar  ver])U])pte  sich  die  letzte  Rp.  Von  etwa 
1200  Rpn  erhielt  ich  etwa  800  Ppn.  Sehr  viele  von  ersteren  waren  angestochen,  ausnahmslos  von  Fliegen.  Andere 
wieder  erhärteten  und  waren  hiAvendig  verschimmelt.  Die  P])  ist  grün,  weiß  bereift.  Vor  dem  Schlü])fen  ver¬ 
färbt  sie  sich  kaum  merklich.  Die  Ppnruhe  der  ist  45 — 52  Tage,  die  der  $$  57 — 60  Tage.  —  Der  erste 
Falter  schlüpfte  am  4.  Februar  1908,  der  letzte  am  21.  März.  Abgesehen  davon,  daß  die  $$  eine  längere  Ppn¬ 
ruhe  haben,  scheinen  sich  deren  Rpn  auch  später  wie  die  der  zu  ver])U])pen.  Denn  vom  19. — 25.  Fel)ruar 
schlüpften  bloß  20  5^;  während  vom  26.  Fehruar  bis  1.  März  bloß  9  schlüpften,  dafür  aber  gegen  170 
— ■  Etwa  50%  der  Ppn  sind  eingegangen,  meist  eingetrocknet.  Wenn  man  sie  aufl)rach,  waren  sie  innen  ver¬ 
schimmelt.  Eine  Menge  Rpn  verlor  ich  dadurch,  daß  sie  wegen  des  beschränkten  Raumes  beim  Ver])uppen 
von  den  anderen  gestört  wurden  und  herabfielen.  —  Trotzdem  ich  die  Raupen  dieses  Falters  in  solch  großer 
Zahl  fand,  so  habe  doch  nur  etwa  ein  Dutzend  Falter  im  Freien  fliegen  sehen.  Der  Falfer  fliegt  hoch  wie  Morpho 
nestira  und  nicht  wie  M.  acJiillaena,  welcher  etwa  1  m  über  dem  Boden  sich  fortbewegt. 

Betreffs  der  Rpn  muß  ich  noch  bemerken,  daß  es  vorteilhafter  ist,  dieselben  erst  im  erwachseiien  Zustand 
einzutragen,  da  sie,  jung  gesammelt,  nicht  richtig  auswachsen,  weil  sie  jedesmal  das  frisch  vorgelegte  Futter 
überspinnen,  um  Halt  zu  bekommen,  wodurch  viel  Nährstoff  verloren  geht.  Von  jenen  Rpn.  welche  ich  klein 
eintrug,  erzielte  ich  vorwiegend  kleiiie  Falter,  während  ich  aus  den  groß  eingetragenen  große  und  lebhafter 
gefärbte  Falter  erhielt.  —  Die  Haare  der  Rp  brechen  leicht  ab,  dringen  an  zarten  Stellen  in  die  Haut  ein  (zAvischen 
den  Fingern  etc.)  und  verursachen  Jucken.  —  Bis  zum  Verpuppen  leben  die  Rpn  in  Gesellschaft.  Sie  fressen 
nachts ;  im  erAvachsenen  Zustande  sitzen  sie  des  Tags  über  unten  am  Cipö  oder  an  dem  Stamm  des  betreffenden 
Baumes,  um  welchen  er  sich  windet.  Klein  sitzen  sie  an  den  ühersjmnnenen  Blättern.“ 

Die  Pp  differiert  von  der  M.  a.naxibia-Fp  durch  längere,  robustere  Gestalt,  entAvickeltere  Kopfhörner, 


336 


MORPHO.  Von  H.  Fbuhstorfer. 


viel  dunkler  grüne  C4rnn(lfarbe,  durch  das  Fehlen  des  weißen  Abdominalringes  und  das  Erscheinen  von  weißlich- 
hcrciilrs.  gell)en  Linieji  vor  dem  Rande  der  Figlscheiden.  Die  Oollectivart  zerfällt  in  zwei  Arealrassen  hercules  Dalm., 
ursprünglich  aus  Rio  de  Janeiro  beschrieben^  aber  auch  in  Minas  Geraes  und  Espiritu  Santo  vorkommend. 
Oberseite  mehr  graugrün  als  bei  Exemplaren  von  südlicheren  Fundorten.  Vflgl-Oberseite  mit  zwei  Reihen  sub¬ 
marginaler  Gelbpunkte,  von  denen  die  inneren  erheblich  breiter  als  die  antemarginalen  aussehen.  Makel  vor 
dem  Zellapex  schmal,  dunkelgrün  etwas  obsolet.  Zelle  schwarzgrün.  Discalregion  glänzend  dunkelgrün. 
Außensaum  breit,  tiefschwarz.  Basis  der  Vflgl  dunkel  ,  der  Hflgl  etwas  heller  meergrün.  Unterseite:  Vflgl 
zvrei  sehr  große  imndliche  Ocellen  zwischen  den  Medianen  und  2  viel  kleinere  zwischen  der  vorderen  Radiale 
und  der  vorderen  Mediana  tragend.  Die  proximalen  Medianflecken  schmal ,  unregelmäßig.  Discalfleck 
schwarz.  Zelle  mit  zwei  sehr  f)reiten  weißen  Längsbinden,  die  unten  zusammenfließen. — Hflgl  vorherrschend 
rotbraun  mit  silberweißer,  ca.  3  mm  lu’eiter  Medianbinde.  3  Analocellen  mit  schwarzer  Iris.  Vflgllänge  90  mm 
und  darüber.  Espiritu  Santo  bis  Rio  de  Janeiro.  —  diadema  Frühst.  (69  a)  Vflgl-Oberseite  mit  zwei  Reihen 
submarginaler  Gelbpunkte,  die  nur  beim  $  wesentlich  breiter  als  die  antemarginalen  aufgetragen  sind. 
Makel  vor  dem  Zellapex  sehr  breit,  scharf  abgegrenzt,  gelbgrün.  Zelle  dunkel  olivengrün.  Discalregion  matt 
olivgrün.  Außensaum  breit  braunschwarz.  Unterseite:  Vflgl  mit  nur  zwei,  sehr  großen,  kreisförmigen  Ocellen 
zwischen  den  Medianen,  von  denen  die  oliere  manchmal  ausfällt.  Eine  dritte  kleine  diffuse  Ocelle  zwischen 
deii  Radialen  ist  manchmal  vorhanden.  Die  proximalen,  dreieckigen  Medianflecken  etwas  kleiner  als  bei 
d/.  richnrdus  (8.  333),  größer  als  bei  hercules.  Zelle  mit  2  weißen,  nach  unten  spitzen  Flecken,  die  isoliert  stehen. 
Hflgl  beim  vorherrschend  weißgrau  mit  hellbraunem  Basalteil,  beim  $  grauweiß,  lichtbraun  marmoriert. 
Medianbinde  5 — 6  mm  breit.  3  Analocellen,  voji  denen  gelegentlich  die  distale,  mit  hellbrauner  Iris,  obliteriert. 
Vflgllänge:  75  mm  und  darüber.  Rp  nach  Dr.  MJlhelm  Müller  auf  einer  Menispermee,  gesellig  und  im 
letzten  Stadium  manchmal  in  Gesellschaften  von  über  hundert  Individiien,  eine  neben  der  andern  an  dem 
Stamm  der  Bäume  sitzend,  an  denen  sich  die  Futterpflanze  in  die  Höhe  rankt.  Bei  Tage  ruhen  die  Tiere,  sie 
fressen  nur  nachts.  Grundfarbe  etwa  l)raunrot  mit  einem  helleren  rotgelben  Dorsalstreifen  und  zahlreichen 
ebensolchen  Flecken,  welche  annähernd  zu  einem  Lateralstreifen  verschmelzen.  Kopf  gelblich,  mit  langen  Borsten 
besetzt.  Pp  mit  schwacher  Flglkante,  grün,  undurchsichtig,  zum  Teil  weiß  angelaufen  und  gleichsam  mit  einem 
weißen  Meid  überzogen,  das  sich  durch  Wischen  entfernen  läßt. 

M.  theseus  scheint  hercules  in  Zentral-Amerika  iind  der  andinischen  Region  zu  ersetzen.  Er  ist  weni¬ 
ger  beständig  als  hercules,  neigt  zu  geographischer  und  vermutlich  auch  zu  klimatischer  Differenzierung,  hat 
etwas  schmälere  Elglform  als  hercules  und  ist  vor  allen  anderen  Morphiden  ausgezeichnet  durch  lang  und  spitz 
f/m/o.s'.  gezähnte  Hflgl.  —  arafos  Frühst.  (66  c),  die  nördlichste  Unterart,  bewohnt  Honduras  und  gehört  wie  alle  zentral- 
amerikanischen  Verwandten  zu  den  größten  Seltenheiten  der  Fauna  ihrer  Region.  Mir  ging  nur  ein  Exemplar 
zu, .das  Wittkugel  Avährend  einer  etwa  10jährigen  Sammeltätigkeit  in  der  Nähe  von  San  Pedro  Sida  in  Honduras 
auffand.  Grundfärbung  aller  Figl  ol)er-  und  unterseits  bleicher  als  bei  dem  nächstverwandten  il/.  justitiae 
Goflni.  u.  Salv.  von  Guatemala.  Auf  der  Vflgl-Oberseite.  obliteriert  die  dritte  innere  (proximale)  submarginale 
justUhtc.  Punktreihe,  die  bei  justitiae  besonders  ausgeprägt  vorhanden  ist.  —  justitiae  Godvi.  führt  auf  den  Vflgln  einen 
gell)en  mehr  als  dreimal  so  breiten  Transcelbdarfleck.  Die  submarginalen  Halbmonde  der  Hflgl  sind  mehr 
in  die  Länge  gezogen;  die  schwarze  Färbung  der  äußeren  Partie  der  Hflgl  dehnt  sich  bis  über  die  Flglmitte  aus. 
LTnterseite  rotbraun  statt  graugelb  wie  liei  aratos.  Ocellen  der  Hflgl  reicher  schwarz  gefüllt.  Der  Fundort 
,, Mexico“,  den  Godm.vn  u.  Salvin  auf  ein  altes  Exemplar  der  Sammlung  Druoe  registrierten,  hat  sich  neuer- 
((quannK.  (lings  nicht  bestätigt.  —  aquarius  Btlr.  bezeichnet  eine  wohldifferenzierte  Form,  welche  von  Costa-Rica  bis 
Panama  als  Sidispecies  vorkommt,  in  Columbien  aber  noch  als  Zustands-  oder  Zeitvarietät  nelien  der  Namens- 
type  theseus  bei  Muzo,  400 — 800  ni,  auftritt.  aquarius  führt  ein  kreidig-  oder  milchweißes  Basalfeld  der  Oberseite 
aller  Figl,  auf  denen  die  ursprüngliche  braune  Grundfarlie  auf  das  Submarginalgelnet  beschränkt  ist.  Die  dritte 
(proximale)  Fleckenreihe  der  Vflgl,  die  auf  einem  hellbraunen  Grund  steht,  nimmt  eine  blaugraue  Färbung 
a.n.  Auf  den  Hflgln  verschwinden  die  bei  aratos  und  justitiae  so  markanten  Gelbmakeln  fast  vollständig.  Die 
Unterseite  wird  bemerkenswert  durcli  ein  bei  theseus  fehlendes  weißlich  violettes  postmedianes  Feld  inner- 
thescuK.  halb  der  Ocellen,  Uebergänge  zu  theseus  sind  in  Columbien  nicht  selten.  —  theseus  De?/r.  ist  die  columbisehe  Haupt- 
forni,  die  sich  in  den  Muzo- und  sogenannten  Bogotasendungen,  die  ja  bekanntlich  auch  aus  den  Talniederungen 
stammen,  vorfinden  (ähnlich  wie  die  sogenannten  Darjeeling-Sammlungen  ebenfalls  nicht  beiDarjeeling,  sondern  in 
den  heißen  Tälern.des  Testa  zusammengebracht  werden).  Grundfarbe  braun  ins  olivengrün  spielend,  Basis  nur  ganz 
leicht  weißlich  angeflogen.  Zelle  mit  schwarzliraunem  Abschluß  und  einem  unbedeutenden  weißlichen  Fleck 
vor  dem  Apex.  Vflgl  mit  nur  zwei  deutlichen  Reihen  gelblicher  Makeln.  Unterseite  rotbraun  mit  purpurnem 
Schimmer  und  rötlichockergelben  Einlagen.  —  thiasus  suhsp.  uov.  wird  basiert  auf  Exemplare  der  Sammlung 
Staitdinger  mit  völlig  verdunkelter  liraunschwarzer  Oberseite.  Genauere  Lokalität  als  Columbien  ist  nicht  zu 
(onphUrioii.  ermitteln.  —  aniphitrion  Stgr.  vom  Chanchamayo  in  Süd-Peru  hat  stark  verlängerte  Vflgl  und  eine  blaugraue 
.susarioH.  Zelle  der  Vflgl.  Auch  existieren  AcJ  durchweg  blauviolett  überhauchter  Oberseite.  —  susarion  «ow. 

soll  die  südlichste  andinische  Zweigart  bezeichnen  mit  etwas  verdunkelter  Oberseite  und  kleinerer  Gestalt 
yaritcniiis.  die  Peru-Rasse.  Bolivien,  anscheinend  sehr  selten.  —  yaritanus  suhsp.  nov.  vermittelt  den  Uebergang  von 
theseus  zu  riratos  und  aquarius.  Er  hat  mit  aquarius  den  ausgedehnten  milchigblauen  Basalanflug  der  Oberseite 


Änsgcgehen  31.  V.  1312. 


MORPHO,  Von  H.  Fkuiistoki’joFv. 


337 


und  mit  (i.ratos  die  sehr  großen,  rnndliclien  hell  ockergelben  ^nbinarginalflecken  der  Hflgl  gemeinsam,  und  die 
Vflgl  fallen  auf  durch  einen  stattlichen  blauweißen  Transcellularfleck  sowie  sehr  große  blaugraue  proximale 
Subinarginalpunkte.  Die  Unterseite  schließt  sich  dui'ch  das  vorherrschende  rotbraune  Colorit  und  die  ausge¬ 
dehnten  ockergelben  Felder  eng  an  theseus  theseus  Deyr.  vonColnmbien  an.  Jedenfalls  selten  und  lokal.  Venezuela. 

Eine  weitere  bisher  als  8])ecies  behandelte,  sehr  seltene  Arealrasse  vcni  theseus,  jedoch  habituell  kleiner  als  alle 

iÄeseMS-Vikarianten  mit  lang  gela})pten  Hflglii  nnd  einer  eigentümlichen  blanweißen  matt  ojjalisierenden  Oberseite 

ist  juturna  neuerdhigs  von  Fasse  am  oberen  Rio  Negro  auf  ca  800  m  Höhe  erbeutet ;  diese  führt  einen  ziem-  jidurna. 

lieh  breiten  schwarzbraunen  Distalsanm,  der  auf  beiden  Flgln  eine  Reihe  von  blauweißen  Submarginalmakeln  und 

eine  subterminale  Doppelreihe  von  rotbrannen  Wellenlinien  trägt.  Zelle  der  Vflgl  durch  einen  breiten  schwarzen 

nahezu  dreieckigen  Fleck  von  der  transcellnlaren  Aveißen  Region  abgeschieden. --  fruhstorferi  Ab7j.  i.st  die  damit  Irnhslorjcri. 

korresponiderende  ostandinische  Rasse,  nur  in  einem  d*  bis  jetzt  bekannt,  das  Herr  Richard  Haensch  bei  Santa 

Inez,  Ost-Cordillere  von  Ecuador,  entdeckte.  Sie  differiert  von  jnturna  durch  die  kreidcAveiße  Oberseite  ohne  blaue 

oder  violette  Beimischung  und  markantere  gelbliche  Submarginalmakeln  aller  Figl.  Fundort  auf  ca.  1000  ni  Höhe. 

M.  perseus  ist  eine  äußerst  variable  polychrome  Species,  quasi  eine  M.hecuha  en  miniature,  dessen  Fär¬ 
bungsmotive  M .  perseus  copiert.  perseus  mit  seinen  AbzAA^eigimgen  beAvohnt  das  gesamte  Guayana  und  Ama¬ 
zonasgebiet  soAvie  die  andinische  Region  von  Golnmbien  bis  Bolivien  und  Avurde  neuerdings  auch  in  iMittel- 
brasilien  entdeckt.  Nach  Michael  sieht  man  per.seus  niemals  Blumen  nmgaukeln  noch  scheinen  die  Falter 
der  Nahrung  oder  Labung  zu  bedürfen.  Sie  lieben  es  vielmehr  ebenso  Avie  Morpho  heeuha  durch  die  Räume 
des  endlosen  Waldes  zu  schweben  oder  in  ungezügeltem  Flug  in  einer  Talmulde  über  den  Wi]ifeln  der  Bäume 
dahin  zu  gleiten.  Nach  Angaben  H.ahnels  gehört  perseus  zu  den  am  höchsten  fliegenden  Morphiden  und  durch 
die  braune  Unterseite,  welche  gegen  den  lichten  Himmel  tiefdunkel  erscheint,  macht  er,  Avenn  er  in  8 — KJ  m 
Höhe  dahinzieht,  den  Eindruck  einer  schAvarzgefärbten  Art.  Nach  Hahnel  geAAÜhren  die  Falter,  die  trotz 
ihres  lebhaft  bewegten  stoßAveisen  Umherfahrens  durch  die  Luft  doch  nur  kaum  merklich  mit  den  Flügeln 
schlagen,  ein  reizendes  Schauspiel,  namentlich  Avenn  sich  manchmal  ein  halbes  Dutzend  und  mehr  begegnet 
und  ein  Scheingefecht  ausführt.  Fast  den  ganzen  Vormittag  AAdederholen  sich  solche  Szenen,  denn  erst  gegen 
Mittag,  nachdem  sie  2  bis  3  Stunden  ihr  AAnites  Reich  beflogen,  ermatten  ihre  ScliAvingen  und  sie  lassen  sich 
dann  nieder  im  Schatten  der  Zweige  auf  irgend  ein  größeres  Blatt,  den  Rücken  dem  Dunkel  zngeAA'andt,  die 
Augen  der  freien  Aussicht  zu.  Selten  findet  man  in  den  Nachmittagstunden  noch  ein  vereinzelntes  Tier  seinen 
Flug  Aviederholen  und  wohl  nur  dann,  wenn  am  Vormittag  ungünstiges  Wetter  seinen  Ausflug  verhinderte. 

Die  Falter  stoßen  gelegentlich  anf  am  Boden  saugende  gelb  gefärbte  Papilio  $$  herab,  die  sie  geAviß  für  die 
eigenen,  häufig  auch  gelben  $$  halten,  und  Dr.  Hahnel  machte  sich  dies  zu  Nutze,  indem  er  an  sein  Netz  gelbe 
Papierfetzen  band,  AA'elche  tatsächlich  auch  die  perseus-  täuschten.  —  perseus  Cr.  umschreibt  eine  $-Form  persus. 
mit  hellblauer  Basalpartie  aller  Flügel.  —  crameri  Ky  die  dazu  gehörigen  d'd'  mit  manchmal  etAvas  Amrdunkelter  crameri. 
blauer  Grundfarbe. —  metellus  Cr.  bezeichnet  dagegen  $$ mit  einer  ockergelben  Medianbinde,  AA’elche  das  Colorit  mdcUus. 
der  am  gleichen  Ort  fliegenden  M.  herjuba  L.  Amrtänscht.  Alle  drei  Formen  sind  bereits  Cramer  aus  Surinam 
zugegangen.  —  Die  Rp  lebt  gesellig,  frißt  nur  kurze  Zeit  und  ndit  sonst  am  Tage.  Hahnel  fing  bei  Villa  Bella  am 
unteren  Amazonas  Exemplare  mit  ins  Bläuliche  oder  ins  Braune  sjnelender  Oberfläche,  und  am  oberen  Amazonas 
treten,  nach  der  Sannnhmg  Staudinger  beurteilt,  am  häufigsten  (Je?  rvaf  mit  ockergelben,  grün  überhauchten 
Binden,  bei  Ic{uitos  auch  solche  mit  dunkelgrünem  Medianfeld  der  (JeJ  und  grünblauem  der  Von  Villa  Bella 
sind  auch  hellblaue  $$  (typische  perseus)  im  Berliner  Museum.  Die  Färbung  ist  aber  anscheinend  nirgendAvo 
an  die  Lokalität  gebunden,  doch  hat  Michaet.  am  Rio  Madeira  einmal  12  Stück  ansRpn  gezogen,  AA'elche  sämtlich 
oberseits  blaß  graugrün  koloriert  Avaren.  —  Als  iphiclus  Fleh.  AVurde  eine  Lokalform*aus  Colundrien  benannt,  iphidus. 
mit  deutlichen  drei  Reihen  gelber  Submarginalmakeln,  AAhhrend  bei  den  Amazonas- Stücken  die  proximale 
Punktserie  nur  durch  drei  bis  vier  Fleckchen  bis  zur  Flügehnitte  hin  Amrstreut  angedeutet  ist.  Ein  o  meiner 
Sammlung  aus  Surinam  zeigt  überhaupt  nur  noch  ein  paar  verloschene  Makeln  der  Oberfläche  der  Vflgl.  Ein 
iphiclus-^,  das  Fasse  am  oberen  Rio  Negro  in  ca.  800  m  Höhe  gefangen  bat,  ist  bemerkensAA'ert  durch  ein  aus¬ 
gedehnt  hell  lehmgelbes  circumcellulares  Gebiet  der  Vflgl,  das  bis  zur  Flghnitte  binzieht.  sich  dort  A^erliert  und 
zugleich  in  die  fahlgrüne  Basalfärbung  übergeht.  Hflgl  bis  zur  Zelle  hellgrün,  die  Discalregion  scliAA'arzbraun. 

Vflgl  mit  drei  Reihen  ockergelber  Makeln,  von  denen  die  innere  bei  der  hinteren  Mediana  aufhört,  die  mittlere 
aus  großen  dreieckigen  Komponenten  besteht,  die  sich  auch  auf  den  Hflgln  fortsetzen,  AA'elchen  aber  die  dritte 
proximale  Reihe  fehlt.  Zelle  der  Vflgl  längs  der  hinteren  Wand  leichthin  grünlichgelb  bestäxdit.  Unterseite 
eigentümlich  fahl  graugelb  mit  gelblicher  Medianpartie  sowie  zAvei  großen  Medianocellen  der  ^d’lgl  und  etAvas 
verAAdschten  Augen  der  Hflgl.  —  scipio  Fldr.  mit  dem  irrigen  \"aterland  ,, Brasilia  meridionalis“,  sollte  AÜelleicht  scipio. 
im  Druck  heißen  ,, Brasilia  septentrionalis“.  nähert  sich  der  forma  tnetellus  Cr.,  besitzt  mit  ihr  gemeinsam  eine 
ockerfarbene  Medianregion  der  Oberseite  und  verAvaschene  Submarginalmakeln.  Heimat  zAA'eifelsohne  Surinam. 

—  richardus  Frühst.  (69a)  aus  Minas  Geraes  Aveicht  am  erheblichsten  ab:  <5^  A^on  unentschieden  grünlicher,  ridiardus. 

$  von  gelblich  broneegrüner  Färbung,  gleicht  ober-  wie  nnterseits  täuschend  einem  kleinen  21.  hercules  Dahn. 

Mir  liegen  nur  noch  drei  Exemplare  vor,  die  aus  der  Rp  gezogen  und  zu  früh  getötet  AA'urden.  ATlgl  mit  3  Reihen 
submarginaler  Gelbpunkte.  Die  Makel  vor  dem  Zellapex  breit  matt  goldgelb,  mit  scliAvarzen  Schuppen  lose 
bestreut.  Discalregion  der  Vflgl  gelblich.  Außenrd  ziemlich  schmal.  braunscliAA'arz,  Basis  aller  Figl  hellgrün. 

Unterseite:  Vflgl  mit  vier  kleinen,  ziemlich  gleich  großen,  länglichen  Ocellen  mit  schmaler,  scliAA'arzer  Iris. 

V  13 


338 


MüRPHO.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Innerlialb  der  Ozellen  drei  sehr  große,  dreieckige  graugelbe  Medianflecken.  Hflgl-Unterseite :  Vorherrschend 
rotbraun,  mit  violettem  Schimmer.  Medianbinde  grau-violett.  Vflgllänge  58  mm. 

M.  hecuba  gilt  als  der  größte  Morpho  und  man  darf  ilin  wohl  auch  als  den  interessantesten  bezeichnen, 
wegen  seiner  Lebensweise,  seiner  Empfindlichkeit  geographischen  Einflüssen  gegenüber  und  seiner  Neigung 
zur  Ausbildung  jiolychromer  Formen  bei  beiden  Geschlechtern.  Ueber  die  Fluggew'ohnheiten  des  Falters  ver¬ 
danken  wir  Dr.  Hahnel  die  ausführlichsten  Mitteilungen.  Hahnel  nennt  ihn  den  König  der  Wälder,  der  ein 
weiteres  Gebiet  als  irgend  ein  anderer  Falter  überfliegt  und  in  zwei  bis  dreistündigem,  geradeaus  eilendem 
Zuge  vielleicht  30  km  und  mehr  zurücklegt  um  die  Genossin  zu  finden,  der  er  auf  tagelang  einsamer  Fahrt  nach¬ 
gezogen,  unaufhaltsam  über  Wälder  und  Wasserflächen  dahin.  In  der  Ferne  erscheint  der  Flug  des  Morpho 
hecuha  ruhig  und  langsam,  aber  dennoch  geht  er  schnell  genug  dahin,  um  dem  Sammler  zu  entweichen  und 
namentlich  frische  Tiere  haben  in  der  ersten  Stunde  ihres  Ausfluges  ein  ungestümes  Tempo.  Manchmal  kommt 
es  vor,  daß  eine  dieser  scheinbar  ruhig  dahinschwebenden  Gestalten  plötzlich  kopfabwärts  schießt,  um  dann 
anscheinend  nur  mit  Mühe  wieder  emporsteigen.  Zu  diesen  heftigen  Stoßbewegungen  werden  sie  von  Libellen 
getrieben,  die  besonders  an  sumpfigen  Stellen  den  Faltern  auflauern  und  sie  von  den  Spitzen  dürrer  Zweige  aus 
luTuhu.  belästigen,  offenbar  mehr  aus  Liebermut,  denn  aus  Beutelust.  —  hecuba  L.,  die  Namenstype,  zeichnet  sich 
durch  den  Kontrast  des  rötlich  braunen  Vflgls  gegenüber  den  fast  schwarzen  nur  basalwärts  gelblich- weiß  auf¬ 
gehellten  Hflgl  aus.  Vflgl  mit  gelblichen,  Hflgl  mit  weißen  Cilien.  Die  Unterseite  ist  bemerkenswert  durch  die 
in  natura  noch  reiner  und  prächtiger  heraustretende,  silberglänzende  Bänderung  als  sie  unsere  Abbildung  (67  c) 
zeigt,  hecuha  ist  einer  der  seltensten  Falter  und  bewohnt  ausschließlich  Surinam.  Was  als  hecuba  in  den  Samm¬ 
lungen  etikettiert  und  durch  englische  Händler  als  solcher  verkauft  wird,  ist  eine  sehr  ähnliche  aber  namentlich 
obiduiuts.  unterseits  erheblich  differenzierte  Arealform,  nämlich  obidonus  Frühst.,  die  ausschließlich  am  Nordufer  des 
unteren  Amazonas  vorkommt.  Aus  Oer  Zahl  der  LTnterschiede  hecuba  hecuha  L.  gegenüber  mögen  folgende  her¬ 
vorgehoben  werden;  Die  distale  schv'^arze  Randbesäumung  der  Vflgl  breiter,  die  proximale  (innere)  Submargi¬ 
nalreihe  gelblicher  Flecken  setzt  sich  aus  rundlichen,  anstatt  länglichen  Makeln  zusammen.  Die  Basalregion 
der  Vflgl  sowie  jene  der  Hflgl  ist  nicht  gelblich,  sondern  kreideweiß.  Abdomen  konform  der  Basalfarbe  rein 
weiß,  nicht  gelblich  wie  bei  hecuba.  Die  rötlichen  Submarginalflecken  der  Hflgl  fehlen;  alle  Cilia  der  Hflgl  sind 
rein  w^eiß,  wührend  die  oberen  Cilia  von  hecuba  gelblich  gefärbt  erscheinen.  Mehr  noch  entfernt  sich  der  Fär¬ 
bungscharakter  der  o/üdo/cM.s-LTnterseite  vom  Typus.  Die  Grundfärbung  von  obidonus  ist  nämlich  vorherr¬ 
schend  schwarz,  l>ei  hecuba  rotbraun,  obidomis  ist  unterseits  des  weiteren  charakterisiert  durch  das  Fehlen  der 
ultracellularen,  rotbraunen  Dreiecke  zwischen  den  Medianadern  der  Vflgl.  Die  Ozellen  der  Hflgl  sind  kleiner, 
iiiit  reduzierter  schwarzer  Iris,  jedoch  noch  ebenso  komplett  wie  jene  von  hecuha,  und  nicht  nach  hiirten  offen 
hcrudcts.  wie  auf  unserer  Abbildung,  die  einer  bisher  unbenannten  Rasse  des  mittleren  Amazonas  heracles  subsp.  nov. 
(67  c)  angehört,  und  deren  Ozellen  keine  rundliche,  sondern  eine  hufeisenförmige  Peripherie  auf\veisen.  Mit 
hecuba  hat  heracles  jedoch  die  Doppelreihe  rötlicher  Submarginalmakeln  der  Hflgl-Oberseite  gemeinsam.  Dr. 
Hahxel  sah  obidonus  nur  drei-  oder  viermal  hoch  durch  die  Zweige  und  über  die  Kronen  des  L^nterholzes  gleiten, 
ohne  jedoch  Exemplare  zu  fangen.  Dr.  Staudinger  empfing  sein  erstes  hecuba-<^,  das  der  Form  heracles  ange¬ 
hören  dürtte,  erst  durch  den  Maler  Otto  Michael  vom  Rio  Negro  und  mir  lieferte  mein  langjähriger  Sanmiel- 
reisender  Julius  Michaelis  etwa  30 — 40  Exemplare,  die  er  mit  Hilfe  einer  4 — 5m  langen  Stange,  an  der  ein 
ungewöhnlich  großes  Netz  befestigt  war,  im  Juli  und  August  erbeutete.  Das  $  von  hecuha  und  hecuha  obidonus 
ist  bedeutend  größer  und  etwas  rundflügeliger  als  der  cj,  mit  markanteren  gelben  und  rötlichen  Submarginal¬ 
makeln  der  Oberfläche  aller  Figl,  etwas  blässerem  schwarzem  Distalgebiet  der  Oberseite  aller  Figl  und  lichter 
gelbbrauner  Lhiterseite.  Nach  Michael  (Iris  1894,  p.  197)  hat  obidonus  eine  sehr  kurze  Flugzeit  (Juni,  Juli, 
einmal  auch  im  Dezember  beobachtet).  Frische  Exemplare  treten  dann  nach  jedem  Gewitterregen  auf,  werden 
aber  am  zw'eiten  und  dritten  Tage  schon  spärlicher,  am  vierten  sieht  man  nur  hie  und  da  noch  ein  Stück,  und 
später  lassen  sich  nur  noch  abgeflogene  Exemplare  blicken;  sitzen  fast  immer  still,  da  wo  vorüberpassieren 
cisseis.  müssen,  allenfalls  tliegen  sie  nur  in  den  Mittagsstunden  gelegentlich  eine  kurze  Strecke.  —  cisseisFlJr.  (^^egyptus 
Deyr.)  von  der  Südseite  des  unteren  Amazonas  zeichnet  sich  beim  durch  dunkel,  neim  $  durch  lichter  blaue 
und  ziemlich  schmale  Binden  der  Vflgl  aus.  Auf  den  Hflgln  ist  das  Basalfeld  etwas  ausgedehnter  als  bei  hecuha 
und  obidon  us  heracles,  je  nach  dem  Geschlecht  hell  oder  satter  blau,  das  Blau  mit  leichtem  Perhnutterglanz  und 
das  Submarginalgebiet  mit  blauweißen  Mondflecken  belegt.  Bei  Itaituba  am  Tapajos  gibt  es  häufiger  hellblaue, 
seltener  dunkelblaue,  ja  sogar  dunkelviolette  9$.  In  Ecuador  und  selbst  in  Bolivien  wiederholen  sich  die  Färbungs¬ 
motive  von  cisseis  docli  nehmen  in  diesen  Gebieten  die  (JcJ  und  selten  auch  die  $$  manchmal  eine  bräunliche 
cL-it'ä/cs.  Färbung  an.  —  cisseides  Frühst.  Die  schwarze  Füllung  der  Vflglzelle  geht  etwas  über  den  Apex  hinaus,  des 
weiteren  ist  der  blaue  Fleck  vor  dem  Zellapex  im  Verschwinden  und  nur  noch  durch  einige  Stäubchen  ange¬ 
deutet.  Von  cisseis,  schreibt  Bates,  daß  die  Falter  einen  jirächtigen  Anblick  gew-ähren,  Avenn  sie  zu  zweien 
oder  dreien  in  großer  Höhe  in  dei  stillen  Luft  eines  trojiischen  Morgens  dahinzogen.  Nach  Dr.  Hahnel  aber 
erwacht  cisseis  erst,  wenn  die  hochsegelnden  perseus  lange  bereits  über  den  Lichtungen  schw^eben,  in  der  Ent¬ 
fernung  schw''arzeH  Flecken  gleich,  wenn  die  Sonne  bereits  mit  voller  Macht  auf  dem  Blätterdach  des  Waldes 
liegt  und  M.  menelans  seinen  Flug  beendet  hat.  Tastend  und  überlegend  rückt  cisseis  dann  leicht  vor¬ 
wärts  auf  dem  Blatt,  auf  welchem  sie  übernachtete  und  die  Figl  öffnend  gleitet  sie  mit  einem  Abschwmng  hin  in 
ihr  Element,  leicht  sich  erhebend  zur  Höhe  der  Kronen  des  Unterholzes,  zwischen  denen  sie  ihren  Flug  nimmt 


MORPHO.  Von  H.  Frtjhstorfkr. 


33» 


bis  die  Lichtung  des  Weges  sich  ihr  cauftut,  der  sie  nun  weiter  folgt,  ruhig  und  streng  gerarleaus.  kaum '■/uekend 
mit  den  mächtigen  Schwingen.  Wie  ein  silherhlauer  sclimalcr  Streif  erscheint  sie  dann  in  der  veslali. sehen 
Keuschheit  ihrer  zarten  weißen  Farbe,  die  von  der  Mitte  aus  nach  dem  Vrd  zu  in  ein  helles  l>lau,  nach  rück¬ 
wärts  in  Schwarz  übergeht.  Das  Silberweiß  und  ffraun  der  ITnterseitc  aber  gilt  als  eine  lierrliche  Xa(üd)i!dung 
großer,  welker,  an  den  Rippen  mit  Schimmel  überzogener  Blätter,  denen  der  Falter  so  ähnlich  sieht,  wenn  er 
im  Schatten  der  Zweige  seine  Ruhe  hält,  daß  Dr.  Hahnel  einst  hei  Villa  Bella  ein  frisch  an  der  Pp  hängendes 
Exemplar  für  solch  ein  welkes  Blatt  hielt,  bis  es  sich  zu  seinem  Erstaunen  als  lebende  Gestalt  erwies.  Nach 
Michael  (Iris  1894,  p.  197)  fliegt  cisseis  in  jedem  Monat,  also  das  ganze  Jahr  über.  —  Bei  Tquitos  und  Yuri- 
maguas  am  oberen  Amazonas  Avird  cisseis-ohiäonus  ersetzt  durch  phanodemus  Heuk,  dessen  Vflgl  in  seltenen  iihovmJe- 
Fällen  noch  Spuren  der  /ieew^a-Färbung  trägt  und  zum  Teil  noch  etwas  braungelb  gefärbt  ist  mit  nur  leicht 
blauer  Randzone.  Am  häufigsten  scheinen  aber  Exemplare  mit  grünblauer  Mittelbinde  zu  sein,  ein  Colorit, 
daß  sich  nach  außen  manchmal  in  ein  olivengrün  oder  grünlichbraun  und  nach  der  Basis  zu  in  hellblau  und 
weiß  verliert.  Beim  $  verschwimmen  die  Farbnuancen  weniger  und  gibt  es  rein  und  gleichmäßig  hell-,  dunkel¬ 
stahl-,  sowie  grünblau  angehauchte  Stücke,  denen  besondere  Namen  zu  geben  Andern  reser\dert  bleiben  mag.  Die 
Unterseite  deckt  sich  vollkommen  mit  unserer  Figur  97  c  nur  sind  apicale  Ocellen  der  Htflgl,  die  nach  hinten  ein 
kleines  Nebenauge  aufweisen  wie  das  als  Vorlage  dienende  Exemplar,  eine  zufällige  Ausnahme.  Dr.  Hahnel  nennt 
phanodemus  eine  königliche  Gestalt,  die  ruhevoll,  still  und  geisterhaft  heranschwebt  wüe  der  Schutzgeist  der  Ge¬ 
heimnisse  des  Waldes,  phanodemus  konnte  sich  Hahnel  nur  verschaffen  durch  Aufstellung  einer  Art  4\irm- 
gerüst  aus  Bambus,  das  er  etwa  5  m  hoch  in  der  Flugbahn  der  Morphiden  errichtete.  Um  auch  die  von  rückwärts 
ansegelnden  phanodemus  zu  erlangen,  wurde  ein  Spiegel  an  der  Brustwehr  des  Turmes  angebracht,  der  zwar 
nicht  oft,  aber  dann  um  so  verdienteren  Erfolg  brachte.  —  polyidos  suhsp.  nov.  führt  einen  sehr  lireiten,  vom  pnhihJoR. 
Costalrand  nach  dem  AnalAyinkel  zunehmenden  scliAvarzen  Saum  der  Vflgl,  der  nur  mit  leicht  angedeuteten 
Submarginalmakeln  besetzt  ist.  Die  Zelle  der  Vflgl  umfaßt  nur  einige  gelbliche  Wische,  die  Medianbinde  selbst 
erscheint  sehr  verschmälert.  Hflgl  basahvärts  fahlgelb,  nach  außen  leichthin  grünlich  bestäubt.  Unterseite 
wie  bei  hecuba  obidonus,  nur  die  Ozellen  der  Hflgl  etwms  kleiner.  Von  Itahajia  Yarita  in  Venezuela,  durch  Herrn 
Vraz  gesammelt.  Type  in  der  Sammlung  Staudinger  des  Berliner  Museums. 

Artengruppe  Morpho  F.  (=  Leonte  Hbn.). 

Arten  mit  Metallglanz  der  Oberseite;  vordere  Discocellularis  kurz,  mittlere  stark  konvex  nach  innen, 
hintere  konkav  nach  außen  gebogen,  im  stumpfen  Winkel  zur  vorderen  Mediana  gerichtet.  Zelle  der  Vflgl 
nach  dem  Apex  zu  erheblich  verbreitert.  Uncus  und  dessen  seitliche  Spangen  relativ  schlank,  Valve  distal  bedornt. 

M.  laertes  gilt  als  die  bekannteste  Species  einer  kleinen  Grupjie  von  Arten,  die  von  allen  Verwandten 
durch  die  kreide-,  milch-  oder  silberweiße  Grundfärbung  absticht,  laertes  ist  leicht  kenntlich  durch  die  oblongen 
schmalen,  meist  nur  undeutlich  weiß  gekernten  und  verwaschen  gelblich  umrandeten  ocellenartigen  zu  einer 
Kette  vereinigten  Medianflecken  der  Hflgl-Unterseite.  Das  bläulich,  weiße  Kolorit  ist  auf  der  Abbildung  sehr 
gut  getroffen.  Die  Oberseite  gleicht  der  dargestellten  Unterseite,  nur  sind  die  Vflgl  bis  etAva  zum  mittleren 
Medianfeld  noch  schmal  schwarz  umsäumt.  Hflgl  mit  einigen  scliAvarzen  länglichen  x4nteterminal-  und  deut¬ 
licheren  Submarginalmakeln,  laertes  bewohnt  nur  die  Provinzen  Rio  de  Janeiro  und  Espiritu  Santo,  und  ist 
bei  Rio  wie  Petropolis  Amm  Januar  bis  März  sehr  häufig.  Rp  in  Nestern  auf  verschiedenen  Waldbäumen.  Sie 
wurde  von  Burmeister  zuerst  abgebildet.  Verteilung  der  Borsten  nach  Dr.  Wilhelm  Müller  AA'ie  bei  Morpho 
hercules.  Zwei  scharf, geschiedene  Arealrassen :  laertes  Dmce  (68  c)  (=  epistrophis  Hbn.  [pro  parte]  $,  iphitus  lacrfe.<t. 
Fldr.  $)  relativ  klein,  Vflgl-Apicalbezug  oberseits  schmal,  ebenso  der  schwarze  gekrümmte  Fleck  am  Zellapex; 

^  mit  scharf  abgesetzten  submarginalen  schwarzbraunen  Halbmondflecken  der  Hflgl-Unterseite.  Alle  Zeich¬ 
nungen  gelbbraun,  die  intramedianen  Augen  der  Vflgl  markant,  rundlich,  $  lebhaft  gelblichgrün,  perlmutter¬ 
artig  schimmernd.* —  eutropius  subsp.  nov.  Habituell  größer  als  laertes,  Grundfarbe  beiderseits  mehr  blaugrün,  rutrnp'nn^. 
Vflgl  mit  mehr  als  doppelt  so  breitem  Apicalbezug,  der  scliAvarze  Hacken  am  Zellschluß  markanter.  Hflgl  beider 
Geschlechter  noch  mit  einer  subterminalen  Serie  von  intranervalen,  zu  einer  medianen  und  analen  Wellen¬ 
binde  vereinigten  Streifchen;  Unterseite  mit  schwärzlichen  statt  gelbbraunen  Zeichnungen.  Die  intraniedianen 
Augen  der  Vflgl  und  die  Ocellenkette  der  Hflgl  undeutlicher,  schmäler,  deren  Komponenten  mehr  isoliert. 

Espiritu  Santo,  selten. 

M.  catenarius  Perry  ist  der  älteste  Name  für  den  unter  der  Bezeichnung  epistrophis  Hbn.  in  den  Samm-  rntenarhi.^. 
hingen  verbreiteten  Falter,  der  A^on  laertes  differiert  durch  rundliche  statt  längliche  Ocellenserien  der  Hflgl. 
die  zudem  AA^eiter  getrennt  stehen.  Außerdem  ist  bei  den  meisten  cofeHart MS-Exemplaren  der  Distalsaum  der 
Vflgl  mit  isoliert  stehenden,  nicht  zu  einer  Binde  vereinigten  und  bis  zum  InneiiAvinkel  ausgedehnten  scliAvarzen 
Flecken  besetzt.  Die  $$  sind  nicht  Atde  bei  laertes  den  gleichartig,  sondern  reicher  mit  braunen  Flecken 
der  Unterseite  und  deutlicheren  submarginalen  Wellenbinden  der  Oberseite  dekoriert.  Vom  $$  existieren 
Exemplare,  die  sich  in  der  Zeichnungsrichtung  den  (JeJ  anschließen.  In  Santa  Oatharina,  namentlich  in  etAvas 
höheren  Lagen  in  der  Umgebung  von  Theresopolis  und  am  Alto-Uruguay  kommen  neben  hellen  $$  auch  häufig 
Exemplare  vor,  bei  welchen  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  besonders  in  der  Zellgegend  und  in  der  Submarginal¬ 
region  die  sonst  getrennt  stehenden  Binden  breit  braun  ausfließen,  so  daß  groteske  Figuren  und  ansehnliche 
Wellenbinden  entstehen;  =  $-forma  marmorata  Frühst.  Bei  solchen  Exemplaren  geAA'innt  auch  die  sclnvarze  inamiorata. 


340 


MORPHO.  Von  H.  Frithstorfer. 


Distalbesäuinivng  und  Subinarginaldeckung  der  Oberseite  erheblich  an  Ausdehnung.  Neben  $$  mit  braun- 
nigrcsccm.  marmorierter  Unterseite  erscheinen  als  große  Seltenheit  auch  solche  mit  schwarzer  Fleckung  ($  f.  nigrescens 
form,  nov.),  die  mir  aus  den  Provinzen  Parana  bis  Rio  Grande  do  Sul  vorliegen,  catenarius  bewohnt  das  süd¬ 
liche  Brasilien  von  Sno  Paulo  an  bis  Santa  Catharina.  Rp  nach  Dr.  Wilhelm  Müller  an  Inga  semialata; 
Kopf  lebhaft  rot  mit  ebensolcher  Behaarung,  Körjier  schwarz,  rot  und  gelb  mit  einem  breiten  schwarzen  Lateral¬ 
streifen  und  einer  gelben  schwarzgerandeten  Zeichnung  in  der  Mittellinie.  Rp  in  kleinen  Gesellschaften  (20 — 30). 
Die  Tiere  überziehen  einige  Blätter  der  Futterpflanze  mit  Gespinst,  erscheinen  wie  rote  Klumpen  und  sind 
höchst  auffällig.  Die  Pp  gleicht  im  ganzen  der  von  Morplw  ackillides  Fldr.  catenarius  gehört  ebenso  wie  Heli- 
conius  hesckei  zu  den  Charakterschmetterlingen  von  Santa  Catharina.  Er  belebt  im  Gegensatz  zu  Morplio  ana- 
xibia,  der  sich  nur  im  Hochwalde  findet,  mehr  das  Unterholz,  bewegt  sich  gern  über  breiten  Reitwegen,  so  weit 
sie  sich  in  der  Nähe  der  Flüsse  hinziehen  und  scheut  selbst  nicht  die  Nähe  menschlicher  Wohnungen.  Wer  in 
der  Zeit  von  Mitte  Februar  bis  Anfang  April  in  Santa  Catharina  durchs  Land  reitet  und  eine  größere  Weg¬ 
strecke  zurücklegt,  kann  an  sonnigen  windstillen  Tagen  wohl  an  die  500 — 800  dieser  langsam  und  wie  traum¬ 
verloren  dahinschwebenden  Morphiden  beobachten.  Es  war  mir  ein  leichtes,  in  der  Nähe  der  Fruchthaine 
und  da  wo  hoher  Bambus  die  Ufer  bekleidet  am  Capivary-Flusse  im  Jahre  1889  gegen  80 — 100  Exemplare 
an  einem  Tage  zu  fangen.  Aeltere  Exemplare  gehen  auch  auf  ausgelegte  Fruchtköder  und  nur  solche  setzten 
sich  gelegentlich  an  nasse  Stellen  im  LTrwalde  am  Alto  Uruguay.  —  Im  nördlichen  Argentinien  und  einigen  Di- 
argoitinus.  strikten  von  Rio  Grande  do  Sul  begegnen  wir  einer  von  Gestalt  kleineren  geographischen  Varietät  argentinus 
Frühst.  (68c).  Auf  der  Oberseite  der  Vflgl  sind  die  äußeren  Makeln  nicht  mehr  mit  der  Submarginalbinde  zu¬ 
sammengeflossen,  sondern  stehen  getrennt;  die  Schwarzfleckung  verkleinert  sich  auch  zusehends  auf  der  Ober 
Seite  der  Hflgl  und  die  Marmorierung  der  Unterseite  ist  gleichfalls  zierlicher.  Das  Extrem  der  Zeichnungsver¬ 
minderung  bilden  aus  Rio  Grande  do  Sul,  denen  auf  der  Lhiterseite  außer  den  Medianaugen  überhaupt  jede 
cflgurata.  schwarze  oder  braune  Fleckung  mangelt  (  =  efigurata /orm.  ?mt;.).  NachMABiLDE  ist  dieRp  äußerst  bunt  und  tritt 
vom  März  bis  November  auf  verschiedenen  Waldbäumen  auf.  Es  bewohnen  immer  20 — 30  ein  Nest  aus  Blät¬ 
tern  und  feinen  Zweigen,  das  man  für  eine  sonderbare  Blume  halten  könnte,  oder  sie  sitzen  in  einem  leicht  ge¬ 
webten  Gespinst.  Im  November  und  Dezember  verwandeln  sie  sich  zur  Pp,  aus  der  nach  20 — 30  Tagen  die 
Imagines  erscheinen .  Die  Falter  sind  dann  vom  Januar  bis  März  sehr  häufig,  hatten  sich  aber  immer  seltener  -werdend 
bis  in  den  schon  empfindlich  kühlen  April.  Nach  Burmeister,  der  1878  die  Rp  von  M .  catenarius  und  Jaertes 
abbildete,  ist  catenarius  {argentinus)  nicht  selten  in  Lh’uguay,  sehr  häufig  in  den  argentinischen  Provinzen 
Corrientes  und  Entrerios,  und  er  wurde  früher  auch  südlich  vom  Rio  de  la  Plata  beobachtet  und  einigemale 
selbst  bei  Buenos-Ayres  gefangen. 

poti/phc-  M.  polyphemus  Dhl.  u.  Fleiv.  (68c)  entfernt  sich  von  seinen  brasilianischen  Verwandten  darch  die  kreidig- 

imis.  weiße,  zart  perlmutterglänzende  Oberfläche  aller  Figl,  sowie  den  vorspringenden  Apex  der  Vflgl  und  die  scharfen 
Zacken  der  Hflgl.  Auf  der  Oberseite  fehlt  die  schwarze  Distalbesäumung  und  der  Zellabschhiß  weist  nur  ein 
ganz  schn-iales  Streifchen  auf.  Die  Ocellen  der  Vflgl  sind  größer  als  bei  ccitenarius,  jene  der  Hflgl  deutlicher 
hmn.  weiß  zentriert.  —  Als  luna  ist  eine  Aberration  aus  Mexiko  beschrieben  mit  ungewöhnlich  deutlich  entwickel¬ 
ten  schwarzen  Flecken  aller  Figl.  Der  Flug  von  polyphemus  ist  äußerst  schnell  und  unbeständig,  und  nach  An¬ 
gaben  von  Gon  MAX  und  Salvin  geht  die  Art  bis  4000  Fuß  in  Guatemala  hinauf  und  man  trifft  sie  dort  manch¬ 
mal  nahe  dem  Erdboden  in  Dörfern  oder  auch  hoch  um  die  Baumwipfel  im  hohen  Walde.  Verbreitung  von 
Mexiko  bis  Guatemala  und  Nicaragua,  gelegentlich  auch  in  Panama  vorkommend. 

M.  achilles  bezeichnet  eine  Kollektivspecies,  die  im  ganzen  Tropengeliiet  Süd-Amerikas  Vikarianten  auT- 
weist.  Fast  jede  enger  begrenzte  Lokalität  besitzt  ihre  eigene  achilles-Fovm.  und  die  geographischen  Rassen 
bevölkern  sowohl  die  tropische  atlantische  wie  pacifische  Küste  des  Faunengebiets.  Es  ist  sehr  interessant 
die  Farbenabstufungen  von  achilles  zu  beobachten,  w'clchc  sehr  schön  die  schrittweise  Abänderung  der  blauen 
Färbung  illustrieren.  Allen  Abzweigungen  gemeinsam  ist  das  Charakteristikum  abgerundeter  Vflgl  und  ein 
je  nach  der  Oertlichkeit  veränderlicher  schwarzer  Distalsaum,  zu  dem  sicli  eine  mehr  oder  minder  deutliche 
Verdunklung  der  basalen  Hälfte  der  Flgloberfläche  gesellt.  Die  Paarungsorgane  sind  von  einfachster  Bildung. 
Ptncus  kurz,  schwach  chitinisiert,  Spitze  leicht  gekrümmt,  an  der  ventralen  Seite  ohne  die  für  M.  achillaena 
Hbn.  so  charakteristischen  Anschwellungen.  Valve  breit,  ventral  etwas  abgeflacht,  mit  dem  üblichen  dorsalen 
Wulst,  nahe  dem  dorsalen  Ende  mit  zwei  deutlichen  Zähnen,  nach  außen  lang  beborstet.  Penis  in  charakte¬ 
ristischer  Weise  und  im  Gegensatz  zur  mew.e/a».s-Grup])e  und  zu  den  Arten  der  Untergattung  Iphimedeia  mit 
deutlichem  hornaiJigem  Zahn.  Rp  ziemlich  groß,  zylindrisch,  von  gelblichgrauer  Grundfarbe,  mit  zv'ei  braunen 
unregelmäßigen  Rückenstreifen,  an  den  Seiten  veiuvorren  gestrichelt  und  gefleckt,  auf  einigen  Segmenten  je 
zwei  Büschel  rotbrauner  Haare,  mit  kürzeren  Haarpinseln  an  der  Seite  und  auf  dem  vierten  und  fünften  Ringe. 
Kopf  dicht  mit  steifen  Haaren  bekleidet  und  mit  zwei  kurzen  Hörnchen  an  seinem  hinteren  Ende.  Pp  länglich 
eiförmig  mit  zwei  kurzen  konischen  Hörnchen  am  Kopfe  und  von  transparenter,  grüner  Farbe.  Rp  meist  ein¬ 
zeln  auf  einem  Platymiscium  (Schatz).  Die  Falter  selbst  halten  sich  an  feuchten  Stellen  des  Waldes  auf,  er¬ 
heben  sich  nur  wenig  über  den  Erdboden  und  saugen  manchmal  an  nassen  Stellen.  Es  ist  mir  in  Santa  Catharina 
nicht  geglückt,  dieselben  etwa  wie  M.  catenarius  mit  Fruchtködern  anzulocken.  Die  Umgrenzung  der  einzelnen 
Rassen  ist  noch  eine  durchaus  unsichere ;  vor  allem  feh  It  datiertes  Material  und  dann  stehen  noch  anatomische 


MORPHO.  V^)n  H.  Früh storfek. 


:541 

Uiitersucliungen  ans.  Am  verwickeltsten  liegen  die  Verhältnisse  in  der  andijiisehen  Region  und  es  scheinen 
sich  dort  zwei  Arten  zu  li)egegnen:  acMlles  L.,  der  von  Amazonas  aus,  und  achiJlaenn  Hhn.^  der  vom  mittleren 
Brasilien  aus  dorthin  gelangt  sein  dürfte.  Wir  Ijeginncn  hier  mit  der  Aneinanderreihung  derjenigen  Spaltra.ssen, 
die  durch  einen  markanten  schwarzen  Basalteil  der  Oberseite  aller  Figl,  aber  undeutliche  rötliche  Submarginal¬ 
flecken  der  Hflgl,  im  Gegensatz  stehen  zu  acliillaena  Ulm.  und  Unterrassen  mit  verschwommenem)  oder  fehlendem 
basalem  Schwarz,  aber  deutlichen  roten  Submarginalfleckchen  der  Hflgl-Oberseite.  -  achilles  7v.  (=  helenor  (ichiiicH. 

Cr  $),  der  Namenstypus,  stammt  aus  Surinam  und  differiert  von  der  abgebildeten  awuzonicus  (69 c)  in  der 
Hauptsache  durch  etwas  schmälere  blaue  Mittelbinden  aller  Figl,  die  beim  0  namentlich  aid'  den  Hflgln  ncch  mehr 
zurücktreten.  Das  $  führt  aber  auf  den  Vflgln  noch  eine  mediane  Serie  von  fünf  weißen  Punkten,  die  a7n  t'ostal- 
rand  beginnen  und  im.  mittleren  Medianfeld  anfhören.  Unterseite  bei  beiden  Geschlechtern  mit  einei  weißlichen 
grau  oder  blau,  manchmal  auch  gelblich  überjmderten  Submarginalbinde,  die  auf  den  Uflgln  durch  eine  sclnvarze 
Linie  geteilt  wird.  Vflgl  mit  drei,  Hflgl  mit  vier  Ocellen,  die  nach  innen  grau  oder  grünlichweiß  umgrenzt  sind. 

Die  Rp  hat  Madame  Me  in  an  bereits  1705  abgebildet.  Grundfarbe  gelbgrau  mit  vermutlich  etwas  dunkleren 
(roten)  Binden.  Die  Zeichnungen  der  Mekian  sind  übrigens  nach  Angaben  Dr.  W.  Müllers  vielfach  phantastisch 
und  ungenau,  sd  daß  sie  nur  in  seltenen  Fällen  ernst  genommen  werden  dürfen.  Zwei  eigentümliche  Allerrationen 
sind  bereits  registriert:  leonte  Hbn.  mit  hackenartiger  Verlängerung  der  proximal  aufgebogenen  Medianbindc  loontr. 
der  Hflgl  und  lacrimans  Frühst,  nach  dem  Bilde  von  Gramer  benannt  mit  ausgeflossenen  Ocellen  der  Hflgl- 
LTnterseite,  wmzu  ein  analoger  Fall  bei  Stichophfhalma  tonhiniana  Frühst,  im  Bd.  9,  Taf.  103a  zu  finden  ist.  Im 
Amazonas- Gebiet  treffen  wir  achilles  in  verschiedenen  Abstid’nngen  in  der  Weise,  daß  Exemplare  des  Unterlaufes 
noch  relativ  schmale,  jene  vom  oberen  Strome  aber  erheblich  verbreiterte  blaue  Medianbinden  führen.  — 
amazonicus  Frühst.  (69c).  Größer,  Längsbinden  leuchtender  blau,  etwas  breiter  als  bei  achilles.  Weiße  Sub-  (mutzonk-ns. 
marginalmakeln  der  Vflgl  prominenter,  die  postdiscalen  Weißpunkte  aber  entweder  gänzlich  fehlend  oder  obsolet. 

Obidos,  Flugzeit  August  liis  September. --  thetis  Btlr.  umschreibt  eine  Augenaberration  aus  Para  mit  fehlenden  ftidi^. 
Ocellen  der  Vflgl-Lbiterseite;  -  -  micans  Frühst,  eine  solche,  die  durch  einen  lebhaften  Bronceglanz  aid’  diesen  aiif-  micun-'f. 
fällt.  —  hector  Föb.  ist  eine  weitere  Arealform  von  achilles  und  differiert  nach  dem  mir  von  Herrn  Rober  hcrUn-. 
determinierten  Exemplar  durch  größere,  weiße  submarginale  Punktflecken  der  Vflgl  von  achilles.  Die  blaue 
Medianbinde  ist  etwas  breiter,  lebhafter  glänzend  und  ins  grüne  schillernd.  Die  schwarze  Basalregion  ebenfalls 
intensiver  blauschimmernd.  Die  weißen  Medianbinden  der  Flglunterseite  etw'as  deidlicher  hervortretend,  aber 
doch  nicht  so  schön  ausgebildet  wie  bei  pindarus  Frühst,  von  Matto  Grosso.  1  $  vom  oberen  Rio  Negro, 
Ost-Columbien,  das  Fasse  gefangen  hat,  schließt  sich  eng  an  pindarus-^  an,  von  welchem  es  nur  differiert  durch 
ein  schärfer  abgesetztes  ;md  geringer  blau  schillerndes  Basalfeld  aller  Figl  und  eine  kürzere,  w'eiße  Transcellular¬ 
binde  der  Vflgl,  wodurch  es  auch  von  amazonicus  Frühst,  weit  differiert.  Von  der  am  oberen  Rio  Negro  bei 
1200  ni  fliegenden  Lokalform  dieser  Art  erzielte  Fasse  von  2  $$  die  Eiablage.  Das  Ei  ist  halbkugelig,  an  der 
Basis  etwa  1  b-j  iRin  im  Durchmesser,  grünlichgrau  und  trüb  durchscheinend,  ln  etwa  halber  Höhe  besitzt 
es  einen  schmalen,  rotbraunen,  horizontalen  Reif,  sonst  ist  es  ungezeichnet  und  nicht  glänzend.  —  pindarus  iiunlani.s-. 
Frühst,  bildet  das  lange  vermißte  Zwischenglied,  das  von  den  Amazonasrassen  zu  trojana  Röb.  von  Paraguay 
und  coelestis  Btlr.  von  Rio  Grande  do  Sid  hiniiberleitet.  d'  oberseits  dem  amazonicus  am  nächsten,  doch  ist 
die  basale  schwarze  Zone  aller  Figl  schon  weniger  scharf  abgegrenzt  und  es  stellt  sich  namentlich  beim  $  bereits 
der  dunkel  stahlblaue  Anflug  ein,  welcher  bei  trojana  beide  Geschlechter  überzieht  und  coelestis  noch  intensiver 
schimmernd  überdeckt,  alle  achilles-Zweigiorwion  aber  nur-  längs  der  hellblauen  Prachtbindc  als  schmaler 
Saum  bekleidet  und  dekoriert.  Die  costalen  transcellularen  weißen  Makeln  der  \T'lgl  bedecken  wie  bei  ania- 
zonicus  zwei  Intranervalfelder,  so  daß  pindarus-,^  wie  in  der  Größe  auch  in  der  Flcckung  sich  zu  leontius  Fldr. 
von  Columbien  hinneigt.  $  mit  deutlichen  rotbraunen  submarginalen  Streifchen  der  Hflgl-Oberseite.  Die 
Unterseite  gravitiert  durch  die  fast  rein  weißen  nur  leicht  gelblich  abgetönten  Sid>marginal-  nnd  Median¬ 
binden  zu  den  südlichen  ac/b/tes-Rassen.  Matto  Grosso.  —  trojana  Röb.  (7la)  gilt  als  einer  der  häufigsten  trojana. 
und  charakteristischen  Schmetterlinge  von  Paraguay,  welcher  vor  etwa  10  .lahren  zuerst  in  großen  Mengen 
nach  Europa  gesandt  wurde.  Die  $  dürften  jedoch  sehr  selten  sein,  gleichen  im  Goloi’it  auffallend  den  d'o, 
von  denen  sie  in  der  Hauptsache  nur  differieren  durch  fünf  rein  weiße  Medianpunktflecken  der  A'flgl  und  einen 
intensiveren  und  violettblauen  Anflug  der  Basalregion  aller  Figl.  Unterseits  haben  die  $$  mit  den  ausge¬ 
dehnte  graugrüne  Intranervalfelder  gemeinsam,  die  den  übrigen  bisher  bekannten  achilles-Vnienirten  fehlen. 

Im  allgemeinen  neigt  trojana  mehr  als  die  Schwesterrassen  zu  individaieller  Aberration;  das  Maximum,  der  eben 
angedeuteten  Progression  des  Ocellenvorhofes  der  LTnterseite  bedeutet  aber  mystica  Frühst.,  eine  Form,  bei  mnsiim. 
welcher  auf  der  Unterseite  die  gesamte  Partie  der  AT’lgl  von  der  schon  etwas  graugrün  verschleierten  Meißen 
proximalen  Ocellenbegrenzung  bis  an  die  schwarzliraune  Adinarginalbinde  licht  graugrün  überpudert  ist. 

Hflgl:  Schwarzbraune  Submarginalbinde  dopjielt  so  breit  wie  bei  normalen  trojana.  Die  ganze  ülulge  Distal¬ 
zone  bis  über  die  Ocellen  hinaus  dunkel  moosgrün  beschnppt.  Die  Schuppen  sitzen  sehr  dicht  und  bilden  ein 
kompaktes  Feld,  das  sich  in  sackartiger  Form  um  die  Ocellen  herum  biegt,  die  Ocellen  selbst  noch  völlig  um¬ 
gehend.  —  mullea  Friihst.  bezeichnet  dagegen  ein  melanotisches  Extrem:  Grundfarbe  dunkel  rotbraun,  ober-  »latira. 
seits  düster  violett  übergossen.  Medianbinde  dunkelblau,  sehr  schmal  peripherisch  blauviolett.  Submarginal¬ 
punkte  mattrosa,  granviolett  schimmernd  (anstatt  weiß).  Unterseite:  Alle  sonst  Aveißen  Zeichmuigen  dunkel¬ 
graugrün,  Ocellen  dunkel  ockergelb  umringelt,  sehr  klein,  auf  den  Vflgln.  nur  eine  statt  der  üblichen  drei.  Nach 


342 


MORPHO.  Von  H.  Fruhstorfer 


cocicstis.  Burmeister  konnnt  trojana  auch  in  der  Provinz  Misiones  in  Argentinien  vor.  —  coelestis  Btlr.  {—  achillides 
FJdr.)  eine  wolilspezialisierte  Zweigrasse  des  südlichsten  Brasilien,  schließt  sich  eng  an  trojana  RÖb.  an,  von  der 
sie  außer  der  geringeren  Größe  und  den  fast  doppelt  so  breiten  weiijen  Submarginalmakeln  der  Vflgl  durch  die 
schmalere  und  lichter,  aber  glänzender  blaue  Medianbinde  der  Oberseite  differiert.  Auch  die  roten  Submarginal¬ 
fleckchen  der  Hflgl  erscheinen  markanter  und  der  Basalanflug  der  Oberseite  aller  Figl  ist  vorherrschend  stahl¬ 
blau  und  schillert  entschieden  lebhafter  als  bei  trojana.  Die  Unterseite  nähert  sich  jener  von  achillaena  Hhn. 
durch  hervortretende,  sehr  bi’eit  angelegte,  weiße  Submarginal-  und  Medianbinden.  Die  broncegrüne  Begren¬ 
zung  der  Ocellen  jedoch  wiederum  wie  bei  trojana.  Sehr  lokal  und  zudem  selten,  in  keiner  der  Lokallisten  der 
Fauna  von  Rio  Grande  do  Sid  aufgezählt  und  nur  in  zwei  Koll.  Fruhstorfer. 

M.  achillaena  bewohnt  ein  kleineres  Areal  als  achilles;  die  Species  ist  demnach  auch  weniger  formen¬ 
reich,  die  lokalen  Abänderungen  liewegen  sich  innerhalli  engerer  Grenzen  und  die  Amplitude  der  Colorit-  und 
Zeichnungscharaktere  geben  unsere  Figuren  Tat.  7t)  a  und  b.  Der  Differentialcharakter  achilles  gegenüber 
liegt  in  dem  Fehlen  einer  scharf  abgeschiedenen  schwarzen  oder  sonstwie  erheblich  verdunkelten  Basalregion 
aller  Figl  und  dem  ansehnlicheren  transcellularen  Feld  der  Vflgl.  Valvenbildung  analog  M.  achilles  L.  Penis 
ebenfalls  mit  hornartigem  Ansatz.  Uncus  charakterisiert  durch  eine  ventrale  sehr  breite  Anschwellung,  welche 
achilles  fehlt  oder  bei  ihm  kaum  angedeutet  ist,  die  nach  unten  in  zwei  zapfenartige  Fortsätze  ausläuft,  die  bei  achil¬ 
les  auch  vorhanden  sind.  Bemerkenswert  ist,  daß  die  von  allen  Cichillaeiui-Rsissen  häufiger  sind  als  von  den 
achilles-Formen,  mit  denen  sie  sonst  in  der  Lebensweise  übereinstimmen,  indem  beide  Geschlechter  sich  in  der 
Nähe  des  Waldbodens  aufhalten  und  niemals  die  stolzen  Kreise  ziehen  wie  die  Arten  der  nienelaus-,  cypris- 
undr/zeiewor-Gruppe,  oder  weite  Distanzen  durchfliegen  wie  die  Angehörigen  der  catenarius-  ^ind polyphemus-Beihe . 
dual-rcon.  —  aiiakreon  Frühst,  geht  von  den  bisher  bekannten  Rassen  der  Westküste  am  weitesten  nach  Norden.  Oberseite 
nahe  jener  von  bahiana,  (70  b)  der  schwarze  Distalsaum  aber  costalwärts  etwas  breiter  analwärts  schmaler, 
der  weiße  Costalfleck  der  Vflgl  reduziert,  nicht  ins  Transcelhilargebiet  übergreifend.  Unterseite  sehr  dunkel. 
Die  Medianbinde  der  Vflgl  relativ  schmal,  Ocellen  ähnlich  jenen  von  trojana  dunkelgelb  umringelt.  Pernam- 
hatiiaiHi.  buco,  Ty^^e  in  der  Coli.  »Staudincier  am  Berliner  Museum.  —  bahiana  Frühst.  (70  b)  ist  im  männlichen  Ge¬ 
schlecht  nur  unwesentlich  verschieden  vom  abgebildeten  sogar  die  weißen  Medianflecken  sind  vorhanden, 
wenn  auch  stark  verkleinert.  Auch  tritt  bei  den  d'd'  ‘^^ßr  weiße  Fleck  der  Vflgl  nicht  über  die  Subcostalästehen 
hinaus  und  diese  gering  entwickelte  Makel  differenziert  bahiana  von  allen  anderen  ac7w7(aewa-Uhterarten. 
bahiana  ist  auch  unterseits  bleicher  als  anahreon  und  südlichere  Vikarianten.  Die  Ocellenreihen  nach  innen 
von  einer  fast  stets  zusammenhängenden  geknieten  grauweißen  Medianbinde  begrenzt.  In  Bahia  nicht  selten, 
und  seinerzeit  in  Gesellschaft  der  Agrias  fcrdinandi  Frühst,  in  den  trockenen  und  lichten  Wäldern  der  Provinz 
achillaena.  aufgefunden.  —  achillaena  Hbn.  (=  subfasciata  Röb.  ex  Peru,  loc.  err.)  findet  als  einer  der  am  leichtesten 
zu  erbeutenden  Falter  sehr  häufig  seinen  Weg  in  die  europäischen  Sammlnngen.  achillaena  fliegt  bei  Rio  de 
Janeiro  und  in  Espiritu  Santo  das  ganze  Jahr  hindurch  und  bevorzugt  schattige  Niederungen.  Die  Art  geht 
nicht  ins  Orgelgebirge  hinauf  und  fehlt  bereits  bei  Petropolis.  Rp  nach  von  Bönninghausen  an  einer  mit  Stacheln 
besetzten  Schlingpflanze;  nach  Burmeister  gelbgrau  mit  etwas  dunkleren  Lateralstreifen.  (J  nahe  dem  ab¬ 
gebildeten  achillides  (70  a),  aber  mit  hellblauem  Basalfeld  und  beim  $  nicht  erheblich  breiter  angelegtem  wei¬ 
ßem  Costalfleck  der  Vflgl.  $  io  der  Regel  viel  größer  als  die  d'd';  rötlichgelben  Submarginalmonde  der  Hflgl 
deutlicher  als  bei  bahiana  heraustretend.  Die  Augenreihen  der  Unterseite  von  ausgedehnten  weißlichen  Bin¬ 
den  umgrenzt.  Die  rote  Anteterminalfleckung  wesentlich  prominenter  als  bei  bahiana.  —  In  der  Provinz  Mi- 
prllana.  nas  Geraes  begegnen  wir  einem  Uebergang  von  der  Rio  Type  zur  nördlichen  Rasse,  der  als  pellana  Frühst,  beschrie- 
lien  wurde.  A-  Her  weifle  Costalflleck  der  Vflgl  reicht  nur  Ins  zur  Subcostalis  und  besteht  beim  nur  aus  2, 
anstatt  3  Teilen  wie.  bei  achillaemi.  Schwarzer  Distalsaum  der  Vflgl  schmäler,  schäi'fer  begrenzt.  Beim 
$  der  weiße  Costalfleck  ausgedehnter  als  bei  achillaena,  es  finden  sich  sogar  noch  Spuren  weißer  Makeln 
zwischen  den  Medianen.  Gesamtfärbung  lichter  Idau.  Unterseite:  Ocellen  kleiner  als  bei  den  übrigen 
pauli.'^la.  achillaena.  Submarginal-  und  ultracellulare  Transversal  binde  aller  Figl  erheblich  breiter.  —  paulista  Fr  ühst.  Distal¬ 
saum  aller  Figl  tief  eingeschnitten.  Der  weiße  Costalfleck  besteht  aus  4  schmalen  Komponenten.  Basalfeld  aller 
Figl  dunkler  als  bei  achillaena,  der  Blauschiller  gesättigter,  aber  noch  glänzender  mit  den  ersten  Spuren  der  vio¬ 
letten  Tönung  von  achillides.  Die  weiße  Transversalbinde  der  Vflgl-Unterseite  auffallend  rein  weiß  und  sehr 
ausgedehnt.  Unterseite  sehr  dunkel.  Säo  Paulo.  Ueber  die  Lebensweise  schrieb  Dr.  Seitz,  daß  die  Schwäch¬ 
lichkeit  des  Leibes  die  Morjiho  zu  langsamen  gemessenen  Flglschlägen  zwingt,  so  daß  eine  sanfte  Ruderbewe- 
violacens.  gong  entstellt,  die  den  herrlichen  Glanz  der  azurblauen  Flügel  so  recht  zur  Geltung  kommen  läßt.  —  violaceus 
subsp.  nov.  (70  a)  (als  achillides).  Beide  Geschlechter  olierseits  prächtig  dunkelblau  violett.  Die  costale 
Weißfleckung  setzt  sich  beim  ^  noch  zwischen  den  Medianadern  fort.  Submarginalmakeln  der  Vflgl  stark 
vergrößert.  Unterseite  erheblich  dunkler  als  bei  achillaena  und  gleichwie  panlista,  charakterisiert  durch  röt¬ 
lich  weiße  Anteterminialbinden  der  Hlfgl.  Ocellenbegrenzung  der  Vflgl  eigentümlich  graiüila,  jene  der  Hflgl 
bleigrau,  sehr  viel  schmäler  als  bei  den  nördlicheren  achillaena-F armen,  violaceus  geht  kaum  auf  dte  höheren 
Vorberge  hinauf;  er  ist  ein  echter  Bewohner  der  Niederung,  fliegt  auf  schattigen  Waldwegen  und  läßt  sich  nicht 
durch  Bananenköder  anlocken.  In  der  Umgebung  von  Bhimenau  scheint  violaceus  nicht  selten  zu  sein;  ein 
massenhaftes  Auftreten  wie  etwa  von  achilles  trojana  ist  aber  auch  nicht  gemeldet.  Nach  Dr.  W.  Müller 


MOUPHX).  Voll  H.  Phuhstokfiih. 


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haben  die  Eier  die  Gestalt  einer  Halbkugel,  öffnen  sich  mit  einem  nimh'n  Deckel  auf  dei'  convexen  Fläche. 

Das  Räupchen  schlüjif't  erst  mehrere  Wochen  nach  der  Eiablage  aus,  lelit  entweder  einzeln  oder  in  kleinen  Ge¬ 
sellschaften  von  3 — 5  Individuen.  Rp  auf  Platymiscium,  einer  Legimunose.  Ko])f  im  Verhältnis  zum  Vier 
sehr  groß,  hoch  und  breit,  nach  oben  verschmälert,  dabei  ziemlich  kurz  mit  zwei  starken,  horizontal  nach  hin¬ 
ten  gerichteten  konischen  Fortsätzen,  welche  auf  gemeinsamer  Basis  stehen.  Die  Oberfläche  des  Kojifes  ist 
mit  kleinen  Gruben  bedeckt,  mit  langen  schwarzen  fein  gefiederten,  verzweigten  Borsten  besetzt,  wodurch  er 
ein  pudelkopfartiges  Aussehen  wie  von  gewissen  Brassoliden  bekommt.  Rj)  nach  dem  Ausschlüpfen  ])articll 
durchscheinend,  nach  zwei  Tagen  schön  Chromgelb,  mit  breiten  gelben  Dorsal-  und  einigen  lateralen  Flecken. 

Im  späteren  Stadium  wird  der  Körper  äußerst  bunt,  liraun,  rotgelb,  weiß  und  schwarz  mit  dunklen,  den  Rän¬ 
dern  der  hellen  Partien  parallelen  Streifen.  Pp  gerundet,  mit  zwei  konischen,  kurzen  Hörnern,  länglich  eiför¬ 
mig,  grün  durchscheinend.  Die  schöne  Form  zirkuliert  seit  1888  durch  Staudingers  Angaben  in  den  ., Exo¬ 
tischen  Tagfaltern“  als  achillides  Fldr.  Durch  Typenvergleich  konnte  ich  aber  feststellen,  daß  sich  der  Xajuc 
achillides  auf  die  M.  acJi.iUes-RgüSse  von  Rio  Grande  do  Sul  bezieht,  welche  Butler  ein  Jahr  vor  Felder  M. 
coelestis  genannt  hat.  Für  den  achillides  unserer  Tafel  war  somit  ein  Name  frei,  als  welchen  ich  vvdacens 
einsetze,  um  damit  den  einzigen  bisher  bekannten  oberseits  blauvioletten  Morpho  zu  umschreiben. 

M.  patroclus  Fldr.  ist  eine  prächtige  sich  der  papirius  H pffr.  von  Peru  nähernde,  interessante  S[)ecies  ixiirocln.'i. 
der  r/.c7d/fes-Gruppe  des  östlichen  Columbiens,  bezeichnet  anscheinend  ein  Kind  der  Ebene.  Er  wurde  von  Fasse  I)ei 
Villavicencio  in  einer  Höhe  von  400  m  angetroffen,  während  am  Oberen  Rio  Negro  in  etwa  800  m  schon  cler 
erheblich  differenzierte  M.  achilles  hector  Röh.  fliegt.  Im  Gegensatz  zum  rundflügeligen  achilles-Yy\mü  zeigt 
palroclus  gestreckte  Flglkonturen,  namentlich  die  Hflgl  sind  nach  hinten  verschmälert  und  lang  ausgezogen. 

Basis  der  Oberseite  aller  Figl  breit,  satt  tiefschwarz,  mit  unmerklichem  dunkel  veilchenblaiiein  Schiller.  Die 
Praclitbinde  auffallend  breit,  aber  dennoch  einen  ausgedehnteren  schwarzen  Apicalbezug  als  bei  papirius  frei¬ 
lassend.  Analwinkel  der  Hflgl  wie  bei  agamedes  und  phohylides  mit  blauem  statt  rotem  Irdfleck.  Unterseite 
von  allen  ac/ii77e5-Rassen  und  auch  von  papirius  differenziert  durch  sehr  schön  ockergelb  iimringelte  Ocellen. 
sehr  breite  grünlich-weiße  Medianfleckenbinde  der  Vflgl  und  ausgedehnten  hellgrünen  Ocellenvorhof  der  Hflgl. 

Unterseite  aller  Figl  bei  beiden  Geschlechtern  eigentümlich  reich  bräuidich  ocker-  oder  erdfarben  mit  mattem 
grünem  Schimmer,  der  selbst  auf  der  über  50  Jahre  alten  Felde n’schen  Type,  die  mir  durch  die  Freundlich¬ 
keit  der  Herren  am  Tring  Museum  vorliegt,  deutlich  zu  erkennen  ist  und  welche  bei  dem  FASSL’schen  Exemplar 
so  deutlich  zutage  tritt,  daß  ich  dasColorit  für  eine  Fehlfärbung  hielt. — theodorusFn/Ä.sf.  vom  oberen  Uau])es  thmtlorus. 
ist  dagegen  wieder  normal  gefärbt  mit  weniger  lebhaft  glänzender  Binde  der  Oberseite.  Alle  Figl  unter- 
seits  ohne  bräunlich-grünen  Anflug,  sich  mehr  der  achilles-F'drhimg  nähernd  mit  geringer  grünlich-Aveißer  pro¬ 
ximaler  Begrenzung  der  Ocellenketten.  —  papirius  Ftpffr.  bezeichnet  eine  Avohlseparierte,  dem  SjAeciesrange  papirui.'i. 
nahe  Ortsform  vom  Chanchamayo  in  Peru,  die  an  Ausdehnung  der  hellblauen  Prachtbinde  der  Oberseite  noch 
theodorus  überbietet,  so  daß  der  schwarze  Distalsauin  namentlich  auf  den  Vflgln  auf  Avenige  mm  -Breite  zu¬ 
sammengedrängt  wird,  aus  dem  aber  wie  ein  Perlenbesatz  markante  reiiiAveiße  SidAmarginalpunkte  heiwor 
leuchten.  — Das  Maximum  der  EntAvicklung  an  habitueller  Größe  und  Farbenpracht  beobachten  Avir  jedoch  erst 
bei  achilles  von  den  Quellflüssen  des  Amazonas  in  Peru.  Die  dortige  geographische  Varietät  agamedes  suhsp.  ayumedes. 
nov.  erreicht  eine  Vflgllänge  von  75  mm  gegen  55  mm  des  achilles  achilles  L.  von  Surinam,  und  die  hellblaue 
Prachtbinde  der  Figloberfläche  füllt  ein  Feld  von  30  mm  Breite  aus,  Avährend  die  analoge  Binde  A-on  achilles 
nicht  über  12 — 13  mm  hinausgeht.  Dadurch  Avird  die  äußere  sch AAmrze  Verbrämung  aller  Figl  naturgemäß  erheb¬ 
lich  eingeschränkt,  wenn  auch  die  für  achilles  so  charakteristische  basale  tiefscliAvarze  aber  nach  außen  stahl¬ 
blau  umgrenzte  Region  keine  Einschränkung  erfährt.  Nur  erweitert  sich  die  herrlich  glänzende  IMittelbinde 
etwas  in  der  Zelle  der  Vflgl  und  tritt  noch  mehr  Avie  bei  papirius  II pffr.  in  die  Zelle  der  Hflgl  ein.  Auch  unter- 
seits  ergibt  sich  eine  Annäherung  an  M.  papirius  Hpffr.  durch  die  Avesentlich  größeren  Ocellen,  die  erst  eine 
hell  ockergelbe,  dann  eine  broneeglänzende  hellgrüne  PerijAherie  tragen,  die  an  Schönheit  und  Ausdehming 
nur  wenig  hinter  jener  von  patroclus  Fldr .  zurücksteht.  —  phokylides  Frühst.,  aus  Yungas  in  Bolhden,  in  neuerer  phokylldcs. 
Zeit  in  Anzahl  gekommen,  bildet  die  natürliche  Fortsetzring  A-on  agamedes,  A^erliert  aber  bereits  an  Figlausmaß. 

Die  Medianbinde  wird  dunkler  und  verschmälert  sich  sowohl  in  der  Richtung  nach  dem  Costalrand  der  XT'lgl, 

Avie  auch  nach  dem  InneiiAvinkel  der  Hflgl.  Die  Ocellen  der  Unterseite  sind  AA'ieder  trübgelb  und  A-erA\aschen 
weißlich,  blau  umrandet,  so  daß  ein  Anschluß  an  theodorus  erreicht  Avird.  Vah^e  distal  scharf  gezähnt,  l'ncms 
ohne  die  ventralen  Lamellen,  Avelche  achillaena  und  achillaena  suhfasciata  Röh.  kennzeichnen. 

M.  peieides  findet  sich  von  Mexiko  südAvärts  bis  Ecuador  und  östlich  in  X^enezAiela.  XVenngleicb  pclculcs. 
peleides  nur  ein  verhältnismäßig  kleines  Gebiet  bcAvohnt,  ist  seine  Mutationsfähigkeit  in  der  IMorphidenAAelt 
beispiellos  und  keine  andere  Species  hat  auch  nur  eine  annähernd  so  sprnngAA'eise  Umbildung  auf  geographisch 
eng  begrenztem  Flugort  (selbst  Inselrassen  nicht  ausgenommen)  aufzuAA'eisen  als  peleides.  Die  Rassen  A-on 
Mexiko,  Honduras,  Nicaragua,  Columbien  stehen  sich  ziemlich  nahe.  dazAvischen  schieben  sich  in  Guatemala 
und  Costa  Rica  Subspecies  ein,  die  das  übliche  Kleid  auch  unterseits  (Guatemala)  A'öllig  A-erändert  haben  und 
ihre  Zugehörigkeit  zum  Stamm  ist  nur  vermöge  des  Flglschnitts  und  der  Ocellen-Anlage  zu  konstatieren. 

Von  hohem  Interesse  erscheint  auch  das  Auftreten  zAveier  geographischer  Rassen  in  Guatemala.  A-on  denen 
eine  nur  die  atlantischen  Abhänge  der  zentralen  Vulkane,  die  erheblich  seltenere  ausschließlich  die  pacifische 


344 


MÜRPHÜ.  Von  H.  Fruiistorfer. 


Küste  dieses  Landes  bewohnt,  so  daß  beide  von  Godman  und  Salvin  1881  noch  als  gesonderte  Arten  aufge¬ 
faßt  wurden.  Um  sich  das  heutige  bunte  Rassengemisch  zu  erklären,  glaubten  die  genannten  x4.utoren  die  Theo¬ 
rie  auf  stellen  zu  dürfen,  daß  der  Isthmus  von  Panama  ursYjrünglich  von  zwei  ilforp/m- Arten  bewohnt  war,  von 
denen  bestimmte  Formen  von  hyacinthus  Btlr.  die  Inseln  bevölkerten,  die  sich  an  Stelle  des  heutigen  Panama 
und  Cbsta  Rica  aus  dem  Meere  erhoben,  und  daß  die  älteste  Species,  als  welche  sie  'peleides  Koll.  betrachten, 
nur  in  Columbien  endemisch  war,  daß  ferner  damals  noch  kein  Morpho  in  Guatemala  und  Mexiko  existierte. 
Nachdem  aber  tlurch  geologische  Umwälzungen  die  jetzige  I.iandverbindung  hergestellt  war,  hatte  peleides 
Gelegenheit,  dem  Isthmus  entlang  vorzudringen,  liyacirdlms  in  Costa  Rica  seitlich  hegen  zu  lassen  und  den  Rest 
von  Central-Amerika,  Yucatan  und  Süd-Mexiko  zu  occiipieren.  Diejenige  Form,  Avelche  sich  an  der  pacifischen 
Küste  von  Gnatemala  ausbildete,  hätte  sich  am  erheblichsten  verändert  und  sich  zu  octavia  umgewandelt, 
während  die  übrigen  sich  nur  unerheblicher  von  ihren  columbianischen  Vorfahren  differenzierten.  Nach  un¬ 
seren  heutigen  Erfahrungen  bedarf  es  einer  so  komplizierten  Erklärung  nicht  mehr;  es  handelt  sich  bei  den  frag¬ 
lichen  Morphiden  einfach  um  örtliche  und  individuelle  Abänderungen,  wie  wir  ihnen  unter  den  Angehörigen 
anderer  Familien  selbst  noch  weitgehender  modifiziert  (Papilioniden,  Euthaliiden),  namentlich  auf  asiatischem 
Boden  begegnen,  peleides  ist  unzweifelhaft  ein  naher  Verwandter  von  achilles  und  vermutlich  dessen  nörd¬ 
liche  Form,  wie  Gon  man  und  Salvin  bereits  annahmen,  und  in  Columlnen  setzt  peleides  da  ein,  wo  achilles  ver¬ 
schwindet,  indem  er  nur  den  Avestlichen  Teil  dieses  Landes  von  Bogota  an  bis  zur  Küste  des  Pacific  bewohnt, 
während  achilles  vor  den  Ost-Cordilleren  Halt  macht,  peleides  hat  mit  achilles  die  Lebensweise  gemeinsam, 
indem  auch  er  das  L^nterholz  Iiewohnt,  ohne  sich  an  den  Sonnenflügen  seiner  congenerischen  ilf.  cypjris  und 
theseus  zu  beteiligen.  Die  einzelnen  benannten  Formen  Avechseln  im  Colorit  in  der  Weise,  daß  beide  Geschlech¬ 
ter  sich  oberseits  durch  eine  breite  schwarzbraune  Basalzone  dem  achilles  nähern  (limpida  67  a),  oder  durch 
das  Fehlen  einer  basalen  Verdunklung  sich  mehr  dem  achillaena  anschließen  (octavia  69  a).  Doch  existieren 
zAvischen  beiden  HaujAtformen  alle  denkbaren  LTebergänge;  so  kann  der  Basalteil  auch  hellblau  oder  dunkel- 
stahlblau  Avie  bei  peleus  Röb.  schillern.  Aeußerst  veränderlich  zeigen  sich  auch  die  submarginalen  Weißfleck¬ 
chen  und  Fostahnakeln  der  Vflgl,  von  denen  zAvei  oder  drei  mehr  oder  Aveniger  hervortretende  Reihen  vor¬ 
handen  sein  können,  zu  denen  sich  aber  gleichfalls  ganz  regellos  transcellulare  mediane  Weißpunhte  gesellen. 
Nur  bei  den  $$  sind  diese  Medianornamente  stets  vorhanden  und  verbreitert  sich  bei  ihnen  manchmal  die  braune 
Distahmrbrämung  bis  nahe  an  die  Vflglzelle.  Die  $$  besitzen  in  der  Regel  durcliAveg  hellblauglänzende  Ober¬ 
fläche  der  Hflgl,  aber  ebenso  gut  existieren  ^-Formen  mit  beinahe  völlig  brauner  Oberseite,  auf  der  nur  noch 
Rudimente  einer  in  diesem  Falle  dunkelblauen  Medianbinde  Amrhanden  sind.  Anscheinend  ganz  regellos  aux- 
riiert  auch  das  Colorit  der  Unterseite,  Amn  denen  die  Rassen  von  Columbien  und  Mexiko  am  sattesten  schAvarz- 
braun  ausgefärbt  sind,  Avährend  sich  dazAAÜschen  die  namentlich  auf  denVflgln  in  der  distalen  Partie  A^orherr- 
schend  Aveißlich  gebänderten  Exemplare  Amn  Centralamerika  einschieben.  Ein  Merkmal  aber  hält  sich  durch 
alle  Formen  konstant:  es  ist  dies  die  distal  nasenförmig  ausgebogene  Aveißlichgraue  Medianlinie  der  Lauter- 
Seite  der  Hflgl,  AA'elche  zAvischen  der  Amrderen  und  den  drei  hinteren  Ocellen  einen  spitzen  Winkel  bildet  und  an 
dieser  Stelle  niemals  unterbrochen  ist,  im  Gegensatz  zu  den  ac/nV/ae/m-Rassen,  bei  Avelchen  die  Medianbinde 
aufgelöst  oder  zusammenhängend  innerhalb  derselben  geographischen  Rasse  vorhanden  sein  kann.  Klammer¬ 
organe  im  engsten  Anschluß  an  jene  von  M.  achilles;  Valve  distal,  aber  merklich  schmäler,  deutlicher  gezähnt, 
der  dorsale  Wulst  aber  bereits  reduziert.  Ventrale  Anhängsel  des  Lbicus  ebenso  schAvach  AAÜe  bei  achilles.  Pe- 
nis  mit  längeren  und  sjiitzeren  Zähnen  als  bei  achilles  und  achillaena  bexvehrt.  —  montezunia  C'Me«.,  die  nörd¬ 
lichste  sowie  habituell  kleinste  Rasse  und  zugleich  am  leichtesten  auszuscheiden  durch  die  rundlichen  ATlgl, 
die  Amn  einem  relativ  Iireiten  tiefscliAvarzen  Distalsaum  umzogen  sind,  in  dem  nur  eine  Serie  stecknadelkopf¬ 
großer  rein  Aveißer  Punktflecken  eingelagert  ist.  Der  Distalsaum  entsendet  längs  der  Adern  feine  scliAvarze 
Spitzen.  L^nterseite  vorherrschend  rotbraun  mit  auffallend  .kleinen  Ocellen  und  rötlichgelben  Anteterminal- 
binden  aller  Figl  und  einer  ebensolchen  transcellularen  Begrenzung  der  Vflgl ;  $$  dürften  selten  sein ;  sie  feh¬ 
len  meiner  Sammlung.  Godman  und  Salvin  registrieren  auch  Yucatan  als  Fundort.  —  Durch  die  Firma 
-du.  Bang-Haas  empfing  ich  neuerdings  eine  interessante  Orts-  oder  Zeit-,  vielleicht  auch  Höhenform  zela  suhsp. 
nov.  von  deutlichem  woidezMwa-C'harakter  durch  die  abgerundeten  ^Tlgl  und  die  noch  ausgesprochener  durch- 
Aveg  trüb  Aveinrot  gebänderte  Unterseite,  die  oberseits  bemerk ensAvert  ist  durch  den  nur  AA’enige  mm  breiten 
scliAvarzen,  nur  geringfügig  Aveiß  besetzten  Außensaum  der  ATlgl,  Avelcher  proximal  keine  scliAvarzen  Zähne 
odavia.  längs  den  Adern  eindringen  läßt.  Ein  genauerer  Fundort  als  Mexiko  AAUir  nicht  zu  ermitteln.  —  octavia  Bat. 
(69  a)  muß  AA'egen  seinem  zart  lichtblauen  aber  ungemein  glänzenden  Schiller  und  der  ausgedehnten  Aveißlich- 
braunen  Figlumrahmung  als  einer  der  bemerkensAvertesten  nnd  am  leichtesten  erkennbaren  IMorjihiden  bezeich¬ 
net  Averden.  Das  $  ist  noch  blasser  als  das  U  u^d  es  schimmern  bei  beiden  Geschlechtern  die  Augen  der  L^nter- 
seite  deutlich  durch.  Lbiterseite  basalwärts  licht  kakao-,  die  Distalregion  hell  habanabraun  mit  leichtem  vio¬ 
letten  Schimmer,  Aveißlichen  Binden  und  fleischfarbenen  Anteterminalflecken.  Ocellen,  namentlich  jene  der 
Hflgl  sehr  groß  lichtockergelb  umringelt.  Heimat  ausschließlich  die  Wälder  der  pacifischen  Küste  xmii  Gua- 
^onams.  temala.  —  Als  zonaras  suhsp.  nov.  wird  hier  eine  AA''eitere  dem  oc/uum-Typus  AmrAvandte  Ortsform  eingefülirt, 
deren  Type  sich  im  Britisch  Museum  befindet,  mit  dem  sehr  fraglichen  Fundort  ,, Columbien“.  Das  (lifferiert 
Amn  octavia  durch  noch  reiner  Aveiße  anteterminale  Aufhellung  und  lichter  blaue  Basalpartie  aller  Figl.  Unter- 
seits  dehnt  sich  das  braune  Randgebiet  Aveiter  nach  innen  der  Zelhvand  zu  aus  und  die  submarginalen  klammer- 


Ausgegeben  5.  VI.  1913. 


MORPHO.  Von  H.  Fruhstoefee. 


345 


artigen  Zeichnungen  sind  nicht  nur  erheblich  vergrößert,  sondern  auch  proximal  noch  von  einer  markanten 
braunen  Binde  umgrenzt.  —  hyacinthus  Butt.  (67  a)  bewohnt  Honduras,  wo  er  aber  keineswegs  häufig  vor-  hgajinihns. 
kommt.  Von  montezuma  leicht  durch  bedeutendere  Größe  und  spitzere  Vflgl  zu  trennen,  ist  hyacinthus  noch 
bemerkenswert  durch  das  lichtere  glänzendere  Blau  der  Oberfläche  aller  Figl.  Der  schwarze  Distalsaum  in 
der  Regel  nach  innen  glatt  abgeschnitten;  doch  existieren  auch  Exemplare  mit  proximal  noch  prägnanter  als 
bei  montezuma  gezahntem  Außensaum.  Greiforgane  in  der  Artdiagnose  beschrieben,  —crispitaenia  Frühst,  ist  dazu  crispUaen'ia. 
eine$-Forni,  fast  bis  zur  Flglmitte  braunschwarz  gesäumt,  mit  stattlichen  weißen,  distal  in  eine  feine  Spitze  auslau¬ 
fenden  Medianmakeln.  —  pudicis  Frühst,  bezeichnet  die  Lokalrasse  von  Nicaragua ;  sie  sind  viel  kleiner  als  Exem-  patliris. 
plare  aus  Mexico  und  Honduras,  der  Distalsaum  der  Vflgl  sehr  schmal.  Die  Flghmterseite  ähnlich  wie  bei 
Bttr.  aufgehellt ;  die  Zeichnungen  sind  aber  etwas  mehr  verschleiert,  Ocellen  größer  als  bei  crispitaenia,  Transversal¬ 
binden  der  Hflglzelle  etwas  schmaler  als  bei  limpida.  —  Unter  limpida  Bttr.  als  dem  ältesten  Namen  werden  tnnplda. 
hier  die  polymorphen  Individuenreihen  zusammengefaßt,  welche  Costa-Rica,  den  Vulkan  Chiriqui  und  den  Staat 
Panama  bewohnen.  Wir  bieten  67  a  die  Hauptform  von  Costa-Rica,  welche  unter  dem  Namen  hydorina  Bttr.  hgdorina. 
im  British  Museum  etikettiert  ist  un.d  sich  auszeichnet  durch  zumeist  dunkelbraune  Basalhälfte  aller 
Figl.  —  marinita  bezeichnet  Exemplare  mit  reduzierter  blauer  Medianbinde  der  Hflgl,  die  unter  Umständen  marinUa. 
ganz  verschwinden  kann;  — der  Name  narcissus umschreibt  vom  Vulkan  Chiriqui  mit  prächtig  metal-  nareissus. 
lisch  blauglänzender  Innenhälfte  aller  Figl,  und  limpida  selbst  ist  auf  eine  aberrative  Intermediatform  basiert. 

Nach  Angaben  von  Godman  und  Salvin  könnte  man  aber  in  ähnlicher  Weise  noch  eine  weitere  Reihe  von  Namen 
aufstellen,  weil  kein  Stück  dem  andern  gleicht.  Sicher  ist  nur,  daß  nareissus  mit  ihrer  vorwiegend  dunkel-  oder 
violettblauen  Basis  hinüberleitet  zu  peleides  Koll.,  dem  häufigsten  Morpho  von  Columbien,  der  in  keiner  der  von  peJeidrs. 
dort  kommenden  Sendung  fehlt.  DieWeißpunktierung  der  Submarginalzone  von  peleides  bleibt  einfacher  als  bei 
den  nördlichen  Rassen,  der  Distalsaum  stets  schmal,  tief  schwarz,  proximale  Zähnelung  ist  nur  selten  und  aixch 
dann  nur  undeutlich  vorhanden.  Das  lichte  Blau  der  Oberseite  gleichartig  nur  mit  unmerklichem  dunklerem 
leicht  violettem  Schiller  über  der  Basalpartie.  $  mit  zwei  Reihen  weißer  Submar^inalpunkte  der  Vflgl, 
von  denen  auch  die  inneren  rundlich  und  nicht  strichförniig  gestaltet  sind  wie  bei  limpida.  Lbiterseite  der 
wie  schon  oben  bemerkt  am  sattesten  gefärbt,  nahezu  tief  schwarzbraun  mit  grauweißen  Anteterminallinien.  pe¬ 
leides  findet  sich  nach  Fasse  nur  im  westlichen  Columbien  von  Bogota  bis  zur  pacifischen  Küste,  während 
achilles  nur  östlich  auf  tritt,  und  es  scheinen  sich  die  beiden  Arten  einander  auszuschließen. — -Ei  von  der  Größe 
des  achilles-'Ei,  halbkugelig,  Basis  etwas  eingedrückt,  grünlichgelb,  matt  durchscheinend,  Oberfläche  rauh, 
nicht  glänzend.  —  cortone  subsp.  nov.  differiert  von  den  landläufigen  peleides  durch  kleinere  Gestalt,  die  na-  cortone. 
mentlich  nach  außen  viel  heller  blauschimmernde  Oberfläche  und  den  ausgedehnteren  schwarzen  Außensaum 
aller  Figl.  Die  Unterseite  führt  als  bemerkenswert  nahezu  völlig  weiße  Subterminallinien,  hell  bronzegrün 
glänzende  proximale  Ocellenbegrenzung  und  lichtgelb  umringelte  Augen.  Auch  die  zinnoberroten  Mondflecken  der 
Hflgl  treten  deutlicher  heraus  und  dürfen  als  noch  einmal  so  breit  als  bei  peleides  betrachtet  werden.  Columbien. 

—  maculata  RÖb.  muß  als  die  südlichste  bisher  erschlossene  Ortsform  gelten,  maculata  ist  leicht  kenntlich  durch  maexdata. 
weißlicher  blaue  Oberfläche,  relativ  schmale  Umrandung  und  hauptsächlich  die  aufgehellte  Unterseite  mit  ihrer 
ausgedehnten  grauweißen  Ocellengrenzbinde,  den  verblaßten  Submarginalmonden  und  verbreiterten  Ante- 
terminalmakeln.  Ecuador.  —  corydon  Guen.  ist  der  östlichste  Ausläufer  der  Gesamtart  und  bereits  seit  1859  corgdon. 
aus  Venezuela  beschrieben,  aber  immer  noch  selten  in  den  Sammlungen.  kleiner,  Hflgl  breiter  schwarz 
gerandet.  Unterseite  noch  bleicher  gebändert  als  maculata,  Ocellen  recht  klein,  ähnlich  jenen  von  pudicis 
Frühst.  Transversalbinden  der  Vflglzelle  noch  breiter  als  bei  maculata.  Das  $  ist  noch  nicht  bekannt.  Nach 
Dr.  Hahnel  nascht  corydon  gerne  an  abgefallenen  Früchten  und  kann  insbesonders  gespaltenem  und  auf  Wald¬ 
wegen  ausgelegtem  Zuckerrohr  nicht  widerstehen,  doch  sind  es  vielfach  nur  abgeflogene  Stücke,  die  an  den  Köder 
gehen.  —  peleus  RÖb.  (69  b)  ist  eine  interessante,  gut  differenzierte  Form  sei  es  der  Regenzeit  oder  des  Gebirges,  pclcus. 
etwa  der  nareissus  Stgr.  von  Panama  (Chiriqui)  entsprechend,  mit  blau  verdunkelter  Basalpartie  aller  Figl, 
die  mit  intensivem  nahezu  violettem  Schiller  übergossen  ist.  Das  schwarze  Randgebiet  aller  Figl,  schmäler 
apicalwärts  nicht  verbreitert  und  somit  auf  den  Vflgln  parallel  mit  dem  Außenrd  verlaufend.  Unterseite  etwa 
wie  bei  insularis  Frühst,  von  Trinidad,  ohne  die  weißliche  Aufhellung  proximal  der  Ocellenkette.  Die  Binde 
längs  der  Ocellen  nicht  weiß,  sondern  grünlich  wie  bei  corydon,  im  Medianteil  nicht  unterbrochen,  sondern  zu  einer 
vorspringenden  Nasenzeichnung  vereinigt.  Venezuela,  Cotype  in  Coli.  Fruhstoefee.  —  insularis  subsp.  nov.  insularis. 
Eine  ausgezeichnete  Inselrasse;  oberseits  der  peleides  cortone  Frühst,  ähnlicher  als  ihrer  benachbarten  Vene¬ 
zuela-Rasse,  der  schwarze  Distalsaum  der  Figl,  namentlich  der  Hflgl,  erheblich  schmäler,  ohne  submarginalen 
Besatz  von  roten  Fleckchen.  $  oberseits  dem  corydon-^  sehr  ähnlich,  aber  mit  ausgedehnterer  schwarzer  Um¬ 
rahmung  aller  Figl.  Die  Transcellularregion  etwa  wie  beim  peleides-^,  Fbev  satter  veilblau.  Von  der  Costale  bis 
zur  hinteren  Mediana  sind  fünf  weiße  intranervale  Punkte  eingebettet,  die  größer  sind  als  beim  peleides-^mxd  mehr 
an  jene  von  hyacinthus  Bttr.  gemahnen.  Die  bei  peleides  deutliche  proximale  (zweite)  submarginale  Punktserie 
fehlt.  Hflgl  mit  ganz  unbedeutenden  rötlichen  Makeln.  Die  blaue  Region  satter  blau  als  bei  peleides,  mit  präch¬ 
tigem  violettem  Schiller;  Unterseite  erheblich  dunkler  als  bei  corydon,  jener  von  cortone  gleichend.  Der  Ocellen- 
vorhof  dicht  grünlich  überstäubt,  die  weißlichen  und  hellbraunen  Partien  der  Medianregion  aller  Figl,  welche 
corydon  auszeichnen,  fehlen.  Nach  Kaye  ziemlich  häufig  auf  Trinidad;  beide  Geschlechter  am  Maracas-Fall 
von  A.  H.  Fasse  gesammelt.  Aus  der  Sierra  Nevada,  Venezuela  wird  von  Godman  und  Saevin  eine  peleides- 
Form  registriert,  welche  vielleicht  corydon  Guen  mit  peleides  Koll.  verbindet. 

V 


44 


346 


MORPHO.  Von  H.  Pruhstobfer. 


M.  leontius  differiert  von  peleides  durch  breiteren  schwarzen  Distalsaum,  der  sich  namentlich  auf  den 
Vflgln  zellwärts  erweitert  iind  auch  jenen  von  peleides  cortone  Frühst,  an  Ausdehnung  ühertrifft.  Basalpartie 
aller  Figl  etwas  blauviolett  schimmernd,  aber  nicht  so  erheblich  verdunkelt  wie  bei  p>eleus.  Unterseite  wie  bei 
leontius.  peleus,  jedoch  mit  offener  Binde  im  Medianteil  der  Hflgl.  Zwei  Arealformen :  leontius  Fldr.  mit  proximal  tief 
eingeschnittenem  schwarzem  Distalsaum  der  Vflgl.  Das  Saumgebiet  der  Hflgl  ausgedehnter  als  bei  popilius. 
Unterseite  etwas  lichter  als  bei  der  Bolivia- Spaltrasse,  die  Längsbinden  reiner  weiß.  Felde r’s  Type  ist  auf  ein 
aberratives  Exemplar  gegründet  mit  fünf  statt  drei  Ocellen  der  Vflgl-Unterseite  und  trägt  das  falsche  Fundorts- 
popilius.  etikett:  ,, Bogota“;  leontius  bewohnt  vermutlich  das  Cauca-Tal. — popilius  Hp//r.,  von  ihrem  Autor  aus  Bolivien 
und  Venezuela  beschrieben,  ist  gleichfalls  noch  sehr  selten;  meine  Sammlung  enthält  nur  ein  und  das  $  dürfte 
überhaupt  noch  der  Entdeckung  harren,  popilius  wird  charakterisiert  durch  die  äußerst  zarte  lichtblaue,  aber 
dennoch  lebhaft  glänzende  Oberseite  aller  Figl,  welche  etwas  an  jene  von  jyeleides  erinnert,  aber  nach  innen 
in  ein  leicht  stahlblau,  nach  außen  in  ein  beinah  weißlich  abgetöntes  Gebiet  übergeht,  während  peleides  mehr 
gleichartig  und  satter  blau  erglänzt.  Charakteristisch  erscheint  auch  der  costalwärts  verbreiterte,  nach  hinten  , 
aber  verjimgte  schwarze  Distalsaum  der  Vflgl,  der  mit  fünf  von  vorne  nach  dem  Analwinkel  zu  an  Größe  ab¬ 
nehmenden  Weißpunkten  besetzt  ist.  Distalverbrämung  der  Hflgl  ebenfalls  mit  einer  leichten  Neigung,  sich  nach- 
hinten  zu  verschmälern,  mit  ganz  schwachen  Spuren  von  rötlichen  Makeln.  Unterseite  ähnlich  jener  unserer 
Figur,  die  sich  aber  auf  eine  andere  Sjjecies  bezieht  {vitrea  Btlr.),  die  ich  zuerst  für  popilius  gehalten  habe.  Grund¬ 
farbe  aber  mehr  rotbraun;  Submarginal-  und  Medianbinde  gelblich-weiß,  breiter.  Ocellen  kleiner,  heller  gelb 
umringelt.  Wenn  popilius  wirklich  auch  in  Venezuela  vorkommt,  wie  dies  Hopffeb  annahm,  muß  die  Vene- 
”  zuela-Rasse  ganz  erheblich  von  dem  nonienclatorischen  Typus  aus  Bolivien  abweichen,  denn  daß  sich  ehre 
Morpliide  auf  einer  so  gewaltigen  Distanz  nicht  verändert  haben  soll,  ist  nach  den  Erfahrungen  bei  allen  ver¬ 
wandten  Species  ausgeschlossen. 

ielamon.  M.  Vitrea  zerfällt  in  zwei  Arealrassen;  telamoii  Röb.  stammt  aus  dem  Cauca-Tal  in  Columbien  und  kommt 

peleides  Koll.  nahe.  Von  peleides  unterscheidet  sich  telamon  nach  Angaben  ihres  Autors  schon  wesentlich  durch 
die  Plglform :  die  Vflgl  sind  breiter  (sehr  ähnlich  der  diagonalen  Hälfte  eines  Quadrats)  und  die  Hflgl  sind  viel 
runder.  Die  Oberseite  ist  nicht  so  weißblau  wie  bei  jieleides  und  hat  bei  gewisser  Belichtung  einen  stark  vio¬ 
letten  Schein.  Der  auf  den  V-  und  Hflgln  ganz  gleichmäßig  breite  dunkle  Außenrd  ist  nicht  schwarz,  sondern 
nur  grauschwarz  und  sehr  schmal  (kaum  4  mm  breit)  mit  sehr  undeutlichen  lichten  Submarginalfleckchen; 
der  Wurzelteil  der  Oberseite  ist  nicht  verdunkelt,  der  Vrdsstreifen  der  Vflgl  ist  gleichfalls  nur  grauschwarz 
und  wenig  auffallend,  und  der  weiße  Vrdsfleck  in  der  Nähe  des  Mittelzellensehlusses  ist  sehr  klein  und  obsolet, 
daher  nicht  auffallend.  Am  Innenwinkel  der  Hflgl  ist  nur  ein  sehr  obsoletes  rotbraunes  Streif  dien.  Die  Unter¬ 
seite  ist  viel  lichter  (rötlichbraun)  als  bei  qjeleides,  die  Vflgl  haben  außer  den  gewöhnlichen  drei  Augenflecken 
noch  ein  viertes  kleines,  nicht  vollständig  ausgebildetes  Auge  zwischen  der  oberen  Radialis  und  dem  letzten 
Subcostalaste,  die  lichte  Umsäumung  der  Augenflecke  erscheint  viel  breiter  und  schmutzig  rötlichweiß,  die 
schräge  weißliche  postmediane  Binde  ist  ansehnlicher  und  stößt  am  Außenwinkel  mit  der  lichten  Submargmal- 
zeichnung  zusammen.  Der  gelbliche  Submarginalstreifen  der  Vflgl  ausgedehnter,  die  Submarginalzeichnungen 
der  Hflgl  sind  weniger  und  die  schmutzig  rötlichen  Streifchen  in  ihnen  sind  sehr  gering  entwickelt.  Das  Subapical- 
vitrea.  äuge  der  Hflgl  kleiner  als  bei  peleides.  Flglspannweite ;  118  mm.  —  vitrea  Btlr.  (69  b,  als  popilius),  führt  gleich 
telamon  einen  sehr  schmalen  proximal  tief  gezahnten  schwarzen  Distalsaum,  einen  schmalen  nach  der  Basis 
zu  in  eine  feine  Linie  auslaufenden  weißen  Oostalfleck  und  drei  Subapicalpunkte  der  Vflgl,  Oberfläche  aller  Figl 
grünlichblau  mit  goldigem  seitlichem  Reflex,  wie  wir  ihn  bei  keiner  anderen  Morpho-Axt  beobachten.  Unter¬ 
seite  braun  mit  eigentümlichem  olivengrünem,  mattem  Schimmer.  Medianbinde  grünlich,  broneeglänzend.  ^ 
Ocellen  mit  grünlichgelber  Peripherie  und  leichthin  rot  und  violett  gekernter  Pupille.  Bolivien,  Provinz  Yungas. 

2  in  Koll.  Fruhstorfer.  Vflgllänge  60 — 63  mm ;  das  $  hat  einen  erheblich  verbreiterten  schwarzen  Distalsaum 
der  Vflgl,  der  in  Gestalt  langer  Zähne  sich  längs  den  Adeim  verbreitert.  Etwas  jenseits  der  Zelle  lagern  vier 
undeutliche  weiße  intranervale  Punkte,  die  vor  der  hinteren  Mediane  aufhören.  Hflgl  etwa  wie  bei  peleides 
Koll.  Die  Basalregion  aller  Figl  mäßig  breit  schwärzlich  mit  intensiv  ultramarinblauem  Schiller.  Unterseite:  i 
Ocellen  erst  breit  grünlichgelb,  dann  schwärzlich,  endlich  hellgrün  umringelt,  die  grünliche  Peripherie  ausgedehnter 
als  beim  (J  nach  der  Costale  zu  etwas  in  Weiß  übergehend.  Submarginalbinde  nur  leichthin  Aveißlich,  grün 
überstäubt.  Hflgl  mit  unscheinbaren  rötlichen  Terminalfleckchen.  Coroico,  1500  m,  Bolivien.  Butle r’s  Diagnose 
seiner  Form  ist  etAvas  knapp  und  läßt  Zweifel  offen,  ob  sie  sich  auf  die  hier  behandelte  Art  bezieht.  Wir  über¬ 
setzen  demnach  die  Originalbeschreibung.  Oberseite  veränderlich  blaugrün.  Basis,  V- und  Hrd  der  Hflgl 
braun.  Distalsaum  breit  braun.  Vflgl  mit  einem  Aveißen  Fleck  am  Ende  der  Zelle,  Avelcher  von  der  ersten  Sub-. 
costalader  begrenzt  wird.  Eine  submarginale  Reihe  von  sechs  Aveißen  Flecken  besetzt  den  Distalsaum.  Un¬ 
terseite  wie  bei  achilles,  nur  daß  die  Binden  grünlicher  erscheinen  und  etwas  mehr  unterbrochen  sind,  vitrea  dif¬ 
feriert  von  achillaena  in  der  Weise,  daß  der  braune  Distalsaum  der  Oberseite  nur  etAva  die  halbe  usuelle  Ausdehnung 
aufweist,  daß  das  blaue  Kolorit  mehr  grünlich  ist  und  die  Unterseite  dem  il/.  achilles  mehr  ähnelt  als  achillaena.  [ 

M.  granaderisis  von  Zentral-Amerika  bis  Ecuador  verbreitet  ist  entgegen  der  Vermutung  Felder’s, 
daß  es  sich  um  eine  Lokalform  der  deidamia  handeln  könnte,  und  auch  dem  ZAveifel  Staedinger’s  an  ihrem  Art-  i 
Avert,  eine  vollgültige  scharf  umgrenzte  Species.  Eine  Arealform  der  deidamia.  Hhn.  (67  a)  kann  granadensis  i 


MORPHO.  Von  H.  Frtjhstokfer. 


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aus  dem  Grunde  nicht  sein,  weil  deidmnia  in  Cohmduen  durch  die  allerdings  erst  neuerdings  entdeckte  henniova 
Röb.  ersetzt  wird.  Auch  zeigt  ein  Blick  auf  die  Riesenocellen  der  Unterseite  und  das  verringerte  weiße  Or¬ 
nament  die  weitgehende  Verschiedenheit  der  Oberflächenzeichnung.  —  polybaptus  BÜr.  (=  candelarius  RUjr.)  ’jinh/lxipiay.. 
differiert  nur  unbedeutend  von  der  Namenstype  durch  etwas  verbreitertes  schwarzes  Randgebiet  der  Flgl- 
oberseite  und  akzentuierteren  weißen  SidDapicalfleck  der  Vflgl.  Auf  der  Unterseite  bemerken  wir  prominentere 
weißgelbe  Anteterminalbinden  und  schöner  ausgefärbte  bronzeglänzende,  grünliche  Ocellenhegrenzung.  Median- 
hinde  der  Hflgl  stark  gekniet,  distal  in  der  Flglmitte  nasenförmig  vorspringend.  Ursprünglich  aus  Costa-Rica 
beschrieben,  kommt  jMlyhaphis  nach  Godman  und  Salvin  auch  in  Nicaragua  und  im  Staate  Panama  vor,  yra-  r/raua/kn.sis. 
nadensis  Fldr.  wurde  durch  den  Händler  Deyrolle  zuerst  an  Felder  gesandt  und  stammt  mit  ziemlicher  Ge- 
"wißheit  aus  dem  Cauca-Tale,  woher  Deyrolle  eine  größere  Sendung  empfangen  hatte.  Oberseite  ähnlich 
peleides,  der  schwarze  Außensaum  aber  erheblich  ausgedehnter,  die  Flglform  rundlicher,  der  J/or^^/m-Schiller 
satter  blau,  und  als  Hauptcharacteristicum  stattliche  hell  zimmthraun  iimringelte  Ocellen,  von  welchen  jene  der 
Vflgl  unter  sich  gleichartig  geformt  sind,  während  auf  den  Hflgln  die  Apicalaugen  die  drei  eng  aneinander  ge¬ 
schmiegten  Analocellen  an  Größe  weit  übertrifft. —lycanor  Fm/wh  (71h)  stammt  aus  Ecuador;  das  $  habituell  lymtior. 
größer,  Distalsaum  breiter,  der  Blauschiller  satter  als  hei  granadensis  Fldr.  von  Columbien.  Basalteil  aller  Figl 
dunkelviolett  schillernd.  Unterseite;  Die  eigentümlich  bleich  ockergell)en  Binden  der  Vflgl  ausgedehnter,  sämt¬ 
liche  Ocellen  größer.  Die  weißlichen  an  deidamia  erinnernden  Streifen  und  Binden  dunkler. 

M.  rugitaeiliatus  Frühst.  (70  h)  vereinigt  in  sich  die  Merkmale  der  pehides-,  achilles-  und  gramtd ensis-  ruyUacnia- 
Gruppe.  cJ :  Oberseite  abgesehen  vom  sehr  tief  eingekerbten  schwarzen  Distalsaum  satt  glänzend  blau.  Obere 
Partie  der  Zelle  und  die  Basalteile  aller  Figl  dunkel  violett  schillernd,  ebenso  die  breiten  blauen  Strahlen,  welche 
weit  in  den  tiefschwarzen  Außensaum  eindringen.  Am  Costalrand  kurz  jenseits  der  Zelle  ein  weißer  Fleck,  des 
weiteren  eine  diffuse  subapicale  weiße  Makel  und  3 — 5  weiße  Submarginalpunkte  auf  den  Vflgln.  Vflgl  gelb¬ 
lich,  die  paarweise  stehenden  Admarginalfleckchen  der  Hflgl  rein  weiß.  Unterseite:  Vflgl  peleides-,  Hflgl  acliil- 
fo.efta-Charakter.  Ocellen  sehr  groß,  mit  breiter  gelber  Iris,  sehr  großem  diffusem  weißein  Kern,  Ocellenbegren- 
zung  der  Vflgl  blauweiß,  aus  zarten,  jene  der  Hflgl  grünlichweiß,  aus  kräftigen  Linien  bestehend.  Vflgl  mit  einer 
ockergelben,  prägnanten  Admarginal-,  zwei  milchweißen,  durch  eine  braune  Wellenlinie  geteilten  Subniarginal- 
binden.  Hflgl  mit  einer  iinterbrochenen  dunkel  ockerfarbenen  Admarginal-  xind  einer  violettweißen  Submarginal¬ 
binde,  die  durch  dunkelziegelrote,  proximal  zxigespitzte  Makeln  separiert  werden.  Querbinden  der  Vflglzelle 
dünn,  ähnlich  den  Medianstreifen  der  Hflgl,  grünlich.  Die  gewinkelte  Medianbinde  innerhalb  der  Ocellen  zu¬ 
sammenhängend  (ähnlich  bahiami  Frühst.),  die  3  Analocellen  von  einem  gemeinsamen  grünlichweißen  Vorhof 
umschlossen.  Type  aus  Paramba,  Ecuador. 

M.  deidamia,  die  am  luxuriantesten  weiß  ornamentierte  Species  der  uc/?'i?/e.5-Gru])2)e,  fliegt  nach  Angalxen 
Dr.  Hahnels  schnell  und  geradeaus,  uicht  so  heftig  auf  und  niederzutauchen  wie  die  Arten  der  ?>(.eReM‘«A-Grui)pe, 
aber  gerne  freie  Waldplätze  und  offene  Wege  entlang  ziehend,  und  so  seinem  mächtigen  Flugbedürfnis  ungehinder¬ 
ten  Lauf  lassend  und  ohne  mit  unruhigen  Flglschlägen  cpier  durch  die  Gebüsche  des  Unterholzes  in  den  Lücken 
der  Sträucher  zu  verschwinden  wie  es  als  Gepflogenheit  der  Arten  der  ac/eiiZe^-Gruppe  vermeldet  wird,  deidamia 
bewohnt  mit  Ausnahme  von  Bolivien  nur  rein  tropische  Gebiete  und  zerfällt  in  eine  Reihe  von  zum  Teil  scharf 
geschiedenen  Zweigrassen.  Die  $$  sind  kaum  erheblich  seltener  als  die  d'd')  gleichen  mehr  den  $$  von  achilles,  als 
ihren  eigenen  d'd'  und  sind  bedeutend  größer.  Die  d'd'  variieren  analog  den  der  Serie,  sie  stxifen  sich 

bereits  im  Amazonas- Gebiet  ab  in  solche  mit  wenig  und  solche  mit  stark  verdunkelter  Basalpartie  der  Flgloberseite, 
die  bei  den  Rassen  der  südlichen  Andinischen  Region  wiederum  versclnvinclet.  Sonst  wechselt  noch  je  nach 
der  geographischen  Entfernung  die  Ausdehnung  des  schwaxzen  nur  in  seinem  vorderen  Teil  weißpunktierten 
Distalsaums,  deidamia  Hbn.  (67a),  die  Namenstype,  nach  Cramer’s  Abbildungen  von  ihrem  Autor  benannt,  deidamia. 
hat  ihre  Heimat  in  Surinam  und  düi'fte  auch  in  Französiscli  und  Britisch  Gixayana  anzxxtreffen  sein.  Basalteil  der 
Oberseite  der  prächtig  stahlblaxx,  die  äußere  Zone  aller  Figl  zart  lichtblau  (wie  bei  popilius  Hpffr.).  Beim 
$  verdunkelt  sich  aber  die  innere  Region,  es  erscheixit  eine  breite  schwarze  jedoch  intensiv  metallisch  schillernde 
Region.  Vflgl  mit  drei  weißen  Medianpunkten,  das  Hellblaxx  axxf  ein  relativ  schmales  Medianfeld  beschräixkt. 

—  erica  Frühst,  vom  unteren  Amazonas  differieren  von  tjqxischen  Stücken  durch  die  konstant  schmäleren,  erica. 
silberweißen  Netzzeichnungen’ der  Flglxxnterseite.  Flxxgzeit  bei  Obidos  Axxgxxst- — Septenxber.  ■ —  neoptolemus  ?(copto/c»n<s. 
Wood.  Basalteil  aller  Figl  schwarzbraxxn,  nur  distal  mit  leichtem  dxxixkelblauem  Schimmer.  Die  blaxxe  IMedian- 
binde  aller  Figl  breiter,  dunkler  aber  leuchtender  blaxx  als  bei  deidamia,  von  Sxxrinaxn  xxnd  Obidos.  Lhiterseite 
etwas  gernxger  mit  roten  Submarginalmakeln,  aber  mit  reicheren  weißen  Adernetzen  bedeckt.  Vom  obereix 
Rio  Negro  (Uaxxpes)  in  der  Sammhxng  Fruhstoreer,  vom  oberen  Amazonas  durch  Dr.  Hahnel  erxx-ähnt.  — 
hermione  Röb.  Unterscheidet  sich  von  der  typischen  deidamia  vom  unteren  Amazonas  dxxrch  viel  geringere  hcrmionc. 
Breite  des  schwarzen  Außenrds;  dieser  ist  am  Außenwinkel  der  Vflgl  nur  etwa  2  nxm  breit,  verbreitert  sich 
aber  allmählich  und  zeigt  im  Figlapex  eine  Ausdehnung  von  etwa  15mm;  der  Au ßenrd  der  Hflgl  ist  in  der  Mitte 
etwa  3  mm  breit.  Das  mir  vox'liegende  hat  115  mm  Flglspannxveite.  Die  grünlichblaue  IMittelbinde  ist  etwa 
25  mm  breit,  innen  scharf  xxnd  fast  geradlinig  abgeschnitten,  außen  xindeutlich  begrenzt.  Der  etwa  18  mm 
breite  dunkelbraune  Basalteil  hat  nur  im  äxxßeren  Drittel  dxxnkelblaxxen  Glanz.  Im  Apex  der  Vflgl  stehen  2 
kleine  deutliche  weiße  und  1  sehr  xxndeutliches  lichtes  Fleckchen.  Am  Vrd  der  Vflgl  befindet  sich  ein  kleiner  xx'eißer 


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MORPHO.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


Fleck.  Am  Innenwinkel  der  Hflgl  sind  nur  Spuren  rötlicher  Fleckchen  vorhanden.  Die  Unterseite  ist  dunkel 
mahagonibraun,  auf  den  Hflgln  in  der  Umgebung  der  Rippen  etwas  lichter,  die  hellen  Zeichnungen  sind  in 
der  Gestalt  dejien  von  deidamia  fast  gleich,  doch  sind  sie  viel  geringer  entwickelt  (schmaler)  und  von  den  sub¬ 
marginalen  ziegelroten  Flecken  der  Hflgl  sind  nur  geringe  Spuren  vorhanden.  Tyj^e  vermutlich  aus  dem  Cauca- 
Tal.  $  hat  Fasse  bei  Villavicencio,  Ost-Columbien,  aufgefunden;  es  differiert  nur  unerheblich  vom  $  der  vori¬ 
gen  Unterart,  durch  das  Vordringen  der  blauen  Prachtbinde  gegen  den  Apex  zu  jenseits  der  Vflglzelle  und  im 
Analwinkel  der  Hflgl.  Auf  der  Unterseite  sind  die  roten  Submarginalmakeln  nahezu  verschwunden,  und  die 
brlscis.  silberweißen  Binden  etwas  zarter  als  beim  neoptolemus-^.  briseis  Fldr.  (=  pyrrhus  Stgr.)  umschreibt  eine 
weitere  stark  verdunkelte  Ortsrasse  vom  Chanchamayo  und  Hillapani  in  Peru,  verliert  gleichfalls  den  blauen 
Glanz  auf  dem  schwarzen  Basalfeld  aller  Figl,  differiert  aber  durch  ein  ausgedehnteres  blaues  Mediangebiet  der 
clccira.  von  neoptolem.us .  Sehr  selten,  nur  im  männlichen  Geschlecht  bekannt.  • —  electra  Röb.  bezeichnet  eine  her¬ 

vorragend  spezialisierte  Lokalform  aus  Bolivien  mit  entschieden  runderen  Hflgln  und  gedrungeneren  Vf Igha.  Die 
Oberseite  ist  prachtvoll  lichtblau,  bei  gewisser  Beleuchtung  mit  grünlichem  Schimmer.  Der  schwarze  Außenrd 
sehr  schmal,  am  Außenwinkel  der  Vflgl  nur  etwa  2  mm  und  in  der  Figlspitze  etwa  10  mm,  in  der  IVßtte  der 
Hflgl  etwa  3  mm  breit.  Im  Apex  der  Vflgl  stehen  2  weiße  Flecke,  derVrd  der  Vflgl  ist  von  der  Wurzel  bis  zum 
Schlüsse  der  Mittelzelle  braunschwarz  hieran  schließt  sich  der  etwa  10  mm  lange  weiße  Vrdsfleck.  Die  Figlbasis 
nur  in  ganz  geringem  Grade  verdunkelt.  Unterseite  dunkelrotbraun,  die  Gestalt  der  lichten  Zeichnungen 
denen  von  deidamia  ganz  ähnlich,  doch  sind  die  A.ugenzeichnungen  viel  kleiner,  rot  gelb  umzogen  (ganz  ähnlich  wie 
bei  M granadensisFldr.,  doch  ist  das  Subapicalauge  der  Hflgl  bei  letzterer  bedeutend  größer),  die  Außenrdszeich- 
nungen  sind  weiß  (nicht  gelb  wie  bei  deidamia),  die  inneren  silberweißen  Zeichnungen  reduziert,  weniger  zu¬ 
sammenhängend  lind  am  Außenrd  der  Hflgl  sind  nur  schmale  rote  Längsfleckchen  (keine  Querbinde)  vorhanden. 

M.  portis  ist  der  älteste  Name  für  eine  zierliche  Species,  welche  unter  dem  Namen  cytlieris  Godt. 
allgemein  Eingang  in  die  Sammlungen  gefunden  hat.  portis  kann  als  die  Type  einer  kleinen  Artengruppe 
lietrachtet  werden,  welche  sexuell  gleichartige  Si:)ecies  umfaßt,  im  Gegensatz  zu  den  Formen  der  adonis- 
Gruppe  mit  hochdifferenzierten ,  heterochromen  Zwei  Subspecies  lassen  sich  mit  Sicherheit  aus- 

portis.  scheiden.  portis  Hhn.  (68  a)  findet  sich  nach  Angaben  von  Bönninghaitsen’s  niemals  in  der  Ebene, 
sondern  nur  auf  höheren  Lagen  der  Serra  Geral,  so  bei  Petropolis  und  Novo  Friburgo  im  Staate  Rio  de 
Janeiro,  wo  sie  keineswegs  häufig  auftritt.  Die  Oberseite  differiert  von  der  südlicheren  Zweigrasse  durch 
ein  ungemein  zartes  hellblau,  das  von  einem  überaus  glänzenden,  nur  nach  außen  etwas  violett  nach- 
skJcra.  dunkelnden  Schiller  übergossen  erscheint.  ■ —  Als  sidera  Frühst,  wurde  eine  Form  bezeichnet,  ohne  Apical- 
ocelle  der  Hflgl-Unterseite,  die  auf  ungewöhnlich  hellem  Grunde  fahlgelbe  statt  rötlichbraune  Längsbinden 
führt  und  außerdem  noch  durch  fast  doj)pelt  so  breite  Silberbinden  als  die  normalen  portis  geschmückt  ist. 
ihamyris.  ■ —  thamyris  Fldr.,  ohne  weiteres  charakterisiert  durch  einen  breiteren  schwarzen  Distalrand  der  Vflgl  und  den 
dunklerblauen  Glanz  der  Oberfläche,  führt  unterseits  etwas  größere  und  unter  sich  mehr  gleichartige  Ocellen, 
ausgedehntere  intensiver  rotbraune  Längsbinden  und  naturgemäß  zurückgedrängte  Silberstreifen.  Das  $ 
ist  ziemlich  selten,  stattlicher  als  das  (J,  ansehnlicheren  anteterminalen  und  submarginalen  weißen  Halb¬ 
monden  und  Längsstreif  eben  besetzt  und  von  rundlicherem  Figlschnitt.  Diese  zierliche  Morphide  ist  in  Sta. 
Catharina  recht  lokal,  aber  an  geeigneten  Stellen  (mit  Bambus  durchwachsenem,  von  großen  Flußläufen  diirch- 
schnittenem  Hochwald)  häufig,  thamyris  fliegt  hauptsächlich  in  den  Nachmittagsstunden  von  3- — 4  Uhr, 
wenn  Morpho  anaxibia  bereits  wieder  im  Walddunkel  verschwindet.  Die  Falter  fliegen  langsam,  kaum  1 — 2  m 
über  der  Erde,  und  setzen  sich  gerne  mit  geschlossenen  Elgln  auf  BambuszAveige.  Auch  auf  dem  Hochlande 
von  Lages  traf  ich  thamyris  in  den  feuchten  Wäldern  der  Talsenken  und  den  Urw^äldern  am  Alto  Uruguay. 
Hauptflugzeit  der  Monat  März.  In  Rio  Grande  treten  nach  Mabilde  zwei  Generationen  aiif,  von  denen  die 
psychc.  erste  während  15 — 20  Tagen  im  Frühling,  die  zweite  nahezu  einen  Monat  lang  im  Herbst  fliegt.  ■ —  psyche  Fldr. 
von  der  mir  die  T3rpe  durch  die  Fz’eundlichkeit  der  Herren  vom  Tring-Museum  vorlag,  scheint  auf  eine  Fehl¬ 
färbung  basiert  zu  sein.  Oberseite  dunkler  blau  als  bei  portis',  Distalsaum  der  Vflgl  breiter,  gleichmäßiger. 
Unterseite :  Ocellen  wie  bei  portis,  die  silbernen  Längsbinden  aber  verschwunden,  die  Figl  selbst  heller  braun 
verfärbt.  Brasilien. 

iyinpharis.  M.  lympharis  Btlr.  ersetzt  M.  portis  in  der  andinischen  Region,  wurde  aber  bisher  nur  in  Peru  gefunden 

und  ist  aus  Pucartambo  beschrieben.  oberseits  etwas  dunkler  blau  als  31.  aega  und  mit  submarginalen  AVeißen 
Punktflecken  der  Vflgl.  Unterseite  der  Vflgl  Avie  der  Hflgl  mit  drei  Ocellen,  von  AA^elchen  die  apicale  und  die 
beiden  intramedianen  länglich  oval  geformt  sind.  Sonst  wie  31.  portis  Hhn. 

M.  sulkowskyi  hat  mit  portis  die  Vorliebe  für  das  Gebirge  gemeinsam  und  es  AAÜrd  gemeldet,  daß  er 
vorzugSAVeise  die  ,,tierra  templada“  Columbiens  und  Peru’s  beAvohnt,  avo  er  von  1- — 2000  m  hinaufgeht  und  in 
Columbien  noch  auf  der  Hochebene  angetroffen  Avird.  sulkowshyi  ist  eine  ausgezeichnete  Art  mit  auffallend 
dünnen  Schuppen,  zart  hellblau  aber  von  einem  so  brillanten  Schiller,  daß  er  nur  noch  von  31.  rhetenor  und  31. 
cypris  überboten  wird.  Ueber  dem  Blauschiller  lagert  bei  seitlicher  Beleuchtung  auf  den  Vflgln  noch  ein  vio- 
sullcowshyi.  letter  Anflug.  Drei  Arealrassen  AVurden  bisher  erschlossen:  sulkowskyi  Koll.  (68  a)  aus  Columbien.  G 

am  Apex  der  Vflgl  und  am  Anahvinkel  der  Hflgl  gesclwärzt,  $  auf  allen  Flgln  mit  scliAVarzem  oder  braxinem 
Distalsaum,  der  auf  den  Hflgln  durch  eine  fahlgelbe  Binde  zerteilt  Avird.  Im  scliAvarzen  Analfleck  der  Hflgl 


MORPHü.  Von  H.  Fruifstobfer 


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bei  beiden  Geschlechtern  drei  matt  bordeauxrote  Makeln.  Unterseite  sehr  älmlieb  jdur  von  qjorlis,  aber  mit 
zusammenliängenelen  Ocellenketten  unel  sehr  großem  Apicalauge  eler  Hflgl.  Uie  zierlichen  Längsbinden  de  r 
Unterseite  beim  entweeler  schwärzlich  oeler  rötlich,  he’m  ^  schön  rotbraun.  Nach  neueren  Beobachtungen 
in  eler  Zentralcordillere  von  Columbien  auf  dem  Wege  zum  Quineliei-Paß  auf  grasigen  Bergabhängen  stolzen 
Flugs  inmitten  einer  Gesellschaft  schwarzer  Satyrielen  dahinziehenel.  Schwer  zu  fangen,  namentlich  in  reinen 
Exemplaren  und  zwischen  2- — 3000  m  auch  in  eler  Ostcorelillere  vorkommenel.  - —  zephyritis  Bllr.  (auf  Butler’s  zrphyrUh. 
Tafel  in  Lepiel.  Exotica  als  lym.iyharis  irrtümlich  bezeichnet)  ist  aus  Huasampillo  in  Peru  beschrieben,  in  eler 
Regel  etwas  größer  als  sulkoivskyi  unel  mit  scliM^ärzlichen  unel  etwas  breiteren  Längsbinden  als  Columbische 
Exemplare.  Die  Ocellen  eler  Hflgl-Unterseite  zusammenhängend.  Die  Binelen  eler  Unterseite  oberseits  trans¬ 
parenter,  namentlich  tritt  elie  Submarginalbinele  sehr  scharf  zutage.  Mir  liegen  Exemplare  aus  Pozzuzo  unel 
Huancabamba,  Zentralperu,  1500  m,  vor.  • —  eros  s^ibsy.  nov.  {Sigr.  i.  l.).  Figl  etwas  kürzer,  breiter,  mit  sehr  e-ro.v. 
erweitertem  schwarzem  Apicalbezug,  dagegen  die  Hflgl  ohne  jeden  schwarzen  Distalsaum.  Oberseite  gelblich 
opalisierend,  Unterseite  mit  gelblich  braunen,  verwischteren  Zeichnungen.  Apicalocelle  der  Hflgl  freistehend. 

Bolivien,  Südost-Peru.  Neuerdings  wurde  sulkowskyi  auch  in  Ecuador  entdeckt  und  die  dortige  Lokalforni  als 
Sirene  Niep,  beschrieben,  sirene  soll  bedeutend  größer  als  die  Vikariante  aus  Columl)ien  sein,  mit  einer  Vflgl-  sircnc. 
länge  von  60  gegen  55  mm.  Flglumriß  schärfer,  Apex  und  Ird  der  Vflgl  eckig,  statt  abgerundet.  Der  Perlmutter¬ 
glanz  intensiver  und  rein  blau,  ohne  grünliche  Beimischung,  wie  bei  sulkoivskyi  und  eros.  Unter.seite  weiß  mit 
etwas  markanteren  Binden. 

M.  rhodopteron  Godm.  aus  der  Sierra  Nevada  in  Venezuela,  scheint  dort  sulkowskyi  zu  ersetzen,  steht  rhodopteron. 
diesem  in  der  Größe  recht  nahe,  führt  aber  nur  eine  statt  drei  Ocellen  der  Vflgl-Unterseite  und  drei  isoliert 
stehende,  also  nicht  wie  bei  sulkoivskyi  zusammenhängende  Augen  von  rundlicher  Form  der  Hflgl.  Sehr  selten, 
mir  nur  nach  der  Abbildung  bekannt. 

M.  aurora  hat  den  Flglumriß  und  die  Verteilung  der  schwarzen  Distal  flecken’^  mit  portis  Hhn.  gemein¬ 
sam.  Oberseite  mit  lichtblauem,  nach  außen  nachdunkelndem  Glanze.  Unterseite  grauweiß,  perlmutterglänzend 
mit  purpurner  Basalregion.  Die  nach  oben  deutlich  transparenten  Ocellen  mit  gelber  Füllung  und  weißem  Halb¬ 
mond,  scharf  schwarz  umringelt.  Auf  den  Vflgln  vier  bis  fünf,  auf  den  Hflgln  stets  vier  Augen,  von  denen  das 
apicale  nach  vorne  manchmal  durch  ein  halbiertes  Auge  verdopj)elt  sein  kann.  Die  Art  fliegt  ziemlich  hoch, 

Garlepp  hat  sie  bei  Cocapata  in  Bolivien  auf  ca.  2600  m  Höhe  angetroffen.  Das  $  harrt  noch  der  Entdeckung. 

Zwei  geographische  Rassen:  aureola  subsp.  nov.  (66c  als  aurora),  anscheinend  bei  Pozzuzo  und  am  Chancha-  aureola. 
mayo  nicht  selten,  ist  etwas  kleiner  und  dunkler  als  die  bolivianische  Schwesterform  aurora  Westw.,  die  auch  aurora. 
nach  Staudinger’s  Angaben  (Iris  1894  p.  72)  durch  ihre  relative  Größe  auffällt,  aurora  scheint  seltener  zu  sein 
als  die  peruanische  aureola. 

M.  adonis,  die  zuerst  bekannt  gewordene  Art  einer  kleinen  Grupjje,  leitet  von  der  ^JorifÄ-Serie  hinüber 
zu  der  rhetenor-Gvxxppe,  und  damit  beginnt  zugleich  jene  Speciesreihe,  in  welcher  der  Morphidencharakter  seine 
höchste  Ausbildung  erreicht,  die  Hand  in  Hand  geht  mit  einem  frappanten  sexuellen  Dimorphismus,  wie  wir 
ihn  bei  den  übrigen  Satyromorphen  nicht  wieder  finden  und  der  nur  von  wenigen  Papilioniden  und  Nympha- 
liden  überboten  wird,  adonis  Cr.  (=  eugenia  Deyr.  (68  b),  ursprünglich  aus  Surinam  beschrieben,  bewohnt  adonis. 
Guayana  und  das  Nordufer  des  Amazonas.  Deyrolle  hatte  ihn  vom  Fluß  Oyapok  an  der  Grenze  von  Caj^enne 
und  Brasilianisch- Guayana,  Michaelis  fand  adonis  bei  Obidos  am  Unterlauf  des  Stromes,  Dr.  Kocii  entdeckte  ihn 
am  oberen  Rio  Negro,  Dr.  Hahnel  berichtet  ülier  seinen  Fang  bei  Iquitos  und  Pebas.  Dort  fliegen  adonis  mit 
raschem,  eiligen  Flügelschlag  (manchmal  in  einer  Höhe  von  12  Fuß)  aus  dem  Gezweig  hervorbrechend,  den  Weg 
kreuzend  und  Lichtungen  zwischen  den  Bäumen  folgend,  in  denen  sie  elicht  über  die  Spitzen  und  die  Konturen 
der  Zweige  dahinsegeln.  Das  gleicht  oberseits  dem  allgemein  bekannten  aega  (66  b),  das  Blau  ist  aller  matter 
und  dessen  Grundierung  lichter.  Vflgl  auch  oberseits  mit  den  zwei  weißen  Gostalf lecken,  welche  unsere  Figur 
von  der  Unterseite  wiedergibt,  und  mit  geringerem  apicalen  schwarzen  Anflug.  —  Bei  adonides einer  Aber-  adonides. 
ration  von  Iquitos,  fehlen  aber  diese  weißen  Makeln,  und  die  weißen  Streifen  der  Unterseite  sind  mehr  ver¬ 
waschen  und  nahezu  erloschen.  Das  viel  größere  $  führt  oberseits  einen  schwarzbraunen  Basalteil  aller  Figl 
und  ausgedehnte  gelblichweiße,  proximal  stark  gezackte  Längsbinden.  Die  Unterseite  ist  vorherrschend  silber¬ 
weiß  mit  reinweißem  Medianfeld,  rötlicher  Anteterminalbinde  und  prächtig  gelb  umringelten  Ocellen.  Es  Avurde 
schon  1785  als  marcus  Schaller  abgebildet,  später  durch  Deyrolle  als  urania  nochmals  benannt,  und  Kirby 
hatte  gar  nicht  so  Unrecht,  nach  dem  Bilde  Schalle r’s  das  $  bei  den  Zeuxidien  unterzidiringen,  mit  denen 
es  eine  oberflächliche  Aehnlichkeit  zeigt.  ■ — ■ 

M.  uraneis  Bates  ist  eine  außerordentlich  seltene  Art,  von  welcher  außer  der  T^qie  nur  noch  drei  bei  urancis. 
Iquitos  und  Pebas  von  Dr.  Hahnel  gesammelte  Exemplare  bekannt  sein  dürften.  Nach  Angaben  Stahdin- 
ger’s  hat  uraneis  ein  prachtvoll  perlmutterglänzendes  Blau  der  Oberseite,  eine  größere  und  breitflügeligere 
Gestalt.  Seine  Flugart  ist  gleichmäßiger  und  nicht  so  hastig  wie  bei  adonis. 

M.  aega,  einer  der  bekanntesten  und  im  häufigsten  Morphiden,  neigt  innerhalb  des  relativ  eng  begrenz-  aega. 
ten  Verbreitungsgebiets  zu  interessanter  geographischer  Differenzierung.  Die  Nainenstyqie  aega  Hhn.  (66  b) 


350 


MORPHO.  Von  H.  Frtjhstoefer. 


dürfte  dem  Staate  Rio  de  Janeiro  entstammen,  wenngleich  nach  von  Bönninghausen  die  Species  hei  der  Stadt 
Rio  selbst  nicht  vorkommt,  sondern  nur  im  Nordwesten  der  gleichnamigen  Provinz,  und  ist  vermutlich  bis  St. 
Catharina  verbreitet.  Bas  $  hat  Staudinger  zuerst  abgebildet;  es  entfernt  sich  von  unserer  Figur  {^nellinia 
66  b)  durch  dunkleres  Kolorit,  kleinere  transcellulare  Makeln  der  Vflgl  und  weitaus  größere  Submarginalflecken 
mellinia.  der  Hflgl.  ■ —  mellinia  Frühst,  differiert  von  $$  aus  Rio  de  Janeiro  durch  die  ausgedehntere  schwarze  Umgren¬ 
zung  aller  Figl  und  den  zu  breiten  schwarzen  Verdickungen  ausgelaufenen  Adernbezug  der  Vflgl.  Außerdem 
auf  den  Vflglii  noch  durch  breiteren  schwarzen  Fleck  am  Zellapex,  die  größeren  gelben  circumcellularen  Makeln. 
Die  untere  Mediane  ist  an  ihrer  Basis,  die  Submediane  in  der  Mitte  mit  breiten  schwarzen  Schuppenflecken 
verbrämt.  Die  Hflgl  dunkler  rotbraun.  Distalsaum  breiter  schwarz,  die  ihm.  aufsitzenden,  gelblichen  rundlichen 
bisanihc.  Makeln  bedeutend  kleiner.  —  bisanthe  Frühst.  (66  b),  mit  der  Type  aus  Sta.  Catharina,  umschreibt  die  Südform 
der  Collektivs})ecies,  im  $  sofort  zu  erkennen  durch  die  fast  gleich  großen  gelblichen  Submarginalflecken,  die 
meistens  vom  Analwinkel  bis  zum  Apex  hinaufreichen,  während  sie  bei  aega  und  mellinia  nicht  über  die  mediane 
Partie  der  Vflgl  gehen.  Die  circumcellularen  Flecken  sind  größer,  heller.  Der  schwarze  Fleck  vor  dem  Apex 
wird  schmaler,  diffuser  und  reicht  nur  bis  zur  Mitte  der  vorderen  Zelhvand.  Die  Grundfärbung  der  gelben  $$ 
viel  bleicher,  auf  den  Hflgln  ohne  braunen  Anflug;  die  Submarginalmakeln  der  Vflgl  gleichmäßiger,  eine  kom¬ 
plettere  Reihe  bildend.  Die  $$  zählen  zu  den  variabelsten  Morphiden  und  es  lassen  sich  davon  drei  Hauptformen 
alisondern,  darunter  das  normale,  am  häufigsten  auftretende  analog  dem  mellinia-^  vorherrschend  braungelb 
gefärbte  $,  welches  wohl  die  ursprüngliche,  noch  an  Brassoliden  gemahnende,  also  phyletisch  älteste,  Erschei- 
mixta.  nungsform  darstellen  dürfte.  Neben  ihr  begegnen  wir  mixta  Frühst,  mit  partiellem  Blauschiller  der  Vflgl,  wie 
jiseudo-  wir  es  66b  darstellen  und  endlich  pseudocypris  Frühst.  (66  c),  bei  der  das  Gelbbraun  durch  ein  die  gesamte  Ober- 
cypris.  fläche  überziehendes  dunkles  oder  helles  Blau  verdrängt  wurde.  Während  die  mir  vorliegenden  cJcJ  ''^on  Rio  de 
Janeiro,  Parana  und  Blumenau  unter  sich  keine  nennenswerten  Unterschiede  zeigen,  lassen  sich  die  d'd'  von  bi¬ 
santhe  aus  Rio  Grande  do  8ul  sofort  von  ihren  nördlicheren  Vikarianten  abtrennen  durch  die  dominierende 
Aveißgraue  statt  purpurbraune  Unterseite,  die  zudem  noch  von  schärfer  abgegrenzten,  d.  h.  markanter  scliAvarz 
umzogenen  und  daher  deutlicher  heraustretenden  grauweißen  oder  fahlgellien  Längsbinden  durchzogen  AA^erden. 
Auch  die  bisanthe-^'^  sind  unterseits  fahler  gell)  und  bei  der  Form  ‘pseudocyjyris  mit  prominenteren  hellen  Feldern 
belegt  als  bei  mellinia.  8o  hat  im  Norden  Espiritu  8anto  mit  einem  jahraus,  jahrein  fast  gleichmäßigen  feucht¬ 
heißen  Klima ,  das  einen  zusammenhängenden ,  ungeheuren  Ui'Avald  aufkommen  läßt ,  der  das  noch  fast 
unbekannte  Innere  der  Provinz  bedeckt  (in  dessen  8chutz  die  gefihcliteten  Botokuden  herumstreifen),  eine 
farbensatte ,  man  könnte  sagen  Regenzeitform.  Rio  Grande  do  8ul  dagegen  mit  ausgesprochener  Trennung 
der  Jahreszeiten  und  großen  Extremen  in  der  Temperatur,  verursacht  durch  die  von  Argentinien  heraufzie¬ 
henden  trockenen  Prärien,  die  den  Urwald  auf  eine  relativ  schmale  8tufe  im  Ostabfall  des  Küstengebirges  be¬ 
schränken  jedoch  hat  eine  blasse  Rasse,  mit  allen  Kennzeichen  der  Gebilde  einer  trockenen  Region.  Mabilde  gibt 
an,  daß  bisanthe  Avährend  10- — 15  Tagen  im  Frühling  und  20 — 40  Tagen  im  Herbst,  auf  WaldAVegen  vorkommt. 
Von  den  seltenen  $$  findet  man  etAva  10 — 15  auf  1000  Burmeister  kannte  eine  «ega-Rasse  mit  blauen 

$$  aus  den  Missiones  im  8taate  Argentinien,  die  Carlos  Berg  dort  entdeckt  hat. 

M.  rhetenor  von  Gramer  bereits  der  ,, blaue  gestreckte  Atlasschmetterling“  genannt,  besitzt  unter 
allen  Jforp/m- Arten  den  am  Aveitesten  vorspringenden  Apex  der  Vflgl;  ein  Charakteristikum,  das  beim  $,  Avel- 
ches  mehr  jenem  von  cypris  ähnelt,  Avieder  partiell  verscliAvindet.  Das  zählt  zu  den  am  leuchtendsten  metallisch¬ 
glänzenden  8pecies  und  führt  nur  einen  ganz  unbedeutenden  schwarzen  Apicalfleck  und  eine  AVeiße  Costal- 
makel  der  Vflgl.  Die  Unterseite  ist  bemerkensAvert  durch  den  Kontrast  des  scliAvarzen  Basalfeldes  mit  einem 
braunen  Außengebiet,  die  beide  durch  eine  je  nach  der  Lokalität  mehr  oder  weniger  rein  Aveiße  und  ausgedehnte 
Medianbinde  geschieden  Averden.  Alle  Figl  zeigen  unterseits  braune  rundliche  Augenflecken  ohne  jedAA''ede 
r/icfoior.  AVeiße  Zentrierung.  —  rhetenor  Cr.  (68b)  beAVohnt  Guayana,  und  dessen  CC  bleiben  in  der  Größe  Aveit  hinter 
jenen  von  anderen  Ländergebieten  zurück.  Die  Unterseite  der  CS  muß  zugleich  als  die  am  mattesten  gefärlite 
bezeichnet  werden.  Die  Augenflecken  der  Hflgl.  bleiben  hellrotbraun  und  das  Medianfeld  erscheint  trüb  grau. 
Das  sehr  seltene  $,  Avelches  Avir  nach  einem  Exemplar  der  8ammlung  Fruiistorfer  abbilden,  übertrifft  das 
S  an  8pannweite  der  Figl  und  es  AAÜrkt  besonders  durch  den  Kontrast  der  tiefsamtbraunen  Vflglzelle  und  des 
euschcs.  8ubmarginalgebietes  gegenüber  dem  ockerfarbenen  Medianfeld.  —  eusebes  Frnhst.  beAVohnt  das  Amazonas- 
Gebiet,  AVo  sie  Michaelis  bei  Obidos  im  August,  8epteniber,  Dr.  Hahnel  l)ei  Iquitos  und  Jurimaguas  beobachte¬ 
ten.  Nach  HiAHNEL  (Iris  1890,  p.  235)  fliegt  eusebes  stets  in  großer  Höhe,  energisch,  von  3  zu  6  m  in  AA^ellenförmi- 
ger  BeAvegung  ansteigend  und  läßt  sich  nur  gelegentlich  verlocken,  auf  am  Boden  liegende  Morpho  menelaus- 
Flügel  herabzustoßen.  Das  $  setzt  sich  gerne  an  nasse  8tellen  an  Fiußufern  (Avas  ich  in  8ta.  Catharina  auch  von 
31.  anaxibia-Fx.emp\Q,ven  beobachtete).  Aufgescheucht  fliegen  sie  im  Gegensatz  zu  den  SS  uur  langsam  davon. 
Die  SS  strömen  8chAvefelgeruch  aus  (Hahnel  1.  c.,  p.  308).  S  erheblich  größer  als  rhetenor  rhetenor  Cr.  von 
8urinam  mit  etAVas  verbreitertem  scliAVarzem  Anflug  am  Apex  der  Vflgl  und  den  ersten  Anfängen  jener  Gelb- 
fleckung,  AVelche  cacica  Stgr.  ausgezeichnet.  Unterseite  lebhafter,  frischer  gefärbt  mit  zartei'em  grauAAUibem 
Mediangebiet  und  deutlicheren,  dunkler  braunen  inkompletten  Ocellen  der  Hflgl.  EmVergleich  der  Abbildung 
unseres  rhetenor-^  mit  jenem  von  eusebes-’^,  das  Staudinger,  Exot.  Schmetterlinge  T.  70  geboten  hat,  ergibt 
folgende  Differenzen:  Grundfärbung  des  eusebes-^  hell,  fast  kanariengelb,  ohne  jedAVede  braune  Beimischung. 
Transcellularfleck  fast  doppelt  so  breit,  alle  distalen  Makeln  gleichfalls  intensiver  und  schöner  gelb,  isoliert 


MORPHO.  Von  H.  Fruhstorfer. 


301 


und  auf  drei  statt  zwei  Reihen  wie  bei  rhetenor  verteilt,  cacica  Slgr.,  vom  Chanchamayo  in  .Süd-Peru  he-  cac'ic.a. 
schrieben,  wird  mit  etisebes  durch  Uehergänge  verbunden  die  sich  am  oljorcui  Amazonas  l>ereits  vorfinden.  Die 
Type  ist  charakterisiert  durch  eine  mediane  Reihe  von  vier  bis  fünf  weißlichgelf)en  Intramedianflecken,  zu 
denen  sich  manchmal  auch  noch  eben  solche  vor  dem  Distalrand  gesellen.  Die  Unterseite  der  Hflgl  weist  ein 
sehr  schmales  braunes  Querband  auf,  welches  die  dunkelbraunen  Ocellen  umschließt  und  nicht  wie  bei  eusehes 
und  rhetenor  nach  hinten  breit  ausfließt.  $  anscheinend  noch  unbekannt.  —  Helena  Stgr.,  eine  ausgezeichnete  hi‘i(‘nn. 
geographische  Rasse  nahe  der  .Speciesberechtigung ;  oberseits  dem  cy'pris  Westw.  viel  näher  stehend,  als  rhetenor, 
und  von  cy'pris  tatsächlich  nur  abweichend  durch  das  Fehlen  der  gelben  Hubmarginalzeichnung  aller  Figl  und 
die  für  rhetenor  so  typischen  mehr  noch  als  bei  eusebes  vorgezogenen  Spitzen  derVflgl.  Die  bei  den  übrigen  rhetenor- 
Vikarianten  unterseits  trübgraue  Medianbinde  bleibt  bei  helena  rein  weiß  und  durchzieht  in  stattlicher  Breite 
den  Vflgl  vom  Zellaj)ex  an,  den  Hflgl  in  seiner  ganzen  Länge.  .So  sehr  aber  die  d'rj  sich  vom  rhetenor- Yy\mü 
durch  die  metallisch  schillernde  Medianbinde  entfernen,  das  $  von  helena  bleibt  dennoch  resistent  und  es  er¬ 
scheint  kaum  mehr  vom  eusebes-^  differenziert,  als  etwa  rhetenor-^  vom  $  der  Amazonasform  eusebes.  Es  üher- 
trifft  in  der  Größe  eusebes-'^,  führt  aber  ebenso  ausgedehnte  schön  gelbe  Medianfelder  der  Vflgl  und  trägt  auf 
der  Hflgl- Oberseite  markantere  aber  gleichfalls  in  drei  parallelen  Serien  aufgereihte  .Submarginalmakeln.  Die 
Unterseite  der  Vflgl  etwas  matter  als  bei  eusebes,  die  Hflgl  vorherrschend  grau  und  im  Median-Gebiet  nahezu 
reinweiß  statt  gelblich.  Die  stammen  vom  Rio  Huayabarnba  nahe  seiner  Vereinigung  mit  dem  Huallaga, 
aus  Nord-Peru;  das  $  hat  der  bekannte  Sammler  Michael  bei  Tarapoto  im  Oktober  1901  aufgefunden  und 
eine  kolorierte  Zeichnung  davon  geschickt,  auf  Welche  unsere  Diagnose  basiert  ist.  Es  sind  nur  gelbe  $$  bekannt, 
doch  ist  es  sehr  wahrscheinlich,  daß  analog  allen  Arten  der  adonis-rhetenor-Gvxvppe  auch  noch  blau  überhauchte 
entdeckt  werden. 

M.  cypris  ersetzt  rhetenor  in  Columbien  und  Zentral- Amerika,  und  man  könnte  ihn  rigoroser  Weise  mit 
rhetenor  als  geographischen  Zweig  vereinigen,  wenn  nicht  die  Anatomie  durchgreifende  Unterschiede  ergibt. 
cypris  wird  hier  jedoch  getrennt  gehalten  wegen  der  rundlichen  Form  der  Vflgl  und  der  etwas  steiler  gerichteten 
weißen  Mittelbinde  der  Oberseite,  cypris  nnd  helena  überstrahlen  durch  ihren  unvergleichlichen  Glanz  noch 
die  übrigen  Moqihiden  und  besonders  cypris  ist  ein  wahres  Juwel,  das  an  .Schimmer  und  Pracht  in  der  ganzen 
Natur  nicht  seinesgleichen  findet  (Schatz).  Je  nach  der  Lichtstellung  erstrahlt  das  Blau  dieses  unver¬ 
gleichlichen  Insekts  mehr  in  einem  violetten  oder  grünlichen  Glanze  und  die  zartweiße  Binde  erscheint  dann 
in  einem  gelblichen  Tone  oder  wie  mit  Rosa  überhaucht.  Das  Blau  ist  von  einer  so  ätherischen  Reinheit  und 
einem  so  intensiven  Glanze  und  Feuer,  daß  alle  übrigen  Farben  dagegen  gehalten  verblassen  oder  stumpf  er¬ 
scheinen.  Nur  die  malayo-australischen  Ornithoptera  vermögen  die  Morpho  noch  zu  überbieten,  weil  sich 
bei  ihnen  mit  der  goldgrünen  Farbenpracht  auch  noch  die  edlen  Linien  des  Figlschnittes  und  die  Plastik  der 
vornehmen  Körperform  vereinigen.  Die  .Schuppen  selbst  sitzen  wie  bei  rhetenor  sehr  fest  auf,  die  interferierende 
Schicht  fehlt  aber  den  normalen  $$,  weshalb  diese  auch  wieder  in  der  ursprünglichen,  allen  Arten  der  adonis- 
Gruppe  gemeinsamen,  gelblich  ockerfarbenen  (Brassoliden)  Grundfarbe  gekleidet  sind.  Zwei  Lokal  Varianten : 
cypris  Westiv.  (68  a  b  9).  Die  ändern  nur  unerheblich  ab,  und  das  $  entfernt  sich  vom  rhetenor-^  durch  cypris. 
deutlicher  isolierte  gelbe  .Submarginalmakeln  und  einen  gelben  Wischfleck  in  der  Zelle  der  Vflgl.  Beide  Geschlech¬ 
ter  tragen  außerdem  unterseits  besonders  auf  den  Hflglii  vollkommen  ausgebildete  satt  gelb  umringelte  und  weiß 
gekernte  Ocellen,  statt  der  blinden  braunen  Makeln  von  rhetenor.  Die  gleichen  unterseits  sonst  den  rhetenor-^ ^ 

doch  bleibt  die  braune  Bänderung  stets  blasser;  das  bei  den  weiße  den  $$  gelbliche  Median-Feld  geht  auf 
den  Vflgln  ununterbrochen  bis  zum  Oostalrand.  Vom  $  sind  auch  analog  den  prächtig  blau  übergossene 
Exemplare  bekannt  (cyanites  form,  nov.),  doch  läßt  bei  diesen  der  Blauschiller  einen  ziemlich  breiten  braunen  ojcniitcs. 
Distalrand  frei.  Columbien,  Hauptfundort  die  Umgebung  der  Smaragdminen  von  Muzo,  von  wo  aus  die  cypris 
nach  Bogota  als  ,,mariposa  de  Muzo“  zum  Verkauf  gebracht  werden.  —  bugaba  Stgr.,  vom  Vulkan  Chiriqui, 
zeichnet  sich  durch  eine  ausgedehntere  weiße  Mittelbinde  kleinere  Gestalt  und  dunklere  Lhiterseite  von  colnmbi-  bugnha. 
sehen  Exemplaren  aus.  Nach  Godman  und  .Salvin  sollen  cypris  von  Nicaragua  den  columbischen  fast  gleich 
sein,  von  Panama  aber  wiederum  viel  kleiner  und  schmalbindiger.  Die  Falter  flogen  dort  in  großer  Höhe 
in  den  Lichtungen  die  in  den  Wald  geschlagen  wurden  um  Platz  für  die  Panama-Eisenbahn  zu  schaffen. 

M.  anaxibia  (69  c)  gilt  als  einer  der  für  das  südliche  Brasilien  charakteristischen  Falter.  Die  Art  steht  ana.vihia. 
schon  durch  den  oberseits  blauen  Hlb  völlig  isoliert,  bildet  aber  eine  Transition  von  der  r7ic;e7mr-Gru]q)e  znr 
inenelaus-^ippe.  Der  anaxibia  ieYAt  aber  bereits  der  wundervolle  Glanz  dev  rhetenorSevie,  das  Blau  ist  trotz  seiner 
eigenartigen  .Schönheit  matter  und  es  fehlt  der  blendende  Schiller.  Das  gemahnt  durch  die  Unterseite  noch 
an  rhetenor,  das  $  verrät  mehr  Beziehungen  zur  Gruppe,  nur  sind  dessen  Randflecken  gelb  statt  weiß. 

Das  ^  führt  einen  schmalen  schwarzen  Costalsanm  der  sich  am  Apex  unmerklich  verbreitert  nnd  dann  als  Distal¬ 
abschluß  sich  bis  in  den  Hinterwinkel  der  Vflgl  nach  innen  mehr  oder  weniger  gezackt  fortsetzt.  Jenseits  der 
Zelle  steht  am  Vrd  eine  weiße  Makel,  welche  bei  Exemplaren  aus  Blumenau  häufig  fehlt.  Die  Vflgl  sind  unter¬ 
seits  vorwiegend  schwarz,  die  Hflgl  rotbraun  mit  zwei  bis  drei  resp.  vier  bis  fünf  mittelgroßen,  leicht  weiß 
gekernten,  zumeist  hell  graugelb  umzogenen  Augen.  Die  Unterseite  des  $  ist  bunter  mit  breit  angelegten  grauen 
mattglänzenden  Zickzackbinden  und  Feldern  belegt.  Das  $  variiert  oberseits  in  der  Weise,  daß  die  weiße,  zart 
blau  überstäubte  Trancellularmakel  der  Vflgl  aus  nur  einem  (Parana)  oder  drei  Komponenten  zusammengesetzt 


352 


MORPHO.  Von  H.  Fruhstorfer. 


sein  kann.  Im  äußersten  Süden  des  Verbreitungsgebietes,  in  Rio  Grande  do  Sul,  tritt  eine  habituell  kleine  Form 
pclias.  auf,  pelias  siibsp.  nov.  (69c),  der  d*  ist  oberseits  entschieden  lichter  und  blasser;  mehr  weißlichblau,  das  $  zeigt 
etwas  deutlichere  weiße  Medianpunkte  der  Vflgl  und  markantere  submarginale  gelbe  Flecken  im  Submarghial- 
gebiet  auch  der  Hflgl.  Das  ^  erscheint  unterseits  mehr  mit  dem  $  gleich  gefärbt  ohne  die  kontrastierenden 
grauen  Felder  der  Blumenau-Form  und  ohne  den  eintönigen  braungelben  Fond  der  $$  aus  Espiritu  Santo. 
Letzterer  Fundort  ist  neu  für  anaxihia]  zu  Staudinger’s  Zeiten  galt  Rio  de  Janeiro  als  der  nördhchste  Punkt 
des  Vorkommens.  Nach  Mabilde  fliegt  er  Ende  Januar,  Anfang  Februar  während  15 — -30  Tagen 
und  nur  selten  dehnt  sich  die  Flugzeit  bis  Ende  März  aus.  Ich  selbst  beobachtete  anaxihia  in  großer  Anzahl 
in  Santa  Catharina,  im  Februar,  besonders  in  einem  Seitental  des  Oapivaryflusses.  Ein  kristallener  Wasserfall 
bestäubte  dort  das  Wurzelwerk  der  Urwaldriesen  und  schuf  so  einen  Anziehungspunkt  für  Falter  aller  Art. 
Ebenso  wie  das  Wild  bestimmte  Fährten  aufsucht,  um  zum  Wasser  zu  gelangen,  so  kreuzten  dort  auch  täglich 
die  anaxihia,  zufällige  Lichtungen  aufspürend,  um  der  Cascade  zuzustreben,  gleichsam  als  suchten  auch  sie 
dort  eine  kühlende  Erfrischung,  unter  den  von  dem  Gischt  des  Wassers  betauten  und  bewegten,  leise  säuselnden 
Wölbungen  des  hochaufgeschossenen  Bambus.  Sie  kamen  nicht  scharenweise,  sondern  einzeln,  ruhevoll  heran¬ 
geschwebt,  aber  dennoch  kam  es  vor,  daß  nach  schweren  Regen  die  Sandbänke  vor  den  Felsen  des  Flusses 
mit  den  glitzernden  blauen  Flgln  toter  Schmetterlinge  von  anaxihia  und  aega  wie  übersät  waren,  die  das  Wasser 
dort  zusammenschwemmte.  Das  $  ist  außerordentlich  selten  und  setzt  sich  mit  gefalteten  Schwingen  an  heißen 
Tagen  in  den  Vormittagsstunden  an  nasse  Stellen  der  Waldwege  um  dort  zu  saugen.  Es  ist  dann  so  gut  durch 
die  rötliche  Unterseite,  die  nur  wenig  vom  Lateritboden  absticht,  gedeckt,  daß  es  der  Jäger  gewöhnlich  erst 
bemerkt,  wenn  es  zu  spät  ist.  Nach  von  Bönninghausen  ist  anaxihia  häufig  im  März  auf  dem  Corcovado.  —  Rp. 
auf  Canella  und  einer  Myrtacee  ,,Grumexama“,  langgestreckt,  in  der  Mitte  merklich  verdickt,  Kopf  mit  zwei 
lateralen  langbeborsteten  nicht  sehr  deutlich  hervortretenden  Höckern.  Kopf  gelblich  hornfarben  und  wachs¬ 
artig  glänzend,  mit  rundlichen  Grübchen  und  Punkten  übersät,  mit  fein  weißer  Behaarung  die  noch  mit  starken 
rotbraunen  Borsten  durchsetzt  ist.  Körper  gelb,  lateral  fein  wollig  dicht  behaart,  Rücken  bunt,  die  beiden 
ersten  Segmente  fein  behaart,  auf  dem  dritten  bis  zum  sechsten  Segment  lange  seitliche  Borstenbüschel,  die 
schwarz,  bordeauxrot  und  weiß  im  bunten  Wechsel  gefärbt  sind.  Das  5.  und  6.  Segment  nackt,  das  7.  und  8. 
mit  einer  andreaskreuzartigen  Figur,  deren  vier  Enden  mit  bunten  Borstenbüscheln  verziert  sind.  Anus  mit 
zwei  seitlichen  Borstenbüscheln  und  der  Anfang  des  letzten  Segments  wie  die  vorderen  mit  bunten  Haaren 
bewehrt.  Ueber  den  Rücken  läuft  eine  ziemlich  breite  Binde  mit  deutlichem  innerem  und  marmoriertem  aufge¬ 
löstem  äußerem  Rand.  Alle  Segmente  dann  noch  mit  einer  lateralen  roten  Dojipellinie.  Unterseite  zwischen  den 
Füßen  mit  rotbraunen  Makeln.  Pp  nach  hinten  stark  aufgeblasen,  kurz,  hellgrün  mit  gelblichen  Figlscheiden 
und  scharf  abgegrenztem  gelbweißem  Ring  kurz  hinter  der  dicksten  Stelle  des  Leibes.  Kopf  mit  zwei  fernen, 
spitzen  schwarzen  Hörnchen;  im  allgemeinen  kleiner,  zarter,  leichter  als  jene  von  Morplio  hercules  Dahn.  Durch 
den  gelblichen  Rhig  unterscheidet  sich  die  anaxihia-Vp  auch  von  jener  des  M.  catenarius  Perty.  In  Sta.  Catharina 
erfolgt  die  Verpuppung  in  der  Zeit  vom  15.  Januar  bis  1.  März  ungefähr. 

M.  menelaus,  eine  der  historischen  Arten,  hat  seinen  stolzen  Namen  noch  von  Linnb  empfangen,  den 
seine  grandiose  Gestalt,  die  so  herrlich  ist  vor  anderen  wie  jener  Held  der  mythischen  Vorzeit,  mit  Recht  trägt. 
fnenelaus  ist  zugleich  von  besonderer  Expansionskraft,  denn  seine  zahlreichen  Abzweigungen  haben  sich  das 
gesamte  tropische  Gebiet  erobert  und  wir  begegnen  ihnen  von  Guiyana  an  bis  Santa-Catharina  und  auf  der 
pacifischen  Seite  von  Columbien  bis  zu  den  Niederungen  von  Bolivien,  so  daß  sich  seine  Verbreitungszone  etwa 
mit  jener  des  M.  achilles  und  achiJkmia  deckt.  In  Columbien  hat  sich  aus  dem  normalen  alten  Stamm  bereits  ein 
neuer  Zweig  geformt  und  in  aniathonte  Deyr.  eine  vicarierende  Form  entstehen  lassen,  die  dem  Specieswert 
nahekommt.  Im  Gegensatz  zu  acliilles  jedoch,  der  nach  Süden  zu  an  Gestalt  abnimmt  und  an  Schönheit  ver¬ 
liert,  erreicht  gerade  menelaus  in  seinen  subtropischen  Vikarianten  nestira  und  godarti  das  Maximum  seiner 
Entwicklung  und  an  glitzerndem  Pomp.  Die  Extreme  der  Variationsmöglichkeit  veranschaulichen  unsere 
Figuren  69  c  und  b  für  die  d'c?  und  71b  und  70b  für  die  Auf  der  LTnterseite  führen  alle  menelaus  gemeinsam 
rot  umringelte  Ocellen,  was  sie  in  Gegensatz  bringt  zu  amathonte  mit  gelber  Augenperipherie.  Je  nach  der  Lokali¬ 
tät  wechselt  die  Intensität  der  proximalen  Ocellenbegrenzung,  von  einem  matten  broncegrünen  Anflug  zu  nahe¬ 
zu  silberweißem  glänzendem  Belag.  Ebenso  verschieden  ausgebildet  präsentiert  sich  der  Anflug  des  Submargi¬ 
nalgebiets  aller  Figl,  der  trübgrau,  grünlich  purpurn  und  selbst  weinrot  gefärbt  sein  kann.  $  stets  erheblich 
größer  als  die  mit  mehr  oder  minder  luxurianten  Weißpunkten  und  Medianbinden  der  Vflgl.  $$  nicht  so 
ungemein  selten  als  jene  der  adonis-rhetenor-Gruppe.  Ueber  die  ersten  Stände  ist  nichts  weiter  bekannt,  als 
daß  das  Ei  etwa  2  mm  im  Durchmesser  hat,  halbkugelig,  nicht  glänzend  sondern  matt  grauweiß  gefärbt  und 
etwas  durchscheinend  ist.  Das  9  dürfte  etwa  2  Dutzend  dieser  unverhältnismäßig  großen  Eier  ablegen,  die 
Ovulation  scheint  langsam  von  statten  zu  gehen.  Tegumen  mit  relativ  verklü'ztem  Uncus,  welcher  basal  auf¬ 
fallend  verdickt  ist  und  eine  unvermittelt  abgesetzte  chitinisierte  scharfe  Spitze  trägt  und  zwei  fingerartigen, 
gleichmäßig  dicken  seitlichen  iVnsätzen.  Valve  rundlich,  breit  mit  distalem  chitinisiertem  Wulst,  der  einige 
größere  und  viele  kleine  Zähnchen  zeigt.  Valve  distal  lang  beborstet.  Penis  lang,  häutig  ohne  die  markanten 
Zähne  der  M.  achill es- Gruppe,  menelaus  verläßt  sein  nächtliches  Versteck  bereits  um  8  Uhr  morgens,  wenn 
die  Sonne  nur  schräg  erst  ihre  Strahlen  durch  das  luftige  Laubdach  der  Waldriesen  sendet  und  beginnt  in  großen 
welligen  Zügen  zu  segeln.  Umrahmt  vom  dunklen  Grün  erscheint  der  mächtige  Falter  in  der  Bewegung  noch 


Ausgegchen  8.  VII.  1913. 


MORPHO.  Von  H.  Fruhstorfer. 


.353 


vergrößert  und  das  herrliche  Farbenspiel  der  Oberseite  wird  ergänzt  durch  den  Silberschmuck  der  rnterseite. 

Wenn  die  (JcJ  auf  einen  freien  Weg  gelangen,  verfolgen  sie  diesen  ungestüm  weiter,  um  ihrem  Flugbedürfnis 
zu  fröhnen.  Die  $$  erwachen  viel  später  als  ihre  sie  aufsuchenden  d'd',  in  der  Regel  erst  gegen  iVIittag.  llir 
Flug  ist  dann  aber  nicht  anhaltend  wie  jener  der  leichtbeschwingten  sondern  langsam,  ziellos,  brutschwer, 
wie  traumverloren  und  er  wechselt,  ganz  das  Bild  eines  verirrten,  bangen,  von  unbewußtem  iSehnen  getriebenen 
Wesens,  mit  öfteren  Ruhepausen  ab.  Wenn  sich  die  Pärchen  aber  vereinigen  und  der  Sannnler  sie  aufscheucht, 
entsteht  eine  interessante  Scene,  weil  dann  das  übergroße  $  mit  seinem  willenlosen  Gespons  schweren  Fluges 
dahinzieht,  bis  es  wieder  Halt  gefaßt  hat.  Die  großäugige  rosa  angehauchte  Unterseite  des  $  kontrastiert  dann 
mit  der  viel  dunkleren  des  und  ist  im  Schatten  des  Laubes  oder  dem  Gewirr  brauner  verwelkter  Blätter  vor  ¬ 
trefflich  vor  den  spähenden  Augen  der  Feinde  maskiert.  Im  Gegensatz  zu  rhetenor  und  den  Arten  der  [ phiwedeia - 
Gruppe  hält  sich  menelaus  aber  dennoch  mehr  in  der  Nähe  des  Erdbodens,  und  nach  Dr.  Hahnei.  gilrt  er  sogar 
seine  planlosen  Sprünge  auf,  wenn  er  über  Flußläufen  dahinzieht,  im  Bewußtsein  der  Sicherheit,  welche  das 
nasse  Element  unter  ihm  gewährt.  Den  plantastischen  Eindruck,  den  die  Morphiden  bei  den  europäischen  Rei¬ 
senden  hervorrufen,  scheinen  auch  die  Kinder  der  Wildnis  von  ihnen  zu  enipfairgen,  nur  nrit  denr  Imterschiede, 
daß  sie  in  den  Morpho  keine  verlockenden  Gestalten,  sondern  in  ihren  Ideenassoziationen  darin  die  A^erkörpe- 
rung  unheilbringender  Geister  erblicken.  Ist  doch  nach  Dr.  Kocii-Grünberg  (Zwei  .Jahre  unter  den  Indianern, 

Berlin  1910)  der  große  azurblaue  Schmetterling  ,,Tataloko“,  der  mit  seiner  leuchtenden  Farbenpracht  dasAiige 
entzückt  und  wie  ein  herabgekommenes  Stückchen  Himmel  anniutet,  einer  der  gefährlichsten  Dämonen.  Er 
hat  seinen  Sitz  in  der  Yurupary  Cachoeira,  dem  obersten  und  höchsten  Fall  des  an  Stromschnellen  so  reichen 
Rio  Caiary-Uaupes,  wo  er  in  einem  großen  Topf  die  Malaria  braut,  so  daß  alle,  die  von  dem  Wasser  trinken, 
krank  werden.  In  der  Tat  tritt  an  dem  sonst  so  gesunden  Fluß  oberhalb  dieses  Kataraktes,  wohl  infolge  des 
dort  ganz  anderen,  weißen  fast  stagnierenden  Wassers,  Malaria  auf,  was  Dr.  Koch  an  seinem  eigenen  Ijeibe 
erfahren  mußte.  Die  Maske  des  Schmetterlings,  welche  die  Eingebornen  beim  ,,Morpho“-Tanz  anziehen,  wird 
durch  die  aus  Flechtwerk  hergestellten,  mit  bunten  Mustern  bemalten  Figl,  die  zu  beiden  Seiten  des  Kopfes 
angenäht  sind,  und  dem  aus  Cipo  (einer  Schlingpflanze)  gebogenen  Rüssel  wohl  charakterisiert  *).  Die  zackige  Zeich¬ 
nung  auf  der  Brust  des  Maskenkörpers  deutet  das  Flattern  des  Schmetterlings  an.  Der  Tänzer  trägt  in  der 
einen  Hand  das  Attribut  der  unheilvollen  Tätigkeit  seines  Dämons,  die  Trinkschale,  gegen  die  er  im  Takt  mit 
einem  Stäbchen  schlägt.  —  menelaus  L.  (69  c  d',  71  b  $),  die  Namenstype,  ist  zugleich  die  kleinste  Rasse  der  menelaus. 
Gesamtart;  das.^  wurde  von  Gramer  als  nesfor  benannt,  ein  Name,  der  aus  Versehen  auf  unserer  Tafel  69  c 
auf  das  übertragen  wurde.  Das  d'  ist  wie  schon  aus  der  Figur  ersichtlich,  blaßblau,  aber  mit  äußerst  intensi¬ 
vem  Schiller.  Das  $  führt  nur  unbedeutende  weiße  Discalmakeln  und  die  weißen  Flecken  am  Zellabschluß 
sind  geringer  entwickelt  als  bei  den  übrigen  Vikarianten.  Surinam,  anscheinend  nicht  sehr  häufig,  weil  mein 
Sammler  Michaelis  während  seines  zweimaligen  Aufenthaltes  dort  nur  ganz  wenig  Exemplare  einlieferte.  — 
terrestris  Btlr.  umschreibt  die  geographische  Rasse  des  unteren  Amazonas,  aus  Villa  Nova  (dem  jetzigen  Villa  ierresiris. 
Bella)  zuerst  bekannt  geworden,  führt  auf  der  zimtbraunen  Ghiterseite  etwas  markantere  broneegrüne  Flecken¬ 
reihen  innerhalb  der  kleinen  Ocellen,  die  beim  $  in  einem  weißen  Vorhof  stehen.  oberseits  bereits  etwas  breiter 
schwarz  umgrenzt  als  menelaus  von  Gujmna ;  $  mit  verlängerten  Submarginalmakeln  und  erheblich  breiterer 
und  auch  mehr  nach  der  Figlmitte  hin  ausgedehnter  weißer  Transcellularbinde  der  Vflgl.  Von  Obidos  in  meiner 
Sammlung.  ■ —  Als  melanippe  Btlr.  wurde  eine  Aberration  beschrieben  mit  nur  einem  Auge  auf  der  Unterseite  melanippe. 
der  Vflgl.  — melacheilus  S'if/r.  Die  Schwarzbesäumung  der^j^c^  hat  bereits  wesentlich  zugenommen  und  beim  $  melacheilus. 
hat  sich  zwar  die  innere  Verzierung  der  Ocellen  der  Unterseite 'erheblich  vermehrt  und  einen  silberhellen  Glanz 
bekommen,  dagegen  tritt  auf  der  Oberseite  der  Blauanflug  so  weit  zurück,  daß  nur  ein  schmales  Medianfeld 
(ähnlich  wie  bei  M.  achilles)  davon  erhalten  bleibt  und  die  gesamte  Basalregion  wieder  von  der  schwarzen  Grund¬ 
farbe  eingenommen  wird.  Parallel  damit  geht  auch  eine  Rückbildung  des  AVeißen  Transcellularflecks  der  Vflgl. 

Oberer  Amazonas  bis  Iquitos.  —  occidentalis  Fldr.  ist  eine  weitere  Arealform,  welche  ich  früher  für  identisch  occidenialis. 
mit  melacheilus  hielt,  doch  beweisen  mir  neuerdings  von  A.  H.  Fasse  aufgefundene  Exemplare,  daß  beide  Ge¬ 
schlechter  unterseits  von  melacheilus  abweichen  durch  luxuriante,  beim  ^  broneegrüne,  beim  $  aber  prächtig 
silberglänzende  und  wesentlich  verbreiterte  Medianbinden  aller  Figl.  Die  Zeichnung  der  Oberseite  des  $  be-  • 
deutet  einen  Rückschlag  zur  Namenstype  und  occidentalis-^  differiert  von  solchen  aus  Surinam  nur  durch 
bedeutendere  Größe  und  etwas  markantere  Weißfleckung.  Basis  der  Figloberfläche  Avie  bei  terrestris,  dunkel¬ 
blau  mit  violettem  Schiller,  aber  nicht  schwarz  wie  bei  melacheilus.  Oberer  Rio  Negro  aus  ca.  800  m.  Nach 
Angaben  Dr.  Hahnels  fliegt  occidentalis  das  ganze  Jahr.  • —  nestira  Hhn.  bezeichnet  die  prächtige  brasilianische  nestira. 
Zweigrasse,  von  der  Hübner  ein  abbildet  mit  dunkler  Oberseite  und  recht  breiter  scliAVarzer  Apical-  und 
Distalbesäumung  der  Vflgl.  Da  nun  genau  solche  Exemplare  in  Santa  Catharina  Vorkommen,  ist  anzunehmen, 
daß  die  Type  den  Südprovinzen  des  Landes  entstammt.  —  Rp  nach  Dr.  Wilhelm  Müller  mit  einer  Zeichnung 
des  letzten  Stadiums,  welche  die  engsten  Beziehungen  zu  jener  von  Morpho  achillides  im  ersten  Stadium  verrät. 

Die  hellen  Flecken  in  der  Mittellinie  des  Rückens  decken  sich  fast  vollständig.  Grundfarbe  des  Körpers  leber¬ 
braun  mit  Schwarz  gemischt,  soAvie  zwei  großen  gelbgrünen,  dunkelgerandeten  Flecken  in  der  Mitte  des  Rückens. 

*)  Derlei  Tanzmasken  Averden  in  der  sehr  reichen  südamerikanischen  Abteilung  des  Äluseums  für  Völkerkunde  in 
Berlin  ausgestellt,  von  welcher  die  berühmte  Kocu’sche  Ausbeute,  nicht  nur  die  farbenreichste,  sondern  acAch  am 
besten  conservierte  und  etikettierte  Sammlung  darstellt. 


V 


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MORPHO.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Die  Borsteiibüschel  überwiegend  schwarz,  am  vorderen  Rande  weiß.  Bei  Rio  de  Janeiro  fliegt  dagegen  eine 
tenuilim-  Form  mit  ganz  erheblich  zurückgebildetem  Außenrand,  tenuilimbataFmÄs^.,  und  die  aus  dem  gleichnamigen 
bata.  Staate  bleiben  etwas  kleiner  als  solche  vonBlumenau,  sie  sind  wie  die  (Jd'  lichter  blau,  die  bis  zur  mittleren 
Mediana  durchgezogene  weiße  Medianbinde  der  Vflgl  nicht  mehr  so  scharf  abgesetzt.  Die  Unterseite  ist  durch¬ 
weg  farbenärmer,  es  fehlt  sowohl  die  reiche  weiße  Bestäubung  wie  auch  der  purpurne  oder  weinrote  Anflug,  der 
nestira  schmückt,  tenuilimbata  gilt  als  eine  der  Zierden  der  Landschaft  der  Umgebung  von  Rio  de  Janeiro,  wo 
die  Art  im  April  und  Mai  häufig  ist  und  der  man  besonders  nach  ausgiebigem  Regen  in  prächtigen  und  frischen 
Exemplaren  in  den  Gärten  der  Villen  und  auf  den  Straßen  zum  Corcovado  begegnete.  Michaelis  fing  tenui- 
limhata  als  große  Seltenheit  in  Espiritu  Santo,  und  neuerdings  sah  ich  aus  Matto-Grosso.  Tegumen  mit 
etwas  kürzeren  daumenförmigen  seitlichen  Auswüchsen  als  bei  menelaus  occidentalis  Fldr.,  Valve  distal  mehr 
eingedrückt,  der  dorsale.  Wulst  nicht  gezähnt,  temälimhata  leitet  über  zu  mintxXQ  Frühst.  (69  b  (^,  70  a  9), 
von  Minas  Geraes.  ^  75  mm,  $  83  mm,  gegen  nestira  mit  90  mm,  $  98  mm  Vflgllänge.  Eine  kleine  Lokal- 
lorm,  vielleicht  auch  nur  das  Produkt  eines  Landstriches  mit  langanhaltender  Trockenheit.  ^  gesättigt  blau 
mit  namentlich  im  Verhältnis  zur  Kleinheit  sehr  breitem,  schwarzem  Distalsaum  aller  Figl.  Weißer  Costal- 
und  Apicalfleck  verkleinert.  Unterseite :  Vflgl :  Basale  Flglpartie  gleichmäßig  dunkelbraun  gefärbt,  distale  Re¬ 
gion  grünlich  grau  beschuppt.  .Die  bei  nestira  meist  prominenten  postdiscalen  Silberflecke  bis  auf  wenige  Atome 
verschwunden.  Alle  Ocelien  reduziert,  sehr  klein,  Vflgl  nur  mit  einem  Auge  zwischen  den  Medianen.  $ :  schwarzer 
Außensaum  aller  Figl  breiter,  gleichmäßiger,  die  ihm  aufsitzenden  weißen  Submarginalpunkte  jirominenter, 
rundlich  anstatt  strichförmig.  Die  weiße  Vflglbinde  jenseits  der  Zelle  durch  den  intensiveren  und  distal  vor¬ 
dringenden  Blauschiller  so  verschleiert,  daß  sie  nur  noch  bei  gewisser  Beleuchtung  zu  Tage  tritt.  Der  blaue 
Basalanflug  aller  Flügel  lichter.  Unterseite:  Ocelien  wie  beim  stark  verkleinert,  die  Halbmonde  der  Vflgl 
offener.  Der  die  Ocelien  nach  innen  umgebende  Silberschmuck  dunkler,  mehr  ins  Broncefarbene  übergehend. 
Minas  Geraes.  niineiro  ist  ein  Analogon  zu  persetis  richardi  Frühst.  (69  a)  von  derselben  Herkunft  und  ähnlich 
pygmäenhaft  verkümmert  im  Habitus  und  der  Ocellenbildung.  nestira  scheint  in  Rio  Grande  do  Sul  nicht  mehr 
vorzukommen,  und  auch  in  den  trockenen  Nordprovinzen  wie  Bahia  und  Pernambuco  keine  Existenzmöglichkeit 
zu  finden.  Obgleich  die  Art  in  Blumenau  gezogen  wird,  ist  in  der  Literatur  über  die  Jugendstadien  noch  nichts 
ormita.  veröffentlicht.  —  ornata  subsp.  nov.  nach  Exemplaren  der  Staudinger  Sammlung  benannt,  führt  breiteren 
schwarzen  Distalsaum,  das  $  dagegen  zurückgebildete  weiße  Submarginalbinde  der  Vflgl.  Von  Casa  Braca 
in  der  Provinz  Säo  Paulo,  Süd-Brasilien. 

M.  amathonte,  dessen  Artrecht  vielfach  mit  Recht  angezweifelt  -wurde,  läßt  sich  von  den  Formen  der 
'nienelans-^exie  dennoch  leicht  absondern  durch  die  gelb  statt  rot  umringelten  Ocelien  der  LTnterseite.  Die  halten 
in  der  Form  des  Flglumrisses  etwa  die  Mitte  zwischen  menelaus  und  didius,  der  schwarze  Apicalsaum  vde  bei 
nienelaus,  der  Distalrand  sehr  schmal,  wie  bei  godarti  didius.  Verbreitung  von  Columbien  bis  Nicaragua. 
amathonte.  Verteilt  sich  auf  drei  gut  geschiedene  Ortsformen :  amathonte  De^r.  gilt  als  einer  der  Charakterschmetterlinge 
der  Muzo- Sendungen  aus  Columbien,  und  die  (JeJ  fehlen  in  keinem  der  sogenannten  ,,Bogota-lots“,  die  nach 
Deutschland  und  England  verkauft  werden.  Das  $  aber  ist  stets  selten  und  erheblich  vom  ^  differenziert. 

oberseits  mehr  hellblau  als  menelaus,  mit  einer  leicht  weißlichen,  an  M .  adonis  erinnernden  Beimischung. 
Unterseite  etwas  heller  als  jene  von  m.enelaus  mit  reicher  weißlichgrauer  Ueberpuderung  der  Submargmalpartie 
aller  Figl.  Der  weiße  Kern  der  Vflgl-Oeellen  absorbiert  den  distalen  Teil  der  gelben  Ocellenperipherie.  Die 
weiße  Medianbinde,  welche  centralis  auszeichnet,  ist  sehr  verkiü’zt,  die  weißen  Discalmakeln  erheblich  schmaler 
centralis,  und  noch  spitzer  als  bei  der  zentralamerikanischen  Rasse.  ■ —  centralis  8tgr.  (71  a)  bezeichnet  eine  albinotische 
geographische  Form  mit  noch  lichter  blauen  und  intensiver  glänzenden  ^8-  Oberseite  der  $$  trägt  in  der 
Regel  noch  breiter  angelegte  und  durch  den  ganzen  Vflgl  laufende  weiße  Medianbinden,  als  sie  unsere  Abbildung 
zeigt.  Die  Unterseite  bei  beiden  Geschlechtern  wie  auch  bei  amathonte  ziemlich  gleichfarben,  bei  centralis  aber 
auffallend  fahl  gelbgrau  mit  weißlicher  Submarginalregion  aller  Figl.  Vorkommen  von  Panama  bis  Nicaragua, 
in  den  Sammlungen  ist  zumeist  die  Form  vom  Chiricpii  vertreten,  wo  centralis  ziemlich  häufig  auftritt,  während  sie 
jutonthiscus.  an  anderen  Orten  nur  sehr  spärlich  angetroffen  wird.  ■ —  julanthiscus  Frühst,  stammt  aus  Ecuador  und  AVurde 
ursprünglich  mit  M.  didius  Fdpffr.  in  Verbindung  gebracht;  habituell  noch  stattlicher  als  didius,  schließt  er  sich 
in  der  Färbung  der  Oberseite  durch  ein  nicht  opalisierendes  Blau  von  satterer  und  matterer  Abtönung  jedoch 
mehr  an  menelaiis  und  godarti  an.  Unterseite  wird  bemerkenswert  durch  erheblich  kleinere  Ocelien,  die  auf 
dunklerem  Grunde  stehen,  der  Metallschmuck  ist  verringert,  eher  gold-  als  silberglänzend.  Alle  Ocelien  mit 
goldener  Peripherie.  Rote  Antemarginalbinden  aller  Figl  intensiver  und  prägnanter,  ebenso  deren  schAA''arze 
Begrenzung,  die  proximal  noch  von  einer  bronzefarbenen  Schmuckbinde  begleitet  wird,  welche  bei  didius  fehlt. 
Die  Transversalbinden  der  Vflglzelle  und  die  proximalen  Goldhelme  der  Hflglocellen  unscheinbarer  als  bei 
godarti.  didius,  deutlicher  als  bei  assarpai.  $  noch  unbekannt.  Santa  Inez,  Ecuador.' — M.  godarti  GwO’.,mit  der  Namens¬ 
type  aus  Bolivien,  geht  nordwärts  bis  Peru,  sich  dort  in  eine  oder  zwei  Ortsformen  auflösend,  über  AA^elche  bei 
der  Seltenheit  der  Objekte  noch  einige  Zweifel  bestehen,  ob  ihre  Angliederung  an  die  eine  oder  andere  der 
beiden  Arten  didius  und  menelaus  erfolgen  muß.  Als  godarti  AAÜrd  hier  jene  Form  behandelt  und  aufgefaßt, 
deren  $$  eine  viel  schmalere  Vflglzelle  aufweisen,  als  didius-^^,  und  welche  sich  zugleich  noch  enger  an  menelaus 
anschließen  durch  ein  nahezu  dunkelblaues,  leicht  violett  überhauchtes  Kleid  der  Oberseite.  imterseits 
entv^eder  vorwiegend  bleich  milchweiß  oder  breit  rotbraun  beschattet.  Vom  $  existiert  auch  eine  Form  mit 
roten  Submarginalflecken  der  Vflgl-Oberseite,  Avelche  bei  Coroico  auf  1200  m  Höhe  fliegt.  Die  nun  folgenden 
zwei  oder  drei  SpaltzAVeige  muß  ich  zum  Teil  nach  Diagnosen  ihrer  Autoren  und  ohne  die  Originale 
gesehen  zu  haben,  ermitteln:  —  alexandra  Hew.,  ohne  jedwede  Fundortsangabe  nach  einem  Exemplar 
der  Kollektion  Larrey  of  Bowdon  near  Manchester  beschrieben,  gehört  entschieden  hierher  und  nicht  zu  ana- 


MORPHO.  Von  H.  Fruhstorfer. 


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xibia,  wohin  sie  Staudinger,  dem  KiRRY’schen  Katalog  folgend,  gebracht  hatte.  Hewitson’s  Angaben 
,, Oberseite  glänzend  silberblau,  ins  Bunte  übergehend  und  mit  ultraniarinblauem  Schimmer,  jjurpurn  nahe 
dem  braunen  Außenrd,  welcher  Monde  trägt  sowie  Augen,  die  von  unten  nur  schwach  durchscheinen,  Habitus 
analog  anaxibia,  aber  Seidenglanz  wie  bei  Älorpho  portis  {cytherisY^  sind  sehr  zutreffend.  Ebenso  die  Ergän¬ 
zung  der  Diagnose  durch  die  Schilderung  der  Unterseite,  welche  als  ,, rötlich  oder  lilaweiß  und  rotbraun  be¬ 
wölkt“  bezeichnet  wird.  Die  rotbraune  Zelle  trägt  in  der  Mitte  ein  weißes  (soll  heißen  silberweißes)  Band.  Vflgl 
mit  vier,  Hflgl  mit  sechs  Ocellen,  schwarz  geringelt  mit  weißer  Pupille,  die  in  einem  ungleichen  silbeiweißen 
Bande  stehen.  Mir  liegt  ein  $  vor  aus  der  grandiosen  Sammlung  William  Morton  in  Lausanne,  das  kleine 
weiße,  distal  spitze Pöstdiscal-  und  hell  weinrote  Submarginalflecken  aufweist.  Der  Transcellularfleck  derVflgl 
im  Gegensatz  zu  didius  kurz,  schmal,  nur  aus  zwei  Komponenten  bestehend.  ■ —  alexandrowna  Druce  ist  ver-  alexun- 
mutlich  das  ^  zu  alexandra,  wenn  sie  nicht  einer  geographischen  Nebenrasse  angehört.  ^  grünlichblau  mit  weißem 
Fleck  vor  dem  Apex,  unter  welchem  drei  schwache  blauweiße  Makeln  stehen.  Unterseite  dunkel  chocolade- 
braun  mit  grauen  Schujipen  nahe  dem  Außensaum.  Ozellen  dreimal  größer  als  bei  menelaus.  Die  Type  von 
alexandrotvna  wird  am  British-Museum  auf  bewahrt.  Ein  mit  der  Beschreibung  übereinstimmendes  cJ  aus 
Pozzuzo  befindet  sich  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  —  Inwieweit  sich  nun  eine  weitere  Peru-Rasse  assarpai  assarpai. 
Röb.  neben  alexandra-alexandroivna  halten  läßt,  kann  nur  ein  Typenvergleich  ergeben.  Drei  d'cj  meiner  Samm¬ 
lung  aus  Pozzuzo  entsprechen  der  Diagnose  Röbers,  sie  nähern  sich  durch  etwas  lichteres  Blau  der  Oberseite 
von  didius  Hpffr.,  und  die  basale  Region  der  Hflgl  erscheint  weniger  ausgedehnt  und  spärlicher  graugrün 
beschuppt  als  bei  dem  oben  dunkelblauen  das  mit  alexandroivna  in  Verbindung  zu  bringen  wäre.  Die  Klammer¬ 
organe  von  assarpai  Röb.  halten  etwa  die  Mitte  zwischen  jenen  der  sekundären  Genitalien  von  M.  menelaus 
L.  und  M.  didius  Hpffr.  Valve  etwas  grösser  und  markanter  abgerundet  als  jene  von  mönelaus.  Uncus  an¬ 
scheinend  etwas  länger,  die  daumenartigen  lateralen  Vorsprünge  entschieden  größer,  und  dies  sowohl  in  der 
horizontalen  wie  vertikalen  Ausdehnung.  Uncus  dagegen  schlanker  als  jener  von  didius,  die  seitlichen  Lamellen 
weniger  robust  und  die  Valve  nicht  so  vollkommen  kreisrund.  ^ 

M.  didius  Hpffr.  schließt  sich  in  gewisser  Beziehung,  namentlich  aber  durch  sein  breit  weißbindiges  9  didius. 
an  amathonte  Deyr.  von  Columbien  an,  mit  der  didius  auch  die  aufgehellte  Unterseite  gemeinsam  besitzt.  Durch 
die  rote  statt  gelbe  Peripherie  der  Ocellen  der  Unterseite  ist  aber  wiederum  der  Anschluß  an  M.  menelaus  her¬ 
gestellt,  von  welchem  diditis  abweicht  durch  die  auffallend  lichte  Basalregion  der  Hflgl-Unterseite  und  die 
prächtigen  silberweißen  Dekorationen,  und  nicht  zuletzt  durch  den  eigentümlichen  hellblau  opalisierenden 
Schiller  der  Oberseite  aller  Figl.  Morphologisch  ist  die  Differenzierung  von  menelatis  weniger  ausgeprägt  als 
durch  coloristische  und  Zeichnungsmotive.  Doch  läßt  sich  didius  im  allgemeinen  von  meyielaus  separieren 
durch  eine  breitere,  distal  fast  völlig  kreisrunde  Valve,  die  regelmäßiger  und  zierlicher  gezahnt  ist  als  bei  me¬ 
nelaus.  Uncus  mit  erheblich  verbreiterten  seitlichen  danmenartigen  Ansätzen.  ^  oberseits  ausgezeichnet 
durch  den  schon  erwähnten,  nur  dieser  Species  eigentümlichen  opalisierenden,  etwas  an  M.  octaviae  gemah¬ 
nenden,  aber  zugleich  wie  bei  amathonte  prächtig  glänzenden  Schiller.  Distalsaum  aller  Figl  sehr  schmal 
schwarz.  Unterseite  der  Vflgl  mit  drei  bis  vier  hell  weinrot  umringelten  Ocellen.  Hflgl  mit  einem  Apicalauge 
zwischen  den  Radialen  und  zwei  intraniedianen  Augen,  denen  sich  noch  ein  kleineres  Nebenauge  im  Subme¬ 
dianzwischenraum  anschließt.  Vflgl  mit  breiter  Silberbinde  und  grünlich-silberner  Transcellularregion.  Hflgl 
mit  einer  silber-bronceglänzenden  Prachtbinde  innerhalb  der  Ocellen  und  drei  einzelnen  ebensolchen  Keil¬ 
flecken  im  Subbasalgebiet.  Die  Distalregion  aller  Figl  auf  gelblichem  Grunde  weiß  oder  purpurn  überpudert. 

Peru,  Chanchamayo,  vermutlich  auch  Bolivien.  N?wh  den  9?  fl^i’  Collection  Staudinger  beurteilt  haben 
jene  aus  Huayabamba  die  prominenteste  weiße  Medianbinde  der  Vflgl-Oberseite,  während  didius  von  Cuzco  gleich 
sind  mit  jener  der  Namensform  vom  Chanchamayo.  Da  die  9?  Huayabamba  auch  die  ausgedehnteste 
silberweiße  Binde  der  Htlgl-Unterseite  führen,  können  sie  wohl  als  argentiferus  abgetrennt  werden,  argeniiferus. 

Nachträge  zu  den  M o r p h i d e n : 

Zu  M.  ainpliitrioii  p.  3B6  liegen  Exenii^lare  aus  Marcapata  und  Cuzco,  Peru  vor,  mit  violettem  Schiller  der  Oberseite 
azurita  form.  nov. 

Zu  M.  eutropius  p.  389.  In  der  Sanmilung-  Staudinger  sind  aus  Pernambuco,  oben  gletssender  perlmutterfarben 
unten  mit  reicher  weiß  gekernten,  markanteren  Ozellen. 

Zu  M.  argentinus  ii.  340  befmden  sich  aus  Uruguay  im  Museum  m  Berlin. 

Zu  M.  patroelus  p.  343  ist  eine  Form  macrophtlialmus  subsp.  nov.  zu  erwähnen,  welche  vom  Rio  San  .Tuan  gekonunen 
ist,  mit  riesigen  Ozellen  der  Unterseite  der  Hflgl,  die  von  einer  lebhaft  grünlich  glänzenden  Bürde  begrenzt  werden.  Type 
aus  Columbia  in  der  Coli.  Staudinger,  microphihalmus  subsp.  nov.  ist  ehre  weitere  Arealrasse  aus  Columbien.  Type  gleichfalls 
im  Berliner  Museum  mit  sehr  kleinen  Ozellen,  welche  von  einer  undeutlichen  weißlichen  Bürde  eingefaßt  werden.  Die  Sub¬ 
marginalstreifung  beider  Figl  eigeirtünrlich  grau  mit  rosa  Aarflug. 

Zir  M.  deidamia  p.  347.  praenestlna  subsp.  nov.  aus  Verrezuela  vonr  Atahapo-Yarita  durch  Vraz  entdeckt.  Obeir  dunkler 
als  hermione  an  neoptoemus  erinnernd  und  dadurch  von  deidamia  Hb.  wxid  crica  Frühst.,  welche  ehre  violette  Basis  habeir, 
differierend.  Oberseite  der  Vflgl  fast  olrire  weiße  Srrbapicahrrakeln,  sich  dadrrrch  wieder  mehr  der  Surüramrasse  iräherrrd. 

Zu  M.  zephyritis  p.  349,  $  am  Britischerr  Museunr  oberseits  gelbgrürr,  der  Apex  der  Vflgl  breit  schwarz,  die  Hflgl  nrit 
einigen  Orangeflecken  und  zwei  schwarzen  Srrbterrrrirralbürdeir. 

Zrr  M.  aurora  p.  349.  ?  irr  der  Kolk  Adam  uird  Fruhstorfer  führen  einen  schwarzgrauen  durch  gelbUche  iMonde  geteilten 
Distalsaum  beider  Figl,  der  proximal  von  größeren  grauweißen  iVIakeln  begrenzt  wird. 

Zu  31.  lieleiia  p.  351.  Vom  Tarapoto  kommen  klemere  mit  reduzierten  gelben  Mittelbinden,  welche  zudem  reich 
blau  überstäubt  sind.  Unterseite  dunkler  als  bei  der  Namenstype  —  chrysides  subsp.  nov. 

Zu  31.  cypris  p.  351.  chrysonicus  subsp.  nov.  trägt  schmäleres  31edianfeld  der  Vflgl  und  prononziertere  Submarginalbinden 
der  Hflgl  als  cypris  aus  Columbien.  Venezuela  von  Vraz  gesammelt.  Type  im  Berliner  31irseum. 

Zu  31.  melacheilus  p.  353  existieren  $$  mit  vaindervollem  fleischfarbenem  submarginalem  Anflug  der  Unterseite  der 
Hflgl.  Von  Sao  Paulo,  Amazonas. 


356 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  amerLkanischen  Morphiden. 


Alphabetisches  Terzeichnis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  unter  den  amerikanischen  Morphiden  aufgeführten  Formen. 

*  bedeutet,  daß  die  Poriii  an  der  zitierten  Stelie  auch  abgebildet  ist. 


achillaena  M.  Hhn.  Smlg.  Exot.  Schmett.  * 

achilles  M.  L.  Mus.  Ulric.,  p.  211. 

adonides  M.  8tgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  206. 

adonis  M.  Cr.  Pap.  Exot.  1.  * 

aega  M.  Hhn.  Saninrlg.  Exot.  Schmett. 

agamedes  M.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  343. 

alexandra  M.  Heiv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  1,  p.  .518. 

alexandrowna  M.  Druce,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  155. 

amathonte  M.  Deyr.  Ann.  Soc.  Ent.  Pr.  1860,  p.  211. 

aniazoiiicus  M.  Frnhst.  Stett.  E.  Z.  1907  p.  158. 

amphitrion  M.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  205. 

anakreoii  M.  Frühst.  Entomol.  Zeitschr.  24,  p.  193. 

aiiaxibia  M.  Esp.  Ausl.  Schmett.  Al)])ild.  * 

aquarius  M.  Btlr.  Cist.  Entomol.  1,  p.  74. 

aratos  M.  Frühst.  Entomol.  Zeitschr.  19,  p.  126.  * 

argentinus  Frühst.  Stett.  E.  Z.  1907  p.  217. 

argentilerus  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  355. 

assarpai  M.  Röh.  Stett.  Zg.  64,  p.  348. 

aureola  IM.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  349.  * 

aiirora  IM.  TFesbe.  Dbl.  Gen.  Diurn.,  p.  339. 

azurita  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  355. 

bahiana  M.  Frühst.  Entomol.  Nadir.  23,  p.  253. 
bisaiitlie  M.  Frühst.  Stett.  E.  Z.  1907  p.  214. 
briseis  IM.  Ftdr.  Reise  Novara  Lep.  S.,  p.  459. 
biigaba  M.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  207. 

cacica  M.  Stgr.  Verh.  Zool.-lrot.  Ges.  Wien  25,  p.  100. 
cateuai'iiis  M.  Ferry,  Arcana,  1811. 
centralis  M.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  208. 
chrysides  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  355, 
clirysonicus  Frühst.  1.  c.  p.  355. 
cisseides  M.  Frühst.  Entom.  Zeitschr.  19,  p.  125. 
cisseis  M.  Ftdr.  Wien.  Ent.  IMon.  4,  ]).  239.  * 
coelestis  M.  Bttr.  Ent.  Month.  Mag.  2,  p.  203. 
cortone  IM.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  j).  345. 
corydon  M.  Gnen.  Ann.  Soc.  Ent.  Pr.  1859,  p.  372. 
craineri  M.  Ky.  Clat.  Diurn.  Lejjid.  ]>.  121. 
crispitaenia  IM.  Frnhst.  Stett.  E.  7i.  1907  ji.  208. 
cyanites  IM.  Frnhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  [).  351. 
cypris  M.  WesUv.  Gen.  Diurn.  Lepiil.,  p.  339. 

deidainiaM.  Hhn.  Verz.  l)ek.  Schmett.,  p.  52. 
diadeina  M.  Frühst.  Intern.  Entom.  Zeitschr.  ]908. 
didius  M.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  355. 

efigiirata  Frnhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]>.  340. 

elcctra  IM.  Röh.  Societ.  Entom.  17,  p.  355. 

erica  M.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p).  347. 

eros  M.  Stgr.  Iris  V,  p).  466. 

eiisebes  IM.  Frnhst.  Stett.  E.  Z.  1907  pr.  211. 

eutropius  M.  Frnti.st.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p>.  339. 

fruhstorferi  M.  Röh.  Societ.  Entomol.  17,  p).  ]54. 

godarti  M.  Guer.  Icon.  Eegn.  Anim.  Ins.,  p).  487. 
granadensis  M.  Ftdr.  Reise  Novara,  Lepr.  3,  jr.  458. 

hector  M.  Röh.  Stett.  Zg.  64,  pr.  349. 
hecuba  M.  L.  Mant.  p)lant.,  pr.  534. 
helena  M.  Stgr.  Entomol.  Nachr.  16,  pr.  107.  * 
heraeles  M.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  pr.  338.  * 
hercules  M.  Datin.  Anal.  Entom.,  p).  40. 
hermione  M.  Röh.  Societ.  Entomol.  17,  p).  351. 
liyacinthus  M.  Bttr.  Ent.  Month.  Mag.  1,  pr.  204. 
hydorina  M.  Bttr.  Cistul.  Eirtomol.  1,  p.  76. 

insularis  M.  Frnhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  pr.  345. 
Iphicliis  M.  Ftdr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  pr.  423. 

julanthiscus  M.  Frnhst.  Stett.  Zg.  1907  pr.  157. 
justitiae  M.  Godtn.  Biol.  Centr.  Amer.  Rhop).  115.  * 
juturna  M.  Btlr.  Cistul.  Entomol.  (1870),  pr.  28. 

lacrimalis  M.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  pr.  341. 

laertes  M.  Drucy.  111  Exot.  Ent.  3.  * 

leonte  M.  Hhn.  Smlg.  Exot.  Schmett.  * 

leontius  M.  Ftdr.  Reise  Novara  Lepr.  3,  p).  457. 

limpida  M.  Btlr.  Cist.  Entomol.  1,  pr.  75. 

luna  Bttr.  Cist.  Entom.  1,  p.  4. 

lycanor  M.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  pr.  343. 


lympharis  M.  Btlr.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  12,  p.  225. 

macrophthalmus  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  355. 
maculata  M.  Röh.  Stett.  Zg.  64,  p.  349. 
marinita  M.  Btlr.  Cistul.  Entomol.  1,  p.  75. 
nielacheilus  IM.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  207.  * 
melanippe  M.  Bttr.  Etom.  Month.  Mag.  2,  p5.  202. 
inellinia  M.  Frühst.  Intern.  Entom.  Zeitschr.  1,  pj.  61.  * 
menelaus  M.  L.  Syst.  Nat.  pr.  461  (1758). 
metellus  M.  Cr.  Papj.  Exot.  3.  * 
micans  M.  Frnhst.  Stett.  Zg.  1907  p5.  157. 
microphthalmus  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  355. 
inineiro  M.  Frühst.  >Stett.  Zg.  1907  pj.  157. 
mixta  M.  Frnhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p).  346. 
nionteziima  M.  Gnen.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  1859,  p.  373. 
miillea  M.  Frühst.  »Stett.  Zg.  1907  p).  159. 
inystica  M.  Frnhst.  Stett.  Zg.  1907  p.  159. 

narcisstis  M.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  pj.  209. 
neoptolenius  M.  Wood.  111.  Nat.  Hist.  3,  p.  521.  * 
iiestira  M.  Hhn.  »Sammlg.  Exot.  »Schmett.  * 

I  nigrescens  Frühst.  »Seitz,  Groß-»Schmett.  5,  p).  340. 

obidonus  M.  Frnhst.  Entom.  Zeitschr.  19,  p.  125.  * 
occidentalis  M.  Ftdr.  Wien.  Entom.  Mon.  6,  pj.  123. 
j  octavia  M.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  pr.  163. 
ornata  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p^.  354. 

papirius  M.  Hpjjr.  »Stett.  Zg.  1874,  p>.  356. 

patroclus  M.  Ftdr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p).  110. 

paulista  M.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907  p3.  162. 

peleides  M.  Kott.  Deutsch.  Akad.  Wien.  Math.  CI.  1,  pr.  356. 

pelcus  M.  Röh.  Societ.  Entomol.  17,  pi.  352. 

pelias  M.  Frnhst.  »Seitz,  Groß-Schmett.  5,  pn  352.  * 

;  pellana  IM.  Frnhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p3.  342. 
pcrsciis  M.  Cr.  Papiil.  Exot.  1,  Taf.  71.  * 
phanodcinus  M.  Hev\  Equat.  Lep^.  p.  32. 
i  pliokylides  M.  Frühst.  Seitz,  Groß-»Schmett.  5,  p^.  343. 
piiidarus  IM.  Frnhst.  Entomol.  Zeitschr.  24,  p).  193. 
polybaptiis  M.  Bttr.  Ann.  Nat.  Hist.  (4)  15,  p).  338. 
polyidos  M.  Frnhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  339. 
polyphcimis  I)ht.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Taf.  55.  * 
popilius  M.  Hpffr.  »Stett.  Zg.  1874,  p.  357. 
poriis  MI.  Hhn.  »Smlg.  Exot.  Schmett.  * 
praenestiiia  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  355. 
pseiidocypris  M.  Frnhst.  »Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  346. 
psyche  M.  Ftdr.  Reise  Novara  Lep).  3,  p).  456. 

rheteiior  M.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  Taf.  15.  * 
rhodopteron  M.  Godrn.  u.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1880, 
p.  130.  * 

ricliai'diis  M.  Frühst.  Entomol.  Nachr.  24,  p).  62. 
riigitaeiiiatiis  M.  Frnhst.  »Stett.  Zg.  68,  pi.  210. 

scipio  M.  Ftdr.  Reis.  Novara  Lepj.  3,  pi.  455. 
sidera  M.  Frntist.  Stett.  Zg.  1907  p.  215. 

Sirene  M.  Niepett,  Iris  25,  pi.  122. 

snlkowskyi  M.  Kott.  Denkschr.  Akad.  Wien,  Math.  CI.  1, 
p.  3.55.  * 

siisarion  M.  Frühst.  »Seitz,  Groß-Schmett.  5,  pi.  336. 

telainon  M.  Röh.  »Societ.  Entomol.  17,  pi.  351. 
tenuiliinbata  M.  Frnhst.  Stett,  Zg.  1907  pi.  19. 
terrestris  M.  Bttr.  Entom.  Month.  IMag.  2,  p.  202. 
thamyris  M.  Ftdr.  Reise  Novar.  Lepi.  3,  pi.  456. 
theodonis  M.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907  p.  190. 
tlieseus  M.  Deyr.  Ann.  Soc.  Ent.  Pr.  1860,  pi.  213. 
thetis  M.  Bttr.  Ent.  Month.  Mag.  2,  p.  81. 
thiasus  M.  Frnhst.  »Seitz,  Groß-Schmett.  5,  pi.  336. 
trojana  M.  Röh.  Societ.  Entomol.  17,  pi.  353. 

uraueis  M.  Bat.  .lourn.  Entomol.  2,  pi.  346. 

viclaceus  M.  Frühst.  »Seitz,  Groß-Schmett.  5,  pi.  342.  * 
vitrea  M.  Btlr.  Ent.  Month.  Mag.  2,  pi.  203. 

yaritamis  M.  Frnhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  pi.  336. 

zela  M.  Frühst.  »Seitz,  Groß-Schmett.  5,  pi.  344. 
zephyrilis  M.  Btlr.  Lepid.  Exot.  pi.  156.  * 
zonaras  M.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  344. 


NYMPHALIDAE.  —  Allgemeines.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


.357 


7.  Familie:  Nymphalidae. 

Diese  Riesenfamilie  umfaßt  —  selbst  im  engeren  Sinne  verstanden  —  rund  2000  amerikanische  Formen, 
die  trotz  scheinbar  großer,  äußerer  Verschiedenheit  doch  eine  sehr  natürliche  Abteilung  der  Tagfalter  bilden. 
Ihre  Abgrenzung  wurde  nach  sehr  verschiedenen  Prinzij^ien  vorgenommen.  Bald  wurden  sie  als  Unterfamilie 
mit  den  Satyriden  und  Danaiden  zusammengepfercht,  weil  sie  im  Bau  der  Füße  mit  diesen  übereinstimmen, 
bald  wurden  die  Acraema,  die  Ajxitura  und  die  Gattung  Ileliconius,  die  Bihlinae  und  andere  aus  ihnen  eli¬ 
miniert.  Nach  den  umfassenderen  Arbeiten  von  Doübledav  und  Westwood  war  C.  Feldee  der  Erste,  der 
die  Einteilung  der  Nymphaliden  zum  Spezialstudium  machte.  Er  war  aber  doch  zu  sehr  in  der  He  reich- Schäf- 
FERschen  Ueberschätzung  des  Plglgeäders  befangen,  um  ein  rein  natürliches  System  begründen  zu  können.  Ob¬ 
wohl  seine  Publikation  fast  gleichzeitig  und  äußerlich  unabhängig  von  Herrich-Schäffers  ,, Revision  der  Tag¬ 
falter“  entstand,  mußte  er  doch  zu  ziemlich  ähnlichen  Resultaten  kommen,  weil  er  nur  fertige  Falter  vor  sich 
hatte  und  diese  wesentlich  nach  der  Zahl  und  dem  Ursprung  der  Subcostaläste  und  dem  Vorhandensein  oder  Feh¬ 
len  einer  Zellschluß-Ader  einteilte,  wiewohl  er  den  Unwert  dieser  beiden  Merkmale  selbst  hervorhob.  Die  Funk¬ 
tion  und  den  Einfluß  der  Zellschluß-Ader  kannten  offenbar  beide  Autoren  nicht  und  wußten  auch  nicht,  daß  da, 
wo  man  mit  groben  Hilfsmitteln  eine  Discocellulare  nicht  mehr  wahrnimmt,  diese  doch  häufig  in  stark  reduzier¬ 
ter  Form  oder  doch  in  der  Puppe,  vor  dem  Auskriechen,  vorhanden  ist.  Bei  genügender  Festigkeit  des  Flügel¬ 
stratums  ist  nicht  nur  die  Discocellulare  entbehrlich,  sondern  sie  ist  für  den  Flug  sogar  nachteilig,  weil  sie 
eine  gesonderte  Funktion  des  Costal-  und  des  Irdsteils  der  Figl  ganz  unmöglich  mach?.  Eine  leichte  Biegung 
des  Figls,  namentlich  des  Hflgls  gestattet  eine  weit  bequemere  Steuerung  und  es  sind  darum  besonders  die  höher 
entwickelten  Falter,  welche  einer  Zellschlußader  entbehren  und  die  daher  auch  einen  Flug  zeigen,  der  selbst 
bei  großer  Geschwindigkeit  niemals  den  stürzenden,  hastenden,  angestrengten  Eindruck  macht,  wie  da,  wo  eine 
Verstrebung  des  Costal-  und  Medianadersystems  keine  Segelstellung  des  Figls  gestattet.  Man  vergleiche  die  ele¬ 
gante  Flugweise  einer  Ajxäum  mit  dem  flatternden,  stürzenden  Flug  eines  verfolgten  Charaxes  oder  einer 
Prepona,  die  trotz  großer  Flugkraft  fast  den  Eindruck  dahinstürmender  Nachtfalter  machen  und  mit 
ungemein  viel  größerem  Kraftaufwand  nur  die  Höhe  gewinnen,  die  eine  A-patura  ohne  sichtliche  Anstrengung 
durch  ein  unmerkliches  Aufbiegen  der  Costa  durch  kaum  merkliches  Flügelzucken  nimmt.  Nachtfalter  ohne  Zell¬ 
schlußader,  wie  z.  B.  Actias  artemis  sah  ich  mühelos  in  gerader  Linie  senkrecht  zum  Himmel  aufsteigen,  während 
Satyriden,  welche  sich  im  Himmelsblau  verlieren,  schraubenförmig  emporlflettern  und  Papilio  unter  ständi¬ 
gem  Flattern  sich  mühsam  aufwärts  heben  müssen.  Auch  die  Anordnung  des  Subcostalsystems  ist  zur  Haupt¬ 
stütze  für  ein  System  zu  schwach,  und  so  kam  es,  daß  Felder  zu  seinen  Nymphaliden  die  hinzu  nahm,  die 

Heliconius  aber  wegließ  und  so  diese  einander  ganz  nahestehenden  Gattungen  in  2  getrennte  Familien  brachte. 
Herrich-Schäffee  aber  brachte  die  Morpho  in  seine  engeren  Nymphaliden  herein. 

Inzwischen  wurde  späteren  Systematisierungsversuchen  durch  die  Kenntnis  der  ehemals  noch  fast  gänz¬ 
lich  unbekannten  Raupen  ein  wesentliches  Hilfsmittel  geboten’.  F.  Moore  und  L.  de  Niceville  Avandten  den 
asiatischen,  H.  Bürmeister  und  W.  Müller  den  amerikanischen  Tagfalter-Raupen  ihr  besonderes  Interesse 
zu  und  schufen  so  eine  wirklich  solide  Grundlage  für  ein  neues  System.  E.  Reuter  wies  auf  die  systematische 
Brauchbarkeit  feinerer  anatomischer  Spezialuntersuchungen  hin  und  E.  Haase  brachte  die  Ergebnisse  biologi¬ 
scher  Forschungen  mit  den  früher  auf  anderem  Weg  erhaltenem  Resultaten  in  Einklang  und  grenzte  so  zum  ersten¬ 
mal  die  von  uns  hier  angenommene  Abteilung  richtig  ab  unter  dem  Namen  „Acraeomorplia'\  die  er  den  Satyro- 
morpha  und  Danaomorpha  gegenüberstellte.  Er  teilte  die  Gruppe  in  3  Unterabteilungen,  die  er  Heliconini, 
Acraeini  und  Nymphalmi  nannte. 

Es  ist  unverkennbar,  daß  die.se  3  Gruppen  sich  etwas  weiter  von  einander  entfernen,  als  je  2  benachbarte, 
,, Subfamilien“  aus  der  Zahl  derer,  in  die  Haase  speziell  die  Nyniphalini  wieder  zerlegt.  Man  AA  Ürde  darum 
genauer  abgliedern  in  die  3  HAASEschen  Gruppen  als  Subfamilien  und  in  die  Aveiteren  Unterabteilungen  als 
Tribus,  und  man  erhält  dann,  für  das  Heer  der  amerikanischen  Nymphalidae  folgendes  Schema; 

I.  Acraeinae 

II.  Heliconiinae 

III.  Nymphalinae  s.  s. 

A.  Clothildidi 

B.  Argynnidi 

C.  Vanessidi 

D.  Biblidi 

E.  Diademidi 

F.  Ageroniidi 


G.  Eunicidi 

H.  Catagrammidi 
I.  Linienitidi 

K.  Gynaeciidi 

L.  Apaturidi 

M.  Anaeidi 


358 


ACRAEINAE.  —  Von  Dr.  K.  Jordan. 


Bei  dieser  Einteilung  sind  zwar  wissenschaftliche  Kriterien  zugrunde  gelegt,  es  ist  aber  die  Weite  der 
Distanze  zwischen  den  einzelnen  Gruppen  der  Abteilung  III  nicht  weiter  berücksichtigt,  da  eine  weitere  Glie¬ 
derung  die  Uebersichtliclikeit  nicht  erhöhen,  sondern  eher  stören  würde.  Wir  begnügen  uns  daher  mit  obiger 
Gruppierung. 

Das  Aeußere  der  Gesamtfamilie  der  N yniphalidae  ist  so  vielgestaltig,  daß  sich  nur  wenig  allgemeines 
von  irgend  welchem  Wert  darüber  sagen  läßt.  Gemeinsam  sind  große  halbkugelige  Augen,  kräftige,  meist  gerade 
vorstehende,  den  Kopf  stets  überragende  Palpen,  schnurgerade,  am  Ende  verdickte  Fhlr,  em  stets  ent¬ 
wickelter  Sauger,  ein  oft  stark  abgesetzter  Hals,  ehr  ovaler,  hoher  Thorax,  ein  beim  ^  zuweilen  sehr 
kurzer,  beim  $  oft  stark  verdickter  Hlb,  kräftige,  dreieckige,  am  Außenrd  oft  geeckte  Vflgl,  die  sehr  häufig 
Querzeichnung  in  der  Zelle  zeigen,  runde,  oft  geeckte,  selten  geschwänzte  oder  gelappte  Hflgl.  Die  Raupen 
haben  in  der  Regel  Dornen,  oft  dicht  und  gleichmäßig,  manchmal  aber  auch  reduziert,  lückenhaft,  oder  gar  bis 
auf  Kopf-  oder  Schwanzzacken  ganz  geschwunden,  so  daß  chagrin-artige  Körnelung  der  Oberhaut  an  ilwe 
Stelle  getreten  ist.  Die  Puppe  ist  stets  am  Cremaster  befestigt,  meist  herabhängend,  zuweilen  aber  auch  m  die 
Höhe  hiiiaufragend  und  dann  durch  abenteuerliche  Anhängsel  gewöhnlich  so  entstellt,  daß  sie  einem  Vogelkot, 
einer  Galle  oder  einem,  undefinierbaren,  vertrockneten  Gegenstand  gleicht.  Manchmal  hat  sie  Spitzen,  Zacken, 
zuweilen  vergoldete  Kegel,  Dornen,  Fäden,  Knöpfe,  Rücken-  oder  Kopfhöcker,  flügelartige  Ansätze  etc.,  oder 
sie  ist  ganz  glatt,  halbdurchschimmernd  grün  und  gleicht  kleinen  Früchten. 

Die  den  früheren  Systematikern,  besonders  Doubledav  und  Westwood  großenteils  noch  ganz  unbekann¬ 
ten  früheren  Stände  haben  wir  im  einzelnen  hier  mit  in  Betracht  gezogen  und  fast  nur  wo  diese  andere  Resultate 
ergeben,  sind  wir  von  den  älteren  Systematikern  abgewichen,  immer  den  Zweck  unsres  Werks,  das  in  erster 
Linie  ein  Gebrauchsbuch,  ein  Bestimmungs-  und  Nachschlagewerk  darstellt,  im  Auge  behaltend,  wonach  es 
zwar  den  neueren  Forschungen  Anderer  folgen,  selbst  aber  tunlichst  wenig  umordnen  und  reformieren  soll. 

Wie  die  Gestalt,  so  ist  auch  die  Lebensweise  der  Nymphaliden  ungemein  wechselnd.  Wir  finden  sie  als 
Raupen  auf  Di-  wie  (wenn  auch  selten)  auf  Monocotyledonen,  auf  Bäumen  wie  auf  Kräutern,  gesellig  oder  ganz 
einsam;  frei  lebend  oder  in  Gehäusen,  lebhaft  und  flüchtig  oder  träge  und  seßhaft.  Die  Falter  selbst  bevölkern 
die  Erde  vomAequator  bis  zu  den  höchsten  Breiten  und  fehlen  kaum  einer  entlegenen  Insel.  Sie  gehen  im  Gebirge 
bis  zu  den  höchsten,  an  ewigen  Schnee  grenzenden  Hängen  und  dringen  in  die  heißen  Wüsten  der  Wendekreis¬ 
gegenden  tiefer  ein,  als  die  meisten  andern  Faltergruppen.  Sie  wandern  über  weite  Landstrecken  und  beleben 
jede  Waldlichtung,  jedes  Flußufer  und  umschwärmen  selbst  ganz  vegetationslose  Felszacken  des  Hochge- 
birgs.  Sie  naschen  auf  Blumen,  ziehen  aber  auch  sehr  häufig  den  Saft  verwundeter  Bäume  vor  oder  lassen  sich 
durch  stinkende  Stoffe  (faule  Früchte,  Käse,  Jauche)  oder  durch  Alkohole  und  Aether  anlocken.  Viele  überdauern 
in  den  gemäßigten  Strichen  den  Winter  und  kommen  im  Frühling  als  die  ersten  Insekten  aus  den  Winterverstek- 
ken.  Aber  fast  ausnahmslos  sind  sie  sonneliebend  und  teilen  nicht  die  Gewohnheiten  mancher  Satyriden  oder  Hes- 
jjeriden,  ausschließlich  oder  vornehmlich  des  Nachts  zu  schwärmen.  Sie  stellen  sich  dar,  als  eine  sichtlich  na¬ 
türliche,  aber  sehr  gestaltenreiche  Familie  von  beträchtlichem  geologischem  Alter,  aber  gut  angepaßt  und  mit 
den  Umgestaltungen  ihrer  Umgebung  fortgeschritten. 


I.  Unterfamilie:  Acraeinae. 

Die  Acraeen  sind  ein  verhältnismäßig  recht  kleiner  Zweig  des  großen  Nymphalidenstamms  und  schließen 
sich  den  Heliconiern  einerseits  und  den  niedrigsten  Gruppen  der  eigentlichen  Nymphaliden  andererseits  ziemlich 
eng  an.  Sie  lassen  sich  leicht  an  den  Palpen,  dem  Geäder  inid  der  Beschuppung  erkennen,  auch  haben  die  frühe¬ 
ren  Stände  einen  sehr  charakteristischen  Bau. 

Körper  des  Falters  schmächtig,  mit  zähem  Skelett;  Hlb  lang,  über  den  Analwinkel  (d.  h.  die  Spitze 
der  2.  Submedianader)  hinausragend,  nach  der  Basis  zu  ziemlich  stark  verjüngt.  Fühler  unterseits  unbeschuppt, 
der  Länge  nach  mit  2  tiefen  und  breiten  Kanälen  versehen,  die  durch  3  recht  scharfe  Längskiele  begrenzt  werden. 
Taster  schlank,  entweder  ganz  mit  langen  Borstenhaaren  besetzt  und  nur  an  den  Seiten  beschuppt,  oder  wenig¬ 
stens  auf  der  Unterseite  mit  einem  Streifen  solcher  Borsten,  zwischen  denen  fast  gar  keine  Schuppen  stehen,  das 
2.  Segment  lang,  deutlich  S-förmig  gebogen,  häufig  etwas  blasig  aufgetrieben,  das  3.  sehr  kurz,  oft  nur  so  lang 
als  breit.  Die  Tasterborsten,  sowie  die  Haare  der  Brust  und  Beine  distal  ringsum  mit  kurzen  spitzen  Zähnen 
versehen,  so  daß  sie  im  optischen  Durchschnitt  an  Federn  erinnern.  Vorderbeine  sehr  verkürzt,  eine  geringe  An¬ 
zahl  Borsten  tragend;  beim  besteht  der  Vordertarsus  aus  1  bis  4  Segmenten  und  wechselt  ebenso  wie  die 
Vordertibie  sehr  stark  in  der  Länge  in  den  verschiedenen  Arten  oder  Gruppen  und  ist  selbst  innerhalb  der  Art 
nicht  konstant.  Beim  $  ist  der  Vordertarsus  4-gliedrig,  konstanter  in  Länge  und  Struktur  als  beim  (J,  auf  der 
Unterseite  an  der  Spitze  der  Segmente  mit  starken  Dornen  und  Büscheln  von  Tastborsten.  Vordertibie  und  -tar- 
sus  des  (J  nie  so  lang  pinselförmig  behaart  als  bei  den  Nymphaliden,  oft  fast  schuppenlos,  besonders  der  Tarsus. 
Mittel-  und  Hinterschienen  und  -tarsen  ohne  lange  Haare  und  mit  spärlicher  oder  gar  keiner  Schuppenbe¬ 
kleidung,  auf  der  Unterseite  mit  stärkern,  auf  der  Oberseite  mit  schwächern  Dornenborsten  versehen,  die  stets 
zahlreich  sind.  Klauen  mit  großem,  breitem,  stumpfem  Zahn,  ohne  Pulvillus  und  freies  Paronychium,  bei  allen 
$$  und  bei  emer  kleinen  Anzahl  Arten  auch  im  (J  mehr  oder  weniger  symmetrisch,  dagegen  bei  den  fast 


ACTINOTE.  Von  I)r.  K.  Jordan. 


359 


aller  amerikanischer  und  der  Melirzalil  der  altweltliclien  Arten  die  äußere  Klaue  verkleinert  und  meist  fast 
rechtwinklig  gekrümmt . 

Figl  stets  ganzrandig,  der  Apex  und  Hinterwinkel  beider  Figl  gerundet,  besonders  der  Aiialwinluß  des 
Hflgls.  Beschuppung  sehr  verschiedenartig  ausgebildet;  bei  undurchsichtigen  Flgln  sind  die  Scbu])j)en  höch¬ 
stens  im  distalen  Flglteile  und  auf  den  Adern  gezähnt,  bei  Planema  trägt  aber  die  Unterseite  des  Hflgls  mit 
Ausnahme  der  Basis  gezähnte  kSchuppen;  bei  durchsichtigen  Arten  sind  die  iSchu])pen  der  Anzahl  und  Hröße 
nach  reduziert  und  sind  entweder  gerundet  und  aufrecht,  oder  schmal,  gegabelt  oder  haarförmig.  J)ie  Adern 
tragen  auf  der  Unterseite  lange  steife  Borsten,  wenigstens  in  der  Abdominalgegend  des  Hflgls.  Die  obere  Badial- 
ader  (mit  Ausnahme  von  A.  mirifica)  in  beiden  Flgln  nahe  der  vordem  Zellecke  entspringend  oder  mit  den 
Subcostalen  gestielt,  2.  Discocellulare  eingebogen,  Hflglzelle  geschlossen. 

In.  dieser  Beschreibung  ist  keine  Rücksicht  auf  die  afrikanische  Pardopsis  punctatisshna.  gemommen, 
welche  keine  echte  Acräide  ist.  Vgl.  hierüber  Bd.  13,  8.  288,  Taf.  53  a. 

Die  Raupen  tragen  6  Reihen  Dornen,  die  mit  steifen,  einfachen  Borsten  besetzt  sind.  Der  Ko])f  ist  be¬ 
haart,  hat  aber  weder  Dornen  noch  Hörner.  Sie  leben  meist  gesellig  bis  kurz  vor  der  Verpuppung  und  zwar 
fressen  viele  Actinote-Axien  auf  niederen  Pflanzen  iind  strauchartigen  Kräutern,  besonders  Eupatorium  und  ver¬ 
wandten  Kompositen,  sowie  Mikania,  Evalus,  Veronia,  Boehmeria  usw.  Die  Pp  ist  gleichfalls  sehr  charakteri¬ 
stisch;  sie  ist  grade,  fast  cyliiidrisch  oder  dorsal  konvex,  zwischen  Thorax  und  Abdomen  nur  ganz  geringfügig 
eingeschnürt,  und  in  der  Regel  kreideweis;  auf  den  Figlscheiden  dem  Figlgeäder  entsprechende  schwarze  Streifen 
und^auf  dem  Rücken  zwei  Reihen  Dornen,  die  häufig  den  Arten  nach  verschieden  sind. 

Die  Falter  finden  sich  besonders  auf  Waldlichtungen  und  an  Waldrändern,  und  einige  der  mit  A.  fhalia 
verwandten  Arten  treten  zuweilen  in  so  großen  Mengen  auf,  daß  sie  in  zahllosen  Exemplaren  an  dem  Gebüsch 
hängen.  Solche  Formen  sind  of-t  so  träge,  daß  sie  auf  die  Hand  gesetzt  sitzen  bleiben  oder  von  den  Büschen 
geschüttelt  langsam  wieder  in  die  Höhe  kriechen  (Seitz).  Andere  Arten  dagegen  fliegen  einzeln  und  manche  so 
hoch  über  dem  Boden  in  den  Baumkronen,  daß  sie  schwer  zu  fangen  sind. 

Die  Verbreitung  derAcräen  in  Amerika  ist  eigenartig.  Sie  finden  sich  vonMexitvo  bis  Buenos  Aires  und 
Südbrasilien ;  die  Arten  sind  aber  durchaus  nicht  gleichmäßig  verteilt.  Die  meist  dichtschuppigen,  blauen,  rotgelb, 
gelb  oder  weiß  gezeichneten  Formen  sind  sämtlich  auf  die  Anden  beschränkt ;  nicht  eine  der  zahlreichen  Arten  der 
abana-,  hylononie-,  nele^is-  und  o^omewe- Gruppen  steigt  in  das  Flachland  östlich  von  den  Anden  herab  oder  tritt 
in  den  Gebirgen  östlich  vom  Orinoko  oder  in  Südost-Brasilien  auf.  Dagegen  hat  die  t/mim-Gi’uppe  ihr  Verbrei¬ 
tungszentrum  im  südöstlichen  Brasilien,  Paraguay  und  Argentinien  ,  und  das  große,  sonst  so  reiche  Amazonas¬ 
gebiet  von  Para  bis  Iquitos  beherbergt  nur  eine  oder  zwei  Aefwofe-Spezies  und  zwar  Formen  aus  der  thalia- 
Gruppe. 

1.  Gattung:  Actiiiote  Hhn. 

Die  amerikanischen  Acräen  unterscheiden  sich  von  den  altweltlichen  Formen  in  der  Figlstruktur.  Bei 
allen  Arten  sind  die  Adern  auf  der  Hflgl-Unterseite  mit  steifen  Borsten  besetzt,  und  ist  die  obere  Submediane 
proximal  als  Falte  und  distal  als  Ader  ausgebildet  und  so  beborstet  wie  die  andern  Adern,  außerdem  entspringt 
die  1.  Subcostale  des  Vflgls  stets  proximal  vom  Zellende,  während  der  gemeinsame  Stiel  der  4  andern  Aeste 
von  der  Zellecke  abzweigt;  die  1.  Radiale  steht  ganz  nahe  am  Subcostalstiele  oder  zweigt  von  ihm  ab.  Bei  der 
einzigen  altweltlichen  Acräide,  bei  der  die  obere  Submediane  des  Hflgls  außen  als  Ader  entwickelt  ist,  A.  mirifica, 
ist  das  2.  Palpenglied  aufgeblasen  und  hat  die  Subcostale  des  Hflgls  eine  viel  mehr  proximale  Stellung  als  bei 
Actinote.  Die  Figl  von  Actinote  haben  weder  die  Punktzeichnungen  noch  die  Randbögen,  welche  sich  bei  der 
Mehrzahl  der  altweltlichen  Arten  finden. 

Nach  dem  Flglbau  sowohl  wie  dem  Habitus  zerfällt  Actinote  in  zwei  Abteilungen,  von  denen  die  eine 
aus  mehreren  natürlichen,  scharf  geschiedenen  Gruppen  von  Arten  besteht.  Die  Unterschiede  zwischen  den 
Arten  sind  häufig  recht  geringfügig  und  es  ist  in  manchen  Fällen  bei  dem  nicht  immer  genügenden  Materiale 
an  Exemplaren  noch  nicht  möglich,  zu  einem  befriedigenden  Resultat  über  die  Artberechtigung  der  Formen 
zu  kommen.  Das  Studium  der  Actinote  ist  einerseits  durch  die  oft  sehr  starke  individiielle  sowie  geographische 
Variabilität,  und  andererseits  durch  die  auffällig  große  Einförmigkeit  der  Kojmlationsorgane  sehr  erschwert. 
Die  Rpn  und  Ppn,  die  aber  leider  nur  von  wenigen  Arten  bekannt  ist,  scheinen  oft  auffälligere  artliche  Unterschei¬ 
dungsmerkmale  aufzuweisen  als  die  Falter. 

Sectio  I.  Auf  der  Unterseite  ist  der  Raum  zwischen  Costalrand  und  Costalader  in  der  distalen 
Hälfte  des  Vflgls  beschuppt,  nicht  mit  zahlreichen  Borsten  besetzt ;  Hflgl  stets  mit  einer  Zentralreihe  von  Bor¬ 
sten  in  der  Zelle ;  alle  Borsten  der  Vflgladern  und  des  Außenrds  gegabelt.  —  Auf  die  Anden  südlich  bis  Bolivien 
und  die  Sierra  de  Merida  von  Venezuela  beschränkt;  nur  eine  Art  in  Zentral- Amerika,  diese  nordwärts  bis  Mexiko 
verbreitet. 

Subsectio  1.  Hflglunterseite  mit  zahlreichen,  zerstreuten,  langen  Borsten  zwischen  den  Adern. 

a)  abana- Gruppe. 

Nur  drei  Arten  zeigen  jene  eigenartige  Bekleidung. 


360 


ACTINOTE.  Von  Dr.  K.  Jobdan. 


A.  radiata.  Sepiabraun  bis  schwarz ;  Vflgl  mit  einer  durch  die  Adern  in  Flecke  aufgelösten  blaß  orange¬ 
farbenen  oder  etwas  rötlichen  Binde,  die  im  Bogen  vom  Costalrande  zum  Hinterwinkel  läuft,  sich  hinten  stark 
verschmälert  und  ganz  außerhalb  der  Zelle  steht.  Auf  der  Unterseite  die  Binde  etwas  mehr  rosa  als  oben,  die 
Vflglspitze  und  der  ganze  Hflgl  regelmäßig  gestreift,  die  Streifen  etwas  bräunlicher  als  die  Binde.  Ecuador 
und  Peru,  wird  wahrscheinlich  auch  noch  in  Bolivien  entdeckt  werden.  Das  $  scheint  nicht  bekannt  zu  sein. 
radiata.  — radiata  (81  a).  Figl  sepiabraun.  Oestliches  Ecuador. — intensa  Jord.  Figl  fast  schwarz.  Binde  schmäler, 
intensa.  deutlicherm  rosafarbenen  Ton.  Oestliches  Peru. 

A.  erinome.  Braunschwarz,  schwach  bläulich  angeflogen;  Hlb  unterseits  mit  rötlichem  Streif.  Vflgl 
mit  orangeroter  Discalbinde  von  der  Costa  zur  untern  Mediana;  oft  auch  ein  Costalstreif,  die  ganze  Zelle  mit 
Ausnahme  der  äußersten  Spitze  und  einige  Postzellularflecke  von  der  gleichen  Farbe  Avie  die  Binde  vorhanden. 
Diese  Zeichnungen  wiederholen  sich  auf  der  Unterseite;  Spitze  des  Vflgls  und  der  ganze  Hflgl  untenseits  gleich- 
erinome.  mäßig  gelblich  grau  gestreift.  Das  $  blasser  als  das  und  etwas  größer.  Ecuador  ?,  Peru  und  Bolivien.  ■ —  eri¬ 
nome  Feld.  (81  a).  Vflgl  nur  mit  Discalband;  bei  einigen  Exemplaren  ist  ein  rötlicher  Costalstreif  angedeutet, 
sciana.  Zentral  Ost-Peru;  die  Vaterlandsangabe  Ecuador  bei  Feldek  bedarf  der  Bestätigung,  ab.  sciana  Jord.  ist  ober- 
seits  einfarbig  bräunlich  schwarz;  die  Binde  des  Vflgls  unten  deutlich  vorhanden,  oben  sehr  stark  reduziert. 
cardbaia.  —  carabaia  Jord.  Vflgl  mit  Costalstreif  und  gewöhnlich  auf  beiden  Seiten,  oder  wenigstens  unterseits,  mit  gelb- 
testacea.  lieh  rotem  Zellfleck.  Südost-Peru.  —  tesfacea  Salv.  m.  Godni.  (=  byzia  Hew.,  aethilla  Hpffr.)  (81  a).  Die  gelblich 
rote  Färbung  füllt  die  Zelle  mit  Ausnahme  der  äußersten  Spitze  aus  und  dehnt  sich  gewöhnlich  deutlich  unter 
der  Zelle  bis  zum  untern  Medianaste  aus.  Zuweilen  ist  die  Discalbinde  mit  den  Postcellularflecken  verbunden, 
so  daß  ein  schwarzer  Discocellularfleck  isoliert  wird.  Bolivien. 

A.  abana.  Figl  schwach  durchscheinend,  mit  schwachem  blauen  Schimmer;  Oberseite  sepiabraun; 
Vflgl  mit  großem  blaßorangefarbenen  Felde,  das  von  der  Wurzel  bis  über  die  Zelle  hinaus  und  bis  zum  Hinterwinkel 
reicht,  aber  sehr  häufig  von  der  Basis  her  reduziert  oder  selbst  durch  ein  Discalband  ersetzt  ist;  die  das 
Feld  durchziehenden  Adern  mehr  oder  weniger  schwarz.  Unterseits  die  Adern  ganz  schmal  schwarz,  die  Spitze 
des  Vflgls  und  der  ganze  Hflgl  gelblich  grau,  schwarz  gestreift,  das  Vflglfeld  weniger  oft  und  dann  nicht  so  stark 
wie  oben  reduziert  und  außen  nie  an  den  Adern  gekerbt.  $  blasser  und  größer  als  das  (J.  Columbien,  Ecuador 
capnodes.  und  Peru ;  zwei  geographische  Formen. — Bei  capnodes  von  Frontina,  Provinz  Antiocpiia  in  Columbien, 

ist  die  gelbe  Farbe  des  Vflgls  auf  ein  breites  Discalband  beschränkt,  das  nur  eben  in  die  untere  Zellspitze  ein- 
tritt,  zunächst  fast  parallelseitig  und  dann  gegen  den  Hinterwinkel  hin  ziigespitzt  ist.  Das  Band  ist  etAva  2  bis 
2^mal  so  breit  als  der  schwärzlichbraune  Apicalteil  des  Figls  und  ist  so  stark  rauchig  braun  übertüncht,  daß 
es  sich  fast  gar  nicht  vom  Figlgrunde  abhebt.  Auf  der  Unterseite  dagegen  ist  es  fast  so  gelb  wie  bei  der  folgenden 
Form;  Hflgl  und  Apex  des  Vflgls  unterseits  mehr  gelblich  als  bei  jener.  Das  $  größer  als  das  d*  wnd  das  Discal- 
abana.  band  auch  oberseits  gelb  und  gut  umgrenzt.  Im  British-Museum  2  d'd'  1  $.  —  abana  Hew.  (81  a).  Das  gelbe 
Feld  des  Vflgls  bis  zur  Wurzel  ausgedehnt  oder,  Avenn  reduziert,  in  Streifen  aufgelöst.  Ost-Ecuador  und  Ost- 
Peru,  mir  südAvärts  bis  zum  Rio  Pozuzo  bekannt. 

Subsectio  2.  Hflglunterseite  ohne  zerstreute  Borsten  auf  dem  Discus  zwischen  den  Adern. 

a)  hylonome  -  Gruppe. 

Hflgl-Unterseite  mit  einer  Anzahl  Borsten  in  und  unter  der  Zelle  aiißer  den  Borsten  der  Zellfalte,  der 
Adern  und  der  reduzierten  Submedianader. 

hylonome.  A.  hylonomc  Douhl.  (82  d).  ScliAvarz,  Figl  scliAvach  durchscheinend;  Vflgl  mit  AA^eißer  Binde,  die  aus 

4  Flecken  besteht :  der  1 .  Fleck  cpxadratisch,  in  der  Zelle,  der  2.  klein,  im  Winkel  vor  der  Wurzel  des  oberen  Median¬ 
astes,  und  der  3.  und  4.  größer,  zwischen  dem  obern  Medianast  und  der  Submedianfalte,  kein  Fleck  distal  vom 
Zellende.  Unterseits  das  Band  etAvas  breiter,  die  Spitze  des  Vflgls  und  der  ganze  Hflgl  gelblich  und  scliAvarz 
gestreift,  die  Streifen  in  der  Mitte  des  Hflgls  Aveniger  deutlich.  $  größer  als  mit  breiterm  Bande,  Unterseite 
blasser,  geAvöhnlich  mit  Aveißlicher  Beschuppung  distal  vom  Zellende.  Der  Hlb  ist  geAVÖhnlich  bei  ^  und  $ 
unten  heller  oder  dunkler  gelblich  gefleckt,  zuweilen  ganz  scliAvarz.  ■ —  Eine  häufige  Art  Venezuelas  und  Colum¬ 
biens. 

euryleuca.  A.  euryleuca  Jord.  (82  b).  ^  größer  als  das  hylonome-^ ,  mit  breiterm  Bande,  das  so  Aveit  distal  verläuft, 

daß  die  Discocellularadern  innerhalb  desselben  liegen,  der  zAvischen  den  beiden  Medianästen  liegende  (vor¬ 
letzte)  Fleck  der  größte,  bis  nahe  an  den  Außenrd  reichend.  Unterseite  einförmig  gelbgrau  mit  scliAvarzen  Strei¬ 
fen;  die  Binde  breiter  als  oben.  Obere  Radiale  des  Hflgls  von  der  Zelle  oder  mit  der  Subcostale  gestielt,  die  Bor¬ 
sten  in  und  hinter  der  Zelle  des  Hflgls  (unterseits)  zahlreicher  als  bei  voriger  Art.  —  Moyobamba,  Nord-Peru, 
mir  nur  wenige  bekannt. 


b)  neleus- Gruppe. 

Die  Borsten  der  Hflgl-Unterseite  auf  die  Zellfalte  und  Adern  beschränkt.  Obere  Radiale  des  Vflgls 


Ausgegeben  5.  VI.  1913. 


AOTINOTE.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


3G1 


mit  den  Subcostalen  gestielt,  selten  von  der  obern  Zellecke,  Hlb  größtenteils  rot  oder  gell)  (vergl.  auch  A.  cal- 
lianthe). 


A.  neleus  Latr.  (=  nelea  Oodt.;  $  =  ara  Hew.,  edulis  Weym.)  (81  b,  c).  Hlb  rot.  Geschlecliter  sehr  ver-  neleus. 
schieden.  (J  blauschwarz,  oben  sehr  stark  glänzend,  der  Costalrand  und  die  Distal  hälfte  des  Vflgls  sowie  der 
Außenrd  des  Hflgls  schwach  glänzend;  Unterseite  braunschwarz,  Wurzel  des  Htlgls  blaßgelb.  Unter  den  rJo 
aus  Zamora  (Ecuador)  sind  einige,  bei  denen  der  Vflgl  einen  roten  Zellfleck  aut  der  Unterseite  trägt:  ^-ab. 
liaemera  ab.  7iov.  Das  9,  welches  in  Stübels  Reise  irrtümlich  als  unter  dem  Namen  edulis  beschrieben  und  ab-  haemern. 
gebildet  wurde,  hat  nur  einen  schwachen  blauen  Glanz  und  trägt  auf  dem  Vflgl  eine  gelblich  weiße,  breite, 
Mittelbinde,  die  proximal  vom  Zellende  steht  und  schräg  zum  Hinterwinkel  läuft.  Unterseits  sind  der  A])ex 
des  Vflgls  und  der  ganze  Hflgl  gelblichgrau  gestreift  und  trägt  der  Vflgl  eine  deutliche  schwarze  schräge  Discal- 
binde,  die  weder  V-  noch  Hrd  erreicht  und  an  der  Außenseite  der  Mittelbinde  steht.  —  Eine  uns  von  Eas.sl 
übersandte  Puppenhülse  dieser  Art  ist  graugelb,  nicht  kreideweiß;  die  schwarzen  »Subdorsaldornen  des  HIbs  sind 
nur  etwa  halb  so  lang  wie  die  Entleimung  zwischen  den  beiden  Dornen  eines  »Segments ;  die  schwarzen  Zeich¬ 
nungen  sind  auf  dem  Rücken  der  Hlbssegmente  2  und  3  sehr  ausgedehnt  und  die  folgenden  Ringe  tragen  eine 
unterbrochene  schwarze  Mittellinie;  die  »Seitenzeichnungen  sind  zahlreich  und  mehr  oder  weniger  gleichmäßig 
verteilt,  nicht  zu  einem  Längsstreif  vereinigt.  —  A.  neleus  ist  eine  der  häufigem  Arten.  Sie  findet  sich  im  Osten 
sowohl  wie  im  Westen  von  Columbien  und  Ecuador  und  scheint  im  Gegensatz  zur  folgenden  Art  geographisch 
nicht  zu  variieren. 

A.  alcione.  Figl  oberseits  schwarz,  bei  einigen  Formen  gleichmäßig  blau  getönt,  bei  andern  ganz  ohne  alcione. 
Blau,  nie  stark  glänzend;  mit  oder  ohne  gelbes  oder  orangefarbenes  Feld  auf  dem  Vflgl.  Der  Hlb  geAvöhnlich 
rot,  zuweilen  graugelb,  bei  einigen  rauchig  verdunkelten  Formen  oberseits  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  schwarz. 

Das  9  ist  dem  ^  ähnlich.  In  zahlreichen  geographischen  Formen  von  Columbien  bis  Bolivien  verbreitet.  Die 
Extreme  sehen  so  verschieden  aus,  daß  man  sie  für  artlich  getrennt  halten  möchte.  Do^h  scheinen  die  Formen 
einander  strikte  geographisch  zu  vertreten,  auch  gehen  sie  so  sehr  ineinander  über,  daß  ich  sie  bis  auf  Aveiteres 
für  Formen  einer  Art  betrachten  muß.  Vielleicht  aber  kommt  theopliila,  unabhängig  neben  alcione  vor,  in  Avelchem 
Falle  sie  als  Art  stehen  müßte.  Wir  sind  über  die  Verbreitung  der  Falter  in  Nord-Peru  noch  nicht  recht  unter¬ 
richtet;  das  Material  aus  jenen  Gegenden  ist  recht  gering  in  den  »Sammlungen,  auch  scheinen  die  physiogra])hi- 
schen  Verhältnisse  dort  oft  schon  auf  kurze  Entfernungen  zu  Avechseln  und  dementsprechend  sich  Unterschiede 
im  Kleide  der  Falter  zu  zeigen.  Die  frühem  »Stände  von  A.  alcione  sind  nicht  bekannt.  —  varians  Jord.,  von  varians. 
Zentral-  und  West-Columbien,  tritt  in  drei  nebeneinander  fliegenden  Formen  auf:  f.  cyanea  form.  nov.  cganea. 
Oberseite  beider  Figl  gleichmäßig  blau,  ohne  SjAur  von  Zeichnung.  Diese  häufige  Form  tritt  Avahrscheinlich  nur 
im  männlichen  Geschlechte  auf.  Sie  ähnelt  H.  neleus,  aber  es  fehlt  ihr  der  starke  Glanz  jener  Art.  Bei  f.  varians 
Jord.  trägt  der  Vflgl  oberseits  ein  verwaschenes,  schräges,  gelblich  fleischfarbenes  Band  in  der  Wurzelhälfte ;  das 
9  ist  größer  als  das  (J  und  das  Band  ist  etAvas  Aveniger  rötlich  getönt.  Bei  f .  extensa  form.  nov.  ist  das  Band  \-erbreitert ,  e.xtensa. 
schärfer  umschrieben  und  nimmt  oder  %  der  Wurzelhälfte  des  Figl  ein,  bleibt  aber  stets  AA'eit  von  der  Wurzel 
entfernt;  Rest  der  Oberseite  so  blau  AAÜe  bei  f.  varians  und  f.  cyanea.  ZAvischenstufen  zAvischen  den  3  Formen 
kommen  häufig  vor;  unterseits  tragen  auch  Exemplare  von  f.  cyanea  vielfach  einen  fleischfarbenen  »Streif  vor 
dem  Hinterrande  und  haben  f.  varians  und  f.  extensa  ein  ähnlich  gefärbtes  schmales  Discalband.  Dies  Band  ist 
geAvöhnlich  auch  bei  f.  cyanea  angedeutet  und  es  zeigen  sich  ausnahmsAveise  deutliche  »Spuren  desselben  auf  der 
Oberseite  von  f.  extensa.  —  elatus  Bruce  fliegt  bei  Paramba  in  West-Ecuador.  Die  Oberseite  viel  Aveniger  deut-  elatus. 
lieh  blau  als  bei  den  verschiedenen  Formen  von  varians.  Der  Vflgl  trägt  stets  ein  fahl-orange  Medianfeld  auf 
der  Oberseite,  das  von  der  untern  Zellecke  bis  etAva  halbAvegs  zur  Wurzel  reicht,  aber  in  Ausdehnung  ziemlich 
variiert;  unterseits  ist  das  Feld  meist  viel  blasser,  fast  strohfarben,  und  erreicht  fast  die  Wurzel  und  den  Hinter- 
Avinkel;  ein  schmales  Discalband  derselben  Farbe  ist  Avenigstens  andeutungsAveise  vorhanden  und  »Spuren  des¬ 
selben  finden  sich  zuAveilen  auch  auf  der  Oberseite.  Hlb  blasser  rot  als  bei  frischen  Stücken  von  varians.  Rosen¬ 
berg  fing  zahlreiche  Stücke  dieser  Subspezies  Avährend  seines  Aufenthalts  in  Paramba  im  März,  A])ril  und  ]Mai 
bei  etAvas  über  1000  m  Höhe.  —  sarsanda  Bruce  (82  d).  Das  gelbe  Feld  ist  oben  und  unten  so  dicht  rauchfarben  sarsanda. 
übertüncht,  daß  nur  ein  paar  »Schuppen  eine  reine  gelbe  Farbe  behalten  haben,  einzelne  Exemplare  jedoch 
neigen  nach  elatus  hin;  die  Discalbinde  ist  unten  angedeutet  oder  fehlt  auch  ganz.  Hlb  ausgedehnt  scliAvarz. 

Chimbo,  West  Ecuador,  von  Rosenberg  bei  300  m  im  August  in  Anzahl  angetroffen.  —  subelatus  subsp.  nov.  subelaius. 
(81  c).  Mir  sind  nur  ein  paar  bekannt :  Los  Llanos  (Type)  und  Balsabamba,  Ecuador.  Diese  Stücke  bilden  den 
Uebergang  von  elatus  zu  nielina.  Das  gelbe  Feld  ist  etAvas  tiefer  als  bei  elatus  gefärbt  und  bleibt  AAÜe  bei  jener 
Subspecies  Aveit  von  der  Wurzel  entfernt,  doch  findet  sich  immer  ein  deutlicher  Streif  unmittelbar  vor  dem  Hrd 
des  Figls,  der  bei  elatus  höchstens  angedeutet  ist;  ein  kurzes  discales  Fleckenband  vorhanden.  Unten  sind  der 
Hflgl  und  der  Außenrd  und  Apex  des  Vflgls  noch  stärker  graugelb  gestreift  als  bei  sarsanda  und  es  hebt  sich  da¬ 
her  das  schwarze  Discalband  des  Vflgls  scharf  ab.  Die  Unterseite  unserer  Figur  ist  etAA'as  zu  rötlich,  auch  tritt 
das  schwarze  Discalband  zu  nahe  an  den  Außenrd.  —  melitia  Jord.  Das  fahl  orangefarbene  Feld  ist  schärfer  methia. 
umschrieben  als  bei  subelatus,  reicht  bis  nahe  an  die  Wurzel  und  schneidet  scharf  mit  dem  Vrd  der  Zelle  ab  ; 
Discalband  deutlicher.  Unterseits  der  Hflgl  und  Apex  des  Vflgls  dunkler  als  bei  subelatus  und  alcione.  Rio 


V 


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AOTINOTE.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


Negro  in  Nordost-Peru  (nicht  mit  dem  gleichnamigen  großen  Nebenfluß  des  Amazonas  zu  verwechseln!);  nur 
fheophila.  2  im  Triiig.  Museum.  — theophila  Dor/n.  (81  c).  Vielleicht  spezifisch  verschieden.  Hlb  orange,  oberseits  ziemhch 
ausgedehnt  schwarz.  Das  Vflglfekl  orange,  von  der  Wurzel  zur  untern  Zellecke  und  auf  dem  Discus  darüber  hin¬ 
aus  reichend;  ein  schmales  discales  Fleckenband  ist  vielfach  vorhanden,  auch  haben  manche  Exemplare  einen 
alcione.  Fleck  zwischen  Zellspitze  und  Band.  Südost-Ecuador:  Loja,  Zamora  etc.  —  alciorse  Heiv.  (82  d).  Der  melina 
ganz  ähnlich,  aber  das  Vflglfekl  etwas  größer  und  wie  die  schmale  discale  Fleckenbinde  sehr  blaß  graugelb, 
blasser  als  bei  irgend  einer  andern  Form  dieser  Spezies.  Die  Unterseite  heller  als  bei  melina,  dicht  graugelb  ge¬ 
streift.  Nordost-Ecuador:  Rio  Napo.  —  Die  folgenden  4  Formen  bilden  zusammen  vielleicht  eine  von  A.  alcione 
getrennte  Art.  Die  Discalbinde  des  Vflgls  ist  bei  ihnen  stärker  entwickelt  und  ist  wie  das  große  Proximalfekl 
snlmonea.  orangerot.  Bei  salmonea  Jord.  ist  das  Discalband  etwa  Vs  breit  als  der  schwarze  Zwischenraum,  der  es 

vom  Proximalfelde  trennt.  Letzteres  reicht  bis  an  die  Wurzel  des  obern  Medianastes,  selten  steht  noch  em 
Fleck  vor  dieser  Ader.  Die  dunkeln  Teile  der  Oberseite  haben  einen  schwachen  blauen  Schein.  In  Nord-Peru, 
sodalis.  südöstlich  von  Chachapoyas  gefunden.  — sodalis  (81  d),  von  Zentral-Ost-Peru  (Ucayali,  Chanchamayo  etc.), 
messeres.  ist  etwas  lebhafter  orangerot  als  sadnionea  und  das  Discalband  im  ganzen  etwas  breiter.  —  messeres  Jord.,  von 
Südost-Peru  (Carabaia),  hat  eine  etwas  hellere  Hflglunterseite  als  sodalis,  besonders  ist  der  Figl  um  die  Zell- 
corduha.  spitze  herum  weniger  ausgedehnt  schwärzlich.  —  corduba  Hew.  (81  b),  die  Form  aus  Bolivien,  zeichnet  sich  da¬ 
durch  aus,  daß  das  Wurzelfeld  der  Vflgl-Oberseite  nicht  bis  an  den  obern  Medianast  reicht  und  das  Discal, 
band  dagegen  bis  an  den  untern  Medianast  hinabzieht. 

c)  ozomene- Gruppe. 

Die  Borsten  der  Hflgl-Unterseite  auf  die  Zellfalte  rind  Adern  beschränkt.  Obere  Radiale  beider  Figl 
von  der  Zelle.  Hlb  schwarz,  unten  oft  hell  gefleckt  (beim  $  von  A.  calUanthe  zum  guten  Teile  rot). 

leucomelas.  A.  leucomelas  Bates  {=  orizawa  Reah.,  leucomelaena  Dew.,  ^  =  nox  Bates)  (81  d).  cj  oben  schwarzblau; 

Vflgl  unten  mit  großem  gelbweißen  Proximalfelde,  das  bis  zur  Zellspitze  reicht;  Hflgl  mit  kleinem  gelbweißen 
Fleck  an  der  Wurzel.  $  bläulich  schwarz,  mit  gelbweißem  Feckenbamd  in  der  Mitte  des  Vflgls;  unterseits  das 
Band  viel  breiter  und  die  dasselbe  durchziehende  Adern  weniger  breit  schwarz.  —  Eine  rein  zentral-amerikanische 
Art,  die  von  Mexiko  bis  zum  Chiriqui  in  Panama  verbreitet  ist. 

A.  ozomene.  Vertritt  die  vorige  Art  in  Columbien  und  Ecuador;  leicht  durch  die  gelblich  rote  Färbixng 
des  Wurzelfeldes  der  Vflglober-  und  Unterseite  zu  unterscheiden.  oben  schwarzblau  ;  das  orangerote  Basalfekl 
entweder  einfarbig  oder  distal  blaßgelb;  unterseits  ist  das  Basalfekl  mehr  oder  weniger  ausgedehnt  blaßgelb,  aber 
bleibt  an  der  Basis  stets  gelbrot.  Das  Feld  ist  in  derOröße  oberseits  sehr  veränderlich,  reicht  unten  aber  stets  bis  nahe 
zur  untern  Zellecke.  $  bläulich  schwarz,  mit  großem  gelbroten  Proximalfelde,  das  außen  blaßgelb  und  oberseits 
von  der  Wurzel  her  mehr  oder  weniger  reduziert  ist,  aber  wenigstens  unterseits  bis  zur  Wurzel  reicht;  auf  der 
Unterseite  der  Hflgl  und  der  Distalteil  des  Vflgls  schmutzig  gelbgrau,  schwarz  gestreift.  Die  Rp,  von  der 
uns  A.  H.  Fasse  zwei  geblasene  Exemplare  geschickt  hat,  ist  oben  fast  rein  schwarz  und  unten  hell  (wahrschein¬ 
lich  im  Leben  grüngelb);  die  beiden  Farben  scharf  begrenzt.  Kopf  und  Brustfüße  schwarz;  die  im  hellen  Teile 
stehenden  Seitendornen  an  der  Wurzel  hell,  die  übrigen  dunkel  mit  hellerer  Wurzel  und  blassen  Borsten,  und  etAva 
dreimal  solang  als  die  Entfernung  zwischen  zwei  Dorsalborsten  desselben  Ringes.  Pp  kreideweiß,  mit  scliAvarzen 
Dolmen  und  schwarzen  Zeichnungen;  die  Dornen  länger  als  der  Zwischenraum  zwischen  den  beiden  Dornen 
desselben  Rings.  Die  Dornen  stehen  am  Oberrande  eines  Läiigsbandes  von  schwarzen  Zeichnungen,  ein  ähnliches 
Band  unmittelbar  unter  den  Stigmata,  und  auf  der  Bauchseite  drei  hinten  offene  Ellipsen;  die  Räume  zAAischen 
diesen  Binden  mit  wenigen  feinen  Strichen  und  Punkten  von  gleicher  Färbung;  Kremaster  ganz  schwarz.  Die 
ozonmic.  Art  ist  recht  häufig.  —  ozomeiie  Godt.  (81  e,  f;  die  Namen  von  81  e  Fig.  4  und  5  sind  vei’AAmchselt).  S'-  Hflgl- 
Unterseite  mit  kleinem  blaßgelben  Basalfleck,  der  Rest  des  Hflgls  ohne  gelbliche  Streifung.  $:  Unterseits 
calimene,  der  Hflgl  und  der  Apex  des  Vflgls  schmutzig  graugelb,  schwarz  gestreift.  Bei  (J-ab.  calimene  Rehel  und  bei 
granadma.  (J-ab.  granadina  Rebel  ist  das  Proximalfeld  der  Vfigl-Unterseite  ganz  rot,  bei  ab.  granndina  aul.lerdem  die  Hflgl- 
reducfa.  Avurzel  ausgedehnter  gelb.  Das  rote  Wurzelfeld  der  Oberseite  ist  bei  reducta  ab.  nov.  zu  einem  nur  5  bis 

7  mm  langen  Fleck  verkleinert,  ozomene  findet  sich  in  Zentral-  und  West-Columbien  und  ist  häufig  in 
,, Bogota-Sammlungen“,  ob  der  Falter  aber  wirklich  in  der  Ost-Cordillere  Columbiens  vorkommt,  ist  mir  nicht  be- 
gahrielae.  kaiint.  —  gabrielae  Rebel  unterscheidet  sich  beim  B  durch  etwas  geringem  Blauglanz.  Beim  $  ist  die  braunrote  Fär¬ 
bung  des  Proximalfekles  des  Vflgls  auf  der  Oberseite  etwas  reduziert.  West-Ecuador:  Balsabamba,  Agua  Santa, 
cleasa.  Paramba.  —  cleasa  Hew.  (=  catopasta  Jord.)  hat  einen  noch  geringem  Blauglanz  auf  der  Oberseite  des 

Unten  ist  der  Hflgl  des  gelbgrau  gestreift,  mit  Ausnahme  eines  zentralen  Bandes,  manche  Exemplare  zeigen 
aber  von  dieser  Streifung  kaum  eine  Spur  (von  dem  Basalfleck  abgesehen).  Das  Rotbraun  auf  der  Oberseite  des 
Vflgls  des  $  ist  stark  reduziert  und  fehlt  manchmal  fast  gänzlich,  in  welchem  Falle  das  Proximalfekl  oberseits 
zu  einer  Fleckenbinde  zusammengeschmolzen  ist.  Im  südwestlichen  und  südlichen  Ecuador:  Chimbo,  Zaruma, 
Zamora. 

A.  stratonice.  ScliAvarz,  mit  scliAvachem  blauen  Schimmer,  ^ :  Vflgl  mit  großem  orangefarbenen  Mittel- 


AOTINOTE.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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felde,  das  wenigstens  unterseits  in  der  Zelle  bis  an  die  Basis  reicht,  den  Hid  des  Figls  freiläßt,  einen  schwarzen 
Discocellularfleck  einschließt;  Unterseite  des  Hflgls  iin  Wurzelfelde  orangerot  gestreift,  die  Streifen  zuweilen 
teilweise  graugelb,  distal  allmählich  verschwindend.  $  größer  und  blasser,  dasVflglfeld  orange  oder  blaßgelb, 
im  letztem  Falle  proximal  rotbraun  überwaschen  und  oben  die  Wurzel  nicht  erreichend;  Hflgl-Unterseite 
fast  gleichmäßig  orangerot  gestreift,  auf  dem  Discus  oft  grau  beschuppt.  Früliere  Stände  unbekannt.  Von  der 
Sierra  de  Merida  in  Venezuela  bis  nach  Ecuador  verbreitet.  —  meridana  Jord.  :  Das  orange  Vflglfeld  reicht  meri&jua. 
auch  oberseits  bis  nahe  an  die  Wurzel,  der  unter  dem  untern  Medianaste  liegende  Streif  des  Feldes  geht  basal- 
wärts  über  die  Wurzel  dieser  Ader  hinaus,  ist  aber  gewöhnlich  durch  eine  schwarze  Makel  unterl)rochen.  Unten 
ist  das  Feld  graugelb  mit  orangeroter  Basis;  Außenhälfte  des  Hflgls  fast  ganz  ungestreift.  9-  ^^^s  Vflglfeld 
blaßgelb,  das  Wurzelfeld  bis  zur  untern  Mediana  schwarz,  braunrot  überwaschen,  der  zwischen  den  beiden 
Medianästen  liegende  Streif  des  Mittelfeldes  nicht  unterbrochen,  der  unter  der  zweiten  Mediana  stehende  Fleck 
etwa  6  mm  lang.  Merida,  Venezuela.  —  marthae  Jord.  (J  wie  vorher,  aber  der  unter  dem  untern  iMedianaste  marthoe. 
liegende  Streif  des  Vflglfeldes  stärker  unterbrochen  und  daher  der  äußere  Teil  des  Streifens  kürzer;  auch  ist 
die  Hflgl-Unterseite  mehr  gleichmäßig  gestreift.  Beim  ^  geht  der  schwarze  Fleck,  welcher  vom  Hrd  her  an 
der  proximalen  Seite  des  blaßgelben  Feldes  schräg  gegen  die  Zelle  hin  vortritt,  bandförmig  über  die  untere 
Mediane  bis  an  die  Zelle,  das  Wurzelfeld  proximal  von  diesem  schwarzen  Bande  brauni’ot.  Sierra  de  Sta.  Marta, 
Nord-Columbien.  —  acipha  Hew.  (82  a,  b).  (J:  Das  Orangefeld  reicht  nicht  so  nahe  an  die  Basis  wie  bei  den  vo-  acipha. 
rigen  Formen,  besonders  fehlt  der  proximale  Teil  des  unter  der  Zelle  liegenden  Streifens  und  unterseits  ist  die 
Mhirzel  des  Vflgls  etwas  weniger  ausgedehnt  bräunlich  orange.  Beim  $  ist  die  braunrote  Beschuppung  proxi¬ 
mal  vom  blaßgelben  Mittelfelde  der  Vflgl-Oberseite  nur  andeutungsweise  vorhanden,  und  auch  unterseits  ist 
das  Rotbraun  mehr  als  bei  den  vorhergehenden  Formen  eingeschränkt.  Ost-Cordillere  von  C'olumbien;  ziemlich 
häufig  in  ,, Bogota-Sammlungen“ ;  von  400  m  aufwärts.  —  stratonice  (82  a).  Im  ganzen  größer  als  die  vorigen  siratonicc. 
Formen,  die  Geschlechter  in  Färbung  fast  gleich,  auch  ist  das  Orangefeld  unten  nur^Avenig  blasser  als  oben 
und  beiderseits  größer  und  dunkler  als  bei  acipha,  etc.  Zentral-  und  West-Cordilleren  von  Columbien.  Bei 
dem  einzigen  $  von  der  West-Cordillere,  das  mir  Amrliegt,  ist  das  Vflglfeld  auf  der  Unterseite  vom  Zellapex 
auswärts  fast  so  blaß  wie  bei  acipha  unsere  beiden  vom  selben  Fundort  (Rio  Dagua,  von  W.  F.  H.  Rosenberg 
gesammelt)  stammenden  (JeJ  stimmen  mit  den  Stücken  von  der  Zentral-Cordillere  überein.  Das  $  bildet 
einen  Uebergang  zur  nächsten  Subspecies.  —  diversa  suhsp.  nov.  Zwei  ein  $  von  Ost-Ecuador  im  diversa. 

Britisch-Museum,  Type  von  Banos  (Rio  Pastaza).  Die  sind  ganz  wenig  blasser  als  stratonice,  aber  der  Hflgl 
hat  oberseits  in  der  Wurzelhälfte  sehr  deutliche  Spuren  einer  Orangefärbung.  $  größer,  blasser,  Vflglfeld 
außen  gelb,  diese  Färbung  proximal  oben  und  unten  nicht  scharf  begrenzt,  Hflgl  mit  Spuren  von  orangen  Strei¬ 
fen  vor  der  Zelle;  Unterseite  blasser,  Hflgl  grau  gestreift,  in  der  Zelle  und  am  Saume  scliAvärzlich.  ■ —  aereta  acrcta. 
Jord.  Ein  ^  von  Zamora,  Südost-Ecixador.  Der  Discocellularfleck  des  Vflgls  sehr  groß  und  mit  dem  Costal- 
rande  vereinigt;  das  Orangefeld  bis  an  die  Wurzel  und  ganz  nahe  zum  Hrd  reichend,  unterseits  distal  blasser 
als  proximal.  Hflglzelle  unterseits  gelbgrau  gestreift.  —  carica  Weyni.  Mir  nicht  in  Natxir  bekannt.  Der  aereta  carica. 
ganz  ähnlich,  vielleicht  mit  ihr  identisch,  doch  sind  nach  Wbymer  die  Streifen  der  Hflgl-Unterseite  rot.  Es 
wurden  von  Stübel  5  in  Nord-Peru  zwischen  Tambo  Almirante  und  dem  Rio  Negro  bei  860  bis  2000  m  Höhe 
gefunden.  Die  Abl)ildung  stellt  aber  sicher  ein  $^dar. 

A.  adoxa  Jord.  Die  kleine  Art  ist  auf  ein  einzelnes  aus  ,, Bogota“  gegründet,  das  sich  bei  keiner  Art  adoxa. 
unterbringen  läßt.  Schwarz,  mit  sehr  schwachem  blaxien  Schimmer,  die  Zeichnungen  gelblich  lachsfarben 
(denen  von  A.  callianthe  im  Ton  ähnlich).  Vflgl  mit  mehr  gleichmäßig  gerundetem  Distalrande  als  bei  H.  stra¬ 
tonice',  ein  großes,  an  den  Rändern  verwaschenes  Feld  reicht  A?om  Vrde  der  Zelle  zxir  untern  Submediane,  beginnt 
etwa  5  mm  von  der  Basis  und  breitet  sich  bis  AA^enig  über  die  Zellspitze  aus ;  ein  scliAvarzer  Discocellularfleck 
hängt  mit  dem  scliAvarzen  Costalrande  zusammen.  Unterseits  ist  das  Vflglfeld  größer,  besser  umschrieben,  und 
der  Discocellularfleck  ist  von  ihm  ganz  umschlossen ;  Hflgl  in  der  Basalhälfte  ziemlich  stark  rötlich  gestreift, 
die  Streifen  außen  schAvach,  Distalteil  des  Vflgls  fast  ungestreift.  Vflgllänge  23  mm.  — Aehnelt  A.  diceus  dicens,  ■ 
der  Hrd  des  Vflgls  ist  aber  viel  kürzer. 

A.  callianthe.  Eine  der  schönsten  Arten.  oben  sammetscliAvarz ;  auf  dem  Vflgl  ein  gellüich  lachs¬ 
farbenes  oder  rötelrotes  Feld,  das  die  Basis  und  den  Hrd  nicht  erreicht  und  vorne  mit  der  Subcostale  abschließt ; 
die  Umrandung  dieses  Feldes  (Costalrand  ausgenommen),  ebenso  Avie  der  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  auf  den  Dis¬ 
cus,  stark  glänzend  blau,  diese  Färbung  ziemlich  scharf  abgesetzt.  Hflgl-Unterseite  gleichfalls  charakteristisch 
gefärbt;  das  Wurzelfeld  ist  bis  zur  Zellspitze  und  geAVÖlmlich  auch  bis  nahe  zum  AnahAunkel  grünlichgelb  (dunkel 
Avachsgelb),  Avährend  der  Rest  des  Figls  eine  rötlichbraune  Färbung  hat.  Das  $  dem  (J  ganz  unähnlich;  ober¬ 
seits  braunschwarz,  mit  ziemlich  starkem  Blauglanze  von  der  Wurzel  ab  bis  zum  Bande  des  Vflgls  und  bis 
weit  über  die  Hflglzelle  hinaus;  Vflgl  mit  schmutzig  Aveißeni  Schrägbande,  das  in  die  untere  Zellecke  eintritt 
den  Costalrand  und  Hinterwinkel  nicht  ganz  erreicht  und  unten  breiter  als  oben  ist.  Auf  der  Unterseite  des  Hflgls 
ist  das  Wurzelfeld  ähnlich  gelb  Avie  beim  (J,  aber  nicht  so  scharf  begrenzt,  da  das  Außenfeld  hellgesti’eift  ist ; 

Hlb  des  5  größtenteils  rot.  Von  Venezuela, bis  Ecuador  verbreitet.  —  alla  Jord.  Da,s  rote  Vflglfeld  zu  einem  alla. 
Bande  verschmälert,  das  proximal  mit  der  Wurzel  der  unteren  Mediane  abschließt,  so  daß  der  in  der  Zelle  liegende 
Teil  des  Bandes  fast  quadratisch  ist.  Unterseits  reicht  das  Feld  aber  fast  bis  an  die  FlghA-urzel.  iMerida,  Vene¬ 
zuela;  mir  nur  1  ^  bekannt.  —  callianthe  Fldr.  (81  d,  82  b).  (J:  Das  Vflglfeld  blasser  als  bei  alla,  AA'urzelAvärts  callianthe. 


364 


ACTINOTE.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


weit  über  den  Ursprung  des  untern  Medianastes  hinausgehend,  dreieckig,  außen  abgerundet,  der  schwarze 
Discocellularfleck  deutlich.  Manche  Stücke  haben  Spuren  von  Rot  auf  der  Oberseite  des  Hflgls  vor  und  in  der 
Zelle.  $  auf  der  Hflgl- Oberseite  etwa  halbwegs  zwischen  Zelle  und  Außenrd  mit  deutlicher  grauer  Streifung. 
amoena.  Ost-Cordillere  von  Columbien;  ziemlich  selten,  besonders  das  $.  —  amoena  subsp.  nov.  ($  81  d,  als  callianthe). 

:  Das  Vflglfeld  tiefer  rot  als  bei  callianthe,  ähnlich  gestaltet,  aber  nicht  über  die  Zellspitze  hinausgehend,  der 
Discocellularfleck  daher  fast  vollständig  mit  dem  schwarzen  Außenfelde  verschmolzen.  Unterseits  das  Feld 
wie  bei  calliaMhe,  aber  viel  röter.  Der  Hflgl  des  $  hat  oberseits  keine  graue  Streifung;  das  Vflglband  ist  hinten 
etwas  küi’zer  als  bei  callianthe  und  an  der  untern  Zellecke  etwas  breiter ;  auf  der  Unterseite  ist  das  Band  außen 
deutlicher  schwarz  begrenzt  und  ist  der  Hflgl  distal  von  der  Zelle  auffälliger  geschwärzt.  West-Cordillere 
Columbiens,  von  A.  H.  Fassl  im  Rio  Aguaca-Tal  bei  2000  m  Höhe  gefunden.  Die  Art  fliegt  dort  sehr  schnell 
rufa.  und  hoch  und  ist  schwer  zu  fangen.  • —  rufa  Jord.  (J;  Das  Vflglfeld  ist  rötelrot,  reicht  viel  näher  an  den  Distal¬ 
rand  des  Figls  als  bei  den  andern  Formen,  doch  finden  sich  außen  vom  Discocellularfleck  nur  wenige  rote  Schuppen 
und  ist  der  unter  dem  untern  Medianast  liegende  Streif  wurzelwärts  viel  stärker  als  bei  amoena  und  callianthe 
abgekürzt.  Das  Wurzelfeld  der  Hflgl-Unterseite  blasser  gelb  als  bei  den  vorhergehenden  Formen  und  die  Strei¬ 
fen  zwischen  Zelle  und  Abdominalrand  undeutlich.  Rio  Zamora,  Südost-Ecuador,  1800  m,  von  Simons  1  d 
im  Mai  gefunden.  Das  Stück  ist  nicht  gut  erhalten  und  das  ist  vielleicht  der  Grund,  warum  der  blaue  Glanz 
weniger  stark  als  bei  den  andern  Formen  ist. 

A.  naura.  Eine  kleine  Art;  Brust  und  Hflglwurzel  unterseits  mit  rötelrotem  Fleck,  ein  solcher  Fleck 
auch  am  Gostalraude  des  Vflgls.  d':  Vflgl  mit  rötelrotem  dreieckigen  Basalfelde,  das  die  Zellspitze  nicht  erreicht 
und  zuweilen  zu  einem  Zellfleck  reduziert  ist.  Hflgl  mit  roter  Makel  in  und  unter  der^^Zelle  und  einer  Reihe 
ebenso  gefärbter  Discalflecken;  diese  Zeichnung  sehr  variabel  und  oft  ganz  fehlend.  Unterseite  des  Vflgls  ähnlich 
wie  oben,  das  rote  Feld  blasser;  der  Hflgl  und  Apex  des  Vflgls  gelblich  grau  gestreift,  mit  dunkler  discaler  Schat¬ 
tenbinde,  die  Zelle  des  Hflgls  fast  ganz  gelblichgrau  ausgefüllt.  $  viel  größer  als  das  (J,  blasser.  Venezuela 
naura.  und  Columbien,  ziemlich  selten  in  den  Sammlungen.  ■ —  liaura  Druce  (==  ozinta  Schaus).  Oberseits  ziemlich 
stark  blauglänzend.  Vflglfeld  auf  einige  Subbasalflecke  reduziert,  von  denen  der  Zellfleck  der  größte  ist.  Vflgl 
chea.  mehr  gerundet  als  bei  der  folgenden  Form.  $  dem  ganz  ähnlich.  Merida,  Venezuela.  ■ —  chea  Druce  (81  b). 
Oberseite  schwach  blauglänzend;  das  rote  Vflglfeld  groß,  manche  Exemplare  mit  Spuren  einer  roten  Subapical- 
binde ;  Hflglzeichnung  zuweilen  zu  einem  ziemlich  großen  Zentralfelde  zusammengeflossen,  zuweilen  fast  ver¬ 
schwunden.  Beim  $  ist  das  Vflglfeld  viel  blasser,  am  Hwinkel  ein  rötlichgraues  Feld,  von  dem  aus  eine  entweder 
deutliche  oder  sehr  unliestimmte  schmale  Fleckenbinde  im  gleichmäßigen  Bogen  zum  Costalrande  zieht ;  Hflgl- 
zeichnungen  rötlich  grau,  ausgedehnter  als  die  roten  Zeichnungen  des  J,  besonders  ist  auch  das  Abdominal¬ 
feld  hell  gestreift.  Unten  ist  der  ganze  Hflgl  und  ein  vorne  breiter  Vflglsaum  gelblich  grau,  fein  braunschwarz 
gestreift.  Columbien,  in  der  Ost-Cordillere,  von  A.  H.  Fassl  bei  Pacho  (2200  m)  gefunden. 

trinacria.  A.  trinacria  Fldr.  (81  a).  Kleiner  als  A.  naura,  die  das  dreieckige  rote  Vflglfeld  durchschneidenden 

Adern  etwas  breiter  schwarz,  der  Hflgl  ohne  rote  Zeichnungen.  Unterseits  trägt  der  Vflgl  gewöhnlich  einen 
oder  zwei  rote  Flecke  unmittelbar  distal  vom  Zellende,  dagegen  findet  sich  bei  A.  naura  gewöhnlich  die  Spur 
eines  roten  Flecks  weiter  distal  an  der  Außenseite  des  schwärzlichen  Discalbandes.  $  unbekannt.  —  Columbien. 
Diese  Art  kommt  in  ,,Bogotä-Sammhingen“  und  findet  sich  wahrscheinlich  in  der  Ost-Cordillere ;  genauere  Fund¬ 
orte  sind  mir  nicht  bekannt. 

tenehrosa.  A.  teiiebrosa  Heiv.  (82  a).  Nur  ein  paar  $$  bekannt;  gehört  vielleicht  zu  trinacria  oder  segesta.  Schwarz¬ 

braun  mit  schwachem  blauen  Schimmer.  Vflgl  mit  rötlich-orangefarbener  Schrägbinde  von  der  Costa  über  den 
Apicalteil  der  Zelle  zum  Hwinkel  laufend  und  hier  mit  einer  schmalen  gleichfarbigen  Discalbinde  vereinigt; 
diese  Zeichnungen  oberseits  verwischt;  unten  besser  entwickelt,  besonders  das  proximale  Band  viel  breiter, 
Hflgl  und  Apex  des  Vflgls  gelbgrau,  die  Discalbinde  des  Vflgls  außen  allmählich  abschattiert,  Hflgl  mit  dunklem 
Schattenbande  um  die  Zellspitze.  —  Ecuador. 

segesta.  A.  segesta  Weyin.  dognhn  Schaus)  (82b).  Viel  größer  als  trinacria,  oberseits  derselben  ähnlich. 

Unten  sind  der  Hflgl  und  der  Distalsaum  des  Vflgls  rötlich  gestreift ;  die  Beschuppung  dieser  Streifen  ist  an  der 
Außenseite  des  schwarzen  Discalbandes  des  Vflgls  zu  einer  sehr  schmalen  Binde  verdichtet.  $  dem  ^  ähnlich, 
größer  und  etwas  blasser.  —  Im  östlichen  Ecuador;  Huamboya,  Zamora,  Loja. 

flavibasis.  A.  flavibasis  Jord.  {—  diceusawcC)  (81  e  Fig.  4,  irrtümlich  als  ozoniene  bezeichnet,  81  g  ^).  Das  Mate¬ 

rial,  welches  ich  seit  der  Ablieferung  des  Manuskripts  der  Acraeinae  für  Wagners  Lepidopterorum  Catalogus 
habe  vergleichen  können,  macht  es  wahrscheinlich,  daß  die  dort  unter  diceus  und  calUanira  aufgezählten  Formen 
geographische  Rassen  einer  Art  sind,  mit  Ausnahme  von  flavibasis,  die  ich  nunmehr  als  selbständige  Art  auf¬ 
fassen  muß.  Diese  in  ,, Bogota-Sammlungen“  häufige  Actinote  scheint  nicht  auf  die  Ost-Cordillere  Columbiens 
beschränkt  zu  sein,  daWEYMER  in  ,,Stübels  Reise“  angibt,  daß  diese  gelbbasige  Species  (die  er  fälschlich  fiü 
diceus  hielt)  in  der  Zentral-Cordillere  neben  der  unterseits  rot-gestreiften  Form  (des  echten  diceus)  vorkommt. 
Die  Geschlechter  sind  einander  ähnlich.  Vflglfeld  orange;  oberseits  kein  Discalband,’ dagegen  unterseits  ein  sol- 


AOTINOTE.  Von  Dr.  K.  Joudan. 


306 


clies  zuweilen  mehr  oder  weniger  deutlich  ausgebildet:  ^^-ab.  fasciata  ah.  nov.  Ht'lgl  unterseits  mit  gelbem  Hasal- 
leide,  das  schwarz  gestreift  ist;  Rest  des  Hflgls  sowie  der  Distalteil  des  Vflgls  höchstens  mit  Spuren  von  Streifeu. 
Das  $  viel  größer  als  das  das  Vflglfeld  ähnlich,  oberseits  proximal  gewöhnlich  schwarz  überzogen.  Auf 
der  Unterseite  der  ganze  Hflgl  und  der  Distalteil  des  Vflgls  lehmgelb,  schwarz  gestreift,  die  gelbe  Beschuppung 
besonders  dicht  in  der  Zelle  und  an  der  Wurzel  des  Hflgls;  Vflgl  mit  breitem  schwarzen  Bande,  das  in  die  Zell¬ 
spitze  eintritt  und  weder  Costalrand  noch  Hinterwinkel  erreicht;  an  der  Außenseite  oder  noch  innerhalb  des  Ban¬ 
des  meist  rötliche  Schuppen,  die  oft  eine  dünne,  zuweilen  auch  auf  der  Oberseite  deutliche  Binde  bilden. 


A.  diceus.  Blauschwarz,  Hlb  unten  oft  rötlich.  (^:  Vflgl  mit  großem  dreieckigen  Proximalfelde,  das 
die  Zellspitze  nicht  erreicht  und  von  orangerot  bis  rosenrot  variiert;  die  Discalbinde  ist  wenigstens  unten  stets 
vorhanden  und  steht  der  Zellspitze  viel  näher  als  dem  Flglapex.  Hflgl  oben  ohne  Zeichnungen,  höchstens  bei 
aberranten  Exemplaren  mit  Spuren  roter  Flecke.  Das  $  blasser  xind  viel  größer  als  das  demselben  in  der 
Färbung  ähnlich,  oder  das  Basalfeld  der  Vflgl-Oberseite  verdunkelt  oder  unterdrückt  und  das  stets  breite  Discal- 
band  gelb  oder  weiß.  Columbien  bis  Südost-Peru.  Die  früheren  Stände  unbekannt,  obwohl  die  Art  in  manchen 
Gegenden  zu  den  häufigen  Schmetterlingen  gehört.  Latreilles  Beschreibung  von  diceus  ist  sehr  klar.  Godart 
hat  aber  mehrere  Arten  unter  dem  Namen  (in  dice  umgewandelt)  aufgemischt  und  spätere  Autoren  haben  (wohl 
infolgedessen)  die  Art  vielfach  falsch  identifiziert.  Uebrigens  ist  es  erwähnenswert,  daß  der  Teil  von  Humboldt 
und  Bonplands  ,,Recueil“,  welcher  Latreilles  Beschreibung  von  diceus  enthält  ebenso  wie  die  betreffende 
Tafel  (PI.  42)  den  meisten  Exemplaren  des  Werkes  fehlt  und  daher  wohl  selten  verglichen  ist.  —  amida  Hexe,  amida. 

($  =  theogonia  Wexj-m.)  (81h).  Discalband  des  Vflgls  breit,  oben  kaum  blasser  als  das  Proximalfeld,  unten 
dagegen  ganz  gelb  oder  nur  proximal  schwach  rötlich.  Beim  $  ist  das  Basalfeld  oben  rotbraun,  schwarz  über¬ 
waschen,  unten  reiner  rot;  das  Discalband  oben  und  unten  gelb.  Sierra  de  Merida  in  Venezuela  und  Ost-Cordil- 
lere  von  Columbien.  —  diceus  Latr.  ((J  =  dice  Godt.  part.,  aurantia  Wexjm..,  olgae  Rehei;  $  =  albofasciata  diceus. 
Therese  nec  Hexo.)  (81  f).  (J :  Vflgl  wenigstens  unten  immer  mit  Discalband  in  verschieden  starker  Ausbildung, 

Hflgl  unten  rosarot  gestreift,  diese  Streifung  ist  meist  auf  das  Wurzelfeld  beschränkt,  nimmt  aber  oft  den  ganzen 
Figl  ein.  Nach  der  Ausbildung  des  Discalbandes  kann  man  die  Exemplare  in  3  Gruppen  bringen:  f.  sinefascia  sinefasda. 
form,  nov.,  oben  ganz  ohne  Discalband;  f.  diceus  Lab'.,  das  Discalband  oben  mehr  oder  weniger  ausgebildet;  f. 
confluens  form,  nov.,  das  Discalband  unterseits  breit  mit  dem  Wurzelfelde  zusammen  geflossen,  so  daß  ein  schwarzer  confluen.s. 
Discocellularlfeck  hinten  und  seitlich  isoliert  wird.  Diese  individuellen  Formen  gehen  ineinander  über.  Außer¬ 
dem  treten  Exemplare  auf,  bei  denen  der  Hflgl  in  und  vor  der  Zelle  rote  Fleckchen  trägt:  (J-ab.  rubrosticta  x-uhrosüda. 
ah.  nov.  Weymers  Beschreibung  von  auxrmtia  paßt  auf  f.  diceus,  die  dazu  gegebene  Abbildung  in  ,,Stübels 
Reise“  scheint  aber  verfehlt  zu  sein.  Das  ^  von  dicexis  (81  f)  ist  oberseits  blauschwarz  und  trägt  auf  dem  Vflgl 
ein  gelbweißes  schmales  discales  Fleckenband;  auf  der  Unterseite  ist  das  rote  Basalfeld  vorhanden,  aber  sein- 
stark  reduziert.  Zentral-Cordillere  Columbiens ;  von  A.  H.  Fasse  beide  Geschlechter  am  Monte  Tolima  in 
1700  m  Höhe  gefunden.  Frische  sind  lebhaft  rot.  — ■  Wir  kennen  noch  keine  dfce«s-Form  von  der  West- 
Cordillere  Columbiens  und  von  West-Ecuador.  —  Im  nordöstlichen  Ecuador  fliegt  napensis  JonZ.  G'-  Oberseite  nupensis. 
viel  schwächer  blauglänzend  als  bei  dicexis,  das  Wurzelfeld  von  vorneher  reduziert,  das  Discalband  schmal. 

Rio  Napo.  — •  albofasciata  Hexo.  ((J  =  rosaria  Wexjm.)  (81  g  ^■.  Blasser  rosa  als  bei  dicexis  und  der  Blauglanz  albofasdaia. 
so  schwach  wie  bei  napensis,  das  Wurzelfeld  wie  bei  napensis  reduziert,  aber  das  Discalband  stets  breit.  Das 
Discalband  des  $  weiß,  ohne  einen  deutlich  gelben  Ton,  etwas  grader  und  außen  an  den  Adern  weniger  stark 
eingekerbt;  Unterseite  des  Hlbs  rot.  Im  südöstlichen  Ecuador:  -  Rio  Zamora,  Rio  Pastaza,  etc.,  und  viel¬ 
leicht  auch  in  Nordost-Peru:  —  thespias  Wexjm.  wie  alhofasciata-(^ ,  aber  die  Vflglzeichnungen  ober-  tliespias. 
seits  orangerot,  nicht  rosa,  das  Discalband  unten  gelb,  nach  hinten  verbreitert  und  hier  oben  und  unten 
gewöhnlich  mit  dem  Basalfelde  vereinigt,  die  Hflgl-Unterseite  an  der  Basis  graugeib  gestreift.  Das  $  in  ,,8tü- 
BELS  Reise“  abgebildet:  Wurzelfeld  rotbraun,  Discalband  hellgelb,  im  Bogen  vom  Costalrande  zum' Hinterwin¬ 
kel  ziehend;  Hflgl  oben  graublau,  mit  Ausnahme  des  Saumes.  Zentrales  Nord-Peru  :  Distrikt  von  Chachapoyas. 

—  callianira  LZ&ii.  (81  h).  ^•.  Vflglzeichnungen  oberseits  lebhaft  orangerot,  Discalband  unten  distal  gelb,  zuweilen  «übaxim. 
ganz  rot,  zuweilen  ganz  gelb,  selten  mit  dem  Basalfelde  zusammenhängend,  die  Streifung  der  Hflgl-Lmterseite  auf 
dem  Discus  etwas  deutlicher  als  bei  Das  $  dem  ähnlich,  blasser  und  größer,  auf  der  Oberseite  Basal¬ 

feld  und  Discalband  orangerot,  letzteres  unten  gewöhnlich  größtenteils  gelb.  Zentrales  Ost-Peru:  Pozuzo, 

Chuchuras,  Chanchamayo.  ab.  stenia  Jox'd.  kann  füi-  Exemplare  behalten  iverden,  bei  denen  das  Discal-  steuia. 
band  unterseits  ganz  gelb  ist;  der  Name  wurde  ursprünglich  für  die  Ghanchamayo-Stücke  aufgestellt,  die  jedoch 
keine  gut  umschriebene  Subspecies  bilden.  —  eurls  Jord.  Bei  beiden  Geschlechtern  ist  das  schwarze  Band,  curis. 
welches  auf  dem  Vflgl  das  Basalfeld  vom  Discalbande  trennt,  breiter  als  bei  der  vorigen  Form,  das  Discalband  ist 
unten  ganz  orangerot,  höchstens  mit  schwachem  gelben  Anfluge.  Hflgl-Lhiterseite  ganz  gelblich  grau  gestreift, 
ein  kurzes  Mittelband  vom  Costalrande  bis  zur  untern  Zellecke  und  ein  schmales,  scharf  begrenztes  Saumband 
schwarzbraun.  Südost-Peru :  Marcapata,  Cuzco-Distrikt,  Carabaia. 

A.  jucunda  Jord.  (81  h)  vertritt  die  vorige  Art  in  Bolivien,  hat  aber  eine  längere  Vflglzelle.  Pronotummit  jucunda. 
orangefarbenem  Fleck  an  jeder  Seite .  Vflglzeichnung  ähnlich  wie  bei  M .  dicexis  exiris,  aber  gelblicher,  das  Discalband 


366 


ACTINOTE.  Voi]  Dr.  K.  Joedan. 


griseata. 


anaxo. 

comta. 

hilaris. 


ampliilecta. 


eresia. 

Icptogram- 

ma. 

ercsina. 


in  Flecke  aufgelöst,  und  beim  $  das  Basalfeld  oberseits  fast  ganz  unterdrückt,  Hflgl  ohne  deutlichen  blauen  Glanz. 
Hflgl-Unterseite  iind  Apex  des  Vflgls  beim  ^  bräunlich  orange  gestreift,  in  der  Zelle  etwas  mehr  grau,  beim  $ 
die  Streifen  grau,  das  orangerote  Discalband  des  Vflgls  beim  $  außen  nicht  scharf  abgesetzt.  ■ —  Ost-Bolivien. 

A.  griseata  Btlr.  ($  81  b,  Hlb  irrtümlicherweise  orangefleckig).  Diese  Art  fliegt  in  Ost-Peru  in  Gegenden, 
wo  sich  auch  callimiira  findet.  Figl  schmäler  als  bei  callianira,  das  Discalband  des  Vflgls  nach  hinten  nicht 
erweitert,  außen  an  den  Adern  regelmäßiger  gekerbt,  Hflgl  blasser  bläulichgrau.  Beide  Vflglzeichnungen  unten 
kaum  blasser  als  ol>en,  während  das  Discalband  bei  callianira  mehr  oder  weniger  gelb  ist;  Hflgl-Unterseite  dicht 
graugestreift,  mit  schmalem  dunklen  Saume ;  Hlb  oben  und  an  den  Seiten  ganz  schwarz.  —  Zentral-Ost-Pe- 
ru:  Pozzuzo,  Cushi  etc. 

A.  anaxo.  d'  ^  Oberseite  mit  Ausnahme  des  Saumes  stark  glänzend  grünblau ;  Vflgl  mit  orangerotem 
Discalbande  vom  Costalrande  zum  Hinterwinkel,  ohne  orange  oder  rotes  Basalfeld.  $  nicht  bekannt.  Ost-Peru. 

—  anaxo  Hpffr.  Hflgl-Unterseite  nur  im  Basaldrittel  deutlich  gelblichgrau  gestreift.  Chanchamayo.  —  comta 
Jord.  (82  d).  Vflglband  breiter,  Hflgl-Unterseite  und  Distalteil  des  Vflgls  dicht  gelblichgrau  gestreift,  bei  anaxo 
die  äußern  %  des  Hflgls  und  der  Distalteil  des  Vflgls  fast  rein  schwarzbraun.  Callanga,  Provinz  Cuzco,  Südost- 
Peru,  von  Garlepp  in  1500  ni  Höhe  gefangen. 

A.  hilaris  Jord.  (82  a).  (J:  Kragen  und  Brust  mit  kleinen  orangefarbenen  oder  mehr  grauen  Flecken, 
Hlbsunterseite  orange  gezeichnet.  Oberseite  ähnlich  wie  bei  callianira,  das  Discalband  kürzer  und  der  Hflgl 
weniger  blau.  Die  Unterseite  des  Hflgls  ganz  verschieden;  das  Discalband  außen  weiß  gerandet,  Hflgl  mit  breiter 
weißer  Discalbinde,  die  proximal  von  einer  schwärzlichen  Linie  begrenzt  wird  und  hinten  mit  einem  großen 
weißen  Felde  verschmilzt,  das  dasWurzel-  und  Abdominalfeld  vom  Costalrande  bis  nahe  zum  Analwinkel  einnimmt ; 
es  bleibt  also  im  basalen  ^/s  nur  eine  große  dreieckige  braune  Costalmakel  bestehen,  die  sich  in  die  oben  ei’Avähnte 
dünne  Linie  fortsetzt.  $  dem  d'  ähnlich,  blasser,  das  Basalfeld  oberseits  an  der  Wurzel  schwarz  übertüncht, 
die  weiße  Färbung  gelblich,  weniger  rein  und  auffällig.  Bei  beiden  Geschlechtern  ist  die  untere  Fcke  der  Vflgl- 
zelle  mehr  vorgezogen  als  in  den  verwandten  Arten.  —  Ost-Peru. 

A.  amphilecta  spec.  nov.  In  Ost-Fcuador  fliegt  eine  Actinote  die  halbwegs  zwischen  A.  diceus  thespias 
und  A.  negra  steht.  etwas  kleiner  als  thespias-(^ ,  das  Wurzelfeld  des  Vflgls  blasser  orange,  zwischen  den  Adern 
gebuchtet,  an  den  Adern  gezähnt.  Discalband  wie  das  Wurzelfeld  gefärbt  oder  mehr  gell),  in  Länge  und  Breite 
veränderlich,  der  })andförmige  schwarze  Zwischenraum  hinten  schräger  als  bei  thespias,  zuweilen  infolge  der  größern 
Ausdehnung  der  Orangefärbung  in  Flecke  aufgelöst.  Hflgl  mit  sehr  schwachem  Blauglanze,  von  der  Wurzel  bis 
eben  über  die  Zellspitze  hinaus  orange,  dies  Feld  stark  schwarz  gestreift  (im  Typus  die  Zelle  fast  ganz  sclnvarz), 
vielfach  nur  orange  Streifen  vorhanden,  die  zwischen  Zelle  und  Costalrand  liegen.  Unterseits  das  Discalband 
des  Vflgls  gelb  oder  orangegelb,  das  Wurzelfeld  wie  oben,  ein  basaler  Costalfleck  beider  Figl  graugelb,  die  Wurzel 
und  Zelle  des  Hflgls  gelbgrau  gestreift,  diese  Streifen  sowie  die  Basalflecke  oft  deutlich  orangebraun  getönt. 
$  größer  und  blasser,  das  Discalband  des  Vflgls  gelb,  proximal  schwach  orange,  hinten  bei  dem  einzigen  Exem¬ 
plare  mit  dem  Proximalfelde  verbunden;  Hflgl  bis  über  die  Zellspitze  hinaus  orange,  verwaschen,  schwarz  ge¬ 
streift.  Unten  blasser,  Hflgl  und  Distalteil  des  Vflgls  gelbgrau  gestreift,  Hflglzelle  fast  ganz  gelbgrau,  um  die 
Zellspitze,  des  Hflgls  ein  dunkles  Schattenband,  Saum  gleichfalls  schwärzlich,  auf  dem  Discus  gelbgraue  Streifen. 
Taster  bei  S  und  $  seitlich  an  der  äußersten  Wurzel  gelblich  beschuppt;  Hlb  unten  mit  drei  Reihen  verwaschener 
gelblicher  Flecke;  Pronotum  ohne  Flecke.  Hinterwinkel  der  Hflglzelle  weniger  als  bei  thespias  ausgezogen. 

—  Izn  British  Museum  7  uzzd  1  $  von  Ost-Ecziador ;  Gualacpiiza  (Type),  Canelos,  Sa.  Jnez  und  Aguano. 

A.  eresia.  Erinnert  durch  die  große  Ausdehmzng  der  hellen  Färbung  auf  der  Oberseite  an  die  thalia- 
Gruppe.  :  Oberseite  blaß  ockergelb  bis  rotorange,  mit  schwarzen  Adei’ii;  auf  dem  Vflgl  der  Distalrand,  ein 
Schrägband  distal  vom  Zelleizde,  ein  Discocellularfleck  und  ein  Zellfleck  schwarz.  Hflgl-Unterseite  charakteri¬ 
stisch  :  an  der  Wurzel  einige  orange  Fleckchen,  in  der  Mitte  ein  weißes  Band,  das  proximal  von  einer  an  der  Zell¬ 
spitze  gewinkelten  schwarzen  Linie  begrenzt  wird.  $  blasser  als  das  d',  die  schwarzen  Zeichnungen  ausgedehnter, 
die  Zeichnungen  der  Hflgl-Unterseite  weniger  scharf  hervortretend.  Die  beiden  uizteriz  Radialäste  des  Hflgls 
dicht  zusaizimen  und  die  untere  Zellecke  stark  vorgezogen.  Von  Columbien  bis  Bolivien  in  mehreren  geographi¬ 
schen  Rassen  verbreitet,  ziur  aus  dem  Osten  dieser  Länder  bekannt  und  ziemlich  selten  in  den  Sammlungen. 

—  eresia  Fldr.  (82  d)  (d :  Die  Adern  des  Vflgls  breit  schwarz  gesäumt,  diese  Streifen  so  dick  wie  der  Discocellular¬ 
strich.  Grundfarbe  zuweilen  viel  blasser  als  bei  unserer  Figur.  $  nicht  bekannt.  Ost-Cordillere  von  Columbien. 

—  leptogramma  Jord.  (82  c).  Variabel.  cJ:  Aderstreifen  dünn,  Discocellularstreif  und  schwarzes  discales  Schräg¬ 
band  breit  und  gewöhnlich  vereinigt,  der  Saum  bis  zum  Hinterwinkel  bi’eit  schwarz;  Hflglsaum  verwaschen 
schwarz.  Auf  der  Unterseite  läuft  die  schwarze  Discallinie  des  Vflgls  bis  über  den  untern  Medianast  hinaus.  $ 
ausgedehnter  schwarz  als  das  cJ;  Wurzelfeld  des  Vflgls  und  der  Hflgl  ganz  schwarz,  oder  auch  nur  das  Basal¬ 
drittel  und  der  Saum  des  Hflgls  geschwärzt.  Ost-Fcuador:  Archidona  und  Bahos  am  Rio  Pastaza.  —  eresina 
Jlpffr.  (82  c).  Blasser  als  die  vorigen  Formen,  das  $  zuweilen  blaß  strohgelb,  das  Schwarz  reduziert,  auf  der 
Unterseite  die  schwarze  Discallinie  des  Vflgls  nur  bis  an  den  obern  Medianast  reichend.  Die  Exemplare  variieren 
beträchtlich  im  Ton  der  Grundfarbe  sowohl  wie  in  der  Ausdehnung  der  Zeichnungen.  Mir  vom  Rio  Palcazu 
und  Rio  Marcapata,  von  Cuzco  und  aus  Carabaia  bekannt;  Exemplare  aus  Bolivien,  der  tjqiischen  Lokalität, 
habe  ich  nicht  vergleichen  können. 


ACTINOTE.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


3Ö7 


A.  desmiala  Jord.  Nahe  mit  eresia  verwandt.  (J:  Vflgl  oi)en  schwarz  mit  orangerotcnn  Wurzelte! de,  d<jamw.lu. 
das  zwischen  Oostalrand  und  unterer  Submediane  liegt,  in  der  Zelle  am  weitesten  distal  geht,  hier  den  Ur.sprungs- 
punkt  des  untern  Medianastes  erreicht  und  ahgestutzt  ist,  ein  breites  Discalband  derselben  Farbe  von  der  Oostal¬ 
ader  zur  untern  Submediane,  die  letztere  nahe  am  Hinterwinkel  erreichend  und  die  untere  Spitze  der  Zelle  be¬ 
rührend,  der  Ird  dieses  Bandes  vorne  zweimal  gebuchtet,  dann  fast  ganz  grade,  sein  Außenrd  an  der  mittlern 
Radiale  stumpf  gewinkelt  und  an  dieser  Ader  sowohl  als  an  der  untern  Mediane  eingekerbt.  Hflgl  gleichfalls 
schwarz,  mit  einem  breitem  verschwommenen  Mittelhand,  das  in  die  Zelle  eintritt  und  hinten  fast  bis  zur  Wurzel 
und  zum  Analwinkel  ausgedehnt  ist,  der  vordere  und  hintei'e  Teil  dieses  Bandes  graugelb,  der  mittlere  ü’eil 
orangerot,  die  Adern  und  Zwischenaderfalten  schwarz.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  wie  oben,  aber  die  orange 
Zeichnungen  blasser,  das  Discalband  distal  gelblich  weiß  begrenzt  und  der  »Saum  tief  orange  schattiert.  Hflgl 
wie  bei  eresia  leptogramma,  aber  ohne  helle  Beschuppung  proximal  in  der  Zelle  und  am  Costalrande,  das  helle 
Mittelhand  breiter,  und  der  Saum  mit  orangeroten  »Schuppen  bestreut,  die  eine  deutliche  Linie  bilden.  —  Ar- 
chidona,  Nordost-Ecuador,  1  im  British  Museum. 

A.  laverna  Dbl.  (82  e).  Palpen,  Kragen  und  Brust  rein  schwarz.  Vflgl  wie  bei  den  folgenden  Arten  lavcrna. 
mit  orangefarbenen  Basalfelde  und  Discalbande,  der  Costalrand  bis  zur  Wurzel  schwarz,  der  letzte  Fleck  des 
Discalbandes  (unter  dem  1.  Medianaste  stehend)  klein ;  die  schwarzen  »Streifen  des  Hflgls  breit,  der  breite  schwarze 
Saum  nicht  sehr  scharf  begrenzt.  Auf  der  Unterseite  das  Discalband  gelb  oder  gelblich,  heller  als  das  Wurzel¬ 
feld  und  länger  als  oben;  Hflgl  (ähnlich  wie  bei  A.  callianthe)  von  der  Wurzel  bis  zur  Zellspitze  und  zum  Anal¬ 
winkel  graiigelb  gestreift,  Rest  des  Figls  rötlichbraun  gestreift  besonders  am  Zellende,  am  Rande  geschwärzt,  oft 
sind  gelbliche  Submarginalstreifen  vorhanden.  $  (T3r|)e  im  British-Museum,  von  Doublbday  abgebildet) ;  Discal¬ 
band  oberseits  blaßgelb,  Basalfeld  dunkler  als  beim  Hflgl  braunorange  überwaschen.  Bei  und  $  die 
untere  Ecke  der  Hflglzelle  stärker  als  bei  den  nächsten  beiden  Arten  vorgezogen.  —  Rp  (im  Oxford  Museum,  ex 
coli.  Kaden)  oben  bräunlich  mit  hellen  Querzeichnungen,  unten  ganz  hell,  Kopf  und  Brustfüße  schwarz.  Dornen 
der  Ringe  1,  2  und  3  und  die  Dorsaldornen  von  11  und  12  dunkel,  alle  übrigen  hell,  die  Beborstung  hell,  die 
Dornen  etwa  4mal  solang  als  die  Entfernung  zweier  Dorsaldornen  desselben  Segments.  Pp  (gleichfalls  in  Oxford) 
kreideweiß,  mit  subdorsalem  Längsbande  schwärzlicher  Zeichnungen,  einem  schwächeren  »Seitenbande  und  einem 
starken  ventralen  Dopjjelstreifen ;  Dornen  schwarz,  etwas  so  lang  als  die  Entfernung  zwischen  den  2  Dornen 
desselben  Ringes,  Analsegment  schwarz;  zwischen  den  Längsbändern  schwache  Zeichnungen.  —  Venezuela. 
Vermutlich  kommt  diese  Art  auch  in  Ost-Cohimbien  vor,  es  scheinen  aber  noch  keine  Exemplare  von  dort  in 
den  Sammlungen  vorhanden  zu  sein. 

A.  leontine.  Taster  mit  gelblich  grauer  Beschuppung  an  den  Seiten,  Kragen  und  Brust  rotbraun  ge¬ 
fleckt  (bei  nicht  abgeriebenen  Exemplaren).  Vflgl  oberseits  ähnlich  wie  bei  A.  laverna,  das  Basalfeld  aber  tritt 
proximal  nahe  an  den  Costalrand.  Unterseits  ist  das  Discalband  stets  gelb,  nicht  orange,  und  der  Hflgl  dicht 
graugelb  gestreift,  die  Streifung  geht  entweder  bis  zum  Distalrande  oder  ein  abgekürztes  breites  Discalband, 
das  die  Zellspitze  umschließt,  und  der  »Saum  bleiben  dunkel.  Ecuador  und  Nord-Peru,  geographisch  stark 
abändernd.  —  leontine  Weym.  Nach  dem  Bilde  in  ,,Stübels  Reise“  ist  das  Proximalfeld  des  Vflgls  blaß  leontine. 
orangegelb  (der  Beschreibung  nach  ,, rotgelb“),  das  Discalband  blaßgelb,  Hflgl  Avie  das  Proximalfeld  des  Vflgls, 
der  schwarze  Saum  breit  aber  verwischt.  Unten  die  Vflglspitze  und  der  ganze  Hflgl  gelblich  grau,  das  Discal¬ 
band  des  Vflgls  außen  nicht  scharf  begrenzt.  Hierher  gehört -vielleicht  ein  cj  in  coli.  Godman  aus  Gualacpüza, 

Ecuador,  und  ein  zweites  (J  in  coli.  Hewitson  aus  ,,Ecnador“,  beide  im  British-Museum.  Bei  diesen  Exemplaren 
ist  der  schwarze  Zellfleck  des  Vflgls  schmal,  das  Discalband  blaßorange,  auch  unterseits  kaum  heller  als  das 
Wurzelfeld,  der  Hflgl  oben  schwarzbraun  mit  ganz  verwaschenem  Orangefelde,  oder  blaßorange  mit  schwar¬ 
zem,  hinten  sehr  schmalem  Randbande.  Hflgl-Unterseite  höchstens  in  der  Basalhälfte  mit  sclnvachen  hellen 
Streifen,  die  Außenhälfte  oder  fast  der  ganze  Figl  sowie  der  Distalteil  des  Vflgls  geschwärzt,  mit  tiefer  schwarzen 
Streifen  auf  den  Adern  und  Palten,  ohne  helle  »Schuppen.  —  Eine  weitere  Form,  aus  Quito  und  Saraj^acu  (Rio 
Pastaza)  im  British  Museum,  ist  leontine  sehr  ähnlich.  Das  Wurzelfeld  des  Vflgls  fast  so  stark  Avie  bei  . 

hypsipetes  reduziert,  der  orange  Fleck  im  Apex  der  Zelle  klein,  Hflgl  graugelb,  stark  scliAAUirz  gestreift,  mit  oder 
ohne  orangerote  Tönung,  Saum  variabel  in  Breite ;  bei  fast  allen  Exemplaren  das  Proximalfeld  des  Vflgls  an  den 
Adern  und  am  Hrd  verAvaschen  scliAvarz  bestäubt.  —  bulis  Jord.  (82  e).  cJ:  Auf  der  Unterseite  das  gelbe  Discal-  bulis. 
band  des  Vflgls  distal  nicht  scharf  begrenzt,  der  Distalteil  des  Vflgls  und  der  ganze  Hflgl  dicht  und  gleichmäßig 
gelbgrau  gestreift,  der  Hflgl  mit  schAvachem  rötlichbraunen  Discalbande  und  ohne  scliAvarzes  Saumband.  $  mh- 
nicht  bekannt.  Südost-Ecuador:  Loja,  Zaniora.  — •  catochaera  Jord.  (82  e).  (J:  EtAA'as  dunkler  orange  als  die  caiochaera. 
vorhergehende  Form;  das  schwarze  Saumband  der  Hflgl-Oberseite  schärfer  begrenzt  und  breiter.  Lhiterseits 
der  Distalteil  des  Vflgls  und  die  Außenhälfte  des  Hflgls  nur  scliAvach  gelbgrau  gestreift,  jedoch  trägt  der  Hflgl 
ein  aus  grauen  Streifen  bestehendes  Submarginalband.  Nord-Peru:  San  Pablo,  und  zentrales  Süd-Ecuador: 

Cuenca,  von  Simons  bei  2000  und  2200mgefangen.— hypsipetes  Jord.  (82  e).  Im  ganzen  größer  als  die  letzten  bei-  hypsipetes. 
den  Formen.  Das  orangerote  Basalfeld  in  der  Zelle  nicht  ganz  so  AA^eit  distal  reichend  und  auch  gegen  den  Hinter- 
Avinkel  zu  abgeküi’zt,  daher  das  schAvarze  Mittelband  breiter  als  bei  den  vorigen  Formen,  das  Discalband  heller 
gelb  und  der  schwarze  Hflglsaum  so  breit  Avie  oder  breiter  als  bei  catochaera.  Unten  das  Wurzelfeld  oft  etAvas 
größer  als  oben,  der  Apicalteil  des  Vflgls  und  die  Außenhälfte  des  Hflgls  fast  so  dicht  graugelb  AAÜe  bei  bulis 


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ACTINOTE.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


lind  leontine  gestreift,  das  gelbe  Discalband  daher  außen  nicht  scharf  abgesetzt,  der  Hflgl  ohne  deutlich  abge¬ 
setztes  Saumband.  $  dem  ^  ähnlich;  Hflgl-Oberseite  mit  schwarzer,  die  Zellspitze  begrenzender  Linie,  die  auch 
zuweilen  beim  deutlich  ist.  Cajamarca,  Nord-Peru,  von  0.  T.  Baron  bei  etwa  3000  m  im  Mai  ni  Anzahl  ge¬ 
fangen. 

A.  negra.  Ob  die  beiden  hierhergerechneten  Formen  eine  von  leontine  unabhängige  Art  bilden,  darüber 
läßt  sich  nach  den  sehr  wenigen  bekannten  Exemplaren  kaum  ein  Urteil  bilden.  Das  schwarze  Mittelband  des 
Vflgls  oben  und  unten  schmäler  als  bei  den  leontine-Yormen  und  das  orangefarbene  Discalband,  das  unten  gelb 
ist,  entsprechend  breiter;  der  schwarze  Hflglsaum  scharf  begrenzt.  Hflgl-Unterseite  in  der  Basalhälfte,  besonders 
in  der  Zelle  graugelb,  sonst  rotbraun  mit  dunklem  Saume,  ohne  das  dunkle,  die  Zellspitze  umgebende  abge- 
cuclia.  kürzte  Band,  das  sich  bei  allen  leontine-Yoviwe.n  findet.  Südost-Ecuador  und  Nord-Peru.  ■ — ■  euclia  Dogn. 
Mir  nicht  in  Natur  bekannt;  vielleicht  ist  die  Form  mit  A.  leontine  bulis  vom  selben  Orte  identisch,  die  von 
Dognin  gegebene  (schwarze)  Abbildung  paßt  jedoch  auf  keins  der  ziemlich  zahlreichen  6ttZfs-Exemplare,  die  ich 
verglichen  habe.  cJ:  Der  schwarze  Hflglsaum  oben  analwärts  stark  verjüngt  und  unten  nur  angedeutet.  Ldja, 
negra.  Ecuador.  — negra.  Fldr.  A :  Der  schwarze  Hflglsaum  nach  hinten  nur  wenig  verschmälert,  scharf  begrenzt,  auch 
unten  breit  und  deutlich.  Rio  Negro  in  Nord-Peru. 

momina.  A.  momina  Jord.  (=  mamina  Jord.  laps.  tyji.)  (82  e).  Der  folgenden  Art  sehr  ähnlich,  kommt  mit 

ihr  zusammen  vor  und  ist  daher  wohl  selbständige  Species.  Taster  ganz  schwarz,  Kragen  und  Brust  rotbraun 
gefleckt.  Das  Basalfeld  und  Discalband  des  Vflgls  oben  und  unten  wie  bei  A.  demonica  orangerot,  tiefer  getönt 
als  bei  A.  leontine,  der  orangerote  am  Hrd  entlang  stehende  Streif  besser  als  bei  demonica  ausgebildet,  die  das 
Discalband  durchschneidenden  Adern  deutlicher  schwarz ;  der  schwarze  Hflglsaum  breiter  als  seine  Entfernung 
von  der  Zellspitze,  nicht  scharf  begrenzt,  die  schwarzen  Streifen  dick,  der  Abdominalrand  und  die  Wurzel  schwarz 
überwaschen.  Unten  sind  die  Wurzel  und  Zelle  des  Hflgls  gelblichgrau  gestreift,  der  Rest  des  Hflgls  sowie  der 
Apex  des  Vflgls  mehr  oder  minder  dunkel  rötlichbraun,  zuweilen  mit  deutlichen  grauen  Submarginalstrichen  auf 
dem  Hflgl.  DerVflgl  trägt  häufig  1  oder  2  helle  Flecke  in  der  orangeroten  Discalbinde,  oben  sowohl  wie  unten. 
Das  $  oben  dem  (J  ähnlich,  aber  das  Basalfeld  des  Vflgls  verdunkelt  und  der  Hflgl  graugelb  schattiert.  Die 
ganze  Unterseite  des  Hflgls  und  der  Distalteil  des  Vflgls  dicht  gelbgrau  gestreift,  der  ganze  Costalrand  des 
des  Vflgls  graugelb.  —  Ost-Peru,  in  den  Provinzen  Huänuco,  Junin  und  Cuzco. 

A.  demonica.  Von  A.  leontine  durch  die  orangerote  Färbung  des  Discalbandes  auf  der  Vflgl-Unterseite 
zu  unterscheiden.  Dies  Band  ist  höchstens  distal  etwas  gelb.  Taster  seitlich  gelblich  grau  beschuppt;  Kragen 
und  Brust  mit  orangefarbenen  Tupfen,  :  Der  Vflgl  wie  bei  A.  momina,  aber  das  Discalband  durch  viel  feiner 
schwarze  Rippen  durchschnitten;  das  schwarze  Saumband  des  Hflgls  scharf  begrenzt.  Unterseits  ist  der  Hflgl 
rotbraun  mit  dunklerm,  breitem  Saume,  die  Zelle  und  oft  ein  paar  kurze  Streifen  vor  und  unter  derselben 
gelblichgrau.  $  größer  und  blasser  als  das  Wurzelfeld  des  Vflgls  häufig  stark  schwarz  überwaschen ;  in  Färbung 
variieren  die  Zeichnungen  von  orangerot  bis  blaß  gelblichgrau ;  unterseits  der  Hflgl  entweder  wie  beim  ^ 
oder  ganz  gelblichgrau  gestreift,  wie  auch  der  Distalteil  des  Vflgls.  Von  Südost-Ecuador  bis  Bolivien  verbreitet; 
scotosis.  eine  häufige  Art.  Die  frühem  Stände  unbekannt.  —  scotosis  Jord.  (J:  Das  Basalfeld  meist  größer  als  bei  de- 
monica  Hopff.  (82  b),  daher  das  schwarze  Mittelfeld  schmäler,  das  Discalband  länger,  da  der  zwischen  den  Median¬ 
ästen  liegende  Fleck  größer  ist  und.  gewöhnlich  noch  ein  kleiner  Fleck  unter  der  untern  Mediane  liegt ;  die  Breite 
des  Saumbandes  des  Hflgls  in  der  Mitte  größer  als  seine  Entfernung  von  der  Zellspitze.  $  dem  ^  ähnlich,  blasser, 
so&nna.  das  Wurzelfeld  des  Vflgls  nicht  schwarz  schattiert.  Südost-Ecuador.  —  sobrina  Jord.  (J:  Der  vorigen  Form 
ganz  ähnlich,  vielleicht  nicht  konstant  von  ihr  verschieden.  Discalband  unterseits  mit  deutlichem  gelben  An- 
demonim.  fluge;  Hflgl  etwas  deutlicher  gestreift.  Umgegend  von  Chachapoyas  in  Nord-Peru.  —  demonica  Hpffr.  ((^  = 
nicylla  Hpffr.)  (82  b,  c).  (J :  Das  orangerote  Discalband  fast  stets  beträchtlich  schmäler  als  das  schwarze  Mittel¬ 
band,  die  untere  Mediane  selten  erreichend  und  nie  über  sie  hinabgehend;  der  Durchmesser  des  schivarzen  Saum¬ 
bandes  des  Hflgls,  in  der  Mitte  gemessen,  kürzer  als  die  Entfernung  des  Bandes  von  der  Zellspitze.  Das  $  tritt 
in  3  Hauptformen  auf,  die  durch  Uebergänge  verbunden  sind.  Bei  allen  ist  das  Wurzelfeld  des  Vflgls  oberseits 
aurantia.  mehr  oder  weniger  stark  durch  Schwarz  unterdrückt:  $-f.  aurarätia  form,  nov.,  Discalband  und  Hflgl  orange; 
ntermedia.  ^-f.  Intermedia  form,  nov.,  Discalband  gelbgrau,  Hflgl  orange;  $-f.  demonica  Hpffr.,  Discalband  und  Hflgl  gelb¬ 
grau.  Hopffbr  beschrieb  den  Falter  zuerst  vom  $  als  demonica  und  dann  vom  als  nicylla-,  da  demonica  auf 
S.  345  und  nicylla  auf  S.  346  beschrieben  wurde,  so  hat  der  erstere  Name  das  Vorrecht,  demonica  ist  häufig 
im  östlichen  Peru  und  Bolivien  und  ist  nordwärts  bis  zum  Rio  Pozuzo  bekannt. 

Sectio  II.  Distale  Hälfte  des  Costalrands  der  Vflgl-Unterseite  m  i  t 
Borsten  besetzt,  ohne  Schuppen. 

d)  thalia- Gruppe. 

Distal  teil  beider  Figl  unten  und  oben  beschuppt,  nur  am  Saume  mit  Haarschuppen ;  Klauen  dei’c^d'  unsymmetrisch. 

A.  anteas  Dhl.  (83  c).  Hflglzelle  unterseits  ohne  Borstenreihe.  Das  Discalband  des  Vflgls  breit. 


Ausgegeben  5.  VI.  1913. 


ACTINOTE.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


.3G0 


immer  blasser  als  der  Hflgl,  fast  immer  vollständig,  da  der  vorletzte  Fleck  (zwischen  den  beiden  Medianästen) 
selten  vollständig  fehlt;  das  Wnrzelfeld  ist  meist  gut  entwickelt,  beim  $  aber  oft  reduziert;  in  ietzterm  Falle 
bleiben  Zellstreif  und  Zellfleck  immer  sehr  deutlich;  die  Hflgl-Oberseite  ist  stets  bräunlich  orange.  Unterseits 
sind  der  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  zur  Zellspitze  und  eine  postmediane  Costalmakel  wie  das  Proximalfeld  des  Vfigls 
gefärbt,  der  Discus  ist  verwaschen  gebräunt  und  das  gewinkelte  Medianband,  welches  die  Zellspitze  umzieht 
und  bei  den  t/ia/lfa-Verwandten  häufig  stark  ausgebildet  ist,  ist  nur  angedeutet  und  fehlt  zuweilen  ganz,  der  Saum 
ist  schwach  verdunkelt.  Nach  dem  Farbenton  der  Oberseite  unterscheiden  wir:  f.  holochroa  form,  nov.,  Discal-  holochroa. 
band  des  Vfigls  kaiim  blasser  orange  als  der  Hflgl;  f.  ochrotaeilia  form,  nov.,  Discalband  blaßgelb.  Proximal-  ochrotaenm. 
feld  orange;  f.  anteas  Dhl.,  Discalband  und  Proximalfeld  blaßgelb,  Hflgl  orange.  Diese  Farbenformen  sind  «n/ea.?. 
nicht  lokal.  A.  anteas  ist  von  Guatemala  bis  Columbien  und  westwärts  bis  Ost-Venezuela  verbreitet;  es  liegen 
mir  auch  2  Exemplare  von  der  Insel  Tobago  vor.  A.  H.  Fassl,  der  anteas  aus  der  Rp  gezogen,  hat  dem  Tring- 
Museum  eine  geblasene  Rp  und  einige  Ppnhülsen  überlassen.  Die  Rp  ist  oben  schwarz  einschließlich  der  Dornen, 
letztere  an  der  Wurzel  hell  mit  Ausnahme  der  Dornen  des  Prothorax,  jeder  Dorn  auf  einem  dunklen  Fleck, 
der  von  einem  hellen  Kreise  umgeben  ist,  jedes  Segment  mit  2 — 3  hellen  Querlinien,  die  thorakalen  Segmente 
bei  dem  Exemplare  so  zusammengeszogen,  daß  man  ihre  Zeichnung  nicht  sehen  kann;  die  Borsten  der  Dornen 
weiß,  die  an  und  nahe  der  Spitze  stehenden  dunkel;  die  Länge  der  Dornen  übertrifft  die  Entfernung  zweier 
Dornen  desselben  Segments  voneinander  um  mehr  als  das  Doppelte.  Ppnhülsen  kreideweiß,  Analspitze  schwarz, 
die  schwarzen  Dornen  des  Hlbs  etwa  so  lang  wie  die  Entfernung  zweier  Dornen  (desselben  Segments)  voneinander, 
die  Zeichnung  des  Hlbs  besteht  aus  Längsstrichen,  nämlich  einer  subdorsalen,  einer  lateralen,  und  einer  kräfti¬ 
gem  ventralen  Doppelreihe,  aiißer  diesen  10  Längslinien  (in  5  Paaren)  sind  auf  dem  Abdomen  nur  noch  kleine 
und  wenig  zahlreiche  Fleckchen  vorhanden.  Rp  und  Pp  sind  von  den  S.  371  beschriebenen  (von  limbata)  ganz 
verschieden.  —  In  der  Cordillere  von  Merida  (Venezuela)  fliegt  eine  Form,  die  sich  möglicherweise  als  Lokal¬ 
rasse  von  anteas  erweisen  wird  und  die  ich  deshalb  hier  provisorisch  anschließe:  f.  straminosa  form,  nov.,  die  stmminosa. 
hellen  Teile  der  Oberseite  ganz  blaßgelb,  der  Hflgl  distal  zuweilen  mehr  oder  wenigö^’  ausgedehnt  bräunlich 
orange,  die  Streifen  des  Proximalfeldes  des  Vfigls  in  der  Breite  reduziert,  zuweilen  zum  größten  Teile  unter¬ 
drückt,  die  schwarzen  Streifen  des  Hflgls  im  ganzen  kräftiger  als  bei  anteas.  Unterseite  blasser  gelblichgrau 
als  bei  anteas,  der  Hflgl  weniger  gebräunt  und  die  winkelförmige  Mittellinie  im  ganzen  deutlicher. 

A.  thalia  L.  (83  c).  Hflgl-Unterseite  gewöhnlich  ohne  Borstenreihe  in  der  Zelle.  Figl  trüber  gefärbt  als  thalia. 
hei  anteas  i.  ochrotaenia,  der  ähnlich  ist,  die  das  Wiirzelfeld  des  Vfigls  teilenden  Adern  immer  breit  schwarz, 

die  schwarzen  Streifen  der  Hflgl-Oberseite  stärker  ausgebildet,  die  discalen  alle  bis  nahe  an  die  Zelle  tretend,  der 
Zellstreif  stark  entwickelt.  Die  Hflgl-Unterseite  im  ganzen  dunkler  als  bei  anteas,  besonders  beim  $.  Das  Discal¬ 
band  des  Vfigls  immer  unterbrochen,  da  der  vorletzte  Fleck  fehlt  oder  ganz  klein  ist.  Ein  ^  aus  Paramaribo 
zeichnet  sich  durch  eigenartige  Färbung  aus:  ab.  idiographa  ah.  nov.,  auf  der  Oberseite  das  Basalfeld  sehr  stark  idiogmpha. 
reduziert,  der  Postmedianfleck  der  Zelle  kaum  angedeutet,  Hflgl  braunschwarz,  ein  durcli  einen  schwarzen 
Längsstrich  geteilter  Zellstreif,  ein  4  bis  5  mm  breites,  aus  Streifen  bestehendes  Discalband  und  einige  lange, 
bis  an  die  Wurzel  gehende,  verwischte  Linien  in  dem  Abdominalfelde  schmutzig  orange.  Unten  wie  oben,  aber 
das  Wurzelfeld  des  Vfigls  und  die  Zeichnungen  des  Hflgls  blasser,  das  Band  des  Hflgls  hinten  noch  stärker 
schwarz  überwaschen  als  oben.  —  Surinam  und  British- Guiana.  Die  Rp  ist  von  Stoll  als  zimmetbraun  beschrie¬ 
ben  und  abgebildet,  mit  schwarzem  Seitenstreifen  und  zimmetbraunem  Kopf.  Pp  weiß,  ähnlich  wie  bei  H.  an¬ 
teas  gezeichnet. 

A.  cedestes.  und  $  ohne  oder  mit  Borstenreihe  in  der  Zelle  auf  der  Hflgl-Unterseite.  Im  Durch¬ 
schnitt  größer  als  anteas  und  thalia]  Vflglzeichnungen  blaß  strohgelb;  Hflgl  mit  Ausnahme  der  Wurzel  häufig 
orange  getönt,  die  untere  Zellecke  lang  ausgezogen,  so  daß  die  Wurzel  des  obern  Medianasts  viel  weiter  distal 
liegt  als  die  obere  Zellecke,  oberseits  gewöhnlich  ganz  ohne  schwärzliches  Mittelband,  Unterseite  wie  bei  an¬ 
teas  in  der  Außenhälfte  schwärzlich  schattiert,  besonders  neben  der  untern  Zellecke,  das  Mittelband  angedeutet, 
aber  nicht  scharf  umgrenzt.  Ecuador.  —  suspecta  snhsp.  nov.  Das  Wurzelfeld  stark  scliAvarz  übertüiif'ht,  sxspeda. 

verwaschen,  der  Zellfleck  aber  reiner  blaßgelb.  Im  westlichen  Ecuador:  Paramba  und  Chimbo;  beim  TA-pus 
von  Paramba  {A)  der  Hflgl  ohne  Zellborsten  auf  der  Unterseite  und  der  Discus  oberseits  bräunlich  orange.  — 
cedestes  Jord.  (83  a)  Das  Wurzelfeld  gut  ausgebildet,  besonders  der  Postcellularstreif  scharf  umgrenzt  cedestes. 

und  breit.  Südost-Ecuador:  Zamora. 

A.  terpsilioe.  Die  größte  Art  der  Gruppe,  von  verkümmerten  Exemplaren  abgesehen.  Figl  breit, 

besonders  der  Hflgl ;  auf  der  Hflgl-Unterseite  die  Zelle  stets  ohne  Borstenreihe  und  die  helle  Costalmakel  scharf 
umgrenzt  und  mehr  distal  als  bei  den  vorhergehenden  Formen.  Peru  und  Bolivien.  Die  Rassen  Amn  terpsinoe, 
cedestes,  thalia  und  anteas  vertreten  einander  geographisch  und  sind  mögliche i'Aveise  Formen  einer  einzigen 
Art.  —  terpsinoe  Fldr.  Im  ganzen  etAvas  blasser  als  crassinia  (82  g),  besonders  das  Wurzelfeld  der  Vflgl-L^n-  terpsinoe. 
terseite,  das  Discalband  des  Vfigls  fast  immer  blaßgelb,  selten  Aveiß,  der  vorletzte  Fleck  desselben  meist  angedeu¬ 
tet.  Nord-Peru:  Rio  Negro  und  Chachapoyas.  —  crassinia  (82  g).  Sehr  breitflüglig,  das  Discalband  cras^iaia. 

des  Vfigls  meist  weiß,  seltner  gelblich,  sein  vorletzter  Fleck  selten  angedeutet;  die  scliAvarzen  Streifen  des  Hflgls 
in  der  Regel  sehr  kurz.  Wurzelfeld  des  Vfigls  und  der  Hflgl  zuAveilen  blasser  als  in  unserer  Abbildung.  Ost-Peru 


V 


47 


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ACTINOTE.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


eupelia,  und  Ost-Bolivien,  nicht  selten.  • —  eupelia  Jord.  (83  a),  von  Südost-Bolivien  (Dept.  Sta.  Cruz  de  la  Sierra), 
zeichnet  sich  durch  schmutzig  blaßlehmgelbe  bis  gelblichgraue  Färbung  des  Hflgls  und  des  Wurzelfeldes  des 
Vflgls  aus,  die  letzteres  durchschneidenden  Adern  breiter  schwarz,  und  die  Streifen  des  Hflgls  dicker  und  länger, 
das  Discalband  des  Vflgls  immer  weiß,  und  die  Hflgl-Unterseite  grauer  als  bei  crassinia  und  terpsinoe. 

A.  guatemalena.  Hflglzelle  unten  mit  Borstenreihe.  Schmalflüglig ;  die  Zeichnungen  des  Vflgls  und 
der  Hflgl  gelbgrau,  letzterer  selten  bräunlichorange;  die  Adern  im  Wurzelfelde  des  Vflgls  breit  schwarz,  der 
vorletzte  Fleck  der  Binde  fehlt;  der  Hflgl  stark  gestreift,  das  Saumband  scharf  begrenzt,  die  schwarze  Älittel- 
binde  oberseits  höchstens  am  Costalrande  deutlich;  unten  ohne  Saumband.  Mexiko  bis  Columbien;  frühere 
Stände  unbekannt.  — •  veraecfucis  siibs'p.  nov.  Auf  dem  Vflgl  die  hellen  Streifen  des  Basalfeldes  im  ganzen 
breiter  als  bei  guatemalena,  das  Discalband  gleichfalls  breiter,  die  Flecke  desselben  zusammenhängend;  der 
Saum  des  Hflgls  schmäler,  die  Scheibe  beim  $  zuweilen  orange  getönt.  Veracruz,  Ost-Mexico.  — •  guatemalena 
Bates  (83  b).  Die  hellen  Streifen  des  Vflgls  schmal,  das  Discalband  durch  die  breit  schwarzgefärbten  Adern  in 
schmale  Flecke  getrennt.  Guatemala  und  Costa  Rica.  —  latior  subsp.  nov.  Etwas  breitflügliger  als  die  vorigen 
Formen,  der  Hflgl  etwas  tiefer  gelb.  Ausgezeichnet  durch  die  Unterseite,  welche  mehr  einförmig  gelblichgrau 
ist,  so  daß  sich  die  scliwarzen  Querzeichnungen  schärfer  abheben,  dagegen  die  helle  Binde  des  Vflgls  weniger 
mit  dem  Apicalteil  des  Flgis  kontrastiert.  Magdalenatal  in  Columbien. 

melampe-  A.  melampeplos  Godm.  u.  Salv.  Der  vorigen  Art  sehr  ähnlich,  aber  wahrscheinlich  spezifisch  verschieden. 

V^os.  Weniger  dicht  beschuppt,  daher  schwach  durchsichtig,  die  Hinterecke  der  Hflglzelle  viel  weniger  vorgezogen. 
Die  hellen  Streifen  des  Vflgls  sehr  deutlich,  aber  an  den  Rändern  etwas  verwischt,  der  Zellfleck  stets  klein, 
Fleck  M  ^ — M  ^  gleichfalls  klein,  fast  unterdrückt,  das  Discalband  immer  nur  bis  zur  obern  Mediane  reichend, 
da  die  letzten  beiden  Flecke  stets  fehlen.  Die  schwarzen  Faltenstreifen  des  Hflgls  im  ganzen  dünner  als  bei  A. 
guatemalena.  Hflgl  mit  oder  ohne  orangerote  Tönung.  ^ — •  Costa-Rica  und  Eciiador,  wohl  auch  in  West-Columbien. 

lapiiha.  A.  lapitha  Stgr.  (83  c).  Eine  auffällig  blasse,  halbdurchsichtige,  kleine  Art  aus  Panama,  bei  der  auf  dem 

Vflgl  das  Wurzelfeld  und  die  Discalbinde  hinten  zusammenfließen  und  die  schwärzliche  Mittelbnade  sehr  schmal 
ist.  Auf  dem  Hflgl  fehlt  oberseits  eine  Mittelbinde  und  ist  das  Saumband  sehr  schmal  und  verwaschen.  Subcostale 
und  1.  Radiale  des  Hflgls  kurz  gestielt.  $  dem  G  gauz  ähnlich.  —  Chiricj^ui;  im  Tring  Museum  auch  von  der  In¬ 
sel  Jicaron  an  der  Westküste  Panamas. 

Das  Studium  der  in  den  Anden  vorkommenden  Actinote  der  thalia- Gruppe,  soweit  sie  nicht  zu  den  vor¬ 
hergehenden  Arten  gehören,  bietet  solche  Schwierigkeiten,  daß  wir  noch  zu  keinem  befriedigenden  Resultate 
gelangt  sind.  Nach  dem  mir  vorliegenden  Materiale  fliegen  in  manchen  Distrikten  3  oder  4  voneinander  unab¬ 
hängige,  d.  h.  spezifisch  verschiedene.  Formen,  deren  Unterschiede  aber  durch  die  Eigenschaften  der  Exemplare 
aus  andern  Distrikten  so  verwischt  werden,  daß  es  vorläufig  unmöglich  ist,  scharfe  Diagnosen  dieser  Spezies 
zu  geben.  Manche  Formen  sind  im  Farbenton  ziemlich  konstant,  andere  dagegen  variieren  offenbar  von  orange¬ 
rot  bis  blaß  gelbgrau;  die  Zeichnung,  Beschuppung,  Figlform,  Genitalien  und  Geäder  bieten  keine  verläßlichen 
Merkmale,  an  denen  man  die  aus  verschiedenen  Gegenden  stammenden  Exemplare  in  Arten  vereinigen  könnte. 
Unter  solchen  Umständen  scheint  es  uns  ratsam,  vorläufig  luxr  die  auffälligen,  leicht  erkennbaren  Formen  zu 
benennen  xnid  die  übrigen  als  wahrscheinliche  Variationen  daran  anzuschließen,  bis  uns  weitere  Untersuchungen 
an  reicherm  Material  und  die  Resultate  von  Zuchten  bessern  Aufschluß  über  diese  zweifelhaften  Formen  gegeben 
haben.  Da  die  mir  vorliegenden  Ppn  zweier  Andenformen  kurze  Dornen,  dagegen  die  Ppn  einer  zur  brasiliani¬ 
schen  A.  'pellenea  gehörigen  Form  aus  Ost-Bolivien  lange  Dornen  haben,  so  bringe  ich  die  in  Betracht  kommenden 
Andenformen  unter  A.  equatoria  und  die  in  den  Gegenden  östlich  der  Anden  bis  zum  atlantischen  Ozean  und  nord¬ 
wärts  bis  zur  Nordküste  Venezuelas  fliegenden  Formen  unter  A.  pellenea.  Diese  rein  geographische  Einteilung 
wird  sich  sicher  als  falsch  erweisen,  da  wohl  manche  der  Andenformen  gleichfalls  zu  A.  pellenea  gehören,  aber 
sie  hat  bei  unserer  gegenwärtigen  noch  mangelhaften  Kenntnis  dieser  Actinote  den  Vorzug,  daß  die  Namen  der 
mit  Fundort  versehenen  Exemplare  verhältnismäßig  leicht  gefunden  werden  können. 


veraecrucis. 

guaiema- 

lena. 

latior. 


A.  equatoria.  Wir  vereinigen  unter  diesem  Namen  die  Formen,  Avelche  uns  aus  den  Anden  von  Guate¬ 
mala  bis  Bolivien  und  aus  der  Cordillere  von  Merida  in  Venezuela  und  der  Sierra  de  Sta.  Marta  in  Nord-Colum- 
haJmell  bien  bekannt  sind.  —  hahneli  subsp.  nov.  {Stgr.  i.  1.)  fliegt  in  Merida.  Blaß  strohgelb,  Basalfeld  des  Vflgls  scharf 
ausgejxrägt,  nicht  verwischt,  aber  die  dasselbe  durchziehenden  schwarzen  Aderstreifen  kräftig,  der  Costalrand 
bis  zur  Wurzel  schwarz,  oben  fast  immer  und  unten  stets  vollständig.  Auf  der  Unterseite  die  schwarzen  Streifen 
beider  Figl  kräftig,  das  Saumband  und  die  Kniebinde'des  Hflgls  scharf  umschrieben,  der  helle  zwischen  ihnen 
liegende  Teil  des  Discus  bandförmig.  Neben  dieser  hellen  Form  findet  sich  eine  zweite,  bei  der  oberseits  der  Hflgl 
und  das  ganze  Wurzelfeld  des  Vflgls,  oder  der  größere  Teil  desselben,  bräunlich  orange  sind,  während  das  Discal¬ 
band  des  Vflgls  blaßgelb  ist;  auf  der  Unterseite  stimmt  diese  Form  mit  echten  hahneli,  da  das  Wurzelfeld 
semilutea.  des  Vflgls  nur  einen  ganz  schwachen  orangen  Ton  hat:  f.  semilutea  /orm.  nov.  —  Beide  Formen  fliegen  auch 
in  der  »Sierra  de  Sta.  Marta. — Aus  der  Ost-Cordillere  Columbiens  sind  mir  3  Formen  bekannt :  die  eine  ist  echten 
hahneli  ganz  ähnlich,  nur  ist  das^Saumband  der  Hflgl-Unterseite  weniger  tief  schwarz.  Eine  zweite,  häufigere 
perfuiva.  Form,  perfulva  subsp.  nov.,  ist  oberseits  bräunlich  orange,  höchstens  ist  das  Discalband  desVflgls  ein  Avenig  blasser, 
die  schwarzen  Streifen  des  Hflgls  sind  dünn,  die  Streifen  in  und  vor  der  Zelle  kurz,  dünn  oder  fehlend.  Unter- 


ACTINOTE.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


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Seite  deutlicli  orange  getönt,  auf  dem  Hflgl  das  8aum})and  scliwarz,  al)er  gewölinlicli  V(‘rwasclien,  das  Knicltand 
fast  immer  gut  ausgebildet,  der  von  ilim  begrenzte  helle  Discalteil  des  Elgls  bindenförmig,  da  der  Itiscus  an  der 
Zellspitze  nicht  oder  kaum  verdunkelt  ist.  Als  dritte  Form  treffen  wir  in  demselben  Distrikte  /.  flavifascia  jlnvifascw. 
form,  nov.,  die  wahrscheinlich  eine  Subspecies  von  A.  pellenea  ist;  bei  ihr  ist  das  Discalband  des  Vflgis  gelblich 
'  und  kontrastiert  mit  dem  Wurzelfelde  und  Hflgl,  die  orange  sind;  die  schwarzen  »Streifen  des  Hflgis  sind  länger 
j  als  bei  perfulva,  der  Sidjcostal-  iind  Zellstreif  sind  oben  devitlicli,  unten  dick,  das  Knieband  unten  stark  entwickelt, 
der  an  seiner  Außenseite  liegende  helle  Flglteil  bindenförmig.  — ■  Aus  dem  Cauca-Tal  liegen  mir  2  Hauj)tformen 
vor:  limbata  subsp.  nov.  vertritt  equatoria  und  wahrscheinlich  hahneli\  cJ:  die  Vflglzeichnungen  sind  chamois-  ihnhata. 
gelb  und  der  Hflgl  bräunlich  orange,  oder  beide  Figl  haben  letztere  Färbung,  das  Discalband  immer  Avie  das  Wur¬ 
zelfeld  getönt;  unten  hat  der  Vflgl  höchstens  eine  AndeAitung  von  orange  Färbung,  die  Zelle  und  das  Subcostal- 
feld  des  Hflgis  hell,  da  ihre  Streifen  gewöhnlich  kurz  sind  oder  fehlen,  der  Saum  tief  sclnvarz,  scharf  begrenzt, 
das  Knieband  meist  linienförmig,  oft  nur  costalwärts  deutlich,  der  Discus  am  Zellende  nicht  verdunkelt.  $  blaß 
gelblichgrau,  Saumband  der  Hflgl-Unterseite  Avie  beim  cj  oder  dicht  mit  hellen  Schuppen  überlagert,  Knieband 
schwach  angedeutet,  der  Figl  bis  zum  SaAiml)and  sehr  rein  in  Färbung.  Ein  Avahrscheinlich  hierher  gehörendes 
vom  Monte  Tolima  (A.  H.  Passl  leg.)  hat  eine  tiefer  orangebraun  getönte  Vflgl-Unterseite.  Die  ZAveite  Hau])t- 
form  aus  dem  Caucagebiet,  die  mir  in  Anzahl  aus  der  Umgebung  von  Popayan  vorliegt,  mag  eine  pelhnca-Vorm 
sein ;  Oberseite  brännlich  orange,  das  Discalband  des  Vflgis  entAveder  so  tief  Avie  das  Wurzelfeld  gefärbt  oder  lieller, 
die  scliAvarzen  Streifen  des  Hflgis  oben  und  unten  lang,  das  Saumband  des  Hflgis  unterseits  undeaitlich,  verwa¬ 
schen,  der  Discus  am  Zellende  verdunkelt,  so  daß  eine  helle  Costalmakel  abgesondert  ist;  f.  cauca  form.  nov.  cuuca. 

—  In  der  West-Cordillere  Columbiens  zog  Fassl  eine  wohl  sicher  zu  limbata  gehörende  Form,  bei  der  das 
d  tief  strohgelb,  d.  h.  fast  so  blaß  Avie  das  $  ist.  Die  Rp.,  von  der  mir  zAvei  geblasene  Stücke  vorliegen,  hat  einen 
rotbraunen  (nicht  schAvarzen)  Kopf,  schwarzen  Subdorsalstreif  und  ebensolche  dünne  dorsale  Querlinien,  die 
Dornen  sind  hell  wie  der  Kör])er,  mit  Ausnahme  von  Segment  1  bis  3  und  11  und  12,  auf  denen  sie  dunkel  sind; 
die  Länge  der  Dornen  übertrifft  die  Entfernung  zweier  Dorsaldornen  eines  mittlern  Segintuits  voneinander  etAva 
um  ein  Drittel.  Die  Dornen  der  Pp  sind  nur  etAva  halb  so  lang  als  ihre  Entfernung  voneinander;  die  scliAvarz- 
braunen  Subdorsalstreifen  sind  sehr  kräftig  ausgebildet  und  etAva  doppelt  so  breit  als  den-  helle  Dorsalstreif, 

Avelcher  fast  ganz  ohne  dunkle  Zeichnungen  ist,  die  Ellipsen,  Avelche  den  Ventralstreif  bilden,  sind  sehr  kräftig ; 
die  eine  mir  vorliegende  Ppnhülse  ist  viel  AA^eniger  kräftig  gezeichnet  als  die  andere.  Aiif  einer  schmalblättrigen 
Eupatoriuni-ähnlichen  Komposite.  Ein  $  vom  Westabhang  der  West-Cbrdillere  (Rio  Dagua)  hat  den  Hflgl 
oberseits  bräunlich  orange  getönt.  — Aus  Nicaragua  haben  Avir  eine  Anzahl  Exemplare,  die  mit  limbata  aus  dem 
Cauca-Tal  genau  übereinstimmen.  —  Aus  der  West-Cordillere  Ecuadors  kenne  ich  nur  eine  Form,  grammica  grammka. 
subsp.  710V.,  welche  der  blassen  halmeli  ähnlich  ist,  aber  beim  A  oR  einen  schwachen  Orangeton  hat,  besonders 
auf  dem  Hflgl.  Die  sclnvarzen  Aderstriche  sind  dick,  vor  allem  am  Saumbande  des  Hflgis.  Das  Discalband  des 
Vflgis  reicht  oben  nur  bis  zu  M  da  die  2  hintern  Flecke  immer  fehlen,  die  Faltenstreifen  sind  kurz,  abgesehen 
von  den  Streifen  des  Abdominalfelds,  die  vordem  fehlen  häiifig,  das  Knieband  ist  oben  höchstens  ganz  sclnvach 
angedeutet.  Unterseits  ist  der  Saum  beider  Figl  schwarz,  der  Hflgl  ist  am  Zellende  nicht  verdunkelt,  das  Knie¬ 
band  immer  schmal  und  meist  nur  vorne  als  Linie  angedeutet,  der  Zellstreif  und  die  discalen  Faltenstreifen 
kurz  oder  fehlend.  Paramba,  Rio  Mira,  bei  etwa  1000  m  von  Rosenbeeg  im  März  in  Anzahl  gefangen.  Einige 
von  R.  Haensch  gesammelte  Raupen,  wahrscheinlich  bei  Balsambamba  in  der  West-Cordillere  gebinden,  stim¬ 
men  mit  den  Rpn  von  Innbata  aus  der  West-Cordillere  Clolumbiens  gut  überein.  —  Auf  dem  Zentral  Plateau 
von  Ecuador,  zwischen  den  West-  und  Ost-Cordilleren,  ebenso  in  den  trockenen  Küstendistrikten  West-Perus 
fliegt  equatoria  Bates  (83  a).  Sehr  blaß  gelblichgrau  ohne  Andeutung  von  Orangefärbuug.  Die  Aveite  Verbreitung  equatoria. 
dieser  Actmote  in  trockenen  Gegenden  legt  die  Vermutung  nahe,  daß  die  hellere  oder  dunklere  Färbung  der 
Actinote  aus  der  /7?uifa-VerAvandtschaft  von  dem  geringem  oder  größern  Feuchtigkeitsgehalt  der  Luft  abhängt, 
d.  h.  daß  die  hellen  Formen  ,, trockene''  und  die  tieforangen  Formen  ,, nasse“  sind  Das  Discalband  des  Vflgis 
ist  fast  immer  vollständig,  selten  fehlt  der  vorletzte  Fleck;  die  Streifung  des  Hflgis  ist  gut  entAA'ickelt,  der  Zell¬ 
streif  besonders  kräftig,  das  Saumband  in  Breite  sehr  variabel,  schmäler  als  bei  halmeli  und  grammica,  unten 
verAvaschen  und  wie  der  Saum  des  Vflgis  hell  beschuppt,  Knieband  immer  deutlich,  nicht  ausgefüllt,  auch  oben 
meist  ausgebildet.  Die  Pp  gleicht  der  von  limbata,  die  Dornen  sind  aber  im  ganzen  etAA'as  kürzer,  bei  einem  der 
vier  vorliegenden  Stücke  die  hinteren  3  Paare  zu  kleinen  Höckern  reduziert.  Die  Rp,  nach  der  an  einer  Pp 
hängenden  abgelegten  Haut  zu  schließen,  AA^eist  keine  Unterschiede  von  der  limbata-Bp  auf.  • —  Zu  equatoria- 
gehört  wahrscheinlich  auch  niucia  Hpjjr.,  aus  Chanchamayo  beschrieben  und  auf  ein  ,,blaß  strohgelbes“  q  mit  mucia. 
sehr  schmalem  scliAvarzen  Saumbande  auf  dem  Hflgl  gegründet.  —  epiphaea  subsp.  nov.  Bei  den  mir  A'orliegen-  epiphaea. 
den  Exemplaren  aus  Ost-Peru  südwärts  bis  zum  Rio-Perene-Gebiet  (Chanchamayo)  sind  das  Basalfeld  des  Vflgis 
und  der  Hflgl  bräunlich  orange  und  das  Discalband  des  Vflgis  ist  blasser,  gelblich ;  die  Figl  sind  länglicher  als  bei 
grammica  und  der  folgenden  Form;  der  vor  der  Wurzel  A^on  M-  liegende  Fleck  des  Basalfeldes  des  Vflgis  ist 
klein  oder  fehlt,  das  Discalband  ist  oft  vollständig,  die  letzten  beiden  Flecke  scheinen  besonders  bei  kleinen 
Exemplaren  (Typus)  gut  ausgebildet  zu  sein,  die  Randstrahlen  des  Hflgis,  oder  Avenigstens  die  mittlern,  sind  kurz 
und  das  Knieband  ist  oberseits  mehr  oder  minder  deutlich.  Unterseits  sind  beide  Figl  sehr  deutlich  orange  ge¬ 
tönt,  das  Knieband  breit,  scliAvärzlich  braun  ausgefüllt,  der  außen  A'^on  ihm  liegende  helle  Teil  des  Discus  band¬ 
förmig,  auch  distal  ziemlich  scharf  begrenzt,  die  distalen  Faltenstreifen  fast  auf  den  dunklen  Saum  beschränkt 


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ACTINOTE.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


(abgesehen  von  dein  Abdoniinalfelde).  $  dem  ähnlich,  das  Knieband  oben  kaum  angedeutet  und  unten  etwas 
blasser  braun  als  beim  ;  das  Discalfeld  der  Hflgl-Unterseite  hinten  gewöhnlich  verdunkelt,  so  daß  eine  helle 
Costalmakel  mit  dem  Rest  des  Discus  kontrastiert.  T3rpe  vom  Rio  Palcazu.  Wahrscheinlich  eine  Subspecies 
adriana.  von  P.  peUenea.  —  adriana  Hpffr.,  aus  Bolivien  beschrieben,  hat  einen  stark  gerundeten  Hflgl.  Wir  rechnen 
hierher  auch  Exemplare  aus  Südost-Peru,  die  von  bräunlichorange  bis  blaßgelblichgrau  variieren  und  oben  wie 
unten  blasser  als  epi'phciea  sind.  Die  Färbung  der  echten  adriana  ist  als  ein  angenehmes  Lehmgelb  beschrieben, 
auch  soll  bei  den  typischen  Stücken  dieser  Form  der  Hflgisaum  viel  breiter  als  bei  j^ellenea  sein.  Aus  den  Anden 
Boliviens  ist  uns  ferner  eine  pe7?eneu-artige  Form  bekannt,  die  etwas  blasser  als  die  peruanische  epiphaea  ist; 
das  Basalfeld  des  Vflgls  ist  größer,  besonders  der  zwischen  M  ^  und  M  liegende  Fleck,  der  Hflgisaum  ist  schmäler, 
das  Knieband  ist  kaum  angedeutet  und  der  vorletzte  Fleck  des  Vflglbandes  fehlt,  auch  sind  die  Faltenstreifen 
vor,  in  und  unter  der  Hflglzelle  auffällig  dünn  und  unbestimmt.  Die  Unterseite  ist  wie  bei  epiphaea  stark  orange 
getönt,  das  Knieband  ist  deutlich,  breit  und  ausgefüllt,  aber  blasser  als  bei  epiphaea,  der  außen  von  ihm  liegende 
lodis.  helle  Teil  des  Discus  ist  bandförmig;  lodss  subsp.  nov.  Gehört  wohl  zu  A.  jjellenea. 

calymnia.  A.  pellcnea.  Vergh  die  vor  A.  equatoria  eingeschobene  Bemerkung.  —  calymnia  Jord.  (83  c),  aus  Pa¬ 

raguay  und  Argentinien,  ist  trüb  braunschwarz,  schwach  durchsichtig,  das  Basalfeld  des  Vflgls  und  der  Hflgl 
trüborange,  an  den  Rändern  verwischt,  das  Discalband  des  Vflgls  blaßgelb,  zuweilen  orange  überwaschen. 
Unterseite  trüb  orange,  Kniebinde  des  Hflgls  bis  an  M  ^  oder  darüber  hinabreichend,  beim  auch  oben  meist 
sehr  gut  entwickelt.  Neben  dieser  schmutzig  orangen  Form  fliegt  eine  blaß  gelblichgraue,  bei  der  die  Zeichnungen 
Clara,  scharf  iimschrieben  sind;  Kniebinde  des  Hflgls  auch  oberseits  immer  stark  ausgebildet:  f.  Clara  form,  nov.,  Tj^ie 
crucis.  aus  Paraguay.  —  crucis  Jord.  (83  c).  Tief  schwarz,  lebhaft  gefärbt,  Discalband  des  Vflgls  und  die  äußern 
und  vordem  Teile  des  Basalfeldes  gelb,  Rest  des  Basalfeldes  und  der  Hflgl  orange,  diese  Zeichnungen  scharf 
umschrieben  und  der  reinem  Grundfarbe  wegen  viel  stärker  als  bei  calymnia  kontrastierend,  Costalrand  des 
Vflgls  breit  schwarz,  die  Aderstreifen  dünn.  Auf  der  Unterseite  das  Basalfeld  an  der  Wurzel  schwach  orange¬ 
getönt,  Apex  des  Vflgls  und  der  Hflgl  gelblichgrau,  Saumband  durchscheinend,  nach  hinten  stark  verschmä¬ 
lert,  Faltenstreifen  lang,  Kniebinde  unten  deutlich,  außen  von  derselben  eine  helle  Costalmakel.  Von  J.  Stein¬ 
bach  in  Anzahl  bei  Buenavista  in  Ost-Bolivien  gezogen ;  die  Exemplare  variieren  nur  in  sehr  geringfügiger  Vv^eise. 
Die  Dornen  der  Pp  so  lang  wie  die  Entfernung  zweier  Dornen  desselben  Segments  voneinander  oder  etwas  länger; 
die  drei  Streifen  des  Mesonotums  scharf  voneinander  getrennt,  der  helle  dorsale  Zwischenraum  des  Abdomens 
lireiter  als  die  Subdorsalstreifen ;  Rüsselscheide  mit  sehr  schmalen  schwarzen  Rändern,  nicht  fast  ganz  schwarz 
wie  bei  A.  equatoria  und  Umhata.  Rp  mir  nicht  bekannt,  aber  an  einer  Pp  hängt  ein  Rpndorn,  der  braun  und 
pelleuea.  fast  so  lang  als  der  Querdurchmesser  des  Hlbs  der  Pp  ist.  —  pellenea  Hhn.  Tiefer  orange  als  crucis,  besonders 
das  Basalfeld  auf  der  Unterseite,  Zellfleck  größer.  Unterseite  dunkler.  Zuweilen  das  Basalfeld  des  Vflgls  ober¬ 
seits  ganz  graugelb.  Süd-Brasilien  nordwärts  fast  bis  zur  Mündung  des  Amazonenstromes.  —  Vom  untern  und 
suhhyalina.  mittlern  Amazonas  ist  noch  keine  Actinote  bekannt.  —  subliyalina  Sfgr.  Eine  sehr  kleine,  helle,  halbdurchsich¬ 
tige  Form  vom  obern  Amazonas,  bei  der  das  Discalband  des  Vflgls  vollständig  und  das  Knieband  des  Hflgls 
auch  oberseits,  Avenigstens  beim  (^,  deutlich  ist.  Die  hellen  Teile  der  Figl  sind  bei  f.  suhhyalina  gelblichgrau, 
höchstens  zeigt  der  Vflgl  etwas  Orangefärbung  an  der  äußersten  Basis.  Es  kommen  aber  auch  Stücke  vor,  bei 
ferrugata.  denen  das  Wurzelfeld  des  Vflgls  und  der  Hflgl  blaß  orange  sind :  f.  ferrugata  form,  nov.,  Type  vom  Rio  Cachiyaco, 
trinitatis.  Nebenfluß  des  Rio  Ucayali.  —  trinitatis  subsp.  nov.,  von  Trinidad  und  dem  östlichen,  Trinidad  benachbarten 
Teile  Venezuelas,  sieht  der  f.  ferrugata  sehr  ähnlich.  tiefer  schwarz,  Discalband  des  Vflgls  blaßgelb,  voll¬ 
ständig,  der  vorletzte  Fleck  aber  oft  klein,  Basalfeld  außen  schwach  aufgehellt,  Hflgl  mit  kurzen  Faltenstreifen 
am  schmalen  schwarzen  Saume,  der  hinten  spitz  ausläuft,  die  Faltenstreifen  in,  vor  und  unter  der  Zelle  fehlen 
oder  sind  ganz  schwach,  ein  schwarzer  Discocellularstrich  deutlich,  dagegen  das  Knieband  nur  durchscheinend. 
Unterseits  das  Basalfeld  des  Vflgls  schv/ach  orange,  außen  so  blaß  wie  das  Discalband;  Hflgl  gleichmäßig  hell 
gelblichgrau,  Saumband  angedeutet,  Discus  am  Zellende  nicht  verdunkelt,  Knieband  scharf  entwickelt,  fast  im¬ 
mer  ganz  ausgefüllt.  $  blasser  als  das  (J,  der  größere  äußere  und  vordere  Teil  des  Basalfeldes  des  Vflgls  so  hell 
subhadia.  wie  das  Discalband,  auch  der  Discus  des  Hflgls  oberseits  am  Saumbande  etwas  aufgehellt.  —  subbadia  subsp. 

nov.  Wurzelfeld  und  Hflgl  oberseits  viel  tiefer  orangerot  als  bei  trinitatis,  ersteres  nur  beim  $  außen  etwas  auf¬ 
gehellt  und  bei  A  ?  auch  unten  viel  ausgedehnter  orange  als  bei  trinitatis,  die  Faltenstreifen  stärker  ent¬ 
wickelt,  das  Knieband  oberseits  wenigstens  beim  d'  deutlicher,  der  Hflgl  auf  der  Unterseite  viel  dunkler,  sein 
Saum  breit  schwarz  oder  braun,  das  Knieband  breit,  der  helle  Teil  des  Discus  zu  einem  schmalen  Bande  reduziert; 
beim  $  die  Hflgl-Unterseite  heller  als  beim  (J,  aber  das  Saumfeld  doch  immer  dunkler  als  beim  $  von  trinitatis. 
Nord-Venezuela:  San  Esteban  (Tyjje),  Valencia,  La  Guaira.  Diese  Form  kommt  orangefarbenen  Stücken  der 
A.  equatoria  hahneli  aus  Merida  nahe,  aber  die  Aderstreifen  sind  dünner,  das  Hflglsaumband  ist  oberseits  schmä¬ 
ler,  unten  ist  der  Vflgl  viel  stärker  orange,  das  Knieband  breiter,  und  der  Saum  beider  Figl  weniger  rein  scliAA’-arz. 

Außer  A.  pellenea  fliegen  in  Brasilien  noch  drei  einander  so  ähnliche  Actinote,  daß  man  sie  geAvöhnlich  ' 
als  Formen  einer  Ai’t  angesehen  hat.  Trotzdem  die  Unterschiede  nicht  scharf  sind,  AA^enn  man  die  Exemplare 
einer  dieser  Formen  aus  verschiedenen  Gegenden  mit  denen  einer  andern  vergleicht,  so  scheinen  doch  die  neben¬ 
einander  vorkommenden  Stücke  der  vier  Actinote  gut  getrennt  zu  sein  und  ich  halte  deshalb  diese  vier  Formen  ' 
füi’  artlich  verschieden.  Da  die  Falter  recht  häufig  sind,  sollte  es  nicht  scliAver  sein,  die  Frage  an  Ort  und  Stelle 


AC^riNOTE.  Von  T)r.  K.  Jordan. 


37 


durch  die  Zuclit  zu  lösen.  Bisher  hat  sich  aber  noch  keiner  der  in  Bio  und  Nuehharsehaft  ansässigen  hhilo- 
mologen  der  Mühe  unterzogen.  Peters  hat  zwei  der  in  Frage  konnnenden  Faller  aus  der  Bj)  gezc)gen  und  e.s 
befinden  sich  Aquarelle  von  Bp,  Pp,  Falter  iind  Futterpflanze  in  seinen  im  'Iking  Museum  iK-findlichen  un])uhli- 
ziei’ten  Beiträgen  zur  hi’asilianischen  Schmetterlingsfauna.  Bei  der  einen  Bp  ist  ihm  alx'r  offenbar  ein  Feliler 
untergelaufen  und  die  Ppnhilder,  wie  das  mit  Abbildungen  von  Pj)n  gewöhnlich  der  Fall  ist,  sind  nicht  genau 
genug,  um  von  ihnen  verläßliche  spezifische  Unterschiede  abzulesen. 

A.  pyrrha  F.  (=  ?  eiiterpe  Fldr.)  (83  b).  T)as  von  Fabriciits  aus  der  Banks  Sammlung  hcschriehene  -pyrrha. 
Exemplar  ist  noch  im  British-Museum  erhalten,  aber  in  recht  mäßiger  Verfassung,  ln  der  Größen  sehr  veränder¬ 
lich,  Vflgllänge  28  bis  40  mm.  Die  hellen  Vflglzeichnungen  gelbgrau  bis  schmutzig  orange,  viel  heller  als  der 
Hflgl;  das  Basalfeld  sehr  stark  reduziert,  verwischt,  meist  nur  der  Zellfleck  gut  umgrenzt;  die  hintern  zwei 
Flecke  des  Discalbandes  fehlen  oder  sind  klein;  der  Hflgl  selten  gelbgrau,  aber  doch  im  Farbenton  ziemlich  va¬ 
riabel,  Wurzel  und  Abdominalrand  häufig  grau.  Die  Schuppen  des  Vflgls  fallen  leicht  ab  und  die  Wurzelhälfte 
des  Figls  ist  gewöhnlich  durchsichtig.  Die  hellen  Schuppen  im  Distalteile  der  Unterseite  sind  auf  beiden  Flgln 
gezähnelt.  Das  Analtergit  des  ^  ist  entweder  scharf  zugespitzt  oder  al)gestum})tt.  —  Südost-Brasilien  und 
Paraguay,  häufig.  —  Die  Beschreibung  von  euterpe  Fldr.  ist  so  nichtssagend,  daß  man  den  Namen  fallen  lassen 
muß,  da  weder  im  Wiener  Museum  noch  in  der  FELDER-Sammlung  ein  von  Felder  als  euterpe  bezeichnetes 
Stück  vorhanden  ist. 

A«  carycina  spec.  nov.  (83  b).  Eine  kleinere  Form,  Vflgllänge  18  bis  30  mm.  Vflglzeichnungen  graugell),  Hflgl  carycina. 
orange  mit  grauem  Abdominalrande,  selten  der  Hflgl  mit  Ausnahme  des  schwarzen  Saumes  und  die  Vflglzcich- 
mingen  grau.  Das  Basalfeld  des  Vflgls  durch  die  sehr  breit  schwarzen  Adern  in  schmälere  Streifen  als  bei  der 
nächsten  Art  zerlegt.  Unterseite  beider  Figl  gelblichgrau,  ohne  orange  Tönung,  die  braunschwarze  Mittelbinde 
des  Hflgls  gewöhnlich  bis  zum  untern  Medianaste  gut  ausgebildet,  selten  abgekürzt.  Die  hellen  Schuppen  auf 
der  Unterseite  beider  Figl  ungezähnt.  —  Die  B|),  welche  Peters  (Ms.)  als  hierher  ^diörig  abl)ildet,  zeigt  ein 
Paar  langer  Nacken-  (oder  Kopf)hörner  und  ist  wahrscheinlich  eine  Dirphi(i-Rp.  Die  Pp,  aus  welcher  er  den 
Falter  erhielt,  ist  schlanker  als  gewöhnlich,  und  trägt  6  Paar  Dornen  (  ? !),  die  nicht  ganz  so  lang  wie  die  Entfer¬ 
nung  von  einem  Paar  zum  andern  sind;  die  Kopfspitze  ist  schwarz,  dagegen  der  Kremaster  hell;  ein  ununter¬ 
brochener  Subdorsalstreif  schwarz;  auf  der  Bauchseite  ein  Paar  schwarzer  Streifen  auf  jedem  Abdominalringe. 

Die  Skizze  ist  wahrscheinlich  fehlerhaft.  —  Südost-Brasilien  und  Paraguay,  häufig;  Namentype  aus  Sao  Paido. 

A.  parapheles  Jord.  (83  a).  Eine  breitflüglige  und  lebhaft  gefärbte  Art.  Discalband  des  Vflgls  immer 
gelb,  zuweilen  schwach  orange  getönt,  besonders  an  den  Adern,  das  Basalfeld  entweder  orange  wie  der  Hflgl 
oder  so  hell  wie  das  Discalband.  Auf  der  Unterseite  das  Wurzelfeld  des  Vflgls  und  der  Hflgl  entweder  orange 
(f.  parapheles),  oder  so  blaß  wie  das  Discalband  des  Vflgls  gefärbt  (höchstens  mit  schwachem  orangen  Anfluge);  parnphdes. 
der  postmediane  Costalfleck  des  Hflgls  immer  blaß  (f.  pallescens  form,  nov.,  Namentype  von  Bio).  Die  hellen  pallescens. 
Schuppen  im  Distalteile  der  Unterseite  beider  Figl  gezähnt;  Valve  des  zugespitzt.  —  B-p  nach  Peters 
(MS.)  mit  schwarzem  Kopf  und  schwärzlicher  Doppellinie  an  den  Seiten,  Oberseite  blaßrötlich,  vom  7.  bis  9. 
oder  10.  Binge  weiß;  die  Dornen  entsprechend  gefärbt,  aber  die  vordem  und  hintern  gebräunt.  Auf  Boehmeria 
eaudata.  Die  Rpn  in  der  Jugend  gesellig  frei  auf  den  Blättern;  vor  der  Veipuppung  zerstreuen  sie  sich.  Pp 
schwächer  als  bei  carycina  gezeichnet,  Koi)fspitze  und  Ki'emaster  in  Peters’  Bild  hell.  Dornen  kürzer  als  bei 
carycina.  Nach  Peters  hat  der  Falter  einen  raschen  kräftigen  Flug  und  zeigt  sich  bei  Nova  Friburgo  nur  an 
offenen  waldfreien  Plätzen.  Der  von  Peters  abgel)ildete  Falter  scheint  zu  dieser  Art  zu  gehören  und  zwar  zu 
f.  pallescens,  möglicherweise  handelt  es  sich  aber  um  A.  pellenea.  —  Südost-Brasilien  (in  der  Nähe  Bios  sehr 
häufig),  Paraguay,  Matto  Grosso.  Exemplare  mit  orange  getönter  Hflgl-Unterseite  kenne  ich  nur  von  Bio, 
wo  aber  auch  die  blasse  Form  häufig  vorkommt. 

Die  folgenden  Formen  sind  scharf  umschrieben  )ind  sicher  von  den  vorhergehenden  spezifisch  verschieden. 

A.  quadra  Schans  (82  f).  Eine  große  Art,  die  sich  an  dem  großen  Hinterwinkelfleck  des  Vflgls  und  derb/»«^üa. 
einförmig  grauen  Hflgl-Unterseite  erkennen  läßt.  Der  Sul)medianstreif  des  Vflgls  ist  durch  eine  feine  Längslinie 
geteilt,  was  bei  den  vorhergehenden  brasilianischen  Arten  nicht  der  Fall  ist;  der  letzte  Fleck  des  immer  vollstän¬ 
digen  Discalbandes  ist  etwa  so  groß  wie  der  Zellfleck  oder  selbst  größer  und  der  öubmedianstreif  dementsprechend 
abgekürzt.  —  Südost-Brasilien,  selten,  aus  den  Provinzen  Rio,  Sao  Paulo  und  Parana  bekannt.  Peters  (MS.) 
fand  eine  Rp  zur  Verpuppung  an  einer  Komposite  (Conyza)  aufgehängt;  sie  war  ganz  gelbgrau,  einschließlich 
Kopf  (verfärbt?).  Pp  dicker  als  gewöhnlich.  Dornen  mäßig  lang,  der  Seitenstreif  aus  zwei  Linien  bestehend. 

A.  perisa  Jord.  (82  f).  Die  ganze  Oberseite  bei  ^  und  $  gell),  die  Adern  und  zwischen  denselben  im  peri-a. 
Distalfelde  dünne  Striche  schwarz  ;  die  schwarzen  Querzeichnungen  wie  aus  der  Figur  ersichtlich  scharf  entwickelt, 
unterseits  wie  oben.  Ränder  beider  Figl  unten  grau  überwaschen,  A])ex  des  Vflgls  noch  weniger  schwarz  als  oben. 

—  Ein  Paar  von  J.  Steinbach  in  Tucuman  gefunden.  Derselbe  Sammler  schickte  von  dort  auch  zwei  Actinote- 
Rpn  und  zwei  Ppn,  die  vielleicht  hierher  gehören.  Die  Rp  ist  der  von  H.  anteas  (S.  365)  ähnlich,  aber  die  Dornen 
sind  nur  halb  so  lang.  Oberseite  einschließlich  den  Dornen  schwarz,  letztere  an  der  Mhirzel  hell,  Borsten  Aveiß, 
die  apicalen  gebräunt,  Körper  von  den  Stigmen  aliAA^ärts  hell  (gelbgrün  im  Leben  ?),  oberhalb  der  Füße  dunkle 


374 


ACTINOTE.  Von  Dr.  K.  Jordan. 


Zeichnungen ;  Brustfüße  und  Kopf  schwarz.  Dornen  der  Pp  nur  etwa  halb  so  lang  als  die  Entfernung  zwischen 
den  beiden  Dornen  eines  Segments. 

A.  alalia.  Auch  bei  dieser  Art  ist  der  Hinterwinkelfleck  des  Vflgls  immer  ziemlich  groß  und  ragt  der 
Submedianstreif  viel  weniger  weit  distal  als  der  Medianfleck  des  Wurzelfeldes ;  Zeichnungen  scharf  entwickelt ; 
der  vorletzte  Eieck  des  Discalbandes  oft  sehr  klein,  aber  nie  ganz  abwesend ;  Medianbinde  des  Hflgls  oben  und 
unten  deutlich.  Von  A.  surima  hauptsächlich  dadiirch  unterschieden,  daß  die  Schuppen  des  Distalteils  der  Figl 
auf  der  Unterseite  stark  gezähnelt  sind  und  die  Saumzellen  des  Vflgls  unterseits  von  der  3.  Subcostale  rückwärts 
conspicua.  keine  Haarschuppen  tragen.  Südost-Brasilien.  Ich  kenne  nur  das  (J.  —  conspicua  Jorcl.  (82  e).  Eine  sehr 
große,  vielleicht  artlich  verschiedene  Form  aus  der  Provinz  Rio  (Petropolis,  Nova  Friburgo).  Sehr  tief  orange, 
auch  unterseits.  Das  schwarze  Mittelhand  des  Vflgls,  ebenso  das  Saumband  des  Hflgls  breit.  Unterseite  des 
Hflgls  orangebraun.  Peters  (MS.)  bildet  einen  Falter  nebst  Rp  und  Pp  ab,  der  conspicua  auf  der  Oberseite 
gleicht,  aber  unten  ein  ganz  gelbes  statt  orangefarbenes  Discalband  hat  ($?).  Die  Rp,  welche  auf  Eupatorium 
triplinervia  bei  Nova  Fribiirgo  gefunden  wurde,  ist  oberseits  rötlichgrau  mit  schwarzen  Querbinden;  Stacheln 
hell,  die  vordem  und  hintern  schwärzlich,  Kopf  graugrün,  Unterseite  des  Körpers  gelbgrim.  Dornen  der  Pp 
kurz,  die  Längsbänder  nicht  unterbrochen,  schwarz  mit  hellen  Fleckchen.  Nach  Peters  (MS.)  legt  der  Falter 
die  Eier  im  Januar  in  Klümpchen  an  der  Unterseite  der  Blätter  ab.  Die  jungen  Rpn  machen  ein  gemeinsames 
Gespinst,  zunächst  an  der  Stelle,  avo  sie  ausschlüpften,  später  in  der  Krone  der  Pflanzen,  avo  sie  Blätter  und  Blüten 
zusammenziehen  und  überspinnen.  Sie  halten  sich  von  Februar  bis  Oktober  in  dem  Gespinst  auf,  bestehen 
darin  eine  Häutung  und  fressen  Avenig.  Mit  Eintritt  des  ersten  Regens  verlassen  sie  das  Gespinst  endgültig, 
fressen  sehr  viel,  Avachsen  rasch  und  bleiben  bis  kurz  vor  der  Verpuppung  zusammen.  Peters  fand  den  Falter 
1871  auf  allen  Lichtungen  sehr  häufig,  im  folgenden  Jahre  selten.  Die  Falter  meiden  den  Wald  und  fliegen, 
Avenn  nicht  beunruhigt,  mit  scliAvachem,  langsamem  Figlschlag  Avie  ein  Heliconier,  schAA^eben  oft  lange,  steigen 
mitunter  in  die  Höhe,  heben  dann  die  Figl  etAvas  und  sinken  langsam  ohne  Flglschlag  herab.  Sie  besuchen  die 
alalia.  Blumen  von  Kompositen,  Lantana  usw.,  und  sind  hier  leicht  zu  fangen.  —  alalia  Fldr.  AAUirde  von  einem  fund¬ 
ortslosen  Exemplare  beschrieben,  das  sich  durch  besondei’s  starke  Reduktion  der  schwarzen  Zeichnungen 
des  Vflgls  auszeichnet.  Dies  Stück  und  andere  mehr  ausgedehnt  schwarze,  aber  unzAveifelhaft  zur  selben  Spe¬ 
eles  gehörende  Exemplare  zeichnen  sich  vor  conspicua  dadurch  aus,  daß  der  Hflgl  unterseits  außen  von  der  schwar¬ 
zen  Mittelbinde  ein  rötlichbraunes  Band  trägt,  auf  Avelches  distal  graue  Längsstreifen  folgen,  auch  sind  die 
Zelle  und^das  Abdominalfeld  hellgefärbt  und  hat  die  Hflglzelle  in  der  Mitte  einen  kurzen  schAvarzen  Querstrich. 
Sao  Paulo,  Parana,  Espiritu  Santo. 

surima.  A.  surima  (82  f,  g).  :  Der  echten  alalia  ähnlich,  etwas  blasser  gelb,  die  scliAvarze  Mittelbinde  des  Hflgls 

oben  und  iinten  sehr  stark  und  scharf  ausgebildet,  Vflgl  unten  mit  Haarschuppen  ZAvischen  allen  Subcostalen 
(Avenigstens  auf  den  Falten),  die  übrigen  Schuppen  ganzrandig,  nicht  Avie  bei  alalia  gezähnt.  Hflgl-Unterseite 
mit  orangebraunem  Ton,  distal  von  der  Mittelbinde  etwas  deutlicher  orange,  aber  diese  Färbung  nicht  wie 
beiH.a.  alalia  außen  gut  begrenzt,  sondern  dem  Rande  zu  allmählich  von  Schwarz  überlagert.  Die  beiden  einzi¬ 
gen  mir  vorliegenden  (aus  Paraguay)  sind  sehr  blaß,  wie  die  Figur  zeigt  (82  g).  —  Südost-Brasilien  (Parana) 
und  Paraguay. 


e)  mamita-  Gruppe. 

Figl  halbdurchsichtig,  so  fettig  glänzend  wie  bei  abgeflogenen  Stücken  der  vorigen  Gruppe,  der  Distal¬ 
teil  der  Figl  oben  und  unten  mit  zahlreichen  Haarschuppen  und  Borsten.  Klauen  auch  beim  fast  genau  sym¬ 
metrisch. 

A.  mamita.  Fast  glasig.  Auf  der  Oberseite  des  Vflgls,  im  Distalteile  des  Vflgls  und  auf  der  Unterseite 
beider  Figl  sind  ungefähr  die  Hälfte  der  Schuppen  und  im  Distalteile  der  Unterseite  fast  alle  Schuppen  durch 
Borsten  ersetzt.  Auf  der  Unterseite  die  Borsten  im  Distalteile  gelblich,  mit  Aiisnahme  der  auf  den  Adern  und 
am  Rande  stehenden,  Avelche  schwarz  sind.  $  dem  ^  ähnlich,  größer,  etwas  blasser.  Rp  nach  Burmeister 
schmutzig  lehmfarben,  Kopf  und  Dornen  der  Segmente  1  bis  3,  soAvie  die  Thorakalfüße  und  eine  dünne  Seiten¬ 
linie  scliAvarz,  die  Dornen  der  übrigen  Segmente  rot;  auf  Amarantus,  Evalus  und  andern  niedrigen  Pflanzen. 
Längsbinden  der  Pp  scluvarz  ausgefüllt,  mit  runden  hellen  Flecken,  Dornen  kurz.  Argentinien,  Paraguay  und 
mitama.  Südost-Brasilien.  —  mitama  Sclians  {'S'!  i),  von  Südost-Brasilien,  ist  etAvas  tiefer  orange  als  das  betreffende 
mamita.  Geschlecht  von  mamita,  der  Vflgl  ein  Avenig  ausgedehnter  scliAvarz  und  die  Unterseite  Aveniger  grau.  —  mamita 
Bumi.  findet  sich  in  Ai’gentinien  von  Buenos  Aires  bis  Tucuman,  und  in  Paraguay.  Der  Lbiterschied  im  Farben¬ 
ton  der  Geschlechter  ist  bei  mamita  größer  als  bei  mitama,  wenigstens  bei  den  mir  vorliegenden  Exemplaren. 

canutia.  A.  canutia  Hpjfr.  (=  pellenea  Geyer  nee  Hhn.)  (82  g).  Weniger  durchsichtig  als  A.  mamita-,  die  Ober¬ 

seite  mit  Ausnahme  des  Saumes  viel  dichter  beschuppt.  Unterseite  außer  den  auf  den  Adern  stehenden  Borsten 
mit  zahlreichen  scliAvarzen  Borsten,  das  Saumfeld  infolge  dessen  fast  ganz  scliAvarz.  Hflglzelle  unten  ohne 
Borsten.  Proximalfeld  des  Vflgls  und  der  Hflgl  bräunlich  orange,  das  Discalband  viel  mehr  gelb.  $  größer 
und  viel  blasser  als  das  —  Südost-Brasilien  und  Paraguay.  Die  frühem  Stände  nicht  bekannt. 


HELICONIINAE.  Von  Dr.  A.  Seit/.. 


375 


Unterfamilie :  Heliconiinae. 

In  dieser  Tiergruppe  haben  wir  eine  der  merkwürdigsten  Erscheinungen  der  Schmetterlingswelt  vor  uns, 
da  sie  in  fast  einzig  dastehender  Weise  mit  der  ganzen  übrigen  Falterwelt  ihres  Vaterlandes,  des  warmen  Amerika, 
verflochten  und  vergesellschaftet  ist.  Wer  heute  den  Beweis  in  der  Naturwissenschaft  verlangt,  daß  es  auf 
Struktur  und  Anatomie,  aber  nimmer  auf  Färbung  und  Zeichnung  ankommt,  wenn  es  sich  um  die  natürliche 
Einreihung  der  Tiere  handelt,  dem  müßte  man  das  Studium  dieser  Faltergruppe  empfehlen.  Eine  kleine  Zahl 
von  sehr  charakteristischen  Mustern  kehren  immer  und  immer  in  ganz  verschiedenen  Untergruppen  der  Heli- 
conier  wieder  und  nicht  genug  damit,  wir  finden  einen  ganz  genauen  Abklatsch  dieses  Musters  in,  man  kann 
sagen,  der  Mehrzahl  aller  Faltergruppen,  von  denen  Vei’treter  sich  häufiger  an  den  Flugplätzen  der  Originale 
umhertreiben.  Man  hat  den  Eindruck,  als  ob  die  Heliconiden,  als  allein  stehende,  selbständige  Erscheinungen 
nur  schwer  existieren  könnten,  und  als  ob  sie  sich  notwendig  mit  einer  ganzen  Zahl  ihrer  z.  T.  verwandten,  z.  T. 
aber  auch  systematisch  ganz  fernstehenden  Formen  zusammentun  müßten,  um  den  Kampf  ums  Dasein  zu  be¬ 
stehen. 

Das  Verblüffende  dieser  Erscheinung  wird  jedem  sofort  klar,  der  an  der  südamerikanischen  Küste  das 
Land  betritt.  Wer  von  Rio  de  Janeiro  aus  den  Weg  auf  den  Monte  Corcovado  einschl^gt,  sieht  schon,  bevor  er 
die  eigentliche  Stadt  verläßt,  an  den  Bambus \vänden  der  Gärten  den  Heliconius  narcaea  fliegen.  Aber  wenn  er 
alle  diesem  höchst  bunten  Tier  genau  in  Farbe,  Muster  und  Bewegungen  gleichenden  Falter  fängt:  was  bringt 
er  heim  ?  Gewiß  eine  ganze  Anzahl  dieses  Heliconiers ;  aber  auch  eine  ganze  Reihe  ihm  völlig  gleichsehender 
Falter  aus  den  verschiedensten  Faltergruppen.  Er  wird  ganz  bestimmt  erbeuten  einige  Weibchen  von  Perhyhris 
'pyrrha',  einige  Eueides  dianassa  (diese  letzteren  wären  noch  die  nächsten  Verwandten),  ferner  eine  ganze  Anzahl 
von  Danaiden,  d.  h.  völlig  anders  gearteter  Falter,  aber  von  einer  so  großen  äußeren  Aehnlichkeit  mit  der  H.  nar¬ 
caea,  daß  selbst  das  geübte  Sammlerauge  keinen  Unterschied  zu  erkennen  vermag,  so  lange  das  Tier  sich 
frei  bewegt.  Ein  solcher  um  Rio  vorkommender  Falter  ist  z.  B.  Melinaea  ethra  (33  d),  der  auch  in  der  Größe 
mit  narcaea  genau  stimmt.  Mechanitis  lysimnia  (34  b)  ist  nur  durch  geringere  Größe  zu  unterscheiden,  und  da 
auch  zwerghafte  Stücke  von  H.  narcaea  um  Rio  zu  gewissen  Zeiten  nicht  ganz  selten  sind,  so  ist  es  absolut 
unmöglich,  bei  einem  dort  umherfliegenden  oder  an  der  Blüte  hängenden  Falter  mit  Sicherheit  zu  sagen,  ob 
man  eine  narcaea  vor  sich  hat,  oder  nicht.  Weiterhin  sehen  wir  in  genau  gleichem  Fluge,  in  genau  gleichem  Kleide 
und  zu  ganz  derselben  Stunde  die  Geratinia  euryanassa  (35  b)  umherfliegen.  Erst  wenn  wir  das  Tier  in  der  Hand 
halten,  erkennen  wir  dessen  zart  wachsartige  Weichheit  der  Flglbekleidung.  Auch  von  einem  Weibchen  der 
Eresia  eunice  (91a)  vermögen  wir  kleine  warcaea- St  ticke  im  Fluge  schwer  zu  unterscheiden;  ja  wir  können 
Tagmotten,  wie  Castniiden,  Pericopiiden  erbeuten  —  alles  trägt  das  gleiche  Kleid,  wie  Heliconms  narcaea. 

Eine  gleichartige  Erscheinung  finden  wir  beim  Landen  an  der  südamerikanischen  Nordküste.  Da  tum¬ 
melt  sich  eine  ganze  Gesellschaft  schwarzer  Schmetterlinge  mit  einem  blutroten  Fleck  hinter  der  Vflglmitte 
um  Büsche  oder  Sträucher ;  sie  spielen  miteinander  und  bilden  ganze  Bänder  sich  gleichender  Falter,  bald  etwas 
größer,  bald  etwas  kleiner,  bald  'ruhiger  und  bald  schneller  fliegend.  Ein  Teil  dieser  Tiere  gehört  zweifel¬ 
los  den  Heliconiern  an  und  wird  sich  als  die  Art  H.  melpomene  (75  a)  erweisen.  Aber  was  wüi’den  wir  außerdem 
noch  erhalten,  wollten  wir  alle  diese  schwarzroten  Tiere,  die  hier  zur  gleichen  Zeit  und  zuweilen  am  gleichen  Busch 
umherflattern,  einfangen?  Einen  Segelfalter,  Papilio  euterpinus  (12c);  er  mußte  die  Schwänze  ablegen  und 
Gestalt  und  FlugVöllig  ändern,  bis  die  Verkleidung  wirksam  wurde.  Von  Pieridae  vor  allem  die  Perente  charops 
(21b),  welche  die^größeren,  und  von  Nymphaliden  Eresia  castilla,  Avelche  die  etwas  kleineren  Mitglieder  der  uni¬ 
formierten  Gesellschaft  bildet.  Ferner  eine  ganze  Anzahl  von  Heliconiern,  die  gänzlich  andern  Gruppen  an¬ 
gehören,  als  die  melpomene,  so  z.  B.  El.  guarica,  die  nördliche  Form  des  vulcanus  (76  c)  und  E.  viculata  (78  b). 
Mitunter  konnten  sie  gewisse  Abzeichen  ihrer  Abstammung  aus  ganz  anders  gemusterten  Gruppen  nicht  völlig 
ablegen,  wie  z.  B.  die  H.  rubellia  (74f)  einen  gelben  Bindensaum,  haben  diese  aber  so  zurückgedrängt,  daß  das 
mimetische  Gesamtbild  nicht  gestört  wird.  Wir  treffen  Acraeen  an  diesen  venezuelanischen  oder  columbischen 
Landungsplätzen,  aus  der  Gattung  Actinote,  die  den  gleichen  Färbungstypus  tragen  und  eine  ganze  Anzahl 
sich  mehr  oder  weniger  fernstehender  Nymphaliden,  wie  z.  B.  Eresia  acraeina,  Adelplia  lara  und  wie  sie  alle 
heißen,  die  in  engster  Wechselbeziehung  zu  einander  stehen  und  deren  überraschende  Aehnlichkeit  in  der  äußeren 
Erscheinung  geradezu  sinnverwirrend  auf  den  Beobachter  einwirkt. 

Worin  der  biologische  Wert  dieser  unzweifelhaft  in  den  meisten  Fällen  auf  Mimicry  und  n  i  c  h  t  auf 
Verwandtschaft  oder  physikalische  Einflüsse  zurückzuführenden  Aehnlichkeit  besteht,  darüber  wird  noch 
gestritten;  daß  ein  Vorteil  aus  diesem  —  man  möchte  sagen  krampfhaften  —  Einzwängen  zahlreicher  Falter 
in  gewisse,  feststehende,  aber  keineswegs  einfache  oder  leicht  erklärbare  Färbungs-iMuster  für  die  so  veränderten 


376 


HELICONIINAE.  Von  Er.  A.  Seitz. 


Tieren  erwächst,  darüber  kann  niemand  im  Zweifel  sein.  Es  ist  sicher,  daß  die  Danaiden  gegen  gewisse  Feinde 
geschützt  sind,  durch  die  Beschaffenheit  ihrer,  durch  giftige  Pflanzensäfte  genährten  Körperflüssigkeit.  Und 
es  steht  ebenso  fest,  daß  viele  Heliconier  gegen  gewisse  andere  Feinde  geschützt  sind  durch  einen  sehr  scharfen 
Geruch,  den  ich  beim  lebenden  Insekt  auf  die  Entfernung  von  10  Schritten,  bei  geeigneter  Windrichtung  nicht 
nur  wahrnahm,  sondern  (bei  H.  phyllis)  als  penetrant  bezeichnen  muß  wie  den  einer  Baumwanze.  Welcher 
Schutz  hiervon  nun  auch  der  wirksamere  sei :  es  liegt  auf  der  Hand,  daß  er  als  ein  sehr  weitgehender  angesehen 
werden  muß.  Dies  lehrt  vor  allem  das  Verhalten  der  Tiere  bei  ihren  verschiedenen  Lebensäußerungen.  Sie  flie¬ 
gen  an  offenen  Plätzen,  setzen  sich  sehr  häufig ;  sammeln  sich  in  Gruppen  an,  haben  einen  langsamen,  vorneh¬ 
men,  dabei  völlig  geraden,  oft  streckenweise  schwebenden  Flug,  sind  so  wenig  scheu,  daß  man  manche  fast 
mit  den  Händen  ergreifen  kann.  Sie  haben  ein  überaus  zähes  Leben,  so  daß  sie  nach  oberflächlichem  Eindrücken 
des  Thorax  fast  unbehindert  davon  fliegen ;  sie  führen  die  grellsten  und  auffälligsten  Farbenmuster,  die  man  nur 
erdenken  kann  und  treiben  sich,  trotzdem  sie  bei  ihren  breiten  Flgln  ohne  Schwierigkeiten  die  Baumkronen, 
an  denen  sie  ihr  Kaupenleben  verbringen,  gewinnen  können,  äußerst  häufig  in  erreichbarer  Höhe  und  selbst 
am  Boden  umher. 

Wenn  wir,  unter  außer  acht  lassen  der  Farbenmuster,  uns  ihre  Verwandtschaft  in  systematischer  Beziehung 
ansehen,  stehen  wir  zwei  Theorien  gegenüber.  Die  eine,  die  im  Figlgeäder  fast  das  einzige  Kriterium  von  wirk¬ 
lichem  Wert  für  die  Klassifikation  der  Falter  sieht,  zweigt  die  Heliconiinae  d.  h.  die  beiden  Gattungen  i/e(fcomws 
und  Eueides  als  eigene  Familie  ab  und  stellt  sie  den  Nynvphalidae  gegenüber,  von  denen  eine  Anzahl  offene 
Hflglzelle  haben.  Es  muß  aber  demgegenüber  betont  werden,  daß  eine  sehr  große  Anzahl  von  Nymphaliden- 
Gattungen  gleichfalls  geschlossene  Hflglzelle  hat,  so  Argynnis,  Hypanartia,  Vanessa,  Pyrameis,  Kallima,  Agero- 
nia,  GaMithea,  Amnosia  und  viele  andere,  und  dabei  eine  Zahl  solcher  Gattungen,  die  wir  für  nahe  verwandt 
mit  den  Heliconiern  halten,  wie  Cethosia,  Terinos,  Atella,  Euptoieta  u.  a.  Beim  sich  bildenden  Figl  in  der  Puppe 
ist  ja  die  röhrige  Discocellulare  — ■  gewöhnlich  Querader  genannt  —  stets  vorhanden  und  verschwindet  im  all¬ 
gemeinen  bei  den  besten  Fliegern  {Apatura,  Doleschallia,  Jnnonia,  Catagramma  etc. )  völlig,  oder  doch  auf  den  Hflghi 
{Colaenis,  Cirrhochroa,  Araschnia,  Melitaea  usw.).  Weiter  gibt  das  Adersystem  keine  bestimmten  Anhaltspunkte 
zu  einer  durchgreifenden  Trennung  der  Gattung  Heliconius  oder  gar  der  kurzfühlerigen  Eueides  von  den  Nympha- 
liden.  Weit  mehr  Fingerzeige  gibt  die  Lebensweise  und  diese  knüpft  ein  ziemlich  enges  Band  zwischen  den 
Heliconiden  zu  den  Gattungen  Colaenis,  Metamorplia  und  Dione  in  der  neuen  und  noch  mehr  mit  Cethosia  in  der 
alten  Welt.  Schon  Fritz  Müller  fiel  es  auf,  daß  eine  Gruppe  einander  im  Bau  ähnlicher  Gattungen,  zu  denen 
in  Amerika  Heliconius,  Eueides,  Metamorpha,  Colaenis  und  Dione  gehören,  als  Raupen  fast  ausschließlich 
Passifonsblumenlaub  fressen  und  nach  dem  brasilianischen  Namen  dieser  Pflanzen  faßte  er  diese  Gattungen  unter 
dem  Namen  der  ,, Maracuja-Falter“  zusammen.  Diese  eine  Gruppe,  zu  der  sich  aus  der  alten  Welt  nur  die  Gattung 
Cethosia  gesellen  würde,  stände  dann  den  Argynninae  gegenüber,  mit  den  Hauptgattung  Argynnis,  Melitaea, 
Euptoieta,  Cirrhochroa,  Atella,  Terinos,  Gynthia,  der  afrikanischen  LacJmoptera  etc. ;  dann  würden  als  gleich¬ 
wertig  die  V anessinae,  die  Eirnenitinae  etc.  etc.  folgen,  bis  endlich  die  Gharaxinae  und  Apaturinae  den  Schluß 
machten.  Haase  trennte  zwar  die  Heliconier  als  Unterabteilung  ab,  vereinigte  sie  aber  mit  den  alle  übrigen 
Nymi)haliden  umfassenden  Gru])pe  Mx  N y'niphalinaeawA  noch  mit  den  Acraeen  in  die  Obergruppe  Acraeomorphae. 
Wir  beschränken  uns  hier  auf  den  Hinweis  auf  diese  strittigen  Punkte.  Es  liegt  außerhalb  des  Rahmens  dieses  Wer¬ 
kes  hier  neue  Gesichtspunkte  zur  Geltung  zu  bringen.  Vielmehr  halten  wir  es  für  dienlich,  die  alte  Einteilung  be¬ 
stehen  zu  lassen,  um  dem  schnellen  Auffinden  der  besprochenen  Tiere  kein  Hindernis  in  den  Weg  zu  stellen.  AVir  be¬ 
lassen  auch  darum  die  Heliconiden  in  derjenigen  Reihenfolge,  Avelche  sie  durch  die  klassischen  Bearbeitungen 
durch  Weymer  und  Riefarth  erhalten  haben.  Die  neueste  Monographie  (Stichel  und  Riffarth,  das  ,, Tier¬ 
reich“,  Heliconiidae)  ist  nur  eine  neuere,  etwas  umständlichere  Wiedergabe  von  Riffarth’s  früherer  Bearbei¬ 
tung  mit  einigen  wenigen  Umstellungen.  Wir  verzichten  auf  jede  reformierende  Umrangierung  der  Rif- 
FARTHschen  Anordnung,  aus  praktischen  Gründen,  ohne  uns  darum  mit  ihr  in  allen  Stücken  einverstanden 
zu  erklären.  Wir  würden  weder  passithoe  hinter  novatus,  noch  hortensia  hinter  clysoninius  (deren  Aehnlichkeit 
lediglich  mimetisch  ist)  einreichen.  Im  ganzen  aber  ist  das  RiFFARTHsche  System  mit  feinem  Verständnis 
für  natürliche  Beziehungen  durch  die  Wirrnis  der  Färbungsähnlichkeiten  aufgebaut  und  sei  deshalb  ohne 
wesentliche  Abänderung  übernommen.  Fiü'  die  Gattung  Eueides  haben  wir  eine  Folge  eingeführt,  die  uns 
praktisch  zur  schnellen  Auffindung  der  Formen  schien. 

Nach  der  RiFFARTiischen  Arbeit,  die  in  neuerer  Zeit  einige  Vervollständigungen  erfahren  Jiat,  be¬ 
ziffert  sich  die  Zahl  der  bis  jetzt  bekannten  Heliconiiden  auf  420,  von  denen  369  auf  Heliconius  und  60 
auf  die  Gattung  Eueides  kommen.  Sie  sind  durchaus  auf  das  warme  Amerika  beschränkt,  überschreiten  im 
Norden  nicht  die  Grenzen  von  Texas  und  Florida  und  nur  eine  Art  wird  noch  als  Seltenheit  in  Buenos  Aires 
getroffen.  Auch  die  klimatisch  sonst  geeignet  gelegenen  Antillen  erreichen  sie  nur  mit  einer  Art.  Im  ganzen 
sind  es  ivohl  nicht  allzuviele  getrennte  Spezies,  von  denen  aber  eine  jede  sich  in  eine  große  Zahl  oft  einander 
unähnlicher  Formen  umgewandelt  hat,  indem  sie  das  Kleid  anderer  geschützter  Falter  ihrer  Umgebung  nach¬ 
ahmt,  wie  schon  oben  ausgeführt.  Die  andern  Gattungen  der  Subfamilie  zählen  kaum  ein  Dutzend  Arten. 

Es  wird  wohl  kaum  einen  Heliconius  geben,  der  selten  ist.  Oft  traf  ich  an  gewissen  Stellen  Südamerikas 
gewisse  Heliconiiden  nur  ganz  vereinzelt ;  aber  immer  zeigte  es  sich  dann,  daß  das  anfangs  fiu  selten  gehaltene 
Tier  an  einem  entfernteren  Ort,  zu  einer  andern  Zeit  oder  an  beschränkten  Lokalitäten  plötzlich  in  Menge  auftrat 


Ausgegeben  5.  VI.  1913. 


HELICONIUS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


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und  dadurch  bewies,  daß  nur  an  der  Grenze  seines  Verbreitungsgebiets  oder  außerhall)  der  normalen  Pirscheinungs¬ 
zeit  sein  Auftreten  spärliclier  ist.  In  schwer  verständlichem  Gegensatz  zu  der  oft  selir  großen  Häufigkeit  des 
Vorkommens  der  Heliconiinen  steht  unsre  geringe  Kenntnis  der  Jugendformen.  Allein  das  ausgesprochene 
Baumleben  der  Raupen  scheint,  wie  auch  bei  den  ebenso  massenhaft  vorkommenden  und  dabei  ebenso  Avenig 
bekannten  A'wpfoea-Raupen  Indiens  hieran  8chuld  zu  haben.  Immerhin  gelang  es  mir  vereinzelte  Beobachtuiigen 
zu  machen.  Die  Eier  sind  eigentümlich  flaschenförmig,  d.  h.  ursprünglich  haben  sie  die  Form  einer  8j)indel,  deren 
unteres  Ende  durch  das  Aidlegen  auf  das  Blatt  eingedrückt  wird.  Die  Raupen  leben  einzeln  und  ganz  zerstreut, 
da  auch  die  Eier  einzeln  abgelegt  werden.  Ich  beobachtete  narcma,  phyllis  undajj.seudes,  die  stets  um  die  Mittags¬ 
zeit  die  Ranken  der  Passionsblumen  umflatterten  und  ebenso,  wie  die  verwandte  Nymphalide  (Joüienis  julüi 
die  Eier  unten  an  die  Ranken  legten,  wobei  sie  die  Figl  weit  geöffnet  hielten. 

Die  Raupen  sind  Dornraupen,  mit  2  verlängerten  Dornen  hinter  dem  Kopfe.  Auch  die  Pi)n  liabeii 
feine,  hakenartige  Stacheln,  sowohl  über  den  Rücken,  als  auch  auf  der  Vorderseite.  Bei  H.  apseudes  steht  ein 
dichter  Kamm  von  Stachelchen  längs  der  Bauchseite.  Der  zweite  und  dritte  Hlbsring  sind  hinten  ge- 
höckert  und  der  Kopf  hat  häufig  zwei  flügelförmige  Aufsätze  oberhalb  der  Augen,  die  man  als  ,, Hasenohren“ 
bezeichnet.  Die  Zeit  der  Ppnruhe  ist  sehr  verschieden;  sie  kann  in  der  trocknen  Zeit  ziemlich  ausgedehnt  sein, 
beträgt  aber  in  der  Regel  nur  8 — 14  Tage. 

Die  Lebensdauer  der  Falter  scheint  recht  beträchtlich  werden  zu  können.  Ich  sah  Falter  mit  charak¬ 
teristischen  Verletzungen  bis  zu  4  Wochen  täglich  ungefähr  an  derselben  Stelle,  sah  ihre  schönexr  frischen  Farben 
verbleichen  und  das  feine  Flaumkleid  des  Körpers  dem  Chitinglanz  des  abgeriebenen  Panzers  weichen.  Es  schien 
mir  sogar  auffallend,  daß  die  Heliconius  sich,  wenn  keine  besondere  Veranlassung  zum  Wegfliegen  gegeben  war, 
sehr  seßhaft  an  die  Lokalität  hielten  und  an  kleinen  Lichtinigen  sah  ich  die  begattiingssüchtigen  Tag  fiü-  Tag 
in  jener  charakteristischen  Weise  hin-  und  wiederfliegen,  die  ich  mit  dem  Ausdruck  des  ,,Promenierens“  belegt 
habe.  Es  ist  dies  die  Gewohnheit  mancher  Falter,  eine  bestimmte  Luftstrecke  stunden-  und  halbe  Tage  lang 
immer  wieder  zu  durchmessen,  an  einem  gegebenen  Punkt  mit  einem  kurzen  Ruck  umzul^ehren  und  den  gleichen 
Weg  rückwärts  zurückzulegen.  Am  schärfsten  ausgeprägt  fand  ich  diese  Eigenheit  bei  den  Gattungen  Eueides 
und  Heliconius,  dann  aber  auch  bei  vereinzelten  indischen  Arten.  Ich  beobachtete  dieses  Verhalten  speziell 
bei  Eueides  aliphera,  dianassa,  bei  Metamorpha  dido  und  Cethosia  nietneri. 

Viele  Heliconier  fliegen  das  ganze  Jahr  hindurch,  wie  sich  ja  in  Südamerika,  der  gleichmäßig  verteilten 
Regen  halber,  Saisonformen,  wie  sie  in  Indien  ganz  allgemein  sind,  in  der  Regel  nicht  ausbilden.  Für  das  mittlere 
und  südliche  Brasilien  (Bahia,  Rio,  Santos)  konnte  ich  feststellen,  daß  im  regenreichen  Frühling,  besonders 
Anfang  November,  stärker  schwarz  gezeichnete  Aberrationen  häufiger  waren,  als  im  trockenen  Nachsommer. 
Es  ist  aber  nicht  unmöglich,  daß  an  der  wasserärmeren  Westküste  andere  Verhältnisse  vorherrschen.  Was 
speziell  die  Heliconier  betrifft,  so  sei  erwähnt,  daß  sie  in  den  regenlosen  Distrikten  von  Chile  ganz  fehlen.  Sonst 
ist  die  Verbreitung  der  Heliconiusformen  eine  ziemliche  gleichförmige  und  trotz  der  großen  Formenzahl  gibt  es 
doch  nur  ganz  wenige  Lokalitäten,  wo  mehr  als  etwa  8 — ^12  Heliconius  und  2 — 3  Eueides  gleichzeitig  erbeutet 
werden  können.  Die  zahlreichen  Formen  verteilen  sich  eben  über  ein  sehr  großes  Gebiet  und  von  ganz  wenigen 
weitverbreiteten  Arten  abgesehen  bewohnen  die  meisten  nur  einen  ziemlich  beschränkten  Distrikt. 

Bei  Erwägung  dieser  letzteren  Tatsache  dürfen  wir  hoffen,  daß  noch  eine  i'echt  große  Anzahl  von  konstan¬ 
ten  Nebenformen  zu  entdecken  ist.  Jedenfalls  ist  aber  die  Zahl  der  sogen.  Uebergangsformen,  die  sich  noch  fin¬ 
den  werden,  eine  sehr  beträchtliche.  Oberthür  hat  in  einem  sehr  schönen  Werk  *)  in  fast  überreicher  Illustration 
gezeigt,  wie  ein  allmähliches  Umformen  und  Umbilden  der  Subspecies,  Rassen  und  Aberrationen  vor  sich  geht 
und  wenn  auch  einige  Formen  dort  etwas  gewaltsam  in  eine  Kette  hineingefügt  erscheinen,  so  veranschaidicht 
doch  die  Zusammenstellung  von  Varietäten  und  Lokalformen  sehr  die  Art,  wie  in  ihren  Extremen  ganz  verschie¬ 
den  aussehende  Formen  an  dazwischen  liegenden  Bindegliedern  als  mit  einander  verAvandt  erkannt  AA'erden 
können.  Die  zahlreichen  Komplikationen  aber,  die  sich  bei  der  Durchsicht  dieses  Werkes  ergeben,  mahnen 
eindringlich  den  Rahmen  unseres  Kompendiums  nicht  zu  überschreiten  und,  ohne  auf  kritische  Betrachtungen 
einzugehen,  es  bei  der  charakterisierenden  Aufzählung  der  Formen  zu  belassen,  ohne  das  für  und  Avider  über  ,,Ai’t- 
berechtigung“  zu  ventilieren.  Unsere  sehr  reiche  Illustration,  die  nicht  AA^eniger  als  220  Formen  im  Abbild  bringt, 
macht  es  überflüssig,  eine  Uebersicht  über  Haupt-  und  Untergruppen,  Sektionen  oder  Subgenera  zu  geben  ■■■•"=•). 

1.  Gattung';  Heliconius  Latr. 

Ziemlich  große  Falter  von  sehr  charakteristischem  Aussehen.  Der  Kopf  ist  groß  mit  breiter  Stirn  und 
starken, '"vorgequollenen  nackten  Augen.  Die  Palpen  behaart,  mäßig  lang,  der  Sauger  stets  gut  entAA’ickelt.  Der 
Thorax  schmal  und  lang,  unkräftig  aber  immerhin  beträchtlich  muskulöser  als  bei  den  schAvächlichen  sonst  in 
ihrer  äußeren  Erscheinung  ähnlichen  Danaiden  der /^/mmwiae-Gruppe.  Die  Fühler  sehr  lang,  gleichmäßig  dünn, 
am  Ende  kaum  verdickt;  die  Vorderbeine  zu  Putzpfoten  verkümmert,  die  Mittel-  und  Hinterbeine  dicker  und 
weit  kürzer  als  die  der  Ithorniinae.  Der  Hlb  zylindrisch  und  ziemlich  diüin,  in  der  Länge  A^erschieden,  häufig 

*)  Variation  des  Hel.  thelxioi)e  et  A^e.sta.  Et.  d’Eut.  Livr.  21. 

**)  Die  hier  gedruckte  Abhandlung  liegt  seit  Jahren  fertig  da  und  die  Tafeln  zu  Heliconius  und  Eueides  sind  seit 
über  .Jahresfrist  ausgegebeii.  Inzwischen  sind  einige  Beschreibungen  von  Nebenformen  erschienen,  deren  Avichtigere  al)er 
in  der  Korrektur  noch  eingefügt  wurden;  einige  werden  im  Nachtrag  zu  den  Nymphaliden  noch  erwähnt. 


V 


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HELIOONIUS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


den  Hintenvinkel  kaum  überragend.  Vflgl  sehr  lang  gestreckt,  im  Apikalteil  besonders  stark  verbreitert,  ziemlich 
weich  und  stets  mit  bunten,  oft  sehr  grellen  Farben  verziert.  Nur  von  einer  Art  {Helicon,  erato)  ist  mir  bekamit, 
daß  sie  (aberrativ)  ganz  schwarze  zeichnungslose  Vflgl  haben  kann.  Die  Hflgl  sind  oval  mit  gleichmäßig  gerun¬ 
detem,  sehr  selten  schwach  welligem  Saum.  Wie  bei  den  indischen  Ewploea  befindet  sich  auf  dem  Irdsteil  der 
Vflgl-Unterseite  und  dem  Costalteil  der  Hflgl-Oberseite  eine  Reibefläche,  die  zwar  oft  Seidenglanz,  aber  niemals 
wie  bei  vielen  Ithmniinae  Haarbürsten  oder  Pinsel  trägt.  Das  Geäder  zeigt  eine  5-ästige  Subcostalis  und  ein  in¬ 
taktes  Radialsystem,  das  keine  Tendenz  zeigt  sich  zugunsten  des  Costal-  oder  Mediansystems  aufzulösen.  Die  Zelle 
der  Vflgl  ist  meist  breit  und  von  etwa  halber  Figllänge ,  die  der  Hflgl  ist  kurz  und  schmal.  Auf  den  Vf  Igln  zeigt 
die  Mediana  nahe  der  Wurzel  oft  einen  Sporn;  die  Submediana  an  der  Basis  einfach.  Eine  Rinne  am  Analrand 
der  Hflgl  zur  Aufnahme  des  Hlbs  beim  sitzenden  Falter,  wie  sie  die  meisten  andern  Nymphaliden  haben,  fehlt. 

Die  Heliconius  sind  sehr  fleißige  Blumenbesucher  und  viele  haben  für  ganz  bestimmte  Blüten  eine 
Vorliebe;  sie  sind  durchaus  nicht  scheu,  und  so  langsam  auf  der  Flucht,  daß  man  jedes  Exemplar,  das  man  in 
erreichbarer  Höhe  antrifft,  als  sichere  Beute  betrachten  kann.  Im  Netz  verhalten  sich  die  Tiere  meist  still,  so 
daß  sie  sich  nicht  leicht  verletzen.  Die  Färbung  ist  zumeist  gelb,  braungelb  und  rot  auf  schwarzem  Grunde; 
selten  tritt  blau  und  ganz  selten  grün  auf.  Die  Ppn  zeigen  oft  Silberflecken. 

narcaen.  H.  narcaea  Godt.  (=  eucrate  Hbn.)  (72  a).  Als  typische  narcaea  ist  die  große  Form  aus  Süd-Brasilien 

anzusehen,  die  weißen  Apicalfleck,  zitrongelbe  Subapicalbinde  und  gelbbraunen,  schwarz  gezeichneten  Vflgl- 
ponnexa.  discus  und  auf  den  Hflgln  eine  hellgelbe  Längsbinde  hat. — Als  ab.  connexa  (72  a)  bezeichne  ich  die  kleine,  meist 
trübere  Form,  l)ei  der  das  Gelbbraun  im  Vflgldiscus  derart  vermindert  ist,  daß  die  Subapicalbinde  durch  eine 
'polychrous.  schwarze  Schrägbinde  vom  discalen  Braungelb  geschieden  ist.  — ab.  polychrous  Fldr.  (72  b)  ist  dadurch  ganz 
bunt,  daß  Schwarz  und  Zitrongelb  auf  Kosten  des  ganz  zurückgedrängten  Braungelb  vermehrt  sind.  • — -Wie  bei 
allen  hellen  Heliconius  kommen,  besonders  am  Ende  längerer  Regenperioden,  schwarz  berußte  Stücke  vor, 
in  allen  Uebergängen  zur  typischen  Form  und  in  allen  Graden.  Bei  andern  Arten  haben  diese  Namen  bekommen, 
wie  z.  B.  submibihis  Stich,  und  obscurior  Stich,  von  novatus,  aber  sehr  zu  Unrecht ;  sie  lassen  sich  weder  abgrenzen, 
satis.  noch  sind  sie  auf  eine  Art  oder  Abart  beschränkt.  —  ab.  satis  Weyui.  (=  infuscata  Stgr.)  (72  a)  ist  wie  die 
typische  narcaea,  aber  die  Hflgllängsbinde  ist  nicht  hellgelb,  sondern  gelbbraun  und  der  Aj)icalfleck  der  Vflgl 
flavomacn-  ist  gewöhnlich  etwas  berußt.  —  flavomaculatus  Weyni.  (72  a)  ist  eine  geographische  Rasse,  die  sich  durch 
hitus.  zitrongelben  Vflglspitzenfleck  auszeichnet  und  die  ich  niemals  mit  der  narcaea  oder  einer  ihrer  Aberrationen 
mit  weißem  Spitzenfleck  zusammen  gefangen  habe.  Diese  flavoniaculata  fliegt  nur  im  mittleren  Brasilien,  z.  B. 
bei  Bahia  und  in  Espiritu  Santo,  wo  die  ebenfalls  gelbfleckige  Mechanitis  nessaea  fliegt;  die  narcaea  aber  fliegt 
ausschließlich  im  südlichen  Brasilien,  im  Fluggebiet  der  ebenfalls  weiß  gefleckten  Mechanitis  lysimnia.  — 
Neben  den  zahlreichen  Färbungsanomalien  kommt  aber  auch  abweichende  Zeichnung  vor,  und  zwar  in  germgen 
Graden  variiert  das  Muster  nach  jeder  Richtung  hin ;  wir  beschränken  uns  darauf  nur  eine  Form  zu  benennen, 
phijscon.  nh.  physcoa  ab.  nov.  (72  b),  die  ich  hin  und  wieder,  aber  selten  in  Santos  fing;  hier  ist  die  gelbe  Hflglbinde 
stark  verbreitert,  was  man  bei  dem  sonst  fast  wie  po/yc/wows  gefärbten  Tier  schon  im  Fluge  gewahr  wird. — H. 
narcaea  gehört  zu  den  häufigsten  Heliconius  und  zu  den  gemeinsten  Schmetterlingen  überhaupt.  Er  ist  auf  die 
östlichen  Teile  des  mittleren  und  südlichen  Brasilien  beschränkt,  und  zwar  kommt  die  Form  flavomaculatus 
nur  im  Norden,  eucrate  nur  im  Süden  des  Verbreitungsgebiets  vor.  Ein  Ort,  wo  beide,  wie  im  ,, Tierreich“  (Heft 
22,  S.  40)  behauptet  wird,  nebeneinander  Vorkommen,  ist  nicht  bekannt.  Der  Falter  kommt  zuweilen  bis  in  die 
Gärten  und  fliegt  schon  in  den  Vorstädten  von  Rio.- — Das  kegelförmige  Ei  ist  zitrongelb;  die  Rp  auf  verschiede¬ 
nen  Arten  von  Passiflora,  gelbbraun,  später  weißlich,  schwarz  gezeichnet  und  mit  schwarzen  Dornen,  Avovon 
die  am  Kopf  länger  und  leicht  zurückgebogen  sind.  Pp  mit  ziemlich  langen  Kopfflügeln  Aind  schw'arzen  Rücken¬ 
dornen,  gelbbraun  dunkler  gezeichnet,  Hlb  seitlich  mit  schwachsilbernen  Flecken.  Die  Schmetterlinge  fliegen 
das  ganze  Jahr  hindurch  ohne  erkennbare  Pausen  in  den  Generationen  an  offenen  Plätzen,  längs  der  Garten¬ 
hecken  und  Bambuswände  und  saugen  an  den  verschiedenartigsten  Blumen,  die  Figl  dann  meist  geschlossen 
haltend,  während  sie  andre  Heliconius  (wie  z.  B.  phyllis)  beim  Besangen  der  Blüten  meist  AA^eit  geöffnet  halten. 
Die  Falter  sind  sehr  gemein  und,  wenn  sie  niedrig  fliegen,  äußerst  leicht  zu  fangen. 

ismmius.  H.  ismeilius  Latr.  (=  fritschei  Möschl.)  (72  b).  Dieser  Falter  aus  Cohimbien,  aao  er  stellemveise  sehr  ge¬ 

mein  ist,  ist  eine  genaue  Kopie  von  WI elinaea  rnessalis  (33  d)  mit  der  er  zusammen  fliegt  und  er  kommt  auch  in 
immoderata.  B\\en  Zeichnungsvariationen  vor,  denen  diese  Danaide  unterworfen  ist.  —  ab.  immoderata  Stich,  ist  die  Form, 
bei  der  die  Hflgl  eine  komplette  schwarze  Mittelbinde  füliren,  die  breiter,  als  bei  typischen  ismenius  ist;  — 
defascidius.  umgekehrt  ist  sie  bei  ab.  defasciatus  Neust,  bis  auf  ein  schwaches  Rudiment  am  Hflglapex  verschAAuniden.  — 
fasciaius.  ZAvischen  diesen  beiden  Formen  steht  ab.  fasciatusGoJm.  u.  Salv.,  die  mehr  nördlich,  im  südlichen  Zentral-Amerika, 
vorkommt  und  zwar  eine  komplette,  aber  nicht  verbreiterte  sclnvarze  Mittelbinde  auf  dem  Hflgl  hat.  —  Bei 
faunus.  faunus  Stgr.  (72  c),  gleichfalls  aus  Columbien  und  der  typischen  Form  untergeniischt,  sind  die  Vflglflecke  im 
hcrmanni.  Apicalteil  des  Figls  gelb  statt  weiß,  und  bei  hermanili  Riff,  sind  diese  Fleckchen  stark  reduziert.  Beim  sind 
noch  Teile  der  Aveißen  Fleckenquerbinde  hinter  der  Mittelzelle  vorhanden.  Nicht  selten,  aber  lokal. 

fplchinia.  H.  telchinia  Dbl.  (72  b).  Dies  ist  eine  der  größten  bekannten  Heliconius- Arten;  sie  Avird  von  den  meisten 

Autoren  als  Nebenform  zu  mnenius  gestellt,  sieht  aber  ganz  anders  aus,  Avann  auch  LUbergänge  zu  jener  hinüber- 


HELICONIUS.  Von  ])r.  A.  Seitz. 


37!) 


leiten.  Vt'lgldiscns  und  Hflgl  gleiclien  ganz  einer  riesigen  miratea,  (ih.  .sat.is  (72  a),  al)e)-  dei-  stark  vei-ln-eitej-te 
Vflglapex  trägt  2  schwefelgelbe  Fleckenreihen.  Von  Colutnhien  bis  Honduras.  —  lb‘i  clarescens  lUlr.  voni  t'lii-  rlureaccnn. 
riqni-Vulkan  und  Panama  fehlt  dem  Zellfleck  der  Vflgl  die  nach  der  Wurzel  zu  ziehende  Sj)itze  und  die  Mittel¬ 
binde  der  Hflgl  ist  fast  ganz  geschwunden.  »Stellenweise  sehr  gemein. 

H.  hippola  Hew.  (72  c)  hat  nur  2  Farben,  ein  lebhaftes  Clelhrot,  das  Jinr  schmale  schwarze  Flglrändcr  hijjjjola. 
und  auf  dem  Vflgl  stark  reduzierte  Fleckung  übrig  läßt;  —  lyreaeus  Weyni.,  waln'scheinlich  wie  die  vo7’ig(;  bjrcdcuH. 
von  Peru,  hat  etwas  größere  schwarze  Vflglflecke,  wogegen  die  Mittelhinde  der  Hflgl  zu  einigen  Rudiinenten 
geschrumpft  ist.  —  f  liese  Art  scheint  sehr  lokal  oder  in  Gegenden  vorzidcommen,  ans  denen  weniger  Material 
zu  uns  gelangt,  denn  sie  ist  in  Samndungen  recht  selten. 

H.  numata  Cr.  (=  pione  Hhn.).  Diese  Art  fällt  sofort  auf  durch  den  sehr  breiten  schwarzen  Außeiird  nnnidla. 
der  Hflgl,  der  mit  der  gleichfalls  sehr  breiten  Mittelhinde  den  Hflgl  vorwiegend  schwarz  erscheincJi  läßt.  (Juayana. 

—  Bei  der  ab.  guiensis  .ßf//.  ist  die  Hflglmittelbinde  keidenförmig,  am  Analrand  schmal  beginnend  und  gegen  (juien.'iia. 
den  Apex  zu  erweitert;  Britisch  Guayana.  —  Bei  inelanops  Weynt.  (72  c)  fließen  Mittelbinde  und  das  Saum-  meknwp.H. 
schwarz  des  Hflglrandes  zusammen,  so  daß  die  untere  Hflglhälfte  ganz  schwarz  wird;  gleichfalls  von  Guayana. 

—  Bei  superioris  Btlr.  (=  maecenas  Weym,.)  ist  die  Schrägbinde  der  Vflgl  verschmälert  oder  in  Flecke  aufge-  superioria. 
löst,  die  Mittelbinde  der  Hflgl  durch  dazwischengelagerte  gell)braune  Grundfarbe  vom  Saumschwarz  getrennt ; 

vom  Amazonas.  —  So  verhält  sich  auch  gordius  Weym.  (72  d)  vom  oberen  Amazonas,  hier  ist  aber  der  Vflgl-  gordius. 
apex  sehr  weit  und  zusammenhängend  schwefelgelb  und  rostbraun  gefleckt.  —  Bei  ab.  isabellinus  Bdtes  (72  c)  isahdliaus. 
ist  das  Schwefelgelb  in  der  Apicalhälfte  der  Vflgl  braungelb  getönt,  ähnlich  der  Grundfarbe,  und  bei  der  ähn¬ 
lichen  mavors  Weym.  ist  der  Ton  der  Grundfarbe  tiefer  und  trül)er  braun.  Beide  gelbbraun  verfärbte  Formen  mavorf<. 
stammen  vom  Ainazonas.  — ■  praelautus  Stich,  ist  eine  Form  vom  Ucayali,  bei  der  die  discale  Schrägbinde  pradautus. 
verbreitert  ist  und  mit  den  Subapicalflecken  verschmilzt,  denen  sie  gleichgefärbt  ist.  Der  Falter  scheint  weniger 
häufig,  als  narcaea,  aber  bei  weitem  nicht  so  selten  wie  die  hip pola-¥ armen.  —  geminaius  Weym.  (=  superioris  gcdiinatid^. 
Riff.)  (72  d)  hat  sehr  lebhaft  weißgelbe  Apicalflecke  und  die  Hflglbinde  ist  nicht  nur  völlig  vom  immer  noch  sehr 
breiten  Saumschwarz  frei,  sondern  sie  löst  sich  auch  selbst  in  kaum  noch  zusammenhängende  dreieckige  Flecke 
auf  und  im  Hflglapex  und  -rarid  zeigen  sich  zuweilen  lichtgelbe  Fleckchen.  —  nubifer  Btlr.  von  Fonteljoa  nubifer. 
hat  mahagonibraune  Grundfarbe  und  breitere  schwarze  Binden;  die  bei  geminntiis  im  Apicalteil,  bes.  der  Unter¬ 
seite  sichtbaren  weißlichen  Fleckchen  fehlen  hier.  Am  Amazonas  weit  verbreitet;  Para,  Santarem,  Obidos, 

Teffe;  stellenweise  häufig. 

H.  Silvana.  Ueber  ein  halbes  Dutzend  Formen.  Die  Figl  sehr  gestreckt,  kleiner  als  bei  der  vorigen,  die 
schwefelgelbe  Vflglschrägbinde  geht  in  die  Grundfarbe  derart  über,  daß  sie  nicht  durch  schwarz  geschieden 
ist.  Von  der  ty^pischen  silvana  Cr.  (=  clara  Hbn.)  (72  c)  von  Venezuela,  Guayana  und  Nord-Brasilien  unter-  silvana. 
scheidet  sich  ethra  Hhn.  (=  dryalus  Hpffr.,  zuleika  Buch.,  hopfferi  Neust.)  (72  e)  durch  die  sehr  kräftige  Schwarz-  c/hm. 
Zeichnung;  die  Hflglbinde  ist  ganz  tiefschwarz,  nicht  durchbrochen,  kaum  außen  gezähnt  und  der  schwarze, 
breite  Außenrd  sendet  Strahlen  nach  ihr  hin.  Die  Vrdsbinde  im  Hflgl  ist  lebhaft  schwefelgelb  getönt,  der  Keilfleck 
in  der  Vflglzelle  groß  und  in  kräftiger  Spitze  nach  der  Zellwurzel  hin  ausgezogen.  Das  ganze  Aussehen  ist  derart 
ähnlich  der  riarcaea-flavomaculata,  daß  beide  Arten  im  Fluge  kaum  von  einander  zu  unterscheiden  sind.  Ich 
fing  sie  auch  in  Bahia  nahe  dem  Friedhof,  an  den  gleichen  Lokalitäten  wde  flavomacnlata.  —  brasiliensis  Neust,  hmsiliensis. 
bildet  einen  Uebergang  von  ethra  zu  robigus  indem  es  zwischen  beiden  in  der  Mitte  steht.  ■ —  Bei  robigus  Weym.  rohigus. 

(72  d)  der  in  den  südlichen  Teilen  Brasiliens  fliegenden  Form,  ist  der  Vflgl  in  einen  schwarzen  Apicalteil  und  einen 
gelbbraunen,  außen  ohne  scharfe  Grenze  zitrongelb  werdenden  Innenteil  geteilt,  in  dem  sich  ein  meist  nicht  großer 
Zellfleck,  ziemlich  isoliert,  befindet;  gleicht  im  Fluge  der  narcaea^  satis,  indem  der  Hflgl  keine  zitrongelbe  Vorder¬ 
binde  hat.  —  diffusa  Btlr.  ist  die  kaum  von  der  typischen  silvana  verschiedene  Para-Form;  hier  ist  die  IMittel-  diffusa. 
binde  der  Hflgl  vollständig  vom  Außenrdschwarz  getrennt,  aber  in  sich  zusammenhängend  und  nach  außen 
gezähnt.  —  Noch  weiter  nördlich  kommt  die  Form  metaphorus  Weym.  (=  antioquensis  Stgr.,  ocanna  Buch.)  mdaphorus. 
vor,  nämlich  in  Columbien  und  Ecuador;  hier  ist  die  Costa  stärker  schwarz,  der  Zellfleck  wieder  größer,  die  ■ 
gelbe  Schrägbinde  der  Vflgl  schärfer  gegen  die  Grundfarbe  abgesetzt,  und  die  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  bis  auf 
einen  Ansatz  am  Apex  reduziert.  —  Weiter  nach  Süden,  aber  an  der  Westseite  Südamerikas,  reicht  die  peruani¬ 
sche  mirifica  Stich.,  wo  die  äußeren  Vflglflecke  fast  glasartig  und  teilweise  schwärzlich  überstäidit  erscheinen;  »tirifica. 
die  Hflgl-Mittelbinde  besteht  aus  dreieckigen,  isolierten  Flecken,  so  daß  eine  oberflächliche  Aehnlichkeit 
mit  mirus  entsteht,  dessen  Vflglflecke  aber  nicht  transparent  sind.  —  adela  Neust,  hat  Figlschnitt  und  die  adda. 
apikale  Fleckenbinde  einer  silvana,  gleicht  aber  sonst  einer  narcaea  und  ist  nach  des  Autors  Ansicht  eigne  Art ; 
von  Icpiitos.  Von  allen  Formen  dieser  Art  habe  ich  nur  robigus  und  ethra  lebend  beobachtet,  die  unter  den  an¬ 
dern  gelbbraunen  Heliconius  Brasiliens,  aber  stets  nur  vereinzelt,  flogen. 

H.  eucoma.  Die  12  Formen,  die  man  von  dieser  x4rt  unterschieden  hat,  bewohnen  das  Amazonas-Tal 
und  Peru  und  gehen  nördlich  bis  Panama.  Die  abgebildete  metalilis  Btlr.  (=  metabilis  Ky.)  (72  e)  erinnert  mdaliUs. 
in  der  äußeren  Erscheinung  an  eine  kleine  und  abgeflogene  telchinia,  mit  der  sie  auch  in  Columbien  zusammen 
fliegt.  Sie  kommt  aber  auch  in  Venezuela  vor  und  selbst  anf  der  Insel  Cura^ao.  Ob  die  Stücke  von  da  in  allen 
Einzelheiten  dem  abgebildeten  gleichen,  kann  ich  nicht  entscheiden,  da  mir  keine  Exemplare  von  der  Insel 


380 


HELICONIUS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


semiflavida.  vorliegeii.  —  Bei  semiflavida  Weym.  {=  daguanus  Stgr.)  ist  die  Sclirägbinde  der  Vflgl  sehr  lebhaft  zitrongelb 
Claudia,  und  die  schwarze  Mittelbinde  der  Hflgl  breiter  als  bei  m.etalilis',  vom  Cauca  und  Dagua  in  Columbien.  —  Clau¬ 
dia  Godni.  u.  Salv.  von  Panama  hat  eine  dunklere,  mahagonibraune  statt  gelbbraune  Grundfarbe.  Durch  die 
Zurückbildung  der  Mittelbinde  der  Hflgl  entsteht  infolgedessen  eine  große  Aehnlichkeit  mit  Hel.  clara,  mit  der 
cucoma.  cliese  Form  auch  in  Panama  zusammenfliegt.  —  eiicoma  Hhn.  selbst  kommt  in  typischen  Stücken  am  unteren 
Amazonenstrom  vor,  ist  gelblichbraun  mit  oft  sehr  kleinen  gelben  Fleckchen  im  schwarzen  Vflglapex,  der  Vrd 
fließt  mit  dem  Zellfleck  zusammen,  auf  der  Submediana  ein  stets  breiter  Streif,  die  Mittelbinde  der  Hflgl, 
iyndarus.  im  Gegensatz  zur  Claudia  zusammenhängend.  Im  übrigen  der  abgebildeten  Form  tyndarus  Wey7n.  (72  e)  ähn- 
aeroto7nc.  lieh,  aber  nicht  so  dunkel-,  sondern  mehr  gelbbraun,  tißidarus  kommt  von  Bolivien.  • —  aerotome  Fldr.  (72  f, 
irrig  als  g^'adatus  bezeichnet)  von  Peru  und  dem  anstoßenden  Teil  Brasiliens,  ist  gleichfalls  in  der  Grundfarbe 
verdunkelt,  tief  kastanienbraun,  aus  welcher  Grundfarbe  die  gelbe  Schrägbinde  der  Vflgl  und  die  kleinen  Apical- 
flavofas-  fleckchen  lebhaft  hervorleuchten.  —  ab.  flavofasciata  Weym.  ist  eine  Zufallsabänderung  der  typischen  eucoma, 
ciaia.  dieser  bei  Para  zusammen  vorkommt  und  eine  gelbe  Vorderbinde  der  Hflgl  zeigt,  wodurch  große  Aehnlich- 

ethdla.  keit  mit  einigen  gleichzeitig  an  der  Amazonasmündung  fliegenden  Ithomiiuae  entsteht.  —  ethilla  Godi.  gehört 
fJavidus.  hierher  und  ist  wohl  identisch  mit  der  Form  flavidus  Weym. ;  wenn  sich  dies  erweisen  läßt,  würde  diese  Form 
die  zuerst  beschriebene  der  Gruppe  und  dadurch  deren  Tyjjus  sein.  Sie  gleicht  genau  der  semiflavida  Weym. 
hat  aber  nicht  nur  auf  den  Vflgln  viel  Schwefelgelb,  sondern  auch  eine  breite  Hflglbinde  zwischen  Mittel¬ 
binde  und  Costalrand,  so  daß  die  gelbbraune  Grundfarbe  auf  die  Rippen  an  der  Wurzel  der  Vflgl  und 
cc-pludlenia.  einen  Irdstreif  zurückgedrängt  ist;  von  Venezuela.  —  cephallenia  Fldr.  ist  mir  in  Natur  unbekannt;  sie  soll 
die  ganzen  Hflgl  bis  auf  eine  schmale  gelbbraune  Binde  hinter  dem  Vrd  schwarzbraun  haben;  von  Surinam. — 
juntana.  juntana  Riff,  von  West-Columbien  ist  eine  der  se^niflavida  ganz  ähnliche  Form,  deren  Vflgl  ganz  schwarzen 
meutor.  Apex,  ohne  helle  Subapicalflecke,  haben.  ■ — ■  merätor  Weym.  vom  Cauca,  gleicht  der  abgebildeten  metalilis 
(72e),  ist  aber  breiter  gebaut,  hat  rein  schwefelgelbe,  nicht  glasige  oder  überstäubte  Vflglflecke,  die  kleiner 
und  daher  isolierter  sind;  dagegen  zeigt  sich  noch  Schwefelgelb  am  Saum  des  schwarzen  Apicalteils  der  Vflgl; 
die  Hflgl-Mittelbinde  öfters  in  Fleckchen  aufgelöst.  —  Als  letzte  Form,  die  man  zu  dieser  Formengruppe 
numismati-  gerechnet  hat,  ist  noch  numismaticus  We^jm.  (72  e)  zu  erwähnen,  deren  Abbildung  die  Unterschiede  zeigt; 

■  sie  kommt  am  unteren  Amazonenstrom  vor.  Die  Formen  dieser  Art  scheinen  vereinzelt  zu  fliegen  und  sind 
seltener  in  Sammlungen. 

(iradatus.  H.  gradatus  Wey^n.  (73b)  schließt  sich  durch  die  breite,  kaum  vom  gleichfalls  breiten  Saumschwarz 

getrennte  Mittelbinde  der  Hflgl  an  die  mmiahis-  und  melanoy, s-Fovm.  an.  An  den  rein  schwarzen  Apex  der  Vflgl 
schließt  sich  die  reingelbe  Schrägbinde  und  daran  die  wenig  schwarz  gefleckte,  braungelbe  Grundfarbe.  Von 
thielei.  Pebas  am  Amazonenstrom.  —  thielei  Riff,  von  Cayenne  hat  3  gelbe  Subapicalfleckchen. 

siilphurcus.  H.  sulphureus  Wey^n.  (72  f)  vom  Rio  Negro  in  Brasilien  hat  zu  Schwefelgelb  aufgehellte  Grundfarbe; 

nur  auf  den  Adern  und  längs  des  schwarzen  Submedianstreifs  noch  etwas  Rostgelb. 

paraciisis.  H.  paraensis  Riff,  erinnert  stark  an  eucoma,  ist  aber  größer  und  die  gelbe  Vflglschrägbinde  ist  außen 

mehr  gezähnt  nnd  weniger  scharf  begrenzt.  Der  schwarze  Submedianstreif  läuft  ganz  durch  den  Vflgl  durch.  Das 
Saumschwarz  der  Hflgl  ist  in  der  Saummitte  breiter  als  bei  e^icoma,  die  Mittelbinde  zusammenhängend,  unge¬ 
zähnt,  in  der  äußeren  Hälfte  ca.  3  mm  breit  und  etwas  schmäler  nach  dem  Ird  laufend.  Die  Vflgl  haben  oben 
Apical-,  aber  die  Hflgl  keine  Saumfleckchen;  wohl  aber  sind  solche  auf  der  Unterseite,  wo  das  Wurzelfeld 
latus,  fast  ganz  scliAvefelgelb  ist.  Von  Para.  ■ — ■  Die  Form  latus  Riff,  von  Itaituba  am  RioTapajos  hat  oben  breiteren 
Submedianstreif  der  Vflgl  und  in  der  gelben  Schrägbinde  bräunliche  besonders  auf  den  Adern  deutliche  Bestäu¬ 
bung.  Auf  den  Hflgln  ist  die  Mittelbinde  bedeutend  breiter. 

auUeus.  H.  aulicus  Weyin.,  von  Venezuela  ist  mit  eucoma  verwandt,  der  schwarze  Vflglapex  ohne  helle  Flecke, 

die  schwefelgelbe  Schrägbinde  etwa  Avie  bei  latus  und  nach  außen  etAvas  gezähnt;  der  scliAA^arze  Zellschußfleck 
unregelmäßig,  manchmal  vom  Costaschwarz  getrennt.  Submedianstreif  dünn  beginnend  und  dann  sich  nach 
dem  Außenrd  verdickend.  Mittelbinde  der  Hflgl  aus  länglichen,  nach  der  Flghvurzel  zusammenhängenden 
sobrysi.  Flecken  iind  am  Apex  mit  dem  Costalschwarz  zusammenhängend.  ■ —  zobrysi  Frühst,  von  Matto-Grosso  diffe¬ 
riert  von.  ty[)ischen  aulicus  Riff,  hauptsächlich  durch  reduzierten  Basalstreif  der  Vflglzelle  und  breitere  scliAvarze 
Binden  der  Hflgl. 

.sclmlzi.  H.  schulzi  Riff.  hat  die  schwefelgelbe  Vflglbinde  sehr  breit,  Costa  und  Suinnediana  fein  scliAA^arz,  der 

Keilfleck  klein,  oval,  ohne  Spitze;  Hflgl  fast  wie  bei  silvana  (72  c)  aber  die  Mittelbinde  nicht  gekrümmt,  am  Ird 
getrennt  und  in  kleine  Flecke  auslaufend.  Am  Apex  2  odei  3  große  schAvefelgelbe  Flecke.  Para. 

vetustus.  H.  vetustus  Btlr.  Diese  Form  unterscheidet  sich  vom  abgebildeten  nietellus  Weym.  (72  f)  durch  leb- 

metellus.  orange-,  nicht  kastanienbraune  Grundfarbe.  Vflgl  dem  von  schulzi  ähnlich,  aber  die  gelbe^ Querbinde 

schmäler,  von  Guayana;  die  Form  metellus  mit  größeren  sclnvarzen  Vflglflecken  und  mehr  scliAA^arz  an  Apex 
und  Anahvinkel  der  Vflgl;  vom  unteren  Amazonas. 

H.  novatus.  Unter  den  hierher  gehörigen  Formen  ist  die  prächtigste  niira  Weijm.  (73  a)  von  Peru. 


mira. 


HELICONIUS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


:i8i 


In  dem  schwarzen  Apicalteil  sind  zahlreiche  kleinere  Flecke,  zweireihig  eingestrent,  deren  Schwel'elgelh  sich 
noch  in  den  gelbrot^n  Discalteil  etwas  fortsetzt.  Durch  die  Hflghnitte  zieht  eine  Kette  isolierter  schwarzer 
Flecke  und  im  schwarzen  Hflglapex  steht  ein  lichtes  Tropfenfleckchen.  —  Der  sehr  älndiche  novatus  Bat.  noroius, 

(=  illustris  Weym,.,  spadicarius  Weelcs)  (72  f)  von  Bolivien  und  Pei’u  hat  mehr  ockerig  getrübtes  helleres  Gelh- 

brann  und  das  Schwarz  des  Vflgls  beginnt  sich  zurück  zu  bilden,  so  daß  bereits  eine  schwefelgelbe  Schräghinde 

zum  Vorschein  kommt;  der  Hflgl  genau  wie  bei  mfm.  —  Bei  leopardus  Weym.  (73  a)  von  Bolivien  ist  die  Vflgl-  icojxjrdus. 

schräghinde  bereits  ganz  breit,  lebhaft  zitrongelb  und  ziemlich  gut  abgegrenzt,  so  daß  sie  sich  gegen  die  trübere, 

mehr  zu  Kastanienbraun  neigende  Grundfarbe  scharf  abhebt.  —  ab.  subnubilus  Stich,  von  Peru  und  ab.  ob-  Hvdmiünlu.'i. 

scurioryS^fc/i.  von  Bolivien  sind  auf  dunklere  bzw.  berußte  Stücke  gegründete  Formen,  wie  sie  bei  allengelbbraunen  '^^■‘■^curior. 

Heliconius,  besonders  häufig  und  ausgeprägt  aber  bei  den  narcr/ea-Formen  Vorkommen,  dort  aber  Namen  nicht 

erhalten  haben. 

H.  Urania  Müll.  (=  pasithoe  Cr.,  hecale  F.)  (73  a).  Dieser  nicht  zu  verwechselnde  Falter  wird  in  den  3  umnia. 
neusten  Bearbeitungen  unter  seinen  3  Synonymen  angeführt.  Müller  hat  einen  Heliconius  so  benannt,  dessen 
Abbild  unverkennbar  ist  und  der  durch  Linnes  Pa'pilio  urania  (eine  Tenaris)  nicht  berührt  wird.  Wir  schließen 
uns  darum  Weymers  Gebrauchsweise  an.  Der  Falter  kommt  in  zwei  Formen  vor;  er  ist  schwarz  mit  trüb 
weißer,  schwarz  gefleckter  Vflglschrägbinde  und  3  weißlichen  Subapicalfleckchen.  •  Bei  der  typischen  Form  von 
Guayana  ist  die  Grundfarbe  oben  rabenschwarz,  bei  fulvescens  Lathy  (73  a)  vom  Demerara  ist  der  innere  Teil  iulvcsccns. 
der  Figl  brauiV  überlagert.  Der  Falter  gehört  zu  den  weniger  häufigen  Heliconius- Arien. 

H.  aristiona.  Die  fast  20  hierher  gerechneten  Formen  dürften  kaum  alle  zu  einer  Spezies  gehören  und 
die  meisten  sind  geographisch  scharf  geschieden.  Dabei  kommt  es  viel  weniger  auf  die  klimatischen  Verhält¬ 
nisse  des  Heimatortes  an,  als  darauf,  welches  Modell  dort  fliegt,  bzw.  wie  die  dort  vorkommenden  Falter  aus 
der’Familie  der  Danaidae  aussehen.  Die  typische  aristiona  Heiv.  (73  d)  stammt  von  Bolivien  und  Peru  und  aristiona. 
fliegt  dort  nur  da,  wenn  auch  nicht  überall,  wo  sich  die  sehr  gemeine  Melinaea  molftone  (32  e)  herumtreibt. 

Dort  üiegt  ja,  eiuch  31  echariitis  decephis,  Hyposcada  fallax  {38  c),  Ceratinia  semifulva  (34  d),  Eresia  mtcrena  (91c) 
eine  ähnliche  Zampeto-Form  der  Gattung  Eueides  usw. ;  ja  man  findet  Stellen,  wo  die  Mehrzahl  aller  gemeinen 
Falter  wie  ein  H.  aristiona  aussieht,  obwohl  nur  die  wenigsten  Individuen  sich  noch  dem  Einfangen  als  solche  er¬ 
weisen.  Sehr  ähnlich  dieser  typischen,  ganz  unverkennbaren  aristiona  ist  die  Form  bicolorata  Btlr.  (=  peruana  Mcotoraia. 
Hpffr.)  (73  d),  gleichfalls  aus  Perir;  hier  ist  der  schwarze  Apex  ziemlich  gerade  gegen  den  rotgelben  Discus 
abgegrenzt  und  das  Braun  erreicht  in  Zelle  1  und  2  (d.  h.  zwischen  Submediana  und  den  Medianästen)  den 
Außenrd.  —  splendida  Weym.  (73  d)  ist  wie  aristiona,  aber  Vflglwurzel  und  Hflglspitze  schmutzig  kastanien- 
hraun  überlagert;  von  Bolivien.  —  timaeus  Riff.  (73  d)  von  Peru  hat  den  Vflgl  wie  aristiona  typtica,  nur  etw^as  timaeus. 
stärker  schwarzfleckig;  dafür  ist  aber  der  Hflgl  nicht  schwarz,  sondern  gelbbraun,  wie  der  Vflgl  mit  einer  in¬ 
kompletten  Binde  und  einer  ebenso  unvollständigen  Eeihe  von  Mittelflecken,  die  beide  vor  dem  Apicalteil 
erlöschen.  —  Bei  phalaris  Weym.  (73  e)  vom  brasilianischen  Rio  Madeira  ist  der  ganze  Hflgl  tiefschwarz,  bis  jjhalaris. 
auf  den  brennend  gelbroten  Apicalteil,  während  der  sonst  an  aristiona  erinnernde  Vflglapex  sich  von  der  Spitze 
her  gelbrot  aufhellt.  —  Bei  seraphion  Weijm.  (73  c)  von  Iquitos  ist  der  Apex  zwar  schwarz,  aber  vor  ihm  scrapMon. 
liegt  eine,  durch  eine  schwarze  Schrägbinde  scharf  vom  gelbbraunen  Vflgldiscus  geschiedene  ebenfalls  gelb¬ 
braune  Subapicalbinde.  Hier  löst  sich  auch  auf  dem  Hflgl  von  dem  Saumschwarz  eine  schwarze,  durch  die  gelb¬ 
braune  Grundfarbe  abgetrennte  Mittelbinde  los;  zweifellos  unter  Einfluß  gewisser  an  gleicher  Stelle  fliegender 
H eliconius-'F ormen  aus  andern  Gruppen,  mit  denen  dadurch  eine  so  große  Aehnlichkeit  entsteht,  daß  beide 
im  Flug  kaum  zu  unterscheiden  sind.  —  arcuella Dmce  (73  c)  von  Ecuador  ist  ähnlich,  aber  feuriger  gelb;  ihre  arcuella. 
Zeichnung  fast  genau  wie  die  der  folgenden  Form  aurora,  aber  der  Vflglapex  ist  ganz  anders.  ■ —  aurora  Bat.  aurora. 

(73  b)  würde  der  aristiona  gleichen,  hat  aber  einen  zitrongelben  Schrägfleck  im  Vflglapex  und  erhält  dadurch 

ein  ganz  anderes  Aussehen.  — ■  Bei  elegans  Weym.  (73  c)  von  Peru,  Bolivien  und  Amazonas  ist  gleichfalls  der  dajans. 

zitrongelbe  Schrägfleck  im  Apex  vorhanden ;  dieser  ist  aber  nicht  durch  seine  breite  schwarze  Schrägbinde  vom 

gelbbraunen  Apicalteil  getrennt,  sondern  geht  direkt  in  diesen  über,  von  einigen  schwarzen  Schuppenwölkchen  ■ 

auf  der  Färbungsgrenze,  die  sich  manchmal  finden,  abgesehen.  Ein  auffälliger  Unterschied  zwischen  elegans 

und  aurora  besteht  außerdem  auf  dem  Hflgl  in  der  Abtrennung  der  schwarzen  Mittelbinde  vom  Saumschwarz 

durch  ein  Band  der  gelbbraunen  Grundfarbe.  —  euphrasius  Weym.  (73  b)  von  Columbien  und  Ecuador  dürfte  caphrasius. 

wohl  kaum  zu  dieser,  viel  eher  zur  nächsten  Formengruppe  gehören.  Der  Vflgl  gleicht  dem  eines  novatus  ohne 

Apicalflecke,  der  Hflgl  aber  zeigt  ein  sehr  eigentümlich  gelagertes,  nämlich  vom  Anahvinkel  nach  der  Vrds- 

mitte  ziehendes  schmutzigbraunes  Band,  das  die  Hflglwmrzel,  wie  auch  einen  großen  Fleck  im  unteren  Hflglteil 

schwarz  berußt  läßt.  Auch  der  Vflgl  ist  rußig  sclwärzlich  überlagert.  —  lenaeus  Weym.  (73  e)  von  Ecuador,  Icnacas. 

Peru  und  Columbien  hat  dem  exiphrasius  ähnlich  gezeichnete  Vflgl,  doch  sind  diese  in  der  Grundfarbe  leibhaft 

gelbbraun,  nicht  schwarz  überrußt ;  die  zitrongelbe  Schrägbinde  ist  schmäler,  die  sclnvarzen  Discalflecke  kleiner, 

der  Submedianstreif  stark  reduziert.  Ganz  anders  smd  die  Hflgl,  nämlich  einfarbig  gelbbraun,  nur  zuweilen 

mit  einer  dunklen  Punktreihe  durch  die  Mitte.  Hierdurch  entsteht  eine  überaus  auffallende  Aehnlichkeit  dieser 

Form  mit  der  gleichfalls  in  Ecuador  fliegenden  Melinaea  zaneka  (32  e).  Genan  so  harmoniert  die  Form 

tarapotensis  Riff,  von  Tarapoto  mit  der  ebenda  fliegenden  Melinaea  tarapotensis  Haensch.  einer  Form  des  Mel. 

menophilus  (32  e).  Sie  hat  nämlich  im  Wurzelteil  der  Hflgl  schw'arze  Fleckenreihen,  die  aber  nur  bis  etwa  zur 


382 


HEL1C0NIU8.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


cuphone.  Flglinitte  reichen.  —  euphoiie  Flclr.,  gleichfalls  vom  nordösl liehen  iShdamerika  und  dort  weit  verbreitet,  ist 
wie //eh  tarapote7isis,  aber  das  Schwarz  kräftiger,  ausgedehnter  und  die  Hflglbinde  nicht  injr  eme  halbe  Flecken¬ 
binde,  sondern  zu  einem  Mittelband  verlängert  und  zusammenhängend,  wodurch  Aehnlichkeit  mit  stark  gezeich- 
preliosus.  neteii  Melm.  ■menophilus  entsteht.  —  Diese  findet  sich  auch  bei  pretiosus  Wei/7n.  (32  e)  wo  die  Hflglbinde  fast 
staudingeri.  komplett,  gleichzeitig  aber  der  Vflglapex  rotgelb  aufgehellt  ist;  von  Sarayacu  in  Peru.  —  staudingeri  Wey^n. 
messene.  (73  e)  ist  etwas  größer  und  die  schwarzen  Vflglflecke  hängen  mehr  zusammen;  Huallaga.  —  messene  Fldr., 
einer  der  gemeineren  Bogota-Falter,  der  hauptsächlich  die  höher  gelegenen,  mehr  offenen  Landschaften  Colum¬ 
biens  l)ewohnt,  stellt  eine  verschwärzte  eupJione  dar;  auf  den  Vflgln  ist  der  ganze  Apical-  und  Basalteil  schwarz, 
so  daß  nur  eine  innen  braune,  außen  gelbe  Binde  bleibt;  der  Hflgl  vorwiegend  braunschwarz.  Es  entsteht  so  eine 
Aehnlichkeit  mit  den  hiernach  benannten  Mechanitis  messenoides  (33  f)  und  Melmaea  ?nessenina,  einer  der  mo- 
thone  (32e)  ganz  älndiche,  aber  durch  die  außen  zitrongelbe  Vflglbinde  unterschiedene  Danaide.  Hel.  messene, 
Melin.  messennia  und  Mech.  messenoides  fliegen  alle  zusammen  und  sind  im  Fluge  nur  durch  die  Größe  zu  unter- 
idalion.  scheiden.  —  idalioii  Weym.  ist  der  euphone  ül)eraus  nahe;  die  einzig  wesentlichen  Unterschiede  sind  die  sehr 
deutlichen  Apicalflecke  der  Vflgl,  deren  3  obere  fast  Zusammenhängen,  während  der  untere  klein  ist,  sowie  der 
jloridus.  breitere  Submedianstreif  und  Zellkeil.  Von  Columbien.  —  Als  letzte  Form  dieser  Reihe  registrieren  wir  floridus 
Weym.  (73  c),  weit  verbreitet  im  nördlichen  Südamerika  und  besonders  von  Bolivien  und  Peru  bekannt.  Sie 
ist  kenntlich  daran,  daß  der  Vflgl  2  durch  die  gelbbraune  Grundfarbe  geschiedene  zitrongelbe  Fleckenbinden 
in  seinem  Apicalteil  trägt. 

ithaka.  H.  ithaka  Fldr.  (73  f).  Diese  Art  von  Columbien  ähnelt  im  Vflgl  dem  euplirasius  (73  b)  aber  das  Gelb¬ 

braun  der  Grundfarbe  ist  reiner  und  nur  wenig  verdüstert.  Der  Hflgl  aber  ist  ganz  schwarz  bis  auf  einen  rotgelben 
vittatus.  Wisch  hinter  der  Zelle  und  3  bis  5  weiße  Fleckchen  vor  dem  Außensaum.  —  ab.  vittatus  Btlr.,  gleichfalls 
von  Columbien,  hat  ebensolche  Vflgl  wie  ithaka,  aber  die  Hflgl  sind  aufgehellt,  nicht  ganz  schwarz,  sondern 
mariics.  mit  schwarzer,  aus  oben  zusammenhängenden  Flecken  bestehender  Mittelbinde.  —  Bei  ab.  marius  Weym. 
(73  b)  ist  das  Schwarz  noch  mehr  reduziert,  die  Vflglflecke  sind  kleiner  und  die  Flecke  der  Hflglmittelbinde 
getrennt;  von  Columbien,  besonders  Muzo,  San  Martin,  früher  viel  in  den  sogen.  ,,Bogota“-Sammlungen.  — 
cajetani.  cajetaili  Neust,  ist  wie  ty|)ische  ithaka,  aber  der  schwarze  Medianfleck  gabelt  sich  und  fließt  in  Zelle  4  mit  dem 
Außenrd  zusammen,  wodurch  in  dieser  Zelle  ein  schwefelgelber  Fleck  der  Schrägbinde  isoliert  wird.  Der  Rand¬ 
fleck  in  Zelle  3  ist  gleichfalls  sehr  groß,  mit  dem  Ausläufer  des  oberen  Medianflecks  zusammenfließend;  im 
Vflglapex  3  gelbe  Flecke.  Columbien.  —  ithaka  scheint  ziemlich  häufig  zu  sein  und  in  den  Tälern  um  den  Fuß 
des  Monte  Tolima  bald  in  dieser,  bald  in  jener  Form  zu  fliegen. 

H.  pardalinus.  Die  Formen  dieser  Art  bewohnen  das  Gebiet  südlich  vom  Fluggebiet  der  vorigen,  näm- 
dilahis.  lieh  das  Amazonastal,  Ecuador,  Peru  und  Bolivien.  —  dilatus  Weym.  (73  e)  von  Peru  und  Ecuador  ist  trüb 
gelbbraun,  die  Vflgl  lebhaft  schwarz  gefleckt,  der  gelbbraune  Apex  mit  zitrongelben  Fleckchen  in  variabeler 
radiosus.  Größe  und  Zahl  und  von  schwarzen  Adernstreifen  durchschnitten.  —  radiosus  ßtlr.  ist  kaum  verschieden, 
in  Farbe  meist  trüber,  mit  breiter  schwarzem  Saum  und  Mittelbinde  der  Hflgl.  Dadurch  entsteht,  besonders 
wenn  die  zitrongelben  Apicalflecken  der  Vflgl  etwas  groß  geraten  sind,  täuschende  Aehnlichkeit  mit  der  Form 
purdalinus.  floridus  der  vorigen  Gruppe.  —  pardalinus  Bat.  vom  oberen  Amazonas  ist  wie  radiosus,  aber  die  Grundfarbe 
noch  dunkler  braun,  was  die  meist  breitere  weißlichgelbe  Schrägbinde  der  Vflgl  lebhafter  hervortreten  läßt. 
Auch  ist  der  Apex  selbst  bei  pardalinus  stets  ganz  schwarz,  während  bei  radiosus  und  dilatus  in  der  Vflglspitze 
tuccsccm.  nochmals  rostbraune  Wischfleckchen  eingelagert  sind. — lucescens  Weym  .  vom  unteren  Amazonas  (besonders  aus 
der  heliconidenreichen  Gegend  von  Santarem)  die  aber  auch  als  Aberration  einzeln  neben  der  t^^iischen  Form 
am  Oberlauf  des  Riesenstroms  vorkommt,  hat  stark  vermehrtes  Zitrongelb  in  der  Figlspitze,  das  mitunter 
maeon.  bindenartig  bis  über  die  Submediana  herabreicht  und  zu  Beinweiß  verbleichen  kann.  —  niaeoil  Weym.,  deren 
Vaterland  nicht  angegeben  ist,  die  aber  sicher  vom  Amazonas  stammt,  gleicht  ganz  dem  dilatus,  aber  die  braiine 
Schrägbinde  der  Vflgl  ist  schmäler,  mehr  in  Flecke  aiifgelöst,  die  schwarzen  Discalflecke  der  Vflgl  groß,  zusam- 
iiihorcidcs.  menhängend,  die  Hflglmittelbinde  in  dreieckige  Flecke  zerteilt.  —  tithoreides  Stgr.  von  Peru  gleicht  dem  ra¬ 
diosus,  ist  aber  größer,  breitflügliger,  das  Schwarz  vermehrt,  die  Zeichnung  ziisammenhängender  und  Hflgl¬ 
mittelbinde  gleichmäßiger  und  kontinuierlich. 

H.  fortunatus.  Bei  der  großen  Variabilität  der  Zeichnung  bei  dieser  Gattung  mag  es  schwer  zu  entschei- 
spuritis.  den  sein,  ob  die  beiden  Formen  dieser  Art  nicht  in  den  Formenkreis  einer  andern  einzureihen  sind.  —  spu- 
rius  Weym.  (74  a)  vom  unteren  Amazonas  gleicht  bis  auf  den  Apicalteil  der  Vflgl  sehr  dem  floridus  (73  c) ;  im  Apex 
aber  steht  eine  zitrongelbe  Fleckenreihe  und  dieser  Apex  selbst  ist  durch  eine  Schrägbinde  vom  discalen  Gelb¬ 
braun  geschieden.  Bemerkenswert  ist  der  sehr  horizontale  Verlauf  dieser  sonst  meist  steiler  stehenden  Schräg- 
fortunatus.  binde,  die  hier  von  der  Costamitte  nach  der  Saummitte  gerichtet  ist.  ■ —  fortunatus  Weym.,  von  Villa-Bella 
am  unteren  Amazonas,  hat  die  gleiche,  stark  liegende  Schrägbinde,  aber  die  apicale  Fleckenreihe  fehlt  und  die 
schwarze  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  stark  gezähnt. 

sergestus.  H.  sergestus  W eym.  (74  a)  die  Art  dürfte  der  südliche  Vertreter  der  vorigen  Gruppe  sein ;  sie  stammt  von 

Peru,  von  wo  sie  Garlepp  vom  Tarapoto  brachte.  Der  vorigen  Form  ähnlich,  auch  so  feurig  rotgelb,  der  Apex 


HELTCONIUS.  Von  T)r.  A.  Seitz. 


3X3 


stets  fleckenlos  schwarz  wie  hei  typischen  fortunatus,  die  zitrongen)e  Vflglhindc  etwas  steiler  und  seliniälo-, 
die  Hflgl  sehr  lebhaft  rotgelb  mit  schmaler  Mittelhinde  und  schmalem,  nach  innen  etwas  zerfetzhun  »Saumschwarz. 

H.  ennius  Weym.  (74  a).  Vom  Amazonas.  Die  Farben  schwarz,  gelbbraun  und  zitrongelb  älinlieli  enniuf^. 
wie  bei  den  vorigen  verteilt;  aber  sofort  dadurch  zu  unterscheiden,  daß  die  zitrongelbe  Vflglhindc  steiler,  etwas 
gekrümmt  ist  und  nicht  so  nahe  an  die  Außenrdsmitte  reicht.  Ihr  folgt  eine  8uba])icalreihe  kleiner  weiß(U- 
Fleckchen,  dann  aber  tritt  unmittelbar  vor  dem  Außenrd  nochmals  eine  Reihe  lichter  Fleckchen  auf,  die  bei 
der  typischen  Form  ziendich  komplett,  bei  der  viel  stärker  schwarzgezeichneten  Form  nigrofasciatus  Weytn.  nir/rofa.scui- 
(74  a)  vom  Rio  Madeira  inkomplett  oder  verloschen  ist.  Bei  dieser  letzteren  Form  ist  auch  die  gekrümmte 
zitrongelbe  Schrägbinde  durch  das  vermehrte  Schwarz  eingeengt  und  innen  unregelmäßig  begrenzt.  Die  Ilflgl 
sind  aber  in  beiden  Formen  gleich :  Sie  haben  eine  ziemlich  breite,  isolierte,  außen  gezackte  Mittelbinde  und  einen 
nach  innen  großzackigen,  breiten  mit  weißen  Saumfleckpaaren  gezierten  Außenrd. 

H.  quitalena.  In  der  t3rpischen  Form  dieser  Gruppe  tritt  uns  hier  ein  ziemlich  von  den  seither  bespro¬ 
chenen  Formen  abweichendes  Zeichnungsmuster  entgegen.  Vor  allem  ist  schon  die  Grundfarbe  der  ISamens- 
form  quitalena  Heio.  (73  f)  etwas  anders,  weniger  bohngelb  oder  ockerbraun,  vielmehr  lebhafter  orangerot.  quitalena. 
Der  schwarze  Apicalteil  des  Vflgls  führt  2  ungefähr  gleichweit  vom  Saum,  vom  Discusrot  und  von  einander 
entfernte  zitrongelbe  Fleckenbänder;  der  Hflgl  hat  eine  fast  rudimentäre,  aber  dennoch  zusammenhängende 
Mittelbinde  und  weiße  Saumfleckenpaare  in  schmalem  Randschwarz.  —  Bei  felix  Weym.  (74  b)  von  Bolivien  felix. 
und  Peru  taucht  am  Außensaum  der  Vflgl  nochmals,  eine  dritte  Fleckenkette  auf  und  die  Hflgl-Mittelbinde 
zerfällt  in  kleine  schwarze  Keilchen.  —  consors  Weipn.  (74  b)  hat  im  ganzen  vermehrtes  Schwarz,  doch  sind  die  consors. 
Zeichnungen  immer  noch  so  dünn,  daß  die  sehr  lebhaft  rotgelbe  Grundfarbe  richtig  zur  Geltung  kommt.  Da¬ 
gegen  sind  die  hellen  Apicalfleckchen  der  Vflgl  stark  reduziert,  nur  noch  eine  Reihe  und  Spuren  einer  zweiten 
bildend;  wie  die  vorige  von  Peru  und  Bolivien.  —  sisyphus  Salv.  von  Peru  ist  wie  fel^x,  aber  die  Grundfarbe  sisyphus. 
dunkler,  stumpfer,  die  Schrägbinde  der  Vflgl  nicht  schwefelgelb,  sondern  von  der  Grundfarbe.  —  jonas  Weym.,  jonas. 
ebenfalls  von  Peru,  wird  gleichfalls  für  eine  felix  angesehen,  von  sehr  satt  gelbbrauner  Grundfarbe  und  das 
Schwarz  so  vermindert,  daß  die  schwarze  Teilung  der  Schrägbinde  wegfällt  und  diese  daher  breit  und  ungeteilt 
gelb  den  Figl  durchzieht.  — ■  versicolor  Weym.  (74  b)  vom  Rio  Madeira  ist  sofort  zu  kennen  an  den  ockergelben  rersicolor. 
Einlagerungen  in  den  Vflglapex,  der  dadurch  ganz  bunt  braun,  schwarz  und  zitrongelb  gescheckt  erscheint 
und  an  die  gleichen  Verhältnisse  von  dilatus  (73  e)  erinnert. 

I  -  I H.  anderida.  Die  hierher  gerechneten  Falter  bilden  in  Färbung  und  Zeichnung  sehr  stark  von  einander 
abweichende  Formen,  die  eine  auf  anatomische  Untersuchungen  gegründete  Revision,  die  bis  heute  noch  fehlt, 
wohl  kaum  alle  beieinander  belassen  wird.  Die  Namenstyjie  anderida  Hew.  (73  f)  ist  lebhaft  rotbraun,  der  Vflgl  andervla. 
im  Basalteil  brennend  fuchsrot.  Die  Apical-  und  Schrägbinden  beginnen  sich  in  eine  ganze  Anzahl  zerstreut 
stehender  lichter  Fleckchen  aufzulösen ;  der  Submedianstreif  ist  linienhaft  dünn,  die  Hflglmittelbinde  schmächtig. 

Die  Art  ist  weit  verbreitet,  ihr  Fluggebiet  erstreckt  sich  von  Venezuela  über  Columbien  und  Zentral-Ainerika 
bis  Honduras,  sie  scheint  aber  lokal.  — •  Von  ihr  weit  entfernt  ist  Clara  F.  (—  melicerta  Bat.)  (73  f)  von  Guayana,  dara. 
Columbien  und  Panama,  die  zweifellos  mimetisch  verändert  und  dadurch  dem  Tyj^us  so  unähnlich  geworden  ist. 

Clara  ist  weit  stumpfer  braun,  die  Vflgl  mit  ganz  gering  geflecktem,  breit  schwarzem  Apex  und  unregelmäßiger, 
vom  Zellschlußfleck  geteilter  Schrägbinde,  die  Hflgl  ohne  Mittelbinde,  aber  außen  breit  schwarz.  Von  ganz 
gleichartigen  Faltern,  die  die  Flugplätze  mit  ihr  teilen,  zählen  wir  Melinaea  idae  (33  c),  MecJianitis  macrinus 
(34  b)  und  Callithomia  beronilla  (36  c)  auf.  —  semiphorus  Stgr.  von  Columbien  ist  wie  clara,  aber  die  Hflgl- .scmip7iows. 
saumbinde  schmäler  und  von  ihr  zweigt  sich  am  Apex  eine  Mittelbinde  ab,  die  sich  flügeleinwärts  in  Flecke  auf¬ 
löst.  —  holcophorus  Stgr.  (74  b)  von  Columbien  nähert  sich  wieder  dem  Typiis,  hat  aber  eine  wenn  auch  un-  holcopho- 
regelmäßig  zerklüftete,  doch  sehr  lebhaft  zitrongelbe  Schrägbinde,  die  aber  nur  bis  zum  unteren  IMedianast 
reicht  und  da  sich  scharf  gegen  die  stumpf  gelbrote  Grundfarbe  absetzt.  —  annetta  Riff.,  gleichfalls  von  Co-  annetta. 
lumbien,  hat  die  Vflgl  wie  anderida  gezeichnet,  während  die  Hflgl  das  auffällige  Motiv  von  semiphorus  tragen. 

—  albucilla  Bat.  von  Panama  ist  genau  wie  anderida,  aber  die  Apicalfleckchen  und  die  Schrägbinde  weiß  anstatt  albucilla. 
gelb.  —  zuleika  Hew.  (74  c)  von  Zentral- Amerika  ist  durch  Mimikry  so  verändert,  daß  man  kaum  noch  an  zuleika. 
Artgemeinschaft  mit  anderida  glauben  kann.  Sie  hat  ganz  das  in  Zentral-Amerika  beliebte  Kleid  von  Calli¬ 
thomia  hezia  (36  b),  Ceratinia  callispila  (35  a)  und  Dircenna  celemia  (37  c)  angenommen,  wenn  sie  auch  größer 
ist  als  diese.  Der  Vflgl  ist  tiefschwarz,  an  Wurzel  und  Ird  stumpf  rotbraun  überlagert,  der  Apex  stark  gelb 
gefleckt,  oder  auch  mit  weißen  Flecken,  welche  Form  man  als  ab.  albipunctata  Riff.,  Avie  sie  besonders  vom  alhipanc- 
Chiriqui-Vidkan  kam,  bezeichnet  hat.  —  chrysantis  Godm.  u.  Sa.lv.  von  Nicaragua  hat  die  Vflglflecke  zu  Ketten 
vereinigt  und  durch  die  Hflglzelle  zieht  eine  schwefelgelbe  Binde.  —  xanthica  Bat.  von  Panama  ist  ähnlich  .ranthica. 
der  zuleika  (74  c)  aber  nicht  nur  der  Wurzelteil  der  Vflgl  braun,  sondern  deren  ganzer  Innenteil,  so  daß  noch 
der  Zellschluß  als  schwarzer  Fleck  in  braunem  Grunde  steht.  — ■  jucunda  Bat.,  wie  die  vorigen  aus  Panama,  jucunäa. 
gleicht  ganz  der  xanthica,  nur  ist  die  Grundfarbe  dunkler  braun  \ind  die  Apicalflecke  sind  weiß  statt  gelb.  — 

Völlig  verschwärzt  in  der  Grundfarbe  ist  fornarinaHe»’.  (74c)  von  Guatemala;  dagegen  haben  sich  hier  die  Apical-  fornarina. 
flecken  und  die  lebhaft  zitrongelbe,  zerklüftete  Vflglschrägbinde  erhalten.  — ■  discomaculatus  Weym.  bildet  di<!comacu- 
gewissermaßen  eine  Mittelform  zwischen  2 ;i/efKnnid  fornarina  [Hc)  ]  sie  gleicht  der  letzteren,  hat  aber  noch  braune 


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HELICONIUS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


muzoensis.  Hflgl  und  braune  Auflagerungen  in^der  Submediangegend  der  Vflgl;  von  Honduras.  —  ab.  muzoensis  Neust. 

von  Muzo  in  Columbien  schließlich  ist  wie  clara,  nur  daß  auf  dem  Vflgl  noch  eine  zweite  Reihe  von  5  gelben 
Subapicalfleckchen  auf  tritt.  — ■  Die  meisten  Formen  der  Art  sind  an  ihren  Flugplätzen  ziemlich  häufig. 

H.  cydno.  Bei  den  Faltern  dieser  Gruppe,  zu  der  Riffarth  in  seiner  klassischen  Ai’beit  über  die  Heli- 
conius-Formen  gegen  20  Formen  stellt,  finden  wir  mit  einziger  Ausnahme  der  galanthus  eine  helle,  weiße,  zitron- 
gell)e  oder  matt  bläuliche  Hflglbinde,  die  aber  ihren  Platz  auf  dem  sonst  schwarzen  Hflgl  sehr  wechselt.  Die 
Vflgl  tragen  auf  schwarzem,  oft  schön  blauglänzendem  Grunde  fast  stets  zitrongelbe  oder  weiße  Binden  oderFlek- 
hrrmogenes.  keil.  —  heriTiogenes  Hew.  (74  d)  aus  dem  Cauca-Tal  hat  den  Apicalteil  der  schwarzen  Vflgl  weiß  gefleckt,  wie  bei 
der  weißfleckigen  Aberration  der  zuleika',  die  Hflgl  führen  eine  hellgelbe  Submarginalbinde,  die  etwa  3  bis  4  mm 
vom  Saum  absteht.  Dadurch  entsteht  ein  sehr  getreues  Bild  der  Tithorea  humboldti  (32  a)  oder,  bei  reinweißer 
Fleckung,  von  deren  Abart  albomaculata  Hsch. ;  aber  nur  auf  der  Oberseite  der  Figl  (es  gibt  auch  einen  Heliconier, 
galanthus.  der  auch  die  Unterseite  dieser  Danaide  genau  koaliert).  —  galanthus  Bat.  (74  d)  von  Zentral-Amerika 
(und  Peru  ?)  ist  oben  prachtvoll  scliAvarzblaii  mit  sehr  breiter  weißer  Keilbinde  der  Vflgl  und  weißer  Saum¬ 
fleckenbinde  der  Hflgl.  Er  gleicht  oben  genau  dem  Hel.  leuce  (77  e)  bis  auf  die  hier  fehlenden  Hflglsaum- 
flecke ;  unten  aber  sieht  er  ganz  anders  aus  und  zeigt  quer  über  die  Zelle  und  rund  vor  dem  Außenrd  braune 
Bogenstreifen.  In  Honduras  trifft  man  oft  die  beiden,  verwandtschaftlich  sich  ziemlich  fernstehenden,  aber 
im  Fluge  nicht  unterscheidbaren  Heliconius-Arten  am  gleichen  Blütenbusch  und  an  der  gleichen  Blüte.  — 
zelinde.  zelinde  Btlr.  (74  d)  ist  eine  gabmthus-Fonn  aus  West-Columbien,  bei  der  die  weißen  Marginalflecke  der  Hflgl 
siübeli.  unten  erhalten  sind,  aber  oben  nur  ganz  matt  von  der  Unterseite  her  durchschlagen.  —  stübeli  Biff.  ist  ein 
galanthus  mit  gleichmäßigerer  Vflglbinde,  die  nicht  in  die  Zelle  vorstößt,  dafür’  aber  haben  die  Vflgl  2  Reihen 
dioircpJies.  weißer  Saumfleckchen ;  Costa  Rica.  ■ — •  diotrephes  Hew.  hat  oben  weiße  Saumpunkte  der  Vflgl  und  unten  einen 
chioneus.  gelben  Vrdsstreif  der  Hflgl;  sonst  wie  galanthus-,  von  Nicaragua  und  Guatemala.  — •  Bei  chioneus  Bat.  (74c) 
ist  die  weiße  Vflglbinde  schmäler,  gleichmäßiger  als  bei  galanthus,  und  die  Hflglsaumflecke  fügen  sich  zu  einem 
submarginalen  Band  zusammen  und  sind  gleichfalls  weiß ;  von  West-Columbien  und  Panama.  —  Bei  der  typischen 
cydno.  cydno  Dbl.  'u.  Hew.  (74d)  ist  die  Vflglbinde  gelb ;  von  Columbien,  wo  das  Tier  weit  verbreitet,  sehr  gemein  und  fast 
hahneli.  hl  jeder  Sendung  sogenannter  ,, Bogota-Falter”  enthalten  ist.  —  hahnell  Stgr.  (74  c)  von  Merida  in  Venezuela, 
durch  Dr.  Hahhel  entdeckt,  hat  die  gelbe  Vflglbinde  verschmälert,  aber  noch  einige  Fleckchen  direkt  vor  dem 
alithea.  Apex.  • —  alithea  Hew.  von  Ecuador  ist  fast  wie  hahneli,  aber  die  Submarginalflecke  der  Hflgl  bilden  eine  breite 
hroncus.  Außenrdsbinde  und  lassen  zwischen  sich  und  dem  Saum  kein  Schwarz  mehr. — ■  broncus  Stich,  ist  eine  alithea 
haenschi.  die  statt  des  gleichmäßigen  Hflglbandes  getrennte,  dreieckige  Saumflecke  hat.  —  haenschi  Biff.  von  Balza- 
tcmcrinda.  bamba  in  Ecuador,  von  R.  Haensch  entdeckt,  ist  eine  alithea  mit  weißer  statt  gelber  Vflglbinde.  —  temerinda 
Hew.  (=  tamarinda  Ky.,  ternierinda  Biff.)  (74  e)  von  Columbien  hat  eine  zitrongelbe  Hflglbinde,  die  aber  vom 
Saum  abgerückt  ist;  die  Vflglschrägbinde  ist  der  von  hahneli  ähnlich,  etwas  geschwungen,  und  im  Apex  zeigen 
sich  oft  Pünktchen;  die  Farbe  der  Vflglbinde  ist  entweder  weiß  oder  zitrongelb  (=  flavifascia  nom.  nov.).  Bei 
epicydnidcs.  epicydnldes  Stgr.  (74  e)  vom  Rio  Dagua  und  dem  Cauca-Tal  ist  die  Vflglbinde  in  2  zitrongelbe  Schrägbinden 
subcydnides. zerlegt-,  das  Hflglband  zeigt  am  Saum  zuweilen  schwarze  Fleckchen.  ■ —  Bei  subcydnides  Stgr.  von  der  gleichen 
cydnides.  Lokalität,  rückt  die  weiße  Hflglbinde  noch  weiter  vom  Saume  ab;  —  bei  cydnides  Stgr.,  gleichfalls  von  Colum- 
toeymeri.  bien,  liegt  diese  Binde  etwa  i  mm  vom  Rande  ab  und  ist  so  breit  wie  bei  cydno.  —  weymeri  Stgr.  (74  e)  aus 
dem  südlichen  Cauca-Tal  und  vom  Rio  Dagua  hat  die  Vflgl  wie  epicydnldes,  aber  keine  Randbinde  der  Hflgl; 
diese  führen  vielmehr  beiderseits  eine  gerade,  breite,  etwas  zugespitzte  Mittelbinde,  die  gleich  hinter  der  Wurzel 
die  Zelle  kreuzt.  —  Zuweilen  führen  die  Vflgl  statt  der  Binden  einen  größeren  weißen  Mittelfleck  und  auf  der 
Unterseite  haben  alle  Figl  eine  Reihe  runder,  weißer  Submarginalflecke;  dies  ist  ab.  submarginalis  Fassl  i.  l. 
(74  e);  dann  können  aber  auch  die  Vflgl  beiderseits  ganz  schwarz,  die  Hflgl  wie  bei  weymeri  sein;  dies  ist  ab. 
gustavi.  gustavi  Stgr.  (74  f). 

pachinus.  H.  pachinus  Salv.  (74  f).  Diese  Art  steht  ganz  allein  und  hat  eine  sehr  charakteristische  Zeichnung. 

Oberseite  schwarz,  Vflgl  mit  2  Schräg,  Hflgl  mit  einer  Submarginalbinde.  Vom  Chiriqui-Vulkan. 

hcurippa.  H.  heurippa  Hew.  (75  a).  Eine  kleine  Gruppe  von  Arten  bildet  einen  Uebergang  von  der  cydno-  zur 

me/powieae- Gruppe,  indem  an  der  gelben  Vflglschrägbinde  bereits  Rot  erscheint.  Bei  heurippa  von  Columbien 
wcryiickei.  ist  die  Vflglbinde  breit,  halb  gelb,  halb  rot.  —  wernickei  Stgr.  {15  a.)  hat  ähnliche,  etwas  regelmäßigere,  zwei- 
emilius.  farbige  Vflglbinde  und  rein  weißes,  breites  Submarginalband  der  Hflgl ;  —  bei  emilius  Weym.  (74  b  als  fassli)  *) 
ruhellius.  ist  die  zweifarbige  Vflglbinde  verschmälert  und  die  Hflglbinde  graublau  übergossen.  —  rubelHus  Sni.  u.  Ky. 

(74  f)  endlich  hat  den  gelben  Teil  der  ohnehin  schmalen  Vflglbinde  bis  auf  Spuren  geschwunden  und  die  Hflgl 
ganz  schwarz;  alle  aus  Columbien. 

meljyomene.  H.  melpomene  L.  (75  a).  Die  typische  jnelpomene  kommt  in  Guayana,  Nord-Brasilien,  Ecuador,  Peru 

und  wohl  auch  im  anstoßenden  Bolivien  vor.  Sie  ist  in  frischem  Zustande  lebhaft  schwarz  mit  scharlachrotem 
Schrägfleck.  Diese  Farben  schießen  leicht  ab  und  sie  sind  dann  schwarzbraun  und  mennigrot.  So  fängt  man  sie 

*)  Dieses  Tier  wa,r  mir  als  fassli  Weym.  i.  l.  zugegangeii.  Naflidem  die  Tafel  scdioii  gedruckt,  aber  noch  nicht 
ausgegeben  war,  wurde  ein  anderer  Heliconius  als  fassli  beschrieben,  so  daß  der  hierhergehörige  nunmehr  als  emilius  Weym. 
beschrieben  wurde. 


Ausgerjehen  -5.  VI.  1913. 


HELICONIUS.  Voti  Er.  A.  Seitz. 


385 


auch  häufig,  so  kriechen  sie  aber  nicht  aus  der  Ppe;  wohl  aber  wirken  Regen  und  Sonne  sehr  rasch  ver¬ 
bleichend  sclion  beim  lebenden  Falter,  ein  bei  Tropenschmetterlirigen  sonst  nicht  gewöhnliches  Verhalten, 
da  diese  meist  Farben  haben,  die  dem  Wettereinfluß  lange  widerstehen.  Gleichzeitig  und  an  gleicher  Stelle  mit 
melpomeiie  fliegt  eine  ganze  Anzahl  Schmetterlinge  aus  den  verschiedensten  Familien,  so  Pa])ilio,  Pieriden, 
Adelpha,  Eresia  etc.  die  alle  am  gleichen  Platze  karminroten  Bindenfleck  der  Vflgl  auf  schwarzem  Grunde 
tragen.  Ob  alle  die  Heliconius,  die  man  als  Lokal-,  Aberrations-  und  Generationsformen  von  'melpoinene  ange¬ 
sprochen  hat,  wirklich  nur  eine  Art  bilden,  ist  weder  erwiesen  noch  wahrscheinlich.  Rieeakth  stellt  auf  Grund 
eingehender  Untersuchungen  in  seinen  Monographien  der  ,, Heliconius“  gegen  40  Formen  hiei'her,  die  z.  '1'. 
recht  abweichend,  nicht  allehi  in  der  Färbung,  sind.  Ea  aber  andere  Anordnungen,  als  die  RiEFARTiische, 
nicht  eingeführt  sind,  folgen  wir  hier  dieser  sorgfältigen  Arbeit.  —  melpomene  L.  (7o  a)  hat  mäßig  großen 
blutroten  Fleck  (in  den  Sammlungen  meist  scharlachrot  oder  mennigrot),  der  dicht  hinter  der  Costa  beginnt 
und  bis  unter  den  ersten  Medianast  heruntergeht,  indem  er  ziemlich  parallel  mit  diesem  abschneidet  und  einen 
Zipfel  bis  nahe  an  den  Außenrd  sendet.  —  ab.  atrosecta  Riff.  (75  a)  ist  eine  von  Riefarth  aus  Obidos,  von 
Oberthür  aus  französisch  Guayana  erwähnte  Aberration,  die  aber  sicherlich  im  ganzen  Verbreitungsgebiet 
der  Art  angetroffen  ivird;  hier  ist  der  rote  Bindenfleck  durch  die  schwarz  bestäubten  Adern  in  Segmente  zerteilt. 

—  Bei  ab.  melpomenides  Riff.  (75  b)  ist  der  Fleck  verschmälert,  nach  außen  konvex  und  gleichfalls  häufig 
durchbrochen;  von  Guayana  bekannt  geworden.  —  lucinda  Riff.  (75  b)  von  Guyana  und  dem  Amazonenstrom 
hat  die  Binde  nach  innen  unregelmäßig  begrenzt  und  in  ihrem  innern  obern  Teil  zitrongelb  aufgehellt.  —  Bei 
karschi  Riff.,  von  Guayana  und  dem  untern  Amazonas  ist  die  Binde  oben  gelb  und  unten  rot.  —  lucia  Cr. 
(75  b)  hat  die  Binde  außen  und  unten  rot,  innen  und  oben  gelb ;  es  steht  aber  vor  der  Binde  in  der  Zelle  noch  ein 
zitrongelber  Querfleck;  Guayana,  Amazonas.  —  melanippe  Riff.  (75  b)  hat  den  Querfleck  in  der  Zelle,  wie  auch 
die  (meist  verschmälerte)  Binde  gelb,  oft  noch  mit  Spuren  von  Rot.  Eiese  surinamsche  Abart  bekommt  dadurch 
Aehnlichkeit  mit  der  im  Westen  Süd-Amerikas  lebenden  Form  timareta,  unterscheidet  sich  aber  leicht  durch 
Form  und  Lage  des  gelben  Fleckes.  —  diana  Riff.  (75  c)  von  Guayana  hat  Zellfleck  und  Binde  schön  rot, 
außerdem  aber  noch  rote  Flammenstrahlen  an  der  Flglwurzel  in  sehr  verschiedenem  Grade  der  Ausbildung. 

—  deinia  Möschl.  {==  mutabilis  Btlr.)  (75  c)  ist  ganz  ähnlich,  hat  aber  den  Zellfleck  sehr  groß  und  zitrongelb 
von  Farbe;  Guayana.  — funebris  Möschl.  von  Surinam  hat  nur  noch  die  roten  Wurzelflammen,  Zellfleck  und 
Binde  sind  verschwunden.  —  faustina  Stgr.  gleicht  der.  folgenden  cyhele,  aber  der  Zellfleck  ist  nach  außen 
rot  gerändert.  —  cybele  Cr.  (75  c)  von  Guayana  und  Amazonas  hat  fast  die  ganze  Wurzelhälfte  der  Vflgl  lebhaft 
hellrot,  Zellfleck  und  Fleckenschrägbinde  der  Vflgl  gelb;  außerdem  roten  Subcostalstreif  der  Hflgl.  —  tyche 
Bat.  von  Amazonas  u.  Guayana  ist  fast  genau  wie  diana  (75c)  aber  hinter  dem  Subcostalrot  der  Hflglwurzel 
beginnen  radiäre  rote  Strahlen  gegen  den  Außenrd  hin.  —  hippolyte  Bat.  (75  c)  von  ebenda  ist  ähnlich,  aber  der 
Zellfleck  fehlt  und  die  Querbinde  der  Vflgl  ist  rot,  wie  die  übrige  Färbung.  —  angusta  Riff.  (75  d)  ist  ganz 
ähnlich  der  tyche,  aber  die  Vflglbinde  innen  gelb,  außen  rot;  von  Guayana.  —  ab.  aglaopeia  Stgr.  (75  d)  von 
Guayana  hat  den  ganzen  Außenteil  der  Vflgl  schwarz  verfärbt  oder  doch  nur  mit  Spuren  roter  Auflagerungen, 
wogegen  das  Rot  in  der  Wurzelhälfte  aller  Figl  und  die  Hflglstrahlen  sehr  gut  ausgebildet  sind.  —  thelxiope 
Hhn.  (75  d)  vom  Amazonenstrom  hat  in  der  Wurzelhälfte  der  Vflgl  und  auf  dem  ganzen  Hflgl  Rot,  das  in  man¬ 
chen  Gegenden  mehr  hochrot  (Para)  in  andern  mehr  mennigrot  (Manaos)  ist.  Eagegen  ist  der  Fleckenkomplex 
in  der  äußeren  Vflglhälfte  zitrongelb.  —  Bei  thelxiopeia  Stgr.  von  Guayana  ist  das  Rot  wie  bei  thelxiope  angeord¬ 
net,  aber  tief  dunkelrot  bis  braunrot  oder  violett.  —  Bei  aglaope  Fldr.  (75  d)  ist  das  Rot  angeordnet  wie  bei 
aglaojieia,  aber  etwas  mehr  bräunlich,  und  im  schwarzen  Außenteil  der  Vflgl  steht  eine  hellgelbe,  hakenförmige 
Halbbinde;  am  Amazonenstrom,  den  Fluß  herauf  bis  nach  Peru.  —  niepelti  Riff,  hat  das  Rot  lebhaft  karmoi- 
sinfarben  und  an  der  Vflglzelle  ein  kleines  schwarzes  Fleckchen.  —  Bei  isolda  Niep,  ist  letzteres,  besonders  beim 
S,  größer  der  Apicalfleck  weiß,  innen  leicht  gerändert.  — •  Bei  rubripicta  Niep.,  wie  die  vorige  aus  Ecuador, 
ist  der  apicale  Bindenfleck  stark  mit  roten  Schuppen  bestäubt,  ebenso  der  nicht  rote  Teil  des  Eiscalflecks.  — 
adonides  Niep,  von  Ecuador  neigt  zum  Aussehen  der  adonis-Foviw  von  plesseni,  der  Eiscalfleck  des  Vflgls  inner¬ 
halb  der  Zelle  gelblich,  stark  mit  schwarzen  Schuppen  bestreut,  ,,Apicalbindenfleck  distal  an  seiner  inneren 
Kontur  rot  gerändert“(  ?)  proximal  breit  gelb  gefärbt;  die  ,,aglao pe-Zeichnung  ist  rot,  die  .abgeschnittene  rote 
Färbung  von  niepelti  an  der  Basis  lang  ausgezogen  wie  bei  aglaope,  Strahlenzeichnung  wie  bei  aglaope',  Lüiter- 
seite  wie  bei  isolda,  doch  tritt  hier  noch  der  gelbrote  Querstrich  über  der  Strahlenzeichnung  wie  bei  aglaope 
auf,  der  bei  niepelti  und  isolda  fehlt“.  — •  gisela  Niep,  ist  ähnlich  ,,und  repräsentiert  eine  Ltebergangsform 
von  aglaope  Fldr.  zu  plesseni  pura  Niep. ;  die  Vflglfleeken  oberseits  weiß,  der  discale  an  seiner  proximalen  Grenze 
mit  schwarzen  Schuppen  bestreut  und  von  einem  kräftigen  schwarzen  Fleck  begrenzt.  Hflgl  wie  bei  adonides“ ', 
Ecuador.  —  elevatus  Nöldn.  vom  oberen  Amazonas  ist  fast  genau  wie  eine  typische  aglaope,  nur  das  Wurzelrot 
der  Vflgl  reicht  etwas  weiter  und  die  zitrongelbeVflglhalbbinde  ist  etwas  breiter.  — annaAeRSö  ist  eine  aglaope  von 
Ecuador,  deren  weiße  Vflglbinde  außen  leicht  rot  gerandet  ist.  —  equadoriensis  Netist.  von  Sarayacu  zeigt 
diesen  weißen  Bindenfleck  reduziert.  —  ab.  dione  Neust.,  gleichfalls  von  Ecuador  hat  den  äußern  Bindenfleck 
der  Vflgl  gelb,  rotbraun  gerandet  und  in  Zelle  3  und  der  Mittelzelle  steht  liraune  Tingierung.  —  Eine  als 
,,fraterna“  von  Niepelt  beschriebene  Form  aus  Ecuador  vermag  ich  nicht  zu  identifizieren;  es  soll  auf  dem 
Vflgl  ein  weißer,  innen  rot  geränderter  Apicalfleck  und  ein  Eiscalfleck  vorhanden  sein,  der  ,,von  der  schwarzen 
Grundfarbe  stark  überwuchert  wird,  also  innen  völlig  rot“  ist.  —  rubra  Stich,  von  Cuzco  hat  ein  tieferes  Rot 

V 


'twlpo/nenc 


dtrosecUi. 


>nclpomc- 

nides. 

lucinda. 

karschi. 

Incicj. 

melanippe . 


diana. 

deinia. 

funebris. 

fauslina. 

cybele. 

tyche. 

hippolyte. 

angusta. 

aglaopeia. 

thelxiope. 


thelxiopeia. 

aglaope. 

niepelti. 

isolda. 

rubripicta. 

adon  ides. 


gisela. 


elevatus. 

anna. 

equadorien¬ 

sis. 

dione. 


rubra. 


49 


386 


HELICONIUS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


gratiosa.  der  basalen  Färbung  als  typische  aglaope.  ■ —  gratiosa  Niep,  ist  wie  rubra  gezeichnet,  aber  der  Apicalfleck 
hari.  weiß,  außen  rot  gei’andet.  —  bari  Oberth.  (75  e)  von  Guayana  hat  den  zitrongelben  discalen  Fleckenkomplex 
miraUlis.  ziemlich  zersprengt,  außerdem  nochmals  apicale,  zu  einer  Kette  geordnete  Flecken.  —  mirabilis  Riff,  von  Peru 
hat  nur  eine  ganz  kurze,  subapicale  Schrägbinde  von  schwefelgelber  Farbe,  ist  sonst  oben  ganz  schwarz,  ohne 
Wurzelrot.  Nach  O.  Michael  fliegt  sie  an  manchen  Stellen  häufiger,  sonst  immer  vereinzelt  anderen  aglaope- 
Formen  beigemischt  und  sie  stellt  nur  einen  Melanismus  jener  Form  dar,  der  auch  graduell  etwas  schwankt. 

unimacu - -  Bei  unimaculata  Hew.  (75  f)  ist  die  subapicale  Schrägbinde  außen  schwach  rot  gerandet  und  das  Wurzelrot 

rufescens  ebenfalls  auf  allen  Flgln.  —  die  ab.  rufescens  Stich,  und  riffarthi  Stich,  erinnern  an  die  hippolyta,  haben 

riffarthi  aber  auf  den  Vflgln  etwas  mehr  auf  den  Hflgln  weniger  Rot  als  diese;  bei  riffarthi  ist  auch  das  discale  Rot  ziem- 
vicina..  lieh  reduziert.  —  vicina  Men.  (75  e)  ist  wie  aglaope,  aber  statt  der  zitrongelben  Plalbbinde  ein  Fleckenkomplex 
mit  zitrongelben!  Zellend-Fleck  und  Verlängerung  der  Halbbinde  nach  unten ;  vom  oberen  Amazonenstrom.  — 
rufoUmbata.  Bei  der  ab.  rufolimbata  Btlr.  (75  e)  ist  die  gelbe  Binde  außen  rot  gesäumt,  und  der  Zellfleck  gewöhnlich  größer. 
amor.  —  Wie  sich  diese  zur  typischen  aglaope  verhält,  so  verhält  sich  die  Form  amor  Stgr.  (75  f)  zu  unhnaculata  Hew. 
d.  h.  statt  Mer  außen  rotgeränderten  gelben  Halbbinde  haben  wir  einen  ebensolchen  Fleckenkomplex;  sonst 
die  ganze  Oberseite  schwarzbraun ;  beide  haben  auch  etwas  andre  Figlform  und  dürften  hier  nicht  lächtig  einge- 
eulalia.  sein;  vom  Massauary.  —  eulalia  Riff.  (75  f)  von  Guayana  hat  der  vicina  ähnliche  Vflgl,  nur  das  Rot 

weniger  lebhaft  und  der  zitrongelbe  Fleckenkomplex  kompakter;  aber  auf  dem  Hflgl  ist  der  rote,  quere  Wurzel¬ 
streif  reduziert  und  die  roten  Hflglstrahlen  fehlen  oberseits  ganz.  In  der  Urbeschreibung  gibt  Rifearth  an, 
daß  der  zitrongelbe  Fleckenkomplex  des  Vflgls  rot  gerandet  sei.  Aber  schon  nach  einem  Jahr  korrigiert  er  sich, 
und  bemerkt  ausdrücklich,  daß  dieser  Fleck  außen  nicht  rot  gerändert  sei.  Wir  bilden  daher  ein  Tier  ohne  roten 
Fleckenrand  als  ,,eulalüR'  ab,  wie  der  Autor  es  ausdrücklich  festgesetzt  hat.  —  Es  kommen  aber  nun  doch 
Stücke  mit  rotem  Fleckenrand  vor,  und  wir  fügen  auch  ehie  solche  Abbildung  bei,  die  wir,  wie  die  meisten 
melpomene-MAAQV ,  Oberthürs  prachtvollen  Illustrationen  zu  dieser  variabeln  Falterart  entnehmen.  Nur  weil 
Riffarth  diese  Form  ausdrücklich  vom  Namen  eulalia  ausschließt,  muß  ihr  ein  neuer  gegeben  werden  und  wü’ 
fascina^rix.  wählen  ab.  fascinatrix  wom.  nov.  (75  f).  —  petielope  Stgr.  (76  a)  von  Bolivien  gleicht  ganz  der  vicina,  aber  das 
penelope.  Oberseite  ist  stark  braun  getönt  und  der  zitrongelbe  Vflglfleck  oft  von  den  Rändern  her  schwarz  be- 

margarita.  schattet.  — •  Bei  der  ab.  margarita  Riff.  (76  a),  die  am  Rio  Juntas  unter  der  t3rpischen  penelope  fliegt,  wncl  das 
Querband  unter  dem  Vrd  der  Hflgl  hellgelb,  ist  aber  meist  noch^stark  rot  bepudert,  vornehmlich  auf  den  Adern. 
penela-  —  Bei  penelamanda  Stgr.  ist  dieses  Hflglband  fast  rein  zitrongelb,  aber  hier  ist  jetzt  der  sonst  gelbe  Discalfleck 
manda.  Vflgl  rot  geworden,  und  zwar  ist  das  Rot  bei  dieser  Form  grell,  mennigfarbig;  Bolivien.  — ■  penelopeia  Stgr. 
^  '  ‘  '{!&&),  gleichfalls  von  Bolivien,  steht  zwischen  penelope  und  penelamanda  in  der  Mitte,  denn  der  Discalfleck  ist 

hier  entweder  innen  gelb  außen  rot.  oder,  wie  Riffarth  ausdrücklich  bemerkt,  schon  ganz  rot,  — Auch  hi  Ecua¬ 
dor  kommt  eine  Anzahl  von  ag'Zaope-artigen  me^pomewe-Formen  vor,  die  sich  hier  anschließen.  Sehr  charak¬ 
teristisch  ist  timareta  Heio.  die  bis  auf  den  zitrongelben  Vflglfleckenkomplex  im  Discus  oben  ganz  schwarzbraun 
ist,  und  sich  daher  zur  penelope  verhält,  ähnlich  wie  uniniaculata  zu  aglaope.  Sie  gleicht  also  ganz  der  abgebil¬ 
deten  pluto  (76  a),  nur  daß  ihr  das  rote  Vf Iglf lecke hen  über  dem  Analwinkel  und  der  gelbe,  auch  schon  bei 
virgata.  timareta  halb  ausgelöschte  Hflglstreif  völlig  fehlen.  — ■  Die  ab.  virgata  Stich.,  die,  wie  die  folgenden  Aberration 
an  den  gleichen  Plätzen  in  Ecuador  fliegt,  wie  typische  timareta,  hat  im  Außenrandsteil  des  Hflgls  nagelförmige, 
contigua.  rote  Strahlen.  — ■  Bei  ab.  contigua  Weijm.  hängen  diese  Streifen  an  ihrer  Wurzel  zusammen  und  bei  ab.  ri- 
richardi.  chardi  Riff.  (6  b)  liegt  vor  diesen  Strahlen  noch  ein  rotes  Querband:  ab.  peregriiia  Stich,  hat  statt  der  gelben 
peregnna^  Vflglflecken-Gruppe  der  timareta  eine  gelbe  Halbbüide.  —  pluto  Stgr.  (76  a)  von  Bolivien  gleicht  gleichfalls 
ganz  der  timareta,  hat  aber  ein  klehies  rotes  Fleckchen  auf  dem  unteren  Medianast  der  Vflgl-Oberseite,  etwa 
2  bis  3  mm  vor  dem  Außenrd  und  auf  den  Hflgln  zeigt  sich  eine,  von  dunkler  Beschuppung  halb  zugedeckte 
erebia.  Querbinde.  — ■  erebia  Riff,  ist  sicherlich  auch  eine  aus  Ecuador  stammende  Aberration,  die  von  timareta  dadurch 
abweicht,  daß  der  zitrongelbe  Fleckenkomplex  des  Vflgls  außen  rot  gesäumt  ist,  wie  bei  -unimaculata  (75  f)  und 
amandus.  cmior  (75  f).  —  amandus  Sm.  u.  Ky.  bildet  bereits  einen  starken  Uebergang  zur  amaryllis-Gm^pe  durch  den  gel¬ 
ben  Streif  der  Mediana,  der  bis  zu  dem  hier  fast  ganz  roten,  nur  zuweilen  innen  etwas  gelb  bestäubten  Discal- 
aphrodyte.  fleck  reicht;  Bolivien,  Peru.  — •  Zum  Schluß  erwähne  ich  noch  die  Form  aphrodyte  Stgr.  (76  b)  gleichfalls  von 
Bolivien,  die  auf  einfarbig  dunklem  Flglgrunde  nur  eine  zerschließene  rote  Vflglschrägbinde,  wie  melpomene 
atrosecta  trägt,  vor  der  ein  gelber,  mehr  oder  weniger  rot  angetönter  Vflglzellfleck  steht.  —  Fast  sämtliche 
7nelpomene-Rovi\\e\\,  insoweit  sie  Lokalrassen  und  nicht  untergestreute  Aberrationen  darstellen,  sind  an  ihren 
Flugplätzen  äußerst  gemein.  Wir  haben  bei  dieser  Art  alle,  auch  an  ganz  unwesentliche  Abweichungen  aus¬ 
geteilte  Namen  von  Riffarth,  Niepelt,  Stichel  u.  a.  registriert,  süicl  aber  weit  entfernt,  diesen  Namen  sämt¬ 
lich  Bedeutung  zuzuerkennen.  Wollte  man  in  gleicher  Weise  fortfahren,  so  ließen  sich  allein  unter  der  Zugrunde¬ 
legung  von  Oberthürs  Arbeit  über  ynelpomene,  vesta  und  telxiope  Dutzende  neuer  Namen  geben,  die  mehr 
oder  wenigstens  ebensoviel  Wert  haben,  wie  viele  der  obigen.  Daß  eine  solche  Liberalität  im  Geben  von  Namen 
die  Uebersicht  nicht  erleichtert,  sondern  erschwert,  ist  verständlich,  wenn  man  sich  vorhält,  daß  Dutzende 
solcher  Formen  vom  gleichen  Fundort  stammen  und  durcheinander  fliegen.  Eine  Arbeit,  welche  diese  Namen  auf 
ein  verständiges  Maß  reduziert,  würde  daher  ungemein  verdienstlicher  sein,  als  die  Beschreibung  oder  Benennung 
weiterer  ,,formae  novae“. 

H.  amaryllis.  Die  hierher  gehörigen  Formen  verbreiten  sich  von  Guatemala  und  Venezuela  bis  Peru 


HELICÜNIÜ8.  Von  :i)r.  A.  Seitz. 


:{s7 

und  unterscheiden  sich  wie  folgt:  rosina  Bsd.  (=  amaryllis  IHsi.,  jx'l ivei'ana  (lodm.  v.  Salv.)  ("(i  l>)  <  rinne  r1 
oben,  wie  schon  aiis  der  8ynonyniie  zu  scliließen,  an  petiverema,  colmnlrhiu,  dermqdioon  etc.;  Vflgl  tnit  sclnua- 
1er  roter  8chrägbinde,  Hflgl  mit  gelber,  sintzer  Vorderbinde.  Von  Costa  Rica,  Panama  und  Columbien.  —  Die 
typische  amaryllis  Fldr.  Von  Peru  und  dem  anstoßenden  nörellichen  Brasilien  ist  ebense) ;  aber  elie  rote-  Vflgl-  a, hot  ul  Um 
binde  l)eträchtlich  breiter  und  auf  der  Unterseite  finden  sich  weniger  rote  Wurzel])unkte  unel  kein  seeleher  Costal- 
streif.  ■ —  euryas  Bsd.  (=  melpomene  Bat.)  und  euryades  Riff.  (7Gb)  sind  Aberrationen  der  vorigen,  denen  das  eurnns. 
gelbe  Hflglband  auf  der  Oberseite  fehlt,  indem  seine  8])ur  nur  ganz  schwach  von  der  Untei’seite  her  dureh.sehlägt ; 
und  zwar  ist  euryas  die  rosina-,  euryades  die  aruaryllis-Yoxm  ohne  gelbes  Hflglband.  euryas  lebt  in  Zentral¬ 
amerika,  Columbien  und  Venezuela,  euryades  in  Columbien,  Venezuela  und  auf  Trinidad.  Bei  den  Formen  dieser 
Art  kommt  Blauschiller  vor,  kann  aber  auch  gänzlich  fehlen.  —  aniuryllis  kommt  zwar  das  ganze  Jahr  hindurch 
vor  und  gehört  in  seinem  Vaterlande  (z.  B.  bei  Tarapoto)  zu  den  gemeinsten  8chmetterlingen,  erscheint  aber 
periodisch  (Mai  und  Oktober)  besonders  zahlreich.  Die  im  Gebirgswald  fliegenden  8tücke  sollen  größer  sein, 
als  die  aus  den  mehr  trockenen  Ebenen.  Man  kennt  auch  verschiedene  Aberrationen,  wie  8tücke  mit  weißer 
statt  gelber  Hflglbmde  etc. 

H.  vulcanus  Btlr.  (76  c).  Die  typische  Fcu'in  ist  oben  wie  euryas,  hat  a})er  ganz  kurze  weiße  Fransen  ? 
an  den  Flgln.  Unten  sind  auf  dem  Vflgl  8])uren  einer  gelbweißen  Medianlinie;  von  Columbien  und  Panama; 
angeblich  auch  bis  Guayana  verbreitet,  doch  liegt  wohl  Verwechslung  mit  einer  euryas  vor.  Bei  der  Form 
cythera  He^o.  (76  d),  die  in  Ecuador  mit  der  ganz  ähnlichen //e/.  cyrhia,  (78  a)  zusammenfliegt  zeigen,  die  Hflgl  cuthem. 
ein  weißliches  Außenband  und  die  rote  Vflgl- Querbinde  ist  innen  gelb  gesäiimt.  —  modesta  Riff,  von  Paramba  modesia. 
in  Ecuador  steht  zwischen  vulcaaius  und  cythera;  die  Vflglbinde  ist  so  schmal  wie  bei  cythera,  bandförmig,  die 
Hflgl  aber  haben  am  Außenrd  ganz  wenig  oder  fast  gar  kein  Wiß.  —  conciniia  Stich,  hat  die  Vflglbinde  zur  conciniia. 
Hälfte  gelb  und 'deutliche  weiße  8aumpunkte ;  von  Balzabaml)a. 

H.  xenoclea.  Die  8chmetteiiinge  dieser  Gru])pe  haben  a\;f  dem  Vflgl  zwei  hinter  einander  stehende 
Bindenflecke,  wodurch  sie  sich  von  den  meisten  übrigen  rotbindigen  Heliconius  unterscheiden.  Aber  die  Aehnlich- 
keit  ihrer  Formen  beruht  z.  T.  auf  Mimicry,  und  sie  haben  so  wenig  miteinander  zu  tun,  wie  cyrhia  und  cythera.  Nur 
selten  kommt  es  vor,  daß  beide  Vflglflecke  breit  zusammenfließen,  dann  natirrlich  zeigen  die  so  gearteten  In¬ 
dividuen  nur  einen  Fleck,  der  aber  so  breit  ist,  daß  er  bis  auf  Apex  und  Wurzel  fast  den  ganzen  Vflgl  einnimmt. 

Man  kennt  nun  zwei  ganz  gleichgefärbte  8chmetterlinge,  die  beide  oben  schwarz  und  auf  den  Vflgln  mit  je  2  roten 
Halbbinden  oder  Flecken  gezeichnet  sind,  von  denen  der  vordere  vasenförmig,  der  hintere  schräg  oval  ist.  Beide 
Arten  fliegen  zur  gleichen  Zeit  und  an  den  gleichen  Orten  in  Ecuador  und  Peru,  unterscheiden  sich  aber  dadurch, 
daß  die  dm*  einen  Art  ein  grauweißes  Vrdsfeld  der  Hflgl  und  auf  der  Unterseite  einen  bis  zur  Mediana  glän¬ 
zenden  Irdsteil  der  Vflgl  (Duftorgan)  haben.  Bei  den  SS  t^er  andern,  sonst  ganz  gleichen  Art  sind  die  Vflgl 
unten  aber  nicht  bis  an  die  Mediana  glänzend  und  das  Vrdsfeld  der  Hflgl  oben  ist  braun.  Ueber  die  Zugehö¬ 
rigkeit  der  Type,  die  den  Namen  xenoclea  von  Hewitson  erhalten  hatte,  war  man  im  Unklaren.  Die  Exemplare 
in  Hewitsons  8ammlung  sind  nämlich  so  niedrig  gespannt,  daß  man  den  Vrd  der  Hflgl  nicht  sehen  kann.  Rif- 
EABTH  glaubte  nun  —  wahrscheinlich  der  HEWiTSONschen  Abbildung  nach  —  daß  dessen  xenoclea  (im  männli¬ 
chen  Geschlecht)  einen  braunen  Vrd  der  Vflgl  habe  und  benannte  die  Tiere  mit  weißgrau  glänzendem  Vrd 
,,batesi“.  Dies  scheint  aber  späteren  Untersuchungen  nach  ein  Irrtum  zu  sein;  die  typische  xenoclea  in  Hewit- 
soNs  8ammlung  hat  den  hellen  Vrd  und  die  Tiere  mit  braunem  Hflglrd  der  SS  mußten  einen  Namen  erhalten 
und  wurden  microclea  Kaye  genannt.  Da  wm  hier  eine  Gruppenordnung  nicht  getroffen  haben,  Aveil  Avm  nicht  microdea. 
systematisieren,  sondern  den  zum  Bestimmen  dienlichen  Ueberblick  schaffen  Avollen,  stellen  Avir  hier  beide 
—  natürlich  als  getrennte  Arten  nebeneinander.  Es  Avurden  gerade  in  den  letzten  Jahren  sehr  viele  Aberrationen 
dieser  beiden  Formen  beschrieben,  aber  z.  T.  so,  daß  man  nicht  ersieht,  ob  die  angegebenen  Formen  Aberrationen 
der  xeBOC^ea  oder  der  juicroclea  sind.  —  Bei  der  Form  cosifluens  (76  d)  sind  die  roten  Flecke  breit  zusam-  confhicns. 

mengeflossen.  Plötz  bildet  in  seinen  Acpiarellen  ein  8tück  mit  stark  erweitertem  8pitzenfleck  ab,  und  Exem¬ 
plare,  bei  denen  der  Apicalfleck  außen  breit  und  der  discale  schmal  rot  gerandet,  sonst  Aveiß  ist,  nennt  Lathy 
superba  (76  d).  —  plesseni  Riff.  (=  pura  Niep.)  von  Ecuador  hat  die  Flecke  überhaupt  AA^eiß  statt  rot,  bald  ist  superba. 
der  außerhalb  der  Zelle  liegende  Teil  des  urnenartigen  Discalflecks  nach  innen  braunrot  gerändert  (corona 
Niepelt),  bald  ist  der  in  der  Zelle  liegende  Teil  karmoisinrot  (diadema  Niepelt).  — •  Bei  adonis  Riff,  sind  die  ^  flgl-  diadema. 
flecke  gelb  überpudert  und  der  hintere  ist  nach  innen  schmal  rot  gerändert.  ■ —  Bei  rubicunda  Niep,  sind  sie  rot  rubieuuda 
überstäubt.  Alle  Formen  an  ihren  Flugplätzen  sehr  zahlreich.  Die  typische  Form  xenoclea  Heic.  (=  batesi  .venodea. 
Riff.)  (76  c)  von  Ecuador  und  Peru  hat  die  beiden  Vflglflecke  lebhaft  mennigrot.  Es  kommen  alle  Uebergänge 
bis  zu  fast  weißen  Flecken,  teils  im  Rahmen  der  obeii  angeführten  benannten  Formen,  teils  auch  sonst  noch  A’or, 
und  ZAvar  kann  bald  der  vordere,  bald  der  hintere  Fleck  mehr  aufgehellt  sein.  Bei 

H.  microclea  Kaye  {=  xenoclea  Riff.)  kommen  ganz  besonders  AAuiße  8tücke  vor,  die  den  Namen  no-  »licrodca. 
tabilis  Salv.  u.  Godm.  erhalten  haben ;  der  8pitzenfleck  ist  da  bis  auf  einen  ganz  schmal  roten  Ird  rein  AA'eiß  und  auch  uoiabiUs. 
der  Discalfleck  bis  auf  ehren  roten  Rand  weiß. 

H.  nanna  Stich.  (76  c).  Diese  Art  steht  im  gleichen  Verhältnis  zu  der  gemeüien  brasilianischen  phyllis,  yianua. 
wie  xenoclea  Hew.  zu  microclea  Kaye.  Die  Oberseite  zeigt  aber  als  charakteristischen  Unterschied,  daß  die  rote 


3S8 


HELICONIUS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


Discalbinde  niclit  wie  bei  phyllis  immer  mit  dem  unteren  Medianast  scharf  absclmeidet,  sondern  etwas  über 
diesen  hinaus  reicht.  Unten  fehlen  die  gelbweißen  Apicalfleckchen  des  Hflgls;  deren  bei  phyllis  immer  emige 
sind.  Das  abgebildete  Exemplar  ist  besonders  hoch  gespannt,  um  das  lebhaft  seidig  weißgraue  Costalfeld  der 
Hflgl  zu  zeigen.  —  Mittel-  und  Süd-Brasilien. 

hcsckei.  H.  besckei  Men.  (76  c).  Oben  der  vorigen  ganz  ähnlich,  aber  unten  sofort  an  der  roten  Linie  er¬ 

kennbar,  die  vor  dem  Außenrd  der  Hflgl  entlang  läuft.  Süd-  und  Mittelbrasilien;  von  Sa.  Catharina  (z.  B. 
Blumenau)  bis  Espiritii  Santo. 

aithis.  H.  atthis  DM.  ti.  Hew.  (76  e).  Diese  Ecuador-Art  ist  wieder  durch  mimetischen  Anklang  an  die  Tithorea 

pavonii  (32  b),  mit  der  sie  an  den  gleichen  Lokalitäten  in  Ecuador  fliegt,  stark  verändert.  Nur  noch  an  dem 
Hflgl cpierstreif  erkennt  man  Anklänge  an  die  vorigen  Arten;  die  Vflgl  sind  weiß  gefleckt. 

crispus.  H.  crispus  Stgr.  Der  vorigen  Art  ähnlich;  sie  fliegt  aber  im  Cauca-Tal  in  Columbien  und  ahmt  daher 

nicht  den  Ecuador-Falter  Tithorea  pavonii,  sondern  die  im  Cauca-Tal  fliegende  Form  descandoUesi  von  Tith. 
honiplandi  nach.  Sie  ist  größer  wie  atthis  und  die  Hflgl  zeigen  außer  dem  Querband  noch  2  Reihen  gelber 
Punkte.  Von  Antiocpiia  beschrieben. 

hecuba.  H.  hecuba  Hew.  (76  d)  ahmt  gleichfalls  eine  Tithorea  nach,  aus  der  Immholdti-Gruppe.  Das  Hflgiband 

choarina.  ist  bei  dieser  Art  ziemlich  gleichförmig.  —  Bei  choarina  Hew.  von  Ecuador,  die  Haensch  im  Januar  in  1500  m 
Höhe  erbeutete,  ist  die  Hflgl-Binde  mehr  gelb  getrübt,  weiter  saumwärts  gerückt,  und  endigt  vor  dem  Analrand 

iolima.  stark  verschmälert.  —  Die  herrliche  tolima  Fasst,  i.  l.,  eine  verblüffend  getreue  Nachahmung  von  Tith.  bon- 
plandi  (32  b),  der  selbst  die  höchst  komplizierte  Unterseite  treu  angepaßt  ist,  fand  Fasse  auf  dem  Tolima  m 
Columbien.  Hier  fehlt  der  lichte  Medianstreif  der  Vflgl  und  die  Hflglbinde  ist  an  beiden  Enden  verschmälert 
casmndra.  und  etwas  geschwungen.  —  cassandra  Fldr.  (76  e)  ist  oberseits  nur  sehr  unwesentlich  von  tolima  dadurch  ver¬ 
schieden,  daß  die  Apical-  und  Analflecke  der  gelben  Hflglbinde  nicht  plötzlich  nennenswert  kürzer  werden, 
als  die  in  der  Figlmitte. 

liccalesia.  H.  hecalesia  Hew.  (76  e).  Diese  in  Columbien  fliegende  Form,  die  im‘Cauca-Tal  nicht  selten  ist,  ahmt 

die  Tithorea  mit  Braun  auf  der  Hflgl-Oberseite  nach,  die  an  den  gleichen  Lokalitäten  und  gleichzeitig 
mit  ihr  fliegt.  8ie  nähert  sich  daher  mimetisch  einer  ganzen  CfrupiDe  weiterer  Danaiden,  von  denen  wir  hier 
niir  Geratinia  peridia  (35  d)  und  Callithomia  tridnctyla  (36  b)  aufführen  im  Färbungsmuster.  Die  hecalesia 
ist  eine  sehr  getreue  Nachahmung  von  Tithorea  hecalesina  (32  c),  so  daß  jede  Beschreibung  unnötig  ist.  —  Ihre 
formosus.  Vertreterin  in  Zentral-Amerika,  die  Form  formosus  (76f)  wird  besonders  von  Costa  Rica  gebracht,  wo  sie 
mit  der  ebenso  aussehenden  Tith.  pinthias  (32  b)  fliegt.  »Sie  unterscheidet  sich  auch  genau  von  ihrer  columbi- 
schen  Lokalform,  wie  die  zentralamerikanische  Tith.  pinthias  von  der  columbischen  Tith.  hecalesina,  mdem 
gunacsia.  fast  der  ganze  Hflgl  bis  auf  den  schwarzen  Außenrd  lebhaft  rotbraun  ist.  —  gynaesia  Hew.,  die  mir  in  Natur 
unbekannt  und  deren  Heimat  nicht  ermittelt  ist,  hat  die  Vflgl  wie  hecalesia,  aber  auf  den  Hflgln  ist  das  Rotbraun 
auf  ein  Ijreites  Mittell)and  beschränkt,  das  sich  über  das  Zellende  zieht,  xind  hinter  dem  eine  Reihe  gelber  Sub¬ 
marginalflecke  steht.  —  Die  Arten  sind  seltener,  als  die  der  meisten  andern  Heliconius-Arten  oder  werden  selt¬ 
ner  gefangen,  weil  sich  ihr  Leben  mehr  in  der  Höhe  abspielt. 

octavia.  H.  octavla  Bat.  Der  gynaesia  ähnlich,  die  Vflglfleckchen  zu  kurzen  Schrägbinden  vereinigt;  über  und 

unter  der  Mediana  der  Vflgl  treten  braune  Streifen  auf.  Zentral-Amerika. 

tcjtujarena.  H.  longarena  Hew.  ist  wie  die  vorige,  aber  größer,  die  Figl  gestreckter,  über  die  Mediana  und  qiier 

durch  den  Hflgl  ziehen  sehr  lebhaft  rotbraune  Bänder  und  die  gelben  Flecke  der  submarginalen  Reihe  sind 
durch  die  schwarzen  Adern  längsgeteilt.  Columbien. 

fjodmani.  H.  godmarsi  Stgr.  von  Columbien  unterscheidet  sich  dadurch  von  gynaesia,  daß  in  der  Vflglzelle  noch  ehi 

gell)er  Fleck  steht,  während  dort  die  Flecke  alle  im  Apicalteil  des  Vflgls  zerstreut,  aber  keine  in  der  Zelle  selbst 
liegen. 

metharmc.  H.  metharme  Erichs.  {==  thetis  Bsd.,  methame  Ky.,  erato  Salv.  u.  Godm.)  (76  f).  Oben  schwarz  mit 

beinfarbener  Halbbinde  durch  die  Zelle  und  vor  dem  Apex.  Charakteristisch  sind  v'eiße  Längswische  vor  dem 
Hflglsaum  oben  wie  unterseits;  auf  der  Hflgl-Unterseite  ein  sehr  schönes,  mennigrotes  Strahlensystem.  Weit 
verbreitet  im  ganzen  nördlichen  Süd-Amerika,  aber  mehr  einzeln. 

uocde.  H.  aoede  Hhn.  (76  f).  Die  Falter  dieser  und  der  folgenden  Gruppe  gleichen  auf  den  ersten  Blick  sehr  denen 

der  aglaope  und  thelxiope-Qrwppe,  aber  die  Flecken-  und  Strahlensystenie  sind  ganz  anderer  Art  wie  bei  diesen 
Formen.  Bei  den  aglaope-axtigeii,  wie  sie  auf  Taf.  75,  Reihe  c,  d,  e  zur  Abbildung  gelangten,  legt  sich  ein  rotes 
Band  quer  über  die  Hflglzelle  weg,  von  dessen  Rand  dann  nagelförmige  Radiärstrahlen  entspringen;  hier  da¬ 
gegen  schließt  sich  das  Strahlensystem  in  der  Regel  dem  der  Adern  an;  die  Zelle  ist  rot  ausgefüllt  und  von 
ihrer  Umrandung  nehmen  die  roten  Streifen  ihren  Ausgang.  Die  typische  aoede  (76  f)  hat  einen  vielfach  zerschlis¬ 
senen  zitrongelben  Discalfleckenkomplex  und  lebhaft  mennigrote  Vflglwurzel  und  Hflglstrahlen ;  vom  Ama- 


IIELIC0N1U8.  Von  l)r.  A.  Seitz. 


.‘5  HO 


zonas  und  Guayana.  —  Bei  astydamia  Erichs  (=  eininelina  Oherlh.),  cbendaJior,  ist  das  Bot  l(>l)hatt(‘r,  die  Sfrali-  oslijdamia. 
len  der  Hflgl-Oberseite  sind  aber  nur  in  der  Wnrzelhälfte  gut  ausgebildet.  —  lucretius  Weij7n.  Von  Guayana, /w//-.'/;/«. 
Venezuela  und  Amazonas  bis  Bolivia  hat  den  bei  (loede  zerschlissenen  gelben  Discalfleck  des  Vflgls  in  seinen 
einzelnen  Teilen  zu  einem  kompakten  groI3en  Fleck  zusammengerückt.  —  bartletti  JJruce  (  -  vedius  iStrjr.)  horlldü. 

(76  f).  Hier  ist  das  Schwefelgelb  der  Vflgl  auf  eine  Halbbinde  reduziert,  vor  der  das  kleine  dreieckige  oder  zwei¬ 
spitzige  Zellfleckchen  steht.  Das  Strahlenrot  auf  den  Hflgln  fein  und  im  ganzen  reduziert,  Amazonas;  Ecuadf>r. 

—  cupidiaeus  Stich,  von  Peru,  hat  die  gelbe  Subapicalbinde  der  Vflgl  schmäler,  schräger,  das  Rot  der  Oberseite  cupidiacus. 
stärker.  —  faleria  Frühst,  aus  Matto-Grosso  ist  wie  bartletti,  aber  mit  zierlicheren  Hflglstreifen.  —  aoede  luid  falcria. 
ihre  Formen  zeichnen  sich  durch  einen  Duft  nach  Veilchen  aus. 

H.  xanthocles  Bat.  (77b).  Die  Guayanaform;  von  der  folgenden  vola  (77b)  dadurch  unterschieden,  xanthodc-’i. 
daß  die  Vflglwurzel  nicht  gelbrot,  sondern  lebhaft  zinnoberrot  ist.  —  vola  Stgr.  (77  b)  gleichfalls  von  Guayana,  vola. 
zeigt  gelbrote  Vflglwurzel  und  vor  der  Vflglspitze  noch  ein  kurzes,  schwefelgelbes  Subapicalbändchen.  —  para-  paraptcsius. 
plesius  Bat.  ist  wie  vola,  auch  das  Wurzelrot  der  Vflgl  so  hell  gelbrot,  aber  die  zitrongelbe  Schrägbinde  der  Vflgl 
breiter,  dagegen  die  um  sie  herumliegenden  Flecken  kleiner;  die  Hflglzelle  fast  ganz  feuerrot  ausgefüllt  und  die 
roten  Hflglstrahlen  sehr  breit.  — ■  meleie  Fldr.  (77  b)  von  Columbien,  Bolivien  und  Peru  hat  die  zitrongelbe  Flek-  melde. 
kengruppe  der  Vflgl  zu  einem  sehr  großen  Discalfleck  vereinigt,  der  nur  durch  die  schwarzen  Adern  und  den 
halbmondförmigen  Zellschluß  unterbrochen  ist.  Das  Strahlenrot  ist  auf  dem  Vflgl  reichlich,  aber  bräunlich 
getrübt.  —  Bei  melittus  Stgr.,  die  zwischen  rndete  und  melior  steht,  ist  der  gelbe  Discalfleck  dadurch  reduziert,  meUttu.s. 
daß  zwar  die  transzellulare  Halbbinde  geblieben,  der  gelbe  Fleck  im  Zellende  aber  sehr  stark  verkleinert  ist ; 
das  R.ot  ist  heller  als  bei  meletc,  von  Peru.  —  cethosia  form.  nov.  (77  a)  nenne  ich  eine,  mir  von  H.  Fasse  als  cethosia. 
neu  zugesandte  columbische  Form  bei  der  das  Gelb  auf  ein  kleines  Bändchen  hinter  der  Zelle  beschränkt,  der  Fleck 
in  der  ganz  schwarzen  Zelle  verschwunden  und  das  Wurzelrot  sehr  reduziert,  wiewohl  in  Farbe  lebhaft  ist ;  auf 
der  Unterseite  fehlen  alle  roten  Strahlen  und  der  Falter  ist  ganz  einfarbig  schwarzbrai^n  mit  schmalem  weißli¬ 
chem  Discalbändchen.  —  melior  Stgr.  (77  a)  von  Ecuador  und  Peru  ist  sehr  lebhaft  rotgelb,  das  zitrongelbe  mdior. 
Band  breit  beginnend  und  dann  schnell  verjüngt;  auf  den  Hflgln  legt  sich  vor  die  Strahlenköpfe  ein  rotes  Quer¬ 
band,  so  daß  die  Strahlenanlage  der  jjenelope-Grwi^Tpe  dadurch  nachgeahmt  wird. 

H.  burneyi.  Dieser  Falter  weicht  nicht  \inbeträchtlich  vom  Habitus  der  andern  Heliconius  ab  und  schließt 
sich  eng  an  die  nächste,  die  eg^erm- Gruppe,  an.  Die  Falter  sind  beträchtlich  größer,  als  das  Durchschnittsmaß 
der  Heliconiden  und  können  bis  über  10  cm  Spannweite  erreichen.  Es  sind  fast  die  einzigen  Heliconiden,  die  in 
manchen  Gegenden  als  wirkliche  Seltenheiten  auftreten,  und  außer  der  ty|.)ischen  bnrneyi  selbst  ist  kaum 
eine  Form  regelmäßig  im  Handel.  Es  scheint  auch,  daß  sie  ihr  Leben  fast  ganz  in  Baumkronenhöhe  Verbringen, 
denn  nur  zufällig  und  ganz  vereinzelt  sieht  man  einmal  eines  der  hierher  gehörigen  Tiere  vom  Himmel  hernieder¬ 
schweben,  meist  um  sich  nur  auf  eben  erreichbare  Höhe  dem  Boden  zu  nähern.  ■ —  hübneri  Stgr.  (77  a)  von  hübmri. 
Guayana  durch  das  Amazonasgebiet  bis  nach  Peru  und  Bolivien  verbreitet,  sieht  im  Fluge  wie  eine  große  aglaope 
aus:  Figl  mit  rotbraunen  Wurzelstrahlen,  die  Vflgl  mit  gelbem  aus  3  Teilen  zusammengesetztem  Schrägfleck 
und  kleinen  Subapicalfleckchen.  Bei  dieser  Form  endigen  die  Hflglstrahlen  sehr  spitz  in  der  Außenhälfte  des  Figls ; 
während  bei  lindigü  Fldr.  (77  a)  das  Strahlenrot  nicht  bis  in  die  äußere  Hflglhälfte  dringt,  sondern  sich  höch-  lindigü. 
stens  bis  in  Höhe  des  Zellschlusses  erstreckt;  von  Columbien,  besonders  von  Muzo  bekannt.  —  catharinae  rat/iar/ziof. 
Stgr.  hat  das  Rotbraun  des  Hflgls  noch  mehr  reduziert  und  die  drei,  den  Discalfleck  der  Vflgl  zusammensetzen¬ 
den  Einzelflecke  rücken  so  weit  auseinander,  daß  zwischen  ihnen  schwarze  Brücken  der  Grundfarbe  bleiben; 
von  Guayana  und  dem  Amazonenstrom. — Die  Namenstype  endlich,  burneyi  H&a.,  die  sich  südlich  bis  Peru  ver-  humeyi. 
breitet,  gleicht  ganz  der  hübneri,  aber  die  3  zitrongelben  Vflglflecke  sind  weiter  auseinander;  die  Subapicalf lecke, 
die  bei  hübneri  sehr  klein  sind  oder  ganz  verschwinden  können,  sind  größer  und  stoßen  oft  zrisammen  und  die 
bei  hübneri  stets  deutlichen  Kommastriche  am  Außenrd  der  Hflgl-ünterseite  sind  bederitend  matter.  Uebrigens 
fliegt  im  Norden  des  Gebietes  überall  burneyi  und  hübneri  an  gleichen  Stellen  und  man  hat  alle  Uebergänge, 
so  daß  man  hübneri  nur  als  eine  Aberration  von  burneyi  ansehen  könnte,  wenn  es  sich  nicht  bestätigen  sollte,  , 
daß  sie  in  Peru  allein  vorkommt. 

H.  egeria  Cr.  (=  isaea  Fdbn.)  ergatis  Oodt.).  Verhält  sich  zu  den  burneyi-Fovmen,  mit  denen  sie  wohl  egeria. 
zu  einer  Spezialgruppe  zu  vereinigen  wäre,  wie  thelxiope  (75  d)  zu  aglaope  (75  d);  d.  h.  der  zitrongelbe  Discalfleck 
der  Vflgl  löst  sich  in  zahlreiche,  sich  zerstreuende  kleine  Flecke  auf.  Bei  der  typischen  egeria  sind  diese  gelben 
Flecke  recht  klein,  die  ganze  Innenhälfte  aller  Figl  purpurbraun  überlagert ;  von  Guayana  und  Amazonas.  — 
egerides  Stgr.,  ebenfalls  von  Surinam  nnd  Amazonas  (Manaos),  hat  auf  den  Hflgln  nur  ein  ])urpurbraunes  A'or-  cg(ridi\s. 
derband  unter  dem  Costalfeld.  —  hyas  Weym.  vom  Amazonas  hat  von  dem  mehr  gelb-  als  In-aunroten  Wur-  hiia.-t. 
zelfeld  der  Hflgl  weit  ausgreifende,  dünne  Strahlen,  die  bis  fast  zum  Saum  ziehen  und  astraea  Stgr.  zeigt  adraca. 
die  gelben  Vflglflecke,  wie  bei  den  buryieyi-F armen,  wieder  zusammentretend,  so  daß  wieder  das  agloope-Bi\d 
entsteht;  sie  hat  aber  keine  Subapicalflecke  und  spitzere  Vflgl. 

H.  doris.  Diese  Gruppe  ist  eine  der  variabelsten  der  ganzen  Gattiing,  was  bei  den  Heliconius  viel  sagen 
will.  Vor  allem  steht  sie  dadurch  einzeln  da,  daß  auf  den  Hflgln  rot,  blau  und  grün  sich  ablösen  können  und  was 
hierdurch  nicht  an  Abänderungsmöglichkeiten  geschaffen  wh'd,  das  wh’d  dnrcli  das  Vorkommen  i)artiell  oder 


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HELIGONIUS.  Von  l)r.  A.  Seitz. 


total  verdunkelter  Formen  ersetzt.  Von  letzteren  abgesehen  zeigen  die  Vflgl  fast  stets  eine  schmal  begmnende, 
beinfarbige  discale  Schrägbinde  und  ein  aus  lichten,  trüben  Wischfleckchen  zusammengesetztes  Subapical- 
doris.  bändchen.  —  Von  den  einzelnen  Formen  ist  die  zuerst  beschriebene  die  doris  L.  {—  quirina  Cr.,  erato  Salv. 
u.  Godm.)  (77b).  Hier  endet  die  Discalbinde  der  Vflgl  mit  breiter  Schnittfläche  am  unteren  Medianast;  die  Hflgl 
haben  eine  blau  ausgefüllte  Zelle,  in  deren  nächsten  Umgebung  sich  blaue  Radiärstrahlen,  aber  nur  m  ganz 
kurzen  Ansätzen,  und  die  Flglmitte  kaum  erreichend,  vorfmden;  vor  dem  Saum  der  Hflgl  eüie  mehr  oder 
victhar-  weniger  lange  weiße  Punktreihe;  bei  der  ab.  metharmina  Stgr.  (=  doris  nigra  Stgr.)  (77  c)  ist  dieses  Wurzelblau 
mbta.  Hflgl  sogar  verschwunden,  so  daß  Aehnlichkeit  sowohl  mit  vietharme  (76  f)  entsteht,  als  auch,  weniger 
oberflächlich,  mit  Formen  der  rhea-  und  sam-Gruppe.  —  Auch  die  Vflgl  können  bei  dieser  Art  verschwärzt 
sein,  und  dies  sowohl  bei  roten,  wie  bei  blauen  Formen.  Sind  sie  ganz  schwarz,  höchstens  mit  Subapicalpimkt- 
ohscura.  dien,  so  haben  wir  ab.  obscura  Weyvi.  {11  c);  ist  der  Hiscalfleck  noch  deutlich  sichtbar,  nur  schwarz  überpudert, 
tccta.  so  liegt  tecta  Riff.  (77  c)  vor.  Diese  doris  mit  ihren  Nebenformen  ist  über  das  ganze  nördliche  Süd-Amerika 
verbreitet,  geht  aber  südlich  nicht  über  Nord-Brasilien  hinunter,  im  Westen  bis  Peru  und  im  Innern  des  Konti¬ 
nents  bis  Bolivien.  In  Columbien  und  Ecuador  wird  sie  durch  verschiedene  Lokalformen  vertreten ;  es  muß  aber 
gleich  gesagt  iverden,  daß  die  genannten  Aberrationen  sich  nicht  auf  die  Hauptform  beschränken,  sondern 
auch  liei  allen  Nebenformen  Vorkommen  können.  So  ist  die  hier  abgebildete  ab.  obscura  ein  Melanismus  der 
columbischen  eratonia,  die  tecta  (77  c)  ist  eine  Verdunkelung  von  aristomache.  —  Was  nun  zunächst  die  grimen 
viridis.  Formen  betrifft,  so  ist  diejenige  mit  gelbgrünen  Hflglstrahlen  lange  als  doris  viridis  Stgr.  (77  c)  bekannt.  Von 
dieser  hat  Riffarth  nochmals  die  Form  luminosus  abgetrennt,  bei  der  die  Strahlenspitzen  ,, weißlich“  werden. 
Ebenso  überflüssig  ist  vStichels  Abtrennung  einer  ,,viridana“  mit  ,, tiefgrüner“  anstatt  ,, gelbgrüner  oder  blau¬ 
grüner“  Hflghvurzel.  Wollte  man  alle  solche,  oft  rein  individuellen  Abweichungen  benennen,  so  würde  man 
mindestens  50  Namen  für  die  dorw-Formen  erhalten.  Man  müßte  dann  vor  allem  die  ,, blaugrünen“  von  den 
,,gelbgrünen‘\  der  Staudinge Rschen  Abbildung  entsprechenden  Form  abtrennen.  Es  gibt  viridis,  die  nur  schwach 
gelbe  Spitzen  der  grünen  Strahlen  zeigen;  neben  solchen  liegen  mir  aber  auch  Stücke  vor,  bei  denen  die  gelbe 
Beschuppung  noch  die  ganze  hintere  Zellhälfte  einnimmt.  Der  gelbe  Medianstrich  der  Vflgl  kann  ganz  oder  fast 
fehlen,  die  Hflglrandpunkte  können  an  Zahl  und  Stärke  variieren,  und  all  das  kann  wie  bei  den  grünen,  so  auch 
liei  den  blauen  und  roten  Formen  eintreten.  ■ — Wh’  verzeichnen  daher  die  benannten  Formen  mit  kurzen  Merk- 
dclita.  malsnotizen;  Außer  den  grünen  Formen  gibt  es  rote,  nämlich  delila  Hbn.  (=  erato  CI.  nec  L.,  doris  Blanch., 
mars  Stgr.)  (77  c)  von  Guayana  über  Nord-Brasilien  bis  Ecuador,  Peru  und  Bolivien  verbreitet  mit  kurzer, 
beiderseits  stumpf  endender  Halbbinde  der  Vflgl  und  dicken  roten  Wurzelstrahlen  auch  im  Vflgl;  —  ferner 
eralonius.  eratonius  Stgr.  (=  erato  Btlr.)  (77d)  von  Zentral-Ainerika  bis  Venezuela  und  Columbien,  mit  roten  Wurzel¬ 
strahlen  der  Hflgl,  die  dem  Saum  überall  bis  auf  etwa  4  bis  5  mm  nahekommen  und  die  nicht  scharf  abzugren- 
iransicns.  zende  transiens  Stgr.  (77  d)  mit  kürzeren  Strahlen,  die  außerdem  von  schwarzen  (nicht  von  rotüberstäubten, 
wie  bei  eratonius)  Adern  durchzogen  sind;  dies  ist  die  nördlichste  Form,  von  Columbien  bis  Mexiko  gehend,  und 
amaihusia.  damit  eine  der  nördlichsten  H eliconius-Bovmeii  überhaupt.  ■ —  amathusia  Cr.  (=  crenis  Hbn.)  ist  eme  sehr  auf¬ 
fällige  Form,  kenntlich  an  der  Einfassung,  Fortsetzung  und  teilweisen  Ueberlagerung  der  roten  Hflglstrahlen 
mit  Blau;  Ecuador,  von  Haensch  in  650  m  Höhe  gefangen,  wohl  auch  sonst  verbreitet,  aber  scheinbar  nicht 
aristomache.  häufig.  —  aristomache  Riff.  (=  doris  Weym.)  (77  d)  mit  viel  mehr  Blau  als  die  typische  doris,  vom  südlichen 
Zentral-Amerika  südwärts  bis  Ecuador.  —  Wie  in  der  Ausdehnung  der  Hflglfarben  kann  auch  in  der  der  bern- 
gelben  Discalbinde  der  Vflgl  jede  dunklere  Variation  von  größter  Verbreitung  bis  zum  völligen  Verschwinden 
eintreten.  Das  mir  vorliegende  Material  schwankt  hierin  so  sehr,  daß  ich  unter  etlichen  40  Exemplaren  kaum  2 
völlig  gleiche  auffinde.  Es  ist  somit  nicht  richtig,  die  schmalbindigen  blauen  Exemplare,  die  als  doris  im  Handel 
sind,  darum  etwa  als  ,,caeruleataC  Stich,  abzuzweigen,  weil  die  Bindenbreite  mit  der  LiNNBschen  Type  nicht 
stimmt.  Eine  Formengrim  düng  auf  den  Breitenunterschied  oder  Formunterschied  der  beingelben  Discalbmde 
würde,  wenn  bei  den  sonst  schon  unterschiedenen  Formen  durchgeführt,  noch  reichlich  100  weitere  Benen¬ 
nungen  nötig  machen.  ■ — ■  Fast  sämtliche  dorfs-Formen  sind,  wo  sie  Vorkommen  sehr  gemein  und  fliegen  das 
ganze  Jahr  hindurch,  in  der  (trockenen)  schmetterlingsarnien  Periode  sind  es  aidler  den  Catopsilia  oft  die  eüi- 
zigen  auffallenden  Falter,  welche  durch  ihr  zahlreiches  Auftreten  die  Natur  beleben. 

hicrax.  H.  hierax  Heiv.  (77  d).  Dieser  Ecuador-Falter  erinnert  an  transiens  von  der  roten  doris-Roriw,  aber  die 

gelbe  Discalbinde  ist  steiler  und,  wie  auch  die  Apicalfleckchen,  anders  gelagert  wie  bei  den  Jorfs-Fornien  und  die 
Hflgl  sind  zwar  auch  purpurbraun  in  ihrer  Wurzelhälfte,  aber  doch  reiner  in  der  Farbe  und  dieser  Farbenteil 
des  Figls  ist  zwar  gegen  die  dunkle  Außenhälfte  unregelmäßig  abgegrenzt,  aber  nicht  üi  strahlige  Zacken  aus¬ 
gezogen. 

cLytia.  H.  clytia  Cr.  (=  antiocha  Hbst.).  Figl  oben  tiefschwarz  mit  lebhaftem  Blauschiller  über 

den  größten  Teil  der  Figl.  Die  hintern  zeichnungslos,  die  vordem  mit  2  Bmden,  einer  schräg  durch  die  Flgl¬ 
mitte  und  einer  schmalen,  oft  streckenweise  verlöschenden  vor  dem  Apex.  Bei  typischen  Stücken  sind  diese 
flavescens.  Bänder  weiß;  von  Guayana  durch  Amazonas  bis  Peru;  —  bei  flavescens  Weyvi.  {=  clytia  Stgr.,  sara  Godt.) 
tvallacei.  (77  d)  sind  die  Binden  lebhaft  hellgelb;  Guayana  durch  Nord-Brasilien  bis  Peru.  —  Bei  wallacei  Reah.  (17  e) 
ist  der  discale  Schrägfleck  bindenartig  verschmälert  und  das  Subapicalbändchen  relativ  breit;  von  sehr  ähnli¬ 
chen  Formen  wie  sprucei  etc.  zu  unterscheiden  an  der  Unterseite,  die  auf  den  Hflgln  roten  Costalstreif  zeigt 


HELICONIUS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


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und  vor  dein  Saum  lichte  Radiärstrichelchen.  Eine  bestimmte  Breite  fiu’  die  gelbe  Discalbindc  ist  nicht  anzu¬ 
geben,  weil  alle  Uebergänge  bis  zur  fhwescens  Vorkommen;  Guayana,  Columbien  und  Amazonas.  —  niimu-  niimuLinus. 
linus  Bür.  aus  Columbien  hat  man  diejenigen  Stücke  genannt,  die  oben  wie  vxdlacei,  aber  weniger  lelihat’t  lilau- 
glänzend  sind  und  bei  denen  der  in  der  Binde  stehende  gelbe  Zellfleck  ungefähr  quadratisch  ist.  —  elsa  Riff.  tdsa. 
sind  'ica^/aceCStücke  mit  weißen  statt  hellgelben  Binden;  von  Surinam.  —  ab.  parvimaculata  Riff,  sind  fhvefi-  parvinxi- 
cens-Stücke,  bei  denen  die  Discalbinde  durch  die  schwarzen  Adern  in  einzelne  Flecke  zerlegt  ist.  —  Bei  colon 
Weym.  sind  von  der  Discalbinde  nur  noch  zwei  kleine  Flecke  vorhanden  und  diese  sind  weiß.  —  Alle  clylia- 
Formen  gehören,  wo  sie  Vorkommen,  zu  den  gemeinsten  Schmetterlingen  und  fliegen  auf  breiten  VV^aldwi^gen, 
fast  stets  untermischt  mit  ebenso  gefärbten  Formen  anderer  //e/icort ms- Gruppen  wie  der  antiochus-,  sara- 
oder  leucadia  Gruppe,  von  denen  sie  im  Fluge  nicht  unterschieden  werden  können ;  außerhalb  der  Gattung 
Heliconius  finden  sich  aber  keine  Nachahmer  oder  zu  ihnen  gehörige  Modelle. 

H.  sapho.  Wie  die  vorigen  oben  tief  glänzend  dunkelblau,  die  Vflgl  mit  emer  breiten  oder  zwei  schmä¬ 
leren  weißen,  eCvas  transparenten  Schrägbinden.  Bei  leuce  Bbl.  ( =  sappho  Hhn.)  (77  e)  ist  eine  breite  weiße  Vflgl-  huce. 
bmde  vorhanden,  ni  welche  auf  der  Zellschlußader  em  schwarzer  Zahn  einspringt  und  eine  ebensolche  Zunge 
dringt  vom  Außenrd  zwischen  den  Medianästen  in  das  Weiß  der  Binde ;  die  Hflgl  zeigen  nur  am  A])ex  und  den 
Fransen  Spuren  von  Weiß ;  aus  Zentral-Amerika,  namentlich  von  Honduras,  wo  die  Form  mit  dem  oberseits 
ganz  gleich  aussehenden  H.  galanthus  (74  d)  zusammen  fliegt.  Im  Fluge  kann  man  beide  Arten  nicht  unter¬ 
scheiden;  aber  auf  der  Unterseite  zeigen  die  Hflgl  des  galanthus  braune  Discalbogen,  die  der  leuce  ziemlich 
große,  nur  durch  die  Adern  getrennte  rote  Basalflecken.  —  Die  nächststehende  Form,  eleusinus  Stgr.  (77  e)  eleusinus. 
von  West-Columbien  ist  oben  schwarz  statt  stahlblau ;  dem  schwarzen  Zellschlußfleck  wächst  von  der  Außenrds- 
mitte  eine  schwarze  Spitze  entgegen,  so  daß  der  weiße  Fleck  fast  ganz  geteilt  wird.  —  Bei  primularis  Btlr.  primularis. 
(77  e)  von  Ecuador  ist  die  Teilung  breit  vollzogen  und  von  den  Hflgln  ist  der  Saum  breit  (fast  bis  zur  Flglmitte) 
weißgelb;  —  bei  eleuchia  Hew.  (77  e)  aus  Columbien  ist  letztere  rein  weiß  und  auf  dem  Vflgl  ist  der  discale  eleuchia. 
Teil  des  in  2  Binden  zerteilten  ursprünglichen  Schrägflecks  verschmälert;  Ecuador,  m  der  Ebene  gemem,  aber 
von  Habnsch  auch  in  800  m  Höhe  gefangen.  — •  Die  typische  sapho  Drury  endlich  hat  nur  eme  Vflglbmde;  ^(ipho. 
diese  ist  weiß,  breit,  an  der  Costa  gegabelt  (durch  den  schwarzen  Zellschlußfleck),  biegt  sich  gegen  den  Anal¬ 
winkel  etwas  emwärts  und  läßt  dort  den  Saum  schwarz;  von  Columbien  und  Ecuador;  nicht  selten. 

H.  hewitsoni  Stgr.  Vom  Chiricpii  in  Costa  Rica.  Dieser  Falter  ist  ein  Doppelgänger  von  H.  pachmus  heioitsoni. 
(74  f)  der  gleichfalls  auf  dem  Chh’iqui- Vulkan  fliegt.  Vflgl  mit  2  schrägen,  Hflgl  mit  einer  gebogenen,  ca.  5  mm 
vor  dem  Saum  stehenden  gelben  Binde.  Der  Unterschied  von  pachmus  liegt  aber  darm,  daß  die  discale  Schräg¬ 
binde  durch  das  Zellende,  bei  pachmus  aber  dahmter  vorbeiläuft. 

H.  coiigener  Weym.  {=  paranapurae  Stgr.)  ist  ein  genauer  Doppelgänger  von  wallacei,  sara,  apseudes  congener. 
etc.,  wie  alle  diese  oben  schwarz,  der  Innenteil  aller  Figl  lebhaft  stahlblau  glänzend.  Das  Tier  ist  aber  sofort 
von  allen  gleichartigen  Heliconiern  an  der  schwefelgelben  Discalbinde  zu  unterscheiden,  die  vorn  und  hinten 
unregelmäßig  begrenzt  ist,  so  daß  das  Schwarz  der  Grundfarbe  überall  in  das  Bmdengelb  in  Zähnchen  und  Bö¬ 
gelchen  hineinspringt.  Ecuador  und  Peru,  bis  über  1000  m  Höhe. 

H.  antiochus  L.  (=  araneides  Stgr.)  (77  f).  Diese  fast  über  das  ganze  nördliche  Süd-Amerika  verbreitete  antiochus. 
Art  kommt  in  typischen  Stücken  von  Guayana  durch  Amazonas  bis  Peru  vor.  Oberseite  schwarz,  blauglänzend 
mit  2  weißen  Schrägbinden  und  gelbem  Strich  auf  der  Mediana.  Auf  der  Unterseite  steht  unter  der  Hflglcosta 
ein  roter  Keilstrich.  —  ab.  alba  Riff.  (77  f)  ist  fast  genau  wie  die  Namenstyjie,  nur  smd  die  Vflglbinden  an  den  albu. 
Enden  weniger  zugespitzt  und  der  gelbe  Mediana-Strich  der  Vflgl  fehlt;  —  aranea  F.  von  fast  ganz  gleicher  araneu. 
Verbreitung  hat  die  Vflglbinden  heller  gelb,  und  zobeida  Btlr.  (=  divisus  Stgr.)  hat  die  weiße  Discalbinde  auf  der  zoheida. 
Mediana  unterbrochen.  —  ocannensis  Stich.  (=  ocannus  Stgr.)  ist  wie  zoheida,  aber  die  Bmden  gelb  statt  weiß;  ocannensis. 
von  Nord-Columbien.  —  Ein  stark  verändertes  Aussehen  zeigt  salvinii  Deiv.  vom  Orinoco.  Vflgl  wie  antiochus,  salvinü. 
aber  die  Hflgl  mit  gelber  Vorderbinde,  wie  sie  phnjllis,  chestertoni  und  viele  andere  Heliconier  aufweisen. 

H.  leucadia.  Den  vorigen  sehr  ähnlich,  mit  sehr  lebhaftem  Blauglanz  der  Oberseite;  das  Subapical- 
bändchen  aber  bedeutend  kürzer,  der  discale  Schrägfleck  ragt  nicht  über  den  untern  Medianast  hinaus,  besteht 
häufig  nur  aus  2  Flecken,  einem  großen  über  der  Mediana  und  einem  darunter  in  Zelle  2.  —  pseudorhea  Stgr.  pseudorhca. 
(77  f)  von  Amazonas,  Eciiador  und  Bolivien,  hat  ganz  dunkle  Hflgl;  —  leucadia  Bat.  Von  Ecuador  und  dem  leueadia. 
oberen  Amazonenstrom  hat  am  Hflglsaum  ziemlich  große,  weiße  Saumflecke. 

H.  Sara  F.  (=  magdalena  Bat.,  rhea  Btlr.  u.  Druce)  (77  f).  Fast  ganz  wie  die  vorige,  Discalbmde  der  Vflgl  sara. 
bandförmiger,  beiderseits  zugespitzt.  Unterseits  haben  die  Hflgl  zahlreiche  rote  ’Wurzelpunkte.  Von  Panama, 

Columbien  und  Venezuela.  —  Bei  der  ab.  albimaculata  Stgr.  von  Columbien  sind  die  Vflglbmden  weiß,  nicht  alhhnacu- 
hellgelb  wie  bei  der  typischen  sara.  — ■  apseudes  Hhn.  (=  sara  Luc.)  (77  f)  die  am  häufigsten  nach  Europa  ^^Iseudcs 
gelangende  Art  aus  Süd- Brasilien,  die  bei  Rio  de  Janeiro  bis  in  die  Gärten  fliegt,  hat  eine  etwa  doppelt  so  breite 
Discalbinde  wie  sara,  von  Farbe  schwefelgelb;  —  bei  albula  Riff,  von  La-Guayra  ist  die  Binde  so  breit,  wie  bei  albula. 
apseudes,  aber  weiß.  — ■  brevimaculata  Stgr.  vom  Rio  Dagua  in  Columbien  hat  die  Subapicalbinde  verkürzt  brevimacu- 
und  die  Discalbinde  in  2  Flecke  aufgelöst.  —  sprucei  Bat.  (78  a)  von  Ecuador  ist  oben  fast  wie  sara,  unterschei- 


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HELICONIÜS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


clet  sich  aber  durch  den  überaus  lebhaften  Blauglanz  und  auffallend  lange  weiße  Fransen  der  Hflgl.  —  Bei 
rhea.  rhea  Cr.  (=  thamar  Hhn.)  (78a)  bildet  die  Discalbinde  ein  fast  regelmäßiges  Oval,  das  Subapicalbändchen  ist 
verkürzt.  Die  Färbung  der  Binden  ist  gelb;  von  Guayana  durch  Amazonas  bis  Peru  und  Ecuador.  —  Bei 
albinea.  albifica  Riff,  vou  Surinam  sind  die  Binden  gestaltet  wie  bei  rhea,  aber  rein  weiß.  —  veraepacis  Bat.,  eine  mh  un- 
vcraepacis.  bekannte  Höhenform  aus  Guatemala,  hat  die  Subapicalbändchen  weißlich,  unterbrochen,  etwas  gekrümmt; 
thcudda.  die  Discalbhide  in  der  Mitte  gelb,  breit,  eckig,  den  gelben  Zellfleck  in  ihrer  Mitte  fast  quadratisch.  —  theudela 
HeuK  von  Panama,  Columbien  und  Venezuela  ist  wie  sara,  aber  die  Schrägbinde  geht  bis  fast  an  den  Analwinkel 
fttigidus.  und  die  Hflgl  führen  gelbe  Randpunkte.  —  fulgidus  Stich.  (78  a)  von  Costa-Rica  hat  ebenso  lebhaften  blauen 
Stahlglanz  wie  sprucei,  aber  kürzere,  wenn  auch  lebhaft  weiße  Fransen  und  den  Discalfleck  so  breit  wie  apseudes. 

liimrra.  H.  hiiliera  Hew.  (77  a)  schließt  sich  ungezwungen  keiner  der  formenreicheren  Gruppen  an.  Es  ist  em 

seltner  Ecuadorfalter,  der  in  der  äußeren  Erscheinung  den  an  gleicher  Stelle  fliegenden  H .  clysonimus  (79  b) 
kopiert.  Die  Färbung  ist  das  Umgekehrte  von  colovihina  (78  b)  und  hat  rot,  wo  jene  zitrongelb  zeigt  und  vice 
versa. 

cyrhia.  H.  cyrbia  Godt.  (78  a).  Eine  der  einfachsten  und  zugleich  graziösesten  Formen  dieser  prachtvollen 

Gattung.  Figl  schwarz  mit  stahlblaiiem  Glanz  und  weißen  Fransen;  Vflgl  mit  purpurrosafarbener  Halbbinde, 
Hflgl  mit  bläulichweißen,  nach  dem  Apex  zu  kürzer  werdenden  Saumflecken.  Von  Ecuador,  wo  sie  Haensch 
diformata.  noch  in  800  m,  (darunter  auch  das  Original  unsrer  Abbildung)  erbeutete.  —  Bei  diformata  Riff,  ist  der  rote 
Bindenfleck  der  Vflgl  viel  breiter,  die  Hflgl-Saumflecke  shid  oft  dunkel  überstäubt  und  die  Hflgl  führen  auf  der 
vcnus.  Unterseite  eine  fast  doppelt  so  breite  lichte  Mittelbinde  wie  bei  cyrhia-,  von  Paramba  in  Ecuador.  —  venus 
Stgr.  von  Columbien  hat  den  roten  Bindenfleck  noch  breiter,  doppelt  so  breit  als  cyrhia,  und  die  weißen  Saumflecke 
j}(no.  der  Hflgl  fehlen.  —  Bei  Juno  Riff.,  die  oben  sonst  wie  veyms  ist,  soll  der  Blauglanz  der  Oberseite  fehlen;  die 
Hflgl  unten  mit  nur  blinder  Mittelbinde,  aber  mit  rotem  Costalstreifchen.  Die  Beschreibung  wurde  nach  einem 
Stück  in  Rifearths  Sammlung  gemacht;  sie  ist  mir  ebenso  unbekannt  wie  ihre  Heimat. 

favoriniis.  H.  favonnus //p//r.  (=  pseudamaryllis  Stgr.).  Hier  ist  der  Vflglf leck  blutrot  und  fast  rund,  aber  auf 

dem  unteren  Medianast  glatt  abgeschnitten.  Hflgl  mit  gelber  Mittelbinde,  die  schmal  beginnt,  sich  verbreitert 
und  dann  spitz  endet ;  unterseits  ist  sie  etwas  länger  und  endet  etwa  3  mm  vor  dem  Saum,  ziemlich  spitz.  Peru. 

peüverana.  H.  petivcraiia  Dhl.u.  Hew.  ( =  demophoon  Bai.)  (78  b).  Der  phyllis  ganz  ähnlich,  aber  ohne  den  gelben 

Mediana-Streif  der  Vflgl  und  dadurch  an  rosina  (76  b)  erinnernd,  aber  von  allen  ähnlichen  Formen  unterschieden 
durch  die  Schmalheit  des  gelben  Vorderstreifs  der  Hflgl;  von  Mexico  durch  Zentral-Amerika  bis  Columbien 
demophoon.  und  Venezuela.  —  Bei  demophooil  Men.  ist  die  gelbe  Hflglbinde  breiter,  so  daß  die  Tiere  sowohl  der  rosina, 
als  auch  der  columhina  ähnlich  werden ;  sie  sind  aber  außer  durch  die  charakteristische  Gestalt  der  roten  Vflgl- 
flecke  auch  durch  die  Gestalt  der  gelben  Hflglbinde  verschieden;  diese  verläuft  annähernd  gerade,  während 
ihr  Außenrd  bei  columhina  hinter  der  Zelle  eme  entschiedene  Aufwärtskrümmung  erfährt.  Von  Zentral-Amerika 
tnstis.  und  Columbien.  —  Bei  der  ab.  tristis  Riff,  von  Panama  und  Costa-Rica  fehlt  die  gelbe  Binde  auf  der  Hflgl- 
Oberseite,  ist  aber  auf  der  Unterseite,  allerdings  blind,  vorhanden. 

cotomhina.  H.  hydara.  Diese  Art  schließt  zunächst  mit  der  Form  colombina  Stgr.  (78  b)  von  Columbien  an  die 

vorigen  an,  ist  aber  durch  den  bei  demophoon  angegebenen  Unterschied  leicht  von  diesen  zu  trennen.  Die  Auf¬ 
wärtskrümmung  im  äußeren  Rand  der  gelben  Hflglbinde  ist  hauptsächlich  eine  Folge  davon,  daß  diese  Bmde 
antigona.  in  ihrer  Mitte  angeschwollen  ist.  — ■  die  ab.  antigona  Riff.,  die  gleichfalls  in  Columbien  fliegt,  unterscheidet 
hydara.  sich  von  der  vorigen  durch  deutlichen  Blauglanz  der  Oberseite.  — ■  Die  typische  hydara  Hew.,  die  ebenfalls 
von  Costa-Rica  bis  Venezuela  reicht  hat  keine  gelbe  Hflglbinde  und  ermnert  daher  an  melpomene,  aber  der 
rote  Bmdenfleck  der  Vflgl  ist  viel  breiter,  fast  wie  bei  euryas  oder  wie  er  bei  der  vicina  {15  e)  auftritt.  • —  ab. 
guarica.  guarica  Reak.  von  den  gleichen  Gegenden  ist  die  Aberration  mit  blauem  Stahlglanz  der  Gi’undfarbe,  zu  der  sich 
alle  Uebergänge  finden.  —  Hewitson  hebt  hervor,  daß  die  typische  hydara  auch  auf  dem  Hflgl  in  der  Mitte 
einen  scharlachroten,  kleinen  Fleck  trägt.  Dieser  ist  auch  in  der  Abbildung  so  deutlich,  daß  man  nicht  im  Zweifel 
sein  kann,  was  er  unter  typischen  Stücken  seiner  hydara  versteht ;  da  er  diesen  Fleck  ausdrücklich  als  Kriterium 
erwähnt,  so  müssen  die  Stücke,  denen  er  fehlt,  ehien  Namen  erhalten,  wenn  sie  auch  häufiger  sind  als  die  rot- 
adana.  gefleckten;  ich  nenne  sie  ab.  adana  nom.  nov.  Diese  sieht  nun  bis  auf  die  viel  breitere  und  lebhaftere  rote  Vflgl- 
moUna.  binde  ganz  wie  me/pomene  ^^pfca  aus. — -ab.  molinayiS?/n  ist  wieq/aar fca,  aber  die  rote  Vflglbhide  sclnvarz  durchbro¬ 
chen.  —  Wie  bei  dieser  die  gelbe  Hflglbmde  fehlt,  die  rote  Vflglbinde  aber  stark  ist,  so  kommt  auch  umgekehrt 
chesterionn.  v^or,  daß  letztere  erlischt  bei  deutlich  erhaltener  Hflglbinde;  dies  ist  chestertonii  Hew.  (=  damysus  Hpffr.) 

(78  b).  Die  Form  wiederholt  ungefähr  das  Bild  der  cydno-Yovm  gustavi  (74  f);  sie  hat  auch  Blauglanz  wie  diese, 
aber  niemals  Reihen  weißer  Submarginalfleckchen  und  die  gelbe  Hflglbinde  reicht  unterseits  bis  ziemlich  an  den 
noäurna.  Apex.  —  räocturtia  Riff,  von  Veneziiela  ist  eine  chestertonii  mit  verlöschender  gelber  Hflglbinde  und  emem  weißen 
magnijica.  Fleckchen  über  dem  Ende  der  Vflglzelle.  — •  magnifica  Riff,  ist  wie  eine  guarica,  aber  größer  und  der  Blauglanz 
beschränkt  sich  nicht  auf  die  scliAvarz braune  Grundfarbe,  sondern  zieht  sich  auch  über  den  roten  Vflglfleck; 
viculata.  von  Guayana,  Ecuador  und  Peru.  —  Bei  viculata  Riff.  (78  b)  ist  der  Vflglfleck  groß  und  breit,  und  zieht  auch 
hier  fast  durch  die  ganze  Vflgl-Breite,  aber  er  ist  hellrot,  wie  er  bei  hydara-  und  meZpomewe-Stücken  nur  Avhcl, 


Ausgegeben  5.  VI.  1913- 


HELTGÜNIUS.  Von  Dr.  A.  8kit/.. 


V.V3 


wenn  sie  sehr  lange  der  Sonne  ausgesetzt  wareji. 
der  aber  liier  noch  heller,  nämlich  orangerot  ist. 


aniphitrite  llijj.  von  Peiai  hat  noch  gi'öl.iei’en  u laiik'iir'de. 


lergang  zur  (hn|)|)e  der  H.pliyllis,  Inder  sich  wiedeiiiin 


Die  letztgenannten  Formen  bilden  bereits  (hm  Ue 
eine  ganze  Anzahl  der  verschiedensten  //eimmtivAs- .Muster  vvie(h‘rholen.  Wir  iindui  bei  dei’  yA.////ev-( irnippe 
Bilder  der  rosin, a,  der  hesckei,  der  lindiiiii,  der  th.elxiope,  (ujldope  (da;,  etc.  —  callycopis  t  V.  (  -  callicopis  (i.ncl.) 
(78  c)  von  Guayana  und  Para  zeigt  den  bei  liydaro,  einfachen  roten  Vflgll'leek  zerrissen  und  in  seiner  Gestalt 


liligllis. 


rull i/i  Opis. 

SO  verändert,  daß  ein  großer  olierer  Bogenl’leek  von  2  kleineren  Fleckchen  getrennt  wird.  —  Bei  callista  HiH.  <alHsli. 

drgope. 


(78  c)  aus  Guayana  schließt  er  sich  mit  den  beiden  abgespaltenen  Flecken,  deren  oberer  sehr  gi'oß  ist,  fast  zu 
einem  Kreis  zusammen.  —  dryope  Ä7//.  (78  b)  von  Surinam  und  dem  Amazonenstrom  hat  den  roten  (^uer- 
fleck  wie  vicuhitd.,  breit  und  lang,  außerdem  ist  aber  auch  die  ganze  Figlwurzel  der  Vflgl  lebhaft  hellrot.  — 
coralii  Btlr.  (=  palantia  Möschl.)  von  Guayana  und  dem  unteren  Amazonas  hat  den  discalen  Vflglfleck  zersjial- 
ten,  wie  callista,,  dabei  aber  die  rote  Vflglwurzel,  wie  dryope.  —  Bei  eliniaea  Erichs.,  gleichfalls  von  Guayana 
und  dem  Amazonas,  ist  der  discale  Vflglfleck  zu  mehreren  kleinen  roten  Fleckchen  aufgelöst,  und  die  Vflgl, 
nicht  aber  die  Hflgl,  haben  rote  Wurzel.  —  cybelina  Etgr.  (78c)  von  Manaos,  einer  der  schönsten  Heliconius, 
hat  die  ganze  Imienhälfte  der  Vflgl  })raelitvoll  hellrot  (sogar  auch  den  basalen  Gostalteil  auf  der  Unterseite*), 
im  .Discus  a1)er  steht  statt  des  rotezi  Flecks  ein  zitrongelbes,  etwas  gekrünzmtes  Schrägleändchen.  —  amal- 
freda  Kiff,  von  Guayana  und  Amazonas  ist  der  cybelina  ähnlich,  aber  im  Zellende  steht  ein  zitrongelbei'  Fleck. 

—  erythrea  Cr.  (78  c)  von  Guayana  und  dem  Amazonas  hat  die  Vflgl  fast  genau  wie  dryope,  nur  ist  der  discale 
Schrägfleck  um  weniges  kleiner;  dafür  zeigen  die  Hflgl  in  ihrer  analen  Hälfte  rote  Strahlen.  —  tellus  Kiff. 
von  Gayenne  ist  wie  erythrea,  aber  die  Discalbinde  gelb  statt  rot.  —  udalrica  Cr.  (==  idnica  lihn.)  (78  c)  eine  der 
in  Sammlungen  am  meisten  vertretenen  Formen,  hat  anstelle  des  mennigroten  Discalflecks  auf  den  Vflgln  einen 
stark  zerschlissenen  Fleckenkomplex,  wie  die  andere  Färl)ung  mehr  hell-  als  mennigrot;  aid.)erdem  führt  die 
Vflglwurzel  diese  Farbe  und  die  Hflgl  haben  solche  Strahlen;  von  Guayana.  —  andreniona  Cr.  (78  d)  von 
Guayana  und  Amazonas  hat  den  Discalf  leck  ähnlich  geformt  wie  callycopis  (78  c),  d.  h.'^oben  ist  ein  liufeisen- 
förmiger  Fleck  und  darunter  1 — -2  kleinere;  aber  di'^  ganze  Fleckengruppe  ist  stark  gelb  durchsetzt,  bis  zu  gelb¬ 
lichem  Fleischton.  Vflglwurzel  und  Hflglstralilen  sind  hellrot,  alzer  gleichfalls  in  der  Farlze  braungelblich 
getrübt.  —  Ein  Extrem  dieser  Form  von  der  Auiazonasmündung,  deren  Bild  wir  wie  viele  aus  dieser  Gruppe 
der  prächtigen  Illustration  von  Obebthltr  entlehnen,  mag  den  Amazonennamen  ab.  androdaixa  noni.  nov.  (78  d) 
führen.  Hier  sind  alle  roten  Zeichnungen  erweitert,  die  Strahlen  der  Hflgl  auf  doppelte  Breite  gebracht ;  dazu 
haben  alle  Flecken  und  Streifen,  mit  Ausnahme  des  getrübten  Zellendflecks  eine  leuchtend  hellrote  Färbung. 

—  leda  8t,gr.  (78  d)  von  Guayana  ist  der  vorigen  ganz  ähnlich,  aber  anstelle  der  prachtvollen  hellroten  Discal- 
fleckung  treten  hier  3  bis  4  ziemlich  kleine,  zitrongelbe  Fleckchen ;  davor  ein  ka|)penförmiges  im  Zellende ;  zuweilen 
fehlen  auch  diese  kleinen  Fleckchen  bis  aid’  matte  Spuren,  dann  ist  die  ganze  Aul,lenhälfte  des  Vflgls  schwarz; 
dies  ist  ab.  oberthüri  Kiff.  ■ —  Bei  vesta  Cr.  (=  cynisca  Godt.)  sind  diese  gelben  Fleckchen  in  der  Vflgl-Außen- 
liälfte  stark  vermehrt,  zind  die  Hflgl  haben  rote  Strahlen,  doch  haben  die  Vflgl  keine  rote  Wurzel;  Guajurna. 

—  amazona  Slgr.  (—  vesta  Hbn.,  ])hiladelphus  Ky.  [in  ,,Hübner“|)  (78  d)  von  Para  ist  genau  gezeichnet  und 
gefärlh  wie  androdaixa,  (78  d),  nur  sind  die  dort  schön  roten  Discalflecke  hier  zitrongelb,  aber  in  Form  und  Gröl.le 
nicht  verändert.  —  etylus  Salv.  (78  d)  von  Ecuador  hat  statt  der  discalen  Fleckengruppe  einen  zitrongelben, 
schrägovalen  Subapicalfleck;  —  und  estrella  Bat.  (—  vestalis  Stgr.)  von  Amazonas  und  Ecuador  hat  statt 
dieses  Ovalflecks  eine  zitrongelbe  Halbbinde;  —  bei  ab.  emma  Kiff,  von  Ecuador  und  Peru  ist  diese  Halbbinde 
noch  stark  verschmälert.  —  Umgekehrt  ist  die  schwefelgelbe  Discalbinde  bei  palmata  Stich,  nach  außen  etwas 
bauchig  vortretend,  ihr  unterer  Teil  fleckartig  abgeschnitten ;  Peru  ;  — ■  aquata  Stich,  von  der  gleichen  Lokalität 
(Ucayali)  ist  wie  estrella,  aber  die  subapicale  Halbbinde  ist  rot,  nicht  zitrongelb  und  steht  näher  am  Apex.  Sim¬ 
plex  Kiff,  ist  davon  nur  sehr  wenig  verschieden.  Die  Form  ist  mir  in  Natura  unbekannt,  ebenso  wie  ilia  Xiep. 
bei  der  die  ockergelbe  Zeichnung  wie  bei  estrella  sein  soll,  der  Discalfleck  al)er  wie  bei  notabilis  der  a})icale  Bin¬ 
denfleck  ,,in  seiner  Länge  zur  Hälfte  distal  reduziert,  etwas  hohl  ausgeschnitten  gegen  den  Apex";  nach  einem 
(J  von  Ganelos  (Ecuador)  beschrieben.  —  feyeri  Niep.,  gleichfalls  von  Ganelos,  auch  nach  einem  q  beschrie¬ 
ben,  steht  zwischen  estrella,  und  rosacea;  die  esb'e/D, -Zeichnung  ist  lebhaft  ziegelrot;  der  große,  halbkreisförmig 
gebogene  apicale  Bindenfleck  wie  bei  rosacea  Riff.,  aber  rein  Aveiß,  proximal  schwach  rot  gesäumt.  —  ochracea 
Riff,  heißen  gleichfarl)ig  ockerig  gefleckte  Tiere  und  rothschildi  AT’ep.  ist  ebenso,  aber  die  Apiealbinde  AA'eiß.  — 
diva  Stich,  hat  die  roten  Zeichnungen  beschränkt,  durch  sclnvarz  AATÜter  getrennt,  aber  in  Farbe  prächtig  schar¬ 
lachrot,  die  Schrägbinde  gelb.  Hier  zeigt  sich  auch  diese  schräge  Discalbinde  durch  scliAvärzliche  LTberstäubung 
vom  Rande  aus  gesäumt,  was  bei  demeter  Sfgr.  (78  e)  von  Peru  noch  mehr  hervortritt.  Bei  der  letzteren  sind 
aber  alle  Flglzeichnungen  hell-,  nicht  scharlachrot;  die  Hflglstralilen  hängen  an  ihrer  Wurzel  untereinander  und 
mit  der  roten  Zelle  zusammen.  —  bouqueti  Nöldn.  {  =  buc{ueti  Riff.)  ist  Avie  demeter,  aber  die  zitrongell)e  Discal¬ 
binde  ist  in  eine  Anzahl  kleinerer  gelber  Flecke  aufgelöst,  die  sich  um  das  scliAA'arze  Zellende  herum  lagern; 
Avh'd  erAvähnt  von  ,,Gayana“(  ?).  —  lativitta  Btlr.  (78  e)  vom  Amazonas,  Bolivien  und  Peru  hat  das  Rot  A'ermin- 
dert,  die  Hflglstralilen  getrennt,  den  zitrongelben  Discalfleck  groß  und  den  scliAA-arzen  Zellschluß  umfließend. 

—  Bei  venusta  Salv.  (78  e)  aus  Bolivien  reicht  das  Wurzelrot  der  Vflgl  bis  an  die  gellie  Discalbinde,  aber  diese 
ist  von  außen  durch  das  Aveiter  ausgedehnte  apicale  ScliAvarz  eingeengt,  so  daß  der  hhiter  dem  Zellschluß  liegende 


coralii. 

cliiiiata. 

ci/'jclina. 

anvilir.da. 

crytttrea. 

teil  Hi. 

udalrica. 

andre  »10  na 


(uidrudaixa 


Icda. 


ubcrlhüri. 
vesla . 
(onazona. 

elytws. 

cslrclla. 

ciionu. 

pahnala. 

a(p(aia. 

sini  plc.c. 

ilia. 


legen. 


rosacea. 

ochracea. 

rolhschildi. 

dira. 


demeter. 

bouqueti. 

latieitla. 

eoiHsta. 


V 


50 


394 


HELICONIUS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


donaiia.  Teil  schmäler  als  der  vor  dem  Zellende  ist,  nicht  breiter,  wie  bei  lativitta.  —  donatia  Frühst,  aus  Matto-Grosso, 
ist  wie  die  veimsta,  hat  aber  längere  gelbe  Discalflecke  hinter  der  Zelle  und  kürzere  rote  Basalstriemen  der  Vflgl, 
anadorie.  sowie  lebhafter  rote,  analwärts  breitere  Hflglstreifen.  —  anactorie  Dbl.  aus  Bolivien  hat  den  gelben  Discalfleck 
samjuinca.  nach  aiißen  zu  rot  überstäubt.  —  Bei  sanguinea  Stgr.  ist  der  gelbe  Discalfleck  ganz  ziegel-  oder  hochrot,  aus 
Bolivien;  und  Riffarth  erwähnt  ein  bolivianisches  8tück  vom  Rio  Juntas,  wo  er  mit  dem  Wurzelrot  zu  einer 
confluens.  großen  roten  Fläche  zusammenfließt,  was  man  wohl  als  eine  Aberration  —  ab.  confluens  nom.  nov.  bezeichnen 
muß.  —  Sehr  sonderbar  sehen  die  Formen  aus,  wo  auf  den  Hflgln  die  gelbe  phyUis-Wm.(\e  durch  die  rote  Strah- 
anacrcon.  lung  hin  durchbricht.  Solche  Formen  sind  aiiacreon  Sin.  u.  Ky.  (78e)  mit  roter,  und  ottonis  Riff.  (78e)  mit  gelber 
phylus  stammen  von  Bolivien  und  Peru.  Die  typische  phyllis  F.  {—  roxane  Cr.,  phyllus 

Prittu'.)  (78  f)  von  Argentinien  und  Paraguay  durch  das  ganze  südliche  Brasilien  bis  Peru  im  Westen,  und  nörd¬ 
lich  bis  AA’eit  über  Rio  de  Janeiro  verbreitet,  ist  nächst  narcaeus  die  am  häufigsten  nach  Europa  gelangende 
Heliconier-Form.  Aeußerst  häufig  besonders  an  der  Küste,  in  Rio,  Santos  etc.,  bildet  sie  zugleich  den  schönsten 
Schmuck  jener  Landschaften.  Ueberall  auf  Wegen,  Lichtungen,  Holzschlägen,  selbst  in  Höfen  und  Gärten 
trifft  man  die  Tiere,  oft  mit  weit  ausgebreiteten  Flgln  auf  einer  Blume  sitzend,  und  manche  unscheinbar  blühende 
Sträucher  sind  derart  mit  den  bunten  phyllis  —  häufig  in  Gesellschaft  der  weit  flüchtigeren  Colaenis  julia  und 
Dione  vanillae  —  besetzt,  daß  sie  in  schönster  Blütenpracht  zu  prangen  scheinen.  Der  Geruch  der  phyllis  ist  wohl 
der  stärkste  und  unangenehmste  von  allen  Heliconiern,  den  ich  je  wahrgenommen  habe.  Beim  Zerdrücken  des 
Thorax  strömt  er  so  heftig  aus,  daß  er  im  Freien  bis  auf  10  Schritte  wahrgenommen  werden  kann.  Er  erinnert 
sehr  an  den  Geruch,  den  in  unsrer  europäischen  Insektenwelt  viele  Pompiliden  und  Ichneumoniden  haben,  so 
z.  B.  wenn  man  den  Thorax  von  der  Wegwespe  (Psammophila)  oder  den  eines  kräftigen  Trogus  lutorius  zerdrückt 
oder  zerreibt ;  wenigstens  hatte  ich  deren  Geruch  so  in  Erinnerung,  zu  der  Zeit,  als  ich  in  Brasilien  die  Heliconiden 
auf  ihren  Geruch  prüfte,  phyllis  fliegt  in  Rio  und  Santos  das  ganze  Jahr  hindurch,  erscheint  nach  größeren  Regen 
l)esonders  frisch  und  wird  im  Januar  und  Februar,  wo  man  in  Santos  nur  abgeflogene  Stücke  fängt,  verhältnismäßig 
selten.  Dann  fliegt  dort  die  Nymphalide  Eresia  lansdorfi  (91  a)  l)esonders  häufig,  die  merkwürdigerweise  nicht 
eine  frische,  sondern  eine  abgeflogene  und  etAvas  verblaßte  phyllis  vortäuscht.  ■ —  Von  zur  phyllis-Gvwppe 
artifex.  gerechneten  H eliconms-Foviw^.w  erwähnen  Avir  hier  ah.  artifex  Stich,  aus  Süd-Brasilien  und  Paraguay,  aao  unter 
pliijUidis.  der  gelben  Hflglbinde  rote  Punkte  stehen;  — •  ab.  phyllidis  Sni.  (78  f),  avo  die  gelbe  Hflglbinde,  besonders  nahe 
amata.  dem  Ird  verkürzt  und  stark  von  dunklen  Adern  durchbrochen  ist  ;  —  amata  Stgr.  von  Bolivien  mit  noch  stärker 
verscliAvärzter  Hflglbinde,  da  außerdem  der  gelbe  Medianastreif  der  Vflgl  fehlt.  —  Die  Rp  der  typischen, 
süd-l)rasilianischen  phyllis  gleicht  genau  der  von  melpomene,  wie  sie  von  Sepp  (Taf.  4)  gemalt  ist.  Kopf  mit  2 
längeren  Hörnern.  Der  erste  Ring  mit  2,  der  2.  mit  4,  die  folgenden  mit  je  6  Dornen.  Pp  braun  mit  sehr  fernen, 
langen  Stacheln  auf  der  Rückenseite  und  je  3  Silberflecken  an  den  Thoraxseifen;  Kopf  mit  2  ohrenartigen, 
kurzen,  bedornten  Hörnern. 

hcrniathena.  H.  hermathena  Hew.  (78  f).  Diese  Art  vom  Amazonenstrom  läßt  sich  aus  emer  Verbindung  des  phyllis- 

und  des  charithonmCMu^ier^  konstimieren.  Hflgl  und  die  basale  Hälfte  des  Vflgls  gleichen  ganz  der  charithonia, 
die  Außenhälfte  der  Vflgl  trägt  aber  eine  rote  Schrägbinde,  die  jedoch  soAvohl  in  der  Form  voir  der  roten  phyllis- 
Binde  abAveicht,  als  aircli  durch  die  Farbe,  da  sie  nicht,  Avie  bei  frischen  phyllis  blutrot,  sondern  hell  rnerrrrigrot 
ist.  Reirre  Stücke  shrd  in  errropäischerr  Sanrmlurrgen  rricht  zahlreich. 

diarithonia.  H.  charithotlia  L.  (79  a).  Der  als  ,,Zebra-brrtterfly“  in  Nord-Amerika  bekannte  Falter,  zugleich  der 

einzige  H eliconius ,  der  sich  über  eirrerr  Teil  der  Union  uird  die  Antillerr  verbreitet.  Eiire  rrach  oberr  geAAÜrrkelte 
Medianbinde,  eine  sulrapicale  rrrrd  eirre  a])icale  Schrägbirrde  urrd  aut  derr  Hflglrr  eirre  p/iy/^fs-Birrde  rrrrd  ehre  z.  T. 
doppelte  Purrktreihe  sind  hellgell).  Vorr  derr  Golfstaaterr  und  Antillerr  durch  Mexico,  Cohrmbien  rrrrd  Venezuela, 
meist  sehr  gemein,  in  den  irördlichsten  Bezirkerr  seirres  Gebietes,  Avie  in  Texas,  Georgierr  und  Florida  nicht  überall 
und  rrur  stelleirAveise  härrfig.  —  Irr  Perrr  erscheirrt  eirre  kleirrere  Forrrr  mit  verkürzterr  Vflglbirrderr ;  dies  ist 
peruviana,  peruviana  Fldr.  (79  a).  Bei  Lima  rrrrd  direkt  arrr  Hafen  Callao;  irr  Eerrador  von  Haensch  rroch  irr  800  rrr  Höhe 
gefangerr. 

naUereri.  H.  iiattererl  Fldr.  (78  f).  Dieserr  Falter  habe  ich  rrie  leberrd  geseherr,  rrrrd  Averrrr  der  Frrndort  ,,Bahia‘‘ 

sich  airf  das  herrtige  ,, Bahia“,  dessen  Narrre  voll  ,,Sarr  Salvador  de  Bahia  de  todos  os  Sarrtos“  heißt,  so  rrrrrß  er 
dort  recht  selterr  seirr ;  ich  habe  dort  itrr  Jarruar,  Februar,  April,  Mai,  Jrrli,  Augrrst,  Oktober  rrrrd  Novenrber 
gesarrrrrrelt  rrrrd  nierrrals  ehr  Stück  davon  erbeutet.  Arrch  irr  Sarrrrrrhrrrgerr  ist  das  Tier  selterr  rrrrd  alle  bekarrrrterr 
Exemplare  sind  rrnterscheiderr  sich  vorr  charithonia  durclr  die  breitere  p/ry/fis-Birrde  rrrrd  das  Fehlerr  der 

Saurrrpurrkte  inr  Hflgl  rrrrd  durch  derr  Ersatz  der  beiderr  Schrägbirrden  im  Vflgl  durch  eirrerr  breiterr,  urrregehrräßi- 
gerr  Discalfleck.  —  Eirre  Arrzahl  Aveiblicher  Falter,  die  sich  drrrch  die  brarrnbestäubterr  Mittelbirrderr  vorr  nattereri 
fruhstorferi.  rrrrterscheiderr,  shrd  als  fruhstorferi  Riff,  beschrieben  rrrrd  stellerr  vielleicht  ehre  Abart,  AÜelleicht  das  rrorrrrale  $ 
vorr  nattereri  dar.  Werrrr  die  Fundorte  stirrrrrrerr,  scheirrt  die  Art  in  Ost-Brasilierr  vorr  Bahia  südlich  bis  Rio 
grarrde  do  Sul  zrr  gehen. 

tdesiphe.  H.  tclcsiphe  Dhl.  (79  c,  d).  Von  Perrr  rrrrd  Bolivierr;  hat  airf  den  Vflglrr  ehre  rosapurprrrrre  Srrbapical-  urrd 

Schrägbirrde,  auf  den  Hflgln  eirre  Aveiße,  bei  garrz  frischerr  Stückerr  ganz  sclrAvach  irrs  Bläuliche  ziehende  Mittel- 


EUEIDES.  Von  Br.  A.  Skttz. 


?,ur, 


binde.  Die  in  Staudinger’s  ,,Ex()t.  Tagfaltern“  gegebene  Abbildung,  von  braunen  Binden  auf  derji  Vflgl  und 
einer  himmelblanen  anf  dem  Hf'lgl  ist  kaum  zu  erkennen.  Der  Falter  fliegt  zusanmien  mit  (Johieyda 
(84  d),  von  dem  er  im  Fluge  nicht  zu  unterscheiden  ist,  der  aber  stumpf  geeckte  Vflgl,  gezackten  Saum  der  Hflgl 
und  eine  total  andere  Unterseite  bat.  Auf  der  Oberseite  aber  ist  die  Färbung  so  genau  identi.scb,  daß  an  (‘ineni 
mimetischen  Zusammenhänge  der  Coldenis  und  der  Heliconius  telesipke  nicht  gezweifelt  werden  kann.  Ein  Be¬ 
weis  hierfür  liegt  außerdem  noch  darin,  daß  in  Ecuador  eine  Form  der  (Jolaenis  fliegt,  die  statt  der 
weißen  eine  gelbe  Hflglbinde  trägt,  nämlich  Col.  tithraustes  {Hi  d) ;  in  diesen  iiämlicben  Gegenden  kommen  nun  auch 
Heliconius  telesiphe  vor,  die  eine  deutlich  gelbe  Hflglbinde  haben;  und  diese  Hflglbinde  ist  richtig  auch  genau 
um  1  bis  2  mm  breiter  als  bei  typischen  Hel.  telesiphe,  ebenso,  wie  die  von  üol.  tithrd/ustes  um  ein  geringes  breiter 
zu  sein  pflegt,  wie  die  von  Col.  telesiphe.  Wer  solche  frappanten  Aebnlichkeiten  mit  dem  ,, Zufall“  oder  als  ,, phy¬ 
sikalische  Notwendigkeiten“  erklären  will,  mutet  seinen  Lesern  doch  wohl  etwas  zu  viel  zu.  —  Der  Name  der 
gelbbindigen  Ecuador-Form  des  Hel.  telesiphe  ist  sotericus  Snlv.  (79  c).  Sie  findet  sich  in  Peru  da,  wo  auch  solericns. 
Col.  tithraustes  fliegt.  Habnsch  fand  sie  im  Oktober  bei  Sa.  Jnez  in  Ecuador  1200  m  hoch,  Stübel  im  Januar  in 
Riobamba  und  Huamboya. 

H.  hortense  Quer.  (=  hortensia  Dhl.)  (79  c).  Vflgl  mit  unregelmäßiger,  hellgelber  Schrägbinde,  Hflgl 
mit  gebogener,  breiter,  ockerbrauner  Mittelbinde.  Unterseite  sehr  eigenartig,  mit  schwach  violettrosafarbenem 
Mittelband  und  stark  dunkeln  Adern  und  Zwiscbenstrablen.  Honduras  bis  Columbien  und  Ecuador.  —  Sie 
fliegt  mit  einer  Anzahl  oberseits  ganz  gleichgefärbter  Falter,  die  z.  T.  zu  den  Heliconius,  z.  T.  zu  Eueides  gehören, 
wie  z.  B.  Hel.  elysonymus,  Eu.  ricini  etc.,  zusammen. 

H.  elysonimus  Latr.  (79  b)  wiederholt  oberseits  das  Färbungsmuster  der  hortense,  mit  der  sie  zusammen-  chjftonhuus. 
fliegt ;  aber  Vorder-  und  Hflglbinden  schmäler,  letztere  feuriger  rot ;  von  Venezuela  bis  Eciiador,  wo  sie  Haexsch 
noch  in  1200  ni  Höhe  antraf.  —  Eine  sehr  kleine  Form,  kaum  halb  so  groß  wie  die  kolumbische  elysonimus. 
mit  weiter  saumwärts  reichender  Schrägbinde  der  Vflgl  und  trüb  zimmtbraunem  Hflglbam^  kommt  auf  den  Llano.s 
von  Venezuela  vor;  ich  nenne  sie  ab.  micra  form.  nov.  (79  a,  b).  Zwischen  beiden  steht  die  von  den  Bergen  micra. 
von  Costa  Rica  und  Panama  stammende  montana  Sdlv.,  bei  der  die  braune  Hflglbinde  so  weit  verbreitert  ist,  montuna. 
daß  sie  breiter  erscheint,  als  der  schwarze  Außenrdsteil  des  Figls.  —  hygiana  Hew.  (79  a)  von  Ecuador  hat  vor  Injgiana. 
dem  Apex  nochmals  ein  gelbes  Fleckchen  und  gelbe  Bestäubung  längs  der  Mediana  der  Vflgl. 


2.  Gattung':  Eiieiiles  Hhn. 

Diese  den  Heliconius  sehr  nahestehende  Gattung  unterscheidet  sich  von  diesen  sofort  durch  die  kür¬ 
zeren  und  deutlicher  geknüpften  Fühler.  Die  meisten  Arten  stehen  außerdem  unter  der  durchschnittlichen 
Größe  der  Heliconius.  Der  Kopf  ist  verhältnismäßig  noch  breiter,  die  Palpen  größer  und  mehr  nach  vorn  stehend, 
der  Hlb  des  $  dicker  und  nie  so  lang  als  bei  manchen  Heliconius,  so  daß  er  niemals  weit  über  den  Analwinkel 
vorsteht,  diesen  oft  kaum  erreicht.  Der  ganze  Habitus  nähert  sich  entschieden  mehr  dem  der  Argynninae,  be¬ 
sonders  dem  von  Eresia  oder  Melitnea,  als  bei  Heliconius  selbst  und  Felder  trennte  sogar  die  Eueides  von  den 
Heliconius,  indem  er  erstere  von  der  Heliconiden-Familie  weg  zu  den  Nymphaliden  zog. 

Die  ca.  60  benannten  Formen  sind  in  ihrer  Verbreitung  noch  beschränkter,  als  die  Heliconius.  8ie  über¬ 
schreiten  im  Norden  die  nearktische  Grenze  nicht  und  gehen  im  Süden  nur  bis  Süd-Brasilien  und  Paraguay. 
Sie  sind  fast  überall,  wo  sie  Vorkommen  häutig,  mit  elegantem,  schwimmendem,  aber  langsamem  Flug,  zählebig 
und  blütenliebend;  sie  fliegen  das  ganze  Jahr  hindurch  und  zeigen  sich  wenig  abhängig  von  der  Jahreszeit. 
Ihre  größten  Feinde  sind  die  Spinnen,  in  deren  Geweben  eine  große  Anzahl  von  Eueides  täglich  ihr  Leben 
läßt.  In  Bahia  fand  ich  oft  Dutzende  von  toten  Faltern  in  den  Quernetzen  großer  Spinnen,  aus  dessen  Fäden 
sie  sich  infolge  von  Schwäche  und  Ungeschicklichkeit  nicht  wieder  befreien  können. 

Die  Eueides  sind  im  Walde  selten,  fehlen  sogar  in  dessen  Innerem  vollständig;  sie  lieben  das  offene 
Land,  freie  Liebtungen,  Berghänge,  die  Ränder  breiter  Wege  und  bhimige  Halden,  wo  sie  sich  nicht  nur  mit 
ihresgleichen  herumtreiben,  sondern  wo  ein  ganzes  Heer  gleichgefärbter  und  gezeiebneter  Falter  aus  ganz  andern 
Familien  oder  Gattungen  mit  ihnen  spielt.  Wie  keine  andere  größere  Gattung  der  Lepidopteren,  ja  mehr  noch 
als  die  selbst,  sind  die  Eueides  mit  erborgten  Kleidern  ausgestattet  und  Doppelgänger  von  ihnen  finden 

sich  bei  den  Pieriden,  Danaiden,  Acraeiden,  Nymphaliden,  Eryciniden,  Castniiden,  Pericopiden  usw.  Ja  man 
kann  sagen,  daß  es  überhaupt  keine  Eueides  gibt,  die  ein  eigentümliches  Gewand  trüge  und  daß  sich  zu  jeder 
Eueides  mindestens  ein  Parallelfalter  anderer  Gattungen  findet,  ja  manchmal  deren  eine  ganze  Reihe.  ]Man  kann 
danach  die  Eueides  einteilen  in  solche,  welche  H eliconvus-A.vtoi\  der  Gruppe,  der  ?«e/po/»e/ie-Gruppe,  der 

thelxiope-  der  H.  clysonymus-Cvwppe.,  der  Danaidengattung  Lycoren,  der  Gattung  Actiywte,  der  Colaenis  julid 
gleichen  und  schließlich  solche,  deren  Männchen  einen  andern  Falter  kopiert,  als  das  dazugehörige  Weibchen. 

Die  Eier  haben  die  Gestalt  von  Weinflaschen  und  werden  einzeln  oder  partieweise  an  die  Unterseite 
von  Passionsblumenblättern  gelegt,  an  denen  die  Rp  lebt.  Von  einer  Art  —  Eu.  cleobaea  —  soll  die  Rp  an  As- 
clepiadeae  Vorkommen.  Dies  ist  aber  bestimmt  ein  Irrtum;  es  handelt  sich  zweifellos  hier  um  eine  Verwechs- 


396 


EUEIDES.  Von  Er.  A.  Seitz. 


Jung  mit  einer  Danaide,  Lycorea  cleobaea  (31  1j),  die  als  Falter  zwar  der  Eueides  sehr  ähnlich  sieht,  aber  m  kemer 
Weise  mit  ihr  verwandt  und  nur  infolge  von  Mimicry  ihr  gleichfarbig  ist. 

Die  E'ueides-Y^>])i\  haben  Aehnlichkeit  mit  manchen  unsrer  Argynnis-K\)i\\  jung  sind  sie  quergermgelt, 
später  meist  schwarz,  die  Dornen  mittellang,  die  hinter  dem  Kopfe  wenig  gebogen  und  nicht  stark  divergierend. 
Hehr  merkwürdig  sind  die  P])n.  Hie  sehen  im  lebenden  Zustande  schon  wie  vertrocknet  oder  verschrumpft 
aus  und  aus  ihx’em  Rücken  stehen  längere  und  kürzere  Dornen  und  Zapfen  hervor,  welche  Pilzfäden  gleichen, 
wie  man  sie  in  Hüd-Amerika  häufig  aus  R|)n-  und  P]mkadavern  hervorwachsen  sieht  xnid  die  die  Pp  ihren  Femden 
als  ,, verdorben“  erscheinen  lassen.  Die  P])nruhe  beträgt  etwa  14  Tage;  die  Falter  bleiben  nach  dem  Auskriechen 
lange  sitzen,  Ixevor  sie  sich  erheben.  Man  trifft  fast  niemals  verkriqxpelte  Exemplare. 

riohri.  E.  riciili  L.  (79  d)  zeigt  ganz  das  Färbungsmuster  der  zuletzt  aufgezählten  H eliconius- Äxten  hortense 

(79  c)  und  clysoimn.us  {IQ  h);  Vflgl  mit  hellgelber  Hchrägbinde,  Plflgl  mit  ockerbraunem  Mittelband;  eine 
Hubapicalbinde  nähert  die  Art  außerdem  der  Form  H.  hygiana  (79  a),  wogegen  die  Größe  sie  der  Form  micra 
(79  a,  b)  nahelu’ingt.  Hie  fliegen  mit  den  jeweiligen  Formen  der  clysonimus-  und  /mrfewse- Gruppen  zusammen 
in  Gxiayana  und  Peilen  von  Amazonas,  ferner  in  Venezuela,  und  Htücke  von  da  haben  einen  weit  schmäleren 
rotbraunen  MPirzelteil  der  Hflgl  als  ein  Exemjüar,  das  mir  von  Trinidad  vorliegt.  Diese  letztere  Form  nennt 
-inRiihnta.  Hticmee  iiisulatia.  Die  Art  ist  nicht  selten.  Die  Rp  wurde  an  Passiflora  laurifolia  gefunden. 

prooila.  E.  procula  Dhl.  (79  d).  Gleicht  oberseits  sehr  dem  Helicon,  clysojiynius,  hat  wie  dieser  auf  dem  Vflgl 

eine  hellgelbe  spindelförmige  Hchrägbinde  und  auf  den  Hflgln  ein  fuchsrotes  Querband.  Unterscheidet  sich, 
außer  durch  die  Fühler  und  die  ganz  andere  Unterseite  aber  dadurch,  dal.l  das  fuchsrote  Hflglband  etwas  den  Hflgl 
überschreitet  und  als  roter  Innenrandswisch  aid'  den  Vflgl  übergreift.  In  Venezuela  und  Columbien,  unter  den 
Hel.  cly.^onynrus  fliegend  und  nicht  selten.  In  Columbien  fliegt  an  den  gleichen  Htellen  auch  noch  die  beträcht¬ 
lich  größere  Heliconide  Hel.  hortense  (79  c). 

Mit  E.  edäas  eröffnen  wir  eine  Gruppe  von  Hchmetterlingeix,  die  sich  zum  Modell  Falter  aus  einer  ganz 
andern  Familie  gewählt  haben,  nämlicb  Danaiden  aus  der  Entresis-  und  0/ym,.5-Gi’uppe.  Hie  stehen  der  pro- 
lumnio'^u.^.  culn  nahe,  und  ihre  Form  luniinosus  Stich.  (79e)  von  der  wir  die  TyP^  abixilden,  hat  die  Hflgl  genau  wie  procula, 
nur  im  Vflgl  sitzen  anstelle  der  Hchrägbinde  eine  Anzahl  zerstreuter  gelber  Fleckchen,  zu  denen  ein  rußig 
riirimicc.c.  brauner  Wurzelstrahl  kommt.  Von  Venezuela.  — ■  Bei  eurysaces  Heu\  setzt  sich  die  Grundfarbe  weniger  scharf 
gegen  die  Fleckung  al),  und  die  Flecke  selbst  ordnen  sich  auf  dem  Vflgl  zu  zusammenhängenden  Hehrägbän- 
ruli/tformi.9.  dem;  von  Ecuador,  bis  herauf  nach  Quito.  —  Umgekehrt  sind  bei  vulgiformis  ßtlr.  u.  Druce  die  Vflgl- 
flecke  kleiner  und  isolierter  als  bei  luininosus  und  der  Wurzelstreif  der  Vflgl  fehlt ;  von  Paixama  bis  Guatemala. 
«/(Vts.  —  Die  tyqxische  edias //e»’.  (  -  kuenowii  Den'.)  (79d,  e)  stammt  von  Columbien;  hier  siixd  die  Vflglflecke,  he- 
sonders  beim  stark  vei’größert  und  etwas  durchscheinend,  Avodurch,  da  auch  die  Tiere  bedexitend  größer  sind 
als  die  andern  Formen,  große  Aehnlichkeit  mit  Olyras  theon  (31  d)  und  Entresis  theope  (31  e)  hervorgerufen  Avird; 
aber  auch  mit  geAvissen  Dir cennn- Arten  entsteht  Aehnlichkeit  und  mit  der  Nymplialide  Eresüt,  prisca,  (91  e)  und 
ähnlichen  Formen  des  westlichen  Hüd-Amerika. 

E.  lampeto.  Eine  Form,  die  sich  die  Heliconius  aus  der  u/rfÄfi'Vuxrt-Gru])pe  zum  Vorliild  genommen  hat 
cnrhn.  uud  ZAAMschen  dieser,  ihren  Nebenformen  inwl  ihren  zahlreichen  Nachahmern  liin-  und  hervariiert.  —  carbo 
Stich,  aus  Ecuador  hat  fast  ganz  schwarze  Hflgl,  ebenso  ist  der  Apex  und  2  große,  breite  Wurzelstreifen  auf  dem 
Vflgl  sch  warz.  Hie  fliegt  in  Gesellschaft  der  Hel.  hicoloratus  (73  c)  und  lenaeus  (73  e),  der  Nymplialide  Eresia 
fiiliiihiosu.^.  ’}iiiirena  (91  c),  von  Ceratinia  seuiifulva  (34  d)  nndllyposcada.  fidlax  (3S  c).  —  Die  ab.  fuligiliosus  HV/c/n,  gleich¬ 
falls  von  Ecuador  und  Peru,  hat  das  apicale  Hchwarz  reduziert,  so  daß  der  Zellschlußfleck  und  ein  AA'eiterer 
(imaciui.  vor  der  Außenrandsmitte  im  gellibraunen  Grunde  isoliert  Averden.  —  ab.  amoena  Stich.  (79  f)  verbindet  diese 
beiden  Formen  miteinander;  sie  hat  mehr  HcliAvarz  als  fuliginosns,  aber  Aveniger  als  carbo;  unter  den  andern 
fliegend.  —  Bei  acacafes  Heiv.  Avird  der  Randfleck  vom  verlireitertcn  Apicalfleck  zugedeckt,  der  Zellschlu߬ 
fleck  steht  aber  noch  isoliert;  die  Hflgl  braun  mit  sclnvarzen  Binden.  Von  Peru,  avo  sie  mit  den  ganz  ähnlichen 
larnpHn.  dl ecdiau itis  deceptus  und  haadlaga  (34  a)  zusammenfliegt.  —  lampeto  Bates,  die  zuerst  beschriebene  Form, 
stammt  vom  oberen  Amazonas;'  sie  hat  lebhaft  rotbraune  Figl,  den  Apex  und  Vrd  schmal  schwarz,  2  Flecke  in 
Mitte  und  am  Ende  der  Zelle  und  ein  Htreif  auf  der  Hubmediana  ebenso ;  Hflgl  rotliraun  mit  sclnvarzem  Hidicostal- 
rnpinsu.^.  streif  und  Haum;  durch  die  Figl  eine  Fleckenlünde.  —  copiosus  Stich,  braun.  Vflgl  im  Mittelfelde  hinter  der 
Zelle  heller.  Costa,  ein  Zellstreif,  ein  Aveiterer  hinter  der  Zelle,  eine  schräge  Reihe  unter  sich  zusammenhängender 
Flecke  und  der  A])ex  schwarz.  Der  Hflgl  hat  eine  bisAveilen  unterbrochene  discale  Querbinde,  einen  schmalen 
Hubcostalstreif  und  lireiten  Außenrd  scliAvarz;  am  Haum  eine  Reihe  kleiner  Aveißer  Punkte.  Pataro  (Essequibo) 
von  Rich.  Haensch  im  März  und  A})ril  gesammelt.  Diese  Form  ist  mir  unbekannt.  —  Auch  von  dieser 
Art  Averden  viele  Formen  darum  nicht  leicht  erbeutet,  Aveil  sie  aus  der  großen  Zahl  ganz  gleich  aussehender 
Ithomiinen,  Heliconier  und  Nym])haliden  scluA’er  herauszufinden  sind. 

E.  vibilia.  Diese  Art  hat  sich  in  ihren  verschiedenen  Formen  Acraeen  aus  der  Gattung  Actinote  (Taf.  83) 
zum  Vorbilde  genommen,  zum  Teil  aber  ahmen  ihre  IMännchen  auch  die  gemeine  Nymplialide  Colaenis  fulia 


EUETDES.  V^on  Dr.  A.  Sicitz. 


307 


(84  b)  nach  und  erlangen  daher  äußere  Aehnlichkeit  mit  der  gleichfalls  die  C'ol.  jnlia  naebahmcTiden  E.  (iliiihrrd. 

Die  t}q)ische  vibilia  Godl.  (—  niereani  Ilbn.)  (79  b)  hat  feurig  gelbbraune  GG  scbwarzcui  Klglränderii,  schwär-  rihHifi. 
zem  Zellkeil,  Schrägband  und  Subinedianstreif  der  Vflgl.  ^  bunter,  fast  wie  eine  habhaft  gezeichiuite  cc/ü/.s 
und  auf  der  Unterseite  dieser,  wie  auch  der  procnlu  fast  ganz  gleich.  Jn  Brasilien  weit  verbreitet  und  häufig, 
aber  aus  den  z.  B.  bei  Rio  de  Janeiro  im  Juli  zahllos  undierflatternden  Aclinole  kaum  lierausziierkeimeu.  Das 
5  gleicht  diesen,  so,  daß  man  selbst  beim  langsam  dahinfliegenden  Falter  keinen  Unterschied  findet  und  erst  die 
Flghmterseite  besehen  nnd.k  Das  G  aber  lebhafter  im  Flug  und  tummelt  sieb  mit  den  ganz  älmliclien 
Dione  juno  (84  e),  Megalura  'pGraeus,  den  zahlreichen  ähnlichen  Eresia  etc.  umher.  —  ab.  pallens  Slirh.  pullen'--. 
ist  eine  $-form,  wo  die  Giaindfarbe  weißlich  ockergelb  ist  und  die  schwarzen  Zeichnungen  breiter  und  kräftige)' 
sind.  — vialis (79t)  ist  die  nördliche  Form  von  Columbien  inid  Zentral-Amerika  mit  feurigei'on  Rotbi'aun,  r/V/Zw. 
lebhafter  gelben  Vflglflecken  und  tieferem  Schwarz.  —  vicinalis  Stich.,  ist  auf  ein  $  von  Ecuadoi'  gegründet,  vieinnli^. 
das  etwas  matter  und  kleinfleckiger  sehr  soll.  —  unifasciatus  Stich.  (79  f)  hat  die  ganze  Apicalhälft)'  des  uai/rwew/f/.s. 
Vflgls  und  breiten  Außensaum  der  Hflgl  schwarz;  vom  oberen  Amazonas. 

E.  pavana  Mm.  {=  thyana  FMr.)  (79  e).  Diese  Art  sieht  der  Actinote  pellenea  fast  noch  ähnlicher,  wie  parann. 
das  vibilia-’^.  Sie  unterscheidet  sich  von  diesem  fast  nur  durch  die  vom  Hflgh'and  in  das  gellrbraun  der  Hflgl 
eindringenden  Zvvischenaderstrahlen,  wodurch  die  Actinote-t^^^  auch  noch  in  dieser  Zeichnungseigentütniiehkeit 
kopiert  \verden.  $  wie  das  G  gefärbt  und  gezeichnet,  alrer  größer.  Rio  Janeiro,  Es])iritu  Santo. 

E.  liiieata  Salv.  v.Godm.  (79  f)  ist  fast  genau  wie  das  (J  von  aber  ohne  den  Sclu'ägbalken  durch  die  linratn. 

Zellmitte;  die  gelbbraune  Grundfarbe  etwas  tiefer.  Zentral-Amerika  und  Mexico.  Ahmt  (Johienis-  und  l>ione- 
Arten  nach.  —  Bei  der  Form  libitina  Stgr.  von  französisch  Guayana  eiTeicht  der  Submedianstreif  den  Analwinkel  libdina. 
nicht. 


E.  lybia  F.  (—  hypsipyle  Cr.,  cinercomaculatus  Goeze,  fasciatus  Goeze)  (80a).  Wie  lineabi,  aljer  der  Jpbia. 
schwarze  Rand  der  Hflgl  schmäler  und  nicht  nach  innen  ausgefranst.  Von  Guayana  ujid  Amazonas  im  ganzen 
östlichen  Süd-Amerika  gemein  bis  Süd-Brasilien.  Tummelt  sich  mit  zahlreichen  ihr  ähnlichen  Artoi  auf  Gebü¬ 
schen  umher,  wie  mit  Coltienus  julUi  (84  b),  Dione  junio  (84  e),  Eresia  'philyra  (91  c)  etc.  — •  Die  Form  lybyoides  tybiiohlc.'i. 
Stgr.  (80  a)  zeigt  den  durch  die  suba])icale  Schrägbinde  abgeschnittoien  Spitzenfleck  heller  als  die  Gnindfarbe, 
und  auf  der  Unterseite  fehlt  eine  rote  Wui'zellinie  der  Vflgl  und  solche  Punkte  der  Hflgl.  —  Olympia  F.  (--  len-  oh/mpia. 
comma  Dates)  (80  a)  hat  den  Fleck  ini  schwarzen  Apex  ganz  weiß.  Zentral-Amerika  und  Columbien;  sie  flk'gt 
dort  mit  der  genau  so  aussehenden  Nymphalide  Eresia  emerantin  (91  d). 

E.  tales  Cr.  (“  thalestris  Godt.)  (80  b).  Vflgl  an  der  Wurzel  rotlu’aun,  von  schwarzen  Aderstreifen  talcs. 
durchzogen;  im  Discus  l)eingelbe,  um  das  schwarze  Zellende  gi’u])])ierte  Flecke)).  Hflgl  i))  der  I)n)e))hälfte 
)nit  roten  Ader)),  i))  G))aya))a,  wo  sie  u))ter  doi  ga))z  el)e))so  a))ssehe))de))  Hel.  vesta  (erilo)  fliegt,  )))id  de)))  a))- 
gre))ze))de))  A)))azo))as.  — ■  A))  der  Amazo))as)))ü))d)i))g  fliegt  die  For)))  pythagoras  Kg.  (--  heraldic))s  Stich.)  pylhagoras. 
)nit  verstärkter  Gelbflecku))g  des  Vflgls,  wo  der  Zellfleck  bis  zuu)  AVurzelrot  a))sgedeh))t  ist  u))d  die  Aderstrahle)) 
a))f  de))  Hflghi  lebhafter  si))d.  Von  Para  bis  Sa))tare))).  —  Bei  calathus  Stich,  hat  sich  der  Flecke))ko)))])lex  ealathuf!. 
i)))  Vflgldisc))s  zu  ei))er  Halbbi)ide  z))san))))e])geschlosse)),  dero)  u))teres  E))de  aber  w))rzelwärts  zeigt,  ))icht 
a))swärts  wie  das  vo)i  Eu.  eanes;  —  surdus  Stich.  (80  b)  ist  etwas  größer,  das  Rot  der  Vflgl  viel  greller,  hoch)‘ot  .mrdiis. 
oder  fast  juirpur,  a)if  dor  Hflgh)  ))))r  ga))z  we))ig  Rot  dicht  a))  der  W))rzel.  Vo))  Obidos  an)  A)))azo))e))stro))) 
u))d  VO))  Guaya))a.  Hierzu  bildet  die  ab.  aquilifer  Stich,  einen  Uebe)'ga))g;  die  gelbe))  Vflglflecke  sh)d  größer.  aquiJiirr. 
aber  das  Hflglrot  ist  reduzie)’t;  gleichfalls  vo))  Obidos. 

E.  heliconioides  Fldr.  (=  cog))ata  Wegm.)  (80  b).  Vflgl  )))it  große)))  bei))gelbe)n  Discalfleck,  der  uu)  das  heliconioi- 
schwarze  Zellschlnßfleckchen  her)))))gelagert  ist;  a))  der  Flglwnrzel  ))ur  we))ig  rote  Strahle)).  U))te))  ist  die  Ade- 
r))))g  teilweise  rot  u)id  der  Hflglra))d  führt  2  Reihe))  weißer  Pu)ikte.  Vo))  CIolu)))bie))  bis  Ecuador.  —  Bei  xe-  .renophanrs. 
nophanes  Fldr.  vo)i  Colu)))bie))  fehlt  a))f  de)))  Vflgl  der  gelbe  Fleck  i))  der  Mittelzelle  u))d  vo))  do)  )-oten  W))rzel- 
fla))))))e)i  si))d  )i))r  Spure))  vorha)ide)). 

E.  eanes.  Sämtliche  hierher  gehörige  Falter  zeige))  a))f  der  Hflgl-U))terseite  rote  Ader))))g,  alier  ])ur 
eme  Reihe  silberweißer  Sa))mflecke,  ))icht  zwei.  Obe))  hat  die  typische  For)))  eanes  Heir.  (80  c)  )))e))))igrotc  canrs. 
Wurzelfla))))))e)i  uud  eh)  hellgelbes,  discales  Schrägba))d.  Sie  ko))))))t  vo))  Per))  ))))d  Bolivie))  u))d  fliegt  dort  z))- 
sa))))))e))  )))it  Hel.  veÄf«-For)))e))  die  ihr  so  ge))au  gleiche)),  daß  beide  in)  Fluge  ))icht  z))  u))terscheide))  sind.  — 

Bei  der  ab.  farragosa  Stich,  vo))  Peru  ist  das  W)irzelrot  reduziert,  u))d  bei  ab.  riffarthi  Stich,  vo))  Peru  u))d  jarrago.-^a. 
Bolivie))  fehlt  es  ga))z  und  das  gelbe  Discalba])d  ist  zu  eh)zeh)e))  Flecke))  aufgelöst.  —  Bei  eanides  Stich.  (80  c) 
ist  die  rote  Strahlu))g  deutlich,  aber  )nehr  b)'a))))rot;  z)i  der  gelbe))  Vflglbinde  tritt  ))och  eh)  Fleck  m)  Zellende. 
sodaßei))e  Art  gelber  Ster)),  äh))lich  wie  bei  heliconioides,  e))tstcht.  Sie  kopiert  aufs  ge))aueste  gewisse  Hel.  aglaope- 
For)))e)),  )))it  de))e))  sie  hr  Bolivie))  oder  Peru  z))sa))))))e))  fliegt.  ■ — •  Bei  der  Foru)  aides  Stich.  (80  c)  a))s  Bolivie))  aidc.<t. 

U))d  Per))  ist  das  Rot  der  Oberseite  ga))z  verschw))))de)).  Diese  For)))  fliegt  ))iit  de)))  ganz  ebe))so  gefärbte)) //c/. 
pluto  h)  Bolivie))  zusa))))))e)).  — •  Es  gibt  aber  auch  vo))  der  Eueides  eanes  ei))e  For)n  pluto  Stich.  (80  c),  die  ))ach  phdo. 
de)))  abgebildete))  Exe)))plar  beschriebe))  ist.  Sie  u))terscheidet  sich  vo))  aides  dadurch,  daß  das  Rot  a))  Flgl- 
wurzel  u))d  auf  de))  Strahle))  ga))z  verschwu))de)),  dafür  aber  der  so))st  gelbe  Discalfleck  tief  rose))rot  gefärbt 


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EUEIDES.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


ist.  Sie  stammt  von  Peru,  wo  sie  mit  den  ganz  gleich  gefärlhen  Hel.  melfomene,  außerdem  aber  noch 
mit  ganz  ebenso  aussehenden  Actinote  und  Pieriden  zusammenfliegt.  —  Einen  Uebergang  dieser  Form  zu 
eanides  bildet  schließlich  eine  Form,  die  ganz  wie  q^luto  aussieht,  aber  noeh  die  roten  Strahlen  führt;  dies 
fclrleri.  ist  fcldcri  Sticli.  Alle  diese  Formen  sind  an  ihren  Flugstellen  nieht  selten,  aber  unter  den  zahlreich  umher¬ 
fliegenden  Heliconius  kaum  herausziifinden ;  erst  wenn  man  den  Flug  der  E^ieides  an  dem  geringeren  Flglschlag 
von  dem  der  Heliconius  zu  unterscheiden  gelernt  hat,  erbeutet  man  sie  zahlreicher. 

cicohaca.  E.  cleobaca  Hbn.-G.  Hat  seinen  Namen  von  der  großen  Aehnlichkeit  mit  Lycorea-Axiew,  wenn  auch 

gerade  die  Lycoreu  cleohaea  (31  b)  nicht  direkt  als  Modell  gedient  haben  mag.  Die  Figl  gelbbraun,  der  Länge 
nach  von  schwarzen  Streifen  durchzogen.  Die  cleobned  kommt  ty})isch  auf  Cuba  und  Porto-Rico  vor;  die  wenig 
verschiedene  zentralamerikanische  Form,  die  nördlich  bis  Mexico  geht,  zorcaon  Renk.  —  hat  im  Apicalteil  des 
Vflgls  das  Schwarz  vermehrt,  so  dal.l  die  an  Farbe  etwas  lichteren,  beim  $  mehr  hellgelben  Binden  in  Flecke 
adiisla.  aufgelöst  werden,  die  mehr  oder  weniger  isoliert  stehen.  —  adusta  Stich.  (80  g)  ist  eine  nicht  abzugrenzende  Ueber- 
gangsform  vom  C^hiriqui  und  Honduras,  bei  der  sich  die  Hflglbinde  zu  einer  Fleckenreihe  auflösen  kann.  — ■ 
Nicht  selten. 

E.  isabella.  Der  vorigen  ziemlich  ähnlich,  aber  konstant  kleiner,  die  Längsstreifung  der  Figl  nicht  so 
regelmäßig  durchgeführt.  Die  Apicalhälfte  der  Vflgl  reicher  schwarz,  oft  ganz  eintönig,  die  Mittelbinde  der  Hflgl 
meist  aufgelöst.  Alle  Formen  gehen  so  unmerklich  eine  in  die  andere  über,  daß  die  gegebenen  Namen  kaum  Wert 
hal)en  und  die  Formen  sich  nicht  abgrenzen  lassen.  Ich  bilde  die  benannten  Formen  alle  ab,  und  zwar  zumeist 
nach  den  Stücken,  die  bei  der  Beschreibung  derselben  durch  den  Autor  Vorgelegen  haben.  In  der  Regel  sind  die 
Färbungsunterschiede  nur  Effekte  der  Tatsache,  daß  am  jevv^eiligen  Fundort  ein  andrer  Modellfalter  fliegt,  dem 
isahella.  die  Tiere  sich  angepaßt  haben.  Die  typische  isabella  Gr.  (80  d)  stammt  vom  Osten  Süd-Amerikas  und  verbreitet 
sich  von  Guayana  bis  Mittel-Brasilien,  angeblich  bis  Bahia  (wo  ich  aber  nur  E.  diancissn  fand).  Sie  hat  vor  dem 
schwarzen  Apex  eine  isabellgelbe  Schrägbinde,  wie  sie  sich  auch  bei  lange  geflogenen  oder  alten  Exemplaren  von 
dianassn  findet;  is(d)elln  unterscheidet  sich  aber  von  diesen  dadurch,  daß  nicht  ein  suba]3icaler  weißer  oder 
schwefelgelber  Fleck  vor  der  Flglspitze  steht,  sondern  eine  Kette  von  3 — 4  lichten,  isolierten  Fleckchen.  Bei 
dissotnia.  typischen  isabella.  ist  die  Hflgl-Mittelbinde  kontinuierlich,  bei  dissoluta  S'ftc/o  (80  f)  von  Peru  und  Bolivien  ist  sie 
arijuaia.  in  isolierte  Flecke  aufgelöst;  arquata  Stich.  (80g)  stellt  hinsichtlich  der  Hflglbinde  in  der  Mitte  zwischen  beiden, 
indem  diese  zwar  schon  in  Flecke  abgeteilt  ist,  dieselben  aber  noch  an  einander  liegen;  bei  arcpiata  sind  aber  die 
imiians.  gelben  Subapicalflecke  der  Vflgl  vergrößert;  von  Columbien  und  Panama.  —  imitans  form.,  nov.  (80  f)  ist  wie  dis- 
soluta,  hat  aber  dadurch  ein  ganz  anderes  Aussehen,  daß  die  schwefelgelbe  »Schrägbinde  fehlt,  der  dieser  entspre- 
hübneri.  chende  Flglteil  vielmehr  die  Flglgrundfarbe  trägt.  —  Bei  hübneri  Men.  (80  f)  ist  die  Schrägbinde  durch  Schwarz 
dünnstes,  iu  3  Stücke  zersprengt ;  von  Clolumbien ;  bei  dynastes  Fldr.  von  Venezuela  hängt  sie  nur  noch  lose  zusammen.  Bei 
-pellucidn.  dieser  ist  sie  auch  beim  $  ockergelb,  wodurch  dieses  sich  der  pellucida  Srnka  (80  f)  aus  dem  westlichen  Süd- 
Amerika  nähert,  bei  der  aber  statt  der  Mittel  binde  nur  eine  Kette  ovaler  Fleckchen  steht.  —  Bei  der  kaum 
seitzi.  verschiedenen  seitzi  Stich.  (80  f)  von  Columbien  und  Ecuador  ist  die  Oberseite  absolut  zweifarlng;  indem  die 
ref/etissinw.  Schräglünde  wie  auch  die  Apicalfleckchen  genau  die  Grundfarbe  angenommen  haben,  im  Gegensatz  zu  vege- 
tissima  Stich.,  wo  die  rein  schwefelgelbe  Schrägbinde  und  ebensolche  Apicalfleckchen  sich  gegen  die  ,, sattere“ 
htppolitms.  Grundfarbe  schärfer  abheben.  Von  Ecuador.  —  hippolinus  Btlr.  (80  e)  von  Peru  ist  genau  wie  seitzi,  aber  der 
mnrgariti-  Apex  der  Vflgl  ist  ganz  schwarz,  ungefleckt;  —  ebenso  ist  er  auch  bei  margaritifera  Stich.  (80  e),  doch  löst  sich 
/em.  (|jg  Mittelbinde  der  Hflgl  in  ovale  schwarze  Flecke  auf;  von  Peru;  und  personata  Stich.  (80  e)  gleicht  dieser 
pcrsonaM.  doch  ist  das  Schwarz  im  Vflgl  dafür  so  vermehrt,  daß  nicht  nur  der  ganze  Apicalteil  schwarz  ist,  sondern 

das  Schwarz  dringt  auch  noch  bis  in  die  Vflglmitte  vor,  wo  es  sich  mit  dem  schwarzen  Zellschlußfleck  verbindet; 
hninnca.  von  Peru.  —  brunnea  Stich.  (80  e)  ist  wieder  der  personata.  ganz  ähnlich,  hat  aber  den  Apicalteil  der  Vflgl  nicht 
spoUata.  ganz  schwarz,  sondern  von  einer  Fleckenkette  in  der  Grundfarbe  unterbrochen;  von  Peru.  —  ab.  spoliata  Stich. 
aus  dem  Cauca-Tal  ist  auf  ein  $  mit  stark  vermehrter  Schwarzzeichnung  gegründet,  so  daß  die  Grundfarbe  auf 
dem  Vflgl  ganz  zurückgedrängt,  auf  dem  Hflgl  von  einer  kontinuierlichen  dicken  Mittelbinde  durchzogen  Ai  ird. 
—  isabella.  ist  auf  allen  ihren  Flugjilätzen  gemein. 

d'ianassa.  E.  dianassa  Hbn.  (80  d).  Der  vorigen  ganz  ähnlich,  die  Vflgl  mit  einer  meist  schwefelgelben  Schräg¬ 

lünde,  die  aber  bei  langem  Fliegen  in  trüb  ockergelb  üliergeht.  Im  Apex  steht  ein  ovaler,  schnecAveißer,  zuweilen 
gelb  tingierter  oder  schwarz  bestäubter  Schrägfleck,  hinter  dem  —  also  unmittelbar  vor  dem  Apex  —  zuweilen 
noch  einige  weiße  Punkte  von  der  Unterseite  her  nach  oben  durchschlagen.  Die  tjqiische  dianassa  ist  ein  getreues 
Abbild  der  mit  ihr  zusammenfliegenden  Hel.  narcaea  (72  a),  die  sie  ganz  genau  kopiert.  Bei  Santos,  avo  die 
Vrdbinde  der  Hflgl  bei  narcaea  oft  rot  überstäulit  ist,  ist  die  gleiche  Binde  auch  bei  dianassa  meist  ockerig  ge- 
drrotorfda.  tönt,  und  bei  decolorata  Stich.  (80  d),  die  mit  der  ebenso  gefärbten  Form  satis  von  narcaea  zusammenfliegt, 
fehlt  die  hellgelbe  Binde  der  Hflgl  überhaupt,  dianassa  fliegt  außer  mit  H.  narcaea  noch  mit  einer  großen 
Anzahl  gleich  gemusterter  Falter  zusammen,  nämlich:  Protogonius  drurii,  Melinaea  ethra  (33  d)  Mechanitis 
lysimnia  (34  b)  und  nessaea.  (34b),  Ceratinia  euryanassa.  (35  b)  etc.,  die  alle  im  südlichen  und  mittleren  Brasilien 
an  der  amerikanischen  Ostküste  Vorkommen,  und  man  muß  erst  in  jenen  Gegenden  bekannt  sehi,  um  die  Art  aus 


METAMORPHA.  Von  Dr.  A.  8kitz. 


der  großen  Zahl  gleichgefärhter  Falter  heranszut'inden.  Der  Falter  ist  sehr  häutig,  aber  ich  sali  ihn  nie  niasseiiliaft 
oder  in  Flügen. 

E.  aliphera  Godt.  (80  a).  Figl  oherseits  feurig  rotgell)  mit  schwarzem  Außenrd,  schwarz(“m  Suhcostal-  alifihera. 
und  Mediana- (Streif  und  schwarzem  Schrägband  der  Vflgl,  Unterseite  ledergelb,  duidcel  geadcu't.  Weil  vcubreitet, 
längs  der  ganzen  Ostküste  von  Süd-Brasilien  bis  Zentral-Amerika  und  weit  bis  ins  Innere  von  Süd-Ameiika 
vorkommend  bis  Bolivien  und  Peru.  Einer  der  gemeinsten  Schmetterlinge  und  kaum  variierend,  da  er  die  sehr 
konstante  Colaenis  julid  (84  b)  getreu  kopiert.  Nur  im  Norden  des  Verbreitungsgebiets  kommen  Exem])lare  vor, 
bei  denen  die  Färliung  mehr  ledergelb  und  das  Schwarz  von  Rand  und  (Schrägbinde  verloschen  ist,  wie  auch 
bei  der  dort  fliegenden  C.  julia  cilleue  (84  b) ;  ich  nenne  diese  Form  daher  ab.  cillenula  ah.  nov.  (80  b).  1  )ie  aliphera  cilknuf.a. 
fliegt  auf  den  Tummelplätzen  der  Col.  julia,  wo  sich  außer  diesen  auch  noch  folgende  Falter  einfinden :  JGoue 
juno  (84  e),  Megalura  petrea,  Eresia  aveyrana  (01  d);  unzweifelhaft  gehört  in  den  Kreis  dieser  Ko])ien  auch  die 
Erycinide  Lymnas  Ihyatira  von  Guayana.  —  In  Mexico  und  Zentral-Amerika  kommt  eine  weitere  Ko])ie  d(>r 
schmalrändigen  Col.  julia  von  dort  vor,  mit  schmäler  schwarzem,  aber  schärfer  abgesetztem  Flglrand  und 
feurigem  Rotgelb,  die  zwischen  den  Adern  stehenden  (Spitzen  kräftiger;  dies  ist  gracilis  Stich.  —  Rp  aut  fjracilis. 
Passifloren,  weiß,  über  dem  Rücken  gelb  mit  braunen  Zeichnungen  und  schwarzen  Dornen;  Pp  schmutzig 
weiß  mit  dunkeln  Dornen  und  Höckern  und  braunen  Zeichnungen  auf  Rücken  und  Figlscheiden. 


3.  Gattung-:  Metitiiior|>lia  Hbn. 

Die  Metamorpha  dido,  die  einzige  Art  der  Gattung,  war  früher  mit  Colaenis  vereinigt,  al)er  ein  ein¬ 
ziger  Blick  auf  das  Tier,  auf  seine  Kör])ergestalt,  Flglform,  auf  das  Geäder,  in  gewissem  (Sinn  auch  seine  Jugend¬ 
zustände  lassen  uns  sofort  einen  amerikanischen  Repräsentanten  der  indischen  GeZ/msm- Gruppe  erkennen.  Noch 
mehr  drängt  sich  uns  diese  Erkenntnis  beim  lebenden  Tier  auf.  W^enn  man  in  den  Wäldern  bei  Rio  an  eine 
größere  Lichtung  kommt,  kann  man  oft  einen  großen,  hellgefärliten  Falter  in  langsamem,  geradem  Fluge  die  Lich¬ 
tung  von  einem  zum  andern  Ende  durchmessen  sehen  mit  eigentümlich  langsamen,  verträumten  Bewegungen. 

Bevor  er  noch  das  Ende  der  Lichtung  ganz  erreicht  hat,  wirft  er  sich  mit  einem  Ruck  in  der  Luft  herum  und 
durchmißt  nun  genau  densellien  Weg  in  entgegengesetzter  Richtung.  Diese  Bewegung  wü’d  nun  (Stunden,  Tage, 
ja  wochenlang  fortgesetzt  und  man  kann  beobachten,  wie  das  anfangs  frischfarbige  Tier  verblaßt,  abstaubt, 
wie  sich  die  Risse  und  Lücken  in  seinen  Flgln  nach  jedem  Regen  mehren.  Zeitweise  ist  er  auf  (Stunden  verschwun¬ 
den,  dann  ruht  er  an  einer  Liana  aus  oder  man  findet  ihn  auf  einem  der  umstehenden  Blüteidiäume  der  Nahrung 
nachgehen.  Ist  die  Lichtung  sehr  groß,  so  findet  man  zuweilen  zAvei  oder  mehr  dieser  Falter  in  gleicher  Beschäf¬ 
tigung.  Werden  sie  in  ihrer  Pendelbewegung  einander  ansichtig,  so  umwirbeln  sie  einander  einige  .Male  und 
jeder  kehrt  dann  wieder  auf  seinen  Posten  zurück.  Fängt  man  den  Falter  weg,  so  stellt  sich  oft  nach  einigen 
Tagen  ein  neuer  ein,  der  die  (Stelle  des  alten  einnimmt ;  diese  Falter  sind  M.  dido. 

Bei  keinem  indischen  Falter  halie  ich  die  gleiche  Erscheinung  in  so  charakteristischer  ^Veise  wahr- 
genomnien,  als  bei  Cethosia  nietneri.  Wer  beide  Falter,  die  bei  genauem  Vergleich  äußerlich  weit  von  einander 
abweichen,  im  Leben  beobachtet  hat,  wird  der  Auffälligkeit  dieser  Uebereinstimmung  in\  Verhalten  beider 
örtlich  so  weit  getrennten  Falter  Aufmerksamkeit  zuwenden  müssen.  Nun  stimmen  aber  auch  beide  in  ihrer  Organi¬ 
sation  vielfach  auffällig  überein.  Der  breite  Kopf,  die  dicken,  stark  behaarten  Palpen,  die  kahlen  Augen,  die 
langen,  ungeknöpften  Fühler,  die  Gestalt  von  Thorax  und  Hlb,  die  bogig  gezackten  Hflgl,  und  auch  die  Äderung 
in  fast  allen  Punkten  zeigen  große  LTebereinstimmung.  Dem  stets  geltend  gemachten  Unterschied  in  der  Hflgl- 
zelle,  die  bei  Metatnorpha  offen,  bei  Cethosia  geschlossen  ist,  stehen  zahlreiche  Uebereinstimmungen  gegen¬ 
über.  (So  entspringt  auf  dem  Vflgl  der  erste  Sulicostalast  bei  M etaniorpha  vor  dem  Zellende  wie  Ijei  den  meisten 
Cethosia,  bei  Colaenis  julia,  aber  am  und  bei  Col.  phaerusa  hinter  demselben  usw.  Die  Rau})en  sind  bedornt  mit 
2  starken  Dornen  hinter  dem  Kopfe,  die  Puppen  stumpf  geeckt,  an  den  Hlbsringen  dorsal  gehöckert.  Die  Rpn 
leben  an  Passifloren,  wachsen  sehr  schnell,  so  daß  sich  der  Cyclus  vom  Ei  bis  zum  Falter  in  weniger  als  G  Wochen  , 
vollzieht. 

M.  dido.  Figl  durchscheinend  grün,  schwarz  gerandet;  schwarze  Binden  ziehen  vom  Zellschluß  der  Vflgl 
bis  zur  Außenrdsmitte  und  vom  Apex  der  Hflgl  zum  Ird.  Lhiterseits  sind  Bänder  und  Ränder  graubraun,  dunkler 
beschattet.  Die  Art  ist  über  das  ganze  nördliche  (Süd-Amerika  und  Zentral-Amerika  verl)reitet  und  reicht  von 
Honduras  bis  (Süd-Brasilien,  Bolivien  und  Peru.  —  ostara  Böb.  (84  a)  ist  bei  weitem  die  größte  Form,  die  in  ostaru. 
Columbien  vorkommt  und  südlich  bis  Peru  geht.  Die  Färbung  ist  ein  helles  Gelbgrün.  —  diatonica  Frühst,  dialonica. 
lebt  nördlich  davon,  von  Honduras  bis  Panama,  ist  beträchtlich  kleiner  als  ostara  und  hält  hi  der  Färbung 
die  Mitte  zwischen  dieser  und  der  mehr  blaugrünen  dido  L.  von  (Surinam.  Diese  selbst  geht  südlich  bis  Bolivien,  dido. 
wird  aber  am  unteren  Amazonas  von  pygmalion  Frühst,  abgelöst,  die  ober-  wie  initerscits  breitere  schwarze  pi/gmalio». 
Bmden  hat.  Von  wernickei  durch  den  halbmondförmigen,  statt  runden  und  das  durch  Verbreiterung  des  (ScliAvarz 
zurückgedrängte  Grün  der  Hflgl  unterschieden;  reicht  bis  nach  Venezuela.  —  wernickei  Bob.  (84  a)  ist  diinkler  ivennckci. 
grün,  tiefer  schwarz,  unterseits  die  braungrauen  Bänder  weniger  bunt,  an  Größe  hinter  ostara  beträchtlich  zurück¬ 
stehend.  Süd-Brasilien  und  Paraguay.  —  Die  Rj)  hell  graubraun,  in  der  Jugend  mehr,  später  Aveniger  dunkel 


400 


COLAENIS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


gezeichnet;  manche  Exemplare  zeigen  eine  dunkle  Ringelung,  wie  viele  Cethosia.  An  Passifloren.  Die  Pp  hat 
die  allgemeine  Clestalt  einer  Iieliconius-)L\)e,  aber  ohne  die  Kopfflügel  und  statt  der  Dornen  stumpfe  Höcker. 
Die  Earhe  ist  grau,  mit  dunkler  Zeichnung,  die  Höcker  teils  weiß,  teil«  schwarz ;  auf  Segment  1,  3  und  4  stehen 
Süberflecke.  Die  Schmetterlinge  trifft  man  stets  einzeln,  aber  wie  es  scheint  sind  sie  im  ganzen  Verbreitungs¬ 
gebiet  nicht  selten.  Sie  besangen  Blumen  und  ich  traf  sie  auf  dem  Monte  Corcovado  bei  Rio  mehrfach  m  Gesell¬ 
schaft  der  ganz  ähnlich  gefärbten  Victorina  demles. 


julia. 


titio. 

delila. 

moilcraia. 
cilleitc. 
n  mlcola. 


Ithuelusa. 

dupenda. 

dcleta. 

lidulcnta. 


cuchroia. 


iiicllosa. 

tclcxiphc. 

tilhru  uslcs. 


4.  Gattung':  Hhn- 

ln  diese  Gattung  geliören  nur  3  Arten,  die  in  den  ty})ischen  Formen  oben  teuer-  oder  orangerote,  schwarz 
geränderte  oder  gestreifte  Falter  darstellen.  Das  Geäder  dieser  wenigen  Arten  differiert  im  Verlauf  der  Sul)costal- 
äste,  so  daß  sich  hiervon  kein  allgemeines  Schema  geben  läßt.  Die  Falter  zeigen  mimetischen  Pai'allelismus  mit 
andern  Gattungen.  Sie  sind  z.  B.  sehr  häufig  und  können  als  Charakterschmetterlinge  der  ncotropischen  Fauna 
gelten,  weil  es  meist  die  ersten  größeren  lebhaft  gefärbten  Falter  sind,  die  dem  Ankömmling  hi  Süd-Amerika 
entgegentreten.  In  ihrem  Wesen  erinnern  sie  bereits  stark  an  die  Argypninae,  zu  denen  die  folgende  Gattung 
(Dione)  hinüberleitet.  Ihre  Trejniung  von  den  Dione  ist  eine  künstliche  und  bei  einer  Art  zeigt  sich  auf  der 
Unterseite  der  Hflgl  bereits  etwas  Sillxu'.  Die  Bpn  sind  denen  der  Metamorplta.  überaus  ähnlich  und  leben  wie 
diese  an  Passifloren.  Die  Pp  hat  eine  unsren  H'rf/y/«//rG'-P[)n  ähnliche  Gestalt,  ist  am  Rücken  stark  eingesattelt, 
der  Ko])f  mit  stum])f  kegelförmiger  Spitze,  die  Hlbsriiige  mit  dorsalen  Höckern.  ])ie  Schmetterlinge  fliegen 
z.  F.  sein'  gewandt  und  schnell  und  halten  beim  Besangen  der  Blüten  die  Figl  weit  geöffnet.  Sie  fliegen  das 
ganze  -lahr  hindurch  und  versammeln  sich  an  ihren  Flugplätzen  oft  in  großer  Zahl. 

C.  julia  F.  (=  alcionea  Cr.,  lutexis  Gocze)  (84  b).  Von  Fexas  in  Nord- Amerika  durch  ganz  Mittel-  und  Süd- 
Amerika,  südlich  l)is  Peru  und  Paraguay,  sowie  in  West-Indien.  ^  c)berseits  lel)haft  feuerrot,  bei  typischen  Stücken 
im  Wurzelteil  etwas  dunkel  übeischattet.  Von  der  Costamitte  nach  dem  schwarzen  Aul,lenrd  der  Vflgl  eme 
sclnvarze  Schrägl)inde ;  l)eim  $  zieht  auch  noch  ein  schwarzer  Strahl  aus  der  Vflglwurzel  durch  den  Submedian- 
raum  nach  dem  Anahvinkel.  Unterseite  ledergell),  im  Analwinkel  weißliche,  dunkel  geranidete  Fleckchen.  • — ■ 
Nach  Stichel  hat  die  1)olivianische  Form  titio  Stich,  besonders  beim  S  die  Grundfarbe  feuerrot  übergossen, 
doch  ist  diese  auch  bei  Brasilianern  zuweilen  sehr  grell.  --  delila  F.  entliehrt  des  schwarzen  Subapicalstrichs 
der  Vflgl  und  hat  häufig  mein'  ledei'gelbe  Farbe;  Zenti'al-Amerika  und  der  Nordrand  von  Columbien  und  Vene¬ 
zuela,  sowie  die  westindischen  Inseln  außer  Cuba.  —  ab.  nioderata  Stich,  ist  trül>  ockerfarben,  die  Schwarz¬ 
zeichnung  reduziert ;  neben  der  typischen  Form.  —  cillene  Cr.  (84  b)  ist  die  (luba-Form,  heller-rot,  ohne  schwarzen 
Außenrd  der  Vflgl,  vom  Schrägstnnf  nur  der  Anfang  an  der  Costa.  —  tiudeola  Stich,  ist  von  der  Cuba-Form, 
was  inoihratd  von  der  Hauptform,  eine  trüb  lederfarbige  Aberration.  —  Die  Rp  hellgrau  oder  hellgraubraun 
mit  leicht  dunkleren  Ringe insclmitten,  dunkeln  Gesichtszeichnungen  und  schwärzlichen  Dornen;  an  Passi¬ 
flora  vesi)ertilionis,  P.  ichtyura  u.  a  a.  P])  ganz  älmlich  wie  die  Rp  gefärbt,  hellgrau  oder  hellgelbbraun  mit  wei߬ 
lichen  Höckern  und  dunkleren  Zeichnungen.  Der  Falter  ist  in  Ost-Brasilien  überans  gemein  und  an  den  Flug¬ 
plätzen  sind  blühende  Büsche  manchmal  so  mit  Faltern  überdeckt,  daß  sie  von  weitem  wie  mit  Feuerlilien  ge¬ 
ziert  erschehien.  Die  Schmetterlinge  haben  einen  sehr  schnellen  Flug  und  sitzen  mit  Aveit  geöffneten  Flghi. 

C.  pliaetusa  F.  (-  phaerusa  F.)  (84  c).  feuerrot,  P  graurot,  Schwarzzeichnung  ähnlich  der  von 
Met.  (Udo.  Von  Zentral-Amerika  bis  Argentinien  und  Peru;  aber  überall  nur  stellenweise  und  an  Adelen  Orten 
selten.  —  Als  stupenda  (84  c)  liezeichnet  Stichel  besonders  lebhaft  rote  Fierc  (doch  ivohl  nur  nach 

ihm  in  Panama  leben  sollen.  —  deleta  Stich,  sollen  Stücke  mit  verwaschenen  Binden  sein.  —  lutuleilta  Stich. 
sind  trübgelbe  als  Vaterland  wird  ,, Paraguay  und  Niederländisch  Guyana“  angegelien.  —  Eine  eigent¬ 
liche  Rassenbildung  findet  bei  dieser  Art  nicht  statt.  Die  Fiere  sind  im  Gegensatz  zu  den  vorigen,  die  man 
vielfach  auf  Chausseen  und  trockenen  Halden  trifft,  Bewohner  feuchter  Niedei'ungen,  die  sie  nie  zu  verlassen 
scheinen.  Der  Flug  ist  ein  ganz  anderer,  als  der  von  C.  julia,  viel  langsamer,  die  Flglschläge  unregelmäßiger, 
weiter  ausholend.  FTeber  die  Jugendzustände  ist  nichts  liekannt. 

C.  euchroia  Dbl.-Hew.  (84  c).  Oberseits,  besonders  das  (J  wie  die  vorige  gefärbt  und  gezeichnet,  unten 
aber  hat  das  Fier  die  Färbung  eines  verschrumpften,  dürren  Blattes  mit  etwas  Silber.  Weit  verbreitet,  und  an 
den  Flugstellen  sehr  häufig,  von  Venezuela  und  Columbien  durch  Ecuador  südlich  bis  Peru  und  Bolivien.  — 
Ixdergelbe,  trübe  Stücke,  wie  sie  besonders  in  höheren  Lagen  in  Columbien  und  Ecuador  vorherrschen,  sind  ab. 
mellosa  Stich.  (84  d).  —  telesiplie  Hew.  (84  d)  von  Ecuador,  Peru  und  Bolivien  hat  auf  den  Vflgln  zwei  mennig¬ 
rote  Bänder  und  im  Hflgl  eine  gelbe  Längsbinde;  sie  fliegt  mit  dem  ebenso  gefärbten  Heliconius  telesiphe  (79  c) 
zusammen,  und  tithraustes  Salv.  (84  d)  ist  eine  ganz  ähnliche  Subspezies,  die  im  Fluggebiet  des  Heliconius 
sotericus  (79  c)  fliegt  und  bläulichen  statt  gelben  Hflglstreif  hat.  Die  Lhiterseite  aller  Formen  ist  ähnlich  gemustert, 
ändert  aber  individuell  und  nach  Flugplätzen  ziemlich  stark  ab.  Die  Falter  sind  nicht  selten,  aber  lokal,  und  die 
von  telesiphe  und  tithraustes  scheinen  streng  an  die  Flugplätze  der  entsprechenden  Heliconius  gebunden,  wenig¬ 
stens  habe  ich  sie  nur  daher  erhalten. 


DIONE.  Von  Dr.  A.  Hmrz. 


401 


'Ausgegehen  5.  VI.  1913. 


5.  Gattiinn';  1>ioiie  Hhn. 

Diese,  früher  als  Agra/uUs  bekannte  Gattung  ist  äußerlich  gekennzeichnet  durch  das  vielfach  reiche 
Silber  der  Hflgl-Unterseite,  das  ■wir  aber  schon  bei  der  letzten  Art  der  vorigen  Gattung  in  Spuren  vorfanden. 

Das  Geäder  ist  nicht  konstant  und  kann  nicht  als  charakteristisch  für  die  Gattung  angesehen  werden;  so  ent¬ 
springt  bei  nioneta  der  1.  Subcostalast  am,  bei  vmiillae  hinter  dem  Zellende.  Auch  Rp  und  Pp  geben  für  eine  Vnu)- 
nung  der  beiden  Gattungen  kernen  Anhaltspunkt  imd  nur  ein  geringer  Unterschied  im  Fül)lerbau  selieitit  be¬ 
merkenswert,  ebenso  die  Palpen,  die  wie  bei  den  Argytinis  aid'geblasen  sind.  Die  Tiere  aber  darum  zu,  oder  we¬ 
gen  der  offenen  Hflglzelle  von  den  Heliconinae  weg  und  den  Argynninne  zuzuweisen,  halte  ich  nicht  für  richtig,  wenn 
ich  die  zahlreichen  Uebereinstimmungen  erwäge,  die  in  Lebensweise,  Verbreitung,  Bau,  Bedornung  der  Kp, 
Futterpflanze,  Duftoi’gan,  Stinkkolben  der  Weibchen,  Afterwülsten  dei’t^t^',  weinflaschenartiger  Fierform  etc. 
die  Dione  mit  den  Heliconieni  verbinden.  Man  kennt  niir  wenige  Arten,  die  einander  ziemlich  nahe  stehen. 

D.  juno  Cr.  (84  e).  Oben  fast  ganz  wie  Col.  julia  gefärbt  und  gezeichnet,  mit  der  sie  auch  zusammen  juno. 
fliegt.  Die  Silberflecke  auf  der  Unterseite  sind  ziemlich  reichlich,  aber  weder  so  glitzernd  noch  so  ausgedehnt 
wie  bei  moneta.  Beim  Fliegen  sieht  man  wenig  davon,  ebenso,  wenn  der  Falter  mit  flach  geöffneten  Flgln  Blüten, 
mit  Vorliebe  Korbblütler,  besangt.  Die  $$  sind  oft  ganz  erheblich  größer  als  das  abgebildete  C,  variieren 
hinsichtlich  der  Ansdehnung  des  Schwarz  individuell  sehr  beträchtlich,  so  daß  man  zur  gleichen  Stunde  breit- 
und  schmalrandige  Stücke  fangen  kann.  Ich  fing  sogar  in  Santos  in  Süd-Brasilien  Exemplare  mit  S]niren  roter 
Einlagerungen  im  schwarzen  Hflglrand,  und  das  abgebildete  C,  das  solche  zeigt,  fing  ich  bei  Rio.  Sehr  fexirige 
Stücke,  von  Haensch  im  Dezember  in  Ecuador  gesammelt,  zeigen  tiefschwarze  Ränderung  der  01)er-  und 
dunkelbraunen  (statt  ledergelben)  Grund  der  Unterseite.  Die  Vflgl  zeigen  vor  dem  Apex  den  Anfang  einer 
dritten  Schwarzbinde,  von  der  Costa  aiis.  Sonst  stimmen  diese  Stücke  gut  überein  mit  der  vom  Chimborazzo 
beschriebenen  andicola  Bntes,  und  sie  unterscheiden  sich  wesentlich  von  der  von  Me.j:ico  durch  ganz  Zentral-  (mdicoUi. 
Amerika  bis  Columbien  und  Ecviador  verbreiteten  huascama  Renk.  (84  e)  bei  der  das  Schwarz  der  Oberseite  hitascaui 
reduziert,  die  Schrägbinde  vor  dem  Apex  ausgelöscht  und  der  Hflglsaum  von  Kappenflecken  der  Grundfarbe 
durchzogen  ist.  — Die  Rp  wie  die  der  Colaenis  auf  Passiflora,  aber  gesellig,  in  der  Jugend  schwarz,  später  heller 
mit  dunkeln  Zeichnungen  und  schwarzen  Dornen ;  der  Kopf  ohne  Hörner,  doch  ist  das  dorsale  Dornenpaar  auf 
Ring  1  über  den  Kopf  nach  vorn  gebogen.  Die  Falter  sind  gemein  und  finden  sich  von  Mexico  bis  Argentüiien 
und  Peru,  meist  das  ganze  Jahr  hindurch. 

D.  vanillae  L.  (=  passiflorae  F.)  (84  f).  Von  den  vorigen  durch  die  schwarzpunktierte  Oberseite  zu  vanillac. 
unterscheiden;  die  Unterseite  ist  mit  reichem  Silber  geziert.  Von  Virginien  in  den  vereinigten  Staaten  durch 
ganz  Amerika  südlich  bis  Buenos  Aires,  in  einer  so  reichen  Fülle  von  Abweichungen,  daß  man  wenigstens 
20  Namen  geben  könnte,  für  die  aber  eine  geographische  Abgrenzimg  nicht  festgestellt  werden  kann.  Auch 
eine  zeitliche  Abgrenzung  nach  Generationen  ist  nicht  möglich,  denn  der  ganze  Entwicklungs-Cyklus  sjnelt  sich 
in  den  Tropen  in  wenig  mehr  als  4 — 6  Wochen  ab,  so  daß  eine  Fülle  von  Generationen  im  Jahr  aufeinander 
folgen.  In  Süd-Brasilien  beobachtete  ich,  daß  im  Februar  die  größten  und  hellsten  Falter  flogen,  daß  dieselben 
dann  immer  kleiner  und  dunkler  wurden,  im  August  fast  schwarze  $$  von  nur  40  mm  Spannweite  erschienen 
und  daß  dann  die  Variation  wieder  sich  umkehrte.  Die  Zahl  der  Vflglpiinkte  wechselt  stark,  bald  stehen  sie 
dichter,  bald  weiter,  bald  sind  die  Aderenden  zu  Flecken  verdickt,  bald  nicht.  Die  in  der  Vflglzelle  liegenden 
Punkte  sind  unten  meistens,  oben  häufig  weiß  gekernt,  die  am  Zellschluß  zuweilen  zu  einer  Binde  verschmolzen. 

Der  Hflglrand  enthält  in  der  Regel  Kettenzeichnung  (=  catella  Stich.);  l)ei  nördlichen  Stücken  von  IMexico 
und  den  Antillen  smd  oft  nur  schwarze  Bogen  vor  dem  Saume  (=  insulnris  Magn.).  —  Auffällig  ist  nur  eine  Form 
von  Ecuador  und  Peru,  die  oberseits  ganz  die  Färbung  von  D.  juno  angenommen  hat :  dies  ist  lucina  Fldr.  (84  e).  lucina. 
Die  Vflgl  sind  nur  in  der  Mittelzelle  und  am  Rande  gefleckt,  haben  eine  fast  komplette  Schrägbinde  vor  dem 
Apex,  die  Hflgl  mit  breitem  schwarzem  Außenrd,  ohne  größere  rotgelbe  Flecken;  die  Form  ist  ziemlich  groß, 
wird  aber  von  Stücken,  die  ich  im  Januar  in  Buenos  Aires  fing,  deren  CC  etwas  spitzere  Vflgl  haben  (=  maculosa  ■ 

Stich.)  übertroffen.  Sehr  charakteristisch  ist  die  Unterseite,  wo  im  Vflglapex  nur  noch  ein,  auf  dem  Hflgl 
wenige  zerstreute  Silberfleckchen  sich  befinden.  —  Die  Rp  ist  hellbraun,  dunkler  geringelt,  mit  orangegelbem, 
oben  grau  angelegtem  Seitenstreif  und  ockergelben  Dornen;  die  Bauchfläche  dunkelbraun.  Der  Kopf  trägt 
zwei  ziemlich  lange  Dornen;  an  Passiflora,  nicht  an  Vanille.  Pp  dunkelrotbraun  mit  weißem  Seiten-  und  Bauch¬ 
streif;  an  der  Vorderseite  fmden  sich  feine  Rippen,  welche  Ansätze  zu  der  bei  manchen  Heliconius  {apseudes) 
deutlichen  Dornensäge  darstellen.  Die  Schmetterlinge  haben  Flug  und  Gewohnheiten  unsrer  Argynnis;  sie 
besangen  lebhaft  Blüten  aller  Art,  fliegen  das  ganze  Jahr  hmdiirch  undjgehören  im  tropischen  Amerika  zu  den 
gemeinsten  Faltern. 

D.  moneta  Hb7i.  Oben  der  Basalteil  aller  Figl  und  das  Costalfeld  der  Vflgl  dunkel  kastanienbraun  moneia. 
mit  schwarzen  Adern;  der  Außenteil  der  Hflgl  orangegelb;  letztere  mit  schwarzem,  rotgelb  geflecktem  Außenrd. 
Unterseits  sind  die  Silberflecke  weit  größer  und  dichter  als  bei  vanillae;  auch  die  Vflglcosta  ist  unten  stellen¬ 
weise  silbern.  Nördliches  Süd-Amerika.  — -  Das  abgebildete  Stück  stammt  aus  Costa  Rica,  würde  also  zu  der 


402 


OLOTHILDA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


hutleri.  Form  butleri  Stichel  (84  e)  gehören,  die  charakterisiert  wird  als  ,, gewöhnlich  weniger  lebhaft  gefärbt“.  Cuba- 
Stücke  smd  im  Discus  der  Vfgl  mehr  aufgehellt  und  wurden  als  Form  poeyi  abgetrennt.  Außer 
Costa-Rica- Stücken  rechnet  Stichel  zu  hutleri  noch  solche  aus  Peru  und  Columbien,  die  sich  aber 
(jhjcera.  kaum  von  andern  Süd- Amerikanern  unterscheiden.- — glyceraFfdr.  (=  moneta  var.  Poey)  (84  e  unter  dem 
Namen  moneta  abgebildet)  ist  oben  gleichmäßiger  rot.  Nach  Staudinger  besteht  darin  der  wesentliche  Unter¬ 
schied  von  den  an  der  Wurzel  oben  kastanienbraunen  typischen  moneta.  So  verschieden  die  abgebildeten 
Tiere  auch  sind,  so  finden  sich  doch  alle  Uebergänge ;  besonders  können  die  Analspitzen  der  Hflgl  bei  beiden 
Formen  fehlen,  oder  vorhanden  sein  und  Staudinger  hat  recht,  wenn  er  die  spezifische  Trennung  beider  in 
graphofa.  ihren  Extremen  soweit  auseinandergehenden  Formen  für  unerwiesen  hält.  Aus  Venezuela  beschrieben.  —  gra- 
phota  nennt  Stichel  die  Form  von  Columbien,  die  eme  dunklere  Grundfarbe  und  besonders  einen  kräftigeren 
Querfleck  m  der  Vflglzelle  haben  soll.  Aber  alle  angegebenen  Merkmale  varüeren  sehr  stark,  besonders  nach 
der  Höhe,  in  der  das  Tier  gefangen  wurde.  Das  abgebildete  Stück  stammt  aus  Bolivien  und  scheint  zwischen 
den  Stücken  aus  Venezuela  und  Peru  in  der  Mitte  zu  stehen,  da  es  heller  als  Columbier  und  dunkler  als  Vene¬ 
zolaner  ist.  Die  Rp,  die  über  die  Berechtigung  der  Arten  Aufschluß  geben  würde,  kenne  ich  nicht.  Der  Falter 
ist  gemein. 


2.  Subfamilie;  Clothildinae. 

Von  den  meisten  Autoren  wurde  die  einzige  Gattung,  welche  diese  Gruppe  ausmacht,  in  die  Nähe  der 
Argynnis  gestellt,  obwohl  vielfach  auf  das  oberflächliche  dieser  Gruppierung  aufmerksam  gemacht  worden  ist. 
Felder  erwähnt  die  Beziehungen  der  Gattung  zu  den  Satyriden,  Herrich-Schäffer  zu  den  Brassolidae]  beide 
Autoren,  die  vornehmlich  die  Falter  nach  dem  Flglgeäder  klassifizierten,  kamen  zu  ganz  sonderbaren  Resultaten  und 
wußten  sie  so  recht  nicht  unterzubrmgen ;  Dietrich  und  Reuter  versetzen  sie  unter  die  Danaiden.  Wh’  begnü¬ 
gen  uns,  hier  darauf  aufmerksam  zu  machen,  daß  ihre  Emsteilung  m  eine  der  übrigen  Subfamilien  bisher  noch  fast 
nirgends  ohne  große  Bedenklichkeit  der  Autoren  vorgenommen  worden  ist  und  halten  daher  die  Aufstellung 
einer  eigenen  Subfamilie  fest,  indem  wir  sie  mit  Haase  für  eine  Nymphalide  im  engeren  Sinne,  wenn  auch  für 
eine  recht  absonderliche  ansehen. 


1.  Gattung’:  CHothilfla  Blanch. 

Große  Schmetterlmge  von  höchst  verschiedenem  Aussehen ;  alle  selten  und  auf  einen  engen  Verbreitungs¬ 
kreis  beschränkt,  sie  bewohnen  nämlich  nur  Mexico  und  Zentral-Amerika  und  die  Antillen. 

Kopf  ziemlich  breit,  Palpen  dick  aber  nicht  aufgeblasen  wie  bei  den  Argynnis,  in  ihrer  Struktur 
gänzlich  von  denen  aller  bekannten  Nymphaliden  verschieden.  Fühler  unter  halber  Costa-Länge,  schwach 
geknöpft.  Augen  nackt.  Thorax  kräftig,  Hlb  schlank  und  ziemlich  kurz.  Figl  breit  und  groß ;  Vf Igl  mit  ge¬ 
schlossener,  sehr  breiter  Mittelzelle.  Der  erste  Subcostalast  der  Vflgl  entspringt  vor,  der  zweite  an  und  der 
dritte  hinter  dem  Zellende.  Die  Medianäste  weit  von  einander  entfernt.  Die  Hflgl  groß  mit  weit  gezacktem 
Saum,  nur  bei  der  5- Gruppe  ist  die  Zackung  geringer.  Die  Präcostalader  zweispaltig,  am  Ursprung  der 

Subcostalis  aufsteigend;  Costalis  sehr  kurz,  vor  oder  in  der  Mitte  der  Costa  endend.  —  Ueber  die  Jugendzu¬ 
stände  ist  nichts,  über  die  Lebensweise  der  Falter  wenig  bekannt.  Sie  lieben  das  offene  Land  und  ehiige  zählen 
zu  den  größten  Seltenheiten. 

numida.  C.  nuHiida  Hhn.  (=  pantherata  H.-Schäff.)  (83  d,  e).  Oben  einer  großen  Argynnis  oberflächlich  ähnlich, 

ockergelb  mit  schwarzbraunen  Flecken;  am  Saum  der  Vflgl  gleichfalls  rotgelbe  Doppelflecke.  Unterseite, 
besonders  die  der  Hflgl  mit  dunkeln,  von  sjieckig  glänzenden  lichten  Linien  umzogenen  Flecken ;  von  Cuba. — 
pantherata.  pantherata  Mart.  (=  briarea  Godt.)  ist  etwas  kleiner  und  hat  am  Außenrd  der  Figl  ober-  wie  unterseits  wei߬ 
liche  Doppelpunkte.  Cuba  und  Haiti;  selten. 

insignis.  C.  insignis  Salv.  (83  d,  e).  Ober-  wie  unterseits  ist  der  Vflgldiscus  schön  karmoisinrot,  sclnvarz  gefleckt. 

Durch  den  Discus  der  Hflgl  zieht  ein  oben  ockergelbes,  unten  breiteres  weißes  Band.  —  Von  Costa-Rica.  — 
thirsa.  thirza  Hhn.  (=  euryale  Klg.)  ist  eine  nah  verwandte,  schon  länger  bekannte  Art,  die  mehr  im  nördlichen  Zentral- 
Amerika  und  Mexico  vorkommt,  und  die  gleichfalls  purpurfarbenen  Vflgldiscus  hat,  aber  dem  Hflgl  fehlt 
das  lichte  Band  vor  dem  Saume. 

cubana.  C.  cubatia  Salv.  (=  jaegeri  H.  Schäff.)  (83d,e).  Dieser  Falter  sieht  auf  der  Unterseite  fast  genau  so 

aus,  wie  insignis  auf  beiden  Seiten.  Die  Oberseite  cuhana  ist  aber  ganz  anders,  tief  dunkelbraun  mit  einer 
weißen  Fleckenbinde  durch  den  Vflgl  und  einem  gelben  Band  durch  den  Hflgl.  Die  typische  Form  ist  nur 
von  Cuba  bekannt,  wo  sie  selten  ist;  die  Haiti-Form,  mit  der  diese  früher  zusammengeworfen  wurde,  ist  et- 
jaegeri.  Avas  davon  verschieden;  es  ist  jaegeri  Men.  Ueber  die  Jugendzustände  ist  nichts  bekannt. — Unsre  Abbildung 
der  Unterseite  ist  etwas  zu  groß  geraten,  doch  ist  cuhana  oft  erheblich  größer  als  jaegeri. 


NYMPHALINAE.  EUPTOIETA.  Von  l)r.  A.  Seit/. 


403 


3.  Subfamilie ;  Nymphalinae. 

A.  Gruppe:  Argynuidi. 

Hiermit  treten  wir  in  die  erste  Abteilung  der  Nymplialiden  ein,  welclieVertreter  im  paläarktischen  Gebiete 
hat  *).  Ich  verweise  datier  auf  das,  was  ich  über  die  Arcjynninm  unter  der  Aufschrift  ,,Tnbus  '•'*)  ArgyrinidV^  in  Pd.  1, 
S.  21  If.  gesagt  habe.  Auch  hier  im  anierüvanischen  Teil  fassen  wir  der  Einfachheit  halber  die  von  Reltter  als 
Melitaeidi  abgetrennten  Gattungen  Phyciodes,  Eresia,  CJdosyne  zusammen  mit  den  echten  Argynnis. 
Im  höchsten  Norden  Amerikas  spielen  die  Angehörigen  der  Argynnis- Gruppe,  die  als  Brenthis  oder  Boloria 
abgezweigt  worden  sind,  nicht  nur  ganz  die  gleiche  Rolle,  wie  in  der  alten  Welt,  sondern  sie  gehören  vielfach 
auch  den  gleichen  Arten  an  und  dringen  hier  wie  dort  am  weitesten  von  allen  Tagfaltern  in  die  arktische  Zone. 
Etwas  weiter  südlich  sehen  wir  die  Brenthis  noch  gemeinsam  mit  den  typischen  Argynnis  fliegen,  aber  mehr  und 
mehr  die  Herrschaft  an  diese  abtreten,  die  dann  in  Gemeinschaft  mit  Melitaea  in  Süd-Canada  und  der  Union 
vorwiegen.  Noch  weiter  südlich,  in  den  südlichen  Unionstaaten,  tritt  Etrptoieta,  weniger  an  Arten,  als  an  Indi¬ 
viduenzahl  hervor,  und  die  Melitaea  werden  durch  Phyciodes  und  Chlosyne  abgelöst.  Durch  IMexico  und  ganz 
Zentral-Anierika  herrscht  die  letztei’e  Gattung  vor,  und  die  prachtvollen,  meist  tiefschwarzen  Chlosyne  bilden 
durch  die  Massenliaftigkeit  ihres  Vorkommens  und  ihre  fast  einzig  dastehende  Variabilität  die  eigentlichen  Cha- 


rakterschmetterlinge  der  Länder  südlich  vom  nördlichen  Wendekreis.  Dann  werden  sie  durch  die  generisch 
kaum  zu  trennenden  Phyciodes  und  Eresia  ersetzt,  die  sich  besonders  im  tropischen  Waldland  Süd-Amerikas 
in  einem  ganzen  Heer  von  Formen  verbreiten  und  damit  die  reichste  Gattung  unter  den  amerilcanischen  Nympha- 
liden  ausmachen.  Ganz  weit  im  Süden,  m  den  argentinischen  Steppen,  bis  nach  Patagonien  hmein  tauchen  dann 
die  Euptoieta  wieder  auf,  die  in  den  eigentlichen  Tropen  ganz  zurückgetreten  waren,  und  ni  den  chilenischen 

Anden  bilden  wieder  die  Brenthis  den  Schluß. 

Es  stellt  sich  also  in  Amerika  folgendes  Schema  der  Haizptgruppen 

der  Argynnidi  her: 

'Öl 

60®  n.  Br. 

Brenthis 

45®  n.  Br. 

Brenthis,  Argynnis,  Alelitaea 

35®  n.  Br. 

Euptoieta  Phyciodes 

25®  n.  Br. 

Phyciodes  Chlosyne 

10®  n.  Br. 

Chlosyne 

0® 

Phyciodes,  Chlosyne,  Eresia 

15®  s.  Br. 

Phyciodes  Eresia 

30®  s.  Br. 

Phyciodes,  Euptoieta 

40®  s.  Br. 

Brenthis. 

1.  Gattmig:  Kuptoieta  DU. 

Trotzdem  diese  Gattung  nur  3,  vielleicht  nur  2  Arten  hat,  spielt  sie  doch  eine  sehr  wesentliche  Rolle 
durch  die  Häufigkeit,  mit  der  die  Tiere  in  ihren  Heimatländern  auftreten.  Sie  gleichen  sehr  den  Argynnis,  mit 
denen  sie  auch  anatomisch  gut  stimmen,  und  eine  scharfe  Al^grenzung  gegen  diese  ist  weder  Doubleday  noch 
Felder  oder  Reuter  gelungen.  Wie  bei  den  echten  Argynnis  ist  der  Kopf  ungewöhnlich  groß  und  dick,  so  daß 
beim  regelrecht  gespannten  Tier  die  Costawurzel  die  Augen  berührt.  Letztere  zu  seiten  der  bi’eiten  Stirn  mäch¬ 
tig  vorgequollen,  nackt  (d.  h.  ohne  gröberes  Haar),  der  Sauger  kräftig,  stark  pigmentiert,  die  Fühler  plötzlich 
verdickt  (geknöpft)  der  Knopf  flach  eintrocknezid.  Die  Palpen  groß,  lang,  vorgestreckt,  aufgeblasen,  razdi 
borstig  behaart.  Der  Costalrand  der  Vflgl  stark  gekrümmt,  besonders  im  Wurzelteil,  nach  unten  umgebogen. 

Im  Geäder  zeigen  sich  alle  Zellen  geschlossen,  aber  der  Zellschluß  der  Hflgl  ist  so  fein,  daß  er  kaum  wahrgenom¬ 
men  wird  und  oft  übersehen  wurde,  im  Vflgl  die  obere  Zellschlußader  stark  einwärts  verlaufend.  Am  Hflgl  ist  , 
der  fast  liniengerade  Vrd  auffällig,  der  einen  scharfen  Apex  zur  Folge  hat,  wie  bei  Brenthis.  ■ — ■  Auch  Rp  und 
Pp  erinnern  stark  Argyyinis]  bei  derRp  ist  es  besonders  die  Kürze  der  stumpfen,  dicken  Dornen,  bei  der  Pp 
das  eckenlose,  gänzlich  abgerundete  Vorderteil,  das  sie  den  Argynnis  und  Melitaea  nähert.  Sehr  merkwiüdig 
ist  die  Verbreitung.  E.  Claudia  erschemt  im  Norden  der  Union ;  m  den  heißen  Ländern  tritt  hegesia  an  ihre  Stelle ; 
auf  dem  Isthmus  tritt  hogotana  auf,  ganz  lokal,  und  ganz  im  Süden  wieder  die  kaum  veränderte  Claudia,  so 
daß  wir,  von  Norden  nach  Süden  fortschreitend  folgende  Wandlung  fmden;  Claudia — hegesia — hogotana 
■ — hegesia — Claudia . 

E.  Claudia  Cr.  (=  columbina  Godt.,  daunus  Hhst.  (85  a).  Oberseite  im  Außenteil  rotgelb,  in  der  daudia. 
Innenhälfte  leicht  olivgrün  angehaucht;  durch  den  Discus  ehie  heller  ockergelbe  Bmde.  Der  Name  Claudia 

*)  Nvir  von  den  zn  den  Heliconinne  zu  zählenden  Cethosiae  streift  eine  Art  die  paläarktische  Stidost- Grenze.  5  gl 
Bd.  1,  S.  343.  .  .  , 

**)  In  Band  1  waren  die  Nymplialidae  in  ,,Tribus“  eingeteilt,  von  denen  mehrere  zusannnen  eine  Subtannhe_  bil¬ 
deten ;  dadurch  kamen  die  Argynnidi  mit  den  Vanessidi  in  die  Subfaniilie  ,, Vanessiiiae“.  Hier  haben  wir  auf  weitere 
Unterabteilungen  verzichtet  und  behandeln  die  Argynninae  als  selbständige  Subfainilie. 


404 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  Lehmann. 


sollte  eigentlich  nur  für’  die  nord-ameriltanischen  Stücke  angewendet  werden.  Oberseits  läßt  sich  allerdhigs 
zwischen  diesen  und  den  Süd- Amerikanern  kem  durchgreifender  Unterschied  feststellen;  im  allgemeinen  sind 
Exemplare  aus  Süd-Amerika  klarer,  reiner  gelb  als  Nordländer,  doch  hält  dies  bei  der  ungeheuren  Variabilität 
der  Exemplare  aus  einer  Lokalität  nicht  cUirch  und  ich  habe  m  der  Umgebung  von  Montevideo  Stücke  ge¬ 
fangen,  deren  Oberseite  ganz  überschwärzt  war.  Aber  auf  der  Unterseite  besteht  ehi  Unterschied  darm,  daß 
der  dunkle  Wurzelteil  der  Hflgl  bei  Nord- Amerikanern  an  der  Costa  sich  erweitert,  bei  Süd- Amerikanern  sich 
verengert.  Wir  bilden  aus  Nord-Amerika  das  $,  aus  Süd-Amerika  das  J  ab  und  mag  für  letztere  der  Namen 

hortensia.  hortensia  Blanch.  (85a,  als  claudia-^)  gewahrt  bleiben.  Zwar  wnd  nach  Kikby  unter  hortensia  besser  eine  Jiegesia- 
Form  verstanden,  aber  es  ist  ja  noch  gar  nicht  entschieden,  ob  wh’klich  hegesia  und  Claudia,  die  nh’gends  zusammen 
fliegen,  einander  nicht  so  nahestehen,  daß  sie  sogen,  vikariierende  Formen  smd.  —  Rp  weiß  oder  gelblich  mit  brau¬ 
nen  Längsstreifen  und  solchen  Bauchfüßen,  Kopf  und  Brustfüße  glänzend  schwarz.  An  Passiflora.  Pp  hell 
perlgrau,  schwach  rosenrot  angehaucht  mit  gelblicher  Tönung  an  Hlb  und  Bemscheiden ;  Figldecken  mit  emi- 
gen  schwarzen  Aderstrichen  und  am  Rücken  einige  schwarze  Pünktchen.  Die  Falter  sind  äußerst  gemein;  sie 
fliegen  im  offenen  Grasland,  auf  Prärien  und  Wiesen  und  besuchen  sehr  gern  Klee  und  gelbe  Korbblütler,  wie 
Leontodon  u.  ä.  Sie  fliegen  im  Hochsommer,  in  der  Union  im  Juli,  üi  Argentinien  im  Januar  und  Februar. 

hogotana.  E.  bogotana  Sfgr.  Diese  Form,  die  auf  der  Oberseite  sich  von  Argentiniern  kaum,  höchstens  durch  etwas 

kleinere  schwarze  Flecke  unterscheidet,  ist  gänzlich  verschieden  durch  die  eüifarbig  braungraue  Hflgl-Unter- 
seite,  auf  der  sich  eine  Anzahl  matt  silberweißer,  welliger  Längslinien  hinziehen.  Es  scheint  eme  Höhenform 
poaria.  zu  sein,  die  noch  wenig  bekannt  ist.  Südliches  Zentral-Amerika  und  Columbien.  —  poaria  Schaus  (86f) 
scheint  kaum  davon  verschieden,  die  Wellenlinien  der  Hflglunterseite  nur  matt  weißlich  speckig,  nicht  sil¬ 
berig;  südliches  Central-Amerika. 

hegesia  E.  hegCSia  Cr.  (85a).  Oberseite  nur  im  Außenteil  der  Figl  stark  gefleckt ;  die  hellere  Discalbmde  schwächer, 

so  daß  das  Tier  ehifarbiger  rotgelb  erscheint,  besonders  der  Hflgl  ist  oben  bis  auf  den  Randteil  ganz  emtönig 
rotgelb.  Unterseite  gleichfalls  weniger  bunt,  sehr  variabel,  aber  der  Hflgl  zuweilen  ganz  gleichfarbig  sandbraun. 
Von  Arizona  und  Californien  durch  Zentral-  und  Süd-Amerika  bis  Süd-Brasilien,  an  offenen  Waldstellen,  spora¬ 
disch,  aber  an  den  Flugplätzen  nicht  selten. 


2.  Gattung:  F.  (=  Brenthis  Hhn.,  Acidalia  Hbn.,  Boloria  Moore,  Speyeria  Scudd.) 

Obgleich  im  allgemeinen  recht  homogen,  bilden  die  Argyrmis  eine  der  artenreichsten  Gattungen  der 
großen  Nymphaliden-Familie ;  zugleich  besitzen  sie  eine  ungeheure  Verbreitung,  und  wü-  fmden  ilire  Vertreter 
in  allen  Erdteilen  und  Faunengebieten.  Allerdings  sind  nur  wenige  vereinzelte  Arten  aus  dem  eigentlichen 
tropischen  und  subtropischen  Gebiet  bekannt ;  so  tritt  uns  eine  hauptsächlich  indische  Art  {hyperbius)  in  einer 
Reihe  von  Formen  von  Abessmien  bis  nach  Australien  entgegen ;  ein  paar  äthiopische  Arten  fmden  sich  gänz¬ 
lich  isoliert  hi  dem  Gebirgsstock  des  Kilima  Njaro  in  Zentral- Afrika,  und  ebenso  unvermittelt  treffen  wh’  einige 
Arten  in  den  Gebirgen  des  gemäßigten  Süd-Amerika  an.  Al)er  abgesehen  von  diesen  vereinzelten  ver.sprengten 
Arten  gehört  bei  weitem  die  größte  Anzahl  der  nördlichen  gemäßigten  Zone  der  alten  und  neuen  Welt  an,  und  es 
ist  schwer  zu  sagen,  ob  die  paläarktische  oder  die  nearktische  Region  als  das  Haupt  Verbreitungsgebiet  der  Gat¬ 
tung  anzusehen  ist. 

Bei  der  großen  Anzahl  der  übrigens  äußerlich  oft  recht  ähnlichen  und  deshalb  nicht  ganz  leicht  auseinan¬ 
der  zu  haltenden  Formen  hat  es  nicht  an  Versuchen  gefehlt,  die  eigentlich  sehr  homogene  Gattung  zu  spalten. 
Ursprünglich  von  Fabricius  im  Jahre  1807  begründet,  wurde  sie  von  Hübner  in  5  Gattungen  zerlegt,  die  sich 
teils  auf  die  Gestalt  der  Figl  und  Palpen,  teils  aut  die  Färbung  der  Unterseite  stützten,  andrerseits  aber  auch  Ar¬ 
ten  der  Gattungen  Melitaea  und  Agraulis  {Dione)  einschlossen.  Erst  Ochsenheimbr  (Schm.  Für.  IV,  S.  16;  1816) 
und  nach  ihm  Doubleday  (Gen.  of  Diurn.  Lep.)  erkannten  die  Gattung  in  umfassender  Weise  und  verwarfen  ihre 
Zerlegung  als  unzweckmäßig  und  nur  dazu  geeignet,  Verwirrung  anzurichten,  ohne  daß  dadurch  etwas  gewonnen 
wird,  wie  dies  auch  im  Palaearktischen  Teil  dieses  Werkes  (Band  I,  S.  226)  hervorgehoben  v'urde.  Etwas  größere 
Berechtigung  könnte  man  der  von  Hübner  abgetrennten  Gattung  Brenthis  zugestehen,  für  welche  später  durch 
Moore  der  Namen  Boloria  aufgestellt  wurde,  aus  Gründen,  die  des  näheren  im  Indo-Australischen  Teil  (Band  IX, 
S.  512)  in  der  Gattungsdiagnose  füi'  Boloria  auseinandergesetzt  wurden  (s.  auch  Band  XIII,  S.  231);  hier  haben 
wir  es  mit  einer  Gruppe  zu  tun,  deren  Angehörige  sich  von  den  echten  Argynnis  durch  gevüsse  Eigentümlichkeiten 
der  Struktur  einigermaßen  unterscheiden.  Als  Hauptmerkmale  dieser  Gruppe  gelten  die  Stellung  der  2.  Sub- 
costale,  die  bei  Brenthis  sich  in  den  meisten  Fällen  hinter  dem  Zellende  abzweigt,  während  sie  bei  den  echten 
Argynnis  mehr  oder  weniger  deutlich  vor  demselben  der  Hauptader  ent.sprmgt;  die  Palpen  sind  verhältnis¬ 
mäßig  schmächtig,  und  der  kurze  Sporn,  der  bei  Argynnis  der  Mediana  der  Vflgl  nahe  der  Basis  entspringt, 
sowie  der  subcostale  Haarbüschel  der  tler  bei  vielen  Arten  der  echten  Argynnis  sehr  deutlich  erscheint, 
fehlt  gänzlich  oder  ist  nur  schwach  angedeutet.  Da  aber  die  Stellung  der  Subcostale  durchaiis  nicht  die  gleiche 
ist  bei  allen  Arten  jeder  Gruppe,  dieselbe  vielmehr  bedeutend  variiert  und  hi  manchen  Arten  sich  so  sehr  dem 
Zellapex  nähert,  daß  man  nicht  weiß,  welcher  Gruppe  sie  angehören  sollen,  und  da  ferner  auch  die  andern  Merk- 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Tir.  LEirMANN. 


40  r, 

male  nicht  absolut  durchgreifend  erscheinen,  so  wird  auch  hier  von  einer  IVennung  der  Brenthis  abgesehen, 
dieselben  sollen  vielmehr  als  Untergattung  den  echten  Argynnis  angereiht  werden. 

Wie  bereits  anfangs  eiAvahnt,  finden  sich  in  Amerika  bei  weitem  die  meisten  Anjynnis  in  dem  nördlichen 
Teile  des  Kontinents,  der  sich  durch  mehr  oder  weniger  kalte  Winter  auszeichnet;  und  hier  ist  es  wiederum  der 
gebirgige  Westen,  dem  l)ei  weitem  die  größte  Anzahl  der  Arten  angehört.  Gerade  die  westlichen  Arten  bieten 
infolge  ihrer  oft  großen  Aehidichkeit  ziemlich  große  Schwierigkeiten  dar.  Strecker  schreibt  darüber  (fatal. 
S.  118);  ,,Die  Argymiis  der  westlichen  Gebirge  und  pazifischen  Küste  gehören  unzweifelhaft  neben  Colids  zu 
den  am  schwierigsten  zu  bestimmenden  Tagfaltern  Nord- Amerikas,  da  sie  in  ungemein  hohem  Maße  cler  Varia¬ 
tion  unterworfen  sind.  So  bilden  die  beiden  Arten  monticohi  Behr  und  zereyie  Bsd.,  die  von  BoisnuvAE  als  iden¬ 
tisch  angesehen  wurden,  endlose  Variationen,  so  daß  es  fast  unmöglich  erscheint  ihre  Zugehörigkeit  zu  bestim¬ 
men“.  ScuDDER,  der  die  Klammerorgane  zur  Unterscheidung  naher  verwandter  Arten  zu  Hilfe  zu  nehmen 
suchte,  mußte  davon  Abstand  nehmen,  da  diese  ebensowenig  als  die  Androconien  ein  zuverlässiges  Mittel  ab¬ 
geben. 

Die  amerikanischen  Argyrinis  sind  mittelkleine  bis  große  Falter,  die  Färbung  ist  fast  durchgängig  röt¬ 
lich  gelb  mit  mehr  oder  weniger  deutlich  ausgeprägter  schwarzer,  aus  Wellenlinien  und  runden  oder  ])feilförmi- 
gen  Flecken  gebildeter  Zeichnung,  die  sich  gewöhnlich  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  in  etwas  schwächerer  Weise 
wiederholt.  Die  Unterseite  fällt  vor  allem  auf  durch  die  mehr  oder  weniger  stark  ausgebildete  Silberfleckung nament¬ 
lich  der  Hflgl,  die  aber  großen  Schwankungen  unterworfen  ist  und  in  manchen  Individuen  selbst  völlig  verschwm- 
den  kann ;  gewöhnlich  findet  sie  sich,  wenn  auch  in  viel  geringerem  Maße,  auf  der  S})itze  der  Vflgl,  wie  ja  überhaupt 
dieser  Teil  stets  in  Färbung  und  Zeichnung  mit  dem  Hflgl  übereinstimmt.  Auch  die  Schwarzzeichnung  ist  in 
hohem  Grad  der  Variation  unterworfen,  indem  die  Flecken  und  Streifen  sich  derart  auf  Kosten  der  braunen 
Grundfärbung  vergrößern  können,  daß  die  Oberfläche  fast  völlig  verdunkelt  erscheint.  Ebenso  wie  Melanis¬ 
men,  treten  auch  nicht  selten  Fälle  von  Albinismus  auf,  wobei  selbst  die  schwarze  Zeichnung  der  Oberseite  em 
weißliches  Kolorit  annimmt. 

Im  allgemeinen  unterscheiden  sich  die  Geschlechter  in  ihrem  Aiissehen  nicht  erheblich  voneinander; 
hauptsächlich  dadurch,  daß  bei  den  (JcJ  das  Rotgelb  der  Oberseite  feuriger  und  ausgedehnter  erscheint,  während 
die  9?  breiter  angelegte  Schwai'zzeichnung  und  blässere  Grundfärbung  aufweisen.  In  einigen  Fällen  aber  wei¬ 
chen  die  $$  ganz  bedeutend  von  den  (Jd*  «i-b  {idalia,  leto,  nitocris,  cybele,  diana,  nokomis)  und  die  letzteren 
beiden  Arten  lassen  überhaupt  die  typischere  Grundfärbiing  nicht  mehr  erkennen;  eine  Erscheinung,  die  —  ob 
mit  Recht  oder  Unrecht,  soll  hier  nicht  erörtert  werden  —  von  einigen  Autoren  als  auf  tertiärer  IMimicry  l)eruhend 
aufgefaßt  wurde.  Außerdem  aber  sind  die  echten  Argynnis  üi  allen  Fällen  leicht  kenntlich  durch  die 

tertiären  Geschlechtsorgane,  die  in  der  Form  langer  Haarbüschel  über  der  Subcostale  der  Hflgl  sichtbar  shid. 

Kopf  groß,  Augen  nackt,  dick  und  stark  hervortretend;  die  Palpen  verdickt,  stark  behaart  mit  Aus¬ 
nahme  des  verhältnismäßig  kleinen  spitzigen  Endgliedes.  Fühler  mäßig  lang,  kaum  über  die  halbe  Vflglläiige 
hinausgehend,  mit  deutlich  abgesetzter,  knopfartiger  flacher  Endkeide.  Abdomen  den  Analwinkel  nicht  errei¬ 
chend.  Beine  kräftig,  die  mittleren  und  hinteren  mit  dornigen  Schienen.  Die  Figl  sind  kräftig,  die 
Hflgl  gewöhnlich  mehr  oder  weniger  deiitlich  gezackt.  Die  Subcostale  ist  fünfästig;  der  Ursprung  des  dritten 
Astes  ist  stets  bedeutend  näher  dem  des  vierten  als  des  zweiten.  Bei  deiii^J'ist  der  zweite  Sidmostalast  auf  ehie 
kleine  Entfernung  vom  Ausgangspunkt  mit  dem  Stamme  der  übrigen  Subcostale  verschmolzen.  Die  Mittelzelle 
beider  Figl  ist  durch  eine  fehle  Discocellulare  geschlossen,  die  auf  dem  Vflgl  sich  mit  der  Mediane  stets  außerhalb 
der  Ursprungsstelle  des  zweiten  Medianastes  vereniigt,  dagegen  auf  dem  Hflgl  genau  auf  dieselbe  stößt.  Hflgl 
mit  deutlicher,  nach  innen  gebogener  Praecostale. 

Die  früheren  Stände  der  amerikanischen  Argynnis-Kvtt^n  shid  nur  unvollkommen  bekannt.  Die  Eier 
smd  stumpf  kegelförmig,  oben  etwas  eingedrückt,  unten  mit  abgerundeter  Basis;  rhigsum  mit  geraden  oder  leicht 
welligen,  stark  erhabenen  Längsrippen  versehen,  die  unter  einander  mit  schwächer  entwickelten  Querri})pen 
verbunden  sind. 

Die  Rpn  sind  von  gedrungener  Gestalt,  walzenförmig,  mit  vier  Reihen  mittellanger  fleischiger  Dornen 
über  dem  Rücken  und  je  einer  Reihe  an  den  Seiten ;  die  des  ersten  Segments  geAVÖhnlich  die  andern  an  Länge 
überragend;  außerdem  sind  die  Seiten  des  Bauches  mit  feinen  Wärzchen  besetzt.  Ihre  gewöhnliche  Färbung 
ist  schwarz  oder  braun,  mehr  oder  weniger  rot  oder  gelb  gefleckt.  Soweit  bekannt,  leben  alle  amerikanischen 
Argynnis-B,j)\\  aiif  Veilehenartcn  und  fressen  nur  bei  Nacht,  während  sie  sich  am  Tage  versteckt  halten;  sie  über¬ 
wintern  in  jungem  Zustand,  manchmal  noch  ehe  sie  die  erste  Häiitung  überstanden  haben,  und  entwickeln  sich 
im  Laufe  des  Frühsommers  nach  fünf  Häutungen  zur  Pp.  Diese  ist  eckig  und  höckerig,  mit  mehreren  Reihen 
kurzer  spitzer  Knöpfchen  besetzt;  Thorax  stark  hervortretend,  dahinter  ein  tiefer  Einschnitt.  Kopf  zuweilen 
stumjaf  gehörnt,  m  andern  Fällen  mehr  abgerundet. 

Viele  Arten  snid  in  ihrem  Verbreitungsgebiet  recht  häufig;  meistens  bevorzugen  sie  an  Wälder  angren¬ 
zende  Bergwiesen,  Waldlichtungen,  grasige  und  sonnige  Abhänge.  Der  Flug  ist  ziemlich  schnell,  schwÜTend,  bei 
einigen  größeren  Arten  mehr  schwebend.  Sie  besuchen  Blumen  aller  Art,  umgaukeln  mit  Vorliebe  die  Blüten 
der  Disteln,  Brombeeren,  Asclepiadeen  u.  a.,  und  die  meisten  lassen  sich  namentlich  früh  morgens  nicht  schwer 
fangen,  während  sie  m  den  späteren  heißeren  Tagesstunden  viel  scheuer  sind. 


406 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  Lehmann. 


idalia. 


diana. 


Untergattung  I:  Argynnis  F. 

A.  idalia  Drury  (85  c)  ist  eine  der  größten  und  stattlichsten  amerikanischen  Argynnis.  Oberseits  sind 
die  Vflgl  des  A  rotgelb,  mit  der  gewöhnlichen  Argymiis-ZAchming,  die  Hflgl  mit  Ausnahme  des  Wurzelfeldes 
fast  tief  schwarz,  mit  bläulichem  Schimmer  übergossen,  mit  zwei  Reihen  großer  heller  Flecken  geschmückt. 
Während  bei  den  nur  die  mnere  discale  Reihe  hell  rahmfarbig,  die  äußere  marginale  dagegen  tief  rostbraun 
erscheint,  sind  die  $$  ohne  weiteres  daran  kenntlich,  daß  sowohl  auf  den  H-  wie  Vflgln  auch  die  marginale 
Fleckenreihe  die  rahmweiße  Färbung  aufweist.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  blaß  rotbraun  mit  einer  mehr  oder 
weniger  kompletten  Reihe  von  speckigen,  schwach  messingglänzenden  mondförmigen  Marginalflecken,  sowie 
eiiiigen  größeren  glänzend  gelblichen  Makeln  längs  der  Costa ;  Hflgl  dunkel  olivenfarbig,  mit  drei  Reihen  großer, 
unregelmäßiger  Flecken  von  matt  grünlichem  Silberglanz  und  außerdem  einer  klemeren  Anzahl  von  ebensol¬ 
chen  Wurzelflecken  und  Streifen.  Figlspannung  von  70 — 100  mm.  —  Rp  nach  der  letzten  Häutung  gegen 
41/2  cm  lang,  schwarz  mit  rostbraunen  und  orangefarbigen  Bändern  und  Streifchen,  und  mit  sechs  Reihen  von 
fleischigen,  mit  schwarzen  Borsten  besetzten  Dornen,  in  den  zwei  mittleren  Dorsalreihen  w'eiß  mit  schwarzem 
Apex,  die  der  Seitenreihen  schwarz  mit  orangefarbener  Basis.  Wie  alle  andern  bekannten  Hrg^wwis-Rpn,  frißt 
sie  Nachts  und  lebt  auf  Veilchen.  —  Die  große  Pp  ist  braun  mit  gelben  Flecken  und  rötlichen  Figlscheiden. 
Der  Falter  findet  sich  in  den  östlichen  Vereinigten  Staaten,  von  Maine  bis  Nebraska  und  Arkansas,  doch  fast 
überall  ziemlich  lokal,  ist  aber  an  semen  Flugstellen  in  manchen  Jahren  recht  häufig,  während  er  wieder  auf 
längere  Zeit  seltner  auftritt.  Namentlich  im  nördlichen  Hochland  von  New-Jersey,  sowie  im  gebirgigen  Teile 
der  Staaten  New  York  und  Pennsylvania,  fmdet  er  sich  auf  Waldblößen  zeitweilig  m  großen  Mengen.  Flugzeit 
von  Ende  Juni  bis  Anfang  September. 

Wie  bei  vielen  Ai'gynniden,  treten  bei  idalia  nicht  selten  Fälle  eures  sehr  weitgehenden  Melanismus  auf, 
namentlich  bei  den  indem  die  Obeirseite  aller  Figl  fast  gänzlich  schwarz  erschemt,  und  selbst  die  hellen 
Fleckenbmden  der  Hflgl  nur  noch  unmerklich  angedeutet  sind.  Hand  in  Hand  damit  geht  dann  häufig  auch 
eine  Reduktion  der  Silberzeichnung  der  Unterseite,  wobei  entweder  nur  die  äußere  Reihe  verschwmden  kann 
oder  auch  alle  Reihen  aufgelöst  werden,  so  daß  nur  noch  einige  Flecke  am  Ird  und  an  der  Wurzel  sichtbar  blei¬ 
ben.  idalia  wurde  von  Scudder  (Syst.  Rev.  23)  in  eine  eigene  Gattung  S'ptyeria  gestellt,  auf  Grund  des  etwas 
abweichenden  Geäders,  namentlich  der  Stellung  der  2.  Subcostale;  wie  aber  bereits  m  der  Gattungsdiagnose 
erwähnt  wurde,  läßt  sich  bei  den  Argynniden  eine  scharfe  Trennung  der  Arten  auf  Grund  dieses  Merkmals  nicht 
konstant  durchführen ;  eine  solche  würde  vielmehr  in  mancher  Hinsicht  zu  ganz  unmöglichen  Resultaten  führen, 
und  man  hat  aus  diesen  Gründen  die  Gattung  Speyeria  ebenso  wie  Hübners  Acidalia,  die  auch  von  Moore 
auf  A.  hyperhi'us  (niphe)  angewandt  wurde,  mit  Recht  wieder  fallen  lassen. 

A.  diana  Gr.  (85  b)  bietet  ein  hervorragendes  Beispiel  von  hochausgebildetem  Geschlechtsdimorphis¬ 
mus.  Die  Oberseite  der  d'cj  ist  auf  beiden  Flgln  tief  schwarzbraun,  mit  breiter  rot-brauner  Randbmde,  die  na¬ 
mentlich  auf  den  Vflgln  längs  den  Adern  durch  Strahlen  der  dunklen  Grundfarbe  unterbrochen  ist  und  außer¬ 
dem  auf  allen  Flgln  zwei  Reihen  rundlicher  dunkler  Flecke  umschließt,  welche  ihrerseits  auf  den  Hflgln  an  Größe 
abnehmen  und  nach  dem  Analwinkel  zu  allmählich  verschwinden.  Die  Färbung  der  Unterseite  ist  lederbraun,  auf 
den  Vflgl  mit  matt  schwarzer  Zeichnung  im  Basalfeld  und  dem  proximalen  Teil  des  Discalgebiets,  sowie  mit  matt 
blau-weißen  Flecken  nahe  dem  Zellapex.  Die  Hflgl  haben  die  inneren  zwei  Drittel  dicht  grau-braun  bestäubt 
und  smd  mit  zwei  Reihen  schmaler,  langgestreckter  silberner  Submarginalmöndchen  geschmückt,  deren  mnere 
in  ihrem  mittleren  Teil  häufig  ausgelöscht  ist;  außerdem  einige  vereüizelte  Silberflecken  nahe  der  Wurzel. 
Die  Färbiing  des  $  ist  oberseits  ein  überaus  reiches  Blauschwarz,  etwas  dunkler  auf  den  Vflgln,  die  in  ihrem  äuße¬ 
ren  Teil  durch  drei  fast  parallele  Reihen  großer,  heller,  bläulicher  Flecken  geziert  sind,  von  denen  die  äußere 
manchmal  fast  weiß  erscheint.  Auch  auf  dem  Hflgl  finden  sich  drei  mehr  oder  weniger  vollständige  Serien 
glänzend  blauer  Makeln,  deren  innere  fast  wie  eine  breite,  nach  liinten  sich  allmählich  verschmälernde,  und  über 
den  Adern  durch  Strahlen  der  Grundfarbe  unterbrochene  Binde  sich  ausnimmt,  deren  Komponenten  je  einen 
runden,  tiefschwarzen  Fleck  umschließen;  die  äußere  Marginalreihe  ist  manchmal  nur  angedeutet.  Die  Unter¬ 
seite  des  $  ist  tief  grau-braun,  etwas  dunkler  auf  den  Vflgln,  welch  letztere  außerdem  mit  einer  Anzahl  blauer 
und  schwarzer  Flecke  reich  verziert  sind.  Wie  bei  den  finden  wir  auch  bei  den  auf  der  Hflgl-Unterseite 
die  prächtigen  silbernen  Fleckenbinden,  wobei  auch  hier  die  äußeren  Randflecken  am  deutlichsten  ausgeprägt 
sind.  Die  Spannweite  beträgt  85 — 100  mm.  —  Ei  blaß  grünlich-weiß.  Die  junge  Rp  ähnelt  bis  zur  5.  Häutung 
derjenigen  der  A.  aphrodite  und  cybele]  nach  der  letzten  Häutung  ist  sie  sammetschwarz,  nimmt  außerordent¬ 
lich  an  Größe  zu,  und  die  behaarten  Dornen,  die  in  6  Reihen  angeordnet  und  m  ihrem  unteren  Teil  orange-rot 
gefärbt  sind,  werden  bedeutend  länger;  Kopf  matt  braun.  Pp  dunkelbraun,  mit  kurzen,  hellfarbigen,  spitzigen 
Tuberkeln  über  dem  Rücken,  diana,  unter  allen  amerikanischen  Argynnis-Aiien  die  stattlichste  und  prächtig¬ 
ste,  ist  auf  den  südlichen  Teil  der  Appalachischen  Region  Nord- Amerikas  beschränkt;  sie  ist  nicht  selten  m  dem 
gebirgigen  Teil  der  Staaten  Virginia  und  West  Virginia,  in  beiden  Carolinas,  Tennessee,  Kentucky  und  Geor¬ 
gia,  von  wo  sie  sich  in  westlicher  Richtung  bis  nach  Ohio,  Indiana,  Arkansas  und  Missouri  verbreitet  hat.  Die 
Falter  sind  ungemein  scheu ;  bei  der  geringsten  Störung  erheben  sie  sich  ohne  weiteres  in  die  Luft  und  verschwin¬ 
den  über  den  Bäumen.  Sie  kommen  selbst  an  ganz  hellen  Tagen  meist  erst  ziemlich  spät  am  Morgen  zum  Vor- 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Tii.  Leiimakn. 


407 


schein,  wenn  die  »Strahlen  der  bereits  hoclistelienden  Sonne  den  Boden  der  Waldlichtungen  erwärtnen  und  in  die 
tiefer  gelegenen  Bergschluchten  eindringen,  und  verschwinden  meist  schon  wieder  gegen  4  Uhr  »nittags.  Die 
Hauptflugzeit  fällt  in  die  Monate  Juli  und  August,  und  zwar  erscheinen  die  etwas  früher  als  dh;  $$,  in  Xord- 
Carolina  bereits  gegen  Ende  Juni,  während  die  $$  vereinzelt  noch  bis  zum  Ende  des  Se])tember  Vorkommen. 

In  Edward’s  Butterflies  of  N.A.  f'mdet  sich  die  Abbildung  eines  fossilen  Falters,  der  in  Kroatien  in  den 
Schichten  des  Miocens  aufgefunden  wurde.  Die  Aehnlichkeit  dieses  Schmetterlings  mit  dem  der  A.  didva 
ist  ganz  auffallend.  Oswald  Heer,  aus  dessen  Werk  ,,l)ie  Insektenfauna  der  Tertiärgebilde  von  Oeningen  und 
von  Rodoboj  in  Kroatien“  (1847 — 53)  die  Abbildung  des  Falters  entnommen  wurde,  der  im  Text  mit  dem  Xa- 
nien  Vanessa  pluto  bezeichnet  ist  und  dessen  Farben  zum  Teil  noch  erhalten  scheinen,  weist  selbst  auf  diese  Aehn¬ 
lichkeit  hüi,  die  ,, außer  in  der  Gestalt  namentlich  in  der  schwarzen  Grundfärbung  und  der  hellgelben  Marginal¬ 
fleckenbinde  hervortritt,  deren  einzelne  Bestandteile  deutlich  durch  die  Adern  getrennt  erscheinen,  bis  an  den 
Rand  gehen  und  mit  je  zwei  schwarzen  Augen  gekernt  smd.  Allerdings  ist  das  Fossil  bedeutend  kleiner  als  A. 
diana,  und  steht  vielleicht  den  Vanessen  näher“.  Zusammen  mit  jAuto  fanden  sich  Libellen  mit  gefleckten  Flgln, 
ähnlich  denen,  die  in  den  südlichen  Vereinigten  Staaten  Vorkommen  (Edwards). 

A.  nokomis  Edw.  (86  a).  oben  gleichmäßig  feurig  rotbraun,  ähnlich  A.  leto-^,  mit  der  üblichen  Sub-  nokotnis. 
marginalzeichnung,  die  etwas  breiter  angelegt  ist  als  bei  A.  aphrodite]  Wurzelfeld  nur  sehr  wenig  verdunkelt.  Der 
Außenrd  ist  von  zwei  parallelen  Lmien  emgefaßt,  deren  äußere  ganz  fein,  die  mnere  bedeutend  stärker  ist ;  der  von 
ihnen  umschlossene  Zwischenraum  ist  rotbraun  wie  die  Grundfarbe,  und  wnd  von  den  schwarzen  Adern  in  em- 
zelne  Flecken  geteilt.  Die  Flecken  der  discalen  Reihe  klem,  rundlich  ;  auf  den  Hflgl  stehen  die  Möndchen  der  sub- 
margmalen  Reihe  von  einander  und  von  der  inneren  Saumlmie  getrennt.  Unterseite  hell  grünlich  goldgelb, 

Vflgl  mit  rötlichem  Anflug  des  Wurzelfeldes  und  Irds,  und  mit  goldgelber  Apicalpartie.  Die  oberen  6  Submar- 
gmalflecken  mit  lebhaftem  Silberglanz.  Hflgl  mit  großen  Silberflecken,  die  der  äußeren  Reihe  ringsum,  im  Uebri- 
gen  nur  an  der  Innenseite  schwarz  gesäumt.  Abdominalrand  und  der  basale  Teil  der  Costa  leicht  versilbert. 

Die  Grundfarbe  des  $  oberseits  ein  fahles  braungelb,  ähnlich  wie  bei  A.  lefo-'^,  außen  leicht  rotbraun  bestäubt. 

Die  schwarzen  Zeichnungen  viel  breiter  und  nicht  so  scharf  ausgeprägt  als  beim  (^,  und  da  auch  die  Adern  breit 
schwarz  beschuppt  sind,  verschmelzen  die  schwarzen  Linien  und  Flecken  in  dem  Maße,  daß  die  gelbe  Grund¬ 
farbe  von  der  Wurzel  bis  zum  Discalfeld  fast  gänzlich  verdrängt  wird,  und  hi  der  Außenhälfte  nur  noch  verhält¬ 
nismäßig  unbedeutende,  rundliche  oder  viereckige  Makeln  übrig  bleiben,  die  in  ihrer  Form,  Anordnung  und  Aus- 
dehnixng  ganz  den  blauen  Makeln  des  diana-^  entsprechen  und  wie  diese,  die  äußeren  discalen  Schwarzf lecken 
umschließen.  Die  Unterseite  ist  gezeichnet  wie  beim  (J,  nur  kräftiger;  aber  die  Grundfärbung  ist  nicht  grün¬ 
lich,  sondern  mehr  rein  gelb,  an  den  Rändern  aller  Figl,  sowie  am  Apex  der  Vflgl  stark  schwarz  schattiert.  Die 
Basalpartie  der  Hflgl  mehr  grünlich-braun,  weniger  schwarz  bestäubt.  Spannweite  des  (J  8,5  cm,  des  $  bis 
9,1  cm.  — Strecker  betrachtete  nokomis  als  eine  helle  Form  der  cybele,  wie  sie  sich  in  der  trockenen  Salzregion 
von  Utah  und  Arizona  entwickelt  haben  konnte.  Die  Aid  Avurde  zuerst  beschrieben  nach  emem  Exemplar,  das 
Edwards  im  Jahre  1862  durch  Vermittlung  des  Smithsonian  Instituts  zu  Washnigton  erhielt,  mit  der  Lokali¬ 
tätsbezeichnung  ,, Bitter  Root  Mountain“.  Später,  im  J.  1871  erbeutete  Lieut.  Wheeler  auf  einer  Forschungs¬ 
reise  durch  Arizona  5  2  Aber  die  Art  ist  immer  noch  eine  Seltenheit.  Außer  m  Arizona  ist  sie  auch  im 

südlichen  Utah  beobachtet  worden.  Die  Jugendstände  sind  nicht  bekannt  geworden. 

A.  nitocris  Edw.  (86  a)  wurde  von  Edwards  als  besondere  Art  behandelt,  während  andere  Axitoren  nitocris. 
sie  als  eüie  den  Uebergang  zn  leto  vermittelnde  Form  der  A.  nokomis  ansehen.  Wie  bei  vielen  nordamerikanischen 
Aigyimisarten,  herrscht  auch  in  Bezug  auf  nitocris  noch  große  Unsicherheit,  umsomehr,  da  Edwards  selbst 
Strecker’s  Abbildung  von  nokomis  $  (in  Report  on  the  Ruefner  Expedition)  als  eine  Aberrativform  der 
nitocris  bezeichnete.  Die  Oberseite  des  (J  ähnelt  nokomis',  hell  rotbraun,  von  Wurzel  bis  Figlmitte  stark  verdü¬ 
stert,  nur  ehi  Teil  der  Vflgl-zelle  freibleibend.  Der  Zwischenraum  zwischen  beiden  Marginallmien  ziemlich 
breit,  einfarbig  rotbraun.  Die  Flecken  der  sidxmarginalen  Reihe  der  Vflgl  pfeilspitzenförmig,  die  oberen  mit 
einander  verbunden  und  die  Saumlinie  berührend,  die  der  Hflgl  halbmondförmig,  von  einander  und  von  der  , 
Saumlniie  getrennt.  Die  äußeren  discalen  Flecken  der  Vflgl  von  unregelmäßiger  Größe  und  Gestalt,  die  der  Hflgl 
ganz  fern.  Unterseite  der  Vflgl  fast  durchaus  zimmtrot,  Apex  mit  kleüiem  ockergelbem  Feld,  das  einen  braunen 
Fleck  umschließt.  Hflgl  von  Wurzel  bis  über  die  ZAveite  äußere  Fleckenreihe  hinaus,  ebenso  wie  der  Außenrd 
tief  rostbraun,  gelegentlich  mit  grau-grüner  Bestäubung,  mit  breitem,  gelblich  rotem  Sxibmarghialband.  Die 
SUberflecken  Avie  bei  A.  nokomis.  $  oberseits  scliAvarzbraun,  dunkler  als  nokomis-^:  Die  scliAvarzen  Zeichnungen 
der  Basalhälfte  verscliAvinden  bemahe  m  der  dunkeln  Grundfärbung;  die  medianen  Fleckenreihen  bleich  gelb, 
die  submarginalen  Makeln  weißlich,  Avie  bei  nokomis.  Die  hellen  Flecken  der  Hflgl  schmäler  als  bei  der  letzteren, 
von  den  breit  braunschattierten  Adern  eingeengt.  Unterseite  der  Vflgl  etAvas  tiefer  rot  als  beim  E,  Apex  rehier 
gelb;  Hflgl  dunkler  braun,  mit  gelbem  Submarginalband,  das  durch  die  breit  dunkel  bestäubten  Adern  in  em- 
zelne  Makeln  zerteüt  Avird.  Silberglanz  Avie  beim  SpannAveite  des  cj  7,7 — 8,2",  des  $  8,2 — 9,5  cm.  Arizona, 
Colorado  und  Nevada.  Die  Ty^^Ae  des  (J  kam  von  den  Wliite  Moxintams  im  nordöstlichen  Arizona.  Exemplare 
aus  Colorado  unterscheiden  sich  von  solchen  aus  Arizona  außer  durch  ihre  bedeutendere  Größe  durch  das  dunklere 
Rot  der  Vflgl-Unterseite,  das  den  ganzen  Figl  bis  auf  die  äußerste  Spitze  überzieht.  Der  mnere  Teil  der  Hflgl 
von  der  Basis  bis  über  die  zweite  Fleckenreihe  hüiaus,  der  bei  Arizona- Stücken  graugrim  bestäubt  ist,  erschemt 


408 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  Lehmann. 


hier  tief  rotbraun,  fast  wie  bei  A.  aphrodite  Wie  bei  nokomis  sind  auch  hier  die  früheren  Stände  völlig  unbekannt. 
coerules-  —  coetulcscens  Holl,  ist  eine  eigenartige  Form  aus  dem  nördlichen  Mexico,  die  im  Jahre  1899  von  C.  Tyler  Tow^^- 
cen.s.  aufgefunden  und  von  Dr.  Holland  als  eine  Varietät  derM.  wftocrfs  beschrieben  wurde,  die  aber  nach  Prof.  Smth 

auf  Grund  seiner  Untersuchungen  der  Genitalien  vielleicht  als  besondere  Art  anzusehen  ist.  Der  ^  unter¬ 
scheidet  sich  nur  unerheblich  von  t}^ischen  nitocris-^^  durch  die  stärkere  Verdüsterung  der  Innenhälfte  aller 
Figl  und  die  mehr  zusammengeflossene  Schwarzzeichnung  der  Oberseite,  sowie  unterseits  durch  das  tiefere 
Rot  der  Basis  und  des  Irds  der  Vflgl  und  die  breitere  Schwarzfleckung.  Umso  bedeutender  weicht  das  $  von 
normalen  nitocris  ab;  bei  oberflächlicher  Beobachtung  glaubt  man  zunächst  es  mit  eineru  diana-^  zu  tun  zu 
haben,  infolge  der  herrlichen  Blaufärbung  der  submarginalen  Fleckenbinde  beider  Figl.  Oberseits  smd  Wurzel 
und  Mittelfeld  tief  schwarz,  mit  leichtem  violettem  Schimmer.  Die  Lhiterseite  entspricht  m  der  Zeichnungsan¬ 
lage  derjenigen  tyj^ischer  nitocris,  nur  ist  die  Rotfärbung  der  Vflgl  dunkler;  auf  den  Hflgln  ist  der  Innenteil 
bis  zur  medianen  Silberfleckenreihe  tief  oliven-grün,  das  submaiginale  Fleckenband  gelb-grün;  bei  andern 
Exemplaren  erscheint  die  Innenhälfte  der  Hflgl-Unterseite  tief  kastanienbraun,  aber  in  allen  Fällen  ist  die  Fär¬ 
bung  der  hellen  submarginalen  Fleckenbinde  mehr  oder  weniger  grünlich,  niemals  hell  honig-gelb  wie  bei  typischen 
nitocris.  Größe  wie  bei  nitocris.  coerulescens  ist  nicht  selten  im  September  im  Quellgebiet  des  Rio  Piedras 
Verdes,  in  der  Sierra  Madre  des  Staates  Chihuahua,  Mexico,  auf  Erhebungen  von  etwa  2300 — 2400  Metern. 

niirocaeru - Als  var.  nitrocaerulca  Cockerell  wurde  eine  Form  aus  dem  südlichen  New  Mexico  beschrieben,  die  üi  gewisser 

Beziehung  einen  LTebergang  bildet  von  7iitocris  zu  Holland’s  coerulescens.  unterscheidet  sich  oberseits  kaum 
von  typischen  nitocris  nur  unten  ist  die  Färbung  des  Wurzeifeldes  der  Hflgl  mehr  zimmtrot,  scharf  verschie¬ 
den  von  der  des  $.  $  oberseits  mit  tief  jmrpurschwarzer  Innenhälfte,  die  viereckigen  Submargmalmakeln  sehr 
blaß  gelblich,  leicht  rot  angehaucht.  Unterseite :  Marginalband  blaß  grün,  die  submarginale  Fleckenbmde  licht 
gelb,  das  Wurzelfeld  aller  Figl  sehr  dunkel,  mit  purpurfarbigem  Schimmer.  Die  Type  wurde  bei  Beulah,  Sapello 
Canon,  in  New  Mexico  im  August  gefangen.  Es  gibt  aber  auch  mehr  rotgelbe  $  $  diese  Form  aus  New 
rufescens.  Mexico:  dies  ist  ab.  $  rufescens  Cock.  —  Ueber  die  früheren  Stände  hat  Prof.  Skinner  (Ent.  News  1907, 
p.  318)  einige  Mitteilungen  gemacht.  Das  Ei  ist  zuletzt  rötlich,  von  gleicher  Struktur,  wie  bei  andern  bekannten 
Arten.  Die  Eiablage  erfolgte  am  24.  August;  die  Räupehen,  die  am  7.  Sept.  schlüpften,  waren  zuerst  blaß 
grünlich-gelb,  mit  11  Reihen  grüner,  an  den  Seiten  mit  langen  Haaren  besetzter  Tuberkeln;  Kopf  schwarz. 
Nach  der  1.  Häiitung  erschienen  eine  Anzahl  glänzend  schwarzer,  mit  dicken  matt  schwarzen  Haaren  besetzter 
Dornen.  Der  Körper  gelblich-braun,  mit  zahlreichen  einzelnen  Borsten  versehen.  Ueber  die  fernere  Entwick¬ 
lung  ist  nichts  bekannt  geworden. 

A.  leto  Behr  (86  b)  ist  nahe  verwandt  mit  A.  cybele,  mit  Avelcher  Boisduval  sie  identifizierte.  Aber  sie 
ist  doch  wohl  ebenso  gut  als  besondere  Ai't  aufzufassen  als  7iokomis.  leto  vertritt  cybele  an  der  pazifischen  Küste, 
von  Kalifornien  bis  Washington,  und  Avurde  von  Geddes  selbst  bei  Port  Macleod  hi  der  kanadischen  Provhiz 
Alberta  beobachtet.  ^  oberseits  dem  von  nokomis  und  cybele  nicht  unähnlich;  aber  die  Grundfärbung  ist 
trüber  und  bleicher  rotgelb,  mit  weit  mehr  verdunkeltem  Wurzelfeld,  aber  leichterer  Schwarzzeichnung.  Die  Flek- 
ken  der  submarginalen  Reihen  aller  Figl  von  einander  und  von  der  inneren  Saumlinie  getrennt.  Transdiscal¬ 
flecken  der  Vflgl  ziemlich  groß,  rundlich,  darauf  folgend  eine  zickzackförmige  gebrochene  Fleckenbmde.  Vflgl- 
Unterseite  hell  rotbraun,  Costalrand  und  Distalsaum  ledergelb;  Adern  und  Wurzelfeld  braun  schattiert;  die 
Zeichnung  der  Oberseite  unten  wiederkehrend,  die  Marghialf lecken  ohne  Silber.  Hflgl  mit  hell  strohgelbem 
Submarginalband  wie  bei  cybele]  Silberfleckung  stark  ausgeprägt,  aber  der  l)asale  Teil  des  Vrds  und  der  Abdo¬ 
minalrand  nur  gering,  Avenn  überhaupt,  versilbert.  $  mit  (^-ähnlicher  Zeichnung,  aber  Grundfarl.)e  bleich  stroh¬ 
gelb,  stark  kontrastierend  mit  der  chokolade-  bis  tief  schwarzln-aunen  Zeichnung,  namentlich  des  Wurzelfeldes 
aller  Figl,  avo  die  Flecken  so  vollständig  in  einanderfließen,  daß  die  Innenhälfte  fast  gleichmäßig  braunschAvarz 
erschemt.  Unterseite  ähnlich  Avie  beim  mit  rötlich-lu’aunem  Wurzelfeld  und  Ird;  aber  die  dunklen  Zeich- 
charlotn.  nungen  schwärzer,  und  die  hellen  Partien  bleich  gelb.  SpainiAveite :  ^  6 — 7,5  cm,  $  7)5 — 8,2  cm.  —  Als  char- 
lotti  Barnes  Avurde  eine  Form  aus  Colorado  beschrieben,  deren  $  sich  durch  das  ungeAA'öhnlich  breite  gelbe  Band 
der  Hflgl-Unterseite  auszeichnet.  Ueber  die  EntAvicklungsstadien  sind  Avir  nicht  unterrichtet.  Das  Verbreitungs¬ 
gebiet  von  leto  erstreckt  sich  von  Mittel-Kalifornien  nordAvärts  bis  Washington  und  Alberta.  Stücke  von  Washing¬ 
ton  zeichnen  sich  von  südlichei’en  Exemplaren  durch  die  dunklere  Färbung  der  HflghAuirzel  aus.  Die  Type  von 
leto  ist  mit  den  übrigen  T^qAen  Behrs  bei  dem  großen  Erdbeben  von  San  Francisco  zugrunde  gegangen. 

cyhele.  A.  Cybele  F.  (=  dajAhnis  Cr.  baal  Streck.)  (85  c  $  d  (J).  C  oberseits  dem  der  vorhergehenden  Art  und 

A.  aphrodite  nahekommend;  die  rotgelbe  Grundfärbung  wurzehvärts  braun  beschattet  und,  namentlich  auf  den 
Vflgln,  bei  beiden  Geschlechtern  leicht  schwärzlich  bestäubt.  Die  SidAinarginalflecke  der  Vflgl  sich  berührend, 
die  der  Hflgl  getrennt.  Unterseite  der  Vflgl  gelblich  braun,  Apicalfeld  gelblich,  einen  braAinen  Costalfleck  um¬ 
schließend.  Außensaum  nahe  der  Flgls])itze  hellbraun,  gegen  den  InnenAvinkel  gelblich ;  die  oberen  Submarghial- 
soAvie  Apicalflecke  deutlich  versilbert.  Unterseite  et.Avas  matter  gezeichnet  als  oben;  Hflgl:  Der  innere  Teil 
bis  zur  submarginalen  Pleckenreihe  rotbraun,  mit  mehr  oder  AA^eniger  gelb  untermischt.  Distalsaum  braun, 
gegen  den  Anahvinkel  zu  in  gelblich  übergehend.  Alle  Silberflecke  viel  größer  als  bei  leto.  Das  hell  bräunlich 
gelbe  Submarginalband  zAvischen  den  beiden  äußeren  Fleckenreihen  völlig  frei  und  unberührt  von  der  dunklen 
Grundfarbe  der  Wurzelhälfte  und  des  Distalsaums.  Abdominalrand  leicht  versilbert.  Das  $  unterscheidet  sich 


Ausgcgebeii  5.  V/.  1913. 


ARGYNNI8.  Von  Dr.  Trr.  Lkiima'n'n. 


409 


vom  ^  durch  die  l)leicliere  Grundfärl)ung  ujid  die  tief  schokoladehruums  oft  fast  s(;hwarze  Ifescliattung  der 
Inneidiälfte  aller  Figl;  außerdem  sind  wie  ühlich  die  schwarzen  Zeielniungen  der  Olx'rseite  l)edeul(‘nd  markan¬ 
ter  als  beim  d*.  Unterseits  unterscheiden  sicli  die  Gescldechter  nur  wenig  durch  du;  etw'as  trül)ere  Fäi'lmng  des 
Spannweite  7,5 — 10  cm.  —  Das  Ei  ist  stumi)f-kege]förmig,  kürzer  als  breit,  von  honiggelber  Farbe.  DieVertica'l- 
rippen  reichen  teilweise  bis  zur  S])itze,  teils  endigen  sic  auf  etwa  zwei  Drittel  der  Höhe.  Die  junge;  Rp  i.st  grün¬ 
lich,  braungefleckt,  sjeciter  schokoladefarbig;  nach  der  letzten  Häutung  sammetschwarz,  unterseits  schokolade¬ 
braun.  Kopf  schwärzlich,  hinten  hellbraun  schattiert.  Der  Körjeer  mit  6  Reihen  glänzender,  verzweigter,  an 
der  Basis  orangeroter  Dornen.  Die  Eier  werden  in  der  nördlichen  Zone  ihres  Verbreitungsgebietes  gewöhnlich 
im  August  gelegt ;  die  ausgeschlüpften  Räupehen  beziehen  sofort  nach  dem  Vei'lassen  des  Eies  d..ie  VV  interpuartien;, 
um  sich  im  folgenden  Frühjahr  zu  entwickeln  ;  in  den  Südstaaten  dagegen  hat  man  beobachtet,  daß  sie  häufig 
nach  mehrmaliger  Häutung  überwintern;  diese  ergeben  dann  wohl  die  gelegentlich  recht  früh  erscheinenden 
Falter,  aus  denen  dann  eine  zweite  Generation  hervorgeht.  Wie  alle  bekannten  Argynnis-Rpn  frißt  sie  nur  d(‘s 
Nachts.  Die  Pp  ist  dunkelbraun,  rötlich  oder  schiefergrau  schattiert;  entweder  glänzend  oder  auch  völlig 
glanzlos;  seitlich  etwas  eingedrückt ;  Kopf  und  Figlscheiden  stark  hervortretend.  Zeit  der  Ppnruhe  etwa  Ki'J’age. 

Das  Verbreitungsgebiet  von  cybele  umfaßt  die  nördlichen  und  mittleren  atlantisclien  Staaten  Nord-Amerikas, 
von  Nova  Scotia  und  Alaüae,  wo  sie  ziemlicli  selten  ist,  südlich  bis  nach  Virginia  und  Carolina  (Macon  County), 
und  westlich  bis  nach  Illmois  und  dem  Tal  des  Mississippi  bis  nach  Nebraska.  Scudder  zieht  die  westliche  Grenze 
sogar  durch  den  mittleren  Teil  der  Staaten  Dakota  und  Kansas.  Im  Norden  ist  sie  im  Juni  und  Juli  ziemlich 
häufig,  einzelne  Exemplare  erscheinen  oft  sogar  schon  Mitte  Mai,  und  man  trifft  sie  bis  zum  September  auf  blühen¬ 
den  Kleeäckern,  in  Gärten  und  an.  Wegrändern  an,  wo  sie  eifrig  die  Blüten  von  Disteln,  von  Asclepias  tul)erosa 
und  andere  Blumen  besuchen,  cybele  ist  häufig  mit  A.  nyhrodite  verwechselt  worden;  namentlich  die  nördlichen 
Exemplare  unterscheiden  sich  kaum  von  der  letzteren  in  der  Größe,  und  die  Färbung  der  Unterseite,  nament¬ 
lich  der  $$  ist  gewöhnlich  ganz  dunkellmaun,  während  Stücke  aus  Virginien  sehr  groß  sind,  mit  markanter 
Schwarzzeichnung  der  Oberseite  und  mehr  rötlich-brauner  Unterseite.  Die  westliche  li’orm  hinwiederum  (Ne¬ 
braska)  ist  heller  und  mehr  rötlich,  mit  sehr  heller,  zimmtfarbiger  Unterseite.  —  Als  A.  carpenteri  Edw.  ist  eine  carpenkri. 
kleine  Varietät  der  cybele  bezeichnet  worden,  die  zuerst  von  Lieut.  W.  L.  Carpenter  auf  Taos  Peak  im  nörd¬ 
lichen  New  Mexico  über  der  Grenze  des  Baumwuchses  auf  etwa  3000  Meter  Meereshöhe  gesammelt  wurde. 

Sie  sieht  den  kleinen  Stücken  der  Nordostküste,  wie  sie  in  Maine  und  Nova  Scotia  Vorkommen,  recht  ähnlich, 
weicht  aber  beträchtlich  von  den  westlichen  Stücken  z.  B.  aus  Nebraska  ab.  Da  cybele  weder  sonstwo  in  New 
Mexico  noch  in  dem  nördlich  angrenzenden  Staate  Colorado  beobachtet  worden  ist,  scheÜTt  es  als  ob  dieser  der 
nördlichen  Zone  eigentümliche  Falter  auf  diesem  weit  im  Südwesten  gelegenen  Teil  des  Hochgebirges  eine 
isolierte  Kolonie  bildet.  Im  Osten  des  Landes,  von  New  York  bis  Virginia,  ist  cybele  ein  Tier  der  Ebene,  das  auf 
den  höheren  Erhebungen  durch  aphrodite  al)gelöst  wird.  Daß  dieser  auf  Mt.  Taos  isolierte  Stamm  nicht  in  niedri¬ 
gere  Lagen  heral)steigt,  um  nach  Norden  abzuwandern,  hat  seinen  Grund  entweder  in  der  Verschiedeidieit  des 
Klimas  oder  der  Abwesenheit  der  Futterpflanze  auf  den  niedrigeren  Höhen  jener  Region;  es  ist  anzunehmen, 
daß  er  zur  Zeit,  als  eine  Veränderung  des  Klimas  eintrat,  vom  Hauptschwarm  abgeschnitten  vmrde,  ähnlich  wie 
es  bei  Oe7i.  semidea  der  Fall  gewesen  sein  mag,  die,  wie  Grote  und  Scudder  ausführten,  im  Osten  auf  dem 
Gipfel  des  Mt.  Washmgton  iiPNew  Hampshire  strandete,  wo  sie  jetzt  als  isolierte  Kolonie  weiterbesteht,  wäh¬ 
rend  die  Art  sonst  hauptsächlich  in  Lalmador  und  im  Felsengebirge  zu  Hause  ist.  —  bartschi  Reiff  ist  eine  UartsdiL 
interessante  Aberrativform  der  cybele,  in  der  alle  Flecken  und  sonstigen  Zeichnungen  sowohl  der  C)ber-  als  Lbi- 
terseite  zu  mehr  oder  weniger  vollkommenen  Bändern  zusammenfließen,  die  aber,  wenn  Avii‘  von  der  etwas  hel¬ 
leren  Allgemeinfärbung  der  Oberseite  absehen,  alle  die  normale  Farbe  beibehalten.  Am  weitesten  ist  diese  Ver¬ 
änderung  in  der  Außenhälfte  l)eider  Figl  fortgeschritten.  Zugleich  sind  gerade  hier  alle  Adern  verkümmert 
und  fehlen  teilweise  vollständig,  während  dort,  wo  die  Zeichnung  mehr  normal  ist,  also  hau})tsächlich  an  der 
Basis  der  Hflgl,  auch  die  Adern  vollzählig  sind  und  normal  verlaufen  (peroneurische  Aberration).  IMit  dieser 
Verkümmerung  der  Adern  geht  Hand  in  Hand  eine  ziemliche  Veränderung  in  der  Form  der  Figl :  Die  Vflgl  sind 
viel  schmäler,  und  die  Hflgl  mehr  länglich  oval  als  bei  normalen  Stücken.  Das  Sidnnarginalband  der  Hflgl- 
Unterseite  ist  im  Gegensatz  zur  ty[)ischen  cybele  sehr  schmal  und  stark  verblaßt.  Diese  Aberration  wurde  in 
den  letzten  Jahren  wiederholt  bei  Roxbury  im  Staate  Massachussetts  gefangen  und  scheint  dort  nicht  besonders 
selten  zu  sein.  ■ — •  baal  Newcomb  bezieht  sich  auf  eme  melanistische  Form  des  $.  hanl. 

A.  aphrodite  F.  (=  daplmis  Mart.,  cypris  Edw.)  (85  d)  wird  von  einigen  Autoren  zusammen  mit  al-  aphrodite. 
cestis,  ci'pris  und  halcyone  als  zu  der  vorigen  Art  gehörig  betrachtet;  sie  ist  bedeutend  kleiner  als  cybele,  und 
leicht  zu  unterscheiden  diirch  das  viel  schmälere  gelbe  Submarginalband  der  Hflgl-Lbiter Seite,  das  häufig,  nament¬ 
lich  beim  $,  von  der  braunen  Grundfarbe  total  verdrängt  wird.  Das  E  Verhältnis  zu  andern  Arten 

der  Gruppe  bedeutend  kleiner  als  das  $;  die  Grundfarbe  ist  heller  rotgelb  als  bei  cybele,  die  Figlwurzel  weit 
weniger  verdunkelt;  die  Zeichnungen  feiner;  die  Mittelbinde  setzt  sich  aus  kleinen,  weit  auseinander  gerückten 
Halbmonden  zusammen,  die  gegen  den  Vrd  fast  verschwinden.  Unterseite  der  Vflgl  an  Wurzel  und  Ird  leuch¬ 
tender  rot;  die  Marginal-  und  Apicalflecke  mit  deutlichem  Silberglanz,  der  in  cybele  fast  unbemerkbar  oder  nur 
durch  einige  silberige  Schüppchen  angedeutet  ist.  Basalfeld  der  Hflgl  meist  braun,  das  gelbe  Submarginalband 
mehr  oder  weniger  von  der  dunklen  Grundfärbung  überschattet.  $  bleicher  als  das  (J,  Basalhälfte  mit  intensiver 


V 


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ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  Lehmann. 


cipris. 


alcesUs. 


nausicaa. 


rötlichem  Anflug  als  bei  cijbele-^.  Hflgl-Unterseite  tief  rostbraun,  das  8ubmarginalband  ist  fast  völlig  in  der 
Grundfarbe  aufgegangen.  Spannweite  :  ^  5 — 5,5  cm,  $  6,5  cm.  —  Ei,  Rp  und  Pp  dieser  Art  sind  denen  von  cyhele 
ziemlich  ähnlich.  Die  erwachsene  Rp  ist  kenntlich  an  einem  sammetschwarzen  Fleck  am  Grunde  aller  Dornen, 
die  ganz  den  Eindruck  von  6  schwarzen  Längsstreifen  erwecken.  Pp  mit  kürzeren  Spitzen  auf  dem  Rücken 
als  bei  cybele,  die  Basalsegmente  buntgefärbt,  nicht  einfarbig  wie  bei  jener.  Ppnruhe  dauert  17^ — -21  Tage,  aphro- 
dife  bewohnt  die  niedrigen  Gebirgszüge  des  östlicheir  Canada  ( Quebec,  Ontario,  Nova  Scotia)  sowie  der  östlichen 
Vereüiigten  Staaten  von  Maine  südwärts  bis  nach  Pennsylvanien  und,  den  Alleghanies  folgend,  bis  West-Virgmia. 
Westlich  geht  sie  bis  Illinois.  Im  Catskill  Gebirge  des  Staates  New  York  ist  sie  bis  auf  etwa  6 — 700  Meter  Meeres¬ 
höhe  recht  häufig  und  vertritt  dort  cybele.  Man  trifft  sie  Ende  Juni  und  im  Juli  in  Gesellschaft  der  A.  atlantis 
in  offenen  Waldlichtungen  und  auf  M^aldwiesen  an,  leicht  erkennbar,  besonders  bei  hellem  Sonnenschein,  an 
dem  leuchtenden  Rot  der  Figl.  Wie  bei  cybele  gibt  es  auch  von  aphrodite  im  Süden  zwei  Generationen,  während 
in  den  Nordstaaten  und  Canada  nur  eine  auftritt.  Aus  den  White  Mountains  von  New  Hampshire  ist  aphrodite 
nicht  bekannt;  sie  wird  dort  durch  die  nördlichere  A.  atlantis  vertreten. 

A.  cipris  Edw.  (87  a)  ist  ein  westlicher,  ziemlich  variabler  Vertreter  der  vorhergehenden  Art,  mit  der 
sie  vieles  gemein  hat.  Jedoch  ist  sie  von  größerer  Gestalt,  und  die  Vflgl  sind  verhältnismäßig  länger  und  schmäler; 
die  schwarzen  Zeichnungen  der  Oberseite  in  beiden  Geschlechtern  geringer  ausgeprägt,  die  dunkle  Bewölkung 
des  Wurzelfeldes  weniger  intensiv,  und  die  Gesamtfärbung  feuriger  rotgelb  als  bei  aphrodite.  Unterseits  fehlt 
auf  dem  Vflgl  des  E  tlei'  stark  rötliche  Anflug  des  Wurzelfeldes  und  Irds,  der  aphrodite  auszeichnet.  Die  inneren 
zwei  Drittel  der  Hflgl  bei  beiden  Geschlechtern  tief  zimmtbraun,  nach  außen  begrenzt  von  einem  ganz  schmalen 
ledergelben  Submarginalband,  das  proximal  von  tief  eindringenden  Strahlen  der  dunklen  Grundfarbe  noch 
mehr  verringert  wird.  Spannweite:  7 — 8  cm.  Colorado,  Utah,  New  Mexico;  ferner  Montana  (Judith  Mountam), 
Alberta  und  Assiniboia.  Flugzeit  in  Colorado  von  Ende  Juni  bis  Ende  August.  Die  früheren  Stände  smd  nicht 
bekannt. 

A.  alcestis  Edw.  (87  a)  wird  von  manchen  Autoren  als  westliche  Varietät  der  aphrodite  betrachtet, 
von  der  sie  aber  leicht  zu  unterscheiden  ist  durch  die  gleichmäßig  dunkel  zimmtbraune  Grundfärbung  der 
Hflgl-Unterseite,  die  sich  ohne  Unterbrechung  außer  durch  die  Silberflecken,  von  Wurzel  bis  Außenrd  erstreckt; 
das  schmale  ledergelbe  Sid^marginalband  von  aphrodite  fehlt  gänzlich,  oder  es  ist  gelegentlich  nur  leicht  durch 
eine  ganz  schwache  Aufhellung  angedeutet.  Silberfleckung  intensiv  und  stark  hervortretend.  $  oberseits, 
namentlich  im  Wurzelfeld,  dunkler  und  tiefer  rot  als  d'l  die  Marginallinien  kräftig,  auf  dem  Vflgl  teilweise  breit 
zusammenfließend.  Submarginalflecken,  sowie  alle  Schwarzzeichnungen  sehr  deiitlich.  Vflgl-Unterseite 
feurig  rot ;  Apicalfeld  der  Vflgl  el)enso  wie  die  Hflgl  gleichmäßig  und  tief  oliven braun  oder  rotbraun,  wie  beim  E- 
Die  Flecken  groß  und  von  intensivem  Silberglanz,  ebenso  der  basale  Teil  des  Costalrandes  und  der  Abdomhial- 
rand.  Spannweite:  E  5,5 — 6,4  cm,  $bis  7,5  cm. — Ei  kegelförmig,  mit  ungefähr  18  Verticalrippen  versehen,  ähn¬ 
lich  demjenigen  der  aphrodite.  Das  Räupchen  schlüpft  nach  25 — 30  Tagen  und  tritt  meist  sofort  die  Winter¬ 
ruhe  an.  Erwachsen  ist  die  Rp  sammetschwarz,  mit  gleichfarbigen,  unten  gelben  Dornen  besetzt.  Kopf  vorn 
schwarz,  hinten  gelblich.  Lebt  auf  Veilchenarten  und  wilden  Stiefmütterchen  (V.  tricolor).  Pp  ähnelt  der  aphro¬ 
dite-  Plb  aber  schlanker;  rötlich  braun  oder  grau,  unregelmäßig  schwarz  ges])renkelt  und  gestreift;  Abdominal¬ 
segmente  schiefergrau,  an  den  mit  kurzen,  scharfeckigen  Spitzen  bewehrten  Kanten  schwarz  schattiert.  Ppn¬ 
ruhe  dauert  etwa  20  Tage.  Das  Verbreitungsgebiet  der  alcestis  umfaßt  den  mittleren  Westen  bis  zu  den  Felsen¬ 
gebirgen  ;  in  den  Prairien  des  nordwestlichen  Teiles  von  Ohio  uud  Süd-Michigan  beginnt  sie  an  die  Stelle  der 
aphrodite  zu  treten,  die  hier  ihre  westliche  Grenze  hat,  und  geht  bis  nach  Colorado,  Nebraska  und  Montana.  Sie 
scheint  ziemlich  lokal  und  an  einen  ziemlich  engbegrenzten  Gürtel  geographischer  Breite  gebunden  zu  sein, 
denn  Exemplare,  die  nur  einige  Meilen  weiter  nördlich  in  mehr  waldigem  Gebiet  gefangen  Avurden,  erAviesen 
sich  fast  ausnahmsweise  als  aphrodite  (Worthington).  Die  Flugzeit  Avährt  von  Ende  Juni  bis  Ende  August. 

A.  nausicaa  Edw.  (86  a)  gehört  ebenfalls  zur  aphrodite-Gvxxppo,  als  deren  Vertreter  in  Arizona  sie  an¬ 
gesehen  Averden  kann.  Von  den  nahe  verAA^andten  Arten  aphrodite,  alcestis,  cipris,  und  von  der  ebenfalls  ähnlicheu 
halcyone  ist  sie  außer  durch  die  dunklere  Eärl)ung  unscliAA'er  zu  erkennen  an  dem  viel  kürzeren  und  AA-eniger 
ausgedehnten  Haarbüschel  über  der  Subcostale  der  Hflgl  des  d',  der  bei  den  andern  erAvähnten  Arten  sehr  stark 
entAvickelt  ist.  Sie  ist  kleiner  als  alcestis  und  cipris,  etwa  von  der  Größe  der  aphrodite.  Die  Färbung  der  Überseite 
ist  dunkel  rotgelb;  die  Submarginahnöndchen  stehen  getrennt,  die  Mittelbinde  der  Hflgl  ist  nicht  kontinuier¬ 
lich,  sondern  in  einzelne  Flecken  aufgelöst.  Unterseite  der  Vflgl  rötlich  braun,  mit  gelblichem  A])ex;  SAdmiar- 
ginalflecken  pfeilförmig,  die  unteren  schwarz,  gegen  die  Spitze  zu  braun,  die  oberen  6  ebenso  aauc  die  Subapical- 
makeln  leicht  versilbert.  Hflgl-Unterseite  tief  zimmtbraun,  auf  der  Innenhälfte  gelb  untermischt;  das  Sub¬ 
marginalband  ledergelb,  manchmal  dünn  braun  beschuppt,  schmal,  aber  deutlich  begrenzt;  Silberflecken  klein, 
scharf  ausgeprägt;  der  basale  Teil  des  Costalrandes  ebenfalls  versilbert.  $  ungefähr  von  der  Größe  des  E^  ^^ber 
mit  breiterer  und  tieferer  SchAvarzzeichnung ;  die  halbmondförmigen  Submarginalmonde  der  Vflgl  umschließen 
hell  rotgelbe,  manchmal  fast  AA^eiße  Flecken.  Unterseite  der  Vflgl  tiefer  rot,  das  gelbe  Apicalfeld  AA^eiter  nach  innen 
sich  fortsetzend  und  die  obere.  Zellecke  bedeckend.  Silberflecken  größer.  Flglspannung  5,6 — 6,3  cm.  nansicaa 
ist  recht  häufig  in  den  Gebirgstälern  Arizonas,  auf  einer  Meereshöhe  von  etAA-a  2000  bis  2400  Metern,  namentlich 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Tu.  Lehmann. 


^11 


im  Juli  und  August.  Die  Exemplare  nach  denen  die  Art  urs]jrünglicli  l)escliriet)en  vvui’de,  kamen  von  Rocky 
Canon.  Hulst,  der  später  anfangs  Juli  eine  größere  Anzahl  in  Maple  Culch  sannnelte,  etwa  12  .Meilen  südlich 
von  Prescott,  Arizona,  schreibt  über  ihr  Vorkommen :  ,,l)ie  erscheinen  anfangs  Juli,  die  $$  erst  in  der  .Mitte 
des  Monats.  Die  Gegend  ist  ungemein  wild  und  zerklüftet;  überall  tiefe  SchluchUm,  deren  Seiten  oft  200  .Meter 
fast  senkrecht  ansteigen.  An  den  immer  feuchten  Räiulern  der  diese  Schluchten  durchströmenden  Bäche  wach¬ 
sen  große  Menge  weißblühender  Veilchen,  nahe  verwandt  der  östlichen  Viola  canadensis,  und  man  ist  siehe)-, 
in  ihrer  Nähe  A.  nmisicaa  zu  finden,  doch  nur  auf  der  Sohle  des  Caiions  und  immer  auf  der  Noi-dsc-ite  cler  Bäche. 
Gelegentlich  ließen  sie  sich  auf  den  Blüten  der  Asclepias  tuberosa  nieder,  andere  saugten  an  feuchte)),  vo))  der 
Sonne  auf  ku)-ze  Zeit  beschienenen  Stellen,  und  wäre))  darni  verhältnismäßig  leicht  zu  erbeute)).  Ln  Eh]g  aber 
war  es  fast  unmöglich,  üi  jener  weg-  und  pfadlosen,  vo)r  Dornengestrüpp  bedeckten  Wikbiis  ihrer  habhaft  zu 
werden“.  Vo)i  den  frülieren  Ständen  wisse))  wir  nichts. 

A.  atlantis  Edw.  (85  e)  löst  in  den  nördlichen  atlantischen  Staate))  der  U))ion  A.  aphrudite  ab,  )))it  der  alhnt 
sie  im  ))iittleren  New  York  und  New  Jersey,  ar)  der  Südgre))ze  ihres  Verbreitu))gsgebiets,  zusa))i)))e))  fliegt. 

Sie  ist  klemer  als  aphrodite  u])d  cyhele  u))d  )interscheidet  sich  vo))  ih))e)i  durch  die  verhält))ismäßig  lä)igere)) 
und  schmäleren  Vflgl,  de))  we))iger  scharf  geboge))e))  Vrd,  die  tiefer  brau))e  Färbung  der  Oberseite,  ))a]nentlich 
i))i  Wurzelfelde  aller  Figl,  u))d  besonders  der  Hflgl.E)iterseite.  I))  bekloi  Geschlechter))  si))d  die  parallelen 
Sau)nli))ie))  breit  ))))d  sehr  deutlich  schwarz,  ihr  Zwische))ra))))),  ))a)))e))tlich  auf  de))  Vflgb)  vo)))  Apex  bis  zur 
u))tere))  Media))e  schwarz  ausgefüllt.  ])ie  Margi))al flecke))  aller  Figl  des  hä))fig  zusa))))))e))fließe))d  u))d  )))lt  der 
davorstehe))de))  Saumlmie  verb))))de)).  Die  Flecke))  der  Discalreihe  der  Hflgl  sch))ial,  )))it  ei))a))der  zu  ei))e))) 
dün))e)),  gewi))kelte))  Ba))d  verscl))))olze)).  U))terseite  der  Vflgl  rötlich,  der  Hflgl  du))kler  rotbrau))  als  bei  aphro¬ 
dite,  die  i))))ere))  %  stark  grü))lich-  oder  bra))))gra))  bewölkt.  Das  Sub)))argi))alba))d  zwische))  de))  beide))  äußere)) 
Flecke))reihe))  bleich  gelb,  ü)  Ausdeh))u))g  etwa  m  der  Mitte  stehord  zwische))  aphrodite  u))d  cyhele,  aber  meist 
scharf  begroizt.  Alle  Flecke))  groß  ))))d  stark  versilbert,  eborso  der  basale  Teil  desx^!ostalra))des  u))d  der  Ab- 
do)))i)ialra))d.  Die  Färbu))g  des  $  ist  )))ehr  gelblich,  )))it  breiter  schwarzer  U)))ra))du))g.  8pa))))weite  4,5 — 5,ß  o)), 

$  5,5 — 7  on.  — Ei  kegelför)))ig,  )))it  12 — 14  Verticalrippo)  versehe)),  ho))iggelb.  Die  Rä))])che))  schlüpfe))  gege))  de)) 
Herbst,  überwi)itern  oh))e  Nahru))g  zu  sich  zu  )ieh))ie)).  Die  erwachse)ie  Rp  ist  oberseits  sa))))))etartig  schwarzviolett, 
U)ite)i  etwas  heller.  Die  i))  6  Reihe))  a))geord))ete))  Dor)ie))  si))d  schwarz  nrit  gra))ei‘  Wrtrzel.  P])  hellbrain),  überall  )))ir 
Aus))ahme  der  hi))tere)i  »Segmorte  schwarz  gesproikelt.  Das  Verbreitrurgsgebiet  der  atlantis  deckt  sich  iu)  8üde)) 
u))gefähr  )nit  den)  der  A.  aphrodite  u))d  cyhele,  erstreckt  sich  aber  viel  weiter  ))ach  Norde)),  d))rch  IMame  bis  New- 
Fou)idla))d,  Labrador  u))d  der  H))dso)i  Bay,  u))d  westlich  bis  Wi))))ipeg  u))d  die  Felsorgebirge.  Me.vd  ))e)))it 
zwar  auch  Colorado,  aber  Exonplare  vor)  dort  si))d  als  eige))e  Art  electa  Edw.  beschriebe)).  Nördliche  Stücke 
bleibe))  m  der  Größe  bedeutemd  hi))ter  Exe)))plare))  a))s  New  York  u))d  New  Jersey  zurück,  atlantis  ist  )))ehr 
em  Gebirgstier,  das  i)))  offe))e))  Gelä))de,  wo  aphrodite  a)))  häufigste))  vorko))))))t,  verhält))is)))äßig  seltoi  ist. 

Sie  ist  beso))ders  ge)))em  i))  de))  White  Mou))tai))s  des  Staates  New  Han)pshire  (wo  aphrodite  überha))i)t  ))icht 
vorkon))))t),  ))an)e))tlich  E))de  Juli  ))))d  a))fa))gs  A))g)ist.  I)))  ]))ittlere))  New  York,  z.  B.  de))  Adiro))dacks  u))d 
Catskills,  erschei))t  sie  bereits  a))fa))gs  bis  Mitte  Ju))i,  etwas  früher  als  aphrodite-,  häufig  auf  Waldwiese)).  Nach 
Süde.))  folgt  sie  dem  Gebirgszüge))  des  westliche))  Pe))))sylva))ie))s  u))d  geht  bis  in  die  ))ördUche))  Allegha))ies  in 
West  Virgi))ia. 

A.  lais  Edw.  (86  b)  ist  ))ahe  verwa))dt  )))it  atlantis,  aber  vo))  klei))erer  Gestalt  und  bleicherer  Färb))))g.  Ins. 
^  oberseits  hell  rotbrau)),  W))rzelfeld  beider  Figl  ))))r  leicht  verdüstert.  Schwarzzeich))))))g  außergewöh))lich 
dü)))).  Das  discale  Flecke))ba))d  aller  Figl  i))  u))regeln)äßige  Flecke))  oder  Striche  a))fgelöst.  Lb)terseite  der  Vflgl 
hell  zi))))))trot,  )))it  grau-gelber  Flglspitze  u))d  bleich  rote)))  W))rzelfeld  u))d  Ird,  etwas  heller  gege))  de))  I))))e))- 
wi))kel.  Die  obere))  Margi))al-  u))d  Apicalflecke))  versilbert.  U))terseite  der  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  über  die 
zweite  (discale)  Silberfleckenreihe  drurkelbrau)),  gelb  )))ar)))oriert.  Sub)))argi))alba))d  bleichgelb,  )))äßig  breit, 
alle  Silberflecke))  klei)),  aber  de))tlich  hervortrete])d.  $  vo))  etwas  blässerer  Färbu))g  als  q,  Basalfelder  )))ehr 
verdu))kelt,  alle  Zeich))unge))  schwerer,  die  Margi))alli))ie))  der  Hflgl  u)ehr  oder  )veniger  zu  ei))e)))  Ba))de  verscl))))ol- 
zex);  die  Mittelbi))de  der  Vflgl  breit  ))))d  z))sa))))))enhänge))d ;  die  zwische))  de))  sub)))argi))ale))  Pfeilflecke))  ))))d 
Margi))alli))ie))  ei))geschlosse))e))  Felder  heller  als  bei)))  (^,  fast  Aveißlich.  Spa))))Aveite :  o  Hel)er 

die  E))twickl))))g  ist  ))ichts  beka))))t.  lais  wurde  ))rsprü))glich  beschriebe))  ))ach  Stücke)),  die  von  Kapt.  G.  Geddes 
a))fa))gs  Juli  1883  bei  Ed)))0))to))  a))f  den  P)-ärie))  a)))  Saskatche)va))-Fluß  i)))  ))ördliche))  Alberta  gefa))ge))  wurde)) ; 
sie  ist  auch  i)))  Hügellande  und  auf  den  Vorberge))  des  östliche))  British  Colu)))bia  beobachtet  worden.  Während 
der  Falter  aber  hier  durchaus  ))icht  häufig  ist,  scheint  nach  Thos.  A.  Be.an  das  Zentru)))  seiner  Verbreit))))g  AÜel 
weiter  östlich  zu  liege));  denn  er  fand  die  Art  recl)t  hä))fig  bei  Mc.  Leam  i)))  östliche))  Assi))iboia,  etwa  500  e))gl. 
Meile))  östlich  vo))  Geddes  Lokalität. 

A.  oweni  Edw.  (87  a).  Oberseite  trüb  rötlichgelb,  W)irzelfeld  )))))■  we))ig  verdunkelt ;  die  Schwarzzeich-  otcoii 
nu))g  zie)))lich  kräftig,  die  beide))  Margi))alli))ie))  )))ehr  oder  weniger  zusa)))n)engeflosse]).  Vflgl-Unterseite  brau))- 
gelb  VO))  der  Wurzel  bis  zur  äußere))  Flecke))reihe,  gelege))tlich  )))it  rötlicheu)  A))fl))g.  .Ader))  rötlichbrau)). 
Subapical)))akel))  tief  brau)),  eme))  klemo)  schwach  silberige))  Fleck  )))))schließe))d ;  die  5  obere))  S))b)))argi))al- 
flecke))  kleü)  u))d  ga))z  schwach  versilbert.  Hflgl  )))it  d))))kelbrau))e))),  stark  gelb  durchwü'kte)))  Discal-  ))))d  W))r- 


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ARGYNNIS.  Von  Dr.  Tn.  LehmanH. 


zelfeld,  braunem  Außensaum  und  ziemlich  schmalem,  grau-gelbem  Submarginalband,  vielfach  unterbrochen 
durch  Strahlen  der  dunklen  basalen  Grundfarbe.  Die  Flecken  der  äußeren  discalen  Reihe  meist  lebhaft  silbern, 
die  basalen  und  Submarginalflecken  in  geringerem  Grade.  $  oberseits  in  der  Außenhälfte  mehr  oder  weniger 
gelb,  die  schwarze  Zeichnung  äußerst  kräftig  und  breit  aufgetragen.  Unterseite  mit  reicher  Silberfleckung  ver¬ 
ziert.  Von  A.  behrensi,  die  ebenfalls  in  Kalifornien  zu  Hause  ist,  weicht  oweni  ab  durch  die  viel  kräftigere  Schwarz¬ 
zeichnung  des  ^  sowie  durch  die  Gelbmarmorierung  des  basalen  Teils  der  Hflgl-Unterseite  beider  Geschlechter, 
die  bei  heJirensi  einfarbig  dunkelbraini  erscheint.  S])annweite  5,6 — 6  cm.  oweni  ist  ziemlich  häufig  auf  Moxmt 
Shasta  in  California,  auf  Höhen  von  2300 — 2700  Metern.  Die  früheren  Stände  sind  nicht  bekannt. 

Cornelia.  A.  comelia  Edw.  (87  b)  :  Oberseite  aller  Figl  dunkelbraun  von  der  Wurzel  bis  zur  medianen  Flecken¬ 

reihe;  nur  das  obere  Ende  der  Vflgl-Zelle  und  der  Außenteil  aller  Figl  rötlich-gelbbraun.  Die  Schwarzzeichnung 
ziemlich  schwach,  die  Randlinien  fein,  über  den  Adern  zusammengeflossen.  Unterseite  der  Vflgl  von  der  Wurzel 
l)is  z\im  Aiißensaum  rötlichbraun;  nur  das  Apicalfeld  gelblich  verfärbt,  mit  rotbrauner,  einen  klemen  Silber¬ 
fleck  umschließender  Makel.  Außensaum  oben  mit  5  silbernen  Flecken  verziert.  Hflgl-Unterseite  von  der  Wurzel 
bis  zu  dem  rein  gelben  Submarginalband  fast  einfarbig  rötlichbraiin,  nur  in  der  Discalregion  schwach  gelblich 
bewölkt.  Silberflecken  klein,  aber  durchaus  stark  glänzend.  $  oben  trüber  rotl)raini,  mit  stärker  ausgeprägter 
Schwarzzeichnung  namentlich  des  fOiscalfeldes.  Vflgl  mit  blaß  bräunlichgelben  Marginalflecken  und  in  ihrem 
oberen  Teile  verschmolzenen  Randliiiien.  Unterseite  ähnlich  der  des  E,  Eur  ist  die  Färbung  des  Wurzelfeldes 
dunkler  und  die  Silberfleckung  reicher.  Spannweite;  5,8  cm,  $  6,3  cm.  Auch  von  dieser  Art  sind  die  Jugend¬ 
stände  nicht  bekannt ;  Cornelia  fliegt  zusammen  mit  A.  electa  und  hesperis  in  Colorado.  Die  Typen,  nach  denen  die 
Art  aufgestellt  wurde,  kamen  von  Manitou  und  Ouray. 

riecia.  A.  clecta  Edw.  (87  b)  Irezieht  sich  auf  eine  Form  von  Colorado,  die  im  Gebhge  nordwärts  bis  Montana 

und  südwärts  bis  New  Mexico  verbreitet  ist,  und  die  von  Mead  und  andern  als  eine  Varietät  der  A.  atlantis 
betrachtet  wurde.  Außer  durch  die  geringere  Größe  unterscheidet  sie  sich  von  der  letzteren  durch  die  verhältnis¬ 
mäßig  breiten  Vflgl  und  die  weit  schwächere  Zeiclinung.  oberseits  düster  rotgelb,  Vflgl  mit  mäßig  kräftiger, 
Hflgl  mit  feiner  Schwarzzeichnung.  Die  beiden  Randlinien  der  Vflgl  verlaufen  getrennt  und  umschließen  ein 
schmales  Band  hellbrauner  Fleckchen.  Alle  Figl  mit  mäßig  verdunkeltem  Wurzelfeld.  Vflgl-Unterseite  blaß 
zimmtlu’aun,  mit  dunkler  getönter  Spitze.  Vflgl  ausgedehnt  dunkel  zimmtbraiin,  im  Discus  leicht  gelb  bewölkt. 
Submarginalband  bräunlich  gelb,  häid'ig  proximal  von  der  dunklen  Grundfarbe  eingeengt.  Silberverzierung 
meist  sehr  deutlich  und  scharf  ausge])rägt;  gelegentlich  aber  ist  sie  mehr  oder  weniger  verdüstert  oder  obsolet 
(CTebergang  zu  hesperis).  $  dem  (J  sehr  ähnlich,  nur  durch  die  etwas  kräftigere  Zeichnung  abweichend.  Die 
früheren  Stände  nicht  bekannt.  Mead  hat  beobachtet,  daß  frisch  gefangene  Stücke  von  electa  einen  starken 
Moschusgeruch  besitzen.  Von  New  Mexico  durch  ganz  Colorado  bis  Montana  im  Hochgebirge  verbreitet. 

cohnnhia.  A.  coluiTlbia  //.  Edw.  (86  b)  ist  der  vorigen  nahe  verwandt  aber  bedeutend  größer.  (J  oben  licht  rotgelb, 

die  Flecken  der  Mittelbinde  aller  Figl  ziemlich  groß,  aber  deutlich  vou  einander  getrennt.  Die  parallelen  Rand¬ 
linien  namentlich  der  Vflgl  sind  im  Gegensatz  zu  electa,  zu  einem  schwarzen  Saum  vereinigt;  zwischen  diesem 
und  den  ])fleilspitzenförmigen  Randflecken  ist  eine  Reihe  ganz  heller  Makeln  eingebettet.  Vflgl  unten  blaß  fuchs¬ 
rot,  mit  grau-gelber  S])itze  und  schwach  versilberten  Apical-  und  Randfleckchen.  Unterseite  der  Hflgl  hell  rost¬ 
braun,  im  Discus  unel  Wurzelteld  leicht  graugelb  durchwirkt.  Das  Sedunarginalband  schmal  leelergelb,  häufig 
durch  die  übergelagerte  dunkle  Grundfarbe  beinahe  völlig  verdüstert.  Alle  Flecken  klein,  aber  stark  silber¬ 
glänzend.  leicht  vom  (J  und  von  electa-^  zu  unterscheielen  durch  die  viel  hellere  Grundfärbung  der  Oberseite, 
von  ersterem  auch  durch  die  kräftigere  Schwarzzeichnung.  Die  Flecken  der  Mittelbinde  gewinkelt,  zum  Teil 
pfeilspitzenförmig,  die  äidleren  Randflecken  fast  weiß.  Spannweite:  5,6 — 6,3  cm.  Ursprünglich  beschrieben 
nach  4  von  Labache  Lake  im  Caribou-Distrikt  im  nördlichen  British  Columbia.  Typen  in  Hollands  Samm¬ 
lung. 

hesjwris.  A.  hespcris  Edw.  (87  a,  b)  ähnelt  A.  atlantis.  Kenntlich  an  dt'n  gestreckten,  ziemlich  schmalen  und  mäßig 

gebogenen  Vflgln  beider  Geschlechter,  welch  letztere  nur  wenig  in  der  Größe  von  einander  abweichen.  ^  oben 
satt  rotgelb,  das  Wurzelfeld  auf  kurze  Entfernung  dunkel  beschattet.  Die  schwarzen  Flecken  der  Mittelbinde 
kräftig,  mehr  oder  weniger  infolge  der  dunklen  Bestäubung  der  Adern  zusammengeflossen.  Unterseite  der  Vflgl 
blaß  ockerfarbig,  Apicalfeld  ledergelb  und  ebenso  wie  der  Außensaum  dunkel  rotbraun  beschattet.  Hflgl  unten 
ziemlich  gleichmäßig  dunkel  ockerbraun,  mit  schmalem,  meist  rein  ledergelbem  Submarginalband,  das  jedoch 
in  Ausnahmefällen  in  ähnlicher  Weise  wie  bei  A.  aphrodite  durch  die  dunkle  Grundfärbung  fast  verdrängt  whd. 
Die  Färbung  des  $  oben  blasser  als  (J,  die  Schwarzzeichnung  lu'eiter,  die  Randlinien  oben  verschmolzen  und  die 
kräftigen  mit  einander  verbundenen  Pfleilflecken  der  Submarginalreihe  berührend;  infolge  dessen  sind  die  da- 
zwischeir  übrig  bleibenden,  oft  fast  weißlichen  Saumflecken  gänzlich  in  der  schwarzeir  Randzeichnung  ein¬ 
gebettet.  Die  Unterseite  unterscheidet  sich  von  der  des  ^  durch  die  sattere,  feurigere  Grundfärbung.  Bei  beiden 
Geschlechtern  sind  die  Flecken  ohne  Silber,  nur  matt  gelblichweiß,  oder  weisen  im  besten  Fall  nur  einige  silberige 
Schüppchen  auf.  Spannweite:  (5'?  5,8 — 6  cm.  Frühere  Stände  nicht  bekannt.  Ziemlich  häufig  in  den  Gebü’gen 
von  Colorado,  Utah  und  Montana. 


ARGYNNIS.  Von  T)r.  Tu.  LßrrMANN. 


4]  3 


A.  hippolyta  Edw.  (8Gc)  ist  eine  kleine  Form  ans  dem  nördliclKsi  Fvaliioniien  und  Oregon,  di(‘  v'on  hip/jol/jln. 
Strecker  als  mit  hrevineri  identisch  angesehen  wurde,  als  deren  südlicilier  Vertretei’  siii  gc'lten  kann.  Ohei’S(-ite 
des  E  liell  rotgelb  mit  kräftiger  Zeichnung  und  starker  Verdüsterung  des  Wurzelteldes  aller  Figl,  die  auf  dem  llflgl 
fast  den  Analwinkel  erreicht.  Vflgl-Unterseite  ledergelh,  gegen  die  Wurzel  lilaß  rot,  mit  ockerbraunem  Außenrd 
und  ebensolcher  Apicalfärbung.  Die  vor  dem  Ajiex  stehenden  Flecken  und  in  gcu’ingerem  Maße;  auch  dieJtaml- 
augen  mit  Silberglanz.  Hflgl  tief  rostbraun  mit  gelblicher  Bewölkung.  Das  Submarginal  band  schmal,  hell 
ledergelb,  mehr  oder  weniger  braun  bestäubt.  Silberfleckung  stark  ausgeprägt.  $  leicht  vom  E  unterschei¬ 
den  durch  die  leuclitend  rotgelbe  Färbung  des  Wurzelfeldes,  sowie  durch  das  fast  völlige  Aufgehen  d(‘S  Sub- 
marginal  bandes  der  Hflgl-Unterseite  in  der  dunklen  basalen  Grundfarbe.  Sjiannweite:  (^4  cm,  $  5-  5,()  cm. 

Nichts  ist  über  die  Jugendstände  des  Falters  bekannt.  Verbreitet  durch  Nord-Kalifornien  und  Oregon. 

A.  bremneri  Edw.  (86c)  ist  nahe  verwandt  mit  den  beiden  folgenden  Arten  der  jiazifischen  Küste  Nord-  hremnen. 
Amerikas,  A.  zeretie  und  vionticoJa,  von  denen  sie  nicht  immer  leicht  und  mit  Sicherheit  zu  unterscheiden  ist. 

Vflgl  schmal,  langgestreckt.  E  oberseits  lebhaft  fuchsrot,  gelegentlich  ins  gelbliche  sjiielend,  mit  anßergewöhn- 
lich  kräftiger  Zeichnung  namentlich  der  Discalregion.  Das  Wurzelfeld  aller  Figl  ist  breit  verdunkelt;  die  Mittel¬ 
binde  der  Hflgl  zusammenfließend.  Unterseite  der  Vflgl  rotgelb  an  der  Wurzel,  gelegentlich  von  der  Basis 
bis  zur  Mediane  längs  des  Irds  zimmtrot  abgetönt;  der  obere  Teil  des  Aidlenrds  und  der  Oostalrd  distal  grau¬ 
gelb,  die  Subapical-  und  oberen  Marginalflecken  meist  recht  lebhaft  silberglänzend.  Hflgl  bis  auf  das  Aid-len- 
drittel  tief  rostbraun,  leicht  gelblich  untermischt.  Das  zwischen  den  beiden  äußeren  stark  versilberten  Flecken¬ 
reihen  befindliche  Submarginalband  ledergelb,  manchmal  auch  ganz  rein  gelb,  nur  in  Ausnahmefällen  nahe  dem 
Analwinkel  von  der  dunklen  Grundfarbe  überschattet.  Der  Wurzelteil  des  Vrds  sowie  der  Abdominalrd  schwach 
silberglänzend.  $  oben  heller  als  die  Saunilinien  und  Randmöndchen  der  Vflgl  fließen  zusammen  und  bilden 
ein  breites  schwarzes  Band  mit  geringfügigen  hellfarbigen  Einschlüssen.  »Sonst  ist  die  Oberseite  wie  beim  E-  Un¬ 
ten  ist  die  Färbung  der  Vflgl  intensiver  rot,  Apex  ockerfarbig,  mit  deutlichen  Silbei’flecken.  Hflgl-Unterseite 
nur  wenig  von  der  des  abweichend,  mehr  grünlich  ockergelb  durchwirkt.  Alle  Flecken  groß,  mit  lebhaftem 
Silberglanz.  Spannweite;  (J  bis  6  cm,  $  bis  6,9  cm.  Die  früheren  Stände  unbekannt.  Die  Art  wurde  zuerst 
nach  Exemplaren  beschrieben,  die  Dr.  Bremner,  der  im  J.  1871  auf  dem  britischen  Schiff  ,,Zealous“  die  süd¬ 
lich  von  Vancouver  liegende  San  Juan  Insel  besuchte,  von  dort  niitbrachte.  EmvARD.s,  der  später  selbst  auf 
Vancouver  sammelte,  erbeutete  Ende  Juni  etwa  60  Exemplare  auf  blühenden  Kleefeldern  in  der  Nähe  von 
Victoria  und  Esquimalt;  bei  weitem  die  Mehrzahl  dieser  Stücke  waren  ist  wahrscheinlich,  daß, 

wie  bei  den  andern  Argynniden,  die  $$  erst  bedeutend  später  als  die  erschienen.  Sie  ist  durchaus  nicht 
scheu,  ihr  Flug  schwerfällig  und  langsam,  und  der  Falter  daher  leicht  zu  fangen.  Im  Jahre  1873  beobachtete 
Crotch  die  Art  in  ziemlicher  Menge  am  Fraser  River  und  an  den  Ufern  des  Labache  Sees,  wo  sie  zusammen 
mit  einer  andern  Argynnis  flog,  die  er  fälschlich  für  eine  Form  der  aphrodite  ansah,  die  aber  wohl  cipris  war.  brem¬ 
neri  bewohnt  das  südliche  British  Columbia,  die  Vancouver  Insel  und  geht  südlich  bis  Washington  und  dem 
nördlichen  Oregon. 

A.  zerene  Bsd.  (=  hydaspe  Bsd.)  (86  b)  ist,  wie  die  folgende  A.  -monticola,  eine  ziemlich  variable  Aid  zcrenc. 
aus  dem  nördlichen  Kalifornien  und  den  im  Osten  und  Norden  angrenzenden  Staaten.  Kleiner  als  monticoht. 

E  oben  satt  rotgelb  mit  kräftiger  Schwarzzeichnung  und  mäßig  verdüstertem  Mhirzelfeld.  Die  schwarzen  Rand- 
möndchen  scharf  ausgeprägt,  auf  dem  Vflgl  mit  einander  verbunden,  auf  dem  Hflgl  getrennt;  IMittelbinde  zu¬ 
sammengeflossen;  auch  die  sonstigen  Zeichnungen  ähnlich  wie  bei  nwnticola,  jedoch  nicht  so  klar  hervortretend 
wie  bei  dieser  Art.  Unterseite  der  Vflgl  rötlich,  oft  rosarot  angehaucht,  mit  ledergelbem  Apicalfeld,  das  einen 
rostbraunen  Fleck  umschließt.  Die  Randflecken  ohne  Silber,  grangelb,  gegen  den  Innenwinkel  zu  von  der  roten 
Grundfarbe  überschattet.  Hflgl  mit  purpurgrauem  Grund,  im  Wurzelfeld  und  Discus  sowie  Außensaum  ocker¬ 
braun  durchwh'kt;  das  gelbliche  Submarginalband  vielfach  von  eindringenden  Strahlen  des  dunklen  Saumes 
durchsetzt.  Flecken  fast  ohne  Silber,  von  graugelber  Färbung.  $  vom  E  wenig  abweichend  durch  die  inten¬ 
sivere  Beschattung  des  Wurzelfeldes,  und  das  sattere  Rot  der  Innenhälfte  namentlich  der  Unterseite,  von  wel¬ 
chen  die  gelbe  Farbe  der  Spitze  sich  überaus  deutlich  abhebt.  Die  Flecken  der  Hflgl-Unterseite  gewöhnlich 
stark  versilbert,  aber  nur  in  der  äußeren  Reihe,  während  die  übrigen  sieh  nicht  von  denen  des  E  unterscheiden, 
im  Gegensatz  zu  A.  monticola  $,  bei  welchem  stets  alle  Flecken,  auch  die  der  Vflgl,  mit  Silber  geschmückt  sind. 
Spannweite:  E  5, 5 — 5,7  cm,  $  6 — 6,3  cm.  Ueber  elie  früheren  Stände  wissen  wir  nichts,  zerene  ist  verbreitet  in 
Nord-Kalifornien  (Plumas  County  bei  Mount  Shasta),  Nevada  und  Oregon;  im  Gegensatz  zu  monticola  die  mehr 
auf  die  höheren  Gebh’ge  beschränkt  ist,  findet  sich  zerene  hauptsächlich  in  den  tiefer  gelegenen  Tälern;  sie  be¬ 
sucht  Blumen  und  ist  ziemlich  häufig.  —  Als  Irene  Bsd.  (=  irene  Streck)  und  hydaspe  Bsd.  wurden  zwei  weitere  ircnc. 
Formen  aus  Kalifornien  aufgestellt;  die  der  zerene  so  nahe  stehen,  daß  sie  als  identisch  mit  ihr  oder  (nach  Strek-  • 

ker)  als  Unterarten  jener  variablen  Art  aufzufassen  sind.  —  AnchH.  adiaste  Edw.  ist  der  zerene  nahe  verwandt,  adiastc. 
und  unterscheidet  sich  nur  durch  etwas  blässere  Färbung  und  die  undeutlichere,  geringere  Zeichnung,  nament¬ 
lich  der  Hflgl-Unterseite.  Ihre  Heimat  ist  dieselbe  wie  die  der  zerene. 

A.  nionticola  Behr  (85  e)  steht  der  vorigen  Art  in  vieler  Beziehung  so  nahe,  daß  sie  von  manchen  Autoren  moniieota. 
als  eine  alpine  Varietät  derselben  aufgefaßt  worden  ist,  die  in  den  höheren  Gebirgslagen  des  nördlichen  Kali- 


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ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  Lehmann. 


purpiiras- 

cens. 


rliodope. 


sali'untala. 


hchrensi. 


fomien  und  der  östlich  angrenzenden  Staaten  zu  Hause  ist.  Beide  Geschlechter  sind  oberseits  heller  und  feuriger 
rotgelb  als  zerene,  und  die  Schwarzzeichnung  tiitt  infolge  dessen  viel  schärfer  hervor;  das  Wurzelfeld  aller  Figl 
weniger  verdüstert.  Die  rundlichen  Flecken  im  äußeren  Discus  aller  Figl  ungewöhnlich  groß,  mit  Ausnahme 
des  vierten  Flecks  der  Vflgl  und  der  4  oberen  der  Hflgl,  die  auffallend  klein  smd.  Sonst  ist  die  Oberseite  wie 
hei  zerene',  auf  allen  Flgln  eine  do])pelte  Randlinie  mit  braungelbem  durch  die  Adern  getrenntem  Zwischenräume; 
die  Submarginalkappeu  miteinander  verbunden  und  aid’  der  inneren  Randlinie  aufsitzend.  Die  Flecken  des  iMit- 
telfeldes  der  Hflgl  zu  einer  breiten,  gewinkelten  Binde  zusammengeflossen.  Aber  Ijei  aller  Aehnlichkeit  der  An¬ 
ordnung  tritt  die  Zeichnung  viel  charakteristischer,  schärfer  und  deutlicher  hervor.  Unterseite  der  Vflgl  hell  rost¬ 
braun,  mit  rötlichem  Ton  des  Wurzelfeldes  und  längs  des  Irds ;  Flglspitze  purpurgrau,  am  Zellende  gelblich  bewölkt. 
Hflgl  fast  durchaus  purpur-grau  und  dunkel  braun  marmoriert.  Außenrd  dunkelbraun.  Submarginalband 
hellfarbig,  auf  beiden  Seiten  vielfach  von  der  dunklen  Grundfarbe  verdrängt.  Alle  Flecken  hell  ledergelb,  meist 
ohne  Silber,  nur  ausnahmsweise  ganz  schwach  metallglänzend.  $  etwas  blasser  als  (^,  mit  breiter  Schwarzzeich¬ 
nung;  die  zwischen  Saimilinien  und  Randmöndchen  eingelagerten  Fleckchen  heller  als  der  Grund;  Unterseite 
feuriger  rot  im  Wurzelfelde  der  Vflgl,  die  oberen  Randflecke  der  Vflgl  und  die  äußerste  Reihe  der  Hflglflecken 
immer,  die  übrigen  in  den  meisten  Fällen  stark  versilbert.  Spannweite:  ß,5  cm,  $  7  cm.  Die  Jugendstände 
nicht  l)ekannt.  Häufig  im  Yosemite-Tal  und  anderen  höher  gelegenen  Gebirgsgegenden  in  Nord-Kalifornien, 
Oregon,  LTtah  und  Nevada.  —  Als  A.  purpurascens  H.  Ediv.  ist  eine  Varietät  beschrieben  worden,  deren  Unter¬ 
seite  durch  den  intensiven  Purpurschimmer  der  gesamten  Hflgl,  sowie  der  S])itze  der  Vflgl  sich  auszeichnet. 
Diese  Form  ist  ziemlich  häufig  in  der  Nähe  von  Soda  S])rings  in  Nord-Kalifornien. 

A.  rhodope  Edw.  (87  c)  kann  als  der  nördliche  Vertreter  der  vorigen  Art  gelten.  E  oben  feiirig  rotgelb, 
die  Wurzelhälfte  aller  Figl  tief  braun  verdüstert;  die  schwarzen  Zeichnungen  breit  zusammengeflossen,  nament¬ 
lich  die  Mittelbinde  der  Hflgl;  Außensaum  breit  schwarz,  nur  selten  leicht  aufgehellt  durch  einen  feinen  braunen 
Mittelstrcif ,  ähnlich  wie  bei  atlantis.  Unterseite  der  Vflgl  satt  dunkelbraun,  längs  der  Subcostale,  im  Discus 
und  einem  IVil  der  Zelle  matt  graugelb;  zwischen  den  Zellflecken  und  dem  Apex  mehrere  Makeln  von  klar 
strohgelber  Färbung;  die  oberen  Augen  der  Marginalreihe  sowie  die  Apicalflecken  meist  stark  versilbert.  Hflgl 
von  der  Wurzel  bis  zum  Distalrand  tief  rotbraun  mit  leichter  A\ifhellung  an  der  Stelle  des  üblichen  Submarginal¬ 
bandes  zwischen  den  beiden  äid3eren  Fleckenreihen.  Die  Flecken  der  äußeren  Serie  fast  stets  stark  versilbert, 
die  ül)rigen  dagegen  meist  licht  strohgelb,  nur  gelegentlich  mit  wenig  Silber  belegt.  $  oberseits  heller  und  leb¬ 
hafter  rot  als  (J;  die  blässeren  Submarginalflecken  heben  sich  deutlich  vom  Grunde  ab.  Alle  dunklen  Zeich¬ 
nungen  Imeit  und  schwer,  wie  beim  Unterseite  von  der  des  ^  abweichend  durch  die  tief  zimmtrote  Färbung 
der  Innenhälfte  der  Vflgl.  Silberfleckung  wie  beim  c^.  Spannweite:  5,5  cm,  $  6  cm.  rhodope  wurde  ursprüng¬ 
lich  beschrieben  nach  3  1  die  von  Crotch  im  J.  1873  am  Fraser  River  in  British  Columbia,  auf  dem  Wege 

von  Bates  Village  nach  Beaver  Lake  erbeutet  wurden;  später  sammelte  Morrison  eine  Anzahl  bei  Mount 
Hood  itn  Staate  Washington  (E  lAVES)  sowie  auf  der  Vancouver  Insel. 

A.  sakuntala  Sldnner  steht  der  vorigen  Art  sowie  nionticola  nahe;  aber  die  Zeichnung  des  ist  nicht 
so  intensiv  schwarz  als  in  rhodope,  und  die  rotgelbe  Färl)ung  weniger  feurig.  LTnterseite  der  Vflgl  ähnlich  wie  bei 
rhodope,  aber  gleichfalls  matter  und  blasser.  Auf  den  Hflgln  ist  das  Submarginalband  deutlich  ausgelnldet, 
von  ledergelber  Färbung,  während  in  rhodope  der  entsprechende  Raum  stets  von  der  dunkelbraunen  Grundfarbe 
überdeckt  ist.  Die  7  Flecken  der  zweiten  (submarginalen)  Reihe  größer  als  die  entsprechenden  Flecken  bei 
rhodo'pe  und  nur  nach  innen  schwarz  begrenzt,  wählend  sie  bei  letzterer  ringsum  schwarz  umrandet  erscheinen. 
Die  äußeren  Submarginalmonde  rm  Gegensatz  zu  rhodope  nicht  versilbert;  Wurzelfeld  ziegelrot  anstatt  rotbraun. 
$  dem  ähnlich,  nur  heller  und  die  Submarginalmonde  der  Hflgl-Unterseite  versilbert.  Wurde  lieschrieben 
nach  4  1  $  aus  Ainsworth  (British  Columbia)  und  Keslo;  die  T'ypen  in  der  Sammlung  der  Academy  for  Na¬ 

tural  Science  in  Philadelphia.  Gorhon  Hewitt  hat  sie  auch  bei  Laggan  iu  der  kanadischen  Provinz  Alberta 
gefunden.  Ob  und  m  welcher  Weise  sakuntala  näher  mit  rhodope  verwandt  ist,  oder  ob  sie  als  eigne  Art  anzusehen 
ist,  kann  nach  dem  vorliegenden  Material  zur  Zeit  nicht  entschieden  werden. 

A.  behrensi  Edw.  (8G  c).  Vflgl  schmal,  mäßig  gebogen.  ^  oben  trüb  rotgelb,  mit  stark  verdüstertem 
Wurzelfeld  und  schwacher,  matter  Schwarzzeichnung.  Vflgl  von  zwei  ganz  feinen  Randlinien  umsäumt,  der 
Zwischenraum  durch  eine  Reihe  ganz  schmaler,  rotgelber,  durch  die  Adern  getrennter  Fleckchen  ausgefüllt. 
Die  Submarginalmöndchen,  sowie  die  postdiscalen  Flecken  reduziert;  sonst  wie  A.  hesperis.  Hflgl  mit  großen 
freistehenden  Submargmalmonden ;  dagegen  ist  die  })ostdiscale  Reihe  runder  IHecken  nur  schwach  entwickelt 
und  die  Medianflecken  sind  zu  einer  außergewöhnlich  dünnen,  winkeligen  Mittelbinde  verbunden,  ähnlich  wie 
bei  hesperis.  Unterseite  der  Vflgl  blaß  rotgelb  bis  ledergelb,  mit  rostbraunem  Wurzelfeld  und  ebensolchen  Adern, 
dunkelbraunem  Apex  und  Außensaum.  Subapical-  und  die  oberen  Marginalflecken  lebhaft  silberglänzend. 
Hflgl-Unterseite  durchaus  dunkel  rotbraun,  etwa  Avie  bei  aphrodite,  das  Submarginalband  zwdschen  den  beiden 
äußeren  Fleckenreihen  nur  schwach  angedeutet  durch  einen  schmalen  Streifen  von  blaß  violett-brauner  Färbung. 
Alle  Flecken  deutlich  und  stark  versilbert,  der  Vrd  nahe  der  Flglwurzel  und  Abdominalrand  schwach  silberglän¬ 
zend.  Das  $  weicht  nicht  erheblich  durch  die  etwas  größere  Gestalt  und  das  bleichere  Kolorit  der  Oberseite  vom  E 
ab;  außerdem  sind  die  Randlinien  der  Vflgl  breit  zusammengeflossen,  ohne  rotbraunen  ZAvischenraum,  und  die 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Lehmann. 


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Submarginalmonde  sowie  die  übrigen  Schwarzzeicbmingen  etwuis  kräftiger.  Unten  in  keiner  Weise  vom 
verschieden,  aiißer  daß  das  Marginatband  womöglich  noch  schwächer  angedeutet  ist.  S])annweit(!  d' 

5  6  cm.  Ueber  die  Jugeiidstände  ist  nichts  veröffentlicht  worden.  i)ie  'I’ypen  kamen  von  Mendoeino  in  Kali¬ 
fornien. 

A.  halcyone  Edw.  (87  c).  Vflgl  mehr  gestreckt  und  schmäler  als  bei  der  vorigeji  Ai't;  oberseiis  fuchsrot  halci/onr. 
mit  einem  Stich  ins  Gelbliche,  das  Wurzelfeld  leicht  verdunkelt,  die  schwarzen  Zeichnungen  scharf  und  deutlich  ; 

Randlinien  getrennt,  mit  schmalem  braunrotem  Zwischenraum.  Die  medianen  Flecken  der  tlflgl  zu  eimn- 
zusammenhängenden  Mittellrinde  verschmolzen.  Sonst  ist  die  Zeichnung  der  Ober, Seite  den  verwandten  Arten 
ähnlich,  etwa  in  der  Mitte  stehend  zwischen  hesperis  und  'tnonticola.  Vflgl-Untcr.seite  blaß  rötlichgelb,  dunkler 
an  der  Wurzel,  bleich  ledergell)  am  Zellende  und  im  a])icalen  Veile  des  Costalrandes.  Die  oberen  Randfleeken 
und  Subapicalmakeln  verblaßt,  meist  nur  schwach  versilbert.  Hflgl  bis  zum  Außendrittel  tief  rotbraun,  grau¬ 
gelb  bewölkt.  Außenrd  ebenfalls  dunkelbraun,  gegen  den  Analwinkel  sich  aufhellend.  Submarginalband  leder¬ 
gelb,  von  der  dunklen  basalen  Grundfärbung  etwas  eingeengt ;  Silberfleckuirg  diirchaus  markant,  auch  der  basale 
Teil  des  Costalrandes  und  der  Abdominalrand  versilbert.  $  bedeutend  größer  als  (J,  mit  breiterer  Zeichnung; 
Vflgl-Unterseite  an  der  Wurzel  und  längs  des  Irds  rot  ül)ergossen.  Marginalband  der  Hflgl  weniger  deutlich 
ausgeliildet  als  beim  (J,  manchmal  stark  oliven-braTui  schattiert.  Silberflecken  groß.  Spannweite:  cj  6,3 — 6,5, 

$  7,3 — 8,3  cm.  Die  früheren  Stände  sind  nicht  bekannt,  halcyone  wiirde  von  manchen  Autoren  als  eine  Form  der 

np/erodfie  angesehen ;  sie  wurde  ursprünglich  beschrieben  nach  zwei  von  Dr.  Velie  in  Colorado  erbeiiteten  d'c?- 

Die  $$  wurden  erst  viel  später  von  Morrison  im  südlichen  Colorado  aufgefunden.  Außerdem  ist  die  Art  auch 

in  den  benachbarten  Distrikten  des  Staates  Utah  beobachtet  worden;  sie  ist  aller  immer  noch  recht  selten  hi 

den  Sammlungen.  —  Als  A.  arizonensis  wurde  eine  südliche  Form  aus  Arizona  lieschrieben,  die  sich  durch  arizonenais. 

bedeutend  kleniere  Silberflecke  der  Hflgl-Unterseite  beider  Geschlechter  und  durch  die  kiu’zeren  subcostalen 

Haarbüschel  des  ^  von  der  Coloradoform  unterscheidet.  ^ 

A.  platina  Skvmier  (86  c)  tritt  im  östlichen  Utah  an  die  Stelle  der  nahe  verwandten  A.  coronis,  w'o  diese  plufina. 

Art  ihre  Grenze  hat;  möglicherweise  ist  sie  nur  eine  Varietät  derselben.  Oberseite  des  (J  ziemlich  hell  graugelb 
bis  braungelb.  Die  Schwarzzeichnung  ist  in  der  nur  wenig  verdüsterten  Wurzelhälfte  kräftig,  im  äußeren  Teil 
der  Figl  dagegen  verhältnismäßig  leicht  und  dünn  aufgetragen;  namentlich  die  Randlinien  sind  fein  und  die 
rundlichen  Flecken  der  Postdiscalreihe  schwach  ausgebildet.  Unterseite  der  Vflgl  in  der  Innenhälfte  rosarot ; 
sonst  wie  bei  coronis,  mit  deutlichen  Silberflecken  vor  dem  A])ex  und  im  oberen  Teil  des  Außenrds.  Hflgl  mit  gro¬ 
ßer,  überaus  deutlicher  Silberfleckung  auf  hell  grünlich-grauem  Grund ;  zwischen  den  beiden  äußeren  Flecken¬ 
reihen  ein  ziemlich  breites,  hell  graugelbes,  von  der  Grundfarbe  sich  scharf  abhebendes  Marginalband.  5'  kennt¬ 
lich  an  der  rötlichbraunen  Grundfärbung  der  Hflgl-Unterseite.  Außer  in  Utah  ist  p)kitina  auch  in  Idaho  gefunden 
worden. 


A.  Chitone  Edw.  {81  c)  aus  Kalifornien  und  den  angrenzenden  Staaten  ist  in  beiden  Geschlechtern  ober-  chitonc. 
seits  trüb  rotgelb,  mit  graubraun  beschattetem  Wurzelfeld,  und  mäßig  kräftiger  Schwarzzeichnung.  Unterseite 
der  Vflgl  von  der  Basis  bis  zur  Außenhälfte  blaß  gelblichrot,  vor  der  Spitze  und  längs  der  Adern  tief  rostbraun 
schattiert.  Marginalflecken  ledergelb,  ohne  Silber.  Hflgl-Unterseite  des  hell  ockerbraun,  graugelb  bewölkt  ; 
Submarginalband  breit,  rein  ledergelb,  Außensaum  braun..  Alle  Flecke  klein,  nur  ganz  schwach  versilbert. 

$  ganz  dem  ähnlich,  aber  immer  mit  deutlicher  Versilberung  der  äidleren  Fleckenreihe,  während  die  ülirigen 
nur  ausnahmsiveise  mit  dünnen  silbrigen  Schüppchen  lielegt  sind.  Spannweite  5,6 — 6,3  cm.  Kalifornien,  Arizona, 
Nevada  und  Utah. 

A.  coronis  Behr  ($=  nevadensis  AV/»’.)  (85  e,  86a).  (J  oben  gelblich  oder  rötlichbraun,  mit  leicht  braun  be-  coronk. 
schattetem  Wurzelfeld.  Die  dunklen  Zeichnungen  namentlich  des  Außenteils  der  Figl  nur  mäßig  stark,  jedoch 
sehr  deutlich  und  scharf.  Mittelbinde  der  Vflgl  ziemlich  breit,  auf  den  Hflgln  nur  schwach  entwickelt.  Unter¬ 
seite  der  Vflgl  graugelb,  bis  rötlichgelb,  Wurzelfeld  und  Medianadern  orangerot  bestäubt.  Subapical  sowie  i\lar-' 
ginalflecken  mehr  oder  weniger  stark  versilbert.  Hflgl  bis  zum  Außendrittel  braun,  mit  rötlicher,  im  Discus 
ledergelber  Bewölkung;  Submarginalband  mäßig  schmal,  scharf  begrenzt,  blaß  ledergelb.  Silberflecken  groß, 
eiförmig;  auch  der  basale  Teil  des  Vor  der  rds  und  der  Abdominalrand  deutlich  versilbert.  $  von  etwas  blässerer 
Färbung  als  (J,  kräftiger  gezeichnet  und  mit  ausgedehnterer  Verdüsterung  des  Wurzelfeldes.  Randlinien  der 
Vflgl  zusammengeflossen;  die  von  den  Submarginalmöndchen  umschlossenen  Flecken  fast  weiß.  Unterseite 
dem  ganz  ähnlich,  nur  mit  bräunlicher  Färbung  der  Wurzelhälfte  der  Hflgl.  coronis  ist  in  der  Färbung  der 
Unterseite  bedeutenden  ScliAvankungen  unterAvorfen.  Während  im  südlichen  Kalifornien  (bei  Gilroy)  normale 
Stücke  die  Regel  sind,  zeigen  Exemplare  von  Mount  Shasta  im  Norden  des  Staates  soAvie  A^on  Washmgton 
(von  Judith  Mountain,  Morrison  coli.)  und  Alberta  (Geddes)  viel  hellere  Färbung,  zimmtrot  bei  den  (Jo, 
hell  rehbraun  bei  den  $$.  Ein  Exemplar,  das  Morrison  in  Nevada  erbeutete,  ist  unterseits  entschieden  gelb 
mit  lichtgrauer  Beivölkung,  AA'ährend  bei  emem  ^  von  Utah  (Neumoegen)  die  ganze  Hflgl-Unterseite,  soAA'ie 
die  Vflgl  bis  auf  die  Wurzel  fast  rein  gelb,  ohne  jede  Beivölkung  erscheint.  Das  Bild,  das  Edaa’ARDS  im  I.  Band 
seines  Werkes  über  nordamerikanische  Rhopalocera  als  A.  nevadensis-^  abbildet,  bezieht  sich  hi  Wirklichkeit 
auf  eine  Form  der  coronis  mit  ganz  blasser  Unterseite,  die  Edwards  bei  Virgüiia  City  in  Nevada  erbeutete. 


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ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  Lehmann. 


sinjderi. 


llliana. 


haroni. 


laura. 


■umcaria. 


callipe. 


»Später  iin  Jahre  1878,  nachdem  Mbad  und  Morrison  eine  ziemliche  Anzald  Exemplare,  sowohl  der  coronis 
als  der  wirklichen  A.  nevadenrns  aus  Nevada  mitbrachten,  wurde  der  Irrtum  aufgeklärt,  nevadensis-^  ist  immer 
leicht  kenntlich  an  der  grünen  Eärbung  der  Unterseite.  »Spannweite:  5,3 — 6,3  cm,  $  6,3 — 7,5  cm.  Das  Verbrei- 
tungsgeliiet  der  coronis  erstreckt  sich  vom  südlichen  Kalifornien  durch  Oregon  und  Washmgton  bis  nach  dem 
südlichen  British  Columbia,  und  östlich  durch  Utah,  Nevada,  Montana  bis  nach  Alberta  (Crows  Nest,  Gbddes). 
Dagegen  ist  die  Art  noch  nicht  in  Colorado  beobachtet  worden. 

A.  snyderi  Skinner  (86  b)  ist  von  etwas  größerer  Gestalt  als  die  vorige  Art,  mit  der  sie  jedenfalls  nahe 
verwandt  ist.  ^  oben  hellbraungelb,  mit  nur  schwach  verdüstertem  Wurzelfeld  und  nicht  übermäßig  kräftiger, 
am  Außennl  sogar  recht  feiner,  aber  äußerst  scharf  von  dem  hellen  Grund  sich  abhebender  »Schwarzzeichnung. 
Vflgl-Unterseite  mit  2  deutlich  versilberten  Apical-  und  5  ebensolchen  Marginalflecken.  Die  grau-grüne  Grund¬ 
färbung  der  Hflgl-Unterseite  ist  unterbrochen  durch  ein  schmales,  hell  ledergelbes  »Submarginalband;  alle 
Flecken  groß  und  glänzend  silbern.  $  ganz  dem  ^  ähnlich,  nur  ist  die  Grundfärbung  der  Hflgl-Unterseite  von  der 
Wurzel  bis  zum  Außendrittel  bräunlich  anstatt  gran-grün.  »Spannweite:  S  7,5  cm,  $  8,3  cm.  Die  früheren  »Stände 
ebensowenig  wie  die  der  vorigen  liekannt.  Die  Heimat  der  Ai’t  ist  Utah,  wo  sie  mit  coronis  zusammen 
vorkommt. 

A.  liliana  H.  Edw.  (86  c)  steht  etwa  in  der  Mitte  zwischen  A.  coronis  nnd  callippe.  E  oben  rötlichgelb, 
in  allen  »Schattierungen  von  hell  zu  dunkel,  mit  ziemlich  leichter  »Schwarzzeichnung;  die  Medianflecken  der  Hflgl 
sind  zu  einer  feinen  zusammenhängenden  Binde  zusammengeflossen;  die  hellen  Marginal-  und  Discalmakehi 
meist  blasser  als  die  Grundfärlmng.  Vflgl-Unterseite  hell  graugell) ;  Wurzelfeld  und  Ird  liis  unter  die  Zelle 
hellbraun,  gelegentlich  rotliraun,  die  Mittelfelder  und  das  Zellende  gelblich;  nicht  selten  sind  auch  die  Adern 
in  der  Plglmitte  rötlich  bestäubt;  vor  dem  Apex  ein  braunes  Feld  mit  2  oder  3  »Silbe rfleckchen ;  die  oberen 
5  Banelflecken  ebenfalls  stark  versilbert.  Hflgl  braun,  nur  leicht  gelb  durclnvirkt;  Marginalband  schmal,  ocker¬ 
braun.  »Silberflecken  groß,  hell  glänzenel.  $  bedeutend  heller  als  (J,  mit  ganz  verblaßten  Randflecken  aller  Figl. 
Unterseite  wie  die  des  aber  an  der  Wurzel  und  längs  der  Adern  mehr  ausgesprochen  rot.  »Spannweite:  (J  5,5, 
$  6  cm.  Das  Fi  ist  von  gelber  Farbe ;  kegelförmig,  olien  abgestumpft  und  etwas  eingedrückt,  die  Höhe  die  Breite 
der  Basis  kaum  überschreitend;  22 — 23  Verticalrippen  ähnlich  wie  bei  den  andern  bekannten  Gattungsgenossen. 
lUer,  welche  in  der  ersten  Hälfte  des  Juli  gelegt  wurden,  schlüpften  nach  13  Tagen,  und  die  Räupchen  begaben 
sich  ohne  weiteres  in  die  Winterquartiere  (Edwarhs).  Die  fernere  Entwicklung  der  Rpe  bis  zur  Pp  und  zum 
Falter  ist  noch  nicht  lieoliachtet  worden.  —  Als  ab.  barotli  Ediv.  wurde  eine  Abart  beschrieben,  die  durch 
bedeutend  verstärkte,  abnorme  Schwarzzeichnung  von  der  typischen  Form  abweicht.  Die  beiden  Saumlinien 
der  Oberseite  aller  Figl  sehr  dick,  und  die  Randmöndchen  zu  einem  koutimderlichen  Bande  ausgezogen.  Die 
runden  Postdiscalflecken  ebenfalls  zu  einer  Binde  vereinigt,  die  von  der  Costa  bis  zur  oberen  Mediane  reicht; 
darunter  noch  2  schwarze  Flecken.  Untei’seits  sind  die  silbernen  Randflecke  der  Vflgl  zu  einer  Binde  verschmol¬ 
zen,  ebenso  die  Randmöndchen  der  Hflgl,  und  die  3  oberen  costalen  Flecken  der  zweiten  Reihe  fließen  zu  einer 
einzigen  großeii  Makel  zusammen,  lilinna  findet  sich  im  nördlichen  CJalifornien  (Type  von  Napa  Co.).  »Stücke  aus 
der  Umgebung  von  Los  Angelos  (Godman  und  H.  J.  Elwes)  stehen  der  A.  cnUippe  recht  nahe,  mit  der  die  Art 
zusammen  fliegt. 

A.  laura  Edw.  (87  b)  d'  oben  satt  rotgelb,  mit  leichterVerdüsterung  des  Wurzelfeldes  beider  Figl  und  kräf¬ 
tiger,  markanter  Schwarzzeichnung.  Die  dicken  Randlinien  schließen  kleine  Fleckchen  der  Grundfarbe  ein. 
Die  Discalmakehi  der  Hflgl  heller  als  der  Grund.  Vflgl-Unterseite  rötlich  orangefarben,  am  Apex  und  Hrd 
ledergelb.  Die  Apical-  und  oberen  Marginalflecke  meist  deutlich  silbern.  Hflgl  blaß  gelb,  das  »Submarginalband 
außergewöhnlich  breit  und  rein  gelb;  Silberflecken  groß  und  deutlich  ausgeprägt.  $  bedeutend  blasser  als 
sonst  demselben  durchaus  ähnlich.  »Spannweite:  5,5,  ^  6  cm.  laura  kann  als  der  Nevada- Vertreter,  oder  viel¬ 
leicht  auch  als  eine  Unterart  der  ziemlich  veränderlichen  A.  coronis  angesehen  werden.  Außer  in  Nevada  ist  sie 
auch  aus  dem  nördlichen  Kalifornien,  Oregon  und  Washington  bekannt  geworden. 

A.  macaria  Edw.  ( 88  a)  ist  eine  weitere,  der  vorigen  und  A.  coronis  nahestehende  Ai’t,  noch  kleiner  als  laura. 
oben  lebhafter  gelbrot  als  coronis,  mit  ganz  schwacher  Zeichnung;  namentlich  auf  den  Hflgln  sind  die  Median¬ 
flecke  zu  einzelnen  dünnen,  kurzen  »Strichen  aufgelöst  und  die  Discalflecken  nur  ganz  gering  ausgebildet.  Beide 
Saumlinien  ungemein  fein;  das  Wurzelfeld  aller  Figl  jedoch  auf  kurze  Entfernung  von  der  Basis  stark  verdunkelt. 
Vflgl  unterseits  orangerot,  mit  ledergellier  Spitze ;  die  oberen  Marginalflecken  leicht  versilbert.  Hflgl  im  Außen¬ 
drittel  gelblich;  das  Discal-  und  ’Wurzelfeld  braunbewölkt;  das  »Submarginalband  rein  ledergelb.  Alle  Flecken 
groß  und  stark  versilbert.  $  von  bleicherem  Kolorit  als  E-  Ui®  <^^er  zweiten  Silberfleckenreihe  unterseits  ent- 
s])rechenden  Medianflecken  der  Hflgl  heben  sich  hell  vom  dunkleren  Grunde  ab.  Die  Schwarzzeichnung  ist  noch 
schwächer  als  beim  Spannweite:  5,  $  5,5  cm.  Die  früheren  Stände  sind  nicht  bekannt.  Eine  seltene  Art, 
deren  Heimat  auf  Kalifornien  und  Nevada  beschränkt  ist. 

A.  callippe  Bsd.  (85  e).  Vflgl  gestreckt,  schmal,  mäßig  gebogen.  J  oben  trüb  rotgelb  mit  weit  ausgedehn¬ 
ter  Verdüsterung  des  Wurzelfeldes;  beide  Figl  am  Innenwinkel,  und  fast  %  der  Hflgl  schwärzlich  bestäubt; 
alle  Adern  breit  schwarz  umrandet;  Außensaum  schwarz,  Randmöndchen  kräftig  und  mit  ehiander,  sowie 


^ijA^rjeijebeit  -oi-  'V  1.  1913, 


ARGYNNIS.  Voji  Dv.  Tu  .  Lkjibiann. 


417 


mit  dem  AiiBensaum  verbunden;  die  kleinen  von  ihnen  umschlossenen,  dnueckigen,  hellen  Marginaltle(;kehen 
aller  Figl,  sowie  die  fast  viereckigen  Discalmakeln  der  Vflgl  durch  helleres  Kolorit  von  der  (huiKifärbung  deut¬ 
lich  sich  abhebend;  noch  mehr  ist  dies  der  Fall  bei  den  der  unteren  Silberfleekenreihe  entsprechenden  ovalen 
Makeln  im  Mittelfelde  der  Hflgl,  die  noch  mehr  verblaßt  sind  und  noch  deutlicher  mit  dem  Grunde  kontiastic- 
ren.  Vflgl-Unterseite  bleich  ledergelb,  Wurzelfeld  und  die  unteren  Rippen  rotgelb  bestäubt.  Hflgl  bis  zum 
Außendrittel  dunkel  rotgelb,  das  Submarginalband  rein  ledergelb;  Silberflecken  groß  und  von  sehr  starkem 
Glanz.  $  im  allgenfeinen  heller  als  Fiscalfeld  beider  Figl  und  die  Median-  und  Marginal  mäkeln  der  Hflgl  fast 
weiß;  Schwarzzeichnung  noch  kräftiger  ausgeprägt  als  beim  Auch  die  Unterseite  ähnelt  der  cles  nur  ist 
sie  etwas  blasser,  callvppe  ist  leicht  erkennbar  an  der  starken  Verdüsterung  des  Wurzelfeldes  aller  Figl,  sowie 
an  den  durch  auffallend  blasse  Färbung  vom  Giaind  sich  ül)eraus  deutlich  abhebenden  Makeln  des  Discal-  und 
Medianfeldes.  Spannweite:  ?  his  7,5  cm.  Nach  I)r.  Beiir  ist  callippe  durch  ganz  Kalifornien  verbreitet 

und  recht  häufig,  namentlich  in  der  El)ene.  Bei  San  Francisco  ist  sie  l)ei  weitem  die  gemeinste  Argynnis',  sic 
fliegt  hier  im  Juni  in  Gesellschaft  mit  den  viel  seltneren  A.  lilimia  und  semiramis .  Ueber  ihre  Lebensweise 
berichtet  Wbight  aus  San  Bernardino  folgendes:  ,, callippe  geht  von  der  Meeresküste  bis  auf  80t)  Meter  Meeres¬ 
höhe,  und  bevorzugt  die  trocknen,  tieferen,  windgeschützten  Täler.  Die  Flugzeit  ist  ziemlich  kurz,  nur  etwa 
5  Wochen,  und  alles  deutet  darauf  hin,  daß  nur  eine  Generation  vorkommt.  Die  erscheinen  etwa  am  20.  Mai ; 
sie  smd  ruhelose  Flieger,  die  sich  nur  ausnahmsweise  auf  einer  Blüte  niederlassen,  um  einen  kurzen  Augenblick 
zu  saugen.  Anfangs  Juni  erscheinen  die  $$;  im  Gegensatz  zu  den  d'cJ  fliegen  sie  nur  wenig;  meist  sieht  man  sie  in 
der  Nähe  von  und  zwischen  den  abgestorbenen  Zweigen  und  Aestchen  der  an  den  Abhängen  wachsenden  Sträucher, 
in  deren  spärlichem  Schatten  im  Frühjahr  gewisse  Veilchenarten  grünen,  deren  Blätter  aber  bereits  anfangs 
Juni  absterben;  sie  wachsen  nur  an  den  Abhängen,  nicht  auf  der  Sohle  des  Tales;  die  $$  suchen  auch  niemals 
grüne,  frische  Pflanzen  auf,  sondern  flattern  und  kriechen  vielmehr  auf  dem  Boden  zwischen  den  vertrockneten 
Blättern  und  Stengeln  umher;  wenn  sie  eine  zur  Eiablage  günstige  Stelle  gefunden  haben,  bohren  sie  den  Hlb 
so  tief  als  möglich  in  den  lockeren  Humus  ctder  die  halbverwesten  Blätter,  und  legen  ein  oder  mehrere  Eier, 
worauf  sie  eine  andere  ähnliche  Stelle  aufsuchen,  um  dort  dasselbe  Spiel  zu  wiederholen.  Die  Räupehen  schlüpfen 
nach  etwa  12  Tagen  und  müssen  nun  bis  zum  Beginn  des  nächsten  Frülijahrs  m  erstarrtem  Zustand  zubrhigen. 

Im  Frühjahr  ist  es  mir  nie  gelungen,  die  Rpn  zu  fmden“. 

A.  juba  Bsd.  aus  Kalifornien  ist  nach  der  Beschreibung  des  Autors  so  nahe  verwandt  mit  callippe,  juha, 
daß  er  sie  als  eine  Lokalrasse  derselben  betrachtet.  Die  Oberseite  l)eider  Geschlechter  ist  lebhaft  rotgelb,  aber 
ohne  den  für’  calliqrpe-i^  charakteristischen  schwärzlichen  Ton.  Unten  ist  sie  nur  unbedeutend  von  der  letzteren 
verschieden.  Edwards  dagegen  neigt  zii  der  Annahme,  daß  sie  eher  als  eine  den  Uebergang  zu  den  Arten  der 
callippe-Qvwppe  vermittelnde  Abart  der  wie  oben  erwähnt  recht  veränderlichen  coronis  anzusehen  ist,  während 
wiederum  Lorquin  sie  als  eigene  Art  betrachtet.  Wie  dem  auch  sei,  kann  die  Frage  nur  durch  geeignete  Zucht¬ 
versuche  gelöst  werden. 

A,  nevadensis  Ediv.  (86  c,  d)  steht  in  bezug  auf  die  Zeichnung  der  Oberseite  und  die  Gestalt  und  GröJ.le  nevaJe 
der  Silberflecken  edwardsii  recht  nahe.  Vflgl  verhältnismäßig  schmal,  lang  gestreckt.  einerseits  l)leich  rötlich¬ 
gelb,  nur  leicht  an  der  Wurzel  verdunkelt.  Außenrd  von  zwei  ziemlich  dick  schwarzen,  parallelen  Linien  um¬ 
säumt,  welche  einen  schmalen,  durch  die  Rippen  unterbrochenen  Streifen  der  Grundfarbe  umschließen  und  die 
miteinander  verbundenen  dünnen  Submarginalmöndchen  berühren.  Die  schwarzen  Discalflecken  ziemlich 
reduziert,  aber  sehr  deutlich,  wie  l)ei  edwardsii.  Medianbinde  der  Hflgl  zusammenfließend.  Vflgl-Unterseite 
bleich  ledergelb,  an  der  Wurzel  und  innerhalb  der  Zcllflecken  leicht  rötlich  angehaucht;  Apex  sowie  die  hmteren 
Sulunarginalflecken  grünlich  olivenfarbig;  die  oberen  Randflecken  und  Subapicalmakeln  deutlich  silbern.  Hflgl 
grünlich,  mit  nur  mäßig  breitem,  jedoch  scharf  begrenztem,  trüb  ledergelbcm  Submarginalband  und  auffallend 
großen,  stark  hervortretenden  Silberflecken;  Abdoniinalrand  und  der  basale  Teil  des  Cosfalrandes  ebenfalls 
versilbert.  $  dem  ^  ähnlich,  nur  größer  und  etwas  blasser.  Der  Außenrd  der  Vflgl  Iweifer  schwarz,  mit  geringen 
Spuren  verschwindend  kleiner  rotgelber  Fleckchen.  Die  von  den  Submargüialmöndchen  umschlossenen  hellen 
Makeln,  sowie  die  der  zweiten  Silberfleckenreihe  entsprechenden  Discalflecken  der  Hflgl  bleich  ledergelb.  Vflgl- 
Unterseite  ähnlich  wie  beim  (J,  blaß  ledergelb,  aber  mit  tief  rotgelbem  Wurzelfeld  und  Ird.  Hflgl  wie  beim  (J, 
nur  dunkler  und  glänzender  grün,  untermischt  mit  blaß  olivengrün,  und  mit  großen,  prächtigen  Silberflecken. 
Spannweite:  ^  5,6  cm,  $  6,0- — 6,6  cm.  Die  früheren  Stände  sind  nicht  bekannt.  Das  Verbreitungsgebiet  der  A. 
nevadensis  umfaßt  die  gebugigen  Teile  von  Utah,  Nevada,  Wyoming,  Montana,  Washington  und  die  angren¬ 
zenden  Gebiete  von  British  Columbia;  aber  sie  schemt  immer  lokal  zu  sehi.  H.  Edwards,  der  diese  Art  zu¬ 
erst  entdeckte,  fand  sie  in  der  Nähe  von  Virginia  City  in  Nevada,  „besonders  häufig  m  den  warmen  Bergschluchten 
(canons)  nahe  bei  Washoe  Lake,  einem  prächtigen  Gebhgssee,  2  Meilen  breit  und  7  Meilen  lang,  2000  Meter 
über  dem  Meeresspiegel  auf  den  Ausläufern  des  Hochgelmges  gelegen,  dessen  höchster  Gipfel  Mt.  Davidson  ist, 
und  an  dessen  Abhängen  Vüginia  City  sich  hinzieht.  Im  Frühling  bedecken  sich  die  LTer  des  Sees  mit  einer  üp¬ 
pigen  Vegetation,  in  der  Compositen,  Violaceen  und  Liliaceen  eine  bedeutende  Rolle  spielen.  Hier  fliegt  M. 
nevadensis  in  Menge,  aber  der  rasche,  gewandte,  ruhelose  Flug  der  Falter,  die  sich  nur  selten  auf  einer  Blüte 
zum  Saugen  niederlassen,  macht  den  Fang  dieser  wie  der  meisten  Hochgebhgsfalter  der  Felsengebhge  auf  dem 


418 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  Lehmann. 


zerklüfteten  Terrain  ungemein  schwierig  und  mühsam.  Schon  um  zu  den  Flugplätzen  zu  gelangen,  muß  der 
Sammler  oft  meilenweit  über  ausgetrocknete,  steile  und  unwegsame,  jedes  Baumumchses  bare  und  nur  mit 
Salbeigestrip^jp  bewachsene  Gebirge  klettern;  Quellen  sind  äußerst  selten,  und  er  kann  von  Glück  sagen,  wenn 
es  ihm  gelingt,  während  emes  langen  Tagemarsches  einige  Tropfen  Wasser  zu  finden“  (Edwards).  Die  Art  wurde 
von  Dr.  Staudinger  und  Möschler  als  mit  der  europäischen  A.  aglaia  identisch  angesehen,  ohne  Begründung, 
denn  der  ganz  Habitus  des  Falters,  die  Figlform,  Gestalt  und  Anordnung  der  Silberflecke  und  die  Färbung  der 
Unterseite  beider  Geschlechter  ist  so  sehr  verschieden,  daß  sie  kaum  in  dieselbe  Gruppe  eingereiht  werden  kann 
(Elwes). 

mcadii.  A.  meadü  Ediv.  (87  c)  wurde  von  manchen  Autoren  als  eine  Form  der  A.  edwardsii  angesehen;  aber 

die  Verschiedenheit  zwischen  ihnen  erscheint  zu  groß  und  konstant ;  viel  eher  könnte  man  sie  als  eine  extreme, 
bedeutend  kleinere  Unterart  der  A.  nevadensis  betrachten.  Vflgl  im  Gegensatz  zu  edwardsii  mäßig  gebogen, 
mit  nur  wenig  ausgezogener  Spitze.  Oberseite  bedeutend  dunkler,  satter  rotgelb  als  bei  nevadensis,  an  der 
Wurzel  leicht  verdunkelt,  mit  breit  schwarz  bestäubten  Adern  und  schmaler,  auf  den  Hflgln  zusammengeflosse¬ 
ner  Mittelbinde.  Unterseite  der  Vflgl  an  der  Wurzel  und  längs  der  Adern  im  Discus  blaß  zimmtbraun,  sonst 
hell  ledergelb  mit  stark  grünlichem  Anflug  der  Spitze  und  des  Außenrds.  Die  oberen  Randflecken  und  die  3 
Subapicalaugen  stark  versilbert.  Hflgl  durchaus  ziemlich  dunkel  goldgrün,  mit  starkem  Seidenglanz,  dadurch 
von  allen  andern  amerikanischen  Argynnis  sich  unterscheidend.  Das  Submarginalband  ist  nur  leicht  angedeutet 
durch  eine  blaßgelbe  Aufhellung  zwischen  den  beiden  äußeren  Silberfleckenreihen.  Alle  Flecken,  ebenso  der  ba¬ 
sale  Teil  der  Costa  und  der  Abdominalrand  stark  versilbert.  $  ebenso  wie  bei  der  vorigen  Art  dem  S  ähn¬ 

lich,  nur  durch  etivas  blässere  Färbung  und  stärker  ausgeprägte  Zeichnung  abweichend.  Spannweite  beider 
Geschlechter  nur  wenig  verschieden,  etwa  5,5  cm.  Die  früheren  Stände  sind  uidiekannt.  nieadii  findet  sich 
in  den  Gebirgen  von  Colorado  (Turkey  Creek  Jn.,  Juni,  Mead),  Utah,  Montana  (Dr.  Hay^den)  Ins  nach  Alberta, 
Canacla. 


cdwardsvu  A.  edwai'dsii  jReak.  (=  aglaja  Edw.)  (86  d)  ist,  etwa  in  derselben  Weise  wie  aphrodite  mit  cyhele  und 

aüantis,  nahe  verwandt  mit  nevadensis  und  nieadii,  von  denen  sie  oberseits  durch  die  lelihaftei’e  Färbung,  die  aus¬ 
gedehntere  Verdüsterung  des  Wurzelfeldes,  den  breiter  schwarzen  Außensaum,  namentlich  der  $$,  sowie  durch 
die  olivenbraune  Färbung  der  Hflgl-Unterseite  abweicht.  Auf  der  Oberseite  der  (Jd*  ^üid  die  Randmonde  mit 
einander  und  mit  der  inneren  Saumlinie  verbunden,  und  umschließen  rötlichgelbe  Flecken  von  hellerem  Ton 
als  die  Grundfärbung.  Die  Discalflecken  der  Hflgl  ziemlich  reduziert.  Unterseite  der  Vflgl  mit  blaßrötlicher 
Basis  und  gleichgefärbten  Medianadern ;  die  Außenhälfte  hell  ledergelb,  mit  Ausnahme  der  Figlspitze  und  des 
Irds,  die  grünlich  angehaucht  sind.  Submarginalflecken  deutlich  versilbert.  Hflgl  licht  olivenbraun,  mit  gelb¬ 
licher  Bewölkung.  Das  blaß  graugelbe  Submarginalband  schmäler  als  in  nevadensis  und  nieadii,  stark  von  der 
dunkleren  Grundfarbe  eingeengt.  Silberflecken  deutlich.  $  oben  noch  mehr  verdüstert  als  (J,  fast  nie  bei  cal- 
lippe,  der  sie  sich  auch  sonst  etwas  nähert  durch  die  auffallend  hellen  Sidnnarginalmonde  aller  Figl  und  nament¬ 
lich  der  Discalmakeln  der  Hflgl.  Vflglspitze  durch  die  blässere  Färbung  vom  Grund  sich  abhebend.  Unterseite 
wie  beim  d*,  nur  mit  tiefer  olivenfarbigem  Kolorit  der  Spitze  und  des  Außensaums  der  Vflgl  und  der  ganzen 
Fläche  der  Hflgl,  auf  welchen  die  gelblichen  Einlagerungen  des  A  nur  als  ganz  schwache  Aufhellungen  erscheinen ; 
das  Submarginalband  ist  noch  mehr  als  lieim  ^  eingeengt,  nicht  selten  fast  gänzlich  verdrängt  oder  nur  leicht 
angedeutet,  ähnlich  wie  bei  aphrodite.  Silberflecke  groß,  die  der  äußeren  Reihe  dreieckig  mit  dünn  schwarzer 
proximaler  Begrenzung.  Spannweite:  7,0 — 8,2  cm.  edwardsii  wurde  ursprünglich  beschrieben  nach  Exemplaren, 
die  von  Ridings  im  August  1864  bei  Ernpn-e  City,  Colorado  im  Gebirge  erbeutet  wurden.  Die  früheren  Stände, 
die  von  Edwards  in  Can.  Entom.  Vol.  XX,  p.  3.  beschrieben  wurden,  ähneln  denen  von  A.  atlaniis.  Außer 
in  Colorado  kommt  edwai'dsii  auch  in  Nevada  und  Utah  vor,  al)er  anscheinend  immer  in  höheren  Lagen  als 
nevadensis. 

rupestris.  A.  rupestris  Behr.  (87c).  Oberseite  der  Vflgl  satt  rotgelb;  die  Verdunkelung  des  Wurzelfeldes 

reicht  beinahe  bis  zur  Mittelbinde ;  diese  wie  alle  übrigen  Zeichnungen  kräftig  und  breit  angelegt.  Färbung 
der  Unterseite  ledergelb,  gegen  die  Basis  und  am  Ird  rot  überhaucht.  Nahe  der  Flglspitze  ein  rostbraunes  Feld, 
die  Randmöndchen  braun,  am  dunkelsten  gegen  den  Innenwinkel.  Marginalflecke  hell  ledergelb,  ohne  Silber. 
Hflgl  ebenfalls  trüb  ledergell),  zimmtbraun  bewölkt,  variierend  von  hell  zu  dunkel.  Das  Submarginalband 
grau  gelblich,  am  unteren  Ende  etwas  von  der  dunkleren  Grundfarbe  eiiigeengt.  Alle  Flecken  ohne  Silber,  nur 
selten  schwache  Spuren  davon  sichtbar.  $  oberseifs  wie  das  gezeichnet,  aber  mit  weit  kräftigeren  Rand-  und 
sonstigen  Zeichnungen  auf  liellerem  Grund,  der  im  Discus  einen  entschiedenen  gelblichen  Ton  annimmt.  Die 
Randmakeln  weißlich.  Unter.seite  lebhafter  gefärbt  als  beim  (J;  Vflgl  gleichmäßig  hellrot  von  der  Wurzel 
bis  unter  die  obere  Mediane  und  längs  der  Adern  im  Discus;  darüber  hinaus  ledergelb.  Hflgl  wie  beim  nur 
sind  die  Flecken  stets  mehr  oder  weniger  stark  versilbert.  Spannweite  :  5,  $  5,5  cm.  Nichts  ist  über  die  Entwick¬ 

lungsgeschichte  bekannt  geworden,  rupestris  ist  ziemlich  häufig  in  den  höheren  Lagen  des  Mt.  Shasta  ni  Kali¬ 
fornien,  sowie  Mt.  Bradley  und  der  Weber  Mountahis  in  Utah. 

scmiramis.  A.  semiramis  Ediv.  (87d)  vereinigt  die  Charaktere  von  A.  coronis  (Unterseite)  und  A.  adiante  (Oberseite); 

in  der  Tat  wird  sie  von  einigen  Autoren  als  südliche  Steppenform  der  ersteren  angesehen.  oben  lebhaft  rot- 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Tn.  Lehmann. 


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gelb,  die  Scliwarzzeichnung  wie  bei  adiante  stark  reduziert,  nanientlicb  auf  den  Mflgln.  Unterseite  der  Vflgl 
von  der  Wurzel  bis  zur  Außenhälftc  zirnmtrot,  weiterbni  ledergelb.  A])ex  und  Außenrd  braun;  die  oberen 
Randflecken  und  2  Suba])icalaugen  von  starkem  Silberglanz.  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  zu  dem  bräunlich-gelben 
Sidjinarginalband  rostbraun  mit  helleren  Einlagen;  alle  Flecken  lebhaft  sillx'rglänzend .  $  oben  dem  cj  ähnlich 
mit  etwas  markanterer  Zeichnung.  Vflgl-Unterseite  einfarbig  rötlich  bis  zur  S])itze,  nur  das  obere  Zellende  leder¬ 
gelb.  Hflgl  meist  rehbraun,  mit  etwas  hellerem  iSubmarginalband ;  jedoch  kommen  auch  Stücke  vor  mit  be¬ 
deutend  dunklerer  Grundfärbung  und  deutlich  abgesetztem  Band.  Silberfleckung  durchaus  stark  ausgeprägt. 
Spannweite:  cJ  $  7 — 7,5  cm.  semiramis  ist  recht  häufig  in  der  Umgebung  von  San  Bernardino  im  südlichen 
Kalifornien,  namentlich  in  dem  Gebirge,  welches  das  S.  Bernardino-Tal  von  der  Mohave-Wüste  trennt. 

A.  inornata  Ediv.  (86  e)  ähnelt  der  A.  rupestris  in  der  Zeichnungsanlage,  ist  aber  von  bedeutend  größerer 
Gestalt  und  bleicherer  Färbung.  Vflgl  stark  gebogen,  mit  ausgezogener  Spitze,  d'  oben  hell  rötlich-gelb,  mit 
stark  und  ausgedehnt  verdunkeltem  Wurzelfeld;  die  beiden  Saumlinien  zu  einem  ziemlich  breiten  Band  ver¬ 
schmolzen.  Die  schwarze  Zeichnung  ist  mäßig  kräftig,  nur  im  Discalfeld  verhältnismäßig  dünn.  Vflgl-Unter¬ 
seite  zimmtbraun,  mit  ledergelber  Spitze;  Hflgl  bis  zur  zweiten  Fleckenreihe  rötlichbraun,  das  Submarginal¬ 
band  rein  ledergelb,  nur  leicht  gegen  den  Analwinkel  zu  von  der  dunklen  Grundfarbe  überschattet.  Alle  Flecken 
groß,  bleichgelb,  gänzlich  ohne  Silber.  $  oben  etwas  heller  als  d';das  Wurzelfeld  satt  orangerot,  nach  außen 
und  namentlich  aid'  den  Discal-  und  Marginalmakeln  der  Hflgl  weißlich  gelb  verblaßt.  Vflgl-Unterseite  orange¬ 
rot  anstatt  zimmtbraun,  Hflgl  hell  grünlichbraun,  gelblich  durchwirkt.  Die  Flecken  sehr  groß,  aber  meist 
ohne  Silber,  nur  in  Ausnahmefällen  mit  einigen  Silberschüppchen  dünn  bestreut.  Spannweite:  d*  b,3,  ?  6,8  cm. 
Ursprünglich  beschrieben  nach  einem  (d?  aus  Downieville,  Kalifornien,  kommt  inorndta  auch  in  Nevada  (Virginia 
City,  Edwards)  vor,  ist  aber  ziemlich  selten  in  deji  Sammlungen,  da  sie  ungemein  scheu  und  wegen  ihres  uner¬ 
müdlichen,  raschen  Fluges  nur  schwer  zu  fangen  ist.  Im  Gegensatz  zu  zerene  und  monticola  besucht  sie  niemals 
Blumen,  sondern  läßt  sich,  um  auszuruhen,  auf  Baumblättern  nieder,  xind  mir  für  eirien  Augenblick,  um  sofort 
wieder  ihren  ruhelosen  Flug  anzutreten. 

A.  atossa  Ediv.  (86  d)  steht  der  nächstfolgenden  adiante  recht  nahe.  ^  oben  lebhaft  gelbrot,  mit  nur  wenig 
verdunkelter  Wurzel.  Die  Zeichnungen  der  Oberseite  sind  sämtlich  äußerst  reduziert  und  fehlen  namentlich 
auf  den  Hflgln  fast  vollständig.  Der  Außenrd  beider  Figl  ist  nur  von  einer  einzigen  feinen  Linie  begrenzt,  sonst 
fast  ohne  jede  Zeichnung,  nur  auf  den  Vflgln  finden  sich  noch  als  Reste  der  üblichen  Reihe  von  Marginalmöndchen 
am  Innenwinkel  3  kleine  Fleckchen.  Unterseite  aller  Figl  blaß  ledergelb,  an  der  Wurzel  und  am  Ird  der  Vflgl 
lebhaft  rot  übergossen,  auf  den  Hflgln  mit  ganz  schwach  verdunkeltem  Wurzelfeld  und  Discus;  fast  jede  vSpur 
von  Zeichnung  in  Zelle,  am  Apex  und  Außenrd  ist  ausgelöscht;  die  Flecken  der  Vflgl,  sowie  Hflgl  gänzlich 
ohne  Silber,  oft  überhaupt  nur  schwach  angedeutet  und  kaum  erkennbar.  $  wie  das  (J,  nur  mit  feurigerem 
Rot  des  Wurzelfeldes  der  Vflgl-Unterseite.  Spannweite:  6,  $  7 — 7,6  cm.  atossa  ist  eine  ungemein  seltene 

Art  oder  vielleicht  auch  nur  eine  extreme  Abart  der  A.  adiante  Bsd.  vom  südlichen  Kalifornien.  Der  genaue 
Fundort  der  männlichen  Type  ist  unbekannt;  aber  im  Juni  des  Jahres  1889  erbeutete  Burrison  mehrere  $$ 
bei  Tehachape,  in  einem  von  einem  Bache  durchströmten  Seitentälchen,  4  englische  Meilen  von  dem  Ort  ent¬ 
fernt,  auf  etwa  1400  Meter  Meereshöhe.  Im  Juni  1905  erbeutete  F.  Grinnel  auf  Mt.  Pinos  unter  einer  IMenge 
von  typischen  H.  ewi/Rome  ein  Exemplar  der  atossa,  das  von  Coolidge  als  ein  extrem  blasses  Individuum  der 
eurynome  angesehen  wurde.  Seither  ist  nichts  über  das  Vorkommen  der  atossa  bekannt  geworden. 

A.  adiante  Bsd.  (=  adiaste  Behr)  (86  d).  E  oben  lebhaft  rotgelb,  mit  schwach  verdunkeltem  Wurzel¬ 
feld  und  stark  reduzierter  Schwarzzeichnung,  namentlich  der  Hflgl,  deren  Mittelbinde  zu  einer  dünnen,  ge¬ 
brochenen  Linie  zusammengeschmolzen  ist;  die  Submarginalmöndchen  klein,  die  Saumlinie  nicht  berührend; 
die  Postdiscalflecken  aller  Figl  minimal.  Unterseite  der  Vflgl  blaß  rötlichgelb,  mit  stark  aufgehellter  Spitze 
und  orange-rotem  Wurzelfeld.  Die  Zeichnungen  der  Außenhälfte  sind  fast  gänzlich  verschwunden.  Hflgl  hell 
ledergelb,  innen  hell  rehbraun  schattiert;  Außenrd  bräunlich,  alle  Flecken  ohne  Spur  von  Silber,  graugelb 
mit  feiner  brauner  jiroximaler  Umrandung,  gelegentlich  nur  noch  undeutlich  sichtbar.  $  dem  ähnlich,  aber  mit 
stärkerer  Schwarzzeichnung  der  Oberseite  und  tieferer  feuriger  Rotfärbung  des  Wurzelfeldes  und  der  Innen¬ 
hälfte  der  Vflgl-Unterseite.  adiante  ist  eine  sehr  konstante  Form  und  scheint,  im  Gegensatz  zu  den  übrigen 
kalifornischen  Argynnis,  weder  Variationen,  Aberrationen  noch  Lokalrassen  zu  bilden  (Behr).  Sie  findet  steh 
nicht  an  der  Küste,  sondern  nur  im  Innern  des  südlichen  Kaliforniens  (bei  Los  Gatos),  bei  Scarsville  in  Santa 
Clara  County;  in  manchen  Jahren  ist  sie  ziemlich  häufig,  aber  immer  lokal.  Die  südliche  Grenze  ihrer  Verbrei¬ 
tung  ist  noch  nicht  festgestellt. 

Mit  A.  artonis  Edw.  (87  d),  die  den  Uebergang  von  adiante  zu  der  Eur ynome-Gvwppe  vermittelt,  beginnt 
eine  Reihe  von  Arten,  die  alle  mehr  oder  weniger  mit  A.  eurynome  verwandt  sind  und  von  vielen  Autoren  als 
Varietäten  oder  Lokalrassen  derselben  angesehen  wurden.  Ob  mit  Recht,  ist  zur  Zeit  bei  unserer  mangelhaften 
Kenntnis  der  Entwicklungsgeschichte  dieser  Formen  nicht  zu  unterscheiden.  Nur  von  eurynome  und  eghis 
sind  die  früheren  Stände  bekannt.  leicht  von  eurynome-^  zu  unterscheiden  durch  das  völlige  Fehlen  des  Sil¬ 
bers  aller  Flecken  der  Unterseite,  die  außerdem  viel  weniger  lang  ausgezogen  sind  als  bei  jener  Art.  Unterseite 


inornalfi. 


atosm. 


adiante. 


artonis. 


420 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  LehmaHH. 


clio. 


Opis. 


h  ischoffi. 


eiirynomc. 


arge. 

erinna. 


ohne  chinkle  Randzeichnnngen.  $  dem  ^  ähnlich,  aber  mit  kräftigerer,  mit  der  hellen  Grundfarbe  scharf  kon¬ 
trastierender  Zeichnung;  die  von  den  Randmöndchen  umschlossenen  Flecken  sind  stark  verblaßt,  ausnahms¬ 
weise  groß.  Unterseite  der  Vflgl  stark  rötlich  angelaufen,  ähnlich  wie  bei  adiante-^.  Spannweite:  ^  4,4 — 5, 
$  5—5,4  cm.  Ihre  Heimat  ist  Utah,  Arizona,  Colorado  und  Montana. 

A.  clio  Ediv.  (87  d)  ist  nach  hischoffi  einer  der  nördlichsten  Vertreter  der  Euryriome-Gvu-p-pe.  Die 
Färbung  der  Oberseite  beider  Geschlechter  ist  feuriger  und  satter  rötlichgelb  als  bei  eurynome,  blasser  beim  $ 
als  beim  d',  mit  nicht  sehr  starker  Zeichnung  und  mäßig  verdunkeltem  Wurzelfeld.  Außensaum  ziemlich  kräf¬ 
tig  gezeichnet,  namentlich  beim  $,  die  zwischen  demselben  und  den  Randmonden  eingelagerten  blassen  Mar¬ 
ginalflecken  heben  sich  deutlich  von  der  dunkleren  Grundfarbe  ab.  Wie  bei  artonis  sind  auch  hier  die  Flecken 
der  Unterseite  gänzlich  ohne  Silber.  Ueberhaupt  haben  beide  Arten  so  vieles  gemein,  daß  es  schwierig  ist,  sie 
stets  mit  Sicherheit  auseinander  zu  halten.  Spannweite:  cj  4,5  cm,  $  4,5 — 4,9  cm.  Diese  Art  oder  Varietät 
findet  sich  in  den  hölieren  Gebirgslagen  von  Montana  und  Alberta  (Elwes,  Geddes). 

A.  opis  Edw.  (87  e)  ist  die  Form  von  British  Columbia,  noch  bedeutend  kleiner  als  clio-,  von  eurynome 
zu  unterscheiden  aul,ler  durch  die  germgere  Größe  durch  die  weitgehendere  Verdüsterung  des  Wurzelfeldes 
und  Abdominalrandes  der  Oberseite  beider  Geschlechter,  und  die  kräftigere  Zeichnung  auf  trüberem  Grund. 
Sie  ist  mit  Ausnahme  der  Arten  der  Gruppe  die  kleinste  aller  Argynnisarten  Nord-Amerikas.  Vflgl 

kurz  und  leicht  gebogen.  Der  untere  Teil  des  Wurzelfeldes  und  Ird  dicht  braun  behaart.  Vflgl-Unterseite  des 
E  niclit  oder  nur  ganz  schwach  rötlich  an  der  Wurzel;  die  Submarginalflecken  beinahe  ausgelöscht.  Hflgl  blaß 
ockerfarbig  im  Discus,  leicht  rot  bewölkt;  Submarginalband  durch  eine  leichte  Aufhellung  der  Grundfarbe 
undeutlich  gekennzeichnet.  Alle  Flecken  verblaßt,  trüb  ockerfarbig,  ohne  Silber.  $  satter  rotgelb  als  beide 
Figl  von  der  Wurzel  bis  zur  Mittelbinde  stark  verdüstert,  alle  Zeichnungen  markanter.  Vflgl-Unterseite  durch¬ 
aus  rötlich  getönt  bis  zur  hell  ockerfarbigen  Figlspitze.  Hflgl  wie  beim  Spannweite  :  J  3,8,  $  4  cm.  Die  Type 
wurde  von  G.  R.  Crotch  im  Jahre  1873  auf  Bald  Mountain,  im  Caribou  Distrikt  von  British  Columbia,  erbeutet. 

A.  bischoffi  Edw.  (87  d)  ist  der  Vertreter  der  eRrywome- Gruppe  im  hohen  Norden.  S'-  Oberseite  leb¬ 
haft  rotgelb,  das  Wurzelfeld  der  Vflgl  und  die  Innenhälfte  der  Hflgl  mit  tief  purpurschwarzer  Schattierung, 
welche  die  Zeichnung  völlig  verdeckt.  Alle  Figl  durch  mäßig  kräftige  Saumlinien  eingerahmt,  die  eine  Reihe 
kleiner  Fleckchen  der  Grundfarbe  umschließen;  diese  letzteren  sind  häufig  gegen  den  Innenwinkel  obsolet. 
Sonst  gleicht  die  Oberseite  der  von  A.  eurynome.  Vflgl-Unterseite  ledergelb,  mit  rötlichem  Wurzelfeld  und  Dis¬ 
cus.  Hflgl  blaß  ledergelb,  bis  zum  Außendrittel  grau-grünlich  schattiert.  Das  Submarginalband  ist  rein  leder¬ 
gelb.  Die  Flecken  der  Unterseite  sind  in  der  Mehrzahl  der  Fälle  grau-gelb,  ohne  Silber,  gelegentlich  fast  aus¬ 
gelöscht;  m  andern  Fällen  zeigen  sie  ziemlich  weitgehende  Versilberung.  $  Oben  sehr  bleich  graugelb,  distal 
leicht  rötlich  angehaucht.  Alle  Zeichnungen  tief  und  l)reit  schwarz.  Wurzelfeld  der  Vflgl  und  über  die  Hälfte 
der  Hflgl  fast  tief  schwarz  verdunkelt.  Beide  Saunüinien  zu  einem  kräftigen  schwarzen  Streifen  zusammen - 
geflossen;  zwischen  diesem  und  den  Randmöndchen  eine  Reilie  fast  weißer  Flecke;  außer  diesen,  sowie  einem 
schmalen  hellen  Streifen  im  äirßeren  Discus  und  am  distalen  Ende  des  Costalrandes  der  Vflgl,  und  den  ebenfalls 
schmutzig  weißen,  der  zweiten  unteren  Fleckenreihe  entsprechenden  Makeln  der  Hflgl  ist  nichts  mehr  von  der 
Grundfärbung  sichtbar.  Unterseite  ganz  ähnlich  wie  beim  (J;  auch  hier  treten  die  Flecken  mit  oder  ohne  Silber 
auf,  sind  jedoch  in  der  Mehrzahl  der  Fälle  deutlich  versilbert.  Spannweite :  4,5,  $  4,7  cm.  Ihre  Heimat  ist  Alaska, 

die  Tyi)e  wurde  Mitte  Juli  bei  Sitka  erbeutet. 

A.  eurynome  Edw.  (86  e).  Vflgl  schwach  gebogen,  mit  etwas  ausgezogener  Spitze,  cj  oben  lebhaft 
gelblich-braunrot,  nur  leicht  an  der  Wurzel  verdunkelt.  Schwarzzeichnung  mäßig  kräftig;  die  Sarimlinien  nicht 
selten  zu  einem  mäßig  breiten  Streifen  verschmolzen.  Submarginalmonde  zu  einer  Kette  zusammengeschlossen, 
eine  Reihe  rotgelber  Fleckchen  der  Grundfarbe  umschließend.  Die  rundlichen  Discalflecken  klem,  die  Median¬ 
flecken  durch  feine  Linien  zu  einer  dünnen  Zickzackbinde  vereinigt.  Unterseite  der  Vflgl  hell  ledergelb,  an  der 
Wurzel  und  längs  der  Adern  zimmtbraun  bestäubt.  Marginal-  und  Subapicalflecken  deutlich  versilbert.  Hflgl 
gelblich,  in  der  Basal-  und  Discalregion  leicht  rostbraun  oder  noch  häufiger  hell  olivengrün  bewölkt.  Das  Sub¬ 
marginalband  rein  ledergelb,  alle  Flecken,  sowie  der  basale  Teil  der  Costa  und  der  Abdominalrand  stark  ver¬ 
silbert.  $  etwa  wie  (J  gezeichnet,  imr  von  blässerer  Färbung,  mit  kräftigerer  Schwarzzeichnung,  namentlich 
des  Außenrds.  Die  von  den  Marginalmonden  umschlossene  Fleckenreihe  ist  viel  heller  als  der  Grund,  nicht 
selten  fast  weiß.  Die  zweite  Silberfleckenreihe  der  Unterseite  ist  oberseits  durch  eine  leichte  Aufhellung  im 
Discus  angedeutet.  Unterseite  ganz  wie  beim  aber  mit  tieferer  zimmtbrauner  Schattierung  des  Wurzelfel¬ 
des  der  Vflgl.  Spannweite:  4,4 — 5  cm,  $  5  cm.  Das  Ei  ähnlich  dem  anderer  bekannter  Arten,  mit  20  star¬ 
ken  Verticalrippen,  die  teilweise  durch  kürzere  Rippen  durchquert  werden,  und  mit  zahlreichen  Horizontalstrei¬ 
fen  versehen.  Die  Farbe  ist  anfangs  honiggelb,  später  purpurfarbig.  Die  Rp  und  Pp  sind  noch  nicht  bekannt. 
eurynome  ist  recht  häufig  in  den  Gebirgen  von  Colorado,  Montana,  British Colombia  und  Alberta;  Mead  berich¬ 
tet,  daß  sie  meist  auf  grasbewachsenen  Halden  in  der  Nähe  des  Ufers  der  Flüsse  zu  finden  ist.  In  Colorado  er¬ 
scheint  sie  in  der  ersten  Hälfte  des  Juni,  in  Utah,  Arizona  und  New  Mexico  ist  sie  noch  nicht  gefunden  worden. 
—  A.  arge  Strecker  aus  Kalifornien  und  Washmgton  ist  wohl  als  Unterart  der  eurynome  zu  behandeln,  von  der 
sie  zu  montivaga  hinüberleitet.  Sie  ist  nur  wenig  verschieden  oder  vielleicht  identisch  mit  erinna  Edw,  (86  e). 


ARGYNNTS.  Von  Dr.  Tn.  Lehmann. 


i21 


welche  die  nördliche  Fortsetzung  der  letzteren  in  All)erta  und  BritisirColuinl)iii  hildet.  Beide  vereinigenGiiehr 
oder  weniger  die  Charaktere  von  eurynome  und  ^nontivaya,  weshalb  Edwakos  im  Jalire  I8S.‘}  die  A.  ariih'iia  als 
eine  Varietät  der  eurynome  beschrieb,  sie  im  darauffolgenden  .Jahre  aber  in  seinem  Katalog  als  zu  monlivayd 
gehörig  verzeichnete. 

A.  montivaga  Belir  (87  c)  wurde  ebenso  wie  A.  eyleis  von  Strecker  als  Varietät  der  A.  zerene  Bsd.  monliciujd. 
aufgeführt,  während  andere  Autoren  wohl  mit  gröberer  Berechtigung  sie  als  mögliclu;  Unterart  der  A.  eurynome 
behandeln,  welcher  sie  in  der  Tat  in  beiden  Geschlechtern  ziemlich  nahe  kommt.  »Sie  unterscheidet  sieb  von 
ihr  in  der  Hauptsache  durch  das  etwas  diinklere  Rot  der  01)erseite,  die  etwas  kräftigere  Zeichniing  und  das  J'^eh- 
len  der  für  die  tyjiische  eurynome  charakteristische  olivengrüne  Tönung  der  Unterseite  namentlich  der  Hllgl,  die 
anstatt  dessen  rötlich  braun  l)ewölkt  ist.  Alle  Flecken  sind  mehr  oder  weniger  vollkommen  versilbert.  Spann¬ 
weite;  4,5,  $  4,8  cm.  Ihre  Heimat  sind  die  Sierra  Nevada  in  Kalifornien  und  die  höhertm  Gebirge  von  Nevada 
(Morrison). 

A.  egleis  Bsd.  ($  =  mormonia  Bsd.,  nenoquis  Reale.)  (86  e).  Vflgl  etwas  mehr  gestreckt  als  }m\euryno)ue.  e.jlcbs. 

(J:  Oberseite  satt  rotgelb,  mit  mäßig  verdunkeltem  Wurzelfeld,  ziemlich  kräftiger  Zeichnung  aller  Figl  und  kon¬ 
tinuierlicher  Mittelbinde  der  Hflgl.  Vflgl-Unterseite  blaß  rotgelb  mit  leicht  graugelber  Spitze;  Wurzel  und  Ird 
der  Vflgl  bis  zur  Mediane  sowie  die  Medianadern  selbst  rötlich  angehaucht ;  die  Wurzel  nicht  selten  ausgesprochen 
rot.  Die  Submarginal-  und  Apicalflecken  mit  oder  ohne  Silber.  Hflgl  bis  zum  Außendrittel  braun,  gelegent¬ 
lich  purpurfarbig  bewölkt.  Die  Sidjinarginalbinde  bräunlich  gelb.  Die  Flecken  der  Unterseite  mit  oder  ohne 
Silber,  im  letzteren  Falle  hell  ledergell).  $  nicht  viel  vom  ^  abweichend  durch  die  bleichere  Grundfärbung  und 
oft  ausgedehntere  Verdüsterung  des  Wurzelfeldes.  Die  Rotfärbung  der  Vflgl-Unterseite  intensiver,  und  di(‘ 
purpurbraune  Schattierung  der  Innenhälfte  der  Hflgl  ebenfalls  dunkler.  Silberfleckung  Avie  beim  stark  Amri- 
ierend;  die  Flecken  nicht  selten  rein  ledergelb,  ohne  jede  Spur  von  Metallglanz.  SpaniiAveite ;  cJ  5,6,  $  6, .8  cm. 

Edwards  gelang  es,  die  Art  aus  Eiern  zu  züchten,  die  er  aus  Nevada  erhalten  hatte.  Das  Ei  ist  gelb,  sein  Aufbau 
Avie  bei  den  meisten  andern  Arten  der  Gattung.  Bald  nach  dem  Schlüpfen  begeben  sich  die  Räupehen  in  die 
Wintercpiartiere.  AusgeAvachsen  ist  sie  etAva  3  cm  lang,  grau,  braun  gesprenkelt,  mit  auf  beiden  Seiten  Av^eiß 
umrandetem  Rückenstreifen.  Die  Dornen  und  Borsten  sind  verhältnismäßig  kurz,  auf  dem  Rücken  trüb  Aveiß- 
lich,  die  übrigen  gelblich,  alle  mit  scliAA^arzer  Spitze.  Füße  hellbraun,  Kopf  vorn  scliAvarz,  hinten  gelb,  scliAA'arz 
behaart.  Pp  ganz  ähnlich  derjenigen  der  aiidern  bekannten  Arten,  die  Flgldecken  dunkelglänzend,  egleis  AA'urde 
zuerst  von  Dr.  Behr  ohne  Namen  beschrieben,  der  sie  in  seiner  Abhandlung  über  kalifornische  Argynniden 
(1862)  als  ,,Nr.  5“  bezeichnete  imd  sie  mit  seiner  ,,Nr.  4“  verglich,  die  er  später  montivaga  nannte,  egleis  ist 
viel  häufiger  als  die  letztere.  Erst  im  -Jahre  1869  gab  Dr.  Boisduval  der  Art  den  Namen  egleis,  indem  er  zu¬ 
gleich  die  Abart  irene  Bsd.  aufstellte.  Ueber  egleis  sagt  der  Autor,  daß  nach  Aveit  über  100  Exem]>laren  zu  ur-  ireyie. 
teilen,  die  er  vergleichend  untersuchte,  die  Art  so  sehr  variiert,  daß  selbst  nach  Ausscheidung  der  Stücke,  die  er 
als  irene  bezeichnen  Iconnte,  noch  immer  eine  größere  Anzahl  verblieb,  die  alle  möglichen  Uebergänge  unter¬ 
einander  aufweisen.  Stücke  von  Br.^dley  (Kalifornien)  sind  meist  ganz  dunkel,  mehr  braun  als  rotgelb,  die 
gewöhnlich  mit  heller  Silberfleckung.  —  A.  mormonia  Bsd.  Avurde  auf  eine  $-Form  gegründet,  die  nach  Edaa'ards  mormonia. 
nichts  anders  Avar  als  ein  $  von  egleis]  er  schreibt:  ,,Die  lateinischen  Originalbeschreibungen  der  egleis  und  mor¬ 
monia  ergeben  keine  Verschiedenheit  der  Charaktere,  mit  der  Ausnahme,  daß  darnach  die  Silberflecken  der  Un¬ 
terseite  von  egleis  entAveder  mit  oder  ohne  Silber  auftreten  können,  Avährend  mormonia  immer  silbergeschmückt 
ist.  Ein  Vergleich  der  Type  von  egleis  und  der  ($)  Type  von  Boisduval  mormonia.  ergibt  keine  Aveiteren 
Unterschiede  als  sie  verschiedenen  Geschlechtern  zukommt“.  (Edwards). 


2.  Untergattung:  Brenthis  Hbn. 

A  myrina  Cr.  (=  myrissa  Godt.).  (86 f)  Oberseite  rotgelb,  breit  seliAvarz  umrandet,  mit  ziemlich  scliAA-acher '})?yrüja. 
Zeichnung,  namentlich  der  Hflgl.  Vflgl-Unterseite  rötlichgelb,  am  Ird  etAvas  aufgehellt,  mit  tief  rostbrauner 
BeAvölkung  der  Flglspitze  und  des  oberen  Außenrds.  Die  Marginalflecken  sind  leicht  versilbert.  Hflgl  rostbraun, 
mit  ledergelber  Marmorierung  und  kleinen,  aber  deutlich  ausgeprägten,  stark  glänzenden  Silberflecken.  Der 
breite  Raum  zAvischen  der  Mittelbhide  und  den  Saummöndchen  ist  in  der  Mitte  ledergelb,  unter  dem  Apex  und 
über  dem  Anahvinkel  tief  dunkelbraun  bcAvölkt.  $  etwas  blasser,  sonst  Avie  G-  SpamiAveite :  G  $  4,4  cm.  Ei 
kegelförmig,  etAva  um  %  liöher  als  breit,  mit  16 — 17  Verticalrij)pen  und  einer  Anzahl  dazAvischeii  eingelagerter 
feiner  Querleisten.  Die  Farbe  ist  blaß  grünlichgelb.  Die  erAvachsene  Rp  ist  Avalzenförmig,  am  oberen  Ende 
etwas  verdickt,  etAva  2  cm  lang,  dunkel  olivenbraun  mit  grüner  Zeichnung  und  fleischigen,  mit  scharfen,  in 
einem  Winkel  von  45  Grad  abstehenden  Spitzen  versehenen  Dornen,  deren  vordere  etAva  viermal  länger  sind 
als  die  übrigen.  Pp  gelblich  braun,  dunkel  gesprenkelt,  die  Flecken  am  Thorax  und  auf  den  A'orderen  ZAvei  Ab- 
dommalsegmenten  mit  deutlichem  Perlmutterglanz,  myrina  hat  in  Nord-Amerika  südlich  des  Polarkreises 
eine  ungemein  weite  Verbreitung,  ohne  daß  es  zu  nennensAverten  Variationen  gekommen  AA'äre.  Darin  unter¬ 
scheidet  sie  sich  von  der  europäischen  sehne,  der  sie  in  mancher  Hinsicht  nahesteht.  Sie  findet  sich  in  Nord-Ame¬ 
rika  überall  von  den  NeAV  England  Staaten  Avestlich  bis  Montana,  und  in  ganz  Canada  von  Nova  Scotia  bis  nach 


422 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  Lehtviann. 


triclaris. 


ossianus. 


lielena. 


moniinus. 


cliarlclea. 


Alaska;  in  südlicher  Richtung  ist  sie  von  New  England  durch  New  York  und  New  Jersey  auf  den  höheren  Er¬ 
hebungen  der  Alleghanies  bis  nach  Virginia  und  North  Carolina  vorgedrungen. 

A.  triclaris  Hhn.  (=  ossianus  Bsd.)  (Bd.  1,  Taf.  67  g)  wird  von  vielen  Autoren  als  eine  Form  der  A. 
apliirape  betrachtet,  von  der  sie  durch  die  klarere  Grundfärbung,  die  feine,  aber  sehr  scharfe  Schwarzzeichnung 
der  Oberseite  sowie  durch  die  von  der  Grundfarbe  sehr  deutlich  sich  abhebende  Zeichnung  der  Hflgl-Unterseite 
abweicht.  A  oben  licht  rotgelb,  an  der  Wurzel  der  Vflgl  und  am  Ird  der  Hflgl  dicht  schwarz  bestäubt.  Die  Schwarz¬ 
zeichnung  feiner  als  bei  myrina,  namentlich  der  Außensaum  ganz  schmal,  mit  einer  Reihe  darauf  aufsitzender, 
pfeilspitzenförmiger  Kappen.  Das  Mittelfeld  aller  Figl  mit  verhältnismäßig  großen,  sehr  regelmäßigen  und  mit 
dem  Grund  lebhaft  kontrastierenden  Pimktreihen.  Die  hellen  Flecken  des  Mittelbandes  der  Hflgl-Unterseite 
erscheinen  oberseits  als  leichte  Aufhellungen  der  Grundfarbe.  Vflgl-Unterseite  rotgelb,  mit  rostbrauner  Ein¬ 
lagerung  an  der  Spitze  und  hellerem  Außenrd.  Vflgl  rostbraun,  mit  zwei  lichtgelben  Makeln  nahe  der  Wurzel, 
einer  stark  gebogenen  gelben  Mittelbinde,  und  einer  breiten  blaß  ledergelben  Einlagerung  in  der  Mitte  des  Außen- 
rds.  Alle  Flecken  ohne  Silber.  $  meist  blasser  als  die  zwischen  Randmöndchen  und  Saumlinien  sichtbare 
Marginalflecken  stark  verblaßt,  oft  weißlich.  Die  Reihe  schwarzer  Punkte  im  Mittelfelde  wie  beim  sehr  deut¬ 
lich,  regelmäßig  und  verhältnismäßig  groß.  Auf  der  Hflgl-Unterseite  tritt  die  Zeichnung  noch  schärfer  hervor 
als  beim  in  der  Form  dreier  scliarfbegrenzter,  unregelmäßiger  gelber  Fleckenbinden,  die  nahe  der  Wurzel 
und  auf  beiden  Seiten  des  Discus  den  dunklen  Grund  unterl^rechen.  Die  runden  Postdiscalflecken  der  Oberseite 
treten  auch  unterseits  auf  in  der  Gestalt  kleiner  Aeugelchen,  die  ebenso  wie  die  kleinen  Marginalfleckchen 
l)laßgelb  sind,  mit  ganz  schwachem  Silberglanz.  Spannweite  :  8,  ?  4  cm.  Die  früheren  Stände  sind  in  Amerika 

noch  nicht  beobachtet  worden,  triclaris  hat  seine  Heimat  hauptsächlich  im  arktischen  Teil  von  Nord-Amerika 
(Labrador  etc.),  tritt  aber,  wenn  auch  ziemlich  selten,  auch  weiter  südlich  in  den  höheren  Lagen  der  Felsen- 
gebirge  in  Colorado  auf.  —  Die  häufigere  Labrador-Form  wird  mit  der  Form  ossianus  Hhst.  identifiziert,  die 
auch  aus  dem  arktischen  Skandinavien  und  Sibirien  als  recht  veränderliche  Form  der  aphirape  bekannt  ist. 
Sie  ist  oberseits  blasser  gelb  als  triclaris]  Unterseite  lebhafter  gezeichnet,  namentlich  auf  den  Vflgln,  und  mit 
größeren,  deutlicheren,  gelben,  leicht  versilberten  Randaugen. 

A.  Helena  Edw.  (87  e)  erscheint  nahe  verwandt  mit  der  sibirischen  Form  der  A.  selenis  Ev.,  von  der 
sie  sich  durch  bedeutend  hellere  Färbung  und  feinere  Zeichnung  der  Oberseite  unterscheidet.  oben  ziemlich 
trüb  rotgelb,  an  der  Wurzel  der  Vflgl  und  dem  Ird  der  Hflgl  stark  schwarz  beschattet.  Die  schwarze  Zeichnung 
der  Oberseite,  namentlich  der  Außensaum,  bedeutend  schwächer  als  bei  m.yrina.  Vflgl-Unterseite  blaß  rotgelb, 
an  der  Spitze  rostbraun  bewölkt.  Hflgl  satt  ockerbraun,  mit  2 — ^3  kleinen  hellen  Wurzelfleckchen,  mit  sehr  deut¬ 
lich  abgegrenzter  Mittelbinde,  deren  Bestandteile  an  der  Costa  und  am  Zellende  besonders  hell,  fast  ledergelb 
erscheinen,  und  mit  einer  Reihe  ziemlich  kleiner  gelber  Marginalfleckchen.  $  oben  ganz  wie  (J,  nur  von  bläs¬ 
serer  Grundfärbung;  die  helle  Zeichnung  der  Unterseite,  besonders  der  Hflgl  ist  viel  deutlicher  ausgeprägt, 
hochgelb,  stärker  mit  dem  dunklen  Untergrund  kontrastierend,  lielena  ist  eine  alpine  Art  der  Felsengebirge  Nord- 
Amerikas,  die  von  New  Mexico  bis  Colorado  und  Montana  häufig  ist.  In  ihrem  südlichen  Verbreitungsgebiet, 
New  Mexico  und  Colorado  steigt  sie  bis  zu  Höhen  von  4000  Metern,  in  Montana  wh’d  sie  schon  bei  2100  Metern 
Meereshöhe  angetroffen.  Sie  ist  eine  ziemlich  variable  Art;  namentlich  auf  der  Unterseite  weichen  die  Stücke 
vielfach  in  Intensität  der  Färbung  sowie  der  mehr  oder  weniger  deutlichen  Fleckung  aln  helena  ist  durch  Young 
auch  in  Alaska,  im  Gebirge  zwischen  Forty-Mile  und  Mission  Creeks,  im  Juli  1899  erbeutet  worden.  Die  dort 
fliegende  Form  ist  etwas  kleiner  als  typische  lielena,  und  etwas  weniger  lebhaft  gefärbt. 

A.  montinus  *S'c?<Jder  (87  f ).  cJ  oben  rotgelb,  ganz  ähnlich  der  A.  c/w-nc/eu,  von  welcher  sie  nach  einigen 
Autoren  eine  seit  langer  Zeit  abgetrennte  Lokalform  darstellt,  aber  bedeutend  dunkler.  Unterseite  der  Hflgl 
tief  rostbraun,  von  weißen  Linien  und  Flecken  lurterbrochen ;  charakteristisch  ist  ein  dicker  weißer  Strich 
am  Zellende  und  ein  kleiner  ebensolcher  Fleck  an  der  Wurzel.  Marginalfleckenreihe  weiß,  leicht  versilbert. 
$  dem  d'  ganz  ähnlich,  aber  größer  und  mit  bleicherem  Kolorit  der  Oberseite.  Spannweite  :  $  4,5  cm.  monti- 

nus  findet  sich  in  den  östlichen  Vereinigten  Staaten  ganz  isoliert  auf  den  unwirtlichen  Felsengipfeln  des  Mount 
Washington  und  der  höchsten  umliegenden  Erhebungen  der  White  Mountains  in  New  Hampshire.  Sie  ist 
ebenso  wie  die  arktische  Flora  ihrer  Umgebung  wohl  ein  Ueberbleibsel  aus  der  Eiszeit,  möglicherweise,  wie 
Strecker  meint,  ein  Abkömmling  der  arktischen  cliariclea,  die  sich  in  ihrer  langen  Abgeschlossenheit  zu  der  jetzi¬ 
gen  distinkten  Form  entwickelte.  Sie  gleicht  am  meisten  der  Wyoming-Form  der  cliariclea. 

A.  chariclea  Schn.  (Bd.  1,  Taf.  68  c).  S  oben  rotgelb  mit  breiter  Schwarzzeichnung  und  stark  verdüster¬ 
tem  Wurzelfeld  beider  Figl.  Vflgl-Unterseite  blaß  rötlichgelb,  am  Apex  und  Außenrd  rostl>raim  bewölkt.  Hflgl- 
Unterseite  purpurbraun,  weißgelb  durchwirkt  und  von  einer  aus  unregelmäßigen  hellgelben  Flecken  bestehenden 
Mittelbinde  durchzogen.  Die  Saumflecke  sowie  2 — 3  Wurzelfleckchen  sind  weiß,  gelegentlich  von  schwachem 
Silberglanz,  meist  fettig  glänzend.  $  unterscheidet  sich  vom  S  durch  lu’eitere  und  dunklere  Schwarzzeichnung 
namentlich  des  Außenrds,  und  die  häufig  auftretende  stark  schwärzliche  Ueberpuderung  der  Oberseite  aller 
Figl;  auf  der  Hflgl-Unterseite  sind  die  Flecken  deutlicher  und  heben  sich  schärfer  von  dem  Grund  ab.  Spann¬ 
weite:  A  >1,8)  $  4,4  cm.  Ueber  die  früheren  Entwicklungsstadien  ist  nichts  bekannt,  chariclea  ist  eine  zirkum- 
polare  Art  des  hohen  Nordens,  die  sowohl  im  arktischen  Skandinavien  und  Rußland  bis  nach  dem  nördlichsten 


ARGYNNfS.  Von  Dr.  Tn.  Lejimann. 


423 


Sibirien  (Novaja  Semlja)  als  auch  ini  arktisclien  Nord-Amerika,  von  Grönland  ))is  Labrador  und  Ncnv  Found- 
land  vorkommt  und  im  Westen  des  Kontinents  sogar  ziemlich  weit  nach  Süden  vorgedrungen  ist.  Während  sie 
in  der  östlichen  Hemisphäre  ziemlich  lokal  und  vereinzelt  vorkommt,  ist  sie  in  Amerika  recht  häufig  auf  den 
oberen  Kämmen  der  Felsengebirge,  im  Yellowstone  Park,  in  British  Columbia  und  Alberta  (Un)gegend  von 
Banff  und  Laggan).  Sie  neigt  stark  zur  Bildung  von  Variationen:  die  außergewöhnlich  stark  verdüsterte  var. 
obscurafa  M.  Lachl.  ist  nach  A.  polaris  wohl  die  am  weitesten  nach  Norden  vordringende  Aiyjyntiis',  sie  findet  ohscura/a. 
sich  auf  Grinnels  Land  und  den  umliegenden  Inseln  bis  zum  80.  Grad  nördlicher  Breite,  wähi'end  in  Grönland 
bei  Port  Foulke  und  Ivigtut  an  der  Süd-Westküste,  und  an  der  Ostküste  zwischen  dem  74.  uikI  70.  Grad  die 
auch  auf  Novaja  Semlja  heimische  var.  arctica  Zettersted  (Bd.  1,  d’af.  08  b)  vorkommt.  Fine  völlig  mit  der  grön-  ardi/xt. 
ländischen  arctica  übereinstimmende  Form  winde  von  Young  auch  in  Alaska  erbeutet,  wo  sie  im  Juli  zusammen 
mit  pales  alaskerisis  Holl,  und  helena  Edw.  in  den  Gebirgen  zwischen  Forty-Mile  und  Mission  Creeks  flog.  —  J)ie 
Form  von  Labrador  und  dem  Felsengebirge  wurde  als  A.  boisduvali  Dup.  beschrieben,  arctica  aus  Grönland  hoisduvali. 
weicht  nach  der  Beschreibung  des  Autors  von  boisduvali  und  typischen  euro])äische)i  chariclea  konstant  auf  der 
Hflgl-Unterseite  ab  in  der  Form  des  »Siiberfleckens  im  4.  Felde  der  Mittelbinde,  der  ungewöhnlich  groß,  rein¬ 
weiß,  dreieckig  und  nach  außen  in  eine  scharfe  8])itze  ausgezogen  ist,  und  weit  ülier  den  Silberfleck  des  3.  Feldes 
hinausreicht.  Damit  stimmt  auch  die  Novaja  Semlja  Form  völlig  überein.  • —  Als  eine  aberrative  Form  der 
arctica  wird  butleri  Edw.  erwähnt,  die  durch  dunklere  Färbung  der  Oberseite  und  den  einfarbig  rotbraunen  hutlcri. 
Außenteil  der  Hflgl-Unterseite  auffällt.  Sie  findet  sich  neben  der  Hauptform  im  westlichen  Teil  des  arktischen 
Amerika  (Kotzebue  Sund,  07 — 08"  N.  Breite),  sowie  auf  Novaja  Semlja.  boisduvali  Duponchel,  die  von  Fdwarüs, 

Holland  u.  a.  als  besondere  Art  aufgefaßt  wurde,  ist  nicht  immer  leicht  und  mit  Sicherheit  von  chariclea  zu  un¬ 
terscheiden,  haujitsächlich  durch  die  dunklere  und  am  Aidlenrd  und  der  Wurzel  mehr  verdüsterte  Grundfarlie, 
den  violetten  Anflug  der  hellen  Streifen  und  die  starke  gelb-  oder  rotliraune  Ueberjiuderung  der  Medianbinde 
der  Hflgl-Unterseite.  Spannweite:  3,8,  $  4,4  cm.  Labrador  bis  British  Columbia,  auch  Alaska. 

A.  pales  Schiff.  (Bd.  1,  Taf.  07  i)  ist  eine  weitere  zirkumpolare  Art,  die  über  ganz  Nord-Europa,  Mittel-  p«/cs. 
und  Nord-Asien  verbreitet  ist  und  in  den  letzten  Jahren  auch  in  Amerika  (Alaska)  aufgefunden  wurde.  Stücke, 
die  aus  dem  nordöstlichen  Teil  Alaskas  (69"  40'  nördl.  Breite  und  141"  westl.  Länge)  kamen,  zeigen  beim  ^ 
feurig  rotgelbe  Färbung  mit  mäßig  kräftiger  Scbwarzzeichnung,  dunkel  bestäubter  Wurzel  der  Vflgl,  und  breit 
grün-schwarzer,  bis  zum  Zellapex  und  fast  bis  zum  Analwinkel  reichender  Verdüstei'ung  der  Hflgl.  Der  innere 
Teil  aller  Figl  stark  behaart.  Die  Unterseite  nähert  sich  in  der  ungemein  bunten  Zeichnung  der  Hflgl  derjeni¬ 
gen  der  Form  eupales  Frühst.  (Bd.  1,  Taf.  68  b).  Vflgl  blaß  rotgelb,  nach  außen  leicht  aufgehellt,  mit  rotbraunem 
Wischfleck  am  Apex  und  oberen  Teil  des  Außenrds  und  ganz  schwach  durchscheinender  Schwarzzeichnung, 

Hflgl  zimmtbraun,  mit  grünlich-gelben  Makeln  an  der  Wurzel,  einer  stark  gezähnten  und  gekerbten  gelblich¬ 
grünen  Mittelbinde  und  ebensolchen  Einlagerungen  in  der  Mitte  und  am  oberen  Teil  des  Außenrds.  Die  Median- 
t'lecke  der  Oberseite  wiederholen  sich  in  der  Form  kleiner  schwarzgeringter  Aeugelchen ;  Marginalflecken  schwach 
versilbert,  ebenso  einige  Flecken  im  Mittelfeld  und  an  der  Wurzel.  Die  Grundfärbung  des  $  ist  etwas  blasser 
als  die  des  die  Schwarzzeichnung  breiter  und  die  grünlich-schwarze  Verdüsterung  noch  weiter  ausgedehnt. 

Unterseite  wie  beim  A,  dio  bunte  Zeichnung  der  Hflgl  noch  deutlicher  ausge[)rägt,  indem  die  grünlichen 

Binden  und  Flecken  schärfer  mit  der  etwas  dunkleren  Grundfärbung  kontrastieren.  Spannweite  3  mm.  —  Fine 
etwas  abweichende  Form  aus  dem  mittleren  Alaska  wurde  als  ab.  alaskensis  Holl.  (87e)  beschrieben,  von  der  alaskensis. 
1  S  du  Juli  1899  im  Clondyke-Distrikt  in  den  Gebirgen  zwischen  Forty-Mile  und  Mission  Creeks  crlieutet  wurde. 

Von  der  nördlicheren  Form  und  typischen  pales  aus  Europa  weicht  sie  durch  die  sehr  lebhafte  Färbung  und  die 
feine,  im  Mittelfelde  teilweise  verloschene  Zeichnung  der  Oberseite  ab.  Die  Verdüsterung  des  Wurzelfeldes 
beider  Figl  ist  viel  weniger  ausgedebnt,  und  erreicht  höchstens  die  Mitte  der  Zelle.  Die  Oberseite  kommt  der¬ 
jenigen  von  2}f<les  generator  Stgr.  aus  Zentral- Asien  am  nächsten.  Die  Unterseite  entspricht  ganz  derjenigen 
normaler  jjnles.  Spannweite:  33  mm. 

A.  freya  Thunberg  (Bd.  1,  Taf.  68  c)  ist  eine  Art  von  ungeheurer  Verbreitung,  die  sich  vom  nördlichen  hreya. 
Skandinavien  durch  Rußland  und  Sibirien  bis  nach  dem  nördlichen  Nord-Amerika  überall  auf  l’orfmooren 
und  Sumpfwiesen  findet,  ohne  nennenswerte  Variationen  zu  bilden.  Denn  Stücke  aus  dem  Yellovstone  Park 
sind  in  nichts  von  solchen  aus  Lappland  oder  Sibirien  zu  unterscheiden.  Ihre  Verbreitung  in  Amerika  aber 
zeigt  eine  merkwdirdige  Abweichung  von  derjenigen  in  der  Alten  Welt:  Während  sie  nämlich  in  Europa  völlig 
der  arktischen  Region  angehört  und  kaum  südlicher  als  bis  zum  59ten  Breitengrade  zu  finden  ist,  ihre  Nord¬ 
grenze  aber  erst  am  70ten  Grade  erreicht,  fliegt  sie  in  Ostasien  noch  zwischen  dem  60.  und  50.  Grade  nörd¬ 
licher  Breite  und  dringt  in  Nord-Amerika  bis  wenigstens  zum  40ten  Grad  nach  Süden  vor  (auf  df^n  höchsten 
Erhebungen  der  Rocky  Mountains  in  Colorado);  ihre  nördliche  Grenze  findet  sie  in  Amerika  etiva  auf  dem 
64ten  Grad  am  Forty  Mile  Creek  im  Clondyke- Gebiet  (’Young).  Diese  Erscheinung  ist  nur  zu  erklären  durch  die 
auf  den  nach  Süden  sich  erstreckenden  Gebirgsketten  der  Rocky  Mountains  stattfindende  Modifikation 
der  klimatischen  Verhältnisse  und  der  dadurch  bedingten  Flora.  Die  Oberseite  der  freya  ist  hell  rotgelb,  mit  stark 
verdimkelter  Wurzel  der  Vflgl  und  Innenhälfte  der  Hflgl.  Alle  Zeichnungen  sind  sehr  kräftig.  Vflgl-Unterseite 
sehr  hell  rotgelb,  mit  gelblicher,  rotbraun  bewölkter  Spitze.  Hflgl  unten  rostbraun,  innen  gelb  durchwirkt, 
mit  bleichgelben  oder  weißlichen  Makeln  und  Strichen  und  einer  Reilie  kleiner  Randmöndchen,  alle  schwach 


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ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  Lehmann. 


farqubiius.  versilbert.  Spannweite;  3,5  cm.  —  tarquinius  Ctirt.  bezieht  sich  auf  Stücke  aus  British  Columbia  und  den  nörd¬ 
lichen  Distrikten,  die  nur  wenig  dui’ch  ihre  geringere  Größe  von  der  Hauptform  abweichen. 

polaris.  A.  polaris  Bsd.  (87  f,  Bd.  1,  Taf.  71  e)  ist  der  vorigen  Art  ähnlich,  aber  veränderlicher.  Oberseite 

trül)  rotgelb,  mit  starker  Verdüsterung  des  Wurzelfeldes  aller  Figl  und  breiter,  verschwommener  Zeichnung  der 
Innen  hälfte.  Das  Mittelfeld  ist  nach  aid.len  durch  eine  unregelmäßige  dicke  Wellenlinie  abgeschlossen.  Die 
sid.)marginale  Fleckenreihe  regelmäßig  und  sehr  deutlich;  der  Außensaum  ist  in  eine  Reihe  sclnvarzer,  am  Ende 
der  Rippen  stehender  Fleckchen  aufgelöst,  zwischen  denen  Streifen  der  hellen  Grundfarbe  stehen.  Vflgl-Unter- 
seite  etwas  blasser  rotgelb,  aber  fast  el)enso  deutlich  gezeichnet  wie  ol)en;  das  Saumfeld  ist  mit  einer  Reihe 
gelblich-weißer,  senkrecht  auf  dem  Saume  stehender  Striche  gezeichnet.  Hflgl  dunkel  rostbraun  mit  deutlich 
vom  Grund  sich  aldiebenden,  weißlichen,  in  der  Wurzelhälfte  schwach  perlniutterglänzenden  Band-  und  Flecken¬ 
zeichnungen.  polaris,  die  auch  in  Euro])a  vorkommt,  ist  die  am  Aveitesten  nach  Norden  gehende  Argynnis. 
In  Aniej'ika  findet  sie  sich  von  Labrador  bis  Grönland  (bis  8F’  52'  nördlicher  Breite)  nnd  in  Alaska  bis  etwa 
zum  7bten  Breitengrade,  während  sie  m  Europa  den  71ten  Grad  erreicht.  Die  grönländische  Form,  von  welcher 
eine  Anzahl  von  Exemplaren  durch  die  2.  Norwegische  Arktische  Expedition  der  ,,Fram,,  ( 1898 — 1902)  auf  Elles- 
aniericana.  mere  Land  im  Juni  und  Juli  erbeutet  wurden,  und  die  als  v.  americana  Strand  beschrieben  Avurde,  variiert 
bedeutend  in  der  Größe  (von  34 — 45  mm).  Von  der  finnmärkischen  Form  Aveicht  sie  nach  ihrem  Autor  durch 
die  folgenden  konstanten  Merkmale  der  Hflgl-Unterseite  ab:  Bei  iiorAvegischen  Exemplaren  ist  in  der  Mittel¬ 
binde  der  Aveiße  Fleck  in  Zelle  7  an  der  Innenseite  tiefer  eingeschnitten  und  in  ZAvei  schärfere  Spitzen  ausgezogen; 
im  Saumfeld  ist  der  helle  Wüschfleck  an  Ri])])e  4  meist  dentlicher,  und  der  hinterste  der  AA^eißen  Wurzeiflecke 
(in  Zelle  1  c)  ist  länger  und  nach  außen  scharf  zugespitzt,  Avährend  er  bei  grönländischen  Stücken  breit  abgerundet 
oder  quer  abgeschnitten  ist.  Endlich  scheint  der  Lichtstreif  im  äußeren  ZAvischenfeld  bei  der  europäischen 
Form  etwas  tleutlicher  zu  sein.  Exemplare,  die  Herrn  Prof.  Seitz  aus  Nord-Ost  Alaska  (69^  40'  nördl.  Breite) 
zugingen,  Aveisen  keine  nennensAverten  Lhiterschiede  von  der  paläarktischen  Form  auf. 

jrigga.  A.  frigga  TJmnhg.  (Bd.  1,  Taf.  08  c).  d' gleicht  oberseits  etwas  der  vorigen ;  hellrotgelb,  mit  breiter,  etAA'as  ver- 

scliAA oniniener  Zeichnung;  die  sclnvarzen  Randnionde  fließen  zu  einem  dünnen,  verscliAVom menen  Streifen  zusam¬ 
men  ;  ])arallel  mit  ihr  steht  die  sulnnarginale  Fleckenreihe.  Vflgl  an  der  Wüirzel  und  die  inneren  zw^ei  Drittel  der  Hflgl 
tief  braun  beschattet.  Die  Unterseite  ist  leicht  kenntlich  an  dem  breit  zimmtbraAinen  Apex  und  Außensaum  dersonst 
l)laß  rotgelben,  am  Zellende  hell  gelb  gefleckten  Vflgl.  Hflgl  zinimt-  bis  rostbraun,  mit  purpurgrauer  Aufhellung 
des  Außendrittels,  namentlich  auffallend  am  Außenwinkel.  Die  Mittelbinde  ist  braun  bestäubt  Aind  oft  nur  an¬ 
gedeutet  durch  einige  von  der  Grundfarbe  sich  mehr  oder  Aveniger  undeAitlich  aljhebende,  dunkel  überstäubte, 
unregelmäßige  Makeln.  An  der  Cf)sta  liefindet  sich  nahe  der  Wurzel  ein  größerer,  stark  hervortretender,  rhom- 
Ijischer  Fleck  von  Aveißlicher  Färbung.  $  nur  Avenig  vom  A  verschieden  durch  die  etAAuis  hellere  und  schärfer 
ausgeprägte  Fleckung  der  Hflgl-Unterseite.  S])annweite :  4 — 5  cm.  frigga  ist  ebenso  Avie  die  beiden  vorhergehen¬ 
den  eine  zirkumpolare,  ziemlich  variable  Art,  die  sowohl  aus  Europa  (Finnland)  und  Sibirien  bis  Novaja  Seinlja 
als  auch  aus  dem  arktischen  Amerika  bekannt  geAvorden  ist;  auf  der  Avestlichen  Halbkugel  dringt  sie  bis  etwa 
Saga,  zum  40ten  Grade  (in  Golorado)  nach  Süden  vt)r.  Mehrere  Lhiterarten  sind  beschrieben  Avorden :  —  saga  Stgr. 
ist  die  südlichste  Form,  die  sich  \"on  Colorado,  aau)  sie  selten  ist,  l)is  zum  03.  Breitengrade,  und  AH)m  Felsengebüge 
bis  nach  Labrador  findet.  Sie  unterscheidet  sich  von  der  Hau])tfoi‘m  durch  die  partielle  Verdunkelung  der  hellen, 
Aveißlichen  oder  gelben  Partien  der  Hflgl-Unterseite  (woran  al)er  der  große  costale  Fleck  nicht  teil  nimmt, 
unproha.  der  selbst  bei  der  noch  vollkommener  verdunkelten  var.  improba  Aveiß  bleibt).  — ■  improba  Btlr.  ist  eine  bedeu¬ 
tend  kleinere,  nördliche,  rein  arktische  Form  Amerikas,  die  sich  auch  im  äid.lersten  Norden  Sibiriens  findet 
(MaPvKHAm),  und  soaa'oIü  im  Osten  als  im  Westen  des  amerikanischen  Festlandes  bis  zum  08.  Breitengrade  geht 
(Richardson)  ;  von  der  Hau])tform  weicht  sie  durch  bedeutend  dunklere  Gesamtfärbung,  die  noch  mehr  ver- 
schAA'omniene  Zeichnung,  die  etAvas  lebhafter  gelbliche,  rostbraun  bestäubte  Mittelbinde  und  den  scliAvach 
bläulichen  Ton  des  costalen  Flecks  der  Hflgl-Unterseite  ab.  Ein  $  (aus  Baffinsland)  des  Tring  Museums  mißt 
nur  35  mm.  ■ —  Ein  $,  das  Herr  Prof.  Seitz  aus  dem  nordöstlichen  Alaska  (09^*40'  nördl.  Breite,  14UAA"estl.  Länge), 
aAskcnsis.  erhielt,  =  alaskensis  fa.  nov.  (87  c),  zeichnet  sich  durch  die  bedeutende  Größe  (50  mm)  und  die  viel  hellere. 

blaß  rötlich-gelbe  Gesamtfärbung  namentlich  der  Vflgl  aus.  ZAvar  ist  die  Mittelbinde  der  letzteren  kräftig  und 
etAvas  verscliAVommen,  aber  das  Wurzelfeld  ist  nur  Avenig  verdunkelt,  und  die  Postdiscalfleckenreihe  verhält¬ 
nismäßig  gering  ausgeliildet.  In  starkem  Kontrast  dazu  stehen  die  Hflgl,  anf  denen  die  nineren  zAA'ei  Drittel 
fast  völlig  dunkel  grauscliAvarz  erscheinen,  mit  alleiniger  Ausnahme  von  3  kleinen  Makeln  der  Grundfarbe 
außerhalb  der  Mittelzelle.  Die  Außenrdszeichnung  aber  ist  nur  scliAvach  ausgebildet.  Die  Unterseite  im  allge¬ 
meinen  ebenfalls  heller  als  bei  den  veiw'andten  Formen ;  die  Zeichnung  der  Hflgl  schärfer  ausgeprägt,  die  helle 
Mittelfleckenbinde  ziemlich  deutlich,  rostbraun  bestäidit,  ähnlicli  Avie  bei  saga,  und  außen  \mn  ehiem  breiten, 
auffallend  dunkel  zimmtbraunen  Bande  begrenzt.  Sonst  ist  die  Unterseite  AAÜe  bei  normalen  Stücken. 

hcllona.  A.  bellona  F.  (87  f)  ist  im  Gegensatz  zu  den  zuletzt  beschriebenen  Formen  eine  rein  amerikanische 

Art.  Die  Vflgl  sind  unter  dem  Apex  stumpf  eckig  ausgeliogen.  Oberseite  rotgelb,  die  sclwarzen  Zeichnungen 
der  Wurzelhälfte  mehr  oder  Aveniger  zusammenfließend,  in  der  Außenhälfte  Aveniger  kräftig  entAvickelt.  Vflgl- 
Unterseite  hell  rotgelb,  Spitze  und  Außenrd  purpurbraun  bcAvölkt.  Hflgl-Unterseite  rostbraun,  in  der  Wurzel- 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  Lehmann. 


425 


•  Ausgegeben  10.  VI.  1913. 

hälfte  hell  und  dunkel  marmoriert,  in  der  Außenhälfte  purpurfarbig  übergossen,  mit  2  Reihen  dunkel  rostbraun 
begrenzter  Medianflecken,  einer  Mittelbinde  kleiner,  dunkelbraun  geringter  Augen fleckchen  und  einer  Reihe 
submarginaler  Kappen  von  gleicher  Farbe.  An  der  Costa  nahe  der  Wurzel  ein  großer,  blaß  violetter  Rhombus. 
Spannweite:  4,2 — 4,5cm.  DasEi,  sowie  die  junge  Rp  gleichen  völlig  denen  der  A.  myn  na;  im  erwachsenen  Zu¬ 
stand  jedoch  weicht  letztere  vonder  m^nna-Rp  dadurch  ab,  daß  die  Dornen  des  zweiten  Körperrmges  von  gleicher 
Länge  sind  wie  die  übrigen.  Nach  Mbad  gleicht  sie  mehr  der  Rp  der  A.  cybele  als  der  myrina,  was  als  ein  weiterer 
Hinweis  auf  die  Hinfälligkeit  der  Abtrennung  dieser  Gruppe  als  eigene  Gattung  Brenthis  zu  gelten  hat.  bellona 
ist  überall  gemein  in  den  Vereinigten  Staaten,  von  den  Alleghanies  in  Virginia,  wo  sie  nur  in  den  höheren  Gebirgs¬ 
lagen  vorkommt,  bis  nach  Canada,  und  geht  in  westlicher  Richtung  bis  an  den  Fuß  der  Felsengebirge.  Sie  fliegt 
gewöhnlich  mit  A.  myrina,  die  leicht  von  ihr  zu  unterscheiden  ist  durch  die  Silberfleckung  der  Unterseite,  die 
bei  bellona  fehlt. 


A.  epithore  Bsd.  (86  f)  ist  eine  nahe  Verwandte  der  vorigen,  deren  Stelle  sie  in  den  Staaten  west-  e-pitkore. 
lieh  von  Colorado  bis  zur  pazifischen  Küste  einnimmt;  möglicherweise  ist  sie,  wie  Strecker  und  andere  ange¬ 
nommen  haben,  nur  eine  Varietät  derselben.  Die  Vflgl  sind  viel  weniger  unter  dem  Apex  ausgebuchtet;  die 
Grundfärbung  ist  heller  rotgelb,  mit  schwächerer  Schwarzzeichnung,  jedoch  ausgedehnterer  Verdüsterung  des 
Wurzelfeldes  der  Hflgl.  Unterseite  ähnlich  wie  bei  bellona,  aber  nicht  so  ausgedehnt  braunviolett,  mehr  gelb 
durchwirkt,  die  Zeichnung  der  Distalhälfte  der  Hflgl  fast  obsolet.  —  Als  var.  kriemhild  Streck,  wurde  eine  kriemhild. 
noch  mehr  ausgebleichte  Form  aus  den  trockenen,  wasserlosen  Gebirgsgegenden  von  Utah  und  Arizona  beschrie¬ 
ben. 


A.  alberta  Edw.  (87  f)  ist  unter  allen  übrigen  Argynnis-Arten  leicht  kenntlich  an  dem  verwaschenen,  trüb  cüberta. 
rötlichen  Kolorit,  auf  welchem  die  etwa  wie  bei  helena  angeordnete,  aber  stark  verblaßte  und  teilweise  fast 
ausgelöschte  Zeichnung  nur  noch  als  verschwommene  dunkle  Schattenflecke  und  Striche  auftritt.  Die  iMittel- 
binden  aller  Figl  sind  in  einzelne,  kurze  Striche  aufgelöst,  auf  den  Hflgln  kaum  sichtbar^  Die  Unterseite  ist  noch 
eintöniger  als  die  Oberseite,  blaß  rotbraun,  die  Hflgl  in  der  Außenhälfte  leicht  aufgehellt,  mit  schwach  gelblich 
bewölktem  Discus,  und  gelblich-weißen  Randfleckchen.  $  im  allgemeinen  dunkler  als  (J,  von  schiefergrauer 
bis  dunkelbrauner  Farbe,  und  mit  eigentümlichem  Fettglanz  aller  Figl.  Spannweite :  4 — 4,8  cm.  Von  den  frühe¬ 
ren  Ständen  sind  nur  das  Ei  und  die  junge  Rp  bekannt :  Das  erstere  ist  blaßgelb,  kegelförmig,  der  Durchmesser 
der  Basis  ungefähr  der  Höhe  gleichkommend,  mit  etwa  40  Längsrippen  versehen.  Inkubationszeit  währt  10 
Tage.  Das  Räupehen  überwintert  in  ganz  jungem  Zustand,  wie  bei  den  meisten  amerikanischen  Argynniden. 
alberta  ist  nicht  selten  auf  den  höheren  Gebirgen  der  Umgegend  vonLaggan,  in  der  kanadischen  Provinz  Alberta, 
nahe  der  Grenze  von  British  Columbia;  sie  fliegt  dort  zusammen  mit  der  viel  seltneren  A.  astarte,  sowie  Col. 
nastes,  Chrys.  snowi,  auf  den  steilen  oberen  Abhängen  der  Gebirge,  und  zwar  halten  sich  die  $$  gewöhnlich 
in  höheren  Lagen  auf  als  die  während  jene  in  schwerfälligem  Fluge  dahinflattern  und  sich  häufig  auf 

Blumen,  wie  Löwenzahn  u.  a.  niederlassen,  bringen  die  SE  die  meiste  Zeit  damit  zu,  rastlos  die  Abhänge  auf  und 
ab  zu  durchschwirren,  so  nahe  am  Boden,  daß  sie  auf  der  Erde  zu  gleiten  scheinen.  (Edwards). 

A.  astarte D6d.  u.  Hetv.  (=  victoria  Edw.  1891).  (86f)  Oberseite  lebhaft  rotbraun,  mit  leichter  Verdüsterung  astarte. 
des  Wurzelfeldes  der  Vflgl  und  breiter  Schwarzschattierung  der  Hflgl,  die  fast  die  ganze  Innenhälfte  verdeckt. 

Die  schwarze  Zeichnung  aller  Figl  ziemlich  kräftig.  Der  Außensaum  der  Hflgl  etwas  breiter  als  auf  dem  Vflgl, 
nur  zwischen  den  Rippen  schwach  rötlich  aufgehellt.  Die  submarginalen  Fleckenreihen  sind  klein,  etwas  ver¬ 
schwommen,  die  rundlichen  Discalflecken,  sowie  die  zackige  Mittelbinde  vorn  stärker  ausgebildet  als  auf  den 
Hflgln.  Unterseite  der  Vflgl  blaß  rotgelb,  mit  bräunlicher  Schattierung  des  Innenteils  der  Zelle,  und  kleinen, 
schwach  orangeroten  Einlagerungen  in  den  Subcostalfeldern.  Die  Zeichnung  der  Oberseite  wiederholt  sich  unter- 
seits  in  schwächerem  Maße.  Hflgl-Unterseite  schön  dunkel  orangerot,  nach  außen  allmählig  sich  aufhellend. 

Zwei  schwärzliche  Randlinien  bilden  die  äußere  Umrahmung  einer  Reihe  gelblich-weißer,  durch  die  Adern  ge¬ 
trennter  Makeln;  im  äußeren  Teil  des  Discus  eine  Reihe  kleiner,  rundlicher,  schwarzer,  proximal  undeutlich 
weiß  begrenzter  Punktf lecken.  Das  charakteristischste  Merkmal  aber  ist  das  breite  Band  unregelmäßiger,  wei߬ 
lich-gelber,  dünn  schwarzumrahmter  Makeln,  das  die  Mitte  der  Hflgl  durchzieht  und  sich  hell  von  dem  dunkel 
orangeroten  Grunde  abhebt.  $  ganz  wie  das  (J,  nur  mit  noch  kräftigerer,  nach  außen  etwas  diffuser  Zeichnung. 
astarte  nähert  sich  in  der  Größe  den  echten  Argxjnnis,  ist  aber  unzweifelhaft  der  Zeiclmungsanlage  nach  der 
Brenihis-Qxvq)])Q  zuzuteilen.  Spannweite:  5,  $  5,5  cm.  Die  Type,  nach  welcher  Doublbday  zunächst  nur  die 
verhältnismäßig  wenig  charakteristische  Oberseite  und  zwar  als  eine  neue  Melitaea  abbildete,  ohne  eine  Be¬ 
schreibung  zu  geben,  befindet  sich  im  British  Museum.  Sie  war  bereits  vor  längerer  Zeit  von  Lord  Derbys 
Sammlern,  wahrscheinlich  in  dem  gebirgigen  Teil  von  British  Columbia  aufgefunden  Avorden,  AAuirde  aber  später 
in  Kirbys  Katalog  irrtümlich  als  von  Jamaica  stammend  aufgeführt,  weshalb  sie  auch  in  Strecker’s  Katalog 
nicht  erwähnt  wurde.  Erst  später  wurde  sie  von  T.  E.  Bean  in  der  Umgegend  von  Laggan  (Alberta),  nahe 
der  brit.  kolumbianischen  Grenze,  auf  dem  51.  Breitengrad,  im  Tale  des  Bow-River  wieder  aufgefunden.  Sie 
findet  sich,  aber  immer  nur  vereinzelt,  auf  den  höchsten  Erhebungen,  nicht  unter  2800  Bieter  Meereshöhe,  Aveit  über 
der  Waldgrenze,  Ende  Juli  und  in  den  ersten  Tagen  des  August.  Sie  ist  ungemein  scheu  und  scliAA-er  zu  erbeuten, 
der  Flug  namentlich  der  SE  isf  äußerst  gewandt ;  rastlos  scliAvii-ren  sie  über  den  öden  felsigen  Abhängen  umher. 


V 


54 


426 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  Lehmann. 


youngi. 


cytJieris. 


sich  nur  selten  auf  einen  Augenblick  niederlassend,  und  die  geringste  Störung,  oder  selbst  das  bloße  Heran¬ 
nahen  des  Sammlers  scheucht  sie  auf,  um  in  wilder  Flucht  ihr  Heil  zu  suchen,  astarte  nimmt  unter  den  amerika¬ 
nischen  Arg3ainiden  eine  ziemlich  isolierte  Stellung  ein,  und  scheint  nähere  Verwandte  nur  in  Ä.  ampTiilocJms, 
elatus,  erda  des  Amurgebietes  zu  besitzen  (S.  Bd.  I,  p.  233).  Sie  ist  eine  ungemein  konstante  Art,  die  weder 
individuell  noch  in  sexueller  Hinsicht  nennenswerte  Unterschiede  aufweist. 

A.  youngi  Holl.  $  Oberseite  bleich  rotgelb;  das  Wurzelfeld  der  Vflgl  bis  zur  Zellmitte,  das  der  Hflgl 
bis  zum  Zellapex  und  Innenwinkel  dunkel  graubraun.  Auf  den  Vflgln  ist  der  Raum  zwischen  dem  Mittelfleck 
der  Zelle  und  dem  K-ähnlichen  Fleck  am  Zellende,  ebenso  wie  die  Umgebung  der  submarginalen  Fleckenreihe 
ungewöhnlich  blaß,  fast  weiß.  Hflgl  mit  breit  schwarzer  Mittelbinde,  die  nahe  dem  Ursprung  der  mittleren 
Mediane  allmählich  in  die  dunkle  schwarzbraune  Färbung  des  Wurzelfeldes  übergeht.  Außerhalb  des  Zell¬ 
apex  zwischen  dem  Medianband  und  dem  dunklen  Wurzelfeld  zwei  stark  verblaßte  viereckige  Makeln.  Fransen 
weiß,  über  den  Adern  rotgelb.  Unterseite  der  Vflgl  gleichmäßig  blaß  rotgelb  mit  nur  schwach  markierter  Zeich¬ 
nung.  Hflgl  in  der  Innenhälfte  rötlich  ockerfarbig,  die  Mittelbinde  nur  durch  eine  leichte  Aufhellung  angedeutet, 
jeder  Fleck  von  einer  ganz  feinen  rötlichen  Linie  eingefaßt.  Vom  Ursprung  der  3.  Mediane  bis  zum  Ird  jenseits 
der  Mittelbinde  ein  braixner  Schatten.  Außenhälfte  sehr  bleich  ockergelb,  fast  weißlich,  die  discale  und  sub¬ 
marginale  Fleckenreihe  nur  schwach  angedeutet.  Längs  der  Costa  eine  gleichmäßige  feine  Silberlinie.  Alle 
Flecken  ohne  Silber,  nur  der  oberste,  sanduhr-ähnliche  Fleck  der  Mittelbinde  oben  mit  leichtem  Silberglanz 
dort  wo  er  die  Silberlinie  berührt.  Körper  und  Fühler  oben  schwärzlich,  unten  rötlich,  Füße  gleichmäßig  rot¬ 
braun.  Spannweite:  1,2".  Nur  1  $  bekannt,  das  von  Yoting  im  nordöstlichen  Alaska  zwischen  Forty  ÄLle  und 
Mission  Creeks  gefangen  wurde. 

Hie  jetzt  folgenden  Arten  gehören  der  etwas  isoliert  stehenden  Gruppe  der  südamerikanischen  Argynnis 
an,  die  völlig  abgetrennt  von  ihren  nordamerikanischen  Verwandten  auf  den  gemäßigten  Teil  des  westlichen 
Süd-Amerika  beschränkt  sind.  Ueber  die  Synonymie  der  hierher  gehörigen  Formen  herrscht  zur  Zeit  noch  große 
Unsicherheit;  zwar  ist  eine  Anzahl  von  Arten  durch  Boisduval,  Reed,  Blanchard  u.  a.  aufgestellt  worden, 
aber  es  ist  wahrscheinlich,  daß  die  meisten  derselben  als  Synonyme  oder  Unterarten  einer  Art  anzusehen  sind. 

A.  cy theris  Hmry  ( =  cytheris  sigaHbn.,  lathonioides  BZawc/i.,  dexamene  Rsc?.),  (87f)  von  Feuer¬ 

land  bis  nach  dem  nördlichen  Chile  bekannt,  ist  eine  äußerst  vai’iable  Art,  die  sich  außerdem  auch  durch  unge¬ 
mein  hochentwickelten  Geschlechtsdiniorphismus  auszeichnet,  der  sich  sowohl  in  der  Figlform  wie  in  der  Fär¬ 
bung  und  Zeichnung  der  Hflgl-Unterseite  kund  gibt.  Es  ist  daher  nicht  zu  verwundern,  daß  nicht  nur  die  in 
Färbung  und  Zeichnung  aberrierenden  Formen,  sondern  auch  jedes  Geschlecht  für  sich  wiederholt  als  besondere 
Art  angesehen  und  beschrieben  wurde.  Die  Figlform  ähnelt  derjenigen  der  A.  lathonia;  namentlich  beim  $ 
sind  die  Vflgl  unter  dem  Apex  deutlich  stumpf  ausgezogen,  und  alle  Figl  stark  gezähnt;  bei  den  (JcJ  tritt  dies 
weniger  stark  hervor,  aber  beide  Geschlechter  zeichnen  sich  durch  den  stark  konkav  aixsgeschnittenen  Costah’and 
der  Hflgl  aus.  Die  Oberseite  des  variiert  von  mattbraun  bis  zu  feurig  rotgelb,  das  Wurzelfeld  ist  nur  unbedeu¬ 
tend  verdunkelt,  die  Schwarzzeichnung  der  Vflgl  mäßig  kräftig  und  scharf  ausgeprägt.  Alle  Figl  mit  2  Marginal¬ 
linien,  die  äußere  ungemein  fein,  die  innere  ziemlich  kräftig,  in  ihrem  vorderen  Teil  breit  schwarz  zusammen¬ 
geflossen.  Auf  den  Hflgln  setzt  sich  die  Mittelbinde  aus  kleinen  isolierten,  halbmondförmigen  Strichen  zusam¬ 
men;  die  Außenrdszeichnung  meist  nur  ganz  geringfügig.  Die  Unterseite  der  Vflgl  blaß  zimmtrot,  die  ScliAvarz- 
zeichnung  weniger  scharf  als  oben  und  namentlich  im  Apicalteil  fast  erloschen.  Apex  tief  zimmtbraun,  nur  mit 
einem  deutlichen  weißen  Costalstrich.  Die  Färbung  der  Hflgl-Unterseite  ist  meist  ein  mehr  oder  weniger  gleich¬ 
mäßiges  sattes  Rot-  oder  Zimmtbraun,  das  nach  außen  in  ein  eigentümliches  Bräunlich-Rosa  übergeht  und  am 
Analrand  leicht  gelblich  überhaucht  ist.  Die  Schwarzfleckung  der  Oberseite  ist  unterseits  auf  der  Innenhälfte 
ganz  undeutlich  sichtbar.  In  der  Figlmitte  ein  gebogener,  weißlich-  bis  bräunlichgelber  Längsstreifen,  der  längs 
der  oberen  Mediane  gegen  den  Außenrd  zieht ;  außerdem  ein  kleiner  heller  gelblich-Aveißer  QAierstrich  am  Costal- 
rand  kurz  vor  dessen  Ende.  Die  Länge  des  Mittelstreifens  ist  recht  verschieden,  oft  ganz  kurz  und  rudimentär.  Bei 
einigen  aus  Ushuaia  in  Feuerland  ist  die  Färbung  der  Hflgl-Unterseite  Aveit  lichter,  braungelb,  mit  einer  dunk¬ 
len  Querbinde  hinter  der  Mitte,  an  welcher  oben  2,  unten  3  verloschene,  undeutlich  dunkel  Aimrandete  Flecken 
stehen.  Solche  (Jd'  weniger  einförmiger  Zeichnung  der  Unterseite  bilden  geAAÜssermaßen  einen  Uebergang 
zu  der  stark  bunt  gezeichneten  Hflgl-Unterseite  der  $$.  Bei  diesen  ist  der  Vflgl  sehr  stark  Ämter  dem  Apex  aus¬ 
gebuchtet  ixnd  beide  Figl  sind  deutlich  gezähnt.  Alle  Figl  mit  nur  scliAvach  verdüstertem  Wurzelfeld.  Vflgl  mit 
mäßig  kräftiger  Schwarzzeichnung,  die  Mittelbinde  aus  isoliert  stehenden  Flecken  gebildet,  die  Postdiscal- 
flecken  verhältnismäßig  groß  und  sehr  regelmäßig,  an  der  Costa  durch  einen  Aveißen  Hakenfleck  proximal  ab¬ 
geschlossen.  Die  Randlinien  breit  schwarz  zusammengeflossen,  am  Apex  mit  der  Submarginal-  und  Post- 
discalfleckenreihe  verschmolzen.  Hflgl  mit  weit  schwächerer  Zeichnung,  namentlich  der  AVurzelhälfte ;  die 
Mittelbinde  nur  durch  ganz  unbedeutende,  gebogene  Strichelchen  angedeutet.  Die  SAibmarginalflecken  aller 
Figl  rhombisch,  von  einander  und  von  dem  Randsaum  deutlich  getrennt.  Vflgl-Unterseite  ähnlich  Avie  beim  (J, 
hell  zimmtrot,  nach  außen  stark  verblaßt,  mit  etwas  verschAvommener,  im  Apicalteil  obsoleter  ScliAA^arzzeich- 
nung.  Apex  graubraun,  mit  weißem  Wischfleck  an  der  Costa,  und  mit  rostbrauner  Bewölkung,  die  auch  im 
mittleren  Teil  des  Außenrds  auf  tritt.  Die  Färbung  der  Hflgl-Unterseite  variiert  ungemein;  die  Innenhälfte 


ARGYNNIS.  Von  Dr.  Tn.  Lehmann. 


427 


licht  lehmgelb,  gelbbraun,  braungraii  bis  ziinmtbrann,  mit  hellen  Einlagerungen.  Der  beim  ^  am  Ende  des  Vrds 
stehende  kurze  weißliche  Strich  verlängert  sich  bei  den  liellgefärbten  $$  zu  einer  bis  zum  ird  gehenden,  schmalen, 
weißlich-purpurfarbigen  Mittelbinde,  die  nach  innen  von  einem  dunklen,  bis  zur  Mediana  gehenden,  schmalen 
Band  begleitet  wird,  und  an  die  nach  außen  eine  breitere  etwas  dunklere  Binde  mit  den  5  liellfarbigen,  dunkel- 
geringten  Augenfleckchen  anstößt.  Zwischen  dieser  und  dem  hell  graubraunen  Außeiird  ein  schmales  ledergel¬ 
bes,  stark  gezacktes  Submarginalband,  das  in  charakteristisclier  Weise  durch  den  auch  beim  J  vorhandenen, 
licht  silberweißen  Längsstreifen  geschnitten  wird,  als  dessen  basale  Fortsetzung  noch  ein  zweiter  heller,  länglich- 
dreieckiger,  in  der  subbasalen  Binde  stehender  Fleck  auftritt.  Zuweilen  finden  sich  noch  einige  verloschene 
dunkle  Pünktchen  im  Basalteil.  Fransen  weißlich,  über  den  Rippen  schwarz.  Die  $$  mit  dunkler  brauner 
Grundfärbung  sehen  etwas  verschieden  aus,  und  wenn  man  das  dunkelste  Exemplar  mit  dem  hellsten  vergleicht, 
könnte  man  sie  leicht  für  zwei  verschiedene  Arten  halten.  Stücke,  die  bei  Ushuaia  in  Feuerland  im  Xovem- 
ber  und  Dezember  gefangen  wurden,  sind  im  allgemeinen  kleiner  (31  mm)  als  nördliche  Stücke,  von  Puntas 
Arenas  (bis  zu  45  mm  Spannweite);  die  kleineren  Exemplare  {$$)  sind  oben  mehr  matt  braun,  die  Hflgl-Unter- 
seite  dunkel  violett-braun.  Ein  $  von  Puerto  Toro  (Insel  Navarin,  Februar  1896)  ist  ebenfalls  ganz  dunkel. 

Ein  (J,  von  Dr.  Ohlin  am  Rio  Grande  (Ost-Feuerland)  gesammelt,  hat  die  Unterseite  der  Hflgl  und  den  Apex 
derVflgl  ganz  dunkel  schmutzig  braun-grau,  völlig  verschieden  von  der  violett-braunen  Färbung  aller  andern 
(JcJ  jener  Gegend;  alle  diese  Stücke  liefern  einen  weiteren  Beitrag  zur  Variabilität  der  Art.  Eine  von  Dr.  i\Ii- 
CHAELSEN  im  Herbst  1892  bei  Puntas  Arenas  gefundene  Argynnis-K\)  gehört  wohl  zu  dieser  Art.  Die  Länge 
war  30  mm;  die  Farbe  dunkel  braunschwarz,  unten  licht  bräunlich,  üben  mit  4  Reihen  dicht  mit  bräunlichen 
Borsten  besetzter  Dornen,  die  auf  dem  ersten  Segmente  am  längsten,  auf  dem  zweiten  4  mm,  auf  den  übrigen 
2 — 214  Nim  lang  sind.  Sie  gleicht  am  ehesten  der  Rp  von  A.  aglaja,  aber  die  Dornen  sind  länger  und  mit  stei¬ 
feren,  längeren  Borsten  besetzt.  Kopf  glänzend  schwarz,  schwach  behaart.  Professor  Beeg  gibt  in  ,, Anales  de 
la  Sociedad  Cientifica  de  Argentina“  eine  Uebersicht  über  cytheris  Drury  und  dexamene  Bsd.,  die  er  füi’  zwei  dexamene. 
verschiedene  Arten  hält.  Aber  er  macht  keine  weiteren  Angaben  darüber.  Nach  der  fradgmentari sehen  Beschrei¬ 
bung  Boisdijval’s  ist  es  nicht  möglich,  in  seiner  A.  dexamene,  die  aus  Argentinien  stammte,  ebenso  wie  in  latho- 
nioides  Blancli.,  etwas  anderes  zu  erkennen  als  cytlieris-^^  mit  lichter,  schwach  gezeichneter  Unterseite.  Auch 
die  von  Beeg  als  Synonym  zu  dexamene  Bsd.  gezogene  A.  montana  Reed  aus  dem  zentralen  Hochgebirge  von  montana. 
Chile  scheint  nach  der  Abbildung  ein  ähnliches,  kleineres  cytheris-^  zu  sein.  —  lathonioides  Blanch.  ist  oberseits  lafhonioides. 
blaß  rotbraun,  das  Wurzelfeld  leicht  verdüstert.  Die  Zeichnung  der  Vflgl  etwas  lireiter  und  kräftiger  als  bei 
normalen  cytheris,  die  Flecken  des  Mittelfeldes  zu  einer  stark  gewundenen  Binde  vereinigt.  Die  Postdiscal¬ 
flecken  aller  Figl  kräftig,  ebenso  die  Submarginalreihe,  die  aus  verhältnismäßig  großen  rhombischen  IMakeln 
besteht.  Die  Saumlinien  aller  Figl  auf  den  Rippen  breit  zusammenfließend,  in  den  Zwischenräumen  aber  unterbro¬ 
chen  ,so  daß  sie  in  eine  Reihe  ziemlich  großer,  auf  den  Endezi  der  Rippen  stehender  Makeln  aufgelöst  erscheinen.  Da¬ 
gegen  ist  die  Innenhälfte  der  Hflgl  nur  schwach  gezeichnet.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  mehr  gelblich  braun  als  bei 
normalen  Stücken,  auf  den  Hflgln  sind  die  bei  jenen  rotbraunen  Partien  heller,  graubraun  mit  grünlichem  Ton.  1  $ 

(Type)  von  Sta.  Rosa  im  Naturhistorischen  Museum  zu  Paris.  —  anna  Blayich  {  =  anna  Reed)  erscheint  nach  mehre-  ayina. 
ren  des  Pariser  Museums  (aus  Ushuaia)  etwas  kleiner  als  normale  cytheris',  oberseits  kaum  von  solchen  zu  un¬ 
terscheiden,  nur  die  Verdüsterung  des  Wurzelfeldes  ist  ausgesprochener  und  reicht  auf  den  Hflgln  bis  über  die  IMitte 
der  Zelle  hinaus.  Unterseite  der  Vflgl  ganz  wie  bei  normalen  Stücken,  Hflgl  feurig  zimmtbraun  mit  ausgesprochen 
gelblichem  Ton,  dicht  bestäubt,  aber  außer  den  beiden  hellen  Strichen  ohne  jede  Spur  von  Zeichnung.  Kommt 
nach  Edmonds  von  der  Magalhaens- Straße  bis  zur  Atacama- Wüste  im  nördlichen  Chile  bis  zu  Höhen  von  2000  m 
vor.  Dr.  Staudinge e  schreibt  über  diese  Formen:  ,, Unter  den  vielen  hunderten  mir  aus  Chile  zugegangenen 
Stücken  fand  ich  immer  nur  eine,  allerdings  stark  variierende  Art,  A.  cytheris,  zu  welcher  sicherlich  auch  die 
Feuerlandstücke  gehören“.  ■ — ■  siga  Hhn.  bezieht  sich  auf  die  nördliche  Gebirgsform  der  cijtlieris,  die  aber  von  der  siga. 
Hauptform  weder  in  Größe  noch  in  Färbung  konstant  abweicht.  —  Als  valdiviana  Phil,  ist  eine  Form  aus  valdiviana. 
Zentral-Chile  (Valdivia)  beschrieben  worden,  die  von  der  gewöhnlichen  cytheris  durch  die  ausnehmend  deutliche, 
kräftige  Zeichnung  am  Ird  der  Vflgl  abweicht;  die  Punktreihe  hinter  der  Mittelzelle  der  Hflgl  ist  stets  sein  deut-  . 
lieh,  während  sie  bei  den  südlichen  Formen  ganz  rudimentär  auftritt. 

A.  darwini  Stgr.  wurde  nach  Stücken  beschrieben,  die  von  Dr.  Noedbnskjöld  bei  Puntas  Ai’enas  danoini. 
im  November  und  Dezember  1895  32 — 34  mm),  und  von  Dr.  Ohlin  im  Februar  1896  am  Rio  Grande  auf 

Ost-Feuerland  ($$,  30 — 32  mm)  gefangen  wurden.  Sie  ist  wohl  nahe  verwandt  mit  der  folgenden  A.  modesta, 
zu  der  sie  einen  Uebergang  bildet.  Die  Originalbeschreibung  Dr.  Staudingees  lautet :  „darwini  ist  etwa  so  groß 
wie  die  kleinste  antarktische  cytheris  (30 — 34  mm).  Die  Oberseite  der  (Jd'  ist  lebhafter  und  heller  als  bei  cytheris, 
mehr  goldbraun.  Beim  $  ist  die  Vflgl-Oberseite  und  der  Ird  der  Hflgl  grünlichgrau  angeflogen,  so  daß  die  leb¬ 
haft  braune  Färbung  hier  wenig  hervortritt.  Die  Schwarzzeichnung  ähnlich  wie  bei  den  meisten  Argynnis, 
kräftiger  als  bei  cytheris  und  teilweise  zusammengeflossen.  Die  unter  der  Mittelzelle  gegen  den  Ird  zu  stehende 
Zeichnung  bildet  bei  darwini  stets  einen  deutlich  nach  außen  gehenden,  oben  an  die  IMediana  stoßenden  spitzen 
Winkel;  bei  cytheris  ist  diese  Zeichnung  meist  unbedeutend,  oft  ganz  rudimentär,  nur  bei  valdiviana  ist  sie  ebenso 
groß.  Die  hinter  der  Mittelzelle  folgende  erste  Querreihe  schwarzer  Flecken  bildet  bei  darwini  eine  zusammen¬ 
hängende,  schmale,  stark  gebogene  und  gezackte  Querbinde,  die  bei  den  südlichsten,  mit  ihr  zusammenfliegenden 


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ARGYNNIS.  Von  Dr.  Th.  Lehmann. 


modesia. 


inca. 


Formen  der  cytheris  nicht  auftritt.  Im  Außenteil  der  Vflgl  sind  die  Rippen  auch  bei  den  scharf  schwarz, 
während  bei  cytheris  dies  nur  bei  den  $$  und  auch  da  nur  in  geringerem  Maße  der  Fall  ist.  Bei  darivini-^  sind  die 
Fransen  weißgelb,  beim  $  gelblich- weiß,  scharf  schwarz  gescheckt;  die  schwarzen  Stellen  vereinigen  sich  mit 
den  am  Ende  der  Rippen  stehenden  schwarzen  Fleckchen  zu  rundlichen  Makeln,  die  bei  keiner  cytheris  Vorkom¬ 
men.  Auf  der  goldbraunen  Hflgl- Oberseite  ist  der  Außenteil  ganz  ähnlich  wie  auf  den  Vflghi  gezeichnet  und 
gefärbt.  An  Stelle  der  bei  den  südlichen  cytheris  stets  rudimentären  schwarzen  Punktreihen  hmter  der  JMittel- 
zelle,  die  bei  der  nördlicheren  valdiviana  immer  sehr  deutlich  ist,  hat  darwini  eine  gezackte,  schwarze  Quer¬ 
linie,  die  allerdings  nicht  immer  vollständig  vom  Vrd  bis  zur  Submediane  läuft;  bei  andern  Stücken  ist  sie  ober¬ 
halb  der  Mittelzelle  unterbrochen  oder  nur  rudimentär.  Vflgl-Unterseite  von  matterer  Färbung  als  oben,  am 
Vrd  und  Apex  gelblich,  mit  fast  verloschener,  manchmal  völlig  fehlender  Schwarzzeichnung.  Schwarz  treten  nur 
die  3  untersten  Flecken  der  hineren  Außenrdsreihe  auf.  Vor  dem  Ende  des  Vrds  eine  kurze,  schmale,  bräunliche 
Halbbinde  bis  zur  unteren  Radiale,  in  der  2  verloschene  kleine  Augenflecken  mit  gelblicher  iMitte  stehen.  Diese 
dunkle  Halbbinde  ist  außen  undeutlich,  nach  innen  scharf  hell  begrenzt  (bei  den  gelblich,  bei  $$  weißlich); 
diese  innere  helle  Grenzbinde  entspricht  dem  weißlichen  Costalstrich  der  cytheris.  Fransen  deutlicher  und 
breiter  schwarz  gescheckt  als  bei  den  größten  c?/^7ierfs-Stücken.  Der  Außenrd,  der  besonders  bei  cytheris-^ 
ziemlich  stark  eingebogen  ist,  verläuft  bei  darwini  schwach  nach  außen  gebogen,  zweilen  fast  gerade.  Hflgl- 
Unterseite,  obwohl  in  der  Zeichnungsanlage  derjenigen  heller  ähnlich,  weicht  von  ihnen  üi  der  Färbung 

ab:  Beim  $  sehr  hell,  beim  $  dunkler  braun.  Die  Rippen  smd  alle  mehr  oder  weniger  hell,  fast  weißlich.  Der 
Basalteil  bis  zum  Zellapex  fleckenartig  gezackt,  dunkler  braun,  weißlich  umrandet.  Darauf  folgt  eure  breite, 
lichtere  Querbinde  mit  dunkler  äußerer  Einfassung,  die  ihrerseits  wieder  meist  hell  begrenzt  ist.  Dahmter  5 
dunkle,  lichtgekernte  Augenflecken,  zwei  im  oberen,  3  im  unteren  Teile,  dazwischen  ein  weißlicher  Streif  an  der 
3.  Mediane,  spitz  nach  dem  Außenrd  laufend;  hmter  den  Augenflecken  eine  schmale,  gelbliche  oder  weißliche 
Zackenbinde,  deren  sehr  spitze  Zacken  die  dunkle  Außenrdsbmde  durchbrochen  und  m  die  dunklen  Stellen  der 
gescheckten  Fransen  auslaufen.  Diese  Außenrdszeichnung  unterscheidet  darwini  von  allen  andern  Argynnis, 
auch  von  mca,  bei  welchen  die  durch  den  dunklen  Außenrd  verlaufenden  viel  schärfer  weißen  Rippen  kerne 
Zacken  bilden.  Fühler  wie  bei  cytheris:  Schaft  dunkel  bräunlich,  Kolben  oben  schwärzlich,  am  Ende  braun 
gerandet,  beim  ^  unten  licht  grau.  PaljDen  der  rotgelb,  der  $$  weißlichgelb,  lang  behaart.  Brust  und  Berne, 
sowie  Unterseite  des  Abdomens  licht  gefärbt;  Oberseite  des  Abdomens  der  braun,  der  $$grau  behaart“. 
Puntas  Arenas  und  Ost-Feuerland. 

A.  modesta  Blanch.  (Type  ohne  nähere  Fundortsangabe  im  Naturhistorischen  Museum  zu  Paris)  ist 
eine  ganz  kleine  Form,  die  in  den  Gebirgen  von  Süd-Chile  nur  auf  Höhen  von  2600 — 3200  m  gefunden  wurde, 
und  die  möglicherweise  mit  der  von  Boisdhval  in  seiner  Beschreibung  der  A.  dexamene  erwähnten  A.  dioides 
der  ,,terres  magellaniques“  identisch  ist.  Eine  Beschreibung  einer  Art  unter  dem  letzteren  Namen  ist  aber  nicht 
aufzufinden.  Von  cytheris  ist  modesta  ebenso  wie  die  folgenden  Formen  sofort  an  der  Flglform  zu  erkennen; 
Vflgl  lang  gestreckt,  oval,  ohne  jede  Spur  von  Ausbuchtung;  Hflgl  fast  vollkommen  rund,  der  Vrd  deutlich 
konvex,  nicht  konkav  ausgeschnitten.  Die  Färbung  ist  viel  heller  als  bei  cytheris,  blaß  rötlichgelb,  mit  ganz 
schwach  verdüstertem  Wurzelfeld  beider  Figl.  Die  Schwarzzeichnung  ist  im  allgemeinen  schwach  entwickelt, 
in  der  Innenhälfte  ganz  minimal,  die  Postdiscalreihe  aller  Figl  nur  aus  ganz  feinen  Pünktchen  bestehend.  Nur 
die  Medianflecken  sind  verhältnismäßig  kräftig,  stark  hervortretend  und  fast  zu  einer  Bmde  verschmolzen, 
die  Submarginalflecken  rundlich,  isoliert.  Saumhnien  in  deutliche,  auf  den  Rippenenden  stehende  Flecke 
aufgelöst.  Die  Unterseite  aller  Figl  ist  gleichmäßig  blaß  ledergelb,  die  Zeichnung  wie  oben,  nur  weit  schwächer 
und  einförmiger;  Vflgl  nur  im  Außenteil  mit  fast  verloschenen  Punktreihen;  auf  den  Hflgln  ist  außer  vier 
schwach  ausgeprägten  Reihen  kleiner,  blaß  olivenfarbiger  Pünktchen  keine  Spur  von  Zeichnung  zu  erkennen. 
Die  Rippen  der  Hflgl-Unterseite  heller  als  der  Grund;  die  Fransen  gelbweiß,  über  den  Adern  scharf  schwarz 
gefleckt  und  mit  den  Saumflecken  verbunden,  ähnlich  wie  bei  darwini,  von  der  sie  aber  außer  durch  die  Zeich¬ 
nung  der  Unterseite  durch  die  Abwesenheit  der  schwarzen  Zackenlinie  der  Hflgl-Oberseite  abweicht. 

A,  inca  Stgr.  (87  f )  wurde  von  Garlbpp  in  Bolivia  entdeckt  und  in  größerer  Anzahl  bei  Malaga,  Huallatani 
auf  etwa  4000  Meter  Meereshöhe  gefangen.  Obgleich  die  Oberseite  im  allgemeinen  den  Afg'ywnw-Charakter 
deutlich  bewahrt  und  etwas  an  A.  pales  gemahnt,  ist  die  Unterseite  ganz  verschieden,  auch  von  der  in  etwa 
gleicher  Höhe  von  Dr.  Stübel  bei  Sicasia  in  Bolivia  gefangenen  A.  sohrina  Weym.,  von  welch  letzterer  allerdings 
nur  das  $  bekannt  ist.  Mit  dieser  hat  sie  die  abgerundete  Form  der  Hflgl  gemein,  sowie  die  der  A.  pales  gerade 
entgegengesetzte  Eigentümlichkeit,  daß  die  Oberseite  der  $$  vorherrschend  hell  rotbraun,  die  der  B<S  aber 
stets  dunkel  graugrün  ist.  Größe  etwa  26 — 33  mm.  Die  eigentümlich  grüngraue  Färbung  der  Oberseite  des 
ist  viel  mehr  ausgesprochen  als  z.  B.  bei  A.  pales  $  fa.  napaea,  oder  bei  A.  paphia  valesina  Esp.  Nur  die  Flecken¬ 
binde  unmittelbar  vor  dem  Rande  ist  bräunlich.  Das  Wurzelfeld  aller  Figl  ist  leicht  verdüstert,  die  Schwarz¬ 
zeichnung  mäßig  kräftig,  nur  wenig  in  der  Größe  der  Flecken  variierend,  meist  aus  isolierten  Punkten  und  Stri¬ 
chen  bestehend.  Die  Medianbinde  namentlich  der  Hflgl  ist  nur  durch  ganz  dimne  Striche  angedeutet.  Bei  einem 
E  ist  die  Oberseite  dunkler  als  bei  den  übrigen,  stark  schwärzlich  bestreut,  bei  einigen  andern  ganz  schwach 
bräunlich  angeflogen.  Bei  den  ist  die  Oberseite  braungelb,  im  Basalteil  grünlich;  nur  ausnahmsweise  findet 
sich  ein  ganz  schwacher  grünlicher  Anflug  bis  über  die  Figlmitte  hinaus.  Fransen  bei  beiden  Geschlechtern 


MELITAEA.  Von  Dr.  A.  Heitz. 


429 


dunkel  und  hell  gemischt,  selten  über  den  Rippen  dunkel  gescheckt.  I)ie  Unterseite  des  d'  Ist  eigentümlich 
gelblichgrau,  mit  scharfen  weißen  Rippen,  der  Außenrd  aller  Figl,  sowie  das  Wurzclfcld  und  in  schwächerem 
Maße  auch  die  Mittelbinde  der  Hflgl  matt  schokoladebraun,  in  seltenen  Fällen  etwas  satter  braun.  J>ei  den 
meisten  (dcd  ist  die  bräunliche  Mittelbinde  fast  verloschen,  nur  die  innere  schwärzliche  Umrandung  sehr  deutlich. 

Die  Schwarzzeichnung  wie  oben,  nur  schwächer.  $;  Unterseite  der  Vflgl,  sowie  der  Basalteil,  eine  Binde  hinter 
der  Mitte  und  der  Außenrd  der  Hflgl  schokoladerot,  die  dazwischen  liegenden  Teile  der  Hflgl  blaß  rotbraun; 
die  mediane  Fleckenreihe  verschwommen  schwarz.  Der  Kopf  ist  schmutzig  bräunlich,  bei  den  $$  rotbraun 
behaart;  ebenso  der  Oberteil  der  Palpen,  während  sie  unten  gelbbraun  behaart  sind.  Fühler  oben  schwärzlicli, 
nach  der  Basis  zu  weißgrau,  Kolbe  kvxrz,  löffelförmig,  unten  -bräunhch,  oben  schwärzlich.  Thorax  dunkel  grau¬ 
grün  behaart,  der  Leib  oben  dunkel,  unten  hell  schmutzig  braungelb  (Staudingee). 

A.  cora  Lucas,  von  der  ein  Exemplar  (Type),  das  von  Gay  in  dem  Hochgebirge  Perus  erbeutet  wurde,  cora. 
sich  im  Naturhistorischen  Museum  zu  Paris  befindet.  Die  Größe  etwa  wie  die  der  kleinsten  inca,  26  mm,  die  Flgl- 
form  ähnlich  wie  bei  dieser  und  modesta,  Vflgl  langgestreckt,  spitz  oval,  Hflgl  fast  rund.  Die  Färbung  der  Oberseite 
licht  graubraun  mit  grünlichem  Ton,  nur  im  Außenteil  deutlich  zimmtbraun  angeflogen;  das  Wurzelfeld  aller 
Figl  ziemlich  ausgedehnt  verdüstert;  die  Zeichnung  schwach  und  verschwommen,  auf  der  Innenhälfte  der 
Vflgl  nur  aus  blaß  schwarzbraunen  isoherten  Strichen  gebildet;  die  Postdiscalflecken  klein,  ziemlich  regelmäßig; 
die  Submarginalflecken  oval  ausgezogen,  fast  zu  einer  Binde  vereinigt,  die  Saumlinien  kaum  sichtbar.  Auf  den 
Hflgln  ist  die  Zeichnung  der  Innenhälfte  fast  erloschen,  der  Distalhälfte  ähnlich  wie  auf  den  Vflgln,  nur  noch 
schwächer  und  undeutlicher.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Grundfärbung  aller  Figl  bräunlich  ledergelb.  Vflgl 
mit  schwacher  bräunlicher  Zeichnung  der  Mittelzelle  und  des  Discus.  Das  Apicalfeld  und  der  obere  Teil  des  Außen- 
rds  dunkel  rostbraun,  von  den  weißlichen  Adern  in  breite  pfeilförmige  Flecken  zerteilt.  Auch  auf  den  Hflgln 
ist  der  helle  Grund  in  sehr  charakteristischer  Weise  durch  mehr  oder  weniger  vollständige,  dunkel  rostbraune, 
gezackte  Fleckenreihen  unterbrochen,  deren  Komponenten  scharf  keilförmige,  durch  die  namentlich  in  der  Di¬ 
stalhälfte  breit  weißen  Rippen  getrennte  und  am  distalen  Ende  meist  tief  eingekerbfe,  nach  innen  zugespitzte 
Flecken  bilden.  Die  Mittelzelle  ist  bis  auf  die  äußerste  Spitze  und  einen  weißen  Kern  ganz  davon  ausgefüllt, 
und  von  mehreren  ähnlichen  Basalflecken  umgeben.  Die  Median- und  Postdiscalbinden  sind  zwischen  der  oberen 
Mediane  und  der  unteren  Radiale  von  Streifen  der  Grundfarbe  unterbrochen,  das  Marginalband  dagegen  voll¬ 
ständig.  Fransen  sehr  lang,  gelblichweiß,  beiderseits  über  den  Rippen  schwarz  gefleckt  und  mit  den  schwärzlichen 
Enden  derselben  verschmolzen.  Umgebung  von  Cuzco  (Guamanga)  Peru. 


Anhangsweise  bemerken  wir,  daß  noch  einige  Formen  amerikanischer  Argynnis  Namen  erhalten  haben, 
die  wir  als  Zufallsformen  (Fehlfärbungen)  ansehen.  So  Arg.  letis  Wr.  aus  der  westlichen  Union  bei  der  die  Vflgl- 
spitze  und  der  ganze  Außenteil  des  Hflgls  einfarbig  rotgelb,  ohne  deutliche  Schwarzfleckung  ist;  es  ist  eine  Form 
der  A.  leto  (86b).  Ferner  A.  laura  (87b)  ab.  laurina  Wr.,  der  auf  der  LTnterseite  die  Silberflecke  fehlen  und  die 
sich  zur  Hauptform  ungefähr  verhält,  wie  cleodoxa  zu  A.  adippe. 


3.  Gattung:  Melitaea  F. 

Die  Scheckenfalter  sind  auf  den  gemäßigten  Norden  der  Erde  beschränkt  und  auf  die  östliche  und  west¬ 
liche  Halbkugel  mit  je  etwa  30  Arten  ganz  gleich  verteilt.  Wenn  ich  in  Bd.  1  aus  dem  paläarktischen  Gebiet 
rund  170  Formen  —  also  weit  mehr,  als  aus  Amerika  bekannt  sind  — •  aufgezählt  habe,  so  ist  das  eine  Folge 
davon,  daß  man  jedem  Melanismus,  jeder  Bindenvariation,  die  aus  dem  paläarktischen  Gebiet  bekannt  wurde, 
einen  eigeneii  Namen  gegeben  hat  und  es  wäre  leicht,  durch  gleiche  Behandlung  auch  den  amerikanischen 
Bestand  an  Melitaea  auf  die  gleiche  Weise  zu  erhöhen. 

Die  Gattung  schließt  sich  in  ihrem  Bau  einerseits  eng  an  die  Argynnis  an,  zeigt  anch  wie  diese  die  ab¬ 
geflachte,  etwas  konkave  Fühlerkolbe,  hat  aber  keine  aufgeblasenen  Palpen;  diese  sind  vielmehr  unterseits 
dicht  bürstenförmig  behaart,  an  Gestalt  im  Mittelglied  zwar  etwas  verdickt,  aber  doch  sonst  schlank. 
Weniger  durchgreifend  ist  der  Unterschied  im  Geäder,  wo  Argynnis  stets  eine  geschlossene,  Melitaea  eine  offene 
Hflglzelle  haben  soll.  Bei  richtiger  Behandlung  kann  man  aber  bei  vielen  Melitaeen  noch  die  Reste  der  unteren 
Discocellularis  nachweisen  und  somit  die  Hflglzelle  als  geschlossen  bezeichnen. 

Von  der  sehr  ähnlichen  Gruppe  der  Pliyciodes  s.  s.  gibt  es  kein  durchgreifendes  IMerkmal  zur  Unter¬ 
scheidung.  Selbst  feine  anatomische  Untersuchungen  und  auch  die  Biologie  geben  keine  Anhaltspunkte.  Da¬ 
gegen  besteht  ein  Unterschied,  zwischen  Eresia  und  Alelitaea  darin,  daß  alle  Eresia  s.  s.,  wahrscheinlich  ohne  Aus¬ 
nahme  mimetisch  sind  und  Heliconiden,  Danaiden  oder  Acraeen  nachahmen,  während  keine  einzige  Melitaea 
irgend  einen  andern  Falter  kopiert.  Selbst  bei  der  nach  einer  rein  oberflächlichen  Aehnlichkeit  benannten 
Melitaea  acraeina  Stgr.  ist,  wie  ich  schon  Bd.  1,  S.  218  andeutete,  jede  Annahme  von  IMimikry  ausgeschlossen. 


430 


MELITAEA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


pha'Mon. 


Dagegen  glaubt  man,  wenn  man  die  auf  Taf.  91  ziisammengestellten  Eresia  betrachtet,  eine  Zusammenstellung 
von  Heliconiden,  Acraeen  und  Ithomiinen  vor  sich  zu  haben.  Für  die  amerikanischen  Melitaeen  wird  als  Unter¬ 
schied  die  zwar  nicht  aufgeblasene,  aber  doch  noch  mit  ziemlich  starkem  2.  Glied  versehene,  sehr  spitze  Palpe 
angegeben,  deren  mikroskopischer  Bau  aber  dem  der  P/i?/cfodes-Palpe  nach  Reuter  fast  gleichkommt.  Es  muß 
auch  erwähnt  werden,  daß  die  Abgrenzung  beider  Gattungen  sehr  A^erschieden  aufgefaßt  wird,  und  daß  man 
Zwischengattungen  wie  Thessalia,  Charydras,  Cinclidia  usav.  eingeführt  hat,  die  z.  T.  aus  Angehörigen  beider 
Gattungen  gemischt  sind.  Ich  sehe  als  echte  Melitaea  diejenigen  kräftigeren  Formen  an,  die  sich  im  gemäßigten 
Nordamerika  verbreiten,  während  die  von  Texas  bis  Patagonien  zahlreich  auftretenden,  nach  Norden  nurAAunige 
Formen  vorschiebenden  Phyciodes  als  deren  südliche  Vertreter  gelten  mögen. 

Wie  Amn  den  Argynnis,  so  treten  auch  von  den  Melüaeahx  Amerika  die  größten  Gattungsrepräsentanten  auf. 
In  der  alten  Welt  erreichen  die  Melitaea  in  den  ostasiatischen  Lokalrassen  die  größte  Spanrnveite,  doch  bleiben  diese, 
besonders  was  das  Körpervolum  betrifft,  noch  sehr  erheblich  hinter  den  Avahrhaften  Riesenformen  zurück,  aatc  ich 
sie  auf  Taf.  88  Reihe  a  zur  Darstellung  bringe,  Avobei  ich  noch  bemerke,  daß  ich  das  M.  %)ho,^ton-^,  das  dem  Bilde 
zum  Vorwurf  diente,  in  Frankfurt  erzog,  also  immerhin  unter  ungünstigen  Bedingungen.  Das  Verhältnis  der  neu- 
zu  den  altAA^eltlichen  Melitaea  spiegelt  genau  den  allgemeinen  Unterschied  der  amerikanischen  zu  der  europäi¬ 
schen  Falterfauna,  den  ich  lairz  dahin  charakterisiere:  In  Nordamerika  finden  sich  im  ganzen  größere, 
konstantere  und  i  n  d  i  v  i  d  u  e  n  r  e  i  c  h  e  r  e  Arten  als  in  der  OstAvelt.  Was  dem  europäischen  Sammler 
in  Nord-Amerika  zumeist  auffällt,  ist  an  vielen  Fangstellen  eine  Faltermenge,  Avie  sie  in  der  alten  Welt  nur  auf 
günstigen  Hochgebirgsplätzen  anzutreffen  ist.  Die  beträchtlichere  Größe  und  lebhaftere  Färbung  der  nearktischen 
Falter  läßt  die  mit  einer  Tagesausbeute  gefüllte  Exkursionsschachtel  sehr  viel  imposanter  erscheinen,  als  in 
Europa  oder  West-Asien.  Studiert  man  aber  die  Beute  genauer,  so  findet  sich,  daß  sie  oft  nur  wenige  Tagfalter- 
Arten  umfaßt  und  es  sollte  in  den  meisten  Distrikten  Nord-Amerika’s  schwer  fallen,  Tagessammlungen  von  30 
bis  40  Arten  zusammenzubringen,  AA^as  in  Zentral-Europa  an  guten  Plätzen  meist  ein  Leichtes  ist. 

Die  Gattung  Melitaea  verbreitet  sich  in  Amerika  von  Kanada  bis  Mexico,  reicht  aber  bei  Aveitem  nicht  so 
AA^eit  nördlich  aatc  Argynnis.  Auch  in  den  Ost- Staaten  kommen  nur  2  Arten  vor,  alle  übrigen  im  Süden  und  Westen, 
die  meisten  in  Kalifornien.  Manche  gehöi’en  an  ihren  amerikanischen  Flugplätzen  zu  den  gemeinsten  Schmetter¬ 
lingen,  und  treten  in  dichten  ScliAA^ärmen  auf,  wie  Avir  dies  bei  östlichen  Arten  der  Gattung  nicht  kennen.  Ein¬ 
zelne  Arten  AAUirden  in  Europa  aus  eingefübrtem  Zuchtmaterial  erhalten. 

Kopf  groß,  dick,  Augen  vorgequollen,  Palpen  lang,  aufsteigend  oder  vorgestreckt,  unten  stark  borstig 
behaart,  2.  Glied  verdickt  aber  nicht  aufgeblasen,  drittes  Glied  sehr  spitz.  Fühler  von  oder  unter  halber  Costa- 
Länge,  vielfach  geringelt,  dünn  und  gerade,  mit  ovaler,  konkaver,  etwas  löffelartiger  Keule.  Vorderfüße  fast 
{gabbii)  oder  völlig  nackt  {phaeton),  Mittel-  und  Hinterbeine  dick  und  kurz.  Schienen  mäßig  oder  ganz  schAvach 
bedonit,  zuAveilen  fast  unbeAvaffnet.  Vflgl  stumpf  dreieckig  mit  leicht  gebogenem  Saum,  selten  mit  etAvas  vor¬ 
gezogenem  Apex  (leanira).  Mittelzelle  breit,  Subcostalis  5-ästig,  1.  Ast  vor,  2.  gleich  hinter  dem  Zellende,  3.  hinter 
der  Figlmitte  abgezAA^eigt.  Ird  der  Vflgl  ganz  leicht  konkav.  Hflgl  rund  mit  gerundetem  Apex  und  scharfem  Anal¬ 
winkel.  Hlb  bei  manchen  $$  ungewöhnlich  dick  und  scliAver,  so  besonders  bei  und  chalcedon.  — •  Ei 

subzylindrisch,  oben  und  unten  abgestutzt,  fein  gerieft;  Rp  mit  kurzen,  dicken,  fleischigen  Dornen  die  sternför¬ 
mig  mit  kurzem  Borstenhaar  bekleidet  sind;  viele  Arten  sind  in  der  Jugend  gesellig  und  halten  sich  im  Alter 
in  kleinen  Trupps  Amn  2 — 3  Stück  zusammen;  an  Castileja,  Diplopappus,  Chelonia,  Lonicera,  Mimulus,  Scrophu- 
laria  und  andern  niedern  Pflanzen ;  sie  überAvintern  und  liefern  den  Falter  im  Sommer.  Pp  gerundet  mitRücken- 
Avarzen;  meist  Aveiß-  oder  bläulich,  dunkel  gezeichnet. 

M.  phaeton  Drury  (=  phaetana  Hbn.,  phaetoneta  Godt.,  phaedon  H .-Schäff.,  superba  Streck.,  phaetusa 
Hulst,  Strecken  Elsw.)  (88  a).  SchAvarz  mit  orangebraunen  Flecken  in  der  Zelle  und  vor  dem  Saum;  im  Rand¬ 
feld  Reihen  zitrongelber  Flecke;  unterseits  sind  die  Flecken  stark  vermehrt.  Die  oben  genannten  Synonymen 
beziehen  sich  mehrfach  auf  ganz  luwesentliche  Fleckenvariationen. — ■  Rp  schAvärzlich,  an  Kopf-  und  Hinter¬ 
ende  tiefschwarz,  an  den  Mittelsegmenten  rotbraun  gemischt  und  getönt,  die  Dornen  und  der  Kopf  glänzend 
scliAvarz;  Bauch  gelbrot.  Sie  überAvintert  in  gemeinschaftlichen  Gespinsten  von  über  Handgröße,  die  aber  oft 
in  einiger  Entfernung  von  der  Nährpflanze  (Chelone,  Lonicera  ciliata,  Viburnum  dentatum,  Mimnlus  ringens, 
Gerardia  pediculata)  angebracht  sind,  so  daß  die  Raupen  Avandern  müssen.  Nach  der  LTeberAAÖnterung  zerstreuen 
sie  sich  und  verpuppen  sich  im  Mai.  Pp  cremeweiß,  bläulich  schimmernd,  fein  scliAvarz  und  orange  pinditiert 
und  gefleckt.  Die  Falter  von  Ende  Mai  bis  in  den  Juli ;  da  auch  vereinzelte  Stücke  im  August  oder  September 
gesehen  Avorden  sind,  so  scheint  an  bestimmten  Orten  eine  ZAveite  Generation  oder  ausnahmsAAuise  eine  Herbstbrut 
vorzukommen.  Der  Falter  scheint  nur  in  der  Nähe  sumpfiger  Wiesen,  besonders  in  der  Nachbarschaft  Amn  Wald, 
zu  leben  und  tritt  an  manchen  Stellen  massenhaft  auf;  er  beAA^egt  sich  in  trägem  Fluge  und  setzt  sich  häufi¬ 
ger  aiif  Laub  und  den  Boden,  als  auf  Blumen.  Die  $$  setzen  ihre  roten  Eier  in  dichten  Hänfen  ab,  die  mehrere 
hundert  Stück  (bis  400)  enthalten.  —  Phaeton  ist  die  einzige  Melitaea  in  den  Ost-Staaten.  Als  bemerkensAA'ert 
hebe  ich  hervor,  daß  einige  im  Aeußern  i\ev  M .  phaeton  nicht  unähnliche  Falter  AAÖe  diePieride  Eucheira  socialis 
(18  g)  und  die  Nymphalide  Morplieis  ehrenbergii  (93  a)  gleichfalls  ein  gemeinschaftliches  Gespinstnetz  ver¬ 
fertigen. 


chalcedon. 


M.  chalcedon  Dbl.  u.  Hetv.  (88  a).  So  groß  und  so  variabel  in  der  Größe  Avie  phaeton.  Oben  scluvarz 


MELITAEA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


431 


mit  zahlreichen,  größeren  schwefelgelben  Flecken,  im  Vflglapc^x  kleine  i'otbraiinc  Fleckchen.  Unten  die  Ad'lgl 
rotbraun,  die  Hflgl  brannnnd  gelb  gebändert. — ^  Ei  anfangs  blaßgelb,  späten-  dutd<ler;  Itp  erwachsen  scluvnw  z,  fein 
weiß  gesprenkelt ;  mit  einfachen  schwarzen  Dornen  teils  orangerot  (Rückenreihe),  teils  sciiwarzblaii  in  orange  Rin¬ 
gen  stehend,  länger  als  bei  phaeton]  Kopf  gespalten,  schwarz,  flach.  Rp  j)erlweiß,  gelblich  schattiert,  mit  feinen 
schwarzen  Punkten  und  Strichchen  gezeichnet;  um  den  Hlb  Ketten  kleiner  orangefarbener  Wärzchen.  Rp 
besoirders  auf  Scrophularia,  aber  aiich  an  Dipsacus,  Castileja  und  Lonicera.  Der  Falter  fliegt  vom  April  bis  IMitte 
Juli  in  zwei  ineinandergehenden  Generationen,  in  seinem  nördlichsten  Rezirk  nur  eine  Generation.  Das  ^ 
ist  ein  lebhafter  Flieger  und  hat  die  Gewohnheit,  andre  Falter  zu  verti-eiben  und  zu  verfolgen;  sehr  häufig;  das 
schwerfällige  $  fliegt  nur  wenig.  Pazifische  Staaten;  im  nördlichen  Kalifornien  stellenweise  gemein  und, 
besonders  die  $$,  sehr  variabel;  man  findet  fast  ganz  schwarze  und  fast  ganz  gelbe  Stücke.  Auf  solche  Wränder- 
lichkeiten  sind  Nebenformen  wie  fusitnacida  und  mariana  gegründet  worden;  aber  auch  Fehlfärbungen  wurden 
benannt,  wie  z.  B.  divinellei,  H.  Edw.,  bei  der  die  Vflgl- Grundfarbe  oder  auch  die  Flecke  ockerbraun  verfärbt  sind. 

M.  cooperi  Belir.  (=  perdiccas  Edw.)  (88  a)  ist  nicht  unbeträchtlich  kleiner  als  typische  clmlctdon,  auf  cooiicrl. 
der  Oberseite  sehr  ähnlich,  aber  auf  der  Unterseite  sind  die  beingelben  Flecke  des  Basal  teils  der  Hflgl  zu  einer 
regelmäßigeren  Binde  geordnet,  die  mit  dem  bei  chalcedon  in  der  rotbraunen  Subbasalbinde  isoliert  stehenden 
gelben  Fleck  zusammenfließt,  der  auch  seinerseits  erweitert  ist.  Die  Rostbinde  vor  dem  Hflgl-Ardiendrittel 
verläuft  stärker  geschwungen  und  die  gelben  Flecke  der  Vflgl-PTnterseite  sind  reduziert,  Kalifornien. 

M.  olancha  Wriglit.  (88  b).  Bei  dieser  Form,  die  wie  die  vorigen  in  den  westlichsten  Staaten  der  Pbiion  olancha. 
vorkommt,  sind  die  Flecke  der  Oberseite  zwar  ähnlich  vde  bei  chalcedon  angeordnet,  aber  im  flasalteil  der  Figl 
reduziert  und  hierzu  im  Gegensatz  im  Discus  und  Randfeld  vergrößert.  Die  gewöhnlich  gelben  Flecke  sind  dazu 
in  beiden  Geschlechtern,  oben  und  unten  viel  heller,  fast  elfenbeinweiß  und  auch  das  Rotgelb  der  Pniterseite, 
besonders  die  Hflglbinden  sind  heller. 

M.  macglashani  Riv.  (88  b).  Noch  größer  als  chcdcedon  und  wohl  die  größtö^  Melitaea  der  Erde.  Der  ‘nmcglasliani. 
chalcedon  ähnlich,  aber  leicht  zu  unterscheiden  durch  die  großen  rotbraunen  Randflecke  aller  Figl.  Auch  im  Dis¬ 
cus  ist  zwischen  dem  Hellgelb  überall  Ziegelrot  in  die  schwarzen  Bänder  eingesprengt.  An  ihren  Fundplätzen 
in  Kalifornien  augenscheinlich  nicht  selten. 

M.  quino  Behr.  ( 88  b).  Wie  chalcedon,  oberseits  kleiner,  aber  schärfer  gefleckt,  hauptsächlich  durch  die  Fbiter-  qidno. 

Seite  verschieden,  wo  das  gesamte  Zeichnungsmuster  unruhiger  ist,  die  Flecke  vielfach  noch  dunkel  geteilt 
sind  und  schärfer  schwärzlich  umzogen,  so  daß  oft  nur  ein  kleiner  rostfarbiger  Kern  verbleibt.  Die  lichten 
Flecke  im  Außenteil  des  Vflgls  sind  Ideiner,  aber  schärfer,  fast  weiß  und  die  Vflglzelle  ist  unterseits  bedeutend 
mehr  schwarz  gefleckt.  Kalifornien. 

M.  colon  Edw.  (88  b).  Der  vorigen  sehr  ähnlich;  aber  insofern  einen  Uebei’gang  zu  chalcedon  bildend,  colon. 
als  die  ziegelroten  Randflecke  stark  reduziert  erscheinen.  Auch  die  hellgelben  Flecke  können  stark  verldeinert 
sein, auch  sind  sie  heller,  manche  davon  fast  weiß,  so  daß  die  Art  deido.y/on’ von  Vancouver  nahekommt.  Vermut¬ 
lich,  Avie  auch  die  vorige  nur  eine  Form  des  chalcedon.  Von  den  Ländern  am  Columbia-Fluß,  Washington,  Oregon. 

M.  taylori  Edw.  (88  b).  Noch  kleiner  als  die  vorige,  einen  Uebergang  zu  baroni  bildend,  dessen  nördlicher  iaylori. 
Vertreter  sie  sein  mag;  weit  stärker  und  greller  rot  gefleckt  als  die  vorige;  hat  eine  entfernte  Aehnlichkeit  mit 
der  europäischen  anrinia,  was  um  so  auffälliger  ist,  als  die  Rp  gleichfalls  auf  Plantago  lebt.  Von  Ahmcouver. 

M.  anicia  I)hl.  u.  Heio.  nec  Scudd.  (88b).  Wie  die  vorigen  mit  chcdcedon  verwandt,  aber  bedeutend  anicia. 
kleiner;  die  gelben  Bänder  der  Oberseite  schmaler,  trüber,  zuweilen  etwas  unterbrochen;  dagegen  sind  die  Flgl- 
ränder  ganz  rotbraun  und  auch  die  schwarze  Grundfarbe  ist  fast  ganz  von  Rotbraun  verdrängt.  Im  Westen 
Nord-Amerikas,  von  Britisch  Kolumbien  bis  Montana  und  Colorado.  — ■  beani  Skinn.  (88  b)  von  den  Bergen  von  heani. 
Alberta  ist  in  der  Regel  iroch  kleiner  und  dunkler,  trüber  gezeichnet. 

M.  colonia  Wr.  Beim  B  dieser  Form  wechseln  ziegelrote  und  beingelbe  Fleckenreihen  auf  schwär-'  coJonia. 
zem  Grunde  derart  mit  einander  ab,  daß  ziemlich  genau  das  Bild  einer  europäischen  Mel.  matnrna  herauskommt, 
doch  ist  der  Verlauf  der  Binden  etAvas  abAx^eichend,  Avie  aus  der  Abbildung  des  $,  das  sich  a'oiu  q  durch  Reduktion 
der  scliAvarzen  Grundfarbe  unterscheidet,  ersichtlich.  Auch  die  Unterseite  dieser,  nur  an  der  Westküste  Nord- 
Amerikas  vorkommenden  Art  erinnert  stark  an  m.aturna.  —  Die  Art  ist  augenscheinlich  lokal  und  a'ou  sehr 
beschränkter  Verbreitung. 

M.  nubigena  Behr.  (88  c).  Meist  größer  als  beani  und  noch  röter;  das  Aveit  lebhaftere  Ziegelrot  hat  nuhigena. 
nicht  nur  die  scliAvarze  Grundfarbe,  sondern  auch  das  Gelb  A^erdrängt,  das  sich  deutlich  eigentlich  nur  noch  in 
schmalen  Fleckenbinden  im  Costalteil  des  Vflgls,  in  und  hinter  der  Zelle  findet.  Rocky-iMountains ;  gemein.  — 
wheeleri  Hy.  Edw.  (=  capella  Barn).  (88  c)  ist  die  brennend  rot  gefärbte  kalifornische  Form,  bei  der  öfters  u-hederi. 
noch  vor  dem  Außendrittel  der  Vflgl  ein  komplettes  lichtes  Fleckenband  herunterzieht.  — •  Hier  schließt  sich 
editha  Bsd.  (=  anicia  Scudd.,  nec  Dbl.  u.  Hew.)  (88b)  an,  als  entgegengesetztes  Extrem.  Das  Rot  der  Gberseite  editha. 
ist  von  einem  trüben  ScliAvarzgrau  verdrängt,  die  gelben  Fleckenbinden  sind  cpier  trüb  und  fahl,  aber  gut 
entAAUckelt,  das  allgemeine  Bild  der  Oberseite  gleicht  einer  blassen  taylori ;  auf  der  Pmterseite  sind  die  beingelben 


432 


MELITAEA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


hermosa. 


augusla. 


aiigusHna. 


haroni. 


riibicunda. 


acastiis. 


pcdla. 


whitneyi. 


hoffmanni. 


dbnormis. 


Sierra. 


gabbii. 


Hflglbinden  durch  zimtbraune  Fleckenbänder  getrennt,  die  bei  wheeleri  sehr  grell  ziegelrot  erscheinen.  Im 
ganzen  verhält  sich  nuhigena  zur  trüben  editha  und  zur  feurigen  wheeleri,  wie  aurinia  zur  trüben  mero'pe  und  der 
feurigen  iberica.  editha,  wahrscheinlich  eigne  Art,  kommt  von  Süd-Kalifornien  und  die  Rp  lebt  an  Erodium 
cicutarum  und  an  Viola.  —  hermosa  Wr.  ist  der  nubigena  ganz  ähnlich  gezeichnet,  aber  trüber  gefärbt  und  weißer 
gefleckt,  das  antemarginale  schwarze  Kappenband  der  Vflgl-Oberseite  noch  tiefer  und  breiter  als  bei  typischen 
nubigena-,  Kalifornien.  — ■ 

M.  augusta  A^(:7«j.(88c).  Erscheint  wie  eineKonrbination,  indem  in  die  brennend  rote  Grundfarbe  der  extremen 
wheeleri,  die  zahlreichen  gelben  Fleckenbänder  der  editha  eingelagert  sind,  so  daß  ein  Färbungsmuster  wie  etwa 
hei  aurinia  saregytana  (Bd.  I,  Taf.  65  d)  entsteht.  Südliches  Kalifornien;  einer  der  schönsten  Falter  Nord- 
Amerikas.  —  Als  augustina  Wr.  wurden  Stücke  bezeichnet,  bei  denen  die  schwarze  Einfassung  der  Farben¬ 
bänder  verloschen  ist. 

M.  baroni  Hy.  Edw.  (88  c).  Die  gelben  Oberseitenflecke  fast  wie  bei  der  vorigen,  aber  das  lebhafte  Ziegel¬ 
rot  jener  Art  durch  ein  tiefes  Rotbraun  ersetzt,  so  daß  oberflächliche  Aehnlichkeit  mit  einer  kleinen  chalcedon 
besteht.  Von  dieser  aber  sofort  zu  unterscheiden  durch  die  hellen  Flecke  der  Hflgl-FTnterseite,  die  bei  chalcedon 
gelb,  heiharoni  perl-  oder  silberweiß  sind. — 'Rp  der  chalcedon  ähnlich,  samtschwarz  mit  feinen  weißen  Punkt¬ 

wärzchen,  die  Rückendornen  honiggelb,  die  andern  schwarz;  an  Castileja,  in  Gespinsten  überwinternd,  bis  Mai. 
Pp  hell  blauweiß,  fein  und  dicht  schwarz  punktiert  und  spärlich  gelb  gefleckt;  Falter  von  Ende  Mai  bis  Juh. 

M.  rubicunda  Hy.  Edw.  (88  c).  Größe  der  vorigen,  mit  der  sie  auch  das  Vaterland  teilt.  Die  roten  wie 
die  gelben  Flecke  der  Oberseite  lebhaft  und  scharf,  so  wie  bei  colori]  während  aber  dort  die  äußere  der  gelben 
Hflglbinden  die  aller  schärfste  und  deutlichste  ist,  fehlt  diese  bei  riibicunda  ganz,  oder  ist  nur  in  verloschenen 
Spuren  zu  erkennen.  — •  Die  Rp  nach  Baron  deutlich  von  der  von  baroni  verschieden,  soll  auch  an  einer 
andern  Pflanze  leben,  doch  wird  Castileja  auch  hier  als  Nährpflanze  genannt.  Der  Falter  wurde  in  Nadelwald¬ 
gegenden  noch  in  beträchtlicher  Höhe  gefangen  und  scheint  stellenweise  häufig.  Er  setzt  sich  mit  Vorliebe  auf 
sandige  Bodenstellen,  wie  Oeneis  iduna,  mit  der  er  zusammen  fliegt;  im  Netz  hält  er  sich  mit  seinen  starken 
Klauen  sehr  fest  (Behrens).  Kalifornien. 

M.  acastus  Edw.  (88  d).  Hiermit  beginnt  die  Reihe  der  oben  meist  lebhaft  und  einfarbig  roten  Meli- 
taeen,  deren  Grundton,  ein  bräunliches  Ziegelrot,  etwa  an  das  von  Mel.  cynthia-^  oder  einer  lebhaft  roten  Ar- 
gynnis  paZes  erinnert.  Die  Hflgl-Unterseite  hat  Aehnlichkeit  mit  der  in  der  europäisch-asiatischen  Gruppe 

gewöhnlichen,  d.  h.  Reihen  breit  zusammenhängender  Flecken  laufen  parallel  über  den  Hflgln  und  harmonieren 
mit  der  Färbung  der  Vflglspitze,  während  der  Vflgldiscus  rot  bleibt.  Utah,  Nevada  und  Montana.  Beim  $  ist 
die  Oberseitenfärbung  fahler. 

M.  palla  Bsd.  (88  d).  Das  ^  der  vorigen  Art  ähnlich,  aber  oberseits  leicht  dadurch  zu  unterscheiden, 
daß  das  Mittelband  der  Hflgl  sich  heller  gegen  die  feurigere  Grundfarbe  abhebt.  Unterseits  erreicht  die  zimt¬ 
braune  Färbung  des  äußeren  Zwischenbands  nicht  den  Vrd  des  Hflgls,  sondern  sie  läßt  die  beiden  obersten 
Zellen  (über  und  unter  dem  1.  Subcostalast)  frei,  welche  die  Färbung  der  Gelbbinden  zeigen.  Das  $,  unten  ganz 
ähnlich,  aber  stärker  rotbraun  gefleckt,  hat  oberseits  sehr  stark  vermehrtes  Schwarz  und  matt  rötlich  imd  gelb¬ 
liche  Flecken.  Rp  auf  Castileja.  West-Staaten  von  Nord-Amerika;  von  Britisch  Columbien  bis  Kalifornien; 
fast  überall  häufig. 

M.  whitneyi  Belir  (=  pola  Bsd.)  (88  d).  Sofort  kenntlich  an  dem  speckigen  oder  schwach  silberigen  Glanz 
der  äußeren  Fleckenreihe  auf  der  Hflgl-Unterseite.  Oben  sind,  besonders  beim  ^  die  Flecken  fahler  rotgelb. 
Kalifornien  bis  Nevada. 

M.  hoffmanni  Behr.  (88  d).  Diese  Art  ist  sofort  daran  kenntlich,  daß  die  Wurzelhälfte  aller  Figl  schwarz, 
ganz  wenig  gelbgefleckt  ist  und  sich  scharf  gegen  eine  beim  ^  fast  rein  rotgelbe,  beim  $  fahlere  Außenhälfte 
der  Figl  abhebt.  Das  Schwarz  kann  nun,  besonders  auf  dem  Hflgl  mehr  oder  weniger  weit  gegen  den  Außeiird 
vorrücken  und  das  Rotgelb  desselben  einengen,  wodurch  eine  große  Reihe  sehr  unterschiedlicher  Aberrationen 
entsteht,  von  denen  Holland  in  seinem  ,,Butterfly-book“  eine  sehr  abenteuerliche  abbildet  (Taf.  17,  Fig.  14). 
Manche  davon  haben  Namen  erhalten,  wie  z.B.  ab.  abnormis  Wright,  bei  der  die  Vflgl  fast  einfarbig  fahl  rotgelb, 
spärlich  scliAvarz  gebändert  sind  und  die  Hflgl  bis''auf  ein  breites  rotgelbes  Außenband  fast  ganz  schwarz  werden. 
West-Staaten  der  Union ;  eine  Gebirgsform  von  den  Rocky-Mountains  wurde  als  Form  helcita  abgetrennt. 

M.  Sierra  Wright  (88  e).  Erinnert  fast  noch  mehr  wie  die  vorige  Art  im  äußern  an  die  M.  aurinia- 
iberica,  indem  die  lebhaft  ziegelrote  Grundfarbe  stark  von  beingelben  Fleckenbinden  und  Ketten  durchzogen, ist. 
Der  Wurzelteil  der  Hflgl  ist  mit  großen  beingelben  Flecken  durchsetzt.  $  oben  mit  wechselnden  gelben  und  zie¬ 
gelroten  Bändern,  wie  bei  aurinia-sibirica  oder  desfontainei,  aber  die  Bänder  ganz  anders  gelagert.  West-Staaten 
der  Union. 

M.  gabbii  Behr.  (=  sonorae  Bsd.)  (88  e).  Oben  der  vorigen  nicht  unähnlich,  ist  die  Art  sofort  daran 
zu  erkennen,  daß  die  drei  hellen  Binden  der  Hflgl-Unterseite  prachtvoll  silberglänzend  sind,  wie  bei  einer  Argyn- 
nis.  Pazifische  Staaten  bis  Utah  und  Colorado. 


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^^.J^Ausgegehen  10.  Xll.  1913. 


MELITAEA.  Von  De.  A.  Heitz. 


433 


M.  harrisi  Scudd.  (88  e).  Erinnert  unterseits  etwas  an  eme  Afel.  cinxia,  utn  so  nielir,  als  in  fler  präsub-  h>^ 
marginalen  Fleckenreihe  auch  die  für  cinxia  charakteristischen  Zentralpunkte  stehen.  Oben  ist  das  ^  dunkel - 
rotbraun,  stark  dunkel  gezeichnet,  das  Saunifeld  fast  ganz  schwarz;  durch  die  Milte  aller  Figl  zieht  eine  fahl 
gelbrote  Binde.  Das  $  ist  fahler  und  etwas  größer,  sonst  dem  ^  ganz  ähnlich.  —  Kj)  rotbraun  mit  schwaizeui 
Rückenstreif  und  dunkeln  Ringeln  an  und  hinter  den  Dornwuiz,  ln  ;  die  Dormn  schwarz.  An  l)iplopa])j)Us  um- 
bellatus.  Die  Pp  jrm'lweiß,  schwarz  oder  br’aun  gezeichnet.  Oestliche  Staaten,  von  (fanada  bis  Illinois. 


M.  dymas  Ediv.  {=  larunda  Strek.)  (88f).  Diese  von  Dyar  unter  CincUdia,  aufgezählte  Art  wird  wohl  flgma.<. 
am  richtigsten  zu  Phyciodes  gerechnet.  Sie  steht  der  Phye.  elada  Hew.  (88  1)  ziendich  nahe,  ist  aber 
heller,  fahl  rotgelb  und  meist  ganz  wenig  gezeichnet;  auch  ist  die  Unterseite  etwas  anders.  Im  südlichen  Texas. 

M.  perse  Edw.  (88 f).  Fast  ganz  wie  die  vorige  Art,  auch  die  Unterseite  ähnlich,  aber  die  Grundfarbe  per.je. 
oben  tiefer  goldgelb,  die  zahlreichen  dunkeln  Wellenlinien  der  Oberseite  fein,  aber  doch  schärfer  als  bei  dyina.s. 

Von  Arizona. 


M.  chara  Edio.  (88  f).  Den  beiden  vorigen  ganz  ähnlich,  etwas  größer,  die  schwarzen  Wellen-  und  rhara. 
Kappenlinien  deutlicher;  von  der  Costa  geht  vor  ihrem  distalen  Drittel  ein  heller  »Schrägwisch  aus,  der  den 
Beginn  einer  fahl  gelbbräunlichen  Binde  darstellt,  die  vor  dem  Analwinkel  am  Ird  endet.  Auf  der  Unterseite 
ist  diese  Binde  deutlicher  und  setzt  sich  als  schmal  blaßgelbes  Bändchen  auch  durch  den  Hflgl  fort.  Arizona, 
wie  die  vorige  eine  Wüsten-Kümmerform. 

M.  anomala  Godm  .u.  Salv.  Es  ist  von  dieser  Art  wohl  nur  ein  Exemplar  bekannt,  das  der  Staudixger-  anomala. 
sehen  »Sammlung  angehörte  und  wohl  mit  dieser  ins  Berliner  Museum  kam.  Größe  kaum  die  einer  Melitaea  cJtara, 
schwarzbraun,  Vflgl  mit  einer  weißen  costalen  Halbbhide  und  4  weißen  Fleckchen  im  Außenteil,  Hflgl  mit  gelb¬ 
braunem  Discus  und  einer  weißen  Punktreihe  im  scliAvarzen  Außenrd;  Zelle  schwarz  gefleckt.  Unterseite  der 
von  hephurni  ähnlich,  aber  der  Vflglgrund  scliAvärzlich,  nicht  gelbbraun  wie  dort.  Mexico:  Colima. 

M.  hepburni  Godni.  u.  Salv.  steht  der  dymas  nahe,  ist  aber  ober-  wie  unterseits  bunter,  dadurch  daß  hephurni. 
der  Flglgrund  dunkel  graubraun,  die  discale  und  marginale  Fleckenreihe  gelb,  die  dazwischen  liegende,  sub¬ 
marginale  fuchsrot  ist.  Die  PTnterseite  sieht  fast  wie  bei  einer  kleinen  Melitaea  merope  oder  varia  aus.  Chihuahua 
(Mexico).  — Mit  der  gleichfalls  äußerlich  etwas  an  eine  kleine  Melitaea  erinnernden  Erycinide  Apodem  ia  Jiephiir- 
ni  die  wir  bei  den  Eryciniden  auf  Taf.  142  abgebildet  haben,  hat  die  Art  natürlich  nichts  zu  tun. 

M.  alma  Streck.  (88  e).  Gi’öße  der  vorigen;  oben  rotgelb  am  Apex  und  Außenrd  etwas  schwarz  gezeich-  atma. 
net,  aber  ohne  die  zahlreichen  dunklen  Querwellonlinien,  dagegen  ziehen  einige  lichtere  Fleckenketten  cpier  durch 
die  Figl.  Unten  sind  die  Hflgl  gelb  jnit  dunklem  Rand  und  Adern,  vor  dem  Außendrittel  ein  doppeltes  sclnvar- 
zes  Querband.  Utah,  Arizona. 

M.  thekla  Ediv.  (88  f).  Oben  gleichfalls  rotgelb,  aber  stärker  schwarz  gezeichnet.  Auf  der  Hflgl-Unter-  thekla 
Seite  durchziehen  2  gebogene,  hell  rotbraune  Bänder  den  beingelben  Grund,  so  daß  die  Zeichnung  schon  nach  der 
nahe  verwandten  {Phye.)  theona  hinüberführt.  $  dem  G  ganz  ähnlich.  Texas.  —  bollii  Ediv.  unterscheidet  hoIUi. 
sich  nur  dadurch  von  typischen  thekla,  daß  die  bleichere  Mittelbinde  der  Hflgl-Oberseite  ein  wenig  breiter  und 
schwächer  gesäumt  ist  und  daß  deren  Fortsetzung  auf  dem  Vflgl  der  schwarzen  Begrenzung  fast  ganz  entbehrt; 
doch  versichert  Hollaxd,  der  beide  Typen  untersucht  hat,  daß  eine  spezifische  Grenze  zwischen  beiden  Foimien 
nichtexistiere;  von  Arizona.  —  definita  Aar.  steht  gleichfalls  der  nahe  und  fliegt,  Avie  die  Amrige  in  Texas,  dejinita. 


M.  leanira  Bsd.  (88  f).  Oben  schwarzbraun,  beide  Figl  oben  von  3  hellgelben  Fleckensehatten  durch-  leanira. 
zogen,  deren  äußerer  komplett,  deren  mittlerer  auf  dem  Vflgl  unterbrochen  und  deren  innerer  in  AA'enige  zerstrert 
Flecke  aufgelöst  ist  und  die  auch  obliterieren  können  (=  ab.  obsoleta  H.  Edw.).  In  die  schAvärzliche  Grundfarbe  ohsoleia. 
sind  vor  dem  »Saum  und  im  Discus  rotbraune  Flecke  eingestreut.  Damit  Avird  das  Färbungsmuster  A'on  colon, 
taylori,  ruhicunda  etc.  wiederholt,  doch  ist  die  Art  sofort  zu  unterscheiden  durch  die  Gestalt  der  ^Tlgl,  die  fast 
Avie  bei  Araschnia  prorsa  und  bei  vielen  Phyciodes  beschaffen  ist:  Der  Vflglsaum  springt  am  Ende  der  3.  Radialis 
zu  einer  stumpfen  Ecke  vor,  über  der  der  Apex  abgestutzt  und  unter  der  der  »Saum  leicht  ausgeschnitten  ist. 

Auch  die  Unterseite  ist  ganz  anders.  Im  Westen  der  Union  Aveit  verbreitet  und  Amn  Britisch-Columbien  bis  »Süd- 
Californien  reichend.  —  leoua  IFr.  scheint  mir  nur  eine  Form  der  leanira  mit  so  stark  reduzierter  Gelbfleckung  Icona. 
der  Oberseite,  daß  die  Hflgl  oft  ganz  schwarz,  nur  mit  einigen  beiiiAveißen  Punkten  geziert  erscheinen.  —  niirabilis  mirahili.^. 
Wr.  ist  eine  Zufallsaberration,  avo  die  lichten  Flecke  in  der  Flgl-Außenhälfte  oben  und  unten  in  der  Richtung 
der  Ader-Zwischenräume  A^erlängert  sind;  eine  Bildung,  Avie  man  sie  bei  europäischen  Melitaeen  (z.  B.  didyma) 
nicht  gar  zu  selten  trifft.  —  cerrita  Wr.  dagegen  ist  eine  durchaus  konstante  Form,  bei  der  die  Grenzen  ZAvischen  cerrita. 
den  rotgelben  und  beingelben  Feldern  mehrfach  verloschen  oder  imr  matt  angedeutet  sind;  sie  kommt.  A\ie  die 
vorige  Form,  in  beiden  Geschlechtern  vor.  iVlle  diese  Formen  stehen  der  cyneas  Aind  theona  nahe,  die  aber  unter 
den  Phyciodes  behandelt  Averden;  ein  deutlicher  BeAveis  dafür,  Avie  unnatürlich  und  unhaltbar  die  Trennung 
der  Gattungen  Melitaea  und  Phyciodes  ist. 


V 


55 


434 


]^HYCI0DES.  Von  J.  Röber 


ercmita.  M.  cremita  Wriyht  ist  meist  bedeutend  größer  als  leanira,  obertlächlich  wie  diese  das  ungefähre  Bild 

einer  Araschnia  prorsn  bietend.  Die  Figl  oberseits  aber  viel  dichter  und  lebhafter  gefleckt ;  Unterseits  sind  die 
Vflgl  ziegelrot,  besondens  im  Mittelfeld  sehr  lebhaft  gelb  gefleckt  und  auf  dem  Hflgl  gleichfalls  die  beingelbe 
durch  die  Mitte  ziehende  Fleckenbinde  sehr  breit.  Californien. 

v)rifjhiii.  M.  wrightü  Edw.  (88  f).  Oben  ganz  wie  die  vorige,  nur  stärker  durch  gelbbraune  Auflagerungen,  beson¬ 

ders  im  Wurzelteil  der  Vflgl  gelichtet.  Unterseits  aber  fehlen  die  dunkeln  Zwischenbinden  auf  dem  Vflgl  fast 
vollständig,  so  daß  eine  beingelbe,  von  den  schwarzen  Adern  und  einem  dunkeln  Kettenband  durchzogene 
Fläche  bleibt.  Californien.  Der  leanira  nahe  verwandt. 

minuia.  M.  illinuta  Edw.  (88  e).  Diese  Art  bildet  mit  den  beiden  folgenden  Formen  nach  Dyar  die  Gattung  Schoenis 

Hbn.,  d.  h.  dieser  x4utor  verwendet  diese  kleine  Giaippe  zur  Erhaltung  des  HüBNERschen  Namens,  denn  die  älteste 
der  Arten  wurde  erst  1801  aufgefunden,  niinuta,  ist  oberseits  lebhaft  gleichmäßig  rotbraun,  von  dunklen  Punktreihen, 
Halbmöndchenketten  und  Strichserien  durchzogen.  Die  Fhiterseite  gleicht  so  frappant  der  einer  kleinen,  blassen 
M.  didyma,  daß  man  die  Art  als  den  amerikanischen  Repräsentanten  dieser  il/eh’faea- Gruppe  ansehen  und  sie 
aracline.  mit  keinem  andern  amerikanischen  Schmetterling  verwechseln  kann.  Aiis  den  Rocky -Mountains.  —  arachne 
Edw.  (88  e)  scheint  auf  die  Vertreter  dieser  Art  aus  der  Ebene  gegründet  und  zeigt  kaum  durchgreifende  Unter¬ 
schiede,  sie  stammt  von  Texas  und  Colorado;  beide  Formen  gehen  ineinander  über ;  wir  bilden  ein  ^  nach  Hollaxd 
nympha.  ab,  der  in  arachne  nur  ein  Synonym  sieht.  —  nynipha  Ediv.  (88  e).  Sofort  durch  die  Oberseite  von  der  vorigen 
zu  unterscheiden,  auf  der  ein  blaßgelbes  Band  alle  Figl  durchzieht,  wodurch  das  Gesamtbild  gewissen  phoebe- 
Formen  von  Europa  nahe  gebracht  wird.  Auch  ist  die  Oberseite  etwas  stärker  schAvarz  gezeichnet.  Die  Fmter- 
seite  gleicht  aber  so  genau  manchen  Stücken  von  minuta,  daß  Artrechte  erst  durch  die  Zucht  erwiesen  AA'erden 
müssen.  Vorläufig  ist  die  Rp  unbekannt.  Von  Arizona. 

Die  folgenden  Formen  sind  z.  T.  seltnere  Arten  oder  gar  auf  einzelne  Stücke  gegründete  Species  oder  Subspecies,  die 
z.  T.  selbst  in  den  größten  Sammlungen,  wie  die  des  Washington- Museums,  fehlen;  z.  T.  lassen  sie  sich  den  oben  beschrie¬ 
benen  schwer  angliedern.  Viele  davon  kennt  man  nur  aus  den  Originalbeschreibungen ;  von  manchen  ist  die  Type  vernichtet 
und  diese  sind  dann  mit  Sicherheit  nicht  mehr  zu  identifizieren;  bei  anderen  wieder  handelt  es  sich  nur  um  Aberrationen, 
deren  Typen  Unica  geblieben  sind. 

brncei.  '  M.  brucei  Edw.  ist  nichts  weiter,  als  eine  Nebenform  von  anicia  Dbl.  u.  Hew.,  die  Edavabds  1888  auf- 

maria.  stellte,  in  seinen  ,, Butterflies  of  N.  America“  aber  später  nicht  berücksichtigte;^  auch  maria  Skinn.  steht 
der  anicia  nahe  und  ist  Avohl  nur  deren  innerkontinentaler  Vertreter  ;'’von  FTtah.  Das  gleiche  gilt  A^on  gilettei 
Barn.,  die  von  Wyoming  beschrieben,  von  Holland  aber  in  seinem  Werk  jiber  die  Schmetterlinge  der  Fhiion 
heivia.  nicht  erAvähnt  ist.  —  helvia  Scudd.  von  Alaska  ist  eine  der  taylori  nahestehende  Form,  deren  Type  beim  großen 
Brande  von  Chicago  vernichtet  wurde;  doch  glaubt  Holland,  daß  Falter,  die  oberseits  eine  weniger  ausgeprägte 
Mittelbinde  der  Hflgl,  überhaupt  ein  lichteres  Aussehen  haben  und  von  White-Horse  und  Eagle-City  in  Alaska 
sterope.  stammen,  hieher  gehören  möchten.  —  sterope  Edw.  scheint  dieser  verschollenen  helvia  nahe  zu  stehen;  von 
Edavabds  1870  aufgestellt,  aber  in  seinem  späteren  Werk  über  die  Tagfalter  der  Vereinigten  Staaten  nicht 
neumoeyeni.  behandelt,  ebensowenig  von  Holland.  Aus  Oregon.  —  neumoegeni  Skinn.  scheint,  ähnlich  wie  maria 
Bkinn.,  die  Form  einer  andern  bekannten  Species,  wie  etAva  palla  zu  sein,  die  durch  die  Besonderheit  der  Boden- 
heclceri.  beschaff enheit  ihres  Vaterlandes,  des  Salzseegebietes,  leicht  A-erändert  ist;  vonUltah.  —  beckeri  Godm.  u.  Salv. 
(88  h)  von  NordAvest-Mexieo  ist  vielleicht  nur  eine  Südform  der  hojjmanni,  oberseits  fast  genau  AAÜe  diese,  nur 
ist  die  Wurzelhälfte  und  das  Saumband  der  Figl  dunkler  grundiert,  und  unterseits  sind  die  bemgelben  Kappeii- 
schausl.  flecke  nicht  durch  einen  rotgelben  Randstreifen  vom  Figlsaum  getrennt.  —  Dagegen  ist  schausi  Godm.  u.  Salv. 
(88  h)  zwar  mit  der  vorigen  verwandt,  aber  doch  beiderseits  stark  verändert;  besonders  zeigt  die  Hflgl-Fmter- 
seite  viel  größere  Rostbinden  und  die  dunkeln  Linien,  Avelche  den  Hflgl  durchziehen,  sind  einander  stark  genähert ; 
approxi-  von  Paso  de  San- Juan  in  Vera-Cruz  (Mexico).  —  approxiniata  Streck,  steht  ZAveifellos,  ebenso  Avie  die  Aderige, 
7nata.  der  Gruppe,  in  die  gabbii  und  hoffmanni  gehören,  nahe  und  bildet  vielleicht  eine  ZAvischenform  ZAvischen  diesen 
alhvplaga.  und  beckeri',  sie  AAmrde  aus  Texas  beschrieben;  mir  unbekannt.  —  albiplaga  dar.,  ist  wie  ap pro ximata,  in  den 
Sammlungen  des  National-Museums  in  Washington  nicht  vorhanden;  es  ist  eine  sehr  Ideine  Art,  von  Phy- 
ciodes-artigeni  Aussehen,  der  perse  und  c/;araAiahe,  aber  nicht  so  einfarbig;  von  Texas.  Holland  erAAÜihnt  die 
Art  nicht. 


4.  Gattung’:  I*liyciodes  Hbn. 

Diese  Gattung  ist  über  Süd-  und  Mittelamerika  verbreitet  nnd  sendet  einige  Ausläufer  bis  in  die  Vereinig¬ 
ten  Staaten.  Die  meisten  Arten  kommen  in  Mittelamerika  und  dem  Norden  Südamerikas  vor.  Wir  ziehen  Avüe 
Schatz  und  Kibby  die  Eresia-Arten  zu  Phyciodes,  Aveil  Aveder  in  der  Struktur  der  Schmetterlinge,  noch  in  der 
Rp-  und  Pp-Form  selbst  bei  den  fremdartigsten  Formen  irgend  ein  stichhaltiger  Unterschied  vorhanden  ist. 
Ja  nicht  einmal  von  Melitaea  läßt  sich  Phyciodes  scharf  scheiden  und  namentlich  Rpn-  und  Ppn-Form  stimmen 
mit  Melitaea  völlig  überein.  Die  fremdartigen  Formen  dieser  Gattung  sind  als  Angehörige  der  Gattung  Phycio- 
des  leicht  an  der  offenen  Hflgl-Mittelzelle  zu  erkennen. 


PH  YC LOB  ES.  Von  .J  .  Röbek. 


Phyciodes  zählt  in  dein  von  uns  angcnonijncnen  Uinlangc  etwa  HiU  Aftcn,  von  doncn  dio  Ahdilajid- 
artigen  wie  die  Melitaeen  selbst  freie  blumenreiche  Plätze,  die  sogen,  ininictiscben  Arten  aber  den  Wald  la^vor- 
zugen.  Die  Abbildungen  zeigen  die  ungeheure  Verschiedenheit  der  y\rtcn,  von  denen  eine  große  Iteilu;  zu  den 
ausgezeichnetsten  sogen.  Nachahmern  zählen.  Zwischen  doi  il/p/dnea-artigen  und  den  )nimetischen  Arten  fin¬ 
den  sich  aber  allerhand  Uebergänge,  auch  solche  Arten,  die  zwar  vom  il/e/id/m-Ty])us  erheblich  ahweichen, 
aber  doch  auch  nicht  als  Naehahmor  gelten  können,  so  daß  es  einerseits  nicht  jnöglich  ist,  die  Arten  in  .\hteilungen 
zu  gruppieren,  andererseits  aber  gerade  die  Arten  dieser  Gattung  eine  Beurteilung  der  sogen.  Alimikiy  gestatt(ui, 
indem  sie  zeigen,  wie  allmählich  sich  die  mimetischen  Formen  aus  solchen  entwickelt  haben,  die  kein  auffallen¬ 
des  Kleid  tragen.  Phyciodes  zählt  deshalb  zu^^den  interessantesten  iSclimetterlingsgattungen.  Die  besondere 
Aehnlichkeit  der  mimetischen  Arten  mit  Arten  aus  anderen  Familien  wird  hei  den  Beschreihung(‘n  der  Arten 
erwähnt  werden.  Rpn  sind  bisher  ard’  Kompositen  wie  Diclippa  und  Actinomeris  gefunden  worden. 

Ph.  liriope.  Diese  Art  bildet  eine  Anzahl,  zum  Teile  nicht  schaid  unterscheidbare  Lokalformen.  — 
liriope  Cr.  (=  inorpheus  F’.)  (89  a)  vom  Amazoneirstrome  ist  die  ajn  meisten  gezeichnete  Form.  Die  Grundfäi-  liriope. 
bung  ist  tief  braungelh,  die  Srdrapicalbinde  der  Vflgl-Ober.seite  gut  entwickelt  und  die  Hflgl  tragen  außer  einem 
breiten  schwarzbrairnen  8anme  eine  schmale  submarginale  Binde  und  eine  weitere  Fleckenbinde,  die  jedoch 
bei  dem  teilweise  geschwunden  ist.  —  lirina  Stgr.  i.  1.  aus  Bolivien  ist  eine  kleine  Form,  die  ober-  und  unter-  Urinu. 
seits  dunkle  Randzeichnungen  besitzt.  —  claudina  Esch.  (89  a)  von  »Süd-Brasilien  und  Argentinien  hat  weniger,  daudinu. 
aber  schärfere  Zeichnung,  bei  dem  ^  ist  die  subapicale  Vflglbinde  oft  nur  rudimentär  und  beiden  Geschlechtern 
fehlt  auf  den  Hflgln  die  dritte  dunkle  Fleckeiibinde,  auch  ist  bei  den  ^  die  sidomarginale  Binde  oft  nur  angedeutet.  — 
flavia  Godt.  (89  a)  von  Chiricpii  ist  weniger  gezeichnet  als  chmdina,  namentlich  ist  die  Subapicalbinde  der  Vflgl  flaviu. 
reduziert  oder  nur  durch^^einige  Flecke  angedeutet.  —  Etwas  mehr  Zeichnung  und  lichtere  Grundfärbung 
besitzt  flavina  Süjr.  i.  1.  (89  a)  aus  Peiai.  —  fragilis  Bafes  (89  a)  aus  Cayenne  ist  charakterisiert  durch  breite  llavina. 
dunkle  Ränder  aller  Figl,  aber  sonst  reduzierte  Zeichnung;  auch  die  Unterseite  ist  sehr  wenig  gezeichnet.  —  fragihs. 
guatemala  Bates  (89  b)  aus  Guatemala  und  Honduras  hat  geringe  und  verschwommene  Zeichnung  der  Oberseite  (juaienuda. 
und  nur  wenig  gezeichnete  Unterseite.  —  pastazena  Bates  (89  b)  aus  Ecuador  hat  tief  braungelhe  Färbung  und  pa-dazena. 
außer  schmaler  dunkler  Randzeichming  fast  keine  Zeichnung  aid'  der  Überseite.  Die  Unterseite  ist  blaß,  aber 
scharf  gezeichnet.  —  anieta  Hetv.  (89  b)  aus  Venezuela  hat  scharfe  dunkle  Rand-  und  Subapicalzeichnung,  anicüi. 
ist  aber  sonst  auf  der  Oberseite  ungezeichnet.  Die  Unterseite  hat  blasse  bräunliche  Zeichnungen  auf  gelblichem 
Grund.  —  orobia  Heiv.  (89  b)  aus  8nd-Brasilien  und  Argentinien  ist  auf  dem  äußeren  Teile  der  Vflgl  stark  orohiu. 
gezeichnet,  im  übrigen  aber  zeichnungsarm.  —  Wahrscheinlich  ist  anieta  oder  orobia  mit  der  folgenden  thymetus 
identisch.  —  Die  Rp  ist  bläulich  grünscliAvarz  mit  einem  lichten  Seitenstreifen,  die  Bauchseite  ist  grünlich - 
gelb,  der  Kopf  ist  braungelb  mit  schwarzen  Streifchen.  Sie  lebt  gesellig  an  Cyrtanthera,  sitzt  in  der  Jugend 
auf  der  Unterseite  der  Blätter,  von  denen  sie  anfangs  nur  die  Epidermis  abnagt.  Nach  Mitteilungen  von  Dr.  Seitz 
kommt  die  südbrasilianische  Form  das  ganze  Jahr  hindurch  und  sehr  häufig  vor,  die  Pp  gleicht  sehr  Araschniri 
prorsa-Puppe,  ist  braungrau  mit  violettem  Schimmer,  sehr  hohem  Rückenzapfen  und  kurzen,  z.  T.  silberigen 
Spitzen  der  Dorsalfläche.  Der  Falter  fliegt  auf  Waldwegen  und  in  Gärten,  ist  wo  er  vorkommt  sehr  gemein 
und  hat  genaii  den  stoßenden,  schAvimmenden  Flug  wie  unsere  Araschnia  levana. 

Ph.  cluvia  Salv.  u.  Godin.  steht  der  anieta  ganz  nahe,  aber  die  Vflgl  sind  an  der  Wurzel  viel  breiter  cluviu. 
schwarz;  unterseits  viel  dunkler,  die  Vflgl  mit  2  ockei’gelben  Flecken,  einer  großen  in  der  Gegend  der  Mediana, 
der  andere  bandförmig  hinter  der  Zelle.  Eine  Hochlandsform  aus  Guatemala,  in  4 — 600(1  Fuß  Höhe. 

Ph.  thynietusE.  Die  Beschreibung  dieser  Art  lautet:  ,, Figl  völlig  unversehrt  (d.  h.  mit  glatten  Rändern),  thymclm. 
gelb,  Sanm  von  geAvöhnlicher  brauner  Färbung.  Heimat  Ainbekannt“.  Dr.  A.  G.  Butler  bemerkt  in  seinem 
,,Catalogue  of  Dhumal  Lepidoptera  described  by  Fabricius  1869“,  daß  diese  Art  i)i  -Iones  unAmröffentlichteii 
„Icones“  gut  abgebildet  sei,  unterläßt  aber  jede  Aveitere  Beschreibung.  Nach  der  freilich  völlig  ungenügenden 
Beschreibung  des  Autors  scheint  es  sich  um  eine  sehr  wenig  gezeichnete  Form  der  liriope  zu  handehi.  Nach 
Kirbys  Catalogue  kommt  sie  in  Brasilien  vor. 

Ph.  amazonica  Bates  (89  b)  vom  Amazonas  hat  viel  rundere  Figl,  breiten  scliAvarzbraunen  Saum  auf  amazonka. 
der  Oberseite  aller  Figl  und  fünf,  zum  Teile  unvollständige  Reihen  scliAvarzer  Flecke  auf  lichtbraunem  Grunde. 

Die  Unterseite  ist  graugelb  mit  dunklen,  licht  nmzogenen,  zu  Reihen  geordneten  scliAvarzen  Fleckchen. 

Ph.  Ursula  Stgr.  (89  c)  aus  Bolivien  ist  ein  kleiner  braungelber  Schmetterling  mit  zarter  scliAvarzer  ur>iula. 
Gitterzeichnung  auf  der  Oberseite  der  Vflgl,  aiis  der  sich  die  SAdnapicale  scliAvarze  Binde  deutlich  abhebt.  Bei 
dem  $  sind  die  schwarzen  Zeichnungen  viel  breiter.  Auf  der  gelblichen,  sparsam  bräunlich  gezeichneten  Unter¬ 
seite  hebt  sich  auf  den  Hflgln  ein  brauner  Längsstreifen  in  der  Mitte  der  Figl  scharf  ab. 

Ph.  nycteis  Dbl.  u.  Hew.  (89  c),  in  den  Vereinigten  Staaten  von  Nordamerika  und  zAvar  von  Alaine  nyctek. 
bis  Nord-Carolina  und  westwärts  bis  an  den  Fuß  der  Rocky-Mountains  A^orkommend,  ist  die  stattlichste  Art 
unter  ihren  näheren  Verwandten.  —  Das  Ei  ist  halb  so  hoch  als  breit,  hat  oben  16  oder  17  A'crtikale  Streifen, 
die  um  die  Mitte  sechseckige  Zellen  bilden ;  es  ist  gi’ün.  Die  Rp  häutet  sich  viermal.  Ei'AA'achsen  ist  sie  samtscliAAurrz 
mit  einem  dunkel  orangegelben  Streifen  entlang  des  Rückens  und  purpurnen  Streifen  an  den  Seiten.  Der  Körper 


436 


PHYCI0DE8.  Von  J.  Röbek. 


ist  besetzt  mit  weißlichen  Flecken,  von  denen  je  ein  zartes  schwarzes  Haar  ausgeht  und  ist  weiter  besetzt  init 
zienilich  kurzen  schwarzen  haarigen  Dornen.  Die  Pp  ist  perlgrau,  dunkelbraun  gefleckt.  —  Wbight  führt  noch 
pascoensis.  an:  pascoeosis  von  der  Westküste  Nordamerikas,  eine  schwächer  dunkelgezeichnete  Form  mit  lichter  Unterseite. 

Es  erscheint  uns  fraglich,  ob  diese  Fornr  zu  nycteis  gehört. 

ismeria.  Ph.  ismeria  Bsd.  u.  Lee.  (=  carlota  Reak.)  (89  c)  ist  von  Canada  bis  in  die  Südstaaten  und  westlich 

bis  in  die  Rocky  Mountains  verbreitet  und  sofort  an  der  sehr  auffällig  gezeichneten  Hflgl-Unterseite  zu  erkennen. 

Das  $  ist  dem  ^  ähnlich,  aber  größer  und  lichter  gefärbt.  Die  Rp  ist  gelblich  mit  schwärzlichen  Dornen 
und  3  schwärzlichen  Längsstreifen.  Kopf,  Brustbeine  und  die  LTnterseite  sind  schwarz,  die  übrigen  Beine  sind 
gelb.  Die  Pp  ist  blaßgrau  mit  blassen  lichten  Flecken  und  kurzen  weißen  Seitenliöckern ;  auf  Helianthus  und 
Actinieris.  —  Herr  Ohas.  D.  A.  Cockerell  (Boulder,  Col.)  hatte  die  Güte,  uns  genaue  Beschreibung  der 
Rp  (von  P.  carlota)  einzusenden.  Futterpflanze  war  Helianthus  annuus.  Die  Rp  kommt  in  zwei  verschie¬ 
denen  Formen  vor:  1.  Ueber  den  Rücken  zieht  eine  Reihe  großer,  fast  quadratischer  Orangeflecke;  Sab- 
dorsalregion  schwarz,  rahmweiß  gescheckt;  Seiten  blasser,  mit  breit  rötlichem  Band;  die  Luftlöcher  in  läng¬ 
lich-winkligen,  grauschwarzen,  weiß  getüpfelten  Flecken;  Unterseite  dunkel,  dorsale  und  subdorsäle  Dornen 
schwarz,  aber  die  seitlichen  hell;  Kopf  glänzend  schwarz.  Die  zweite  Form  ist  ganz  orangerot  mit  schwar¬ 
zen  Dornen  und  trüben  subdorsalen  und  Seitenbändern,  letztere  direkt  über  den  Fußwurzeln;  Kopf  glän¬ 
zend  scliAvarz.  Die  Falter  erscheinen  in  den  ersten  Tagen  des  September. 

vesta.  Ph.  vesta  Ediv.  (89  c)  aus  Texas  und  Mexiko  ist  einer  kleineren  Melüaea  sehr  ähnlich.  Das  $  ist  dem 

ähnlich,  aber  heller  gefärbt. 

gmphica.  Ph.  graphica  FWr.  aus  Mexico  (Huahuapan,  im  September  gefangen)  wird  von  den  Autoren  beschrieben 

wie  folgt:  ,,Der  pallescetis  verwandt,  aber  die  Figl  breiter,  Vflgl  kürzer,  Spitze  weniger  vorspringend,  oben 
alles  schwarzbraun,  in  beiden  Geschlechtern  mit  einer  dichtgedrängten  Anzahl  von  Basalflecken,  in  der  Zelle 
2  kleine  Binden,  innerhalb  der  ersten  mit  2  inneren  Flecken,  darauf  fast  hinter  der  Zelle  mit  2  gebrochenen 
Fleckenbinden  (die  äußere  ockerbraun  bestäubt,  mit  6  in  gebrochener  Reihe  angeordneten  äußeren  Flecken, 
mehrere  davon  ockergelb  bestäubt)  und  submarginalen  Möndchen,  der  5.  zwischen  der  2.  und  3.  Mittelrippe 
auffällig  klein,  beim  sich  verlierend,  mehr  oder  weniger  ockergelb  bestäubt.  Hflgl  mit  ziemlich  umfangreichem 
Flecke  in  der  Außenhälfte  der  Zelle,  mit  2  Discalbinden,  die  beim  ^  viel  breiter  sind,  die  3.  äußere  Binde 
besteht  aus  wohl  unterschiedenen,  schwarz  pupillierten  Mondfleckchen,  bei  einem  anderen  $  aus  gelbbräun¬ 
lich  l)estäubten  Möndchen  vor  dem  Rande;  im  übrigen  ungefähr  wie  bei  pallescens,  aber  mit  ockergelber, 
vorn  an  der  Innenseite  nur  mit  schmalen  schwärzlichen  Flecken  begrenzter  Discalbinde.  Hflgl-Lhiterseite 
hinter  der  Zelle  und  am  Außenrd  breit  rotbraun  genebelt,  Basis,  Zwischenraum  der  Discalstreifen,  Figlspitze 
und  Zwischenraum  zwischen  der  2.  iind  3.  Mittelrippe  am  Rande  weißlich  überstäubt.  —  Nach  Salvin  und  Gon- 
MAN  ist  diese  Form  mit  vesta  durchaus  identisch. 

phaon.  Ph.  phaon  Edw.  (89  c)  ist  eine  der  kleinsten  Arten  aus  dieser  Artengruppe.  Das  $  ist  dem  ^  ähnlich. 

Hat  seine  Heimat  in  den  Golf  Staaten  Nordamerikas  und  ist  gelegentlich  auch  in  Kansas  gefunden  worden. 

tharos.  Ph.  tharos  Drii.  (=  pulchella  Bsd.,  morphea  Cr.,  tharossa  Godt.)  (89  d).  Der  ,,Perlen-Halbmond“ 

der  Amerikaner,  kommt  von  Süd-Labrador  bis  Florida  vor,  überhaupt  in  allen  Teilen  der  Vereinigten  Staaten 
rnarcia.  mit  Ausnahme  der  pazifischen  Küste  Kaliforniens  und  ist  sehr  häufig.  Die  Form  marcia  Edu\  (=  packardii 
morpheus.  Satind.)  hat  etwas  hellere  Grundfärbung  und  ist  weniger  dunkel  gezeichnet.  —  morpheus  F.  (=  cocyta  Cr., 
pharos  L/urr.)  ist  weiter  nichts  wie  die  Sommerform  von  tharos.  —  Das  Ei  ist  licht  grünlichgelb.  Die  Rp  lebt  an 
verschiedenen  Kompositen,  namentlich  Astern.  Sie  ist  dunkelbraun  nach  der  dritten  Häutung,  der  Rücken  gelb 
getüpfelt  und  hat  kurze  schwai’ze  borstige  Domen,  die  am  Grande  gelb  sind.  Die  Pp  ist  grauweiß  mit  dunklen 
pedrona.  Flecken  und  Linien.  —  pedrona  Moulton  aus  Brasilien  (Minas  Geraes),  die  der  Autor  für  besondere  Art  hält, 
unterscheidet  sich  von  tharos  durch  etwas  geringere  Größe,  kleinere  dunkle  Flecke  auf  der  Oberseite  der  Hflgl 
und  durch  den  Mangel  einiger  dunkler  Flecke  auf  dem  Basalteile  der  Hflgl.  Ferner  haben  die  Vflgl  auf  der  Ober¬ 
seite  statt  6  nur  5  Submarginalflecke,  die  eine  unregelmäßige  Reihe  bilden,  es  fehlen  der  lichte  schräge  Streifen 
über  der  Zelle  und  der  am  Ird  gelegene  gebrochene  lichte  Streifen  und  die  3  dunkelsten  Flecke  auf  der  Lhiter- 
seite  der  Vflgl,  pedrona  besitzt  vielmehr  nur  ein  submedianes  braunes  Zeicheti. 

hatesi.  Ph.  bates!  Reak.  (89  d).  Bates’  Halbmondfleck  (Bates’  Crescent-spot)  kommt  von  New  York  bis  Vir- 

ginien  und  westwärts  bis  Ohio  vor.  Das  $  ist  dem  C  ähnlich.  Die  ersten  Stände  sind  noch  nicht  bekannt. 

pratensis.  Ph.  pratensls  Behr  (=  epula  Bsd.)  (89  d)  aus  Californien  ist  sehr  3Ielitaea-nrtig.  Das  C  ziemlich 

bunt  und  das  ansehnlich  große  $  von  bleich  rotgelber  Grimdfärbimg  gleichmäßig  gezeichnet.  Die  Unterseite 
hat  blasse  Zeichnungen. 

ihebais.  Ph.  thebais  Godm.  u.  Salv.,  von  Mexico  bis  Guatejnala  verbreitet,  unterscheidet  sich  von  der  folgenden 

orseis  durch  die  blaß-  statt  rotgelben  Flecke  der  Oberseite  und  durch  den  fast  völligen  Mangel  rotgelber  Fär¬ 
bung  auf  den  Hflgln. 

orseis.  Ph.  orseis  Edw.  (89  d)  kommt  von  Washington  bis  Mexico  vor.  Das  ist  dem  p  ähnlich,  aber  alle  dunklen  '  i 

Zeichnungen  sind  bei  ihm  größer  und  die  hellen  Zeichnungen  lichter.  Die  ersten  Stände  sind  noch  nicht  beschrieben. 


I»H  YC10DES.  Von  J.  PoiiiER. 


437 


Ph.  camillus  E<ko.  (89  d),  der  „Caniillus-Halbinond“  der  AiiierikatKn-,  ist  von  Ibiliscl)  C'olnndna,  t'olo-  camüliM. 
rado,  Montana,  Kansas  und  Texas  l)ekannt.  Die  Ikiterseitc;  zionilicli  eiid'arbig,  aber  die  IHlgl  mit  sehai-f  rotl)rau- 
nen  Linien  und  Punkten  sehr  unruhig  gezeiclinet.  Die  ersten  Stände  sind  nocli  uid)okannt.  I  )ic  holhunn  oder  flunk- 
leren  Formen,  die  verschiedentlich  Namen  erhalten  liahen  {eniAssa,  yallida  Edw.,  nuUn.  Reale.),  l)edeuten  keine 
Lokalfonnen,  und  sind  an  keine  hestiniinte  Gegend  gebnnden. 

Ph.  mylitta  Edw.  (=  collina  Behr,  callina  Bsd.,  epula  Bsd.)  (89  e)  kommt  von  Washitigton  })is  Ajizona  mijlitlu. 
und  ostwärts  bis  Colorado  vor.  Das  $  ist  dem  ^  ähnlich,  aber  bleicher.  Die  Fier  werthm  in  1  laufen  auf  J)isteln 
abgelegt.  Die  Rp  ist  nach  der  vierten  Häutung  schwarz,  unten  gelblich,  mit  einer  jnatten  schmalen  gelhen 
Rückenlinie  und  gleichen  Seitenlinien.  Die  schwarzen  Dornen  sind  in  sechs  Reihen  geordnet,  die  Dornen  auf  dem 
4.,  5.  und  6.  Segment  sind  gelb.  Die  Pp  ist  dnnkel  holzbraun.  Rj)  auf  verschiedenen  Jfistelarten. 

Ph.  barnesi  Skinn.  (89  e)  aus  Colorado  ist  größer  als  m.ylitta  und  hat  schmälere  und  fast  ganzrandige  hurnesi. 
Vflgl,  ist  auch  oberseits  viel  weniger  gezeichnet. 

Ph.  montana  Behr  (89  e)  aus  den  Bergen  von  Californien  und  Nevada  ist  mehr  gezeichnet  als  carnillus  monlami. 
und  hat  vorherrschend  leuchtend  rotbraune  Grundfärbung.  Das  $  hat  düstere  Grundfärbung,  aber  eine  lichte 
Fleckenniittelbinde  auf  der  Oberseite  der  Hflgl.  —  Die  ersten  Stände  sind  noch  unbekannt. 

Ph.  picta  Edw.  (=  canace  Edw.)  (89  e)  aus  Nebraska,  Colorado,  Neu-Mexico  und  iVIexico  ist  eine  der  jnda. 

kleijisten  und  buntesteii  Arten  aus  dieser  Grup])e.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  sehr  licht  und  wenig  gezeichnet. 

—  Das  Ei  ist  gelblichgrüu.  —  Die  Rp  häutet  sich  fünfmal,  im  erwachsenen  Zustande  hat  sie  sieben  Hau])treihen 

kurzer  Dornen,  die  in  den  verschiedenen  Generationen  verschieden  gefärbt  sind  und  zwar  lichtbraun  bei  der 
Junibrut  und  grünlichgelb  in  der  Oktoberbrut.  Die  vorherrschende  Färbung  ist  gelblich-  oder  grünlichbraun, 
lichter  oder  dunkler  gefleckt.  Die  Pp  ist  gelhlichbraun.  Die  Rp  lebt  an  verschiedenen  Asternarten. 

Ph.  frisia  Poey  (=  gyges  Hew.)  (89  e)  von  den  Antillen,  Mexico,  Central-  und  Süd-Amerika  und  Florida  friaia. 

ist  vermutlich  eine  Form  von  Ikaros  oder  einer  verwandten  Art.  Sie  ist  groß  un!^  hat  ober-  und  unterseits 
verblaßte  Zeichnung.  Erste  Stände  noch  unbekannt. 

Ph.  boucardi  Godau,  u.  Salv.  (89  e)  aus  Mexico  (Guerrero,  Oktober)  gehört  wahrscheinlich  als  Unterart  houmrdi. 
zu  einerAiordamerikanischen  Art.  Das  $  ist  uns  nicht  bekannt. 

Ph.  saladillensis  Giacom.  (89  f)  aus  Argentinien  ist  erst  vor  2  Jahren  vom  Autor  entdeckt  worden,  saladillen- 
Sie  ist  im  Hügellande  vom  Saladillo  und  Sa.  Cruz  häufig.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  ähnlich  wie  bei  Ikaros, 
in  dessen  Formenkreis  sie  gehört,  doch  ist  die  Grundfärbung  lichter  und  eine  auffällige  IMittelhinde  lichtgelber 
Flecke  vorhanden.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  lichtgelb  mit  geringer  bräunlicher  Strichzeichnung  und  den 
typischen  Fleckchen  am  Rande.  Das  $  ist  nach  einer  vom  Autor  freundlichst  für  die  ,,Groß-Schmetterlinge“ 
eingesandten  Abbildung  bedeutend  größer  und  hat  auf  dem  Innenteile  der  Hflgl  nur  Avenig  Zeichnung.  Auf 
der  Unterseite  der  Hflgl  fällt  eine  rötliche  Querbinde  auf. 

Auch  Ph.  simois  Hew.  (89  f)  aus  Argentinien  und  Brasilien  gehört  zum  Formeukreise  Ikaros  und  Verwand-  simois. 
ten.  Diese  x4rt  ist  klein  utid  die  schwarzen  Zeichnungen  der  Vflgl  sind  teilweise  zu  größeren  Flecken  vereinigt 
und  die  Unterseite  trägt  nur  wenig  Zeichnung. 

Ph.  elada  Hew.  (89  f)  aus  Mexico,  eine  der  kleinsten  Arten  der  Gattung,  ist  oberseits  schwarz  und  gelb  elada. 
gegittert,  bei  dem  $  ist  die  Mittelreihe  der  lichten  Zeichnung  fast  weiß.  Die  Plnterseite  führt  eine  echte  i\Ie- 
litaeen-Zeichnung.  —  socia  Fldr.  ist,  wenn  nicht  synonym  mit  elada,  sicher  nur  eine  Zeitform,  die  sich  nur  durch  socUt. 
geringe  Zeichnungsunterschiede  charakterisiert. 

Ph.  imitata  Streck.  (=  idrica  Edw.)  untei’scheideb  sich  von  elada  durch  die  schwarzen  Basalflecke  auf  hnitala. 
der  Hflgl-Unterseite.  Texas  bis  Nord-Mexico. 

Ph.  variegata  spec.  nov.  (89  f)  aus  Uruguay,  von  der  uns  1  $  vorliegt,  ist  eine  kleine  Art.  und  hat  varieunla. 
auf  gelbem  Grunde  auf  den  Vflgln  schwarze  und  weiße,  auf  den  Hflgln  nur  schwarze  Zeichnuug.  Die  Unterseite 
ist  ganz  ähnlich  der  Oberseite  gezeichnet,  doch  steht  auch  in  der  Mitte  der  Hflgl  eine  weiße  Fleckenbinde  und  am 
Außenrd  befinden  sich  einige  weiße  Flecke. 

Ph.  pallescens  Fldr.  (89  f)  aus  Mexico,  von  der  wir  die  Type  abbilden,  wüi’den  wir  für  das  q  der  varie-  pallcscens. 
fjata  halten,  wenn  die  Fundorte  nicht  gar  zu  sehr  räumlich  getrennt  wären.  Die  Pbiterseite  hat  fÄuros-Charakter, 
ist  aber,  namentlich  auf  den  Hflgln  sehr  blaß  und  hat  nur  germge  Zeichnung. 

Ph.  pelops  Dm.  (=  anocaona  H.-A'c^ü//.)  (89  f)  von  Jamaica,  St.  Domingo  und  Porto-Rico  ist  die  pclop.s. 
kleinste  Art  der  Gattung.  '  Sie  hat  auffällig  breite  Figl  und  gelb-braune  Oberseite  mit  schwarzen  Zeichnungen. 

Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  licht  gelbbraun  und  hat  schwarze  Zeichnungen,  die  Hflgl  sind  graubraun,  im  Basal¬ 
teile  lichter  und  haben  außer  einer  submarginalen  Reihe  weißer  Augenflecke  feine  schwarzbraune  Zeichnung. 

—  aegon  F.  von  Jamaica  hat  ganzranelige  Figl,  ist  oberseits  schwarzbraun  und  hat  mehrere  ungleiche  gelbbraune  aegon. 


438 


PHYCIODES.  Von  J.  Röber. 


fusciata. 

fasciatclla. 

theorui. 

perlula. 

yor'üa. 

ezra. 

cyncas. 


cyni'^ca. 

tacniala. 

ielehim. 

per  HU  na. 
hoKviana. 

hurcJielli. 


poltis. 

or/hia. 

evanescens. 
her  SH  hx. 

sejona. 

reliea. 

dictynna. 


Fleckenbindon.  Die  Hflgl  sind  unterseits  aschgrau.  —  Uns  nur  aus  der  Originalbeschreibung  bekannt.  Nach 
Butler  eine  Lokalforni  von  pelops. 

Ph.  fasciata  Hpffr.  ( =  pearcei  Druce)  (89  f )  aus  Peru  fällt  auf  durch  die  breite  gelbe  Binde  auf  der  Ober¬ 
seite  der  Hflgl.  Die  Oberseite  der  Vflgl  hat  gelbbraune  Grundfärbung  und  reichliche  schwarze  Gitterzeichnung. 
Der  Basalteil  der  Hflgl  ist  schwarzbraun,  desgl.  der  Außenrd,  in  dem  2  gelbe  Linien  stehen.  Die  Unterseite 
ist  gelb  und  hat  geringe  gelbliche  Zeichnung.  —  fasciatella  subsp.  nov.  aus  Huancabamba  (1500  m)  hat  schmä¬ 
lere  Mittelbmde  und  nur  eine  gelbe  Saumlinie  der  Hflgl. 

Ph.  theona  Men.  (89  g)  aus  den  Südstaaten  NoT’damerikas,  Mexico,  Honduras  und  Nicaragua  ist  ober- 
seits  Melitaea-?evi\g,  weicht  aber  unterseits  durch  die  Ausbildung  regelrechter,  scharf  begrenzter  Bhiden  von  den 
Melitaeen  ab.  —  perlula  Fldr.  (=  hondana  Weym.)  (89g)  aus  Venezuela  hat  oberseits  verschwommenere- 
Zeichnung  i^nd  unterseits  ist  die  subbasale  braune  Binde  der  Hflgl  auf  einen  großen  Fleck  reduziert.  In  der  Mitte 
der  Vflgl-Unterseite  fehlt  die  schwarze  Zeichnung.  —  yorita  Beak.  (.89  g)  aus  Honduras  hält  die  Mitte  zwischen 
theona  und  perlnJa.  —  Bei  ezra  Hew.  (89  g)  sind  die  lichten,  oft  weißen  Flecke  der  Vflgl-Oberseite  verlängert 
und  die  rotbraunen  Binden  der  Unterseite  sind  weniger  lebhaft  gefärbt.  Chiriqui  (Panama). 

Ph.  cyneas  Godm.  %i.  Salv.  (89g,  h)  aus  Arizona  hat  oberseits  gelbbraune  bis  schwarzgraue  Grundfär¬ 
bung  mit  2  Reihen  lichter  Flecke,  die  an  Größe  ziemlich  verschieden  sein  können.  Das  $  hat  schön  rotbraune 
Gnindfärbung  und  die  eine  Binde  bildenden  äußeren  lichten  Flecke  sind  außen  schwarz  gesäumt.  Die  Unter¬ 
seite  der  Vflgl  ist  rotbraun  mit  lichten,  schwarzgesäumten  Flecken  und  die  Hflgl  haben  weißgelbe  Grundfärbung, 
von  der  sich  die  schwarzen  Rippen,  der  schwarze  8aum  und  die  doppelte  schwarze  Mittelbinde  scharf  abheben. 

Ph.  cynisca  Godm  .  u.  Salv.  (88  h)  aus  Mexico  steht  der  cyneas  nahe.  Die  Oberseite  hat  keine  Rostflecke,  die 
gelbe,  das  Zellende  einschließende  Hflglbinde  ist  viel  breiter  und  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  befinden  sich  an  der 
IVurzel  und  am  Rande  gelbrote  Flecke. 

Ph.  taeniata  spec.  nov.  (89  h)  aiis  Tarapoto  ist  der  ursula  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  ähnlich,  doch  weicht 
sie  durch  die  stark  gezeichnete  Oberseite  der  Hflgl  von  dieser  wesentlich  ab.  Auf  der  gelblichen  Unterseite  hebt 
sich  von  der  geringen  bräunlichen  Zeichnung  auf  den  Vf  Igln  die  schwarzbraune,  in  der  Mitte  zusammengeflossene 
Doppelbinde  nahe  des  Außenrds  scharf  ab. 

Ph.  teletusa  Godt.  (89  h)  aus  Brasilien  hat  auf  schwarzbraunem  Grunde  braungelbe  Zeichnung  und  zwar 
einen  großen,  den  Ird  erreichenden  Fleck  auf  der  äußeren  Hälfte  der  Vflgl,  eine  durch  einen  dunklen  Streifen 
geteilte  Subapicalbinde,  einen  kleinen  Fleck  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  und  einige  kleine  Apicalfleckchen  auf 
den  Vflgln  und  auf  den  Hflgln  eine  nach  dem  Ird  schmäler  werdende  Mittelbinde  und  eine  aus  feinen  Möndchen 
bestehende  Submarginalbinde.  Die  Unterseite  hat  gelbliche  Grundfärbung  mit  bräunlichen  bzw.  grauschwar¬ 
zen  Zeichnungen,  von  denen  sich  eine  submarginale  Augenfleckenreihe  der  Hflgln  hervorhebt.  —  Bei  peruana 
subsp.  nov.  (89  h)  aus  Peru  sind  die  braungelben  Zeichnungen  der  Oberseite  sehr  vergrößert,  auch  ist  die  Unter¬ 
seite  zeichnungsärmer.  —  Bei  boliviana  snbsp.  nov.  aus  Bolivien  sind  die  lichten  Zeichnungen,  namentlich  auf 
den  Hflgln  sehr  verschmälert  und  die  Unterseite  ist  stärker  gezeichnet  als  bei  penicma. 

Ph.  burchelli  Moulton  hat  eine  weite  Verbreitung,  da  sie  nach  den  Angaben  des  Autors  in  der  Prov. 
Goyaz,  in  Chapala,  Süd-Brasilien,  Peni,  Ecuador  und  in  Nauta  am  oberen  Amazonas  vorkommt.  Aus  der  sehr 
langen  Beschreibung  des  Autors  ist  zu  entnehmen,  daß  burchelli  der  teletusa  ähnlich  ist;  die  breite  gelbe  Mittel¬ 
binde  der  Vflgl  hat  ungefähr  dieselbe  Gestalt,  ani  Außenrd  der  Vflgl  stehen  zwischen  der  Submediana  und 
dem  dritten  Medianaste  3  gelbe  Flecke  und  an  der  äußeren  Grenze  der  gelben  Mittelbinde  stehen  auf  den  V-  und 
Hflgln  Mondfleckchen  von  der  Gnindfärbung. 

Ph.  poltis  Godm.  u.  Salv.  (88  i)  aus  Mexico  steht  der  orthia  aus  Brasilien  und  Paraguay  am  nächsten. 

Ph.  orthia  Hew.  (89  h)  ist  der  velica  ähnlich,  doch  sind  die  Vflgl  gestreckter  und  alle  lichten  Zeichnun¬ 
gen  der  Oberseite  sind  viel  schmäler.  Die  Unterseite  ist  gleichfalls  der  von  velica  ähnlich.  Vielleicht  stellen 

beide  nur  Formen  einer  Art  dar.  Es  kojnmen  auch  Stücke  vor,  bei  denen  die  lichte  Zeichnung  fast  weiß  ist  und 

die  kleinen  Teile  der  Zeichnung  fast  geschwunden  sind :  ab.  evanescens  n. 

Ph.  berenice  Fldr.  (89  i)  aus  Peru,  von  Staudixger  unter  dem  i.  1. -Namen  telemaclms  in  den  Handel 
gebracht,  ist  der  orthia  sehr  ähnlich,  doch  hat  diese  Art  außer  der  submarginalen  Mondfleckenreihe  der  Hflgl 
noch  eine,  namentlich  bei  dem  $  sehr  deutliche  gelbe  submarginale  Linie.  Die  Unterseite  ist  viel  gelblicher,  in 
der  Zeichnungsanlage  aber  von  orthia  kaum  verschieden. 

Ph.  sejona  Schaus  (89  i)  aus  Südbrasilien  (St.  Catharina  und  Rio  grande  du  Siil)  ist  Avesentlich  lichter 
gefärbt  als  orthia,  auch  in  der  Zeichnung  verschieden. 

Ph.  velica 'He«L,  unbekannter  Herkunft,  ist  nachVler  Abbildung’’des  Autors  auf  der  Oberseite  mit  viel 
größeren  braunen  FleckeiUversehen,  ist  also  bedeutend  lichter  als  dictynna ’swhsp.  nov.  (89  k)  aus  Süd-Brasilien 


PHYGIODES.  Von  J.  Röbek, 


439 


und  Argentinien,  die  oberseits  viel  Aehnlicbkeit  mit  der  paläarktischen  Melilaea  gleichen  Namens  besitzt; 
nach  Mitteilungen  des  Herrn  Prof.  i)r.  iSeiiz,  der  diese  Art  ijii  Agricultur-Garten  von  J'alermo  in  Argentinieji 
häufig  fing,  hat  sie  auch  genau  den  niedi'igen,  stoßweise  (.lahinschießcnden  Plug  jejics  J^aläaxktikers. 

Ph.  geniinia  Hpffr.  (89  i)  aus  Peru  hat  schwarzbraune  Oberseite  und  auf  den  Vflgln  eine  weiße  Subajti-  gerninio. 
ealbinde,  deren  hinterster  Fleck  isoliert  steht,  auf  den  Hflgln  stehen  3  gelbliche  Submarginallijiie)i.  Jfie  Gntcr- 
seite  der  Vflgl  entspricht  der  Oberseite,  nur  ist  sie  lichter,  die  Hflgl  haben  auf  grauweißer  Grundfäibung  die  ge¬ 
wöhnliche  brauiie  Zeichnung.  • — ^  nana  Druce  (89  i)  gleichfalls  aus  Pein,  hat  geschlossene  weiße  Binde  der  Vflgl-  nana. 
Oberseite  und  gelblichere  Unterseite. 

Ph.  jana  Fldr.  Mangels  Materials  geben  wir  eine  Uebersetzung  der  Beschreibung ;  ,, Bogota  (Columbien),  jana. 

Figl  oben  dunh elbrau n,^Uflgl  mit  schräger,  abgekürzter,  ausgebuchtetcr,  dunkelbrauner  Mittolbinde,  Hflgl 
mit  2  undeutlich  gescheckten  und  einem  dritten  undeutlich  gewellten  ockerbraunen  jiarallelen  (Streifen.  Mlgl 
unten  dunkelbraun,  Basaldrittel,  Feldchen  in  der  Spitze  und  am  Hrd  ockergelb,  verwischt  schwarz  begrenzt, 
und  mit  2^ Reihen  glänzend  blauweißer  (Subapicalmöndchen;  Hflgl  ockergelb,  mit  subcostaler,  außen  dunkel¬ 
brauner  Schattierung,  die  kleine  Basal-  und  Discocellularbinde  und  2  in  der  Mitte  verbundene  Binden  blau¬ 
weiß,  reihenweiß  geordnete,  rötlichbraun  umrandete  gekrümmte  Flecke  an  der  Außenseite,  einige  blauweiß 
umrandete,  leicht  silberschimmernde  zusammengeflossene  (Submarginalflecke  mit  äußerer  schwarzer  Um¬ 
randung.  Größe  von  hera  Hhn.,  Vflgl  nicht  eckig,  Hflgl  innen  lairz,  im  Costalsaume  aber  vorgestreckt‘‘.  — 

Scheint  elaphiaea  nahe  zu  stehen. 

Ph.  carigia  Scherns  aus  Columbien  wird  vom  Autor  beschrieben  wie  folgt:  ,, Vflgl:  Basalhälfte  kräftig  earigia. 
braun  mit  einem  schwarzen  Basalband  und  einer  schwarzen  doppelten  innen  schrägen  gewellten  Linie,  ein 
schräger  ockergelber  Fleck  ani  Zellende,  der  schwarz  eingefaßt  ist,  Außenhälfte  schwarz  mit  ockergelben  Flecken, 
ein  großer  Fleck  an  Rippe  3  ausgehend,  wenig  hinter  2,  eine  schräge  Reihe  von  Flecken  voju  Costalrde  bis 
Rippe  4,  ein  großer  Subterminalfleck  vor  dem  Ird,  ein  anderer  sehr  kleiner  zwische^i  4  und  5,  und  ein  feiner 
gebogener  Fleck  am  Costalrd,  eine  unregelmäßige  Saumlinie,  unterbrochen  durch  die  Ri2jpen  und  erweitert 
zwischen  Rij)pe  3  und  4,  verloschen  zwischen  5  und  6.  Hflgl:  Zelle  und  hinter  ihr  kräftig  braun,  Costal- 
und  Außenrd  schwarz,  ein  breites  ockergelbes  Mittelband  nach  Rijjjje  7,  der  Ird  brauii,  gelb  bestreut,  eine  ocker¬ 
gelbe  Außenlinie  vom  Ird  bis  Rip^je  4,  eine  marginale  ockergelbe  Linie  vom  Analwinkel  zum  Ajjex.  Luiterseite: 
die  Flecke  auf  den  Vflgln  sind  gelblichweiß  und  größer,  der  Außenrd  dunkel  rötlichbraun,  gekreuzt  durch  eine 
feine  dunkle  Linie,  etwas  grau  am  Aj^ex,  die  Basalhälfte  gelblichweiß  mit  einem  großen  unregelmäßigeii  ring¬ 
förmigen  Zeichen,'  am  Ird  und  zwischen  den  großen  Flecken  schwarz.  Hflgl:  Basalhälfte  weißlich  niit  großen 
chamoifarbigen,  rötlichbraun  umzogenen  Flecken,  eine  braune  Mittellinie,  gefolgt  durch  einen  kleinen  dunklen 
Zwischenraum  am  Costalrde,  ein  rötlichweißer  Zwischenraum  zwischen  Ripj^e  2  und  6,  Außenrd  breit 
grau,  gemischt  mit  Rotbraun,  der  äußerste  Rand  rötlichbraun,  eine  dunkle  doppelte  Marginalmondlinie." 

—  Größe  etwa  wie  sejonn. 

Ph.  elaphiaea  Hew.  (89  i)  aus  Ecuador  und  Peru  hat  schwarzbraune  Oberseite  mit  einer  nach  dem  [elaphiaea. 
Außenrd  breiter  werdenden  braungelben  Mittelbinde  der  Vflgl.  Die  Hflgl  sind  gelblich  überstäubt  und  haben 
3  gelbliche  (Submarginallinien.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  ähnlich  der  Oberseite,  doch  sind  die  dunklen  Zeich¬ 
nungen  lichter,  die  Hflgl  sind  schmutzig  gelblich  und  haben  6  Reihen  lichter,  braun  gesäumter  Möndchen. 

— •  elaphina  Stgr.  i.  1.  (89  i)  aus  Bolivien  hat  lichtere  Mittelbinde  der  Vflgl  und  deutlichere,  auch  mehr  rötliche  elaphina. 
Linien  der  Hflgl.  Die  Unterseite  ist  lichter.  —  abrupta  nou.  (89i)  ist  kleiner  und  hat  bedeutend  schmälere  ahrupta. 

Vflgl-Mittelbinde,  die  zwischen  dem  1.  und  2.  Medianaste  wie  abgeri.ssen  erscheint  und  einen  kleinen  runden 
gleichfarbigen  Fleck  besonders  hervortreten  läßt.  Es  ist  auch  ein  gelblicher  (Subajiicalfleck  der  Vflgl  vorhanden 
und  die  Unterseite  ist  viel  lichter. 

Ph.  nussia  Druce  aus  Peru  ist  etwa  so  groß  wie  crithona.  Oberseits  dunkelbraun,  Vflgl  mit  einem  nussia. 
weißen  (Subapicalfleck  und  einem  gleichgroßen  snbmarginalen  Fleck  in  der  Nähe  des  Innenwinkels,  Hflgl 
gelb  gejmdert,  der  Außenrd  gezähnt  iiiit  3  ockergelben  (Streifen  am  (Saume.  Lhiterseite  wie  bei  nam. 

Ph.  nazaria  Fldr.  (=  mazaria  Ky.).  Von  dieser  Art  können  wir  nur  eine  Uebersetzung  der  Origmal-  nacaria. 
beschreibung  geben;  diese  lautet:  ,, Bogota.  Figl  oben  schwarzbraun,  an  der  dunklen  Flglwurzel  mit  ganz 

unscheinbaren  Zeichnungen,  Vflglmittelzelle  mit  Fleck,  kleine  .subapicale  Binden  mit  3  Flecken  dahinter 
(unten  an  die  obere  angefügt),  mit  breiter  ausgebuchteter  innerer  Binde,  an  der  Spitze  bei  der  Costalvene  auf¬ 
hörend  und  dahinter  in  der  Nähe  mit  einem  Fleck.  Hflgl  mit  breiter,  in  der  Mitte  ausgenagter  Binde,  außen 
durch  dunkelbraune  Schuppen  geteilt,  innen  mit  2  Streif  dien  außerhalb  der  Zelle  und  angefügten  hinteren, 
sehr  langgezogenen  dunkelbraunen  Möndchen.  Unterseite  braun  ockerfarbig  mit  submarginalen  gleichfarbigen 
Möndchen  außen  reilienweise  umgeben,  Vflgl  mit  breiten  blassen  Binden  und  Flecken,  außen  durch  eine  schwärz¬ 
liche  Binde  begrenzt,  mit  einer  bleichen  kleinen  Basalbinde  in  der  Zelle ;  Hflgl  mit  basalen  Ringen  und  Streifchen, 
die  teilweise  zusammenfließen,  in  der  Mitte  ein  gekrümmter  Streifen  und  von  da  geht  ein  zweiter  unscheinbarer 
aus  Stäubchen  zusammengesetzter  dunkelbrauner  Streifen  nach  dem  Costalfeldchen  ab,  außerdem  winzige 
schwarzbraune  Möndchen  und  vor  den  Fransen  ein  gewellter,  leicht  silberig  schimmernder  Streifen.  Zur  thy- 


440 


PHYCIODES.  Von  J.  RÖber. 


oianes. 


cyno. 


snpolis. 


aceia. 


dclphkt. 


acesas. 


ezha. 


crUhona. 


stenotaenia. 


Verena. 


levana. 


//iei^fs-Gnippe,  die  Vflgl  unter  der  »Spitze  seicht  aiisgeschwnngen,  die  Hflgl  in  der  Mitte  des  Anßenrds  fast  eckig“. 

Ph.  otanes  i/eu’.  (88  h)  aus  Guatejnala  hat  etwa  die  Größe  und  Flglgestalt  wie  crfi/;owa.  Oberseite 
der  Vflgl  des  ^  dunkelbraun,  mit  einem  kleinen  rotbraunen  Flecke  in  der  Figlspitze,  Hflgl  leicht  purpurn, 
der  Außenrd  wie  die  Vflgl  gefärbt.  Unterseite  der  Vflgl  rotbraun,  an  der  Wurzel  bleicher  und  folgend  bezeichne- 
ten  schwarzen  Flecken :  einer  am  Vrd,  ein  dreieckiger  an  der  Figlspitze,  sowie  ein  rötlichweißer  Fleck  am  Außenrd. 
Hflgl  grau  und  rotbraun  mit  einigen  großen  rotbraunen  Flecken. 

P.  cyno  Salv.  u.  Godm.  Wie  otanes,  aber  die  Vflgl  mit  größeren  Discalflecken  und  ohne  Seidenfleck; 
Vflgl  unten  fast  einfarbig  bis  auf  den  Apex;  Hflgl  meist  grauer,  die  Flecken  ganz  wie  bei  otanes,  aber  minder 
scharf.  Von  Mexico. 

Ph.  sopolis  Godm.  Salv.  (88 i)  aus  Guatemala  steht  der  ota/ies  sehr  nahe  und  unterscheidet  sich  haupt¬ 
sächlich  durch  die  scharfe  Fleckzeichnung  der  Vflgl.  Die  Beschreibung  lautet;  ,,G  wie  otanes,  aber  die  Vflgl 
gelb  gefleckt.  —  $  dem  G  ähnlich,  bezüglich  der  Vflglflecke  der  ptolyca  ähnlich,  Hflgl  oben  gelbrot  übergossen“. 

Ph.  aceta  Hew.  aus  Columbien  ist  einer  kleinen  Erebia  ähnlich.  Die  Oberseite  ist  dunkelbraun,  die 
Vflgl  haben  einige  undeutliche  rotbraune  Flecke  in  der  Nähe  der  Wurzel  und  2  gleichfarbige  Flecke  in  der 
Mitte.  Alle  Figl  haben  eine  Binde  dunkelbraun  gekernter  rotgelber  Augenfiecke  und  dahinter  eine  Reihe  gleich¬ 
farbiger  Möndchen,  vor  der  Augenfleckenreihe  der  Vflgl  stehen  2  größere,  durch  die  Rippen  geteilte  rotbraune 
Flecke.  Die  Unterseite  ist  gelblichgrau  mit  ähnlichen,  aber  viel  verloschen eren  Zeichnungen  wie  oberseits. 
—  delphia  Fldr.  (89  k),  aiich  aus  Columbien,  deren  Type  wir  Dank  der  Freundlichkeit  des  Herrn  Dr.  K.  Jor¬ 
dan  abzubilden  in  der  Lage  waren,  hat  als  forma  typica  zu  gelten.  Sie  unterscheidet  sich  nach  der  aceta- 
Abbildung  Hewitsons  oberseits  durch  weniger  entwickelte  Zeichnung  und  unserseits  durch  lichtere,  mehr  gelbe 
Grundfärbung. 

Ph.  acesas  Heic.  (=  sydra  Reak.)  aus  Venezuela  ist  eine  ziemlich  große  Art  mit  mäßig  ausge¬ 
buchtetem  Außenrd  der  Vflgl.  Die  Oberseite  ist  dunkelbraun  mit  größeren  lichteren  Flecken  in  der  Mitte  und 
einer  submarginalen  Reihe  dunkelgelber  Flecke  der  Vflgl.  Die  Hflgl  führen  3  Reihen  dunkelgelber  Flecke  und  2 
verloschene  gleichfarbige  Striche  in  der  Nähe  der  Wurzel.  Die  FTnterseite  hat  an  der  Basis  einen  großen,  2 
kleinere  in  der  Mitte  und  einen  orangegelben  Fleck  am  Außenrd,  die  Figlspitze  ist  grau  mit  einem  weißen  Mond- 
fleek.  Die  Hflgl  sind  grau  und  rotbraun  mit  helleren  Flecken  und  Möndchen  und  einer  submarginalen  Reihe 
bräunlicher  Mondflecke. 

Ph.  ezba  Hew.  aus  Columbien  ist  nach  Angabe  des  Autors  acesas  und  abas  zunächststehend. 
Die  Beschreibung  lautet:  G  dunkelbraun,  Vflgl  mit  einem  Fleck  in  der  Mittelzelle,  einem  Fleckenband  in  der 
Mitte,  einigen  Flecken  in  der  Nähe  der  Figlspitze  und  einem  submarginalen  welligen  Band  rotbraun,  die  Apical- 
f lecke  aber  weiß.  Hflgl  von  der  Wurzel  bis  hinter  die  Mitte  blasser  gefärbt,  am  Außenrd  mit  2  Mondflecken¬ 
reihen.  Unterseite  der  Vflgl  braunrot,  nach  dem  Außenrd  zu  dunkler,  1  Fleck  in  der  Mittelzelle,  1  Band  unter 
der  Mittelrippe,  1  Fleckenband  hinter  der  Mitte,  das  aus  einem  großen  dreieckigen  Fleck  und  3  runden  Flecken 
(der  letzte  schwarz)  und  der  hintere  Teil  des  Außenrds  gelb,  in  der  Figlspitze  2  größere  weiße  Flecke,  am  Außenrd 
eine  schwarze  wellige  Linie.  Hflgl  blaß  rotgran  von  der  Wurzel  bis  zur  Mitte,  mit  2  Mondflecken  an  der  Wurzel, 
hinter  der  Mitte  ein  blaßgelbes  Band,  hinter  diesem  4  schwarze  Flecke  und  eine  submarginale  Reihe  weißer 
Mondflecke. 

Ph.  crithona  Salv.  (89  k)  aus  Chiriqui  ist  der  ela-phiaea  sehr  ähnlich,  doch  hat  sie  gezackteren  Außenrd 
der  Vflgl  und  auf  dem  inneren  Teile  der  Oberseite  aller  Figl  rotbraune  Zeichnungen,  auch  sind  die  3  gelblichen 
Linien  der  Hflgl  mehr  auseinander  gerückt.  Auch  die  Unterseite  ist  ähnlich  der  von  elaphiaea,  doch  ist  in  der 
Mitte  der  Hflgl  ein  auffälliger  großer  gelber  Fleck.  —  stenotaenia  subsp.  nov.  (89  k)  aus  Juan  Vinas.  Von  dieser 
Form  liegt  uns  ein  im  Februar  gefangenes  $  vor.  Die  Vflglbinde  ist  viel  lichter,  vorn  breiter,  erreicht  aber  nicht 
den  Außenrd,  sondern  bricht  am  3.  Medianaste  ab  und  verläuft,  sich  verjüngend,  bis  fast  zur  Submediana. 
Im  Apex  stehen  einige  weiße  Pünktchen.  Der  gelbe  Fleck  zwischen  3.  Medianast  inid  unterer  Radiale  ist  iso¬ 
liert,  in  der  Mittelzelle  und  zwar  an  ihrem  Schlüsse  stehen  2  gelbe  Pünktchen,  der  gelbe  Fleck  im  Innenwinkel 
ist  sehr  reduziert.  Die  Hflgl  tragen  nur  eine  gelbliche  Submarginallinie.  Die  LTnterseite  ist  lichter  als  bei  crithona 
und  entspricht  in  der  Zeichnung  der  Oberseite. 

Ph.  Verena  Hew.  (90  a)  aus  Bolivien  und  Peru  hat  dieselbe  Größe  und  Gestalt  wie  crithona,  auch  dieselben 
Färbungen,  aber  eine  nach  hinten  breiter  werdende  und  auf  dem  Ird  aufsitzende  gelbbraune  Binde  der  Vflgl 
und  eine  gleichfarbige,  etwa  das  Drittel  der  Hflgl  einnehmende  Binde,  sodaß  die  Hflgl  vorwiegend  gelbbraun 
sind.  Am  Außenrd  der  Vflgl  und  auf  dem  Wurzelteile  der  V-  und  Hflgl  stehen  gelbbraune  Fleckchen  und  vor 
dem  schwarzen  Saum  der  Hflgl  steht  ehre  schwarze  Submarginallinie.  Die  LTnterseite  der  Vflgl  ist  gelb  mit  brau¬ 
nen  Flecken  und  schwarzen  Strichen,  die  Unterseite  der  Vflgl  hat  breite  lichtgelbe  Mittelbinde,  rötlichgraues 
Wurzelfeld  mit  bräunlichen  Strichen  und  brauner  Außensaum  mit  2  dunklen  Wellenlinien. 

Ph.  levana  sp.  nov.  (88  h)  aus  Costa-Rica  (Orosi  1200  m;  aus  der  Sammlung  des  Herrn  A.  H.  Fasse) 
hat  ziemlich  gestreckte  Figl.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  gelb  mit  bräunlichem  Wurzelteile  und  ebensolchem 


usgegeben  15.  XII.  1913. 


PHYCIODES.  Von  J.  Röber. 


441 


großen  Fleck  am  Schlüsse  der  Mittelzelle;  in  der  FlgLspitze  stehen  einige  weiße  Flecke  und  der  Saum  ist  bräun¬ 
lich.  Die  Unterseite  ist  blaßgelb  und  hat  die  gewöhnliche,  aber  ziemlich  verloschene  /V«7/cmrie.s--Zeichnung. 


Ph.  diallus  Goclm.  u.  Salv.  (90  a)  aus  Guatemala  hat  ungefähr  dieselbe  Form  wie  julviphigd.  Die  Gher-  diallus. 
Seite  ist  braunschwarz  mit  geringen  gelblichen  Zeichnungen  in  der  Mitte  derVflgl  und  am  Außonrd  derHflgl. 

Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  graubraun  und  hat  am  Außenrd  gelbliche  Flocke,  die  Hflgl  haben  gelbgraue 
Grundfärbung  und  die  gewöhnliche  Plujciodes-Zeichnnng. 


Ph.  chromis  Godm.  u.  Salv.  ist  vielleicht  nur  eine  Form  von  diallus,  die  sich  im  männliclien  Geschlecht  ckroniis. 
kaum  unterscheidet,  im  weiblichen  Geschlecht  aber  weichen  die  helleren  Flecke  derVflgl,  die  dem  ^  fehlen,  et¬ 
was  von  typischen  diallus  ab.  Panama. 

Ph.  cassiopea  Godm.  u.  Salv.  (90  a)  aus  Costa-Rica  hat  schwarzbraune  Oberseite  mit  verschwommenen  cassiopea. 
gelblichen  Zeichnungen.  Die  Hflgl  haben  eine  gelbe  8ubmarginallinie  und  eine  abgekürzte  Reihe  schwarzer, 
gelb  eingefaßter  Augenflecke.  Die  FTnterseite  der  Vflgl  ist  graubraun  mit  gelblichen  Flecken  am  Außenrd, 
die  Hflgl  sind  gelbgrau  mit  braunen  Zeichnungen.  —  obscurata  Fldr.  (90  a)  aus  Mexico,  die  als  typische  Form  zu  gel-  ohscumtn. 
ten  hat,  und  von  der  uns  Dank  der  Liebenswürdigkeit  des  Herrn  Dr.  K.  Jordan  die  T3r^ie  zur  Abbildung  vor¬ 
liegt,  ist  etwas  kleiner,  die  weißen  Subapicalpunkte  fehlen  und  die  Unterseite  ist  blasser  und  zeichnungsärmer. 

Ph.  fulviplaga  Btlr.  (90  a)  aus  Costa-Rica  und  von  Chiriqui  hat  auffällig  breite  Figl.  Die  Oberseite  fulviplaga. 
ist  schwarzbraun  und  hat  einen  mehr  oder  minder  großen  braungelben  iSubapicalfleck  und  mehrere  gleichfarbige 
Fleckchen  am  Außenrd.  Die  Vflgl  sind  unterseits  schwarzbraun  und  haben  den  gleichen  braungelben  Subapical- 
fleck  und  gelben  Außenrd.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  auf  gelblichem  Grunde  braun  und  rötlich  ziemlich  bunt 
gezeichnet.  ^ 

Ph.  niveonotis  Btlr.  u.  Druce  (90  a)  aus  Costa-Rica  ist  der  drusinilla,  ähnlich,  hat  aber  oberseits  schwach  niveonotis. 
gelbliche,  fast  weiße  Zeichnung  und  weißliche  Grundfärbung  der  Unterseite. 

Ph.  drusinilla  Stgr.  i.  1.  (90  a)  aus  Argentinien  hat  schwarzbraune  Oberseite,  einen  großen  gelben  Discal-  drusinilla. 
fleck  und  2  subapicale  Fleckchen  auf  den  Vf  Igln,  sowie  eine  gelbe  Mittelbinde  auf  den  Hflgln.  Die  Unter¬ 
seite  ist  unrein  gelb,  hat  breiten  schwärzlichen  Vrd  und  schwarze  8ubapicalbinde  der  Vflgl  inid  sehr  obsolete 
bräunliche  Phyciodes-ZQiclmxxng  der  Hflgl. 

Ph.  subconcolor  spec.  nov.  (90  b)  aus  Arizona  hat  auf  braunschwaizer  Oberseite  zahlreiche  obsolete  subconcolor. 
gelbbraune  Fleckchen.  Auf  der  Unterseite  ist  der  Basalteil  der  Vflgl  schmutzig  gelblich  mit  schwarzen  8treifen, 
der  äußere  Teil  entspricht  der  Oberseite.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  im  vorderen  Teile  rötlicliAveiß,  im  hinteren 
Teile  bräunlichgrau  mit  braunen  Zeichnungen,  von  denen  ein  großer  Fleck  am  Vrd  und  ein  kleinerer  in  der  Mitte 
besonders  auff allen. 

Ph.  ptolyca  Bates  (90  b)  aus  Guatemala  und  Venezuela  hat  breitere,  und  bald  dunklere,  bald  lichtere  ptolyca. 
gelbe  Zeichnung  auf  der  Oberseite,  als  minima,  die  Flecke  und  Bhiden  sind  auch  größer  bzw.  breiter.  Die  Unter¬ 
seite  zeigt  auf  weißlichem  oder  gelblichem  Grunde  zahlreiche  bräunliche  Zeichnungen. 

Ph.  faustus  Godm.  u.  Salv.  Der  ptolyca  sehr  ähnlich,  aber  die  Vflglflecke  anders:  von  den  beiden  faustus. 
mittleren  ist  der  untere,  größere  fast  gerundet;  zwei  weitere  vor  dem  x4pex,  davon  der  untere  klein,  der  obere 
länglich.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl  zusammenhängend,  die  8ubmarginallinie  verloschen.  Panama,  vom  Chiricpii- 
Vulkan. 


Ph.  phlegias  Godm.  u.  Salv.  (9Übals  platytaenia).  Gleichfalls  der  ptolyca  nahe,  aber  der  Außenrd  der  pWegias. 
Vflgl  mehr  ausgenagt,  die  Flecke  größer  und  lebhaft,  gelbrot  die  Hflgl  mit  lebhaft  ockergelber  IMittelbinde. 
die  gegen  den  Apex  hin  verbreitert,  gegen  den  Ird  zu  schmäler  ist.  Honduras. 

Ph.  drusillaFMf.  aus  Venezuela  und  Columbien  ist  oberseits  de-xorthia  sehr  ähnlich,  hat  aber  auf  den  drusilla. 
Vf  Igln  noch  mehr  gelbe  Flecke  und  auf  den  Hflgln  2  gelbe  8ubmarginallinien.  Die  Unterseite  hat  mehr 
Zeichnung,  doch  sind  die  Augenflecke  am  Außenrd  der  Hflgl,  nur  angedeutet.  Das  $  hat  oberseits  licht¬ 
gelbe,  fast  weiße  Zeichnung.  — ■  Ob  albofascia  7iov.  form.  (90  b)  aus  Guatemala,  von  der  uns  ein  $  vorliegt,  als  albofascia. 
Form  der  drusilla  oder  als  besondere  Art  zu  betrachten  ist,  kann  nur  auf  Grund  reichlicheren  Materials  ent¬ 
schieden  werden.  Dieser  Form  fehlt  die  Mittelbinde  auf  den  Hflgln,  sie  ist  vielmehr  nur  durch  eme  obsolete 
lichte  Linie  angedeutet,  auch  führen  die  Vflgl  eine  am  Vrd  beginnende  und  bis  hinter  den  1.  IMedianast  rei¬ 
chende  breite  weiße  Binde.  Die  FTnterseite  ist  blasser  als  bei  drusilla-^,  sonst  wenig  verschieden. 

Ph.  tulcis  BaUs  (=  punctata  Edw.)  (90  b,  c)  aus  Guatemala,  Panama  und  den  8üdstaaten  Xord-  tulcis. 
amerikas  zeigt  zwischen  den  Geschlechtern  bedeutende  Größennnterschiede;  das  S  ■"'©if  kleiner.  Die 
Oberseite  ist  gleichfalls  schwarzbraun  mit  lichtgelben  Zeichnungen,  von  denen  die  Mittelbinde  der  Hflgl  hervor¬ 
tritt.  Auf  der  Unterseite  ist  der  Innenteil  aller  Figl  gelblich. 


V 


56 


flaviniacula. 

conflua. 

stesilea. 

dracaena. 

brancodia. 


alexon. 

aequaforia- 

lis. 

gisela. 

fexana. 

sitalces. 

dryynaea. 

sosis. 

ariys. 


442  PHYCIODES.  Von  J.  Röber. 

Ph.  flavimacula  s'pec.  nov.  (90  c)  aus  Columbien  (Cauca-Tal)  hat  schwarzbraune  Oberseite  mit  braun¬ 
gelben  Zeichnungen  im  männlichen  und  lichtgelben  Zeichnungen  im  weiblichen  Geschlechte.  Die  Zeichnung 
der  Unterseite  der  Vflgl  entspricht  der  Oberseite,  die  Unterseite  der  Hflgl  hat  auf  gelblichem  Grunde  die  gewöhn¬ 
liche  Phyciodes-ZQichmxng.  —  conflua  subsp.  nov.  aus  Peru  (Chanchamayo)  ist  etwas  kleiner,  die  gelben  Älittel- 
binden  sind  breiter  und  diejeirige  der  Vflgl  ist  zusammenhängend.  Die  Unterseite  ist  mehr  grau  statt  gelb;  auch 
sie  zeigt  auf  den  Vflgln  eine  geschlossene  gelbe  Mittelbinde. 

Ph.  stesilea  Bates  aus  dem  Innern  Guatemalas  ist  tulcis  sehr  ähnlich  m  Größe  und  Gestalt,  sowie  in 
der  Färbung  der  Oberseite.  Nur  das  $  ist  beschrieben  worden.  Der  Autor  war  geneigt,  sie  für  das  iulcis-^ 
zu  halten,  doch  hat  ihn  die  bedeutendere  Größe  und  die  Zeichnung  der  Unterseite  hiervon  abgebracht.  Die  Unter¬ 
seite  der  Hflgl  hat  rostig  gelbbraune  Färbung  mit  dunkleren  welligen  schrägen  Linien,  die  Basis  hat  einen 
breiten  aschfarbigen  Streifen,  auch  ist  eine  feine  wellige  dunkle  Submarginallinie  vorhanden. 

Von  Ph.  dracaena  Fldr.  (90  c)  aus  Columbien  haben  wir  die  Type  abgebildet.  Die  Unterseite  der  Vflgl 
ist  viel  fahler  als  die  Oberseite,  die  lichten  Flecke  sind  größer  und  fast  weiß.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  rauchig 
grau  mit  verwaschener  breiter  lichter  Mittelbinde  und  sonst  nur  geringer  Zeichnung. 

Ph.  brancodia  Sclmtis  aus  Süd-Brasilien  (Säo  Paulo)  ist  uns  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt;  diese 
lautet;  „Figl  braun,  bestreut  mit  rotbraunen  Schuppen  an  der  Wurzel,  und  blaß  rehfarbig  gefleckte  Vflgl:  ein 
kleiner  Discalf  leck  in  der  Zelle,  ein  viel  größerer  am  Zellende,  ein  Fleck  hinter  jedem  dieser  Flecke  über  der 
Submediana,  ein  rotbrauner  Streifen  auf  den  Discocellularen,  4  Flecke  zwischen  Ader  4  und  Submediana,  die 
beiden  letzten  die  kleinsten,  wenig  über  diesen  Flecken  von  Rippe  4  bis  7  und  2  vor  dem  Ird,  vor  und  hinter 
Rippe  2,  2  subterminale  Flecke  zwischen  Rippe  4  bis  6  und  ein  kleiner  am  Costalrande,  ein  Randfleck 
zwischen  Rippe  3  und  4.  Hflgl:  1  Basalfleck  am  Costalrande,  einer  in  der  Zelle,  ein  anderer  hinter  ihm,  ein 
großer  Fleck  am  Zellende  gefolgt  von  einem  rotbraunen  Halbmond,  4  kleine  Flecke  von  Rippe  4  zum  Costal¬ 
rande,  ein  breites  Band  von  der  Nähe  des  Irds  zu  Rippe  7,  geschnitten  durch  schwarze  Rippen,  gefolgt  von  einer 
dunklen  unregelmäßigen  Linie,  auch  geschnitten  durch  die  Rippen  und  eine  Reihe  mondartiger  Flecke,  Fransen 
weiß,  an  den  Rippen  braun  gefleckt.  Unterseite:  Wurzelhälfte  der  Vflgl  weißlich,  durchkreuzt  durch  ein  breites 
inneres  und  mittleres  gelbliches  Band,  das  teilweise  dunkelbraun  gerandet  ist,  die  Außenhälfte  schwarz,  die 
Flecke  wie  oberseits,  aber  größer  und  weiß,  ein  blasser  Zwischenraum  von  Rippe  2  bis  4,  einige  bläuliche  und 
bräunliche  Fleckchen  an  der  Figlspitze,  eine  feine,  gewellte  dunkle  Saumlinie.  Hflgl  weißlich  rotbraun  bestreut, 
eine  gewellte  doppelte  innere  und  doppelte  äußere  rötlichbraune  feine  Linie,  ein  brauner  Fleck  über  letzterer 
am  Costalrande,  ein  kleiner  brauner  Fleck  über  der  Zelle,  subterminale  schwarze  Flecke  zwischen  Rippe  2 
und  5,  die  aber  auch  rötlichbraun  sein  können,  eine  doppelte  Mondlinie  am  Rande,  die  teilweise  bläulich  und 
hellbraun  beschattet  ist.  Verwandt  der  tulcis  Bates“ .  Etwa  so  groß  wie  sejona. 

Ph.  alexon  Godyn.  ti,.  Salv.  Der  aequatorialis  nicht  unähnlich,  die  Flecke  angeordnet  wie  dort,  aber  die 
im  Mittelfeld  der  Vflgl  teilweise  orangebraun  statt  beingelb,  auf  dem  Hflgl  die  Fleckung  des  Wurzelfeldes,  beim  $ 
auch  die  des  Randfeldes  trüb  orange.  Die  Unterseite  der  P.  yiebulosa  ähnlich.  Mexico,  in  der  Sierra  madre 
del  Sur. 

Ph.  aequatorialis  Stgr.  i.  l.  (90  c)  aus  Ecuador  hat  oberseits  auf  schwarzbraunem  Grunde  zahlreiche 
gelbliche,  teilweise  zu  Binden  vereinigte  Flecke.  Die  Unterseite  hat  gelbliche  Grundfärbung  und  entspricht  in 
der  Zeichnungsanlage,  bis  auf  die  Phyciodes-Zeichnung  am  Außenrd  der  Hflgl,  der  Oberseite.  —  gisela  Stgr. 
i.  l.  aus  Brasilien  (Matto-Grosso)  unterscheidet  sich  durch  dunklere  Oberseite,  weil  die  gelblichen  Flecke 
fehlen. 

Ph.  texana  Edw.  (=  smerdis  Heiv.,  cincta  Edw.)  (90  c)  aus  Texas  und  Mexico  hat  schwarzbraune 
Oberseite  mit  zierlichen  weißen  Zeichnungen,  auf  dem  Basalteil  aller  Figl  sind  braune  Flecke,  die  jedoch  mitunter 
sehr  zum  Schwinden  neigen.  Der  Innenteil  der  Vflgl-Unterseite  ist  lebhaft  gelbbraun,  durch  die  Mitte  der  Hflgl 
geht  eine  weiße  Mittelbinde  und  die  Vflgl  haben  eine  postmediane  gekniete  Reihe  weißer  Flecke. 

Ph.  sitalces  Godm.  u.  Salv.  (88  i)  aus  Guatemala  ist  der  texana  ähnlich,  aber  die  Figl  sind  kürzer,  auf  den 
Hflgln  ist  die  weiße  Mittelbinde  kaum  angedeutet  und  unterseits  sind  die  Hflgl  sehr  rostgelb,  ohne  die  weiße 
Querlinie. 

Ph.  drymaea  Godm.  u.  Salv.  (90  c)  aus  Honduras  hat  schwarzbraune  Oberseite  mit  lichtgelben  Fleck¬ 
chen  auf  den  Vflgln,  und  2  gelbe  Submarginallinien,  sowie  eine  Mittelreihe  gelber  Fleckchen  auf  den  Hflgln.  Die 
Unterseite  ist  graugelb  mit  den  gewöhnlichen  Zeichnungen.  —  sosis  Godm.  u.  Salv.  (90  d)  von  Chiriqui  hat  auf 
den  Hflgln  anstatt  der  Mittelreihe  gelber  Flecke  eine  aus  gelben  Möndchen  zusammengesetzte  Linie.  Die  Unter¬ 
seite  ist  etwas  gelber. 

Ph.  ardys  Hew.  (90  d)  aus  Mexico  ist  größer  als  texana,  ihr  oberseits  ähnlich,  hat  aher  breitere  weiße 
Zeichnungen.  Die  Unterseite  ist  jedoch  viel  eintöniger,  weil  der  Basalteil  der  Vflgl  nicht  gelbbraun  ist,  sondern 
die  Färbung  und  Zeichnung  des  übrigen  Figlteils  zeigt. 


PHYCIODES.  Von  J.  Röber. 


443 


Ph.  subota  Godm.  u.  8alv.  ans  Guatemala  ist  ardys  ähnlich,  aber  die  tSubmai'ginallinicn  der  Jltlgl  sind  suhol/x. 
fast  erloschen,  die  Hflglwurzel  ist  einfarbig  dunkelschwarzbraun  und  die  Hflgl  sind  unten  purpuigrau  und  nicht 
rostgelb  überwaschen. 

Ph.  lelex  Bates  (90  d)  aus  Panama  ähnelt  der  ianthe.  Die  Art  ist  kleiner  als  idnlhe  und  hat  gelbliche  lelex. 
Zeichnungen  auf  der  Oberseite,  auf  den  Vflgln  auch  einige  lichte  Fleckchen  jnehr  und  auf  den  Jlflgln  2  lichte 
Submarginallinien.  Die  Unterseite  ist  viel  dunkler  infolge  Mangels  der  weißen  Mittelbinde  der  Hflgl  und  des 
Zurücktretens  der  lichten  Zeichnung  überhaupt. 

Ph.  annita  Sigr.  (90  d)  aus  Venezuela  hat  schwarzbraune  Oberseite  mit  wenigen  sehr  verloschenen  annito.. 
Zeichnungen  auf  den  Vflgln  und  3  gelblichen  Linien  auf  den  Hflgln.  Die  Unterseite  ist  schmutzig  gelblich  mit 
den  gewöhnlichen  Zeichnungen. 

Ph.  morena  Stgr.  i.  l.  (90  d)  aus  Peru  (Cuzco)  hat  fast  ganzrandige  Vflgl  iind  dunkel  schwarzbraune  morena. 
Oberseite  mit  gelblicher  Submarginallinie  und  einer  submarginalen  Reihe  schwarzer,  gelb  umzogener  Augenflecke 
auf  den  Hflgln.  Die  Oberseite  der  Vflgl  zeigt  nur  Spuren  einer  gelblichen  Saumlinie.  Die  Unterseite  ist  grau¬ 
schwarz  und  gleichfalls  zeichnungsarm. 

Ph.  alronia  Bates  (88  i)  aus  Guatemala.  $  Figl  breit,  dunkelbraun,  an  der  Wurzel  der  Vflgl  mit  ge-  aironia. 
bogenen  schwärzlichbraunen  Streifen,  Hflgl  mit  einer  Sidjiiiarginalreihe  Imrzer,  gebogener,  hellbrauner  Linien. 
Vflglspitze  abgestumpft,  Außenrd  in  der  Mitte  tief  eingebogen,  Hflgl  an  der  Spitze  deutlich  ausgerandet  iind 
Außenrd  ausgezackt,  zwischen  einigen  Rippen  der  Vflgl,  hinter  der  Mitte,  ist  ein  kleiner  brauner  Fleck.  LTnter- 
seite  düsterbraun  in  der  Mitte,  lichter  an  den  Rändern,  die  dunklen  Linien  wie  oben,  die  Zwischenräume  lichter 
als  die  Grundfärbung.  Hflgl  bleicher  mit  einigen  kaum  wahrnehmbaren  Zeichnungen. 

Ph.  argentea  Godm.  u.  Salv.  aus  Guatemala  und  Nicaragua  steht  der  aironia  selfti'  nahe,  aber  das  $  und  urgeniea. 

$  hat  auf  der  Hflgl-Lhiterseite  emen  silberigen  Ton. 

Ph.  nebtilosa  Godm.  m.  Satv.  (88  i)  aus  Guatemala  hat  dunkelbraune  Hflgl,  die  Vflgl  sind  rostgelb  nebulvsa. 
gefleckt,  die  Hflgl  an  der  Wurzel  ebenso,  mit  submarginaler  Möndchenkette,  Vflgl  unten  gelblich,  Hflgl-Lhiter- 
seite  rosaweiß,  gelbrotbraun  bestreut,  mit  zarter  unregelmäßiger,  den  Vrd  berührender  Makel.  Steht  der  aironia- 
Gruppe  nahe. 

Ph.  alethes  Bates  aus  Zentral- Guatemala  und  Ecuador  ist  ardys,  lelex  und  ptolyca  nahe  verwandt.  alelhes. 
Der  Außenrd  der  Vflgl  ist  mäßig  ausgerandet,  aber  der  Hinterwinkel  ist  nicht  deutlich  vorgezogen.  Dunkel¬ 
braun,  die  gelbbraunen  Flecke  mäßig  groß.  Die  Basis  der  Hflgl  hat  einige  schräge  rötliche  Zeichen,  der  Mittel¬ 
streifen  ist  mäßig  breit,  die  2  Submarginallinien  sind  fein  und  ziemlich  zusammenhängend.  Die  Fhiterseite 
der  Hflgl  differiert  von  lelex  durch  düsterbraune  und  rötlichbraune  Flecke,  von  denen  2  einen  fast  zusammen¬ 
hängenden  breiten  Mittelstreifen  bilden.  Die  Submarginalmöndchen  sind  nicht  deutlich. 

Von  Ph.  archesillea  Fldr.  aus  Mexico  (Cordoba,  im  Januar  gefangen)  können  wir  nur  eine  Uebersetzung  archesillea. 
der  Beschreibung  gehen;  diese  lautet:  ,,Der  alethes  Bates  sehr  nahe  stehend,  doch  die  Figlform  ungefähr  wie 
hei  stesilea  Bates.  Figl  oben  mit  zusammengedrängten,  schmutzig  gelblichen,  aus  Stäubchen  zusammengesetz¬ 
ten  Wurzelflecken,  innerhalb  der  Zelle  mit  einer  blaß  ockergelben  Binde,  einer  blaß  ockergelben  Reihe  von 
Submarginalmonden,  auf  den  Vflgln  das  5.  Möndchen  viel  größer,  die  übrigen  dagegen  sehr  klein  oder  verwischt, 
auf  den  Hflgln  nach  innen  von  jenen  mit  einer  Reihe  blaß  ockerfarbener  Streifen,  gegen  die  Rippe  (Vrd?)  zu 
von  ausgesprochen  gelblicher  Färbung,  im  übrigen  wie  bei  alethes,  auch  unteu  wie  bei  dieser  Art,  doch  mit  2 
Apicalmöndchen  auf  den  Vflgln,  auf  den  Hflgln  mit  Basalfleck  und  Discalbinde,  beide  viel  deutlicher  weißlich.“ 

Ph.  conferta  Fldr.  (90  d)  aus  Bahia,  deren  Type  wir  abgebildet  haben,  ist  unterseits  wie  oberseits  conferla. 
gezeichnet,  doch  hat  die  Unterseite  viel  lichtere  Grundfärbung. 

Ph.  ianthe  F.  (90  d,  e)  aus  Brasilien  und  Bolivien  hat  auf  der  schwarzbraunen  Oberseite  die  aus  der  Ab-  ianthe. 
bildung  ersichtlichen  weißen  Zeichnungen.  Auf  der  Unterseite  ist  der  gelbliche  Innenteil  der  Vflgl  auffällig, 
im  übrigen  ist  die  Zeichnung  der  Vflgl  ähnlich  der  Oberseite.  Die  Lhiterseite  der  Hflgl  führt  eine  .submarginale 
Reihe  weißer  Mondflecke  und  dahinter  eine  Reihe  Augenflecke.  Wie  oberseits  ist  auch  unterseits  eine  weiße 
Mittelbinde  vorhanden  und  der  basale  Teil  hat  auf  weißem  Grunde  bräunliche  Zeichnungen.  —  atra  Ky.  i.  l.  atra. 

(90  b,  c)  aus  Argentinien  hat  ober-  und  unterseits  reduzierte  weiße  Zeichnung  und  der  gelbliche  Basalteil  der 
Vflgl-Unterseite  ist  lebhafter  gefärbt  und  etwas  ausgedehnter. 

Ph.  abas  Hew.  {  =  fellula  Schaiis)  (90  e)  aus  Columbien,  wo  sie  noch  in  Höhe  von  2000  m  sich  findet,  alas. 
unterscheidet  sich  von  ianthe  durch  schmälere  Figl  und  weniger  weiße  Zeichnung  auf  der  Vflgl-Oberseite.  Die 
Unterseite  ist  gleichfalls  der  von  ianthe  ähnlich,  doch  haben  die  Hflgl  keine  weiße,  sondern  eine  dunkle,  mit¬ 
unter  schwarze  submarginale  Mondfleckenreihe. 

Ph.  hera  Cr.  (90  e)  aus  Surinam  unterscheidet  sich  von  ianthe  durch  viel  breitere  weiße  IMittelbinde  der  hcra. 

Hflgl  und  viel  größere,  auch  anders  gestaltete  weiße  Flecke  der  Vflgl.  Die  Zeichnung  der  Fhiterseite  ist  ähnlich 


444 


PHYCIODES.  Von  J.  Röber. 


der  von  ianthe,  doch  zeigen  sich  auch  hier  die  Zeichnungsunterschiede  gegen  ianthe,  auch  ist  der  Basalteil  der 
Vflgl  fahler  gefärbt. 

myia.  Ph.  myia  Heiv.  (90  e)  aus  Mexico  und  Zentralamerika  unterscheidet  sich  von  ianthe  durch  schmälere 

Figl  und  weniger  weiße  Zeichnung  auf  der  Vflgl-Oberseite.  Die  Unterseite  ist  gleichfalls  der  von  ianthe  ähnlich, 
doch  haben  die  Hflgl  keine  weiße,  soirdern  eine  dunkle,  mitunter  schwarze  submarginale  Mondfleckenreihe. 

griseo-  Die  bei  typischen  Stücken  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  rotbraune  Mittelzelle  ist  bei  griseobasalis  form.  nov.  grau. 

haficüis. 

liermas.  Ph.  liermas  Heu'.  (=  genigueh  Eeak.)  aus  Kalifornien  ist  uns  nur  aus  der  Beschreibung  und  Abbildung 

des  Autors  bekannt.  Oberseite  des  ^  dunkelbraun,  Vflgl  mit  12  oder  mehr  deutlichen  weißen  Flecken,  Außen- 
rd  wenig  ausgebuchtet,  Hflgl  mit  2  weißen  Flecken  hi  der  Nähe  der  Wurzel  und  einem  breiten  Flecken¬ 
mittelbande  und  2  Submarginalreihen  rotbraune  Flecke.  Unterseite  der  Vflgl  aii  der  Wurzel  orange,  dahinter 
braun,  mit  ähnlichen  weißen  Flecken  wie  oberseits,  Hflgl  braunweiß,  mit  einigen  undeutlichen  weißen  Flecken 
und  einer  submarginalen  Reihe  weißer  Möndchen,  der  Außenrd  rotbraun  und  zwar  1  Fleck  am  Vrd  und  einer 
nahe  der  Mitte  des  Außenrds. 

ofella.  Ph.  ofella  Hew.  (90  f)  aus  Columbien  und  Chiriqui  hat  sehr  gestreckte  Figl  mit  breiter  weißer  Mittel¬ 

binde,  die  sich  vom  Ird  der  Hflgl  bis  zur  Mitte  der  Vflgl  erstreckt.  Die  Flnterseite  ist  gleichfalls  der  von  ianthe 
sehr  ähnlich. 

hucodcsma.  Ph.  leucodesma  Fldr.  (90  f)  aus  Columbien  und  Venezuela  hat  sehr  breite  rundliche  Figl  und  so  breite 

weiße  Binden  bzw.  Flecke,  daß  der  größere  Teil  der  Oberseite  von  der  weißen  Färbung  eingenommen  wird.  Auch 
auf  der  Unterseite  herrscht  die  weiße  Grundfärbung  vor;  der  Basalteil  der  Vflgl  ist  gelb  und  die  dunklen  Rand¬ 
zeichnungen  sind  bräunlich;  vor  dem  Außenrd  der  Hflgl  steht  eine  Reihe  weißer  Mondflecke  und  dahinter 
eine  Reihe  dunkler  Augenflecke. 

coela.  Ph.  coela  Druce  (91  c)  aus  Costa-Rica.  Das  (J  hat  schwarze  Vflgl  mit  einem  dreieckigen  weißen 

Flecke  hinter  der  Mitte  des  Vrds,  der  durch  die  Rippen  in  4  Fleckchen  geteilt  wird,  einem  kleinen  Fleck  in  der 
Figlspitze,  einer  submarginalen  Reihe  von  6  weißen  Flecken,  von  denen  der  dritte  klein  ist  und  einem  großen 
runden  weißen  Fleck  im  Außenwinkel.  Hflgl  rotbraun-orange,  Basis  und  Außenrd  schwarz,  mit  einem  sub- 
apicalen  weißen  Fleck  und  einer  sixbmarginalen  Reihe  gelblicher  Linien.  Unterseite  wüe  Oberseite,  aber  alle 
weißen  Zeichnungen  größer  und  ein  gelber  Streifen  an  der  Wurzel  aller  Figl,  auch  ein  gelblicher  Fleck  zum  Teile 
in  der  Mittelzelle  der  Vflgl. 

nigrella.  Ph.  tilgrella  Bates  (88  i)  aus  Zentral-Guatemala.  Eine  kleine  Art.  B  P'lgl  verlängert,  Vflgl  zugespitzt, 

Außenrd  sanft  und  gleichmäßig  nach  außen  gebogen.  Hlb  die  Figl  überragend.  Oberseite  rauchbraun  mit  3 
oder  4  blaßbraunen  Flecken  m  der  Mitte  der  Vflgl,  Hflgl  mit  einer  blaßbraunen  Mittelbinde.  Lhiterseite  der 
Vflgl  braun  mit  einigen  düsteren  Linien,  in  der  Mitte  dunkler,  mit  einem  großen  dreieckigen  Fleck  an  der  Mitte 
des  Hrds  und  2  blassen  Flecken  in  der  Nähe  der  Figlspitze.  Hflgl  lichtbraun,  dunkler  von  der  Mitte  nach  dem 
Außenrd,  mit  einer  Anzahl  kürzer  gebogener  dunkler  Streifen  und  mit  dem  Außenrd  parallelgehender  Reihe 
schwarzer  Fleckchen. 

lutescens.  Ph.  lutesceiis  Oodm.  u.  Salv.  aus  Guatemala  steht  der  nigrella  nahe.  ^  und  9  sind  dem  nigrella-'^  ähn¬ 

lich;  die  Hflglflecke  sind  stets  deutlich,  namentlich  sind  beim  $  die  Flecke  der  Vflgl  und  die  Binde  der  Hflgl 
viel  deutlicher,  so  daß  es  sich  der  anieta  nähert.  Ist  vermutlich  nur  eine  Form  der  yiigrella. 

cerquita.  Ph.  cerquita  Dogn.  aus  Ecuador  (Umgebung  von  Loja)  ist  uns  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt; 

diese  lautet:  ,, Oberseite  der  vier  Figl  von  einem  schmutzigen  Weiß,  überpudert  mit  feinen  schwarzen  Schuppen; 
die  Vflgl  überall  schwarz  gerandet;  die  Hflgl  gleichmäßig  schwarz  gerandet  an  der  Rippe  und  entlang  des  Ter- 
niinalbandes  (dieses  Terminalband  viel  breiter  als  dasjenige  der  Vflgl,  besitzt  einen  weißen  Punkt  an  der 
Spitze)  haben  rostroten  Abdominalsaum.  Unterseite  wie  die  Oberseite,  aber  der  weiße  Teil  mit  schwarzen 
Schuppen  beladen  und  das  Terniinalband  der  vier  Figl  besitzt  eine  Reihe  weißer  Punkte“.  Etwa  so  groß  wie 
lansdorfii. 

flavida.  Ph.  flavida  Heiv.  aus  Ecuador  hat  etwa  die  Größe  der  flavina  ist  oberseits  lichtgelb  und  hat  ziemlich 

breiten  schwarzbraunen  Rand  der  Vflgl  und  schmalen  gleichen  Rand  der  Hflgl.  Die  Lhiterseite  ist  lichter  als  die 
Oberseite  und  ungezeichnet. 

albescens.  Ph.  albescens  S'pec.  nov.  (90  f)  aus  West-Ecuador,  von  der  uns  1  $  vorliegt,  unterscheidet  sich  außer¬ 

ordentlich  von  allen  übrigen  Arten.  Die  Oberseite  ist  schmutzig  weißgelb  mit  breitem  grauschwarzen  Saume  der 
Vflgl  und  schmalem  gleichen  Saume  der  Hflgl.  Die  Vflgl  haben  auf  der  Unterseite  außerdem  dunklen,  ver¬ 
waschenen  Saume  einige  bräunliche  Striche  in  der  Mittelzelle  und  die  Unterseite  der  Hflgl,  auf  gleichfalls  schmut¬ 
zig  gelblichem  Grunde  feine  graubraune  Zeichnungen. 

Ph.  albipunctata  spec.  nov.  (90  £)  aus  Mexico  hat  dunkel  grauschwarze  Oberseite  mit  je  einer  sub- 


alMpunc- 

tata. 


PHYOIODES.  Von  J.  Röber. 


445 


marginalen  Reihe  weißer  Fleckchen  auf  allen  Flgln,  einer  snbapicalen  Reihe  größerer  weißer  Flocke  und  einigen 
subbasalen  weißen  Fleckchen  auf  den  Vflgln.  Die  Unterseite  ist  der  Oberseite  ähnlich,  aber  fahler,  doch  haben 
die  Hflgl  eine  breite  lichte  Mittelbinde  und  am  Außenrd  die  gewöhnliche  P// ycfode, s-Zeichnung. 

Ph.  fulgora  Oodm.  u.  8alv.  (90  f)  aus  Costa-Rica  hat  im  männlichen  Geschlechto  sehr  schmale  iuhjora. 
Figl.  Die  schwarzbranne  Oberseite  hat  auf  den  Vflgln  große  gelbe  Flecke  und  auf  den  Hflgln  eine  schmale 
gleichfarbige  Mittelbinde.  Die  Zeichnung  der  Unterseite  der  Vflgl  ents])richt  der  Oberseite,  nur  sind  die  dunklen 
Zeichnungsteile  viel  fahler.  Die  Hflgl  zeigen  die  gewöhnliche  Phyciodes-Zelchnxm^. 

Ph.  selene  spec.  yiov.  (90f)  vomTolima  in  Columbien  (1700m),  von  A.  H.  Fas.sl  im  Januar  1910  erbeutet,  aelene. 
hat  schwarzbraune  Oberseite  mit  großen  braungelben  bindenartigen  Flecken  der  Oberseite.  Die  Unterseite  der 
Vflgl  ist  gelblich  und  hat  geringe  schwärzliche  Subapicalzeichnung  und  bräunliclie  Flecke  am  inneren  Teile 
des  Vrds.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  graugelb  mit  einer  submarginalen  Reihe  weißbläulicher  Möndchen  und  zahl¬ 
reichen  gleichgefärbten  Fleckchen  auf  dem  inneren  Teile  der  Hflgl. 

Ph.  etia  Hew.  (90  g)  aus  Ecuador  und  Peru  hat  schwarzbraune,  in  geringem  Oracle  blau  schillernde  etia. 
Oberseite  mit  einem  großen  rotbraunen  Mittelflecke  und  einem  gleichfarbigen  8ubapicalstreifchen  der  Vflgl. 

Die  Unterseite  ist  gelblich  mit  bräunlichen  Mondlinien  auf  den  Hflgln  und  bräunlichen  Subapical-,  Mittel¬ 
und  Basalzeichnungen  der  Vflgl. 

Ph.  calena  Hpffr.  (90  g)  aus  Peru  und  Bolivien  ist  ehi  niedliches  Tierchen,  oberseits  schwarzbraun  calena. 
mit  geringer  weißer  Zeichnung.  Die  Unterseite  ist  lichter  und  hat  dieselbe  Zeichnung  wie  die  Oberseite,  doch  ist 
die  Mittelbinde  der  Hflgl  breiter  und  im  graubraunen  Außenrd  steht  ehie  snbmarginale  weißliche  Mondflecken¬ 
binde  und  dahinter  befinden  sich  schwarze,  licht  umzogene  Augenflecke. 

Ph.  caiula  Hpfjr.  (=  abasina  Stgr.  i.  l.)  (90  g)  aus  Peru  und  Bolivien  ist  obet’seits  ähnlich  einer  kleinen  caiula. 
Dynamine- Avt .  Oberseits  stehen  auf  schwarzbraunem  Grunde  lichtgelbe  Zeichnungen,  die  Unterseite  der  Vflgl 
hat  lichtere  Grundfärbung  als  die  Oberseite,  aber  dieselben  Zeichnnngen.  Auf  den  Hflgln  treten  braune  Flecke 
zu  beiden  Seiten  der  lichten  Mittelbinde  deutlich  hervor.  —  extincta  f.  ö  (90g)  aus  Peru  hat  weiße  statt  gelbe  extinda. 
Zeichnung  der  Oberseite  und  auf  den  Hflgln  ist  die  Zeichnung,  namentlich  die  Mittelbinde,  sehr  undeutlich. 

Ph.  tnimtna  spec,  yto^v*  (90  g)  aus  balta  hat  obei'seits  auf  sch^vaizbraunem  Giunde  aut  den  ^  flgln.  6  gelbe  Tixxyxvtyxci* 
Fleckchen  und  auf  den  Hflgln  eine  gelbe  Mittelbinde  und  2  submarginale  gelbe  Linien.  Die  Unterseite  der 
Vflgl  entspricht  in  der  Zeichnung  der  Oberseite,  doch  ist  die  Grundfärbung  braini,  die  LJnterseite  der  Hflgl 
zeigt  die  gewöhnliche  Phyciodes-ZQiclmxvLig.  Sie  ist  der  caiula  sehr  ähnlich,  hat  aber  außer  kleinerer  Gestalt 
anders  geformte  Figl.  Die  Vflgl  sind  schmäler  und  die  Hflgl  bilden  im  Innenwinkel  eine  scharfe  Spitze. 

Ph.  orticas  Schatis  aus  Brasilien  (Gastro  im  Staate  Parana)  wird  vom  Autor  beschrieben  wie  folgt:  orticas. 
,,(^  Vflgl:  ein  kleiner  blasser  Fleck  in  der  Nähe  des  Zellendes,  ein  kleines  schräges  Aveißliches  Band  von  Rippe 
4  bis  6,  ein  großer  weißlicher  Fleck  von  der  Wurzel  von  Rippe  2  zu  3  (Grundfärbung?).  Hflgl:  ein  breites 
weißliches  schräges  Band  vom  Ird  nach  Rippe  7,  etwas  gelblich  zwischen  6  und  7  und  am  Ird,  eine  feine  grau¬ 
braune  submarginale  Mondlinie.  Unterseite:  Basalhälfte  der  Vflgl  rötlichbraun,  der  Discalfleck  größer  und  teil¬ 
weise  rötlichbraun  eingefaßt,  das  schräge  Band  den  Costalrd  erreichend,  und  vorhergehend  ein  breiter  sclnvar- 
zer  Schatten,  der  den  großen  Fleck  vor  dem  Ird  umrandet,  der  Außenrd  braun,  eine  feine  dunkle  Marginal¬ 
linie,  etwas  weiß  an  der  Figlspitze.  Hflgl:  die  basalen  Zweidrittel  weißlich,  gekreuzt  durch  feine  unregelmäßige 
bräunliche  Linien,  teilweise  doppelt  und  weißblau  gefüllt,  das  äußere  Drittel  hellbraun,  die  subterniinalen 
Punkte  klein,  dunkler  braun,  gefolgt  durch  eine  feine  rötlichbraune  Linie  iincl  parallel  zu  ihr  eine  graue  Sauni- 
mondlinie.“  Größe  etwa  wie  sejoxia. 

Ph.  dicoma  Heiv.  (90  g)  aus  Rio  Grande  do  Sul  und  Santa  Catharina  hat  sehr  langgestreckte  Figl  und  dicoma. 
auf  gelbbrauner  Färbuiig  schwarzbramne  Zeichnungen;  auf  den  Hflgln  ist  die  breite  gelbbraune  Mittelbinde 
auffallend.  Die  Unterseite  hat  gelbbraune  Grundfärbung  mit  geringen  dunklen  Zeichnungen. 

Ph.  angusta  Piew.  (92  h)  scheint  weit  verbreitet  zu  sein,  denn  uns  liegen  Stücke  aus  Columbien,  Juri-  angusia. 
maguas  und  Huancabamba  vor,  die  nur  geringe,  wohl  individuelle  Verschiedenheiten  zeigen.  Auf  den  schmalen, 
oberseits  clunkelschwarzbraunen  Vflgln  steht  ein  größerer  gelber  Mittelfleck  und  vor  ihm  2  teilweise  unvoll¬ 
ständige  Reihen  gelber  Punkte.  Die  Grundfärbung  der  Unterseite  ist  viel  lichter,  die  Zeichnung  der  Vflgl  aber 
im  äußeren  Teile  wie  oberseits  und  die  Hflgl  zeigen  neben  der  gelben  Mittelbinde  die  gewöhnlichen  Phyciodes- 
Zeichnungen. 

Ph.  polina  Heiv.  Mit  dieser  Art  beginnen. wir  die  Reihe  derjenigen  Arten,  die  zu  den  sogen.  Nachahmern  poUna. 
allmählich  überleiten,  polina  unterscheidet  sich  nicht  nur,  wie  die  Abbildungen  zeigen,  auf  der  Oberseite  a'ou 
nauplia  ganz  erheblich,  sondern  ist  auch  unterseits  wesentlich  verschieden;  so  ist  in  der  Mittelzelle  der  Vflgl 
der  basale  braune  Fleck  durch  einen  schwarzen  Strich  von  dem  gelben  Fleck  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  scharf 
geschieden,  die  gelben  Flecke  in  der  Außenhälfte  der  Vflgl  sind  nicht  größer  als  oberseits,  die  subbasaleii 
schwarzen  Binden  der  Hflgl  haben  eine  schrägere  Lage,  die  lichte  Marginalbinde  der  Hflgl  ist  etwa  viermal 


446 


PHYCIODES.  Von  J.  Röber. 


so  breit,  außer  der  die  braune  Binde  innen  begrenzenden  schwarzen  Binde  ist  noch  eine  weitere  solche  vorhanden, 
die  durch  eine  weiße  Linie  von  der  ersteren  getrennt  ist  und  an  der  Spitze  der  Hflgl  stehen  große  perlmutter- 
encina.  farbige  Flecke.  Ecuador  und  Columbien.  —  encina  Fleh'.,  auch  aus  Ecuador  und  Peru  (Chanchamayo)  ist  et¬ 
was  größer  und  hat  dunklere  Oberseite  mit  licbtgelber  Zeichnung;  der  mittlere  Sri bniarginalf leck  der  Vflgl  ist 
nach  außen  kammförmig  ausgezogen.  Auf  der  Unterseite  zeichnet  sie  sich  durch  lebhaftere  Färbung  und  durch 
intermedia.  lebhafte  silberweiße  Färbung  der  Vflglspitze  und  der  licht  gefärbten  Teile  der  Hflgl  aus.  —  infermedia  form. 

nov.  (92  g  irrig  als  polma  bezeichnet),  aus  Bolivien  ist  eine  Mittelform  zwischen  den  beiden  vorbezeichneten, 
sowohl  in  Größe  als  Färbung.  Die  Unterseite  der  Vflglspitze  ist  weniger  silberig  als  bei  encina  und  die  Hflgl- 
Unterseite  hat  auf  silberweißem  Grunde  große  lichtgelbe  undeutlich  begrenzte  Flecke. 

clio.  Ph.  clio  L.  (92  h)  kommt  von  Mittelamerika  bis  Columbien  Peru  und  Ecuador  vor.  Das  $  hat  breitere 

und  abgerundetere  Figl  als  das 

laias.  Ph.  laias  Goelm.  (90  g)  aus  West-Columbien  (Rio  Aguacatal,  2000  m),  die  uns  in  einem  ^  aus  der  Samm¬ 

lung  des  Herrn  Fasse  vorliegt,  hat  schwarzbraune  Oberseite  mit  gelbbraunen  Zeichnungen.  Die  Unterseite  ist 
derjenigen  von  'perna  (92  g)  ähnlich,  doch  haben  die  Hflgl  4  schwarze  Streifen  und  2  silberweiße  Halbbinden. 

-perna.  Ph.  perna  Heto.  (92  g)  aus  Rio  de  Janeiro  ist  in  beiden  Geschlechtern  und  namentlich  im  männlichen, 

ahna.  sehr  schmalflügelig.  —  alma  Stgr.  aus  Santa  Catharina  hat  etwas  vergrößerte  Flecke. 

sesüa.  Ph.  sesfia  Hexv.  (90  g,  h)  aus  Ecuador  hat  sehr  variable  $$.  Die  typische  Grundfärbung  der  $$  ist  licht 

saturata.  strohgelb,  die  gelbbrauire  $-Form  benennen  wir  saturata  (90h). 

nauplia.  Ph.  naupHa  L.  (92  h)  aus  Surinam  ist  kleiner  als  Clara  Bates  (92  h)  aus  Zentral- Amerika  und  Vene- 

dara.  ^^ela,  die  sich  durch  vergrößerte  weiße  Flecke  und  verbreiterte  weiße  Binden  auszeichnet.  Bates  hielt  clara 
plagiaia.  für  eigene  Art.  —  plagiata  form.  nov.  ans  Süd-Peru  (ob.  Madro  de  Dios,  500 — 1000  m,  A.  H.  Fasse)  hat 
verbreitete  weiße  Zeichnungen,  auch  fehlt  die  hintere  schwarze  Binde  im  Subapicalfleck  der  Vflgl.  Die 
Zeichnung  der  Unterseite  entspricht  der  Oberseite,  doch  haben  die  dunklen  Zeichnungen  einen  kräftigeren, 
dunkleren  Ton. 

eraniies.  Bei  Ph.  eraiiitcs  Hetv.  (92  c,  d,  irrig  evanides)  aus  Columbien  und  Chiriejui  unterscheidet  sich  das  G 

(vgl.  Unterseite  des  $  Tafel  92  c)  unterseits  durch  geringere  Zeichnung,  namentlich  sind  die  weißen  Mondflecke 
am  Außenrd  der  Hflgl  meist  nur  angedeutet.  Das  $  ist  sowohl  in  der  Zeichnung  wie  Färbung  ziemlich  va- 
meyieana.  riabel.  —  mejicana  snbsj).  nov.  aus  Mexico  (Presidio)  hat  oberseits  geringere  schwarze  Zeichnung  und  gelbere 
Unterseite. 

hella.  Ph.  bella  Ky.  (  =  mylitta  Hew.)  (88  i)  aus  Ecuador  ist  Eneides  aliphera  (Taf.  80  a)  äußerst  ähnlich, 

ist  nur  etwas  kleiner,  hat  schwarzen  Ird  der  Vflgl  und  auf  den  Hflgln  außer  dem  schwarzen  Saume  noch  eine 
schwarze  Submarginalbinde;  der  zwischen  dem  schwarzen  Saume  und  der  schwarzen  Submarginalbinde  liegende 
Figlteil  stimmt  mit  der  Grundfärbung  überein. 

casiphia.  Ph,  casiphia  Hew.  aus  Ecuador  ist  größer  als  hella,  die  Figl  sind  ganz  ähnlich,  haben  aber  einen 

kleinen  weißen  Apicalfleck.  Die  Vflgl  sind  schwarz,  haben  eine  rotbraune  Irds-  und  eine  gleichfarbige,  durch  die 
schwarzen  Rippen  geteilte  Mittelbinde  und  eine  etwas  lichtere  Subapicalbinde,  die  durch  die  schwarzen  Rippen 
geteilt  wird.  Unterseite  etwas  lichter  und  hat  auf  allen  Flgln  eine  submarginale  Reihe  weißer  Flecke. 

carme.  Ph.  carme  Dhl.  u.  Hetv.  (92  d)  aus  Venezuela  (San  Esteban)  ist  nur  etwas  feuriger  gefärbt  und  hat 

oUUa.  schärfere  Zeichnung  als  oblita  Stgr.  (92  d)  aus  Venezuela  und  Columbien.  Die  fast  schwefelgelbe  Unterseite  hat 
dieselbe  Zeichnung  wie  die  Oberseite,  nur  haben  die  Hflgl  eine  Reihe  gelber  Flecke  am  Außenrd  und  am  Außenrd 
der  Vflgl  geht  der  mittelste  gelhe  Fleck  bis  unmittelbar  an  den  Saum. 

avei/rona.  Ph.  aveyrona  Bates  (92  d,  irrig  aveyrana)  aus  Surinam,  Venezuela  und  vom  Amazonenstrojne  ist  unter¬ 

seits  strohgelb,  hat  aber  sonst  dieselbe  Zeichnung  wie  oberseits. 

ememntia.  Ph.  emerantia  Hew.  (92  d)  aus  Columbien  ähnelt  nur  ganz  allgemein  gewissen  E^eeides- Axien.  Auf 

der  Unterseite  ist  die  weiße  Apicalzeichnung  mehr  entwickelt  und  die  Hflgl  führen  eine  Reihe  großer  gelber 
Randflecke.  Das  $  ist  uns  unbekannt. 

Die  Reihe  der  Eueides-ä\ii\\iQ\iQ\\  Arten  beginnen  wir  mit 

eunicc.  Ph.  cunice  Hh.  (92  a)  aus  Südbrasilien  (Säo  Paulo,  Rio  de  Janeiro).  Sie  ist  der  Eueides  isahella  sehr  ähn- 

esora.  lieh,  aber  kleiner.  Die  Unterseite  ähnelt  der  Oberseite.  ■ — ■  esora  Hew.  soll  sich  von  eunice  dadurch  unter¬ 
scheiden,  daß  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  anstatt  einer  schwarzen  Mittelbitide  eine  Reihe  schwarzer  Flecke 
steht.  Wir  vermögen  in  diesem  geringen  Unterschiede  keinen  Charakter  einer  besonders  zu  benennenden  Form 
pella.  zu  erblicken,  weil  eunice  eine  etwas  veränderliche  Art  ist.  —  Dagegen  kann  pella  Hew.  vom  Amazonas  nicht  als 
synonym  zu  eunice  gezogen  w»  rden,  wie  dies  Kirby  getan  hat.  pella  hat  einen  ziemlich  großen  gelben  Apical¬ 
fleck  der  Vflgl,  die  gelbe  Mittelbinde  der  Vflgl  ist  in  ihrem  vorderen  Teile  verschmälert,  die  schwarze  Mittelbinde 
der  Hflgl  ist  in  Flecke  aufgelöst  und  der  schwarze  Saum  der  Hflgl  ist  durch  eine  etwa  1  mm  breite  rostgelbe 
Binde  geteilt. 

pelonia.  Ph.  peloiiia  He«>.  ($  ==  ithomiola  >Sa?w.)  (92  b)  aus  Ecuador  und  Peru  unterscheidet  sich  von  eunice 


PHYOIODES.  Von  J.  RÖber. 


447 


cinrcli  den  Mangel  der  gelben  Längsinittelbinde  der  Hflgl  und  durch  die  in  hdecke  aufgelösteu  schwarzen  Rin¬ 
den  in  der  Mitte  und  am  Saume  der  Hflgl.  Die  Unterseite,  namentlich  der  H’flgl  ist  einfarbig  braun  jnit  den  Zeich¬ 
nungen  wie  oberseits. 

Ph.  olivencia  Bates  (92  a,  b)  vom  oberen  Amazonenstrom  hat  keine  rein  gelben  Binden  auf  der  Ober-  oUcencia. 
Seite.  Die  .schwarze  Zeichnung  der  Vflgl-Oberseite  ändert  sehr  ab,  wie  die  Abbildungen  von  gudruna  form,  tjudruna. 
nov.  und  brunhilda  8tgr.  i.  l.  (92b)  deutlich  zeigen. — ^polymnia  svhsp.  nov.  aus  Ost-Columbien  (Medina,  590  m;  hrunhUdM 
Kolk  Fasse)  hat  im  männlichen  Geschlechta  verbreiterte  schwarze Mittelbinde  der  Vflgl  und  eine  unterbrochene  V'>himnvi.. 
reiner  gelbe  Subapicalbinde  der  Vflgl;  im  weiblichen  Geschlechte  ist  diese  gelbe  Binde  breit  und  ziemlich  gleich¬ 
mäßig  begrenzt. 

Ph.  mechanitis  Godm.  u.  Salv.  (90  h)  aus  Costa-Rica  hat  schmälere  Figl  als  olivencia  und  die  Hflgl  haben  mechamivi. 
einen  spitzen  Apex.  Die  Art  ähnelt  im  allgemeinen  verschiedenen  Äfechanüis- Arten.  Die  Unterseite  ist  ähnlich 
der  Oberseite. 

Ph.  drypetis  Godm.  u.  Salv.  von  Guatemala  bis  Kolumbien  verbreitet,  ist  der  mechanitis  ähnlich,  aber  drypetis. 
der  Vflglsaum  ist  innen  rotgelb,  nicht  schwarz,  der  gelbe  Apicalfleck  ist  kleiner  und  die  schwarze  Querbinde 
der  Hflgl  schmäler. 

Ph.  pardalina  spec.  nov.  (90  h)  von  Pebas  am  Amazonenstrom  ist  ähnlich  der  murena.  Die  schwarze  pardalina. 
Färbung  der  Hflgl  ist  zurückgedrängt  durch  Verbreiterung  der  vorderen  braunen  Längsbinde  und  durch  eine  sub- 
apicale  Binde  am  hinteren  Teile  des  Außenrdes.  Im  schwarzen  Apex  der  Vflgl  stehen  in  2  Reihen  kleiner 
gelblicher  Flecke  und  ein  größerer  gelblicher  Fleck  befindet  sich  am  Außenrd  zwischen  2.  und  3.  Medianaste. 

Der  schwarze  Streifen  an  der  Mediana  geht  etwa  bis  zur  Mitte  des  1.  Medianastes.  Die  Unterseite  entspricht 
der  Oberseite,  es  steht  aber  am  Außenrd  der  Hflgl  eine  submarginale  Reihe  weißer  Fleckchen.  —  apicalis  apicalis. 
subsp.  nov.  (90  i)  vom  Rio  Chuchurras  hat  einfarbigen  Apex  und  die  weißen  Flecke "^im  Außenrd  der  Hflgl-Un- 
terseite  sind  sehr  klein  und  am  hinteren  Figlteile  nur  angedeutet. 

Ph.  quintilla  Heiv.  (90  i)  aus  Ecuador  hat  oberflächliche  Aehnlichkeit  mit  lihomia  panamensis .  Die  quintUla. 
Unterseite  ist  nur  etwas  fahler  als  die  Ober.seite. 

Ph.  datis  Hetv.  aus  Columbien,  von  der  Hewit.son  das  $  beschreibt  und  abbildet,  hat  Scharlach-  datis. 
rote  Oberseite  der  Hflgl  und  einen  gleichfarbigen  langgezogenen  dreieckigen  Basalfleck  der  Vflgl.  In  der  schwar¬ 
zen  Außenhälfte  der  Vflgl  stehen  5  längliche  dunkelgelbe  Flecke  und  1  gleichfarbiger  Fleck  befindet  sich  am 
Schlüsse  der  Mittelzelle;  in  der  Vflglspitze  stehen  2  weiße  Punkte.  Die  Hflgl  haben  schwarzen  Außenrd,  in  dem 
eine  Reihe  weißer  Fleckchen  steht.  Unterseite  wie  die  Oberseite,  doch  haben  die  Vflgl  eine  .submarginale  Reihe 
weißer  Flecke  und  die  Rippen  der  Hflgl  sind  braun. 

Ph.  murena  Stgr.  (92  c)  aus  Peru  (Cuzco)  ist  dem  Heliconius  bicoloratus  ähnlich,  aber  wesentlich  kleiner,  mnrena. 

Bei  dem  S  der  schwarze  Teil  der  Hflgl  in  der  Nähe  des  Vrds  durch  einen  braunen  Streifen  geteilt.  Die  Un¬ 
terseite  ist  wie  die  Oberseite,  nur  etwas  fahler.  —  Eine  schöne  Form  von  Pebas,  im  Dezember  gefangen,  von 
der  uns  1  $  vorliegt,  ist  heliconina  stibsp.  nov.  {  =  pelonia  var.  B.  Heiv.).  Sie  hat  eine  aus  5  länglichen  heliconina. 
Flecken  bestehende  schwefelgelbe  Apicalbinde  der  Vflgl  und  hinter  dieser  Binde  zwischen  dem  3.  Medianaste, 
und  der  oberen  Radiale  je  einen  gleichfarbigen  rundlichen  Fleck,  auch  ist  bei  ihr,  wie  bei  dem  S  von  murena, 
der  schwarze  Teil  der  Hflgl  durch  einen  braunen  Streifen  geteilt. 

Ph.  callonia  Stgr.  (88  i)  aus  Peru  ist  der  heliconina  ziemlich  ähnlich,  sie  hat  aber  weniger  gelbe  Zeich-  calloyiia. 
nung  in  der  Vflglspitze,  dafür  aber  eine  gelbe  Mittelbinde.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  steht  am  Außenrd  eine 
Reihe  dreieckiger  weißer  Flecke. 

Ph.  eutropia  (92  b)  aus  Panama  ähnelt  auch  gewissen  Ithomiiden.  Die  Unterseite  ist  ganz  ähn-  eutropia. 
lieh  der  Oberseite,  am  Außenrd  der  Hflgl  steht  noch  eine  Reihe  weißer  Flecke. 

Ph.  nigripennis  Sa.lv.  (90  i)  aus  Costa  Rica  hat  nur  im  weiblichen  Geschlechte  entfernte  Aehnlichkeit  nigripennis. 
mit  gewissen  Ithomiiden,  während  das  S  durch  die  Flglform  und  Zeichniingsarmut  und  trotz  seiner  sonstigen 
Aehnlichkeit  mit  dem  $  kaum  zu  den  Nachahmern  gerechnet  werden  darf.  Die  Unterseite  entspricht  der  Ober¬ 
seite,  bei  dem  (J  sind  die  oberseits  nur  als  Punkte  angedeuteten  Flecke  zu  gelben  Streifen  ausgezogen.  — 
dismorphina  Btlr.,  gleichfalls  aus  Costa-Rica,  ist  eine  lichtere  (vermutlich  Aberrativ-)  $-Form.  Alle  gelben  Flecke  dismor- 
sind  größer,  der  schwarze  Rand  der  Hflgl  ist  schmäler,  so  daß  die  gelben  Randflecke  innen  nicht  schwarz  begrenzt  ptnna. 
sind  und  das  Mittelfeld  die  Hflgl-Unterseite  ist  weißlich. 

Ph.  prisca  Hpffr.  (92  e)  aus  Peru  sieht  gewissen  DiVcen>m-Arten  täuschend  ähnlich.  Die  Unterseite  prism. 
ist  wie  die  Oberseite  gezeichnet,  doch  ist  der  Mittelteil  aller  Figl  sehr  aufgehellt,  fast  weiß. 

Ph.  ildica  Heiv.  aus  Ecuador  unterscheidet  sich  von  fassli  subsp.  nov.  (90  i)  aus  Ost-Columbien  (oberer  jldica. 

Rio  negro,  800  m,  von  A.  H.  Fasse  entdeckt)  durch  rotgraue  Vflgl  und  orangerote  Hflgl,  bei  denen  auch  der 


448 


PHYCIODES.  Von  J.  Röber. 


schwarze  Sanjn  der  Hflgl  scharf  begrenzt  ist.  Bei  beiden  Formen  entspricht  die  Unterseite  der  Oberseite,  nur  ist 
das  Wurzelfeld  der  Vflgl  etwas  gelblich. 

celemina.  Ph.  celemisia  spec.  nov.  (90  k)  aus  Columbien  ist  der  Ithomia  celemia  ähnlich.  Auf  der  Unterseite  der 

Hflgl  sind  die  gelben  Randflecke  sehr  vergrößert. 

iihomoides.  Ph.  ithoiTioides  Heio.  (90  k)  aus  Columbien  hat  im  weiblichen  Geschlecht  oberflächliche 'Aehnlichkeit 

mit  Hirsutis  liecalesina,  ist  aber  bedeutend  kleiner.  Die  Unterseite  ist  nur  etwas  fahler,  sonst  genau  wie  die  Ober¬ 
seite.  Das  cj  ist  viel  schmalflügeliger  und  hat  eine  breite  gelbbraune  Längsbinde  der  Hflgl. 

poecilina.  Ph.  poecilina  Bates  aus  Veragua  ist  sehr  ähnlich  der  ühomoicles  (90  k).  $  Figl  breiter,  dunkelbraun, 

Vflgl  mit  einem  ockergelben  Fleck  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  und  einer  großen  Anzahl  ähnlicher  Flecke  in  Reihen 
hinter  der  Mittelzelle  und  zwar:  eine  Reihe  von  6  Flecken,  die  nur  durch  die  dunklen  Rippen  getrennt  sind, 
geht  von  der  Mitte  des  Vrds  und  2  Flecke  liegen  hinter  der  Mittelrippe,  2  parallele  Reihen  liegen  parallel  zum 
Außenrd,  endigen  aber  nicht  in  der  Figlspitze,  in  der  nur  eine  Reihe  von  3  Flecken  sich  befindet.  Hflgl  dunkel¬ 
braun,  Mitte  und  Hrd  von  einem  großen  abgerundeten  orangefarbigen  Fleck  eingenommen,  mit  einer  Reihe 
gelber  Submarginalflecke  und  3  mehr  einwärts,  in  der  Nähe  des  Vorderwinkels  liegenden  Flecken.  Unterseite 
wie  Oberseite,  Hflgl  am  Vrd  einen  ockergelben  Wurzelfleck,  ohne  gelbe  Flecke,  ausgenommen  die  Submarginal¬ 
reihe.  Fühler  blaß  ockergelb,  an  der  Wurzel  schwarz.  Hlb  gelbbraun. 

aisina.  Ph.  alsina  Hew.  (90k)  aus  Nicaragua  unterscheidet  sich  von  mimas  Stgr.  (92  a)  durch  zusam- 

nnmas.  nienhängende  und  breitere,  auch  dunkler  gelbe  Binden  und  größere  gelbe  Randflecke,  die  mitunter  breit  ausge¬ 
flossen  sind  und  mit  der  ersten  gelben  Binde  Zusammenhängen.  Die  typische  Form  des  mimas-,^  hat  viel  klei¬ 
nere  gelbe  Flecke,  als  das  abgebildete  Stück.  Vermutlich  stammt  die  Tafel  92  c  als  mimas  abgebildete  Form 
nicht  vom  Rio  Dagua,  wo  die  typische  mimas  fliegt,  sondern  aus  einem  anderen  Teile  Columbiens.  Wir  be- 
subfasciata.  nennen  die  Tafel  92  c  abgebildete  Form  subfasclafa  subsp.  nov. 

pMlyra.  Ph.  philyra  Hew.  ( =  ezorias  Hew.)  (92  c)  aus  Mexico  (und  Santa  Catharina  ?  ?)  hat  allgemeine  Aehnlich¬ 

keit  mit  gewissen  Heliconius-  und  Dione-Axiew,  die  sämtlich  immun  sind.  Die  Unterseite  ist  ähnlich  der  Ober¬ 
seite,  nur  lichter. 

letitia.  Ph.  letitia  Hew.  (91  a)  aus  Ecuador  und  Columbien  hat  Ithoiniiden-Charakter,  ohne  jedoch  einer  Art 

aus  dieser  Familie  besonders  ähnlich  zu  sehen.  Die  Unterseite  trägt  auf  lichtem  Grunde  dieselbe  Zeichnung  wie 
die  Oberseite,  doch  sind  alle  Zeichnungen  sehr  verschmälert  und  diejenigen  am  Saume  aller  Figl  gelbbraun. 
occllata.  —  ocellata  subsp.  nov.  aus  Peru  (Chanchainayo)  hat  tiefere,  fast  schwarze  Zeichnungen  der  Oberseite  und  sehr 
verschmälerte,  gelblichweiße  Mittelbinde  der  Hflgl,  die  nach  außen  nicht  scharf  begrenzt  ist.  Der  weiße  Sub¬ 
marginalfleck  am  Innenwinkel  der  Vflgl  ist  vergrößert  und  hat  einen  Kern  aus  schwarzen  Schuppen,  so  daß 
er  den  Eindruck  eines  Augenflecks  macht.  Am  vorderen  Teile  des  Außenrds  der  Vflgl  stehen  scharf  begrenzte 
weiße  Fleckchen.  Die  bei  letitia  gelbbraunen  Zeichnungen  der  Unterseite  sind  bei  ocellata  kastanienbraun.  — 
leucophaea.  leucophaea  Weym.  (91  a)  aus  Huancabamba  unterscheidet  sich  von  ocellata  durch  lichtere  Grundfärbung  der 
Oberseite  und  sehr  verschwommene  Zeichnung.  Auch  die  Randzeichnungen  der  Unterseite  sind  lichter  braun. 

lansdorfi.  lansdorfi  Oodt.  (92  a)  aus  Süd-Brasilien  hat  namentlich  auf  der  Unterseite  große  Aehnlichkeit 

mit  den  an  denselben  Orten  fliegenden  Heliconius  phyllis  und  beschei.  Rp  und  Pp  weichen  vom  allgemeinen 
jacintJiica.  Typus  nicht  ab.  —  jacfiithäca  form.  nov.  (90  k)  von  San  jacintho  hat  das  Rostrot  auf  dem  Vflgl  vermehrt  und  eine 
breite,  verkürzte  Rostbinde  zieht  vom  Analwinkel  längs  des  Saumes. 

acraeina,  Ph.  acraeiiia  Hew.  (92  f  irrig  als  amoenides  bezeichnet).  Mit  dieser  Art  beginnen  wir  die  Reihe  der  soge¬ 

nannten  Acraea-(A.cimoie-)Nachahmer.  Das  uns  vorliegende  $  aus  der  Sammlung  Fasse  ist  größer  als  das 
abgebildete  d“;  cler  Basalteil  der  Vflgl  und  die  Hflgl  sind  lichter  und  die  Mittelbinde  der  Vflgl  ist  gelber,  auch 
ist  geringe  subapicale  gelbe  Zeichnung  vorhanden.  Das  von  Dr.  Statjdingbr  (Exot.  Schmett.  Taf.  36)  ab¬ 
gebildete,  dem  $  ähnliche  $  hat  als  die  typische  $-Form  zu  gelten.  Wir  benennen  daher  die  Tafel  91  a 
aberrans.  abgebildete,  sehr  abweichende  $-Form  aberrans.  —  Nicht  selten  ist  die  Form  hllarina  /orm.  nov.  (92  e  als 
hüarina.  acraeina)  mit  verkürzter  roter  Mittelbinde  der  Vflgl  und  schwarzen  Hflgln.  Ist  sehr  ähnlich  der  Actinote  hi- 
laris  (82  e).  Peru  Columbien,  Bolivien  (750  ni). 

neria.  Ph.  neria  Heto.  aus  Ecuador  wird  vom  Autor  wie  folgt  beschrieben:  Nächst  der  acraeina.  ^  Oberseite 

dunkelbraun,  Vflgl  mit  einem  großen  dreieckigen  orangen  Fleck,  der  durch  die  Rippen  geteilt  ist,  Zellenschluß 
breit  schwarz.  Unterseite  rotbraun,  Rippen  und  Linien  schwarz,  Vflgl  mit  dem  Basalfleck  wie  oberseits,  Hflgl 
crina.  gelb  bepudert,  Basis  gelb  und  mit  2  roten  Flecken.  —  Crina  Schaus  aus  Ecuador  bat  schwarze,  auf  der  Basal¬ 
hälfte  dunkelgrau  beschuppte  Hflgl;  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  scheint  der  lichte  Saum,  von  dem  der  Autor 
micro-  nichts  erwähnt,  zu  fehlen.  —  mlcrodryope  form.  nov.  (92  e)  airs  Columbien  ist  kleiner,  die  rote  Mittelbinde  der 
dryope.  Vflgl  ist  anders  gestaltet  und  die  Hflgl  haben  rotbraunen  Schein.  Ist  dem  He/fcow.  dryope  (78  b)  sehr  ähnlich, 
aber  bedeutend  kleiner. 

actinote.  Ph.  actiiiote  Salv.  ( =  acraea  Hpffr.)  (92  f)  aus  Peru  ist  auffällig  durch  die  schmalen  rostroten  x4ußenrds- 

limbata.  binden  der  Unterseite.  —  limbata  subsp.  nov.  aus  Bolivien  hat  lichter  rotbraune  Zeichnung  der  Oberseite,  auch 
ist  der  Subapicalfleck  der  Vflgl  kleiner  und  schmäler  und  die  rostrote  Saumbinde  der  Lhiterseite  ist  sehr  ausge- 


PHYCIODES.  Voll  -J.  Röwch. 


449 


'prägt,  auch  ist  das  Mjtteh’ekl  der  Hflgl-Uiiterseito  viel  lichter.  —  rosina ghsicht'alls  aus  Holivieii,  liat  roama. 
schwarze  Hflgl-Oberseite,  rötere  Vflglzeichuuiig  und  die  rostroten  Saiunhinden  der  Ihiterscite  sind  fast  erlosciuni. 


Ph.  fallax  Stgr.  aus  Peru  (Chanchainayo)  i.st  dei'  aclinole  selir  ähnlich,  liat  aber  atistatt  der  rostroten  fallax. 
Saumbinde  auf  der  Unterseite  aller  Figl  nur  eine  Reihe  brauner  Submaiginalflcckci  der  Mflgl. 

Ph.  hopfferi  spec.  nov.  (92  f,  irrig  als  acraea)  aus  Peru  ist  der  (i,c,tmote  sehr  ähnlich,  doch  fehlen  ilir  die  hopfferi. 
rostroten  Saumbinden  auf  der  Unterseite. 


Ph.  erebia  spec.  nov.  (91  b)  aus  Peru  (Prov.  Huanuco,  1900  m)  hat  rotgelbe  Färbung  der  Vflgl  und  an  rrehia. 
schwarzen  Zeichnungen  der  Vflgl  nur  breiten  Apex,  einen  großen  rundlichen  Fleck  am  Schluss(!  der  Mittelzelle 
und  einen  länglichen  viereckigen  Fleck  am  Ird.  Die  Hllgl  sind  einfarbig  schwarz.  Die  Unterseite  ist  wie  die 
Oberseite  gezeichnet,  aber  von  fahlerer  Färbung. 

Ph.  actinotina  SUjr.  i.  l.  (91b)  aus  Bolivien  ist  charakterisiert  durch  roten  Basalteil  der  Vflgl  und  einen  acthwHna. 
schmalen  weißen  Streifen  am  Vrd  der  Hflgl.  Durch  die  Unterseite  der  Hflgl  ist  diese  Art  von  den  übrigen  ähn¬ 
lichen  Arten  scharf  geschieden,  da  die  Grundfärbung  weißlich  ist.  Außer  den  dunkelbraunen  Rip])en  und  Rip- 
penzwischenstreifen  sind  eine  breite  graubraune  Binde  am  Außenrd,  5  gleichfarbige  schwarzeingefaßte  Flecke 
in  der  Nähe  der  Flflglwnrzel  und  2  rotbraune  Flecke  in  der  Figlmitte  am  Vrd  vorhanden. 

Ph.  vanessoides  spec.  nov.  (91  b)  aus  Columbien  (Bogota)  weicht  von  den  vorhergehenden  Arten  durch  vancssoides. 
den  an  die  Vanessen  erinnernden  Vflglschnitt  ab.  Die  Oberseite  ist  schwarz  mit  rotem  Basalteile  der  Vflgl. 

Die  Unterseite  ist  viel  lichter  und  die  dunklen  Rippen  und  Rippenzwischenstreifen  heben  sich  von  der  Grund¬ 
färbung  scharf  ab. 

Ph.  elaea  Hew.  aus  Ecuador  hat  fast  dieselbe  Flglform  wie  vnnessoides.  Die  Oberseite  ist  schwarz])raun  elara. 
und  die  Vflgl  haben  eine  nach  hinten  breiter  werdende,  bis  zur  Submediana  reichend«  scharlachrote  Binde,  die 
durch  die  schwarzen  Rippen  in  4  Felder  geteilt  ist.  Die  Unterseite  entspricht  der  Oberseite,  die  Vflglspitze 
ist  graubraun  und  die  Rippen  und  Zwischenstreifen  sind  schwarz,  die  Hflgl  sind  rotbraun,  die  Rippen,  Zwischen¬ 
streifen  und  eine  submarginale  Linie  sind  schw'arz,  zwei  Flecke  in  der  Nähe  der  Flghvurzel  und  ein  Teil  des  Außen- 
rds  sind  scharlachrot. 

Ph.  nebrites  Weyrn.  aus  Bolivien  (Cochabamba)  ist  der  Actinote  hycia  ähnlich.  Diese  Art  hat  dieselbe  nebriks. 
Flglgestalt  wüe  vanessoides,  ist  ihr  auch  im  Zeichnungsstil  ähnlich,  hat  aber  außer  dem  zinnoberroten  Wurzel¬ 
felde  eine  gleichfarbige  8ubapicalbinde,  die  durch  die  dunklen  Rippen  in  7  Flecke  geteilt  ist.  Die  Grundfärbung 
der  Oberseite  ist  braun.  Die  Hflgl  sind  auch  braun,  haben  dunklere  Rippen  und  Zw-ischenstreifen,  sowie  weißen 
Vrd.  Auf  der  Unterseite  sind  die  Vflgl  der  Oberseite  ähnlich,  doch  ist  die  rote  Farbe  im  Wurzelfelde  bis  an  den 
Vrd  ausgedehnt  und  der  letzte  Fleck  der  äußeren  Binde  in  Zelle  3  ist  nach  außen  w'eißgefärbt.  Ferner  sind 
die  Spitze  und  der  Außenrd  heller  braun  und  von  den  dunkelbraunen  Rippen  und  solchen  Linien  zwischen  den 
Rippen  durchzogen.  Die  Hflgl  haben  weiße  Grundfarbe,  die  überall  von  den  liraunen  Rippen  und  braunen 
Längslinien  zwischen  den  Rippen  durchzogen  ist.  Der  Außenrd  ist  4  nun  breit  braun  bestäubt,  doch  wird 
dies  gegen  den  Vrd  undeutlich.  An  der  Wurzel  liegen  5  rotbraun  eingefaßte  Flecke,  2  davon  in  der  IMittel- 
zelle,  ferner  liegen  3  rote  Flecke  inmitten  eines  großen,  dunkelbraunen  Flecks  auf  der  Mitte  des  Vrds  in  den 
Zellen  5  bis  7  und  noch  einige  bräunlichgelbe  Flecke  dicht  am  8aume  in  den  Zellen  2  bis  ü.  Körper  braun, 
nur  der  Hlb  unten  mit  ockergelbem  Mittelstreifen.  Hat  etwa  dieselbe  Größe  wie  vanessoides.  Emt  1  q  bekannt. 

Ph.  eleates  Weyni.  (91  a)  aus  Columbien  hat  dieselbe  Gestalt  wüe  vanessoides,  ist  aber,  wie  die  Abbil-  elcaks. 
düng  zeigt,  ganz  anders  gezeichnet  und  gefärbt.  Es  ist  erst  1  $  bekannt. 

Von  Ph.  epione  Godm.  u.  Salv.  (91  b)  aus  Columbien  (Bogota)  liegt  uns  1  vor.  Auf  der  stahl-  cpione. 

blauen  Oberseite  sticht  der  ziemlich  breite  rote  Ird  der  Hllgl  scharf  ab.  Die  Unterseite  ist  schuarz  und  hat 

gelbliche  Bestäubung  an  der  Figlwurzel  und  rötliche  Bestäubung  am  Innenwinkel  der  Hflgl. 

Ph.  styx  Stgr.  aus  Columbien  ist  der  Tafel  81  c  abgebildeten  Actinote  nelens  sehr  ähnlich,  nur  hat  sie  styx. 
keinen  roten,  sondern  schwarzen  Leib.  Die  Lhiterseite  ist  grauschwarz  und  die  Rippen  und  Bippenzwischen- 
streifen  sind  schwarz,  die  Basis  der  Hflgl  ist  gelblich. 

Ph.  aurora  spec.  nov.  (91b)  aus  Ecuador  (Zamora,  3090 — 4000  Fuß),  von  der  uns  2$  vorliegen,  ist  aurora. 
vielleicht  eine  weitere  ^-Form  der  cnstilla.  Die  Unterseite  ist  lichter  als  die  Oberseite  und  die  Rippen  und  Zwi- 
schenstreifen  heben  sich  durch  dunkle  Beschuppung  scharf  ab.  Der  rote  Analfleck,  den  die  Oberseite  der  Hflgl 
auf  weist,  fehlt  unterseits. 

Ph.  aricilla  Hpffr.  aus  Peru  (Chanchainayo)  ist  uns  nur  aus  der  Beschreibung  des  Autors  bekannt.  ariciUa. 

s  ähnlich  der  castilla,  hat  schmälere  Figl,  Vflgl  hinter  der  8pitze  ,, stark  ausgehöhlt“,  rote  Binde  der  Vflgl 

viel  breiter,  Lhiterseite  ganz  einfarbig  braunschwuirz,  ohne  Zeichnung. 

Ph.  castilla  FkZr.  (cJ  92  e,  $91b)  aus  Ost-Columbien  hat  ein  sehr  vom  cj  abweichendes  $.  Dieses  ist  be-  castilla. 

57 


V 


450 


CHLOSYNE.  Von  J.  Röbeb. 


deutend  größer  und  hat  eine  breite  liclitgelbe  Mittelbinde  der  Vflgl  und  rote  Hflgl  mit  breitem  schwarzen  Rande 
virilis.  und  schwarzen  Strahlen;  auf  der  Unterseite  fehlt  die  rote  Färbung.  —  Eine  weitere  $-Form  ist  virilis  form, 
nov.  Sie  ist  dem  ^  außerordentlich  ähnlich  und  unterscheidet  sich  von  diesem  nur  dadurch,  daß  sie  etwas 
größer  ist,  bräunlichere  Grundfärbung  besitzt  und  die  rote  Mittelbinde  etwas  länger  und  breiter,  sowie  einen 
occidenialis.  Fon  lichter  ist.  Die  Grundfärbung  der  Flnterseite  ist  nur  eine  Spur  lichter.  —  occidentalis  Fasst  (91  c)  aus  West- 
Columbien  (2000  m)  hat  im  männlichen  Geschlechte  etwas  schmälere  rote  Binde  und  das  $  ist  dem  ziem¬ 
lich  ähnlich,  nur  ist  die  rote  Vflglbinde  veinvaschener  und  am  Innenwinkel  der  Hflgl  zeigen  sich  verwaschene  rote 
Strahlen.  —  castilla,  ist  nach  den  Beobachtungen  des  Herrn  Fasse  in  Gemeinschaft  mit  den  ilir  ähnlichen 
Actmote-ÄTten  und  dem  ihr  gleichfalls  ähnlichen  tagfliegenden  Spanner  Sangala  gloriosa  anzutreffen. 

mundina.  Pli.  mulidina  Drnce  aus  Peru  (Huiro)  ist  der  castilla  ähnlich.  Die  rote  Binde  der  Vflgl  geht  vom  Vrd  bis 

zum  Innenwinkel  und  ist  fast  doppelt  so  l^reit.  Die  Vflgl  haben  am  basalen  Teile  des  Vrds  einen  roten  Streifen, 
der  bis  an  das  Mittelzellende  reicht,  die  Hflgl  sind  unten  bräunlichweiß  mit  schwarzen  Rippen. 

corybassa.  Ph.  corybassa  Hew.  { =  coTiiolia,  Sfgr.  i.l.)  (92g  als  Cornelia)  aus  Bolivien  und  die  folgenden  3  Arten  ge¬ 
hören  zu  den  Nachahmern  der  Hrbwoie  (83  d).  Bei  vielen  Stücken  dev  coryhassa  ist  eine  vollständige  Reihe 

weißer  Randfleckchen  auf  den  Hflgln  vorhanden.  Die  FTnterseite  der  Vflgl  gleicht  der  Oberseite,  die  Hflgl  haben 
aber  in  der  Mitte  einen  großen  schwarzen  Fleck,  auch  sind  die  Rippen  breit  schwarz  bestäubt. 

perilla.  Ph.  perilla  Heto.  (92  f )  aus  Ecuador  und  Bolivien  ist  auf  der  FTnterseite  der  Vflgl  wie  oberseits,  die  Fhiter- 

luguhris.  Seite  der  Hflgl  ist  jedoch  dunkel  mit  rotbraunen  Streifen  auf  dem  Basalteile.  —  lugubris  snhsg).  nov.  (92  f,  irrig 
als  actinotina  bezeichnet)  aus  Peru  kommt  auch  in  viel  düstereren  Stücken  als  das  abgebildete  Exemplar  vor. 
Der  Vorderwinkel  der  Hflgl-Unterseite  ist  gelblich  aufgehellt. 

peilenea.  Ph.  pcllenea  spec.  nov.  (91  c)  aus  Brasilien  (Reyes)  ist  der  Actinote  gleichen  Namens  äußerst  ähnlich. 

Die  FTnterseite  ist  ähnlich  der  Oberseite. 

fenestraia.  Ph.  fenestrata  spec.  nov.  (91  o)  aus  Peru  (Huayabamba,  3500  Fuß)  hat  eine  Vflgl-Mittelbinde  aus 

durchsichtigen  Flecken.  Die  FTnterseite  ist  nur  wenig  fahler  als  die  Oberseite. 

Icvina.  Ph.  levina  Hew.  (92  e)  aus  Cblumbien  ist  zwar  auch  dem  Habitus  nach  HcbFo^e-artig,  doch  nicht  als 

Nachahmerin  zu  betrachten,  weil  noch  keine  blaubindige  Actinote-Art  bekannt  geworden  ist.  Die  Unterseite 
ist  schwarz,  am  Vrd  der  Vflgl  steht  in  der  Mitte  eine  breite  hellgelbe  Halbbinde,  am  Ird  der  Hflgl  stehen  einige 
gleichfarbige  Streifchen,  am  Außenrd  der  Hflgl  sind  einige  rote  Fleckchen  und  in  der  Spitze  und  am  Innen¬ 
winkel  der  Vflgl  sowie  auf  den  Hflgln  stehen  einige  blaue  Fleckchen.  Das  weibliche  Geschlecht,  von  dem  uns 
nur  ein  Stück  aus  der  Sammlung  des  Herrn  Fasst  vorliegt,  ist  dem  männlichen  fast  gleich;  es  ist  nur  etwas 
größer  und  der  vordere  Teil  der  blauen  Binde  ist  weißlich.  —  Stücke,  die  wie  das  in  Dr.  Staudinge rs  Exot. 
decorata.  Schmetterl.  (Tafel  30)  abgebildete  Stück  blaue  Flecke  auch  auf  den  Hflgln  zeigen,  können  als  decorata  form.  nov. 
bezeichnet  werden.  —  Das  von  Dr.  Staudinger  1.  c.  abgebildete  Stück  ist  sicher  kein  $,  sondern  1 

margaretha.  Ph.  margaretha  Hew.  (91  b)  aus  Columliien  hat  nur  entfernte  Aehnlichkeit  mit  gewissen  Heliconius- 

Arten.  Die  FTnterseite  ist  der  Oberseite  ganz  ähnlich,  doch  ist  außer  an  den  Außenrdern  auch  auf  den  Vflgln 
eine  sidiapicale  Reihe  weißer  Punkto  vorhanden. 

Die  als  hanhami  Fletcher ,  lira.  Bsd.,  pelopsa  Godt.  und  selenis  Ky.  beschriebenen  nordamerikanischen  Ar¬ 
ten  werden  von  neueren  nordamerikanischen  Autoren  unter  diesen  Namen  nicht  aufgeführt,  weshalb  sie  als  Sy¬ 
nonyme  gelten  dürfen. 

Fieber  Ph.  adoxa  Ersch.,  castimaria  Godm.  u.  Sah.,  catenarins  Godm.  v.  Salv.,  dnrnfordi  Godm.  u.  Sah., 
erysice  Hhn.,  flavocincia  Dogn.,  goujoni  Dogn.,  heliconoides  Btlr.,  Idagesii  Weeks,  moesta  Sah.,  mirjam  Dogn., 
nortlibrandii  Weehs,  phaedima  Godm.  u.  Sah.,  proclea  Dhl.  u.  Hew.,  ^nfsilla  Sah.,  tayleni  Godm.  n.  Sah.,  tissa 
Hew.  und  irimncnlata  Hetv.  vermögen  Avir  nichts  zu  sagen,  weil  es  nicht  möglich  ivar,  Stücke  dieser  Arten  oder 
die  Beschreibungen  zu  erlangen.  Zum  Teile  werden  diese  Arten  mit  solchen  zusammenfallen,  die  Avir  A^orstehend 
beschrieben  und  bzw.  auch  abgebildet  haben. 


5.  Gattung:  dllosyiie  Btlr.  (Coatlantona  Ky.). 

Diese  Gattung  ist  mit  Phyciodes  nahe  verAA'andt.  Sie  zeigt  gegen  diese  nur  geringe  Verschiedenheiten 
in  der  Rippenbildung,  die  Mittelzelle  der  Hflgl  ist  auch  offen.  Nur  in  den  zottig  behaarten,  AAunig  aufgeblasenen 
Palpen,  die  ein  sehr  spitzes  Endglied  halien,  unterscheidet  sich  Chlosyne  von  Phyciodes,  doch  ist  auch  dieser 
Charakter  kein  sicherer,  weil  durch  FTebergänge  beide  Gattungen  verbunden  Averden.  Auch  Rpn  und  Ppnform 
ist  M elitaea-dbXtig.  Chlosyne  ist  auch  mit  der  paläarktischen  Araschnia  enge  AmrAA-’aedt,  von  der  sie  sich  nur  durch 
die  unbehaarten  Augen  unterscheidet.  Das  Hauptverbreitungsgebiet  der  Gattung  ist  Mexico  mit  Zentral- 
Amerika,  es  kommen  aber  Ausläufer  bis  in  den  Süden  der  Vereinigten  Staaten  Amn  Nordamerika  und  bis 
Peru,  soAvie  nach  den  Antillen  vor.  Die  Arten  treten,  wie  die  Araschnia- Arim.,  in  mehreren  Generationen  auf, 


CHLOiSYNE.  Von  J.  R()BER. 


46J 


die  bei  mehreren  Arten  ebenso  verschieden  sind,  wie  Araschnia  levawi  und  prorsn.  Wie  die  Aljl>ildungen  zeigen, 
gehören  der  Gattung  sehr  verschiedenartige  Formen  aii.  — ■  Ei  eiförmig,  an  der  S])itze  abgestutzt  und  etwas 
zusammengedrückt,  am  Grunde  gerundet,  die  unteren  drei  Fünftel  mit  geringen  Eindrücken,  der  obere  Teil 
mit  etwa  24  stumpfeckigen  Rippen.  Die  Eier  werden  in  H'äufchen  auf  Helianthus  ^ibgelegt.  Rj)  von  crocaU  in 
Färbung  abändernd,  gewöhnlich  schwarz  oder  dunkel  rot  oder  braun,  wie  flie  M eLüaea-V\,]m  bedornt;  sie  häutet 
sich  viermal.  Pp  wie  die  Melitaea-\*\)n  gestaltet,  licht  gefärbt  und  mit  dunkelbraunen  oder  seliwarzen  t’lecken 
und  Linien.  — •  Die  8chmetterlinge  fliegen  an  Wegrändern  und  setzen  sich  gern  an  Blumen. 

Chi.  saundersii  Dbl.u.  Heiv.  aus  Venezuela  und  (lolumbien  ist  im  weiblichen  Geschlochte  ziemlich  saundf'rHü. 

variabel  insofern,  als  die  Grundfärbung  sowohl  ober-  wie  unterseits  bald  lichter,  bald  dunkler  ist,  und  die  lichten 
Flecke  am  8aume  und  auf  dem  Basalteile  der  Figl  größer  oder  kleiner  sind,  mitunter  auch  weißliche  Flocke  in 
der  lichten  Mittelbinde  der  Vflgl  auftreten.  Die  Unterseite  entspricht  in  der  Zeichnungsanlage  der  Oberseite, 
doch  sind  die  submarginaien  Reihen  weißer  Flecke  stets  deutlicher  als  oberseits.  — •  paupera  Fldr.  aus  Oolum-  paupera. 
bien  ist  nach  Dr.  Staudinger  nur  eine  fast  schwarze  Aberration.  —  Herr  Wernicke  in  Jflasewitz  versichert 
mit  Bestimmtheit,  daß  er  saundersii  auch  in  Anzahl  aus  Rio  Grande  do  Sul  (durch  Mubilde)  erhalten  habe. 

Wir  vermögen  an  den  uns  aus  dieser  Lokalität  vorliegenden  2  Paaren  keinen  Unterschied  gegen  Stücke  aus  Co¬ 
lumbien,  Venezuela  und  vom  Chiriqui  festzustellen. 

Chi.  mediatrix  Fldr.  (91  d)  aus  Columbien,  von  der  wir  die  Type  abbilden,  ist  nach  letzterer  oberseits  rnedmirix. 
tellias,  unterseits  aber  saundersii  sehr  ähnlich.  Diese  Art  (vorausgesetzt,  daß  es  sich  überhaupt  um  eine  besondere 
Art  handelt,  was  wir  bezweifeln)  ändert  aber  ober-  und  unterseits  außerordentlich  ab.  8o  liegt  uns  eine  Form 
aus  Columbien  vor,  bei  der  Ober-  und  Luiterseite  auf  der  Innenhälfte  gleichmäßig  schwarzbraun  ist;  die  Ober¬ 
seite  hat  auf  allen  Flgln  eine  rotbraune  Mittelbinde,  in  der  auf  den  Vflgln  vorn  einige  gelbe  Flecke  stehen; 
hinter  dieser  Binde  stehen  auf  den  Vflgln  eine  gebogene  Reihe  weißer  Punkte,  in  der  Mitte  des  Außenrds 
einige  gelbbraune  Flecke  und  die  Figl  haben  eine  submarginale  Reihe  gelbbrauner  Flecke.  Auf  der  Unter¬ 
seite  sind  die  Mittelzeichnungen  stark  reduziert,  doch  haben  alle  Figl  vollständige  Reilien  gelber  8ubmarginal- 
flecke  und  die  Hflgl  haben  eine  gebogene  Mittelreihe  weißer  Punkte.  Wür  benennen  diese  Form  felderi  form,  felderi. 
nov.  (91  e).  — ■  fassli  form.  nov.  (9i  e)  aus  Ost-Columbien  (Medina,  590  m)  ist  viel  bunter,  Aveil  nicht  nur  in  der  fas.di. 
ununterbrochenen  Mittelbinde,  sondern  auch  i)n  dunklen  Basalteile  und  am  Äußernd  der  Vflgl  lichtgelbe 
Flecke  auftreten  und  der  Innenteil  der  Hflgl  nicht  verdunkelt,  sondern  einfarbig  rotbraun  ist.  Die  Unterseite 
hat  auf  allen  Flgln  gelbe  Grundfärbung.  —  fruhstorferi  form.  nov.  aus  Bolivien  hat  fast  ganz  schwarze  Ober-  fruhsiorjeri 
Seite  der  Vflgl,  die  von  einer  scharf  begrenzten  dunkel  rotbraunen  8ubmarginalbinde  durchzogen  wird.  — 
Vermutlich  sind  saundersii,  mediatrix  und  fassli  Orts-  bzw.  Zeitformen  ein  und  derselben  Art. 

Chi.  lacinia  Hbn.  von  den  8üdstaaten  Nordamerikas  bis  Bolivien  verbreitet,  ist  gevmhnlich  oberseits  lacinia. 
schwarzbraun  mit  weißen  Flecken,  doch  kommen  nicht  selten  8tücke  mit  mehr  oder  weniger  breiter  rotbrauner 
Mittelbinde  der  Hflgl  und  auch  zuweilen  der  Vflgl  vor.  Die  Unterseite  ist  gleichfalls  außerordentlich  variabel, 
denn  es  gibt  8tücke  mit  einfarbig  schwarzer  Unterseite  und  nur  geringer  weißer  Fleckenzeichnung  der  Vflgl, 
als  auch  sehr  stark  gezeichnete  8tücke  mit  einer  gelben  und  einer  rotbraunen  Mittelbinde,  gelben  Basal-  und 
Randflecken  sowie  weißen  8ubmarginalflecken  der  Hflgl  und  ähnlich  gezeichneten  Vflgln.  Zwischen  diesen 
beiden  Formen  kommen  allerhand  Uebergänge  vor.  —  Verbreitert  sich  die  rotbraune  Färbung  der  Hflgl  der¬ 
artig,  daß  nur  noch  der  8aum  breit  schwarz  bleibt,  so  haben  wir  tellias  Bates  (91  e)  aus  Guatemala  und  Hon-  tellias. 
duras.  — >  ardenia  Reak.  aus  Mexico  und  zweifellos  auch  anderen  Orten  ist  eine  dieser  Mittelformen.  — ■  crocale  ardema. 
Edw.  (91  f)  aus  Mexico  hat  eine  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl,  ist  aber  auf  der  Unterseite  ebenso  veränderlich  ci'ocale. 
wie  die  anderen  Formen.  —  nigrescens  Wr.  (91  e)  aus  den  8üdstaaten  Nordamerikas  hat  einfarbig  dunkle  nigrcscens. 
Hflgl-Oberseite,  während  rufescens  Wr.  und  californica  Wr.  auch  nur  Zwischenformen  sind.  —  Auch  pre-  rufescens. 

tona  Bsd.  ist  eine  nicht  fixierbare  Zwischenform.  californica. 

prelona. 

Chi.  melanarge  Bates  (91  f)  aus  Guatemala  ist  oberseits  schwarzbraun  und  hat  eine  weißgelbe  Flecken-  melanarge. 
mittelbinde  der  Vflgl  und  weißgescheckte  Fransen.  Die  Unterseite  ist  wie  die  Oberseite,  doch  haben  die  Hflgl 
auch  Reste  einer  submarginalen  roten  Fleckenbinde  und  gelbliche  IMarginalflecke. 

Chi.  janais  Dru.  (91  f)  aus  Texas,  Mexico  und  Honduras  ist  eine  hübsche  Art,  die  im  weiblichen  Ge-  janais. 
schlechte  auch  stattliche  Größe  besitzt.  Diese  Art  ist  sehr  konstant,  da  nur  in  der  Zahl  und  Größe  der  gelben 
Randflecke  der  Hflgl-Unterseite  geringe  Unterschiede  zu  finden  sind.  —  adjutrix  Scudd.  (91  f)  aus  Texas  ist  adjutrix. 
eine  nur  in  geringem  Grade  weniger  gezeichnete  Form. 

Chi.  hyperia  F.  (91  f,  g)  aus  Mexico  ist  eine  schöne  Art  mit  rein  schwarzer  Oberseite,  auf  der  die  rein  hyperia. 
weißen  Flecke  und  breiten  Fransen  effektvoll  Avirken.  Die  Unterseite  zeigt  außer  den  Zeichnungen  der  Oberseite 
auf  den  Hflgln  eine  dunkelrote  Mittelfleckenbinde,  gelbe  Randflecke  und  eine  submarginale  Reihe  AA-eißer  Punkte. 

—  hippodrome  Hbn.,  angeblich  aus  Mexico,  von  der  uns  1  $  aus  der  8ammlung  des  Herrn  Fasst  aus  Ost-  Mppodrome. 
Columbien  (Medina,  500  m)  vorliegt,  ist  oberseits  von  hyperia  nicht  Auu’schieden.  Die  Unterseite  zeigt  größere 
gelbe  Randflecke,  breitere  rote  Mittelbinde  und  gelbe  Flecke  auf  dem  Basalteile  der  Hflgl,  soAvie  gelbe  Randflecke 
der  Vflgl.  —  quehtala  Reak.  aus  Mexico  ist  wahrscheinlich  nur  eine  AberratiAd’orm  der  hyperia,  bei  der  die  quehiala. 


452 


OHLOSYNE.  Von  J.  RÖbeü. 


adelina. 
marianna . 

misera. 

marina. 

nielifaeoulcs. 

poecüe. 

fasciata. 

ruhriguita. 

eroclyle. 

narva. 

brunhilda. 

gaiidialis. 

laefa. 

perezi. 

tulita. 


roten  Mittelflecke  der  Hflgl-Unterseite  durch  gelbe  Flecke  ersetzt  sind  und  wo  an  Stelle  der  gelben  Randflecken¬ 
binde  nur  einige  weiße  Flecke  stehen.  —  adelina  Stgr.  (91  g)  aus  Chiriqui,  Mexico  und  Panama  ist  kleiner, 
hat  schwarze,  weißgefleckte  Oberseite,  auf  der  Unterseife  der  Hflgl  aber  statt  der  roten  Mittelbinde  nur  einen 
roten  Fleck  am  Ird.  —  marianna  fortn.  nov.  aus  Mexico  ist  ebenso  groß  wie  liyperia,  dieser  sehr  ähnlich,  aber  die 
schwarze  Färbung  ist  stumpfer,  die  weißen  Subapicalflecke  der  Vflgl-Oberseite  sind  nicht  größer  als  die  sub¬ 
marginalen  weißen  Flecke  und  auch  die  Hflgl  führen  eine,  mitunter  fast  rudimentäre  Mittelreihe  weißer  Punkte. 
Die  rote  Binde  auf  der  Hflgl-PTuterseite  ist  nach  vorne  abgekürzt,  obsoleter  und  die  einzelnen  roten  Flecke 
sind  nicht  so  scharf  gesondert  wie  bei  liy-peria.  —  misera  Fldr.  aus  Mexico  ist  wahrscheinlich  auch  nur  eine 
Aberrativform  der  liyperia,  bei  der  die  rote  Mittelbinde  der  Hflgl  auf  die  Oberseite  etwas  durchschlägt,  so  daß 
die  Hflgl-Oberseite  rot  bepudert  erscheint. 

ChL  marina  Hhn.  (91  g,  li)  aus  Mexico  leitet  zur  folgenden  Artengruppe  über. — ^Die  PMterseite  ist  wie 
die  Oberseite,  doch  zeigt  der  Basalteil  der  Vflgl  rotbraune  Flecke  und  der  Basalteil  der  Hflgl  weißliche  »Streif- 
chen. 


Chi.  melitaeoides  Fldr.  aus  Mexico  ist  der  erodyle  (91  h)  ähnlich,  aber  die  Palpen  sind  weißlich  anstatt 
schwarz  mit  weißen  Seiten.  Die  Hflgl  sind  unten  sehr  gelb,  so  daß  das  Schwarz  zu  kleinen  Fleckchen  redu¬ 
ziert  ist;  auch  die  Vflgl  haben  unten  große  gelbe  Flecke. 

Chi.  poecile  Fldr.  (91  g)  aus  Guatemala,  Mexico  und  Columbien,  von  der  wir  die  Type  abgebildet  haben, 
iinterscheidet  sich  von 

Chi.  fasciata  spec.  nov.  (91  g)  aus  Mexico  (Guerrero)  dadurch,  daß  sie  einen  großen  gelben  Fleck  in  der  Mit¬ 
telzelle  der  Vflgl  besitzt,  auch  die  gelbe  Färbung  der  Hflgl  bis  fast  zur  Figlbasis  reicht,  während  diese  Färbung  bei 
fasciata  auf  eine  Mittelbinde  verringert  ist.  Bei  poecile-^  hat  die  gelbe  Färbung  denselben  Ton  wie  bei  dem 
während  sie  bei  fasciata-^  ockergelb  ist.  —  Bei  den  meisten  Stücken  der  poecile  ist  nur  ein  roter  Fleck  im  Anal¬ 
winkel  der  Hflgl  vorhanden,  auch  sind  diese  Stücke  kleiner,  haben  aber  etwas  größere  gelbe  Flecke  auf  den 
Vflgln;  die  uns  vorliegenden  Stücke  stammen  aus  Columbien  und  Costa-Rica.  Wir  benennen  diese  Form  rubri- 
gutta  form,  nov.,  müssen  aber  die  Feststellung,  ob  sie  eine  Zeit-  oder  Lokalform  ist,  der  Zukunft  überlassen. 

Chi.  erodyle  Bates  (91  h)  aus  Columbien,  Chiriqui  und  Honduras  ist  auf  den  Hflgln  der  poecile  sehr  ähn¬ 
lich,  doch  hat  sie  auf  den  Vflgln  statt  gelber  Zeichnung  weiße  Flecke.  Die  Unterseite  ist  gleichfalls  der  von 
poecile  sehr  ähnlich. 

Chi.  narva  F.  (  =  bonpland  Latr.)  (91  c,  d)  aus  Venezuela,  Peru,  Columbien  und  Mexico  ist  sehr  konstant. 
Die  Zeichnung  der  Unterseite  entspricht  der  Oberseite,  mir  ist  die  gelbe  Grandfärbung  etwas  blasser.  —  brun¬ 
hilda  Stgr.  aus  Chiriqui  ist  größer  und  hat  gelbbraune  Basalhälfte  der  Hflgl,  die  nur  in  der  Mitte  eine  schmale, 
meist  unterbrochene  schwarze  Halbbinde  führt. 

Chi.  gaudialis  liegt  uns  in  2  Formen  vor :  gaudialis  Bates  aus  Guatemala  mit  gelber  Mittelbinde  der  Hflgl  und 
nur  verringerter  roter  Färbung  auf  den  Vflgln,  die  in  der  Mittelzelle  nicht  so  weit  an  die  Figlbasis  hinanreicht 
wie  bei  laeta  suhsp.  nov.  (91  h)  aus  Nicaragua  (Cap  Gracias,  Juni)  und  sonst  nur  noch  in  einem  kleinen  Flecke 
zwischen  dem  Ursprünge  des  1.  Mediauasts  und  der  JSubmediana  auftritt;  auch  sind  bei  gaudialis  statt  der 
vollständigen  Reihe  weißer  Fleckchen  auf  den  Hflgln  nur  4  Fleckchen  vorhanden.  x4uf  der  Unterseite  unter¬ 
scheidet  sich  laeta  außer  durch  die  Unterschiede  der  f Iberseite  noch  durch  größere  gelbe  Flecke  an  der  Mitte 
des  Vrds  der  Vflgl  und  durch  eine  Reihe  gelber  8aumflecke  der  Vflgl.  Das  $  (aus  der  Sammlung  des  Herrn 
A.  H.  Fasst)  ist  viel  mehr  rundflügelig  und  der  rote  Teil  der  Vflgl  ausgedehnter. 

Chi.  perezi  H.-Schäff.  (91h)  aus  Cuba  hat  mahagonibraune  Grundfärbung  der  Oberseite  mit  schwarzen 
Zeichnungen  und  eine  subapicale  Reihe  weißer  Flecke  der  Vflgl.  Die  Unterseite  ist  ähnlich  der  Oberseite  ge¬ 
zeichnet,  doch  haben  die  Hflgl  eine  submarginale  Reihe  weißer  Fleckchen,  eine  Reihe  roter  Punkte  dahinter  und 
einen  großen  gelben  Fleck  in  der  Mittelzelle,  im  übrigen  sind  die  Hflgl  schwarz. 

Chi.  tulita  De«’,  aus  Porto  Rico  ist  der  perezi  ähnlich.  Da  uns  diese  Art  nicht  vorliegt,  geben  wir  die 
Beschreibung  wieder.  Die  Vflgl  sind  lang  und  schmal,  an  der  Spitze  abgerundet  und  besitzen  einen  ge¬ 
schweiften  Saum  mit  sehr  kurzen  schwarzen  Fransen,  zwischen  denen  sich  einige  Büschel  weißer  Fransen  sehr 
schwach  markieren.  Der  Saum  der  Hflgl  ist  gervellt,  ebenfalls  mit  kurzen  schwarzen  Fransen  besetzt;  in  den 
Ausbuchtungen  der  Wellenlinie  sehen  wir  jedoch  wieder  schwache  weißliche  Büschel.  Viel  stärker  und  somit 
leichter  in  die  Augen  fallend  sind  die  weißen  Saumbüschel  bei  perezi.  —  Oberseite:  Die  Grundfarbe  der  oberen 
Figlseite  bei  tulita  ist  schwarz  mit  roten  Flecken.  Das  Rot  besitzt  fast  genau  denselben  Farbenton  wie  bei 
perezi  H .-Schaff .  Hebeich-Sohäpeeb  nennt  es  dort  blutrot,  welche  Bezeichnung  mir  nicht  passend  erscheint, 
und  wofür  ich  lieber  rostrot  setzen  möchte.  Nur  diese  beiden  Farben  finden  sich  auf  der  Oberseite,  d.  h.  wenn 
wir  von  den,  bei  einzelnen  Exemplaren  fast  gänzlich  verschwindenden  w'eißen  Randbüscheln  (Fransen)  absehen. 
Der  Saum  der  Vflgl  wird  von  einer  Doppelreihe  roter  Flecken  begleitet;  während  die  der  inneren  Reihe  abgerun¬ 
det  erscheinen,  besitzen  die  der  äußeren  mehr  eine  halbmondförmige  Gestalt.  Die  Zahl  der  Punkte  jeder  der 


MiOROTlA.  Von  .1.  Roher. 


463 


beiden  Reihen  beträgt  8;  doch  ist  der  erste  Punkt  der  Außenreiho  (vom  Vrd  ge/äiblt)  aut'  der  Oberseite  entweder 
gar  nicht,  oder  doch  nur  schwach  sichthar,  an  der  Innenreilie  ist  der  zweite  meistens  sehr  verkleinert  und  konunt 
den  übrigen  an  Größe  nie  gleich.  Die  beiden  Flecken  der  letzten  drei,  also  der  dem  Ird  der  Vflgl  zunächst  liegeji- 
den  dieser  8  Fleckenpaare  sind  mehr  oder  weniger  miteinander  verschmolzen.  Aut  den  lltlgln  tindet  sich  nur 
eine  Reihe  mit  dom  Saume  gleichlautender  roter  Flecken  und  zwar  (i  an  fler  Zahl;  der  Al)stand  dieser  Fhicken 
vom  Saume  ist  derselbe  wie  der  der  inneren  Fleekenreihe  derVtlgl.  Der  3.,  4.  und  5.  Fleck  vom  \'i'd  gezählt, 
ist  beim  entweder  verkleinert  oder  gatiz  geschwunden.  Zwischen  den  Randflecken  und  den  \Vurz(‘ln  der  \'- 
und  Hflgl  liegen  im  Schwarz  oft  untertn'ochene  rostrote  Flecken  uml  Binden.  Aut  den  Htlgln  markieren  sich 
besonders  2  solcher  Binden:  während  selbige  jedoch  beim  $  durch  das  sie  trennende  Schwarz  unabhängig 
von  einander  liegen,  verschmelzen  sie  beim  nach  dejn  Vrd  zu,  indem  das  Schwarz  sich  in  dem  Rot  auskeilt 
und  selbiges  nicht  gänzlich  durchbricht.  —  Unterseite:  Auf  der  Fhiterseite  der  Vflgl  sehen  wir  ebenfalls  die 
schwarze  Grundfarbe  mit  den  von  der  Oberseite  durchschlagenden  roten  Flecken.  Die  Halbmonde  am  Saume 
vergrößern  sich  nach  diesem  zu  und  werden  durch  eine  dem  Saum  parallel  laufende  schwarze  Linie  in  Dop])el- 
monde  geteilt.  Das  Schwarz  der  Hflgl  besitzt  einen  schwachen  stahlblauen  Schiller.  Auch  hier  zeigt  sich  die  Zeich¬ 
nung  der  Oberseite,  doch  sieht  man  zwischen  den  rostroten  Randflccken  und  dem  Saume  weiße  Mcmde,  von  denen 
auf  der  Oberseite  beim  gar  nichts,  beim  $  höchstens  Spuren  sichtbar  '-■ind.  Die  meisten  der  übrigen  sich  auf 
der  Unterseite  der  Hflgl  vortindenden  Flocken,  deren  Zahl  besonders  bei  den  $  eine  viel  beträchtlichere  ist, 
als  auf  der  Oberseite,  besitzen  eine  helle,  gelblichweiße  Färbung ;  beim  haben  bisweilen  auch  diese  hellen 
Flecken  und  Binden  der  Unterseite  die  dunkle  Färbung  der  oberen  angetio)nmen.  Sowohl  die  Unter-  als  auch  die 
Oberseite  der  Vflgl  ist  bei  beiden  Geschlechtern  fast  ganz  gleich.  Der  Körper  ist  schwarz,  am  Brustkasten 
rot  behaart,  auf  der  Bauchseite  und  zwischen  den  Leibesringen  rötlich ;  von  derselben  Farbe  sind  die  Beine  und 
Taster,  die  mit  sehr  verdickten  Kolben  versehenen  Fühler  schwarz,  auf  der  Unterseite  schwach  rötlich.  — 

,,Das  Tier  findet  sich  vom  Oktober  bis  Januar  in  den  Gebirgen  von  Quebredella  sehr  häufig,  ist  jedoch  sonst 
nirgends  bisher  beobachtet  rvorden.“  —  Das  Tier  hat  dieselbe  Größe  wie  laeta. 

Chi.  seitzi  spec.  nov.  (91  h)  aus  Jamaica  ist  der  tulitn  ähnlich,  etwa  ebenso  groß,  hat  aber  viel  lichtere  seilzi. 
Grundfärbung  als  diese  und  perezi  und  die  Baumflecke  der  Vflgl-Oberseite  fehlen  völlig,  dagegen  hat  seiizi 
einen  ziemlich  breiten  schwarzen  Saum  der  Vflgl.  Die  Unterseite  ist  der  von  tulita  wohl  ähnlich,  doch  ist  der  Saum 
der  Vflgl  nicht  licht,  sondern  ebenso  wie  oberseits  ziemlich  breit  schwarz,  vor  ihm  steht  eine  dem  Außenrd 
parallel  laufende  Reihe  rotgelber  Flecke  und  in  der  schwarzen  Spitze  stehen  3  halbmondförmige  weiße  Fleckchen. 

Chi.  Judith  Guer.  Diese  im  -fahre  1844  beschriebene,  angeblich  aus  Golumbien  stammende  Art  scheint  jmlilh. 
nicht  wieder  gefunden  worden  zu  sein.  Da  sie  uns  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt  geworden  ist,  können  wir 
nur  diese  in  Uebersetznng  wiedergeben.  Diese  lautet:  „Cethosia  jiidifh.  Figl  oblong,  gezähnt,  Vflgl  mit  stark 
konkavem  Hrd  (=  Außenrd),  Flglspitze  verlängert  und  fast  gerade  abgeschnitten,  braungelb  mit  3  breiten 
schwarzen  Längsbinden  und  schwarzer  S])itze.  Hflgl  von  derselben  Färbung  mit  schwarzen  Säumen  nnd  einer 
schwarzen  Qnerbinde  in  der  Mitte,  die  Fransen  abwechselnd  schwarz  und  gelb.  Unterseite  der  Vflgl  schwarz 
von  der  Wurzel  bis  über  die  Mitte  hinaus,  mit  breiter  roter  und  außen  braungelber,  mit  schwärzlicher  Färbung 
wechselnder  Längsbinde,  mit  2  großen  dreieckigen  gelblichen  Flecken,  die  an  der  Rippe  nnd  an  der  Spitze 
braun  gezeichnet  sind.  Die  Hflgl  wechseln  beständig  mit  schwärzlichbranner,  rauchbranner  und  gelblicher 
Färbung  und  haben  2  gezähnte  schwarze  Linien  am  Hrd,  die  durch  einen  grauen,  an  der  Spitze  breiteren 
Zwischenraum  getrennt  sind.  Leib  schwarz.  Figlspannung  7  cm.  Diese  Art  ist  der  CeiJiosia  bonpland  Latr., 

God.  ziemlich  verwandt,  aber  sie  ist  eine  gut  distinkte  Art.“  —  Der  Figlgestalt  nach  scheint  diese  Art  in  die 
Gattung  Chlosyne  zu  gehören,  doch  ist  sie  wegen  der  von  den  übrigen  Gattungsgenossen  völlig  abweichenden 
Hflgl-Unterseite  ein  rätselhaftes  Tier.  Vielleicht  handelt  es  sich  nm  ein  aberratives,  auch  in  der  Färbung  verdor¬ 
benes  Stück  von  narva. 


6.  Gattung’:  JW^ierotia  Bdtes. 

Diese  Gattung  wird  nur  durch  eine  Art  repräsentiert,  die  gleichfalls  mit  Melitaea  nahe  verwandt  ist, 
sich  von  ilir  aber  durch  ein  gutes  Strukturmerkmal  unterscheidet,  indem  die  obere  Radialis  ein  großes  Stück  mit  der 
Subcostalis  verwachsen  ist;  es  fehlt  sonach  die  obere  Discocellularis.  Durcb  diesen  Ckarakter  unterscheidet 
sich  Microtia  von  sämtlichen  Nymphaliden. 

M.  elva  aus  Mexico,  Guatemala,  Nicaragua  und  Clolnmbien  (Bogota)  ist  ein  kleiner  Schmetterling, 
der  in  sehr  verschiedener  Form  auftritt.  Die  bekannteste  Form  ist  elva  Bates  (88  h)  mit  schwarzbrauner  Ober-  elva. 
Seite  und  braungelben  Binden.  Die  Unterseite  unterscheidet  sich  von  der  Oberseite  nur  dadurch,  daß  die  Mittel¬ 
binde  der  Hflgl  weißgelb  ist.  —  horni  Rbl.  (88  h)  ist  kleiner,  hat  gelbe  Oberseite  mit  einem  schwarzen /torai. 
Streifen  an  der  Wurzelhälfte  des  Vrds,  gleichfarbiger  Flglspitze  und  einem  solchen  Fleck  im  Außenwinkel  der 
Vflgl;  auf  den  Hflgln  ist  nur  der  Rand  schwarz.  —  draudti  form.  nov.  (88  h)  aus  Mexiko,  von  der  uns  Stücke  draudti. 


454 


GNATHOTRICHE.  Von  J.  Röber, 


MORPHEIS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


aus  der  Sammlung  des  Herrn  Professor  DrartrZi  vorliegen,  ist  ebenfalls  klein;  Vf Igl  schwarz  mit  breiter  gelber 
Subapicalbinde  und  gleichfarbigem  großen  Dreieck  am  Ird  der  Vflgl.  .  Die  Hflgl  sind  auf  der  Außenhälfte 
schwarz,  aut  der  Innenhälfte  gelb  und  am  Vrd  steht  ein  schwarzer  Basalstreifen. 


7.  Gattung-:  Ciriialliolrielio  Fldr. 

Aus  dieser  Gattung  sind  bisher  nur  2  Arten  bekannt  geworden,  die  beide  Hochgebirgstiere  sind.  Die 
Gattung  steht  bezüglich  des  Körperbaues  zwischen  Phyciodes  und  CMosyne,  unterscheidet  sich  aber  von  beiden 
gut  durch  die  obere  Discocellulare,  die  ebensolang  wie  die  mittlere  Discocellulare  ist  und  dieselbe  Richtung 
wie  diese  hat;  die  Mittelzelle  der  Hflgl  ist  gleichfalls  offen.  Die  Fühlerkolbe  ist  bimförmig.  Die  Schmetterlinge 
fliegen  an  einsamen,  schattigen  Stellen  und  saugen  gern  an  überrieselten  Steinen. 

exclamaiio-  G.  cxclamationis  Koll.  (88  g)  aus  Columbien  und  Venezuela;  das  ist  der  Tafel  52  a  abgebildeten 

^ds.  Satyride  Eteona  tisijdwjie  oberseits  ähnlich,  die  Unterseite  ist  aber  wesentlich  verschieden,  da  sie  bei  exclama- 
tionis-(^  der  Oberseite  ganz  ähnlich,  nur  fahler  gefärbt  ist.  Das  $  tritt  (nach  dem  von  Herrn  A.  H.  Fasse  uns 
freundlichst  überlassenen  Materiale)  in  zwei  sehr  verschiedenen  Formen  auf.  Die  eine,  dem  ^  ähnliche  Form 
hat  auf  der  schwarzbraunen  Oberseite  eine  gelbe  Schrägbinde  der  Vflgl.  Diese  Form  mag  als  die  Hauptform  gel- 
eresia.  teil.  Die  zweite  Form,  die  wir  ^-f.  eresia  form.nov.  (88g)  benennen,  sieht  sowohl  ober-  wie  unterseits  einer  Phyciodes 
aus  der  Gruppe  Eresia  täuschend  ähnlich.  Die  Unterseite  der  Vflgl  entspricht  der  Oberseite,  doch  ist  der  Spit¬ 
zenteil  lichter  und  hat  dunkle  Rippen  und  Streifen.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  grau  mit  dunklen  Rippen  und 
Streifen  und  3  rotbraunen  Flecken  in  der  Nähe  der  Figlwurzel.  Der  Außenrd  aller  Figl  ist  schmal  rotbraun. 
Liebt  es,  an  schattigen,  ruhigen  Orten  an  berieselten  Steinen  zu  saugen. 

sodalis.  G.  sodalis  Stgr.  (88  g)  nach  Stücken  aus  dem  Cauca-Tale  in  West-Columbien  beschrieben,  aber  auch 

in  anderen  Teilen  Columbiens  vorkommend,  ist  ebensogroß  wie  exclamationis,  hat  dunkelrauchgraue  Grund¬ 
färbung  und  viel  verloschenere  grünlichgelbe  Zeichnung.  In  der  Mittelzelle  der  Vflgl  steht  ein  größerer  Wurzel¬ 
fleck  und  ein  kleinerer,  sehr  verloschener  in  der  Mitte,  dann  folgt  eine  ähnliche,  aber  viel  verloschenere  Flecken¬ 
binde  und  dahinter  steht  noch  eine  Reihe  von  5  bis  6  deutlichen  runden  Fleckchen.  Auf  den  Hflgln  stehen 
am  Ende  der  Mittelzelle  3  größere  gelbliche  Flecke  und  einige  verloschene  kleinere,  nach  vorn  gerichtete,  so 
daß  dadurch  eine  fast  rechtwinklige  Binde  entsteht.  Ferner  befinden  sich  im  Außenteile  2  aus  grünlichen 
Flecken  bestehende  sehr  verloschene  Binden.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  treten  die  großen  gelben  Flecke  deut¬ 
lich  hervor,  besonders  groß  ist  der  Fleck  am  Ird  und  auch  der  Basalfleck  in  der  Mittelzelle  ist  langgezogen.  Der 
Apex  ist  weißgrau  mit  schwarzen  Rippen.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  gelbgrau  mit  matt  braungrauen  Rand¬ 
streifen;  am  Ende  der  Mittelzelle  steht  ein  Fleck,  davor  orangefarbiger  Anflug  und  dahinter  befinden  sich 
weißlichgelbe,  denen  der  Oberseite  entsprechende  Flecke;  an  der  Flglwurzel  steht  ein  roter  Fleck. 


8.  Gattung-;  ]!WEorj>lieis  Hhn. 

Der  einzige  Falter  in  dieser  öfters  als  ,,Anemeca“  bezeichneten  Gattung  steht  den  CMosyne  überaus 
nahe.  Es  ist  ein  schwarzer  mittelkleiner  »Schmetterling  mit  roten  Beinen,  der  eine  schwer  erklärliche  biologische 
Aehnlichkeit  mit  einigen  gleichfalls  schwarzen  und  in  der  Größe  ihm  gleichenden  Falterarten  aus  ganz  anderen 
Familien  zeigt.  Nämlich  die  Moridieis  sind,  wie  die  Weißlinge  Eitcheira  sodalis  und  wie  die  Erycinide  Hades 
noctida  Herdentiere,  sehr  lokal  und  auch  geographisch  eng  begrenzt,  aber  in  üirem  Auftreten  gesellig,  zuweilen 
scharenweise.  Ganz  auffallend  ist,  daß  auch  das  Flghnuster  —  schwarz  mit  hellen  Adernstrahlen  und  unten  roter 
Flglwurzel  —  bei  der  Hades-Art  wiederkehrt. 

Kopf  der  Morpheis  groß  mit  dicken,  stark  vorgecpiollenen  Augen,  Palpen  lang,  mittleres  Glied  ange¬ 
schwollen,  3.  lang.  Fühler  kurz  mit  starker,  plötzlich  verdickter  Kolbe,  die  aus  15  Gliedern  besteht,  während 
der  Fühler  selbst  aus  22  gebildet  wird.  Thorax  dick  und  plump,  Vorderbeine  behaart,  die  andern  nackt  und  rot. 
Figl  von  normaler  Gestalt,  ohne  Ecken  und  Zacken,  mäßig  breit.  Die  Schmetterlinge  sind  häufig,  haben  aber 
ganz  bestimmte  und  beschränkte  Flugplätze.  Der  Flug  selbst  ist  schwerfällig  und  gleicht  dem  von  CMosyne 
hyperia. 

ehrenbergii.  M.  ehrenbcrgü  Hhn.  (93  a).  Oben  schwarz  mit  besonders  auf  dem  Vflgl  deutlichen  beinfarbenen  Ader¬ 

wischen  vor  dem  Apex.  Unterseits  sind  die  Hflgl  ganz  und  die  Vflgl  gegen  die  »Spitze  hin  gelblich  geadert  und 
haben  rote  Wurzel.  Nur  aus  Mexico  bekannt:  Mazatlan,  Oaxaca,  Mexico,  la  »Soledad  u.  a.  a.  0.,  stellenweise 
gemein. 

B.  Gruppe  Vanessidi. 

Die  Eckflügler  sind  fast  auf  der  ganzen  Erde  die  häufigsten  Schmetterlinge.  In  der  nördlichen  gemäßigten  Zone  haupt¬ 
sächlich  durch  die  Ctattungen  Vanessa  (Europa)  und  Polygonia  (Xord- Amerika),  in  den  Tropen  durch  die  Precbs,  auf  der  süd¬ 
lichen  Halbkugel  vorwiegend  durch  die  Pyranieis  und  H ypanariia  vertreten.  Die  Falter  sind  meist  die  ersten  im  .Tahre  und  über- 


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leben  selbst  in  sehr  kalten  Ctegonden  den  Winter  vieliacb  als  iSibnietterliiig.  (lekennzeiebnet  sind  sie  duifh  starke  Ivken 
oder  Zähne  des  Aid.ienrds,  zwischen  denen  die  Figl  oft  tief  ausgenagt  sind.  Die  Faljxui  sind  lang  und  kräftig,  abei’  nicht  aufge¬ 
blasen,  die  Fühler  lang,  stailc  und  gerade  mit  spindel-,  nicht  löffelfürniiger  Keule,  der  Ko])l  und  Köi  p(‘r  bei  den  Arten,  weh  hi- 
als  Falter  den  Winter  durchleben,  wenigstens  in  der  llerbstbiiit  stark  x>elzig  behaart.  Die  Fal  ben  sind  fast  stets  sehr  lebhaft, 
brennend  rot  oder  bunt  gebändert  oder  gerändert.  Es  sind  sämtlich  gute  Flieger,  die  cs  im  Fluge  an  Gewandtheit  mit  den  Vögeln 
aufnehmen.  Sie  sind  durch  keine  inneren  Säfte  geschützt,  der  ruliende  Falter  ist  aber  meist  dui'cb  rinden-  oder  blattartige 
Unterseite  verborgen.  Viele  Arten  lieben  die  Blumen,  aller  zahlreiche  andre  rühren  diese  nicht,  an,  sondern  gehen  deni  ausfließen¬ 
den  Saft  verwundeter  Bäume,  Zuckersäften,  Früchten,  faulenden  Stoffen  usw.  nach.  Die  Bpn  sind  sändlich  bedornt,  die  Doi  rien 
härter,  länger  und  sjutzer  als  bei  der  vorigen  Grujiiie;  auch  die  Fpn  z.umeist  stärker  und  s]iitzer  geeckt  als  die  von  .Ire/ ////- 
nis  und  Melitaea,  oft  mit  Silber-  oder  Goldspitzen,  ln  Amerika  reiclien  die  Arten  von  Alaska  bis  Fatagonien  und  gehen  in  den 
Gebirgen  bis  zu  sehr  beträchtlichen  flöhen. 


9.  Gattiiii}.!' :  Hbn. 

Hierher  gehören  gegen  50  über  die  nördliclie  Halbkugel  verbreitete  Formen,  die  einander  alle  sehr 
ähnlich  sind.  Sie  wurden  früher  zu  der  Gattung  Vanessa  gezogen  und  sind  jetzt  noch  unter  dem  KiRBYschen 
Gattungsnamen  Grapta  besser  bekannt.  Von  den  eigentlichen  Vanessa  unterscheiden  sie  sich  leicht  dadurch, 
daß  ihre  Eaupe  nicht  gesellig,  sondern  einsam  lebt,  und  auf  den  schlechthin  als  ,, Augen“  bezeichneten  Stirn¬ 
hemisphären  Dornen  hat.  Von  Pyranieis,  denen  sie  gleichfalls  nahe  stehen  sind  sie  dadurch  verschieden,  daß 
die  Rpn  frei  leben,  nicht  wie  jene  in  Blattgehäusen.  Schon  die  Eier  haben  eine  andre  Gestalt,  als  die  der  Vanessa 
und  Pyranieis  und  werden  meist  nicht  in  Haufen,  sondern  zu  Ketten  aufeinander  getürmt  abgelegt,  etwa  wie  ein 
Stoß  Schalen  oder  wie  die  Platten  bei  einer  VoLTAschen  Säule.  Versuche,  die  Polygonia  als  Falter  anatomisch 
von  den  Vayiessa  zu  trennen,  haben  noch  keinen  Erfolg  gehabt  und  selbst  die  anatomischen  Untersfichungen 
der  Palpenbeschuppung,  der  Genitalien  deS(J  nsw.  haben  versagt.  Aeußerlich  aber  unterscheidet  sich  die  Gattung 
leicht  durch  die' tiefer  ausgenagten  Figlränder,  die' fast  absolute  Einfarbigkeit  der  Oberseite  (braun,  dunkel 
gefleckt)  und  durch  sehr  große  Aehnlichkeit  der  Falter  untereinander  bei  oft  großer  Verschiedenheit  der  Raupen. 

Diese  leben  vorzugsweise  auf  Urticaceen  und  sind  sehr  auffällig  gefärbt.  Man  trifft  die  Falter  fast  zu  jeder  Zeit 
des  Jahres  an,  selbst  an  warmen  Wintertagen,  und  sie  fliegen  ebensoAvohl  in  den  Gälten  der  Städte,  wie  an 
Waldrändern  und  auf  freiem  Felde.  Fast  sämtliche  Arten  der  Gattung  sind  wenigstens  stellenweise  gemein. 

P.  interrogationis  F.  (=  fabricii  Echv.)  (93  a).  Die  größte  Form  der  Gattung  und  die  mit  dem  stärksten  hüerroga- 
Saisondinioipbif mus.  Die  Vflgl  tragen  unter  dem  Apex  eine  lange,  abwärts  zeigende  Zacke  und  die  Hflgl  f'onis. 
in  der  Außenrdsmitte  einen  Schwanz,  so  lang  als  der  eines  Papilio  macliaon.  Unterseits  schließt  ein  lebhaft 
metallisches  C  oder  G,  zuweilen  unterbrochen,  die  Hflglzelle  ab.  ■ —  umbrosa  Lintn.  (93  a)  ist  die  Sommerform,  umhrosu. 
kürzer  geschwänzt,  auch  die  Zacke  unter  dem  Vflglapex  kürzer,  vor  allem  aber  unterschieden  durch  die  oben 
fast  ganz  schwarzbraunen  Hflgl,  die  nur  im  Wurzel-  und  Costalteil  rotbraun  aufgehellt  sind  und  durch  die  etwas 
unruhiger  gezeichnete  Unterseite.  ■ —  Ei  grün,  entweder  einzeln  abgelegt  oder  4 — 8  Stück  kettenförmig  auf¬ 
einander  getürmt.  Rp  schinutzigAveiß  oder  hell  fleischfarben,  isabellgelb  oder  weißgrau,  auch  W'ohl  schwärz¬ 
lich  Anit  bräunlichen  oder  gelbroten,  dicken,  fast  knopfartigen  Dornen ;  an  Nesseln,  Ulmen,  Hopfen  usw.  Pp 
holzfarben  graubraun  mit  sehr  langem  Rückenhöcker  und  silbernen  Spitzchen  auf  dem  Hlbsrücken.  Der  Schmet¬ 
terling  lebt  vom  Herbst  bis  Mai  und  wieder,  als  nmhrosa  im  Juni  und  Juli.  Es  findet  aber  nicht  mit  der  Regel¬ 
mäßigkeit  ein  Generationswechsel  statt,  wie  etwa  bei  Araschnia  prorsa  und  levana ;  oft  kommt  ans  gleichzeitig 
gelegten  Eiern  zur  Hälfte  die  eine  und  zur  Hälfte  die  andere  Form,  ähnlich  Avie  bei  den  verschiedenen  Formen 
des  europäischen  c-aJbtini  (wogegen  bei  der  ostasiatischen  c-anrenm-pryeri  ein  konstantes  AbAvechseln  in  der 
Art  stattfindet,  daß  die  überAvinternden  Stücke  stets  zur  Form  pryeri  gehören).  In  den  A^ereinigten  Staaten  fast 
überall  gemein,  fehlt  nur  in  den  V/eststaaten,  das  ganze  Jahr  hindurch,  schon  im  ersten  Frühling  an  Zneker- 
aliorn. 

P.  comma  Harr.  (=  harrisii  Edw.)  (93  a).  Meist  kleiner  als  der  vorige,  die  Unterseite  Adel  bunter,  comma. 
gewöhnlich  von  einem  rosaweißen,  hellvioletten  oder  fleischrötlichen  linregelmäßigen  Mittelband  durchzogen, 
das  im  Vflgldiscus  längs  der  Adern  lichte  Streifen  entsendet.  Auf  der  Oberseite  können  die  Hflgl  rotbraun,  ' 
dunkel  gefleckt  sein,  oder  auch  (bei  der  Sommerform)  völlig  dunkel  scliAvarzbraun  übergossen;  letzteres  ist  die 
Form  dryas  Edw.  (93  b)  die  sich  ganz  ähnlich  zu  comma  verhält,  Avie  umbrosa  zu  inferrogatioms.  —  Rp  dryas. 
sehr  variabel,  schwarz  mit  weißen  Dornen,  grau,  griinlich  angehaucht,  oder  auch  ganz  schneeAveiß,  mit  ebensol¬ 
chen  oder  bunten  Dornen.  Wie  die  vorige  das  ganze  Jahr  hindurch  an  Jflmen,  Hopfen,  Nesseln  usav.  Pp  mit 
etwas  kürzerem  Rückenhöcker  aber  sehr  kräftigen  Spitzen  auf  dem  Hlbsrücken.  "Wie  die  A^orige  über  die  Osf- 
staaten  der  Union  von  Canada  bis  Texas  Aveit  verbreitet,  aber  im  ^Vesten  fehlend.  Gemein. 

P.  satyrus  Edw  (93  b).  Diese  Art  unterscheidet  sich  von  den  vorigen  durch  heller  gelbbraune  Obemeite,  saiyrus. 
die  besonders  auf  dem  Hflgl  die  dunkeln  Randzeichnungen  stark  reduziert  erscheinen  läßt.  Unterseite  einfarbiger, 
mehr  gelb-  als  dunkelbraun,  durch  die  Mitte  der  Figl  und  am  Außenrd  ZAvischen  den  Zacken  der  Figl  dunkelbraun 
schattiert..  —  marsyas  Edw.  (93b, c)  ist  die  hellere  Form,  bei  der  die  Hflgl  gegen  den  Saum  hin  meist  nur  noch  tnarsyas. 
Spuren  dunkler  Beschattung  haben.  —  Rp  schwarz  mit  gelblichen  oder  rötlichen  Dornen;  A'om  3.  Ring  ab 
zieht  längs  des  Rückens  ein  breiter,  grünlich-  oder  granlicliAveißer  Schabrakenstreif.  Wie  die  A’origen  an  Nesseln 
USAV.  Von  Ontario  Avestwärts,  über  die  Felsengebirge  bis  an  die  pazifische  Küste,  aber  mehr  einzeln  und  lokal. 


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zephyrus.  P.  zephyrus  Edtv.  (93  b).  Dieser  Falter  entspricht  etwa  dem  östlichen  c-aureum.  Der  Außenteil  derFlgl- 

oberseite  id.  sehr  hell  rotgelb,  kaum  dunkel  schattiert,  das  c  auf  der  Hflgl-FTnterseite  fein  gezeichnet  aber 
groß  und  weit  offen.  —  Rp  der  unseres  c-albmn  sehr  ähnlich,  vorn  rotbraun,  hinten  mit  weißer  Schabracke; 
wurde  an  Azalea  occidentalis  gefunden.  Der  Falter  ist  stellenweise  häufig,  fliegt  das  ganze  Jahr  hindurch  und 
verbreitet  sich  von  den  Felsengebirgen  westwärts  bis  zum  Stillen  Ozean. 

chnjsoptera.  P.  chrysoptcra  Wr.  (93  c).  Bei  dieser  Form,  die  der  vorigen  sehr  nahe  steht,  sind  die  Hflgl  von  einem 

brennenden  Gelbrot,  dem  im  Außenteil  alle  braunen  Schattierungen  fehlen,  an  deren  Stelle  trüb  orange¬ 
rote  Flammen  und  Wolken  getreten  sind.  Das  G  einen  tief  schwarzbraunen  Vflglsaum  und  sehr  dunkle 
Flecken;  Unterseite  holzfarben,  das  C  dünn  aber  sehr  weit  geöffnet.  Californien. 

faunus.  P.  faunus  Ediv.  (93  c,  d).  Nach  Falter  wie  Rp  beurteilt  ist  dies  diejenige  Form  der  amerikanischen 

Polygonia,  welche  dem  europäischen  c-alhum  entspricht.  Oberseite  viel  dunkler  gelbbraun  als  die  vorigen,  stärker 
und  dunkler  gefleckt  und  alle  Figl  breit  schwarzbraun  gerandet.  FTnterseits  ist  das  silberne  C  der  Hflgl  genau 
wie  bei  der  europäischen  Art  kurz  gebogen,  gedrungen,  kräftig;  die  Unterseite  selbst  individuell  stark  variabel. 

rusticus.  Die  Herbstbrut  mit  stärker  gezackten  Flgln.  —  rusticus  Ediv.,  der  die  mir  unbekannte  kalifornische  Form 
silvius  Edw.  nahe  zu  stehen  scheint,  ist  intensiver  gefärbt,  indem  die  etwas  lichter  rotgelbe  Grundfarbe  beson¬ 
ders  auf  dem  Hflgl  mit  den  dunklen  Flecken  und  Säumen  kontrastiert;  Westküste  der  Union.  —  Rp  von 
faunus  fast  genau  wie  unser  c-albmn,  soll  aber  wunderbarerweise  auf  Weiden  leben.  Edwards,  der  die  Rp  noch 
nicht  kannte,  wendet  sich  in  einem  langen  Artikel  gegen  die  Vermutung  engerer  Beziehungen  zwischen  P. 
faunus  und  c-aJbum. 

gracilis.  P.  gracilis  Grt.  (=  c-ai'genteum  Scudd.)  (93  d).  Diese  Form,  die  mit  progne  und  der  kleinen  liylas 

zu  einer  Gruppe  gehört,  bildet  die  Fortsetzung  der  ostasiatischen  agricubi,  die  nicht  (wie  Bd.  1  steht)  nur  eine 
Lokalform  von  c-album  ist,  sondern  stellenweise  neben  dieser  vorkommt,  wie  auch  egea  an  manchen  Punkten 
Europas  mit  c-aJbum  zusammen  fliegt,  gracilis  ist  leicht  kenntlich  an  den  sehr  dunkel  schwarzbraunen  Flgl- 
rändern,  vor  denen  (auf  dem  Vflgl)  oder  in  denen  (Hflgl)  licht  gelbe  Fleckchen  stehen.  Die  FTnterseite  ist  die 
Yonagricula,  oder (vgl.  Bd.  1,  Taf.  64a),  während  die  der  oben  sehr  ähnlichen mehr  s^nc-aTbum 
(vgl.  Bd.  1,  Taf.  63  e)  erinnert.  Die  Rp  ist  nicht  bekannt,  der  Falter  bewohnt  vor  allem  Canada  und  dringt 
nur  in  den  Norden  der  PTnion  ein.  Westlich  geht  er  bis  nach  Alaska,  und  Stücke  die  über  dem  Behrings-Meer 
in  Kamtschatka  gefangen  wurden  verdienen  kaum  einen  anderen  Namen.  Dagegen  kommt  in  Alaska 
neben  diesem  Falter  auch  die  kleinere  progne  vor,  die  sich  möglicherweise  nur  als  eine  Nebenform  von  gracilis 
darstellen  dürfte. 

progne.  P.  progne  Cr.  (grogne  F.)  (93  d).  Diese  sehr  variable  Art  ist  über  ein  ungeheures  Gebiet  verbreitet 

und  reicht  fast  durch  den  ganzen  Kontinent  von  Nord-Amerika  von  der  atlantischen  Küste  bis  nach  Alaska. 
Südlich  geht  sie  in  den  Oststaaten  bisPennsylvanien.  Oberseits  sind  die  Figl  klein  aber  scharf  gefleckt  und  dunkel 
gerandet;  vor  dem  Außenrd  eine  Kette  licht-rotgelber  Fleckchen.  Die  Unterseite  gemustert  wie  bei  gracilis, 
aber  der  Außenteil  gegen  den  Wurzelteil  scharf  abgesetzt,  heller,  stärker  kontrastierend.  —  Rp  gleichförmiger 
graubraun,  meist  ohne  deutlich  weißen  Sattel,  bunt  bedornt,  an  Johannis-  und  Stachelbeeren,  auch  an  Ulmen. 
Pp  graubraun,  hat  wie  die  von  faumts  einen  kürzeren,  stumpferen  Rückenhöcker.  Der  Falter  im  Süden  seines 
Verbreitungsgebiets  fast  das  ganze  Jahr  über  anzutreffen,  überwinternd,  die  Generationen  nicht  scharf  geschieden, 
aber  mitunter  in  etwas  abweichenden  Formen  (l-argenteum)  und  einer  dem  europäischen  entsprechenden 

Aberration  vorkommend,  bald  mit  mehr  brauner  (Südosten)  oder  grauer  (Nordwesten)  Unterseite.  Stellenweise 
gemein,  wenn  auch  nicht  in  allen  Jahren. 

orea.s.  P.  oreas  Edw.  (93  d).  Der  vorigen  Art  ähnlich,  aber  meist  größer,  die  gelben  Flecke  vor  dem  duiJveln 

Außenrd,  besonders  auf  dem  Hflgl  größer,  kappenförmig,  die  FTnterseite  aller  Figl  gewöhnlich  einfarbiger,  dunlcel- 
braun,  wenn  auch  stark  variierend  und  bei  der  kleineren  Form  oreas  Edw.  zuweilen  fast  einfarbig  schwarzbraun 
mit  kleinem  trübem  c.  Die  schwarzen  Flecken  der  Clberseite  sind  gewöhnlich  viel  ausgedehnter,  häufig  diese  selbst 

silenus.  tiefer  und  trüber  rotbraun  gefärbt.  Die  größere,  innen  lebhaft  leberbraune  Form  ist  sileiius  A'Ju’.  (93d,  e),  die 
leicht  an  den  stark  von  der  Grundfarbe  abstechenden  hellgelben  submarginalen  Kappenflecken  der  Oberseite  zu 
erkennen  ist.  Bei  beiden  Formen  sind  die  Figl,  besonders  die  Hflgl  sehr  tief  gezackt.  Nur  im  V/esten  des  nord- 
amerikanischen  Kontinentes,  von  Washington  und  Oregon  bis  Alaska.  Stellenweise  häufig. 

haroldi.  P.  haroldi  Dew.  (93  e).  Dies  ist  eine  der  südlichen  Arten  der  Gattung,  aus  Mexico.  Kenntlich  daran, 

daß  sich  der  dunkle  Basalteil  der  Figl  deutlich  gegen  einen  helleren,  aber  außen  wieder  dunkel  gerandeten 
x4ußenteil  absetzt.  Die  Hflgl  oben  ganz  wenig  gefleckt.  Bis  jetzt  noch  sehr  selten  in  Sammlungen;  unsre  Bilder 
sind  nach  der  Type  im  Berliner  Museum  gemacht;  ein  Stück  sah  ich  in  Schaus  Sammlung. 

g-argenleum.  P.  g-argenteum  D&7.  .  Heic.  (93  e).  Eine  große  Art,  und  nur  im  Ausmaß  der  interrogalionis 'ähnelnd, 

womit  sie  Godman  und  Salvin  wenig  glücklich  vergleichen.  Sie  ist  wohl  näher  dem  faunus  und  zephyrus  verwandt, 
steht  also  den  europäischen  Formen  nicht  sehr  fern.  Ist  aber  weit  größer,  die  Oberseite  besonders  im  Außen¬ 
teil  mehr  gelbrot  als  braungelb,  die  lichtgelben  Flecke  vor  dem  Saumband  sehr  groß  und  hell,  vor  dem  Saum 
dunkle  Kappen.  Mexico,  nicht  häufig;  Oaxaca,  Popocatepetl,  Guerrero,  im  Hochlande. 


VANESSA.  Von  Dr.  A.  Seit/.. 


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r 

Ausgegeben  14.  IV.  1914. 

P.  1-album  {  =  v-alhum.  Schiff .)  (Bd.  I,  Taf.  63  d).  So  groß  als  die  gi’ößteii  inl,erro(/(ilio)iis;  in  dc-r  ty-  l-a(buin. 
pischen  Form  nicht  in  Amerika,  sondern  in  der  alten  Welt,  wo  er  im  östlichen  Euro|)a  und  als  .sunnirai  Frühst. 
in  Japan  fliegt.  Die  amerikanische  Form,  J-album  Bsd.  (!>3  f)  ist  in  der  Begel  größer  und  die  H’flgl-Ohei-seile  j-ulhuiu. 
viel  heller  (lehmgelb  statt  dunkelbraun)  als  hei  Exem})laren  der  alten  Welt.  Aon  allen  andern  Pohjcjonia  ist 
die  Art  sofort  durch  Einlagerungen  von  weißlichen  oder  beingelben  Flecken  an  der  ('os1a  allei'  Figl  zu  unter¬ 
scheiden.  —  Die  ab.  aureomarginata  Cock.  ist  heller,  mehr  goldgelb  und  der  Saum  der  KIgl  ungefleckt.  —  Wie  uureomar- 
in  der  alten  Welt,  so  kommen  auch  in  Amerika  Aberrationen  mit  unregelmäßig  zusammenfließenden, 
schwärzlichen  Flecken  vor:  ab.  chelone  Schultz.  —  Rp  eisengrau  oder  erdbraun  mit  lehmgelben  ftornen,  auf  chetone. 
Weiden.  Mehr  im  Norden,  von  Labrador  bis  Alaska,  südlich  bis  zu  den  Zentral- Staaten  der  rnion,  einzeln 
und  nicht  häufig.  —  Die  japanische  Form  {smmmii  Frühst.  [Bd.  1,  Taf.  63  dj)  steht  zwischeji  der  europäischen 
und  der  von  Nord- Amerika.  Die  Art  bildet  einen  deutlichen  Uebergang  zur  Gattung  V(ine.s,su,  hat  aber  als  Falter 
die  stärkeren  Figlzacken  und  den  weißen  Mittelhaken  auf  der  Hflgl-Unterseite,  als  Rp  die  Kopfdornen,  welche 
die  Polygonia  kennzeichnen. 


10.  Gattung' :  Vanessa  F. 

Die  ,, Frühlingsherolde“  der  östlichen  Halbkugel  sind  in  Amerika  mit  einer  Ausnahme  {io)  durch  For¬ 
men  vertreten,  die  mit  den  altweltlichen  korrespondieren.  So  entspricht  californica  dem  xanthotnehis  oder 
'polychloros,  milberti  der  urticue,  cyanoriielas  der  canace',  (mtiopa  ist  beiden  Hemisphären  gemeinsam.  Figl 
breit,  stark  geeckt,  oben  sehr  lebhaft  gefärbt,  unten  der  Rinde  angepaßt.  Die  Rpn  haben  auf  dem  Kopf  selbst 
keine  Dornen,  dagegen  sind  Rücken  und  Seiten  stark  bedornt.  Sie  leben  Nesterweise  an  Nesseln,  Weiden,  Obst¬ 
bäumen,  Birken,  Ulmen  usw.  und  bleiben  meist  bis  fast  zur  Verpuppung  nahe  liei  eilender.  Die  Schmetter¬ 
linge  leben  sowohl  in  der  Ebene  wie  im  Gebirge,  sind  gute  Flieger,  lebhafte  Sonnentiere  und  überwintern; 
die  meisten  Arten  sind  sehr  gemein. 

V.  californica  Bsd.  (93  e).  Der  Pol.  judbmn  ähnlich,  aber  ohne  das  weiße  Mittelzeichen  der  Hflgl-  californica. 
Unterseite;  die  costalen  Vflglflecke  schärfer  abgesetzt,  der  Außenrd  der  Figl  breit  schwärzlichbraun.  Die  Rp 
gleichfalls  der  von  Pol.  j-cdbum  ähnlich,  schwärzlich  mit  bunten  Dornen,  Bauch  heller,  ohne  eigentliche  Kopf¬ 
dornen;  an  Ceanothus  thyrsiflorus.  Der  Falter  fliegt  im  Westen  der  Union  und  ist  häufig. 

V.  milberti  Godt.  (=  lürcillata  Sa,y)  (93  e).  Basalhälfte  aller  Figl  schwarz  mit  roten  Zellflecken;  milbertu 
Außenteil  rotgelb,  innen,  besonders  beim  $  gelb  aufgehellt;  Flglränder  schwärzlich,  gelb  und  blau  gefleckt. 

Unterseite  etwas  an  die  von  F.  urticae  erinnernd,  aber  der  Vflgldiscus  weniger  gelb,  dafür  der  gesamte  Aid3en- 
teil  aller  Figl  lichter.  —  Rp  mehr  bräunlich,  als  die  der  europäischen  V.  urticae,  gelb  gefleckt  und  bedornt; 
an  Nesseln.  Falter  im  ganzen  nördlichen  Nord-Amerilca  verbreitet,  von  Neu-Foundland  bis  an  die  pazifische 
Küste,  fast  überall  häufig,  aber  meist  bei  weitem  nicht  so  zahlreich,  wie  urticae  in  Mittel-Europa.  —  Die  hellere 
Form  subpallida  Cock.  ist  die  der  Rocky-Mountains;  ihre  Rp  lebt  an  Urtica  gracilis.  subpallida. 

V.  cyonomelas  Dbl.u.  Hew.  (93  f).  Unterseits  fast  wie-bei  polychloros,  dem  das  Tier  (wie  auch  die  asia-  cgonomelas. 
tische  canace-Gruppe)  nahesteht;  oben  schwarz  mit  blauem  Rand  und  verwaschenem  blauem  Submarginal¬ 
band.  Mexico,  sehr  selten,  nur  wenige  Stücke  sind  bekannt;  ich  bringe  eine  Abbildung  nach  einem  Exemplar 
in  Fruhstorpebs  Sammlung. 

V.antiopaU.  (—  morioU.,  grandis  E/erm.,  hijipolytaLywn»)  (93  f,  Bd.  1,  Taf.  63  b).  Der  ..Trauermantel“  antiopa. 
ist  schwarzbraun,  Figl  mit  gelliem  Rand  und  davmr  blauen  Punkten.  Ueber  die  ganze  nördliche  Halbkugel 
verbreitet,  außer  Nord-Afrika,  im  Süden  selten  werdend,  aber  bis  Venezuela  vorkommend ;  dort  klein  und  Ge- 
birgsfalter.  —  Die  ab.  hygiaea  (Bd.  1.  Taf.  63c)  hat  breiten  Rand  und  reduzierte  oder  gar  keine  blauen  hggiaea. 
Punlvte.  —  Eine  konstante  Veränderung  zeigt  antiopa  nicht  wie  man  früher  glaubte,  in  der  Form  der  Verei¬ 
nigten  Staaten  (der  man  den  Namen  Imtneri  Fitch  gab),  sondern  nur  im  allerhöchsten  Norden,  in  Alaska.  Von 
dort  liegt  mir  ein  Stück  mit  sehr  lebhaft  rotbrauner  Oberseite,  weißem  (nich.t  abgeflogenem)  leicht  violett 
getöntem  Rand  und  auf  der  Unterseite  einer  lichten  Binde  durch  die  Mitte  aller  Figl  vor,  das  ich  unter  dem 
Namen  hyperborea  form.  nov.  (93  f)  abliilde.  —  Auch  aus  den  Bezirken  im  äußersten  Süden  seines  Fluggebiets  hgperborca. 
ist  eine  Form  benannt  w'-orden,  thomsoni  Btlr.  Sie  unterscheidet  sich  durch  den  gelben  Rand,  der  auf  dem  ihojnsoni. 
Hflgl  doppelt  so  breit  als  auf  dem  Vflgl  ist,  so  daß  er  fast  ^/s  des  ganzen  Hflgls  einnimmt,  sowie  dadurch, 
daß  sich  an  den  Subapicalfleck  der  Vflgl  noch  eine  Kette  gelbAveißer,  kleinerer  Fleckchen  anschließt,  die  zu 
einer  geknickten  Reihe  angeordnet  smd.  Nach  einem  Stück  im  Tring-Museum  beschrieben,  aber  wohl  kaum 
konstant.  —  Rp  schwarz  mit  roten  Bauchfüßen,  an  Laubholz,  wie  ^Veiden,  Birken,  Birnen.  Pappeln,  1 1- 
men.  Während  der  Falter  in  Europa  meist  nicht  sehr  häufig  ist  und  nur  eine  Generation  hat,  ist  er  in 
Nord-Amerika  vielerorts  sehr  gemein  und  hat  mehrfach  zwei  Generationen.  Die  Pp  läßt  sich  sehr 
leicht  erziehen  und  verwandelt  sich  in  eine  graubraune  Pp  mit  sehr  starken  Zacken  am  Vorderteil.  Der  Fal- 


V 


58 


458 


PYRAMEIS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


atalanta. 


cardui. 


kcrshawi. 


ter  erscheint  nach  3 — 4  Wochen  und  ist  nicht  geschützt,  wird  aber,  wenn  voll  flugkräftig,  von  Vögeln  nicht 
verfolgt;  frisch  ausgekrochene  Trauermäntel  werden  dagegen  von  Insektenfressern  gierig  gehascht.  Von  über 
100  frisch  entAvickelten  antiopa,  die  ich  fliegen  ließ,  wurden  sämtliche,  bis  auf  den  letzten  von  einer  Anzahl 
Muscieapa  grisola  weggefangen.  Die  Falter  gehen  nicht  an  Blumen,  saugen  aber  an  veruaindeten  Bäumen 
und  an  Früchten,  an  denen  sie  stets  kopfunter  sitzen,  sowie  an  feuchten  Wegstellen.  Der  Flug  ist  ruhig 
lind  elegant.  —  Die  Pp  ist  fast  stets  von  kleinen  Ichneumoniden  befallen,  die  sie  im  Augenblick  des  Abstreifens 
der  Rpnhaut  anstechen,  so  daß  nur  etwa  10%  aller  in  der  Freiheit  zur  Verpuppung  gelangenden  Rpn  einen 
Falter  ergeben. 


11.  Gattuiw:  ameis  F. 

Die  Pyrameis  haben  keine  so  spitzen  Vflglzacken,  wie  die  vorigen  Gattungen.  Der  Apex  derVflglist 
stets  weiß  gefleckt.  Die  Rp  hat  keine  Kopfhörner  und  lebt  nicht  frei  und  gesellig,  sondern  einsam  und  in  einem 
aus  zusammengezogenen  Blättern  bestehenden  Gehäuse.  Die  mei.sten  Arten  der  Gattung  sind  sehr  häufig; 
manche  aber  auf  Inseln  lieschränkt,  andre  echte  Kosmopoliten.  Auffällig  ist  die  Häufung  der  Pyrameis-Arten 
auf  gewissen  Inseln:  während  auf  den  Kontinenten  in  den  meisten  Gegenden  2  Arten  Vorkommen,  höchstens  3, 
leben  auf  den  kanarischen  Inseln  und  auf  dem  sonst  sehr  falterarmen  Neu-Seeland  4;  auf  Teneriffa  P.  vulcanica, 
atalanta,  virgin  iensis  und  cardui,  auf  Neu  Seeland  itea,  gonerilla,  atalanta  und  Icershawi.  Die  schönste  und  größte 
Art  —  P.  taineaanea.  —  lebt  auf  den  entlegenen  Sandwich-Inseln. 

P.  atalanta  L.  (=  admiralis  Retz.)  (94  a  und  Bd.  1,  Taf.  62c).  Tief  samtig  schw'arzbraun ;  Vflgl  mit 
schwarz  und  weißgeflecktem  Apicalteil  und  einer  Scharlachbinde  davor;  Hflgl  mit  rotem,  schwarzpunictiertem 
Randband.  Europa,  Klein- Asien  und  Nord- Afrika;  eingeschleppt  in  Neu -Seeland;  in  Amerika  überall  in  der 
Union,  von  da  südlich  bis  Guatemala,  und  auf  Haiti.  Nord- Amerikaner  unterscheiden  sich  von  Europäern  durch  et¬ 
was  schmäleres  Vflglband,  Afrikaner  stehen  zwischen  beiden  in  der  Mitte.  —  Rp  schwarzgrau,  gelbbraun  oder  rot¬ 
braun,  stark  gelb  gescheckt  und  gezeichnet ;  auf  Urtica,  Boehmeria  und  Hopfen.  Der  Falter  vom  Juli  bis  Herbst, 
in  wärmeren  Gegenden  regelmäßig,  in  kälteren  ausnahmswfeise  überwinternd.  Er  liebt  besonders  Trauben  und 
Köder  aus  Bier  oder  den  Wundsaft  der  Bäume.  Nur  im  Süden  selten. 

P.  cardui  L.  (  =  carduelis  Cr.)  (Bd.  1 ,  Taf.  62d).  Vflglapex  ähnlich  dem  der  vorigeiixW’t,  Flgldiscus  fleisch¬ 
rot  bis  ledergelb,  schw'arz  gefleckt.  —  Man  hat  einzelne  sehr  überflüssige  Namen  gegeben  und  kleine  Stücke 
blasse  sehr  wenig  gefleckte  b/omrtbi,  sehr  stark  gefleckte  elymi  genannt;  vgl.  hierüber  Bd.  I, 

S.  199  ff.  In  der  Alten  Welt  überall,  entweder  gemein  und  endemisch,  oder  (im  Norden)  jahiuveise,  als  Irrgast  und 
nur  zeitweilig  eine  Sommerbrut  setzend.  In  Nord- Amerika  ist  er  wmit  seltener  als  in  der  Alten  Welt  und  durchaus 
nicht  allgemein  verbreitet;  südlich  geht  er  sicher  bis  Zentral-Amerika;  bei  aus  Süd-Amerika  gemeldeten  Vor¬ 
kommen  besteht  Verdacht  auf  Verwechslungen  ;  eine  von  Australien  und  Neu- Seeland  bekannte  Form,  kershawi 
Mc.  Goy  ist  irrtümlich  von  Zentral-Amerika  gemeldet.  Diese  Form  hat  außer  oberseits  blau  gekernten  Hflgl- 
augen  auch  eine  ganz  verschiedene  Unterseite,  was  bei  der  Untersuchung  der  amerikanischen  angeblichen 
kershawi  außer  acht  gelassen  wurde.  Ueberliaupt  ist  eine  bestimmte  Rassenbildung  außer  bei  kershawi  nicht  nach- 
Aveisbar;  weder  die  ostasiatischen  noch  die  afrikanischen  Stücke  erlauben  eine  Abtrennung  als  Subspecies. 
Vgl.  hierüber  Frtjhstoefer  in  Bd.  9,  S.  525  der  ,,Groß-Schmetterlinge  der  Erde“.  —  Die  Rp  ist  eisen¬ 
grau  oder  gelbbräunlich,  die  Grundfarbe  meist  ähnlich  dem  Erdboden,  auf  dem  die  befallene  Distel  steht, 
mit  kurzen,  kräftigen  Dornen,  die  beim  Anfassen  etAi^as  stechen;  gezeichnet  mit  lichten  feinen  mehr 
oder  AA^eniger  unterbrochenen  Linien,  Flecken  und  Pünktchen.  Hauptsächlich  an  Disteln,  deren  Blätter 
sie  lose  zu  einer  Hülse  zusammenzieht,  in  der  sie  lebt.  Sie  Icoinmt  aber  auch  an  Nesseln  Amr;  und  in  Jahren,  in 
denen  MassenAmrmehrung  der  .Distelfalter  stattfindet  (AAÜe  in  Süd-Deutschland  im  Sommer  1879)  Amrmag  das 
ungeheure  Heer  der  Rjm  die  Nesseln  auf  Aveite  Strecken  zu  vernichten.  Der  Wandertrieb  des  Falters  ist  enorm 
ausgebildet.  Die  $$  scheinen  zuAveilen  allein  oder  getrennt  von  den  (JA  Avandern,  AA'enigstens  erAA’iesen  sich  die 
zahlreichen  Stücke,  die  ich  von  den  Stellen,  wo  sich  die  Tiere  sammelten  oder  aus  den  Zügen  fing,  ausnahmslos 
als  $$.  Skertculy  beobachtete  das  gleichzeitige  Auskriechen  ganzer  Scharen  Amn  cardui  in  Afrika,  die  sich 
alsbald  nach  Erstarren  der  Figl  auf  die  Wanderschaft  begaben.  Als  ein  die  cardui  verfolgender  Vogel  AA'urde  Me- 
rops  apiaster  festgestellt.  —  cardui  erscheint  einzeln  im  Frühling  in  zugeAvanderten  (Norden)  oder  überAAinter- 
ten  (Süden)  Stücken.  Die  Rpn  finden  sich  erwachsen  vom  Juli  bis  September,  Erscheinungszeit  des  Falters  im 
Norden  hauptsächlich  im  August.  Die  AG  hi  schnellem  Fluge  auf  Bergku])])en  und  Chausseen  einher  und 

lieben  Blumen  aller  Art,  sie  setzen  sich  fast  stets  mit  geschlossenen,  oder  auch  mit  ganz  ausgebreiteten  Flghi  auf 
den  Erdboden  und  spielen  mit  ihresgleichen  oder  andern  Pyrauueis,  am  liebsten  mit  den  AA  Gruppe; 

dabei  setzt  sich  der  ahi/uHla-artige  Falter  stets  kojifunter  an  einen  Fels  oder  Stamm,  cardui  aller  setzt  sich  vor 
ihn,  horizontal  auf  den  Boden,  den  Kopf  dem  Gesjiielen  zugekehrt.  Dieses  Verhalten  beobachtete  ich  ZAAUschen 
atalanta  und  cardui  in  Europa,  indica — cardui  in  Japan,  vulcanica. — cardui  auf  Teneriffa  und  itea — kershawi  in 
Australien.  —  Es  ist  anzunehmen  daß  cardui  in  Amerika  sich  noch  Aveiter  ausbreitet  und  häufiger  Avird. 


HYPANARTIA.  Von  Dr.  A.  8eitz. 


4r,o 


P.  carye  tlhn.  {=  charie  Bich.,  mnelleri  Letch.,  caryac  Hol/.)  (!)4  a).  J)on'  vorigen  älinlicli,  ancli  aut  d(;r  cMrye. 
Unterseite,  leicht  zu  untervScheiden  durch  das  helle  Suha])icalband  der  Vflgl-Oheiseite,  das  Ijei  anieiikaniselicn 
canlui  zwar  zuweilen  etwas  getrübt,  hei  europäischen  aber  fast  stets  ganz  rein  weiß,  niemals  von  der  füi’  cari//- 
typischen  ledergelben  Grundfarbe  ist.  Die  Hflglaugen  wie  bei  kers/iai('i  auch  oberseits  blau  gekernt.  -  Itp 
schwärzlich  mit  lichten  Dörnchen  und  Fleckchen,  an  Malvaceen  und  J)isteln.  Weit  vcu'breitet,  ein  ecbter  Ste|)- 
penfalter,  der  auf  weiten  Grasebenen  fliegt  und  sich  mit  geschlossenen  Flgln  auf  Erdhaufen  und  Präxünvege 
setzt.  In  Nord-Amerika  mehr  im  Westen,  in  den  heißen  Gegenden  (Mexico)  das  Hochland  und  die  Gebirge  be¬ 
vorzugend,  im  gemäßigten  Süd-Amerika  wieder  in  die  Ebene  hinabsteigend,  wo  ich  ihn  bei  Montevideo  im 
Februar  häufig  antraf.  Bei  Buenos-Aires  auf  Saatfeldern  noch  gemein,  in  Patagonien  oft  als  einzig  häufige 
Art;  die  Rpn  dort  nianohmal  in  ungeheurer  Zahl  und  bei  Massenvermehrung  zum  Kannibalismus  übergehend 
(C.  Berg).  Ich  fing  die  Art  mit  Vorliebe  in  Gesellschaft  der  südamerikanischen  Form  von  Pi/rdoieis  hinilero. 

Nördlich  von  Süd-Brasilien  fand  ich  carye  nicht  mehr  in  der  Ebene. 

P.  liuntera  F.  (  =  hunteri  Hbn.  belladonna  Pet.,  iole  Cr.)  (04a,  b).  Diese  in  der  mehr  ledergelben  Form  hunlera. 
virginiensis  Drury  (94  b)  in  Nord-Amerika  und  auf  den  (paläarktischen)  Canaren  vorkommende  Art  ist  sofort  von  virginiensis 
den  vorigen  zu  unterscheiden  durch  die  beiden  großen  Augen  im  Außenteil  der  Hflgl-Unterseite.  Südamerika¬ 
nische  Stücke  sind  in  frischem  Zustande  wundervoll  rosa,  besonders  solche,  die  ich  in  Bahia  und  bei  Rio  fing.  An 
beiden  Ortexx  fliegt  der  Falter  zusammen  mit  Pyram.  myrinna,  der  er  im  Flug  etwas  ähnelt,  von  dem  er  sich 
aber  durch  geringere  Größe  und  weniger  Schwarz  auf  dem  Hflgl  unterscheidet.  Die  prachtvolle  rosafai’benen 
brasilianischen  Stücke  gehen  im  Handel  unter  deniNamen  rubiaS'^gr.,  doch  hält  die  Farbe  dem  Licht  sehr  schlecht  ruhia. 
stand  und  geht  bald  ins  Bräunliche  über,  wie  es  typische  liuntera,  Avie  ich  sie  am  unteren  Silbersti’om  fing,  von 
Anfang  an  zeigen.  Alte  Sammlnixgsstücke  können  dann  in  der  Farbe  derart  abschießen,  daß  sie  den  fahlen  nord- 
amerilcanischen  Stücken,  wie  sie  als  fulva  Dodge  bekannt  sind,  gleichen.  —  Bei  brazilieiisis  Moore  aus  Brasilien  julva. 
sind  die  schwarzen  Flecken  auf  der  Oberseite  vergrößert,  so  daß  die  Tiere,  besonders  we^in  frisch  gefangen,  einen  braziliensis 
dunkleren  Eindruck  machen.  —  altissima  Rosenb.  'U.  Talhot  aus  Pfru  und  Ecuador,  ist  den  vorigen  nahe,  hat  wie  altissimn. 
diese  vermehrtes  Schwai’z;  die  Unterseitenzeichnung  weiß,  nicht  gelbgetöixt;  eine  Höhenform.  —  Rp  eisengi'au, 
schwach  hedornt  mit  schwarzem  Kopfe ;  über  dem  Rücken  jedes  Ringes  liegt  ein  samtschwarzer  (hierfleck,  der  rote 
Punkte  und  helle  Subdorsalfleckchen  trägt.  An  Gnaphaliuxn  und  Antennaria.  Die  Rpn  der  südanierikanischen 
Form  erinnere  ich  mich  nicht  so  bunt  gesehen  zu  haben,  wie  die  Abbildungen  von  virginiensis,  wie  sie  Abbott, 
Boisduval  und  Holland  darstellen,  zeigen.  Die  Falter  fliegen  viel  langsamer  als  die  von  cuxYZwi  und  carye',  man 
findet  sie  fast  stets  nur  auf  Blumen ;  sie  lieben  nicht  die  freie  Steppe,  sondern  üppige,  stark  bewachsene  Landschaf¬ 
ten,  und  man  trifft  sie  in  Brcisilien  zuweilen  in  Lichtungen  mitten  im  lAwald ;  in  den  heißen  Gegenden  fliegen 
sie  das  ganze  Jahr  hindui’ch  und  sind  gemein. 

P.  terpsichore  Phil.  (94  a).  Der  vorigen  Art  ähnlich  und  Avohl  nur  deren  Vertreter  im  transandinen  Süd-  terpsichore. 
westen.  Auf  den  Hflgln  oben  nur  2  getrennt  stehende  Augenpunkte,  die  durch  einen  scliAvarzen  Bogensti’eif 
gegen  den  wenig  gezeichneten  Hflgldiskus  abgegrenzt  sind.  Anch  der  röthelfarbene  Vflgldiscus  Avenigei-  gefleckt 
als  bei  den  voi’igen.  Lhxterseits  durchzieht  den  stammbraunen  Hflglgrund  eine  nnregehnäßige  gelbe,  silber¬ 
weiß  gefleckte  und  gerandete  Mittelbinde.  Chile;  häufig. 

P.  myrinna  Dbl.  (94  b).  Den  beiden  vorigen  ähnlich,  aber  leicht  unterschieden  dui-ch  die  gerade,  regel-  myrinna. 
mäßige,  tiefscliAvarze  Postmedianbinde  der  Hflgl.  Auf  der  Unterseite  ist  diese  Binde  sepiahraun  und  schließt 
die  beiden  großen  Augenflecke  ein.  Die  Grundfarbe  ist  oberseits  ein  herrliches  Rosenrot  (ab.  incarnafa).  so  daß 
das  Tier  im  Leben  zu  den  schönsten  Schmetterlingen  gehört,  die  ich  kenne,  Amn  denen  aber  die  Stücke  in  den 
Sammluxigen  keinen  Begriff  mehr  geben.  Die  Farbe  schießt  selbst  in  Ikapiertüten  im  Tode  schon  nach  Avenig 
Wochen,  beim  gespannten  Falter  schon  nach  Tagen  ab  nnd  verAvandelt  sich  in  das  trübe  Rosa,  das  auch  unsere 
Abbildung  zeigt.  —  Rp  erAvachsen  rotbraun,  mit  Aveißen  (hierbändchen  auf  dem  hinteren  Teil  der  Ringe  und  einem 
lichten  Seiteidxand  unter  den  Luftlöchern  nnd  mit  scliAvarzen  Dornen ;  aix  Achyrocline  flaccida,  deren  Blüten  sie 
zeriragt,  um  sich  aus  den  Kaustückchen  eine  Art  von  Gehäuse  zu  spinnen.  Die  Pp  rötlicliAA-eiß  oder  matt  gold¬ 
glänzend,  mit  verwaschener  grauer  Zeichnuixg  und  deutlicheren  Längsstreifen  auf  dem  Hlbsrücken  und  über 
den  Stigmen;  die  Warzenspitzen  schwärzlich.  Der  Falter  fliegt  in  Brasilien  xind  in  einer  kaum  verschiedenen 
Form  in  Ecuador.  Ob  dieser  Form  die  aequatorialis  Wagn.  ist,  die  Wagner  als  eine  ,, vikariierende  Art  der  aequntoria- 
curdYa“  vom  Chimborazzo  erwähnt,  aber  nicht  kenntlich  beschreibt,  oder  ob  diese  mit  der  unter  braziliensis 
gehenden  Form  von  h  unlera  identisch,  oder  nur  ein  Synonym  der  vorigen  Art  ist,  kann  ich  nicht  entscheiden  ; 

Wagner  zählt  sie  nur  als  eine  ,,noch  nnbeschriebene  Art“  in  seiner  Sammlnng  auf,  ohne  genaue  Unterschiede 
anzugeben.  Es  Aväre  gnt,  diesen  ,,i.-l. “-Namen  ganz  zu  streichen. 

12.  Gattung-:  H^'paiiartia  Ky. 

Diese  Gattung  hat  man  früher  mit  einer  Anzahl  afrikanischer  Falter  zusammengefaßt,  die  alxer  später 
voxi  Rothschild  und  Jordan  mit  Recht  als  Antanartia  abgetrennt  AAuirden  nnd  unter  diesem  Namen  in  Band 
XIII,  S.  227  der  ,, Großschmetterlinge“  behandelt  sind.  Sie  steht  der  vorigen  Gattung  so  nahe,  daß  manche 
Arten,  wie  z.  B.  die  kleine  H.  (jetzt  Antanartia)  abyssinica,  noch  bis  vor  kurzem  zAvischen  beiden  Gattungen  hin- 


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HYPANARTIA.  Von  Dr.  A.  Sbttz. 


und  herpendelten.  Den  uns  hier  interessierenden  Arten  ist  eigen  eine  meist  lange  Figlzacke,  die  der  obere 
Medianast  stützt.  DerVflglapex  ist  bei  vielen  irrten  fast  genau  wie  heiPyrameis,  und  ebenso  zeigen  die  farbigen 
Figlbänder  mancher  Arten  die  Lage  der  analogen  Binden  bei  Pyr.  ataJanta.  —  Die  Rpn  sind  ziemlich  kurz  und  dick 
mit  kurzen,  fleischigen  Dornen  und  rauhem,  aber  ungehörntem  Kopfe.  8ie  leben  bis  zur  Verpuppung  in  einem 
Blattgehäuse  und  verwandeln  sich  nach  der  5.  Häutung  in  eine  glatte  Pp  mit  ganz  kurzen,  konischen  Kopfhör¬ 
nern  und  starker  Einsattelung  über  der  Rückenmitte,  etwas  seitlich  komprimiert  mit  schwacher  Rückenkante. 

leihe.  H.  lethe  F.  (  =  daemonica  Hbn.  [nee  $])  (94  h).  Oben  ledergelb,  der  Vflglapex  gelb  und  weiß  gefleckt; 

eine  ziemlich  gerade  verlaufende  Schräghinde  zieht  vom  Ende  des  ersten  Costadrittels  bis  über  den  Analwinkel; 
sie  ist  von  dem  stärker  braungelben  Vflgldiscus  durch  einen  schwachen  schwarzen  Schattenstrich  geschieden. 
Unterseite  hellockergelb  mit  rotbraunen  Netzzeichnungen,  der  Costalteil  der  Hflgl  lichter.  —  Brasilien,  besonders 
an  der  Ostküste,  bei  Rio  Janeiro,  auf  dem  Corcovado,  bei  Santos  in  den  Niederungen  nach  Säo-Vicente,  in  der 
8erra  do  Mar  üljerall,  in  8a.-Catharina,  bei  Blumenau,  besonders  in  feuchten  Tälern.  Nördlich  bis  Texas.  —  Rp 
sehr  variabel,  anfangs  schwärzlich  mit  weißen  Pünktchen,  erwachsen  fast  weiß,  vor  der  Verpuppung  gelb  werdend ; 
die  Dornen  nach  den  Häiitungen  weiß,  doch  werden  die  meisten  später  schwarz,  nur  einzelne  bleiben  weiß.  An 
Boehmeria,  in  Blattgehäusen.  Pp  hellgrün,  mit  dunkelgrünen  Schrägstrichen  und  einigen  Silberflecken.  Sie  ist 
sehr  beweglich  und  selbst  nach  schwacher  Berührung  zappelt  sie  noch  lange  nach.  Die  Falter  fliegen  auf  Wald¬ 
wegen  und  setzen  sich  auf  den  Weg  überragende  Baum- oder  Buschzweige,  den  Kopf  nach  dem  Weg  gerichtet,  zu- 
nieist  in  2 — 3ni  Höhe,  in  ganz  gleicher  V/eise  wie  die  altweltlichen  Symhrenthia  und  manche  Polygonia.  Aufge¬ 
scheucht  kehren  sie  hartnäckig  auf  den  Platz  zurück  oder  lassen  sich  auf  einen  benachbarten  Zweig  nieder,  so  daß 
sie  ohne  jede  Schwierigkeit  gefangen  werden.  Ungestört  verlassen  sie  zuweilen  ihren  Posten,  fliegen  hastig  den  Weg 
mehrmals  auf  und  nieder,  ohne  ihn  zu  verlassen  und  kehren  wieder  auf  ihren  x4usguck  zurück.  In  Süd-Brasilien 
macht  sich  dieses  Verhalten  eine  große  Mantis-Art  zunutze,  die,  durch  ihr  Blattaussehen  verborgen,  an  den 
Zweigenden  lauert  und  den  Falter  wegfängt;  ihr  fallen  täglich  zahlreiche  Exemplare  dieser  Falterart  zum  Opfer. 
Die  Art  ist  gemein. 

godmani.  H.  godmaoi  Bat.  atropos  Fldr.)  (94c).  Der  vorigen  ähnlich,  aber  ganz  erheblich  größer,  die  ganze 

Apicalhälfte  der  Vflgl  schwarz,  nur  direkt  an  der  Spitze  spärlich  weiß,  nicht  gelb  gefleckt.  Unterseite  ganz  anders 
als  bei  der  vorigen,  sehr  lebhaft  weiß,  bläulich  und  gelb  gefleckt.  Mexico,  durch  Zentral-Amerika  bis  Colum¬ 
bien;  nicht  selten. 

hella.  H.  bella  F.  (=  zabulina  Godt.,  daemonica  $  Hhn.)  (94c).  Der  lethe  gleichfalls  ähnlich,  nicht  größer  als 

diese,  der  Apicalteil  des  Vflgls  mit  2  Fleckenserien,  wie  lethe,  aber  diese  sind  weiß,  nicht  von  der  gelben  Grund¬ 
farbe.  Ganz  anders  ist  die  Unterseite,  im  Zeichnungsmuster  an  die  Pyrmaeis  erinnernd,  ihr  Saum  unter  dem 
Apex  mit  deutlichem  Zahn,  während  der  Vflglsaum  bei  lethe  ganz  schwach  gezackt  oder  nur  etwas  geschwun¬ 
gen  und  hei  godinani  fast  gerade,  schwach  wellig  gezackt  ist.  In  Brasilien  sehr  gemein,  bei  Rio,  Santos,  Gewohn¬ 
heiten  und  Flugplätze  genau  wie  bei  lethe,  so  daß  man  meist  beide  Arten  zusammen  erbeutet. 

pauUus.  H.  paullus  U.  (=  teemesia  iJ/r«.)  (94  c).  Etwas  an  eine  hell  gefärbte  lethe  oder  hella  erinnernd,  aber 

der  dort  scliAvarze,  hell  gefleckte  Apicalteil  der  Vflgl  ist  hier  ganz  von  der  ledergelben  Grundfarbe,  nur  dunkel 
gerandet  und  spärlich  schwarz  gefleckt;  Hflgl  mit  je  2  Spitzen.  Von  den  Antillen. 

kefersteini.  H.  kefersteitli  Dhl.  (94  c).  Alle  Figl  stark  gezackt,  die  Hflgl  fast  geschwänzt.  Oberseite  kupferbraun, 

Vflgl  ohne  die  gelbe  Schrägbinde  von  lethe  und  hella,  aber  mit  schwarzem,  lebhaft  glasig  weiß  geflecktem 

lindigii.  Apicalteil.  Venezuela,  Columbien,  Teile  des  x4mazonasgebietes,  bis  Bolivien.  —  Bei  lindigii  Fldr.  (94  c)  sind 
die  Vflgl  weniger  stark  geeckt,  der  Apex  nicht  so  stark  vorgezogen,  die  Farbe  mehr  kupfeiTot  und  die  trans¬ 
parenten  weißen  Binden  und  Flecken  im  Apicalteil  des  Vflgls  sind  stark  vergrößert,  wodurch  eine  oberfläch¬ 
liche  Aehnlichkeit  mit  der  in  den  gleichen  Gegenden  (nördliches  Süd-Amerika)  fliegenden  Anartin  amathea  ent¬ 
steht.  Diese  nördliche  bzw.  westliche  Form  scheint  erheblich  seltener  zu  sein,  als  die  südlichere  kefersteini. 

dione.  H.  diorte  Latr.  (94  c,  d).  Dieser  gemeine  Falter  lehnt  sich  iu  seiner  äußern  Erscheinung  an  bestimmte 

M egalura- Arten  an,  wie  lethe  an  die  Pyrameis  und  wie  kefersteini  an  Anartin.  Die  Hflgl  sind  darum  zu  einer 
langen  Spitze  ausgezogen;  die  Oberseite  samtbraun,  mit  6 — 7  parallelen  (^uerstreifen,  zwischen  den  Median¬ 
ästen  ein  glasiger  Kommafleck  und  oft  noch  einige  solche  Pünktchen  im  Vflgl,  die  wie  Nadelstiche  aussehen. 
Im  ganzen  nördlichen  Süd-Amerika,  von  Venezuela  bis  Bolivien  verbreitet  und  meist  nicht  selten.  Außerdem 
kommt  er  in  Guatemala,  wenn  auch  selten,  vor.  Zwischen  diesem  Fundort  aber  und  Columbien  scheint  er  zu 
fehlen  und  meist  durch  die  nächste  Art  ersetzt  zu  werden. 

arcaei.  H.  arcaei  Salv.  u.  Oodni.  (94  d)  der  vorigen  Art  sehr  nahestehend,  wie  schon  aus  den  langen  Hflglspitzen 

und  dem  gläsernen  Kommafleck  in  der  Vflghnitte  ersichtlich,  und  sie  in  Panama  vertretend,  wo  die  echte  dione 
fehlt,  arcaei,  nach  dem  Entdecker  Arce  benannt,  ist  größer  als  dione  und  die  Vflgl  haben  eine  orangefarbene 
Keilbinde  im  Außendrittel  der  Vflgl.  Es  ist  dies  die  Folge  davon,  daß  an  den  Flugplätzen  von  arcaei  nicht  Mega- 
lura  chiron,  das  Modell  der  dione,  die  gemeinste  MegaluraiA,  sondern  eine  Art  der  M .  marceZ/uÄ- Gruppe,  die  hinter 
der  Vflglmitte  ein  keilförmiges  Orangeband  führt.  Scheint  in  Costa-Rica  und  Panama  nicht  häufig  zu  sein. 


PRECIS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


401 


H.  Splendida  liothsch.  (94  d)  von  Peru  scheint  eine  seltene  Art,  die  erst  iti  neueno’  Zeit  aulgefundcti  fiplt>ndirl.a. 
wurde.  Hier  hat  sich  das  Braungelb  über  die  ganze  Oberseite  ausgehreitet,  was  eine  gewisse  Aehnlichkeil  mit 
Megnlura  peleus  {  —  petrea,  90  f)  liervorruft.  Diese  wii'd  noch  durch  den  gerarlen,  stielartigen  llflglscliwanz 
erhöht,  dessen  Länge  noch  durch  Einbuchtung  des  Hflglsaums  im  Gebiet  der  Radialistniindiingen  erhöht  wird. 

Dadui’ch  erhält  der  Hflgl  ein  etwas  verzerrtes  Aussehen,  was  Verwechslungen  aiissehliel.U. 

13.  Gattung:  (Precis  Hbn.  (Junonia  Hhn.) 

Die  Precis  sind  Charakterschmetterlinge  der  heißen  Gegenden  und  gleich  den  C'alnpsiJia  die  ersten 
Ealter,  die  jedem,  der  den  Fuß  auf  ein  Tropenland  setzt,  begegnen;  nur  die  Anart ia  haben  in  Amei-ika 
noch  eine  ähnliche  Bedeutung.  In  Afrika  uiul  Ost-Indien  s])ielen  die  Catnpsilia  und  Precis  dieselbe  Rolle,  wie 
etwa  im  europäischen  Norden  die  Pieris,  Gonepteryx  und  Vanessa.  Das  Ei  ist  fast  kugelig,  längsgerippt,  die 
Rp  kurz  und  kräftig  gedornt;  Kopfhörner  können  vorhanden  sein,  aber  auch  fehlen.  Die  Rpn  leben  frei  an 
Labiaten  iind  Acanthaceen,  an  -lustitia,  Vitex,  Antirrhinum,  Achyrhantes  usw.  Die  l^pn  haben  ein  gerundetes 
Vorderteil  und  weichen  durch  das  Fehlen  großer  Ko])fs])itzen  von  den  Fu.«,e.s5a-Pu])pen  ab  ;  soviel  mir  erinnerlich, 
haben  sie  keine  Metallflecke.  Beim  Falter  sind  die  Vflgl  an  der  Einmündung  der  oberen  Radiahs  in  den  Saum 
schwach  geeckt,  die  Subcostalis  hastig,  die  Aeste  am  Ursprung  fast  gleichweit  voneinander  entfernt.  Die  untere 
Discocellularis  fehlt  auf  dem  Vflgl,  so  daß,  da  auch  der  Hflgl  keine  tbierader  zeigt,  alle  Flglzellen  offen  sind; 
auf  dem  Hflgl  ist  die  Costalis  stark  gebogen.  Die  Flglgestalt  schwankt  bei  altweltlichen  Arten  derart,  daß 
selbst  der  Aderverlauf  dadurch  etwas  modifiziert  wird;  die  Unterseite  beginnt  mit  der  Zeit  des  Laul)falls  blatt- 
artig  zu  werden,  die  großen  Augenflecke  verschwijiden,  an  ihre  Stelle  tritt  Blattzeichnung;  Die  Mittelri])]“»e  des 
Blattes  wird  durch  einen  Streifen  vom  Vrd  der  Vflgl  bis  in  den  Analwinkel  der  Hflgl  nachgehildet,  der  blatt¬ 
stielartig  ausgezogen  ist  (vgl.  Abbildung  von  der  P.  ubwaau-Unterseite,  Bd.  I,  Taf.  0^  a,  ferner  viele  Bilder  in 
Bd.  IX,  Taf.  110 — 117,  sowie  Bd.  13,  Taf.  51  *).  Die  Größe  der  Flglaugen  der  Oberseite  schwankt  selbst  bei 
Stücken,  die  am  gleichen  Ort  und  gleichen  Tage  gefangen  sind,  recht  erheblich,  ebenso  tritt  auch  sonst  starke  Varia¬ 
tion  auf.  Die  Falter  sind  ausnahmslos,  außer  an  den  Grenzen  ihres  Verbreitungsgel)iets,  gemein;  sie  wandern  und 
können  Züge  bilden.  Es  sind  bis  jetzt  175  Formen  beschrieben,  davon  nur  14,  die  vielleicht  alle  nur  Formen 
einer  Art  sind,  aus  Amerika.  Die  frühere  Abtrennung  der  Gattung  Junoniahsit  sich  nicht  aufrecht  erhalten  lassen. 

P.  lavinia.  In  Amerika  dürfte  nur  eine,  aber  sehr  variable,  Precis-Art  Vorkommen,  die  wieder  ihrerseits 
nur  der  westliche  Vertreter  der  altweltlichen  ^;^7/^VZr^  ist,  und  auch  diese  villida  steht  wieder  in  naher  Beziehung  zu 
manchen  über  ganz  iSüd-Asien  verbreiteten  or ithya-F or men  (  Bd.  1 ,  Taf.  62  b).  Von  den  amerikanischen  Formen  sind 
manchegeographisch, so  eine  kleine, obenganz  orangegelbeForm,  dieals  HviaySZgr.  (94d)  im  Handel  geht  und  Inder  livia. 
ich  glaube,  die  FELDERsche  vestina  zu  erkennen,  von  der  allerdings  kein  Vaterland  angegeben  wird,  die  aber  der  vestina. 

•  BeschreiKing  nach  einer  kleinen  vellida  (=  villida)  nicht  unähnlich  sein  soll.  Diese  Aehnlichkeit  trifft  auch  zu, 
wenn  wir  sie  mit  einer  jener  in  Nord-Australien  und  auf  manchen  Südseeinseln  verbreiteten  vfZ/b/rt-Formen  ver¬ 
gleichen,  die  gleichfalls  auf  der  Oberseite  vorherrschend  gelbrot  sind.  Sie  kommt  in  Bolivien  vor  und  scheint 
ein  Gebirgstier.  —  Auch  die  nordamerikanische  coenia  Hhn  .  (94  e)  ist  nichts  weiter  als  eine  lavin  ia-Vorm.  bei  der  die  coenia. 
Vflgl-Binde  sehr  blaß,  sehr  ungleich  gegabelt  und  das  obere  Hflglauge  ungewöhnlich  vergrößert  ist.  coenia  ist 
in  den  südlichen  Vereinigten  Staaten  ein  sehr  gemeiner  Faltet,  geht  nördlich  bis  Neu-England  und  südlicb  über 
ganz  Zentral-Amerika  und  die  größeren  Inseln  West-Indiens  bis  Columbien.  —  lavinia  Cr.  (94  d)  ist  in  eine  große  lavinia. 
Anzahl  von  Formen  zerspalten  worden,  die  aber  gi’ößtenteils  nichts  weiter  als  zufällige  und  individuelle  Alierratio- 
nen  darstellen.  Die  typische  lavinia  Cr.  (  =  evarete  Cr.,  flirtea  F .,  lariniaF.,  esraF.,  cortez  Hhst.)\A  eine  oberseits. 
besonders  beim(^,  mit  blaugrünem,  aber  stumpfem  Schiller  ausgezeichnete  Form,  deren  Vflgl-Binde  alle  Grade 
der  Entwickluiig  zeigt  und  die  sieh  von  coenia  konstant  durch  das  kleinere  Pfauenauge  ZAvischen  den  Radial¬ 
ästen  der  Hflgl  unterscheidet.  Aus  einem  Schwarm  dieser  Falter,  den  ich  bei  Palermo  am  Silberstrom  traf,  fing  ich 
viele  Hunderte  von  Exemplaren,  aus  denen  sich  die  verschiedensten  Formenreihen  auslesen  lassen,  von  voll-  ' 
ständig  stumpfem  Braun  der  Oberseite  (=  genoveva  Cr.)  bis  zu  fast  eintönig  verschwärzter  Figlfläche  ober-  genoveva. 
wie  unterseits  (=  ab.  ihfuscata  FZc/r.)  (94  e).  —  ab.  mgra.Fldr.  ist  größer  als  die  nordbrasilianische  Form,  die  bis  infusc:.ta. 
Guayana  vorkommt  und  hat  breitere  abgerundetere  Figl ;  sie  tritt  aber  auch  wieder  im  äußersten  Süden  auf,  negra. 
wo  in  LTruguay  neben  kleinen  spitzflügeligen  Stücken  auch  fast  zur  gleichen  Jahreszeit  größere  breitflügelige 
Exemplare  auftreten.  —  ab.  zonalisFZJr.  hat  mehr  vorgezogenen  Vflgl  und  die  rötliche  Submarginalbinde  auf  der  zonalis. 
Hflgl-Oberseite  ist  fastvöllig  verloschen.  —  ab.  pallensF/rZr.  aus  Venezuela  gleicht  fast  genau  einer  matt  gefärbten  pallens, 
genoveva,  hat  aber  deutlichen  Glanz  der  Hflgl-Oberseite,  und  auf  dem  Vflgl  sind  die  in  der  Zelle  gelegenen  Band¬ 
flecke  sehr  viel  heller  als  bei  surinamischen  — ab.  divaricata  F/Jr.  ist  gleichfalls  der  genorem  sehr  nahe,  dh-arlcata. 

besonders  auf  der  LTnterseite,  ist  aber  da  blasser,  mehr  gelblich  im  Ton  und  die  Binde  im  Außenteil  ist  unterhalb 
der  Gabelung  stark  eingeschnürt.  —  ab.  incarnataF/Jr.  ist  ähnlich,  aber  umgekehrt  dieVflgl-Binde  stark  verbreitert  incarnata. 
und  etwas  rötlich  getönt. — ab.  constricta  FZJr.  hat  graidcraune  Vflgl,  die  Außenbinde  verschmälert,  in  der  Mitte  consiricta. 
eingeschnürt,  der  innere  x4rm  der  Gabel  schmäler  als  bei  genoveva,  das  untere  Hflglauge  vergrößert;  aus  Colum¬ 
bien.  —  hilaris  Fldr.  aus  Paraguay  dürfte  typischen  lavinia  am  nächsten  kommen,  das  A  oben  fast  genau  wie  hiJaris. 

*)  Ueber  den  Saisondimorpliismus  bei  Precis  vgl.  auch  AURIVILLIUS  in  Bd.  13,  S.  227  der  .,Groß-Schnietterlinge*’. 


462 


NAPEOCLES;  ANARTIA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


diese,  al>er  stärker  inetallisch  glänzend,  die  Binde  heim  ^  unter  Aler  Gabelung  leicht  eingesclinürt,  der  Ante- 
marginalstreifen  heller  und  breiter  xind  auch  auf  dem  Hflgl  ist  das  Submarginalband  verbreitert  und  ockerbraun. 
Das  (J,  auf  welches  diese  Form  gegründet  ist,  wurde  zusammen  mit  einem  $  der  typischen  lavinia  gefangen  *). 
occidentalis.  Eine  scharfe  Abtrennung  der  Westfornien,  wie  sie  von  Felder  unter  dem  Namen  occidentalis  versucht  wurde, 
ist  kaum  haltbar.  $$  dieser  Form  sollen  durch  breitere  Gabelbinde  der  Vflgl  konstant  abweichen.  Diese  Binde 
hasiftisca.  variiert  aber  auch  bei  östlichen  Htücken,  selbst  aus  der  gleichen  Gegend,  sehr  stark.  —  Bei  ab.  basifusca  Weym. 

aus  Ecuador  ist  der  Raum  von  der  Hflglwurzel  bis  zu  dem  in  lichtem  Hof  stehenden  größeren  Vflglauge  und  der 
ganze  Hflgl  bis  zur  fahlen  iSubmarginalbinde  einfarbig  dunkel  kaffeebraun.  Die  Form  ist  nur  eine  Aberration, 
die  der  infuscata  Fldr.  (94  e)  äußerst  nahe  kommt,  und  unter  der  Stammart,  aber,  wie  es  scheint  nur  an  ganz 
bestimmten  Stellen  fliegt.  Noch  mehr  als  die  Oberseite  variiert  die  Flnterseite,  doch  ist  ehr  derartiger  Kontrast 
von  bunten  Unterseiten  (der  Regenzeit)  gegen  einfarbige  oder  blattartige  (der  Trockenzeit),  wie  in  Indien,  nicht 
festzustellen.  —  Die  Rp  ist  ziemlich  gedrungen  mit  kurzen  und  dicken  Dornen,  dunkelbraun  oder  eisengrau 
mit  lichten  Längsstreifen,  die  zum  Teil  unterbrochen  sind,  die  Kopfhörner  vorwärts  gerichtet,  von  mäßiger  Länge; 
gemein  an  Plantago,  Gerardia  und  Antirrhinum.  Sie  findet  sich  mitunter  scharenweise  auf  Stoppelfeldern, 
wobei  sie  häufig  auf  nackter  Erde  oder  Sandschollen  sitzt.  Die  Pj)  ist  hell  holzbraun,  am  Bauche  etwas  einge- 
Iniehtet.  Der  Falter  fliegt  in  den  Tropen  das  ganze  Jahr  hindurch  ohne  jede  Unterbrechung.  Im  Norden  und 
Süden  ist  er  ein  Sommertier,  das  sich  zuweilen  zu  Schwärmen  vereinigt  und  ähnlich  dem  Distelfalter  Wande¬ 
rungen  ausführt;  diese  fallen  in  den  Vereinigten  Staaten  von  Nord-Amerika  in  den  Juli,  in  denen  von  Argenti¬ 
nien  in  den  Februar. 


14.  Gattung':  Bat. 

Aus  dieser  Gattung  ist  bis  jetzt  nur  eine  einzige  Art  bekannt,  die  in  geringem  Maße  variiert  und  in 
ihrer  Verbreitung  recht  beschränkt  ist.  Der  Körper  ist  kräftig  gebaut,  die  Palpen  ungewöhnlich  lang, 
die  Fühler  stark,  am  Ende  deutlich  geheult,  die  Figl  von  blattartiger  Gestalt,  die  vorderen  unter  dem  Apex 
zu  einer  nach  rückwärts  gerichtete]!  Zacke  ausgezogen,  ujiter  dieser  eingebogen  und  über  dem  Analwinkel  vor¬ 
gebauscht.  Die  Hflgl  zeigen  einen  gleichmäßig  gekrümmten  Rand  und  einen  stark  ausgezogenen  Analwinkel. 
Charakteristisch  ist  die  sehr  stark  gekrümmte  Costa,  die  zwischen  sich  und  der  Subcostalis  einen  verhältnis¬ 
mäßig  breiten  Raiim  läßt,  ferner  die  sehr  breite  Flglzelle,  die  auf  dem  Hflgl  offen  ist. 

jucunda.  N.  jucunda  Hhn.  (95 a).  Die  einzige  bekannte  Art,  ist  oben  schwarz  mit  weißlichen  blau  geränderten 

iSubapicalfleckchen  und  breiter  verkürzter  metallblauer,  innen  oft  aufgehellter  Mittelbinde.  ITnterseite  braun 
mit  Blattzeichnung.  Amazonas  l)is  Bolivien. 

15.  Gattung' :  Aiiartia  Hhn. 

Mittelgroße  Schmetterlinge,  in  ilirem  Wesen  stark  an  unsere  Vanessen  erinnernd,  mit  geeckten  Flgln 
und  meist  lebhaft  weißer  Fleckung  oder  Bänderung  auf  der  Oberseite;  Kopf  klein,  mit  stark  vorgequollenen, 
halbkugeligen  Augen  und  spitzen,  vorgestreckten  Palpen;  Fühler  mit  flacher  löffelförmiger  Keule;  Thorax 
kräftig,  Hlb  schlank;  die  Figl  breit,  die  Vflgl  in  dei’  Regel,  die  Hflgl  stets  geeckt;  lebhaft  gefärbt  Die  Beine 
lang  und  dünn.  Bemerkenswert  ist  die  Anastomose  des  I.  und  2.  Subcostalastes  mit  der  Costalis  und  die  auf 
allen  Flgln  offene  Flglzelle.  Man  kennt  vier  Arten,  die  sämtlich  an  ihren  Flugplätzen  sehr  häufig  sind.  Das 
Ei  ist  von  Gestalt  kugelig,  unten  flach  mit  9 — 11  schmalen  Längsrippen,  die  sich  gegen  den  Pol  hin  verlieren; 
die  Eier  werden  einzeln  auf  die  Oberseite  der  Blätter  abgelegt.  Die  Rpn  sind  erwachsen  schwarz,  mäßig  bedornt; 
von  einer  Art  (jatrophae)  wurde  die  Rp  dicht  behaart,  aber  dornenlos  dargestellt,  was  zweifellos  auf  einen  Irrtum 
zurückzuführen  ist. 

jatrophae.  A.  jatrophac  A.  (94  e).  AVeiß  mit  schwachem  Perlmutterglanz  und  dürftiger  grauer  Zeichnung  **),  die  sich 

hauptsächlich  um  die  Vflglwurzel,  auf  die  Zellbänder  und  den  Flglsaum  beschränkt.  Im  Discus  der  Vflgl  ein,  im 
Hflgl  zwei  Punktaugen  von  sehr  verschiedener  Ausbildung.  Die  Unterseite  ist  auf  trüb  weißem  Grunde  fein 
rosenrot  und  orangegelb  gezeichnet,  jatrophae  wurde  aus  dem  nördlichen  Süd-Amerika  bescln-ieben,  verl)reitet  sich 
aber,  individuell  stark  (aber  geographisch  wenig)  variierend,  überden  größeiun  Teil  des  wärnieren  Süd-Amerilca 
und  tritt  noch  in  Süd-Brasilien  als  einer  der  gemeinsten  Falter  auf.  Der  Flug  ist  abweichend  von  dem  der  anderen 
Anartia- Arten.  Das  Tier  schießt  mit  gestreckten  Flgln  dahin  (schwimmender  Flug)  und  gibt  genau  dasgleiche  Bild, 
saturaia.  wie  die  indische  Freds  atlites  (Bd.  9,  Taf.  1 17  a).  —  saturata  Stgr.  ist  die  westindische  Form,  ausgezeichnet  durch 
lufcipicta.  den  breiter  gelben  Saum  und  die  stärkere  Zeichnung.  —  luteipicta  Frühst,  aus  Zent  ral-Amerika  hat  das  Gelb  des  Hflgl- 
saunies  zuweilen  über  die  Figlmitte  nach  innen  verbreitert,  so  daß  es  die  ganze  Oberseite  überdecken  kann.  — Die 
Rp  soll  an  Jatropha  manihot  leben  und  gleicht  in  der  Abbildung  Sepp’s,  die  unter  Hinzuziehung  der  MERiAN’schen 
Skizze  aiisgeführt  scheint,  mehr  der  eines  Nachtfalters,  corone  Gosse  und  jamaicensis  Möschl.  sowie  tut  ei  picta  Frühst . 
sind  Namen  für  antiihsche  oder  Honduras-Formen,  die  sich  auf  den  Grad  der  gelben  Uebergießung  beziehen. 

*)  Das  94  cl  von  der  Unterseite  abgebildete  Stück  der  tavinia  bildet  einen  Uebergang  zu  hilaris. 

**)  Das  9i  e  abgebildete  Stück  ist  ein  ungewöhnlich  reich  braun  gezeichnetes 


VICTORINA.  Von  ])r.  A.  Seitz. 


463 


A.  lytrea  Godt.  (=  clii’yso])ellcia  llbn.)  (94  e).  Nur  von  (Juba  bekannt  und  iti  einer  äbnüclieii  korin  aocb  lylroji. 
auf  anderen  Antillen.  Die  cubanisclie  lytrea  hat  eine  breite  gerade  weiße  Vflglbiiide  und  einen  ovalen  weißen 
DLscalfleek  auf  dem  Hflgl,  so  daß  sie  unverkennbar  ist.  —  eurytis  Frühst,  von  Antigua  und  vielleiclit  auch  einigen  eurytis. 
großen  Antillen,  insofern  sie  vielleicht  der  doniinica  Skitm.  von  Haiti  nahe  kommt,  hat  den  ovalen  Jtisealfleek  dominica. 
der  Hflgl  mehr  bindenartig  ausgezogen  und  die  Vflglbinde  ist  auf  der  Unterseite  selnnäler.  An  den  Flugplätzen 
ist  die  Art  nicht  selten. 

A.  amathea  L.  (=  amalthea  nwc/.)  (94  e).  Die  typische  Form  dieser,  an  dem  blutroten  llflgldiseus  leicht  amathea. 
kenntlichen  Art  stammt  aus  Guayana  und  ist  über  den  ganzen  Norden  von  8üd-Amerika  und  den  größten  Teil  von 
Zentral-Amerika  verbreitet.  Die  Vflgl  zeigen  in  dem  schwarzbraunen  Diskus  versprengte  rote  Flecke  in  ver¬ 
schiedener  Ausdehnung  und  durch  die  Mitte  sowie  vor  dem  »Saumfelde  ziehen  Ketten  unzusammenhängender 
weißer  Flecke,  die  sich  zuweilen  auch  auf  die  Hflgl  fortsetzen.  Die  Unterseite  der  oberen  ähnlich,  nur  blasser.  — 
sticlieli  Fm/esk  aus  Bolivien  scheint  eine  sehr  lokale  Form  mit  stark  reduzierten  weißen  und  roten  Zeichnungen;  es  sticheli. 
finden  sich  aber  Uebergänge,  besonders  zur  vorigen  Form.  —  roeselia  Escdh.  (94  f)  ist  die  südbrasilianische  Form,  roesclia. 
die  bei  Santos  in  8äo  Paulo  in  außerordentlichen  Mengen  auftritt  und  kenntlich  ist  an  den  viel  breiteren  zu 
einem  8chrägbande  zusammenfließenden  weißen  Vflglflecken.  —  thyamis  Frühst,  soll  in  8anta  Katharina  und  thyamis. 
Säo  Paulo  Vorkommen  (wo  ich  indessen  nur  die  vorige  Form  fand);  das  $  soll  dunkler  rot  gerändert,  die  8uh- 
marginalflecken  der  Hflgl  schmäler,  mehr  gebogen  und  die  oberen  verdunkelt  sein.  Alle  Apical-  und  iVIedian- 
flecke  und  Punkte  der  Vflgl  reduziert.  Die  Medianpunkte  beim  $  kaum  noch  zu  erkennen.  —  Die  Rj)  ist  erw  achsen 
schwarz  mit  mittelstarken  schwarzen  Dornen  und  wairde  auf  Acanthaceen  verschiedener  Art  gefunden.  Die 
Pp  gleicht  in  Gestalt  und  Färbung  der  von  Victorina,  hat  aber  keine  Kopfspitzen,  noch  solche  auf  dem  2.,  6.  und 
7.  Ring.  An  Stelle  dieser  Spitzen  sind  zuweilen  Punkte  getreten. 

A.  fatima  F.  (94  f)  der  vorigen  verwandt;  zu  unterscheiden  durch  den  stärker  vorgezogenen  Vflgl-  fatima. 
apex,  die  breitere  Schrägbinde  der  Vflgl,  die  sich  in  breitem  graden  Streifen  auf  den  FHlgl  fortsetzt,  die  Reduk¬ 
tion  des  Rot,  das  auf  dem  Vflgl  völlig  verschwunden  ist,  auf  den  Hflgl  nur  noch  ein  schmales  mattes  Bändchen 
hinter  und  unter  der  Zelle  darstellt.  Nur  aus  Zentral-Amerika  bekannt,  wm  sie  von  Honduras  bis  Costa-Rica 
vorkommt.  — Während  bei  ty|3ischen  fatima  die  Schrägbinde  der  Vflgl  oberseits  deutlich  beingelb  getönt  ist,  ist 
sie  bei  der  Form  venusta  Frühst,  w^eiß  und  die  lichte  Hflgl-Binde  reicht  nur  bis  zur  hinteren  Radialis.  Die  roten  venusla. 
Discalmakeln  der  Hflgl  sind  bei  venusta  etwas  breiter  und  dunkler.  Mexico,  Guatemala. 


16.  Gattung' :  Victoriua  Bich. 

Durchgängig  ziendich  große  Schmetterlinge  von  höchst  aiiffälliger  Färbung  mit  ziemlich  langen  und 
breiten,  zum  Teil  geeckten  oder  geschw^änzten  Figl,  ziemlich  großem  Kopf  mit  starken,  an  der  Spitze  etwas  ein¬ 
wärts  gekrümmten  Palpen.  Die  Fühler  von  über  halber  Costalänge,  kräftig,  mit  flachen  Kolben.  ])ie  Beine 
lang  und  stark,  der  Thorax  kräftig,  die  Figl  breit  mit  gezacktem  Saume.  Die  Zelle  breit,  auf  allen  Flgln  offen. 

Auf  dem  Vflgl  entspringt  der  erste  Subcostalast  nahe  vor  dem  Zellende,  der  2.  an  demselben,  der  3.  w’eit  hinter 
demselben  und  der  4.  kurz  vor  dem  Apex.  x4uf  dem  Hflgl  entspringt  der  1.  und  2.  Subcostalast  vor  dem  Zellende, 
der  3.,  4.  und  5.  sind  gestielt.  Die  Hflgl  sind  kräftig  gezähnt,  der  Zahn  auf  der  oberen  Mediana  oft  schwanzartig 
verlängert.  Die  R^j  ist  nur  von  einer  x4rt  bekannt. 

V.  steneles  A.  Der ,  ;Malachit“  ist  oben  du  nkel  schwarzbraun  mit  nilgi  üner  Schrägbinde  und  solchen  Flecken ;  stendes. 
unterseits  ist  das  Grün  ausgedehnter,  von  silberw^eißen,  orange  gesäumten  Bändern  durchzogen,  steneles  L.  ist  die 
Form  von  Guayana  und  dem  Amazonas,  die  sich  westlich  bis  Ecuador  und  südlich  über  ganz  Brasilien  verbreitet. 

Bei  ihr  ist  der  nilgrüne  Schrägstreifen  breit,  in  der  Zelle  nur  ein  Fleck  und  die  Unterseite  ist  sehr  licht  gezeichnet. 

—  pallida  Frühst,  von  Texas,  Florida  und  Mexiko  bis  Hondiiras  hat  in  der  Vflglzelle  zwei  große  hellgrüne  Fdecken,  .pallida. 
von  denen  der  obere  fast  dreieckig  ist.  —  bipunctata  Frühst.  ( =  meridionalis  Fr»7?sk)  (95  a)  aus  Espirito  Santo  und  Mpunctata. 
Rio  Grande  do  Sul  hat  zw^ei  kleine  Punkte  in  der  Vflglzelle  und  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  einen  schmäleren  sil¬ 
bergrauen  Distalsaum. —  sophene  Fr  uh  .st.  von  Ecuador  hat  in  der  Vflglzelle  nur  einen  kleinen  gelbgrauen  Punkt,  sophcue. 
die  hellen  Zeichnungen  sind  stark  verschmälert  und  die  Mittelbinde  ist  reduziert.  —  lavinia  F.  von  den  x4ntillen  tavinia. 
hat  nur  einen  Zellfleck  in  der  Vflglzelle,  aber  einen  deutlichen  orangegelben  x4nalfleck  auf  der  Hflgl-Oberseite. 

—  biplagiataFmÄsk  (95  a)  hat  zw^eicpiadratische  Zellflecke  auf  dem  4Tlgl  und  die  Binden  der  Unterseite,  welche  die  hipJagiata. 
grünen  Flecke  von  einander  trennen,  sind  sehr  breit  und  tief  orangegelb  gerändert.  —  Eine  interessante  Aberration 

ist  stygiana  8chaus  (95  a),  bei  der  auf  dem  Vflgl  die  grüne  Binde  nur  vom  Ird  bis  zum  unteren  4Iedianaste  dygiana. 
reicht,  der  ganze  übrige  Figl  aber  zeichnungslos  schw'arzbraun  erscheint.  —  Der  Falter  ist  sehr  häufig,  doch  sind 
seine  Jugendzustände  noch  nicht  bekannt.  Erzeigt  eine  bemerkenswerte  x4ehnlichkeit  mit  Formen  der  Jleta- 
morpha  dido  (84  a),  die  sich  nicht  nur  auf  die  Färbung  und  Zeichnung,  sondern  auch  auf  Flug  und  Benehmen  er¬ 
streckt,  so  daß  es  mitunter  schwer  erscheint,  beide  Falterarten,  die  ich  manchmal  gleichzeitig  denselben  Busch 
umfliegen  sah,  von  einander  zii  unterscheiden.  Im  Sitzen  aber  klap])t  Tk  steneles  zumeist  die  Figl  nach  oben  zu¬ 
sammen,  während  M,  dido  sie  häufig,  gleich  ihren  roten  VerAvandten,  ausgebreitet  hält. 


464 


DIDONIS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


sulpUia. 


cpaphus. 


trayja. 


supcrba. 


biblis. 


V.  sulpitia  Cr.  ( =  symachiaGor//.,  elissa. Hbn.)  (94 f  als  snlpicia),  ist,  wiewohl  an  Größe  sehr  variabel,  bedeu¬ 
tend  kleiner  als  die  vorige  Art,  die  Mittelbinde  nicht  grün  sondern  weiß,  die  Oherseitenfärbung  etwas  an  manche  alt- 
weltlichen  Pantoporia  erinnernd.  Die  vorwiegend  weißliche  Unterseite  von  dunkelgesäu inten  Rostbändern  durch¬ 
zogen.  Die  Binde  kann  an  Breite,  der  ovale  und  der  sulrapicale  Vflglfleck  an  Größe  stark  abändern;  das  auf 
der  Unterseite  stets  deutliche  Aveiße  Fleckchen  im  Zellende  kann  nach  oben  weit  mehr  durchschlagen,  als  auf 
unsrer  Abbildung,  aber  auch  oben  ganz  fehlen  und  die  matte  Binde  zwischen  dem  weißen  Mittelband  und  dem 
iSaum  kann  viel  auffälliger  und  rostgelb  getönt  sein.  Die  Art  ist  über  den  ganzen  Norden  8üd-Amerikas  verbreitet 
und  findet  sich  zerstreut  aber  niclit  selten  westwärts  bis  8üdperu. 

V.  epaphus  Uub'.  (=  epaphia  GWb)  (95  b).  8o  groß  wie  steneles.  8chwarzbraun;  Außenhälfte  der 
Vflgl  rotbraun,  durch  eine  w^eiße  Binde  von  der  dunkeln  Innenhälfte  geschieden;  Hflgl  mit  grader  weißer  Halb¬ 
binde  von  vor  dem  Ajiex  bis  vor  das  Hflglschwänzchen.  8ehr  variabel;  die  weiße  Vflglbinde  kann  schmäler 
breiter  und  nach  hinten  erweitert  sein.  Die  Hflglbinde  kann  zwischen  den  Medianästen  spitz  aufhören,  aber  auch 
umbiegen  und  dünn  den  Ird  erreichen.  Dort  kann  sie  in  einen  weißen  8ubanalfleck  enden,  dieser  kann  aber 
auch  isoliert  stehen  und  selbst  fehlen.  Auf  der  Unterseite  kann  der  Apicalteil  der  Vflgl  homogen  sein,  aber  auch 
von  einem  lichten  breiten  Bande  durchzogen;  dieses  lichte  Band  kann  durch  dunkle  Längsteilung  in  zwei  zer¬ 
legt  sein,  aber  auch  fehlen  oder  an  seine  8telle  können  unregelmäßige  Wolken  treten.  Auf  dem  Hflgl  findet  sich 
die  schmale  (innen  Aveiße  Binde  durchaus  nicht  immer,  sondern  kann  fehlen  oder  unvollständig  sein;  auch 
auf  der  (Jberseite  kann  das  spitze  AA'eiße  Hflglband  verkürzt  sein  oder  sich  hinten  in  Flecke  auflösen.  Die  Art 
ist  von  Mexico  südlich  his  Brasilien  und  Peru  verbreitet  und  fliegt  an  vielen  8tellen  gemein  bald  in  einer  Form, 
bald  fliegen  mehrere  der  oben  beschriebenen  Formen  gleichzeitig  miteinander. 

V.  trayja  Hbn.  (95  b)  ist  der  südliche  Vertreter  der  vorigen  und  kaum  artlich  verschieden.  8ie  fliegt  im 
mittleren  und  südlichen  Brasilien,  gleicht  ganz  der  epaphus,  nur  ist  der  Außenteil  der  Vflgl  nicht  rostbraun, 
sondern  dunkel  sch Avarzbraun,  Avie  die  übrige  Figlfläche.  Die  Art  ist  seltner  als  die  vorige,  aber  ebenso  variabel; 
zu  den  für  epaphus  aufgezählten  Variationsmöglichkeiten  kommt  noch  ein  häufig  auftretender  AA^eißlicher  8ub- 
costalfleck  vor  dem  Vflglapex  und  die  Unterseite  beider  Figl  ist  oft  vor  dem  8aum  ockerig  oder  vor  der  Hflglbinde 
rot  gezeichnet.  —  Die  kugeligen  weißen  Eier  haben  9 — 1 1  scharfe  Längsrippen ;  sie  werden  einzeln  an  Acanthaceen 
abgelegt,  Rp  erAA’achsen  samtseliAA^arz  mit  orange-  oder  hellgelben  Dornen,  Kopf  scliAvarz  mit  2  roten  Hörnern. 
Pp  ziemlich  glatt,  ohne  vorstehende  Kanten,  am  Kopf,  auf  der  Thoraxmitte  und  auf  dem  Rücken  der  2 — 3 
ersten  Hlbsringe  kurze  8pitzchen;  matt  hellgrün,  etw'as  durchscheinend.  —  Der  Falter  fliegt  auf  Lichtungen, 
an  Waldrändern  und  auf  buschreichen  offenen  Plätzen. 

V.  superba  Bat.  (  =  aphrodite  Btlr.)  (95  b).  Von  der  vorigen  vor  allem  durch  die  Figlform  unterschieden. 
Der  Vflglsaum  bildet  ZAAÜschen  den  Mündungen  der  Radialen  einen  Zahn,  die  Hflgl  sind  A^iel  tiefer  gezackt 
und  der  Zahn  in  ihrer  8aummitte  ist  zu  einem  langen  8porn  ausgezogen.  Färbung  und  Zeichnung  ähnlich  AAÜe 
bei  trayja'.  die  AAuiße  Binde  außerordentlich  veränderlich,  manchmal  doppelt  so  breit,  wie  geAvöhnlich.  Apical¬ 
teil  der  Vflgl  zuAveilen  lebhaft  orange  gefleckt.  Diesen  Abänderungen  Namen  zu  geben  ist  ebenso  unnütz  als  un¬ 
sicher,  da  z.  B.  über  die  Bindenbreite,  die  roten  Einmischungen  usw.  in  der  Originaldiagnose  überhaupt  keine 
Angaben  gemacht  und  gar  nicht  zu  entscheiden  ist,  ob  die  Type  der  breitbindigen,  der  einfarbigen  rrsAv.  Form 
angehört  hat.  Zentral-Amerika  und  Mexiko.  —  Diese  und  die  beiden  vorigen  Arten  sind  unter  dem  Gattungs¬ 
namen  Amphirene  von  den  echten  Victorina  abgetrennt  AAmrden,  hauptsächlich  auf  Grund  von  Verschieden¬ 
heiten  im  männlichen  GeschlechtsajAparat. 


17.  Gattung-:  l>icloiii$^  Hbn. 

8chAvarzbraune  8chnietterlinge  mit  scharlachrotem  Hflglband.  Mittelgroß,  Körper  ziemlich  schmächtig; 
Kopf  klein,  aber  die  Palpen  beim  $  sehr  lang.  Figl  gerundet,  die  Vflgl  ganzrandig,  der  Hflglsaum  gcAvellt.  Auf¬ 
fällig  ist  die  Ckjstalis  des  Vflgls,  deren  basaler  Teil  stark  aufgeblasen  ist.  Die  Gd  haben  ein  eigentümliches  Duft¬ 
organ,  das  ich  schon  im  Jahre  1889  beschrieben  und  abgebildet  habe.  Es  sind  2  sternförmig  spreizbare  Haar¬ 
pinsel  zu  beiden  8eiten  der  Hlbsmitte,  die  aber  für  gewöhnlich  eingezogen  und  unsichtbar  sind.  Trotz  ihres  ganz 
anderen  Aussehens  ent'-prechen  doch  die  Didonis  den  ErgoJis  der  östlichen  HemisphäreAi  und  haben  auch  Avie  diese 
den  eigentümlich  scliAvimmenden  und  stoßenden  Flug,  indem  sie  mit  flach  ausgebreiteten,  nur  Avenig  zuckenden 
Flgln  dahingleiten  Avie  etAva  eine  Limenitis  oder  Neptis.  Man  hat  7  Formen  unterschieden,  die  Amn  Mexico  his 
Paraguay  verbreitet  sind. 

D.  biblis.  8chwarzbraun,  mit  grellrotem  8charlachband  an  oder  Amr  dem  Hflglsaum.  Von  Mexiko  durch 
ganz  8üd-Amerika  bis  Paraguay  und8üd-Brasilien,  an  offenen,  mit  Buschw-erk  bestandenen  Plätze]i,  häufig  und  das 
ganze  Jahr  hindurch.  —  EiAA-eiß,  OAml,  an  beiden  Polen  abgeflacht,  mit  fein  Aveißem,  oben  rosettenförmig  geordne¬ 
tem  Flaum.  Rp  erAvachsen  graubraun  mit  hellen  8chrägstrichen,  und  feinen  grünen  Wärzchen,  auf  dem  7.  Ring  ein 
lichtes  Bändchen.  Die  Dornen  mittellang,  auf  dem  Kopfe  zwei  etAA^as  geschlängelte,  mit  einem  Endstern  gekrönte 


VILA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


405 


3.  VI.  IDU. 

ragia  volubilis;  sie  liält  in  der  Ruhe  Vorder-  und  Hinterteil  erlio))en.  J'j)  giiin  f)dergrau}>raun,  lei(dit 
t,  gedrungen  mit  weit  vorstehender  Figlkante  wie  bei  Ergolis,  aber  sonst  nicht  so  glatt  wie  diese.  JJer 
Schmetterling  fliegt  elegant,  aber  nicht  schnell  und  setzt  sich  sehr  häufig  auf  Büsche;  in  Bahia  fand  ich  flio  Tiere 
häufig  in  die  horizontal  liegenden  Netze  einer  großen  Spinne  verstrickt,  in  denen  zahlreiche  Exem})lare  zu¬ 
grunde  gehen.  —  Da  keine  Gegend  bekannt  ist,  wo  mehr  als  eine  Form  von  Didonis  vorkommt,  sind  es  wohl  nur 
Formen  einer  Art,  die  einander  ablösen.  Die  nödlichste  ist  aganisa  Bsd.  (94  f)  mit  eiutönig  dunkelbraunen  aijanisa. 
Vflgln;  das  Scharlachband  läuft  im  Zickzack  vom  Vorder-  zum  Hinterwinkel  der  Hflgl  und  schneidet  den 
Außenrdsteil  der  Hflgl  ab;  von  Mexiko  bis  Zentral-Amerika.  —  pasira  Dhl.  u.  Heiv.  zeigt  das  Scharlachband  pasira. 
näher  an  den  Hflglsaum  gerückt  und  durch  die  sehr  dicken  Adern  in  rote  Einzelflecke  zerteilt.  Die  Vflgl  sind 
im  Außenrdsteil  stark  aufgehellt.  —  Sie  fliegt  in  Guayana  und  ist  nur  als  ein  Uebergang  zur  typischen  hihlis 
aufzufassen.  —  biblisF.  (=  hyperia  Cr.,  thadama  Godt.)  (94 f)  hat  gleichfalls  am  Außenrd  aufgehellte  Vflgl;  hier  hiblis. 
folgt  das  Scharlachband  durchaus  dem  Bug  des  Hflglsaumes  \ind  läßt  nur  einen  schmal  schwarzen  Saum  frei. 

Dies  ist  die  gewöhnliche  Form,  die  sich  von  Columbien  bis  über  Mittelbrasilien  verbreitet  und  noch  in  Rio  Ja¬ 
neiro  und  Säo  Paulo  sehr  gemein  ist.  —  nectanabis  Frühst,  hat  oben  dunkleres  Rot  des  Scharlachbandes,  unter-  nectanabis. 
seits  ist  das  Hflglband  viel  schmäler  als  bei  nordbrasilianischen  Stücken;  Rio  Grande  do  Sul.  —  sisygambls  sisygambia. 
Frühst,  soll  größer  sein  als  brasilianische  Stücke,  das  rote  Hflglband  unterseits  ist  stärker  verschmälert  und 
mit  schwarzen  Schuppen  bestreut,  als  bei  der  vorigen  Form.  —  laticlavia  TÄfeme,  dieR.HAENSCii  am  oberen  laticlavia. 
Rio  Napo  entdeckte,  hat  von  allen  Formen  die  breiteste  Scharlachbinde;  diese  wird  ganz  besonders  in  der  Saum¬ 
mitte  breit  und  erstreckt  sich  dort  soweit  wurzelwärts,  daß  ihr  Innensaum  nach  der  Wurzel  zu  konvex  wird, 
während  er  sonst  konkav  ist.  —  Die  Art  gehört  schon  zu  den  Ergoliden. 


C.  Gruppe:  Ergolidi. 

Zu  dieser  Gruppe,  die  sich  typisch  in  Asien  und  Afrika  durch  die  Ergolls.  Eunjtela  und  ßfltll'}  vertreten  findet,  und  die 
je  nachdem  bald  als  Ergolidi,  EurgieVini  oder  Biblini  bezeichnet  wurde,  gehört  bereihs  die  eben  behandelte  Gattung  Didonis 
und  nur  durch  ein  Versehen  steht  dieser  Paragraxhi  hinter  statt  vor  dieser  Gattung.  Je  nachdem  die  Lebensweise,  die  Adern¬ 
bildung  oder  die  Entwicklungsgeschichte  in  den  Vordergrund  geschoben  wird,  grenzt  sich  die  Grui^iie  etwas  anders  ab.  Man  hat 
auch  die  3  amerikanischen  Gattungen,  welche  sicher  hierher  gehören  (Didonis,  Vila,  Cg.stinenra)  nochmals  als  „Didonidl‘  iso¬ 
liert.  Aurivillius  stellt  die  aufgeblasenen  Aderwurzeln  des  Vflgl  (besonders  der  Subcostalis)  in  den  Vordergrund,  nach  wel¬ 
chem  Prinzip)  sich  noch  eine  Reihe  anderer  amerikanischer  Gattungen,  wie  z.  B.  die  nach  dieser  Eigenschaft  benannte,  früher 
in  der  Gattung  Temenis  versteckte  Bolboncura  sylphis  einreihen  ließe.  Libyihina  und  A  niigoni.s,  über  deren  Leben  man  noch  fast 
nichts  weiß,  würden  die  Grujjpe  mit  den  Eunica  und  Lucinia  nnt  den  Epicaliidi  verbinden.  Bevor  man  die  Raupen  kennt,  die 
gerade  hierin  ganz  charakteristisch  sein  müssen,  ist  es  müßig,  über  die  Verwendbarkeit  dieser  Grui^j^en  viel  Worte  zu  verlieren. 
Während  die  ganz  übereinstimmende  Lebensweise  von  ErgoHs  und  Didonis  einerseits,  die  fra}jx>ante  Aehnlichkeit  von  Cysii- 
neura  teleboas  und  Neptidopsis  (die  nicht  nur  oberflächlich  ist!)  für  eine  Vereinigung  der  Alt-  mit  den  entsp^rechenden  Neuwelts¬ 
gattungen  zu  einer  Subfamilie  einnehmen,  weist  andererseits  Reuter  beide  auseinander  und  empfiehlt  eine  nähere  Angliederung 
der  Ergolis  an  die  ^^anessidi.  Aber  es  ist  doch  sehr  auffällig,  daß  alle  Rp^n,  die  man  von  ßybliu  (Afrika)  Eryolis  (Asien)  und 
Didonis  (Amerika)  kennt,  an  ein  und  derselben  Futterpjflanze,  der  übelriechenden  Tragia,  leben.  \Wnn  sich  zu  so  imgewöhidichen 
morpjhologischen  Momenten,  wie  die  Blase  an  der  Costaliswurzel,  die  Art  der  Rpnbedornung  (Kopfdornen  sehr  lang.  Dornen  am 
Ende  mit  einem  Stachelkranz  usw. )  und  Aehnlichem  noch  die  Gleichartigkeit  einer  sonst  ungewöhnlichen  Futterpflanze  gesellt, 
dürfte  ein  systematischer  engerer  Zusammenhang  geographisch  weit  getrennter  Gattungen  doch  wahrscheinlich  sein. 


18.  Gattung’:  Vila  Ky. 

DaF^7ci  zu  denjenigen,  ziemlich  spärlichen,  Tagfalter-Gattungen  gehört,  von  denen  ich  niemals  ein  Exem¬ 
plar  im  Freien  beobachtet  habe,  bin  ich  nicht  imstande,  über  ihre  biologischen  Verhältnisse  irgendwelche  An¬ 
gaben  zu  machen.  Der  Verwandtschaft  nach  (sie  stehen  mit  der  Ergolis-Didonis-Cv\\'^])Q  in  naher  Beziehung) 
sollte  man  einen  schießenden  oder  schwimmenden  Flug  mit  horizontal  gehaltenen  Flgln  vermuten;  aber  eine 
unverkennbare  Neigung,  zu  gewissen  Itbomiinen  in  mimetische  Beziehung  zu  treten,  läßt  eüieii  abwechsehid 
flatternden  und  gaukelnden  Flug  zur  Durchführung  der  Täuschung  als  vorteilhafter  für  das  Tier  erscheinen.  —  , 

Die  Gattung  besteht  aus  6  einander  ziemlich  nahestehenden  Falterformen,  die  alle  (bis  auf  eine)  vorwiegend 
dunkle  Flgloberseiten  haben  mit  glasig  weißen  Einlagerungen  und  mit  orangefarbener  Bogenlinie  auf  der  Unter¬ 
seite.  Alle  Arten  scheinen  ziemlich  selten  und  kommen  nur  ganz  vereinzelt  nach  Europa.  Ihr  eigentliches  Ge¬ 
biet  ist  das  Flußsystem  des  Amazonenstroms,  von  wo  sie  nördlich  bis  Guayana  und  südlich  bis  Pein  reichen.  — 

Die  Vila  haben  einen  mäßig  breiten  Kopf  mit  dicken  nackten  Augen,  Palpen  von  etwa  Kopfeslänge  mit  verdick¬ 
tem  2.  und  etwas  gesenktem  3.  Glied;  Fühler  von  halber  Costalänge,  am  Ende  allmählich  und  schwach  ver¬ 
dickt;  der  Körper  ist  schmächtig,  auf  dem  Thorax  weißliche  Bändemng  und  Fleckung,  wie  bei  einer  Pantoporia; 

Figl  ganzrandig,  breit  mit  gerundetem  Saum.  Das  Geäder  dem  von  C ystineura  ähnlich,  auf  dem  Vflgl  ist  die 
Zelle  geschlossen,  die  fSubcostalis  an  der  Wurzel  beim  C  eüier  dicken  Cyste  aufgeblasen.  Hflglzelle  offen. 

—  Ueber  die  Jugendzustände  ist  nichts  bekannt. 

V.  azeca  DM.  u.  Hew.  (95  c).  Vflgl  mit  breit  weißem  Zellkeil,  subapicaler  Schrägbinde  und  weißem  azcca. 
Strichfleck  zwischen  den  Medianästen;  Hflgl  mit  glasigweißem  Costalteil.  Unterseite  mit  orangegelbem,  dun¬ 
kel  eingefaßtem  Randstreif.  Bolivien  und  Peru. 


V 


59 


466 


CYSTINEURA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


cacica. 


slalachioi- 

des. 


caecilia. 


emilia. 


mariana. 


hyperm- 

nestra. 


apicalis. 

burchelli. 

hogotana. 
ca  na. 


semifulva. 


caclcB.  Stgr.  ist  oben  ganz  ähnlich,  aber  der  Zellkeil  vor  der  Spitze  durchschnitten,  die  Schrägbinde 
in  2  Flecke  zerteilt;  Flecke  vor  dem  Apex,  und  zwischen  den  Medianästen  weiße  Wischflecke;  Hflgl  mit 
gleichmäßigem,  lichtem  Band.  Aus  Ecuador. 

V.  stalachtoides  Bates.  Eine  sehr  leicht  kenntliche  Art,  die  einer  Stalachtis  j)haeclusa  (Taf.  143),  oder 
Lencothyris  egra  (39b)  gleicht,  oder  auch  einer  Pseiidoscada  exornata  Hsch.  (41b).  Die  Vflgl  sind  von  hel¬ 
len  trübgelben  Flecken  durchsetzt,  der  Hflgl  hat  durchscheinenden  Discus,  schwarzen  Vrd  und,  was  das 
Auffälligste  ist,  vor  dem  schwarzen  Außenrd  einen  orangeroten  Streifen.  Vom  unteren  Amazonas. 

V.  caecilia  Cr.  (95  c).  Vflgl  mit  breit  weißem,  ovalem  oder  bandförmigem  Apicalfleck,  eben  solchem 
Discalfleck  und  weißblauem  Bändchen,  das  den  Wurzelteil  aller  Figl  abschneidet.  Hflgl  zuweilen  mit  weißhchem 
Mittelband.  Vom  oberen  Amazonas. 

V.  emilia  Cr.  gleicht  ganz  der  vorigen,  doch  sind  die  großen  weißen  Vflglflecke  in  kleinere  aufgelöst. 
Der  Hflgl  zeigt  unten  stets,  oft  auch  oben  eine,  von  den  Rippen  durchschnittene  Mittelbincle.  Guayana  und  Ama¬ 
zonas. 

V.  mariana  Bates  ist  oben  der  vorigen  ganz  ähnlich,  hat  aber  auf  dem  Hflgl  weiße  Randzeichnungen 
und  Fransen ;  die  Vflgl  sind  etwas  stärker  weiß  gefleckt,  und  im  Apex  selbst  steht  eine  verloschene  weiße  Linie. 
Auf  der  Hflgl-Unterseite  fehlt  das  weiße,  bei  caecilia,  und  emilia  deutliche  Subbasalbändchen.  Die  gelbbraunen 
Vrds-  und  Außenrdsstreifen  fließen  zusammen.  Vom  oberen  Amazonas.  Selten. 


19.  Gattung-:  Cystiiieiira  Bsd. 

12  Formen  bilden  diese  Gattung,  von  denen  11  einander  sehr  nahe  stehen,  die  12.  aber  merkwürdiger¬ 
weise  beraiisfällt  und  sich  strukturell  wie  auch  im  Habitus  einer  afrikanischen  Falterart  nähert.  Die  Gattung 
ist,  wenigstens  was  die  11  ersten  Formen  anbetrifft,  mit  keiner  anderen  zu  verwechseln,  sie  besteht  aus  äußerst 
zarten,  breitflügeligen,  ziemlich  kleinen  Falterchen,  deren  langgezogene  Vflgl  einen  geraden  Vrd,  einen  langen 
Außenrd  und  einen  entweder  ganz  liniengeraden  oder  sogar  leicht  konkaven  Ird  zeigen.  Am  Geäder  ist  zu  be¬ 
merken  eine  dicke  ampullenartige  Blase  an  der  Wiirzel  der  Subcostalis,  eine  sehr  breite  geschlossene  Vflglzelle 
und  eine  offene  HflglzeUe.  Die  Färbung  ist,  von  der  12.  kaum  in  diese  Gattung  gehörigen  Art  abgesehen,  weiß 
oder  grau  mit  etwas  orangefarbener  Tingierung.  Ueber  die  Jugendzustände  ist  Genaues  nicht  bekannt.  Die 
geographische  Verbreitung  reicht  von  dem  südlichsten  Teile  der  Union  bis  nach  Paraguay.  Ein  richtiges  Aus¬ 
einanderhalten  der  Arten  und  Einreihen  der  Nebenformen  ist  mit  großer  Schwierigkeit  verbunden  und  das 
Ineinanderübergehen  der  verschiedenen  Formen  läßt  vermuten,  daß  es  sich  bei  den  Formen  dieser  Gattung  nur 
um  ganz  wenige  variable  Arten  handelt,  die  alle  in  der  gleichen  Richtung  variieren. 

C.  hypermnestra  Hhn.  (  =  hersiha  Godt.  p.  p.,  tokantina  Bat.)  (115e,  97  a  Unterseite).  Schon  in  meinen  ,.le- 
pidopterologischen  Studien“  (Zool.  Jahrb.  System.  4,  S.  912)  habe  ich  auf  die  ungeheure  Variabilität  dieser  Species 
hingewiesen,  die  selbst  unter  den  zahlreichen  Stücken,  die  ich  am  selben  Platze  und  fast  zur  selben  Stunde  in  Bahia 
fing,  wahrzunehmen  war.  Die  CC  können  oben  fast  einfarbig  grau  sein,  haben  aber  meist  eine  ziemhch  breite 
lichte  Discalbinde  durch  den  Vflgl,  die  sich  unter  der  Zelle  erweitert  und  bedeutend  schmäler  auf  dem  Hflgl 
fortsetzt.  Die  Unterseite  hat  beim  C  meist  ziemhch  scliAvach  ockerfarbige  Auflagerung,  hauptsächheh  im 
Saumfekle,  und  zeigt  eme  weiße  Subbasalbinde  der  Hflgl,  die  deren  Discalbinde  an  Breite  nicht  nachsteht  oder 
diese  sogar  noch  übertrifft.  Auch  beim  $  kann  die  ockerfarbige  Aeiflagerung  der  Unterseite  stark  oder  scluvach 
ein.  Die  Art  ist  nur  von  Bahia  bekannt,  wo  sie  das  ganze  Jahr  über  fliegt.  —  Weiter  südlich  von  Rio  bis  Para¬ 
guay  fliegt  eine  Form  mit  breit  orangegelbem  Apicalteil  des  Vflgls,  die  Staudixger  als  apicalis  bezeichnet 
und  üi  der  er  bereits  eine  südliche  Lokalform  von  hypermnestra  YQXn\\\tei.  Diese  Form  ist  115e  als  vorletzte 
Figur  abgebildet,  hat  aber  versehentlich  den  falschen  Namen  hogota.na  erhalten,  während  der  Name  apicalis  unter 
die  davorstehende  Figur,  welche  eine  C.  corviana  darstellt,  geglitten  ist.  Von  dieser  Lokalform,  deren  Gelb¬ 
färbung  bezüglich  ihrer  Ausdehnung  stark  der  Variation  unterworfen  ist,  beschreibt  Moulton  nun  nochmals 
eine  Subvarietät  aus  Brasihen,  die  er  burchelli  nennt. 

C.  bogotana  Fldr.  kommt  in  gewissen  Formen  der  vorigen  Art  sehr  nahe,  so  z.  B.  in  der  Form  cana 
Erichs.,  die  auf  der  Oberseite  wie  hypermnestra  fast  keine  gelbe  Auflagerung  hat  und  sich  von  den  dunkel  be¬ 
stäubten  Exemplaren  dieser  nur  durch  geringere  Größe  und  dunklere  Flgh’äiider  unterscheidet  und  auf  der 
Unterseite  durch  die  beträchtlich  schmälere  Subbasalbüide  der  Hflgl;  wieder  andere  Stücke  sind  fast  ganz  weiß, 
gehören  aber  trotzdem  zweifellos  in  den  Formenkreis  der  hogotana.  Daß  aber  semifulva  Fldr.  (97  a)  mit  hogotana 
gleichartig  sein  soll,  scheint  mir  darum  ausgeschlossen,  weil  neben  sonstigen  Unterschieden  diese  eine  schmale 
Subbasalbinde  der  Hflgl  auf  der  Unterseite  zeigt.  Columbien  und  Venezuela. 

C.  semifulva  Fldr.  (97  a),  gleichfalls  aus  Columbien,  hat  die  Basalliälfte  der  Vflgl  und  den  ganzen  Hflgl 
trüb  ockergelb  übergossen,  der  Apicalteil  des  Vflgls  mit  weißen  Längsflecken  dicht  besetzt.  Nicht  selten. 


MEGALURA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


4fi7 

C.  amymone  Men.  (115  e)  unterscheidet  sich  von  der  vorigen  Art  dadurch,  daß  die  Medianhinde  der  amymonc. 
Hflgl-Unterseite  zwar  an  der  Costa  breit  beginnt,  hinter  der  Zelle  aber  sich  zu  einer  Kette  kleiner  runder  weißer 
Flecken  verschmälert.  Die  Vflgl  gleichen  oberseits  denen  von  hy'pennneslra,  die  Hflgl  aber  zeigen  ockergelben 
Außenteil.  Findet  sich  von  Texas  durch  Mexico  und  Zentral-Amerika.  In  Florida  kommt  eine  Form  mit  ein¬ 
farbig  grau  übergossenen  vor,  =  floridana  Streck.,  die  nach  Mengel  gleich  cana  sehi  soll,  sich  aber  von  ihr  flori&xnu. 
durch  die  ßindenform  der  Hflgl-Unterseite  unterscheidet;  wohl  aber  zeigt  sie  nahe  Verwandtschaft  mit  einer 
im  (^-Geschlecht  einfarbig  dunlcel  braungelben  Form  von  der  Insel  Trinidad,  corviana  Btlr.  (lJ5e,  irrig  als  corviami. 
apicalis  bezeichnet,  welcher  Name  zu  der  links  davon  stehenden  Figur  gehört). 

C.  aurantia  Weeks  (115  e)  ist  eine  im  (J-Geschlecht  oben  fast  einfarbig  weiße,  nur  am  Außenrd  der  Vflgl  auraniia. 
ganz  schmal  gelb  tingierte  Form,  deren  Unterseite  wir  abbilden.  Sie  wird  charakterisiert  durch  die  iJiscal- 
binde  der  Hflgl-Unterseite,  die  eine  Kette  aus  rundlichen  weißen  Flecken  darstellt,  welche  in  eme  braungraue 
Schattierung  eingebettet  süid.  Bolivien. 

C.  dorcas  F.  (—  hersilia  F.,  mardiana  Gr.)  (97  a)  ist  mit  keiner  andern  Art  zu  verwechsehi.  Hier  sind  dorcas. 
beide  Figl  oberseits  in  ihrem  Außenteile  lebhaft  gelbrot,  der  Innenteil  ist  weiß  mit  matt  graulichen  Zeichnungen. 

Von  Jamaica. 

C,  teleboas  Men.  (97  a).  Diese  Art  unterscheidet  sich  von  allen  übrigen  Cystineura  strukturell  durch  die  telehoas. 
noch  stärker  verlängerten  Palpen,  stärker  gezackten  Außenrd  der  Hflgl  und  durch  den  gewellten  Vflgl-Saum, 
auch  die  Zeichnung  fällt  völlig  aus  der  Gattung  heraus  und  ähnelt  merkwürdig  der  der  afrikanischen  Nepti- 
dopsis  ophione  (Bd.  13,  Taf.  49  d).  Nicht  nur  die  verlängerten  Palpen,  die  aufgeblasene  Costaliswurzel  und  die 
schwarzweiße  Färbung  bringt  beide  zusammen,  sondern  auch  die  Zeichnung  von  Ober-  und  Unterseite,  besonders 
die  eigentümlichen  doppelten  Augeiu’eihen  hinter  der  weißen  Medianbinde  sind  beiden  gemeinsam,  telehoas 
kommt  nur  auf  den  Antillen  vor. 


D.  Gruppe:  Marpesiidi. 

Wie  wir  Didonis,  Biblis  xmd  Ewyiela  bzw.  Eryolts  trotz  recht  verschiedeneüi  Habitus  und  weit  getrennten  Vaterländern 
nicht  ohne  Bedenken  trennen  dürfen,  so  schließt  sich  die  einzige  hierher  gehörige  amerikanische  Gattung  — ■  Meyalura  —  ganz  eng 
an  eine  asiatisch-afrikanische  Gruppe  an,  die  aus  den  Gattungen  Cyrestis  und  Chersonesia  besteht.  Die  Ilpn  der  hierher  ge¬ 
hörigen  Gattungen  sind  nicht  eigentlich  bedornt,  sondern  führen  außer  zwei  langen  Kopfhörnern  nur  vereinzelte  unxiaare, 
ziemlich  weiche  Anhängsel,  von  denen  je  einer  auf  dem  .5.  und  11.  Ringe  steht,  zuweilen  noch  einer  auf  einem  oder  zwei  dazwi¬ 
schen  liegenden  Ringen,  die  dann  gewöhnlich  kürzer  sind.  —  Weiterhin  werden  die  Megalura  mit  den  Cyrestis  vereinigt  durch 
die  gemeinschaftliche  Futterpflanze;  in  der  Regel  findet  man  die  Rijn  auf  Ficus  oder  verwandten  Pflanzen.  —  Die  Schmetter¬ 
linge  endlich  zeigen  fast  sämtlich  im  Analwinkel  der  Hflgl  ein  kleines  Däpx^chen,  das  beim  sitzenden  Falter,  weim  er  die  Plgl 
gespreizt  hält,  herabhängt.  —  Sowohl  in  der  alten  wie  in  der  neuen  Welt  sind  die  Marpesiidi  mit  je  2ü — 25  Arten  vertreten  und 
fast  ganz  auf  di^Troiien  beschränkt;  ein  Unterschied  besteht  darin,  daß  die  amerikanischen  Arten  lang,  die  altweltlichen  aber 
kurz  geschwänzt  sind. 


20.  Gattiiiio-:  Meji’aliira  Bich. 

Die  früher  unter  Timetes  und  Marpesia  gellende  Gattung  steht  in  der  amerilvanischen  Falterwelt  ebenso 
isoliert  und  zusammenhanglos  da,  wie  ihre  nächsten  Verw^andten,  die  Cyrestis,  in  der  alten  Welt.  Als  diesen 
beiden  emander  genau  entsprechenden  Gattungen  gemeinsam  muß  die  Bedornung  der  Rpn  und  die  Gestalt 
der  mit  einem  eigentümlichen  etwas  gekrümmten  Analläppchen  versehenen  Hflghi  angesehen  werden.  Die 
Megalura  haben  ehren  ziemlich  breiten  Kopf  mit  breiter  Stirn  und  vorgecpiollenen  Augen.  Die  Palpen  lang, 
besonders  das  2.  Glied,  auch  das  3.  lang  und  spitz;  die  Palpen  selbst  anhegend  beschuppt,  die  Fühler  mittel¬ 
lang  mit  gut  entwickelter  länglicher  Keule,  zu  der  sie  allmählich  anschwellen.  Die  Subcostahs  der  Vflgl  5-ästig, 
der  erste  Ast  etwa  an  der  Zellmitte,  der  2.  an  deren  Ende  entspringend,  der  3.  bis  5.  gestielt;  die  untere  Disco- 
ceUularis  fehlt  auf  beiden  Flgln,  so  daß  alle  Zellen  offen  sind.  Gewöhnlich  sind  die  Vflgl  am  Apex  vorgezogen 
oder  zugespitzt,  der  Saum  geschwungen,  der  Ird  völlig  gerade.  Die  Hflgl  zeigen  einen  von  dem  oberen  Median¬ 
aste  der  ganzen  Länge  nach  durchzogenen  spitzen  Schwanz  und  meist  im  Analwinkel  ein  kleüies  etwas  nach 
außen  umgebogenes,  zuweilen  lebhaft  gefärbtes  Läppchen. 

Die  Rp  zeigt  ehre  starke  Reduktion  in  der  Bedornung.  Die  Seitendornen  sind  bereits  fast  völlig  gesell vain- 
den  und  nur  unpaare  weiche  Doimen  finden  sich  über  den  Rücken,  so  daß  bereits  ein  LTebei’gang  zu  der  Rpn- 
Form  der  Hpa^^m(Z^  Platz  zu  greifen  scheint.  Im  ganzen  dürften  sie  sich  am  ersten  den  G/;iortppe  anschließen.  Die 
meisten  Arten  sind,  wo  sie  Vorkommen,  recht  häufig,  saugen  sowohl  den  Honig  der  Blumen,  Avie  auch  die  Feuch¬ 
tigkeit  nasser  Wegstellen  und  aus  dem  Hauptverbreitungsgebiet,  dem  nördlichen  Südamerilca,  erreicht  fast  keine 
Faltersendung  Europa,  die  nicht  einen  oder  mehrere  Repräsentanten  dieser  Gruppe  enthielte.  Im  ganzen  ver¬ 
breitet  sie  sich  von  dem  Süden  der  Union  (Texas  und  Florida)  bis  nach  Paraguay  und  dem  nördlichen  Argen¬ 
tinien  im  Osten  und  Peru  und  Bolivien  im  Westen.  Eüizehie  Arten  zeigen  Anldänge  an  Falter  anderer  Gmppen, 
mit  denen  sie  zusammenfliegen,  doch  kommt  es  nicht  zu  einer  eigentlichen  mimetischen  Ausbildung,  dagegen 
ist  die  Unterseite  vielfach  ilirer  Umgebung  angepaßt.  Man  kennt  etwa  25  Formen. 


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MEGALURA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


coresia.  M.  coresia  Godt.  (=  cerynthia  Hhn.,  sylla  Per.)  (96  a).  Oben  dunkel  schokoladebraun  mit  aufge- 

lielltem  Außenrd,  unten  ist  die  Basalliälfte  der  Figl  atlasweiß,  die  Außenliälfte  braun.  In  Texas,  aber  dort  meist 
noch  ziemlich  selten,  durch  Zentral-  und  das  nördliche  Süd-Amerika  südlich  bis  Peru  und  das  südliche  BraBihen. 
Der  Vidgärname  ,,Waiter“  ( =  Kellner)  spielt  auf  die  Oberseite  (dunkler  langsj)itziger  Frack)  und  die  Unter¬ 
seite  (weißer  Brusteinsatz)  an. 

norica.  M.  norica  Hew.  (96  a).  Meist  klemer  als  coresia.  Die  Vflgl  schwarzbraun,  vom  Ird  ziehen  einzehie 

streifenförmige  Aufhellungen  bis  gegen  die  Mediana  hin.  Die  Hflgl  lichter  bräunlich  mit  dunklen  Längsstreifen. 
Die  Unterseite  ganz  anders  als  coresia,  braun  mit  dunklen  Zackenlinien  und  einem  meist  etwas  lichteren  Quer¬ 
bändchen  vom  Ird  der  Hflgl  bis  zum  oberen  Medianaste;  der  Außenrd  der  Vflgl  meist  weißlich  bereift.  Ecuador 
und  Peru. 

themistocles.  M.  themistoclcs  F.  (96  a).  Die  Figl  ziemlich  gleichmäßig  gelbbraun  und  schwarzbraiin  gestreift,  die  L^n- 

terseite  der  der  vorigen  Art  ähnlich.  Der  Unterschied  besteht  darin,  daß  bei  themistocles  die  lichten  Streifen  den 
ganzen  Vflgl  durchziehen,  bei  norica  nur  am  Irdteil  deutlich  erkennbar  sind.  Brasilien. 

Chiron.  M.  chirofl  F.  (=  chironias  Flhn.,  cinna  Swains.  nec.  Cr.)  (96  a).  Die  häufigste  und  bekannteste 

Megalura.  Aehnlich  der  vorigen  sind  die  Figl  oberseits  gelbbraun  und  schwarzbraun  gestreift,  aber  die 
Streifen  sind  nicht  gekrümmt  wie  bei  themistocles,  sondern  ganz  gerade.  Die  Unterseite  vollständig  verschie¬ 
den,  leicht  perlmutterglänzend,  zumeist  im  Außenteil  dunkel  graubraiin,  im  Innenteil  hell  staubgrau;  beide 
Teile  durch  eine  dunkel  eingefaßte  gerade  weiße,  durch  beide  Figl  ziehende  Binde  geschieden.  Bei  typischen 
cMron  finden  sich  vor  dem  Vflgl- Apex  oberseits  5 — 6  deutliche  weiße  Punktflecke.  Die  Art  ist  außerordentlich 
verbreitet  und  kommt  von  den  Antillen  und  Mexico  durch  ganz  Zentral-  und  Süd-Amerilca  bis  weit  nach  Süden 
vor.  Auf  Cuba  kommen  neben  ty|Bischen  Stücken  auch  solche  vor,  denen  oberseits  die  Apicalpunkte  des  Vflgls 
fehlen,  die  auch  meist  in  der  Grundfarbe  von  typischen  chiron  abweichen  und  oftmals  eine  mehr  einfarbig  leder- 
chironides.  gelbe,  wenig  opaleszierende  Unterseite  haben.  Diese  sind  als  ab.  chironides  Stgr.  unterschieden  worden.  Mir  liegt 
eine  ganze  Anzahl  von  Uebergängen  vonOaba  vor,  so  daß  ich  Staudingers,  auch  von  Fruhstorfer  geteilter 
insularU.  Ansicht,  daß  chironides  eigne  Art  sei,  nicht  beipflichten  kann,  insularis  Frühst.  (  =  marius  StollnecCr.)  von  Ja¬ 
maica  beschrieben,  stellt  einen  solchen  Uebergang  dar.  —  Die  Rp  von  chiron  dürfte,  wie  die  meisten  Megalura- 
Arten  auf  Feigen  und  Morus  leben;  nach  Möschler  wurde  sie  auf  Portorico  auf  Maclura  tinctoria  gefunden. 

merops.  M.  merops  Bsd.  (96  b).  Oben  schmutzig  graubraun  mit  schwarzer  .reichlich  weiß  getupfter  Apicalhälfte 

des  Vflgls;  unten  trüb,  silberweiß  mit  bräunlichen  parallelen  Querlinien.  Von  Costa-Rica  durch  das  ganze 
nördliche  Südamerika  bis  Bolivien.  Im  Süden  ihres  Verbreitungsgebietes  wird  die  Art  durch  egina  Bat.  abgelöst. 
Häufig. 

alcibiades.  M.  alcibiades  Stgr.  Die  Oberseite  dieses  Falters  gleicht  genau  dem  chiron,  die  Unterseite., einer  herania. 

Von  beiden  unterscheidet  ihn  das  Fehlen  des  Analläppchens  am  Hflgl.  Der  Falter  muß  sehr  selten  sein  oder 
wegen  seiner  Aehnlichkeit  mit  dem  sehr  gemeinen  chiroyi  wenig  gefangen  werden.  Zentral- Amerika :  Chiri- 
qixi  nnd  Veraguas. 

cgina.  M.  egitia  Bat.  Diese  am  oberen  Amazonas  stellenweise  häufige  Art  hat  zwar  oben  große  Aehnlichkeit 

mit  chiron  oder  themistocles,  unterscheidet  sich  aber  sofort  durch  die  helle  und  glänzende  Unterseite,  durch  die 
sie  sich  dem  M.  merops  nähert. 

harmonia.  M.  harmonia  Dhl.  u.  Heio.  (96  e).  Auch  diese  Art  hat  die  helle,  atlasglänzende,  von  parallelen  Linien 

durchzogene  Unterseite.  Oben  ist  sie  lebhaft  orangegelb,  fast  genau  wie  herania-G ,  aber  der  Vflglapex  ist  viel 
spitzer  und  die  Außenrdslinie  lebhaft  schwarz.  Das  $  ist  auch  auf  der  Oberseite  trüb  weiß  mit  gelbem  Ton. 
Mexico. 

tutelina.  M.  tutelitia  Hew.  ist  auf  der  Oberseite  fast  wie  harmonia  gezeichnet,  aber  der  Vflglapex  noch  spitzer, 

die  Gnindfarbe  mehr  feurig  rotgelb,  vor  allem  durch  die  Unterseite  verschieden,  die  rotbraun  ist  mit  violettem 
Schimmer,  von  3  Imearen  braunen  Bändchen  durchzogen,  so  daß  auf  der  Unterseite  Aehnlichkeit  mit  themistocles 
besteht.  Amazonas;  schemt  recht  selten. 

herania.  M.  berania  (96  c).  oben  feurig  rotgelb,  aber  mit  gemndetem  Apex,  unten  trüb  gelb  mit  weißem 

Atlasglanz  und  6 — 8  dottergelben  Querbändern.  Das  $  ist  oben  tidib  graubraun,  unten  weißlich,  aber  ganz 
ähnlich  wie  das  G  gezeichnet,  nur  daß  die  Bänder  oberseits  deutlicher  und  breiter  hervortreten.  Die  typischen 
GS  haben  einen  schwarzen  Außenrd  der  Vflgl,  dunklen  Saum  am  Apex  und  dunkle,  auf  den  Hflgln  fast  schwarze 
Linien  (=  crassilineata  Frühst.).  Fruhstorfer  macht  ganz  richtig  auf  den  Unterschied  dieser  Form  von  den 
Honduras- Stücken,  die  dunkelgelbe  Querlinie  haben,  aufmerksam;  aber  diese  Ltzteren  sind  die  atypischen  und 
hu/is/or/eri.  naüßten  neu  benamit  werden  (=  fruhstorfeti  7iom.  nov.)  (96  c). 

livius.  M.  livius  Ky.  (=  berania  $  Hew.)  (96  b).  Oberseite  schwarzbraun  mit  dunkeln  Querbändern,  nicht  un- 

ähnhch  einer  norica  (96  a),  aber  die  Unterseite  ist  wie  aus  weißem  Atlas,  mit  feinen  braunen  Linien.  Ecuador, 
Bohvien  und  Peru. 


MEGALURA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


4G9 


M.  crethon  F.  (=  crithon  Godt.)  (961)).  Unterseite  der  vorigen  Art  recht  älinlicli,  gleichfalls  atlas-  cndlum. 
weiß,  aber  mit  eigentümlich  rosaviolettem  Ranch.  Oben  die  Figl  erdbraun  mit  weißer  Mittelbinde  und  6 
weißen  Tropfenflecken  im  Außenrdfeld,  von  denen  der  in  Zelle  5  nach  innen,  der  in  Zelle  6  nach  außen  verscho¬ 
ben  ist.  Vor  dem  Außenrd  oft  weiße  Punkte.  Wohl  über  das  ganze  nördliche  Süd-Amerika  verbreitet,  bald  mit 
breiterer,  bald  mit  schmälerer  Weißbinde  auftretend,  scheint  aber  vielfach  ziemlich  selten. 

M.  catulus  Fldr.  gleicht  ganz  dem  crethon,  aber  dieMitt3lhinde  ist  sehr  schmal,  die  Hflgl  vor  dem  Außenrd  catulus. 
mit  stärkeren  Streifen  und  am  Analwinkel  mit  deutlicherem  Ürangefleck;  auf  dem  Vflgl  sind  nur  die  oberen 
weißen  Tropfenflecke  rein  und  gut  ausgebildet.  Ecuador. 

M.  orsilochus  F.  (  =  cinna  Cr.)  (96  b).  Gleicht  oben  gleichfalls  dem  crethoyi,  nur  das  im  Außenfeld  der  Vflgl  orsilochus. 
statt  der  Punktserie  eine  zweite,  schmälere  weiße  Binde  etwa  parallel  der  irmeren  zieht.  Unterseite  aber  ganz 
anders;  diese  ist  nicht  von  feinen  grauen  Linien  durchzogen,  wie  die  von  crethon,  sondern  von  breiten,  braunen, 
goldgelb  getönten  Bändern.  Die  Schwänze  der  Hflgl  sehr  lang  xind  spitz.  Nördliches  Süd-Amerika,  besonders 
Venezuela;  an  vielen  Orten  selten. 

M.  Corinna  Lcttr.  (96  c).  Braun,  Vflgl  mit  ziemlich  schmaler  Orangebhide,  Hflgl  mit  violettschillern-  corinna. 
dem  Flgldiscus.  Wichtig  ist  die  Unterseite,  die  neben  anderer  silberiger  Zeichnung  ein  silbernes  (auf  dem  Hflgl 
ganz  gerades)  Mittelband  zeigt.  Das  $  hat  oben  eine  weiße,  nach  Staudingbr  zuweilen  hellgelbe  Vflglbinde. 
Columbien  bis  Amazonas.  —  lazulina  Frühst.  (96  c)  sind  Stücke  der  kleineren  Peru-Form,  wie  sie  viel  vom  lazulina. 
Chan  chamayo  kamen;  sie  sind  ganz  wie  corinna,  haben  aber  innen  unregelmäßige,  begrenzte  Orangebinde 
der  Vflgl  und  lebhafter  rotgelbe  Hflglschwänze. 

M.  marcella  F/fZr.  ($  =  Valetta  i?ZZr.  w.  Drwce)  (96  d).  Bei  diesem  gemeinen  Falter  ist  der  ganze  Discus  marcella. 
der  Vflgl  beim  G  orange,  dazu  noch  der  Apicalteil  der  Hflgl.  Die  Unterseite  ist  fast  genau  wie  die  von  corinna, 
so  daß  beide  lange  als  Formen  einer  Art  angesehen  wurden.  Zentral-  und  nördliches  Süd-Amerilca. 

M.  corita  Wiv.  (=  theonis  Rsd.)  (96  d).  Oberseite  fast  genau  wie  bei  marcella',  vielleicht  derVflglapex  corita. 
etwas  spitzer  und  auf  dem  Hflgl  vor  dem  Schwanz  schöne,  violettmetallische  Halbmonde,  die  sich  bei  marcella 
höchstens  andeutungsweise  finden.  Ganz  anders  ist  die  Unterseite,  wo  durch  die  Mitte  eine  dunkelbraune,  nur 
silbern  angelegte  Binde  zieht.  Mexico  bis  Zentral-Amerika.  Gemein  in  den  Wäldern  von  Vera  Paz,  an  Strom¬ 
betten.  —  phiale  Oodm.  %i.  Salv.  soll  im  männlichen  Geschlecht  den  corita  oberseits  ganz  ähnlich  sein,  aber  sich  phiale. 
durch  die  mehr  rotgelbe  Unterseite  unterscheiden.  Das  $,  das  bei  corita  d^inkelbraun  mit  ockeriger  Vflglbinde 
ist,  ist  bei  phiale  viel  blasser  gefärbt,  mit  schmälerer  Ockerbinde  aber  mit  lichteren,  gelbgrauen  Querbändern 
und  -streifen.  Vom  Vuhcan  Atitlan  in  Guatemala. 

M.  hertnione  Fldr.  ( =  heraldicus  Bat.,  $  =  funebris  Btlr.)  (96  d).  Beim  G  sind  die  Vflgl  in  der  größeren  hermimie. 
Irdshälfte  lebhaft  orange,  der  Außenteil  der  Figl  ist  schwarzbraun;  das  $  das  Butler  als  funebris  beschrieb,  ist 
rötlich  gelbbraun,  mit  rostfarbenen  Querbinden.  Die  Art  ist  von  Guatemala  bis  Peru  und  Bolivien  verbreitet 
und  variiert  stark,  aber  mehr  nach  Fundplätzen  und  Höhen  oder  individuell,  als  geographisch.  Besonders  die 
fallen  verschieden  aus  und  die  CC  ändern  bezüglich  der  Abgrenzung  des  orangefarbenen  Basalteils  ab ;  manche 
zeigen  an  der  Innenkante  des  schwarzen  Saumteils  violettblauen  Schiller,  aber  nie  so  stark  wie  iole.  —  Kir- 
BYS  Katalog  führt  im  Anschluß  an  diese  Form  eine  M.  poeyi  Sagra  von  Cuba  auf;  diese  ist  1110.’  unbekannt,  poeyi. 
doch  wurde  die  folgende  Art,  iole,  verschiedentlich  von  den  Antillen  erwähnt,  so  bei  Gramer  und  Drura". 

M.  iole  Drury  {—  furcula  F.,  zosteria  Hhn.)  (96  e).  Die  Farben  des  C  bei  der  vorigen,  aber  das  iole. 
Rotgelb  auf  den  Wurzelteil  gedrängt,  oft  nur  noch  auf  dem  Vflgl  sichtbar  und  hinter  ihm  auf  dem  schwarzen 
Flgldiscus  ein  sehr  intensiver,  herrheh  violettblauer  Schiher.  Das  $  ist  von  dem  mehr  graid)raunen  der  vorigen 
Art  durch  den  rotbraunen  Ton  mit  rostgelber  Schrägbinde  unterschieden  doch  variieren  beide  Arten  hierin, 
stark.  Von  Zentral-Amerika  durch  Columbien  und  Venezuela  bis  Ecuador  und  Peru.  Gemem. 

M.  peleus  Sulz.  (=  petreus  Bat.)  (96  e).  Feurig  fuchsrot  mit  schwarzen  (Südformen)  oder  braunen  peleus. 
(Nordformen)  Querstreifen.  Kenntlich  an  der  Vflglzack  unter  dem  Apex,  die  weit  nach  außen  vorspringt,  dem 
langen,  ganz  geraden,  etwas  spatelförmigen  Schwanz  an  der  Hflglmediana  und  dem  kürzeren,  aber  stets  mehrere 
Millimeter  langen  Schwänzchen  am  Analwinkel.  V-  und  Außenrd  besonders  bei  südlichen  Stücken  stark  schwarz 
beschlagen.  —  Rp  violettrötlich,  am  Bauch  weiß,  die  Abdominalringe  oben  schwefelgelb.  Der  Kopf  führt  2  Börner, 
der  5.,  7.,  9.  und  1 1.  Ring  tragen  je  einen  aufgerichteten,  weichen  Fadenanhang  auf  dem  Rücken.  Die  Pp  trüb 
weiß  mit  schwarzen  Fleckchen  und  langen  Stachehi  an  Kopf,  Thorax  und  Hlbsrücken  und  deutlicher  Rücken¬ 
kante.  Die  Rp  an  Cachou  (Anacardium).  Der  Falter  ist  gemein;  er  ähnelt  infolge  der  weit  ausgezogenen 
Vflgl  sehr  den  Golaenis  julia,  DioJie  juno  etc.  mit  denen  ich  ihn  auf  den  gleichen  Blütenbüschen  antraf.  Brachte 
ich  durch  Stockschläge  die  Gesehschaft  zum  Auffliegen,  daß  die  Falter  bevor  sie  sich  wieder  setzten,  den  Busch 
umwirbelten,  so  war  es  kaum  möglich  den  peleus  im  Flug  aus  der  Schaar  der  Colaenis  etc.  herauszufinden. 

M.  eleuchea  Hhn.  (—  pellenis  Godt.)  (98  e).  Dem  vorigen  ziemheh  ähnheh,  aber  düsterer  fuchsrot,  ebuchea. 


470 


HYPOLIMNAS;  HISTORIS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


misippus. 


orion. 


stärker  schwarz  gezeichnet  und  vor  allem  an  der  Form  der  Vflgl  zu  erkennen,  die  viel  kürzer  smd  und  eine 
kurze  Zacke  unter  dem  Apex  haben.  Vom  Süden  der  Vereinigten  Staaten  (Texas,  Florida)  inid  den  Antillen; 
auf  Cuba  nicht  selten. 


E.  Gruppe  Hypolimnadidi. 

Wenn  man  nicht  die  Ilypolininadiden  direkt  zu  den  Vanessidi  zählen,  sondern  von  den  den  Vanessen  sehr  nahe 
stehenden  Anarlia  und  Victorina  trennen  will,  so  kommen  sie  für  die  amerikanische  Fauna  kaum  in  Betracht,  da  üir  einziger 
Vertreter  mit  Bestimmtheit  eingeschleppt  ist.  Wir  bringen  sie  darum  hier  an  isolierter  Stelle. 


21.  Gattung:  Hjpolimitas  Hbn. 

Die  einzige  in  Amerika  gefundene  Art  ist  H.  misippus,  die  hier  selten,  in  Afrika  und  Süd- Asien  aber  ganz 
gemein  und  dort  lebenden  Danaiden  angepaßt  ist.  Sie  ist  darum  auch  dort  (Bd.  9,  S.  545  und  Bd.  13,  S.  212) 
ausführlich  behandelt  und,  da  sie  auch  bis  Syrien  ins  paläarktische  Gebiet  vorgedrungen  ist,  im  ersten  Teil  dieses 
Werkes  abgebildet. 

H.  misippus  L.  (Bd.  1,  Taf.  60  c).  Es  kann  hier  auf  das  verwiesen  werden,  was  Bd.  1,  S.  195,  Bd.  9, 
S.  547  und  Bd.  13,  S.  213  gesagt  ist.  ^  schwarz  mit  weißem,  blau  schillerndem  Spiegel  auf  jedem  Figl;  die  in 
Amerika  aufgefundene  $-Form  ist  die  in  Bd.  1,  Taf.  60  c  als  misippus-^  abgebildete  typische  $-Form,  diocippus 
Cr.,  eine  Nachahmung  von  Danais  chrysippus.  Der  Falter  ist  in  Amerika  heute  noch  selten  und  an  ganz  zer¬ 
streuten  Punkten  aufgefunden  worden;  so  an  weit  entfernten  Stellen  von  Nord-Amerika  (New  York-Florida), 
auf  den  Antillen  und  im  nördlichen  Süd-Amerika.  Jedenfalls  wurden  Puppen  wiederholt  eingeschleppt,  und  da 
die  Raupe  an  Feldfrüchten  (Bataten)  lebt  und  die  Art  in  kaum  4 — 5  Wochen  den  ganzen  Cyklus  vom  Ei  bis  zum 
Falter  durchläuft,  ist  es  ihr  gelungen  festen  Fuß  zu  fassen.  Der  Flug  des  H.  7nisippus  ist  ganz  unähnlich  dem 
andrer  Nymphaliden,  die  vielfach  einen  schießenden  oder  schwimmenden  Flug  haben,  dagegen  gleicht  er  dem 
unregelmäßigen  Flug  der  Danaiden,  die  das  Weibchen  ko})iert,  ebenso  wie  der  anderer  mimetischer  Hypolimnas 
dem  der  Euploea. 


F.  Gruppe  Gynaeciidae. 

Diese  Paltergruppe  schließt  sich  einigermaßen  an  die  Vanessidi-  und  damit  auch  an  die  nahestehenden  Hypolimnadidi 
an.  Soweit  sie  bekannt  .■^ind  sind  die  Rpn  stark  bedornt,  die  Bpn  haben  Kojjfspitzen  und  oft  auch  über  den  Rücken 
eigentümliche  Zacken,  die  Schmetterlinge  fallen  meist  durch  sondei’bare  Zeichnungsmuster  der  Unterseite  auf,  wo  dieses 
nicht  einer  blattartigen  Anpassungszeichnung  gewichen  ist.  Es  ist  kaum  ein  Dutzend  Formen,  die  sich  auf  6  Gattungen 
verteilen,  sämtlich  auf  Amerika  beschränkt,  dort  vielfach  häufig  unil  mitunter  so  gemeinsam,  daß  man  sie  als  Charakter¬ 
schmetterlinge  südamerikanischer  Landschaften  bezeichnen  kann.  Manchmal  sieht  man  Falter  dieser  Gruijpen  in  großer 
Höhe  am  Himmel  hinziehen,  alle  in  gleicher  Richtung,  sichtlich  Wanderungen  ausführend. 


22.  Gattung:  Hbn. 

In  diese  Gattung  rechnet  man  einen  in  fast  ganz  Südamerika  gemeinen,  großen  Falter,  der  etwa  den 
Doleschallia  der  Alten  Welt  entspricht.  Die  einzige  Art  ist  so  charakteristisch,  daß  jede  Beschreibung  erläßhch. 

H.  orion  F.  ( =  danae  Cr.)  (104  e).  Sehr  groß,  Vflgl  am  Apex  und  Hflgl  am  Analteil  ausgezogen.  Oben 
schwarzbraun  mit  orangefarbenem  Vflgldiscus,  diese  Orangefärbung  hinter  der  Zelle  bis  nahe  zum  Saum  rei¬ 
chend,  vor  der  Vflglspitze  ein  weißer  Costalfleck,  der  Hflgl  licht  gesäumt.  Unterseite  blattartig.  Vom  Süden  von 
Florida,  wo  er  aber  wahrscheinlich  nur  zuwandert,  verbreitet  sich  die  Art  über  Westindien  iind  Mexiko  durch  Zen¬ 
tral-  und  Süd-Amerika  bis  nach  Argentinien  und  er  reicht  von  der  atlantischen  bis  zur  pazifischen  Küste.  —  Die 
Rp  ist  dick  und  prall,  mit  kurzen  verzweigten  Dornen  und  zwei  kurzen,  stacheligen  Keulen  auf  dem  Kopfe, 
gelbbräixnlich  bis  grünlich  mit  dunkelbraunen  Querzeichnungen  auf  den  Segmenten.  Die  Pp  ist  seitlich  stark  ab¬ 
geflacht  mit  scharfer  Rückenkante  ebenfalls  gelbbräunlich-holzfarben  und  hat  zwei  lange  Kopfhörner. 
Der  Falter  geht  nicht  an  Blumen,  saugt  aber  an  feuchten  Wegstellen  und  besonders  an  Köder,  Baumsaft  und 
Früchten,  wo  er  mit  stets  geschlossenen  Flgln,  kopfunter,  sitzt,  bei  Gefahr  jedoch  mit  wenig  elegantem,  aber  sehr 
kräftigem  Flug  (etwa  wie  ein  Charaxes)  davonstürmt.  Wahrscheinlich  verdankt  er  auch  diesem  mächtigen 


COEA;  SMYRNA;  l^YCINA.  Von  I)r.  A.  Seit/. 


471 


Flugvermögen  seine  Konstanz,  so  daß  sich  bei  seiner  Riesenverijreitung  nirgends  feste  Rassen  ausge])i]det  liai)en. 
Stücke  die  mir  ans  Bolivien  und  Ecuador  vorliegen,  unterscheiden  sich  in  nichts  von  solchen,  die  aus  Columbien 
oder  Süd-Brasilien  stammen.  Nur  auf  Haiti  soll  das  Orangefeld  der  Vflgl  etwas  breiter  sein  und  der  llflglsaum 
lebhafter  weiß.  Für  diese  Form  reserviert  Fruhstokfer  den  sonst  als  Synonym  bchanflelten.  Namen  odius  F.  odbis. 
Im  tropischen  Amerika  sehr  gemein,  und  mitVorliebe  in  der  Nähe  von  Indianerhütten,  auf  Kehrichthaufen  und  in 
Fruchtgärten  sich  aufhaltend,  wird  er  schon  hei  Rio  de  Janeiro  seltner  und  tritt  sehr  ungleichmäßig  auf.  Die 
Rpn  leben  am  Embaidjabaum  und  sitzen  sehr  hoch,  zumeist  auf  der  Oberseite  der  gelapj^ton  Blätter. 


23.  Gattung’:  C<»ea  Hhn. 

Den  einzigen  Falter,  der  in  diese  Gattung  gehört,  stelle  ich  nur  unter  Vorbehalt  hierher,  da  mir  seine 
Rp  unbekannt  ist;  aber  da  die  Falter  beider  Gruppen  nicht  nur  in  Gestalt,  Färbung,  Geäder  etc.  sondern  auch 
im  feineren  Bau  (REUTERscher  Palpenfleck)  sehr  genau  miteinander  übereinstimmen,  folge  ich  Reuter  und 
W.  Müller  und  bringe  ihn  hier  unter.  Er  dürfte  den  Kallima  der  alten  Welt  nahe  stehen  und  hat  zweifellos 
mit  den  Charaxes  der  alten  und  den  Prefona  der  neuen  Welt  nichts  zu  tun. 

C.  acheronta  F.  (=  cadmus  Gr.,  pherecydes  Cr.)  (104  d).  Dem  vorigen  ähnlich,  der  Vflgldiscus  trüber  acheronfa. 
orange-ockerig,  vor  dem  Apicalteil  des  Vflgls  eine  schräge  weiße  Fleckenkette;  vor  dem  Apex  ein  costales, 
durchschimmernd  weißes  Fensterfleckchen,  genau  wie  bei  Hist,  odrion.  Hinterfliigel  mit  einem  Zahn  oder  Schwänz¬ 
chen;  unterseits  mehr  Rinden-  als  Blattzeichnung  aufweisend,  ziemlich  variabel  und  bei  manchen  Stücken 
an  gewisse  Charaxes  erinnernd.  Da  aber  beinahe  jedes  Stück  unten  anders  aussieht,  halte  ich  diese  Variabilität 
nicht  für  konstant  und  behandle  cadtnus  als  Synonym.  Von  Mexico  über  Westindien  und  Zentral-Amerika 
bis  Süd-Brasilien  verbreitet  und  dort  noch  zeitweise  gemein;  er  sitzt  an  Baumstäipmen,  kopfunter,  oft  mit 
weit  ausgebreiteten  Flgln,  kommt  an  den  Köder  und  fliegt  sehr  schnell.  Ich  zweifle  nicht,  daß  die  unbekannte 
Rp  kurze,  dicke  Dornen  hat  und  an  Cecropia  lebt.  Der  Falter  variiert  ungemein  in  Größe  und  neben  Stücken, 
so  groß  wie  der  abgebildete  H.  orion  kommen  solche  vor,  wie  eine  kleine  Pyrmneis  alakinta. 


24.  Gattung: Smyrna  Hhn. 

Große  Schmetterlinge  mit  beim  G  goldbrauner,  beim  $  dunkelbrauner  Oberseite  und  3  hellen  Subapical- 
f lecken  im  schwarzen  Apicaldrittel  der  Vflgl,  das  durch  eine  trüb  goldgelbe  unscharfe  (G)  oder  schwefelgelbe, 
scharfe' ($)  Schrägbinde  vom  Discus  getrennt  ist.  Sehr  charakteristisch  ist  die  FTnterseite  der  Hflgl,  wo  ein 
Gewirr  Von  blinden  oder  gekernten  Augen,  Ringen  um  diese  und  dazwischen  geschobene  Fleckchen  und  Bänd¬ 
chen  die  Art  unverkennbar  macht. 

S.  blomfildia  F.  (=  proserpina  F.,  blomfildii  Hhn.,  bella  Godt.,  pluto  Westiv.)  (104  c).  G  oben  gold-  blomfildia. 
orange,  im  Wurzelteil  dunkler,  die  3  Subapicalflecke  weiß,  wie  auch  beim  2,  dieses  mit  trübgelber  Schrägbinde. 

Auf  der  Hflgl-Unterseite  stehen  zwischen  dem  gekernten  Auge  und  der  Flglwairzel  4 — 5  dunkelbraun  gefüllte, 
gelblich  umzogene  Flecke;  vor  dem  spitzen  Analwinkel  ein -stumpfer,  aber  deutlicher  Zahn.  Bei  StückeiYaus 
Süd- Amerika,  wo  die  Art  von  der  Nordküste  südlich  bis  Paraguay  und  Peru  geht,  ist  dieser  Zahn  ziemlich  stark. 

—  datisFrwÄÄÖ  (104  d)  bezeichnet  Stücke  aus  Mexico  und  Zentval-Amerika;  diese  haben  diesen  Zahn  schwächer,  datis. 
überhaupt  rundlicheren  Figlschnitt,  lichteres,  glänzenderes  Gelb  der  Oberseite  beim  G  und  schmälere,  dunkel 
getönte  Schrägbinde  des  Vflgls  beim  $.  FTnten  sind  die  Hflgl  dunkler  und  die  grauweiße  Binde,  die  bei  hlom- 
fildia  von  der  oberen  Zellwand  zwischen  den  Radialen  bis  zum  Außem-d  hinzieht,  fehlt.  —  Die  Rp  ist  stark  he 
dornt,  die  Rückendornen  ähnlich  wie  bei  der  folgenden  Gattung,  mit  cpiirlförmig  angeordneten  sekundären  Sj^it- 
zen;  der  Kopf  mit  dicken,  kurzen  höckerigen,  in  einen  fünfteiligen  Kno])f  endenden  Hörnern.  Die  Schmetter-, 
linge  sind  fast  überall  im  heißen  Amerika  gemein,  sie  fliegen  in  vielen  Gegenden  das  ganze  Jahr  durch,  setzen 
sich  an  Mauern  und  Stämme  und  finden  sich  mit  Vorliebe  in  Fruchtgärten  und  an  Abfallhaufen  ein. 

S.  karwinskii  Hhn.  (104  d)  ist  der  vorigen  Art  ganz  ähnlich,  doch  sind  beim  G  4ie  Subapicalflecke  oft  kanchisMi. 
(nicht  immer)  stark  goldbraun  tingiert;  die  Hflgl  haben  vor  dem  Analwiidcel  keinen  Zahn  und  ihre  Unterseite 
ist  viel  unruhiger  gezeichnet;  besonders  ist  die  Zeichnung  zwischen  dem  gekernten  Figlauge  und  der  Hflglwurzel 
viel  feiner,  die  braunen  Flecke  zu  Strichen  verdünnt,  so  daß  mehr  eine  Ziselierung  herauskommt.  In  ^lexiko 
und  Zentral-Amerika,  stellen-  und  zeit^}'eise  gemein. 


25.  Gattung’ :  Pyeiiia  Whv. 

Die  beiden  einander  sehr  nahestehenden  hierher  gehörigen  Falter  erinnern  etwas  an  Smyrna,  aber  die 
Vflgl  sind  bedeutend  spitzer.  Die  Augen  sind  dicht  behaart;  auf  dem  Vflgl  entspringt  der  2.  Subcostalast  nahe 


472 


MEGISTANIS;  GYNAECIA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


zamba. 


zelys. 


baeotus. 


dencalion. 


japetus. 


aeclus. 


dirce. 


am  Zellende,  die  obere  Discocellularis  ist  kurz  und  rückgebogen,  die  mittlere  lang  und  gekrümmt,  die  untere 
die  Zelle  schräg  abschließend;  die  8ubmediana  an  der  Wurzel  leicht  verdickt.  Jugendstände  unbekannt; 
die  Schmetterlinge  im  Gegensatz  zur  vorigen  Gattung  selten  und  die  Gattung  viel  weniger  verbreitet. 

P.  zamba  Dbl.  u.  Hetv.  (104  e).  Oben  fast  wie  Coea  acheronta,  unten  oberflächlich  an  eine  Pyrameis 
erinnernd,  besonders  auch  die  Hflgl  Unterseite,  die  eine  komplizierte  graubraune  Zeichnung  aufweist.  Das 
Gelbrot  der  Oberseite  variiert  etwas  an  Ausdehnung,  ist  aber  nie  so  beschränkt  wie  bei  zelys.  Von  Columbien 
und  Venezuela  bis  Ecuador  und  Peru,  wie  es  scheint,  überall  selten. 

P.  zelys  Btlr.  Drc.  Der  vorigen  sehr  ähnlich  und  früher  als  Form  derselben  angesehen,  dürfte  aber 
eigne  Art  sein.  Der  Hflgl  ist  viel  mehr  schwarz,  im  ganzen  Außenteil,  nicht  nur  im  Analteil,  wie  bei  zamha\ 
auch  fehlen  die  gelben  Randflecke.  Auch  die  weißlichen  Vrdsflecke  sind  bei  zelys  sehr  viel  kleiner  oder  gar  nur 
rudimentär.  Costa-Rica  und  Panama,  besonders  auf  dem  Chiriqui-Vulkan. 


26.  Gattung-:  Meg'istaiiis  Wtw. 

Da  die  Rp  dieser  Arten  unbekannt  ist,  bleibt  die  Stellung  der  Gattung  unsicher.  An  eine  Charaxes- 
Rp  braucht  man  um  so  weniger  zu  denken,  als  ja  auch  die  bis  auf  die  Hflglspitzen  eine  Charaxes  vortäuschenden 
Com  in  der  Annahme,  daß  sie  eine  Dornraupe  haben,  von  den  meisten  Systematikern  hierher  gestellt  Avurden. 
Die  Falter  sind  sehr  kräftig  gebaut,  der  Hlb,  wie  bei  den  Charaxes  beim  C  —  and  es  sind  fast  nur  C  bekannt  — 
manchmal  nur  als  kleiner  Appendix  am  robusten  Thorax  hängend;  die  Hflglzelle  offen,  der  Schluß  der 
Vflglzelle  äußerst  fein,  kaum  bemerkbar.  Die  Hflgl  tragen  2 — 3  Spitzenpaare  und  ihr  Saum  ist  gezackt;  die 
Unterseite  sehr  merkwürdig  gezeichnet,  aber  mit  einem  Muster,  das  die  Gattung  gut  an  die  Seite  der  unten  eben¬ 
falls  höchst  sonderbaren  Gattungen  Smyrna,  Gynaecia  und  Callizona  bringt.  Man  kennt  4  Formen  aus  den 
Amazonasländern,  über  deren  Verwandtschaft  man  sich  noch  nicht  einig  ist. 

M.  baeotus M.  (  =  rayi  Voll.)  (=  104  d).  schwarz  mit  stumpf  blaugrünem  Schiller  und  metall- 
blauer  Mittelbinde,  ebensolchem  Querfleck  hinter  der  Zelle  und  bläulicher  Punktreihe  im  Saumfeld.  Viel  charak¬ 
teristischer  ist  die  Unterseite,  trübweiß  mit  dicht  gedrängten  Reihen  schwarzer  Fleckchen  und  4  großen  Ocker¬ 
flecken  nach  innen  und  oben  vom  Analwinkel.  Amazonasgebiet  und  Columbien.  —  deucalioil  Flär.  (104  e)  den 
man  lange  für  das  $  von  baeotus  hielt,  ist  nach  Staudinger  sicher  gute  Art;  unten  ganz  ähnlich  gezeichnet, 
aber  der  Ockerfleck  der  Vflgl  strichförmig,  und  oberseits  ist  die  Mittelbinde  nicht  blau,  sondern  gelb  und  auf 
dem  Vflgl  oft  etwas  kürzer;  fliegt  gleichfalls  in  Amazonas  und  Columbien.  Tatsächlich  sieht  das  baeotus-^  auch 
fast  wie  ein  deucalion  aus,  hat  gelbe  Binden,  ist  aber  an  dem  halbmondförmigen  (nicht  bandförmigen),  außen 
stärker  blau  beschlagenen  Querfleck  hinter  der  Vflglzelle  und  am  Fehlen  der  hellen  Punkte  im  Saumfeld  zu 
erkennen  (Fruhstorfer). 

M.  japetus  Stgr.  (104  e).  Obeu  fast  genau  wie  baeotus,  aber  unterseits  zu  unterscheiden  durch  die  klei¬ 
neren  Ockerflecke  und  durch  im  allgemeinen  feinere  Zeichnung,  speziell  dadurch,  daß  sich  in  der  Hflglzelle  statt  4 
dicker  Punkte  wie  bei  baeotus  zwei  Linien  finden.  Vom  oberen  Amazonas,  Peru.  Hier  reüit  sich  ein  verscholle¬ 
ner  Falter  ein,  der  als  aeclus  F.  (=  aeclus  Cr.,  alle  Hbn.)  geht,  dem  die  Oberseitenbinde  fehlt.  Ist  dies,  vde 
angenommen  wurde,  ein  verdorbener  Falter,  bei  dem  durch  chemische  Einwirkung  die  Binde  verlöscht  ist,  so 
wäre  am  besten  der  Name  zu  streichen,  da  ,, Kunstprodukte“  —  und  es  handelt  sich  wohl  um  ein  solches,  denn 
es  soll  mehrere  in  gleicher  Weise  veränderte  Stücke  gegeben  haben  —  keine  Namen  führen  sollten.  Läßt  sich 
nachweisen,  daß  es  sich  um  einen  sicher  erkennbaren  und  nur  wenig  veränderten  Falter  handelte,  oder  gar  um 
eine  wirklich  vorkommende  Aberration,  so  liätte  aeclus  F.  als  Namenstype  und  japetus  Stgr.  als  ,,LTnterform“  zu 
gelten.  Die  Art  ist  selten. 


27.  Gattiing-:  Ciryiiaecisi  Dbl. 

Die  einzige,  gemeine,  weit  verbreitete  x4rt  dieser  Gattung  ist  durch  Figlform  und  Unterseite  gleich  auf¬ 
fällig.  Das  merkwürdigste  ist  der  fast  liniengerade,  kaum  merklich  gebogene  Außenrd  der  Hflgl.  Die  Fühler 
sind  lang,  die  x4ugen  nackt  und  groß,  die  Palpen  dick,  spitz,  schräg  aufwärts  gerichtet,  der  Körper  mittelkräf¬ 
tig,  die  Beine  besondei-s  die  Mitteltibien  sehr  lang  und  dünn.  Die  Rpn  sind  schwarz,  haben  verzweigte  Kopf¬ 
hörner  und  gelbe  Dornen,  die  Pp  ist  sehr  sonderbar,  Avie  ein  Holzspahn  gestaltet  und  gefärbt.  Die  Schmetter¬ 
linge  fliegen  das  ganze  Jahr  hindurch  mit  Vorliebe  im  offenen  Gelände  und  setzen  sich  an  Baumstämme. 

G.  dirce  L.  (97  a).  Dieser  Falter  ist  sofort  an  der  LTnterseite  zu  erkennen.  Er  ist  in  Süd-Amerika  weit 
verbreitet  und  durchzieht  von  Honduras  die  Antillen  und  das  ganze  wärmere  Süd-Amerika  bis  Paraguay  und 
Süd-Brasilien.  Er  hat  einen  unregelmäßigen,  flatternden,  aber  immerhin  schnellen  Flug,  in  dem  er  merkwür- 


'^■Auscjeqehcn  ID.  VI  1914.  CALLIZONA ;  PYKRIlOGYRA.  Von  Dr.  A.  Skitz.  IT.'J 

-^igerweise  der  sonst  ganz  unähnlichen,  geschwänzten  liypna  dyteninestrd  ghäciit.  Kr  fliegt  ahei'  ineist  etwas 
höher,  und  setzt  sicli  mit  Vorliebe  2 — 3  m  hocli  an  Baumstämme,  mit  geschlossoJien  Flgln  und  kopfunter.  Ich 
habe  nie  beobachtet,  daß  er  eine  Blume  besucht  hätte.  —  Die  Rp  trifft  man  mit  am  häufigsten  von  allen  'I’ag- 
falterraupen.  8ie  ist  schwarz  mit  gelben  Dornen,  gelben  (bterbändern  und  gell)en,  meist  schwarzspif zigen 
Kopfhörnern,  die  nicht  gerade  (wie  aut  Bepps  Bild)  sondern  leicht  gewunden  sind.  IR;i  einer  andeiti  l’orni  — 
dircoides^Sepp  (97  b)  — die  auch  kleinere  Falter  ergeben  soll,  sind  die  vorderen  Dornen  nicht  gelb  und  die  zitron-  rUrcoides. 
gelben  Querbinden  fehlen.  Sie  lebt  anfangs  gesellig  auf  dem  Einbau  bal)aum  undCassia,  scheint  aber  sehr  leicht 
herunter  zu  fallen,  denn  man  findet  sie  oft  auf  dem  Weg  kriechend.  .Die  Bp  ist  holzfarhig  und  gleicht  genau 
einem  Splitter  der  Planke,  an  der  sie  gewöhnlich  hängt.  Jfie  Vorderseite  ist  ganz  gerarle,  der  Kopf  hat  2  kurze 
Spitzen,  aber  der  Hlbsrücken  hat  eine  Anzahl  aufwärts  gerichteter  Zacken,  wie  wenn  das  Holzstückchen,  das 
die  Pp  vortäuscht,  hier  zersplittert  wäre.  Die  Schmetterlinge  sind  gemein;  bevor  sie  sich  an  den  Baumstamm 
setzen,  pflegen  sie  den  ausersehenen  Ruheplatz  oft  lange  zu  umkreisen.  Kaye  gibt  an,  daß  der  Falter 
beim  Fliegen  knacke,  wie  die  ^geroicfa-Arten;  ich  habe  ein  derartiges  Schnarren  niemals  hei  Gynaecia  gehört. 


28.  Gattung':  C'iillizoiia  Dbl. 

Der  vorigen  Gattung  sehr  nahe,  aber  die  Rpn  mit  kürzeren  Kojifhörnern  und  ziemlich  kurzen  Dornen, 
die  Pp  mit  langen  hirschgeweihartigen  Kopfansätzen  und  auf  dem  Hlbsrücken  statt  der  sjilitterartigen  Fort¬ 
sätze  kurze  Stacheln;  die  Falter  haben  stumpfere  Vflgl  und  gerundete  Dflgl,  letztere  ohne  den  geraden  Außenrd 
und  ohne  den  Anallappen.  Von  Costa  Rica  durch  Columbien  bis  Guayana  und  Peru. 

C.  acesta  L.  (97  a).  Unterseits  fast  wie  Gynaecia  dirce,  aber  kleiner  und  oben  rotgelb  mit  ebensolcher  acesia. 
Schrägbinde  der  Vflgl  und  kleinen  weißen  Fleckchen  vor  dem  Apex.  Zentral-Amerika  bis  Guayana.  Stücke 
vom  oberen  Amazonas  wurden  als  fulvescens  Btlr.  beschrieben;  bei  ihnen  fließt  die  rot^elbe  (bierbinde  strecken-  fulvescrn<i. 
weise  mit  dem  Rotgelb  der  Wurzelhälfte  zusammen,  und  bei  latifascia  Btlr.  (97  a)  aus  dem  südlicheren  Peru  laüfaicia. 
(Chanchamayo)  und  Bolivien  ist  die  Sehrägbinde  breiter  und  zitronengelb.  —  Rp  hellgrün,  oft  gelblich  tingiert, 
mit  hellgrünem,  unten  dunkel  angelegtem  Seitenstreif,  Kopf  und  Dcrnen  schwarz;  an  Cacao  (Theobroma). 

Pp  griinlichgelb,  rot  getönt,  mit  verzweigten  Figlfortsätzen  am  Kopte,  weißen  Spitzchen,  grünen  Stacheln 
und  schwarzen  Zeichnungen.  Nicht  selten. 


G.  Gruppe  Epicaliidi. 

Die  bei  weitem  formenreichste  Gruppe,  zu  der  die  meisten  neotropischeir  Nymphaliden  gehören.  Sie 
zeigen  in  ausgesprochenem  Grade  die  Charakterzeichnung  der  tropisch-amerikanischen  Schmetterlinge;  Bänder 
und  Schrägflecken  von  herrlichem  Metallblau,  Orangegelb  oder  Blutrot  auf  t-iefscliAvarzem  Grunde,  ln  der 
Bedornung  der  Rpn  macht  sich  kaum  ein  Rückgang  bemerkbar  gegenüber  der  reichen,  verzweigten  Bedornung 
der  Vanessidi,  H ypolimnadidi  oder  Gynaeciidi.  Bei  den  echten  Epicalia,  herrscht  sehr  auffälliger  Sexualdimor¬ 
phismus;  bei  den  Eunica  und  Verwandten  ist  er  weit  geringer,  meist  nur  Schiller  beim  weiße  Flecke  beim 
bei  den  Catagrarnma  schließlich  und  ihren  Verwandten,  den  Pyrrhogyra  etc.  fehlt  er  fast  ganz.  Die  Tiere  sind  ab¬ 
solut  tropisch,  und  von  der  ganzen  großen  Zahl  von  Faltern,  die  hierher  gehören,  erreichen  nur  2  Eunica  und  eine 
Callicore  eben  den  äußersten  Süden  der  Vereinigten  Staaten.  Ebenso  fand  ich  bei  Buenos  Aires  keine  Art  mehr 
auf,  wie  wohl  im  Hinterlande,  wo  Wald  ist,  noch  die  letzten  Ausläufer  dieses  Nymhpalidenzweigs  gefunden 
werden  mögen. 


29.  Gattuiio' ;  Hbn. 

Die  6 — 8  Arten  dieser  Gattung,  die  von  Honduras  bis  Paraguay  geht,  aber  mitunter  selbst  in  waldreicher 
Gegend  fehlen  *),  sind  einander  sehr  ähnlich,  besonders  auf  der  Unterseite.  Oben  sind  sie  schwarz  mit  einem  weißen 
oder  hellgrünen  Subapicalfleck  und  solche.’  Mittelbinde;  die  Unterseite  ist  vorwiegend  weiß  mit  breit  dunklem 
Außenrd  und  einer  für  die  Gattung  sehr  charakteristischen  blutroten,  dunkel  gesäiimten  Linie,  die  den  lichten 
Innenteil  und  oft  auch  den  Apicalfleck  umzieht. 

Kopf  kräftig  mit  dicken,  vorgequollenen,  nackten  Augen  und  kräftigen,  manchmal  nasenartig  verlän¬ 
gerten  Palpen.  Fühler  dünn,  allmählich  ganz  schwach  verdickt.  Körper  zart,  Hlb  sehr  schlank.  Figl  breit, 
Saum  der  Vflgl  geschwungen,  der  der  Hflgl  gezackt  oder  gewellt,  in  der  Mitte  geeckt.  Auf  dem  Vflgl  sind  Costalis 
und  Mediana  an  der  Wurzel  verdickt,  aber  nicht  eigentlich  aufgeblasen.  Zellen  aller  Figl  geschlossen. 

Die  Rpn  sind  noch  sehr  wenig  bekannt.  Ihre  Bedornung  bringt  sie  in  die  Nähe  von  Eunica',  Temenis 
und  Epiphile',  sie  haben  gut  und  gleichmäßig  entwickelte  Rücken-,  aber  so  viel  man  aus  den  Abbildungen  er¬ 
sehen  kann,  schlechter  entwickelte  Seitendornen.  Die  Puppe  zeigt  die  gleiche  eigentümliche  Anheftung,  wie 

*)  So  z.  B.  bei  Rio  de  .taiieiro. 


474 


PYRRHOGYRA.  Von  Dr.  A.  8eitz. 


die  von  Myscelia\  sie  ist  nämlich  auf  der  Blattoherseite  angeheftet  und  steht  aufrecht  oder  hegt  cj^uer  über 
dem  Blatte.  —  Die  8chmetterhnge  trifft  man  stets  einzeln,  aber  in  vielen  Gegenden  nicht  selten;  sie  fliegen 
besonders  früh  morgens  und  saugen  an  feuchten  Wegstellen.  Der  Flug  ähnelt  etwas  dem  der  Dynamine  und 
Adelpha.  Man  kennt  ca.  25  Formen. 


a)  Oberseite  schwarz  und  weiß. 

P.  neaerea.  Diese  unter  ,,tipiia“  in  den  Sammlungen  verbreitete  Art  ist  bisher  in  ihrer  tyjiischen  Form 
nur  von  Surmam  bekannt.  Die  Art  ist  aber  von  Mexico  bis  Paraguay  verbreitet  und  geht  im  Amazonas- Gebiet 
hypsenor.  weit  nach  Westen.  Die  nördlichste  Form  —  hypsenor  Goclm.  u.  Salv.  (=  ollius  Fnüist.)  (95  d)  von  Zentral- 
Amerika,  die  besonders  aus  Honduras  in  großer  Menge  herüberkam,  ist  kenntlich  an  den  spitzen  Vflghi,  der 
geraden  Hflglbinde  und  besonders  daran,  daß  der  weiße  Subapicalfleck  der  Vflgl  nach  unten  und  außen  in  einen 
neaerea.  spitzen  Zipfel  endet.  —  Bei  typischen  neaerea  L.  (=  tipha  Ky.,  docella  Möschl.)  ist  dieser  Fleck  unten  mehr 
abgerundet,  die  Binden  im  allgemeinen  etwas  breiter,  die  der  Hflgl  ganz  leicht  gebogen;  von  Guayana.  — 
jnayiL  juani  Stgr.  (95  d)  hat  bedeutend  breitere  Binden,  diese  gerundet  und  nicht  rein  weiß,  sondern  mit  einem  Stich 
kheili.  ins  Grünliche;  von  Columbien.  —  kheili  Frühst,  gleichfalls  aus  Columbien,  aber  nach  Fruhstorfeb  wahr¬ 
scheinlich  aus  einer  anderen  Gegend,  neigt  in  der  Bindenbreite  wieder  zum  Typus  der  Art ;  diese  sind  schmä¬ 
ler,  proximal  mehr  konvex  als  bei  juani,  die  Vflglbinde  gerader  abgeschnitten  und  daher  geradliniger  verlaufend; 
der  untere  Zipfel  des  Subapicalflecks  nach  unten  nicht  so  sehr  abgestumpft,  wie  bei  juani.  —  Vom  oberen 
Amazonas  sind  drei  Formen  beschrieben.  Der  Subapicalfleck  der  Vflgl  ist  oval,  die  Binden  sehr  viel  breiter,  aber 
cuparina.  immerhin  variierend,  so  daß  die  Formen  cuparina  Bates,  amphira  Bates  und  argina  Frühst,  kaum  konstant 
amplnrn.  verschieden  sind.  Von  der  nördlichen  Form,  amphira,  diemeist  an  den  weißen  Submarginalpunkten  beider  Figl 
argina.  ernennen  ist,  unterscheidet  sich  argina  Frühst,  durch  geringere  Größe,  distal  schärfer  abgegrenzte  Hflgl¬ 
binde  und  sehr  lebhaften  Blutfleck  im  Analwinkel  der  Hflgl,  cuparina  durch  sehr  breite,  nach  innen  etwas  ver¬ 
schwommene  Binden;  diese  Form  kommt  vom  südlichen  Teil  des  Amazonas  und  wird  ähnlich  in  Para  vor- 
oplini.  kommen.  —  Im  mittleren  Brasilien,  bis  Bolivien  und  Peru  fliegt  daun  ophni  Btlr.  (95  d),  bei  der  der  Subapical¬ 
fleck  der  Vflgl  vom  Irdsfleck  durch  die  schwarze  Grundfarbe  weit  getrennt  ist,  was  besonders  bei  Bolivianern 
susarion.  stark  hervortritt.  —  susarion  FruJi.h,.  aus  Peruambuco  soll  der  ophni  aus  Espiritu  Santo  nahe  kommen,  wie 
auch  der  surinamischen  neaerea  L.,  aber  kleiner  sein  als  diese  mit  besonders  beim  $  breiter  weißer  Binde  und 
arge,  unterseits  mit  heller  roter  Linie.  —  Die  südlichste  Form,  arge  Stgr.  ( 95  d )  von  Süd-Brasilien  und  Paraguay  ist  dann 
weit  weniger  spitzflügelig,  der  Subapicalfleck  der  Vflgl  steht  sehr  schräge,  fast  quer,  und  die  Mittelbinde  sehr  breit 
(mehr  als  doppelt  so  breit,  wie  sic  bei  hypsenor  ist),  darum  ist  die  beide  trennende  Grundfarbenbrücke  zwar  nicht  so 
breit,  wie  bei  ophni,  aber  viel  länger.  —  Die  Rp  ist  rosenrot  mit  hellgelbem,  braun  gesäumtem  Sattel¬ 
streif  über  den  Rücken  und  rötlichem,  etwas  herzförmigem  Kopfe,  dessen  Dornen  die  längsten  sind  und  feine 
Nebendornen  führen.  Sie  kommt  ganz  gewiß  nicht  auf  Kaffee  vor,  wie  angegeben,  lebt  aber  Avahrscheinlich 
auf  Paullinia;  die  Pp  ragt  von  der  Blattoberseite  senkrecht  in  die  Höhe  und  dreht  sich  nach  dem  Licht;  grün 
mit  stumpfem  Vorderteil;  am  Thoraxrücken  ragt  ein  grüner,  beilförmiger  Fortsatz  hervor;  Figlscheiden  und 
Rückenkante  sind  piirpurbraun  schattiert.  Die  Schmetterlinge  fliegen  einzeln  aber  nicht  selten,  besonders 
in  der  Frühe,  wo  man  sie  an  nassen  Steinen  und  Wegpfützen  saugen  sieht. 

typhoeus.  P.  typhoeus  Fldr.  Diese  Art  ist  der  vorigen  ganz  ähnlich,  aber  die  Vflgl  sind  stumpfer,  die  Hflgl  Aveniger 

geeckt,  im  Analteil  gerundeter;  die  Mittelbinde  ist  sehr  breit,  und  im  Außenfeld  der  Vflgl  befinden  sich  2  lichte 
Fleckchen.  Columbien. 

catharinae.  P.  catharinae  Stgr.  (95  e)  ist  eine  der  größten  Formen.  Staudinger  kennt  nur  $$,  und  Butler,  der  aus 

der  gleichen  Gegend  seine  ophni  beschreibt,  gibt  von  dieser  nur  das  S  Ich  glaube,  daß  beide  zusammengehören, 
doch  ist  Butlers  Beschreibung  so  dürftig,  daß  man  ohne  die  Type  zu  untersuchen  nichts  sagen  kann.  Wie  bei 
vielen  Pyrrhogyra  hat  das  catharinae-'^  oben  Ketten  Acnißer  Antemarginalflecken ;  diese  smd  aber  auf  der 
Hflgl-Lhiterseite  nicht  zu  einem  Aveißen  Wisch  zusammengeflossen,  sondern  bleiben  gesondert,  und  jedes  ist 
dunlcel  umzogen.  Sa.  Catharma  bis  Bolivien. 


b)  Binden  mehr  oder  av  e  n  i  g  e  r  h  e  1 1  g  r  ü  n. 

straionicus.  P.  stratonicus  Diese  mir  unbekannte  Art  soll  dem  tiphoeus  nahe  stehen,  hat  aber  mehr  grünlich- 

weiße  Binden,  und  das  blutrote  Bändchen  vor  dem  SaAimfeld  der  Hflgl-Lhiterseite  verläuft  ganz  gerade.  Die 
Vflgl  zeigen  einen  kleinen  rundlichen  Subapicalfleck,  einen  länglichen  über  der  Zelle,  und  einen  hohen  schmalen 
Medianfleck.  Oberer  Amazonas. 

edocla.  P.  edocia  Dbl.  u.  Hew.  (95  e).  Sofort  kennthch  an  den  schön  nilgrünen  Bmden,  einem  klemeren  Fleck  in 

der  Vflglspitze,  apical  von  dem  größeren  Subapicalfleck  und  der  unten  blutroten  Mediana  der  Vflgl.  Dagegen 


LUGINIA;  PERIA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


475 


ist  die  bei  allen  neaerea-Formen  unten  blutrote  Hflglcosta  hier  nur  an  der  Wurzel  rot,  sonst  weiß.  Typisciio 
edoc/a  kommen  von  Columbien. —  aenariaW/Wish  (95  e)  von  Zentral-Amerika,  hat  den  iSpitzcnflcok  größer,  den  oumarm. 
Subapicalfleck  kleiner  als  die  typische  Form,  so  daß  beide  Flecke  nicht  so  stark  in  der  (Iröße  differieren.  — 
athene  Frühst.,  ohne  genauen  Fundort,  vielleicht  nur  Zeitform  von  edocla,  ist  kleiner,  mit  sehtnalen,  sehr  }>lassen  oihme. 
Binden,  die  auf  dem  Vflgl  von  der  Grundfarbe  außen  tief  eingekerbt  werden.  —  lysanias  Fldr.  vom  oberen  hjianlas. 
Amazonas  ist  sofort  an  den  stumpferen  Vflghi  und  der  blaßgrünen,  doppelt  so  breiten  Flglbiudo  zu  erkennen. 

—  niaculata  Stqr.  (95  e),  zu  der  von  lysanias  alle  Uebergänge  vorhegen,  ist  genau  wie  diese,  hat  aber  vor  dem  maculata. 
Außenrd  beider  Figl  weißgrüne  Fleckenreihen;  J^eru,  besonders  vom  Chanchamayo  })ekannt.  —  anthele  anlhele. 
Frühst.,  die  R.  Haensoh  in  Ecuador  auffand,  ist  dunkler,  kleiner,  ohne  die  Punktierung  im  iSaumfeld,  od(U'  nur 
mit  Spuren  davon,  der  helle  Figlrand  der  Unterseite  schmäler.  Scheint  nicht  so  häufig  wie  die  ne/ierea,  in  ihrem 
Bezirk  ist. 

P.  otolais  Bat.  (95  c).  Meist  viel  kleiner  als  die  vorigen,  fast  die  ganze  Flgloberseite  von  der  sehr  ver-  otoluiH. 
breiterten,  zart  nilgrünen  Binde  eingenommen,  dadurch  von  dei'  langpalpigen  ■na.sica,  die  eine  schmälere,  dunklere 
und  nicht  bis  zum  Ird  der  Hflgl  reichende  Binde  hat,  unterschieden;  oberseits  der  crani.eri  sehr  ähnlich,  aber 
unten  sofort  dadurch  zu  r  nierscheiden,  daß  die  Mediana  der  Vflgl  weißgrün,  nicht  blutrot  ist.  Von  Zentral-Ame¬ 
rika.  —  neis  Fldr.  von  Mexico  ist  etwas  größer  und  hat  breitere  Binden.  aeis. 

P.  crameri  Auriv.  (^  neaerea  Cr.  nec  L.)  (95  c).  Dies  ist  die  einzige  P yrrhogyra,  bei  der  der  untere  crameri. 
Zellrand  auf  der  Vflgl-Unterseite  die  Zelle  nicht  diirch  ein  blutrotes,  dunkel  eingefaßtes  Bändchen  abschließt. 

Oben  fast  wie  otolais.  Guayana.  —  hagnodorus  Frühst,  von  Peru  hat  einen  schmäleren  schwarzen  Rand  und  hagnodoru 
oberseits  lebhafteres  Apicalfleckchen  des  Vflgls,  und  nautaca  Frühst,  von  Columbien  und  dem  oberen  Amazonas  nautaca. 
ist  größer,  die  Binden  schmäler  und  tiefer  grün,  und  der  Außenteil  der  Figl  lebhafter  violett  gewöUet.  —  Die 
Rp  scheint  der  von  neaerea  L.  außerordentlich  ähnlich,  nur  etwas  reichlicher  schwarz  gezeichnet,  und  die  Pp 
ist  der  jener  Art  ganz  gleich;  es  kann  aber  auch  eine  Verwechslung  der  Art  vorliegen,  daß  tatsächlich  eine  Rp 
jener  für  diese  Art  gehalten  wuirde,  infolge  der  Homonymie. 

P.  nasica  Stgr.  Der  vorigen  ähnlich,  aber  sofort  kenntlich  an  den  sehr  verlängerten  Pal})en  und  jiasica. 
daran,  daß  die  grüne,  sehr  breite  Mittelbinde  den  Ird  der  Hflgl  nicht  erreicht;  dieser  ist  vielmehr  schwarz¬ 
braun.  Columbien.  —  Bei  olivenca  Frühst.  (95  d)  ist  das  grüne  Feld  so  breit  wie  bei  der  typischen  Form,  oUvenra. 
aber  das  rote  Hflglband  ist  nach  außen  so  breit  schwarzbraun  gesäumt,  daß  das  Beingelb  im  Saumfeld  auf  ein 
schmales  Bändchen  eingeengt  ist.  —  seitzi  Frühst.  (95  d)  von  Bolivien  hat  schmälere  und  dunlder  grüne  Bän-  scitzi. 
der;  das  auf  dem  Hflgl  läuft  hinten  ganz  spitz  zu  und  zeigt  mit  dieser  Spitze  auf  den  roten  Analpunkt. 


30.  Gattiinu:  Hbn. 

Kleine  gelbe  Falter  mit  dürftig  schwarz  gezeichneter  Oberseite,  aber  unterseits  reich  verzierten  mit  großen 
metallischen  Augen  versehenen  Hflgln.  Kopf  breit  mit  breiter  Stirn,  Palpen  etwas  verlängert,  aber  ziemlich 
schlank  und  aufgebogen;  die  Fühler  geringelt,  mit  gut  abgesetzter  Keule.  Der  Körper  schlank,  die  Vflgl  drei¬ 
eckig,  mit  glattem  oder  kaum  gewelltem  Saume  und  etwas  unter  dem  Apex  ganz  leicht  eingezogen.  Die  Hflgl  im 
Analteile  gezackt,  die  Costa  der  Vflgl  an  der  Wurzel  schwach,  die  Mediana  stark  aufgeblasen,  die  Zelle  breit. 

Auf  den  Antillen.  Nur  vier  wahrscheinlich  zu  einer  Art  gehörige  Formen,  die  sehr  ineinander  spielen  und  kaum 
als  Subspecies  aufrecht  erhalten  werden  können. 

L.  sida  Hhn.  ( 97  b )  von  Cuba  und  Haiti,  ist  aus  der  Abbildung  genügend  zu  erkennen.  Die  Tiere  variieren  sida. 
nicht  unbeträchtlich  in  der  Größe  der  Augen  auf  der  Hflgl-Unterseite  und  großäugige  mit  breitem  dunklen  Flgl- 
saum  wurden  als  Subspecies  unter  dem  Namen  cubana  Frühst  abgetrennt.  —  cadma  Dncry,  von  Jamaica  ist  culana. 
größer,  die  Oberseite  der  Hflgl  hat  einen  graubraunen  statt  weißen  Grund  und  die  bei  sida  deutliche  metallisch 
violett-weiße  Linie  vor  dem  Hflglsaume  auf  der  Unterseite  fehlt.  —  Eine  von  cadma  kaum  verschiedene  Form.' 
torrebia  Men.,  kommt  auf  Haiti  vor.  torrehia. 


31.  Gattiiiig-;  l*eria  Ky. 

Die  kleine  Art,  welche  diese  Gattung  ausmacht,  habe  ich  nie  lebend  gesehen,  und  ich  finde  nirgends  eine 
Andeutung  über  ihre  Lebensweise.  Die  als  Peria  lamis  bekannte  Art  kommt  an  vielen  Orten  des  nördhehen 
Süd-Amerika  vor  und  weicht  nur  hinsichtlich  der  Größe  etwas  ab.  Der  Kopf  ist  mäßig  groß,  die  Palpen  kurz,  die 
Augen  nackt.  Fühler  allmählich  zu  dünner  Keule  verdickt.  Figl  ganzrandig,  die  Zelle  aller  Figl  geschlossen. 
Die  Vflglzelle  sehr  breit,  ziemlich  kurz,  die  Subcostalis  4-ästig.  Erster  Ast  dicht  vor  dem  Zellende  abzweigend, 
zweiter  beträchtlich  hinter  demselben,  der  3.  mündet  in  die  Costa,  ziemlich  Aveit  vor  dem  Apex.  Präcostale 
der  Hflgl  zweispaltig,  nach  dem  Abgang  der  Subcostalis  abzweigend. 


476 


PSEUDONICA;  TEMENIS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


lamis.  P.  lamis  Cj.  (=  lapliria  (97  b).  Oberseite  zeichnungslos  schwarzbraun,  Unterseite  honiggelb, 

ganz  fein  dunlcel  bestreut;  auf  jedem  Figl  zieht  ein  gerader  dunkler  Strich  von  vor  dem  Apex  bis  hinter  die 
Irdsmitte  und  vor  dem  Saum  steht  eine  unregelmäßige  dunkle  Linie. 


32.  Gattung’:  I^HOlidoilicsi  Ky.  (Nica  Hbn.) 

Auch  diese  Gattung  enthält  nur  eine  Art,  die  zuerst  als  Nymphalis  jlavilla  von  Godart  beschrieben 
und  von  Hübxer  abgebildet  und  in  die  Gattung  Nica  gebracht  worden  war.  Es  handelt  sich  um  ein  kleines, 
fast  einfarbig  honiggelbes  Tierchen,  das  sich  in  4  Formen  über  einen  großen  Teil  von  Zentral-  und  Süd-Amerika 
verbreitet.  Die  Unterseitenzeichnung  zeigt  ziemlich  das  gleiche  Muster  wie  bei  Peria.  Kopf  mittelgroß,  Palpen 
kräftig,  Fühler  von  über  halber  Oostalänge,  fein  geringelt,  am  Ende  kaum  verdickt.  Zellen  aller  Figl  geschlossen, 
die  der  Vflgl  ziemlich  breit.  Saum  der  Vflgl  fast  glatt,  der  der  Hflgl  kaum  gewellt.  LTeber  die  Jugendzustände  ist 
nichts  bekannt.  Die  Falter  fliegen  einzeln  auf  Waldwegen  und  setzen  sich  gern  mit  halbgeöffneten  Flgln  auf 
Blätter  dicht  über  dem  Boden. 

flavilla.  P.  flavilla  Hbn.  Die  brasilianische  Form  hat  lebhaft  rotgelbe  Oberseite,  braunen  Vflglsaum;  die  Unter- 

lunigera.  Seitenzeichnung  schlägt  nach  oben  deutlich  durch.  —  lunigera  Frühst,  ist  die  Form  aus  dem  äußersten  Süden 
des  Verbreitungsgebiets,  Paraguay  im  Osten  und  Peru  im  Westen.  Sie  hat  ausgedehnt  schwarz  gesäumte  Vflgl; 
der  schwarze  Saum  zieht  sich  breit  in  den  Analwinkel  hinein.  Am  Zellapex  ein  breiter  rotbrauner  Querfleck. 
sylvestris.  Hflgl  oben  am  Saum  mit  kompletter  Mondfleckenkette,  diese  Flecke  außen  violett  begrenzt.  —  sylvestris  Bat. 

(97  I))  von  Columbien  und  Amazonas  hat  im  dunklen  Apex  ein  lichtes  Pünktchen;  die  Unterseite  ist  schwächer  ge 
cantliara.  zeichnet  als  bei  flavilla,  aber  stärker  als  bei  der  vierten  Form  canthara  Dhl.  (67  b)  von  Venezuela  und  Zentral- Ame¬ 
rika,  die  sehr  fahl  ockergelb  und  unterseits  so  schwach  gezeichnet  ist,  daß  die  Zeichnung  nach  oben  nicht 
durchscheint. 


33.  Gattniig’:  Teiiieiiis  Hbn. 

Nachdem  die  kleine  Art  sylphis  aus  dieser  Gattung  genommen  und  für  sie  das  Genus  Bolboneura  auf¬ 
gestellt  worden  ist,  bleiben  nur  noch  2  Te^rmiis  übrig,  von  denen  eine  aber  außerordentlich  geographisch  va¬ 
riiert.  Es  sind  mittelgroße  Falter  mit  honiggell)  oder  blutrot  gefärbten  Flügeln,  die  über  den  größten  Teil  des 
heißen  Amerika  verbreitet  sind.  Kopf  ziemlich  dick  mit  stark  vorgecpiollenen  Augen,  die  Palpen  lang 
und  stark,  Fühler  allmählich  zu  ganz  schwacher  Keule  verdickt.  Thorax  kräftig,  Hlb  beim  B  sehr  schmäch¬ 
tig.  Die  Vflgl  sind  bei  einer  der  Arten  unter  dem  Apex  geeckt,  bei  der  andern  von  normaler  Gestalt;  die  Zelle 
ist  sehr  kurz,  am  Ende  breit  und  gerade  abgestutzt.  Auf  dem  Vflgl  zweigt  der  erste  Subcostalast  erst  direkt 
vor  dem  Zellende  ab,  der  zweite  gleich  dahinter,  der  dritte  aber  lang  danach.  Die  Rpn  sind  grün  mit  herzför¬ 
migem,  zwei  langen  mit  Rosetten  von  Nebendornen  besetzten  Hörnern  führendem  Kopfe;  die  Rückendornen 
sind  an  Zahl  reduziert,  etwas  unregelmäßig,  die  auf  dem  3.  and  11.  Ringe  kenlenförmig  verdickt;  die  Pp  ist 
grün,  fein  rot  gezeichnet,  mit  zwei  Ko])fspitzen ;  die  Falter  fliegen  einzeln,  sind  aber  nicht  selten. 

laothoe.  T.  laothoe.  Dieser  gemeine  Falter  variiert  sehr,  so  daß  man  16  Formen  benannt  hat.  Er  kommt 

libcria.  von  Mexiko  bis  Paraguay  und  Peru  vor.  Die  nördlichste  Form,  liberia  F.  (97c),  ist  oben  einfarbig  trüb  orange, 
hondurensis.  mit  kaum  dunklerem  Apex  der  Vflgl.  —  Wenig  davon  verschieden  ist  hondurensis  Frühst,  vom  nördlichen  Zentral- 
Amerika;  sie  gleicht  auch  der  ariadne  Cr.,  aber  den  Hflgln  fehlt  der  rötliche  Distalsaum,  der  Vflglapex  ist  wie 
agatlni.  bei  agatha  bleichrötlich  gefärbt,  mit  einem  lichten  Aj)icalfleck  vorher.  —  agatha  F .,  die  wie  liberia  und  hondurensis 
c:>lumbiana.  auch  auf  den  westindischen  Inseln  fliegt,  hat  den  Vflglapex  mehr  braun.  —  columbiana  von  Columbien 

ist  der  zentralamerikanischen  Form  sehr  nahe,  aber  größer  als  hondurensis  und  sovyohl  die  ockerige  Grundfarbe, 
ariadne.  als  auch  der  Vflglapex  eine  Nuance  dunkler,  besonders  auch  die  Unterseite.  —  ariadne  Cr.  (=  merione  F.)  ist 
ottonis.  die  am  längsten  bekannte  Form  aus  Guayana,  bei  der  alle  Vflgl  einen  dunkeln  An  ßenrd  haben.  —  ottonis  Frühst. 
(  =  merione  Hbn.  pt.)  (97  c)  hat  ganz  ockergelbe  Figl  beim  der  Apex  der  Vflgl  ist  aber  durch  ein  schräges 
Subapicalband,  dessen  unteres  Ende  lä)igs  des  Außenrds  bis  zum  Analwinkel  zieht,  abgeschnitten;  Surinam. 
violetta.  —  -  violetta  Frühst.  (97  c)  vom  Rio  Wanpes,  die  südlich  bis  Bolivien  geht,  hat  breit  schwärzlichbraunen  Vflgl- 
Apex  und  das  ^  fast  ganz  dunkle  Hflgl,  die  nur  an  ihrem  Apicalteil  gelbrot  gefärbt  sind.  Aber  in  Bolivien  fliegt 
pseitdolao-  auch  die  otto7iis-F orm  mit  beim  ockergelben  Hflgln.  —  Am  Amazonas  fliegen  dann  die  Formen  pseudolaothoe 
ihoe.  ^  Vflgl  mit  breit  dunklem  Apex,  wie  bei  laothoe,  aber  die  Hflgl  nicht  dunkel,  sondern  gelb,  und  pseud- 

pseud-  ariadne  Frühst.,  bei  der  die  Grundfarbe  bleicher  ockerig,  mehr  fahl  ist,  der  Apicalteil  stumpfer  gefärbt,  und 
ariadne.  ^  innere  Grenze  des  dunkeln  Apicalteils  ganz  schwach  stumpf  gewinkelt.  Diese  Form  wurde 

laothoe.  von  Obidos  beschrieben.  —  laothoe  Cr.  ist  die  Form,  bei  der  der  Vflglapex  schwarzbraun,  sein  innerer  Saum 
gleichmäßig  gerundet,  der  Vflgldiscais  lebhaft  dottergelb,  die  Hflgl  oben  vorwiegend  schwarzbraun  sind. 
Dieses  Färhungsmuster  erinnert  sehr  stark  an  das  von  Epiphile  lanipetlmsa,  mit  der  die  Art  an  verschiedenen  Stel- 
hübneri.  len  zusammenfliegt.  —  hübneri  Frühst.  ( merione  Hbn.  pt.)  ist  ähnlich,  aber  hier  ist  nur  die  Irdshälfte  und  der 


BOLBONEURA.  Von  I)r.  A.  8eitz.  EIMPIflLE.  Von  J.  Rr.nER. 


477 


Saum  der  Hflgl  schwarzbraun,  die  Vrdshälfte  a})er  goldgelb;  aus  Inner-Brasilien  (Minas-(lcraes).  -  baliiana  halnana. 

Frühst,  ist  eine  kleine  Form,  satt  ockergelb,  Vflgl  mit  matt  violettem  Ajjicalsaum  und  ebensolclier  Scbrägbinde 

mit  gewinkeltem  Innensaum.  —  santina  von  Südbrasilien  bis  Paraguay,  hat  ])rägnanter  violett  gezcicb-  aanlina. 

neten  Apicalteil  der  Vflgl;  das  $  größer  als  bah.iana,  die  liebte  Zone  hinter  der  Zelle  breiter  und  bleicher.  — 

pedaina  Frühst,  von  Pernambiico  nähert  sich  snntiua,  weicht  aber  von  dieser  durch  den  schmalen,  scharf  ahge-  pedairut. 

setzten  blauen  Hflglsaum  ab.  Hflgl  des  9  rauchbraun  angeflogen  mit  leichtem  blauem  Schiller  ühergo.ssen, 

vor  der  blauen  Querbinde  der  Vflgl  ein  großer  blaßroter  Fleck.  Liegt  mir  nicht  vor.  —  korallion  Frnhst.  komllion. 

mir  gleichfalls  unbekannt,  soll  die  schönste  Form  der  Art  sein.  ,, Vflgl  mit  rotem  Apicalfeld  und  roter  Zelle,  und 

eben  solchem  breiten  subapicalen  Schrägband.  Zelle  aber  manchmal  blau  überflutet,  ebenso  die  (Aierbinde  auf 

dem  Vflgl.  Hflgl  prächtig  violettblau  mit  Ausnahme  eines  roten  scharf  ahgegrenzten  Histalsaums.“  — 

Rp  grün  mit  weiß  gezeichnetem  Kopfe,  dunkler  Längslinie  und  schwärzlichen  Quersätteln,  die  Thoraxringe 
ganz  schwärzlich.  Bauch  weißlich,  dunkel  gezeichnet;  Füße  weißlich,  ebenso  die  Dornen  auf  dem  12.  Ringe, 
sonst  die  Rückendornen  schwarz,  die  auf  dem  3.  und  fl.  Ringe  keulig  verdickt;  an  Paullinia  seminula  und 
Serjania  meridionalis.  Pp  hellgrün,  dunkelgrün  und  etwas  rot  gezeichnet,  am  Kopfe  zwei  kurze  Flügel.  Die 
Schmetterlinge  fliegen  auf  Waldwegen,  in  Gesellschaft  der  ähnlichen  Pseudonica\  siefliegen  gewöhnlich  nur  kurze 
Strecken  und  setzen  sich  besonders  auf  den  Weg  überragende  Buschzweige. 

T.  pulchra.  Oben  schwarz  mit  tief  hyazinthblauem  Schiller,  der  aber  nur  sichtbar  wird,  wenn  man  den 
Falter  aus  der  Richtung  der  Lichtquelle  betrachtet.  Vflgl  mit  rotem  Wurzeldrittel  und  Schräghinde,  Hflgl 
mit  großem  rotem  Fleck  im  vorderen  Discus;  unterseits  braun,  oft  mit  einigen  blau  metallischen  Punkten. 

Wie  bei  laothoe  die  Färbung  je  nach  dem  mit  ihr  fliegenden  andern  Falter  (Pseudonica  canthara,  Epiphile 
lampethusa  etc.)  abändert,  so  richtet  sich  das  Rot  der  pulchra  in  seiner  Verteilung  nach  dem  Gesell¬ 
schaftsfalter  aus  den  Gattungen  Caiagraruma  und  Siderone,  mit  der  sie  zusammen  fliegt;  erstere  gehören 
der  Gruppe  an.  Bei  der  typischen  pulchra  Hew.  (97  c,  d)  aus  Columbien  ist  die  rote  Schräghinde  des  pulchra. 

Vflgls  schmäler,  das  Wnrzelrot  nicht  so  ausgedehnt  wie  bei  der  Pern-Form  ;'4  anf  der  Unterseite  ist 
Wurzelrot  und  Schräghinde  durch  eine  schwarze  Binde  (wie  oherseits)  geschieden.  —  Bei  dilutior  Frühst,  diluiior. 

(97  d)  von  Fern  ist  das  Trennungsband  zwischen  Wurzelrot  und  Schräghinde  auf  der  Unterseite  wie  auch  der 
Apicalteil  rot  überlagert,  so  daß  der  Hflgl  fast  einfarbig  rot  erscheint,  in  dem  das  Schwarz  nur  mehr  schatten¬ 
haft  auftritt.  —  amazonica  Frühst,  vom  oberen  Amazonas  hat  noch  weniger  Wurzelrot  als  pulchra  und  die  rote  amazonica. 
Vflglbinde  steht  steiler.  —  Als  eine  9-Form  von  pulchra  beschreibt  Staudinger  einen  Falter,  den  er  melania  melania. 
(97  d)  nennt  und  den  wir  nach  einem  Exemplar  in  Fasses  Sammlung  abbilden.  Die  Vflgl  haben  eine  orange¬ 
gelbe  Schrägbinde,  die  Hflgl  einen  großen,  subanalen  Blausilberfleck;  aus  Columbien,  bei  Muzo  gefangen.  — 

Im  ganzen  ist  pulchra  ein  ebensolcher  Proteus,  wie  laothoe  und  man  könnte  für  sie  noch  mehr  Namen  konstruie¬ 
ren,  als  für  diese;  völlig  gleich  sind  von  den  14  mir  vorliegenden  Stücken  oherseits  keine  zwei,  überall  ist  andere 
Verteilung  des  Rot;  am  konstantesten  ist  noch  die  Hflgl-LTnterseite,  die  meist  2  blaue  Aeugelchen  im  Discus 
hat,  doch  gibt  es  auch  Stücke  mit  1  Auge  und  ganz  ohne  solche. 


34.  Gattung';  Bolboiieiira  Salv.  u.  Godm. 

Nur  ein  kleiner  mexikanischer  Falter  bildet  diese  Gattung.  Früher  zu  den  Tenienis  gestellt,  wurde  er 
hauptsächlich  auf  Strukturunterschiede  des  Geäders  und  der  Beine  von  Saevin  und  Godman  aus  dieser  Gattung 
entfernt.  Tatsächlich  dürfte  seine  richtige  Position  in  der  Nähe  von  Epiphile  sein,  mit  welcher  Gattung  auch 
seine  Färbung  und  Zeichnung  einigermaßen  harmoniert.  Durch  die  an  der  Wurzel  aufgeblasene  Costalis  und 
Mediana  nähert  er  sich  aber  sowohl  den  C ystineura  als  auch  gewissen  Eunica.  Von  C ijstineura  aber  nnterscheidet 
ihn  sofort  die  Flgl-Form:  der  Apex  der  Vflgl  ist  schräg  abgestutzt.  Ferner  zeigt  die  Unterseite  lebhaft  metal¬ 
lische  Zeichnung,  die  bei  Cystineura  niemals  vorkommt.  Wie  bei  Epiphile  entspringen  der  1.  und  2.  Subcostal- 
ast  vor  dem  Zellende;  die  obere  Discocellularis  ist  kurz,  die  untere  Discocellularis  trifft  die  Mediana  direkt 
hinter  dem  Ursprung  des  2.  Astes.  Die  Vorderbeine  sind  sehr  schwach  behaart,  die  mittleren  und  hinteren  ohne 
Dornen,  mit  kurzen,  stark  gekrümmten  Klauen.  Die  Palpen  sind  ähnlich  wie  bei  C ystineura  verlängert,  be¬ 
sonders  das  Endglied  und  zwar  mehr  beim  9  beim  E-  Has  Mittelglied  ist  dick  und  aufgeblasen. 

B,  sylphis  Bat.  (97  d).  Mit  keiner  anderen  Art  zu  verwechseln.  Oben  sind  die  Vflgl  im  Innenteil  von  sylphis. 
prachtvoll  blauem  Schiller  übergossen,  der  Außenteil  schwarz  mit  2  ockergelben  Binden,  die  Hflgl  blau  schillernd, 
vor  dem  dunklen  Saumband  orange.  Am  Saumbande  selbst  eine  blaue  metallische  Linie.  Die  Unterseite  gelb,  auf 
dem  Vflgl  zwei  schwarze  Schrägbinden  mit  metallisch  blauer  Mitte.  Der  Falter  ist  lokal,  aber  nicht  selten. 


35.  Gattung':  Epipliile  DU. 

Das  Verbreitungsgebiet  dieser  Gattung  erstreckt  sich  von  Mexico  bis  Paraguay.  Von  den  18  Arten 
kommen  allein  etwa  14  in  Columbien,  Venezuela  und  Zentral-Ainerika  vor,  wo  die  Gattung  also  ilir  Haupt- 


478 


EPIPHILE.  Von  J.  Röber. 


orea. 

iblis. 

alhijasciata. 

pluaios. 

negrina. 

epimenes. 

kalhreycri. 

plulonla. 

clectra. 

üUecUt. 

dinora. 

holivlana. 


epicaste. 

honplandio- 

ides. 

laüfasciata. 


Verbreitungsgebiet  hat;  die  Tiere  sind  vorwiegend  im  Gebirge  heimisch.  Sie  charakterisieren  sich  schon  durch 
ihre  äußere  Erscheinung  und  ein  allen  Arten  eigentümliches  Zeichnungsmerkmal  ist  ein  von  der  Grundfärbung 
abstechender  lichter  dreieckiger  Vrdsfleck  auf  der  Unterseite  der  Hflgl.  Da  sich  Epiphile  schon  hindurch 
von  allen  anderen  Gattungen  gut  unterscheidet,  ist  es  unnötig,  eine  Beschreibung  der  Rippenbildung  usw.  zu 
geben. 

Nach  W.  Müller  ist  die  Gestalt  der  Eier  und  die  Art  ihrer  Lagerung  von  E.  orea  wie  bei  Myscel.orsis. 
Die  Rp  lebt  an  Paidlinia  semimida  Rod.  und  Serjania  meridionalis  Cambes.  Sie  hat  an  jeder  Seite  des  Kopfes 
ein  Horn  in  der  Länge  des  Gesichts,  das  mit  sehr  kleinen  Nebendornen  versehen  ist;  am  Kopfe  sind  außer  den  2 
von  den  Hörnern  herabziehenden  weißen  Streifen  noch  ein  weißer  Fleck  über  dem  Mund  iind  ein  ebensolcher 
zwischen  den  Hörnern;  Hinterseite  des  Kopfes  und  der  Hörner  blaßrot,  Körper  samtartig  grün,  die  Region 
unter  den  Luftlöchern  heller;  es  finden  sich  folgende  gelbe,  diinkelgerandete  Linien:  2  ziemlich  entfernt  von  ein¬ 
ander  verlaufende  Rückenlinien,  2  Seitenlinien,  die  sich  an  der  Grenze  der  Abschnitte  nähern  und  die  Dornen 
daselbst  umziehen,  eine  stärkere  gelbe  Linie  entlang  den  Luftlöchern,  die  in  der  Gegend  der  Luftlöcher  selbst 
unterbrochen  ist  und  eine  wellig  gebogene  Linie  zwischen  der  Seiten-  und  Luftlöcherlinie,  auf  jedem  Abschnitte 
stehen  2  Seitendornen,  die  wiederum  sehr  kurze  Dornen  tragen.  In  der  Ruhe  nimmt  die  Rp  sowohl  Schutzstellung 
ein,  indem  sie  sich  mit  vorgestreckten  Hörnern  platt  an  das  Blatt  andrückt,  als  auch  die  Trutzstellung,  indem  sie 
nach  Art  der  Sphii\giden-R])n  mit  erhobenem  Kopfe  dasitzt,  während  sie  die  Höimer  wie  drohend  erhoben  hat. 
Die  Rp  klebt  bis  zum  3.  Stadium  Kotballen  an  die  abgefressenen  Blattrippen  an.  Die  Pp  ist  gleichfalls  der 
von  il/y«ce/fa  ofsts  ähnlich ;  Grundfärbung  oberseits  schön  samtartig  grün,  unterseits  blaß  weißgrün,  oberseits 
hinter  dem  5.  Ringe  wie  mit  einer  dünnen  Wachsschicht  überzogen,  beide  Regionen  scharf  getrennt  durch  eine 
({ner  über  den  5.  Abschnitt  verlaufende  Linie,  die  sich  aus  3  nach  vorn  offenen  Bogen  zusammensetzt;  die 
Figlkante  entlang  verläuft  eine  schmale  braune  Linie;  auf  der  Flglwmrzel  und  auf  dem  Kopfe  finden  sich  leh- 
haft  perlmntterglänzende  Flecke;  sie  verhält  sich  gegen  Lichteinflüsse  wie  Mysc.  orsis,  reagiert  aber  nur  träge. 

E.  orea  unterscheidet  sich  von  den  ähnlichen  Arten  durch  ein  rundliches  Fleckchen  auf  der  Oberseite 
der  Vflgl  in  der  Nähe  der  Flglwnrzel,  das  dieselbe  Färbung  wie  die  l)eiden  Vflglbinden  besitzt.  —  orea  Hbn. 
(97  e)  aus  Brasilien  (von  Rio  de  Janeiro  südwärts)  ist  nur  wenig  verschieden  von  iblis  Fldr.  aus  Columbien,  bei 
der  die  gellten  Vflglbinden  nur  wenig  l)reiter  sind.  Das  $  von  orea  ist,  wie  die  Abbildung  zeigt,  ziemlich  ver¬ 
schieden  und  hat  keinen  Schiller.  Die  $$  von  iblis  haben  gewöhnlich  eine  gell)e,  ausnahmsweise  eine  fast  weiße 
Vflglbinde;  diese  Form  benennen  wir  albifasciata. 

E.  plusios  Godm.  u.  tdalv.  (97  e)  aus  dem  Chiriqui,  die  die  genannten  Autoren  als  eine  Form  der  orea  be¬ 
trachten,  hat  einen  weißen  Subapicalfleck  der  Vflgl,  aiis  anders  gestalteten  Flecken  zusammengesetzte  Vflgl¬ 
binden  und  grünen  (nicht  blauen)  Schiller  der  Hflgl. 

E.  negrina  Fldr.  (97  e)  vom  Rio  negro  und  Columbien  hat  3  braungelbe  Sadrapicalflecke  und  anders  ge¬ 
staltete  Mittelbinden  der  Vflgl. 

E.  epimenes  Hew.  (97  e)  aus  Columbien  hat  wundervollen  grünblauen  Schiller  der  Oberseite,  Avovon  nur  die 
Spitze  der  Vflgl  und  der  Vrd  der  Hflgl  ausgenommen  ist. 

E.  kalbreyeri  Fassl  (97  e)  aus  West-Cohunbien  (Aguacatal,  2000  m),  hat  mehr  blauen  als  grünen,  aber 
sehr  intensiven  Glanz  und  die  Vflglbinde  ist  stark  reduziert. 

E.  plutonia  G.  u.  8.  (97  f)  aus  Zentralamerika  hat  außer  dem  blauen  Flglfleck  keinen  blauen  Schiller. 
Diese  Art  unterschfeidet  sich  auch  durch  gedningenere  Figlgestalt. 

Die  durch  ihren  prachtvollen  Schiller  hervorragende  E.  electra  Stgr.  (97  f)  aus  dem  Gebirge  Amn  Vene¬ 
zuela  (Merida)  unterscheidet  sich  von  allen  ähnlichen  Arten  durch  eine  lichte  Binde  der  Hflgl. 

E.  dilecta  Stgr.  i.  l.  (97  f)  aus  Bolivien  hat  schönen  violetten  Schiller  der  ganzen  Oberseite,  von  dem 
nur  die  Vflglspitze  frei  bleibt;  die  Figlbinde  ist  gerade  und  gleichmäßig  breit. 

E.  dinora  Fassli  (97  g)  aus  West-Columbien  (Aguacatal,  2000  m)  ist  die  größte  Art  der  Gattung.  Nur  bei 
ganz  spitzwinkligem  Lichteinfall  ist  geringer  blauer  Schiller  l)enierkbar.  —  boliviana  form.  nov.  aus  Bolivien 
(Coroico,  1200  m)  hat  einen  deutlichen  weißen  Subapicalfleck  der  Vflgl,  etAvas  schmälere  und  lichter  gelbe  Bin¬ 
den  und  im  Analwinkel  der  Hflgl  einen  deuthchen  gelben  Augenfleck.  Die  Unterseite  ist  lichter  braun  und  AA^eniger 
gezeichnet. 

E.  epicaste  Hew.  (97  g)  aus  Columbien  hat  ein  von  den  übrigen  Epiphile-^^  ganz  abAA^eichendes  $,  da 
bei  ihm  die  Vflglbinde  eine  grünlichblaAie,  metallisch  schimmernde  Färbung  zeigt ;  ähnliche  Färbung  zeigt  sich 
am  Außenrd  der  Hflgl.  Es  wurde  von  Herrn  A.  H.  Fassl  im  Aguacatal  in  Höhe  von  2000  m  entdeckt.  Eine 
weitere  $-Form  trägt  die  Bezeichnung  bonplandioides  FassZ;  sie  hat  fast  zeichnungslose  scliAvefelgelbe  Unter¬ 
seite  der  Hflgl  und  ebensolche  Spitzen  der  Vflgl.  —  Die  Form  aus  Bolivien  (Coroico,  1200  m),  die  Avir  latifas- 
ciata  benennen,  zeigt  etAvas  breitere  und  lichter  gelbe  Binden  der  Vflgl  und  eine  ebenso  gefärbte,  etAA'a  doppelt 


CATONEPHKLE,  Voji  J.  Röber. 


47!J 

so  breite  gerade  Binde  der  Hi'lgl,  die  l)is  nahe  an  den  Elglsanni  reicht.  J)ie Ihiterseite  der  JB’lgl  ist  lidder  (gell)- 
licher),  auch  ist  der  gelbe  Vrdsfleck  fast  doppelt  so  groß  als  bei  a/picasie. 

E.  fassli  Weym.  i.  l.  (!)7  f)  aus  Peru  (Pozzuzo)  ist  der  apicaste  latifdscia.td  ähnlich,  ahei'  kleiner,  auch  feh-  jasdi. 
len  ihr  die  schwarzen  Eiecke  in  der  Nähe  der  Vflglwurzel.  Die  Unterseite  ähnelt  der  von  divora,  doch  ist  sie 
lichter. 


E.  hübrseri  Hew.  (98  a)  aus  Brasilien  und  Südbrasilien  unterscheidet  sich  von  den  ähnlichen  Arten  da-  kühmri. 
durch,  daß  das'  Basalfeld  der  Hflgl  ziemlich  licht  bleibt,  und  ferner  durch  die  keilförmigen  Eiecke  in  der  Nähe 
der  Elglwurzel  auf  der  Oberseite  der  Vflgl. 

E.  chrysites  Latr.  (97  g)  aus  Columbien  und  Venezuela  ist ähnlich,  unterscheidet  sich  aber  durch  chryaiUs- 
den  dunklen  Basalteil  der  Hflgl;  die  Unterseite  ist  viel  mehr  gezeichnet  als  bei  letzterer.  Die  von  Herrn  A.  11. 

Eassl  entdeckte  haben  weiße  Vflglbinde  und  fast  ganz  dunkle  Hflgl. 

E.  adrasta  Hew.  (97  g)  ist  von  Mexico  bis  Panama  verbreitet.  Sie  ist  ausgezeichnet  durch  die  geraden  adrasia. 
gelben  Binden;  bei  manchen  männlichen  Stücken  befindet  sich  in  der  Vflglspitze  ein  kleiner  weißer  Eieck;  beim 
$  ist  dieser  viel  größer,  auch  hat  dieses  eine  lichtgelbe  Mittelbinde  dqr  Hflgl.  —  bandusia  Frühst,  aus  Ouatemala, 
vom  Vulkan  Chiricpii  und  aus  Ost-Mexico  ist  kleiner  und  führt  breitere  schwarze  Binden.  Das  ^  zeigt  eine  aus¬ 
gedehntere  rostbraune  Basalpartie. 

E.  grandis  Btlr.  (98  a,  b)  aus  Costa  Rica  ist,  wie  die  Abbildung  zeigt,  eine  ganz  abweichende  Erscheinung,  r/randis. 
Ob  sie  in  diese  Gattung  gehört,  können  wir  nicht  feststellen,  v  eil  wir  kein  St  ück  dieser  Art  zu  erlangen  vermoch¬ 
ten. 


E.  eriopis  Hetv.  (98  a)  aus  Columbien  zeigt  auch  wie  die  folgende  Art  ein  abAveichendes  Gejiräge.  Keine  eriopis. 
andere  Art  hat  im  männlichen  Geschlechte  eine  weiße  Vflglbinde.  Das  von  Herrn  A.  H.  Eassl  entdeckte  $  ist 
von  unansehnlicher  Erscheinung. 

E.  lanipethusa  Dbl.  u.  Hew.  (98  a)  aus  Columbien  und  Bolivien  weicht  durch  den  Zeichnungsstil  von  allen  lampethusa. 
anderen  Arten  ab.  Das  von  Herrn  A.  H.  Eassl  entdeckte  $  hat  fahlere  Eärbung  und  2  keilförmige  sid^anale 
blaue  Hflglflecke. 


36.  Gattiine' ;  Cai4»]iep]iele  Hhn. 

Die  Arten  dieser  von  Mexico  bis  Paraguay  verbreiteten  Gattung  zeigen  ausnahmslos  eine  Geschlechts¬ 
verschiedenheit,  die  so  groß  ist,  daß  es  oft  schwierig  ist,  die  Geschlechter  der  einzelnen  Arten  zu  ermitteln.  Durch 
ihr  Aeußeres  sind  sämtliche  Arten  trotz  des  Geschlechtsdimor])hismus  so  gut  charakterisiert,  daß  die  ejej  ohne 
Ausnahme,  die  $$  meist  leicht  als  Angehörige  dieser  Gattung  zu  erkennen  sind ;  nur  die  $$  der  kleineren  Arten 
haben  Aelinlichkeit  mit  den  $$  gewisser  M yscelia-Aii^w.  —  Die  Vflgl  haben  fünf  8ubcostaläste,  von  denen  zwei 
vor,  der  .3.  Ast  bald  nach  dem  8chlusse  der  Mittelzelle  abgezweigt  sind;  die  Präcostahs  der  Hflgl  ist  gegabelt, 
die  Beine  sind  zart  gebaut  und  seidig  behaart.  Eier,  Rpnform  und  Entwicklung  sind  ähnlich  wie  bei  MysceJia 
orsis.  Die  R])n  von  Cat.  acoufius  und  nvmilia  penthia  leben  an  Alchornia  iricura  Cas.  und  cordata  Müll.  Arg., 
am  häufigsten  an  ersterer. 

Ueber  die  Lebensweise  der  8chmetterhnge  hat  Prof.  Dr.  Thieme  folgende  Schilderung  gegeben:  ,,Die 
Arten  dieser  Gattung  sind  Bewohner  des  dichtesten  neotropischen  Urwaldes;  nie  werden  wir  sie  im  Steppen¬ 
lande  oder  auf  gerodeten  Strecken  finden.  Regenfeuchter  Boden,  eine  überreiche  Vegetation,  verbunden  mit 
ozonreicher  Luft,  scheinen  ihnen  unentbehrlich  zu  sein.  Sie  sind,  wie  viele  gerade  der  farbenprächtigsten  Nym- 
phahden,  entschiedene  Gourmands,  nur  daß  ihre  Naschhaftigkeit  sich  meist  minder  sauberen  Speisen  zu  wendet. 
Die  Eluß-  und  Bachufer  verschmähen  sie;  wo  aber  weiter  oben  auf  der  waldigen  Terrasse  die  kleine  Indianer¬ 
hütte  versteckt  hegt,  in  Avelche  unsere  Maultiere  einstehen  und  auf  deren  tennenartigem  ^"orplatze  die  ausge¬ 
gossene  Hefe  des  landesüblichen  Zuckerrohrtrankes  und  sonstige  häusliche  Abgänge  in  der  Sonne  trocknen, 
dort  wirst  du  sie,  untermischt  mit  ganzen  Völkern  von  CalUcore-  und  Cahtgrartwia-Arien,  in  den  heißen  IMittags- 
stunden  sicher  vorfinden,  aus  deren  Gewimmel  sie  schon  in  einiger  Entfernung  durch  ihre  Größe  hervorleuchten. 
Und  finden  wir  sie  auf  dem  Vorplatze  nicht,  so  suchen  wir  sie  hinter  dem  Hause,  wo  ZAvischen  Schutt  und  Ab¬ 
fällen  jegheher  Art  noch  stärker  duftende  Köder  hegen,  die  die  Sorglosigkeit  der  Indianerfamilie  hier  abzulagern 
pflegt.  Man  sieht  ihnen  das  Behagen  an,  mit  dem  sie  schlecken,  indem  sie  häufig  um  den  Köder  hcrumlaufen, 
wobei  sie,  wie  um  das  Gleichgewicht  zu  halten,  mit  den  Elgln  schlagen,  so  daß  jetzt  die  herrlichen  Goldflecke 
der  Oberseite  im  Sonnenlichte  leuchten,  Avährend  sie  im  ruhenden  Zustande  dem  abgestorbenen  Blatte  zu  gleichen 
schienen.  Trotz  des  bedenklichen  Untergrundes  schlagen  wir  mit  dem  Köscher  zu  und  sind  froh,  wenn  der  Eang 
ohne  schlimmste  Beschmutzung  des  Eanginstrumentes  gelungen  ist.  Aber  aeich  so  trägt  das  über.-^ättigte  Tier 
die  Spuren  des  häßhehen  Mahles  an  sich  und  iinter  einem  aus  Ekel  und  WohlgefaUen  gemischten  Gefühl  lassen 
wir  den  Ealter  in  die  Tüte  gleiten,  bei  deren  Oeffnen  am  Abend  unsere  Geruchsnerven  noch  einmal  die  Erinnerung 


480 


CATONEPHELE.  Von  J.  Röber. 


nydhnus, 

salacia. 

Sabrina. 

antinoe. 

chromis. 

columbana . 
godmnni. 

salambiia. 

numilia. 

csile. 

pentkia. 

fulva. 

neogerma- 

nica. 


acontius. 

exquisitus. 


an  die  Leiden  und  Freuden  des  Tropenfanges  durchkosten  werden“.  —  Nach  A.  8eitz  halten  sich  die  Schmetter¬ 
linge  gern  in  den  Kronen  hoher  Bäume  auf. 

C.  nyctimus  Westw.  (98  c)  ist  von  Mexico  bis  Venezuela  und  Ecuador  verbreitet  und  offenbar  nicht 

selten. 

C.  salacia  Hew.  (98  c)  vom  oberen  Amazonenstrome  (und  Brasilien?)  unterscheidet  sich  vom  vorigen 
in  beiden  Geschlechtern  durch  andere  Flglform,  im  männlichen  Geschlechte  durch  die  fast  geradlinig  verlaufende 
Mittelbinde  derVflgl,  im  weiblichen  Geschlechte  durch  den  Mangel  des  rostroten  Flecks  in  der  Nähe  der  Vflgl- 
spitze  und  durch  den  Besitz  rostgelber  Färbung  im  Analwinkel  der  Hflgl  und  unterseits  dadurch,  daß  die  äußeren 
Binden  dieselbe  Gestalt  wie  auf  der  Oberseite  haben. 

C.  sabrina  Hew.  (98  d)  aus  Brasilien  und  Südhrasilien  ist  auffällig  durch  den  Färbungsstil  des  der 
in  dieser  Gattung  nicht  wiederkehrt. 

C.  antinoe  Godt.  (98  d)  aus  Brasilien  und  dem  Gebiete  des  Amazonenstroms  ist  ansehnlich  größer  und 
hat  im  männlichen  Geschlechte  weit  vorgezogene  Vflglspitzen.  Das  $  ist  zwar  dem  ncoyitius-^  sehr  ähnlich, 
hat  aber  in  der  Mitte  der  Vflgl-Mittelzelle,  an  der  Hubcostalis  anliegend,  einen  rostroten  Fleck,  der  dem  aconfftrs-? 
fehlt,  dagegen  zeigt  das  letztere  mehr  rostrote  Zeichnung  in  der  Nähe  der  Vflglspitze.  Unterseits  sind  die  $$ 
beider  Arten  sehr  verschieden,  da  hei  antinoe-^  die  braune  Färbung  vorherrscht. 

C.  chromis  Dbl.  u.  Hew.  (=  pierreti  Dbl.  u.  Hew.)  (98  d,  e)  von  Honduras  bis  Bolivien  verbreitet,  hat 
gedrungenere  Gestalt  und  schmälere  goldgelbe  Binden.  Das  $  hat  l)reitere  gelbe  Mittelhinde  der  Hflgl.  — 
ah.  sex.  $  columbana  Stich,  (aus  Columbien)  hat  gelbe  Flecke  auf  den  V-  und  weiße  Flecke  auf  den  Vflgln. 

C.  godmani  Stich.  (98  e)  aus  Nord-Columbien  und  Zentral- Amerika  (uns  aus  Chiriqui  vorliegend)  hat 
ähidiche  Gestalt  wie  chromis,  aber  breitere  und  kürzere  goldgelbe  Mittellnnde.  Bei  unserem  ^  sind  die  Zeich¬ 
nungen  auf  den  Hflgln  und  die  beiden  Flecke  auf  der  Mitte  der  Vrds  der  Vflgl  gelb,  die  übrige  Zeichnung 
der  Vflgl  aber  ist  weiß.  Wie  die  Abbildung  zeigt  ist  im  Vergleich  mit  chromis-^  die  Mittelhinde  der  Hflgl  bedeu¬ 
tend  schmäler,  die  Sulnnarginalflecke  aber  sind  breiter. 

C.  salambria  Fklr.  (98  e)  aus  Columbien,  Peru  und  Bolivien  hat  noch  stärker  verbreiterte  goldgelbe 
Binden,  die  auf  den  Hflgln  den  ganzen  inneren  Teil  bis  auf  einen  schwarzen  Fleck  an  der  Flglwurzel  einnehnien. 
Das  $  ist  dem  godmani-^  ähnhch,  hat  aber  in  der  VflgFpitze  größere  und  schärfere  Flecke,  die  sämtlich  gelb 
sind;  die  suhmarginalen  gelben  Flecke  der  Hflgl -Oberseite  sind  schmäler,  etwa  wie  heim  chromis-’^. 

Von  C.  numilia  sind  4  Formen  beschrieben.  Die  typische  Form  numilia  Cr.  (98  b)  kommt  in  Surinam  und 
am  Amazonenstrome  vor;  sie  ist  hauptsächlich  durch  das  $  charakterisiert,  das  eine  kurze  und  breite  gelbe 
Mittelbinde  der  Vflgl  und  gelbroten  Discus  der  Hflgl  zeigt.  —  Bei  esite  Fklr.  von  Mexico  bis  Columbien  sind  beim 
^  die  goldgelben  Flecke  verkleinert,  und  das  $  hat  schwarze  Hflgl  und  einen  schmäleren,  aber  längeren  gelben 
Fleck  der  Vflgl.  —  penthia  Hew.  aus  Brasilien  (südlich  vom  Amazonenstrome)  ist  kleiner,  die  haben  etwas 
weniger  Blaufleckung  am  Außenrd  der  Hflgl  und  die  $$  haben  gelbe  statt  grünlichblaue  Subniarginalzeich- 
nungen  der  Hflgl  (wie  sie  e.site-^  zeigt).  Es  kommen  aber  auch  vor,  hei  denen  die  Hflgl  ähnlich  Avie  bei  nu- 
milia  sind,  nur  ist  das  Braunrot  dunkler;  wir  bezeichnen  diese  Form  als  ab.  fulva.  —  neogermanica  Stich,  aus 
Paraguay  ist  die  kleinste  Form ;  die  goldgelben  Flecke  sind  unscheinbarer  inid  die  bläuliche  Zeichnung  am  Außenrd 
der  Hflgl  ist  nur  angedeutet.  Das  $  hat  stark  eckig  ausgezogene  Vflglspitze,  konkaven,  hinten  rundlichen 
Außenrd,  geraden  Ird;  die  Hflgl  sind  rundlich,  am  Analende  wenig  gewinkelt.  —  .Die  Rp  von  penthia  ist  im 
letzten  iStadium  lebhaft  grün,  am  schwarzen  Kopfe  ist  über  dem  Munde  ein  großer  roter  Fleck,  so  daß  von  der 
scliAvarzen  Färbung  nui’  seitliche  »Streifen  übrig  bleiben,  das  ganze  Tier  ist  wie  mit  weißen  Glasperlen  überstreut, 
der  Grund  der  Dorsal-  und  »Subdorsaldornen  ist  lebhaft  rot,  die  übrigen  .Dornen  sind  blaßgelb,  darüber  sind  alle 
Dornen  bis  zur  Mitte  der  Nebendornen  grün,  es  folgt  eine  schwarze  »Spitze  oder  eine  schwarze  Querbinde,  eine 
weiße  »Spitze.  Die  R])  hat  ähnliche  Gewohnheiten  wie  die  Rp  von  My,scelia  orsis,  doch  bedeckt  sie  sich  nicht 
mit  Kotbollen;  in  der  Ruhe  nimmt  sie  eine  annähernd  »S-förmige  »Stellung  ein,  wobei  Körper  und  Kopf  dem  Blatt 
flach  aufliegen.  Die  Pp  gleicht  im  ganzen  den  von  M.  orsis,  ist  etwas  weniger  breit  gedrückt;  Grundfärbung 
grün,  oberseits  überwiegend  weißgrün,  besonders  auf  dem  h. — 9.  Abschnitte,  zwdschen  Figlkante  und  Flgh’and 
findet  sich  ein  brauner  »Streifen,  der  sich  nach  vorn  fortsetzt,  die  Oberseite  der  Hörner  und  die  Fühlerbasis 
umfaßt  und  sich  dort  mit  der  anderen  Seite  vereinigt;  auf  dem  0.  und  7.  Abschnitte  finden  sich  kleine  schwarze 
fhinkte  als  Reste  die  Dornen.  Die  Pp  ist  auf  der  Oberseite  der  Blätter  befestigt  und  richtet  sich  unter  dem 
Einflüsse  des  Lichts  auf  Iazw.  wendet  sie  sich  dem  Lichte  zu. 

C.  acontius  L.  (98  c)  aus  Columbien,  Guyana,  Brasilien  und  Paraguay  zeigt  mit  der  folgenden  sehr 
nahestehenden  Art  im  männlichen  Geschlechte  eine  besondere  Flglform;  die  Abbildungen  machen  eine  nähere 
Beschreibung  entbehrlich.  Das  unterscheidet  sich  von  dem  folgenden  orites  durch  braun  gefärbtes  Duft¬ 
organ  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  und  ferner  dadurch,  daß  die  goldgelbe  Binde  der  Vflgl  vorn  halbkreisförmige 
Begrenzung  zeigt.  —  exquisitus  Stich,  ist  eine  größere  Form  vom  oberen  Amazonas,  die  sich  durch  stark  ge- 


Ausgegeben  17.  V.  1915. 


NESSAEA;  MYSCELIA.  Von  J.  Röber. 


481 


krümmten  Vrd  auffällig  ausgezogeiie  Spitze  und  stark  konkaven  Außenrd  der  Vflgl,  ferner  fast  geraden  Vrd 
und  gewellten  Saum  der  Hflgl  auszeichnet.  Die  $  sind  entsi)rechend  den  auch  größer,  in  Gestalt,  Zeichnung 
und  Färbung  aber  ohne  wesentlichen  Unterschied  von  typisclien  acontius-^'^.  —  Die  R])  ist  nach  der  Abbil¬ 
dung  im  letzten  Stadium  grün  mit  4  Reihexi  brauner,  verästelter  Dornen  auf  jedem  Gliedo,  die  beiden  langen, 
di’eistufig  verästelten  Kopfdornen  von  gleicher  Färbung,  der  Kopf  ist  schwarz,  in  der  Mitte  weiß,  die  Dauch- 
seite  und  die  Beine  sind  unrein  gelb.  Die  Pp  gleicht  nach  der  Beschreibung  W.  Müller’s  im  ganzen  der  von 
penthia,  verhält  sich  auch  wie  diese  unter  dem  Einflüsse  des  Lichts. 

C.  orites  Stich.  (98  b)  von  Panama  bis  Peiax  (?),  uns  aber  auch  in  einem  ^  aus  Südbrasilien  (Santa  oriies. 
Catliarina)  vorliegend,  zeigt  geradlinige  vordere  Begrenzung  der  goldgelben  Mittelbinde  der  Vflgl  und  grau¬ 
farbiges  Duftorgan  der  Hflgl.  Beim  $  sind  die  gelben  Flecke  weniger  scharf  getrennt  als  bei  den  aconUus-'^^. 

Diese  x4rt  ist  auch  durchschnittlich  größer  als  die  an  den  gleichen  Orten  fliegenden  aconiius  und  zwar  gibt  es  unter 
den  sehr  ansehnlich  große  Exexxxphxre.  —  G.  acontius  xxxxd  orites  differierexi  auch  etwas  in  der  Gestalt  der 
xnäxxxxlichen  selaxndären  Geschlechtsox'gane,  was  aber  xiicht  aixsschließexx  würde,  daß  beide  Zeitfornxeix  eiix  uxxd 
derselbexi  Art  seixi  köxxxiten. 


37.  Gattung':  Jfessaea  Hhn. 

Diese  Gattxxxxg,  die  erst  vor  wexiigexx  Jahrexi  von  H.  Stichel  xxiit  Recht  von  Catonephele  wieder  getrexixxt 
wurde,  hat  xiur  wexiige  Artexx,  die  ixi  ihrexxx  Aexxßerexi  recht  übereixistimixxexxd  sixid.  Sie  ist  von  Mexiko  bis  axx 
dexx  Axnazoxiexistroxn  verbreitet.  Ixn  Geäder  ist  gegexi  Catonephele  xxixr  gerixiger  Uixterschied.  Lieber  N.  ohrinus 
sagt  Bates:  ,, Dieser  hexTliche  Schnxetterlixig  ist  häufig  axx  suxxxpfigexx  Stellen  des  Waldes  voxx  Para  xxxxd  wird 
in  geringerer  Anzahl,  ausgexxoxxxxxxexx  eixxige  Gegenden,  im  gaxxzexx  Anxazonastale  gefundexx.  Sein  Flug  ist  außer- 
ordexxtlich  reißend,  aber  er  liebt  es,  sich  auf  das  Laubwerk  zu  setzen,  wo  ein  Sonnenstrahl  dexx  Schattexx  durch¬ 
bricht.“  Diese  Schilderung  gilt  offenbar  für  sämtliche  Artexx  dieser  Gattxxxxg.  Die  Rp  voxx  war  schon 

dexx  alten  Autoren  bekannt.  Wenn  die  Darstellung  richtig  ist,  so  unterscheidet  sich  diese  Rp  wesentlich  voxx 
dexx  bekannten  Rpn  der  Catonephele  dadurch,  daß  sie  erheblich  kürzere  uxxd  kräftigere  Kopfdornen  uxxd  xxur  eine 
Reihe  (statt  4  bei  Catonephele)  Dornen  uxxd  zwar  auf  dem  Rückexx  hat. 

N.  obrinus  L.  (99  b)  voxx  Guyana,  dem  Amazonas  uxxd  Bolivien  ist  die  schönste  Art  der  Gattxxxxg,  da  obrinus- 
sie  ixn  xxxäxxixlichexx  Gesehlechte  axif  dexx  Hflghx  dxxrch  eixx  breites  oraxxgegelbes  Band  geschmückt  ist,  das  die 
anderen  Artexx  in  nur  geringerer  Entwicklung  oder  gar  nicht  zeigen.  Dexn  $  fehlt,  wie  schon  angedeutet,  dieses 
oraxxgegelbe  Band,  es  hat  aber  eixxen  länglichen  grünexx  Fleck  in  der  Vflglspitze.  — ■  Die  Rp  ist  grün,  hat  eixxen 
duxxkelrotexx  Seitenstreifexx,  roten  Kopf  xixit  2  mäßig  langen  gleichgefärbten,  vex’ästeltexx  Dorxxexx  xxxxd  auf  jedexxx 
Leibesabschnitte  in  der  Mitte  des  Rückens  einen  kurzen,  verzweigten  grünen  Dorn. 

N.  batesii  Fldr.  (99  c),  auch  voxx  Cayenne  xxxxd  dexn  Axnazonas,  xxxxterscheidet  sich  im  xnäxxxxlichen  Ge-  baiesii. 
schlechte  voxx  obrimis  dadurch,  daß  sie  axx  Stelle  der  breitexx  gelbexx  Bixxde  der  Hflgl  eixxe  kixrze  gerxide  Bixxde  xxxxd 
eixxe  kurze  grüxxe  Bixxde  hx  der  Vflglspitze  besitzt. 

N.  aglaura  Dbl.  uxxd  Hew.  (99  c)  axis  Mexiko  xxxxd  Guateixxxila  ist  durch  die  gxxxxz  aixdere  Lage  uxxd  Gestalt  aglaura. 
der  gelbexx  Hflglbixxde  voxx  dexx  vorigexx  ziexxxlich  verschiedexx ;  die  Uxxterseite  aber  ist  gaxiz  ähxxlich. 

N.  regina  Salv.  (99  b)  aus  Vexxezxxela  xxxxd  Coluxnbiexx  ist  aixf  dexx  Vflghx  wie  aglaura,  dxxgegeix  siixd  die  regina. 
Hflgl  bis  axxf  eixx  brauxxes  Fleckchexx  aixx  Iixxxeixwixxkel  eiixfarbig  schwarz.  Die  sixxd  xxxatter  (graxxschwarz) 
xxxxd  habexx  wie  obrimis-  uxxd  hewitsoni-^  ixx  der  Mittelzelle  der  Vflgl  2  rotbrauxxe  Fleckchexx. 

N.  hewitsoni  Fldr.  (99  b)  voxx  Cohxxxxbiexx,  Ecuador,  Peru  uxxd  dexxx  oberexx  Axxxazonas  ist  oberseits  schwxirz  heidtsoni 
xnit  je  eixxer  grüxxexx  Bixxde  auf  allexx  Flghx.  Dem  $  fehlt  die  grüxxe  Bixxde  auf  dexx  Hflghx. 


38.  Gattung-:  Myscelia  Dbl. 

Die  Artexx  dieser  Gattxxxxg  sixxd  voxx  Mexiko  bis  Südbrasiliexx  verbreitet.  Sie  sixxd  leicht  erkexxxxbar  axx 
der  Flgtforxxx,  dexxxx  sowohl  V-  wie  Hflgl  habexx  Eckexx  xxxxd  Spitzexx.  Durch  diese  Gestalt  xxixtcrscheidexx  sie  sich 
voxx  Catonephele,  bei  welcher  keiixe  derartig  gestaltetexx  Figl  vorkoxxxixxexi ;  überdies  sixxd  auch  die  Catonephele- 
Artexx  bis  auf  2  Ausntxhmexx  bedeutexxd  größer.  Bei  dexx  Myscelia- Äxten  herrscht  schillerxxd  blaxxe  Oberseite  der 
vor.  Ixxx  Geäder  xxsw.  sixxd  sie  voxx  dexx  Gatonephele-Axten  xxicht  verschiedexx.  Eixxe  Art,  capenas,  die  bisher 
ixxit  Catonephele  vereixxigt  war,  ist  voxx  H.  Stichel  zu  Myscelia  versetzt  worden.  Wir  ziehen  ferner  xxueh  sophronia 
hierher,  da  sie  sowohl  nach  dexxx  Aeußerexx,  als  aixch  xxach  der  Rippexx-  xxxxd  Palpexxbildxxxxg  besser  hierher  cxls 
zix  Cybdelis  paßt.  —  Ueber  die  erstexx  Stäxxde  ist  xxach  Müller  das  Folgeixde  xxxxzxxgebexx.  Fxxtterpflaxxze  der 
M.  orsis  ist  Dalechaxxxpia  triphylla  Laxxx.  Das  Ei  ist  aixxxäherxxd  hxilbkxxgelig,  etwas  oval  xxxxd  sitzt  xxxit  breiter 
Grxxxxdfläche  dexn  Blatte  axxf,  es  ist  feixx  qxxergestreift,  xxxit  10  oder  11  Läxxgsrippexx  bedeckt,  die  schxxxal  aber 


V 


Gl 


482 


MYSCELIA.  Von  J.  Röber. 


orsis. 

cyanomelas. 

cyan  iris. 

ethusa. 

rogenhoferi. 

pattenia . 

leucocyana. 

cyananthe. 

skinneri. 


deutlich  nach  der  Spitze  hin  höher  werden,  den  Pol  jedoch  nicht  erreichen;  die  Eier  werden  einzeln  an  die  Unter¬ 
seite  der  Blätter  abgelegt.  Im  letzten  Stadium  ist  die  Rp  16 — 28  mm  lang,  der  Kopf  ist  grün,  an  jeder  Seite 
geht  geweihartig  ein  Horn  von  etwa  dem  Dreifachen  des  Kopfdurchmessers  in  die  Höhe.  Diese  heUbraunen  Hörner 
sind  an  2  Stehen  kurz  verästelt  und  an  der  Spitze  befindet  sich  eine  sternartige  Bildung  (Rosette),  die  Körper¬ 
abschnitte  zeigen  kurze  verzweigte  grüne  Dornen  in  Avechselnder  Anzahl,  der  Körper  ist  grün  mit  zahlreichen 
weißen  Wärzchen;  das  Tier  nimmt  nach  der  1.  oder  2.  Häutuiig  in  der  Ruhe  eine  Stellung  ein,  bei  der  der  Köi’per 
in  ganzer  Länge  auf  dem  Blatte  flach  au  fliegt,  wobei  der  Kopf  derartig  gesenkt  ist,  daß  die  Spitzen  der  Hörner 
das  Blatt  berühren  (Sehutzstellung).  Während  der  ersten  beiden  Stadien  benagt  das  Rpchen  das  Blatt  derartig, 
daß  die  Blattrippen  übrig  bleiben,  an  denen  es  seine  Kotballen  absetzt.  Die  Pp  ist  etwas  breit  gedrückt,  be¬ 
sonders  an  den  hinteren  Abschnitten,  auf  dem  Rücken,  abgesehen  von  dem  2.  Abschnitte,  ohne  jede  Kante, 
infolgedessen  erscheint  sie,  von  der  Seite  gesehen,  ziemhch  schlaihc,  von  oben  besonders  in  der  Gegend  der 
Abschnitte  5 — 7  breit,  von  da  nach  vorn  wenig,  nach  liinten  bedeutend  verjüngt;  sie  ist  wenig  höckrig,  2  kurze 
kegelige  Spitzen  am  Kopfe,  eine  zu  einer  Spitze  ausgezogene  Kante  auf  dem  2.  Abschnitte,  eine  stark  vortretende 
Flgßcante,  übrigens  glatt,  3  bewegliche  Abschnittverbindungen,  nach  allen  Seiten  ziemlich  frei  beweglich, 
das  Hinterleibsende  ist,  wie  bei  Ageronia  breit,  flächenhaft.  Die  Pp  ist  auf  der  Oberseite  der  Blätter  befestigt, 
richtet  sicli  unter  dem  Einflüsse  des  Lichts  auf  und  wendet  sich  dem  Lichte  zu.  —  Ueber  die  Schmetterlinge 
berichtet  A.  Seitz  :  Ganz  entschieden  gehört  das  der  M.  orsis  zu  den  prächtigsten  Erscheinungen.  Das  leuch¬ 
tende  Blau  zieht  selbst  die  Blicke  derjenige!’  Spaziergänger  auf  sich,  welche  kein  spezielles  Interesse  an  der  Natur 
haben.  Von  dem  großen,  glänzend  grauen  Fleck  am  Innenrande  der  Hflgl,  der  den  aufgespannten  Falter  entstellt, 
ist  im  Leben  nichts  zu  sehen,  da  die  orsis  selbst  beim  schnellsten  Fluge  die  Vflgl  nie  so  hoch  hebt,  daß  dieser 
Fleck  sichtbar  Avürde.  Das  ^  von  orsis  ist  (bei  Rio)  eine  recht  häufige  Erscheinung.  Ueberall  im  Walde,  an 
feuchten  Wegen,  an  Gebüschen,  an  kleinen  Lichtungen  sitzen  sie  lauernd  auf  den  Spitzen  der  Zweige,  und  ihr 
Vorkommen  ist  an  keine  bestimmte  Jahreszeit  gebunden.  In  Säo  Paulo  erinnere  ich  mich  von  keiner  meiner 
zahlreichen  Exlairsionen  zurückgekehrt  zu  sein,  ohne  einige  orsis  gefunden  zu  haben,  doch  sah  ich  nie  ilirer 
viele  beieinander.  Die  $$  dieser  Art  erinnern  sehr  an  manche  Neptis;  aber  während  die  indischen  Arten  letzterer 
Gattung  vorzüglich  auf  Blüten  saßen,  bemerkte  ich  ein  solches  Verhalten  nie  bei  den  Myscelia-^^.  Die  letzteren 
setzen  sich  stets  auf  Blätter  und  zwar  flattern  die  $$  unermüdlich  von  Blatt  zu  Blatt,  auf  jedem  sekundenlang 
ruhend.  Werden  sie  gejagt,  so  retirieren  sie  in  das  Innere  des  Gestrüpps  hinein  (während  die  anderen  Nympha- 
liden,  gerade  entgegengesetzt,  bei  einer  Verfolgung  herausf hegen),  ein  Verhalten,  wie  man  es  unter  den  Tag¬ 
faltern  nur  noch  bei  Brassoliden  und  einigen  Satyriden  sieht. 

M.  orsis  Dru.  (98 f)  ist  die  bekannteste  aus  Brasilien  stammende  Art;  der  Geschlechtsunterschied  ist 
bedeutend.  Wie  die  folgende  Art  hat  das  ehi  Duftorgan,  das  in  einem  schwarzen  Fleck  in  der  Nähe  des  Vrds 
der  Hflgl  und  einem  damit  korrespondierenden  blanken  Reibefelde  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  besteht  und 
eine  bauchige  Erweiterung  des  Irds  der  Vflgl  als  Begleitung  hat. 

M.  cyanomelas  spec.  nov.  (98  f)  vom  unteren  Amazonas  (Santarem)  hat  viel  dunklere  (braune)  Unter¬ 
seite  mit  bläulichweißlicher  Zeichnung. 

M.  cyaniris  Dhl.  u.  Hew.  (99  a)  von  Mexiko  bis  Venezuela  verbreitet,  ist  eine  seltene  Art.  Das  schillert 
lebhaft  blau.  Die  lichten  Zeichnungen  sind  bei  dem  schillerlosen  $  entweder  weißlich  oder  bläulich. 

M.  ethusa  Bsd.  (99  a)  aus  Mexiko  hat  nur  glänzend  blaue  Streifen,  aber  keinen  Schiller. 

Die  uns  nur  aus  der  Abbildung  bekannt  gewordene  M,  rogenhoferi  Fldr.  (99  a)  aus  Mexiko  ist  vermuthch 
eine  Zeit-  oder  Lokalform  der  ethusa,  von  der  sie  sich  durch  mehr  violette  Streifenzeichnung  und  größere  Aveiße 
Flecke  der  Vflgl  unterscheidet. 

M.  pattenia  Bür.  u.  Bruce  aus  Costa-Rica  ist  der  ethusa  ähnlich,  aber  die  Zeichnungen  sind  mehr  grün- 
hchblau  und  die  zweite  und  dritte  blaue  Binde  der  Hflgl  sind  schmäler  und  einander  mehr  genähert.  Auf  den 
Vflgln  sind  die  weißen  Flecke  schärfer  getrennt. 

M.  leucocyana  Fldr.  (99  a)  aus  Venezuela  hat  auf  den  Vflgln  blauglänzende  Zeichnungen  und  auf  den 
Vflgln  auch  weißliche  Flecke. 

M.  cyananthe  Fldr.  (99  a)  aus  Mexiko  hat  gleichfalls  blauglänzende,  aber  \del  breitere  Zeichnungen; 
Aveiße  Zeichnungen  fehlen. 

M.  skinneri  Mengel  aus  Mexiko  (Boyemena,  Sinoloa)  ist  uns  nicht  bekannt  geworden.  Die  Beschrei¬ 
bung  lautet:  Grundfärbung  der  ganzen  Oberseite  schwarz,  entlang  des  Irds  der  Hflgl  AA^enig  lichter.  Begin¬ 
nend  an  der  Basis  der  Vflgl,  in  der  Mittelzelle  über  Zoll,  in  den  Flgln  fast  Zoll  ziehend  steht  ein  Pur 
purfleck.  Entlang  des  Flglrds  zieht  eine  Linie  aus  weißen  oder  hellblauen  Flecken,  gebrochen,  entlang  des 
ganzen  Randes.  Dort  ist  eine  parallele  Linie  von  Flecken  von  ähnlicher  Färbung ,  doch  etAA^as  dunkler, 
dicht  zur  Ecke  laufend.  Hier  sind  2  weiße  Apicalflecke,  von  einem  sehr  feinen  blauen  Schein  umzogen,  3  Sub¬ 
marginalflecke  und  2  in  der  Mitte  des  Costalrds  von  gleicher  Färbung.  Die  Hflgl  sind  gerundet,  mit  einer 


MYSCELIA.  Von  J.  Rüber.  —  CYBDELIS;  LTRYTIHNA.  Von  ])r.  A.  Seitz. 


iK>, 


dünnen,  gebrochenen  Linie  weißer  Flecke  entlang  der  Ecke  laufend.  Ein  breiter  Fleck  der  näinlicben  lhar])ur- 
färbung  wie  auf  denVflgln,  von  der  Basis  in  der  Zelle  ausgehend,  endigt  meist  am  oberen  Rand  der  Figl. 

Er  ist  nicht  geteilt,  wie  auf  den  Vflgln.  Nahe  dem  Rande  ist  eine  Reihe  von  Furpurflecken  parallel  zur  Ecke 
ziehend.  Eine  zweite  und  dritte  Marginalreihe  läuft  durch  den  Figl.  Zwischen  der  letzten  Reihe  und  dem  brei¬ 
ten  Fleck  läuft  ein  Band  in  die  Mitte  durch  den  Figl.  Eiiischließlich  dieser  Reihe  und  ausschließlich  der  weißen 
Marginallinie  stehen  4  Reihen  purpurfarbiger  Flecke  zwischen  Ecke  und  Fleck.  Die  Unterseite  der  Figl  wie  in 
strecken'  Skinner,  ähnlich  der  Unterseite  von  Pyrmmis  atalanta,  und  kann,  gleich  ihr,  nicht  beschrieben  werden.  Hlrc.ckcn. 

M.  sophronia  Godt.  (98  f)  eine  sehr  seltene  Art  airs  Brasilien,  hat  blaue  Färbung  auf  den  Eflgln  und  auf  sojßhroniu. 
dem  basalen  Teile  der  Vflgl,  auf  letzteren  auch  weiße  Flecke.  Das  $  hat  stumj^fere,  mehr  staldl>laue  Färbung 
und  auf  den  Vflgln  größere  weiße  Flecke.  Sehr  merkwürdig  ist  der  Schiller  dieser  Art.  Dieser  ist  beimd',  \\  enn 
man  das  Tier  nach  der  Lichtquelle  hin  hält,  violettblau,  wenn  man  sich  zwischen  die  Lichtc^u eile  und  den  Falter 
bringt,  cyanblau,  beim  ^  ist  er  grün.  A.  Seitz  ist  die  Art  nur  aus  Südbrasilien  bekannt,  wo  sie  im  Orgelgebirge 
ziemlich  hoch  fliegt  und  recht  selten  zu  sein  scheint.  Bei  Rio  selbst  traf  er  sie  nicht  an,  doch  kommt  sie  nörd¬ 
lich  davon  nach  v.  Bönninghausen  einzehi  vor.  Nach  Staudinger  kommt  die  Art  auch  in  den  Gebirgen  von 
Venezuela  vor. 

M.  antholia  Godt.  (98  f)  von  den  Antillen  ist  größer  als  die  vorhergehenden  Arten,  und  hat  schwarze,  antholia. 
bis  auf  den  Außenrd  blau  schillernde  Figl,  die  Vflgl  haben  einen  großen  weißen  Fleck  hinter  der  Mittelzelle 
und  einen  etwas  kleineren  schräg  darunter,  sodaß  sie  eine  unterbrochene  weiße  Binde  bilden.  In  der  Vflglspitze 
steht  noch  ein  kleinerer  weißer  Doppelfleck.  Die  Hflgl  sind  zeichnungslos,  nur  beim  $,  dem  auch  der  blaue 
Schiller  fast  ganz  fehlt,  ist  der  Außenrd  am  vorderen  Teile  weißlich  und  bei  ^3  der  Figlbreite  steht  eine  ver¬ 
loschene  weiße  Punktlinie,  die  in  den  Vrd  ausläuft. 

M.  capenas  Here.  (98  f)  vom  oberen  Amazonas  zeigt  nur  geringen  Geschlechtsdimorphismus;  das  $  hat  capenas. 
grauere  Gnuidfärbung  und  ausgebildetere  Zeichnung.  Ein  G  vom  Rio-Madeira  (Hum^yta,  Juni — September), 
das  uns  vorliegt,  ist  bedeutend  kleiner  und  hat  keine  braune  Binde  auf  den  Hflgln  und  über  dem  blauen  Irds- 
fleck  der  Vflgl  noch  einen  zweiten  solchen,  auch  ist  die  LTnterseite  dunkler.  Wh  bezeichnen  diese  (Lokal- ? ) 

Form  als  madeira  form.  nov.  —  octomaculata  Btlr.  aus  Peru  unterscheidet  sich  hauptsächlich  dadurch,  daß  die  madeira. 
Vflgl  4  anstatt  3  bläuhche  Flecke  haben. 


39.  Gattung-:  C^ylxlelis  Bsd. 

Recht  nahe  den  Euoiica,  von  diesen  aber  durch  die  pelzig  behaarten  Augen  versc  hieden.  Die  H figlzellen 
die  bei  Myscelia  offen  sind,  sind  bei  Cyhdelis  geschlossen.  Die  Färbung  ist  durchweg  oben  schwarz  mit  weißen 
Flecken  und  blauem  Schimmer,  der  sich  aber  auf  die  Lhngebung  der  Flecke  konzentriert.  Der  Kopf  ist  ziem- 
hch  dick,  die  Augen  stark  behaart,  die  Palpen  lang,  an  der  Spitze  herabgesenkt,  die  Fühler  mitteUang  mit 
flacher  Keule,  der  Thorax  robust,  die  Beine  la-äftig  und  der  Hlb' schlank;  die  Vflgl  unter  dem  Apex  geeckt, 
der  1.  Subcostalast  vom  Zellende,  der  2.  gleich  danach,  der  3.  hinter  der  Flglniitte  entspringend,  die  Zellen 
beider  Figl  geschlossen,  der  2.  Medianast  der  Vflgl  stark  gebogen.  Präcostalis  der  Hflgl  einfach,  stark  gebogen. 

Man  kennt  etwa  4  einander  sehr  nahestehende  Formen,  die  alle  im  wärmeren  Süd-Amerika  voi'kommen  und 
stellenweise  ziemlich  häufig  sind. 

Von  C.  phaesyle,  von  der  Hübner  nur  das  $  allbildet,  geben  wir  hier  ein  S  wieder.  Die  Art  ist 
Avohl  kaum  mehr  als  die  südhehe  Form  von  'mnasylus.  Typische  mnasylus  Dhl.  n.  Heu\  (1<>2  B  h)  A’on  Dmnsylus. 
Venezuela  haben  auf  dem  Vflgl  einen  Schrägfleck  hinter  der  Zelle,  2  kleine  PunJctflecke  und  einen  größeren 
runden  Punlct  nahe  dem  Anahvinkel  AA  eiß,  soAvie  auf  dem  Hflgl  einen  A\  eißen,  fein  AÜolettblau  umzogenen  Spiegel. 

—  Bei  thrasylla  Fldr.  (102  B  h),  die  eine  im  Norden  Süd-Amerikas  AAeit  A^erbreitete  Hochgebirgsform  zu  sein  ihrasylla. 
scheint,  ist  der  Rand  des  blauen  Hflglspiegels  AÜolett  und  so  A'erbreitert,  daß  nur  noch  ein  kleiner  AA  eißer  Kern  , 
in  seinem  Innern  bleibt,  der  nicht  größer  als  einer  der  AA’eißen  Vflglflecke  ist.  —  boliviana  Salv.  (102  B  h)  hat  boUviana. 
den  weißen  Fleck  ganz  blau  zugedeckt,  und  der  phaesyle  Hbyi.  (102  B  h)  selbst  fehlt  auf  dem  Hflgl  der  Spiegel,  phaesyle. 
ganz,  der  Hflgl  ist  vielmehr  einfarbig  sepiabraun  mit  ganz  scliAA^ach  dunkler  Submarginalliiiie ;  dagegen  steht 
hinter  der  Vflglzelle  ein  aus  3  Flecken  bestehendes  Aveißes  Band,  das  mit  dem  isolierten  Fleck  A^or  dem  Anal¬ 
winkel  durch  ein  violettes  Schillerbaiid  verbunden  ist.  Die  letztere  ist  die  südlichste  Form,  die  im  Osten  bis 
in  die  Gebirge  hinter  Rio  de  Janeiro,  im  Westen  bis  Peru  und  BoliAÜen  reicht. 


40.  Gattung-:  EZdr. 

Die  Gattung  verdankt  ihren  Namen  vor  allem  den  AAÜe  bei  einer  nasenartig  A^erlängerten  Palpen- 

Ueber  das  Freileben  und  die  Jugendzustäncle  kann  ich  nichts  berichten.  Mit  der  Amrigen  Gattung,  hinter  die 
sie  gestellt  AAuirde,  besteht  m.  E.  gar  keine  VerAvandtschaft,  sondern  Adelmehr  mit  der  Er(/oZf<s-Gruppe.  Die  Augen 
sind  hier  nackt,  bei  Cyhdelis  pelzig;  die  Fühler  aUmähheh  und  scliAvach  verdickt,  bei  Cyhdelis  mit  flacher  Keule; 


484 


EUNIOA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


das  Geäder  ist  ganz  abweichend.  Die  3  Hauptstämme  sind  an  der  Wurzel  aufgeblasen,  die  Mediama  ist  vercbckt 
bis  zur  Abzweigung  des  1.  Astes,  die  Wurzel  dieses  Astes,  der  schon  ganz  bald  nach  der  Wurzel  abgelit,  ist  sogar 
beim  noch  mit  verdickt  usw.  —  Man  kennt  nur  eine  Art  vom  Amazonenstrom,  iind  diese  ist  so  viel  ich  weiß,  selten. 

cuvieri.  L.  cuvieri  Godt.  (=  hyperipte  Hhn.)  (97  d).  Ein  mittelgroßer  oben  und  unten  dunl^elbrauner  Schmetter¬ 

ling;  die  Vflgl  mit  schwacher  Zacke  unter  dem  Apex,  die  Hflgl  mit  starker  Kniclaing  am  Analteil.  Vflgl  mit  6 
zerstreuten  weißen  Punktflecken  im  Außenteil  und  schwachem  Violettschiller  im  Innenteil.  Unterseits  ist  che 
Weißfleckung  stärker,  die  Hflgl  haben  purpurnen  Schimmer.  Vom  Amazonas  (Obidos,  Teffe,  das  abgebil¬ 
dete  Stück  von  Santarem).  Die.  Fundangabe  ,,  Jamaica“  könnte  auf  einer  Verwechslung  mit  der  nicht  ganz  un- 
ähnhehen  tatila  (lOOAa)  bendien.  Meist  einzeln  und  an  vielen  Orten  des  Verbreitungsgebiets  selten. 


41.  Gattung-:  Kiiiiiea  Hin. 

Gegen  80  Formen  von  beträchtlicher  geographischer  Variabilität,  aber  hinsichtlich  der  Stücke  aus 
der  gleichen  Gegend  meist  wunderbar  konstant,  bilden  diese  Gattung.  Die  Tiere  sind  sehr  elegant  gebaut, 
in  der  Form  stark  an  unsre  Apatura  erinnernd,  fast  stets  von  schwarzbrauner  Grundfarbe  mit  wenigen  weißen 
Flecken,  aber  oft  mit  herrlichem,  manchmal  auch  bei  vorhandenem  Blauschiller.  Wie  die  amerikanischen 
Megalura  zu  den  altAveltlichen  Cyrestis,  die  C ystineura  teleboas  zu  den  afrikanischen  Neptidopsis,  so  zeigen  die 
Eiinica  zu  den  afrikanischen  Crenis  gewisse  Beziehungen,  und  haben  wahrscheinlich  auch  wie  diese  reich  aber 
kurz  bedornteRpn*).  Die  Falter  haben  die  Mediana  der  Vflgl  in  ihrem  Wurzelteil  stark  verdickt  oder  sogar  deut¬ 
lich  aufgeblasen,  bis  zur  Abzweigung  des  mittleren  Medianastes;  zuweilen  ist  auch  dieser  noch  stark  verdickt 
und  ebenso  die  Subcostalis.  Die  Vflgl  sind  unter  dem  Apex  manchmal  geeckt,  die  Vflglzelle  geschlossen,  die 
der  Hflgl  oft  mit  so  feiner  Querader  geschlossen,  daß  man  diese  nur  bei  durchfallendem  Lichte  oder  nach  Ab¬ 
schuppung  deutlich  wahrnimmt.  Fühler  allmählich  zu  einer  dünnen  und  flachen  Keule  verdickt,  von  über 
halber  Costa-Länge.  Mittel-  und  Hinterschienen  nicht  verlängert,  wie  bei  Qynaecia,  Ageronia  usw.  Figl  mit 
schwach  gewelltem,  glattem  oder  auch  gezacktem  8aume.  —  Die  Falter  fliegen  bei  Sonnenschein,  aber  mit  Vor¬ 
liebe  im  Waldesschatten,  sind  besonders  Gebirgstiere,  finden  sich  meist  vereinzelt  oder  sogar  selten,  treten 
aber  mitunter  plötzlich  in  großer  Zahl  auf.  Die  meisten  Arten  finden  sich  im  Amazonas-Gebiet  und  Nord-Peni, 
nur  3  Arten  gehen  weit  nach  Süden.  Blumen  scheinen  sie  zu  verschmähen,  saugen  aber  gern  an  nassen  Bach¬ 
steinen  und  Wegpfützen,  an  Köder  und  an  faulenden  Früchten. 

Die  Färbung  und  Zeichnung  der  Eunica  ist  eine  bei  fast  sämtlichen  Arten  so  übereinstimmende,  daß 
selbst  durch  lange  Beschreibungen  kaum  völlige  Klarheit  hätte  geschaffen  werden  können.  Es  ist  daher  die 
Illustrierung,  für  welche  die  Taf.  100  ausersehen  war,  noch  nachträglich  auf  das  doppelte  erhöht  worden  und 
daher  die  sonst  in  den  ,, Großschmetterlingen“  nicht  gebräuchliche  BezeichnungsAveise  Taf.  100  A  und  B  verwandt 
worden;  wir  haben  geglaubt,  im  Interesse  besserer  Orientiennig  auf  diese  Vermehrung  der  Illustrierung  nicht 
verzichten  zu  sollen. 

E.  tatila.  Diese  Art  ist  sofort  an  dem  kleinen  Vorsprung  des  Saums  unter  dem  Apex  zu  erkennen,  der 
den  Anschein  ei'Aveckt,  als  ob  direkt  unter  dem  Apex  ein  Stückchen  aus  der  Figlspitze  herausgeschnitten  wäre. 
Der  Falter  ist  dunkelbraun  mit  violettem,  beim  $  mehr  cyanblauem  Schiller  und  6 — 7  zerstreuten  weißen  Punkt- 
tatila.  flecken  im  Außenteil  des  Vflgls.  tatila  H.  Schäff.  (100  A  a)  ist  die  kleinste  Form,  die  mir  vorliegt,  sie  stammt 
von  Cuba,  hat  ziemlich  kleine,  wenig  scharf  abgegrenzte  weiße  Fleckchen  und  ziemlich  stumpfen  Blauschiller. 
cocrulea.  —  coerulea  Godm.  u.  Salv.  (100  A  a)  ist  die  Form,  die  von  Columl)ien  nördlich  durch  Zentralamerika  und  Mexiko 
Ijis  in  den  Süden  der  Union  (Florida)  reicht.  Größer,  mit  lebhaftem  Schiller  und  großen  scharfen  oft  etAvas 
hellaria.  viereckigen  Aveißen  Flecken,  die  beim  $  so  groß  sind,  daß  sie  fast  zusammenfließen.  —  bellaria  FruhsL,  A’on 
Mittel-Brasilien,  soll  kleiner  als  coerulea  sein,  von  matterem  Violettblau  Aind  mit  kleineren  AA-eißen  Viereclcfleck- 
chen.  Espiritu- Santo.  Brasilianische  Stücke  liegen  mir  nicht  vor,  dagegen  paßt  die  Beschreibung  ziemlich  gut 
taiilina.  auf  ein  Stück  mit  der  Fundangabe  ,,Chanchamayo“.  —  tatilina  Frühst,  endlich,  mit  einem  vom  oberen  Ama¬ 
zonas  beschrieben,  hat  beiderseits  auffälligere  Aind  unten  scliärfer  abgegrenzte  Weißflecke;  unterseits  setzt 
sich  die  Apical-  und  Saumpartie  gegen  den  scliAA^ärzeren  Discus  (aberrativ?)  schärfer  ab.  —  tatila  ist  nicht  nur 
einer  der  verbreitetsten,  sondern  aiich  einer  der  gemeinsten  Falter  der  Gattung,  allerdings,  Avie  die  mehten  Eunica 
nur  jahrAveise  zahlreich  auftretend. 

maja.  E.  iTiaja  F.  (=  naeris  H. -Schäff.)  (lOOAa,  b).  Diese  steht  tatila  nahe,  aber  die  AA-eißen  Vflglflecke 

sind  beim  G  braun  zugedeckt  und  der  Vflglapex  ist  gerade  abgestutzt,  nicht  ausgeschnitten.  Beim  $  sind  che 
Aveißen  Flecke  groß  und  rein  v^eiß,  aber  dieses  ist  sonst  ganz  braun,  hat  keine  Spur  Amn  blauem  Schiller.  Scheint 
im  mittleren  Brasihen  Aveit  verbreitet,  fehlt  aber  der  direkten  Umgebung  von  Rio. 

concordia.  E.  concordia  He'ir.  (100  A  b).  Die  Oberseite  dieser  Art  gleicht  etwas  der  von  maja  durch  die  mit  brauner 

Beschuppung  zugedeckten  und  dadurch  verschleierten  Vflglflecke.  Auch  der  Blauschiller  hat  den  violetten 
Ton  und  selbst  der  Flglschnitt  ähnelt  dem  von  m.aja,  denn  der  Vflglapex  ist  schräg  abgestutzt.  Aber  die  Unter- 

*)  Diese  Beziehungen  haben  sogar  zu  einer  Vereinigung  von  Eunica  und  ihren  näheren  VerAA’andten  mit  Crenis 
zu  einer  Untergruppe  —  Eunlcinae  —  geführt.  Vgl.  Bil.  13,  S.  204. 


EUNIOA.  Von  Dr.  A.  Skitz. 


48Ö 


Seite  ist  ganz  anders,  sehr  lebhaft  und  schön  gezciclniet,  vor  allem  zeigt  der  llflgl  ein  schönes  J)o])))elaiige  vor 
dem  Apex  nnd  von  der  Costa  zieht  ein  kurzer  vorderer  und  ein  langer  hinterer  brauner  Saumfleck  ins  Innere 
des  Figls.  Oben  ist  der  Blanschiller  besonders  in  der  Hflglaußcnhälfte  lebhaft.  Vom  Amazotias,  bjuitos,  'l'ajja- 
joz  usw. 

E.  nialvina  Bat.  (100  A  c).  Größer  als  die  vorigen,  Oberseite  l)raun,  ohne  deutlichen  Seliiller,  die  Vflgl-  uiulvhm. 
flecke  nur  als  große  trübe  Wische  bemerkbar.  Leicht  kenntlich  an  der  Hflgl-Unterseite,  di(^  hellgrau  mit  schönen 
braunen  Zackenlinien  gezeichnet  ist  und  vor  dem  Apex  ein  schönes,  gelb  nmzogenes  J)o])pelaugc  hat,  dem 
analwärts  2 — 3  kleinere  folgen.  Südliches  Zentral-  nnd  Süd-Amerika  bis  Ecuador  und  Amazonas.  Das  $  ist 
dem  ziemlich  ähnlich,  der  Aidlenteil  der  Vflgl  dunkler  gefärbt.  Nirgends  häufig. 

E.  brunsiea  Salv.  (99  f).  Ziemlich  groß,  oberseits  einer  caralis  (100  B  b)  ähnlich,  dunkelbraun,  Apex  hrunnca. 
und  eine  unscharfe  Schrägbinde  hinter  der  Zelle  seidig  heller  braun.  Elghvin’zelteil  mit  stum])fem  Violettschillei'. 
Unterseitenzeichnung  der  Hflgk.  dunkelbraune  Linien  auf  hellerbraunem  Grunde.  Vor  dom  Apex  ein  schön 
metallisch  blau  gekerntes  Doppelauge,  über  dem  mittleren  Medianast  ein  kleineres,  darunter  ein  größeres  Ring¬ 
auge.  Im  Subcostalraum  2  Kommastriche,  ein  solcher  am  Zellschluß  und  ca.  2 — 3  mm  vor  dem  Saum  eine  Sub¬ 
marginallinie.  Bolivien  und  Peru. 

E.  nioninia.  Es  sind  4Ealterformen,  die  einander  sichtlich  nahe  stehen,  sich  aber  ganz  gmt  auseinander¬ 
halten  lassen:  Für  diese  existieren  bis  jetzt  3  Namen:  monima,  vaxlesta,  pusi/Ia.  Da  alle  Beschreibungen  derart 
ungenau  sind,  daß  sie  auf  alle  3  Namen  passen,  da  ferner  die  einzige  Abbildung  {monhna  bei  Cramer)  wie  Gon- 
MAN  u.  Salvin  sagen,  ,, alles  andere  eher  als  gut“  ist,  so  sind  die  Namen  bald  der  einen,  bald  der  anderen  Form 
zugeteilt,  mehrfach  sogar,  wenigstens  teilweise  zusammengezogen  worden  (Dyar,  Godman  u.  Salvin).  Ich 
möchte  nnn  folgende  Formen  unterscheiden,  deren  Aussehen  durch  die  Abbildung  von  den  vieren  festgelegt 
werden  soll.  Als  moninia  CV.  ( —  myrto  Godt.)  (100  Ab)  fasse  ich  die  kleinere  Guba-Ij)orm  auf,  die  mehrfach  zu  monima. 
Unrecht  als  ‘pusilla  bezeichnet  wurde  (welch  letztere  Form  gar  nicht  auf  Cuba  vorkommt).  Sie  ist  fast  ganz  ohne 
Schiller,  die  Flecke  bald  mehr  bald  weniger  getrübt  und  fliegt  in  ebensolchen  Stücke]i,  wie  man  sie  auf  Cuba 
findet,  in  Florida,  Mexiko  und  Yucatan.  —  habanae  form.  nov.  (100  Ae)  fliegt  gleiclifalls  auf  Cuba,  ist  aber  halanac. 
wohl  eine  Saisonform  von  monima,  denn  es  liegt  mir  eine  ganze  Serie  ohne  Uebergänge  vor.  Sie  ist  stets  größer, 
der  Blanschiller  bedentend  stärker  nnd  die  Unterseite  lebhafter,  wenn  auch  nicht  anders  gezeichnet.  —  modesta  modesta. 
Bat.  (100  A  b)  mag  dann  die  Form  heißen,  die  von  Gnatemala  bis  Columbien  fliegt.  Die  GG  haben  starken 
Blauschiller,  sind  aber  oberseits  ungefleckt;  in  der  Größe  wie  monima',  $  nnten  ziemlich  lebhaft  gezeichnet.  ■ — 
pusilla  Bat.  (100  A  b)  dürfte  der  winzige  Schmetterling  sein,  der  in  manchen  Distrikten,  wo  mode.sta  fehlt,  diese  pusilla. 
zu  ersetzen  scheint.  Er  hat  kaum  die  Größe  einer  Lycaena  icarus  und  keinen  Schiller;  bei  w'eitem  die  kleinste 
Eunica.  Das  abgebildetc  Stück  entstammt  der  columbischen  Provinz  St.  Marta  nnd  ist  vielleicht  besonders 
klein;  aber  Godman  n.  Salvin  melden  pusilla  von  dem  nicht  sehr  weit  entfernten  Panama,  vogegen  vermut¬ 
lich  auf  Cuba  die  echte  pusilla  fehlt. 

E.  macris  Godt.  (100  A  d)  sofort  kenntlich  an  der  staubig  gelbgrauen  Oberseitenfarbe.  Bei  typischen  macris. 
macris  ist  der  Vflglapex  meist  schwarz  mit  einer  Anzahl  weißer  Flecke,  die  Hflgl  haben  vor  dem  unregelmäßig 
gezackten  Submarginalband  gewöhnlich  eine  Reihe  von  1 — 5  dnnkeln  Punkten,  die  den  Pupillen  der  Ozellen 
auf  der  stark  weiß  gemischten  Hflgl-Unterseite  entsprechen.  Kommt  in  Mittel-  nnd  Süd-Brasilien  (Bahia,  Espiritu 
Santo)  vor;  bei  Rio  de  Janeiro  kommt  die  Art  aber  nicht  vor.  Weiter  südlich  tritt  sie  dann  in  Paraguay  wieder 
häufig  auf  und  das  fliegt  dort  in  zwei  Formen:  eine,  die  sich  von  der  nördlichen  Form  ans  dem  Amazonastal 
nicht  trennen  läßt,  einen  dunkeln,  weißgefleckten  Vflglapex  hat  nnd  gleichmäßig  staubgraue  Grundfarbe  der 
Hflgl-Unterseite;  nnd  eine  zweite,  mit  mansgranem,  wenig  vom  Discus  abstechendem  Vflglapex  mit  z.T.  braun 
überschatteten  Tupfen;  auf  diese  Ferm  könnte  man  den  Namen  ab.  aesclirion  FruJ/.st.  (100  A  d)  beziehen,  doch  aeschrion. 
ist  die  Vflglgrundfarbe  ebensooft  heller  wie  dunkler  als  die  typischer  macris.  Dieser  Form  fehlt  fast  stets  die 
dnnkle  Punktreihe  der  Hflgl-Oberseite.  —  heraclitus  Poey  (100  A  d)  ist  die  Cuba-Form;  es  ist  die  am  lebhafte-  heraclilus. 
stengefärbte,  die  Vflgl  unter  dem  Apex  am  stärksten  geeckt,  die  Hf  Iglpunkte  groß  nnd  dentlich,  die  Flgl-Obcrseite 
auch  oft  im  Discus  mit  dunkeln  Zackenlinien  gezeichnet.  Zwischen  dieser  und  typischen  macris  steht  phasis  phasis. 
Flclr.,  die  von  Columbien  bis  südlich  des  Amazonas  geht;  sie  hat  nach  Felder  den  stärker  gewinkelten  Vflgl- 
saum  der  Cuba-Form,  sowie  deren  Größe,  aber  die  Färbung  der  Südbrasilianer.  —  Im  ganzen  zeigen  große 
Serien,  daß  sowohl  die  Grnndfarbe  wie  auch  der  graue  oder  schwarze  Apex  in  der  gleichen  Gegend  sehr  variieren 
und  die  gegebenen  Namen  bedeuten  viel  mehr  Aberiationen,  als  daß  sie  Rassenamen  sind. 

E.  margarita  Godt.  (100  A  d).  Sofort  kenntlich  an  der  perlgrauen  Grundfarbe.  Die  Hflgl  tragen  schwarze  margarita. 
Saumketten,  die  Vflgl  ein  weißes  Schrägband  und  im  schwarzen  Apicalteil  drei  weiße  Fleckchen.  Ein  südliches 
Tier.  Typische  margarita  sind  im  allersüdlichsten  Brasilien  gewölinlich,  und  das  zuerst  beschriebene  Stück 
scheint  aus  Porto-Alegre  zu  stammen ;  bei  Stücken  von  dort,  ist  die  Apicalbinde  der  Vflgl  anf  der 
Mediana  eingeschnürt.  Fährt  man  nur  einige  Stunden  nordwärts,  bis  Sao  Leopoldo,  so  wiegen  schon 
Stücke  vor,  bei  denen  der  äußere  Rand  des  silbergrauen  Apicalfeldes  in  einem  mächtigen  dreieckigen  Zahn  in 
die  weiße  Binde  des  Vflgls  hineinspringt,  nicht  nur  in  einem  kleinen  Spitzchen,  wie  anf  der  Abbildung.  Weiter 


486 


EÜNICA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


nach  dem  Inneren  fehlt  dieser  distale  Vorsprung  des  Apicalfeldes ;  dieses  ist  außen  nicht  so  deutlich  schwarz 
begrenzt,  die  weiße  Vflglhinde  viel  breiter  und  gleichmäßiger.  Diese  Form,  die  besonders  von  Paraguay  stammt 
und  vor  mehreren  Jahren  in  großer  Zahl  eingeführt  wurde,  ist  die  in  Staudinge rs  ,, Exotischen  Tagf.“  abge- 
f&iu-Heö.  bildete,  die  Fruhstorfer  eburnea  (100  A  d)  nennt.  Stücke  von  Petropolis,  vom  Orgelgebirge  sind  wieder 
etwas  von  Paraguay- Stücken  verschieden;  bei  Rio  de  Janeiro  kommt  die  Ai’t  überhaupt  nicht  vor.  Noch  weiter 
ingens.  im  Inneren  tritt  dann  die  Riesenform  Ingens  form  nov.  (100  A  d)  auf,  die  mir  aus  Bolivien  vorliegt,  wo  sie  in 
Höhen  von  7- — 800  m  gefangen  wurde.  Wie  die  meisten  Eunica  tritt  margarita  jahinveise  auf,  ist  mitunter  lange 
Zeit  hindurch  spärlich,  bis  sie  plötzlich  einmal  in  großer  Zahl  erscheint.  Die  Rj)  lebt  an  Sebastiana,  in  der 
Jugend  vereinigt  sie  Blatt-  und  Ivotstückchen  zu  einer  Deckung,  später  ist  sie  grün  mit  schwarzem  Kopf  und 
weißem  Seitenstreif  und  ruht  mit  leicht  erhobenem  Vorder-  und  Endteil,  die  Kopfhörner  nach  vorn  gestreckt. 
Diese  sind  ziemlich  lang,  leicht  geschwungen,  mit  einzelnen  Nebendornen  besetzt.  Die  Seitendornen  des  4. — 10. 
Rings  sind  zu  kleinen  Spitzchen,  die  Rückendornen  zu  weißen  Wüärzchen  verkümmert.  Pp  grün,  schlank,  mit 
kurzen  Kopfspitzen  und  schwacher  Rückenkante;  sie  ist  auf  der  Oberseite  der  Blätter  befestigt  und  richtet  sich 
dem  Lichte  zu  in  die  Höhe. 

cabira.  E.  cabira  Flflr.  (100  Aef).  Ein  sehr  variables  Tier;  oben  sehr  dunkel  schwarzbraun  mit  schAva- 

chem,  stumpfem,  nur  in  der  Sonne  lebhafterem  Blauschiller.  Die  $$  sind  den  d'd'  unten  und  oben 
ganz  ähnlich,  doch  zieht  sich  von  hinter  der  Costamitte  der  Vflgl  eine  sehr  schräge,  schmale  weiße  Binde 
nach  dem  Saum  über  dem  Analwinkel,  die  sich  in  ihrem  hinteren  Teil  in  Flecke  auflöst  und  zuweilen  mit  braunen 
Stäubchen,  besonders  an  den  Säumen,  bestreut  ist.  Unterseite  rotbraun,  im  Apex  der  Vflgl  durchsetzt  mit 
weißlicher  Schattierung  und  mit  großem,  doppelt  pupilliertem  Auge  unter  der  Irdsmitte  der  Hflgl.  Es  kommen  im 
gleichen  Lande  große  und  kleine,  hellere  und  dunklere,  unten  stark-  und  schwachgezeichnete  Stücke  vor,  wahr¬ 
scheinlich  nach  der  Höhe.  Von  Venezuela  beschrieben.  —  Peru-Stücke  mit  unterseits  wenig  WTiß  imVflglapex, 
gcrmsa.  sehr  tief  sch  w'arzem  Discus  der  Vflgl  und  stark  scliAvaiz  gezeichneter  Hflgl-Unterseite  sind  gerwisaPrwÄÄb  (100  A  f 
als  gervisa).  Von  ienebrosa  Salv.  von  Bolivien  unterscheiden  sie  sich  wohl  nur  dadurch,  daß  letztere  gleichmäßig 
tiefschwarze  Flgl-Oberseite  beim  (J  zeigen  und  auch  ihre  Unterseite  oft  so  verdunkelt  ist,  daß  man  die  charakteristi¬ 
sche  Zeichnung  — großes  Dojipelauge  vor  demHflglapex  und  mediane  gewinkelte  Linie  —  kaum  noch  zu  erkennen 
nineüa.  vermag.  —  ninetia  Frühst,  von  Ecuador  (die  mir  nicht  vorliegt)  hat  weiter  saumwärts  reichenden  Blauschiller 
der  Oberseite,  minder  scliAvarz  gezeichnete  Hflgl-Unterseite,  die  im  Mittelteil  lebhafter  violett  schillert.  — 
ienebrosa.  Stücke,  die  wie  tenebrosa  Sa^.v.  auch  ausBoliAÜen  kommen  sollen,  sind  oberseits  ein  klein  AA^enig  lichter  braun, 
editha.  besonders  im  Saumfeld;  sie  sind  editha  Frühst,  genannt  worden,  haben  aber  weder  unten  mehr  Weiß  im  Apex 
als  Peruaner,  noch  fehlt  ihnen  der  violette  Hauch  der  Hflgl-Linterseite,  dagegen  ist  diese  nicht  so  scharf 
carias.  schwarz  gezeichnet  Avie  bei  gerivisa.  —  carias  Heiv.  (100  Af),  ein  gemeiner  Falter  in  Columbien,  steht  der  cabira 
so  nahe,  daß  man  ihn  kaum  als  eigene  Art  ansprechen  kann.  Hier  sind  die  Vflgl  oberseits  in  der  Außenhälfte 
lebhaft  goldbraun  übergossen,  ihre  Spitze  ist  unten  nicht  weiß,  sonst  aber  ist  die  LTnterseite  ähnlich  Avie  bei 
venezolanischen  cabira  gezeichnet.  Die  Falter  sind  häufig,  besonders  an  Wegpfützen,  aber  lokal. 

ametia.  E.  amella  Cr.  (100  B  a).  Diese  Art  erinnert  auf  der  LTnterseite  stark  an  crphise  (100  B  a),  AAÖrd  aber 

sofort  an  der  sonderbaren  Figlgestalt  erkannt.  Der  Vrd  der  Vflgl  ist  nämlich  bedeutend  verkürzt,  der  Vflglsaum 
verläuft  darum  auch  nicht  schräg,  sondern  fast  gerade  und  der  Ird  ist  fast  so  lang  als  die  Costa,  auch  die  Hflgl 
sind  sehr  groß.  Ferner  ist  der  Blauschiller  charakteristisch;  dieser  ist  beimd'  prächtig  ultramarinblau  und  be¬ 
deckt  den  ganzen  Vflgl  bis  auf  das  Apicaldrittel,  das  schwarz  bleibt  und  Aveiße  Fransen  trägt;  auf  dem  Hflgl 
sitzt  der  blaue  (Schiller  im  Basalteil  und  die  Außenhälfte  bleibt  scliAvarz,  also  umgekehrt  Avie  bei  den  meisten 
omycla.  Eunica.  amelia  gehört  nach  Felder  zur  Gruppe  der  kleineren  amycla  Godt.:  diese  zeichnet  sich  dadurch  aus, 
daß  die  Mediana  und  die  Submediana  nicht  nur  verdickt,  sondern  zu  einer  Blase  eiUA^eitert  sind.  Die  $$  sind 
weiß  gefleckt  und  haben  auf  der  Hflgl-Unterseite  eine  schöne  Augenreihe;  das  C  von  amelia  hat  vor  dem  Ird 
der  Hflgl  einen  sehr  auffälligen,  langen  Haarbusch. 

taurione,  E,  taurlonc  Hhn.  ($  =  marsolia  Godt.)  ist  einer  kleinen  amelia  ähnlich,  aber  dieblaue  Färbung  nimmt 

das  ganze  basale  ZAveidrittel  der  Vflgl  ein.  Die  Unterseite  ist  lichter  und  Adel  AA^eniger  gezeichnet,  nament- 
fasula.  lieh  die  A*  genzeiclinung  viel  geringer  entwickelt.  Brasilien  und  Amazonas.  —  fasula  Frühst,  sind  kleinere 
dunkler,  die  weißen  Vflglfleckchen  viel  kleiner,  der  sclnvarze  Saum  ausgedehnter  und  die  submarginale 
Punktreihe  der  Hflgl  prägnanter.  Vom  Amazonas. 

orphisc.  E.  orphise  Cr.  (=  tryphosa  Hhn.,  castalia  Hew.)  (100  B  a).  Das  C  ist  oben  scliAA'arz  mit  stumpf-ultra¬ 

marinblauem  Schiller  in  der  Innenhälfte  aller  Figl  und  grauen  Fiansen;  ohne  Flecken.  Beim  $  schillert  die 
ganze  Oberseite  stahlgriin,  der  Vflgl  ist  in  der  Apicalbälfte  Aveiß,  sonst  schwarz  gefleckt.  Die  Unterseite  ist 
der  von  amelia  ziemlich  ähnlich,  die  Hflgl  dunkel  rötelrot  mit  Violettschimmer;  die  Zeichnung  aus  der  Abbil¬ 
dung  ersichtlich.  Die  Art  scheint  nicht  sehr  selten  und  über  das  nördliche  Süd-Amerika  Aveit  verbreitet,  von 
Guayana  bis  Peru.  Stücke  aus  Columbien  sind  größer  als  solche  vom  oberen  Amazonas,  der  Blauschiller  der 
Oberseite  reicht  weiter  nach  dem  Rand  hin  und  die  Unterseite  ist  durch  violett Aveiße  und  metallisch  blaugraue 
Ueberstäubung  bunter. 


EUNIOA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


487 


E.  anna  Cr.  Die  Vflgl  ziemlich  spitz,  die  Wurzolhälfte  beim  C  lebhaftem  Blauscbiller  und.  beim  C  unno. 
bräunlich  getrübten  Flecken  im  Apicalteil,  von  denen  eine  Reihe  von  3  in  schräger  Richtung  hinter  der  Zelle 
vorüberzieht,  die  vor  dem  Apex  zu  einem  Schrägwisch  zusammentreten.  Unten  ist  das  Zcichnungsmuster  im 
Außenteil  der  Hflgl  ähnlich  dem  der  hrannea  (99 f),  aber  die  Striche  dicker  und  im  Innenteil  steht  ein 
großer  dunkler  Viereckfleck  an  der  Costamitte  und  ein  dicker  dunkler  Kommawisch  darunter.  Erheblich  kleiner 
als  brunnea,  die  Augen  der  Hflgl-Unterseite  aber  ähnlich. 

E.  sophonisba  Cr.  (100  A  d).  C  schwarz  mit  blauer  Prachtbinde  am  Hflglsaum,  die  auf  den  Analteil  sophonisha. 
der  Vflgl  übergreift;  $  stahlgrün  schimmernd  mit  weißem  Vflgl-Schrägband.  Viel  charakteristischer  ist  aber 
die  Unterseite:  hell-  oder  metallblau,  mit  sehr  komplizierter  schwarzer  Zeichnung;  merkwürdig  ist  ein  ocker¬ 
gelber  Strahl  durch  die  Hflglmitte,  der  wie  verdorben  oder  wie  eine  künstliche  Verfärbung  aussieht.  Bei  typi¬ 
schen  (Guayana-)Stücken  geht  beim  C  <^^3,s  Hflglblau  vom  Saum  bis  über  die  Mitte  nach  einwärts,  ist  also  sehr 
breit;  beim  $  springt  die  weiße  Schrägbinde  an  ihrem  Innensaum  über  dem  unteren  Zellwinkel  bogenförmig 
nach  innen  vor,  und  bei  beiden  Geschlechtern  ist  die  Grundfarbe  der  Unterseite  ganz  hell  blaugrau.  — •  Bei 
agele  jorm.  nov.  (100  Ae)  (=  sophonisba  St^r.)  die  vom  oberen  Amazonas  (Humayta,  Icpiitos)  und  Columbien  ogele. 
kommt,  nimmt  die  blaue  Hflglbinde  des  C  kaum  mehr  als  des  Hflgls  ein,  die  Schrägbinde  des  $  verläuft 
spitzer,  die  weiße  Protuberanz  am  Zellschluß  ist  geringer,  die  Grundfarbe  der  Unterseite  besonders  beim  C 
viel  dunkler,  blaugrün,  der  Hflglstrahl  braun  statt  gelb  [soplwnisbt,  wie  auf  der  Tafel  steht,  ist  Druckfehler). 

E.  chlorochroa  Salv.  (100  A  e).  Auf  der  Unterseite  ist  diese  Art  fast  genau  wie  sophonisha,  aber  oben  cMorochroa. 
ist  die  Außenhälfte  der  Hflgl  beim  C  nicht  blau,  sondern  stahlgrün  und  diese  Farbe  glänzt  in  der  Sonne  lebhaft 
weißgrau.  Nordost-Peru. 

E.  mira  Godni.u.Salv.  (100  A  e).  Auch  hier  setzt  sich  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  das  Wurzelbraun  mira. 
als  dicker  Strahl  durch  den  blaugrünen  Hflgl  bis  gegen  den  Saum  bin  fort,  erreicht  diesen  aber  nicht  ganz. 

Die  Oberseite  des  (unbekannten)  ist  jedenfalls  schwarz  mit  breit  metallischem  Hflglsaum;  das  $  hat  stahl¬ 
grüne,  schwarz  gefleckte  Vflgl  mit  weißer  Subapicalbinde  und  dunkle  Hflgl.  Die  Art  ist  mir  nur  aus  den  Abbil¬ 
dungen  in  der  Biologia  Centrali-americana  bekannt,  wovon  ich  Kopie  gebe.  Panama. 

E.  norica  Hew.  (100  B  a).  Vflgl  imter  dem  Apex  gekniet,  Oberseite  schwarz,  die  Hflgl  im  Saumfeld  norica. 
breit  blausshillernd.  Die  sehr  lebhaft  violettbraun  und  schwarzbraun  gezeichnete  Unterseite  ist  aus  der  Abbil¬ 
dung  sofort  zu  erkennen.  Das  $  hat  auf  der  braunen  Oberseite  eine  hinter  der  Zelle  breit  unterbrochene  weiße 
Schrägbinde.  Typische  norica  kommen  vom  Chanchamayo  in  Peru;  eine  kleinere  Form  mit  mehr  rötlich  ge¬ 
tönter  Unterseite  kommt  von  Bolivien  (Oroya),  ist,  scheint’s,  mehr  Höhenform  und  wurde  als  occiaFra7«sb  (lOOBa)  occia. 
abgetrennt.  Die  Ai't  scheint,  wo  sie  vorkommt,  häufig  zu  sein. 

E.  mygdonia  Goclt.  (100  A  c).  Diese  ziemlich  große  Eunica,  die  bei  Rio  de  Janeiro  in  manchen  Jahren  mygdonia. 
in  großer  Zahl  auftritt  und  sich  dann  auf  dem  Corcovado,  der  Tijuca,  am  Fuß  des  Orgelgebirges  häufig  zeigt, 
ja  selbst  in  die  Gärten  von  Sa.  Thereza,  bis  Botafogo  und  in  den  botanischen  Garten  kommt,  um  dann  wieder 
auf  Jahre  hinaus  ganz  vereinzelt  aufzutreten,  hat  eine  einfarbig  dunkle  Oberseite  mit  fünf  ganz  verloschenen 
Fleckchen  im  Außenteil  des  Vflgls.  Charakteristisch  ist  die  Unterseite,  die  aus  der  Abbikbmg  leicht  ersichtlich 
ist  und  nur  in  der  Färbungsnüance  variiert.  Das  $  hat  eine-weiße  Schrägbinde  auf  dem  Vflgl  und  2  subapicale 
Fleckchen.  Wenn  Godman  und  Salvin  diese  Art  richtig  gedeutet  haben  (wogegen  manches  spricht)  so  würde 
amia  Bilr.  u.  Dru.  damit  zusammenfallen  und  das  Verbreitungsgebiet  ein  sehr  großes  sein  und  von  Guatemala 
bis  Ecuador  im  Westen  und  Süd-Brasilien  im  Osten  reichen. 

E.  augusta  Bat.  (100  A  f).  C  oberseits  schwarz,  die  Vflgl- Wurzelhälfte  mit  prachtvollem,  lebhaft  metal-  augusia. 
lischem  Blauschimmer,  der  an  Intensität  im  Sonnenschein  den  mancher  Morpho  erreicht.  Vor  dem  Vflglapex 
eine  weiße  Schrägbinde.  Diese  ist  beim  $  doppelt  so  breit  als  beim  d',  doch  ist  hier  die  Flgl-Oberseite 
bis  fast  zum  Saum  stahlgrün.  Die  Art  ist  sofort  zu  kennen  an  dem  gezackten  Figlsaum,  den  sonst  nur  noch 
caelina  hat  und  an  der  rindenartig  gezeichneten  Flgl-Unterseite.  Typische  augusta  stammen  aus  Zentral- Amerika 
und  sind  dort  nicht  selten.  Was  Staudinger  in  den  Exot.  Tagf.  abbildet  ist  die  schmalbindige  Columbia-Form, 
die  nördlich  bis  Costa-Rica  geht.  Die  Fransen  sind  weiß  gescheckt.  —  olympias  Fldr.  (100  A  f)  hat  weniger  olympias. 
Blau  auf  dem  Vflgl  und  das  weiße  Schrägband  fehlt  beim  C  vollständig.  Die  Unterseite  ist  fast  genau  wie  bei 
augusta,  doch  sind  die  Hflgl  weniger  tief  gezackt  und  die  Fransen  nicht  so  lebhaft  weiß  gescheckt.  Gleichfalls 
Columbien. 

'  E.  caelina  Godt.  (100  B  b).  Hflgl  oben  und  unten  fast  genau  wie  bei  den  vorigen,  auch  so  tief  gezackt;  caelina. 

aber  die  Vflgl  mehr  ultramarinblau  als  cyanblau,  oberseits  mit  drei  getrennten  weißen  Subapicalflecken,  unten 
zieht  durch  den  Vflgl  von  der  Costamitte  gegen  den  Analwinkel  ein  breites,  weißes,  beim  C  stark  braun  über¬ 
decktes  Schrägband.  Süd-Brasilien.  —  alycia  Frühst.,  auf  1  C  gegründet  und  mir  in  Natur  unbekannt,  vom  alycia. 
oberen  Amazonas,  soll  erheblich  größer  sein,  die  Vflgl  viel  heller  violett,  die  Hflgl  lichter  braun,  die  weißen  Vflgl- 
punkte  diffuser,  Hflgl-Unterseite  mehr  weiß  gezeichnet.  Lokal  und  nicht  häufig. 

E.  caresa  Hew.  (100  B  b,  d).  So  ziemlich  die  größte  Art  der  Gattung;  die  Vflgl  unter  dem  Apex  stark  caresa. 


488 


EUNICA.  Von  Dr.  A.  Sbitz. 


picea. 


empyrea. 


caralis. 


campana. 


indigo- 

phana. 

ariha. 


volumna. 

tithonia. 


intricatn. 

celma. 


cclmina. 


vcnusia. 

persephone. 


araucana. 

excelsa. 


aspasia. 


cinara 


vortretend,  beim  (J  die  Oberseite  schwarz,  mit  stumpfem  Violettschiller  (außer  im  Saumteil)  und  mit  weißen 
Fransen.  $  dunkelbraun  mit  schräger  weißer  Vflglbinde  und  2 — 3  subapicalen  Fleckchen  zwischen  dieser  und 
dem  Apex.  Unterseits  sind  die  Hflgl  matt  scheckig  rot-  und  schwarzbraun,  weiß  überpudert,  mit  gewöhnlich 
nur  angedeuteten  Ringketten  oder  Zackenstreifen,  ohne  scharf  ausgeprägte  Augen  und  Bänder.  Ziemlich  häufig, 
von  Columbien  bis  nach  Peru  verbreitet,  aber  lokal,  großen  Landstrichen  fehlend,  vornehmlich  im  Gebirge. 
Die  verworrene  Zeichnung  der  Unterseite  ändert  ungemein  ab,  bald  wiegt  ein  grauer,  violetter,  brauner  oder 
rötlicher  Ton  vor,  und  oberseits  kann  die  Vflglbitide  des  $  bald  breiter,  bald  schmäler  sein.  —  Bei  venezo¬ 
lanischen  Stücken,  die  als  pkea  Fldr.  abgetrennt  wurden,  ist  in  der  Regel  die  weiße  Unterseiten-Ueberstäubung 
dünner,  so  daß  Ring-  und  Bindenzeichnung  noch  gut  darunter  erkennbar  sind. 

E.  empyrea  H.  Scliäji.  (100  B  b).  Oben  der  vorigen  sehr  ähnlich.  Kleiner,  ohne  die  weißen  Fransen,  der 
Violettschiller  mehr  auf  den  Costalteil  der  Vflgl  beschränkt.  Unten  sind  die  Figl  viel  einfarbiger,  die  Hflgl 
nicht  so  stark  überpudert,  die  Zeichnung,  die  aus  dunkeln  Querlinien  besteht,  deutlicher.  Brasilien. 

E,  caralis  He^v.  (100  B  b).  Wie  die  vorige,  größer,  die  Obenseite  mit  kaum  bemerkbarem  Schiller,  den 
man  deutlich  nur  in  der  Sonne  wahrnimmt ;  eine  ganz  matte  Aufhellung  der  schwarzbraunen  Grundfarbe  zieht 
vor  dem  Apex  von  der  Costa  bogenförmig  zur  Außenrdsmitte.  Die  Unterseite  ziemlich  einfarbig,  der  Hflgl  mit 
seidenglänzenden  Bändern,  im  ganzen  wenig  gezeichnet.  Von  Columbien  bis  Peru.  —  campana  Fldr.  ist  ober¬ 
seits  ganz  ähnlich,  das  U  oben  im  proximalen  Vflglteil  etwas  lebhafter  blau  und  die  Vflglspitze  unterseits  stärker 
violettweiß  beschlagen;  hinter  dem  seidenglänzenden  Mittelband  der  Hflgl-Unterseite  treten  4  Augenringe  etwas 
deutlicher  hervor,  als  bei  peruanischen  car  dis;  von  Columbien.  —  indigophana  Fldr.  von  Venezuela  zeigt  oben 
noch  lebhafteren  Blauschiller  und  ist  leicht  daran  zu  erkennen,  daß  das  cj  oben  wie  unten  einen  dunklen  Wellen¬ 
streif  vor  dem  Saume  zeigt.  —  ariba  Frühst.  Ziemlich  groß  (Vflgllänge  35  mm),  der  Apex  noch  mehr  geschAvungen. 
Figl  oben  tief  dunkelblau  mit  matt  violettem  Hauch  bis  auf  das  Submarginalfeld,  dieses  lichtbraun,  matt 
glänzend,  mit  einer  Reihe  schwarzbrauner,  rudimentärer,  nur  teilweise  zusammenhängender  Punktflecken. 
Hflgl  unten  grauviolett,  Basalregion  graurötlich,  leicht  glänzend  mit  diffusen  schmalen  Medianbinden,  sonst 
zeichnungslos.  Wahrscheinlich  vom  Amazonas;  nach  1  ^  beschrieben;  mir  unbekannt. 

E.  volumna  Godt.  Eine  Gruppe  von  z.  T.  ineinander  übergehenden  Falterformen.  Die  häufigste  davon 
ist  tithonia  Fldr.  von  Bahia,  wo  die  in  manchen  Jahren  ziemlich  gewöhnlich  sind.  Oberseits 

zeigt  das  ^  nur  vor  dem  Hflglsaum  einen  schmalen  Schillerstreif,  das  stumpf  blauschillernde  $  eine  weiße,  nach 
unten  verschmälerte  Schrägbinde.  Die  Unterseite  zeichnet  sich  durch  sehr  bunte  Färbung,  speziell  blaue  nur 
an  und  vor  dem  Ende  schwarze  Vf Iglzelle  aus.  Die  typische  volumna,  die  kaum  davon  verschieden  sein  dürfte, 
wurde  aus  der  Umgebung  von  Rio  de  Janeiro  vermutet,  doch  kommt  dort  außer  alemene  und  mygdonia  wohl  keine 
Eunica  vor.  —  intricata  Frühst,  von  Blumenau  in  St.  Catharina  hat  die  Schillerbinde  der  Hflgl  fadeiidünn,  die 
Hflgl  sind  unten  grau,  längs  der  Zickzackbänder  grünlich  angeflogen.  Die  mediane  und  submarginale  Querlinie 
scharf  und  oft  geknicld  .  Zwischen  beiden  ein  doppelt  gekerntes  oberes  und  ein  doppeltes  unteres  Auge.  —  celma 
Hew.  (100  B  c)  ist  oben  fast  ganz  wie  tithonia,  aber  die  Vflgl  haben  unten  schwarze  Grundfarbe  mit  stark  metal¬ 
lisch  blauer  Einlagerung,  und  die  Hflgl  sind  nur  vor  dem  Außenrd  stark  aufgehellt;  der  blaue  Autemarginal streif 
der  Hflgl- Oberseite  beim  cj  ist  ganz  schmal;  Amazonas.  —  Der  Name  celmlna  Frühst,  wurde  auf  ein  einzelnes  d' 
von  S  api  in  Bolivien  gegründet,  das  oberseits  eine  licht  graublaue  Submarginalbinde  der  Hflgl  und  unterseits 
kleinere  Ozellen  zeigt. 

E.  venusia  Fldr.  (100  B  c).  Das  $  dem  vorigen  ganz  ähnlich,  aber  das  dadurch  ausgezeichnet,  daß 
bei  gewisser  Belichtung  vor  dem  Hflglsaum  ein  sehr  breiter,  intensiv  strahlender  Blauschiller-Fleck  sichtbar 
wdrd;  Columbien.  —  persephone  Fldr.  zeigt  gleichfalls  diesen  strahlenden  Fleck  des  (J,  aber  auf  diesem  stehen 
schwarze  Flecken,  und  unterseits  sind  die  Hflglaugen  und  die  Discalflecke  der  Vflgl  größer;  gleichfalls  von 
Columbien. 

E,  araucana  Fldr.  Diese  Form  gleicht  durchaus  der  abgebildeten  excelsa  u.  Godm.  (100  B  c,  d), 
aber  die  Unterseite  ist  noch  einfarbiger  und  trüber,  und  der  blaue  Schiller  der  ^  stumpfer.  Dieser  ist  bei  der 
excelsa  fast  ebenso  herrlich  leuchtend  wie  bei  venusia,  aber  von  dieser  Art  unterscheidet  sich  excelsa  sofort 
durch  den  unterm  Apex  weniger  eckig  vorspringenden  Vflglsaum  und  ferner  durch  die  viel  weniger  bunte  Unter¬ 
seite,  der  auf  dem  Vflgl  das  schöne  Blau  fehlt,  das  die  volumna-,  celma-  und  Gruppe  auszeichnet;  da¬ 

gegen  hat  das  excelsa-^  im  Vtlgldiscus  auf  der  Oberseite  einen  (individuell  sehr  verschieden  ausgebildeten)  Blau¬ 
schiller,  in  dem  ein  aus  3  getrennten  Flecken  bestehendes  w^eißes  Schrägband  steht,  excelsa  kommt  auf  dem 
Chiriqui  in  Panama  und  in  kaiim  verschiedenen  Stücken  in  Columbien  vor,  wo  Fassl  sie  am  Rio-Songo  fing. 
—  aspasia  Fldr.  mit  oben  sehr  lebhaft  schillerndem  Vflgldiscus,  von  Ecuador,  ist  größer  uud  bildet  einen  richti¬ 
gen  Uebergang  zur  folgenden  Form  E.  cinara. 

E.  cinara  Hetv.  (100  B  d).  Der  aspasia  und  excelsa  sehr  nahe,  von  letzterer  aber  dadurch  unterschieden, 
daß  das  vor  dem  Hflglsaum  keinen  leuclitenden,  sondern  ganz  stumpfen  Blauschiller  zeigt;  die  hellen  Flecke 
auf  der  Vflgl-Unterseite  sind  nicht  rein  weiß,  wie  bei  excelsa,  sondern  graubraun  getrübt  und  beim  $  führen 


Ausgegehen  23.  VI.  1915. 


EUNTCA.  Von  Dr.  A.  SniTz. 


4S9 


dieVflgl  vor  dem  Apicaldrittel  nicht  drei  gotronnto  weiße  Flocke,  sondern  ein  l)roitos  weißes,  itinen  mit  Blan- 
scliiller  gesäumtes  Schrägband.  Columbien,  Amazonas.  — ■  Der  Name  oreandra  b(;zeichnet  Feru-Stiieke,  orcandra. 

bei  denen  der  Blauschiller  lebhafter  und  reicher  hervortritt,  als  bei  den  nördlicheren  Verwatulten. 

E,  elytia  Flew.  (100  B  e).  Tm  Vergleich  zu  den  Vorigen  einfach  und  ziemlich  sclimucklos  gefärbt.  oben  dylm. 
dunkelbraun  mit  gleichmäßigein  Violettschiller,  $  braun  mit  5  in  2  Schrägreihen  stehenden  weißen  Flecken. 
Hflgl-Unterseite  einfach  aschgrau,  die  Zackenlinien  und  Augenringe  aus  einfachen,  dunkeln  Strichen  gebildet. 

Peru,  Rio-Madeira  und  oberer  Amazonas. 

E,  veronica  Bat.  (100  B  e)  gleichfalls  vom  Amazonas,  ist  ebenso  groß  und  fast  ebenso  gefärl)t  wie  elylia,  veronka. 
aber  die  Zeichnung  der  unten  einfarbig  gelblich  aschgrauen  Hflgl  ist  noch  reduzierter. 

E.  violetta  Sigr.  (100  B  d).  Da  die  Beschreibung,  die  der  Autor  von  dieser  Art  gibt,  auf  die  Abbildung  violetla. 
verweist,  Stücke,  die  mit  dieser  genaii  übereinstimmen,  mir  aber  nicht  vorliegen,  so  bringe  ich  eine  Kopie  des 
Staudinge Rschen  Bildes.  Es  soll  nach  2  nicht  ganz  reinen  gefertigt  sein,  ist  also  vielleicht  ungenau.  Das 
$  ist  nicht  beschrieben.  Pebas.  —  Vielleicht  handelt  es  sich  nur  um  eine  Form  der  gleichfalls  von  Pebas  stam¬ 
menden  Viola  Bat.,  die  dann  die  Namenstype  bilden  würde;  diese  ist  unterseits  zwar  mehr  rötlich  gefärbt  und  viola. 
die  Zeichnungen  sind  rot,  aber  das  Muster  beider  ist  gleich,  (iberseits  sind  bei  viola  die  hellen  Fleckchen  im 
Apicalteil  dunkel  zugedeckt  oder  fehlen  ganz,  und  der  blauviolette  Schiller  ist  geringer;  Unterschiede,  die  auch 
bei  elytia  und  veronica  Vorkommen  und  dort  nur  individuell  sind.  Teffe,  Pebas. 

E.  eurota.  oben  schwarz  mit  blauem,  prachtvoll  glänzendem  Schiller,  der  sich  in  breiter  Binde  längs 
des  Vrds  der  Vflgl  zieht  und  vom  Hflglsaum  sich  als  glänzendes  Oval,  proximal  konvex,  bis  nahezu  an  das  Zell¬ 
ende  erstreckt.  Das  $  ist  dunkelbraun  mit  weißer  Schrägbinde  der  Vflgl  und  oft  noch  weißen  Präapicalfleckchen. 

Die  Hflgl-Unterseite  ist  verhältnismäßig  sehr  einfach  gezeichnet:  eine  submarginale  Kappenlinie,  eine  fast  recht¬ 
winklig  um  die  Zelle  biegende  Medianlinie,  zwischen  beiden  oben  ein  doppelter  und  darunter  2 — 3  einfache 
Augenringe.  Die  Verbreitung  ist  eine  sehr  große,  so  daß  man  zahlreiche  Unterformen  unterschieden  hat,  die 
aber  mehrfach  verwechselt  wurden.  —  Die  südlichste  ist  die  südbrasilianische  euphemia  Goclt.  (=  dolores  eupJwma. 
Prittw.,  alomene  Boenningh.),  die  sich  vor  allem  durch  die  sehr  dunkle,  fast  schwarze  Hflgl-Unterseite  auszeich¬ 
net.  Espiritu  Santo  und  Rio  de  Janeiro,  im  Hochgebirge.  —  eurota  Gr.  (100  B  e)  von  Surinam  bis  Columbien  eurota. 
ist  heller  und  etwas  kleiner,  aber  die  blauen  Schillerstreifen  der  Oberseite  breiter  und  leuchtender,  besonders 
die  auf  dem  Hflgl.  —  flora  Fldr.  ist  die  Rasse,  welche  vom  oberen  Amazonas  bis  nach  Peru  hinauf  vorkommt.  Ilora. 
Hier  geht  beim  das  Hflglblau  nicht  ganz  bis  zum  Saume,  und  beim  $  stehen  hinter  dem  weißen  Schrägband 
noch  2  Subapicalfleckchen.  Die  Tiere  variieren  außerordentlich,  und  vom  Chanchamayo  liegen  mir  hellere 
und  dunklere,  stark  und  weniger  blau  geschmückte  vor;  die  mit  hellerer  Unterseite  sind  als  Form  des  olieren 
Amazonas,  myrthis  Frühst.,  abgezweigt  worden.  ■ —  theophania  Frühst,  ist  kleiner  als  jlora,  beim  die  Binden 
matter,  mehr  violett,  die  auf  dem  Hflgl  breiter  angelegt.  Unterseite  rötlich  statt  braun  oder  grau  mit  hellen 
Flecken  im  Außenteil  des  Vflgls.  Von  einem  $  wird  erwähnt,  daß  die  Weißbinde  der  Vflgl  in  3  Flecke  aufge¬ 
löst  sei,  was  vielleicht  für  diese  Form,  die  am  mittleren  Amazonas  (Manaos)  zu  Hause  ist,  konstant  ist. 

E,  alcmena.  Diese  prachtvolle  Art  hat  beim  oben  einen  blauen  Vrdstreif,  der  sich  zuweilen  noch  am 
Außenrd  fortsetzt,  und  ein  blaues  Saumband  der  Hflgl;  das  $  braun  mit  weißer  Vflgl-Schrägbinde.  Charakte¬ 
ristisch  ist  die  Unterseite.  Hier  steht  nahe  der  Basis  in  und  über  der  Zelle  ein  samtbrauner  Fleck;  nahe  dem 
Vrde,  hinter  der  Flglmitte,  ein  großes,  gelb  umzogenes,  doppelt  weiß  gekerntes  Auge;  vor  diesem  (proximal) 

2  Bogenstreifen,  die  einander  berühren  und  deren  unterer  auf  der  Querader  liegt;  von  diesem  unteren  zieht  im 
rechten  Winkel  nach  dem  Ird  eine  braune  Schattenlinie  und  hinter  dieser  steht  ein  Auge,  dem  zuweilen  noch  ein 
akzessorisches  Aeugelchen  anhängt.  Vor  dom  Hflglsaum  eine  dunkle  Schattenlinie.  Ferner  ist  das  alcmene-,^ 
dadurch  ausgezeichnet,  daß  hier  die  Stelle,  wo  der  l.  Medianast  vom  Medianstamm  abzweigt  (nahe  der  Vflgl- 
wurzel),  auch  auf  der  Unterseite  einen  blauen  Schillerfleck  zeigt,  alcmena  Dbl.  u.  Hew.  (100  B  e,  f)  fliegt  von  Mexiko  alemeua. 
bis  Panama.  Hier  ist  der  blaue  Vrdsstreif  am  Zellende  etwas  von  der  dunklen  Grundfarbe  überstäubt  und  da¬ 
durch  eingeschnürt  oder  gar  unterbrochen;  er  endet  in  dickem  Keil  vor  dem  Apex,  ohne  sich  am  Saum  weiter 
hinzuziehen. —  aniata  Druce  von  Costa-Rica  gleicht  im  männlichen  Geschlecht  ziemlich  der  typischen  alcmene,  amata. 
das  $  kenne  ich  nicht.  Bei  den  — ■  jedenfalls  auch  beim  $  — ■  sind  auf  der  Unterseite  die  Augenringe  (nach 
Druce)  kleiner,  oben  ist  das  Blau  bedeutend  reicher  und  mehr  violett.  —  pomona  Fldr.  (100  B  f),  die  viel-  pomona. 
leicht  eigne  Art  ist  (von  der  mir  aber  vom  Chiriqui  Uebergänge  zu  alcmene  vorliegen),  zeigt  den  blauen  Vrdsstreif 
vor  dem  Apex  umgebogen  und  dem  Saum  bis  zum  Analwinkel  folgend,  zuweilen  aber  mit  Verdünnungen  oder 
leichter  Unterbrechung  hinter  der  Zelle.  Costa-Rica  bis  Columbien  und  Venezuela,  fast  in  jeder  Lokalität 
abändernd.  —  Eine  solche  Lokalform  ist  pompata  Frühst,  mit  mehr  blauen  als  violetten  Streifen;  die  Center-  pompaia. 
Seite  dunkler,  alle  Ozellen  der  Hflgl  kleiner,  zarter  gelb  umzogen,  die  dunkeln  Submarginalbinden  prominenter. 
Columbien.  • —  Irma  Frühst.  (100  B  f)  hat  entschieden  die  schönsten  ($  liegt  mir  nicht  vor);  eine  in  der  Sonne  irma. 
prachtvoll  blau  leuchtende  Binde  zieht  von  der  Vflglbasis  bis  vor  den  Apex,  biegt  hier  breit  um  und  zieht  bis 
in  den  Analwinkel.  Die  Hflglbinde  ist  breiter,  aber  etwas  kürzer,  sonst  wie  bei  alcmena.  Unterseite  wie  pomona 


V 


62 


490 


ÖALLITHEA.  Von  J.  RÖber. 


hechina. 

evelide. 

ernmeUna. 

medellina. 

chorienes. 

carcta. 


sydoyiia. 


poppaeana. 

alpais. 


elegans. 


(100  B  f),  aber  die  schwarzen  Linien  und  Augenränder  dicker  und  dunkler.  Peru.  —  alcmene  und  ihre  Formen 
sind  in  ihrem  Verbreitungsbezirk  meist  recht  häufig. 

E.  bechina  Hew.  (99  f).  Unterseite  der  von  clytia  und  veronica  ganz  ähnlich,  aber  die  Oberseite  dadurch 
unterschieden,  daß  im  Apicalteil  der  männlichen  Vflgl  weiße  Punktflecke  auftreten.  Typische  bechina  kommen 
vom  oberen  Amazonas.  Figl  oben  ganz  dunkelbraun  mit  violettblau  schillernder  Mitte;  Vflgl  mit  5  hellen  Flecken 
im  Apicalteil,  von  denen  4  weiß,  der  mittelste  dunkel  beschattet  ist.  ■ — ■  evelide  Bat.  ist  unten  etwas  dunkler 
und  stärker  schwarz  gezeichnet  und  die  untere  Reihe  der  Flecken  im  Apicalteil  ist  oft  verloschen;  von  Colum¬ 
bien.  —  Gleichfalls  von  Columbien  (Rio  San- Juan)  stammen  Stücke,  wo  ebenfalls  nur  die  2  apicalen  Flecke  dürftig 
erhalten  sind,  außerdem  aber  noch  der  Blauschiller  der  Oberseite  derart  reduziert  ist,  daß  er  kaum  bis  zur  Flgl- 
mitte  reicht;  dies  ist  emmelina  Stgr.  —  Im  Gegensatz  hiezu  ist  medellina  Frühst,  ausgezeichnet  durch  besonders 
intensive  helle  und  ausgedehnte  Blaufärbung  der  Figl- Oberseite  und  2  sehr  große  weiße  Subapicalp unkte ;  der 
mittlere  Punkt  der  discalen  Reihe  fehlt;  Columbien.  —  chorienes  Frühst,  endlich  aus  Süd-Brasilien  hat  wieder 
matteren  Schiller  und  alle  3  Punkte  der  discalen  Reihe  fehlen.  —  hechina  ist  zwar  eine  weitverbreitete  Art,  aber 
nicht  häufig. 

E.  careta  Hew.  (100  B  f)  gleicht  oben  ganz  der  hechina  und  variiert  auch  wie  diese.  Gewöhnlich  sind 
auf  der  schillerlosen  Oberseite  2  subapicale  Punktflecke  und  einer  vor  der  Saummitte  und  unterseits  in  der  Mitte 
der  Hflglcosta  ein  dunkelbrauner,  dreieckiger  Fleck  hinter  einer  lehmgelben  Stelle.  Aber  die  Vflglflecke  können 
vermehrt,  auch  alle  oder  teilweise  braun  gedeckt  sein  (bei  typischen  Stücken  ist  es  nur  der  vor  der  Saummitte) 
und  unterseits  kann  die  Hflglcosta  2,  auch  3  dunkle  Flecke  haben,  der  sonst  lehmgelbe  Vrdsfleck  kann  fehlen, 
grau  sein,  weißlich,  oder  mit  dunkler  Füllung  iisw.  Vom  Amazonas  beschrieben,  aber  wahrscheinlich  im  nördlichen 
Süd-Amerika  weit  verbreitet,  wenn  auch  vielfach  nur  als  Seltenheit  auftretend. 

E.  sydonia  Godt.  aus  ,, Brasilien“  liegt  mir  nicht  vor,  wird  aber  beschrieben  mit  gezähnelten 
Flgln,  oben  braunschwarz,  ungefleckt,  an  der  Basis  violett  glänzend;  unten  mit  4  grünlichen  Punkten. 
Schiller  der  Hflgl  von  geringerer  Ausdehnung.  Unterseite  der  Vflgl  dunkelgrau  mit  einem  Punkte  und  2  schrä¬ 
gen  Binden  von  schwärzlicher  Farbe;  nach  außen  befindet  sich  gegenüber  dem  schwach  violetten  Saum  eine 
gekrümmte  Transversalreilie  aus  4  grünlichen  Punkten.  Unterseite  der  Hflgl  violettbraun,  mit  einigen 
dunklen  gewundenen  und  wenig  hervortretenden  Linien,  weiter  mit  4  grünlichen,  paarweise  einander  genäherten 
Punkten.  Der  Grund  aller  Figl  schwach  weißlich  durchbrochen.  Der  Leib  hat  die  Figlfärbung.  Fühler  braun,  grau 
geringelt,  mit  gelblicher  Keulenspitze.  —  Bei  poppaeana  Frühst,  von  Surinam  ist  der  violette  Anflug  auf  dem 
Hflgl  viel  ausgedehnter,  das  Tier  größer,  die  Hflglunterseite  dicht  grau  bestreut. 

E.  alpais  Godt.  aus  , .Brasilien“  liegt  nicht  vor.  Die  Beschreibung  lautet;  Figl  gezähnelt,  schwarz¬ 
braun.  Vflgl  blauviolett  übergossen,  mit  5  weißen  Flecken  gezeichnet ;  von  dem  Saum  der  Hflgl  erstreckt 
sich  eine  schwärzliche  gewellte  Linie.  Unterseite  der  Vflgl  sehr  der  Oberseite  ähnlich,  doch  gegen  die  Basis  mit 
einem  vereinzelten  weißlichen  Halbmonde .  und  der  Saum  ist  violettgrau  mit  6  schwärzlichen  Punkten,  von  denen 
die  4  hinteren  in  einer  gebogenen  Transversallinie  angeordnet  sind.  Unterseite  der  Hflgl  violettgrau  mit  2 
Flecken  und  danach  2  gewundenen  Linien  von  kastanienbrauner  Farbe.  Zwischen  diesen  beiden  Linien  befinden 
sich  3  schwarze  Augen  mit  weißer  Pupille  und  gelblicher  Iris.  Das  vordere  Auge  ist  von  den  übrigen  getrennt 
und  hat  2  Pupillen;  das  2.  Auge  ist  zur  Hälfte  kleiner  als  das  Analauge,  an  das  es  fast  anstößt. 

E.  elegans  Salv.  (100  B  f).  Dieser  Falter,  der  in  Peru  nicht  selten  ist,  kann  sofort  an  dem  Flügelschnitt 
erkannt  werden.  Der  Vflgl-Außenrd,  bei  den  ähnlichen  Eunica-Axtao.  konkav,  ausgenagt  oder  höchstens  gerade, 
ist  hier  vorgebauscht.  Die  Oberseite  ist  schwarzbraun,  die  proximale  Figlhälfte  violettblau  schillernd;  die 
Unterseite  seidig  gelbgrau  mit  schwarzem  Vflgldiscus  und  zahlreichen  dunkeln  aus  kleinen  Bogen  gebildeten 
Hflgllinien.  $  mit  oben  und  unten  gleicher,  weißer  Vflgl-Schrägbinde. 

H. -Gruppe:  Catagrammidi. 

Sehr  regel-  und  gleichmäßig  geformte  Falter,  oben  schwarz  mit  metallischen  Finden,  auf  der  Unterseite  meist 
brillant,  bunt  und  abwech.slungsrcdch  gezeichnet.  Die  Dornen  der  llauijen  etwas  reduziert:  die  Falter  fast  ausschließlich 
Tropenbewohner,  viele  sehr  selten. 


42.  Gattung:  CJallitliea  Bsd. 

Diese  Gattung  zählt  etwa  ein  Dutzend  Arten,  die  sich  von  Columbien  bis  an  den  Amazonenstrom  ver¬ 
breiten;  im  letztgenannten  Gebiete  kommen  die  meisten  Ai’ten  vor.  Die  Callitheen  sind  mittelgroße,  auf  beiden 
Seiten  der  Figl  prachtvoll  gefärbte  Tiere,  die  mit  einigen,  aber  größeren,  Agrias- Äxten  ein  interessantes  Beispiel 
von  Formenkongruenz  zeigen,  die  jedoch  nicht  als  Mimicryerscheinung  aufgefaßt  werden  darf,  da  die  Arten 
beider  Gattungen  nicht  als  ,, geschützte“  Arten  gelten. 

Die  äußere  Erscheinung  der  Callitheen  ist  so  charakteristisch,  daß  eine  Vcrwechshmg  mit  anderen 
Gattungen  ausgeschlossen  ist,  und  die  schon  erwähnten  ähnlichen  Agrias-Acten  sich  durch  ihre  bedeutendere 


OALLITHEA.  Von  J.  Röber. 


RR 

Größe  unterscheiden.  Die  Caliitheen  haben  auffällig  geknöpfte  Fühler,  die  Palpen  sind  dicht  beschupjd  und 
behaart,  ihr  Endglied  ist  klein  und  zugespitzt,  die  Augen  sind  nackt,  die  Hflgl  haben  eine  zwcigabeligc  Prä- 
costalis. 

Die  Rp  von  GaU.  saqypliira  hat  Otto  Michael  bei  Santarem  am  unteren  Amazonen  ströme  beobachtet, 
sie  aber  leider  nicht  näher  beschrieben;  er  bemerkt  nur,  daß  die  männlichen  Rpn  eine  schöne  blaue  Fäi'bung 
besitzen,  während  die  weiblichen  Rpn  mehr  grünlich  oder  orange  gefärbt  seien;  sie  haben  scharfe,  eine  ätzende 
oder  giftige  Substanz  enthaltende  Dornen  und  leben  einzeln  an  einer  bohnenartigen  Schlingpflanze.  Die  Flug¬ 
zeit  der  Schmetterlinge  dauert  nur  kurze  Zeit;  sie  halten  sich  meist  im  Walde  auf,  kommen  aber  auch  einzeln 
bis  in  die  Ortschaften  geflogen,  wo  sie  nach  der  Nachtruhe  an  den  Mauern  der  Häuser  gefunden  worden  sind. 

Paul  Hau  ne  l  berichtet  über  die  geistigen  Eigenschaften  der  Caliitheen,  daß  eine  marJeii  (hewitsoni), 
nachdem  er  sie  mehrmals  aufgescheucht  hatte,  schließlich  an  einem  Stämmchen  ihre  Zuflucht  nahm,  wo  sie 
sich  indes,  kaum  angeflogen,  im  selben  Augenbheke  auch  noch  eines  Besseren  besann  und  sofort  einige  Zoll 
weit  hinauf  wanderte,  um  sich  nun  an  der  Unterseite  eines  über  ihr  herabhängenden  Blattes  zu  verbergen  — 
gründlich,  wie  sie  wohl  meinen  mochte;  eine  so  klar  bewidlte  FTeberlegung  des  durch  die  hartnäckige  An¬ 
wesenheit  ihres  Verfolgers  bedrängten  Tieres,  setzte  den  Beobachter  wirklich  in  Staunen.  Die  Caliitheen  be¬ 
sitzen,  nach  demselben  Beobachter  (wie  viele  Schmetterlinge  mit  einem  tiefen  gesättigten  Blau)  einen  Duft, 
der  dem  Dufte  der  Vanille  sehr  ähnlich  ist. 

A.  G  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  in  der  Mittelzelle  ohne  zottige  Behaarung. 

C.  sapphira  Hhn  (99  c)  vom  unteren  Amazonenstrom  (Santarem)  zeigt,  wie  die  Abbildungen  ersichtlich  sapphira. 
machen,  eine  auffällige  Geschlechtsverschiedenheit.  Das  wundervolle  Sapphirblau  des  G  wird  von  keiner  ande¬ 
ren  Callithea-Avt  erreicht  und  das  $  ist  wegen  einer  breiten  ockergelben  Binde  der  Vflgl  eine  ganz  auffällige 
Erscheinung.  —  Die  Rp  ist  schon  vorstehend  beschrieben.  4 

C.  hewitsoni  Stgr.  (99  c)  aus  Columbien  und  vom  oberen  Amazonas  unterscheidet  sich  von  der  folgenden  hewitsoni. 
7narkn  ( 9 9  f )  d urch  größeres  gelbrotes  Basalfeld  d er  V f Igloberseite ;  sie  ändert  in  der  F ärbung  dieses  Figlteils  ziemlich 
bedeutend  ab,  da  von  der  gelbroten  bis  zur  ockergelben  Färbung  alle  Abstufungen  Vorkommen.  Auch  auf  der 
Unterseite  der  Vflgl  hat  dieses  Feld  dieselbe  Ausdehnung,  ändert  aber  in  der  Färbung  nicht  so  stark  ab  und 
ist  gewöhnlich  ockergelb. 

C.  markii  Hew.  (  =  wallacei  Stgr.)  (99  f)  vom  oberen  Amazonas  hat  bis  auf  den  Ird  völlig  blaue  glänzende  markii. 
Hflgl  und  eine  breite  blauglänzende  Außenbinde  der  Vflgl.  Das  $  hat  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  eine  ziemlich 
breite  spangrüne  Binde. 

C.  batesii  Hew.  (99  f)  vom  oberen  Amazonas  ist  im  männlichen  Geschlechte  dem  $  von  marhii  ähnlich,  hatesii. 
hat  aber  viel  geringeren  blauen  Glanz  und  ist  auf  dem  Basalteil  der  Hflgl  orangerot  gefärbt.  Auf  der  viel  stärker 
schwarz  gezeichneten  Unterseite  ist  auch  das  Basaldrittel  der  Hflgl  orangegelb. 

C.  buckleyi  Hew.  (99  e)  aus  Ecuador  unterscheidet  sich  von  staudingeri  suhsp.  nov.  ( =  buckleyi  Stgr.)  huckleyi. 
vom  oberen  Amazonas  (Säo  Paulo  de  01iven§a  und  Jurimaguas)  durch  etwas  mindere  Größe,  breitere  grüne 
Ränder  der  Oberseite,  sowie  unterseits  durch  geringere  schwarze  Färbung  auf  den  Vflgln  und  Reduktion  der 
schwarzen  Zeichnung  auch  auf  den  Hflgln,  die  sich  hauptsächlich  auf  der  den  ockergelben  Basalteil  begrenzenden 
Binde  auffällig  macht. 

C.  degandii  Hew.  (99  f  nicht  degandei)  vom  oberen  Amazonas  hat  blauschwarze  Oberseite  mit  sehr  degandii. 
breiten  spangrünen  Rändern.  Nach  Hewithons  Abbildung  ist  der  ganze  mittlere  Teil  der  Figl- Oberseite  tief 
blauglänzend.  Das  $  zeigt  diesen  blauen  Glanz  nur  ausnahmsweise. 

Z.\i2iti\tXi\Godm.  71.  Salv.  vom  unteren Ucayali  und  Rio-Napo  wird  wie  folgt  beschrieben:  G  oben  tief  hartleUi. 
purpurn  (blau),  Zentralfeld  der  Vflgl  größtenteils  schwarz.  Vflglspitze  (breit)  und  Außenrd  der  V-  und  Hflgl 
metallisch  grün.  Unten:  Basaldrittel  der  Vflgl  und  Basalhälfte  der  Hflgl  ockergelb;  Rest  aller  Figl  grün;  am 
Zellende  und  am  1.  Medianaste  der  Vflgl  schwärzlich;  1  schwarzer  Fleck  zwischen  dem  1.  und  2.  Medianaste 
und  3  andere  verlaufen  parallel  zum  Außenrde;  die  Hflgl  haben  4  Bänder  schAvarzer  Flecke  auf  der  Discalhälfte 
( 1  Außenhälfte),  parallel  zum  Außemxl  gestellt.  $:  Apex  der  Hflgl  mehr  gerundet  als  beim  Figlbasis  grünlich 
schwarz  anstatt  purpurn  (blau);  der  grüne  Rand  aller  Figl  breiter.  • —  Aus  dieser  Beschreibung  ist  nicht  zu 
erkennen,  ob  bartletti  eine  Form  der  degandii  oder  der  adarnsi  ist.  Vermutlich  ist  auch  letztere  eine  degandii- 
Form. 

C.  adamsi  Laihrj  (99  e)  von  Peru  (Perene,  4000  Fuß)  ist  oberseits  viel  dunkler  als  degandii  und  hat  viel  adamsi. 
schmälere  spangrüne  Ränder,  der  blaue  Glanz  ist  dunkelviolett  und  läßt  die  Mitte  der  Figl  frei.  Auf  der  Unter¬ 
seite  ist  der  orangegelbe  Basalteil  dunkler,  sehr  reduziert  und  auf  den  Vflgln  auf  einen  Basalfleck  beschränkt, 
auch  die  schwarze  Zeichnung  ist  verschieden.  —  frigga  suhsp.  7iov.  aus  Peru  (Cuzco)  ist  oberseits  von  adamsi  irigga. 
kaum  verschieden,  zeigt  jedoch  unterseits  das  gelbe  Basalfeld  auf  den  Hflgln  in  der  Ausdehnung  wie  bei 
degandii,  auf  den  Vflgln  aber  ausgedehnter,  auch  ist  die  schwarze  Zeichnung  viel  entAvickelter. 


492 


CIALLITHEA.  Von  J.  Röber. 


srnlaii. 

salvini. 

tvhiielyi. 

Ingens. 


Icprtcuri. 

depuiseii. 

eudia. 

philotima. 


opiima. 

eminens. 


C.  srnkai  Honr.  (99  e)  vom  oberen  Amazonas  ist  der  degandii  sehr  ähnlich,  hat  aber  breiteren  grünen 
Rand  nnd  wnndervolleir  sapphirblanen  Glanz  der  Oberseite.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  ist  die  schwarze 
Zeichnung  stark  verringert. 

C.  salvini  Stgr.  von  Icpiitos  ist  gleichfalls  der  degandii  (99  f)  ähnlich,  aber  die  Oberseite  ist  fast  ebenso 
schön  blauglänzend  wie  bei  srnkai  {99  e)  und  hat  ebensolche  metallgrüne  Außenränder  wie  letztere,  doch  ist 
auch  die  Vflglspitze  selbst  von  dieser  Färbung.  Auf  der  Unterseite  ist  der  Basalteil  aller  Figl  orangerot,  die 
Unterseite  ist  sonst  ähnlich  gezeichnet  wie  bei  degandii,  doch  ist  der  Ird  der  Vflgl  breit  und  tief  schwarz. 

C.whitelyi  (99  e)  ausPeru  istoberseitsclerr?epuise<ü99d)  sehr  ähnlich,  doch  fehlt  ihr  die  zottige  Be¬ 
haarung  in  der  Mittelzelle  der  Hflgl,  weshalb  der  ganze  Hflgl  mit  Ausnahme  des  graugrünen  Randes  blauen  Glanz 
zeigt.  Auf  der  Unterseite  der  Vflgl  stehen  5  submarginale  schwarze  Flecke,  die  von  hinten  nach  vorn  an  Größe 
abnehmen;  die  rote  Färbung  an  der  Flglwnrzel  ist  lichter  als  bei  de'puiseti,  auch  etwas  verbreitert,  namentlich 
auf  den  Vflgln  und  die  innere  schwarze  Linie  ist  in  große  schwarze  Flecke  zerlegt. 

C.  lugens  jDrwce  aus  Peru  (Cuzco)  wird  wie  folgt  beschrieben:  (J:  Kopf,  Fühler,  Hals,  Schulterdecken, 
Thorax  und  Hlb  schwarz.  Vflgl  sehr  ähnlich  denjenigen  von  C.  optmia  (99  d),  aber  viel  glänzender  blau,  der 
schwarze  Apicalrand  viel  breiter;  Hflgl  viel  glänzender  blau  als  bei  optima,  die  blaue  Färbung  genau  von  der 
Basis  ausgehend  wie  bei  (99  e) ;  der  grünliche  Außenrd  ist  auch  viel  Imeiter.  Die  Unterseite  ist  ähnlich 

der  von  C.  optima  (99  d),  aber  ohne  die  schwarzen  Linien  und  mit  sehr  viel  geringerem  Rot  an  der  Basis  der 
Hflgl,  aber  mit  viel  mehr  Rot  als  bei  leprieuri  (99d);  ein  großer  runder  roter  Fleck  am  Zellende;  die  Vflgl 
haben  eine  submarginale  Reihe  von  5  ziemlich  großen  schwarzen  Flecken.  —  Obwohl  der  Autor  diese  Ai't  mit 
2  Arten  vergleicht,  die  2  verschiedenen  Artengruppen  angehören,  geht  doch  aus  der  Bemerkung,  daß  das  Blau 
der  Hflgl  wie  bei  udiitelyi  an  der  Flglwiirzel  beginne,  deutlich  hervor,  daß  Ingens  in  die  Gruppe  A  und  in  die 
nähere  Verwandtschaft  von  ivliitelyi  gehört. 

B.  ^  anf  der  Oberseite  der  Hflgl  in  der  Mittelzelle  mit  zottiger  Behaarung. 

Mit  C.  leprieuri  Feisth.  (99  d)  von  Snrinam  nnd  dem  nnteren  Amazonas  beginnt  diejenige  Reihe  der 
Arten,  bei  denen  das  U  lange  schwarze  zottige  Behaarung  der  Mittelzelle  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  zeigt;  für 
diese  Arten  hat  C.  Felder  die  Gattung  Cyane  errichtet,  die  sich  namentlich  durch  kürzere  Fühler  und  längere, 
kräftigere  Palpen  auszeichnct.  C.  leprie^iri  zeigt  matten  blauen  Glanz  der  Oberseite,  der  sich  verstärkt  auf  dem 
Wurzelteile  der  Vflgl  zeigt,  aber  beim  $  nur  angedeutet  ist. 

C.  depuiseti  Fldr.  (99  d)  aus  Peru  ist  der  leprieuri  ähnlich,  hat  aber  stärkeren  blauen  Glanz 
der  Oberseite,  der  sich  auch  auf  die  Hflgl  erstreckt.  Das  graugrüne  Saumband  der  Oberseite  ist  viel  breiter 
und  hchter,  als  bei  lejrrieuri,  die  Unterseite  ist  ganz  ähnlich  wie  bei  letzterer,  doch  haben  die  Vflgl  weniger 
schwarze  Zeichnung.  —  Ziemlich  verschieden  ist  die  in  Bolivien  heimische  Form,  die  wn  eudia  form.  nov.  benennen. 
Sie  hat  viel  breitere,  auch  lichter  graugrüne  Ränder  und  stärker  blauen  Glanz  der  Oberseite.  Auf  der  LTnterseite 
der  Hflgl  ist  der  goldige  Glanz  auf  die  Mittelbinde  beschränkt,  in  der  die  schwarzen  Flecke  stehen,  diese  Flecke 
selbst  sind  etwas  größer  und  die  äußere  (submarginale)  schwarze  Linie  ist  breiter,  auch  die  roten  Wurzelflecke 
sind  etwas  ausgedehnter. 

C.  philotima  Ehl.  ,,d'.  Nahe  verwandt  mit  C.  depuiseti  Fldr.,  optima  Btlr.  und  ivliitelyi  Salv.  Von  den 
beiden  ersteren  durch  den  viel  breiteren,  blaß-metallisch  blauen  Rand  aller  Figl  verschieden.  Die  schwarze 
Saumlinie  ist  viel  feiner  als  bei  depuiseti,  auch  der  Apicalteil  der  Vflgl  ist  in  nur  geringerer  Ausdehnung  schwarz. 
Die  Fransen  sind  längs  des  Saumes  aller  Figl  rein  weiß.  Die  tiefschwarzen  langen  Dufthaare  im  Discus  der 
d'-Hflgl  wie  bei  depuiseti.  —  Die  LTnterseite  bildet  durch  die  Anlage  der  roten  Basalflecke  eine  Mittelstufe  zwischen 
depuiseti  und  opitima.  Die  Vflgl  zeigen  eine  kurze  blutrote  Basalstrieme  des  Vrds  und  nur  1  schwarzen  Subapical- 
punkt  in  Zelle  5.  Die  Hflgl  besitzen  an  der  Basis  3  blutrote  lange  Flecke,  und  zwar  je  einen  gegen  den  Vrd  und 
Ird  zu  und  einen  langen,  zahnartigen  in  der  oberen  Hälfte  der  MittelzeLle,  dessen  scharfe  Spitze  annähernd  in 
der  halben  Länge  der  Mittelzelle  liegt.  Auch  am  schwarzen  (^uerast  der  Mittelzelle  finden  sich  einige  rote  Schup¬ 
pen.  Die  schwarze  Fleckenzeichnung  ganz  ähnlich  jener  von  depuiseti,  welche  des  langen  roten  Flecks  in  der 
Mittelzelle  vollständig  entbehrt,  wogegen  optima  das  ganze  Basalfeld  der  Hflgl  (mit  Ausnahme  eines  schwarz¬ 
blauen  Flecks  in  Zelle  8)  mennigrot  zeigt.  C.  udiitelyi  hat  nur  an  der  Basis  der  Mittelzelle  der  Hflgl  eine  rote 
Fleckenfärbung;  die  erste  Querlinie  derselben  ist  in  kurze  Längsflecke  aufgelöst.  1  d'  vom  Chanchamayo.“ 

C.  Optima  Btlr.  (99  d)  von  Peru  und  Ecuador  ist  etwas  kleiner  nnd  hat  spitzere  Vflgl  als  depuiseti,  aber 
viel  intensiveren  blauen  Glanz  und  schmälere  graugrüne  Ränder  der  Oberseite.  Fast  die  basale  Hälfte  der 
LTnterseite  der  Hflgl  ist  mennigrot,  die  übrige  Zeichnung  aber  der  von  leprieuri  sehr  ähnlich.  —  eminens  form, 
nov.  (99  e)  von  Süd-Peru  (obere  Madre  de  Dios,  500 — 1200  m)  ist  zwar  auffällig  von  optima  verschieden,  aber 
doch  wohl  eine  Lokalform  dieser  Art.  Sie  ist  von  Herrn  A.  H.  Fasse  entdeckt  worden.  Der  graugrüne  Saum 
ist  auf  allen  Flgln  bedeutend  breiter,  etwa  dreimal  so  breit  als  bei  optima,  daher  die  Fläche  des  blauen  Glanzes 
bedeutend  eingeschränkt,  der  schwarze  Fleck  in  der  Mitte  der  Vflgl,  der  bei  optima  in  jeder  Belenchtungsrich- 


CATAGRAMMA.  Von  J.  R()Rer. 


R)3 


tiing  stark  auffäJlt,  ist  bei  eminens  sehr  scliwach  entwickelt  nnd  bei  seitliclier  Betraclitung  des  'l’ieres  überhaupt 
nicht  wahrnehmbar.  Die  rote  Färbung  auf  dem  Wurzelfelde  der  Hflgl-Unterseite  ist  stark  (üngeschränkt,  dordi 
nimmt  sie  die  ganze  Mittelzelle  ein  und  außerhalb  der  Zelle  sind  ein  kleiner  Fleck  an  der  Mediana  und  I  .Stieifen 
an  der  Subcostalis  graugrün;  die  schwarzen  Flecke  der  Hflgl  sind  vergrößert  und  namentlich  die  eine  submargi¬ 
nale  Binde  bildenden  Flecke  ansehnlich  breiter  als  bei  optima. 

C.  freyja  spec.  nov.  (99  e  in  freyia  verdruckt)  aus  Peru  (Chanchamayo)  ähnelt  in  der  Flglgestalt  der  freyja. 
optima,  der  Außenrd  der  Vflgl  erscheint  aber  noch  mehr  nach  außen  gebogen.  Die  spangrünen  Ränder  sind 
viel  breiter,  schärfer  begrenzt  und  gehen  nicht  in  die  blauglänzende  Färbung  der  Flglmitte  über.  Die  rote 
Basalfärbung  der  Unterseite  ist  ähnlich  wie  bei  der  folgenden  jassli,  aber  noch  geringe]-,  so  daß  nur  i-c-ichlich  ' |^ 
der  Mittelzelle  von  ihr  in  Anspruch  genommen  wird;  sie  ist  schwarz  eingefaßt;  die  basale  rote  Bestäiibung  ist 
viel  geringer  als  bei  den  verwandten  Arten ;  die  bei  optima  das  rote  Feld  säumende  schwarze  Binde  ist  bei  jreyja 
in  kleine,  zum  Teil  winzige  Punkte  aufgelöst  und  aiich  die  beiden  äußeren  Reihen  bestehen  aus  nur  kleinen 
schwarzen  Fleckchen,  wie  auch  die  Flecke  der  Mittelreihe  kleiner  sind;  auf  den  Vflgln  stehen  4  sehr  kleine 
und  gleichmäßig  große  subapticale  Flecke  (Punkte). 

C.  fassli  spec.  nov.  (99  d)  aus  der  Colonia  Florencia  am  Rio-Putumayo  (Grenze  von  Columbien  und  iassli. 
Ecuador)  ist  oberseits  der  optima  sehr  ähnlich,  hat  aber  spitzere  Vflgl  und  der  l)la]ie  Glanz  ist  bei  weitem  nicht 
so  prächtig  wie  bei  optima.  Auf  der  Unterseite  sind  in  der  Vflglspitze  nicht  4,  sondern  nur  3  und  kleinere  schwarze 
Flecke,  die  Hflgl  haben  mehr  goldigen  Glanz,  die  schwarzen  Flecke  sind  kleiner  und  die  rote  Färbung  auf  dem 
Wurzelteile,  die  nach  0.  Staudinger  bei  optima  mindestens  die  Mittelzelle  einnimmt,  erstreckt  sich  bei 
fassli  nur  auf  die  vordere  Hälfte  der  Mittelzelle  und  ist  ringsum,  zum  Teile  breit,  schwarz  gesäumt;  sonst  tritt 
die  rote  Färbung,  die  übrigens  durch  eingestreute  schwarze  »Schuppen  stark  verdunkelt  ist,  in  einem  kleinen 
Fleck  am  Vrd,  2  Streifchen  am  Ird  der  Hflgl  und  in  einem  Basalfleck  auf  den  Vflcfln  auf;  alle  diese  Flecke 
sind,  wie  der  Fleck  in  der  Mittelzelle  der  Hflgl  (zum  Teil  breit)  schwarz  gesäumt.  —  Herr  A.  H.  Fasse  bekundet, 
daß  er  noch  6  völlig  gleiche  Stücke  dieser  Art  in  einem  südamerikanischen  Museum  gesehen  habe. 


43.  Gattung-:  Caia$>'Fa]iiiiia  Bsd. 

Die  meisten  Arten  dieser  über  das  ganze  tropische  Amerika  verbreiteten  Gattung  haben  IVIittelgröße, 
doch  kommen  auch  einige  größere  Arten  vor;  ein  großer  Teil  ist  im  Tale  des  Amazonas  und  in  seinen  Seitentälern 
zu  Hause.  »Sie  sind  an  ihrem,  aus  den  Abbildungen  ersichtlichen  Aeußeren  leicht  zu  erkennen  und  können  mit 
Angehörigen  der  nächstverwandten  Gattungen  Callicore  und  Perisama  kaum  verwechselt  werden.  Im  Körper¬ 
bau  unterscheidet  sich  Gatagramma  von  Callicore  durch  Abzweigung  eines  Subcostalasts  vor  dem  Zellende 
und  von  Perisama  durch  die  nackten  Augen;  die  Ud'  haben  ungewöhnlich  verdickte  Vorderbeine. 

W.  Müller  gibt  über  die  ersten  »Stände  von  C.  pygas  folgendes  an:  die  Rp  lebt  an  Allophylus  petiolatus 
Radlk.  Die  Eier  werden  an  die  Unterseite  oder  an  die  »Spitze  der  Oberseite  der  Blätter  abgelegt.  An  Stelle  der 
Dornen  hat  die  Rp  nur  vergrößerte  Wärzchen,  auf  denen  je  2  Borsten  stehen;  die  Kopfhörner  sind  verhältnis¬ 
mäßig  noch  länger  als  bei  Callicore,  denn  sie  erreichen  1  cm  Länge;  die  Verdickung  in  der  Mitte  des  Körpers 
tritt  erst  kurz  vor  der  Verpuppung  ein,  vorher  ist  die  Rp  Avalzenförmig.  Die  Pp  ist  ähnlich  der  von  Callicore 
meridionalis .  Die  Rp  scheint  in  geschlossenen  Räumen  sehr  schwierig  zu  erziehen  zu  sein. 

C.  brome  Bsd.  (101  B  b)  aixs  Columbien  ist  eine  der  kleineren  gelbbindigen  Arten.  Für  sie  ist  die  breite,  brome. 
fast  eirunde  gelbe  Vflglbinde  charakteristisch. 

C.  atacama  Heio.  (101  B  c)  aus  Chiricpii,  Columbien  und  Peru  unterscheidet  sieh  von  den  ähnlichen  atacama. 
Arten  leicht  durch  die  Unterseite. 

C.  faustina  Bates  (101  B  c)  aus  Panama  hat,  wie  atacama,  Längsstreifen  auf  der  Unterseite  der  Hflgl,  fausiina. 
ist  aber  doch  wesentlich  verschieden,  auch  oberseits. 

C.  denina  Btew.  (101  B  b)  aus  Columbien  ist  zwar  der  atacama  ähnlich,  aber  kleiner  und  unterseits  anders  denina. 
gezeichnet. 

C.  mionina  Hew.  (101  B  b)  aus  Columbien  unterscheidet  sich  von  der  vorigen  Art  hauptsächlich  durch  mioiiina. 
die  Plnterseite. 

C.  tolima  Hew.  (101  B  b)  aus  Peru  und  Nordbrasilien  hat  eine  breitere  gelbe  Vflglbinde  als  mionina  und  iolima. 
großen  blauschillernden  Fleck  der  Hflgl. 

C.  guatemalena  Bates  (lOl  B  c)  aus  Guatemala  ist  den  vorigen  ähnlich,  hat  aber  wesentlich  lichtere  guatema- 
Unterseite. 

C.  lyca  Dbl.  u.  Hew.  (101  B  c),  von  Mexiko  bis  Columbien  verbreitet,  hat  sehr  schmale  orange  Vflgl-  lyca. 
binde.  Unterseits  ist  sie  der  mionina  (101  B  b)  ähnlich,  doch  ist  sie  von  dieser  nicht  nur  durch  die  Form  und 


494 


CATAGRAMMA.  Von  J.  Röber. 


mena. 


discoidalis. 


pacifica 


aeyina. 

Salamis. 

didima. 


zelplianta. 

hydaspes. 


Jieracliius. 

hystaptes. 


kolyma. 

pasiiliea. 

felderi. 

cajetani. 

codoman- 

nus. 

astarte. 

aniillena. 

militaris. 

miles. 

setima. 

straliotes. 

excelsior. 

excelsis- 

sima. 

michaeli, 

pastazza. 


Lage  der  gelben  Vflglbinde,  sondern  auch  dadurch  verschieden,  daß  die  äußere  lichte  Binde  nicht  gelb,  sondern 
glänzend  blau  ist. 

C.  mena  Stgr.  vom  Chanchamayo  (Peru)  ist  nur  wenig  größer  als  mionina,  hat  aber  ein  größeres,  mehr 
in  der  Plghänge  liegendes,  breites  ockergelbes  Band  der  Vflgl,  das  hart  am  Vrde  beginnt  ixnd  kurz  vor  dem 
Außenrde  in  der  Nähe  des  Winkels  endet;  der  blaue  Fleck  auf  den  Hflgln  ist  viel  größer.  Auf  der  Unterseite 
der  Hflgl  sind  die  5  blauen  Flecke  größer  und  in  die  Länge  gezogen. 

C.  discoidalis  Guen.  Die  Beschreibung  lautet  in  Uebersetzung :  Klein.  Ovaler,  breiter  orangefarbener 
Fleck.  Oblonger  blauer  Fleck  der  Hflgl  von  der  Basis  ab.  Ihre  Unterseite  mit  nur  4  nicht  pupillierten  Punkten 
vor  der  Zentralbinde  und  3  am  Analwinkel.  Breite  gelbe  Linien,  die  erste  vereinigt  sich  nach  hinten  zu  mit  der 
2.  und  3.;  diese  letztere  steigt  nicht  jenseits  des  1.  Punktes  wieder  an.  Columbien. 

C.  pacifica  Bates  (=  bugaba  Stgr.)  (101  B  d)  aus  Zentral -Amerika  ist  die  kleinste  Art  dieser  Gattung. 
Der  stahlblaue  »Schiller  der  Hflgl  ist  von  verschiedener  Ausdehnung,  und  unterseits  variiert  die  schwarze  Zeich¬ 
nung  sehr  stark. 

C.  aegina  Fldr.  (101  B  c)  aus  Ecuador,  Columbien  und  Bolivien  hat  breitere,  aber  ebenso  gelagerte 
gelbe  Binde  wie  lyca.  Das  $  hat  gedrungenere  Gestalt  und  der  blaue  Hflglfleck  ist  kleiner  und  durch  die  schwar¬ 
zen  Rippen  geteilt.  ■ —  salamis  Fldr.  ist  die  Form  vom  Rio-Negro  und  von  Peru  mit  breiterer  gelber  Binde  und 
verkleinertem  blauen  Flecke  der  Hflgl. 

C.  dulima  Guen.  Diese  Art  ist  in  folgender  Weise  beschrieben  worden:  zelpliania  außerordentlich  ver¬ 
wandt,  von  der  sie  sich  nur  in  folgendem  unterscheidet:  Subapicalfleck  weiß  und  violett  umrandet  auf  glacier- 
tem  Grunde.  Hflgl  unten  entschieden  helllila  mit  sehr  hell  zeisiggelber  Basis  und  Mittelpartie,  letztere  ihrer¬ 
seits  stark  lila  gemischt.  Zentralflecken  kleiner,  weiter  voneinander  entfernt  und  feiner  schwarz  umrandet. 
Die  schwarze  Subterminallinie  ist  gewellt  oder  vielmehr  aus  Halbmonden  bestehend  und  umschließt  metallisch 
himmelblaue  Schuppen.  Peru.  —  Der  Autor  betont  die  Möglichkeit,  daß  dulima  mit  zelplianta  oder  hystaspes 
zusammenfallen  könnte. 

Mit  C.  zelphanta  Heiv.  (101  Bd)  vom  oberen  Amazonas  beginnt  die  Reihe  rotbindiger  Arten.  Bei  dieser 
Art.  ist  außer  dem  größten  Teile  der  Hflgl  auch  der  Basalteil  der  Vflgl  schwach  blauglänzend. 

C.  hydaspes  Ftrury  (=  lyrophila  Hhn.,  hesperia  Perty)  (101  B  d)  aus  Südbrasilien  und 
Paraguay  ist  eine  niedliche  und  häufige  Art.  Rotbinde  der  Vflgl  schmal,  Glanzfleck  der  Hflgl  groß.  Das  ^  ist 
vom  G  nicht  verschieden. 

C.  heraclitus  F.  aus  Brasilien  bezeichnet  A.  G.  Butler  als  eng  verwandt  mit  hydasjres  {  —  lyrophila), 
gibt  aber  keinen  Unterschied  an. 

C.  hystaptes  F.,  angeblich  aus  Brasihen  und  Bolivien,  ist  beschrieben  worden  wie  folgt.  ,,Flgl  schwarz¬ 
braun,  blauglänzend,  Hflgl  unten  gelb,  mit  schwarzen  Ringlinien  und  3  blauen  Punkten“.  Vermutlich  ist  das 
Tier  eine  Aberration  von  liydasp>es  oder  der  Autor  hat  einen  normaien  liijdaspes  vor  sich  gehabt,  und  vergessen, 
in  der  Beschreibung  die  rote  Vflglbinde  zu  erwähnen. 

C.  kolyma  Hew.  (101  B  d,  e)  und  pasithea  Hew  (101  Be)  vom  oberen  Amazonas  sehen  zwar  oberseits 
sehr  verschieden  aus,  sind  aber  doch  Formen  nur  einer  Art,  da  alle  Uebergänge  Vorkommen. 

C.  felderi  Hetv.  vom  oberen  Amazonas,  unterscheidet  sich  von  cajetani  Gtmi.  (=  audofleda  Thieme) 
(101  B  e)  von  Peru  durch  gelbe  Binde  der  Vflgl  und  größere  Ausbreitung  des  blauen  Glanzes  im  Hflgl. 

C.  codomannus  zerfällt  in  eine  größere  Anzahl  Lokal-  bzw.  Zustandsformen,  codomannus  F.  (  =  sina- 
mara  Hetv.)  (101  B  e,  f)  aus  Brasilien  liegt  uns  aus  Ost-Columbien  (Medina,  500  m)  aus  der  Kolk  Fasse  vor. 
Diese  Form  unterscheidet  sich  oberseits  kaum  von  astarte  Cr.  (101  B  f)  von  Bolivia,  aber  die  roten  Binden 
der  Vflgl-Unterseite  sind  bei  astarte  breiter.  Das  $  hat  ziegeh’ote  Basalhälfte  der  Vflgl.  —  Die  Form  antillena 
Kaye  (101  B  e)  von  Trinidad  ist  etwas  kleiner,  hat  schmälere  rote  Binden  der  Vflgl  und  breitere  rote  Binde  der 
Hflgl.  —  militaris  Stgr.  von  Venezuela  hat  violetten  Schiller  der  Oberseite,  der  Apicalfleck  fehlt  und 
die  rote  Hflglbinde  ist  auf  ein  Streifchen  am  Vrde  reduziert.  ■ —  miles  Bates  Vom  oberen  Amazonas  hat 
sehr  vergrößerte  rote  Binden  der  Oberseite,  die  auf  den  Vflgln  zuweilen  zusammenfließen.  ■ —  selima 
Guen.  (=  cynosura  Hetv.  pt.)  aus  Minas-Geraes  ist  eine  kleinere  Form,  die  nur  schmale  rote  Binden  der 
Oberseite  und  vorwiegend  gelbe  Färbung  der  Hflgl-Unterseite  zeigt.  —  stratiotes  Fldr.  ist  die  Form  aus  Ecuador. 

C.  excelsior  Hew.  (101  B  f)  vom  oberen  Amazonas  hat  prächtigen  tiefblauen  Schiller  und  eine  gelbe 
Querbinde  der  Vflgl.  Das  $  hat  nur  den  glänzendblauen  Fleck  am  Innenwinkel  der  Hflgl,  aber  keinen  Schiller. 
—  excelsissima  Stgr.  (101  B  f)  vom  oberen  Amazonas  (Säo  Paulo  de  01iven9a)  hat  glänzend  blaue  Oberseite 
mit  einer  roten  Vflglbinde,  die  sich  bei  michaeli  von  Manicore  am  Rio  Madeira  auf  einen  kurzen  Basal - 
streifen  reduziert.  —  pastazza  Stgr.  (101  B  f)  aus  Ecuador  und  Peru  (Chanchamayo)  ist  der  excelsior  sehr 


OATAGRAMMA.  Von  J.  Rüber. 


41)5 


ähnlich,  hat  aber  nicht  den  blauen  Schiller,  sondern  nur  den  glänzendblauen  Fleck  am  Innenwinkel  der  Hflgl. 

—  Am  Chanchamayo  kommen  aber  auch  Stücke  vor,  die  der  pastazza  gleichen,  jedoch  blauen  Schiller  besitzen:  ' 
speciosa  form.  nov.  —  excelsa  Stgr.  von  Ecuador  untei’scheidet  sich  von  excelsior  durch  reduzierte  gelbe  Vflgl- 
binde,  die  den  Wurzelteil  der  Figl  frei  läßt,  und  durch  verminderten  blauen  Glanz.  —  iJie  Unterseite  der 
Hflgl  zeigt,  daß  sämtliche  vorgenannten  Formen  einer  Art  angehören. 

C.  cynosura  rr.  (101  B  g)  vom  oberen  Amazonas,  Peru  und  Bolivien  unterscheidet  sich  von  den  cijnosura. 
codomannus-  und  excelsior -Fovmon  scharf  durch  die  Unterseite  der  Hflgl,  die  am  Vrd  einen  großen,  bindenartigen 
ockergelben  Fleck  besitzen,  der  sich  von  der  übrigen  lichtgelben  Grundfärbung  scharf  abhebt,  und  infolgedessen 
die  subbasale  schwarze  Binde  nicht  bis  zum  Vrde  geht,  sondern  schon  an  der  Costalis  endet.  Hie  submarginalen 
blauen  Flecke  auf  den  Hflgln  sind  stets,  auch  bei  den  voneinander  scharf  getrennt. 

C.  peristera  Hew.  (101  B  h)  von  Columbien,  Peru  und  Bolivien  hat  fast  keinen  Geschlechtsunterschied;  peristera. 
das  2  unterscheidet  sich  nur  durch  blaue  Fleckchen  am  Innenwinkel  der  Hflgl. 

C.  eunomia  von  Columbien,  Ecuador  und  Bolivien  tritt  in  beiden  Geschlechtern  in  2  Formen  auf,  der  eunomia. 
eunomia  Heiv.  mit  ockergelber  Basalhälfte  der  Vflgl  und  incarnata  Stgr.  (101  B  h)  mit  zinnoberroter  Färbung  incarnata. 
dieses  Figlteils.  Das  $  zeigt  geringere  Ausbreitung  des  blauglänzenden  Flecks  am  Innenwinkel  der  Hflgl. 

Von  C.  texa  Hew.  (101  B  g)  aus  Cohimbien  ist  fassli  suhspec.  nov.  aus  Bolivien  (Rio-Songo,  750  m)  dadurch 

^  ^  io.  s  sl  i 

verschieden,  daß  der  rote  Discalfleck  der  Hflgl  bedeutend  kleiner  ist  oder  völlig  fehlt  und  der  Apicalstreifen 
der  Vflgl  lichter  ist;  auch  die  Gruiidfärbung  der  Unterseite  ist  lichter  (weißlich)  und  die  Subapicalstreifen  der 
Vflgl  sind  fast  weiß. 

C.  lepta  Hew.  (101  B  g)  vom  oberen  Amazonas  ist  oberseits  der  texa  ähnlich,  doch  hat  sie  statt  eines  lepta. 
roten  einen  blauen  Fleck  auf  den  Hflgln;  auch  unterseits  ist  sic  der  texa  sehr  ähnlicli. 

C.  pyraemon  Oodt.  (101  Bh)  aus  Brasilien  und  Surinam  ist  eine  der  kleineren  Arten  mit  tiefrotem,  etwas  pyraemon. 
blauschillerndem  Basalfeld  der  Vflgl.  Die  Hflgl-Oberseite  ist  glänzend  blaii. 

C.  pygas  Godt.  (102  A  a)  aiis  Süd-Brasilien,  Columbien  und  Bolivien  hat  nur  im  männlichen  Geschlechte  pygas. 
sehr  bescheidenen  blauen  Schiller.  Das  $  hat  graubraune  Hflgl-Oberseite.  —  Aus  der  Sammlung  des  Heim 
A.  H.  Fasse  liegt  uns  ein  d'  aus  Bolivien  (Rio  Magiri,  700  m)  und  1  2  aus  Peru  (obere  Madre  des  Dios)  vor,  die 
ganz  verschiedene  Unterseite  zeigen,  die  Grundfärbung  der  Hflgl  ist  viel  lichter  gelb  und  die  Zeichnungen 
erscheinen  verloschen  und  verwischt.  Das  G  hat  gelbe,  das  2  rol©  Basalhälfte  der  Vflgl;  die  blauen  Flecke  im 
Analwinkel  der  Hflgloberseito  sind  besonders  entwickelt.  Wir  benennen  diese  Form  typhla  subsp.  nov.  (102  A  a).  iypMa. 

C.  cyllene  Dhl.  u.  Hew.  (102  A  a)  vom  Amazonas  und  Bolivien  hat  matten  blauen  Schiller  der  Oberseite,  cyllenc. 
namentlich  der  Hflgl.  Die  Zeichnung  der  Unterseite  ist  matter  als  bei  pxjgas,  aber  die  rote  Vflglbinde  wird  ebenso 
wie  oberseits  am  Schlüsse  der  Mittelzelle  durch  zahnförniiges  Eindringen  des  schwarzen  Vrds  und  eines  Flecks 
am  Irde  eingeschnürt. 

C.  aphidna  Hew.  aus  Venezuela  (Valencia)  ist  uns  nur  aus  der  Beschreibung  bekannt;  diese  lautet:  aphhlna. 
Oberseite  schwarz,  die  Fransen  aller  Figl  weiß  gefleckt.  Basälhälfte  der  Vflgl  karminrot,  subapicales  geteiltes 
weißes  Band,  an  jedem  Ende  weiß  gesprenkelt.  Hflgl  mit  2  oder  3  blaßblauen  Flecken  in  der  Nähe  des  Anal¬ 
winkels.  Unterseite:  Vflgl  wie  oben,  aber  Basalteil  des  CostaUandes  gelb,  eine  dem  Vrde  parallel  laufende 
blaue  Linie.  Subapicalband  länger  und  gelb  und  1  submarginales  blaues  Band  und  zwischen  ihm  und  dem 
Apex  ein  graues  Band.  Hflgl  fliederfarbig,  die  Basis  gelb,  2  dunkelbraune  Linien,  beginnend  an  der  Basis  des 
Costah’andes  mit  je  einem  roten  Flecke,  laufen  ziemlich  gerade  und  parallel  mit  allen  anderen  und  dem  Ird  nach 
dem  Analwinkel,  sind  nahe  dem  Außenrd  verbunden  und  wenig  gewellt  und  erreichen  den  Vrd  nahe  der 
Mitte;  diese  Linien  schließen,  nahe  dem  Analwinkel,  einige  blaue  Flecke  ein;  der  Äußernd  dunkelbraun,  in  der  ' 

Mitte  der  Figl  sind  2  große  schwarze  Flecke,  einer  (nahe  dem  Vrd)  bezeichnet  dureh  3  kornblumenblaue 
Fleeke,  der  andere  mit  2,  alle  ockergelb  gerandet. 

C.  thamyras  Men.  (102  A  b)  aus  Minas-Geraes  hat  verkürzten  Blauschiller  und  verschmälerte  rote  iliamyms. 
Binde  der  Vflgl.  Die  Unterseite  ist  ähnlich  der  von  cyllene,  doch  verläuft  die  submarginale  gelbe  Vflglbinde 
in  den  Innenwinkel. 

C.  maimuna  Hew.  (103  A  a)  vom  oberen  Amazonas  ist  der  cyllene  (102  Aa)  sehr  ähnlich.  Sie  unter-  mabnuna. 
scheidet  sich  oberseits  durch  den  blauen  Schiller  der  Hflgl,  der  nur  in  einem  keilförmigen  Fleck  auftritt  und 
an  dessen  äußerer  Grenze,  weit  vom  Außenrde  entfernt,  3  blaue  Punkte  stehen.  Die  rote  Färbung  der  Vflgl 
nimmt  auch  den  ganzen  Ird  bis  nahe  zum  Innenwinkel  ein.  Die  Unterseite  ist  ganz  ähnlich  der  von  titania. 

(102Aa),  doch  sind  die  gelben  Binden  breiter. 

C.  titania  Salv.  (102  A  a)  von  Guatemala  und  Honduras  hat  ausgebreiteten  und  lebhaften  Blauschiller  ütariia. 
der  Hflgl  und  das  rote  Basalfeld  der  Vflgl  ist  ziemlich  verkürzt. 


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PERISAMA.  Von  J.  Röber. 


asta.  C.  asta  Salv.  (102  A  a  b)  ans  Mexiko,  die  wir  nur  aus  der  Abbildung  kennen  gelernt  haben,  weicht  ober- 

seits  durch  den  Mangel  einer  roten  Binde  von  den  verwandten  Arten  sehr  ab. 

hydarnis.  Die  sehr  seltene  C.  hydarnis  Godt.  aus  Südbrasilien  ist  der  hesperis  ähnlich,  hat  aber  geraderen  Außenrd 

der  Vflgl,  die  tiefere  Vflglbinde  ist  schmäler,  reicht  nicht  bis  zum  Vrde  und  endet  weit  vom  Innenwinkel;  der 
Wurzelteil  der  Vflgl  hat  ebenso  schönen  blaiien  Schiller  wie  die  Hflgl ;  vor  der  Figlspitze  steht  ein  weißes  Fleck¬ 
chen.  Die  Unterseite  ist  nicht  unähnlich  derjenigen  von  pygas,  doch  fehlen  blaue  Flecke,  die  vordere  ,,Acht“  ist 
sehr  regelmäßig  gestaltet,  die  hintere  Acht  etwas  weniger,  und  die  submarginale  Ivettenbinde  der  Hflgl  ist  in 
der  Alitte  verschwommen. 

hesperis.  C.  liespcris  ÖRcr.  (102  A  b)  aus  Columbien,  Peru  und  Bolivien  präsentiert  sich  in  ihrer  breiten,  dunkel¬ 

roten  Vflglbinde  und  dem  intensiven  lichten  Blauschiller  auf  dem  größten  Teile  der  Hflgl  und  dem  Wurzelfeld 
der  Vflgl,  der  auch  in  einem  oder  mehreren  Pünktchen  in  der  Vf Iglspitze  auftritt,  als  ein  reizendes  Tierchen. — 

parima.  parima  Hew.  aus  Ecuador  hat  schmälere  und  lichtere  rote  Vflglbinde  und  verbreiteteren  Blauschiller  der  Hflgl. 

meUyi.  C.  mellyi  Guen.  aus  Peru  (uns  aus  dem  Chanchamayo  vorliegend)  hält  der  Autor  für  eigene  Art  und  ver¬ 

gleicht  sie  mit  hydaspes  und  hesperis.  Wir  finden,  daß  sie  sich  von  letzterer  nur  dadurch  unterscheidet,  daß  die 
8ul)marginalbinden  auf  der  Unterseite  gelber  sin  1. 

patelina.  C.  patclina  Hew.  (102  A  c)  aus  Guatemala  hat  ebenso  prachtvolle  Oberseite,  wie  abweichende  Unterseite, 

da  letztere  schwarze  Grundfärbung  hat ;  sie  wird  durch  die  letzte  Figur  der  Reihe  102  Ac  dargestellt,  die  fälschlich 
die  Unterschrift  ,,aretas  FT“  trägt. 

pitheas.  C.  pitheas  Latr.  (102  A  b)  aus  Panama  und  Venezuela  hat  lichtrote  Binden  der  Oberseite  und  eigen¬ 

tümlich  blaßrote,  mitunter  gelbliche  Grundfärbung  der  Unterseite  der  Hflgl.  Das  $  ist  vom  d'  kaum  verschieden. 

cyclops.  C.  cyclops  Sigr.  vom  Tapajoz  (Amazonas)  hat  eine  sehr  lange  rote  Binde  der  Hflgl,  die  bis  fast  an  den 

columbiana.  Außenrd  reicht.  —  columbiana  Sfgr.  aus  Columbien  unterscheidet  sich  durch  kurze  ovale  rote  Binde  der  Hflgl 

centralis,  und  breitere  schwarze  Zeichnungen  der  Unterseite.  —  centralis  Stgr.  aus  Chiriqui  hat  einen  längeren  und  brei¬ 
teren  roten  Streifen  der  Hflgl;  das  Analauge  hat  meist  2  weiße  Flecke. 

aretas.  C.  aretas  Hew.  (102  A  c  4.  und  5.  Figur)  aus  Venezuela  hat  lichtrote  Basalhälfte  der  Vflgl  und  auf  den 

Hflgln  ein  größeres  rotes  Mittelfeld  als  pitheas;  in  der  Vflglspitze  steht  eine  kurze  rotgelbe  Binde.  Die  Unterseite 
hat  dieselbe  Zeichnung  wie  pitheas,  doch  ist  die  Grundfärbung  gelber.  Auf  der  Taf.  102  A  ist  irrigerweise  die 
Oberseite  mit  maimuna,  die  FTnterseite  mit  patelina  U  bezeichnet;  die  letzte,  als  aretas  U  bezeichnete  Figur  der 
Reihe  stellt  patelina  dar. 

sorana.  C.  sorana  Godt.  (102  A  c)  aus  Brasilien,  Paragiiay  und  Bolivien  ist  durch  die  Zeichnung  der  Hflglunter- 

seite  von  allen  Arten  wesentl'ch  verschieden.  Das  $  liat  die  rote  Hflglbinde  nur  angedeiitet  und  starken  blauen 
Schiller  der  Hflgl  sowie  kürzere,  fast  weiße  xFpicalbinde  der  Vflgl;  auch  haben  die  roten  Vflglbinden  bläulichen 

latona.  Schein.  —  latoiia  Btlr.  aus  ?  (vermutlich  Venezuela)  hat  größeres  rotes  Basalfeld  der  Vflgl  und  viel  kleineres 
rotes  Feld  der  Hflgl,  aber  in  der  Mitte  der  Hflgl  blauen  Glanz. 

oculata.  C.  oculata  Gtien.  hat  einen  großen  karmoisinroten  Vflglbasalfleck,  der  durch  die  schwarzen  Rippen 

geteilt  ist;  Vflgl  ohne  Schiller,  aber  die  Hflgl  mit  licht  grünlichem  Schiller.  Unterseite  der  sorana  am  ähnlich¬ 
sten,  aber  wesentlich  verschieden;  die  rote  Mittelbinde  der  Vflgl  fehlt,  die  subapicale  Binde  ziemlich  breit 
und  blau;  Grundfärbung  der  Hflgl  schwarz,  vom  Außenrd  weit  entfernt  eine  scharf  gezackte  blaue  Binde 
(dicke  Linie),  die  beiden  Augenzeichnungen  nach  aidlen  nicht  geschlossen,  mit  nur  je  einem  blauen  Flecke. 
Vaterland  unbekannt. 


44.  Gattung-:  l*erisaiiiJi  Dbl. 

Die  in  diese  Gattung  gehörenden  Arten  sind  von  fast  gleicher  Größe,  und  zwar  von  Mittelgröße.  Sie 
sind  auf  die  Gebirge  der  amerikanischen  Tropen  beschränkt,  und  an  der  äußeren  Erscheinung  leicht  kenntlich: 
samtschwarze  Oberseite  mit  glänzend  blauen  oder  grünen  Binden  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  und  meist  einer 
ebensolchen  oder  graugrünen  Binde  am  Außenrde  der  Hflgl;  die  Unterseite  ist  sehr  charakteristisch:  auf  wei߬ 
lichem.  grauem  oder  gelbem  Grunde  2  schwarze,  entweder  fast  gerade,  oder  geschwungene,  oder  gezackte  Linien, 
zwischen  denen  vielfach  schwarze  Punkte  stehen.  Die  ersten  Stände  sind  noch  nicht  bekannt.  Die  früher  zu 
Myscelia  mitgerechneten,  von  E.  Schatz  als  Orophila  abgetrennten  Arten  vereinigen  wür  mit  Ferisama,  weil  sie 
keine  Merkmale  besitzen,  die  ihre  Abtrennung  rechtfertigen  würden. 

honplandü.  P.  botlplandü  Guer.  (102  A  d)  aus  Columbien  ist  die  größte  Art  dieser  Gattung.  Das  9  ist  fast  nicht 

albipennis.  verschieden.  —  Stücke  mit  sehr  lichter  und  fast  zcichnungsloser  Unterseite  der  Hflgl  sind  als  albipennis  Btlr. 
d’orbifjnyi.  (102  Ad)  beschrieben  worden. — ■  d’orbignyi  Giisr.  sind  solche  Stücke,  bei  denen  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  die 


Ausffegeben  2S.  Vl.  1915. 


PERLSAMA.  Von  J.  Rüber. 


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Basis  blau  statt  rot  ist.  —  equatorialis  Guen.  ( =  bonplandii  Ilew.,  var.  bourcieri  Bllr.)  aus  Cobutibicn  und  Ecua-  equal'/riall.'i. 
dor  sind  kleine  Stücke  mit  verschmälerter  blauer  Binde  der  Hflgl  und  verdunkelter  Unterseite  der  Hflgl.  — 
iineata  Bür.  aus  Peru  unterscheidet  sich  von  equatorialis  dadurch,  daß  die  beiden  schwarzen  Linien  der  Hilgl-  lineaUi. 
Unterseite  weiter  auseinandergerückt  sind.  —  rubrobasalis  Rbl.  unterscheidet  sich  von  der  Stammform  ruhro- 
wesentlich  durch  die  rote  Basalfärbung  der  Mittelzelle  auf  der  Unterseite  der  Vflgl,  auch  sind  auf  der  bamliH. 
Unterseite  die  Hflgl  und^der  Ajncalteil  der  Vflgl  dunkler  bräunlich  gefärbt.  Ecuador,  boO  m.  —  parabomplandii  *)  ii'trahoiu-^ 
Dogn.  unterscheidet  sich  lediglich  durch  die  Gestalt  der  schwarzen  Linien  auf  der  Unterseite  der  Hflgl.  l)ie 
äußere  Linie  ist  stark  geschwungen,  so  daß  sie  sich  teilweise  der  inneren  Linie  nähert,  die  auch  stäi'ker  als  bei 
normalen  Stücken  geschwungen  ist.  Columbien  (Popayan).  —  mo\a.  Dogn.  aus  Ecuador  (El  Monje,  Loja,  Zamora)  mota. 
hat  schmälere  Vflglbinde,  die  in  der  Mittelzelle  geteilt  ist  und  nicht  den  Vrd  erreicht;  auch  die  Binde  der  Hflgl 
ist  schmäler.  Unterseite  der  Vflgl  wie  bei  (Vorhignyi.  Unterseite  der  Hflgl  grauweiß,  die  äußere  Linie  gerimdet 
und  regelmäßig,  die  innere  Linie  leicht  geschwungen;  fünf  schwarze  Punkte;  der  rote  Saum  des  Vrds  hat  düs 
Neigung,  die  erste  Linie  zu  überspringen  und  hinter  der  zweiten  wieder  zu  erscheinen. 


filandn. 


P.  picteti  Ouen.  Diese  Art,  von  der  uns  kein  Stück  vorliegt,  ist  wie  folgt  beschrieben  worden:  picleli. 
Gestalt  und  äußere  Erscheinung  von  bonplandii.  Oben  die  gleiche  Zeichnung,  aber  die  Vflgl  haben  2  tiefblaue 
Strahlen,  die  von  der  Figlwurzel  ausgehen  und  den  beiden  Hauptadern  folgen.  Ein  i-under  weißer  Subapical- 
fleck.  Unterseite  der  Vflgl  schwarz  mit  weißem  Wurzelfelde,  dem  ein  breiter  rosaroter  Transversalraum  folgt, 
der  verwaschen,  in  der  Zelle  kräftiger  und  an  den  Rändern  himmelblau  gefärbt  ist.  Dann  kommt  ein  weißer 
Costalfleck  und  darunter  eine  Reihe  unregelmäßiger  Flecke,  der  erste  grün,  die  übrigen  tief  kobaltblau.  Hinter 
der  Spitze  ein  gleichfalls  blauer  Strich.  Unterseite  der  Hflgl  seidig  grauweiß  mit  2  feinen  schwarzen  Linien, 
von  denen  die  eine,  zentrale,  sehr  gewunden,  die  andere,  dem  Rande  parallel,  stark  sägeförmig  gezähnt  und  in 
der  ersten  Hälfte  von  roten  Stäubchen  gesäumt  ist.  Spitze  von  einer  feinen  karminroten  Linie  von  der  Basis 
bis  zur  zweiten  Linie  eingefaßt.  Peru. 

P.  morona  Heio.  (102  A  d)  aus  Perii  und  Bolivien  gleicht  oberseits  einer  kleinen  bonplandii,  ist  aber  morona. 
unterseits  sehr  verschieden;  auffallend  ist  die  rote  Mittellinie  der  Hflgl. 

P.  priene  Hpffr.  (102  A  d)  aus  Peru  ist  scheinbar  eine  häufige  Art.  —  boliviana  subsp.  nov.  aus  Boli-  prienc. 
vien  hat  oberseits  breitere,  mehr  zusammenhängende  und  stark  goldig  glänzende  Vflglbinde;  das  rote  Feld  der 
Vflgl-Unterseite  ist  größer  und  die  Grundfärbung  der  Hflgl  brauner,  während  sie  bei  aenea  subsp.  nov.  aus  Colum-  aeneu. 
bien  rein  grau  ist,  wodurch  die  schwarzen  Punkte  sehr  scharf  hervortreten.  Bei  dieser  Form  ist  die  gold¬ 
grüne  Mittelbinde  der  Vflgl-Oberseite  schärfer  begrenzt  und  die  grairblaue  Hflglbinde  schmäler. 

P.  cabirnia  Hew.  (102  A  d,  e  als  cabirina)  aus  Peru  und  Bolivien,  ist  oberseits  von  bonplandii  verschieden  cnhlrnki. 
durch  Metallbinde  und  Wurzelstrahl,  aber  mehr  noch  auf  der  Unterseite,  durch  rot  beginnende  Linien  auf 
silbergrauem  Grunde. 

P.  cotyora  Heio.  (102  A  e)  aus  Bolivien  hat  ganz  verschiedene  Unterseite,  beide  Figl  ohne  Rot.  cotyom. 

Mit  humboldtii  Giier.  (102  A  e)  aus  Venezuela,  Columbien  und  Peru  beginnt  die  Reihe  derjenigen  Arten,  humboldtii. 
die  gelbe  Unterseite  der  Hflgl  haben.  —  rhodoptera  BÜr.  gleicht  oberseits  und  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  der  rhodopicta. 
humboltii,  auf  der  Unterseite  der  Vflgl  aber  der  comnena  (102  Af).  —  divergens  Btlr.  aus  Ecuador  hat  auf  der  diveryens. 
Unterseite  der  Vflgl  ein  größeres  rotes  Basalfeld.  —  ounia  Dogn.  Hflgl  mit  schmälerer  blauer  Binde,  die  auch  outna. 
dem  Figlrande  näher  steht,  auf  der  Lhiterseite  der  Hflgl  statt  des  roten  ein  kleiner  blauer  Fleck.  Ecuador  (Loja). 

P.  tringa  Ouen.  Von  dieser  Art  hat  der  Autor  folgende  Beschreibung  gegeben:  der  humboldtii  sehr  trinya. 
verwandt,  von  der  sie  nur  eine  Lokalform  sein  könnte.  Allerdizigs  ist  die  Gestalt  der  Hflgl  sehr  verschieden, 
nämlich  abgerundet,  statt  am  Analwinkel  verlängert.  Die  Oberseite  ist  wenig  verschieden,  aber  die  Unter, seite 
der  Vflgl  hat  völlig  karminrote  Scheibe  außer  dem  Wurzelfelde,  das  Gelb  bleibt.  Infolge  dieser  Anordnung  • 
ist  das  Schwarz  auf  eine  einfache  Binde  beschränkt,  während  es  bei  humboldtii  fast  den  ganzen  Figl  bedeckt. 

Peru. 


P.  lucrezia  Hew.  (102  A  e)  aus  Columbien  gleicht  oberseits  der  euriclea  (102  A  h),  hat  aber  gelbe  Unter-  hnrezia. 
Seite  der  Hflgl  mit  einer  gezackten  schwarzen  Submarginallinie,  einer  schwarzen  gebogenen  Mittellinie,  5 
schwarzen  Punkten  und  mehreren  roten  Streifchen  vor  dem  Außenrde.  Der  Basalteil  der  Vflgl  ist  rot,  die 
Figlspitze  gelb  mit  einer  schwarzen  und  einer  roten  Linie  und  von  der  Mitte  des  Vrds  geht  zum  Innenwinkel 
eine  schwarze  Binde. 


P.  goeringi  Dm.  { 102  A  e)  aus  Venezuela  hat  keine  grüne  Binde  der  Vflgl,  sondern  am  Ende  der  Mittel-  yoerhuji. 
zelle  einen  grünen  Fleck,  einen  kleinen  gleichfarbigen  Apicalfleck  und  im  hinteren  Teile  der  IMittelzelle  einen 
grünen  Strich,  an  dem  außen  noch  ein  kleinerer  Fleck  hängt.  Am  Außenrde  der  Hflgl  stehen  einige  grüne  Mond¬ 
lecke.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  schwarz,  nur  der  basale  Teil  der  IMittelzelle  und  die  Figlspitze  sind  gelb. 


*)  Der  Autor  schreibt  parabomplandii,  wie  auch  wiederholt  bomplandii. 

V 


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PERISAMA.  Von  J.  Röber. 


Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  ockergelb  mit  2  gezackten  schwarzen  Linien,  zwischen  denen  3 — 5  sehr  kleine  zuweilen 

hahneli.  fehlende  schwarze  Punkte  stehen.  —  Stücke  mit  brauner  Unterseite  wurden  als  hahneli  Stgr.  beschrieben. 

oppeUi.  P.  Oppelii  Latr.  (102  A  e,f)  aus  Columbien  hat  schwefelgelbe  Unterseite  mit  2  schwarzen  Linien  der  Hflgl. 

viridinola.  Bei  viridinota  Btlr.  aus  Peru  ist  die  blaue  Binde  der  Hflgl-Oberseite  bis  auf  wenige  Schüppchen  geschwunden. 
Das  $  hat  etwas  rundere  Figlform. 

eminens.  P.  cminens  OhertJi.  hat  oberseits  statt  der  blauen  eine  breite  gelbe  Binde  der  Hflgl,  ist  aber  unterseits 

von  oppelii  nicht  verschieden.  Vermutlich  handelt  es  sich  nicht  um  eigene  Art,  sondern  nur  um  eine  auffällige 
Aberration. 

comnena.  P.  comnena  Heiv.  (102  A  f)  aus  Peru  hat  ockergelbe  Unterseite  der  Hflgl  und  einen  großen  roten  Basal¬ 

fleck  der  Vflgl,  also  ähnlich  humboldtii,  aber  zwischen  den  schwarzen  Linien  der  Hflgl-Unterseite  fehlen 
die  Punkte. 

xanthica.  P.  xantliica  Heiü.  (102  A  f)  aus  Peru  hat  schwarze  Hflgl-Oberseite  und  tiefgelbe  Unterseite  mit  2  fast 

parallelen  schwarzen  Streifen. 

nycthnene.  P.  nyctimene  Hew.  (102  A  f)  aus  Ecuador  hat  ähnlich  wie  humboldtii  gezeichnete  Vflgl,  aber  am  Außenrde 

der  Hflgl  nur  4  keilförmige  blaue  Flecke,  die  Unterseite  der  Vflgl  ist  schwarz  mit  braunem  Basalstreifen  und 
gleichfarbiger  Figlspitze  und  2  weißen  Flecken  am  Vrde ;  die  Unterseite  der  Hflgl  ist  gelbbraun  mit  einer  gezackten 
submarginalen  und  einer  wenig  geschwungenen  schwarzen  Mittellinie,  zwischen  denen  5  schwarze  Punkte  und 
trisirigosa.  mehrere  submarginale  weiße  Striche  stehen.  —  Bei  tristrrgosa  BÜr.  aus  Peru  fehlen  die  schwarzen  Punkte  auf 
der  Unterseite  der  Hflgl. 

cloelia.  P.  cloelia  Hew.  ( =  ochreipennis  BÜr.)  (102  A  f)  aus  Peru  ist  sehr  auffällig  dm’ch  einen  großen  blauen 

Fleck  am  Irde  der  Vflgl,  die  außerdem  einen  gleichfarbigen  Basalstreifen  und  einen  Subapicalfleck  führen; 
die  Hflgl  haben  eine  nur  schwache  blaue  Außenrdsbinde.  Die  Unterseite  ist  fast  wie  bei  oppelii  (102  Ae) 
gezeichnet,  aber  tiefer  gelb. 

tryphena.  P,  tryphena  Hew.  (102  A  f)  aus  Columbien  hat  einen  großen  gelbgrünen  Fleck  der  Vflgl,  der  sich  an 

einen  ebenso  gefärbten  Basalstreifen  anschließt,  einen  gleichfarbigen  Fleck  am  Vrd  und  ein  bläuliches  Apical- 
fleckchen.  Die  Hflgl  haben  eine  blaugraue  Randbinde  und  einen  gelb  grünen  Mittelfleck.  Die  Unterseite  ist 
ähnlich  wie  bei  oppelii,  aber  bleicher  gelb,  aiich  stehen  zwischen  den  beiden  schwarzen  Linien  mehrere  kleine 
schwarze  Pünktchen. 

vitringa.  P.  vitringa  Hew.  (102  A  g)  vom  oberen  Amazonas  hat  eine  ähnliche,  aber  noch  bleichere  Unterseite 

als  tryphena,  die  schwarze  Oberseite  hat  eine  fast  gleichbreite,  vom  Vrde  bis  zum  Innenwinkel  gehende  gelb¬ 
grüne  Binde  und  2  blaue  Strahlen  an  der  Wurzel  der  Vflgl  und  eine  aus  4  grünblauen  Fleckchen  bestehende 
Außenrdsbinde. 

camelita.  P.  camelita  Hew.  aus  Bolivien  zeigt  eine  vom  Vrde  bis  zum  Innenwinkel  reichende  grünblaue  Mittel¬ 

binde,  breite  blaue  Wurzelstreifen  und  ziemlich  großen  gleichfarbigen  Apicalfleck  der  Vflgl;  die  Hflgl  führen 
eine  sehr  breite,  vom  Vrde  nach  dem  Innenwinkel  zu  an  Breite  abnehmende  blaugrüne  Randbinde  und  geringe 
blaue  Bescbuppung  in  der  Mitte.  Die  Unterseite  ist  ganz  ähnlich  der  von  humboldtii. 

lehasii.  P.  lebasü  Gun.  (102  A  g)  aus  Columbien  fällt  auf  durch  die  blauen  Strahlen  auf  den  Hflgln,  wovon 

negrma.  negrina  jorm.  nov.  vom  oberen  Rio-Negro  nur  noch  Spuren  besitzt.  Bei  dieser  Form  ist  auch  die  graugrüne 
Hflglbinde  breiter,  die  glänzendblaue  Vflglbinde  dagegen  schmäler. 

lanice.  ’  ‘  P.  lafiice  Hew.  ( 102  A  g)  von  Ecuador  und  Peru  ist  oberseits  einer  kleinen  honplandii  sehr  ähnlich,  aber  die 

grüne  Vflglbinde  ist  schmäler  und  beiderseits  gezackt.  Die  Unterseite  ist,  wie  die  Abbildung  zeigt,  völlig  anders. 

moronina.  P.  morotiina  Stgr.  i.  l.  aus  Peru  (Chanchamayo)  ist  etwas  größer  als  lanice,  oberseits  von  dieser  kaum 

verschieden,  aber  die  Unterseite  der  Hflgl  ist  so  stark  verdunkelt,  daß  außer  der  lichten  Färbung  distal  der  äuße¬ 
ren  Zackenlinie  nur  ein  länglich  dreieckiger  Fleck  distal  der  inneren  schwarzen  Linie  am  Vrd  und  einige  kleine 
Fleckchen  in  der  Mitte  licht  bleiben;  die  innere,  proximal  rot  gesäumte  Linie  ist  viel  weniger  geschwungen  als 
bei  lanice  und  schwarze  Discalpunkte  sind  nicht  vorhanden.  Die  Unterseite  der  Vflgl  hat  mehr  rote  Färbung 
auf  dem  basalen  Teile  und  eine  vollständige  Mittelreihe  blauer  Flecke. 

guerini.  P.  gucrini  Fldr.  (102  A  g)  von  Columbien  hat  fast  weiße  Hflghmterseite ;  der  rote  Streifen  am  Vrde 

der  Hflgl  kann  auch  fehlen  oder  nur  angedeutet  sein;  am  Basalteile  der  Unterseite  der  Vflgl  kann  an  Stelle  eines 
blauen  ein  roter  Fleck  vorhanden  sein. 

vaninka.  P.  vafiinka  Heio.  (102  A  g,  h)  aus  Columbien  und  Peru  unterscheidet  sich  von  den  ähnlichen  Arten 

durch  einen  roten  Streifen  am  Vrde  der  Hflgl-Oberseite  und  durch  rein  blaue  Binden.  Das  $  ist  fast  nicht  ver¬ 
schieden. 


I^ERLSAMA.  Von  J.  Röbeii. 


499 


P.  alicia  Heiv.  aus  Ecuador  ist  unterseits  von  vannika  kaum  verscliicden,  aber  die  grünliclic  VfJgibinde  alida. 
der  Oberseite  ist  schmäler  und  gerade,  beginnt  daher  mein'  in  der  Nähe  dei'  VfJglspitzc  und  aucli  die-  grünblaue 
Hflglbinde  ist  schmäler;  in  der  Vflglspitzc  stehen  2 — 3  blaue  Eieckchen.  —  ilia  suhsp.  7iov.  (102  A  h)  aus  Colum-  Hw- 
bien  (Aguacatal  2000  m;  Tolima  1700  m,  von  A.  H.  Fasse  aufgefunden)  hat  außer  den  8\d>a])icalflecken  der 
Vflgl  mitunter  noch  kleine  submarginale  blaue  Fleckchen.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  reinweiß  (nicht  rötlich 
wie  bei  alicia),  die  schwarzen  (Streifen  und  Flecke  sind  feiner,  statt  des  gi'oßen  roten  Flecks  in  der  IMittclzelle 
der  Vflgl  steht  nur  ein  blauer  (vorn)  und  ein  roter  (hiiiten)  Fleck  am  Schlüsse  der  Mittelzelle;  hinter  der 
Mittelzelle  stehen  ein  weißer  \ind  ein  blauer  Fleck  nebeneinander  und  schräg  vom  (Schlüsse  der  Mittelzelk; 
noch  ein  blauer  Fleck;  der  übrige  Teil  der  Vflgl  ist  bis  auf  die  weiße  Figlspitze,  in  der  eine  feine  schwarze  Linie 
steht,  tief  schwarz. 

P.  xenoclea  Fldr.  aus  Venezuela  zeigt  viel  schmälere  und  auf  den  Vflgln  unterbrochene  grüne  Binden  xenoclea. 
als  alicia.  Die  Unterseite  der  Vflgl  ist  von  alicia  ka\iin  verschieden,  aber  die  Hflgl  haben  lichtgraue  Grundfär¬ 
bung,  der  Ursprung  der  Mittellinien  am  Vrd  liegt  weiter  wurzelwärts,  der  rote  Saum  des  Vrds  reicht  nur  bis  zum 
Ursprünge  der  Mittellinie  und  die  Discalflecke  sind  viel  kräftiger. 

P.  euriclea  Dbl.  u.  Hetv.  (102  Ah)  aits  Columbien  xmd  Venezuela  unterscheidet  sich  oberseits  von  vaninta  euriden. 
durch  mehr  grünliche  Binden  und  durch  grünblaue  Apicalflecke  und  gleichfarbige  submarginale  Pünktchen.  Die 
Unterseite  ist  gleichfalls  der  von  vaninka  sehr  ähnlich,  doch  laufen  die  beiden  Linien  der  Hflgl  am  Vrde  nicht 
zusammen. 

P.  jurinei  Ouen.  aus  Peru  ist  oberseits  der  euriclea  sehr  ähnlich,  hat  aber  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  jurhiei. 
rein  weiße  Grundfärbung. 

P.  yeba  Hew.  (=  malvina  Kretzschm.)  (102  A  h)  aus  Columbien  hat  sehr  licht  blaugrüne  Binden;  bei  yeba. 
manchen  Stücken  geht  die  Hflglsaumbinde  außen  ins  Weißliche  über.  Die  Unterseite^ist  der  von  euriclea  sehr 
ähnlich,  doch  sind  am  Ursprung  die  beiden  schwarzen  Linien  am  Vrde  der  Hflgl  weiter  voneinander  entfernt. 

Der  rote  Vrdsstreifen  reicht  nur  bis  an  die  innere  schwarze  Linie  und  die  Mittelzelle  der  Vflgl  zeigt  kein  Rot, 
sondern  ist  auUder^basalen  Hälfte  weiß,  auf  der  äußeren  Hälfte  glänzend  blau.  >  -x  t  J  | 

P.  volara  Hexv.  aus  Venezuela  hat  kürzere,  schmälere  und  durch  die  schwarzen  Rippen  geteilte  Vflgl-  volara. 
binde  und  bedeutend  schmälere  Hflglbinde  als  vaninka-,  Apicalfleckchen  fehlen.  Auf  der  Unterseite  ist  die  innere 
schwarze  Linie  nur  vorn  angedeutet,  die  äußere  feiner  und  die  schwarzen  Flecke  sind  kleiner;  auf  den  Vflgln 
fehlt  blaue  Zeichnung. 

P.  calaniis  Hetv.  aus  Bolivien  (Apolobamba)  ist  ein  prächtiges  Tierchen,  von  dem  fassli  subsp.  nov.  calamis. 
(102  B  a)  aus  Peru  (obere  Madre  de  Dios)  durch  größere  blaugrüne  Flecke  der  Oberseite  sich  auszeichnet.  Der 
Basalteil  der  Vflgl-Unterseite  ist  nicht  rot,  sondern  orangegelb,  die  Fransen  sind  ringsum  rot  und  eine  gleich¬ 
farbige  zarte  Linie  steht  in  der  Figlspitze.  Die  Hflgl  sind  zart  grau,  in  der  Mitte  lichter,  rings  um  den  Figl  zieht 
sich  eine  rote  (Saumlinie,  axich  ist  eine  gleichfarbige  gezackte  (Sxxbmarginalhnie  und  eine  stark  geschwaxngene 
feine  schwarze  Mittellinie  vorhanden;  hinter  der  Mediana  steht  ein  xxndexxtliches  rotes  Streifchen. 

P.  chaseba  Hetv.  axxs  Bolivien  unterscheidet  sich  von  saussurei  Gtien.  (102  B  a)  axxs  ,, Brasilien“,  Bolivien  chaseba. 
(Coroico)  xxnd  Perxx  (obere  Madre  de  Dios)  oberseits  dxxrch  das  Fehleix  des  weißen  Apicalflecks ;  die  blauen  (Strahlen  *0'*^*®»'^* 
der  Hflgl,  die  sich  bei  chaseba  fast  in  der  Mitte  der  Figl  befinden,  sind  bei  saussurei  mehr  an  den  Flglrand  ge¬ 
rückt,  auch  kommt  nicht  selten  bei  saussurei  eine  blaugrüne  Binde  am  Innenwinkel  der  Hflgl  vor.  Die 
Unterseite  der  Hflgl  ist  viel  gelber  als  bei  chaseba  xxnd  in  der  Mitte  braun  gefleckt. 

P.  cecidas  Hetv.  {=  cecida  Ky.,  Stgr.)  (102  B  a)  axxs  Ecxxador  und  Perxx  hat  wie  viele  Perisama-Ävten  cecidas. 
eine  Reihe  blaugläixzender  Flecke  am  Axißenrde  der  Hflgl. 

P.  compaspe  Hetv.  (103  A  a)  axxs  Cohxmbien  ist  axxf  den  Vflgln  der  cecidas  sehr  ähnlich,  hat  aber  in  der  compaspe. 
Mitte  der  Hflgl  einen  großen  grünblaxxen  Fleck;  axich  die  Unterseite  ist  ganz  ähnlich  der  cecidas,  nur  ist  der  rote 
Mittelfleck  der  Vflgl  dxxrch  einen  vom  Irde  ausgehenden  zahnförmigen  schwarzen  Fleck  eingeschnürt. 

P.  diotima  Hew.  (102  B  a)  aus  Bolivien,  Ecxxador  xxnd  Columbien  hat  oben  einfarbige  Hflgl.  — dioiima. 
cardases  Hew.  (102  B  b)  xxnterscheidet  sich  nur  dxxrch  die  roten  Flecke  in  der  Mitte  der  Vflgl-Unterseite,  und  cardases. 
ist  jedenfalls  nur  eine  Aberrativform  der  diotima. 

P.  clisithera  Hetv.  (102  B  b)  aus  Bolivien  (Rio-Songo  1200  m)  ist  in  der  Zeichnungsanlage  der  Ober-  clisiihera. 
Seite  der  goeringi  (102 Ae)  am  ähnlichsten,  hat  aber,  wie  die  Abbildungen  zeigen,  ganz  verschiedene  L'nter- 
seite.  (Sie  ist  eine  der  schönsten  Arten  dieser  Gattxxng. 

P.  patara  Hew.  (102  Bb)  axxs  Columbien  (von  A.  Fasse  in  Ost-Columbien,  oberer  Rio-Negro,  800  m  patara. 
hoch  erbeutet),  ist  ein  herrliches  Tierchen,  das  axxf  der  Unterseite  der  clisithera  ähnlich,  auf  der  Oberseite 
aber  von  dieser  durch  das  Fehlen  der  metallischen  (Strahlen  gänzlich  verschieden  ist.  Das  von  Herrn  A.  H.  Fasse 
entdeckte  $  ist  etwas  kleiner  als  das  rundflügeliger  xxnd  hat  ober-  wüe  unterseits  viel  stumpfere  Farben. 


500 


PERISAMA.  Von  J.  Röber. 


barnesi. 


laxis. 


vichada. 


canoina. 


hazarnia. 


eliodora. 


gisco. 


astuia. 


P.  barnesi  (102  B  a,  b)  ist  eine  völlig  abweichende  Art.  Ob  sie  in  diese  Gattung  gehört 

vermögen  wh’  nicht  festzustellen,  weil  uns  das  Tier  nur  aus  der  Abbildung  bekannt  ist.  Auffällig  ist 
sowohl  die  Lage  der  blauen  Binde  auf  der  Oberseite  der  Vflgl,  die  sehr  saumwärts  gerückt  ist,  als  auch  die  Zeich¬ 
nung  der  Unterseite,  namentlich  der  Hflgl. 

P.  laxis  Guen.  Der  Autor  beschreibt  diese  Art  wie  folgt:  Ich  bin  sehr  im  Zweifel,  ob  diese  kleine  Art 
eine  wirkliche  Gallicore  (Perisama)  ist,  aber  da  das  einzige  Stück  des  Genfer  Museums  in  sehr  schlechtem  Zu¬ 
stande  ist,  wage  ich  es  nicht,  sie  zur  Grundlage  einer  neuen  Gattvng  zu  machen,  die  dann  unvollständig  gekenn¬ 
zeichnet  wäre.  Gestalt  von  Gallicore  clymena.  Vflgl  mit  einem  stark  vorspringenden  Winkel  wie  bei  Vanessa, 
schwarz,  etwas  gezähnelt,  mit  weißlichen  Halbmöndchen,  drei  Strahlen  aus  grünen  Stäubchen  an  der  Flgl- 
wurzel,  eine  kleine  gebogene  Binde  jenseits  der  Mitte,  hinter  der  Spitze  mit  einem  weißen  Fleck  beginnend  und 
sich  in  einer  Gnippe  grüner  Stäubchen  verlierend;  endlich  ein  goldiggrüner  Subapicalstrich.  Hflgl  etwas  ge¬ 
zähnt,  aber  nicht  winkelig,  schwarz  mit  einer  aus  4  Möndchen  zusammengesetzten  Subterminalbinde,  die  am 
Analwinkel  von  einer  Anzahl  Stäubchen  gefolgt  ist,  alles  in  einem  ins  Graue  ziehenden  Grün  leuchtend,  aber 
nicht  goldig.  LTnterseite  aller  Figl  von  der  Färbung  des  Milchkaffees,  hie  und  da  lila  überzogen ;  dem  Fransenbesatz 
geht  eine  außerordentlich  feine,  nur  mit  der  Lupe  sichtbare  karminrote  Linie  voraus.  Vflgl  mit  völlig  karmin¬ 
roter  Scheibe,  weiter  eine  breite  schwarze,  nach  hinten  verwaschene,  oben  mit  einem  weißen  Subcostalfleck 
gezeichnete  Binde.  Hflgl  scheinen  auf  den  ersten  Augenblick  einfarbig  außer  der  Spitze,  deren  LTrsprung  weiß 
ist,  aber  bei  aufmerksamer  Betrachtung  bemerkt  man  eine  stark  gezähnte  Subterminallinie  in  lebhaftem  Kar¬ 
minrot  lind  mit  weißen  Stäubchen  aufgehellt.  Peru. 

Von  den  nacligenannten  Arten,  von  denen  uns  Originale  ziim  Abbilden  nicht  vorliegen,  geben  wir  nur  die  Be¬ 
schreibungen. 

P.  vichada  D-race.  Oberseite  schwarz.  Vflgl  mit  grünen  Bändern  v-ie  (102  Ae),  Hflgl  ähnlich 

der  hilara.  Unterseite  ähnlich  der  vitrmga  (102  A  g),  die  schwarzen  Bänder  weiter  getrennt  und  das  der  Basis 
zunächst  liegende  nur  von  der  Mitte  der  Zelle  ausgehend.  Etwas  kleiner  als  priene.  Columbien. 

P.  canoma  Druce.  Oberseite  schwarz,  die  grüne  Mittelbinde  am  Vrde  beginnend,  in  der  Mitte  am  brei¬ 
testen  und  den  Hinterwinkel  erreichend,  verbunden  durch  ein  gleichfarbiges,  an  der  Basis  beginnendes  Band. 
Ein  grauer  Streifen  in  der  Nähe  cler  Figlspitze.  Hflgl  mit  schmalem  blaugrauen  Bande.  LTnterseite  der  Vflgl 
schwarz,  die  Figlspitze,  ein  kleiner  Fleck  vor  der  Mitte  des  Vrds  und  die  Basis  silberweiß,  die  Außenhälfte  der 
Zelle  glänzend  carminrot.  Hflgl  silberweiß  mit  zwei  schwarzen  Bändern,  wovon  das  der  Basis  zunächst¬ 
liegende  einwärts  carminrot  gerandet  ist.  Das  Außenband  zickzackförmig;  zwischen  den  Bäirdern  sind  vier 
deutliche  schwarze  Flecke ;  der  Vrd  ist  carminrot  gesäumt.  Etwas  kleiner  als  priene  (102  A  d).  Peru  (Huasampilla). 

P.  hazarma  Hev'.  (—  davidi  Dogn.)  aus  Ecuador  (Loja)  unterscheidet  sich  von  den  unterseits  ähirlichen 
Arten  {tryphena  {10'2  A  f),  lineata)  dadurch,  daß  sie  statt  der  grünblauen  Mittelbinde  der  Vflgl  eine  gleichfarbige 
zienrlich  breite  Biirde  eirtlairg  des  Irds,  auch  einerr  ungewöhrrlieh  großeir  gleichfarbigen  Subapicalfleck  besitzt. 
Die  blaugrüire  Außeirrdsbinde  der  Hflgl  ist  wenig  entwickelt. 

P.  eliodora  Dogn.  aus  Ecuador  (Loja)  hat  wie  alhvpennis  (102  A  d)  zeichirurrgslose  LTnterseite  der  Hflgl. 
Die  blaugrüire  Mittelbinde  der  Vflgl  besteht  aus  kleinen,  isolierten  Flecken,  dagegen  ist  die  weißgrüne  Außeir- 
rdsbirrde  der  Hflgl  sehr  breit. 

P.  gisco  Godtn.  n.  Salv.  Oberseite  ganz  ähnlich  der  xenoclea,  aber  die  grüne  Hflglbinde  breiter,  Basal¬ 
streifen  der  Vflgl  schmäler,  auch  die  Mittelbinde  der  Vflgl  etwas  reduzierter.  LTnterseite  ähnlich  der  hnmboldtii, 
aber  das  schwarze  Band  der  Vflgl  schmäler,  Spitzenfleck  bräunlicher,  Außenrd  urrd  vorderer  Teil  der  Hflgl  bräun¬ 
lich,  Vrd  aber  gelb.  Golurnbieir. 

P.  astutaDo,9/i.  Figl  schwarz,  Zeichnuirgeir  irretallisch  grün  irrit  blauem  Schiller.  Vflgl  wie  bei  priene  (102 
A  d),  die  Querbirrde  am  Ende  der  Mittelzelle  geteilt,  darüber  eiir  Costalfleck.  Zwei  feiire  Wnrzelstrahlen,  von  derren 
der  eine,  in  der  Mittelzelle  befiirdliche,  die  Biirde  und  einen  kleinen  Subapicalstreifen  erreicht.  Hflgl  mit  schnraler, 
aus  halbmondförmigen  Flecken  bestehender  Außenrdbinde.  Fransen  weiß,  an  den  Rippen  ein  wenig  schwarz. 
Lhrterseite  an  die  von  priene  erinnernd;  Vflgl  auf  der  inneren  Hälfte  hochrot,  gefolgt  von  einem  kleinen  blau 
und  weißen  Costalfleck  sowie  einigen  kleinen  blauen  Strichen,  Figlspitze  mit  ausgedehnter,  ins  Grau  sirielender 
Färbung ;  Hflgl  braungrau,  Vrd  fein  rot  gesäumt,  die  Subnrarginallinie  regelnräßig,  schwarz,  außen  rot  gesäumt, 
innere  Linie  leicht  gewunden ;  fünf  zienrlich  kleine  Punkte.  An  allen  Flghr  ein  sehr  feiner  roter  Saum  am  größten 
Teile  des  Außenrds,  Fransen  wie  oben.  Bei  einigen  Stücken  spielt  das  Irrrrere  der  Hflgl  urrterr  iirs  Rötliche. 
Colurrrbieir  (Popayair). 


CAJ^LICORE.  Von  J.  Röiucr. 


501 


45.  (laltiiiig';  4'silli«*orc  Hbn. 


Die  Arten  dieser  Gattung  sind  von  Mexiko  bis  Argentinien  verl)reitet,  eine  Art  ist  aiicii  gelegentlich 
im  Süden  Nordamerikas  beobachtet  worden;  sie  sind  hauptsächlich  Bewohner  von  Gebirgsgegenden.  Sic  haben 
ein  sehr  charakteristisches  Gepräge:  samtschwarze  Oberseite  mit  goldgrünen  Binden  und  sehr  lichte,  mci^t 
weiße  Unterseite  der  Hflgl  mit  eigentümlichen  Kreiszeichnungen,  die  den  Tierchen  die  Benennung  ,,Achtund- 
achtziger“  eingebracht  haben.  Alle  Subcostaläste  entspringen  erst  nach  dem  Schlüsse  der  Mittolzelle,  die  Augen 
sind  dicht  behaart  und  die  Vorderbeine  sind  sehr  schlank,  bei  den  nicht  verbreitert. 

Nach  W.  Müller  ist  die  Gestalt  und  die  Ablage  des  Eies  von  C.  meridionalis  wie  bei  My.sceJia  orsis. 

Die  Rp  lebt  an  Trema  micrantha  Dell.  Die  beiden  seitlichen,  wenig  divergierenden  Kopfhörner  der  erwachsenen 
Rp  sind  sehr  lang  und  schlank  und  haben  kurze  kräftige,  zu  je  4  Rosetten  vereinigte  Nebendornen;  die  übrigen 
Dornen  sind  wie  h(^i  Myscelia  orsis  \  der  Körper  ist  nach  vorn  etwas,  nach  hinten  mehr,  verjüngt;  der  Kopf  ist 
grün,  die  Hörner  sind  bräunlichgrau  mit  helleren  Binden,  die  Rückseite  der  Hörner  und  die  nach  hinten  gerichte¬ 
ten  Dornen  sind  überwiegend  grünlich,  die  Wärzchen  sind  weiß,  der  gelbe  Subdorsalstreifen  verschwindet 
kurz  vor  der  Verpuppung.  Pp  ähnlich  wie  die  von  M yscelia  orsis,  Oberseite  samtartig  grün,  unterseits  bla߬ 
grün,  ein  weiß  und  brauner  Streifen  zieht  die  Figlkante  entlang  und  setzt  sich  hinten  unter  den  Luftlöchern 
fort;  anstelle  der  Seitendornen  sind  deutliche  weiße  Punkte,  kleinere,  wenig  deutlichere  an  Stelle  der  Wärzchen. 

Sie  führt  Bewegungen  unter  dem  Einflüsse  des  Lichts  aus,  wie  M yscelia  orsis  (vgl.  S.  482). 

Der  Name  Callicore  ist  bei  strenger  Auslegung  der  Prioritätsregeln  für  die  Gattung  Catagranuna  anzu¬ 
wenden;  wir  schlagen  deshalb  für  die  vorliegende  Gattung  den  gleichbedeutenden  Namen  Corecalla  vor. 

C.  elymena  Cr.  (102  B  c)  kommt  in  Südamerika  (südlich  bis  Paraguay),  aber  auch  im  südlichen  Nord-  elymena. 
amerika  vor.  —  peruviana  Gum.  aus  Peru  und  Bolivien  hat  etwas  schmälere  blaue  Binden  auf  den  Vflgln,  während  peruviana. 
die  blaue  Binde  auf  den  Hflgln  etwas  breiter  ist.  —  Die  in  Guatemala  vorkommende  bisosto  Guen.  ist  viel  klei-  bisosto. 
ner;  Figl  weniger  gerundet.  —  Eine  bemerkenswerte,  von  Herrn  A.  H.  Fassl  erbeutete  L^nterseiten -Aberra¬ 
tion  bilden  wir  (102  B  c)  ab.  —  Gehört  zu  den  häufigeren  Arten. 

C.  janeira  Fldr.  (102  B  c)  aus  Südbrasilien  hat  die  Außenrdsbinde  der  Hflgl  nur  angedeutet.  Die  Grund-  janeira. 
färbung  der  Unterseite  ist  dunkler  und  die  schwarze  Zeichnung  feiner  als  bei  clyttmie. 

C.  meridionalis  Bafes  (102  B  c)  aus  Südbrasilien  hat  nur  im  weiblichen  Geschlechte  Spuren  der  blauen  meridio- 
Hflglbinde.  Die  schwarzen  Zeichnungen  der  Unterseite  sind  kräftiger  und  die  äußere  Begrenzung  der  schwär-  »ahs. 
zen  Subapicalbinde  der  Vflgl  springt  nach  außen  zahnförmig  vor. 

C.  anna  Guer.  (  =  phytas  Bsd.)  (102  B  c)  aus  Mexiko  charakterisiert  sich  durch  die  fast  reinweiße  Unter-  anna. 
Seite  mit  feinen  schwarzen  Zeichnungen.  Das  $  hat  nur  eine  etwas  breitere  blaue  Hflglbinde. 

C.  marchalii  Guer.  (102  B  d)  aus  Columbien  und  Venezuela  ist  von  allen  Ai’ten  durch  die  dunkle  bräun-  marchalii. 
liehe  Grundfärbung  der  Unterseite  verschieden. 

C.  merida  Honr.  (102  B  d)  aiis  dem  Gebirge  von  Venezuela  (Merida)  ist  der  folgenden  sehr  ähnlich,  hat  menda. 
aber  breitere  und  längsgeteilte  blaue  Hflglbinde. 

C.  panthalis  Honr.  (102  B  d)  aus  Venezuela  gleicht  oberseits  der  lidwina  (i02B  e),  unterseits  der  euclides  parühalis. 
(102B  e). 


C.  consobrina  Guh-.  Uns  unbekannt.  Nach  Guenee  ist  die  gnine  Finde  ziemlich  bieit.  die  Unter-  coyisohjina. 
Seite  schmutziggelb,  die  Achter  berühien  sich  gegtnseitig  und  stoßen  an  die  3.  Linie,  lüe  Vllgl  staik  ver¬ 
schmälert  und  nur  mit  einem  einzigen  schwarzen  Punkte. 

C.  phlogea  Salv.  (102  B  d)  aus  Columbien  hat  schmale  und  scharf  begrenzte  Hflglbinde,  die  bei  boli-  pMogea. 
viana  s^(bs'p.  nov.  aus  Bolivien  breiter  und  beiderseits  gezackt  ist.  —  Bei  phlogeides  Sfgr.  aus  Columbien  ist  jpg^geides. 
die  blaue  Vflglbinde  breiter  und  die  blaue  Hflglbinde  fehlt  völlig. 

C.  dodone  Gum.  (102  B  d,  e)  aus  Columbien  hat  breite  Vflgl-,  aber  gar  keine  oder  doch  nur  ganz  schmale,  dodone. 
mehr  nach  der  Figlmitte  zu  gerückte  Hflglbinde. 

Von  C.  neglecta  Salv.  (102  B  e)  aus  Guatemala,  Columbien  und  Peru  unterscheidet  sich  granatensis  neglecia 
Guen.  durch  schmälere  blaue  Hflglbinde. 


granatensis. 


C.  lidwina  Fklr.  (102  B  e)  aus  Peru  und  voniRioNegro  hat  bei  gewisser  Belichtung  prächtigen  blauen  hdicina. 


Schiller. 


C.  eluina  Heio.  (102  B  e)  aus  Südbrasilien  (angeblich  auch  aus  Venezuela)  hat  viel  schmälere  Hflglbinde  eluma. 
als  lidwina  und  unterseits  etwas  dunklere  Grundfärbung,  aber  denselben  blauen  Schiller  wie  lidwina. 


502 


CALLICORE.  Von  J.  Röber. 


euclides. 


gueneei. 


arfemis. 


metiscus. 


eupepJa. 


helesis. 


gabaza. 


asiala. 


candrena. 


hranicki. 


ceryx. 


eliiida. 


aurelia. 


C.  euclides  Latr.  (102  B  e)  aus  Columbien  und  Peru  hat  breite  blaue  Binden  auf  V-  und  Hflgln  und 
unterseits  kräftige  schwarze  Zeichnungen.  Bei  gewisser  Belichtung  zeigt  sich,  namenthch  auf  den  Hflgln,  tief¬ 
blauer  Schiller. 

C.  guenfeei  s])ec.  nov.  aiis  Ecuador  ist  oberseits  euclides  ähnlich,  aber  die  grünen,  je  nach  dem  Lichteinfall 
stark  goldig  oder  azurblau  schillernden  Binden  sind  noch  breiter,  namentlich  die  Binde  auf  den  Hflgln,  die  aber 
wieder  bei  gewisser  Belichtung  fast  ebenso  schmal  wie  bei  arteinis  erscheint,  bei  anderer  Belichtung  aber  (mit 
unregelmäßiger  proximaler  Begrenzung)  bis  weit  über  die  Elglmitte  sich  erstreckt.  Die  Unterseite  ist  ähnlich 
wie  bei  eupepla,  doch  ist  die  schwarze  Binde  der  Vflgl  etwas  schmäler  und  die  weiße  Färbung  an  der  Flglbasis 
mehr  verkürzt;  auf  den  Hflgln  fehlt  der  vorderen  ,,Acht“  der  hintere  schwarze  Fleck  und  der  rote  Vrdsstreifen 
geht,  wie  z.  B.  bei  phlogea,  nur  bis  zur  zweiten  schwarzen  Linie  und  ist  an  ihrem  Ende  auch  nicht  zu  einem  Fleck 
erweitert.  Die  Grundfärbung  der  Hflglunterseite  ist  etwas  lichter  als  bei  eupepla. 

C.  artemis  spec.  nov.  (102  B  f)  aus  Columbien  hat  nur  sehr  schwachen  blauen  Schiller,  schmale  blaue 
Hflglbinde  und  unterseits  sehr  feine  schwarze  Zeichnungen. 

C.  metiscus  Dhl.  u.  Hew.  (102  B  f)  aus  Venezuela  hat  sehr  breite  goldig  blaugrüne  Binden  auf  V-  und 
Hflgln,  aber  nur  geringen  blauen  Schiller  an  der  Innenseite  der  Hflglbinde.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ist  fein 
schwarz  gezeichnet  und  die  Vflgl  haben  nur  einen  roten  Fleck  am  Ende  der  Mittelzelle. 

C.  eupepla  Salv.  u.  Godm.  (102  B  f)  aus  Mittelamerika  kann  als  die  schönste  Ai’t  der  Gattiing  gelten. 
Bei  gewisser  Behchtung  erscheinen  auf  den  V-  und  Hflgln  in  den  grünblauen  Binden  goldig  glänzende  Stellen. 

C.  belesis  Godm.  u.  Salv.  (102  B  f)  aus  Mittelamerika,  die  uns  nicht  vorliegt,  scheint  keinen  blauen 
Schiller  zu  haben.  Die  LTnterseite  der  Vflgl  hat  viel  mehr  rote  Färbung  und  die  Hflgl  sind  viel  kräftiger  schwarz 
gezeichnet  als  bei  eupepla. 

C.  gabaza  Hew.  (102  B  f)  aus  Columbien  hat  schönen  violetten  Schiller  der  ganzen  Oberseite  und  nur 
ein  winziges  lichtes  Apicalfleckchen  der  Vflgl.  Dem  $  fehlt  der  blaue  Schiller. 

C.  astala  Guer.  (=  Cornelia  H.-Schäff.)  (102  Bg)  von  Mexiko  bis  Columbien  verbreitet,  unterscheidet 
sich  oberseits  von  gabaza  nur  durch  einen  weißen  Apicalfleck  der  Vflgl  und  unterseits  dadurch,  daß  die  äußere 
schwarze  Submarginallinie  von  einer  roten  Linie  begleitet  wird. 

C.  candrena  Godt.  (102B  g)  aus  Südbrasilien  und  Argentinien  steht  in  dieser  Gattung  isoliert,  weil 
sie  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  keine  blaue  Binde  besitzt.  Auch  die  außerordentlich  kräftige  Zeichnung  der 
LTnterseite  der  Hflgl  steht  in  dieser  Gattung  allein.  , , 

C.  branicki  Oberth.  (102  B  g)  vom  Autor  als  Catagramma  beschrieben,  ist  zweifellos  eine  Aberration 
einer  Callicore,  vermutlich  von  clymena,  denn  auch  uns  liegt  ein  unterseits  ganz  ähnlich  gezeichnetes  Stück  der  clym- 
ena  vor.  AuchHerr  A.  H.  Fasse  hat  Goi/icorew- Aberrationen  erbeutet,  die  ganz  ähnliche  Zeichnungsanlage  besitzen. 

C.  ceryx  Heiv.  aus  Cuenca  (Ekuador)  ist  zweifellos  keine  eigene  Art,  sondern  Aberration,  vielleicht  der 

euclides. 


Wir  la.sseu  hier  eine  Anzahl  Formen  l'olgen,  die  uns  nielit  vorliegen,  die  aber  ihr  Autor  mit  C.  clymciut  (102  B  c) 
vergleicht.  Manche  CaUicore-AvU'u  neigen  sehr  zum  Abändern.  Fs  scheint,  als  habe  der  Autor  mehrere  solcher  Aberrativ- 
formen  für  eigene  Arten  gehalten. 

A.  Figl  oben  schwarz,  ohne  blauen  Schiller. 

C.  elinda  Guen.  Gestalt  und  allgemeines  Aeußeres  wie  clymena  (102  B  c).  Grüne  Binde  der  Vflgl  breiter 
und  glänzender,  die  der  LTnterseite  mit  viel  weniger  umfangreichen  Zeichnungen ;  die  Achten  sehr  isoliert,  parallel, 
mit  feinen  Punkten.  Saum  sehr  schmal  rot;  sein  rhombischer  Teil  läßt  die  3.  Linie  bis  an  die  Costale  herantreten 
und  beginnt  die  4.  rot  bis  zur  5.  Die  rote  Scheibe  der  Vflgl  in  seiner  ersten  Hälfte  gerade  durchgeschnitten, 
später  plötzlich  gekniet  statt  der  Abriindung  bei  clymena.  Erstes  weißes  Apicalband  zunächst  breit,  später  vom 
zweiten  ab  plötzlich  verengt.  Heimat  unbekannt. 

C.  aurelia  Guen.  Gestalt  der  candrena  (102  B  g).  Alle  Figl  dreieckig  iind  am  Apex  und  Analwinkel  ver¬ 
längert,  mit  unterbrochenem  Fransenbesatz.  Das  grüne  Band  der  Vflgl  kurz,  seine  beiden  oberen  Flecke  fragmen¬ 
tarisch  und  klein,  der  erste  erreicht  nicht  die  Subcostalader,  der  zweite  fast  punktförmig.  Der  grüne  Subapicalstrich 
in  zwei  ungleiche  geteilt.  Flglunterseite  mit  tiefschwarzen,  sehr  breiten  und  deutlich  sichtbaren  Zeichnungen, 
die  Hflgl  gelblichgrau.  Die  beiden  Achten  stoßen  an  die  dritte  Linie;  die  vordere  mit  einem  einzigen  Punkte, 
während  ihr  innerer  Teil  zu  einer  Art  Stiel  verengt  ist.  Costalsaum  breit  rot  und  bildet  nun  den  Anfang  der  4. 
Linie.  Rote  Scheibe  der  Vflgl  dunkel  und  sehr  breit,  während  die  schwarze  Binde  sehr  schmal  bleibt.  Die 
weißen  Apicalstreifchen  noch  schmäler  und  deutlicher  als  bei  clymena.  In  der  Deutlichkeit  der  Zeichnung 
an  Catagramma  hydaspes  (101  B  d)  erinnernd.  Heimat  unbekannt. 


CALLICORE.  Von  J.  Röbkr. 


öo:} 

C.  bourcieri  Guen.  Alle  Figl  sind  an  den  Winkeln  verlängert.  Die  grüne  Binde  ist  vorn  ebenso  breit  hourderi. 
wie  hinten  und  in  der  Zelle  gekniet.  Die  Unterseite  der  Hflgl  hält  sich  in  einem  /äeridich  tiefen  Grau,  lila  ver¬ 
waschen.  Die  Zeichnungen  sind  alle  stark  isoliert.  Bei  der  vorderen  Acht  ist  der  zweite  Punkt  verwischt. 

Der  rote  Costalsaum  ist  breit  und  die  dritte  Linie  trifft  mit  ihm  unter  der  dritten  zusammen,  während  die  vierte 
auf  ihm  bis  zur  Costahs  vorgeht.  Die  schwarze  Binde,  die  das  Rot  der  Vflgl  begrenzt,  ist  sehr  schmal,  und  die 
grauen  Streifchen,  die  ihr  folgen,  sind  alle  beide  breit.  Die  Fühlerkeule  ist  ziemlich  verlängert  und  an  der  Ifasis 
der  inneren  Seite  rotbraun.  Quito. 

C.  seropaGwew.  Dev  elymena  (102  B  c)  verwandt,  deren  Gestalt  sie  hat,  aber  die  Figl  sind  im  allgemeinen  seropa. 
stärker  rechtwinkelig  geschnitten.  Alle  Fransen  scharf  unterbrochen.  Binde  der  Vflgl  breiter,  stärker  goldfarbig, 
außen  ausgebuchtet,  die  der  Hflgl  schmäler  und  kürzer.  Die  Zeichnungen  der  Unterseite  sind  feiner,  die  beiden 
Achten  stark  isoliert  und  parallel.  Der  rote  Costalsaum  ist  sehr  schmal  und  von  der  Acht  entfernt,  aber  er 
verbreitert  sich  im  rechten  Winkel  über  die  3.  und  4.  Linie,  von  denen  die  erste  einen  feinen  schwarzen  Strich 
entsendet,  der  sie  bis  an  die  Costalader  umsäumt.  Die  rote  Scheibe  der  Vflgl  bildet  ein  Knie  bei  seiner  Vereini¬ 
gung  mit  der  schwarzen  Binde,  und  die  beiden  weißen  Apicalstreifchen  sind  sehr  breit  und  stärker  ausgebuch¬ 
tet.  —  Ist  vielleicht  nur  eine  Lokalform  der  elymena,  hat  aber  ein  besonderes  Aussehen.  Para. 

C.  nystographa  Guen.  Binde  der  4  Figl  ähnlich  und  von  gleicher  Breite,  leuchtend  grün,  die  der  Hflgl  nyaio- 
dem  Rande  parallel,  aber  in  der  doppelten  eigenen  Breite  von  ihm  entfernt.  Ihre  Unterseite  mit  sehr  feinen  '/'■ap/««. 
Zeichnungen,  die  beiden  Achten  sehr  isoliert,  die  vordere  bimförmig,  mit  2  Punkten.  Costalsaum  dünn,  hört  an 
der  3.  Linie  auf,  die  vierte  erreicht  die  Figlspitze.  Schwarze  Binde  der  Vflgl  sehr  breit,  beschränkt  die  rote 
Scheibe,  die  sich  nach  der  Flglmirzel  zu  erstreckt.  Quito.  —  Nach  einer  von  H.  Rebel  im  46.  Band  der  Berl. 

Ent.  Zeitschrift  gegebenen  Abbildung  ist  die  Unterseite  der  Hflgl  fast  ebenso  dunkel  wie  bei  marcJialii  (102  B  d), 
aber  die  schwarzen  Zeichnungen  daselbst  sind  viel  dunkler,  auch  zeigt  die  Unterseite  der  Vflgl  eine  etwa  dreimal  so 
breite  schwarze  Binde.  Von  der  dunklen  Unterseite  der  Hflgl  hat  Guenee  in  der  Bes^ireibung  nichts  erwähnt. 

C.  paviraG-z^ew.  Gestalt  und  Figlschnitt  wie  me/iscMs(  102  B  f).  Binden  leuchtend  goldgrün,  blau  an  den  pnvira. 
Rändern,  die  der  Vflgl  breit,  mit  der  Basis  durch  einen  Wisch  über  der  Medianader  verbunden,  die  der  Hflgl  fast 
ebenso  breit,  durchaus  scheibenartig,  nach  hinten  zu  spitz,  darunter  ein  Strich  am  Analwinkel.  Alle 
Fransen  weiß.  Unterseite  der  Hflgl  weiß,  mit  sehr  feinen  Zeichnungen ;  die  erste  Acht  bii’iiförmig  mit  einem 
einzigen  Punkte.  Roter  Costalrand  auf  einen  breiten,  sehr  kurzen  Wisch  beschränkt.  Scheibe  der  Vflgl 
völlig  schwarz  mit  weißem  Apex,  geteilt  durch  einen  feinen  schwarzen  Strich,  der  die  Basis  nicht  erreicht. 

Basis  weiß  mit  einem  einfachen  karminroten  Zellfleck.  Peru. 

B.  d'  mit  a  z  u  r  b  1  a  u  e  m  S  c  h  i  1 1  e  r. 

C.  coelinulaGwew.  Scheint  eh«»a(  102  B  e)  verwandt,  aber  die  völlig  weißen  Fransen,  der  Fleck  auf  den  cocUmda. 
Hflgln,  von  denen  ich  später  sprechen  werde,  die  zweipunktigen  Achten  usw.  hindern  mich  im  Verein  mit  der  ver¬ 
schiedenen  Heimat,  sie  mit  dieser  zu  vereinigen.  Sie  hat  Gestalt  und  Flglschnitt  von  elymena,  mit  der  Hübner  sie 
verwechselt  hat,  aber  von  der  sie  sich  leicht  durch  iliren  blauen  Schiller  unterscheidet.  Die  Fransen  sind  völlig 
weiß  auf  den  Hflgln;  diese  haben  übrigens  unter  dem  blauen  Schiller,  zwischen  dem  1.  und  2.  Medianaste, 
einen  glänzenden  Fleck,  mehr  metallisch  als  samtartig  blau,  was  sich  aber  nur  in  gewisser  Belichtung  zeigt 
und  bis  zum  Grün  übergeht.  Die  Unterseite  kann  man  mit  der  Abbildung  31  von  Hewitson  vergleichen,  aber 
das  Satin  weiß  ist  gleichartig,  die  Zeichnungen  sind  stärker  verengt,  die  Achten  größer  und  einander  mehr  ge¬ 
nähert;  die  obere  Acht  hat  außer  dem  Punkte  einen  sehr  deutlichen  kommaförmigen  Strich.  Die  5.  Linie  ist 
regelmäßig  und  schwach  gebuchtet,  folgt  den  Flglzähnen;  der  rote  Saum  endlich  ist  sehr  dünn,  von  der  Acht 
weit  entfernt  und  durch  einen  deuthehen  rhombischen  Fleck  begrenzt,  der  die  3.  und  4.  Lüne  aus  sich  entsprin¬ 
gen  läßt  und  nach  außen  ein  wenig  ausgehöhlt  ist.  Die  schwarze  Binde  der  Vflgl  ist  gelmiet.  Brasilien. 

||C.  brevipalpis  Guen.  (=  ?  eluina  var.  Hew.  [Fig.  65]?  lidivina  Fldr.*).  Ich  kann  nicht  mit  Bestimmt-  brevipalpis. 
heit  behaupten,  ob  die  genamRen  Synonyme  nicht  teilweise  sich  bei  dieser  neuen  Art  anwenden  lassen,  da 
mangelnde  Genauigkeit  in  Abbildungen  und  Beschreibungen  ehi  Hindernis  bildet;  aber  da  keiner  der  beiden 
Autoren  vom  Hauptcharakter  gesprochen  hat,  und  die  Kürze  der  Palpen  hei  dieser  Callieore  so  hervorstechend 
ist,  so  schloß  ich  daraus,  daß  sie  keinesfalls  diese  gesehen  haben  können.  Folgende  Charaktere  kennzeichnen 
sie  auf  alle  Fälle.  Die  Hflgl  sind  am  Analwinkel  verlängert  und  haben  völlig  weiße  Fransen ;  üire  Terminal¬ 
binde  ist  sehr  breit,  blaß  und  stumpf  grün,  die  der  Vflgl  ist  schräg,  leuchtend  grün,  an  der  Außenseite  sehr 
deutlich,  geht  dann  nach  hinten  zu  auf  der  entgegengesetzten  Seite  in  den  Schiller  über.  Der  subapicale  Strich 
ist  sehr  scharf,  der  himmelblaue  Schiller  weniger  lebhaft  als  bei  eoelinula,  bedeckt  keinen  Fleck.  Unter¬ 
seite  reinweiß  mit  ziemlich  dicken,  sehr  deutlichen  und  isolierten  schwarzen  Zeichnungen.  Die  vordere  Acht 
bildet  einen  Kreis  mit  einem  Stiel,  gewissermaßen  einen  Tennisschläger,  und  hat  nur  einen  einzigen  dicken 
Punkt.  Der  rote  Saum  ist  sehr  dünn  und  sein  keineswegs  verbreitertes  äußeres  Ende  emptängt  die  3.  und  4. 

Linie,  die  sich  vereinigen,  bevor  sie  es  erreichen.  Die  Palpen  gehen  nicht  über  die  Stirn  hinaus.  Venezuela. 

*)  Wien.  Ent.  ittoii.  6  S.  11t. 


504 


DYNAMINE.  Von  J.  RÖber. 


cur  men. 


agacles. 

core. 

maeon. 

aikemon. 


C.  Weder  mit  Schiller,  noch  mit  grünem  V  f  1  g  1  b  a  n  d  e. 

C.  carmenö-Me».  Gestalt  und  Schnitt  von  candrena  (102  B  g).  Figl  mit  blauem  Wurzelfleck,  von  gleicher 
Gestalt,  aber  kobaltblau  auf  den  Vf  Igln,  mit  einem  grünlichen  Netz  darüber,  das  auf  den  Flgln  mit  tiefem  Grün 
wechselt;  Vflgl  mit  unterbrochenen  Fransen,  mit  einer  feinen  subterminalen  Linie  von  fahlem  Grün  im  vorderen 
Teile  weiß  aufgehellt ;  Hflgl  mit  breiter,  sehr  deutlicher  Subterminalbinde  in  Grünlichblau,  das  mit  Goldgrün  wech¬ 
selt.  Die  Zeichnungen  der  Unterseite  sind  an  allen  vier  Flgln  sehr  deutlich.  Hflgl  in  etwas  schmutzigem  Weiß,  die 
Achten  ziemlich  wie  bei  candrena,  die  vordere  ohne  Punkte  und  mit  der  3.  Linie  durch  2  schwarze  Geäderstriche 
verbunden;  roter  Saum  fein,  aber  zwischen  der  Acht  und  der  3.  Linie  verschwommen  verbreitert.  Unterseite 
der  Vflgl  lebhaft  karminrot,  durch  eine  abgerundete,  innen  gezähnte  schwarze  Binde  begrenzt.  Apex  mit  einem 
grünen  Strich  zwischen  den  beiden  weißen  Linien.  Brasilien. 


46.  Gattung’:  1>yiiaiiiiiie  Hin. 

Diese  Gattung  gehört  in  den  Formenkreis  von  Limenitis,  was  nicht  allein  durch  die  Struktur  des  Schmet¬ 
terlings,  sondern  auch  durch  die  Gestalt  der  Rp  und  Pp  bewiesen  wird.  Wir  bringen  sie  nur  an  dieser  Stelle, 
weil  die  großen  Exotenwerke  (z.  B.  Sr.vUDiNGER-ScHATZ,  Godman-Salvin),  nach  denen  die  Museen  und  Sammlun¬ 
gen  meist  geordnet  sind,  sie  in  direktem  Anschluß  mit  die  Gallicoren  bringen,  auch  Kirbys  Katalog  sie  so  einreiht. 
Nach  dem  Geäder  lassen  sich  zwei  Gruppen  unterscheiden,  die  auch  durch  die  äußere  Erscheinung  charakterisiert 
ist,  diese  Gruppen  werden  indessen  durch  Zwischenformen  verbunden.  Von  den  übrigen  Gattungen  der  Limenitis- 
Gru])pe,  unterscheidet  si ch  D ynaniine  durch  die  kleine  Gestalt  und  im  Geäder  dadurch,  daß  der  3.  Subcostalast  nicht 
in  die  Figlspitze,  sondern  in  den  Vrd  mündet ;  der  4.  Subcostalast  mündet  in  die  Figlspitze  und  der  5.  in  den  Außenrd. 
Bei  einem  Teile  der  Arten  sind  sich  die  Geschlechter  sehr  ähnlich,  bei  dem  andern  Teile  jedoch  oberseits  sehr  ver¬ 
schieden.  Die  Rpn  haben  zwar  auch  den  allgemeinen  Typus  der  Rpn  der  Liniinüis-Grujiiie,  doch  sind  sie  mehr 
hreit  als  zylindrisch  und  es  fehlen  die  Kopfdornen.  Letzterer  Charakter  findet  seine  Erklärung  in  der  Lebensweise 
der  Rp,  die  vorwiegend  von  den  Pollen  der  Blüten  und  Blütenstände  von  Dalechani'pia  sich  nährend,  mit  Kopf 
und  Vorderbrust  in  die  Blüten  resp.  Knospen  eindringt,  wobei  Dornen  oder  ähnliche  Gebilde  am  Kopf  und  Pro¬ 
thorax  hinderlich  sein  würden.  Die  Dornen  des  Körpers  sind  zu  kurzen,  geknöpfte  oder  einfache  Borsten  tragen¬ 
den  Zapfen  umgebildet.  Die  Pp  ähnelt  sehr  der  Limenitis -V p .  Die  etwa  50  Arten  dieser  Gattung  sind  über 
das  ganze  tropische  Amerika  verbreitet,  haben  jedoch  ihre  eigentliche  Heimat  im  Tale  des  Amazonenstroms, 
wo’allein  fast  30  Arten  verkommen.  Die  Lebensweise  der  Schmetterlinge  stimmt  ganz  mit  den  Adelpha- Äxten, 
diesen  typischen  Vertretern  der  Limenitis -Gruppe  in  Südamerika,  überein.  Nach  P.  Hahnel  fliegen  die 
Schmetterlinge  an  Flußufern  sowohl  wie  in  der  Nähe  menschlicher  Wohnstätten  sowie  in  Anpflanzungen  und 
lassen  sich  leicht  durch  Köder  anlocken.  Im  Netz  des  Sammlers  zeigen  sie  ein  sehr  aufgeregtes,  ängstliches 
Wesen.  Nach  A.  Seitz  haben  die  Dynamine- Arten  einen  eleganten  Flug  mit  Ausnahme  der  weißen  Arten, 
die  einen  eigentümlichen,  stoßenden  Zickzackflug  haben,  wodurch  sie  sich  von  den  ihnen  äußerlich  ähnlichen 
N ymphidium- Äxten  {Erycinidae)  unterscheiden.  Sie  fliegen  meist  in  dopj)elter  Manneshöhe,  bevorzugen  schat¬ 
tige  Waldwege,  und  setzen  sich  gern  an  feuchte  Bodenstellen.  Nach  brieflicher  Mitteilung,  des  Herrn  A.  H. 
Fasse  fliegen  fast  alle  Arten  unter  1000  m;  die  Schmetterlinge  setzen  sich  an  feuchte  Bodenstellen,  aber  auch 
an  Hecken  und  blühende  Sträucher,  wo  auch  die  $$  fliegen.  Der  Flug  ist  ähnlich  wie  der  der  Adelpha  und 
Pyrrhogyra,  d.  h.  ziemlich  ruhig,  ähnlich  wie  der  Flug  der  Melitaen.  —  Nach  der  Färbung  der  Oberseite  lassen 
sich  zwei  Gruppen  unterscheiden  und  zwar  Arten  mit  weißer  Oberseite  in  beiden  Geschlechtern  und  solche  mit 
bunter  Oberseite  der  d'd',  letztere  Gruppe  nach  der  Zeichnung  der  Unterseite  in  Arten  mit  Augenflecken  und 
solche  ohne  derartige  Zeichnung. 


A.  Oberseite  weiß. 

D.  agacles  Dalm.  (101  A  a)  aus  Südbrasilien  ist  ober-  und  unterseits  fast  gleich  gezeichnet,  nur  sind 
imterseits  die  weißen  Zeichnungen  in  den  dunklen  Rändern  größer  imd  im  vorderen  Teile  der  Vflgl  befindet 
sich  spangrüne  Zeichnung.  —  core  suhsp.  nov.  aus  Columbien  (Cauca-Tal),  die  vermutlich  aiich  in  Venezuela 
und  Zentralamerika  vorkommt,  hat  ober-  und  unterseits  schmälere  schwarze  Binden,  weniger  Aveiße  Zeich¬ 
nung  in  diesen  und  geringere  spangrüne  Färbrmg  auf  der  Unterseite. 

D.  maeon  Dbl.  u.  Hew.  (101  Aa)  aus  Brasilien  ist  ziemlich  groß,  hat  breiten,  durch  eine  weiße  Linie 
geteilten  Saum  der  Hflgl  und  eine  schwarze  Mittelbinde  der  Hflgl.  Das  hat  grünblauen  Glanz  auf  dem  Wurzel¬ 
teile  der  Vflgl,  der  dem  $  fehlt. 

D.  athemon  L.  (101  A  a)  aus  Brasilien  ist  noch  etwas  größer  als  maeon  und  unterscheidet  sich  ferner 
von  dieser  Art  durch  breice  weiße  Teilungslinie  des  schwarzen  Außenrds  der  Hflgl  und  dadurch,  daß  die  schwarze 


Ausgegeben  13.  IX.  1915. 


DYNAMINE.  Von  J.  Röber. 


5or> 


Mittelbinde  der  Hflgl  auch  in  einem  Fleck  am  Irde  der  Vflgl  auftritt.  Die  .schwarzen  Finden  der  Imterseite 
haben  branne  Fiillnng. 

D.  coeades  Burm.  Etwas  größer  als  aiJmnon,  von  gleicher  Gestalt,  und  auch  in  Färbung  und  Zeichuung  roeades. 
sehr  ähnlich,  Körper  oben  schwarz,  unten  weiß.  Fühler  fein  weiß  geringelt.  Hflgl  ganz  weiß,  V'flgl  voiii  mit 
schwarzem  Vrd  und  Aidüenrd,  am  Terminalwinkel  erweitert,  mit  3  Buchten  nach  innen,  di('  erste  läugci-. 
am  Ende  der  Zelle,  die  2.  kürzer  aber  breiter,  in  der  5.  Zelle  des  Außenrds  und  die  3.  kleiner,  in  der  letzten 
Marginal zelle.  Wurzel  des  Vrd-Bands  etwas  erweitert  mit  einem  blaugrünen  Metallfleck.  Unterseits  wi(‘  oben, 
aber  im  Wurzelteil  des  schwarzen  Vorderbandes  ein  gelber  Strahl,  der  noch  in  den  ersten  Sinus  eindi'ingt  und 
dieser  Strahl  ist  an  der  Innenseite  begleitet  von  einem  blau  metallischen  Rand;  schließlich  ist  die  Figlspitze  weiß 
und  das  schwarze  Band  davor  gelb  gesäumt.  Im  Norden  von  Buenos-Aires,  bei  dem  Dorf  Las  Conchcs  gefangen. 

D.  amazonica  spec.  nov.  (101  A  a)  vom  Amazonas  ist  vermutlich  eine  Zeit-  oder  Ortsform  von  ulhemon.  anvtzonica- 
Sie  unterscheidet  sich  durch  bedeutendere  Größe  und  größere  Ausdehnung  der  blauen  Glanzfärbimg  auf  den 
Vflgln  sowohl  wie  im  schwarzen  Saume  der  Hflgl.  Die  braune  Binde  in  der  Mitte  der  Hflgl-Unterseite  ist  kräf¬ 
tiger. 

D.  coenus  F.  (101  A  b)  aus  Brasilien,  Paraguay  und  Bolivien  hat  sehr  schmalen  schw'arzen  Rand  der  coenus. 
Hflgl  und  lebhaften  blaugrünen  Glanz  des  Wurzelteils  der  Vflgl.  Die  Unterseite  hat  in  den  schwarzen  Zeich¬ 
nungen  viel  braunere  Füllung.  —  leucothea  Bates  vom  Amazonas  hat  breitere  dunkle  Zeichnungen,  albidula 
Weeks  (=  coeninus  S/gr.  i.  1.)  aus  Bolivien  dagegen  schmälere  dunkle  Zeichnungen,  so  daß  der  hintere  sub¬ 
marginale  und  der  weiße  Mittelzellenfleck  der  Vflgl  mit  der  weißen  Grundfärbung  im  Zusammenhang  stehen. 


D.  theseus  Fldr.  (101  A  b)  ist  von  Mexiko  bis  Columbien  und  Venezixela  verbreitet.  Die  Art  ist  auf-  theseus. 
fällig  durch  die  gestreckte  Gestalt  der  Figl  und  die  breiten  schwarzen  Ränder. 

D.  limbata  Bür.  (101  A  b)  aus  Bolivien  ist  etwas  größer  als  agacles,  hat  breitere  schwarze  Ränder,  einen  Hmbaia 
halbmondförmigen  weißen  Fleck  in  der  Mitte  des  schwarzen  Hflglrds  und  spangrüne  Färbung  auf  dem  Wurzel¬ 
teile  der  Vflgl.  Die  Unterseite  hat  viel  mehr  spangrüne  Zeichnung. 


D.  niveata  Btlr.  aus  Bolivien  unterscheidet  sich  von  pittheus  Star.  (101  A  b)  aus  Venezuela,  Columbien  niyecäa. 

^  .  .  lOXtilxßXlS- 

und  Panama  oberseits  durch  volle  schwarze  Ränder  und  unterseits  durch  den  Besitz  einer  xmterbrochenen, 
im  hinteren  Teile  auch  nur  angedeuteten  braunen  Mittelbinde  der  Hflgl. 


D.  pieridoides  Fldr.  (101  A  b)  aus  Columbien,  Venezuela  und  Panama  unter.scheidet  sich  von  anubis  pieridoides. 
durch  etwas  geringere  Größe,  etwas  schmäleren  schwarzen  Rand  der  Hflgl  und  auf  der  Unterseite  der  Hflgl 
durch  das  Fehlen  der  braunen  Halbbinde  in  der  Mitte  des  Vrds. 


D.  anubis  Heiv.  (101  A  b,  c)  vom  Amazonas  ist  größer  als  die  vorstehend  beschriebenen  Arten.  Die  anubis. 
Grxmdfärbung  ist  ober-  und  unterseits  weiß,  die  schwarzen  Ränder  sind  sehr  breit.  Der  schwarze  8aum  der 
Hflgl  ist  in  der  Mitte  durch  eine  weiße  Linie  geteilt,  am  Außenrde  der  Vflgl  stehen  zwei  weiße  Flecke  und  in 
der  Mitte  des  Vrds  befindet  sich  ein  großer  weißer  Fleck.  Die  Unterseite  hat  viel  braunere  Außenrds-  und  Flgl- 
wurzelzeichnung  und  einen  länglichen  braun  gefüllten  Fleck  in  der  Mitte  des  Vrds  der  Hflgl. 

Bei  D.  myrrhina  Dhl.  (101  A  c)  aus  Südbrasilien  und  Paraguay  sind  die  Hflgl  ober-  und  unterseits  myrrhina. 
völlig  weiß,  nur  in  der  Mitte  der  Hflgl-LTnterseite  ist  ein  mitunter  kaum  sichtbarer  brauner  Punkt.  Axif  dem 
Wurzelteile  der  Vflgl -Oberseite  ist  gleichfalls  blaugrüner  Glanz  und  die  Vflgl-Unterseite  ist  am  Außenrde  ziem¬ 
lich  breit  weiß. 


D.  ate  Godm.  u.  Salv.  (101  A  c)  aus  Guapiles  nimmt  unter  den  weißen  Arten  eine  Sonderstellung  ein,  alc. 
weil  sie  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  2  submarginale  blaue  Augen  hat,  die  an  der  äußeren  Grenze  der  submergi- 
nalen,  mit  dem  Figlsaume  parallel  laufenden,  also  gebogenen  braunen  Binde  stehen,  Axd.ler  einer  sxdxbasalcn  ■ 
ist  eine  prämediane  braune  Hflgllxinde  vorhanden;  letztere  trägt  geringe  bläidich  glänzende  Zeichnung.  Die 
Zeichnung  der  Vflgl-Unterseite  entspricht  der  Oberseite,  doch  sind  die  gewöhnlichen  glänzend  blauen  Zeich¬ 
nungen  vorhanden. 


B.  Oberseite  bunt. 


a)  Unterseite  der  Hflgl  ohne  Augenflecke. 

D.  tithia  Hhn.  (101  A  c)  aus  Südbrasilien  ist  eine  der  klein.sten  Arten.  Die  Oberseite  ist  beim  o  grün-  tithia. 
blau,  beim  $  aber  viel  grünlicher,  auch  hat  das  $  reiner  weiße  Flecke  auf  der  Oberseite  und  einen  solchen  Fleck 
auf  dem  vorderen  Teile  der  Hflglmitte.  Für  diese  Ai’t  ist  eine  breite  braune,  licht  gefüllte  IMittelbinde  der  Hflgl- 
Unterseite  charakteristisch.  —  Rp  nach  Wilh.  Müller  im  erwachsenen  Zustande  mit  bedeutend  kürzeren  Nebeii- 
dornen  als  die  Rp  von  niylitta,  Kopf  blaßgelblich,  Körper  an  den  ersten  5  Abschnitten  ganz,  an  den  folgenden 
6  Abschnitten  oberhalb  der  Luftlöcher  grün,  nur  der  4.  Abschnitt  braunrot,  unterhalb  der  Luftlöcher  weiß- 


V 


64 


506 


DYNAMINE.  Von  J.  Röbbr. 


sa  l'pensa. 


racidula. 


Sara. 


decimia. 


getac. 


agnes. 


iiies. 


vicaria. 


Jiccuba. 


am-plias. 


erchia. 


grün  mit  2  weißen  Rückenlinien  vom  6.  Abschnitte  ab,  vom  7.  Abschnitte  ab  ziemlich  breite  weiße  Schräg¬ 
streifen,  welche  die  Seitendornen  des  vorhergehenden  Abschnittes  umfassen  und  bis  zum  vorderen  Abschnitts¬ 
ende  des  betreffenden  Abschnittes  reichen.  Von  den  Dornen  sind  weiß,  glasartig  durchsichtig  die  Seitendornen 
6 — 12,  die  unterhalb  der  Luftlöcher  6 — 12  und  die  oberhalb  der  Füße  6 — 12;  schwarz,  indessen  mit  glashellen 
Knöpfen  sind  die  übrigen  Dornen.  Die  weißen  Schrägstriche  sind  zuletzt  so  verbreitert,  daß  die  Grundfärbung 
nahezu  verdrängt  wird.  Die  Pp  ist  derjenigen  von  m.ylitta  ähnlich,  doch  sind  Hörner,  Figlkante,  Vorsprünge 
auf  den  Abschnitten  2 — 5  ziemlich  verwischt,  außerdem  ist  die  Pp,  ähnlich  der  von  Eueides  isahella  stark  baixch- 
Avärts  gebogen,  so  daß  die  Bauchseite  der  Unterlage  annähernd  parallel  ist.  Sie  ist  graugrün  mit  einer  braunen 
Rücken-  und  Seitenlinie  mid  zahlreichen  dunklen  Linien  auf  dem  2.  Abschnitte  und  den  Flgln.  Außer  dieser 
dunkleren  Form  gibt  es  noch  eine  helle.  Die  Eier  werden  anscheinend  stets  an  oder  in  eine  ziemlich  junge  Knospe 
(Blütenstandknospe)  von  Dalechampia  triphylla  Lam.,  besonders  häufig  aber  an  Dal.  stipulacea  Müll.  Arg. 
abgelegt.  Das  eben  ausgeschlüpfte  Räupchen  frißt  sich  in  eine  männliche  Knospe  ein  und  zwar  wählt  es  dabei 
stets  den  Punkt,  wo  sich  die  oberen  Ränder  beider  Harzdrüsen  treffen.  Es  gelangt  auf  diese  Weise  stets  in  die 
älteste  männliche  Blütenknospe.  In  dieser  Knospe  bleibt  es  dann  verborgen,  frißt  die  Pollen,  entleert  aber 
seinen  Kot  nach  außen.  So  in  Blütenknospen  versteckt,  macht  es  die  beiden  ersten  Häutungen  durch.  Während 
der  drei  letzten  Stadien  spinnt  es  dann  die  Blütenhüllblätter  eines  Blütenstandes  zusammen  und  schafft  sich 
so  ein  Versteck,  in  dem  es  zugleich  seine  Nahrung  findet.  In  diesem  oder  einem  ähnlich  hergestellten  Versteck 
verpuppt  sich  auch  das  Tier. 

D.  salpensa  FIdr.  (101  Ad)  aus  Columbien,  Venezuela,  Zentral- Amerika,  Brasilien,  Peru  und  Bolivien 
unterscheidet  sich  von  tithia  nur  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  dadurch,  daß  die  braune  Mittelbinde  nur  einfach, 
schmal  und  gleichmäßig  gebildet,  also  nicht  ausgebuchtet  ist. 

D.  racidula  Hetv.  (101  A  d)  vom  Amazonas  hat  licht  blaugrüne  Oberseite  mit  schwarzen  Randzeich¬ 
nungen  und  weißen  Flecken.  Die  Unterseite  der  Hflgl  hat  3  gelbbraune,  schwarzgesäumte  Binden.  Das  $ 
hat  schwarze  Oberseite  mit  weißen  Flecken  auf  den  Vflgln,  eine  weiße  Mittelbinde  und  eine  blaue  Subniarginal- 
binde  der  Hflgl. 

D.  Sara  Bates  (101  A  d)  vom  oberen  Amazonas  ist  so  groß  wie  racidula,  hat  schärfer  weiße  Flecke  der 
Vflgl-Oberseite,  von  denen  derjenige  am  Irde  fehlt.  Die  Unterseite  namentlich  der  Hflgl  ist  wie  die  Abbildung 
zeigt,  ziemlich  verschieden. 

D.  decimia  Hew.  ( 101  Ba  )  vom  oberen  Amazonenstrome  unterscheidet  sich  von  den  vorhergehenden  vier 
Arten  oberseits  durch  lichtere  und  mehr  grüne  Färbung,  auch  sind  die  weißen  Flecke  größer  und  schärfer  weiß. 
Dxirch  die  Zeichnung  der  Unterseite  der  Hflgl  steht  diese  Art  isoliert. 

D.  getae  Godm.  u.  Salv.  (101  A  d)  aus  Peru  und  Bolivien  hat  glänzend  grünblaue  Oberseite  mit  schwar¬ 
zen  Außenrdszeichnungen.  Die  LTnterseite  ist,  wie  die  Abbildung  zeigt,  von  tithia  und  sal2)ensa,  namentlich  auf 
den  Vflgln,  sehr  verschieden. 

D.  agnes  s'pec.  nov.  (101  B  a)  aus  Bolivien  und  Peru  ist  der  getae  oberseits  sehr  ähnlich,  hat  aber  eine 
sehr  feine  .schwarze  Submarginallinie  der  Hflgl  xmd  grüne  Fleckchen  in  der  Vflglspitze.  Während  die  LTnter¬ 
seite  der  Vflgl  derjenigen  von  getae  ganz  ähnlich  ist,  ist  die  Unterseite  der  Hflgl,  wie  die  Abbildung  zeigt,  ziem¬ 
lich  verschieden. 

D.  ines  Godt.  (lOOAa)  aus  Columbien  hat  grünglänzende  Oberseite.  Die  Unterseite  ist  gelblicher  als  bei 
agnes  und  die  Binden  sind  feiner. 

D.  vicaria  Bates  (101  A  e)  vom  oberen  Amazonas  ist  die  größte  Art  der  Gattung.  Das  sehr  seltene  $ 
hat  auf  den  Hflgln  eine  weiße  Wurzel-  und  Mittelbinde,  breiter  als  bei  m.ylitta,  aber  vor  dem  Außenrde  nur  einige 
AA^eiße  Fleckchen.  Auf  den  Vflgln  hat  es,  wie  mylitta,  eine  an  der  Basis  des  Irds  aufsitzende  schräge  aber  breitere 
Aveiße  Halbbinde.  Kurz  vor  dieser  Binde,  mehr  nach  aixßen,  steht  ein  größerer,  unregelmäßiger  AA-eißer  Fleck 
und  am  Vrd  ein  langer  breiter,  ähnlich  Avie  bei  egaea-^.  Außerdem  stehen  2  rundliche  Flecke  vor  dem  Außenrde 
und  einer  vor  dem  Ende  des  Irds. 

D.  hecuba  Behaus  (101  Ae,  f)  ist  der  vicaria  oberseits  ähnlich,  charakterisiert  sich  aber  durch  die  ziemlich 
verschiedene  Zeichnung  der  Unterseite  als  gute  Art. 

D.  amplias  Hew.  (101  A  f)  vom  Amazonas  ist  eine  ganz  auffällige  Art  durch  die  grüne,  stark  scliAA-arz 
gezeichnete  Oberseite.  Das  $  ist  oberseits  ähnlich  dem  mylitta-^. 

D.  erchia  Hew.  (101  A  f)  vom  oberen  Amazonas  hat  ockergelbe  Färbung  der  Oberseite  mit  grünem 
Anfluge  auf  dem  inneren  Teile  und  dunkler  Randzeichnung.  Die  submarginale  Binde  der  Hflgl-Unterseite 
zeigt  mitunter  Anfänge  einer  Augenzeichnung. 


DYNAMINE.  Von  J.  Röber. 


Ö07 


D.  chryseis  Bates  (101  A  f)  vom  oberen  Aniazonenstrom  und  Nicaragua  hat  ei?i(m  breiten  schvar/.en  ikru.vH.i. 
Spitzenteil  der  Vflgl. 

Bei  D.  sosthenes  Hew.  (101  A  f)  aus  Nicaragua  sind  die  Binden  auf  der  Hflgl-lInBu'scite  kräftiger.  l>ic  '»^ihcneH. 
Art  unterscheidet  sich  oberseits  von  ines  durch  schmäleren  Vflglsaum  und  breiten  schwarzen  Analwinkel  dti- 
Hflgl. 

b)  IhUcrseite  der  Hfgl  tiiil.  A  ixjenf lecken. 

Mit  D/setabis  Dbl.  u.  Ilew.  (101  Ag)  aus  Bolivien  und  vom  oberen  Amazonas  beginnt  (li(i  Bcihe  der-  srhihl^. 
j eiligen  Arten,  die  auf  der  Unterseite  der  Hflg!  Augenzeichnungen  tragen;  setabis  hat  nur  ein  dei'artiges  .\ugc 
und  zwar  am  vorderen  Teile  der  submarginalen  Binde. 

D.  artemlsiaT’.  (  =  artimesia  Ky.)  (101  A  g)  aus  Südbrasilien  und  Bolivien  ist  eine  kleine,  im  männlichen  arlcmisia. 
Geschlecht  oberseits  spangrüne  oder  glänzend  bläuliche  Art.  Das  $  ist  dem  egaea-^  ähnlich,  hat  aber  kleinere 
weiße  Flecke  und  schmälere  weiße  Binden. 

D.  neoris  Hew.  von  Amazonas  hat  spangiäine  Oberseite  mit  durchscheinender  Zeichnung  der  Unterseite,  ncoris. 
gleichmäßigen  glattrandigen  schwarzen  Saum  der  Hflgl  und  stark  geschwungenen  schwarzen  Außenrd  sowie 
einen  schwarzen  dreieckigen  Fleck  in  der  Mitte  des  Vrds  der  Vflgl.  Die  FTnterseite  hat  weiße  Grundfärbung, 
auf  den  Hflgln  stehen  4  gelbbraune  Streifen,  deren  äußerer  3  blaue,  schwarz  umzogene  Augenflecke  an  der 
Außenseite  hat,  der  Außenrd  ist  gleichfalls  gelbbraun,  durch  eine  blaue  Linie  geteilt.  Die  Vflgl  haben  gelb¬ 
braune  Zeichnung  am  Außenrde,  am  basalen  Teile  des  Vrds  und  am  Vrd  in  der  Nähe  der  Flglspitze,  sowie  in 
der  Mitte  schwarze  Zeichnung,  die  in  der  Nähe  des  Außenwinkels  einen  Ivreis  bildet. 

D.  thalassina  Bsd.  (=  immarginata  0.  u.  8.)  (101  A  g)  aus  Zentralamerika  und  Columbien  hat  grün-  tha.la.ssina. 
glänzende  Oberseite  mit  schwarzen  Rändern,  die  aber  auf  den  Vflgln  nur  bei  ge’v^ysser  Belichtung  sichtbar 
sind. 

D.  pebana  Stgr.  (101  A  g,  h)  aus  Pebas  ist  kleiner  als  egaea,  ihr  aber  oben  ähnlich,  doch  ist  die  Zeich-  vAicma. 
nung  der  Unterseite,  wie  aus  der  Abbildung  ersichtlich,  ziemlich  verschieden.  Das  $  ist  noch  unbekannt. 

D.  onias  Hew.  (101  A  g)  vom  Amazonas  zeigt  spangrüne  Oberseite  mit  dunkelbraunem  Außenrde,  der  onias. 
auf  den  Vflgln  das  ganze  Spitzendrittel  einnimmt  und  im  Außenwinkel  einen  viereckigen  Fleck  bildet.  Auf  den 
Vflgln  scheinen  die  weißen  Mittelflecke  der  Unterseite  durch.  Die  Unterseite  zeigt  auf  den  Hflgln  weiße  Grund¬ 
färbung  mit  4  braunen  Binden,  deren  mittlere  durch  einen  blauen  Streifen  geteilt  ist  und  die  äußere  hat  2  blaue 
Augenflecke.  Die  Vflgl-Unterseite  ist  zum  großen  Teile  schwarz,  der  Wurzelteil  braun,  in  dem  schwarzen  Teile 
stehen  4  weiße  Flecke  und  blaue  Fleckchen  stehen  am  Ird,  in  der  Mitte  des  Außenrds  und  eine  blaue  Submargi¬ 
nallinie  begrenzt  den  braunen  Außenrd.  Das  9  ist  schwarzbraun,  hat  eine  mäßig  breite  weiße  Mittelbinde  und 
eine  weiße  subbasale  Binde  der  Hflgl,  die  auch  eine  submarginale  bläuliche  Linie  führen.  Die  Vflgl  haben  7 
verschieden  große  weiße  Flecke. 

D.  mylitta  Gr.  (  =  postverta  Gr.)  (101  A  h)  i  kommt  im  ganzen  neotropischen  Gebiete  nirgends  selten  vor.  »u/lUta. 

—  Bei  ab.  bipupillata  Stgr.  i.  1.  fehlt  auf  der  FTnterseite  der  Hflgl  der  blauglänzende  Fleck  hinter  dem  zweiten  Inpupillata, 
Augenflecke  im  Analwinkel.  Nach  W.  Müllers  Beobachtungen  schlüpften  die  Räupehen  am  5.  November, 
die  Falter  am  1.  Dezember.  Die  Rp  ist  [namentlich  im  letzten  Stadium  ziemlich  kurz  und  breit,  nicht 
wie  die  Mehrzahl  der  Nymphalinen  rein  zylindrisch,  so  daß  sie  im  ganzen  mehr  den  Habitus  einer  Ery- 
ciniden-  als  den  einer  Nymphaliden-Rp  hat.  Die  Bedornung  ist  im  allgemeinen  wie  bei  tithia.  Tn  den 
3  letzten  Stadien  ist  sie  blaßgrün  mit  weißen  Rückenstreifen,  die  Dornen  sind  ebenfalls  grün,  die  kugelig 
endenden  Borsten  glasartig  durchscheinend.  Im  5.  Stadium  findet  sich  neben  der  hellen  auch  eine  d;mk- 
lere  schwarzbraune  Form,  die  indessen  nur  in  der  Gefangenschaft] beobachtet  worden  ist.  Die  Rp  hat  die¬ 
selbe  Lebensweise  und  dieselben  Futterpflanzen  wie  tithia  (vgl.  S  50.5).  Die  Pp  ist  entweder  hellgrün 
oder  hellbraun,  mäßig  schlank,  die  Figlscheiden  liegen  dicht  an;  sie]hat  2  kurze  kegelförmige  Hörner,  2  starke' 
Vorsprünge  am  2.  und  5.  Abschnitte,  beide  sind  am  Ende  zweispitzig,  kleine  unpaare  Spitzen  sind  am  vorderen 
Rande  der  Abschnitte  6 — 10,  auch  ist  eine  starke  Figlkante  vorhanden.  Sie  hat  3  bewegliehe  Segmentverbin¬ 
dungen  und  ist  nur  seitlich  beweglich  und  hat  folgende  bräunliche  Zeichnungen :  einen  nach  oben  verwaschenen 
Stigmastreifen,  einen  scharf  umschriebenen  Fleck  auf  dem  7.  Abschnitte  in  der  Mittellinie  und  2  Linien  am 
Grunde  der  Figl,  ferner  sind  Figl  und  Kopf  dunkel  gefärbt. 

D.  paulina  Bates  vom  oberen  Amazonas  ist  fast  eben  so  groß  und  oberseits  fast  ebenso  wie  vicaria  ge-  pauUna. 
färbt  und  gezeichnet,  aber  die  Unterseite  ist  der  von  ynylitta  ähnlich,  jedoch  dunkler. 

D.  egaea  F.  (=  serina  F.)  (101  A  h)  aus  Paraguay  (und  vom  oberen  Amazonas?)  ist  der  mylitta  sehr  egaea. 
ähnlich,  hat  aber  schmäleren  schwarzen  Rand  der  Hflgl,  dagegen  breitere  schwarze  Randzeichnuirg  der  Vflgl- 
Oberseite.  Das  9  breitere  weiße  Binden  und  Flecke  als  das  mylitta-^. 

*)  Die  Valve  von  D.  mylitta  Cr.  ist  eigentümlich  geformt,  an  der  Basis  brettartig  erweitert  mit  einer  sanften  De¬ 
pression  in  der  Mitte  und  geweiliar tigern  Ende,  dessen  3  Spitzen  etwas  an  die  Lycaeniden-ttattung  Lampides  (besonders 
L.  celeno)  erinnern.  (H.  PllUHSTÜBFER) 


pcrpctxa. 


flhiuce. 


dyonis. 


zefc!^. 


(jisclla. 


pcruviana^ 


zcnolna. 


nicridio- 

7iaUs. 


arcnc. 


pcrsis. 


m  yrson. 
aerata. 


508  CYCLOGRAMMA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 

D.  perpetua  Baies  vom  oberen  Amazozias  ist  etwa  so  groß  wie  vicaria  (lOl  Ae).  Die  Oberseite  ist 
grün  wie  liei  viyliUa,  der  schwarze  Außenrd  der  Vflgl  ist  viel  breiter  und  hat  zwei  tiefe,  rundliche  Flecke,  die 
vom  dunklen  Saume  ansgehen,  am  Innenwinkel.  Am  Zellende  steht  ein  gebogener  schwarzer  Streifen,  aber  in 
der  Flglmitte  steht  kein  schwarzer  Fleck.  Die  Hflgl  haben  einen  breiten  dnnklen  Rand  mit  deutlicher  innerer 
Begrenzung.  Manche  Stücke  haben  in  der  Nähe  des  Analwinkels  einen  schwarzen  Fleck.  Die  Unterseite  ist 
ähnlich  der  von  egaea  (lOI  Ah),  aber  auf  den  Vflgln  hängt  der  weiße  Apicalfleck  mit  dem  weißen  Fleck  im 
Innenwinkel  zusammen  und  die  mittlere  Binde  der  Hflgl  ist  viel  breiter  und  hat  viel  blaue  Zeichnung.  Ist 
eine  der  seltensten  Arten  der  Gattung. 

D.  glauce  Rfl/,e5(101  B  a)  aus  Zentral  Amerika,  vom  Amazonas  und  aus  Bolivien,  hat  goldiggrüne  Ober¬ 
seite.  Die  Unterseite  ist  derjenigen  von  egaea  sehr  ähnlich,  doch  ist  das  hintere  Auge  der  Hflgl  viel  Avenigei 
entwickelt. 

D.  dyoilis  Hh)i.  (101  A  i,  lOl  B  a)  aus  Mexiko  und  Honduras,  die  aber  auch  im  Süden  der  Vereinigten 
Staaten  von  Nordamerika  gefunden  worden  ist,  ist  oberseits  goldiger  als  glauce  und  hat  etwas  weniger  scliAvarze 
Zeichnung.  Die  Unterseite  der  Hflgl  hat  ZAvei  voll  entwickelte  Augenflecke. 

D.  zetes  Men.  ( 101  A  i)  ist  die  einzige  auf  den  Antillen  heimische  Art  dieser  Gattung.  Das  uns  vorliegende 
Stück  stammt  aus  Chiba.  Diese  Art  ist  durch  ihre  gestreckte  Figlform  ausgezeichnet.  Die  Unterseite  der  Hflgl 
zeigt  außer  der  ziemlich  breiten,  die  beiden  verhältnismäßig  großen  Augenflecke  einschließenden  Submarginal¬ 
binde  drei  nahe  der  Figlwurzel  liegende,  ziemlich  gerade  und  parallel  verlaufende  braune  Binden. 

D.  gisella  Heiv.  (101  A  i)  kommt  in  Panama,  Columbien,  Bolivien  und  am  oberen  Amazonas  vor.  Diese 
prächtige  Art  hat  Heavitson  nach  1  beschrieben,  abgebildet  hat  er  ein  violettblaues  Stück.  Es  kommen 
aber  ebenso  oft  Stücke  ohne  den  violetten  Schein  vor,  auch  ändern  die  Aveißen  Flecke  der  Vflgl  stark  ab  und 
können  selbst  nur  durch  winzige  Spuren  einiger  Flecke  vertreten  sein.  Das  ^  (das  abgebildete  Stück  gehört  in 
die  Sammlung  des  Herrn  A.  H.  Fasse)  ist  oberseits  dem  mylUta-^  sehr  ähnlich.  ■ —  Als  ab.  peruviana  Stgr.  i.  1. 
kursieren  Stücke,  bei  denen  die  weißen  Flecke  auf  der  Oberseite  der  Vflgl  nur  angedeutet  sind,  bzAv.  teilweise 
fehlen. 


D.  zenobia  Bates  (101  A  i)  vom  oberen  Amazonas  steht  bezüglich  der  Färbung  der  Oberseite  und 
der  Zeichnung  der  Unterseite  allein.  Das  $  ist  noch  nicht  bekannt. 

D.  meridionalis  S'pec.  nov.  (101  B  a)  von  Paraguay  hat  in  der  lichtgelb  gefüllten  Submarginalbinde  der 
Hflgl  drei  kleine  Augenflecke,  sonst  ist  die  Unterseite  ähnlich  derjenigen  von  arene,  doch  fehlen  der  meridionalis 
die  scliAvarzen  Augenfleckchen  in  der  Vflglspitze,  wo  vielmehr  ein  größerer  Aveißer  Fleck  steht. 

D.  arene  (101  A  i)  vom  unteren  Amazonas  hat  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  eine  vollständige  Reihe 
von  5  Augenflecken,  wodurch  die  Hflgl-Unterseite  an  die  Satyridengattung  Euptycliia  erinnert. 

D.  persis  Heio.  (101  A  i)  vom  oberen  Amazonas  ist  durch  die  dunkel  himmelblaue  Oberseite  in  dieser 
Gattung  eine  fremde  Erscheinung.  Die  Unterseite  ist  ähnlich  derjenigen  von  arene,  doch  sind  die  Augenflecke 
mit  Ausnahme  des  vordersten  nur  durch  schwarze  Punkte  angedeutet. 

Ueber  D.  myrsoti  DU.-Heiv.  und  aerata  vermögen  wir  nichts  zu  sagen,  Aveil  es  uns  nicht  gelungen  ist, 
die  Literatur  über  diese  Ai’ten  zu  erlangen. 


47.  Gattung:  Cyclogramma  Dbl. 

Dem  Habitus  nach  steht  diese,  aus  AA^enigen  tropischen  Arten  bestehende  Gattung  zAAÜschen  den  Cyh- 
delis  und  deMCatagramma]  letzteren  ziemlich  nahe,  aber  mit  längeren  Beinen,  Avie  sie  Falter  besitzen,  die  sich 
gern  an  Baumstämme  setzen,  Avie  die  Ageronia,  die  Gynaecia  u.  a.  Bei  Callicore,  denen  die  C yclogranima  auch 
bezüglich  der  Hflglunterseite  sehr  nahe  stehen  — •  sie  zeigen  auch  die  Ziffer  88,  nur  etAvas  verschoben  —  fehlt 
die  obere  Discocellularis  der  Vflgl  ganz;  bei  Cyclogramma  ist  sie  vorhanden,  Avenn  auch  kurz.  Die  x4ugen  sind 
behaart,  die  Fühler  mittellang  mit  etAvas  löffelförmig  eintrocknender  Keule,  che  Mittelschienen  A’erlängert,  die 
Vflgl  von  normaler  Gestalt  mit  ganz  scliAvach  konkavem  Saum,  die  Hflgl  mit  gerade  abgeschnittenem  Vrd  und 
scliAvach  gcAvelltem  xMißenrcl.  Reuter  scheint  darauf  GeAvicht  zu  legen,  daß  die  Pal])ens])itzen  nicht  Avie  bei 
den  sonst  nahestehenden  Perisama  herabgebogen  sind ;  aber  das  ist  nicht  konstant,  Avahrscheinhch  kann  der 
Falter  die  Palpenspitzen  etwas  senken  oder  ausstrecken;  die  beim  Verenden  eingenommene  Haltung  bleibt 
dann.  Wir  kennen  2  irrten,  die  sich  von  Mexico  über  Zentral-x4merika  verbreiten  und  das  nördlichste  Süd- 
Amerika  noch  erreichen,  aber  über  ihre  dugendstadien  ist  mir  nichts  l)ckannt  und  Amn  ihrer  LebensAveise  nur 
soviel,  daß  sie  an  Bächen  und  feuchten  Wegstellen  saugen  und  Blumen  zu  verschmähen  scheinen. 


HAEMATEEA;  JAMENITIDI.  Voji  Er.  A.  Siarz. 


509 


C.  pandama  Dhl.  u.  Heu-!.  (102  B  h).  Tief  (luiikcn)raun,  der  schwarze  Apicalteil  der  Vflgl  v(jn  eitiei'  sclirä-  pandania. 
gen  ()rangel)uide  abgeteilt;  vor  dem  Apex  ein  weißes  Eieckchen.  Untorseits  zeig(!n  di(i  Vflgl  rol(m  1  niieid(;il. 
die  Hflgl  4  zu  zwei  Achten  vereinigte  Ringe.  Mexico  bis  Panama,  nicht  reiten. 

C.  bachis  Dhl.  (=  bimacnlata  Hew.)  (103  A  a).  Unterseits  ganz  ähnlich  der  vorigen  Art,  aber  olxm  steht  ijnr/ii.s. 
anstelle  des  Orangebandes  noch  ein  größerer  weißer  Schrägfleck.  Jfie  Vflgl  schimmern  in  ihrem  Wnj-zelteil  lila, 
die  Hflgl  l)lan.  Nur  in  Mexico  (z.  B.  (Jaxaca),  nicht  häufig. 

48.  Clattuiig-:  Haeiiiatera  Dbl. 

-Die  reizenden  Ealterchen,  welche  diese  kleine  Gattung  bilden,  sind  oben  dunkelbraun  und  scharlach- 
oder  zinnoberrot.  Unten  gleichen  die  Vflgl  ganz  denen  einer  CalUcore,  aber  die  Hflgl  sind  blattartig  gefärbt, 
ohne  die  charakteristischen  Linien  und  Zeichen  der  vorhergehenden  Gattungen.  Systematisch  bringt  sie  die. 
Beschaffenheit  der  Palpen,  deren  Behaarung  nsw.,  den  Cyclogrdnitud  am  nächsten.  Auch  die  Raupen  weisen 
nach  W.  Müllfr  auf  diese  Gruppe  hin;  sie  leben  an  Sapindaceen.  Der  Hauptunterschied  der  Ildetn/iterd  von 
den  vorigen  Gattungen  dürfte  in  den  biologischen  Gepflogenheiten  beider  Gruppen  seinen  Grund  haben  und 
besteht  darm,  daß  die  Cdllicore  usw.  Putz-,  die  H demuterd  Schutzfarbe  auf  cler  Unterseite  zeigen,  ln  Süd-Bi-a- 
silien  fand  ich  gegen  Abend  schlafende  Cdllicore  nui‘  ganz  selten,  und  zwar  beim  Durchsuchen  der  Büsche  nach 
Rau])en.  Ich  traf  sie  dann  ganz  im  Innern  fler  Büsche,  mit  eingeschobenen  Vflgln  völlig  versteckt  am  Hau])t- 
stengel  kopfabwärts  ruhend ;  Aiq  Hdedidterd  pyrdtaus  dagegen,  die  in  Süd-Brasilien  stellenweise  häufig  ist,  klopfte 
ich  aus  den  Enden  der  Buschzweige,  wo  sie,  durch  die  Unterseite  geschützt,  einem  dürren  Blättchen  ähnlich, 
irnerkennbar  aber  völlig  frei  geruht  hatte. 

Auf  dem  Vflgl  entspringt  der  1.  Subcostalast  direkt  vor,  der  2.  etwas  hinter'^lem  Zellende;  die  obere 
Discocellularis  ist  länger  als  bei  den  andern  Cdtdgrdnimidi,  die  untere  fehlt,  da  die  mittlere  unmittelbar  in  die 
mittlere  Radialis  umbiegt.  Die  Hauptadern  sind  an  der  Vflglwurzel  leicht  verdickt,  aber  nicht  eigentlich  bla^'^ig 
errveitert.  Die  Rp  hat  nur  solange  sie  ganz  klein  ist  winzige  Dornenstummel,  die  sich  bald  verlieren  iind  in 
eine  weiße  Körnelung  übergehen.  Die  Falter  fliegen  im  Sonnenschein  auf  Wegen  und  an  Gel)üschen. 

H.  pyramus.  Es  gibt  wohl  in  dieser  Gattung  nur  eine  Art,  trotzdem  manche  Autoren  2  oder  3  annehmen. 

Als  pryamusF.  (102  B  g)  wird  die  brasilianische  Form  angesehen,  deren  $  nur  ein  schmales,  blutrotes  Vflgl-Band  pri/amus. 
und  auf  dem  Hflgl  höchstens  eine  schwache  rote  Mittelwolke  hat.  Ich  fing  dieses  Tier  im  allersüdlichsten  Bra¬ 
silien.  Zu  diesem  $  mit  ganz  odei’  fast  ganz  braunen  Hflgln  gehört  als  die  Form,  die  auf  V-  und  Hflgl  bieit 
braune  Flglwurzel  hat.  —  thysbe  Dhl.  u.  Hew.  (102  B  h)  ist  dann  die  Nordform  mit  bis  auf  den  Apicalteil  ganz  ihysbc. 
roten  Vflgln  und  auch  mehr  Rot  im  Hflgl.  Die  Vflgl  zeigen  kaum  noch  die  äußerste  Wurzel  braun  getrübt 
und  ich  besitze  (^'8'  Columbien,  wo  die  Verdunkelung  der  Vflghvurzel  überhaupt  fehlt;  diese  Form  fliegt 
von  Amazonas  ab  im  ganzen  nördlichen  Süd- Amerika.  —  rubra  Ka.ye,  von  Trinidad,  ist  eine  jener  ziemlich  ver-  rubra. 
breiteten  Mittelformen,  deren  die  Vflgl  von  thyshe,  die  Hflgl  von  pyramus  hat,  die  schon  Statoixcek  be¬ 
schreibt,  ohne  sie  zu  benennen.  —  Rpgrün,  weiß  gerieselt,  in  der  Mitte  stark  verdickt,  nur  an  den  Seiten  verküm¬ 
merte  Dörnchen  und  auf  dem  Kopf  2  lange  verästelte  Hörner;  kein  Seitenstreif.  Sie  lebt  an  Urvillea  ulmacea 
und  ruht  wie  eine  Apaturd-'Rp  mit  gesenktem  Kopfe  und  miü  auf  die  Unterlage  aufgelegten  Hörnern.  Sie  ver¬ 
wandelt  sich  nach  3 — 4  M^ochen  in  eine  grüne,  w^eiß  gerieselte  Pp  von  der  ungefähren  Gestalt  einer  Arasclinia 
prorsa-Vp,  die  nach  wenig  Tagen  den  Falter  ergibt.  Die  Schmetterliiige  fliegen  überall  im  heißen  Süd- Amerika, 
treten  in  manchen  Jahren  sehr  zahlreich  auf  und  lieben  feuchte  Wegstellen  und  Bachufer,  wo  man  sie  zuweilen 
in  Anzahl  zusammentrifft;  aufgescheucht  flattern  sie  auf  einen  benachbarten  Buschzweig,  wo  sie  da-^  Verschwin¬ 
den  der  Gefahr  abwarten.  Je  nach  der  Fluggegend  finden  sich  Ptebergänge  zu  der  zuerst  beschriebenen  Form, 
so  daß  man  viele  Namen  geben  könnte. 

Gruppe  Limenitidi. 

Die  Eisfalter,  die  in  Afrika  und  Australien  fehlen,  sonst  aber  über  die  gesamten  gemäßigten  und  warmen 
Gegenden  der  Erde  verbreitet  sind,  zeigen  eine  Vorliebe  für  eine  schwarze,  von  weißer  Postmedianbinde  durch¬ 
zogene  Ober-  und  eine  bunte  Unterseite.  Fast  nur  wo  mimetische  Einflüsse  das  ursprüngliche  Färbungsmuster 
zerstört  haben,  oder  avo  Metallfarben  übergelagert  sind,  finden  wir  durchgreifende  Abweichungen ;  aber  auch  im 
letzteren  Falle,  wie  z.  B.  bei  Dynamine,  dringt  die  Urfärbung  bei  den  diesen  die  iMetallfarben  fehlen, 

wieder  durch.  Die  Dynamine,  die  wir,  den  Katalogw-erken  folgend,  hinter  den  Ga.tngm.ninn'Jf  abgehandelt  haben, 
sollten  richtiger  an  dieser  Stelle  stehen  *).  —  Die  Rp  der  Eisfalter  haben  eigentümlich  reduzierte  Dornen,  indem 
eine  Anzahl  der  ursprünglich  angelegten  Dornen  später  verschwindet,  andre  vereinzelte  aber  sich  zu  paarigen 
gestachelten  Keulen  oder  zu  unpaaren  Zapfen  auswurchsen.  N\ir  die  D ynamine-Dp  entfernt  sich  von  diesem 

*)  Anatomisch  stehen  sie  ziemlich  isoliert.  Der  ungemein  lange  Penis  und  Saccus  sind  durchaus  apaturoid.  der 
robuste  Uncus  limenitoid  und  die  prächtig  geformte  Valve  findet  in  der  Kühnheit  der  Structur  nur  Eivalen  unter  den 
Anjijnnidi.  (II.  FR  Uli  ST  OPFER) 


510 


ADELPHA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Typ,  fla  yie  die  Gewohnheit  hat,  «icii  in  Knospen  einznf ressen,  weshalb  das  Vorderteil  der  Rp.,  um  dem  Ein¬ 
bohren  kein  Hindernis  zn  schaffen,  glatt  ist.  Die  Puppe  ist  charakterisiert  durch  einen  Fortsatz  auf  dem  Rük- 
ken,  der  bei  den  einzelnen  Gattungen  genauer  beschrieben  ist;  der  Kopf  ohne  eigentliche  Spitzen,  aber  zu¬ 
weilen  mit  eigentümlichen  Flügel-Anhängen,  doch  letzteres  meist  bei  indischen  Arten.  Die  Schmetterlinge  lieben 
Waldwege,  auf  denen  sie  sich  in  stoßweise  schwimmendem  Fluge  auf-  und  abbewegen;  sie  sind  meist  gute  Flie¬ 
ger  und  besuchen  feuchte  Wegstellen  und  Bachufer,  manche  kommen  an  den  Köder,  viele  lieben  auch  Blumen. 


49.  Gattung’;  Hbn. 

Dieses  an  Formen  so  mannigfache  Genus  wird  an  Artenreichtum  nur  von  wenigen  anderen  Gattungen 
überboten  und  muß  als  die  unbedingt  vielgestaltigste  der  Limenitiden  des  gesamten  Erdballs  aufgefaßt  werden. 
An  Artenzahl  überlegen  sind  ihr  nur  die  neotropischen  Gattungen  Heliconius,  Actmote,  Phyciodes  und  allenfalls 
gleich  die  indo-australischen  Neptiden. 

Die  stechen  jedoch  nicht  allein  durch  Artenfülle  hervor,  sondern  sie  überbieten  vermutlich  alle 

übrigen  neotropischen  Nymphalidengenera  durch  ihren  Individuenreichtu  m.  8ie  zählen  zu  den  Gharakterschmetter- 
lingen  der  Landschaft,  die  überall  gegenwärtig  sind,  ebenso  wie  auf  indo-australischem  Boden  die  Neptiden. 

ln  der  Struktur  sind  sie  der  Gattung  Limenitis  so  nahe  verwandt,  daß  durchgreifende  Unterschiede 
überhaupt  nicht  hervorgehoben  werden  können;  doch  besitzen  sie  weniger  stark  behaarte  Palpen  und  dünnere 
Vorderfüße  der  Auch  haben  alle  behaarte  Augen,  während  bei  den  indischen  Verwandten  Artenreihen  mit 
behaarten  und  unhehaarten  Augen  einander  ablösen. 

Die  Abzweigung  der  Subcostaläste  ist  genau  wie  bei  Limenitis  \  auch  hier  liegen  der  2.  und  3.  an  ihrem 
Ursprung  eine  kurze  Strecke  der  Hau])tader  an.  Die  Zelle  der  Vflgl  ist  stets  durch  eine  feine,  etwas  gebogene 
hintere  Discocellulare  geschlossen,  welche  die  Mediana  entweder  schief  oder  senkrecht,  kurz  nach  dem  2.  Aste, 
verbindet;  die  Zelle  der  Hflgl  offen.  Die  Präcostale  ist  nach  außen  gebogen  und  steht  genau  am  Ursprung  der 
Subcostale.  —  Die  (J(J-Vorderfüsse  sehr  fein  u]id  dünn,  beschuppt.  Tarsus  %  der  Tibia,  diese  wenig  kürzer  als 
der  Femur. 

Im  Geäder  der  Vflgl  weichen  einige  Arten  {hirn  Heiv.,  isis  Drury,  epione  Godt.)  insofern  ab,  als  hier  der 
2.  Subcostal-Ast  iiach  dem  Zellende  entspringt.  Diese  Arten  sind  auch  ganz  abweichend  gefärbt,  doch  stimmen  sie 
in  allen  übrigen  Merkmalen  gut  mit  dem  Ty2)us  überein,  so  daß  nur  eine  subgenerelle  Ti  ennung  statthaft  sein  dürfte. 

Trotz  der  Vielzahl  der  Arten  haben  die  meisten  Adelpha  den  gleichen  typischen  Habitus  und  die  Zeich- 
nungsaiilage,  welche  sie  auf  den  ersten  Blick  kenntlich  macht.  Nur  die  bereits  erwähnten,  sich  auch  im  Geäder 
unterscheidenden  Arten  sind  vollständig  abweichend  gefärbt  und  auch  im  Habitus  verschieden:  A.  lara  und 
isis  tragen  carminrote,  epione  eine  weiße  Querbinde  über  die  schwarzen  Vflgl.  Die  große  Mehrzahl  der  Adolphen 
hat  dagegen  auf  braunschwarzem,  dunkelgestreiften  Grund  entweder  eine  orangegelbe  oder  weiße  Längsbinde. 
Diese  ändert  mannigfach  ab,  verkleinert  sich  oder  löst  sich  in  Flecken  auf,  oder  verschwindet  auf  einem  Flügel 
ganz.  Oft  ist  die  Vflgl-Binde  orange,  die  der  Hflgl  weiß,  so  in  mannigfaltigster  Weise  variierend  und  doch  den 
allgemeinen  Typus  festhaltend. 

Von  l)esonderer  Bedeutung  für  die  Artengruppierung  ist  die  8telhnig  des  orangefarbenen  Präapical- 
flecks  einiger  8peciesreihen,  doch  sind  alle  Charakteristika  noch  in  Fluktuation,  so  namentlich  auch  die  Rück¬ 
seite,  deren  eigenartige  8treifung  nicht  nur  je  nach  der  geographischen  Lage,  sondern  zeitlich  und  individuell 
variiert.  Es  gibt  außer  den  Phyciodes  und  gewissen  Euthiliiden  somit  kaum  ein  Rhopalocerengenus,  welches 
der  systematischen  und  synoptischen  Behandlung  größere  8chwierigkeiten  bietet  als  diese  Gattung.  Dazu 
kommt,  daß  auch  die  Anatomie  der  Geschlechtsorgane  bei  verwandten  Arten  nur  unsichere  Anhaltspunkte  er¬ 
gibt.  Die  Klammei'organe  sind  durchaus  limenitoid  und  nähern  sich  in  ihren  großen  Zügen  dermaßen  jenen 
der  Gattung  Pantoporia  (Athyma),  daß  es  nach  dem  8tande  unserer  jetzigen,  freilich  noch  primitiven 
Kenntnis  völlig  ausgeschlossen  wäre,  nicht  mit  Namen  versehene  Organe  oder  Photographien  derselben 
mit  8icherheit  nach  ihrer  Zugehörigkeit  zu  erkennen. 

Nach  ca.  60  von  mir  untersuchten  8pecies  und  Formen  lassen  sich  zwei  Hauptgruppen  unterscheiden. 

a)  Valve  mit  dorsalem  Ansatz,  der  rudimentär  sein  kann,  oder  in  allen  Zwischenstufen  bis  zu  je  Vs 
Valvenlänge  auswächst. 

ß)  Valve  ohne  dorsalen  Fortsatz. 

Die  erste  Gruppe  ist  z.  T.  kombiniert  mit  ungewöhnlich  langem,  schmalem  z.  T.  scharfgespitztem  Lhrcus, 
doch  variiert  die  Gestalt  des  Lbicus  bei  den  übrigen  iVrten  von  einer  scharfen,  schöngeformten,  schlanken  und 
gebogenen  8pitze  bis  zu  breiten  plumpen  Ansätzen.  Die  Valve  hat  stets  eine  dorsale  Furche,  welche 
Godmann  und  8alvin  bereits  beobachteten,  und  ist  meistens  ventral  gezähnt.  Doch  gibt  es  alle  LTebergänge 
bis  zu  gänzlich  unbewehrten  Valven,  welche  dann  besonders  athymoid  gebildet  sind.  Die  Valve  kann  einfach 
zylindrisch,  oder  bauchig  ungemein  erweitert  sein  und  außer  schlanken  Formen  mit  stumpfem  Ende 
existieren  auch  fast  cpiadratische  mit  zwei  oder  drei  nadelspitzen  Zähnchen  (Anklang  an  Limenitis  procris  von 
Indien  und  Ceylon).  Penis  in  der  Regel  kurz,  stumpf,  doch  gibt  es  auch  Arten  mit  äußerst  spitzem  hacken- 


ADELPHA.  Von  H.  Fruhstorfior. 


öl  ] 


förmig  gekrümmten  Ende.  Saccus  löft'elartig  erweitert.  Valve  maneJimal  sein'  Jang  l)eliaarl,  gcdegenllieli  aneli 
mir  mit  lairzen  Borsten,  der  l>asale  oder  sn])])asale  Zapfen  stets  mit  Borsten  oder  Warzen,  lieweJirt. 

Die  Raupen  von  gleichen,  soweit  sie  lieleannt  geworden,  im  allgemeinen  den  /yfmr'//i/f.s-Iiau])en  ; 

einige  besitzen  noch  verzweigte  Dornen,  bei  andern  sind  dieselben  in  kurze  lichaarte  Kküschzajihui  vcu'wandell . 
Der  Kopf  ist  mit  kurzen  Dornen  besetzt.  Die  Puppen  sind  nach  Dr.  W.  Müller  von  einer  sonderliaren  (leslalt, 
mit  2  Hörnern  am  Kopf  und  breiten  Flügelkanten,  meist  von  brauner  Farbe  mit  mehr  oder  weniger  Afetallglanz. 

Nach  Michael  setzen  sich  Adeiphn  gern  mit  ausgebreiteten  Flügeln  auf  Blätter  oder  auf  den  finden  und 
sind  hier  die  gewöhnlichsten,  den  Wald  in  auffälligster  Welse  belebenden  Nymphaliden. 

Die  schwebende  Art,  mit  der  Adolphen  nach  Dr.  Hahnel  fliegen,  ist  eine  der  elegantesten  Formen  der  Be¬ 
wegung,  indem  sie  mit  etwas  konvex  getragenen  Flgln  nur  wenig  zucken  und  doch  sjjielend  sich  aus  der  Höhe 
herabsenken  und  mit  gleicher  Leichtigkeit  wieder  ansteigen.  Niemals  indes  fliegen  sie  längere  Zeit,  sondern 
lassen  sich  immer  wieder  zu  kurzer  Rast  auf  den  Blättern  in  der  Höhe  nieder,  um  dann  von  neuem  einen  Vor¬ 
stoß  nach  einem  benachbarten  Zweig  zu  unternehmen. 

Am  oberen  Amazonas  haben  einige  Arten  Adelpha  die  Manier,  die  Figl  breit  aufzu legen  und  ihr  Ge¬ 
baren  wird  von  Megahira,  kleinen  Eryoiniden  und  Hesperiden  nachgeahmt,  während  sich  einige  Papilio-Arten, 
welche  sich  stets  in  ihrer  Gesellschaft  befinden,  wie  lycidas,  varus,  crassus  und  sesostris  durch  ihre  dunklen 
Gestalten  und  geschlossenen  Figl  scharf  von  ihnen  abheben. 

Adelpha  sind  stets  Stammgäste  in  den  Schulen  von  Tagfaltern,  die  sich  am  Ufer  Tag  für  Tag  einfinden 
um  inmitten  von  Eunica  und  Megahira,  von  den  Zweigen  herab,  sich  an  einem  breit  von  der  Sonne  getroffenen 
Fleck  ansammeln.  Auch  kamen  sie  bei  Pebas  an  den  von  Dr.  Hahkel  auf  Blätter  gebrachten  Exkrementen- 
Köder  zusammen  mit  Pyrhogyra  und  Temenis. 

Dr.  Hahnel  hat  auch  einmal  beobachtet,  daß  sich  eine  Adelpha  bei  Obidos  häufig  an  dem  von  ihm  prä¬ 
parierten  Köder  von  Bananen  einfand.  Doch  war  sie  lieständig  umlauert  von  einer  gierigen  Eidechse,  die  trotz 
ihrer  plumpen  Füße  mit  aller  Wut  auf  die  Adelpha  zuschoß.  Der  Falter  rettete  sich  in  tlie  Höhe  und  setzte  sich 
auf  ein  Blatt.  Wenn  er  aber  nach  einiger  Zeit  von  dem  trügerischen  Köder  angelockt  wieder  auf  den  Boden  kam, 
griff  sein  Feind  von  Neuem  an.  Dies  wiederholte  sich  etwa  10  mal,  bis  die  Eidechse  es  endlich  aufgab,  die 
durch  die  Uebung  gewandte  Adelpha  weiter  zu  belästigen. 

Ueber  die  vertikale  Verbreitung  ist  wenig  bekannt;  die  Adelphen  sind  jedoch  vorwiegend  Bewohner 
der  Ebene.  Einige  Species  sind  aber  durchaus  alpin,  so  z.  B.  olynthia  welche  in  Columbien  bis  2500  m  empor 
vorkommt  und  nie  unter  2000  m  angetroffen  wird.  Eine  Art  wurde  am  Vullcan  Irazu  in  Costa-Rica  noch  auf 
2800  m  Höhe  beobachtet.  In  Bolivien  ist  A.aricia  nach  einer  Angabe  des  Herrn  Fasse  die  höchstfliegende 
Art,  welche  sich  in  denselben  Höhengrenzen  bewegt.  Die  Adelphen,  von  den  Amerikanern  ,,.sisfer.s‘\  die 
Schwestern  genannt,  sind  von  Mexico  an  lückenlos  bis  zum  südlichen  Bolivien  verbreitet  und  an  der  atlan¬ 
tischen  Küste  treffen  wir  sie  von  Westindien  (Trinidad)  bis  zum  südlichen  Brasilien,  Das  zentralamerikanische 
Gebiet  mit  31  Arten  ist  besonders  reich;  am  Amazonas  finden  sich  13  Species,  in  Rio  Grandedo  Sul  noch  ca. 
7.  Ganz  eigentümlich  ist  die  Fauna  der  Anden. 

Zwei  Artengruppen,  welche  Felder  zuerst  erkannt  hat:  Zelle  der  Vflgl  kuiz  =  Adelpha.  Hhn.;  Zelle 
der  Vflgl  länglich  =  H eterochroa  Bsd.  *) 


A)  Artengruppe  Adelpha. 

a)  Nur  ein  Subcostalast  vor  dem  Zellende. 

A.  Isis.  Leicht  kenntlich  an  einer  roten  Schrägbinde  der  Vflgl,  welche  namentlich  beim  $  je  nach  der  Lo¬ 
kalität  auch  an  Ausdehnung  variiert.  Die  Art  ist  auf  das  mittlere  und  südliche  Brasilien  beschränkt,  überall 
sehr  selten.  Wenn  wir  Exemplare  aus  Rio  de  .laneiro  als  typisch  betrachten  (isisDrar?/)  läßt  sich  die  luxuriante  isis. 
Rasse  aus  Espiritu  Santo  mit  ganz  roter  Vflglzelle  als  divina  Frühst,  abtrennen,  divina  fällt  insbesondere  auf  divina. 
durch  einen  länglichen,  etwa  1  cm  breiten  roten  Basalfleck  oberhalb  der  Submediane  der  Vflgl.  Dieser  rote  Fleck  ■ 
fehlt  bei  der  Rio-Form  und  auch  jener  distinkten  Rasse,  die  Sa.  Catharina  bewohnt  und  als  pseudagrias  UrR/nsR  pscudag- 
(J08f  als  isis)  beschrieben  wurde,  pseudagrias  ist  dadurch  charakterisiert,  daß  sich  die  rote  subapicale  Querbinde 
der  Vflgl  stark  verschmälert  und  daß  statt  dreier  rötlicher  Querliinden  sich  in  der  Vflglzelle  des  E  roter, 

runder  Punkt  bemerkbar  macht.  Beim  $  ist  dieser  Punkt  auch  vorhanden,  darüber  lagert  aber  noch  eine 
rudimentäre  Binde,  pseudagrias  stellt  sich  somit  als  eine  melanotische  Form  dar  der  helleren  Rassen  des  nörd¬ 
licheren  Brasiliens  und  erinnert  dadurch  an  die  gleichfalls  dunkle  Agrias  dmaliana  Stgr.  von  Sa.  Catharina, 
die  ebenfalls  durch  ihr  reduziertes  Rot  von  der  helleren  und  farbenreicheren,  in  Rio  de  Janeiro  vorkommenden 
Agrias  claudina  Godt.  {—  anetta  Gray)  differiert.  Klammerorgane  charakterisiert  durch  die  äußerst  lang  be- 
borstete  Valve  und  die  schönen  Linien  ihrer  Kontur.  Auf  eine  breite  Basis  folgt  eine  zylindrische  distale  Partie, 

Vielehe  ventral  deutlich  gezähnt  ist.  Der  dorsale  Fortsatz  unregelmäßig,  nach  oben  erheblich  verjüngt.  Uncus- 
spitze  ventral  verdickt. 

*)  Anatomisch  ergeben  sich  gleichfalls  2  Artenserien.  Diese  stimmen  jedoch  nicht  überein  mit  jenen,  welche  auf 
die  Structur  basiert  werden,  (truppe  A. )  mit  Clunicula,  einem  dorsalen  Fortsatz  der  Valve.  B.)  Ohne  t’luuicida;  umfaßt 
nur  wenige,  aber  die  prächtigsten  Arten  der  Gattung. 


512 


ADELPHA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


A.  lara  ersetzt  A.  isis  in  Venezuela  und  der  andinischen  Region.  8ie  ist  von  der  brasilianischen  isis  haupt¬ 
sächlich  differenziert  durch  das  Fehlen  cellularer  Rotflecken  der  Vflgl-Oberseite,  während  die  Unterseite 
lara.  kennbar  ist  an  gelbbraunen  statt  roten  Zelldekorationen.  Zwei  Territorialformen;  lara  Heiv.  mit  einer  regel- 
mätligen,  distal  nur  unmerklich  konvex  ausgebogenen  roten  Transversalbinde  der  Vflgl.  Die  Unterseite  rei¬ 
cher  violett,  stets  ohne  schwarze  Medianbiude  im  analen  Teil  derHflgl.  Das  $  ist  nur  mäßig  größer  als  das 
malnas.  ^  etwas  lichter  braun  und  auch  unterseits  etwas  fahler  als  die  AS-  Venezuela.  —  mainas  nov.  (108  f  als 

hfra)  findet  sich  von  Columbien  an  bis  Bolivien  längs  der  Andenkette.  A'.  die  rote  Binde  distal  unregelmäßiger. 
Die  Unterseite  mit  einer  blassen  aber  am  costalen  und  analen  Ende  prächtig  rotgeschminkten  Schrägbinde. 
Das  2,  welches  mir  vom  Rio-Negro  vorlag,  im  selben  Verhältnis  zum  A  wie  das  $  von  lara.  Klammerorgane 
im  allgemeinen  von  demselben  Bau  wie  bei  isis.  Valve  mit  ebenso  langen  Borsten  besetzt.  Die  Clunicula  aber 
gleichmäßiger  mit  breiterer  Peripherie.  Unsusspitze  ohne  mediale  Verdickung.  Valve  in  ihren  äußeren  Partien 
schlanker.  Die  Differenzierung  ist  aber  noch  in  ihren  Anfängen  und  beweist  viel  mehr  die  Zugehörigkeit  voir 
A.  lara  zu  A.  isis  als  deren  spezifische  Verschiedenheit.  Medianbinde  der  Hflgl  wenn  auch  nur  strichförmig 
doch  stets  deutlich.  Peru,  Bolivien;  in  einer  Internrediatform  auch  in  Ecuador,  nirgends  selten. 

ß)  Zwei  Subcostaläste  vor  dem  Zellapex. 

A.  epione  die  einzige  Art  der  gesamten  Gattung  mit  rein  weißer  Transversalbinde  der  Vflgl.  Zwei  Areal- 
af/Ula.  formen:  agilla  Frühst.  (108  e  als  epione)  findet  sich  längs  der  Anden  voir  Columbien  bis  Bolivien,  woher  das 
abgebildeteExemplar  stanrmt.  DieBreite  der  braunen  medianen  Binde  der  Unterseite  der  Hflgl  wechselt  ohne  Rück- 
ppione.  sicht  auf  die  Lokalität.  —  epione  Godt.  *),  eine  kleinere  Form,  mit  viel  schmälerer  Weißbinde  der  Vflgl,  und 
prominenten  weißen  Anteterminalfleckchen  der  Hflgl-Unterseite.  In  meiner  Sammlung  aus  Espirito  Santo, 
aber  auch  bei  Rio  de  Janeiro  vorkommend,  und  in  der  STAuniNGER’schen  Sammlung  befinden  sieh  ^-us  Casa- 
Branca  vom  Staate  Parana. 

cponuia.  A.  eponina  Stgr.  Eine  interessante  Species,  deren  weiße  Binde  sich  nach  dem  Costalrand  zu  bereits 

aufzulösen  und  in  Graubraun  zu  verfärben  beginnt.  Unterseite  besonders  characteristisch  durch  ausgedehnte 
vohtpls.  grauviolette  Partien.  Columbien,  Cauca-Tal.  —  volupis  subsp.  nov.  ist  eine  prächtige  Form  vom  Rio-Aquacatal 
aus  2000  m  Höhe  der  West-Cordillere  Columbiens  mit  wesentlich  verschmälerter  nur  bis  zur  hinteren  Mediana 
ausgedehnter  und  dort  bereits  sich  verlierender  weißer  Schmuckbinde  der  Vflgl.  Auch  auf  der  Unterseite 
beginnt  die  weiße  Bänderung  zurückzutreten,  was  besonders  durch  die  Reduktion  der  weißen  Mittelbinde 
zum  Ausdruck  kommt. 

hypscnor.  A.  hypseiiof  Godni.  u.  Salv.  (108  f  in  verdruckt.)  ist  bisher  nur  aus  der  Provinz  Antiocpiia,  dem 

Ca\ica-Tal  in  Columbien,  mit  Sicherheit  bekannt  gewesen.  Fasse  hat  sie  auf  2000  m  Höhe  am  Rio  Aquacatal 
in  der  West-Cordillere  entdeckt.  Die  Lhiterseite  gleicht  jener  von  A.  mesentina  (108  e),  nur  sind  die  Rotflecken 
durch  gelbbraune  ersetzt.  Das  $  ist  größer,  auf  beiden  Seiten  heller  braun  als  das  A  einer  etwas  breiteren 
weißen  Schrägbinde,  hypsenor  leitet  bereits  über  zu  der  Gruppe  mit  ockergelben  Binden  der  Vflgl,  zu  welcher 

sophax.  A.  zaimona  gehört.  Wir  haben  zwei  Ortsformen  zvi  erwähnen:  sophax  Goc/m.  u.  Salv.  (108  d)  von  Costa- 

Rica,  Panama  und  einigen  Distrikten  von  Columbien.  Unterseite  mit  schmaler  grauvioletter  Sid^basalbinde 
zalmomi.  der  Vflgl  und  zalmotia  Hew.  von  Columbien  ohne  genaueren  Fundort  mit  erheblich  breiterem  Band  der  Hflgl. 

A.  melanthe,  eine  prächtige  leicht  kenntliche  Art  mit  fast  doppelt  so  breiter  dunkel  chromgelber  Zone 
vielanihe.  der  Vflgl  als  sophax.  Drei  geographische  Rassen:  melanthe  Bates  mit  zwei  weißen  Punkten  in  der  Vflglzelle 
7)ieiani])pe.  Zentral-Amerika  von  Mexiko  an  bis  Panama  in  lichten  Wäldern  zwischen  000  und  1000  m  Höhe.  —  melanippe 
spruccana.  Godni.  u.  Salv.  mit  verschmälertem  und  verdunkeltem  gelblichem  Band  der  Vflgl.  Columbien.  —  spruceana  Bat.  mit 
noch  weiter  fortgeschrittener  Verschmälerung  der  Mittelbinde  und  wie  nielanippe  ohne  weiße  Zellpunkte  der 
Vflgl.  Ecuador.  Klammerorgane  noch  durchaus  vom  Charakter  der  Adelplm  isis-lara,  Valve  basal  etwas  schmäler, 
ventral  weniger  konvex  vorspringend,  die  Clunicula  nach  oben  etwas  schlanker.  Penisspitze  schärfer  gescliAvungen. 

A.  mesentina  eine  ziemlich  seltene,  äußerst  characteristisch e  Wt  mit  rötlich  ockerfarbenem  Feld  der  Vflgl. 
chancha.  Nur  zwei  wenig  scharf  geschiedene  Abzweigungen:  chancha  Stgr.  (108e  als  mesentina)  mit  verbreiterten  schwar¬ 
zen  Längsbinden  auf  beiden  Seiten  der  Hflgl.  Peru. — Die  Namenstype  ist  auf  ein  Exemplar  mit  verkürzter 
mesentina.  rotbrauner  Binde  der  Vflgl  basiert :  mesentina  CV.  **)  unterseits  etwas  fahler  als  die  andinische  Form.  Cärycnne, 
Sixrinam,  Amazonas.  Auch  von  Venezuela  und  Ecuador  im  Tring-Museum. 

B)  Artengruppe  Heterochroa. 

A.  irmina  eine  häufige  Art  der  ockerfarbenen  Gruppe  der  großen  //eteroc/woa-Section  der  Gesamt-Gat¬ 
tung.  Relativ  groß  mit  steil  gerichteter  Mittelbinde  der  Vflgl.  Lhiterseite  ähnlich  jener  von  A.  irina,  jedoch 
irmina.  mit  weißen  Tropfen  der  Hflgl.  Drei  geographische  Ausläufer:  irmina  Dhl.  (108  f),  welche  je  nach  der  -lahres- 

*)  Valve  heckenfonnig,  basal  bauchig  erweitert,  mit  4  Dornen  bewaffnet.  Clunicula  warzig',  pyramidenförmig,  sehr 
hoch;  Valve  etwas  schlanker  bei  ayilla. 

**)  Valve  kühn  geformt,  ventral  mit  12 — 15  Zähnen  besetzt,  zudem  mit  dorsalem  Höcker,  Clunicxda  mit  auBer- 
ordentlich  breiter  Basis. 


Ausgegeben  6.  X.  1915. 


ADELPHA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


5  Pi 

zeit  abändert.  Eine  nnterseits  etwas  verwaschene  Form  der  regenarmen  Periode  vom  Jaiujar  und  scliärfer 
gezeichnete  (Stücke  der  Regenmonate  (Juni,  JuJi).  Venezuela.  — -fumida  AV/r.  hleil)t  in  der  Größe  hinter  irni/uui,  fnmUlfi. 
zurück  und  die  schmälere  Längshinde  der  Vflgl  ist  scliärfer  gewinkelt.  Von  Ost-Peru.  — wilhelmina  Frühst.  Kleiner  vnlhelmma. 
als  irmina  Dbl.  u.  Hew.  aus  Venezuela,  oherseits  dunkler,  ockerfarhene  Längshinde  beiderseits  mehr  einge¬ 
schnürt,  erheblich  schmaler.  Unterseite:  Vflgl  mit  größeren  Weißpunkten.  Hflgl  mit  viel  schmaleren  weißen 
Makeln.  (Schrägbinde  der  Vflgl  dunkler,  mehr  eingeengt.  Hflgl  in  der  (Suhanalregion  heller  und  reicher  gelb 
gefleckt.  Bolivien.  Klammerorgane  vom  H.  nia^a-Hahitus,  durchaus  verschieden  von  der  A .  isis  und  der  A.  erotia- 
Gruppe.  Valve  auffallend  kurz  mit  2 — 3  äußeren  aber  ohne  ventrale  Zähne.  Clnnicula  hoch,  schmal.  Uncus 
einfach.  Penisspitze  nicht  scharf  aufwärts  gebogen,  sondern  fast  gei'ade. 

A.  irma  bewohnt  Peru  und  Bolivien  als  irma  Frühst.  (108  c).  Oberseite  ähnlich  boreas  Btlr.  und  irma. 
irmina  Dbl.,  die  ockerfarbene  (Schrägbinde  jedoch  proximal  breiter  ausbiegend  und  der  distale  Fleck  an  der 
vorderen  Mediana  fast  freistehend.  Unterseite:  Binde  der  Vflgl  steiler  als  bei  boreas.  Hflgl  rundlicher,  mit 
3  weißlich  violetten  medianen  Querbinden,  von  denen  die  äußere  am  weitesten  in  die  Figlmitte  hineinzieht. 
irma  steht  dadurch  irmina  Dbl.  nahe,  von  der  sie  jedoch  durch’die  matte  Färbung  der  übrigens  auch  schmaleren 
Binden  sofort  zu  trennen  ist.  Peru :  Pozuzzo,  bei  Carabaya  bis  2000  m  sich  erhebend.  —  nadja  Frühst.  Ocker-  nadja. 
farbene  Binde  der  Vflgl  ausgedehnter  als  bei  irma.  Hflgl  von  einer  stattlichen,  schwarzen  Submarginalbinde 
durchzogen,  die  bei  Peru-Exemplaren  nur  obsolet  erscheint.  Unterseite:  gelbliches  (Schrägband  der  Vflgl 
breiter,  heller,  ebenso  alle  Binden  der  Hflgl  reicher  violett  und  breiter  angelegt.  Bolivien.  —  Genitalien  wesent¬ 
lich  von  jenen  von  A.  irmina  differenziert.  Valve  durchaus  schlanker,  ohne  jede  Bedornung,  aber  mit  sein- 
langen  Borsten.  Penisspitze  gekrümmt. 

A.  boreas.  Eine  andinische  (Species  und  von  Columbien  bis  Bolivien  sich  auf  vier  Arealformen  verteilend;, 
ist  namentlich  nnterseits  sehr  veränderlich  in  der  Ausdehnung  purpurner  oder  violetter  i^ietallisch  schimmernder 
Partien.  —  tizonaF/dr.  (108  d)  hat  zwei  deutliche  gelbe  Präapicalfleckchen  der  Vflgl.  Das  $  hat  Fasse  am  oberen  Uzona. 
Rio-Negro  gefunden.  Dessen  Unterseite  ist  fahler,  die  gelbe  Partie  der  Vflgl  breiter,  gleichfalls  blasser.  —  tizo-  tizonides. 
nides  Frühst.  (108  d)  übertrifft  tizona  in  der  Größe;  mit  rundlichen  Hflgln  und  undeutlichen  rotbraunen  Apical- 
flecken,  sehr  breiter,  distal  nur  schwach  gezähnter  (Subapicalbinde  der  Vflgl.  Hflgl-Unterseite  von  einer  schma¬ 
len  braunen  Postmedianbinde  durchzogen.  West-Columbien  und  Cundinamarca.  —  opheltes  sub.sp.  nov.  nuirde  opheltes. 
neuerdings  wieder  in  Panama  entdeckt,  woher  sie  Godman  als  A.  tizona  bereits  abbildete.  Binde  der  Vflgl  ober- 
seits  distal  nur  unmerklich  gezähnt.  Unterseite  mit  breiterer  brauner  Postdiscalbinde  als  tizonides  und  re¬ 
duzierter  Transcellularstreifung.  —  verenda  .SM&sp.  nov.  (108  c)  differiert  von  tizona  durch  verdunkelte  und  wre>!da. 
proximal  tiefer  eingeschnittene  (Schrägbinde  der  Vflgl.  Die  Unterseite  führt  eine  schmälere  Transversalbinde 
der  Vflgl  und  reicheren  weißlichen  Besatz  der  Hflgl.  Peru,  häiifig,  Höhen  von  1500 — 2000  m  bevorziigend.  — 
boreas  Btlr.  gleicht  in  der  Größe  der  A.  irma  (108  c);  Unterseite  arm  an  violettem  Anflug,  das  (Schrägband  der  boreas. 
Vflgl.  scharf  abgesetzt,  blasser  als  bei  verenda.  Bolivien,  auch  am  oberen  Rio-Negro. 

A.  ximena  Fldr.  Die  ansehnlichste  Art  der  Gruppe  mit  ockerfarbenem  Feld  der  Vflgl,  welches  sich  ximena. 
ähnlich  wie  bei  A.  mesentina  (108  e)  ausbreitet  und  von  welchem  aus  sich  noch  drei  Subapicalmakeln  bis  zum 
Costalrande  bindenförmig  erstrecken.  Unterseite  ähnlich  tizona  Fldr.  jedoch  ohne  durchlaufende  Transversal¬ 
binde,  welche  durch  zwei  Reihen  rundlicher  heller  Flecken  ersetzt  wird.  Peru :  Pozuzzo,  nicht  selten. 

A.  salnioneus  bewohnt  Zentralanierika  von  Guatemala  an  und  Columbien.  Es  lassen  sich  zwei  geogra¬ 
phische  (Spaltzweige  absondern.  —  emilia  Frühst.  (108  e),  eine  kleinere  Form  mit  ansehnlicheren  grauvioletten  emilia. 
Binden  wie  sie  salmoneus  (108  e)  aufweist.  Guatemala  bis  zum  Gauca-Thal.  — ■  salmoneus  Btlr.  (108e),  eine  salmoneus. 
stattlichere  Rasse  mit  mehr  streifenförmiger  Bänderung  der  Unterseite.  Oestliches  Columbien  auch  von  Cun¬ 
dinamarca  im  Tring-Museum. 

A.  colada  Fldr.,  eine  außerordentlich  seltene  Art,  von  welcher  nur  die- Type  bekannt  ist,  die  mir  durch  colada. 
das  Entgegenkommen  der  Herren  vom  Tring-Muesum  Vorgelegen  hat.  Oberseits  gleicht  colada  etwa  der  saJ- 
monens  (108  e),  wähernd  sich  die  Unterseite  mehr  boreas  Btlr.  und  noch  eher  A.  irma  Frühst.  (108  c)  anschließt. 

Bogota  (Columbien). 

A.  saundersi,  die  luxurianteste  (Species  der  braungelb  gebänderten  Artenreihe.  Am  imposantesten  wirkt 
die  Unterseite  mit  ihren  prächtigen  silberglänzenden  Spiegeln,  welche  an  Argynnis  adippe  gemahnen  und  unter 
den  Adelphen  ganz  einzig  dasteht.  Nach  Angaben  von  Werks  soll  in  Columbien  eine  Lokalrasse  existieren 
mit  weißen  statt  metallglänzenden  Tropfen  der  Unterseite.  —  saundersi  Hew.  ist  aus  Ecuador  beschrieben  und  saiuidersi. 
geht  auf  columbisches  Gebiet,  wo  Fasse  auf  2200  m  bei  Pacho  einzelne  Stücke  erbeutet  hat.  —  leutha  siibsp.  nov.  leutha. 
bleibt  kleiner  als  helepecki  (108d)  und  hat  eine  lichter  gelbe  Unterseite,  stark  reduziert  rotbraune  Längsbinden 
und  obsolete  Silberflecken  der  analen  Partie  der  Hflgl.  Peru,  Cushi  aus  1820  m.  Tyi)e  im  Tring-Museum.  —  ‘ 
helepecki  Weelcs  (108  d)  liegt  nur  aus  Bolivien  vor.  Das  $  hat  Fasse  bei  Coroico  gesammelt.  Es  differiert  7ie?cpecti. 
vom  J  nur  durch  markantere  Schwarzfleckung  der  Hflgl-Unterseite. 


V 


65 


514 


ADELPHA.  Von  H.  Ebuhstorfer. 


leueoph- 

ihahna. 


mepMsio- 

pheles. 


tegeata. 


A.  leucophthalma  leitet  über  zu  einer  reizenden,  scharf  umgrenzten  Gruppe  mit  ockergelbem  Band  der 
Vflgl  und  weißem  Discus  der  Hflgl.  —  leucophthalma  Latr.  (107  f)  in  Peru,  dem  westlichen  Abhang  der  Anden 
nahe  dem  pacifischen  Ozean  bei  Guangamarca  (laut  Angaben  des  Autors  vom  Jahre  1809)  gefunden.  Die  Form 
ist  nach  einem  ^  von  Cundinamarca  aus  dem  Tring-Museum  dargestellt.  Die  Binde  der  Vflgl  ist  unterseits  fahl¬ 
gelb  und  auf  den  Hflgln  wiederholen  sich  die  weißen  Flecken.  —  mephistopheles,  Btlr.  aus  Columbien  kommt 
häiifiger  nach  Europa  als  die  Namenstype.  Es  existieren  auch  in  Columbien  mehrere  Ortsrassen.  Butler 
basierte  seine  Type  auf  relativ  kleine  Exemplare  und  auch  Staudinger  bildete  ein  habituell  zurückgebliebenes 
$  ab.  Mir  liegen  aber  ohne  genauere  Fundortsangabe  viel  größere  Individuen  vor.  —  tegeata  suhsp.  nov.  mit 
bleicherem  Band  der  Oberseite  aber  auffallend  verdunkelter  Hflgl-Unterseite.  Eine  reizende  Form  findet  sich 
am  Vulkan  Irazu,  (Costa-Rica)  auf  ca.  2800  m  Erhebung,  welche  Godman  schon  erwähnte,  die  mir  aber  ebenso 
wie  von  Nicaragua  und  Panama  in  Natur  unbekannt  geblieben  sind. 


zina. 

leucacan- 

tlia. 


restricta- 


A.  zina,  deren  Differenzen  leucophthalma  gegenüber  unsere  Figur  von  restricta  (107f)  ergibt,  verteilt 
sich  auf  drei  geographische  Unterarten:  zina  Hew.  mit  elliptischem  weißem  Discus  der  Hflgl,  der  sich  aus  vier 
schmalen  Makeln  zusammensetzt  und  leucacantha  suhsp.  nov.,  bei  welcher  die  weiße  Scheibe  nur  aus  drei 
Komponenten  besteht  und  fast  kreisrund  ist.  Die  ockerfarbene  Längsbinde  der  Vflgl  heller  und  breiter 
als  bei  zina,  Unterseite  fahler  mit  vermehrten  weißen  und  gelblichen  Zeichnungen.  Beide  Formen  in  meiner 
Sammlung  aus  Columbien.  —  restricta  suhsp.  nov.  (107  f).  Steht  leucacantha  nahe  durch  den  gleichfalls  mehr 
rundlichen  als  spitzen  Spiegel  der  Hflgl.  Die  Unterseite  aller  Figl  dunkler  rotbraun,  die  Längsbinde  der  Vflgl 
wesentlich  schmaler,  schärfer  abgesetzt,  die  violetten  Flecken  prägnanter.  Cananche,  Cundinamarca  Juni  1903. 
Klammerorgane  vom  einfachsten  Bau ;  Valve  weder  bedornt  noch  behaart,  Clunicula  in  der  Form  eines  gleich- 
schenklichen  Dreiecks,  LTncusspitze  ohne  Verdickung,  zierlich;  Penisspitze  nicht  chitinisiert. 


A.  justina  bewohnt  Venezuela,  Columbien  und  Peru,  überall  in  deutlich  geschiedenen  Territorialrassen 
lacina.  auftretend.  Der  weiße  Fleck  der  Hflgl  erscheint  stets  bindenförmig  verlängert.  — ■  lacina  Btlr.*)  von  Guate¬ 
mala  bis  Panama  als  große  Seltenheit  vorkommend,  hat  eine  schmälere  schön  hellgelbe  Binde  der  Vflgl.  — 
justina.  justinaF/Jr.  differiert  von  M.  zina  durch  größeren  und  lichteren  gelben  Apicalfleck  der  Vflgl.  Columbien,  selten. 
justinella.  justinclla  Frühst.  Entfernt  sich  durch  die  schwärzlich  überstäubte  und  auch  verdunkelte,  viel  schmälere 
gelbliche  Vflglbinde  und  den  verlängerten ,  aber  in  der  Breite  stark  reduzierten  weißen  Discalfleck  der  Hflgl 
von  justina  Fldr.  aus  Columbien.  —  In  der  Sammlung  Staudingeb  befinden  sich  auch  Exemplare  ohne 
praemUda.  ^veißen  Spiegel  der  Hflgl.  (maira  form,,  nov.)]  Heimat  Venezuela.  —  praevalida  suhsp.  nov.  Gelbliche  Längs¬ 
binde  der  Vflgl  lichter,  schmaler.  Subapicalpunkte  viel  kleiner,  der  weiße  Discalfleck  der  Hflgl  dagegen  stark 
verlängert  und  breiter.  Am  Costalrand  erscheint  nur  eine  kleine  Makel  wie  sie  bei  leucophthalma  Latr.  auf- 
tritt.  Hflgl  Unterseite  mit  einer  die  ganze  Mitte  durchziehenden,  weißen,  nur  zweimal  unterbrochenen  Binde. 
Peru ;  Cuzco. 


A.  olynthia ,  eine  der  bekanntesten  und  am  leichtesten  erkennbaren  Arten ;  charakterisiert  durch 
ungewöhnlich  schmale  ockerfarbene  oder  rotbraune  Fleckenreihe  die  anmutig  kontrastiert  mit  einem 
rein  weißen  Längsstreifen  der  Vflgl.  Die  Unterseite  ist  entweder  vorwiegend  verwaschen  gelbbraun  (106  a 
levicula)  und  dies  nur  bei  den  columbischen  Rassen,  oder  sie  verfärbt  sich  in  Rotbraun  {olynthia  106  a),  das  je 
weiter  nach  dem  Süden  an  Intensität  zunimmt.  Klammerorgane  ausgezeichnet  durch  die  mit  sehr  langen  Haaren 
besetzte  unbedornte  Valve  und  eine  auffallend  hohe,  schmale  Clunicula;  Tegumenspitze  relativ  breit.  — 
olynthia.  olynthia  Fldr.  ist  sehr  häufig  in  Columbien  und  variiert  dort  je  nach  der  Lokalität  und  Jahreszeit  etwas  in  der 
Breite  des  weißen  Streifens  der  Vflgl.  Er  ist  am  schmälsten  bei  einem  ij  aus  Villavicencia,  und  dieses  <J  führt 
levicula.  zugleich  die  ansehnlichsten  und  dunkelsten  rotgelben  Flecken  der  Vflgl.  —  levicula  suhsp.  nov.  (106  a)  hat 
breitere  aber  fahler  gelbe  Komponenten  der  Vflglbinde  und  noch  ein  zweites  Paar  transcellularer  gelblicher 
Flecken  distal  vom  Zellapex,  welche  typischen  olynthia  fehlen.  Unterseite  mehr  rötlich  statt  graugelb  wie  bei 
Muzo-  und  Villavicencia-JcJ,  reiner  und  schöner  gefärbt.  Von  Pichinde  in  Columbien  aus  5000  Fuß  Höhe.  Type 
inachia.  ini  Tring-Museum.  —  Als  inachia  form,,  nov.  wird  eine  zufällige  Aberration  eingeführt,  welche  Staudinger  in 
seiner  Sammlung  so  bezeichnet  hatte.  Die  weiße  Mittelzone  der  Vflgl  fehlt  und  die  rotbraune  Binde  der  Vflgl 
olynthina.  ist  ungewöhnlich  verbreitert.  —  olynthina  suhsp.  nov.  führt  die  schmälste  weiße  Mittelbinde  der  Vflgl  unter 
den  bekannten  o/yid/w’a-Rassen.  Die  Unterseite  gleicht  noch  den  columbischen  durch  fahl  gelbbraunes 
theaena.  Kolorit.  Ecuador.  —  theaena.  suhsp.  7iov.  (106  a  als  olynthia)  ist  sehr  häufig  bei  Cuzco  in  Peru.  Analog  levicula 
führt  sie  eine  markante  Reihe  von  transcelhüaren  Makeln  der  Vflgl  proximal  von  den  drei  üblichen  Präapical- 
flecken.  Der  weiße  Streifen  der  Hflgl  entschieden  breiter  als  bei  olynthina.  Lhiterseite  rotgelb  oder  rotbraun 
zopyra.  gefleckt,  alle  weißen  und  violetten  Makeln  prominenter.  —  zopyra  suhsp.  7iov.  findet  sich  am  Chanchamayo, 
Peru,  sowie  bei  Cushi  in  der  Provinz  Huanaco  auf  1900  m  Höhe.  Sie  gleicht  theaena,  nur  fehlt  wie  bei  den  co¬ 
lumbischen  Formen  der  ultracellulare  rötlichgelbe  Dop2)elfleck  der  Vflgl-Oberseite. 

Valentina,  A.  Valentina  spec.  nov.  ist  eine  erheblich  modifizierte  Species,  mit  auffallender  und  jirogressiver  Aus¬ 

dehnung  der  rotgelben  und  weißen  Binden  der  Oberseite.  Letztere  zeigt  manchmal  einen  jiroximalen  blauen 

*)  Vom  $  existieren  2  Formen:  a)  mit  relativ  schmaler,  kompletter  weißer  Binde,  ß)  mit  an  der  vorderen  Radialen 
getrenntem  weißem  Feld  der  llfgl.  Unterseits  differieren  beide  ^-Formen,  welche  mir  aus  1200  m  Höhe  vom  Orosi  (Costa- 
Rica)  vorliegen,  durch  markantere  violettgraue  Submarginalflecken  von  den 


ADELPHA.  Von  H.  Fruhstorfkr. 


.Olfj 

Schiller.  Auch  der  Doppelt’leck  jenseits  der  Zelle  ])ronnnent.  Unterseite  iiiteiisiv  rotbraun.  V(nn  K'O  Xegro 
und  längs  der  Atiden  von  Columbien  bis  Bolivien  *). 

A.  alala  gilt  als  die  gemeinste  Ade/p/wf  in  der  Region  ihres  Vorkommens.  Nach  Hakneo  ist  sie  allent¬ 
halben  an  freien  Stellen  zu  treffen  luid  sitzt  gruppenweise  zusammen,  abseits  von  der  Gesellschaft  der  eben¬ 
falls  häufigen  Megalura,  aber  wie  diese  stets  mit  ausgebreiteten  Flgln.  J)io  Speeies  ist  außenu-deutlicb  ver¬ 
änderlich  und  neben  ihrer  Empfindlichkeit  territorialer  Einwirkung  gegenüber,  wissen  wir  bestimmt,  daß  sie 
auch  dem  Generationswechsel  unterliegt.  Wir  kennen  Individuen  mit  scliön  rotbraun  gebänderter  Unterseite, 
neben  solchen  mit  fahlen,  verwachsenen  Farben,  wie  sie  ehrhardti  (l(>8a)  aufweist,  also  einem  tyjiisehen  Trocken¬ 
zeitkolorit.  Auch  die  Oberseite  iinterliegt  mannigfachen  Modifikationen,  ln  der  Hauptsache  erleidet  clie  Aus¬ 
dehnung  der  rotbraunen  iSubmarginalbinde  die  größten  Veränderungen.  8ie  kann  entweder  beide  Figl  als  zu¬ 
sammenhängende  Fleckenserie  durchziehen  {convpleta)  oder  nur  auf  den  Vflgln  complett  vorhanden  sein  (cora). 

Dann  existieren  Individuen  mit  nur  drei  bis  vier  rotbraunen  8uba])icalflecken  [alala,  praecaria)  und  endlich 
solche  ohne  8pur  von  rotgelben  Makeln,  welche  durch  weiße  ersetzt  werden  [alhijida) .  Die  eine  weiß  gescheckte 
Form  ist  vermutlich  auch  ein  Produkt  der  regenlosen  Zeit.  Nach  den  wenigen  Dokumenten,  welche  ich  ujiter- 
suchen  konnte,  scheint  auch  die  Valve  der  Klammerorgane  leichten  Veränderungen  im  Umriß  unterworfen  zu 
sein.  Die  Valve  präsentiert  sich  kurz,  mit  nahezu  cpiadratischer  Basis  und  steil  aufgerichtetem  oder  abge¬ 
schnittenem  Ende  (alhijida)  oder  merklich  verlängert  mit  schlankerem,  sanft  auslaufendem  Ende.  Allen 
Formen  ist  eine  scharfe  Doppelspitze  gemeinsam.  Der  mediale  dorsale  Zahn  verkümmert,  am  unbedeutendsten 
bei  alhijida,  am  breitesten  bei  cora  von  Peru.  Der  Uncus  selbst  bleibt  auffallend  schlank,  spitz,  und  wird 
dadurch  nur  von  den  Formen  der  A.  zina-  und  A.  b'mma-Gruppe  übertroffen,  alala,  Hew.,  die  Namensform,  alala. 
ohne  rotbraune  Submarginalbinde  der  Oberseite,  stammt  aus  Venezuela,  die  weiße  Medianzone  manchmal 
relativ  breit  (alala),  gelegentlich  sehr  schmal  (titia  jorm.  nov.),  die  transcellularen  weißen  kommaartigen  ütia. 
Fleckchen  stets  prägnant.  —  completa  Frühst,  findet  sich  in  Columbien.  Die  g^bbraunen  Bänder  sind  completa. 
geringer  entwickelt  als  bei  alala  und  wir  haben  sogar  eine  Form  ohne  rötliche  Submarginalfleckung  der 
Hflgl,  praecaria  jorm.  nov.,  welche  108  a  als  completa  bezeichnet  ist.  Die  nrir  vorliegenden  Exemplare  lassen  praecaria. 
sich  ohne  weiteres  erkennen  als  solche  der  Trockenzeit,  mit  verwaschener  Unterseite  und  solche  mit  scharf 
hervortretenden  rotbraunen  Bändern  der  Unterseite.  Den  unten  am  lebhaftesten  gefärbteir  Exenrplaren 
fehlt  die  ockerfarbene  Binde  der  Hflgl-Oberseite.  —  negra  Fldr.  ist  eine  Form  vom  oberen  Rio  Negro,  welche  negra. 
an  titia  und  praecaria  erinnert  und  eine  schmale  weiße  Mittelbinde  der  Hflgl  aufweist.  Der  gelbliche  Analfleck 
der  Hflgl  erscheint  etwas  kleiner  alsbeiiff  /a,  ebenso  die  Subapicalmakeln  der  Vflgl.  Die  Unterseite  sämtlicher  Figl 
etwas  fahler  und  verwaschener  als  bei  der  Regenzeitform  aus  Venezuela.  —  ehrhardti  Aeit&ö'»'.  (108  a)  wurde  auf  ehrhardti. 
Exemplare  basiert  ohne  rotgelben  8chmuck  der  Oberseite  der  Hflgl.  Wir  bilden  ein  Individuum  ab  aus  Paramba, 

Ecuador,  auf  1200  m  im  April,  der  Trockenzeit,  gesammelt,  mit  allen  Anzeichen  der  Generation  der  regenlosen 
Periode.  Eine  Reihe  weiterer  aus  Ecuador  der  Sammlung  Frithstorfer  sind  ebenso  lebhaft  gefärbt  und 
deutlich  gestreift  wie  die  Namenstype  aus  Venezuela.  Weiße  Medianbinde  nur  wenig  breiter  als  bei  Venezuela-, 
etwas  breiter  als  bei  columbischen  Exemplaren.  Die  distalen  Subapicalmakeln  prägnanter  und  dunkler  als  bei 
co7npleta,  aber  bereits  am  vorderen  Medianast  aufhörend.  —  cora  Frühst,  analog  ehrhardti,  aber  von  dieser  so-  cora. 
gleich  zu  trennen  durch  die  auf  den  Vflgln  vom  Costalrand  bis  in  den  Analwinkel  reichende  gelbliche  Submar¬ 
ginalbinde.  Unterseite  dunkler  als  bei  ehrhardti,  weiße  Medianbinde  distal  ausgedehnter  gelb  gesäumt.  Pozuzzo 
(Peru).  —  albifida  Frühst,  aus  Peru  hat  die  Medianbinde  ausgedehnter  weiß  als  completa,  die  distale,  sub-  albifida. 
apicale  Reihe  von  5  Punkten  weiß  anstatt  gelb,  ferner  fehlt  auf  beiden  Flgln  jede  Spur  einer  gelben  Submar¬ 
ginalbinde.  Unterseite,  namentlich  im  Apicalteil  der  Vflgl,  ausgedehnter  weiß  gefleckt  als  bei  irgend  einer  ver¬ 
wandten  alala-Form.  —  privigna  subsp.  (oder  jorm.)  7iov.  ist  eine  alhijida  analoge  Form  oder  Rasse  mit  erheblich  privigna. 
schmälerem  weißen  Gebiet  beider  Figl.  Heimat  vermutlich  Peru  oder  Oberer  Amazonas.  —  negrina  subsp.  nov.  negrina. 
(108  a)  ist  die  in  vielen  Gebieten  Boliviens  häufige  Form.  Neben  ihr  findet  sich  vermutlich  zu  anderer  Jahres¬ 
zeit  und  im  westlichen  Bolivien  sowie  Argentinien  als  Ortsrasse  fillo  Frühst.  Aehnlich  ehrhardti,  mit  am  vor-  fillo. 
deren  Medianast  abbrechender  Gelbbänderung,  Figlunterseite  jedoch  heller  als  bei  ehrhai'dti  und  cora,  die  sub- 
apicalen  Weißflecke  der  Vflgl  bedeutend  kleiner  und  die  weiße  Mittelbinde  erheblich  schmäler  als  bei  negrina. 

Das  $  von  negrma  hat  Fasse  in  Bolivien  aufgefunden.  '  Es  ist  wenig  größer  und  von  runderen  Figlkonturen 
als  das  A  und  führt  etwas  ausgedehntere  rotgelbe  Subapicalmakeln  der  Vflgl. 

A.  corcyra,  von  Columbien  bis  Ecuador  neben  A.  alala  vorkommend,  differiert  von  A.  alala  durch  die 
breiteren  mit  einem  stumpfen  Schwänze  vorspringenden  Hflgl.  Die  weiße  Zone  der  Vflgl  entschieden  schmäler, 
nach  vorne  verjüngt.  Die  Transcellularfleckchen  stehen  in  einer  Reihe  über  der  Mittelbinde  und  sind  stets 
verwischt.  —  corcyra  Hew.  (108  a)  Avurde  von  ihrem  Autor  nach  viel  kleineren  Exemplaren  aufgestellt,  als  AA'ir  corcgra. 
eines  vorführen.  Auch  variieren  die  Individuen  unterseits  je  nach  der  Jahreszeit  und  Höhenlage  A*on  heller 
zu  dunkler  grau.  Fasse  fand  corcyra  noch  auf  2200  m  Höhe  in  der  Ost-Cordillere  A^on  Columbien.  Die  kleine 
wie  auch  die  große  Form  ist  in  den  sogenannten  Bogota- Sendungen  enthalten.  —  collina  Hew.  eine  iiusgezeich-  oollina. 
nete  Territorialform  mit  erheblich  verschmälerter  rotgelber  -Submarginalbinde  der  Vflgl  und  nach  hinten  A’er- 

*)  Valve  mit  scharfen  Dornen  besetzt,  schmäler  und  länger  als  bei  A.  olynihia,  Olunicula  dagegen  Adel  breiter  und 
kürzer,  Uncus  mehr  kolbenförmig  statt  einfach  spitz  wie  bei  olynehia. 


516 


ADELPHA.  Von  H.  Fruhstobfer. 


jüngter  weißer  Medianzoiie  der  Hflgl.  Auf  letzteren  fehlt  die  rotbraune  Anteterminalregion  der  Oberseite,  so 
areiina.  daß  coUina  gewissen  A.  alala  wieder  sehr  ähnlich  sieht.  —  aretina  Frühst,  hat  noch  schmälere  weiße  Binden  als 
collina.  Beide  Formen  finden  sich  in  Ecuador. 

A.  aricia,  eine  seltene  und  prächtige  Art,  anscheinend  nur  in  Peru  und  Bolivien  anzutreffen.  Zwei  Terri- 
aricia.  torialrassen.  aricia  Heiv.  (108  a),  welche  wir  von  der  charakteristischen  Unterseite  abbilden,  findet  sich  in  Bo- 
seremia.  livien.  Die  Oberseite  ist  mit  einer  viel  breiteren  rotgelben  Binde  geschmückt  als  serenita  subsp.  nov.,  von  wel¬ 
cher  wir  unter  dem  Namen  aricia  (108  a)  die  Oberseite  zur  Darstellung  bringen.  Deren  Unterseite  präsentiert 
sich  weniger  lebhaft  rotbraun  gebändert  und  gefleckt  als  bei  der  größeren  Vikariante  aus  Bolivien.  Heimat  Peru. 

epidamna.  A.  cpidamna  Fldr.,  eine  äußerst  seltene  Species,  von  der  nur  wenige  Exemplare  bekannt  sind,  darunter 

eines  in  der  Sammlung  Fruhstobfer  *).  Es  ist  ziemlich  sicher,  daß  e^ndamna  die  vorige  Art  in  Columbien  ersetzt. 
Sie  wird  aber  hier  getrennt  geführt,  weil  die  rotgelbe  Submarginalbinde  der  Vflgl  nicht  geradlinig  wie  bei  A.  aricia 
verläuft,  sondern  eine  halbmondförmige  distale  Ausbiegung  zwischen  den  Radialen  und  der  vorderen  Mediane 
macht,  auch  verliert  sie  sich  bereits  an  der  mittleren  Mediana.  Die  Unterseite  führt  prominentere  schwarze 
Halbmonde  distal  von  der  rotbraunen  Medianbinde  und  reiner  weiße  Submarginalfleckchen. 

A.  cocala  beginnt  die  große  Gruppe  der  Arten  mit  gelbbrauner  Binde  der  Vflgl  und  weißem  Feld  der 
Hflgl.  Die  Artenreihe  geht  dann  allmählich  über  in  solche,  bei  welchen  etwas  Weiß  der  Vflgl  in  Erscheinung 
tritt  und  endlich  in  Formen,  bei  welchen  das  Gelbbraun  sich  isoliert,  um  nur  als  gesonderter  Apicalfleck  bestehen 
zu  bleiben.  Allen  drei  Farbenkombinationen  gemeinsam  ist  ein  relativ  stumpfer  Uncus  und  eine  Valve  mit 
großem  medialem  dorsalem  Zahn,  dessen  Gestalt  von  Species  zu  Species  wechselt.  Die  Klammerorgane  von 
A.  cocala  charakterisiert  durch  basal  auffallend  verdickten  Uncus,  Valve  kurz,  mit  merkwürdig  gering 
entwickeltem  dorsalen  Fortsatz,  das  Ende  scharf  gezähnt,  cocala  ist  eine  der  am  weitesten  verbreiteten 
Adelphen;  wir  begegnen  ihr  von  Honduras  an  bis  Bolivien  und  auf  der  atlantischen  Seite  des  Kontinents  von 
lorzae.  Guyana  bis  Sa.  Catharina.  —  lorzae  Bsd.,  die  nördlichste  Zweigrasse,  wird  von  Godmah  irrtümlich  als  A.  urraca 
in  der  Biologia  aufgeführt,  aus  Honduras  in  meiner  Sammlung  und  bis  Panama  verbreitet,  zeichnet  sich  aus 
lorzina,  durch  die  breiter  weiße  Medianbinde  der  Hflgl  und  fahler  gelbes  Mittelfeld  der  Vflgl.  —  lorzina  subsp.  nov.  aus 
fufina.  Columbien  hat  bereits  entschieden  verschmälertes  gelbbraunes  und  weißes  Gebiet  beider  Figl.  —  fufina  subsp. 

nova  eine  weitere  Ortsform  aus  Columbien  zeigt  eine  dunkler  gelbe  Partie  der  Vflgl  ohne  Spur  eines  weißlichen 
urraca.  Anflugs  an  der  Submediana.  Der  weiße  Streifen  der  Hflgl  weniger  ausgedehnt  als  bei  lorzina.  — ^  urraca  Fldr. 
(107  a),  von  welcher  wir  ein  $  darstellen,  ist  eine  luxuriante  Form  durch  breitere  gelbe  und  weiße  Felder  die 
NamenstyiDe  aus  Surinam  überbietend.  Unterseite  ausgezeichnet  durch  äußerst  prominente  weiße  und  violette 
urracina.  Fleckung.  Oberer  Rio-Negro,  auch  am  eigentlichen  oberen  Amazonas,  so  bei  Iquitos.  —  urracina  subsp.  nov. 

(106c),  häufig  in  Peru  und  Teilen  von  Bolivien,  liegt  mir  auch  aus  Matto- Grosso  vor.  Die  Bänderung  kommt 
suapura.  dem  Namenstypus  sehr  nahe,  doch  erscheint  die  Vflglbinde  kompletter,  die  Gesamtfärbung  dunkler.  —  suapura 
subsp.  nov.  (106c  als  saparua)  aus  Venezuela  umschreibt  eine  kleine  Form  mit  erheblich  verminderter  Gelh- 
cocala.  bänderung  der  Vflgl.  Vom  Suapurafluß.  —  cocala  Cr.  häufig  in  Cayenne  und  Surinam  hat  wiederum  etwas 
riola.  breiter  angelegte  rotgelbe  Bänder  der  Vflgl  als  suapura.  —  riola  subsp.  nov.  (106c  als  statt  9)  von  Rio  de  Ja¬ 
neiro  und  dem  Staate  Sao  Paulo  leitet  die  interessanten  brasilianischen  geographischen  Formen  ein;  ausgezeich¬ 
net  durch  die  verdunkelte  rotbraun  verwaschene  Unterseite  mit  verarmter  grau  violetter  Fleckung  und  äußerst 
scharfer  nach  vorne  verjüngter  weißer  Streifung  der  Vflgl.  Bei  riola,  von  welcher  wir  ein  $  aus  Rio  de  Janeiro 
darstellten,  macht  sich  bei  ^  und  $  ein  weißer  Anflug  an  der  Submediana  der  Oberseite  der  Vflgl  bemerklich, 
caninia.  welcher  bei  catlitlia  subsp.  nov.  (106  b  als  riola)  bereits  bindenförmig  in  der  gelben  Zone  eindringt.  Sa.  Catha- 
didia.  rina  und  nordwärts  bis  Sao  Paulo ,  während  bei  didia  subsp.  nov.  von  Espiritu  Santo  die  Verbindung  mit 
cocala  dadurch  wiederhergestellt  wird ,  daß  dort  das  Weiß  in  der  Submedianzone  fehlt,  während  die  Gesamt¬ 
färbung  der  Unterseite  sich  völlig  an  die  Vikarianten  von  Rio  de  Janeiro  bis  Sa.  Catharina  anschließt. 

A.  trinina  wird  in  den  Sammlungen  mit  A.  cocala  verwechselt.  Sie  hat  ein  beschränktes  Verbreitungs¬ 
gebiet  und  findet  sich  nur  von  Columbien  bis  Ecuador  neben  A.  cocala,  außerdem  auf  Trinidad.  Oberseits 
differiert  trinina  durch  die  ausfallenden  oder  kaum  .angedeuteten  rotgelben  Präapicalmakeln  der  Vflgl  und 
unterseits  fehlt  die  weiße  Mittelhinde  der  Vflgl,  welche  durch  eine  vei’waschen  lehmfarbene  ersetzt  wird.  Das 
Tegumen  hat  einen  bedeutend  spitzeren  Uncus  und  auch  die  Valve  bleibt  schlanker  als  bei  A.  cocala.  Zudem 
tritt  der  mediale  dorsale  Zahn  fast  doppelt  so  stark  heraus  als  bei  der  Vikariante.  Das  Ende  der  Valve 
iu-fia.  nur  schwach  bedornt.  —  fufia  stibsp.  nov.  (107  b)  fällt  auf  durch  eine  dunkel  ockerfarbene  scharf  abgegrenzte 
Binde  der  Vflgl  und  eine  nach  dem  Analwinkel  zu  verjüngte  weiße  Streifung.  Columbien,  anscheinend  nicht 
cocalina.  selten.  ■ —  cocalina  subsp.  nov.  (106b)  kleiner  als  die  vorige  mit  einer  gleichmäßiger  angelegten  gelbbraunen 
Zone  und  reduzierter  Weißstreifung  der  Vflgl.  Ecuador,  Paramba,  aus  1200  m  Höhe.  Tvi^e  im  Tring-Museum. 
trinina.  —  trinina  Kaye  wurde  von  ihrem  Autor  in  Verbindung  mit  A.velia  gebracht  und  Trans.  Ent.  Soc.  1913  p.  555 
als  A.  velia  trinina  beschrieben  und  abgebildet.  Das  cj  differiert  von  cocalina  und  fufia  diircli  verbreiterte  weiße 
Mittelbinde  der  Hflgl.  Insel  Trinidad. 

*)  Fassl  fand  ein  c?  am  Canon  del  Tolima,  der  columbischen  Central-Cordillere. 


ADELPHA.  Von  H,  Fruiistorfer. 


517 


A.  boeotia  differiert  von  A.  cocnln  durch  die  freistehenden  gelbl)r<aunon  lhüa|)icalmakeln  der  Vflgl.  Die 
gleichmäßigere  ockerfarheno  Zone  der  Vflgl  hellt  gegen  die  8nbmediana  zu  etwas  auf  und  verfäihl  sich  hei 
einer  brasilianischen  Rasse  analog  den  A.  cocaJaA^ormon  sogar  in  ein  reines  Weiß.  Unterseite  oline  weite-r(;s 
kenntlich  an  einer  erweiterten  weißlichen  Mittelhinde,  welche  beide  Figl  durclizieht.  Feguinen  mit  vert)r(!iterl(U' 

Spitze  und  die  Valve  ist  gleichfalls  mit  der  voii  coerAa  verglichen  basal  robuster.  Der  dorsale  Zahn  sluinjtfer, 
massiger  als  bei  A.  cocala  und  A.  fiifin.  Von  Zentralamerika  bis  Bolivien  und  aus  Mittelbrasilien  bekannt.  — 
oberthiiri  Bsd.  aus  Guatemala  beschrieben,  liegt  mir  aus  Honduras  uird  Costa-Rica  vor.  Oherseits  gleicht  sie  oherlhün. 
der  A.  davisi  (106  c),  doch  ist  namentlich  hei  Honduras-(Jd'  die  gesamte  hintere  Partie  der  leicht  gelbbraunen 
Binde  der  Vflgl  weiß.  —  boeotia  Fldr.  (106  c)  ist  nicht  selten  in  Columbien.  Die  weiße  Streifung  der  Hflgl  in  hocoiiu. 
der  Regel  etwas  schmäler  als  bei  davisi  Btlr.  (106c),  welche  ursprünglich  aus  Peru  gekommen  ist  unrl  von  der  davisi. 
wir  ein  etwas  abweichendes,  aiiffallend  kleines  d'  aus  Ecuador  abbilden.  Unterseite  etwas  bunter  als  bei  boeotia.  — 
fulica  subsj).  nov.  differiert  davisi  gegenüber  durch  deutliche  rotbraune  iSubanalmakeln  der  Uberseite  der  Hflgl,  fulica. 
wodurch  sie  sich  boeotia  von  Columbien  nähert.  Unterseite  gesättigter  rotbraun.  Bolivien.  —  fidicula  sidjsp.  nov.  fidicnta. 
wird  auf  ein  Exemplar  basiert,  welches  mir  die  Firma  Baxg-Haas  vor  8  Jahren  aus  Espirito  .Santo  zusandte.  Ab¬ 
gesehen  von  der  sehr  verbreiterten  gelblichen  Zone  der  Vflgl  steht  es  durch  weiße  sid^mediane  Aufhc'llung  den  Adi 
aus  Honduras  nahe.  Die  Präapicahnakeln  der  Vtlgl  sehr  groß.  Unterseite  charakterisiert  durch  verwaschene 
rotbraune  Grundfarbe,  welche  viel  schwächer  violett  überhaucht  ist  als  bei  amlinischen  Vikarianten. 

A.  heraclea  Fldr.  ist  eine  selten  gebliebene  ausgeprägte  Form  von  A.  boeotia  oder  eine  mit  A.  boeotia  hcraden. 
nahe  verwandte  Art,  welche  nicht  wieder  gefunden  wurde.  Weder  im  Tring-Museum  noch  iinter  den  700  E.xem- 
plaren  meiner  Sammlung  befinden  sich  analoge  Stücke.  Auf  den  Vf  Igln  findet  sich  nur  ein  subapicaler  Punkt¬ 
fleck.  Hflgl  etwas  schlanker  als  bei  boeotia  mit  prominenterem  gelblichen  Analfleck.  Die  weiße  Medianhinde 
der  Hflgl  ausgezeichnet  durch  einen  relativ  breiten,  feurig  rotbraunen  distalen  Saum.  Kirby  brachte  in  seinem 
Katalog  A.  heraclea  Fldr.  in  Verbindung  mit  A.  thesprotia  Fldr.  Letztere  Art  gehört  ^doch  in  eine  ganz  andere, 
nämlich  in  die  A.  me/ona-«rete- Gruppe,  was  ich  durch  die  Typen,  welche  mir  das  Tring-Museum  zur  Ver¬ 
fügung  gestellt  hatte,  feststellen  konnte. 

A,  sichaeus.  Eine  prächtige,  scharf  umgrenzte  Species,  welche  längs  der  Andenkette  und  in  einigen  ge¬ 
birgigen  Teilen  von  Venezuela  vorkommt.  Sie  ist  stellenweise  häufig  und  namentlich  in  Bolivien  immer  serien¬ 
weise  anzutreffen.  Die  Art  variiert  nur  wenig  in  der  Breite  der  auffallend  verdunkelten  schön  rotgelben  Zone 
der  Vflgl.  Wie  Butler  bereits  konstatierte,  verrät  sichaztis  namentlich  oherseits  eine  gewisse  Verwandtschaft 
mit  H.  cocala  Cr.,  von  der  sie  jedoch  durch  die  verzweigtere  weiße  Fleckung  der  Figlunterseite  sofort  zu  trennen  ist. 

Auch  der  Ausbau  der  Generationsorgane  läßt  auf  nähere  Beziehungen  zur  fp/ifc/a-Gruppe  als  zur  H.  cocala-i^ena 
schließen.  Tegumen  mit  zarter,  schön  geschwungener  Spitze,  Valve  zylindrisch,  ohne  die  basale  Verdickung 
vow  A.  cocala.  Clnnicula  sehr  hoch,  äußerst  spitz. —  sichaeus  Btb’.  Die  Vflglbinde  hell  orangefarben,  breiter  sic/weit-s. 
«Is  bei  privata.  Columbien,  durch  Godman  auch  aus  Venezuela  gemeldet.  Von  Fasse  am  oberen  Rio-Negro 
gefunden.  Die  weiße  Zone  der  Hfgl  ausgedehnter,  als  bei  der  Ecuador-Rasse.  Die  $$  führen  eine  noch 
bleichere  gelbe  Zone  der  Vfgl  und  unterseits  vergrößerte  weiße  und  violette  Flecke  und  Binden.  —  privata  yrivata. 
subsp.  nov.  (106  a)  leitet  von  sichaeus  zu  A.  irisa  (106  b)  über,  von  welch  letzterer  privata  differiert  durch 
viel  schmalere  ockerfarbene  Längsbinden  der  Vflgl  und  cpstal  sowie  analwärts  stark  verjüngte  weiße  Me¬ 
dianbinden  der  Hflgl.  Unterseite:  Die  weißlichen  Flecken  treten  erheblich  zurück  und  die  violetten  .Sub¬ 
marginalmakeln  bleiben  kleiner  und  stehen  isolierter.  Ecuador.  —  irisa  subsp.  nov.  (106  b)  beAvohnt  Peni ;  bisa. 
Type  vom  Chanchamayo.  Alle  Binden  mäßig  schmäler  als  bei  leucopetra  stibsp.  nov.  (106)  a).  Vflglbinde  wesent-  leucopetra. 
lieh  dunkler  und  fast  nochmal  so  breit  als  bei  privata  von  Ecuador.  Hflgl:  Die  weiße  Medianbinde  gleichfalls 
stark  erweitert  und  nach  hinten  spitz,  auslaufend.  Unterseite:  Dunkelrobbraun  mit  ungemein  lebhaften 
scharf  abgegrenzten ,  rein  weißen  Zeichnungen ,  sehr  großen  schillernden  violetten  Makeln  und  einer 
Längsreihe  von  6  rundlichen,  großen,  fast  schwarzen  Submarginalpunkten  der  Hflgl.  Das  $  hat  Herr  Fasse 
aufgefunden  und  mir  zur  Ansicht  gesandt.  Der  Umfang  der  rotbraunen  Binde  noch  ausgedehnter  als  beim  (J, 
die  Figlkontur  rundlicher,  die  Gestalt  größer.  Bolivien. 

A.  aethalia  nähert  sich  durch  die  Stellui\g  der  Vflglbinde  der  A.  boeotia  Fldr.,  während  die  prächtige 
Unterseite  sich  viel  mehr  A.  erotia  anschließt,  aethalia  wurde  bisher  verkannt,  Aveil  sie  Kirby  in  Lbikemitnis 
der  Type  mit  A.  thesprotia  und  A.  malea  Fldr.  in  Verbindung  brachte;  Arten,  AAclche  ihrerseits  selbst  gänzlich 
verschiedenen  Speciesgruppen  angehören.  Die  Generationsorgane  differieren  erheblich  Amn  jenen  A’on  A.  boeotia. 

Der  Uncus  ist  spitzer,  distal  weniger  stark  gekrümmt;  die  Valve  nach  vorne  erheblich  A^erjüngt,  mit  schärferer 
Spitze  und  mit  einer  größeren  Anzahl  von  kleinen  Zähnchen  beAvehrt.  Der  mediale,  dorsale  Aufsatz  ruht  auf 
einer  schmäleren  Basis  und  erhebt  sich  zu  einer  schlankeren  .Spitze,  aethalia  Fldr.  (106  d)  ist  nicht  sehr  selten  aethalia. 
in  Columbien  und  Ecuador  und  findet  sich  fast  in  jeder  der  sogenannten  Bogota- Sendungen.  Die  Untei’seite 
zeigt  mehr  Gelb  als  A.  frusina  (]06e).  — •  Die  südlichere  metana  subsp.  nov.  (106d)  findet  sich  m  Peru  und  am  metana. 
oberen  Amazonas  und  ist  nach  einem  C  letzteren  Fundort  abgebildet.  Die  gelbbraune  Zone  der  Vflgl  pro¬ 
ximal  tiefer  eingekerbt  als  bei  aethalia,  das  weiße  Feld  der  Vflgl  ausgedehnter,  die  Lbiterseite  dunkler  rotbraun. 

—  frusina  subsp.  nov.  (106  e)  aus  dem  östlichen  Bolivien,  der  ProA^inz  Sara,  nähert  sich  durch  eüie  A^erAvaschene  frusina. 


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ADELPHA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Unterseite  wieder  mehr  der  eolumbisclien  Vikariante.  Das  weiße  Band  der  Hfigl  noch  mehr  als  bei  yyietana  ver¬ 
breitert  und  auf  den  Vflgln  der  Anfang  eines  weißen  Anflugs  in  der  Submedianregion,  der  besonders  deutlich 
pollina.  bei  einem  (J  meiner  Sammlung  aus  Mato-Grosso  auftritt.  —  pollina  suhsp.  nov.  wurde  neuerdings  durch  Le  Moült 
in  Cayenne  entdeckt.  Die  sehr  holle  Zone  der  Vflgl  am  Zellapex  tiefer  eingebuchtet  und  die  weiße  llittelbinde 
der  Hfigl  erheblich  schmäler  als  bei  aetlialia  von  Columbien.  Unterseite  ähnlich  jener  von  frtisina,  jedoch  ge¬ 
sättigter  rotbraun. 

A.  eiiboea  sielit  oberseits  A.  aetlialia  zum  Verwechseln  ähnlich  und  der  einzige  durchgreifende  Unter¬ 
schied  liegt  in  der  nach  der  Submediana  zu  stark  verschmälerten  gelbbraunen  Zone  der  Vflgl.  Auch  der  weiße 
Streifen  der  Hfigl  verjüngt  sich  und  es  ist  fast  immer  Neigung  zur  Bildung  einer  violetten  oder  blauen  proxi¬ 
malen  Grenzlinie  vorhanden,  wodurch  eine  gewisse  Analogie  mit  den  indischen  Pantoporia  geschaffen  wird; 
eine  Gattung,  welche  die  Adelphen  in  Südamerika  ersetzen.  Der  Grundton  der  Unterseite  ist  ein  schönes  Braun 
mit  lebhaften  violetten  Streifen,  wie  wir  sie  bei  A.  phliassa  (107a)  wiederfinden.  Anatomisch  ist  euhoea  scharf  von 
allen  Verwandten  getrennt  durch  den  ungemein  langen  äußerst  scharfen  und  viel  höheren  Valvenaufsatz.  Die 
Valve  ist  außerdem  lateral  und  ventral  angeschwollen,  der  Uncus  wie  ein  Adlerschnabel  geformt,  schlank  mit 
^^cuboea’  *^^®i^dlicher  Spitze.  —  fabricia  suhsp.  nov.  (106d)  ist  eine  Form,  welche  sich  von  der  Namenstype  eubosa  Fldr. 
durch  kleinere  Gestalt  und  durchweg  dunklere  Gesamtfärbung  abtrennen  läßt,  fabricia  hat  außerdem  eine 
distal  schärfer  abgegrenzte  ockerfarbene  Binde,  die  analwärts  den  euhoea  eigentümlichen  weißen  Anflug  nicht 
aufweist.  Auf  der  Unterseite  ist  die  Bänderung  von  fabricia  entschieden  schmäler.  Columbien,  ohne  genaueren 
hilarcia.  Fundort.  Nach  Kaye  kommt  eine  ähnliche  Form  auf  Trinidad  vor.  - — ■  hilareia  suhsp.  nov.  hat  eine  reduzierte 
unregelmäßigere  gelbbraune  Zone  der  Vflgl  und  gesättigter  und  schöner  kaffeebraune  Streifung  der  Unter- 
mamaca.  seife  beider  Figl.  Peru,  Tarapoto  und  vom  Oberen  Amazonas.  —  niamaea  suhsp.  nov.  findet  sich  in  Mato-Grosso. 

Die  Reduktion  der  gelblichen  und  weißen  Binden  der  Oberseite  ist  im  weiteren  Fortschreiten,  desgleichen  die 
Verdunkelung  und  Verkleinemng  sämtlicher  Zeichnungen  der  Unterseite. 

A.  erymanthis  gleicht  A.  etihoea  und  fabricia  (106d),  nur  ist  die  Weisstreifung  der  Hfigl  noch  mehr  ver¬ 
kürzt  und  bei  der  zentralamerikanischen  Type  analwärts  in  eine  scharfe  Spitze  auslaufend.  Eine  sehr  seltene 
erymanthis.  Art,  von  der  mir  nnr  zwei  Formen  bekannt  sind:  erymanthis  Godm.  u.  Salv.  hat  auf  den  Vflgl  die  größte  Aehn- 
lichkeit  mit  A.  hoeotia  (100c),  die  weiße  Binde  der  Hfigl  aber  viel  schmäler.  Unterseite  am  nächsten  jener  von 
adstricta.  A.  aetlialia  (lOO  d).  Nicaragua,  Costa-Rica.  —  adstricta  suhsp.  nov.  Die  hell  gelbbraune  Zone  der  Vflgl  breiter, 
proximal  gerader  verlaufend  als  bei  erymanthis.  Das  Weiß  der  Hfigl  anf  ein  kurzes  an  der  dritten  Mediana 
anfhörende !  und  dadurch  an  A.  ernestina  (10Gb)  gemahnendes,  äußerst  schmales  Bändchen  reduziert.  Co¬ 
lumbien.  Type  im  Museum  Genf. 

A.  jordani  ist  eine  völlig  isolierte  Species.  In  der  Größe  kommt  sie  kleinen  A.  hoeotia  Fldr.  am  nächsten, 
auch  hat  die  Anlage  der  rotgelben  Zone  damit  die  meiste  Uebereinstimmung.  Die  eigentümlich  bauchige  Strei¬ 
fung  der  Hfigl  unterscheidet  sie  aber  von  allen  Verwandten.  Charakteristisch  ist  dann  noch  besonders  ein  schwar¬ 
zer  Fleck  im  Analwinkel  der  Vflgl-Unterseite,  den  keine  Verwandte  aufzuweisen  hat.  Zwei  geographische  Spalt- 
jordani.  zweige:  iordatii  suhsp.  nov.  (106  d)  mit  auffallend  breiten  Binden  der  Unterseite.  Peru.  —  ernestina  suhsp.  nov. 

PTTiCStXTXCl  o  o  .t  \  /  x 

(106  b).  Habituell  kleiner  als  jordani,  die  ockergelbe  Mittelbinde  der  Vflgl  stark  verdunJvelt,  das  weiße  Median¬ 
feld  der  Hfigl  kürzer  und  schmaler,  aber  im  Analwinkel  von  einer  viel  breiteren  nnd  deutlicheren  dunkelblauen 
Zone  begrenzt.  Unterseite:  Weißzeichnung  reduziert,  mehr  verwaschen,  Vflgl  mit  einer  ausgedehnteren  gelb¬ 
lichen  Postdiscalregion.  Die  für  jordani  so  charakteristisclie  braune  Längsbinde  der  Hfigl  fast  nochmal  so 
breit  als  bei  der  peruanischen  Zweigform.  Bolivien,  Mapiri.  Type  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  Em  etwas 
davon  abw^eichendes  A  von  Bolivien.  San-Ernesto  1000  m  Höhe,  unter  dem  68^  West  und  15®  südlicher  Breite. 
Sept.  1900  gesammelt,  im  Tring-Museum  *). 

A.  erotia  gilt  als  eine  der  gemeinsten  Arten  des  Kontinents.  Sie  ist  klimatischen  Einflüssen  gegenüber 
wenig  widerstandsfähig,  so  daß  sie  in  eine  Reihe  von  Territorialformen  zerfällt,  außerdem  scheint  sie  dem  Gene¬ 
rationswechsel  unterworfen  zu  sein,  denn  es  existieren  riesige,  unterseits  groß  weißgefleckte  Exemplare  {per~ 
magna)  neben  relativ  kleinen,  unterseits  nur  schwach  gescheckten  Individuen.  Auch  scheint  unabhängig  von 
Ort  und  Zeit  eine  Zustandsform  zu  existieren  mit  beginnender  oder  fortgeschrittener  weißer  Einbettung  am 
Ende  der  gelbbraunen  Medianbinde  in  der  Submedianregion  der  Vflgl.  Die  äußerst  charakteristische  Unter¬ 
seite  fällt  auf  durch  die  große  Anzahl  isoliert  stehender  silberweißer  Flecken  und  die  rein  -weißen  Subbasal¬ 
binden  der  Hfigl.  Je  nach  der  Jahreszeit  und  der  Heimat  der  Falter  werden  die  weißen  Submarginalmakeln 
durch  rotbraune  verdeckt  (Columbien)  oder  sie  nehmen  noch  an  Größe  zu  (Surinam,  Cayenne)  oder  sie  sind  ver¬ 
waschen  (Venezuela).  Das  Tegumen  ist  von  einfachster  Bildung  mit  der  üblichen  ziemlich  scharfen  Spitze  des 
Pbicus, Valve  mit  einer  rundlichen  Clunicula  (zahnartigem  dorsalem  Ansatz),  außen  stumpf,  fast  ganz  unbewehrt.  — 
deleta.  deleta  suhsp.  nov.  (106  e).  Die  gelbliche  Längsbinde  der  Vflgl  analwärts  in  der  Gegend  der  Submediana  mit 
weißer  Aufhellung,  auch  sonst  lichter  als  bei  den  nachgenannten  Rassen.  Die  drei  subapicalen  Makeln  unge- 

*)  Klammerorgane  scharf  von  denen  der  A.  erotia  differenziert,  aber  ohne  besondere  Merkmale.  Clunicula  höher  als 
bei  A.  erotia. 


ADELPHA.  Von  H.  Fruhstorfek. 


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wohnlich  kräftig;  das  woiße  Mittelfeld  der  Hflgl  8  inin  breit  gegen  4  hei  A.  erolia.  Unterseite  stark  veiwaschen, 
die  sonst  gelblichen  Makeln  der  Vflgl  nehmen  eine  fast  rein  weiße  Färbung  an.  Sämtliche  Ijängsbinden  liell- 
gelb,  statt  rotbraun  wie  bei  den  andinischen  Schwesterrassen.  Basis  der  Hflgl  mit  rein  weißer,  ausgedehnter  Stici- 
fung.  Venezuela,  von  der  Halbinsel  Patar  im  August  gesammelt.  Type  im  Tring-Museum.  —  delinita  suhsj).  (Miml/i. 
nov.  (106f).  Die  ockergelbe  Längsbinde  der  Vflgl  kompakter,  d.  h.  gleichmäßiger  breit  und  distal  weniger  ge¬ 
zähnt  als  bei  deleta  und  erotia.  Mittelbinde  der  Hflgl  namentlich  in  Anbetracht  der  Größe  relativ  schmal,  häufig 
in  der  vorderen  Partie,  manchmal  auch  in  der  ganzen  Länge  distal  ockergelb  gesäumt.  Figlunterseite  bei  den,^d' 
dunkel  rotbraun  mit  reduzierten  weißen  Sub marginalbinden.  Type  aus  (Kolumbien  (Cauca-Tal.).  Eine  ganz 
ähnliche  Form  findet  sich  in  Zentralamerika  von  Guatemala  bis  Panama.  Exem])lai'e  vom  letzteren  Fundort 
haben  nach  Angaben  von  Godman  auffallend  viel  Weiß  in  der  Submedianzone  der  Vflgl.  —  permagna  suhsp.  yerrnagna. 
(oder  form.)  nov.  (106  e)  wurde  am  Rio  Dagua  in  Colund)ien  gefunden.  Auch  bei  ihr  gewinnt  der  weiße  Anflug 
der  Vflgl  manchmal  eine  gewisse  Ausdehnung,  doch  kann  er  bei^'d'  vom  gleichen  Fundort  miliezu  verschwinden. 
permagna  überbietet  alle  bekannten  erotm-Rassen  durch  die  bedeutende  Größe  und  die  ausgedehntere  sub¬ 
marginale  WTißfleckung  beider  Figl,  permagna  scheint  von  Columbien  an  durch  das  ganze  Gebiet  des  Oberen 
Amazonas  bis  Französisch- Guyana  verbreitet  zu  sein,  denn  mir  liegt  ein  ])rächtiges  $  aus  letzterem  Gebiet  vor,  und 
(dcJ  von  Marcapata  (Peru).  —  erotia  Hew.  (106  e)  wurde  nach  einem  relativ  kleinen  $  von  ihrem  Autor  aus  Bo-  erotia. 
livien  beschrieben  und  kommt  ziemlich  übereinstimmend  in  vielen  Teilen  von  Peru  und  Ecuador  vor.  Grund¬ 
farbe  der  Unterseite  mehr  rotbraun  statt  lehmgelb  wie  bei  den  columbischen  Rassen.  Die  Mittelbinde  der  Hflgl 
unbeständig,  manchmal  bauchig  erweitert  und  am  schmälsten  bei  einem  d'  aus  Ecuador.  —  weißer  Ein¬ 

lage  in  der  Submodi anpartie  der  Vflgl.,  albina  form,  nov.,  sind  besonders  häufig  an  der  Amazonas- Seite  von  Peru,  alhina. 
wo  sie  neben  riesigen  permagna  Vorkommen.  In  Ecuador  und  Peru  wurde  erotia  noch  auf  4000  und  4500  Fuß 
Höhe  gesammelt,  ist  aber  vorwiegend  eine  Bewohnerin  der  heißen  Täler.  —  fugela  form.  nov.  soll  eine  eigen-  fugela. 
tündiche  relativ  kleine  Form  umschreiben,  welche  oberseits  durch  kleine  iSubapicalflecken  und  eine  besonders 
fahle  Mittelzone  der  Vflgl  an  A.  davisi  (106  c)  und  metana  (106  d)  erinnert,  unter.s'hits  aber  durchaus  erotia- 
Charakter  aufweist,  durch  rein  weiße  Streifung  auf  hell  rotbraunem  Grunde.  Vielleicht  handelt  es  sich  um 
erheblich  differenzierte  abweichende  Exemplare  einer  trockenen  Periode,  weil  mir  außer  der  Type  von  Obidos 
ein  weiteres  (J  aus  Bahia  vorliegt.  —  uta  form.  nov.  bildet  ein  Mittelglied  zwischen  A.hoeotia  und  A.sichrmis.  uia. 

(J:  Oberseite  sehr  ähnlich  H.  sfc/caens,  aber  mit  viel  lichteren,  namentlich  analwärts  hellgelb  angeflogenen  Längs¬ 
binden  der  Vflgl,  die  namentlich  distal  stärker  eingekerbt  sind.  Die  8ubapicahnakeln  stehen  isolierter.  Die  weiße 
Medianbinde  der  Hflgl  erinnert  in  der  Gestalt  mehr  an  A.  Valentina  Frühst.,  ist  unterhalb  des  verbreiterten  Gostal- 
flecks  stark  eingeengt,  verjüngt  sich  auch  analwärts,  wo  sie  blauvioletten  Anflug  zeigt.  LTnterseite:  Alle  Flecken 
der  Mittelbinde  der  Vflgl  stehen  in  einer  Reihe,  vertikal  untereinander,  und  sind  am  Zellapex  nicht  nach  innen 
gerückt.  Die  violetten  Submarginalflecken  zu  kompletteren  Binden  vereinigt,  die  übrigen  violetten  Makeln 
hell,  die  basalen  Binden  weiß,  statt  grau.  M^eißes  Medianfeld  der  Hflgl  unregelmäßiger,  die  rotbraune  Submar¬ 
ginalbinde  fehlt,  dafür  erscheint  eine  Serie  undeutlicher  weißer  W’ischflecken.  Grundfarbe  viel  lichter  rotbraun. 

Vflgl  rundlicher,  Hflgl  schmäler,  stärker  gewellt.  Bolivien,  1  von  A.  Bang-Haas  erworben  und  2  aus 
Honduras  in  Coli.  Frxthstorfer. 

A.  delphicola  wurde  in  dem  berühmten  Reisewerk:  ,,Zwei  Jahre  unter  den  Indianern“  von  Dr.  Tn.  Koch- 
Grünberg,  Berlin  1910,  p.  308  beschrieben  und  die  Klammerorgane  auf  p.  359  neben  jenen  von  A.  erotia  ab- 
gebildet.  delphicola  dürfte  oberseits  kaum  von  H.  erotia  zu  trennen  sein,  die  Unterseite  aber  ist  in  vielen  Punkten 
so  erheblich  abweichend,  daß  an  eine  Parallelart  von  erotia  gedacht  werden  kann,  ebenso  wie  die  ober.seits  fast 
analogen  A.  aethrdia  Fldr.  und  A.  euboea  Fldr.  auch  nebeneinander  Vorkommen.  Unterseite  von  H.  delphicola 
gleicht  zum  Verwechseln  jener  von  A.  enboea,  während  A.  erotia  und  A.  aethalia  im  Gesamtkolorit  viel  Gemein¬ 
sames  aufweisen.  In  der  Hauptsache  entfernt  sich  delphicola  unterseits  von  A.  erotia  durch  das  dunklere,  vor¬ 
wiegend  kaffee-  oder  violettbraune  Gesamtkolorit  und  kompacte  weißliche  Bänder  im  Submarginalteil  der 
Hflgl,  anstatt  der  isolierten  Weißflecken  von  erotia.  Die  Subbasalstreifung,  namentlich  jene  der  Hflgl,  ist  nicht 
rein  weiß,  sondern  schön  grauviolett.  Tegunien  mit  breiterem  Ansatz  des  Lmcus.  Valve  mit  äußerst  schlanker 
unbewehrter  äusserer  Partie,  während  jene  von  A.  erotia  vier  scharfe  Spitzen  trägt.  Clunicula  schmal,  hoch, 
jene  von  erotia  stumpf  und  niedrig.  —  nava  snbsp.  nov.  (106  f)  vmrde  im  östlichen  Bolivien  in  der  Provinz  Sara  nava. 
entdeckt.  Die  grauviolett  verwaschene  Unterseite  macht  ganz  den  Eindruck,  als  gehörten  die  von  Ende  Fe¬ 
bruar  bis  Anfang  Ajxril  gesammelten  Individuen  einer  Trockenperiode  an.  —  praetura  snbsp.  nov.  (106  f)  wurde  praetura. 
nach  einem  J  vom  Rio  Demerara  (Britisch- Guyana)  dargestellt.  Die  gelbbraune  Partie  der  ATlgl  ausgedehn¬ 
ter  und  dunkler  als  bei  nava,  die  weiße  Mittelbinde  und  die  Subanahnakel  der  Hflgl  reduzierter.  Die  Längs¬ 
streifen  der  Hflgl  auffallend  breit,  z.  T.  rein  weiß.  Weit  verbreitet,  in  meiner  Sammlung  von  Surinam  (Cayenne), 
Mato-Grosso  und  vom  LTnteren  Amazonas.  —  delphicola  Frühst,  ist  basiert  auf  wesentlich  kleinere  und  unter-  delphicola. 
seits  stark  verdunkelte  Exemplare  vom  Oberen  Rio-Uaupes,  dem  Oberen  Amazonas  und  Peru.  —  Ophelias  snbsp.  ophellas. 
Row.  bezeichnet  eine  prächtige  Form  mit  besonders  luxurianten  gelbbraunen  Präapicalflecken,  sc liarf  gewinkelter 
und  analwärts  breit  weiß  überfluteter  Medianbinde  der  Vflgl.  Die  Lhiterseite  an  jene  von  nava  anklmgend,  aber 
bunter,  mit  schärfer  abgegrenzter  weißlich  violetter  Streifung.  Espiritu- Santo  und  landeinwärts  bis  Paragua}’. 


520 


ADELPHA.  Von  H.  Eruhstorfer. 


A.  phylaca  gleicht  oberseits  einer  A.  erotia  (106e)  mit  verschmälerter  gelber  Zone  der  Vflgl.  Der  weiße 
Anflug  der  Submedianpartie  dringt  fast  bis  zur  mittleren  Mediana  vor  und  bleibt  gleichfalls  in  engeren  Grenzen, 
als  bei  den  weißbetupften  erotia  und  delphicola.  Tegumen  kräftig  mit  robustem,  breitem,  relativ  loirzem  Uncus. 
Valve  nach  vorne  verjüngt,  Clunicula  breiter  als  bei  A.  boeotia.  Valve  verglichen  mit  A.  erotia  schmäler,  länger, 
Clunicula  aber  sehr  ähnlich,  so  daß  auf  Grund  des  Valvenaufsatzes  die  Arten  der  gesamten  A.  eroffa-Gruppe  nicht 
zu  unterscheiden  sind.  Nur  wenn  die  Gesamtzahl  aller  Merkmale  in  Betracht  gezogen  wird,  lassen  sich  mit  Mülie 
Differenzen  feststellen.  Die  nahe  Verwandtschaft  der  Arten  kommt  eben  nicht  nur  in  der  Zeichnung,  sondern, 
auch  in  den  Zeugungsorganen  zum  Ausdruck,  phylaca  ist  über  ein  größeres  Gebiet  ausgedehnt,  als  bisher  be- 
phylaca.  kannt  war.  phylaca  Bat.,  aus  Guatemala  beschrieben  und  nordwärts  bis  Mexiko  vordi’ingend,  hat  sehr  große 
hellgelbe  Präapicalmakeln  und  ein  ausgedehntes  Medianfeld  mit  fast  doppelt  so  breiter  weißer  Zone  der  Hflgl 
trinita.  als  A.  leopardus  (106  d).  Eine  Diminutivform  von  ihr  bildet  trinita  Kaye  von  der  Insel  Trinidad,  bei  welcher 
phyiacides.  das  gesamte  gelbe  Areal  der  Vflgl  äußerst  reduziert  erscheint.  —  phylacides  subsp.  nov.  (106  f).  A-  Pie 
gelbe  Längsbinde  viel  schmäler  als  bei  phylaca,  proximal  tief  eingebuchtet.  Unterseite  dunkler  rotbraun  mit 
scharf  ahgesetzten  blauvioletten  Makeln.  Alto  Amazonas,  Peru,  auch  im  mittleren  Stromgebiete  des  Ama- 
sarana.  zonas.  —  subsp.  nov.  (106c).  Habituell  kleiner  als  die  vorige,  die  gelbe  vordere  Hälfte  der  Vflglbinde 

breiter,  lichter.  Unterseite:  Starkaufgehellt,  verwaschen  gelb,  statt  deutlich  abgesetzt  rotbraun  gehändert,  die 
bei  phylacides  dunkel  violetten  Makeln  fast  weiß,  die  Submarginalbinden  matt,  grau  statt  metallisch  hlau  schim- 
georgias.  mernd.  Bolivien,  aus  der  Provinz  Sara.  —  georgias  subsp.  nov.  wurde  neuerdings  in  Mato- Grosso  (Brasilien) 
entdeckt,  überbietet  die  bisher  bekannten  phylaca-¥oTm.m\  im  Umfang  der  stark  verdunkelten  orangefarbe¬ 
nen  Zone  der  Vflgl.  Medianstreifen  der  Hflgl  dagegen  eingeengt,  Unterseite  verwaschen,  am  meisten  jener  von 
A.  goyama  genähert,  vorwiegend  graubraun. 

goyama.  A.  goyama  Schaus  ist  vielleicht  auch  nur  eine  phylaca-Basse  ]  weil  aber  die  Klammerorgane  doch  etwas 

differieren,  führen  wir  sie  hier  unter  Reserve  als  eigene  Art.  Ehe  ich  die  ScHAUS’sche  Beschreibung  kannte,  gab 
ich  der  Form  den  Namen  leopardus,  unter  welcher  i.  1. -Bezeichnung  wir  sie  Fig.  106  d  abbilden.  Kleiner,  schmal- 
flügeliger  als  sarana,  die  vordere  gelbliche  Hälfte  der  Medianbinde  der  Vflgl  geradliniger  verlaufend,  die  weißen 
Mittelbinden  wesentlich  schmäler.  Die  Unterseite  noch  eintöniger  als  bei  sarana,  fast  ohne  violette  Zeichnung, 
welche  durch  ein  monotones  Grau  ersetzt  wird.  Die  bei  sarana  schmale  braune  Postmedianlinie  der  Hflgl  mehr 
als  doppelt  so  breit.  Die  Originaldiagnose  Sohaus’  wiederholen  wir  hier  in  der  Uebersetzung  *) :  „Adelpha  goyama 
Schaus.  Vflgl  mit  einem  weißen  Band  vom  Ird  bis  oberhalb  der  zweiten  Ader,  überragt  von  einem  großen  gelb¬ 
lichen  Raum,  welcher  an  der  5.  Ader  enger  wird.  Nahe  dem  Apex  drei  schmale  gelhliche  Makeln.  Hflgl  mit 
einem  breiten  weißen  Band  von  der  Costa  bis  zum  Analwinkel,  ein  gelblicher  Fleck  im  Analwinkel.  Unterseite  der 
Vflgl:  Costale  grau  gestreift  mit  etwas  Weiß  und  Rötlich  an  der  Basis;  Zelle  an  der  Basis  weißlich  lila  mit  einem 
rötlichen  Strich  von  der  Median-Ader,  vier  rötlichen  Querlinien.  Basis  unterhalb  der  Zelle  graubraun.  Das 
weiße  Medianband  bis  zum  Costalsaum  ausgedehnt,  aber  rötlichbraun  angeflogen  oberhalb  der  dritten  Ader, 
distal  ebenfalls  von  einer  rötlichbraunen  Linie  begrenzt,  welche  an  der  Costa  von  einem  quadratischen  dun¬ 
kelbraunen  Raum  abgelöst  wird.  Dann  3  weißliche  Flecken,  ferner  eine  subterminale  graue  und  eine  mar¬ 
ginale  rotbraune  Linie,  Apex  und  Terminalraum  rötlich  braun.  Hflgl  grauweiß  an  der  Basis.  Die  weiße  Me¬ 
dianbinde  ausgedehnt  rötlichbraun  umzogen.  Die  Submarginalzone  graubraun,  von  einer  dicken  braunen 
Linie  durchzogen.  Der  Außensaum  grauweiß,  vor  ihm  2  rötliche  Linien.  Zwei  kleine  schwarze  Halbmonde  mit  röt¬ 
lichbrauner  Kappe  im  Anal  Winkel.  Spannweite:  43  mm.  Brasilien:  Castro  (Parana).  —  Nahe  eröffn,  auch  aus 
Paraguay  bekaimt.“  In  der  Sammlung  Fruhstorper  befinden  sich  ferner  Individuen  aus  Espiritu- Santo, 
Rio  de  Janeiro,  Sa.  Catharina  und  Cochabamba  (Bolivien).  Uncus  etwas  dicker  und  die  Valve  breiter  als  bei 
A.  phylaca  sarana  von  Bolivien. 

barnesiu.  A.  bamesia  Schaus**).  Vflgl  mit  einem  weißen  Medianband  vom  Ird  bis  zur  dritten  Ader.  Ein  breiter 

gelber  Fleck  oberhalb  dieser,  nach  außen  von  zwei  gelben  Fleckchen  nahe  der  Costa  hegleitet.  Hflgl  mit 
einer  breiten  weißen  Medianbinde.  Analwinkel  stark  vorspringend.  Ein  gelblicher  Fleck  nahe  dem  Anal¬ 
winkel.  Unterseite  mit  einer  weißen  Medianbinde ,  die  gelbliche  Zone  aber  durch  einen  mattweißen  Rand 
ersetzt,  welcher  durch  rötliche  Adern  geteilt  wird.  Mein  Exemplar  differiert  dadurch  von  der  Namens¬ 
form,  daß  der  weiße  Submedianfleck  der  Vflgl  kaum  die  dritte  resp.  hintere  Mediana  erreicht.  Die  Oberseite 
von  barnesia  gleicht  durchaus  erotia,  die  schwanzartig  ausgezogene  Verlängerung  der  Hflgl  differenziert  sie 
aber  von  ihr  und  allen  Vikarianten.  Die  LTnterseite  von  barnesia  harmoniert  mit  A.  delphicola  Frühst,  und 
A.  aethalia  Fldr.  (106  d),  die  Hflgl  weichen  aber  von  beiden  Arten  ab  durch  eine  ungewöhnlich  ausgedehnte 
rotbraune  Submarginalzone.  Bolivien ,  sehr  selten.  Außer  der  Type  nur  noch  ein  ^  der  Coli.  Fruh¬ 
storper  bekannt. 

phliassa.  A.  phliassa  hat  vollkommen  den  Zeichnungscharakter  der  A.  plesatire  (107  a),  nur  fehlt  einigen  Formen 

der  weiße  Anflug  an  der  rotbraunen  Medianzone  der  Oberseite  der  Vflgl.  Die  Unterseite  gleicht  jener  von  A.  del¬ 
phicola  und  A.  euboea.  Mit  A.  plesaure  hat  phliassa  das  Fehlen  von  gelhen  Präapicalmakeln  gemeinsam,  wo¬ 
durch  beide  Arten  leicht  von  allen  Vikarianten  der  A.  eroffa-Gruppe  abzu trennen  sind,  phliassa  Oodt.  (107  a), 
*)  Proc.  Un.  Stat.  Nat.  Mus.  1900  p.  395.  **)  Proc.  Un.  Stat.  Nat.  Mus.  1900  p.  396. 


Ausgegeben  25.  X.  1915. 


ADEIjF^HA.  Von  H.  Pruhstorfer. 


021 


aiis  Surinam  besclirieben,  bewohnt  alle  drei  Guyana  sowie  das  gesamte  Gei)i(it  des  Unteren  Amazonas.  J)ie 
Unterseite  ist  manchmal  viel  dunkler  gestreift  als  auf  unserer  Abbildung,  namentlich  Exem])lai'e  von  Cayenne 
und  Obidos  fallen  dadurch  auf  und  bilden  somit  einen  Uebergang  zu  implicata  suh.sp.  nov.  klier  haben  die  Vflgl  imylicaia. 
vom  Ird  bis  hinauf  zur  mittleren.  Mediana  weißen  Anflug  der  sonst  auch  viel  schmaleren,  ockerfarbenen  Me¬ 
dianbinde.  Das  weiße  Mittelband  der  Hflgl  dagegen  breiter,  Basalfeld  der  Hflgl  violett  statt  weißlich  bezogen. 

Peru.  —  bartolme  suhsp.  nov.  wurde  neuerdings  in  Mato-Grosso  entdeckt,  wo  sie  neben  der  ihr  oberseit.s  so  nahe-  harlolme. 
stehenden  A.  plesaure  vorkommt.  Die  Bänderung  der  Oberseite  analog  implicata  mit  alleiniger  Ausnahme  der 
viel  schmäleren  Weißstreifung  der  Hflgl.  Ikie  Unterseite  hervorragend  differenziert  durch  eine  rötlich  über¬ 
hauchte  Medianpartie  der  Vflgl.  Das  gesamte  Außenfeld  der  Hflgl  gleichfalls  ausgedehnt  rotbraun  belegt. 

A.  plesaure  wird  in  ihren  Zeichnungsverhältnissen  durch  unsere  Figuren  (107a)  in  glückicher  Weise 
veranschaulicht.  Sowohl  die  gelbe  wie  auch  die  weiße  Zone  der  Vflgl  variieren  nach  der  Herkunft  der  Falter.  Die 
Unterseite  ist  gleichfalls  je  nach  der  Lokalität  veränderlich  ,  entweder  scharf  gebändert  oder  verwaschen, 
plesaure  Hbn.  Eine  in  den  Sammlungen  seltene  Form,  mit  bis  zum  Ird  verlängerter  gelbbrauner  aber  unbe-  plesaure. 
deutender  weißer  Einbettung  der  Vflgl.  Die  orangefarbene  Partie  der  Vflgl  außerdem  viel  weniger  umfangreich 
als  auf  unserer  Darstellung.  Heimat  unbekannt,  vermutlich  Guyana.  —  cerachates  suhsp».  nov.  kommt  den  Bil-  cerachaies. 
dem  in  Huebner’s  ,jZuträgen“  am  nächsten  durch  das  den  ganzen  Vflgl  durchlaufende  Rotgelb  und  das  ein¬ 
geengte,  verkürzte  Weiß.  Die  Unterseite  eigentümlich  verwaschen,  wachsgelb  verfärbt.  Mato  Grosso.  — ■  %\xqx\2l  sirona. 
suhsp.  nov.  aus  dem  östlichen  Bolivien  zeigt  bei  bedeutender  habitueller  Größe  auch  eine  Verbreiterung  des  gelb¬ 
braunen  Bandes  der  Vflgl;  Unterseite  zudem  dunkler  und  bunter,  prägnanter  rotbraun  gestreift  als  bei  den  bis¬ 
her  aufgezählten  Schwesterrassen.  —  heredia  suhsp.  nov.  (107  a  als  plesaure)  ist  die  mittelbrasilianische  äußerst  heredia. 
charakteristische  Territorialform,  kenntlich  an  dem  verlängerten  Weiß  der  Vflgl,  wnlches  sich  auf  Kosten  der  rot¬ 
braunen  Partie  bis  zur  Figlmitte  ausdehnt.  Bahia,  Espiritu-Santo.  —  antoniae  suhsp.  nov.  gleicht  der  heredia,  antoniae. 
nur  ist  die  gelbbraune  Partie  der  Vflgl  unregelmäßiger,  die  weiße  Streifung  bedeutqjid  verschmälert  und  die 
Unterseite  auf  den  Vflgln  dunkler  gelb  und  auf  den  Hflgln  schärfer  rotbraun  gestreift.  Santa-Catharina. 

A.  cytherea  bildet  eines  der  anschaulichsten  Beispiele  der  geographischen  Variationsmöglichkeit  einer 
Art,  deren  Amplitude  unsere  7  Figuren  108  b  zur  Darstellung  bringen.  Auf  der  Oberseite  kami  sich  sownhl 
die  rotgelbe  wie  auch  die  weiße  Partie  je  nach  der  Lokalität  in  verschiedener  Ausdehnung  abstufen.  Die  Unter¬ 
seite  dagegen  ist  beständiger  in  der  Grundfarbe,  sogar  äußerst  constant  und  selbst  die  Breite  der  w'eißen  IMittel- 
binde  nur  geringen  Modifikationen  unterworfen.  Das  Maximum  der  Veränderlichkeit  bieten  uns  die  colum- 
bischen  Individuen,  unter  denen  wir  die  unterseits  am  dunkelsten  braun  gestreiften  antreffen,  neben  solchen, 
welche  auf  der  Oberseite  der  Hflgl  eine  supplementäre  gelbbraune  Medianbinde  führen  {olhia,  108  c).  IMit  Aus¬ 
nahme  von  Mexiko  ist  cytherea  durch  ganz  Zentralamerika  und  den  südlichen  Kontinent  von  Columbien  bis 
Bolivien  und  von  Westindien  bis  Santa-Catharina  verbreitet.  Die  Generationsorgane  verraten  nähere  Ver¬ 
wandtschaft  mit  der  cocafo- Gruppe,  als  den  hier  angeschlossenen  Formen  der  H.  iphicla-^erve,  doch  sind  dieselben 
andererseits  wieder  so  spezialisiert,  daß  wir,  auch  der  Konfiguration  dieser  Organe  nach  beurteilt,  von  einer 
selbständigen  A.  cy^Äerea- Gruppe  sprechen  können.  Valve  vom  Umriß  der  cocuia-Valve,  mit  ungemein  breiter 
und  tiefer  Rmne,  die  kurze  Spitze  nicht  bedornt,  aber  wie  bei  cocala  sehr  lang  behaart.  Clunicula  relativ  kurz, 
rundlich,  gleichmäßig.  Penis  breit,  wenig  chitinisiert ;  Scaphium  mit  dünnen  Armen.  Uncus  wie  beiH.  cocala, 
doch  basal  mäßiger  angeschwollen.  —  marcia  suhs'p.  nov.  ( 108  b)  findet  sich  von  Guatemala  bis  Columbien.  Gelbe  marcia. 
Zone  der  Vflgl  schmäler  als  bei  der  Naniensform,  ebenso  die  weiße  Binde  beider  Figl.  —  despoliata  suhsp.  pov.  ( 108  b  despoliata . 
als  cytherea)  ist  die  landläufige  Form  Columbiens.  Die  rotgelbe  Partie  der  Vflgl  dunkler  als  bei  cytherea  L., 
wenig  schmäler,  der  weiße  Fleck  der  Vflgl  nach  vorne  in  keine  scharfe  Spitze  auslaufend,  sondern  an  der  hinteren 
Mediana  plötzlich  breit  abgebrochen.  —  daguana  suhsp.  nov.  (108b)  bildet  das  melanotische  Extrem  der  Kollektiv-  daguana. 
species,  mit  einer  nur  fadendünnen  weißen  Mittelbinde.  Die  rotbraunen  Binden  der  LMterseite  markanter 
als  bei  sämtlichen  bekannten  cytherea-BiSbSsen.  Die  weiße  Streifung  ist  nicht  immer  so  reduziert  wie  auf  unserer 
Abbildung ;  sie  kaini,  wüe  dies  zwei  meiner  Sammlung  beweisen,  um  die  Hälfte  breiter  Averden.  Rio  Dagua  ' 
(West-Columbien);  Tyjje  im  Tring-Museum.  —  olbia  Fldr.  (108  c)  umschreibt  die  hellste  Form;  auffallend  durch  olbia. 
eine  postdiscale  gelbe  Binde  der  Hflgl.  Columbien,  selten,  wahrscheinhch  aus  dem  Cauca-Tal,  aa’o  sie  neben 
despoliata  als  Aberration  auftritt.  —  tarratia  suhsp.  nov.  (108b)  nähert  sich  despoliata,  doch  ist  auch  bei  ihr  tarraiia. 
die  gelbe  Region  der  Vflgl  im  Abnehmen  begriffen  und  dadurch  mehr  der  daguana  und  marcia  genähert.  Der 
weiße  Fleck  geht  stets  über  die  untere  Mediana  der  Vflgl  in  einer  deutlichen  spitzen  Verlängerung  hinaus.  Ecua¬ 
dor.  Type  aus  Paramba.  —  lanilla  suhsp.  nov.  (108  b)  findet  sich  von  Peru  an  bisBolKien  und  landeimA'ärts  bis  lanilla. 
Mato-Grosso  verbreitet.  Oberseite  am  nächsten  der  cytherea,  nur  ist  der  AA'eiße  Fleck  der  Vflgl  AA'eiter  nach  A'orne 
verlängert  und  die  Mittelbinde  der  Hflgl  erheblich  verbreitert.  —  insularis  suhsp.  nov.  (108  b)  überbietet  lanilla  Pisidaris. 
noch  in  der  Ausdehnung  der  weißen  Mittelbinde.  Die  Hflgl  tragen  nur  eine,  statt  zAA'ei  scliAvarzgraue  Submar¬ 
ginalbinden.  Trinidad.  Aehnliche  Formen  finden  sich  auch  auf  den  übrigen  westindischen  Insehi  und  Dou- 
BLEDAY  meldete  schon  1847  cytherea  von  der  Insel  Sa.  Lucia.  —  cytherea  L.,  der  nomenklatorische  Typus,  cytherea. 
aus  Surinam  beschrieben,  geht  nordwärts  bis  Venezuela  und  zum  Oberen  Rio-Negro.  Das  gelbe  Feld  der  Vflgl 
etwas  ausgedehnter  und  fahler  als  bei  lanilla.  —  Als  nahna  8m.  ist  eine  der  olhia  kongruente  Form  aus  Merida,  nahna. 


V 


66 


522 


ADELPHA.  Von  H.  Fbtjhstorfer. 


herennia.  (Venezuela)  beschrieben,  mit  etwas  kürzerem  weißem  Bande  der  Hflgl.  —  herennia  subsp.  nov.  kann  von  cy- 
therea  ohne  weiteres  separiert  werden  durch  den  bereits  an  mythra  (108  c)  erinnernden,  bis  an  die  Zellwand  vor¬ 
dringenden  sehr  spitzen  weißen  Fleck  der  Vflgl.  Außerdem  beginnt  der  rotgelbe  Fleck  zwischen  der  breiteren 
Mediana  und  der  iSubmediana  weit  vom  weißen  Mittelstreifen  abzurücken  und  verkürzt  sich  bei  einigen  Exem¬ 
plaren  ebenso  wie  bei  A.  mythra.  Mittelbrasilien,  Espiri tu- Santo  und  Rio  de  Janeiro.  — Die  südlichste  Rasse, 
aea.  aea  Fldr.  (108c  als  mythra)  liegt  mir  aus  Sta.  Catharina  und  »Santos  vor.  Bei  ihr  verbreitert  sich  die  Wei߬ 
streifung  und  dringt  bis  zur  vorderen  Mediana,  zugleich  verschmälert  sich  die  gelbe  Partie  der  Vflgl. 

mythra.  rnythra  Godt.  differiert  von  A.  cytherea  durch  den  isoliert  stehenden  und  fast  ein  regelmäßiges  Drei¬ 

eck  bildenden  gelben  Fleck  der  Vflgl.  Nach  der  Unterseite  ist  mythra  ohne  Schwierigkeit  von  cytherea  ab¬ 
zusondern  durch  eine  weißlich-violette  Submarginalbinde  beider  Figl,  und  dadurch,  daß  die  weiße  Mittelbinde 
leicht  violett  grau  verfärbt  den  Costalrand  der  Vflgl  erreicht.  Die  x4rt  ist  äußerst  resistent  und  zwischen  Exem¬ 
plaren  aus  Espiritu-Santo  und  Rio  Grande  do  Sul  bestehen  nur  so  leichte  Färbungsnuancen,  daß  von  einer  Ab¬ 
trennung  der  bleicheren  Südform  abgesehen  wird.  Anatomiscb  steht  A.  mythra  in  Korrelation  mit  A.  cytherea, 
nur  ist  die  Valve  etwas  kürzer,  ventral  mehr  gerundet,  der  dor^  ale  Aufsatz  länger,  spitzer,  der  PTncus  in  der  Mitte 
nach  unten  verdickt. 

syina.  A.  syma  Godt.  (107  f)  hat  mit  A.  mythra  das  gleiche  Vorkommen  und  dieselbe  Resistenz  gemeinsam. 

Die  Unterseite  ist  äußerst  charakteristisch  durch  die  regelmäßigen  Intervallen  schmaler  weißer  und  rothrauner 
Binden.  Wie  bei  mythra  erreicht  sowohl  der  weiße  Median-  wie  auch  der  Submarginalstreifen  den  Vrd  der  Vflgl. 
praviias.  Das  $  hat  etwas  rundlichere  Figl  als  das  G-  Tring-Museum  befindet  sich  jedoch  eine  Aberration  pravitas 
fojmi.  nov.  (107  f)  mit  verwaschen  gelblich  weißem  Präapicalfeld  der  Vflgl  und  hellgelbem  statt  orangefarbenem 
Analfleck  der  Hflgl.  Auch  unterseits  sind  die  rotbraunen  Streifen  durch  breit  schwarz  umgrenzte  hell  ocker¬ 
gelbe  Bänder  ersetzt.  Von  A.  synui  sind  mir  auch  Exemplare  aus  Minas-Geraes,  Paraguay  und  der  Argenti¬ 
nischen  ReiDublik  bekannt. 

coryneta.  A.  coryiieta  Hew.,  eine  eigentümliche  und  seltene  Art,  bisher  nur  aus  Bolivien  bekannt,  hat  einen  frei¬ 

stehenden,  länglichen,  rotgelben  Präapicalfleck  der  Vflgl,  welcher  seine  festonartige  Verlängerung  bis  zur  hin¬ 
teren  Mediana  herabsendet.  Mittelfeld  beider  Figl  sehr  breit,  milchig  weiß,  bis  über  den  Zellapex  hinaus  vor¬ 
dringend.  Hflgl  mit  zierlichem,  zweiteiligen  halbmondartigen  weißem,  statt  gelbem  Analfleck.  Unterseite  höchst 
eigentümlich,  etwas  an  jene  von  A.  attica  gemahnend.  Das  weiße  Feld  erst  von  einer  schwärzlichen,  dann  rot¬ 
gelben  Binde  umgrenzt,  Submarginalzone  violett,  Außenrand  wieder  rotgelb.  $  wenig  größer  als  das  (J, 
von  rundlicberer  Flglform. 

A.  thoasa  leitet  bereits  zur  A.  ^p7wc^a- Gruppe  über.  Oberseite  charakterisiert  durch  einen  oder  zAvei 
transcellulare  Makeln  der  Vflgl,  welche  je  nach  der  Heimat  und  vielleicht  auch  der  Jahreszeit  an  Aus- 
silia.  dehnung  variieren.  —  silia  subsp.  nov.  (107  e)  zeigt  sie  in  luxuriantester  Entwicklung.  Unterseite  durchaus 
iphicloid  durch  violette  Präapicalflecken,  während  alle  übrigen  Verwandten  gelbliche,  an  gerona  gemahnende 
Makeln  aufweisen.  Argentinien,  Type  vonEncorado,  Sa.  Cruz  de  la  Sierra  (Januar)  in  meiner  Sammlung,  ein 
manilia.  zweites  Exemplar  im  Tring-Museum.  —  nianilia  subsp.  nov.  Bedeutend  kleiner  als  silia,  mit  nur  einem  unbe¬ 
deutenden  Transcellularpu.nkt  der  Vflgl;  die  rotgelbe  Einlage  dagegen  etwas  ausgedehnter.  Unterseite  mit 
cuyaha.  breiterem  Subapicalfleck,  der  bereits  gelblich  überhaucht  ist.  Bolivien.  —  cuyaba  suhsp.  nov.  hat  oberseits 
etwas  schmälere  weiße  Mittelbinde,  gleicht  aber  sonst  der  silia  in  der  prächtigen  Entwicklung  der  weißen  Trans- 
thoasa.  cellularfleckchen  der  Vflgl-Unterseite  mit  scharf  umgrenztem  hellgelbem  Präapicalfeld.  Mato-Grosso.  — •  thoasa 
Hew.,  vom  Amazonas- Gebiet  beschrieben,  liegt  mir  in  einer  damit  sehr  nahe  verwandten  Rasse  von  Peru  vor. 
Es  ist  nur  ein  kleiner  weißer  Punkt  der  Vflgl  vorhanden,  der  gelbe  Besatz  schmäler  als  bei  manilia  von  Bolivien, 
zahna.  Unterseite  wie  bei  gerona  mit  zwei  weißen  Streifchen  in  der  Vflglzelle.  —  zaima  subsp.  nov.  nähert  sich  be¬ 
reits  der  bolivianischen  manilia  und  hat  wie  diese  nur  einen  winzigen  weißen  Punkt  am  Zellende.  Das  hyaline 
Feld  beider  Figl  etwas  breiter.  Der  ockerfarbene  Präapicalfleck  der  Vflgl  mehr  nach  hinten  verlängert  und 
mehr  vertikal,  statt  horizontal  gerichtet.  Von  Tarapoto  am  Huallaga  in  Peru.  Tyj^e  in  der  Sammlung  Fruh- 
gerona.  STORFER.  —  geronaJ/ew;.  (107  e)  eine  zierliche  Rasse,  oben  der  A.  coryneta'äXmüch.,  der  gelbe  Einsatz  der  Vflgl  aber 
kürzer.  Analfleck  der  Hflgl  rotgelb.  Unterseite  etwa^  an  jene  von  A.  iphicla  anklingend,  aber  mit  ZAvei 
silberweißen,  statt  violetten  Streifchen  in  der  Zelle  der  VJ%1.  Der  Apicalfleck  von  der  Oberseite  durchschlagend 
als  verwaschen  ockergelbes  Feld  vorhanden.  Die  weiße  Zone  der  Hflgl  gelblich  rot  umrahmt.  Aus  Minas-Ge- 
raes  beschrieben,  woher  auch  unser  abgebildetes  A  stammt,  und  aus  Paraguay  in  meiner  Sammlung. 

A.  iphicla,  der  Hauptvertreter  der  großen  Gruppe  mit  freistehendem  und  relativ  kleinem  rotgelbem  Prä¬ 
apicalfleck  der  Vflgl,  neigt  noch  mehr  als  die  übrigen  Adelphen  zur  Bildung  von  Lokalrassen,  deren  Verschie¬ 
denheit  begründet  ist  durch  größere  oder  geringere  Ausdehnung  der  weißen  Medianbinde  beider  Figl  und  der  rot¬ 
gelben  Einlage  der  Vflgl.  Die  Unterseite  bleibt  dagegen  beständig.  Klammerorgane  äidlerst  charakteristisch, 
Tegumen  mit  kräftigem  und  dennoch  kühn  geschwungenem  Unciis,  Valve  hervorragend  durch  eine  zapfenartig 
ansteigende  aber  basalwärts  sehr  breite  Clunicula,  dorsal  vor  der  Spitze  tief  ausgebuchtet,  auch  ventral  unterhalb 
massilia.  des  Zahns  scharf  konvex  vortretend.  —  massilia  Fldr.  (107  e),  aus  dem  östlichen  Mexiko,  umschreibt  die  nördlichste 


ADELPHA.  Von  H.  Fruiistorfer. 


02 


Rasse.  Die  gelbbraune  Partie  beider  Figl  ausgedehnter  als  bei  der  Namonstypo.  —  massilides  .sJ/O.S'p.  nov.  idjortrifft  maasüideH. 
massilia  in  der  Größe.  Der  Präapicalfleck  der  Vflgl  ansehnlicher  und  distal  unregelmäßiger.  Die  weiße  Zone 
beider  Figl  ausgedehnter.  Unterseite  heller  weißgrau,  die  braunen  Längsbinden  cluid-cler  und  prominenter. 
West-Mexico. —  iphicleola  Bat.  (107  d)  bewohnt  ganz  Zentralamerika.  Namenstype  von  Guatemala.  Die  Ffumi  iphideola. 
ist  überall  häufig  und  Avird  aus  Guatemala  als  bis  zu  4000  Fuß  aufwärts  vorkommend  gemeldet.  —  gortyna  'jorlyn/x. 
subsj).  nov.  hat  einen  kleineren  dunkleren  Präapicalfleck  der  Vflgl  und  schmälere  weiße  Mittelbinden.  Colum¬ 
bien,  sehr  häufig  im  Cauca-Tal.  Am  Vulkan  Cäiiriqui  findet  sich  eine  habituell  kleinere  Form,  welche  jeflocli  in 
den  Zeichnungscharakteren  mit  gortyna  übereinstimmt.  ■ —  tunairs  suhsp.  nov.  ist  mir  nur  vom  Rio  Dagua  in  funalis. 
Columbien  bekannt  und  wie  alle  Rassen  dieses  Flußgebiets  stark  verdunkelt,  so  daß  sich  die  weiße  Medianbinde 
beider  Figl  auf  die  Hälfte  ihrer  normalen  Breite  verringert.  Type  im  Tring-Musenm.  —  phera  .swO.sp.  »ov.  gleicht  phera. 
durch  die  außerordentlich  rein  weiße  und  sehr  breite  Medianzone  beider  Figl  etwas  der  A.  iphida.  exanitna  von 
Venezuela.  Die  Unterseite,  nähert  sich  durch  relativ  kleine  transzellulare  Makeln  gleichfalls  der  Venezuela-Rasse. 

Die  Heimat  der  schönen  Form  ist  unbekannt.  —  exanima  suhsp.  nov.  findet  sich  in  Venezuela.  Der  gelbe  .Subapi-  exanima. 
calfleck  der  Vflgl  kleiner  als  bei  gortyna  und  phera,  das  weiße  Feld  ausgedehnter  als  bei  gortyna,  reiner  weiß. 

Unterseite  dunkler  als  bei  iphideola  von  Honduras,  doch  existieren  auch  Exemplare  einer  Trockenperiode  mit 
vorAviegendem  weißlichem  Anflug  und  hervorstechenden  w'eißen  Submarginalstreifen.  —  iphida  L.  (107  a)  iphida. 
ursprünglich  aus  Surinam  gekommen,  auch  in  Cayenne  und  am  Unteren  Amazonas  häufig.  Der  gelbe  Einsatz 
der  Vflgl  führt  beim  ^  eine  hackenartige  Verlängerung  an  der  Amrderen  Mediana  der  Vflgl.  —  iphimedia  suhsp.  nov.  iphhnedia. 
führt  fast  ebenso  breite  vA^eiße  Medianbinde  beider  Figl  als  silia  (107  c)  und  einen  auffallend  zurückgebildeten 
rotgelben  Fleck  der  Vflgl.  Cuba.  —  daceleia  suh.sj).  nov.  Eine  pygmäenhafte  Form,  kleiner  als  A.  gerona  (107  e);  dacdeia. 
der  Subapicalfleck  der  Vflgl  aber  fahler  und  größer  als  bei  iphimedia.  Diese  ausgezeichnete,  schon  durch  ihre 
Kleinheit  bemcrkensAverte  Rasse  bcAvohnt  die  Insel  Trinidad.  —  pharae  suhsp.  nov.  begegnen  Avir  in  Mato-Grosso,  pimrae. 
Peru  und  Bolivien.  Die  Form  steht  im  engsten  Anschluß  an  iphida,  atoii  Avelcher  sie  durch  erAA'eiterte  IMittel- 
binde  und  ansehnlicheren  Apicalfleck  differiert,  • —  indefecta  stihsp.  nov.  (107  c)  überft.’ifft  pharae  in  der  Größe  indefeda. 
des  rotgelben  Einsatzes  der  Vflgl,  leitet  aber  durch  die  eingeengte  weiße  Binde  der  Vflgl  über  zu  den  brasilianischen 
Territorialformen.  Die  Unterseite  ist  ausgezeichnet  durch  die  verlängerten  subapicalen  Strigae,  und  die  fahlen, 
gelblichroten  Längsbinden.  Paraguay,  Tj^pe  im  Tring-Museum.  —  leucates  suhsp.  nov.  Avird  nach  einem  Exemplar 
der  I''ELDJi:R-Kollektion  des  Tring-Museunis  anfgestellt.  leucates  erinnert  in  A^ieler  Beziehung  an  iphimedia,  von 
Cuba  und  präsentiert  sich  als  ein  echtes  Produkt  einer  heißen  und  trocknen  Zone.  Von  der  nächst  A'erAvandten 
ephesa  Men.  differiert  sie  durch  breitere  Aveiße  Medianzone  beider  Figl,  den  helleren  und  fahler  ockerfarbenen,  auch 
stattlicheren  Subapicalfleck  und  die  blässere  Unterseite.  Bahia.  In  der  Sammlung  Staxjdinger  ähnliche  Exem¬ 
plare  aus  Pernambuco.  —  ephesa  Mm.  beAA'ohnt  das  mitt  lere  Brasilien.  Die  Namenstype  dürfte  aus  Rio  de  Janeiro  ephesa. 
stammen,  wo  ihr  Autor  selbst  gesammelt  hat.  Der  Apicalfleck  der  Vflgl  rundliclur  als  bei  iphida,  die  AA'eiße  Zone 
schmäler.  Nicht  selten  in  Espiritu  Santo  und  bei  der  Hauptstadt  von  Rio  de  Janeiro.  —  gellia  subsp.  nov.  end-  gellia. 
lieh  gleicht  auf  den  Vflgl  der  Paraguay-Rasse,  das  Aveiße  Feld  der  Hflgl  aber  verschmälert  sich  AAdederuni.  Unter¬ 
seite  dunkler  als  bei  indefecta  iind  ephesa,  die  rotbraunen  Längsbinden  prominenter.  Sa.  Catharina,  norclAA’ärts 
bis  Säo-Paulo. 

A.  thessalia  findet  sich  als  habituell  kleinere  Vikariante  neben  A.  iphida,  der  sie  ober-  und  unterseits 
sehr  nahesteht.  Die  Figlform  ist  etAA^as  spitzer,  der  rotgelbe  Apicalfleck  kompakter,  rundlicher.  Die  AA'eiße  Me¬ 
dianbinde  der  Vflgl  nach  vorne  verjüngt.  Hflgl  schlanker,  schärfer  gezähnt,  der  rötliche  Analfleck  obsolet. 
Genitalorgane  hervorragend  differenziert:  Uncus  viel  schmäler,  schlanker,  basahAArts  eingeschnürt,  Vah'e 
ventral  ohne  koiwexen  medialen  Vorsprung,  fast  gleichmäßig  zylindrisch,  schlanker,  spitzer.  Clunicula  basal 
verschmälert,  in  fast  gleichmäßiger  Breite  ansteigend.  ZAA'ei  Arealfornien :  thessalia  Fldr.  mit  der  Namenstype  thessalia. 
vom  Rio-Negro.  Sehr  häufig  in  Peru  und  Ecuador  bis  zu  etAva  1200  m  Erhebung.  Selten  in  C^olumbien.  Unter¬ 
seits  kenntlich  und  von  A.  iphida  differenziert  durch  kürzei’e  transcellulare  Strigae.  Bei  boliAdanischen  Exem- 
jjlaren  macht  sich  der  Einfluß  der  Jahreszeiten  bemerklich.  So  zeigen  AA  aus  Coroico,  AA'elche  nach  der  dunkel-  , 
braun  gestreiften  Unterseite  beurteilt  einer  regenreichen  Periode  angehören,  eine  VerläiigeruiAg  des  rotgelben 
Präapicalfeldes  der  Oberseite  der  Vflgl;  Flugzeit  November,  Dezember;  AA^hrend  Exemplare  A^oni  August  durch 
vorwiegend  hellgrau  gebänderte,  verAA^aschene  Unterseite  den  Eindruck  der  Produkte  einer  trockenen  Zone 
hervorrufen.  —  Bei  cesilas  suhsp.  nov.  potenziert  sich  der  Charakter  der  Trockenzeitform.  Der  Präapicalfleck  cesilas. 
verschmälert  sich  und  beginnt  sich  an  den  Rändern  aufzulösen.  Die  AA'eiße  Zone  beider  Figl  fa.st  doppelt 
so  breit  als  bei  Peru-Exemplaren.  Unterseite  beider  Figl  vorherrschend  Aveißlich,  die  rotbraunen  Streifen  na¬ 
mentlich  in  der  Basalzone  fadendiinn.  Vom  Pilcomayo  bis  zum  Rio-Grande,  im  Dezember  A’on  Steixbach  ge¬ 
sammelt. 

A.  calliphiclea  Btlr.  AAUirde  auf  Cramer’s  Figur  C  und  D,  taf.  376  seiner  Pap.  Exot.  IV.  gegründet.  Die  calliphidea. 
Form  ist  bemerkenswert,  vorausgesetzt  daß  sie  nicht  verzeichnet  oder  falsch  koloriert  AA'Airde,  durch  drei  AA'eiße 
Querbindchen  der  Zelle  der  Vflgl  und  eine  rein  weiße  Submarginalbinde  der  Unterseite  beider  Figl.  Oberseits 
gleicht  sie  durch  einen  dreieckigen  Subapicalfleck  der  A.  ahia  Hew.  Surinam.  Aehnliche  Exemplare  sollen 
nach  Butler  aus  Bolhden  im  Britisch-Museum  vertreten  sein. 


524 


ADELPHA.  Von  H.  Frühstorfer. 


abia.  A.  abia  Hew.  (109  a)  bisher  nur  aus  Rio  de  Jaiieiro  bekannt,  kann  als  eine  der  häufigsten  Adolphen  des  süd¬ 

lichen  Brasiliens  gelten  und  findet  sich  auch  noch  in  der  Argentinischen  Republik  und  in  Paraguay.  Es  ist  sehr 
wahrscheüilich  daß  sie  A.  in  Brasilien  und  den  Nachbarstaaten  ersetzt.  Die  Klammerorgane  sind,  was 

die  Valven  angeht,  nur  unerheblich  differenziert,  doch  scheint  der  Uncus  bei  abia  robuster  und  kürzer  zu  sein, 
das  Scaphium  und  der  Saccus  breiter.  Die  Valve  von  abia  ist  etwas  schlanker  mit  massigerem  Ansatz  der  sehr 
hohen  Clunicula.  Je  nach  der  Jahreszeit  kann  die  Unterseite  des  Imago  lebhaft  hell  kakaobraun  gestreift  oder 
fast  weißlich  sein,  mit  verwaschener  Bänderung.  Oberseite  sehr  ähnlich  A.  iphicla  indefecta  (107  e),  jedoch 
mit  spitzerem  rotgelbem  Feld  der  Vflgl.  Exemplare  aus  Rio  Grande  do  Sul  sind  unterseits  fast  ganz  weißgrau. 

A,  basiloides  gleicht  oberseits  der  A.  iphicleola  (107  d),  nur  dringt  die  weiße  Mittelbinde  in  die  Zelle 
ein.  Die  Unterseite  präsentiert  sich  dunkler  schwarzgrau,  die  braunen  Längsbinden  sind  etwas  straffer  als  bei 
A.  iphicla  gezogen.  Das  Verbreitungsgebiet  der  Art  ist  ein  eng  begrenztes;  Zentralanierika,  dann  nur  noch  Co- 
lasiloides.  lumbien  und  Venezuela,  basiloides  Bat.  (=  lemnia  Fldr.),  ursprünglich  aus  Mexico  beschrieben  und  bis  Pa¬ 
nama  vorkommend.  Das  $  hat  manchmal  einen  zweiten  stricliartigen  Fleck  vor  dem  Apex  der  Zelle  der  Vflgl.  — 
cadia'  lydia  Btlr.  ist  eine  mir  in  Natur  unbekannt  gebliebene  Rasse  aus  Honduras  beschrieben.  —  caelia  subsp.  nov. 
hat  rundlichere  Konturen  und  ein  größeres  Ausmaß  der  Figl  als  basiloides.  Medianbinde  breiter,  die  gelblichen 
lativiita.  Partien  unbedeutender  als  bei  Exemplaren  nördlicherer  Herkunft.  Columbien,  selten.  —  lativitta  Stgr.  über¬ 
bietet  caelia  noch  in  der  Breite  des  weißen  Mittelfeldes.  Venezuela. 

A.  pithys,  eine  seltene  Species,  bisher  mir  aus  Guatemala  bekannt,  wurde  erst  neuerdings  auch  in  Me¬ 
xiko  entdeckt.  Oberseite  wie  bei  A.  iphicla,  nur  mit  nach  rückwärts  verlängertem,  relativ  schmalem  und  bis 
■pithys.  an  den  Costalrand  vorstoßendem  gelblichem  Subapicalband  der  Vflgl.  pithys  Bat.  (109  a)  differiert  unterseits  von 
den  Formen  der  fp/w’cZa- Gruppe  dadurch,  daß  die  transcellularen  weißlich  violetten  Makeln  oder  Strigae  durch  eine 
verwaschene  lehmfarbene  Binde  ersetzt  werden.  Basalzone  der  Hflgl  ausgedehnt  weißlich  violett,  nur  mit 
feinen  rotbraunen  Linien  statt  markanter  brauner  Streifung  wie  hAA.  iphicla.  Guatemala,  sehr  selten  von  2000  bis 
vodena.  5000  Fuß  Höhe  beobachtet.  —  vodena  subsp.  nov.  Habituell  größer  als  die  zentralamerikanische  Rasse,  die 
Mittelbinde  der  Hflgl  wesentlich  schmäler.  Unterseite  diirchweg  dunkler,  die  Hflgl  mit  markanter  rotbrauner 
distaler  Begrenzung  des  weißen  Discalbandes.  Guerrero  (Mexico). 

donysa.  A.  donysa  Hew.  (=roela  Bsd.),  kommt  in  Mexico  und  Guatemala  neben  A.  pithys,  ebenfalls  als  große 

(Seltenheit,  vor  und  steigt  von  der  Niederung  bis  zu  2000  m  Erhellung  empor.  Die  Art  gleicht  oberseits  der 
gemeinen  A.  abia  Hew.  (109  a)  von  Rio  de  Janeiro,  ist  größer  als  A.  pithys  mit  viel  schmälerer  weißer  Mittel¬ 
binde.  Unterseite  dunkler,  die  Basis  der  Hflgl  mehr  grau  als  violett.  Godman  hat  ein  (J  am  Vulkan  Fuego  in 
Guatemala  auf  7000  Fuß  Höhe  gefunden. 

A.  abyla,  eine  in  den  Sammlungen  am  wenigsten  verbreitete  Species,  gleicht  oberseits  der  A.  pithys,  ist 
aber  von  ihr  sofort  zu  trennen  durch  die  lang  ausgezogenen  scharfgezackten  Hflgl,  welche  einen  ungewöhnlich 
großen  rotgelben  Analfleck  tragen.  Der  Subapicalfleck  der  Vflgl  sowohl  bis  zum  Costalrand  als  auch  nach  hinten 
abyla.  verlängert,  zwischen  den  Medianen  im  Gegensatz  zu  pithys  aber  stark  verjüngt,  abyla  He?«.  (109  a)  bewohnt  Ja- 
abylina.  maica,  mit  relativ  breiter  weißer  Mittelbinde  beider  Figl.  Esistmirnur  1  cj  aus  dem  Tring-Museum  bekannt,  abylina 
suhsp.  nov.  wurde  von  Lucas,  Lep.  Exot.  1835  p.  126  als  iphicla  L.  irrtümlich  aufgefaßt  und  auch  als  solche 
taf.  68,  oberste  Figur  dargestellt.  A  eingeengtem  weißem  Mittelfeld  und  einem  bis  zur  hinteren  Mediana 
durchgezogenen  äußerst  verschmälerten  Submarginalband  der  Vflgl.  Ktrby  glaubte  die  Form  als  identisch 
mit  A.  celerio  Bates  anspreeiien  zu  dürfen,  docli  hat  abylina  mit  A.  celerio  noch  weniger  gemeinsam,  als  mit 
A.  iphicla  L.  Heimat  von  abylina  unbekannt,  vermutlich  eine  der  westindischen  Inseln. 

A.  gelania  eine  Kollektivspecies  der  westindischen  Inseln;  Oberseite  braun  mit  einer  schmalen  weißen 
oder  gelben  Mittelbinde,  welche  bis  zur  vorderen  Radiale  hinzieht.  Vor  dem  Apex  dann  noch  ein  gelblicher 
Fleck.  Zelle  der  Vfigl  mit  drei  roten  Querbändern,  Analfleck  der  Hflgl  sehr  groß,  rötlich,  zwei  schwarze  Punkt- 
gelania.  flecken  umschließend,  gelania  Godt.  befindet  sich  aus  Puerto-Rico  in  der  STAUDiNGER-Sammlung  des  Berliner 
arecosa.  Museums.  —  Von  ihr  differiert  arecosa  Hew.  (109b)  durch  weiße  Binden  der  Oberseite.  Fundort  unbekannt, 
eine  der  Antillen.  Dagegen  ist  die  Angabe  Doubleday’s  ,  daß  die  Art  in  Mexico  Vorkommen  soll,  bisher 
noch  nicht  bestätigt. 

A.  lerna.  Eine  prächtige  Art,  welche  die  Charaktere  der  A.  iphicla-Gvuppe  durch  die  Zeichnungsanlage 
der  Oberseite  mit  jenen  der  A.  er otia- Gruppe  durch  den  reichen  weißen  Schmuck  der  Unterseite  kombiniert. 
Je  nach  dem  Fundort  verändert  sich  die  Größe  und  Breite  der  weißen  Binden  und  gelbroten  Flecken  der  Ober¬ 
seite,  während  die  Unterseite  weniger  nach  der  Lokalität  als  nach  der  Jahreszeit  ihre  Farbennuancen  wechselt.  Wie 
bei  A.  erotia  haben  wir  in  der  trocknen  Zeit  vorherrschend  gelbe,  in  der  nassen  Periode  vorwiegend  gesättigt 
rotbraune  Bänderung  zu  konstatieren.  Wir  begegnen  lerna  von  Zentralamerika  an  bis  Bolivien,  und  als  Selten¬ 
heit  im  Gebiet  des  Amazonas  und  Teilen  von  Guyana.  Anatomisch  hat  A.  lerna  die  Form  des  Uncus  mit  A.  ero¬ 
tia  gemeinsam ,  während  die  nach  außen  ungemein  schlanke  und  mit  dem  distalen  Ende  schnabelförmig  nach 
unten  gebogene  Valve  keinerlei  Beziehungen  zur  A.  erotia-  und  H.  f'pÄfcfa-Gruppe  verrät,  sondern  ganz  isoliert 


ADELPHA,  Von  H.  Feuhstorl’jer. 


vorkommt.  Die  Clunicula  ist  kiippenförmig,  stark  chitinisiert.  —  aeolia  Fldr.  (K»7  }>)  wechselt  jo  nach  der  .fal)-  oeoUa. 
reszeit  die  Ausdehnung  der  weißen  Mittelbinde.  Felder’s  Type  führt  schmälere  Pänder  als  das  Modell  unserer 
Abbildung  und  gleicht  darin  viel  mehr  dem  zentralamerikanischen  d':  wie  es  Godman  u.  Salvix  zur  Darstel¬ 
lung  brachten.  Mir  liegen  aus  Columbien  Exemplare  vor  mit  hellledergelber  Streifung  und  solche  mit  rotbrau¬ 
ner  Bänderung  der  Unterseite.  Verbreitung  von  Nicaragua  durch  Columbien.  —  archidona  .^nbsp.  nov.  (107  b)  archidona. 
findet  sich  auf  der  Amazonasseite  von  Ecuador  und  Peru,  und  differiert  durch  etwas  dunkler  rotgelbe  Flockung 
und  weniger  breite  Binden  derVflgl  von  lerna  Hew.  (I07a)  aus  Bolivien.  —  leonina  .svhsp.  nov.  (107  b). 

Weicht  von  allen  ?eraa-Rassen  durch  die  größeren  und  heller  ockergelben  Praea])icalflecken  der  Vflgl  und  die 
viel  schmälere  weiße  Medianbinde  aller  Figl  ab.  Die  Unterseite  erscheint  reicher  mit  schwarzen  Flecken  besetzt 
als  bei  den  übrigen  lerna-Verwandten.  Britisch- Guyana,  Essequibo-Fluß.  Type  im  Tring-Museum. 

A.  naxia  gehört  zu  einer  kleinen  Gruppe  von  Arten,  deren  Verschiedenheit  sich  aus  aii  sich  unbedeu¬ 
tenden  Konstellationen  der  Subapicalflecken  derVflgl  ergibt.  Die  Unterseite  nähert  sich  jener  von  A.  delphi- 
cola  und  A.  ipJiicla  und  entfernt  sich  dadurch  von  A.  lerna.  Die  Klammerorgane  weisen  unerhebliche,  aber 
dennoch  sofort  erkennbare  Differenzen  auf.  Valve  von  A.  naxia  kürzer,  an  der  Basis  fast  quadratisch  geformt 
der  dorsale  Zahn  ein  gleichschenkliges  Dreieck  bildend.  Verbreitung  von  Mexico  bis  Columbien,  wahrschein¬ 
lich  dem  ganzen  oberen  Amazonas  und  der  Andenkette  entlang,  weil  mir  neuerdings  Exemplare  aus  Mato-Grosso 
zugingen.  Eine  reizende  Form  auch  auf  der  Insel  Trinidad,  naxia  Fldr.  (107  b),  nach  einem  $  von  Onaca,  Hanta-  naxia. 
Marta  (Columbien)  dargestellt,  gleicht  unterseits  der  A.  ipMcla,  nur  sind  die  transcellularen  weißlichgelben 
Makeln  viel  größer.  —  mucia  snbsp.  nov.  liegt  mir  vom  Vidkan  Chiriqui  vor.  Die  weißen  Binden  verschniälern  mucia. 
sich  im  Vergleich  zu  naxia  und  der  Mexico-Rasse,  der  rotbraune  Apicalfleck  ist  dunkler  und  die  Unterseite 
reicher  und  satter  rotbraun  dekoriert.  —  epiphicla  Godm.  u.  Salv.  wurde  von  ihren  Autoren  auf  der  Taf.  38f.  9,  epiphicla. 
10  in  der  Biologia  zwar  so  genannt,  im  Text  p.  306  aber  mit  A.basilea  Cr.  identifiziert.  Der  Name  epiphicla  aber 
hat  auf  alle  Fälle  Geltung,  weil  basilea  Cr.  als  Synonym  von  A.  iphiclaL.  verfällt.  Det  rotbraune  Präapicalfleck 
der  Vflgl  breiter  als  bei  A.  mucia.  Mexico,  anscheinend  selten.  —  hieronica  suhsp.  nov.  (107  c)  hat  in  Anbetracht  hieronica. 
ihrer  Kleinheit  auffallend  breite  weiße  Medianbinden,  namentlich  auf  den  Hflgln.  Die  Präapicalmakeln  der  Vflgl 
dagegen  äußerst  reduziert.  Die  Unterseite  führt  alle  Attribute  der  Inselrassen,  sie  ist  auffallend  verdunkelt, 
alle  Zeichnungen  äußerst  scharf.  Trinidad,  Tabaginte,  Narieva-Distrikt,  hn  Museum  Tring.  —  domi-  domimda. 

nula  Möschl.  aus  Surinam  wurde  auf  eine  $-Form  von  ansehnlicher  Größe  basiert,  mit  einem  kleinen  rotbrau¬ 
nen  Apicalfleck  und  einem  mehr  halbmondförmigen  transcellularen  rotgelben  Feld.  Unterseite  auffallend 
ähnlich  A.  iphicla  L.  — ^  BeiManaos  amRio-Negro  findet  sich  eine  Territorialform,  diatreta  suhsp.  nov.,  ohne  die  diatreta. 
schwarzbraunen  Längsstreifen,  welche  dominula  führt,  dagegen  überwiegender  rotbrauner  Grundfarbe.  Auch 
sind  die  präapicalen  Makeln  der  Oberseite  der  Vflgl  gesättigter  rotgelb.  Tyj)e  in  der  Kollektion  Htaudixger 
im  Berliner  Museum.  —  zynia  subsp.  nov.  ausgezeichnet  durch  sehr  breite,  hell  ockergelbe  Hubapicalflecken  zynia. 
der  Vflgl.  Die  weiße  Mittelbinde  beider  Figl  etwa  wie  bei  naxia.  Unterseite  verwaschen,  fahler  als  bei  den  nörd¬ 
licheren  Formen.  Die  Gestalt  nur  wenig  größer  als  bei  hieronica.  Anscheinend  sehr  selten,  Mato-Grosso.  Nur 
in  Kolk  Fruhstoreer. 

A.  ixia  differiert  von  A.  naxia  durch  das  Auftreten  eines  supplementären  gelblichen  Fleckens  derVflgl, 
so  daß  das  präapicale  Feld  sich  bis  zur  mittleren  Mediana  ausdehnt,  während  es  bei  A.  ixia  bereits  an  der  vor¬ 
deren  abschließt.  Weiße  Medianbinde  der  Vflgl  stets  kürzer.  Hflgl  schmäler  als  bei  naxia,  und  in  der  analen 
Partie  de.shalb  mehr  vorgezogen.  Unterseite  von  breiteren  rotbraunen  Binden  durchzogen.  ’SMlve  schlanker, 
basal  nicht  verdickt  wie  hei  A.  naxia,  der  Zahn  kürzer,  stumpfer.  Die  Art  läßt  sich  nach  dem  mir  zugänglichen 
Material  nur  von  Mexico  bis  Columbien  und  Venezuela  nacliweisen.  ixia  Fldr.,  die  Namenstype,  stammt  a\is  ixia. 
Venezuela.  Mittelbinde  beider  Figl  etwa  wie  bei  A.  naxia  (107  b)  aber  kürzer.  Der  zwischen  der  hinteren 
Radiale  und  der  vorderen  Mediana  eingebettete  Htreifen  im  fahl  ockergelben  Felde  der  Vflgl  viel  länger  und 
schmäler  als  bei  A.  naxia,.  —  In  Columbien  ist  ixia  vertreten  durch  fundania  snbsp.  nov.  (109b)  mit  schmälerem  fundania. 
weißem  Mittelfeld  beider  Figl  und  gleichfalls  zurückgebildetem  Präapicalfleck  der  Vflgl.  Infolgedessen  erscheinen 
auch  die  verwaschen  weißlichgelben  Transcellularmakeln  der  Unterseite  A^erkleinert .  Der  Einfluß  der  Jahreszeit 
prägt  sich  unterseits  durch  dunkle  Verfärbung  der  Längsbinden  bei  den  Individiien  regenreicher  Monate  und 
fahl  rötlichgelber  Streifung  bei  Exemplaren  der  Trockenperiode  aus.  Columbien.  —  leucas  subsp.  nov.  umschreibt  Icucas. 
eine  erheblich  differenzierte  Territorialform  aus  Mexico.  Bei  ihr  ist  bereits  der  zweite  Präapicalstreifen  verlängert 
und  distal  nach  vorne  aufgebogen,  der  hintere  noch  etwas  breiter  als  bei  A.  pseudomessana  (107b),  mit  welcher 
sonst  der  Charakter  der  Vflgl-Fleckung  nahezu  harmoniert.  Unterseite  trotz  der  bedeutenderen  Größe  mit 
schmälerem  weißen  Mittelfeld  als  bei  A.  fundania  und  ixia,  die  braunen  Partien  ausgedehnter,  auch  alle  grau¬ 
violetten  Htreifen  breiter  angelegt. 

A,  messana  Fldr.  bisher  nur  in  einem  Exemplar  in  der  Hammlung  des  Autors  bekannt,  hat  nach  der  messana. 
Ty|De,  welche  mir  aus  dem  Tring-Museum  vorlag,  nur  einen  kleinen  rotgelben  submarginalen  Präapicalfleck 
der  Vflgl,  während  ixia  und  naxia  deren  zwei  aufweisen.  Neben  messana  existiert  bereits  eine  weitere  Form 
oder  Art  der  Felde R-Kollektion  mit  drei  Hubapicalmakeln  der  Vflgl.  Hie  wird  hier  als 

A.  aufidia  spec.  wov.  eingeführt.  Hie  vereint  in  sich  die  Charaktere  von  A.  ixia  und  ;  mit  A.  ürfahat  sie  aufidia. 


526 


ADELPHA.  Von  H.  Feühstorfbr. 


die  lappig  vorgezogenen  Hflgl,  mit  A.  naxia  verkürzte  gelbliche  Zone  der  Hflgl- Oberseite  gemeinsam.  Unterseits 
schließt  sie  sich  wiederum  A.  an.  Die  Form  des  Präapicalflecks  der  Vflgl  gleicht  mehr  jener  von  A.  pseMdom&s- 

sana  und  von  allen  genannten  Vikarianten  differiert  messana  durch  drei  submarginale  Fleckchen,  während  A .  naxia, 
ixianndi  liseudomessana  deren  nur  zwei  aiifweisen.  auf  idia  differiert  von  der  Type  der  A.  messanaFldr  durch  einen 
schmäleren,  längeren  und  distal  tiefer  eingeschnürten  ockerfarbenen  Subapicalfleck  der  Vflgl.  Die  weiße  Me¬ 
dianbinde  ist  nach  vorne  wesentlich  verschmälert,  ebenso  erscheint  die  Mittelbinde  der  Hflgl  von  geringerer 
Ausdehnung.  Die  Komponenten  der  subapicalen  Transversalbinde  sind  unterseits  zierlicher,  die  hellen  Zeich¬ 
nungen  intensiver  violett  bedeckt.  Columbien,  Bogota  (?)  Ein  von  Lindig  gesammeltes  A  hn  Tring-Museum. 
canideia.  —  carsuleia  subs'p.  nov.  steht  der  aufidia  nahe,  nur  ist  die  gelbe  bindenartige  ockerfarbene  Partie  der  Vflgl  nach 
hinten  ausgedehnter  und  deren  Fortsetzung  zwischen  den  vorderen  Medianen-fällt  aus.  Unterseite  dunkler,  mit  ver¬ 
minderten  weißen  und  dominierenden  rotbraunen  Binden.  Peru,  Tarapoto,  Type  in  Sammlung  Fruhstorfer. 

pseudo-  pseudoniessana  spec.  7iov.  (107  b  A)-  A  durch  den  verlängerten  ockerfarbenen  Subapicalfleck  der  Vflgl 

genau  tv]iischen  messana  gleichkommend,  nur  die  weißen  Medianbinden  etwas  schmäler  und  schärfer  abgesetzt. 
Die  Hflgl  führen  eine  weißliche  Submarginallinie,  die  bei  messana  fehlt.  Die  Unterseite  erinnert  durch  den 
dunkelbraunen  statt  gelblichen  Gesamtton  viel  mehr  an  velia  Fldr.,  auch  sind  alle  hellen  Felder  viel  prägnanter, 
schärfer  abgegrenzt,  nur  die  Submedianbinde  der  Hflgl  ist  doppelt  d.  h.  geteilt,  peripherisch  rotbraun  mit  hell 
violettgrauem  Zentrum,  während  sie  bei  messana  einfarbig  rotbraun  gehalten  ist.  Anatomisch  ist  pseudomessana 
scharf  von  A.  naxia  und  A.  ixia  geschieden  durch  den  an  A.  iphicla  gemahnenden  sehr  langen  und  schmalen 
Zahn  der  Valve.  Die  Valve  selbst  schlanker,  spitzer  als  bei  A.  naxia  und  durch  die  hohe  Clunicula  ohne  weiteres 
auch  von  A.  ixia  abgesondert.  Peru,  Tarapoto  und  Chanchamayo. 

A.  velia,  eine  ausgezeichnete  in  den  Sammlungen  noch  äußerst  seltene  Species,  bewohnt  Columbien, 
Venezuela  und  Teile  des  mittleren  und  südlichen  Brasilien.  Intermediatformen  werden  sicher  noch  in  dem 
dazwischen  liegenden  Gebiete  aufgefunden.  Zeichnung  der  Oberseite  etwas  an  jene  Yoi\A.  pseudomessana{\01h) 
erinnernd,  das  Präapicalfeld  der  Vflgl  aljer  im  engsten  Kontakt  mit  der  weißen  Mittelbinde.  Unterseite  kenntlich 
an  relativ  großen  Submarginalflecken  und  breit  ausgeflossenen  weißlich  violetten  Längsstreifen.  Das  Subbasal¬ 
band  der  Hflgl  doppelt,  dessen  Randlinien  wie  bei  pscMdomessawa  (107  b)  durch  eine  graue  Füllung  getrennt.  Drei 
velia.  Arealformen;  velia  Fldr.  Mir  nur  nach  einem  $  mit  der  irrigen  Bezeichnung  ,, Bogota“  aus  der  Feldbr-KoI- 
hhnera.  lektion  des  Tring-Museums  bekannt.  Heimat  aber  sicher  Columbien.  —  himera  Fldr.  scheint  velia  in  Venezuela 
zu  ersetzen,  doch  ist  es  nicht  ausgeschlossen,  daß  ihr  Artrechte  zukommen,  was  bei  dem  einzigen  vorliegenden  A, 
der  Type  im  Tring-Museum,  nicht  zu  entscheiden  ist.  Die  Medianbinden  von  liAnera  fast  nochmal  so  breit  als 
•  bei  velia  und  veliada,  außerdem  trägt  himera  auch  einen  kleinen  halbmondförmigen  weißen  Fleck  unter  der 
ockerfarbenen  Subapicalmakel,  der  velia  fehlt.  Die  Unterseite  zeigt  mehr  Analogien  namentlich  in  der  Vflgl- 
veliada.  fleckuiig,  nur  ist  die  Grundfärbung  heller.  Venezuela.  —  veliada  suhsp.  nov.  eine  ausgezeichnete  Form,  von 
welcher  mir  zwei  $$  aus  Santa-Catharina  und  ein  drittes  aus  Espiritu  »Santo  vorliegen.  Habituell  bleibt  ve¬ 
liada  hinter  A.  velia  zurück;  Hflgl  kürzer,  Vflgl  rundlicher,  die  ockergelbe  Partie  der  Vflgl  distal  tiefer  und  feiner 
eingekerbt,  der  Fleck  im  allgemeinen  schmäler.  Der  gelbe  Analfleck  der  Hflgl  kleiner,  blasser.  Die  Unterseite 
heller,  die  Weißzeichnung  mehr  verschwommen  in  die  Grundfarbe  übergehend.  Basis  aller  Figl  lichter. 

calliphane.  A.  calliphane  spec.  nov  ( 109b).  A  oberseits  ähnlich  ahia  (109  a),  der  gelbliche  Präapicalfleck  jedoch  den  Costal- 

rand  der  Vflgl  nicht  berührend,  noch  schmälerund  länger  und  stets  bis  zur  mittleren  Mediana  reichend.  Figlform 
schmal,  Vflgl  geschwungen,  Hflgl  analwärts  stark  verjüngt,  Mittelbinde  auf  den  Vflgln  nach  vorne,  und  auf  den 
Hflgln  nach  hinten  spitz  auslaufend.  Roter  Analfleck  der  Hflgl  kleiner  als  bei  ahia  Hew.  Unterseite :  Weiße  Me¬ 
dianbinde  der  Vflgl  vom  Costalrand  an  den  ganzen  Figl  durchziehend  und  dadurch  an  cocala  Cr.  erinnernd. 
Von  cocala  ist  calliphane  aber  auch  unterseits  leicht  zu  separieren  durch  das  Vorhandensein  einer  zweiten,  etwas 
verwischten  Postdiscalbinde,  die  proximal  der  sehr  schmalen  gelblichen  Submarginalbinde  und  parallel  damit 
verläuft.  Bei  meinem  $  aus  Rio  de  Janeiro  fehlt  diese  weiße  Zwischenbinde  und  die  Figlform  ist  etwas  rund¬ 
licher.  Unterseite  rotbraun,  mit  hellvioletten  Längsstreifen  in  der  proximalen  Figlhälfte  und  einer  ebensolchen. 
Submarginalbinde  auf  allen  Flgln  und  mit  einer  violetten  Linie  in  der  rotbraunen  Postmedianbinde  der  Hflgl. 
Klammerorgane  äußerst  charakteristisch  durch  eine  sehr  kurze,  basalwärts  cpiadratisch  verbreiterte  Valve, 
ventral  mit  merklichem  konvexem  medialem  Vor,s2)ining,  dorsal  mit  einer  proximalen  breit  bauchigen  Erwei¬ 
terung.  Der  Zahn  sehr  lang,  dessen  Basis  ausgedehnt.  Das  Ende  der  Valve  breit,  abgerundet,  aber  mit  vier 
scharfen  Zähnen.  Rio  de  Janeiro  bis  »Säo-Paulo,  selten.  Type  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  2  AA 
Paraguay  im  Tring-Museum. 

falcipennis.  A.  falcipersnis  spec.  nov.  Vflgl  mit  weit  vorgezogenem  Apex.  Hflgl  geschwungen,  nach  hinten  stark  ver¬ 

jüngt.  Präapicalfleck  der  Vflgl  fast  dreieckig,  ebenso  geformt  wie  bei  epizyjis,  jedoch  etwas  schmäler  und  daher 
nicht  mit  den  weißen  Längsbinden  zusammen  fließend.  Gestalt  und  Verlauf  der  Mittelbinden  wie  bei  calliphane 
Friihst  (109b).  Der  ockergelbe  Analfleck  der  Hflgl  relativ  klein,  schmal  ohne  zentralen  scliAvarzen  Punkt.  Grund¬ 
farbe  der  LTnterseite :  Hell  ledergelb  wie  bei  cocala  didia  Frühst.  Basis  aller  Figl  grau  violett.  In  der  Zelle  der  Vflgl 
zwei  braungelbe  beiderseits  scharf  schwarz  liniierte  Längsbinden,  am  Zellapex  3  bis  5  graue,  spitze  Strigae.  Me- 


ADELl^HA.  Von  II.  Frtjiistorfer. 


.“)27 

dianbinde  distal  schwarz  begrenzt.  Beide  Figl  von  einer  grauvioletten  schmalen  8ubrnarginan)indo  durchzogen, 
neben  der  proximal  eine  schwarze  Linie  parallel  läuft.  Klammerorgano  analog  jenen  von  .1.  adlipham 
gebaut,  Valve  jedoch  ohne  die  dorsale  Kuppe,  der  ventrale  Vorsprung  dagegen  markanter,  die  Llunicula  siel) 
aus  schmalerer  Basis  erhebend.  Valvenumriß  ebenso  wie  jener  der  vorigen  Art,  durcli  die  kinze  gedrungene 
Form  jener  der  A.  a?n7n-Gruppe  genähert.  Type  in  meiner  Sammlung  aus  Rio  Grande  do  Sul.  -  perga  [jnr^a. 
suhsp.  wou  wurde  neuerdings  in  8a.  Gatharina  entdeckt  und  differiert  oberseits  durch  verseil mälerte  weiße  und 
orangefarbene  Zeichnung,  Die  Unterseite  ist  bunter,  die  weißen  Striemen  und  Flecken  sind  violett  über¬ 
haucht.  Die  weiße  Mediaubinde  beider  Flügel  wird  auch  nach  innen  schwarz  begrenzt  und  auf  den  \  flgln 
tritt  eine  transzellulare  Reihe  von  fünf  deutlichen  weißen  Flecken  in  Erscheinung,  welche  bei  ftilci/tennis 
kaum  angedeutet  sind. 

A.  epizygis  s^^ec.  rmwjlOQb).  d' oberseits  sehr  ähnlich  cufffpAane,  die  weiße  Medianbinde  aller  Figl  aber  viel  epizygis. 
breiter,  so  daß  der  gelbe  Präapicalfleck  damit  zusammenfließt.  Dieser  Fleck  costalwäi’ts  viel  ausgedehnter, 
so  daß  ein  Dreieck  entsteht,  an  Stelle  eines  schmalen  Bandes  wie  bei  callvpJmne.  Der  rötliche  Analfleck  der 
Hflgl  etwas  stattlicher  als  bei  calliphane.  Unterseite :  Die  weiße  Mittelbinde  beginnt  erst  an  der  vorderen  iMe- 
diane,  darüber  lagern  aber  drei  sehr  breite,  gelblichweiße  Internervalmakeln,  die  bis  zu  den  Subcostalästen  Vor¬ 
dringen.  Distal  von  diesen  und  parallel  damit  zieht  eine  Reihe  von  5 — 6  grauweißen  rundlichen  Punkten  durch 
die  Flglmitte.  Die  eben  beschriebenen  Zeichnungscharaktere  erinnern  an  enboea  Fldr.  von  Columbien  und 
leopardus  {goyama  Schaus)  von  Paraguay.  Die  violetten  Binden  wie  bei  calliphane,  nur  etwas  matter,  die  Post¬ 
medianbänder  der  Hflgl  violett,  statt  vorherschend  rotbraun  und  mit  rotbrauner  Längslinie.  Klammerorgane 
durchaus  verschieden  von  jenen  der  M.  calliphane  und  A.  falcipenms,  viel  mehr  jenen  der  A.  iphicla  und  A.  ahia- 
Gruppe  genähert.  LTneusansatz  verlängert.  Valve  trotz  einer  ventralen  Erweiterung  gleichfalls  schlanker, 
die  äußere  Partie  viel  länger,  schärfer  gezähnt.  Chinicula  bis  zur  sehr  hohen  Spitze  breiter,  Type  aus  Sao-Paulo; 
ein  aus  Rio  Grande  do  Siil  mit  etwas  breiterer  Medianbinde  in  der  Samndurtg  Fruhstorfer;  außer¬ 
dem  ein  cj  aus  Paraguay  im  Tring-Museum. 

A,  rufilia  spec.  nov.  Flügelform  spitzer  als  bei  A.  epizygis,  Vflgl  mit  2  obsoleten  ockerfarbenen  Sub-  rufUia. 
apic alpunkten,  die  epizycjis  fehlen.  Lhiterseite;  Die  weißen  Mittelfelder  beiderseits  breiter  und  lichter  rot¬ 
braun  umgrenzt,  ebenso  die  gelblich-weißen  Subapicalmakeln  und  deren  distale  Parallelbinde.  Die  gesamte 
übrige  Oberfläche  aller  Flügel  Grauweiß  statt  violett,  mit  feinen  hellroten  Linien  durchzogen.  Klammerorgane 
dieser  durch  die  ungemein  zierliche  Zeichnung  der  Uiiterseite  charakterisierten  Spezies  hervorragend  durch 
den  auffallend  breiten  relativ  kurzen  dorsalen  Zahn.  Dieser  Fortsatz  selbst  ist  robuster  als  bei  den  verwandten 
Arten,  dichter  mit  kräftigen  Stacheln  besetzt;  Valve  ventral  leicht  ausgebogen;  Spitze  nur  mit  zwei 
kleinen  Zähnchen  bewehrt.  Rio  Grande  do  Sul,  sehr  selten,  nur  2  in  meiner  Sammlung. 

A.epona  spec.  nov.  Eine  unscheinbare  Spezies,  welche  in  sich  die  Charaktere  devA.iphicla  und  A.^desaure-  epona. 
Gruppe  kombiniert.  Die  Oberseite  gleicht  A.iphicla,  (107  a,)  A.thessalia  i09h)  unclM.uöfa  (109a),  der  freistehende 
Präapicalfleck  ähnelt  in  seiner  cpcadratischen  Form  noch  am  meisten  A.  thessedia  Fldr.  Die  Ausdehnung  und  der 
Verlauf  der  Mittelbinde  gemahnen  an  A.  abia  und  A.  calliphane.  Die  LTiterseite  differiert  von  jener  von  A. 
epizygis  nur  durch  verwaschenere  transzellulare  Makeln.  Verglichen  mit  A.  plesaure  ersclieint  das  Gesamt¬ 
kolorit  der  Unterseite  matter,  ein  fahles  Schiefergrau  dominiert.  Klammerorgane  mit  ungewöhnlich  kurzem  LTicus ; 

Valve  etwas  jener  vonM.  epizygis  genähert,  jedoch  ohne  den  bauchigen  Vorsprung  der  unteren  Pai'tie.  Für  den 
Fall  sich  Zwischenstufen  einstellen,  kann  A.  epona  allenfalls  mit  A.  epizygis  vereinigt  werden. 

A.  felderi  eine  eigentümliche,  völlig  isolierte  Spezies,  kenntlich  an  dem  weit  vorspringenden  Apex 
der  Vflgl  und  scharf  abgegrenztem,  schmalem,  perlniutferglänzendem  weißem  Medianband  beider  Flügel.  Der 
dunkel  ockerfarbene  kleine  Präapicalfleck  erinnert  etwas  an  M.  ixia  und  naxia.  Die  Unterseite  ist  äußerst  cha¬ 
rakteristisch  durch  die  rotgelbe  Grundfarbe  an  A.  sichaeus,  durch  die  Binde  der  Hflgl  etvvas  an  A.  olynthia  ge¬ 
mahnend.  Drei  Arealformen,  welche  von  Mexiko  bis  Costa-Rica  Vorkommen:  felderi  Bsd.  aus  Costa-Rica  felderi. 
beschrieben,  steht  falcata  Godm.  von  Guatemala  sehr  nahe.  Beide  haben  einen  kleineren  Präapilcalfleck  und  falcala. 
etwas  breitere  weiße  Mittelbinde  der  Vflgl  als  jarias  svbsp.  nov.  aus  Mexiko.  Diese  ist  ohne  weiteres  kenntlich  jarias. 
an  einem  vierten  Komponenten  des  sonst  dreiteiligen  x4picalf ekles,  welcher  sich  zwischen  der  vorderen  und 
irrittleren  Mediane  einbettet. 

A.  fessonia/Zere.  (109c)  bildet  mit  M .  cestws  eine  kleine  Gruppe,  kenntlich  an  einer  breiten  weißen  Mittel-  fessonia. 
binde,  welche  auf  den  Vflgl  bis  zum  Costalrand  vordringt.  Die  Binde  bildet  am  Zellapex  ehren  stumpfeir  Winkel. 

Der  Präpicalfleck  ungewöhnlich  groß,  hell  ockergelb.  Uirterseite  von  duirkelbraunen  Bändern  durchzogen, 
Airalwinkel  rotbraurr.  Der  Apicalfleck  der  Vflgl  fahlgelb  mit  rötlicher  Füllung.  Xamenstype  aus  Honduras, 
aber  von  Yukatan  an  durch  ganz  Zentralamerika  bis  Costa-Rica  vorkommend.  Nicht  selten  m  IVest-Mexiko, 
auch  von  Guadalajara  und  Orizaba  im  Tring-Museum.  Individuen  aus  Mexiko  führen  ehre  breitere  weiße 
Binde  als  Honduras  SS  '^on^  Costa-Rica  einen  stattlicheren  Präapicalfleck. 

A.  cestus  Fle%v.  (109c)  bleibt  in  der  Größe  hinter  A.  fessonia  zurück  und  zeigt  auf  den  Vflgl  statt  eures  großen  cesius. 
Präapicalfeldes  nur  drei  relativ  kleine,  ganz  nahe  an  den  Apex  gerückte,  rotbraune  Makeln.  Venezuela,  sehr  selten. 


528 


ADELPHA.  Von  H.  Frithstorfer. 


rothschUdi. 


iracta. 


leuccria. 


malea. 


juanna. 


ethelda. 


demialba. 


A.  rothschildi  sjyec.  nov.  (l()6a).  ^  Vflgllänge  33  mm.  Grundfarbe  tiefschwarz  mit  lichter  braunem  Basal¬ 
teil  und  ebensolchen  Längsbinden  in  der  Vflglzelle  und  in  der  Median-  und  Distalregion  der  Hflgl.  Vflgl  von 
einer  jenseits  der  Zelle  stark  proximal  aufgebogenen  Binde,  die  sich  aus  8  dunkelorangegelben  rundlichen, 
mittelgroßen  peripherisch  diffusen  Makeln  zusammensetzt.  Vor  dem  Zellapex  stehen  dann  noch  3  ebenso  ge¬ 
färbte  Fleckchen,  von  denen  jene  am  Costalrand  länglich  und  sehr  dünn,  die  beiden  unteren  quadratisch  ge¬ 
formt  sind.  Unterseite:  Grundfarbe  dunkel  rotbraun.  Basis  des  Vflgls,  eme  Median-,  eine  Postdiscalbmde  und 
eine  Reihe  von  6  Submarginalflecken  hellblaugrau.  Die  gesamte  Oberfläche  der  Hflgl  mit  Ausnahme  der  rot¬ 
braunen  Distalregion  gleichfalls  lichtgrau.  Der  Costalrand,  eine  Subbasal-,  zwei  Median-  und  zwei  Submarginal¬ 
binden  rotbraun.  Die  innere  rotbraune  Submarginalbinde  beiderseits  schwarz  begrenzt.  Im  Analwinkel  stehen 
zwei  schwarze  Punkte  zwischen  der  hinteren  Mediane  und  der  Submediana.  Der  Distalrand  tiefschwarz,  am 
Zellapex  der  Vflgl  zwei  graue  Spitzen  und  darüber  jene  zwei  weißlichen  quadratischen  Makeln,  die  auf  der  Ober¬ 
seite  dunkelrot  gefärbt  sind.  Die  Unterseite  gleicht  einigermaßen  jener  von  H.  salmonens  Btlr.  Ecuador,  Paramba 
aus  3500  Fuß,  vom  Mai  1897.  Type  im  Tring-Museum. 

A.  tracta  Btlr.  (109  c)  findet  sich  in  jeder  Sendung  vom  WilkanChiriqui,  wo  sie  Höhen  von  3 — 4000  Fuß 
bewohnt.  Die  Art  ist  außerdem  nur  noch  von  Costa-Rica  bekannt,  wo  sie  am  Vulkan  Irazu  noch  auf  6 — ^7000  Fuß 
Erhebung  angetroffen  wird.  Als  ebenso  isoliert  wie  ihr  Vorkommen  müssen  auch  ihre  Zeichnungscharaktere 
betrachtet  werden.  Oberseite  kakaobraun  mit  einer  lichter  braunen  Mittelzone  und  zwei  ebensolchen  Submar¬ 
ginalstreifen  der  Hflgl.  Die  Vflgl  werden  von  einer  bandartig  vereinigten  Reihe  fahl  ockergelber,  distal  diffuser 
Flecken  durchzogen.  Unterseite  gelblichgrau  mit  rötlichbraunen  Längsbinden.  Beide  Figl  außerdem  mit  einem 
verwaschenen  bleichgelben  Medianstreifen.  Die  Klammerorganie  sind  kenntlich  an  einem  niederen  dorsalen 
Fortsatz  der  Valve,  welcher  höckerartig,  aber  nicht  zahnförmig,  aufragt.  Valve  außerdem  distal  mit  einem 
auffallend  langen  Zahn  an  der  Spitze.  Lhicus  robust,  an  jenen  der  A,  serprj-Gruppe  gemahnend, 

A.  leuceria  Dr  uce,  (109c)  ursprünglich  aus  Guatemala  beschrieben,  südlich  bis  Panama  und  nördlich  bis  Mexi¬ 
ko  vorkommend,  differiert  etwas  nach  der  Jahreszeit.  So  besitzt  das  Tring-Museum  ein  d*  vom  Cuesta  de  Ali- 
santla  vom  Juni  1896  mit  allen  Charakteren  einer  Form  der  Trockenperiode,  helleren  und  breiteren  weißen 
Binden  der  Figlunterseite.  Die  Oberseite  ist  von  allen  bekannten  Arten  (mit  alleiniger  Ausnahme  der  A. 
vialea  Fldr.)  differenziert  durch  eine  breites  ockerfarbenes  Mittelfeld,  welches  beide  Flügel  durchzieht,  sich  aber 
vom  Zellapex  an  nach  vorne  verschmälert.  Distal  von  dieser  Binde  nur  drei,  relativ  große  Präapicalmakeln 
von  derselben  Farbe  wie  die  Medianbinden.  Analfleck  der  Hflgl  ungewöhnlich  breit,  aber  isoliert.  LTnter- 
seite  etwas  an  A.  sichneus  irisa  (106b)  erinnernd,  mit  weißer  Medianstreifung  durch  beide  Figl  und  violetten 
markanten  Submarginallfecken. 

A.  malea  F/Jr.  (109  c)  dürfte  H.  /e;<ce)’m  in  Columbien  ersetzen,  doch  ist  die  Unterseite  so  verschieden,  daß 
ihr  gewiß  Artrecht  zusteht.  Beide  Figl  von  einer  costalwärts  breiteren  ockerfarbenen  Binde  durchzogen,  welche 
mit  dem  Analfleck  der  Hflgl  zusammenfJießt.  Die  Unterseite  mit  einer  mehr  als  doppelt  so  breiten  verwaschen 
gelblichweißen  Medianzone  alsH.  leuceria.  Basalfleckung  beider  Figl  jedoch  mit  jener  von  A.  leuceria  überein¬ 
stimmend.  Venezuela,  Columbien,  sehr  selten,  nur  1  meiner  Sammlung.  —  juanna  Sni.  ist  eine  Orts¬ 

form,  beschrieben  von  Valdivia  in  Columbien;  von  größerem  Habitus  als  leuceria  und  malea,  in  der  Zeich¬ 
nung  aber  nicht  von  malea  abweichend. 

A.  ethelda  Heiv.  ( 109  d)  Oberseite  dunkelbraun.  Beide  Figl  werden  von  einem  gemeinsamen  orangefarbenen 
Bande  durchzogen,  welches  jenseits  der  Zelle  leicht  gewinkelt  ist  und  sich  ober-  wie  unterseits  in  einzelne 
Flecken  aufzulösen  beginnt..  Die  Unterseite  gleicht  durchaus  jener  von  A.  attica,  nur  ist  die  mediane  Zone  der 
Vflgl  mehr  bindenartig  und  ebenso  wie  jene  der  Hflgl  fahl  gelblich,  statt  weiß.  Die  subbasalen  schwarzen  Streifen 
etwas  schwächer.  Aus  Quito  in  Ecuador  beschrieben,  aber  ziemlich  sicher  nicht  aus  genannter  nahezu  3000  m 
hoch  über  dem  Meere  gelegenen  Hauptstadt,  sondern  vermutlich  nicht  über  1500  oder  1800  m  Erhebung  in 
den  heißen  Tälern  des  Landes  gesammelt.  Sehr  selten,  es  ist  nur  die  Type  bekannt. 

A.  demialba  Btlr.  (109d),  eine  charakteristische  ganz  allein  stehende  Spezies,  welche  auch  lokal  äußerst 
beschränkt  ist  und  bisher  nur  von  Costa-Rica  und  Panama  nachgewiesen  wurde,  demialba  gilt  als  ein  Ge- 
birgsfalter,  der  an  offenen  Stellen  des  Waldes  auf  Höhen  zwischen  4  und  5000  Fuß  fliegt  und  sehr  schwer  zu 
erbeuten  fällt.  Oberseite  schiefergrau,  mit  schwarzen  Bändern.  Vflgl  distal  vom  Zellapex  an  mit  zwei  Reihen 
submarginaler  weißer  Flecken  geschmückt,  außerdem  durchzieht  eine  Serie  anteterminaler  Streifen  den 
Vflgl  und  jenseits  der  Zelle  sind  drei  Strigae  eingebettet.  Unterseite  schiefergrau  mit  braunen  Binden,  welche 
in  der  Zelle  der  Vflgl  und  in  der  inneren  Partie  dei  Hflgl  mit  violetten  Streifen  abwechseln. 

A.  attica  leitet  eine  interessante  und  hervorragende  kleine  Artengruppe  ein,  welche  außerordentlich 
selten  in  den  Sammlungen  vertreten  ist.  Die  wenigen  hierzu  gehörigen  Arten  weisen  die  prächtige  und  aparte 
Zeichnung  der  Lbiterseite  der  A.  serpa-Gruppe  auf,  schließen  sich  aber  durch  die  mit  einem  Fortsatz  gekrönte 
Valve  anatomisch  noch  eng  an  die  A.  fp/w'cfa-Gruppe  an.  A.  attica  selbst  hat  den  relativ  breiten  messerförmigen 
Unciis  der  A.  serpa-Gruppe ;  die  Valve  selbst  ist  dadurch  ausgezeichnet,  daß  sie  gänzlich  unbewehrt  ist.  Die 


Allsgegeben  29.  XI.  191,5. 


ADELPHA.  Von  H.  FEUiisroErER. 


529 


Clunicula  ist  mehr  dem  Sternit  genähert,  als  hei  den  »Spezies  der  iphicld-HeriG,  ventral  kaum  merklich  konvex, 
die  »Spitze  sanft  gerundet.  Die  gesamte  Valve  mit  langen  Haaren  besetzt,  die  Clunicula  schmal  clreieckig, 
der  Uncus  mit  Wärzchen  bedeckt,  attica  gleicht  habituell  etwas  der  davisi  ( 1 00  c),  nur  tritt  die  dunkel  lehmfarhene 
Färbung  auch  auf  die  weißen  Medianstreifen  der  Hflgl  über.  Die  Unterseite  ist  durchaus  spezialisiett  und 
hat  mit  der  A.  Gruppe  (107c)  den  prominenten  schwarz  umringelten  weißen  Fleck  vor  dem  Zellapex  der 
Vflgl gemeinsam.  Auf  den  Hf Igln  wechseln  braune,  schwarze  und  violette  Binden.  —  attica  /Vc/r.  ( 1  1 0  Aa)  Type  allica. 
im  Tring-Museum,  ebenso  ein  ^  aus  dem  Beginn  der  Regenzeit  Ende  März  oder  Anfang  April  1897,  400 — J300m 
zwischen  Villavicen  io  \ind  Monteredondo  von  Dr.  Büegee  gesammelt.  Grundfarbe  der  PTnterseite  hellgelb- 
braun.  Ockerfarbene  Binde  der  Vflgloberseite  etwas  schniäler  als  bei  carmela  .snbsp.  nov.  Diese  ist  hal)ituell  carmela. 
größer  als  die  vorige;  Unterseite  mit  breiteren  weißen  und  ausgedehnteren  dunkelbraunen  Längsbinden.  Co¬ 
lumbien,  ohne  genaueren  Fundort  in  der  Coli.  Feuhstoefee,  vermutlich  aber  vom  Rio  Dagua,  veil  von  W.  Ro.sex- 
BEEG  erworben.  —  lesbia  8tgr.  Mit  breiteren  und  etwas  lichteren  ockerfarbenen  Vflglbinden  als  attica,  Hflgl-  leshia. 
binde  costalwärts  schwächer  gelb  gesäumt.  Patria:  Alto  Amazonas,  1  (J,  »Staudikgees  Cotype,  von  A.  Bang-Haas 
erworben,  in  Coli.  Feuhstoefee. —  serita  swösp.  nov.  (110Aa)(J:  hellockerfarbene  Vflglbinde  viel  schmäler  als  serita. 
bei  den  genannten  Rassen,  ebenso  das  weiße  Längsband  der  Hflgl,  das  costalwärts  nur  geringer  gelb  angeflogen 
ist  als  leshia,  dafür  vergrößert  sich  der  Analfleck  der  Hflgl- Oberseite.  Unterseite;  Kommt  durch  die  dunkel¬ 
braune  Bänderung  der  carmela  recht  nahe,  differiert  aber  von  dieser  durch  die  ausgedehntere  und  hell  wei߬ 
violetten  »Submarginalflecken  und  Strigae  aller  Figl.  Bolivien,  Prov.  »Sara,  Ende  Februar  bis  Anfang  Ajn’il. 

A.  gavina -spec.  nov.,  die  sich  am  besten  bei  calliphane  (S.  526)  einreiht,  zeigt  die  Oberseite  sehr  ähn-  gavina. 
lieh  dieser  (109b).  Die  Figlform  jedoch  gedrungener,  der  rotgelbe  Apikalfleck  der  Vflgl  kürzer  und  wesent¬ 
lich  breiter.  Die  weiße  Mediajiibinde  beider  Figl  mehr  vom  Charakter  der  A.  abia  Heiv.  (109  a).  »Suhanal- 
fleck  der  Hflgl  ungewöhnlich  groß,  jenen  von  calliphane,  epizygis  (109  a),  falcipennis  in  der  Ausdehnung 
übertreffend.  Unterseite:  Auffallend  ähnlich  jener  von  A.  plesaure,  aber  oucl^  gewisse  Analogien  mit 
A.  calliphane  verratend,  jedoch  ohne  weiteres  von  dieser  differenziert  dadurch,  daß  die  weiße  Zone  der  Vflgl  bereits 
an  der  Wurzel  der  vorderen  Mediane  ein  Ende  findet,  wodurch  die  Unterseite  in  Beziehung  tritt  zu  epizygis, 
abia,  falcipennis.  Von  Espiritu  Santo  und  Rio  de  Janeiro  bisBlumenau,  »Sta.  Catharina,  vorkommend,  2(5'(^ 

49?  in  Coli.  Feuhstoefee. 

A.  melona  zählt  mit  zu  den  größten  Artender  Gattung.  Das  2  übertrifft  in  der  Regel  A.  arcZ/fdo/ia  (107  b) 
im  Flügelausmaß.  Die  gelbbraune  Zone  der  Vflgl  kompakter,  gleichartiger  als  bei  A.  nea  (110  Ab).  Unterseite 
mit  nur  einem  schwarz  umrahmten  weißen  Fleck  vor  dem  Zellapex,  die  braunen  Binden  der  Hflgl  dunkler 
und  breiter  als  bei  serpa  (107  c).  Die  Kamensform  melona  Heiv.  ist  mir  unbekannt  geblieben,  sie  fehlt  dem  melona. 
Tring-Museum  und  auch  meiner  Sammlung.  Ziemlich  wahrscheinlich  gleichen  ihr  Exemplare  aus  Peru,  deren 
cJd'  ßine  etwas  dunklere  Unterseite  aufweisen,  als  88  von  Surinam,  thesprotia  Fldr.  hat  eme  lichtere  und  thesprofia. 
ausgedehntere  rotgelbe  Zone  der  Vflgl  als  die  Peru-Rasse.  2  mit  hell  ockergelber  Binde,  welche  bis  zur  hinteren 
Mediana  weißlich  überflogen  ist.  Das  weiße  Feld  der  Unterseite  beim  8  distal  hell  kaffeebraun,  beim  2  fast 
graubraun  begrenzt.  Surinam,  Cayenne.  Nach  Kaye  findet  sich  eine  Vikariante  auf  der  Insel  Trinidad.  — 
leucocoma  subspec.  nov.  ( 1 10  A  a)  findet  sich  am  oberen  Amazonas.  Bei  ihr  zeigt  auch  das  8  »Spuren  eines  weißen  An-  leucocoma. 
flugs  an  der  Submediana  und  eine  ausgedehntere  weiße  Medianbinde  der  Hflgl.  Die  Phiterseite  fahler  mit  blässeren 
Bmden.  —  meridionalis  nou.  (110  Aa)  Disthikte  Lokalform,  ausgezeichnet  durch  die  gleichmäßige  breite 

dunkel  ockergelbe,  an  der  Submediana  etwas  weiß  angeflogene  Längsbinde  der  Vflgl,  durch  das  auch  anal- 
wärts  stark  verbreiterte  Medianfeld  der  Hflgl,  die  einen  fast  doppelt  so  breiten  gelben  Subanalfleck  aufweisen. 
Unterseite  aiiffallend  arm  an  silberglänzenden  blauen  Flecken,  aber  mit  großen  weißen  Flecken  in  der 
Vflglzelle  und  sehr  breiten  und  hell  gelbbraunen  Bändern  der  Hflgl.  Patria:  Brasilien.  Sa.  Catherina,  $-Tj^e 
im  Tring-Museum.  Ob  diese  Vaterlandsangabe  richtig?  Ich  würde  ähnlich  gefärbte  $2  im  südlichen  Peru 
oder  in  Bolivien  vermuten. 

A.  arete,  eine  herrliche  Art,  welche  bisher  nur  aus  Brasilien  bekannt  ist.  Oberseite  sehr  ähnlich  A. 
melona,  doch  dringt  auf  dem  Vfgl  eine  rein  weiße,  schaif  umgrenzte  Zone  bis  an  die  hintere  und  manchmal 
sogar  bis  an  die  mittlere  Mediana  vor.  Unterseite  ohne  weiteres  kenntlich  an  drei  breiten  braunen  Bändern, 
welche  die  gesamte  Flügeloberfläche  bedecken  und  nur  zwei  prägnante  weiße  Streifen  frei  lassen, 
arete  il/ew.  (110  ab)  aus  dem  mittleren  Brasilien:  Vflgl  mit  einem  zweiteiligen  weißen  Streifen,  der  bis  zur  letzten  arete. 
Mediana  geht.  Espiritu  »Santo.  —  cibyra  stihsp.  nov.  wird  auf  ein  $  des  Genfer  Museums  basiert,  fast  ohne  Spur  cibyra. 
eines  weißen  Anflugs  der  Vflgl  und  mit  gleichmäßiger  gelbbrauner  Binde,  Heimat  unbekannt.  —  pseudarete  pseudareie. 
suhsp.  nov.,  ebenfalls  von  ungewisser  Herkunft,  differiert  von  arete  durch  den  bis  zur  Flghnitte  vordrmgenden 
weißen  Fleck  der  Oberseite  der  Vflgl.  Anatomisch  entfernt  sich  A.  arete,  welche  in  der  Form  pseudarete  ge¬ 
prüft  wurde,  von  A.  attica  durch  die  kühn  geschwungene,  ventral  deutlich  vortretende  Valve,  mit  einer  ziemlich 
unvermittelt  sich  verjüngenden  distalen  Partie.  Die  Clunicula  kann  als  die  schmälste  unter  allen  untersuchten 
Arten  aufgefaßt  werden.  Sie  ist  fingerförmig  und  ziemlich  gleichmäßig  mit  in  fast  regelmäßigen  Reihen  stehenden 
Dörnchen  bedeckt.  Das  Ende  der  Valve  scharf  bewehrt.  Uncus  schmäler  als  bei  A.  attica  Fldr. 

V 


67 


530 


ADELPHA.  Von  H.  Frijhstorfer. 


deboraJi.  A.  deborah  Weeks  hat  eine  regelmäßiger  verlanfende  dunl^el  ockergelbe  Zone  der  Vflgl  als  A.  melona. 

Die  Hflgl  führen  keinen  weißen  Mittelstreifen,  sondern  nur  zwei  fahlbraune  Antemarginalbinden,  Unterseite 
ähnhcli  A.  attica,  nur  mit  dunkler  braunen  Binden.  Columbien,  sehr  selten.  Eine  Cotype  des  Autors  in  meiner 
Sammlung. 

zunilaccs.  A.  zunilaces  spec.  nov.  nähert  sich  durch  zwei  kleine  gelbliche  Präapicalfleckchen  der  A,  attica,  im  Ver¬ 

lauf  der  sehr  breiten  ockerfarbenen  Medianzone  etwas  der  A,  erotia  und  A.  jordani.  Die  Unterseite  schließt 
sich  eng  an  A.  dehomh  an,  nur  sind  alle  Ijängsstreifen  noch  dunkler  als  bei  A.  dehorah.  Iquitos,  Tjqie  in  der 
Sammlung  Staudinger. 

bieder-  _  A.  bledermanni  spec.  nov.  Oberseite  schwarz  mit  zwei  rotbraunen  Flecken  in  der  Zelle  und  strahlen- 

vianm.  auslaufenden,  den  Distalsaum  nicht  erreichenden  rotbraxinen  Adnervalstreif  eben.  lietztere  wiederholen  sich 

auf  der  Unterseite  in  ziegelroter  Färbung.  Basis  der  Unterseite  beider  Figl  kreideweiß.  Das  weiße  Basalfeld 
distal  von  einer  breiten  hellziegelroten  Längsbinde  begrenzt.  Im  weißen  Feld  befindet  sich  auf  dem  Vflgl  auch 
ein  rotes  Transversal-,  auf  denHflgln  zwei  gabelförmige  Longitudinalbändchen.  Die  gesamte  Außenzone  beider 
Figl  schwarz. 

Die  liier  eingereihteu  drei  Arten  sind  die  einzigen,  welche  mir  in  Natur  unbekannt  geblieben  sind  und  von  welchen 
auch  keine  Abbildung  existiert. 

mahkeda.  A.  makkeda  Hew.  von  Para.  Oberseite  dunkelbraun.  Beide  Figl  von  einem  breiten  Band  durchzogen. 

Auf  den  Vflgln  ist  diese  Mittelbinde  orangefarben  und  wird  von  den  Adern  in  acht  Teile  zerlegt.  Der  vierte  Koni- 
ponent  distal  etwas  gegen  den  A2:)ex  vorgeschoben,  dadurch  über  die  anderen  hinausragend.  Das  weiße  Median- 
fehl  der  Hflgl  distal  orange  angehaucht.  Vflgl  mit  einigen  schwarzen  Linien  und  einer  orangefarbenen  kurzen 
Binde  in  und  unterhalb  der  Zelle,  außerdem  einem  subajaicalen  zweiteiligen  Fleck.  Vflgl  mit  zwei,  Hflgl  mit 
drei  sub marginalen,  rötlichen  Streifen.  Im  Analwinkel  der  Hflgl  ein  orangefarbener  Fleck.  Die  LTnterseite 
differiert  kaum  von  A.  erotia.  makkeda  ist  aber  oberseits  von  allen  bekannten  Spezies  leicht  zu  separieren 
durch  die  in  eine  %veiße  und  eine  rötliche  Hälfte  geschiedene  Medianzone  der  Hflgl. 

caphira.  A.  caphira  Hew.  ist  nach  einem  ^  aus  Venezuela  anfgestellt  und  dürfte  in  die  A.  ixia-  und  A.  naxia- 

Grujjpe  gehören;  Vflgl  dunkelbraun.  Beide  Figl  mit  einem  weißen  Band  welches  an  der  zw'eiten  Medianader 
der  Vflgl  beginnt,  wo  es  von  schwarzen  Adern  gekreuzt  wird.  Vflgl.  mit  einem  großen  Fleck  nahe  dem  Costal- 
rand  und  eWas  außerhalb  der  Flghnitte.  Zwei  kleinere  Flecke  über  der  mittleren  Makel  und  zwei  ebensolche 
unterhalb,  alle  orangefarben.  Vflgl  mit  zwei,  Hflgl  mit  drei  Submarginalbändern. 
orinoco.  A.  orinoco  Weeks  ist  im  „Canadian  Entomologist“  Band  38  beschrieben.  Sie  stammt  aus  Venezuela. 

II.  Sektion.  Arten  ohne  dorsalen  Ansatz  (Clunicula)  der  Valve. 

Die  hierhergehörigen  Spezies  zeigen  airf  der  Unterseite  der  Vllgl  als  gemeinsamen  Zeichmmgscharakter  schwarze 
Gitterzeichnnng  vor  dem  Zellapex. 

A.  celerio  kann  als  eine  der  veränderlichsten  und  deshalb  interessantesten  Sj)ezies  der  Gattung  gelten, 
über  deren  Formenmannigfaltigkeit  bisher  so  gut  wie  nichts  bekannt  w^ar.  Kirey  glaubte  ce/erfo  mit  A.  serpa 
vereim’gen  zu  dürfen,  doch  entsendet  diese  Art  selbst  einen  Ausläufer  bis  nach  Zentral-Amerika  und  dann  sind 
anatomische  Merkmale  vorhanden,  mit  deren  Hilfe  wir  beide  Kollektivarten  mühelos  zu  trennen  vermögen. 
Es  ist  dies  der  ungemein  schlanke,  nadelsj^itze,  kühn  gebogene  Uncus  von  celerio,  der  auffallend  kontrastiert 
mit  den  2)lumj)en  Uncus  der  Rassen  der  A.  serpa-  und  A.  Ayas-Grupj^e.  Auch  die  Valve  ist  schmäler,  ■weniger 
robust  und  die  Ausläufer  des  Scaphium  kürzer,  S2)itzer.  Ein  weiteres,  jedoch  rein  äußerliches  Charakteristikum 
bildet  die  Zeichnungsanlage  der  Hflgl-Lhiterseite.  Dort  finden  wir  bei  A.se^'pa  eine  submarginale  Doppelreihe 
langgestreckter  halbmondartiger  Makeln,  wmlche  zu  Binden  vereinigt  sind,  bei  celerio  dagegen  kurze  durch 
schwarze  Linien  getrennte,  ({uadratische  Fleckchen.  Oberseits  fallen  alle  in  den  Fornienkreis  von  A.  celerio 
gehörige  Rassen  auf  durch  einen  grünlichen  Hauch  der  diaphanen  Medianzone.  Wie  bei  den  übrigen  Adelphen 
wechselt  je  nach  der  Jahreszeit  und  Lokalität  die  iVusdehnung  des  rotgelben  Feldes  der  Vflgl,  die  Breite  der 
weißen  Medianzone  und  besonders  auch  der  Umfang  des  gelblichen  Analfleckes  der  Hflgl.  Verbreitung  von 
diademata.  Mexiko  bis  Peru,  vermutlich  auch  Bolivien,  im  Osten  und  in  Venezuela.  —  diademata  suhsp.  nov.  (107  d  $) 
ist  auf  die  Trockenzeitform  basiert,  wie  sie  mir  aus  West-Mexiko  und  Orizaba  vorliegt.  Der  rotgelbe  Einsatz 
der  Vflgl  bei  beiden  Geschlechtern  ausgedehnter  und  die  transjDarente  grünlich  weiße  Mittelbmde  breiter  als 
godmani.  beim  Nainenstypus.  —  Als  godmani  form.  nov.  (107  c1)  möchte  ich  eine  verdunkelte  Abw^eichung  anführen,  welche 
durch  verschmälerte  grünliche  Medianbinden,  größeren  rotgelben  Analtleck  der  Hflgl  oberseits  und  verdüsterte 
celerio.  er-weiterte  braune  Längsstreifen  der  Unterseite  auffällt.  Type  von  Orizaba  im  Tring-Museum.  —  celerio 
Btlr.  (107  d),  ursprünglich  aus  Guatemala  beschrieben,  jedoch  über  ganz  Zentral-x4merika  und  bis  zumCauca- 
Tal  (Columbien)  verbreitet,  differiert  durch  den  kleineren  rotgelben  Präapicalfleck  ohne  weiteres  von  der  nörd- 
syrna.  helleren  diademata.  —  Als  syrm.  form.  nov.  wird  die  m.ii  godmani  analoge  melanotischeForm  bezeichnet,  welche 
GoDMANund  Salvin  mit  dem  irrigen  Namen  massilia  Fldr.  belegten  und  Taf.  28  Fig.  7,  8  der  Biologia  Centrali- 
phintias.  Americana  abbildeten.  —  phintias  siibsp.  nov.  (107  c),  von  welcher  wir  ein  $  abbilden,  nähert  sich  der  diademata, 


ADELPHA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


531 


von  welcher  sie  durch  den  dunkleren,  etwas  schmäleren  und  unregelmäßiger  umgrenzten  Suhapicalfleck  der 
Vflgl  und  verschmälerte  Mittelbinde  der  Hflgl  differiert.  Venezuela  (Merida),  Type  im  Tring-iVIuseum.  — 
duiliae  suhsp.  nov.  (107  d),  eine  erheblicher  modifizierte  Territorial  form,  findet  sich  in  Ecuador.  Sie  cntspriclit  duiliae. 
der  Regenzeitform  godmani  und  syrna  der  nördlicheren  Gebiete  und  ühertrifft  diese  zentralamerikanischen 
Abweichungen  noch  durch  reduzierte  weiße  Felder  der  Vflgl.  Aus  1000 — 3500  Fuß  Höhe  von  Chimbo  und 
Paramba  vertreten.  Hierzu  gehört  vermutlich  ein  besonders  schönes  $  ohne  genauen  Fundort  meiner  iSamm- 
lung  mit  dunkelgrünen  Binden  der  Oberseite  und  hellbraiiner  Bewölkung  der  Unterseite  der  Vflgl.  —  dia-  diadochus. 
dochus  stibsp.  nov.  liegt  mir  ausTaraptoo  am  Huallaga,  Peru  vor.  Die  Größe  des  rötlichen  Piäapicalfeldes  der 
Vflgl  entspricht  mehr  jenem  von  godmani,  die  Breite  der  Medianzone  der  celerio. 

A.  seriphia  ist  eine  prächtige  Vikariante  der  A.  celerio,  von  Zentralamerika  und  Venezuela  bis  Bolivien 
verbreitet,  kenntlich  an  noch  weiter  fortgeschrittener  Rückbildung  der  weißen  Mittelbinde  flcr  Vflgl,  welche 
in  völlig  isolierte  Makeln  aufgelöst  ist  und  luxurianter  Entwicklung  der  rotgelben  Zone,  welche  bindenartig 
beide  Figl  durchzieht  und  dadurch  ein  Analogon  bildet  zu  A.  olbia  Fldr.  der  A.  cy^Äem-Formenserie.  IManchmal 
fehlt  die  rotbraune  Guirlande  der  Hflgl.  Oberseits  wird  seriphia  noch  charakterisiert  durch  besonders  pro¬ 
minente  rotbraune  Querbinden  der  Zelle  der  Vflgl,  während  große  helmförmige  Submarginalflecken  derVflgl- 
Unterseite  eine  gewisse  Verwandtschaft  mit  A.  serpa  andeuten.  Wir  kennen  nur  wenige  Exemplare,  zumeist 
Anatomisch  erscheint  A.  serijAiia  scharf  voir  A.  celerio  und  A.  serpa  getrennt  durch  die  Gestalt  des  Uncus, 
welcher  vor  der  Spitze  hakenförmig  gebogen  und  eingeschnürt  ist.  Uncus  im  übrigen  in  seinem  Umriß  mehr 
jenem  von  serpa  genähert,  steiler  nach  außen  gerichtet,  ohne  die  schöne  Kurve,  die  er  bei  celerio  bildet  und  auch 
ohne  die  sanfte  mediale  Anschwellung  des  letzteren.  —  pione  Godm.  (llOAa)und  Salv.  ist  auf  ein  einziges  $  der  7none. 
STAUDiNGER-Sammlung  vom  Vullvan  Chiricpii  basiert  und  differiert  von  der  Namenstype  aus  Venezuela  durcli 
etwas  fahlere,  mehr  gelbbraune  als  rötliche,  und  breitere  Längsbinde  der  Su])ma^’ginalzone  der  Oberseite 
beider  Figl.  - —  seriphia  Fldr.,  aus  Venezuela  und  Columbien  beschrieben,  liegt  mir  in  fast  identischen  seriphia. 
$$-Expemlaren  von  beiden  Ländern  vor.  Die  rotbraune  Submarginalbinde  der  Unterseite  markanter  als 
auf  der  Figur  von  pione  Godm.  und  Salv.  —  x41s  aquillia  subsp.  nov.  wird  eine  (J-Form  der  Sammlung  Früh-  aquillia. 
STORFER  eingeführt  mit  verkürzter  rotbramner  Binde  der  Vflgl,  wozu  sich  weitere  Exemplare  aus  Ocana  (Co¬ 
lumbien)  der  Coli.  Staudinger  im  Berliner  Museum  finden.  —  naryce  subsp.  nov.  vom  Chanchamayo  (Peru)  naryce. 
gleicht  oberseits  der  aquillia  und  schließt  sich  unterseits  durch  verwaschenes  und  bleicheres  Colorit  therasia  iherasia. 
subsp.  7iov.  aus  Bolivien  an.  Dortige  von  Fa.SSL  aufgefundene  Individuen  sind  kleiner  als  columbische  Exemplare, 
deren  mediane  Weißflecken  noch  unbedeutender,  kaum  halb  so  breit  als  bei  'plone  und  seriphia.  Die  weiße 
Zone  der  Hflgl  außerdem  prägnanter  schwarz  umgrenzt. 

A.  serpa  eine  prächtige  Art,  deren  Verbreitungsgebiet  viel  au.sgedehnter  ist,  als  angenommen '  wurden 
und  deren  Vorkommen  noch  für  weite  Strecken  nachgewiesen  werden  muß.  Die  zentralamerikanische  Rassen 
welche  bisher  nur  in  einem  Exemplar  bekannt  war  und  als  eigene  Art  galt,  wird  hier  zum  erstenmal  mit  der 
Kollektivspecies  in  Verbindung  gebracht.  Allen  Formen  ist  ein  sehr  großer  rotgelber  Präapicalfleck  ge¬ 
meinsam;  das  Medianfeld  bleibt  stets  rein  weiß,  ohne  den  grünlichen  Anflug  der  A.  celerio.  Auf  der  LTrterseite 
wechselt  die  Ausdehnung  der  rotbraunen  Makel  vor  dem  Apex  der  Vflglzelle.  Klammerorgane  durchweg  robuster 
als  bei  A.  celerio  und  seriphia,  Uncus  mehr  als  doppelt  so  breit,  Valve  ventral  schärfer  gezähnt,  deren  Spitze 
rundlicher;  Scaphium  und  Penisspitze  gleichfalls  plumper.  —  sentia  Godm.  und  Salv.  Nach  einem  G  Britisch-  sentia. 
Honduras  beschrieben;  liegt  mir  nur  in  einem  Pärchen  aus  Panama  vor.  Das  $  hat  einen  noch  ausgedehnteren 
fahleren  Präapicalfleck  als  das  von  Godman  abgebildete  cJ.  Die  Mittelbinde  ist  rein  weiß,  auf  deiiHflgln  schmäler 
als  beim  G.  —  paraena  Btlr.  bildet  eine  deutliche  Zwischenstufe,  welche  sentia  mit  serpct  verbindet.  Vflgl  mit  paraena. 
nur  drei  statt  vier  Komponenten  der  weißen  Mittelbinde.  Surinam  und  unterer  Amazonas.  —  serpa  (107  c)  serpa. 
mirde  nach  2  $9  Santos  abgebildet.  Die  Rasse  bleibt  ziemlich  konstant  zwischen  Espiritu  Santo  und  Seio- 
Paulo.  Weiter  im  Süden  verkürzt  sich  der  gelbe  Präapicalfleck  etwas  und  die  weiße  Mittelbinde  verschmälert' 
sich.  Wir  haben  dann  damon  subsp.  nov.  (107  c),  nach  einem  $  aus  Paraguay  vorgeführt,  aber  ziemlich  analog  damon. 
auch  in  Sa.  Catha<rina  vorkommend.  — ■  ornamenta  form.  7iov.  dagegen  erinnert  etwa  an  A.  seriphia.  Der  o^ker-  ornamenia. 
gelbe  Fleck  der  Vflgl  ist  bis  zur  hinteren  Mediana  verlängert;  Hflgl  mit  einer  kompletten  Serie  von  länglichen 
postmedianen  rötlichen  Intranervalmakehi.  Heimat  vermutlich  Bahia,  T}'pe  im  Museum  in  Genf.  —  hyas  Bsd.  hyas. 
ist  die  distinkte  Form  aus  Rio  Grande  do  Sul,  welche  durch  rundlichere  Hflgl  mit  sehr  kleinen  Analflecken 
charakterisiert  wird.  Die  Unterseite  ist  bemerkenswert  durch  das  Ausfallen  der  rotbraunen  Schleife  und 
die  weiße  Medianbinde.  Grundfarbe  auch  sonst  fahler,  die  Basal  und  Distalzone  mehr  strohfarben,  statt 
weißlich.  Der  zajifenartige  Fleck  in  der  Zelle  der  Vflgl  schmäler,  die  rundlichen,  schwarz  umgrenzten  Makehr 
vor  dem  Zellapex  gelb  statt  weiß.  Beide  Figl  dann  noch  ausgezeichnet  durch  an  H.  celerio  erimrernde  schwarze 
Intranervalstreifchen.  —  radiata  form.  nov.  bildet  eine  Transition  von  serpa  zu  hyas  dadurch,  daß  bei  ilir  bereits  radiata. 
die  schwarzen  Intranervallinien  vorhanden  sind,  daß  aber  auch  das  für  die  serpu-Gruppe  charakteristische, 
rotbraune  Schleifenband  um  das  weiße  Mittelfeld  der  Hflgl  erhalten  bleibt.  Auch  die  Form  des  basalen  Zapfen¬ 
flecks  der  Vflglzelle  entspricht  mehr  A.  serpa  dainon  als  hyas.  In  der  Gestalt  der  Klammerorgane  überbietet 
radiata  durch  einen  massigeren  Ausbau  des  Uncus  sowohl  als  auch  der  Valve  serpa  von  Rio  de  Janeiro  und  hyas 


532 


ADELPHA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


von  Rio  Grande  do  Sul.  radiata  findet  sich  in  Sa.  Catharina  neben  A.  serpa  danion.  —  Aus  Espiritu- Santo  liegt 
myrlea.  mir  ein  weiteres  Analogon  zu  radiata,  vor,  nämh'ch  myrlea  form,  nov.,  oberseits  ohne  weiteres  keiuitlich  an 
einem  nur  dreiteiligen,  mehr  m  die  Breite  als  in  clieLänge  gezogenen  rotbraunen  Präapicalfleck.  Unterseite  mit 
schmaler,  sehr  dunkler  braunroter  Peripherie  des  weißen  Medianfeldes.  Sonst  wie  radiata.  Sehr  selten,  mir  nur 
in  einem  Exemplar  meiner  Sammlung  bekaimt. 

herbita.  A.  herbita  Weym.  ist  bisher  nur  in  einem  Exemplar  ($)  bekannt.  Oberseite  sehr  ähnlich  A.zea,  auch 

A.  plesaure.  Ein  gelbes  Feld  reicht  bis  zur  mittleren  Alediane  und  ist  beiderseits  scharf  eingeschnitten  und 
besonders  distal  sehr  unregelmäßig.  Diese  fahlockerfarbene  Partie  schmiegt  sich  eng  an  eine  nach  vorne  sehr 
schmale  weiße  Medianbinde  an.  Unterseite  charakterisiert  durch  eine  den  Costalramd  berührende  weiße  Aledian- 
binde,  welche  proximal  schwarz  umgrenzt  wird.  Beide  Figl  auch  mit  einer  weißen  Anteterminalbinde  geschmückt. 
Am  Apex  und  in  der  Mitte  der  Vflglzelle  je  eie  gelblicher  Fleck.  Sa.  Catharina. 

A.  zea.  Bisher  nur  als  Brasilien  bewohnend  bekannt,  hat  ebenso  wie  A.  serpa  ein  ausgedehnteres  Ver¬ 
breitungsgebiet,  denn  wir  begegnen  ihr  bereits  in  Mexiko  und  Zentral-Amerika,  dann  Avieder  von  Espiritu 
Santo  an  bis  Rio  Grande  do  Sul  und  Paraguay.  Die  Oberseite  gleicht  A.  serpa,  nur  sind  die  Hflgl  kürzer,  schärfer 
geAvellt  mit  deutlichem  lappenartigen  Vorsprung  am  distalen  Ende  der  mittleren  Alediane.  Die  Unterseite 
ist  durchaus  weiß  und  dadurch  von  allen  übrigen  Adelphen  verschieden.  Zelle  der  Vflgl  mit  zwei  rotbraunen 
Querbändchen;  außerdem  durchzieht  beide  Figl  eine  kaffeebraune  oder  weißrote  Längsbinde.  Die  Adern  sind 
emathia.  distal  scliAA^arz  bedeckt  und  bilden  mit  zwei  antemarginalen  Linien  ein  äußerst  zierliches  NetzAverk.  —  emathia 
Fldr.,  aus  Potrero  in  Mexiko  beschrieben,  ist  mir  in  Natur  unbekannt  geblieben.  Ihr  Autor  gibt  an,  daß  sie  ober- 
paroeca.  seits  der  A.  serpa  sehr  ähnlich  sei,  aber  breitere  Aveiße  Binden  führe.  —  paroeca  Bat.  Außerordentlich  selten 
in  Guatemala  und  Costa-Rica ;  hat  einen  schmalen  fahlgelben  Präapicalfleck  und  darunter  eine  viel  kleinere, 
völlig  isolierte  Makel  zwischen  der  vorderen  und  mittleren  Mediane.  Die  Aveiße  Medianzone  der  Vflgl  ist  da¬ 
gegen  im  Gegensatz  zu  den  südlichen  Rassen  kompakt,  der  Analfleck  der  Hflgl.  sehr  groß.  Die  Unterseite  der 
Hflgl  führt  eine  breitere  kakaobraune  8ubmarginalbinde  als  zea,  ist  aber  sonst  nicht  erheblich  verschieden.  ■ — 
zea.  iQa.Hew.,  aus  Rio  de  Janeiro  beschrieben,  ist  dort  sehr  selten.  Mir  liegt  nur  ein  $  aus  Espiritu  Santo  vor,  mit  sehr 
großem  blaß  ockergelbemEinsatz  der  Vflgl  und  einem  durch  die  breite  schAvarzeUmrandung  der  inittlerenMediane 
trpenüna.  isolierten  AA^eißen  medianen  Doppelfleck  der  Vflgl.  —  serpentina  .swösp.  wo«,  bleibt  Avesentlich  kleiner ;  der  orange¬ 
gelbe  Subapicalfleck  der  Vflgl  viel  schmäler,  ebenso  der  Analfleck  der  Hflgl.  Weiße  Medianbinde  aller  Figl  nament¬ 
lich  in  Anbetracht  der  Kleinheit  der  Exemplare  breiter  als  bei  zea  von  Espiritu  Santo.  Die  Rotbänderung  der  LTnter- 
tarpeia.  Seite  dunkler,  schärfer  schwarz  umgrenzt.  Sa.  Catharina.  —  A.  tarpeia  subsp.  nov.  ( 1 10  A  b)  findet  sich  in  Paraguay 
und  in  einer  etwas  A^erschiedenen  Rasse  auch  in  Rio  Grande  do  Sul.  Habituell  bleibt  sie  noch  etAvas  hinter  serpentina 
zurück;  trotzdem  erAveitern  sich  die  Aveißen  Medianfelder  noch  erheblich.  Die  scliAvarzen  Submarginallinien 
der  Unterseite  der  Hflgl  dagegen  sind  entschieden  schwächer  Aind  die  rote  Streifung  gleichfalls  Aveniger  markant 
Beschreibung  nach  2  d'd'  aus  Paraguay  im  Tring-Museum,  3  $$  aus  Rio  Grande  do  Sul  in  der  Coli.  Fruhstorfer. 
Anatomisch  hat  A.  zea,  Avelche  in  der  Rasse  serpentina  Frühst,  untersucht  wurde,  viele  Eigentümlichkeiten. 
Insbesondere  ist  sie  durch  die  Valvenform  Amn  allen  bekannten  Spezies  der  zahnlosen  Grnppen  gesondert  durch 
eine  eigentümlich  kurze  Spitze  Amn  gleich  breit  bleibender  zylindrischer  Form,  AA^elche  sich  distal  nicht  AA-ie  bei 
A.  serpa  und  A.  celerio  verjüngt.  Es  sind  im  Gegensatz  zu  serpa  nur  einige  scharfe  Dornen  an  dem  Ende  zu  be¬ 
merken;  dafür  ist  der  Terminalrand  mit  ungeAvöhnlich  langen  haarförniigen  Borsten  besetzt.  Uncus  etAA'a  AA  ie 
bei  A.  celerio,  Avenig  kürzer,  nicht  so  schön  geschAAuingen. 

nea.  A.  nea  schließt  sich  oberseits  durch  das  Fehlen  subapicaler  rotgelber  Flecken  der  A.  plesaure  an.  Es 

smd  nur  Avenige  Exemplare  bekannt.  Ich  sah  nur  ein  Paar  aus  dem  Tring-Museum  und  drei  Exemplare  der 
Coli.  Fruhstorfer.  neaZ/ea».  ( 1 10  Ab),  ausPeru  beschrieben,  Amn  Cayenne  in  meiner  und  von  Britisch  Guyana 
in  der  Sammlung  des  Tring-Museums.  Ein  sehr  großer  gelbbrauner  Transzellularfleck  der  Vflgl  steht  namentlich 
beim  $  fast  isoliert.  Die  Binde  sonst  Avie  bei  A.  plescmre  A^erlaufend,  aber  unregelmäßiger.  Lbiterseite  mit  drei 
Aveißlich- violetten,  breit  schwarz  umgrenzten  Makeln  an  dem  A})ex  der  Vflglzelle,  dadurch  an  A.  serpa  (107  c) 
erimiernd.  Hflgl  etwas  jenen  Amn  A.  celerio  (107  d)  nahekommend,  aber  noch  mit  breiten  braunen  Binden  ver¬ 
sehen.  Lhicus  höchst  apart  durch  seine  tief  eingekerbte  Spitze.  Valve  spitzer  als  jene  von  A.  serpa,  jedoch  mit 
campeda.  nur  einem  A^entralen  Zahne.  —  campeda  suhsp.  nov.  Längsbinde  der  Vflgl.  schmäler,  dunkler  ockergelb  an 
der  Submediana  leichthin  weiß  angeflogen.  Das  AA'eiße  Feld  der  Hflgl  verläuft  vertikaler,  die  schAA'arzen 
Submarginalbänder  sind  schmäler.  Unterseite:  Durch  das  Dominieren  der  scliAvarzen  Grundfärbung  und 
die  Verbreiterung  der  rotbraunen  Längsbinden  Aveiden  die  Aveißlichen  Felder  stark  eingeengt,  ebenso  sind 
die  silberglänzenden  blauvioletten  Fensterchen  in  und  um  die  Vflglzelle  Adel  kleiner.  Die  Doppelreihe  sub¬ 
marginaler  Weißfleckchen  wird  durch  die  dicker  scliAvarz  bezogenen  Adern  und  eine  kräftigere  Antemar- 
ginallinie  schärfer  getreimt,  und  die  einzelnen  Fleckchen  stehen  deshalb  isolierter.  Columbien. 

Als  nachträglich  mir  bekannt  geAVordene  Form  dieser  Gattung  ist  einzuschieben:  (zu  Seite  512):  A. 
fassli.  hypsenor  fassli  subsp.  nov.  Eine  luxuriante  Form,  bedeutend  größer  von  Gestalt  als  Exemplare  aus  der  Heimat 
der  Namenstype,  den  Provinzen  Cauca  und  AntioqATia.  Die  Schrägbinde  der  Vflgl  nicht  nur  bedeutend  ver¬ 
breitert,  sondern  auch  prächtiger  in  der  Färbung.  Bei  einigen  Individuen  rein  AA^eiß,  bei  anderen,  namentlich 


LIMENITIS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


533 


gegen  den  Analwinkel  zu,  ausgedehnter  rotbraun  übergossen.  Die  Aufhellung  des  Dransvcrsalbando.s  der  Vflgl 
macht  sich  auch  auf  der  Unterseite  bemerklich.  Canon  del  Tolinia,  Zentralcordillere  von  Columbien,  aus  1700  m 
Höhe. 


50.  Gattung-:  l^jmeiiitis  F. 

In  diese  Gattung  gehören  100  Formen,  die,  wo  sie  nicht  durch  Mimikry  ihren  ursprünglichen  Färbungs- 
ixnd  Zeichnungscharakter  eingebüßt  haben,  vorwiegend  dunkle  Oberseite  der  Flügel  mit  weißer,  postmedianer 
Bmde  zeigen  bei  ziemlich  bunter,  rotgelb  getupfter  oder  bandierter  Unterseite.  Die  Schmetterlinge  sind  meist 
von  ansehnlicher  Größe  und  ziemlich  auffälligem  Benehmen,  so  daß  ihre  Begegnung  auch  beim  Laien  Auf¬ 
merksamkeit  zu  erregen  pflegt.  In  Europa  führt  die  Gruppe  den  Vulgär-Namen  ,, Eisfalter“,  in  Amerika 
sind  mehrere  Arten  als  ,, weiße  Admirale“  bekannt.  Die  unvollkommene  Bedornung  der  Raupen  weist  der 
Gattung  ihre  Stellung  zwischen  den  noch  schwach  hQdoxntQW  Catagrammidi  und  den  fast  dornlosen  Ap /bxnV/i 
oder  Charaxidi  an.  Sie  werden  am  besten  an  die  Seite  der  Ageroniidi  gestellt,  deren  Rpn  gleichfalls  nur  ganz 
einzelne  Dornen  zu  Keulen  ausbilden,  während  viele  Segmente  der  Rp  gänzlich  dornlos  sind.  Solche  Beobachter, 
die  mehr  auf  anatomische  EinzeUieiten  im  Geäder,  in  der  Palpenbildung  usw.  Gewicht  legen,  berichten  von 
verwandtschaftlichen  Beziehungen  zu  den  Argynnidi  oder  den  H ypolimyiatidi,  von  denen  sie  mir  ziemlich 
weit  entfernt  scheinen.  Sicherlich  haben  sie  in  der  alten  Welt  Beziehungen  zu  Neptis  und  Pandita,  während 
sie  in  Amerika  fast  unmerklich  in  die  Adelpha.  übergehen.  Sie  machen  den  Eindruck  einer  hoch  spezialisierten 
Gruppe  und  sind  ganz  unzweifelhaft  Kinder  der  allerneusten  Schöpfungsepoche,  da  sie  selbst  ganz  recente, 
z.  T.  noch  in  der  Bildung  und  Ausbreitung  begriffene  Schmetterlingsarten  kopieren. 

Die  Eier  bilden  stark  skulpturierte  Dreiviertelkugeln,  deren  Oberfläche  ein  deutliches  hexagonales  Netz¬ 
werk  darstellt,  dessen  Knotenpunkte  kleine,  borstenförmige  Stacheln  tragen.  Sie  werden  einzehi  an  die  Unter¬ 
seite  der  Blätter,  meist  nahe  deren  Spitze  abgelegt,  wobei  zu  bemerken  ist,  daß  die  Nährpflanzen  einander 
sehr  fernstehenden  Pflanzenfamilien  angehören.  Die  Rpn,  die  größtenteils  überwintern,  zeigen  zumeist  nur  die 
Dornen  auf  den  Thoraxringen  und  dann  wieder  die  auf  den  letzten  Segmenten  ausgewachsen  und  zuw^eilen  zu 
morgensternartigen  Keulen  verdickt,  während  die  auf  den  dazw-ischen  liegenden  Ringen  bald  gänzlich  fehlen, 
bald  zu  kurzen  Stummehi  reduziert  sind.  Zumeist  nimmt  die  Raupe  in  der  Ruhe  eine  eigentümliche  Stellung 
ein,  indem  sie  das  Kopfende  unter  den  leicht  erhobenen  Thorax  krümmt,  so  daß,  ähnlich  wie  bei  den  Ageronien 
und  Apaturen  die  Kopfdornen,  hier  die  Thoracalstacheln  als  nach  vorn  gestreckte  Wehr  erscheinen.  Die  Puppen 
sind  ausgezeichnet  durch  emen  beilartigen,  sehr  eigentümlichen  Fortsatz  auf  dem  Rücken  der  Hlbswuirzel,  der 
mitunter  wie  ein  aus  der  Puppe  ausgetretener  Blutstropfen  aussieht.  Nur  die  Gattung  Adelpha,  die  auch 
sonst  kaum  von  Limenitis  zu  trennen  ist,  zeigt  eine  ähnliche  Bildung,  sogar  noch  in  verstärktem  Maße.  Dieser 
blutstropfenartige  Fortsatz  bleibt  leer,  wenn  der  ausgebildete  Falter  noch  in  der  Hülle  liegt.  Der  Kopf  der 
Puppe  ist  vielfach  ganz  gerundet,  kann  aber  auch  in  kleine  Spitzchen  enden  oder  (wie  bei  der  indischen  Gruppe 
Aloduza)  flügelartige,  divergierende  Ansätze  tragen.  Die  Schmetterlinge  sind  elegant  gebaut,  mit  großen  Augen, 
starke  Borsten  tragenden  niittellangen  Palpen,  die  zumeist  einen  hchten  Längsstrich  zeigen;  der  Sauger  zart 
aber  lang,  wenig  pigmentiert,  im  Leben  oft  grün  oder  hellgelb.  Thorax  kräftig,  Hlb  beim  stets  sehr  schlank, 

Vflgl  dreieckig  mit  geradlinigen  Konturen,  nur  der  Saum  ganz  schw^ach  konkav,  die  Fransen  meist  gescheckt, 
der  Apex  oft  fein  weiß  gesäumt.  Hflgl  mit  welligem  Saum,'  der  zuweilen  in  der  iMitte  in  schw'achem  Winkel 
vortritt.  Das  Geäder  ist  nicht  sehr  konstant,  doch  zweigen  der  1.  und  2.  Subcostalast  vor  dem  Zellende  ab.  — 

Die  Limenitis  haben  in  der  gemäßigten  Zone  meist  nur  1  Generation.  Die  Rp  überwintert  jung,  und  zw'ar  baut 
sie  sich  hierzu  oft  künstliche  kleine  Behälter,  worin  sie  den  Winter  über  verborgen  bleibt.  Im  Vorsommer 
verpuppt  sie  sich  und  gibt  den  Falter  zumeist  im  Juni.  Er  tummelt  sich  auf  Waldwegen  und  breiten  Chausseen; 
manche  besuchen  mit  Vorliebe  Blumen,  andere  verschmähen  diese  durchaus  und  lieben  um  so  mehr  Früchte 
und  Köderstoffe.  Einmal  angelockt  werden  sie  bald  zutraulich,  so  daß  man  manche,  wenn  man  ihren  Sauger 
mit  dem  Köder  in  Berührung  bringt,  füttern  kann,  während  man  sie  an  den  Flgln  hält.  Sonst  sind  es  scheue 
und  oft  nicht  leicht  zu  fangende  Waldtiere,  die  mit  flach  ausgebreiteten,  zuw'eilen  sogau-  leicht  gesenkten  Flgln 
in  stoßweisem,  zuckendem  Fluge  dahingleiten.  Am  besten  trifft  man  sie  in  den  Vormittagsstunden  vor  llL^hr 
und  dann  nochmals  des  Nachmittags  gegen  4  LJir  an  feuchten  Bodenstellen,  w-ährend  sie  sich  zu  andern  Tages¬ 
zeiten  Mehr  in  den  Baumkronen  aufhalten.  Ihr  Hauptgebiet  ist  die  gemäßigte  Zone  der  nördlichen  Halbkugel; 
in  Afrika,  Südamerika  und  dem  eigentlichen  Australien  fehlen  sie  gänzlich;  Nordamerika  hat  6  Arten. 

A.  Mi  me  tische  Arten. 

L.  bredow!  Hhn.  (=  eulalia  Dhl.  u.  Hew.)-  Dieser  Falter,  ein  Charakterschmetterling  der  westlichen  öredoici. 
Unionstaaten,  hat  oberseits  noch  ganz  das  Aussehen  der  Adelpha  und  es  ist  w’ahrscheinlicher,  daß  hier  tatsäch¬ 
licher  verwandtschaftlicher  Anschluß  besteht,  als  daß  eine  eigentliche  Mimila-y  vorliegt.  Der  Falter  bewohnt 
die  Pazifischen  Staaten  und  Mexiko  und  ist  stellenw-eise  häufig,  aber  meist  lokal.  Oberseits  w'cicht  er  von  fast 
sämtlichen  Adelpha  dadurch  ab,  daß  die  weiße  Mittelbinde,  wenn  auch  unterbrochen,  den  Vrd  fast  erreicht, 
was  bei  Adelphen  ganz  selten  und  unvollständig  vorkommt.  Die  Unterseite  ist  aber  schon  recht  abweichend 
von  jener  Gattung  und  mehr  an  die  andern  Limenitis  eriimernd,  che  Hflgl  gleichmäßig  gelbgriin,  nur  mit  weißer 


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LIMENITIS.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


Mittel-  und  Submarginalbinde.  Die  tjrpische  breäowi  Hübners  fliegt  von  Arizona  durch  Mexiko  bis  Guatemala. 
californica.  —  Von  ihr  weicht  die  als  californica  Btlr.  (109f)  bezeichnete  Art  durch  weniger  violett  gefärbte  Unterseite  ab, 
besonders  ist  die  bei  Arizona- Stücken  lebhaft  violettgraue  Berandung  am  äußeren  Saum  der  Medianbinde  auf 
dem  Hflgl  schmäler,  matter  und  öfters  unterbrochen.  Die  Rp  soll  nach  Edwards  auf  Eichen  leben. 
lorquinü.  L.  lorquiüii  Bsd.  (109  d).  Der  vorigen  in  der  Farhenverteilung  ähnlich,  aber  das  apicale  Rotgelb  bildet 

keinen  isolierten  Eieck,  sondern  bezieht  den  Apex  selbst;  die  weiße  Mittel  binde  breiter.  —  Die  Rp  gleicht  ziem¬ 
lich  der  von  iveidemeyeri ;  auf  dem  2.  Thoracalring  stehen  2  Fortsätze.  Sie  lebt,  wie  es  scheint,  auf  verschiedenen 
Bäumen.  Holland  gibt  Prunus  demissa  an,  nach  Edwards  lebt  sie  auf  Quercus  und  Behr  sagt,  daß  der  I alter 
häufig  sei,  wo  Salix  wachse,  an  der  sie  lebe ;  sonst  wird  auch  noch  Pappel  genannt.  Der  Falter  bewohnt  die  West¬ 
staaten  der  Union,  so  besonders  Californien,  und  ist  nach  Behr  stellenweise  häufig  und  leicht  zu  fangen.  — 
cavesi.  eavesi  Hy.  Edw.  ist  eine  Form,  die  in  Californien  unter  typischen  Stücken  vorkommt. 

asiyanax.  L.  astyafiax  F.  (=  ephestion lu-sula  Godt.)  (109  e).  Der  Form  pt oserpina  von  artJiemis  oft  zum 

Verwechseln  ähnlich.  Die  Unterseite  wie  dort,  aber  ohne  eine  Spur  der  weißen  Binde.  Oben  schwarz,  im  Außen¬ 
teil  der  Hflgl  lebhaft  metallisch  blau.  Außenrd  ixnd  Apex  der  Vflgl  mit  kleinen  weißen,  oft  auch  orange  Fleck¬ 
chen.  —  Ei  grün,  das  Netzwerk  sehr  stark  und  die  Dörnchen  auf  den  Knotenpunkten  kräftig  und  spitz.  Rp. 
erwachsen  weißlich,  grünlich  oder  bräunlich,  auf  Ring  2  zwei  verästelte  und  verdickte  Dornen  und  mit  Ver¬ 
dickungen  auf  dem  Rücken  des  2.  und  der  letzten  Abdominalringe;  an  Eichen,  W’eiden,  Linden,  Kirschen, 
Stachel-  und  Heidelbeeren  us w.  Puppe  mit  gerundetem,  aber  stark  vorstehendem  Kopfe  und  ziemlich  dickem 
gelbbraunem  Rückenbeilfortsatz;  Vorderteil  gelbbraun  mit  dunkleren  Flglscheiden,  Hlbsteil  schmutzig  weiß; 
sie  ist  im  ganzen  schlanker  und  vorne  dunkler  als  die  von  arthemis.  Der  Falter  variiert  bei  weitem  nicht  so 
stark  arthemis  \  freilich  kann  das  Blau  der  Hflgl  sehr  stark  vermehrt  sein  und  sich  gelegenthch  auf  die 
cucrulai.  Vflgl  fortsetzen  (ab.  caerulea  Ehm.).  Auch  kann  durch  das  atavistische  Auftreten  einer  weißen  Binde  große 
«Zto/oscü(/(/.  Aehnlichkeit  mit  L.  arthemis  entstehen.  Solche  Stücke  bilden  die  ab.  albofasciata  Neivcomb.  Die  Art  ist  in 
vielen  Gegenden  Nordamerilvas  ziemlich  häufig  und  die  2$  können  eine  gewaltige  Größe  erreichen.  Das  Ver¬ 
breitungsgebiet  erstreckt  sich  von  der  atlantischen  Küste  bis  zu  den  Felsengebirgen  und  vom  südlichen  Canada 
bis  Arizona.  Südlich  davon  taucht  dann  in  Mexiko  das  Tier  wieder  an  inselartigen  Fundplätzen  aixf,  scheint 
arizoHcns'is.  aber  dort  recht  selten.  Diese  Stücke,  die  den  äußersten  Süden  des  Gebietes  bewohnen,  arizonensis  Edw.,  unter¬ 
scheiden  sich  von  nördlichen  Stücken  durch  lebhafteren  Blauglanz  der  Unterseite  und  durch  das  Fehlen  der 
weißen  Fleckchen  am  Vflgl-Apex.  Die  Form  nähert  sich  im  Aussehen  der  Oberseite  dadurch  noch  mehr  der 
gleichfalls  in  den  mexikanischen  Gebirgen  fliegenden  Vanessa  cyanomelas  (93  f)  und  ist  wohl,  ebenso  wie  diese, 
als  eine  oberflächliche  Nachbildung  der  geschützten  Pa2nlio  aus  der  behis-Gm'p'pe  anzusehen,  von  denen  manche 
Formen  (z.  B.  chalceus),  gleichfalls  schwarz  und  hinten  metallisch  grün  schimmernd,  che  mexikanischen  Gebirge 
bewohnen;  die  mehr  nordische  Form  aber,  mit  Weißfleckung  vor  dem  Vflglsaum,  schließt  sich  dem  Färbungs¬ 
typ  von  Paqnlio  pdiilenor  an,  der  aucli  in  andern  Faltergruppen  {Argymiis  diana-^^,  Papilio  troilus,  glaucus  usw.) 
Nachahmer  findet. 


archippus.  L.  arcliippus  6V.  (=  clisippe  Godt.)  (109  f).  Ahmt  Banais plexippiis  L.  (Bd.  1,  Taf.  28  c)  nach  und  hat  darum 

ein  von  grundverschiedenes  Aussehen.  Rotgelb  mit  schwarzen,  weißgefleckten  Rändern  und  dunklen 

Adern.  Die  Nachalimung  erstreckt  sich  auch  auf  die  Unterseite,  und  als  ein  wesentlicher  Unterschied  in  der 
Zeichnung  bleibt  eigentlich  nur  eint  gebogene  Postmedianlinie  der  Hilgloberseite  bestehen,  die  aber  sehr  ver- 
pseudodv-  schieden  ausgebiidet,  bald  schwarz  und  dick,  bald  nur  angedeutet  ist.  Bei  der  Form  ab.  pseudodorippus  Streck, 
’^'^vvas.  fepp;,  gie  ganz.  Von  Süd-Canada  und  Britisch-Columbia  bis  in  den  Süden  der  Vereinigten  Staaten.  —  hulstl 
ahsoieki  (^^9  f)  zeigt  die  Schwarzzeichnung  stark  vermindert,  ebenso  die  kaum  verschiedene  obsoleta  Edw.,  welche 

letztere  noch  etwas  heller  im  Gelbton  der  Ooerseite  ist  und  sich  mehr  als  eine  Imitation  von  Ban.  berenice  (31a) 
floridensis.  erweist.  Sie  kommt  mehr  im  Mesten  der  Union,  in  Utah  und  Arizona  -vor.  —  floridensis  Streck.  (=  eros  Edw.) 

ist  die  südöstliche  Form,  aus  den  Golfstaaten;  sie  unterscheidet  sich  von  typischen  archippus  hauptsächlich 
durch  die  dunkel  rotbraune  Oberseitenfärbung  und  wird  wohl  hauptsächlich  darum  mehrfach  als  eigene  Art 
angesehen,  weil  die  Rp  auf  dem  2.  Ring  längere  Hörner  haben  soll.  —  Ei  lebhaft  grün,  fast  sphärisch,  Rp  wei߬ 
lich,  mattgrün  oder  bleigrau  getönt  mit  schmutziggelben  oder  grünen  Schattierungen,  Bauch  xind  Füße  dunkler 
braun  oder  olive.  Der  2.  Abdominalring  ist  verdickt,  wodurch  der  Rückezrbeilfortsatz  der  Puppen  schon  an¬ 
gedeutet  ist.  Die  Puppe  selbst  ist  der  von  asiyanax  sehr  ähnlich,  etwas  schmächtiger  und  trüber  gefärbt.  Die  Rp 
lebt  besonders  an  Pappeln  und  Weiden,  der  Falter  ist  nicht  selten.  —  Die  Art  steht  der  asiyanax  viel  näher  als 
das  gänzlich  andere  Aussehen  (eine  Folge  der  Verschiedenheit  der  Modelle)  vermuten  läßt;  dafür  sprechen 
Rp,  Puppe,  Lebensweise  und  die  Beobachtungen  über  Hybriden  von  beiden  Arten. 


B.  N  i  c  h  t  mi  m  e  t  i  s  c  h  e  Arten. 


weide- 

meyeri. 


L.  weidemeyeri  Edw.  (109e).  Oben  scliwarz  mit  weißem  Postmedianband,  hinter  dem  eine  weiße  Punkt¬ 
reihe  und  auf  dem  Vflgl  eine  weiße  subapicale  Halbbinde  stehen.  Auf  der  Hflglunterseite  ist  die  Wurzelhälfte 
durch  zahlreiche  schwarze  Querstriche  in  eine  große  Zahl  gelbgrauer  Zellen  geteilt.  Normal  ist  das  weiße  Band 
shiefascia.  in  beiden  Geschlechtern  ziemlich  gleich  breit,  doch  kann  es  auch  aberrativ  reduziert  sein  (—  ab  sinefascia 


AGERONTIDI;  ECTIMA.  Von  Er.  A.  Si-:itz. 


Edw.)  —  Rp  weißlich  mit  grünen  Schatten  und  Flecken,  die  ßauchfläeho  bis  zur  Seitenlinie  dunkler.  Auf  dem 
2.  Thoracalring  stehen  2  lange,  verästelte  Dornen,  auf  dem  dahinter,  sowie  auf  dem  ?>.  und  den  leltzlen  Ahdo- 
minalringen  stehen  gestachelte  Knöpfe;  an  Populus.  Pup])en  bräunlich  (anfangs  grünlicli),  die  Elglschcidon 
dunkler,  der  Abdominalteil  heller;  der  Rückenfortsatz  gelbbraun.  Der  Falter  ist  besonders  im  westlichen  Nord¬ 
amerika  verbreitet,  im  Gebirge  häutiger,  besonders  in  dem  Felsengebirgo,  sein  Verbreitungskreis  reicht  in  flen 
Vereinigten  Staaten  von  Montana  und  Nebraska  bis  zur  Westküste. 

L.  arthemis.  Der  vorigen  ähnlich,  aber  auf  der  Unterseite  ganz  verschieden;  diese  ist  dunkelbraun, 
von  der  weißen  Binde  durchzogen,  mit  Orangetupfen  in  der  Elglzelle  und  vor  dem  Rand.  Die  gewöhnliche  Form 
arthemis  Drury  {=  lamina  F.)  (109  e)  hat  sehr  breite  weiße  Bänder,  erinnert  also  oberseits  etwas  an  weiderneyeri,  crtheinis. 
sosvie  an  gewisse  altweltliche  Formen.  —  Bei  der  Form  proserpina  Edw.  (109  e)  können  aber  die  weißen  Binden 
obliterieren,  und  zwar  in  seltenen  Fällen  bis  zu  völligem  Verschwinden,  wodurch  große  Aehnlichkeit  mit  a-sty- 
anax  entsteht,  besonders,  wenn  auch  das  Hflglblau  vermehrt  ist.  Dann  schlagen  aber  meist  die  orangeroten 
Submarginalflecke  der  Hflgl  Unterseite  oben  durch,  eventuell  sogar  bei  gleichzeitiger  Vermehrung  des  Gelbrot, 
was  zur  Aufstellung  der  Form  l  ufescens  CML  geführt  hat.  Auch  ist  'proserpina  meist  erheblich  kleiner  als  asty-  rufescens. 
anax.  —  Ei  grün,  Rp  erwachsen  dunkelbraun  (seltener  olivgrün)  mit  einem  weißen  Rückensattel  auf  dem  5. 
bis  8.  Abdominalring.  Der  verdickte  2.  Thoraxring  trägt  kerne  verästelten  Dornen,  wie  die  vorigen,  sondern 
zwei  stumpfe,  oben  gestachelte  Kegel,  der  2.  Abdominalring  ist  gehöckert,  ebenso  der  vorletzte.  Sie  lebt  an 
Crataegus,  Salix  und  wahrscheinlich  auch  andern  Pflanzen.  Der  Falter  fliegt  auf  Wegen  an  feuchten  Stelleu, 
vielfach  häufig  im  südlichen  Canada  und  den  nöi’dlichen  Vereinigten  Staaten  südlich  bis  Pennsylvania,  fehlt 
aber  dem  ganzen  Westen.  Nach  Holi^and  geht  er  bis  2500  ni  hoch. 

K.  Gruppe  Ageroniidi. 

Hierunter  vereinigen  wir  eine  der  merkwürdigsten  Tagfaltergruppen,  die ’^lurchaus  auf  Amerika  be¬ 
schränkt  ist.  Die  Hauptgattung  Ageronia  {Peridromia)  besitzt  ein  Lautorgan,  dessen  Aeußeningen,  ein  eigen¬ 
artiges  Rattern  oder  Klappern,  zu  den  energischsten  Tönen  gehören,  welche  Insekten  vernehmen  lassen.  Eine 
über  die  Straße  fliegende,  rasselnde  Ageronia  lenkt  selöst  die  Blicke  der  Passanten  auf  sich,  und  ich  konnte 
im  stillen  Walde  ohne  Aufmerksamkeit  das  Geräusch  auf  40  Schritte  weit  vernehmen.  Tm  Volksmunde  haben 
daher  die  Falter  den  Namen  ,, Klapper“  oder  ,, Rasselchen“  (in  Brasilien:  ,,Matraca“).  Das  Geräusch  ertönt, 
sobald  ein  Falter  des  andern  ansichtig  wird,  dann  aber  auch  beim  Verfolgen  von  Eindiinglingen  in  das  Revier 
lauernder  Männchen.  Eine  weitere  Eigentümlichkeit  besteht  darin,  daß  bei  den  Ageroniidi  die  Oberseite  eine 
flechtenartige  oder  stammbraune  Schutzfarbe  zeigt,  während  die  Unterseite  oft  lebhafte,  grelle  Farben  trägt,  wie 
Blutrot,  Crocusgelb  etc.  Im  Einklang  hiermit  steht  auch  die  Haltung  während  der  Ruhe  die  etwa  die  einer 
Boarmia  ist;  der  Falter  sitzt  mit  flach  gebreiteten  Plgln  an  einen  Stamm  geschmiegt  und  klappt  niemals,  wie 
die  andern  Tagfalter,  die  Figl  über  dem  Rücken  zusammen.  Oft  sitzen  Dutzende  von  Faltern  an  einem  Stamm. 

Jagt  man  sie  auf,  so  wirbeln  sie  wild  um  den  Stamm  herum  und  setzen  sich  dann  gewöhnlich  an  die  dem  Ver¬ 
folger  abgekehrte  Baumseite.  Auf  der  Flucht  selbst  gleiten  sie  lautlos  dahin,  doch  umflogen  sie  mich  manch¬ 
mal  ratternd,  wenn  ich  auf  einer  Lichtung  stand  und  sie  setzten  sich  kopfunter  mit  au.sgebreiteten  Flgln  an 
mich,  wenn  ich  einen  grauen  Anzug  anhatte  und  mich  still  verhielt.  —  Das  Organ,  womit  sie  den  Laut  hervor¬ 
bringen,  hat  man  natürlich  zunächst  im  Geäder  gesucht.  Bei  der  sehr  stark  klappernden  A.  feronia.  findet  sich 
nun  keine  Aderverdickung  im  Wurzelteil  der  Figl,  aber  der  Vflgl  zeigt  die  Discozellularen  zu  einer  starken, 
hornigen  Leiste  verdickt  und  ebenso  die  Mediana  und  die  Radialen  an  der  Stelle,  wo  diese  mit  den  Discozellu¬ 
laren  Zusammenstößen.  Auf  der  Flglunterseite  kann  sich  der  Verbindungspunkt  der  oberen  Discozellularis  mit 
der  Subcostalis  zu  einem  veritabeln  Knopf  erheben,  der  allerdings  den  Verdacht  erregen  muß,  durch  die  Piin- 
wandlung  zu  einem  Instrument  in  solch  auffälliger  Weise  entartet  zu  sein.  Dem  gegenüber  hat  jüngst  Rever- 
DiN  bei  Untersuchung  der  Genitalien  ein  aus  2  stachligen  Spitzen  bestehendes  Organ  am  Hlbsrande  von  Agero- 
nien  entdeckt,  indem  er  den  Tonerzeuger  vermutet.  —  Die  Rpn  leben,  soweit  bekannt,  anDalechanipia-x4rten; 
sie  zeigen  2  dünne,  leicht  gebogene  Kopfhörner  und  auf  dem  Rücken  einzelne,  am  Ende  zu  verästelten  Sta¬ 
cheln  entwickelte  Dornen;  die  Puppe  selbst  hat  am  Kopfe  zwei  lange,  divergierende  Fortsätze  (Hasenohren), 
sonst  aber  keine  auffälligen  Anhänge.  Die  Schmetterlinge  sitzen  mit  Vorliebe  atr  Alleebäumen  und  an  den 
die  Straßen  besäumenden  Palmen,  so  an  den  in  Ziergärten  im  tropischen  Amerika  weit  verbreiteten  Oreo- 
doxa,  an  Embauba-Bäumen  und  Bombax. 

51.  Gattung’:  Eetiiiia  DU. 

Ziemlich  kleine  braune  Falterchen  mit  weißer  Vflglbinde  und  Flechtenzeichnung,  unterseits  ohne  grelle 
Farben.  Der  1.  Subcostalast  der  Vflgl  zweigt  direkt  vor,  der  2.  hinter  dem  Zellende  ab;  die  obere  Discozellu¬ 
laris  ist  ganz  kurz,  die  mittlere  gekrümmt,  die  untere  verkümmert.  Das  Auffälligste  an  dem  Falter  smd  die 
sehr  langen  Mittel-  und  besonders  Hinterbeine,  deren  Schienen  sowohl  wie  die  Schenkel  und  Tarsen  sttirk  ver¬ 
längert  sind.  Durch  Streckung  dieser  Beine  hebt  der  kopfabwärts  an  Stämmen  sitzende  Falter  den  Vorder¬ 
körper  hoch,  während  die  Außenrder  der  Figl  der  Rinde  des  Stammes  fest  anliegen.  Die  Rp  der  einander  sehr 


536 


PANACEA.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


ähnlichen  Formen  lebt  an  Dalechampia ;  sie  hat  dieKopfhörner  stärker  gekrümmt  als  bei  verwandten  Gattungen. 
Die  Pp  mit  Hasenohren  am  Kopfe,  die  etwas  kürzer  und  breiter  sind,  als  bei  Ageronia.  Die  Falter  trifft  man 
entweder  an  Stämmen  ruheml  oder  solche  in  Spiralen  aufiiegend.  Im  Gegensatz  zu  den  Ageronia  scheinen  sie 
nicht  klappern  zu  können,  wenigstens  habe  ich  nie  einen  Ton  von  ihnen  gehört.  Die  Verbreitung  reicht  über 
das  ganze  wärmere  Süd- Amerika  von  ISücaragua  bis  Südbrasilim  und  Paraguay.  Die  Formen  dieser  Gattung 
stehen  einander  recht  nahe,  und  da  die  älteren  Beschreibungen  ungenau  sind  und  Vaterlandsangahen  oft  fohlen, 
so  sind  die  Beziehungen  der  älteren  Namen  zu  den  jetzt  bekannten  Formen  nicht  immer  nachweisbar. 
rectifascia.  N.  rectifascia  Bür.  it.  Dr.  (?  =  lirina  Fldr.,  erycinoides  Fk/r.)  (103  a).  Diese  nördlichste  Art,  die  sich 

über  das  ganze  südliche  Zentral- Amerika  von  Nicaragua  bis  Panama  verbreitet,  ist  sofort  kenntlich  an  der  relativ 
schmalen,  innen  stets  glatt  abgeschnittenen  Vf Igl- Schrägbinde.  Die  Figlgrundfarbe  ist  ziemlich  hell  nußbraun 
ohne  jeden  Metallschimmer. 

l\r\a.  A.  Hria  F.  (103  a).  Dmse  Art  scheint  mir  die  Venezuela-Form  darzustellen,  die  wohl  auch  noch  in  Gu¬ 

yana  fliegt.  Die  Schrägbinde  ist  doppelt  so  breit,  endigt  breit  über  dem  Innenwinkel  im  Saum ;  die  Unterseite 
ist  viel  heller,  die  Oberseite  zeigt  in  der  Sonne  unerkennbaren,  wenn  auch  matten  und  stumpfen  Violettschiller. 
infirma.  —  inürma  Frühst,  iliegt  weiter  südlich  (Bahia);  sie  hat  auffallend  hell  mausgraue  Grundfarbe  und  die  weiße 
lirissa.  Vflßlbinde  ist  breiter.  —  linssa  Godt.  (103  a,  b)  ist  die  südbrasilianische  Form ;  die  Binde  ist  an  den  Rändern  aus- 
exilita.  genagt  und  ibr  unterer  Teil  zeigt  mitunter  dunkle  Ozellen  oder  Ringelchen  (=  ab.  exilita  Frühst.)',  die  Oberseite 
Urides.  ist  ziemlich  dunkel  und  schimmert  et\?as  in  der  Sonne,  aber  ohne  eigentlichen  Blauglanz.  —  Bei  ürides  Stgr.  (103  b) 
vom  oberen  Amazonas  hebt  sich  die  dunkle  Oberseitenzeichnung  wenig  von  der  düstern  Grundfarbe  ab  und  die 
ziemlich  glattraaidige  Vflglbinde  endigt  sehr  breit  auf  dem  unteren  Medianast ;  die  Unterseite  mehr  mausgrau 
astricta.  als  gelbbraun  und  dürftig  gezeichnet.  —  astricta  Frühst,  von  Peru  zeigt  oberseits  in  beiden  Geschlechtern  Blau¬ 
glanz  und  die  weiße  Sclirägbinde  der  Vflgl  endet  infolge  tiefer  Einbuchtung  in  einer  Art  Zapfen ;  dif  schwarzen 
Bänder  dunkler  und  vertikaler  gestellt.  —  Rp  an  Dalechampia  ;  Puppe  braun  mit  blassen  Flecken;  von  Ring  5 
ab  ein  heller  Dorsalstreif.  Die  Falter  sind  meist  häufig  auf  Waldlichtungen;  werden  sie  von  einem  Stamm  ver¬ 
jagt,  so  fliegen  sie  zumeist  in  geradem  Iluge  auf  den  nächsten  Stamm  zu,  wobei  eine  oberflächliche  Aehnlich- 
keit  im  Flug  mit  dem  $  von  Emesis  jastidiosa  unerkennbar  ist;  letztere  setzt  sich  aber  niemals  an  Baumstämme, 
sondern  an  die  Unterseite  der  Blätter. 

jona.  D.  Jona  Flexo.  Sofort  zu  kennen  an  der  beträchtlicheren  Größe  und  der  in  einzelne  weiße  Flecke  aufge¬ 
lösten  Schrägbinde.  Das  stärkeren  Blauglanz.  Von  Peru- bis  zum  unteren  Amazonas;  scheint  seltne’’. 

52.  Gattung- :  Paiiacea.  S.  u.  0. 

Diese  Falter  ze’gen  auf  der  Oberseite  durchgehends  grüne  metallglänzende  Bänderung,  die  im  ßasal- 
teil  der  Hflgl  eine  komplizierte  Parallelströznung  darstellt,  die  dann  durch  eine  zusammenhängende  Metallbinde 
abgeschlossen  wird.  Wie  bei  den  Ageronien,  denen  che  Gattung  sichtlich  nahesteht*),  kann  die  Unterseite  blut¬ 
rot  oder  auch  matt  gefärbt  se’n.  Früher  wurde  die  Gattung  mit  der  folgenden  Batesia  zusammengeworfen, 
doch  weicht  die  einzige  Art,  welche  die  letztgenannte  Gattung  bildet,  so  erhebhch  ab,  daß  sie  besser  getrennt 
bleibt.  Bei  Batesia  bildet  nämlich  die  obere  Radialis  desVflgls  eine  nach  oben  konkave,  nach  unten  konvexe 
Krümmung,  also  gerade  umgekehrt  wie  die  unterste  Radialis,  so  daß  beide  vorn  und  hinten  divergieren  und  in  der 
Mitte  sich  nähern,  während  die  zweite  Radialis  mitten  zwischen  beiden  hindurchzieht.  Dadurch  kommt  etwa 
folgende  sonderbare  Figur  zustande  die  noch  um  so  mehr  auffällt,  als  sie  in  einem  riesigen  blutroten  Fleck 
steht.  Bei  den  Panacea  ist  der  Verlauf  der  Radialen  normal,  annähernd  parallel;  auch  sind  che  Vflgl  hier  viel 
spitzer,  ilir  Außenrd  in  der  Mitte  eingezogen  usw.  Ueber  die  Jugendzustände  wissen  wir  nichts ;  die  Falter  lieben 
das  Gebirge,  sind  stellenweise  häufig  und  haben  ähnliche  Gewohnheiten  wie  die  Ageronia.  Die  einzelnen  Ai'ten 
variieren  außerordentlich,  aber  weniger  geographisch  als  individuell,  und  zwar  so  sehr,  daß  fast  sämtliche  Arten 
durch  gewisse  Üebergänge  miteinander  verbunden  sind.  Die  Apex  Unterseite  ist  bald  blutrot,  bald  schwarz 
oder  gelb,  die  Hflgl  sind  unten  bald  mit  Wischen,  mit  Linien,  Figuren  oder  auch  gar  nicht  gezeichnet. 

'procilla.  P.  procÜla  Heiv.  (103  c)  ist  die  Art,  welche  nächst  der  unten  scharlachroten  prola  am  meisten  zu  uns 

kommt.  Sie  hat  unten  schwarze  Vflgl  mit  rotbraunem  oder  dunkel  graubraunem,  durch  weiße  Schrägbinde 
abgeschnittenen  Ajeicalteil;  die  Zeile  ist  braun  und  blau  gebändert,  die  Hflgl  sind  rotbraun,  schwarz  gezeichnet. 
In  Columbien,  nicht  selten,  häufig  in  den  sog.  ,, Bogota- Sammlungen“.  A.  H.  Fasse  hat  über  che  Lebensweise 
einige  Beobachtungen  gemacJrt.  Darnach  ist  das  Ei  sehr  klein,  wie  von  Satyrus  hriseis,  kugelig,  gegen  den  oberen 
Pol  zix  etwas  verjüngt,  die  glatte  Basis  abgeplattet.  Die  Seiten  tragen  12  senkrechte  Kerben,  die  kurz  vor  der 
Spitze  in  überhängende  Zipfel  blütenkelchartig  endigen.  Die  Farbe  des  Eies  ist  rotbraun.  —  procilla  gehört  an 
manchen  Orten  Columbiens  in  Höhen  zwischen  4  bis  1200  m  zu  den  häufigeren  Faltererscheinungen.  Während 
das  G  off  in  Mehrzahl  auf  den  Exkrementen  der  Urwald wege  saugt,  ist  das  große  und  besonders  untersei ts  er¬ 
heblich  verschiedene  $  eine  enorme  Seltenheit.  Wenn  procilla-SE  (und  auch  andere  Panacea-  und  Peridromia- 
Aiten)  bei  ihrem  Schmause  gestört  werden,  haben  sie  die  Gewohnheit,  bis  an  einen  benachbarten  Baumstamm 
zu  fliegen,  um  dort  meist  in  ziemlicher  Höhe  mit  ausgebreiteten  Flgln,  kopfabwärts  sitzend,  abzuwarten,  bis 
*)  Sie  leitet  zu  den  Charaxidi  liinüber. 


Ausgeyeben  14.  in.  1916.  BATESIA.  Von Dr.  A.  Seitz.  AGERONIA.  Von  ir.  Eruhstorfer. 


537 


der  Störenfried  vorüber  ist,  worauf  sie  wieder  genau  an  die  alte  Wegstelle  /anückkeliren  (A.  H.  Fassl).  JJas 
$  von  procilla  ist  dem  d'  ganz  ähnlich,  aber  größer  und  unten  heller  im  Ton,  die  subapicalsn  Wcißflecke  kräf¬ 
tiger,  mehr  wischartig,  öfters  zusammenfließend.  —  Es  gibt  aber  auch  größere  Stücke,  die  oben  dunkler  sind 
als  typische  procillo,  dies  ist  die  Form  ocana  Frühst.,  so  benannt  von  dem  Wohnort  Ocana  am  unteren  dlagda-  ownu. 
lenenstrom,  wo  sie  aufgefunden  wurde.  — ■  Umgekehrt  kommen  in  Columbien  auch  kleinere  Stücke  vor:  salacia  salaela. 
Frühst,  mit  einer  zwar  nicht  breiteren,  aber  mehr  goldig  grünen  Sclunuckbinde  der  Vflgl.  Uie  präapicalen  l'lek- 
ken  wie  bei  typischen  procilla,  aber  die  weißen  Streifen  auf  der  Vflgl-Unterseite  kürzer  als  dort,  mehr  wie  bei 
ocana.  —  lysimache /S.  ?i.  G.  wurde  auf  ein  einzelnes  (d  vom  Chiriquivulkan  aufgestellt  und  ist  wohl  nicht  art-  lysirn/iche- 
verschieden,  indem  sie  sich  nur  durch  die  etwa  doppelt  so  breite  stahlgrüne  Postmedianbinde  der  Vflgl  unter¬ 
scheidet  und  dadurch,  daß  die  submarginalen  Hflgl-Ozellen,  die  bei  procilla  eine  schöne  regelmäßige  Kette  bilden, 
fast  erlöschen.  —  Auch  divalis  Bat.  steht  der  procilla  nahe,  doch  ist  die  Unterseite  jener  stärker  rot  angeflogen;  divalis. 
dabei  fehlen  die  Augenflecke  ganz  oder  es  sind  nur  2  bis  4  kleinere  vorhanden.  Vom  oberen  Amazonas. 

P.  chalcothea  Heio.  (103d).  Aus  Columbien;  die  Oberseite  ist  der  von  procilla,  oder  noch  mehr  von  cMlcothea. 
lysimache  ähnlich,  doch  stehen  vor  dem  Aj)ex  keine  Fleckchen,  sondern  nur  ein  ganz  matter  Streif enwlsch. 

Die  Hflgl  sind  unten  wundervoll  hellrot,  gegen  den  Apex  zu  gewölkt.  —  Die  Art  bildet  so  einen  Uebergang 
zu  prola. 

P.  prola  Dhl.  u.  Hew.  (103  e).  Oberseits  an  der  breiten  Post  me  dianbinde  der  Vflgl  und  daran  zu  er-  vroia. 
kennen,  daß  auch  auf  dem  Hflgl  an  Stelle  der  Augeimeihe  der  procilla.  ein  unscharf  begrenztes,  dunkelgrünes 
Metallband  tritt.  Unten  sind  die  Hflgl  und  der  Vflglai)ex  prächtig  rot,  meist  ganz  zeichnungslos,  höchstens 
die  Querader  und  ein  ganz  schmaler  Hflglsaum  ist  manchmal  schwarz.  In  Columbien  nicht  selten.  —  zaraja  zaraja. 
Frühst,  von  Merida  in  Venezuela  ist  größer,  hat  breitere  Binden  als  kolumbische  Exemplare ;  die  Subapicalbinde 
der  Vflgl  Unterseite  ist  dunkler,  reicher  hellgrün  statt  blau  überpudert,  die  Unterseite  der  Hflgl  matter  rot.  — 
amazonicaFm/iÄ/f.,  vom  oberen  Amazonas,  ist  größer  mit  breiterer  Vflglbinde  und  deutlicheren  schwarzen  Längs-  amazonica. 
bändern.  Hflgl-Unterseite  lebhafter  rot  und  ohne  Spur  einer  dunkeln  Submarginalbinde.  —  Als  dubia  Kretschm.  dubia. 
wurden  Stücke  bezeichnet  mit  unterseits  besonders  grell  roter  Vflglspitze.  Uebrigens  muß  bemerkt  werden, 
daß  das  Rot  der  Unterseite  sehr  abändert;  bei  manchen  d'd'  ist  es  völlig  rein  und  auf  den  Hflgln  zeichnungslos, 
dann  wieder  durch  Auflagerungen  getrübt,  mit  Randzeichnungen,  einem  Zellschlußstrich  oder  einigen  Discal¬ 
flecken  versehen,  wie  sie  das  $  fast  stets  aufweist.  —  prolifica  Frühst,  hat  auf  dem  Vflgl  oben  breitere  Binde,  prolifica. 
unterseits  ist  das  Band,  das  den  Apex  abschneidet,  reiiier  weiß  und  außen  dunkler  grün  gerandet.  Ecuador. 

P.  reginaBaC  (103  e).  Gleicht  sehr  der  pro/a,  aber  die  unten  roten  Hflgl  sind  dunkel  gezeichnet  und  in  der  rcgina. 
Zelle  fehlen  unterseits  die  roten  Basalflecke.  Vom  oberen  Amazonas.  —  victrix  Frühst,  von  Ecuador  ist  in  der  victrix. 
Gesamtfärbung  dunkler  und  die  schwarzen  Streifen  der  Oberseite  heben  sich  mehr  ab.  Die  Hflglbinde  analwärts 
auffallend  verschmälert.  Unterseite  wesentlich  dunkler  mit  prominenteren  submarginalen  Ringen. 

53.  Gattung';  ISate^^ia  Fklr. 

Die  Unterschiede  im  Geäder  zwischen  dieser  und  der  vorigen  Gattung,  die  früher  unter  dem  (präoklai- 
pierten)  Namen  Pandora  Wiv.  vereinigt  waren,  sind  unter  Panacea  angegeben.  Hier  handelt  es  sich  nur  um  eine 
Art,  einen  großen,  höchst  auffällig  gefärbten  Falter,  der  am  oberen  Amazonas  und  am  Rio  Negro  in  Ecuador 
lebt  und  dort  nicht  gerade  selten  ist.  Ueber  die  Lebensgeschichte  ist  nichts  bekannt. 

B.  hypochloraF/df.  (103  f).  Oben  schwarz  mit  dumpfem  Blauschiller,  der  ein  schwarzes  Submarginalband  hypochlora. 
frei  läßt.  Die  Vflgl  tragen  im  Außenteil  einen  sehr  großen,  ovalen,  scharlachroten  Fleck.  Die  Hflghniterseite 
ist  metallisch  graugrün.  —  hypoxantha  S.u.G.  gleichfalls  vom  oberen  Amazonas,  hat.  unten  lehmgelbe,  Idiclithypoxantha. 
grünlich  angeflogene  Hflgl  und  hemichrysa  8.  u.  G.  (103e)  hat  die  Hflglunterseite  lebhaft  dottergelb,  beim  hemichr ysa . 
trüber;  aus  Ecuador. 


Ageronien-  Gruppe. 

Mediana  der  Vdfl  ohne  Sporn,  oft  sackartig  am  Grunde  aufgetrieben.  $$-Vorderfüße  am  1. — 4.  Gliede  bedornt. 
Raupen  mit  Dornen  besetzt.  Puppen  am  Kopf  mit  2  langen  Bändern. 


54.  Gattuiig-:  Ageroiiia  Hhn. 

Die  zu  dieser  Gruppe  gehörigen  Arten  haben  so  viel  Eigentümliches,  daß  sie  zu  den  biologisch  und 
morphologisch  interessantesten  neotropischen  Rhopaloceren  zu  rechnen  sind.  Außerdem  sind  sie  strukturell 
und  anatomisch  so  scharf  umgrenzt,  daß  engere  Beziehungen  zu  den  sie  umgebenden  Tagfaltergruppen  nicht 
nachweisbar  sind. 

Strukturell  sind  die  Hgero7^^a  ausgezeichnet  durch  die  ungewöhnlich  verdickte  Costale  und  die  scharf 
konvex  gekrümmte  hintere  Discozellulare  der  Vflgl. 

Das  Geäder  selbst  ist  von  Art  zu  Art,  ja  selbst,  wie  bei  einigen  Argynniden,  imierhalb  der  Geschlechter 
V  68 


53S 


AGERONIA.  Von  H.  FEUHSTORi’ER. 


veränderlich.  Man  hat  früher  versucht,  zwei  Untergattungen,  A.9ero»fa  und  PerzWromm,  auszuscheiden  und  dies 
darauf  begründet,  daß  bei  Ageronia  die  ersten  Subcostaläste  freistehen,  bei  Peridromia  aber  aus  einem  gemein¬ 
samen  Stiel  hervorgehen,  also  eine  Gabel  bilden.  Dieses  Merkmal  ist  aber  schon  innerhalb  der  Geschlechter 
eitler  Art  hinfällig;  so  hat  das  von  A.arete  gegabelte,  das  $  freistehende  Subcostaläste.  Godiman  und  Salvin 
haben  auch  versucht,  die  Ausmündung  der  basilären  Discozellularader  als  Trennungsmotiv  zu  benutzen,  weil 
bei  einigen  Arten  der  Zellschluß  vor  der  Gabelung  der  vorderen  Medianen,  bei  anderen  an  der  Gabelung  selbst 
erfolgen  soll.  Durch  die  Beachtung  der  Discozellularstellung  würden  nicht  allein  die  nächsten  Verwandten 
weit  getrennt,  es  müßten  soga.r  manchmal  die  beiden  Geschlechter  einer  Art  auf  zwei  ,, Gattungen“  verteilt 
werden.  Letzterer  Pall  träte  z.  B.  bei  A.  arete  ein,  mit  Zellschluß  bei  den  vor,  bei  den  $$  indessen  an  der  Me¬ 
dianspaltung.  Dr.  Schatz  ha,t  dieselbe  Erscheinung  bei  einer  weiteren  Spezies,  nämlich  A.  arethusa,  sogar  schon 
bildlich  vorgeführt.  Dennoch  lassen  wir  auch  hier  die  beiden  Sektionen  gelten,  nur  mit  der  Einschränkung,  daß 
ihnen  nur  subgenerischer  Wert  beigelegt  wird.  Wir  unterscheiden  somit : 

A.  beide  Geschlechter  mit  zwei  freistehenden  Subcostalästen  vor  dem  Zellende  derVflgl  {Artengruppe  Ageronia), 

B.  die  Subcostaläste  nur  beim  $  freiverlaufend,  beim  ^  aus  einem  gemeinsamen  Stiel  entspringend  (Artengi'uppe  Peri- 
droinia). 

Die  Konfiguration  der  Klammerorgane  scheint  die  bisherige  isolierte  Stellung  der  Ageroniiden  durch  er¬ 
hebliche  Abweichungen  von  den  nächsten  Verwandten  zu  rechtfertigen.  Die  primären  Zeugungsorgane  dokumen¬ 
tieren  zwar  durch  den  ungemein  langen  Oedeagus  und  Saccus  einen  gewissen  Anschluß  an  die  Apaturiden,  doch 
wird  dieser  durch  die  fast  nadeldünne  Form  des  Penis  wieder  aufgehoben.  Das  Tegnmen  ist  schwächlich  gebaut, 
mit  einer  einfachen  und  starken  Spitze,  welche  an  gewiße  Satyriden  und,  wenn  man  will,  Euthaliiden  gemahnt. 
Die  fast  bei  allen  Arten  nach  außen  schräg  abgeschnittene  Valve  kann  als  limenitoid  gelten,  mit  entfernten  Bezie¬ 
hungen  zu  jenen  der  Gattungen  Adelpha  und  Athyrna.  Ihr  fehlt  jedoch  die  dorsale  Furche  dieser  Genera,  und 
die  Valve  gleicht  viel  mehr  einer  kantigen  Glasplatte,  als  dem  Becken  der  Limenitiden.  Die  Konturen  der  Klam¬ 
merorgane  ergeben,  mit  etwas  Phantasie  betrachtet,  die  Gestalt  eines  fischenden  Wasser vogels.  Das  interessan¬ 
teste  Faktum  aber  bildet  die  Existenz  eines  Organes  am  Sternit  des  11.  Abdominalsegments,  das  Professor  Re- 
VERDiN  im  Oktober  1914  entdeckt  und  als  solches  erkannt  hat.  Das  eigentümliche  Gebilde  wurde  im  ,,Entomo- 
logist  Record“  am  15.  Mai  1915  p.  98  als  Godman  iind  SALVIN-Organ  bezeichnet,  weil  diese  Autoren  in  der  ,,Bio- 
logia“  (Vol.  I  p.  268)  im  Jahre  1883  bereits  zwei  Stäbchen  erwähnten,  welche  den  oberen  Enden  des  ventralen 
Teiles  des  Terminalsegments  am  Abdomen  eingefügt  seien.  Ein  ähnliches  Organ  fand  ich  inzwischen  bei  ver¬ 
schiedenen  Nymphaliden- Genera,  so  z.  B.  bei  C ystineura,  Libythina,  Cybdelis,  Temenis,  Bolboneura,  Pyrrhogyra, 
Lucinia,  Nica,  Peria,  Vila,  Dynamine,  Ectima  und  allen  Catagrammiden,  ja  sogar  den  Libytheinae.  Bei  letzteren 
allerdings  hat  es  den  Platz  gewechselt  und  findet  sich  vor  dem  Tegumen  am  Tergit  des  letzten  Segments.  Am 
prächtigsten  ist  das  neue  Organ  bei  den  EpipMle  vorhanden,  uxrd  zwar  in  einer  horizontalen  Bildung,  wie  sie  auch 
den  Eunica  und  sämtlichen  Euryteliden  eigentümlich  ist.  Die  letztere  Kategorie  bezeichnete  ich  als  ,, Organ  Re- 
verdin“,  welches  bei  den  Pimfra  am  tiefsten  in  die  Leibeshöhle  eindringt,  während  es  bei  den  Catonephele  hveit 
sichelförmig  aufsteigt  und  dort  im  Jahre  1899  durch  Stichel  konstatiert  und  als  ,, Rami“  bezeichnet  mirde.  Das 
Godman-Salvin- Organ,  welch  es  bisher  den  Ageroniiden  eigentümlich  ist.  tritt  noch  in  einer  Kombination  mit  eigen¬ 
tümlichen  Spiculae  auf.  Diese  sind  entweder  nadelspitz-  oder  lanzenförniig  und  weisen  gewisse  Analogien  mit 
dem  JuLLiENschen  Organ  auf.  Ihre  Dimensionen  und  die  Art  der  Befestigung  differieren  zwar  erheblich  von  dem 
JuLLiEHschen  Organ,  dennoch  aber  dürfen  wir  vermuten,  daß  deren  Funlctionen  demselben  Zweck  dienen.  Dr. 
Reverdin  hält  es  für  wahrscheinlich,  daß  das  Organ  Godman  allenfalls  in  Beziehung  des  physiologisch,  bisher 
noch  unaufgeklärten  Geräusches  der  Ageroniden  stehen  könnte.  Persönlich  neige  ich  dagegen  zu  der  Amxahme, 
daß  es  sich  um  ein  Reizorgan  handelt,  welches  die  Tätigkeit  der  eigentlichen  Klammerorgane  unterstützen  soll. 
Tatsache  ist  jedenfalls,  daß  das  Organ  Godman  bei  allen  Arten  differiert  und  daß  daraufhin  die  einzelnen  Spe¬ 
eles  mit  viel  mehr  Gewißheit  unterschieden  werden  können,  als  es  mit  Hilfe  der  nur  unbedeutend  differenzierten 
und  unter  sich  somit  sehr  ähnlichen  eigentlichen  Klammerorgane  gediehen  kann.  Das  Organ  Godman  kann  sehr 
lang  und  dünn  {arinome)  oder  kürzer  und  mehr  keulenförmig  sein  {arethusa) ,  nur  wenige  Spiculae  tragen  {arete) 
oder  ganz  dicht  mit  ihnen  besetzt  sein  {arethusa).  Das  Sternit  selbst  ist  bei  allen  Arten  nach  außen  verschieden. 
Es  kann  distal  ganzrandig  {chloe,  ferox)  oder  tief  ausgehölt  sein  {arethusa,  februa)  und  trägt  im  letzteren  Falle  ein 
dichtes  Büschel  Borstenschuppen  in  der  Ausbuchtung.  — 

Die  Rpn  tragen  im  erwachsenen  Zustande  auf  dem  Kopf  2  an  der  Spitze  etwas  kolbige  Hörner,  auf 
dem  Rücken  und  den  Seiten  mit  kurzen  Aesten  besetzte  Dornen ;  dagegen  sind  diePpn  von  ganz  eigentümlicher 
Gestalt  und  durch  2  lange  flügelartige  schmale  Bänder  (Hörner  ?)  zu  beiden  Seiten  des  Kopfes  ausgezeichnet. 
Die  Pp  zeigt  eine  ganz  merkwürdige  Lichtempfindung  indem  sie  sich  bei  Beleuchtung  mit  dem  Vorderkörper 
horizontal  aufrichtet,  in  der  Dunlcelheit  aber  wieder  in  dis  hängende  Stellung  zurücksinkt.  Diese  interessante 
Boebachtung  Dr.  Muellers  erklärt  vielleicht  die  Angabe  Lacordaires,  da  eine  horizontal  angeheftete  Pp  wohl 
leicht  die  Vermutung  erwecken  kann,  als  sei  sie  noch  außerdem  durch  einen  Faden  gestützt. 

Die  Falter  setzen  sich  auf  moos-  oder  flechtenbedeckte  Baumstämme  hoch  über  der  Erde  und  sie  wissen 
sich  der  Umgebung  geschickt  anzupassen.  Manchmal  findet  man  8 — 10  auf  einem  Stamm  immer  mit 
dem  Kopf  nach  unten,  die,  wenn  sie  verscheucht  werden,  wieder  zurückkehren,  sich  aber  auf  die  andere 


AGERONIA.  Von  H.  Frtjhstorfek. 


539 


Seite  des  Baumes  setzen.  Nach  meinen  Beohachtiingen  in  St.  Catharina  fliegen  die  Falter  mit  Vorli8})e  an 
sonnigen  Nachmittagen,  wo  sie  dann  im  Fluge  spielend  jenes  eigentümliche,  oft  })e.schriebene  knackende  Ge¬ 
räusch  hervorbringen,  welches  ihnen  nach  Dr.  Seitz  den  Namen  ,,Rasselchen‘'  verschafft  hat.  J)ie  Engländer 
nennen  sie  ,,Trik-Trak“,  die  Amerikaner  ,,Calicoes“  und  nach  einem  Berichte  van  Volkems,  den  Ch.:U?ron- 
NIER  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  Juli  1873  p.  21  mitteilt,  bringen  beide  Geschlechter  jenes  Geräusch  hervor,  das  man 
vergleichen  kann  der:  ,,crepitation  de  sarments  en  combustion.“ 

Dr.  Hahnel  glaubte,  das  Klappern  der  Ageronien,  welches  .sich  bei  helladonna  ani  stärksten  und  häufig¬ 
sten  hörbar  machte,  entstünde  durch  das  Zusammenschlagen  der  Figl.  Diese  Vermutung  fand  er  aber  wieder¬ 
legt,  als  er  einmal  ein  Figlpaar  festhielt,  während  dennoch  der  Ton  bei  dem  freien  Paare  zu  hören  war  und  doch 
ganz  willkürlich  hervorgebracht  werden  konnte.  Dem  Klange  nach  erinnert  das  Knattern  bei  helladonna  an 
das  Knistern  von  starkem  Papier. 

Die  Ageronien  bleiben  beharrlich  an  ihrem  Standort,  von  dem  sie  sich  nach  meinen  Erfahrungen  nie 
weit  entfernen;  sie  scheuen  auch  die  Nähe  der  An.siedlungen  nicht,  und  ich  traf  sie  an  Reitwegen  mit  lebhaftem 
Verkehr.  Auch  lieben  sie  sogenannte  ,,Waldschänken“,  wo  sie  von  dem  berauschenden  Saft  naschen,  der  aus 
Bohrlöchern  von  Coleopteren  fließt.  Man  trifft  sie  dort  in  Gesellschaft  Yon  Opsij)hanes,  ja  selbst  riesigen  CViZmo. 

Die  Ageronia  sind  am  wachsamsten  und  erheben  sich  zuerst,  um  sich  in  Sicherheit  zu  bringen;  sie  kehren  aber 
nach  längerer  Pause  mit  Bestimmtheit  wieder  zurück. 

Bei  Säo  Paulo  beobachtete  Dr.  Hahnel  A.  velutina,  arinome  und  helladonna  an  Waschplätzen,  deren 
Bassins  im  Dicldcht  von  Blattgewächsen  angelegt  waren  und  das  zu  ihnen  hingeleitete  Quellwasser  lockte  auch 
die  Ageronien  in  Gesellschaft  von  Adelpha  von  den  hohen  Bäumen  auf  den  sonnigen  Boden. 

Die  Ageronia  sind  lebhafte  Tiere,  welche  sowmhl  im  dichten  Walde  wie  an  Waldrändern  und  freien 
Plätzen  zu  finden  sind.  Am  unteren  Amazonenstrom  sind  die  grauen  Ageronia-Artew,  wie  feronia  und  ferevtina, 
die  gememsten  Falter,  welche  an  jeder  sonnigen  Hüttenwand  und  an  jedem  freistehenden  Baume  üir  Wesen 
treiben.  Besonders  häufig  pflegen  sie  dort  sich  unter  Mangobäumen  zur  Zeit  der  f'ruchtreife  zu  versammeln, 
und  dann  findet  sich  auch  amphinome  daselbst  ein,  welche  sonst  mehr  im  Walde  lebt.  An  den  hellgrauen 
Mangobäumen  angeflogen,  lassen  sich  diese  grauen  Falter  kaum  noch  entdecken.  Alle  Ageronia  stimmen  darin 
überein,  daß  sie  (von  manchen  auch  die  $$)  sich  mit  besonderer  Vorliebe  mit  ausgebreiteten  Flgln  an  glatte 
Baumstämme  setzen,  jedoch  niei.st  mit  dem  Kopf  nach  abwärts  gekehrt.  Hiermit  scheinen  sie  nun  wohl  weniger 
zu  bezwecken,  sich  etwaigen  Feinden  unsichtbar  zu  machen  (da  dies  auch  höchstens  nur  den  hellgrauen  Arten 
gelingen  dürfte,  während  die  dunlclen  Ai’ten  sogar  schon  von  großer  Entfernung  sichtbar  sind),  sondern  sie  lieben 
es  wohl,  sich  auf  diese  eise  zu  belustigen;  denn  sobald  ein  Tier  der  gleichen  Art  oder  Gattung  in  clieNähe  kommt, 
beginnt  ein  interessantes  Spiel  in  den  Lüften,  wobei  das  Knattern  deutlich  hör  Dar  wird.  Der  Klapperajiparat 
scheint  bei  allen,  mit  Ausnahme  von  velutina,  arethusa,  ckloe  und  alicia,  welche  ich  nie  klappern  hörte,  gleich¬ 
mäßig  ausgebildet  zu  sein,  doch  scheint  es  bis  jetzt  noch  nicht  gelungen  zu  sein,  die  Ursache  dieser  rätselhaften 
Töne  festzustellen.  Im  Gegensatz  zu  den  grauen,  welche  nur  an  freien  Plätzen,  Flußufern,  Waldrändern  usw. 
leben,  halten  sich  die  dunkleren  Arten,  wie  velutina,  arethusa,  arinome,  amphinome  und  helladonna,  meist  im 
Walde,  jedoch  an  sonnigen  Stellen,  auf,  während  alicia  and  chloe  sogar  nur  im  dunklen  IValdesinnern  anzü- 
treffen  sind. 

Die  Ageronia  sind  durch  das  ganze  neotropische  Gebiet  verbreitet,  von  der  Halbinsel  Yucatan  und 
Mexiko  südwärts  bis  Paraguay  und  das  nördliche  Argentinien.  Als  verirrte  Wanderer  werden  sie  ganz  verein¬ 
zelt  auch  noch  im  südlichen  Texas  angetroffen.  Der  Fokus  ihres  Vorkommens  ist  das  Amazonastal,  wo  fast 
alle  Arten  zusammen  auftreten  uird  unter  ihnen  die  mit  den  reichsten  Farben  geschmückten  Formen.  Die 
meisten  sind  ungemein  häufig,  aber  andererseits  sind  von  manchen  Arten  nur  wenige  Exemplare  bekannt. 

BeiPebas  am  oberen  Amazonenstrom  hat  Dr.  Hahnel  an  auf  Blätter  gestrichenem  Exkrementenköder 
sechs  Arten  Ageronia  zu.sammengefunden,  nämlich  die  häufigeren  helladonna,  velutina  und  arinome,  sowie  die 
seltenen  alicia,  chloe  und  alhicornis.  Ueber  die  vertikale  Verbreitung  der  Ageronia  ist  wenig  bekannt.  Ich  traf 
sie  im  südlichen  Brasilien  bis  etwa  800  m. 

A.  Arten  der  Ageronia- Gruppe. 

A.  februa  kann  als  die  formenreichste  und  über  das  größte  Gebiet  verbreitete  Species  des  Genus  gelten. 

Von  der  stets  mit  ihr  zusammenfliegenden  A,  feronia  differiert  A.  fehrua  durch  die  roten  Halbmondflecken  im 
proximalen  Teil  der  beiden  letzten  Ozellen  der  Hflgl.  Unterseits  sind  die  schwarzen  Fenstergitter  zierlicher  als 
bei  epinome  und  iphthime,  die  braune  Abdominalzone  fehlt  oder  besteht  nur  üi  Gestalt  schmaler  Bänder ;  außer¬ 
dem  sind  alle  größeren  Ozellen  mit  rotbraunen  Halbmonden  dekoriert,  februa  Hhn.  (105  d),  die  Naniensform,  dürfte  februa . 
der  Abbildung  ihres  Autors  nach  beurteilt  dem  Amazonasgebiet  oder  dem  nördlichen  Teil  von  Brasilien  entstammen. 

Brr  schließen  sich  Exemplare  von  Venezuela,  Columbien,  Panama  an,  und  nach  dem  Material  in  der  Sammlung 
Stauhinger  geht  fehrua  südlich  bis  Pernambuco.  Die  größten  Individuen  stammen  von  Colinia  und  Fortim 
in  Columbien  am  reichsten  blau  sind  die  venezolanischen.  Eine  große  Serie  aus  Obidos,  Para  und  Santarem 
meiner  Sammlung  zeichnet  sich  durch  lebhaften  violetten  Schimmer  der  Oberseite  aus.  2  d'o  "''on  Taropoto 
führen  die  reinsten  weißen  Subapicalmakeln  der  Vflgl,  —  Unter  dem  Namen  gudula  suhsp.  nov.  (105  d)  sollen  gudula. 


540 


AGERONIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


die  Formen,  welche  das  westliche  Mexiko  bewohnen,  zusammengefaßt  werden.  $  von  besonderer  Größe  und 
von  auffallend  dunklem  Kolorit.  Die  weißen  Flecken  der  Vflgl  viel  größer  als  bei  den  übrigen  /eferaa-Rassen, 
jedoch  dicht  und  düster  grau  bestäubt.  Figlunterseite  liclit  grauweiß  mit  ungewöhnlich  ausgedehnter  Weiß- 
sodalia.  fleclaing  der  Vflgl  und  intensiv  hell  rotbraunen  Längsbinden  der  Hflgl.  —  Als  sodalia  form.  7iov.  sollen  ober- 
seits  eigentümlich  verwaschen  braungrau  gefärbte  Exemplare,  aus  dem  östlichen  und  südlichen  Mexiko,  be¬ 
zeichnet  werden,  die  auch  unterseits  graid^raun  verdüstert  sind  und  ganz  den  Eindruck  von  Exemplaren  der 
hierone.  Trockenheit  herverrufen.  —  Als  hierone  subsp.  nov.  wird  die  vorwiegend  grau-grün  marmorierte  Arealform  der 
iundania.  Halbinsel  Yucatan  eingeführt.  Type  in  der  Sammlung  Staudinger.  —  fundania  svbsp.  nov.  umschreibt  die 
Formen  von  Zentral- Amerika  mit  der  Type  aus  Honduras,  durch  das  hellere,  mit  mehr  Weiß  durchsetzte 
Gesamtkolorit  von  den  mexikanischen  Formen  und  von  februa  vom  Amazonas  durch  die  grüngraue 
statt  violett-blaue  Färbung  der  Hflgl  differierend.  Auch  sind  alle  schwarzen  Binden  ki’äftiger  angelegt  als 
bei  februa  Hbn.,  dagegen  ist  die  Unterseite  viel  zarter  schwarz  gegittert  als  bei  allen  anderen  Rassen. 
icHia.  —  icilia  svbsp.  nov.  Analog  A.feroiiia  hisnlaris  Frühst,  habituell  kleiner  als  alle  verwandten  Rassen,  gleich¬ 
mäßiger  grau  gefärbt,  mit  auffallend  reduzierten  dunkelblauen  Binden.  Submarginalbinde  der  Hflglunterseite 
intensiver  rot  als  bei  den  kontinentalen  Formen.  Trinidad.  Nach  Kaye  kommt  eine  ähnliche  Rasse  auch  auf 
amphichloL  Haiti  vor. —  aniphichloe  Bsd.  Die  Diagnose  Botsduvals  ist  zwar  völlig  ungenügend,  denn  sie  lautet  in  LMber- 
setzung  nur  wie  folgt:  ,,Wir  besitzen  noch  eine  andere  init  oeyioe  verwandte  Form,  die  aus  Guayaquil  mitge¬ 
bracht  'Wurde  und  von  oenoe  genügend  ab  weicht  durch  die  Ozellen  der  Hflgl,  die  eine  doppelte  Iris  besitzen.“ 
Ich  kassiere  aber  nur  ungern  Namen  alter  Autoren,  und  so  halte  ich  es  mit  Kirby,  der  sie  als  Varietät  3  b,  mit 
februa  Hbn.  in  seinem  Katolog  (p.  649)  vereinigt.  Zu  der  Form  aus  Ecuador  gehören  auch  noch  Exemplare  vom 
oberen  Amazonas,  Peru,  Bolivien  in  meiner  Sammlung.  Allen  ist  ein  an  gndula  erinnerndes  Graubraun  gemein- 
sabatia.  sam,  das  nur  von  schwachen  graublauen  Stellen  dekoriert  und  unterbrochen  wird.  —  sabatia  subsp.  nov.  schließt 
sich  eng  an  nniphicJiloe  an,  übertrifft  sie  noch  in  der  Größe  und  in  der  spitzeren  Figlform.  Die  Medianbinde 
der  Hflgl  ist  beim  d'  proximal  von  einem  etwas  verAvascheuen  breiten  schwarzbraunen  Feld  umgeben.  Beim  2 
sind  die  rotbraunen  Halbmonde  auf  beiden  Seiten  der  Hflgl  prominenter,  wie  denn  auch  die  Schwarzfleclmng 
der  gesamten  Unterseite  ausgedehnter  erscheint  als  bei  den  andinischen  Exemplaren.  Matto- Grosso,  Cuyaba. 
atinia.  —  Als  atinia  subsp.  7wv.  (105  c)  wird  die  südbrasilianische  Rasse  abgetrennt  mit  noch  breiteren  schwarzen  Me¬ 
dianbinden  der  Oberseite  der  Hflgl  und  im  allgemeinen  durch  die  melanotische  Gesamtfärbung  leicht  von  februa 
des  Amazonasgebietes  abzusondern.  Rio  Grande  do  Sul  und  Sa.  Catharina.  —  Die  Rp  von  A.  februa  ist  schlan¬ 
ker,  mehr  AAOirmförmig  als  jene  von  A.  arete.  Außer  2  frontalen  und  analen  Hörnern  trägt  sie  nur  je  3  kurze  Dor- 
sellasia.  nen  auf  jedem  Segment.  —  sellasia  s'ubs27.  7iov.  beAvohnt  Paraguay.  Die  2?  gleichen  der  atinia,  doch  sind  sie 
reicher  blau  dekoriert;  die  entschieden  heller  als  die  eJe?  Blumenau  und  Rio  Grande  do  Sul  und 

ferentina.  bilden  eine  Tiansition  zu  den  februa  L.  der  nördlichen  Zone  Südamerikas.  —  ferentina  Godt.  endlich  ist  eine 
Form,  ülier  deren  Heimat  AAÜr  keine  GeAvißheit  haben.  Sie  ist  nach  einer  CR-4MERschen  Figur  aufgestellt,  die 
oberseits  noch  reicherere  blaue  Marmorierung  auf  sehr  dunklem  Grunde  zeigt  als  unsere  Figur  von  atinia  (105  c). 
Die  Unterseite  Amn  ferentina  ist  viel  ausgedehnter  braun  als  bei  irgend  einer  der  mir  bekannten  Rassen.  Aber  auch, 
Avenn  sich  fere7iti7ia  nicht  halten  lassen  sollte,  bleibt  es  Godarts  Verdienst,  den  Artcharakter  von  A.  febnia,  zuerst 
erkannt  und  diagnostiziert  zu  haben. 

A.  glauconome  ist  eine  äußerst  seltene  Species,  welche  Amn  Mexiko  und  Yucatan  an  bis  Costa-Rica  Amr- 
kommt.  Sie  unterscheidet  sich  Amn  A.  februa  durch  ein  eigentümliches  liclites  Blaugrau  der  Oberseite  und  ein 
ausgedehntes,  nicht  in  einzelne  Flecken  aufgelöstes  rein  weißes  Feld  der  Vflgl.  Die  Ozellen  der  Hflgl  nur  mit 
ganz  scliAvachen  rötlichen  Halbmonden.  Unterseite  vorwiegend  weiß,  mit  milchig-blauem  Basalteil  beider 
l^lgl  und  nur  unliedeutender  schwarzer  Gitterzeichnung.  Der  rotbraune  Anflug  ist  auf  schmale  Parallelbinden 
honorina.  längs  der  beiden  scluA^arzen  Zickzackguirlanden  der  Hflgl  beschränkt.  —  honorina  s7ibsp.  nov.  Eine  ausgezeich¬ 
nete  Rasse  der  Halbinsel  Yucatan,  Avelche  Boisduval  1870  bereits  kannte,  gleicht  einer  glauco7iome  (I05b)en 
miniature,  nur  ist  das  schöne  Blau  der  Oberseite  viel  matter,  mehr  mit  grau  als  violett  durchsetzt.  Ozellen  der 
Hflgl  mehr  zusammengepreßt,  daher  elliptisch  statt  rundlich  geformt.  Unterseite  mit  dunkler,  grauer  Basal¬ 
partie  beider  Figl,  die  rotbraunen  Linien  nahezu  erloschen.  —  Neben  hormHia,  AAnlcheder  fictitia  {lOb  e)  gleicht, 
julitia.  tritt  auf  der  Halbinsel  Yucatan  eine  weitere  Form  auf,  AAulcbe  vielleicht  der  Trockenzeit  angehört:  julitta  foryn. 
7WV.  (105  e);  ihre  Oberseite  ähnelt  viel  inehr  A.  februa  sodalia  Frühst.  Yon  Mexiko,  schon  AA^egen  dem  braun¬ 
grauen  Unterton  der  Oberseite.  Die  schwarzen  Binden  beider  Flügel  markanter,  die  weiße  Apicalpartie  der  Vflgl. 
bis  auf  kleine  Flecken  graubraun  verschleiert.  Unterseite  mit  etAvas  kräftigerer  Gitterzeichnung,  sonst  nicht  von 
megala.  hoyiorhia  verschieden.  —  megala  subsp.  nov.  (105b  als  glauco7W7ne)  findet  sich  im  südlichen  Mexiko  und  über¬ 
bietet  gla7(C07i07ne,  wie  sie  Godman  und  Salaten  abbilden,  erheblich  im  Flügelausmaß,  im  UmfaEig  des  Avei- 
glavcononie.  ßen  Feldes  der  Vflgl  und  dem  lichteren  Gesamtkolorit.  Type  in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  —  glauconome 
Bat.  ist  oberseits  durchweg  dunkler  als  ynegala  (105  b).  Sie  AAUirde  von  Dr.  Godman  in  Guatemala  entdeckt  und 
oenoe.  dort  als  große  Seltenlieit  nur  im  Bezirke  von  Verapaz  beobachtet.  • —  oenoe  Bsd.,  ursprünglich  aus  Costa- 
Rica  beschrieben,  ist  mir  in  Natur  unbekannt  geblieben.  Die  Diagnose  ilires  Autors  besagt  in  der  Ueber- 
setzung  der  wichtigsten  Merkmale:  Ungefähr  von  der  Größe  der  A.  ferentina  Godt.  Flügel  blaß,  grau,  die  Vflgl.  mit 


AGERONIA.  Von  H.  F ruhstorfee. 


54) 


großem  weißen  Fleck,  der  von  kleinen  mehr  oder  weniger  dentliclien  weißen  Augen  l)esetzt  i.st.  Hflgl  mit 
5 — 6  weißlichen  Ozellen,  welche  braun  umgrenzt  sind  und  fast  völlig  dui-ch  einen  schwarzen  Halbmond  ausge- 
fiillt  werden.  In  der  Mitte  beider  Flügel  eine  schwarze  Zickzackbinde  und  zwei  äußerst  feine  schwarze  Li¬ 
nien  vor  dem  Distalsaum.  Diagnose  nach  einem  Exemplar,  das  Mons.  de  l’Üeza  aus  (Josta-Rica  gesandt  hat. 

Wir  kannten  bereits  ein  ähnliches  aus  Yucatan. 

A.  ferox.  Eine  seltene  Art,  von  Mexiko  bis  Ecuador  vorkommend,  aber  bisher  nur  in  einzelnen 
Exemplaren  bekannt,  ferox  steht  der  glcmconome  sehr  nahe,  doch  sind  bei  ihr  die  Flecken  mehr  in  die  Mitte  der 
Vflgl  gerückt  und  es  ist  kein  kompaktes  weißes  Feld  vorhanden,  sondern  zwei  bis  drei  Serien  isolierter  Ma¬ 
keln,  welche  je  nach  der  Lokalität  an  Ausdehnung  wechseln.  —  fictitia  swösp.  nov.  (lOoe)  bildet  eine  Transi-  liciäM. 
tion  von  A.  februa  zu  A.  oenoe.  Grundkolorit  der  Oberseite  mehr  der  viegala  Frühst,  von  Mexiko  {ghmeonome 
105  b),  die  Unterseite  dagegen  mehr  der  A.  februa  sodalia  Frühst,  aus  dem  südlichen  Mexiko  genähert.  Vflgl 
von  oenoe  dadurch  differenziert,  daß  nur  einzelne  durch  graublaue  Zwischensäume  isolierte  weiße  Flecken  vor¬ 
handen  sind,  statt  einem  geschlossenen  Feld.  Die  Ozellen  der  Hflgl  intensiver  rot  dekoriert,  Unterseite  mit 
einem  an  M. /e&ma  gemahnenden  rotbraunen,  obsoleten  gebogenen  Fleck  am  Apex  der  Vflglzelle.  Hflgl  vorwie¬ 
gend  braungrau  mit  deutlichen  rotbraunen  Binden,  und  einer  vermehrten  Schwarzzeichnung,  welche  an  februa 
erinnert.  Mexiko.  Godman  und  Salvin  erwähnen  eine  ähnliche  Form  aus  Manaure,  Columbien.  Deren  kreideweiße 
Partie  der  Vlfgl  ausgedehnter  ist  und  in  einzelne  Flecke  zerstückelt, außerdem  haben  auch  die  Hflgl  einige  weiße 
Makeln.  Es  ist  dies  vermutlich  ferox  Stgr.  mit  einem  breiten  verloschenen  weißlichen  Band,  welches  vom  Vrd  ferox. 
bis  zum  Ird  zieht  und  in  welchem  weißliche  Flecken  aufgelöst  stehen.  Cauca-Tal  (Columbien),  sehr  selten.  —  tegyra  tegyra. 
subs'p.  nov.  umschreibt  eine  geographische  Rasse  aus  Ecuador  mit  schärfer  abgegrenzter  weißer  Medianregion 
der  Vflgl  und  dominierendem  Blauschwarz  der  Hflgl.  Type  in  der  »Sammlung  »Staüdinger.  —  diasia  snhsp.  nov.  hat  diasia. 
das  ausgedehnteste  Weiß  der  Vflgl  und  übertrifft  somit  noch  fictitia.  Porto-Rico  und  Haiti,  Type  in  der  gleichen 
Collektion  des  Berliner  Museums. 

A.  atlantis  Bat.  (105  e).  Ausgezeichnet  durch  den  reichen  grünlichen  Anflug  der  Oberseite  und  blauge-  atlantis. 
kernte  Ozellen  beider  Flügel.  Das  $  hat  eine  weiße  »Subapialbinde  der  Vflgl  und  erinnert  etwas  an  Dichorragia 
nesimachus  yomllinm\a,ja,.  Die  Unterseite  gleich  der  von  M.  (105  c),  nur  ist  der  ockerfarbene  An¬ 

flug  der  Hflgl  weniger  intensiv,  die  weißen  Partien  der  Vflgl  des  9  sind  ausgedehnter  und  die  Hflgl  tragen  dieselbe 
braune  Umrahmung  wie  A.  februa.  Guatemala,  vom  RioMotagua,  aus  1000m  Höhe.  Mexiko,  Guadalajara,  überall 
selten. 


A.  lelaps  G.  und  8.  (105  e)  hat  eine  vorwiegend  grüngraue  Oberfläche,  nur  die  Ozellen  sind  schwärzlich  lelaps. 
statt  blau  gekernt.  »Sehr  selten ;  nur  aus  Mexiko  und  Guatemala  bekannt. 

A.  chloe  bildet  einen  interessanten  und  verbindenden  Uebergang  von  der  A.  februa-  und  H.  ailantis- 
Gruppe  zu  den  in  lebhafte  Farben  gekleideten  Arten  der  Pendroww'a-Gruppe.  chloe  ist  die  kleinste  bekannte 
»Species  mit  vorwiegend  dunkel  stahlblauem  oder  schiefergrauem  Grundkolorit,  das  beim  2  um  vieles  heller  als  beim^J 
ist.  Je  nach  der  Oertlichkeit  existieren  auf  den  Vflgln  gar  keine,  graue,  grauweiße  oder  rein  weiße  cpiadratische 
Flecken.  Die  Unterseite  ist  bei  den  <^(5^  schiefergrau,  den  2$  weiß,  beidezi  Geschlechtern  gemeinsam  em  rotbrauner 
Distralsaum  der  Hflgl.  In  der  Zelle  beider  Flügelpaare  sind  je  zwei  rotbraune  Flecken.  Außerdem  ist  eine  mehr  oder 
weniger  prominente  »Serie  rotbrauner  Medianflecken  vorhanden.  Die  Art, früher  nur  vonz  Amazonasgebiet  und  dem 
südlichen  Peru  bekannt,  wurde  von  mir  als  neu  für  Mittelbrasilien  nachgewiesen,  zind  nunmehr  auch  für  Bolivien 
in  zwei  distinkten Rassen  eingeführt. — chloe  Cr.  Oberseite  lebhaft  stahltzlau  mit  prominenten  roten  Flecken.  »Selten,  chloe. 
inSurmam. —  obidona  subsp.  nov.  (105  a).  »Steht  c/doe  am  nächsten,  differiert  jedoch  von  Stolls  Figur  durch  das  oiidona. 
Fehlen  grauer  Flecken  in  der  Apicalregion  der  Vflgl  und  das  Auftrecen  einer  Reihe  von  roten  Submarginal-  und 
Discalmakeln  der  Hflgl.  Die  Vflgl-  Unterseite  von  obidona  trägt  trübweiße  anstatt  der  violettgrauen  Flecken,  die 
wir  aut  Stolls  vielleicht  etwas  ungenauer  Abbildung  wahrnehmen.  Das  $  oberseits  dunkelgrau,  mit  nur  un¬ 
deutlichen  blauen  Wellenbinden.  Ozellen  der  Hflgl  größer  als  bei  chloe,  deutlich  weißgekernt.  2  Vflgl  weiß  mit 
großen  schwarzen  Makeln,  Hflgl  weißlichgrau.  Obidos,  Amazonas.  —  nais  subsp.  nov.  (105  a),  gesättigter  Blau  ohne  nais. 
den  grauen  »Schimmer,  der  obidona  verdeckt.  Unterseite  mit  größeren  weißen  Flecken  der  Vflgl  als  die  Rasse 
des  unteren  Amazonas.  Von  Tarapoto  am  Huallaga  in  Peru.  —  daphnts  Stgr.  hat  auf  den  Vflgln  zwei  Reihen  dapJmis. 
heller  Flecke,  von  denen  die  praeajzicalen  fast  rein  weiß,  die  transzellularen  grau  überdeckt  sind ;  Süd- Peru .  —  nomia  nomia. 
subsp.  nov.  bewohnt  das  westliche  Bolivien.  Habituell  größer  als  daphnis,  auch  sind  bei  ihr  die  vorderen 
Fleckeir  grau  bestäubt.  Mapiri.  —  xenia  subsp.  nov.,  eine  hervorragende  Territorialrasse  des  östlichen  Bolivien,  xenia. 
und  hervorstechend  durch  sehr  große,  rein  weiße  Präapicahnakeln  der  Vflgl.  —  r\\Q2L  Frühst.  (105  a)  schließt  sich  rhea. 
mehr  der  »Surinam-  und  Amazonas-Rasse  an.  Vflgl  mit  schwärzlich  überpudertem  Präapicalfleck,  Unterseite  fzihler 
grau  als  bei  obidona.  Hflgl  mit  schwarzen  statt  rotbrauzien  Medianmakeln.  Espiritu- »Santo  und  Minas-Geraes, 

Brasilien.  —  daphnicia  subsp.  nov.  Habituell  kleiner  als  rhea,  ist  noch  zierlicher  schwarz  gefleckt  als  diese,  führt  daphnicia. 
außerdem  reiner  weiße  Präapicahnakeln  der  Vflgl.  Pernambuco.  Type  in  der  »Sammlung  Staudixger. 

A.  albicornis  Stgr.  Oberseite  am  nächsten  der  A.  chloe  rhea  Frühst.,  etzvas  gesättigter  und  glänzender  albicornis. 
blaugrün,  Vflgl  mit  nur  einem  rotbraunen  Zellfleck,  Hflgl  völlig  ohne  rote  Makeln,  Unterseite  ähnlich  A.  chloe 


542 


AGERONIA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


öbidonaFrnhst.  $  Icreidig  weiß  mit  scliarfgezackter  rotbrauner  Medianbinde.  Fühler  weiß,  schwarz  geringelt, 
deren  Spitze  schwarz. 


B.  Artengruppe  Peridromia  Bsd. 

A.  feronia,  die  am  längsten  bekannte  und  in  den  Sammlungen  am  häufigsten  anzutreffende  Art.  Ober- 
seits  kenntlich  an  einer  je  nach  der  Lokalität  an  Intensität  wechselnden  milchig-blauen  oder  blaugrauen  Zick¬ 
zackbinde  und  Umringelung  der  Ozellen.  Ein  roter  wurmförmiger  Fleck  in  der  Vflglzelle  stets  deutlich  vor¬ 
handen.  Die  schwarzen  Zellen  der  Hflgl  einmal  blau  geringelt  mit  weißem  Kern.  Unterseite  grauweiß.  Hflgl 
mit  zartem  gelblichem  oder  grünlichem  Schimmer.  Bei  zentralamerikanischen  Stücken  sind  die  Hflgl  ocker¬ 
farben,  eine  Erscheinung,  welche  sich  als  Zustandsform  {mandragora  Men.)  auch  bei  brasiliamschen  Indivi- 
farinulenta.  duen  als  Seltenheit  findet.  —  farinulenta  s^^bsp.  nov.  Grundfarbe  dunkler  graugrün  als  bei  feronia.  Die  weißen 
Flecken  am  Apex  und  rings  um  die  Vflglzelle  ausgedehnter.  Unterseite  der  Hflgl  ähnlich  wie  bei  feronia  f. 
mandragora  intensiv  fahl  ockergelb  bezogen,  jedoch  nie  so  dunkelgelb  wie  bei  der  größeren  A.  guatemalena 
Bates.  Immerhin  ließen  sich  die  Herren  Godman  und  Salvin  durch  diesen  Anflug  der  Unterseite  verleiten, 
die  /ero/?,f«-Rasse  Zentral-Amerikas  mit  der  dunkleren  und  mit  größeren  Ozellen  geschmückten  guatemalena 
zu  identifizieren.  Verbreitung  von  Texas,  Mexiko  bis  Panama.  Namenst^ype  aus  Honduras  in  meiner  Samm- 
insularis.  hing.  —  insularis  subs'p.  nov.  Eine  kleine  zierliche,  oberseits  fast  lichtblaue,  unten  ungewöhnlich  helle  und 
perlmutterglänzende  Rasse  der  Insel  Trinidad.  Von  St.  Lucia  und  Haiti  werden  gleichfalls  A.  feronia  re- 
nohilita.  gistriert,  die  gewiß  neue  Rassen  darstellen.  —  nobilita  subsp.  nov.  Als  nohilita  bezeichne  ich  jene  Exemplare 
von  Venezuela  und  Columbien,  die  durch  ausgedehntere  prominentere  Weißfleckung  der  Vflgl  auffallen  und  in 
beiden  Geschlechtern  eine  intensive  und  hellere  Blaufleckung  als  feronia  von  Cayenne  und  dem  Amazonas  auf- 
feronia.  weisen.  — feronia  L.  (105  c)  der  nomenklatorische  Typus,  ursprünglich  aus  Surinam  beschrieben,  liegt  mir  in 
einer  sroßen  Serie  damit  übereinstimmender  Exemplare  aus  Cayenne,  von  Obidos  und  dem  oberen  Amazonas 
vor.  Staudixger  hat  Exemplare  vomUcayali  uiid  Pernambuco  und  auf  der  andinischen  Seite  geht  feronia  bis 
zum  Chanchamayo.  Cramer  kannte  ein  besonders  dunkles  $  aus  Surinam,  das  er  abbildete,  während  Hübner 
besonders  helles  vorführte.  — catablymata  subsp.  nov.  soll  die  mittelbrasilianischen  Exemplare  bezeichnen, 
bei  denen  das  lichte  reine  Blau  wie  mit  einem  grauen  Vorhang  überdeckt  erscheint.  Die  Unterseite  ist  manch¬ 
mal  ebenso  reich  gelb  angeflogen  wie  bei  der  zentralamerikanischen  Arealform.  Diese  Färbungsabweichung 
mandragora.  wurde  schon  1857  als  mandragora  ilfe«.  abgebildet.  Weiter  nach  dem  Süden  verdunkeln  sich  die  Exemplare 
obumbrata.  in  steter  Progression,  bis  wir  obumbrata  subsp.  nov.  in  Paraguay  antreffen.  Habituell  kleiner,  Figlschnitt  rund¬ 
licher,  Oberseite  aller  Figl  dunkler,  die  Weißfleckung  düster  schwarzgraix  bestäubt,  alle  schwarzen  Binden 
breiter  angelegt  und  die  Blaufleckung  im  Verschwinden  begriffen.  Unterseite  ausgedehnter  schwarz  gefleckt 
als  bei  typischen  feronia.  Der  obumbrata  sehr  nahestehende  Individuen  finden  sich  bereits  in  St.  Catharina. 
während  Exemplare  ans  Säo  Paulo  eine  auch  geographisch  natürliche  Trausition  von  catablymata  zu  obum¬ 
brata  bilden. 

A.  guatemalena.  Eine  hervorragende  Species,  bisher  von  der  Halbinsel  Yucatan  bis  Panama  bekannt, 
wurde  durch  mich  zuerst  für  Brasilien  nachgewiesen,  wo  sie  als  große  Seltenheit  in  Espiri tu- Santo  vorkommt. 
guatemalena  nhevivMit  A.  feronia  um  ein  Bedeutendes  in  der  Größe.  Auf  der  Hflgloberseite  erscheint  die  schwarze, 
mediane  Zickzackbinde  prominenter;  Ozellen  der  Hflgl  größer,  mit  blauer  Peripherie  und  weißem  Kern,  der  nicht 
nackt  dasteht,  wie  bei  A.  feronia,  sondern  von  einem  zierlichen  blauen  Ring  umgeben  ist.  Unterseite  der  Hflgl 
eupolema.  rötlich  oder  fahl  ockergelb  überdeckt.  — ■  eupolema  subsp.  nov.  ist  eine  distinkte  Rasse  der  Halbinsel  Yucatan. 

Der  Apical-  und  Medianteil  der  Vflgl  durchweg  heller  gefleckt  als  l>ei  der  Namenstype  aus  Zentral-Amerika. 
marmarice.  Type  in  der  Sammlung  Staltdinger.  —  marmarice  subsp.  nov.  steht  in  lebhaftestem  Kontrast  zur  vorigen 
und  muß  als  die  dunkelste  Arealform  aufgefaßt  werden.  Oberseite  bei  beiden  Geschlechtern  trüb  graublau  statt 
grünlichblau  wie  bei  Honduras-Exemplaren.  Die  bei  der  Namenstype  weißlichen  Subapicalflecke  der  Vflgl 
guatema-  s-Rcli  beim  $  schwärzlich  überpudert.  Orizaba  und  Guadalajara  (Mexico)  in  der  Coli.  Fruhstorfer.  —  guate- 
lena.  nialetia  Bat.  (105  c)  findet  sich  im  gesamten  Zentral-Amerika.  Das  $  hat  ein  vornehmes  eigentümlich  grünlich 
elata.  blaues  Kolorit  der  Oberseite.  —  elata  Frühst.  (105  d),  eine  ausgezeichnete  geographische  Abzweigung,  läßt  sich 
durch  die  weißliche,  statt  blaugrau  überdeckte  Apicalpartie  der  Vflgl  ohne  weiteres  von  den  nördlichen  Formen 
separieren.  Unterseite;  Die  Schwarzfleckung  erscheint  reduziert,  wodurch  die  weißen  Makeln  Platz  gewinnen 
und  die  gelbliche  Färbung  der  Hflgl  wird  Ideicher.  Espiritu- Santo,  1  ^  in  Coli.  Fruhstorfer. 

A.  iphthime  ist  oberseits  A.  feronia  so  ähnlich,  daß  es  ohne  weiteres  begreiflich  ist,  daß  sie  Kirby  als 
Varietät  von  A.  feronia,  behandelte.  Auch  Staudinger  vei’ursachte  deren  Deutung  Schwierigkeiten.  Er  er¬ 
kannte  zwar,  daß  in  Südbrasilien  außer  H. /ero/aa  L.  noch  zxvei  Species  Hgeroafa  Vorkommen,  und  hat  derjenigen, 
die  nicht  H.  epinome  Fldr.  sei,  einen  Namen  als  ,,faUax“  beigelegt.  Die  Beschreibung  von  fallax  deckt  sich  je¬ 
doch  viel  mehr  mit  jener  Form,  die  Felder  als  epinome  aufgestellt  hat.  In  aller  Kürze  sei  deshalb  bemerkt,  daß 
sich  die  A.  f^i/d/iime-Rassen  von  den  parallel  daneben  vorkommenden  A.  /eronfa-Subspecies  sofort  unterscheiden 
lassen  durch  den  bei  A.  feronia  nicht  vorhandenen  rotbraunen  Apicalbezug  der  Vflgl-Unterseite  und  den  breiten 
braunen  Distalsaum  der  Hflglunterseite.  Dagegen  fehlt  den  fp/d/wme- Spaltzweigen  der  wurmförmige  rotbraune 


AGERONIA.  Von  H.  Fruhstobpee, 


543 


Zellfleck  der  Oberseite  der  Vflgl,  der  höchstens  bei  einigen  brasilianischen  Exemplaren  als  unbefleutender  W'eiß- 
fleck  vorhanden  ist.  Außerdem  ])räsentiert  sicli  die  Oberseite  von  iphthime  mit  matten  blauen  Längsbinflen. 

Die  Hflgl  zeigen  eine  schärfer  abgesetzte  schwarze  Medianbinde  und  ])rägnantcr  weißgetönte  Ozellen.  —  li]) 
nach  Mabildb  schwarz  mit  seitlichen  blauen  Punkten,  auf  einer  iSchling])flanze  mit  breiten  Plättern,  die  keinen 
populären  Namen  hat.  Palpen  dunkelgrün  mit  Aveißen  Rippen,  l’uppenruhe  zAA^ei  Wochen.  — iphthime  />aö(l05a)  iphthime. 
hat  die  am  deutlichsten  hervortretenden  und  größten  Aveitlen  Flecken  der  Vflgl.  Die  Oberseite  cler  Hflgl  au.sge- 
zeichnet  durch  eine  hellbraune  Medianl)inde,  Avelche  den  südlicheren  Formen  fehlt.  Die  rotbraune  Umrahmung 
der  Unterseite  aller  Figl  gesättigter  und  markanter  als  bei  den  Schwesterrassen.  Von  Mexiko  bis  Panama,  auch 
^^om  oberen  Amazonas  durch  Bates  vermeldet.  — •  iVls  gervasia  subsp.  nov.  wird  die  östliche  kontinentale  ZAA’eig-  gervasia. 
rasse  bezeichnet  und  auf  Individuen  näher  begründet,  Avie  sie,  von  Bahia  angefangen,  durch  alle  brasilianischen 
Provinzen  bis  und  mit  Rio  Grande  do  Sul  Vorkommen.  Die  bei  iphthime  lichtblauen  Binden  sind  durch  grau¬ 
blaue  ersetzt,  die  Aveißen  Transzellularflecken  der  Vflgl  bleiben  kleiner  und  sind  ebenso,  Avie  die  Makel  vor  dem 
Zellapex,  grau  Amrschleiert.  Die  Unterseite  ist  AA’eniger  lebhaft  rotbraun,  dagegen  au.sgedehnter  scliAA'arz  ge¬ 
fleckt.  —  aternia  subsp.  nov.  schließt  sich  durch  sehr  große  weiße  Fleckung  der  Vflgl  zAvar  an  Zentralamerika-  aternia. 
nisebe  iphthime  an,  differiert  aber  von  diesen  durch  gesättigter  und  dunkler  blaugraue  Stellen  der  Oberseite. 

Bolivien. 

A.  epinome  bewohnt  anscheinend  ausschließlich  Brasilien  und  Paraguay  und  differiert  von  A.  iphthime 
durch  großen  Habitus,  rundlichere  Figlkonturen  und  eine  ZAA'ar  dunklere,  aber  dennoch  mehr  v’ariierte  und  buntere 
Oberseite.  Die  schwarzen  Medianflecken  beider  Figl  sind  markanter,  die  einzelnen  Individuen  veränderlicher. 

Der  Basalt  eil  der  Vflgl  ohne  blaue  Beimischung,  epinome  Fldr.  (105  b)  scheint  die  häufig.ste  Art  in  den  brasi-  epmome. 
Panischen  Südprovinzen  zu  sein,  wo  sie  überall  zu  finden  ist,  avo  stattliche  Bäume  in  der  Nähe  großer  Ortschaften 
den  Faltern  gestatten,  ihrer  LieblingsgeAvohnlieit  nachzugehen,  nämlich  sich  unter  lebhaftem  Geloiatter  mit 
ausgebreiteten  Flgln  auf  die  graue  Rinde  der  Baumstämme  zu  setzen.  SoAVohl  vom’^U  ?  existieren  2  Formen. 

Es  liegen  mir  vor:  a)  UU»  deren  scliAvarze  Medianzickzackbinde  der  Hflgl  distal  grau  beschattet,  und 
b)  UU)  bei  denen  diese  Längsbinde  distal  mit  2 — -I  deutlichen  Aveißen  Flecken  besetzt  ist.  Von  den  $$  existieren 
Exemplare,  die  a)  ebenso  hell  grauweiß  gefleckte  Vflgl  AAÜe  die  AS  und  auch  sonst  allgemeine  AS  Aehnlichkeit 
besitzen  (Regenzeitform?)  und  b)  solche,  die  in  mehr  gleichmäßigeres  düsteres,  verschwommenes  Braun¬ 
grau  gekleidet  sind  (Trockenzeitform?).  —  Besonders  ausgedehnt  braugrau  überdeckte  Exemplare  haben  den 
Namen  fallax  Stgr.  (105  b)  empfangen.  Von  Espiritu- Santo  an  bis  Rio  Grande  do  Sul  und  in  Paraguay.  —  fallax. 

Als  florentia  subsp.  nov.  wird  die  nördlichste  bekannte  ZAveigform  abgetrennt,  AA’elche  durch  auffallend  große,  florentia. 
fast  AA^eiße  Subapicalflecken  beider  Figl  voir  südbrasilianischen  epino^ne  zu  trennen  ist.  Auf  der  Unterseite 
dominieren  die  weißen  Flecken,  die  scliAvarzen  Gitter  sind  vermindert,  ebenso  die  braune  Umrahmung  beider 
Figl.  Bahia. 

A.  fornax  gleicht  oberseits  etAA^as  der  A.  feronia  und  A.  epinome,  die  Unterseite  ist  jedoch  ohne  weiteres 
von  allen  übrigen  Arten  differenziert  durch  die  ockerfarbene  Fläche  der  Hflgl  die  nur  eme  Serie  AA’eißer  Rand- 
und  Submarginalflecken  führen.  $  kaum  vom  U  verschieden,  nur  mit  rundlkhen  FlügelkontiAren.  Wir  haben 
es  nur  mit  zwei  Arealformen  zu  tun:  fornax  Hbn.  (105  c),  Vflgl  mit  deutlich  Amrspringendem  Apicalteil,  die  prnax. 
Medianflecken  der  Vflgl  relativ  klein,  Amn  Rio  de  Janeiro  an  bis  Paraguay,  außerdem  in  Venezuela.  —  fornaca-  fornacalia. 
lia  Frühst,  ist  habituell  größer,  die  diskalen  Makeln  der  Vflgl  ausgedehnter,  die  Hflgl  dunkler  als  bei  fornax.  Von 
Texas  und  Mexiko  an  bis  BoliAÜen.  In  Guyana  und  dem  Amazonastal,  soAvie  im  nördlichen  Brasilien  scheint 
fornax  zu  fehlen. 

A.  alicia  Bat.  (105  e)  vereinigt  in  sich  die  Zeichnungsmotive  Amn  A.  chloe  auf  der  Oberseite  und  jene  A’on  alicia. 

A.  fornax  auf  der  Unterseite.  Die’\Tlgl  sind  auf  dieser  nahezu  scliAvarz,  mit  drei  Reihen  Aveißer  schöngeformter 
zu  Schrägbinden  vereinigter  Flecken,  Hflgl  schAvarz  verbrämt,  ohne  AA'eiße  Intramedianpunkte,  sonst  fast  AAÜe  bei 
A.  fornax.  Oberer  Amazonas  von  Pebas,  Säo-Paulo  und  Iquitos  gekommen. 

A.  rosandra  5p.  nov.  EtAva  ein  Drittel  kleiner  als  rt.  abem,  neben  AA^elcher  sie  A’or kommt.  U  pi’omi- rosandra. 
nenteren  und  heller  grauen  Makeln  der  Vflgl  besetzt  als  selbst  A.  alicia-^.  Ozellen  der  Hflgl  nicht  elliptisch 
oder  kernförmig,  sondern  rundlich  mit  weißer  Pupille.  Lhiterseite  der  Vflgl  analog  jener  von  H.  alicia,  Hflgl 
dagegen  mit  kleinen  blauen  Ozellen  geschmückt  und  einem  quadratischen  scliAvarzen  Fleck  am  Costalsaum  A'er- 
sehen,  AA’elche  beide  alicia  fehlen.  Säo  Paulo  do  Olivencia,  Type  in  der  Coli.  Staudixger. 

A.  amphinome.  Eine  der  häufigsten  Arten  derGattung,  und  von  Mexiko  bisBoliAÜen,  Rio-Grande  do  Sul 
und  Paraguay  verbreitet.  Das  $  hat  rundere  Flügelconturen  und  eine  etAvas  breitere  und  meist  auch  hellere 
Querbinde  der  Vflgl.  Ein  Bewohner  der  Niederung,  geht  in  Zentralamerika  bis  zu  etAva  1000  m  Höhe.  —  mexi-  mexicana. 
cana  Luc.  Diese  ziemlich  unbedeutende  Lokalform  hat  Lugas  als  Species  mit  einer  50  Zeilen  langen  Diagnose 
beschrieben.  In  kurzen  Worten  differiert  mexicnna\onamphinome  L.Awrch.  dunider  bestäubte,  etAA’as  schmälere 
Vflglbinden  und  durch  das  Auftreten  eines  ZAA^eiten  subapicalen  grauAA’eißen  Flecks,  der  auch  Lugas  aufgefallen 
ist,  und  der  sich  gemeinsam  mit  dem  oberen  Fleck  auf  der  Uirterseite  als  ehre  größere  uird  rein  AA  eise  Makel  prä¬ 
sentiert.  Die  Hflgl  sind  etAA^as  bleicher  rot  getönt  als  bei  amphinome.  Texas,  Mexiko,  Guatemala,  Honduras, 


544 


AGERONIA.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


morsina.  Chiriqui.  In  Columbien  finden  sich  mehrere  x4realformen  von  denen  mir  zwei  vorliegen:  morsina  subsp.  nov. 

differiert  vom  nomenklatorischen  Typus  aus  Surinam  durch  in  der  Regel  kleinere  Gestalt  und  die  oberseits  grau 
bestäubte  anstatt  rein  weiße  und  die  uiiterseits  schmälei’e  und  gelb  getönte  Subapicalbinde  der  Vflgl;  —  als 
fumosa.  fumosa  subsp.  nov.  (104  b)  wird  das  dunkelste  bekannte  Extrem  der  Collectivspecien  umgrenzt,  mit  rauchbraun 
überdecktem  Schrägband  der  Vflgl,  das  auch  unterseits  noch  schmäler  und  dunkler  gelb  erscheint,  als  bei  morsi- 
ampjiinome.  na.  —  Von  amphiilome  L.  (104  b  $)  ist  allen  Vikarianten  gegenüber  das  fast  rein  weiße  Längsband  der  Vflgl  her- 
aegina.  vorzuheben.  Guyana,  Amazonas,  Peru,  Bolivien,  Insel  Triuidad.  —  aegina  subsp.  nov.  bilclet  einen  Rückschlag 
zu  den  columbischen  Rassen,  besonders  morÄwa.  Die  Subapicalbinde  der  Vflgl  jedoch  weniger  dunkel,  unter¬ 
seits  reiner  weiß  als  bei  morsina,  aber  immer  noch  getrübter  als  bei  aniphinome  L.  Die  zweite  Subapical- 
makel  der  Vflgl  peripherisch  niemals  so  ausgedehnt  grau  oder  weißlich  bezogen  als  bei  morsina.  Die  Oberseite 
aller  Flügel  blau  gesprenkelt.  Neben  solchen  blaugefleckten  Exemplaren  existieren  in  der  Umgebung  von  Rio 
d'd',  die  grünliche  Makeln  der  Flügeloberseite  aufweisen  und  eine  etwas  breitere  und  hellere  Schrägbinde.  Nach 
einer  Mitteilung  von  Dr.  Seitz  ( Jahrb.  Nass.  Ver.  Nat.  1893  p.76)  kommt  aegina  bei  Sa.  Theresa  ungemein  häufig 
vor,  während  sie  südwärts  immer  spärlicher  wird  und  bei  Santos  nur  noch  als  vereinzelte  Seltenheit  auftritt. 
Type  aus  Es])iritu  Santo,  auch  von  Bahia,  Parana,  Blumenau  und  Rio  Grande  do  Sul  in  Coli.  Fruhstorfer. 
Exemplare  von  Paraguay  sind  oberseits  etwas  leichter  blau  als  $$  aus  den  brasilianischen  Südprovinzen.  Nach 
einer  Angabe  von  Dr.  Mueller  convergieren  die  Hörner  der  Pp  von  aegina,  während  sie  bei  A.  februa,  nach 
einer  Abbildung  Mabildes  beurteilt,  divergieren.  Wenn  wir  die  Figuren  von  Huebner  und  Cramer  vergleichen, 
so  ergibt  sich  zur  Evidenz,  daß  Cramer  die 'Surinam-Form  aniphinome  L.  mit  rein  weißen  Binden  der  Vflgl, 
(Pap.  Exot.  I  Taf.  54  f.  E.  F.),  H  febxer  dagegen  die  brasilianische  Rasse  (aegina  Frühst.)  mit  deutlich  grau  be¬ 
stäubter  Vflglbinde  darstellt. 

belladonna  .  A.  belladonna  Bat.  ( 104  c)  eine  distinkte  Species,  welche  in  der  Färbung  der  Hflgl-Unterseite  an  amphinome 

erinnert,  während  die  Oberseite  zu  arethusa  Cr.  hinüberleitet.  Oberer  Amazonas. 

A.  arinome  gleicht  oberseits  der  A.  amphinome  L.  und  verrät  auch  analoge  Tendenz  der  Färbungsrichtung, 
so  daß  auch  von  arinome  sowohl  in  Columbien,  wie  in  Zentralamerika  und  auch  in  Brasilien  düster  grau  bestäubte 
Rassen  Vorkommen,  während  Guyana  und  das  Amazonasgebiet  von  rein  weiß  gebänderten  Formen  boAVohnt 
werden.  Wie  bei  amphinome  hat  auch  das  arinome-^  rundlichere  Konturen  und  ein  erweitertes  weißes  Feld  der 
Hflgl.  Basis  der  Unterseite  beider  Flügel  dunkel  kaffeebraun,  die  Distalregion  schwarz  mit  dunkelviolettem 
ariensis.  Schimmer.  —  ariensis  G.  u.  8.  Die  Querbinde  der  Vflgl  aus  kürzeren  Komponenten  zusammengesetzt  als  bei 
arinome  südlicherer  Hei’kunft,  der  terminale  Fleck  über  der  mittleren  Mediane  isoliert  und  kleiner  als  bei  arinome. 
Der  weißliche  8hawl  der  Vflgl-  Unterseite  gelblich  überhaucht.  Aus  Panama  beschrieben,  auch  in  Columbien  vor- 
arinome.  kommend.  —  arinome  Uwe.  (104c)  findet  sich  selten  in  europäischen  Sammlungen,  wohin  zumeist  Exemplare  der 
nachfolgend  beschriebenen  Arealform  gelangen.  Binde  der  Vflgl  namentlich  beim  $  sehr  breit,  Oberseite  bei  beiden 
sterope.  Geschlechtern  hellblau  gefleckt.  Guyana,  iSurinam.  —  sterope  subsp.  nov.  übertrifft  arinome  in  der  Größe,  dennoch  ist 
das  weiße  Feld  der  d'c?  erheblich  schmäler.  Das  $  dagegen  hat  ein  noch  umfangreicheres  weißes  Gebiet  der  Vflgl  und 
anomale,  vorwiegend  grünliche  statt  blaue  Zickzackbinden.  Von  Obidos.  —  anomale  Streck.  Avird  vom  oberen  Amazonas 
vermeldet.  Sie  bildet  in  der  verschmälerten  Gestalt  der  Binde  der  Vflgl  und  in  der  Größe  einen  Uebergang  zu 
arene.  arene  sub.sp.  nov.  (104  b),  von  der  mir  nur  ein  ^  aus  Ost-Peru  vorliegt,  das  sich  durch  verschmälerte  Hflgl  von 
allen  Vikarianten  auszeichnet.  Das  weiße  Band  der  Vflgl  über  ein  Drittel  schmäler  als  bei  arinome  und  sterope.  — 
obnubila.  obnubila  subsp.  nov.  umfaßt  die  brasilianische  Territorialform,  welche  mir  als  Seltenheit  aus  Epiritu- Santo  vor¬ 
liegt.  Nach  von  Boenxinghausen  ist  sie  auch  nur  spärlich  am  Corcovado  und  im  Gebirge  von  Rio  de  -Janeiro. 
$  Ideiner  als  $$  aus  dem  x4mazonasgebiet,  das  weiße  Feld  der  Vflgl  unregelmäßiger,  costalAAmrts  verschmälert, 
in  den  intramedianen  Partien  braungrau  überpudert.  An  der  Costale  der  Vflgl,  da  wo  der  vierte  und  fünfte  Sub- 
costalast  gabeln,  ein  auch  unterseits  markanter  weißer  Fleck,  Avelcher  den  übrigen  armome-SpaltzAA'eigenfehlt. 
Unterseite  fahler  braun,  die  roten  Flecken  verAvaschen  aber  größer  als  bei  arinome  aus  Guyana. 

A.  arethusa,  eine  ausgezeichnete  Art  mit  samtscliAvarzer  Oberseite,  Avelche  AAÜe  mit  Türkisen  besetzt  er¬ 
scheint.  Die  Geschlechter  in  hohem  Maße  dichrom.  A  einfarbig,  $  mit  weißem  Schrägband  der  Vflgl.  Die  AS 
hervorragend  durch  einen  braunen  samtartigen  Duftfleck  der  Oberseite  der  Hflgl,  AA'elcher  je  nach  der  Lokalität 
variiert.  Damit  korrespondiert  ein  glänzender  Reibefleck  der  Unterseite  der  Vflgl  entlang  der  Submediane  und 
eine  hellbraune  Scheibe  im  Median  teil.  Die  rote  Fleckung  im  Anahvinkel  der  Hflgl  AA'echselt  an  Ausdehnung  je 
nach  der  Oertlichkeit.  Vorkommen  von  Mexiko  bis  Bolivien,  in  Guyana  und  dem  Amazonasgebiet.  Nach  Gon- 
MAN  in  Guatemala  bis  etwa  1009  m  Erhebung  angetroffen.  Drei  Territorialformen,  von  denen  zAA^ei  bisher  nicht 
saurites.  erkannt  waren.  —  saurites  subsp.  nov.,  mit  der  Type  aus  Honduras,  ist  wesentlich  kleiner  als  die  Namensform  von 
Surinam,  der  Sexualfleck  der  Oberseite  der  Hflgl  breiter,  braun  statt  grau.  Das  $  zeigt  eine  Adel 
schmälere  und  mehr  gelbliche  statt  Aveiße  Binde  der  Vflgl  und  trägt  einen  großen  carminroten  Clostalfleck  der 
Hflgl,  Avelcher  bei  rtJe^/m^a  vom  Amazonas  fehlt.  Die  LTnterseite  der  Hflgl  führt  einen  großen  roten  Costalfleck 
im  Gegensatz  zu  arethu.sa  vom  Amazonas  und  Guyana.  Verbreitung  von  Mexiko  bis  Clolumbien.  Auf  Trinidad 
■ireihusa.  kommt  eine  verwandte  Form  vor.  —  arethusa  Cr.  ist  mir  nur  aus  den  Amrzüglichen  Abbildungen  Cramers  und 
vor  allem  Huebners  bekaimt.  2  mit  drei  hellcarminroten  Flecken  am  Clostalsaum  der  Hflgl.  Ird  der  Vflgl 


Ausgegeben  18.  IV.  1916. 


CHLORIPPE.  Von  J.  Röber. 


545 


rotgestreift.  Surinam,  Guyana.  —  palliolata  form.  7iov.  wurde  bei  Obidos  am  unteren  Amazonas  entdeckt.  Ich  pallwlaia. 
besitze  nur  noch  $  $  mit  etwas  breiterem  weißem  Feld  der  Vflgl  als  wir  es  104  a  darstellen.  Costalgebiet  der 
Oberseite  der  Hflglohne  Spur  von  rubinroten  Flecken,  die  Hflgl  unterseits  ohne  rote  basale  Striemen.  —  thearida  Ihearida. 
subsp.  nov.  (104  b  als  thearidis)  ist  eine  geographische  Rasse  von  riesigem  Flügelausmaß,  mit  ausgedehnteren 
und  lichter  blauen  Makeln  der  Oberseite.  Die  Rotfleckung  der  hmterseite  prominenter  als  bei  Obidos-Exem- 
plaren.  Peru  (Pozzuzo),  Type  in  Coli.  Fruhstorper;  Bolivien. 

A.  velutina  Bat.  kommt  in  der  Größe  der  thearid%  Frühst.  (104  b)  gleich.  Oberseite  dunkler,  intensiver  veluiina. 
stahlblau  schillernd  und  mit  kleineren  türkisblauen  Flecken.  Androconienfeld  der  Hflgl  schwarz,  mit  brauner 
Peripherie.  Unterseite  mit  Ausnahme  eines  matten  schwarzen  costalen  Fleckes  am  Zellaj)ex  und  der  medianen 
Reibezone  stahlblau  schimmernd.  Hflgl  ebenso,  nur  mit  6  rubinroten,  subterminalen  intermedianen  Makeln 
besetzt.  Selten,  oberer  Amazonas. 

A.  arete,  eine  relativ  häufige  xArt,  ersetzt  A.  arethusa  im  mittleren  und  südlichen  Brasilien,  sowie  in 
Paraguay.  Die  türkisfarbenen  Makeln  der  Oberseite  etwas  blauer,  die  Schrägbinde  des  $  schmäler  als  bei  are¬ 
thusa,  das  Duftfeld  der  Hflgl  schmäler,  vorwiegend  grauschwarz,  der  Reibefleck  der  Unterseite  der  Vflgl  nicht 
nüe  bei  arethusa  über  die  hintere  Mediana  vordringend.  $  stets  mit  drei  hell  rubinroten  Costalflecken  der  Hflgl. 
Unterseite  der  AB  schwarz  mit  einer  grauen  Aufhellung  distal  vom  Zellapex  und  den  Rudimenten  einer  blauen 
Querbinde,  die  in  einem  stahlblauen  Medianfelde  der  Vflgl  steht.  $  an  derselben  Stelle  mit  einem  weißen  Bande, 

Hflgl  mit  di’ei  roten  Basalflecken  wie  bei  arethusa,  und  sechs  je  nach  der  Lokalität  in  der  Größe  variierenden 
roten  Antemarginalmakeln.  —  ortygia  subsp.  nov.  Habituell  kleiner  als  arete.  B  unterseits  mit  obsoleten  roten  ortygia. 
Basal-  und  Submarginalpunkten  der  Hflgl.  $ :  Weiße  Schrägbinde  der  Vflgl  reiner  weiß  und  namentlich  distal 
viel  ausgedehnter  als  bei  arete  und  alpheios.  Hflgl  oberseits  mit  zierlicherer  Blausprenkelung.  Lmterseite:  Die 
Submarginal-Reihe  roter  Makeln  reicht  vom  Analwinkel  bis  zum  Costalrand,  während  sie  bei  arete  und  alpheios 
bereits  zwischen  Ird  und  vorderer  Mediana  aufhört.  Bahia.  —  arete  Dhl.  ist  nach  Angaben  vox  Boenxixg-  arete. 
HAUSENS  häufig  bei  Rio  de  Janeiro  und  PetrojJolis.  Unterseite  des  $$  mit  fahleren  und  größeren  roten  Ante- 
terminalflecken  als  alpheios.  Die  Territorialform  von  Paraguay  und  dem  südlichen  Brasilien  wird  als  alpheios  alpheios. 
subsp.  nov.  (104  a)  hier  eingeführt.  Die  weiße  Schrägbinde  der  $$  verschmälert,  durch  breitere  schwarze  Adern 
in  ihre  einzelnen  Teile  zerlegt.  Die  submarginalen  Rotpunkte  der  Unterseite  namentlich  bei  der  Paraguay-Form 
erheblich  verkleinert.  —  Die  Rp  von  Ageronia  arete  alpheios  trägt  2  steif  abstehende  Kopfhörner,  ferner  3  Paar 
längere  und  anscheinend  vier  Paar  kürzere  Dornen  auf  den  mittleren  Segmenten.  Die  Puppe  hat  ihre  langen 
Hörner  im  Gegensatz  zu  A.  amphinome  aegina  Frühst,  parallel  laufend. 

L.  Gruppe  Apaturidi. 

Diese  Gruppe  hat  annähernd  Subfaniilien-Rang.  Ueber  die  geographische  Verbreitung  ist  Bd.  1  S.  160  berichtet; 
genauere  Charakterisierung  ist  Bd.  9,  S.  69.5  nachzulesen,  ln  der  äthiopischen  Fauna  sind  es  vielleicht  die  Apatnropsis  (ebenfalls 
mit  offener  Flügelzelle),  die  engere  Beziehungen  zu  den  Apaturidi  vermuten  lassen.  Diese  Gattung  enthält  aber  so  seltene 
Arten,  daß  man  über  die  Rpn  gar  nichts  und  über  die  Falter  sehr  wenig  weiß.  —  Um  nochmals  die  Haupteigentümlich¬ 
keiten  der  Apaturidi  kurz  zu  charakterisieren,  sei  erwähnt,  daß  die  Falter  ausgezeichnete  Flieger  sind,  offene  F'lglzellen 
haben,  daß  die  Rpn  rauh  aber  dornlos  sind,  dafür  aber  hinten  2  Spitzen  und  am  Kopfe  2  Auswüchse  haben,  die  als  gerade 
oder  gebogene  Hörner,  als  sekundär  verzweigte  Keulchen,  als  Geweihe  oder  am  Rande  verzweigte  Blätter  entwickelt  sein 
können;  die  Pp  ist  seitlich  kompreß,  mit  deutlichem  Rückenkiel,  gew-öhnlich  wde  aus  grünem,  matten  Glas  bestehend;  sie  ist 
zumeist  auf  einem  Blatt  oder  Stiel  befestigt  und  pflegt  nur  kurze  Zeit  zu  ihrer  Entwicklung  zu  brauchen.  Die  Schmetter¬ 
linge  lieben  den  Wald,  auf  dessen  breiten  Wegen  sie,  Nahrung  nehmend,  auf  und  nieder  fliegen;  baumlose  Kulturgegeuden 
meiden  sie.  Die  Hauptnahrung  der  Rpn  scheint  in  baumartigen  Urticaceen  zu  bestehen,  so  aus  Celtis,  wo  diese  nicht  mehr 
Vorkommen  aus  Pappeln  oder  Weiden.  Die  J  zeigen  vielfach  den  nach  der  Belichtung  wechselnden  Blauschiller,  dem  die 
Gruppe  die  Namen  Schillerfalter,  Changeant  etc.  verdankt.  (A.  Seitz.) 


53.  Gattung-;  Clilorippe  Bsd. 

Die  amerikaniscben  Schillerfalter  verbreiten  sich  von  Mexiko  und  den  Antillen  bis  Argentinien.  Sie 
haben  zum  Teile  einen  prächtigeren  blauen  Schiller  als  die  paläarktischen  Schillerfalter  {Ap)atura),  ja  es  kommt 
auch  wundervoller  grüner  Schiller  vor ;  bei  einem  anderen  Teile  ist  der  Schiller  bescheidener  und  bei  einer  Anzahl 
Arten  fehlt  er  völlig.  Die  Chlorippe-BS  sind  zum  Teile  sehr  häufig,  während  ihre  $$  ebenso  selten  beobachtet 
werden,  oder  noch  unbekamrt  sind.  Vielfach  unterscheiden  sich  die  amerikanischen  Schillerfalter  von  ihren  palä¬ 
arktischen  Verwandten  im  xleußeren  durch  geeckte  V-  und  langgestreckte,  mitunter  mit  ziemlich  langen  schwanz¬ 
förmigen  Spitzen  versehene  Hflgl.  Im  Geäder  ist  kein  konstanter  Lhiterschied  gegenüber  den  paläarktischen 
Arten.  Ein  geringer  Unterschied  im  Körperbau  drückt  sich  durch  die  verbreiterten  Vorderbeine  der  Bo 
Chlori'ppe  wird  daher  auch  vielfach  nur  als  Untergattung  von  Apatura  betrachtet.  Die  Rpn  der  brasiliairischen 
selina,  lauretta  und  kallina  sind  den  Rpn  der  europäischen  Schillerfalter  sehr  ähnlich  und  haben  dieselbe  Gewohn¬ 
heit,  auf  der  Oberseite  der  Blätter  zu  sitzen,  während  ihre  Ppn  auf  dem  Rücken  größere  und  kleinere 
Spitzen  und  Zacken  haben  und  daher  ziemlich  bizarr  geformt  sind.  Die  Rpn  leben,  soviel  bekannt,  an 
Celtis.  —  Nach  H.  Fruhstorfer  (i.  1.)  haben  die  Klammerorgane  der  äußeren  männlichen  Genitalien  die 
breite  Valve  der  Apatura-QruppQ,  doch  sind  sowohl  der  Saccus,  als  auch  der  Penis  kürzer  als  bei  den  übrigen 
Formen  dieser  Gruppe.  Der  Uncus  ist,  etwa  wie  bei  den  Ageronia,  auffallend  leicht  gebaut,  und  hat  zwei  Spitzen, 
V  69 


546 


CHLORIPPE.  Von  J.  Röber. 


die  Valve  ist  höchst  eigentümlich  durch  vier  häutige  Fortsätze.  —  Nach  den  Nomenklatur-Regeln  hat  diese 
Gattung  den  Namen  C atargyria  Hhn.  zu  führen. 

cyane.  Ch.  cyane  Lad’.  (=  lucasiiL6h  u.  Hew.)  (110  Ba)  aus  Columbien  hat  außer  der  blauen  Hflglbinde  auf 

den  Vflgln  nur  einen  blauen  Fleck  am  Irde,  der  blaue  (Schiller  erstreckt  sich  aber  nicht  nur  auf  den  größten  Teil  der 
Hf  gl,  sondern  auch  auf  den  basalen  Teil  der  Vflgl.  Das  $  hat  etwas  grünen  (Schiller  auf  beiden  (Seiten  der 
weißen  Hflglbinde  und  zwar  nur  am  hinteren  Teile.  Der  in  Peru  vorkommenden  Form  fehlt  der  blaue  Fleck  am 
reduda.  Ird  der  Vflgl:  reducta  suhsp.  nov. 

hurmeisteri.  Ch.  burmeisteri  G.u.S.  (llOBa)  aus  Argentinien  (Tucuman)  ist  kleiner  als  cyane  und  hat  tiefer  aus¬ 

geschnittenen  Außenrd  der  Vflgl.  Der  blaue  Mittelfleck  zeigt  reines  Blau  (ohne  grünlichen  (Schein)  und  zieht  sich 
weiter  nach  dem  Analwinkel.  Die  Unterseite  der  Vflgl  hat  schärfer  begrenzte  dunkle  Flecke  und  die  Hflgl  zeigen 
boliviana.  schärfere  Binden  und  viel  violette  Färbung.  Die  Form  aus  Bolivien  hat  Obbrthuer  boliviana  genannt. 

seraphina.  Ch.  seraphina  Hbn.  ( =  laurentia  Godh )  (llOBa)  aus  (Süd-Brasilien  und  West-Columbien  (Cauca-Tal)  hat 

grünblaue  Binden  auf  V-  und  Hflgln,  die  bei  seitlicher  Belichtung  fast  rein  grün  erscheinen.  Der  sehr  intensive 
blaue  (Schiller  erstreckt  sich  fast  auf  die  ganze  Hflglfläche  und  aid'  die  basale  Hälfte  der  Vflgl.  Das  $  ist  den 
d'd'  der  gleichfalls  in  (Süd-Brasilien  vorkommenden  I  itiretta  ähnlich.  Die  GS  Columbien  haben  auf  allen  Flgln 
etwas  schmälere  blaue  Binden.  Nach  v.  Bönninghausen  kommt  der  (Schmetterling  nur  einzeln  vor. 

cherubina.  Ch.  cherubina  EWr.  (llOBa,  b)  aus  Zentralamerika  und  dem  westlichen  (Südamerika  bis  Bolivien  hat 

breitere  und  längere,  sowie  grünere  Binden  aller  Flg4.  Das  $  ist  sowohl  ober-  wie  unterseits  von  dem  seraphina-^ 
ziemlich  verschieden.  Die  Form  aus  Bolivien  ist  kleiner,  dunkler  und  hat  etwas  schmälere  und  blauere  Binden: 
parva,  parva  subsp.  nov.  —  thalysia  Frühst,  aus  Ecuador  (Balzabamba),  von  der  nur  das  S  bekannt  ist,  hat  schmälere 
ihalysia.  Mittelhindeii  und  aufgehellten  Außenteil,  in  dem  sich  die  schwarze  Submarginalbinde  besonders  scharf 

hervorhebt.  Hflgl  mit  zwei  subanalen  langen  schmalen,  vertikal  untereinander  stehenden  roten  Flecken.  Auf  der 
Unterseite  sind  alle  schwarzen  Wurzel-  und  Mittelflecke  schärfer  und  die  Gestalt  der  sehr  kräftigen  anti-  und 
submarginalen  Mondfleckenbinden  erinnert  an  cyane. 

lavinia.  Ch.  lavinia  Btlr.  (llOBb)  aus  Peru  und  Bolivien  hat  wundervollen  grünen  Schiller.  Die  weißen  Teile 

ornaia.  der  Mittelbinde  zeigen  bei  seitlicher  Belichtung  rötlichen  Schein.  Die  Aberrativform  ornata  Frühst.  (110  b)  hat 
einen  mehr  oder  wenigen  großen  braungelben  (Subapikalfleck  der  Vflgl.  Das  9  ist  von  Herrn  A.  H.  Fasse  entdeckt 
worden;  es  ändert  in  der  Färbung  der  lichten  Vflgibinde  ähnlich  wie  das  S  ‘‘■h.  Es  kommen  SS  nnter  lavinia, 
(ob  auch  ornata ‘t)  vor,  bei  denen  die  Binde  auf  der  Oberseite  mit  Ausnahme  eines  weißen  Flecks  am  Vrde  der 

cMorotae-  Hflgl  vollständig  grün  ist :  clilorotaenia  ab.  nov.  (Ost-Columbien,  Villavicencio,  400  m,  A.  H.  Fasse). 
nia. 

dothilda.  Ch.  clothilda  EWr.  ( 1 1 0  B b)  aus  Columbien  hat  kurze  und  breite  blauglänzende  Binden.  Derblaue  Schiller 

ist  nicht  so  intensiv  als  bei  den  vorhergehenden  Arten. 

vacuna.  Chi.  vacutia  Godt.  ( 1 10  B  c)  aus  Süd-Brasilien  und  Paraguay  hat  tiefblauen  Schiller,  der  nur  die  Vflglspitze 

freiläßt.  Die  2$  haben  eine  volle  braune  Schrägbinde  und  sind  den  agathina-  9  9  ähnlich.  Die  braune  (Schräg¬ 
binde  ändert  bei  den  SS  s^tark  ab.  Ist  nach  V.  v.  Boenninghausen  auf  seinen  Flugplätzen  nicht  selten.  — 
jluibunda.  Die  Paraguay-Form  fluibunda  Frühst,  hat  die  Vflgibinde  in  isolierte,  rundliche  Makeln  aufgelöst;  beim  9  Dt  die 
innere  (Submarginalbinde  der  Hflgl-Oberseite  weiter  nach  innen  gerückt;  Stücke,  bei  denen  die  Sabapikalf lecken 
crefacea.  ober-  und  unterseits  weiß  oder  weißlich  sind,  hat  Stichee  ab.  cretacea  benannt. 

pavon.  Ch.  pavonLab.  (  =  pavonii  A"?/)  (llOBc)  ist  von  Mexiko  bis  Bolivien  verbreitet.  Die(^  haben  nur  geringen 

violetten  Schiller.  Das  9  hat  eine  braune  Mittelbinde  aller  Figl.  (Stücke  mit  grauer  Unterseite  der  Hflgl  kursieren 
innmbratus.  uni  er  dem  Namen  subtuniformis  Stgr.  i.  l.  —  iiiumbratus  Frühst,  aus  Paraguay  hat  kleinere  (Subapikalflecke ;  unter¬ 
seits  haben  alle  Figl  schärfere,  verbreitetere  violette,  rote  und  schwarze  Flecke  und  Binden;  Mittelbinde  der  Hflgl 
cueUinia.  heller  weißlich- violett ;  alle  Figl  mit  zwei  Reihen  großer  (Submarginalmondflecken.  —  cuellinia  Frühst,  aus  Me¬ 
xiko  ist  wie  folgt  beschrieben :  S  rötlichgelber  Apikalfleck  der  Vflgl  kleiner  als  bei  pavon  mit  zwei  zierlichen  weißen 
jH’oximalen  Punkten.  Mittelbinde  prononzierter.  Unterseite:  dunkler,  Vflgl  mit  3  deutlich  heraustretenden  wei߬ 
lichgrauen,  kleinen  Subapikalpunkten;  Hflgl  mit  intensiver  rotbraunen  Medianbiuden.  9  ®Ghr  groß;  Unter¬ 
seite:  Vflgl  mit  ausgedehntem  gelblichen  (Subapikalfleck.  Hflgl  wei  .‘dichgr  lu. 

mentas.  Cli.  nientas  Bsd.  (llOBc)  aus  Mittelamerika  (Honduras,  Chiriqui)  ist  kleiner  als  pavon  und  hat  ver¬ 

schwommenen  braungelben  (Sub apikalfleck  der  Vflgl.  Die  Unterseite,  namentlich  der  Hflgl,  zeigt  viel  schär¬ 
fere  Zeichnungen.  Das  9  ober-  wie  unterseits  außerordentlich  Adelpha-a,vti^. 

agathina.  Ch.  agathina  Er.  (llOBd)  aus  (Surinam  und  vom  oberen  .Amazonas  hat  nur  geringen  Blauschiller.  Die 

Unterseite  aller  Figl  ist  oft  sehr  wenig  gezeichnet.  Das  9  hat  eine  sehr  breite  gelbbraune  Schrägbinde  hinter  der 
agathis.  Mitte  der  Hflgl.  —  Die  kaum  verschiedene  nordbrasilianische  Form  hat  den  Namen  agathis  Godt.  erhalten. 


CHLORIPPE.  Von  J.  Röber. 


547 


Ch.  kallina  Stgr.  (llOBd)  ans  Brasilien  (Rio  de  Janeiro,  Santa  Catharina  und  Rio  Grande  doSul)  ist  /co.llina. 
oberseits  der  agathina  sehr  ähnlich,  doch  auf  der  Unterseite,  namentlich  der  Hflgl,  sehr  verschieden.  Uas  $  hat 
statt  einer  Binde  nur  eine  Schrägreihe  weißer  Flecke  auf  den  Vflgln.  Die  Rp.  ist  ganz  ähnlich  derjcihgen  von 
selina.  Die  Pp  hat  eine  viel  weniger  stark  vorspringende  Rückenkante,  die  sich  auf  der  Mitte  des  0.  Abschnittes 
zu  einer  wenig  vorragenden  stumpfen  Spitze  erhebt,  von  hier  aus  nach  vorn  gerade,  nach  hinten  in  einer  konve¬ 
xen  Linie  abfällt;  die  Hörner  sind  kurz  und  stumpf,  alle  Kanten  weiß  gerandet.  — ■  bertila  Frühst,  aus  Paraguay,  hertUa. 
nach  einem  $  aufgestellt,  ist  wie  folgt  beschrieben  worden:  größer,  Grundfarbe  dunkelgraubraun,  die  proximalen 
Weißflecke  der  Vflgl  prägnanter,  ebenso  die  schwarze  Submarginalbinde  der  Hflgl.  Lmterseite:  auf  den  \Jlgln 
reduziert  sich  die  schwarze  Subapikalregion,  so  daß  nur  noch  Rudimente  jenseits  der  Zelle  verbleiben,  eine 
Erscheinung,  die  bereits  bei  Exemplaren  aus  Rio  Grande  einsetzt.  Hflgl  mit  einer  deutlichen  Reihe  sulnnargi- 
naler  weißer  Halbmonde,  die  agathinann^  kallina  YÖWig  fehlen. 

Ch.  felderi  G.u.  8.  (110  Bd)  aus  Columbien,  Venezuela,  Bolivien  und  Peru  hat  andere  Ge.st alt  der  Hflgl  felderi. 
und  ist  unterseits  ziemlich  verschieden.  Das  $  ist  von  Herrn  A.  H.  Fasse  in  Bolivien  (Rio  Songo)  entdeckt  wor¬ 
den.  Es  ist  dem  zunilda  beckeri-^  ähnlich,  hat  aber  oberseits  auf  dem  Vflgl  eine  viel  breitere,  auch  anders 
gestellte  Binde;  unterseits  ist  es  viel  kräftiger  gefärbt  und  stärker  vezeichnet.  —  ?  mathani  Oherth.  hat  blaues  mathani. 
Schrägband  der  Vflgl.  —  Bei  floris  Frühst,  aus  Peru  (Pozz'  zo)  ist  das  8  oberseits  dunkler  blau,  jedoch  reiner  florm. 
weißgefleckt  als  felderi.  Unterseite:  distale  Region  aller  Figl  dunkel  violett  anstatt  gelbbraun,  mit  einer  kom¬ 
pletten  submarginalen  schwarzeir  Binde,  die  kleiirere  weiße  Flecke  trägt.  Ozelleir  der  Hflgl  klehier. 

Ch.  zunilda  GoJL  (llOBd)  aus  Süd-Brasilien  hat  ein  so  verschiedenes  daß  sich  Hewitson  hat  täuschen  zunilda. 
lassen  und  es  als  eine  Cfdugramma- (Pe?'fsa???a-)  Art  beschrieben  hat.  Der  $-Form  beckeri  i/euj.  fehlt  der  große  heckeri. 
braune  Fleck  auf  den  Vflgln.  Ist  nach  V.  v.  Boenxinghausen  bei  Rio  de  Janeiro  sehr  selten,  aber  häufiger  in 
südlicheren  Provinzen.  Von  Herrn  Scheidemaetel  bei  BUmenau  ist  die  Art  mederholt  aus  Rpn  gezüchtet 
worden;  gleichwohl  fehlen  noch  nähere  Angaben  über  die  ersten  Stände.  Die  Schmetterlinge  sind  außerordent¬ 
lich  scheu  und  wild  und  fliegen  sich  im  Zuchtkäfig  fast  ausnahmslos  stark  ab. 

Ch.  callianira  Men.  (llOBf.)  aus  Nicaragua  hat  blauen  Schiller  auf  der  ganzen  Oberseite  mit  Ausnahme  callianira. 
der  Vflglspitze.  Charakteristisch  ist  die  rotbraune  Submaiginalbinde  der  Hflgl,  die  sonst  nur  noch  bei  solchen 
Ai’ten  vorkommt,  die  auch  eine  gelbe  Mittelbinde  der  Vflgl  haben. 

Ch.  thaumas  Bat.  aus  dem  Inneren  von  Guatemala  (die  uns  nicht  vorlkgt)  ist  ähnlich  der  pavon,  aber  thaumas. 
noch  mehr  der  elis  verwandt.  Von  jmvon  unterscheidet  sie  sich  dadurch,  daß  sie  statt  des  orangegelben  Sub¬ 
apikalflecks  der  Vflgl  3  weiße  Flecke  in  der  Nähe  der  Figlspitze  hat,  und  von  elis  dadurch,  das  ihr  die  orangegelbe 
Flecken-Mittelbinde  fehlt,  sie  hat  auch  stärkeren  blauen  Schiller.  Die  LTnterseite  der  Hflgl  ist  ockergrau,  ver¬ 
düstert  mit  braunen  Atomen,  in  der  Flglmitte  ist  ein  unregelmäßiger  brauirer  Streifen,  ein  matterer  und  mehr 
mondiger  Streifen  läuft  in  der  Nähe  des  iVußenrdes.  Salvin  und  GoD>L\jsr  ziehen  diese  Form  mit  de  vorigen 
zusammen. 

Ch.  elis  Fldr.  (110  Be)  aus  Ecuador  und  Columbien  hat  eine  ziemlich  breite  braungelbe  IMittelbinde  der  elis. 

Vflgl.  Das  $  ist  noch  nicht  bekannt.  —  farge  Frühst,  aus  Columbien  ist  nach  den  Angaben  des  Autors  farge. 
bedeutend  größer,  der  Apex  der  Vflgl  mehr  vorspringend,  alle  Figlränder  sind  stärker  gezähnt.  Außenteil  der 
Hflgl  lichter  mit  ansehnlicherer  orkergelber  submarginaler  Fleckenbinde,  die  bis  zum  Analwmkel  deutlich  und 
vollstänchg  bleibt  (letztere  Angabe  trifft  nicht  immer  zu).  —  fabaris  Frühst,  aus  Bolivien  (Co^^Iabamba,  im  ia^arh. 
September;  La  Paz,  April)  und  Peru  (Pozzuzo)  ist  beschrieben  worden  wie  folgt:  Nur  wenig  größer  als  elis, 
Submarginalbinde  der  Hflgl  oben  deimoch  wesentlich  breiter  und  stets  bis  zum  Analwinkel  ausgeprägt  vor¬ 
handen,  während  sich  bei  efe  die  manchmal  nur  fadendünne  Binde  schon  an  der  oberen  Mediana  verliert. 

Ch.  druryi  Hbn.  ($  =  laura  J/öw.)  (HOB  e)  scheint  lediglich  auf  Cuba  vorzukommen.  Sie  ist  an  der  breiten,  druryi. 
unscharf  begrenzten  gelben  Vflglbinde  leicht  zu  erkennen.  Der  hchtblaue  Schiller  ist  außer  auf  dem  ganzen 
Hflgl  nur  noch  an  der  Wurzel  der  Vflgl  vorhanden.  —  acca  Fldr.  aus  Mexiko  hat  dunklere  Oberseite  mit  schmä-  acca. 
lerer  Vflglbinde,  aber  breiterer  Hflglbinde;  die  Hflgl  sind  in  eine  längere  Spitze  ausgezogen. 

Ch.  laure  Dru.  (110 Be),  von  Mexiko  bis  Columbien  und  Venezuela  verbreitet,  hat  viel  breitere  weiße  laure. 
Flglbinde,  die  sich  bis  zum  Irde  der  Vflgl  fortsetzt.  Das  $  ist,  wie  die  Abbildung  zeigt,  wesentlich  ver¬ 
schieden.  Die  Unterseite  hat  bei  beiden  Geschlechtern  stark  goldige  Binden.  —  lauretta  Stgr.  (110  Ad.)  aus  lauretia. 
Süd-Brasilien  und  Paraguay  hat  keinen  Schiller  und  schmälere  weiße  Binden.  Stücke,  bei  denen  der  gelbe 
Subapikalfleck  von  der  Mittelbinde  breit  getrennt  und  die  Mittelbinde  rein  weiß  ist,  führen  den  Namen  bübneri  hübneri 
Stgr.  i.l.  —  Nach  v.  Boennin  ■hae’^sen  am  Corcovado  sehr  selten.  —  Die  Honduras-Form  mileta  Bsd.  ist  milcta. 
im  männlichen  Geschlerhte  nur  wenig  von  laure  verschieden.  Dagegen  sind  die  größer,  gelber,  die  Api¬ 

kalflecke  kleiner,  rundlicher,  heller,  der  vordere  Teil  der  Vflglmittelbinde  ist  rein  weiß,  die  Bürden  der  Hflgl  sind 


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CHLORIPPE.  Von  J.  Röber. 


fast  noch  einmal  so  breit,  der  Mittelteil  aller  Figl  ist  heller  mit  stärker  gewellten  Halhmondhinden,  die  orange- 
majugena.  roten  Subanalflecke  sind  zierlicher.  —  Die  ^-Form  majugena  Frühst,  ist  klemer,  hat  gleichmäßiger  gefärbte 
Figl,  schmälere  weiße  Mittelhinden,  dunkleren  ockergelben  Apikalfleck  der  Vflgl  und  stattlichere  rötliche  Sub- 
mima.  analmakeln  derHflgl.  —  Frühst,  aus  Columbien  und  Venezuela  ( ?)  hat  die  gelbliche  Mittelbinde  der  Hflgl 

jenseits  der  Zelle  nicht  braun  beschattet,  überhaupt  gleichmäßiger  und  bis  zur  Submediana  gleich  breit  gelb 
bleibend,  Mittelbinde  der  Hflgl  schmäler,  der  gelbliche  Subanalfleck  größer  als  bei  niileta.  Unterseite  der  Vflgl 
an  der  Wurzel  und  in  der  Submarginalregion  reicher  und  dunkler  ockergelb  angelaufen.  DieRp  ist  derjenigen 
von  selina  sehr  ähnlich,  die  Puppe  im  ganzen  gleichfalls,  die  Rückenkante  erhebt  sich  fast  ebenso  stark  wie 
bei  laure,  erreicht  ihren  höchsten  Punkt  in  der  Mitte  des  6.  Abschnittes,  wo  sie  eine  vorragende  Spitze  bildet; 
von  hier  aus  fällt  sie  nach  vorn  und  hinten  in  gleicher  Weise  ab;  die  Hörner  sind  kürzer  als  bei  Imire;  die 
Rückenkante  ist  nur  auf  dem  5.  und  G.  Abschnitte  braun,  übrigens  ebenso  wie  die  anderen  Kanten  weißge- 
randet. 

selina.  Cli.  selina  Rnb  (110 Be)  aus  Brasilien  hat  eine  vom  gelben  Apikalflecke  weit  getrennte  weiße  Halbbinde 

modica.  der  Vflgl.  —  modica  Fr  ühst,  aus  Espiritu  Santo,  Minas  Geraes  und  Rio  de  Janeiro  ist  nach  Frühstorfer  das 
Verbindungsglied  zwischen  selina  und  lauretta  :  obere  Hälfte  der  Vflglbinde  gelblich,  die  untere  vom  3.  Median¬ 
aste  an  rein  weiß,  Hflglbinde  schmäler  als  bei  selina,  breiter  als  bei  lauretta.  Fhiterseite:  gelbliche  Zone  jenseits 
mutrina.  der  nach  aidlen  breit  dunkelbraun  begrenzten  Mittelbinde  sehr  schmal.  —  murrina  Frühst,  aus  Rio  Grande  do 
Sul:  der  rotgelbe  Apikalfleck  der  Vflgl  spitzt  sich  nach  hinten  zu.  Die  Medianbinde  färbt  sich  völlig  dunkelgelb 
und  jene  der  Hflgl  überzieht  sich  mit  einem  gelben  Anfluge.  Mittelbinde  der  Hflgl  erheblicli  schmäler,  mehr 
nach  innen  gebogen.  Mittelbinde  der  Vflglunterseite  gelb  statt  weiß.  —  Eier  grün,  kugelig,  sehr  deutlich  längs-, 
fein  quergestreift;  sie  werden  stets  auf  die  Obereite,  auf  die  Mittelrippe  des  Blattes,  häufig  auch  an  die  Spitze 
abgelegt.  Die  Rp  ist  denen  der  europäischen  Sch illerf alter  ähnlich,  die  kräftigen  Hörner  haben  lairze  Seiten- 
und  2  Enddornen,  auf  dem  Rücken  sind  2  kurze  dreieckige  Erhöliungen ;  die  erwachsene  Rp  ist  gelbgrün  mit 
grüner  Rückenlinie  und  schräg  nach  vorn  absteigenden  schmalen  gleichfarbigen  Streifen,  welche  die  Luftlöcher 
berühren  und  nach  hinten  einen  kurzen  absteigenden  Ast  abgeben.  Die  Rp  hat  dieselben  Gewohnlieiten  wie 
ihre  europäischen  Verwandten.  Die  Puppe  hat  auf  dem  Rücken  größere  und  kleinere  Zacken;  sie  ist  grün,  fein 
weiß  piudvtiert,  mit  dunklen  Linien,  die  nach  vorn  absteigen  und  die  Luftlöcher  berühren;  die  Rückenkante,  die 
Figlkante  und  deren  Fortsetzung  auf  den  Abschnitten  5  und  G,  der  hinter  der  Figlkante  liegende  Teil  des  Flglrdes 
sind  braun gerandet ;  die  Rückenkante  teilt  sich  auf  dem  4.  Abschnitte  in  2  nach  den  Hörnern  verlaufende  er¬ 
habene  braune  Streifen.  Die  Pp  bewegt  sich  unter  dem  Einflüsse  des  Lichtes  nicht,  ist  aher  sonst  überaus  be¬ 
weglich  und  schlägt  sehr  lebhaft  hin  und  her,  wenn  man  sie  berührt.  —  W.  Mueller  bezeichnet  disese  Art 
als  laure]  da  jedoch  diese  in  Südbrasilien  nicht  vorkommt,  so  midi  eine  der  andern  dort  vorkoninienden  Arten 
[serwphina,  vaoima,  zahminna,  stdtana,  zunüda  oder  selina)  gemeint  sein. 

laurona.  Ch.  laurona  ScJimis  aus  Brasilien  (Petropolis)  ist  wie  folgt  beschrieben  worden:  (J  ähnlich  der  laure 

(1 10  e).  Die  Figl  haben  denselben  dunkelvioletten  Schiller;  das  orangefarbene  Band  der  Vflgl  ist  breiter  und  er¬ 
reicht  den  Apex  und  die  äußere  Hälfte  des  Vrdes.  Der  vordere  und  äußere  Teil  der  weißen  Binde  ist  braun¬ 
rot  gesäumt  und  auswärts  überragt  vor  Ader  4  durch  einen  großen  braunroten  Fleck,  der  den  Apex  nicht  er¬ 
reicht.  —  Die  Fundortsangahe  erscheint  uns  nicht  zuverlässig;  es  ist  auffällig,  daß  V.  von Boenningilvusen,  der 
in  diesem  Gebiete  über  30  Jahre  lang  gesammelt,  diese  Art  nicht  aufgefunden  hat.  Die  Beschreibung  stimmt 
auch  fast  mit  druryi  von  Cuba  überem.  Vielleicht  auch  identisch  mit  modica. 

thoe.  eil.  thoe  aus  ,, Brasilien“,  die  uns  nicht  bekannt  geworden  ist,  ist  beschrieben  worden  wie  folgt: 

Beide  Figl  mit  weißer  gemeinsamer  Binde  und  kleinem  blinden  Auge;  Hflgl  unten  silbergrau,  Erscheinung  und 
Gestalt  von  laurerdia,  Oberseite  der  d'd'  schwärzlichbraun  mit  violettem  Schiller,  mit  einer  gemeinsamen  schrä¬ 
gen,  in  der  Mitte  fleckigen  Binde;  mit  2  schwarzen  gewellten  Linien  vor  deren  Ird.  Außerdem  sieht  man  gegen 
den  Analwinkel  der  4  Figl  einen  gelbbraunen  Fleck  mit  einem  schwarzen  Punkte  und  auf  dem  letzten  Zahn  der 
Hflgl  eine  V-förmige  Linie,  und  weiterhin  grünliche  Färbung.  Die  Lhiterseite  aller  Figl  ist  ivie  bei  laure  (110  e), 
aber  es  fehlen  die  2  schwarzen  Punkte  am  Innenwinkel  der  Vflgl.  Leib  wie  die  Hflgl  gefärbt,  Fühler  schwarz  mit 
rotbrauner  Kolbe,  $  v^om  d'  nicht  verschieden,  aber  ohne  Schiller  und  die  Oberseite  ist  etwas  weniger  dunkel.  — 
Diese  Art  ist  von  neueren  Autoren  nicht  erwähnt  worden ;  sie  ist  offenbar  der  teweiüi  ähnlich,  doch  hat  letztere 
keinen  Schiller. 

angelina.  Ch.  angeüfia  FMr.  ( 1 10  A  c)  ist  kleiner  als  lauretta,  (110  Ad),  die  Mittelbinde  ist  weiß,  nicht  unter¬ 

brochen,  nur  im  imrderen  Teile  in  der  Außenhälfte  gelb,  die  weiße  Hflglbinde  ist  schmäler,  nach  hinten  sehr  spitz 
verlaufend,  auf  allen  Flgln  sind  2  sehr  deutliche  lichte  Submarginalstreifen.  Vom  oberen  Amazonas. 

plesaurina.  Ch.  plesaurina  Rib'.  u.  Dr.  aus  Costa  Rica  (Carthago),  nach  einem  cd  beschrieben,  unterscheidet  sich 

von  der  griseldis-F oxm  linda  durch  schmälere  weiße  Binde  der  Hflgl  und  ferner  dadurch,  daß  die  ockergelbe 
Binde  der  Vflgl  im  vorderen  Teile  nicht  abgeschnürt,  dagegen  in  der  hinteren  Hälfte  bedeutend  verschmälert 
ist  und  daß  sie  sich  erst  vor  der  Submediana  aufhellt. 


ASTEEOCAMI^A.  Von  J.  Röbee. 


549 


Ch.  godmani  Dann.  (110  A  d)  aus  Venezuela  ist  nach  einem  $  beschrieben  worden.  Die  Unterseite  hat  godmani. 
silberige  Binden.  Vermutlich  ist  sie  das  bisher  noch  unbekannt  gewesene  $  einer  anderen  Ait. 

Ch.  moritziana  UZdr.  aus  Venezuela  ist  von  angelina  (110  Ae)  durch  folgendes  verschieden:  Vflglhinde  rnoritziana. 
licht  gelb-braun,  vorn  wenig  geschwungen,  hinten  gerade,  in  der  Mittelzelle  2  braune  Flecke,  .‘1  gerundete  hell¬ 
braune  Flecke  in  der  Flgls])itze,  die  2  schwarzen  Mondflecke  im  Analwinkel  der  hlflgl  blau  gesäumt,  am  Außen¬ 
rande  2  ledergelbe  Flecke. 

Ch.  griseldis  Fldr.  (110  Ab)  vom  Rio-Negro,  oberen  Amazonas  und  von  Peru  ist  eine  schöne  große  Art  griseldls. 
mit  nur  mattem  blauen  Schiller  auf  den  FIflgln  und  dem  basalen  Teile  und  dem  Trde  der  Vflgl.  Die  Unterseite 
hat  matt  goldige  Binden  auf  den  Hflgln  und  einen  gleichen  großen  Subapikalfleck  der  Vflgl.  Die  gelbe  Binde  auf 
der  Oberseite  der  Vflgl  ist  mitunter  im  vorderen  Teile  getrennt.  —  Bei  UnAa.  Fldr.  vom  Rio-Negro  fehlt  der  Idaue  linda. 
Schiller. —  \auraOberth.  ist  die  Form  vom  oberen  Amazonas,  von  Goyaz  und  vom  Chanchamayo,  paulana  Urw/ish 
die  Form  von  Sao  Paulo.  (Vielleicht  gehört  auch  plesaurina  zu  dieser  Art).  —  nitoris  Frühst,  von  Paraguay  steht  nitDris. 
der  linda  walle,  die  Vflglhinde  ist  jedoch  sehr  breit,  die  innere  Hälfte  weiß  und  die  äußere  Hälfte  ockergelb.  — ■ 

Für  laura  Hbn.  aus  Surinam  ( ?)  und  Brasilien  ( ?)  hat  Feukstorfer  den  Namen  geyeri  eingeführt.  — •  myia 
Frühst.  (Vaterhrnd  unbekannt,  wahrscheinlich  Brasilien  oder  unterer  Amazonas)  ist  kleiner,  Figlspitze  und 
Analteil  vorspringend,  Mittelbinde  derVlgl  nach  hinten  gelblich  werdend,  sich  etwas  verschmälernd ;  weiße  IMit- 
telbinde  der  Hflgl  kaum  halb  so  breit  als  bei  linda,  was  namentlich  unterseits  auffällt. 

Ch.  zalmunna  Btlr.  (110 Bf)  aus  Brasilien  (Säo  Paulo  usw.)  ist  oberseits  von  suliana  kaum  zu  unter-  znlmunna. 

scheiden,  doch  ist  die  Unterseite  durch  andere  Gestalt  der  Mittelbinde  der  Hflgl  verschieden.  —  Die  $-Form 

butleri  Oberth.  ist  die  gelbe  Form  aus  Sao  Paulo  und  $-fa.  paulistana  Frtihst.  die  w'eiße,  kleinere  Form  von  Rio  tnäleri. 

,  -r  .  paulistana. 

de  Janeiro. 

Ch.  sultana  jFoeih  (110  Bf)  aus  Brasilien  ist  infolge  der  Zeichnung  der  Unterseite  eine  ganz  eigentümliche  sultana. 
und  allein  stehende  Art. 


54.  Gattung':  Asterocampa  Föb.  {Doxocopa  Hbn.}. 

Diese  Gattung  umfaßt  die  nordamerikanischen  ,, Schillerfalter“,  die  freilich  ausnahmslos  keine  Spur  von 
Schiller  besitzen.  Die  Arten  dieser  Gattung  sind  in  Nordamerika  heimisch,  nur  eine  Art  verbreitet  sich  bis  auf 
die  Antillen,  eine  andere  kommt  in  Zentralamerika  vor.  Sind  sie  schon  äußerlich  von  Apatura  und  Chlorippe 
derartig  verschieden,'  daß  eine  Verwechslung  ausgeschlosen  ist,  so  werden  sie  vollends  durch  den  inneren  Bau 
scharf  von  ihren  genannten  Verwandten  geschieden.  In  der  Regel  ist  nur  der  1.  Subcostalast  vor  dem  Schlirsse 
der  Mittelzelle  abgezweigt,  doch  kommen  auch  Ausnahmen  vor ;  dagegen  ist  die  Gestalt  der  männlichen  Ge¬ 
schlechtsorgane  von  denjenigen  von  Apatura  und  Chlorippe  wesentlich  verscliieden  *).  Die  Arten  sind  durch¬ 
schnittlich  kleiner  als  die  echten  Schillerfalter  und  zeigen  ein  sehr  einförmiges  Gepräge.  Die  Eier  werden  in 
Häufchen  abgelegt,  sind  fast  kugelig,  an  der  Spitze  breit  und  erhaben,  und  haben  18  bis  20  ziemlich  breite 
vertikale  Rippen,  zwischen  welchen  zahlreiche  feine  Querlinien  sich  befinden.  Die  Rpn  leben  auf  Celtis- Arten, 
sind  zwar  im  allgemeinen  den  Hpcfiwa-Rpn  ähnlich,  haben  jedoch  keine  Hörner,  sonder  sternförmige  Warzen 
am  Kopfe;  der  Hlb  endet  auch  in  2  Spitzen.  Die  Ppn  sind  denen  der  europäischen HptdEra sehr  ähnlich.  Diese 
Gattung  ist  unter  dem  Namen  Doxocopa  bekannt,  doch  ist  dieser  Name  für  die  papuanische  {Apaturina)  erminea 
anzuwenden,  weshalb  wir  einen  neuen  Namen  vorschlagen  mußten,  und  zwar  haben  wir  bei  der  Wahl  des  Na¬ 
mens  die  charakteristischen  Kopfanhangsgebilde  der  Rp  berücksichtigt. 

A.  lycaon  jF.  (=  herse  U. ,  clyton  Bsd.,  texana  Skinn.,  proserpina  Scudd.)  (109b)  aus  den  Ver-  lycaon. 
einigten  Staaten  hat  im  männlichen  Geschlechte  oberseits  keine  deutliche  Augenzeichnung.  Das  ^  hat  stark  ver¬ 
düsterte  Hflgl.  —  Die  Form  Wova  Edw.  (llOAc)  aus  Florida  zeigt  in  beiden  Geschlechtern  stark  aufgehellte  flora. 
Oberseite  mit  scharfen  blinden  Augenflecken  auf  den  Hflgln.  —  QzeWaXa  Edio.  hat  deutliche  Augenflecke  auf  den  ocdlata. 
Hflgln.  Ist  offenbar  nur  eine  Aberrativform.  —  idyja  Hbn.  ist  die  oberseits  nnd  unterseits  bleichere  Form  idyja. 
von  Cuba.  —  Die  Rp  ist  grün  und  grüngelb  längsgestreift  und  hat  an  jeder  Seite  des  Kopfes  ein  gelbes 
sternförmiges  Wärzchen;  sie  lebt  an  Celtis  occidentalis.  Die  Pp  ist  grün  mit  gelblichen  Flglscheiden  und  bläu¬ 
lichgrünem  Rücken.  —  Diese  Art  ist  sehr  variabel. 

A.  celtis  Bsd.  (110  Ae)  aus  den  Vereinigten  Staaten  ist  die  häufigste  Art,  aber  an  der  pazifischen  Küste  celtis. 
noch  nicht  gefunden  worden.  —  montis  Edio.  (110  Ae)  unterscheidet  sich  nur  dadurch,  daß  auf  den  Vf  Igln  vor  montis. 
dem  Augenfleoke  ein  zweiter  solcher,  aber  rudimentärer  steht. —  Die  Rp  lebt  auf  Celtis  occidentalis,  ist  grün  mit 
einem  breiten,  fast  weißen  Seitenstreifen  und  einem  rötlichen  Dörnchen  auf  jeder  Seite  des  Kopfes.  Die  Pp  ist 
gelbgrün  mit  mehr  gelblichen  Flglscheiden  und  2  bläulichen  Linien  an  den  Seiten. 

A.  alicia  Edw.  (lOOAa  (J,  c  $)  aus  New-Orleans  ist  größer  als  die  vorhergehenden  Aid en  und  hat  lichtere,  alicia. 
gelbere  Grundfärbung. 

*)  Klammerorgane  dm'cli  den  zweispitzigen  Uncus  charakterisiert,  während  die  vorige  Gattung  nur  einen  Tegumen- 
haken  trägt.  Valve  mit  einem  ki'äftigen  anfgebogenen  Dorn  am  Ende,  während  dort  die  Valve  zwar  behaart  aber  sonst  un- 
bewehrt  ist  (PRUHSTORFBR). 


550 


PREPONA.  Von  H.  Feuhstorfer. 


leilia.  A.  leili'a  (1 10  A  c)  aus  Arizona  hat  auf  den  Hf  Igln  eine  Reihe  und  auf  den  Vf  Igln  2  weiß  gekernte 

antonia.  Augenflecke.  —  antonia  Ediv.  (110  Ae)  ist  kleiner  und  erhält  durch  zahlreiche  helle  Flecke  eine  lichtere  und 
buntere  Oberseite. 

argus.  "  A.  argus  Bates  (109  b)  aus  Guatemala  und  Honduras  weicht  von  den  vorhergehenden  Arten  durch  den 

stark  ausgeschnittenen  Außenrd  der  Vflgl  und  durch  ganz  andere  Zeichnungsanlage  stark  ab.  Variiert  etwas, 
namentlich  ändert  die  gelhe  Vflglbinde  ab,  die  mitunter  stärker  ausgebiklet,  als  bei  dem  abgebildeten  Stücke 
ist.  Exemplare  mit  deutlicher  gelber  Binde,  die  hi  beiden  Geschlechtern  Vorkommen,  führen  den  Namen  armilla 
Frühst.  Scheint  nicht  häufig  zu  sein. 


M.  Charaxidi. 

Zu  dem,  was  in  lid.  1,  >Seite  168 — 69,  und  Bd.  13,  Seite  122 — 123  über  diese  Gruppe  gesagt  worden  ist,  sei  Mer  nur  noch 
wenig  hinzugefügt.  Die  Schmetterlinge  zeigen  meist  einen  ungemein  plumpen  kräftigen  Thorax,  der  die  sehr  dicken  und 
starken  Flugmuskeln  trägt.  Die  Fühler  sind  stets  ganz  allmälicli  zu  mäßiger  Keule  verdickt,  haben  aber  starken  Schaft.  Der 
Hll)  hängt  häufig  nur  wie  ein  kleiner  Appendix  dem  gewaltigen  Thorax  an.  Der  Flug  ist  sehr  kräftig,  aber  unelegant,  polternd 
oder  stürzend,  mit  weit  ausholenden  Flügelschlägen,  ganz  unähnlich  dem  der  Apaturidi.  die  mit  gestreckten  Flgln  dahin- 
scliießen.  Hält  man  die  durchweg  ansehnlichen  Falter  zwischen  den  Fingern,  so  entfalten  sie  große  Kraft,  um  sich  zu  befreien 
und  im  Netz  toben  sie  meist  wild  undier.  Sie  rühren  keine  Blumen  an,  gehen  aber  an  Früchte,  Baumsäfte,  Exkremente  und 
Köder,  woran  sie  sich  häufig  derart  berauschen,  daß  man  sie  mit  der  Pinzette  direkt  am  Thorax  fassen  und  durch  Druck  töten 
kann,  während  sie  sonst  sehr  scheu  sind,  ln  der  Färbung  sind  sie  fast  stets  imposant,  sehr  häufig  mit  dunkler,  mit  Metall- 
farben  gezierter  Oberseite.  —  Die  vielfach  grünen  Raupen  sind  nakt,  gekörnelt  oder  ganz  kurz  behaart;  der  Kopf  zeigt  meist 
kürzere  Hörner;  der  Hals  ist  oft  eingeschnürt,  der  Rücken  kann  in  spitzen  Höckern  aufragen;  am  Schw'anzende  mitunter  zwei 
Knöpfe,  Spitzen  oder  lange  Anhänge.  —  Auch  die  Puppen  sind  von  denen  der  Apaturidi  ganz  verschieden;  nicht  bilateral 
kompreß,  sondern  drehrund,  beerenförmig,  mit  meist  ganz  kurzem,  ineinander  geschobenem  Hinterleibsteil,  in  der  Gestalt 
eher  an  Danaidenpuppen  als  an  die  anderer  Nymphaliden  erinnernd,  höcker-  und  spitzenlos,  mit  ganz  glatter  Oberfläche. 
Außer  im  Norden  von  Nord-Amerika  und  Asien  sind  sie  fast  über  die  ganze  Welt  verbreitet  bis  auf  Europa,  wo  sie  nur  den 
äußersten  Südrand  bewohnen;  ihr  Hauptgebiet  aber  sind  die  Tropen  beider  Hemisphären.  Manche  Arten  sind  äußerst  selten 
und  gehören  in  Sammlungen  zu  den  geschätztesten  Objekten.  (A.  Seitz). 


55.  Gcattung;  PrepoilSft  Bsd. 

Die  Preponen  sind  große  und  brillant  gefärbte  Schmetterlinge  von  schwarzer  Grundfarbe  und  bei  den 
gewöhnlichen  Arten  meist  mit  einer  metallisch -glänzenden,  blaugrünen  Längsbinde  über  beide  Figl.  Bei  einigen 
Species  durchzieht  die  Figl  noch  eine  gelbe  Submarginal-Fleckenserie  und  bei  zwei  andinischen  Arten  ist  ein 
rotes  an  Ägrias  erinnerndes  Querband  der  Vflgl  vorhanden.  Die  Preponen  vertreten  in  Südamerika  augen- 
scheinhch  die  Charaxes-Form  der  alten  Welt,  und  sind  nach  dem  Geäder  so  eng  mit  ihr  verwandt,  daß  sich 
nur  wenige  Strukturmerkmale  von  Bedeutung  finden,  welche  sie  von  dieser  unterscheiden. 

Bei  Prepona  sind  die  Vflgl  meist  etwas  sichelförmig  an  der  Spitze  vorgezogen;  die  Hflgl  nie  geschwänzt, 
sondern  stets  abgerundet.  Die  Fühler  gehen  nur  ganz  allmählich  in  eine  schwache  Kolbe  über.  Die  Präcostale 
der  Hflgl  ist  vom  Grunde  an  nach  außen  gebogen,  während  sie  bei  Charaxes  gerade  aufsteigt.  Die  Zellen  beider 
Figl  sind  durch  eine  feine  hintere  Discocellulare  geschlossen,  welche  auf  den  Vflgln  distal  von  der  Gabelung  der 
Medianen,  auf  den  Hflgln  proximal  von  ihr  mündet.  Der  Tarsus  der  d'c?  ist  fast  so  lang  als  die  Tibia,  bei 
Charaxes  stets  kürzer.  Die  erstaunlich  nahe  Verwandtschaft  welche  durch  die  Struktur  zum  Ausdruck  kommt, 
zeigt  sich  auch  durch  die  Rpnform  welche  nach  demselben  T3rpus  gebaut  ist  und  nur  in  einzelnen  Details  ab¬ 
weicht;  so  z.  B.  in  der  längeren  Schwanzgabel  und  der  stärkeren  Entwicklung  des  vierten  Segments,  während 
die  drei  ersten  sich  plötzlich  hinter  dem  KojDfe  verjüngen.  Auf  dem  Kopfe  stehen  nur  zwei  statt  vier  nach  hinten 
gerichtete  Hörner.  Ueber  die  Rp  wissen  wir  noch  recht  wenig,  und  wahrschemlich  sind  nur  die  Rpn  der  vier 
gemeinsten  Arten  (demophon,  meatider,  antiviache  und  chromus)  bekannt.  Sie  leben  nach  v.  Bönninghausen 
auf  Anonaceen  und  Abacata-Bäumen.  Nach  A.  Seitz  (Wiesbaden  1893)  haben  sie  eine  abenteuerliche  Gestalt; 
hinter  dem  Kopfe  ist  eine  halsartige  Einsattelung,  dann  folgt  eine  buckelförmige  Erhebung  und  das  Hinter¬ 
ende  des  Tieres  ist  in  zwei  in  der  Ruhe  auseinandergeklappte  Fortsätze  ausgezogen. 

Bemerkenswert  ist,  daß  die  Prepona-Fpn  unbedornt  sind,  d.  h.  nach  neueren  Anschauungen,  daß  die 
Dornen  zurückgebildet  sind.  Dadurch  beloindet  diese  Gattung  eine  gewisse  Verwandtschaft  mit  Apatura,  die 
auch  im  kräftigen  Bau  und  dem  schillernden  Blau  der  Falter,  im  Flug  und  Lebensgewohnheiten  u.  a.  m.  Be¬ 
stätigung  findet. 

Ueber  die  Verwandtschaft  mit  Apatura  äußert  sich  auch  Hahnel  (Iris  1890  p.  290)  mit  der  Bemer¬ 
kung,  daß  bei  den  Preponen  ,,der  HpatRra-Typus  in  den  Tropen  zu  einer  vollkommeneren  Ausprägung  gelangt, 
als  in  den  gleichfalls  am  Amazonas  vorkommenden,  aber  an  Farbenschönheit  und  Größe  gegen  ihre  nordischen 
Vettern  etwas  zurückstehenden  Apaturen  selbst“. 

Nach  Hahnel  (1.  c.  p.  308)  sollen  gewisse  Preg^ona  durch  einen  Vanillegeruch  bemerkbar  sein,  ,,der  bei 
Arten  mit  tiefem,  gesättigten  Blau  häufig  vorkomme“. 

Das  Ei  von  Preptona  chromus  Guer.  hat  nach  Fasse  die  Größe  e\n.QB  Sphinx  ligustri-Fiea,  ist  kugelrund, 
glänzend  weiß,  mit  vielen  feinen  Poren.  DieMikropyle  verhältnismäßig  groß  und  schon  mit  freiem  Auge  sicht¬ 
bar.  Das  frischgeschlüpfte  Räupchen  ist  ca.  2  mm  lang,  graugrün;  der  Durchmesser  des  Kopfes  größer  als  jener 


PREPONA.  Von  H.  ERTrusTORFER. 


551 


des  Rumpfes,  der  nach  rückwärts  verjüngt  ist.  Am  dritten  Ring  ist  eine  mit  Härchen  besetzte  Eriiöliung,  was 
wohl  der  Beschreibung  von  erwachsenen  Prepowa-Rpn  überliaupt  ents])richt,  die  nach  J)r.  Seitz  hinterm  K.o]d 
eine  Einsattelung  haben. 

Die  Gattung  umfaßt  ausschließlich  Arten  von  ungewöhnlich  starkem  und  zugleich  regelmäßigem 
Körperbau.  Auch  der  Flglschnitt  ist  ziemlich  gleichmäßig  (die  Vflgl  stets  spitz,  manchmal  sichelartig  vor¬ 
springend)  und  bei  mehr  als  Vs  der  Arten  selbst  die  prächtige  Blaufärbung  des  Medianteils  aller  Plgl. 

Im  riglschnitt  erinnern  die  schwarzhlauen  Prepona  an  die  Gattung  Aganisthos,  während  die  bunten 
Arten  durch  leichte  apicale  Rundung  den  Uebergang  bilden  zu  den  als  farbig  berühmten  Agrias,  mit  denen 
sie  auch  die  Lebensweise  gemeinsam  haben  und  die  stets  stark  gerundete  Vflgl  aufweisen. 

Gleich  den  Charaxes  der  alten  Welt  sind  sie  Waldtiere  und  lieben  faulende  Früchte  oder  Exkremente, 
auch  rascheln  ihre  Figl  wie  starkes  Papier  wenn  man  sie  zusammenfaltet,  was  wir  auch  bei  asiatischen  und 
australischen  Charaxes  bereits  erwähnt  haben. 

In  St.  Catharina  beobachtete  ich  Prepona  in  allen  größeren  Waldbeständen.  Die  Falter  waren  aber 
keineswegs  häufig  und  noch  weniger  bildeten  sie  ähnlich  den  Hehconiden  und  Morphiden  ein  Charakteristikum 
der  Landschaft.  Im  Gegenteil,  die  Prepona  lebten  versteckt  und  scheu  in  ihrem  Waldesdunkel  und  fast  stets 
in  vornehmer  Einsamkeit.  Gelegenheit  sie  zu  beobachten  fand  sich  nur  dann,  wenn  sie  an  Bäumchen  anflogen, 
um  vom  ausfließenden  Safte  zu  naschen.  i\.m  liebsten  gaben  sie  sich  da  ein  Stelldichein,  wo  aus  Baumstämmen 
süßer  und  gährender  Saft  aus  den  Bohrlöchern  kleiner  Käfer  herausquoll.  Hatte  man  einmal  solche  Saftbäume, 
sogen.  Waldschenken,  entdeckt,  konnte  man  mit  Sicherheit  darauf  rechnen,  daß  in  wenigen  Minuten,  nament¬ 
lich  bei  intensiver  Sonnenbestrahlung,  Preponen  anfliegen  würden.  Ihr  Kommen  und  Gehen  hatte  dann  stets 
den  Reiz  des  Geheimnisvollen.  Gesellig  sind  die  Prepona  keineswegs.  Wenn  laertes  oder  demophon  an  einer 
Honigstelle  saugte  und  eine  zweite  sich  nähern  wollte,  gab  es  immer  einen  kurzen  Kampf.  MüU  man  Preponen 
in  Anzahl  erbeuten,  ist  es  nötig  im  Wald,  am  besten  längs  kleiner  Wasserläufe  eine  Piccade  (einen  Schleichpfad) 
mit  dem  Buschmesser  zu  lichten  und  überreife  oder  angefaulte  Früchte  auszulegen.  Kach  einem  oder  zwei 
Tagen  erscheinen  dann  die  Falter  und  stürzen  verlangend  auf  das  leckere  Mahl.  An  Stellen,  an  denen  der  Wald 
recht  dunkel,  verleugnen  sie  dann  ob  der  Genußsucht  und  Saugegier  ihre  scheuen  Gewohnheiten  und  lassen  sich 
zu  zweien  oder  dreien  an  einer  Frucht  oder  Köderstelle  ertappen. 

Bei  Pebas  am  Oberen  Amazonas  hat  Dr.  Hahnel  neun  Spezies  Preponen  zusammengefunden.  Sie  stell¬ 
ten  dort  außer  Morpho  achilles  die  größten  der  sich  am  Köder  einfindenden  Arten  dar.  M^enn  sie  auf  ein  Blatt 
anflogen  nahmen  sie  stets  am  oberen  Ende  Platz,  entsprechend  ihrer  Gewohnheit  am  Stamme  mit  dem  Kopfe 
abwärts  zu  sitzen.  Es  gewährte  dann  einen  reizenden  Anblick,  wenn  unter  dem  unbestrittenen  Vorsitz  ilirer 
hochragenden,  weißgrauen  Figl  daneben  etwa  die  grüne  Lhiterseite  einer  Catonephele  sich  zeigte  oder  das  Schwarz 
und  Weiß  einer  Pyrrhogyra.  Seitwärts  breitete  dann  manchmal  eine  Ageronia  ihre  Figl  auf,  oder  eine  Adelpha. 
Von  allen  neotropischen  Faltern  haben  die  Prepona  nach  Hahxel  den  schnellsten  und  wildesten  Flug,  Avie 
schon  der  Anblick  ihres  gedrungenen,  kräftigen  Thorax  dies  voraussetzen  läßt.  Während  die  Morphiden  Aveit 
umherscliAveifende  Arten  sind,  die  stundeiiAveit  die  eingeschlagene  Richtung  A^erfolgen  und  sich  daher  selbst 
von  breiten  Wasserflächen  nicht  abschrecken  lassen,  bleiben  die  Prepona,  AA’ie  überhaupt  die  meisten  Xympha- 
liden  gern  in  der  Nähe  ihrer  Brutstätte.  Dort  sind  sie  orientiert  und  es  scheint,  daß  sie  ein  heimathehes,  ge¬ 
wissermaßen  zaghaftes  Gefühl  fesselt,  so  daß  man  sie  nur  selten  ihre  Streifzüge  zu  ferner  liegenden  Baum¬ 
gruppen  unternehmen  sieht. 

Im  allgemeinen  AAÜederholen  sie  sehr  oft  ihre  Flugtour;  sie  Avittern  A^om  Sammler  ausgelegten  LTmat 
sehr  rasch,  steigen  zum  Boden  herab  und  lassen  sich  dort  überlisten  und  Avegfangen.  Aber  selbst  aufgescheucht 
entfernen  sie  sich  nicht  Aveit  und  verbergen  sich  mit  zusammengeklappten  Flglii  im  nächsten  Dickicht,  um 
mit  ziemlicher  Hartnäckigkeit  an  ihren  ursprünglichen  Platz  zurückzukehren.  Diese  GeAvohnlieit  beobachtete 
ich  auch  bei  Prothoe  francki  Godt.  in  Java  und  einigen  Charaxes  in  Siam.  Stundenlang  stand  ich  auf  dem  Hoch¬ 
lande  von  Lages  oder  in  den  Flußtälern  der  Küstenregion  im  \A"alde,  um  die  Falter  zu  ei’Avarten.  Dadurch  bot 
sich  Gelegenlieit  auch  manch  anderes  Geheimnis  der  dortigen,  unberührten  Natur  zu  belauschen.  In  großen 
Scharen  zogen  Papageien  von  Araukarie  zu  Araukarie  oder  eine  gleißend  grüne  Baumschlange  AA’and  sich  durch 
das  Geäst.  Neben  den  Preponen  AAuirde  gelegentlich  auch  eine  Caligo  martia  angelockt  inid  Opsiphanes  sidchis 
oder  fruhstorjeri  erschienen. 

Mit  Prothoe  francki  haben  die  Preponen  die  Eigenart  gemeinsam,  den  Kopf  nach  unten  gerichtet  zu 
saugen,  Avorauf  schon  Dr.  Hahxel  (Iris  1890  p.  290)  und  Otto  Michael  (Iris  1894  p.  220)  liingeAviesen  haben. 

Von  letzterem  hören  AAÜr  auch  das  interessante  Faktum,  daß  eine  Prepona  pheridamas  2  (Monate  lang 
tägheh  an  dieselbe  Stelle  zurückkehrte.  In  St.  Catharina  ist  das  Erscheinen  der  Preponen  A^on  der  Jahreszeit 
abhängig,  häufig  AA^erden  sie  erst  Avährend  des  südlichen  Hochsommers,  im  Dezember,  und  man  begegnet  üinen 
dann  bis  Ende  März.  Hahxel  (Iris  1890  p.  276,277)  berichtet  von  Saö  Paulo  am  oberen  Amazonas,  daß  dort 
die  Preponen  vom  Dezember  ab  häufiger  sich  am  Köder  einfanden.  Julius  Michaelis  hat  sie  nach  sehiem 
mündlichen  Bericht  in  Obidos  jedoch  schon  im  August  in  Anzahl  angetroffen.  (ALibilde  erAvähnt,  daß  cata- 
chlora  und  chalciope  den  ganzen  Sommer  über  und  miranda  im  Sommer  und  Herbst  in  Rio  Grande  do  Sul  A*or- 
kommen.  Seitz  (eine  Lepidopterologische  Reise  um  die  AVelt,  AAüesbaden  1893),  begegnete  üinen  Mitte  März 


552 


PREPONA.  Von  H.  Fruhstorfbr. 


bei  Santos  und  schreibt:  „Ihr  rapider  Flug  und  ihr  Bestreben,  sich  in  ansehnlicher  Höhe  zu  halten,  verhindern, 
daß  das  Blau  der  Oberseite  in  ähnhcher  Weise  wie  bei  den  Mori)ho  zur  Geltung  kommt.“ 

Die  meisten  Prepona-Avten  bewohnen  das  heiße  Tiefland,  eine  geringere  Anzahl  bevorzugt  das  Gebirge. 

Die  schöne  P.  garleqypiana  Stgr.  wurde  auf  1500 — ^1800  m  Höhe  entdeckt,  ihren  nächsten  Verwandten 
neoterpe  Honr.  fing  Ockenden  in  der  Regenzeit,  November  1901,  noch  auf  10  000  Fuß  Höhe  beiLimbani,  Cara- 
baya,  Peim.  Ein  d'  von  eugenes  laertides  Stgr.  von  Simons  August  September  1901  bei  La  Merced  am  Rio  Toro, 
Peru  gesammelt,  ist  mit  3000  m  Fanghöhe  im  Museum  Tring  vermerkt.  Beide  Höhenangaben  der  Sammler 
sind  vielleicht  irrtümlich. 

Sicher  ist  nur,  daß  Fasse  eine  Prepona  diromus  noch  auf  2100  ni  in  Columbien  gefunden  hat,  und  nach 
ihm  ist  chromus  die  von  allen  bisher  hier  beobachteten  blauen  Prepoiia-Formen  die  am  höchsten  fliegende. 

Ueber  die  vertikale  Verbreitung  einiger  bolivianischer  Arten  äußert  sich  Fasse  (Entomologische  Rund¬ 
schau  1913,  April  p.  44): 

,,Was  übrigens  die  enorme  Höhe  anbelangt,  bis  zu  welcher  die  roten  Preponen  fliegen,  die  mit  der  Pracht 
und  dem  Farbenschmelz  ihrer  Oberseiten  augenschehxlieh  gar  nicht  zu  der  übrigen  sie  dort  umgebenden  Falter- 
weit  passen,  so  ergibt  ein  Vergleich  der  Tiere  in  ihrer  sitzenden  Stellung  eine  geradezu  frappierende  Aehnlich- 
keit  ihrer  Rückseiten,  nämlich  silberweiße  Punkte  und  Striche  auf  ockerfarbigem,  rötlichem  oder  scliAvarzem 
Grunde.  Ich  fing  z.  B.  in  einem  selbstgefertigten  Wege  im  dunklen  Urwalde  des  Nord-Yungas  Bohviens  bei 
1700  m  Höhe  in  einer  Länge  von  4  km  die  folgenden  Falterarten  im  Laufe  von  6  Monaten  beisammen: 
Adelpha  saundersi,  Prepona  buckleyana,  xenagoras,  garleppiana,  Ojyoptera  bracteolata,  Eryphanes  zolvizora, 
Caligo  pliohilides,  Lymanopoda  albomacidata  und  albocincta,  mehrere  Pedaliodes-Arten  mit  ,,Schimmer‘- 
Flecken  auf  der  Rückseite,  Daedalma  dinias  etc.“ 

Sollen  diese  weißen  und  silbernen  Flecke  der  Rückseiten  der  vorstehenden  Tiere  vielleicht  den  IVasser- 
tropfen  ihrer  ewig  feuchten  und  vor  Nässe  triefenden  Urwaldheimat  des  Hochgebirges  angepaßt  sein?  Die 
Preponen,  Avelche  800  m  tiefer  im  Walde  der  heißen  Täler  fliegen,  zeigen  trotz  viel  größerer  Artenzahl  nicht 
eine  einzige  so  intensiv  dunkle  und  silbergeschmückte  Rückseite,  und  auch  keine  Adelpha,  Brassolide  oder 
Satyride  hat  eine  solche  auffällige  Färbungsgleichheit  ihrer  Rückseite  aufzuweisen,  wie  die  oben  erwähnten 
Höhentiere  derselben  Gattungen. 

Die  mit  violettem  Schiller  überzogene  o^nphale  amesia  Frühst,  liegt  aus  3000  Fuß  von  Lita  in  Ecuador 
vor.  Ueber  das  Vorkommen  im  Gebiet  des  Amazonen-Stroms  erfahren  wir  von  Michaee,  daß  von  9  Species 
{demophon,  antimache,  meander,  laertes,  gnorima  [recte:  oinphale},  eugenes,  pheridamas,  dexamenus  und  lico- 
medes)  die  beiden  letzteren  nicht  am  untern  Amazonas  fliegen.  Aus  Surinam  besitze  ich  jedoch  dexamenus  und 
licomedes ,  und  von  Französisch  Guyana  lico^nedes ,  so  daß  licoinedes  wohl  auch  am  unteren  Amazonas  Vor¬ 
kommen  könnte,  und  vielleicht  dort  nur  sehr  selten  anzutreffen  ist  und  später  noch  entdeckt  wird. 

Im  allgemeinen  sind  wenigstens  die  schwarz  und  blauen  Prepona- Arten  weit  verbreitet.  Wegen  ihrer 
kräftigen  Figl  sind  sie  ja  zu  weiten  Wanderungen  wie  geschaffen.  Alle  ohne  Ausnahme  bewegen  sich  in  der 
tropischen  und  neotropischen  Zone  mit  Mexiko  als  nördlichstem,  Südbrasilien,  Paraguay  und  Bolivien  als  dem 
südlichsten  Verbreitungsgebiet.  Von  den  bekannten  Arten  hat  meander  die  größten  Länderstrecken  erobert 
und  stellt  die  einzige  Art  dar,  die  von  der  nördlichsten  bis  zur  südlichsten  Grenze  mit  Ausnahme  der  Antillen 
nirgends  fehlt.  Ihr  schließen  sich  demophon  und  laertes  nebst  antimache  an. 

Mehrere  Arten  wie  licomedes  und  dexamenus  gehen  nicht  über  die  reinen  Tropen  hinaus,  andere  sind 
lokal  wie  z.  B.  chalciope,  die  sich  nur  in  den  gemäßigteren  Breiten  heimisch  fühlt,  deiphile,  die  nur  von  Espiritu 
Santo  bis  Rio  geht,  buckleyana,  die  ausschließlich  in  Peru  und  Bolivien  lebt.  Auch  Zentralanierika  hat  seine 
besonderen  Formen  in  phaedra,  lygia  und  camilla. 

Einige  Arten,  wahrscheinlich  die  phylogenetisch  ältesten,  sind  recht  konstant,  wieder  andere,  wohl 
die  jüngeren  Formen,  wie  laertes,  omphale  etc.  befinden  sich  noch  in  der  Fluktuation  und  Evolution.  Kaum 
ein  Stück  gleicht  dem  andern.  Für  solche  Arten  lassen  sich  bestimmte  Rassenzentren  im  neotropischen  Gebiete 
erkennen.  Innerhalb  dieser  Zentren  machen  sich  ziemlich  kongruente  Variabilitätsrichtungen  geltend,  die  auf¬ 
hören,  wenn  die  Art  in  ein  anderes,  angrenzendes  Gebiet  übergeht.  Soweit  unsere  faunistische  Kenntnis  aus¬ 
reicht,  lassen  sich  sechs,  die  Entwicklung  einer  Art  modifizierende  Provinzen  unterscheiden.  Es  sind  dies: 

I.  Zentral-Amerika  von  Mexiko  bis  Panama.  IV.  Surinam  und  das  Amazonasgebiet. 

II.  Die  Antillen.  V.  Das  südliche  Brasilien. 

III.  Die  andinische  Region.  VI.  Paraguay. 

Wir  gewahren  bei: 


I.  Große  Formen  mit  verblaßten  Farben. 
II.  Reduktion  der  Blaufärbung. 

III.  Große,  farbensatte  Exemplare. 


IV.  Neigung  zur  Gelbfärbung. 

V.  Kleine  farbenarme  Exemplare. 

VI.  Kleine  und  bleiche  Stücke,  die  an  geivisse 
Trockenzeitformen  erinnern. 


Das  Maximum  ihrer  Entwicklung  an  Artenzahl  und  Farbenschönheit  erreichen  die  Preponen  in  Peru 
und  Bolivien.  Dort  finden  wir  12  Species,  d.  h.  soviel  wie  in  dem  gesamten  brasilianischen  Riesein-eich.  Dann 


Ausgegeben  18.  IV.  1916. 


PKEPONA.  Von  H.  FiiUiisroRFEK. 


folgt  Kolumbien  mit  10,  das  Amazonasgelnet  und  Zentral-Amerilca  mit  je  9  Arten.  Paraguay  hat  deren  -o — 0 
und  auf  die  Antillen  entfallen  nur  3 — 4  Species. 

In  großen  Zügen  sind  wir  mit  den  Prepona- Äxten,  bereits  vertraut,  obgleich  ungeheure  Gebiete,  insbe¬ 
sondere  die  der  Zuflüsse  des  Amazonas  und  einige  brasilianische  Provinzen  und  besonders  die  Antillen  noch 
der  Erforschung  harren.  Die  Zahl  der  in  diesen  Regionen  noch  versteckten  Jmkal-Rassen  dagegen  dürfte  in 
den  nächsten  Dezennien  mit  dem  Fortschreiten  der  geographischen  oder  kommerziellen  Erschließung  noch 
erheblich  anwachsen. 

Alle  Prepona  tragen  auf  den  Hflgln  Haarbüschel,  deren  Färbung  je  nach  der  Artengruppe  abändert. 
Durch  diese  Haarpinsel  differiert  die  Gattung  von  den  indoaustralischen  Chanixes.  Bei  den  häufigen  blauen 
Arten  hegen  die  Haarbüschel  parallel  mit  der  Flügelfläche,  bei  einigen  Species  insbesonders  den  bunten  Arten 
aber  sind  sie  steil  und  buschig  aufgerichtet,  so  bei  P.  laertes,  den  Agrias.  Godman  und  Salvin  verwenden  die 
Farbe  der  Sexualpinsel  als  Trennungscharakter  für  die  Artengruppen.  Wenn  wir  nur  die  zentralamerikanischen 
Species  in  Betracht  ziehen ,  läßt  sich  diese  Separierung  auch  leicht  durchführen.  Bei  einigen  brasilianischen  Arten 
begegnen  wir  dagegen  bereits  innerhalb  der  Art  Formen  mit  grauen,  gelblichen  und  schwarzen  Haarbüscheln. 

Im  Ganzen  aber  ergab  die  Untersuchung  der  leicht  erreichbaren  Species,  daß  die  beiden  auf  Grund 
der  Färbung  der  Duftpinsel  von  Godman  und  Salvin  getrennten  Artengruppen  auch  anatomisch  scharf  geson¬ 
dert  sind.  Ein  an  sich  unbedeutendes,  bei  anderen  Gattungen  systematisch  nahezu  fast  immer  wertloses  iVIerk- 
mal  bietet  somit  bei  den  Preponen  einen  schätzenswerten  Fingerzeig  tiefgreifender  anatomischer  Verschiedenheit 
der  Generationsorgane.  Die  vergleichende  Untersuchung  der  Klammerorgane  ergab  dann  noch  das  überrasch¬ 
ende  Resultat,  daß  die  mit  schwarzen  Haarbüscheln  versehenen  Arten  trotz  ihrer  äußerst  ähnlichen  Zeichnungs¬ 
anlage  lind  der  Gleichartigkeit  des  Colorits  der  Oberseite  wesentliche  Differenzen ’^in  der  Struktur  der  Genera¬ 
tionsorgane  aufweisen.  Die  oberseics  bunteren  Ai’ten  der  gelbe  Büschel  tragenden  Gruppe,  welche  coloristisch  so 
erhebUch  divergieren,  daß  sie  bis  jetzt  auf  zwei  Gattungen  verteilt  sind,  stimmen  dagegen  in  der  Struktur  der 
Zeugungsorgane  dermaßen  überein,  daß  wir  scheinbar  ganz  nebensächlichen  Charakteren  wie  z.  B.  den  Veräude- 
rungen  der  Valvenperipherie  spezifischen  Wert  beilegen  müssen  um  die  äußerlich  so  prächtig  dokumentierte 
spezifische  Verschiedenheit  auch  mit  jener  der  Zeugungsorgane  in  Einklang  zu  bringen.  Um  nur  ein  Beispiel  zu 
nennen  ist  der  Aufbau  der  bisher  als  Agrias  sardanapalus  und  Claudia  kursierenden  Species  kaum  von  jenem  der 
Prepona  und  ompÄaie  zu  unterscheiden.  Wir  dürfen  somit  annehmen,  daß  die  dunkleren  und  einfacher  ge¬ 

zeichneten  Arten  der  Pr.  dewop/mn- Gruppe  sich  bereits  consolidiert  haben,  während  die  bunten  Species  der  Pre¬ 
pona  ZaeVies- Serie  sich  noch  in  voller  Evolution  befinden.  Nach  dem  bisher  Gesagten  ist  es  nicht  zu  verwundern, 
wenn  sich  die  Zugebörigkeit  der  gleichfalls  gelbe  Büschel  besitzenden,  bis  jetzt  unter  dem  Namen  „AgriaP' 
zusammengefaßten  Arten  zur  Prepona  ZaerZes- Gruppe  erweist.  Dr.  Schatz  erwähnte  seinerzeit  bereits,  daß 
das  Geäder  der  „Agrias“  mit  jenem  der  Prepona  vollkommen  gleich  gebildet  sei.  Da  nun  die  Behandlung  der 
Klammerorgane  deren  Analogie  mit  Prepona  ergeben  hat,  so  sollte  in  Zukunft  der  Name  „„Agnas“  zur  Bezeich¬ 
nung  einer  Gruppe  bunter  Preponen  herabsinken ,  wenn  wir  nicht  der  schlankeren  Raupenform  der  Agrias 
mehr  Bedeutung  beilegen. 

Anatomisch  haben  wir  somit  zu  unterscheiden : 

A.  Archaeoprepona.  Uncus  mit  chifcinösem  in  der  Regel  iilattenartigem,  unbedorutem  ventralen  Fortsatz.  Type: 
A.  demoplion  L. 

B.  Prepona  (Agrias).  Uncus  mit  einem  eigentümlichen  an  die  Blütenköpfe  der  Pflanzengattung  Phyteuma  er¬ 
innernden  bedornten  ventralen  Fortsatz.  Type:  P.  laertes  Hbn. 

Die  Valvenform  und  der  ungemein  ki’äftige  lange  Penis  verraten  Verwandtschaft  mit  den  Apaturi- 
den,  doch  wird  diese  wieder  eingeschränkt  durch  den  kurzen  Saccus. 

Nach  der  Färbung  der  Fühler  lassen  sich  gleichfalls  zwei  Formengruppen  absondern,  nämlich ; 

A.  Fühler  rot:  Anaeomorpha. 

B.  Fühler  schwarz:  Prepona. 


A.  Artengruppe  Anaeomorpha  (Rothschild,  Nov.  Zool.  1896  t.  13  f.  1). 

Geäder  wie  bei  Prepona,  die  ersten  Subcostaläste  frei,  nicht  vereinigt  wie  bei  Anaea. 

P.  splendida  Rothsch.  (103e)  vom  Rio  Cachyaco,  gleicht  unterseits  einer  Prepona  meander  (111  c)  mit  splendida. 
hellerer  Basalliälfte  und  dunkelbrauner,  durch  eine  schwarze  Linie  abgeschiedener  Distalzone.  Costale  bis 
nahe  der  Figlmitte  weiß ;  oberseits  von  allen  Preponen  abweichend  durch  eine  blau  übergossene  Zelle  der 
Vflgl,  auch  durchzieht  die  Longitudinal-Prachtbinde  die  Zelle  der  Hflgl.  Die  Vflgl  charakterisiert  durch  drei 
blaue  Transcellularmakeln.  Heimat  Peru. 

V 


70 


554 


PREPONA.  Von  H.  Pbuhstorfer. 


B.  Artengruppe  Prepona. 

S  e  c  t  i  o  n  A  r  c  h  a  e  o  p  r  e  p  o  n  a  Frühst.  Haarbüschel  der  Hflgl  schwarz. 

P.  demophon,  die  am  längsten  bekamite  und  häufigste  Art,  hat  eüie  einfach  gezeichnete  Unterseite, 
vorwiegend  gelb  oder  ockergelb  mit  verwaschenen  schwarzen  Flecken,  undeutlichen  schwarzen  Linien  und  je 
nach  der  Lokalität  wechselndem  silbergrauem  Anflug.  Das  $  ist  stets  größer,  unterseits  ärmer  an  Schwarz, 
vorwiegend  gelblich  mit  verwaschenem  rötlich  grauem  Anflug.  Die  Exemplare  nehmen  in  der  Größe  in  der 
Richtung  von  Norden  nach  Süden  ab.  Die  Art  Avird  sehr  selten  in  Mexiko  und  ist  bis  Süd-Peru  und  Bolivien 
nachgewiesen.  Auf  der  atlantischen  Seite  geht  demophon  von  Guyana  bis  Santa  Catharina,  Rio  Grande  do  Sul 
und  Paraguay.  Tegumen  mit  kurzer,  gedrungener  LTncus- Spitze,  dessen  dorsale  Basalpartie  stark  chitini- 
ccntralis.  siert  und  mit  einem  tief  eingekerbten  Kamme  versehen  ist.  — ■  centralis  Frühst,  ist  mir  nur  aus  Hon¬ 
duras  bekannt.  Die  Form  erscheint  erheblich  größer  als  Surinam-Exemplare  und  bleibt  im  Flügelumfang 
niemals  hinter  '»mson  (111  a)  zurück.  Die  Medianbinde  namentlich  der  Hflgl  ausgedehnter  als  bei  der 
NamenstyjDe  aus  Surinam,  mehr  grünhch  und  goldig  als  blau.  Die  Subapicalf lecken  der  Vflgl  der 
größer,  fast  kreisrund,  isoliert,  bei  den  wischförmig,  schmäler  als  bei  Surinam-Exemplaren.  Unter¬ 
seite  durchaus  heller,  vorwiegend  grauviolett  statt  ockergelb,  mit  prominenten  blaugekernten  Ozellen 
der  Nach  Godman  und  Salvin  bereits  sehr  selten  in  Mexiko.  In  der  Sammlung  Staudixger  sind 
muHon.  Exemplare  aus  Yucatan  und  Venezuela.  —  Eine  Serie  Individuen  von  Panama  schließt  sich  bereits  muson 
Frühst.  (111  a)  der  andinischen  Territorial-Form  mit  der  Type  aus  Kolumbien  an.  Mir  liegen  auch  d'd'  ^'US 
Ecuador  vor  und  Staudinger  erwähnt  Stücke  von  Süd-Peru.  Die  demopÄow-Rasse  der  nördlichen  Anden 
ist  erheblich  größer  als  Surinam-Exemplare.  Die  Medianbinde  der  Figl- Oberseite  breiter  und  lichter,  mehr 
goldig  grün ;  die  Unterseite  zeichnet  sich  durch  die  besonders  markante  und  glänzendere  Submarginal¬ 
region  aus,  die  von  einer  sehr  dunklen  rotbraunen  Binde  durchzogen  Avird,  Avelche  bei  Surinam-Exemplaren 
demophon.  kaum  zu  erkennen  ist.  —  demophon  L.  (lila),  der  nomenklatorische  T3rpus,  ist  sehr  häufig  im  Amazonas- 
Gebiet  und  in  sämtlichen  drei  Guyana.  Exemplare  aus  Mato-Grosso  und  Bolivien  sind  nicht  Avesenthch 
sysiphus.  Amn  solchen  aus  Surinam  A^erschieden.  —  Als  sysiphus  Cr.  ist  eine  Form  beschrieben  mit  besonders  breit  an- 
Ihalpius.  gelegten  und  verdunkelten  braunen  Stellen  der  Unterseite  beider  Figl.  —  Auch  thalpius  Hbn.  ist  auf  verdunkelte, 
abAveichende  Stücke  basiert  mit  schön  rötlich  violettem  Hauch  jenseits  der  Zelle  der  Vflgl  und  in  der  Median-  und 
xyniaius.  Basal-Zone  der  Hflgl.  —  xynlatus  subsp.  nov.,  ausgezeichnet  durch  große  Transcellular  mäkeln  der  Vflgl  und 
auffallend  breite  lichtblaue,  jedoch  besonders  intensiv  goldgrün  glänzende  Medianbmden.  Die  LTiiterseite  hat 
nur  ganz  scliAA'ache  und  noch  mehr  als  bei  extincta  verAvascheiae  grausilberne  Marmorierung.  Bahia;  verändert 
pamencs.  auch  in  Minas  -  Geraes.  —  panienes  subsp.  nov.  bewohnt  Minas-Geraes  und  Espiritu  Santo,  Avahrscheinlich 
auch  noch  Rio  de  Janeiro.  C  unregelmäßigeren,  kleineren  transcellularen  Flecken  und  schmäleren  dunkler 
ea;;mcü(.  blauen  Binden  der  Vflgl  als  —  extincta  Stgr.  (111b),  ursprünglich  auf  Exemplare  aus  Süd-Brasilien 

(Blumenau)  basiert,  findet  sich  auch  noch  in  Paraguay.  In  der  Regel  von  kleiner  Gestalt  mit  vorAAÜegend 
grau  violettem  Anflug  der  Lhiterseite  der  d'd'  und  gelblicher  der  $9-  Die  scliAvarzen  Medianlinien  namenthch 
bei  den  $$  verAvaschen.  Rp  auf  Anonaceen  und  Abacata-Bäumen  (Persia  gratissima).  —  catachlora  Stgr. 
catachtora.  (111b)  findet  sicli  von  Minas-Geraes  an  neben  und  Avurde  von  Dr.  Wilh.  Müller  aus  von 

demophon  verschiedenen  Rpn  gezogen.  In  Rio  Grande  do  Sul  ist  ccdacAiora  häufig.  Die  Unterseite  macht  ganz  den 
Ehich’uck  einer  Trockenzeit  oder  Kälteform  von  P.  demophon  und  ist  leicht  kenntlich  an  grünlichen  Stellen, 
Avelche  von  schön  silberig  grau  violett  schimmernden  Partien  begrenzt  Averden.  Die  Subapicalflecken  der 
Oberseite  sind  kleiner,  aber  Avie  die  schmäleren  Bindeii  intensiver  und  dunkler  blau  glänzend  als  bei  derno- 
zorniithes.  phon.  Bei  zoranthes  subsp.  nov.  von  Rio  Grande  do  Sul  ist  manchmal  nur  ein  blauer  Subapicalfleck  vor¬ 
handen  und  die  Medianbinde  der  Vflgl  sehr  verschmälert.  Die  chitinose  Partie  am  Uncus-Rücken  Aveniger  scharf 
gezähnt,  die  übrigen  Teile  stimmen  aber  so  genau  mit  P  .demophon  überein,  daß  catachlora  nur  als  eine  Zustands- 
Form  von  demophon,  keinesfalls  aber,  wie  bisher,  als  Art  aufgefaßt  Averden  kann.  (Unter, sacht  Avarde  ein  S  ^us 
Espiritu- Santo.) 

P.  phaedra  ist  eine  isolierte  Species  mit  einer  ebenso  zeichnungslosen  aber  dunkleren  Unterseite  als 
P.  demophon.  Die  Oberseite  gleich  der  P.  tijrias  (111  b),  nur  ist  die  blaue  Medianbinde  der  Hflgl  nach  dem 
Anahvinkel  zu  verschmälert  und  die  Unterseite  ebenso  gesättigt  grau  Avie  bei  P.  crassina  (111c),  jedoch 
adla.  ohne  den  scliAvarzen  Fleck  an  der  Submediana  der  Vflgl.  Zwei  Lokalrassen:  aelia  Godm.  u.  Salv.  nach  einem  S 
phaedra.  ohne  blaAie  Subapicalflecken  der  Vflgl,  aus  Mexiko  beschrieben,  und  phaedra  Godm.  nach  einem  $  A^om  VuU^an 
Chiriqui  aufgestellt.  Ein  Exemplar  meiner  Sammlung  führt  kleine  dunkelblaue  Subapicalmakeln  der  Vflgl. 

P.  antsmache  findet  sich  stets  neben  P.  demophon,  ohne  daß  sie  jedoch  im  Norden  Mexiko  erreicht.  Die 
Prachtbinde  der  Oberseite  ist  reiner  blau,  schillert  nur  ausnahmsAveise  grüngolden.  Die  Unterseite  Arird  durch 
unser  Bild  von  tyrias  (111  b)  charakterisiert  und  Avechselt  je  nach  der  Heimat  von  vorwiegend  verAvaschen 
ockergelb  (Amazonas,  Surinam)  zu  hell  silbergrau  (Süd-Brasihen).  Die  scliAvarze  Partie  am  Ird  der  Vflgl  er- 


PREPONA.  Von  H.  Frtthstorfbr. 


scheint  ausgedehnter  als  hei  P.  dmio'plion.  Bei  einigen  Tnselrassen  treten  nocli  auffallerifl  verdunkelte  hraun 
übertünchte  Stellen  besonders  in  der  Basalregion  zutage,  welche  kontinentalen  Arealrassen  fehlen.  Xdlvf-n- 
forra  breiter  als  bei  demo'phon,  der  üncus  dorsal  glatt.  —  gulina  FraJisi.  die  nördlicliste  Abzweigung  setzt  in  fjulma. 
Honduras  ein,  durchzieht  Zentral-Ainerika  und  dringt  bis  Kolumbien  vor,  wenigstens  soweit  mir  Material 
(Cauca-Tal)  zugänglich  ist.  Die  Oberseite  hat  aber  Aehnlichkeit  mit  demophonn  Hhn.  von  »Surinam.  Die 
Gestalt  von  gidina  ist  jedoch  erheblich  größer,  alle  blauen  Binden  sind  stark  verbreitert  und  bei  den  $$ 
vorwiegend  goldig  grün  schillernd.  Die  Unterseite  liat  zunächst  die  rein  weiße  Zelle  und  eine  außerordcntlicli 
breite,  weiße  Binde  vor  dem  Zellapex  der  Vflgl  mit  crassina  gemeinsam,  die  Zelle  der  Hflgl  und  die  weiße 
Discalbinde  sind  sogar  noch  reiner  und  breiter  weiß  als  bei  crassina.  Mit  den  Pestlandsformen  hat  aher 
gulina  den  in  der  Mitte  unterbrochenen,  schwarzen  Analfleck  der  Vflgl,  und  die  ganz  kleinen  weißen  Sub¬ 
marginalpunkte,  in  denen  sich  keine  Spur  von  blau  findet,  gemeinsam.  — ■  demophoon  Hhn.  umschreibt  doiophoor) 
die  Territorialform  von  Surinam  und  vom  Amazonas.  Die  blauen  Apicalflecken  der  Vflgl  entschieden  kleiner 
als  bei  gulina,  die  Unterseite  gleichmäßiger,  verwaschen  fahl  ockerfarben.  Weil  der  Name  demophoon  sehr 
ähnlich  demophon  L.  klingt,  hat  man  den  Namen  amazonica  Stgr.  für  die  Amazonas-Rasse  eingeführt,  doch 
wird  sich  diese  Bezeichnung  kaum  halten  lassen.  —  SLnAxzalo.  Frühst.,  die  antiinache-Y orm,  welche  die  Anden  ondkola. 
bewohnt,  kommt  gtdina  von  Zentral-Amerüja  sehr  nahe,  differiert  aber  von  dieser  durcli  die  noch  größere  Ge¬ 
stalt  und  die  etwas  schmäleren,  aber  intensiver  blauen  Discalbinden  der  Oberseite.  Die  Unterseite  erinnert 
an  gtdina  durch  die  sehr  breite,  weißliche  Begrenzung  der  schwarzen  Discalbinden  aller  Plgl,  auf  den  Hflgln 
ist  aber  die  Marginalzone,  namentlich  beim  $,  noch  intensiver  weiß,  des  weiteren  sind  alle  schwarzen  Punkte 
und  Linien  viel  kräftiger.  Nur  der  Analwinlcel  der  Vflgl  ist  dunlvelgelb,  der  schwarze  Analfleck  sehr  groß  und 
die  submarginalen  Ozellen  der  Hflgl  sind  sehr  viel  größer,  als  bei  demophoon  und  antimache,  beim  ^  rötlichgelb, 
beim  $  grünlichgelb  mit  deutlichen  blauen  Tupfen,  andicola  differiert,  verglichen  mit  antimache,  dann  noch 
durch  die  hellere,  mehr  weiße,  als  grau  melierte  Basis  der  Hflgl-Unterseite.  Di(^Type  stammt  aus  Venezuela; 
ich  ziehe  dazu  noch  Stücke  von  Ecuador  und  von  Pozzuzo  (Peru).  —  thebais  subsp.  nov.  schließt  sich  an  demo-  thebais. 
phoon  an,  doch  ist  sie  von  Gestalt  größer  und  die  Unterseite  der  Hflgl  wird  bunter;  die  Vflgl  führen  deuthehe 
weiße  transcellulare  Partien.  Mato-Grosso  (Brasilien).  — lyde  subsp.  nov.  differiert  von  thebais  durch  entschieden  lyde. 
schmälere  bereits  a,i\tyrias  (111b)  erinnernde  blaue  Binden  der  Oberseite.  Habituell  kommt  lyde  der  andinischen 
und  der  Mato-Grosso-Rasse  gleich ;  die  Subapicalflecken  der  Vflgl  sind  ebenso  prominent  wie  bei  andicola, 
thebais  und  gulina,  also  im  Gegensatz  zu  der  an  Blau  sehr  armen  demophoon.  Die  Hflgl-Pinterseite  verrät  da¬ 
gegen  wiederum  Beziehungen  zu  der  südbrasilianischen  tyrias  durch  besonders  lebhaftes,  helles  Silbergrau. 

Bolivien.  —  antimache  Hbn.  findet  sich  von  Bahia  an  bis  Rio  de  Janeiro.  Die  blauen  Präapicalmakeln  der  antimache. 
Vflgl  sind  bei  den  ejej  markanter,  als  bei  demophoon,  rundlicher,  die  Prachtbinde  wird  schmäler.  Auf  der  Unter¬ 
seite  beschränlH  sich  das  verwaschene  Ockergelb  auf  die  Medianzone  der  Vflgl.  — ■  Bei  tyrias  subsp.  nov.  (111  b)  tyrias. 
nimmt  die  Verschmälerung  der  blauen  Mittelbinde  bei  beiden  Geschlechtern  zu  und  der  proximale  Subapical- 
Fleck  ist  stets  weißlich  oder  grünlich  untermischt,  nicht  mehr  gesättigt  blau,  wie  bei  den  Vikarianten.  Namens¬ 
type  aus  Rio  Grande  do  Sul,  auch  aus  St.  Gatharina  und  Paraguay  in  meiner  Sammlung  und  vermutheh  nord¬ 
wärts  bis  Säo-Paulo  vordringend.  —  insulicola  Frühst.  (112  c).  Auf  den  westindischen  Inseln  hat  sich  antimache  insulicola. 
Hbn.  zu  einer  höchst  charakteristischen  Lokalrasse  umgebildet.  Das  blaue  Discalband  namentlich  auf  den 
Vflgln  ist  schmäler  und  auf  den  Hflgln  auch  viel  kürzer  als  bei  kontinentalen  Vilcarianten.  Die  Discalbinden 
sind  nicht  tief  blau,  sondern  eigentümlich  hellgrün  mit  einem  violetten  Schimmer.  Der  schwarze  Außensaum 
der  Hflgl  erscheint  durch  das  Zurücktreten  der  blauen  Discalfärbung  sehr  viel  breiter  als  bei  antimache,  die 
Ciliae  sind  heller,  gelblicher  und  stehen  dichter  als  bei  Exemplaren  vom  Pestlande.  Sehr  verändert  hat  sich 
die  Unterseite.  Diese  ist  farbenreicher  als  bei  antimache,  und  die  Discalbinden  sind  braun,  anstatt  schwarz, 
und  kräftiger.  Die  weiße  Begrenzung  der  braunen  Discalbinde’  ist  außerordentlich  verbreitert,  ebenso 
macht  sich  eine  deutliche,  weiße  Submarginalbinde  auf  allen  Plgln  bemerkbar,  an  deren  Stelle  bei  antimache 
auf  den  Vflgln  nur  weiße  Punlite  stehen.  Der  schwarze  Pieck  im  Analwinlcel  der  Vflgl  ist  in  der  Mitte  nicht 
unterbrochen,  sondern  bildet  eine  kompakte  Masse,  in  der  sich  eine  gelbbraune,  fast  viereckige  Makel  einbettet. 

Der  schwarze  Strich  in  der  Mitte  der  Vflglzelle  verläuft  fast  geradlinig,  während  er  bei  antimache  scharf  gewinlcelt 
ist.  Die  Hflgl  sind  des  weiteren  mit  intensiven,  blauen  Punkten  verziert,  von  denen  die  4  letzten  die  größten 
und  deutlich  rotbraun  geringelt  sind.  Das  Auftreten  von  wirklich  tief  blauen  Punlvten  erscheint  mir  sehr  wichtig, 
weil  Godart  in  seiner  Beschreibung  von  amphitoe  ausdi’ücklich  von  PünlHchen  spricht,  die  bläulich  (bleuätre) 
sind.  Haiti.  Im  Museum  in  Berlin  befinden  sich  3  d'd'?  die  namentheh  auf  der  Unterseite  vollkommen  mit  meiner 
T3^e  übereinstimmen  und  bei  Port  au  Prince  gefangen  sind.  —  ilmatar  subsp.  nov.,  eine  weitere  Inseh’asse  von  Umatar. 
Trinidad  (Port  of  Spain).  iiiif  etwas  längerer  Mittelbinde  der  Oberseite,  die  außergewöhnlich  steil  gestellt 
ist  und  zu  P.  cmssfnaEraAsk  von  Cuba  Beziehungen  verrät.  Präapicalflecken  kleiner  als  beim  112  c  abgebildeten 
insulicola-^.  Unterseite  vorwiegend  dunlvelgrau,  aber  doch  noch  mit  antimachoiden  silbergrauen  bindenförmi¬ 
gen  Stellen.  Hflgl  ebenso,  wie  jene  von  insulicola,  ausgezeichnet  durch  prächtig  blaugekernte  ultramediane 
Ozellen.  —  crassina  Frühst.  (111  c)  steht  der  phaedra  unterseits  so  nahe,  daß  sie  als  geographische  Perm  der  crassina. 
zentralamerikanischen  Art  aufgefaßt  werden  könnte,  wenn  sie  nicht  ein  großes  schwarzes  Peld  am  Ird  der 
Vflgl  davon  trennen  würde.  Aixch  ist  die  schwarze  Zickzacklinie  der  Hflgl  prominenter,  mehr  an  P.  antimache 


556 


PREPONA,  Von  H.  Pruhstorfee. 


gemahnend.  Die  Oberseite  gleicht  P.  antimache  doch  sind  die  blauen  Subapicalflecken  der  Vflgl  nahezu  vertikal 
untereinander  gestellt  und  die  Medianbinde  ist  gleichfalls  steiler  gerichtet.  —  Die  Valve  ist  eine  wenig  schlanker 
als  bei  antimache  tyrias  Frühst .  von  Rio  Grande  do  Sul.  Von  Cuba,  dort  sehr  selten. 

P.  camilla,  eine  außergewöhnlich  lokalisierte  Species,  von  welcher  nur  wenig  Exemplare  bekannt  ge¬ 
worden  sind.  Sie  verhält  sich  zu  P.  antimache  etwa  wie  P.  phaedra  zu  P.  demophon.  camilla  darf  als  die  am 
hervorragendsten  blaugeschmückte  Art  gelten,  die  wir  kennen,  und  bei  keiner  anderen  Species  finden  wir  ein 
so  luxuriantes  grünhch  glänzendes  Prachtfeld,  wie  bei  camilla.  Die  blaue  Zone  sowohl  wie  das  präapicale  Blau 
camilla.  wechseln  je  nach  der  Oertlichkeit  der  beiden  Territorialformen.  —  camilla  Godm.  u.  Salv.,  aus  Nicaragua  und 
Panama  beschrieben,  führt  zwei  längliche,  schmale  blaue  Präapicalstreifen  und  eine  Prachtbinde,  welche  die 
Ausdehnung  jener  von  P.  demophon  nur  unerheblich  übertrifft.  PTnterseite  vorwiegend  hell  ockergelb  mit  einer 
metabus.  braunen  an  der  hinteren  Radiale  gebrochejien  Längsbinde  der  Vflgl.  —  mefabus  subsp.  nov.  *)  zeigt  drei  hell¬ 
blaue,  breite  Striche  und  eine  umfangreichere  Prachtbinde  der  Vflgl  als  camilla.  Die  Unterseite  ist  auffallend 
differenziert  durch  braungelbes  Colorit  mit  ausgedehnten  gelblichen  silberglänzenden  Feldern.  Columbien,  einer 
sogenannten- ,,Bogota-Sendung“  entstammend,  aber  sicher  bei  Muzo  gefangen,  von  wo  sie  mir  aus  7 — 800  m 
Höhe  aus  neueren  Sammlungen  gleichfalls  vorlag. 

P.  meander.  Eine  der  bekanntesten  Arten  und  unterseits  leicht  zu  unterscheiden  durch  die  scharf 
abgegrenzte  dunkelbraune  DistaUiäfte,  welche  lebhaft  mit  der  helleren,  weißlich  oder  grauen,  silberglänzenden 
Basalzone  kontrastiert.  Bemerkenswert  ist  ein  weißlicher  rundlicher  oder  halbmondförmiger  Fleck  an  der 
Subcostalis  der  Hflgl.  Die  Oberseite  differiert  nur  unerheblich  von  jener  von  P.  demophon,  doch  kommen  hell 
grünliche  oder  bronzeglänzende  Binden  wie  bei  P.  demophon  und  P.  antimache  nicht  vor.  Das  $  übertrifft  die 
in  der  Größe  und  führt  ansehnlichere  transcellulare  Streifen  der  Oberseite  der  Vflgl  und  unterseits  präsentiert 
sich  die  äußere  FlgUiälfte  etwas  fahler  braun.  Je  nach  der  Lokalität  schwankt  die  Größe  der  Individuen,  welche 
in  der  andinischen  Region  das  Maximum  der  Entwicklung,  bei  den  südbrasilianischen  Rassen  ihr  Minimum 
erreicht.  Die  geographische  Verbreitung  deckt  sich  mit  jener  von  P.  demophon.  Im  Norden  wird  Mexiko 
phoehus.  und  im  Süden  Rio  Grande  do  Sul  noch  von  der  Species  bewohnt.  —  phoebus  Bsd.  die  nördlichste  Ab¬ 
zweigung,  aus  Guatemala  beschrieben,  liegt  mir  vom  Vulkan  Chiriqui  und  dem  Cauca-Tale  von  Columbien  vor. 
Die  präapicalen  Blauflecken  der  Vflgl  etwas  ausgedehnter  und  lebhafter  glänzend  und  die  Unterseite  der  Vflgl 
ineander,  in  ihrem  äußersten  Teile  etwas  fahler  als  bei  der  Surinam-Form.  —  meander  Cr.  (111  c),  von  der  wir  ein  $  aus 
Surinam,  der  Heimat  des  Namenstypus  darstellen,  kommt  gleichartig  auch  am  Unteren  Amazonas  vor.  Eine 
megabates.  ähnliche  Rasse  findet  sich  auf  der  Insel  Trinidad.  —  megabates  subsp.  nov.  ist  im  männlichen  Geschlecht  so  groß 
wie  das  abgebildete  Surinam-^,  die  blauen  Flecken  distal  von  der  Zelle  der  Vflgl  treten  etwas  kleiner  auf  und 
megades.  die  Basalzone  der  Hflgl-Unterseite  ist  etwas  verdunkelt.  Peru,  Bolivien.  —  megacles  form.  nov.  bewohnt  das 
mittlere  Brasilien.  Beide  Geschlechter  bleiben  hinter  den  bisher  besprochenen  Vikarianten  im  Habitus  zurück 
und  Hand  in  Hand  damit  geht  eine  Verschmälerung  der  blaiien  Prachtbinden.  Die  Basalzone  der  Vflgl-Unter- 
seite  erscheint  zumeist  dunl?;elgrau  oder  violett  verdeckt,  der  antiterminale  Saum  der  Vflgl  schärfer  als  bei 
meander  abgesetzt  und  dadurch  in  Uebereinstimmung  mit  phoebus  und  megabates.  Type  aus  Espiritu  Santo, 
soron.  mir  auch  aus  Minas-Geraes  vorliegend.  Bei  Rio  de  Janeiro  nicht  sehr  häufig.  —  soron  subsp.  nov.  (111  c)  würl 
basiert  auf  Exemplare  aus  Theresopolis  in  St.  Catherina.  Die  Figlform  wird  spitzer  und  schmäler  als  bei  megacles, 
die  blauen  Flecken  und  Binden  der  Oberseite  unterliegen  einer  weiteren  Rediüvtion  als  bei  der  mittelbrasilia¬ 
nischen  Arealform.  Auf  der  Vflgl -Unterseite  verfließt  der  antiterminale  Saum  mit  der  dunlvlen  Grundfarbe 
wie  bei  meander.  Hflgl  im  allgemeinen  heller  braun  mit  verbleichender  Außenzone.  —  am.phimaclrus  wird  hier 
ihrer  Speciesrechte  beraubt,  die  ihr  Bates,  Kirby,  Stafdinger  nochmals  zuerkannt  haben,  während  ich  sie 
1904  dem  Beispiele  Godman  u.  Salviists  folgend,  als  Nebenform  von  P.  meander  auffaßte.  Die  Form  amphimachus 
ist  in  der  Regel  namentlich  in  der  andinischen  Region  häufiger,  gar  nicht  selten  in  Mexiko,  sehr  gemein  in 
Zentral-Amerika,  während  eigentliche  meander  dort  selten  bleiben.  Der  Flglschnitt  ist  abweichend,  rund¬ 
licher,  die  Blaubinde  bei  den  nördlichen  Rassen  ausgedehnter,  die  Unterseite  fast  immer  ockergelb,  die 
Medianbinde  stets  prägnant,  die  Distalzone  zwar  manchmal  -verdunkelt,  aber  selbst  bei  den  melanotisch- 
sten  Rassen  niemals  ausgedehnt  braun  und  scharf  abgegrenzt  als  bei  meander.  Basalregion  der  Hflgl  nament¬ 
lich  beim  $  stets  fahlgelb,  statt  weißlich,  amphimachus  hat  mit  meander  stets  den  subcostalen  vv^eißen  Fleck 
der  Hflgl  gemeinsam,  ainphimachus  findet  sich  zu  gleicher  Zeit  mit  P.  meander.  In  vertikaler  Richtung 
steigt  sie  bis  2000  m  empor,  während  meander  anscheinend  mehr  in  den  niederen  Regionen  heimisch 
cincius.  ist.  —  cinctus  Frühst,  wurde  von  mir  bereits  1904  als  Trockenzeitform  von  P.  meander  angesehen.  Sie  ist 
in  der  Tat  die  nördlichste  Abzweigung.  Habituell  kleiner  als  die  zentral-amerikanische  Schwester¬ 
rasse  sind  bei  ihr  auch  die  subapir  alen  Blaufleeken  im  Rückgänge  begriffen.  Unterseite  vorwiegend  grau 
amphiktion.  violett,  ebenso  die  Außenliälfte  der  Hflgl.  Mexiko.  —  aniphiktion  subsp.  nov.,  eine  ausgezeichnete  geo¬ 
graphische  Form,  an  Größe  die  Amazonas-  und  Surinam-Rasse  überbietend.  Die  Prachtbinde  der  Oberseite 
heUer  und  glänzender  blau,  die  Transcellularflecken  sehr  groß.  Unterseite  der  BG  ausgedehnt  braun  bevv^ölkt, 
dadurch  Aehnhchkeit  mit  meander  vortäuschend;  ^  aber  ohne  weiteres  durch  eine  hell  lehmgelbe  Distal-  und 

*)  Metabu.s,  der  Vater  der  Camilla. 


r 


PREPONA.  Von  H.  Fruhstorfee. 


00  / 


eine  glänzende  Innenpartie  von  amfiliimaclms  gescliieden.  Type  aus  Honduras,  aueli  aus  Costa-Rica  und  i'anama 

in  der  Sammlung  Friiiistorfer.  Herr  Fasse  sandte  mir  Exem})lare  vom  Rio  Aquacatal  aus  2000  rn  lliilie 

in  Columbien  gesammelt,  welche  von  Honduras-Individuen  nicht  zu  trennen  sind.  —  amphimachus  F.  "'"/At- 

^  .  .  .  'ino(:hus» 

(=  amphimache  Hhn.)  (112  c)  haben  wir  nach  einem  relativ  kleinen  aus  Surinam  dargestellt.  Das  k  ist 

stets  ansehnlicher,  dessen  Unterseite  gesättigter  lehmgelb  als  liei  amphiktion.  Häufig  in  Surinam  und 
am  unteren  Amazonas,  so  besonders  bei  Obidos.  —  syniaithus  stthsp.  nov.  überragt  in  der  Größe  der  d'd'  si/inaiilms. 
stattlichsten  $$  aus  Zentral-Amerika  und  Surinam.  ])ie  Prachtbinde  der  Oberseite  entschieden  breiter,  die 
transcellularen  Flecken  größer,  die  Unterseite  mit  vorwiegend  rötlicher  Medianbinde.  Ecuador;  vermutlich 
auch  in  einigen  Bezirken  von  Peru.  —  magos  subsp.  nov.  findet  sich  in  Bolivien  und  Mato-Grosso,  bleibt  im  Figl-  magos. 
ausmaß  bereits  hinter  symaithus  zurück.  Die  Blaubinde  verjüngt  sich  nach  vorne  und  im  Analwinkel  und  wird 
auch  in  der  Mitte  entschieden  schmäler.  Die  Unterseite  ist  leicht  kenntlich  durch  entschiedener  graubraune,  an  P. 
meander  anklingende  Distalpartie  besonders  derHflgl.  —  fruhstorferi  Röb.  (Il4a)  auf  ein  $  aus  Rio  de  Janeiro  fruhsiorjer  i. 
basiert,  das  wir  abbilden,  umschreibt  die  mittel-brasilianische  Zustandsfoim,  welche  habituell  analog 
P.  meander  megacles und  P.antimache  hinter  den  nördlichen  und  auch  den  andinischen  Vikarianten  zurücksteht. 

Ein  mit  der  Figur  kongruentes  $  besitze  ich  aus  Espiritu  Santo.  iJJ  aus  Bahia,  Espiritu  Santo  und  Minas-Geraes, 
sind  ebenfalls  kleiner  als  amphimachus  d'cJ  vom  Amazonas  etc.  Die  Blaufleckung  neigt  zur  Reduktion,  Unter¬ 
seite  noch  mehr  verwaschen  als  bei  amphimachus,  fahlgraugelb.  —  melas  form.  nov.  findet  sich  in  St.  Catharina.  melus. 

Die  Figlform  ist  noch  wie  bei  fruhstorferi,  die  Prachtbinde  aber  kaum  noch  halb  so  breit  als  bei  amphimachus 
und  noch  mehr  eingeengt  als  bei  P.  meander  soron.  —  pseudomeander  Frühst.  (=  falcata  RÖb.)  (111  c,  d, 

114  a  als  falcata)  steht  an  der  Grenze  der  Artberechtigung.  Bei  ihr  verändert  sich  die  Figlform,  die  Vflgl 
springen  sichelartig  vor,  die  Hflgl  verschmälern  sich  zu  einer  langausgezogenen  Spitze.  Die  Reduktion  der 
blauen  Binde  dei  Vflgl  melas  gegenüber  schreitet  noch  in  der  Weise  fort,  daß  breite  schwarze  Adern  das 
Prachtfeld  zu  zerlegen  beginnen.  Auf  der  Unterseite  fällt  ein  eigentümlicher  puiq^urner  oder  rötlich-violetter 
Schimmer  der  dunkel  grauen  Außenhälfte  auf,  den  unsere  Figur  recht  glücklich  wiedergibt.  Rio  Grande 
do  Sul,  selten  und  lokal.  Aus  Candelaria  gingen  mir  aber  ca.  30  Exemplare  zu.  —  Die  Untersuchung  des 
Kopulations  -  Apparates  von  meander  und  amphimachus,  welche  ich  auch  auf  cincta.  Frühst,  von  Mexiko 
und  pseudomeander  Frühst,  aus  Süd-Brasilien  ausgedehnt  habe,  ergab  in  den  Grundcharakteren  ein  so  weit 
übereinstimmendes  Resultat ,  daß  an  der  Zusammengehörigkeit  dieser  beiden  Formen  nicht  zu  zweifeln 
ist.  Nur  die  Grösse  des  dorsalen  Uncus  schwankt  bei  den  einzelnen  Individuen  etwas,  jedoch  sind  diese 
Schwankungen  nicht  an  eine  Form  gebunden,  sondern  beiden  gemeinsam.  Dieser  Teil  des  Organs  ist  zwar 
kräftig,  aber  klein  ausgebildet  und  wird  bei  der  Betrachtung  leicht  von  2  Paar  lateral  initer  ihm  vorgestreckten, 
spitzkolbigen  Fortsätzen  des  Tegumen  verdeckt,  oder  derart  verschoben,  daß  er  selbst  bei  geiiauerem  Studium 
des  Objektes  übersehen  werden  kann.  Ist  der  Hacken,  der  die  dorsale  Verlängerung  von  zwei  seitlichen,  becken¬ 
artigen  Gebilden  darstellt,  aber  etwas  länger,  so  ragt  er  über  die  diademartige  Krone  der  4  Kolben  hinaus,  und 
man  gewinnt  den  Eindruck  als  wenn  eine  spezifische  Verschiedenheit  vorhanden  ist.  Die  unter  den  erwähnten 
kolbigen  Fortsätzen  eingehängten  Harpen  sind  breit  löffelförmig,  laufen  spitz  zu  und  sind  kurz  vor  dem  distalen 
Ende  mit  einem  einfachen,  kräftigen  Dorn  bewehrt.  Penis  mächtig  entwickelt,  ohne  besondere  Eigentümlich¬ 
keiten,  Sa.ccus  kurz.  Die  Rasse  pseudomeander  Frühst.,  welche  äußerlich  so  scharf  differenziert  ist,  ergibt  anato¬ 
misch  keine  bemerkenswerten  Abweichungen. 

P.  chalciope.  Eine  ziemlich  seltene  Species,  über  deren  Verbreitung  wii’  noch  wenig  wissen.  Unsere 
Figur  111  d  gibt  eine  gute  Vorstellung  der  Unterseite,  deren  weiße  Binden  je  nach  der  Lokalität  an  Ausdeh¬ 
nung  variieren.  —  chalciope  Hhn.  ist  vermuthch  nach  Exemplaren  von  Guyana  beschrieben.  Kirby  erwähnt  clialcwpe. 
sie  zuerst  von  Cayenne  und  wir  finden  sie  von  dort  auch  im  Berliner  Museum  vertreten.  Die  Form  ist  beson¬ 
ders  charakteri  tisch  durch  eine  weiße  Begrenzung  der  inneren  hellen  Zone  und  zwar  vom  Apex  der  Vflglzelle  an 
durch  die  ZeUe  der  Hflgl  hindurch  bis  an  die  letzte  Mediana,  wo  sie  nahezu  auf  den  weißen  Striemen  stößt, 
welcher  auf  unserer  Abbildung  nochüber  die  Submediana  hinausgellt.  Das  blaue  Feld  der  Oberseite  der  Hflgl 
bauchig  erweitert.  Wir  dürfen  chalciope  wahrscheinlich  noch  aus  einer  Reihe  von  zentral-  und  nordbrasilianischen 
Provinzen  erwarten.  —  domna  siibsp.  nov.  (111  d  alsc7ia/aope)  ist  eine  sehr  dunlde  Form  mit  ungemein  verschmä-  domna. 
lertem  blauem  Mediangebiet  der  Oberseite.  Die  Unterseite  differiert  von  chalciope  Hhn.  durch  das  gänzliche  Fehlen 
der  subbasalen  weißen  Binde  und  die  verwischte  statt  markante  weiße  Stelle  jenseits  der  Vflglzelle.  Von  Säo  Paulo 
bis  Rio  Grande  do  Sul.  Nach  einem  Pärchen  aus  letzterem  Staate  sind  unsere  Figuren  hergestellt  und  ich  be¬ 
sitze  damit  analoge  Stücke  aus  Theresopolis  in  St.  Catharina.  —  chalcis  suhsp.  nov.  nähert  sich  oberseits  durch  chalcis. 
das  ausgedehnte  Prachtfeld  der  von  Hübner  dargestellten F’orm,  gleicht  aber  unterseits  der  domna  (lll  d), 
nur  sind  die  braunen  Partien  durch  grünliche  Bänder  und  Streifen  ersetzt  und  die  Distalzone  beider  Figl  bleicher 
und  mehr  verwaschen.  Paraguay.  Valve  etwa  wie  bei  P.  antimache,  Uncus  schlanker.  Peni  schmaler. 

P.  luctuosus  Walch.  Eine  mythische  Art  oder  Form,  hat  nach  der  primitiven  Abbildung  der  bunter-  luciuosns. 
Seite  gewisse  Analogie  mit  P.  chalciope  Hhn.',  des  weitern  ist  eine  entfernte  Aehnlichkeit  voi’handen  mit  P. 
demophon  resp.  a7^^^mac7ie-Rassen  der  Antillen.  Als  Heimat  Avird  ,, Ostindien“  genannt,  Avomit  allenfalls  die 
westindischen  Inseln  gemeint  sein  können. 


558 


PREPONA.  Von  H.  Frxthstorfer. 


P.  licomedes  führt  oberseits  drei  transzellulare  blaue  Flecken  und  eine  relativ  helle,  lebhaft  glänzende 
mehr  a.n  P.  2J^iendama<s  (112  a)  erinnernde  kompakte  blaue  Region.  Wir  haben  nur  zwei  Arealformen  zu  registrie- 
licomedes.  ren ;  Exemplare  der  andinischen  Region  differieren  nur  durch  die  vermehrte  Braunfleckung  der  Unterseite.  —  lico 
medes  Cr.  (111  d),  zuerst  aus  Surinam  beschrieben,  aber  im  ganzen  Amazonas-Gebiet  vorkommend.  Michael 
schreibt  über  deren  Lebensweise:  ,,Die  licomedes  fliegen  sehr  schnell  und  gewandt,  lieben  es  jedoch,  sich  öfters 
an  besonders  in  die  Augen  fallende  Baumstämme  zu  setzen  und  zwar  stets  kopfabwärts.  Sobald  nun  irgend 
ein  anderer  Falter  sich  in  ihre  Nähe  wagt,  stürzen  sie  auf  denselben  los  und  verfolgen  ihn  aufs  Hartnäckigste, 
worauf  sie  gewöhnlich  nach  ihrem  vorher  innegehabten  Platze  zurückkehren  und,  falls  derselbe  anderweitig 
schon  besetzt  ist,  den  Eindringling  verjagen.  In  Itaituba  sah  ich  an  einer  besonders  geeigneten  Stelle  täglich 
ein  Exemplar  von  'plieridmnas  in  bereits  defektem  Zustande,  ich  fing  denselben  und  zeichnete  ihm  die  Figl, 
worauf  ich  ihn  wieder  fliegen  ließ,  und  beobachtete  nun  dieses  Tier  voUe  2  Monate  hindurch  tagtäglich,  fing 
es  auch  zu  wiederholten  Malen,  um  mich  zu  überzeugen,  ob  es  auch  das  Richtige  sei.  Endlich  eines  Tages 
vermißte  ich  ihn,  nachdem  er  in  der  letzten  Zeit  bereits  so  abgeflogen  war,  daß  man  die  Art  schwerlich  noch 
scyrus.  hätte  feststellen  können.“  — scyrus  subsp.  nov.  soll  die  habituell  ansehnlichere,  unterseits  reicher  braun  dekorierte 
und  schärfer  gezeichnete  Rasse  der  Anden-Kette  bezeichnen,  mit  dem  Typus  aus  Peru,  wo  scyrus  bei  Pozzuzo 
nicht  selten  ist.  Es  liegen  mir  auch  Exemplare  aus  der  Niederung  Boliviens  vor  und  Fassl  fing  damit  kongruente 
Stücke  am  Oberen  Rio  Negro  in  800  m  Höhe,  Uncusfortsatz  höchst  auffallend  geformt,  mit  einer  frontalen  Ein¬ 
buchtung,  im  allgemeinen  an  ein  kleines  Fähnchen  erinnernd.  Valve  distal  stark  verjüngt,  ähnlich  jener  von 
P.  demophon. 

P.  chromus.  Eine  Species,  welche  der  andinischen  Region  eigentümlich  ist,  nur  im  Westen  nach  Vene¬ 
zuela  Übertritt.  Sie  ist  die  einzige  Art  mit  durchaus  schwarzer  Oberseite  der  Vflgl.  Die  Ozellen-Kette  der  Hflgl 
ist  sehr  veränderlich  und  die  Größe  der  ockergelben  Ringe  scheint  von  Norden  nach  Süden  zuzunehmen,  so 
daß  bolivianische  Exemplare  oberseits  am  reichsten  dekoriert  sind.  Rp  durch  Fassl  entdeckt  und  in  der  Gat- 
chiliarches.  tungsdiagnose  beschrieben.  —  chiliarches  subsp.  nov.  übertrifft  kolumbische  Exemplare  in  der  Größe.  Das 
blaue  Feld  der  Hflgl  ist  etwas  lichter,  entschieden  schmäler  und  länger.  Die  Augen  der  Hflgl  fast  ohne  durch¬ 
scheinende  ockerfarbene  Peripherie.  Die  Distalpartie  der  Unterseite  beider  Figl  vorwiegend  grau,  statt  braun, 
die  silberglänzende  Medianbinde  und  die  grauweiße  Bestäubung  der  Hflgl  und  die  weißlichgraue  BewöUaing 
cÄrojHws.f  der  Vflgl  ausgedehnter.  Venezuela.  — ■  chromus  Guer.  (  =herculesD6k)  aus  Kolumbien  hat  den  kleinsten  blauen 
Discalfleck  der  Oberseite  der  Hflgl  und  die  am  hellsten  graue  Basalzone  der  Unterseite.  Beide  Figl  gleichen 
UI  terseits  am  meisten  der  P.  synchroma  (114  a).  Vom  sehr  seltenen  $  existieren  zwei  Formen:  eine  (J-ähnliche 
ochracea.  ohne  blaue  Bindenfragmente  der  Vflgl  und  intensiv  ockergelb  umringelten  Ozellen  der  Hflgl;  und  fa.  ochraces 
Fassl  mit  hellbraunen  Schuppenansammlungen,  welche  im  Analwinkel  der  Vflgl  beginnen  und  etwa  bis  zur 
Flglmitte  Vordringen.  Als  Fundort  ist  der  Canon  del  Tolima  (Zentral-Cordillere  in  ca.  1700  m  Erhebung)  ge¬ 
nannt.  Männliche  Exemplare  aus  Ecuador  sind  größer  als  kolumbische  Individuen  und  bilden  bereits  eine  Tran- 
xenarchus.  sition  zu  xenarchus  subsp.  nov.  mit  der  Namenstype  aus  Pozzuzo  (Peru).  Vflgl  spitzer,  Hflgl  gleichfalls  länger 
als  bei  chromus.  Der  blaue  Discalfleck  analwärts  ausgedehnter.  Unterseite  zeichnungs-  und  farbenärmer,  Ba¬ 
salzone  heller  grau,  DistaUiälfte  vorwiegend  grünlichgrau,  ohne  markante  braune  Wolken.  Statt  einer  breiten 
fassli.  braunen  Medianbinde  nur  ein  grünlicher  Streifen.  —  fassli  RÖb.  (112  a  oXa  chromus),  die  bolivianische  Ortsform, 
unterseits  etwas  bunter  als  xenarchus,  mehr  der  Ecuadorform  genähert.  Die  weiße  Medianbinde  der  Hlfgh 
wie  bei  xenarchus  auf  ein  Fragment,  das  nur  die  Subcostalis  erreicht,  beschränlvt.  Valve  schlanlver  als  bei  P. 
chalciope.  Uncus  charakteristisch  durch  zwei  hackenförmige,  nach  unten  gekrümmte  Fortsätze. 

P.  priene  gleicht  oberseits  der  P.  chromus,  nur  tragen  die  Vflgl  wieder  die  übliche  Prachtbinde,  jedoch 
keine  blauen  Subapicalmakeln.  Figl  schmäler  als  bei  chromus,  Apex  der  Vflgl  nicht  vorspringend.  Unterseite 
-priene.  je  nach  der  Lokalität  mit  oder  ohne  weißliche  oder  gelbliche  Partien  im  Außenfelde  beider  Figl.  —  priene 
Ueiv.  gleicht  oberseits  der  synchroma  (114  a),  und  differiert  durch  eine  dunlilere  Unterseite  von  dieser.  Die  bei 
synchroma  deuthche  Submarginalbinde  ist  kaum  angedeutet.  Von  den  Ozellen  der  Hflgl  sind  nur  die  beiden 
synchroma.  analen  blau  gekernt.  Kolumbien,  sehr  selten,  nur  1  C  Kolk  Fruhstorfer.  —  synchroma  Stgr.  (114  a)  soll 
aus  Blumenau  in  St.  Catharina  stammen,  doch  ist  die  Form  dort  seit  30  Jahren  nicht  wieder  gefunden  worden. 
Ich  vermute  somit,  daß  eine  Lok alitäts- Verwechslung  stattgefunden  hat  und  würde  deren  Heimat  iveit  eher 
in  der  andinischen  Region  suchen.  Die  Variationsrichtung  entspricht  genau  jener  von  P.  chromus  xenarchus , 
so  daß  P.  synchroma  vermutlich  aus  Peru  gekommen  und  von  dort  wiederum  zu  erwarten  ist.  Die  Annahme 
wird  gestützt  durch  das  Vorhandensein  eines  C  Huancabamba  (Peru)  in  der  Sammlung  Fassl,  w'elches 
den  blauen  Schiller  der  Vflgl  bereits  in  Anfängen  oder  Rudimenten  angedeutet  hat. 

Section  Prepona  Bsd.  Duftbüschel  der  Hflgl  gelb. 

P.  pylene  ist  eine  interessante  äußerst  veränderliche,  in  hohem  Maße  zur  Lokalrassenbildung  neigende 
Art  des  mittleren  und  südlichen  Brasilien,  deren  Duftpinsel  nicht  immer  tiefschwarz  bleiben,  sondern  gelegent¬ 
lich  eine  graue,  röthche  und  manchmal  fast  gelbhche  Färbung  annehmen  und  dadurch  von  der  P.  demophon- 


PREPONA.  Von  H.  Frtjhstorfeb. 


550 


zur  P.  Za efies- Gruppe  überleiten.  Die  eigentümliche  an  verschlungenen  und  gebrochenen  Linien  reiche  Unter¬ 
seite  hat  bereits  völlig  den  ZaerZes-Charakter  angenommen,  unter  anderem  auch  die  zwei  gi'oßen  apaturoiden 
Ozellen  der  Hflgl.  Den  Charakter  der  Oberseite  zeigt  unsere  Figur  112  e  (bahiana).  jenen  der  Unterseite  J  12  d 
{proschion).  Die  nördlichste  Abzweigung,  bahiana  Frühst.  (112  c),  hat  unterseits  die  größte  Aelinlichkeit  mit  Mwina. 
P.  eugenes  (112  b),  doch  fehlt  der  ockergelbe  Anflug  in  der  Hubmedianzone  der  Vflgl  und  die  schwarze  ])Ost- 
discale  gebrochene  Binde  ist  erheblich  breiter.  Das  von  uns  dargestellte  Exemplar  ist  ein  $  (kein  wie  auf 
der  Tafel  angegeben).  Das  blaue  Feld  der  Oberseite  durchweg  bleicher  als  bei  den  südliclieren  Formen. 

Von  Bahia  in  meiner  Sammlung.  —  santina  Frühst,  übertrifft  die  Bahia-Rasse  in  der  Größe;  die  blaue  Zone  sanUna. 
der  Oberseite  bleibt  dunliier,  dabei  intensiver  glänzend  und  bei  den^'c^Dt  stets  eine  bis  zum  Costalrand  durch¬ 
ziehende  Vflglbinde  vorhanden.  Die  Unterseite  entfernt  sich  von  bahiana  durch  eine  an  proschion  gemahnende 
Verdunkelung  der  Submarginalzone  beider  Figl.  Esj)iritu  Santo.  —  pylene  Hew.,  eine  außerordentlich  seltene  vijlene. 
Form,  gleicht  der  sanZma,  hat  aber  keine  transcellularen  blauenMakeln  der  Vflgl  und  die  Unterseite  st  :t  rötlicli 
statt  grau  überhaucht.  —  miranda  Stgr.  gleicht  pylene  und  läßt  sich  oberseits  nur  durch  das  Vorhandensein  m\randa. 
subapicaler  Makeln  von  dieser  absondern.  Sehr  selten  in  St.  Catharina,  2  aus  Theresopolis  südlich  von 
Blumenau  in  Kolk  Fruhstorfbr.  —  proschion  Frühst.  (112  d)  bildet  das  schnialbindigste  Extrem  der  Kollek-  proschion- 
tivspecies.  Mir  liegen  Exemplare  vor  mit  kaum  halb  so  ausgedehnter  blauer  Binde  der  Oberseite,  als  wir  sie 
bei  bahiana  finden.  Daß  die  transzellularen  Flecken  fehlen  ist  die  Regel,  doch  gibt  es  sowohl  (Jd'  wie  $$  mit 
kleinen  blauen  Spritzern,  aber  auch  als  Seltenlieit  $$  mit  drei  ansehnlichen  Makeln.  Die  Unterseite  ist  ent¬ 
schieden  fahler  braun  als  bei  miranda  und  die  submarginalen  Herzflecken  bedeutend  kleiner.  Rio  Grande  do  Sul, 
sehr  selten,  besonders  in  gutem  Zustand;  doch  befinden  sich  11  (de?,  6  in  Kolk  Fruhstorfbr  *). 

P.  eugenes  differiert  oberseits  durch  den  hellgelben  Haarpinsel  von  P .  pylene.  Einige  Orts-Rassen  sind 
aber  so  nahe  mit  P.  pylene  verwandt,  daß  ich  sie  noch  1904  nicht  erkaimte.  Das  wesentlichste  Merkmal  bildet 
die  prägnante  Silberfleckung  der  Unterseite,  welche  die  medianen  schwarzen  Stric%elchen  der  Vflgl  distal  be¬ 
grenzen.  Die  submarginalen  nieren-  oder  herzförmigen  Flecken  der  Vflgl  sind  kleiner  und  spärlicher  als  bei 
pylene.  P.  eugenes  ist  weiter  verbreitet  als  pylene.  Wir  begegnen  ihr  vom  Amazonenstrom  an  bis  Bolivien  und 
Paraguay  und  im  südlichen  Brasilien  als  große  Seltenheit  in  St.  Catharina.  Als  die  bekamrteste  geogi’aphische 
Rasse  hat  eugenes  Bat.  (112  b)  zu  gelten.  Das  (d  hat  oberseits  ungefähr  das  Aussehen  von  laertes  Hbn.,  desseiißugenes. 
blaue  Binden  sind  aber  auf  den  Vflgln  costalwärts  etwas  breiter.  Die  Farbe  der  Binde  ist  in  der  Mitte  ein  grün¬ 
liches  Hellblau,  das  am  Rande  dunlcelblau  wird.  Sonst  sind  die  Figl  einfarbig  tiefschwarz.  Unterseite;  Die 
Figlbasis  ist  silberweiß,  ebenso  der  Apex  der  Zelle  und  eine  discale  Reihe  von  5  sehr  ungleichmäßigen  weißen 
Flecken,  welche  nach  innen  breit  schwarz  umsäumt  sind.  An  der  Basis  findet  sich  ein  breiter,  schwarzer  Halb¬ 
bogen,  der  die  Präcostale  umschlingt  und  sich  ähnheh,  aber  schwächer  bei  pylene  bahiana  Frühst,  und  pylene 
santma  Frühst,  vorfindet.  Auf  den  Hflgln  bemerken  wir  apicalwärts  einen  schwarzen  Strich  und  zwischen 
den  Ozellen  stehen  3  hellblaue  Punkte.  Anal-  und  Subanalregion  der  Hflgl  dicht  fein  weiß  beschuppt.  Grund¬ 
farbe  der  Figl  gelblichgrau,  nur  durch  die  Mitte  der  Vflgl  zieht  von  der  Basis  in  den  Analwinkel  eine  gelblich 
braune  Region.  Palpen  und  Füße  oben  schwarz,  unten  weiß.  Augen  rotbraun,  Fühler  schwarz.  Kopf  und 
Thorax  oben  schwarz,  unten  weißhehgrau.  Abdomen  oben  schwarz,  unten  gelblichgrau.  Das  $  trägt  oberseits 
eine  etwas  breitere,  blaue  Binde  als  das  (J  und  auch  am  Costalsaum  jenseits  der  Zelle  eine  große,  rundliche, 
blaue  Makel.  Gelegentlich  finden  sich  auch  noch  zwei  kleine,  blaue  Punkte  jenseits  der  Zelle.  Die  Figlunterseite 
ist  etwas  reicher  weiß  dotiert,  die  Grundfärbung  vorherrschend  hellgelbbraun  und  auf  den  Hflgln  verdichten 
sich  die  silberweißen  Schuppen  zu  einer  deutlich  erkennbaren  Submarginalbinde.  Die  Ozellen  sind  nach  außen 
breiter  weiß  geringelt.  Von  Surinam,  dem  unteren  und  oberen  Amazonas  bekannt.  Fassl  hat  am  oberen 
Rio  Negro  in  800  m  Höhe  aufgefunden.  —  simo'is Fldr.,  eine  äußerst  seltene  Territorialform  des  westhehen  simois. 
Kolumbien,  differiert  hauptsächlich  durch  eine  silbergraue  statt  ockergelbe  Unterseite  von  eugeyies.  —  laertides  laerüdes. 
Stgr.  oberseits  mehr  grünlich  blau,  hat  größere  silberweiße  Flecken  der  Unterseite  der  Vflgl  als  eugenes. —  deco-  dccoraia. 
rata  Frühst,  bildet  ein  Mittelglied  zwischen  eugenes  diluta  vom  Amazonas,  eugenes  Bat.,  sowie  laertides  Stgr. 
von  Paraguay.  (J.  Auf  den  Vflgln  verschmälert  sich  die  blaue  Mittelbinde  nach  oben  und  setzt  sich  in  Gestalt 
von  drei  kleinen  blauen  Flecken  bis  zum  Costalsaum  fort.  Die  Unterseite  aller  Figl  viel  heller,  die  Grundfarbe 
grau  und  nur  noch  im  Discalteil  und  Analwiid^el  der  Vflgl  lehmgelb.  Die  discalen  Silberbinden  beider  Figl  ver- 
breitert  und  zusammenhängend,  bestehen  also  nicht  aus  isolierten  Flecken  wie  bei  eugenes.  Des  weiteren  ist 
die  ganze  Hflgl-Zelle  mit  silberweißen  Schuppen  bedeckt,  während  bei  eugenes  nur  der  Zellapex  mit  Silber 
belegt  erscheint.  Alle  schwarzen  Zickzackbinden  stark  reduziert.  Die  Marginalzone  der  Hflgl  durchaus  grau¬ 
weiß  beschuppt,  während  sich  bei  eugenes  nur  im  Analwinlcel  einige  weiße  PunlHe  zeigen.  $  erhebheh  größer 
als  eugenes-’^,  mit  matteren  blauen  Binden  geschmückt,  die  sich  nach  dem  Costah’and  zu  in  Gestalt  dreier  breiter 
blauer  Punlcte  verlängern.  Unterseite  heller  als  bei  eugenes,  und  sowohl  in  der  Zelle  wie  im  Discalteil  mit  brei¬ 
teren  Silberflecken  geziert.  Die  Hflgl-Unterseite  noch  reicher  dekoriert,  weil  bei  ihr  die  discale  und  basale 
Silberfleckung  zu  einer  einzigen  Region  zusammenfheßen.  Die  discalen  Zickzacklinen  wie  beim  q  stark  redu- 


*)  Valve  auffallend  verkümmert.  Die  Pyliteuma-Blütenkopf-artigen  Uncus-anhängsel  kleiner  und  zierlicher  als  bei 
den  verwandten  Arten. 


560 


PREPONA.  Von  H.  Frijhstobfeb. 


ziert,  dafür  die  internervalen  submarginalen  Herzflecken  der  Vflgl-Unterseite  außerordentlich  verbreitert. 
decorata  steht  simois  Fldr.  nahe,  hat  aber  oberseits  schmälere,  blaue  Binden  und  kleinere  blaue  Subcostal- 
flecken,  auch  fehlen  die  5  blauen  Punlvte  der  Hflgl-Oberseite.  Unterseite:  ahe  schwarzen  Binden  und  Makeln 
dümier  und  zarter,  die  Silberflecken  etwas  breiter  und  dichter  unter  einander  stehend.  Hflgl  von  mehr  grauer, 
argyria.  als  gelbbrauner  Grundfarbe.  Die  Ozehen  bedeutend  kleiner.  Minas  Geraes.  —  argyria  suhsp.  nov.,  das  Produkt 
einer  Provinz  mit  vorwiegend  trockenem  Khma,  hat  oberseits  noch  ansehnlichere  und  heller  blaue  Pracht¬ 
binden  als  decorata.  Die  Ozehen  der  Hflgl  ausgedehnt  ockerfarben  umgrenzt  wie  es  bei  keiner  anderen  eugenes- 
Rasse  zu  bemerken  ist.  Unterseite  ohne  gelbhche  Beimischung  in  der  fast  rein  weißen  silberglänzenden  Basal¬ 
region.  Die  mediane  Pleckenseite  der  Vflgl  schmäler  als  bei  decorata,  aber  mehr  bindenförmig  zusammenge¬ 
schlossen,  das  schwarze  Submarginalband  außerordentlich  kräftig,  an  P.  pylene  bahiana  erinnernd,  mit  welcher 
transiens.  ich  sie  früher  sogar  vereinigte.  Bahia.  —  transiens  Frühst.  Diese  eigentümhche  Prepona  bildet  ein  Mittelghed 
zwischen  eugenes  und  P.  pylene.  Mit  eugenes  hat  sie  den  Flglschnitt,  den  nur  wenig  vortretenden  Apex  und 
die  geringe  Entwicklung  der  vorderen  blauen  Medianflecken  der  Vflgl,  ebenso  die  nach  oben  deuthch  durch¬ 
schlagende,  nach  außen  ockergelb  geringelte  Analozehe  der  Hflgl  und  vor  allem  den  gelben  Duftbüschel  der 
Hflgl  gemeinsam.  Die  Medianbinde  ist  jedoch  dunkler  blau  als  bei  den  eugenes-F ovmen  und  harmoniert  in  der 
Färbung  mit  P.  p^/Ze/te-Rassen.  Unterseite:  abgesehen  von  dem  gleich  wie  bei  eugenes  fehlenden  schwarzen 
Punlct  zwischen  den  Subcostalästclien,  deckt  sich  das  dunkle  Colorit  namenthch  der  distalen  Flglhälfte 
mit  den  P.  p^^ewe-Vikarianten.  Umgebung  von  Theresopolis,  Varge  grande  auf  ca.  2000  m  Höhe  in  St. 
diluta.  Catharina  entdeckt.  Bisher  nur  1  Exemplar  bekannt.  —  diluta  Frühst.  Die  blauen  Binden  auf  allen  Flgln  er¬ 
scheinen  etwas  schmäler  als  bei  laertides  Stgr.  und  verlaufen  auf  den  Hflgln,  nach  dem  Analwinkel  zu  etwas 
spitzer.  Die  Unterseite  von  diluta  ist  heller  und  mit  diffuseren  Zeichnungen  versehen,  was  besonders  für  die 
schwarzen  Zickzack-Discalbinden  gilt.  Die  Basis  der  Hflgl  mehr  gelbhch,  anstatt  rein  silberweiß  wie  bei  laer¬ 
tides.  Die  Marginalzone  der  Hflgl  obsolet  grau,  statt  schwarz  beschuppt.  Die  Ozehen  undeuthcher  schwarz 
gekernt,  heher  und  breiter  gelb  umrandet.  Paraguay.  Valve  (nach  einem  Exemplar  der  Rasse  laertides  Stgr. 
beurteilt)  deuthch  abgerundet. 

P.  laertes.  Eine  der  bekanntesten  und  doch  am  schwierigsten  zu  behandelnde  Species,  weil  sie  von 
allen  Gattungs Vertretern  zu  den  extravagantesten  Abänderungen  neigt.  Kaum  ein  Stück  gleicht  dem  anderen 
und  sogar  die  Zeiclinungscharaktere  der  Unterseite  sind  unbeständig.  Die  Unterseite  gleicht  etwas  jener  von 
P.  eugenes,  P.  pylene  und  P.  gnorima  (112  b),  doch  ist  sie  von  all  diesen  Arten  ohne  weiteres  zu  trennen  durch 
das  Fehlen  weißer  oder  silberglänzender  Fleckenserien  an  der  Medianbinde  der  Vflgl.  Die  Unterseite  gleicht  im 
allgemeinen  unserer  Figur  von  P.  autolycus  (112  c)  und  sie  wechselt  in  der  Weise,  daß  je  nach  der  Oertlichkeit 
Individuen  mit  ausgedehnten  ockerfarbenen  und  solche  mit  vorwiegend  grauen  Partien  dominieren.  Höchst 
auffallend  ist  das  Variieren  der  gelblichen  Medianzone  zwischen  der  submarginalen  und  der  transzellularen 
schwarzen  Zickzackbinde.  Manchmal  nähern,  sich  diese  Linien  in  der  Zellnähe  wie  bei  autolycus  (112  c)  auf 
unserem  Bilde,  so  daß  ein  enger  gelber  oder  grau  belegter  Kanal  entsteht  oder  die  Zickzackstreifchen  entfernen 
sich  voneinander,  so  daß  eine  weite,  breite  Oeffnung  etwa  wie  bei  neoterpe  (112  d)  vorhanden  ist.  Interessante 
Figuren-Kombinationen  entstehen  auch  dadurch,  daß  der  Leber-  oder  Herzfleck  zwischen  der  mittleren  oder 
hinteren  Mediana  freisteht  oder  wie  auf  112  c  bei  autolycus  mit  der  Submarginalbinde  zusammenstößt  oder 
auch  völlig  von  ihr  absorbiert  wird,  so  daß  eigentümhche  breite  sägezahnartige  Konturen  entstehen.  Auf  der 
Oberseite  finden  wir  die  auch  bei  den  schwarzbüscheligen  Prepona  der  meander-antimache-QrwppQ  übhchen 
Konstellationen.  Die  auf  unseren  Figuren  von  penelope  (111  a)  und  pallidior  (111  a)  dargestellten  drei  trans¬ 
zellularen  Flecken  können  bei  d'  und  $  vorhanden  sein  oder  ganz  fehlen  (fa.  antikleia  Frühst.).  Daneben  exi¬ 
stieren  auch  Intermediatformen  mit  nur  einem  breit  ausgeflossenen  Costalfleck,  namenthch  bei  den  $$  und 
kleinen  blauen  subapicalen  Sprenkeln.  Die  Verbreitung  von  P.  laertes  deckt  sich  etwa  mit  jener  von  P.  anti- 
mache.  Die  Ausläufer  der  Kollektivspecies  finden  sich  von  Costa-Rica  bis  Bolivien  und  von  Guyana  bis  zum 
pallantias.  südlichsten  Brasilien  und  Paraguay.  —  pallantias  suhsp.  nov.  Die  blaue  Binde  der  Vflgl  der  $$  gleichmäßiger 
breit,  nach  vorne  kompakter,  rundlicher.  Unterseite  ungewöhnlich  ausgedehnt  verwaschen,  ockerfarben.  Ge¬ 
stalt  durchweg  größer  als  bei  den  südlicheren  Rassen  vom  Amazonas  und  Guyana,  Costa-Rica,  Teile  von  Kolum- 
victrlx.  bien.  —  victrix  form.  nov.  büdet  das  Maximum  der  luxurianten  Entwicklung  des  blauen  Prachtfeldes,  welches 
zudem  durch  zwei  stattliche  Transzehularmakeln  und  einen  sehr  breiten  Costalfleck  eine  bindenförmige  Ver¬ 
längerung  bis  zum  Vrd  der  Vflgl  aufweist.  Vom  oberen  Rio-Negro  aus  800  m  (Ost-Kolumbien),  mir  von  Herrn 
ikarios.  Fassl  zur  Ansicht  gesandt. ^ —  ikarios  Frühst,  ist  eine  Form,  welche  das  gesamte  Amazonasbecken  bis  an  den 
Fuß  der  Anden  und  Guyana  bewohnt.  Oberseite  wie  bei  penelope  (111  a),  doch  die  blauen  Binden  kürzer  und 
autolycus.  breiter.  Als  autolycus  Frühst,  ist  eine  Form  beschrieben  ohne  blaue  Costalflecken  der  Vflgl.  Durch  die  reich 
dunlielgelb  bezogene  Flgl-Unterseite  folgt  ikarios  demselben  Färbungsprinzip,  wie  P.  antimaclie  demophoon  Hbn. 
agathus.  —  agathus  suhsp.  nov.  wird  basiert  auf  eine  große  Form,  welche  in  Peru  dominiert,  aber  bereits  in  einigen  Teilen 
von  Ecuador  in  Erscheinung  tritt.  Die  Prachtfelder  der  Oberseite  überbieten  jene  von  penelope  (111  a)  in  der 
penelope.  Ausdehnung.  —  penelope  Frühst.  (111  a)  bleibt  im  Habitus  hinter  agathus  zurück.  Die  Discalbinde  aller  Figl 
ist  dunkler  blau  und  schmäler  als  bei  den  nördlichen  Formen;  die  Unterseite  ärmer  an  ockergelben  Stellen.  — 
antikleia.  Als  antikleia  Frühst,  wurde  eine  c^-Form  eingeführt  ohne  blaue  Präapicalmakel  der  Vflgl.  Bolivien.  „Der  Kopu- 
'  lationsapparat  ist  (nach  Stichel)  ausgezeichnet  durch  zwei  unter  demUncus  angesetzte,  lange,  laterale,  etwas 


Ausgegeben  18.  IV.  1916. 


PREPONA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


r,fii 

gekrümmte,  stark  cliitinisierte  Ausläufer,  die  distal  etwas  verdickt  und  mit  unregelmäßig  angeordneten  Höckern 
und  Dornen  besetzt  sind.  Der  Uncus  selbst  ist  ziemlich  lang,  bei  seinem  Ansatz  an.  das  Tegumen  scliarf  sattel- 
artig  eingedrückt,  verläuft  dann  gerade  bis  zu  seinem  Ende,  welches  geschweift  und  mit  der  Spitze  nach  unten 
gebogen  ist,  ähnlich  einem  Pelikanschnabel.  Die  Greiforgane,  Harpen,  schließen  sich  an  zwei  kleinere,  laterale 
Zapfen  des  Tegumen  an  und  bilden  schwach  cliitinisierte,  länglich  dreieckige  Zipfel,  die  außen  dicht  mit  W'arzen 
und  kurzen  Härchen,  daneben  aber  spärlicher  mit  verschieden  langen  Haaren  bestanden  sind.  Unter  den  Haipen 
schiebt  sich  beiderseits  des  Tegumenringes  eine  muldenförmige,  außen  stark  mit  kleinen,  spitzen  Höckern 
besetzte  Sella  vor,  auf  welcher  der  schlanke,  etwas  geschweifte  Penis  ruht.  Der  Saccus  ist  kurz  und  stumpf. 
Sämtliche  Teile  sind  leichten  Abänderungen  unterworfen.  Der  Sattel  am  Ansatz  des  Uncus  ist  mehr  oder  weni¬ 
ger  scharf  eingedrückt,  der  Haken  selbst  stärker  oder  schwächer  geschweift.  Die  unter  ihm  befindlichen  lateralen 
Fortsätze  sind  am  Ende  mehr  oder  weniger  keulenartig  verstärkt,  und  die  Zacken  und  Höcker  auf  weitere  oder 
kürzere  Entfernung  entwickelt,  in  ihrer  Anordnung  regellos.  Die  Harpen  sind  schlanker  oder  gedrungener 
gezipfelt,  dorsal  an  der  Basis  mehr  oder  weniger  gebuckelt,  die  lange  Behaarung  kräftiger  oder  spärlicher,  Sella 
länger  oder  kürzer.  Diese  Variabilität  der  einzelnen  Teile  des  Organes  ist  nicht  an  ein  und  dieselbe  Form  ge¬ 
bunden,  so  daß  sie  sich  in  gleicher  oder  annähernd  gleicher  Weise  bei  laertes  typiciis  und  penelope  einerseits, 
wie  bei  antiJdeia  andererseits  wiederholt.  —  pallidior  Frühst.  (111  a),  die  Paraguay-Rasse  von  laertes,  verhält  paUidicr. 
sich  zur  typischen  Form  ebenso,  wie  eugenes  diluta  Frühst,  zu  eugenes  Bat.  vom  Amazonen-Strom ;  es  macht 
sich  nämlich  auf  der  Hflgl-Unterseite  ein  Obliterieren  aller  schwarzen  Flecken  und  Zeichnungen  bemerklich. 

Auch  die  gelbliche  Färbung  des  Analwinkels  der  Vflgl  ist  stark  verblaßt  und  die  A  ißenhälfte  der  Hflgl  nimmt 
einen  fahlgrauen  Ton  an.  statt  des  intensiven  Braungrau,  das  laertes  von  Brasilien  auszeichnet.  Die  Ozellen 
sind  weniger  deutlich  und  die  schwarze  Submarginalbinde  der  Vflgl  ist  geringer  gezackt.  Auf  der  Oberseite 
werden  die  blauen  Discalbinden  reichlicher  und  tiefer  von  der  schwarzen  Grundfärbung  zerteilt  und  die  Binde 
selbst  ist  etwas  heller  blau.  Paraguay,  Rio  Grande  do  Sul.  — ■  Der  Name  laertes  Hbm  endhch  wird  Avegen  gewisser 
Analogien  der  Unterseite  auf  die  brasilianische  Unterart  übertragen.  Exemplare,  welche  genau  mit  der  Hüb- 
XER’schen  Figur  (wie  sie  in  der  WYTSMAN’schen  Ausgabe  Taf.  70  geboten  wird)  übereinstimmen,  besitze  ich 
nicht.  Aber  relativ  große  schwarze  Submarginalpunkte  der  Vflgl,  welche  diese  Abbildung  vorführt,  lassen 
fast  auf  ein  aberratives,  besonders  duiüdes  Exemplar  schließen.  aus  Brasilien  sind  relativ  klein  mit  nur 
einem  blauen  Costalfleck.  $$  auffallend  groß,  mit  einem  großen,  deutlichen  und  zwei  verwischten  Transzellular¬ 
flecken,  Distalpartie  beider  Figl  unterseits  gesättigt  grau  mit  geringen  ockerfarbenen  Partien.  Nicht  sehr  häufig 
von  Espiritu  Santo  bis  Tneresopolis  in  St.  Catharina  vorkommend,  während  sich  Exemplare  aus  Rio  Grande 
do  Sil  bereits  an  pallidior  von  Paraguay  a  ischließen. 

P.  ompliale.  Eine  wundervolle  Form,  deren  Speciesrecht  nicht  über  jeden  Zweifel  erhaben  ist,  weil 
bei  P.  laertes  penelope  Frühst,  bereits  Exemplare  mit  Spuren  eines  schwarzen  proximalen  Blauschillers  des 
blauen  Medianfeldes  der  Vflgl  auftreten.  Andererseits  sprechen  der  ungemein  spitze  Figlschnitt  und  das  aus¬ 
schließliche  Vorkommen  von  omphale  auf  den  Antillen  und  in  Honduras,  wo  laertes  nicht  anzutreffen  ist,  für 
eine  gewisse  Selbständigkeit.  Jedenfalls  leidet  omphale,  auch  wenn  sie  nur  eine  Form  sein  sollte  unter  dem  ummr- 
dienten  Schicksal  fast  125  Jahre  lang  verkannt  zu  sein.  Gramer  hat  sie  ZAvar  wundervoll  abgebildet,  wenn  aiich 
nur  von  der  Unterseite  und  eine  kurze,  jedoch  völlig  ausreichende  Diagnose  gegeben,  die  in  der  Uebersetzung 
lautet;  ,,Noch  über  dem  schwarzen  Grund  der  Figl  ein  duiJcelvioletter  Schiller“.  Er  hat  sie  jedoch  1775  als 
demophoH  bezeichnet,  ein  Name,  der  durch  Finne  bereits  17G4  präokkupiert  Avar.  Hübner,  der  1816  in  seinem 
Verzeichnis  bekannter  Schmetterlinge  eine  Prepona-Revision  versuchte,  benannte  mit  vollem  Recht  die  Cra- 
MER’sche  Figur  als  ,,omphale“ .  1823,  als  Godart  seine  berühmte  Encyklopädie  herausgab,  Avurde  der  Hüb- 
NER’sche  Name  übersehen  und  Godart  führte  für  omphale  Hhn.  den  neuen  Namen  demodice  ein.  Diese  Be¬ 
zeichnung  wurde  populär,  als  Lugas  1835  in  seinen  ,,Lepidopteres  exotiques“  eine  gute  Abbildung  der  Oberseite 
brachte,  zu  der  Boisduval  eine  nochmalige  Figur  der  Unterseite  lieferte.  Kirby  zog  in  seinem  Katalog  die 
Species  als  Synonym  zu  laertes  Hhn.  \  ein  Bann,  aus  dem  sie  Staudinger,  der  Avieder  eine  Figur  brachte,  befreite, 
der  sie  als  demodice  benannte  und  gnorimaBat.  für  eine  Aberration  davon  hielt.  So  kommt  es,  daß  omphale 
in  allen  Sammlungen  als  gnorima  bezettelt  Avird.  Von  laertes,  mit  der  sie  Kirby  vereinigt,  differiert  omphale 
oberseits  durch  die  rötlichen  anstatt  gelben  Duftbüschel  der  Hflgl*).  Die  blaue  Medianbinde,  namentlich  des  $, 
verläuft  geradliniger,  dasselbe  gilt  von  den  scliAvarzen  Strichen,  Avelehe  auf  der  Hflgl-FTiiterseite  die  Zelle  nach 
außen  abschließen,  und  die  in  der  Regel  kräftiger  angelegt  sind.  Ueber  die  LebensAveise  schreibt  Herr  iMrcHAEL 
in  einem  Briefe  an  mich:  ,,Am  28.  September  1904  fand  ich  bei  luanjui  am  oberen  Hu  allaga  an  einer  besonders 
pikant  duftenden  Labestelle,  auf  einen  Haufen  zusammengedrängt,  weit  über  30  Prepona  aller  dort  A-ertre- 
tenen  Arten  sitzend  und.  was  das  Interessanteste  Avar,  mitten  drin  im  dichtesten  Gedränge  eine  Agr ias  beati- 
fica  (resp.  beata).  Die  Preponzn  Avaren  so  erpicht  auf  ihr  Mahl,  daß  ich  bequem  zuerst  die  Agrias  mit  den 
Fingern  herausgreifen  konnte,  dann  suchte  ich  mir  die  besten  Prepona  aus,  zunächst  2  Stück  omphale,  einige 
amphimachus,  3  dexamenus.  Erst  nachdem  ich  etwa  so  10  Stück  der  besten  mit  den  Fingern  gegriffen  hatte, 
fingen  einige  an  wegzufliegen“.  Das  Hauptcharakteristikum  der  Species.  der  AAUinderAmlle  A^iolette  Schiller,  AA'el- 

*)  Die  Klammei'organe  differieren  nur  ganz  leichthin  von  P.  laertes  durch  eine  ventral  et\A’as  mehr  geAAÖlbte  Yalve. 
Interessant  ist  eine  chitiaöse  Verdickung  nah^  der  Valvenbasis,  die  wir  bei  .Ic/rias  claitdhia  gleichfalls  vorfindeii. 

V  “  71 


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PREPONA.  Von  H.  FRUHSroRFER. 


eher  nur  in  der  Basalregion  aber  auch  in  der  Außenliälfte  der  Vflgl  aufgetragen  sein  kann,  fehlt  den  Diese 
sind  außerordentlich  selten  und  durch  eine  auffallend  hellblaue  Binde  und  die  fast  ganz  weiße  Unterseite  der 
omphale.  Hflgl  ohne  weiteres  vom  P. /aer<es-$  zu  separieren.  omphaleP6n.,  die  Namensform  findet  sich  am  Amazonas 
bei  Ohidos.  Das  blaue  Prachtfeld  der  Vflgl  nur  proximal  violett  begrenzt.  Unterseite  der  Vflgl  mit  intensiv  ocker¬ 
gelbem  Sabanalgebiet.  Unterseite  aller  Figl  hellgrau  mit  Ausnahme  des  gelblichen  Anal  winkeis  der  Vflgl.  Blaue 
Medianbinde  der  Vflgl  mit  proximalem  und  distalen  Schiller.  Stücke  mit  solch  doppelreihigem  Schiller  hat 
Godart  aus  S  irinam  und  Brasilien,  Staudinger  aus  Pebas  und  vom  Ucayali  erwähnt.  Mir  liegen  sie  aus 
amesia.  Surinam  und  Bahia  vor  und  scheinen  Formen  besonders  heißer  und  trockener  Perioden  zu  sein.  —  amesia 
Friihst.  bezeichnet  die  andinische  Rasse;  Exemplare  von  dort  sind  etwas  größer  als  jene  der  Amazonas- 
und  Sirinam-Ebene;  die  blaue  Medianbinde  verschmälert  sich,  weil  die  schwarze  Grundfarbe  an  Aus¬ 
dehnung  zunimmt.  Die  PTnterseite  erinnert  durch  die  scharf  abgesetzte  silberweiße  Basalhälfte  und  die 
braungraue,  nur  mit  wenig  weißen  Schuppen  bepuderte  Außenregion  aller  Figl  an  Boisduval’s  Figur  (t.  7. 
Spec.  Gen.  Lep.  1836),  nur  fehlen  die  intermedianen  kleinen  Ozellen  der  Hflgl,  während  die  Apical-  und  Analo- 
zellen  kräftiger  entwickelt  sind.  Exemplare  nur  mit  proximalem  Violettschiller  dominieren.  Es  erscheinen 
jedoch  auch  solche,  die  mit  demodice  und  louisa  korrespondieren,  bei  denen  auch  auf  den  Hflgln  der  prächtige, 
dives.  violette  Hauch  vorhanden  ist.  Diese  Aberration  heißt  fa.  dives  Frühst.  (112  b).  Blaue  Medianbinden  der  Figl 
mit  zweiseitigem,  blauen  Schiller.  Entspricht  der  forma  demodice  Godt  und  differiert  von  demodice  dadurch, 
daß  auch  die  hellblaue  Medianbinde  der  Hflgl-Oberseite  mit  2  reihigem  Violettschiller  dekoriert  ist.  Das  ab¬ 
gebildete  Exemplar  stammt  aus  Peru,  doch  besitze  ich  ähnliche  G3  auch  aus  Kolumbien  und  von  Panama. 
Allerdings  erreichen  Pei’u-d'cj'  unterseits  nicht  die  leuchtende  Schönheit  der  blauen  Augen,  welche  kolumbische 
von  dives  schmücken.  Herr  Fasse  hat  prächtige  $  am  Rio  Aquacatal  aus  2000  m  Höhe  in  der  kolumbischen 
West-Cordillere  erbeutet.  Unterseite  durchweg  silbergrau  ohne  gelbliches  Analfeld  der  Vflgl.  Hflgl  ebenfalls 
oclavia.  mit  proximalen  blaugekernten  Ozellen  und  dazwischen  zarte  oblonge  submarginale  Mondfleckchen.  —  octavia 
Frühst,  eine  relativ  kleine  geographische  Rasse  mit  schmalen  blauen  Bändern  und  dunlvelviolettem  proximalen 
Anflug  der  Vflgl.  $  vom  laertes  pallantias-^  ohne  weiteres  zu  separieren  durch  die  prächtig  silberweiße  Hflgl- 
louisa.  Unterseite  und  deren  ansehnlichere  blaue  Augen.  Honduras.  —  louisa  Btlr.  trägt  den  ausgedehntesten  vio- 
rhema.  letten  Schmuck  der  Oberseite,  dadurch  dives  noch  an  Schönlieit  überstrahlend.  C.iba,  selten.  —  rhenea  subsp. 
nov.  treffen  wir  in  Bolivien  und  weiter  landeinwärts  in  Mato  Grosso.  Die  Exemplare  bleiben  hinter  kolumbischen 
bereits  an  Größe  und  Farbenpracht  zurück.  Das  blaue  Medianfeld  verschmälert  sich,  der  proximale  Schiller 
ist  zwar  ausgedehnter,  aber  nicht  mehr  so  herrlich  blau  wie  bei  amesia.  Auch  die  Unterseite  verdunkelt  sich, 
namentheh  gilt  dies  von  der  satt  grauen  Distalpartie  beider  Figl.  Während  drei  kolumbische  amesia  bis  zum 
Costalsaum  durchlaufende  Blaubinden  führen,  hat  nur  ein  G  unter  9  bolivischen  Exemplaren  diese  luxuriante 
Dekoration.  Wenn  ich  mich  recht  erinnere,  hat  mir  Herr  Fasse  auch  mit  der  fa.  dives  analoge  Stücke  zur 
abulonia.  Ansicht  gesandt.  — abulonia  stibsp.  nov.  gleicht  oberseits  der  abgebildeten  dives,  nur  verlängert  sich  die  Binde 
bis  zur  Costale  der  Vf Igi -Unterseite  analog  demodice  von  Surinam,  doch  mit  hellgrauer  Distalpartie  beider 
Figl  und  äußerst  reduziertem  ockergelbem  Subanalfleck,  abtdonia  kann  als  die  unterseits  hellste  Ortsrasse 
der  Gesamtart  gelten.  Bahia.  Aehnliche  Exemplare  dürften  in  Minas-Geraes  Vorkommen,  während  Rio  de  Ja¬ 
neiro  eine  vermutlich  dunklere  geographische  Form  beheimaten  dürfte.  Exemplare  aus  letzterer  Provinz  sind 
mir  nur  aus  Literaturangaben  bekannt  geworden. 

qnorima.  P*  gtiorima  schließt  sich  oberseits  eng  an  P.  omphale  an  und  es  scheint  der  violette  Anflug  stets  auf  die 

basale  Zone  beschränlct  zu  sein.  Die  äußerst  charakteristische  Unterseite  (112  b),  welche  sich  vielmehr  P.  eugenes 
nähert,  differiert  von  P .  laertes  und  P.  omphale  durch  silberglänzenden  Besatz  der  schwarzen  Medianbinde. 
Die  Art  ist  sehr  selten  und  es  ist  mir  innerhalb  25  Jahren  nicht  geglückt,  unter  den  450  Prepona  meiner  Samm¬ 
lung  mehr  als  drei  Exemplare  zu  erwerben.  Nur  drei  geographische  Abweichungen  sind  zu  erwähnen:  gnorima 
Bat.  (=  demophile  Fldr.)  (112  b).  G'-  Oberseits  in  der  Regel  mit  sehr  breitem  blauen  Medianfeld  der  Hflgl, 
doch  gibt  es  auch  mit  schmälerem  Bande.  So  differieren  z.  B.  auch  die  Typen  Fbeder’s,  welche  mir  Vorge¬ 
legen  haben,  etwas  unter  sich:  Ein hat  eine  hellschokoladefarbene  Flgl-Unterseite,  die  bei  dem  2.  Stück  mehr 
gelbbraun  getönt  ist.  Das  schokoladefarbene  G  iiQ-f  oberseits  sehr  schmale,  blaue  Binden  und  ich  glaube,  daß 
dieses  Exemplar  die  wirkliche  Type  ist.  Das  zweite  Exemplar  deckt  sich  mit  einem  cj  aus  Kolumbien  in  meiner 
Sammlung  und  hat  breitere  blaue  Discalbinden  der  Oberseite.  Es  ist  nicht  unmöglich,  daß  diese  Stücke  aus  einer 
philetas.  anderen  Lokalität,  vielleicht  einem  anderen  Flußtal  oder  Höhenzug  kommen.  — ■  philetas  Frühst,  differiert  von 
gnorima  durch  die  blässere  Flgl-Unterseite,  die  noch  heller  ist  als  bei  jordani  Frühst.  Die  Region  außerhalb  der 
Submarginalbinde  ist  mit  breiten  weißen  Wischflecken  besetzt.  Die  schwarze  Discalbinde  der  Vflgl-Unterseite 
ähnheh  jordayii,  nur  mit  ganz  schmalem  Weiß  umrandet.  Die  Hflgl  sind  außergewöhnlich  hell,  und  die  schwarze 
Discalbinde  erscheint  nach  außen  breiter  und  zusammenhängender  weiß  dekoriert  als  bei  gnorima,  auch  werden 
die  Ozellen  viel  größer.  Honduras,  sehr  selten:  außerdem  in  Guatemala  und  amVuUean  Ghiriqui  beobachtet.  — 
jordani.  jordatli  Frühst.  G  mm,  gegen  50  mm  von  gnorima  gnorima  aus  Kolumbien.  Blaue  Medianbinde  der  Vflgl 
kürzer,  breiter  und  dunlHer.  Unterseite:  Alle  Figl  heller,  was  besonders  für  die  graugelbe  Region  zwischen 
der  Submarginal-  und  Medianbinde  gilt.  Der  für  gnorima  so  charakteristische  silberweiße  Besatz  der  Median- 


PREPONA.  Von  H.  FRUJtS'ioKFER. 


5f) 


binde,  namentlich  auch  unten,  erheblich  reduziert.  Alle  schwarzen  Punkte  und  kommaartigen  Striche  im  wei¬ 
ßen  Basalfeld  aller  Figl  prägnanter.  Ecuador,  aus  1000  m  Erhebung. 

P.  dexamenus  war  früher  nur  von  Peru  und  vom  Oberen  Amazonas  bekannt,  wurde  durch  meinen 
Sammler  Julius  Michaelis  auch  bei  Obidos,  in  Surinam,  sowie  Espiritu  Santo  entdeckt  und  neuerdings  aucli 
in  Mato-Grosso  gefunden.  Zeichnung  der  Oberseite  einfach.  (JcJ  ohne  Präapicalflecken,  $  stets  mit  einem  mäßig 
großen  Transzellularfleck  und  einem  oder  zwei  undeutlichen  Wischen.  Hflgl  mit  einem  von  der  Unterseite 
durchscheinendem  Analauge,  welches  beim  $  manchmal  von  einer  ockerfarbenen  Peripherie  umgeben  ist.  Die 
Unterseite  gleicht  jener  von  P.  a/mphiniachus  (112  c)  und  differiert  von  dieser  durch  das  Vorhandensein  von 
2  blaugekernten  Ozellen  wie  sie  für  die  P.  /aer^e-s-Gruppe  charakteristisch  sind.  Vier  Ortsformen  sind  zu  regi¬ 
strieren:  krates  Frühst.  (112  b),  eine  habituell  kleine  geographische  Form;  das  Prunkfeld  der  Oberseite  etwas  kraies. 
duiJder  und  schmäler  als  bei  Exemplaren  der  andinischen  Region.  Unterseite  ziemlich  gleichmäßig,  die  distale 
Hälfte  lehmgelb.  Surinam,  Unterer  Amazonas.  —  leuctra  Frühst,  eine  hervorragend  differenzierte  Rasse  mit  teurtrn. 
noch  weiter  fortgeschrittener  Verdunklung  und  Verschmälerung  der  blauen  Bänder.  Unterseite  bei  5  Exem¬ 
plaren  meiner  Sammlung  gleichartig  dunkelgrau  etwa  wie  bei  P.  gi.orima  (112  b).  Alle  schwarzen  Zeichnungen 
der  Unterseite  zudem  kräftiger  angelegt  und  die  schwarzen  Felder  in  der  Submedianzone  der  Vflgl  fast  doppelt 
so  breit  als  bei  leuctra.  Bisher  nur  aus  Espiritu- Santo  bekannt,  wird  leuctra  vermutlich  noch  in  Minas-Geraes 
und  vielleicht  im  Staate  Rio  de  Janeiro  gefunden.  —  psacon  subs'p.  nov.  vermittelt  den  Uebergang  von  leuctra  psacon. 
zu  dexamenus.  Das  Prachtfeld  der  Oberseite  ausgedehnter  als  bei  den  übrigen  mir  vorliegenden  Individuen, 
die  Gestalt  erheblich  größer.  Distalfarbe  eigentümlich  graubraun  und  besonders  lebhaft  mit  der  auffallend 
schön  silberweiß  geschmückten  Basalzone  kontrastierend.  Mato-Grosso.  —  dexamenus  Hpff.  (112  a,  $  statt  (J),  dexumcru 
ursprünglich  vom  Chanchamayo  in  Peru  beschrieben,  liegt  mir  aus  Bolivien  vor,  von  woher  auch  unser  abge¬ 
bildetes  $  stammt,  das  Herr  Fassl  dort  aufgefunclen  hat.  Die  JS'  bleiben  in  der  Größe  hinter  solchen  aus  Mato- 
Grosso  zurück ;  das  Prunkfeld  ist  heller,  lebhafter  glänzend  als  bei  den  Rassen  der  Atlantischen  Region  des  Kon¬ 
tinents.  Die  Außenhälfte  der  Unterseite  beider  Figl  entweder  dunkler  lehmgelb  als  bei  krates  oder  hell  kaffee¬ 
braun  wie  bei  den  psacon-^(^  von  Mato-Grosso.  Das  $  aus  Bolivien  hat  im  Gegensatz  zu  den  schwarzäugigen 
$$  von  krates  und  leuctra  eine  ockergelb  umzogene  Ozelle  der  Hflgl-Oberseite.  In  der  Sammlung  Staudixger 
befinden  sich  Exemplare  aus  Kolumbien. 

P.  neoterpe.  Eine  stattliche  Art  der  andinischen  Region,  schließt  sich  oberseits  P.  dexamenus,  unter- 
seits  mehr  den  P.  gnorima,  eugenes  und  -pyl^ne  an  durch  eine  besonders  luxuriante  mediane  Silberbinde  der 
Vflgl.  Die  Verwandtschaft  mit  P.  omphale  und  P .  gnorhna  wird  dann  noch  angedeutet  durch  einen  herrlichen 
violetten  Anflug  in  der  Basalzone  der  Vflgl.  Kiamnu rorgane  mit  ^  el  r  langem  Uncus.  VaJve  etwa  nie  bei 
laertes,  aber  noch  etwas  sehark(r;  c"er  Kolben  am  Unevs  erheblich  länger,  robuster;  Oedeagus  breiter. 

Zwei  Arealformen;  neoterpe  Ho« r.  (112  d).  Unterseite  manchmal  rötlich  ockergelb,  gelegentlich  auch  fahler,  neoterpe. 
mehr  lehmfarben,  wie  bei  unserer  Figur,  welche  nach  einem  von  Pozzuzo  hergestellt  wurde.  Das  welches 
wir  bildlich  vorführen,  befindet  sich  in  der  Sammlung  des  Herrn  Robert  Biedermann.  Der  Ty|ms  stammt 
vom  Chanchamayo.  —  photidia  Frühst.  Eine  nördliche  Arealrasse,  die  von  der  Namenstype  aus  Peru  erheb-  photidui. 
lieh  differiert  durch  die  auffallend  zurückgebildeten,  kaum  halb  so  breiten  und  zugleich  viel  duiJder  blauen 
Medianbinden  aller  Figl.  Auf  der  Unterseite  sind  dagegen  keinerlei  Differenzen  zu  erkennen,  photidia  bildet 
durch  das  Colorit  der  Oberseite  einen  Uebergang  zu  P.  lygia  Frühst,  von  Chiriqui  (Iris  XVII,  Taf.  6,  Fig.  2), 
welche  anscheinend  neoterpe  in  Zentralamerika  ersetzt.  Vom  oberen  Rio  Negro  aus  ca.  8U0  m  Höhe  von 
A.  H.  Fasse  entdeckt. 

P.  lygia  Frühst.  Bei  lygia  ist  die  melanotische  Reduktion  der  blauen  Prachtbinde  der  Oberseite  noch  tygta. 
weiter  fortgeschritten  als  bei  photidia  und  bei  ihr  partizipiert  auch  die  sonst  resistente  FTnterseite  an  der  düsteren 
Verfärbung,  indem  das  Ockergelb  der  neoterpe  in  ein  Grauschwarz  übergeht  und  auch  die  transzellularen  Silber¬ 
makeln  der  Vflgl  verschwinden.  Es  ist  nun  sehr  wahrscheinlich,  daß  auch  in  der  Westcordillere  Kolumbiens 
noch  eine  Prepona  entdeckt  wird,  welche  den  neoterpe- Charakter  noch  mehr  als  photidia  verliert  und  eine  voll¬ 
kommenere  Transition  zu  P.  lygia  herstellt.  Trifft  dies  zu,  dann  verliert  P.  lygia  ihr  Artrecht  und  wird  zum 
nördlichsten  neoterpe-Zweig  degradiert.  Die  lygia  hat  oberseits  geringe  Aehnlichkeit  mit  omphale  und  gnorima 
Bat.  und  erinnert  auf  der  Unterseite  etwas  an  P .  gnorima,  ohne  jedoch  damit  irgendwie  verwandt  zu  sein. 

Die  Vflgl  tragen  einen  lang  ausgezogenen  und  spitzen  Apex,  die  Hflgl  aber  sind  schmal  eiförmig  und  sehr  wenig 
gewellt.  Auf  den  Vflgln  steht  eine  sehr  schmale,  dunkelblaue,  glänzende  Discalbinde,  die  vom  Analrand  nach 
vorn  gehend,  sich  verschmälert  und  zwischen  den  vorderen  Medianen  verliert  und  in  blaue  Stäubchen  auflöst. 

Auf  den  Hflghi  ist  die  Binde  etwas  breiter  und  verjüngt  sich  nach  dem  Analwinkel.  Die  blaue  Discalbinde 
wird  auf  den  Vflgln  nach  innen  von  einem  prächtigen,  ausgedehnten  dunkel  violetten  Schiller  umgeben,  der 
sich  auf  den  Hflgln  basalwärts  als  schmale  Zone  fortsetzt.  Die  Ozellen  der  FTnterseite  schlagen  nach  oben 
durch,  sonst  sind  die  Figl  zeichniingslos.  Auf  der  FTnterseite  ist  das  basale  Drittel  der  Vflgl  silberweiß,  mit 
einem  leichten  grauen  Anflug  im  Basalteil  der  Zelle  beider  Figl.  Jenseits  der  Zelle  steht  em  großer,  dunkel¬ 
brauner,  schwarz  eingerahmter  Fleck.  Ueber  diesem  lagert  wie  bei  gnorima  am  Costah’and  eine  silberweiße 
Makel,  ebenso  stehen  3  weiße  Flecken  jenseits  der  Zelle  als  äußere  Begrenzung  der  schwarzen  Diskalbinde. 


564 


PREPONA.  Von  H.  Fruhstorfer. 


Die  Submargiiialbinde  derVflgl  ist  stark  gebogen,  aber  nicht  so  gezackt,  wie  bei  den  übrigen  Arten  der  laertes- 
Gruppe.  Diese  Binde  wird  nacli  unten  rotbraun  und  ist  apicalwärts  von  einer  breiten  dunkelgrauen  und  anal- 
Avärts  von  einer  etwas  schmäleren,  rotbraunen  Region  eingesäuint.  Chiricpü,  Zentralamerika.  Herr  Robber 
vermutet,  daß  von  P.  lygia  zwei  Zeitformen  existieren  und  schreibt  darüber;  ,,Von  diesem  prächtigen  Tiere 
besitze  ich  1  Chiricpii,  das  oberseits  mit  der  Abbildung  in  Iris  XVII,  Taf.  VI,  Fig.  2  gut  übereinstimmt. 

Die  Unterseite  ist  aber  wesentlich  verschieden,  insofern  als  statt  der  keilförmigen  weißen  Submarginalflecke  der 
Vflgl  nur  eine  von  der  Grundfärbung  wenig  abstechende  verschwommene  weißliche  Binde  vorhanden  und  die 
davor  liegende  schwarze  Binde  sehr  stark  gezackt  ist,  ähnlich  wie  bei  eugenes  Bat.,  aber  die  bei  eugenes  vor¬ 
handenen  submarginalen  herzförmigen  schwarzen  Zeichnungen  sind  bei  meinem  Stücke  der  lygia  nur  durch 
drei  weiße,  dick  schwarz  umzogene  Punkte  vertreten.  Es  ist  nicht  ausgeschlossen,  daß  diese,  wenn  auch  bedeu¬ 
tend  abweichende  Form  einer  andern  Generation  angehört  als  das  Stück,  nach  dem  Herr  Fruhstorfer  diese 
Art  beschrieben  hat.  Es  wäre  aber  verfrüht,  diese  Form  zu  benennen,  weil  es  ebenso  möglich  ist,  daß  lygia  \\\ 
ein  und  derselben  Generation  abändert.  Erst  auf  Grund  weiteren  reichlicheren  Materials  mit  Fangdaten 
würden  diese  Fragen  entschieden  werden  können." 

P.  pheridamas  eine  vollkommen  isolierte,  äußerst  beständige  Species,  ohne  nähere  Verwandte,  welche 
sich  zur  P .  ?ae>’<es-Gruppe  ungefähr  ebenso  verhält  wie  P .  chalciope  und  P.  lycomedes  zur  P.  demo'plwn-Beih.e.. 
Klammerorgane  wesentlich  küizer  als  bei  den  verwandten  Alten,  der  plyteuniaartige  Kolben  am  Uncus 
auffallend  verkiimmeit,  Valve  äußerst  dicht  mit  langen  schwaizen  Bersten  bestanden.  Oberseite  aus¬ 
gezeichnet  durch  ein  ungewöhnlich  breites  blaues  Prunkfeld;  $  mit  etwas  eingeengtem  und  matter  blauem 
Band  und  größerem  Apicalfleck ,  unter  welchen  sich  in  der  Regel  ein  oder  zwei  verwischte  unbedeutende 
Makeln  einbetten.  Die  Unterseite  variiert  je  nach  der  Heimat  der  Falter  von  hell  lehmgelb  zu  verwaschen 
graubraun.  Wir  kennen  bisher  nur  drei  Territorialformen,  welche  sich  von  Kolumbien  bis  Bolivien  und  von  Guyana 
pheridamas.  zum  mittleren  Brasilien  ausdehnen,  pheridamas  Cr.  (112  a),  nach  einem  d'  von  Surinam  dargestellt.  Die 
Form  bleibt  trotz  ihrer  w^eiten  Verbreitung  unverändert  und  außer  den  Exemplaren  von  Cayenne,  Surinam, 
Obidos,  Mato-Grosso  und  Ecuador  meiner  Sammlung  sind  mir  auch  solche  von  Villavicencio  in  Ost-Kolumbien 
phila.  aus  400  m  Höhe,  vom  ganzen  oberen  Amazonas  und  Peru  bekannt.  —  phila  Frühst.  (112  a)  überbietet  pheri¬ 
damas  noch  in  der  Ausdehnung  der  blauen  Prachtflecken  der  Oberseite;  auch  erscheint  die  Präapicalmakel 
fast  nochmal  sogroß.  Die  Unterseite  differiert  von  pheridamas  durch  eine  mehr  rötlichgelbe,  reicher  mit  silber- 
aitalis.  w^eißen  Flecken  gezierte  Oberfläche.  Minas  Geraes,  Espiritu  Santo,  sehr  selten.  — ■  attalis  subsp.  nov.  wdrd 
auf  $$  aus  Bolivien  basiert,  w^elche  Herr  Fasse  von  dort  eingesandt  hat.  Die  blauen  Bänder  der  Oberseite 
verschmälern  sich  und  die  Unterseite  nimmt  ein  vorwiegend  graues  statt  gelbes  Kolorit  an. 

deiphile.  P.  deiphile  Godt.,  die  bekannteste  der  bunten  Arten,  bewohnt  das  mittlere  Brasilien.  Mir  liegen  Exem¬ 

plare  aus  E.spiritu  Santo  vor  und  v.  Bönninghausen  kannte  Petropolis  im  Orgel-Gebirge  als  Flugplatz.  Die 
Oberseite  gleicht  P.  xenagoras-C  (113  a),  nur  fehlt  der  schwarze  Costalpunkt  in  der  orangegelben  Fleckenserie 
der  Hflgl.  Die  violette  Zone  der  Oberseite  ausgedehnter  und  jenseits  der  Zelle  steht  beim  $  ein  grau  oder  wei߬ 
lich  violetter  Wischfleck.  Unterseite  rotbraun,  sonst  wie  bei  xenagoras  (113  a). 

xenagora».  P.  xcnagoras  Hew.  (113a  differiert  etwas  in  der  Ausdehnung  der  violetten  Partie  der  Vflgl  der 

So  besitze  ich  ein  Stück  mit  nahezu  völlig  braunen  Vflgln  die  nur  einen  schwachen  violetten  Schimmer 
aufweisen.  Im  allgemeinen  ist  das  $  1/3  größer  als  das  ohnedem  große  C  dieser  Art.  Schw^arz  der  Oberseite 
etwas  matter.  Von  dem  herrlichen  Violett  des  C  i^ur  noch  ein  schmaler  Streifen  von  1  cm  Breite  auf  Vflgl 
und  Hflgl  übrig,  der  mehr  tiefdunkel  ultramarinblau  und  undeutlich  begrenzt  ist.  Die  gelbbraunen  Submargi¬ 
nalflecken  fast  doppelt  so  groß  wie  beim  d',  am  Hflgl  tragen  auch  die  3  innersten  zwischen  den  Ozellen  schwarze 
Punkte,  welche  dem  ^  fehlen.  Der  beim  cJ  schwach  angedeutete  gelbbraune  Costalrand  des  Vflgls  ist  beim  $ 
viel  schärfer  und  deutlicher  ausgeprägt,  ebenso  die  weiße  Befransung  beider  Figl.  Die  Rückseite  analog  dem  ^ 
tiefdunkel  rostbraun;  die  weiße  Emaillefleckung  ebenso  auffallend  hervortretend.  Bolivien.  Die  Abbildungen 
dieser  Species  hat  Herr  Robert  Biedermann  nach  Exemplaren  seiner  Sammlung  herstellen  lassen. 

P.  garleppiana  differiert  von  P.  xenagoras  durch  das  Auftreten  einer  hellblauen  Binde  der  Vflgl-Oberseite. 
garieppiann.Wir  haben  zwei  Territorialformen  zu  unterscheiden:  garleppiana  Stgr.  (112dd',  113a  $)  aus  Bolivien.  Das 
$  hat  Fasse  entdeckt  und  wie  folgt  beschrieben:  Sehr  verschieden  vom  P.  xenagoras-^',  vor  allem  erheb¬ 
lich  größer  (106  mm  Spannweite).  Oberseite  ebenfalls  mattschwarz,  aber  der  Violettschiller  des  ^  fehlt  und 
es  bleibt  nur  die  blaue,  sehr  schmale  Preponenbinde  übrig,  die  im  Vflgl  sehr  kurz  ist,  aufwärts  nur  bis  zur  vor¬ 
deren  Mediana  reicht,  nach  abwärts  verbreitert  und  etwas  nach  innen  gebogen  am  Ird  endigt ;  sie  ist  also  nicht 
identisch  mit  der  ganz  anders  gefärbten  und  gestalteten  Binde  des  xenagoras-^.  Im  Hflgl  entspricht  die  blaue 
Binde  jener  des  Violettschiller  ebenfalls  fehlend.  Die  gelben  Submarginalflecken  des  Vflgls  ähnlich  wie 
beim  xenagoras-^',  Costalrand  jedoch  weit  weniger  intensiv  gelb.  Die  submarginale  Fleckenbinde  des  Hflgls 
merklich  anders  als  beim  vorher  beschriebenen  $  >  tlie  beiden  Augenflecke  vorder-  und  rückseits  fast  doppelt 
so  groß,  hingegen  die  3  dazwischenliegenden  gelben  Flecke  der  Binde  nicht  schwarz  geäugt  wie  bei  jenem;  auch 
auf  der  Rückseite  ist  der  davon  übrig  bleibende  Durchschlag  in  Form  von  3  weißblauen  Pünlitchen  viel  kleiner. 


PREPONA.  Von  Pf.  P^ruhstorfkr. 


5fi5 

Das  Braun  der  Rückseite  viel  heller  ockerfarbig  als  beim  xenagoras-^.  Die  silberweiße  Pdeckung,  die  ü})rigens 

auch  bei  den  beider  Formen  ungemein  variiert,  sehr  groß  und  deutlich  ausgeprägt,  (feliört  schon  flas  ^  von 

P.  garleppiana  zu  den  allergrößten  Seltenheiten  südamerikanischer  Nymphaliden,  so  wird  das  (unzige  im  Pebriiar 

1913  im  Nord-Yungas  Boliviens  auf  1700  m  Höhe  erbeutete  $  wohl  für  lange  Zeit  ein  Unicum  bleiben.  —  sphac-  aphwkria. 

teria  subsp.  nov.  ist  eine  habituell  kleinere  Rasse  aus  Peru,  mit  verschmälerten  blauen  Bändern  und  nahezu 

erloschenen  orangefarbenen  Flecken  der  Vflgl.  T3q}e  im  Tring-Museum. 

P.  brooksiana  Godt.  ersetzt  P.  garleppiana  in  Mexiko.  Oberseite  noch  prunkender  durch  eine  fast  Irooksiana. 
doppelt  so  breite  hellblaue  Binde  als  sie  P.  garleppmna  aufweist,  welche  zudem  den  Costalrand  der  Vflgl  erreicht. 

Die  orange  Flecken  länger  aber  von  mehr  oblonger  als  quadratischer  Form.  Der  vorderste,  suba])icale  fehlt, 
dagegen  sind  alle  Makeln  der  Hflgl  schwarz  gekernt.  Die  FTnterseite  schließt  sich  jener  von  P.  deiphile  Godt. 
an,  ist  vorwiegend  rotbraun  und  hat  mit  deiphile  auch  den  weißen  Transcellularfleck  der  Vflgl  gemeinsam, 
welcher  P.  xenagoras  und  P.  garleppiana  fehlt.  Man  kennt  mit  Sicherheit  ]iur  3  Exemplare.  1  $  (die  T_\q)e) 
aus  Coatepec  (Mexiko) ;  ein  zweites  $  im  Museum  in  Paris  und  ein  weiteres  abgeflogenes  Stück  in  der  Kolk 
ScHAiTS.  GG  harren  noch  der  Entdeckung. 

P.  praeneste  leitet  von  der  Gattung  Prepona  zu  den  roten  Arten  des  Genus  Agrfas  über,  praeneste  und 
ihre  südliche  Vikariante,  P.  hucMeyana ,  sind  die  einzigen  Vertreter  ihres  herrlichen  Geschlechts  mit  roten  Quer¬ 
binden  der  Vflgl  und  roter  Fleckenserie  der  Hflgl.  Die  FTnterseite  ist  rotbraun  mit  hellrotem  Medianstreifen 
und  schwarzer  Submedianzone  der  Vflgl.  Die  Hflgl  können  einfarbig  rotbraun  sein  oder  grauweiße  Schmuck¬ 
flecken  tragen,  welche  wie  Tauperlen  aussehen  oder  wie  eingesetzte  Edelsteine,  praeneste  Hew.  (113  c)  findet  prueneste. 
sich  als  große  Seltenheit  in  Kolumbien.  Es  existieren  mit  weißen  Medianflecken  der  FTnterseite  der  Hflgl, 
wie  sie  Hewitson  und  Staudikger  dargestellt  haben.  Ich  sah  jedoch  in  der  Sammlung  des  letzteren  Autors 
im  Berliner  Museum  auch  GS  vom  Rio  Dagua  ohne  diesen  Schmuck:  dies  ist  privata  form,  nov.,  während  ihn  privata. 

JeJ  aus  dem  Cauca-Tale  stets  führen.  —  Vom  $  bilden  wir  (113  b)  eine  Form  paradisiaca  Passf  ab  mit  violettem  parödisiocr/. 
Schimmel  der  Oberseite  der  Hflgl.  Es  existieren  aber  auch  einfarbige  ohne  blauen  Discus  der  Hflgl. 

Ueber  seinen  Fang  schreibt  A.  H.  Fasse: 

praeneste  scheint  nur  in  der  Regenzeit  zu  fliegen,  da  ich  hier  längere  Zeit  in  der  Trockenzeit  sammelte,  ohne  auch 
nur  ein  einziges  Stück  zu  Gesicht  zu  bekommen,  endlich  gelang  mir  der  Fang  mehrerer  Exemplare,  wobei  ich  auch  Gelegen¬ 
heit  hatte,  die  außerordentliche  Intelligenz  des  Tiers  im  Beurteilen  einer  Gefahr  zu  beobachten.  Ein  ganz  tadelloses  Stück 
ging  eines  Tages  scheu  vom  Köder  ab  und  flog  bis  in  die  Krone  eines  himmelholien  TTrwaldbaumes.  Ich  postierte  mich  gedeckt 
in  der  Nähe  und  hatte  nach  etwa  einer  Viertelstunde  das  Vergnügen,  das  rote  Tier  in  schnellen,  großen  Spiralflügen  zur  Erde 
kommen  zu  sehen;  es  visitierte  jedoch  die  ganze  Umgebung  aufs  sorgfältigste  und  kam  bis  in  meine  nächste  Nähe,  die  ihm 
aber  anscheinend  nicht  behagte,  trotzdem  ich  wie  zu  Stein  geworden  stille  stand.  Schließlich  setzte  sich  der  Falter  etwa  lü  m 
senkrecht  über  die  Köderstelle  an  eine  Zweigspit  ze,  so  daß  nur  die  nach  vorn  gerichteten  Fühler  und  der  Kopf  über  den  äußer¬ 
sten  Blattrand  hervorsahen.  So  beäugte  der  schöne  Vogel  die  ganze  Umgebung  und  ich  fand  es  geraten,  mich  etwas  weiter 
zurückzuziehen.  Dem  starken  Dufte  des  Köderblattes  konnte  er  aber  doch  nicht  widerstehen  und  nach  langem,  furchtsamen 
Umherflattern  setzte  er  sich  nochmals  an  die  Lockspeise,  .letzt  konnte  ich  gedeckt  angehen  und  den  Falter  erhaschen. 

praenestina  subsp.  nov.,  eine  südlichere  Rasse,  welche  in  letzter  Zeit  häufiger  nach  Europa  kam  als  die  nördliche  praenestina. 
praeneste.  GS  ohne  weiteres  von  kolumbianischen  GS  zu  trennen  durch  die  distal  erheblich  verbreiterte  rote 
Binde  der  Vflgl,  welche  den  violetten  Saum  bis  nahe  an  die  mittlere  Mediana  zurückdrängt  und  sich  auch  nach 
vorne  jenseits  der  Zelle  erweitert  und  im  vorderen  Medianzwischenraum  den  roten  Submarginalfleck  vöhig 
absorbiert.  —  coilfusa  Niep,  ist  dazu  eine  Form  mit  großen  Subapicalf lecken  vom  Chanchamayo  in  Peru.  co)iiusa~ 

P.  buckleyana  P[e^v.  (113  b)  differiert  von  P.  praeneste  durch  das  Fehlen  der  roten  intraradialen  Sub-  buckleyana. 
marginalflecken  der  Vflgl  bei  beiden  Geschlechtern.  Die  roten  Makeln  der  Hflgl  sind  gleichmäßiger,  breiter 
und  schließen  sich  zu  einer  kompakteren  Binde  zusammen.  Auf  der  FTnterseite  läßt  sich  btickleyana  von  der 
nördlicheren  Vücariante  separieren  durch  einen  silberweißen  Fleck  vor  dem  Zellapex  der  Vflgl.  Es  existieren 
Stücke  mit  weißem  Medianschmuck  der  Hflgl  und  auch  ohne  solchen.  ..Das  $  von  P.  buckleyana  ist  mäßig  größer 
als  das  G  dieser  Form  und  etwas  matter  schwarzbraun  in  der  Grundfarbe.  Alle  beim  G  purpurrote  Zeichnung 
ist  hell  neurot  (also  nicht  orangebraun  wie  beim  praeneste-^) ;  der  Rotbogen  des  Vflgls  in  seinem  innersten  Teil 
weißlich  aufgehellt.  Statt  des  tiefvioletten  Schillers  des  G  ist  beim  $  nur  über  die  discalen  Teile  der  Figl  je  ein 
großer  hellblau  glänzender  Fleck  gebreitet,  der  im  Vflgl  sich  apicalwärts  etwas  über  den  Rotbogen  erstreckt 
und  im  Hflgl  noch  einen  ca.  7  mm  breiten  schwarzen  Saum  nach  der  roten  Binde  zu  freiläßt.  Die  Rück¬ 
seite  ist  sehr  ähnlich  der  des  G  J  auch  die  Silberflecken  sind  besonders  deutlich  vorhanden.  Auch  die  Gestalt 
der  Figl  ist  analog  wie  beim  G  etwas  breit  ausgezogen  und  dadurch  bekanntlich  auch  von  der  als  Stammform 
angesehenen  P.  praeneste  merklich  differenziert,  so  daß  abgesehen  von  den  Zeichnungsunterschieden  auch 
schon  hinsichtlich  der  sehr  verschiedenen  Flglform  P.  buckleyana  wohl  als  eigene  Art  gelten  kann*  .  Das  buck- 
leyana-^  darf  wohl  den  Anspruch  als  schönste  Nymphalide  erheben,  die  überhaupt  existiert.  Der  eigenartig 
hellblaue  Schiller  löst  besonders  dort,  avo  er  sich  über  das  zarte  Rosarot  ergießt,  einen  so  herrlichen  Farbeneffekt 
aus,  daß  sich  kein  anderer  Falter,  auch  der  schönste  Hg'n’as  nicht,  mit  diesem  Tiere  vergleichen  läßt.  ,,Ich  erbeutete 
das  einzige,  überaus  seltene  und  schöne  Exemplar  hierselbst  im  dichten  Gebirgsurwalde,  nachdem  ich  mehrere 
Monate  lang  am  Fangplatze  der  GS  dieser  Form  vergeblich  danach  gesucht  hatte.  14  Tage  nach  Niederschrift 

*)  Unciis  relativ  kurz,  dessen  Kolben  jedoch  breiter,  massiger  und  schärfer  bewehrt,  als  bei  irgend  einer  andern 
der  bisher  untersuchten  Arten. 


566 


AGRIAS.  Vcn  H.  Fruhstorfer. 


oltjnipica. 

elevaia. 


des  vorstehenden  Artikels  war  es  mir  vergönnt,  das  zweite  buckleyana-^  zu  fangen,  das  sich  hinsichtlich  des 
vorher  beschriebenen  insofern  wesentlich  unterscheidet,  als  ihm  jedweder  blaue  Schiller  fehlt.  Wir  haben  also 
hier  den  analogen  Fall  wie  bei  P.  praeneste  aus  Kolumbien,  das  ebenfalls  2  verschiedene  $$-Formen  besitzt, 
nämlich  eine  farbenschlichte  und  eine  (weit  seltenere)  mit  intensiv  hellblauem  Schiller,  die  ich  seinerzeit  als 
P.  prae^ieste  $  ab.  paradisiaca  beschrieb“  (Fa  s.sl'  .  Die  korrespondierende  zweite  $-Form  der  Bolivia-Rasse  mit  dem 
vorher  erwähnten  hellblauen  Figlglanze  wurde  als  olympicaFass^  (113  b)  beschrieben.  —  AlselevataFasÄ^  (113  b) 
ist  eine  hochinteressante  atpine-Form  beschrieben  mit  gelben  statt  roten  Binden  der  Oberseite  beider  Figl.  Ihr 
Entdecker  schreibt  über  diese  montane  Rasse:  ,,Was  mir  hingegen  auffiel,  war  der  ungemein  hohe  Fangort 
des  Tieres  am  Kamme  eines  Kordillerenzuges  bei  2000  m  Seehöhe,  also  der  höchsten  Stelle,  wo  ich  jemals  P. 
bucMeyana  gefangen  habe;  alle  übrigen  stammen  aus  Höhen  von  700 — 1700  m.  Es  ist  vielleicht  möglich,  daß 
diese  auffällige,  schöne  Aberration  der  sonst  purpurfarbigen  Prepona  eine  konstante  Höhenform  derselben 
darstellt.  Leider  ist  der  Fangort  fast  ewig  von  Nebeln  und  Wolken  umschlossen,  so  daß  ich  kaum  Aussicht 
haben  dürfte,  bei  weiteren  Exkursionen  in  diesem  menschenleeren,  morastigen,  schilfigen  und  gänzlich  unweg¬ 
samen  FTrwaldterrain  des  bolivianischen  Hochgebirges  noch  mehr  Stücke  der  neuen  ,, Spielart“  zu  fangen.  Was 
übrigens  die  bt  deutei  de  Höhe  anbelangt,  bis  zu  welcher  die  roten  Preponen  und  auch  die  beiden  erstgenannten 
Formen  fliegen,  die  mit  der  Pracht  und  dem  Farbenschmelz  ihrer  Oberseiten  augenscheinlich  gar  nicht  zu  der 
übrigen  sie  dort  umgebenden  Falterwelt  passen,  so  ergibt  ein  Vergleich  der  Tiere  in  ihrer  sitzenden  Stellung 
eine  geradezu  frapjDierende  Aehnlichkeit  der  Farbenzusammenstellung  ihrer  Rückseiten,  nämhch  silberweiße 
Pu  niete  und  Striche  auf  ockerfarbigem,  rötlichem  oder  schwarzem  Grainde.  Ich  fing  z.  B.  in  einem  selbstge¬ 
fertigten  Wege  im  dunklen  Urwalde  des  Nord-Yungas  Boliviens  bei  1700  m  Höhe  in  einer  Länge  von  4  km  die 
folgenden  Falterarten  im  Laufe  von  6  Monaten  beisammen:  Adelp)ha  saundersi,  Prepona  buckleijana,  xenagoras, 
garleppiana,  Opoptera  bracteolata,  Eryphanes  zolvizora,  Caligo  phokilides,  Lymanopoda  albomactdata  und  albo- 
cincta,  mehrere  Pedaliodes-Arten  mit  ,, Schimmel“ -flecken  auf  der  Rückseite,  Daedahna  dinias  etc.  Sollen 
diese  weißen  und  silbernen  Flecke  der  Rückseiten  der  vorstehenden  Tiere  vielleicht  deir  Wassertropfen  ihrer 
ewig  feuchten  und  vor  Nässe  triefenden  Urwaldheiniat  des  Hochgebirges  angepaßt  sein?  Die  Preponen,  welche 
800  m  tiefer  im  Walde  der  heißen  Täler  fliegen,  zeigen  trotz  viel  größerer  Artenzahl  nicht  eine  einzige  so  intensiv 
dunkle  und  silhergeschmückte  Rückseite  und  auch  keine  Adelpha,  Brassolide  oder  Satyride  hat  eine  solche 
auffällige  Färbungsgleichheit  ihrer  Rückseite  aufzuweisen,  wie  die  oben  erwähnten  Höhentiere  derselben  Gat¬ 
tungen“  (Fasse'.  Zum  Schluß  bleibt  mir  noch  die  angenehme  Aufgabe  Herrn  Robert  Biedermann  in 
Winterthur  zu  danken  für  die  Bereitwilligkeit,  einige  Seltenheiten  aus  seiner  herrlichen  Sammlung  unter 
anderem  auch  die  ersten  acht  Formen  der  Tafel  113  für  unser  Werk  nach  den  Originalen  seiner  Kollektion 
photographisch  aufzu nehmen  und  kolorieren  zu  lassen. 

56.  Gattung:  Agrias  EM. 

In  dieser  herrlichen  Tropengattung,  auf  welche  die  Natur  ihr  ganzes  Füllhorn  an  blendenden  Farben 
ausgeschüttet  zu  haben  scheint,  und  welche  deshalb  nicht  mit  Unrecht  das  ,, Fürstengeschlecht“  der  Nympha- 
liden  genannt  wird,  finden  wir  in  überraschendster  Weise  eine  Wiederholung  zweier  nicht  minder  reich  gefärbter 
Gattungen:  der  Callitheen  und  Catagrammen,  nur  daß  die  Agrias-Arteii  die  letzteren  an  Größe  und  Farben¬ 
pracht  weit  überragen,  und  nur  die  A<3  dieser  Gattung  eine  sexuelle  Auszeichnung  in  Form  einer  Haarbürste 
auf  denHflgln  tragen.  Einige  derselben,  wie  der  berühmte,  von  Bäte s  zuerst  im  Amazonastale  entdeckte  H. 
Sardanapalus ,  sind  geradezu  von  einer  entzückenden  Schönheit,  und  der  Kontrast  seiner  purpurroten  Vflgl, 
welche  durch  einen  darüber  gehauchten  blauen  Schimmer  wie  in  einem  violetten  Purpurglanze  strahlen,  mit  den 
glänzend  saphirblauen  Hflgln  gehört  unbedingt  mit  zu  dem  Schönsten,  was  die  Na.tur  je  in  der  gesamten 
Schmetterlingswelt  hervorgebracht  hat.  In  der  Struktur  der  Organe  und  im  Geäder  ist  Agrias  so  nahe  mit 
Prepona  verwandt,  daß  nur  geringe  Unterschiede  zwischen  beiden  Gattungen  bestehen.  Beide  Subgenera 
gehen  zudem  durch  Formen,  wie  die  bei  Prepona  bereits  erwähnten  P.  deiphile  Godt.  und  P.  praeneste  Hew. 
ineinander  über  und  auch  die  Raipieu  sind  sehr  ähnlich. 

Agrias  unterscheidet  sich  von  Prepona  nur  durch  die  kürzeren,  sonst  aber  gleich  behaarten  und  be¬ 
schuppten  Palpen  und  die  schwächeren,  dünneren  Fühler,  welche  ohne  deutliche  Kolbe  sich  allmählich  bis  zur 
Spitze  verdicken.  Die  Vflgl  sind  breiter,  nicht  sichelförmig  vorgezogen,  die  Hflgl  mehr  gerundet.  Die  Zellen 
beider  Figl  sind  ebenso  wie  bei  Prepo7ia  durch  eine  feine  hintere  Discocellulare  geschlossen.  Dagegen  ist  bei 
allen  Species  ein  hochentwickelter  Haarpinsel  der  Hflgl  vorhanden,  der  nur  bei  einigen  Prepojia- Arten  in  rudi¬ 
mentärer  Form  existiert.  Diese  Duftbürste  steht  nahe  dem  Ursprung  der  Submediana  und  korrespondiert  mit 
einer  Tasche  zu  beiden  Seiten  des  Hlbs,  deren  Inneres  dicht  mit  keulenförmigen,  modifizierten  Schuppen  ange¬ 
füllt  ist.  Dergleichen  Duftapparate  sind  bei  den  Nymphaliden  selten;  wir  finden  sie  aber  bei  den  Pro'hoe  Indo- 
Australiens,  allerdings  in  etwas  weniger  luxurianter  Ausbildung  gleichfalls  vor. 

Das  kugolrunde  Ei  ist  fast  so  groß  wie  das  von  Saturnia  pyri\  gelblich  -  weiß,  mattglänzend  und 
ohne  sichtbare  Structur  der  Obtrfläche. 

Das  Räuiicheu  schlüpft  nach  8  Tagen;  es  ist  graugrün,  nach  hinten  keilförmig  verjüngt  und  mit 


AOR[AS.  Von  H.  FRUHSroRFi^R. 


507 


feinen  Härchen  besetzt.  Die  Tracheen  siacl  schwarz  eingefaßt.  Der  K()])f  der  Rau])e  auffallend  groß  und 
breiter  als  der  Rumpf.  Die  Rp  selbst  mit  hohem  stumpfem  Horn  am  Kopf  und  zwei  sehr  langen  Zaj)fen  am 
Anus.  Am  ersten  Segment  zwei  weiße  Punkte;  das  vierte  Segment  etwas  dicker  als  die  übrigen.  Pp.  mit 
2  langen  ziemlich  spitzen  Hörnern.  (Beschreibung  nach  ausgeblasenen  Exemplaren  von  A.  claudianus  m 
Britisch-Museum . ) 

Nach  Dr.  Hahnel  legen  Agrias  eine  größere  Ruhe  an  den  Tag,  als  ihre  Verwandten,  die  Prepona  und 
wenngleich  ihr  Flug  schnell  genug  zu  nemien  ist,  ist  ihnen  doch  nicht  jene  rapide  Art  zu  eigen,  durch  welche  sich 
die  an  Größe  und  Figlschnitt  überlegenen  Prepona  auszeichnen.  Namentlich  ist  die  Ausdauer  ganz  merkwürdig 
mit  der  sie  den  einmal  auserwählten  Sitz,  ein  in  der  Höhe  frei  in  den  Weg  hineinragendes  Blatt,  festhalten. 
Dort  kann  man  sie  iinbeweglich  lange  Zeit  beobachten,  und  auch  wenn  sie  auffliegen  kehren  sie  genau  wieder 
dahin  zurück.  Bei  dieser  iinberrrten  Ruhe  lassen  sie  es  ohne  Furcht  geschehen,  daß  man  das  Netz  an  einer  langen 
Stange  ihnen  nähert  und  in  dem  man  dann  kräftig  in  der  Richtung,  in  welcher  sie  abfliegen  wollen,  zuschlägt, 
hat  man  die  Falter  meist  sicher  im  Netz.  Die  Höhe,  in  der  sie  sich  aufzuhalten  pflegen,  wechselt  zwischen  5 
und  10  m  so  daß  der  Geruch  angewandten  Köders  nicht  immer  in  ihre  Nähe  dringt. 

Ueber  die  Lebensweise  der  kolumbianischen  Arten  schreibt  Fasse  (in  der  Soc.  Ent.  1911  p.  27),  ..daß 
Agrias  schnelle  und  sehr  scheue  Flieger  sind,  die  meist  nur  an  sehr  heißen  Tagen  um  die  Mittagszeit  und  stets 
vereinzelt  in  Beständen  ausgedehnter  Urwälder  und  selten  über  1000  m  Seehöhe  erscheinen  ■.  ..Während  Preponen 
schon  oft  um  9  Uhr  früh  und  auch  bei  etwas  bewölktem  Himmel  den  Wald  durcheilen,  sah  ich  Agrias  bisher 
nur  in  der  brennendsten  Mittagshitze.  Mehrere  Male  hatte  ich  auch  Gelegenheit,  sie  um  hohe  Baumkronen 
blitzschnell  kreisen  zu  sehen,  und  selbst  wenn  sie  sich  dem  Köder  am  Boden  nähern,  kommen  sie  von  oben  in 
weiter  Spirale  herab  und  umkreisen  unten  dann  die  Stelle  oft  noch  1  Minute  lang,  wobei  man  infolge  der 
Schnelligkeit  ihres  Flages  nur  eine  rote  Linie  erkennen  kann.  Des  Oefteren  wurde  der  Flug  mit  jenem  der 
Preponen  verglichen,  was  ich  nun  nicht  ganz  bestätigen  kann,  da  letztere  sich  eiftschieden  langsamer  bewegen 
und  dabei  oft  ein  surrendes  Geräusch  her  Vorbringen,  ähnlich  wie  große  Hesperiden.  Hingegen  besteht  eine 
auffällige  Verwandtschaft  im  Fluge  der  Agrias  wie  in  ihrem  ganzen  Gebahren,  mit  der  ja  auch  im  Habitus  sehr 
ähnlichen  Gattung  Smyrna,  deren  Vertreter  freilich  nebst  großer  Verbreitung  stellenweise  zu  ganz  häufigen 
Erscheinungen  des  Falterlebens  im  tropischen  Amerika  gehören. 

Die  einzehien  Individuen  der  Agrias  sind  weitgehender  koloristischer  Variabilität  unterworfen,  Avas 
schon  unsere  38  Abbildungen  beweisen,  welche  nur  sieben  Arten  angehören.  Der  geschlechtliche  Dimorphis¬ 
mus  ist  ausgeprägter  als  bei  der  Gattung  Prepona,  auch  neigt  die  Figlform  des  $$  zu  erheblicheren  Verände¬ 
rungen  in  der  Kontur  der  Vflgl.  Bei  beiden  Geschlechtern  tritt  Dichroismus  in  Erscheinung  und  wir  kennen 
mit  rotem  und  mit  ockergelbem  Basalfleck  der  Vflgl  unabhängig  von  der  Lokalität.  Bei  einer  Art  intermittiert 
je  nach  der  Lokalität  ein  orangefarbener  oder  blauer  Basalfleck.  Desgleichen  ist  auch  die  Ausdehnung  des 
berühmten  blauen  Schillers  der  Oberseite  großen  S  Iiwankungen  unterworfen,  der  rudimentär  oder  luxuriant 
sein  kann  und  manchmal  ganz  ausfällt.  Die  Zeichnungsattribute  der  I^nterseite  sind  dagegen  äußerst  konstant 
und  bilden  einen  wilUcommenen  Fingerzeig  zur  Gruppierung  der  polychromen  Territorial-Rassen ;  doch  sind 
auch  hier  wiederum  koloristische  Motive  ohne  Bedeutung,  Gelb  und  Rot  wechseln  beliebig ;  auch  kann  der  Basal¬ 
fleck  bei  einer  Rasse  die  halbe  Flgl-Oberfläche  bedecken  {beatifica)  oder  auf  schmale  Striemen  beschränkt  sein 
(beata).  Ebenso  wie  die  Figlflecke  verändert  sich  auch  die  Färbung  der  Duftpinsel  von  Hellgelb  zu  Rotbraun 
{sardanapalus ,  claudianus),  von  Orange  zu  Grünlich  (heivitsonius,  beatifica). 

Bei  der  hohen  Modifizierungsfähigkeit  der  Agrias  ist  es  nicht  veiuvunderlich,  daß  deren  spezifische 
Bewertung  eine  recht  ungleiche  war.  Kirby  kannte  1871  bereits  7  Species.  Von  diesen  fällt  nach  iinseren 
heutigen  Anschauungen  eine  Form  [beatifica  Hew.  (1869)  lieicitsonianus  Bat.  (1860)  so  daß  de  facto  nur 

6  Arten  erhalten  bleiben.  Eine  von  ihnen  [A.  Claudia),  schon  seit  1776  bekannt,  blieb  über  ein  Jahrhundert 
verschollen,  bis  sie  mein  Reisender  Julius  Michaelis  im  Jahre  1894  wieder  entdeckte.  Von  1776  bis  zu  der 
epochemachenden  Reise  Amn  Bates  in  der  Mitte  des  vorigen  Jahrhunderts  AAUirden  nur  noch  eine  Hprfas’ in 
Kolumbien  aufgefunden.  Bates  glückte  die  Entdeckung  von  4  chstinlvten  Arten  und  mehreren  geographischen 
Rassen.  Daim  trat  AAÜeder  Stillstand  ein  bis  Dr.  Hahnel  in  Verbindung  mit  seinen  S  hülern  eine  Anzahl  interes¬ 
santer  Arealformen  zu  unserer  Kenntnis  brachte.  So  kam  es,  daß  Staudinger  im  Jahre  1888  nicht  Aveniger 
als  14  Arten  mit  5  Nebenformen  aufzählen  zu  dürfen  glaubte.  Im  Jahre  1897  beschränkte  ich  diese  Anzahl 
trotz  der  Auffindung  neuer  Ortsformen  auf  12  Species,  die  Staudinger  ein  Jahr  später  nochmals  reduzierte 
und  auf  10  Kollektivarten  herabsetzte.  Von  diesen  10  Arten  sind  AAuederum  2  ohne  Aveiteres  als  L^nterformen 
auszuscheiden,  so  daß  Avir  heute  zu  der  Anzahl  der  Kollektivarten  im  KiRBY’schen  Katalog  zurückkehren 
müssen,  Aveil  Aviederum  seit  Bates  nur  eine  volhvertige  Art  "nach  Europa  gekommen  ist,  nämlich  A.  nar- 
cissus.  Wir  dürfen  somit  annehmen,  daß  Avir  die  wirklich  existierenden  Arten  jetzt  alle  kennen  ,  dagegen 
haben  Avir  noch  eine  große  Reihe  von  Nebenformen  zu  erAA^arten,  von  denen  jede  bedeutende  entomologische 
Expedition  neue  erschließt.  Das  Hauptverbreitungsgebiet  unserer  herrlichen  Gattung  deckt  sicli  mit  dem 
Flußsystem  des  Amazonas  in  seiner  gesamten  geAvaltigen  x4usdehnung.  6  Arten  haben  dort  ihre  Heimat ; 
eine  siebente  [narcissus)  wurde  zwar  zuerst  in  Surinam,  später  in  Cayenne  beobachtet  aber  durch  meinen 
Sammler  Michaelis  auch  für  Obidos  nachgewiesen.  Es  bleibt  somit  nur  eine  nicht  amazonische  Species 
frei,  aedon  F.,  Avelche  sich  ausschließlich  in  Kolumbien  und  am  Vulkan  Chniqid  findet. 


568 


AGRIAS.  Von  H.  Fruhstorper. 


Von  den  7  Arten  überschreiten  nur  zwei  die  rein  äquatoriale  Zone:  es  ist  dies  zunächst  die  älteste  SpecieS; 
Claudia,  welche  am  atlantischen  Ozean  das  südliche  Brasilien  erreicht  hat.  Neben  ihr  dringt  eine  zweite  expan¬ 
sionsfähige  Species  {amydon)  im  Osten  bis  Bolivien  vor,  während  sie  im  Westen  das  mittlere  Brasilien  nicht 
mehr  überschreitet.  Sonderbarerweise  beheimatet  Venezuela  keine  Agrias,  während  wir  aus  Cayenne  3  und  aus 
Surinam  2  Arten  kennen. 

Rein  äußerlich  beurteilt  zerfallen  die  Agrias  in  2  Gruppen:  die  oberseits  roten  Arten  und  die  ober- 
seits  b  u  n  t  e  n,  unten  vorwiegend  gelb  oder  grün  gefleckten.  Beide  werden  durch  A.  amydon  verbunden 
mit  z.  T.  noch  rot,  z.  T.  bereits  gelb  gefärbten 

A.  Claudia.  Die  älteste  Species,  die  rote  Agrias  par  excellence]  Grundfarbe  oberseits  schwarz,  manchmal 
mit  gelblicher  präapikaler  Aufhellung  der  Vflgl.  Diese  stets  mit  rotem  Basalfeld,  das  je  nach  der  Arealform  an 
Intensität  des  Kolorits  und  im  Umfange  wechselt.  Hflgl  mit  einer  großen  roten  Scheibe,  welche  von  Norden 
nach  Süden  in  der  Größe  abnimmt  und  somit  ihr  natürliches  Maximum  in  Surinam,  das  Minimum  in  St.  Catha- 
rina  erreicht.  Bei  den  andinischen  Ausstrahlungen  der  Kollektivspecies  und  den  meisten  Formen  des  Amazonas 
wird  der  rote  Discus  der  Hflgl  durch  einen  kleinen  blauen  Fleck  ersetzt  und  man  könnte  versucht  sein,  derlei 
Rassen  als  eigene  Arten  aufzufassen,  wenn  sich  nicht  inMato-Grosso  eine  Vikariante  fände,  die  beide  koloristische 
Claudia.  Motive  in  sich  vereinigt.  —  Claudia  Sdmlz  gleicht  oberseits  imd'  dem  sahlkei-(^  (115  d),  nur  bleibt  der  schwarze 
Subanalfleck  der  Vflgl  sehr  klein  und  geht  nicht  über  die  Submediana  hinaus.  Das  $  steht  dem  $  von  croesus 
(115  b)  nahe,  doch  ist  auch  der  Ird  der  Vflgl  rot  bedeckt;  ferner  fehlt  die  gelbe  Subapicalbinde  der  Vflgl.  Das 
$  ist  schon  seit  1776  bekannt,  das  (J  fand  ich  zuerst  im  Museum  in  Stuttgart  im  Jahre  1895  und  empfing  selbst 
die  ersten  Exemplare  durch  J.  Michaelis,  der  auf  meine  Veranlassung  und  Kosten  hauptsächlich  dieser  Agrias 
sahlkei.  wegen  nach  Surinam  reiste.  —  sahlkei  Hotir.  ( 1 1 5  d)  ist  eine  Arealform,  welche  durch  den  bis  an  die  hintere  Mediana 
vordringenden  Schwarzfleck  der  Vflgl  von  Claudia  zu  unterscheiden  ist.  Beim  $  ist  die  rote  Scheibe  der  Hflgl 
manchmal  in  der  Rückbildung,  so  daß  nur  ein  schmaler  roter  Streifen  erhalten  bleibt.  Cayeiuie.  Abbildung 
croesus.  nach  einem  in  der  Koll.  Fruhstorper.  —  Am  Amazonas  findet  sich  eine  sehr  ähnliche  Unterart  croesus 
Stgr.  (115  b)  kenntlich  an  den  drei  relativ  großen  gelben  Flecken  vor  der  Spitze  der  Vflgl.  Das  $  Avurde  nach 
einem  bei  Para  gefundenem  Exemplar  der  Sammlung  Ripparth  dargestellt;  ein  ^  dazu  hat  SrAunmoER  als 
Varietät  von  A.  sardanapalus  vom  Itaituba  am  unteren  Amazonas  beschrieben.  Ueber  den  Fang  dieses  Falters 
berichtet  Michael  (Iris  1894): 

,, Eines  Tages  sah  ich  an  der  betreffenden  Liane,  welche  ich  tagtäglich  anfsuchte,  eine  prächtige  Agrias  sitzen,  Avelche 
ich,  der  Unterseite  nach  zu  urteilen,  tiiv  sardanapalus  hielt;  wie  erstaunte  ich  aber,  als  sich  das  Tier,  nachdem  ich  es  dem  Netz 
entnommen,  als  das  so  lange  gesuchte,  fabelhafte  ^  von  claudia  entpuppte!  In  der  Tat  ist  diese  claudia  vom  Amazonas 
auf  der  Unterseite  dem  sardanapalus  zum  Verwechseln  ähnlich;  oben  ist  jedoch  der  Unterschied  sehr  groß,  da  claudia  auf 
den  Ilflgln  einen  großen  roten  Flecken  führt,  welcher  an  der  Innenseite  blau  begrenzt  ist.  Trotzdem  ich  nun  eifrig  auch 
hinter  diesem  Falter  her  war,  gelang  es  mir  doch  erst  wieder  3  Jahre  später,  nach  Itaituba  zurückgekehrt,  ein  zweites  Exem¬ 
plar  von  diesem  prächtigen  Tiere  zu  fangen,  und  zwar  gelangte  ich  auf  höchst  wunderbare  Weise  in  Besitz  desselben.  Es 
war  während  meines  letzten  Aufenthaltes  in  Itaituba  im  Frühjahr  1893,  als  ich  plötzlich  eines  Mittags,  gerade  als  ich  die  be¬ 
wußte  Stelle  verlassen  wollte,  eine  Agrias  in  bedeutender  Höhe  bemerkte,  welche  sich  auch  bald  an  ein  Blatt  setzte.  Meine 
längsten  Netzstangen  erwiesen  sich  leider  als  viel  zu  kurz;  in  der  Eile  konnte  ich  auch  keine  passende  Stange  im  Walde 
finden,  und  erst  nach  langem  Suchen  traf  ich  ein  über  20  Fuß  hohes,  schlankes  Bäumchen  an,  welches  sich  als  Netzstange 
eignete.  Doch  als  ich  das  Netz  daran  befestigte,  schwankte  die  dünne  Stange  hin  und  her,  uiid  es  war  als  eine  wahres  Wun¬ 
der  zu  betrachten,  daß  ich  trotzdem  den  Falter  ins  Netz  bekam,  welcher  nahezu  15  Minuten,  bis  ich  die  betreffende  Stange 
gefunden  hatte,  auf  dem  Blatte  sitzen  geblieben  war  “ 

amazonica.  Als  amazonica  Stgr.  ist  ein  $  aufgefülirt  vom  unteren,  nördlichen  Amazonas,  welches  bei  Faro  im  brasiliani¬ 
schen  Guyana  entdeckt  wurde.  Es  hat  eine  fast  ganz  schwarze  Oberseite  der  Hflgl,  welche  nur  in  der  Zelle 
verstreute  rote  Schüppchen  tragen;  ebenso  sind  die  Rippen  gegen  die  Basis  zu  rot  überdeckt.  Ueber  diese  Form 
schreibt  Michael: 

,,Als  ich  einen  am  Seestrand  entlang  führenden  Weg  wandelte ,  bemerkte  ich  plötzlich  einen  roten  Strahl  durch 
die  Luft  schießen  und  erkannte  bald  eine  prächtige  Agrias,  Avelche  einige  Augenblicke  einen  in  Höhe  von  etwa  S  Metern  be¬ 
findlichen  Baumast  umkreiste  und  sich  dann  schließlich  an  demselben  niederließ.  .letzt  war  guter  Rat  teuer.  Doch  zum  Glück 
gewahrte  ich  ein  dünnes  Bäumchen  in  einiger  Entfernung  davon  stehen,  an  dem  ich  hurtig  emporkletterte.  Obenangelangt, 
bemerkte  ich  zu  meinem  Aerger,  daß  das  Netz  immer  noch  zu  kurz  sei.  Doch  ich  wagte,  indem  ich  mich  so  weit  als  mög¬ 
lich  hinüberbeugte ,  einen  verzweifelten  Schlag  und  sah  auch  bald  zu  meiner  Freude  das  holde  Wesen  im  Netz  zappeln. 
Nun  galt  es  erst  hinunterzukommen.  Nachdem  ich  wieder  auf  Gottes  Erdboden  stand,  begann  ich  meinen  höchst  interes¬ 
santen  Fang  zu  besichtigen  und  fand  etwas  mir  gänzlich  Neues.  Da  ich  iudeß  nur  phalcidon  und  sardanapalus  kannte,  so 
hielt  ich  das  Tier  für  das  $  des  letztgenannten  und  selbst  Dr.  Hahnei  blieb  längere  Zeit  im  Unklaren;  doch  erwies  es  sich 
bald  als  ein  claudia  amazonica-'^.“ 

vesta.  vesta  Frühst,  ist  eine  ^J-Form,  deren  Vflgl  mit  jenen  von  A.  claudia  übereinstimmen,  nur  ist  das  Rot  der 
Vflgl  gesättigter,  und  es  machen  sich  bereits  Anfänge  eines  blauen  Schimmers  jenseits  der  Zelle  bemerkhch. 
Die  Hflgl  führen  eine  kleinere  dunkelviolette  Scheibe  an  der  Zelhvand.  Die  Unterseite  gleicht  jener  von  claudia, 
nur  ist  die  transzellulare  graue  kurze  Binde  der  Vflgl  etwas  breiter  und  die  Gesamtfärbung  dunkler.  Obidos 
am  unteren  Amazonas  im  August,  September  1899  von  Michaelis  entdeckt.  Type  in  meiner  Sammlung.  — 
maxentia.  maxentia  Frühst,  von  Marcapata  (Peru)  steht  nahe  croesus  Stgr.,  das  Rot  der  Vflgl  ist  jedoch  dunkler,  die  diskale 
Makel  der  Hflgl  wischförmig.  Unterseite  gesättigter  in  der  Farbe  als  bei  vesta.  Type  in  der  Sammlung  Stau- 
infernalis.  DINGER.  —  infemalis  Frühst,  hat  auf  den  Vflgla  eine  Vermehrung  der  roten  Zone  aufzuweisen.  Die  Hflgl  dagegen 
sind  oberseits  ganz  schwarz  mit  leichter  Rötung  der  Rippen  nahe  der  Zellwand.  Britisch- Guyana,  Neu-Amster- 
godmani.  dam.  — .  godmani  Frühst.  (115  b)  eine  riesige  Form  und  zugleich  die  veränderlichste  aller  cZawJia-Rassen.  Durch 


Ausgegeben  1.  V.  1916. 


AORFAS.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


das  Auftreten  eines  ausgedehnten  blauen  Schillers  an  der  Peripherie  der  Rotfleckung  wird  ein  Anklang  an 
sardanapalus geschaiien.  Diegelhliche  Pleckenbinde  der  Vflgl,  welclie  unserer  A})bildung  der  Type  aus  Godmax’s 
Sammlung  zeigt,  kann  fehlen,  das  Rot  der  Vflgl  dehnt  sich  manchmal  zu  einem  breiten  an  daudia  gemahnenden 
Feld  aus,  ohne  schwarze  Ausbuchtung  an  der  Submediana.  Auch  die  rote  Scheibe  der  Hflgl  kann  an  Ausdeh¬ 
nung  gewinnen  (fa.  phoenix  Niep.).  Daneben  existieren  Stücke,  bei  denen  die  Verwandtschaft  mit  A.  sardana-  dujenix. 
palus  noch  sprechender  zum  Auscbuck  kommt,  durch  das  Ausfallen  der  roten  Scheibe,  die  dann  durch  einen 
matt  ultramarinblauen  Discalfleck  ersetzt  ist  (fa.  semirubra  Niep.).  Heimat  der  wunderbaren  Rasse  Mato-Grosso.  semiruhra. 
—  claudina  Godt.  (115a  als  claudianus-$  und  a  4)  findet  sich  im  mittleren  Brasilien,  nach  Exem]jlaren  meiner  claudina. 
Sammlung  in  Esphütu- Santo,  Minas-Geraes  und  Rio  de  Janeiro.  Die  d'd'  differieren  von  daudianus  (Il5a) 
durch  das  Vorhandensein  einer  an  godmani  anldingenden  gelben  Aufhellung  der  Vflgl,  welche  unterseits  fast 
rein  weiß  bleibt.  Das  Basalfeld  ist  heller  carminrot  und  es  kann  manchmal  an  der  Submediana  völlig  unbe¬ 
rührt  von  schwarzer  Ausbuchtung  bleiben,  so  daß  solche  AS  Submediane  wie  mit  einem  Lineal  abge¬ 

schnittenem  Felde  dem  croesus-'^  (115  b)  gleichen.  Das  A  trägt  einen  an  der  Spitze  leicht  geröteten  Duftpinsel, 
den  übrigens  Godart  bereits  beschrieb.  Der  rote  Discalfleck  der  Hflgl  ist  etwas  ausgedehnter  als  bei  daudianus 
und  mehr  dem  Distalsaum  genähert,  was  Godart  gleichfalls  erkannte  und  hervorhob.  Das  $  ( 1 15  a  3  indaudianus 
verdruckt)  hat  in  der  Regel  einen  größeren  roten  Discus  als  unsere  Abbildung  und  es  ist,  verglichen  mit  $$  aus 
südlicheren  Provinzen  auf  den  Vflgl  lebhafter,  wenn  auch  blaß  rot  und  diezweite  transzellulare  Medianbinde  der 
Hflgl-Unterseite  hellgrau  statt  schwärzlich  violettgrau  wie  bei  daudianus.  — ^  Die  anteterminale  schwarze  Binde 
der  Hflgl  wechselt  in  der  Breite;  sie  ist  sehr  schmal  bei  einem  $  aus  Minas-Geraes,  ungemein  kräftig  bei  einem 
$  aus  Rio  de  Janeiro.  Die  subapicale  Hchrägbinde  der  Vflgl  ist  gleichfalls  veränderlich,  fast  la’eidev'eiß  beim 
$  aus  Minas,  fahl  ockergelb  beim  Rio-$.  Nach  Angaben  von  Bönninghausen  ist  daudina  selten  in  der  Provinz 
Rio  de  Janeiro,  findet  sich  aber  manchmal  im  Botanischen  Garten  und  aniGorcovado.  —  pallantis  Fr  ühst.  $  ober-  pallantis. 
seits  sehr  nahe  A.  daudia  daudina  Godt.  aus  Rio  de  Janeiro.  Espiritu- Santo  und  j^Iinas-Geraes  meiner  Samm¬ 
lung.  Die  drei  verwischten  gelblichen  Präapicahnakeln  der  Vflgl  etwas  schmäler  als  bei  den  meiner  Samm¬ 
lung,  das  rote  Feld  der  Vflgl  jedoch  erheblich  ausgedehnter,  so  daß  der  transzellulare  Fleck  nicht  mehr  drei¬ 
eckig,  sondern  quadratisch  erscheint  und  bis  nahe  an  die  Costale  reicht.  An  der  Submediana  bleibt  nur  ein 
schmaler  schwarzer  Segmentausschnitt.  Auf  den  Hflgln  sind  alle  Adern  von  der  vorderen  Radiale  an  bis  zur 
mittleren  Mediana  rot  angelaufen.  Der  postdiskale  rote  Fleck  mehr  als  doppelt  so  breit  als  bei  A.  datidina-^. 

Die  Unterseite  der  Hflgl  etwas  heller  als  beim  $  aus  Rio  de  Janeiro,  die  lichter  blaugekernten  Subniarginal- 
flecken  stehen  in  einem  mehr  grünheh  gelben  Felde  und  die  anteterminale  schwarze  Binde  ist  kaum  halb  so 
breit.  Vermutlich  aus  einer  der  brasilianischen  Nordprovinzen,  $-Type  im  Museum  zu  Genf,  aus  der  Kollektion 
JuRiNB,  welche  bereits  über  ein  Jahrhundert  alt  ist.  Der  Falter  ist  aber  noch  ebenso  frisch,  wie  die  seit  unge¬ 
fähr  15  und  20  Jahren  in  meiner  Sammlung  befindlichen  Exemplare.  A.  pallantis  (Name  nach  einem  Beiwort 
für  Aurora)  bildet  eine  Transition  von  A.  daudina  zu  A.  daudia  von  Surinam,  und  es  ist  sehr  wahrscheinlich, 
daß  noch  weitere  Zwischenformen  entdeckt  werden,  welche  sich  durch  größeren  roten  Discus  der  Hflgl  noch 
mehr  der  alten  A.  daudia  ScJmlz  anschließen.  —  plausibilis  subsp.  nov.  leitet  von  daudina  zu  ckmdianus  über.  jAausibilis. 
Sie  hat  oberseits  bereits  den  daudia^ius -Gharakter  und  im  Gegensatz  zu  den  nördlicheren  Formen  dunlcel  carmin- 
roten,  purpurn  überhauchten  und  mehr  halbmondförmigen  roten  Basalteil  der  Vflgl.  Dieser  wird  von  der  Sub¬ 
mediana  vom  schwarzen  Ird  segmentartig  ausgeschnitten. _  Der  rote  Discalfleck  der  Hflgl  noch  etwas  breiter 
ausgeflossen  als  bei  daudianus  (115  a).  Die  Unterseite  schließt  sich  durch  eine  weißgraue  nicht  Avie  bei  daudia¬ 
nus  gelb  getrübte  Subapicalbinde  an  daudina  an.  Auch  die  Hflgl  zeigen  eher  die  Attribute  der  Rio-Form  als 
jene  von  daudianus,  die  transzellulare  Medianbinde  bleibt  hellgelb,  die  distale  fast  AAuißgrau  und  schmäler  als 
bei  der  nördlicheren  und  südlicheren  Vikariante.  Die  scliAvarzen  Ozellen  der  Hflgl  entschieden  kleiner  als  bei 
den  Schwesterrassen.  Heimat  unbekannt,  aber  vermutlich  Säo  Paulo  oder  Parana.  —  daudianus  Stgr.  (115  a)  daudianus- 
ist  auf  unserer  Figur  insofern  unrichtig  dargestellt,  als  der  rote  Discalfleck  der  Hflgl  zu  breit  aufgetragen  ist. 

In  Wirklichkeit  ist  er  auf  der  Hflgl-Oberseite  kaum  angedeutet.  Auch  das  $  führt  oberseits  nur  einen  unbe¬ 
deutenden  rötlichen,  schwarz  überpuderten  Wischfleck  der  Hflgl.  Die  präapicale  Schrägbinde  der  Vflgl  bei 
beiden  Geschlechtern  gelblich,  die  Submarginalzone  der  Hflgl,  welche  die  blaugekernten  Augen  umschließt, 
grünlich-braun  die  Medianbinde  dicht  an  der  Zelle  braungrau,  das  postdiscale  Band  grauviolett,  ebenso  auch 
das  Zollgebiet.  Santa  Catharina.  daudianus  wurde  fast  nie  im  Freien  gefangen,  sondern  aus  Rpn  gezogen. 

Ihr  Vorkommen  über  Blumenau  hinaus  war  bisher  nicht  nachgewiesen,  doch  hat  sie  Julius  Micilaelis  auch 
noch  bei  Theresopolis,  also  weiter  südlich  entdeckt.  Die  Rp  hat  nach  einer  von  Jul.  Scheidemantel  herrüh¬ 
renden  Zeichnung  Aehnlichkeit  mit  einer  Prepona-Fip  ;  die  Warzen  auf  Ring  3  und  5  scheinen  zu  fehlen,  dagegen 
ist  der  unpaare  Fortsatz  auf  dem  4.  Ring  vorhanden.  Die  Rp  endigt  in  eine  ScliAvanzgabel,  der  von  Prepona  ■ 

Za eVies  ähnlich.  —  sardanapalus  wurde  von  Kirby  und  mu’  als  eine  Lokalrasse  der  M.  daudia  aufgefaßt.  Das 
Vorkommen  von  entschiedenen  cZawJm  -  Formen  neben  ganz  typischen  sardanapalus  könnte  jedoch  A'eraii- 
lassen ,  zu  der  BATES’schen  Annahme,  daß  sardanapalus  eine  distinkte  Species  sei,  ziu’ückzukehren.  Ab¬ 
gesehen  von  der  bedeutenderen  Größe  allen  daudia-P oxmew  (mit  Ausnahme  von  M.  godmani  Frühst.)  gegen¬ 
über,  ließe  sich  noch  der  stets  rundlichere  Flglschnitt  der  Vflgl  soAvie  der  A^iel  ansehnlichere  reiner  und  heller 
gelb  gefiederte  Duftpinsel  als  Unterscheidungsmerkmal  ins  Feld  führen.  Die  maßgebende  Unterseite  dagegen 
bietet  keinerlei  greifbare  Differenzialcharaktere.  Das  Vorhandensein  des  Halbbogen  -  Strichs  am  Costah-and 
V  72 


570 


AGRIAS.  Von  H.  Frtjhstorfer. 


der  Hflgl,  welcher  an  der  Präcostale  einsetzt  und  sich  dann  distal  bis  an  die  Mitte  der  Costalis  hinschwingt, 
auf  welchen  Staitdinger  so  großen  Wert  legte,  ist  zwar  bei  sardanapalus  konstant  komplett  vorhanden,  wir 
finden  ihn  aber  bei  Claudia  selbst  und  bei  claudianus  sowohl  bei  cjcj  9?  manchmal  in  genau  derselben  Ent¬ 
wicklung  vor.  Er  kann  aber  aiich  in  zwei  isolierte  Makeln  aufgelöst  sein,  wie  bei  einem  Claudia-’^,  während 
ihn  das  ^  noch  als  vollständigen  Bogen  besitzt.  Klammei  Organe  mit  etwas  breiterer  Valve,  als  bei  A.  Claudia 
und  rlaudina;  der  Kolben  am  Uncus  robuster,  kräftiger  bedornt.  Die  Verbreitungszone  Yon  A.  sarda7iapalus  ist 
wesentlich  beschränlvter  als  jene  von  A.  clattdia,  wde  begegnen  ihm  nur  vom  oberen  Amazonas  an  bis  Bohvien. 
Die  südlichen  Formen  haben  sich  ganz  analog  den  südbrasilianischen  Rassen  auf  der  Unterseite  modifiziert. 

Ueber  den  sardanapalus  sagt  Bates: 

,, Dieser  prachtvolle  Scliinetterling  ist  einer  der  am  reichsten  gefärbten  aus  der  gesamten  Insektenwelt.  Ich  trat 
ihn  an  verschiedenen  Punkten  des  oberen  Amazonas,  immer  aber  nur  auf  sonnigen  Ijichtungen  der  Urwälder  und  bei  heißem 
drückendem  Wetter  zwischen  der  nassen  und  trockenen  Jahreszeit.  Er  fliegt  ähnlich  wie  die  Preponen  und  es  ist  daher 
ganz  unmöglich,  ihn,  außer  im  Sitzen  zu  fangen.  Die  eisten  Exemplare,  welche  ich  sah,  wurden  durch  den  ausfheßenden 
Saft  eines  Baumes  augelockt,  wo  täglich  eine  dichte  Schar  von  anderen  schönen  Schmetterlingen,  wie  Preponen,  Paphien 
(Anaeen),  Sideronen,  Dynaecien  uncl  anderen  mehr  versammelt  waren.  Aber  das  fortlaufende  Wechseln  der  eifrigen  Tiere 
machte  den  jDi’ächtigen  Agrias  ungewöhnlich  scheu  und  vorsichtig,  so  daß  ich  ilui  nicht  fassen  konnte.  Wenn  man  ihn  allein 
antraf,  in  den  Fußwegen  am  Schmutze  sitzend,  war  er  viel  leichter  zu  überraschen,  aber  nur  3  oder  4  mal  während  der 
langen  Jahre  hatte  ich  das  Glück,  ihn  in  solcher  Lage  zu  treffen.“ 

Dr.  Hahnel  aber  schreibt: 

Bei  weitem  schätzbarer  als  die  an  offenen  Stellen  fliegenden  Panacea  waren  uns  einige  wenige  im  Walde  am  itöder 
gefangene  Stücke  des  großen  in  Purpur  und  Blau  gekleideten  sarcZanajittiMS,  der  von  keinem  andern  Falter,  was  Schönheit  (  ?) 
angeht,  übertroffen  wird.  Denn  wenn  auch  in  der  Ausbildung  von  Einzelattributen  wie  Größe  und  Farbenpracht  ihn  einige 
Ornithopteren  Indiens  und  die  am  Amazonas  fliegenden  iMorxDlüden  überragen,  so  kommen  sie  ilmi  doch  nicht  gleich  an  Reich¬ 
tum  und  feinster  Durchbildung  der  Zeichnung  der  Unterseite,  welche  bei  sardanapalus  den  Nymphaliden-Typus  zum  voll¬ 
endetsten  Ausdruck  bringt.  Vor  allen  anderen  Vorzügen  aber  schmückte  ihn  die  edle  Abstammung  und  die  Zugehörigkeit  zu 
einem  Geschlecht,  an  das  nirgends  der  Jlakel  der  Vulgarität  herantritt,  dessen  Arten  Seltenheiten  sind  und  zwar  in  dem 
Grade,  daß  keine  der  bestehenden  großen  Sammlungen  sich  rühmen  kann,  alle  vollzählig  zu  besitzen. 

Der  in  Purpur  und  Blau  gekleidete  sardanapalus  bebt  es,  sich  sehr  hoch  zwischen  den  somiigeu  Baumwipfelu 
zu  tummeln  und  kommt  nur  manchmal  herunter ,  wenn  er  irgend  etwas  ihm  besonders  pü?;ant  Scheinendes 
wittert.  Aufgestöbert,  hat  er  denselben  blitzschnellen,  heftigen  Flug  wie  die  Preponen  und  man  sieht  nichts  als 
einGefunkel  von  Rot,  Violett  und  Blau.  Ganz  anders  bew  egt  sich  die  seltene  tiefblaue  stuai'ti.  Dieselbe  fliegt 
zwar  auch  ziemhch  schnell,  hat  aber  denselben  eleganten,  schwebenden  Flug  wie  plialcidoii  und  pericles,  wobei 
das  prächtige  tiefe  Blau,  umrahmt  von  dem  erhabenen  Urwalde,  zur  vollsten  Geltung  kommt.  Wenigen  Sterb¬ 
lichen  jedoch  ist  es  vergönnt,  diesen  herrlichen  Anblick  zu  genießen,  und  selbst  der  Sammler  ist  nicht  sehr 
sardana-  erbaut  davon,  wenn  es  ihm  ihclit  gelingt,  den  Falter  zu  erlangen.  —  sardanapalus  Bates  (113  d)  ist  charakteri- 
palus.  Pas  ausgedehnte  transzellulare  Rot  der  Vflgl  und  das  helle  leuchtende  Blau,  welches  den  bei 

weitem  größten  Teil  der  sonst  schwarzen  Hflgl  einnimmt.  $$  sind  sehr  selten  und  aus  dem  Amazonas- Gebiet 
noch  mcht  beschrieben.  Bisher  nur  vom  oberen  Amazonas  bekannt.  Er  ist  stets  selten,  wenngleich  die  Art  bei 
Säo-Paulo  nnd  Pebas  das  ganze  Jahr  über  vorkommt. 

,,IIier  in  Manicore  hatte  ich  Anfang  Oktober  das  Glück,  meinen  ersten  Agrias  sardanapalus  zu  fangen;  auchplieser 
Fang  wird  mir  stets  in  Erinnerung  bleiben.  Am  betreffenden  Tage  kam  ich  wie  gewöhnlich  meinen  Weg  daher,  als  ich  plötz¬ 
lich  gerade  vor  mir.  an  einem  Häufchen  Excremente,  einen  i^rachtvollen  Falter  sitzen  sah  Jedoch  leider  zu  spät,  deim  ich 
sah  gerade  noch  das  herrliche  Rot  und  Blau  seiner  Oberseite,  als  er  auch  schon  im  schnellsten  Fluge  davonschoß.  Doch  bemerkte 
ich,  wie  er  sich  an  einen  in  der  Nähe  befindlichen  dicken  Baum,  aber  in  bedeutender  Höhe  ansetzte  und  zwar,  nach  Pre- 
pona-Art,  kopfabwärts.  Nun  suchte  ich  mir  eine  i^assende  Deckung  und  verlegte  mich  aufs  Warten,  da  ich  überzeugt  war, 
daß  er  sicher  zu  jenem  Leckerbissen  ziirückkehren  würde.  Eine  gute  halbe  Stunde  verging ,  und  ich  fing  an  ungeduldig 
zu  werden.  Da  bewegte  er  die  Flügel,  verharrte  jedoch  noch  minutenlang,  die  Flügel  langsam  öffnend,  in  dieser  Stellung. 
Endlich,  nachdem  ihn  der  Duft  von  neuem  zu  reizen  schien,  flog  er  ab  und  umkreiste  nach  Adlerart  erst  einige  Jlale  vor¬ 
sichtig  die  bewußte  Stelle,  worauf  er  endlich  unruhig  flatternd  sich  daran  niederließ.  .letzt  gelang  es  mir  auch,  ihn  zu 
besclileichen  und  durch  vorsichtiges  Ueberdecken  mit  dem  Netz  in  meinen  Besitz  zu  bringen.  Das  war  das  erste  Stück 
von  diesem  wahrhaft  königlichen  Tiere,  und  man  kann  sich  meine  Freude  vorstellen,  als  ich  die  Flügel  öffnend,  das  herr¬ 
liche  Rot  und  Blau  leuchten  sah.  Trotzdem  ich  nun  eifrig  köderte,  gelang  es  mir  erst  4  Wochen  später,  das  zweite  Exem¬ 
plar,  und  im  nächsten  Monat  erst  das  dritte  und  letzte  Stück  zu  erlangen. 

Sardanapalus  scheint  eine  der  am  weitesten  verbreiteten  Agrias- Arten  zu  sein,  da  ich  ein  Stück  bei  Manäos  am  jen¬ 
seitigen  Ufer  des  Amazonenstromes  und  ein  anderes  am  Rio  Negro  sah,  ihn  in  Manicorö,  wie  m  Saö  Paulo  de  Olivenca  und 
Iquitos  fing,  außerdem  wm-de  die  Art  in  den  Oordilleren  gefunden“  (Dr.  Hahnel). 

Sara,  sara  F^’ulist.  hat  den  blauen  Scliiller  distal  von  der  Zelle  der  Vflgd  verloren,  der  rote  transzellulare  Fleck 
der  Vflgl  ist  stark  im  Abnehmen,  dagegen  gewinnt  der  schwarze  Distalsaum  dieselbe  Ausdehnnng,  wie  bei 
A.  holivianus  (113  c).  Die  Plnterseite  neigt  indessen  zur  Aufhellung;  die  Ty|3e  in  der  Kolk  Oberthür  hat  sogar 
Ingens,  eine  breite  weiße  Medianbinde  der  Hflgl.  Von  Sarayacu  und  anderen  Orten  in  Ecuador.  —  lugens  Stgr.  bezeichnet 
eine  geographische  Varietät  des  südlichen  Peru,  welche  namentlich  in  den  letzten  Jahren  gelegentlich  aus  Poz- 
zuzo  zu  uns  gekommen  ist.  Die  Type  stammt  vom  Chanchamayo.  Nach  den  10  Stück  meiner  Sammlung  hat 
etwa  die  Hälfte  der  Exemplare  gar  keinen  Blauschiller  jenseits  des  sattroten  Feldes,  die  übrigen  einen  schwärz- 
hch  verdunkelten  partiell  undeutlich  stahlblauen  Schimmer.  Der  blaue  Discus  der  Hflgl  ist  manchmal  im 
hades.  Zurückweichen  ( =  fa.  hades  LatJiy ,  die  zuerst  aus  dem  nördlichen  Peru  vermeldet  wurde) ;  und  weim  er 
^^^^lugln^  ganz  fehlt,  haben  wir  die  Form  decyanja  Niep.  —  Als  lugina  Frühst,  wurde  die  bolivianische  Rasse^be- 
bolivianus.  zeichnet,  weil  der  Name  bolivianus  Stgr.  (113  c)  mit  A.  aniydon  boliviensis  Frühst,  kollidiert,  lugina  bleibt 


AGRIAiS.  Von  H.  Fruhstorfbe. 


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in  der  Größe  hinter  der  peruvianisclien  geographischen  Rasse  zurück  und  die  Motive  der  Zeichnung  der 
Unterseite  (113  d  cj)  folgen  der  Tendenz  der  südlnasilianischen  Claudia -Vormcn  in  der  Weise,  daß  die  hei 
Ingens  und  sardauapalus  gelblich-  oder  griingrauen  Felder  an  der  Rasis  der  Hflgl  sowie  die  medianen  Bin¬ 
den  derselben  sich  eigentümlich  grauviolett  verfärben.  Auch  der  Distalsaum  der  Hflgl  partizi])icrt  an  dieser 
Modifikation  und  die  submarginale  Zone,  welche  die  Ozellen  umschließt,  nimmt  analog  claudianus  ein  tieferes 
Braun  an.  Auffällig  ist  dann  noch  eine  ungewöhnlich  breite,  fast  rein  weiße  Subapicalbinde  der  ^Tlgl,  ge¬ 
folgt  von  einem  transzellularen  Fleck  von  derselben  Farbe.  Ingina  ist  in  ihren  Variationsmöglichkeiten  he.sser 
bekannt  als  Ingens  und  zweifellos  erheblicheren  Koloritdifferenzierungen  unterworfen  als  die  Peru-Rasse. 

In  der  Regel  haben d'cj  keinerlei  Blauschiller  distal  vom  roten  Basalfeld.  -  Exemplare  mit  einer  blauen  Pracht¬ 
binde  der  Vflgl,  wie  wir  sie  113  c  darstellen,  sind  selten  und  haben  den  Namen  sardanapaloides  Fassl  empfangen. 

Der  Blaufleck  der  Hflgl  läßt  bei  dieser  Form  nur  eipen  schmalen  schwarzen  Außensaum  frei.  Häufiger  sind 
aber  Stücke  mit  ziirückgebliebener  blauer  Scheibe  und  man  kann  sogar  d'd'  ohne  solche  erwarten,  wenn  auch 
bisher  noch  keines  entdeckt  wurde.  Ein  von  Fassl  gefangenes  Exemplar  ist  dadurch  interessant,  daß  es 
im  blauen  Fleck  des  Hflgls  am  Ausgang  der  Mittelzelle  noch  einen  kleinen  länglichen  roten  Wisch  besitzt,  also 
schon  den  Uebergang  zu  dem  weiter  landeinwärts  belieimateten  A.  godmrmi  Frühst,  bildet.  Die  $$  gleichen  im 
allgemeinen  dem  A.  amydon-^  (113  d),  nur  führen  die  Vflgl  eine  viel  schmälere,  dunkler  rote  Bedeckung 
sowie  einen  unbedeutenden  weißlichen  statt  gelblichen  Wischfleck  vor  dem  Apex.  Das  weitaus  häufigste  $  ist 
jedenfalls  das  mit  einfarbig  braunschwarzen  Hflgln.  Tn  nur  einem  Exemplar  fing  Fassl  auch  ein  solches  8tück, 
bei  dem  die  weißblaue  Doppelpupille  der  Augenbinde  im  Analwinlcel  des  Hflgls  sehr  deutlich  nach  der  Oberseite 
durchschlägt.  Eine  zweite  $-Form  ist  jene  mit  Spuren  von  Rot  im  Hflgl.  Ein  Stück  hat  analog  der  Ausdehnung 
des  großen  Blaufleckes  des  holivianus-^  (113  c)  einen  gleichmäßig  roten  Anflug  am  Hflgl;  bei  einem  anderen  be¬ 
schränkt  sich  das  Rot  nur  auf  einen  feinen  Hauch  über  eine  kurze  Strecke  in  der  Mediana  des  Hflgls.  Die  dritte 
$-Form  endlich  mit  Blau  im  Hflgl,  die  also  nach  der  Färbung  des  zurückschlägt,  hat  schwachen  diskalen  blauen 
Anflug  der  Hflgl.  Manchmal  ist  der  Blaufleck  des  Hflgls  fast  ebenso  groß  und  intensiv  wie  beim  holivianns-^ . 

Diese  prächtige  ^-Form  mit  ausgedehntem  Blau  im  Hflgl  führt  den  Namen  thusnelda  Fassl.  Erwähnenswert  thusnelda. 
wäre  noch  ein  $  mit  einfarbig  schwarzen  Hflgln,  das  aber  einen  schwach  blau  angeflogenen  Apex  über  dem 
Rotbogen  des  Vflgls  besitzt;  vielleicht  ein  Kreuzungsprodukt  eines  farbenreichen  sardanapaloides-^  mit  einem 
farbenarmen  Ingina-^. 

A.  aedon,  die  dritte  der  roten  Arten,  hat  ungewöhnlich  spitze  Figl  beim  d'  gleicht  oberseits  einem 
recht  dunlden  sardanapahis .  Das  rote  Feld  der  Vflgl  bleibt  relativ  schmal,  es  ist  dunlcel  purpurn  überhaucht,  der 
Ird  der  Vflgl  breit  schwarz  umrahmt.  Der  Prachtfleck  der  Hflgl  duidder  blau  als  bei  A.  sardanapalus,  der  Duft¬ 
pinsel  mit  rötlichen  Spitzen  seiner  Haare.  Die  Unterseite  ist  höchst  eigentümlich  und  kann  mit  keiner  anderen 
Agrias  verwechselt  werden.  Beide  Figl  mit  Ausnahme  des  blaßrötlichen  Mittelfeldes  der  Vflgl  eigentümlich 
blaugrau.  Vflgl  mit  zwei  braiinen  Schrägbinden;  Hflgl  mit  drei  rotbraunen,  zwischen  den  Medianen  proximal 
eingebogenen  Längsstreifen.  Zwischen  den  Binden  findet  sich  keinerlei  bunte  Füllung  wie  bei  den  übrigen 
Agrias.  Auch  das  Basalfeld  zeigt  nur  eine  äußerst  spärliche  braune  Fleckung.  Das  $  ist  rundflügelig,  größer 
als  das  d;  oberseits  einfarbig  mit  einem  roten,  distal  gelblich  aufhellendem  Medianfelde.  Zwei  Lokal¬ 
rassen:  aedon  Flew.  (115  a)  ist  auf  ein  abnorm  gefärbtes  basiert,  das  Avir  nach  Hewitson’s  Figur  kopierten,  aedon. 
Die  Grundfarbe  der  LTnterseite  ist  grünlich  statt  hellbraun  und  die  schwarzen  Augen  tragen  keinen  weißen 
Kern,  wie  bei  den  d'd'  meiner  Sammlung.  Das  letztere  Merkmal  ist  vermutlich  rein  individuell,  Avährend  die 
grünliche  Färbung  auf  eine  Lokal-  oder  Zeitform  hindeutet,  welche  selten  nach  Europa  kommt.  Statjdixger 
scheint  übrigens  Exemplare  beider  Koloritabweichungen  vor  sich  gehabt  zu  haben,  weil  er  erwähnt,  daß  die 
Unterseite  dunkelgrün  oder  blaugrau  sein  kann.  Das  $  steht  dem  A.  amydon-'^  (113  d)  ungewöhnlich  nahe, 
nur  fehlt  die  gelbe  Präapicalbinde  völlig  und  der  rote  Medianfleck  verbreitert  sich  bei  Chiricpii-Exemplaren 
über  die  Zelle  hinaus.  Man  kennt  nur  wenige  Exemplare,  von  welchen  jenes  in  der  Sammlung  Godmais^  mit 
der  Flinte  geschossen  wurde,  weil  es  sich  immer  in  mit  dem  Netz  unerreichbarer  Höhe  hielt.  Kolumbien  iind 
Vulkan  Chiric^ui,  wo  die  Art  noch  in  ziemlich  bedeutender  Erhebung  vorkommt.  —  salvinä  Frühst.  (113  c)  ist  sah-'nu. 
eine  helle  Lokalform  von  A.  aedon  Heio.  und  im  ^  auf  der  Oberseite  verschieden  durch  die  hellrote,  an  das  o 
von  claudma  erinnernde  Discalbinde  und  auf  den  Hflgln  durch  den  Aveiter  ausgedehnten  blauen  Discalfleck. 

Vflgl  unterseits  grau  Avie  bei  aedon,  jedoch  mit  obsoleten  Subapical-Bändern  und  fast  A^erschAvindenden 
Punliten  in  der  Zelle.  Hflgl  mit  sehr  kleinen  Aveißgekernten  Submarginalaugenflecken,  ohne  jedes  Submargiiial- 
band,  und  rotbraunen  Discalbändern  und  Flecken.  $  Größer  als  das  (^,  mit  helleren,  gelblichroten  Discalflecken, 
welche  durch  die  ausgedehnte  scliAvarze  Grundfarbe  der  Vflgl  viel  schmäler  gestaltet  Averden  als  jene  A'on  aedon. 

Avas  namentlich  am  Ird  auffällt,  Avelcher  viel  breiter  schAvarz  gesäumt  ist.  Hflgl  AAÜe  jene  des  (5^,  nur  rundlicher  und 
mit  intensiven  rotbraunen  Discalbändern  und  Punkten  in  der  Zelle,  Avelche  bei  dem  mir  Amrliegenden  aedoa-i' 
vom  Chiricpii  schwärzlich  sind.  Beine,  Palpen  und  Brust  Aveißlichgrau,  viel  heller  als  bei  aedon.  Beschreibung 
nach  einem  Pärchen  von  Manaure  in  Kolumbien.  Sammlung  Godman. 

A.  amydon  eine  von  Kolumbien  bis  Surinam  und  das  ganze  Amazonas- Gebiet  soAvie  Zentral-Brasilien  amydon 
verbreitete,  längs  der  Anden  bis  Bolivien  vorgedrungene  Species  von  höchster  üidiA^idueller  Modifilcationsfähig- 


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AGRIAS.  Von  H.  Fruhstobfer. 


keit  und  geneigt,  jedwedem  geographischen  und  klimatischen  Einfluß  gegenüber  nachzugeben.  Bei  amydon 
haben  wir  wenigstens  bei  kolumbischen  Individuen  das  interessante  Faktum  zu  registrieren,  daß  das  rote  Feld 
der  Vflgl  von  der  Flglwurzel  ausgehen  kann,  wie  bei  Agrias  Claudia  und  A.  sardana'palus,  daß  es  aber  auch 
proximal  durch  die  schwarze  Grundfarbe  verdrängt  wird,  so  daß  statt  eines  zusammenlaufenden  Feldes  nur 
noch  eine  bandartige  von  der  Costa  bis  zum  Ird  reichende  Aufhellung  überbleibt.  Das  Mittelfeld  der  Vflgl  inter- 
mittiert  von  Gelb  zu  Rot,  doch  kennen  wir  gelbgebänderte  d'd'  bisher  nur  aus  Kolumbien  und  Bohvien.  Die 
Unterseite  ist  einfacher  gezeichnet  als  bei  A.  Claudia  und  A.  sardanapalus  \  sie  ist  auf  den  Hflgl  auch  bei  den 
oberseits  roten  Individuen  gelb  mit  schwarzen  Schleifen,  ohne  bunte  Füllung  zwischen  den  schwarzen  Bändern. 
Die  Ozellen  sind  schwarz,  blauweiß  gekernt,  bei  einer  Form  (trajanus)  nahezu  weiß.  Recht  konstant  in  ihrer 
Ausdehnung  ist  die  schwarze  Antemarginalbinde  der  Hflgl,  der  Distalsaum  selbst  ist  gelblich,  mit  Ausnahme 
von  ferdinandi,  wo  er  vorwiegend  weißlich  erscheint.  Weniger  beständig  bleibt  die  präapicale  Binde  derVflgl- 
FTnterseite.  Sie  erscheint  sehr  schmal  bei  einigen  kolumbischen  Formen,  ungewöhnlich  breit  bei  boliviensis 
und  bleibt  gelb  bei  allen  andinischen,  weiß  bei  den  zentral-brasilianischen  Individuen.  Weitaus  den  größten 
Beeinflussungen  unterworfen  ist  die  Oberseite  der  Hflgl.  Dort  haben  wir  Reihen  von  Exemplaren  mit  leuch¬ 
tend  blauem  sardanapaloidem  Discus  und  solchen  mit  distal  und  anal  verschobenen,  unbedeutenden 
Blauflecken;  dann  Stücke  ohne  Discalfleckung  mit  einfarbig  gebliebener  Decke  der  Hflgl  und  endlich  solche 
mit  grünlichen  oder  gelblichen  Adnervalstreifchen  der  Submarginalzone. 

Ueber  die  Lebensweise  fehlen  genauere  Angaben.  PASSn'ihat  sie  um  hohe  Baumkronen  kreisen  sehen,  und  selbst 
wenn  sie  sich  dem  Köder  am  Boden  nähern,  kommen  sie  von  oben  in  weiter  Spirale  herab,  und  umfliegen  die  I^ockspeise 
eineiNlinute  lang,  wobei  man  infolge  ihrer  Gewandtheit  nur  eine  rote  Ijinie  zu  erkennen  vermag.  Die  $$  scheinen  vorzugs¬ 
weise  am  Boden  zu  haften,  wenigstens  hat  mein  Beisender  Michaelis  ein  $  in  Surinam  an  einer  Pfütze  saugend  über¬ 
rascht. 

amydon.  amydon  Hew.  ist  eine  Form,  welche  unserer  Figur  115  d  gleicht,  doch  von  ihr  durch  das  Ausfallen  der 
weißlichen  Flecken  der  Vflgl  und  einen  bedeutend  größeren  und  lichter  blamen  Discus  der  Hflgl  differiert;  auch  er¬ 
scheint  die  Ozellen-Kette  der  Hflgl-FTnterseite  zusammenhängend,  nicht  in  einzelne  Komponenten  aufgelöst, 
wie  es  unsere  Abbildung  vorführt.  Es  existieren  Exemplare  mit  von  der  Basis  bis  nahe  dem  Ird  der  Vflgl  durch¬ 
gezogenem  roten  Felde,  die  in  der  Regel  etwas  weniger  Blau  der  Hflgl  aufweisen,  als  bei  der  Namenstype, 
muzoensis.  welche  Hewitson  vorführte.  Solche  cJcJ  wurden  als  muzoensis  Frühst,  benannt.  Individuen  mit  schmalem 
Schrägband  von  der  Gostale  bis  zum  Ird  der  Vflgl,  welche  fahl  rotgelb  oder  fast  orangegelb  sein  können,  wurden 
frontina.  als  frontina  Frühst,  abgetrennt,  frontma  steht  zwischen  amydon  Hew.  und  zenodorus  Heiv.  Oberseite  wie  bei 
zenodorus,  nur  der  Apicalflecken  etwas  obsoleter  und  das  Discalband  orangefarben,  mitunter  Chromgelb,  aber 
niemals  karminrot  wie  bei  amydon  und  auch  nicht  leuchtend  gelb  wie  bei  zenodorus.  Dieses  Discalf eld  ist  genau 
wie  bei  zenodorus,  jedoch  schmäler,  als  bei  amydon.  Der  Discalfleck  der  Hflgl  etwas  kleiner  als  bei  zenodorus, 
aber  bedeutend  ausgedehnter  als  bei  amydon.  Die  Unterseite  der  Figl  stimmt  mit  Ausnahme  der  helleren  Farbe 
des  Vflgl-Discus  vollständig  mit  amydon  überein.  Beschreibung  nach  5  Exemplaren  in  der  GoDjViAX’schen 
und  1  meiner  Sammlnng.  Diese  Subspecies  von  amydon  wurde  bei  Frontino  in  Kolumbien  von  Salmon  ge¬ 
sammelt.  Die  HETWiTSON’sche  (Sammlung  enthielt  ebenfalls  1  Stück,  das  mit  einer  Agrias  ferdinandi  und  zwei 
amydon  zusammen  unter  dem  Etikett  ,,amydon“  eingereiht  war.  Neuerdings  wurden  dann  noch  entdeckt, 
fast  ohne  blauen  Discus  der  Hflgl,  welche  vorzugsweise  den  Ostabhang  der  Ost-Cordillere  von  Kolumbien 
bewohnen,  während  am  oberen  Rio  Negro  in  ca.  800  m  (Seehöhe  gleichfalls  am  Ostabfalle  der  Ost-Cordillere 
larseni.  ohne  Spur  einer  Blaufleckung  beobachtet  und  als  larseni  Fasst  benannt  wurden.  Das  $  von  amydon 
bheb  außerordentlich  selten  und  wurde  erst  neuerdings  durch  Fasse  entdeckt.  Es  präsentiert  sich  um  die 
Hälfte  größer  als  ein  normales  (^ ,  Gestalt  gedrungener  und  Vflgl  wie  Hflgl  abgerundeter.  Die  Grundfarbe  ist 
nicht  so  intensiv  schwarz,  sondern  mehr  ein  dunldes  Graubraun.  Der  rote  Bogen  der  Vflgl  ist  matter  und  ohne 
den  leuchtenden  Schimmer.  Die  beim  (d  verloschenen  3  (Subapicalfleckchen  sind  fast  doppelt  so  groß  und  deut¬ 
lich  gelblichweiß,  aber  durch  die  Adern  getrennt,  auf  der  Rückseite  jedoch  nicht  breiter  als  beim  (d  und  eben¬ 
falls  eine  Binde  bildend.  Hflgl- Oberseite  völlig  dunlcel  graubraun,  ohne  eine  Spur  von  Blau  oder  Rot.  Duft¬ 
büschel  wie  bei  allen  Agrias-^^  fehlend.  Analwinlcel  sehr  stumpf,  beinahe  abgernndet.  Rückseite  fast  ebenso 
grelFals  jene  des  cd ;  die  Zeichnung  fast  nicht  verschieden,  nur  die  schwarze  Augenbinde  breiter  und  zusammen¬ 
hängender,  dabei  die  weißblauen  Ozellen  gleich  groß  und  nicht  verschieden  gestaltet  wie  beim  d*.  Das  amydon-^ 
fand  Fasse  in  Gesellschaft  \ on  Anaea  panariste-^,  pasihule-^,  Coenophlebia  archidona-^,  Prepona  neoterpe-^ 
und  dem  dimorphen  2  der  roten  P.  praeneste  und  die  unverhältnismäßig  großen  $$  von  Agrias  aedon  und 
A.  amydon  galten  für  die  kostbarste  Beute  aus  jenen  vdlden  FTrwaldtälern,  wohin  es  den  Entdecker  trotz  der 
dort  überstandenen  schweren  Fieber,  ungeachtet  der  zahlreichen  Giftschlangen  und  einer  denkbar  schlechten 
bocjotana.  Verpflegung  einige  Male  wie  mit  magischer  Gewalt  zurückzog.  —  Als  bogotana  Frühst,  findet  sich  ein  Exemplar 
im  Britisch  Museum,  welches  der  A.  jerdiyiandi  (115  c)  nahekommt.  Es  ist  zunächst  größer  als hat 
weniger  gezackte  Hflgl,  ein  helleres  rotes  Discalband  der  Vflgl  und  eine  lichtere  FTnterseite.  Ferner  sind  die  Bän¬ 
der  auf  den  Hflgln  bedeutend  breiter,  als  bei  jerdiyiandi,  so  daß  die  gelbe  Grundfarbe  zu  schmalen  Binden 
zusammengedrückt  wird,  und  die  blauen  Augenlcerne  des  schwarzen  Submarginalbandes  sind  etw^as  größer  als 
amydonlus.  bei  brasilianischen  Exemplaren.  —  amydonius  Stgr.  (115  d)  wurde  nach  einem  cJ  von  Pebas  am  oberen  Amazonas 
aufgesteUt.  Das  prachtvolle  Purpurrot  der  Vflgl,  kleme  karminrote  Basalmakehi  und  drei  anteterminale  gelbe 


AGRTA8.  Von  H.  FBLrnsTORH’BR. 


07:} 


(Striche  der  Hflgl  zeichnen  diese  Ortsrasse  aus.  Die  Unterseite  liaben  wir  1 14  ]>  wiedergegehen,  doch  ist  das  Rot 
blasser  und  es  fällt  noch  eine  markante  suhapicale  gelbe  Binde  auf.  Als  tryphon  snhs'p.  nov.  werden  zwei-^^  Iryiihon. 
eingeführt,  welche  sich  in  der  STAUDiNGER’schen  Sammlung  befinden;  das  eine  von  Säo  Paulo,  das  andere 
von  der  Einmündung  des  Ucayali  stammend.  Beiden  Exemplaren  fehlen  die  gelhliclien  Strichelchen  vor  dom 
Außenrand  der  Hflgl.  Das  vom  Ucayali  zeigt  zudem  keine  Spur  von  Blau,  während  das  Olivonca-d' einen  ziemlich 
großen,  durch  die  Rippen  schwarz  geteilten,  blauen  Flecken  führt,  der  etwa  so  groß  ist,  wie  hei  dem  von  Hbwi.stox 
abgehildeten  (J.  Bei  beiden  erscheint  außerdem  das  Rot  der  Vflgl  ausgedehnter,  es  zieht  bis  zur  Suhmediana 
herab,  während  es  bei  amydonius  segmentartig  ausgeschnitten  ist.  —  trajanus  Frühst,  bezeichnet  eine  stark  trajunus. 
differenzierte  Territorialform  des  Unteren  Amazonas.  Habituell  kleiner  als  alle  mir  vorliegenden  Vikarianten, 
fällt  sie  oberseits  auf  durch  fahl,  beinah  gelbrotes  Basalfeld  und  eine  prominente  subapicale  gelbe  Fleckenserie 
der  Vflgl.  Die  Hflgl  sind  bis  zur  Zellmitte  dunkelrot  überpudert,  die  subanalen  Striemen  sind  kurz,  breit  zusam¬ 
menfließend  und  von  blaugrauer  Färbung.  Die  Vflgl  sind  unterseits  fast  orangegelb,  mit  sehr  breiter  hellschwefel¬ 
gelber  Präapicalbinde.  Die  Hflgl  führen  ein  sehr  breites  schwarzes  Submarginalband  mit  weißen  statt  blauen 
Ozellen.  Die  proximale  Binde  zu  einer  dünnen  gelben  Linie  reduziert.  $  größer  als  das  c?,  der  Figlschnitt  rundlicher; 
Purpurfleck  der  Vflgl  weniger  tief  eingeschnürt,  und  die  blasser  gelben  Apicalflecken  zu  einer  ziemlich  breiten 
Binde  zusammengeflossen.  Basis  der  Hflgl  ausgedehnter  schwärzlich,  orange  bestäubt.  Die  5  Subanalmakeln 
etwas  obsoleter  als  beim  (^.  Die  Hflgl-Unterseite  ist  besonders  ausgezeichnet  durch  eine  dunlcel  orangerote 
Discalbinde,  welche  beim  kaum  angedeutet  ist,  bei  amydonius  ganz  fehlt.  Die  Type  von  amydonius  Stgr.,  von  dem 
bis  1897  nur  ein  d' bekannt  war,  stammt  von  Pebas,  das  am  oberen  Amazonas,  unterm  72.  Längegrad  gelegen 
ist.  1  und  1  $  von  trajanus  wurden  bei  Obidos  am  unteren  Amazonas,  unter  dem  56.  Grad,  im  August  und 
September  1899  von  Julius  Michaelis  gefangen.  Ein  zAveites  ^  von  Obidos  ist  im  Juli  1900  erbeutet.  Type 
in  der  Sammlung  Fruhstorfer.  —  aurantiaca  Frühst.  (114  b  $)  erinnert  an  trajanus  durch  allerdings  schmälere  auraniiaca. 
blaugraue  Bestäubung  der  Subanalzone  der  Hflgl.  Vflgl-Oberseite  mit  großem,  ^orangegelben  Basalteil,  breit 
schwarzem  Apex  und  schwarzem  Außensaum,  welcher  sich  zwischen  dem  2.  Medianast  und  der  Submediana  ver¬ 
engt  und  sich  am  Außenwinkel  über  der  Submediana  etwas  breiter  -  werdend  nach  dem  Ird  hinzieht.  Im  Apicalteil  3 
schrägstehende  große  gelbliche  Flecken.  Hflgl  oben  tief  samtschwarz  mit  strohgelbem  Costalrand,  dunloel  orange 
bestäubter  Basis  und  2  Paar  blaugrünen  kurzen  Strichflecken,  welche  sich  zwischen  1.  und  2.  Medianast  diver¬ 
gierend  einbetten.  Die  Cilien  aller  Figl  sind  gelb.  Unterseite  der  Vflgl  wie  oben,  das  Orange  ist  aber  etwas  heller 
und  durch  den  schwarzen  Apicah  aum  zieht,  etwas  unter  dem  Costalrand  beginnend,  eine  segmentartige,  breite  gelbe 
Binde.  Die  Subcostaladern  sind  gleichfalls  leicht  gelblich  bezogen.  Das  Schwarz  am  Analwinlcel  ist  weniger  breit  als 
oberseits  und  besteht  aus  dünn  gestreuten  Schuppen.  Am  Medianaste  in  der  Nähe  der  Flghvurzel  ein  schwarzer, 
kurzer  und  dicker  Streifen.  Das  Wurzelfeld  der  Hflgl  wird  ausgefüllt  von  3  schwarzen  und  4  gelben  Binden,  von  wel¬ 
chen  die  beiden  äußeren  stark  geknickt  sind,  im  allgemeinen  denen  von  zenodorus  ziemlich  gleichkommen.  Fühler 
schwarz  mit  gelbhcher  Spitze .  Kopf  schwarz  mit  gelben  Palpen ;  die  rotbraunen  Augen  stecken  in  einem  weißlichen 
Kragen.  Brust  schwarz,  oben  braunorange,  unten  weißlich  behaart.  Hlb  vornund  oben  braun  mit  schwarzer  Spitze, 
unten  auf  allen  Segmenten  mit  weißen  Schuppen  bedeckt,  welche  durch  eine  schwarze  Längslinie  und  die  scliAvarze 
Beringelung  der  Segmente  in  weiße  Felder  zerlegt  Averden.  Beine  oberseits  schwarz,  unten  gelb.  Durch  die 
braune  Färbung  des  Thorax  und  Hlbs  kontrastiert  aurantiaca  sehr  von  zenodorus  Hexe,  und  der  Lokalform 
boliviensis  Frühst.,  bei  welchen  diese  Körperteile  tief  scluvarz  beschuppt  sind.  Die  Hflgl-LTnterseite  ist  ziemlich 
analog  jener  von  zenodorus,  aber  dunlcler  als  bei  boliviensis .  Vflgllänge  meines  $  42  mm.  aurantiaca  AAuirde  an 
einer  verumreinigten  Pfütze  überrascht,  an  welcher  das  herrliche  Geschöpf  begierig  saugte ;  eine  Gewohnlieit, 
der  auch  ihre  verwandten,  kaum  weniger  ,, vornehmen“  indischen  Charaxes  mit  Vorliebe  fröhnen.  Als  eine  fast 
getreue  Copie  der  aurantiaca  erscheint  Catagramma  sinamaraFleio.^*),  welche  neben  der  farbenanalogen Hgrrms 
gefangen  wurde.  Surinam.  —  zenodorus  Hew.  bisher  nur  in  einigen  Exemplaren  aus  Ecuador  bekaimt  gewesen,  zenodorus. 
wurde  auf  eine  $-Form  begründet,  welche  von  A.  amydon  aus  Kolumbien  zu  A.  amydon  boliviensis  überführt. 

Die  Vflgl  tragen  eine  hell  orangefarbene  Schrägbinde,  welche  nur  emen  schmalen  Ausläufer  längs  der  Costale 
nach  der  Basis  zu  entsendet.  Doch  ist  dieses  Feld  etwas  ausgedehnter  als  bei  boliviensis.  Der  morp/m-blaue 
Discus  der  Hflgl  füllt  die  ganze  distale  Partie  der  letzteren  aus  und  wird  in  seiner  Ausdehnung  nur  von  H.  sar- 
danapalus  übertroffen.  Doch  karnite  bereits  He  wir  SON  em  $,  bei  welchem  der  Discus  bereits  em  reduziertes 
Blau  aufweist  und  auch  in  der  Sammlung  Honrath  befand  sich  ein  Exemplar,  bei  welchem  der  Prachtfleck  die 
Ausdehnung  der  Flglscheibe  von  A.  amydon  nicht  überbot.  Das  A  '^on^  zenodorus  scheint  nach  einer  mii’  vor¬ 
hegenden  Photographie  des  Herrn  Heil  in  Franlrfurt  a.  M.  neuerdings  üi  Ecuador  entdeckt  Avorden  zu  sem.  Es 
gleicht  oberseits  durchaus  dem  amydonius-A  (115  d),  doch  tragen  die  Hflgl  nur  ZAA'ei  adneiwale  Strigae  und 
darüber  an  der  hinteren  Mediana  noch  eine  verdüsterte  Schuppenanliäufung,  über  deren  Farbe  mir  nichts 
mitgeteilt  wurde.  Die  Unterseite  dieses  A  kommt  jener  unseres  (115  d)  am  nächsten.  ■ — In  emigen 

Teilen  von  Ecuador  findet  sich  eine  Aveitere,  auffallend  modifizierte  Areal-  oder  Zeitform,  AAelche  sich  a'oii 
A.  zenodorus  entfernt  und  sich  eher  dem  kolumbischen  amydon- hi  anschließt.  Es  ist  dies  eleonora  Frühst,  deonora. 
(115  c).  Die  $-Type  stammt  aus  Ecuador,  ein  A  dazu  aus  Bolivien.  Die  Oberseite  des  A  gleicht  jener  A^on  amy¬ 
don  muzoensis  Frühst,  und  boliviensis  fa.  amydonides  Frühst.  Der  subanale  Blaufleck  der  Hflgl  erreicht  nur 
*)  Vgl.  Abbild,  codamann  US,  Taf.  101  B  e,  f. 


574 


AGRIAS.  Von  H.  Fkuhstoefee. 


eine  mäßige  Ausdehnung.  Das  $  gleicht  dermaßen  gewissen  d'd'  ''^^n  A.  amydon,  daß  ich  es  unter  solchen  in 
der  Koll.  Godmak  eingereiht  fand.  Das  $  steht  zwischen  zenodorus  Hew.  und  frontina  Frühst,  und  ähnelt  in 
der  Farbe  und  dem  Verlauf  des  Discalbandes  der  Vflgl  frontina,  hat  aber,  wie  zenodorus,  bleiche,  gelbe  Flecken 
vor  dem  Apex.  Die  FTnterseite  der  Vflgl  ist  heller  als  jene  von  amydon  mit  breiterem  gelben  Apicalband.  Im 
Basalfeld  macht  sich  nahe  dem  Aiißenrand  ein  gelber  Anflug  deutlich  bemerkbar,  welcher  bei  amydon  fehlt. 
Ganz  verschieden  von  amydon  ist  jedoch  die  FTnterseite  derHflgl,  welche  die  größte  Aehnlichkeit  mit  der  oben 
beschriebenen  Agrias  holiviensis  Frühst,  haben.  Die  Bänder  in  der  Zelle  sind  sehr  reduziert,  so  daß  die  gelbe  Grund¬ 
farbe  überall  vorherrscht  und  die  bei  amydon  zu  einem  breiten  Band  zusammengeflossenen  blau  gekernten  Sub- 
ozora.  marginalflecken  stehen  aufgelöst  und  bilden  eine  von  Gelb  unterbrochene  Fleckenbinde.  —  ozora  subsp.  nov. 
ist  die  von  uns  als  amydon  (115  d)  vorgeführte  Rasse  aus  Pera.  Die  Vflgl  gleichen  etwas  jenen  von  amydonius 
»Sfg'r.  (1 15  d)  nur  Ijleibt  das  rote  Basalfeld  der  Vflgl  in  bescheideneren  Grenzen.  Die  subapicalen  Makeln  an 
der  Vflglspitze  sind  in  Natur  nicht  so  prominent  wie  auf  dem  Bilde.  Die  Hflgl  führen  einen  discalen,  nicht  sub- 
analen  Fleck  wie  bei  eleonora  und  holiviensis.  Die  FTnterseite  bildet  eine  Transition  von  jener  der  A.  amydonius 
zu  A.  holiviensis.  Die  Vflgl  sind  reicher  gelb  gestreift  als  bei  amydonius-^ ^  und  auf  den  Hflgl  sind  in  natura 
die  Ozellenbinden  breiter  ausgeflossen  und  deren  Komponenten  zusammenlaufend,  nicht  isoliert  wie  auf  unserer 
Darstellung.  Die  Namenstyj^e  stammt  von  Charapajos  (Peru)  und  wurde  von  de  Mathan  1889  für  Ch.  Obee- 
THÜE  gesammelt.  Aehnliche  Exemplare  befinden  sich  in  der  Koll.  Staudingee  von  Yurimaguas  (Peru),  daneben 
auch  die  fa.  larseni  Fasst  als  seltene  Aberration  und  dann  wieder  Individuen,  welche  sich  zenodorus-^  durch 
athenais.  auffallend  großen  Prachtfleck  der  Hflgl-Oberseite  nähern.  8ie  gehören  zur  fa.  athenaisErw/wF —  IiiBolivien  ist 
holiviensis.  die  Kollektivspecies  repräsentiert  durch  eine  erheblich  modifizierte  Territorialform,  holiviensis  Frühst. 

Mit  eleonora  hat  sie  den  analwärts  verschobenen  Discalfleck  der  Hflgl  gemeinsam;  ein  Merkmal,  das  vielleicht 
mehr  Beachtung  verdient,  als  ihm  bisher  zuteil  wurde.  Sollte  sich  durch  die  Auffindung  der  Jugendstadien 
oder  durch  morphologisches  Beweismaterial  das  Artrecht  der  Formen  mit  subanalem  Blau  ergeben,  so  müßten 
sie  unter  A.  eleonora  eingesetzt  werden,  deren  veränderte  FTnterseite  und  Vorkommen  von  Ecuador  bis  Bolivien 
zu  denlcen  gibt.  Nach  Fasse  kommt  amydon  in  Bolivien  vor  allem  in  der  gelben  Form  holiviensis  Frühst,  vor. 
Die  d'd'  variieren  in  der  Form  des  gelben  Fleckes  der  Vflgl,  aber  auch  der  blaue  Analfleck  des  Hflgls  wird  bei 
manchen  Stücken  recht  dunlcelviolett  und  reduziert,  und  Fasse  zweifelt  nicht,  daß  auch  A.  holiviensis  mit 
ganz  schwarzen  Hflgln  gefangen  werden,  analog  jenen  von  amydon,  von  der  Fasse  die  Form  ganz  ohne  Blau  seiner¬ 
zeit  in  Ostkolumbien  entdeckte  und  als  fa.  larseni  beschrieb.  Auch  die  Rückseite  der  holiviensis  ist  recht  variabel, 
besonders  ,  in  dem  stärkeren  oder  schwächeren  Auftreten  der  schwarzen  ITmfassungsbinde  der  Augenreihe. 
Interessant  ist” ferner,  daß  fast  alle  holiviensis,  die  Fasse  vor  der  Regenzeit  (im  Oktober  bis  Dezember  1912) 
am  Rio  Songo  erbeutete,  einer  kleinen  Zwerg-  oder  Hungerform  angehörten,  wohl  hervorgerufen  durch  den 
überaus  trockenen,  bolivianischen  Winter  (Trockenzeit  ist  Mai  bis  September)  des  Jahres  1912.  Ein  ^  dieser 
Kollektion  ist  nicht  größer  als  eine  respektable  Catagramma  aegina  vom  gleichen  Fundorte,  und  das  einzige  $, 
das  114  b  (erste  Figur)  zur  Abbildung  gelangt  ist,*  ist  um  ein  gutes  Drittel  kleiner  als  die  beiden  anderen 
nach  der  Regenzeit  gefangenen  $$.  Alle  drei  stimmen  mit  dem  schon  früher  bekannt  gewordenen  einzigen 
holiviensis-^  darin  überein,  daß  sie  den  ähnlich,  also  auch  mit  großen  blauen  Analflecken  der  Hflgl  ge¬ 
schmückt  sind,  mithin  ganz  entgegengesetzt  zu  den  von  echten  amydon-^^,  die  sämtlich  keine  Spur  von 
umydonides.  Blau  tragen.  —  amydonides  Frühst.  (  =  songoensisErw/^sF),  die  nur  als  eine  seltene  rote  Aberration  von  holiviensis 
angesehen  wird,  lag  Fasse  bis  jetzt  nur  in  5  Stücken  vor;  sie  ist  unter  der  gelben  Form  sehr  selten  und  ziemhch 
gut  von  amydon-F ormew  anderer  Lokalitäten  durch  die  unterseits  eigenartige  Rotbinde  zu  erkennen,  deren 
Färbung  genau  in  der  Mitte  zwischen  dem  Rot  des  echten  amydon  und  dem  Gelb  von  holiviensis  steht.  Viel¬ 
leicht  gelingt  es  noch,  auch  das  $  davon  zu  fangen,  wodurch  dessen  Verwandtschaft  zu  A.  holiviensis  besser 
klargestellt  werden  könnte.  Bei  der  Beurteilung  besonders  der  mit  reduziertem  Blau  ausgestatteten  Formen 
sollte  die  Stellung  dieses  Prachtfleckes  der  Hflgl  in  erster  Linie  mit  ausschlaggebend  sein  für  die  Zugehörigkeit 
des  betreffenden  Tieres,  denn  dieser  blaue  Discal-  oder  Analfleck  des  Hflgls  trennt  gewisse  Formen  viel  schärfer 
voneinander  als  die  sehr  variablen  Vflglbinden  oder  die  ungemein  detaillierte  Schneckenzeichnung  der  Rück¬ 
seite,  durch  welche  z.  B.  manche  oberseits  doch  recht  verschiedenen  Falter  (wie  amydon,  amydonius  und  jerdi- 
nandi)  unterseits  voneinander  üherhaupt  nicht  zu  trennen  sind.  ,,Wer  wie  ich  Gelegenheit  hatte,  z.  B. 
Agrias  amydon  in  größerer  Anzahl  und  verschiedenen  Lokalitäten  selbst  zu  fangen,  wird  sich  eingestehen  müssen, 
daß  das  reduzierte  Blau  bei  den  farbenarmen  Varietäten  {muzoensis  und  FTebergänge  zu  larseni),  das  schließlich 
nur  noch  aus  einem  schmalen  Längsstrich  im  Analwinkel  und  parallel  zum  Analrande  besteht,  doch  eine  ganz 
andere  Entwicklung  der  Farhenverteilung  voraussetzt  als  der  doch  stets  völlig  zentral  (discal)  zurückweichende 
Blaufleck  von  Agrias  Ingens,  so  sehr  auch  manche  sardanapahis-i^tiielie  den  Eindruck  machen  mögen,  daß  das 
lerdinandi.  Hauptgewicht  der  Blau  Verteilung  analwärts  gerückt  wäre“  (Fasse).  —  ferdinandi  Frühst.  (115  c)  entfernt 
sich  durch  das  Fehlen  jedweder  Discalfleckung  der  Hflgl-Oberseite  von  allen  bekannten  a?n.yJo7i--Rassen,  und 
steht  nahe  der  Grenze  der  Artberechtigung.  FTnterseits  ist  sie  dadurch  charakterisiert,  daß  die  schwarze  Zeich¬ 
nung  in  der  Zelle  der  Hflgl  keine  Gabel,  sondern  eine  einfachere  eigentümliche  Figur  bildet,  die  man  mit  einem 
angeschwollenen  Gliede  eines  Regenwurmes  vergleichen  könnte.  Die  Ozellem-eihe  besteht  aus  ziemlich  losem 
Gefüge.  Grundfarbe  aller  Figl  tief  samtschwarz,  (^'■öberseite ;  Basis  der  Vflgl  mit  breitem,  intensiv  karmim’otem 


AGRTAS.  Von  H.  Frtjhstorfbr. 


r,75 

Fleck,  der  sich  etwas  über  die  Zelle  hinaus  und  allmählich  verschmälernd  nach  dem  Außenrand  hinzieht,  ohne 
diesen  zu  erreichen,  und  am  Analwinkel  einen  schwarzen  Ausschnitt  freilassend.  Vor  dem  Apex  stehen  .‘1  große, 
längliche,  strohgelbe,  sehr  deutliche  Flecken.  Zwischen  diesen  und  dem  Basalfleck  zeigt  sich  ein  zarter,  dunkel¬ 
blauer  Schiller,  der  sich  bei  einigen  Exemplaren  auch  auf  den  Hflgln,  jenseits  der  Duftapparate,  bernerklich 
macht.  Hflgl  am  Vrd  bleich  gelb  eingefaßt  mit  gleichfarbigen  Franzen.  Unterseite;  Auf  den  M'lgln  beginnt 
das  Rot  erst  in  der  Zelle  und  läßt  am  Hinterrand  einen  breiten  schwarzen  Streifen  frei.  Vor  dem  ^Vpex  eine  breite 
weißlichgelbe  Binde,  die  an  der  Costale  beginnt  und  sich  bogenförmig  nach  dem  Außenrand,  bis  nahe  an  die 
erste  Mediane  hinzieht.  Vor  der  Abzweigung  des  3.  Subcostalaste  ein  schmales,  gelbes  Fleckchen  und  zwei  gelbe 
Striche  in  der  Mitte  von  oberer  i;nd  unterer  Radialis.  Die  Unterseite  der  Hflgl  ähnelt  der  von  arnydon  Hew.,  ist 
aber  von  dieser  leicht  durch  die  viel  helleren  und  breiteren  gelben  Binden  zu  unterscheiden.  Die  blaugekernten 
Augenflecke  stehen  isoliert  —  namentlich  die  oberen  —  wo  sie  gerade  bei  arnydon  zu  einer  sehr  breiten  Binde 
zusammengeflossen  sind;  auch  sind  die  Augenkerne  von  ferdinandi  bedeutend  größer  als  jene  von  arnydon.  Das 
$  ist  größer  als  das  mit  rundlicheren  Flgln,  größeren  gelben  Subapicalflecken  und  ohne  Spur  von  blauem 
Schiller  auf  den  Hflgln.  Dagegen  zeigt  sich  auf  diesen  an  der  Basis  und  in  der  Zelle  eine  leichte,  rote  Bestäu¬ 
bung,  wodurch  eine  Verbindung  mit  A.  Claudia  ScJmlz  hergestellt  wird,  mit  welcher  Art  ferdinandi  auch  die 
Gestalt  und  das  Aussehen  der  Augenfleckenreihe  der  Unterseite  gemeinsam  hat.  Ein  besonders  frisches  und 
tadelloses  d'  ist  vor  den  übrigen  ausgezeichnet  durch  ein  tief  dunkelbraunes  Band,  das  den  roten  Basalfleck 
jenseits  der  Zelle  verzierend  umgrenzt  und  eriiniert  dadurch  an  A.  claudia-t^  {sardanapalus  olini),  von  welcher 
mir  Stücke  vorliegen,  bei  denen  das  blaue  Subapicalband  fast  den  ganzen  Figl  durchzieht,  während  es  bei  eini¬ 
gen  auf  einen  kleinen  Fleck  reduziert  ist.  Kopf  schwarz  mit  4  weißen  Haarbüscheln  ZAvischen  den  Augen. 

Die  braunen  Augen  stecken  in  einer  weißen  Haarkrause.  Palpen  außen  gelb,  innen  schwarz,  Körper  und  Abdo¬ 
men  schAvarz,  in  beiden  Geschlechtern  unten  weiß,  oben  schwarz,  $  jedoch  zum  Teil  rot  behaart.  Füße  schwarz, 
unten  gelb  behaart.  Fühler  schrvarz  mit  rotbrauner  Spitze.  Spannweite  der  59 — 69,  der  $$  80  mm  nach 

6  Exemplaren  beurteilt,  welche  Herr  Habnsch,  der  auf  mein  Ainaten  die  Provinz  Bahia  bereiste,  dort  entdeckt 
hat.  A.  ferdinandi  flog  dort  in  hochstämmigen  Wäldern,  wo  die  Falter  selten  ihren  luftigeir  Aufenthalt  unter 
dem  Laubdach  hoher  Baumkronen  verließen,  um  sich  in  den  ,,Picaden“,  wie  die  Brasihaner  ihre  WakLvege 
nennen,  zu  tummeln.  An  unserem  Beobachter  sausten  diese  so  ungestüm  vorüber,  daß  nur  der  rote  Schimmer 
ihrer  Figl  wie  ein  Lichtbhck  für  einen  Moment  ihre  Gegenwart  verriet.  Und  selbst  wenn  sie  gierig  an  aphrodisi¬ 
schem  Köder  saugten,  verscheuchte  schon  das  leiseste  Geräusch  des  behutsam  auftretenden  Fußes  die  hurtigen 
Tiere.  Außer  von  Bahia  ist  ferdinandi  noch  von  Minas  Geraes  gekommen,  wo  Herr  Haensch  ein  $  fand,  und 
neuerdings  von  Mato  Grosso,  wo  ferdinandi  neben  H.  godmani  fliegt.  Im  Britischen  Museum  stecken  Exemplare 
mit  der  Bezeichnung:  ,, Kolumbien“,  ein  vermutlich  irriger  Fundort. 

A.pericles  bildet  eine  prächtige  Transition  von  der  H.  a?R^f/o?z.  zur  A.hewitsonius  (114  c)  und  A.phalcidon 
(114  d)-Gruppe.  Die  Oberseite  von  pericles  erinnert  noch  an  gewisse  amydon-Jiassen,  doch  tritt  bereits  ein  weiteres 
Dekorationsmotiv  zu  tage,  nämlich  grüne  Festons  der  Obenseite  und  auf  der  Unterseite  verschAvindet  die  hellgelbe 
oder  grüngelbe  Füllung  oder  Grundierung  der  Hflgl  um  einem  j  e  nach  der  geographischen  Lage  des  Fundortes  helleren 
oder  diinkleren  Grün  Platz  zu  machen.  Wir  kennen  drei  Territorialformen ;  pericles /fcR'.  gleicht  oberseits  unserer  pericics. 
Abbildung  von  pericles  xayithippus  ( 1 14  c  als  pericles) .  nur  die  Vflgl  sind  distal  Amm  orangefarbenen  Basalfeld  zuerst 
mit  einer  sardana2)ahis-hla,uen  und  daim  mit  einer  smaragd-grünen  Binde  dekoriert .  Auf  den  Hflgl  dringt  das 
Blau  tiefer  in  die  Zelle  ein  und  die  subanale  grüne  Ornamentierung  ist  etAA'as  prägnanter.  Sehr  selten,  von 
Bates  bei  Teffe  (früher  Ega  genannt)  entdeckt,  von  Dr.  Hahkbl  dort  nicht  mehr  gefunden,  Aveil  der  UrAvald 
auf  Aveite  Entfernung  vom  Orte  inzAAÜsehen  veriüchtet  war.  Dagegen  fand  Hahxel  später  bei  Itaituba  am  Rio 
Tapajos  eine  Lokalrasse  xanthippus  Stgr.  (114c  ah  pericles),  Avelche  vom  eigentlichen  pericles  differiert  durch  xanthiiipus. 
das  heller  orangefarbene  und  distal  kaum  von  Blau  und  Grün  begrenzte  Prunlcfeld  der  Vflgl.  Das  $  A’on  xanthip¬ 
pus  ist  ein  AA^enig  größer  als  die  (JcJ,  mit  gerundeteren  Vflgln  ausgedehnterem  gelbem  Basalfeld  und  ohne  Spur 
von  blauem  Schmuck  der  Vflgl.  Die  Hflgl  sind  basalAA^ärts  bräunlich  überpudert  und  zAA'ar  bis  zum  Apex  der 
Zelle.  Ueber  die  Auffindung  von  A.  xanthippus  schreibt  0.  Michael,  Iris  1894  p.  202: 

,, Eines  Tages  sah  ich  einen  mir  luibekannten,  gelbbrännlich  seheinenrlen  Schmetterling  m  «chnellem.  elegant  schwe¬ 
bendem  Fluge  heranstürmen:  doch  da,  wo  sich  die  freie  Flugbahn  verengerte,  machte  er  plötzlich  kehrt  AAiid  flog  wieder 
zurück;  nach  4 — 5  maligem  Hin- und  Herfliegen  setzte  ersieh  endlich  an  ein  außer  meinem  Bereiche  befindliches  Blatt,  um 
nach  längerem  Aufenthalte  daselbst  seinen  Flug  \mn  neuem  zu  beginnen.  Jetzt  führte  ich  mit  meinem  großen  Morpho-Xetze 
einen  verzweifelten  Schlag  nach  ihm  und  sah  ihn  auch  wirklich  zu  meiner  großen  Freude  in  demselben  zappeln.  Doch,  o 
Sclneck!  das  seidene  Netz  hatte  sich  beim  Sclilagen  in  den  stachligen  Zweigen  einer  feingefietlerten  .iVkazienart  so  fest  A‘er- 
wickelt,  daß  es  pure  Unmöglichkeit  war,  es  los  zu  bekommen.  Kurz  entschlossen,  ließ  ich  das  Xetz  los  und  kletterte  den 
schlanken  »Stamm  hinan;  das  Bäumchen  schwankte  bedenklich  unter  der  I.,ast,  jedoch  unbekimimert  darum  erklomm  ich 
denjenigen  Teil,  von  wo  aus  ich  das  Netz  befreien  konnte.  Vorher  tötete  ich  den  arg  im  Netz  herumspringenden  Falter, 
was  mir  mdes  erst  mit  großer  Alühe  und  Anstrengung  gelang,  da  ich  mich  mit  einer  Hand  festhalten  mußte,  um  nicht  herab- 
zustiu'zen.  Endlich,  nachdem  ich  glücldich  mit  meinem  Fange  lAnten  angelangt  AA'ar  und  mir  denselben  etAvas  näher  betrach¬ 
tete,  war  ich  ehiigermaßen  enttäuscht,  denn  ich  hatte  einen  abgeflatterten,  ziemlich  einfarbigen  Sclmietterlmg  m  den  Hän¬ 
den;  zwar  versprach  die  fein  gezeichnete  Unterseite  einen  interessanten  Fang,  doch  legte  ich  vor  der  Hand  noch  nicht  so 
A’iel  Wert  darauf,  als  auf  den  prachWollen  hellblau  glänzenden  2Iorplio  Mendaus,  welchen  ich  mit  dem  größten  Eifer  zu 
erlangen  suchte.  Doch  als  ich  mittags  meinen  Fang  ablieferte,  AA’ar  ich  erstaunt,  den  sonst  so  ruhigen  Dr.  Hahnel  förmlich 
aus  der  Haut  fahren  zu  sehen. 

,, liier  haben  sie  ja,  meines  Erachtens  ein  ganz  neues  Tier  gefangen!“  meinte  er  schließlich,  nachdem  er  das  frag¬ 
liche  Fangobjekt  von  allen  Seiten  betrachtet  hatte.  Es  ei'AA’ies  sich  auch  AA'irklich  später  als  eine  bisher  unbekamite  Varie- 


576 


AGRIA8.  Von  H  FRUHSroRPER. 


tät  des  herrlichen  Pericles,  nämlich  xanthippiis  Stgr.  Das  feurige  Rot  des  Pericles  ist  durch  fahles  Bronzegelbhraun  ersetzt 
und  das  liorrliche  Blau  desselben  nur  in  schwachen  Spuren  angedeutet.“ 

nmpiri.  mapiri  FcioiÄ?  stammt  vom  Rio  Mapiri,  wo  die  Yungas-Waldtäler  schon  in  die  Tiefebene  Ost-Boliviens  aus¬ 
streichen.  Das  Tier  hat  bei  65  mm  Spannweite  die  Größe  und  Gestalt  eines  A.  amydonius-^  und  auch  ähn¬ 
lich  gefärbte  Vflgl  mit  grellroten  (nicht  blau  überhauchten)  stark  ausgebuchteten,  bis  an  die  Wurzel  reichenden 
Rotbogen  und  eine  durch  2  Rippen  geteilte,  sehr  auffallende  gelbhchweiße  Subapicalbinde,  die  viel  breiter  und 
auffälliger  ist,  als  bei  meinen  sämtlichen  vorliegenden  roten  Ag-rfas-Formen.  Die  schwarzgrauen  Hflgl  tragen 
an  der  Wurzel  der  Mittelzelle  rote  Bestäubung ;  außerdem  erstreckt  sich  vom  Analwinkel  aus  ein  dunkelblauer 
länghcher  Flecken,  der  gegen  den  etwa  IG  breiten  Außenrand  zu  scharf  begrenzt  ist  und  hier  ins  Grünliche 
übergeht,  also  wie  ein  Ueberb leibsei  des  Hflgls  von  Agnas  aussieht.  Dieser  blaue  Fleck  ist  nicht  identisch  mit  dem 
Analfleck  der  am^do/i-Formen,  sondern  macht  infolge  seiner  mehr  submarginalen  Ausdehnung  den  Eindruck,  als 
ob  sich  die  Farbe  eines  ursprünglich  ganz  blauen  Hflgls  bis  auf  diese  geringe  Ausdehnung  reduziert  hätte.  Die 
Rückseite  trägt  in  dem  sonst  völlig  ungetrübten  Rotbogen  einen  schwarzen  Streif  an  dem  unteren  Teile  der 
Mediana.  Die  Zeichnung  der  Hflgl-Rückseite  ist  viel  konzentrischer  als  bei  amydon  und  die  helle  Zone,  welche 
die  Ozellen  zunächst  begrenzt,  geht  nach  aufwärts  etwas  in  Rotbraun  über.  Ich  wage  nicht  zu  entscheiden, 
in  welchen  Formenlcreis  das  neue  Tier  zu  ziehen  ist.  Meine  Vermutung  geht  jedoch  dahin,  daß  es  sich  um  einen 
äußerst  südlichen  Ausläufer  von  Agrias  'pericles  handeln  kann. 

phaleidon.  A.  plialcidoti  Hew.  (114  d)  findet  sich  ausschließlich  im  Gebiet  des  unteren  Amazonas.  Geographische 

Rassen  sind  nicht  mit  Sicherheit  bekannt,  sondern  nur  zwei  vermutlich  individuelle  Formen.  A.  plialcidon 
ist  nach  Hahnel  etwas  größer  als  Gallithea  leprieuri  (99  d),  der  er  im  allgemeinen  gleicht,  wie  jene  blau  mit 
blassem,  silbergrauem  Rand,  die  Unterseite  aber  mit  einer  kräftigeir  bandierten  Zeichnung  uird  einer  Reihe 
])lau  und  weißgesternter  Augen  geziert.  Nach  Michael  kommt  das  tiefe  Kornblumenblau  inmitten  der  tropi¬ 
schen  Vegetation  zur  höchsteir  Geltung. 

„Wenn  die  Sonne  bereits  den  halben  Weg  znni  Zenith  heranfgestiegen,  beginntTl.  plialcidon  etwa  gleichzeitig  mit 
Morplio  cisseis  ihren  Plug,  ein  wenig  früher  als  die  Prepona.  Da  die  Höhe,  in  der  sie  sich  aufzuhalten  pflegen,  eine  sehr 
bedeutende  ist,  zwischen  5  bis  10  Metern  wechselnd,  so  drang  der  Greruch  von  Köder,  den  wir  gelegentlich  anwandten, 
nicht  bis  üi  ihre  Nähe,  und  wir  erhielten  die  wenigen  plialcidon,  die  wir  überharrpt  zu  Gesicht  bekamen,  sämtlich  von 
der  Spitze  ihrer  Blätter  herab,  während  in  demselben  Wege  die  Prepona,  die  weit  öfter  ilu-e  Flugtour  wiederholen  und  da¬ 
bei  ab  und  zu  tiefer  herab  zum  Boden  tauchen,  eher  einmal  den  vorhandenen  Unrat  wittern  und  dann  leicht  bei  demsel¬ 
ben  sich  wegfaugen  lassen.“ 

Das  $  hat  etwas  geringere  blaue  Färbung,  bei  einem  Exemplar  der  Sammlung  Staudinger  fehlt  derselbe. 
Dagegen  führen  beide  ^-Formen  auf  allen  Flgln  ausgedehntere  spangrüne  Binden  vor  dem  Außenrand.  —  Bei 
paulus.  Villa-Bella  (dem  heutigen  Paritins)  wurde  eine  $-Form  gefunden  (paulus  Stgr.)  mit  ganz  blauen,  nicht  schwarz 
anaxayoras-  durchbrochene  Vflgln.  Die  spangrünen  Binden  der  Hflgl  fehlen.  —  anaxagoras  Stgr.  ist  eine  Aberration  mit 
gelbem  Basaldrittel  der  Vflgl  und  fast  ganz  geschwärztem  Hflgl,  welche  bei  Itaituba  erbeutet  wurde. 

narcissus.  A.  tiarcissus  Stgr.  (115  c,  d)  wird  von  ihrem  Autor  als  die  schönste  Ag'nas  diesem  ,,  Hauptvergnügen  der 

Augen“  wie  ich  sie  1897  umschrieb,  gehalten.  Staudinger  kannte  nur  ein  $  aus  Surinam,  welches  er  in  der 
SoMMER’schen  Sammlung  vorfand.  Später  entdeckte  Herr  Sahlke,  der  für  Honrath  in  Cayenne  sammelte, 
2  Pärchen  Anfang  November  und  Ende  Dezember  1884  und  Ende  April  1885.  Meinem  Reisenden  Julius 
Mtchaetjs  ist  es  geglückt,  ein  A  Gbidos  am  unteren  Amazonas  zu  finden,  welches  wir  von  der  Unterseite 
darstellen.  Das  S  Gn  sardatiapalus  mit  umgekehrten  Farben,  weil  ein  wunderbares,  sattes  Kornblumenblau 
vorwiegt,  durch  welches  auf  die  Vflgl  eine  relativ  schmale  rote  Binde  gelegt  ist.  Hflgl  fast  ganz  blau  mit  relativ 
schmalem,  tiefschwarzem  sehr  scharf  abgegrenztem  Distalsaum.  Der  Duftpinsel  ist  kleiner,  aber  ebenso  schön 
und  rein  gelb  wie  bei  A.  sardanapalus.  Auf  der  dunkel  moo.sgrünen  Unterseite  der  Hflgl  fallen  zwei  orange¬ 
farbene  Flecken  am  Basalrand  ins  Auge. 

A.  hewitsonius  hat  uns  bisher  die  größten  coloristischen  Ueberraschungen  gebracht,  deren  die  Agrias 
fähig  sind.  Die  herrlichsten  Farbennuancen  von  Blau,  Grün,  Gelb  und  Rot  hat  die  Palette  der  Natur  an  diese 
Kollektivspecies  verschwendet,  welche  den  oberen  Amazonas  bewohnt  und  von  dort  aus  nach  Ecuador  und 
7iei<)(fsonü/s.  Süd-Peru  vorgedrungen  ist.  hewitsonius  Rcde.s  (114  c),  die  Namenstype,  hat  ihr  Autor  bei  Teffe  (dem  früheren 
Ega)  entdeckt.  Sie  ist  außerordentlich  selten  geblieben  und  ist  ohne  weiteres  an  dem  chromgelben  Basalteil 
olivencia.  cler  Ober-  und  Unterseite  beider  Figl  zu  erkennen.  —  Geographisch  zunächst  kommt  ihr  olivencia  Stgr.  von  Säo 
Paulo  de  01iven9a,  etwas  höher  als  Teffe  am  Amazonas  gelegen.  Man  kennt  bisher  nur  drei  ohne  gelbe  Basis 
stuarii.  und  durchweg  blaue  Fläche  der  Vflgl.  —  stuarti  Godni.  von  Pebas  und  Iquitos  leitet  zu  heatifica  (114  d)  über.  Die 
grüne  Zone  der  Vflgl  ist  jedoch  sehr  schmal.  Die  Basalhälfte  der  Unterseite  der  Hflgl  ist  unentschieden  rötlich 
oder  orange.  Auf  der  Unterseite  der  Hflgl  finden  sich  in  der  gelben  Partie  emige  schwarze  Flecke  verstreut, 
welche  in  der  Größe  abändern.  Zuweilen  fehlen  sie  oder  es  sind  2 — 3  vorhanden,  die  distal  grünlich  begrenzt 
sind  und  nicht  ganz  in  Rot  oder  Gelb  stehen.  Das  $  von  stuarti  hat  oberseits  eine  schwarze  Basalhälfte  aller 
Figl,  der  zuerst  eine  breite  grüne  und  vor  dem  Außenrand  eine  schmälere  graue  Binde  folgt.  Unterseits  ist  die 
Figlwurzel  orange,  die  Augenflecken  sind  weiß  gekernt.  Auffallend  ist  die  Aehnlichkeit  mit  Ga/Zfi/iea  (99  e) 

heatifica  und  degaudei  (99  f).  —  beatifica  Hew.  (114  c,  d)  ist  eine  sehr  seltene  Form  aus  Ecuador  mit  sehr  breiter  span- 


Auscjegeben  31.V.  I9ifi.  COENOPHLEBIA ;  POLYGRAPHA;  SIDERONE.  Von  J.  Rüber. 


577 


grüner  Terminalbinde  der  Oberseite  beider  Figl.  Das  blaue  Basalfeld  der  Vflgl  wird  leicht  von  schwarz  durch¬ 
setzt.  Die  Unterseite  ist  ziegelrot  und  im  grünen  Distalfeld  stehen  drei  Serien  vollständig  schwarzer  Flecken.  — 

Bei  Yurimaguas  und  Rio  Huallaga  hat  0.  Michaelis  eine  weitere  Rasse  aufgefunden,  pherenice  suhsp.  nov.  ■phenmee. 
mit  weniger  ausgedehnter  orange  Färbung  im  Basalteil  der  Unterseite  der  Hflgl.  Die  schwarzen  Flecken  der 
grünen  Distalzone  sind  markanter  als  bei  beatifica  und  olivencia  und  Michael  glaubt,  daß  höher  im  Gebirge 
vielleicht  noch  Exemplare  gefunden  werden,  welche  zu  heata  übergehen.  Ueber  die  Lebensweise  schrieb  mir 
Herr  Michael  aus  Iquitos  im  Jahre  1910: 

Am  28.  Sept.  1904  fand  ich  am  olieren  TTuallaga  iiei  Tnanjui  über  30  Prepona  zusammensitzen.  Der  Tag  war  sehr 
heiß,  der  Wald  trocken  und  nirgends  eine  Labung  für  durstende  Schmetteilinge.  Da  fand  ich  an  einer  besonders  nach  Ln- 
rat  duftenden  Stelle  die  genannte  Anzahl  Prepoiien  und  mitten  unter  ihnen  im  dichtesten  Gedränge  saß  eine  Agrias,  verwandt 
mit  A.  beaiifica  resp.  heata.  Die  Preijonen  waren  so  erpicht  auf  ihr  iMahl,  daß  ich  sorglos  zuerst  die  Agrias  mit  den  Fingern 
herausgreifen  konnte,  dann  erst  suchte  ich  mir  die  besten  Prepona  aus. 

beata  Stgr.  (114  d)  bildet  das  südlichste  bekannte  geographische  Extrem  der  Gesamtart  und  ist  sicher  nur  heata. 
Territorialform,  so  energisch  ihr  Autor  auch  für  Uire  Artrechte  eintreten  mochte,  heata  stammt  vom  Chan- 
chamayo  in  Peru  und  scheint  sehr  selten  zu  sein,  weil  nur  wenige  Exemplare  bekannt  sind.  Auf  der  Oberseite 
ist  die  Verdunldung  des  blauen  Feldes  und  der  grünen  Randbinde  äußerst  weit  vorgeschritten  und  unterseits 
das  Basalgebiet  nur  noch  mit  schmalen  roten  Striemen  bedeckt.  Der  Duftpinsel  ist  etwas  dunkler  gelb  als  bei 
A.  narcissus.  In  der  Sammlung  Fruhstoreer  befindet  sich  ein  ^  ohne  genau  festgesteUten  Fundort,  welches 
als  Vorlage  für  die  Abbildung  gedient  hat. 

59.  Gattung’ :  Coeiioplilebia  Fldr. 

Trotz  der  großen  äußerlichen  Verschiedenheit  ist  diese  Gattung  nahe  mit  der  altweltlichen  Gattung  Clia- 
raxes  verwandt,  und  hat  ihren  nächsten  Verwandten  in  der  folgenden  Polijgrapha^dxe  gleichfalls  von  nur  einer 
Art  gebildet  wird.  Die  äußere  Erscheinung  des  Schmetterlings  ist,  wie  die  Abbildung  zeigt,  so  eigenartig,  daß 
VerAvechselung  unmöglich  ist. 

C.  archidona  Hew.  (116  a),  die  einzige  Art,  ist  bisher  in  Columbien  und  Peru  gefunden  worden,  kommt  archidona. 
aber  vermutlich  auch  in  Ecuador  vor  und  ist  sehr  selten.  Das  von  Herrn  A.  H.  Fasse  in  Ost-Columbien  (Alärz 
in  800  m  Höhe)  entdeckte  $  ist  etwas  größer  als  das  o ,  ober-  und  unterseits  bleicher  iu  Färbung  und  Zeichnung 
und  mit  etwas  breiterem,  hell  gelbbrauuem  Vrdssaume  der  Hflgl;  alle  dunkle  Zeichnung  ist  ebenfalls  etwas  heller 
dunkelbraun,  und  die  Rückseite  mit  den  Silberpunkten  noch  täuschender  einem  abgestorbenen,  betauten  Blatt 
ähnlich.- — •  magnifica  FrM/bsL  aus  Bolivien  ist  bedeutend  größer  und  hat  unterseits  schärfere  und  verdunkelte  magnifica. 
Zeichnungen. 

60.  Gattung’;  Polyg’raplisi  Schatz. 

Wie  schon  vorstehend  erwähnt,  ist  auch  diese  Gattung  nahe  mit  Clmraxes  verwandt,  was  sich  auch  schon 
in  der  äußeren  Erscheinung  ausdrückt.  Doch  zeigt  die  Gestalt  der  Palpen  wiederum  eine  Verwandtschaft  mit 
Anaea,  wodurch  sich  wieder  deren  Verwandtschaft  mit  Charaxes  kundgibt.  P.  cyanea  wurde  auch  anfänglich 
für  eine  Hwaea- Art  gehalten.  Die  Unterschiede  im  Rippeuba-u  sind  der  Gattung  Charaxes  gegenüber  nur  sehr 
unbedeutend,  so  daß  Polygrapha,  wenn  sie  ihre  Heimat  in  der  alten  Welt  hätte,  von  Charaxes  wahrscheinlich 
nicht  getrennt  werden  würde.  Die  ersten  Stände  sind  noch  unbekannt. 

P.  cyanea  S.  w.G.  (116  a),  die  einzige  Art  dieser  Gattung,  ist  bisher  in  Ecuador  und  Peru  gefunden  wor-  cyanea. 
den,  und  gilt  noch  als  große  Seltenheit.  Der  prächtige  blaue,  seidigglänzende  Schiller  der  Oberseite  kann  im 
Bilde  kaum  richtig  dargestellt  werden.  In  starkem  Gegensatz  zur  Oberseite  steht  die  einfache,  gesperberte  Un¬ 
terseite,  die  als  Schutzkleid  aufzu fassen  ist.  Das  $  ist  uns,  und  wohl  überhaupt,  noch  unbekannt. 

61.  Gattung’:  ^icleroiie  Hbn. 

Auch  diese  Gattung,  der  nur  wenige  Arten  angehören,  ist  schon  durch  die  äußere  Erscheinung,  die  durch 
die  Abbildungen  besser  als  durch  Worte  gekennzeichnet  wird,  charakterisiert;  eine  Verwechselung  mit  anderen 
Gattungen  ist  ausgeschlossen.  Die  Gattung  ist  von  Mexiko  bis  Südbrasilien  verbreitet,  kommt  auch  auf  den  An¬ 
tillen  vor.  Die  Rp  (von  nememis)  hat  eine  ähnliche  Gestalt  wie  die  Prepona-P^pn  und  die  Pp  ist  von  der 
Anaea-Pp  kaum  verschieden  *). 

S.  marthesia  Cr.  aus  Surinam  und  vorn  unteren  Amazonenstrom  ist  vermutlich  die  gelbbraune  Form 
der  confluens  Stgr.  (116  a),  gleichfalls  vom  Amazonas.  —  nemesis  III.  (=  ide  Hbii.)  (116  b)  ist  weit  verbreitet,  n^mesis^ 

*)  Klammerorgane  von  einer  äußerst  primitiven,  plumpen  und  häßlichen  Form,  Tegumen  wie  aufgeblasen,  Uncus 
fingerförmig  gebogen,  kurz.  Valve  basal  sehr  breit,  nach  vorne  etwas  verjüngt.  Der  äußere  Rand  wie  bei  Zaretes  verlaufend 
in  der  Mitte  konkav,  Valve  lang,  boi’stig  behaart,  außerdem  am  Fnde  mit  an  der  Spitze  eiiigeschnittenen  Stäbchenschuppen 
dicht  besetzt,  Oedeagus  breiter  als  bei  irgend  einer  der  bisher  untersuchten  Nymphaliden,  häutig.  Die  Segmente  des  uno-e- 
schlachten  Abdomens  schmal,  an  der  Verbindungsstelle  häutig,  deren  Oberfläche  mit  blattartigen,  au  der  Spitze  tief  einge¬ 
kerbten  Schuppenplatten  bedeckt.  Die  Unterschiede  der  Valve  zwischen  Sideronc  ide  aus  Brasilien  und  Siderone  jyiars  aus 
Peru  sind  so  gering,  daß  an  eine  spezifische  Gemeinschaft  der  beiden  Formen  gedacht  werden  kann.  (H.  Fruhstorfer.) 

V  73 


578 


ZARETES.  Von  J.  Röber. 


-denn  sie  kommt  auf  den  Antillen  und  in  dem  ganzen  Gebiete  von  Columbien — Venezuela  bis  Südbrasilien  vor. 
Bei  ihr  ist  die  Scharlachschrägbinde  der  Vflgl  mit  deren  rotem  Wurzelteil  am  Zellende  breit  vereinigt. 
—  Die  Rp  lebt  nach  W.  Mueller  in  Südbrasilien  an  Casearia  silvestris,  hat  an  jeder  Seite  des  Kopfes  ein  kurzes, 
wenig  nach  außen  gebognes,  an  der  Spitze  in  drei  kurze  Zacken  gespaltenes  Horn;  am  5.  Leibesabschnitte  ist  der 
Rücken  am  höchsten,  fällt  nach  vorn  schräg  ab  nnd  verläuft  nach  hinten  allmählich,  so  daß  am  Beginne  des 
5.  Leibesabschnittes  die  Frontallinie  des  Rückens  scharf  gebrochen  erscheint.  Der  Kopf  ist  im  Endstadium  gleich¬ 
mäßig  schwarzbraun,  desgleichen  die  Grundfarbe  des  Körpers,  der  ganze  vor  dem  5.  Leibesabschnitte  liegende 
Teil  ist  samtartig  schwarz.  Von  der  Rückenspitze  am  5.  Leibesringe  geht  nach  hinten  eine  dunkle  Linie,  die  nach 
unten  in  Schatten  übergeht,  die  ersten  4  Leibesringe  haben  eine  lichte  Seitenlinie.  In  den  ersten  vier  Stadien 
hängt  die  Rp  an  die  kahl  gefressene  Blattrippe  Blattstückchen  an.  Die  Pp  ist  sehr  gedrungen  und  die  Abschnitte 
7  bis  1  2  sind  derartig  eingezogen,  daß  sie  einen  flachen  Kegel  bilden;  sie  ist  grün,  durchscheinend,  der  hintere 
Teil  sowie  die  Figlscheiden  oberhalb  der  Kante  grün  pigmentiert,  Flglkaiite  und  Luftlöcher  sind  braun.  Die  Pp 
ist  fast  unbeweglich,  die  Eier  stellen  fast  eine  Kugel  dar,  von  der  2  verschieden  große  Segmente  abgeschnitten 
sind ;  von  den  so  entstandenen  beiden  Ebenen  dient  die  kleinere  der  Anheftung ;  die  größere  ist  an  ihrem  Rande 
fein  gezähnt. 

thelais.  S.  thebais  F/ffr.  (116  b)  fliegt  in  ColuiuDien  mit  nemesis  zusammen.  Es  ist  noch  unentschieden,  ob  es  sich  um 

eigene  Art  oder  Aberrativform  der  netnesis  handelt.  Die  Vflgl  sind  denen  der  nemesis  ähnlich,  aber  die  Hflgl  ha¬ 
ben  eine  unregelmäßiges,  aufrecht  stehendes  Band,  wo  die  vorige  Art  nur  ein  kleines,  präapicales  Quadratfleck- 
galanthis.  chen  zeigt.  —  galasithis  Cr.,  die  nach  Gramer  in  Surinam,  nach  Kirby  auch  in  Columbien  ( ?)  vorkommt, 
und  die  eine  völlig  verschollene  -4rt  zu  sein  scheint,  hat  nach  Cramers  Abbildung  völlig  gerundete  Hflgl,  aber 
ganz  ähnliche  Oberseitenzeichnung  wie  thehais,  dagegen  eine  von  sämtlichen  Siderone- Arten  verschiedene 


mars. 


-polymela. 

syntyche. 

vuicanus. 


Lbiterseitenzeichnung,  weil  sie  der  Oberseite  völlig  entspricht  und  nur  die  Farben  stumpfer  zeigt, 
sehr  fraghch,  ob  galantliis  überhaupt  in  diese  Gattung  gehört. 


Es  ist  daher 


S.  mars  Bat.  (116  b)  aus  Chiriqui,  Columbien,  dem  oberen  Amazonas  und  Peru  ist  zweifellos  eine  von 
nemesis  und  thehais  verschiedenie  Art.  Hier  zeigen  die  Vflgl  einen  großen  queren,  scharlachroten  Halbmond- 
fleck;  ähnlich  wie  wir  die  Verteilung  des  Rot  bei  verschiedenen  Agrias  finden.  — •  polymela  G.  u.  S.Yom  Chiri¬ 
qui  hat  schwachen  blauen  Schiller  des  schrvarzgefärbten  Teils  der  Vflgl  mit  Ausnahme  der  Figlspitze 
und  des  Außenrds,  während  syntyche  Heiv.  aus  Mexiko  und  Guatemala  verkürztes  rotes  Feld  der  Vflgl  uird  ein 
breites,  prachtvoll  blauschillerndes  Feld  um  den  roten  Basalteil  besitzt.  —  Bei  vuicanus  Fldr.  aus  Columbien 
ist  die  rote  Halbmondbmde  verschmälert,  dadurch,  daß  die  Basis  des  Feldes  zwischen  1.  und  2.  Medianaste  und 
ein  schmaler  Streifen  an  der  Flglvvurzel  entlang  der  Mediaira  in  der  Mittelzelle  schwarz  bleiben. 


62. 


Gattung : 


Zaretes  Hhn. 


Bis  vor  einigen  Jahrzehnten  war  diese  Gattung  mit  Siderone  vereinigt,  von  der  sie  sich  zwar  nicht  im 
Baue  der  Organe,  aber  doch  sehr  wesentlich  diirch  die  äußere  Gestalt  und  den  Goschlechtsdimorphismus  sowie 
auch  durch  die  durchaus  übereinstimmende  Zeichnungsanlage  unterscheidet.  Ei,  Rp  und  Pp  sind  in  der  Gestalt 
denjenigen  von  Sü'Jerowe  wemesfs  ganz  ähnlich,  auch  die  Futterpflanze  ist  die  nämliche  (Casearia  silvestris).  Ueber 
die  Gewohnheiten  der  Falter  von  Z.  isidora  sagt  A.  Seitz,  daß  sie,  ihre  blattähnliche  Unterseite  ausnutzend,  wie 
die  Kallima  sich  an  Büsche  mit  dürrem  Laub  setzen  wobei  sie  die  schwanzartigen  Hflglanhänge  auf  den  Blatt¬ 
stengelaufsetzen,  so  daß  sie  selbst  als  vertrocknetes  Blatt  erscheinen.  Die  Entwicklung  vom  Eie  bis  zum  Falter 
dauert  nach  W.  IMueller  etwa  9  bis  10  Wochen.  —  Die  Gattung  enthält  nur  2  Arten,  von  denen  eine  außei  ordent¬ 
lich  abändert. 

syene.  syeneiJeu’.  (116  c)  ist  nur  aus  Columbien  bekannt;  dos  $  scheint  noch  nicht  bekannt  zu  sein.  Das(^ 

ist  oben  gelbbraun,  dunkel  gezeichnet,  in  der  Vflghnitte  meist  2  an  Größe  wechselnde  Glasfleckchen. 

isidora.  Z.  isidora  Cr.  (116  c)  aus  iSurinam,  Columbien,  aber  auch  noch  viel  südlicher  vorkommend,  hat  im  männ¬ 

lichen  Geschlechte  keine,  im  weiblichen  Geschlechte  zAvei  Glasflecke  der  Vflgl.  Während  syene  eine  veidunkelte 
russeus.  >Saumhälfte  der  Hflgl  hat,  zeigt  isidora  breit  schwarzen  Außenrd  der  Vflgl.  —  russeus  Frühst,  uns  aus  Colum¬ 
bien  vorhegend,  hat  etwas  weniger  schwarze  Zeichnung  der  Oberseite  und  einen  kleinen  Glasfleck  zwischen  dem 
zethus.  1.  und  2.  Medianaste.  —  zethus  Westiv.  {  =  strigosus  Gmel.  ?)  vom  unteren  Amazonas  und  Paraguay  ist  im  männ¬ 
lichen  Geschlechte  der  cyclo’pia  sehr  ähnlich,  hat  aber  2  Glasflecke.  Das  $  hat  bis  auf  den  Mangel  der  Glasflecke 
itys.  dieselbeZeichnung,  aber  rötlichgelbe  Grundfärbung.  —  itys  Cr.  aus  Surinam  ist  eine  weibliche  Aberrativform. 
bei  der  der  schwarze  Vrdsflecken  der  Vflgl  sich  bis  in  den  schwarzen  Apicalaußenrd  verlängert.  — 
ellops.  ellops  Men.  aus  Zentralamerika,  Columbien  und  Venezutla  ist  eine  in  beiden  Geschlechtern  bleich  gefärbte 
strigosa.  und  wenig  gezeichnete  Form  mit  2  Glasflecken.  —  strigosa  itgr.  (116  c)  ist  Jie  häufigste,  südbrasilianische  Form. 
cacica.  —  Die  größte  Form  dieser  Art  ist  cacica  Stgr.  ( 1 16  d)  aus  Peru  und  Bolivien.  Die  Zahl  der  Glasflecke  ist  veränder- 
leopoldina.  lieh,  auch  können  diese  Flecke  völlig  fehlen.- —  leopoldina  (116  c)  ans  der  brasilianischen  Kolonie  Leo- 

polcb'na  macht  den  Einchnck  einer  besonderen  Art,  da  nicht  nur  die  Ober-,  sondern  auch  die  Unterseite  von  den 


HYPNA;  PROTOGONJUR.  Von  J.  Röber. 


579 


übrigen  Formen  sehr  verwclüeclen  ist.  Ob  in  Leopoldina  nur  die.so  Form  vorkommt,  ist  uns  unbekannt ;  die  meisten 
der  vorstehend  bescliriebenen  Formen  .^nid  nicht  an  eine  bestimmte  Lokalität  gebunden.  —  Die  erwaeliseno  Rp 
von  hat  schwarzgrauen  Kopf,  mattbraungrüne  Grundfärbung  des  Leibes  mit  einem  S'cirdi  ins  Rötliche, 

die  Rückenlinie  ist  tiefschwarz,  der  übrige  Rückenteil  schwarzgrün,  an  den  Seiten  sind  verschwomtnene  l)lasse 
Streifen.  Die  Pp  ist  der  von  nemesis  überaus  ähnheh. 

63.  Gattung’;  Hypiia  Hlr. 

Diese  Gattung  ist  Protogonius  nahe  verwandt,  autf  rscheidet  sich  aber  schon  äußerlich  durch  die  Gestalt 
der  Vflgl.,  die  entweder  eine  normal  gestaltete  oder  nur  wenig  verlängerte  Spitze  zeigen ;  auch  die  Gestalt  der  Hflgl 
ist  von  derjenigen  von  Protogonius  wesentlich  verschieden.  Sowohl  von  letzterem,  als  auch  von  den  ihr  eng  verwand¬ 
ten  Anaea  iinterscheidet  sich  auch  die  Unterseite  durch  ihre  Silberflecke.  Diese  von  Zentralamerika  bis  Südbra¬ 
silien  verbreitete  Gattung  enthält  nur  wenige,  einander  sehr  ähnliche  Arten.  Von  den  ersten.  Ständen  ist  nur  die 
Pp  bekannt,  die  derjenigen  von  Protogonius  drurii  gleicht.  Nach  A.  Seitz  hat  der  Falter  einen  plumpen,  unre¬ 
gelmäßigen  und  doch  fördernden  B'lug.  Die  Sclimetteringe  sind  fast  das  ganze  Jahr  hindurch  anzutreffen. 

H.  clvtemnestra  Cr.  aus  Surinam  unterscheidet  sich  von  der  südbrasilianischen  (auch  in  Panama  vor- 
kommendeu  ?)  Form  huebneri  Ri/f.  (116  d,  117  a)  nur  dadurch,  daß  von  den  Aveißen  Subapikalflecken  der  Vflglober-  Mehneri. 
Seite  höchsteirs  einer  vorhanden  ist.  — -  Bei  globosa  aus  Bohvia  ist  der  Wurzelteil  der  Vflgloberseite  grünlich,  (iM)osa. 
während  negra  Fldr.  vom  Rio-Negi’o  weniger  vorgezogene  Vflglspitze  und  kürzeren  Hflglschvvanz  zeigt.  —  ve- 
lox  Bür.  aus  Veragua  besitzt  robustere  H figlschwänze,  und  elongata  Btlr.  von  Santa  Martha  stumpfe  Vflglspitze  elongata. 
und  grünliche  Unterseite. 

Als  eigene  Art  ist  H.  rufescens  Btlr.  (116  d)  aus  Venezuela  zu  betrachten,  A^eil  sie  ohne  Uebergänge  mit  mfescem. 
clytem.nestra  am  gleichen  Orte  vorkommt.  Die  Unterseite  ist  im  allgemeinen  derjenigen  von  elyUmnestra  ähnlich, 
doch  zeigen  die  Hflgl  viel  rotbraune  Zeichnung.  —  forbesi  C.  u.  S.  aus  Peruambuco  ist  kleiner  und  hat  rein-  forbesi. 
weiße  Vflglbinde. 

H.  iphigenia  H .  Schaff.  (116  d)  von  Cuba  hat  größere  Metallflecke  auf  der  Unterseite  als  r%i,fescens,  ist  von  iphigenia. 
dieser,  wie  die  Abbildung  zeigt,  auch  oberseits  ziemlich  verschieden,  die  Grundfarbe  lebhaft  rotbraun.  Von  $$ 
sind  nur  die  von  Imehneri  und  i'phigenia  bekannt;  diese  zeigen  keine  Geschlecht sverschiedenlieit. 

64.  Gattung’:  Protogonius  Hhn. 

Wir  betrachten  die  sämtlichen  bisher  beschriebenen  Angehörigen  dieser  von  Mexiko  bis  Siidbrasilien  ver¬ 
breiteten  Gattung  als  Formen  nur  einer  Art.  Die  Tiere  sind  durch  ihre  äußere  Erscheinung  so  gut  charadeteri- 
siert,  daß  Verwechselungen  mit  anderen  Gattungen  ausgeschlossen  sind.  Obwohl  die  Schmetterlinge  ein  ganz 
anderes  Bild  als  die  Anaea  zeigen,  wird  doch  durch  deu  inneren  Bau  des  Schmetterlings  sowie  die  Gestalt  und  Le¬ 
bensweise  der  Rp  bewiesen,  daß  sie  nahe  Verwandte  der  Anaeen  sind.  In  der  Färbung  und  Zeichnung  haben  die 
Schmetterlinge  große  Aehnlichkeit  mit  gewißen  Heliconius- Arien,  von  denen  sie  sich  aber  durch  die  ganz  eigen¬ 
artige  Figlgestalt  auf  den  ersten  Blick  unterscheiden.  —  Die  Rp  war  schon  den  alten  Autoren  bekaimt,  denn  Stoll 
berichtet  über  sie  folgendes;  ,,Die  Rp  ist  dunkelgrün  und  hat  einen  braunen,  fast  schw’arzen  Streifen  über  dem 
Rücken,  auch  zur  Seite  dergleichen  Flecke  und  Streifen  (und  zwar  auf  den  vorderen  und  hinteren  Ringen  je  2, 
auf  den  4  mittleren  je  3  Längsstreifen  und  auf  dem  letzten  Abschnitte  2  Querstreifen).  Die  Füße  sind  dunkel¬ 
grün.  Der  Kopf  hat  eine  schwarze  Farbe  mit  grünen  Streifen  und  ist  mit  zwei  stumpfen  Hörnern  geziert.  An 
dem  oberen  Teil  desselben  befinden  sich  zwei,  und  nächst  an  dem  ersten  Ring,  zu  beiden  Seiten  drei  gelbe  gerun¬ 
dete  Makeln.  Sie  nährt  sich,  doch  nur  des  Nachts,  von  den  Blättern  einer  Gattung  des  Pfeffers  (Piper  nigruni). 

Des  Tags  über  verbirgt  sie  sich  in  ein  vermittelst  ihres  Gespinstes  an  dem  Rand  eingezogenes  und  zusammengerol- 
tes  Blatt.  Sie  scheint,  wie  unter  einem  Dach,  sich  darinnen  zu  verwahren  und  gegen  die  Sonnenhitze  zu  schützen. 

Nach  der  letzten  Häutung  verwandelt  sie  sich  in  eine  kurze  cheke,  frei  herabhängende  Chrysa liefe.  Diese  ist  von 
blassgrauer  Farbe,  mit  braunen  Flecken  und  Streifen  gezeichnet.  Der  Falter  kommt  gewöhnlich  nach  elf  Tagen 
daraus  hervor.“  Diese  Angaben  beziehen  sich  auf  die  surinamische  Form  hipponaP.  Nach  Sepp  soll  die  Rp  auch 
auf  Mespilus  americana  leben,  während  die  südbrasiliauische  Form  drurii  Btlr.  nach  W.  IMueller  auf  Piper 
gaudichaudii  Miqu.  gefunden  worden  ist.  Die  Rp  dieser  Form  ist  dadurch  verschieden,  daß  che  Seitenstreifen  in 
eineir  einzigen  breiten,  unterbrochenen  Streifen  zusammengeflossen  sind,  der  schwarzrot  gefärbt  ist.  Die  Pp 
trägt  am  Kopfe  2  sehr  flache  kegelförmige  Fortsätze,  ist  grüir  durchscheinend  und  auf  den  Ringen  7—10 
weiß  pigmentiert.  Der  Flug  der  Schmetterlinge  erinnert  nach  A.  Seitz  durch  die  Unregelmäßigkeit  der  Flgl- 
bewegungen  mehr  an  manche  Satyriden  als  an  den  der  mit  gestreckten  Flgln  stoßweise  dahinschießenden  Nym- 
phaliden.  Nach  demselben  Forscher  ist  die  Gattung  Protogonius  in  ZAveifacher  Weise  geschützt:  rrührend  der 
Ruhe  gleicht  der  Falter  einem  langgestielten  dürren  Blatte,  Avährend  des  Fliegens  stimmt  er  mit  Heliconius  narcaea 
(72  a)  überein. 


580 


ANx4EA.  Von  J.  Eöber. 


P.  hippona.  Im  folgenden  führen  wir  21  Formen  auf,  von  denen  wir  nach  unserem,  allerdings  nicht  beson¬ 
ders  umfangreichen  Materiale  11  für  Ortsformen  (Subspezies),  die  übrigen  für  Aberrativformen  halten.  0.  Statj- 
DiNGER  nahm  4  Arten,  nämlich  drurii,  cecrops,  hogotanus  und  hippona,  an.  Da  indes  an  keinem  Orte  mehr  als 
Hauptform  vorkommt,  auch  die  Rpn  der  surinamischen  Form  hippona  und  der  südbrasilianischen  drurii  nur 
geringe,  die  Annahme  getrennter  Arten  nicht  rechtfertigende  Unterschiede  aufweisen,  so  gehen  wir  kaum  fehl, 
wenn  wir  sämtliche  Formen  als  zu  einer  Art  gehörig  zusammenziehen.  x4.1s  Typus  der  i4rt  hat  hippona  F.  (=  fa- 
bius  Cr.)  (117  a)  aus  Surinam  und  vom  Amazonas  zu  gelten,  die  sowohl  in  der  Breite  der  gelben  Vflglbinde,  als 
auch  in  der  Größe  und  Zahl  der  Subapikalflecke  erheblich  abändert.  — -  ochraceus  Btlr.  aus  Cayenne  ist  eine  Aber- 
rativform,  bei  der  alle  lichten  Zeichnungen  ockergelb  sind;  nur  die  Submarginalflecke  der  Hflgl  haben  die  ge¬ 
wöhnliche  gelbe  Färbung.  —  Bei  ab.  castaneus  Btlr.  von  Ega  ist  die  Färbung  der  breiten  Irdsbinde  der  Vflgl  und 
der  Hflgl  mit  Ausnahme  des  schwarzen  Außenrds  ein  scliönes  Kastanienbraun.  —  ab.  butleri  Stgr.  von  Pebas 
am  Amazonenstrom  hat  sehr  verkürzte  dunkelgelbe  Mittelbinde  und  gut  entwickelte,  großenteils  verlängerte 
gelbe  Submarginalflecke  der  Vflgl.  —  ab.  fulvus  Btlr.  (117  c),  gleichfalls  von  Pebas,  ist  durch  breite  braune  Mittel¬ 
binde  und  4  gleichfarbige  Submarginalflecke  der  Vflgl  charakterisiert.  —  cecrops  Dhl.  u.  Hew.  (117  a)  aus  Me¬ 
xiko,  Guatemala,  Nicaragua  und  Costa-Rica  zeigt  außer  den  Fhiterschiedcn  der  Oberseite  dunklere  Unterseite 
als  hippona',  sie  fliegt  (in Mexiko)  im  November).  —  bogotanus  Btlr.  aus  Columbien  muß  als  die  erste  aus  diesem 
Formenkreise  beschriebene  Form  als  Typus  der  Unterart  gelten,  der  sich  von  ab.  tithoreides  Btlr.  (117  b)  dadurch 
unterscheidet,  daß  er  nur  2  gelbe  Subapikalflecke  besitzt.  —  Bei  ah.  albinotatus  Btlr.  aus  Columbien  sind  die  Rand¬ 
flecke  und  die  Mittelbinde  der  Vflgl  weiß,  letztere  ist  auch  auf  3  kleinere  Flecke  reduziert.  — ■  Vom  Chiriqui  hegt 
uns  1  $  mit  kompletter  Mittelbinde,  etwas  verkleinerten  Randflecken  und  im  äußeren  Teile  breit  lichtgelb  auf¬ 
gehellter  Basalhälfte  der  Vflgl,  sowie  verkleinerten  gelben  Flecken  in  der  schwarzen  Saumbinde  der  Hflgl,  die 
im  vorderen  Teile  kaum  bis  zur  Subcostalis  reicht,  vor.  Sollte  diese  Form  konstant  sein,  so  wäre  sie  als  chiricanus 
suhsp).  nov.  abzutrennen.  —  Eine  kleine  Form  mit  sehr  geschlossener  Zeichnung  ist  fassli  subsp.  nov.  (117b)  aus  dem 
Cauca-Tale  (West-Columbien,  oberer  Matagany,  1000  m,  A.  H.  Fasse).  Die  Unterseite  ist  sehr  licht  durch  viel 
lichtviolette  Zeichnung.  —  lilops  Btlr.  aus  Venezuela  hat  am  Außenrd  der  Hflgl  4  gelbumzogene  weiße  Flecke ;  nach 
0.  Staudixgeb  läßt  sich  diese  Form  von  tithoreides  kaum  trennen.  —  trinitatis  suhsp.  nov.  (117  a)  von  der  Insel 
Trinidad  ist,  wie  die  Abbildung  zeigt,  oberseits  erheblich  verschieden  und  differiert  von  der  nächststehenden 
Festlandsform  [ochraceus  Btlr.)  besonders  durch  zahlreichere  Submarginalflecken.  Die  Unterseite,  namentlich 
auch  der  Vflgl,  ist  sehr  licht.  —  divisus  Btlr.  aus  Ost-Peru  vergleicht  der  Autor  mit  bogotanus,  0.  Staitdixger, 
der  diese  Form  auch  aus  Bolivien  erhielt,  hält  sie  für  eine  Al>errativform  von  quadridentatus  Btlr.  (117  b)  mit 
aufgelöster  Mittelbinde  und  4  Ideinen  gelben  Saumflecken.  Letztere  kommt  in  Bolivien  vor,  und  hat  als  Tjqjus 
der  Unterart  zu  gelten.  —  Bei  ab.  immaculatus  Stgr.  (117  c)  von  Peru  fehlen  die  Saumflecke  und  die  Mittelbinde 
ist  mehr  oder  weniger  aufgelöst  oder  geschwunden.  —  ab.  diffusus  (1 17  b)  aus  Ecuador,  nach  0.  St.eu- 

DiXGER  auch  aus  dem  Inneren  von  Peiai,  zeigt  zusammenhängende  gelbe  Mittelbinde,  die  in  ihrem  hinteren 
Teile  mit  dem  breit  gelb  gewordenen  Ende  des  braunen  Basalbandes  zusammenfließt.  —  aequatorialrs  Btlr. 
(117  c)  aus  Ecuador  und  Peru  zeigt  sehr  reduzierte  gelbe  Mittelbinde  und  im  Gegensätze  hierzu  gut  entwickelte 
Saumflecke;  die  Saumflecke  der  Hflgl  sind  weiß.  —  ab.  peruvianus  Stgr.  aus  Peru  hat  viel  breitere  Mittel¬ 
binde,  dagegen  kleinere  Saumflecke.  —  seniifulvus  Rib’.  (117  c)  aus  Ecuador  ist  vermutlich  nichts  anderes,  als 
eine  sehr  auffällige  Aberrativform,  die  keinerlei  gelbe  Zeichnung  hat  und  bei  der  die  reichliche  hintere  Hälfte 
drurii.  der  Hflgl  schwarz  ist.  —  Als  gute  Unterart  hat  drurii  Btlr.  (117  d)  aus  Südbrasilien  zu  gelten.  Sie  zeichnet  sich 
durch  breite  spatelförmige  Hflglschwänze,  großen  weißen  Subapikalfleck  der  V-  und  gleichfarbige  Submarginal¬ 
flecke  der  Hflgl  aus.  —  Die  Zeichnungsanlagp  der  Unterseite  ist  bei  allen  Formen  die  gleiche,  nur  ist  die  Färbung 
bei  der  einen  Form  lichter,  bei  der  anderen  dunkler.  —  Geschlechtsunterschiede  sind  weder  in  der  Gestalt,  noch 
Zeichnung  und  Färbung  vorhanden.  Ueber  Rp  und  Pp  vgl.  die  Gattungsdiagnose. 


hippo7ia. 

ochraceus. 

castaneus. 

huileri. 

julvus. 

cecrops. 

hogotanus. 
tithoreides. 
albinotatus . 


chiriccnius. 

fassli. 

lilops. 

trinitatis. 


divisus. 

quadride7i- 

tatus. 

immacu¬ 

latus. 

diffusus 

aequatori- 

alis. 


peruv7a77us. 

semifulvus. 


65.  Gattung’:  Aiiaesi  Hbn. 

Die  zahlreichen  Arten  dieser  Gattung  verbreiten  sich  von  den  Südstaaten  Nordamerikas  bis  Südbrasi- 
lien,  auch  sind  einige  Arten  auf  den  Antillen  zu  finden,  treten  aber  an  der  Nordgrenze  ihres  Gebiets  in  nur  einer 
Art,  im  Süden  in  nur  wenigen  Arten  auf;  die  meisten  Arten  sind  in  den  tropischen  Gebieten  heimisch.  Obwohl 
unter  den  Ai'ten  sowohl  in  der  Flglgestalt  als  auch  Zeichnung  und  Färbung  die  größte  Verschiedenheit  herrscht, 
sind  selbst  äußerlich  abweichende  Arten  doch  unschwer  als  Angehörige  dieser  Gattung  zu  erkennen.  Die  Subco¬ 
stalis  der  Vflgl  ist  fünfästig,  doch  bestehen  große  Verschiedenbeiten  im  Verlaufe  cheser  Rippen;  teils  verlai;fen 
sie  frei,  teils  verschmelzen  sie  unter  sich  und  teils  trennen  sie  sicli  wieder,  um  als  kurze  Aestchen  in  den  Vrd 
zu  münden.  Bei  dieser  Veränderlichkeit  der  Rippenbildung  ist  es  nicht  angebracht,  auf  kleine  Verschiedenheiten 
Gattungen  zu  gründen.  Wir  yereinigendeshalh  Cyinatogromnia  Dbl.  Hew.  wwd  Pyrrhayiaea  Schatz  mit  Anaea', 
letztere  ist  sowieso  synonym  mit  Anaea,  weil  ihr  Autor  den  Typus  von  Anaea  [troglodyta)  als  Typus  für  Pyrrha- 
7iaea  annahm.  Der  Geschlechtsdimorphismus  ist  außerordentlich  verschieden  ausgebildet;  es  gibt  Arten,  deren 
Geschlechter  nur  geringen  Unterschied  besitzen,  dagegen  wieder  solche,  die  auf  der  Oberseite  nicht  die  geringste 
Aehnhchkeit  haben,  auch  auf  der  Unterseite  wesentlich  verschieden  sind,  weshalb  mehrfach  die  Geschlechter 
ein  und  derselben  Art  als  verschiedene  Arten  betrachtet  und  beschrieben  wurden  (z.  B.  indigotica  —  zelica,  pana- 


ANAEA.  Von  J.  Röber. 


o81 


riste  —  bertha).  Es  kann  durchaus  niclit  hehauptot  werden,  daß  diese  Veriudtnisso  nurnnelir  völlig  geklärt  wären, 
denn  von  vielen  ,, Arten“  ist  erst  ein  Gescbleclit  bekannt;  es  ist  deshalb  nicht  iiuwahrscheinlich,  daß  nacli  dem 
Ergebnisse  der  zu  erwartenden  weiteren  Eorschungen  mehrere  ,, Arten“  einznz'ehen  seiti  werden.  Auch  die  Varia¬ 
bilität  ist  bei  vielen  Arten  in  beiden  Geschlechtern  außerordentlich  groß;  nach  mehreren  Autoren  kf>mrnen  hei 
ein  und  derselben  Art  Formen  mit  einfacher  oder  ausgezogener  Vflglspitze,  geradem  oder  geschwungenem  Außen¬ 
rande,  gerademoder  mehr  oder  weniger  tief  ausgeschnittenem  Trde  der  Vflgl,  mit  glatten,  oder  geeckten  oder  gyr 
geschwänzten  Hflgln  vor.  Es  ist  daher  in  vielen  Fällen  sehr  schwierig,  die  einzelnen  Arten  scharf  zu  umgrenzen, 
so  daß  selbst  solche  Autoren,  denen  reichliches  Material  zu  Gebote  stand  (z.B.  0.  St.-vijdinger),  nicht  in  der  Lage 
waren  zu  beurteilen,  ob  gewisse  Individiien  als  abweichende  Stücke  einer  Art  oder  als  Vertreter  einer  anderen 
Art  zu  betrachten  sind.  Da  uns  von  den  meisten  Arten  kein  reichliches  Material  zu  Gebote  steht,  das  zur  weite¬ 
ren  Klämng  dieser  Fragen  beitragen  könnte,  so  müssen  wir  uns  darauf  beschränken,  die  Feststellungen  anderer 
Autoren  gelten  zu  lassen.  Wir  werden  uns  deshalb  in  der  folgenden  Besprechung  der  Ai’ten  in  der  Hauptsache  an 
die  im  Jahre  1877  veröffentlichte  Revision  der  Gattung  Anaea  von  Herbert  Druce  halten. 

Nach  W.  Mueller  leben  die  Rpn  an  Piper  oblicpium,  Piper  robrii,  Nectandra  vaga,  Goe})pertia  hirsuta, 
Camphoromoea  litsaeifolia  und  Croton  (staminosus?  macrobotrys  ? ) ;  sie  sind  schlank,  im  vorderen  Drittel  etwas 
verdickt  und  haben  kurze  Kopfhörnchen ;  sie  leben  in  Gehäusen,  die  sie  sich  durch  Zusammenrollen  eines  Blattes 
herstellen.  Die  Ppn  sind  kurz  und  dick,  der  Pp  von  G/iamxes  ;/’a5ms  ähnlich  gestaltet.  A.  H.  Fasse  hat  von  meh¬ 
reren  Arten  die  Eier,  Rpn  und  Ppn  entdeckt;  die  Eier  sind  luigelrund,  glattschalig  und  von  lichter  Färbung. 

Nach  A.  Seitz  zeigt  das  Verhalten  derjenigen  Arten,  die  eine  blattähnliche  Fhitersehe  besitzen,  daß  sie 
sich  dieses  Schutzes  bewußt  sind,  denn  sie  setzen  sich  in  der  Weise  an  die  Aeste,  daß  sie  lediglich  die  Unterseite 
zeigen,  wodurch  sie  ihrer  Umgebung  ähnlich  Averden,  also  nicht  auffallen ;  andere  Ai’ten,  die  diesen  Schutz  durch 
die  Unterseite  nicht  gem'eßen,  halten,  weim  auch  selten,  die  Figl  beim  Sitzen  offen.  Die  Anaeen  sind  zum  Teile 
häufig  und  weit  verbreitet,  andere  auf  kleine  Gebiete  beschränkt  und  daselbst  nicht  selten,  andere  dagegen 
weit  verbreitet  und  überall  selten.  FTeber  Vorkommen  und  Lebensweise  einzelnerU\rten  gab  Herr  A.  H.  Fasse 
folgende  briefliche  Mitteilungen :  Anaea  bewohnt  in  den  Grupen  'phidile,  artacaena,  glauce,  payiariste  die 

heiße  Zone  unter  1000  m.  Während  nessus,  tyrianthina,  nesea,  titan,  moeris,  lineata,  pasihiila,  polyxo  ausgespro¬ 
chene  Höhentiere  sind,  die  meist  nahe  an  2000  m  Vorkommen.  Am  höchsten  fing  ich  moeris  und  rosae  (bis  2200  m). 

Die  Anaeen  kommen  zum  Köder,  aber  weniger  an  Bachstellen ;  mitunter  fing  ich  sie  aber  auch  am  Ausflusse  kranker 
Bäume.  Der  Flug  ist  mindestens  bei  den  geschwänzten  Formen  etwas  hinkend,  aber  ziemlich  schnell.  DieLycoreen 
nachahmenden  $$  von  panariste  und  Verwandten  fliegen  ganz  ähnlich  und  langsam  wie  diese  (auch  wie  üire 
übrigen  Nachahmer  Protogonius,  Papilio  hacchus  und  Castnia  simukms);  werden  sie  jedoch  verfolgt,  so  setzen 
sie  sofort  in  ein  rasendes  Nymphaliden-Tempo  ein,  und  dann  (natürlich  meist  zu  spät)  weiß  man  erst,  was  es  eigent¬ 
lich  für  ein  Falter  war.  — Paul  Hahnee  sagt :  Eine  besondere  Eigentümlichkeit  der  Anaeen  ist  es,  sich  weni¬ 
ger  an  die  Blätter,  als  vorzugsweise  an  die  Zweige  und  Aestchen  zu  setzen,  namentlich  solche  mit  dürrem  Laube, 
wo  sie  dann  mit  ihren  dunklen,  blattähnlichen  Unterseiten  ganz  ausgezeichnet  maskiert  sind. 

In  brieflicher  Mitteihing  äußert  sich  Dr.  Seitz  noch  über  die  anffällige  biologische  Aehnlichkeit  der  Anaea  mit  den 
Charaxes  der  alten  Welt:  ,,Noch  nicht  2  Wochen,  nachdem  ich  den  Chara.res  jasiiis  am  Tajo-Ufer  genau  beobachtet  hatte,  sah 
ich  mich  in  Brasilien  schon  auf  meiner  ersten  Exkursion  den  Anaea  gegenüber  und  war  geradezu  überrascht  über  die  erstaun¬ 
liche  Gleichartigkeit  im  Benehmen  beider  Tiergattungen.  Schon  der  iiolterude,  wackelnde  Flug  einer  davon  stürmenden  Anaea 
(sogen.  ,, stürzender Flug)  ist  genau  der,  welchen  eine  Cäam.re.s  g,nDimmt,  nach  der  man  einen  Fehlschlag  ausgeführt  hat.  Er 
hat  kaum  Aehnlichkeit  mit  dem  wechselweise  gaukelnden,  dann  wieder  flatternden  Flug,  mit  dem  beide  ihre  Erkundungsex¬ 
kursionen  ausführen,  wenn  sie  zu  kleinen  Ruudflügen  ihren  an  dürren  Zweigen  oder  blätterlosen  Pfosten  ausgeAvählten  Beob¬ 
achtungsplatz  verlassen.  Ganz  ungewöhnlich  ist  die  Art,  wie  Anaea  und  Charaxes  sich  öfters  au  die  Unterseite  dicker,  blatt¬ 
loser  Baumäste  setzen.  Auch  die  gewöhnlich  ganz  oder  fast  geschlossenen  Flügel,  die  häufig  in  ruckweiser  Bewegung  nur  ganz 
wenig  geöffnet  werden  (so  daß  man  eben  hineinsehen  kann),  sind  bei  Nymphaliden  anderer  Gnriiiien  wohl  kaum  anzutreffen  und 
bei  Fanessa,  Precis,  A}Mtura,  Limenitis,  Ageronia  etc.  ganz  undenkbar.  Nie  sah  ich  eine  Charaxes  oder  Anaea  mit  ausgebreiteten 
Flügeln,  wie  dies  bei  Nymphaliden  täglich  zu  sehen  ist,  und  stets  hielten  sich  die  beiden  in  eben  noch  mit  dem  Netz  erreichbarer 
Höhe,  wenn  nicht  Nahrungssorgen  sie  heruntertrieben.  Eine  gewisse  Eckigkeit  und  ITnbeholfenheit  bei  aller  Kraft  und  Schnellig¬ 
keit  kennzeichnet  beide  und  bringt  sie  in  einen  auffälligen  Gegensatz  zir  den  äußerst  graziösen  Apaturen  und  gerade  denjenigen 
andern  Nymphaliden,  mit  denen  sie  den  Glanz  des  Flügelschillers  teilen,  wie  den  Catagramnia,  Myscelia,  Nessaea  etc.  Ganz 
besonders  fiel  mir  noch  auf,  daß  die  sitzenden  Anaea  wie  auch  die  Charaxes  die  Vflgl  merkwürdig  weit  aus  den  geschlossenen 
Hflgln  herausheben.  Leider  konnte  ich  nicht  sehen,  ob  bei  den  Anaea  der  Flügelausschnitt  am  Ird  dabei  eine  Rolle  spielt  und 
der  Haken  am  Hinterwinkel  dabei  hinter  den  Hflgl  hakt.  Es  ist  immerhin  bemerkenswert,  daß  auch  bei  manchen  Charaxes  (z.  B. 
lichas)  dieser  Flügelausschnitt  sich  findet,  und  daß  die  morphologischen  Resultate,  die  Reutee  A^eranlaßten,  Charaxes  und 
Anaea  dicht  zusammenzustellen,  durch  biologische  Beobachtungen  bestätigt  werden. 

In  Waldlichtungen,  wo  man  einmal  Anaea  beobachtet  hat,  kann  man  mit  Bestimmtheit  erwarten,  weitere  vStücke  der 
gleichen  Art  zu  treffen;  meist  finden  diese  sich  im  gleichen  Winkel  der  Lichtung,  oft  aui  gleichen  Baum;  ganz  wie  bei  Cha- 
raxesP 

A.  troglodyta  F.  (117  d)  aus  Jamaica  und  Haiti  ist  uns  nur  im  männlichen  Geschlecht  bekannt.  Unter-  troglodyta. 
seits  ist  sie  eintönig  grau  gegen  cubana  8alv.  (117  d),  die  unterseits  viel  grauschwarze  Zeichnung  hat.  Der  cubana. 
violette  Schiller  der  troglodyta  fehlt  der  ctibana.  —  astinax  Cr.  von  der  Insel  St.  Thomas  ist  eine  feurig  rote  Form  astinax. 
mit  breiten  schwarzen  Saum-  und  Mittezeichnungen ;  im  Analwinkel  der  Hflgl  ist  ein  großer  schwarzer  Fleck;  die 
Schwänze  sind  lang.  —  Ob  portia  F.  (117  d)  von  Jamaica  und  Florida  als  Form  der  troglodyta,  oder  als  eigene  Art  'porüa. 
zu  gelten  hat,  müssen  wir  dahingestellt  sein  lassen.  LTnterseits  ist  sowohl  die  graue  Grundfärbung  als  auch  die  rote 
Färbung  auf  dem  hinteren  Teile  derVflgl  dunlder  als  bei  troglodyta.  —  andria  Scudd.  (117  e)  aus  den  Vereinigten  Staa-  andria. 


082 


ANAEA.  Von  J.  Röber. 


teil,  z.B.  Oklahoma  (die  uns  vorliegenden  Stücke  sind  im  August  gefangen  worden),  hat  oberseits  mehr  dunkle  Zeich- 
morrisoni  ist  auch  weniger  feurig  gefärbt  als  opS-Dnme  (117  e)  aus  Texas.  — ■  morrisoni  ( 1 17  e)  ist  wohl  nur  eine 

aidea.  stärker  dunkel  gezeichnete,  in  den  Farben  kontrastreichere  $-Form  der  andria.  —  aidea  Guer.  (118  a)  aus  Hondu¬ 
ras  und  Nicaragua  ist  dadurch  auffallend,  daß  nicht,  wie  bei  den  anderen  Formen,  die  Vf Igl  spitz  ausgezogen  sind, 
appiciata.  was  indes  beider  aucli  etwas  lebhafter  gefärbten  appiciata  Aipr.  1.  aus  Mexiko  wieder  der  Fall  ist.  —  Die  Rp 
lebt  auf  Croton  capitatum,  ist  lichtgrüu,  dunkelgrün  gesprenkelt,  namentlich  oberseits,  hat  auf  jedem  Gliede  2 
bis  3  Aveiße  Punkte  und  auch  die  Luftlöcher  sind  weiß  gesäumt,  der  Rücken  ist  mit  schwärzlichen  Börstchen  be¬ 
setzt.  Die  Pp  ist  grün,  an  den  Seiten  gelblich,  an  den  Grenzen  der  Hleibsringe,  der  Figlscheiden  und  auf  den 
Figlrippen  rotbraun,  ebenso  sind  die  Luftlöcher  und  der  Kremaster  gefärbt.  —  Im  südlichen  Nordamerika  über¬ 
wintert  der  Schmetterling  in  hohlen  Bäumen. 

halice.  Bei  A.  halice  Godt  (118  a)  aus  Siidbrasilien  (z.  B.  Santa  Catharina)  sind  die  Vflgl  mehr  oder  weniger  spitz 

ausgezogen;  das  $  hat  geschwänzte  Hflgl.  Mitunter  sind  die  dunklen  Flecke  in  der  Mitte  der  Vflgl  nur  ange¬ 
deutet. 

cliryso-  A.  chrysophana  Bat.  (=  pyrrhothea  A/dr.  (118  a)  aus  Costa  Rica,  Veragua,  Panama,  Columbien  und 

phana.  sowie  Südbrasilien  hat  auch  im  männlichen  Geschlechte  geschwänzte  Hflgl.  Die  dunlden  Teile  der  Vflgl  zei¬ 
gen  schönen  blauen  Schiller.  Das  $  hat  keinen  Schiller,  aber  große  weiße  Flecke.  Nach  Salven  und  Godmann 
selten. 

morcita.  A.  moretta  Drnce  (118  b)  aus  Nord- Brasilien  ist  der  chryio'pliana  ähnlich,  hat  aber  kernen  blauen  Schiller 

Die  Lhiterseite  ist  grau,  unregelmäßig  und  dicht  mit  braunen  Schuppen  bestreut  und  alle  Figl  haben  eine  sub¬ 
marginale  Reihe  sehr  kleiner  weißer  Flecke. 

Mrta.  A.  hirta  Weym.  Die  Beschreibung  lautet:  G  Länge  des  Körpers  15  mm,  eines  Vflgls  25  mm  (demnach 

etwas  kleiner  als  cdnysoqyslmna  $).  Diese  Art  stellt  in  der  Färbung  der  A.  helie  L.  am  nächsten,  doch  nicht  in  der 
Gestalt  der  Figl.  Die  Vflgl  sind  am  äußeren  Teil  des  Irds  tief  ausgeschnitten,  wiebeiiJioem  A/dr.  (119  c)  und  zivar 
so,  daß  der  Ird  auf  der  Mitte  eine  scharfe  Ecke  und  am  Außenrd  einen  spitzigen  Zahn  bildet.  Die  Spitze  der 
Vflgl  bildet  einen  rechten  Winlvel.  Der  Außenrd  ist  sonst  gerade.  Die  Hflgl  führen  eine  6  mm  lange,  1  mm  breite 
Schwanzspitze,  die  nur  an  ihrer  Wurzel  etwas  breiter  und  an  der  Spitze  abgerundet  ist.  Die  Grundfarbe  der  Vflgl 
ist  rotbraun,  das  sich  aber  nur  über  den  hinteren  Teil  der  Mittelzelle,  die  Wurzel  der  Zelle  3,  den  größten  Teil  der 
Zellen  2  und  1  b  und  die  Hälfte  der  Zelle  1  a  erstreckt,  jedoch  wurzelwärts  und  am  Ird  mit  violettem  Schiller 
bedeckt  ist.  Der  übrige  Teil  des  Figls,  also  ein  Teil  der  Wurzel,  der  ganze  Vrd,  die  Spitze,  der  AEißem’d  uiul  der 
äußere  Teil  des  Irds  sind  schwarzbraun.  In  dem  dunklen  Raume  vor  der  Spitze  liegt  eine  10  mm  lange,  2  mm 
breite  violett  gefärbte  Binde,  die  sich  fast  horizontal  chirch  die  Zellen  6,  5  und  4  erstreckt,  jedoch  weder  Vrd  noch 
Außenrd  berührt.  Auch  die  rotbraune  Grundfarbe  der  Hflgl  hat  wurzelwärts  einen  violetten  Schiller.  Die  Wur¬ 
zel  selbst  und  der  Außenrd  sind  braun.  Letzterer  erreicht  jedoch  den  Saum  nicht  ganz,  so  daß  ein  schmaler  Strei¬ 
fen  der  rotbraunen  Grundfarbe  ihn  vom  Saum  trennt.  Er  ist  vorn  breit,  hinten  schmäler  und  endigt  an  der  brau¬ 
nen  ScliAvanzspitze.  In  den  Zellen  3,  2  und  Ic  liegt  je  ein  schwarzer  Punkt  vor  dem  Saume.  Die  Zellen  la,  Ib  und 
die  Hälfte  der  Zelle  Ic  sind  gelbgrau  gefärbt.  In  dem  daran  stoßenden  Teile  der  Zelle  Ic  zieht  sich  ein  brauner  Strei¬ 
fen  bis  zur  Wurzel  hin.  Die  Lhiterseite  ist  bräunlichgelb,  in  der  Wurzelhälfte  fein  weißlich  marmoriert.  Auf  denVflgln 
zieht  von  der  Mitte  des  Irds  ein  gerader  weißer  Streifen  gegen  die  Spitze,  der  nach  innen  von  einer  dunkelbraunen 
Linie  begleitet  ist,  sich  aber  bei  Rippe  5  verliert.  Ein  etwas  heller  als  die  Grundfarbe  gefärbtes  Dreieck  lehnt  sich 
nach  außen  an  diese  Binde  an  und  nimmt  den  Raum  bis  zum  Innen winlcel  ein.  Der  Ird  selbst  ist  an  dieser  Stelle 
vor  dem  Ausschnitte  dunkelbraun  punktiert,  ebenso  der  Vrd  aEi  zwei  Stellen  in  der  Mittelzelle  und  vor  der  Spitze. 
Die  Hflgl  führen  einen  ähnlichen,  etwas  gebogenen  weißen  Streifen,  der  von  der  Mitte  des  Vrds  zum  Innen¬ 
winkel  zieht  und  in  seiner  vorderen  Hälfte  nach*  iimen  dunkelbraun  begrenzt  ist.  Die  Spitze  des  Schwänzciiens  ist 
unten  dunkelbraun.  Die  drei  schwarzen  Punkte  in  den  Zellen  Ic,  2  und  3  sind  wie  oben,  auch  liegt  noch  unregel¬ 
mäßige,  dunkelbraune  Punktierung  am  Vrd  in  den  Zellen  6  bis  8.  Brasilien. 

ryphca.  P*  ryphea  Cr.  (118  b)  ist  sehr  weit  verbreitet,  denn  sie  ist  in  Mexiko,  Guatemala,  Nicaragua,  Costa-Rica, 

Veragua,  Ecuador,  Bolivien,  Peru,  Vene  zu  ela  und  Columbien  gefunden  worden.  Es  kommen  sowohl  ungescliAvänzte 
als  auch  geschwänzte  Stücke,  auch  Uebergangsformen  vor.  Unterseite  licht  gelbbraun,  rötlich  getönt,  Vflgl 
mit  gelblicher,  dunlcel  beschatteter  Schräglinie  vom  Apex  zur  Irdsmitte,  Hflgl  im  Discus  schwarz  berußt,  die 
Ränder  rosig  angeflogen. 

phidile.  A.  phidile  Hbn  (118  b)  von  Costa-Rica  bis  Südbrasilien  verbreitet,  hat  meist  glattrandige,  nur  selten 

geeckte  Hflgl;  die  blasser  gelbbraunen  $$  haben  Hflglschwänze,  keinen  violetten  Schiller  und  gelbe  Subapikal¬ 
flecke  der  Vflgl.  Nach  W.  Mueller  lebt  die  Rp  auf  Croton  (staminosus  ?  und  macrobotrys  ? ) ;  sie  hat  nur  am 
Kopfe  Icurze  Hörnchen  und  Höcker,  ist  aber  sonst  glatt,  fast  zylindrisch  und  nur  im  ersten  Drittel  etwas  ver- 
diclA;  am  Kopfe  sind  weiße  Streifen,  unter  den  Hörnern  ist  ein  rötliches  Querband  nur  blaß  angedeutet,  die 
Hörner  sind  schwarz,  die  Höcker  gelb,  die  Grundfärbung  des  Körpers  ist  gelbrot,  unterhalb  der  Luftlöcherlinie 
weiß,  der  Seitenstreifen  und  die  Querbinde  auf  dem  5.  Abschnitte  sind  Jcarminrot;  der  Seitenstreifen  ist  überaus 


ANAEA.  Von  J.  Röber. 


583 


variabel;  kurz  vor  der  Verpuppung  wird  das  Tier  grün  durchscheinend.  In  den  ersten  3  Stadien  hängt  die  R^p 
meist  Blattstückchen  an  die  abgefressene  Mittelrippe  des  Blattes,  zwischen  denen  sic  einen  gewissen  Schutz  hat. 

Die  Puppe  ist  kurz,  dick,  ähnlich  der  Pp  \o\xCliaraxes  jasius  gestaltet;  sie  hat  keinen  Figlausschnitt.  Nach  der 
3.  Häutung  fertigt  sich  die  Rp  aus  einein  an  seinen  Rändern  zusammengezogenen  Blabtstück  eino  zylindrische 
Tüte,  die  mit  Gespinnstfäden  ausgekleidet,  gerade  so  weit  ist,  daß  das  Tier  gestreckt  darin  Platz  hat ;  in  dieser 
Tüte  hält  es  sich  im  4.  und  5.  Stadium  während  clor  Ruhe  verborgen.  Die  Art  ist  häufig. 

A.  helie  L.  {Clerck)  scheint  nicht  wieder  gefunden  worden  oder  eine  sehr  fragwürdige  Art  zu  sein,  weil  hdie. 
sie  seit  fast  100  Jahren  von  keinem  Autor  wieder  erwähnt  worden  ist,  nur  Druce  bemerkt,  daß  sie  vielleicht  das 
$  zu  ryphea  oder  phidile  sei. 

A.  erythema  Bat.  (118  c)  soll  am  oberen  Amazonas  Vorkommen.  Herbert  Druce  Hitllt  er ylherm  als  crylhema. 
synonym  zu  phidile,  0.  Staudixger  hält  sie  für  eine  unbedeutende  Lokalform.  Wir  haben  ein  kolumbisches  Stück 
abbilden  lassen,  das  der  Beschreibung  der  erythema  gut  entspricht,  müssen  aber  die  Frage,  ob  etythema  eigene 
Art  oder  Lokal-  oder  Aberrativform  der  phidile  ist,  dahingestellt  sein  lassen.  —  LTeher  das  $  sagt  Bates:  Gestalt 
wie  die  des  aber  Hflgl  mit  langem  spatelförmigen  Schwänze,  der  nach  außen  schräg  erweitert  ist.  Die  Färbung 
die  nämliche,  aber  die  Oberseite  hat  keinen  Purpurschein  und  die  uinegelmäßige  Beschuppung  auf  der  Unterseite 
ist  viel  gröber. 

A.  euryphüe  Fldr.  (118  c),  von  Mexiko  bis  Brasilien  verbreitet,  unterscheidet  sich  von  phidile  durch  die  euryphile. 
kurzen  Schwänze  der  Hflgl.  Die  Hinterflgloberssite  ist  meist  lichter  als  bei  phidile,  kann  aber  ebenso  dunkel  sein 
wie  bei  dieser.  Auch  die  Unterseite  zeigt  kaum  konstante  Unterschiede.  Ob  eigene  Art  ? 

A.  sosippus  Hpffr.  (118  c)  aus  Peru  (Chanchamayo)  und  Ecuador  hat  matten  violetten  Schiller.  Die  sosippus. 
Unterseite  ist  braun  mit  zahlreichen  weißen  Schuppenfleckchen  und  zwei  parallelen  dunklen  Schrägbinden  auf 
den  Hflgln.  Das  $  scheint  noch  unbekannt  zu  sein. 

A.  cratais  Hetv.  aus  Bolivien  liegt  uns  nicht  vor.  Diese  Art  ist  kleiner  als  glycerium,  dieser  ähnlich,  hat  cratais. 
jedoch  ein  Band  weißer  Flecke  auf  der  Unterseite  der  Hflgl. 

A.  glycerium  Dhl.  u.  Heto.  (118  c)  aus  Mexiko,  Guatemala,  Nicaragua,  Costa-Rica,  Chiriqui,  Panama  glycerium. 
Veragua,  Columbien  und  Venezuela  ist  stellenweise  sehr  häufig,  doch  wird  das  $  nur  sehr  selten  gefangen.  Druce 
bemerkt,  daß  die  Stücke  aus  Mexiko  die  kleinsten  und  dunkelsten  seien,  aber  mit  Stücken  aus  Columbien  und 
Venezuela  am  besten  übereinstimmen.  —  Die  Foian  ans  Bolivien  (Coroico,  leg.  A.  H.  Fasse)  ist  kräftiger  gefärbt, 
hat  mehr  und  zusammenhängendere  dunkle  Zeichnung,  oft  beträchtlichen  blauen  Schiller  und  viel  kräftiger 
dunkel  gezeichnete  Unterseite,  auf  der  auch  oft  in  der  Mitte  der  Hflgl  eine  Reihe  weißer  glänzender  Flecke  auf- 
tritt.  Wir  bezeichnen  diese  Form  als  ornata  S'a6,9p.  tiov.  onuita. 

A.  echemus  Dbl.  u.  Hew.  (—  poeyiLe/.)  (118  d)  soll  nach  Doubleüay  und  Hewitsox  sowie  Druce  in  echemus. 
Honduras  Vorkommen,  was  indessen  von  0.  Staudixgfr  bestritten  wii'd.  Die  abgebildeten  Stücke  stammen  von 
Cuba.  Die  Art  ist  auffallend  durch  die  Färbung  der  Oberseite,  deren  schwarzer  Außenteil  auf  dem  Vflgl  allmähhch 
in  den  feurigroten  Wurzelteil  übergeht  und  die  Zeichnung  der  Unterseite,  die  unsere  Abbildung  Aviedergibt.  Sie 
ist  der  Typus  der  Gattung  Cymatogramma  Dhl.  u.  Ilew. 

A.  verticordia  Hbn.,  als  deren  Heimat  Cuba  von  meln-eren  Autoren  angegeben  wird,  kommt  nach  anderen  verticordia. 
x4utoren  in  Haiti  vor.  Nach  Godmann  und  Salvin  unterscheidet  sie  sich  von  dominicana  G.  w.  S.  (118  d)  von  dominicana. 
der  Insel  Dominica  in  der  Hauptsache  durch  das  Fehlen  der  gelben  Flecke  in  der  Nähe  des  Inntmvinkels  der 
Vflgl.  Beide  sind  daher  vermutlich  Formen  ein  und  derselben  Art. 

A.  nobilisRaö  aus  den  Tälern  von  Zentral-Guatemala  hatetwasgebogenenVrd  und  spitze  Vflgl,  Außenrand  mhilis. 
wenig  eingebogen  vor  dem  Innenwinkel,  Ird  gerade,  Außenrd  der  Hflgl  schwach  gewellt,  Schwanz  lang  und  an  der 
Spitze  wenig  verbreitert.  Vflgl  oben  kräftig  dunkel  purpurrot,  2  gebogene  Linien  vom  Vrde  (hinter  der  Mittelzelle) 
nach  dem  Ird,  aJle  Rippen  schwärzlich,  Hflgl  schwärzlich,  an  der  Mhirzel  tief  purpurrot,  in  der  Nähe  des 
Schwanzes  eine  Reihe  weißlicher,  schwarz  eingefaßter  Hecke.  Unterseite  rötlich,  glänzend,  mit  geringem,  un¬ 
regelmäßigem  Dunkelbraun,  Hflgl  mit  2  dunklen  und  undeutlichen  schrägen  Streifen.  $  in  Form  und  Färbung 
dem  G  ähnlich,  aber  die  Vflgl  mit  2  gebogenen  schrägen  Reihen  bräunlich  weißer  Flecke,  Außeurand  der  Hflgl 
lichter  mit  düster  braunem  Scheine,  die  Sub marginalflecke  größer  und  vollständiger.  Unterseite  wie  beim  aber 
viel  lichter.  Scheint  sehr  selten  zu  sein,  oder  nur  an  wenig  verkehrsreichen  Orten  Amrzukommen;  z.  B.  auf  dem 
Salama-Plateau,  bei  San-Geronimo. 

A.  nessus  Latr.  (=:cleodice  Fldr.,  tempe  Fldr.)  (118  d)  kommt  in  Columbien,  Peru,  Ecuador,  BohAÜen  nessus. 
und  Venezuela  vor.  Die  GG  werden  häufig,  die  $$  seltener  erbeutet.  Das  ^  besitzt  blauen  Schiller,  der  auf 
der  Längsbinde  und  in  der  Nähe  des  Irds  der  Vflgl  sehr  intensiv  auftritt.  Das  $  ist,  wie  die  Abbildungen 
zeigen,  hochgradig  verschieden.  Beim  $  ist  die  breite  weiße  Mittelbinde  der  Oberseite  der  Vflgl  auch  auf  der 
Unterseite  bemerkbar,  hier  aber  mit  braunen  Fleckchen  bestreut.  Sonst  ist  die  Unterseite  ähidich  derjenigen 
des  (J. 


584 


ANAEA.  Von  J.  Röbbr. 


nesea. 

sirymon. 

iitan. 

riifUans. 

caudata. 

lyrianihina. 

onophis. 

exihaena. 

arginussa. 

onophidcs. 

concoJor. 

amenophis. 

perenna. 

pUhyusa. 

lemnos. 

appias. 


A.  nesea  (=  centaurus  Fldr.)  (118  d)  ist  bisher  nur  aus  Columbien  bekannt  geworden.  Das  $  scheint 
noch  unbekannt  zu  sein.  Beim  ^  fehlen  die  prächtigen  Feuerbinden  der  Vflgl,  chese  haben  aber  oft  glasige 
Mittelflecke. 

A.  strynion  Weym.  aus  Ecuador  (900 — 1500  m)  ist  kleiner  als  nesea,  hat  ganz  ähnlich  gestaltete  Vflgl 
wie  diese,  aber  ungeschwärzte  Hflgl.  Die  Oberseite  ist  violett  mit  breiten  dunklen  Rändern  und  ebensolchen 
IMittelflecken  der  Vflgl.  Die  Unterseite  ist  graugelb  mit  3,  zum  Teile  verkürzten  braunen  Binden  der  Vflgl  und 
2  gleichfarbigen,  dem  Außenrde  parallel  laufenden  Binden  der  Hflgl.  Die  Vflgl  haben  breiten  braunen  Außen¬ 
saum,  wovon  aber  Flglspitze  und  Innenwinkel  frei  bleiben. 

A.  titan  Fldr.  (118  e)  ist  nach  kolumbischen  Stücken  beschrieben  worden,  kommt  aber  nach  Herbert 
Druce  auch  in  Costa-Rica  vor.  Die  Costa-Rica-Form  ist  viel  dunkler  als  die  kolumbische.  Das  abgebildete 
$  ist  von  Herrn  A.  H.  Fasse  in  Ost-Columbien  (oberer  Rio-Negro  800  m)  entdeckt  worden;  es  hat,  ähnlich  den 
von  ?iesea  und  tyriantliina  in  der  Mitte  der  Vflgl  2  halbdurchsichtige  Flecke. 

Die  typische  Form  von  A.  futilans  aus  Ost-Peru  hat  keine  Hflglschwänze,  während  sie  bei  der  ab¬ 
gebildeten  Form  caudata  subs-p.  nov.  (118  e)  vom  Chanchamayo  verhältnismäßig  ebensolang  wie  bei  titan  ■Bm.d. 
Die  Unterseite  ist  ganz  ähnlich  der  von  titan,  doch  fehlen  ihr  die  weißen  Submarginalflecke  auf  allen  Flgln. 
titan  und  riitilans  sind  vermutlich  Formen  ein  und  derselben  Art. 

A.  tyrianthina  S.  u.G.  (118  e)  aus  Bolivien  und  Peru  ist  die  größte  und  schönste  Art  in  dieser  Gruppe. 
Sie  ist  der  nesea  ziemlich  ähnlich,  hat  aber  keine  Hflglschwänze.  Das  $  dieser  seltenen  Art  scheint  noch  unbe¬ 
kannt  zu  sein. 

A.  onophis  Fldr.  (118  e)  verbreitet  sich  von  Guatemala  bis  Columbien,  Ecuador  und  Peru,  ist  neuerlich 
auch  in  Bolivien  (Coroico,  Rio-Songo)  gefunden  worden.  Das  $  hat  gedrungenere  Gestalt,  fahlere  Farben  und 
einen  größeren  gelblichen  Fleck  am  Vrde  der  Hflgl.  Unterseits  ist  die  Art  ähnlich  mit  dunlvehi  und  seidigen 
Bändei’n  geziert  wie  pitliyusa  (118  f),  doch  ist  die  dunkle  Innenhälfte  nach  außen  unregelmäßiger  begrenzt  und 
springt  hinter  der  Vflglzelle  distal  in  dicken,  stumpfen  Zacken  vor. 

A.  eubaena  ÜÄfZ.  (118  f)  aus  Zentral-Amerika  hat  spitzere  und  am  Außenrd  mehr  ausgeschweifte 
Vflgl;  die  Grundfärbung  ist  onophis  gegenüber  mehr  bräunlich  als  schwarz  und  die  Vflgl  scheinen  immer  nur 
4  blaue  Siibmarginalflecke  zu  führen.  Die  Unterseite  ist  lichter  als  bei  onophis,  in  der  Zeichnungsanlage  aber 
kaum  verschieden. 

A.  arginussa  Hhn.  (120  B  a)  kommt  nach  0.  Staudixger  von  Peru  bis  Süd-Brasilien  (Rio  de  Janeiro)  vor. 
Drttce  bezeichnet  sie  als  selten  in  Minas-Geraes ;  in  Peru  ist  sie  häufig.  Sie  ist  oben  der  onophis  sehr  ähnlich, 
doch  treten  die  weißen  Srd>marginalpunkte  der  Hflgl  auch  unterseits  lebhaft  hervor.  —  onophides  Stgr.  aus 
Chiriqui  hat  nur  4  blaue  Submargiiialflecke  der  Vflgl.  —  concolor  benennen  wir  die  südbrasilianische  Form  (Santa 
Catharina,  Sao-Paulo),  bei  der  auf  der  Oberseite  alle  Figl  auf  dem  Basalfeld  kaum  anders  gefärbt  sind,  als  auf 
dem  äußeren  Flglteile,  während  typische  arginussa  an  der  Wurzel  lebhaften  Blauschimmer  auf  weisen. 

A.  amenophis  Fldr.  aus  Bahia,  nach  Druce  auch  in  Guatemala,  Columbien,  Ost-Peru  und  am  unteren 
Amazonas  vorkommend,  ist  wie  folgt  beschrieben  worden:  ,, 9  oben  wie  laertes  {=  morvus 119  a),  aber  alles 
stahlblau  gefärbt,  ein  großes  Basalfeld  und  eine  regelmäßige  Subapikalbinde  stahlblau,  desgleichen  auf  den  Hflgln 
ein  großes  Diskalfeld,  ohne  Punkte.  Unterseite  wie  bei  iplds.  Es  ist  uns  fraglich,  ob  sich  diese  Art  hier  an  der 
richtigen  Stelle  befindet. 

A.  perenna  8.  ti.  G.  (=  amenophis  Druce  nec.  Fldr.)  (118f)  aus  Columbien,  Guatemala,  Peru  und  an¬ 
geblich  auch  vom  unteren  Amazonas  unterscheidet  sich  von  allen  Arten  dieser  Gruppe  durch  die  blaue  Saum¬ 
zeichnung  der  Hflgl. 

A.  pithyusa  Fldr.  (118  f)  aus  Süd-Mexiko,  Guatemala,  Veragua  und  Costa-Rica  ist  die  kleinste  Form 
aus  dieser  Gruppe.  Sie  unterscheidet  sich  von  den  ähnlichen  Arten  hauptsächlich  durch  die  Gestalt;  Außenrd 
und  Ird  der  Vflgl  sind  viel  weniger  tief  ausgeschnitten,  so  daß  der  Innenwinkel  nicht  so  stark  vorspringt ;  auch 
der  Apex  der  Vflgl  verliert  dadurch  an  Schärfe.  Das  $  ist  nach  Druce  viel  größer  als  das  che  Flglbasis 
ist  blauer  und  die  Vflglflecke  sind  größer  und  meist  weiß.  An  vielen  Orten  gemein. 

A.  lemnos  Dr  ?ice  (l20Ba)  aus  Peru  (Chanchamayo)  unterscheidet  sich  von  denoberseits  ähnlich  gezeich¬ 
neten  Arten  durch  die  abweichende  Unterseite.  Diese  ist  viel  bunter  mit  rötlichen  und  weißen  Einlagerungen 
in  der  Mitte  besonders  der  Hflgl.  Auch  der  Flglgrund  der  Unterseite  ist  lichter,  so  daß  sich  die  dunkle  Bände¬ 
rung  schärfer  abhebt.  Oberseits  glänzt  die  ganze  Proximalhälfte  der  Figl  lebhaft  blau,  die  blauen  Außenflecke 
sind  sehr  groß.  Der  Irdsausschnitt  am  Vflgl  sehr  seicht. 

A.  appias  FIhn.  (118  f)  aus  Süd-Brasilien  (Espiritu-Santo,  Sao-Paulo,  Rio  Grando  do  Sul),  von  Herrn 
A.  H.  Fasse  auch  in  Columbien  (oberer  Rio Negro  und  Muzo)  entdeckt,  scheint  eine  wenig  variable  Ai't  zu  sein. 


Ausgegehen  15.  V.  1916. 


ANAEA.  Von  J.  Röbek. 


Ö85 

Für  sie  ist  die  Unterseitenzeichnung  der  Vflgl  cliarakteristisch.  —  appiades  sichsp.  nov.  (120  Ha, })).  Hiervon  liegen  aiß[)'iades. 
uns  aus  der  8aminlung  des  Herrn  A.  H.  Fassl  vor:  2  d'd'  ^us  West-(V)Iund)ien  (Aguaca-Fal,  2000  m),  I  aus 
Columbien  (Muzo,  400 — 800  m),  3  $$  aus  Ost-Coiumbien  (oberer  Rio-Negro,  800  m)  und  2  $$  aus  Bolivien  (Rio- 
Songo,  750  m).  Hie  sind  auf  der  Wurzelhälfte  aller  Figl  stark  blau  oder  grün  und  die  licblen  Flecke  sind 
sämtlich  rein  blau  (nicht  zum  Teile  weiB).  Die  haben  gleichfalls  viel  deutlicher  blauen  Wurzelteil  der  Figl  und 
sind  auf  der  Außenhälfte  dunkler  als  bei  appias. 

A.  artacaena  Hew.  (120  B  a)  ist  durch  ganz  Mittelamerika  bis  Columbien  verbreitet,  aber  überall  sehr  arlacaena. 
selten.  Das  bei  beiden  Geschlechtern  vorhandene  weiße,  hinter  der  Zelle  durchbrochene  Vflglband  macht  die  Art 
sofort  keimtlich.  Es  zeichnet  sich  auch  unterseits  durch  lichte  Tönung  al),  die  gegen  den  dunkeln  Proximalteil 
des  Vflgls  stark  absticht. 

A.  eribotes  F.  kommt  am  unteren  Amazonas  und  in  Guyana  vor.  Beim  d'  setzt  sich  ein  lebhaft  rost-  erUMes. 
brauner  Außenteil  aller  Flügel  scharf  gegen  das  schwarze  Bas aldrittel  ab,  das  einen  blauen  Schimmer  zeigt ; 
die  Vflglspitze  ist  schwarz.  Das  $  ist  düster  schiefergrau,  die  Basis  der  Vflgl  breit  lichtblau,  in  der  Nähe  der 
Flglspitze  ein  kurzer  gewellter  schmutzigweißer  Schein.  Außenrand  der  Vflgl  wenig  eingebogen,  und  die  Unter¬ 
seite  hat  deutliche  schwarze  Flecke.  —  Die  Rp  hat  die  gewöhnliche  Gestalt  der  H»aea-Rpn,  ist  schwarz  und 
hat  einzelne  weiße  Börstchen,  die  auf  weißen  Wärzchen  stehen  und  zwar  2  Reihen  zu  jeder  Seite  des  Rückens 
und  eine  Reihe  unter  den  Luftlöchern;  die  kurzen  schwarzen  Kopfhörnchen  haben  in  der  Mitte  einen  weißen 
Strich,  einen  gleichen  an  jeder  Seite  des  Gesichts  und  2  sich  kreuzende  dergleichen  in  der  Mitte  des  Gesichts. 

Die  Pp  ist  verhältnismäßig  schlank  und  hat  schwarze  und  rote  Zeichnungen. 

A.  porphyrio  Bates  (119  a)  vom  Amazonas  ist  durch  seine  eigentümliche  Oberseitenfärbung  charakteri-  porphyrlo. 
siert.  Ist  in  den  Wäldern  bei  Peru  sehr  gemein. 

A.  testacea  spec.  nov.  (119  a)  aus  Peru  (Golk  A.  H.  Fassl)  hat  auf  dem  W^irzelteile  aller  Figl  denselben  testacea. 
violetten  Schiller  wie  porphyrio,  ist  aber  unterseits  von  porpAgrfo  sehr  verschieden;  die  Unterseite  ist  ledergelb 
mit  kleinen  bräunlichen  und  schwärzlichen  Flecken ;  durch  die  Mitte  der  Hflgl  läuft  eine  sehr  verschwommene 
bräunliche  Binde;  der  Außenrd  ist  bräunlich,  verschwommen,  vom  Innenwinkel  bis  zum  Schwänze  stehen 
schwarze,  breit  weißlich  eingefaßte  Fleckchen. 

A.  leonida  Cr.  aus  Surinam  ist  eine  zweifelhafte  Art;  von  Dbüce  wird  sie  für  das  $  von  eribotes  gehalten,  leonida. 
was  nach  0.  Staudixger  aber  unrichtig  ist.  Sie  hat  braune  Außenränder  aller  Fgl.  Cr.imer  bildet  als  C  und  $ 

Stücke  ab,  die  vermutlich  beide  CC  siud  und  verschiedenen  Arten  angehören;  sie  sollen  aus  Surinam  stammen. 

Wir  besitzen  hiervon  kein  Material. 

A.  xenocles  Westw.  ( =  xenocleeb  Sfgr.)  (119  a)  verbreitet  sich  von  Guatemala  bis  Bolivien  und  Rio  de  xenocles. 
Janeiro  und  scheint  sehr  häufig  zu  sein.  Hier  sind  die  basalen  Flglteile  stark  metallblau  glänzend;  die  submar¬ 
ginale  Fleckenreihe  der  Vflgl  ist  aber  unregelmäßig,  nähert  sich  am  Innenwinkel  dem  Außenrd  und  setzt  sich 
auf  den  Hflgl  fort  in  Form  verloschener  Zwischenaderwische  vor  dem  Saum.  LTnterseite  fein  aber  lebhaft  silberig¬ 
gesprenkelt.  Das  $  hat  die  Flglwurzel  lichter  blau  und  nur  2  weiße  Subapikalflecken  der  Vflgl.  —  subbrunnes-  **^^g^^**^*^’*' 
eens  Stgr.  i.  l.  aus  Bolivien  scheint  nur  eine  Aberrativform  zu  sein,  die  auf  der  Luiterseite,  namentlich  der  Hflgl, 
mehr  braun  beschuppt  ist. 

A.  octavius  F.,  als  deren  Heimat  vom  Autor  irrtühilich  Indien  angegeben  worden  ist,  hat  kein  neuerer  odavius. 
Autor  zu  Gesicht  bekommen.  Die  völlig  ungenügende  Beschreibung  lautet:  Figl  geschwänzt,  schwarz,  eine  ab¬ 
gekürzte  grüne  Binde;  unten  grau,  ein  rotbrauner  Streifen. 

A.  morvus  F.  (=  laertes  F.)  (119  a)  ist  eine  weitverbreitete  und  stark  veränderliche  Art.  Die  abgebilde-  morvus. 
ten  Stücke  stammen  vom  Amazonas.  Hier  fehlen  die  Siibmarginalflecken  ganz,  die  Wurzelhälfte  der  ^"flgl  aber 
glänzt  sehr  lebhaft  metallisch.  —  mortua  Stgr.  (nicht  Druce)  ist  die  zentralamerikaiiische  und  kolumbische  Form  mortm. 
mit  verloschenen  Flecken.  —  Weit  größere  kolund)ische  Stücke,  die  sich  auch  durch  weit  grünlicheren  Glanz  am 
Aussenrande  der  Vflgl  auszeichnen,  benannte  0.  SxAuniifGER  pseudiphis.  —  Man  ist  noch  nicht  darüber  pseudiphis. 
einig,  welche  Form  als  iphis  Latr.  (119  a,  b)  zu  gelten  hat.  M"ir  haben  ein  aus  Cohimbien  stammendes  Stück  der-  ipliis. 
jemgen  Form  abbilden  lassen,  die  allgemein  für  iphis  gilt.  Es  ist  ein  großer,  langgeschwänzter  Falter  mit  sehr 
stark  sichelig  vorgezogenem  Innenwinkel  der  Vflgl,  deren  Apikalteil  lebhaft  blaue  Flecke  zeigt,  die  sich  ciber 
nicht  längs  des  Außenrds  fortsetzen.  Unterseits  ordnen  sich  die  lichten  Schüppchen  zu  einem  schmalen  Saumband 
und  eizier  Schräglinie,  die  den  Innenwinkelteil  abschneidet.  —  morpheus  Stgr.  (119  b)  vom  oberen  Amazonas,  Bo-  morpheus. 
livien  und  Peru  ist  im  allgemeinen  größer  als  morvus  und  hat  am  Außenrd  der  Vflgl  blaue  Flecke.  Die  Unter¬ 
seite  ist  dunlder  (brauner). 

A.  arachne  Cr.  aus  Surinam,  die  von  mehreren  Aiztoren  als  synonym  mit  morvus  vereinigt  wurde,  ist  araclme. 
sicher  eine  andere  Art.  Gestalt  etwa  wie  diejeirige  von  morvus,  doch  ist  aus  der  Abbildung  Crawers  nicht  sicher 
zu  erkennen,  ob  der  Ird  der  Vflgl  ausgeschnitten  ist;  in  der  Beschreibung  ist  hierüber  nichts  gesagt.  Die  Hflgl 
sind  mit  Ausnahme  des  schmalen  schwarzen  Saums  völlig  und  die  Vflgl  auf  der  Basalhälfte  grün,  es  läuft  aber 
über  sämtliche  Figl  eine  mäßig  breite  schwarze  Subbasalbinde;  ein  großer  grüner  Fleck  steht  in  der  Vflglspitze. 

Die  Unterseite  ist  braun  mit  weißlicher  Zeichnung  in  der  Nähe  der  Hflglwurzel,  auch  läuft  über  sämtliche  Figl 
eine  ziemlich  breite  bläuliche  Srzbmarginalbinde ;  die  Lhiterseite  ist  daher  ziemlich  bunt. 

V 


74 


586 


ANAEA.  Von  J.  Röber. 


oenomais.  A.  oenoitiafs  Bsd.  (119  c)  aus  Mexiko,  Costa-Rica  undChiriqui  macht  den  Eindruck  einer  kleinen,  wenig 

lina.  gezeichneten  iphis.  Auch  die  Unterseite  ist  ganz  ähnlich  derjenigen  von  — ■  üna /oj’m.  woy.  aus  Panama  (Lino, 

800  m)  ist  vielleicht  Zeitform  der  oenomais.  Die  Basalfärbung  der  Oberseite  ist  nicht  blau,  sondern  grün 
(glänzend),  nimmt  auch  einen  größeren  Eiglteil  ein.  Die  Unterseite  ist  braun  und  weniger  weiß  gesprenkelt. 

cida.  A.  z\c\n  Msclilr.  aus  Surinam,  von  der  anscheinend  bisher  nur  1  Stück  bekannt  geworden,  nach  dem  die 

Art  beschrieben  worden  ist,  scheint  der  oenomais  nahe  zu  stehen.  Sie  hat  dieselbe  Flglgestalt,  doch  ist  der  Ird 
der  Vflgl  gerade.  Die  größere  innere  Hälfte  der  Figl  ist  oberseits  hellblausilbern  mit  grünlichem  Scheine;  in  dem 
dunklen  Saume  steht  ein  subapikalos  blaues  Eieckchen;  vor  dem  Hflglschwänzchen  steht  ein  schwarzer  Fleck 
mit  blauem  Kern.  Auch  die  Unterseite  scheint  gut  mit  oenomais  übereinzustimmen. 

herbacea.  A.  herbacea  Btlr.  aus  Costa-Rica  ist  vermutlich  eine  Form  der  glauce  (119  e).  Der  Basalteil  aller  Figl 

ist  grün  und  weniger  ausgedehnt ;  außer  einem  grünen  Subapikalfleck  und  3  weißen  Punkten  am  Außenrde  der 
Hflgl  hat  die  Oberseite  keine  Zeichnung.  Die  Unterseite  stimmt  im  wesentlichen  mit  glauce  überein. 

acaudata.  A.  acaudata  spec.  nov.  (119  d),  aiis  Bolivien  macht  auf  den  ersten  Blick  den  Eindruck  einer  unge¬ 

schwänzten  felderi  (119  d).  Die  Gestalt  der  Figl  ist  indes  doch  eine  wesentlich  andere:  die  Vflglspitze  ist  abge¬ 
rundeter,  derAußenrd  ist  fast  gerade,  vom  Schwänzchen  fehlt  jede  Spur  und  der  Innenwinkel  der  Hflgl  ist  abge¬ 
rundet.  Die  Zeichnung  der  Vflgl  ist  fast  dieselbe  wie  bei  felderi,  aber  die  grünlichblaue  Färbung  der  Hflgl  greift 
weiter  nach  außen.  Die  Unterseite  ist  im  allgemeineii  lichter  als  bei  felderi,  durch  die  Figl  zieht  sich  von  der 
Mitte  des  Vrds  der  Vflgl  nach  der  Mitte  des  Irds  der  Hflgl  eine  verschwommene  dunkle  Binde,  wurzelwärts  von 
dieser  Binde  smd  die  Figl  dunkler,  als  auf  dem  Außenteile;  von  unterhalb  der  Flglspitze  bis  zum  1.  Medianaste 
der  Vflgl  zieht  sich  eine  graubräunliche  Binde  hin  und  die  Hflgl  haben  in  dem  rötlichgrauen  Außenteile  eine 
verschwommene  grünlichschwärzliche  Submarginalbinde;  zwischen  dem  2.  und  3.  Medianaste  steht  ein  sub¬ 
marginales  schwarzes  Pünktchen. 

hedemanni.  A.  hedemantii  Fldr.  aus  Mexiko  (Potrero,  Januar)  ist  beschrieben  worden  wie  folgt;  kleiner  als  glauce 

(119  c),  Vflglspitze  stark  vorgezogen,  spitz  sichelförmig,  Hflgl  ungeschwänzt,  aber  am  3.  Medianaste  deutlich 
geeckt.  Alle  Figl  oben  stahlblau-schwarz  mit  5  stahlblauen  submarginalen  Flecken,  unten  glänzend  grauwei߬ 
rotbraun,  weiß  gestrichelt,  mit  einer  am  3.  Medianaste  geeckten,  nach  innen  verlöschenden  Mittelbinde,  auf  den 
Vflglii  mit  einem  sid)marginalen  graugrünen  Streifen,  auf  den  Hflgln  mit  fast  verschwindenden  schwarzen,  innen 
blau  bezeichneten  Punlrten. 

moerls.  A.  mocris  Fh/r.  (119  c)  aus  Columbien  ist  eine  auffällig  stark  grün  gezeichnete  Form.  Die  Hflgl  sind  sehr 

lang  geschwänzt  und  der  Innenwinkel  der  Vflgl  bildet  eine  spitze  Sichel.  Ob  sie  eigene  Art  oder  Form  der  mor- 
vus  ist,  müssen  wir  dahingestellt  sein  lassen. 

alberta.  A.  alberta  Dr  uce  (1 19  d)  aus  Peru  hat  glänzend  braune,  dick  dunkel  iind  licht  braun  gefleckte  Unterseite. 

Uns  nicht  in  natura  bekannt.  Der  Abbildung  nach  zeigen  die  Vflgl  die  blauen  Vflglflecke,  die  sich  bei  moeris 
aus  der  Apikalgegend  längs  des  Außenrds  fortsetzen,  deutlicher;  die  Sichel  des  Innenwinkels  ist  ebenso  kräftig 
wie  bei  moeris,  aber  die  Hflgl  haben  statt  der  langen  Spatelschwänze  nur  einen  kurzen  Zahn. 

glauce.  A.  glauce  Fldr.  (119  c)  vom  oberen  Amazonas  und  aus  Columbien  variiert  in  der  Färbung  der  Ober¬ 

seitenzeichnung  zwischen  grün  und  blau.  Das  $  ist,  wie  die  Abbildung  zeigt,  vom  erheblich  verschieden,  nämlich 
glaucome.  lang  spatelförniig  geschwänzt,  mit  stark  gesicheltem  VflgltOrnus  und  reichlicher  metallisch  übergossen.  —  glau- 
felderi.  come  FWr.  hält  0.  Staudinger  für  zeichnungsarme  Stücke  dev  glauce.  —  Bei  felderi  subsp.  nov.  (119  d)  aus  Ecua¬ 
dor  ist  das  grünblaue  Wurzelfeld  reduziert ,  dagegen  die  gleichfarbige  Submarginalzeichnung  mehr  entwickelt. 
glaucina.  Die  Unterseite  ist  lichter,  aber  kontrastreicher,  auf  dem  äußeren  Teile  der  Hflgl  grünlich.  —  glaucina  Stgr.  (119d) 
aus  Columbien  ist  vielleicht  eigene  Art.  Die  Oberseite  zeigt  die  Abbildung ;  die  Unterseite  ist  ziemlich  eintönig.  — 
centralis.  Als  centralis  subsp.  nov.  (120Bb)  beschreiben  wir  nach  zwei  Stücken  aus  Panama  (Lino,  800m,  Coli.  A.  H.  Fasse) 
eine  Form,  die  kleiner  und  schlanker  und  bei  der  die  grüne  Basalfärbung,  namentlich  der  Hflgl,  stark  reduziert 
ist;  die  Unterseite  ist  viel  lichter  (grau  mit  geringem  rötlichen  Schein)  und  hat  weniger  dunkle  Zeichnung. 

florita.  A.  florita  Druce  (120Bb)  aus  Peru  (Chanchamayo)  ist  ein  niedliches,  stark  blaugezeichnetes  Tierchen. 

Die  Unterseite  ist  hellbraun,  unregelmäßig  braun  und  weiß  beschuppt ;  von  der  Vflglspitze  zur  Mitte  des  Irds  läuft 
eine  undeutliche  weiße  Linie.  Die  Hflgl  sind  an  der  Wurzel  und  hinter  der  Mitte  am  dunkelsten,  am  Außenrande 
stehen  6  undeutliche  weiße  Flecke. 

praxias.  A.  praxias  Hpffr.  aus  Peru  ist  etwas  größer  als  glauce  (119  c),  hat  dieselbe  Färbung,  aber  nur  einen  ein¬ 

fachen  kleinen  Apikalfleck  der  Vflgl,  unter  dem  mitunter  noch  ein  kleiner,  durch  eine  Rippe  geteilter  blauer  Fleck 
vor  der  Mitte  des  Außenrds  steht.  Hflgl  ohne  Schwanz  oder  Zacke. 

vicinia.  A..  vicinia  Stgr.  (119  d)  vom  oberen  Amazonas  hat  mitunter  noch  ein  weiteres  Paar  blaue  Flecke  am 

Außenrde.  Die  Unterseite  ist  ähnlich  wie  bei  anassa  (120  Ae),  aber  brauner.  Der  Hflgl  hat  zwar  keinen 
Schwanzansatz,  aber  sein  Analwinkel  ist  zu  einer  stumpfen  Spitze  ausgezogen,  was  ihn  von  allen  ähnlich  gefärbten 
iphimedes.  Arten  unterscheidet.  —  iphimedes  Stgr.  i.  l.  aus  Bolivien  hat  mehr  und  grünblaue  Zeichnung  der  Oberseite  und 
blasser  braune  Unterseite. 


ANAEA.  Von  J.  Röbek. 


587 


A.  beatrix  Druce  (120  Cb)  ausChiriqui  ist  eine  stattliche  Art.  Rassist  unterseit.s  viel  grauer  als  das  healrix. 
Scheint  nicht  selten  zu  sein. 

A.  cleomestra  Hew.  ( 1 20  C  a)  aus  Nicaragua  und  Veragua  ist  eine  sehr  seltene  x\rt .  J )io  H flgl  sind gesch  wänzt  cleomeHlra. 
und  der  Ird  der  Vflgl  ist  tief  ausgeschnitten.  Auf  schwarzbraunem  Grunde  befindet  sich  überVflgl  uml  Hflgl  eine 
breite  blaue  Binde,  vor  der  auch  2  gleichfarbige  Subapikalflecke  stehen.  Die  Unterseite  ist  sehr  unscheinbar: 
gelbgrau  mit  gelblichen  und  schwärzlichen  Strichelchen. 

Von  A.  ates  Drtice  (119  d,e)  aus  Bolivien,  Peru  und  Ecuador,  angeblich  auch  aus  Rio,  werden  d'd'  utea. 
häufig  erbeutet,  während  die  $$  sehr  selten  zu  sein  scheinen.  Gleicht  oben  sehr  der  felderi,  wälirend  die  Unter¬ 
seite  die  Zeichnung  einer  (119  b)  aufw'eist ;  aber  von  cheser  weicht  sie  durch  den  reineren  Unterseitenton  und 
die  weit  geringere  Größe  ab.  Die  Stücke  aus  Bolivien  haben  auch  grünblaue  Submarginalflecke  in  der  Nähe 
des  Innenwinkels  der  Vflgl. 

A.  drucei  Stgr.  (119  e)  vom  obern  Amazonas  hat  statt  der  Hflglschwänze  nur  kurze  Zacken  und  eine  drucei. 
wesentlich  andere  Unterseite,  vor  allem  aber  fällt  der  breit  blau  glänzende  Vflglrand  des  d'  auf. 

A.  cerealia  Druce  (119  e)  aus  Peru  (Chanchamayo)  scheint  eine  seltene  Art  zu  sein.  Statt  grüner  scheint  cerealia. 
ebensooft  duidcelblaue  Zeichnung  der  Oberseite  vorzukommen.  Aehnelt  außerordentlich  der  ates  Drc. 

A.  phila  Druce  (120  A  a)  aus  Columbien  und  Honduras  scheint  stark  abzuändern,  denn  ein  uns  vorlie-  Tphila. 
gendes  Stück  aus  Honduras  zeigt  sehr  obsolete  Subapikal-  und  Submarginalzeichnung.  Der  Außenteil  der 
Flgloberseite  ist  tief  samtschwarz  und  schneidet  gerade,  nicht  saumärts  konvex  gegen  den  metallisch  glänzenden 
Wurzelteil  der  Vflgl  ab. 

A.  boIivianaDrwce.  (120Bb,c)  aus  Bolivien  ist  sehr  düster  gefärbt.  Das  (J  ist  oberseits  tiefblauschwarz,  boUviana. 
am  lichtesten  ist  das  Wurzefleld  der  Vflgl,  in  der  Nähe  der  Vflglspitze  beginnt  ein  aus  3  Flecken  bestehendes 
Band,  das  sich  nach  dem  Irde  zieht.  Das  $  ist  unterseits  lichter  braun,  als  d^  ^  und  hat  zwischen  dem 
Schwanz  und  dem  Airalwinkel  3  graue  Flecke.  Der  Metallglanz  der  Oberseite  tritt  nicht  mit  dem  hellen  Schim¬ 
mer  der  vorigen  Arten  auf,  sondern  bleibt,  besonders  beim  (J,  Avesentlich  stumpfer. 

A.  psammis  FZir.  aus  Columbien  stimmt  in  der  Gestalt  mit  worrws  (11 9  a)  überein.  oben  schwarzbraun,  psammis. 
Stahlblau,  Basalchdttel  der  Vflgl  grünlichbleigraxr,  4  bis  6  hell  stahlblaue  Submarginalflecke,  Außenrd  hell  stahl¬ 
blau,  Hflgküskalfeld  grünbleigrau  bestäubt,  Analsaum  hell  stahlblau,  bleigraue  Submarginalflecke,  die  an 
Größe  allmählich  abnehnien. 

A.  stheno  Prittio.  (119  e)  aus  Süd- Brasilien  (Santa  Catharina,  wo  sie  Ende  April  fliegt,  Rio  grande  do  Sul,  stheno. 

Säo  Paulo)  und  Paraguay  AAÜrd  von  0.  Staudixger  für  den  brasilianischen  Vertreter  von  moryrts gehalten,  AA’ährend 
H.  Druce  stheno  für  besondere  Art  hält.  Beim  von  stheno  ist  die  gesamte  Oberfläche  fast  gleichmäßig  stumpf 
violettblau  getönt,  ohne  eigentliche  Metallfleclaing,  kaum  daß  der  violette  Hauch  im  Wrarzelchittel  der  Hflgl 
etwas  kräftiger  wird.  —  Nach  W.  Mueller  leben  die  Rpix  an  verschiedenen  Laurineen:  Nectancba  vaga  Meißn., 
Goeppertia  hirsiita  Nees  und  Camphoromoea  litsaeifolia  Meißn. ;  sie  hat  dieselbe  Gestalt  wie  die  von  p/w(fx7e; 
Grundfärbung  schmutzig  orange,  im  letzten  Stadium  verblaßt  der  dunkle  Seitenstreifen  dermaßen,  daß  er  schheß- 
lich  kaum  noch  nachzuweisen  ist.  Die  Gewohnlieiten  der  Rp  sind  dieselben  wie  der  phidile,  abweichend  ist  nur, 
daß  das  Tier  stets  das  Blattstück,  aus  dem  es  seme  Tüte  fertigt,  vom  lebenden  Blatte  total  abtrennt  und  chxrch 
Gespinstfäden  Avieder  befestigt,  so  daß  das  Blattstück  vertrocknet.  Hierdurch  verhält  sich  das  Tier  abAA^eichend 
von  den  andern  3  von  W.  Mueller  beobachteten  Anaea-'Rpn  und  der  Rp  von  Protogonvus  drurii.  Pp  in  der 
Gestalt  ähnlich  der  von  jPiidile,  rein  grün  durchschemend  mit  Aveißen  und  dunkelgrünen  Flecken. 

A.  otrere  Hbn.  (120Aa)  aus  Süd-Brasilien)  Rio  de  Janeiro,  Sao  Paulo,  Rio  grande  do  Sul)  ist  unterseits  oircre. 
der  vorigen  Art  ähnlich,  doch  etAvas  mehr  gezeichnet.  Außer  vor,  dem  Apex  finden  sich  auch  A^or  der  Saummitte 
des  Vflgls  blaue  Schillerflecke;  diese  sind  aber  beträchtlich  Aveiter  vom  Saume  abgerückt,  als  bei  ähnlichen  Arten. 

A.  uzita  Druce  (120  Bb)  aus  Cayenne  ist  eine  niedliche  Art.  Sie  ist  uns  nur  aus  der  Beschreibung  Aiiid  uzita. 
Abbildung  bekannt  geworden.  Danach  sind  die  blauen  Subapikalflecke  der  Vflgl- 01>erseite  Amrlianden,  aber 
reduziert  und  auf  der  Hflgl- Unterseite  zieht  durch  die  Mitte  eine  Reihe  o zellenartiger  Punlctflecke. 

A.  pleione  Godt.  von  den  Antillen  ( ?)  ist  keinem  neueren  Autor  in  die  Hände  gekommen.  Die  Beschreibxing  pieione. 
lautet  in  Uebersetzung :  PlglspamiAveite  zwischen  5,4  bis  6,8  cm.  Flgloberseite  tief  gelbbraun,  Saum  der  Vflgl 
scliAA^arzbraun  mit  2  gelbbraunen  Flecken  gezeichnet,  die  mehr  oder  AA'eniger  deutlich  sind.  Ird  der  Hflgl  A'on 
einer  schwärzlichen  Linie  gesäumt,  die  geAAuinden  und  gegenüber  dem  AußeiiAvinlvel  doppelt  ist.  Lbiterseite 
der  4  Figl  gelblich,  mit  rotbrauner  Maschenzeichnung  und  in  der  IMitte  durch  einen  braunen  Streifen  durch¬ 
quert,  längs  dessen  Innenseite  eine  leicht  perimutter  artige  Färbung  sich  zeigt,  eine  Färbung,  die  man  auch  am  An¬ 
fänge  des  Vrds  der  Vflgl  sieht.  Leib  obezi  gelbbraun,  'unten  gelblich,  mit  4  AA’eißen  Punkten  auf  dem  Kopfe. 

Fhlr  rostfarben.  —  Auffallend  ist  die  Angabe,  daß  der  Schmetterling  AA’eiße  Punkte  auf  dem  Kopfe  hat.  Eine 
solche  Zeichnung  kommt  bei  keiner  uns  bekannten,  ja  aa-oIiI  überhaupt  bei  keiner  Anaea  A^or,  AA'eshalb  aaIi’  zu 
der  Annahme  kommen,  daß  'pleio7ie  nicht  in  diese  Gattung  gehört. 

A.  philumena  Dbl.  u.  Hew.  ( =  hauxAvelli  Drc.)  (120  Aa)  a'oui  oberen  Amazonas  und  A'on  Columbien  philumena. 


588 


ANAEA.  Von  J.  Röber. 


lorna. 

'placida. 

grandis. 

offa. 

duvia. 

catinka. 

moria. 


vidoria. 

chaeronea . 
indigotica. 

■peruviana. 

coriia. 


ist  im  männlichen  Gesclileclite  auf  der  Oberseite  nur  wenig  gezeichnet.  Die  Unterseite  des  d'  ist  ganz  ähnlich 
der  von  ates  (119  e),  beim  $  viel  grauer. 

A.  lorna  Druce  (120  A  a)  aus  Bolivien  und  Ecuador  scheint  nur  im  männlichen  Geschlechte  bekannt 
zu  sein.  Die  von  uns  abgebildete  Ecuador-Form  hat  auf  den  V-  und  Hflgln  etwas  breitere  grüne  Zeichnung,  als 
das  von  Druce  abgebildete  8tück  aus  Bolivien.  Charakteristisch  ist  der  breit  lichtblaue,  spärlich  dunkel  über¬ 
stäubte  Hflglsaum.  —  Von  A.  placida  Druce  (120  B  c)  aus  Bolivien  geben  wir  die  Orginalabbildung  wieder.  Der 
Autor  gibt  selbst  der  Möglichkeit  Raum,  daß  ■placida  keine  eigene  Art,  sondern  eine  (Aberrativ-)  Form  der 
lorna  fiel.  Wenn  indes  die  Abbildung  der  Unterseite  richtig  ist,  so  kann  auch  besondere  Art  sehr,  zumal 

auch  die  Flglgestalt  derjenigen  von  forrra  nicht  gleich  ist.  Der  Färbungsunterscliied  besteht  zunächst  irr  einer 
Verringerung  des  hellblauen  Flglrandes  und  der  8ubapikalflecke  auf  dem  Vfgl  von  placida. 

A.  grandis  Druce  (120  Be),  unbekamrter  Herluinft,  ist  nach  einem  $  beschrieben  und  abgebildet  rvorden. 
Nach  der  Originalabbildung  geben  wir  die  Fhiterseite  wieder.  Groß,  Oberseite  fast  genau  wie  bei  proserpina, 
breit-  und  strrmpfflüglig  mit  kurzem,  breitem  Spatelscliwanz  der  Hflgl,  das  Blau  der  Wurzelhälfte  der  Hflgl  licht 
und  lebhaft.  Die  schmutzig  sandfarbige,  gelbbraune  Unterseite  ungleichmäßig  rußig  gesprenkelt. 

Von  A.  offa  Druce  (120  A  a,  b),  nach  einem  $  aus  Eciiador  beschrieben  und  abgebildet,  geben  wir  nach 
Stücken,  die  Herr  A.  H.  Fasse  in  Ost-Columbien  (oberer  Rio-Negro,  800  m)  erbeutet  hat,  Abbildungen  beider 
Geschlechter.  Der  vorigen  Art  sehr  nahe,  aber  der  distale  Fleck  vor  dem  Apex  ist  doppelt  und  meist  steht  auch 
ein  Wisclifleck  vor  der  Saummitte  der  Vflgl. 

A.  cluvia  Hpfjr.  aus  Bolivia  ist  auf  der  Oberseite  der  chaeronea  (120  Ab,  c)  sehr  ähnlich,  weicht  aber 
von  dieser  auf  der  Unterseite  stark  ab;  die  Vflgl  haben  nur  eine  in  die  Figlspitze  auslaufende  Binde,  die  den 
Figl  in  zAvei  ganz  verschieden  gefärbte  Hälften  teilt,  und  zwar  ist  die  innere  Hälfte  dunlvelbraun,  die  äußere 
Hälfte  aber  weißlich  mit  brauner  Marmorierung. 

A.  catinka  hat  Druce  (120  B  c)  nach  einem  $  unbekannter  Herkunft  beschrieben  und  abgebildet.  Leicht 
zu  kennen  an  dem  sehr  lichten,  im  Vflgldislms  zu  Weiß  aiifgehellten  Blau  der  Oberseite. 

A.  morta  Druce  (120  Ab)  aus  Honduras  ist  wie  folgt  beschrieben  worden:  Oberseite  bräunlichschwarz. 
Die  Basalhälfte  aller  Figl  glänzend  blau,  auf  der  Oberseite  außerordentlich  ähnlich  der  offa,  aber  ohne  die  Sub¬ 
marginalflecke  auf  den  Hflgln.  Die  Unterseite  ist  sehr  verschieden;  sie  ist  bleich  grünlichbraun,  in  der  Nähe 
der  Vflglvmrzel  unregelmäßig  mit  weißen  Schuppen,  beide  Figl  in  der  Mitte  von  der  Spitze  bis  zuminnenrde  mit 
einem  gewellten  bleich  ockergelben  Bande.  Die  abgebildeten  Stücke  stammen  aus  Ost-Columbien  (Aguaca- 
Tal,  2000  m,  A.  H.  Fasse).  —  Ueber  das  Ei  sagt  A.  H.  Fasse;  Das  $  beobachtete  ich  in  der  Mittagssonne 
bei  der  Eiablage,  die  an  einem  Urwaldstrauche  mit  großen,  raidien  (unserer  Klette  ähnlichen)  Blättern  erfolgte. 
Das  Eis  ist  sehr  ähnlich  dem  von  pasibula,  etwas  kleiner  und  mehr  weißlich. 

Von  A,  Victoria  Druce  (120Bc,  d)  aus  Rio  de  Janeiro  köiinen  wir  nur  die  Originalabbildungen  wieder¬ 
geben.  Vflglwurzel  beim  (J  bis  an,  beim  $  bis  über  die  Mitte  sehr  lebhaft  blau.  Unterseite  schmutzig  grau¬ 
braun  mit  sehr  dürftiger,  unregelmäßiger  Sprenkelung,  Vor  dem  Apex  die  gewöhnlichen  Flecke. 

A.  chaeronea  FZr/r.  (120  Ab,  c)  ist  sicher  von  indigotica  S'aZw.  ($=zehca  Salv.)  ( 120  Ac,  120  C  b)  nicht  spezifisch 
verschieden.  Erstere  kommt  in  Columbien,  letztere  in  Chiriqui  vor,  aber  es  kommen  auch  aus  Columbien  Stücke, 
die  von  der  Chiricj[ui-Form  kaum  zu  unterscheiden  sind.  Auf  der  Unterseite  scheint  mdfgoZim  und  zwar  auf  dem 
hinteren  Teile  der  Hflgl,  etwas  stärker  weiß  beschuppt  zu  sein.  —  peruviana  Strand  von  Südost-Peru,  die  nur 
nach  einem  $  beschrieben  worden  ist,  unterscheidet  sich  vom  durch  die  gelbe  Vflglbinde,  die  vom 

Vrd  nur  durch  eine  haarbreite  Linie  getrennt  ist  und  auch  den  Innenwinkel  bis  auf  jMillimeterbreite  erreicht. 
Die  gleichfarbige  Hflglsaumbinde  setzt  sich,  wenn  auch  verloschen,  bis  zum  InnenwiiJcel  fort.  Auf  der  Unter¬ 
seite  sind  die  dunklen  Streifen  entwickelter. —  corita  Frühst,  aus  Brasilien  (Espirito  Santo)  ist  nur  im  weiblichen 
Geschlechte  bekannt.  Die  gelbe  Längsbinde  der  Vflgl  ist  fast  doppelt  so  breit  und  lichter.  Die  Hflgl  tragen 
eine  rotgelbe  Saumbinde,  die  nicht  wie  bei  indigotica  vor  den  Schwänzen  aufhört,  sondern  sich  bis  zur 
Submediana  ausdehnt.  —  Ueber  das  Ei  von  chaeronea  sagt  A.  H.  Fasse;  ,,Von  einem  (19.  April  1910)  am 
oberen  Rio-Negro  bei  1200  m  gefangenen  $  erhielt  ich  die  Eiablage.  Das  Ei  hat,  wie  wohl  bei  allen  Anaea, 
kugelrunde  Gesalt,  ist  wachsgelb,  etwas  irisierend  und  ziemlich  gleich  groß  wie  von  Papilio  niachaon"‘ .  Der¬ 
selbe  Autor  berichtet  über  die  Pp;  ,,DiePp  besitzt  die  typische,  gedrungene  Gestalt  der  übrigen  mir  bekannten 
Anaeen-Ppn  und  läßt  sich  am  besten  mit  einer  Thechden-P])  vergleichen,  nur  daß  die  H leibsringe  noch 
mehr  eingezogen  sind  und  die  Kremasterspitze,  von  obeii  betrachtet,  etwa  in  der  Mitte  des  vierten  Segments 
hegt.  Den  durch  die  Krümmung  unterseits  entstehenden  großen  Hohlraum  verbinden  nach  vorne  die  Figlscheiden. 
Die  P])  ist  elfenbeinweiß  mit  Emailglanz,  die  Augen  gelblich,  die  Beinscheiden  hintereinander  mit  zwei  dunklen 
Punktpaaren.  Die  Rippen  treten  wie  wässerig  hervor.  Im  Vflgl  sind  drei  dunkle  konzentrische  Bogenlinien  von 
je  j/2  mm  Breite  sichtbar,  die  n  i  c  h  t  der  künftigen  Falterzeichnung  entsprechen.  Die  Rückenlinie  scheint 
ebenso  wässerig  gefärbt  wie  die  Figladern ;  die  ersten  4  Segmente  tragen  aber  außerdem  drei  Paare  etwa 
breite  graubraune  Striche,  die  nach  hinten  divergieren.  Die  Pp  ist  17  mm  lang  und  an  der  größten  Breite  (über 
dem  dritten  Hlbsringe)  10  mm  im  Durchmesser.  Ich  fand  dieselbe  am  13.  Juli  1911  mit  dem  Kopfe  nach  abwärts 


ANAEA.  Von  J.  Röber. 


580 


angesponnen  an  der  Unterseite  eines  großen  harten  Blattes,  das  dein  untersten  Aste  eines  mächtigen  Urwald- 
baunies  angehörte.  Der  beschriebenen  l^p  entschlü])fte  am  2().  Juh  das  vom  ^  sehr  verscliiedene  Falter- mit 
den  breiten  rotbraunen  Binden.“  —  Scheint  nicht  selten  zu  sein. 

Von  A.  xenica  Bat.  (=xelica  Stgr.  (120  Be)  aus  Guatemala  war  lange  Zeit  nur  das  das  $  bekannt,  xcn'ica. 
Allem  Anscheine  nach  ist  sie  eine  Lokalform  der  chaeroma. 

A.  promenaea  G.  u.  8.  aus  Mexiko  (Cordova)  soll  der  xenica  (120  Be)  sehr  verwandt  sein,  aber  die  vromenaca. 
Figlbasis  beim  8  blauer,  beim  $  purpurner.  Von  indigotica-8  verschieden  durch  das  Fehlen  der  schieferblauen 
Binden  der  Oberseite. 

A.  proserpina  8alv.  (=  pedile  Bruce)  (120  Be)  aus  Guatemala  und  (Josta-Rica  liegt  uns  in  einem  $  aus  proscrpina. 
Costa-Rica  (Orosi,  1200  m.  Coli.  A.  H.  Fasse)  vor.  Wir  geben  die  Abbildungen  aus  der  ,,Biologia  centrali- 
americana“  wieder.  Hier  fließen  die  Flecken  vor  demVflglapex  zu  einer  präapikalen  iSchrägbinde  zusammen 
und  die  Hflgl  sind  trüb  hellblau  gerandet. 

A.  basilia  Cr.  vom  oberen  Amazonenstrom  ist  eine  seltene  Art,  die  zuletzt  Bates  in  den  fünfziger  Jahren  hmilia. 
des  vorigen  Jahrhunderts  erbeutet  zu  haben  scheint.  Sie  ist  nach  Drece  der  folgenden  Art  sehr  ähnlich  und  hat 
nur  etwas  mehr  und  lichter  blaue  Färbung.  —  phantes  Hpffr.  (120  A  c),  nur  Lokalform  von  basilia,  aus  Peru  phantes. 
und  Bolivien,  ist  in  beiden  Geschlechtern  oberseits  ziemlich  variabel,  da  sowohl  reichliche  als  auch  geringe 
Submarginalzeichnung  vorhanden  sein  kann;  che  LTnterseite  ist  jedoch  ziemlich  konstant.  Auch  in  der  Große 
variieren  die  88  sehr.  Wenn  die  von  uns  zu  dieser  Art  gezogenen  $$  wirklich  hieher  gehören,  so  ist  noch 
Panama  (Lino,  800  m,  Coli.  A.H.  Fasse)  als  Heimat  anzugeben.  88  ''^on  Panama  liegen  uns  nicht  vor. 

A.  memphis  Fldr.  aus  Columbien  und  vom  Amazonas  ist  nur  im  männlichen  Geschlechte  bekannt.  Nach  memphis. 
dem  Autor  ist  diese  Art  iphis  zunächst  verwandt,  erinnert  jedoch  in  Größe,  Form  der  Vflgl  und  Zeichnung  der 
Oberseite  stark  an  basilia.  —  montana  subsp.  nov.  aus  Zentral-Peru  (Hunamo|)amba  1500  m,  A.  H.  Fasse)  montana. 
ist  die  größere  Gebirgsform  mit  weit  mehr  Subapikal-  und  Submarginalzeichnung  der  Oberseite.  Die  Unter¬ 
seite  ist  lichter  braun  und  weniger  weiß  gesprenkelt. 

A.  mora  Bruce  aus  Columbien  ixnd  Guatemala  ist  wie  folgt  beschrieben  worden ;  Oberseite  grünlich-  irwra. 
schwarz,  Basalhälfte  der  Vflgl  düster  grün,  ein  grüner  Fleck  in  der  Nähe  der  Vflglspitze  und  ein  undeuthcher 
Fleck  nächst  dem  Vorderwinkel  der  Hflgl,  der  gering  grüidich  gefärbt  ist.  Hflgl  ohne  Schxvanz,  Basalhälfte  xind 
Außenrand  grün,  eine  Reihe  von  4  kleinen  weißlichen  Flecken  vom  Analwinkel  nach  dem  Apex.  LTnterseite  dunkel¬ 
braun,  alle  Figl  kastanienbraun  gefleckt,  mit  graulichen  Schuppen  entlang  des  Costalrands  der  Vflgl,  alle  Figl 
mit  einer  submarginalen  Reihe  undeutlicher  weißer  Flecke. 

A.  orthesia  G.  u.  8.  (=  mora  Bruce  p.  p.).  8  Vflgl  purpurschwarz,  an  der  Basis  blau  bestäubt,  der  Saum  orihcsia. 
der  Vflgl  undeutlich  blau.  Unterseite  kastanienbraun,  überall  roströtlich  und  weiß  besprenkelt.  Vflgl  sehr 
spitz,  Hflgl  ungeschwänzt.  $  braunschwarz,  an  der  Basis  blau,  Vflgl  mit  blauem  Fleck  nahe  der  Spitze,  Lhiter- 
seite  braun,  röthch  angeflogen,  braun  und  xveiß  gesprenkelt;  Hflgl  geschwänzt.  Das  $  ähnelt  sehr  H.  oenomais 
(119  c),  aber  die  Figl  sind  spitzer  und  ihr  Wurzelfeld  stärker  blau  gefärbt.  Von  w ora  abweichend  durch  mehr 
purpurfarbenen  Anflug  der  Figl,  das  Blau  des  Wurzelfeldes  weniger  grünlich  angeflogen  usw.  Mexiko,  Gua¬ 
temala. 

A.  cambyses  Bruce  aus  Peru  (Chanchamayo)  ist  auf  der  Oberseite  tief  schwarz,  Basaldrittel  der  Vflgl  cambyses 
grün,  zwei  kleine,  dicht  beieinander  stehende  grüne  Apikalflecke ;  Basalch’ittel  der  Hflgl  blaugrün,  eine  submar¬ 
ginale  Reihe  von  5  undeutlichen  grünen  Flecken,  der  AnalwiiWel  und  Ird  rotbraun.  Ihrterseite  dunkelbriiun, 
an  der  Basis,  am  Vrd  und  am  Apex  der  Vflgl  dick  mit  grünweißen  Schuppen  bedeckt,  Basis  und  Ird  der 
Hflgl  unregelmäßig  weiß  gefleckt,  eine  submarginale  Reihe  kleiner  weißer  Flecke. 

A.  lyceus  Bruce  (120Bd)  liegt  uns  vor  in  mehrerend'd'  aus  West-Cohimbien  (Cauca-Tal,  und  1  Paar  aus  lyceus. 
dem  Aguaca-Tal,  2000  in)  und  3  aus  Bolivien  (Rio-Songo,  750  m,  A.  H.  Fasse),  nach  Drijce  kommt  diese 
Art  auch  in  Ecuador  vor.  Während  bei  dem  kolumbischen  $  der  violettblaue  Basalteil  nur  die  knappe  Hälfte 
einnimmt  und  die  Subapikalzeichnung  sehr  gering  und  verschwommen  ist,  haben  die  $$  aus  Bolivien  einen  grö¬ 
ßeren  und  grünblauen  Basalteil  und  sehr  entwickelte  Subapikal-  und  auch  etwas  Submarginalzeichnung.  Lhi- 
terseits  sind  diese  $$  brauner  und  haben  viel  mehr  seidigen  Glanz.  Wir  bezeichnen  diese  Form  als  lynceus  lynccus. 
subsp).  nov.  (120  Ad). 

A.  schausiana  G.  u.  8.  (420Ca,  b)  von  Coatepek  in  Mexiko  ist  eine  eigentümliche  Art,  weil  beide  Ge-  schausiana. 
schlechter  oberseits  fast  gleich  sind.  Sie  ist  uns  nur  aus  den  Abbildungen  in  der  ,,Biologia  centrali-americana“ 
bekannt  geworden,  die  nach  Exemplaren  von  IV.  ScnAUS  gefertigt  sind.  Steht  der  beatrix  (120  Ob)  nahe. 

A.  Odilia  Cr.  (=  polycarmes  F.)  (120 Ad,  120 Bd)  ist  eine  seltene  Art  vom  oberen  Amazonas.  Die  odilia. 
Oberseite  ist  lichter  oder  dunkler,  aber  immer  ungezeichnet.  Die  Luiterseite  zeigt  mehr  oder  weniger  weiße  Be- 
schuppung.  Das  $  ist  oberseits  graubraun  mit  glänzend  blauer  Beschuppung  mit  Ausnahme  trüber  Ränder; 
mehrere  undeutliche  bläuliche  Subapikalflecke.  Unterseite  licht  graubraun  mit  geringer  wolkiger  Zeichnung 
auf  den  Hflgln  und  weißen  Fleckchen  am  Außenrande  der  Hflgl.  —  Die  von  älteren  Autoren  über  die  Rp  ge¬ 
gebenen  Mitteilungen  sind  umlchtig. 


nenia. 


laura. 


rosae. 


Icdicincia. 


anassa. 


dura. 


Uneata. 


vicinalis. 


magdcüena. 


590  ANAEA.  Von  J.  Röber.  ^ 

A.  nenia  Dr-wce  (120  Ca)  vom  oberen  Amazonas  (St.  Paulo)  hat  andere  Flglgestalt  (weniger  ausgeschnit¬ 
tenen  Ird  der  Vflgl),  auch  ist  die  Unterseite  wesentlich  anders  als  bei  odilia,  nämlich  trüb  staubgrau,  weiß 
gesprenkelt,  mit  dunklerem  Mittel-  und  Saumband,  in  welch  letzterem  auf  dem  Hflgl  lichte  Wolkenflecke 
stehen. 

Von  A.  laura  Drtice  (120Ad  120Bd)  ausVeragrra  und  Columbien  (Muzo,  400 — 800  m,  A.H. Passe)  sind 
anscheinend  nur  d'd'  bekannt.  Diese  sind  oben  tief  schwarz  mit  undeutlicher  stumpf  grünlicher  Tönung,  che  an  der 
Vflglwurzel  etwas  bemerkbarer  wird.  Die  Unterseite  ist  auch  kastanienbraun  mit  silberweißer  Beschuppung ; 
vor  dem  Hflglapex  steht  ein  größerer  silberweißer  Costalfleck,  vor  dem  ein  lichtes  Wellenband  aus  silberigen 
eingestreuten  Schüppchen. 

A.  rosae  Fassl  (120  C  d)  aus  West-Columbien  (Rio  Aguaca-Tal,  2000  m)  ist  eine  der  besten  Entdeck¬ 
ungen,  die  dem  Autor  während  seiner  mehrjährigen  Forschungs-  und  Sammeltätigkeit  im  tropischen  Südamerika 
geglückt  sind.  Ist  schon  das  unter  seinen  Gattungsgenossen  eine  hervorragende  Erscheinung  namentlich  wegen 
des  Bildes,  das  die  Unterseite  darbietet  und  das  von  keiner  anderen  Anaea-Art  auch  nur  annähernd  erreicht 
wird,  so  muß  dem  ^  auch  wegen  der  Schönheit  der  Oberseite  unter  seinen  Gattungsgenossinnen  die  Palme  zu¬ 
erkannt  werden.  Herr  Fasse  hat  auch  ein  erbeutet,  bei  dem  die  graublaue  Zeichnung  der  Vflgloberseite  be¬ 
sonders  gut  entwickelt  ist,  Avodurch  eine  Mittelstufe  zwischen  den  Oberseitenbildern  der  beiden  Geschlechter 
entstanden  ist.  —  $$  mit  fast  doppelt  breiter  Binde  der  Vflgloberseite  tragen  die  Bezeichnung  ab.  laticincta 
Fassl.  ■ —  Diese  Art  ist  bisher  (von  Herrn  A.  H.  Fasse)  lediglich  im  westlichen  Tale  des  Aguaca-Tals  in  einer 
Höhe  von  1800  bis  2200  in  Höhe  gefunden  worden.  Der  Aufenthalt  in  diesem  Teile  Columbiens  ist  besonders 
gesundheitsgefährlich.  —  Ueber  die  ersten  8tände  dieser  Art  gibt  ihr  Entdecker  folgende  Mitteilungen:  Das  Ei 
dieser  hervorragenden  neuen  Art  ist  etwa  so  groß  wie  ein  Pergesa  elj^enor-Fi,  lichtgrün,  gelblich  durchscheinend, 
mit  feinen  Längsripjien.  Die  Rp,  etwa  in  Größe  einer  erwachsenen  Phalera  hucepliala-F^]) ,  ist  tiefschwarz,  nackt, 
zwischen  den  Ringen,  wo  das  Körp  erinnere  durchscheint,  dunkelkarminrot;  Kopf  schwarz,  glänzend;  auf  jedem 
Ringe  steht  ein  Gürtel  von  etwa  6  schneeweißen  Scheindornen,  die  spitz,  aber  nicht  stechend  sind.  DieRp  lebt 
an  einem  blätterarmen  Baume  mit  hartem,  lanzettlichem  Laube,  das  sie  von  außen  nach  innen  einrollt  und  lose 
zusammenheftet;  erst  abends  kommt  sie  aus  diesem  Gehäuse  hervor  und  sucht  die  nächstliegenden  Blätter  zum 
Fräße  auf.  Die  Pp  ruht  auf  der  Oberseite  eines  leicht  kahnförmig  eingezogenen  Blattes  und  ist  mit  dem  Kremaster 
angesponnen.  In  Größe  einer  Limenitis  popidi-Vp  hat  sie  die  bekannte  gedrungene  Gestalt  derH  aaea-Ppn  (ly- 
caenidenartig),  aber  eine  außerordentlich  auffallende  und  aparte  Farbe  und  Zeichnung.  Auf  elfenbeinartigem, 
weißglänzendem  Grunde  ist  sie  an  der  ganzen  Oberfläche  mit  kohlschwarzen  Punkten  und  Strichen  symmetrisch 
bedeckt,  deren  detaillierte  Beschreibung  zu  weit  führen  würde;  die  Flglscheiden  tragen  5  lange,  schwarze  Keil¬ 
striche,  die  am  Außenrd  des  Vflgls  basieren.  Die  Pp  war  scheinbar  unbeweglich  und  tot;  nach  6  Wochen 
schlüpfte  ein  ^  von  A.  rosae.  Die  Größe  der  weiblichen  Rp  und  Pp  dürfte,  entsprechend  dem  Größenverhältnis 
der  Falter,  wohl  das  doppelte  (der  männlichen)  betragen. 

A.  anassa  Fldr.  (=  ada  Btlr.)  (120  A  e)  aus  Veragua  und  Columbien  ist  uns  nur  im  männlichen  Geschlecht 
bekannt.  Diese  Form  scheint  sehr  konstant  zu  sein.  Ist  nicht  selten.  —  aulica  subsp.  nov.  aus  Chiriqui  ist  kleiner, 
hat  breitere  und  zusammenhängendere  blaue  Zeichnung  auf  den  Vflgln ;  der  Hflglsaum  ist  grünlicher  und  innen 
schärfer  begrenzt.  Die  Unterseite  ist  dunkler,  hat  keine  rostbraune  Zeichnung  am  Innenwinkel,  ist  stärker  wei߬ 
lich  beschuppt  und  es  fehlen  die  braunen  Binden  auf  den  Hflgln. 

A.  elara  G.  u.  S.  (120  Cb,  c)  aus  Closta-Rica  ist  der  aaassa  verwandt,  zeigt  aber  doch  solche  Unterschiede, 
daß  sie  als  eigene  Art  zu  hetrachten  ist;  sie  hat  unterseits  Aehnlichkeit  mit  proserpina  (120  Be),  während  die  01)er- 
seite  der  von  amhfosia{F2{)T)  a)  gleicht.  Unterseits  ist  die  ar«6rosf«  aber  weniger  weiß  gesprenkelt,  eintöniger  braun, 
besonders  auf  dem  Hflgl.  Das  $von  elararst,  wie  die  meisten  nachstehenden  Arten,  geschwänzt;  die  Art  scheint 
recht  selten  oder  sehr  lokal. 

A.  lineata  Salv.  (=vestinaHea:.,  heGiWma  Hiijjr.)  (120  A  e)  aus  Bolivien,  Peru  und  Ecuador  ist  eine  sehr 
geschlechtsverschiedene  Art.  Die  Oberseite  des  $  gleicht  einer  schausiana  (120  Ca)  hat  aber  scliAA-ächeren  Blau- 
schmuck,  besonders  auf  dem  Hflgl  und  der  Apikalteil  des  Vflgls  ist  ungefleckt.  Die  Unterseite  ist  Avie  bei  in- 
digotica  (120  C  b)  gezeichnet,  auch  ist  Avie  bei  dieser  ein  schwacher  Hauch  von  Violettrosa  über  die  Unterseite  ge¬ 
gossen,  der  besonders  in  der  Sonne  herrlich  leuchtet. 

A.  vicinalis  s-pec.  nov.  (120  Ae)  aus  Südbrasilien  (Rio  de  Janeiro,  Espiritu  Santo,  Santa  Catharina) 
ist  der  lineata^e\ir  ähnlich,  aber  die  bei  letzterer  oberseits  grünen  Flglteile  sind  bei  vicinalis  blau.  Auch  die  $$ 
beider  Arten  sind  einander  sehr  ähnlich,  doch  zeigt  die  Ihiterseite  in  beiden  Geschlechtern  Unterschiede.  Es 
ist  nicht  ausgeschlossen,  daß  lineata  und  vicinalis  Unterarten  ein  und  derselben  Art  sind. 

A.  magdalena  Weyni.  i.  l.  (120  Cc)  axis  Ost-Columbien  (oberer  Rio-Negro,  800  m)  und  Bolivien  (Coroico, 
1200  m,  A.  H.  Fasse)  ist  etwas  größer,  hat  aber  bis  auf  das  mit  bloßen  Auge  kaum  bemerkbare  Zäckchen  am 
3.  Mechanaste  der  Hflgl  dieselbe  Flglgestalt  und  oberseits  fast  dieselbe  Zeichnung  AAÜe  drticei  (119e),  ist  aber, 
Avie  die  Unterseite  zeigt,  von  dieser  gänzlich  verschieden.  Das  $  hat  glänzend  lichtblaue  Basalhälften  aller  Figl, 


ANAEA.  Von  J.  Röber. 


Ö91 


bläulichweiße  Subapikalflecke  der  Vflgl  und  winzige  blaue  Submarginalflecke  der  Zflgl.  Die  Unterseite  ist  gdb- 
lichgrau  mit  denselben  Zeichnungen  wie  das  c?,  aber  ohne  Glanz.  —  elegans  form.  nov.  aus  Ost-Columbien  ehf/am. 
(oberer  Rio-Negro,  800  m,  A.  H.  Fasse)  ist  entweder  Zeitform  der  magdalena  oder  eigene;  Art.  Sie  ist  viel 
stattlicher,  die  Färbung  des  Basalteils  der  V-  und  des  größten  Teils  der  Hflgl  ist  spangrün,  wie  auch  die 
sämtlich  größeren  Subapikal-  und  Submarginalflecke  gefärbt  sind.  Die  Unterseite  ist  bleicher  und  die  sub¬ 
basale  Binde  der  Vflgl  fehlt. 

A.  vestina  Heiv.  aus  Ecuador,  die  uns  nicht  vorliegt,  ist  nach  der  Beschreibung  der  magdalena  (l20Cc)  vestlna. 
unterseits  sehr  ähnlich,  doch  ist  die  Unterseite  anscheinend  brauner.  Die  Oberseite  der  Vflgl  hat  braunen  Außenrd 
und  die  Hflgl  sind  rotbraun  mit  einem  breiten  gebogenen  grünen  Längsbande.  Im  übrigen  stimmt  die  Ober¬ 
seite  mit  magdalena  überein. 

A.  forreriG.  u.  8.  (120 De).  Figl  blauschwarz;  Vflgl  am  Basalfelde  lebhaft  blau  und  mit  blauer  Subapi-  forreri. 
kalbinde  vom  Vrde  bis  fast  zum  Saume,  sowie  zwei  zusammengeflossenen  blauen  Flecken  nahe  dem  Analwinkel. 

Vflgl  sehr  spitz,  Hflgl  ungeschwänzt.  Unten  blaß  braun,  mit  braun  und  grau  gesprenkelt  und  insbesondere  im 
Analwinkel  der  Vflgl  so  marmoriert,  letztere  im  Diskalfelde  roströtlich  angeflogen.  $  wie  das  8,  jedoch  die 
Hflgl  einen  spateförmigen  Schwanz  tragend.  Mexiko ;  Guatemala. 

A.  ambrosiaDfMce  (120 Da)  vonChiriqui  scheint  ober-  und  unterseits  sehr  konstant  zu  sein,  da  die  uns  arnbrosia. 
vorliegenden  4  88  keine  Verschiedenheiten  zeigen.  Das  $  ist  uns  unbekaimt.  Sie  hat  auf  den  Hflgln  lebhaft 
metallische  Saumflecke,  die  zwischen  den  Hauptadern,  auf  den  sogenannten  Zwischenadern,  stehen. 

Von  A.  phoe be  Dritce  (120  Cc)  aus  Bolivien  geben  wir  eine  Kopie  der  Originalabbildung  wieder.  Sie  phoehe. 
scheint  die  Vertreterin  der  arnbrosia  h\  Bolivien  zu  sein.  Oberseits  ist  der  blau<^  Vflglrand  breiter  inid  gleich¬ 
mäßiger  mit  dem  Subapikalband  verbunden  und  die  Zwischenaderwische  des  Hflglrandes  schließen  zu  lücken¬ 
losem  Saumband  zusammen;  die  Unterseite  ist  dadurch  scheckiger,  daß  sie  mehr  von  lichteii  Kebelbändern  durch¬ 
zogen  ist.  Ferner  ist  sie  von  ganz  anderer  Ge.stalt  sowohl  der  V-  wie  der  Hflgl. 

A.  chorophila  5pec.  nov.  (120  Da)  aus  Ost-Columbien  (oberer  Rio-Negro,  800  m)  und  Bolivien  (Rio-Songo,  chorophila. 
750  m,  A.H.  Fasse).  Ob  das  abgebildete  $  (aus  Bolivien)  zu  dieser  Art  gehört,  vermögen  wir  nicht  mit  Be¬ 
stimmtheit  anzugeben.  Es  ist  unterseits  ziemlich  blaß :  bräunlichgrau  mit  geringem  grünlichem  Schein,  auf 
den  Vflglii  eine  von  der  Spitze  nach  der  Mitte  des  Irds  laufende  Reihe  obsoleter  schwärzlicher  Flecke,  ein  grö¬ 
ßerer  gleichfarbiger  Fleck  am  Schlüsse  der  Mittelzelle,  am  Außenrd  etwas  aufgehellt.  Die  Hflgl  zeigen  2  ob¬ 
solete  breite  dunkle  Schrägbinden  in  der  äußeren  Figlhälfte  and  zwischen  Schwanz  und  Innenwinlcel  einige 
obsolete  weißlich-rötliche  Flecke. 

A.  polyxo  Druce  (120Da,  b)  vom  oberen  Amazonas,  von  Columbien,  Peru,  Bolivien  und  nach  Drtjce  pohjxo. 
auch  von  Rio  ist  eine  sehr  ansprechende  Art  mit  hübscher  und  sehr  charalHeristischer  Unterseite.  Das  uns 
vorliegende  Stück  aus  Bolivien  (Coroico,  1200  m,  A.  H.  Fasse)  ist  unterseits  viel  lichter.  Das  $  ist  uns  un¬ 
bekannt. 

A.  dia  8.  u.  G.  8  Figl  grünlich-schwarz ;  die  Vflgl  an  der  Basis  kaum  stärker  grüngefärbt,  mit  einer  dia. 
glänzend  hellgrünen,  gekrümmten,  durch  die  Rippen  geteilten,  den  Analwinkel  erreichenden,  3 — 5  mm  breiten 
Subapikalbinde,  welche  in  der  hinteren  Hälfte  des  Saumes  den  Rand  berührt  und  sich  auf  die  Hflgl  als  eben¬ 
solche  Randbinde  fortsetzt  und  ihren  Analwinkel  erreicht.  Fransen  weiß.  Hflgl  ungeschwänzt.  Die  Cniterseite 
ist  zeichnungslos  dunlcel  seidenbraun,  die  Spitze  der  Vflgl  und  der  Rand  der  Hflgl  grau,  das  Dorsalfeld  der  Hflgl 
etwas  heller.  —  Am  nächsten  mit  der  brasilianischen  polyxo  verwandt,  weicht  aber  durch  die  Färbung  der  Ober¬ 
seite  beider  Figl,  die  mehr  grün  als  blau  sind,  ab.  Panama.  Im  ganzen  gleicht  die  Oberseite  sehr  der  von  A.  florita 
(120  Bb),  nur  daß  statt  der  Flecke  vor  dem  Apex  ein  Schrägbändchen  steht,  das,  noch  mehr  als  der  blaue  IVurzel- 
teil,  violett  schimmert.  —  Der  vorigen  Art  ober-  und  rinterseits  ähnlich,  aber  bedeutend  imposanter  ist  A.  di-  divina. 
\\n2i8tgr.i.  Z.  (120Db)  aus  Bolivien  (Coroico,  1200  ni,  A.  H.  Fasse)  und  vom  oberen  Amazonas.  Der  präch¬ 
tigen  Oberseite  ist  die  ganz  verschiedene  Unterseite  ebenbürtig.  Das  $  ist  uns  leider  nicht  bekannt.  Ist  sehr 
selten. 

A.  aureola  RaZe«  (120D  b)  aus  Guatemala,  Panama  (Lino,  800  m)  und  Columbien  (iMuzo  400 — 800  ni,  A.  H.  aureola. 
Fasse)  wetteifert  in  der  Schönheit  der  Unterseite  mit  der  rosae.  Bei  dem  außerordentlich  verschiedenen  $ 
kommt  che  breite  weiße  Binde  der  Vflgloberseite  auch  auf  der  Unterseite  zur  Geltung;  hier  ist  sie  nach  außen  ver¬ 
breitert  und  verschwommen,  überhaupt  gelblich  und  mit  einzelnen  braunen  Fleckchen;  die  Hflgl  haben  2  große 
und  3  kleine  goldige  Flecke  in  Form  einer  in  der  Mitte  geknieten,  nach  dem  Irde  gerichteten  Reihe. 

A.  pasibula  DöZ.  «.Heic.  (120Dc  2)  kommt  in  2  Unterarten  vor,  der  abgebildeten  fassh  subsp.  nov.  (120  De)  pasihula. 
aus  Ost-Columbien  (oberer  Rio-Negro,  800  m)  und  Zentral-Columbieci  (Canon  del  Tolima  1700  m,  A.  H.  Fasse) 
mit  blauschwarzer  Oberseite  und  reduzierter,  mehr  bläulicher  Zeichnung  und  etwas  dunklerer  Unterseite,  und 
pasibula  aus  West-Columbien  (Rio  Aguaca-Tal,  2000  m,  A.H.  Fasse,  und  Cauca-Tal)  mit  grünlichschwarzer  Ober- 


falcata. 

xcnocrates. 

elina. 

miranda. 


atmet. 

pamiriste. 


jansoni. 

excellens. 

elecira. 

callklri/as. 

opulhta. 

splendldi. 


692  ANAEA.  Von  J.  Röber. 

Seite  lind  breiteren,  anf  den  Vflgln  mehr  zusannnenhängenden  grünlicheir  Zeichnungen.  Das  $  von  pasibula, 
eine  der  bemerkensAvertesten  Entdecknngen  des  Herrn  A.  H.  Fasse,  ist  in  der  Zeichnung  der  Oberseite  vom  d' 
gänzlich  verschieden,  ähnelt  vielmehr  auffällig  dem  falcala-(^.  Auf  der  Unterseite  ist  es  bedeutend  hchter  als 
das  (d,  rötlichgrau  mit  denselben  Zeichnungen  wie  das  (J.  —  8o  häufig  die  (ded  ihren  Flugplätzen  sind,  so  selten 
sind  die  —  Das  Ei  ist  nach  Fasse  wenig  größer  als  das  Ei  von  Papilio  machaon,  kugelrund,  grünlichgelb 
und  glänzend. 

A.  falcata  Hpffr.  (120  De)  a\isPeru  (Chanchamayo)  und  neuerlich  auch  in  Ecuador  gefunden,  ist  die  ein¬ 
zige  Anaea- Axt  mit  blauer  Mittelbinde  der  d'd'-  Die  meisten  Stücke  haben  auf  der  Unterseite  der  Hflgl  eine  kurze 
gerade  Binde,  nicht  Avie  das  abgebildete  Stück,  bei  dem  eine  Fortsetzung  dieser  Binde  nach  außen  vorhanden 
ist.  —  Die  Art  ist  sehr  selten. 

A.  xcnocrates  Wesüv.  (120  Del)  aus  Peru  ist  eine  sehr  seltene  Art.  Die  Zeichnung  der  Oberseite  ändert 
von  grün  bis  blaugrau  ab  und  hat  metallischen  Glanz.  Das  $  scheint  noch  nicht  bekaimt  zu  sein.  Nach 
Staudinger  fließen  die  Vflglflecke  mitunter  zusammen  und  der  Metallglanz  kami  auch  am  Außenrd  der 
Vflgl  auf  treten. 


A.  elina  Stqr.  (120  D  d)  vom  Rio  Dagua  (West-Columbien)  ist  eine  sehr  seltene  Art,  von  der  erst  AA’enige 
Stücke  bekannt  geAiurden  sind.  —  Ein  von  Herrn  A.  H.  Fasse  in  Muzo  (400 — 800  m)  gefangenes  Stück  darf  wohl 
zu  miranda  TFarr.  (120  Dd)  gezogen  AA-erden.  Dieses  Stück  hat  ein  sehr  kurzes,  mit  bloßem  Auge  eben  noch  Avahr- 
nehmbares  Zäckchen  der  Hflgl;  die  orangegelbe  Binde  der  Vflgl  ist  nach  außen  gleichmäßig  gerundet,  nach  innen 
und  hinten  geradlinig  und  vorn  auffällig  schmäler  als  hinten ;  der  blaue  Fleck  der  Hflgl  beginnt  schon  vor  der 
hinteren  Radialis  und  reicht  bis  fast  zur  Submediana,  ist  auch  breiter,  daher  bedeutend  größer  als  bei  elitia.  Die 
Unterseite  ist  im  inneren  Teile  der  Figl  viel  stärker  scliAvarz  beschuppt,  im  Mittelfelde  der  Vflgl  gelber  mit  eini¬ 
gen  scliAvarzen  Schuppenflecken  und  am  Außenrd  der  Hflgl  breit  bindenartig  dunkel  grünlichgrau  mit  einigen 
schwarzen  Saumflecken,  von  denen  derjemge  am  Randzäckchen  in  einem  rötlichen  Hofe  steht. 

A.  anna  Stgr.  (120  C  d)  ist,  wie  auch  die  Abbildungen  zeigen,  der  vorigen  Art  nahe  verwandt.  Sie  stammt 
vom  oberen  Amazonas  und  ist  erst  in  wenigen  Exemplaren  bekannt  geworden.  Bei  ihr  ist  der  bei  orange¬ 
gelbe  Vflglfleck  scharlachrot  und  der  Hflgl  führt  keinen  zirkumskripten  Glanzfleck,  sondern  ist  im  Diskus  mit 
stumpferem  Blauschiller  übergossen. 

A.  panariste  Hew.  ($  =  bertha  Druce)  (420 Del)  von  Columbien  (Muzo,  400 — 800  m,  A.  H.  Fasse)  bildet 
AA'egen  der  Flglgestalt  und  des  zarteren  Körperbaues  mit  den  folgenden  3  Arten  eine  besondere  Gruppe.  —  ludmilla 
Fassl  (lOSf)  vom  oberen  Rio-Negro  (800  m)  liildet  eine  Lokalform,  die  sicli  im  männlichen  Geschlechte  durch 
breiten  rostbraunen  Bezug  des  Irds  und  der  benachbarten  Teile  der  Hflgl  auszeichnet.  Die  Verschiedenheiten 
des  $  sind  aus  der  Abbildung  ersichtlich.  —  Die  Art  ist  selten,  namentlich  gehören  die  $$  zu  den  größten 
Seltenheiten. 

Ob  A.  jansoni  Salv.  (110  Ad)  von  Nicaragua  und  vom  Vulkan  Chiriqui  als  eigene  Art  oder  als  Unterart 
der  panariste  zu  betrachten  ist,  müssen  wir  daliingestellt  sein  lassen.  Die  Plnterseite  ist  in  beiden  Geschlechtern 
etAA'as  dunkler  als  bei  panariste,  in  der  Zeichnung  hier  aber  mcht  verschieden.  Das  ^  zeigt  den  ganzen  Irdsteil 
der  Hflgl  hellgelb,  wie  bei  dem  von  panariste. 

A.  excellens  Bates{l\t)  A  d)  aus  Guatemala  ist  eine  außerordentlich  seltene  Art.  Sie  ist  der  folgenden  electra 
ähnlich,  aber  blaß  braungelb,  auf  den  Rijipen  schwarz  gestreift.  Die  Vflglspitze  ist  Ai^enig  A^erlängert  und  der 
HflglscliAvanz  ist  breit,  aber  kaum  spatelförmig. 

A.  electra  Westw.  (103  f)  ist  von  Mexiko  bis  zum  Vulkan  von  Chiriqui  (2000  m)  verbreitet.  Das  ist 
etAvas  kleiner,  hat  mehr  verlängerte  Vflgls])itzen  und  dunkleren  Außenrd  und  die  Unterseite  ist  dunkler  als 
beim  $.  Ist  selten. 

A.  callidryas  Fldr.  (116  a)  aus  Guatemala  hat  mattgrüne  Oberseite,  die  auf  den  Hflgln  nach  außen  gelb¬ 
lich  wird.  Außerordentlich  selten;  vielleicht  auch  dämm,  weil  es  scliAver  ist,  das  Tier  aus  dem  in  seiner  Heimat 
in  Menge  fliegenden  blaßgelben  Catopsilia  heraus  zu  kennen. 

A.  opalina  Salv.  n.Godrn.  (=clara  Stgr.)  (116b)  vom  Vulkan  Chiriqui  ist  eine  seltene  Art.  Das  ^ 
scheint  noch  nicht  bekannt  zu  sein.  —  Vermutlich  bilden  callidryas  und  opalina  nur  Unterarten  ein  und  der¬ 
selben  Art. 

Anmerkung.  ITierlier  scheint  aui.s  noch  die  Art  splendida  Rothsch.  zu  gehören,  wofür  der  Autor  eine  eigene 
Gattung,  Anacomorpha,  aufgestellt'’ hat.  Mir  scheinen  die  angegebenen  Merkmale  für  die  Begründung  einer  besonderen 
Gattung  ungenügend.  Auch  Peuhstoepee  bemängelt  die  Gattungsrechte  von  spletidida,  reiht  sie  aber  bei  Rrepona  ein. 
Weiteres  hierüber  s.  S.  553  und  die  Abbildung  Taf.  103  o. 


HELICONINAE.  Nachlrag.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


Nachtrag 

zu  den  a  m  e r  i de  a n i s  c  h  e  n  N y  m  p  li  a  1  i  d e n. 

Die  Einteilung  der  amerikanischen  Nymphalidae  s.  s.  findet  am  besten  in  4  Snl)familien  statt:  1.  Acrae- 
inae,  2.  Heliconiinae,  3.  Clotliildinae,  und  4.  Nymphalinae.  Danach  hätte  die  N\imerierung  zu  erfolgen: 

S.  358  Acraeinae  (1.  Subfamilie).  S.  402  Clotbildinae  (3.  Subfamilie). 

S.  375  Heliconiinae  (2.  Subfamilie).  S.  403  Nymphalinae  (4.  Subfamilie). 

Heliconinae. 

Herr  H.  Neustetter  (Wien)  hat  nachträglich  noch  einige  Heliconier  benannt,  und  außerdem  die  Güte 
gehabt,  mir  einige  Verbesserungen  zu  dem  Kapitel  Heliconnis  zugehen  zu  lassen: 

Bei  H.  narcaeus  (S.  378)  ist  zn  bemerken,  daß  die  extremen  7iarcae?{s-Exemplare  sämtlich  d'd',  die  als 
ab.  conwe irrt  bezeichneten  Stücke  mit  breiter  schwarzer  Schräg])inde  distal  von  den^  gelben  Vflglband  aber  stets 
$$  sind.  Der  Name  ab.  connexa  wäre  demnach  zu  streichen.  —  Die  Exemplare,  welche  die  connexa-~Bim\Q 
verdünnt  oder  schmal  durchbrochen  zeigen,  können  sowohl  wie  $$  sein.  —  Die  al).  ‘phijscoa  fmdet  sich 
vornehmlich  bei  S,  aber  nicht  ausschließlich,  so  daß  der  Name  bestehen  bleiben  kann.  —  ab.  brunnescens  iVe-w.sb  Irunms- 
aus  Rio  de  Janeiro  zeigt  die  Schrägbinde  der  Vflgl  und  die  Mittelbinde  der  Hflgl  rotbraiur  überstäubt. 

Bei  H.  ismenius  ist  anzufügen:  ab.  albofasciatus  Neust,  unterscheidet  sich  dadurch,  daß  die  diskalen  albofascia- 
weißen  Vflglflecke  zu  einer  breiteren  Mittelbinde  zusammenfheßen ;  ange])hch  von  ,, Bogota“,  was  zweifellos 
auf  einem  Irrtum  beruht. 

Bei  mimata  (S.  379)  ist  zu  bemerken,  daß  Riffarth  das  $  der  Form  guiensis  Imschreibt  mit  einer  so 
breiten  Mittelbinde  der  Hflgl,  daß  sie  in  der  Mitte  mit  dem  Vrd  zusammenfheßt,  während  sie  bei  mimatu.s-(^($ 
den  Vrd  nicht  berührt.  Guyana.  —  sincerus  nennt  Riffarth  eine  IVrin,  wie  superioris  Btlr,  bei  der  die  gelben  sincerus. 
Apikalfleckchen  der  Vf Igloberseite  völlig  fehlen,  so  daß  Aehnlichkeit  mit  hippola  Heiv.  (72  c)  entstellt,  doch  ist 
bei  dieser  letzteren  die  Mittelschrägbinde  der  Hflgl  nicht  gelb,  sondern  rostbraun,  wie  die  Grundfarbe. 

Venezuela. 

Zu  silvema:  Nach  Neustetter  (i.  1.)  ist  seine  hopfferi  nicht  identisch  mit  ethra  Hbn.  \  diese  entspricht 
vielmehr  dem  Bilde  von  ethra,  wie  wir  sie  72  e  darstellen,'  aber  nicht  dem  Bilde  Huebxers,  das  mit  unserem 
silvana-J^ilAe  (72  c)  sich  deckt.  Den  Namen  silvana  beschränkt  Neustetter  (i.  1.)  auf  diejenigen  »Stücke,  bei 
denen  die  gelblichen  Flecke  im  Außenteil  des  Vflgls  größer  als  in  unsrem  si7i;a./m-Bilde  süid,  so  daß  sie  fast 
Zusammenstößen;  auch  sind  bei  typischen  silvana  die  Hflgl  vor  der  Saummitte  mehr  verschwärzt. 

—  brasiliensis  Neust,  ist  eine  ethra-Fonn  aus  Espiritu- Santo,  bei  welcher  die  Mittelbinde  der  Hflgl  braun,  brasiliensis. 
statt  hellgelb  ist,  also  etwa  dasselbe,  was  satis  von  der  narcaea. 

Als  Synonym  ist  jmy  Form  silvana-dif jus a  setzen:  (=divisius  Kaye).  Hinter  inentor  (S.  380),  vör 

nmnismaticus  ist  einzureihen: 

—  orchamus  Weym.  Dem  mentor  ähnlich,  größer  mit  ganz  schwarzem  fleckenlosen  Apikalteil  der  Vflgl;  orchamus. 
die  Wurzelhälfte  dunkler,  mehr  rotbrann;  auf  dem  Hflgl  reichen  unterseits  die  rotbraunen  Binden  nur  vom 

Ird  bis  zur  Flghnitte.  Villavicencio. 

Feinovatus  (S.  381)  ist  artemis  Riff,  einzureihen.  Diese  steht  ZAvischen  typischen  novatus  (72  f)  und  artemis. 
lenaeus  (78 e);  die  dunkleren  Punkte  der  Reihe  hinter  der  Hflghnitte  sind  zu  Fleckchen  erweitert,  aber  kaum 
halb  so  groß,  wie  die  bei  novat  us;  der  Zapfen,  den  der  schwarze  Au ßenrd  zwischen  den  Medianästen  nach  innen 
sendet,  hängt  bei  artemis  nicht  mit  dem  Apikalschwarz  zusammen,  die  schwefelgelbe  Schrägbinde  ist  gelber  als 
bei  novatus,  aber  nicht  so  weit  gelb,  wie  bei  lenaeus.  Bolivien. 

Bei  aristiona  (S.  381)  wären  außer  den  18  aufgezählten  Formen  noch  anzuführen: 

ab.  lepidus  Riff,  aus  Ecuador,  die  aber  auch  mit  andern  Formen  der  aristiona  in  Columbien  fliegt,  gleicht  Upidus. 
sehr  euphrasius  (73  b);  die  Vflgl  sind  fast  genan  wie  bei  dieser,  nur  heller,  lebhafter,  mehr  wie  bei  tarapotensis 
V  75 


594 


HELICONINAE.  Nachtrag.  Von  Dr.  A.  Sbitz. 


die  gelbe  Vflglbinde,  am  Vrd  breiter  als  bei  etvphrasius,  die  Hflgl  an  der  Wurzel  und  im  Gebiet  der  Medianäste 
gracilis.  nicht  so  ausgiebig  überschattet.  Ecuador.  —  ab.  gracilis  Riff,  aus  Peru  und  von  Fasse  auch  in  Columbien  ge¬ 
fangen,  bezieht  sich  auf  Stücke,  deren  Hflgl-Mittelbinde  so  schmal  ist,  wie  bei  tarapotensis,  aber  zusammenliängend ; 
die  Randbinde  nur  halb  so  breit  wie  bei  lepidus,  zusammenliängend  und  ziemlich  scharf  begrenzt;  aus  Peru. 

confhicm.  idalion  mit  völlig  zusammenfließenden  Binden  sind  ab.  confluens  Neust,  und  auch  bei  euphone  wird  für 

eu^jlione.  Exemplare,  bei  denen  Mittel-  und  Saumbinde  der  Hflgl  zusammenfließen,  eine  Benennung  vorgeschlagen  {con- 
nephcle.  fluxus  Neust,  i.  l.) ;  wir  bezeichnen  sie  als  ab.  nephele,  ab.  nov. ;  die  Type  in  Coli.  Neustettee  stammt  von  Medüia 
in  Ost-Columbien. 

■pcro.  Zu  S.  283.  —  H.ithaca  hero  Weym.  Hier  setzt  sich  die  apikale  Reihe  weißer  Flecke  auf  dem  Hflgl  m  eine 

ca.  3  mm  breite  rotgelbe  von  den  schwarzen  Rippen  durchschnittene  Submarginalbinde  bis  zum  Ird  fort ;  von 
cajetani.  Passl  in  Villavicencio  aufgefundeii.  —  ab.  cajetani  Neust,  ist  dadurch  ausgezeichnet,  daß  sich  der  obere 
schwarze  Medianfleck  der  Vflgl  gabelt  und  sich  in  Zelle  4  mit  dem  Schwarz  des  Außenrds  veremigt.  Aus 
vittaius.  Columbien.  —  (Bei  vittatus  Neust.,  gleichfalls  aus  Columbien,  fehlen  die  gelben  Flecke  im  Apikalteil.) 

Von  clara  (73  f),  einer  der  anderida  nahestehenden  Form  gibt  es  eine  Abweichung,  bei  der  die  gelbe  Schräg¬ 
binde  der  Vflgl  durch  schwarze  Eüilagerungen  (bzw.  Vergrößerung  der  Flecke  um  den  Zellschluß)  in  4 — 5  gelbe 
zygia.  Einzelflecke  zerrissen  wird;  dies  ist  zygia  Riff,  von  Columbien.  —  bei  euchoius  Weym.  ist  der  bei  typischen 
euchoius.  hellgelbe  kleme  Fleck  vor  dem  Innenwinkel  (der  übrigens  zuweilen  fehlt)  rotgelb,  über  dem  Ird  steht  oft 

em  schwarzer  Streifen,  das  schwarze  Hflglrandband  ist  nur  halb  so  breit,  als  bei  clara  und  durch  den  Hflgl  zieht 
rcbeli.  eine  Mittelbinde,  wie  bei  ty]hschen  anderida.  Columbien.  —  rebeli  Neust.  Erinnert  einH.holcophorus  (74  b); 
aber  der  von  der  schwefelgelben  Mittelbinde  beim  abgesprengte  citrongelbe  Fleck  in  Zelle  3  (der  dem  liolco- 
phorus-^  ganz  fehlt)  ist  weit  größer,  die  schwarze  Submedianbinde  der  Vflgl  ist  noch  breiter,  gegen  die  Wurzel 
hin  nicht  so  zugespitzt.  Auf  dem  Hflgl  ist  die  schwarze  Mittelbinde,  besonders  beim  ^viel  breiter,  auf  derUnter- 
deniata.  Seite  sind  die  weißen  Saumflecke  groß.  ,, Bogota“  ( ?).  —  von  zuleika  wurde  die  Form  dentata  Neust,  abge¬ 
zweigt,  bei  der  die  schwarze  Saumbinde  der  Hflgl  in  großen  dunkeln  Bogen  zwischen  den  Adern  üi  den  Hflgl  ein- 
s])ringt,  so  daß  die  braune  Grundfarbe  in  langen  Spitzen  auf  den  Adern  nach  dem  Saum  tritt.  Panama. 

Zu  cydno  Jiermogenes  (74d)  ist  nun  ein  $  aufgefunden  worden,  mit  nur  gelben  Vflglflecken  (Neustetter). 
Ob  dieses  das  einzige  oder  das  typische  $  zu  Hewitsoxs  lierrnogenes  ist,  oder  ob  es  auch  (^-artige  $$  (d.  h.  mit 
Cordula,  gelben  und  weißen  Vflglflecken)  gibt,  ist  noch  unentschieden.  Weitere  cydno-Yormen  sind:  —  cydno  corduIa 
mediocydno.  Neust,  und  mediocydilo  Neust.  Letztere  hat  die  Vflgl  wie  cydno,  die  Hflgl  von  epicydnides.  Columbien.  Ferner 
exornata.  punctata  Neust.  —  Von  galanthus  (74  d)  ist  die  Form  exornata  Riff,  abgezweigt,  bei  der  die  Vflgl  wde  bei  ga- 
lanthus  selbst  sind,  auch  mit  ebenso  breitem  weißem  Fleck,  wogegen  die  weißen  Hflgl- Saumflecke  vermehrt  sind. 
Aber  an  gleicher  Stelle  mit  diesen  fliegen  alle  LTebergänge  von  unserer  Abbildung  der  galanthus  (74  d)  bis  zu 
solchen,  die  kaum  1  Fleckchen  im  Hflglapex  haben.  —  Von  alithea  kommen  Stücke  vor,  bei  denen  die  Vflgl¬ 
binde  stark  reduziert  und  in  Flecke  aufgelöst  ist;  diese  Flecke  liegen  sämtlich  hinter  oder  unter  der  Zelle. 
Oberseits  ist  dieser  Reduktionsprozeß  stärker  vorgeschritten  als  unten,  wo  die  Binde  noch  besser  erhalten  bleibt. 
egregia.  Dies  ist  egregia  Riff.  Sie  kommt  sowohl  bei  typischen  mit  gelber,  sowie  bei  der  Form  haenschi  mit 

weißer  Vflglbinde  vor.  Beide  kommen  in  Ecuador  (Balzapamba)  vor  und  wurden  von  Rich.  Haensch 
erbeutet. 

neustetteri.  — neustetteri  Riff.  {— miwox  Neust.).  Zwerghaft  Meine  Stücke,  mit  von  alithea  nur  30  (statt  über 

70)  mm  Vflgllänge.  Schwarz  mit  schwachem  Blauglanz,  Vflglbinde  ganz  schmal,  die  Hflglsaumbinde  nur  halb 
flavomacu-  so  breit  (3)4  statt  7  mm  wie  bei  alithea).  Ecuador.  —  Bei  einer  Aberrationsform  von  gustavi,  ab.  flavomaculata 
lata.  \Yeym,.  i.  l.  vom  Rio-Acuaca-Tal  in  Columbien  stehen  vor  dem  Innenwinkel  der  Vflgl  noch  Reste  der  gelben 
cydno-Bmde. 

Zu  H.  ruhellias  Hew.  schreibt  Herr  Neustetter: 

„Hier  möchte  ich  bemerken,  daß  jenes  Tier,  welches  auf  T.  74  f.  als  rtihellitis  8.  u.  K.  abgebildet  ist,  sicher 
kein  rubellius  ist  (ich  verweise  auf  die  Originalabbilduzig),  auch  besitze  ich  einen  typischen  Die  Vflgl 

sind  wie  bei  heurippa,  die  Hflgl  führen  cpier  durch  die  Mitte  eine  etwas  verloschene  Fleckenbinde.  Das  abge¬ 
bildete  Stück  stimmt  auf  der  Oberseite  vollständig  mit  melpomene'karschi  Riff,  überein.  Ich  hatte  Gelegenheit. 
Herrn  Fasse  diese  Form  zu  zeigen,  die  oberseits  ganz  mit  der  Abbildung  übereinstimmt.  Nun  aber  sagte  mir 
Fasse,  daß  jenes  abgebildete  Stück  auf  der  Hflgl-Unterseite  braune  Querbinden  hat,  wie  das  ja  bei  allen  Cydno- 
Formen  und  auch  bei  rubellius  der  Fall  ist,  es  kann  also  auch  nicht  Icarschi  Riff,  sein,  denn  diese  hat  keine  braunen 
Querbinden,  sondern  ist  unten  genau  wie  melpomene.  Wir  haben  es  also  hier  mit  einer  neuen  Form  zu  tun,  die 
seitzi.  in  die  rubellius-wernichei-Grwppe  gehört  und  für  die  ich  mir  erlauben  möchte,  den  Namen  seitzi  m.  vorzuschla¬ 
gen.  Meine  rubellius  stammt  aus  Venezuela.“ 


HELICONINAE.  Nachtrag.  Von  Dr.  A.  .Seitz. 


505 


Zu  melpomene  (8.  385 — 6)  sind  noch  folgende  Formen  zu  stellen: 

—  funebris  ab.  obscurafa  JRiff.  ist  von  der  cybele  Cr.  (75  c)  nur  dadurch  verschieden,  daß  die  schwefelgelben,  obscuraia. 
um  den  Zellschluß  gelagerten  Flecke  stärker  dunkel  bestäubt  sind;  besonders  ist  dies  der  Fleck  in  der  Zelle. 

Aus  Berg  en  Dal  in  Surinam. 

—  aglaope  ab.  cognata  Riff,  aus  Pozzuzo  in  Peru  ist  wie  aglaope,  aber  die  gelben  Vflglbinde  schmäler,  cognoM. 
unregelmäßiger,  manchmal  die  sie  bildenden  Flecke  getrennt.  Die  rote  Basalbinde  auf  dem  Hflgl  breiter,  die 
Strahlen  mehr  keil-  als  nagelförmig.  Uebergänge  zu  typischen  aglaope  sind  nicht  selten. 

Die  Seite  385  und  386  angeführte  Form  timareta  Hew.  hat  in  ihrer  typischen  Form  nur  einen  großen  thnareia. 
unregelmäßigen  und  in  der  Foim  stark  variierenden  schwefelgelben  Zellschlußfleck,  so  daß  ihre  äußere  Erschei¬ 
nung  an  eine  gelb  statt  weiß  gefleckte  hecale  (73  a)  ohne  Submarginalmakeln  erinnert;  sie  kommt  von  Ecuador; 
man  erhält  ihr  Bild  aus  dem  ihrer  Nebenform  nc/iardf  (76  b),  wenn  man  sich  alles  Rot  durch  Schwarz  ersetzt 
denlct,  aus  dem  von  pluto  (76  a),  wenn  der  rote  Tornusfleck  imVflgl  und  das  gelbe  Wurzelbändchen  im  Hflgl 
fehlt;  ihr  am  nächsten  stehen  contigua  (S.  386)  und  virgata,  die  nur  schmale  Radiärstrahlen  der  Hflgl  be¬ 
sitzt.  —  ab.  insolita  Riff,  steht  der  timareta  (S.  386)  nahe,  besonders  deren  Form  contigua,  von  der  sie  sich  imoiUa. 
dadurch  unterscheidet,  daß  der  gelbe  Vflglfleck  außerhalb  der  Zelle  liegt  und  höchstens  von  wenigen  Schüpp¬ 
chen  von  Gelb  innerhalb  der  Zelle  begleitet  wird.  Aus  Ecuador  von  Haensch  gebracht. 

—  vulcanus  (S.  387).  Hierbei  ist  noch  die  Form  stichelii?t//.  nachzutragen.  Aehnlich  cijthera  Hew.  Der  stkheli. 
Abbildung  nach,  die  Riffarth  in  Deutsch.  Ent.  Ztschr.  1907,  Taf.  5  Fig.  10  gibt,  ist  sie  größer  als  cijthera,  das 
rote  Vflglband  doppelt  so  breit,  sein  innerer  Rand  nur  mit  Spuren  von  Weiß,  daß  Vrdfeld  der  Hflgl  breit  wei߬ 
grau  beim  Sie  ist  aus  Ecuador  beschrieben,  wo  sie  im  Februar  (in  der  Trockenzeit)  gesammelt  wurde. 

xenoclea-microclea.  Von  diesen  nur  äußerlich  ähnlichen  Arten  schreibt  it^err  Neustettbr,  daß  man 
die  erstere  zur  meZpome7?-e- Gruppe  ziehen  könne.  Von  weiteren  Nebenformen  der  xenoclea  ist  die  sehr  schöne 
iris  Riff,  zu  erwähnen.  Sie  steht  der  aglaope  sehr  nahe,  aber  der  gelbe  Vflglfleck  ist  dem  Apex  näher  gerückt  iris. 
und  hat  die  Form  wie  der  gleichgelagerte  rotgelbe  Fleck  bei  plesseni;  er  ist  auch  an  seinem  äußeren  Saum  rot¬ 
gerändert,  wodurch  zwischen  den  plesseni-{'microclea)  Formen  und  der  melpomene-aglao2)e-Griip])e  eine  Brücke 
hergestellt  wird.  Aus  Ecuador. 

niepelti  Riff.  (vgl.  S.  385),  die  inzwischen  in  den  ,,Lepidoptera  Niepeltiana“  abgehildet  wurde,  hat  die 
bei  xenoclea  roten  Flecke  weiß,  dafür  aber  den  ganzen  Innenteil  des  Vflgls,  vom  inneren  Fleck  bis  zur  Wurzel 
feurigrot  und  in  der  Hflglzelle  Ansätze  zu  kurzen  Strählchen.  —  bei  adonicles  Niep,  setzen  sich  diese  roten 
Hflglstrahlen  jenseits  des  unteren  Zellrandes  fort  und  der  äußere  (distale)  Vflglfleck  ist  außen  rosig  gesäumt; 
von  Jibara  in  Ecuador.  —  adonis  Riff.,  eine  p^essef-Form,  kommt  von  Ecuador  (Pastaza)  und  gleicht  adonis. 
unimaculata{lü  f),  doch  ist  der  Vflglfleck  weiß,  und  vor  ihrem  Ende  wird  die  Vflglzelle  von  einem  weiteren  weißen 
Bindenfleck  übercpiert.  ■ — rubicunda  Afep.  hat  die  beiden  Flecke  ähnlich  gelagert,  aber  rot  statt  weiß;  umgekehrt  rübicunda. 
zeigt  pura  Niej).  dieselben  ganz  weiß,  ohne  rötliche  Berandung  oder  Einstreuung  gelber  Schüppchen.  Alle  diese  pura. 
Aberrationen  kommen  in  gleicher  Gegend  (Pastaza)  vor.  ■ —  isolda  Niep,  gleichfalls  von  Jibara,  steht  zAvischen 
niepelti  und  aglaope  und  ist  nach  Netjstetteb  (i.  1.)  schwer  zu  deuten.  ,,Das  bei  niepelti  vorhandene,  kleine 
dunkle  Fleckchen  in  der  Vflglzelle  tritt  bei  isolda  (besonders  beim  cJ)  kräftiger  an  der  proximalen  Grenze  des 
p/essem'-Fleckens  auf,  letzteren  mehr  isolierend.  .  .  Der  weiße  Apikalbindenfleck  bei  beiden  Geschlechtern  inner¬ 
halb  seiner  proximalen  Kontur  schwach  karmoisinfarben  gerändert“  (Niepelt).  —  rubripicta  Niep,  ist  eine 
isolda-Form,  bei  welcher  das  übrig  gebliebene  Weiß  des  außerhalb  der  Zelle  stehenden  Diskalflecks,  sowie  der 
bei  isolda  weiiie  Apikalbmdenfleck,  stark  mit  roten  Schuppen  bestreut  sind,  wie  bei  plesseni-r  ubicicnda  Niep; 

Canelos,  Ecj[uador;  auf  1  gegründet.  —  gisela  Niep,  schließt  sich  an  adonides  an,  und  stellt  nach  Niepelt  eine 
Uebergangsform  von  aglaope  zu  plesseni-pura  dar.  ,,Die  plesseni-Fleeke  der  Vflgl  sind  hier  oberseits  weiß,  der 
diskale  an  seiner  proximalen  Grenze  mit  schwarzen  Schuppen  bestreut  und  von  einem  kräftigen  schwarzen 
Fleck  begrenzt.  Hflgl  wie  bei  adonides;  desgl.  die  Unterseite,  die  p/es5e/if-Flecke  rein  weiß  (Niepelt);  auf  1  $ 
gegründet,  von  Jibara. 

Im  ganzen  dürften  die  microcleaumi  xenoclea,  (76c)  sich  aus  einer  großen  Zahl  von  Uebergangsformen  zu¬ 
sammensetzen,  die  wie  die  zuerst  beschriebenen  Formen  emander  iiarallel  gehen,  aber,  Avie  eiAvahnt,  zu  verschiedenen 
Gruppen  gehören.  Neitstetter  zählt  (i.  1.)  zu  a;ewoc?ea  die  folgenden:  niepelti,  plesseni,  adonides,  adonis,  isolda, 
rubripicta,  gisela.  Diese  sämtlich  dürften,  wie  a:enoc^ea  selbst,  zum  weüpo?«, ene-Stammegehörenund  dessen  agrfoope 
nahestehen.  —  microclea  gehört  dann  einem  ganz  andern  Stamme  an,  und  wir  erv^ähnen  von  dieser  noch  die 
folgenden  Formen:  feyeri  Nie'p.  ähnelt  durch  den  feurigroten  Basalteil  der  Vflgl  und  die  roten  Hflglstrahlen  der  feyeri. 
niepelti,  aber  die  proximalen,  vor  dem  Vflglzellschluß  liegenden  Flecken  sind  bereits  stark  rot  getönt, 
auch  das  Halbband  hinter  dem  Zellschluß  zeigt  rosa  verfärbten  inneren  Saum.  Nach  einem  d'  von  Canelos  in 
Ecuador.  ^ —  beatai?f//.  erinnert  an  aoede  (76  f)  durch  das  Rotgelbe  im  Vflgl  und  den  Hflglstrahlen ;  aber  statt  des  heaia. 
gelben  Fleckencomplexes  um  den  Zellschluß  finden  wir  hier  2  rotweißo  Flecke  wie  bei  notabilis,  d.  h.  der  vordere 


596 


HELICONINAE.  Nachtrag.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


rosacea.  Fleck  ist  distal  carniinrot.  Ecuador.  —  rosacea  Riff,  steht  zAvischen  notabiles  und  ocliracea,  che  Diskalflecke 
mehr  zusammeiifließend ;  kein  Wurzelrot  auf  dem  Vflgl  und  keine  Strahlen  auf  der  Hflgl-Oberseite.  Ecuador. 

Uia.  — \\\d.Niep.  bildet  einen  Uebergang  von  notabiles  zu  der  estr eile  Bat.  (=  vestalis  Stgr.)  und  vmrde  daher 
von  uns  mit  feyeri,  ocliracea  \\n&  rosacea  unter  dieser  (S.  393)  besprochen.  Es  ließe  sich  aus  den  Formen  der 
xeaociea- sowie  der  »w'croc/ea-Gruppe  zweifellos  eine  ähnliche  Reihe  herstellen,  wie  sie  Oberthtjee  für  die  vesta- 
Cfruppe  zusammengebracht  hat;  will  man  aber  allen  diesen  Zwischenformen  Namen  geben,  so  könnte  man  ins 
fraierna.  Ungemessene  geraten.  —  Auf  S.  385  wurde  noch  eine  Form  fraterna  Niep,  erwähnt,  die  wir  nach  der  Beschrei¬ 
bung  nicht  zu  deuten  vermochten.  In  dem  schönen  Werkchen  ,,Lepidoptera  Niepeltiana“  ist  inzwischen  eine 
Abbildung  davon  erschienen,  die  wir  Taf.  HO  Ae  kopieren. 

H.  hecuha.  Zu  dieser  Art,  die  auf  S.  388  behandelt  ist,  bemerkt  Nb ustetter  (i.  1.)  daß  das  Taf.  76  e  als 
intermediü.  cassa.vdra  abgebildete  Stück  nicht  die  typische  cassandra  selbst  ist,  sondern  deren  Form  intermedia  Riff.,  die 
schon  einen  Uebergang  zu  hec^iha  darstellt.  Echte  cassandra  sind  kleiner,  und  das  gelbe  Fleckenband  der  Hflgl 
ist  schmäler.  .Diese  letztgenannte  Form  wurde  in  Ecuador  zusammen  mit  c/coarf na  gefangen.  — 

H.  aoede.  Das  Tafel  76  f  abgebildete  Stück  ist  nicht  typisch,  sondern  gehört  zu  der  Form  aoede  faleria 
Frühst.  Bei  der  typischen  aoede  sind  die  citrongelben  Vflglflecke  kleiner,  weiter  auseinander  gerückt,  so  daß  der 
von  ihnen  umschlossene  schwarze  Raum  größer  erscheint  (Neustetter). 

H.  xanthoclea.  Die  von  Fasse  neu  entdeckte  Form  wurde  vor  Ausgabe  unsres  Heftes  bereits  von  Neu- 
iassli.  STETTER  beschrieben  und  fassli  benannt.  Dieser  Name  hat  also  die  Priorität. 

Zu  xantliocles  (S.  389).  Die  2.  hier  aufgeführte  Form  heißt  vala  (wie  auch  bei  der  Abbildung  richtig  steht, 
nicht  vola). 

Zu  H.  huriieyi.  Nach  Neustetter  (i.  1.)  ist  das  auf  Taf.  77  a  abgebildete  Stück  von  Imebneri  nicht 
typisch,  da  der  citrongelbe  Schrägfleck  in  derVfglmitte  zu  groß,  die  roten  Hfglstrahlen  aber  zu  schmal  sind. 
Diese  Form  stellt  eine  in  Matto-Grosso  lebende  Nebenform  dar,  die  vielleicht  einen  eigenen  Namen  erhalten 
könnte. 

Zu  petiver ana  \\\\(\.  hydara.  Auf  S.  392  haben  wir  die  Ansicht  ausgesprochen,  daß  beide  Formen  durch 
den  engen  Anschluß  der  hydara-Form  colomhina  an  die  petiverana-Fovm  demoplwon  miteinander  verbunden 
werden;  der  Vollständigkeit  halber  führen  wir  hier  an,  daß,  während  Stichel  und  Riffarth  die  große  Aehn- 
lichkeit  beider  Anschlußglieder  gar  nicht  einmal  erwähnen,  Herr  Neustetter  nach  brieflicher  Mitteilung  ,, einen 
wesentlichen  Unterschied  zwischen  dernophoon  und  colomhina  überhaupt  nicht  finden“  kann,  obwohl  ihm  Hunderte 
von  Exemplaren  durch  die  Hand  gingen.  Danach  wäre  colomhina  als  Synonym  von  dernophoon  einzuziehen, 
und  letztere  hätte  als  Bindeglied  zwischen  petiver ana  und  hydara  zu  stehein 

ocliracea.  Zwischen  feyeri  und  lativitta  steht  genau  in  der  Mitte  ochracea  Riff.  Durch  sie  wird  eine  Verbindung 

zwischen  der  efato-(r/e/i7a-)Gruppe  und  den  microcZea-Formen  hergestellt  (Neustettbr  ü  l.).  oc/u’acea zeigt  ganz 
juliginosa.  gleichmäßig  ockerige  Fleckung.  Hierher  gehört  auch  fuliginosa  Riff.,  von  der  typischen  vesta  Cr.  dadurch  ver¬ 
schieden,  daß  die  gelbe  Fleckengruppe  der  Vflgl  stark  schwarz  bestäubt  ist ;  aus  Guyana. 

helena.  Bei  den  phyllis-nTtigen  Formen  ist  auch  die  cyhelimis-Form  helena  Riff,  zu  erwähnen;  sie  steht  der 

amalfreda  (S.  393)  nahe,  doch  fehlen  die  distalen  Gelbfleeke  der  Vflgl  zuweilen  ganz.  Von  Berg-en-Dal  in  Surinam 
und  von  Obidos  am  Amazonas. 

heia.  Zu  cyrbia  (S.  392)  ist  hinzuzusetzen,  daß  Stücke  mit  ganz  besonders  schmaler  roter  Vflglbinde  als  bela 

Riff,  bezeichnet  wurden. 


Bei  phyllis  smd  noch  folgende  Formen  zu  erwähnen: 

ana'iiis.  Zu  S.  394  die  anacreo n-Form  anaitis  Riff.  Sie  leitet  vom  tyiiischen  anacreon  (78  e)  zu  artifex  Stichel 
hinüber,  von  ersterer  verschieden  durch  das  Felilen  des  rot  geflammten  Basalteils  der  Vflgl  und  die  dümieren 
Hflglstrahlen.  Süd-Bolivien. 

differens.  —  ab.  differens  Äf//.  ist  eine  phyllis,  bei  der  die  rote  Vflglbinde  bis  weit  in  die  Zelle  hinreinreicht ;  meist  findet 
sich  auch  Rot  zwischen  unterem  Medianast  und  Submediana.  Peru  und  Bolivien. 


sperata.  —  ab.  sperata  Riff,  steht  der  amata  Stgr.  nahe,  doch  ist  der  rote  Vflglfleck  innen  stark  gelb  angeflogen. 
Hflgl  mit  Spuren  der  gelben  Vorderbinde.  Bolivien,  Süd-Peru. 

athene.  —  athene  N eilst,  schließt  sich  an  amata  Stgr.  (S.  394)  von  Bolivien  an,  doch  fehlt  hier  alles  Gelb,  so  daß 
die  Hflgl  hier  einfarbig  schwarzbraun  mit  roter  Vflghpierbinde  sind;  ähnlich  wie  hydara  {S.  392)  doch  ist  die 
Binde  hell-,  nicht  scharlachrot.  Bolivien. 


Bei  H.  hortense  (S.  395)  muß  noch  Mexiko  als  Fundland  erwähnt  werden. 
pavopuncta  ZuH.  clysonimus.  Von  diesem  Falter  hat  Fasse  zwei  weitere  Formen  bekannt  gemacht;  nämlich  flavo- 

fischeri.  punctatus  und  fischeri  J  beide  aus  Columbien. 


NYMPHALINAE.  Naclitrag.  Von  Er.  A.  Skitz. 


r/j7 


H.  telesijihe.  Hierzii  bemerkt  Herr  Neustetter: 

„Hier  liegt  mir  eine  neue  Form  aus  der  Coli.  Tossizza  vor,  die  ieli  telesipke  cretacea  nenne.  I>ei  dio.-ior  crdacea. 
interessanten  Form  sind  sowohl  die  Binden  der  Vflgl  als  auch  die  Binde  der  llflgl  rein  weiß.  Bei  telesiphe  und 
sotericus  sind  sie  rot  auf  denVflgln,  hei  telesiphe  weiß,  bei  sotericus  gelb  auf  den  Mflgln.  Ein  Exemj^lar  aus  Franzö¬ 
sisch- Guayana.  “ 

Bei  Eueides  lanipeto  (8.  390)  ist  zur  Form  fulüjinosa  die  ah.  pallida  Riff,  aus  Pastaza  (Ecuador)  nacli-  pfjMidn. 
zutragen.  Vflgl  ähnlich  wie  carho,  aber  die  GrundfaiBe  stark  aufgeliellt,  außen  fast  weißlich.  Nach  1  $  be¬ 
schrieben. 

Zu  Eueides  isabella  hiihneri  hatte  Herr  Neustettbr  die  Güte,  folgende  Beschreibung  einer  neuen  Form 
einzusenden:  „E.  isab.  kühn.  var.  Olga  suhsp.  nov.  unterscheidet  sich  von  hiihneri  dadurch,  daß  auf  dem  Hflgl  ehie  ''-'G«- 
schwefelgelbe  Querhinde  vorhanden  ist.  Dieselbe  liegt  zwischen  Vrd  und  Mittelbinde.  Ifie  Adern  in  derselben 
rotbraun  wie  die  Grundfarbe.  Die  8ubapicalbinde  besteht  aus  etwas  kleineren  Flecken  als  bei  hiihneri  Men. 
sonstige  Unterschiede  sind  nicht  vorhanden.  Ein  ^  aus  Chanchamayo  (Peru).“ 

Nymphalinae. 

Zu  l.  Gattung  Euptoieta  (8.  404). 

S.  404  für  bogotana  poaria  ist  zu  setzen:  poasina;  die  gleiche  Korrektiu'  ist  auf  Taf.  86  f  (letzte  Figur)  vorzunelmien. 

Zu  3.  Gatt.  Melitaea  (8.  431—434). 

Durch  die  Freundlichkeit  der  Herren  Dyar  und  8kinner  in  Amerika,  sowie  den  Untersuchungen  der 
Herren  Barnes  und  8nyder,  welche  die  Modelle  zu  kontrollieren  die  Güte  hatten,  gelangte  ich  nachträglich 
in  den  Besitz  einer  Anzahl  authentischer  Vorlagen,  die  auf  Taf.  103  b  und  c  zur.4Abbildung  gelangen. 

M.  quino  Behr.  Leichter  als  das  der  chalcedon  sehr  ähnliche  $  ist  das  zu  unterscheiden,  dessen  Ober-  quino. 
Seite  düsterer,  kleinfleckiger  ist  und  zwischen  den  gelben  auch  rotbraune  Fleckenketten  hat.  —  Wir  bilden 
nach  einer  von  Herrn  Dyar  freundlichst  gesandten  Vorlage  Taf.  103  b  das  von  beiden  8eiten  ab. 

M.  beani  Skinn.  Das  Bild  Taf.  103  ist  durch  Herrn  Dyar  nach  einem  Exemplar  seiner  8ammlung  heani. 
besorgt  worden.  Die  Unterschiede,  welche  sich  unter  anderem  aiich  besonders  in  der  Lagerung  der  gelben 
Fleckenbänder  zeigen,  treten  in  der  Abbildung  deutlich  hervor.  Die  Form  ist,  besonders  durch  Redxilction 
des  Rotbraun,  wesentlich  dunkler  als  anicia.  —  brucei  Edxo.  von  Colorado,  ist  eine  noch  dunklere  Form,  bei  brucei. 
der  die  Ober-  und  Unterseite  rußig  schwarz  überschattet  ist.  8cheint  sehr  selten;  die  Abbildung  ist  nach  einem 
8tück  gemacht,  das  Mr.  Barnes  die  Güte  hatte,  zu  kontrollieren. 

M.  bollii  Edw.  (103)  von  Arizona  und  definita  Aaron  (103)  von  Texas  bilden  wir  nach  freund- 
liehst  eingesandten  Vorlagen  ab,  von  denen  die  der  bollii  durch  Herrn  N.  Beyer,  die  von  definita  durch 
Herrn  W.  Barnes  kontrolliert  wurde.  Beide  stehen  wohl  der  leanira  näher  als  thekla,  unterscheiden  sich  aber 
deutlich  von  ersterer:  Bei  bollii  ist  die  hellere  Mittelbinde  der  Hflgl  sehr  regelmäßig,  nach  dem  Ird  zu  kaum 
versehmälert,  nicht  zugespitzt;  defixiita,  die  oberseits  einer  verdunkelteimiTf^7d«i  (88  f)  gleicht,  hat  eine  sehr 
unruhige,  stark  schwarz  durchzogene  Hflgl-Unterseite.  ’ 

M.  maria  Skinn.,  die  wir  auf  8.  434  nur  kurz  erwähnt  haben,  schließt  sich  wohl  am  engsten  der  brucei  maria. 
an,  doch  sind  die  Fleckenketten  oberseits  etwas  anders  angeordnet  und  auf  der  Hflgl-LTiterseite  fällt  sofort  der 
LTnterschied  der  submarginalen  hellgelben  Helmflecken  auf,  die  bei  maria  die  mehr  als  doppelte  Breite  haben. 

Herr  A.  J.  8nyder  hatte  die  Güte,  eine  Vorlage  zu  kontrollieren,  die  wir  auf  Taf.  103  bringen. 

Von  M.  gilettei  Barnes  bilden  wir  Taf.  103  die  Type  von  beiden  8eiten  ab,  die  Mr.  Barnes  für  uns  gilcttei. 
malen  ließ.  Das  Tier  stammt  aus  dem  Yellowstone-Park  und  ist  dincli  eine  eigentümliche  Verwischtheit 
und  die  Gleichmäßigkeit  des  trüb  rotbraunen  Außenbands  sofort  kenntlich.  Herr  Dyar  stellt  sie  zwischen  quino 
und  nubigena. 

M.  neumoegeni  Skinn.,  axif  Taf.  103  nach  einem  8tück  in  der  8ammlung  A.  Koebele  dargestellt,  das  ncumoegeni. 
von  den  Argus-Bergen  in  Californien  stammt,  hat  demnach  eine  weitere  Verbreitung,  oben  in  der  Färbung  an 
palla  (88)  erinnernd.  (A.  8eitz.) 

zu  4.  Gattung:  Phyciodes. 

Auf  Seite  443  Pli.  archesillea :  r.  archcsilea. 

Auf  Seite  448  Zeile  23  v.  oben  muß  es  heißen  Ph.  phillyra,  nicht  philyra. 

Phyciodes  ildica  heliconiformis  Strand  aus  Ecuador  (Macas)  unterscheidet  sich  von  fassU  durch  den  heliconijor- 
völligen  Mangel  rotgelber  Färbung  der  Hflgl.  ( J.  Röber.) 

Phyciodes  callonia  callonioides  Strand  aus  8üdost-Peru  unterscheidet  sich  dadurch,  daß  die  schwarze  caZ?o?doides, 
Zeichnung  verringeit  und  auf  den  Hflgln  mit  Ausnahme  des  Vrdstreifens  in  Flecke  airfgelöst  ist.  ( J.  Röber.) 


598 


NYMPHALINAE.  Nachtrag.  Von  Dr.  A.  Seitz. 


Zu  5.  Gattung;  Chlosyne  (S.  451). 

eiwieda.  Bei  Clilos.  eumeda  G.  u.  8.  aus  Mexiko  ist  die  Gelbbinde  noch  breiter,  als  bei  marina  und  fasciata 

dryopc.  und  die  roten  Hflglflecke  schließen  zu  einem  breiten  Scharlachband  zusammen. —  dryope,  gleichfalls  aus 
Mexiko,  bildet  einen  Uebergang  hierzu. 

endeis.  8.  452  zix  Chlos.  marina:  endeis  G.  u.  8.  sind  marina  88 ^  denen  die  Vflglflecke  zu  breitem  gelb- 

hylaeus.  weißem  Band  zusammenfließen.  —  Bei  der  ähnlichen  Form  hylaeus  G.  u.  8.  ist  die  weißgelbe  Binde  gleich¬ 
falls  ziemlich  breit  und  dazu  noch  stark  geschwungen,  bes.  auf  dem  Vflgl.  Von  Durango  city  (Mexiko). 

Zu  9.  Gattung:  Polygonia. 

Auf  S.  456  ist  bei  der  Behandlung  der  P.  gracilis  der  Name  der  asiatischen  P.  agnicula  in  agricula 
verdruckt. 

Zu  Gattung  16.  Vanessa  F. 

S.  451  Zeile  21  v.  unten  statt  cyonomelas  muß  es  lauten:  V.  cyanomelas. 

Zu  Gattung  11.  Pyrameis  F. 

S.  451  Zeile  21  v.  oben  statt  fulva  ist  zu- lesen:  fulvia. 

zxx  12.  Gattung:  Hyjxinartia  (S.  460). 

Undigii.  Als  lindigü  FJdr.  wurde  ein  etwas  aberrantes  $  von  kefersteini  auf  Taf.  44  c  abgebildet.  Die  echte 

lindigii  bilden  wir  nach  einem  von  Herrn  A.  H.  Fasse  erbeuteten  Pärchen  Taf.  103  d  ab.  Man  sieht  hier  sofort 
den  charakteristischen  Phiterschied  im  Flügelschnitt,  besonders  am  Hflgl.  Dann  aber  auch  fällt  ein  Unterschied 
auf,  den  die  Abbildung  nicht  deutlich  wiederzugeben  vermag ;  nämlich  die  Vflglflecken  sind  bei  kefersteini 
weiß  beschuppt,  bei  lindigii  aber  glasartig,  völlig  schuppenlos  und  transparent.  Danach  ist  lindigii  der  kefer¬ 
steini  zwar  recht  nahe,  aber  keine  Form  davon. 

Zu  14.  Gattung  Napeocles  (8.  462). 

dumnorix.  Die  große,  von  uns  als  jucunda  abgebildete  Form  hat  Fruhstorfek  als  N.  dumnorix  abgetrennt, 

indem  er  dem  Namen  jucunda  auf  die  nördlicheren  Stücke  beschränkt,  wie  sie  z.  B.  in  Columbien  Vorkommen. 
Diese  sind  kleiner  und  auf  der  PTnterseite  heller  grau,  das  blaue  Mittelband  hat  deutlicher  weiße  Mitte. 

Zu  18.  Gattung  \ila  (8.  466). 

Statt  caecilia  Cr.  muß  es  heißen;  caecilia  Fldr. 

Zu  20.  Gattung  Megalura  (8.  468). 

Statt  merops  Bsd.  ist  merops  Bch.  zu  setzen. 

Statt  harmouia  Dbl.  u.  Hcw.  ist  liarmonia  Klug,  zu  lesen. 

Zu  26.  Gattung:  Megistanis  (8.  472). 

Neueres  Material,  das  mir  von  Herrn  A.  H.  Fasse  zxigeht,  zeigt,  daß  die  Annahme,  das  normale  $ 
von  haeotus  habe  gelbe  Oberseitenbinde,  irrig  ist.  Es  ist  blanbindig,  fast  genau  wie  das  8  gefärbt  und  gezeichnet, 
nur  größer.  Ebenso  ist  deucalion  nicht  geschlechtsverschieden,  8  $  gelbbindig.  Beides  dürften  darum  gute 

Arten  sein. 

Zu  41  Gattung:  Eunica  (8.  484). 

Zeile  19  von  unten  ist  statt  caerulea  zu  lesen:  cucrida  G.  n.  S. 

Zu  43.  Gattung;  Catagramma  (8.  593 — 6). 

acrias.  Catagramma  aerias  8.  u.  G.  ist  der  Panama-Vertreter  von  salamis,  oben  ebenso,  aber  unten  erreicht 

das  gelbe  Band  nicht  die  Vflgbasis.  Von  lyca  verschieden  durch  größeren  Blauglanz  der  Hflgl.  Nicht  selten. 

ruüla.  C.  rutila  8.  u.  G.;  das  $  zeigt  größeren  roten  Vflglteil  wie  typische  patelina.  —  Mexiko. 

casia.  C.  casta  8alv.  von  Oaxaca.  Nach  1  8tück  aus  3000'  Höhe  beschrieben;  wohl  eine  'patelina-F ovm,  Hflgl- 

unterseite  wie  bei  dieser,  aber  die  Linien  daselbst  zarter.  (A.  Seitz.) 

zyxina.  C.  texa  zyxina  Frühst,  aus  Venezuela  ist  verschieden  von  der  kolumbischen  Form  durch  doppelt  so 

breiten  rotgelben  Präapikalfleck  der  Vflgl  sowie  schmälere  rote  Zone  der  Hflgl.  Unterseite  erheblicher 
verschieden  durch  verschmälerte  Sxdiapikalbinde  der  Vflgl,  die  zudem  ein  wesentlich  erweitertes  schwarzes  Mittel¬ 
feld  aufweisen.  Die  gelbliche  Antemarginalbinde  der  Hflgl  ist  kaum  halb  so  breit  als  bei  texa,  das  schwarze 
heroica.  8ubmarginalband  ausgedehnter  und  dunkler  blau  eingefaßt.  —  heroica  Frühst,  aus  8üd-Mexiko  ist  im  männ¬ 
lichen  Geschlechte  kenntlich  an  ausgedehnteren  8chwarzflecken  und  geringeren  gelben  Binden  und  Streifen.  — 
»taximilla.  maximilla  Frw/xsk  aus  Espiritu- Santo  ist  verschieden  von  texa  und  zyxina  durch  kleinere  Gestalt,  sowie  dunklere 
und  auf  der  Oberseite  der  Figl  außergewöhnlich  reduzierte  rote  Felder.  Die  Unterseite  ist  jener  von  titania 
zum  Verwechseln  ähnlich,  nur  dringt  der  schwarze  Wurzelfleck  der  Vflgl  weiter  in  die  Zelle  ein. 


NYMPHALINAE.  Nachtrag.  Von  J.  Röber. 


599 


C.  codomanmm  Frühst,  aus  Columbien  (vermutlich  Muzo)  weicht  im  männlichen  Ceschlechte  durch  olheres. 

kürzeres  rotes  Feld  derHl'lgl  ab.  Unterseite  außerordentlich  verschieden:  die  Ht'lgl  vorwiegenfl  gelb  mit  selir 
schmalen,  aber  hervortretend  lichtblau  geschmückten  Schwarzflecken  und  Binden.  Die  Hflglzeichnung  gleicht 
mit  ihren  alleinstehenden  Augenflecken  viel  mehr  der  cynosura.  Der  gelbe  Sid)apikaIfJcck  der  Vflgl  ist  ausge¬ 
dehnter  als  bei  codomannus  von  Obidos  und  Brasilien. 

C.  eunoniia  triteia  Frühst,  (hus  Ecuador  (Hacienda  Anna-Maria,  Quevido)  unterscheidet  sich  von  eurio-  triteia. 
mia  durch  das  verschmälerte  rote  Feld  der  Vflgl,  das  auf  ein  fingerbreites  vertikales  Band  beschränkt  ist,  weil 
eirre  schwarze  Basalzorre  sich  bis  zrrr  Zellnritte  vorschiebt. 

C.  cynosura  neocles  Frühst,  arrs  Ecrrador  rrnterscheidet  sich  drrrch  vernrinderte  Rotfleckung  arr  der  neodes. 
Flgwurzel  der  Hflgl.  Die  Präapikalmakeln  der  Vflgl  kleiner.  Urrterseite  leicht  kerrrrtlich  an  außerorderrtlich 
vermirrderter  Schwarzbärrderrtrrg  rrnd  Fleckrrrrg  der  Hflgl. 

C.  sorana  menesa  Frühst,  arrs  Bahia  ist  im  märrnlicheir  Geschleckte  erheblich  kleiirer  als  Stücke  arrs  menesa. 
Paraguay  rrnd  derrr  südlicherr  Brasilien.  Alle  roten  Bärrder  rrrrd  Flecke  sind  verschrrrälert.  Die  Urrterseite  der 
Hflgl  ist  fahler  grausclrwarz  rrrit  fast  weißen  Zickzacklirrien.  Die  Arrgenflecke  sind  drrrch  urrgewöhrrlich  breite 
gelbe  Bänder  voneinarrder  getrerrnt.  Scheint  das  Erzerrgrris  eirrer  trockenen  Regioir  zrr  sein. 

C.  pygas  ophis  Frühst,  arrs  Bahia  ist  im  (J  größer  als  Stücke  arrs  Espiritrr- Santo  rrrrd  Rio  Grarrde  do  Suk  ojjhis. 

Die  blarre  Srrbrnargirralfleckrrrrg  der  Hlgl  ist  fast  völlig  erloschen,  dagegerr  das  rote  Feld  der  Vflgl  besonders 
jerrseits  der  Zelle  weserrtlicli  arrsgedehnter.  Die  Urrterseite  hat  schirrälere  schw'arze  Apikalzorre  der  Vflgl  rrrrd  den 
erheblich  größeren  Blaufleck  der  Vflgl.  —  agrianes  Frühst,  aus  Rio  Grarrde  do  Sul  ist  iirr  irrärrrrlicheir  Geschlechte  agrianes. 
verschiede rr  drrrch  das  fast  gärrzliche  Erlöscherr  der  lichtblarrerr  Zeichrrrurg  arrf  der  Oberseite  der  Vflgl  rrrrd  die 
zrrrücktreteride  Weißprrrrktierrrrrg  der  Vflgl.  Unterseits  wird  die  Abweichrrrrg  rr«ch  artffälliger  durch  die  voll¬ 
ständige  Verfärbrrrrg  der  Hflgl.  Diese  erscheirrerr  fast  schw'efelgelb  mit  ärrßerst  verwdschteir  schwarzen 
Streifen  rrnd  verkleinerterr  Augeirfleckerr,  die  jedoch  nanrentlich  in  Anbetracht  ihrer  geriirgerr  Größe  arrßer- 
orderrtlich  lichtblarr  orrrarrrentiert  sirrd.  —  paragrias  Frtihst.  arrs  Bahia  errtferrrt  sich  vorr  allerr  pypus-Rasseir  T)(>'f‘^adas. 
drrrch  ausgedehrrterr,  jedoch  nratterr  drrrrkelblarrvioletterr  Schiller  der  Hflgl-Oberseite,  so  daß  xAehirlichkeit  erzielt 
worderr  ist  rrrit  cyllene,  wie  sie  Tafel  102  Aa  darstellt.  Drrrch  die  Farberrverteilrrrrg  der  Oberseite  ist  arrch 
eine  gewisse  Färbrrrrgsübereirrstinrnrrrrrg  rrrit  Agrias  clmulianits  Stgr.  erreicht.  Die  FTrrterseite  bildet  eine  Zwi- 
scherrstrrfe  vorr  pygas  zrr  pygas  agriades,  doch  ist  die  Oberseite  der  Hflgl  gesättigter  gelb  rrnd  die  Blauflecke 
sind  hervortretender  rrnd  heller  als  selbst  bei  pygas  ojdiis.  Die  Exemplare  sirrd  auffallerrd  groß  rrrrd  rräherir  sich 
dadrrrch  der  ophis.  —  C.  cyllene  (S.  495)  forma  oberthüri  Niep.  Arrs  Ecrrador  ist  eine  Aberrativforirr,  die  sich  oherthün. 
rrrrr  durch  die  Urrterseite  urrterscheidet ;  daselbst  ist  alles  Blarr  drrnkler,  arrch  breitet  es  sich  nrehr  arrs,  die  weißerr 
Kerrre  fehlerr,  das  gelbe  Srrbapikalbarrd  ist  schrrräler,  das  blaue  Apikalband  dagegerr  breiter,  der  gelbe  Arrßerrrd 
der  Hflgl  ist  breiter,  die  schwarze  8rrbirrargirralbirrde  ohire  blarre  Morrde,  dagegerr  steherr  arr  der  itrirereir  Grerrze 
sieben  dicht  aneinarrder  liegerrde,  rrrit  schw'arzerr  Bogerr  rrrrrgrerrzte  Flecke,  w'elche  die  schwarz  eirrgerahrrrterr 
Mittelzeichmrngerr  erreichen;  der  Innerrwirrkel  trägt  eirrerr  blarrerr,  schwarz  schattierterr  Fleck. 

C.  claudinides  Frühst,  arrs  Paraguay  ist  oberseits  der  cyllene  (102  Aa)  sehr  ähirlich.  Das  rote  Feld  dev  daudinides. 
Vflgl  ist  weserrtlich  eingeschräirkter  als  bei  cyllene.  Die  Urrterseite  der  Hflgl  ist  verwascherrer  grau,  die  zwei  8rrb- 
margirralbirrderr  sirrd  gleichfalls  verwascherr  rrrrd  ohne  blarre  Flecke.  —  eucale  Frühst,  aus  8arrta-Cathariira  eucale. 
(Bhrmerrau)  rrirterscheidet  sich  vorr  denFornrerr  arrs  r'iördlichererr  Frrrrdorterr  drrrch  das  Vordrirrgerr  des  sclrwar- 
zerr  Irds  der  Vflgl,  der  irrarrchrnal  das  gatrze  Wrrrzeldrittel  der  Zelle  ausfüllt.  Die  Urrterseite  ist  viel  heller  als  bei 
agrianes,  narrrerrtlich  die  lichte  gelbe  Präapikalbirrde  der  Vflgl  fast  irrnrrer  dojrpelt  so  breit  als  bei  agrianes  rrrrd 
pygas.  Die  schw^arzerr  8rrbrrrargirrallinierr  der  Hflgl  verloscherr.  Die  Arrgerrzeichrrrurgerr  der  Hflgl  sirrd  härrfig  rrrrr 
vorr  eirrem  garrz  schmalen  schwarzen  Rirrg  rrrrrgeberr. 

C.  hydaspes  delmas  arrs  Paragrray  ist  zrr  trerrrrerr  vorr  der  Forrrr  arrs  Espiritrr- Sarrto  rrrrd  Bahia  dehms. 

drrrch  verschrrrälerte  Birrde  der  Vflgl  rrrrd  das  w^eserrtlich  verrirrgerte  blarrschillerrrde  Feld  der  Hflgl.  Die  Prä- 
apikalbinde  der  Vflghrrrterseite  ist  fast  dojrpelt  so  breit. 

C.  peristera  delna  Frühst,  arrs  Perrr  (Charrchamayo)  ist  irrr  rrrärrnlicherr  Geschlechte  oherseits  eberrso  arrs-  ddna. 
gedehnt  karminrot  wie  das  $  vorr  peristera.  Die  Urrterseite  steht  eberrfalls  derjerrigerr  des  peristera-^  rrahe. 

C.  atacama  manova  Frühst,  arrs  Cohrrrrbierr  ist  vorr  Ecrrador- 8tücken  verschiederr  drrrch  die  bederrterrd  manova. 
schrrrälere  gelbe  Zone  der  Vflgl  rrnd  derr  rrrrr  bis  zrrr  Zellspitze  reicherrderr  blarrerr  Fleck  der  Hflgl.  Die  F’'rrter- 
seite  ist  charakterisiert  drrrch  eirr  erheblich  ausgedehrrtes  schwarzes  8rrbrrrargirralfeld  der  Vflgl  rrrrd  die  ver- 
breiterterr  schwarzen  Lärrgsbinden  der  Vflgl.  —  carnania  Frühst,  arrs  Perrr  hat  rrrrr  w'enig  schrrräleres  orarrge-  carnania. 
farberres  Mittelfeld  als  atacama.  Der  Prachtfleck  der  Hflgl  ist  aber  rroch  werriger  arrsgebreitet  als  bei  manova.  Die 
Unterseite  der  Hflgl  trägt  ausgedehrrtere  schwarze  Längsstreiferr  als  die  cohrrrrbische  Rasse,  sodaß  die  gelberr 
Binden  noch  rrrehr  eingeerrgt  werderr  als  bei  atacama  vorr  Ecrrador  rrrrd  Colurnbierr.  —  ronata  Frühst,  arrs  Verre-  ronata. 
zrrela  zeigt  die  organgefarbene  Birrde  der  Vflgl  noch  tiefer  eirrgeschrritterr  rrrrd  schrrräler  als  bei  manova.  Der 


600 


NYMPHALINAE.  Nachtrag.  Von  J.  Röber. 


blaue  Hflglfleck  ist  kürzer,  breiter  und  dunkler.  Die  gelbe  Präapikalbinde  der  Vflgl-Unterseite  ist  stärker  gewellt, 
schmäler  als  bei  columbischen  Stücken,  die  beiden  antemarginalen  Binden  der  Hflgl  sind  dagegen  breiter. 

J.  Röber. 


zu  45.  Gattung:  Callicore  (S.  501). 

doris.  Als  Calütaenia  doris  wurde  von  Felder  1861  eine  Callicore  beschrieben,  die  vom  Autor  als  eigene  Gattung 

angesehen  wurde  und  Kirby’s  Mesotaenia,  ausmachte.  Aussehen  und  Größe  stimmt  mit  Callicore  über¬ 

ein,  nur  zeigt  die  Hflgl-Unterseite  statt  der  Ziffer  Punkte.  Figl  oben  schwarz,  die  Vflgl  mit  blauem  Wurzel¬ 
streif  und  solcher  schräger  Diskalbinde,  auf  den  Hflgln  ein  blaues  Submarginalband.  Unten  sind  alle  Streifen 
(2  vor  und  einer  am  Rande)  schwa,rz,  die  Vflgl  in  der  Wurzelhälfte  blutrot,  dann  eine  schmale  blaue  Binde 
und  der  Apikalsaum  silberweiß,  Hflgl  silberweiß  mit  rotem  Vrd,  mit  2  schwarzen  Streifen  und  6  solchen  Punkten. 
Ecuador.  —  Das  Tier  liegt  mir  nicht  vor,  so  daß  ich  weitere  Agaben  darüber  nicht  machen  kann. 

astcria.  C.  astcria  G.  u.  S.  wie  oben  astala,  aber  der  Blaufleck  im  Vflgl  fehlt,  dafür  ist  das  weiße  Spitzenfleckchen 

viel  größer;  imten  ist  der  Vflgl  viel  weniger  rot,  der  Hflgl  wurzelwärts  lichter;  nur  1  ^  von  Mexiko  (Aberration  ?). 

Zu  S.  509;  Vor  der  Ueberschrift  Limenitidi  hat  der  Zählbuchstabe  I  zu  stehen. 

Zu  49.  Gattung:  Adelpha  (S.  510). 

Bei  H.  melantlie  (S.  512)  ist  hinzuzufügen,  daß  sich  die  Form  inelanvpjie  G.  u.  8.  Taf 

findet. 

A.  ximene  Fldr.  ist  Taf.  109  a  abgebildet. 

A.  justina  Fldr.:  vgl.  Taf.  109  a. 

Bei  der  Numerierung  der  Genera  ist  zu  setzen; 

S.  545;  55.  Gattung  Chlorippe  (statt  53). 

,,  549;  56.  ,,  Asterocam.pn  (statt  54). 

,,  550:  57.  ,,  Preponn  (statt  55). 

,,  566:  58.  ,,  Agrias  (statt  56). 

Zu  62.  Gattung  Zaretes  (S.  578). 

pseuditys.  Zu  Seite  578,579, — H.  Fruiistorfer  unterscheidet  noch  folgende  Zaretes-Fornien ;  Zaretes  mV/ompseu- 

ditys  Frühst,  aus  Espiritu-Santo.  d  Vflgl  fast  geradlinig,  Apex  kaum  hervortretend.  Grundfärbung  dunkler 
als  bei  irgend  einer  der  l)isher  bekannten  Zaretes,  eigentümlich  matt  und  tief  rotbraun  mit  etwas  dunklerem 
Anflug  am  Apex  aller  Figl.  Unterseite  etwa  wie  bei  cacica  Stgr.  nur  viel  satter  rotbraun  und  dichter  schwarz 
gesprenkelt.  Auf  der  Hflgl-Unterseite  fehlen  die  Transversallinien,  die  bei  den  übrigen  Zaretes  von  den  Median¬ 
streifen  ausgehen  imd  die  seitlichen  Rippen  eines  trockenen  Blattes  voitäuschen.  $  etwas  größer  als  itys-^, 
avzuteiia.  der  Distalsaum  der  Hflgl  ausgedehnter  schwarz.  —  anzuletta  Frühst.  a\is  Mexiko  ist  die  zeichnungsärmste  der 
bisher  bekannten  Lokalformen.  Hal>ituell  größer  als  ellops,  Vflgl  fast  ohne  jede  Fleckung,  Hflgl  nur  mit  einer 
dünnen  Submarignalbinde.  $  hellgelb  mit  einer  doppelten  rotbraunen  Submarginalbinde  der  Hflgl  und  einer 
bisattina.  ebensolchen,  jedoch  einfachen  und  stark  gewinkelten  Binde  der  Vflgl.  —  russeus  $-fa.  bisaltina  Frühst.  Wie 
isidora,  jedoch  ist  der  Zellfleck  durch  eine  bandartige  Verlängerung  mit  dem  Distalsaume  verschmolzen.  Er- 
foliaca.  innert  an  Doleschallia  hisaltide  Cr.  von  Java.  —  russeus  $-fa.  foliaca  Frühst.  Dürfte  einer  Trockenzeitform 
angehören.  Vflgl  monoton  gelbbraun  ohne  transzellulare  Aufhellung.  Hflgl  stark  gewellt,  alle  Zeichnungen 
vidpeciila.  obsolet  rötlich  anstatt  schwarz.  8urinam,  Obidos,  unterer  Amazonas.  —  vulpecula  Frühst,  aus  Bahia.  Klei¬ 
ner  als  die  vorigen,  im  Figlschnitt  mit  vulpina.  übereinstimmend.  Figlfärbung  bedeutend  heller,  nur  ganz  ver¬ 
wischter  rötlicher  Apikalanflug  und  völlig  reduzierte  rote  Makeln  und  Zeichnungeir.  Unterseite  verwaschen 
hell  gelbbraun,  kaum  noch  schwarz  gesprenkelt.  $  fahlgelb,  Vflgl  mit  einigen  isolierten  Flecken  am  Zellschluß 
vtdpina.  und  dünner  Mittelbinde,  die  sich  kaum  merklich  auf  dem  Hflgl  fortsetzt.  Ist  Trockenzeitform.  —  vulpina 

aus  Paraguay  ist  vor  einigen  Jahren  in  großer  Menge  nach  Europa  gekommen.  etwas  lichter  als  itys  Cr.  aus 
Surinam,  Apikalsaum  aller  Figl  jedoch  braunviolett  anstatt  tiefschwarz  und  dachirch  an  die  brasilianischen 
Rassen  anklingend.  Die  übrigen  Zeichnungen  stark  verwaschen.  Unterseite  heller  als  bei  itys-(^C  isidora 
Gr.,  dunkler  als  bei  Brasilianern.  Das  $  verrät  Trockenzeitcharakter;  fast  hellgelb  mit  breitem  rotviolettem  Api¬ 
kalbezug  und  fein  rotbraunen  Binden  auf  allen  Flgln.  Ibiterseite  nur  leichthin  rotbraun  gesprenkelt.  Flgi- 
saum  wie  bei  anderen  Trockenzeitformen  stark  gewellt.  J.  Röber. 


.  109  d  abgebildet 


A.  Seitz. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  amerikanischen  Nyrnphaliden. 


601 


Alpliabetisclies  Yerzeichnis 

zum  Nachweis  der  Urbeschreibungen  der  unter  den  amerikanischen  Nymplialiden  aufgcführten  Formen. 

*  bedeutet,  daß  die  Form  an  der  zitierten  Stelle  airch  abgebildet  ist. 


abana  Act.  Heiv.  Exot.  Bntd..  4  (Acr.  fi).  * 

abas  Pby.  Hew.  Exot.  Butt.  3  (Eresia  5).  * 

aberrans  Pby.  Böb.  Seitz,  Groß-Scbmett.  5,  p.  448.  * 

abia  Ad.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Tlist.  (2)  6,  i3.  436.  * 

abnorinis  Mel.  Wr.  Butt.  West-Coast.  * 

abnipta  Pliy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  i^.  439.  * 

abulonia  Rep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  .562. 

abyla  Ad.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (2)  6,  p.  437.  * 

abylina  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  524. 

acacates  En.  Hew.  Equat.  Lep.  p.  22. 

acastxis  Mel.  Edw.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  5,  p.  16. 

acaudata  An.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  586.  * 

acca  Chlor.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  435.  * 

acesas  Phy.  Hew.  Exot.  Birtt.  3  (Eresia  A.).  * 

acesta  Calliz.  L.  Mus.  Ulric.  p.  298. 

aceta  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  3  (Eresia  A.).  * 

acheronta  Coea  F.  System.  Entom.  p.  501. 

aciplia  Act.  Hew.  Exot.  Butt.  2,  Acr.  2.  * 

acontius  Caton.  L.  Mant.  p.  537. 

acraeina  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  3  (Eresia  3).  * 

actinotina  Phy.  Bhb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  449.  * 

adamsi  Callithea  Lathy,  Entomolog.  36,  p.  105.  * 

adelina  Ohlos.  Stgr.  Verh.  Zool.-Bot.  Ges.  Wien  1875,  p.  102. 

adiante  Arg.  Bsd.  Lep.  Calif.  p.  61 . 

adiaste  Arg.  Edw.  Butt.  North  Amer.  3.  * 

adjutrix  Chlos.  Scudd.  Bull.  Buffalo  Soc.  2,  p.  269. 

adoiiis  Hel.  Biff.  Deutsche  Ent.  Ztschr.  1907,  p.  507.  * 

adoxa  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  465. 

adrasta  Ep.  Hew.  Exot.  Butt.  (EiDiph.  2).  * 

adriana  Act.  Hpffr-  Stett.  Zg.  35,  p.  345. 

adstricta  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  518. 

adiista  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Ztschr.  48,  p.  11. 

aea  Acl.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  416. 

aeclus  Megist.  F.  Syst.  Ent.  p.  522. 

aedoii  Agr.  Hew.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1848,  p.  46. 

acgina  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  544. 

acgiiia  Cat.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  107. 

aegon  Phy.  F.  Spec.  Ins.  2,  p.  130. 

aelia  Prep.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  355. 

aeiiaria  Pyrr.  Frühst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  37. 

aenea  Per.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  497. 

aeolia  Ad.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  419. 

acqiiatorialis  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  442.  * 

aequatorialis  Prot.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1875,  p.  35.  * 

aequatorialis  Pyr.  Wgn.  Sitz. -Ber.  Acad.  Münch.  1870,  p  .171. 

aereta  Act.  .Jord.  Entomologist  1913,  Nr.  2. 

aerotoine  Hel.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  79. 

aeschrion  Eun.  Frühst.  Societ.  Entom.  22,  p.  33. 

aethalia  Ad.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  419. 

agaeles  Dyn.  Dahn.  Anal.  Entom.  p.  47. 

aganisa  Did.  Bsd.  Spec.  G4n.  1,  Tb.  9.  * 

agatha  Tem.  F.  Mant.  Ins.  2,  p.  54. 

agathina  Chlor.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  Tf.  167.  * 

agathis  Chlor.  Godt.  Encycl.  Method.  9,  p.  377. 

agatlius  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  560. 

agele  Eun.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  i3.  487.  * 

agilla  Ad.  Frühst.  Ent.  Ztschr.  21,  p.  172. 

aglaope  Hel.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  79. 

aglaopcia  Hel.  Slgr.  Iris  9,  p.  305. 

aglaura  Ness.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tb.  29.  * 

agnata  Hel.  Stich.  Gen.  Ins.  Nymph.  Hel.  j).  46. 

agnes  Dyn.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  506.  * 

aidea  An.  Guer.  Ic.  Regne  Anim.  Ins.  Txt.  p.  478. 

aides  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Ztschr.  48,  p.  30. 

alala  Ad.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1847  (20),  p.  261.  * 

alalia  Act.  l^ldr.  Wien.  Ent.  iSIon.  4,  p.  105. 

alaskensis  Arg.  Holl.  Entomol.  News  11,  p.  383. 

alaskensis  Arg.  Lehm.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  424.  * 

alba  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Ztschr.  45,  p.  208. 

alberta  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  234.  * 

alberta  Arg.  Edv).  Canad.  Ent.  12,  p.  113. 

albescens  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  444.  * 

V 


albicornis  Ag.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  127. 

albidula  Dyn.  Weeks,  Canad.  hlnt.  33,  p.  26(i. 

albifaseiata  Ep.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  478. 

albifida  Ad.  Fruhst.  Ent.  Ztschr.  Stuttg.  21,  i3.  172. 

albimaeulata  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  294. 

albina  Ad.  Fruhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  519. 

albinea  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Ztschr.  43,  p.  408. 

albiiiotatus  Prot.  Idtlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  775.  * 

albipeiinis  Per.  Btlr.  Cistul.  Eid..  1,  p.  160. 

albiplaga  Mel.  Aaron,  Papilio  4,  p.  175. 

alblpunctata  Hel.  Jhff-  Berl.  Ent.  Ztschr.  45,  p.  199. 

albipunctata  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  444.  * 

albofascia  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  441.  * 

albofaseiata  Act.  Hew.  Ecpiat.  Lepid.  p.  23. 

albucilla  Hel.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  3,  p.  88. 

albiila  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Ztschr.  45,  p.  208. 

alcestis  Arg.  Edw.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  5,  p.  289. 

alcibiades  Meg.  Stgr.  Verh.  Zool.-Bot.  Ges.  Wien  25,  p.  104. 

alcioiic  Act.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Acr.  1).  * 

alcinena  Eun.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  Tb.  28. 

alethes  Phy.  Bat.  Ent.  IVlontli.  Mag.  1,  p.  82. 

alexna  Phy.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (6)  3,  p.  353. 

alicia  Ag.  Bat.  .lourn.  Entou’lol.  2,  p.  312.  * 

alicia  Ast.  Edw.  Butt.  Unit.  Stat.  (1868)  135. 

alicia  Per.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Catagr.  12).  * 

alipliera  Eu.  Godt.  Enc.  M4th.  Zool.  9,  p.  246. 

alithea  Hel.  Hew.  Eciuator.  Lep.  p.  10. 

alla  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  465. 

alina  Mel.  Streck.  Lep.  Rhop.  Het.  p.  135. 

alina  Phy.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  93.  * 

alpais  Eun.  Godt.  Encycl.  M4thod.  9,  p.  416. 

alpheios  Ag.  IGuhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  545.  * 

alsina  Phy.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  33. 

altissinia  Pyr.  Bos.  u.  Tlb.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1913. 

alycia  Eun.  Fruhst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  210. 

amalfreda  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  212. 

ainandus  Hel.  Srn.-Ky.  Rhop.  Exot.  1.  * 

amaryllis  Hel.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  80. 

amata  Eun.  Drc.  Cistul.  Entom.  1,  p.  285. 

amata  Ilel.  Stgr.  Iris  9,  p.  301. 

amatliea  An.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  478. 

amathusia  lieh  Cr.  Pap.  Exot.  2,  p.  124.  * 

amazona  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  306. 

amazonica  Dyn.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  505.  * 
amazoiiica  Agr.  Stgr.  Iris  1898,  i3.  362. 
amazonica  Pan.  Fruhst.  Entomol.  Rundsch.  29,  p.  46. 
amazonica  Phy.  Bat.  Journ.  Entomol.  2,  p.  190. 
amazonica  Tem.  I^ruhst.  Stett.  Zg.  68,  p.  232. 
ambrosia  An.  Drc.  Cistul.  Entom.  1,  p.  288. 
amelia  Eun.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  Tb.  136.  * 
amenophis  An.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  449. 
americana  Arg.  Slrd.  Rep.  Norv.  Arct.  Exp.  Frani  (3),  p.  30. 
amesia  Prep.  Fruhst.  Iris  17,  p.  290. 

amida  Act.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1854  (2),  p.  245.  ? 
amoena  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  364.  * 
amoena  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  13. 
amor  Hel.  Stgr.  Exot.  Schmett.  1,  p.  78.  * 
amphichloe  Ag.  Bsd.  Leiiid.  Guatemal.  p.  27. 
ampliiktion  Prep.  IGuhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  556. 
amphilecta  Act.  .Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  366. 
amphimachns  Prep.  F.  System.  Entom.  p.  457. 
amplnnome  Ag.  7..  Syst.  Nat.  2,  p.  779. 
amphira  Pyrr.  Bat.  Journ.  Entom.  2,  p.  319. 
amidiitrite  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  46,  p.  157. 
amplias  Dyn.  Hew.  Exot.  Butt.  2  (Eubagis  3).  * 
amycla  Eun.  Godt.  Encycl.  Jlethod.  9.  Suppl.  p.  823. 
amydon  Agr.  Hcic.  Exot.  Butt.  1  (Agrias  a.  Sid.).  * 
amydonides  Agr.  I^ruhst.  Entom.  Zschr.  Guben  1898,  p.  166, 
amydonins  AgT.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  164.  * 
amymone  Cyst.  MGi.  Cat.  Mus.  Petr.  Lep.  p.  123.  * 
anaci'con  Hel.  Sm.  u.  J\y.  Rhop.  Exot.  1.  * 
anactorie  Hel.  Dbl.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  103.  * 

76 


602 


Urbesclireibungs-Nacliweis  der  amerikanischen  Nymphaliden. 


anaitis  Ilel.  Riff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  p.  513. 

anassa  An.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  120. 

anaxa^fu'as  Agr.  Stgr.  Exot.  Tagf.,  1,  p.  165.  * 

aiiaxo  Act.  Hpfir.  >Stett.  Zg.  35,  p.  317. 

aiidei'ida  lieh  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

aiidieola  Dione  Bat.  Joiun.  Entomol.  2,  ii.  187. 

aiidieola  Prep.  F7nihst.  Insekten-Borse  1901,  p.  126. 

aiidrcniona  Hel.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  16.  * 

andria  An.  Scndd.  Bull.  Buffalo  Soc.  N.  IT.  1875,  p.  218. 

angelhia  Chlor.  Fldr.  E.eise  Novara  Ijep.  3,  p.  135. 

angusta  Phy.  Heu\  Exot.  Butt.  1  (Eresia  7).  * 

aiiicia  Mel.  Heio.  v.  Dbl.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  179. 

aiiieta  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  3  (Eresia  6).  * 

aiina  Aii.  Stgr.  Iris  10,  p.  119.  * 

anna  Arg.  Bich.  Gay  Faun.  Chil.  7,  p.  23. 

aiina  Callic.  Guer.  Icon.  Regn.  Anim.  Ins.  Texte,  p.  180. 

anna  Eun.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Tb.  281.  * 

anna  lieh  Neust.  Verh.  Zool.-Bot.  Ges.  Wien  58,  p.  276. 

annelta  lieh  Blff.  Beil.  Ent.  Zsclu'.  45,  p.  187. 

annita  l’hy.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  92.  * 

anomala  Mel.  G.  u.  S.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1897,  i?.  213. 

anteas  Act.  Dbl.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  112.  * 

antliele  Pyrr.  Frühst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  38. 

antholia  Mysc.  Godt.  Encych  M4thod.  9,  Suppl.  p.  821. 

antigona  Hel.  B'iff.  Beil.  Ent.  Zschr.  45,  p.  210. 

antikleia  Prep.  Frtdist.  Iris  17,  p.  288.  * 

aiiiillena  Cat.  Kaye  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1913,  Tf.  730.  * 

antiinaohe  Prep.  Hbn.  Verz.  bekannt.  vSchmett.  p.  49. 

antinoe  Caton.  Godt.  Eiicycl.  Method.  9,  p.  410. 

antioclius  lieh  L.  Syst.  Nat.  (XII)  2,  p.  1068. 

antiopa  Van.  L.  Syst.  Nat.  1,  p.  776. 

antonia  Ast.  Edw.  Field  a.  Fore.st  3,  p.  103. 

antoniae  Ad.  Fridist.  Seitz,  Groß- Schinett.  5,  p.  521. 

annbis  Dyn.  Hew.  Exot.  Butt.  (Bubagis  3).  * 

anznletta  Zar.  Frühst.  Ent.  Zschr.  1909,  p.  166. 

aoede  lieh  Hb)i.  Verz.  bekannt.  Schinett.  p.  12. 

aphidna  Cat.  Heiv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  72. 

aplirodite  Arg.  F.  Alant.  Ins.  2,  p.  62. 

aphrodyte  Hel.  Stgr.  Iris  9.  p.  299.  * 

apicalis  Cyst.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  130. 

apioalis  Phy.  Böh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  117.  * 

appiades  An.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  585.  * 

appias  An.  Hbii.  Snunlg.  Exot.  Schinett.  * 

appieiata  Au.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  582. 

approxiinata  Alel.  Streck.  Lep.  Rhop.  Ilet.  Suppl.  3,  p.  23. 

apseiides  lieh  Hb».  Zutr.  Smnilg.  Exot.  Schniett.  1,  p.  25.  * 

aquilifer  Eu.  Beil.  Ent.  Zschr.  48,  p.  8.  * 

aquillia.  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  531. 

arachiie  An.  Cr.  I'ap.  Exot.  1,  Tf.  18.  * 

araeluie  Alel.  Ediv.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  2,  p.  372. 

aranea  Hel.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  p.  168. 

araiicaiia  Eun.  Fldr.  AVien.  Ent.  Alon.  6,  p.  121. 

arcaei  Hyp.  S.  u.  G.  Ann.  Alag.  Nat.  Hist.  (1)  7,  p.  415. 

arcliesilea.  Phy.  Ftdr.  A^erh.  Zooh  Bot.  Ges.  AVien  1867,  p.  171. 

arehidoiia  Coen.  Hew.  Exot.  Butt.  2  (Sider.  1).  * 

areliidonia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p).  525.  * 

archippus  Lim.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  Tf.  16.  * 

arctiea  Arg.  Z.  Ins.  Lapp.  p.  899. 

areiiella  Hel.  Druce,  Tra.ns.  Ent.  Soc.  Ijond.  1871,  p.  150. 

ardema  Chlor.  Reak.  Proc.  Acad.  Phil.  1866,  p.  336. 

ardys  Phy.  Heiv.  Exot.  Butt.  (Eresia  5).  * 

areoosa  Ad.  Hetv.  Ann.  Alag.  Nat.  Hist.  20,  p.  263. 

arene  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  511.  * 

arene  Dyn.  Hbrn.  Smmlg.  Exot.  Schmott.  * 

aretas  Cat.  Heic.  Exot.  Butt.  2  (Catagr.  6).  * 

arete  Ad.  Mhi.  Cat.  AIiis.  Petr.  Lep.  2,  p.  118. 

arete  Ag.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  I^ep.  Tf.  10.  * 

aretlmsa  Ag.  Cr.  Papih  Exot.  1,  Tb.  77.  * 

aretina  Ad.  Frühst.  Ent.  Zschr.  Stuttg.  21,  p.  172. 

arge  Arg.  Streck.  Catah  Lep.  1878,  p.  114. 

arge  Pyrr.  Stgr.  Entomolog.  13,  11,  6. 

argentea  Phy.  G.  u.  S.  Bioh  Centr.-Amer.  Rhop.  1,  p.  207. 

argina  Pyrr.  Frühst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  31. 

arginussa  Au.  Hbn.  Zutr.  Smudg.  Exot.  Schniett.  (1).  * 

argus  Ast.  Bett.  Entom.  Alonth.  Alag.  1,  p.  130. 

argyria  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  !>.  560. 

ariadne  Tem.  Cr.  Papih  Exot.  2,  Tb.  132.  * 

ariba  Eun.  Frühst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  -±8. 

aricia  Ad.  Hetv.  Ann.  Alag.  Nat.  Hist.  1847  (20),  p.  263.  * 

arieilla  Phy.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  350. 

ariensis  Ag.  G.  u.  S.  Bioh  tientr.  Amer.  Rhop.  1,  p.  272. 

arinome  Ag.  Luc.  Rev.  Zoolog.  1853,  p.  312. 

aristioiia  Hel.  Hetv.  Exot.  Butt.  I.  * 


aristomaelie  Hel.  Riff.  Berh  Ent.  Zschr.  46,  p.  131. 

arizonensis  Lim.  Edtc.  Papilio  2,  p.  22. 

arquatus  Eu.  Stich.  Berh  Ent.  Zschr.  48,  p.  9.  * 

artacaena  An.  Heiv.  Exot.  Butt.  1  (Paphia  2).  * 

artemis  Callic.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  502.  * 

artemis  Hel.  Riff.  Deutsche  Ent.  Zsclir.  1907,  p.  502.  * 

arteniisia  Dyn.  F.  Entom.  Syst.  3  (1),  p.  101. 

artliemis  Lim.  Drury,  111.  Exot.  Ent.  2,  Tf.  10.  * 

artifex  Hel.  Stich.  Entom.  Nachr.  25.  p.  30. 

artoiiis  Arg.  Ediv.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  9,  p.  2. 

aspasia  Eun.  Fldr.  AVien.  Ent.  Alon.  5,  p.  104. 

asta  Cat.  Salv.  Ann.  Alag.  Nat.  Hist.  (1)  1,  p.  178. 

astala  Callic.  Guer.  Ic.  Regne  Anim.  Ins.  Txt.,  p.  179. 

astarte  Arg.  Dbl  .-Heiv.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tb.  53.  * 

astarte  Cat.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Tf.  256.  * 

asteria  Cat.  G.  u.  S.  Ann.  Alag.  Nat.  Hist.  (6)  14,  p.  97. 

astinax  An.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  Tf.  337.  * 

astraea  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  311. 

astricta  Ect.  Frühst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  43. 

astyaiiax  Lim.  F.  Syst.  Entom.  p.  417. 

astydamia  Hel.  Erichs.  Schomburgk  Reis.  3,  p.  595. 

ataeama  Cat.  Heiv.  Exot.  Butt.  (Catagr.  1).  * 

atalaiita  Pyr.  i.  Syst.  Nat.  (X),  p.  478. 

ate  Dyn.  C.  u.  S.  Bioh  Centr.  Amer.  Rhop.  1.  p.  247.  * 

ateriiia  A.g.  L'ruhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  543. 

ates  An.  Drc.  Proc.  Zooh  Soc.  Lond.  1877,  p.  641.  * 

atlieiiioii  Dyn.  L.  Alus.  Ulric.  p.  323. 

atlieiiais  Agr.  Frühst.  Entomol.  Rundsch.  29,  p.  46. 

atlieiie  Hel.  Neust.  A^erh.  Zool.-Bot.  Ges.  Wien  58,  p.  269. 

atäiene  Pyrr.  Frühst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  37. 

atinia  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  510.  * 

atlantis  Ag.  Bat.  Ent.  Alonth.  Alag.  1,  p.  115. 

atlantis  Arg.  Edw.  Proc.  Ac.  Nat.  Sei.  Phil.  1862,  p.  54. 

atossa  Arg.  Edw.  Butt.  N.-Amer.  3,  Tb.  8. 

atra  Phy.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  443.  * 

alronia  Phy.  Bat.  Ent.  Alonth.  Alag.  3,  p.  133. 

atroseta  Hel.  Riff.  Berh  Ent.  Zsclu'.  45,  p.  202. 

attalis  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  561. 

altica  Ad.  Fldr.  Reise  Novara  Ley).  3,  p.  421. 

atthis  Hel.  Dbl.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  102.  * 

aut'idia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  525. 

aiigusfa  Eun.  Bat.  Entom.  Alonth.  Alag.  3,  p.  135. 

angusta  Hel.  Riff.  Berh  Ent.  Zsclm.  45,  p.  2. 

augusta  Alel.  Edw.  Canad.  Ent.  22,  p.  21. 

augustina  Alel.  Wr.  Butt.  West-Coast.  * 

aulicus  Hel.  Weym.  Stett.  Zg.  45,  p.  19.  * 

aiiraiitia  Cyst.  XVeeks,  Proc.  New-Errgh  Zooh  Club  3,  p.  5. 

aiirantia  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  368. 

aurantiaoa  Agr.  Frühst.  Eirtorn.  Nachr.  23,  p.  252. 

aurelia  Callic.  Guen.  Al^m.  Phys.  G4n.  22,  p.  385. 

aureola  An.  Bat.  Errt.  Alorrth.  Alag.  3,  p.  152. 

aureoinarginata  Pol.  Cckll.  Entomolog.  1889,  p.  100. 

aurora  Hel.  Bat.  Traras.  Jünn.  Soc.  I^ond.  Z.  23,  yj.  555. 

aiirora  Phy.  Röb.  >Seitz,  Groß-Schmett.  5,  yj.  149.  * 

aTit(dycus  Prey?.  Frühst.  Iris  17,  p.  285. 

aveyrama  Phy.  Bat.  Journ.  Entom.  2,  p.  192.  * 

azeca  Vila,  Dbl.  v.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  yj.  407.  * 

baechis  Cych  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  p.  219. 
baeotus  Alegist.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tb.  48.  * 
bahiaiia  Prep.  Frühst.  Entomol.  Nachr.  1897,  yr.  221. 
bahiana  Tem.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  yi.  231. 
bandiisia  Ep.  Frühst.  Entomol.  Rundsch.  29,  p.  11. 
bari  Hel.  Oberth.  Et.  d’Ent.  21,  p.  23. 
barnesi  Phy.  Skinn.  Canad.  Entomol.  29,  yD.  155. 
bai'iiosia  Ad.  Schs.  Proc.  Un.  St.  Nat.  Alus.  1900,  p.  396. 
bai'Oiii  Arg.  Edw.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  9,  p.  3. 
baroni  Alel.  H.  Edw.  Payrilio  1,  y3.  52. 

bartictli  Callith.  G.u.S.  Ann.  Alag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  264. 

bartletti  Hel.  Druce,  Proc.  Zooh  Soc.  Lorrd.  1876,  p.  219.  * 

bartoline  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-  Schniett.  5,  p.  521. 

basifnsca  Prec.  Weym.  Stiibel’s  Reise,  yr.  120.  * 

basilea  An.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  Tf.  329.  * 

basiloides  Ad.  Bat.  Journ.  Entom.  2,  yr.  332. 

batesi  Hel.  Riff.  Beil.  Ent.  Zschr.  45,  yr.  207. 

batesi  Phy.  Reak.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  5,  yr.  226. 

batesii  Callith.  Hetv.  Trans.  Ent.  Soc.  Ijond.  (2)  1,  yr.  99.  * 

batesii  Ness.  Fldr.  Wien.  Ent.  Alon.  1,  p.  237. 

beaiii  Alel.  Skinn.  Canad.  Ent.  29,  yr.  155. 

bcata  Agr.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  yr.  166.  * 

beata  Hel.  Riff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  yr.  512.  * 

bealil'iea  Agr.  Hew.  Equat.  Lepid.  yr.  30. 

bcati'ix  Au.  Drc.  Cistuh  Entomol.  1,  p.  287. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  amerikanischen  Nymphaliden. 


003 


beehiua  Eiin.  Hew.  Exot.  Butt.  (Eunica  2).  * 
beckcri  Chlor.  Hew.  Exot.  Butt.  3. 

beckeri  IVIel.  G.  u.  S.  Biol.  Centr.  Amer.  Rliop.  2.  p.  076. 
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bereiiice  Phy.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  110. 
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biedermanni  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  530. 
biplag’iata  Vict.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  p.  13. 
bipunctata  Vict.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  p.  13. 
bipupillata  Dyn.  Eöb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  507. 
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boeotia  Ad.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3.  p.  422. 
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bouqueti  Hel.  Nöldn.  Berl.  Ent.  Zschr.  46,  p.  7. 
bonrcieri  Callic.  Guen.  M4m.  Phys.  G4n.  22,  p.  385. 
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burmeisteri  Chlor.  G.  u.  S.  Biol.  Centr. -Amer.  Rhop.  1,  p.  317. 
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cabira  Eun.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  105. 
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caenilescens  Arg.  Holl.  Entom.  News  11,  p.  332. 
cajetani  Cat.  Guen.  M4m.  Phys.  G6n.  22,  p.  410. 
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calena  Phy.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  350. 


califoniiea  Chlos.  Wr.  Ihitt.  Wost-Coast.  * 

californica  Lim.  Bitr.  Proc.  Zool.  Soc.  J.ond.  1865,  j).  185. 

calil'ornica  Van.  Bsd.  Ann.  Soc.  Knl.  Fr.  (2)  10,  !>.  306. 

caliineiie  Act.  EFl.  Berl.  Ent.  Zschr.  46,  p.  295. 

calliaiiira  Act.  Hbn.  Zutr.  Exot.  Schmett.  5,  p.  14.  * 

oallianira  Chlor.  i\14n.  Cat.  .Mus.  Petr.  Lep.  1,  p.  87.  * 

calliaiilhe  Act.  Fldr.  Wien,  Ent.  Mon.  6,  y».  417. 

callidryas  An.  Fldr.  Verb.  Zool.-Bot.  Ges.  Wien,  1869,  y).  474. 

caliii)e  Arg.  Bsd.  Ann.  Ent.  Soc.  Fr.  (2)  10,  yj.  203. 

calliphane  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  y>.  526.  * 

oalliphielea  Ad.  Bür.  Catal.  Eahric.  p.  58. 

calloiiia  Phy.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  92.  * 

callyoopis  lieh  Cr.  Pay).  Exot.  2,  y^.  143.  * 

eallista  Hel.  Eiii.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  212. 

calyinma  Act.  Jord.  Entomologist  1913,  Nr.  2. 

cainbyses  An.  T)rc.  Proc.  Zool.  Soc.  I.ond.  1877,  yj.  646. 

oamelita  Per.  Heiv.  Exot.  Butt.  5  (Catagr.  13).  * 

caiuilla  Prey).  G.  u.  S.  Biol.  Centr. -Amer.  Rhoyi.  1,  p.  321. 

eamilliis  Phy.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  3,  p.  268. 

campana  Eun.  Fldr.  Wien.  Ent.  3Ion.  5,  p.  104. 

campaspe  Per.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Cybd.  1).  * 

campeda  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  532. 

caiia  Cyst.  Er.  Schomlnu’gk,  Reisen  3,  p.  599. 

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caninia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  516.  * 

canoma  Per.  Drc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  156. 

canthara  Pseud.  Dbl.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  226. 

camileia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  525. 

oaiiutia  Act.  Hpffr.  Stett.  Zg.  35,  p.  345. 

eapenas  Mysc.  Hew>.  Exot.  Butt.  2  (Cybdel.  3).  * 

caphira  Ad.  Hew.  Trans.  Enl^.  Soc.  Lond.  1869,  y).  73. 

capnodes  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  360. 

carabaia  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  463. 

caralis  Eun.  Hexe.  Exot.  Butt.  2  (Cybl.  3).  * 

earbo  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  y5.  13.  * 

cardases  Per.  Heiv.  Exot.  Butt.  4  (Cybd.  4).  * 

cardui  Pyr.  L.  Syst.  Nat.  (X),  yj.  475. 

caresa  Eun.  Hew.  Exot.  Butt.  (Cybd.  3).  * 

oareta  Eun.  Heio.  Exot.  Butt.  1  (CVbd.  2).  * 

carias  Eun.  Heiv.  Exot.  Butt.  2  (Cybd.  3).  * 

carica  Act.  Weym.  Stübels  Reise  yj.  73.  * 

carigia  Phy.  Schs.  Proc.  Un.  Stat.  Mus.  24,  p.  395. 

carme  Phy.  Dbl.  xi.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  Tb.  20.  * 

oarmela  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5.  p.  529. 

Carmen  Callic.  Guen.  M4m.  Phj’s.  G4n.  22,  yr.  392. 

carycina  Act,  Jord.  Seitz,  Groß-Sclunett.  5,  p.  373.  * 

carye  Pyr.  Hbyx.  Smmlg.  Exot.  Sclmiett.  1.  * 

casiphia  Phy.  Heiv.  Equat.  Lepid.  p.  25. 

cassandra  lieh  Fldr.  Wien.  Ent.  Zsclir.  6,  p.  419. 

cassiopea  Phy.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  262. 

castaneus  Prot.  Btlr.  I’roc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  775. 

castilla  Phy.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  419. 

catablymata  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  542. 

eatachlora  Prey^.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  162. 

cathariiiae  Hel.  Stgr.  Exot.  Schmett.  1,  yD.  79. 

catliaiinae  IVrr.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  yn  131. 

catinka  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  644.  * 

catocliaera  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  yr.  468. 

catula  Phy-.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  350. 

catulus  Meg.  Fldr.  Wien.  Ent.  iMon.  5,  yD.  108. 

cauca  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  y^.  371. 

caudata  An.  Eöb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  yj.  584.  * 

cecrops  Prot.  Dbl.  ii.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  314. 

cedestes  Act.  Jord.  Entomologist  1913,  Nr.  2. 

celemiiia  Phy.  Eöb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  448.* 

celeris  Ad.  Bat.  Ent.  3Ionth.  Mag.  1,  yi.  127. 

celma  Eun.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Cybd.  1).  * 

cchnina  Eun.  Frühst.  Stett.  Zg.  1909,  yj.  214. 

celtis  Ast.  Bsd.  xt.  Lee.  Ley?.  Amer.  Seyrt.  y3.  210. 

centralis  An.  Eöb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  586.  * 

centralis  Cat.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  108. 

centralis  Prep.  Frühst.  Iris  17,  p.  284. 

cephallenia  Hel.  Fldr.  Novara  Leyj.  2  (2),  yr.  373. 

ceracliates  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  521. 

cerealia  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  yj.  642.  * 

cerqnita  Phy.  Dogn.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  38,  p.  680. 

cerrita  Mel.  Wr.  Butt.  West-Coast.  * 

ceryx  Callic.  Hexe.  Exot.  Butt.  3  (Catagr.  10).  * 

cestiis  Ad.  Hew.  Ann.  Alag.  Nat.  Hist.  1847  (20),  p.  261.  * 

chaeronea  An.  Fldr.  Wien.  Ent.  jlon.  5,  p.  110. 

chalcedon  Mel.  Dbl.  xi.  Hexe.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  ISO. 

clialciope  Prep.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  * 

clialcis  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  557. 


604 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  amerikanischen  Nymphahden. 


chalcothea  Pan.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  4,  p.  170. 
chaiicha  Ad.  8i(jr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  144. 
chara  Mel.  Edw.  Canad.  Entom.  15,  p.  209. 
eliariclea  Arg.  Schn.  Neu.  Mag.  5,  p.  588. 
oharitonia  Hel.  L.  vSyst.  Nat.  (XII)  2,  p.  757. 
oharlotti  Arg.  Brns.  Canad.  Entom.  29,  p.  39. 
chaseba  Per.  Hein.  Exot.  Butt.  1  (Oatagr.  5).  * 
chea  Act.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  7  (12),  ii.  220. 
chelone  Pol.  Schz.  Iris  1902,  p.  324. 
cherubina  Chlor.  Fldr.  Reise  Novara  Lei?.  3,  p.  435. 
chestertoni  Hel.  Heiv.  Exot.  Butt.  5. 

chiliarches  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclmiett.  5,  p.  558. 
chioneus  Hel.  Bat.  Ent.  Montli.  Mag.  1,  p.  58. 
ehiricaiius  Prot.  Röb.  Seitz,  Groß-Sclnnett.  5,  p.  580. 
chiron  Meg.  F.  System.  Entom.  p.  452. 
chironides  Meg.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  iJ.  134. 

Chitone  Arg.  Edw.  Canad.  Ent.  11,  p.  72. 

chloe  Ag.  Cr.  Pap.  Exot.  Suppl.  Tf.  5.  * 

chlorochroa  Eun.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  172. 

ehlorotaeiiia  Chlor.  Röh.  Seitz,  Groß-Schniett.  5,  p.  546. 

cboarimis  Hel.  Ent.  Month.  Mag.  9,  p.  83. 

chorienes  Eun.  Frühst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  212. 

chorophila  An.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  591.  * 

chromis  Caton.  Dbl.  n.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tb.  27.  * 

chromis  Phy.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  5  (2),  p.  260. 

cliromus  Prep.  Guer.  Ic.  Regne  Anim.  Ins.  p.  478. 

chrysantis  Hel.  G.  u.  S.  Biol.  Centr.-Am.  Rhop.  1,  p.  146. 

chryseis  Dyn.  Bat.  .Journ.  Entom.  2,  p.  322.  * 

chrysites  Ei).  Latr.  Humb.-Boupl.  Observ.  Zool.  1,  p.  245.  * 

chrysophana  An.  Bat.  Ent.  jMonth.  Mag.  3,  p.  152. 

clirysoptera  Pol.  Wr.  Butt.  West-Coast.  * 

cibyra  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  529. 

cicia  An.  Mschlr.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  26,  p.  319.  * 

cillene  Col.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Tf.  215.  * 

cinara  Eun.  Hew.  Stett.  Zg.  1909,  p.  215. 

cinctus  Prep.  Frühst.  Iris  17,  p.  280. 

Clara  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  372. 

Clara  Hel.  F.  Ent.  Syst.  37  (1),  p.  161. 

Clara  Phy.  Bat.  .lourn.  Entom.  2,  p.  192. 

clarescens  Hel.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  15,  p.  223. 

Claudia  Eupt.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Tb.  69.  * 

Claudia  Hel.  G.  u.  S.  Biol.  Centr.-Am.  Rhop.  1,  p.  145. 

Claudia  Agr.  Schulz,  Naturforscher  9,  p.  100.  * 

claudianus  Agr.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  164.  * 

claudina  Agr.  Godi.  Encycl.  M4thod.  9,  p.  421. 

claudiua  Idiy.  Esch.  Kotzeb,  Reise  3,  p.  212.  * 

clcasa  Act.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Acr.  6).  * 

cleobaea  Eu.  Hbn.-G.  Zutr.  Sininlg.  Exot.  Schmett.  1,  i).  7.* 

cleomestra  An.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Paphia)  2.  * 

clio  Arg.  Edw.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  5,  p.  106. 

clio  Phy.  L.  Mus.  ülric.  xd.  229. 

clisithera  Per.  Hew.  Boliv.  Butt.  p.  7. 

cloella  Per.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Catagr.  11).  * 

clotliilda  Chlor.  Fldr.  Reise  Novara,  Lep.  3,  p.  437.  * 

cluvia  An.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  351. 

cluvia  Phy.  S.  u.  G.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhopal.  1.  p.  198.  * 

clyinena  Callic.  Cr.  Papil.  Exot.  1,  Tf.  24.  * 

clysonyinus  Hel.  Latr.  Hundj.-Boni)!.  Obs.  Voy.  2,  i)-  128.  * 

clytemnestra  Hyx)na  Cr.  Pap.  Exot.  2,  Tf.  137.  * 

clytia  Eun.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Cybd.  1).  * 

clvtia  Hel.  Cr.  Pai).  Exot.  1,  p.  103.  * 

cocala  Ad.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Tf.  242.  « 

cocaliiia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclunett.  5,  p.  516.  * 

codomannus  Cat.  F.  Si^ec.  Ins.  2,  p.  57. 

cocadös  Dyn.  Burin.  Descr.  Rei).  Argent.  5,  p.  170. 

coela  Phy.  Druce,  Ent.  Month.  Mag.  11,  p.  37. 

coelinula  Callic.  Gucn.  Mem.  Phys.  G4n.  22,  i).  389. 

coeuia  Prec.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  2,  p.  32. 

cocnus  Dyn.  F.  Entom.  Syst.  3  (1),  x).  308. 

coerula  Eun.  G.  n.  S.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  64. 

cognata  Hel.  Riff.  Derrtsche  Ent  Zschr.  1907,  x)-  506. 

colada  Ad.  Fldr.  Wien.  Ent.  (Mon.  6,  x^-  116. 

collina  Ad.  Hew.  Ann.  Alag.  Nat.  Hist.  1847  (20),  x^-  262.  * 

cotoii  Hel.  Weym.  Stett.  Zg.  51,  x^-  291. 

colon  Alel.  Rdw.  Papilio  1  p.  45. 

colonia  Alel.  Wr.  Butt.  West-Coast.  * 

columbana  Caton.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  x^-  H- 

Columbia  Arg.  Edw.  Pacif.  Coast.  Lep.  Nr.  26  (1877). 

columbiana  Cat.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  263. 

columbiana  Tem.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  x^-  230. 

coluinbina  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  295. 

comma  Pol.  Harr.  Ins.  Inj.  Veget.  p.  221. 

comnena  Per.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Catagr.  11).  * 


completa  Ad.  Frühst.  Ent.  Zschr.  Stuttg.  21,  p.  172. 

comta  Act.  Jord.  Novit.  Z  ol.  17,  p.  466. 

concinna  Hel.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Hel.  p.  28. 

concolor  An.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  584. 

concordia  Eun.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Cybd.  1).  * 

concors  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  317.  * 

conferta  Phy.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  394. 

conflua  Phy.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  442. 

coiiflucns  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  x>-  365. 

conflucns  Sid.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  x^-  182.  * 

coiifusa  Prex).  Niep.  Lepidoptera  Niepeltiana  p.  31.  * 

congener  Hel.  Weym.  Stübels  Reise  Lep.  p.  117.  * 

consobrina  Callic.  Giien.  Ic.  Regne  Anim.  Ins.  Txt.  p.  482. 

conspicua  Act.  Jord.  Entomologist  1913,  Nr.  2. 

constricta  Prec.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  401. 

contigua  Hel.  Weym.  Stübels  Reise  Lep.  p.  118.  * 

cooperi  Alel.  Behr,  Proc.  Calif.  Ac.  Sei.  1863,  x^-  90. 

copiosus  Eu.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Ins.  Lep.  Nymph.  Hel.  p.  57. 

cora  Ad.  Frühst.  Ent.  Zschr.  Stuttg.  21,  p.  172. 

cora  Arg.  Luc.  Ami.  Soc.  Ent.  Fr.  1850,  p.  249. 

coralii  lieh  Btlr.  Cistul.  Entom.  2,  p.  151. 

coreyra  Ad.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1847  (20),  p.  262.  * 

corduba  Act.  Hew.  Boliv.  Butt.  p.  6. 

core  Dyn.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  504. 

coresia  Meg.  Godt.  Encycl.  M4thod.  9,  p.  359. 

coriima  Meg.  Latr.  Humb.-Bonpl.  Observ.  Zool.  2,  p.  84.  * 

corita  An.  Frühst.  Societ.  Entomol.  31,  p.  14. 

corita  Aleg.  Ww.  Gen.  Diurn.  Lep.  p.  263. 

Cornelia  Arg.  Edw.  Canad.  Ent.  24,  p.  106. 

coronis  Ai’g.  Behr,  Proc.  Cal.  Ac.  Sei.  2,  p.  173. 

corviana  Cyst.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1901,  p.  713. 

corybassa  Phy.  Hew.  Boliv.  Butt.  p.  6. 

coryneta  Ad.  Hew.  Boliv.  Butt.  p.  8. 

cotyora  Per.  Heiv.  Boliv.  Butt.  p.  7. 

crameri  Pyrr.  Aur.  Kong.  Swensk.  Vet.  Akad.  Handl.  9,  p.  98. 

I  crassina  Prep.  Frühst.  Insektcn-Börse  1904,  p.  126. 
crassinia  Act.  Hpffr.  Stett.  Zg.  35,  p.  345. 
cratais  An.  Heiv.  Boliv.  Butt.  p.  9. 

crelaceala  Chlor.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  1900,  p.  147.  * 

crethon  Meg.  F.  Gen.  Ins.  p.  252. 

crina  Phy.  Schs.  Proc.  Un.  Stat.  Mus.  24,  p.  392. 

crispus  lieh  Stgr.  Exot.  Tagf.  I,  p.  76. 

critliona  Phy.  Salv.  Ann.  Alag.  Nat.  Hist.  (4)  7,  p.  415. 

crocale  Chlos.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  5,  p.  17. 

croesus  Agr.  Stgr.  Iris  1895,  x^-  374. 

ci'ucis  Act.  Jord.  Entomologist  1913,  Nr.  2. 

cubana  An.  Salv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1869,  p.  396. 

enbana  Luc.  Frühst.  Entomol.  Rundsch.  29,  p.  14. 

cuellinia  Chlor.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  250. 

cuparina  Pyrr.  Bat.  .Journ.  Entom.  2,  p.  318. 

cupidincus  Hel.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Hel.  p.  31. 

cuvieri  läb.  GodJ.  Encycl.  M4thod.  9,  p.  171. 

ciiyaba  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  522. 

cyananthe  Mysc.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  408.  * 

cyane  Chlor.  lAitr.  Humb.  u.  Bonx)l.  Observ.  Zool.  2,  X5.  82.  * 

cyanca  Act.  Jord.  »Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  361. 

cyanca  Polygr.  G.  u.  S.  Ann.  Alag.  Nat.  Hist.  (1)  2,  p.  148. 

cyaniria  Alysc.  DIA.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  p.  222.  * 

cyauomclas  Alysc.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  482.  * 

cyaiKtuielas  Van.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lex).  1,  x^-  201.* 

cybcle  Arg.  L\  Syst.  Ent.  x^-  516. 

cybele  Hel.  Cr.  Psx^-  Exot.  2,  p.  139.  * 

cybelina  Hel.  Stgr.  Iris  9,  x?-  304.  * 

cyclopia  Zar.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  578. 

cyclops  Cat.  Stgr.  Iris  4,  x^-  68. 

cydiiides  Hel.  Stgr.  Exot.  Schmett.  I,  x^-  dl. 

eyduo  Hel.  Dbl.  Gen.  Diurn.  Lex).  1,  x^-  103.  * 

cyllciie  Cat.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lex).  Tf.  28.  * 

cyiieas  Phy.  G.  u.  S.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  269. 

oyuisea  Phy.  G.  u.  S.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhox).  1,  x^-  191  •  * 

cyno  Phy.  G.  ii.  S.  Ann.  Alag.  Nal.  Hist.  (6)  3,  x^-  354. 

cyuosura  Cat.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Le-x).  If.  28.  * 

cypris  Arg.  Edw.  Butt.  North  Amer.  3.  * 

cyi'b^a  Hel.  Godt.  Enc.  A15th.  Zool.  9,  p.  203. 

cythera  Hel.  Hew.  Equat.  Ijep.  p.  9.  / 

eyllierca  Ad.  i.  Alus.  ülric.  x>-  305. 

cythei'is  Arg.  Drury,  111.  Ex.  Ent.  2.  * 

dacekda  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  x^-  523. 
daguana  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclunett.  5,  p.  521.  * 
damun  Ad.  Fruhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  x^-  531.  * 
daphnicia  Ag.  Fruhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  541. 
dapliiiis  Ag.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  x^  128. 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  amerikanischen  Nymj)haliden. 


005 


datis  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  3  (Eresia  3).  * 

datis  Sui.  Frühst.  Int.  Ent.  Zschr.  Guben  1,  p.  319. 

davisi  Ad.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Ilist.  (4)  30,  p.  121. 

deciinia  Dyn.  Hew.  Exot.  Butt.  2  (Eubagis  1).-  * 

decolorala  En.  Stich.  Berl.  Ent.'' Zsclu'.  488,  p.  3. 

decorata  Pliy.  Böb.  Seitz,  Groß-Sclunett.  5,  p.  450. 

decorata  Prep.  Friihst.  Insekten-Börse  1904,  p.  125. 

decyanea  Agr.  Niep.  Lepid.  Niepeltiana  p.  30.  * 

delasciatus  Uel.  Neust.  Verb.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  58,  p.  204. 

defiiiita  Mel.  Aar.  Papilio  4,  p.  170. 

degandii  Callith.  Heiv.  Exot.  Butt.  2  (Call.  2).  * 

deinia  Ilel.  MscMr.  Veili.  Zool  .-Bot.  Ges.  Wien  20,  p.  315. 

deiphile  Prep.  Godt.  Encycl.  Mdthod.  9,  p.  408. 

deleta  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schniett.  5,  p.  518.  * 

delcta  Col.  Stich.  Wytsman  Gener.  Ins.  Fak.  03,  p.  12. 

delila  Col.  F.  Syst.  Ent.  p.  510. 

deliha  Hel.  Hhn.  Smmlg.  Exot.  Sclunett.  1.  * 

delinita  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  519.  * 

delphia  Phy.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  103. 

delpliicola  Ad.  Frühst.  Koch- Grünbergs  Reise  II,  p.  348. 

demeter  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  310.  * 

demialba  Ad.  Btlr.  Cistul.  Entom.  1,  p.  77. 

demonica  Act.  Hpfjr.  Stett.  Zg.  35,  p.  345. 

demophon  Prep.  L.  Mus.  Ulric.  p.  215. 

deiiiophoon  Hel.  Men.  Cat.  Acad.  Imp.  Petersb.  Lep.  2,  p.  80.  * 
demophoon  Prep.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  * 
deiiina  Cat.  Hew.  Exot.  Butt.  (Catagr.  1).  * 
depuiseti  Callith.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  107. 
desmiala  Act.  Jord.  Entomologist  1913,  Nr.  2. 
despoliata  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  521.  * 
deucalion  Megist.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  4,  p.  238. 
dexaraeiie  Arg.  Bsd.  Bull.  Soc.  Ent.  Pr.  1859,  p.  157. 
dexameiies  Prep.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  352. 
dia  An.  G.  u.  S.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884,  Tf.  34.  * 
diadeinata  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  530.  * 
diadochus  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  531. 
diallias  Phy.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  200. 
diana  Arg.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  Tb.  98.  * 
diana  ITel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  204. 
danasa  Eu.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  1.  * 
diasia  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß -Sclunett.  5,  p.  541. 
diatonica  Met.  Frühst.  Entom.  Rundsch.  29,  p.  14. 
diatreta  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  525. 
diceus  Act.  Latr.  Humb.  u.  Bonpl.  Observ.  Zool.  2,  p.  130.  * 
dicoma  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  .3  (Eresia  0).  * 
dictyniia  Phy.  Bob.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  438.  * 
didia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  510. 
dido  Met.  L.  Syst.  Nat.  1,  p.  782. 

diffluens  Hel.  Biff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  p.  513. 

difforinata  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  !>.  209. 

diü'iisa  Hel.  Btlr.  Cistul.  Entom.  1,  p.  108. 

diffiisus  Prot.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1875,  ii.  30.  * 

dilatus  lieh  Weym.  Iris  0,  p.  323. 

dilecta  Ep.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  478.  * 

diluta  Prep.  Frühst.  Iris  17,  p.  275. 

dilutior  Tem.  Frühst.  Stett.  Zg.  08,  p.  233. 

dinora  Ep.  Fasst,  Entomol.  Rundsch.  29,  Nr.  19. 

dioue  Plel.  Neust.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  58,  i3.  207. 

dioiie  Hyp.  Latr.  Humb. -Bonpl.  Observ.  Zool.  2,  i3.  87.  * 

diotima  Per.  Heiv.  Exot.  Butt.  1  (Cybd.  2).  * 

diotreplies  Hel.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1809,  p.  33. 

dirce  Gyn.  L.  Mus.  Ulric.  p.  287. 

dircoides  Gyn.  Sepp.  Papil.  Surinam.  3,  Tb.  145.  * 

discoidalis  Cat.  Guen.  Regne  Anim.  Ins.  p.  480. 

discomaculata  Hel.  Weym.  Stett.  Zg.  51,  p.  289. 

dismorphiiia  Phy.  Btlr.  Cistul.  Entom.  1,  p.  78. 

dissolutus  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  0.  * 

diva  Hel.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Hel.  ij.  47.  * 

divalis  Pan.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  4,  p.  171. 

divaricata  Prec.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  j).  401. 

divergeiis  Per.  Btlr.  Cistul  Entom.  1,  p.  102. 

divcrsa  Act.  .Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  303. 

dives  Prep.  Frühst.  Iris  17,  p.  290.  * 

diviiia  Ad.  Frühst.  Entom.  Zschr.  Stuttg.  21,  p.  171. 

divina  An.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  591.  * 

divisus  Prot.  Btlr.  Proc.  zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  775. 

dodone  Callic.  Guen.  M4m.  Phys.  G6a.  22,  p.  387. 

dominica  An.  Skinn.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  10,  p.  80. 

domiiiicana  An.  G.  u.  8.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884,  p.  310.  * 

dominula  Ad.  Mschlr.  Verh.  Zool.-Bot.  Ges.  Wien  20,  p.  317.  * 

domna  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  557.  * 

donysa  Ad.  Hew.  Amr.  Mag.  Nat.  Hist.  1847  (20),  p.  200.  * 

d’orbignyi  Per.  Guer.  Ic.  Regne  Anim.  Ins.  Txt.  p.  485. 


dorcas  Cyst.  F.  Syst.  Entom.  p.  508. 
doris  Callit.  Fldr.  Wien.  Ent.  .Vlon.  5,  p.  107. 
doris  Hel.  Jj.  Mant.  p.  530. 

dracaona  l*hy.  Fldr.  Reise  Novara  Li  p.  3,  p.  393. 

draudti  Micr.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  453.  * 

drucoi  An.  Styr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  181. 

drurii  Prot.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  773. 

driiryi  Chlor.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  * 

di'usilla  Phy.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  0,  p.  110. 

di'usinilla  Phy.  Bdb.  Seitz,  Gr  jß-Schrnett.  5,  p.  411.  * 

dryas  Pol.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  3,  p.  17. 

dryinaea  Phy.  G.  u.  S.  Proc.  Zool.  Soc.  I^ond.  1878,  p.  208. 

dryope  Chlos.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  lli.st.  (0)  10,  p.  90. 

dryope  Hei.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  212. 

drypetis  Phy.  G.  u.  8.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  209. 

dulliae  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  531.  * 

diilima  Cat.  Guen.  Mdm.  Phys.  G4n.  22,  p.  410. 

duniiiorix  Nap.  Frühst.  Entom.  Rundsch.  29,  p.  14. 

dyinas  Mol.  Ediv.  Canad.  Ent.  9,  p.  190. 

dyonis  Dyn.  Hbn.  Zutr.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  i2)  9.  * 

eanes  Eu.  Hew.  Journ.  Entom.  1,  p.  155.  * 

eauides  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  30. 

eavesi  Lim.  H.  Edw.  Proc.  CaliE.  Acacl.  Sei.  7,  p.  172. 

eburnea  Eun.  Frühst.  Societ.  Entomol.  22,  p.  33. 

echeiiius  An.  Dbl.  ?t.  Hetc.  Gen.  Dium.  Lep.  3  f.  49.  * 

ecuadorensis  Hel.  Neust.  Verh.  Zool.-Bot.  Ges,  Wien  58,  p.  207. 

edias  Eu.  Hew.  Journ.  Entomol.  1,  p.  155.  * 

editha  Mel.  Bsd.  Ann.  Soc.  Ent.  Fr.  1852,  p.  304. 

edocla  Pyrr.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  p.  253.  * 

edwardsii  Arg.  Beak.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  0,  p.  137. 

egaea  Dyn.  F.  Syst.  Ent.  p.  490. 

egeria  Hel.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  i3.  54.  * 

egerides  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  311. 

egiiia  Meg.  Bat.  .Tourn.  Entom.  2,  p.  123.  * 

egleis  Arg.  Bsd.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  12,  p.  59. 

egregia  Hel.  Biff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  p.  505. 

ehrenbergii  Morph.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  3.  * 

ehrhardti  Ad.  Neubrgr.  Societ.  Entomol.  22,  p.  50. 

clada  Phy.  Heiv.  Exot.  Butt.  4  (Eresia  7).  * 

elaea  Phy.  Hew.  Equat.  Lepid.  p.  25. 

elaphiaea  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Eres.  7).  * 

elaphiiia  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  439.  * 

elara  An.  G.  u.  8.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1897,  p.  244. 

elata  Ag.  Frühst.  Stett.  Zg.  08,  p.  15. 

elatus  Act.  J)rc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  12,  p.  220. 

cleates  Phy.  Weym.  Iiäs  20,  p.  18. 

eleeta  Arg.  Ediv.  Field  a.  Forest  3,  p.  143. 

electa  Ep.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  111.  * 

electra  An.  Ww.  Gen.  Diurn.  I^ep.  p.  319. 

elegaiis  An.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  591. 

clegans  Eun.  Salv.  Anr.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  173. 

elegaiis  Hel.  Weym.  Iris  0,  p.  320.  * 

eleoiiora  Agr.  Frühst.  Entomol.  Nadir.  1895,  p.  219. 

eleuchea  Meg.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Sclmiett. 

eleuehia  IIcl.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

elensiiius  Hel.  Stgr.  Exot.  Schmett.  1,  p.  70.  * 

elevatus  Hel.  Nöldn.  Berl.  Ent.  Zsclu’.  40,  p.  5. 

eliinaea  Hel.  Erichs.  Schomburgk  Reis.  3,  p.  595. 

elina  An.  Stgr.  Iris  10,  p.  150.  * 

elinda  Callic.  Guen.  M4m.  Phys.  Gen.  22,  p.  385. 

elis  Chlor.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  109. 

ellops  Zar.  Men.  Cat.  Mus.  Petr.  Lep.  1,  p.  58.  * 

eloiigata  Hypna  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1800,  p.  209,  ^ 

elsa  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschi'.  43,  j).  407. 

eluiiia  Callic.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (CVl.  3).  * 

elva  Micr.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  83. 

ematliia  Ad.  Fldr.  Verh.  Zool.-Bot.  Ges.  Wien  1809,  p.  473. 

emeranlia  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  2  (Eresia  2).  * 

eniilia  Ad.  Frühst.  Entom.  Zschr.  »Stuttg.  22,  p.  108. 

emilia  Vila  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Tb.  223. 

eiiiinens  Callith.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  492. 

emiiiens  Per.  Oberth.  Et.  d’Ent.  0.  p.  27.  * 

emma  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zsclu’.  40,  p.  104. 

einineliiia  Eun.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  x?.  109. 

eiiipyrea  Eun.  H. -Schaff.  Außer- Europ.  Schmett.  1.* 

eiicina  Phy.  Fldr.  4Vien.  Ent.  IMon.  5,  xi.  103. 

endeis  Chlos.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (0)  10,  p.  97. 

eiinius  Hel.  Weym.  Stett.  Zg.  51,  p.  283. 

epaphus  Vict.  Latr.  Humb.  u.  Bonx^l.  Observ.  Zool.  2,  p.  74. 

ephesa  Ad.  Men.  Cat.  Mus.  Petr.  Lep.  2,  p.  104.  * 

epieaste  Ep.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

epicydnides  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  289.  * 


606 


Urbesclireibungs-Nacliweis  der  amerikanischen  Nymphaliden. 


epidaiiina  Ad.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  424. 

epimenes  Ep.  Hew.  Exot.  Butt.  2.  * 

ei)iiioine  Ag.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  409. 

epione  Ad.  Godl.  Encycl.  j\14thod.  9,  p.  405. 

epione  Rliy.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  363. 

epiphaea  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Sclimett.  5,  p.  371. 

epiphicla  Ad.  G.  u.  S.  Biol.  Geutr.-Amer.  Rhop.  1,  Tf.  28.  * 

epiihore  Arg.  Bsd.  Ami.  Soc.  Eut.  Belg.  12,  p.  58. 

epona  Ad.  Fndtsf.  Seitz,  Groß-Sclimett.  5,  j).  527. 

epoiiina  Ad.  Sigr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  143. 

epizygis  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclimett.  5,  p.  527.  * 

equatoria  Act.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  59. 

eqiiatorialis  Per.  Giien.  M4m.  Pliys.  G4n.  22,  p.  395. 

eraniles  Phy.  llciv.  Exot.  Butt.  (Eres.)  Tb.  2.  * 

erato  Hel.  L.  Syst.  Nat.  (X)  p.  467. 

eratunia  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  314. 

ercliia  Dyn.  Heiv.  Exot.  Butt.  1  (Eubagis  1).  * 

erebia  Phy.  Bob.  Seitz,  Groß-Sclimett.  5,  p.  449. 

erebius  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  201. 

eremita  Mel.  TPr.  Butt.  West-Coast.  * 

eresia  Act.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  417. 

eresia  Gnath.  Böb.  Seitz,  Groß-Sclimett.  5,  p.  454.  * 

eresiiia  Act.  Hpjir.  Stett.  Zg.  35,  p.  347. 

eribotes  An.  F.  Syst.  Entom.  p.  684. 

erinna  Arg.  Edw.  Canad.  Ent.  15,  p.  33. 

erinoine  Act.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  101. 

eriopis  Ep.  Hew.  Exot.  Butt.  (Epipli.  1).  * 

ernestina  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclimett.  5,  p.  518.  * 

erodyle  Clilos.  Bat.  Entom.  Month.  Mag.  1,  p.  84. 

erotia  Ad.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1847  (20),  p.  259.  * 

erynianthis  Ad.  G.  u.  S.  Biol.  Oentr.-Amer.  Rhop.  1,  p.  302.  * 

erythenia  An.  Bat.  .Tourn.  Entom.  2,  p.  342. 

erytlirea  Hel.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  ii.  140.  * 

esite  Caton.  Fldr.  Verh.  Zool.-Bot.  Ges.  Wien  1859,  p.  472. 

esora  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  2  (Eresia  2).  * 

estrella  lieh  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  560. 

etlielda  Ad.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Heterochroa  1).  * 

etliilla  Hel.  Godt.  Encycl.  Method.  Zool.  9,  p.  219. 

ethra  Hel.  Hbn.  Zutr.  Exot.  Schmett.  3,  p.  35.  * 

etliusa  Alysc.  Bsd.  Cuv.  Regn.  Anim.  Ins.  Atl.  2.  * 

etia  Phy.  Heiv.  Exot.  Butt.  4  (Eresia)  7. 

etylus  Hel.  Salv.  Ann.  IMag.  Nat.  Hist.  (4)  7,  p.  414. 

eiibaena  An.  Bsd.  Lepid.  Guatemal.  p.  50. 

euboea  Ad.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  422. 

euchroia  Col.  l)hl.  n.  Heiü.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tf.  20.  * 

cucüa  Act.  Dogn.  le  Natural.  (2)  1,  p.  173.  * 

eiiclides  Callic.  Latr.  Humb.-Bonpl.  Observ.  Zcol.  1,  Tf.  24.  * 

eucomus  Hel.  Hbn.  Zutr.  Exot.  Schmett.  3,  p.  38.  * 

eudia  Gallith.  Bob.  Seitz,  Groß-vSchmett.  5,  p.  492. 

eugenes  Prep.  Bat.  Journ.  Entom.  2,  p.  335. 

eulalia  Hel.  Bijj.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  204. 

eumeda  Ghlos.  G.  u.  S.  Biol.  Gentr.-Amer.  Rhop.  2,  p.  672.  * 

eiinice  Phy.  Hbn.  .Smmlg.  Exot.  Schmett.  1.  * 

eiiiminia  Gat.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Gatagr.  2).  * 

eiipelia  Act.  Jord.  Entomologist  1913,  Nr.  2. 

eupepla  Gallic.  G.  n.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  2,  p.  146. 

eiipheinia  Eun.  Godt.  Encycl.  Method.  9,  p.  418. 

euphone  Hel.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  418. 

euphrasius  Hel.  Weym.  Stiibels  Reisen  Lep.  p.  21.  * 

eupolema  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  542. 

euriclea  Per.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tf.  28.  * 

euris  Act.  .Tord.  Novit.  Zool.  17,  p.  466. 

eurota  Eun.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  37.  * 

euryades  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  205. 

euryas  Hel.  Bsd.  L4p.  Guatem.  p.  29. 

eurylcuca  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  461. 

euryiioine  Arg.  Edw.  Ti'ans.  Am.  Ent.  Soc.  4,  p.  66. 

euryphile  An.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  119. 

eurysaces  Eu.  Heiv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  3  (2),  p.  248.  * 

eurytis  An.  Frühst.  Guben.  Ent.  Zschr.  1,  p.  112. 

eutropia  Phy.  Hew.  Ent.  jMonth.  jMag.  11,  p.  56. 

evanesceiis  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  438. 

evelide  Eun.  Bat.  .Journ.  Entom.  2,  p.  197. 

examina  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  523. 

excelieiis  An.  Bat.  Ent.  Month.  l\Iag.  1,  p.  162. 

excelsa  Eun.  S.  u.  G.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  63. 

excelsior  Gat.  Hew.  Exot.  Butt.  2  (Gatagr.  7).  * 

excelsissima  Gat.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  121.  * 

exclamationis  Gnath.  Koll.  Denkschr.  Ak.  Wiss.  Wien.  Math. 

Gl.  1,  p.  359.  * 

exilita  Ect.  Frühst.  vStett.  Zg.  1908,  p.  43. 

exornata  Hel.  Ri//.  Deutsche  Ent.  Zschi*.  1907,  p.  505. 

exquisitus  Gaton.  Stich.  Berl.  Ent.  Zsclu’.  44,  p.  40. 


extensa  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  361. 
extincta  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  445.  * 
extincta  Prep.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  162. 
ezba  Phy.  Heiv.  Exot.  Butt.  4  (Eresia  7).  * 
ezra  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  3  (Eresia  4).  * 

fabaris  Ghlor.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  253. 

fabricia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  518.  * 

falcata  Ad.  G.  n.  S.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  270. 

falcata  An.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  j).  353. 

t'alcipennis  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  526. 

fallax  Ag.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  127. 

lallax  Phy.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  94. 

fai'ge  Ghlor.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  253. 

farimilenta  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  542. 

farragosa  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zsclir.  48,  p.  30. 

t'asciata  Ghlos.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  452.  * 

fasciata  Phy.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  349. 

fasciatella  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  438. 

fasciatus  Hel.  G.  u.  S.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  62. 

fassli  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  532. 

fassli  An.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  591.  * 

lassli  Gallith.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  493.  * 

fassli  Gat.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  495. 

fassli  Ghlos.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  451.  * 

fassli  Ep.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  279.  * 

fassli  Per.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  499.  * 

fassli  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  447.  * 

fassli  Prep.  Böb.  Societ.  Entom.  29  (1914),  p.  5. 

fassli  Prot.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  580.  * 

fasnla  Eun.  Fruhst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  215. 

fatiina  An.  F.  Entom.  Syst.  3,  p.  81. 

faiinus  Hel.  Stgr.  Exot.  Schmett.  1,  p.  74.  * 

fauiuis  Pol.  Edw.  Proc.  Ac.  Nat.  Sei.  Phil.  1862,  p.  222. 

faustiiia  Gat.  Bat.  Ent.  Alonth.  Mag.  3,  p.  134. 

faustina  Hel.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  78. 

faustus  Phy.  G.  u.  S.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1897,  p.  243. 

favoriniis  Hel.  Hpffr.  Stett.  Zg.  35,  p.  348. 

februa  Ag.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  * 

fehlen  Ad.  Bsd.  L4pid.  Guatem.  p.  45. 

felderi  An.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  586.  * 

felderi  Gat.  Heiv.  Exot.  Butt.  3,  4  (Gatagr.  12).  * 

fehlen  Ghlor.  G.  u.  S.  Biol.  Gentr.-Amer.  Rhop.  1,  p.  313. 

felderi  Ghlos.  Büb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  451.  * 

felderi  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  31. 

felix  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  315.  * 

fenestrata  Phy.  Böb.  Seitz,  Gi’oß- Schmett.  5,  p.  450. 

ferdinandi  Agr.  Fruhst.  Entomol.  Nachr.  1895,  i3.  151. 

ferentiiia  Ag.  Godt.  Encycl.  M4thod.  9,  p.  428. 

feroiiia  Ag.  L.  Mus.  L^lric.  p.  283. 

ferox  Ag.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  127. 

ferrugala  Act.  .Jord.  vSeitz,  Groß-vSchmett.  5,  p.  372. 

fessoiiia  Ad.  Heiv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1847  (20),  p.  260. 

fietitia  Ag.  Fruhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  541.  * 

fidiciila  Ad.  Fruhst.  vSeitz,  Groß-Schmett.  5,  ]).  517. 

fillo  Ad.  J'ruhst.  Ent.  Zschr.  Stuttg.  21,  p.  172. 

flavescens  Hel.  Weym.  Stett.  Zg.  51,  p.  292. 

flavia  Phy.  Godt.  Encycl.  M4thod.  9,  p.  818. 

flavibasis  Act.  Jord.  Entomologist  1913,  Nr.  2. 

flavida  Phy.  Heiv.  Exot.  Butt.  4  (Eresia  7).  * 

flavifascia  Act.  .Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  y).  371. 

flavilla  Pseud.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  * 

flavimacula  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  442.  * 

flavina  l’hy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  435. 

flavofaseiala  lieh  Weym.  Iris  6,  y).  303. 

flavoinaeiilata  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  341. 

flora  Ast.  Edw.  Butt.  North-Amer.  2  (1876).  * 

flora  Eun.  I^ldr.  Wien.  Ent.  IMon.  6,  p.  111. 

floreiitina  Ag.  J^Juhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  543. 

fl(U'ida  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  329.  * 

floridana  Gyst.  Streck.  Lep.  Rhop.  Het.  Sirppl.  3,  p.  24. 

fh>ridensis  Lim.  Streck.  Gatal.  Lepid.  1878,  p.  143. 

floris  Ghlor.  Fruhst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  251. 

florita  An.  I)rc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  640.  "" 

fiiiibunda  Ghlor.  JJuhst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  252. 

foliacca  Zar.  Fruhst.  Ent.  Zschr.  1909,  p.  167. 

forbesi  Hypna  O.  u.  S.  Biol.  Gentr.-Amer.  Rhop.  1,  p.  357. 

fonnosus  Hel.  Bat.  Ent.  iMonth.  Mag.  3,  p.  87. 

fornacalia  Ag.  Fruhst.  Stett.  Zg.  68,  p.  15. 

fornariiia  Het.  JJew.  Exot.  Butt.  I.* 

fornax  Ag.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  2.  * 

forrevi  An.  G.  u.  S.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884,  Tf.  34.  * 

fortuiiatus  Hel.  Weym.  Stett.  Zg.  15,  p.  21.  * 


Urbesclireibungs -Nachweis  der  amerikanischen  Nymphaliden. 


607 


fragilis  Phy.  Baf.  Joiirn.  Entomol.  2,  p.  189. 
freya  Arg.  Thnbg.  Diss.  Ent.  Suec.  2,  p.  31. 
freyja  Gallith.  Böb.  Seitz,  Clroß-Sclimett.  5,  p.  493.  * 
frig'ga  Arg.  Tlnihg.  Diss.  Ent.  Suec.  2,  p.  33. 
frigga  Gallith.  Böb.  Seitz,  Groß-Sclmiett.  5,  p.  491. 
frisia  Phy.  Poey,  Gejit.  Lep.  Giib.  p.  9.  * 

Iroiitiiia  Agr.  Frühst.  Berl.  Ent.  Zschr.  1898,  p.  293. 
Iruhslorlcri  Ghlos.  Biib.  8eitz,  Groß-Sclmiett.  5,  p.  451. 
friihstoi'l'cri  lieh  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  43,  p.  406. 
friihstorleri  Meg.  SeMz,  Groß-Schmett.  5,  p.  468.  * 
frulistorlci'L  Prep.  Böb.  Bociet.  Entom.  29  (1914),  i?.  5. 
fnisina  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  517.  * 
fufia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  516.  * 
fulina  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  516. 
fiigela  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  519. 
fulgidus  Tlel.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Hel.  p.  41. 
lulgora  Phy.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  5  (2),  p.  261. 
fiilica  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  517. 
fuliginosa  Hel.  Biff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  p.  511. 
hiliginosus  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  12.  * 
tnlva  Gaton.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  480. 
fulvescens  Galliz.  Bür.  Cistul.  Entom.  1,  p.  163. 
iulvia  Pyr.  Dodge,  Ganad.  Entomol.  32,  p.  92. 
fulviplaga  Phy.  Btlr.  Gistul.  Entom.  1,  p.  77. 
fiilvus  Prot.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1875,  p.  35.  * 
Oimosa  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-.Schmett.  5,  p.  544.  * 
funalis  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclmiett.  5,  p.  523. 
fundania  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  525.  * 
fiindania  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  540. 
fiiiiebris  Hel.  Mschlr.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  26,  p.  314.  * 

gabaza  Gallic.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Gatagr.  4).  * 

gabbii  Mel.  Behr,  Proc.  Galif.  Ac.  Sei.  1863,  i?.  89. 

gabrielae  Act.  Bbl.  Berl.  Ent.  Zschr.  46,  p.  295. 

galantliis  Sid.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  Tf.  25.  * 

galaiitluis  Hel.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  58. 

g-argeiiteum  Pol.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diuin.  Lep.  1,  p.  197.  * 

garleppiana  Prep.  Stgr.  Iris  1897,  p.  355. 

gaudialis  Gldos.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  84. 

gavina  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  529. 

gelania  Ad.  Godt.  Encycl.  M4thod.  9,  p.  378. 

gellia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  523. 

geininata  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  299.  * 

gemiiiia  Phy,  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  351. 

genoveya  Prec.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  Tb.  290. 

georgias  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  520. 

geroiia  Ad.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Heterochroa  1).  * 

gervasia  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  543. 

gerwisa  Eun.  Frühst.  Societ.  Entom.  22,  p.  34. 

getae  Dyn.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  264. 

giscla  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  442. 

gisella  Dyn.  Hew.  Exot.  Exot.  Butt.  2  (Eubagis  2).  * 

glauce  An.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  119. 

glaiice  Dyn.  Bat.  Journ.  Entom.  2,  p.  324. 

glaucina  An.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  181. 

glaucoiie  An.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  119. 

glaucoiiome  Ag.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1.  p.  114. 

globosa  Hypna,  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  208.  * 

glycera  Dione  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  102. 

glycerhim  An.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tf.  50.  * 

gnoriina  Prep.  Bat.  Journ.  Entom.  2,  p.  336. 

godinani  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  530.  * 

godmani  Agr.  Frühst.  Entomolog.  Naclu'.  1895,  p.  217. 

godmani  Gaton.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  40. 

godmani  Ghlor.  Dann.  Entomologist  1904,  Juli,  p.  173.  * 

godmani  Hel.  Stgr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  p.  397.  * 

godmani  Hyp.  Bad.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  85. 

goeringi  Per.  Drury,  Gistul.  Entomol.  1,  y).  358. 

gordins  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  312.  * 

gortyna  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  523. 

goyania  Ad.  Schs.  Proc.  Un.  St.  Nat.  Mus.  1900,  p.  395. 

graeilis  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  23. 

gracilis  Hel.  Biff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  p.  504.  * 

graeilis  Pol.  Grt.  Ann.  N.  York  Lyc.  N.  H.  8,  p.  432. 

gradatus  lieh  Weym.  Iris  6,  p.  335.  * 

grammica  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  371. 

granadina  Act.  Bbl.  Berl.  Ent.  Zsclu’.  46,  p.  295. 

granatensis  Gallic.  Guen.  M4m.  Phys.  G4n.  22,  p.  387. 

grandis  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  644.  * 

grandis  Ep.  Btlr.  Gistul.  Entom.  1,  p.  76. 

graphiea  Phy.  Fldr.  Verh.  Zool.-BoL  Ges.  Wien  1869,  p.  470. 

graphota  Dione  Stich.  Wytsman,  Gener.  Ins.  Fase.  63,  p.  IS. 

griseata  Act.  Btlr.  Gistul.  Entom.  1,  p.  170. 


griseldis  Ghlor.  Fldr.  Wien.  Ent.  ,\Ion.  6,  p.  117. 
griseobasalis  Phy.  B(>b.  Seitz,  Gioß-Schmett.  5,  p.  Ml. 
gnariea  Hel.  Beak.  l’roc.  Ac.  Sei.  Nat.  Philad.  1868,  jn  91. 
gnalemala  Phy.  Bat.  .lourn.  Entomol.  2,  p.  189. 
gnatemalena  Act.  Bat.  Ent.  Month.  i\lag.  1,  p.  58. 
gnalemalena  Ag.  Jiat.  Ent.  iVlonth.  Mag.  1,  p.  115. 
gnalemalena  Gat.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  3,  p.  131. 
gndrnna  Idiy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  j).  147. 
gudnia  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]).  539.  * 
gneneei  Gallic.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  502. 
guerini  Per.  Fldr.  Beise  Novara  Lej).  3,  p.  110.  * 
gniensis  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschi-.  45,  p.  198. 
gniina  Prep.  Frühst.  Insekteji-Börse  1904,  p.  126. 
gnstavi  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  287.  * 
gynaesia  Hel.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  11,  yi.  182. 

habaiiae  Eun.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  yj.  485.  * 
liades  Agr.  Lathy,  Entomol.  Month.  IMag.  36,  p.  29. 
liaemera  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  y^.  361. 
liaenselii  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  200. 
hagiiodorus  Pyrr.  Frühst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  39. 
halineli  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  370. 

Iialiiieli  Hel.  Stgr.  Exot.  Schmett.  1,  p.  77.  * 
hahiieli  Per.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  119. 

Iialcyoiie  Arg.  Fdw.  Butt.  N.-Amer.  1 ,  p.  83. 
lialiee  An.  Godt.  Encycl.  Mhthod.  9,  p.  366. 
harmonia  Meg.  {Dbl.  n.  Hew.)  Klug,  Neue  Schmett.  Tb.  2.  * 
liaroldi  Pol.  Detv.  Mitt.  Münch.  Entom.  Ver.  1877,  p.  89.  * 
harrisi  Mel.  Scvdd.  Proc.  Ess.  Ins.  3,  p.  167. 

Iiazarma  Per.  Hew.  Equat.  Lepid.  p.  90. 
hecalesia  Hel.  Jleiv.  Exot.4Butt.  1.  * 

hecuba  Dyn.  Schs.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1913,  p.  347  * 
liecuba  Hel.  He^v.  Exot.  Butt.  2.  * 

hedemaniii  An.  Fldr.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  1869,  yj.  473. 

hegesia  Eupt.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Tb.  209.  * 

lielcita  Mel.  Bsd.  Lep.  Galif.  p.  55. 

lioleua  Arg.  Edu\  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  3,  yj.  268. 

helena  Hel.  Biff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  p.  354. 

lielepeeki  Ad.  Weeks,  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  27,  p.  354. 

heliconina  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Sclimett.  5,  p.  147. 

lieliconioides  Eu.  lüdr.  Wien.  Ent.  IMon.  5,  y3.  102. 

helie  An.  L.  Syst.  Nat.  1  (2),  p.  773. 

helvia  Mel.  Sendd.  Proc.  Bost.  Nat.  Hist.  12,  p.  405. 

hemichrysa  Bat.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  2,  p.  147. 

liepburni  Mel.  G.  n.  S.  Biol.  Gentr.-Amer.  Bhop.  2,  p.  679.  * 

hera  Phy.  Cr.  l’ayj.  Exot.  3,  Tb.  253.  * 

heraelea  Ad.  Fldr.  Beise  Novara  Ley3.  3,  p.  421. 

heraclitus  Gat.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  p.  291. 

heraolitus  Eun.  Poey,  Mein.  Soc.  Econ.  Haban.  1847,  yi.  178. 

lierbacea  An.  Btlr.  Gistul.  Entom.  1,  p.  100. 

herbita  Ad.  Weym.  Iris  20,  yn  21. 

hcredia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  521.  * 

herennia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclmiett.  5,  yi.  522. 

liermaniii  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  43,  p.  407. 

hermas  Phy.  Heu\  Exot.  Butt.  (Eresia  5).  * 

liermathena  Hel.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 

hermione  IMeg.  Fldr  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  108. 

liermogenes  Hel.  Hetv.  Exot.  Butt.  2.  * 

hermosa  Mel.  IT>.  Butt.  West-Goast.  * 

liesperis  Arg.  Edtv.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  2,  yi.  502. 

hesperis  Gat.  Guer.  Ic.  Begne  Anim.  Ins.  Txt.  yi.  479. 

liPiirippa  Del.  He2o.  Exot.  Butt.  1.  * 

lieu’itsoiii  Gallith.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  yi.  123.  * 

hewitsoiii  Hel.  Stgr.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  25,  p.  98. 

lieivitsoiii  Ness.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  3,  yi.  269.  * 

licivitsonius  Agr.  Bat.  Proc.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  5,  p.  111. 

hierax  Hel.  Hetv.  Equat.  Leyi.  yi.  11. 

hierone  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  540. 

hiei’Oiiiea  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  yi.  525.  * 

hilareia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  518. 

hilariiia  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ji.  448.  * 

hilaris  Prec.  Fldr.  Beise  Novara.  Leyi.  3,  p.  400. 

hilaris  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  467. 

liimera  Ad.  Fldr.  Beise  Novara  Lep,  3,  p.  418. 

himera  Hel.  Hcu\  Jlxot.  Butt.  4.  * 

liippodrome  Ghlos.  Hbn.-G.  Zutr.  Snmilg.  Exot.  Schmett.  (2) 
5,  p.  17. 

liippola  Hel.  Hew.  Exot.  Butt.  4.  * 

hippolimis  Eu.  Btlr.  Gistul.  Entom.  1,  p.  169. 

hippolyta  Arg.  Edic.  Ganad.  Ent.  11,  p.  81. 

hippolyte  Hel.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lciid.  23,  p.  559. 

hippoiia  Prot.  F.  Gen.  Ins.  yj.  265. 

bii'ta  An.  Weym.  Iris  20,  p.  23. 


608 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  amerikanisclien  Nympbabden. 


hoHmanni  Mel.  Belir,  Proc.  Oalif.  Ac.  Sei.  1863,  p.  89. 
holcopliora  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  285. 
holochroa  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Sclimett.  5,  p.  369. 
hondureiisis  Tem.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  p.  229. 
houorina  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclunett.  5,  p.  540. 
hopfferi  Phy.  Roh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  449.  * 
horni  Micr.  Rhl.  Verli.  Zool.-Bot.  Ges.  Wien  1906,  p.  377. 
hortense  Hel.  Guer.  Icon.  Regne  An.  3  Ins.  p.  469. 
hortensia  E\ipt.  Bich.  Gay  Fauna  Chil.  7,  p.  23. 
huascaina  Dione  Renk.  Proc.  Acad.  Phil.  1866,  243. 

hiibneri  Chlor.  Röb.  Seitz,  Gi’oß-Schmett.  5,  p.  547. 
hiihiieri  Ep.  Hetv.  Exot.  Birtt.  2  (Epiph.  1).  * 
hiibneri  Eu.  il/en.  Cat.  Acad.  Imp.  Petersb.  Lep.  2,  p.  116.  * 
hühneri  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  312. 

hnebneri  Hypna  BtJr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  208.  * 

hiibneri  Tem.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  p.  232. 

hnmboldtii  Per.  Gtier.  Ic.  Regne  Anim.  Ins.  Txt.  p.  483. 

hnntera  Pyr.  F.  System.  Entom.  p.  499. 

hyas  Ad.  Bsd.  Crrv.  Regne  Anim.  Ins.  2,  Tf.  138.  * 

hyas  Hel.  Weym.  Stett.  Zg.  45,  p.  26.  * 

hydara  Hel.  Heiv.  Exot.  Butt.  4.  * 

Iiydarins  Cat.  Godt.  Encyel.  Method.  9,  p.  124. 
liydaspc  Arg.  Bsd.  Lep.  Calif.  p.  60. 
hydaspes  Cat.  Drury,  111.  Exot.  Ent.  3,  Tf.  15.  * 
hygiaea  Van.  Heydr.  Verz.  Europ.  Schmett.  p.  7. 
hygiana  Hel.  Hetv.  Exot.  Butt.  4.  * 

hylaens  Chlos.  G.  u.  S.  Ann.  Älag.  Nat.  Hist.  (6)  16,  p.  97. 
hylonoine  Act.  Dhl.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  14  (1844),  p.  418. 
hyperborea  Van.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  457.  * 
hyperia  Chlos.  F.  Entom.  Syst.  3,  p.  119. 
hypermnestra  Cyst.  Hbn.  Smrnlg.  Exot.  Schmett.  1.  * 
liypoehlora  Bat.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  113. 
hypoxantha  Bat.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  2,  p.  147. 
hypsenor  Ad.  G.  u.  S.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  Tf.  14.  * 
hypsenor  Pyrr.  G.  u.  S.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhop.  1,  p.  292.  * 
hypsipetes  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  468. 
hystaples  Cat.  F.  Spec.  Ins.  2,  p.  57. 

iantlie  Phy.  F.  Spec.  Ins.  2,  p.  80. 

iblis  Ep.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  105. 

icilia  Ag.  Frühst.  Seitz,  Gioß-Schmett.  5,  p.  540. 

idalia  Arg.  Drury,  111.  Exot.  Ent.  1,  Tb.  13.  * 

idalion  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  337. 

idiographa  Act.  .Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  369. 

idyia  Ast.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  * 

ikarios  Prep.  Frühst.  Insekten-Börse  1904,  p.  126. 

ildica  Phy.  Hetv.  Equat.  Lepid.  p.  24. 

ilia  Per.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  499.  * 

ilniatar  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  555. 

iniiiata  Phy.  Streck.  Lep.  Rhop.  Het.  p.  130. 

ininiaculatiis  Prot.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  186. 

itnmoderata  Hel.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Hel.  p.  9. 

implieata  Ad  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  521. 

iinproba  Arg.  Btlr.  Ent.  Month.  Mag.  13,  p.  206. 

inachia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  514. 

inca  Arg.  Stgr.  Iris  7,  p.  68.  * 

incarnata  Prec.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  401. 

indefecta  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  523.  * 

indigophana  Eun.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  104. 

iiidigotica  An.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  ^4)  4,  p.  180. 

ines  Dyn.  Godt.  Encycl.  Method.  9,  p.  421. 

iiifirma  Ect.  Frühst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  42. 

infuscata  Prec.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  401. 

Ingens  Eim.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  486.  * 
inornata  Arg.  Edw,  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  4,  p.  64. 
insolita  Hel.  Riif.  Deut«che  Ent.  Zschr.  1907,  p.  508. 
insiilaris  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  521.  * 
insiilaris  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  542. 
insnlaris  Meg.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  p.  237. 
insulieola  Prep.  Frühst.  Entomol.  Nachr.  1897,  p.  221. 
intensa  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  463. 
intermedia  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  368. 
intermedia  Phy.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  446.  * 
intermedius  Hel.  Riff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  p.  509.  * 
interrogationis  Pol.  F.  Entom.  Syst.  Suppl.  p.  424. 
intricata  Eun.  Frühst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  214. 
inumbratns  Chlor.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  250. 
iole  Meg.  Drury,  111.  Nat.  Hist.  3,  Tb.  38.  * 
iphicla  Ad.  X.  Syst.  Nat.  1,  p.  780. 
iphieleola  Ad.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  128. 
iphigenia  Hypna  H.-Schäff.  Corr. -Blatt  Regensburg  16,  p.  119. 
iphimedes  An.  Röb.  Seitz,  Groß-Sclmiett.  5,  p.  586. 
iphimedia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  523. 


iphis  An.  Lair.  Humb.  u.  Bonpl.  Observ.  Zool.  2,  p.  80. 
iphthinie  Ag.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  116. 

Irene  Arg.  Bsd.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  12,  p.  59. 
iris  Hel.  Riff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  p.  506. 
irisa  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  517.  * 

Irma  Ad.  Frühst.  Ent.  Zschr.  Stuttg.  21,  p.  171. 

irma  Eun.  Frühst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  44. 

irniina  Ad.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tf.  36.  * 

isabella  Eu.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  117.  * 

isabellinus  Hel.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  Z.  23,  p.  554. 

Isidora  Zar.  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Tf.  235.  * 

isis  Ad.  Drury,  Hl.  Exot.  Ent.  3,  Tf.  7.  * 

ismenins  Hel.  Lcdr.  Obs.  Voy.  Amer.  Obs.  Zool.  2,  p.  125.  * 

ismeria  Phy.  Bsd.  u.  Lee.  Lep.  Am.  Sept.  p.  168.  * 

itliaka  Hel.  Udr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  418. 

itliomoides  Phy.  Hetv.  Exot.  Butt.  3  (Eresia  3).  * 

itys  Zar.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  Tf.  119.  * 

ixia  Ad.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  418. 

jacintliica  Phy.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  448.  * 
j-album  Pcl.  Bsd.  u.  Lee.  L4p.  Amer.  Sept.  p.  185. 
jana  Phy.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  394. 
janais  Chlos.  Drury,  111.  Exot.  Entom.  3,  p.  22.  * 
janeira  Callic.  Fldr.  Verh.  Zool.-Bot.  Ges.  Wien  12,  p.  476. 
jansoni  An.  Sedv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  7,  p.  165. 
japetus  Megist.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  174.  * 
jarias  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclunett.  5,  p.  527. 
jatrophae  An.  L.  Syst.  Nat.  1.  p.  779. 
jona  Ect.  Hew.  Dbl.  u.  Hetv.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tb.  42.  * 
jonas  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  307. 

jordani  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  518.  * 

jordani  Prep.  Frühst.  Iris  17,  p.  292. 

jnani  Pyrr.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  131. 

jiiba  Arg.  Bsd.  Lep.  Calif.  p.  60. 

jncuiida  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  466. 

juennda  Hel.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  56. 

.incuiida  Naj).  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Sclmiett.  1 .  * 

judith  Chlos.  Guer.  Icon.  Regn.  Anim.  Ins.  Texte  p.  477. 

jiilia  Col.  F.  Syst.  Ent.  p.  509. 

julitta  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  540.. 

jiino  Dione  Cr.  Papil.  Exot.  3,  Tb.  215.  * 

juno  Hel.  Riff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  209. 

juntamis  Hel.  Riff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  196. 

jurinei  Per.  Guen.  M^m.  Phys.  G4n.  22,  p.  306.  * 

jiistina  Ad.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  109. 

justiuella  Ad.  Frühst.  Ent.  Zschi’.  Stuttg.  21,  p.  172. 

kalbreyeri  Ep.  Fasst.  Entomol.  Rundsch.  29,  Nr.  19. 
kalliiia  Chlor.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  157. 
karschi  Hel.  Riff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  203. 
karwiiiskü  Sm.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  3.  * 
kefersteini  Hyp.  Dbl.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  194.  * 
kershawi  Pyr.  il/c.  Coy,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  1,  p.  76. 
klieili  Pyrr.  Frühst.  Stett.  Zg.  1908,  i).  34. 
kolyina  Cat.  Hetv.  Exot.  Butt.  1  (Catagr.  1).  * 
korallion  Tem.  Frühst.  Entom.  Rundsch.  29,  p.  14. 
krates  Prep.  Friüist.  Insekten-Börse  1904,  p.  126. 
kricinhild  Arg.  Streck.  Rept.  Surv.  Dep.  Mo.  App.  1879. 

lacina  Ad.  Btlr.  Lepid.  Exot.  p.  102.  * 

laeinia  Chlos.  Hbn.-G.  Zutr.  Exot.  Schmett.  2  (5),  p.  21.  * 

laclkdavia  Did.  Thm.  Berl.  Ent.  Zsclu'.  49,  p.  159.  * 

laertides  Prep.  Stgr.  Iris  1897,  p.  358. 

laeta  Chlos.  Rüb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  452.  * 

laias  Phy.  Godni.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1879,  Tb.  14.  * 

lais  Arg.  Edw.  Canad.  Ent.  15,  p.  209. 

1-albiim  Pol.  Esp.  Eur.  Schmett.  Abbild.  1  (2).  * 

lamis  Peria  Cr.  Pap.  Exot.  3,  Tb.  238. 

lainpethiisa  Ep.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tb.  27.  * 

lampeto  Eu.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  563. 

laiiice  Per.  Hew.  4  (Catagr.  12).  * 

laiiilla  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  521.  * 

lansdorfi  Phy.  Godt.  Encycl.  Method.  9,  p.  209. 

laothoe  Tem.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  Tf.  132. 

lapitha  Act.  Stgr.  ExoL  Tagf.  1,  p.  82. 

lara  Ad.  Hetv.  Am.  Meg.  Nat.  Hist.  (2)  6,  p.  437.  * 

larsoni  Agr.  Fasst,  .Societ.  Entomol.  26. 

lathonioides  Arg.  Bich.  Gay,  Penn.  Chil.  7,  p.  22.  * 

laticincta  An.  Fassl.  Societ.  Entomol.  26. 

latifascia  Calliz.  Btlr.  Cistul.  Ent.  1.  p.  163. 

latifaseiata  Ep.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  478. 

latior  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Sclunett.  5,  p.  370. 

lativitta  lieh  Btlr.  Cistul.  Entom.  2,  p.  150. 


Urbeschreihungs-Nachweis  der  amerikanischen  Nymplialiden. 


009 


lativittata  Acl.  Sigr.  Exoü.  Tagf.  p.  142. 

latona  Cat.  ßtlr.  Cistul.  Eiitom.  1,  p.  16. 

latus  Hel.  Biff.  Beil.  Ent.  Zsclu'.  4.5,  p.  197. 

laura  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  647. 

laura  Arg.  Echo.  Canad.  Ent.  11,  p.  49. 

laurc  Chlor.  Drury,  111.  Nat.  Hist.  2,  Tb.  17.  * 

lauretta  Chlor.  Stgr.  Exot,  Tagf.  1,  p.  158. 

laui'iiia  Strg.  Wr.  Butt.  West-Coast.  * 

laurona  Chlor.  Sclis.  Proc.  Un.  Stat.  Mus.  24,  p.  397. 

laverna  Act.  Dbl.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  142.  * 

lavinia  Chlor.  Bt/r.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  p.  39.  * 

lavinia  Proc.  Cr.  Pap.  Exot.  Tb.  21. 

lavinia  Vict.  F.  Syst.  Entom.  p.  450. 

laxis  Per.  Guen.  M4m.  Phys.  G4n.  22,  p.  402. 

lazulina  Meg.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  p.  239. 

leanira  Mel.  Bsd.  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  12,  p.  27. 

lebasii  Per.  Guer.  Begne  Anim.  Ins.  Txt.  p.  485. 

leda  Hel.  Sigr.  Iris  9,  p.  306. 

leilia  Ast.  Edw.  Trans.  Amer.  Entom.  Soc.  5,  p.  103. 
ielaps  Ag.  G.  u.  S.  Biol.  Oenir.-Amer.  Rhopal  1,  p.  270. 
lelex  Phy.  Bat.  Entom.  Month.  Mag.  1,  p.  81. 
leiunos  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  638.  * 
lenaeus  Hel.  Weym.  Stett.  Zg.  51,  p.  284. 
leona  Mel.  Wr.  Butt.  West-Coast.  * 
leonida  An.  Cr.  Papil.  Exot.  4,  Tf.  388.  * 
leoiiina  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  525.  * 
leontine  Act.  Weym.  Stübels  Reise  p.  48.  * 
leopardus  Tlel.  Weym.  Iris  6,  p.  319.  * 
leopoldina  Zar.  Frühst.  Ent.  Zschr.  1909,  p.  168. 
leopoldiiia  Zar.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  578.  ® 
lepidiis  Hel.  Riff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  p.  503.  ® 
leprieiiri  Callith.  Feisth.  Rev.  Zoolog.  1835,  Tf.  122.  ® 
lepta  Cat.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Catagr.  12).  * 
leptogramma  Act.  Jord.  Entomologist  1913,  Nr.  2. 
lenia  Ad.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1847  (20),  p.  257.  ® 
lesbia  Ad.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  142. 
leihe  Hyp.  F.  Entom.  Syst.  3,  p.  80. 
letis  Arg.  Wr.  Butt.  West-Coast.  ® 
letitia  Phy.  Hew.  Equat.  Lep.  p.  24. 
leto  Arg.  Behr,  Proc.  Cal.  Ac.  Sei.  2,  p.  173. 
leucacantha  Acl.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  514. 
leucadia  Hel.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  23,  p.  556. 
leueas  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ii.  525. 
leucates  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  523. 
leuce  Hel.  Dbl.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  102. 
leuceria  Ad.  Druce,  Cistul.  Entom.  1,  p.  286. 
leucocoina  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  529.  * 
leucocyanea  Mysc.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  106. 
leiicodesma  Phy.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  103. 
leucomelas  Act.  Bai.  Ent.  Alontli.  Alag.  1,  p.  59. 
ieucopetra  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  517.  * 
ieucophthaiina  Ad.  Latr.  Humb.  u.  Boniil.  Observ.  Zool.  1 
p.  247.  ® 

leucothea  Dyn.  Bat.  Journ.  Entom.  2,  p.  320. 
leuctra  Prep.  Frühst.  Insekten-Börse  1904,  p.  126. 

Icutha  Ad.  Fruhs*.  Seitz,  Groß-Schmett.  .5,  p.  513. 

levana  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  440.  ® 

levicula  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  514.  ® 

levina  Phy.  Heni.  Exot.  Butt.  5  (Eresia  10).  * 

liberia  Tem.  F.  Entom.  System.  3,  p.  135. 

libitina  Eu.  Stejr.  Exot.  Schmett.  1,  p.  80. 

licomedes  Prep.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  Tf.  158.  * 

lidwina  Callic.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  114. 

liliana  Arg.  Edw.  Proc.  Cal.  Ac.  Sei.  7,  p.  170. 

lilops  Prot.  Btlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  774. 

limbata  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  371. 

limbata  Phy.  Böb.-  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  448. 

linda  Chlor.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  117. 

lindigii  Hel.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  2  (2),  p.  377.  * 

lindig’ii  Hyp.  Fldr.  Wien.  Ent.  Alon.  6,  p.  420. 

lineata  An.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  179. 

liueata  Per.  Btlr.  Cistul.  Entom.  1,  p.  160. 

iineatus  Eu.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  2,  p.  145. 

liria  Ect.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  p.  239. 

lirides  Ect.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  126.  * 

lirina  Phy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  435.  * 

liriope  Phy.  Cr.  Pap.  Exot.  I,  Tf.  1. 

lirissa  Ect.  Godt.  Encycl.  M4thod.  9,  j).  406. 

livia  Prec.  Stgr.  Entom.  Rundsch.  29,  p.  15. 

livius  Meg.  Ky.  Catal.  Diurn.  Lsp.  1,  p.  221. 

lodis  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-vSchmett.  5,  p.  372. 

loiigarena  Hel.  Heio.  Ent.  Month.  Älag.  11,  p.  182. 

lüuisa  Prep.  Bsd.  Le]iid.  Guatemal.  p.  52. 

V 


lorna  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  613.  ® 
loiuiiiinii  Lim.  Bsd.  Ann.  Soc.  Ent.  Er.  1852,  p.  301. 
loi'zae  Ad.  Bsd.  Ijfqiid.  Guatemal.  p.  46. 
lorziiia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  516. 
lucescens  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  321. 
lucia  Hel.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  117.  * 
liicina  Dione  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  110. 
lucinda  Hel.  Riff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  203. 
lucretius  Hel.  Weym.  Stett.  Zg.  51,  p.  290. 
lucrezia  Per.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Catagr.  12).  * 
luctuosus  Prep.  Walch,  Naturforscher  7  (1775),  p.  113.  ® 
ludmilla  An.  Fassl,  Entom.  Rundsch.  29,  p.  85. 
lugens  Agr.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  163. 

Ingens  Callith.  Druce,  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1903,  p.  221. 
iiigiibris  Phy.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  450.  * 
lurninosa  Hel.  Riff.  Berl.  Ent.  Zschr.  46,  p.  132. 

Iiuniiiosus  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  16. 
lunigera  Pseud.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  p.  233. 
liiteipicta  An.  Frühst.  Gub.  Ent.  Zschr.  1,  p.  112. 
lutescens  Phy.  G.  u.  S.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhop.  1,  p.  199. 
lutulenta  Ool.  Stich.  Wytsman,  Gener.  Ins.  Fase.  63,  p.  12. 
lybia  Eu.  F.  Syst.  Ent.  p.  490. 

lybioides  Eu.  Stgr.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  25,  p.  99. 
lyca  Cat.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  Tb.  28.  ® 
lycaon  Ast.  F.  Entom.  Syst.  3  (1),  p.  228. 
lyceus  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  616.  * 
lyde  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  555. 
lydia  Ad.  Btlr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (3)  16,  p.  398. 
lygia  Prep.  Frühst.  Insekten-Börse  1904,  p.  125. 
lynceus  An.  Röb.  Seitz,  Groß-Sclmiett.  5,  p.  589.  ® 
lyrcaeus  Hel.  Weym.  Stett. "^Zg.  51,  p.  286. 
lysanias  Pyrr.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  115. 
lysiniaclie  Pan.  G.  «.  8.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhop.  l,p.  275. 
lytrea  An.  Godt.  Encycl.  Möthod.  9,  p.  299. 


macaria  Arg.  Edw.  Butt.  North-Amer.  3.  ® 
macglashani  Mel.  Riv.  Proc.  Calif.  Ac.  Sei.  1889,  p.  103. 
macris  Eun.  Godt.  Encycl.  AI4thod.  9,  p.  417. 
maculata  Pyrr.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  131. 
madeira  Alysc.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  483. 
inaeoii  Dyn.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tf.  30.  * 
maeon  Hel.  Weym.  Stett.  Zg.  51,  p.  287. 
inagdaleiia  An.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  590.  * 
magnifica  Hel.  Riff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  211. 
inagos  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p,  557. 
iiiaimuna  Cat.  Heio.  Exot.  Butt.  2  (Catagr.  8).  ® 
mainas  Ad.  Frühst.  Seitz,  Grcß-Schmett.  5,  p.  512.  * 
maira  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  514. 
maja  Eun.  F.  Syst.  Eintom.  p.  512. 

Hiajugena  Chlor.  Frühst.  Stett.  Zg.  1917,  p.  245. 
iiiakkeda  Ad.  Heio.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1871,  p.  165. 
malea  Ad.  Fldr.  Wien.  Ent.  Alonth.  5,  p.  109. 
malvina  Eun.  Bai.  .Tcurn.  Entom.  2,  p.  195.  * 
mamaea  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  518. 
uiamilia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  522. 
luamita  Act.  Burm.  Reise  la  Plata  2,  p.  168. 
luarcella  Meg.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  108. 
iiiarclialii  Callic.  Guer.  Icon.  Regii.  Anim.  Ins.  Texte  p.  4SI. 
marcia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  521.  ® 
inarcia  Phy.  Echo.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  2,  p.  207. 
inargaretlia  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  5  (Eresia  10).  ® 
iiiargareta  Hel.  Riff.  Berl.  Ent.  Zschi’.  45,  p.  205. 
margarita  Eun.  Godt.  Encycl.  M4thod.  9,  p.  406. 
margititera  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  5.  * 
maria  Mel.  Skinn.  Canad.  Ent.  31,  p.  12. 
inariana  Vila  Bat.  Journ.  Entom.  2,  p.  316. 
inariaima  Chlos.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  452. 
inarina  Chlos.  Hbn.-G.  Zutr.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  (2)  5, 

p.  20.  ® 

marius  Hel.  Weym.  Stübels  Reis.  Lep.  p.  21.  * 
markü  Callith.  Heto.  Exot.  Butt.  2.  ® 
marmarice  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  542. 
mars  Sid.  Bat.  Proc.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  5,  p.  112. 
iiiarsyas  Pol.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  3,  p.  16. 
inarthae  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17.  p.  465. 
marthesia  Sid.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  Taf.  191.  ® 
niassilia  Ad.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  p.  423. 
massilides  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  523. 
mavors  Hel.  Wcyjn.  Iris  6,  p.  305. 
maxentia  Agr.  Frühst.  Entom.  Rundsch.  29,  p.  45. 
mazaria  Phy.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  394. 
ineadii  Arg.  Echo.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  5,  ji.  69. 

77 


610 


Urbeschreiluings-Nacliweis  der  amerikanischen  Nymplialiden. 


meander  Prep.  Cr.  Pap.  Exot.  1.  * 

inechanitis  Pliy.  G.  u.  S.  Pioc.  Zool.  Soc.  Loiicl.  1S78,  p.  269. 
medellina  Eun.  Frühst.  Stett.  Zg.  19(19,  p.  212. 
mediatrix  Chlo.s.  Fldr.  Pei.se  Novara  Lep.  p.  584. 
inegabates  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scliniett.  5,  p.  556. 
niegacles  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclniiett.  5,  i3.  556. 
inegala  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scliuiett.  5,  p.  ,540. 
mejicana  l^hy.  Röb.  Seitz,  Groß-Seliinett.  5,  p.  446. 
nielampeplos  Act.  G.  ii.  S.  Piol.  Centr.-Amer.  Phop.  1.  p.  141.  * 
niolanarge  Chlos.  Bat.  Ent.  JMontli.  Mag.  1,  p.  85. 
inelaiila  Tem.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  115. 
melanippe  Ad.  G.  u.  S.  Biol.  Centr.-Amer.  Pliop.  1,  p.  296. 
inelanippe  Ilel.  Riff.  Perl.  Ent.  Zsclir.  45,  p.  204. 
luelanops  Hel.  Weym.  Iris  (>,  p.  304. 
inelanthe  Ad.  Bat.  Ent.  Montli.  Mag.  1,  p.  129. 
iiudas  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scliinett.  5,  p.  557. 
melote  Hel.  Ftdr.  Peise  Novara  Le^i.  2  (2),  p.  376. 
luolina  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  164. 
melior  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  307. 

nielitaeoides  Clilos.  Ftdr.  Peise  Novara  Lep.  3,  p.  396. 

melittus  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  307. 

mellyi  Cat.  Gucn.  M4m.  Phys.  G4n.  22,  p.  413. 

inellosa  Col.  Stich.  Wytsinan,  Gener.  Ins.  Pasc.  63,  p.  13. 

ineloiia  Ad.  Hew.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  29,  p.  258.  * 

nielpoineiie  Hel.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  467. 

inelpomeiiides  Hel.  Riff.  Perl,  l'int.  Zsclir.  45,  p.  203. 

ineinphis  An.  Fldr.  Peise  Novara  I^ep.  3,  p.  448. 

ineiia  Cat.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  12(t. 

inentas  Chlor.  Bsd.  L^pid.  Guatenial.  p.  48. 

mentor  Hel.  Weym.  Stett.  Zg.  45,  ]i.  22.  * 

inephistopheles  Ad.  Btlr.  Cüstul.  Entom.  1,  p.  7. 

merida  Callic.  Honr.  Perl.  Ent.  Zsclir.  28,  Tf.  7.  * 

inei'idana  Act.  Jurd.  Novit.  Zool.  17,  p.  4(55. 

ineridioiialis  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  529.  * 

ineridioiialis  Callic.  Bat.  .lonrn.  Entomol.  2,  p.  206. 

ineridioiialis  Dyn.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  508.  * 

inerops  Meg.  Bch.  Cuv.  Pegne  Anim.  Ins.  2,  Tb.  137.  * 

iiieseiitina  Ad.  Cr.  l’ap.  Exot.  2,  Tf.  162.  * 

niessaiia  Ad.  Fldr.  Peise  Novara  Lep.  3,  p.  418. 

inesseiie  Hel.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  418. 

iiiesseres  Act.  .Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  463. 

inetabus  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  556. 

inetalilis  Hel.  Btlr.  Cistnl.  Entom.  1,  p.  167. 

inetana  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  517. 

iiietaphorus  Hel.  Wcyiii.  Stett.  Zg.  45,  p.  24.  * 

metellus  Hel.  Weyia.  Iris  6,  p.  290.  ® 

metliarine  Iled.  Erichs.  Schonilmrgk.  Peis.  3,  p.  595. 

metliarinina  Ilel.  Stgr.  Iris  9,  ]>.  315. 

inetiscus  Callic.  I)bl.  ii.  Ilcw.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tf.  30.  * 
mexicaiia  Ag.  Xnc.  Pev.  Zoolog.  1853,  !>.  311. 
inichaeli  Cat.  Stgr.  Iris  1891,  p.  65. 

inicrodryope  Phy.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  448. 
inilbei'ti  Van.  Godt.  Encycl.  .Möthod.  9,  p.  397. 
iniles  Cat.  Bat.  .lourn.  Lntoni.  2,  p.  297. 
inileta  Chlor.  Bsd.  Lepid.  Gnatemal.  p.  47. 
inilitaris  Cat.  Stgr.  Bull.  Soc.  Ent.  Er.  (5)  8,  p.  CLVII. 
iniina  Chlor.  Jb-uhst.  Stett.  Zg.  1997,  p.  245. 
miiniilinus  Hel.  Bttr.  Cistnl.  Entom.  1,  p.  168. 
iniiiiina  Phy.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  445.  * 
ininuta  Mel.  Edw.  Proc.  Ac.  Nat.  Sei.  Phil.  1861,  p.  161. 
niioniiia  Cat.  Heiv.  Exot.  Pntt.  1  (Catagr.  5). 
niira  Eim.  G.  a.  S.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  63. 
inira  Ilel.  Weym.  Iris  6,  p.  296.  * 
mirabilis  Hel.  Riff.  Perl.  Ent.  Zsclir.  45,  p.  205. 
niirabilis  Mel.  Wr.  Pntt.  West-Coast.  * 
iniranda  An.  Warr.  Novit.  Zool.  4,  ]i.  509. 
iniranda  Prep.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  161.  * 
niiriticus  Hel.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Hel.  p.  12.  * 
inisera  Chlos.  Fldr.  Verli.  Zool. -Pot.  Ges.  Wien  1869, 
p.  471. 

misiiipus  Hypol.  L.  .Mus.  Plric.  p.  264. 
mitama  Act.  Schs.  Proc.  IT.  S.  .Mus.  24,  ]).  391. 
mnasyhis  Cybd.  Db  .  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tb.  27. 
nioderata  Col.  Stich.  Wytsinan,  Gener.  Ins.  Fase.  03,  p.  12. 
modesta  Arg.  Btch.  Gay,  Faun.  Chil.  p.  24.  * 
modesta  Eun.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  113. 
modesta  Ilel.  Riff.  Perl.  Ent.  Zsclir.  45,  p.  296. 
modica  Chlor.  Frühst.  Stett.  Zg.  1997,  p.  246. 
moeris  An.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  449.  * 
moliua  Ilel.  Gr.-Sm.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  2,  p.  70. 
momina  Acr.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  469. 
moiieta  Dione  Hba.  Sminlg.  Exot.  Schmett.  2,  Tb.  20.  =* 
monima  Eun.  Cr.  Pap.  Flxot.  4,  Tb.  387.  * 


moritaiia  An.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  5S9. 
montana  Arg.  Reed,  Act.  Soc.  Chile  1,  p.  68. 
moiitana  Phy.  Belir,  l’roc.  Calif.  Acad.  Sei.  1863,  p.  85. 
nioiitaims  Hel.  nSV/Zr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  7,  p.  414. 
monticola  Arg.  Jiehr,  Proc.  Cal.  Ac.  Sei.  2,  p.  175. 
montinus  Arg.  Sciidd.  Proc.  Ess.  Inst.  3,  p.  166. 

1  montis  Ast.  Ediv.  Papilio  2,  p.  7. 
moiitivaga  Arg.  Behr,  I^roc.  Cal.  Ac.  Sei.  2,  p.  174. 
mora  An.  Drc.  Cistul.  Entom.  1,  p.  289. 
morena  Phy.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  443.  * 
moretta  An.  iJrc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  634.  * 
moritziami  Cdilor.  JJdr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  436. 
mormonia  Arg.  Bfd.  Lep.  Calif.  p.  58. 
moroiia  Per.  Hciv.  Exot,.  Butt.  4  (Catagr.  12).  * 
moroiinia  Per.  Röb.  Seitz,  Groß-vSchmett.  5,  p.  498. 
iiiorpheus  An.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  180. 

:  morplieus  Phy.  F.  Syst.  Entomol.  p.  529. 
inorrisoni  An.  Ediv.  Papilio  3,  1883. 
inorsina  Ag.  Jb-uhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  544. 
inorta  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  645. 
mortua  An.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  180. 

!  moi'vus  An.  G.  Syst.  Entom.  p.  484. 
miioia  Act.  Hpffr.  Stett.  Zg.  35,  p.  346. 
niiuda  Ad.  I^b-ahst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  525. 
nmndina  Phy.  Druce,  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1876,  p.  221.  * 
imirena  Phy.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  92. 
inurriiia  Chlor.  IHuhst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  246. 
musoii  Prep.  Jb'uhst.  Iris  17,  p.  284. 
muzoeiisis  Agr.  ID'uhst.  Perl.  Ent.  Zsclu’.  1898,  p.  294. 
inuzoonsis  Hel.  Neust.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  58,  p.  266 
mygduiiia  Flun.  Godt.  Encycl.  ISRthod.  9,  p.  416. 
myia  Chlor.  INuh.st.  Stett.  Zg.  1907,  p.  247. 
myia  l’hy.  Hew.  Exot.  Butt.  2  (Eresia  3).  * 
inylitta  Dyn.  Cr.  Papil.  Exot.  3.  Tf.  253.  ■■= 
mylitta  Phy.  Edw.  Proc.  Acad.  Nat.  Sei.  Phil.  1861,  p.  160 
niyriiia  Arg.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  Tb.  189.  * 
myriiiiia  Pyr.  Dbl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  p.  203. 
inyrlea  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  532. 
myiThina  Dyn.  Dbl.  u.  Heiv.  Gen.  Diurn.  LeiJ.  1,  p.  235. 
myi'son  Dyn.  Dbl.  u.  Heiv.  Gen.  Diurn.  Lep.  p.  235. 
myi'lis  Fhm.  INuhst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  46. 
mythra  Ad.  Godt.  Flncycl.  M4tbod.  9,  p.  374. 


iiadja  Ad.  Frühst.  Ent.  Zsclir.  Stuttg.  21,  p.  172. 

iiahna  Ad.  Sm.  Ann.  Älag.  Nat.  Hist.  (7)  2,  p.  71. 

nais  Ag.  Fruh.st.  Seitz,  Groß-Schmett.  5.  p.  541.  * 

nana  Phy.  Druce,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  156. 

nanna  Ilel.  Stich.  Entom.  Zsclir.  Guben  12,  p.  143. 

napeiisis  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  467. 

iiarcaca  Ilel.  Godt.  Enc.  iM4th.  Zool.  9,  p.  217. 

narcissus  Agr.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  165.  * 

narva  Chlos.  E.  Fhitom.  Syst.  3,  p.  249. 

iiaryce  Ad.  IGuhst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  531. 

nasica  Pyrr.  Stgr.  Flxot.  Tagf.  1,  p.  132. 

natterci'i  Hel.  l<ldr.  Novara  Lep.  (2)  2,  p.  375.  * 

uaiipiia  Phy.  L.  Mus.  ülric.  p.  309. 

iiaiira  Act.  Drc.  Cistul.  Entom.  1,  p.  358. 

iiausicaa  Arg.  Edw.  Butt.  North.  Amer.  3.  * 

iiautaca  Pyrr.  Frühst.  Stett,  Zg.  1908,  p.  39. 

iiava  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  519. 

naxia  Ad.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  417. 

iiea  Ad.  Hew.  Ann.  (Mag.  Nat.  Hist.  1847  (20),  p.  257.  * 

neaerea  Pyrr.  X.  Mus.  Ulric.  p.  297. 

nebrites  Phy.  Weym.  Iris  20,  p.  18. 

iiebulosa  Phy.  G.  u.  S.  l’roc.  Zool.  Soc.  Imiid.  1878,  p.  269 
neetaiiabis  liid.  Frühst.  Entomol.  Zsclu'.  23,  p.  41. 
noglecta  Callic.  Salv.  Ann.  IMag.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  176. 
iiegra  Act.  l^ldr.  Wien.  Ent.  Alon.  6,  p.  78. 
iiegra  Ad.  I'bdr.  Wien.  Ent.  IMon.  6,  p.  115. 
iiegra  Hypna  Ftdr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  118. 
negra  Prec.  Jldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  399. 
iiogriaa  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  515. 
npgriiia  Flp.  Ftdr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  111. 
negrina  Per.  Jlöb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  498. 
iieis  Pyrr.  Fldr.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  473. 
iioleus  Act.  JMtr.  Ilumb.-Bonpl.  Obs.  Zool.  2,  p.  86. 
nemesis  Sid.  Hl.  Magaz.  1,  p.  203. 

lUMiia  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Imnd.  1877,  p.  647.  * 
iicogermanica  Caton.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  36. 
iieoris  Dyn.  Hew.  Exot.  Butt.  2  (Eubagis  3). 
iieotei'iie  Prep.  Honr.  Berl.  Ent.  Zschr.  1884,  p.  207. 
neria  Phy.  Hew.  Ent.  Month.  Mag.  6,  p.  98. 


U]besc]ireil)ungs-Nacbweis  der  anu;rik{U)iscli(!)i  Nyni])lialid(-n. 


01  I 


nesoa  An.  Godf.  Encycl.  M4ihod.  !),  ]>.  .‘565. 

iicssiis  An.  Latr.  Miunl).-Eonpl.  Ohserv.  Zool.  2,  p.  7(5.  * 

neuinoegeni  Mel.  Skhin.  Plntoni.  News  6,  113. 

iieviidensis  Arg.  Ediv.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  3,  p.  14. 

iiiepelli  Hel.  Biff.  Dentsclie  Ent.  Zsclir.  1907,  j).  507.  * 

iiigrella  Phy.  Bai.  Entom.  Montli.  Mag.  3,  p.  133. 

nigrescens  tüüos.  Ft^r.  Butt.  West-C’oast.  * 

iiigripcnnis  Phy.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hisl.  (4)  4.  p.  170. 

iiigrocaerulea  Arg.  Cckll.  Entoni.  News  11,  j).  622. 

iiigrnfasciata  Hel.  Weyia.  Iris  6,  j).  307. 

iiiiietta  Enn.  Frahst.  Societ.  Entom.  22,  p.  34. 

nitocris  Arg.  Edw.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  5,  y).  15. 

nitoris  Chloi'.  Frahst.  8tett.  Zg.  1907,  p.  248. 

niveoiiotis  Phy.  Bilr.  u.  Drc.  Cistiil.  Entom.  1,  ]>.  100. 

nobilis  An.  Bai.  Entom.  Month.  Mag.  1,  y^.  162. 

nohilita  Ag.  Frühst.  Heilz,  Groß-Schmett.  5,  yi.  542. 

nocturna  Hel.  Biff.  Bcrl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  210. 

nokoinis  Arg.  Eduu  Pioc.  Acad.  Nat.  Sei.  Phil.  1862,  p.  221. 

noinia  Ag.  Frahst.  Beitz,  Groß-S(4imett.  5,  p.  541. 

norica  Enn.  Hcw..  Exot.  Butt.  (Emi.  2).  * 

norica  Meg.  Heir.  Exot.  Butt.  1  (Timetes  1 ).  * 

notabilis  Hel.  G.  a.  S.  Ami.  .Mag.  Nat.  Hi.st.  (4)  2,  p.  145. 

novatus  Hel.  Bat.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  5,  yi.  539. 

nubifer  Hel.  Bttr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  15,  p.  224. 

inibigena  Mel.  Behr,  Proc.  Calif.  Ac.  Sei.  3,  yi.  91. 

nndeola  Ool.  Stich.  Wytsman,  Gener.  Ins.  Pasc.  63,  ji.  12. 

nninatns  Hel.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  17.  * 

nnmilia  Eaton.  Cr.  Payi.  Exot.  2,  yi.  * 

nuniisinaticiis  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  303.  * 

niissia  Phy.  Drace,  l’roc.  Zool.  Hoc.  Ijond.  1876,  yi.  222. 

nycteis  Phy.  Dbt.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  Leyi.  Tb.  23.  * 

nyctiniene  Per.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Catagr.  11).  * 

nyctinius  Eaton.  TPui.  Gen.  Diurn.  I^ey).  yi.  257. 

nyniplia  Mel.  Edw.  Payiilio  4,  yi.  43. 

nystographa  Eallic.  Gaen.  Möm.  l’hys.  G^n.  22,  yi.  385. 

oberthiiri  Ad.  Bsd.  Tjt'pid.  Guatemal.  yi.  46. 

obertliüri  Hel.  Biif.  Beil.  Ent.  Zschr.  47,  p.  162. 

obidona  Ag.  Frahst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  yi.  541.  * 

oblita  Phy.  Stgr.  Exot.  Tagt.  1,  p.  93. 

obnubila  Ag.  Frahst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  544. 

obrinns  Ness.  L.  Mus.  Ulric.  p.  255. 

obsenra  Hel.  Weyni.  Stett.  Zg.  51,  p.  200. 

obsenrata  Arg.  71/.  Lacht,  .lonrn.  Idnn.  Soc.  Tvoiid.  14.  yi.  110. 

obsenrata  Hel.  Biff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  yi.  505. 

obscurata  Phy.  Fidr.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  1869,  p.  471. 

obsenrior  Hel.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Ins.  Nyniyih.  Hel.  yi.  15. 

obsoicta  Idm.  Edw.  Papilio  2,  p.  22. 

obsolcta  Mel.  H.  Edw.  Proc.  Ealif.  Ac.  Sei.  7,  yi.  171. 

obnnibrata  Ag.  L'rahst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  yi.  542. 

ocana  Pan.  Frahst.  Entoniol.  Kiindsch.  29,  yi.  46. 

ocanneus  Hel.  Stgr.  Exot.  Schmett.  1,  yj.  75. 

occia  Eim.  IGahst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  211. 

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üccidentalis  Prec.  Ftdr.  Wien.  Ent.  iNIon.  6,  yi.  110. 

ocellata  Phy.  Böh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  yi.  448. 

ochracea  Hel.  Biff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  yi.  511.  * 

ocliracca  Prep.  Fasst,  Entom.  Rxindsch.  29,  Nr.  19. 

ochraceus  Prot.  Bttr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  p.  774.  * 

ochrotaenia  Act.  .Lord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  yn  369. 

octavia  Hel.  Bcd.  Ent.  Month.  iVIag.  3,  p.  86. 

octavia  Preyi.  Frahst.  Iris  17,  y:).  290. 

octaviiis  An.  F.  Entom.  Syst.  (3)  1,  p.  73. 

oculata  Eat.  Gaen.  MAni.  Phys.  G4n.  22,  y3.  414.  * 

odilia  An.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  Tf.  329.  * 

Odins  Hist.  F.  System.  Entom.  p.  457. 

oeiioö  Ag.  Bsd.  L4pid.  Giiatemal.  y3.  2(5. 

oenoniais  An.  Bsd.  Lepid.  Guatemal.  y:).  51. 

ofella  Phy.  Heiv.  Exot.  Biitt.  (Eresia  3).  * 

offa  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  I.ond.  1877,  yj.  644.  * 

olancha  Mel.  TFr.  Butt.  West.-Eoast.  * 

olbia  Ad.  Lld.r.  Reise  Novara  Ijeyi.  3,  yi.  416. 

olivenca  Pyrr.  IGuhst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  40. 

olivencia  Agr.  Stgr.  Iris  11,  p.  373. 

olivencia  I’hy.  Bat.  .Tourn.  Entomol.  2,  p.  191. 

Olympia  Eu.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  p.  166. 
olyinpias  Eun.  Ftdr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  111. 
olyuthia  Ad.  IHdr.  Reise  Novara  Lep.  3,  ya.  424.  * 
olynthina  Ad.  IGahst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  y).  514. 
omphale  Prep.  ILhn.  Verz.  bekannt.  Schmett.  y^.  49. 
omas  Dyn.  Heiv.  Exot.  Butt.  2  (Eubagis  2).  * 
onophides  An.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  y^.  181. 
onophis  An.  Ftdr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  110. 


0|)aliiia  An.  S.  a.  G.  I’ioc.  Zool.  Sf)c.  Lond.  1884,  p.  351.  * 

opludlas  Ad.  Frahst.  Seitz,  (iroß-Schmdjt.  5,  ]>.  519. 

opbcltcs  Ad.  Frahst.  Seitz,  (ii  oß-Si  Imiett.  5,  y).  513.  * 

ophiii  Pyri'.  Bttr.  Aiin.  .Mn,g.  Nat.  Hist.  (1)  5,  y).  362. 

opis  Arg.  Eda\  Trans.  A.mei'.  l'int.  Soc.  5,  y».  105. 

opp(‘lii  Per.  I.atr.  II  umh.-Bony)].  Olisei  v.  Zool.  I,  d'l'.  21.  * 

Oj»S  An.  Drc.  Pjoc.  Zool.  Soc.  Ijond.  1877,  y).  633. 

optima  Eallith.  Bttr.  I,eyiid.  Exed.  1,  y).  12.  * 

orca  Ey).  Hba.  Smrtdg.  ILxot.  Schmett..  * 

oreaiidra  Phm.  Frahst.  Stell..  Zg.  1909,  y).  215. 

orcas  Pol.  Edw.  Trans.  Auut.  lOut.  Soc.  2,  yi.  373. 

orinoco  Ad.  Wecks,  Eanad.  Entom.  38,  yi.  7(i. 

orioii  Hist.  F.  Sy.stem.  Entom.  y^.  485. 

orites  Eaton.  Stich.  Beil.  Ent.  Zschr.  44,  yi.  39. 

oriiamcnta  Ad.  Frahst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  yi.  531. 

oriiata  An.  Böl>.  Seit.z.  Groß-Schmett.  5,  yi.  583. 

oriiata  Cddor.  Frahst.  Stett..  Zg.  1907,  yi.  249. 

oroltia  Phy.  Hew.  hixot.  Butt.  3  (Eresia)  4.  * 

oryihise  Eun.  Cr.  Payi.  Exot.  1,  Th.  4  2.  * 

orscis  Phy.  Eda).  Trans.  Amer.  hint.  Soc.  3,  yi.  206. 

orsilochus  JMeg.  /<’.  Gen.  Ins.  yj.  252. 

orsis  iMysc.  Drary,  III.  Exot..  Entom.  3.  * 

ortbcsia  An.  G.  a..  S.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1881,  Tf.  34. 

ortbia  Phy.  //«c.  Exot.  Butt.  3  (Eresia  <).)  ‘Ph.  4.  * 

orticas  l’hy.  Schs.  I’roc.  En.  Stat.  i\Ius.  24,  p.  396. 

ortygia  Ag.  Frahst.  Seitz,  Groß-Sclmiett.  5,  y3.  545. 

ossianus  Arg.  Hist.  Nat.  Sy.st.  Schmett.  10.  Tf.  270. 

ostara  iVlet.  Bbb.  Societ.  Entomol.  20,  yr.  177. 

otanos  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  (Eresia  6).  * 

otboiiis  Tem.  Frahst.  vStett.  Zg.  68,  yj.  231. 

(»tolais  Pyrr.  Bat.  Ent.  Menth.  jMag.  1,  yi.  126. 
otrorc  Au.  Hijn.  Zutr.  Smftrlg.  Exot.  Schmett.  (3).  * 
otlonis  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  15,  p.  212. 

«uma  h’er.  Doya.  le  Natural.  1891,  yi.  85. 
oweni  Arg.  Echv.  Eanad.  Ent.  24,  yn  105. 
ozomene  Act.  Godt.  Encycl.  jMiithod.  9,  yr.  241. 
ozora  Agr.  IGahst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  yi.  574. 


pacbinus  Hel.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  7,  yr.  414. 
pacifica  Eat.  Bat.  Ent.  IMonth.  iMag.  3,  yr.  135. 
pales  Arg.  Schiff.  Wien.  Verz.  yr.  77. 
palla  Mel.  Bsd.  Ann.  Soc.  Ent.  Er.  1852,  yr.  '305. 
pallaiitias  Preyi.  L'rahst.  Seitz,  Groß- »Schmett.  5,  yr.  560. 
palloiis  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  yr.  19. 
pallens  I’rec.  Ftdr.  Reise  Novara  liep.  Rhoyr.  y).  401. 
palleseens  Act.  Jord.  »Seitz,  Groß- »Schmett.  5,  yr.  373. 
pallescons  Phy.  Ftdr.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  1869,  yr.  469. 
pallida  Eireid.  Biff.  Deutsche  Pint.  Zschr.  1907,  p.  513. 
pallida  Vict.  L'raJisf.  Stett.  Zg.  68.  yr.  13. 
pallidiur  Preyr.  IGahst.  Iirsekten-Börso  1904,  p.  126. 
palliolata  Ag.  L^rahst.  »Seitz,  Groß- »Schmett.  5.  yr.  545. 
palmata  Hel  Stich.  Wytsm.  Gen.  Ins.  Nymph.  lieh  yr.  46. 
’pamenes  Preyr.  L'riihst.  »Seitz,  Groß- »Schmett.  5.  yr.  554. 
panariste  An.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Pay^hia  u.  »Sid.). 
pandama  Eycl.  Dbt.  u.  Heiv.  Gen.  Diurn.  Leyr.  y).  219.  * 
pantbalis  Eallic.  Hoar.  Berl.  Ent.  Zschr.  28.  Tf.  7. 
paradisiaea  Preyr.  Fasst,  Plntom.  Rimdsch.  29,  Nr.  11. 
paraena  Ad.  Bat.  .Tourn.  Entom.  2,  yr.  331. 
paraensis  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  yr.  197. 
parapbeles  Act.  .Lord.  Entomologist  1913,  Nr.  2. 
paraplesins  Hel.  Bat.  Trans.  Pint.  Soc.  IjOiuI.  (3)  5,  p.  540. 
pai'dallna  Phy.  Bob.  Seitz.  Grrtß- Schmett.  5,  p.  447.  * 
pardaliiius  Hel.  Bat.  Trans.  Linn.  Soc.  Lond.  Z.  23,  yr.  555. 
pai’ima  Eat.  Hciv.  Exot.  Butt.  1  (Eatagr.  1). 
paroeca  Ad.  Bat.  Ent.  Month.  iMag.  1,  p-  127. 
parva  Ehlor.  Bäh.  »Seitz,  Groß- »Schmett.  5,  y3.  546. 
parvimacnlata  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  yi.  207. 
pascoensis  Phy.  TEr.  Plutt.  West-Eoast.  * 
pasibnla  An.  Dbt.  a.  Hew.  Gen.  Diurn.  Leyi.  Tf.  50.  * 
pasira  Did.  Dbt.  a.  Hew.  Gen.  Diurn.  la-yi.  yi.  406.  * 
pasitbea  Eat.  Hew.  Exot.  Butt.  3  (Eatagr.  10).  * 
passitboe  Hel.  Cr.  Payi.  Pixot.  1,  yi.  25.  * 
pastazena  Phy.  Bat.  Journ.  Entomol.  2,  p.  189. 
pastazza  Eat.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  yi.  121. 
patara  Per.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Eatagr.  4).  * 
patelina  Eat.  Hciv.  Exot.  Butt.  (Eatagr.  2).  * 
pattenia  Mysc.  {Bttr.  a.  Drc.)  Biol.  Eentr.-Amer.  Rhop.  2, 
p.  685. 

panlana  Ehlor.  Frahst.  Entomol.  Rundsch.  29,  yi.  14. 
pauliiia  Dyn.  Bat.  .Tourn.  Entom.  2,  yi.  325.  * 
paullus  Hyyi.  L'.  Ent.  Syst.  3  (1),  yi.  63. 
paulus  Agr.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  165. 


612 


Urbesclireibiings-Nachweis  der  amerikanischen  Nyniphaliden. 


paupera  Chlos.  Fldr.  Reise  Novara  Tjep.  3,  p.  375. 
pavana  Eu.  Men.  Cat.  Acad.  Imp.  Pdter.sb.  2,  p.  116.  * 
pavira  Callic.  Guen.  M^m.  Rhys.  G(^n.  22,  p.  388. 
pavon  Chlor.  Lcdr.  Humb.  u.  Bonpl.  Observ.  Zool.  1,  p.  197.  * 
pebaua  Dyn.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  116.  * 
pedaina  Tem.  Frühst.  Entom.  Riindsch.  29,  p.  14. 
pedrona  Rliy.  3IouIf.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1909  (3),  p.  103. 
pelcus  Meg.  Shr.  Abg.  Gesch.  Insekt.  Tb.  13. 
pella  Phy.  Hetv.  Exot.  Butt.  1  (Eresia  1).  * 
jiellenea  Act.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  2,  Tf.  18.  * 
pellenea  Phy.  Röh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  450.  * 
pelhicidus  Eu.  Srnka,  Beil.  Ent.  Zschr.  29,  p.  130.  * 
pclonia  l^hy.  Heiv.  Exot.  Butt.  1  (Eresia  1). 
pclops  Phy.  Drury,  111.  Exot.  Entom.  1.  * 
penelamaiide  Hel.  Sicjr.  Iris  7,  p.  67. 
penelope  Hel.  Stgr.  Iris  7,  p.  67. 
peuelope  Prep.  Frühst.  Insekten-Börse  1901,  p.  126. 
peiielopeia  Hel.  Stgr.  Iris  7,  p.  67. 
pcnthia  Caton.  Heiv.  Exot.  Butt.  2  (Ep.  P.). 
pereiiiia  An.  G.  w.  <8.  Proc.  Zool.  8oc.  Bond.  1884,  Tf.  32.  * 
pcrezi  Chlos.  H.-Schüff.  Corr.-Bl.  Zool. -Min.  Ver.  Regensb.  16, 
p.  119. 

perliilva  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  370. 

perga  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  527. 

pericles  Agr.  Bat.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  5,  p.  111. 

perilla  Phy.  Heiv.  Exot.  Butt.  1  (Eresia  1).  * 

perisa  Act.  Jord.  Entomologist  1913,  Nr.  2. 

peristera  Cat.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Cat.  2).  * 

perliila  Phy.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  104. 

permagna  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  519.  * 

penia  Phy.  Heiv.  Exot.  Butt.  1  (Eresia  1).  * 

perpetua  Dyn.  Bat.  .Tourn.  Entom.  2,  p.  326. 

perse  Mel.  Fdw.  Papilio  2,  p.  136. 

persephone  Eun.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  406. 

persis  Dyn.  Hew.  Exot.  Butt.  2  (Eubagis  3).  * 

personata  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  5.  * 

peniana  Callic.  Guen.  M^m.  Phys.  Gen.  22,  p.  384. 

peruana  Phy.  Röh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  438.  * 

peruviana  An.  Strd.  Lepidopt.  Niepeltiana  p.  32.  * 

peruviana  TIel.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  3,  p.  396. 

peruvianns  Prot.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  186. 

petiverana  lieh  Dbl.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  103. 

phaedra  Prep.  G.  u.  S.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhop.  1,  p.  322. 

phaesyle  Cybd.  Hbn.  Zutr.  Smmlg.  Exot.  Schmett. 

phaeton  Mel.  Driiry,  111.  Exot.  Ent.  1,  p.  Tb.  21.  * 

phaetusa  Col.  Cr.  Pap.  Exot.  Tb.  130.  * 

phalaris  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  334.  * 

phaleidon  Agr.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Agr.  u.  Nymph.).  * 

phantes  An.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  353. 

phaon  Phy.  Fdw.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  2,  p.  505. 

pharae  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  523. 

phasis  Eun.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  111. 

phera  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  j).  523. 

pherenice  Agr.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  577. 

pheridamas  Prep.  Cr.  Pap.  Exot.  2,  Tf.  158.  * 

phiale  Meg.  G.  u.  S.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  270. 

phidile  An.  Hbn.  Zutr.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  (5).  * 

phila  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  642.  * 

phila  Prep.  Frühst.  Insekten-Börse  1904,  p.  126. 

philetas  Prep.  Frühst.  Insekten-Börse  1904,  p.  126. 

phillyra  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Eresia  1).  * 

philotima  Callith.  Rbl.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  62,  p.  218. 

philiimena  An.  Dhl.  u.  Hew.  Gen.  Diurn.  l^ep.  Tf.  50.  * 

phintias  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  530.  * 

phlegias  Phy.  G.  u.  S.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhop.  2,  p.  680. 

phliassa  Ad.  Godt.  Encycl.  M^thod.  9,  p.  373. 

phlogea  Callic.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  2,  ]).  147. 

phlogeides  Callic.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  501. 

phoebe  An.  T)rc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  648.  * 

pliucbus  Prep.  Bsd.  Lepid.  Guatemal.  p.  52. 

phoenix  Agr.  Niep.  Lepid.  Niepeltiana,  p.  29.  * 

photidia  Prep.  Frühst.  Entomol.  Rundsch.  29,  Nr.  19. 

phylaca  Ad.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  3,  p.  135. 

phylacides  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  520.  * 

phyllidis  Hel.  Sm.-Ky.  Rhop.  Exot.  1. 

phyllis  Hel.  F.  Syst.  Ent.  p.  463. 

picea  Eun.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  105. 

picta  Phy.  Edw.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  4,  p.  201. 

picteti  Per.  Guen.  Möm.  Phys.  Gön.  22,  p.  395. 

pieridoides  Dyn.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  p.  410. 

pione  Ad.  G.  u.  S.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhop.  1,  p.  309.  * 

pitheas  Cat.  Latr.  ITumb.  u.  Bonpl.  Observ.  Zool.  2,  p.  90.  * 

pithyusa  An.  Fldr.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  1869,  p.  473. 


pitliys  Ad.  Bat.  Ent.  Month.  IMag.  1,  p.  128. 
pittheus  Dyn.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  115.  * 
idacida  An.  Drc.  Proc.  Zool.  vSoc.  Lond.  1877,  p.  643.  =•■ 
plagiata  Phy.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  446. 
platina  Arg.  Skinn.  Canad.  Ent.  29,  p.  154. 
plausibilis  Agr.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  569. 
pleione  An.  Gndt.  Encycl,  M4thod.  9,  p.  366. 
plesaure  Ad.  Hbn.  Zutr.  Smmlg.  Exot.  Sckmett.  (2).  * 
plesaurina  Chlor.  Bür.  u.  Drc.  Cistul.  Entom.  1,  p.  102. 
pluslos  Ep.  G.  ti.  S.  Biol.  Centr.-Amer.  Rliop.  1 ,  p.  236. 
pluto  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zsc  hr.  48,  p.  32. 
pluto  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  303.  * 

plutouia  Ep.  G.  v.  S.  Entom.  Month.  ;Mag.  1,  p.  113. 
jniasina  Eupt.  Schs.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1913,  p.  343  * 
poecile  Chlos.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  396. 
poeciliiia  Phy.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  3,  p.  133. 
poeyi  Meg.  Sagra,  Histor.  Cuba  7.  p.  562. 
polaris  Arg.  Bsd.  Inrl.  Möth.  p.  15. 
poliiia  Phy.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Eresia  1).  * 
pollina  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  518. 
poltis  Phy.  G.  n.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  261. 
polychrous  Hol.  Flrlr.  Reise  Novara  I.ep.  2,  p.  375.  * 
polymela  Sid.  G.  u.  iS.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhop.  1,  p.  334. 
polyiniiia  Phy.  Röh.  Seitz,  Groß-Sclmrett.  5,  p.  447. 
polyxo  An.  Drc.  Cistul.  Entom.  1,  p.  288. 
poinona  Eun.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  p.  407.  * 
poinpata  Eun.  Frühst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  211. 
popi)acana  Eun.  Frühst.  Stett.  Zg.  1909,  p.  209. 
porphyrio  Ar.  Bat.  .Tourn.  Entomol.  2,  p.  340. 
portia  An.  F.  Syst.  Entom.  p.  507. 

praecaria  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  515.  * 
praelautus  Hel.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Hel. 

p.  10. 

praencste  Prep.  Heiv.  Exot.  Butt.  2.  * 
praeiicstiiia  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  565. 
pradura  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  519. 
praevalida  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  514. 
pratensis  Phy.  Behr,  Proc.  Calif.  Acad.  Sei.  8,  p.  86. 
pravitas  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclmiett.  5,  p.  522.  * 
praxias  An.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  355. 
pretiosa  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  325. 
pretona  Chlos.  Bsd.  Löpid.  Guatemal.  p.  37. 
priene  Per.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  351. 
lu'ieiie  Prep.  Hew.  Exot.  Butt.  2  (Prepona  2).  * 
primuiaris  Hel.  Bür.  Ann.  ]Mag.  Nat.  Hist.  (4)  3,  p.  18.  * 
prisca  Phy.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  349. 
privata  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  517.  * 
privata  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  565. 
privigna  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-vSchniett.  5,  p.  515. 
procilla  Pan.  Hew.  Exot.  Butt.  1.  * 
procula  Eu.  Dhl.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  p.  146. 
progne  Pol.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  Tb.  15.  * 
prola  Pan.  Dbl.  ii.  Hew.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tf.  43.  * 
proineuaoa  An.  G.  u.  S.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1884,  p.  316.  * 
proscliion  Prex).  Frühst.  Insekten-Börse  1904,  p.  125. 
prosepina  An.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  181. 
prosorpiiia  Lim.  Edw.  Proc.  vSoc.  Ent.  Phil.  5,  t3.  148. 
psacon  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  jj.  563. 
psauiniis  An.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  jd.  448. 
pseudagrias  Ad.  Frühst.  Entom.  Zschr.  Stuttg.  22,  p.  108. 
pseudarete  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  529. 
pseudariadne  Tem.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  xj.  230. 
pseudipliis  An.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  180. 
pseuditys  Zar.  Frühst.  Ent.  Zschr.  1909,  ii.  165. 
j»seudodurippus  Lim.  Streck.  Cat.  Lex^id.  1878,  ji.  143. 
pseudolaothoe,  Tem.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  x^-  230. 
pseudonioaudor  Prex:).  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]).  557. 
pseudoincssaua  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  x>.  525.  * 
pseudorhea  Hel.  Stgr.  Iris  9,  x?-  291. 

X»tolyca  Phy.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  x).  81. 
pulchra  Tem.  Hew.  Exot.  Butt.  2  (ExJ.  2).  * 
pura  Hel.  Niep.  Societ.  Entom.  22,  Nr.  6. 
purpurascens  Arg.  H.  Edw.  Proc.  Cal.  Ac,  Sei.  7,  x^-  l'fb- 
inisilla  Eun.  Bat.  .Tourn.  Entom.  2,  x^-  198. 
pygas  Cat.  Godt.  Encycl.  Möthod.  9,  x^-  ^23. 

|»ygiualiou  Met.  Frühst.  Entom.  Rundsch.  29,  X)-  14. 
pylene  Prexi.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Pandora-Prex)ona).  * 
pyracinun  Cat.  Godt.  Encycl.  M(§thod.  9,  x^-  424. 
pyraimis  Haem.  F.  Sx^ec.  Ins.  2,  x^-  130. 
pyrrha  Act.  F.  Syst.  Entom.  x)-  404. 

(luadra  Act.  Schs.  Proc.  V.  S.  Mus.  24,  p.  392. 
(juadrideiitatus  Prot.  Stgr.  Proc.  Zcol.  Soc.  Lond. 1873,  p.  773.  * 


Urbcsclireibungs-Nacbweis  der  amerikanisclicn  Nymplialiden. 


ci: 


quehtala  Chlos.  Reale.  Proc.  Acad.  Pliil.  1,  p.  84. 
qiiiiio  Mel.  Behr,  Proc.  Oalif.  Ac.  Sei.  1803,  p.  90. 
quintilla  Pliy.  Ilew.  Exot.  Butt.  5  (Eresia  10). 
quitaleiia  Ilel.  Hew.  Exot.  Butt.  1. 

raeidula  Byn.  Heiv.  Exot.  Butt.  2  (Eubagis  2).  * 
radiata  Act.  Hew.  Exot.  Butt.  4,  Acr.  0.  * 
radiata  Ad.  Frulist.  Seitz,  Groß-Schiuett.  5,  p.  581. 
radiosns  Hel.  Bür.  Cistul.  Entoin.  1,  p.  166. 
rectifascia  Ect.  Bür.  u.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1871, 
p.  345. 

roducta  Chlor.  Bäh.  Seitz,  Groß-Sclimett.  5,  p.  546. 

reducta  Act.  .Jord.  Seitz,  Groß-Schuiett.  5,  p.  302. 

reg’iiia  Pan.  Bat.  Journ.  Entom.  2,  p.  213. 

restricta  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schniett.  5,  p.  514. 

rhea  Ag.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  p.  15. 

rhea  Ilel.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  85.  * 

rhenea  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  562. 

rhodope  Arg.  Edw.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  5,  p.  13. 

rhodoptera  Per.  Bür.  Cistul.  Entom.  1,  p.  162. 

richardi  Ilel.  Riff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  73. 

ricini  Eu.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  466. 

riffarthi  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  31. 

riffarthi  Hel.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Hel.  p.  26.  * 

robigus  Hel.  Weym.  Stett.  Zg.  36,  p.  382.  * 

roeselia  An.  Esch.  Kotzeb.  Reise  3,  p.  207.  * 

rpgenholeri  IMysc.  Fldr.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  1869,  p.472. 

rosacea  Ilel.  Riff.  Deutsche  Ent.  Zsclrr.  1907,  p.  512. 

rosae  An.  Fasst,  Societ.  Entomol.  21,  p.  81. 

rosandra  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  513. 

rosina  Hel.  Bsd.  Lep.  Guatemal.  p.  79. 

rosina  Phy.  Dogn.  Le  Natural.  (2)  2,  p.  67.  * 

rotschildi  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclunett.  5,  p.  528.  * 

nibellius  Hel.  Sm.  n.  Ky.  Rhop.  Exot.  1.  * 

nibescens  Hel.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Insect.  Nymph.  Hel.  p.  26. 

rubia  Pyr.  Stgr.  Iris  7,  p.  70. 

rubicunda  Hel.  Niep.  Societ.  Entom.  22,  Nr.  6. 

rubieunda  Mel.  H.Ediv.  Papilio  1,  p.  52. 

rubra  Haem.  Kaye,  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1904,  p.  173. 

rubra  Hel.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Ins.  Nymph.  Hel.  p.  20. 

rubrigutta  Chlos.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  452. 

rubrobasalis  Per.  Rhl.  Berl.  Ent.  Zschr.  44,  p.  299. 

rubrosticta  Act.  .Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  365. 

rufa  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  465. 

rufescens  Arg.  Cckü.  Entom.  Rec.  1909,  p.  186. 

rufescens  Chlos.  Wr.  Butt.  West-Coast.  * 

rufescens  Ilypna,  BÜr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1866,  fi*  209.  * 

rufescens  Lim.  Ccldl.  Entomologist  1889,  p.  4. 

rufilia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  527. 

rnfilinibata  Hel.  Bür.  Cistul.  Entom.  1,  p.  169. 

rupestris  Arg.  Behr,  Proc.  Cal.  Ac.  Sei.  2,  p.  175. 

rnsseus  Zar.  Frühst.  Ent.  Zsclm.  1909,  S.  167. 

rnstieus  Pol.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  5,  p.  107. 

rntilans  An.  Bür.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  ■  (4)  5,  p.  223. 

rypliea  An.  Cr.  Papil.  Exot.  1,  Tf.  48.  * 

sabatia  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-vSclmiett.  5,  p.  540. 

Sabrina  Caton.  Hew.  Exot.  Butt.  4  (Ep.  1).  * 

Saga  Arg.  Stgr.  Stett.  Zg.  1861,  p.  350. 

sahlkei  Agr.  Honr.  Berl.  Ent.  Zschr.  1885,  p.  278.  * 

sakuntala  Arg.  Skinn.  Entom.  News  22,  p.  108. 

salacia  Caton.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Ep.  1).  * 

saladillensis  Phy.  Giacom.  Ann.  Soc.  Argentina  72  (1911),  p.  22. 

salambria  Caton.  Ftdr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  106. 

Salamis  Cat.  Fldr.  Wien.  Ent.  IMon.  6,  p.  114. 

salmonea  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  464. 

salnioneus  Ad.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  667. 

salpensa  Dyn.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  113. 

salvini  Agr.  Frühst.  Entomol.  Nachr.  1895,  p.  217. 

salvini  Callith.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  124. 

salvlnii  Hel.  Hetv.  Mitt.  München.  Ent.  Ver.  1,  p.  86. 

sangninea  Hel.  Stgr.  Iris  7,  p.  66. 

santina  Prep.  Frühst.  Entomol.  Nachr.  1897,  p.  220. 

santina  Teni.  Friihst.  Stett.  Zg.  68,  p.  231. 

sapho  Ilel.  Drury,  111.  Nat.  Hist.  3,  p.  54.  * 

sapphira  Callith.  Hhn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  * 

Sara  Dyn.  Bat.  , Journ.  Entom.  2,  p.  324. 

Sara  Hel.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  p.  167. 

sarana  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  520.  * 

sardanapalus  Agr.  Bat.  Proc.  Ent.  Soc.  Lond.  (2)  5,  p.  111. 

Sarsauda  Act.  Drc.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (7)  12,  p.  220. 

satis  Hel.  Weyui.  Stett.  Zg.  36,  iJ.  380.  * 

saturata  An.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  104. 


saturata  Phy.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]j.  4  16.  * 

satyrus  Pol.  Edw.  Ti'ans.  Aiuei'.  hint.  Soc.  2,  ]).  371. 

saundersi  Ad.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  5,  j).  561. 

sauudersii  Chlos.  DU.  u.  Hew.  Gen.  Diuin.  Lej).  p.  18.5. 

saurites  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß->Schmett.  5,  j).  511. 

saussurei  l’er.  Guen.  iM4m.  l*hys.  G4n.  22,  p.  398. 

scliausi  Mel.  G.  n.  S.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhoj).  2,  p.  676. 

schausiaua  An.  G.  u.  S.  Ann.  31ag.  Nat.  Hist.  (6)  4,  j).  98 

schulzi  Hel.  Riff.  Berl.  Ent.  Zschr.  13,  p.  105. 

sciana  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  463. 

scotosis  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  468. 

scyrus  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  558. 

sejona  Phy.  Schs.  Proc.  Hn.  Stat.  iMus.  24,  j).  395. 

seitzi  Chlos.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  453.  * 

scitzi  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  68,  p.  6.  * 

seitzi  Hel.  Neust.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  594. 

seitzi  Pyrr.  Frühst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  40. 

segesta  Act.  Weym.  Stübels  Reise  p.  62.  * 

selene  Phy.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  445.  * 

seliina  Cat.  Guen.  M4m.  Phys.  G4n.  22,  p.  416. 

selina  Chlor.  Bat.  Jouin,  Entom.  2,  p.  334. 

sellasia  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  540. 

semiflavida  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  302. 

semifulva  Cyst.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  744. 

scmifulvus  Prot.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  I^ond.  1875,  p.  36. 

semilutea  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  jj.  370. 

seiniphorus  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  284. 

seiuiramis  Arg.  Ediv.  Canad.  Ent.  18,  61. 

semirubra  Agr.  Niep.  Lepid.  Niepeltiana.  p.  29.  * 

seutia  Ad.  G.  u.  S.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhop.  1,  p.  309. 

seraphina  Chlor.  Hbn.  Smndg.  Exot.  Schmett. 

seraphion  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  330. 

serenita  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  516.  * 

sergestus  Hel.  Weyut.  Iris  6,  p.  339.  * 

seriphia  Ad.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  p.  423. 

serita  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  529.  * 

serosa  Callic.  Guh\.  M4m.  Phys.  G4n.  22,  p.  386. 

serpa  Ad.  Bsd.  Spec.  G4n.  1,  Tb.  8. 

serpeiitiiia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  532. 

sestia  Phy.  Heic.  Equat.  Lepid.  p.  26. 

setabis  Dyn,  DU.  u.  Heiv.  Gen.  Diurn.  Lep.  1,  Tf.  30.  * 

siehaeus  Ad.  Bür.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1865,  p.  668. 

sida  Luc.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  1.  * 

Sierra  Mel.  Wr.  Brxtt.  West-Coast.  * 
siga  Arg.  Hbyi.  Zidr.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  * 
sileuus  Pol.  Edw.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  3,  p.  15. 
silia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  522.  * 

Silvana  Hel.  Cr.  I’ap.  Exot.  4,  p.  143.  * 
simois  Phy.  Heiv.  Exot.  Butt.  3  (Eresia  5).  * 
simois  Prep.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  437. 

Simplex  Hel.  Riff.  Insekten-Börse  23,  p.  56. 

sineerus  Helle.  Riff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1967,  p.  501. 

sinefascia  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  365. 

sinefascia  Lim.  Edw.  Papilio  2,  p.  22. 

siroiia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  521. 

sisygambis  Did.  Frühst.  Entomol.  Zschr.  23,  p.  41. 

sisyphus  Hel.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  7,  p.  413. 

sitalces  Phy.  G.  ii.  S.  Biol.  Centr.-Amer.  Rhop.  1,  p.  201. 

skinneri  Mysc.  Menget,  Entomol.  News  5,  p.  95. 

snyderi  Arg.  Skinn.  Canad.  Ent.  29,  p.  154. 

sobriiia  Act.  .Jord.  Novit.  Zool.  17.  p.  467. 

soeia  Phy.  Ediv.  Verh.  Zool. -Bot.  Ges.  Wien  1869.  p.  470. 

sodalia  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  540. 

sodalis  Act.  Bür.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  20,  jd.  119. 

sodalis  Gnath.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  95. 

sophax  Ad.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  265. 

soi)liene  Vict.  Frühst.  Stett.  Zg.  68,  p.  13. 

soi)lionisba  Eun.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  Tb.  295. 

sophronia  Mysc.  Godt.  Encycl.  Method.  9,  p.  823. 

sopolis  Phy.  S.  u.  G.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  2,  p.  262. 

sorana  Cat.  Godt.  Encycl.  MMhod.  9,  p.  422. 

soron  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-vSchmett.  5,  p.  556.  * 

sosippus  An.  Hpffr.  Stett.  Zg.  1874,  p.  352. 

sosis  Phy.  G.  u.  S.  Ann.  Mag.  Nat.  ITist.  (5)  2,  p.  262. 

sosthenes  Dyn.  Hew.  Trans.  Ent.  Soc.  liOnd.  1869,  p.  34. 

sotericus  Hel.  Salv.  Ann.  Jlag.  Nat.  Hist.  (4)  7,  p.  413. 

speciosa  Cat.  Röb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  495. 

sperata  Hel.  Riff.  Deutsche  Ent.  Zschr.  1907,  p.  513. 

sphaeteria  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Sclunett.  5,  p.  565. 

splendlda  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  334.  * 

splendida  Hyp.  Rothseh.  Novit.  Zool.  11,  p.  309.  * 

spleiidida  Prep.  Rothseh.  Novit.  Zool.  1896,  p.  687.  * 

spoliata  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  9. 


614 


Urbeschreibungs-Nachweis  der  amerikanischen  Nymphaliden. 


spnicpana  Ad.  Bcd.  Ent.  INIonth.  Mag.  1861,  p.  129. 
spnifpi  llel.  Bcd.  Ent.  .Montli.  Mag.  1,  p.  57. 
spiirius  Hel.  Weipn.  lri.s  6,  p.  309.  * 
sriikai  Oallitli.  Honr.  Berl.  Ent.  Zsclir.  28,  Tf.  7.  * 
stalachtoides  Vila  Baf.  Trans.  Ent.  Soc.  Txjnd.  (3)  5, 
p.  510. 

staudiiigoi'i  Gallith.  Böh.  Seitz,  Groß-Scdunett.  5,  p.  491. 

standiiigeri  llel.  Wcijdi.  Iris  6,  p.  324.  * 

steneles  Vict.  L.  IMns.  Ulric.  p.  218. 

steiiia  Act.  .Tord.  Novit.  Zool.  17,  p.  407. 

sfPiiotaiMiia  Pliy.  Böh.  Seitz,  Groß-Schniett.  5,  p.  440.  * 

steropp  iMel.  Echo.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  3,  p.  190. 

stpi'opp  Ag.  Fridist.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]>.  514. 

stpsilea  Phy.  Bcd.  Ent.  IMonth.  Älag.  1,  p.  82. 

sthpiio  An.  Prdiw.  Stett.  Zg.  1875,  p.  142. 

stirlipli  An.  Fridist.  Gnben.  Ent.  Zsclir.  1,  p.  101. 

stieliPli  llel.  Bifj.  Deutsche  Ent.  Zsclir.  1907,  p.  509.  * 

straininosa  Act.  Jcjrd.  Seitz,  Groß-Schmett.  5.  p.  369. 

strathitps  Gat.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  ii.  107. 

stratonipp  Act.  Lcdr.  Iliinib.  n.  Boupl.  Ohserv.  Zool.  2,  p.  92.  * 

stratonicus  Pyrr.  Frühst.  Stett.  Zg.  1908,  p.  36. 

strpekpri  .Mysc.  (Skinn.)  Wecks,  lllustrat.  p.  6.  * 

strigosa  Zar.  Gmet.  Syst.  Nat.  1  (5),  p.  2290. 

stryinon  An.  Weym.  Stiiliels  Reise,  Tb.  3. 

stuai'ti  Agr.  Goden.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1882,  p.  19. 

stiibpli  llel.  Blff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  109. 

stiippiida  Gol.  Stich.  Wytsman,  Gen.  Ins.  Easc.  63,  p.  12. 

stygiaiia  Vict.  Schs.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1913,  p.  348.  * 

Styx  Phy.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  94. 

suapiira  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ]i.  516.  * 

subhadia  Act.  Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  372. 

subbninnpseens  An.  Böh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  585. 

subconcolor  Phy.  Böh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  441.  * 

snbcydiiides  Hei.  Stgr.  Iris  9,  p.  289. 

subplatus  Act.  .Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  361. 

siibfaspiata  Phy.  Böh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  448. 

subliyalina  Act.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  82. 

subnubilus  Hel.  Stich.  Wytsm.  Gen.  Ins.  Nymph.  Hel.  p.  14.  * 

Siibota  Phy.  G.  u.  S.  l’roc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  268. 

subpallida  Van.  Ccklt.  Entomolog.  1889,  p.  185. 

subtuniforjnis  Ghlor.  Böh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  546. 

siilphureus  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  311.  * 

sulpitia  Vict.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  328. 

suliana  Ghlor.  Foett.  Rev.  Mns.  Panlista  5,  p.  627.  * 

superba  Vict.  Bar.  Ent.  ülonth.  Mag.  1,  p.  161. 

superioris  Hel.  Btlr.  Aim.  IMag.  Nat.  Hist.  (4)  15,  p.  224. 

surdus  En.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  27.  * 

suriina  Act.  Schs.  Proc.  IT.  S.  IMns.  24,  p.  392. 

susarion  I’yrr.  Frühst.  Entomol.  Rnndschan  29,  p.  15. 

suspecta  Act.  .Jord.  vSeitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  369. 

sydonia  Enn.  Godt.  Encycl.  IM^thod.  9,  p.  416. 

syene  Zar.  Heiv.  Exot.  Bid.t.  1  (Paphia  n.  Sider).  * 

sylphis  Bolb.  Bcd.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  113. 

sylvestris  Psend.  Bcd.  .lonrn.  Entom.  2.  p.  204. 

synia  Ad.  Godt.  Encycl.  ]\I4thod.  9,  p.  374. 

syrnaitlins  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  557. 

synehrnnia  Prep.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  161. 

syntyche  Sid.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Agr.  u.  Sider).  * 

syriia  Ad.  Frühst.  Seitz.  Groß-Schmett.  5,  p.  530. 

sysiphus  Prep.  Cr.  Pay)il.  Exot.  2,  Tb.  158.  * 


taeiiiata  Phy.  Böh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  438.  * 
tales  Eir.  Cr.  Pap.  Exot.  1,  p.  62.  * 
tarapntensis  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  46,  p.  59. 
tarpeja  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  532.  * 
tar(|uinius  Arg.  Crt.  Ross.  Nat.  II,  Voy.  NW.  Pass.  App.  p.  68. 
tarratia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  52i.  * 
tatila  Enn.  H. -Schaff.  Smmlg.  Außer-Eur.  Schmett.  f.  69 — 72.* 
tatilina  Enn.  Fridist.  Stett.  Zg.  1908,  p.  47. 
taurione  Enn.  Hbn.  Zutr.  Smndg.  Exot.  Schmett.  (4).  * 
taylori  Mel.  Echv.  Ganad.  Ent.  20.  p.  82. 
teeta  lieh  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  207. 
tegeata  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  514. 
tegyra  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  541. 
telchinia  Hel.  J)hl.,  We.stw.  Hetv.  Gen.  Dinrn.  I^ep.  1,  p.  104.  * 
teleboas  Gyst.  Men.  Bull.  Acad.  Mose.  1832,  p.  307. 
tclesiphe  Gol.  Hetv.  Trans.  Ent.  Soc.  Ijond.  (3)  5,  p.  564. 
telesiplie  Hel.  J)ht.  Gen.  Diurn.  I^ep.  1,  p.  103.  * 
teletusa  Phy.  Godt.  Encycl.  IMMhod.  9,  Sirppl.  p.  817. 
tellias  Ghlos.  Bcd.  Entom.  Month.  Mag.  1,  p.  84. 
telliis  lieh  Oherth.  Et.  d’Ent.  21.  * 
temerinda  Hel.  Hew.  Exot.  Butt.  5.  * 


tenebrosa  Act.  Hew.  Exot.  Butt.  4,  Acr.  6.  * 

tenebrosa  Eun.  Sedv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  173. 

terpsichore  Pyr.  Jdiit.  Linn.  Entomol.  14,  p.  266. 

terpsiiioe  Act.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  78. 

testacca  Act.  S.  u.  G.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  2,  p.  144 

testacea  An.  Böh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  585.  * 

texa  Cat.  Hew.  Exot.  Butt.  1  (Catagr.  3).  * 

texana  Phy.  Edw.  Proc.  Ent.  Soc.  Phil.  2,  p.  81. 

thalassina  Dyn.  Bsd.  L^pid.  Guatemal.  jj.  42. 

thalia  Act.  L.  Syst.  Nat.  (X),  p.  467. 

thalpiiis  Prep.  Hbn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  1,  Tb.  71.  * 
thalysia  Ghlor.  Frühst.  Stett.  Zg.  1907,  p.  242. 
thainar  Hel.  Hhn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  1.  * 

Hiaiiiyras  Cat  Men.  Gat.  Mus.  Petr.  2,  Tf.  8.  * 

Hiaros  Phy.  Drnry,  111.  Exot.  Entom.  1,  Tb.  21.  * 
tliaiuiias  Ghlor.  71«/.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  130. 

Hieaeiia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  514.  * 
■Hiearida  Ag.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  545.  * 
Hi(d)ais  Prep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  i?.  555. 
fhebais  Phy.  G.  u.  S.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1878,  p.  267 
tliebais  Sid.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  422. 
thekla  IMel.  Edw.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  3,  p.  191. 

(helxiope  Hel.  Hhn.  Exot.  Schmett.  1.  * 

(lielxiopeia  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  305. 
tlieiuistoeles  Meg.  F.  Ent.  Syst.  3  (1),  p.  66. 
tluMUia  Phy.  il/e«.  Emmi.  Corp.  An.  Petr.  p.  86.  * 
theophania  Eun.  JG'idist.  Stett.  Zg.  1908,  ]).  46. 
theophila  Act.  J)ocjn.  le  Natural.  (2)  1,  id.  173.  * 
therasia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  531. 
theseus  Dyn.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  5,  p.  106. 

Ihespias  Act.  Weym.  Stiibels  Reise  p.  73.  * 

Ihesprotia  Ad.  Jldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  419. 
tliessalia  Ad.  JGdr.  Reise  Novara  Lep.  3,  ji.  417. 
tluuidela  Hel.  Hetv.  Ent.  Älonth.  Mag.  10,  i3.  224. 
tliielei  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  195. 

Ihisbe  Ilaem.  I)h1.  ti.  Hetv.  Gen.  Diurn.  Lep.  Tf.  30.  * 
tlioasa  Ad.  Hetv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (2)  6,  p.  436.  * 
tlioe  Chlor.  Godt.  Encycl.  Method.  9,  p.  376. 

Ilionisoiii  Van.  Bttr.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (5)  19,  p.  104. 
thrasylla  Cybd.  JGdr.  Wien.  Ent.  Mon.  3,  p.  397.. 
tliyaniis  An.  Frühst.  Guben.  Ent.  Zschr.  1,  ji.  102. 
thyinetus  Phy.  J^^.  IMant.  Insect.  2,  p.  30. 
tlniainis  lieh  Weym.  Iris  6,  p.  331.  * 

tiiiiareta  Hel.  Hetv.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  (3)  5,  p.  563. 
titaii  An.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  447. 
litaiiia  Gat.  Satv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  4,  p.  177. 
lilliia  Dyn.  Hhn.  Zutr.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  (2).  * 
titlionia  Eun.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  2,  p.  199.  * 
titlioreides  Hel.  Stgr.  Iris  12,  p.  404. 

titlioreides  Prot.  JGlr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1873,  ji.  774 

lithraiistes  Gol.  Sedv.  Ann.  (Mag.  Nat.  Hist.  (4)  7,  p.  415. 

litia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  515. 

titio  Gol.  Stich.  Wytsman,  Gen.  Ins.  Fase.  63,  p.  12. 

tizoiia  Ad.  Fldr.  Reise  Novara  Lep.  p.  424. 

lizoiiidcs  Ad.  IGahst.  Ent.  Zschr.  Stuttg.  22,  p.  108. 

tcdiina  Cat.  Hew.  Exot.  Butt.  (Catagr.  1).  * 

torrebia  Luc.  Men.  Bidl.  Acad.  IMoscou  1832,  p.  310. 

tracta  Ad.  Btlr.  Lepid.  Exot.  p.  102.  * 

trajaims  Agr.  IGuhsl.  Iris  14,  p.  327. 

traiisiens  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  314. 

fransiens  Prep.  Frnh.st.  Iris  17,  p.  311. 

trayja  Vict.  Hhn.  Smmlg.  Exot.  Schmett.  1.  * 

triclaris  Arg.  Hbn.  Smndg.  Exot.  Schmett.  2.  * 

tricoloratiis  Hel.  Btlr.  GisHü.  Entom.  1,  p.  167. 

trinacria  Act.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  6,  p.  417. 

tringa  Per.  Guen.  iM4m.  Ihiys.  G4n.  22,  p.  401. 

ti'inina  Ad.  J\aye,  Trans.  Ent.  Soc.  Ijond.  1913. 

trinitalis  Act.  .Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  372. 

tniiilatis  Prot.  Jtöh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5.  p.  580.  * 

tristis  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45,  p.  210. 

Iristrigosa  Per.  Btlr.  Cistul.  Entom.  1,  p.  161. 
triteia  Catagr.  J^'ruhst.  Societ.  Entom.  191(i,  p.  24. 
troglodyta  An.  7’.  Syst.  Entom.  p.  502. 

Irypheiia  Per.  Hetv.  Exot.  Butt.  2  (Catagr.  6).  * 

Iryphon  Agr.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  i3.  573. 
liilcis  Phy.  Bat.  Ent.  IMonth.  Mag.  1,  p.  82. 
tiilita  Cldos.  Dew.  Stett.  Zg.  38,  Tb.  1.  * 
tiiniida  Ad.  Btlr.  Cistul.  Entom.  1,  p.  165. 
tiiteliiia  Meg.  Hetv.  Exot.  Butt.  1  (Timetes  1 ).  * 
tyoho  lieh  Bcd.  Trans.  Linn.  Soc.  Ijond.  23,  p.  559. 
tyiidarius  Hel.  Weym.  Iris  9,  p.  317. 
typhla  Cat.  Böh.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  495.  * 
typhoeus  Pyrr.  IGdr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.T411. 


Urbesc]n’eil)uugs-Nacliwois  der  aincrikatiischc))  Nymplialidcn 


tyrianthina  An.  G.  u.  H.  Ann.  Mag.  Nat.  II ist  (4)  2,  p.  148. 
tyrias  Prep.  Frulisi.  Seitz,  Groß-»Scliniet4.  5,  p.  .5.55.  * 

iidalrica  Hel.  Cr.  Pap.  Exot.  4,  p.  1(5.  * 
iimbrosa  Pol.  Linin.  Trans.  Am.  Ent.  Soc.  2,  p.  313. 
unit'asciatus  Eti.  Bilr.  Cistnl.  Entom.  1,  ]).  KiU. 
uniinaculata  Hel.  Hew.  Eqnat.  l^ep.  p.  10. 
iirraca  Ad.  Fldr.  Wien.  Ent.  Mon.  (5,  p.  1 1(5. 
iiiTaciiia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-.Schmct(..  5,  ]).  51(5. 

Ursula  Phy.  Stgr.  Iris  7,  p.  70.  * 

lila  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scliniett.  5,  p.  519. 

uzita  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  443.  * 

vacuna  Chlor.  Godt.  Encycl.  M4thod.  9,  p.  377. 
vala  Hel.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  78. 
valdiviana  Arg.  Ph'it.  Linn.  Entom.  18(50,  p.  2(55. 

Valentina  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Scliinett.  5,  p.  514. 

vanessoides  h’liy.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  449. 

vanillae  Dione  L.  Syst.  Nat.  p.  482. 

vaninka  Per.  Hew.  Exot.  Putt.  1  (Catagr.  4).  * 

varians  Act.  Jord.  Novit.  Zool.  17,  p.  4(54. 

varieg'ata  Phy.  Bob.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  437.  * 

vegetissiina  En.  Stich.  Beil.  Ent.  Zschr.  48,  p.  8. 

velia  Ad.  Ftdr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  423. 

veliada  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  52(5. 

velica  Phy.  Jlcw.  Exot.  Butt.  (Eres.  V),  Pig.  25.  * 

velox  Hypna  Bür.  IToc.  Zool.  Soc.  Ijond.  18(5(5,  p.  208.  * 

vclutina  Ag.  Bat.  .lourn.  Entom.  2,  p.  315. 

Venus  Hel.  Stgr.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1802,  p.  390. 
venusia  Eim.  Ftdr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  407. 
venusta  An.  An.  Frühst.  Gnben.  Ent.  Zschr.  1,  ii.  111. 
venusta  Hel.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  7,  p.  413. 
veraecnicis  Act.  .Jord.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  370. 
veraepaeis  Hel.  Bat.  Ent.  Month.  Mag.  1,  p.  57. 

Verena  Phy.  lleiv.  Exot.  Butt.  3  (Eresia  4).  * 

verenda  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  513.  * 

veronica  Eun.  Bat.  .Tourn.  Entom.  2,  p.  198. 

versicolor  Hel.  Weym.  Iris  6,  p.  317.  * 

verticordia  An.  Hbn.  Zutr.  Smmlg.  Eur.  Schmett.  (3).  * 

vesta  Agr.  Fridist.  Iris  14,  p.  351. 

vesta  l’hy.  Ediv.  Trans.  Amer.  Ent.  Soc.  2,  p.  371. 

vestiiia  An.  Heiv.  Eqnat.  Lepid.  p.  31. 

vestina  Prec.  Ftdr.  Reise  Novara  Lep.  3,  p.  201. 

vetustus  Hel.  Bür.  Cifstul.  Entom.  1,  p.  1(55. 

vialis  En.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  20. 

viearia  Dyn.  Bat.  .Tourn.  Entomol.  2,  p.  323. 

viehada  Per.  J)rc.  Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1874,  p.  15(5. 

vieinalis  An.  Böb.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  p.  590. 

vicinalis  Eu.  Stich.  Berl.  Ent.  Zschr.  48,  p.  21. 

vicinia  An.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  181. 

vieinus  Hel.  Men.  Ldp.  Acad.  Imp.  P4tersb.  2,  p.  114. 

vietoria  An.  Drc.  Proc.  Zool.  Soc.  Lond.  1877,  p.  045. 

vietrix  ITep.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schmett.  5,  ji.  500. 

viculata  Hel.  Biff.  Berl.  Ent.  Zschr.  45.  p.  488. 

Viola  Eun.  Bat.  .lourn.  Entom.  2,  p.  199. 
violetta  Eun.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  p.  110.  * 
violetta  Tem.  Frühst.  Stett.  Zg.  (58.  p.  229.  * 
virgata  Hel.  Stich.  Insekten-Böi'se  19,  p.  255. 
virginiensis  Pyr.  Driiry,  111.  Exot.  Entom.  1,  Tb.  5.  ''' 
viridana  Hel.  Sticti.  Wystm,  Gen.  Insect.  Nymph.  Hel. 
p.  35. 

viridinota  Per.  Bür.  Cistid.  Entom.  1,  p.  101. 
viridis  Hel.  Stgr.  Exot.  Tagf.  1,  ]!.  77.  ■■■ 
virilis  l^hy.  Böb.  Seitz,  Gi’oß-Schmett.  5,  p.  450. 


ß  1  5 


vilriiiga  Pco'.  Hew.  Exot.  Butt.  2  (Catagr.  8).  * 
vitlatus  Mel.  Bttr.  (üstul.  Mntom.  1,  p.  100. 
vodeiia  Ad.  Frühst.  Seitz,  Groß-Schniett.  5.  p.  521. 
volara  Per.  lletr.  Exot.  Hutt.  4  (Catagi-.  12). 
voliiiuiia  hlun.  Godt.  Enc.ycl.  AR-tlmd.  9,  j).  11(5. 
v<du|»is  Ad.  Frohst.  Seilz,  Gi'oß-Schmett.  5,  jn  512. 
vuleanus  lieh  Bttr.  Proc-.  Zool.  Soc.  Lond.  1805,  ji.  hßi.  * 
vulcaiius  Sich  Ft(tr.  Wi<-n.  Ent.  Mon.  0,  p.  121. 

VulpcM-ula  Zar.  Frühst.  Ent.  Zschr.  1909,  p.  107. 
vulpiiia  Zar.  Frühst.  Ent.  Zschr.  1909,  p.  1(59. 

weidciuey(‘ri  Lim.  AVZcc.  Proc.  Ac.  N.,  Sei.  Phil.  18(51 .  ]>.  102. 
weruickei  Metam.  Böb.  Societ.  lOntomol.  20,  p.  177. 
weyuieri  Hel.  Stgr.  Iris  9,  p.  287.  * 
wheelcri  Mel.  H.  Fdro.  Papilio  1,  p.  52. 
wliitrdyi  Callith.  Salv.  Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  (4)  4,  ]).  179. 
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